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| 35201 | https://de.wikipedia.org/wiki/Montdidier_(Adelsgeschlecht) Montdidier war eine Familie des nordfranzösisches Adels, das erstmals Mitte des 10. Jahrhunderts als Grafen von Montdidier auftrat. Geschichte Durch Heirat gelangten die beiden Linien der Familie in den Besitz der Grafschaft Dammartin und der Grafschaft Roucy, die allerdings beide mangels männlicher Nachkommen im 12. bzw. 13. Jahrhundert wieder verloren gingen. Die bekanntesten Familienmitglieder sind Ebles II., der um 1073 in der spanischen Reconquista aktiv war, ein Schwiegersohn des Normannenfürsten Robert Guiscard, seine Schwester Félicie, die 1076 König Sancho I. von Aragón und Navarra heiratete, sowie (in Deutschland) dessen Sohn Hugo, ein Schwiegersohn des Stauferherzogs Friedrich I. von Schwaben.[1] Stammliste NN Hilduin I., † vor 956, nach 923 Graf von Montdidier Hilduin, Graf von Arcis-sur-Aube iure uxoris; ∞ Hersende, 970 als Gräfin bezeugt, Dame de Ramerupt Manasses, † 991, 970 Bischof von Troyes Hilduin II., comes, Seigneur de Ramerupt, 992 bezeugt Hilduin III., comes, Seigneur de Ramerupt; ∞ Adèle, † 1062, Erbin von Roucy (Roucy) Hilduin IV., 1032 bezeugt, † 1063, Graf von Montdidier, Seigneur de Ramerupt, 1061 Graf von Roucy; ∞ Adèle, Erbin von Roucy, † 1062, Tochter von Ebles I., Graf von Roucy (Haus Roucy) Ebles II., † Mai 1103, 1063 Graf von Roucy ; ∞ vor 1082 Sibille, Tochter von Robert Guiskard, Herzog von Apulien (Hauteville (Familie)) Guiscard Hugues Cholet, 1104/58 bezeugt, † wohl 1160, Graf von Roucy, Seigneur de Nizy-le-Comte et de Sévigny; ∞ I Aveline, 1117 bezeugt; ∞ II Richilde von Schwaben, 1139/47 bezeugt, † vor 1154, Tochter von Friedrich I., Herzog von Schwaben (Stammliste der Staufer) (I) Ada, 1172 bezeugt; ∞ Gaucher II., Châtelain de Châtillon-sur-Marne, Seigneur de Troissy, de Montjay et de Crécy, 1134 bezeugt, X 19. Januar 1147 in Laodikäa (Haus Châtillon) (II) Robert Guiscard, 1147/78 bezeugt, † vor 1181, 1164 Graf von Roucy; ∞ vor 1154 Elisabeth de Mareuil, Dame de Neufchâtel-sur-Aisne, 1132/1207 bezeugt, Tochter von Jean, Vizegraf von Mareuil, Seigneur de Neufchâtel, Witwe von Robert, Seigneur de Montaigu (Haus Pierrepont), heiratete in dritter Ehe vor 1202 Renaud de Montdiviel Raoul I., 1166 bezeugt, † 1196, Graf von Roucy; ∞ Isabeau (Melisende) de Coucy, Tochter von Raoul, Seigneur de Coucy (Haus Boves), heiratete in zweiter Ehe Henri III., Graf von Grandpré († 1211) Tochter, 1181 Nonne in Plesnois Jean I., 1166/91 bezeugt, † 1200, Graf von Roucy Eustachie, 1190/1209 bezeugt, † wohl vor 1211, 1206 Gräfin von Roucy; ∞ 1190 Robert, Seigneur de Pierrepont, 1183 exkommuniziert, 1200 bezeugt, † vor 1209 (Haus Pierrepont) Ebles, 1180 Kanoniker in Reims Henri, † 1196 Beatrix, † 1180 (II) Ebles, 1147/54 bezeugt (II) Hugues, Seigneur de Thony, Seigneur du Bois 1154/66 ; ∞ Eve de Courlandon – Nachkommen : die Herren von Le Bois, Manre, Villette, Chalendry und Chastay (II) Clémence, 1154 bezeugt; ∞ I Renaud, Seigneur de Rozoy-en-Thiérache; ∞ II Guermond de Châtillon, Seigneur de Savigny (Haus Châtillon) (II) Havoie (II) Sara genannt Agnès, 1154 bezeugt; ∞ Gui, Seigneur de Soupir (II) Sibille, 1154 bezeugt Thomas, † klein Ebles Ebles Manassès Thomas, 1157 bezeugt Petronille, 1157 bezeugt; ∞ Raoul, Graf von Vieille-Ville Ermengarde, 1157 bezeugt; ∞ Gervais, 1151 Seigneur de Bazoches-sur-Vesles, 1134/67 bezeugt, † vor 1169 Mabile (Mamilia), † bald nach 1122; ∞ I Hugues du Puiset, Graf von Jaffa, † wohl 1112; ∞ II Albert von Namur, Graf von Jaffa, † kurz vor 1122 Agnès ; ∞ vor 1119 Simon II. Graf von Clefmont, Seigneur de Ribemont, 1098/um 1130 bezeugt André, † nach 1118, Seigneur de Ramerupt et d'Arcis-sur-Aube 1093–1096; ∞ I Adèle; ∞ II Guisemode, Schwester von Baudouin, Mönch in Molesme, Witwe von Hugues, Seigneur de Pleurs (I) Hugo Britto, 1102/08 Graf, in Spanien (I) Olivier (I) Ebles, † 21. Januar 1126, Seigneur de Ramerupt, wohl 1103/04 Archidiakon in Laon, 1121/26 Bischof von Châlons (I) Alix, 1108/43 bezeugt, Dame de Ramerupt, gründet 1143 die Abtei Notre-Dame de Bassefontaine in Brienne-la-Vieille; ∞ Erard I., Graf von Brienne, † 1114/25, bestattet in der Abtei Montier-en-Der (Haus Brienne) (I) Tochter; ∞ Jean, Vizegraf von Mareuil Felicie, † 3. Mai 1123; ∞ 1076 Sancho I. Ramirez, König von Aragón, 1076 König von Navarra, † 4. Juni 1094 Hugues, 1060 bezeugt Beatrix, † 2. September nach 1129; ∞ Godefroid I., Graf von Perche, † Mitte Oktober 1100 Marguerite ; ∞ Hugues I., Graf von Clermont-en-Beauvaisis, genannt Hugues de Mouchy, 1067 bezeugt (Haus Clermont) Ermentrude, 1072/1102 bezeugt; ∞ Thibaut I., Graf von Reynel, † vor 11. April 1101 Ada, um 1095 bezeugt, bestattet in der Abtei Liessies ; ∞ I Geoffroy, Seigneur de Guise; ∞ II Walter, Herr von Ath; ∞ III Thierry, Seigneur d’Avesnes, † wohl 1106 Adèle, † 1068/69, bestattet in der Abtei St. Hubert in den Ardennen; ∞ Arnold II., Graf von Chiny, † 16. April 1106 (Haus Chiny) Adélaide; ∞ Conon, genannt Falcon de la Sarraz, um 1087/110 bezeugt, † vor 1114 Manassès Calva Asina, 1031/53 bezeugt, 1053 Vidame de Reims; ∞ Beatrix von Hennegau, geschieden von Ebles I., Graf von Roucy, Tochter von Reginar IV., Graf von Hennegau (Reginare) und Havide von Frankreich (Stammliste der Kapetinger) Manassès, 1095/1106 Erzbischof von Reims Guy de Neufchâtel, † vor 1103 Adèle, Äbtissin von Notre-Dame in Laon Isabelle; ∞ I Bouchard II. Graf von Corbeil, X vor 1101 (Rolloniden); ∞ II Gui I. le Rouge, Graf von Rochefort, Seigneur de Gournay-sur-Marne (Haus Montlhéry) Manassès, X 15. Dezember 1037 Ornel, 1025 Graf von Dammartin, bestattet in Saint-Vannes in Verdun; ∞ Constance (wohl Constance de Dammartin) Eudes, Graf von Dammartin nach 1050–60/61 Hugues I., 1071 Graf von Dammartin, 1075 Seigneur de Bulles, † wohl 1100; ∞ Roharde, Schwester von Ascalin de Bulles Sohn, † vor 1081 Pierre, 1081 bezeugt, † 13. September 1105/06 Château de Rosnay (Champagne), Graf von Dammartin ; ∞ Eustachie, 1107 bezeugt Sohn, 1107 bezeugt Basilie, 1081 bezeugt Adèle de Bulles, 1081/1193 bezeugt ; ∞I Aubri de Mello, † jung (Haus Mello) ; ∞ II Lancelin (wohl Lancelin II. de Beauvais), 1112/16 Verweser der Grafschaft Dammartin – die Nachkommen aus erster Ehe sind die späteren Grafen von Dammartin (II) Manassès, 1114/71 bezeugt, 1139 Sire (Vicecomes) de Bulles, gründet 1135 Kloster Beaupré (Picardie), 1142/71 Abt des Klosters Froidmont, bestattet in Beaupré; ∞ Alix de Milly, Tochter von Sagalon, bestattet in Beaupré (II) Renaud, 1114/62 bezeugt, † vor 1167, wohl 1138 Graf von Dammartin, 1149 Seigneur de Bulles; ∞ I Marguerite de Senlis, Tochter von Guillaume Loup, Bouteiller de France; ∞ II Euphémie de Picquigny, 1144 bezeugt, 1149 geistlich in Garanville, Tochter von Guermond de Picquigny, Vidame d’Amiens (II) Thibaut, 1114/um 1167 bezeugt, † vor 1172, 1149 Seigneur de Bulles, 1123/49 Archidiakon, 1139 Domthesaurarius in Beauvais (II) Rohes, 1144 bezeugt (II) Lancelin, 1134/49 bezeugt, 1149 Seigneur de Bulles, Graf von Dammartin; ∞ Clémence, 1153 bezeugt (II) Beatrix (II) Mabilie (II) Basilie; ∞ wohl Dreux de Mello, 1136 bezeugt (Haus Mello) Eustachie, 1081 bezeugt Einzelnachweise Schwennicke Band I.1 Tafel 14 (Die Staufer…) führt keine Tochter Friedrichs I. auf, die mit Hugo von Roucy verheiratet war, allerdings in der hier benutzten Tafel; es gilt: (1) Alberich von Trois-Fontaines erwähnt die Ehefrau Hugos ohne Namensnennung als Schwester von Kaiser Konrad ("comes Hugo Cholez" und "ut dicitur, imperatoris Conradi", Chronica Albrici Monachi Trium Fontium 1119, MGH SS XXIII, S. 823.), (2) Hugo beschenkte die Kirche in Épernay für das Seelenheil seiner Ehefrau Richildis mit Einverständnis u. a. seines Sohnes (aus dieser Ehe) Robert Guiscard ("Hugo comes Roceiensis" … "ecclesiam…in Eberneicurte" … "uxoris Richildis pie memorie" … "filiorum meorum Roberti Wiscardi et uxoris eius Elisabeth, Ebali et Hugonis et filiarum mearum Clementie, Sibille et Sare que cognominatur Agnes", Dokument von 1154 (Godefroid Kurth (Hg.) (1903) Chartes de l´abbaye de Saint-Hubert en Ardenne, Band I, XCII, S. 117) Literatur Père Anselme: Histoire généalogique et chronologique de la maison royale de France, des pairs, grands officiers de la Couronne, de la Maison du Roy et des anciens barons du royaume...., par le P. Anselme,... ; continuée par M. Du Fourny, 3. Ausgabe (1726–1733) Band 8, S. 861–880 online Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln, Band III.4 (1989) Tafel 675B, 676, 677 Weblink Das Haus Roucy bei web.genealogies | von Ramerupt (Montdidier), Alix (I10804)
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| 35202 | https://de.wikipedia.org/wiki/Montfaucon_(Adelsgeschlecht) Die Herren von Montfaucon waren ein burgundisches Adelsgeschlecht. Von 1163 bis 1397 waren sie Grafen von Montbéliard (Mömpelgard). Geschichte Die Herren von Montfaucon sind seit der Mitte des 11. Jahrhunderts als Besitzer der Burg in Montfaucon bei Besançon belegt. Sie waren Vasallen der Pfalzgrafen von Burgund. 1119 trugen sie durch reiche Stiftungen zur Gründung des Zisterzienserklosters Bellevaux bei, des ersten Zisterzienserklosters in der Franche-Comté, als dessen Tochterkloster sie 1123/24 das Kloster Lützel gründeten. Amadeus II. erbte 1163 die Grafschaft Mömpelgard. Er erwarb 1168 die Hälfte der Herrschaft Orbe und (vermutlich durch Heirat mit Beatrix von Grandson) die Herrschaft Montagny-le-Corbe und legte damit die Grundlagen für den waadtländischen Besitz der Familie. Amadeus’ Sohn Walter nahm am Vierten Kreuzzug teil, wurde Konstabler des Königreichs Jerusalem und Regent des Königreichs Zypern. Nach dem Tod Richards III. teilten seine Söhne 1229 den Besitz. Dietrich erhielt Mömpelgard, sein jüngerer Bruder die waadtländischen Besitzungen, Orbe, Montagny-le-Corbe und Echallens; 1255 erwarb er auch die andere Hälfte von Orbe. Dietrich vererbte 1282 Montbéliard an seine Urenkelin Guillemette von Neuenburg und deren Gatten Rainald von Burgund. Durch die Heirat von Rainalds Tochter Agnes mit Heinrich I. aus der jüngeren Linie kam die Grafschaft Mömpelgard 1320 wieder in den Beitz des Hauses Montfaucon. Heinrichs Sohn Stephan war der Letzte seines Geschlechts. Nach seinem Tod 1397 fiel Mömpelgard an Henriette, die Tochter von Stephans Sohn Heinrich, der 1396 in der Schlacht von Nikopolis gefallen war. Durch die Ehe Henriettes mit Graf Eberhard IV. kam die Grafschaft an das Haus Württemberg. Die waadtländischen Besitzungen fielen durch die Ehe von Henriettes Schwester Johanna mit Ludwig II. von Chalon-Arly an das Haus Chalon. Die Familie stellte drei Erzbischöfe von Besançon: Hugo II. (1067–1085) Dietrich II. (1181–1190) Ludwig von Montfaucon (1361–1362) Literatur Elisabeth Lalou: Montfaucon. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 6, Artemis & Winkler, München/Zürich 1993, ISBN 3-7608-8906-9, Sp. 798 f. Ansgar Wildermann: Montfaucon, de. In: Historisches Lexikon der Schweiz. Weblinks BURGUNDY KINGDOM NOBILITY, Ch. 6 G, SEIGNEURS de MONTFAUCON. In: Medieval Lands. Foundation for Medieval Genealogy, abgerufen am 17. Juni 2012 (englisch). BURGUNDY KINGDOM NOBILITY, Ch. 6 A, COMTES de MONTBELIARD (GRAFEN von MÖMPELGARD). In: Medieval Lands. Foundation for Medieval Genealogy, abgerufen am 17. Juni 2012 (englisch). | von Montfaucon-Mömpelgard (Montbéliard), Graf Richard III. (I2445)
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| 35203 | https://de.wikipedia.org/wiki/Montfaucon_(Doubs) Montfaucon ist eine Gemeinde im französischen Département Doubs in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Geographie Montfaucon liegt auf 510 m, etwa vier Kilometer östlich der Stadt Besançon (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im westlichen Jura an aussichtsreicher Lage auf der Jura-Randkette (Côte) zwischen dem tief eingeschnittenen Doubstal im Nordwesten und dem sogenannten ersten Juraplateau (Becken von Saône) im Südosten, auf der Südabdachung der Höhe von Montfaucon. Die Fläche des 7,25 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des westlichen französischen Juras. Die nordwestliche Grenze verläuft entlang dem Doubs, der hier tief eingeschnitten zwischen dem Mont de Brégille und der Côte nach Südwesten fließt. Vom Flusslauf erstreckt sich das Gemeindeareal nach Südosten über einen steilen Hang bis auf die Jura-Randkette, die in geologisch-tektonischer Hinsicht eine Antiklinale des Faltenjuras bildet. Der Steilhang wird durch mehrere kurze Erosionsrinnen in verschiedene Vorsprünge untergliedert. Er ist an einigen Orten von Felsbändern durchzogen (Kletterfelsen Roches d’Arbois). Mit 614 m wird beim Fort de Montfaucon die höchste Erhebung von Montfaucon erreicht. Auch der bewaldete Südhang der Jura-Randkette gehört zu Montfaucon. Die Grenze verläuft hier entlang dem Fuß der Kette am Nordrand des ausgedehnten Sumpfgebietes Marais de Saône, das einen Teil des ersten Juraplateaus einnimmt. Zu Montfaucon gehört der Weiler La Malate (250 m) im Doubstal. Nachbargemeinden von Montfaucon sind Chalèze im Norden, Gennes im Osten, Saône und Morre im Süden sowie Besançon und Chalezeule im Westen. Geschichte Die Ortsgeschichte von Montfaucon beginnt um die Mitte des 11. Jahrhunderts, als sich Béraud de Montfaucon, ein Vasall des Grafen von Burgund und des Erzbischofs von Besançon hier niederließ. Der Standort der ersten Holzburg ist jedoch unbekannt. Die Herren von Montfaucon stiegen rasch zu einem der wichtigsten Adelsgeschlechter der Franche-Comté auf. Durch eine Heirat wurde Richard de Montfaucon 1148 zugleich Graf von Montbéliard, was bis zum Erlöschen der Linie Ende des 14. Jahrhundererts Bestand hatte. Wahrscheinlich Mitte des 13. Jahrhunderts wurde die Burg von Montfaucon an den heutigen Standort auf einem Vorsprung über dem Doubstal verlegt. Daneben entwickelte sich der befestigte Burgflecken Montfaucon, der seit 1311 eine Pfarrkirche besaß. 1415 ging die Herrschaft Montfaucon durch Heirat an Louis von Chalon-Arlay aus dem Haus Oranien, das die Herrschaft bis zur Französischen Revolution innehatte. Nach dem Einmarsch Ludwig XI. in die Franche-Comté wurde die Burg 1477 teilweise zerstört. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurden die ersten Einzelhöfe im Bereich des heutigen Dorfkerns erbaut (genannt Montfaucon-les-Granges). Der Dreißigjährige Krieg führte zum Niedergang des Schlosses und des Burgfleckens. Zusammen mit der Franche-CoComté gelangte das Dorf mit dem Frieden von Nimwegen 1678 definitiv an Frankreich. Das ehemalige Montfaucon-les-Granges entwickelte sich zum neuen Ortskern. Als Mitte des 18. Jahrhunderts die Kirche von Vieux-Montfaucon baufällig wurde, entschied man sich, eine neue Kirche im Zentrum des neuen Ortes zu errichten. Lange Zeit landwirtschaftlich geprägt, entwickelte sich Montfaucon nach dem Deutsch-Französischen Krieg zum Garnisonsort. Auf der Höhe von Montfaucon wurden 1871 das Fort Vieux und von 1874 bis 1878 das Fort Neuf (heute Fort de Montfaucon) als Teil des Festungssystems um Besançon erbaut. Ende des 19. Jahrhunderts begann die Abwanderung der Dorfbevölkerung nach Besançon, die 1905 mit der Verlegung der 350 Mann starken Garnison nach Besançon noch beschleunigt wurde. Sehenswürdigkeiten Die Kirche Notre-Dame de la Nativité wurde von 1775 bis 1785 im klassischen Stil erbaut. Vom ehemaligen Château de Montfaucon aus dem 13. Jahrhundert sind die Ruinen erhalten. Auf der Höhe befinden sich die Festungsanlagen des Fort Vieux und des Fort de Montfaucon. Am Standort des Sendeturms bietet sich eine gute Aussicht auf das Doubstal und die nähere und weitere Umgebung. An die Römerzeit erinnern wenige Überreste einer Wasserleitung, die von Arcier nach Vesontio (Besançon) führte. Bevölkerung Mit 1513 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) gehört Montfaucon zu den kleineren Gemeinden des Département Doubs. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stets im Bereich zwischen 250 und 340 Personen gelegen hatte, wurde seit Beginn der 1960er Jahre ein markantes Bevölkerungswachstum verzeichnet. Seither hat sich die Einwohnerzahl vervierfacht. Wirtschaft und Infrastruktur Montfaucon war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Ackerbau, Obstbau und Viehzucht) geprägtes Dorf. Daneben gibt es heute einige Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Mittlerweile hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde gewandelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die in der Agglomeration Besançon ihrer Arbeit nachgehen. Die Ortschaft liegt zwar abseits der größeren Durchgangsstraßen, ist aber trotzdem verkehrstechnisch gut erschlossen. Die Hauptzufahrt erfolgt von der Passhöhe Trou du Loup an der Hauptstraße N57, die von Besançon nach Pontarlier führt. Der nächste Anschluss an die Autobahn A36 befindet sich in einer Entfernung von ungefähr 14 km. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Fontain, Saône und Bouclans. Weblinks Commons: Montfaucon (Doubs) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien • Offizielle Website der Gemeinde Montfaucon (französisch) | von Montfaucon, Richard II. (I831)
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| 35204 | https://de.wikipedia.org/wiki/Montfort-Laval | von Montfort-Laval, Jeanne (I29667)
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| 35205 | https://de.wikipedia.org/wiki/Montgommery_(Adelsgeschlecht) | de Montgommery, Sybil (Sibylle) (I12677)
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| 35206 | https://de.wikipedia.org/wiki/Montmélian | von Rotberg, Leopold (I22089)
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| 35207 | https://de.wikipedia.org/wiki/Moosburg_(Effretikon) Die Moosburg ist die Ruine einer Niederungsburg im ehemaligen Weiler Moosburg im Süden von Effretikon im Kanton Zürich. Die Burg wurde um 1254 von Graf Hartmann IV. von Kyburg für seine Gemahlin Margaretha von Savoyen erbaut. Nach dem Tod des kinderlosen Ehepaars kam die Burg 1273 an die Habsburger und um 1300 als Lehen an die Herren von Schlatt ZH. 1386 wurde sie durch die Zürcher zerstört, um 1400 verpfändete Burkhard von Schlatt die Moosburg an seinen Schwager Johannes Schwend den Älteren. In dieser Zeit war sie Verwaltungssitz einiger Niedergerichte. Schwends gleichnamiger Sohn war der erste zürcherische Landvogt auf der Grafschaft Kyburg. Während seiner Amtszeit von 1424 bis 1437 wohnte er auf der Moosburg. Während des Alten Zürichkrieges wurde die Burg im Mai 1444 von den Innerschweizer Truppen zerstört und in der Folge diente die Ruine als Steinbruch. Ein Stich von David Herrliberger von 1745 lässt erkennen, dass der Turm und Teile der Umfassungsmauer noch erhalten waren. Die ersten Ausgrabungen erfolgten 1896 durch die Schweizerische Gesellschaft zur Erhaltung Historischer Kunstdenkmäler. Die Ausbeute war gering; ein Eisenhut, der aus dem Sodbrunnen geborgen wurde, erwies sich als wertvollster Fund. 1910 erwarb die Antiquarische Gesellschaft in Zürich den Burghügel. 1952 und 1953 fanden umfangreiche Ausgrabungen statt. Gefunden wurden zahlreiche Scherben von Tongefässen, ein Armbrustbolzen und Fragmente von Ofenkacheln aus der Zeit um 1400. 1955 wurde die Moosburg von der Gemeinde Illnau-Effretikon für 30'000 Franken übernommen. Die nördlichen und westlichen Mauerzüge wurden 1970 konserviert. Die Burg lag auf einem Moränenhügel in einer sumpfigen Ebene, Moos genannt. Der Hügel war von Süden her über eine Brücke erreichbar. Die Anlage war von einem breiten und tiefen Wassergraben umgeben, der im Südosten durch einen zweiten Graben verstärkt wurde. Vom Riet hat sich im Osten des Burghügels ein Streifen erhalten. Der rechteckige Wohnturm (Bergfried) mit Hocheingang war rund 13 Meter lang und 10.5 Meter breit; die Mauerstärke betrug 2.2 Meter. In den oberen Stockwerken lagen die Wohnräume. Südlich des Turmes lag ein Wohngebäude, im Norden waren Stallungen und Wirtschaftsgebäude. Eine 1.2 Meter feste Ringmauer umschloss die Gebäude in einer Entfernung von rund 5 Metern. ———————————— & https://de.wikipedia.org/wiki/Schlatt_ZH Geschichte Die vier Dörfer Unterschlatt, Oberschlatt, Waltenstein und Nussberg, welche die heutige Gemeinde Schlatt bilden, dürften alemannischen Ursprungs sein. Den ersten schriftlichen Hinweis liefern uns zwei Schenkungsurkunden an das Kloster St. Gallenn. Die ältere erwähnt 744 den Ort Nuzperech (Nussberg), die andere nennt 754 Slâte und meint damit Unterschlatt. Diesen klösterlichen Besitz verwalteten die Herren von Schlatt (1094 wird Freiherr Hesso von Slâte genannt), welche die Burg über der Kirche bis 1361 bewohnten. In der Folge wechselte diese mehrmals den Besitzer, bis sie 1568 zum Pfarrhaus umgebaut wurde. Die Kirche wird 1241 als Eigentum des Ritters Konrad von Schlatt erwähnt, von 1475 an ernannte Zürich den Pfarrer. Auf die Freiherren von Schlatt geht auch das heutige Gemeindewappen zurück; in Silber ein blauer Doppeladler mit roten Fängen. Oberschlatt gehörte zur Herrschaft Elgg, die 1452 mit der Grafschaft Kyburg an Zürich kam. Für den zürcherischen Landvogt amteten vor allem Angehörige der seit 1543 in Oberschlatt ansässigen Familie Furrer als Weibel oder Vogt. Waltenstein ging ursprünglich auf einen einzigen grossen Gutshof zurück. 1277 verlieh das Kloster St. Gallen die Vogtei Waltistal an die Edlen von Teufen, 1279 kam sie in österreichische Hände. Wie Oberschlatt gelangte Waltenstein 1452 in zürcherischen Besitz. Mehr unter obenstehendem Link.. | von Schlatt zu Moosburg, Anna (I2066)
