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| 35951 | https://de.wikipedia.org/wiki/William_de_Burgh,_3._Earl_of_Ulster William Donn de Burgh, 3. Earl of Ulster (* 17. September 1312; † 6. Juni 1333 bei Belfast) war ein irischer Adliger und zeitweise königlicher Stellvertreter in der Lordschaft Irland. Herkunft und Jugend Er war der einzige Sohn von John de Burgh, dem ältesten Sohn von Richard Og de Burgh, 2. Earl of Ulster, und von Elizabeth de Clare. Sein Vater fiel bereits am 18. Juni 1313 in einem Gefecht bei Galway. Seine Mutter wurde 1314 nach dem Tod ihres Bruders Gilbert de Clare eine der drei Erbinnen der umfangreichen Besitzungen der Familie Clare und kehrte mit ihrem Sohn nach England zurück. Dort heiratete sie erneut. Rückkehr nach Irland Nach dem Tod seines Großvaters Richard 1326 kehrte William noch als Minderjähriger nach Irland zurück und wurde 1327 Earl of Ulster. Dazu wurde er am 10. Dezember 1327 durch Writ of Summons als Baron Burgh Mitglied des Parlaments. Er wurde 1328 zum Ritter geschlagen. 1328 wurde ihm Carrickfergus Castle und um 1330 Athlone Castle übertragen. Von 1330 bis 1331 war er als King's Deputy Stellvertreter des Königs in Irland. Um 1328 heiratete er Matilda of Lancaster, eine Tochter von Henry Plantagenet, 3. Earl of Lancaster und von Maud de Chaworth. Als Freund und Vertreter von König Eduard III. versuchte er die englische Autorität im Norden Irlands wiederherzustellelen. Dabei geriet er mit Maurice FitzGerald, 1st Earl of Desmond in Konflikt, den er verdächtigte, sich zusammen mit Walter Liath de Burgh und Henry de Mandeville, Seneschall von Ulster, gegen ihn verbündet zu haben. William griff Walter Liath de Burgh und Henry de Mandeville in Ulster und Connacht an. Henry de Mandeville floh nach Dublin, wo er in Gefangenschaft geriet, während Walter Liath de Burgh von William gefangen genommen wurde. Walter starb 1332 in Northburgh Castle bei Greenccastle, angeblich ließ William ihn verhungern. Als William im folgenden Jahr zusammen mit Robert FitzRichard Mandeville unterwegs nach Carrickfergus war, wurde er von diesem ermordet, da seine Frau Gyle de Burgh eine Schwester von Walter Liath de Burgh gewesen war. Wegen des Mordes kam es zu einer blutigen Fehde zwischen den Gefolgsleuten von William und denen von Mandeville. Williams Besitzungen wurden von Walters Bruder Edmond Albanach de Burgh aus Connacht besetzt, die sich in der Folge Mac William nannte und sich vom englischen König für unabhängig erklärte.[1] In der Folge gälisierte er sich zunehmend und nahm die irische Sprache und irische Kleidung an. Damit war Ulster für über 200 Jahre wieder in irischer Hand.[2] Williams Witwe Matilda flüchtete mit ihrer jungen Tochter Elizabeth nach England. Vor 1343 heiratete sie in zweiter Ehe Sir Ralph Ufford, Justiciar of Ireland. Ihre Tochter Elizabeth († 1363), die rechtmäßige Erbin von Ulster, heiratete Lionel of Antwerp, 1. Duke of Clarence. Weblinks • Cracroft's Peerage: Ulster, Earl of (I, 1264 - 1460/1) • William De Burgh, 3rd Earl of Ulster (In: A Compendium of Irish Biography, 1878) Einzelnachweise 1 Robert F. Foster: The Oxford history of Ireland. Oxford University Press, Oxford 2001. ISBN 0-19-280202-X, S. 73 2 Margaret Anne Cusack: An Illustrated History of Ireland, Longmans, Green, and Company, London 1868. Abgerufen am 7. April 2015. | von Burgh, William 3. Earl of Ulster (I9400)
