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- Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Werdenberg_(Adelsgeschlecht)
Grafen von Werdenberg-Heiligenberg
Der Heiligenberger Zweig war der ältere Zweig der Werdenberger und besaß im Kern die Grafschaft Werdenberg, bestehend aus den heutigen schweizerischen Gemeinden Buchs und Grabs sowie dem oberen Thurtal bei Wildhaus. Auf der rechten Seite des Rheins gehörten ihnen die Herrschaften Schellenberg, Bludenz mit dem Montafon, der Hof Lustenau sowie in Graubünden die Vogtei über das Kloster Disentis.
Der Stammvater der Linie, Hugo I. († 1280), war eng mit Rudolf von Habsburg verbunden und konnte so 1274 die Landvogtei über Oberschwaben und Churwalden sowie 1277 die Grafschaft Heiligenberg erwerben. Graf Hugo III. fügte dem Besitz noch Burg und Stadt Rheineck, Hohentrins mit Tamins, Reichenau sowie durch seine Heirat mit Anna von Wildenberg die Herrschaften Freudenberg und Greifenstein hinzu. Die Werdenberger wurden als Nachfolger der Wildenberger auch Klostervögte des Reichsklosters Pfäfers mit der Vogtsburg Wartenstein.
Albrecht I. war 1327 Reichslandvogt um den Bodensee, 1331 auch der Länder Uri, Schwyz und Unterwalden. Er fügte dem Besitz die Reichsvogtei über Altstätten und das Rheintal und Wartau hinzu. Albrecht I. war in eine Fehde mit Graf Rudolf III. von Montfort-Feldkirch verwickelt, die den Niedergang des Geschlechts einläutete und den Habsburgern ermöglichte, im Vorarlberg Fuß zu fassen.
Die vier Enkel Albrechts I. teilten sich 1377/78 und 1387 das Erbe und begründeten vier Nebenlinien.
Nebenlinie Werdenberg
Hugo IV. erhielt Werdenberg und das obere Thurtal; diese Linie erlosch ca. 1390. Das Erbe ging an Heinrich III.
Nebenlinie Rheineck
Heinrich III. erhielt Rheineck, die Vogtei Rheintal, Hohentrins und die Vogtei über Disentis; der Sohn Heinrichs III., Rudolf II. wurde um 1395 in eine größere Auseinandersetzung um das Erbe der von Hugo IV. begründeten Seitenlinie hineingezogen, während der er praktisch seinen gesamten Besitz an Habsburg verlor. Er kämpfte deshalb in der Schlacht am Stoss an der Seite der Appenzeller. Sein Bruder gewann nach der Ächtung Friedrichs IV. von Habsburg-Tirol Heiligenberg.
Nebenlinie Bludenz
Graf Hugo I. war der erste Bludenzer Stadtherr. Zwischen 1222 und 1245 ließen die Grafen die Burg Bludenz erbauen. Albrecht III. erhielt zu Bludenz auch das Montafon; diese Linie erlosch im Mannesstamm mit seinem Tod im Jahr 1420. Den Besitz hatte Albrecht vor seinem Tod 1394 an die Habsburger verkauft. 1491 wurde die Burg durch einen Brand zerstört.
Nebenlinie Heiligenberg
Albrecht IV., der Heiligenberg, Wartau und Freudenberg erhalten hatte, blieb kinderlos. Er kämpfte 1395 an der Seite seines Neffen und Erben Rudolf II. und wurde in die Niederlage mit hineingezogen. Nachdem er Wartau und Freudenberg verloren hatte, enterbte er Rudolf II., weil dieser mit den Appenzellern paktiert hatte. 1413 verkaufte er Heiligenberg an die Habsburger.
Als letzter Vertreter der Grafen von Werdenberg-Heiligenberg verstarb 1428 Hugo V. aus der Nebenlinie Rheineck, dem nur das Reichslehen Heiligenberg als Besitz geblieben war. Durch die Ehe der Gräfin Anna von Werdenberg-Heiligenberg mit Graf Friedrich II. von Fürstenberg kam Heiligenberg 1535 an die Fürstenberger, die es bis heute besitzen.
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