Treffer 33,701 bis 33,750 von 52,053
| # | Notizen | Verknüpft mit |
|---|---|---|
| 33701 | https://de.wikipedia.org/wiki/Botzheim_(Adelsgeschlecht) | von Botzheim, Dorothea (I22066)
|
| 33702 | https://de.wikipedia.org/wiki/Bourbourg https://de.wikipedia.org/wiki/Aalst | von Bourbourg, Beatrix (I8477)
|
| 33703 | https://de.wikipedia.org/wiki/Bouxwiller_(Bas-Rhin) | von Ottenheim, Bärbel (I21772)
|
| 33704 | https://de.wikipedia.org/wiki/Boves_(Adelsgeschlecht) Boves (manchmal aus Coucy genannt) war eine Familie des nordfranzösisches Adels, die erstmals in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts auftritt. Geschichte Benannt ist sie nach ihrem Stammsitz Boves südöstlich von Amiens. Enguerrand I. de Boves besaß neben Boves bereits die Burg Coucy und die Herrschaft La Fère, und wurde 1085 Graf von Amiens. Die Grafschaft wurde 1118 seinem Sohn Thomas de Marle weggenommen, danach erwarb die Familie keinen Adelstitel dieser oder einer höheren Stufe mehr. Dennoch wurde Enguerrand III. de Coucy einer der mächtigsten Adligen Frankreichs, der die Burg Coucy zu einer der größten mittelalterlichen Burganlagen Europas ausbauen konnte, der Schwiegersohn Heinrichs des Löwen und der Schwiegervater des schottischen Königs Alexander II. Allerdings endet mit seinen Kindern auch die Blütezeit der Familie. Stammliste 1 Dreux (Drogo), Seigneur de Boves 1069 1 Enguerrand I., 1069/1118 bezeugt, Seigneur de Boves, de Coucy et de la Fère, 1085 Graf von Amiens, Vogt von Boves; ∞ I Ade de Roucy, Tochter von Létard, Seigneur de Marle (Haus Roucy); ∞ II Sibylle de Porcéan, Tochter von Roger 1 (I) Thomas de Marle, 1096/1130 bezeugt, † vor 1131, Seigneur de Coucy, de Marle, de la Fère et de Boves, Graf von Amiens; ∞ I Ida von Hennegau, † nach 1101, Tochter von Balduin II., Graf von Hennegau (Haus Flandern); ∞ NN de Montaigu, geschieen; ∞ III Mélisende de Crécy, † nach 1147, Tochter von Guy 1 (I) Ida; ∞ I Alard de Chimay; ∞ II Bernard d’Orbais 2 (I) Beatrix; ∞ Évrard III. de Breteuil, 1147 bezeugt (Haus Le Puiset) 3 (III) Enguerrand II., 1131/47 bezeugt, Seigneur de Coucy, de Marle et de la Fère; ∞ 1132 Agnès de Boisgency, Tochter von René und Mahaut de Vermandois 1 Raoul I. de Coucy, X 1191 bei der Belagerung von Akkon, Seigneur de Coucy, de Marle, de la Fère, de Crécy, de Vervins etc.; ∞ I vor 1164 Agnes von Hennegau, † 1168/73, Tochter von Balduin IV., Graf von Hennegau (Haus Flandern); ∞ II nach 113 Alix de Dreux, † nach 1217, Tochter von Robert I. Graf von Dreux (Haus Frankreich-Dreux) 1 (I) Yolande, † 18. März 1222; ∞ 1184 Robert II., Graf von Dreux, † 28. Dezember 1218 (Haus Frankreich-Dreux) 2 (I) Isabeau; ∞ I Raoul, Graf von Roucy, † 1196 (Haus Montdidier); ∞ II Henri III., Graf von Grandpré, † 1211 3 (I) Ade; ∞ Dietrich von Beveren 4 (II) Enguerrand III. de Coucy, † 1243, Seigneur de Coucy, de Marle, de la Fère et de Crécy, 1202 Graf von Roucy, 1205 Graf von Perche; ∞ I Ende 1201 Beatrix de Vignory, Witwe von Jean I. Graf von Roucy (Haus Montdidier); ∞ II 1204 Mathilde vn Sachsen, * 1172, † 1209, Witwe von Geoffroy III., Graf von Perche (Haus Châteaudun), Tochter von Heinrich III. der Löwe, Herzog von Sachsen (Stammliste der Welfen); ∞ III Marie de Montmirail, Erbin von Montmirail, Oisy, Crèvecoeur, Condé-en-Brie, Vizegrafschaft Meaux und Burggrafschaft Cambrai, † um 1267, Tochter von Jean I.[1] und Helvide de Dampierre 1 (III) Raoul II., X al-Mansura 1250, Seigneur de Coucy, de Marle et de la Fère; ∞ Philippe de Dammartin, † 14. April 1277/81 Tochter von Simon de Dammartin, Graf von Ponthieu (Haus Mello), und Marie Gräfin von Ponthieu, Witwe von Raoul II. d’Isoudun, Graf von Eu (Haus Lusignan), sie heiratete in dritter Ehe 1253 Otto II., Graf von Geldern (Haus Wassenberg) 1 Enguerrand, † vor 1250 2 Enguerrand IV., † 1310, Vizegraf von Meaux, Seigneur de Montmirail et de Crèvecoeur, folgt 1250 in Coucy, Marle und la Fère; ∞ I vor 1262 Margarete von Geldern, † vor 1286, Tochter von Graf Otto II. (Haus Wassenberg), ∞ II 1288 Johanna von Flndern, † 15. Oktober 1333, Tochter von Robert III., genannt Robert de Béthune (Haus Dampierre), als Witwe Äbtissin von Le Sauvoir bei Laon 3 Jean, † kurz nach 1242 4 Marie; ∞ I 15. Mai 1239 Alexander II., König von Schottland, † 1249 (Haus Dunkeld); ∞ II Jean de Brienne d’Acre (Haus Brienne) 5 Alix; ∞ Arnold III., Graf von Guînes, † nach 1282 (Haus Gent) 5 Thomas, † 1252/53, Seigneur de Vervins 1187; ∞ nach 1190 Mahaut de Rethel, zu Trie-le-Bardoul, † nach 1255, Tochter von Hugues, Graf von Rethel, und Félicité de Broyes, Erbin von Beaufort (Haus Vitri) 1 Thomas de Coucy, † vor 1276, Seigneur de Vervins, de Fontaines etc.; ∞ I Elisabeth von Looz, Tochter von Arnold III., Graf von Looz; ∞ II Marguerite de Picquigny, Tochter von Gérard, Vidame d’Amiens 1 (II) Thomas, X 11. Juli 1302 in der Sporenschlacht, Seigneur de Vervins; ∞ Isabelle d’Enghien, Tochter von Gerhard I., genannt von Zottegem (Haus Enghien) 1 Thomas 2 Jean, Seigneur de Vervins 2 (II) Jean; ∞ Catherine de Saint-Leu, Tochter von Renaud 1 Enguerrand, † klein 2 Guy, Seigneur de Beaumont 3 Thomas, Seigneur de Saint-Leu 3 (II) Marie, genannt de Verdun, † 1281 vor Juli; ∞ Gaucher de Thorotte, Châtelain de Noyon, Seigneur de Thourotte et d’Honnecourt, † vor März 1293 (Haus Thorotte) 2 Yolande; ∞ Arnaud de Mortagne, Burggraf von Tournai 1227/65 3 Félicité, † 1307; ∞ Baudouin d’Avesnes, † 10. April 1295 4 Agnès, † 1277; ∞ Gobert VII. d’Aspremont, † vor 1281 6 Robert, † nach 1234, folgt 1190, Seigneur de Pinon; ∞ I Elisabeth de Pierrepont, 1213 bezeugt, † nach 1215, Tochter von Robert, Seigneur de Pierrepont (Haus Pierrepont) und Eustachie de Roucy (Haus Roucy); ∞ II vor 1219 Godde, Witwe von NNe Préaux, 1234 bezeugt – Nachkommen † 1377 7 Agnès, 1214 bezeugt; ∞ nach 1190 Gilles de Baumetz, Châtelain de Bapaume 1214 8 Raoul, 1187/90 geistlich 2 Enguerrand, 1142 bezeugt, † um 1174 4 (III) Robert, † 19. Juli 1191, Seigneur de Boves; ∞ Beatrix de Saint-Pol, † nach 1192, Tochter von Hugues III. Graf von Saint-Pol (Haus Candavene) 1 Enguerrand II., 1191/1222 bezeugt, † vor 1224, Seigneur de Boves; ∞ vor 1192 Ade de Nesle, † zwischen Dezember 1252 und Dezember 1254, Tochter von Jean I., Burggraf von Brügge (Haus Nesle) 1 Robert, 1191 bezeugt, † 1248/49, Seigneur de Boves, Ritter; ∞ Helvide d’Autrêches, 1238/62 bezeugt, Tochter von Guillaume de Nanteuil-la-Fosse, Seigneur d‘Autrêches, sie heiratete in zweiter Ehe Renaud de la Tournelle 1 ? Mabile de Boves, 1292 bezeugt 2 Elisabeth, † nach Juli 1263, folgt 1240 in Boves und Château-Porcien; ∞ vor Mai 1214 Nicolas V. de Rumigny, † 1257 2 Robert, Seigneur de Fouencamps 1192, † April 1226/Juli 1228; ∞ Marie, 1201 bezeugt 1 Robert, 1201/39 bezeugt, † vor Februar 1245, Ritter; ∞ Marie, 1239 bezeugt 2 Thomas, 1201 bezeugt 3 Hellin, 1201 bezeugt 4 Beatrix, 1202 bezeugt 3 Hugues de Boves, 1192 Ritter 4 Thomas, 1200/41 bezeugt, † vor 1244, 1200 Domherr in Amiens, 1225 Dompropst in Amiens 5 (III) Tochter (Melissinde); ∞ I Adelelme; ∞ II Hugues de Gournay 2 Robert de Boves, 1069/79 bezeugt 3 Anseau de Boves, 1069 bezeugt Einzelnachweise 1 nach fr:Jean de Montmirail Connétable von Frankreich Literatur • Detlev Schwennicke : Europäische Stammtafeln Band VII (1979) Tafel 80 | von Coucy (Haus Boves), Marie (I7556)
|
| 33705 | https://de.wikipedia.org/wiki/Brauerei_Hürlimann | Stammler, Heinrich (I6023)
|
| 33706 | https://de.wikipedia.org/wiki/Braunschweig https://de.wikipedia.org/wiki/Salzderhelden | von Braunschweig-Grubenhagen, Herzog Albrecht I. (I28408)
|
| 33707 | https://de.wikipedia.org/wiki/Briouze | de Braose (Briouze), William 1. Lord of Bramber (I41732)
|
| 33708 | https://de.wikipedia.org/wiki/Brun_(Köln) Brun, häufig auch als Bruno oder Brun(o) von Sachsen bezeichnet, (* 925; † 11. Oktober 965 in Reims) war von 940 bis 953 Kanzler des ostfränkisch-deutschen Reiches und anschließend Erzbischof von Köln. Brun war der dritte und jüngste Sohn des ostfränkischen Königs Heinrich I., des Herzogs von Sachsen, und dessen zweiter Frau Mathilda. Er hatte fünf Geschwister: den späteren König und römisch-deutschen Kaiser Otto I. den Großen, Heinrich I. (ca. 920–955), Herzog von Bayern, Gerberga, Hadwig sowie den ältesten Halbbruder Thankmar. Bereits mit fünf Jahren wurde er für den geistlichen Stand ausgewählt und dem Bischof Balderich von Utrecht übergeben. Er besuchte die Domschule in Utrecht, bis er 939 von seinem Bruder Otto I. an den Königshof berufen wurde. Hier konnte er seinne Ausbildung unter den Bischöfen Israel und Rather von Verona abschließen. Brun galt als einer der gebildetsten Männer des Reiches seiner Zeit. 940 wurde er mit nur 15 Jahren Reichskanzler am Hof seines Bruders und reorganisierte die Hofkanzlei. 951 wurde er als Erzkaplan auch der höchste Hofgeistliche. Von etwa 948 bis 951 war er Abt der Reichsabtei Lorsch. 