Hans von Hallwil (Hallwyl)

Hans von Hallwil (Hallwyl)

männlich 1433 - 1504  (71 Jahre)


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  • Name Hans von Hallwil (Hallwyl)
    • Schweizer Offizier. Er führte die siegreichen Eidgenossen in der Schlacht bei Murten am 22. Juni 1476.
    • Bis etwa 1450 hatten die Hallwyler ihre Grablege im Kloster Kappel, nachher in der Kirche Seengen. 1415 eroberten bernische Truppen den Aargau und steckten die Burg Hallwyl in Brand. Erst 1470 erhielt die Familie das Burgerrecht in der Stadt und Republik Bern als neuer Landesherrschaft im Berner Aargau, in deren Patriziat sie aufgenommen wurde. Eine Linie blieb aber bis zu ihrem Erlöschen im Dienst der Habsburger im Elsass, Thüring III. von Hallwyl war 1455–58 oberster Hauptmann in den Vorlanden und 1464–68 Landvogt im Elsass, Sundgau, Breisgau und im Schwarzwald. Hans von Hallwyl war der Anführer der eidgenössischen Vorhut in der Schlacht bei Murten 1476 gegen Karl den Kühnen.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Hallwyl_(Adelsgeschlecht)
    Geburt cir 1433 
    Geschlecht männlich
    Militär / Gefecht 2 Mrz 1476  Schlachtfeld bei Grandson (Gransee), VD, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Führer des Gewalthaufen in der Schlacht bei Grandson 
    • Die Schlacht bei Grandson ist eine der drei grossen Schlachten der Burgunderkriege. Sie fand unter geringen Verlusten auf beiden Seiten am 2. März 1476 in der Nähe von Grandson am Neuenburgersee zwischen den Truppen des burgundischen Herzogs Karl des Kühnen und der Eidgenossen statt. Die Eidgenossen konnten die Burgunder in panikartige Flucht versetzen und machten in deren zurückgelassenem Lager reiche Beute. Dazu gehörten über 400 burgundische Geschütze sowie u. a. kostbare Tapisserien, die heute im Historischen Museum von Bern ausgestellt sind.
      Am 10. Februar besetzte Karl der Kühne den Jougnepass, während Prinz Jakob von Savoyen die Waadt besetzte. Die Berner zogen darauf ihre Besatzung aus Yverdon ab und verlegten sie nach Grandson. Am 16. Februar brachen 7000 Mann aus Bern unter Führung von Niklaus von Scharnachtal und Hans von Hallwyl in Richtung Murten auf. Man vermutete, dass sich Karl in der Nähe von Payerne aufhielt. Bei Murten trafen die Berner auf ihre Verbündeten, den Grafen Oswald von Thierstein mit seiner Reiterei und die Truppen der Niederen Vereinigung.
      Mehr: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Grandson
    Militär / Gefecht 22 Jun 1476  Schlachtfeld Murten, FR, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Führer der Vorhut in der Schlacht bei Murten 
    • Die Schlacht bei Murten wurde am 22. Juni 1476 zwischen Truppen der Eidgenossenschaft und des burgundischen Herzogs Karl des Kühnen im Rahmen der Burgunderkriege ausgetragen.
      Die Eidgenossen planten, die Schlacht am Zehntausend-Ritter-Tag, dem 22. Juni, zu schlagen, da ihre mangelhafte Lebensmittelversorgung eine längere Wartezeit nicht zuliess. Ihr Heer umfasste mit den Verbündeten rund 22–24'000 Mann, davon rund 1800 Berittene. Das burgundische Heer war mit rund 22'500 Mann etwas kleiner und inhomogener, auch weil darunter zahlreiche Nichtkämpfende waren. Dafür verfügten die Truppen Karls über weit bessere Bewaffnung.
      In den Wäldern östlich von Murten versammelten sich die Eidgenossen mit lothringischen Reitern unter dem Kommando von Hans von Hallwyl und Hans Waldmann.
      Mehr: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Murten
    Militär / Gefecht nach 1477 
    Hans von Hallwyl blieb dem Kriegshandwerk auch in der Folgezeit treu. Er stand mit seinem Bruder Walter VII. (* vor 1450; † 1513) im Dienst von Herzog Albrecht VI. von Österreich im Elsass, darauf betätigte er sich als Kriegsunternehmer in Böhmen und Ungarn und stand nach dem erfolgten Burgrecht seiner Familienvertreter 1470 mit der Stadt Bern im Dienste dieser Stadt. Er stand später im Dienst von König Ludwig XI. von Frankreich und wurde 1480 zum obersten Hauptmann der eidgenössischen Söldner und zum Rat und Kämmerer von Kaiser Friedrich III. 1486 erwarb er das Niedergericht von Rupperswil und die Herrschaft Trostburg mitsamt dem dazugehörigen Schloss und den zugehörigen Dörfern. Er wohnte meist in Aarau. Im Jahr 1499 nahm er als Heerführer am Schwabenkrieg teil. 
    Tod 19 Mrz 1504 
    Personen-Kennung I57599  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 25 Okt 2025

    Vater Edelknecht Burkhart I von Hallwil (Hallwyl)   gest. 1466
    Mutter Dorothea von Rüssegg,   geb. vor 1433   gest. nach 1462 (Alter 29 Jahre)
    Eheschließung 5 Feb 1433 
    Familien-Kennung F28210  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Magdalena von Rotenstein
    Eheschließung 1475 
    Familien-Kennung F28239  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 25 Okt 2025

  • Ereignis-Karte
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  • Wappen, Siegel, Münzen
    Hallwyl (Hallwil) - Wappen
    Hallwyl (Hallwil) - Wappen
    Wappen der Hallwyl im Scheiblerschen Wappenbuch

    Blasonierung: In Gold zwei schwarze Adlerflügel. Auf den Helm mit schwarz–goldenen Decken ein offener silberner Flug.

