Marx Blarer von Wartensee

Marx Blarer von Wartensee

männlich - 1582


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  • Name Marx Blarer von Wartensee
    • Die Blarer, eines der ältesten Bürgergeschlechter von St. Gallen, erarbeiteten sich aus dem Leinwandhandel eine gute wirtschaftliche Grundlage und übten bereits im 13. Jahrhundert das Amt eines äbtischen Ammanns aus. So gelang einzelnen Familienzweigen der Aufstieg in den Ministerial- und Adelsstand. Ihr Familienname entstammt der Tätigkeit des „Ausrufens, Verkündens“ – was wir in der Ostschweiz heute noch mit „blären“ und auch „plären“ bezeichnen. In ihrem Wappen führten und führen die Blarer deshalb einen roten, schreienden Hahn auf silbernem Grund. Als Stammvater gilt Ulrich Blarer, der 1225 als Mitstifter des Heilig-Geist-Spital in St. Gallen gründete. 1313 übersiedelte mit Eglolf Blarer ein Zweig der Familie von St. Gallen nach Konstanz, wo sie ebenfalls zu Vermögen und Ansehen gelangten.
    Geschlecht männlich
    Info Ort Schloss Wartensee, Rorschacherberg, SG, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Das Schloss Wartensee ist ein historischer Gebäudekomplex in Rorschacherberg 
    • Der westliche Turm wurde 1243 von Ritter Heinrich von Wartensee als Wohnturm erbaut. Durch die Heirat von zwei weiblichen Nachkommen ging der Turm 1377 an die Brüder Walter und Diethelm Blarer aus St. Gallen über. Die Familie Blarer von Wartensee war bis 1719 Besitzerin des Schlosses Wartensee und baute die Burg zum dreifachen Wohnsitz aus. Sie verkaufte ihr Stammschloss an Kaspar Jakob Segesser von Brunegg. 1757 verkauften dessen Söhne Franz Josef, kurbayerischer Kammerherr und Franz Anton, Baden-Badischer Oberst-Stallmeister, Wartensee dem Stift St. Gallen für 12'000 fl.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Wartensee
    Info Ort Mörsburg, Oberwinterthur, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Die Mörsburg oder Mörsberg, wie sie im Mittelalter genannt wurde, liegt auf 511 Meter Höhe auf dem südlichen Ausläufer eines Höhenzuges, der Winterthur vom Thurtal trennt, auf dem Gebiet der Winterthurer Aussenwacht Stadel. 
    • Hartmann IV. von Kyburg baute sie um 1250 bedeutend aus. Er war der letzte männliche Vertreter der Kyburger und verstarb am 27. November 1264, nachdem er während mehrerer Jahre oft auf der Mörsburg residiert hatte.
      Seine Gattin war Margaretha von Savoyen. Ihr hatte Hartmann IV. im Jahr 1241 die Mörsburg überschrieben. Nach ihrem Tod gelangte die Burg 1273 an Rudolf von Habsburg, Sohn von Hedwig, der Schwester Hartmanns IV., der das Anwesen als Lehen an die Meier von Oberwinterthur weitergab, die sich fortan Meyer von Mörsberg nannten. Die Tochter des letzten Meyers heiratete um 1360 Egbrecht IV. von Goldenberg, dessen Vater österreichischer Vogt auf der Kyburg war. Bis 1569 residierten die Goldenberger als habsburgische, später als stadtzürcherische Lehensnehmer auf der Mörsburg. Nach dem Tod von Jost von Goldenberg und dessen kinderlosen Bruder Egli gelangte die Anlage an deren Schwager Hans Ulrich Stockar zu Schwandegg und Marx Blarer von Wartensee-Kempten.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Mörsburg
    Tod 26 Aug 1582 
    Personen-Kennung I58861  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 22 Nov 2025

    Vater Erhard Blarer von Wartensee,   geb. Datum unbekannt   gest. 1553
    Mutter Margareta Grebel   gest. 1553
    Eheschließung Datum unbekannt 
    Familien-Kennung F6416  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Margareta von Goldenberg
    Eheschließung Datum unbekannt  [1
    Kinder 
    +1. Erhard Blarer von Wartensee   gest. 10 Okt 1639
    Familien-Kennung F29023  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 22 Nov 2025

  • Ereignis-Karte
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Wappen der Blarer von Wartensee
    Wappen der Blarer von Wartensee
    Der Name der Familie Blarer steht als redendes Wappen in Verbindung mit einem „plärrenden“ (schreienden) Hahn.

    Das Stammwappen (nach der Züricher Wappenrolle) zeigt in Silber einen roten Hahn mit schwarzem Schnabel und goldenen Füßen. Auf dem Helm mit rot–silbernen Decken Kopf und Hals des Hahns.
    Späteres Wappen: In Silber der rote Hahn gold bewehrt mit goldenem Kreuz auf Kamm und Lappen. Auf dem Helm mit rot–silbernen Decken Kopf und Hals des ebenso bezeichneten Hahns.

    Bild: Wikipedia; Roland Zumbühl (Picswiss), Arlesheim (Commons:Picswiss project) - http://www.picswiss.ch/06-BL/s-BL-60/sBL-60-08.html
    © CC BY-SA 3.0 - https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

    Orte
    Schloss Wartensee
    Schloss Wartensee
    Das Schloss Wartensee geht auf einen Wohnturm aus dem 13. Jahrhundert zurück und ist heute als Schloss-Hotel Wartensee in privatem Besitz. Es ist nicht zu verwechseln mit Schloss Wartegg, das sich ebenfalls in der Gemeinde Rorschacherberg befindet.