953 wurde er auf Betreiben Ottos zum Erzbischof von Köln gewählt. Anfang September 953 belieh ihn Otto I. mit dem Herzogtum Lothringen, das er seinem rebellischen Schwiegersohn Konrad dem Roten entzogen hatte. Damit wurde Brun, der höchstpersönlich gegen Konrad in den Krieg zog, zum zweitmächtigsten Mann im Reich hinter seinem Bruder, gegenüber dem er stets loyal war. 954 wurde er als Vormund seines Neffen Lothar von Frankreich, des Sohns seiner Schwester Gerberga, Regent von Frankreich. Zwei Jahre später übernahm er die Vormundschaft für Hugo Capet, den Sohn seiner Schwester Hadwig. In der Folge musste er ständig zwischen seinen beiden um die französische Krone rivalisierenden Neffen vermitteln. Außerdem war Brun während der Abwesenheit Ottos I. zusammen mit Erzbischof Wilhelm von Mainz nicht nur Regent des Kaiserreiches, sondern auch Vormund seines Neffen Otto II., den er am 26. Mai 961 in Aachen zum deutschen König gesalbt hatte. Brun machte sich sehr um die Förderung der Klosterschulen verdient. Außerdem war er ein Anhänger und Förderer der Klosterreform von Gorze, die ein starkes Mönchstum unter weltlicher Herrschaft des jeweiligen Landesfürsten propagierte. Als Erzbischof von Köln hatte er von seinem Bruder königliche Privilegien, wie das Recht, die Stadt zu befestigen, Märkte abzuhalten, Münzen zu schlagen und Steuern zu erheben, erhalten, was Kölns Stellung als bedeutendste Stadt des Reiches weiter festigte. Außerdem war sein Hof das intellektuelle und künstlerische Zentrum in Deutschland. Hier erhielten viele der führenden Gelehrten und späteren Bischöfe ihre Ausbildung. Neben seiner Gelehrsamkeit und seiner Loyalität Otto gegenüber galt Brun als durchaus machtbewusst, aber auch als sehr fromm und persönlich bescheiden. Er starb am 11. Oktober 965 in Reims. Brun wurde seinem eigenen Wunsch entsprechend in dem von ihm gegründeten Kloster St. Pantaleon in Köln beigesetzt. Er gilt in der katholischen Kirche als Heiliger und auch in der evangelischen Kirche als denkwürdiger Glaubenszeuge. Sein römisch-katholischer Festtag ist sein Sterbetag, der 11. Oktober; sein Gedenktag im Evangelischen Namenkalender ist einen Tag früher, am 10. Oktober. Im Rahmen der Neukonzeption des Skulpturenprogramms des Kölner Rathausturms in den 1980er Jahren wurde Brun durch eine Figur von John-Michael Bachem im vierten Obergeschoss auf der Südseite des Turms geehrt.[1] Quellen • Ruotgers Lebensbeschreibung des Erzbischofs Bruno von Köln. = Ruotgeri Vita Brunonis archiepiscopi Coloniensis (= Monumenta Germaniae Historica. 1: Scriptores. 6: Scriptores rerum Germanicarum. Nova Series. Bd. 10, ISSN 0343-088X). Herausgegeen von Irene Ott. Böhlau, Weimar 1951, Digitalisat. Literatur • Friedrich Wilhelm Bautz: BRUNO I. (Brun). In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 1, Bautz, Hamm 1975. 2., unveränderte Auflage Hamm 1990, ISBN 3-88309-013-1, Sp. 772–773. • Josef Fleckenstein: Brun. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 2, Artemis & Winkler, München/Zürich 1983, ISBN 3-7608-8902-6, Sp. 753–755. • Wilhelm von Giesebrecht: Brun (Erzbischof von Köln). In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 3, Duncker & Humblot, Leipzig 1876, S. 424–429. • Eduard Hegel (Hrsg.): Geschichte des Erzbistums Köln. Band 1: Das Bistum Köln von den Anfängen bis zum Ende des 12. Jahrhunderts. 2. Auflage, neu bearbeitet von Friedrich Wilhelm Oediger. Bachem, Köln 1972, ISBN 3-7616-0158-1, S. 100–105. • Eberhard Holz, Wolfgang Huschner (Hrsg.): Deutsche Fürsten des Mittelalters. Fünfundzwanzig Lebensbilder. Edition Leipzig, Leipzig 1995, ISBN 3-361-00437-3. • Friedrich Wilhelm Oediger: Brun I. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 2, Duncker & Humblot, Berlin 1955, ISBN 3-428-00183-4, S. 670 f. (Digitalisat). Weblinks Commons: Brun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien Wikisource: ADB:Brun (Erzbischof von Köln) – Quellen und Volltexte • Literatur von und über Brun im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek • Bruno I. von Köln im Ökumenischen Heiligenlexikon | von Köln, Erzbischof Brun (I5302)
|
| 33709 | https://de.wikipedia.org/wiki/Brun_der_Ältere Brun der Ältere, Herr von Querfurt, war der erste, im Jahre 950 urkundlich benannte, Besitzer der Burg Querfurt im Hassegau, im heutigen Saalekreis in Sachsen-Anhalt. Er war der Stammvater der Edelherren von Querfurt, aus deren Reihen mehrere Erzbischöfe von Magdeburg hervorgingen und die von 1134 bis 1359 das wichtige Amt des Burggrafen von Magdeburg innehatten. Bruns Abstammung ist nicht vollständig geklärt; er war aber vermutlich der Sohn des Grafen Brun von Arneburg und dessen Frau Frideruna. Er hatte vier namentlich bekannte Söhne, Brun, der spätere Erzbischof und Märtyrer, Gebhard I., der von seinem Vater Burg und Herrschaft Querfurt erbte, sowie Dietrich und Wilhelm. Über sein eigenes Leben ist nicht viel bekannt. Nach dem Tod seines Sohnes, des Erzbischofs Brun, im Jahre 1009 wurde er Mönch und dann dritter Abt des Klosters St. Michaelis in Lüneburg. Er starb zwischen 1009 und 1017. Weblink[ • Genealogie Mittelalter: Brun der Ältere | von Querfurt, Brun der Ältere (I9783)
|
| 33710 | https://de.wikipedia.org/wiki/Brun_I._von_Braunschweig Brun I. von Braunschweig (* 960–980; † um 1014) aus dem Stamme der Brunonen war Graf von Braunschweig, das er gründete, und Graf im Derlingau und Nordthüringgau. Leben Bruns Eltern waren wahrscheinlich der Graf Brun im Derlingau und Hildeswinde, die Tochter des Grafen Wichmann II. Im Jahre 990 unterstützte er Mieszko I. von Polen bei seinem Feldzug gegen Boleslav von Böhmen. Nach dem Tode Ottos III., des letzten Königs aus dem Geschlecht der Ottonen, versuchte er 1002 ein Anrecht auf die Deutsche Königskrone geltend zu machen.[1] Da sich jedoch besonders Bischof Bernward von Hildesheim für die Wahl Heinrichs von Bayern einsetzte, gelang ihm dieses Vorhaben nicht. Durch den Tod seines Vorfahren Brun war das Herzogtum Sachsen an Otto den Erlauchten gefallen, dessen Nachkommen zum Königtum aufstiegen. Die Brunonen verloren dadurch mehr und mehr an Einfluss. Daher stellte sich Brun offen gegen den Bischof von Hildesheim. Um das Jahr 1003/1004 vermählte er sich mit Gisela, der Tochter Herzog Hermanns II. von Schwaben und späteren Gemahlin des Kaisers Konrad II.[2] mit der er mehrere Kinder hatte: einen Sohn Liudolf (* 1003; † 23. April 1038), eine Tochter, die Thiemo II. Graf von Formbach, und Gisela (* um 1005), die Berthold, den Grafen von Sangerhausen heiratete. Brun wurde von Milo, dem Grafen von Ammensleben, in seinem eigenen Hause erschlagen.[3] Literatur • Tania Brüsch: Die Brunonen, ihre Grafschaften und die sächsische Geschichte – Herrschaftsbildung und Adelsbewusstsein im 11. Jahrhundert. Matthiesen, Husum 2000, ISBN 978-3-7868-1459-7. • Bernd Schneidmüller: Der Ort des Schatzes. Braunschweig als Brunonisch-Welfisches Herrschaftszentrum. In: Joachim Ehlers, Dietrich Kötzsche (Hrsg.): Der Welfenschatz und sein Umkreis. von Zabern, Mainz 1998, ISBN 3-8053-2403-0. • Otto Hohnstein: Geschichte des Herzogtums Braunschweig. F. Bartels, Braunschweig 1908. (Nachdruck: v. Hirschheydt, Hannover-Döhren 1979, ISBN 3-7777-0052-5.). Weblinks • Stammbaum mit Brun I. von Braunschweig Bernd Schneidmüller: Der Ort des Schatzes. S. 33. (PDF-Datei; 3,96 MB) auf archiv.ub.uni-heidelberg.de • Die Inschriften der Stadt Braunschweig bis 1528. auf inschriften.net Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] 1 ↑ Gudrun Pischke: Brunonen und Welfen als Königskandidaten auf books.google.de 2 ↑ NDB-Eintrag: Brunonen, sächsisches Geschlecht, Grafen von Braunschweig. auf bsbndb.bsb.lrz-muenchen.de 3 ↑ Milo von Ammensleben auf kath-kirche-grossammensleben.de | von Braunschweig, Brun I. (I6803)
|
| 33711 | https://de.wikipedia.org/wiki/Budiwoj_von_Krumau Budiwoj von Krumau (auch Budiwoj von Krumau, Skalitz[1] und Sepekau; tschechisch Budivoj z Krumlova; auch Budivoj z Krumlova, ze Skalice a ze Sepekova; * vor 1220; † nach 1272) stand in Diensten der böhmischen Könige Wenzel I. und Ottokar II. Přemysl. Er entstammte dem witigonischen Familienzweig der Herren von Krumau. Leben Budiwoj von Krumau ist für die Jahre 1220 bis 1272 urkundlich belegt. Sein Vater Zawisch von Nechanitz bekleidete von 1233 bis 1236 das Amt des böhmischen Unterkämmerers. Für diese Jahre sind auch Budiwoj sowie dessen Bruder Witiko am königlichen Hof nachgewiesen. Vermutlich wegen Auseinandersetzungen des böhmischen Königs mit Kaiser Friedrich II. um das Erbe der Babenberger mussten die Witigonen den königlichen Palast vorübergehend verlassen. Erst nach 1242 kehrten sie zurück. Von Budiwoj, der 1260–1266 den Namenszusatz „von Skalitz“ (ze Skalice) und danach „von Sepakau“ (ze Sepekova) führte[2], haben sich zahlreiche Urkunden erhalten, die von ihm veranlasst wurden oder in denen er, meistens gemeinsam mit seinem Bruder Witiko, als Zeuge auftrat: • Am 1. Juni 1259 schenkte „Budiwoj de Krumbenowe“ dem neu gegründeten Kloster Hohenfurt seinen Anteil an einem Wald, der später als Klosterwald bezeichnet wurde. • 1260 wird er in einer Urkunde, mit der Wok von Rosenberg seine Stiftung des Klosters Hohenfurth erneuert, zusammen mit seinem Bruder Witiko als Zeuge aufgeführt („Dominus Budewoy et dominis Witigo de Krummenowe frater suus“). • Im selben Jahr bezeugte er als „Budiwoy de Zcaliz“ eine Urkunde, mit der Königin Margarete dem Wok von Rosenberg die Grafschaft Raabs als Lehen übergab. • Am 28. Mai 1261 erneuerte Wok von Rosenberg in Graz die dem Stift Hohenfurt gemachten Schenkungen. Unter den Zeugen befanden sich wiederum „Dominus Budewoy et dominis Witigo de Krummenowe“. • Als König Ottokar II. Přemysl am 12. Mai 1264 einen Gütertausch mit Stiro von Wetkowitz beurkundete, traten „Budiwoi de Scharitz“ und „Witigo de Crumnov“ als Zeugen auf. • Mit einer 1264 in Passau ausgefertigten Urkunde übergaben „Budiwoy v. Skalitz“ und seine Gemahlin Perchta dem Stift Schlägl das Dorf Schintau (Schindlau). Unter den Zeugen befanden sich Budiwojs Bruder „Witigo de Chrumnav“ sowie „Pilgrimuse Valchenstein“. • Als am 25. Mai 1265 Witigo von Skalitz und Hojer von Wittingau an Stelle ihrer Schwestern auf deren Rechte in Walkersdorf zugunsten des Stifts Zwettl verzichteten, befanden sich unter den Zeugen die Brüder „Budiboy de Zcalicz“ und „Witigo dehrumenow“. Am selben Tage bezeugten sie eine Urkunde der Ludmila von Reusch, mit der diese dem Stift Zwettl den Zins aus Walkersdorf verkaufte. • Als am 26. Juni 1266 in Zwettl Čeč von Weleschin mit Zustimmung seiner Gemahlin Gisela von Kuenring das Dorf Reinprechts dem Zisterzienserstift Zwettl übergab, befanden sich unter den Zeugen wiederum „Bodiboe de Scalicz“ und „Witigo de Chrumnwe“. Familie Budiwoj war mit Perchta von Falkenstein verheiratet. Sie war eine Enkelin des Kalhoch II. von Falkenstein, der das Kloster Schlägl begründete. Der Ehe entstammten die Kinder: • Zawisch von Falkenstein († 1290) • Witiko von Krumau; auch Witiko von Krumau, Hluboká, Skalitz und Ledenitz; tschechisch Vítek z Krumlova auch Vítek z Krumlova, z Hluboké, ze Skalice a z Ledenic, belegt 1272–1290 • Wok von Krumau; auch Wok von Krumau, Skalitz und Ledenitz; tschechisch Vok z Krumlova; auch Vok z Krumlova, ze Skalice a z Ledenic, † 5. Januar 1300 • Tochter N. N. • Tochter N. N. • Tochter N. N. • Johann (Henclinus) von Skalitz; auch Johann Henclinus von Skalitz und Ledenitz; tschechisch Jan (Henzlín) ze Skalice, auch Jan (Henzlín) ze Skalice a z Ledenic; † 1300 in Polen • Budiwoj von Skalitz; auch Budiwoj von Skalitz und Ledenitz; tschechisch Budivoj ze Skalice, auch Budivoj ze Skalice a z Ledenic; † 1300 in Polen Literatur • Valentin Schmidt und Alois Picha: Urkundenbuch der Stadt Krummau in Böhmen. I. Band. 1253–1419. Prag, 1908, S. 2–4 • Anna Kubíková: Rožmberské kroniky. Krátky a summovní výtah od Václava Březana. České Budějovice 2005. ISBN 80-86829-10-3. S. 80–85 Einzelnachweise 1 Dieses Skalitz ist vermutlich identisch mit dem späteren Sepekov. Ursprünglich nannten sich die Grundherren „von Skalitz“ (ze Skalice) nach einem benachbarten Hügel, der zuerst besiedelt war. Siehe [1] 2 Valentin Schmidt und Alois Picha: Urkundenbuch der Stadt Krummau in Böhmen. I. Band. 1253–1419. Prag, 1908, Anmerkung 8, S. 191 | von Krumau (Witigonen), Budiwoj (I8184)