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| 35208 | https://de.wikipedia.org/wiki/Moritz_I._(Oldenburg) Moritz I. von Oldenburg (* ca. 1145; † 1209) war ab 1167 Graf von Oldenburg. Sein Vater war der Graf Christian I. der Streitbare von Oldenburg. Moritz wurde 1167 von Heinrich dem Löwen verjagt und diente jahrelang dem Kölner Erzbischof Philipp I. von Heinsberg, der 1178 einen erfolglosen Restitutionsversuch unternahm. Heinrich zwang ihn zudem, Rietberg an das Haus von Cuyk abzugeben. 1180 und 1181 beteiligte er sich am Reichskrieg gegen Heinrich den Löwen und erhielt schließlich von Kaiser Friedrich I. Barbarossa seine Ländereien zurück. Wegen Besitz- und Lehensfragen stand er gegen die Wildeshausener Vettern und die Erzbischöfe von Bremen, wurde zeitweise gebannt und musste erzbischöflicher Vasall bleiben. Um Erbteilungen zu vermeiden, wurde sein Bruder Christian der Kreuzfahrerer, möglicherweise auf Anstiften von Moritz, ermordet. Die Rasteder Chronik deutet zumindest eine Mitwisserschaft an. Die als Mörder entlarvten Ritter von Hatten, Döhlen und Sannum wurden laut derselben Quelle hingerichtet, sofern sie sich nicht durch Flucht der Verfolgung entziehen konnten. 1198 unterstützte Moritz die Welfen im deutschen Thronkrieg und zeitweise Holstein gegen Dänemark. Durch Burgbauten provozierte er erste Rebellionen in Östringen und Rüstringen. Ehen und Nachkommen Moritz I. heiratete Salome von Hochstaden-Wickrath, eine Tochter des Grafen Otto II. von Wickrath und seiner Frau Adelheid von Hochstaden aus dem Rheinland. Aus dieser Ehe gingen fünf Kinder hervor: • Otto I. Graf von Oldenburg (* ca. 1175; † 1251) ⚭ Mechthild von Woldenberg • Hedwig († 1228) ⚭ Hildebold II. von Roden († um 1228) • Salome († 1267); ab 1224 Äbtissin von Bassum • Kunigunde († um 1290) ⚭ Giselbert II. Herr von Bronckhorst • Christian II. († 1233) Literatur • Hans Friedl/Wolfgang Günther/Hilke Günther-Arndt/Heinrich Schmidt (Hgg.): Biographisches Handbuch zur Geschichte des Landes Oldenburg, Oldenburg 1992, ISBN 3-89442-135-5. • Hermann Lübbing: Die Rasteder Chronik 1059–1477, Oldenburg 1976, ISBN 3-87358-087-X. Weblinks • www.genealogie-mittelalter.de | von Oldenburg, Graf Moritz I. (I9594)
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| 35209 | https://de.wikipedia.org/wiki/Mstislaw_II. Mstislaw II. von Kiew (russisch Мстислав Изяславич; † 1170) war Fürst von Perejaslaw und Wolhynien sowie Großfürst von Kiew (1167–1169). Er war der Sohn von Isjaslaw II. (russisch: Изяслав II Мстиславич). Siehe auch: Kiewer Rus, Geschichte Russlands, Geschichte der Ukraine, Geschichte Weißrusslands, Zar Weblinks Wikisource: Mstislaw II – Quellen und Volltexte (russisch) | von Kiew, Mstislaw II. (I7295)
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| 35210 | https://de.wikipedia.org/wiki/Mülner_(Zürich) Die Familie der Mülner war im 13. und 14. Jahrhundert in Zürich ein einflussreiches Rittergeschlecht. Familie Wie durch das Wappen angedeutet, waren die Mülner ursprünglich als Angestellte der Fraumünster Abtei bei einer der Mühlen Zürichs tätig. Später hatten sie als Beamte der Abtei Kontakt zu Adeligen der Umgebung, kamen zu Ansehen und stiegen rascsch empor ins Patriziat der Stadt. Der Zusammenbruch der Macht der Mülners erfolgte hauptsächlich, weil sie sich der Stadt entfremdet und auf Habsburg gesetzt hatten. Während 133 Jahren war in der Stadt Zürich mindestens ein Vertreter der Familie im Rat vertreten. Rudolf, Hugo und Heinrich (1159–1225) 1159 trat die Familie mit den beiden Brüdern Rudolf Mülner und Rudolf erstmals in Erscheinung. Die Brüder werden bis 1172 in drei Urkunden in Zusammenhang mit dem Kloster St. Martin auf dem Zürichberg genannt. Belegt ist auch Hugo Mülner, unter anderem 1185 anlässlich der Gründung des Klosters von Kappel. Hugo starb am 9. April 1200. Bereits als Ritter wird 1223 Heinrich genannt, ein weiteres Mal 1225 als erster von neun Bürgern, die als der älteste bekannt Rat Zürichs gelten. Die unten erwähnten Jahreszahlen beziehen sich auf die urkundlichen Nennungen. Eberhard (1220–1226) Eberhard Mülner, unter Umständen ein Sohn Heinrichs, erscheint 1220 als Ministeriale der Fraumünster Abtei und besass ein eigenes Gut in Ebersol LU. 1225 wird er als Ritter erwähnt, der sich mit dem Propst von Embrach um den Zehnten in der Pfarrei von Rorbas streitet. Er starb am 14. Februar 1226. Wegen der kurzen Zeit, in der er urkundlich genannt wird, könnte er jung verstorben sein. Hugo II. (1248–1255)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Die folgenden Mülner sind besser dokumentiert, so zum Beispiel der Chorherr am Grossmünster, Hugo II. Mülner. Am 12. November 1248 befahl PapstInnozenz IV., Hugo dürfe in seinen Pfründen nicht benachteiligt werden, da er im Gegensatz zu seinen VVerwandten der Kirche stets treu geblieben sei. Wenig später bestätigte ihm der Papst weitere Pfründe. Weiter war er offenbar Vermittler zwischen dem Papst und seinen Verwandten, bestätigte doch am 12. Februar 1255 Papst Alexander IV., er sei mit der vom Bischof von Konstanz zugesicherten Straflosigkeit für den Ritter Jakob Mülner einverstanden. Die Art der Verwandtschaft wird nicht genannt, vermutlich war Jakob ein Bruder von Hugo. Jakob (1242–1287) Jacobus Molinarius, wie in lateinischen Urkunden genannt wird, ist seit 1242 als Meier der Abtei in Zürich Stadelhofen bezeugt. Da ihm innerhalb der Spannungen zwischen Kurie und Kaiser seine anfängliche Unterstützung für den Kaiser immer stärker zum Nachteil gereichten, wandte er sich, wohl auch durch Vermittlung seines Bruders Hugo II., wieder der Kirche zu und wurde zu einer führenden Persönlichkeit in der Zürcher Politik. Von den päpstlich eingestellten Freiherren von Eschenbach-Schnabelburg erhielt er die Gerichtsbarkeit über die Dörfer Albisrieden und Wiedikon zu Lehen. Um den Bau des neuen Klosters Selnau zu ermöglichen, verkaufte er dem neuen Kloster den Talacker, das Gebiet zwischen Bahnhofstrasse und Sihl, obschon das Gebiet zu seinem Lehenshof Wiedikon gehörte. Den Preis setzte er derart niedrig an, dass Rudolf von Habsburg den Verkauf später untersuchen liess und eine Nachzahlung verlangte. 1257 wird Jakob als Gefolgsmann von Hartmann V. dem Jüngeren von Kyburg genannt. Auch nennt er sich Jakob de Vriesenberch, wo er offenbar Burg und Hof von den Eschenbachern zu Lehen erhalten hatte. Auch im Gefolge des Bischofs von Konstanz wird er als Schiedsrichter in einem Streitfall erwähnt. 1272 erscheint er als Reichsvogt in Zürich, dessen Rat er von 1256 bis 1286 angehörte. Jakob starb am 16. Januar 1278. Jakob Mülners Nachfahren Von den Nachfahren Jakob Mülners und seiner Frau Gertrud sind bekannt die Söhne Hugo, Jakob, Eberhard, Rudolf der Ältere und Rudolf der Jüngere. Die Tochter Adelheid heiratete später Heinrich Brun den Jüngeren und gehört damit zu den Vorfahren des späteren Bürgermeisters Rudolf Brun. Wohnstatt der Familie war der Mülnerturm an der linken Seite der Limmat an der Rathausbrücke, der älteste noch erhaltene Turm der Stadt. Rudolf Mülner der Jüngere (1270–1324) und seine Nachkommen Rudolf besass seine Rechte und Pflichten vor allem auf der linken Seite von Zürichsee und Limmat. Von 1304 bis 1322 sass er im Rat der Stadt Zürich, 1318 war er Schulheiss. In erster Ehe war er mit Anna von Dättnau verheiratet, seine zweite Frau hiess Guta. Johannes Mülner (1310–1347) Johannes sass unter der alten Ordnung 1311 bis 1336 im Rat und nach dem Brunschen Umsturz bis 1346. Eberhard III. Mülner (1340–1382) Von 1340 bis 1350 sass Eberhard III. im Zürcher Rat. In der Zeit um 1351 zum Ritter geschlagen, bekleidete er 1352 und dann ab 1357 bis zu seinem Tode am 13. Januar 1382 das Amt des Schultheissen. Er war verheiratet mit Paula von Kien, Tochter des Thuner Schultheissen Johannes I. von Kien.[1] Von ihm stammt die erste Chronik der Stadt Zürich, die jedoch nicht mehr erhalten ist.[2] Rudolf Mülner der Ältere (1259–1317) und seine Nachkommen Der Chronist Johannes von Winterthur berichtet, dass Rudolf der Ältere Rudolf von Habsburg in einer Auseinandersetzung während der Regensberger Fehde das Leben gerettet haben soll. Das Neujahrsblatt der Stadt Zürich von 1776 berichtet darüber und zeigt, wie er von König Rudolf 1275 in Mainz empfangen wurde. Von 1288 bis 1317 sass er für die Constaffel im Rat, wurde 1276 Ritter und war 1293/94 Reichsvogt. Beim dreijährigen Schutzbündnis von Uri und Schwyz mit Zürich vom 16. Oktober 1291 war er Vertrauensmann der Innerschweizer. Seine Frau Agnes entstammte dem Geschlecht der Hünenberger. Rudolf der Ältere starb am 6. Februar 1317. Götz I. Mülner (1291–1336) Der Name Gottfried (Götz) kam durch die Hünenberger in die Familie: Gottfried von Hünenberg war der Pate von Götz I. 1291 wird er erstmals bezeugt als Chorherr am Grossmünster, wo er jedoch austrat, denn 1320 wird er als Herr der Burg Friedbererg bei Meilen genannt und verheiratete sich mit Anna von Fridingen. 1321 wurde der streitbare Götz aus dem Zürcher Bürgerrecht ausgeschlossen, schien sich offenbar wieder mit den Zürchern geeinigt zu haben, denn von 1325 bis 1335 sass er im Rat. Nach und nach war er in den Besitz zahlreicher Vogteien gekommen, die zuvor jedoch bereits im Besitz seiner Vorfahren gewesen waren. Einige waren zuvor Lehen der Abtei, andere erschienen jetzt als Reichslehen, die er aus Dankbarkeit für dem Kaiser und dem Reich geleistete Dienste empfangen hatte: zwischen 1320 und 1333 waren dies Wiedikon, Stadelhofen, Witikon, Zumikon mit Waltikon und Gössikon sowie Zollikon und Küsnacht und Goldbach. Dadurch entstand am unteren Zürichsee ein fast zusammenhängendes Territorium. Zur Verwaltung seiner Güter und zur Ausübung der niederen Gerichtsbarkeit scheint Götz I. einen Ammann eingesetzt zu haben, in mehreren Urkunden ist von Berchtold des Mülners Ammann die Rede oder wie am 5. April 1322 von Berchtolde, minem ammann, der an miner statt ze gerichte sass. Sitz des Ammanns und Raum für die Abgaben aus der Vogteil war vermutlich das ««««««««Höchhus»»»»»»»» in Küsnacht. Ob die Mülners das Haus zu diesem Zweck gebaut haben, ist unklar. Es ist aber durchaus denkbar, dass das ««««««««Höchhus»»»»»»»» an der Stelle der in der Regensberger Fehde zerstörten Burg Wulp errichtet worden ist und die Mülners die Vogteien der Regensberger erhalten haben. [3] Götz I. Mülner wird auch eine wichtige, wenn nicht gar federführende Rolle in den Vorbereitungen zum Brunschen Umsturz zugeschrieben, den er allerdings nicht mehr erlebte; er starb am 3. August 1336. Verheiratet war er mit Anna von Friedingen. Von seinen sechs Kindern traten Jakob, Rudolf und Heinrich in den geistlichen Stand, zwei Töchter heirateten die Herren von Goldenberg und Tettingen. Über den Nachlass von Götz I. Mülner wurde ein Urbar erstellt. Götz II. Mülner (1342–1383) Mit Götz II., seit 1342 verheiratet mit Margareta von Hallwyl, vollzog sich bei den Mülnern der Übergang von Zürich zu den Habsburgern. Zwischen 1364 und 1356 war er noch im Zürcher Rat vertreten. Neben dem mächtigen Rudolf Brun sah er vermutlich keine weiteren Aufstiegsmöglichkeiten; diese sah er vielmehr beim Hause Habsburg. 1359 empfing er vom Herzog von Österreich die Burghut über Rapperswil und wurde Landvogt über Glarus, das wieder an Habsburg gefallen war. 1362 schloss er mit dem Herzog einen Dienstvertrag, 1370 übernahm er Pfäffikon und Wollerau, 1377 erscheint er als österreichischer Vogt im Aargau, Thurgau und im Schwarzwald. Vermutlich erhielt er einige von diesen Aufgaben anstelle einer Bezahlung und ihn deshalb anderweitig entschädigte – oder weil ihm Mülner mit Darlehen aushalf. Das galt am ehesten für die Lehen des Schlosses Andreas bei Cham, den Zoll bei Brugg und das Freiamt. Es scheint, als wolle der Herzog ihm das Gebiet überlassen, welches zwischen Zugersee und Albis einen Keil zwischen die Eidgenossen und Zürich trieb, obwohl Zürich schon seit 1351 zur Eidgenossenschaft gehörte. 1379 wurde er Hofmeister bei Herzog Leopold, gleichzeitig war seine Tochter Anna in Zürich mit Rüdiger Manesse verheiratet. 1377/78 war Götz II. am Hof von Burgund, um in einer geplanten Ehe zwischen Burgund und Habsburg zu vermitteln, die da doch nicht zustande kam. Götz II. führte ein aufwändiges Leben, für das immer neue Mittel bereitgestellt werden mussten. Davon profitierte auch die Stadt Zürich, der Götz 1357 Zollikon, Trichtenhausen und Stadelhofen verkaufte. Die Rechte an Burg und Stadt Rapperswil verkaufte Götz dem Grafen von Toggenburg. Götz II. starb am 30. November 1383. Götz III. Mülner (1383–1386) Götz III. hatte zu Zürich praktisch keine Verbindungen, da er wohl am Hof von Herzog Leopold aufwuchs. Schon kurz nach dem Tod seines Vaters erhielt er von Leopold alle Lehen überschrieben. Am 1. Juni 1384 verkaufte er der Stadt Zürich die 1372 seinem Vater von Kaiser Karl IV. verliehenen und vom römisch-deutschen König Wenzel 1379 bestätigten Reichslehen Küsnacht und Goldbach, womit er Zürich zu dessen Entwicklung zum Territorialstaat einen Beitrag lieferte. Götz III. fiel auf der Seite der Habsburger in der Schlacht von Sempach am 9. Juli 1386. Sein Name und Wappen sind in der Schlachtkapelle abgebildet. Begraben wurde er zusammen mit dem ebenfalls gefallenen Herzog Leopold und anderen Rittern in Königsfelden, wo in der Klosterkirche seine steinerne Grabtafel erhalten geblieben ist; auch ist er unter den an der Kirchenwand gemalten Rittern zu finden. Seine Erbinnen waren seine Tanten Anna Manesse-Mülner, die Witwe des Bürgermeisters Rüdiger Manesse und Verena Schellenberg-Mülner. Literatur • Franz X. Wöber: Die Mülner von Zürich und ihr Sturz, Wien 1898 • Sigmund Widmer: Zürich, eine Kulturgeschichte, Band 2 und 3, Zürich 1972 • Küsnachter Jahresblätter 1966, Beitrag von Hans Kläui • Küsnachter Jahresblätter 1967, Beitrag von Paul Etter Weblinks Commons: Mülner (Zürich) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien Einzelnachweise 1 Ernst Schweikert: Die deutschen, edelfreien Geschlechter des Berner Oberlandes bis zur Mitte des XIV. Jahrhunderts, Ein Beitrag zur Entwicklungsgeschichte der Stände im Mittelalter, Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde, Rheiniche Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn, Bonn 1911. Stammtafel. 2 Georg von Wyß: Mülner, Eberhard. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 22, Duncker & Humblot, Leipzig 1885, S. 710 f. 3 Höchhus | Mülner, N. (I888)
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| 35211 | https://de.wikipedia.org/wiki/Münch_(schweizerisches_Adelsgeschlecht) Münch (schweizerisches Adelsgeschlecht) Der Name Münch tauchte zum ersten Mal im Jahr 1185 auf. Danach wurde Hugo Monachus I. zwischen 1185 und 1202 mehrmals in angefertigten Urkundlich erwähnt, beziehungsweise als "Hugo cognomento", "Hugo cognomine Monachus" oder "Hugo Monachus" genannt. Hugo Monachus I. war der Stammvater der grossen Münch-Sippe. Von seinem ersten Sohn Hugo II. stammten den Münch von Münchenstein, die von Münchsberg, sowie jene von Büren/Sterenfels ab. Von seinem zweiten Sohn Konrad II. stammten die Münchs von Landskron sowie derer von Stettenberg/Elsass ab. Unter diesen verschiedenen Zweigen erreichten die Münchensteiner die grösste Prosperität, sie waren in Basel und Umgebung von Bedeutung. Die Münchs stiegen zu Dienstmannen des Bischofs von Basel auf, welche auserlesene Diener und Berater waren und dadurch viele Vorrechte genossen. Als der Bischof ab dem Jahr 1227 den Dienstmannen das Privileg zugestand Lehen zu empfangen, wurde ihnen die Möglichkeit gegeben, in den Ritterstand aufzusteigen. Neben den Münch waren dies auch die Reich und Schaler, welche innert kurzer Zeit zu den bedeutendsten Ritterfamilien von Basel zählten. Der erste Ritter Münch wurde 1232 erwähnt und lebte auf Burg, dem vornehmsten Teil der alten Stadt, neben dem Basler Münster und dem Bischofssitz. Konrad Münch II. war der erste bekannte Münch und hielt von 1221 bis 1239 das Amt des Schultheissen (bischöflicher Gerichtsvorsteher) inne. Die Münch wurden mit der Zeit immer reicher und mächtiger und im Jahr 1258 war Ritter Konrad Münch III. von Münchsberg Mitglied des Rates. Mitte des 13. Jahrhunderts erhielten oder bauten die Münch ihren gemeinsamen Besitz am Petersberg, nannten ihn fortan Münchhof und ging unter diesem Namen in die Geschichte der Stadt Basel ein. Der Münchshof war unter anderem 1265 der Geburtsort des späteren umstrittenen Bischofs von Basel, des Hartung Münch und um 1300 wurde das Palais das Zentrum der Freunde der Habsburger. Um 1267 wurde Heinrich I. Münch, der Vater von Hartung Münch, als Basler Bürgermeister erwähnt. Da es die Münch wie alle anderen Ritter nach einem freien Ritterleben gelüstete, erwarben die Münch um 1260 das zum Domkapitel Basel gehörende Dorf Geckingen im Birstal und über dem Dorf entstand unter Hugo III. Münch die Burg Münchenstein und die Burg und das Dorf wurde von einer Mauer umfasst. Fortan nannten sich Ritter Münch von Münchenstein. Die Münch behielten aber das Dorf und die Burg nicht lange als Eigengut, denn schon um 1270 kam es in die Hände der Grafen von Pfirt, welcher es aber als Lehen den Münch zurückgab. Ab dem Jahr 1279 erschien das ehemalige Dorf Geckingen unter dem Namen Münchenstein in Urkunden und besitzt daher den schreitenden Mönch der Ritter Münch von Münchenstein in ihrem Wappen. Durch die Heirat der Katharina von Löwenburg, der Erbtochter der Familie, mit Konrad Münch von Münchenstein ging um 1360 der gesamte Löwenburger Besitz an dieses mächtige, weitverzweigte Basler Rittergeschlecht über. | Münch, Ritter Konrad (I59909)
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| 35212 | https://de.wikipedia.org/wiki/Münch_(schweizerisches_Adelsgeschlecht) Münch (schweizerisches Adelsgeschlecht) Der Name Münch tauchte zum ersten Mal im Jahr 1185 auf. Danach wurde Hugo Monachus I. zwischen 1185 und 1202 mehrmals in angefertigten Urkundlich erwähnt, beziehungsweise als "Hugo cognomento", "Hugo cognomine Monachus" oder "Hugo Monachus" genannt. Hugo Monachus I. war der Stammvater der grossen Münch-Sippe. Von seinem ersten Sohn Hugo II. stammten den Münch von Münchenstein, die von Münchsberg, sowie jene von Büren/Sterenfels ab. Von seinem zweiten Sohn Konrad II. stammten die Münchs von Landskron sowie derer von Stettenberg/Elsass ab. Unter diesen verschiedenen Zweigen erreichten die Münchensteiner die grösste Prosperität, sie waren in Basel und Umgebung von Bedeutung. Die Münchs stiegen zu Dienstmannen des Bischofs von Basel auf, welche auserlesene Diener und Berater waren und dadurch viele Vorrechte genossen. Als der Bischof ab dem Jahr 1227 den Dienstmannen das Privileg zugestand Lehen zu empfangen, wurde ihnen die Möglichkeit gegeben, in den Ritterstand aufzusteigen. Neben den Münch waren dies auch die Reich und Schaler, welche innert kurzer Zeit zu den bedeutendsten Ritterfamilien von Basel zählten. Der erste Ritter Münch wurde 1232 erwähnt und lebte auf Burg, dem vornehmsten Teil der alten Stadt, neben dem Basler Münster und dem Bischofssitz. Konrad Münch II. war der erste bekannte Münch und hielt von 1221 bis 1239 das Amt des Schultheissen (bischöflicher Gerichtsvorsteher) inne. Die Münch wurden mit der Zeit immer reicher und mächtiger und im Jahr 1258 war Ritter Konrad Münch III. von Münchsberg Mitglied des Rates. Mitte des 13. Jahrhunderts erhielten oder bauten die Münch ihren gemeinsamen Besitz am Petersberg, nannten ihn fortan Münchhof und ging unter diesem Namen in die Geschichte der Stadt Basel ein. Der Münchshof war unter anderem 1265 der Geburtsort des späteren umstrittenen Bischofs von Basel, des Hartung Münch und um 1300 wurde das Palais das Zentrum der Freunde der Habsburger. Um 1267 wurde Heinrich I. Münch, der Vater von Hartung Münch, als Basler Bürgermeister erwähnt. Da es die Münch wie alle anderen Ritter nach einem freien Ritterleben gelüstete, erwarben die Münch um 1260 das zum Domkapitel Basel gehörende Dorf Geckingen im Birstal und über dem Dorf entstand unter Hugo III. Münch die Burg Münchenstein und die Burg und das Dorf wurde von einer Mauer umfasst. Fortan nannten sich Ritter Münch von Münchenstein. Die Münch behielten aber das Dorf und die Burg nicht lange als Eigengut, denn schon um 1270 kam es in die Hände der Grafen von Pfirt, welcher es aber als Lehen den Münch zurückgab. Ab dem Jahr 1279 erschien das ehemalige Dorf Geckingen unter dem Namen Münchenstein in Urkunden und besitzt daher den schreitenden Mönch der Ritter Münch von Münchenstein in ihrem Wappen. Durch die Heirat der Katharina von Löwenburg, der Erbtochter der Familie, mit Konrad Münch von Münchenstein ging um 1360 der gesamte Löwenburger Besitz an dieses mächtige, weitverzweigte Basler Rittergeschlecht über. | Münch von Münchenstein, Ritter Hartmann (I58441)
