Dietrich von Hallwil (Hallwyl)

Dietrich von Hallwil (Hallwyl)

männlich 1448 - 1509  (61 Jahre)


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  • Name Dietrich von Hallwil (Hallwyl)
    • Hallwyl, auch Hallwil oder Hallweil, ist der Name eines schweizerischen Uradelsgeschlechts mit Stammsitz Schloss Hallwyl im Seetal im heutigen Kanton Aargau. Das Geschlecht diente den Habsburgern und wurde später in das Berner Patriziat aufgenommen, nachdem 1415 die Stadt und Republik Bern die Herrschaft im Berner Aargau übernommen hatte. Einzelne Zweige traten in verschiedene ausländische Dienste. 1671 wurde die Familie von Kaiser Leopold I. in den erbländischen Grafenstand erhoben. Der Stammsitz Schloss Hallwyl blieb bis 1994 im Besitz der Familienstiftung.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hallwyl_(Adelsgeschlecht)
    Geburt cir 1448 
    Geschlecht männlich
    Beruf / Beschäftigung Kaufmann und Rentier. Vermutlich 1485 Grossrat, 1486-1527 Kleinrat, 1514-19 Säckelmeister, 1516-19 und 1522 Schultheiss (letzter seines Geschlechts). 
    Wohnort Schloss Hallwil, Seengen, AG, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Tod 1509 
    Personen-Kennung I13291  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 24 Okt 2025

    Vater Edelknecht Burkhart I von Hallwil (Hallwyl)   gest. 1466
    Mutter Dorothea von Rüssegg,   geb. vor 1433   gest. nach 1462 (Alter 29 Jahre)
    Eheschließung 5 Feb 1433 
    Familien-Kennung F28210  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Siguna (Sigonia) von Rotenstein,   geb. cir 1460   gest. vor 1510 (Alter 50 Jahre)
    Eheschließung 6 Feb 1486  [1
    Notizen 
    • Kinder:
      - Hartmann von Hallwil‏‎, * ‎4 Dez 1503 in Bern, ✝︎ ‎1 Feb 1573‎, Alter 69 Jahre - ⚭1. Maria von Mülinen‎, ⚭2. Beatrix von Bärenfels‎
      - Kaspar von Hallwil‏‎, * ‎ca. 1480, ✝︎ ‎1560/1562‎, Alter ungefähr 80 Jahre - ⚭1. ‎Barbara von Hohenlandenberg‎, ⚭2. Margaretha Meyer von Hüningen‎
      - Margaretha von Hallwil‏‎, ⚭ Hans Wilhelm von Mülinen‎
      - Dorothea von Hallwil‏‎, ✝︎ ‎1517 - ⚭ Sebastian von Diesbach‎
      - Anna von Hallwil‏‎, ✝︎‎1518 - ⚭ Jakob von Hertenstein‎
      - Georg von Hallwil‏‎ - ✝︎ ‎nach 1524 - ⚭ ‎Katharina von Erlach‎
      - Barbara von Hallwil‏‎ - ⚭ Wolfgang von Helmsdorf‎
    Kinder 
    +1. Hartmann von Hallwil (Hallwyl)   gest. 1 Feb 1573
    +2. Dorothea von Hallwil (Hallwyl)   gest. 1517
    +3. Anna von Hallwil (Hallwyl)
    Familien-Kennung F6792  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 3 Nov 2025

  • Ereignis-Karte
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  • Wappen, Siegel, Münzen
    Hallwyl (Hallwil) - Wappen
    Hallwyl (Hallwil) - Wappen
    Wappen der Hallwyl im Scheiblerschen Wappenbuch

    Blasonierung: In Gold zwei schwarze Adlerflügel. Auf den Helm mit schwarz–goldenen Decken ein offener silberner Flug.

    Bild: Wikipedia; verschiedene unbekannte Künstler - Bayerische Staatsbibliothek Cod.icon. 312 c 1450 - 1480
    © Gemeinfrei

    Orte
    Hallwyl - Schloss
    Hallwyl - Schloss
    Stammsitz der Herren von Hallwyl

    Hallwyl, auch Hallwil oder Hallweil, ist der Name eines Geschlechts des niederen Adels in der Schweiz, das jedoch später wegen seiner Dienste mit dem Titel eines Reichsgrafen im Rang erhöht wurde. Der Ursprung der Familie liegt im Seetal im heutigen Kanton Aargau. Der Stammsitz der Familie ist das Schloss Hallwyl.

