Herzogin Mechthild von Hessen

Herzogin Mechthild von Hessen

weiblich 1473 - 1505  (31 Jahre)


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  • Name Mechthild von Hessen
    • Sie war eine landgräfliche Prinzessin und wurde durch Heirat Herzogin von Kleve und Gräfin von der Mark.
    Titel Herzogin
    Geburt 1 Jul 1473 
    Geschlecht weiblich
    Besitz Grafschaft Katzenelnbogen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Erbin der Grafschaft Katzenelnbogen.  
    • Um dieses Erbe entwickelte sich später ein Streit, der zum „katzenelnbogischen Erbfolgestreit“ führte. Letztlich kam Mechthilds Bruder Wilhelm in den Genuss der Erbschaft.
    • Die Grafschaft Katzenelnbogen war eine reichsunmittelbare Grafschaft des Heiligen Römischen Reichs, die von 1095 bis 1479 bestand und zwei territoriale Schwerpunkte hatte: am Mittelrhein und in Südhessen. Ab 1479 waren die Landgrafen von Hessen Besitzer der Grafschaft und Träger des Grafentitels. Der Titel „Graf zu Katzenelnbogen“ ist bis heute Bestandteil des Familiennamens im Haus Hessen. Weitere Träger des Titels sind die Vertreter zweier noch regierender Häuser, nämlich der Großherzog von Luxemburg sowie der König der Niederlande. Stammsitz der Grafen war die Burg Katzenelnbogen in der heutigen Stadt Katzenelnbogen.
      Selbst auf ihrem Höhepunkt war das Gebiet der Grafschaft in zwei Hauptgebiete geteilt, die später – als Folge der 1567 erfolgten Teilung der Landgrafschaft Hessen – jeweils zum Kern unterschiedlicher Territorien wurden:
      die Niedergrafschaft um Katzenelnbogen und die Burg Rheinfels, später Kern der bald wieder erloschenen Landgrafschaft Hessen-Rheinfels,
      die Obergrafschaft um Darmstadt, später Kern der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Katzenelnbogen
    Tod 19 Feb 1505 
    Personen-Kennung I29616  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 21 Feb 2026

    Vater Landgraf Heinrich III. von Hessen,   geb. 15 Okt 1440, Schloss Spangenberg, Hessen, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 13 Jan 1483, Marburg an der Lahn, Hessen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 43 Jahre)
    Mutter Anna von Katzenelnbogen
    Eheschließung 1458 
    Familien-Kennung F31391  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Herzog Johann II. von Kleve-Mark,   geb. 13 Apr 1458   gest. 15 Mrz 1521 (Alter 62 Jahre)
    Eheschließung 3 Nov 1489 
    Notizen 
    • Der Ehe entstammten die Kinder
      - Hedwig (* 1485), ∞ Otto von Büren
      - Joost (1485–1541), Priester
      - Johann (1490–1539), ∞ Maria von Jülich, Erbtochter der Herzogtümer Jülich und Berg
      - Anna (1495–1567), ∞ Philipp III. von Waldeck zu Eisenberg
    Kinder 
    +1. Herzog Johann III. von Kleve-Mark,   geb. 10 Nov 1490   gest. 6 Feb 1539 (Alter 48 Jahre)
     2. Anna von Kleve,   geb. 1495   gest. 1567 (Alter 72 Jahre)
    Familien-Kennung F14822  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 21 Feb 2026

  • Ereignis-Karte
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  • Wappen, Siegel, Münzen
    Hessen - Wappen
    Hessen - Wappen
    Stammwappen des Hauses Hessen

    Bild: https://www.wikiwand.com/de/Haus_Hessen

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Mechthild_von_Hessen_(1473–1505)

      Mechthilds Eltern versuchten, so wie bei ihrer älteren Schwester Elisabeth, mit einer frühzeitigen Heiratspolitik das Katzenelnbogener Erbe zu sichern. Im Sommer 1481 wurde sie achtjährig mit Johann von Kleve verlobt und die Hochzeit war für 1485 vorgesehen. Schließlich fand sie jedoch erst am 3. November 1489 statt, nachdem Papst Innozenz VIII. dem Herzog Johann am 15. April 1489 die Goldene Tugendrose verliehen hatte. Dies ist bemerkenswert vor dem Hintergrund, dass Johann mit seinen angeblich 63 vorehelichen Kindern den zweifelhaften Ruf eines „Kindermachers“ hatte. Johann nannte sich fortan „Johann von Kleve, Graf von der Macke und Katzenellenbogen“.

      Mechthild kam reich begütert in die Ehe und zu ihrem Hofstaat gehörten neben einer Kammermagd zwei Knaben, ein Schneider, zwei Jungfrauen und ein Kaplan.

      Nachwirkungen
      In der Münchener Staatsbibliothek (Cod. Germ. 84) befindet sich das „Gebetbuch der Sybille von Kleve“, datiert auf das Jahr 1526. Der Kunsthistoriker Eberhard Schenk zu Schweinsberg hat in seinen Forschungen anhand eines identischen Gebetbuchs (eine Leihgabe des Kölner Domherrn Valentin Engelhart von Geltersheym in der Forschungsbibliothek) belegt, dass beide Gebetbücher aus einer Kölner Werkstatt stammen. Er stellt fest, dass nur Mechthild von Hessen die Erstbesitzerin des Gebetbuchs gewesen sein kann und sie dieses später ihrer Enkelin Sibylle, Tochter ihres Sohnes Johann, als Hochzeitsgeschenk überlassen hat.