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| 35213 | https://de.wikipedia.org/wiki/Münch_(schweizerisches_Adelsgeschlecht) Münch (schweizerisches Adelsgeschlecht) Der Name Münch tauchte zum ersten Mal im Jahr 1185 auf. Danach wurde Hugo Monachus I. zwischen 1185 und 1202 mehrmals in angefertigten Urkundlich erwähnt, beziehungsweise als "Hugo cognomento", "Hugo cognomine Monachus" oder "Hugo Monachus" genannt. Hugo Monachus I. war der Stammvater der grossen Münch-Sippe. Von seinem ersten Sohn Hugo II. stammten den Münch von Münchenstein, die von Münchsberg, sowie jene von Büren/Sterenfels ab. Von seinem zweiten Sohn Konrad II. stammten die Münchs von Landskron sowie derer von Stettenberg/Elsass ab. Unter diesen verschiedenen Zweigen erreichten die Münchensteiner die grösste Prosperität, sie waren in Basel und Umgebung von Bedeutung. Die Münchs stiegen zu Dienstmannen des Bischofs von Basel auf, welche auserlesene Diener und Berater waren und dadurch viele Vorrechte genossen. Als der Bischof ab dem Jahr 1227 den Dienstmannen das Privileg zugestand Lehen zu empfangen, wurde ihnen die Möglichkeit gegeben, in den Ritterstand aufzusteigen. Neben den Münch waren dies auch die Reich und Schaler, welche innert kurzer Zeit zu den bedeutendsten Ritterfamilien von Basel zählten. Der erste Ritter Münch wurde 1232 erwähnt und lebte auf Burg, dem vornehmsten Teil der alten Stadt, neben dem Basler Münster und dem Bischofssitz. Konrad Münch II. war der erste bekannte Münch und hielt von 1221 bis 1239 das Amt des Schultheissen (bischöflicher Gerichtsvorsteher) inne. Die Münch wurden mit der Zeit immer reicher und mächtiger und im Jahr 1258 war Ritter Konrad Münch III. von Münchsberg Mitglied des Rates. Mitte des 13. Jahrhunderts erhielten oder bauten die Münch ihren gemeinsamen Besitz am Petersberg, nannten ihn fortan Münchhof und ging unter diesem Namen in die Geschichte der Stadt Basel ein. Der Münchshof war unter anderem 1265 der Geburtsort des späteren umstrittenen Bischofs von Basel, des Hartung Münch und um 1300 wurde das Palais das Zentrum der Freunde der Habsburger. Um 1267 wurde Heinrich I. Münch, der Vater von Hartung Münch, als Basler Bürgermeister erwähnt. Da es die Münch wie alle anderen Ritter nach einem freien Ritterleben gelüstete, erwarben die Münch um 1260 das zum Domkapitel Basel gehörende Dorf Geckingen im Birstal und über dem Dorf entstand unter Hugo III. Münch die Burg Münchenstein und die Burg und das Dorf wurde von einer Mauer umfasst. Fortan nannten sich Ritter Münch von Münchenstein. Die Münch behielten aber das Dorf und die Burg nicht lange als Eigengut, denn schon um 1270 kam es in die Hände der Grafen von Pfirt, welcher es aber als Lehen den Münch zurückgab. Ab dem Jahr 1279 erschien das ehemalige Dorf Geckingen unter dem Namen Münchenstein in Urkunden und besitzt daher den schreitenden Mönch der Ritter Münch von Münchenstein in ihrem Wappen. Durch die Heirat der Katharina von Löwenburg, der Erbtochter der Familie, mit Konrad Münch von Münchenstein ging um 1360 der gesamte Löwenburger Besitz an dieses mächtige, weitverzweigte Basler Rittergeschlecht über. | Münch von Münchenstein, Hugo (I58445)
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| 35214 | https://de.wikipedia.org/wiki/Münch_(schweizerisches_Adelsgeschlecht) Münch (schweizerisches Adelsgeschlecht) Der Name Münch tauchte zum ersten Mal im Jahr 1185 auf. Danach wurde Hugo Monachus I. zwischen 1185 und 1202 mehrmals in angefertigten Urkundlich erwähnt, beziehungsweise als "Hugo cognomento", "Hugo cognomine Monachus" oder "Hugo Monachus" genannt. Hugo Monachus I. war der Stammvater der grossen Münch-Sippe. Von seinem ersten Sohn Hugo II. stammten den Münch von Münchenstein, die von Münchsberg, sowie jene von Büren/Sterenfels ab. Von seinem zweiten Sohn Konrad II. stammten die Münchs von Landskron sowie derer von Stettenberg/Elsass ab. Unter diesen verschiedenen Zweigen erreichten die Münchensteiner die grösste Prosperität, sie waren in Basel und Umgebung von Bedeutung. Die Münchs stiegen zu Dienstmannen des Bischofs von Basel auf, welche auserlesene Diener und Berater waren und dadurch viele Vorrechte genossen. Als der Bischof ab dem Jahr 1227 den Dienstmannen das Privileg zugestand Lehen zu empfangen, wurde ihnen die Möglichkeit gegeben, in den Ritterstand aufzusteigen. Neben den Münch waren dies auch die Reich und Schaler, welche innert kurzer Zeit zu den bedeutendsten Ritterfamilien von Basel zählten. Der erste Ritter Münch wurde 1232 erwähnt und lebte auf Burg, dem vornehmsten Teil der alten Stadt, neben dem Basler Münster und dem Bischofssitz. Konrad Münch II. war der erste bekannte Münch und hielt von 1221 bis 1239 das Amt des Schultheissen (bischöflicher Gerichtsvorsteher) inne. Die Münch wurden mit der Zeit immer reicher und mächtiger und im Jahr 1258 war Ritter Konrad Münch III. von Münchsberg Mitglied des Rates. Mitte des 13. Jahrhunderts erhielten oder bauten die Münch ihren gemeinsamen Besitz am Petersberg, nannten ihn fortan Münchhof und ging unter diesem Namen in die Geschichte der Stadt Basel ein. Der Münchshof war unter anderem 1265 der Geburtsort des späteren umstrittenen Bischofs von Basel, des Hartung Münch und um 1300 wurde das Palais das Zentrum der Freunde der Habsburger. Um 1267 wurde Heinrich I. Münch, der Vater von Hartung Münch, als Basler Bürgermeister erwähnt. Da es die Münch wie alle anderen Ritter nach einem freien Ritterleben gelüstete, erwarben die Münch um 1260 das zum Domkapitel Basel gehörende Dorf Geckingen im Birstal und über dem Dorf entstand unter Hugo III. Münch die Burg Münchenstein und die Burg und das Dorf wurde von einer Mauer umfasst. Fortan nannten sich Ritter Münch von Münchenstein. Die Münch behielten aber das Dorf und die Burg nicht lange als Eigengut, denn schon um 1270 kam es in die Hände der Grafen von Pfirt, welcher es aber als Lehen den Münch zurückgab. Ab dem Jahr 1279 erschien das ehemalige Dorf Geckingen unter dem Namen Münchenstein in Urkunden und besitzt daher den schreitenden Mönch der Ritter Münch von Münchenstein in ihrem Wappen. Durch die Heirat der Katharina von Löwenburg, der Erbtochter der Familie, mit Konrad Münch von Münchenstein ging um 1360 der gesamte Löwenburger Besitz an dieses mächtige, weitverzweigte Basler Rittergeschlecht über. | Münch, Ritter Hugo (I58446)
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| 35215 | https://de.wikipedia.org/wiki/Münch_(schweizerisches_Adelsgeschlecht) Münch (schweizerisches Adelsgeschlecht) Der Name Münch tauchte zum ersten Mal im Jahr 1185 auf. Danach wurde Hugo Monachus I. zwischen 1185 und 1202 mehrmals in angefertigten Urkundlich erwähnt, beziehungsweise als "Hugo cognomento", "Hugo cognomine Monachus" oder "Hugo Monachus" genannt. Hugo Monachus I. war der Stammvater der grossen Münch-Sippe. Von seinem ersten Sohn Hugo II. stammten den Münch von Münchenstein, die von Münchsberg, sowie jene von Büren/Sterenfels ab. Von seinem zweiten Sohn Konrad II. stammten die Münchs von Landskron sowie derer von Stettenberg/Elsass ab. Unter diesen verschiedenen Zweigen erreichten die Münchensteiner die grösste Prosperität, sie waren in Basel und Umgebung von Bedeutung. Die Münchs stiegen zu Dienstmannen des Bischofs von Basel auf, welche auserlesene Diener und Berater waren und dadurch viele Vorrechte genossen. Als der Bischof ab dem Jahr 1227 den Dienstmannen das Privileg zugestand Lehen zu empfangen, wurde ihnen die Möglichkeit gegeben, in den Ritterstand aufzusteigen. Neben den Münch waren dies auch die Reich und Schaler, welche innert kurzer Zeit zu den bedeutendsten Ritterfamilien von Basel zählten. Der erste Ritter Münch wurde 1232 erwähnt und lebte auf Burg, dem vornehmsten Teil der alten Stadt, neben dem Basler Münster und dem Bischofssitz. Konrad Münch II. war der erste bekannte Münch und hielt von 1221 bis 1239 das Amt des Schultheissen (bischöflicher Gerichtsvorsteher) inne. Die Münch wurden mit der Zeit immer reicher und mächtiger und im Jahr 1258 war Ritter Konrad Münch III. von Münchsberg Mitglied des Rates. Mitte des 13. Jahrhunderts erhielten oder bauten die Münch ihren gemeinsamen Besitz am Petersberg, nannten ihn fortan Münchhof und ging unter diesem Namen in die Geschichte der Stadt Basel ein. Der Münchshof war unter anderem 1265 der Geburtsort des späteren umstrittenen Bischofs von Basel, des Hartung Münch und um 1300 wurde das Palais das Zentrum der Freunde der Habsburger. Um 1267 wurde Heinrich I. Münch, der Vater von Hartung Münch, als Basler Bürgermeister erwähnt. Da es die Münch wie alle anderen Ritter nach einem freien Ritterleben gelüstete, erwarben die Münch um 1260 das zum Domkapitel Basel gehörende Dorf Geckingen im Birstal und über dem Dorf entstand unter Hugo III. Münch die Burg Münchenstein und die Burg und das Dorf wurde von einer Mauer umfasst. Fortan nannten sich Ritter Münch von Münchenstein. Die Münch behielten aber das Dorf und die Burg nicht lange als Eigengut, denn schon um 1270 kam es in die Hände der Grafen von Pfirt, welcher es aber als Lehen den Münch zurückgab. Ab dem Jahr 1279 erschien das ehemalige Dorf Geckingen unter dem Namen Münchenstein in Urkunden und besitzt daher den schreitenden Mönch der Ritter Münch von Münchenstein in ihrem Wappen. Durch die Heirat der Katharina von Löwenburg, der Erbtochter der Familie, mit Konrad Münch von Münchenstein ging um 1360 der gesamte Löwenburger Besitz an dieses mächtige, weitverzweigte Basler Rittergeschlecht über. | Münch, Hugo (I58447)
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| 35216 | https://de.wikipedia.org/wiki/Münch_(schweizerisches_Adelsgeschlecht) Münch (schweizerisches Adelsgeschlecht) Der Name Münch tauchte zum ersten Mal im Jahr 1185 auf. Danach wurde Hugo Monachus I. zwischen 1185 und 1202 mehrmals in angefertigten Urkundlich erwähnt, beziehungsweise als "Hugo cognomento", "Hugo cognomine Monachus" oder "Hugo Monachus" genannt. Hugo Monachus I. war der Stammvater der grossen Münch-Sippe. Von seinem ersten Sohn Hugo II. stammten den Münch von Münchenstein, die von Münchsberg, sowie jene von Büren/Sterenfels ab. Von seinem zweiten Sohn Konrad II. stammten die Münchs von Landskron sowie derer von Stettenberg/Elsass ab. Unter diesen verschiedenen Zweigen erreichten die Münchensteiner die grösste Prosperität, sie waren in Basel und Umgebung von Bedeutung. Die Münchs stiegen zu Dienstmannen des Bischofs von Basel auf, welche auserlesene Diener und Berater waren und dadurch viele Vorrechte genossen. Als der Bischof ab dem Jahr 1227 den Dienstmannen das Privileg zugestand Lehen zu empfangen, wurde ihnen die Möglichkeit gegeben, in den Ritterstand aufzusteigen. Neben den Münch waren dies auch die Reich und Schaler, welche innert kurzer Zeit zu den bedeutendsten Ritterfamilien von Basel zählten. Der erste Ritter Münch wurde 1232 erwähnt und lebte auf Burg, dem vornehmsten Teil der alten Stadt, neben dem Basler Münster und dem Bischofssitz. Konrad Münch II. war der erste bekannte Münch und hielt von 1221 bis 1239 das Amt des Schultheissen (bischöflicher Gerichtsvorsteher) inne. Die Münch wurden mit der Zeit immer reicher und mächtiger und im Jahr 1258 war Ritter Konrad Münch III. von Münchsberg Mitglied des Rates. Mitte des 13. Jahrhunderts erhielten oder bauten die Münch ihren gemeinsamen Besitz am Petersberg, nannten ihn fortan Münchhof und ging unter diesem Namen in die Geschichte der Stadt Basel ein. Der Münchshof war unter anderem 1265 der Geburtsort des späteren umstrittenen Bischofs von Basel, des Hartung Münch und um 1300 wurde das Palais das Zentrum der Freunde der Habsburger. Um 1267 wurde Heinrich I. Münch, der Vater von Hartung Münch, als Basler Bürgermeister erwähnt. Da es die Münch wie alle anderen Ritter nach einem freien Ritterleben gelüstete, erwarben die Münch um 1260 das zum Domkapitel Basel gehörende Dorf Geckingen im Birstal und über dem Dorf entstand unter Hugo III. Münch die Burg Münchenstein und die Burg und das Dorf wurde von einer Mauer umfasst. Fortan nannten sich Ritter Münch von Münchenstein. Die Münch behielten aber das Dorf und die Burg nicht lange als Eigengut, denn schon um 1270 kam es in die Hände der Grafen von Pfirt, welcher es aber als Lehen den Münch zurückgab. Ab dem Jahr 1279 erschien das ehemalige Dorf Geckingen unter dem Namen Münchenstein in Urkunden und besitzt daher den schreitenden Mönch der Ritter Münch von Münchenstein in ihrem Wappen. Durch die Heirat der Katharina von Löwenburg, der Erbtochter der Familie, mit Konrad Münch von Münchenstein ging um 1360 der gesamte Löwenburger Besitz an dieses mächtige, weitverzweigte Basler Rittergeschlecht über. | Münch, Ritter Heinrich (I59915)
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| 35217 | https://de.wikipedia.org/wiki/Münch_(schweizerisches_Adelsgeschlecht) Münch (schweizerisches Adelsgeschlecht) Der Name Münch tauchte zum ersten Mal im Jahr 1185 auf. Danach wurde Hugo Monachus I. zwischen 1185 und 1202 mehrmals in angefertigten Urkundlich erwähnt, beziehungsweise als "Hugo cognomento", "Hugo cognomine Monachus" oder "Hugo Monachus" genannt. Hugo Monachus I. war der Stammvater der grossen Münch-Sippe. Von seinem ersten Sohn Hugo II. stammten den Münch von Münchenstein, die von Münchsberg, sowie jene von Büren/Sterenfels ab. Von seinem zweiten Sohn Konrad II. stammten die Münchs von Landskron sowie derer von Stettenberg/Elsass ab. Unter diesen verschiedenen Zweigen erreichten die Münchensteiner die grösste Prosperität, sie waren in Basel und Umgebung von Bedeutung. Die Münchs stiegen zu Dienstmannen des Bischofs von Basel auf, welche auserlesene Diener und Berater waren und dadurch viele Vorrechte genossen. Als der Bischof ab dem Jahr 1227 den Dienstmannen das Privileg zugestand Lehen zu empfangen, wurde ihnen die Möglichkeit gegeben, in den Ritterstand aufzusteigen. Neben den Münch waren dies auch die Reich und Schaler, welche innert kurzer Zeit zu den bedeutendsten Ritterfamilien von Basel zählten. Der erste Ritter Münch wurde 1232 erwähnt und lebte auf Burg, dem vornehmsten Teil der alten Stadt, neben dem Basler Münster und dem Bischofssitz. Konrad Münch II. war der erste bekannte Münch und hielt von 1221 bis 1239 das Amt des Schultheissen (bischöflicher Gerichtsvorsteher) inne. Die Münch wurden mit der Zeit immer reicher und mächtiger und im Jahr 1258 war Ritter Konrad Münch III. von Münchsberg Mitglied des Rates. Mitte des 13. Jahrhunderts erhielten oder bauten die Münch ihren gemeinsamen Besitz am Petersberg, nannten ihn fortan Münchhof und ging unter diesem Namen in die Geschichte der Stadt Basel ein. Der Münchshof war unter anderem 1265 der Geburtsort des späteren umstrittenen Bischofs von Basel, des Hartung Münch und um 1300 wurde das Palais das Zentrum der Freunde der Habsburger. Um 1267 wurde Heinrich I. Münch, der Vater von Hartung Münch, als Basler Bürgermeister erwähnt. Da es die Münch wie alle anderen Ritter nach einem freien Ritterleben gelüstete, erwarben die Münch um 1260 das zum Domkapitel Basel gehörende Dorf Geckingen im Birstal und über dem Dorf entstand unter Hugo III. Münch die Burg Münchenstein und die Burg und das Dorf wurde von einer Mauer umfasst. Fortan nannten sich Ritter Münch von Münchenstein. Die Münch behielten aber das Dorf und die Burg nicht lange als Eigengut, denn schon um 1270 kam es in die Hände der Grafen von Pfirt, welcher es aber als Lehen den Münch zurückgab. Ab dem Jahr 1279 erschien das ehemalige Dorf Geckingen unter dem Namen Münchenstein in Urkunden und besitzt daher den schreitenden Mönch der Ritter Münch von Münchenstein in ihrem Wappen. Durch die Heirat der Katharina von Löwenburg, der Erbtochter der Familie, mit Konrad Münch von Münchenstein ging um 1360 der gesamte Löwenburger Besitz an dieses mächtige, weitverzweigte Basler Rittergeschlecht über. | Münch, Ritter Konrad (I59917)
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| 35218 | https://de.wikipedia.org/wiki/Münch_(schweizerisches_Adelsgeschlecht) Münch (schweizerisches Adelsgeschlecht) Der Name Münch tauchte zum ersten Mal im Jahr 1185 auf. Danach wurde Hugo Monachus I. zwischen 1185 und 1202 mehrmals in angefertigten Urkundlich erwähnt, beziehungsweise als "Hugo cognomento", "Hugo cognomine Monachus" oder "Hugo Monachus" genannt. Hugo Monachus I. war der Stammvater der grossen Münch-Sippe. Von seinem ersten Sohn Hugo II. stammten den Münch von Münchenstein, die von Münchsberg, sowie jene von Büren/Sterenfels ab. Von seinem zweiten Sohn Konrad II. stammten die Münchs von Landskron sowie derer von Stettenberg/Elsass ab. Unter diesen verschiedenen Zweigen erreichten die Münchensteiner die grösste Prosperität, sie waren in Basel und Umgebung von Bedeutung. Die Münchs stiegen zu Dienstmannen des Bischofs von Basel auf, welche auserlesene Diener und Berater waren und dadurch viele Vorrechte genossen. Als der Bischof ab dem Jahr 1227 den Dienstmannen das Privileg zugestand Lehen zu empfangen, wurde ihnen die Möglichkeit gegeben, in den Ritterstand aufzusteigen. Neben den Münch waren dies auch die Reich und Schaler, welche innert kurzer Zeit zu den bedeutendsten Ritterfamilien von Basel zählten. Der erste Ritter Münch wurde 1232 erwähnt und lebte auf Burg, dem vornehmsten Teil der alten Stadt, neben dem Basler Münster und dem Bischofssitz. Konrad Münch II. war der erste bekannte Münch und hielt von 1221 bis 1239 das Amt des Schultheissen (bischöflicher Gerichtsvorsteher) inne. Die Münch wurden mit der Zeit immer reicher und mächtiger und im Jahr 1258 war Ritter Konrad Münch III. von Münchsberg Mitglied des Rates. Mitte des 13. Jahrhunderts erhielten oder bauten die Münch ihren gemeinsamen Besitz am Petersberg, nannten ihn fortan Münchhof und ging unter diesem Namen in die Geschichte der Stadt Basel ein. Der Münchshof war unter anderem 1265 der Geburtsort des späteren umstrittenen Bischofs von Basel, des Hartung Münch und um 1300 wurde das Palais das Zentrum der Freunde der Habsburger. Um 1267 wurde Heinrich I. Münch, der Vater von Hartung Münch, als Basler Bürgermeister erwähnt. Da es die Münch wie alle anderen Ritter nach einem freien Ritterleben gelüstete, erwarben die Münch um 1260 das zum Domkapitel Basel gehörende Dorf Geckingen im Birstal und über dem Dorf entstand unter Hugo III. Münch die Burg Münchenstein und die Burg und das Dorf wurde von einer Mauer umfasst. Fortan nannten sich Ritter Münch von Münchenstein. Die Münch behielten aber das Dorf und die Burg nicht lange als Eigengut, denn schon um 1270 kam es in die Hände der Grafen von Pfirt, welcher es aber als Lehen den Münch zurückgab. Ab dem Jahr 1279 erschien das ehemalige Dorf Geckingen unter dem Namen Münchenstein in Urkunden und besitzt daher den schreitenden Mönch der Ritter Münch von Münchenstein in ihrem Wappen. Durch die Heirat der Katharina von Löwenburg, der Erbtochter der Familie, mit Konrad Münch von Münchenstein ging um 1360 der gesamte Löwenburger Besitz an dieses mächtige, weitverzweigte Basler Rittergeschlecht über. | Münch, Hugo (I59919)
