Notizen


Stammbaum:  

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 #   Notizen   Verknüpft mit 
34251 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Nörvenich im Keldachgau (von Nörvenich), Adolf II. (I11658)
 
34252 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Nörvenich von Lothringen (von Nörvenich), Graf Adolf I. (I21066)
 
34253 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Nörvenich von Lothringen (von Nörvenich), Graf Adolf I. (I21066)
 
34254 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Nörvenich von Lothringen, Pfalzgraf Hermann I. (I1617)
 
34255 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Nörvenich vom Keldachgau, Erenfried I. (I21068)
 
34256 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Werl von Werl, Graf Hermann III. (I7890)
 
34257 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Werl  von Werl, Bernhard I. (I21090)
 
34258 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Altena von Altena, Arnold (I9592)
 
34259 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Altena von Berg-Altena, Graf Eberhard I. (I21096)
 
34260 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Amiens

Die karolingische Grafschaft Amiens bestand mindestens seit dem 9. Jahrhundert bis zum Jahr 1077, in dem der letzte Graf ins Kloster ging und die Grafschaft als Lehen an die französische Krone zurückging. Die Grafen von Amiens waren zumeist gleichzeitig Grafen von Valois und Vexin.

Grafen von Amiens
• Richard, 801/825 Graf von Amiens, Stammvater der Buviniden
• Ermenfroi, vor 895/919 Graf von Amiens, Vexin und Valois
• Raoul I. (Raoul de Gouy), † 926, 915 Graf, wohl Graf von Ostervant, 923 Graf von Amiens, Valois und Vexin, Schwager oder Schwiegersohn Ermenfrois (Erstes Haus Valois)
• Raoul II. (Raoul de Cambrai), X 944, Graf von Valois, Amiens und Vexin, Sohn Raouls
• Odo von Vermandois, Sohn des Grafen Heribert II. von Vermandois, 941 Graf von Amiens durch Usurpation, 944 wieder verjagt
• Herluin Graf von Ponthieu, 944 Graf von Amiens, † 945 (Haus Ponthieu)
• Gautier (Walterius) I., † 992/998, 965 Graf von Valois, Amiens und Vexin, wohl Sohn Raouls I.
• Gautier II. le Blanc, nach 998/1017 bezeugt, Graf von Valois, Amiens und Vexin, 1017 Graf von Mantes, Sohn Gautiers I.
• Dreux (Drogo), † 1035, Graf von Amiens, Mantes, Pontoise und Vexin, Sohn Gautiers II.
• Gautier III., † 1063, Graf von Amiens und Vexin, 1063 Titulargraf von Maine, Sohn Drogos
• Raoul III., † 1060, Graf von Amiens und Valois, wohl auch Graf von Crépy, Bruder Drogos
• Raoul IV., † 1074, Graf von Valois, Crépy und Vitry, 1064 Graf von Amiens und Vexin, Vogt (avoué) von Saint-Denis, Jumièges, Saint-Wandrille, Saint-Pierre in Chartres und Saint-Arnoul in Crépy, Sohn Raouls III.
• Simon, 1069 bezeugt, † 1080, Graf von Amiens, Valois, Montdidier, Bar-sur-Aube, Vitry und Vexin, Sohn Raouls III.
Im Jahr 1077 ging Simon ins Kloster, seine Besitzungen wurden verteilt. Valois ging an seinen Schwager Heribert IV. von Vermandois, Amiens das Bistum Amiens, und das Vexin an den König, der es mit dem Herzog der Normandie teile. Bar-sur-Aube und Vitry wurden von Theobald von Blois besetzt.

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https://de.wikipedia.org/wiki/Stammliste_der_Karolinger#Die_Nachkommen_des_Abtes_Hieronymus

Die Nachkommen des Abtes Hieronymus

Die folgende Stammliste folgt der Darstellung von Settipani (S 359ff) zu
a) Fulcuin, dem Abt von Lobbes (965-990), der in seinen Schriften angibt, vom Karolinger Hieronymus abzustammen.
b) Karl Konstantin, Graf von Vienne aus der Familie der Buviniden, von dem der Chronist Richer von Reims angibt, er sei königlicher (das heißt karolingischer) Abstammung, allerdings durch seinen tritavus (Urgroßvater des Urgroßvaters) aus einer Bastardlinie[16]
1 Hieronymus, 754 und um 775 bezeugt, (Laien-)Abt von Saint-Quentin; ∞ I Ermentrudis, vielleicht Nichte von Abt Fulrad von Saint-Denis; ∞ II Ercheswinda, Westgotin – Vorfahren siehe oben
1 (I) Fulrad, † 31. Januar 826, 771 Abt von Saint-Quentin, 823 Abt von Lobbes
2 (I) Tochter
1 Ramneric, † wohl 823, Abt von Lobbes
3 (I) Audoen (Ouen)
1 NN
1 NN
1 Audoen (Ouen)[17]
1 Regenwala, † vor 928, Nonne in Saint-Bertin
2 Fulcuin, † vor 928, Mönch Saint-Bertin. ∞ Theodala
1 Fulcuin, † 990, Mönch in Saint-Bertin 948, Abt von Lobbes 965
2 Godeschalc
4 (II) Fulcuin, † 15. Dezember 855 in Esquelbecq, Bischof von Thérouanne 816/817, bestattet in Saint-Bertin
5  ? (II) Richard[18], 787 Graf von Rouen, 795 Surintendant der königlichen Domänen
1 Richard, Graf von Amiens 801/825, Stammvater der Buviniden
1 Richard, 825/839 bezeugt, † vor 12. November 842, ostiarius[19] Ludwigs des Frommen, geht 834 mit Lothar I. nach Italien
2 Buvinus (Bouvin), 842/862, Graf von Metz, Laienabt von Gorze ∞ NN, Tochter von Boso dem Alten Graf von Arles, Graf in Italien (Bosoniden)
3  ? Tochter (Richildis), † um 882. ∞ um 863, vor 869, Eccard (* um 810/815, † zw. Januar 876 und Juni 877), 838 Herr von Perrecy, 858 missus im Senonais, 863 missus in der Markgrafschaft Chalon, 873 missus im Autunois und Mâconnais (Arnulfinge)
4  ? Tochter ∞ Theoderich „le Trésorier“ (* um 810, † 882/883), 878 Graf von Autun mit dem Auftrag, Bernhard von Gothien zu vertreiben, 876/877 Herr von Perrecy (Arnulfinger)
6  ? (I) Richarda, 778 bezeugt. ∞ Nithard
1  ? Angilbert (siehe oben)

Mehr unter obenstehendem Link.. 
von Amiens, Graf Richard (I6773)
 
34261 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Arnsberg von Kleve, Gräfin Anna (I41381)
 
34262 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Auvergne
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Grafen_von_Auvergne  
von Auvergne (von Boulogne), Graf Johann I. (I42325)
 
34263 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Besalú

Die Grafschaft Besalú, auf Katalanisch Comtat de Besalú, benannt nach der Hauptstadt Besalú, war ursprünglich ein pagus der Grafschaft Girona. Im späten 9. Jahrhundert trennte Wilfried der Haarige, Besalú von seinem übrigen Besitz ab und machte seinen Bruder Radulf zum Grafen.

Grafen von Besalú waren:
• Radulf, 878–912
• Miró der Jüngere, 912–927
• Wilfried II., 927–957
• Sunifred, 957–965
• Miró Bonfill 965–984
• Oliba Cabreta 984–988
• Bernard I. Tallaferro, 988–1020
• Wilhelm I., 1020–1052
• Wilhelm II., 1052–1066
• Bernard II., 1066–1100
• Bernard III., 1100–1111 
von Besalú, Graf Wilhelm II. (I9855)
 
34264 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Brehna

Die Grafschaft Brehna lag zwischen der Markgrafschaft Meißen und dem Herzogtum Sachsen-Wittenberg und erhielt ihren Namen von dem Ort Brehna.

Entstehung
Graf Dietrich II. von Wettin erbte 1017 die Besitzungen seines Onkels, des Grafen Friedrich von Eilenburg, da jener nur Töchter hatte, die nicht erbberechtigt waren. Nach der Ermordung Dietrichs II. 1034 teilten seine Söhne den väterlichen Besitz:
• Eilenburg ging an Dedo II., der es 1075 seinem Sohn Heinrich I. vererbte,
• die Grafschaft Brehna ging an: Thimo I., der Ältere, und Gero.

Brehna
Erstmals traten 1053 der Ort und die Grafschaft unter der Bezeichnung Brehna (Brene) in Erscheinung. Schon vor 1053 ließ Graf Thimo I. in Brehna eine Burg errichten.
Zunächst verwalteten beide Brüder gemeinsam die Grafschaft. Später erhielt Thimo I. Wettin und Gero Brehna sowie Camburg. Beide Brüder nahmen an den Kämpfen der sächsischen Feudalherren gegen Heinrich IV. teil und unterstützten zeitweilig den GeGegenkönig Rudolf von Schwaben. Als nächster Graf wird Thimo II., der Jüngere, genannt, wobei seine Existenz allerdings nicht belegt ist; einige Forscher leiten sie davon ab, dass Thimo I. (geb. vor 1034) als möglicher Vater Konrads I. bei dessen Geburt (um 1098) bereits ein beachtliches Alter gehabt haben müsste. Er oder Thimo II. hinterließ zwei Söhne, Dedo IV. und Konrad I., den Großen. Da die Söhne Geros, Dietrich, Wilhelm von Camburg und Günther, keine Kinder hatten, fiel die Grafschaft Brehna 1106 an Konrad I. von Wettin. Konrad I., der ab 1127 Markgraf von Meißen und seit 1136 der Niederlausitz, Graf von Brehna, Camburg und Herr über die Herrschaft Eilenburg war, hielt sich gelegentlich in Brehna auf. Vor seinem Eintritt in das Augustinerchorherrenstift auf dem Petersberg bei Halle (Lauterberg) übergab Konrad I. seinen gesamten Besitz seinen Söhnen. Friedrich I., der jüngste Sohn, geboren zwischen 1142 und 1145, verheiratet mit der Tochter Theobald I. von Böhmen-Jamnitz, Hedwig, erhielt die Grafschaften Brehna und Camburg. Er gilt erstaunlicherweise als Begründer des Grafengeschlechts von Brehna, obwohl es wettinische Grafen in Brehna bereits vor Konrad I. gegeben hatte, und erwarb für die Grafschaft zahlreiche Besitzungen.

Herzberger Zeit
Nach seinem Tod 1181 verlegten seine beiden Söhne, Otto I. und Friedrich II., den Sitz der Grafschaft Brehna nach Herzberg (Elster), behielten aber den Namen Grafen von Brehna bei. Der Grund für die Verlegung könnte ihre Teilnahme an der deutschchen Ostexpansion gewesen sein. Der durch den plötzlichen Tod Heinrichs VI. ausgelöste staufisch-welfische Thronstreit führte die beiden o.g. Söhne Friedrichs auf die Seite König Philipps von Schwaben. 1203 kam es zu Auseinandersetzungen zwischehen den streitenden Parteien, die auch das Brehnaer Gebiet betrafen. Der böhmische König Przemysl Ottokar I. und der Landgraf Hermann I. von Thüringen, die auf die welfische Seite übergewechselt waren, bedrängten mit ihren Truppen 1203 die Städte Halle und Magdeburg und verwüsteten Brehna und Wettin. Otto I. konnte mit seinem Vetter, Graf Ulrich I. von Wettin, in den Kämpfen bei Landsberg und Zörbig die Gegner schlagen. Am 23. Dezember 1203 starb Otto I. Er wurde im Kloster Brehna beigesetzt.

Wettiner
Die Grafschaft verwaltete sein Bruder Friedrich II. nun allein. Seit 1206 war dieser Vormund Graf Heinrich III. von Wettin. Da jener bereits im Alter von 12 Jahren starb, erlosch mit ihm 1217 die Linie der Grafen von Wettin. Die Grafschaft fieiel zu großen Teilen an das Haus Brehna. Am 6. Oktober 1220 starb seine Frau Judith, mit der er vier Kinder gehabt hatte. 1221 brach er zu einem Kreuzzug ins Heilige Land auf, wo er dem Tempelritterorden beitrat und bald an einer Krankheit starb. Seine beiden Söhne, Otto II. und Dietrich I., übernahmen die Regierungsgeschäfte. Die Brüder, die die Grafschaften Brehna und Wettin fest in ihrer Hand hatten, hielten sich vorwiegend in Herzberg, Schlieben und Löben auf. 1234 starb Otto II. kinderlos. Sein Erbe fiel an seinen jüngeren Bruder Dietrich I.
Konrad I., der einzige Sohn von Dietrich I. der im weltlichen Stand verblieb, trat die Nachfolge des Vaters an. Nachfolger Konrads I. wurde sein ältester Sohn Albrecht. Albrecht starb bereits 1284, ohne Kinder zu hinterlassen. Sein Bruder Otto IV. wurde sein Nachfolger. Graf Otto IV. nahm an dem von König Rudolf I. nach Erfurt im Juni 1290 einberufenen Reichstag teil. Dort verstarb er als Letzter seines Geschlechtes.

Askanier
Nach dem Tode Otto IV. fiel die Grafschaft, da er keinen Erben benannt hatte, an König Rudolf I. Am 31. August 1290 verlieh der König Rudolf I. sie an seinen noch minderjährigen Enkel, den askanischen Herzog Rudolf I. von Sachsen-Wittenberg. Die askanischen Herzöge nahmen Titel und Wappen der Grafen von Brehna an. Der Erwerb der Grafschaft Brehna bedeutete für den Herzog einen Machtzuwachs, denn das Einkommen der Grafen von Brehna soll sich nach der Erfurter Peterschronik auf 2.000 Mark Silber belaufen haben.
Mit dem Aussterben der Sachsen-Wittenberger Linie der Askanier 1422 gelangte die Grafschaft Brehna 1423 an Friedrich (IV.)/I., den Streitbaren, aus dem Hause Wettin, der am 1. August 1425 in Budapest mit dem Kurfürstentum Sachsen, dem Erzmarschallamt, der Burg Allstedt, der Grafschaft Brehna und der Burggrafschaft Magdeburg feierlich belehnt wurde. Durch die Leipziger Teilung 1485 fiel die Grafschaft Brehna an die vom Kurfürsten Ernst begründete Ernestinische und 1547 an die Albertinische Linie. In der Zeit von 1658 bis 1738 gehörte Brehna zu Sachsen-Merseburg. 1815 kam es in der Folge des Wiener Kongresses an Preußen.

Die Grafen von Brehna
• Gero von Brehna, 1020– †1071 oder 1089
• Dietrich von Brehna, 1071–1105
• Konrad der Große 1106 1156
• Friedrich I. von Brehna 1157–1181
• Otto I. von Brehna († 23. Dezember 1203) 1181–1203
• Friedrich II. von Brehna und Wettin († 16. Oktober 1221), 1181–1221
• Otto II. 1221–1234
• Dietrich I. 1221–1264
• Konrad II. 1264–1274
• Albrecht 1274–1282
• Otto III. (IV.) 1283–1290


Siehe auch
• Liste der Grafschaften Deutschlands
• Sächsische Münzgeschichte#Dynastenbrakteaten
Literatur
• Wolfram Schlenker: Auf den Spuren der Wettiner in Sachsen-Anhalt, Verbum Domini manet in aeternum; Geschichte in Mitteldeutschland. 2. Auflage, Janos Stekovics, Halle (Saale) 1999, ISBN 3-932863-00-3.
• Johann Jakob Köhler: Geschichte der Stadt und Grafschaft Brehna. Brehna 2003.
• Brene, oder Braine, Brehne. In: Johann Heinrich Zedler: Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste. Band 4, Leipzig 1733, Spalte 1249 f. 
von Wettin (von Brehna), Graf Dietrich I. (I10118)
 
34265 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Clermont-en-Beauvaisis

Die Grafschaft Clermont-en-Beauvaisis war eine nordfranzösische Grafschaft im Raum Beauvais. Hauptort war Clermont-en-Beauvaisis. Die Grafen von Clermont-en-Beauvaisis sollten nicht mit den Grafen von Clermont in der Auvergne verwechselt werden (hier ist das spätere Clermont-Ferrand gemeint), ein Titel, den die Dauphins von Auvergne zeitweise trugen.