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| 35952 | https://de.wikipedia.org/wiki/William_de_Warenne,_1._Earl_of_Surrey William de Warenne, 1. Earl of Surrey (* 1030 (?); † 24. Juni 1088[1] in Lewes, Sussex) war ein normannischer Adliger aus dem Hause Warenne, der in der Schlacht von Hastings kämpfte und einer der größten Landeigner in England wurde. Leben Er war ein Sohn von Ralph de Warenne und dessen Frau Emma und ein Großneffe der Herzogin Gunnora, Frau des normannischen Herzogs Richard I. Als junger Mann half er mit, die Stellung Herzog Wilhelm des Eroberers in der Normandie zu verteidigen. Erwähnenswert sind vor allem die Kämpfe zwischen 1052 und 1054, die in der Schlacht von Mortemer gipfelten. Infolge des Verlusts der Schlacht verlor Roger de Mortemer große Teile seines Landes, die William de Warenne vom Herzog Wilhelm erhielt. Der Familienname de Warenne leitet sich von einer gleichnamigen Burg am Fluss Varenne ab, der durch das Gebiet fließt, welches Wilhelm in der Normandie erhielt. William war einer derjenigen, die Wilhelm den Eroberer bei seiner Entscheidung berieten, in England einzumarschieren. Er kämpfte in Hastings und erhielt nach der Plünderung von Lewes, Sussex, das dortige Land sowie Ländereien in zwölf weiteren Shires. Zu seinem Besitz gehörten die Ländereien von Lewes, wo er im von ihm erbauten Lewes Castle wohnte, sowie die Ländereien um die ebenfalls von ihm erbauten Burgen Castle Acre in Norfolk und Conisbrough Castle im South Yorkshire. Zur Zeit des Domesday Book (1086) war er einer der größten Landeigentümer in England. William stand loyal zu Wilhelm II. und wurde möglicherweise nach der Rebellion von 1088 zum Earl of Surrey ernannt.[1] Er starb kurze Zeit später an einer Verwundung, die er sich bei der Niederschlagung der Rebellion zugezogen hatte. Ehe und Nachkommen William war zweimal verheiratet, zunächst mit Gundrada (Gundred, Gondrée) (1053–1085), einer Schwester Gerbods des Flamen. Seine zweite Frau war eine Schwester von Richard Gouet. William und Gundrada hatten sechs Kinder: • William de Warenne, 2. Earl of Surrey († 1138) • Edith de Warenne (verheiratet mit Gerard de Gournay) • eine Tochter • Raynold de Warenne, der Land von seiner Mutter in Flandern erbte und vor 1118 starb. • Gundred • Roger Einzelnachweise 1 Powicke & Fryde: Handbook of British Chronology. Second Edition, London, 1961, S. 451 Weblinks • Personendaten auf www.fmg.ac (englisch) Literatur • C. P. Lewis, Warenne, William (I) de, first earl of Surrey (d. 1088), Oxford Dictionary of National Biography, Oxford University Press, 2004 gesehen am 29. Februar 2012Lizenz erforderlich | de Warenne, Graf William (I7372)
