Markgraf Otto I. von Hachberg-Sausenberg

Markgraf Otto I. von Hachberg-Sausenberg

männlich 1302 - 1386  (84 Jahre)


Angaben zur Person    |    Medien    |    Notizen    |    Ereignis-Karte    |    Alle

  • Name Otto I. von Hachberg-Sausenberg
    Titel Markgraf
    Geburt 1302 
    Geschlecht männlich
    Militär / Gefecht 9 Jul 1386  Schlachtfeld, Sempach, Luzern, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Teilnehmer an der Schlacht bei Sempach
    "Das Gemälde in der Kapelle von Sempach zeigt im Vordergrund das badische Banner Otto I. (siehe Bild)" 
    • Am 9. Juli waren eidgenössischen Truppen aus Luzern, Uri, Schwyz und Unterwalden, die aus Zürich abgezogen worden waren, unterwegs nach Sempach. Unweit von Sempach trafen sie auf das österreichische Heer. In den spärlichen zeitgenössischen Berichten gibt es Hinweise, dass weder die eidgenössischen noch die habsburgischen Truppen mit einer Schlacht rechneten. Die zeitgenössischen Quellen berichten davon, dass die habsburgischen Ritter vom Auftauchen der eidgenössischen Marschkolonne überrascht worden seien. Offenbar schätzten die Habsburger die Situation falsch ein und griffen überstürzt ohne Gefechtsformation an. Gemäss österreichischen Quellen lag in dieser fehlenden Ordnung die Ursache für die Niederlage.
      Es gibt auch Hinweise, dass die habsburgischen Ritter in Panik geraten sein könnten, als sie realisierten, dass sie unter den gegebenen Umständen damit rechnen mussten, getötet zu werden, und nicht darauf hoffen konnten, für spätere Lösegeldforderungen gefangen genommen zu werden, wie es in ritterlichen Kriegen sonst üblich war. Eine österreichische Quelle spricht jedenfalls davon, dass etliche Ritter sehr «träge» waren, ihre Pflicht zu tun und viele sich aufs Pferd setzten, der Schlacht eine Weile zuschauten und dann die Flucht ergriffen. Leopold III. von Habsburg nahm zu Beginn nicht selbst an der Schlacht teil. Erst als die Habsburger die Schlacht zu verlieren drohten, versuchte er offenbar das Ruder noch herumzureissen, indem er sich selbst in die Schlacht stürzte. Der Versuch war vergeblich und kostete Leopold das Leben.
      Mehr: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Sempach
    Titel (genauer) Markgraf von Baden-Hachberg 
    Wohnort Burg Sausenberg, Kandern, Baden, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • Sausenburg ist die heute übliche Bezeichnung für die Ruine der früheren Burg Sausenberg. Die Sausenburg war die Stammburg der Markgrafen von Hachberg-Sausenberg. Die Ruine liegt auf der Gemarkung der Stadt Kandern im baden-württembergischen Landkreis Lörrach.
      Rudolf war mit Agnes von Rötteln vermählt, die 1310 zusammen mit ihrem Mann von ihrem Bruder Walter von Rötteln die halbe Herrschaft Rötteln erbte. Rudolf starb 1313, doch sein Sohn Heinrich erhielt 1315 von Lüthold II. von Rötteln – dem Onkel von Agnes und letztem männlichen Vertreter seines Geschlechtes – die andere Hälfte der Röttler Herrschaft geschenkt. Markgraf Heinrich war nun alleiniger Herr der Herrschaft Rötteln und der Landgrafschaft Sausenberg. Für die Sausenberger bedeutete das Röttler Erbe einen deutlichen Machtzuwachs, der ihren Herrschaftsbereich wahrscheinlich verdreifachte.[12] Wohl noch vor 1317 zogen die Sausenberger auf die Burg Rötteln, und der Name der ererbten Burg und Herrschaft fand in die Namensgebung der Markgrafen Eingang.[13] Nach Heinrichs frühem Tod (1318) übernahmen seine jüngeren Brüder Rudolf und Otto gemeinsam die Regentschaft.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Sausenburg
    Wohnort Burg Rötteln, Baden, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • Die Burg Rötteln ist die Ruine einer Spornburg oberhalb des namensgebenden Weilers Rötteln auf der Gemarkung des Lörracher Ortsteils Haagen im äußersten Südwesten von Baden-Württemberg. Die im Volksmund als Röttler Schloss bekannte Burg mit zwei großen Wehrtürmen war eine der mächtigsten im Südwesten und ist die drittgrößte Burgruine Badens.
      Eine Tochter Ottos war mit dem Markgrafen Rudolf von Hachberg-Sausenberg verheiratet, der zunächst gemeinsam mit Lüthold die Verwaltung des Röttelschen Besitzes übernahm. Rudolf starb jedoch bereits 1313 und so musste Lüthold die alleinige Verwaltung übernehmen, bis er im Dezember 1315 seinen gesamten Besitz seinem Großneffen, Rudolfs Sohn Heinrich von Hachberg-Sausenberg, vermachte. Lüthold II. starb am 19. Mai 1316 und mit ihm erloschen die Röttler Herren im Mannesstamm. Besitz und Burg kamen an die Markgrafen von Hachberg-Sausenberg.
      Die Markgrafen von Hachberg-Sausenberg waren ein Zweig der Markgrafen von Hachberg, der durch Erbteilung zwischen Heinrich III. und Rudolf I. Ende des 13. Jahrhunderts entstanden war. Sitz und Namensgeber dieses Zweiges war die Sausenburg östlich von Sitzenkirch. Für die Sausenberger bedeutete das Röttler Erbe einen deutlichen Machtzuwachs, der ihren Herrschaftsbereich wahrscheinlich verdreifachte. Die Burg Rötteln wurde dadurch Mittelpunkt einer vergrößerten Adelsherrschaft: Wohl noch vor 1317 zogen die Sausenberger auf Rötteln, und der Name der ererbten Burg und Herrschaft fand in die Namensgebung der Markgrafen Eingang.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Rötteln
    Tod 9 Jul 1386  Schlachtfeld, Sempach, Luzern, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • Otto fiel auf Seiten der Habsburger in der Schlacht bei Sempach.
    Beerdigung Kirche, Sitzenkirch, Baden, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • Die Evangelische Kirche Sitzenkirch im Stadtteil Sitzenkirch der südbadischen Stadt Kandern geht auf das 12. Jahrhundert zurück.
      Einen vierten Altar erhielt das Gotteshaus 1371, der vom Markgrafen Otto (1302–1384) und seinem Neffen Rudolf III. (1343–1428) gestiftet wurde.
      Im 13. und 14. Jahrhundert wurde die Kirche als Grablege der Markgrafen von Hachberg-Sausenberg genutzt, die um 1240 oberhalb des Ortes ihren Stammsitz, die Sausenburg errichteten. Außer dem Markgrafen Otto sollen auch Markgraf Heinrich von Hachberg-Sausenberg, Markgraf Hugo (ein Bruder des Markgrafen Rudolf IV. von Hachberg-Sausenberg) und Verena von Fürstenberg (geb. von Hachberg-Sausenberg und Ehefrau des Grafen Heinrich V. von Fürstenberg) hier bestattet sein.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Kirche_Sitzenkirch
    Personen-Kennung I58302  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 10 Dez 2025