Nachdem zu Beginn des 11. Jahrhunderts die Grafschaft Beauvais an die Grafen von Blois gelangt war, trat Graf Odo II. von Blois 1015 dem Bischof von Beauvais den Titel und die Stadt Beauvais ab, und bildete 1023 aus dem Rest die Grafschaft Clermont-en-Beauvaisis für seinen Schwiegersohn Balduin (Baudouin), den Ehemann der Adelheid von Champagne.

1191 ging die Grafschaft durch Erbschaft erneut an die Grafen von Blois, die sie 1218 an den König weiterverkauften. Ab dann diente die Grafschaft Clermont als Paragium innerhalb der königlichen Familie, bis sie 1524 zusammen mit den übrigen Gütern des Connétable Charles de Bourbon-Montpensier beschlagnahmt wurde.
Nach dem Aussterben der Hauptlinie der Familie existierten ab dem 13. Jahrhundert nur noch Seitenlinien, die den Namen Clermont bewahrten und ihn um die Bezeichnung ihres wichtigsten Besitzes ergänzten.
Aus der Familie der Grafen von Clermont-en-Beauvaisis stammen im 13. und 14. Jahrhundert zwei Connétables (Rudolf I. (Raoul I.) und Dreux IV. de Mello, dem Enkel einer Tante Rudolfs) sowie drei Marschälle von Frankreich.

Erste erbliche Grafen
• 1023–1023: Balduin I. (Baudouin I.) († 1023)
• 1023–1042: Balduin II. († 1042), dessen Sohn

Haus Clermont
• 1042–1088: Rainald I. (Renaud I.) von Creil († 1088); ∞ Ermengarde von Clermont, Tochter Balduins II.
• 1088–1101: Hugo I. (Hugues I.) (* 1035 † 1101), dessen Sohn; ∞ Margarete von Roucy, Tochter von Hilduin IV. von Montdidier, Graf von Roucy, und Alix von Roucy
• 1101–1161: Rainald II. (* 1070 † 1162), dessen Sohn; ∞ I um 1105 Adelheid von Vermandois, Tochter von Heribert IV. von Vermandois, Witwe von Hugo von Vermandois (* 1057 † 1102); ∞ II um 1140 Klementia von Bar, Tochter von Rainald I., Graf vn Bar, und Gisela von Vaudémont
• 1162–1191: Rudolf I. (Raoul I.) († 1191), Connétable von Frankreich, Sohn von Rainald II. und Klementia von Bar; ∞ Adelheid von Breteuil, Tochter des Walram III. (Valéran III.), Graf von Bréteuil und Alix von Dreux
• 1192–1212/13: Katharina (Catherine), deren Tochter; ∞ Ludwig (Louis), Graf von Blois

Haus Blois
• 1191–1205: Ludwig von Champagne, Graf von Blois, Chartres und Clermont; ∞ 1184 Katharina (Catherine) von Clermont, Tochter Rudolfs I.
• 1205–1218: Theobald VI. (Thibaut VI.), († 22. April 1218), dessen Sohn; ∞ I Mahaut von Alençon; ∞ II Klementia von Les Roches

1218 verkauft er die Grafschaft Clermont an Philipp II. August, König von Frankreich

Paragierte Grafen
Philipp August gab die Grafschaft im gleichen Jahr bereits weiter:
• 1218–1234: Philipp Hurepel (* 1200 † 1234), Sohn von Philipp August und Agnes von Meranien; ∞ Mathilde von Dammartin (* 1202 † 1262), Gräfin von Boulogne und Dammartin, Tochter von Rainald von Dammartin und Ida von Lothringen
• 1234–1252: Johanna (Jeanne) (* 1219 † 1252), dessen Tochter; ∞ Gaucher de Châtillon († 1250), Graf von Nevers
Nach Johannas Tod fiel Clermont an die Krone zurück; König Ludwig IX. gab es 1268 an seinen Sohn:
• 1268–1317: Robert (* 1256 † 1317); ∞ Beatrix von Burgund (* 1257, † 1310), Herrin von Bourbon
• 1317–1327: Ludwig I. (* 1279 † 1342), Herzog von Bourbon, Graf von La Marche.

1327 tauschte Ludwig von Bourbon Clermont mit König Karl IV. gegen La Marche. Es scheint jedoch, dass seine Nachfolger das Lehen bis 1527 in Besitz hatten, da es als Paragium für den ältesten Sohn des jeweiligen Herzogs von Bourbon diente. 
von Clermont (von Creil), Graf Hugo I. (Hugues) (I7475)
 
34266 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Dagsburg

Die Grafschaft Dagsburg im heutigen Lothringen mit dem gleichnamigen Hauptort, der heute nach der vogesischen Aussprache[1] Dabo genannt wird, bestand im 11. und 12. Jahrhundert, als die Gegend noch zum Elsass gehörte.

Grenzen und Ursprung der Grafschaft Dagsburg
Im frühen Mittelalter gehörte das Gebiet zum Oberen Saargau. Die Dagsburger Grafen waren zugleich Grafen des elsässischen Nordgaus. Dann wurden die Grafen von Dagsburg Lehensträger von Teilgebieten der Metzer und Lütticher geistlichen Herrschaften. So konnten sie als Lehensempfänger ihr Hoheitsgebiet und Stammgebiet nach Norden erweitern. Bei den Erbfolgekonflikten im 13. Jahrhundert eroberten die Metzer ihr Land zurück. Bis zum Anfang des 13. Jahrhunderts war die Grafschaft Dagsburg ggrößer als nach dem Eigentumsübergang auf die Leininger. Die Erbfolge von Albert II. von Dagsburg, Gemahl von Gertrud von Baden, brachte Konflikte zwischen allen Erbberechtigten mit sich, unter anderen mit Baden und mit den gefürsteten Bischöfen von Metz und Lüttich.
• Stammgebiet der Grafschaft
• Oberes Mossigtal im Osten
• Engenthal
• Kloster Obersteigen
• Oberes Saartal
• Walscheid
• Abreschviller
• Voyer
• Kloster Hesse
• Kloster Saint-Quirin
• Oberes Zorntal
• Dabo
• Hemmert
• Harreberg
• Lehnsträgerschaft und Burgvogtei
• Mittleres Saartal und Albetal
• Sarrebourg (Bistum Metz)
• Sarralbe (Bistum Metz)
• Burgen und Festungen
• Herrenstein (Bistum Metz)
• Türkstein (Turquestein, Bistum Metz)
• Moha (Bistum Lüttich)
• Burg Girbaden mit Land (elsässische Seite)
• Ringelstein mit Land (elsässische Seite)
• Bernstein mit Land (elsässische Seite)

Die Stammburg in Dabo, die ältere Dagsburg, kam kurz vor dem Jahr 1000 durch die Ehe von Hugo VI., Graf im Nordgau und Graf zu Egisheim, mit Heilwig von Dagsburg († 1046) an die Etichonen, die um 1150 im Oberelsass eine weitere Dagsburg errichteten. Zum Besitz der Familie, deren männliche Vertreter nun den Titel eines Grafen von Dagsburg und Grafen von Egisheim führten (später kam noch die Grafschaft Metz hinzu), gehörten zahlreiche Güter an der oberen Saar, Moha, heute Wanze, und Waleffe sowie die Vogtei über das Bistum Metz. Die Etichonen starben 1225 aus.
Gertrud von Dagsburg, das letzte Mitglied der Familie, hinterließ elf Burgen (u. a. Girbaden) sowie die Vogtei über neun Klöster. Der um Dagsburg liegende Besitz fiel 1241 an die Leininger. Miterben waren die Zähringer, die ihre Rechte zeitweise dem Bischof von Straßburg überließen, mit dem jedoch um das übrige Land gestritten wurde. Andererseits zog der Bischof von Metz Dagsburg als heimgefallenes Lehen ein, Moha und Waleffe gingen an den Bischof von Lüttich.

Liste der Grafen von Dagsburg
• Hugo VI., Graf im Nordgau und Graf zu Egisheim, um 1000 ∞ Heilwig von Dagsburg
• Papst Leo IX.
• Hugo VII., Graf von Dagsburg; † 1046/49, Sohn Hugos VI.
• Heinrich I., Graf von Egisheim und Dagsburg; † wohl 1065, Sohn Hugos VII.
• Hugo VIII. von Egisheim, 1074 Graf von Dagsburg; † 1089, Sohn Heinrichs I.
• Albert I. von Egisheim, 1089 Graf von Dagsburg; † 1098, Bruder Hugos VIII.
• Hugo IX., 1103 Graf von Dagsburg, 1130/37 bezeugt, Sohn Alberts I.
• Hugo X., 1137/78 bezeugt, Graf von Dagsburg und Metz, Sohn Hugos IX.
• Albert II., 1175 Graf von Dagsburg; † 1212, Sohn Hugos X. ∞ Gertrud von Baden
• Gertrud; † 1225, Tochter Alberts II., ∞
• (I) 1215 Theobald I., 1213 Herzog von Lothringen, 1216 Graf von Dagsburg und Metz; † 1217
• (II) 1217 Theobald IV. von Champagne, König von Navarra, geschieden vor 1223
• (III) 1224 Simon von Leiningen, 1234 Graf von Dagsburg; † 1234/36 – Nachkommen

Die Grafschaft unter Leiningen-Dagsburg
Friedrich III., von Leiningen erwarb 1241 die Grafschaft Dagsburg und wurde somit Graf von Leiningen-Dagsburg. 1317 kam es unter den Enkeln Friedrichs III. zur Teilung in die beiden Linien Leiningen-Dagsburg und Leiningen-Hardenburg. Die ältere Linie Dagsburg starb im Jahre 1467 aus. Der Stammsitz der älteren Dagsburger Linie fiel an die Linie Leiningen-Hardenburg, die daraufhin den Namen Leiningen-Dagsburg-Hardenburg annahm, in der Wormser Reichsmatrikel von 1521 Leiningen-Dagsburg-Hardenburg-Apremont genannt. Die aus der Linie Leiningen-Hardenburg hervorgegangene jüngere Familie Leiningen-Dagsburg soll deshalb nicht mit der älteren Dagsburger Linie verwechselt werden. 1466 erwarb die Hardenburger Linie die Herrschaft Apremont in Lothringen.
→ Hauptartikel: Leiningen (Adelsgeschlecht)
Um neue Siedler in diese abgelegene ärmliche Gegend zu locken, gewährten die Grafen den Bewohnern in der Verordnung des 16. Juni 1603 Privilegien, welche die Neukömmlinge trotz prekärer Lebensbedingungen und relativer Isolation zum Bleiben im nördlichen Donon-Massiv veranlassen sollten. So ließ der Graf im Jahr 1606 welsche Lothringer und teilweise Kolonisten aus der Auvergne in den romanischsprachigen Teil der Grafschaft kommen (Abreschviller, Hesse, Voyer), während sich deutschsprachige Siedler im zentralen und östlichen Teil des Landes niederlassen konnten (Dabo, Wahlscheid, Obersteigen).
Am 24. Oktober 1648 wurde das Elsass im Westfälischen Frieden an das französische Königreich abgetreten. Die Grafen von Leiningen-Dagsburg (auf Französisch Linange-Dabo) weigerten sich, dem König Ludwig XIV. zu huldigen, und kämpften folglich gegen dessen Reunionspolitik. Die Auseinandersetzungen fingen 1672 an und endeten mit der Kapitulation der Dagsburger am 13. März 1677. Unter der Besatzung der französischen Truppen wurde die Burg auf ihrem steilen Buntsandsteinfelsen auf Befehl ddes Kriegsministers de Louvois durch die lokale Bevölkerung Stein um Stein abgebaut. Die Grafen behielten trotz alledem das Steuer- und Fronarbeitsrecht sowie das Recht zu jagen und zu fischen. Anstelle der Burg steht heute eine später errichtete Kapelle, die dem lothringisch-elsässischen Papst Leo IX. aus der Stammfamilie der Egisheim-Dabo gewidmet ist.
Durch den Frieden von Rijswijk im Jahre 1697 kam die stark bewaldete, dünn besiedelte und verarmte Grafschaft an Leiningen-Dagsburg zurück. Doch durch die Abtretung des größten Teils des Elsass an Frankreich wurde dieses Reichsterritorium zu einer Enklave zwischen zwei mächtigeren Staaten, die sein Fortbestehen nicht sehr lange zu dulden vermochten. Im Osten lag nun das französische Königreich, im Westen und Süden befand sich das wieder unabhängig gewordene Herzogtum Lothringen. Im Norden hatte Ludwig XIV. einen schmalen Landstreifen von dem herzoglichen Lothringen, die sogenannte Elsass-Straße, annektiert, um das lothringische Territorium ungehindert und durchgehend auf französischem Hoheitsgebiet durchqueren zu können. Unweeit der Dagsburger Grafschaft im Süden jenseits des Col du Donon lag ein anderes zwischen Lothringen und Frankreich eingeschlossenes reichsunmittelbares Territorium, die Grafschaft, später das Fürstentum Salm-Salm. Die Grafen wohnten nie in Dabo, sondern in ihrer Residenz in der Pfalz. In Dabo ließen sie sich von einem Vogt vertreten.
1793 gehörten die 1779 zu Reichsfürsten erhobenen Leiningen-Dagsburg-Hardenburger mit Besitz im republikanischen Frankreich zu denjenigen Herrschern, die durch den Nationalkonvent enteignet und de facto entmachtet wurden, um ein einheitliches Land ohne Enklaven und Sonderrechte zu schaffen. Die ehemalige Grafschaft Dagsburg und die Herrschaft Rixingen wurden dem Département Meurthe mit Präfektur in Nancy angeschlossen und kamen 1871 zum Bezirk Lothringen, dem heutigen Département Moselle. Der östliche Teil der Grafschaft im oberen Mossig-Tal um die Dörfer Engenthal und Obersteigen wurde dem Département Bas-Rhin angeschlossen, sodass das einst einheitliche Dagsburger Land heutzutage administrativ zwischen zwei verschiedenen ReRegionen und Départements (jeweils am Sandplatzpass und am Valsberger Pass) geteilt ist. Als Entschädigung für diese territorialen Verluste bekamen die Fürsten zu Leiningen von Napoleon im Vertrag von Lunéville (9. Februar 1801) Kloster Amorbach, Miltenberg und Kloster Mosbach. So sollte die ehemalige Grafschaft von Egisheim-Dagsburg nie zu dem 1803 durch Reichsabschluss gegründeten Fürstentum Leiningen gehören.
Die Grafschaft Dagsburg brachte deutschsprachige bzw. rheinfränkische Bevölkerungsteile in die französische Republik, somit auch deutsche Reichsgeschichte, die durch revolutionäre Politik innerhalb eines Jahrhunderts völlig in Vergessenheit geriet. Dagegen zählt das ehemalige gräfliche Territorium zu den wenigen Regionen Ost-Lothringens, die heute noch die rheinfränkische Mundart pflegen.


Literatur
• Dugas de Beaulieu: Le comté de Dagsbourg, aujourd'hui Dabo, archéologie et histoire. Hrsg.: Société des Antiquaires de France. 2. Auflage. Paris 1858 (frz).
• Gustave Huffel: Le Comté de Dabo dans les Basses-Vosges, ses forêts, ses droits d'usage forestiers. Étude historique, forestière et juridique. Hrsg.: Société d’impression typographique. Nancy 1924 (frz).
• Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder. 1992.
• Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln. Band I.2, Tafel 200 B, 1999.
• Revue d’Alsace. Nr. 10. Colmar 1839, S. 121–130 (frz).
Weblinks
 Wikisource: Reichsmatrikel 1521 – Quellen und Volltexte
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
1 „Da“ für Dags und „bo“ für Burg, wie Sabo für Saarburg/Sarrebourg oder Strabo für Straßburg/Strasbourg. 
von Dagsburg, Heilwig (I5653)
 
34267 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Egisheim

Die Grafschaft Egisheim mit dem Hauptort Egisheim südlich von Colmar im Oberelsass bestand im 11. und 12. Jahrhundert.
Beim Niedergang der elsässischen Gaugrafschaft Nordgau blieb Egisheim im Besitz der Etichonen, der elsässischen Herzogsfamilie und Grafen im Nordgau; die Familienmitglieder nannten sich nunmehr „von Egisheim“.