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| 35953 | https://de.wikipedia.org/wiki/William_FitzRobert,_2._Earl_of_Gloucester William FitzRobert (* 23. November 1116; † 23. November 1183) war der Sohn und Erbe von Robert, 1. Earl of Gloucester und Mabel von Gloucester, der Tochter von Robert FitzHamon. Sein Vater war ein unehelicher Sohn des englischen Königs Heinrich I., William folglich ein Neffe Kaiserin Matildas und ein Vetter König Stephans, der Kontrahenten im Bürgerkrieg um die Nachfolge Heinrichs. Während sein Vater in der Normandie war, nahm er das Amt eines Gouverneurs von Wareham wahr. 1147 unterwarf er Henry de Tracy in Castle Cary. 1154 schloss er mit Roger de Clare, 2. Earl of Hertford ein Verteidigungsbündnis, das sich gegen alle Angreifer mit Ausnahme des Königs richtete. Er war Lord von Glamorgan und Caerleon, residierte zumeist in Cardiff. Hier wurden er, seine Ehefrau und sein Sohn 1158 von dem walisischen Häuptling Ifor Bach in die Wälder entführt, wo sie gefangen gehalten wurden, bis William Ifor einige von ihm besetzte Gebiete zurückgab. 1173 stand er auf der Seite des Königs gegen dessen Söhne, scheint aber später in Verdacht geraten zu sein, da er sich im Folgejahr dem König unterwarf und ihm 1176 Bristol Castle auslieferte. Da sein einziger Sohn 1166 gestorben war, machte William Johann, den jüngsten Sohn des Königs zu seinem Erben mit der Absprache, dass dieser eine von Williams Töchtern heiraten solle, sofern die Kirche dies aufgrund der nahen Verwandtschaft erlaube, was dann auch geschah. William war anwesend, als der König 1177 zwischen dem König von Kastilien und dem König von Navarra vermittelte, sowie 1178, als er Heinrichs Charta für Waltham Abbey bezeugte. Während der Kämpfe Heinrichs mit seinen Söhnen, als er eine Reihe von Adligen, deren Loyalität ihm zweifelhaft erschien, einkerkerte, war William unter den Betroffenen. Er starb 1183 an seinem Geburtstag. Ehe William heiratete Hawise de Beaumont, Tochter von Robert de Beaumont, 2. Earl of Leicester und Amica de Gael. Weblinks • Personendaten auf www.fmg.ac (englisch) • William fitz Robert, 2nd Earl of Gloucester auf thepeerage.com, abgerufen am 10. September 2016 (englisch) | von Gloucester, Earl William FitzRobert (I7960)
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| 35954 | https://de.wikipedia.org/wiki/Wiltrud_von_Orléans Wiltrud von Orléans (auch Waldrada, Wialdrudt, Wialdruth; * um 785) war die Tochter des Grafen Hadrian von Orléans (* um 760; † 822) und dessen Gemahlin Waldrat aus dem Geschlecht der Widonen. Zwei ihrer Enkel, Odo und Robert wurden Könige des Westfrankenreichs. Im Jahre 808 heiratete sie Rutpert III. (Robert III.), Graf im Oberrheingau und im Wormsgau aus dem Haus der Rupertiner. Sie selbst erbte reichen Besitz in Orléans, der 840 ihrem Sohn Robert dem Tapferen nach dessen Wechsel aus dem Herrschaftsbereich Ludwigs des Deutschen in den von Karl dem Kahlen als Basis seines Aufstiegs im Westfränkischen Reich diente. Ihr Mann Rutpert (* um 781) starb spätestens 834; in diesem Jahr ist eine zu seinem Seelenheil gemachte gemeinsame Schenkung seiner Witwe und seines Sohnes Guntram an die Abtei Lorsch beurkundet. Nachkommen Rutpert und Wiltrud hatten folgende Kinder, die das Erwachsenenalter erreichten: • Oda heiratete Walaho IV., der nach 840 Graf im Wormsgau wurde; die beiden wurden vermutlich die Stammeltern der Salier. • Guntram (815–837) war 834–837 Graf im Wormsgau. • Eine Tochter unbekannten Namens heiratete Megingoz I., der 876 als Graf im Wormsgau bezeugt ist. • Robert der Tapfere († 866), dessen Söhne Odo und Robert Könige des Westfrankenreichs wurden. Weblinks • Robert III., Graf im Oberrheingau, bei Genealogie Mittelalter | von Orléans, Wiltrud (I4171)