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| 35219 | https://de.wikipedia.org/wiki/Namur_(Adelsgeschlecht) Namur ist die erste Herrscherfamilie der Grafschaft Namur. Die Familie erbte 1136 durch die Ehe mit Ermesinde die Grafschaft Luxemburg. Neben Namur und Luxemburg besaß die Familie die Grafschaften Durbuy und Laroche. Das Haus starb 1247 mit der Gräfin Ermesinde I. aus, die ihren Besitz weitgehend dem Haus Limburg-Arlon zuführte; lediglich die Grafschaft Namur selbst ging aufgrund des Vertrages von Dinant vom 26. Juli 1199 an die Grafen von Hennegau. Stammliste 1 Berengar, comes 907/937, † vor 946; ∞ NN, Tochter von Reginar I., Graf im Hennegau, Erbin des Lommegaus (comitatus Lomacensis) (Reginare) 1 Robert I., comes 946/974, † vor 981; ∞ Ermengarde, Tochter von Otto von Verdun, Herzog von Lothringen 1 Albert I., 981 bezeugt, 992 Graf von Namur, † kurz vor 1011; ∞ 990 Ermengarde (Aleide), † nach 1012, Tochter von Herzog Karl von Niederlothringen (Karolinger) 1 Robert II., 1013/18 bezeugt, † vor 1031 2 Albert II., 1031/62 bezeugt, † 1063/1064, Vogt von Andenne, Stifter von Saint-Aubain in Namur; ∞ Regelindis, 1067 bezeugt, Tochter von Herzog Gotzelo I. von Niederlothringen (Wigeriche) 1 Albert III., 1035 bezeugt, † 22. Juni 1102, 1063/64 Graf von Namur, 1088 Vogt von Stablo und Malmedy; ∞ 1065/66 Ida von Sachsen, Erbin von Laroche, Tochter von Bernhard II., Herzog von Sachsen, Witwe von Friedrich II., Herzog von Niederlothrigen (Billunger) 1 Gottfried (Godefroid), 1080 bezeugt, † 19. August 1139, 1102 Graf von Namur, 1097 Graf von Château-Porcien; 1121 Stifter von Floreffe; ∞ I um 1087, geschieden um 1104, Sibylle von Château-Porcien, Tochter von Graf Roger und Ermengarde, sie heratete in zweiter Ehe Withier de Vitri, Graf von Rethel; ∞ II um 1109 Ermesinde, 1136, Gräfin von Longwy, † 1141, Tochter von Graf Konrad I., Witwe von Albert I. von Egisheim, Graf von Dagsburg (Vorfahren siehe Stammliste der Wigeriche#Die Grafen von Luxemburg) 1 (I) Elisabeth, 1141 bezeugt; ∞ Gervais, Graf von Rethel; ∞ II Clarembaud de Roscy, 1141 bezeugt 2 (I) Flandrine; ∞ Hugues d‘Épinoy 3 (II) Albert, † um 1127 4 (II) Heinrich der Blinde, † 14. August 1196, 1136 Graf von Luxemburg und Longwy, 1139 in Namur, 1152 in Laroche und 1161 in Durbuy, Vogt von St. Maximin in Trier, von Echternach und von Stavelot und Malmedy; ∞ I 1152/59, geschieden 1163, Laurretta von Flandern, † um 1175, Tochter von Dietrich von Elsass, Graf von Flandern, Witwe von Iwan, Graf von Aalst, geschieden von Heinrich II., Herzog von Limburg, Witwe von Rudolf I., Graf von Vermandois; ∞ II 1168 Agnes von Geldern, Tochter von Heinrich, Graf von Geldern 1 (II) Ermesinde II., * Juli 1186, † 12. Februar 1247, Erbin von Luxemburg; ∞ I 1197 Theobald I., Graf von Bar, 1198 Graf von Luxemburg, † 12./13. Februar 1214; ∞ II Februar/Mai 1214 Walram IV., Herzog von Limburg, † 2. Juli 1226 5 (II) Clementia, † 28. Dezember 1158; ∞ um 1130 Konrad, Herzog von Zähringen, † 1152 (Zähringer) 6 (II) Alice; ∞ um 1130 Balduin IV., Graf von Hennegau, 1163 Graf von Namur, † 8. November 1171 7 (II) Beatrix, † 1160; ∞ Gonthier, Graf von Rethel, † 1148 2 Heinrich I., 1102/28 bezeugt, † vor 1138, Graf von Laroche, Vogt von Stablo und Malmedy, ∞ Mathilde von Limburg, 1148 bezeugt, Tochter von Heinrich I., Graf von Limburg und Arlon 1 Gottfried, 1125 bezeugt, 1138 Graf 2 Heinrich II., 1124/52 bezeugt, 1143 Graf, † vor 10. Januar 1153; ∞ Elisabeth, um 1190 bezeugt 3 Friedrich, † 30. Oktober 1174, 1164 Erzbischof von Tyrus 4 Mathilde; ∞ I Thierry de Walcourt, 1130/47 bezeugt, ∞ II Nicolas d’Avesnes (Haus Avesnes) 5 Beatrix, 1152 bezeugt; ∞ Gerhard von Breda, 1124/25 bezeugt, † vor 1152 3 Friedrich, † 27. Mai 1121, 1119 Bischof von Lüttich 4 Albert, 1095 bezeugt, † kurz vor 1122, Graf von Jaffa; ∞ 1118/19 Manille, Witwe von Hugo von Le Puiset (Hugues du Puiset), Graf von Jaffa 5 Alix, 107/1124 bezeugt, ∞ Otto II., Graf von Chiny, † 28. März 1125 (Haus Chiny) 2 Heinrich I., 1167/97 bezeugt, 1178 Graf von Durbuy 1 Gottfried, † vor 1124, Graf von Durbuy; ∞ Alix von Grandpré, 1124 bezeugt, Tochter von Heinrich I., Graf von Grandpré, heiratete in zweiter Ehe Gottfried von Esch 1 Richard, † 1171, 1163 Bischof von Verdun 2 Heinrich II., 1124 minderjährig, † um 1147, Graf von Durbuy 3 Alix, Nonne 2 Giselbert, 981 bezeugt 3 Ratbod, 981 bezeugt Literatur • Felix Rousseau: Actes de comtes de Namur de la première race 946/1146, Brüssel 1936 • Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln, Band VII (1979) Tafel 68 | von Namur, Graf Robert I. (I5422)
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| 35220 | https://de.wikipedia.org/wiki/Namur_(Adelsgeschlecht) Namur ist die erste Herrscherfamilie der Grafschaft Namur. Geschichte Die Familie erbte 1136 durch die Ehe mit Ermesinde die Grafschaft Luxemburg. Neben Namur und Luxemburg besaß die Familie die Grafschaften Durbuy und Laroche. Das Haus starb 1247 mit der Gräfin Ermesinde I. aus, die ihren Besitz weitgehend dem Haus Limburg-Arlon zuführte; lediglich die Grafschaft Namur selbst ging aufgrund des Vertrages von Dinant vom 26. Juli 1199 an die Grafen von Hennegau. Stammliste 1 Berengar, comes 907/937, † vor 946; ∞ NN, Tochter von Reginar I., Graf im Hennegau, Erbin des Lommegaus (comitatus Lomacensis) (Reginare) 1 Robert I., comes 946/974, † vor 981; ∞ Ermengarde, Tochter von Otto von Verdun, Herzog von Lothringen 1 Albert I., 981 bezeugt, 992 Graf von Namur, † kurz vor 1011; ∞ 990 Ermengarde (Aleide), † nach 1012, Tochter von Herzog Karl von Niederlothringen (Karolinger) 1 Robert II., 1013/18 bezeugt, † vor 1031 2 Albert II., 1031/62 bezeugt, † 1063/1064, Vogt von Andenne, Stifter von Saint-Aubain in Namur; ∞ Regelindis, 1067 bezeugt, Tochter von Herzog Gotzelo I. von Niederlothringen (Wigeriche) 1 Albert III., 1035 bezeugt, † 22. Juni 1102, 1063/64 Graf von Namur, 1088 Vogt von Stablo und Malmedy; ∞ 1065/66 Ida von Sachsen, Erbin von Laroche, Tochter von Bernhard II., Herzog von Sachsen, Witwe von Friedrich II., Herzog von Niederlothrigen (Billunger) 1 Gottfried (Godefroid), 1080 bezeugt, † 19. August 1139, 1102 Graf von Namur, 1097 Graf von Château-Porcien; 1121 Stifter von Floreffe; ∞ I um 1087, geschieden um 1104, Sibylle von Château-Porcien, Tochter von Graf Roger und Ermengarde, sie heratete in zweiter Ehe Withier de Vitri, Graf von Rethel; ∞ II um 1109 Ermesinde, 1136, Gräfin von Longwy, † 1141, Tochter von Graf Konrad I., Witwe von Albert I. von Egisheim, Graf von Dagsburg (Vorfahren siehe Stammliste der Wigeriche#Die Grafen von Luxemburg) 1 (I) Elisabeth, 1141 bezeugt; ∞ Gervais, Graf von Rethel; ∞ II Clarembaud de Roscy, 1141 bezeugt 2 (I) Flandrine; ∞ Hugues d‘Épinoy 3 (II) Albert, † um 1127 4 (II) Heinrich der Blinde, † 14. August 1196, 1136 Graf von Luxemburg und Longwy, 1139 in Namur, 1152 in Laroche und 1161 in Durbuy, Vogt von St. Maximin in Trier, von Echternach und von Stavelot und Malmedy; ∞ I 1152/59, geschieden 1163, Laurretta von Flandern, † um 1175, Tochter von Dietrich von Elsass, Graf von Flandern, Witwe von Iwan, Graf von Aalst, geschieden von Heinrich II., Herzog von Limburg, Witwe von Rudolf I., Graf von Vermandois; ∞ II 1168 Agnes von Geldern, Tochter von Heinrich, Graf von Geldern 1 (II) Ermesinde II., * Juli 1186, † 12. Februar 1247, Erbin von Luxemburg; ∞ I 1197 Theobald I., Graf von Bar, 1198 Graf von Luxemburg, † 12./13. Februar 1214; ∞ II Februar/Mai 1214 Walram IV., Herzog von Limburg, † 2. Juli 1226 5 (II) Clementia, † 28. Dezember 1158; ∞ um 1130 Konrad, Herzog von Zähringen, † 1152 (Zähringer) 6 (II) Alice; ∞ um 1130 Balduin IV., Graf von Hennegau, 1163 Graf von Namur, † 8. November 1171 7 (II) Beatrix, † 1160; ∞ Gonthier, Graf von Rethel, † 1148 2 Heinrich I., 1102/28 bezeugt, † vor 1138, Graf von Laroche, Vogt von Stablo und Malmedy, ∞ Mathilde von Limburg, 1148 bezeugt, Tochter von Heinrich I., Graf von Limburg und Arlon 1 Gottfried, 1125 bezeugt, 1138 Graf 2 Heinrich II., 1124/52 bezeugt, 1143 Graf, † vor 10. Januar 1153; ∞ Elisabeth, um 1190 bezeugt 3 Friedrich, † 30. Oktober 1174, 1164 Erzbischof von Tyrus 4 Mathilde; ∞ I Thierry de Walcourt, 1130/47 bezeugt, ∞ II Nicolas d’Avesnes (Haus Avesnes) 5 Beatrix, 1152 bezeugt; ∞ Gerhard von Breda, 1124/25 bezeugt, † vor 1152 3 Friedrich, † 27. Mai 1121, 1119 Bischof von Lüttich 4 Albert, 1095 bezeugt, † kurz vor 1122, Graf von Jaffa; ∞ 1118/19 Manille, Witwe von Hugo von Le Puiset (Hugues du Puiset), Graf von Jaffa 5 Alix, 107/1124 bezeugt, ∞ Otto II., Graf von Chiny, † 28. März 1125 (Haus Chiny) 2 Heinrich I., 1167/97 bezeugt, 1178 Graf von Durbuy 1 Gottfried, † vor 1124, Graf von Durbuy; ∞ Alix von Grandpré, 1124 bezeugt, Tochter von Heinrich I., Graf von Grandpré, heiratete in zweiter Ehe Gottfried von Esch 1 Richard, † 1171, 1163 Bischof von Verdun 2 Heinrich II., 1124 minderjährig, † um 1147, Graf von Durbuy 3 Alix, Nonne 2 Giselbert, 981 bezeugt 3 Ratbod, 981 bezeugt Literatur • Felix Rousseau: Actes de comtes de Namur de la première race 946/1146, Brüssel 1936 • Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln, Band VII (1979) Tafel 68 | von Namur, Clementia (I6124)
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| 35221 | https://de.wikipedia.org/wiki/Nantechild Nantechild (auch Nanthild) († 642) war eine Sächsin am austrasischen Hof, die im 7. Jahrhundert erst Frau und Witwe eines Königs und dann Königinmutter und Regentin dessen Sohnes war. Leben Der Merowingerkönig Dagobert I. nahm sie im Jahre 629 zur Frau, nachdem er seine bisherige Frau Gomatrud verstoßen hatte. 634 wurde der gemeinsame Sohn Chlodwig II. geboren. Im Jahre 639 starb Dagobert I. Chlodwig II. wurde König von Neustrien-Burgund. Die Regentschaft übernahmen der Hausmeier Aega und Königin Nanthild. Der Königsschatz Dagoberts I. wurde in drei Teile geteilt: Sigibert III., Chlodwig II. und Nanthild erhielten jeweils einen Teil - Nanthilds Wichtigkeit als Regentin wurde damit betont. Als im Jahre 641 Aegas Schwiegersohn einen Mord vor Gericht beging, autorisierte Nanthild die Rache der Familie des Opfers. Im Jahr 642, ihrem Todesjahr, überzeugte Nanthild die Burgunder, das Amt des Hausmeiers wieder einzuführen. Sie schien auch selbst dieses Amt mit einem ihrer Getreuen, dem Franken Flaochad, besetzt zu haben. Zur Stärkung der Bindung zwischen Flalaochad und Nanthild heiratete dieser die Nichte der Regentin. Mit der Einrichtung des Hausmeieramtes in Burgund versuchte Nanthild, eine Stärkung der Zentralgewalt zu erreichen: Jedoch konnte sich nach ihrem Tod das Hausmeieramt in Burgund nicht lange halten und wurde 662 unter dem neustrischen Hausmeier Ebroin in Personalunion vereinigt. Nantechild wurde in der Grablege der französischen Könige, der Basilika Saint-Denis, beigesetzt. Bei der Plünderung der Königsgräber von Saint-Denis während der Französischen Revolution wurde ihr Grab am 19. Oktober 1793 geöffnet und geplündert, ihre Überreste wurden in einem Massengrab außerhalb der Kirche beerdigt. Quellen • Chronicarum quae dicuntur Fredegarii scholastici liber IV. (MGH SS rer. Mer. II 1888, ND 1984). Literatur • Patrick J. Geary: Die Merowinger. Europa vor Karl dem Großen. München 1996. • Ian Wood: The Merovingian Kingdoms. 450-751. London 1994. | aus Sachsen, Nantechild (I8527)
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| 35222 | https://de.wikipedia.org/wiki/Neu-Kyburg_(Adelsgeschlecht) Die Grafen von Neu-Kyburg (auch Kyburg-Burgdorf oder Habsburg-Neukyburg genannt) waren ein Schweizer Adelsgeschlecht, das zwischen etwa 1273 und 1417 bestand und vornehmlich im Oberaargau begütert war. Das Haus Neu-Kyburg entstand aus einer Weiterführung des Geschlechts der Grafen von Kyburg in der weiblichen Linie und ist eine Seitenlinie des Adelsgeschlechts der Habsburger. Der kinderlose Graf Hartmann IV. von Kyburg übertrug 1250/1251 den westlichen Teil seines Besitzes mit der Reuss als Grenze seinem Neffen Hartmann V. Dieser versuchte mit der Unterstützung der Habsburger von seinem Herrschaftszentrum Burgdorf aus sich gegen die Stadt Bern und die Savoyer durchzusetzen. Nach dem Tod Hartmanns V. 1263 und Hartmanns IV. 1264 war die einzige Erbtochter, Anna von Kyburg, noch minderjährig. Rudolf I. von Habsburg, dessen Mutter Heilwig von Kyburg eine Tochter Ulrichs III. von Kyburg war, übernahm die Vormundschaft und damit auch die Verwaltung des Herrschaftsgebiets. Bis 1273 konnte Rudolf I. sich auch gegen die Ansprüche der Savoyer durchsetzen, die über die Witwe Hartmanns V., Margarethe von Sayoyen, über gut begründete Ansprüche verfügten. Durch die Ehe Annas mit Eberhard I. († 1284) von Habsburg-Laufenburg entstand 1273 aus einem Teil des Besitzes Hartmanns IV. die neue Dynastie der Grafen von Neu-Kyburg bzw. Habsburg-Kyburg oder Kyburg-Burgdorf. Damit sollten die habsburgischen Interessen im Aargau gegenüber Savoyen endgültig abgesichert werden. Eberhard selbst nannte sich noch Habsburg-Laufenburg, sein Sohn Hartmann I. (1275–1301) nur mehr von Kyburg. Die Neu-Kyburger verfolgten jedoch, wie die Grafen von Habsburg-Laufenburg, zeitweise den habsburgischen Interessen entgegengesetzte Ziele. Unter anderem gehörten beide Geschlechter zu den Drahtziehern der Ermordung König Albrechts I. von Habsburg 1308. Herrschaftszentren der Neu-Kyburger waren Burgdorf, Wangen an der Aare, Landshut und Thun. Nach Conrad Justingers Berner Chronik wurden die Grafen von Kyburg 1311 Bürger von Bern. Seit 1314 führten sie aufgrund eines Lehens der Habsburger den Titel eines Landgrafen von Burgund. Die Grafen von Neu-Kyburg waren in einer schwierigen machtpolitischen Situation zwischen der aufstrebenden Stadt Bern, der Eidgenossenschaft, Savoyen und Habsburg. Chronischer Geldmangel führte zu einer schrittweisen Veräusserung von Besitzungegen und Rechtstiteln, vor allem an die Stadt und die Bürger von Bern. Mit wechselnden Bündnissen suchten die verschiedenen Grafen über fünf Generationen ihre Herrschaft mit wenig Erfolg zu erhalten. 1313 unterstellten sich die Brüder Hartmann II. und Eberhard II. von Neu-Kyburg der Lehensherrschaft der Herzöge von Habsburg-Österreich und verzichteten auf ihre Ansprüche auf den alten Besitz der Kyburger im Zürich- und Thurgau. Später ermordete Eberhard II. seinen Bruder im sogenannten ««««««««Brudermord von Thun»»»»»»»», um in den Besitz des Erbes zu gelangen. Um sich abzusichern, verbündete er sich mit Bern, verkaufte Stadt, Burg und äusseres Amt an Bern und nahm es wieder zu Lehen. Sein Sohn Hartmann III. neigte wieder eher zu Habsbburg-Österreich und veräusserte Burgdorf, Thun und Oltigen als Pfand an die Herzöge von Österreich. Durch Erbschaft gelangte 1375 ein Teil des stark verschuldeten Besitzes der Grafen von Neuenburg-Nidau an die Neu-Kyburger, der aber grösstenteils 1379 ebenfalls an Österreich weiterverpfändet werden musste. Das Ende der Neu-Kyburger wurde am 11. November 1382 durch einen missglückten Überfall des Grafen Rudolf II. auf die Stadt Solothurn eingeleitet. Der anschliessende Burgdorfer- oder Kyburgerkrieg 1383/1384, in dem Rudolf mit Bern um die Vormachtstellung im Aargau kämpfte, bedeutete das Ende der eigenständigen Machtpolitik der Neu-Kyburger. Noch vor Kriegsende verstarb Rudolf, und obwohl sich sein Bruder Berchtold gegen Bern und die Eidgenossen militärisch einigermassen behaupten konnte, musste er im Jahr 1384 in einen für ihn ungünstigen Frieden einwilligen. Bern erwarb für eine hohe Summe die Städte Thun und Burgdorf und erhielt damit die bedeutendsten Städte der Neu-Kyburger. Diese wurden zu einem Burgrecht mit Bern gezwungen und verloren dadurch ihre Unabhängigkeit. 1406/1407 gingen Landshut, Wangen, Herzogenbuchsee und Bipp an Bern und Solothurn, 1407/1408 gelangten die Landgrafschaft Burgund und die meisten ihrer Herrschaften an Bern. Der verschuldete Graf Egeno (Egon) II. schlug sich mit Söldnerwerbung für Frankreich durch und starb 1414. Mit dem Tod von Berchtold 1417 in Bern starb das Haus Neu-Kyburg aus. Obwohl die Besitzungen durchwegs für Vorderösterreich verloren waren und bei der Eidgenossenschaft verblieben, führten die Habsburger den Titel Gefürsteter Graf von Kyburg noch bis 1918 im Titel. Angehörige des Hauses Neu-Kyburg 1 Eberhard I., Graf von Kyburg (?nach 1253[1]–1284) ∞ 1273 Anna von Kyburg 1 Hartmann I., Graf von Kyburg (ca. 1275–1301) ∞ Elisabeth von Freiburg (vor 1299-nach 1306) 1 Hartmann II., Graf von Kyburg (1299, ermordet am 31. Oktober 1322 in Thun) ∞ 1319 Margaretha von Neuenburg, Herrin von Boudry 2 Eberhard II., Graf von Kyburg (1299–17. April 1357) ∞[2] Anastasia von Signau (vor 1325-nach 1382) 1 Eberhard III., Chorherr in Basel (1328–14. Juli 1395 in Basel) 2 Egon I., Chorherr in Strassburg und Konstanz (vor 1347–nach 1365) 3 Hartmann III., Graf von Kyburg (vor 1347–29. März 1377) ∞ Anna von Neuenburg-Nidau (vor 1347-nach 1378) 1 Rudolf II., Graf von Kyburg (ca. 1362–1383 oder 1384) 1 Egon II., Graf von Kyburg (vor 1395–1414 in Bern) ∞ Johanna von Rappoltstein, Herrin von Magnières 2 Berchtold I., Graf von Kyburg (vor 1371–nach 3. August 1417) ausgestorbene Linie (titular an Habsburg) 3 Katharina (vor 1313-nach 1342) ∞ Albrecht I. Graf von Werdenberg zu Heiligenberg († 1364) 2 Margareta (ca. † 1333) ∞ 1290[3] Dietrich VI. Graf von Kleve (1256 oder 1257–4. Oktober 1305) Literatur • Heinz Bühler u. a.: Die Grafen von Kyburg, Kyburger-Tagung 1980 in Winterthur. In: Schweizerischer Burgenverein (Hrsg.): Schweizer Beiträge zur Kulturgeschichte und Archäologie des Mittelalters. Band 8. Basel 1981. • Martin Leonhard, Franziska Hälg-Steffen: Kyburg [Kiburg], von. In: Historisches Lexikon der Schweiz • August Plüss: Die Freiherren von Grünenberg in Kleinburgund. Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde eingereicht der hohen philosophischen Fakultät der Universität Bern. In: Archiv des Historischen Vereins des Kantons Bern. Bd. XI, Heft 1. Stämpfli, Bern 1900 (Digitalisat bei E-Periodica). Weblinks • Habsburg-Laufenburg und Neu-Kyburg, auf Habsburg.net Einzelnachweise 1 Als Geburtsdatum findet sich 1230, dann wäre er der älteste der fünf Söhne des Rudolf des Schweigsamen gewesen. Er wurde aber meist als der jüngste genannt, dann müsste er nach 1253 (Geburtsdatum des Otto des Deutschordensritters) geboren sei. Die ganze Geschichte mit dem Kampf um das Kyburgische Erbe 1264–1273, in der er keine aktive Rolle spielt, spricht dafür, dass er der Nachzügler war. 2 30. Dezember 1325 in Burgdorf (Plüss 1900: S. 57). 3 14. Juli 1290 in Erfurt. ——————————————————— & http://museumaargau.ch/blog/anna-von-kyburg-die-geschichte-einer-hochzeit/ Anna von Kyburg – die Geschichte einer Hochzeit Welche Gedanken kommen Ihnen beim Wort Hochzeitsglocken? Bei Anna von Kyburg, der Hauptfigur des Frauenjahrs im Museum Aargau auf Schloss Habsburg, klingelten vor vielen Jahrhunderten die Glocken, als ihre Hochzeit mit Eberhard von Habsburg-Laufenburg beschlossen wurde. Eine Liebesheirat war dies jedoch nicht. Ob später aus der Ehe noch Liebe wurde, wissen wir nicht. Arrangierte Hochzeit Vielleicht träumte die 18-Jährige damals von einem ganz anderen Traummann. Überhaupt wissen wir relativ wenig über Anna von Kyburg. Wie so oft schweigen die historischen Quellen über die Lebensgeschichten von Frauen, auch wenn sie von Stand waren. Anna von Kyburg war eine Adelige – die Kyburger gehörten im 13. Jahrhundert neben den Rapperswilern, Habsburgern und Savoyern zu den einflussreichsten Adelshäusern auf dem Gebiet der heutigen Schweiz – und sie war die Letzte ihres Geschlechts. Eine Wahl hatte die Kyburgerin bei ihrer Hochzeit also nicht. Sie war minderjährig als ihr Vater Hartmann V. im Jahr 1263 starb und ihr als einzige Tochter sein Erbe zufiel. Lukrative Ehefrau Graf Rudolf IV. von Habsburg liess sich dieses Erbe nicht entgehen und übernahm die Vormundschaft über Anna – was auch gleich die Verwaltung des Herrschaftsgebiets einschloss. Zunächst verheiratete er die kyburgische Erbtochter Anna mit seinem Cousin, Eberhard von Habsburg-Laufenburg. Für die grosse Summe von 14 000 Mark Silber trat Anna ihr Erbe den Habsburgern ab. Sie hatte einige Schululden von ihrem Vater abzuzahlen. Später wurde Rudolf zum römisch-deutschen König gewählt. Anna lebte vermutlich zeitweise auf Schloss Burgdorf; ihr Vater hat dort baulich einiges verändert und auch Eberhard liess beispielsweise die zähringische Halle modernisieren. Die Burg diente bis zum Ende der gräflichen Herrschaft als Residenz: auf der Habsburg hat sie ganz sicher nie gewohnt. Auf der Burg war die Adelige vermutlich zuständig für den Haushalt, das Kochen und die Erziehung der Kinder, von denen sie zwei oder drei hatte (Hartmann, Margaretha und evtl. Eberhard). Heiratspolitik – Zwangsehen – Liebesgeschichten? Nicht zuletzt verdanken die Habsburger den Ausbau ihrer über acht Jahrhunderte andauerndne Herrschaft ihrer geschickten Heiratspolitik. Oft wurden die Hochzeitspläne bereits geschmiedet, als die betreffenden Partien noch im Kindesalter waren. Was bedeutete dies für die betroffenen Frauen und Männer? Seit dem Spätmittelalter haben sich die Verhaltensmuster in Sachen Ehe, Heiraten und Beziehungen ständig verändert. Das durchschnittliche Heiratsalter von Frauen liegt heute bei 29.4 Jahren (Bundesamt für Statistik, 2010). Seit 2007 können in der Schweiz gleichgeschlechtliche Paare ihre Partnerschaft eintragen. Die gesellschaftlichen Normen von Beziehungsstrukturen haben sich gelockert. Doch gibt es auch im 21. Jahrhundert noch Zwangsheiraten in verschiedenen Kulturen. Am nächsten Frauenabend “Ladies First!” im Schloss Habsburg am 25. Mai, haben Sie Gelegenheit, über das Thema Hochzeit, Beziehungen und Liebe mitzudiskutieren. Anna von Kyburg lädt Sie ein. Johanna Schmucki, Kulturanthropologin, Assistentin Marketing | von Kyburg (von Thun und Burgdorf), Anna (I360)