    Vater Markgraf Rudolf I. von Hachberg-Sausenberg   gest. 1313
    Mutter Agnes von Rötteln
    Eheschließung 1298 / 1299 
    Familien-Kennung F5245  Familienblatt  |  Familientafel

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsMilitär / Gefecht - Teilnehmer an der Schlacht bei Sempach "Das Gemälde in der Kapelle von Sempach zeigt im Vordergrund das badische Banner Otto I. (siehe Bild)" - 9 Jul 1386 - Schlachtfeld, Sempach, Luzern, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsWohnort - - Burg Sausenberg, Kandern, Baden, DE Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsWohnort - - Burg Rötteln, Baden, DE Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsTod - 9 Jul 1386 - Schlachtfeld, Sempach, Luzern, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeerdigung - - Kirche, Sitzenkirch, Baden, DE Link zu Google Earth
     = Link zu Google Earth 
    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Baden - Grafen Wappen
    Baden - Grafen Wappen
    Alle Linien der Markgrafen von Baden haben das Stammwappen des Hauses unverändert geführt. Es zeigt in Gold einen roten Schrägbalken. Auf dem gekrönten Helm wachsen zwei Bockshörner in Gold und Rot. Die Helmdecke ist rot und golden.

    (Bild: Förderkreis Heimatkunde Tettnang - http://www.foerderkreis-heimatkunde.de/geschichte/wappen-in-tettnang/wappen-der-grafen-von-baden-hachberg-sausenberg.php -)

    Orte
    Hachberg Hochburg - Ansicht
    Hachberg Hochburg - Ansicht
    Die Hochburg, auch Burg Hachberg genannt, ist eine Höhenburg 343,6 m ü. NHN auf der Gemarkung von Windenreute, einem Stadtteil von Emmendingen, nahe Sexau im Landkreis Emmendingen in Baden-Württemberg. Nach dem Heidelberger Schloss ist die Hochburg die zweitgrößte Burganlage in Baden. Die Linie der Markgrafen von Hachberg bezieht ihren Namen von dieser Burg.

    (Bild: Wikipedia; Volatus, Eigenes Werk - © CC BY-SA 4.0 / https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 -)
    Sausenburg
    Sausenburg
    Blick von Süden auf den Bergfried

    Die Ruine der Höhenburg liegt etwa 1,3 km östlich des Kanderner Stadtteils Sitzenkirch und 3,3 km nordöstlich des Kanderner Ortskerns, auf dem Sausenberg – einem Ausläufer des Hochblauen. Östlich davon liegt die Gemeinde Malsburg-Marzell, Ortsteil Malsburg. Über das zu Malsburg gehörige Dorf Vogelbach im Nordosten ist die Ruine gut über das Lindenbückle erreichbar.