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| 35955 | https://de.wikipedia.org/wiki/Wiprecht_von_Groitzsch Markgraf Wiprecht von Groitzsch, genannt der Ältere (* um 1050; † 22. Mai 1124 in Pegau) war, als Wiprecht II., Gaugraf im Balsamgau, ab 1070 Graf von Groitzsch und ab 1123, als Wiprecht (I.) Markgraf von Meißen und der Lausitz. Er entstammte einem Adelsgeschlecht aus der Altmark. Nach dem Tode seines Vaters, Gaugraf Wiprecht I. vom Balsamgau, wuchs Wiprecht ab 1060 im Hause des Markgrafen der Nordmark, Lothar Udo II., in Stade auf. Seine Mutter Sigena von Leinungen war nach dem Tod von Gaugraf Wiprecht I. in zweiter Ehe mit Friedrich I. von Pettendorf verheiratet und nach dessen Tod auf Veranlassung ihres Sohnes die dritte Äbtissin des Klosters Vitzenburg. Leben und Wirken Im Jahre 1070 tauschte Wiprecht seine ererbte Herrschaft Balsamgau mit Udo II. gegen die Burg Groitzsch im Osterland ein. Vorerst konnte er sich im Groitzscher Raum nicht durchsetzen und ging mit einer Gefolgschaft von 100 Reisigen nach Böhmen zu Herzog Vratislav II. und wurde dessen Berater. Wiprecht, der ein Günstling König Heinrichs IV. war, unterstützte Vratislav II. bei dessen Erlangung der Königswürde. Im Jahre 1080 kehrte er auf die Burg Groitzsch zurück. Um 1085 heiratete er Judith, die Tochter des Herzoges Vratislav und der Swatawa von Polen; als Mitgift brachte sie das Gebiet im Gau Nisani und das Gebiet der heutigen Oberlausitz um Bautzen in die Ehe. 1087 kam der gemeinsame Sohn Wiprecht III. zur Welt. Wiprecht bekämpfte an der Seite Heinrichs IV. im Jahre 1080 den Gegenkönig Rudolf von Rheinfelden und zog 1084 mit Heinrich gegen den Papst Gregor VII. nach Rom. Gegen seine Widersacher unternahm er einen Rachezug nach Zeitz. Dort erschlug er Vicelin von Profen samt 17 Getreuen. Da sich Hageno von Tubichin in die Jacobskirche zu Zeitz zurückgezogen hatte, zündete sie Wiprecht II. an und zwang so seinen GGegner herauszukommen. Da er ihn wegen des kirchlichen Asyls nicht töten konnte, stach er ihm die Augen aus. Im Anschluss unternahm er 1090 eine Pilgerreise nach Rom und Santiago de Compostela und gründete 1091 das Benediktinerkloster Sankt Jacob bei Pegau, welches 1096 geweiht wurde. Von hier aus wurde die Kolonisation in Richtung Mulde vorangetrieben. Die ersten Siedler holte Wiprecht II. aus Franken. Nach dem Tode seiner Frau Judith im Jahre 1108 ging er 1110 eine zweite Ehe mit Kunigunde ein, der Witwe des Grafen Kuno von Beichlingen und Tochter des Markgrafen Otto I. von Meißen. Die Feier wurde eine Doppelhochzeit, da sein Sohn Wiprecht III. gleichzeitig mit Kunigundes Tochter Kunigunde von Beichlingen getraut wurde. Wiprecht beteiligte sich an den Feldzügen Kaiser Heinrich V., der 1106 seinem Vater Heinrich IV. auf dem Thron gefolgt war. Als Wiprecht III. 1110 versuchte, seinen Onkel Bořivoj II. wieder als