Wilhelm von Aarberg-Valangin

Wilhelm von Aarberg-Valangin

männlich 1377 - 1427  (50 Jahre)


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  • Name Wilhelm von Aarberg-Valangin
    • Aarberg-Valangin ist eine historisch wichtige Adelslinie, die aus einer Seitenlinie der Grafen von Aarberg hervorging und im späten 13. Jahrhundert die Herrschaft Valangin übernahm. Die Herrschaft wurde von den Nachfolgern der Aarberger erheblich ausgebaut und diente ihnen als Hauptresidenz. Berühmte Mitglieder der Familie sind unter anderem Walther von Aarberg-Valangin, ein Propst, und Wilhelm von Aarberg-Valangin, der Herr von Valangin war.
    Geburt cir 1377 
    Geschlecht männlich
    Erwähnt / Bezeugt 1386 
    Besitz Valangin, NE, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Herr zu Valangin 
    • Die Herrschaft Valangin wurde von den Nachfahren Johanns vom Vater an den Sohn weitergegeben, ohne sich in Zweige aufzuteilen. Oft trugen sie den Grafentitel. Durch Heirat verband sich das Haus Aarberg mit den grossen Adelsgeschlechtern der Region, so mit den Montfaucon, den Oron, den Neuenburg-Blamont, den Neuenburg-Vaumarcus, den Chalon und den Vergy.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Aarberg
    • Die Geschichte von Valangin ist eng mit derjenigen des gleichnamigen Schlosses verbunden. Die Herrschaft Valangin wird erstmals um 1150 in einer Schenkungsurkunde der Abtei Fontaine-André in Hauterive erwähnt. Um 1215 gelangte die Herrschaft an die Grafen von Aarberg, einen Zweig der Grafen von Neuenburg aus dem Hause Fenis. Die Herrschaft Valangin umfasste das gesamte Val de Ruz und reichte bis La Chaux-de-Fonds und Les Brenets. Es kam aber bald zu Streitigkeiten zwischen Valangin, das seine Unabhängigkeit gegenüber Neuenburg wahren wollte und sich deshalb an den Bischof von Basel anlehnte, und dem Grafen von Neuenburg. In der Schlacht bei Coffrane errang Rudolf von Neuenburg 1296 einen Sieg gegen Valangin. Weil der Bischof von Basel danach versuchte, die Herrschaft Valangin an sich zu bringen, zerstörte Rudolf von Neuenburg auch den Flecken La Bonneville.
      In der Folgezeit gehörte die Herrschaft Valangin teils den Grafen von Neuenburg, teils den Grafen von Montbéliard, bis sie 1592 endgültig an Neuenburg kam. 1536 schlossen sich die Bewohner von Valangin der Reformation an. Seit 1648 war Neuenburg Fürstentum und ab 1707 war der König von Preussen in Personalunion als erwählter Landesherr Fürst von Neuenburg und Valangin. Er erhob Valangin im gleichen Jahr zur Grafschaft. Im Februar 1806 musste König Friedrich Wilhelm III. im Traktat von Paris das ganze Gebiet an Napoleon I. abtreten. Es kam 1815 im Zuge des Wiener Kongresses an die Schweizerische Eidgenossenschaft, wobei die Könige von Preussen bis zum Neuenburgerhandel 1857 auch Fürsten von Neuenburg blieben. Bis ins 19. Jahrhundert war Valangin Standort eines Berufungsgerichts der Drei Stände und einer politischen Körperschaft (Bourgeoisie de Valangin), die 1852 aufgelöst wurde.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Valangin
    Besitz Seine vielen Fehden brachten ihn in grosse Schulden, er musste gegenüber den neuen Grafen von Neuenburg auf Boudevilliers verzichten und die Zahl der Pfeiler seines Galgens von 4 auf 3 vermindern, verlieh mit seinem Bruder Valangin eine Freiheit 
    Besitz 1407  Willisau, LU, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    verkauft 1407 Willisau an Luzern 
    Tod 1427 
    Personen-Kennung I59070  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 25 Nov 2025