Grafen von Egisheim
• Hugo VI., Graf im Nordgau und Graf zu Egisheim, um 1000 ∞ Heilwig von Dagsburg
• Gerhard I., Graf von Egisheim, X 1038, Sohn Hugos VI.
• Hugo VII., Graf von Dagsburg, † 1046/49, Bruder Gerhards I.
• Heinrich I., Graf von Egisheim und Graf von Dagsburg, † wohl 1065, Sohn Hugos VII.
• Gerhard II., 1065 Graf im Nordgau, 1098 Graf von Egisheim, Sohn Heinrichs I.
• Helwidis, 1118 Erbin von Egisheim, † 1126; ∞ Gerhard von Lothringen, Graf von Vaudémont (Haus Châtenois) – Nachkommen


Literatur
• Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder. 1992
• Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln. Band I.2 (1999) Tafel 200B 
von Egisheim (Etichonen), Graf Hugo VI. (I3491)
 
34268 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Fézensac

Die Grafschaft Fézensac wurde von Karl dem Großen eingerichtet, um der militärischen Herausforderung durch die Basken zu begegnen. Einer der karolingischen Grafen war Leuthard von Paris († 809), jüngerer Sohn des Grafen Gerhard aus dem Haus der Matfriede.
Permanente Aufstände (789, 813, 816, 824) zermürbten die karolingische Herrschaft so sehr, dass Fézensac bereits 836 wieder in baskischer Hand war. Inmitten anarchischer Zustände wurde die Grafschaft unter Sancho I. Mitarra dann ab 872 die Keimzelle des Königreichs Gascogne.
Einige Generationen später, nach dem Tod des Garcia II., genannt „der Krumme“, (920), wurden die Besitzungen zwischen seinen Söhnen geteilt: Sancho III. bekam den Großteil der Gascogne, seine Brüder Astarac bzw. Fézensac.
Wilhelm Garcia, der Graf von Fézensac, teilte die Herrschaft erneut: sein älterer Sohn Othon erhielt die Grafschaft Fézensac, sein jüngerer, Bernard le Louche, die Grafschaft Armagnac.

Grafen von Fézensac
• 926–960 Wilhelm Garcia
• 960–985 Othon Sohn
• 985–1020 Bernard Othon Sohn
• 1020–1032 Aymeric I. Sohn
• 1032–1064 Wilhelm Astanove I. Sohn
• 1064–1103 Aymeric II. Sohn
• 1103–1140 Astanove II. Sohn

Die Heirat von Azaline, Tochter und Erbin Astanoves II., mit ihrem Verwandten Graf Géraud III. von Armagnac und der kinderlose Tod ihrer Tochter, Beatrix von Béarn, aus erster Ehe 1114 stellte die Einheit der beiden Grafschaften wieder her. Zusammen wurden sie 1589 durch König Heinrich IV. von Frankreich mit der Krondomäne vereint. 
von Armagnac, Graf Bernard VI. (I9271)
 
34269 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Formbach

Die Grafschaft Formbach, in der neueren Forschung als Vornbach benannt, war eine mittelalterliche Grafschaft mit dem Hauptort Vornbach (heute Teil von Neuhaus am Inn) bei Passau.

Die Grafschaft bestand seit mindestens dem 10. Jahrhundert in der Hand einer Familie, die im Traungau Herrschaftsrechte ausübte. Um 1050 wurde der Sitz der Grafschaft einige Kilometer innaufwärts verlegt. In der Folgezeit hieß die Grafschaft deshalb Neuburg.
Die Familie der Grafen von Formbach gründete 1094 das Kloster Vornbach (Formbach) und starb 1158 mit Ekbert III. von Neuburg aus. Die Güter erbten vor allem die Grafen von Andechs und die Otakare.
Die Grafen von Formbach waren verwandt und verschwägert mit den Luitpoldingern, den Brunonen und den Wettinern; neben dem Traungau regierten sie zeitweise im Schweinachgau und im Künziggau, sie waren darüber hinaus Vögte des Bistums Regensburg, der Klöster Göttweig und Sankt Nikola bei Passau.
Grafen von Formbach/Wels-Lambach/Pitten
Frühe Genealogie:[1]
1 Meginhard I.,um 930, Graf im Traungau
1 Meginhard II., Graf, Vogt von Niederaltaich, 944-955/963
1 Arnold I., Graf an der Traun (zu Lambach), Graf im Rotagau, 8. Februar 1018, † um 1020
1 Aribo von Ennsburg, 1030
2 Arnold II., Graf von Wels-Lambach, 1035 Markgraf in der Kärntner Mark, † 1050 ∞ Regininde von Verdun, † 1050
1 Arnold III. von Wels-Lambach, † 1050 ∞ Hazacha (Haziga)
2 Adalbero, Bischof von Würzburg 1045–1088, * um 1010, † 1090
3 Masthilde ∞ Ratpoto IV., Graf von Cham
4 Gottfried, von Pitten, † 1050, Graf von Lambach, 1041 Mit-Markgraf in der Kärntner Mark
1 Mathilde, † 1100
2 N.N., Tochter ∞ Markgraf Otokar II. von der Steiermark, † 1022
2 Udalrich I., Graf 947-970
1 Bertold, Lurngaugraf 1000–1005
1 Meginhard III., Graf (im Traungau) 1030
2 Pilgrim, Mönch in Kloster St. Emmeran
3 Tiemo I., † nach 1025 in Reichenhall, Graf im Quinzingau
1 Heinrich (Hesso) I., † wohl 1030 ∞ Himiltrud
1 Tuta von Formbach, * 1037, † um 1100 ∞ König Bélas I. von Ungarn, ∞ Engelbrecht III., Graf im Pustertal und Pfalzgraf in Kärnten
2 Himiltrud, Gründerin des Klosters Vornbach, † nach 1070
3 Hermann III., † 1030
2 Tiemo II. (Dietmar) II., † 1040, Graf im Quinzingau
1 Meginhard IV., Graf, Vogt von Niederaltaich, † 1066
1 Ulrich III. (Udalrich III.), † 1097, 1074 Graf von Ratelnberg,[2] 1095–1097 Graf von Windberg, Vogt von Göttweig ∞ Matilde
1 Konrad, 1122–1128
2 Luitgard, ∞ Friedrich II., Domvogt zu Regensburg, † 1134
2 Konrad, † 1084
3 Dietrich I., Domherr in Bamberg
4 Hermann I. von Winzenburg, † 1123, Vogt von Göttweig, 1097 Graf von Windberg, 1107 Graf von Ratelnberg,[2] 1108 Stifter von Reinhausen (b. Göttingen), 1109 Graf von Winzenburg, 1112 Markgraf von Meißen, 1114 Pfalzgraf von Sachsen, Vogt von Götweig ∞ Hedwig von Assel
1 Beatrix II. (Quedlinburg), † 1160, Äbtissin von Quedlinburg
2 Konrad, 1122–1128
3 Matilde, † um 1155 ∞ Udo von Freckleben, Markgraf der Nordmark, † 1130
4 Sofie, † 1160 ∞ Albrecht der Bär, Herzog von Sachsen, † 18. November 1170
5 Heinrich von Winzenburg, † 1146, Graf von Asle ∞ Eufemia von Vohburg, ∞ 1144 Richenza von Immenhausen
1 Sofie, † vor 1171 ∞ Rottmann I. Graf von Himstedt
2 Otto von Winzenburg, † 1171/74, Graf von Assel ∞ Salome von Heinsberg, † nach 1185
1 Adelheid, † 1185 ∞ Adolf III., Graf von Schauenburg-Holstein, † 1225
6 Hermann II. von Winzenburg, † 1152, 1125 Graf von Winzenburg, 1129 Markgraf von Meißen, 1130 abgesetzt, 1139 von Plesse und Markgraf, 1147 Vogt von Corvey ∞ Elisabeth von Österreich, † 1143; ∞ 1148, Luitkrad von Stade, † 1152
1 N.N., Tochter, * 1149, † 1204 ∞ 1170, Graf Heinrich III. von Schwarzenburg, † 1184 ∞ Graf Ulrich von Wettin
2 N.N., Tochter, * 1150 ∞ Herzog Magnus Boris in Dänemark
3 Hedwig, * 1151, angeblich Pröbstin von Gandersheim
2 Bruno, 1064–1066 Graf im Künziggau,
1 Ekbert I., † 1109, um 1070 Graf von Formbach, 1067 Graf im Künziggau, 1094 Gründer von Kloster Vornbach ∞ N.N. ∞ Mathilde von Lambach, † 1090
1 Eberhard, 1095–1100, † um 1100
2 Dietmar, Abt von Ossiach
3 Ekbert II., 1113 Graf von Formbach, 1120 von Pitten, 1142 Graf von Pitten, † 1144 ∞ Willibirg (Tochter des Markgraf Ottokar II. von Steyr), † 1145
1 Ekbert III., † 1158, 1148 Graf von Pitten, 1151 Graf von Neuburg am Inn
2 Kunigunde, † 1152 ∞ 1135, Bertold II., Graf von Andechs, † 1151 ∞ Ulrich III. von Deggendorf und Pernegg
3 Mathilde, † 1160 ∞ Graf Bertold II. von Bogen, † 1167
1 Ekbert von Deggendorf
4 Benedikta (?) ∞ Wernhard von Julbach
2 Heinrich II., Graf, 1070, Vogl von St. Nikola ∞ Adelheid
1 Gebhard, Graf von Formbach
2 Benedikta ∞ Gebhard von Ollersbach
1 Benedikta ∞ Wernhard I. von Julbach
2 Dietrich von Ollersbach
3 Dietrich II., † 1145, 1115 Graf von Viechtenstein, Graf von Formbach, Graf von Kreuzenstein ∞ Adelheid, Tochter von Markgraf Luitpold III. von Österreich
1 Hedwig, † 1170 ∞ Graf Engelbert von Wasserburg, Hallgraf in Reichenhall, † 1161
2 Gottfried, Mönch
3 Ulrich II. (Udalrich) von Formbach, 1040/um 1055
4 Pilgrim, † 1066,
5 Friedrich, † 1060 ∞ 1056 Gertrud, Tochter des Grafen Konrad von Haldensleben, † 1116
1 Hedwig ∞ Graf Gebhard von Supplinburg, † 1075, ∞ Herzog Dietrich von Oberlothringen, † 1115
1 Kaiser Lothar, 1125–1137
2 Ida, † 1138 ∞ Graf Sieghard X. von Burghausen, † 1104
3 Simon, Herzog von Lothringen

Weitere Familienmitglieder
• Hl. Adalbero, † 1090, Sohn Arnolds II., Bischof von Würzburg 1045–1088
• Tiemo, † 1102, Sohn Tiemos II., Erzbischof von Salzburg 1090–1102
• Ida von Formbach (oder Itha von Ratelnberg), † nach 1101, Tochter Tiemos II., Ehefrau Herzog Leopolds II. von Österreich (Zuordnung unsicher, da sie auch den Grafen von Cham zugerechnet wird.)
• Tuta von Formbach, Tochter Heinrichs I., Gründerin von Stift Suben und Ehefrau des ungarischen Königs Béla I. († 1063)
• Himiltrud, Tochter Heinrichs I., Gründerin des Kollegiatstifts Vornbach
• Hedwig von Formbach, Tochter Friedrichs und der Gertrud von Haldensleben; ∞ wohl I Graf Heinrich; ∞ II Gerhard von Süpplingenburg (X 9. Juni 1075 bei Homburg), 1062 Graf im Harzgau (Supplinburger); ∞ III Dietrich, ab 1090 Herzog von Oberlothrngen († 30. Dezember 1115) (Haus Châtenois) - Hedwig von Formbach ist folglich die Mutter des Kaisers Lothar III.
• Beatrix, † 1160, Tochter Hermanns I. von Winzenburg, Äbtissin von Quedlinburg 1138–1160
• Dietrich II., † 1127, Sohn Hermanns I. von Winzenburg, Bischof von Münster 1118–1127
• Mechtild, † wohl 1155, Tochter Hermanns I. von Winzenburg, Ehefrau von Graf Udo V. von Stade, Markgraf der Nordmark, † 1130 (Udonen)
• Sophia, † 1160, Tochter Hermanns I. von Winzenburg, Ehefrau Albrechts des Bären, † 1170 (Askanier)



Literatur
• Richard Loibl: Der Herrschaftsraum der Grafen von Vornbach und ihrer Nachfolger: Studien zur Herrschaftsgeschichte Ostbayerns im hohen Mittelalter. (= Historischer Atlas von Bayern: Teil Altbayern Reihe 2. Band 1), Verlag Komm. für Bayer. Lanesgeschichte, 1997.
• Detlev Schwennicke, Europäische Stammtafeln Band XVI, T. 37.
• Kamillo Trotter: Die Grafen von „Lambach“ und „Formbach“. In Otto Dungern (Hrsg.),: Genealogisches Handbuch zur bairisch-österreichischen Geschichte. Verlag Leuschner & Lubensky: Graz, 1931, S. 37–51.
Einzelnachweise
1 Trotter 1931;
Franz Tyroller: Genealogie des altbayerischen Adels im Hochmittelalter. In Wilhelm Wegener: Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte. Heinz Reise Verlag: Göttingen, 1962, S. o.A..
2 Die Grafschaft Ratelnberg bezieht sich auf die heutigen Ortschaften Ober- und Unterradlberg, eingemeindet in Sankt Pölten. Das nahegelegene Stift Göttweig wurde von den Ratelnbergern bevogtet. 
von Formbach von Pütten (Pitten), Graf Eckbert II. (I3926)
 
34270 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Formbach

Die Grafschaft Formbach, in der neueren Forschung als Vornbach benannt, war eine mittelalterliche Grafschaft mit dem Hauptort Vornbach (heute Teil von Neuhaus am Inn) bei Passau.

Geschichte
Die Grafschaft bestand seit mindestens dem 10. Jahrhundert in der Hand einer Familie, die im Traungau Herrschaftsrechte ausübte. Um 1050 wurde der Sitz der Grafschaft einige Kilometer innaufwärts verlegt. In der Folgezeit hieß die Grafschaft deshalb Neuburg.
Die Familie der Grafen von Formbach gründete 1094 das Kloster Vornbach (Formbach) und starb 1158 mit Ekbert III. von Neuburg aus. Die Güter erbten vor allem die Grafen von Andechs und die Otakare.
Die Grafen von Formbach waren verwandt und verschwägert mit den Luitpoldingern, den Brunonen und den Wettinern; neben dem Traungau regierten sie zeitweise im Schweinachgau und im Künziggau, sie waren darüber hinaus Vögte des Bistums Regensburg, der Klöster Göttweig und Sankt Nikola bei Passau.