böhmischen Herzog einzusetzen, fiel auch Wiprecht selbst bei Heinrich V. in Ungnade. Wiprecht III. wurde zusammen mit Bořivoj II. auf der Burg Hammerstein festgesetzt. Gegen Rückgabe der Gaue Nisani und Bautzen, sowie der Herrschaften Leisnig und Morungen kaufte Wiprecht seinen Sohn frei. Wiprecht schloss im Jahr 1113 mit Graf Ludwig dem Springer von Thüringen und dem rheinischen Pfalzgrafen Siegfried von Ballenstedt ein Bündnis gegen den Kaiser. Sie wurden von Hoyer von Mansfeld bei Warnstedt an der Teufelsmauer überfallen. Die über Wiprecht verhängte Todesstrafe wurde gegen Abtretung aller seiner Güter aufgehoben, und er wurde bis zum Jahre 1117 auf der Reichsburg Trifels eingekerkert. Sein Sohn Wiprecht III., der am 11. Februar 1115 in der Schlacht am Welfesholz auf der Seite des späteren Kaisers Lothar von Supplinburg siegreich gegen Heinrich V. kämpfte (Hoyer von Mansfeld fiel in der Schlacht), verstarb 1116. Wiprecht, der nach seiner Freilassung im Jahr 1118 auch die konfiszierten Güter zurückerlangt hatte, wurde zum Burggrafen von Magdeburg ernannt. Im Jahre 1123 erkaufte er sich bei Kaiser Heinrich V. seine Belehnung mit den Markgrafschaften Meißeßen und Lausitz. Dagegen erhoben sich unter der Führung des Herzog Lothar von Supplinburg die sächsischen Adligen und vertrieben Wiprecht. Herzog Lothar ignorierte die kaiserliche Verleihung der Markgrafschaften an Wiprecht und belehnte zu diesem Zeitpunkt unrechtmäßig noch 1123 Konrad von Wettin mit der Mark Meißen und Albrecht den Bären mit der Lausitz. 1124 erlitt Wiprecht durch ein Feuer auf seinem Besitz in Halle schwere Verbrennungen. Er starb im Kloster St. Jacob in Pegau an seinen Verletzungen. Wiprechts Kenotaph aus Sandstein kann heute in der Pegauer Kirche St. Laurentius besichtigt werden. [1] Ehen und Nachkommen Wiprecht II. war zweimal verheiratet. • Aus seiner ersten Ehe mit Judith († 1109) stammte seine Tochter Bertha. Sie überlebte ihren Mann, den Markgrafen Dedo IV., und erbte die Herrschaft Groitzsch. Wiprechts jüngerer Sohn Heinrich von Groitzsch folgte seinem Vater als Burggraf vn Magdeburg und Markgraf der Lausitz. Seinen Anspruch auf die Markgrafschaft Meißen konnte er nicht durchsetzen. Wiprechts ältester Sohn Wiprecht III. verstarb bereits 1116. Er war mit Kunigunde der Jüngeren von Beichlingen, Tochter des Grafen Kuno von Beichlingen und der Kunigunde von Orlamünde, verheiratet. • Seine zweite Ehe mit Kunigunde von Orlamünde, der jüngsten Tochter des Markgrafen Otto von Meißen und Grafen von Weimar-Orlamünde und zweimaligen Witwe (Jaropolk Isjaslawitsch von Kiew und Kuno von Beichlingen), blieb kinderlos. Da Wiprecht ds Erbe Kunigundes seinem Haus sichern wollte, verheiratete er seinen ältesten Sohn Wiprecht III. mit Kunigundes Tochter Kunigunde der Jüngeren. Ausstellung Ein ganzer Bereich in der archäologischen Dauerausstellung im Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz widmet sich vier wichtigen Lebensstationen des Wiprecht von Groitzsch. Literatur • Ernst Bernheim: Groitsch, Wiprecht von, der Aeltere. