Eleonora von Sax-Misox

Eleonora von Sax-Misox

weiblich


Angaben zur Person    |    Medien    |    Notizen    |    Quellen    |    Ereignis-Karte    |    Alle

  • Name Eleonora von Sax-Misox
    Geschlecht weiblich
    Info Ort Burg Misox, GR, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Die Ruinen des Castello di Mesocco liegen bei 752 m ü. M. auf einem mächtigen Felsen südlich des Dorfes Mesocco im Misox im Kanton Graubünden in der Schweiz. Mesocco ist eine der grössten Burganlagen der Schweiz und bildete vom Anfang des 13. Jahrhunderts bis 1526 das herrschaftliche Zentrum des Tals. Am Fuss der Burghügels steht die ebenfalls 1219 erstmals erwähnte romanische Kirche Santa Maria del Castello. 
    • Erstmals erwähnt wird das Castello 1219 in einem Stiftungsbrief. Vermutlich errichteten die Freiherren von Sax im ehemaligen Kirchenkastell eine mittelalterliche Burg, die rund vier Jahrhunderte lang ihr Wohnsitz bleiben sollte und von der aus ihre Herrschaft über das Misox begründeten.
      Im Zusammenhang mit den Mailänder Feldzügen bemühten sich die Eidgenossen, das Herzogtum Mailand und der Graue Bund um Castello und Herrschaft Misox. 1479 wurde das Castello durch den Grauen Bund besetzt, 1480 wurden Mesocco und Soazza in den Bund aufgenommen. Mailand trat aus Rücksicht auf die Eidgenossen als Interessent zurück und schob den Mailänder Condottiere Gian Giacomo Trivulzio vor, der am 20. November 1480 Graf Johann Peter von Sax die Burg und die Herrschaftsrechte im Misox und Calancatal für 16'000 Rheinische Gulden abkaufte.Das Geschlecht der Sax teilt sich mit den Brüdern Heinrich III., Albert III. und Ulrich III. 1248. Albert und seine Nachkommen übernahmen den Familienbesitz in Graubünden und Tessin und nannten sich nach der Herrschaft Misox. Ulrich erhielt die Herrschaft Hohensax und die Hälfte der Vogtei Balgach. Nach der Burg Hohensax bei Sennwald nannten sich seine Nachkommen Freiherren von Hohensax.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Castello_di_Mesocco
    Personen-Kennung I59751  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 5 Dez 2025

    Vater Wilhelm von Sax-Misox
    Mutter Ursula von Coppai
    Eheschließung Datum unbekannt 
    Familien-Kennung F29637  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Rudolf von Salis   gest. 1457
    Eheschließung Datum unbekannt  [1
    Kinder 
    +1. Ritter Gubert von Salis, der Grosse   gest. 1490
    Familien-Kennung F29629  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 5 Dez 2025

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsInfo Ort - Die Ruinen des Castello di Mesocco liegen bei 752 m ü. M. auf einem mächtigen Felsen südlich des Dorfes Mesocco im Misox im Kanton Graubünden in der Schweiz. Mesocco ist eine der grössten Burganlagen der Schweiz und bildete vom Anfang des 13. Jahrhunderts bis 1526 das herrschaftliche Zentrum des Tals. Am Fuss der Burghügels steht die ebenfalls 1219 erstmals erwähnte romanische Kirche Santa Maria del Castello. - - Burg Misox, GR, Schweiz Link zu Google Earth
     = Link zu Google Earth 
    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Sax - Wappen
    Sax - Wappen
    Wappen derer von Sax in der Zürcher Wappenrolle.

    (Bild: Wikipedia; unbekannt/unknown - Züricher Wappenrolle, vereinzelt aus der Faksimile-Publikation der Antiquarischen Gesellschaft Zürich von 1860 - © Gemeinfrei)
    Wappen der Grafen von Sax-Misox (Misox / Mesocco)
    Wappen der Grafen von Sax-Misox (Misox / Mesocco)
    Wappen der gegraften Freiherren von Sax zu Masox, Herren über Schloss und Tal Misox in Graubünden, Schweiz im Wappenbuch des Aegidius Tschudi auf Tafel 302

    Das Wappen der Sax-Misox war ein von Rot und Gold geteilter Schild mit zwei Säcken in gewechselten Farben.