Grafen von Formbach/Wels-Lambach/Pitten
Frühe Genealogie:[1]
1 Meginhard I.,um 930, Graf im Traungau
1 Meginhard II., Graf, Vogt von Niederaltaich, 944-955/963
1 Arnold I., Graf an der Traun (zu Lambach), Graf im Rotagau, 8. Februar 1018, † um 1020
1 Aribo von Ennsburg, 1030
2 Arnold II., Graf von Wels-Lambach, 1035 Markgraf in der Kärntner Mark, † 1050 ∞ Regininde von Verdun, † 1050
1 Arnold III. von Wels-Lambach, † 1050 ∞ Hazacha (Haziga)
2 Adalbero, Bischof von Würzburg 1045–1088, * um 1010, † 1090
3 Masthilde ∞ Ratpoto IV., Graf von Cham
4 Gottfried, von Pitten, † 1050, Graf von Lambach, 1041 Mit-Markgraf in der Kärntner Mark
1 Mathilde, † 1100
2 N.N., Tochter ∞ Markgraf Otokar II. von der Steiermark, † 1022
2 Udalrich I., Graf 947-970
1 Bertold, Lurngaugraf 1000–1005
1 Meginhard III., Graf (im Traungau) 1030
2 Pilgrim, Mönch in Kloster St. Emmeran
3 Tiemo I., † nach 1025 in Reichenhall, Graf im Quinzingau
1 Heinrich (Hesso) I., † wohl 1030 ∞ Himiltrud
1 Tuta von Formbach, * 1037, † um 1100 ∞ König Bélas I. von Ungarn, ∞ Engelbrecht III., Graf im Pustertal und Pfalzgraf in Kärnten
2 Himiltrud, Gründerin des Klosters Vornbach, † nach 1070
3 Hermann III., † 1030
2 Tiemo II. (Dietmar) II., † 1040, Graf im Quinzingau
1 Meginhard IV., Graf, Vogt von Niederaltaich, † 1066
1 Ulrich III. (Udalrich III.), † 1097, 1074 Graf von Ratelnberg,[2] 1095–1097 Graf von Windberg, Vogt von Göttweig ∞ Matilde
1 Konrad, 1122–1128
2 Luitgard, ∞ Friedrich II., Domvogt zu Regensburg, † 1134
2 Konrad, † 1084
3 Dietrich I., Domherr in Bamberg
4 Hermann I. von Winzenburg, † 1123, Vogt von Göttweig, 1097 Graf von Windberg, 1107 Graf von Ratelnberg,[2] 1108 Stifter von Reinhausen (b. Göttingen), 1109 Graf von Winzenburg, 1112 Markgraf von Meißen, 1114 Pfalzgraf von Sachsen, Vogt von Götweig ∞ Hedwig von Assel
1 Beatrix II. (Quedlinburg), † 1160, Äbtissin von Quedlinburg
2 Konrad, 1122–1128
3 Matilde, † um 1155 ∞ Udo von Freckleben, Markgraf der Nordmark, † 1130
4 Sofie, † 1160 ∞ Albrecht der Bär, Herzog von Sachsen, † 18. November 1170
5 Heinrich von Winzenburg, † 1146, Graf von Asle ∞ Eufemia von Vohburg, ∞ 1144 Richenza von Immenhausen
1 Sofie, † vor 1171 ∞ Rottmann I. Graf von Himstedt
2 Otto von Winzenburg, † 1171/74, Graf von Assel ∞ Salome von Heinsberg, † nach 1185
1 Adelheid, † 1185 ∞ Adolf III., Graf von Schauenburg-Holstein, † 1225
6 Hermann II. von Winzenburg, † 1152, 1125 Graf von Winzenburg, 1129 Markgraf von Meißen, 1130 abgesetzt, 1139 von Plesse und Markgraf, 1147 Vogt von Corvey ∞ Elisabeth von Österreich, † 1143; ∞ 1148, Luitkrad von Stade, † 1152
1 N.N., Tochter, * 1149, † 1204 ∞ 1170, Graf Heinrich III. von Schwarzenburg, † 1184 ∞ Graf Ulrich von Wettin
2 N.N., Tochter, * 1150 ∞ Herzog Magnus Boris in Dänemark
3 Hedwig, * 1151, angeblich Pröbstin von Gandersheim
2 Bruno, 1064–1066 Graf im Künziggau,
1 Ekbert I., † 1109, um 1070 Graf von Formbach, 1067 Graf im Künziggau, 1094 Gründer von Kloster Vornbach ∞ N.N. ∞ Mathilde von Lambach, † 1090
1 Eberhard, 1095–1100, † um 1100
2 Dietmar, Abt von Ossiach
3 Ekbert II., 1113 Graf von Formbach, 1120 von Pitten, 1142 Graf von Pitten, † 1144 ∞ Willibirg (Tochter des Markgraf Ottokar II. von Steyr), † 1145
1 Ekbert III., † 1158, 1148 Graf von Pitten, 1151 Graf von Neuburg am Inn
2 Kunigunde, † 1152 ∞ 1135, Bertold II., Graf von Andechs, † 1151 ∞ Ulrich III. von Deggendorf und Pernegg
3 Mathilde, † 1160 ∞ Graf Bertold II. von Bogen, † 1167
1 Ekbert von Deggendorf
4 Benedikta (?) ∞ Wernhard von Julbach
2 Heinrich II., Graf, 1070, Vogl von St. Nikola ∞ Adelheid
1 Gebhard, Graf von Formbach
2 Benedikta ∞ Gebhard von Ollersbach
1 Benedikta ∞ Wernhard I. von Julbach
2 Dietrich von Ollersbach
3 Dietrich II., † 1145, 1115 Graf von Viechtenstein, Graf von Formbach, Graf von Kreuzenstein ∞ Adelheid, Tochter von Markgraf Luitpold III. von Österreich
1 Hedwig, † 1170 ∞ Graf Engelbert von Wasserburg, Hallgraf in Reichenhall, † 1161
2 Gottfried, Mönch
3 Ulrich II. (Udalrich) von Formbach, 1040/um 1055
4 Pilgrim, † 1066,
5 Friedrich, † 1060 ∞ 1056 Gertrud, Tochter des Grafen Konrad von Haldensleben, † 1116
1 Hedwig ∞ Graf Gebhard von Supplinburg, † 1075, ∞ Herzog Dietrich von Oberlothringen, † 1115
1 Kaiser Lothar, 1125–1137
2 Ida, † 1138 ∞ Graf Sieghard X. von Burghausen, † 1104
3 Simon, Herzog von Lothringen

Weitere Familienmitglieder
• Hl. Adalbero, † 1090, Sohn Arnolds II., Bischof von Würzburg 1045–1088
• Tiemo, † 1102, Sohn Tiemos II., Erzbischof von Salzburg 1090–1102
• Ida von Formbach (oder Itha von Ratelnberg), † nach 1101, Tochter Tiemos II., Ehefrau Herzog Leopolds II. von Österreich (Zuordnung unsicher, da sie auch den Grafen von Cham zugerechnet wird.)
• Tuta von Formbach, Tochter Heinrichs I., Gründerin von Stift Suben und Ehefrau des ungarischen Königs Béla I. († 1063)
• Himiltrud, Tochter Heinrichs I., Gründerin des Kollegiatstifts Vornbach
• Hedwig von Formbach, Tochter Friedrichs und der Gertrud von Haldensleben; ∞ wohl I Graf Heinrich; ∞ II Gerhard von Süpplingenburg (X 9. Juni 1075 bei Homburg), 1062 Graf im Harzgau (Supplinburger); ∞ III Dietrich, ab 1090 Herzog von Oberlothrngen († 30. Dezember 1115) (Haus Châtenois) - Hedwig von Formbach ist folglich die Mutter des Kaisers Lothar III.
• Beatrix, † 1160, Tochter Hermanns I. von Winzenburg, Äbtissin von Quedlinburg 1138–1160
• Dietrich II., † 1127, Sohn Hermanns I. von Winzenburg, Bischof von Münster 1118–1127
• Mechtild, † wohl 1155, Tochter Hermanns I. von Winzenburg, Ehefrau von Graf Udo V. von Stade, Markgraf der Nordmark, † 1130 (Udonen)
• Sophia, † 1160, Tochter Hermanns I. von Winzenburg, Ehefrau Albrechts des Bären, † 1170 (Askanier) 
von Formbach, Graf Meginhard I. (I3604)
 
34271 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Formbach

Die Grafschaft Formbach, in der neueren Forschung als Vornbach benannt, war eine mittelalterliche Grafschaft mit dem Hauptort Vornbach (heute Teil von Neuhaus am Inn) bei Passau.

Geschichte
Die Grafschaft bestand seit mindestens dem 10. Jahrhundert in der Hand einer Familie, die im Traungau Herrschaftsrechte ausübte. Um 1050 wurde der Sitz der Grafschaft einige Kilometer innaufwärts verlegt. In der Folgezeit hieß die Grafschaft deshalb Neuburg.
Die Familie der Grafen von Formbach gründete 1094 das Kloster Vornbach (Formbach) und starb 1158 mit Ekbert III. von Neuburg aus. Die Güter erbten vor allem die Grafen von Andechs und die Otakare.
Die Grafen von Formbach waren verwandt und verschwägert mit den Luitpoldingern, den Brunonen und den Wettinern; neben dem Traungau regierten sie zeitweise im Schweinachgau und im Künziggau, sie waren darüber hinaus Vögte des Bistums Regensburg, der Klöster Göttweig und Sankt Nikola bei Passau.

Grafen von Formbach/Wels-Lambach/Pitten
Frühe Genealogie:[1]
1 Meginhard I.,um 930, Graf im Traungau
1 Meginhard II., Graf, Vogt von Niederaltaich, 944-955/963
1 Arnold I., Graf an der Traun (zu Lambach), Graf im Rotagau, 8. Februar 1018, † um 1020
1 Aribo von Ennsburg, 1030
2 Arnold II., Graf von Wels-Lambach, 1035 Markgraf in der Kärntner Mark, † 1050 ∞ Regininde von Verdun, † 1050
1 Arnold III. von Wels-Lambach, † 1050 ∞ Hazacha (Haziga)
2 Adalbero, Bischof von Würzburg 1045–1088, * um 1010, † 1090
3 Masthilde ∞ Ratpoto IV., Graf von Cham
4 Gottfried, von Pitten, † 1050, Graf von Lambach, 1041 Mit-Markgraf in der Kärntner Mark
1 Mathilde, † 1100
2 N.N., Tochter ∞ Markgraf Otokar II. von der Steiermark, † 1022
2 Udalrich I., Graf 947-970
1 Bertold, Lurngaugraf 1000–1005
1 Meginhard III., Graf (im Traungau) 1030
2 Pilgrim, Mönch in Kloster St. Emmeran
3 Tiemo I., † nach 1025 in Reichenhall, Graf im Quinzingau
1 Heinrich (Hesso) I., † wohl 1030 ∞ Himiltrud
1 Tuta von Formbach, * 1037, † um 1100 ∞ König Bélas I. von Ungarn, ∞ Engelbrecht III., Graf im Pustertal und Pfalzgraf in Kärnten
2 Himiltrud, Gründerin des Klosters Vornbach, † nach 1070
3 Hermann III., † 1030
2 Tiemo II. (Dietmar) II., † 1040, Graf im Quinzingau
1 Meginhard IV., Graf, Vogt von Niederaltaich, † 1066
1 Ulrich III. (Udalrich III.), † 1097, 1074 Graf von Ratelnberg,[2] 1095–1097 Graf von Windberg, Vogt von Göttweig ∞ Matilde
1 Konrad, 1122–1128
2 Luitgard, ∞ Friedrich II., Domvogt zu Regensburg, † 1134
2 Konrad, † 1084
3 Dietrich I., Domherr in Bamberg
4 Hermann I. von Winzenburg, † 1123, Vogt von Göttweig, 1097 Graf von Windberg, 1107 Graf von Ratelnberg,[2] 1108 Stifter von Reinhausen (b. Göttingen), 1109 Graf von Winzenburg, 1112 Markgraf von Meißen, 1114 Pfalzgraf von Sachsen, Vogt von Götweig ∞ Hedwig von Assel
1 Beatrix II. (Quedlinburg), † 1160, Äbtissin von Quedlinburg
2 Konrad, 1122–1128
3 Matilde, † um 1155 ∞ Udo von Freckleben, Markgraf der Nordmark, † 1130
4 Sofie, † 1160 ∞ Albrecht der Bär, Herzog von Sachsen, † 18. November 1170
5 Heinrich von Winzenburg, † 1146, Graf von Asle ∞ Eufemia von Vohburg, ∞ 1144 Richenza von Immenhausen
1 Sofie, † vor 1171 ∞ Rottmann I. Graf von Himstedt
2 Otto von Winzenburg, † 1171/74, Graf von Assel ∞ Salome von Heinsberg, † nach 1185
1 Adelheid, † 1185 ∞ Adolf III., Graf von Schauenburg-Holstein, † 1225
6 Hermann II. von Winzenburg, † 1152, 1125 Graf von Winzenburg, 1129 Markgraf von Meißen, 1130 abgesetzt, 1139 von Plesse und Markgraf, 1147 Vogt von Corvey ∞ Elisabeth von Österreich, † 1143; ∞ 1148, Luitkrad von Stade, † 1152
1 N.N., Tochter, * 1149, † 1204 ∞ 1170, Graf Heinrich III. von Schwarzenburg, † 1184 ∞ Graf Ulrich von Wettin
2 N.N., Tochter, * 1150 ∞ Herzog Magnus Boris in Dänemark
3 Hedwig, * 1151, angeblich Pröbstin von Gandersheim
2 Bruno, 1064–1066 Graf im Künziggau,
1 Ekbert I., † 1109, um 1070 Graf von Formbach, 1067 Graf im Künziggau, 1094 Gründer von Kloster Vornbach ∞ N.N. ∞ Mathilde von Lambach, † 1090
1 Eberhard, 1095–1100, † um 1100
2 Dietmar, Abt von Ossiach
3 Ekbert II., 1113 Graf von Formbach, 1120 von Pitten, 1142 Graf von Pitten, † 1144 ∞ Willibirg (Tochter des Markgraf Ottokar II. von Steyr), † 1145
1 Ekbert III., † 1158, 1148 Graf von Pitten, 1151 Graf von Neuburg am Inn
2 Kunigunde, † 1152 ∞ 1135, Bertold II., Graf von Andechs, † 1151 ∞ Ulrich III. von Deggendorf und Pernegg
3 Mathilde, † 1160 ∞ Graf Bertold II. von Bogen, † 1167
1 Ekbert von Deggendorf
4 Benedikta (?) ∞ Wernhard von Julbach
2 Heinrich II., Graf, 1070, Vogl von St. Nikola ∞ Adelheid
1 Gebhard, Graf von Formbach
2 Benedikta ∞ Gebhard von Ollersbach
1 Benedikta ∞ Wernhard I. von Julbach
2 Dietrich von Ollersbach
3 Dietrich II., † 1145, 1115 Graf von Viechtenstein, Graf von Formbach, Graf von Kreuzenstein ∞ Adelheid, Tochter von Markgraf Luitpold III. von Österreich
1 Hedwig, † 1170 ∞ Graf Engelbert von Wasserburg, Hallgraf in Reichenhall, † 1161
2 Gottfried, Mönch
3 Ulrich II. (Udalrich) von Formbach, 1040/um 1055
4 Pilgrim, † 1066,
5 Friedrich, † 1060 ∞ 1056 Gertrud, Tochter des Grafen Konrad von Haldensleben, † 1116
1 Hedwig ∞ Graf Gebhard von Supplinburg, † 1075, ∞ Herzog Dietrich von Oberlothringen, † 1115
1 Kaiser Lothar, 1125–1137
2 Ida, † 1138 ∞ Graf Sieghard X. von Burghausen, † 1104
3 Simon, Herzog von Lothringen

Weitere Familienmitglieder
• Hl. Adalbero, † 1090, Sohn Arnolds II., Bischof von Würzburg 1045–1088
• Tiemo, † 1102, Sohn Tiemos II., Erzbischof von Salzburg 1090–1102
• Ida von Formbach (oder Itha von Ratelnberg), † nach 1101, Tochter Tiemos II., Ehefrau Herzog Leopolds II. von Österreich (Zuordnung unsicher, da sie auch den Grafen von Cham zugerechnet wird.)
• Tuta von Formbach, Tochter Heinrichs I., Gründerin von Stift Suben und Ehefrau des ungarischen Königs Béla I. († 1063)
• Himiltrud, Tochter Heinrichs I., Gründerin des Kollegiatstifts Vornbach
• Hedwig von Formbach, Tochter Friedrichs und der Gertrud von Haldensleben; ∞ wohl I Graf Heinrich; ∞ II Gerhard von Süpplingenburg (X 9. Juni 1075 bei Homburg), 1062 Graf im Harzgau (Supplinburger); ∞ III Dietrich, ab 1090 Herzog von Oberlothrngen († 30. Dezember 1115) (Haus Châtenois) - Hedwig von Formbach ist folglich die Mutter des Kaisers Lothar III.
• Beatrix, † 1160, Tochter Hermanns I. von Winzenburg, Äbtissin von Quedlinburg 1138–1160
• Dietrich II., † 1127, Sohn Hermanns I. von Winzenburg, Bischof von Münster 1118–1127
• Mechtild, † wohl 1155, Tochter Hermanns I. von Winzenburg, Ehefrau von Graf Udo V. von Stade, Markgraf der Nordmark, † 1130 (Udonen)
• Sophia, † 1160, Tochter Hermanns I. von Winzenburg, Ehefrau Albrechts des Bären, † 1170 (Askanier)


Literatur
• Richard Loibl: Der Herrschaftsraum der Grafen von Vornbach und ihrer Nachfolger: Studien zur Herrschaftsgeschichte Ostbayerns im hohen Mittelalter. (= Historischer Atlas von Bayern: Teil Altbayern Reihe 2. Band 1), Verlag Komm. für Bayer. Lanesgeschichte, 1997.
• Detlev Schwennicke, Europäische Stammtafeln Band XVI, T. 37.
• Kamillo Trotter: Die Grafen von „Lambach“ und „Formbach“. In Otto Dungern (Hrsg.),: Genealogisches Handbuch zur bairisch-österreichischen Geschichte. Verlag Leuschner & Lubensky: Graz, 1931, S. 37–51.
Einzelnachweise
1 Trotter 1931;
Franz Tyroller: Genealogie des altbayerischen Adels im Hochmittelalter. In Wilhelm Wegener: Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte. Heinz Reise Verlag: Göttingen, 1962, S. o.A..
2 Die Grafschaft Ratelnberg bezieht sich auf die heutigen Ortschaften Ober- und Unterradlberg, eingemeindet in Sankt Pölten. Das nahegelegene Stift Göttweig wurde von den Ratelnbergern bevogtet. 
von Formbach, Graf Meginhard V. (IV. ?) (I7350)
 
34272 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Gleiberg#Grafen_von_Gleiberg

Die Grafschaft Gleiberg war nach der Burg Gleiberg im heutigen Krofdorf-Gleiberg im Kreis Gießen benannt.