    Vater Graf Johann II von Aarberg-Valangin,   geb. 1334   gest. 1385 (Alter 51 Jahre)
    Mutter Mathilde (Mahaut) von Neuenburg-Blâmont   gest. 1410
    Eheschließung 1355 
    Familien-Kennung F29160  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Johanna von Bauffremont,   geb. Datum unbekannt   gest. 1417
    Eheschließung 1407  [1
    Kinder 
    +1. Johann III von Aarberg-Valangin   gest. 1497
    Familien-Kennung F29159  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 25 Nov 2025

  • Ereignis-Karte
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Aarberg - Wappen
    Aarberg - Wappen
    Wappen der Grafen von Aarberg

    Die Blasonierung lautet: In Rot ein mit drei schwarzen Sparren belegter goldener Pfahl.
    Das Wappen ist damit eine Abwandlung des Wappens der Grafen von Neuenburg mit anderer Tingierung.
    Aarberg-Valangin: In Schwarz ein roter Pfahl mit drei goldenen Sparren.

    Bild: Wikipedia; Autor/-in unbekannt - schweizerische genealogisch-heraldische Webkatalog
    © Gemeinfrei

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_von_Aarberg-Valangin

      Wilhelm von Aarberg-Valangin

      Wilhelm von Aarberg-Valangin entstammte einer Seitenlinie des Geschlechts der Grafen von Aarberg und war ein Sohn von Johann II. von Aarberg-Valangin († 1383) und dessen Gattin Mahaut von Neuenburg-Blamont († 1410). Bereits als erst sechsjähriges Kind verlor er seinen Vater und stand danach unter der Vormundschaft seiner Mutter. Dieser gestattete er auch nach dem Erreichen seiner Volljährigkeit die weitere Mitsprache bei der Regierung. Als die Berner die Grafschaft Aarberg in ihren Besitz brachten, war Wilhelms Mutter verärgert, da sie selbst diese Grafschaft beansprucht hatte. In der Folge kündigte sie den einst von ihrem Gatten mit Bern eingegangenen Burgrechtsvertrag auf, beglich auch nicht die in diesem Vertrag stipulierte Loskaufsumme von 1200 Gulden und unterstützte stattdessen während der Schweizer Habsburgerkriege den Herzog Leopold III. von Österreich, der in der am 9. Juli 1386 ausgetragenen Schlacht bei Sempach fiel. Die Berner verheerten zur Vergeltung das Val de Ruz sowie Hasenburg und Willisau. Daraufhin agierte Mahaut bedachtsamer und schloss 1401 mit Bern einen neuen Burgrechtsvertrag. Zwei Jahre später vereinbarte sie auch eine Allianz mit Biel.

      1406 erteilte Wilhelm gemeinsam mit seiner Mutter an Valangin die sog. Grand Franchise; dadurch hatten nun die Einwohner von Valangin bezüglich ihrer Person und Güter die gleichen Rechte wie die Bürger von Neuenburg. Wilhelm zerstritt sich mit seinem Lehensherrn, dem Grafen von Neuenburg, sowie mit den Bernern. Hierdurch geriet er ebenso wie aufgrund seiner Beteiligung am Konzil von Konstanz und an den Kämpfen am italienischen Kriegsschauplatz in beträchtliche Schulden. Auch seine 1407 erfolgte Vermählung mit der vermögenden Erbin Jeanne von Bauffremont, durch welche die in Lothringen gelegene Freiherrschaft Bauffremont in seinen Besitz kam, vermochte seine prekäre finanzielle Lage nur wenig zu lindern. Aus seiner Ehe mit Jeanne ging sein Sohn Johann hervor, der ihm als Herr von Valangin nachfolgen sollte. Zur Verbesserung der Vermögenssituation seiner Herrschaft verkaufte Wilhelm 1407 Willisau an die Stadt Luzern und ordnete später in seinem letzten Willen an, dass sich sein Sohn mehrere Jahre in den Dienst eines höheren Adligen zu begeben hätte. Ferner sollte sein Sohn die ihm angeblich durch die neuen Herren von Neuenburg, die Grafen Konrad und Johann von Freiburg, zugefügten Kränkungen rächen. Wilhelm starb 1427 im Alter von etwa 50 Jahren.

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 223.