|
| 33712 | https://de.wikipedia.org/wiki/Bugey Der Bugey (Pagus Belliceusis) mit dem Hauptort Belley ist eine Landschaft im Südosten des französischen Départements Ain. Das Gebiet liegt in einer Schleife der Rhone westlich und südlich von Bellegarde-sur-Valserine. Im südlichen Teil, dem Bas-Bugey, steht bei Saint-Vulbas das Kernkraftwerk Bugey mit fünf Reaktoren. Der nördliche Teil, der Haut-Bugey, gehört geologisch noch zu den Ausläufern des Jura. Der Bugey gehörte im Mittelalter zu Savoyen und wurde am 17. Januar 1601 – zusammen mit der Bresse und dem Pays de Gex – durch den Vertrag von Lyon an Frankreich abgetreten. Wie die beiden anderen Landschaften war auch der Bugey bis zur Französischen Revolution Teil der Provinz Burgund. Quellen • Histoire de Bresse et du Bugey...: avec les fondations des abbayes, prieurés, … et généalogies de toutes les familles nobles …, Samuel Guichenon und Huguetan, gedruckt bei Iean Antoine Huguetan & Marc Ant. Ravaud, 1650 (Google eBook) • Webpräsenz des Pays du Bugey, französisch, abgerufen 10. Januar 2016 • Touristeninformationen über das Pays du Bugey, französisch, abgerufen 10. Januar 2016 Weblinks Commons: Bugey – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien | von Bagé, Sibylle (I8076)
|
| 33713 | https://de.wikipedia.org/wiki/Bulach | Zorn von Bulach, Ursula (I21802)
|
| 33714 | https://de.wikipedia.org/wiki/Bungay_Castle | Bigod, Roger (I27383)
|
| 33715 | https://de.wikipedia.org/wiki/Bungay_Castle | Bigod, Graf Hugh 1. Earl of Norfolk (I27380)
|
| 33716 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burchard_II._(Schwaben) Burchard II. (* 883 oder 884; † 29. April 926 gefallen in Novara) war Herzog von Schwaben (917–926) und Rätien. Geboren wurde er als Sohn von Burchard I. Er heiratete Regelinda († 958), die Tochter von Eberhard I. Graf im Zürichgau aus der Linie der Eberhardinger. Sie heiratete in zweiter Ehe den späteren Herzog Hermann I. Als Sohn von Burchard I. gehörte Burchard II. zu den führenden Familien im Südwesten des Ostfrankenreichs. Er war an den gewaltsamen Auseinandersetzungen um die Bildung des Herzogtums Schwaben Anfang des 10. Jahrhunderts maßgeblich beteiligt. Er gründete zusammen mit seiner Frau das Kloster St. Margarethen in Waldkirch, um seinen Einfluss auf das Gebiet am Oberrhein zu erweitern. Im Jahre 911 versuchte sein Vater, seinen Einfluss zu erweitern. Er unterlag Bischof Salomo III. von Konstanz und dem Pfalzgrafen Erchanger und wurde hingerichtet. Burchard II. und seine Frau Regelinda gingen in die Verbannung nach Italien. Anderen Quellen zufolge floh Burchard zu Verwandten nach Italien. Um 913/914 kehrte Burchard aus dem Exil zurück und nahm die Herrschaft und Besitztümer seines Vaters an sich. Im selben Jahr kämpfte er an der Seite des bayerischen Herzogs Arnulf und des Pfalzgrafen Erchanger gegen die Ungarn in der Schlacht am Inn. Burchard bezog offen Opposition gegen König Konrad I. 915 besiegte er im Kampf bei Wahlwies im Hegau, wewestlich der Pfalz Bodman, den König. Erchanger wurde zum dux/Herzog ausgerufen. Die Synode von Hohenaltheim verurteilte Erchangers Opposition der Herzöge gegen Konrad. Drei Monate nach der Synode, am 21. Januar 917, ließ der König seine Schwägeger Erchanger und Berthold sowie einen ihrer Neffen, Liutfried, im Vertrauen auf die Beilegung des Konfliktes mit Konrad unter eigenwilliger Verschärfung des Synodalbeschlusses hinrichten. Nach der Hinrichtung Erchangers erhob sich Burchard, nahm alle Besitztümer Erchangers an sich und wurde als Herzog in ganz Schwaben anerkannt. Burchard II. stand im Jahre 919 in harter Bedrängnis durch Rudolf II. von Hochburgund, der die Pfalz Zürich in seine Gewalt gebracht hatte und von dort zum Bodenseegebiet, dem damaligen politischen und kulturellen Zentrum des Herzogtums Schwaben, vordrang. 919 wehrte der Herzog durch seinen Sieg in der Schlacht bei Winterthur die Gebietsansprüche Rudolfs II. von Hochburgund ab und erkannte im selben Jahr den neugewählten ostfränkischen König Heinrich I. an. König Heinrich übergab Herzog Burchard das in Schwaben befindliche Fiskalgut und die anderen materiellen Grundlagen des Königtums. Außerdem überließ er ihm auch die Aufsicht über die Bischofssitze und Reichsklöster, somit konnte er auch dieses Kirchengut der Reichskirche nutzen. In seinen Urkunden führte Burchard als Herzog von Schwaben seine Herrschaft nach königlichem Vorbild auf die Gnade Gottes zurück (divina annuente gratia dux Alamannorum). Im Jahre 922 bekräftigte Burchard II. den Frieden mit Burgund durch die Zustimmung zur Hochzeit seiner Tochter Berta mit König Rudolf II. von Hochburgund. Als Burchard II. seinen Schwiegersohn Rudolf II. nach Italien zwecks Übernahme des Königtums begleitete, um ihn gegen den von vielen abgelehnten Kaiser Berengar I. (888–924) zu unterstützen, fand er dort auch Gegner vor. Es wurde ein anderer Anwärter auf den Thron, nämlich Hugo, Markgraf von Provence, zur Thronübernahme eingeladen. Burchard II. wurde Ende April 926 vor Novara von den Truppen, die unter dem Befehl von Lambert von Mailand standen, überfallen und getötet. Nachkommen • Gisela, Äbtissin von Waldkirch (* um 905 † 26. Oktober 923/25) • Hicha (*um 905 † 950, → Sohn Konrad der Rote) • Burchard III. (* um 915 † 11. November 973) • Berta (*um 907 † nach 2. Januar 966) ∞ Rudolf II. König von Burgund • Adalrich, der Heilige Mönch in Einsiedeln († 973) Literatur • Alfons Zettler, Geschichte des Herzogtums Schwaben, Stuttgart, 2003, Seiten 103ff; ISBN 3-17-015945-3. • Gerhard Hartmann & Karl Schnith: Die Kaiser - 1200 Jahre europäische Geschichte. Genehmigte Lizenzausgabe für Verlagsgruppe Weltbild GmbH, Augsburg, 2003 ISBN 3-8289-0549-8 • Julius Hartmann: Burchard I. (Herzog von Schwaben). In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 3, Duncker & Humblot, Leipzig 1876, S. 562. • Hans Jürgen Rieckenberg: Burchard I., Herzog von Schwaben. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 3, Duncker & Humblot, Berlin 1957, ISBN 3-428-00184-2, S. 28 (Digitalisat). | von Schwaben (Hunfriedinger / Burchardinger), Herzog Burkhard II. (Burchard) (I5204)
|
| 33717 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burchard_III._(Schwaben) Burchard III., lateinisch Burchardus, Burgardus, (* 906 oder 915; † 11. oder 12. November 973) aus dem Adelsgeschlecht der Burchardinger war Markgraf von (Chur-)Rätien, Graf im Thurgau und im Zürichgau und von 954 bis 973 Herzog von Schwaben. Leben Burchard war ein Sohn Herzogs Burchard II. von Schwaben und dessen Ehefrau Regelinda. Für seine frühen Jahre wird vermutet, dass Burchard nach dem Tode seines Vaters (926) nach Sachsen gebracht und dort mutmaßlich mit Wieltrud aus der Familie der Immedinger vermählt wurde, um die Kreise des neuen schwäbischen Herzogs Hermann I. nicht zu stören. Von 950 bis 954 war Liudolf, Sohn des ostfränkischen Königs Ottos I. und Schwiegersohn Hermanns I., Herzog von Schwaben. Nach erfolglosem Aufstand gegen seinen Vater verlor Liudolf sein Herzogtum, mit dem 954 in der Reichsversammlung von Arnstadt Burchard belehnt wurde. Seine Verwandtschaft mit Königin Adelheid von Burgund mag bei dieser Belehnung eine positive Rolle gespielt haben. Burchard gehörte zum Kreis der Vertrauten und Weggefährten von Otto I., mit dem er am 10. August 955 in der Schlacht auf dem Lechfeld kämpfte und den er auch auf bei seinen Italienzügen begleitete. 965 erhielt er den Auftrag, Ottos dritten Italienzug gegen König Berengar II. von Italien zu führen. Burchards Sieg in der Schlacht am Po am 25. Juni 965 sicherte Otto die langobardischen Herzogtümer in Süditalien und 972 deren Eingliederung in das Heilige Römische Reich. 954 heiratete Burchard Hadwig, eine Tochter des bayerischen Herzogs Heinrich I. und Schwester des späteren bayerischen Herzog Heinrich II.; gemeinsam stifteten sie 970 auf dem Hohentwiel das dem hl. Georg geweihte Benediktinerkloster. Burchard starb im November 973 und wurde in der – heute nicht mehr existenten – Erasmus-Kapelle der Kirche des Klosters Reichenau auf der im Bodensee gelegenen Insel Reichenau beigesetzt. Nach Burchards Tod vergab König Otto II. das Herzogtum an Otto I. von Schwaben, den Sohn seines Halbbruders Liudolf. Ehe(n) und Nachkommen Burchard soll zweimal verheiratet gewesen sein: In erster (historisch nicht belegbarer) Ehe mit Wieltraut aus der Familie der Immedinger; aus dieser Ehe sollen fünf Kinder hervorgegangen sein: • Bertha ∞ Waldered, aus der Familie der Immedinger • Dietrich I. († 13. Juli 982), möglicher Stammvater der Wettiner • Burchard IV. (* vor 950; † 13. Juli 982), Graf im Liesgau und im Hassegau • Herman • Hamelrich Diese Ehe und deren mögliche Kinder sind jedoch nicht mit wissenschaftlichen Quellen belegbar.