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 9, Duncker & Humblot, Leipzig 1879, S. 711–713. • Alexander Blöthner: Wiprecht von Groitzsch und Kaiser Heinrich IV. Der Aufstieg eines Ritters im 11. Jahrhundert; Untersuchung zur Entstehung von Gefolgschaftsverhältnissen zur Zeit der Investiturstreits; Studie zur Herausbildung des Hochades im 11./12. Jahrhundert. Selbstverlag, Plothen 2004. • Lutz Fenske: Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen. Entstehung und Wirkung des sächsischen Widerstandes gegen das salische Königtum während des Investiturstreits (= Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts füreschichte. 47). Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1977, ISBN 3-525-35356-1 (Zugleich: Frankfurt am Main, Universität, Dissertation, 1969). • Theodor Flathe: Wiprecht von Groitzsch. In: Archiv für die Sächsische Geschichte. Bd. 3, Heft 1, 1864, S. 82–127. • Herbert Helbig: Groitzsch, Wiprecht von. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 7, Duncker & Humblot, Berlin 1966, ISBN 3-428-00188-5, S. 121 f. (Digitalisat). • Siegfried Hoyer: Wiprecht von Groitzsch und der Beginn des Landesausbaues im Mulde-Elster-Gebiet. In: Heinz A. Knorr (Hrsg.): Probleme des frühen Mittelalters in archäologischer und historischer Sicht (= Tagung der Fachgruppe Ur- und Frühgescichte der Deutschen Historiker-Gesellschaft. 3, 1964, ZDB-ID 13135-0). Akademie-Verlag, Berlin 1966, S. 119–129. • Marco Innocenti: Wiprecht von Groitzsch. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 22, Bautz, Nordhausen 2003, ISBN 3-88309-133-2, Sp. 1551–1556. • Wiprecht. Beiträge zur Geschichte des Osterlandes im Hochmittelalter. Sax-Verlag, Beucha 1998, ISBN 3-930076-63-2. • Thomas Vogtherr: Wiprecht von Groitzsch und das Jakobspatrozinium des Klosters Pegau. Ein Beitrag zur Kritik der Pegauer Annalen. In: Neues Archiv für sächsische Geschichte. Bd. 72, 2001, S. 35–53. • Thomas Vogtherr: Wiprecht von Groitzsch. Bemerkungen zur Figur des sozialen Aufsteigers im hohen Mittelalter. In: Manfred Hettling (Hrsg.): Figuren und Strukturen. Historische Essays für Hartmut Zwahr zum 65. Geburtstag. K. G. Saur, München 202, S. 157–169. Einzelnachweise 1 Quellen der Berichtigungen: • Christian Schöttgen: Historie des berühmten Helden Graf Wiprechts zu Gröitzsch, Marggrafen in Lausitz und Burggrafen zu Magdeburg. Wie auch des von Ihm gestifteten Klosters zu Pegau. Seiffart, Regensburg 1749. • Heimatverein des Bornaer Landes e.V. – Projektgruppe 900 Jahre St. Jacobs-Kloster (Hrsg.): Wiprecht von Groitzsch. Sein Leben nach den Jahrbüchern des Klosters Pegau (= Heimatblätter des Bornaer Landes. Sonderh., ZDB-ID 1220389-0). Heimatveren des Bornaer Landes e.V., Rötha 1994. | von Groitzsch, Markgraf Wiprecht II. der Ältere (I9658)
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| 35956 | https://de.wikipedia.org/wiki/Wittelsbach Das Haus Wittelsbach ist eines der ältesten deutschen Adelshäuser. Aus ihm gingen jahrhundertelang die Pfalzgrafen, dann Herzöge, Kurfürsten und Könige von Bayern (1180–1918) hervor, ebenso wie die Pfalzgrafen bei Rhein (1214–1803 und 1816–1918), welche zugleich Kurfürsten des Heiligen Römischen Reichs waren („Kurpfalz“). Die Pfälzer Linie stellte ferner die Herzöge von Jülich-Berg (1614–1794/1806). Als