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| 35223 | https://de.wikipedia.org/wiki/Neuchâtel-Urtière Neuchâtel-Urtière ist eine Gemeinde im französischen Département Doubs in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Geographie Neuchâtel-Urtière liegt auf 415 m, drei Kilometer westlich von Pont-de-Roide-Vermondans und etwa 16 km südsüdwestlich der Stadt Montbéliard (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im Talkessel eines südlichen Seitenbaches der Ranceuse, am Nordfuß der Lomontkette im nördlichen französischen Jura. Die Fläche des 6,21 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des französischen Juras. Der zentrale Teil des Gebietes wird vom Talbecken von Neuchâtel eingenommen, das eine Breite von rund 500 m und eine Länge von knapp 1.5 km aufweist. Es wird durch den Dorfbach nach Norden zur Ranceuse und damit zum Doubs entwässert. Auf drei Seiten wird das landwirtschaftlich genutzte Talbecken von steilen Hängen umgeben, die an ihrer Oberkante an verschiedenen Orten von einem widerstandsfähigen Kalkfelsband gekrönt werden. Die westliche Abgrenzung des Talkessels bildet der Schlossberg, die östliche der Bois du Plamont, beides bewaldete nördliche Ausläufer der Lomontkette. Nach Süden erstreckt sich das Gemeindeareal über den hufeisenförmigen Talabschluss bis auf den Kamm der Montagne du Lomont im Bereich des Gipfels Mont Solemont. Dieser bildet in geologisch-tektonischer Hinsicht eine Antiklinale des Faltenjuras und ist gemäß der Streichrichtung des Gebirges in der Region in Richtung West-Ost orientiert. Mit 828 m wird auf dem Kamm des Lomont die höchste Erhebung von Neuchâtel-Urtière erreicht. Mit einem schmalen Streifen reicht der Gemeindeboden nordwärts über die rund 500 m breite Talniederung der Ranceuse bis an den Rand der Tafeljurahochfläche der Grands Bois (bis 520 m). Zu Neuchâtel-Urtière gehört der Weiler La Combe-d’Hyans (375 m) im Tal der Ranceuse am Südfuß der Grands Bois. Nachbargemeinden von Neuchâtel-Urtière sind Pont-de-Roide-Vermondans im Osten, Villars-sous-Dampjoux, Feule und Solemont im Süden sowie Rémondans-Vaivre im Westen. Geschichte An strategisch hervorragend geschützter Lage auf zwei Felsvorsprüngen oberhalb des Talkessels von Neuchâtel ließen die Herren von Neuchâtel in der Zeit von 1136 bis 1139 ihren Stammsitz erbauen. Die Herrschaft Neuchâtel (einst Neufchâtel) entwicickelte sich zu einer der bedeutendsten Herrschaften der Region im Mittelalter. Nach seinem Einmarsch in die Franche-Comté verfügte König Ludwig XIV. den Abriss der Burg, um das Feudalsystem niederzuschlagen. Seit 1675 ist die Burg Neuchâtel eine Ruine. Das Baumaterial wurde weggebracht und für den Bau von Häusern und einer Brücke über den Doubs in der Umgebung benutzt. Zusammen mit der Franche-Comté gelangte Neuchâtel mit dem Frieden von Nimwegen 1678 an Frankreich. Um eine Verwechslung mit anderen gleichnamigen Gemeinden zu vermeiden, wurde Neuchâtel im Jahr 1961 offiziell in Neuchâtel-Urtière umbenannt. Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Von der mittelalterlichen Burg Neuchâtel (12. Jahrhundert) sind die Ruinen erhalten: die Fundamente beziehungsweise der Unterbau von sechs Türmen sowie von weiterem Mauerwerk. Die Kapelle unterhalb des Felsvorsprungs wurde im 17. Jahrhundert wiederaufgebaut und besitzt reiches Mobiliar, darunter den Altar, das Taufbecken und eine Statue des Dorfpatrons Saint-Ursin. Bevölkerung Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1962 - 83 1968 - 73 1975 - 66 1982 - 83 1990 - 129 1999 - 149 2005 - 152 Mit 179 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) gehört Neuchâtel-Urtière zu den kleinen Gemeinden des Département Doubs. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stets im Bereich zwischen 55 und 80 Personen gelegen hatte, wurde seit Mitte der 1970er Jahre ein deutliches Bevölkerungswachstum verzeichnet. Seither hat sich die Einwohnerzahl mehr als verdoppelt. Wirtschaft und Infrastruktur Neuchâtel-Urtière war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Ackerbau, Obstbau und Viehzucht) und die Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Daneben gibt es heute einige Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Mittlerweile hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde gewandelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung und in der Agglomeration Montbéliard ihrer Arbeit nachgehen. Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen. Die einzige Zufahrt erfolgt von der Departementsstraße, die von Pont-de-Roide nach Clerval führt. Der nächste Anschluss an die Autobahn A36 befindet sich in einer Entfernung von ungefähr 14 km. Weblinks • Informationen über die Gemeinde Neuchâtel-Urtière (französisch) | von Neuenburg, Herr Thibaut IV. (I9141)
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| 35224 | https://de.wikipedia.org/wiki/Neuenburg_(Adelsgeschlecht) Die Grafen von Neuenburg waren ein Schweizer Adelsgeschlecht, das im heutigen Kanton Neuenburg begütert war. Nach der Aufteilung in verschiedene Familienzweige kam der Grafentitel Neuenburgs an die Linie der Neuenburg zu Nidau, nach deren Aussterben erbweise an die Grafen von Freiburg. Die Grafen von Neuenburg gelten aufgrund ihres Besitzes zwischen Jura und mittlerer Aare sowie der Kastvogtei über das Kloster Erlach als Nachkommen der Grafen von Fenis. Klare urkundliche Belege für ihre Herkunft fehlen. Erste fassbare Vertreter sind Rudolf I. († 1143/1149), als Herr von Neuenburg (de Novocastro) ab 1125 erwähnt, und sein Bruder Mangold († 1165) als Herren von Neuenburg. Rudolf war mit Emma von Glâne, der Schwester Wilhelms, letzter dieses Freiherrengeschlechts, vermählt und erbte nach dessen Tod 1143 die Herrschaft Arconciel. Die Neuenburger erweiterten in Neuenburg die Burg, die unter Rudolf III. von Burgund († 1032) erbaut worden war, und liessen die Stiftskirche errichten. Ulrich II. († 1191/92), der Sohn Rudolfs I., dehnte den Einfluss Richtung Jura weiter aus, seine Söhne Rudolf II. († 1196) und Ulrich III. († 1225) sind als Grafen von Neuenburg belegt. Auf Rudolf II. folgte dessen Sohn Berchtold († 1260). Ulrich III. und Berchtold verliehen 1214 Neuenburg ein Stadtrecht (Freiheiten, frz. franchises) und teilten im Jahre 1218 den Familienbesitz auf. Ulrich erhielt die deutschsprachigen Gebiete auf dem rechten Ufer des Neuenburgersees einschliesslich der Landgrafschaft Aarburgund und Berchtold die französischsprachigen Gebiete am linken Ufer. Berchtold musste die Gebiete zwischen Ligerz und Bözingen an das Fürstbistum Basel verpfänden, es gelang ihm jedoch seinen Einfluss ins Val de Travers auszudehnen, das er 1237 von Johann I. von Chalon, Graf von Burgund, als Lehen empfing. Waren die Grafen ursprünglich Vasallen des Königs, wurden sie ab 1288 Aftervasallen der Grafen von Chalon-Arlay. Durch geschickte Heirats- und Bündnispolilitik gelang es ihnen, ihr Territorium ins Waadtland auszuweiten. Mit dem Tode Graf Ludwigs erlosch 1373 die männliche Linie, und die Grafschaft fiel an seine Schwester Isabella. Als sie 1395 starb, erbte ihr Neffe, Graf Konrad III. von Freiburg, die Grafschaft Neuenburg. Die Söhne Ulrichs III. teilten nach seinem Tod 1296 den Besitz in die Linien Neuenburg-Nidau (erloschen 1375), Neuenburg-Strassberg[1] und Aarberg (Aarberg-Aarberg und Aarberg-Vallangin, erloschen 1517). Familienmitglieder • Berthold († 1133/37), Bischof von Basel (1122/23–1133) • Berthold († 1220), Bischof von Lausanne (1212–1220) • Heinrich († 1274), Bischof von Basel (1263–1274) • Rudolf II. von Neuenburg-Fenis, Minnesänger († vor 30. August 1196) | von Neuenburg, Graf Ulrich III. (I1772)
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| 35225 | https://de.wikipedia.org/wiki/Neuenburg_(Adelsgeschlecht) | von Neuenburg, Graf Ulrich II. (I1027)
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| 35226 | https://de.wikipedia.org/wiki/Neuf-Marché | de Roumare (FitzGerold), Roger (I41550)
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| 35227 | https://de.wikipedia.org/wiki/Neustrien Neustrien oder Neustria war in der Zeit von 511 bis 737 der nordwestliche Teil des fränkischen Reiches zwischen Loire und Schelde. Durchgehend beherrschte das Geschlecht der Merowinger diesen Reichsteil. Neustrien hatte in der Zeit seines Bestehens oftmals Konflikte mit seinem östlichen Nachbarn Austrasien auszufechten, wobei diese beiden Länder aber auch häufig in Personalunion miteinander verbunden waren.[1] Neustrien war Folgereich des Reiches von Soissons und Vorläufer des Westfränkischen Reiches. Seine Oberhäupter führten alle den Titel König. Könige Neustriens • 584–629 Chlothar II. der Junge • 629–639 Dagobert I. Der Gute (in Personalunion) • 639–657 Chlodwig II. • 657–673 Chlothar III. • 673–673 Theuderich III. • 673–675 Childerich II. (in Personalunion) • 675–691 Theuderich III. (2. Mal) • 691–695 Chlodwig III. • 695–711 Childebert III. • 711–715 Dagobert III. • 715–721 Chilperich II. (Bruder Daniel) • 721–737 Theuderich IV. • 737–741 Karl Martell (als Hausmeier und in Personalunion) • 741–743 Pippin III. (als Hausmeier) • 743–751 Childerich III. Literatur • Hartmut Atsma (Hrsg.): La Neustrie. Les pays au nord de la Loire de 650 à 850. Colloque historique international (= Beihefte der Francia. 16/1 und 16/2). Thorbecke, Sigmaringen 1989, ISBN 3-7995-7316-X (Bd. 1 online; Bd. 2 online). • Patrick Périn (Hrsg.): La Neustrie. Les pays au nord de la Loire de Dagobert à Charles le Chauve (VIIe-IXe siècles), Rouen 1985. Weblinks Commons: Neustria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien • Farbkarte mit den Grenzen der Teilkönigreiche um 600. Anmerkungen 1 Matthias Becher: Karl der Grosse. München 1999, S. 33. | von Frankreich (von Neustrien), Gräfin Adele (I2845)
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| 35228 | https://de.wikipedia.org/wiki/Neustrien | (Merowinger), König Chilperich I. (I24003)
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| 35229 | https://de.wikipedia.org/wiki/Niederhelfenschwil#Zuckenriet | Muntprat, Ulrich (I21796)
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| 35230 | https://de.wikipedia.org/wiki/Niedermünsterkirche | von Burgund, Gisela (I4803)
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| 35231 | https://de.wikipedia.org/wiki/Nikephoros_Bryennios Nikephoros Bryennios (griechisch Νικηφόρος Βρυέννιος; * um 1081; † 1136 in Konstantinopel) war ein byzantinischer Militär, Politiker und Geschichtsschreiber. Er war wegen seines Wissens hoch angesehen, hatte ein angenehmes Äußeres und ein einnehhmendes Wesen, gewann die Gunst des Kaisers Alexios I. und die Hand seiner Tochter Anna Komnena mit dem Titel Panhypersebastos, einer der von Alexios neu geschaffenen Würden (siehe Ämter und Titel im byzantinischen Reich). Um 1111 wurde Bryennios zum Kaisar befördert, die dritte Stufe in der byzantinischen Rangfolge zu dieser Zeit. Bryennios verteidigte 1097 erfolgreich die Mauern von Konstantinopel gegen die Angriffe des Kreuzfahrers Gottfried von Bouillon während des Ersten Kreuzzugs, führte die Friedensverhandlungen zwischen Alexios und Bohemund von Tarent (Vertrag von Devol, 1108) und spielte auch bei der Niederlage des Seldschukenfürsten Malik Schah 1116 eine wichtige Rolle. Nach Alexios’ Tod weigerte er sich, der Verschwörung beizutreten, die seine Schwiegermutter und seine Frau anführten, um Johannes II. Komnenos, den Sohn des verstorbenen Kaisers, abzusetzen, und ihn selbst auf den Thron zu bringen. Seine Frau nanannte seine Weigerung Feigheit, aber aus einigen Passagen in seinem eigenen Werk ergibt sich, dass er es als Verbrechen betrachtete, sich gegen den rechtmäßigen Erben zu erheben. Der einzige Vorwurf, der ihm gemacht werden kann, ist, dass er die Verschwörung nicht im Keim erstickte. Er pflegte sehr gute Beziehungen zu Johannes II., den er auf seinem syrischen Feldzug 1136 begleitete. Aus Gesundheitsgründen musste er jedoch nach Konstantinopel zurückkehren, wo er im gleichen Jahr starb. An seiner Stelle wurde Johannes Roger Dalassenos zum Kaisar ernannt. Auf Vorschlag seiner Schwiegermutter schrieb er eine Geschichte der Zeit von 1057 bis 1081 mit dem Titel Hyle Historias (Materialien für eine Geschichte), von Isaak Komnenos’ Sieg über Michael VII. bis zur Absetzung von Nikephoros III. durch Alexios. Das Werk ist mehr eine Familiengeschichte mit dem Ziel der Glorifizierung der Komnenen. Ein Teil der Einführung ist möglicherweise eine spätere Ergänzung. Zusätzlich zu den Auskünften, die ihm ältere Zeitgenossen gaben (wie sein Vater und Schwiegervater), nutzte Bryennios auch die Arbeiten von Michael Psellos, Johannes Skylitzes und Michael Attaleiates. Wie zu erwarten, ist seine Sicht durch persönliche Erwähnungen und seine Beziehungen zur kaiserlichen Familie verzerrt, die ihm unübliche Möglichkeiten geboten hatte, Material auszuwerten. Sein Vorbild war Xenophon, den er mit einigem Erfolg imitierte. Er enthält sich der exzessiven Nutzung von Gleichnissen und Metaphern, sein Stil ist knapp und einfach. Ausgaben • P. Possinus, 1661 (Editio princeps). • E. Meineke in Bonn Corpus Scriptorum Hist. Byz. (1836) mit einem wertvollen Kommentar von Charles du Fresne, sieur du Cange. • Jacques Paul Migne: Patrologia Graeca, cxxvii. Literatur • Herbert Hunger: Die hochsprachliche profane Literatur der Byzantiner. Band 1: Philosophie, Rhetorik, Epistolographie, Geschichtsschreibung, Geographie (= Handbuch der Altertumswissenschaft. Abt. 12: Byzantinisches Handbuch. Teil 5, 1). Beck,ünchen 1978, ISBN 3-406-01427-5, S. 394 ff. • Alexios G. Savvides, Benjamin Hendrickx (Hrsg.): Encyclopaedic Prosopographical Lexicon of Byzantine History and Civilization. Vol. 2: Baanes–Eznik of Kolb. Brepols Publishers, Turnhout 2008, ISBN 978-2-503-52377-4, S. 163–164. • Basile Skoulatos: Les Personnages Byzantins de L'Alexiade. Analyse Prosopographique et Synthèse (= Recueil de Travaux d'Histoire et de Philologie. Sér. 6, Bd. 20, ZDB-ID 437846-5). Nauwelaerts, Leuven 1980, (Zugleich: Leuven, Universität, Disertation, 1978). • Warren Treadgold: The Middle Byzantine Historians. Palgrave Macmillan, Basingstoke u. a. 2013, ISBN 978-1-137-28085-5, S. 344 ff. | Bryennios, Nikephoros (I3309)
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| 35232 | https://de.wikipedia.org/wiki/Nikephoros_Phokas_der_Ältere Nikephoros Phokas der Ältere (griechisch: Νικηφόρος Φωκάς, Nikēphoros Phōkas) (* um 830 in Kappadokien; † um 896 oder 900) war in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts unter den Kaisern von Byzanz Basileios I. (867–886) und Leo VI. (886–912) einer der größten Feldherren des Byzantinischen Reiches, der sich bei der Rückeroberung byzantinischer Gebiete am Balkan und im Osten des Reiches, insbesondere aber in Italien bewährte, wo es ihm gelang, nach langer Entfremdung große Teile Süditaliens wieder der byzantinischen Kontrolle zu unterwerfen. Von 886 bis 896 stand er als Domestikos ton scholon (Oberkommandierender der Reichstruppen) an der Spitze der byzantinischen militärischen Hierarchie. Er war der nähere Stammvater seines Hauses, das mit seinem Enkel, Nikephoros II., der von 963 bis 969 Kaiser von Byzanz war, den Höhepunkt seiner Macht erreichte. Bis heute hat man ihm in Süditalien ein dankbares Andenken bewahrt. Herkunft Nikephoros Phokas entstammte der byzantinischen Magnatenfamilie der Phokadai, die zu den vornehmsten Vertretern des byzantinischen Militäradels zählte und über umfangreichen Landbesitz in Anatolien verfügte. Nikephoros war der Sohn des Phokas, des ältesten sicheren Vorfahren der Familie, der anfangs Tourmarches (Kommandeur einer Turma, d. h. einer Teilprovinz) war und 872 von Kaiser Basileios I. zum Strategos (Militärgouverneur) des Themas Anatolien ernannt wurde. Von seiner Mutter ist weder der Name noch die Herkunft bekannt, es wird jedoch vermutet, dass sie armenischer Herkunft war.[1] Leben Nikephoros Phokas folgte dem Vorbild seines Vaters, der sich als Militärgouverneur in Anatolien bewährt hatte und schlug gleichfalls eine militärische Laufbahn ein. Er begann seine Lehrzeit unter seinem Vater, zeigte frühzeitig Tapferkeit und Organisationstalent, wodurch er rasch in der militärischen Hierarchie zum kommandierenden General aufstieg. Berühmt wurde Nikephoros durch seine militärischen Erfolge, die er im Dienste des Kaisers Basileios I. in Italien errang. Dieser Kaiser verdankte seinen Thron zwar der Tatsache, dass er seinen Gönner, Kaiser Michael III. (842–867), genannt „der Trunkenbold“, in der Nacht vom 23. zum 24. September 867 ermorden ließ, erwies sich jedoch als tüchtiger Herrscher, dem es gelang, Territorien, die dem Byzantinischen Reich unter seinen Vorgängern verloren gegangen waren, wieder zurückzuerobern und auch den inneren Zusammenhalt des Reiches durch seine gesetzgeberische Tätigkeit und durch die Bekämpfung der sich ausbreitenden häretischen Sekte der Paulikianer zu stärken. Einsatz in Italien Hintergrund von Nikephoros Phokas’ Aktion in Italien war, dass Süditalien, das in byzantinischer Sicht als ein selbstverständlicher Teil des byzantinischen Reiches erschien, sich in ein umkämpftes Gebiet verwandelt hatte, wo der Einfluss des Reiches im Schwinden war. Dies geschah wegen der konkurrierenden Ansprüche des westlichen römischen Kaisertums, durch die Autonomiebestrebungen der langobardischen Fürstentümer und insbesondere durch die Angriffe der arabischen Dynastie der Aghlabiden. Diese hatte von Tunesien aus in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts Sizilien, Sardinien und große Teile von Kalabrien erobert, wobei 841 u. a. die Stadt Benevent erobert und das Kloster Monte Cassino ausgeraubt wurde. Im Jahre 870 eroberten die Sarazenen die Insel Malta, konnten dadurch ihre strategische Position zwischen Tunesien und Sizilien verstärken und bedrohten dadurch die christliche Schifffahrt im Mittelmeer.[2] Nachdem die byzantinische Flotte sarazenische Angriffe auf die dalmatinische Küste abgewehrt und die Belagerung von Dubrovnik gesprengt hatte, wandte sich Kaiser Basileios I. der Rückeroberung byzantinischer Territorien auf dem italienischen Festland zu, die Nikephoros Phokas übertragen wurde. Als erfahrener General mit politischem Instinkt erkannte Nikephoros, dass ein Alleingang der byzantinischen Armee gegen die expansiv auftretenden Sarazenen wenig aussichtsreich war, während eine Allianz mit dem weströmischen Kaisertum und mit dem Papst die Chancen auf einen erfolgreichen Feldzug erheblich verbessern würde. Es kam daher zu langwierigen, aber letztlich erfolgreichen Verhandlungen, durch die ein gemeinsames Vorgehen vereinbart wurde. Ludwig II. (seit 839/40 König von Italalien und ab 855 römischer Kaiser, † 875), der älteste Sohn des Kaisers Lothar I. aus dem Haus der Karolinger, sollte für seine Unterstützung die Hand einer Prinzessin aus dem byzantinischen Kaiserhaus erhalten. Der Papst Johannes VIII. (872–882) wurde durch die Absetzung des romkritischen Patriarchen von Konstantinopel Photios (858–867 und 878–886) - der 867 Papst Nikolaus I. „den Großen“ (858–867) exkommuniziert hatte – gewonnen. Die geplante Allianz funktionierte allerdings nicht ganz nach Wunsch: Kaiser Ludwig II. eroberte 871 auf eigene Faust Bari, ohne dass daraus Byzanz irgendein Vorteil erwachsen wäre. Dies führte zu erheblichem Streit und zur Verweigerung der Anerkennung des westlichen Kaisertitels durch Byzanz. Bald darauf verlor Kaiser Basileios I. auch die päpstliche Unterstützung, da er seinen Einfluss auf Dalmatien, Mazedonien und Bulgarien durch aktive Unterstützung der Missionstätigkeit der Orthodoxen Kirche erweiterte und damit die Präsenz der Römisch-Katholischen Kirche zurückdrängte. Aus byzantinischer Sicht hilfreich war ein Aufstand des Herzogs Adelchis von Benevent gegen Kaiser Ludwig II., wobei sich Ersterer zwecks Rückversicherung im Jahre 873 dem byzantinischen Protektorat unterwarf. Nach dem Tod Kaiser Ludwigs II. im Jahre 875 unterwarf sich 876 auch Bari der Regierung Konstantinopels. Neuerliche Angriffe der Sarazenen auf die Küsten Dalmatiens, Mittelgriechenlands und der Peloponnes konnten von byzantinischen Flottenverbänden abgewehrt werden, doch fiel 878 die Stadt Syrakus, das Zentrum byzantinischer Präsenz in Sizilien, die lange der Belagerung widerstanden hatte, in die Hände der Araber. Angesichts der dramatischen Situation sollte der bewährte General Nikephoros Phokas eine Wende dieser Entwicklung herbeiführen. Kaiser Basileios beauftragte ihn, das festländische Unteritalien wieder unter byzantinische Kontrolle zu bringen. Phohokas rüstete eine große Armee aus, die mit Hilfe der byzantinischen Flotte nach Unteritalien verschifft wurde. In einer Reihe siegreicher Schlachten gelang es ihm, die Truppen des Emirs der Aghlabiden, Abū Ishāq Ibrāhīm II. (875–902) zu besiegegen und in den Jahren 885 bis 886 durch mehrere erfolgreiche Feldzüge in Apulien u. a. Bari und Tarent sowie in Kalabrien u. a. Santa Severina, Tropea und Amantea zurückzuerobern. Zugleich konnte er in Sizilien die Sarazenen zurückdrängen, jedoch nicht von dort vertreiben. Zum Schutz der Bevölkerung vor den Angriffen der Sarazenen empfahl er der Bevölkerung in Süditalien, in ummauerte Höhensiedlungen zu übersiedeln. Während seines zweijährigen Feldzuges in Italien unterwarf Phokas auch die unter langobardischer Herrschaft stehenden Territorien in Kalabrien und in der Basilikata, wodurch das Fürstentum Salerno und das Herzogtum Benevent zu byzantinischen Vasallen wurden. Dank seiner militärischen Tüchtigkeit konnte ein großer Teil Süditaliens wieder dem Byzantinischen Reich unterstellt werden. In Anerkennung seiner Verdienste wurde er 886 zum Domestikos ton scholon, d. h. zum Oberkommandierenden der byzantinischen Truppen ernannt. Eine Funktion, die er von 886 bis knapp vor seinem Tod im Jahre 896 ausübte. Einsatz gegen Bulgarien Nach dem Tod von Kaiser Basilius I. im Jahre 886 wurde Phokas von dessen Sohn und Nachfolger Kaiser Leo VI. „dem Weisen“ (886–912) nach Konstantinopel zurückgerufen und mit der Verteidigung Makedoniens gegen die Bulgaren betraut. Der Konflikt miit Bulgarien entwickelte sich aus einer Initiative des obersten Ministers des Kaisers Leo VI., dem Armenier Stylianos Zauzes, der den seltenen Titel „basileopater“ (Kaiservater) trug, obwohl er nur Schwiegervater des Kaisers war. Dieser erreichte von seinem Schwiegersohn, dass dieser 893 das Handelsmonopol mit Bulgarien zwei griechischen Kaufleuten übertrug, die seine Günstlinge waren und dass das Transitlager für den bulgarischen Handel von Konstantinopel nach Thessaloniki verlegt wurde. Dadurch wurde der bulgarische Handel, der vom Schwarzen Meer durch den Bosporus ging, erheblich erschwert. Da die bulgarischen Proteste erfolglos blieben, ließ Zar Simeon I. „der Große“ (893–927) im Jahre 894 ein bulgarisches Heer in Thrakien einmarschieren. Angesichts dieser Bedrohung erhielt der fähigste Feldherr des Reiches, Nikephoros Phokas, die Aufgabe, den bulgarischen Vorstoß abzuwehren. Diesem gelang es durch eine geschickte Strategie die Situation unter Kontrolle zu bringen.