[1] In historisch einzig belegter Ehe war Burchard seit 954 mit Hadwig (* 939/940/945; † 26. August 994), Tochter des bayerischen Herzogs Heinrich I., verheiratet; die Ehe blieb vermutlich kinderlos. Literatur • Gerd Althoff: Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Studien zum Totengedenken der Billunger und Ottonen. Wilhelm Fink Verlag, München, 1984; ISBN 3-7705-2267-2. • Herbert Berner (Hrsg.): Hohentwiel, Bilder aus der Geschichte des Berges., Konstanz, 2. Aufl., 1957, S. 114ff. • Casimir Bumiller: Hohentwiel, Die Geschichte einer Burg zwischen Festungsalltag und großer Politik, Konstanz, 2. bearb. Aufl., 1997, S. 30ff; ISBN 3-7977-0370-8. • Otto Feger: Geschichte des Bodenseeraumes., Bd.1, Lindau, Konstanz, 1956, S. 196ff; ISBN 3-799550-02-X. • Roland Kessinger und Klaus Michael Peter (Hrsg.): Hohentwiel Buch, Singen, Bonn, 2002, S. 22–31; ISBN 3-933356-17-2. • Stefan Pätzold: Die frühen Wettiner: Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221., Böhlau Verlag, Köln, 1997, S. 9; ISBN 3-412-08697-5. • Alfons Zettler: Geschichte des Herzogtums Schwaben, Stuttgart, 2003, S. 150ff; ISBN 3-17-015945-3. Einzelnachweise 1 Alfons Zettler schreibt dazu in seiner Geschichte des Herzogtums Schwaben, S. 150: „Aber wir haben weder nähere Kunde davon, ob Burchards Ehe mit Hadwig seine erste war, noch ob daraus oder aus einer durchaus möglichen früheren Ehe Kinder hervorgegangen sind.“ | von Schwaben, Burkhard III. (Burchard) (I6820)
|
| 33718 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burchard_IV._im_Hassegau Burchard IV. († 13. Juli 982 gefallen bei Crotone) war Graf im Hasse- und Liesgau. Seine Abstammung ist umstritten. Wenig wahrscheinlich ist, dass er ein Sohn von Herzog Burchard III. von Schwaben war, da dessen einzig bezeugte Ehe mit Hadwig kinderlos blieb und Kaiser Otto II. das Herzogtum Schwaben nach Burchards Tod 973 aan seinen Neffen, den Liudolfinger Otto I. von Schwaben vergab. Hätte es einen legitimen Nachkommen Burchards III. gegeben, hätte Kaiser Otto II. diesen schwerlich in der Herzogsnachfolge übergehen können. Möglicherweise war Burchard ein Sohn des Grafen Dedi I. im Hassegau. Burchard ist 950, als er in Worms einen Zweikampf zugunsten einer Ottonen-Prinzessin austrug, und 968, als er eine Schenkung an das Kloster Corvey machte, beurkundet. Als Kaiser Otto II. im Jahre 981 zusätzliche Panzerreiter aus Deutschland nach Italien rief, folgten Burchard und sein Bruder Dedi diesem Ruf. Beide fielen am 13. Juli 982 in der Schlacht bei Cotrone gegen die Sarazenen. Ein möglicher zweiter Bruder von ihm war Dietrich I. (Thiedrico), der Stammvater der Wettiner. Ehe und Kinder Burchards Ehe mit Emme von Merseburg entsprangen drei Kinder: • Burchard I. von Goseck, Pfalzgraf von Sachsen, Stammvater der Grafen von Goseck • Friedrich I. († spätestens 1042) • Tochter ∞ Graf Gebhard I. von Querfurt (um 970 - um 1017) Weblinks • http://www.manfred-hiebl.de/genealogie-mittelalter/wettiner/burchard_graf_im_hassegau_982/burchard_graf_im_hassegau_+_982.html | im Hassegau, Graf Burchard IV. (I9781)
|
| 33719 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burgen-_und_Klostergeschichte_der_Gemeinde_Pettendorf#Von_Friedrich_I._von_Pettendorf_bis_zu_Pfalzgr.C3.A4fin_Heilika | von Pettendorf, Friedrich I. (I9664)
|
| 33720 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burgruine_Alt-Wülflingen Die Burgruine Alt-Wülflingen ist die Ruine einer Höhenburg in Winterthur im Kanton Zürich in der Schweiz. Sie ist als Kulturgut von nationaler Bedeutung eingestuft.[1] Die Burgruine liegt im Wald versteckt auf einer Anhöhe über dem Totentäli. Von ihrem 18 m hohen, gut restaurierten Bergfried, der im Innern mit zwei Wendeltreppen bestiegen werden kann, hat man einen schönen Blick auf die Töss und den Brüelbergrg, der die beiden Stadtteile Wülflingen und Töss trennt. Sie liegt auf 541 m ü. M., rund 3 Kilometer westlich von der Winterthurer Altstadt und 320 Meter nordöstlich von der Burgstelle Hoh-Wülflingen entfernt. Die beiden ehemaligen Burgen werden durch das Totentäli getrennt. Anfänge Die Ortschaft Wülflingen war eine alemannische Gründung und wurde 897 als „Wulfilinga“ erstmals urkundlich erwähnt.[2] Der Ort scheint zumindest seit dem 10. Jahrhundert Sitz eines Grafengeschlechtes gewesen zu sein, das Wülflingen, Embrach unund Buch am Irchel zu Eigen- und Freigut besass. Namentlich bekannt aus der Familie ist nur Willebirg von Wülflingen, die in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts lebte und mit Graf Liutold (oder Luitold) von Mömpelgard verheiratet war. Ihr Sohohn Hunfried (Umfredus) wurde Domherr in Strassburg; er stiftete das Chorherrenstift St. Peter zu Embrach und übertrug es dem Strassburger Bistum. 1044 schenkte er diesem sein väterliches Erbe, wozu Grundeigentum im Elsass und in Embrach gehörte. Hunfried wurde 1046 Kanzler Kaiser Heinrichs III. und 1046 Erzbischof von Ravenna. Willebirgs Tochter Adelheid heirate Graf Rudolf von Achalm, wodurch die Familie von Achalm in den Besitz der Herrschaft Wülflingen gelangte. Rudolf und sein Bruder Egino bauten die Burg Achalm in Württemberg. Adelheid und Rudolf hatten drei überlebende Söhne, von denen Lütold (Luitold) die Burg Achalm und Cuno (Kuno) die Burg Alt-Wülflingen bewohnte, während Werner Bischof von Strassburg wurde (1065–1079).[3] Wann ein befestigter Sitz auf dem Burgberg bei Wülflingen errichtet wurde, ist ungeklärt. Um die Mitte des 11. Jahrhunderts muss die Burg Wülflingen aber bereits bestanden haben.[4] Davor scheint zumindest eine Fluchtburg auf dem Berg gestandeden zu haben, die ausgebaut wurde. Von 1055 bis 1056 hielt Graf Kuno von Achalm im Auftrag von Kaiser Heinrich III. den Regensburger Bischof Gebhard III. hier gefangen, weil dieser gegen den Herrscher konspiriert haben sollte. Kuno residierte auf der Burg und nannte sich seitdem Kuno von Wülflingen.[5] 1089 gründeten die Brüder Graf Liutold von Achalm und Graf Kuno von Wülflingen das Kloster Zwiefalten und beschenkten es unter Anderem mit der Burg Wülflingen.[6] In diesem Zusammenhang fanden sie ihre Schwester Willebirg und deren Sohn Werner von Grüningen mit weitreichendem Besitz in Schwaben und im Elsass ab, um zukünftige Ansprüche an Zwiefalten zu verhindern. Graf Kuno starb 1092, und die Abtei Zwiefalten verzichtete gegenüber Luitold auf Alt-Wülfligen. Nachdem Luitold 1098 ohne Söhne gestorben war, gingen Burg und Herrschaft Wülflingen an die Söhne seiner Schwester Mathilde von Horburg, die Grafen von Horburg im Oberelsass. Von diesen gelangte sie an die Grafen von Habsburg, die 1264 die Grafen von Kyburg beerbten. 1155 und 1169 sind in Urkunden ein Rudolf von Wülflingen und sein Sohn Hermann erwähnt. Sie scheinen keinen Grafentitel geführt zu haben und ihre Verwandtschaft mit den älteren Wülflingern ist nicht gesichert.[7] Besitzwechsel und Neubau Spätestens 1239 befanden sich Burg und Herrschaft, nebst der hohen Gerichtsbarkeit, in der Hand der Grafen von Habsburg-Kyburg, die den noch heute erhaltenen mächtigen Bergfried erbauten. Bei einem Grundriss von 7,3 x 7,3 Metern hat der Bau bis zu 2,25 Meter dicke Mauern aus Sandstein-Buckelquadern. Um ihn gruppierten sich in der Folge der heute nur noch schwach erkennbare Wohntrakt, der innere Burghof und weitere Nebenbauten. Am Fuss des Berges, an der Töss, befanden sich Scheunen und Stallungen.[8] Die Habsburger gaben die Herrschaft verschiedenen Adligen zu Lehen. Einer davon war Konrad von Wülflingen, der als Lehnsmann dieses mächtigen Grafengeschlechts verschiedene wichtige Posten innehatte, so um 1257 als Schultheiss von Sempach. Um 121290 hielten die Herren von Hettlingen das Burglehen. Ab 1315 waren es die Herren von Seen. Sie erneuerten die Anlage und leisteten wichtige Kriegsdienste für ihre Habsburger Lehnsherren. Aus Geldnot verpfändete Herzog Leopold III. die Herrschaft im Jahre 1376 an Hartmann von Seen und löste sie nicht wieder ein. Nach dem Hartmann von Seen 1386 in der Schlacht bei Sempach und sein Sohn 1405 in der Schlacht am Stoss gefallen waren, erbte Hartmanns Schwiegersohn, Ulrich VIII. von Landenberg-Greifensee, die Burg und machte sie zu seiner Residenz.[9] Spätzeit Gegen Ende des 15. Jahrhunderts kam die Herrschaft durch Heirat an Konrad von Rümlang, der oft in Streitigkeiten verwickelt war und über seine Verhältnisse lebte. Sein Sohn und Nachfolger, Hans Konrad von Rümlang, ebenfalls in zahlreiche Konflikte verstrickt und tief verschuldet, verkaufte 1515 den gesamten Zehnten von Wülflingen an die Stadt Winterthur; die Gerichtsherrschaft verpfändete er an die Gemeinde Wülflingen. Rümlang konnte 1524 seine Schulden nicht mehr bezahlen und wurde, auf Beschluss des Rats von Zürich, im Oktober 1529 wegen Betrügerei enthauptet.[10] 1528 erwarb Hans Steiner aus Pfungen Burg und Herrschaft von der Gemeinde Wülflingen. 1596 fiel ein Grossteil der Burgbewohner der Pest zum Opfer, darunter der Burgherr, Sebastian Steiner. Ein Versuch der Familie Steiner, die Burg 1634 an die StStadt Winterthur zu verkaufen, scheiterte am Einspruch Zürichs. Noch im selben Jahr erwarben die Zürcher Familien Escher und Meiss die Anlage. Da die alte Burg als Wohnsitz nicht mehr taugte, errichteten die Eschers 1644 das Schloss Wülflingen im Dorf Wülflingen, wobei Material von der Burg verwendet wurde.[11] Die Gerichtsherrschaft Wülflingen bestand noch bis 1760, als Zürich die Hoheitsrechte übernahm, während Burg und Gutsbesitz an die Stadt Winterthur fielen.