- Nach dem Oetenbacher Stiftungsbuch aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts geht das Kloster auf den Zusammenschluss zweier Schwesternhäuser im Jahr 1234 zurück; damit ist Oetenbach eine der ältesten Gründungen der Dominikanerinnen in deutschem Gebiet.
Das Kloster am Zürichhorn am Oetenbach, dem heutigen Hornbach, der ab 1237 als Otinbach bezeugte Name wird von der Namenforschung als «Bach des Oto» erklärt, wurde am 13. August 1237 anlässlich eines Ablasses von Papst Gregor IX. erstmals erwähnt und erhielt das bereits erwähnte Schutzprivileg. Damit entging die neue Gemeinschaft der Gefahr, als ketzerisches Unternehmen von der Kirche verfolgt zu werden.
Ein wichtiges Anliegen der Schwestern im Oetenbach war die seelsorgerische Betreuung, die von den Mönchen im Predigerkloster wahrgenommen wurde. Die Nonnen lebten, wie der gesamte Dominikanerorden, nach der Augustinusregel. Der erste Oetenbacher Klosterkaplan war der Leutpriester Walther, der auch die Reise nach Rom mitgemacht hatte, wo man um das päpstliche Schutzprivileg nachsuchte.
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