    Bild: Wikipedia; Walter Mittelholzer - Dieses Bild stammt aus der Sammlung der ETH-Bibliothek und wurde auf Wikimedia Commons im Rahmen einer Kooperation mit Wikimedia CH veröffentlicht. Berichtigungen und zusätzliche Informationen sind gern gesehen.
    © Gemeinfrei
    Mörsburg
    Mörsburg
    Zeichnung von Johann Ulrich Schellenberg, 1750

    Die Mörsburg liegt nordöstlich von Winterthur im schweizerischen Kanton Zürich. Sie ist im Besitz der Stadt Winterthur und als Kulturgut von nationaler Bedeutung eingestuft.

    Bild: Wikipedia; Adrian Michael - Info-Broschüre Schloss Mörsburg - https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Parpan05
    © Gemeinfrei

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Blarer_von_Wartensee

      Blarer von Wartensee ist der Name eines Schweizer Uradelsgeschlechts, das auch in Schwaben Verbreitung fand. Mitglieder der Familie Blarer gehörten als Tuchhändler zu den Patriziern, die ursprünglich (14. Jahrhundert) in St. Gallen, später (15. Jh.) in Konstanz und im Basler Raum ansässig waren. Aus der Familie gingen mehrere Äbte und Bischöfe hervor.

      Geschichte
      Die Blarer waren ursprünglich Bürger von St. Gallen und wurden dort erstmals 1223 mit Ulrich Blarer erwähnt. In den Jahren von 1228 bis 1330 befand sich der gesamte Stamm in St. Gallen, wo sich ein Zweig um das von Ulrich 1228 mitgestiftete Heiliggeistspital scharte, während der andere seinen Dienst am Hof des Abts versah. Die sichere Stammreihe beginnt mit Walter Blarer (urkundlich 1282, 1299 tot), Bürger und Stadtamtmann zu St. Gallen. Von 1330 an verlagerte sich das Tätigkeitsgebiet der Familie nach Konstanz, wo sie mit Leinwandhandel zu Reichtum gelangte. Politisch unterstrichen Ratsherren und Bürgermeister aus der Familie diese wirtschaftliche Bedeutung. Einige Mitglieder des Konstanzer Zweigs nannten sich nach ihren Stammsitzen Liebburg, Güttingen und Girsberg. Die Reformation spaltete die Familie in Konstanz in einen katholischen Zweig, der bald ausstarb, und einen protestantischen, dessen bekanntester Vertreter der Reformator Ambrosius war. Dieser Zweig erlosch am 20. Januar 1865 mit dem Major Philipp.

      Die Brüder Walter und Diethelm Blarer heirateten die Schwestern Clara und Elsbeth von Wartensee, Töchter des Burgherrn Conrad von Wartensee auf Wartensee. Mit Conrad starb das Geschlecht der Wartensee aus, wodurch seit 1363 der Name und die Burg Wartensee bei Rorschach auf diese Linie der Blarer überging. Walters Söhne Wilhelm und Erhart führten den Zweig weiter, der in der Folge in den Landadel übertritt. Im 15. Jahrhundert teilte sich dieser in die ältere Linie der Blarer von Wartensee und die jüngere Linie der Blarer von Wartensee-Kempten-Goldberg. Aus letzterer wurde Michael Ferdinand vom Blarer Edler Frei- und Pannerherr von Wartensee, kurbayerischer Kämmerer und Hofrath am 19. Januar 1636 in Wien mit Wappenbesserung in den Reichsfreiherrnstand erhoben. Auch die Blarer von Wartensee spalteten sich während der Reformation in einen protestantischen und einen katholischen Ast (Diethelm). Der protestantische Zweig starb 1868 mit Hans in Zürich aus. Eine Verlagerung des Zweigs von Wartensee ins Fürstbistum Basel fand mit der Wahl von Jakob Christoph zum Basler Fürstbischof statt. Er holte seinen Bruder Wolfgang Dietrich nach Pfeffingen, wo dieser 1583 Obervogt wurde. Dieses Amt, dem 1775 auch die Obervogtei Zwingen zugeordnet wurde, blieb bis zum Untergang des Fürstbistums in der Hand der Familie. 1607 errichtete Wilhelm, Domkustos von Basel und Propst von Saint-Ursanne, ein Fideikommiss, welches das Schloss Aesch mit dazugehörigen Besitzungen umfasste und zum Stammsitz der Familie machte. Die Blarer von Wartensee verbanden sich vor allem mit den Adelsfamilien Ringg von Baldenstein, von Schauenburg, von Roggenbach, von Roll zu Bernau und von Rotberg. Schwere Schäden an Gebäuden und an der Bibliothek erlitt das Geschlecht im Dreissigjährigen Krieg. In der Revolutionszeit konnte aufgrund des St. Galler Bürgerrechts der Besitz der Familie gerettet werden.

      Vom späten 15. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts erlebte die Familie ihre Hochblüte und dehnte ihren Machtbereich in nordwestlicher Richtung aus (Ellwangen, Fürstbistum Basel). Elf geistliche Würdenträger, unter anderem Johann Erhard und Johann Jakob lassen sich in dieser Zeit zählen. Danach erfuhr die Familie bis zum Ende des 18. Jahrhunderts einen Niedergang. Ihr Wirkungskreis verlagerte sich vollends ins Basler Fürstbistum und in den südwestdeutschen Raum. Im 19. Jahrhundert spielten die Brüder Jakob und Anton eine bedeutende Rolle bei den Trennungswirren und der Gründung des Kantons Basel-Landschaft. Mit Ausnahme der Linie in Aesch sind die Blarer von Wartensee im 19. Jahrhundert ausgestorben.

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 195.