[3] Die strategische Überlegung des Nikephoros Phokas bestand dabei darin, die Bulgaren zu einem Zweifrontenkrieg zu zwingen, indem er sich mit dem verwegenen Reitervolk der Magyaren, das im Norden der Bulgaren siedelte, verbündete und dazu veranlasasste, die dort sehr ungeliebten Bulgaren von hinten anzugreifen, um sie dadurch zum Rückzug aus dem byzantinischen Reichsgebiet zu zwingen. Diese Strategie ging auf, da die Magyaren die Donau überquerten, in bulgarisches Gebiet einfielen und die Bulgaren unter dem Druck der Armee des Phokas zurückzuweichen begannen. Die Chancen auf eine Eliminierung der bulgarischen Bedrohung wurden jedoch durch den führenden Minister, Stylianos Zauzes verhindert, der Kaiser Leo VI. überredete, den von ihm begünstigten General Katakalon mit dieser Aufgabe zu betrauen. Phokas wurde daher nach Konstantinopel zurückbeordert. Katakalon übernahm daher in der Endphase des Krieges das Kommando im Bulgarienfeldzug, der – trotz geringerer militärischer Begabung des Katakalon - dank der Umsetzung der Strategie des Phokas erfolgreich war.[4] Simeon musste schließlich um Frieden bitten.[5] [6] Von historischer Bedeutung war, dass Zar Simeon zu seiner Verteidigung dieselbe Strategie wie Phokas anwandte, indem es den in den Steppen Südrusslands nomadisierenden wilden Stamm der Petschenegen im Jahre 896 mit Gold dazu gewann, den Magyareen in den Rücken zu fallen. Eingezwängt zwischen den Armeen der Bulgaren und der Petschenegen wichen die Magyaren nach Westen in die Pannonische Tiefebene aus, wo sie sich in der Folge im historischen Ungarn niederließen. Zar Simeon hatte dadurch die Gelegenheit, Byzanz zu einem nachteiligen Frieden zu zwingen, in dem sich Kaiser Leo VI. dazu verpflichten musste, die Verlegung des Handelszentrums nach Thessaloniki rückgängig zu machen und Zar Simeon einen hohen Tribut zu leisten.[7] Letzte Jahre und Tod Dem Bericht des Theophanes Continuatus zufolge wurde Nikephoros Phokas zunächst als Gouverneur (strategos) von Thrakesion im westlichen Kleinasien ernannt, und kämpfte in der Folge als Oberkommandierender der byzantinischen Truppen im Osten in Syrien gegen die Sarazenen, bis er um das Jahr 900 starb. Andere Chronisten aber, denen auch die meisten modernen Historiker folgen, berichten, dass er schon Ende 895 oder Anfang 896 starb, was Tsar Simeon angeblich daran ermunterte, den Krieg mit Byzanz, diesmal mit großem Erfolg, wieder aufzunehmen. Nachwirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Beachtlich erscheint, dass Nikephoros Phokas als Befreier Süditaliens von den Sarazenen in dieser Region durch Jahrhunderte so populär blieb, dass einzelne Gemeinden, wie etwa Francavilla Angitola den Namensvetter des byzantinischen Feldherren, den Heiligen Phokas von Sinope als Patron ihrer Kirche wählten.[8] Nach einer alten Legende sollen die Städte Francavilla Angitola (in der Provinz Vibo Valentia in der Region Kalabrien) und selbst Catanzaro auf Festungen zurückgehen, die in Erinnerung an den byzantinischen General „Nikephoros“ genannt worden waren.[9] Darüber hinaus führen einige Bistümer in Süditalien ihre Gründung auf Nikephoros Phokas zurück, so etwa das von Santa Severina und Nicastro und die inzwischen aufgelösten Bistümer von Amanthea und Belcastro. | Phokas, Nikephoros der Ältere (I1960)
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| 35233 | https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_II._(Troppau) Nikolaus II. von Troppau (tschechisch Mikuláš II. Opavský; * um 1288; † 8. Dezember 1365) war 1318–1365 Herzog von Troppau und 1337–1365 Herzog von Ratibor sowie Kämmerer des Königreichs Böhmen. 1350 bekleidete er das Amt des Glatzer Burggrafen. Leben Nikolaus II. von Troppau entstammte dem Troppauer Zweig der böhmischen Přemysliden. Seine Eltern waren Nikolaus I. von Troppau und Adelheid von Habsburg, eine Nichte des Königs Rudolf I. Er gehörte zu den Anhängern des böhmischen Königs Johann von Luxemburg, der ihm 1318 das Troppauer Gebiet, das seinem Vater Nikolaus I. seit 1269 gehört hatte, als Lehen übertrug und es gleichzeitig zu einem eigenständigen Herzogtum erhob. Nach Antritt seiner Herrschaft verlegte er die Grätzer Herzogsresidenz nach Troppau und vermählte sich um 1318 mit Anna, der einzigen Schwester des Ratiborer Herzogs Lestko. Da Lestko keine leiblichen Nachkommen hinterließ, fiel das Herzogtum Ratibor nach seinem Tod 1336 als erledigtes Lehen an König Johann, der es 1337 seinem treuen Vasallen Nikolaus II. verlehnte. Durch die Doppelherrschaft Troppau-Ratibor stieg Nikolaus zu einem der mächtigsten Fürsten am Oberlauf der Oder auf. Mit der Übernahme durch Nikolaus II. gelangte Ratibor an ein landfremdes Geschlecht, und durch die Personalunion mit Troppau erfolgte auch eine politische Hinwendung Troppaus zu Schlesien hin. Nachdem auch die Oppelner Fürsten einen unbegründeten Anspruch auf Ratibor geltend machten, verkaufte ihnen König Johann 1337 das bisher mährische Neustadt. Für das Jahr 1350 ist Nikolaus II. als Burggraf von Glatz nachgewiesen. 1355 musste er Cosel und Gleiwitz herausgeben, die an Herzog Lestko versetzt gewesen waren. Ehen Nikolaus war dreimal verheiratet. Um 1318 vermählte er sich mit Anna († um 1340), einer Tochter des Ratiborer Herzogs Primislaus. Nach Annas Tod um 1340 heiratete Nikolaus um 1342/5 Hedwig († 1359), eine Tochter des Herzogs Konrad I. von Oels († 1366). In dritter Ehe vermählte sich Nikolaus II. 1360 mit Jutta († nach 1378), einer Tochter des Herzogs Boleslaw II. von Falkenberg. Literatur • Ludwig Petry, Josef Joachim Menzel (Hrsg.): Geschichte Schlesiens. Band 1: Von der Urzeit bis zum Jahre 1526. 5. durchgesehene Auflage. Thorbecke, Stuttgart 1988, ISBN 3-7995-6341-5, S. 146, 159, 165, 167, 169, 171, 184. • Hugo Weczerka (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten. Schlesien. Kröner, Stuttgart 1977, ISBN 3-520-31601-3, S. XVI, XLVI sowie Stammtafeln auf S. 600–601 (Kröners Taschenausgabe 316). Weblinks • Genealogie | von Troppau, Herzog Nikolaus II. (I8104)
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| 35234 | https://de.wikipedia.org/wiki/Nobilissimus | (Römerin), Nobilissima Anicia Juliana (I24204)
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| 35235 | https://de.wikipedia.org/wiki/Nominoë Nominoë oder bretonisch Nevenoe (* unbekannt; † 7. März 851 unweit von Vendôme), seit Juli 819 Graf von Vannes, wurde 826 auf dem Reichstag von Ingelheim von Ludwig I., genannt der Fromme, zum missus imperatoris (Kaiserbote) und 831 zum ducatus ipsius gentis (Fürst des eigenen Stammes) der Bretonen ernannt. Er wird häufig auch als erster König der Bretagne bezeichnet, erstmals schon von dem mittelalterlichen Chronisten Regino von Prüm. Fürst, König oder „Landesvater“? Die Berechtigung des Königstitels ist wissenschaftlich strittig, zumal es eine dauerhafte, von den Volksstämmen bzw. ihren Anführern – Chardronnet nennt sie „Kriegskönige“; es handelte sich um vier keltisch-bretonische und drei gallo-fränkischhe Grafen – anerkannte Herrschaft bei den Bretonen zu dieser Zeit noch nicht gab. Vielmehr taten sich diese lediglich anlassbezogen zusammen, um „den Franken das Leben schwer zu machen“ (so bspw. 818 unter Morvan oder 826 unter Wihomarc’h).[1] In Friedenszeiten war die Herrschaft noch weit stärker dezentralisiert: mindestens 34 Familien, die sog. machtierns, wirkten als weltliche Gemeindevorsteher und Richter, entschieden über Abgaben und die Verteilung ungenutzten Bodens in den kirchlichen Sprengeln, den plou.[2] Es waren somit eher diese angesehenen, einflussreichen, aber nur lokal herrschenden Familienoberhäupter, die – „ausgestattet mit vererbbarer Autorität und quasi-königlichen Vorrechten“ – den Volksglauben an ein Fortbestehen des Königtums in der Bretagne seit der Unterwerfung durch den Merowinger Chlodwig repräsentierten.[3] Zu Lebzeiten Ludwigs des Frommen spielte Nominoë eine ausgleichende Rolle zwischen den bretonischen Anführern und der westfränkischen Suzeränität.[4] In den Matrikeln der Abtei von Saint-Sauveur in Redon wird Nominoë nacheinander als Herzog (ducatus, französisch duc) der Bretonen, Herzog in der Bretagne, Herzog der gesamten Bretagne, als Fürst (princeps, frz.: prince) der Bretagne bzw. der gegesamten Bretagne sowie als Meister (magister, frz.: maître) der Bretagne bezeichnet. Darin findet sich auch die früheste schriftliche Quelle, die Nominoës Grafentitel erwähnt, nachdem er der Abtei im Februar 833 eine Schenkung vermacht hatte.[5] Bretonischen Nationalisten gilt Nominoë bis in die Gegenwart als Tad ar Vro, d.h. „Vater des Landes“; diesen Beinamen gab ihm bereits Arthur de la Borderie in seiner Histoire de Bretagne (1896 ff.). Herkunft und Herrschaft Auch seine Herkunft liegt im Dunklen. Vermutungen, seine Familie wäre venetischen Ursprungs, stützen sich im Wesentlichen auf die räumliche Nähe seines Grafensitzes in der Nähe von Vannes zu deren Siedlungsgebiet in der südlichen Bretagne; die u.a. bei Chardronnet zitierte Abstammung aus der nordbretonischen Gegend um Dinan im Gebiet der Curiosolites wird aus der Tatsache hergeleitet, dass er das Mönchskloster von Léhon mit einer Schenkung bedacht hatte (im Jahr 833). Neuere Forschungen halten eine Herkunft aus dem Poher (Umgebung von Carhaix (damals Vorgium)) für wahrscheinlicher.[5] Regino von Prüm schrieb von einem Schatzfund, der Nominoës bäuerliche Vorfahren zu Wohlstand gebracht habe; diese These wurde später auch von den Plantagenêt verbreitet. Verheiratet war er spätestens seit 836 mit Arganthael/Argentaela.[6] Nach dem Tode Ludwigs (840) unterstützte Nominoë in den Erbfolgeauseinandersetzungen zunächst Karl II., bevor er seine eigene hoheitliche Stellung beanspruchte, die Karl „der Kahle“ nach der Schlacht von Ballon (22. November 845) anerkennen musssste.[7] Er wurde spätestens 848 in Dol gekrönt, wie auf der historisierenden Zeichnung oben rechts dargestellt ist. Im Jahr 850 eroberte er Nantes, unterstützt von Lambert II., der seinen Anspruch auf den dortigen Grafentitel durchsetzen wollte. Nach Einnahme der Stadt und Schleifung ihrer Mauern unternahm Nominoë in der Folge Überfälle auf das normannische Bessin und das Anjou. Gleichzeitig betrieb er eine von den Franken übernommene Siedlungspolitik: Er verlieh bretonischen Bauern und Mönchen erobertes Land und weitete so sein Einflussgebiet nach Osten, in die Grafschaft Rennes (Teil der Bretonischen Mark), aus. Dazu gehörte auch die Gründung des Klosters Redon unter Abt Conwoïon. Die Verheiratung seiner Enkelin mit Gurvand, dem späteren Grafen von Rennes, stärkte ebenfalls seine Stellung. Nominoë, im Kampf unbesiegt, starb 851, laut Chardronnet an einem Schlaganfall oder durch Gift.[8] Nachfolger als Herrscher der Bretagne wurde sein Sohn Erispoë, der im selben Jahr Karl den Kahlen in der Schlacht von Jengland-Beslé besiegte. Posthume Würdigung 1954 wurde zu Ehren Nominoës eine von Rafig Tullou geschaffene Statue in Bains-sur-Oust (Ille-et-Vilaine), nahe dem Schlachtfeld von Ballon, errichtet.[9] Eine weitere steht seit dem frühen 21. Jahrhundert neben der Kathedrale Saint-Samson in Dol-de-Bretagne. Siehe auch • Herrscherliste Bretagne Literatur • Jean-Christophe Cassard: Les Bretons de Nominoë (= Les bibliophiles de Bretagne. 7). Beltan, Brasparts 1990, ISBN 2-905939-17-6. • Joseph Chardronnet: Histoire de Bretagne. Naissance et vie d'une nation. Nouvelles Éditions Latines, Paris 1965, hier nach der 6. Auflage, 1974. • André Chédeville, Hubert Guillotel: La Bretagne des saints et des rois. Ve–Xe siècle. Ouest-France, Rennes 1984, ISBN 2-85882-613-7. • Joël Cornette: Histoire de la Bretagne et des Bretons. 2 Bände. Seuil, Paris 2005, (insbes. Band 1: Des âges obscurs au règne de Louis XIV. (= Points. Histoire. 401). ISBN 2-02-054890-9). • Arthur Le Moyne de La Borderie: La Bretagne. Les Origines bretonnes (jusqu'à l'an 938 de notre ère). Plihon et Hommay, Rennes 1903. • Julia M. H. Smith: Province and Empire. Brittany and the Carolingians (= Cambridge Studies in Medieval Life and Thought. Ser. 4, 18). Cambridge University Press, Cambridge u. a. 1992, ISBN 0-521-38285-8. • Noël-Yves Tonnerre: Naissance de la Bretagne. Géographie historique et structures sociales de la Bretagne méridionale. (Nantais et Vannetais) de la fin du VIIIe à la fin du XIIe siècle. Presses de l'Université d'Angers, Angers 1994. Anmerkungen 1 Chardronnet: Histoire de Bretagne. 1965, S. 38 ff. 2 Nach Cornette: Histoire de la Bretagne et des Bretons. Band 1. 2005, S. 191 ff., finden sich zahllose Angaben zur Bedeutung der machtierns in sämtlichen zeitgenössischen Quellen wie den Matrikeln von Saint-Sauveur, der Chronik von Nantes unden „Leben der Heiligen“. In Letzterem werden sie als tyranni bezeichnet. 3 Jean-Christophe Cassard: La tradition royale en Bretagne armoricaine. In: Revue historique. Bd. 281, Nr. 1 = Nr. 569, 1989, ISSN 0035-3264, S. 15–47, (Digitalisat); hier nach Cornette: Histoire de la Bretagne et des Bretons. Band 1. 2005, S.94. 4 Cornette: Histoire de la Bretagne et des Bretons. Band 1. 2005, S. 167. 5 Cornette: Histoire de la Bretagne et des Bretons. Band 1. 2005, S. 165. 6 Cornette: Histoire de la Bretagne et des Bretons. Band 1. 2005, S. 166. 7 Die militärischen Aktionen Karls in der Bretagne sind bereits durch die Annalen von St. Bertin (siehe hier) überliefert. 8 Chardronnet: Histoire de Bretagne. 1965, S. 42 9 Chardronnet: Histoire de Bretagne. 1965, S. 255, Abbildung der Statue vor S. 81. | von Vannes, Graf Nominoë (I7283)
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| 35236 | https://de.wikipedia.org/wiki/Nordgau_(Elsass) Der elsässische Nordgau war eine mittelalterliche Gaugrafschaft. Im Mittelalter wurde das Gebiet des damaligen Elsass in zwei Gaue eingeteilt, die Nordgau („Nordgowe“, Unterelsass) und Südgau („Suntgowe“, Sundgau, Oberelsass) genannt wurden. Die Grenze entsprach etwa der alten römischen Provinzgrenze (Gallien im Süden - Germanien im Norden) am Landgraben südlich von Schlettstadt. Der elsässische Nordgau ist zu unterscheiden vom gleichzeitig bestehenden bayerischen Nordgau. Der elsässische Nordgau befand sich vom 9. bis zum Ende des 11. Jahrhunderts fast durchgängig in der Hand der Etichonen. Die Familie entwickelte sich zu den Grafen von Egisheim und Dagsburg, deren Besitz jedoch im Oberelsass zu sehen ist. Der Nordgau ging weitgehend im Bistum Straßburg auf, Teile kamen auch an die Habsburger und zu Vorderösterreich. Weitere Territorien gehörten zu Rappoltstein, der Reichsstadt Straßburg und einigen der Reichsstädte des Zehnstädtebundes, sowie den Besitzungen der Unterelsässischen Ritterschaft. Grafen im Nordgau aus dem Haus der Etichonen • Eberhard III., 888 Graf im Nordgau, † nach 898 • Eberhard, Graf 913-933, wohl Sohn Eberhards III. • Hugo III., 910 Graf im Nordgau, † 940, Sohn Eberhards III. • Hugo IV., 959 bezeugt, Sohn Hugos III. • Eberhard IV., 959/967 Graf im Nordgau, †972/973, Sohn Hugos III. • Hugo V. Raucus, † vor 986, 951/973 Graf im Nordgau, Sohn Eberhards IV. • Eberhard V., 986/1016 Graf im Nordgau, Sohn Hugos V. • Hugo VI., Graf im Nordgau und zu Egisheim, Sohn Hugos V. • Gerhard I., Graf von Egisheim, X 1038, Sohn Hugos VI. • Hugo VII., Graf von Dagsburg, † 1046/49, Sohn Hugos VI. • Heinrich I., Graf von Egisheim und Dagsburg, † wohl 1065, Sohn Hugos VII. • Gerhard II., 1065 Graf im Nordgau, 1098 Graf von Egisheim, Sohn Heinrichs I. • Hugo VIII. von Egisheim, 1074 Graf von Dagsburg, † 1089, Sohn Heinrichs I. • Albert I. von Egisheim, 1089 Graf von Dagsburg, † 1098, Sohn Heinrichs I. • Die Nachkommen Alberts I. titulieren als Grafen von Dagsburg | im Nordgau (Etichonen), Graf Eberhard IV. (I5927)
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| 35237 | https://de.wikipedia.org/wiki/Normandie Normandie ist heute der Name einer französischen Region. Vorläuferinnen bestehen seit 996 n. Chr. als historische Provinz im Norden Frankreichs. Das Gebiet gliedert sich in das untere Seinegebiet (die frühere Region Haute-Normandie) nördlich von Paris und das Land in Richtung Westen (frühere Region Basse-Normandie) mit der Halbinsel Cotentin. Zum Herzogtum Normandie gehörten auch die Kanalinseln. Zwischen Pointe de Barfleur und Cap de la Hève erstreckt sich die Baie de Seine, die markanteste Bucht der Normandie. Das Herzogtum begann als Lehen an den Wikingeranführer Rollo (Gånge Rolf) vom westfränkischen König (911). Rollos Nachfahren gelang die Eroberung Englands. Die Herzöge der Normandie waren bis 1087, von 1106 bis 1144 und ab 1154 dann auch Könige von England, das Herzogtum Normandie kam während des Hundertjährigen Krieges unter die Herrschaft der französischen Könige. Mit der Einrichtung der Départements im Gefolge der Französischen Revolution und der Schaffung der zwei Regionen Haute-Normandie und Basse-Normandie 1972 war die Normandie keine politische Einheit mehr, die Frage der Wiedervereinigung der Normandie blieb jedoch auf der politischen Tagesordnung und wurde am 1. Januar 2016 im Zuge der Neuordnung der französischen Regionen vollzogen. Zur Region Normandie gehören die französischen Départements Calvados, Eure, Manche, Orne und Seine-Maritime. In der Normandie leben 3,3 Millionen Menschen (Stand 2012). Die größte Stadt der Region ist Le Havre (172.000 bzw. 247.000 Einwohner einschließlich der Vororte), gefolgt von der Hauptstadt Rouen (118.000 / 385.000 Einwohner), Caen (107.000/225.000 Einwohner) und Cherbourg (81.000/89.000 Einwohner). Mehr unter obenstehendem Link.. | (Arduine), Arduin (Hardouin) (I6956)
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| 35238 | https://de.wikipedia.org/wiki/Nörvenich | von Saffenberg, Graf Adalbert (I11653)
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| 35239 | https://de.wikipedia.org/wiki/Nörvenich | von Saffenberg, Graf Adolf I. (I11651)
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| 35240 | https://de.wikipedia.org/wiki/Notthafft_(Adelsgeschlecht) | Nothaft zu Hohenberg, Hans Dietrich (I21993)
