| Notizen |
- Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_von_Steiger
Christoph von Steiger
Christoph von Steiger entstammte der Berner Patrizierfamilie Steiger mit dem schwarzen Bock. Er wurde 1651 als fünfter Sohn des Emanuel von Steiger und der Catharina Dachselhofer geboren. Nach der Promotion in Bern an der Hohen Schule studierte er ab 1668 Theologie in Lausanne und ab 1671 die Rechte in Orléans. Anschliessend begab er sich auf eine Kavalierstour durch europäische Länder und widmete sich dort Sprachstudien. Durch seine Heirat mit Anna Katharina Berseth im Jahre 1678 kam Steiger in den Besitz des Landgutes Tschugg. 1680 gelangte er in den Grossen Rat von Bern. Drei Jahre später bekleidete er das Amt des Grossweibels, und 1687 wurde er als Landvogt nach Lenzburg geschickt. 1709 wurde er in den Kleinen Rat und 1712 zum Welschseckelmeister gewählt, er war also Finanzminister für die französischsprachigen Gebiete. Er wurde für seine Verdienste im Neuenburger Erbfolgestreit auf Vorschlag des preussischen Königs 1714 in den erblichen Freiherrenstand erhoben. Ab 1718 bis zu seinem Tod übte er das Amt des Schultheissen von Bern alternierend aus.
Sein Zeitgenosse Johann Rudolf Gruner schrieb über ihn: «Christoph Steiger führte keinen grossen Staat, sondern war ein Muster von Demut und Sanftmut.» Eine Aussage, die durch den Umstand unterstrichen wird, dass er in Tschugg keine wesentlichen baulichen Massnahmen veranlasst hat. Gewürdigt wurde er auch wegen seines glänzenden Rednertalents, seiner umfassende Bildung und weil er häufig eine massgebliche Beraterfunktion ausgeübt hatte.
Christoph Steiger (II.) war sein Sohn.
- Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/016689/2014-10-16/
ChristophSteiger
* 23.11.1651 Bern, ✝︎ 15.8.1731 Bern, reformiert, von Bern. Sohn des Emanuel, Welschseckelmeisters, und der Catharina Dachselhofer. Bruder des Emanuel. ⚭ 1678 Catharina Berseth, Tochter des Johann, Schultheissen von Büren. Nach der Promotion an der Hohen Schule in Bern studierte Christoph Steiger ab 1668 Theologie in Lausanne und ab 1671 die Rechte in Orléans. Dann unternahm er eine Kavalierstour mit zahlreichen Zwischenstationen in Frankreich, England und der Niederlande, wo er sich vor allem Sprachstudien widmete. Seine Gattin brachte den bedeutenden Grundbesitz der Familie Berseth mit Rebbergen und dem Landgut in Tschugg in die Ehe ein. Ab 1680 im bernischen Grossen Rat, wurde Steiger 1683 zum Grossweibel ernannt und 1687 als Landvogt nach Lenzburg entsandt. Ab 1708 war er Salzdirektor, wurde 1709 zweiter und 1711 erster Heimlicher von Burgern, 1712 Kleinrat und Welschseckelmeister. 1718 krönte er seine politische Karriere als Erster der schwarzen Linie mit dem Schultheissenamt, das er bis 1731 alternierend innehatte. Während der Genfer Verfassungskämpfe übernahm Steiger 1707, gestützt auf den Burgrechtsvertrag zwischen Bern und Genf, die Vermittlerrolle in der Rhonestadt. Im Neuenburger Erbfolgestreit vertrat er die Interessen der preussischen Krone und bemühte sich um den Ausschluss der französischen Nachfolge. Dafür wurde er 1714 von König Friedrich Wilhelm I. in den erblichen Adelsstand erhoben. In den Auseinandersetzungen des Fürstbischofs von Basel mit Bern um das Münstertal (1706-1711) nahm Steiger 1706 in Nidau und 1711 in Aarberg an den Verhandlungen teil. Im "Regenten Spiegel" werden sein glänzendes Rednertalent, seine umfassende Bildung und die massgebliche Beraterfunktion angeführt, namentlich in den Friedensverhandlungen im Zweiten Villmergerkrieg.
Version vom: 16.10.2014
Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher
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