eines der bedeutendsten Hochadelsgeschlechter Europas stellten die Wittelsbacher zeitweise auch Könige in Ungarn (1305), Schweden (1441–1448 und 1654–1720), Dänemark und Norwegen (1440), Griechenland (1832–1862) und dreimal im Römisch-Deutscschen Reich (1328/1400/1742), darunter zwei Kaiser, ferner zwei Gegenkönige in Böhmen (1619/1742), zahlreiche Kurfürsten-Erzbischöfe von Köln (1583–1761), Fürstbischöfe von Lüttich, Markgrafen von Brandenburg (1323–1373), Grafen von Tirol, Grafen von Holland, Hennegau und Seeland (1345–1432) sowie Herzöge von Bremen-Verden (1654–1719). Herkunft Die genaue Herkunft der Wittelsbacher ist ungeklärt. Legenden führen sie auf Karl den Großen oder sogar bis auf alte Trojaner zurück. Eine glaubhaftere These besagt, die Wittelsbacher entstammten einer Seitenlinie der Luitpoldinger, benannt nacch Markgraf Luitpold von Bayern († 907). Die auch von Mitgliedern der Familie der Wittelsbacher und vielen Wissenschaftlern heute meistbeachtete Theorie beruht auf der 1931 in Österreich veröffentlichten Genealogie Otto Freiherr von Dungerns, bei dem die Geschichte der Familie um das Jahr 1000 mit einem Grafen Otto I. von Scheyern (Otto comes de Skyrum) beginnt. Die Luitpoldinger als Ursprung der Wittelsbacher Der Sohn Luitpolds, Arnulf der Böse, wurde 919 sogar zum deutschen (Gegen-)König gewählt, unterwarf sich aber schließlich Heinrich von Sachsen und begnügte sich mit dem Herzogtum Bayern. Nach Arnulfs Tod 937 verlieh König Otto I. 938 das Herzogtum an Arnulfs Bruder Berthold. Otto I. verheiratete auch seinen Bruder Heinrich mit Arnulfs Tochter Judith und begründete somit den späteren Anspruch Heinrichs, der nach Bertholds Tod unter Nichtberücksichtigung der Ansprüche anderer Luitpoldinger Herzog von Bayern wurde. Arnulfs ältester Sohn, Eberhard, war 938 als Herzog abgesetzt worden; der jüngere, Arnulf (II.), wurde Pfalzgraf in Bayern, erbaute 940 die Burg Scheyern, und seine Nachkommen benannten sich nach dieser Burg als Grafen von Scheyern. Der Ursprung der Wittelsbacher nach der Genealogie Otto Freiherr von Dungerns Nach der 1931 veröffentlichten Genealogie Otto Freiherr von Dungerns stammt die Familie der Wittelsbacher vom Grafen Otto I. von Scheyern ab, der in Urkunden im Jahr 1000 als Otto comes de Skyrum genannt wird. Beginnend mit seinem Sohn, Otto II. von Scheyern, beginnt die gesicherte Geschichte der Wittelsbacher. Die Grafen von Scheyern, Pfalzgrafen von Bayern Der Graf Otto II. von Scheyern († 1078) war in erster Ehe mit einer Schwester des Grafen Meginhard von Reichersbeuern, verheiratet; in zweiter Ehe mit der verwitweten Gräfin Haziga. Die Grafen von Scheyern waren: • Otto I. von Scheyern (um 1014) • Otto II. von Scheyern († 1078) • Eckhard I. von Scheyern († vor 11. Mai 1091) • Otto V. von Scheyern († 1156), Pfalzgraf von Bayern • Graf Otto VIII. von Scheyern (um 1117–1183) = Graf Otto V. von Wittelsbach = Pfalzgraf Otto VI. von Bayern = Herzog Otto I. von Bayern/Wittelsbach (ab 1180) Die in der Zählung fehlenden Träger des Namens Otto entfallen auf die Seitenlinien der Grafen von Scheyern, Scheyern-Dachau und Scheyern-Valley. →Konrad I. (Meranien), Konrad I. von Valley