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| 35241 | https://de.wikipedia.org/wiki/Obertenghi Die Obertenghi (auch Otbertiner genannt) waren eine Familie des norditalienischen Adels. Ihr namengebender Stammvater ist Oberto I. Graf von Mailand und Luni, der erste Markgraf von Ostligurien, der „marca Januensis“ oder Mark von Genua. Geschichte Oberto I. gehörte bereits 945 zu den Verbündeten des Markgrafen Berengar II. von Ivrea, als dieser (13. März 945 in Pavia) daranging, in Oberitalien die Macht zu übernehmen. Mit dem Erfolg Berengars war dann auch der Aufstieg der Familie verknüpft. Als Anfang des Jahres 951 Berengar II. die Reorganisation der italienischen Feudalstrukturen südlich des Po abschloss, die sein Vorgänger, König Hugo I. begonnen hatte, und dabei drei Markgrafen für die neugebildete Territorien ernannte, erhielt Oberto Ostligurien („Marca Obertenga“), das auch Genua, Luni, Tortona, Bobbio, Parma und Piacenza, Modena und Reggio nell’Emilia, Ferrara, Ascoli Piceno umfasste. Indirekt gehörte auch die Herrschaft über Korsika und Sardinien dazu.[1] Obertos Wechsel auf die Seite des Kaisers Otto I. sicherte die Position der Familie über den Sturz Berengars hinaus. Oberto wurde, 961 oder 962, in den Ämtern bestätigt bzw. erhielt sie zurück. Die Unterstützung der Obertenghi, vor allem Hugos (Ugo) und Alberto Azzos I., nach dem Tod des Kaisers Otto III. für Arduin von Ivrea führte nach der Niederlage gegen Kaiser Heinrich II. zu einem Rückschlag: sie wurden enteignet und verbannt, jedoch vier Jahre später bereits wieder begnadigt. Zwar gewannen sie ihre beherrschende Stellung in Oberitalien nicht wieder zurück, jedoch gelang es ihnen durch Bündnisse und Heiraten mit anderen großen Familien des Landes, ihren Status zu sichern. Die Hauptlinie starb im 11. Jahrhundert aus. Das einst umfangreiche Territorium verkleinerte und zersplitterte sich durch Erbteilungen und Auseinandersetzungen mit anderen Familien, aber auch durch den Druck der aufstrebenden Städte (Mailand, Genua, Piacenza, Tortona, Pavia und Bobbio). Diie Nachfahren der Obertenghi im Mannesstamm zersplitterten sich in diverse Familienzweige unter anderen Namen, von denen einige bis in die Neuzeit kamen, die allesamt historisch bedeutend wurden: Die Malaspina, die Pallavicini, die Parodi und das Haus Este, welches sich wiederum in die jüngeren Welfen (u.a. das Haus Hannover) und die Herzöge von Ferrara-Modena aufteilte. Stammliste 1 Adalbert I., Graf um 900; ∞ NN [2] 1 Otbert I., † vor 15. Oktober 975, Pfalzgraf von Italien, Markgraf; ∞ NN [3] 1 Otbert II., † nach 1014/21, Pfalzgraf von Italien, Markgraf von Mailand, Tortona und Genua; ∞ I NN; ∞ II Railenda, Tochter des Grafen Riprand, [4] 1 Hugo (Ugo), † 26. Januar nach 1037, Markgraf von Mailand, Graf von Genua; ∞ Gisela von Bergamo, Tochter von Graf Giselbert II., [5] 2 Alberto Azzo I., * um 970, † vor 1018 auf Burg Giebichenstein, Markgraf von Mailand; ∞ Adele, [6] 1 Adele; ∞ Aledram II., Markgraf von Saluzzo, † vor 1055 2 Alberto Azzo II., * 997, † 1096/97, Markgraf von Mailand; ∞ I Kunigunde von Altdorf, Tochter von Graf Welf II. (Welfen); ∞ Garsende von Maine, Tochter von Graf Heribert I. (Zweites Haus Maine); ∞ III Mathilde, Schwester des Wilhelm, Bischof vn Pavia (Aleramiden), [7]; → Nachkommen siehe Stammliste der Este 3 Bertha, † 29. Dezember 1037; ∞ I Arduin von Ivrea, König von Italien, † 1015; ∞ II Manfred II Odelrich Markgraf von Turin, † 1034/35 (Arduine), [8] 4 Adalbert IV., † 1034; ∞ Adelaida, Tochter von Graf Boso, [9] 1 Adalbert V. 5 Guido, † 1037 2 Adalbert II., † vor März 1000, Graf; ∞ NN [10] - Stammvater der Häuser Massa-Carrara (Cybo-Malaspina), Parodi, Malaspina und Pallavicini (siehe Weblink) 1 Otbert III. 2 Adalbert VI. 3 Bertha; ∞ Lanfrank, Graf von Piacenza 4 Gisela (vielleicht Tochter Adalberts III.); ∞ Markgraf Anselm I. (Aleramiden) 3 Adalbert III., † 1002/11, Graf; ∞ NN [11] 1 Gisela (vielleicht Tochter Adalberts II.); ∞ Markgraf Anselm I. (Aleramiden) Herkunft Obertos I. In der wissenschaftlichen Diskussion wurde vorgetragen (Muratori), Otbert I. stamme von den Markgrafen von Tuszien aus dem Haus Bonifacius und damit von einem bayerischen Adligen ab, der mit Karl dem Großen nach Italien gekommen sei[2]. Dem tritt Hlawitschka entgegen, der darauf hinweist, dass Oberto sich selbst jemand nannte, der seiner Herkunft gemäß nach langobardischem Recht lebe: „Über die Nachkommen Otberts I., der bei einer Schenkung von Gütern in Volpedo an das Kloster Cluny sich selbst Otbertus marchio et comes palatio, „qui professo sum ex natione mea legem vivere langobardum“, bezeichnete, ist vor allem die genannte Studie Gabottos zu vergleichen, in der gegen Muratori und andere ebenfalls erwiesen wird, daß zwischen dem Haus Otberts I. und den Markgrafen von Tuszien bayrischer Abkunft keine direkten Verwandtschaftsbeziehungen bestanden.“[3] Literatur • Eduard Hlawitschka: Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder in Oberitalien. (774–962). Zum Verständnis der fränkischen Königsherrschaft in Italien (= Forschungen zur oberrheinischen Landesgeschichte. Bd. 8, ISSN 0532-2197). E. Albert, Freibug (Breisgau) 1960 (Zugl.: Freiburg (Breisgau), Universität, phil. Dissertation, 1956). Weblinks • Genealogie der Nachkommen Adalberts II.: die Markgrafen von Parodi († nach 1237), Massa († nach 1276) und Gavi († nach 1295) Fußnoten 1 Die beiden anderen Markgrafen waren Aleram, Graf von Vercelli, für Westligurien („Marca Aleramica“) (siehe Aleramiden) und Arduin Glaber für den binnenländischen Teil („Marca Arduinica“), die spätere Markgrafschaft Turin (siehe Arduine). 2 siehe auch [1] 3 Eduard Hlawitschka: Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder in Oberitalien. 1960, S. 244–245. | (Otbertiner), Markgraf Otbert II. (I270)
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| 35242 | https://de.wikipedia.org/wiki/Oda_(Billunger) Oda von Sachsen, auch Ode, († 15. März nach 973) war die erste Ehefrau des sächsischen Markgrafen Hermann Billung. Als Stammmutter der herzoglichen Linie der Billunger gehört sie zu den Ahnen fast aller europäischen Königs- und Fürstenhäuser. Historischer Nachweis Es gibt keine Urkunde, die Oda erwähnt, sondern lediglich drei, eventuell vier nekrologische Belege. Da die Chronik im Nekrolog der Kirche St. Michael in Lüneburg aus dem 13. Jahrhundert eine Ehe Hermann Billungs mit einer Hildegard erwähnt, wurrde Oda von der Forschung jahrhundertelang übersehen. Dabei beginnt das ebenfalls in dem Codex enthaltene Diptychon der Billunger von 1071/85 mit Hermannus dux und Ode com. (comitissa). Aber erst 1951 wurde von Ruth Bork die Frage aufgeworfen, ob Oda nicht die Gemahlin Hermann Billungs sein müsse. Im Lüneburger Nekrolog gibt es drei Eintragungen einer Gräfin Ode bzw. Oda. Keine davon ist mit einem Kreuz hervorgehoben, wie es sonst für die Mitglieder der herzoglichen Familie und die Äbte des Klosters üblich ist. Die erste Eintragung zum 15. März lautet: O. Ode com.[1] Gerd Althoff verwies 1984 auf das Nekrolog von Xanten, wo für denselben Tag Ode als Frau eines Herzogs Hermann belegt ist. Ehe und Nachkommen Im Diptychon folgt der Gräfin Oda eine Hildesuith com. Deshalb wird letztere entweder als zweite Frau Hermann Billungs oder als früh verstorbene Frau seines Sohnes Herzog Bernhard I. vermutet. Da unter den Enkeltöchtern Hermann Billungs keine Hildesuith bekannt ist und der Name im Gegensatz zu Oda auch nicht im Lüneburger Nekrolog vorkommt, dürfte Hildesuith als zweite Frau Hermann Billungs nicht in Betracht kommen. Hierfür spricht auch, dass Schwanhilde, die (vermutlich zweite) Tochter Hermann Billungs, eine ihrer beiden Töchter aus ihrer zweiten Ehe mit Markgraf Ekkehard I. von Meißen, Oda nannte, die 1018 als Gemahlin Bolesławs I. Chrobry Königin von Polen wurde. Herrmann Billung und Oda hatten folgende Kinder: • Herzog Bernhard I. von Sachsen († 1011) • Graf Liudger von Lesum und Westfalen († 1011) • Mathilde († 1008) ∞ Graf Balduin III. von Flandern ∞ Graf Gottfried der Gefangene von Verdun • Schwanhilde († 1014) ∞ Markgraf Thietmar von Meißen ∞ Markgraf Ekkehard I. von Meißen Herkunft In Ermangelung von Quellen sind über die Herkunft der Oda nur Hypothesen möglich. Edeltraud Balzer hat 2006 darauf aufmerksam gemacht, dass für Matildes Sohn Friedrich aus zweiter Ehe mit Gottfried dem Gefangenen – also ein Enkel Odas - eine Vererwandtschaft zum sächsischen Kaiserhaus bezeugt ist. Da eine Verwandtschaft der Grafen von Verdun mit den Ottonen nicht bekannt ist, müsse diese über die Großmutter Oda gehen. Die Großmutter von König Heinrichs I. und nach dieser seine Schwester hießen ebenfalls Oda. Des Königs Schwester Oda war in erster Ehe mit König Zwentibold von Lothringen und in zweiter Ehe mit dessen Gegner, dem lothringischen Graf Gerhard, verheiratet gewesen. Letzteren vermutet Edeltraud Balzer aus besitzrechtlichen Gründen als Vater der Oda. Es gibt noch eine andere Lösung für die Königsverwandtschaft der Oda. Herzog Hermann Billung und seine Frau Oda könnten nach alter Tradition ihren zweiten Sohn nach dem Vater der Oda und ihre zweite Tochter nach deren Mutter benannt haben. Ein Luidger und Schwanhild sind als Eltern des Grafen Heinrich I. von Harsefeld/Stade im Diptychon der Udonen belegt. Der bekannte Geschichtsschreiber Thietmar von Merseburg rühmt die enge Verwandtschaft seines Großvaters Graf Heinrich mit Otto dem Großen. Dem scheint entgegenzustehen, dass allgemein angenommen wird, Herzog Bernhard I. sei mit einer Tochter des Grafen Heinrich I. von Harsefeld/Stade verheiratet gewesen, so dass seine Mutter Oda nicht die Schwester desselben Grafen gewesen ssein könnte. Für diese Ehe gibt es aber keinen diplomatischen Nachweis. Das Namensgut der Kinder von Herzog Bernhard I. und seiner Frau Hildegard passt nicht zu den Udonen, sondern deutet auf die Sippe des Markgrafen Gero hin. Deshalb ist es gut möglich, dass Oda eine Schwester des Grafen Heinrich I. von Harsefeld/Stade war. Widukind von Corvey berichtet in seiner Sachsengeschichte, dass der (Mark)graf Heinrich und sein Bruder Siegfried den Herzog Hermann Billung in den Auseinandersetzungen mit dessen Neffen Wichmann dem Jüngeren und Ekbert dem Einäugigen unterstützten. Sie hätten dann ihrem Schwager, dem Mann ihrer Schwester Oda, geholfen. Es ist unbekannt, wie Graf Heinrich genau mit den Ottonen verwandt war. Aufgrund seines Namens, dem seiner mutmaßlichen Schwester Gerburg und den Namen seiner Kinder erscheint es möglich, dass seine Mutter Schwanhild eine Tochter König Heinrichchs I. war, vermutlich aus dessen erster Ehe mit Hatheburg. Denkbar wär auch eine Schwester. Damit wäre Otto der Große ein Onkel des Grafen Heinrich und damit auch der Oda gewesen. Dies würde erklären, warum Otto I. Hermann Billung zum Heerführer des sächsischen Aufgebots erhob. siehe auch Udonen Borghorst Das Damenstift Borghorst in Steinfurt (Westfalen) wurde durch Bertha, die Witwe des Billungers Graf Bernhard († 935), des Befehlshabers des sächsischen Aufgebots vor Hermann Billung, gegründet. Da Hermann Billung seinen ältesten Sohn Bernhard nannte, wird er mit Graf Bernhard eng verwandt gewesen sein. Denkbar wäre ein Onkel. Berthas Bruder war Erzbischof Adalbert von Magdeburg, der Hermann Billung wie den König selbst ehrte, als Otto I. in Italien war. Edeltraut Balzer hat darauf hingewiesen, dass im Nekrolog von Borghorst zum 14. März eine Pröpstin Oda vorkommt und auch die vierte Äbtissin, die nach den Privilegien des Stifts zur Gründerfamilie gehörte, Oda hieß. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass Oda nach dem Tod von Hermann Billung (27. März 973) wie üblich den Schleier nahm und sich nach Borghorst zu den Anverwandten ihres Mannes zurückzog. Literatur • Gerd Althoff: Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung, Studien zum Totengedenken der Billunger und Ottonen. München 1984, S. 48-50, H 6, G 27, G 45 • Edeltraud Balzer: Adel-Kirche-Stiftung. Studien zur Geschichte des Bistums Münster im 11. Jahrhundert, Dissertation Münster, Münster 2006, Exkurs I: Zur Herkunft Odas, der Gemahlin Hermann Billungs, S. 434-449 • Ruth Bork: Die Billunger, mit Beiträgen zur Geschichte des deutsch-wendischen Grenzraumes im 10. und 11. Jh. Dissertation, Greifswald 1951 • Richard G. Hucke: Die Grafen von Stade 900-1144, Genealogie, politische Stellung, Comitat und Allodialbesitz der sächsischen Udonen, Dissertation Kiel, Stade 1956 • Dieter Riemer: Harsefeld im Mittelalter (Harsefelder Regesten). In: Geschichte und Gegenwart 2005, S. 38-55 [S. 38/39] Einzelnachweise 1 Nekrologium monasterii S. Michaelis, hsg. von Anton Christian Wedekind: Notea zu einigen Geschichtsschreibern des Deutschen Mittelalters, Dritter Band, Neuntes Heft, Note V, S. 20, Hamburg 1836 | von Sachsen, Oda (I2929)
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| 35243 | https://de.wikipedia.org/wiki/Oda_(Meißen) Oda von Meißen, auch Ode, althochdeutsch für Uta oder Ute, († am 31. Oktober oder 13. November nach 1018) war eine Gräfin aus dem sächsischen Adelsgeschlecht der Ekkehardiner. Am 3. Februar 1018 heiratete sie mit dem Piastenherzog Bolesław I. den späteren König von Polen. Die Ekkehardiner gehörten unter dem römisch-deutschen Kaiser Otto III. zu den einflussreichsten Fürsten des Reiches. Nach dem Tod des Kaisers versuchten sie, ihre Stellung als Markgrafen von Meißen gegenüber dessen Nachfolger Heinrich II. zu wahren. Dazu suchten sie eine enge Anlehnung an das benachbarte Reich Bolesławs, ihres mächtigsten Freundes und Verbündeten. Nach Ausbruch des Konfliktes zwischen Heinrich und Bolesław ab 1002 beteiligten sie sich nur hinhaltend an den Feldzügen gegen Bolesław. Als der Frieden von Bautzen 1018 die Auseinandersetzungen beendete, diente Odas Hochzeit mit Bolesław zur Festigung des Abkommens. Bis in das 19. Jahrhundert galt Oda polnischen Historikern als erste Königin Polens. Leben Herkunft und Familie Odas Geburtsjahr und der Geburtsort sind unbekannt.[1] Als jüngstes Kind aus der Ehe des Markgrafen Ekkehard I. von Meißen und der Schwanhild, einer Tochter Hermann Billungs, entstammte Oda einer der vornehmsten und einflussreichsten Familien Sachsens. Nicht zuletzt aufgrund dieses Ansehens kandidierte ihr Vater Ekkehard I. bei der Königswahl von 1002 gegen den späteren König Heinrich II. Ihr ältester Bruder Hermann folgte dem Vater 1009 als Markgraf von Meißen nach und wurde selbst 1038 von Odas Bruder Ekkehard II. abgelöst. Die anderen beiden Brüder bekleideten hohe kirchliche Ämter – Gunther ab 1024 als Erzbischof von Salzburg und Eilward ab 1016 als Bischof von Meißen. Oda hatte zwei Schwestern, Liutgard und Mathilde.[2] Die Familie unterhielt enge Beziehungen zum polnischen Fürstengeschlecht der Piasten. Odas Onkel Gunzelin war mit Bolesławs I. verschwägert. Nachdem Odas Bruder Hermann 1002 mit Reglindis eine Tochter Bolesławs geheiratet hatte, ehelichte Oda 1018 Bolesław und wurde damit zur „Schwiegermutter des Bruders“.[3] Aus Odas Ehe mit Bolesław I. ging wahrscheinlich eine Tochter namens Mathilde hervor.[4] Heirat mit Boleslaw Am 3. Februar 1018 oder wenige Tage später heiratete Oda den polnischen Herzog Bolesław I.[5] Seit dem Tod seiner dritten Frau Emnildis 1017 hatte Bolesław I. um die deutlich jüngere Oda geworben,[6] deren ältester Bruder Hermann als Familienobeberhaupt einer Vermählung zustimmte.[7] In Begleitung von Hermann und Bolesławs Sohn Otto reiste Oda zur Burg Cziczani, Residenz der Piasten in der Niederlausitz.[8] Dort wurde sie bei ihrem nächtlichen Eintreffen von Bolesław I. und einer großen Menschenmenge mit einem Lichtermeer empfangen. Die Eheschließung dürfte einem einfachen weltlichen Ritus gefolgt sein, allenfalls mit einem untergeordneten kirchlichen Beitrag, zumal die Kirche zu diesem Zeitpunkt erst anfing, sich für das Institut der Ehe zu interessieren.[9] Persönliches Schicksal Thietmar von Merseburg liefert in seiner zwischen 1012 und 1018 verfassten Chronik den einzigen zeitgenössischen Bericht der Feierlichkeiten.[10] Nach der gängigen Interpretation übt er darin Kritik am Zustandekommen der Verbindung und zeichnet ein düsteres Bild von Odas Zukunft. Sie werde fortan einer edlen Dame unwürdig leben müssen.[11] Denn die Ehe sei gegen die Regeln der Kirche und ohne deren Zustimmung während der Fastenzeit geschlossen worden. Die nachfolgenden Ausführungen Thietmars scheinen seine Vorhersage zu bestätigen. Im Zusammenhang mit dem Sieg über den Kiewer Fürsten Jaroslaw I. bezeichnet er Bolesław als „alten Hurenbock“ (antiquus fornicator), der die gefangene Schwester Jaroslaws, Predizlawa, ohne Rücksiicht auf seine Ehefrau und gegen jedes Recht zu seiner Nebenfrau gemacht habe.[12] Ob daraus tatsächlich Rückschlüsse auf die Ehe mit Oda gezogen werden können, ist zweifelhaft. Nach Auffassung des polnischen Historikers Andrzej Pleszczyński dararf Bolesławs Verhalten nicht an heutigen Moralvorstellungen gemessen werden.[13] Er habe damit archaische Erwartungen an einen siegreichen Herrscher erfüllt, die in seinem Reich zu diesem Zeitpunkt noch wesentlich tiefer verwurzelt gewesen seien als christliche Werte. Nach älteren Interpretationen von Thietmars Bericht richtet sich dessen Kritik auch gegen Oda. Danach soll Thietmars Wendung sine matronali consuetudine mit „ohne Jungfräulichkeit“ zu übersetzen sein.[14] Oda habe bis zur Eheschließung einen freizügigen Lebenswandel geführt und nicht wie es einem so angesehenen Ehebund würdig gewesen wäre.[15] Robert Holtzmann kommentiert die von ihm ebenso verstandene Anmerkung Thietmars als „bittere Ironie“.[16] Politische Dimension Neben der Bedeutung für Odas persönliches Schicksal hatte die Eheschließung mit Bolesław I. eine politische Dimension. Sie war Bestandteil des Friedens von Bautzen, mit dem Bolesław I. und der deutsch-römische Kaiser Heinrich II. ihre fast zwei Jahrzehnte andauernden Streitigkeiten um Rang, Ehre und Ansehen, aber auch um territoriale Ansprüche über die Mark Lausitz, das Milzener Land und die angrenzende Mark Meißen beendeten.[17] An den Feldzügen Heinrichs gegen Bolesław hatte sich Odas Familie als Angehörige einer „polenfreundliche Bündnisgruppe“[18] neben den mächtigen Billungern nur hinhaltend beteiligt. Die Eheschließung erneuerte die traditionelle Freundschaft zwischen Piasten und Ekkehardinern, nachdem die mit Odas Bruder Hermann verheiratete Tochter Bolesławs I., Reglindis, bereits 1016 verstorben war. Zudem stellte Bolesławs prestigeträchtige Eheschließung mit der hochrangigen Oda seine Ehre wieder her und war damit Ausdruck seines Sieges.[19] Denn der Frieden von Bautzen bestätigte Bolesławs Herrschaft über die Lausitz und das Milzener Land, auf das er aufgrund seiner dritten Ehe mit Emnildis, einer Tochter des Lausitzer Fürsten Dobromir,[20] ebenso Anspruch erhob wie die Ekkehardiner. Und schließlich sind keine Angriffe Bolesławs I. auf die benachbarte Mark Meißen mehr überliefert, in der Odas Bruder Hermann das Amt des Markgrafen ausübte. Weiterer Lebensweg[ Über das weitere Leben Odas ist nichts bekannt.[21] Überlegungen, sie sei in den Wirren nach Bolesławs I. Tod am 17. Juni 1025 gemeinsam mit ihrer Tochter Mathilde an den Stammsitz der Ekkehardiner nach Naumburg zurückgekehrt,[22] lassen sich duurch zeitgenössische Schriftquellen nicht belegen. Auch ihr Todesjahr wird nicht überliefert.[23] Im Nekrolog der Kirche St. Michael in Lüneburg sind unter dem 31. Oktober und dem 13. November Einträge für eine Ode com, also einer Gräfin Oda (Ode comitessa), verzeichnet. Gerd Althoff ist zu dem Ergebnis gelangt, dass einer von beiden dem Gedenken Odas gilt, weil auch Bolesław I. und viele Mitglieder der ekkehardinischen Familie Aufnahme in das Nekrolog gefunden haben.[24] Rezeption Im deutschen Sprachraum hat Oda keine größere Aufmerksamkeit erfahren. Geschichtswissenschaftliche Darstellungen erwähnen sie allenfalls als Randfigur im Zusammenhang mit dem Frieden von Bautzen, als Ehefrau Bolesławs I.[25] oder Angehörige des Adelsgeschlechtes der Ekkehardiner.[26] Eine Ausnahme davon bildet eine Überlegung des Historikers Ferdinand Wachter aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, nach der die Stifterfigur der Uta von Naumburg nicht Ekkehards II. Frau Uta von Ballenstedt, sondern seine Schwester Oda von Meißen darstellen könnte.[27] Insbesondere die Krone der nur mit dem Namen „Uta“ beschrifteten Sandsteinfigur hatte zuletzt auch den Kunsthistoriker Michael Imhof an einer Identifikation der Stifterfigur als Uta von Ballenstedt zweifeln lassen, wobei er in ihr allerdings Odas Schwägerin Reglindis vermutet.[28] Polnischen Historikern galt Oda bis in das 19. Jahrhundert als erste Königin Polens. Grund für diese Annahme war eine Notiz des polnischen Historiographen Jan Długosz in seiner im 15. Jahrhundert entstandenen Chronik Annales seu Chronicae incliti Regni Poloniae (Annalen oder Chroniken des ruhmreichen Königreichs Polen).