    Bild: Wikipedia: Aegidius Tschudy - St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1085: Wappenbuch des Aegidius Tschudy (https://www.e-codices.unifr.ch/de/list/one/csg/1085).
    © CC BY 4.0 - https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

    Orte
    Misox (Mesocco) - Burg
    Misox (Mesocco) - Burg
    Die Ruinen des Castello di Mesocco liegen bei 752 m ü. M. auf einem mächtigen Felsen südlich des Dorfes Mesocco im Misox im Kanton Graubünden in der Schweiz. Mesocco ist eine der grössten Burganlagen der Schweiz und bildete vom Anfang des 13. Jahrhunderts bis 1526 das herrschaftliche Zentrum des Tals. Am Fuss der Burghügels steht die ebenfalls 1219 erstmals erwähnte romanische Kirche Santa Maria del Castello.

    (Bild: Wikipedia; Picture of Riccardo Fasani released to User:Eva_Mathiasch - © CC BY-SA 2.5 / https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/ -)

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Sax_(Adelsgeschlecht)

      Sax-Misox

      Albert III. verkaufte 1257 dem Kloster Pfäfers für 300 Mark Silber das Schloss Wartenstein und die Vogtei über Pfäfers, Valens, Vättis und Untervaz. Nach dem Niedergang der Staufer verloren die Sax-Misox das Bleniotal, Monte Dongo und die Burg Clanx in Appenzell. Kern der Besitzungen der Sax-Misox waren nun die Talschaft Misox mit dem San-Bernardino-Pass und die Walsersiedlungen im Rheinwald. Den weit davon entfernten Reichshof in Arth verlehnten die Sax 1295 an die Ritter von Grünenfels aus Waltensburg/Vuorz. Caspar von Sax-Misox (1362–1390) war mit Elisabeth von Rhäzuns verheiratet. Nach dem Tod ihres Grossvaters Walter von Belmont gelangte der grosse Teil der Besitzungen der Familie Belmont an die Sax-Misox, so Flims mit der Burg Belmont, Fidaz, Gruob, Ilanz, Lugnez, Vals und Wartau. Die Herrschaft Wartau wurde später an die Grafen von Werdenberg verkauft.

      Johann von Sax-Misox (1390–1427) war mit Katharina von Werdenberg-Heiligenberg verheiratet, die Miterbin des letzten Grafen von Toggenburg war. Sie erhielt 1437 mit Wilhelm von Montfort das Prättigau, Davos, Belfort, Schanfigg und die Vogtei über Churwalden und Burg Strassberg aus dem Toggenburger Erbe. Er liess den Passweg übers Güner Lückli von Castrisch über Sevgein, Pitasch, Safien und über den Safierberg ins Rheinwald und Misox als alpine Handelsverbindung ausbauen. Längere Zeit stand er im Dienst der Herzogsfamilie Visconti aus Mailand. 1402 eroberten Johann und sein Bruder Albert (1390–1406) die mailändische Festung Bellinzona und besetzten auch das Bleniotal. In Gorduno, Bogiano und Roveredo errichteten sie Burgen zur Sicherung ihrer Eroberungen. Als 1407 die Urner mit ihren Verbündeten gegen Mailand vorrückten, mussten die Brüder in ein Burgrecht mit ihnen treten und den Durchmarsch erlauben. Im August 1413 unterstützen die Sax-Misox den deutschen König Sigismund bei seinem Zug gegen Mailand und erhielten dafür vermutlich den Grafentitel und das Münzregal zugestanden. 1419 verkauften Johann und Donat (1400–1423) von Sax-Misox unter Druck Blenio, Bellinzona und Monte Dongo an Uri und Obwalden. 1424 gründete Johann von Sax-Misox mit seinen Gerichten Ilanz, Gruob, Lugnez, Vals, Castrisch und Flims den Grauen Bund. Im Mailänderzug von 1425, als der Graue Bund mit den Eidgenossen gegen Mailand zog, blieb er aber neutral. Er liegt in der Kirche von Castrisch begraben.