Geschichte
Bereits im 10. Jahrhundert nutzen die Konradiner in ihrer Eigenschaft als Grafen des Lahngaus den Gleiberg als Standort einer Burg. Möglicherweise wurde die Burg schon von Otto, dem Bruder des späteren Königs Konrad I., als Festung gegen die Popponen erbaut.
Heribert von der Wetterau machte die Burg 949 zu seiner Residenz und begründete damit die Grafschaft an der mittleren Lahn. Nach seinem Tod gelangte die Burg über seine Tochter Irmtrud an seinen Schwiegersohn Friedrich von Luxemburg, den Begründer des luxemburgischen Grafenhauses von Gleiberg. Die Burg gilt als möglicher Geburtsort der Kaiserin Kunigunde um 980.
Diese erste Linie der Grafen von Gleiberg starb Ende des 11. Jahrhunderts aus. Im Jahr 1103 eroberte König Heinrich V. die Burg und ließ sie zerstören. Nächste Besitzerin der Burg (oder Burgruine) war Clementia von Poitou, die Witwe des Grafen Konrad I. von Luxemburg. Nach ihrem Tod tritt einer ihrer Enkel, Wilhelm, als Graf von Gleiberg auf, ebenso wie dessen Neffe Otto. Wohl in dieser Zeit kam es auch zum Wiederaufbau der Burg.
Wilhelm und Otto teilten sich die Grafschaft Gleiberg anfangs der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Wilhelm erhielt die Osthälfte um die von ihm 1152 erbaute und zu seiner Residenz gemachte Wasserburg Gießen. Aufgrund der Heirat seiner Erbtochter Mechthild im Jahre 1181 mit Rudolf I. kam diese kleine Teilgrafschaft Gießen an die Pfalzgrafen von Tübingen. Sie wurde zunächst allerdings noch bis zu ihrem Tod zwischen 1197 und 1203 von Wilhelms Witwe und Mechthilds Mutter Salome von Isenburg, die sich "Gräfin von Gießen" nannte, verwaltet. Mechthilds Enkel Ulrich I. verkaufte diesen Besitz, mit Gießen, schließlich 1264/65 an Landgraf Heinrich I. von Hessen.
Wilhelms Neffe Otto erhielt die Westhälfte der Grafschaft mit der Burg Gleiberg. Diese Teilgrafschaft kam nach Ottos Tod 1163 durch die bereits um die Mitte des Jahrhunderts vollzogene Heirat seiner Erbtochter Irmgard mit Hartrad II. von Merenbeerg an die Herren von Merenberg. Hartrad II. verlegte seine Residenz auf die Burg Gleiberg und nahm den Titel „Graf“ an. Die Merenberger besaßen dieses Gebiet bis zum Erlöschen ihres Geschlechts im Mannesstamm mit dem Tod von Hartrad VI. im Jahrre 1328. Der daraufhin folgende und teilweise in eine Fehde ausartende Erbstreit endete erst 1333, als Gertrud, die ältere Tochter Hartrads VI., Johann I. von Nassau-Weilburg heiratete und die Ansprüche auf die Herrschaft Merenberg einschließlich der Grafschaft Gleiberg damit endgültig an das Haus Nassau fielen. Johann nannte sich seitdem „von Nassau-Merenberg“, bis mit der Erbschaft der Grafschaft Saarbrücken die Umbenennung in „von Nassau-Saarbrücken“ erfolgte. Die Burg Gleiberg blieb zwar Mittelpunkt des „Lands an der Lahn“, hatte jedoch keine Residenzfunktion mehr.[1]
Ein Teil der alten Grafschaft Gleiberg blieb nach der Teilung noch bis 1585 gemeinsamer Besitz. Dazu gehörten das „gemeine Land an der Lahn“ (Heuchelheim, Kinzenbach, Rodheim, Fellingshausen, Launsbach und Wißmar) sowie der Hüttenberg, das Gericht Lollar, und die Orte Großen-Linden, Niederkleen und Vollnkirchen.[2]

Grafen von Gleiberg
1 Heribert von der Wetterau († 992), Graf im Kinziggau, Graf im Engersgau, Pfalzgraf, Graf von Gleiberg (Konradiner)
1 Irmtrud († nach 985), Erbin von Gleiberg ∞ Friedrich, Graf im Moselgau († 1019), Wigeriche
1 Hermann I. von Gleiberg, († um 1065)
1 Hermann II. von Gleiberg, († wohl nach 1095)
2 Giselbert († 1056/59), Graf von Salm
1 Konrad I., Graf von Luxemburg († 1086) ∞ Clementia von Poitou, † nach 1129, Gräfin von Gleiberg, Tochter von Wilhelm VII., Herzog von Aquitanien (Ramnulfiden)
1 Wilhelm, Graf von Luxemburg († 1129/31) ∞ Luitgart von Northeim, Tochter von Kuno, Graf von Beichlingen
1 Wilhelm (1131/58 bezeugt), Graf von Gleiberg ∞ Salomone (Salome), "Gräfin von Gießen"
1 Mechtild, † nach 1203, Gräfin von Gießen ∞ Rudolf I., Pfalzgraf von Tübingen († 1219)
2 Konrad II., Graf von Luxemburg († 1136)
1 Otto (1142/62 bezeugt), Graf von Gleiberg
3 Luitgard (* 1120, † 1170), ∞ Henri II. (* 1125, † 1211), Graf von Grandpré



Literatur
• Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder. 1992
• Angela Metzner: Reichslandpolitik, Adel und Burgen – Untersuchungen zur Wetterau in der Stauferzeit. Büdingen 2008/ 2009, ISBN 978-3-00-026770-3, S. 152–156 (Büdinger Geschichtsblätter 21).
Einzelnachweise
1 Christian Spielmann: Geschichte der Stadt und Herrschaft Weilburg. Stadt Weilburg, 1896 (Neuauflage 2005) ohne ISBN, S. 42 ff.
2 Geschichte Kinzenbachs – ein Gang durch die Zeit, auf www.heuchelheim.de 
von Gleiberg, Graf Wilhelm (I7997)
 
34273 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Guînes

Die Grafschaft Guînes war eine der ersten großen Grafschaften, die schon zu karolingischer Zeit erblich waren.[1]
Vermutlich war das Land seit dem 7. Jahrhundert Teil der Grafschaft Flandern, die das gesamte Gebiet zwischen den Flüssen Somme und Schelde umfasste. Um 663 übergab Walbert, Graf von Arques, das gesamte Land, das er in Guînes besaß an den heiligen Bertin, den Apostel der Region Saint-Omer und Gründer der später nach ihm benannten Abtei Saint-Bertin. Die erste Erwähnung des Namens Gisna, aus dem sich die Bezeichnung Guînes entwickelte, stammt aus dem Jahr 807. Sie findet sich in einer Schenkungsurkunde vom 11. Oktober desselben Jahres, durch die eine Lebtrude den Mönchen der Abtei ihre Besitzungen am Ghisnervlet, dem Fluss durch Guînes, genannt Wasconingawalla, übergab, ein Name, aus dem sich die heutige Bezeichnung Walle entwickelte.
Im 11. Jahrhundert litten Land und Stadt stark unter den militärischen Auseinandersatzungen zwischen Philipp II. von Frankreich und dem Grafen von Flandern. Sie wurden mehrfach von den Truppen des Königs ebenso verwüstet wie von denen Renauds de Dammartin, Graf von Boulogne. Trotz dieser Katastrophen nahm Graf Arnold II. 1214 an der Schlacht von Bouvines an der Seite Philipps II. teil, dessen Vasall er geworden war.
Arnold III., 12. Graf von Guînes, geriet am 12. Juli 1253 in der Schlacht von Walcheren in Gefangenschaft, aus der er, um freigelassen zu werden, seine Grafschaft 1285 an den König verkaufen musste. Zehn Jahre später, 1295, gab Philipp IV. von Frankreich einen Teil des Besitzes an Johanna von Guînes zurück, der Enkelin Arnolds III. und Ehefrau von Johann II. von Brienne, Graf von Eu, der daraufhin zusätzlich den Titel eines Grafen von Guînes annahm.
Am 18. November 1350 wurde Rudolf II. von Brienne, Graf von Eu, 15. und letzter Graf von Guînes, Connétable von Frankreich nach seiner Rückkehr aus vierjähriger englischer Gefangenschaft auf Befehl König Johanns II. verhaftet und am Tag darauf ohne Prozess enthauptet.[2] Der König zog den Besitz ein und gab die Grafschaft Eu danach an Johann von Artois (Jean sans Terre), während er die Grafschaft Guînes in die Domaine royal aufnahm.
Drei Jahre nach der Einnahme von Calais, am 22. Januar 1351, geriet die Burg von Guînes durch Verrat in die Hände der Engländer. 1360 wurden Stadt und Grafschaft im Frieden von Brétigny vollständig England zugesprochen.

Grafen von Guînes

Haus Guînes
• Siegfried genannt der Däne (* um 940; † nach 965), erster Graf von Guînes, ∞ 964, Elstrude von Gent, Tochter von Arnulf I. von Flandern und Alix oder Adele von Vermandois; wurde Graf von Guînes als Vasall des Grafen von Flandern.
• Ardolf genannt Posthumus (* 965/966; † nach 996), dessen Sohn, ∞ Mathilde von Boulogne (* 965)
• Rudolf I. (* um 992; † 1036), dessen Sohn, ∞ Rosella von Saint-Pol (* um 995)
• Eustach I. (* um 1016; † 1052/65), dessen Sohn, ∞ Susanne von Ghermines (oder Gramines) (* um 1015), Tochter von Siger von Ghermines
• Balduin I. (* um 1038; † nach 1091), dessen Sohn, ∞ Adele oder Christine von Holland (* um 1045, † 1085) (Gerulfinger)
• Robert Manasse (* 1075; † 1137), dessen Sohn, ∞ Emma von Folkestone (* um 1080, † nach 1140) (Giffard)
• Geoffroy V. de Semur, † nach 1150, 1137/42 Graf von Guînes, Sohn von Geoffroy IV. und Aelis de Guînes (Haus Semur)
• Heinrich von Bourbourg (* um 1115; † 1168), dessen Schwiegersohn, ∞ Sibylle von Guînes, Robert Manasses Tochter
• Albert oder Alberich, Schwiegersohn Robert Manasses, Graf von Guînes bis zur Trennung von Beatrix von Guînes, Heinrichs Tochter.

Haus Gent
• Arnold I., ∞ Mahaut von Saint-Omer (* um 1115)
• Balduin II. (* um 1135; † 1205), deren Sohn, ∞ Christine von Marck (* um 1140, † 2. Juli 1177)
• Arnold II. (* um 1170; † 1220), deren Sohn, Kastellan von Bourbourg in Ardres, Herr von Ardres, ∞ Beatrix von Bourbourg (* um 1175, † 1214)
• Balduin III. (* 1200; † 1244), deren Sohn, Kastellan von Bourbourg, Herr von Ardres ∞ Mahaut de Fiennes (* um 1205 †?)
• Arnold III. (* um 1225; † um 1283), deren Sohn, Kastellan von Bourbourg, Herr von Ardres und Alost, ∞ Alix oder Marie von Coucy (* um 1225)

Haus Brienne
• Johann von Brienne († 1302), Graf von Eu und Guînes, ∞ Johanna von Guînes, Enkelin Arnolds III.,
• Rudolf II. († 1344), deren Sohn, (als Rudolf I.) Graf von Eu, Graf von Guînes, Connétable von Frankreich
• Rudolf III., († 19. November 1350), dessen Sohn, (als Rudolf II.) Graf von Eu, 15. und letzter Graf von Guînes, Connétable von Frankreich

Haus La Trémoille
• Georges de La Trémoille († 1446), 1398 Graf von Guînes.
• Louis I. († 1483), Graf von Guînes, dessen Sohn
• Louis II. (X 1525), Vicomte de Thouars, Prince de Talmond, Comte de Guînes et de Benon, dessen Sohn
• Charles (X 1515), Prince de Talmond et de Mortagne, Comte de Taillebourg, dessen Sohn
• François († 1541), Vicomte de Thouars, Prince de Talmond, Comte de Guînes, de Benon et de Taillebourg, dessen Sohn
• Louis III. († 1577), Duc de Thouars, Prince de Tarente et de Talmond, Comte de Taillebourg, de Guînes et de Benon, dessen Sohn
• Claude († 1604), Duc de La Trémoille, 2. Duc de Thouars, Prince de Tarente et de Talmond, Comte de Guînes etc., dessen Sohn
• Henri († 1674), 2. Duc de La Trémoille, 3. Duc de Thouars, Prince de Tarnente et de Talmond, Comte de Laval, de Montfort, de Guînes, de Benon, de Taillebourg et de Jonvelle
• Henri Charles († 1672), Prince de Tarente et de Talmond, Comte de Laval etc., dessen Bruder
• Charles Belgique Hollande († 1709), 3. Herzog von La Trémoille, 4. Herzog von Thouars, dessen Sohn
• Charles Louis Bretagne († 1719), 4. Herzog von La Trémoille, 5. Herzog von Thouars, dessen Sohn
• Charles Armand René († 1741), 5. Herzog von La Trémoille, 6. Herzog von Thouars, dessen Sohn
• Jean Bretagne Charles Godefroi († 1792), 6. Herzog von La Trémoille, 7. Herzog von Thouars, dessen Sohn
• Charles Bretagne Marie Joseph († 1839), 7. Herzog von La Trémoille, 8. Herzog von Thouars, dessen Sohn
• Louis Charles († 1911), 8. Herzog von La Trémoille, 9. Herzog von Thouars, dessen Sohn
• Louis Charles Marie († 1921), 9. Herzog von La Trémoille, 10. Herzog von Thouars, dessen Sohn
• Louis Jean Marie († 1933), 10. Herzog von La Trémoille, 11. Herzog von Thouars, dessen Sohn – ultimus familiae


Literatur und Quellen
• Bernard Delmaire: Art Guînes. In: Lexikon des Mittelalters. Bd. 4, dtv, München 2002, ISBN 3-423-59057-2.
• Lambert von Ardres: La chronique de Guînes et Ardres, 1203.
• Lamberti Ardensis historia comitum Ghisnensium hrsg. von Johannes Heller in: MGH, Scriptores, Bd. 24, Hannover 1879, S. 550–642 (Digitalisat).
• The history of the counts of Guines and lords of Ardres hrsg. von Leah Shopkow, Philadelphia 2007, ISBN 978-0-8122-1996-8.
Fußnoten
1 nach La Chesnaye-Desbois und Badier (Dictionnaire de la noblesse)
2 Zum Ort der Hinrichtung siehe den Artikel zu Rudolf II. 
von Guînes (von Gent), Graf Balduin (Baudouin) II. (I8478)
 
34274 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Hennegau von Lothringen, Herzog Reginar I. (Reginhar) (I739)
 
34275 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Mâcon

Die Grafschaft Mâcon lag im Süden der heutigen Region Bourgogne, zwischen der Grafschaft Charolais und der Saône. Sie ist der Kern des Weinbaugebietes Mâconnais. Die Grafschaft bestand wahrscheinlich schon zur Zeit der Merowinger, erste Grafen sind uns aber namentlich erst aus der späten Zeit der Karolinger bekannt. Eigene Grafen sind vom 9. Jahrhundert bis 1239 (Verkauf an die Krone Frankreich) bekannt.

