Herzog Gerhard von Oberlothringen (von Elsass) (Haus Châtenois)

Herzog Gerhard von Oberlothringen (von Elsass) (Haus Châtenois)

männlich 1030 - 1070  (40 Jahre)


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  • Name Gerhard von Oberlothringen (von Elsass) (Haus Châtenois)
    Titel Herzog
    Geburt cir 1030 
    Geschlecht männlich
    Titel (genauer) Herzogtum Oberlothringen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Herzog von Oberlothringen 
    • Wurde 1048 auf einem Reichstag zu Worms als Nachfolger seines Bruders oder Oheim Albert Herzog von Oberlothringen, der zweite aus einer langen Reihe der Elsässergrafen, die dieses Amt fast 700 Jahre versahen; auch Neider waren sofort zur Stelle, darunter Gottfried der Bärtige, der 1044-46 Herzog gewesen, dann entsetzt worden war; dieser nahm Gerhard gefangen und entliess ihn erst nach einem Jahr wieder, als er mit dem Kaiser Frieden schloss; Gerhard nahm sofort den Kampf gegen Gottfried, aber auch gegen die Unbotmässigen im Lande auf; sie scheinen ihn mit Gift aus dem Wege geräumt zu haben. [1]
    Tod 06 Mär od 14 Apr 1070  Remiremont, Grand Est, FR Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Beerdigung Abtei Saint-Pierre de Remiremont Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I5808  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire | Stammler Manfred - Vorfahren
    Zuletzt bearbeitet am 28 Nov 2025

    Vater Graf Gerhard II. im Elsass (Matfriede)   gest. zw 1045 und 1046
    Mutter Gisela (von Oberlothringen ?)
    Eheschließung Datum unbekannt 
    Familien-Kennung F1237  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Hedwig von Namur   gest. 28 Jan 1075/1080
    Eheschließung Datum unbekannt  [1
    Notizen 
    • Hedwig und Gerhard haten vier Kinder, zwei Söhne und zwei Töchter.
    Kinder 
     1. Graf Gerhard I. von Vaudémont (von Lothringen),   geb. cir 1057   gest. cir 1108 (Alter 51 Jahre)
    +2. Herzog Dietrich II. von Oberlothringen (Haus Châtenois),   geb. vor 1065   gest. 23 Jan 1115 (Alter 50 Jahre)
     3. Gisela von Oberlothringen (im Elsass),   geb. 1079   gest. 1114 (Alter 35 Jahre)
    +4. Beatrix von Oberlothringen (von Elsass) (Haus Châtenois)
    Familien-Kennung F2380  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 28 Nov 2025

  • Ereignis-Karte
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    Link zu Google MapsTod - 06 Mär od 14 Apr 1070 - Remiremont, Grand Est, FR Link zu Google Earth
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Lothringen - Wappen
    Lothringen - Wappen
    Das lothringische Wappen zeigt in Gold einen roten Schrägrechtsbalken, der mit drei silbernen Alérion (gestümmelten Adlern) belegt ist. Es geht auf das Wappen des Herzogtums Lothringen zurück. Der Schrägbalken mit den Adlern tritt um das Jahr 1195 in den Siegeln von Herzog Simon II. (Lothringen) auf.

    (Bild: Wikipedia; Hugo Gerhard Ströhl: Wappenrolle Österreich-Ungarns. Erste Auflage, Wien 1890, Tafel II. - © Gemeinfrei)

  • Notizen 
    • https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_(Lothringen)

      Gerhard (* um 1030; † 14. April 1070 in Remiremont) war Herr von Châtenois und ab 1048 Herzog von Lothringen. In zeitgenössischen Quellen wird er Gerhard von Elsass und Gerhard von Châtenois (nach seinem Besitz in der Nähe von Neufchâteau) genannt. Seine Eltern sind Graf Gerhard und Gisela, die manchmal – allerdings ohne Beleg – als Tochter des Herzogs Dietrich I. von Oberlothringen († 1026/27) bezeichnet wird.
      Sein Bruder Adalbert wurde 1047 von Kaiser Heinrich III. zum Herzog von Lothringen ernannt, nachdem dieser das Herzogtum Gottfried III. abgenommen hatte. Gottfried akzeptierte die Entscheidung nicht, rebellierte und tötete Adalbert. Heinrich III. gab das Herzogtum an Adalberts Bruder Gerhard weiter. Gottfried setzte seinen Kampf und Unterstützung des lothringischen Adels fort, und es gelang ihm bald, Gerhard gefangen zu nehmen. Gerhard hatte jedoch die Unterstützung von Papst Leo IX. ((Bruno von Egisheim-Dagsburg und ehemaliger Bischof von Toul), der – auf der Durchreise in Lothringen – 1049 die Freilassung Gerhards erreichte. Je mehr der Kaiser ihn nun mit Soldaten unterstützte, umso stärker wurde Gerhard, bis es ihm gelang, seinen Gegner zu überwinden. Der lothringische Adel jedoch setzte seinen Widerstand fort.
      Gerhards Herrschaft wurde somit durch seine Treue zu Heinrich III. und später Heinrich IV. geprägt. Durch seine Zusammenarbeit mit der Kirche wurde er Vogt von Moyenmoutier (Mittelmünster), Saint-Mihiel und Remiremont. Er ließ das Château de Prény bauen sowie eine Stadt im Zentrum des Herzogtums an einer Stelle, die Nancy genannt wurde, und die sich bald zur Metropole Lothringens entwickelte.

      Die Kinder aus seiner Ehe mit Hedwig, der Tochter Alberts II. von Namur waren:
      • Dietrich II., 1065 bezeugt, 1070 Herzog von Lothringen, 1114 Markgraf, † 30. Dezember 1115; ∞ I 1079 Hedwig von Formbach, Tochter des Friedrich von Formbach und der Gertrud von Haldensleben, Witwe von Gebhard von Süpplingenburg, Mutter des Kasers Lothar III.; ∞ II 1095 Gertrud von Flandern, † 1115/26, Tochter von Tochter Robert der Friese, Graf von Flandern und Holland, Witwe von Heinrich III. Graf und Vogt von Brabant.
      • Gerhard I., 1073 Graf von Vaudémont – Nachkommen † 1346
      • Gisela, um 1079/1114 Äbtissin von Remiremont
      • Beatrix, 1102/17 bezeugt; ∞ Stephan I. Tollkopf, Graf von Vienne und Mâcon, † 1102 (Haus Burgund-Ivrea)

      Er starb in Remiremont während er eine weitere Revolte des lothringischen Adels bekämpfte, eine Vergiftung ist nicht ausgeschlossen. Er wurde in der Abtei Remiremont bestattet.


      Literatur
      • Hans Jürgen Rieckenberg: Gerhard. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 6, Duncker & Humblot, Berlin 1964, ISBN 3-428-00187-7, S. 268 (Digitalisat).
      • Henry Bogdan: La Lorraine des ducs. Sept siècles d'histoire. Perrin, Paris 2005, ISBN 2-262-02113-9.
      • Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band 1, 2: Přemysliden, Askanier, Herzoge von Lothringen, die Häuser Hessen, Württemberg und Zähringen. Klostermann, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-465-03020-6, Tafel 204.

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 269.