      Graf Heinrich von Sax-Misox (1427–1488) stritt längere Zeit um das Toggenburger Erbe seiner Mutter Katharina. 1439 trat er seinen Anteil an Wilhelm von Montfort ab. Nur seinen Teil der Grafschaft Uznach verpfändete er an Schwyz und Glarus. Während der Wirren in Mailand um die Ambrosianische Republik erlitt er in der Schlacht an der Olona am 6. Juni 1449 eine Niederlage. 1450 versöhnte er sich aber wieder mit dem Herzog von Mailand. Als er sich anschickte, sogar ein Bündnis mit Mailand abzuschliessen, kam es 1458 zu einem Aufstand in seinen Gebieten im Grauen Bund, der jedoch dank der Vermittlung des Abtes von Disentis gütlich beigelegt werden konnte. Heinrich von Sax-Misox konnte so 1466 ein Bündnis mit Herzog Galeazzo Sforza von Mailand bekräftigen. 1479 trat Heinrich den grössten Teil seiner Besitzungen an seinen Sohn Johann Peter ab.

      Johann Peter (1462–1540) war der letzte Graf von Sax-Misox. Er war ein erklärter Gegner Mailands und verfolgte alle Parteigänger der Sforza in seinem Herrschaftsgebiet. Da Mailand ihn deswegen bedrängte, trat er zusammen mit seinem Gericht Misox und Soazza 1480 in den Grauen Bund ein. Als Mailand die Talschaft Misox trotzdem besetzte, verkaufte er sie 1480 an den Mailänder Heerführer Gian Giacomo Trivulzio. Nach längeren Querelen musste er 1489 alle Ansprüche auf seine ehemaligen Besitzungen im Tessin und im Misox aufgeben. Durch seine zweite Ehe mit der Gräfin Clementine von Montfort-Werdenberg kam Johann Peter 1483 in den Besitz der Grafschaft Werdenberg und der Herrschaft Wartau. Aus Geldnot musste er 1483 seine belmontischen Besitzungen an Ortlieb von Brandis, Bischof von Chur, und 1485 Werdenberg und Wartau an die Stadt Luzern verkaufen. Verarmt trat er in die Dienste der Herzöge von Österreich und Mailand. Er verstarb in Castrisch und wurde in der dortigen Kirche begraben.

      Illegitime Linien der Familie Sax-Misox existierten in Grono, in Castrisch, Waltensburg und Truns. Sie nannten sich Junker von Sax.

      Die Erforschung der Familie Desax erweist sich als recht schwierig. Es ist oft nicht mehr möglich alle Familienmitglieder ausfindig zu machen, da die notwendigen Unterlagen wie zum Beispiel Kirchenbücher nicht mehr vorhanden sind. Dies trifft vor allem auf die Kirchenbücher von Disentis zu. Diese sind im Jahre 1798 den Brandschatzungen der französischen Truppen zum Opfer gefallen.

      Allgemein wird davon ausgegangen, dass die Desax von Disentis und andere Desax Linien aus dem Bündner Oberland von den Sax-Misox abstammen. Die Desax von Disentis leiten ihre Herkunft vom Hofe Sax in Disentis ab. Die spärlichen Überreste eines Turmes oder einer Burg bei Acletta in Disentis, stehen möglicherweise im Zusammenhang mit den Sax-Misox, denn Heinrich von Sax (Misox) war 1190 Schirmvogt des Klosters Disentis. Der Linie Desax von Disentis entstammte Josef von Sax, Abt von Disentis 1641–1642. Bisher ist keine andere Herkunft der Familie Desax bekannt.

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 186.