[12] Der Turm wurde noch bis zumindest 1764 als Gefängnis genutzt. Dann begann der Zerfall. Auch der Gutshof wurde 1834 abgebrochen. Die Nebenbauten zerfielen, und das Material diente im 19. Jahrhundert zu Neubauten in der Umgebung. Ein Erdbeben im November 1911 verursachte weiteren Schaden.[13] 1895 erhielt der Turm eine schräge Ziegelabdeckung. 1936 wurde die Mauerkrone gesichert und ein ebenerdiger Eingang, der nachträglich in die Turmmauer gebrochen worden war, geschlossen.[14] 1983/84 wurde der Turm ein weiteres Mal saniert und über den alten Hocheingang und eine Innentreppe wieder zugänglich gemacht. Da die Wände der Ruine Feuchtigkeit und Frost ausgesetzt waren, drohten sie dreissig Jahre später erneut einzustürzen. Die Anlage wurde daher Ende 2013 gesperrt und in der Folge mit Spanngurten gesichert sowie mit einem provisorischen Dach versehen.[15] Das definitive neue Schutzdach wurde im Juli 2016 mithilfe eines Hubschraubers errichtet. Es handelt sich dabei um ein mit Kies bedecktes, rund ein Meter über dem Mauerwerk liegendes Flachdach aus Fichtenholz.[16] Im März 2017 wurde die Ruine eingerüstet. Bis im Sommer 2018 soll das Mauerwerk umfassend saniert werden. Insgesamt wird mit Kosten in der Höhe von rund 2,4 Millionen Franken gerechnet.[17] Literatur • Thomas Bitterli: Schweizer Burgenführer. Mit Einschluss des Fürstentums Liechtenstein. Ernst Reinhardt Verlag, Basel 1995, ISBN 3-7245-0865-4, Nr. 824. • Heinrich Boxler: Burgen der Schweiz, Bd. 5: Kantone Zürich und Schaffhausen. Silva-Verlag, Zürich 1982, S. 22–23. • Emanuel Dejung, Richard Zürcher, Hans Hofmann: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Band VI: Die Stadt Winterthur und die Stadt Zürich (Kunstgeschichtliche Zusammenfassung) (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 27). Hrsg. von der Gesellscaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Birkhäuser Verlag, Basel 1952, S. 353–354. • Fritz Hauswirth: Burgen und Schlösser der Schweiz, Bd. 4: Zürich, Schaffhausen. Kreuzlingen 1968, S. 138–140. • Daniel Reicke: „Von starken und grossen flüejen“: Eine Untersuchung zu Megalith- und Buckelquader-Mauerwerk an Burgtürmen im Gebiet zwischen Alpen und Rhein. Schweizer Beiträge zur Kulturgeschichte und Archäologie des Mittelalters, Bd. 22. Bael, 1995, S. 125. • Emil Stauber: Die Burgen des Bezirkes Winterthur und ihre Geschlechter (= Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur. Band 285). Buchdruckerei Winterthur AG, Winterthur 1953, S. 353–369. • Heinrich Zeller-Werdmüller: Zürcherische Burgen. In: Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich, 48./49. Jhrg. Zürich 1894–1895, S. 386–388. • Peter Ziegler: Wülflingen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart (= Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur. Band 305). Winterthur 1975, S. 25–28. Weblinks Commons: Alt-Wülflingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien • Burg Alt-Wülflingen auf Burgenwelt.org • Ruine Alt Wülflingen auf Burgenseite.ch • Artikel Alt-Wülflingen im Winterthur Glossar Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] 1 KGS-Inventar, A-Objekte im Kanton Zürich. Stand: 30. Oktober 2009, S. 22. (PDF, 3.9 MB) 2 Peter Ziegler: Wülflingen (Gemeinde). In: Historisches Lexikon der Schweiz. 3 Emil Stauber: Die Burgen des Bezirkes Winterthur und ihre Geschlechter (= Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur. Band 285). Buchdruckerei Winterthur AG, Winterthur 1953, S. 353–354. 4 Peter Ziegler: Wülflingen (Herrschaft). In: Historisches Lexikon der Schweiz. 5 Emil Stauber: Die Burgen des Bezirkes Winterthur und ihre Geschlechter (= Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur. Band 285). Buchdruckerei Winterthur AG, Winterthur 1953, S. 354. 6 Emil Stauber: Die Burgen des Bezirkes Winterthur und ihre Geschlechter (= Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur. Band 285). Buchdruckerei Winterthur AG, Winterthur 1953, S. 354–355. 7 Emil Stauber: Die Burgen des Bezirkes Winterthur und ihre Geschlechter (= Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur. Band 285). Buchdruckerei Winterthur AG, Winterthur 1953, S. 355. 8 Emanuel Dejung, Richard Zürcher, Hans Hofmann: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Band VI: Die Stadt Winterthur und die Stadt Zürich (Kunstgeschichtliche Zusammenfassung) (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 27). Hrsg. von der Gesellscaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Birkhäuser Verlag, Basel 1952, S. 353–354. 9 Emil Stauber: Die Burgen des Bezirkes Winterthur und ihre Geschlechter (= Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur. Band 285). Buchdruckerei Winterthur AG, Winterthur 1953, S. 360. 10 Martin Leonhard: Rümlang, von. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 11 Peter Ziegler: Wülflingen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart (= Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur. Band 305). Winterthur 1975, S. 27. 12 Heinrich Boxler: Burgen der Schweiz, Bd. 5: Kantone Zürich und Schaffhausen. Silva-Verlag, Zürich 1982, S. 23. 13 Emil Stauber: Die Burgen des Bezirkes Winterthur und ihre Geschlechter (= Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur. Band 285). Buchdruckerei Winterthur AG, Winterthur 1953, S. 369. 14 Peter Ziegler: Wülflingen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart (= Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur. Band 305). Winterthur 1975, S. 28. 15 Till Hirsekorn: Zwei Etappen, zwei Millionen. In: Der Landbote, 18. Dezember 2015, S. 4. 16 Till Hirsekorn: Balanceakt über dem Totentäli. In: Der Landbote, 19. Juli 2016, S. 5. 17 Ruine Alt Wülflingen wird aufwendig saniert. In: www.zueriost.ch. Abgerufen am 2. April 2017. | von Seen, Clara (I4917)
|
| 33721 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burgruine_Enzberg | von Enzberg, Gräfin Adelheid (I11691)
|
| 33722 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burgruine_Falkenstein_(an_der_Ranna) Die Burgruine Falkenstein liegt über dem Rannatal bei Hofkirchen im Mühlkreis im Bezirk Rohrbach in Oberösterreich. 1140 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt. Falkenstein war eine große Burganlage und bedeutender Adelssitz, um dessen Besitz im Mittelalter heftige Auseinandersetzungen geführt wurden. Eine historisch bedeutsame Persönlichkeit aus Falkenstein war Zawisch von Falkenstein († 1290). Von Falkenstein aus wurden Stift Schlägl und die Bezirkshauptstadt Rohrbach gegründet. Lage Die heutige Ruine der Höhenburg liegt auf einem zum westlich vorbeifließenden Rannafluss auf drei Seiten steil abfallenden Felsriegel auf 490 m ü. A. Seehöhe und befindet sich nahe der gleichnamigen Ortschaft Falkenstein im Gemeindegebiet von Hofkirchen. Vom Hofkirchner Ortszentrum aus beträgt die Luftlinienentfernung ca. 2,3 km, von der Mündung der Ranna in die Donau ist die Anlage 2,2 km entfernt. Zu der Burgruine gelangt man, wenn man von Hofkirchen im Mühlkreis Richtung Altenhof fährt und bei dem an der Straße liegenden Meierhof dem ausgeschilderten Weg zur Burgruine Falkenstein folgt (von diesem Weg liegt nach 100 m links der Burgplatz der Burgruine Peilenstein). Beschreibung Die baulich sehr umfangreiche Burganlage umfasste eine umbaute Gesamtfläche von 2.960 Quadratmetern. An der Spitze der nach Westen zusammenlaufenden Felsformation über dem Rannatal befand sich auf der äußersten Felsplatte der Bergfried, an den sich die Hauptburg mit dem Palas anschloss, die von zwei Türmen beherrscht wurde. Davor wurde später zur verbesserten Absicherung der Anlage gegen die Hangseite im Osten die aus einem langgezogenen Gebäude bestehende Vorburg samt Toreingang errichtet. Über einen 25-30 m breiten Halsgraben führte von dort aus eine Brücke ins Freie. Etwa 80 m dem Eingang gegenüber entfernt wurde 1489 schließlich ein gedrungener, ca. 17 m hoher Wehrturm in Rundform errichtet. Zweck dieses Gebäudes war die Sicherung der Trinkwasserversorgung: Der Turm wurde über einer Quelle gebaut und beherbergte in seinem tiefsten Geschoss einen Brunnen, von dem aus eine unterirdische Rohrleitung in die Burg führte. Der in seinem Inneren insgesamt fünfgeschossige Turm konnte durch einen Hocheingang ins mittlere Geschoss in 4,5 m Höhe betreten werden. Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahr 1140. Das hochfreie Adelsgeschlecht der Falkensteiner (1140 als Valchenstain bezeichnet) hatte zu dieser Zeit bereits den Besitz der Anlage inne und leitete von der Burg seinen Namen aab. Der erste, der sich nach dieser Burg nannte, war Adelram de Valchenstain. Aus den Reihen der Falkensteiner stammt auch Kalhoch von Falkenstein, der Gründer des Stifts Schlägl (1218). An die Rodungstätigkeit dieses Falkensteiners erinnert der Ortsname Kollerschlag (= Kalhochschlag). Durch die Heirat der letzten Erbtochter von Falkenstein mit Budiwoy von Skalitz ging die Herrschaft Falkenstein an die Rosenberger über, eine Nebenlinie der Witigonen. Sohn der beiden war der sich nach dem Falkensteiner Erbe bezeichnende Zawisch von Falkenstein († 1290), der nach 1277 nach einem Aufstand gegen den böhmischen König Ottokar II. Přemysl zur führenden Persönlichkeit in Böhmen aufstieg. Zawisch wurde 1290 gefangen genommen und von König Wenzel II. seiner Besitzungen verlusustig erklärt, was Herzog Albrecht I. von Habsburg zum Anlass nahm, Burg Falkenstein 1289 zu belagern und die Besatzer durch Aushungern zur Übergabe zu bewegen. Der Herzog gab die Herrschaft Falkenstein einem Ministerialadelsgeschlecht zum Lehen, das sich fortan ebenfalls als von Falkenstein bezeichnete. 