[29] Darin berichtet er im Einklang mit zeitgenössischen sächsischen Annalen,[30] Bolesław I. habe sich im Jahr 1025 nach dem Tod seines Widersachers Heinrich II. zum König krönen lassen. Darüber hinaus deutet Długosz aber an, gemeinsam mit Bolesław I. sei eine namentlich nicht genannte Königin gekrönt worden, in der nachfolgende Generationen Oda vermuteten. Inzwischen gilt die Gleichsetzung der namenlosen Königin mit Oda jedoch als ebenso haltlos wie die zugrunde liegende Notiz des Jan Długosz.[31] Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Werken des Jan Długosz hat ergeben, dass er die von ihm verwendeten Quellen häufig um Ereignisse ergänzte, die seiner Ansicht nach stattgefunden haben müssen.[32] Quellen • Robert Holtzmann (Hrsg.): Thietmari Merseburgensis episcopi chronicon. = Die Chronik des Bischofs Thietmar von Merseburg und ihre Korveier Überarbeitung (= Monumenta Germaniae Historica. Scriptores. 6: Scriptores rerum Germanicarum. Nova Seris Bd. 9). Weidmann, Berlin 1935, (Digitalisat). Literatur • Kurt Engelbert: Die deutschen Frauen der Piasten Mieszko I. bis Heinrich I. In: Archiv für schlesische Kirchengeschichte. Bd. 12, 1954, ISSN 0066-6491, S. 1–51. • Norbert Kersken: Heiratsbeziehungen der Piasten zum römisch-deutschen Reich. in: Dariusz Adamczyk, Norbert Kersken (Hrsg.): Fernhändler, Dynasten, Kleriker. Die piastische Herrschaft in kontinentalen Beziehungsgeflechten vom 10. bis zum frühn 13. Jahrhundert. Harassowitz, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3447104210, S. 79–105. • Herbert Ludat: An Elbe und Oder um das Jahr 1000. Skizzen zur Politik des Ottonenreiches und der slavischen Mächte in Mitteleuropa. Böhlau, Köln u. a. 1971, ISBN 3-412-07271-0. • Gabriele Rupp: Die Ekkehardiner, Markgrafen von Meissen und ihre Beziehung zum Reich und zu den Piasten (= Europäische Hochschulschriften. Reihe 3: Geschichte und ihre Hilfswissenschaften. Bd. 691). Lang, Frankfurt am Main u. a. 1996, ISBN 3-31-49868-3 (Zugleich: München, Ludwig-Maximilians-Universität, Dissertation, 1995). Anmerkungen 1 Kazimierz Jasiński: Rodowód pierwszych Piastów. = Genealogy of the First Piasts (= Poznańskie Towarzystwo Przyjaciół Nauk. Wznowienia. Bd. 19). Volumen, Poznań 2004, ISBN 83-7063-409-5, S. 89. 2 Odas Eltern und Geschwister mit Quellenangaben bei Ruth Bork: Die Billunger. Mit Beiträgen zur Geschichte des deutsch-wendischen Grenzraumes im 10. und 11. Jahrhundert. Greifswald 1951, S. 114–117, (Greifswald, Universität, phil. Dissertatio, 1951, maschinschriftlich). 3 Herbert Ludat: An Elbe und Oder um das Jahr 1000. Skizzen zur Politik des Ottonenreiches und der slavischen Mächte in Mitteleuropa. Böhlau, Köln u. a. 1971, ISBN 3-412-07271-0, S. 19. 4 Die Hildesheimer Annalen geben zum Jahr 1035 nur den Namen des Vaters, die Abstammung von Oda wird aber allgemein vermutet, so etwa von Gabriele Rupp: Die Ekkehardiner, Markgrafen von Meissen und ihre Beziehung zum Reich und zu den Piasten. Lng, Frankfurt am Main u. a. 1996, ISBN 3-631-49868-3, S. 201. 5 Kazimierz Jasiński: Rodowód pierwszych Piastów. = Genealogy of the First Piasts (= Poznańskie Towarzystwo Przyjaciół Nauk. Wznowienia. Bd. 19). Volumen, Poznań 2004, ISBN 83-7063-409-5, S. 89. 6 Thietmar VIII, 32 bezeichnet Bolesław I. im Sommer 1018 als antiquus. 7 Herbert Ludat: An Elbe und Oder um das Jahr 1000. Skizzen zur Politik des Ottonenreiches und der slavischen Mächte in Mitteleuropa. Böhlau, Köln u. a. 1971, ISBN 3-412-07271-0, S. 19 Anmerkung 224. 8 Die Burg Presenchen bei Zinnitz, dazu Joachim Henning: Neue Burgen im Osten: Handlungsorte und Ereignisgeschichte der Polenzüge Heinrichs II. im archäologischen und dendrochronologischen Befund. In: Achim Hubel, Bernd Schneidmüller (Hrsg.): Afbruch ins zweite Jahrtausend. Innovation und Kontinuität in der Mitte des Mittelalters (= Mittelalter-Forschungen. Bd. 16). Thorbecke, Ostfildern 2004, ISBN 3-7995-4267-1, S. 151–181, hier S. 166. 9 Andrzej Pleszczyński: The Birth of a Stereotype. Polish Rulers and their Country in German Writings c. 1000 A.D. (= East Central and Eastern Europe in the Middle Ages, 450–1450. Bd. 15). Brill, Leiden u. a. 2011, ISBN 978-90-04-18554-8, S. 23 f. 10 Thietmar VIII, 1. 11 So die Interpretation von Thietmars …,quae vivebat hactenus sine matronali consuetudine admodum digna tanto fordere. durch Werner Trillmich in: Thietmar von Merseburg: Chronik (= Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalter. Bd. 9). Neu übertragen und erläutert von Werner Trillmich. Mit einem Nachtrag und einer Bibliographie von Steffen Patzold. 9., bibliographisch aktualisierte Auflage. WBG – Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2011, ISBN 978-3-534-24669-4, S. 441. 12 Thietmar VIII, 32. 13 Andrzej Pleszczyński: The Birth of a Stereotype. Polish Rulers and their Country in German Writings c. 1000 A.D. (= East Central and Eastern Europe in the Middle Ages, 450–1450. Bd. 15). Brill, Leiden u. a. 2011, ISBN 978-90-04-18554-8, S. 10 f. 14 Siegfried Hirsch: Jahrbücher des Deutschen Reichs unter Heinrich II. Band 3. Herausgegeben und vollendet von Harry Bresslau. Duncker und Humblot, Leipzig 1875, S. 88 Anmerkung 1. 15 Kurt Engelbert: Die deutschen Frauen der Piasten Mieszko I. bis Heinrich I. In: Archiv für schlesische Kirchengeschichte. Bd. 12, 1954, S. 1–51, hier S. 6; Johannes Strebitzki (Hrsg.): Die Chronik des Thietmar von Merseburg. Uebersetzt von. Laurent (= Die Geschichtschreiber der deutschen Vorzeit. 2. Gesamtausgabe, Bd. 39, ZDB-ID 1402490-1). 2. Auflage. Dyksche Buchhandlung, Leipzig 1892, S. 333. 16 Robert Holtzmann (Hrsg.): Thietmari Merseburgensis episcopi chronicon. = Die Chronik des Bischofs Thietmar von Merseburg und ihre Korveier Überarbeitung (= Monumenta Germaniae Historica. Scriptores. 6: Scriptores rerum Germanicarum. Nova Seres Bd. 9). Weidmann, Berlin 1935, S. 494. 17 Knut Görich: Die deutsch-polnischen Beziehungen im 10. Jahrhundert aus der Sicht sächsischer Quellen. In: Frühmittelalterliche Studien. Bd. 43, 2009, S. 315–325, hier S. 320 f. 18 Zitat nach Stefan Weinfurter: Heinrich II. (1002–1024). Herrscher am Ende der Zeiten. 3., verbesserte Auflage. Pustet, Regensburg 2002, ISBN 3-7917-1654-9, S. 210. 19 Eduard Mühle: Die Piasten. Polen im Mittelalter (= Beck'sche Reihe. C. H. Beck Wissen. Bd. 2709). Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-61137-7, S. 27. 20 Thietmar IV, 58. 21 Kazimierz Jasiński: Rodowód pierwszych Piastów. = Genealogy of the First Piasts (= Poznańskie Towarzystwo Przyjaciół Nauk. Wznowienia. Bd. 19). Volumen, Poznań 2004, ISBN 83-7063-409-5, S. 89. 22 Ferdinand Wachter: Eckhart II. In: Johann S. Ersch, Johann G. Gruber (Hrsg.): Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste in alphabetischer Folge. Section 1: A – G. Theil 30: Eberhard – Ecklonia. Brockhaus, Leipzig 1838, S. 488–49, hier S. 496 f. 23 Kazimierz Jasiński: Rodowód pierwszych Piastów. = Genealogy of the First Piasts (= Poznańskie Towarzystwo Przyjaciół Nauk. Wznowienia. Bd. 19). Volumen, Poznań 2004, ISBN 83-7063-409-5, S. 89. 24 Gerd Althoff: Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung. Studien zum Totengedenken der Billunger und Ottonen (= Münstersche Mittelalter-Schriften. Bd. 47). Fink, München 1984, ISBN 3-7705-2267-2, S. 420, 423. 25 Norbert Kersken: Heiratsbeziehungen der Piasten zum römisch-deutschen Reich. in: Dariusz Adamczyk, Norbert Kersken (Hrsg.): Fernhändler, Dynasten, Kleriker. Die piastische Herrschaft in kontinentalen Beziehungsgeflechten vom 10. bis zum frühn 13. Jahrhundert. Harassowitz, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3447104210, S. 79–105, hier S. 97. 26 Gabriele Rupp: Die Ekkehardiner, Markgrafen von Meissen und ihre Beziehung zum Reich und zu den Piasten. Lang, Frankfurt am Main u. a. 1996, ISBN 3-631-49868-3, S. 201. 27 Ferdinand Wachter: Eckhart II. In: Johann S. Ersch, Johann G. Gruber (Hrsg.): Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste in alphabetischer Folge. Section 1: A – G. Theil 30: Eberhard – Ecklonia. Brockhaus, Leipzig 1838, S. 488–49, hier S. 496 f. 28 Michael Imhof, Holger Kunde: Uta von Naumburg. Imhof, Petersberg 2011, ISBN 978-3-86568-655-8, S. 58. 29 Zbigniew Satała: Poczet polskich królowych, księżnych i metres. [Galerie der polnischen Königinnen, Prinzessinnen und Mätressen]. Glob, Szczecin 1990, ISBN 83-7007-257-7, S. 24. 30 Beispielsweise den Annales Quedlinburgensis a.A. 1025. 31 Zbigniew Satała: Poczet polskich królowych, księżnych i metres. [Galerie der polnischen Königinnen, Prinzessinnen und Mätressen]. Glob, Szczecin 1990, ISBN 83-7007-257-7, S. 24. 32 Ryszard Grzesik: Mittelalterliche Chronistik in Ostmitteleuropa. In: Gerhard Wolf, Norbert H. Ott (Hrsg.): Handbuch Chroniken des Mittelalters. De Gruyter, Berlin u. a. 2016, ISBN 978-3-11-034171-3, S. 773–804, hier S. 794. | von Meissen, Oda (I6852)
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| 35244 | https://de.wikipedia.org/wiki/Oda_(Ostfrankenreich) Oda, auch Ota, Uta (* um 873/874 vermutlich in Velden; † nach 30. November 903), vermutlich aus dem Adelsgeschlecht der Konradiner. Sie war als Gemahlin Arnolfs von Kärnten ostfränkische Königin und römisch-deutsche Kaiserin sowie Mutter von Ludwig IV. dem Kind. Um 888 heiratete sie den ostfränkischen König.[1] Durch diese Verbindung erhoffte sich Arnolf die Unterstützung der Konradiner, die über Lothringen, Rheinfranken, Hessen und Bayern herrschten. Auf einer Versammlung in Forchheim Ende Mai 889 wollte Arnolf von den Großen seine beiden außerehelichen Söhne Zwentibold und Ratold aus zwei Konkubinaten als seine Nachfolger anerkennen. Nach den Annales Fuldenses leisteten einige Franken den Schwur mit dem Vorbehalt, dass er nur gelten sollte, falls dem König kein legitimer Sohn geboren würde.[2] Erst 893 gebar Oda schließlich den gewünschten männlichen Erben Ludwig. Gegen Ende von Arnolfs Regierungszeit trat Oda in historischen Dokumenten mehrmals für den Erhalt der Privilegien der bedeutenden Klöster Kremsmünster und Altötting sowie der Bischofskirchen Worms und Freising ein. Offensichtlich hatte sie ihreren Gemahl während seiner Regierungsjahre tatkräftig unterstützt. Dabei schaffte sie sich jedoch auch Feinde; kurz vor dem Tod ihres bereits schwerkranken und regierungsunfähigen Gemahls musste sie sich im Juni 899 in Regensburg gegen die Anklage des Ehebruchs verteidigen, konnte den Vorwurf jedoch durch 72 Eideshelfer erfolgreich abwenden. Es war dies der zweite Prozess dieser Art in der Geschichte des Mittelalters: Erst 12 Jahre zuvor war die Kaiserin Richardis desselben Vergehens angeklagt worden. Oda vermachte die bedeutenden Ländereien Brixen und Föhring aus ihrem Witwengut ihrem Sohn Ludwig zur Ausstattung der Bischofskirchen von Säben und Freising. Sie dürfte nach dem Tod ihres Gemahls in ihre fränkische Heimat zurückgekehrt sein und wurde nach ihrem Tod an der Seite ihres Gemahls im Kloster Sankt Emmeram zu Regensburg beigesetzt. Herkunft Zu Odas Herkunft liegen unterschiedliche Quellen vor, in der Forschung ist die Frage umstritten. Friedrich Stein hatte 1872 gezeigt, dass Oda keine Schwester Konrads des Älteren war, und angenommen, dass ihr Vater Berengar oder Berthold war, zwewei Brüder und Onkel Konrads aus der Familie der Konradiner. Diese Auffassung wird auch heute noch weitgehend akzeptiert.[3] Hintergrund der Vermutungen in Richtung der Konradiner sind die Bezeichnungen propinquus Ludovici und nepos amabilis, die den Söhnen Konrads des Älteren in Bezug auf König Ludwig das Kind gegeben werden. Donald C. Jackman sieht diese Bezeichnungen, insbesondere mit dem Zusatz amabilis, als Hinweis auf eine wesentlich engere Verwandtschaft, als von Stein und Eduard Hlawitschka aufgezeigt, allerdings nicht auf der väterlichen, sondern auf der müttterlichen Seite: er kommt zu dem Schluss, dass Königin Oda als Mutter König Ludwigs und Glismut als Mutter König Konrads Schwestern gewesen seien. Daraus schließt er insbesondere, dass weder Berengar noch Berthold Odas Vater waren, sowie dass Oda nicht zur Familie der Konradiner gehören kann. Eine Folge seiner Annahme ist, dass König Konrad I. als Vetter ersten Grades der nächste Blutsverwandte Ludwigs war, was – nach Jackman – bei der Königswahl im Jahr 911 eine entscheidende Rolle spielte. Georg Spitzlberger sieht den niederbayerischen Markt Velden als den Geburtsort von Oda. Der Ort nahm um die Geburtszeit als Königshof eine zentrale Stellung ein.[4] Literatur • Friedrich Stein: Geschichte des Königs Konrad I. von Franken und seines Hauses. C. H. Beck, Nördlingen 1872. • Eduard Hlawitschka: Die Ahnen der hochmittelalterlichen deutschen Könige, Kaiser und ihrer Gemahlinnen. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 2006. • Donald C. Jackman: Die Ahnentafeln der frühesten deutschen Könige. In: Herold-Jahrbuch, Neue Folge, Band 15. Selbstverlag, Berlin 2010, S. 47 ff. • Adelheid Krah: Uta (Oda, Ota). In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 8, LexMA-Verlag, München 1997, ISBN 3-89659-908-9, Sp. 1344. Fußnoten 1 Matthias Becher: Zwischen König und „Herzog“. Sachsen unter Kaiser Arnolf. In: Franz Fuchs, Peter Schmid (Hrsg.): Kaiser Arnolf. Das ostfränkische Reich am Ende des 9. Jahrhunderts. Regensburger Kolloquium 9.–11. Dezember 1999. München 2002,. 89–121, hier: S. 91 (mit weiteren Literaturnachweisen). 2 Annales Fuldenses zu 889. 3 vgl. Adelheid Krah: Uta (Oda, Ota). In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 8, LexMA-Verlag, München 1997, ISBN 3-89659-908-9, Sp. 1344., sowie Eduard Hlawitschka: Die Ahnen der hochmittelalterlichen deutschen Könige, Kaiser und ihrer Gemalinnen. Hannover 2006. 4 Stefan Schütze (Red.): Veldener Heimatbuch. Geschichte und Geschichten einer niederbayerischen Vilstalgemeinde. STS-Verlag, Velden 2003. | (Konradiner?), Oda (I6675)
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| 35245 | https://de.wikipedia.org/wiki/Odo_II._(Burgund) Odo II. (frz. Eudes II, * wohl 1118; † 27. September 1162) war Herzog von Burgund von 1143 bis 1162; er war der Sohn des Herzogs Hugo II. und der Mathilde von Mayenne. Bei der Thronbesteigung des Königs Ludwig VII. 1137 verweigerte er diesem den Lehnseid, wurde aber von Papst Hadrian IV. dazu verpflichtet. 1147 nahm er zugunsten seines Cousins Alfons I. von Portugal an der Belagerung von Lissabon teil. Er war dennoch ein räuberischer Herrscher und musste wegen seiner Vergehen eine Pilgerreise ins Heilige Land antreten, auf der er starb. Er wurde im Kloster Cîteaux begraben. Ehe 1145 heiratete er Marie von Champagne, Tochter von Theobald II., Graf von Champagne, und der Mathilde von Kärnten. Weblinks • Odo II., Herzog von Burgund bei mittelalter-genealogie.de • Eudes de Bourgogne bei fmg.ac (englisch) | von Burgund, Herzog Odo II. (I8231)
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| 35246 | https://de.wikipedia.org/wiki/Odo_III._(Burgund) Odo III. (frz. Eudes III, * 1166; † 6. Juli 1218 in Lyon) war Herzog von Burgund von 1192 bis 1218. Er war der Sohn des Herzogs Hugo III. von Burgund und der Alix von Lothringen. Im Kampf gegen König Philipp II. August verteidigte Odo für seinen Vater die Burg von Châtillon-sur-Seine, konnte sie aber nicht halten und wurde 1187 gefangen genommen. 1190 übernahm er die Regentschaft in Burgund, nachdem sich der Vater auf den dritten Kreuzzug begeben hatte. Als dieser 1192 in Tyros starb, folgte Odo ihm als Herzog nach. Er unterstützte die Ehe des Königs mit Ingeborg von Dänemark und wurde dafür exkommuniziert. Den deutschen Thronstreit nutzte Odo, um seinen Einfluss auf benachbartes Reichsgebiet auszudehnen. Odo nahm am Albigenserkreuzzug im Jahre 1209 teil. Als ranghöchster Adliger hatte er dabei die Führung des Heeres inne und leitete erfolgreich die Belagerungen von Béziers (Juli 1209) und Carcassonne (August 1209). Danach beendete er seine Teilnahme und überließ die Führung Simon IV. de Montfort. 1214 kämpfte er in der Schlacht bei Bouvines, wo er den rechten Flügel des französischen Heeres führte. 1218 brach er auf, um das Heer des Fünften Kreuzzugs zu verstärken, das gerade Damiette in Ägypten belagerte, starb aber während der Vorbereitungen in Lyon.[1] Einzelnachweis 1 Wilhelm Brito, Gesta Philippi Augusti, hrsg. von Léopold Delisle in: Recueil des Historiens des Gaules et de la France 17 (1878), S. 112 Weblinks • Odo III. von Burgund bei genealogie-mittelalter.de • Eudes de Bourgogne bei fmg.ac (englisch) | von Burgund, Herzog Odo III. (I8218)
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| 35247 | https://de.wikipedia.org/wiki/Odo_IV._(Burgund) Odo IV. (Eudes IV.) (* 1295; † 3. April 1350 in Sens) war Herzog von Burgund von 1315 bis 1350, Graf von Burgund und Graf von Artois von 1330 bis 1347. Er war der Sohn von Herzog Robert II. († 1306) und der Agnes von Frankreich († 1327), der jüngsten Tochter von Ludwig IX. Durch seine Schwester Margarete von Burgund (1290–1315) war er der Schwager des französischen Königs Ludwig X. und der Onkel der Königin Johanna II. von Navarra. Durch seine Schwester Johanna von Burgund (um 1293–1348/49) war er der Schwager des Königs Philipp VI. Er folgte 1315 seinem älteren Bruder Hugo V. als Herzog von Burgund. 1316, nach dem Tod Ludwigs X., unterstützte er die Ansprüche seiner Nichte Johanna II. gegen König Philipp V., den Bruder Ludwigs X.; der Streit wurde 1318 durch die Heirat Odos mit Philipps Tochter Johanna (1308–1347), die 1330 von ihrer Mutter, Johanna von Burgund, die Grafschaften Burgund (die spätere Franche-Comté) und Artois erbte, beigelegt. 1328 verzichtete seine Nichte nach dem Aussterben der älteren Linie der Kapetinger vertraglich auf den französischen Thron und bekam dafür ihr Erbe, das Königreich Navarra übergeben. Johanna und Odo hatten sechs Kinder: • Sohn (*/† Juni 1322; bestattet in Val-des-Choux) • Philipp, genannt Philippe Monsieur (* 1323; † 1346), Graf von Auvergne und Boulogne, Erbherzog von Burgund, Vater von Philipp von Rouvres, Herzog von Burgund • Johann (* Juli 1325; † 1327/1328; bestattet in Val-des-Choux) • Sohn (* um 1327; † jung; bestattet in Val-des-Choux) • Sohn (* um 1330; † jung; bestattet in Val-des-Choux) • Sohn (* 1335; † jung; bestattet in Val-des-Choux) Odo erbte 1316 durch den Tod seines Bruders Ludwig dessen Ansprüche auf das Königreich Thessaloniki, die er 1321 an Philipp I. von Tarent verkaufte. Er diente loyal König Philipp VI., seinem Schwager, kämpfte gegen die Flamen und wurde 1328 in Cassel verwundet. Er verteidigte 1340 Saint-Omer gegen den abgesetzten Robert III. von Artois, und half Karl von Blois im Bretonischen Erbfolgekrieg gegen Johann von Montfort. 1346 schließlich kämpfte er gegen die Engländer in der Guyenne. Herzog Odo IV. von Burgund wurde im Kloster Cîteaux bestattet. Sein Nachfolger wurde – seine sechs Söhne waren alle vor ihm gestorben – sein Enkel Philipp von Rouvres. Weblinks Commons: Odo IV. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien • Materialsammlung • Adelsdatenbank der Uni-Erlangen | von Burgund (von Artois), Herzog Odo IV. (I9236)
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| 35248 | https://de.wikipedia.org/wiki/Odo_von_Vermandois Odo von Vermandois (französ. Eudes de Vermandois, * wohl 910; † nach 19. Juni 946) war 928-931 Graf von Vienne und 941-944 Graf von Amiens. Er war der älteste Sohn von Graf Heribert II. von Vermandois und Adela von Frankreich. Im Jahr 928 übergab ihm Hugo von Arles, König von Niederburgund, der seit 926 auch König von Italien war, die Grafschaft Vienne. Es ist aber nicht bekannt, ob er dort tatsächlich zur Regierung kam, zumal die Stadt ab 931 von Karl Konstantin, dem Sohn von Hugos Vorgänger Ludwig III. gehalten wurde. 938 verbündete er sich mit König Ludwig IV. von Frankreich gegen seinen Vater, und erhielt von ihm die Stadt Laon; 941 bemächtige er sich der Grafschaft Amiens, aus der er 944 wieder – und zwar von königlichen Truppen – verjagt wurde. Sein Vater war im Jahr zuvor (943) gestorben, die Nachfolge konnte er offenbar nicht antreten, und auch bei der Verteilung des Erbes im Jahr 946 scheint er nicht berücksichtigt worden zu sein. Nach dem 19. Juni 946 tritt er in den Dokumenten nicht mehr auf. Literatur • Patrick Van Kerrebrouck, Nouvelle histoire généalogique de l'auguste maison de France, vol. 1 : La Préhistoire des Capétiens (par Christian Settipani), 1993 | von Vermandois, Graf Odo (I7141)
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| 35249 | https://de.wikipedia.org/wiki/Oeningen | von Oeningen, Gräfin Adelheid (I21078)
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| 35250 | https://de.wikipedia.org/wiki/Oeningen | von Oeningen, Graf Kuno (I21104)
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