Karolingische Grafen
Die in der folgenden Liste festzustellenden Überlappungen können auf Machtkämpfe beim Zusammenbruch des karolingischen Reiches zurückzuführen sein.
• Warinus, 835–853
• Isembardus, dessen Sohn,
• Humfried, Markgraf von Gothien, bis 863
• Odo († 870) Graf von Mâcon, Dijon und Autun
• Eccard († 876/7),858 missus im Senonais, 863 missus in der Markgrafschaft Chalon, 873 missus im Autunois und Mâconnais (Arnulfinger)
• 877–887: Boso von Vienne († 887), Bosoniden
• 884–886: Bernard Plantevelue († 886), Graf von Auvergne
• 886–918: Wilhelm I. der Fromme († 918), dessen Sohn, Graf von Auvergne und Herzog von Aquitanien
• 918–926: Wilhelm II. († 926), dessen Neffe, Graf von Auvergne und Herzog von Aquitanien
• 926–928: Acfred († 928), dessen Bruder, Graf von Auvergne und Herzog von Aquitanien
• …–952: Hugo der Schwarze, Herzog von Burgund


Haus Mâcon
Die Grafen von Auvergne setzten in Mâcon Vizegrafen ein. Die Kämpfe um die Kontrolle Aquitaniens nach dem Tod Acfreds führten dazu, dass die Vizegrafen die Grafschaft übernahmen.
• Liétald, Vizegraf von Mâcon
• Raculf, Vizegraf von Mâcon, vielleicht naher Verwandter Liétalds
• Aubry I., † wohl 943, Vizegraf von Mâcon, nennt sich Graf von Mâcon, ∞ Tolosana, Tochter Raculfs
• Liétald II., † 958/61, deren Sohn
• Aubry II., † wohl 982, dessen Sohn; ∞ Ermentrude von Roucy (Haus Roucy), sie heiratete in zweiter Ehe Otto Wilhelm von Burgund, Graf von Mâcon als Nachfolger Aubrys (Stammliste des Hauses Burgund-Ivrea)
Vizegrafen von Mâcon in dieser Zeit waren:
• Mayeul (II.), † nach 949, wohl Bruder Aubrys I.
• Gauthier, † nach 961, dessen Sohn
• Aubry, wohl dessen Sohn


Haus Burgund-Ivrea
• 982–1002: Otto Wilhelm (* 958, † 1026) Graf von Burgund, Sohn von Adalbert II. von Ivrea, Mitkönig von Italien und Gerberga, einer Tochter Liétalds II., ∞ Ermentrude von Roucy, Witwe Aubrys II.
• 1002–1004: Guido I. († 1004), Graf von Mâcon, dessen Sohn
• 1004–1049: Otto II. († 1049), Graf von Mâcon, dessen Sohn, ∞ Elisabeth von Vergy
• 1049–1065: Gottfried († 1065), Graf von Mâcon, dessen Sohn, ∞ Beatrix
• 1065–1078: Guido II. († 1109), Graf von Mâcon, dessen Sohn, 1078 geht er als Mönch in die Abtei Cluny und tritt Mâcon an seinen Vetter Wilhelm I. ab
• 1078–1082: Wilhelm I. († 1087), Graf von Burgund und Macon, dessen Vetter, Sohn von Rainald I. und Adelheid von Normandie, Enkel von Otto Wilhelm ∞ Etiennette de Longwy

Mâcon und Burgund
• 1082–1097: Rainald II. († 1097), Graf von Mâcon und Burgund, ältester Sohn Wilhelms I. ∞ Regina von Oltingen
• 1106–1125: Wilhelm II. († 1125), Graf von Mâcon und Burgund, dessen Sohn.

Mâcon und Vienne
• 1085–1102: Stephan I. Tollkopf (Etienne Tête Hardie) († 1102), Graf von Mâcon und Vienne, zweiter Sohn Wilhelms I. ∞ Beatrix von Lothringen
• 1102–1148: Rainald III. († 1148), Graf von Mâcon und Burgund, ältester Sohn Stephans I. ∞ Agathe von Elsass
• 1102–1155: Wilhelm III. († Sept. 1155), Graf von Mâcon, Auxonne und Vienne, zweiter Sohn Stephans I., ∞ Poncette de Traves
• 1157–1184: Gerhard I. (* 1142 † 1184), Graf von Mâcon und Vienne, dessen Sohn, ∞ Judith von Lothringen
• 1184–1224: Wilhelm IV. († 1224), Graf von Mâcon, Auxonne und Vienne, ältester Sohn Geralds I. ∞ I Poncia de Beaujeu, ∞ II Scholastika, Tochter des Heinrich I. Graf von Champagne.
• 1224–1224: Gerhard II. († 1224), Graf von Mâcon und Vienne, Sohn von Wilhelm IV.und Scholastika ∞ Alix Guigonne, Tochter des Guigues III. von Forez
• 1224–1239: Alix († 1260), Gräfin von Mâcon und Vienne, deren Tochter ∞ Johann von Dreux († 1239)
Nach dem Tod ihres Ehemanns verkauft Alix 1239 Mâcon an die französische Krone, Vienne 1240 an ihre Tante Beatrix. Nach Guillemaut war Beatrix eine Schwester von Alix, sie hatten auch noch einen Bruder, Guillaume, Erzbischof von Besançon. Beatrix heiratete 1235 Guillaume d'Antigny[1]


Siehe auch
• Mâcon
Literatur
• Jean Richard: Mâcon. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 6, Artemis & Winkler, München/Zürich 1993, ISBN 3-7608-8906-9, Sp. 61–63.
Einzelnachweise
1 Lucien Guillemaut, Histoire de la Bresse Louhannaise, Band 1, Seite 425 
von Mâcon, Gräfin Gerberga (I873)
 
34276 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Melgueil von Poitou ?, Beatrix (I7655)
 
34277 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Metz

Die Grafschaft Metz entstand aus dem fränkischen Metzgau. Schon im 9. Jahrhundert vollzog sich der Übergang von der karolingischen Gaugrafschaft zur erblichen Lehensgrafschaft. Es sind zwei Perioden des Metzer Grafentums zu unterscheiden: es scheint, dass das Adelsgeschlecht der Matfriede einen vom König verliehenen Grafentitel besaß, während die Folmare und Dagsburger Lehnsnehmer des Bischofs von Metz waren.
Die Ernennung des ersten Vertreters aus dem Geschlecht der Matfriede, Adalhard II., zum Grafen von Metz scheint mit der Machtübernahme Ludwigs III. zusammenzuhängen. Bei der Reichsteilung 865 bekam dieser sein Teilreich mit dem ostfränkischen Franken zugewiesen und verlobte sich im gleichen Jahr mit der Schwester Adalhards. Er musste die Verlobung auf Drängen seines Vaters zwar wieder lösen. Nachdem aber 870 mit dem Vertrag von Meerssen auch das östliche Lotharingien mit Metz unter seine Herrschaft gekommen war, erscheint Adalhard als Graf von Metz.
Die Grafschaft Metz blieb für fast 2 Jahrhunderte bei den Matfrieden. Als die Matfriede 1047 von Kaiser Heinrich III. den Titel eines Herzogs von Lothringen erhielten, führten sie den Grafentitel nicht mehr.
Die nächsten Träger des Grafentitels von Metz entstammten jener Linie der Folmare, welche zunächst in Lunéville, später auch in Hüneburg und Hombourg residierten und als Stifter und Vögte der Klöster St. Rémy (Lunéville), Lixheim und Beaupré hervortraten. Es liegt nahe, dass zwischen Folmar V. und Theoger, dem Reformabt von St. Georgen und Bischof von Metz, verwandtschaftliche Beziehungen bestanden.
Nach dem Aussterben der Folmare in männlicher Linie fiel der Titel in weiblicher Linie an die Grafen von Dagsburg. Nach dem Tode von Gertrud von Dagsburg 1225 zog das Bistum Metz nach den ursprünglich an die Grafschaft Dagsburg vergebenen Lehen (Herrenstein bei Neuwiller-lès-Saverne, Turquestein, Saarburg und Saaralb) auch die Grafschaft Metz als erloschenes Lehen ein.

Liste der Grafen von Metz
• 825–841: Adalbert aus dem Geschlecht der Hattonen, 825 bezeugt, X 13. Mai 841 in der Schlacht an der Wörnitz, Graf von Metz, dux Austrasiorum
• 842–862: Buvinus von Vienne, Graf von Metz (842/862 bezeugt), Sohn des westfränkischen Grafen Richard von Amiens, Laienabt von Gorze, Schwager König Lothars II., Namensgeber der Buviniden

Matfriede
• <11.4.882–890: Adalhard II. von Metz († 2. Januar 890), Sohn von Adalhard, dem Seneschall Kaiser Ludwigs des Frommen und Schwiegersohn von Matfried II., Graf im Eifelgau, kämpfte am 11. April 882 mit den Bischöfen Wala von Metz und Bertolf vn Trier in der Schlacht bei Remich gegen die Wikinger
•  ???–910: Gerhard I. († 910), dessen Sohn, Graf im Metzgau, tötete am 13. August 900 in der Schlacht von Susteren König Zwentibold und ehelichte dessen Witwe, Oda von Sachsen, Tochter des Herzogs Otto der Erlauchte (Liudolfinger)
• 926–930: Matfried († 930), dessen Bruder, 926 Graf im Metzgau; ∞ Lantsind, Tochter Graf Radalds, Schwester des Bischofs Dado von Verdun
• 930–944: Adalbert I. (~ *900, † 944), dessen Sohn, verheiratet mit Luitgard von Aachen (*900), Tochter Graf Wigerichs[1] von Aachen und der Kunigunde von Lothringen.
• 944–963: Gerhard II., 963 Graf von Metz, Vogt von Remiremont, Enkel von Gerhard I., Sohn von Gottfried von Jülich und Ermentrude
• 963–982: Richard, 968/986 bezeugt, möglicher Sohn von Graf Matfried, Graf von Metz
• 982–1022: Gerhard III. († 1024/25), Graf von Metz und im Saargau, Sohn oder Neffe von Richard; ∞ Eva, Tochter von Siegfried I. von Luxemburg und Nichte der Kaiserin Kunigunde [55] und [56]. Er stand mit den mit ihm verschwägerten luxemburgiscen Brüdern und mit den Bischöfen Theoderich II. von Metz und Adalbero von Trier in Opposition zu Kaiser Heinrich II. in der 1008–1017 währenden Moselfehde um die Besetzung des erzbischöflichen Stuhls von Trier. Im gemeinsamen Kampf mit seinem Neffen, dem späteren Kaiser Konrad, gegen Gottfried I. von Niederlothringen geriet sein einziger Sohn in Gefangenschaft und starb.
• 1022–1033: Adalbert II. (* vor 974, † 1033 in Bouzonville), Bruder von Gerhard III., stiftet die Abtei Bouzonville; ∞ vor 979, Judith/Jutta „von Öhningen“, 980/1032 bezeugt, † 27. Juli 1033/38, Tochter des Herzogs Konrad I. von Schwaben, Wite von NN, wohl von Rheinfelden, begraben in Bouzonville (Konradiner) [58] und [59]
• 1033–1045: Gerhard IV. († 1044/1045), Sohn von Adalbert II.

Folmare – Herren von Lunéville–Hombourg
• 982–995: Folmar I. Graf im Bliesgau; ∞ Bertha
• 995–1026: Folmar II., († 1026 oder später), Gründer von St. Rémy in Lunéville, Graf im Bliesgau; ∞ Gerberga; († 1051?, Graf von Metz?)
• 1029–1056: Gottfried I., † <1056, (Graf von Metz? und) Vogt von St. Rémy (Lunéville) (1029–1052)
• 1056–1075: Folmar IV., Graf von Metz (und Hombourg?, † 1075?) 1055/1075; ∞ Suanehilde
• 1075–1111: Folmar V., † 25. Juni 1111, Graf von Metz, Hüneburg und Lunéville, Domvogt von Metz, Gründer von Kloster Lixheim 1107
• 1111–1145: Folmar VI., Graf von Metz und Hombourg, † 1145, begr. Kloster Beaupré, ∞ Mathilde, Tochter von Albert I. von Egisheim, Graf von Dagsburg, und Ermensinde von Luxemburg
• 1145–1159: Hugo, Graf von Metz (1157) und Hombourg (1147), Sohn von Folmar V., ∞ Kunigunde, Tochter des Wildgrafen Gerhard, die Ehe blieb ohne Erben
• 1145–1171: Folmar VII., Bruder von Hugo, † 1171 oder später, Graf von Lunéville 1160

Etichonen – Grafen von Dagsburg
• 171–1178: (Heinrich-)Hugo X., Graf von Dagsburg und Metz, 1137/78 bezeugt, Neffe Folmars VI..
• 1178–1212: Albert II., 1175 Graf von Dagsburg, † 1212, Sohn Hugos X.
• 1212–1225: Gertrud, * 1205/06, † vor 1225, Tochter Alberts II., 1223 Gräfin von Metz und Moha[2]; ∞ (I) Ende 1215 Theobald I. (1213 Herzog von Lothringen, 1216 Graf von Dagsburg und Metz, † 1220), die Ehe blieb kinderlos; ∞ (II) 1220 Theobad VI. von Champagne, 1223 Ehe kinderlos aufgelöst; ∞ (III) 1223 Simon von Saarbrücken, Graf von Leiningen, Ehe kinderlos. 
von Metz (Matfriede), Matfried I. (I6767)
 
34278 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Moers von Moers und Saarwerden, Walpurgis (Walburga) (I21771)
 
34279 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Montfort-l’Amaury

Die Herrschaft und spätere Grafschaft Montfort(-l’Amaury) um den Hauptort Montfort-l’Amaury bestand mindestens seit dem Beginn des 11. Jahrhunderts. Sie lag im heutigen Département Yvelines in der Île-de-France.

Die Grafschaft im Mittelalter
Die Herren und Grafen von Montfort traten im Mittelalter mehrfach in Erscheinung. Die bekanntesten unter ihnen sind Simon IV. de Montfort († 1218), der Anführer des Albigenserkreuzzugs, und dessen Sohn Simon V. de Montfort († 1265), der sich anfangs siegreich gegen den englischen König Heinrich III. erhob und es bis zum Regenten des Landes brachte.
Nachdem die Grafschaft durch Erbschaft an die Herzöge der Bretagne aus der kapetingischen Seitenlinie Dreux gegangen war, traten die Grafen von Montfort im Bretonischen Erbfolgekrieg (1341–1364) noch einmal hervor: in der Auseinandersetzung um die Nachfolge Herzog Johanns III. zwischen dem Grafen von Penthièvre und dem Grafen von Montfort, Brüder des verstorbenen Herzogs bzw. deren Nachkommen, blieben die jüngeren Montfort siegreich und stellten von 1341 – mit einer Unterbrechung von 1345 bis 1364 – die letzte Herzogsdynastie, bevor die Bretagne mit Anne de Bretagne und ihrer Tochter Claude de France in das Königreich Frankreich integriert wurde.
Die Grafschaft nach dem Anschluss der Bretagne an Frankreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nach dem Anschluss der Bretagne an Frankreich wurde die Grafschaft ein Teil der Krondomäne, und somit war der König von Frankreich auch Graf von Montfort l’Amaury.
Mit königlicher Urkunde vom November 1667, registriert am 16. März 1668, erlaubte Ludwig XIV. dem Charles Honoré, Marquis d’Albert, duc de Chevreuse und seinen Nachkommen, den Titel und Namen eines „comte de Montfort l’Amaury“ zu führen.[1][2]
Um die Domaine von Versailles zu vergrößern, machte Ludwig XIV. im Februar 1692 mit demselben Charles Honoré d’Albert, duc de Luynes und duc de Chevreuse sowie Pair von Frankreich, einen Austausch, indem er ihm die Grafschaft Montfort l’Amaury mit der dazugehörigen Herrschaft gegen einen Großteil von Ländereien des Herzogtums Chevreuse übertrug.[3]
Seitdem führt das heute noch existierende Haus Albert neben seinen anderen Titeln auch den Titel eines Comte de Montfort l’Amaury.