    Bild: Wikipedia; Zieglhar - Eigenes Werk - https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Zieglhar
    © CC BY-SA 4.0 - https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
    Rötteln - Burg
    Rötteln - Burg
    Luftbild von Burg Rötteln heute; in der Bildmitte der Südturm mit dem Tor zur Oberburg, rechts der Nordturm, links die Unterburg.

    Die Höhenburg Rötteln (417 m ü. NHN) liegt auf einem Bergsporn, der aus einem ins vordere Wiesental steil abfallenden Osthang hervortritt und ist deshalb weithin sichtbar. Sie war zeitweise Residenz der Herren von Rötteln, Markgrafen von Sausenberg und Markgrafen von Baden-Durlach.

    Bild: Wikipedia; Taxiarchos228 - Eigenes Werk - https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Taxiarchos228
    © CC BY 3.0 - https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/

    Schlachten
    Sempach - Schlacht - 9. Juli 1386
    Sempach - Schlacht - 9. Juli 1386
    Die Schlacht auf dem Fresko in der Schlachtkapelle von Sempach (16. oder 17. Jahrhundert)
    Die Schlacht bei Sempach (Kanton Luzern) fand am 9. Juli 1386 statt. Sie war die entscheidende Schlacht im Sempacherkrieg zwischen der sich entwickelnden Eidgenossenschaft und dem Herzogtum Österreich, der von 1385 bis 1389 dauerte. Die Schlacht bei Sempach gilt in der Geschichte der Schweiz als Höhepunkt des Konfliktes zwischen den Habsburgern und den Eidgenossen während der Schweizer Habsburgerkriege. Der Sieg des eidgenössischen Bündnisses führte zu einer Festigung der Eidgenossenschaft und zum Zusammenbruch der Macht des Haus Habsburg in den habsburgischen Vorlanden. Dieser wurde von den Städten Luzern, Bern und Solothurn zur Erweiterung ihres Territoriums genutzt.

    (Bild: Wikipedia; Adrian Michael, Eigenes Werk - © CC BY-SA 3.0 / https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/ )

    Gräber, Denkmäler
    Markgraf Otto I. von Hachberg-Sausenberg - Grabplatte
    Markgraf Otto I. von Hachberg-Sausenberg - Grabplatte
    Grabplatte mit dem Wappen von Markgraf Otto I. von Hachberg-Sausenberg in der Kirche von Sitzenkirch

    Bild: Wikipedia; zieglhar - Eigenes Werk (Originaltext: eigene Fotografie)
    © CC BY 3.0 - https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_I._(Hachberg-Sausenberg)

      Otto I. (Hachberg-Sausenberg)

      Otto war der Sohn des Markgrafen Rudolf I. von Hachberg-Sausenberg und der Erbtochter des Otto von Rötteln, Agnes. Nachdem sein Bruder Heinrich 1318 verstorben war, übernahm Otto zusammen mit seinem zweiten Bruder Rudolf II. die Regentschaft über die Herrschaft Rötteln und die Landgrafschaft Sausenberg. Die Residenz wurde von der Sausenburg auf die Burg Rötteln verlegt. Nach dem Tod seines Bruders Rudolf (1352) übernahm er zunächst die Vormundschaft für seinen Neffen, Rudolf III., die er dann 1358 dem Grafen von Thierstein übertrug. Als Rudolf III. 1364 sein Erbe antrat, regierte er zusammen mit seinem Onkel weiter bis zu dessen Tod 1384. Otto war in erster Ehe mit Katharina von Grandson und in zweiter Ehe mit Elisabeth von Strassberg († 1352) verheiratet und hatte keine Nachkommen.

      Im Herbst 1332 belagerten Truppen der Stadt Basel seine Burg Rötteln, da er (oder sein Bruder) den Bürgermeister von Basel, Burkhard Werner von Ramstein, erstochen hatte. Der Konflikt wurde nach Schlichtung durch den Adel von Stadt und Land beigelegt. Die Hintergründe der Tat bleiben unklar, aber die Markgrafen von Hachberg-Sausenberg waren mit der Basler Adelsgesellschaft der Psitticher verbunden, während die von Ramstein zu den rivalisierenden Sternern gehörten.

      Die Markgrafen Hachberg-Sausenberg, Rudolf III. und Otto, stifteten der Kirche zu Sitzenkirch 1366 den Altar zum Heiligen Kreuz. Markgraf Otto wurde 1384 in der Kirche zu Sitzenkirch beigesetzt.

      Darstellung im historischen Roman
      Otto ist neben seinem Bruder Rudolf die Hauptfigur in dem 1930 erschienenen historischen Roman von Käthe Papke, Der eiserne Markgraf von Sausenberg-Rötteln. Papke schreibt in diesem Roman die Tötung des Basler Bürgermeister Otto zu, der als Choleriker dargestellt wird. Sie verwebt auch die Sage von der „Hexe von Binzen“ mit den beiden historischen Figuren Rudolf und Otto.