1331 wurde die Burg von Herzog Albrecht II. an die Walseer verpfändet. Die Rosenberger, die das Falkensteiner Erbe weiterhin für sich beanspruchten, zogen gegen die Walseer zu Felde und in einer Überrumpelungsaktion gelang es 1355 Leutwin Ursesel von Rovenich Falkenstein einzunehmen. Erst durch eine hohe Lösegeldzahlung ging die Burg wieder in das Eigentum der Habsburger zurück, die den Pfandbesitz wiederum an Adelsgeschlechter vergaben, die im Lauf der Geschichte mehrmals wechselten. Die Walseer hatten den Pfandbesitz über die Herrschaft noch bis 1440 inne, danach die Oberhaimer bis 1490, danach die Prüschenk bis 1515, danach die Willinger bis 1527, danach Jörg von Herberstein. 1572 richtete ein Brand verheerende Schäden in der mittlerweile zum Schloss umgebauten Burg an. 1591 löste Heinrich Salburg die Herrschaft Falkenstein ein und 1605 ging die Herrschaft in das Eigentum der Salburger über. Er legte Falkenburg mit den in seinem Besitz stehenden Herrschaften Altenhof und Hochhaus zu einer Verwaltungseinheit zusammen, deren Sitz nach Altenhof verlegt wurde. Burg Falkenstein wurde dem Verfall überlassen. Bis 1887 war die Anlage zeitweise noch von Jagdpersonal bewohnt. 1860 stürzten der Palas sowie der Bergfried ein, durch einen starken Sturm wurden 1911 die letzten Gebäude abgedeckt. Durch eine Initiative wurde im 20. Jahrhundert zumindest der Wasserturm vor dem Verfall gerettet. Zurzeit sind Bemühungen im Gange, die Ruine vor dem weiteren Verfall zu retten und für Besucher wieder begehbar zu machen.[1] Die Burgruine gehört heute noch zum Besitz der Grafen Salburg auf Altenhof. Sage von der Wassernixe Lilofee Um den Wasserturm von Falkenstein rankt sich die Sage von der Nixe Lilofee: Othmar der Oberhaimer soll sich auf dem Rückweg von der Kaiserpfalz am Rhein in eine wunderschöne Frau, die aber eine Nixe war, verliebt haben. Sie war bereit, mit ihm auf seine Burg zu ziehen, aber nur unter der Bedingung, dass sie jede Vollmondnacht allein im Wasserturm verbringen durfte. Das ging auch lange Zeit gut, bis Neider den Othmar anstachelten, doch nachzuschauen, was seine Frau denn in dem Turm machhe. Neugierig gemacht, schlich er zu dem Turm und lugte durch einen Spalt der Tür hinein. Er sah seine Frau am Wasser sitzen, aber statt Füßen hatte sie eine Flosse. Daraufhin krachte ein Donner und die Nixe Lilofee war auf immer verschwunden und Othmar hatte das Nachsehen. Einzelnachweise 1 Ruine Falkenstein - retten wir was noch zu retten ist. Marktgemeinde Hofkirchen, abgerufen am 23. Dezember 2013. Literatur • Herbert Erich Baumert, Georg Grüll: Burgen und Schlösser in Oberösterreich. Band 1: Mühlviertel und Linz. Wien 1988, S. 18–21. • Norbert Grabherr: Burgen und Schlösser in Oberösterreich. Ein Leitfaden für Burgenwanderer und Heimatfreunde. 3. Auflage. Oberösterreichischer Landesverlag, Linz 1976, ISBN 3-85214-157-5. • Friedl Härtl: Die Sieben Künischen Dörfer im Landkreis Wolfstein. 1963. • Oskar Hille: Burgen und Schlösser in Oberösterreich einst und jetzt. Verlag Ferdinand Berger & Söhne, Horn 1975, ISBN 3-85028-023-3. Weblinks • Commons: Burg Falkenstein an der Ranna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien • Falkenstein in der Gemeinde Hofkirchen • Burgenkunde/Falkenstein Falkenstein bei Burgenkunde.at • Eintrag über Falkenstein (Mühlviertel) auf Burgen-Austria • Baubeschreibung der Burg Falkenstein auf Martin Aigners Burgenseite | von Falkenstein, Perchta (I8185)
|
| 33723 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burgruine_Rosenberg | Muntprat, Lütfried II (I21794)
|
| 33724 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burgunderkriege | Wolleb, Heinrich (I5205)
|
| 33725 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Altena | von Altena, Arnold (I9592)
|
| 33726 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Birseck | von Andlau-Birseck (Andlaw), Freiin Beatrix (I22257)
|
| 33727 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Blumberg | von Rotberg, Arnold (I21957)
|
| 33728 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Dourdan | von Franzien, Herzog Hugo der Grosse (I5907)
|
| 33729 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Ebersberg_(Bayern) | von Ebersberg, Graf Eberhard I. (I21114)
|
| 33730 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Ebersberg_(Bayern) | von Ebersberg, Markgraf Adalbero I. (I21113)
|
| 33731 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Ehrenfels_(Sils) Die Burg Ehrenfels ist eine Höhenburg bei von Sils im Domleschg im Bezirk Hinterrhein in der Schweiz. Sie steht südlich oberhalb des Dorfes in einem steil abfallenden Waldstück auf einem zweistufigen Felskopf am Weg zur Burg Hohenrätien. Ein vierstöckiger Bergfried auf der höchsten Stelle bildet das Zentrum der Anlage. Ursprünglich führte dort ein Hocheingang auf der Nordseite in das zweite Stockwerk, später wurde der Zugang in den Hof auf der Talseite verlegt. Der südliche zweite Eingang wurde in den 1960er-Jahren erstellt. Die Anlage war von einem teils doppelten Bering umgeben. Die ursprüngliche Umgebung wurde durch Einebnungen während der Wiederinstandstellung in den 1930er Jahren stark verfälscht. Geschichte Über die Geschichte der Burg und ihre Bauherren gibt es nur wenig Überliefertes. Der Turm stammt vermutlich aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, die anderen Bauten sind jünger. Der Bering entstand vermutlich im 14. Jahrhundert, der Palas aus dem 16. Jahrhundert. Im Jahr 1257 werden die Herren von Ehrenfels ein einziges Mal mit dem Namen urkundlich erwähnt: In einem in Reichenau datierten Kaufvertrag zwischen dem Freiherrn Albrecht von Sax und der Abtei Pfäfers tritt ein „C. de Herinvels“ als Zeuge auf.[1] Die späteren Mitglieder der von Ehrenfels gehörten zu den Herren von Schauenstein: In einer Urkunde aus Disentis werden am 21. November 1320 Burchardus et Gotfridus milites, necnon Burchardus et Rudolfus de Herenfels accaeteri (und die anderen) de Schauenstein genannt. Die Burg selber wird nur im Domleschger Bundesbrief von 1423 ein Mal genannt: Junker Hermann von Ehrenfels hatte demnach dem Bund mit siner vesty Erenfels dem Bund zu dienen. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts soll die Burg in den Besitz des Klosters Cazis gekommen sein, wurde offenbar weiterhin von Rudolf und Kaspar von Ehrenfels-Schauenstein bewohnt. Rudolf war Oberst eines Regiments, Vogt zu Fürstenau, sein Bruder Kaspar besass Schloss Untertagstein in Masein und erwarb 1608 Schloss Haldenstein. Bald nach 1600 wurde die Burg Ehrenfels aufgegeben und begann zu zerfallen. Der letzte männliche Vertreter der Familie von Ehrenfels-Schauenstein, Thomas Franz von Ehrenfels-Schauenstein, Oberst eines Regiment im Dienst Kaiser Karl Vl.; starb 1742. Sein Erbe und Titel gingen an den Sohn seiner Schwester, Johann Anton von Buol, Herr von Schloss Untertagstein.[2] 1740 beschreibt Nicolin Sererhard die Burg als Ruine. In der Folge wurde die Ruine zeitweise als Steinbruch genutzt. Der Bergfried stand fast noch in seiner ursprünglichen Höhe, der Wohntrakt war hingegen bis auf wenige Mauerreste vollständig abgetragen. Die Idee, die Steine der Burg für den Bau der Rhätischen Bahn zu verwenden, scheiterte daran, dass das Ausbrechen der Steine teurer kam als sie in einem Steinbruch zu holen. 1933 erwarb der Schweizerische Burgenverein die stark überwachsene Burg. Dessen erster Präsident, der umstrittene[3] Architekt Eugen Probst (1873–1970) beabsichtigte, die Burg im Rahmen eines Beschäftigungsprogramm für jugendliche Arbeitslose als Jugendburg nach deutschem Vorbild wieder aufzubauen. Ende Juli 1933 begannen 25 Jugendliche, das Unterholz der stark eingewachsenen Ruine abzuholzen, Bäume zu fällen und die Anlage auszugraben. Auch der Turm wurde befestigt. Nach einem Unterbruch aus finanziellen Gründen wurden die Arbeiten 1936 fortgesetzt und in den folgenden Jahren fertiggestellt. Da die Wiederherstellungsarbeiten ohne archäologisch-wissenschaftliche Begleitung erfolgten, fehlt eine Dokumentation über den originalen Befund; Beschreibungen stützen sich daher auf die knappe Dokumentation von Erwin Poeschel. Im Jahr 1953 wurde die Burg vom Verein für Jugendherbergen (SJH) erworben und gehört heute der Schweizerischen Stiftung für Sozialtourismus, Zürich. Seither wird Ehrenfels als Jugendherberge genutzt, steht allerdings nur noch Gruppen zur Verfügung. Literatur Otto P. Clavadetscher, Werner Meyer: Das Burgenbuch von Graubünden. Zürich 1984, ISBN 3-280-01319-4 Thomas Bitterli: Schweizer Burgenführer, Friedrich Reinhard Verlag Basel/Berlin, 1995 Fritz Hauswirth: Burgen und Schlösser in der Schweiz. Band 8. Neptun Verlag. Kreuzlingen, 1972 Erwin Poeschel: Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden, Band III. Basel, 1940. Weblinks Commons: Burg Ehrenfels (Sils) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien Maria-Letizia Boscardin: Ehrenfels. In: Historisches Lexikon der Schweiz. Kulturraum Via Mala Einzelnachweise 1 Via Mala (Memento des Originals vom 10. November 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. 2 Fritz Hauswirth: Burgen und Schlösser in der Schweiz. Band 8. Neptun Verlag. Kreuzlingen, 1972 3 Bericht der Deutschen Gesellschaft für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (Seite nicht mehr abrufbar) | von Ehrenfels, Elisabeth (I11323)
|
| 33732 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Fleckenstein | von Fleckenstein (Elsass), Adelheid (I21842)
|
| 33733 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Fleckenstein | von Fleckenstein (Elsass), Heinrich I (I21846)
|