    Bild: Wikipedia; Tage Olsin - Selbst fotografiert - https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Olsin.se
    © CC BY-SA 2.0 - https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020042/2007-11-27/

      von Hallwyl

      Ursprünglich freie, ab dem 13. Jahrhundert dann ministerialische Familie, die den Namen ihrer Stammburg Hallwyl führte und ab dem 15. Jahrhundert grossteils im Elsass, in Süddeutschland sowie in Österreich ansässig war. Ausgehend vom Besitz im See- und Bünztal, samt der hohen Gerichtsbarkeit über den Hallwilersee, konnte Johann I.einen starken wirtschaftlichen Aufschwung bewerkstelligen und erwarb weitere Besitzrechte wie die Twingherrschaften Boswil, Wildegg und Egliswil. Seine vier Söhne begründeten zum Teil eigene Linien, von denen aber um 1480 nur noch eine einzige bestand. 1369 hatten sie einen Stammgutsvertrag abgeschlossen, wonach die Burg Hallwyl beim Mannesstamm verbleiben musste.

      Nach dem Aussterben der Kyburger wurden die von Hallwyl Ministerialen der Habsburger: Mehrere Familienmitglieder hatten Ämter von diesen inne, so Johann I., Türing II. sowie Türing III., der 1464-1468 die Landvogtei im Elsass besass. Diese Beziehung brachte den von Hallwyl aber auch Verluste: In der Schlacht von Sempach fielen drei Vertreter und bei der Eroberung des Aargaus 1415 leisteten sie fast als Einzige Widerstand, weshalb die beiden Wartburgen und die Burg Hallwyl niedergebrannt wurden. In der Folge mussten sie mit Bern und Solothurn ein Burgrecht abschliessen. Der im Elsass begüterte Türing'sche Familienzweig vermied eine Bindung an Bern, stand weiterhin im Dienst der Habsburger (Türing II.) und zog auch Nachkommen des Rudolf'schen Zweigs auf diese Seite. Zu einer Annäherung an die Eidgenossenschaft kam es erst mit der Verpfändung der habsburgischen Vorlande an Burgund.

      Nach 1415 hatten die von Hallwyl Mühe, ihren Besitz ausserhalb des bernischen Aargaus zu behaupten. Stück für Stück mussten sie ihre Güter und Rechte veräussern. Obwohl einige von Hallwyl mehrere Söhne hatten, begründeten erst zwei Söhne von Dietrich II. (1509) eigene Linien: diejenige Hartmanns III. starb 1671 im Aargau und 1710 in Württemberg im Mannesstamm aus. Von den Söhnen Kaspars I., dem Begründer der zweiten Linie, lebten die wieder katholischen Nachkommen Dietrichs III. im Thurgau (Herrschaft Blidegg) und in Schwaben (ausgestorben 1743), die ebenfalls katholischen Nachfahren Hugos II. in Österreich und Böhmen (ausgestorben 1779), jene Burkhards III. im Elsass (ausgestorben 1793) und im Aargau (in einem deutschen Zweig noch bestehend). Letztere Linie stammt von Karl Hans Franz Rudolf (1827-1899), einem Enkel von Johann Abraham , ab.

      Im Aargauer Zweig erfolgte ein rascher wirtschaftlicher Niedergang – ausser bei Hans Rudolf –, der soweit führte, dass einzelne von Hallwyl bevormundet wurden und in Konkurs gerieten. Manche von ihnen heirateten sich auch in bäuerliche Kreise ein. Johann Anton (1683-1736, in holländischen Diensten) und Johannes gelang hingegen wieder der soziale Aufstieg (bernisches Bürgerrecht, vornehme Heiratskreise, Vermögen). Im 19. Jahrhundert gehörte Karl Franz Rudolf 1808-1813 und 1815-1831 dem Aargauer Grossen Rat an, sein Neffe Hans auch dem aargauischen Regierungsrat.

      Bis etwa 1450 hatten die von Hallwyl ihre Grablege im Kloster Kappel (Gemeinde Kappel am Albis), nachher in der Kirche Seengen. Das Stammgut und Erbmarschallamt bzw. -lehen, das jeweils dem Stammältesten zufiel, trugen zum Zusammenhalt der Familie bei. Diesen beschwört das wohl um 1560 entstandene Hausbuch mit der Ringsage. Die Familienbande waren häufig eng, infolge der Verarmung kam es aber auch zu bitteren Zwisten. Die Verbindungen zu Österreich, die Konflikte mit Bern um Gerichtsrechte und im 17. Jahrhundert der wirtschaftliche Niedergang trugen dazu bei, dass den von Hallwyl der Eintritt in den bernischen Grossen Rat nicht gelang.

      Version vom: 27.11.2007
      Autorin/Autor: Felix Müller (Brugg)

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 113.