    Bild: Wikipedia; verschiedene unbekannte Künstler - Bayerische Staatsbibliothek Cod.icon. 312 c 1450 - 1480
    © Gemeinfrei

    Orte
    Hallwyl - Schloss
    Hallwyl - Schloss
    Stammsitz der Herren von Hallwyl

    Hallwyl, auch Hallwil oder Hallweil, ist der Name eines Geschlechts des niederen Adels in der Schweiz, das jedoch später wegen seiner Dienste mit dem Titel eines Reichsgrafen im Rang erhöht wurde. Der Ursprung der Familie liegt im Seetal im heutigen Kanton Aargau. Der Stammsitz der Familie ist das Schloss Hallwyl.

    Bild: Wikipedia; Tage Olsin - Selbst fotografiert - https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Olsin.se
    © CC BY-SA 2.0 - https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

    Schlachten
    Schlacht bei Grandson - 2 Mrz 1476
    Schlacht bei Grandson - 2 Mrz 1476
    Die Schlacht von Grandson in der Luzerner Chronik des Diebold Schilling dem Jüngeren. Im Hintergrund das burgundische Lager mit dem berühmten hölzernen Zelthaus der Burgunderherzöge

    Bild: Wikipedia; Diebold Schilling der Jüngere - Alfred A. Schmid (Hg.): Die Schweizer Bilderchronik des Luzerners Diebold Schilling. Sonderausgabe des Kommentarbandes zum Faksimile der Handschrift S. 23 fol. in der Zentralbibliothek Luzern. Ex Libris, Zürich 1981, S. 156f.
    © Gemeinfrei
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  • Notizen 
    • Zitata aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019679/2006-05-16/

      Hans von Hallwyl

      * um 1433, ✝︎ 19.3.1504 . Sohn des Burkhard I. Neffe des Türing III., österr. Landvogts (1464-68) in den Vordern Landen. Auch Held von Murten genannt. ⚭ 1475 Magdalena von Rothenstein. H. stand mit seinem Bruder Walter im Dienste Hzg. Albrechts von Österreich im Elsass. Später leistete er Kriegsdienste in Böhmen und Ungarn und stand ab ca. 1470 im Dienste Berns. 1476 Ritterschlag vor der Schlacht von Grandson. Im gleichen Jahr führte er in der Schlacht von Murten die Vorhut an, drang ins burgund. Lager ein und überraschte den Feind. Später im Dienste Kg. Ludwigs XI. von Frankreich, 1480 Oberster Hauptmann der schweiz. Söldner, königl. Rat und Kämmerer. 1486 erwarb H. Twing Rupperswil sowie Schloss und Herrschaft Trostburg mit den zugehörigen Dörfern. H. wohnte meist in Aarau.

      Version vom: 16.05.2006
      Autorin/Autor: Thomas Frei

    • Zitata aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_von_Hallwyl_(Offizier)

      Hans von Hallwyl (Offizier)

      Die von Hallwyl bewohnten das Schloss Hallwyl im Aargau. Bern hatte das Schloss 1415 bei der Eroberung des Aargaus in Brand gesteckt. Hans einigte sich später mit Bern und erhielt das Burgrecht und auch jenes von Solothurn. 1475 verheiratete er sich mit Magdalena von Rothenstein. In den Burgunderkriegen war er zuvor schon in der Schlacht bei Grandson am 2. März 1476 siegreich. Er wurde im Vorfeld der Schlacht zum Ritter geschlagen.

      In der Schlacht bei Murten kommandierte er die Berner Vorhut. Sie erhielt die Aufgabe, den so genannten Grünhag der Burgunder frontal zu durchstossen, welcher deren Hauptlager absicherte. In einem Hohlweg bekämpfte er gemeinsam mit dem verbündeten Herzog Renatus von Lothringen burgundische Soldaten und setzte sich durch. Die Fusstruppen rückten auf den palisadenbewehrten Grünhag zu. Die Reiterei kam am Grünhag wie geplant links vorbei und gelangte in den Rücken der Verteidiger. Beschuss der Eidgenossen durch Bogen- und Armbrustschützen plus Artillerie blieben ohne grossen Erfolg. Verstärkung durch die etwa 20 Fussminuten entfernt lagernde Hauptstreitmacht der Burgunder kam zu wenig und zu spät. Der Gewalthaufen unter Führung des Zürchers Hans Waldmann konnte bei dieser Konstellation relativ rasch das Hauptlager der Feinde umzingeln. Es kam zu einem Hingemetzel von ungefähr der Hälfte des Burgunderheeres durch die Eidgenossen und ihre Verbündeten. Karl dem Kühnen gelang mit dem anderen Teil seiner Leute eine überstürzte Flucht.

      Fragmente einer von Hans von Hallwyl gestifteten Wappenscheibe hängen in der Kirche von Leutwil im Kanton Aargau. Ein Attika-Standbild Hans von Hallwyls steht an der Fassade des Hauptgebäudes der Berner Kantonalbank, und seine Büste ist in der Walhalla in Donaustauf (Oberpfalz) aufgestellt.