| 33734 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Greifenberg Burg Greifenberg Die Burg Greifenberg (Gryffenberg) auf dem Gipfel des auch «Katzenbüggel» genannten Stollens ist die Ruine einer Höhenburg in der Nähe von Bäretswil im Schweizer Kanton Zürich. Sie war eine markante, dreigliedrige Burganlage. Getrennt durch zwei Abschnittsgräben standen drei Hügel, auf denen sich Bergfried, Palas und ein Wirtschaftshof befanden. Heute sind nur noch Mauerreste sichtbar. Die Burg wird, wie auch die «Herren von Gryffenberg», erstmals im Jahre 1223 urkundlich fassbar. Die Burg und die niedergerichtlichen Rechte über Bäretswil wurden vom Abt von St. Gallen zuerst den Grafen von Rapperswil verliehen. Von 1321 bis 1507 lagen die Rechte als habsburgischer Pfandbesitz bei den Herren von Hinwil. Literatur Ueli Müller: Greifenberg. In: Historisches Lexikon der Schweiz. Burg Gryffenberg – Bäretswil auf der Website des «Industrie Ensembles Neuthal» Weblinks Commons: Burgstelle Greifenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien Burgenwelt: Burgstelle Greifenberg | von Hinwil, Herdegen (I11380)
|
| 33735 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_H%C3%BCnenberg Burg Hünenberg Die Burg Hünenberg ist die Ruine einer Höhenburg in der Gemeinde Hünenberg im Kanton Zug (Schweiz). Sie liegt auf 440 m ü. M. leicht südwestlich des Dorfes Hünenberg auf einer bewaldeten Anhöhe zwischen zwei Bächen. Geschichte Spuren weisen auf eine Besiedelung um 1100 hin. Eine Erd- /Holzanlage mit einer Ringmauer aus Stein bildete damals die Stammburg der Ritter von Hünenberg, die erstmals 1173 schriftlich erwähnt wurden. Unklar ist jedoch, ob sich diese Erwähnung auf das Zuger Geschlecht oder auf Angehörige einer Familie aus dem Hegnau bezieht. Als erster Vertreter des Zuger Geschlechts wird 1239 und 1240 erwähnt. Der Familie gehörte neben der Festung Hünenberg auch noch die Burgen St. Andreas in Cham, Wildenburg in Baar und die Burg Zug. Im 12. Jahrhundert wurde die erste Anlage durch ein Feuer zerstört. Nach einem weiteren Brand um 1200 erhielt die Burg einen in Megalithentechnik ausgeführten Bergfried mit einer Mauerdicke von rund 3 Metern sowie ein repräsentativer Palas. In der Schlacht von Sempach kämpften 1386 die Hünenberger auf Seiten von Habsburg-Österreich und die Burg Hünenberg wurde nach der Niederlage zerstört. Als in den folgenden drei Jahrzehnten die vorderösterreichische Herrschaft zusammenbrach verlor auch die Familie Hünenberg an Macht und Ansehen. Rudolf von Hünenberg verkaufte 1416 die zerfallene Burg samt Herrschaftsrechten an die Gebrüder Bütler aus dem Dorf Hünenberg. Der Bergfried stand bis ins 19. Jahrhundert hinein noch aufrecht. Ausgrabung Dass die Burg 1944 wieder ans Tageslicht kam, ist dem Chamer Landwirt und Kantonsrichter Emil Villiger zu verdanken. Er setzte sich dafür ein, dass die Korporation Hünenberg den Burghügel von der Familie Holzmann erwarb. Am 22. Mai 1944 begann Emil Villiger mit freiwilligen Arbeitskräften mit den Ausgrabungen. Am 22. September 1945 war die Burg freigelegt und 1961 wurde sie unter den Schutz der Eidgenossenschaft gestellt. Zwischen 2005 und 2009 wurden Konservierungsmassnahmen sowie archäologische Untersuchungen durchgeführt. 2007 wurde der Bergfried konserviert. Dazu wurde er vorgängig umfassend dokumentiert und untersucht. Dabei musste leider festgestellt werden, dass der Bergfried bei den Ausgrabungen vor gut 60 Jahren kaum saniert wurde. Es wurde aber rund einen Meter über Boden eine die ganze Mauergrenze einnehmende Mörtelschicht entdeckt auf der eine dünne Kohleschicht lag. Es dürfte sich um eine Bauetappengrenze handeln, vermutlich wurde die feuchte Mörtelmasse vor Wintereinbruch mit Stroh oder Zweigen abgedeckt. Dadurch bestand die Möglichkeit durch Entnahme zweier Proben eine Radiokohlenstoffdatierung (C14-Datierung) durchzuführen. Diese ergab ein C-14 Datum um die Mitte des 13. Jahrhunderts, was dem bisher nur typologisch bestimmten Alters des Turmes entspricht.[1] Bei neueren Ausgrabungen 2006 wurden römische Kupfer- und Silbermünzen aus der Zeit zwischen 150 Jahren vor und 250 Jahren nach Christus gefunden. Zum Schutz der Fundstelle wurde die Entdeckung erst nach Beendigung der Ausgrabungen, 2007 bekanntgegeben. Insgesamt wurden 68 Münzen gefunden, welche nahe beieinander lagen. Der Schatz besteht eher aus kleinen Nominalien, wobei 24 sogar halbiert waren. Es fanden sich nur zwei Silbermünzen. Der Wert entspricht in etwa einem Wochenlohn eines römischen Legionärs. Der Fund ist kein typischer Verwahrfund, dafür ist die Stückelung zu klein, und die Fundstelle ist ein topografisch markanter Ort. Daher wird angenommen, dass es sich um Votivgaben eines römischen Heiligtums handelt. Der Fund hat keinen direkten Zusammenhang mit der mittelalterlichen Burg.[2] Mehr unter obenstehendem Link.. | von Hünenberg, Ritter Gottfried (I11456)
|
| 33736 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_H%C3%BCnenberg Burg Hünenberg Die Burg Hünenberg ist die Ruine einer Höhenburg in der Gemeinde Hünenberg im Kanton Zug (Schweiz). Sie liegt auf 440 m ü. M. leicht südwestlich des Dorfes Hünenberg auf einer bewaldeten Anhöhe zwischen zwei Bächen. Geschichte Spuren weisen auf eine Besiedelung um 1100 hin. Eine Erd- /Holzanlage mit einer Ringmauer aus Stein bildete damals die Stammburg der Ritter von Hünenberg, die erstmals 1173 schriftlich erwähnt wurden. Unklar ist jedoch, ob sich diese Erwähnung auf das Zuger Geschlecht oder auf Angehörige einer Familie aus dem Hegnau bezieht. Als erster Vertreter des Zuger Geschlechts wird 1239 und 1240 erwähnt. Der Familie gehörte neben der Festung Hünenberg auch noch die Burgen St. Andreas in Cham, Wildenburg in Baar und die Burg Zug. Im 12. Jahrhundert wurde die erste Anlage durch ein Feuer zerstört. Nach einem weiteren Brand um 1200 erhielt die Burg einen in Megalithentechnik ausgeführten Bergfried mit einer Mauerdicke von rund 3 Metern sowie ein repräsentativer Palas. In der Schlacht von Sempach kämpften 1386 die Hünenberger auf Seiten von Habsburg-Österreich und die Burg Hünenberg wurde nach der Niederlage zerstört. Als in den folgenden drei Jahrzehnten die vorderösterreichische Herrschaft zusammenbrach verlor auch die Familie Hünenberg an Macht und Ansehen. Rudolf von Hünenberg verkaufte 1416 die zerfallene Burg samt Herrschaftsrechten an die Gebrüder Bütler aus dem Dorf Hünenberg. Der Bergfried stand bis ins 19. Jahrhundert hinein noch aufrecht. Ausgrabung Dass die Burg 1944 wieder ans Tageslicht kam, ist dem Chamer Landwirt und Kantonsrichter Emil Villiger zu verdanken. Er setzte sich dafür ein, dass die Korporation Hünenberg den Burghügel von der Familie Holzmann erwarb. Am 22. Mai 1944 begann Emil Villiger mit freiwilligen Arbeitskräften mit den Ausgrabungen. Am 22. September 1945 war die Burg freigelegt und 1961 wurde sie unter den Schutz der Eidgenossenschaft gestellt. Zwischen 2005 und 2009 wurden Konservierungsmassnahmen sowie archäologische Untersuchungen durchgeführt. 2007 wurde der Bergfried konserviert. Dazu wurde er vorgängig umfassend dokumentiert und untersucht. Dabei musste leider festgestellt werden, dass der Bergfried bei den Ausgrabungen vor gut 60 Jahren kaum saniert wurde. Es wurde aber rund einen Meter über Boden eine die ganze Mauergrenze einnehmende Mörtelschicht entdeckt auf der eine dünne Kohleschicht lag. Es dürfte sich um eine Bauetappengrenze handeln, vermutlich wurde die feuchte Mörtelmasse vor Wintereinbruch mit Stroh oder Zweigen abgedeckt. Dadurch bestand die Möglichkeit durch Entnahme zweier Proben eine Radiokohlenstoffdatierung (C14-Datierung) durchzuführen. Diese ergab ein C-14 Datum um die Mitte des 13. Jahrhunderts, was dem bisher nur typologisch bestimmten Alters des Turmes entspricht.[1] Bei neueren Ausgrabungen 2006 wurden römische Kupfer- und Silbermünzen aus der Zeit zwischen 150 Jahren vor und 250 Jahren nach Christus gefunden. Zum Schutz der Fundstelle wurde die Entdeckung erst nach Beendigung der Ausgrabungen, 2007 bekanntgegeben. Insgesamt wurden 68 Münzen gefunden, welche nahe beieinander lagen. Der Schatz besteht eher aus kleinen Nominalien, wobei 24 sogar halbiert waren. Es fanden sich nur zwei Silbermünzen. Der Wert entspricht in etwa einem Wochenlohn eines römischen Legionärs. Der Fund ist kein typischer Verwahrfund, dafür ist die Stückelung zu klein, und die Fundstelle ist ein topografisch markanter Ort. Daher wird angenommen, dass es sich um Votivgaben eines römischen Heiligtums handelt. Der Fund hat keinen direkten Zusammenhang mit der mittelalterlichen Burg.[2] Mehr unter obenstehendem Link.. | von Hünenberg, Gottfried (I11459)
|
| 33737 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Hageneck | von Laubgassen (Lobgassen), Burkhard (I21884)
|
| 33738 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Harsefeld | von Stade (Udonen), Graf Heinrich der Kahle (I1491)
|
| 33739 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Harsefeld | von Stade, Siegfried II. (I21075)
|
| 33740 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Hohenrechberg | von Rechberg, Johann (I20880)
|
| 33741 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Hohlach | von Weikersheim (von Hohenlohe), Heinrich (I11764)
|
| 33742 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Kaltental | von Kaltenthal, Freiin Ernestine Christine (I22285)
|