Herren und Grafen von Montfort-l’Amaury

Haus Montfort
• Amalrich (Amaury) I., 1022/1052 bezeugt
• Simon I. († wohl 1087), dessen Sohn, Herr von Montfort, ∞ Agnes von Évreux, Tochter des Grafen Richard – deren Tochter ist Bertrada von Montfort, die Ehefrau von Fulko IV., Graf von Anjou, und zweite Ehefrau des Königs Philipp I.
• Amalrich II. († wohl 1089), dessen Sohn
• Wilhelm († 1102), dessen Bruder, Bischof von Paris
• Richard († wohl 1092), dessen Bruder
• Simon II. († nach 1104) dessen Bruder
• Amalrich III. († 1137), dessen Bruder, Graf von Evreux, Herr von Montfort
• Amalrich IV. († 1140), dessen Sohn, Graf von Evreux, Herr von Montfort
• Simon III. der Kahle († 1181), dessen Bruder, Graf von Evreux und Rochefort, Herr von Montfort
• Amalrich V. († 1182) dessen Sohn, Graf von Evreux
• Amalrich VI. († vor 1213), dessen Sohn, 1191–1200 Graf von Evreux, 1200–1210 Earl of Gloucester
• Simon IV. († 1188), Sohn Simons III., Graf von Rochefort, Graf von Montfort,
• Simon V. (Simon IV.) († 1218), dessen Sohn, Herr von Montfort und Rochefort, um 1205 5. Earl of Leicester, Vizegraf von Béziers und Carcassonne, Herzog von Narbonne, Graf von Toulouse,
• Amalrich VII. († 1241), dessen Sohn, Herzog von Narbonne, Graf von Toulouse, Vizegraf von Béziers und Carcassonne, 1218 Herr von Montfort, 1223 Graf von Montfort, Connétable von Frankreich
• Simon VI. (Simon V.) († 1265) dessen Bruder, Lord High Steward von England, 6. Earl of Leicester, Regent von England
• Johann I. († 1249) Graf von Montfort
• Beatrix Gräfin von Montfort, ∞ Robert IV. Graf von Dreux († 1282)
• Jolantha; Tochter von Robert und Beatrix, Erbin von Montfort, ∞ Arthur II. Herzog von Bretagne 1305–1312, 1311 Graf von Montfort

Haus Frankreich-Dreux (Kapetinger)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
• Arthur II. Herzog der Bretagne 1305–1312, 1311 Graf von Montfort-l’Amaury (de iure uxoris), ∞ Jolantha, Erbin von Montfort-l’Amaury, Tochter von Graf Robert IV. von Dreux und Beatrix, Erbin von Montfort-l’Amaury
• Johann IV., Sohn von Arthur und Jolantha, Graf von Montfort-l’Amaury 1322, Herzog der Bretagne 1341–1345
• Johann V., Sohn Johanns IV., Graf von Montfort-l’Amaury, 1364–1399 Herzog der Bretagne
• Johann VI., Sohn Johanns V., Herzog der Bretagne und Graf von Montfort-l’Amaury 1399–1442
• Franz I., Sohn Johanns VI., Herzog der Bretagne und Graf von Montfort-l’Amaury 1442–1450
• Peter II., Bruder Franz’ I., Herzog der Bretagne und Graf von Montfort-l’Amaury 1450–1457
• Arthur III., Bruder Johanns VI., Herzog der Bretagne und Graf von Montfort-l’Amaury 1457–1458
• Franz II., Neffe Arthurs III., Herzog der Bretagne und Graf von Montfort-l’Amaury 1458–1488
• Franz, Sohn Franz’ II., Graf von Montfort-l’Amaury 1463–1463
• Anne de Bretagne, Erbin der Bretagne und von Montfort-l’Amaury, ∞ 1) Karl VIII. und ∞ 2) Ludwig XII., Könige von Frankreich



Einzelnachweise
1 Dictionnaire universel, chronologique et historique, de justice ..., Band 1
2 Dictionnaire des anoblissements, contenant l'indication des anoblissements ... Par Henri Gourdon de Genouillac,Léonce Hallez-Claparède
3 Histoire de la Maison Royale de France, et des grands officiers de la Couronne Par Anselme de Sainte-Marie,Ange de Sainte-Rosalie S. 684, Contract d’échange du duché de Chevreuse avec le comté de Montfort l’Amaury, 1. Februar 1692 
von Dreux, Yolande (Jolanthe) (I9319)
 
34280 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Montfort-l’Amaury von Montfort-l’Amaury, Gräfin Beatrix (I9321)
 
34281 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Namur

Namur (niederländisch: Namen) war eine Grafschaft im Fränkischen Reich und später im Heiligen Römischen Reich im Bereich des Zusammenflusses von Sambre und Maas. Ihr Territorium entspricht weitgehend dem heutigen belgischen Arrondissement Namur und dem Nordwesten des Arrondissements Dinant. Seine Nachbarn waren im Westen der Hennegau, im Norden Brabant, im Süden und Osten das Hochstift Lüttich, im Südosten Luxemburg.

Geschichte
Die Grafschaft Namur entwickelte sich im 10. Jahrhundert um Burg und Stadt Namur. Ihre Entwicklung war lange Zeit eingeschränkt durch die starken Nachbarn Hennegau, Brabant und Hochstift Lüttich. Dank planmäßiger Heiratspolitik, die von den Grafen über 3 Generationen betrieben wurde, vereinigte Graf Heinrich der Blinde um 1150 in seiner Hand die Herrschaft über Namur, La Roche, Durbuy, Longwy und Luxemburg sowie die Vogteien über Stablo, St. Maximin vor Trier und Echternach.

Nach seinem Tod wird jedoch der Besitz geteilt und die Grafschaft auf ihre eigentliche Domäne beschränkt, womit Namur zu einem Fürstentum von zweitrangiger Bedeutung wurde. Da Heinrich keinen männlichen Erben hinterlassen hatte, kam die Grafschaft 1191 an die Grafen von Flandern und wurde zu deren Nebenland. 1217 wurde Namur weitervererbt an das Haus Courtenay, einer Nebenlinie der Kapetinger. Wieder durch Erbschaft kam die Grafschaft Namur erneut an Flandern, das jetzt unter der Herrschaft des Hauses Dampierre stand. Der letzte Graf aus dieser Familie, Johann III., der ohne Erben war, verkaufte das Erbrecht an der Grafschaft am 23. April 1421 an Philipp den Guten, Herzog von Burgund.

Der Erbfall trat am 1. März 1429 ein und Namur kam - wie schon zuvor seine Nachbarländer - zum Herrschaftsgebiet des Hauses Burgund und 1477, nach dem Tod Karls des Kühnen, an die Habsburger. Die Habsburgischen Niederlande wurden von Karl V. zunächst in dem neugeschaffenen Burgundischen Reichskreis und 1548 schließlich zu einer staatsrechtlichen Einheit zusammengefasst.

Liste der Grafen von Namur

Haus Namur
Berengar, 907 Graf im Lommegau, † nach 924
Robert I., † um 981, erbaute die Burg von Namur
Albert I., 992 Graf von Namur, † kurz vor 1011
Robert II., † vor 1031, dessen Sohn
Albert II., † 1063/64, Graf von Namur, dessen Bruder
Albert III., † 1102, 1063/64 Graf von Namur, dessen Sohn;
Gottfried, † 1139, 1102 Graf von Namur, dessen Sohn
1139–1188: Heinrich I. der Blinde, † 1196, 1136 Graf von Luxemburg, 1139 Graf von Namur, dessen Sohn

Haus Flandern
1188–1195: Balduin I., Graf von Hennegau (Balduin V.), Neffe mütterlicherseits von Heinrich I.
1196–1212: Philipp I., dessen Sohn
1212–1216: Jolante, dessen Schwester, ∞ Peter von Courtenay, Kaiser von Konstantinopel 1216–1217/19

Haus Courtenay
1216–1226: Philipp II., deren Sohn
1226–1229: Heinrich II., dessen Bruder
1229–1237: Margarete, dessen Schwester, ∞ Graf Heinrich I. von Vianden
1237–1259: Balduin II., deren Bruder, Kaiser von Konstantinopel
verkauft seine Rechte 1263 an den Grafen von Flandern

Haus Limburg-Arlon
1259–1265: Heinrich III. der Blonde, Graf von Luxemburg, Enkel mütterlicherseits Heinrichs I. des Blinden

Haus Dampierre
1265–1297: Guido I., Graf von Flandern, dessen Schwiegersohn, kauft Namur 1263
1297–1330: Johann I., dessen Sohn, Graf von Namur
1330–1335: Johann II., dessen Sohn, Graf von Namur
1335–1336: Guido II., dessen Bruder, Graf von Namur
1336–1337: Philipp III., dessen Bruder, Graf von Namur
1337–1391: Wilhelm I., dessen Bruder, Graf von Namur
1391–1418: Wilhelm II., dessen Sohn, Graf von Namur
1418–1429: Johann III., dessen Bruder, Graf von Namur

Johann III. verkauft die Nachfolge in Namur am 23. April 1421 an Philipp den Guten, Herzog von Burgund, damit geht die Grafschaft Namur mit dem Tod Johanns III. 1429 im Herzogtum Burgund auf.

Namur wird – gemeinsam mit Burgund – 1477 an die Habsburger vererbt.

Literatur
Léon Vanderkindere: La formation territoriale des principautés belges, 2 Bände, Brüssel 1909
Rousseau (Hrsg.): Actes des comtes de Namur, 1936f.
E. Brouette: Introduction aux études historiques, archéologiques et folkloriques du Namurois, Namur 1947
J. Balon: La maison de Namur sur la scène de la grand histoire, Namur 1950
Genicot: Le Namurois politique, 1964
Hermann Grote: Stammtafeln, Leipzig 1877
Weblinks
Namur bei genealogie-mittelalter.de


 
von Namur, Graf Robert I. (I5422)
 
34282 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Northeim

Die Grafschaft Northeim war eine mittelalterliche Grafschaft an den südwestlichen Ausläufern des Harzes mit dem Hauptort Northeim.

Geschichte
Um das Jahr 950 tritt erstmals ein Grafengeschlecht in Northeim auf, dessen Macht mit Graf Otto I. einen ersten Hochpunkt erreichte, als er 1061–1070 als Otto II. Herzog von Bayern war. Sein Sohn Heinrich der Fette wurde Markgraf in Friesland, dessen Tochter Richenza von Northeim deutsche Kaiserin als Ehefrau Lothars von Supplinburg.
Der Besitz der Northeimer befand sich an der oberen Leine, der Werra und der Weser, der Diemel und der Nethe (Boyneburg) sowie der unteren Elbe; darüber hinaus waren die Grafen von Northeim Vögte von Corvey, Gandersheim, Helmarshausen, des Familienklosters St. Blasien in Northeim, Bursfelde, Amelungsborn und Oldisleben.
Nach dem Tod Richenzas († 1141), ihres Vetters Siegfried IV. von Boyneburg († 1144) sowie des früheren Markgrafen von Meißen Hermann II. von Winzenburg († 1152) wurde dieser Familienbesitz an Richenzas Tochter Gertrud von Sachsen († 1143), Ehefrau des Herzogs Heinrich des Stolzen und Mutter Heinrich des Löwen, und damit an die Welfen vererbt.

Herkunft der Familie
Die Herkunft der Grafen von Northeim ist in der Forschung umstritten. Während Reinhard Wenskus verwandtschaftliche Verbindungen zur Familie des Markgrafen Gero und den Immedingern aufgezeigt hat, sieht Erich von Brandenburg Siegfried (I.) von Northeim als Sohn des Grafen Siegfried I. von Luxemburg,[1] eine These, die von Armin Wolf 1997 aufgenommen und ausgearbeitet wurde. Die Gegenposition wird insbesondere von Eduard Hlawitschka vertreten.

Grafen von Northeim
• Siegfried (I.), † um 1004
• Bernhard, † um 1040
• Siegfried (II.), † 1025
• Otto I., † 11. Januar 1083, als Otto II. Herzog von Bayern 1061–1070
• Heinrich der Fette; beerdigt 10. April 1101, Markgraf von Friesland 1090, Titularherzog von Bayern
• Otto II., † 1116
• Richenza von Northeim, † 10. Juni 1141; ∞ Lothar von Supplinburg, † 4. Dezember 1137, Herzog von Sachsen, deutscher König und Kaiser (Supplinburger)

Stammliste
1 Siegfried (I.) von Northeim, * um 955/965, 983 bezeugt, † März/November 1004; ∞ um 975/985 Mathilde, wohl Verwandte eines Benno/Bernhard[2]
1 Bernhard von Northeim, um 1040
1 Otto (I.), Graf von Northeim, † 11. Januar 1083, Herzog Otto II. von Bayern 1061–1070; ∞ Richenza, Tochter des Herzogs Otto II. von Schwaben (sehr umstritten), Witwe des Grafen Hermann III. von Werl
1 Heinrich der Fette, † 10. April 1101, Markgraf in Friesland 1090, Titularherzog von Bayern; ∞ um 1090 Gertrud die Jüngere von Braunschweig, † 9. Dezember 1117, Tochter von Ekbert I. Markgraf von Meißen (Brunonen)
1 Otto (II.), † 1116
2 Richenza von Northeim, * 1095, † 10. Juni 1141; ∞ um 1100 Lothar von Supplinburg, † 4. Dezember 1137, Herzog von Sachsen, deutscher König und Kaiser (Supplinburger)
3 Gertrud, † 14. Mai um 1154; ∞ I Siegfried von Ballenstedt, * um 1075, † 9. März 1113, Pfalzgraf bei Rhein 1095 (Askanier); ∞ II Otto Graf von Rheineck, † 1150
2 Kuno, † 1103, Graf von Beichlingen; ∞ Kunigunde von Weimar, Tochter des Grafen Otto I., Markgraf von Meißen, Witwe des Fürsten Jaropolk von Wladimir und Turow (Rurikiden), in dritter Ehe heiratete sie Wiprecht von Groitzsch, † 1124 (Grafschat Groitzsch)
1 Mathilde, 1117; ∞ Wilhelm Graf von Luxemburg, † 23. Januar 1130/31
2 Kunigunde; ∞ Wiprecht von Groitzsch der Jüngere, † wohl 1116 (Grafschaft Groitzsch)
3 Adele; ∞ Helferich, Markgraf der Nordmark, † 1118, aus dem Haus der Grafen von Plötzkau
3 Siegfried III. von Boyneburg † 1123, Graf von Boyneburg (Bomeneburg); ∞ Adelheid Gräfin von Holstein
1 Siegfried IV. von Boyneburg, † 17. Oktober 1144
4 Ida; ∞ Thimo, Graf von Brehna, † 9. März um 1091 (Wettiner)
5 Ethelinde; ∞ geschieden 1070, Welf IV., † 9. November 1101, Herzog von Bayern 1070
6 Mathilde ∞ 1073–1076 Konrad II. Graf von Werl-Arnsberg, 1077/92 bezeugt
2 Siegfried (II.) von Northeim, * um 975/985, † 1025, 1002 Mörder des Thronkandidaten Ekkehard von Meißen[3]



Literatur
• Karl-Heinz Lange: Der Herrschaftsbereich der Grafen von Northeim: 950–1144. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1969
• Karl-Heinz Lange: Die Grafen von Northeim (950–1144): Politische Stellung, Genealogie und Herrschaftsbereich. Kiel 1958
• Reinhard Wenskus: Sächsischer Stammesadel und fränkischer Reichsadel (AAG Phil. Hist. Kl. III, 93, 1976)
• Armin Wolf: Herkunft der Grafen von Northeim aus dem Haus Luxemburg und der Mord an Ekkehard von Meißen 1002, Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte Bd. 69, 1997, S. 427–440;
• Eduard Hlawitschka: Stammten die Grafen von Northeim aus dem Hause Luxemburg? In: Rheinische Vierteljahresblätter 63 (1999), S. 276–289
• Eduard Hlawitschka: Northeimer und Luxemburger. Nochmals zur angeblichen Abstammungsgemeinschaft der beiden Adelsgeschlechter. In: Festschrift zum 65. Geburtstag von Walter Koch, Wien/Köln/Weimar 2007, S. 477–487
• Armin Wolf, Ahnen deutscher Könige und Königinnen, XXXIII: Kaiserin Richenza, in: Herold-Jahrbuch, Neue Folge, 15. Band, 2010, S. 182ff.
Weblinks
• genealogie-mittelalter.de
Fußnoten
1 Erich Brandenburg: Die Nachkommen Karls des Großen, 1.–14. Generation. Zentralstelle für deutsche Personen- und Familiengeschichte, Leipzig 1935; darin: VIII… Siegfried, * 965, 983 und 985 als Sohn des Grafen Siegfried von Luxemburg genannt;r ist identisch mit Siegfried Graf von Northeim, 1002, † 1004 15. VIII.
2 Wolf (2010), S. 193
3 Wolf (2010), S. 193 
von Northeim, Bernhard (I6893)
 
34283 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Oettingen von Lichtenberg, Bischof Johann (I21733)
 
34284 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Pfirt

Die Grafschaft Pfirt mit dem Hauptort Pfirt (frz. Ferrette) im Elsass entstand im 11. Jahrhundert aus der Herrschaft über die Burg Hohenpfirt. Den Grafen von Pfirt unterstand das südliche Oberelsass. 1324 kam die Grafschaft durch die Ehe der Erbin Johanna von Pfirt mit Albrecht II., Herzog von Österreich, an die Habsburger. Die formelle Belehnung durch den Bischof von Basel erfolgte im Jahr darauf (1325). Durch den Westfälischen Frieden kam Pfirt 1648 als Comté de Ferrette zum Königreich Frankreich.

• Ludwig von Mousson, Graf, Herr von Mousson, 1042 castellanus in Mömpelgard, Altkirch und Pfirt, † 1073/76
• Dietrich I., Graf in Altkirch und Pfirt, 1033 in Bar, † 1102/05, Sohn Ludwigs
• Friedrich I., 1125 Graf von Pfirt, † wohl 1160, Sohn Dietrichs
• Ludwig I., 1161 Graf von Pfirt, † 1180, Sohn Friedrichs I., ∞ Richenza von Habsburg
• Ulrich I., 1194 Graf von Pfirt, † 1197, Sohn Ludwigs I.
• Ludwig II., Graf von Pfirt, † 1189, Bruder Ulrichs I.
• Friedrich II., 1194 Graf von Pfirt, † 1234, Sohn Ludwigs II.
• Ulrich II., 1227 Graf von Pfirt, † 1275, Sohn Friedrichs II.
• Ludwig III. der Grimmel, 1227 Graf von Pfirt, † 1236, Bruder Ulrichs II.
• Theobald, 1271 Graf von Pfirt, 1292/97 Landvogt im Elsass, † 1310/11, Sohn Ulrichs II. ∞ Katharina von Klingen-Altenklingen, verwitwete von Lichtenberg
• Ulrich III., 1311 Graf von Pfirt, † 1324, Sohn Theobalds
• Johanna, 1324 Gräfin von Pfirt, † 1352, Tochter des Grafen Ulrich III.; ∞ 1324 Albrecht von Habsburg (II. Herzog von Österreich)
Damit geht dann das Lehen an Habsburg:
• Albrecht II., Herzog von Österreich, 1324 Graf von Pfirt, † 1358
Die Grafschaft Pfirt geht unter Friedrich IV. mit der leeren Tasche um den Beginn des 15. Jahrhunderts zusammen mit Tirol und Vorderösterreich im Landesteil Oberösterreich der Habsburger auf.
Siehe Liste der Herrscher von Tirol



Siehe auch
• Herren von Pfirt - Ministerialengeschlecht der Grafen von Pfirt.
Literatur
• Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder. 1992
• Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln. Band I.2 (1999) Tafel 226
• Paul Stintzi: Der Sundgau. Landschaft, Geschichte, Kultur. Schillinger Verlag, Freiburg im Breisgau 1985
• Christian Wilsdorf: Histoire des comtes de Ferrette (1105-1324). Altkirch 1991
Weblinks
Commons: Grafschaft Pfirt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien 
von Pfirt, Graf Ludwig I. (I158)
 
34285 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Pfirt

Grafen von Pfirt aus dem Haus Scarponnois

• Ludwig von Mousson, Graf, Herr von Mousson, 1042 castellanus in Mömpelgard, Altkirch und Pfirt, † 1073/76
• Dietrich I., Graf in Altkirch und Pfirt, 1033 in Bar, † 1102/05, Sohn Ludwigs
• Friedrich I., 1125 Graf von Pfirt, † wohl 1160, Sohn Dietrichs
• Ludwig I., 1161 Graf von Pfirt, † 1180, Sohn Friedrichs I., ∞ Richenza von Habsburg
• Ulrich I., 1194 Graf von Pfirt, † 1197, Sohn Ludwigs I.
• Ludwig II., Graf von Pfirt, † 1189, Bruder Ulrichs I.
• Friedrich II., 1194 Graf von Pfirt, † 1234, Sohn Ludwigs II.
• Ulrich II., 1227 Graf von Pfirt, † 1275, Sohn Friedrichs II.
• Ludwig III. der Grimmel, 1227 Graf von Pfirt, † 1236, Bruder Ulrichs II.
• Theobald, 1271 Graf von Pfirt, 1292/97 Landvogt im Elsass, † 1310/11, Sohn Ulrichs II. ∞ Katharina von Klingen-Altenklingen, verwitwete von Lichtenberg
• Ulrich III., 1311 Graf von Pfirt, † 1324, Sohn Theobalds
• Johanna, 1324 Gräfin von Pfirt, † 1352, Tochter des Grafen Ulrich III.; ∞ 1324 Albrecht von Habsburg (II. Herzog von Österreich)
Damit geht dann das Lehen an Habsburg:
• Albrecht II., Herzog von Österreich, 1324 Graf von Pfirt, † 1358
Die Grafschaft Pfirt geht unter Friedrich IV. mit der leeren Tasche um den Beginn des 15. Jahrhunderts zusammen mit Tirol und Vorderösterreich im Landesteil Oberösterreich der Habsburger auf.
Siehe Liste der Herrscher von Tirol


Siehe auch
• Herren von Pfirt - Ministerialengeschlecht der Grafen von Pfirt.
Literatur
• Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder. 1992
• Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln. Band I.2 (1999) Tafel 226
• Paul Stintzi: Der Sundgau. Landschaft, Geschichte, Kultur. Schillinger Verlag, Freiburg im Breisgau 1985
• Christian Wilsdorf: Histoire des comtes de Ferrette (1105-1324). Altkirch 1991
Weblinks
 Commons: Grafschaft Pfirt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

 
von Pfirt (Ferrette), Graf Friedrich II. (I2045)
 
34286 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Pfirt von Pfirt, Gräfin Hilla (Hilda) (I2593)
 
34287 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Pfullendorf

Die Grafschaft Pfullendorf mit dem Hauptort Pfullendorf im heutigen südlichen Baden-Württemberg bestand vom Ende des 11. Jahrhunderts bis zum Ende des 12. Jahrhunderts.
Die Pfullendorfer Grafen sind eine Nebenlinie der Udalrichinger. Diese gehörten zum Reichsadel und waren seit der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts im Bodenseegebiet begütert und gewannen dort großen Einfluss. Das Besitzzentrum der Pfullendorfer lag nördlich des Bodensees im Linzgau, im Hegau und in Vorarlberg. Der erste urkundlich erwähnte Namensträger ist der zwischen 1067 und 1116 mehrfach als Inhaber der Grafschaft im Hegau genannte Graf Ludwig von Pfullendorf. Dessen gleichnamiger Sohn Ludwig von Pfullendorf war von 1131 bis zu seiner Ermordung 1135 Abt des Klosters Reichenau. Der bei der Gründung des Klosters Salem erstmals erscheinende Graf Rudolf von Pfullendorf wurde ab 1152 zum Parteigänger des späteren Kaisers Barbarossa. Dadurch konnte er die Machtbasis seiner Familie um die Herrschaften von Bregenz und Lindau, die Burg Rheineck, die Vogtei über das Bistum Chur und die Abtei St. Gallen erweitern. Nach dem Tod seines Sohnes Berthold 1167 setzte er den Kaiser als Erben ein. Graf Rudolf zog ins Heilige Land, wo er am 9. Januar 1181 starb.
Zur Familie der Grafen von Pfullendorf gehörten:
• Ludwig, Graf von Pfullendorf, zwischen 1067 und 1116 mehrfach erwähnt
• dessen Sohn Ludwig von Pfullendorf, 1131 Abt im Kloster Reichenau, ermordet 28. Januar 1135 in Tuttlingen, begraben auf der Insel Reichenau
• Gero, † 1086/1116, Graf von Pfullendorf
• Ulrich, 1111/55 bezeugt, Graf im Hegau, Graf von Ramsberg; ∞ Adelheid von Bregenz, * vor 1097, † vor 28. Juni 1125, Tochter des Urich X. Graf von Bregenz (Udalrichinger)
• Rudolf, † 9. Januar 1181, Graf von Ramsberg, Graf von Pfullendorf, Graf von Bregenz, Graf von Lindau, Vogt von Sankt Gallen, ∞ um 1150 Elisabeth, soror ducis Welf (d.h. wohl eine Schwester des Herzogs Welf VII.)
• einziger Sohn Berthold (* um 1150) stirbt 1167 beim Vierten Italienfeldzug von Kaiser Friedrich I. Barbarossa
• Tochter Ita (* um 1151/52; † vor 1191) heiratet 1164 den Grafen Albrecht III. der Reiche von Habsburg († 1199)
• Ulrich, Graf von Pfullendorf 1157/58
• Arnold, 1164/65



Literatur
• Thomas Zotz: Pfullendorf. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 20, Duncker & Humblot, Berlin 2001, ISBN 3-428-00201-6, S. 364 f. (Digitalisat).
• P. Hommers: Stadt Pfullendorf im Linzgau am Bodensee. 1970
• P. Hommers: 750 Jahre Stadt Pfullendorf. 1970
 
von Pfullendorf-Bregenz, Ita (I4591)
 
34288 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Rennes

Die Grafschaft Rennes um die Stadt Rennes (in der Antike Condate genannt und Hauptstadt der Redonen) gelegen, bestand bereits in der Mitte des 5. Jahrhunderts. Im 8. Jahrhundert wurde sie in die Bretonische Mark (bestehend aus den Grafschaften Rennes, Vannes und Nantes) integriert – und war in den folgenden Jahrhunderten immer einer der Anwärter um die Vorherrschaft in und den Herzogstitel der Bretagne.
Regent in Rennes war um 800 Roricon, der Schwiegersohn Karls des Großen. Erispoë, Sohn Nominoës, wurde von Karl dem Kahlen eingesetzt; ihm folgte sein Schwager Gurvand († 877). Gurvands Sohn Judicaal versuchte, die Oberhoheit in der Bretagne zu erlangen, wurde aber 888 in der Schlacht von Questembert geschlagen und fiel. Gurvands Schwiegersohn Berengar musste die Oberhoheit von Alain dem Großen, Graf von Vannes, anerkennen, der dann Herzog von Bretagne wurde.
Nachdem Berengars Sohn Judicael Berengar († 970) seine Unabhängigkeit zurückerworben hatte, gelang es dessen Sohn Conan I., Domnonée und die Grafschaft Vannes zu unterwerfen, dann auch die Grafschaft Nantes (990), wurde dann aber, als er weiterre Ansprüche erhob, aber am 27. Juni 992 von Fulko Nerra, Graf von Anjou, in der Schlacht von Conquereuil geschlagen und getötet. Conans Sohn Geoffroy I. († 1008) konnte später die Vorherrschaft der Grafen von Rennes wiederherstellen und sich als Herzog von Bretagne bezeichnen; er schloss wichtige Allianzen, verheiratete seine Tochter Judith mit Herzog Richard II. von Normandie, unterwarf sich aber auch dem französischen König Robert II.
Die Grafschaft wurde noch einmal für einen Halbbruder des Herzogs Conan II., Geoffroy Grenonat († 1084) vergeben. Aber nachdem Conans Neffe Alain IV. Fergent ihn gewaltsam in die Schranken weisen musste, wurde die Grafschaft Rennes endgültig in das Herzogtum eingegliedert.

Grafen von Rennes
• Roricon, um 800 bis 832 Graf von Rennes, danach Graf von Maine, † 839 (Rorgoniden)
• Erispoë, Graf von Rennes 851–857, Sohn Nominoës
• Gurvand, Graf von Rennes ab 874, † 877, Schwiegersohn Nominoës
• Judicael, Graf von Rennes ab 877, X 888, Sohn Gurvants
• Berengar von Bayeux, Schwiegersohn Gurvants und Schwiegervater Rollos
• Judicael Berengar, Graf von Rennes, † 970, Sohn Berengars, ab 956/960 unter Lehnshoheit von Theobald I. Graf von Blois
• Conan I., Graf von Rennes ab 970, Herzog von Bretagne ab 990, X 992, Sohn Judicael Berengars
• Geoffroy I., † 1008, Sohn Conans
• Geoffroy Grenonat, † 1084
• Alain IV., † 1119, Herzog von Bretagne, Graf von Nantes und Rennes; 1112 abgedankt. 
von Rennes (von Bretagne), Graf Judicael-Berengar (I7278)
 
34289 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Sargans Jauch, Landammann Johann Sebastian (I4837)
 
34290 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Sens

Die Grafschaft Sens mit dem Hauptort Sens bestand bereits zur Zeit der Karolinger. Mitte des 11. Jahrhunderts wurde sie vom französischen König erworben und in die Domaine royal eingegliedert.

Arnulf (* wohl 794, † nach März/April 841), außerehelicher Sohn des Kaisers Ludwigs des Frommen, war Graf von Sens.

Richard der Gerichtsherr († 921), erster Herzog von Burgund seit 918, eroberte die Grafschaft 894/895 im Rahmen der Konsolidierung seines späteren Herzogtums.

Nach dem Tod von Richards Sohn, des französischen Königs Rudolf im Jahr 936, wollte sein Bruder Hugo der Schwarze († 952), Herzog von Burgund seit 923, die Autorität des Robertiners Hugo der Große, Herzogs von Franzien seit 936, nicht anerkennen. Die folgende militärische Auseinandersetzung führte zur Unterwerfung Hugos des Schwarzen, der in diesem Zusammenhang die Grafschaft Sens abtreten musste.

Im Jahr 1055 wurde die Grafschaft Sens von König Heinrich I. erworben und in die Domaine royal eingegliedert.

Grafen von Sens

Hugo, Graf von Tours, war vermutlich auch Graf von Sens, er wurde 828 abgesetzt
Arnulf (* wohl 794, † nach März/April 841) (Karolinger)
Konrad († 882) (Welfen)
Richard der Gerichtsherr (858–921), Graf von Sens 895/896–921 (Buviniden)
Warnarius (X 6. Dezember 924) 895 Vizegraf von Sens, 895/896 Graf von Troyes; ∞ Teutberga von Arles, Schwester des Hugo I. König von Italien (Bosoniden)
Rudolf von Burgund († 936), Sohn Richards, Graf von Sens 921–923
Hugo der Schwarze († 952), dessen Bruder, Graf von Sens 923–936/940
Richard († vor 948), Sohn von Warnarius, Vizegraf von Sens und Graf von Troyes bis 933
Hugo der Große († 956) Graf von Sens 936/940–956 (Robertiner)
Fromond I. († 948), vermutlich ein Sohn von Warnarius, Vizagraf dann Graf von Sens
Rainald I. der Alte († 996), dessen Sohn, Graf von Sens
Fromond II. († 1012), dessen Sohn, Graf von Sens
Rainald II. († 1055), dessen Sohn, Graf von Sens 
von Sens, Adelaide (Alix, Wandalmodis) (I10816)
 
34291 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Sponheim von Spanheim (Sponheim), Graf Siegfried I. (I3021)
 
34292 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Sponheim von Spanheim (Sponheim), Hermann (I21082)
 
34293 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Stade von Stade, Siegfried II. (I21075)
 
34294 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Stade von Stade (Udonen), Graf Heinrich der Kahle (I1491)
 
34295 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Stade von Stade (der Nordmark) (Udonen), Graf Lothar Udo I. (I21077)
 
34296 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Stade von Stade (der Nordmark) (Udonen), Graf Lothar Udo II. (I21079)
 
34297 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Stade von Stade (der Nordmark) (Udonen), Rudolf I. (I21083)
 
34298 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Tengen von Tengen, Heinrich (I6201)
 
34299 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Tengling
https://de.wikipedia.org/wiki/Tengling 
von Tengling (Sieghardinger), Graf Friedrich (I21125)
 
34300 https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Tengling von Burghausen-Schala (Tengling) (Sieghardinger), Graf Sieghard IX. (I21124)
 

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