| 33743 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Krenkingen Burg Krenkingen Die Burg Krenkingen ist eine abgegangene Höhenburg auf einem 634 m ü. NHN hohen Bergsporn aus Granitporphyr im Steinatal etwa 100 Meter südlich der Burg Altkrenkingen unterhalb von Krenkingen, einem heutigen Stadtteil von Waldshut-Tiengen im Landkreis Waldshut (Baden-Württemberg). Die Burg wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts[1] von den Freiherren von Krenkingen erbaut. Von der ehemaligen Burganlage, bei der es sich um eine Turmburg gehandelt haben könnte, ist noch der Burghügel und der Halsgraben erkennbar.[2] 1361 wurde die Burg zerstört[1] und der Burgstall von den Herren von Krenkingen, wie auch die Burgen Neukrenkingen und Altkrenkingen an die Herren von Hohenfels verpfändet.[2] Der Burgenforscher Heinz Voellner stellte eine Mauerlänge von 70 m fest und vergleicht sie in der Größe mit der Küssaburg (vor deren Ausbau zur Festung). Ein Burgweg führte aus dem Steinatal um den Felsen auf die Burg. Geschichte Die Krenkinger waren einst ein bedeutendes Adelsgeschlecht; sie gelten als Begründer der Stadt Tiengen, und Erbauer des „Alten Turms“ des Schlosses Tiengen. Bekannte Familienmitglieder waren Diethelm von Krenkingen und Martin von Weißenburg. Literatur Max Miller, Gerhard Taddey: Handbuch der historischen Stätten Deutschlands-Baden Württemberg. 2., verb. Auflage. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1980, ISBN 3-520-27602-X. Rudolf Metz: Geologische Landeskunde des Hotzenwalds. Schauenburg, Lahr/Schwarzwald 1980, ISBN 3-7946-0174-2, S. 930, mit Grundriss. Heinz Voellner: Die Burgen und Schlösser zwischen Wutachschlucht und Hochrhein. In: Hochrhein-Geschichtsverein (Hrsg.): Heimat am Hochrhein. Schriftenreihe, 1975, S. 61 ff. (online [PDF; 884 kB; abgerufen am 5. März 2015]). Weblinks Rekonstruktionszeichnung von Wolfgang Braun Einzelnachweise 1 Eintrag zu Krenkingen in der privaten Datenbank „Alle Burgen“ 1 Krenkingen bei leo-bw.de | von Krenkingen, Brida (I1443)
|
| 33744 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Lichtenberg_(Pfalz) | von Zweibrücken, Graf Heinrich II. (I11639)
|
| 33745 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Neuburg_(Untervaz) Burg Neuburg (Untervaz) Die Burg Neuburg ist die Ruine einer Höhenburg auf 600 m ü. M. südwestlich von Untervaz im schweizerischen Kanton Graubünden in der Schweiz. Sie liegt auf der linken Seite des Rheins circa 50 Meter über der Talsohle auf einem steilen Felskopf. Im Mittelalter führte die Hauptverkehrsstrasse den Dörfern auf der rechten Seite des Rheins. Darum waren mit dem Besitz der Burg keine Zollrechte verbunden. Heute ist die Ruine zu Fuss über eine schmale Strasse (Fahrverbot) problemlos zugänglich. Geschichte Die Burganlage gehört als monumentaler Bau mit stattlichem Innenausbau in die Spätzeit des Burgenbaus in Rätien. Offen ist, ob die Burg anstelle eines älteren, verschwundenen Gebäudes errichtet worden ist. Die Neuburg wurde vermutlich um 1300 durch die Familie Thumb von Neuburg erbaut. Deren Stammsitz war die gleichnamige Neuburg (Kobach) in Vorarlberg. Wann die Thumbs erstmals in der Region von Chur erschienen sind, ist nicht bekannt. Wahrscheinlich liessen sie sich im frühen 13. Jahrhundert in Untervaz nieder und bauten dort die Burg Rappenstein. Friedrich II. Thumb von Neuburg (verstorben nach 1312) und sein Bruder Schwicker II. besassen die Neuburg bei Untervaz. Zwei Nachkommen der Ritter Thumb v. Neuburg-Untervaz wurden um 1408/09 im Dom zu Chur beigesetzt. Urkundlich wird die Neuburg 1345 erstmals erwähnt. Dabei ging es um einen Vertrag zwischen den beiden Brüdern Siegfried und Johann Thumb und dem Bischof von Chur. Siegfried und Johann traten für drei Jahre in die Dienste des Bischofs und mussten ihm die Burg offen halten: „… unser gemainer vesti diu haisset die Nüwburg.“ 1360 ging die Burg pfandweise an die Gebrüder Heinz und Martin Buwix über, die mit Österreich einen Dienstvertrag abgeschlossen hatten und versprachen, mit zwei Helmen und den Festungen Neu-Aspermont, Flums und Neuburg ein Jahr zu dienen. Ab 1385 waren die Thumb von Neuburg wieder Besitzer der Burg. 1396 beklagt sich Freiherr Ulrich Brun von Rhäzüns, dass ihm „Frik Tumb Ems sin vich ze Emptz genomen und das zu der Nüwenburg getriben hab“. Um 1400 trat Johann von Neuburg in die Lehnshoheit des Bischofs von Chur ein, was ihn politisch vom Bischofssitz abhängig machte. 1450 gelangte die Herrschaft an die Ravensburger Kaufmannsfamilie Mötteli von Rappenstein, in deren Besitz sich auch die Burg Rappenstein befand. 1496 verkaufte Mötteli die Burg samt Herrschaft für 2150 Gulden an Bischof Ortlieb von Chur, der Hans Lendy als Vogt auf der Neuburg einsetzte. Als am 11. November 1577 der Bischof und das Domkapitel sie mitsamt den Herrschaftsrechten für 6000 Gulden der Gemeinde Untervaz verkauften, war die Neuburg bereits Ruine. Sie muss also im Verlauf des 16. Jahrhunderts verlassen worden sein. Anlage Die Anlage besteht aus einem grossen wehrhaften Palas und einer nur noch in Resten erhaltenen Ringmauer auf der West- und Nordseite. Diese umschloss einen Hof mit einer Zisterne. Das Burgtor lag auf der Westseite. Der noch gut erhaltene Palas gehört zu den grössten seiner Art in Rätien. Die Neuburg fällt durch ihre aussergewöhnliche Grösse auf; der viergeschossige Palas bildet im Grundriss ein Rechteck von 12 auf 29 Metern. Die Mauerstärke beträgt unten gegen 1,5 Meter und nimmt gegen oben ab. Im Innern trennen zwei Mauern den Baukörper in drei annähernd gleiche Teile. Bergseitig führt ein circa zwei Meter hoch gelegener Eingang in den mittleren Teil der Burg. Die untersten drei Räume waren nicht durch Türen miteinander verbunden, sondern von oben durch gesonderte Holztreppen oder Stiegen. Angesichts der spärlichen Fensterscharten dürften diese Räume vorwiegend als Lagerräume gedient haben, eventuell auch zeitweise als Gefängnis. Die oberen drei Geschosse sind ungleich ausgebaut. Sitznischen und ein Aborterker weisen im nördlichen Teil darauf hin, dass er bewohnt gewesen sein muss. Ein fehlender Wandverputz lässt sich durch ein mittlerweile verschwundenes Holzgetäfer erklären. Im Mittelteil wird die Küche durch zwei nach aussen führende Schüttsteine angedeutet. Auf der Südseite lag eine Stube mit Ofenheizung. Eine Fensternische enthält Ritzzeichnungen aus dem Mittelalter; erkennbar sind bewaffnete Reiter und verschiedene Tiere. Die Zeichnungen wurden 1984 anlässlich von Sicherungsarbeiten im Auftrag des schweizerischen Burgenvereins entdeckt. Die Türen an der Aussenwand dürften entweder zu Aborterkern oder auf einen hölzernen Laubengang geführt haben. Kaum vorhandene Trümmer um den Bau herum lassen darauf schliessen, dass das Mauerwerk des Turmes bis zur ursprünglichen Höhe erhalten geblieben ist. Als Dachkonstruktion kommt am ehesten ein Satteldach über der Längsachse in Frage. Die Räume sind mit metallenen Leitern miteinander verbunden. Der westlichste der drei Räume im Palas ist mit Schutt aufgefüllt. Literatur Otto P. Clavadetscher, Werner Meyer: Das Burgenbuch von Graubünden. Orell Füssli, Zürich 1984, ISBN 3-280-01319-4. Werner Meyer: Burgen der Schweiz. Band 3. Silva Verlag, Zürich 1983. Emil Stauber: Die Herren Thumb von Neuburg (1540–1621). In: Geschichte der Herrschaften und der Gemeinde Mammern. Frauenfeld 1934, S. 69 ff. Weblinks Commons: Burg Neuburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien Burgruine Neuburg auf www.graubuendenkultur.ch. | Mötteli, Rudolf (I11352)
|
| 33746 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Oltigen Die Burg Oltigen ist eine abgegangene Höhenburg in der heutigen Gemeinde Radelfingen im Kanton Bern. Die Burg war im Mittelalter eine zeitweise strategisch wichtige Festung im Schweizer Mittelland. Sie lag auf einem Felsband etwa 90 Meter über dem Ufer der Aare unterhalb des Zuflusses der Saane und sicherte den Übergang. Die Bedeutung Oltigens hing stark von der Bedeutung dieser Furt ab. Die erste Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahr 1006. Die grösste Bedeutung hatte sie in der Zeit von 1075 bis 1125 zur Zeit des Investiturstreits, als die Alpenübergänge zwischen der kaisertreuen und der papsttreuen Partei umstritten waren. In diesen Jahren führten die Herren von Oltigen den Grafentitel und konnten ihre Macht zeitweise sogar auf das Bistum Lausanne ausdehnen. Mit der Beilegung des Streits 1122 entfiel dann auch die strategische Bedeutung der Burg. Um 1400 umfasste die Herrschaft Oltigen grosse Teile der heutigen Gemeinde Wohlen (Ober- und Unterdettigen, Innerberg, Uettligen, Möriswil, Säriswil) sowie grosse Teile der Nachbargemeinden von Seedorf (zum Beispiel Frieswil) und Meikirch sowie Radelfingen. Die Burg wurde im Mai 1410 bei einem Bauernaufstand zerstört, der letzte Graf, Hugo von Mömpelgard, ermordet. Bern erwarb nun die Herrschaft Oltigen und liess sie bis 1483 als Landvogtei verwalten, danach wurde das Gebiet unter die Vogteien Aarberg und Laupen aufgeteilt. Reste der Ruine wurden 1850 abgetragen und als Baumaterial wiederverwendet. Herren von Oltigen waren: • Kuno I., Graf von Oltigen, Schwiegersohn des Grafen Giselbert von Luxemburg († 1059) (Wigeriche) und Schwiegervater des Grafen Rainald II. von Burgund († 1097) (Haus Burgund-Ivrea) • Kuno II., Graf von Oltigen • Burkhard (Bukko) von Oltigen, Bruder Kunos II., 1056 bis 1089 Bischof von Lausanne, nach dem Gang nach Canossa 1077 Reichskanzler von Italien • Johann III. von Bubenberg, 1346 bis 1348 kyburgischer Vogt in Oltigen • Hugo von Mömpelgard († Mai 1410) Literatur • Otto Arn: Oltigen. Ein Stück Seeländer Geschichte. Biel 1962. • Roland Gerber: Gott ist Burger zu Bern. Eine spätmittelalterliche Stadtgesellschaft zwischen Herrschaftsbildung und sozialem Ausgleich, Weimar 2001, S. 441–443. • Die Burgen und Schlösser der Schweiz/ Kanton Bern: Jura und Seeland II.Teil/ Paul Aeschbacher/ Verlag Birkhäuser/ 1936 Weblinks • Anne-Marie Dubler: Oltigen. In: Historisches Lexikon der Schweiz • Oltigen olitgen connections : stadtwanderer • Geschichte Radelfingens • Burgstelle Oltigen Weblinks • Anne-Marie Dubler: Oltigen. In: Historisches Lexikon der Schweiz • Oltigen olitgen connections : stadtwanderer • Geschichte Radelfingens • Burgstelle Oltigen | von Oltigen, Regina (I5485)
|
| 33747 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Rathsamhausen | von Rathsamhausen (I21839)
|
| 33748 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Remchingen | von Remchingen, Eva Christina (I22077)
|
| 33749 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Ringgenberg_(Graubünden) | Hänni (Henny), Agatha (I18525)
|
| 33750 | https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Rotberg | von Rotberg, Ritter Arnold (I21928)
|