und Konrad I. von Dachau Graf Otto II. von Scheyern ist somit der Urgroßvater des Grafen Otto VIII. von Scheyern, der nach anderer Zählweise als Graf Otto V. von Wittelsbach oder Herzog Otto I. von Bayern, bezeichnet wird. Graf Otto V. von Scheyern verlegte 1124 die Residenz der Pfalzgrafen von der Burg Scheyern nach der Burg Wittelsbach bei Aichach (heute Regierungsbezirk Schwaben). Mehr unter obenstehendem Link.. ——————————————— & https://de.wikipedia.org/wiki/Stammliste_des_Hauses_Wittelsbach Stammliste der Wittelsbacher mit den in der Wikipedia vertretenen Personen und wichtigen Zwischengliedern. Von Otto I. (Bayern) bis Ludwig dem Strengen 1 Otto I. (Bayern) (1117–1183), 1180 Herzog von Bayern, ∞ Agnes von Loon (1150–1191) 1 Otto (1169–1181) 2 Sophie (1170–1238) ∞ Landgraf Hermann I. von Thüringen (1152–1217) 3 Heilica I. (* 1171) ∞ Hallgraf Dietrich von Wasserburg (1142–1210) 4 Agnes (1172–1200) ∞ 1186 Graf Heinrich von Plain († 1190) 5 Richarde (1173–1231) ∞ 1186 Graf Otto I. von Geldern und Zütphen 6 Ludwig der Kelheimer (1173–1231), Herzog von Bayern und Pfalzgraf bei Rhein ∞ Ludmilla von Böhmen (1170–1240, Přemysliden) 1 Otto II. (Bayern) (1206–1253), Herzog von Bayern und Pfalzgraf bei Rhein, ∞ Agnes von Braunschweig (1201–1267) (Welfen) 1 Elisabeth von Bayern (1227–1273), ∞ I) König Konrad IV. (HRR) (1228–1254), ∞ II) Graf Meinhard IV. von Görz und Tirol (1235–1295) 2 Ludwig der Strenge (1229–1294), Herzog von Oberbayern und Pfalzgraf bei Rhein, –– Nachfahren siehe unten –– Linie Oberbayern 3 Heinrich XIII. (Bayern) (1235–1290), Herzog von Niederbayern ∞ Elisabeth von Ungarn (1236–1271) –– Linie Niederbayern 1 Otto III. (Bayern) (1261–1312) ∞ Katharina von Habsburg (um 1256–1282), ∞ II) Agnes von Glogau (1293–1361) 1 I) Rudolf (*/† 1280) 2 I) Heinrich (*/† 1280) 3 II) Agnes (1310–1360) ∞ Graf Heinrich IV. (Ortenburg) 4 II) Heinrich XV. (Bayern) (1312–1333) ∞ Anna von Österreich (1318–1343) 2 Ludwig III. (Niederbayern) (1269–1296) 3 Stephan I. (Bayern) (1271–1310) ∞ Jutta von Schweidnitz (1285/87–1320) 1 Agnes, Nonne in Seligenthal (1301–1316) 2 Beatrix (1302–1360) ∞ Heinrich III. (Görz) († 1323) 3 Heinrich XIV. (Bayern) (1305–1339), Herzog von Niederbayern, ∞ Margarete von Luxemburg (1313–1341) 1 Johann I. (Bayern) (1329–1340), Herzog von Niederbayern, ∞ Anna von Bayern (1326–1361) 4 Elisabeth (1306–1330) ∞ Herzog Otto von Österreich (1301–1339) 5 Otto IV. (Bayern) (1307–1334), Herzog von Niederbayern, ∞ Richarda von Jülich (1314–1360) 4 Elisabeth († 1314), Nonne in Seligenthal 4 Sophie (1236–1289) ∞ Graf Gebhard VI. von Sulzbach und Hirschberg (1220–1275) 5 Agnes (1240–1306), Nonne in Seligenthal 7 Heilica II. (* 1176) ∞ Graf Adelbert III. von Dillingen († 1214) 8 Elisabeth (* 1178) ∞ Graf Berthold II. von Vohburg († 1209) 9 Mechthild (1180–1231) ∞ Pfalzgraf Rapoto II. (Ortenburg) (1164–1231) Mehr unter obenstehendem Link.. | von Dachau-Wittelsbach (Wittelsbacher), Hedwig (I6880)
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| 35957 | https://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Wsewolodowitsch_Monomach Wladimir II. Wsewolodowitsch, genannt Monomach (altrussisch: Володимѣръ Мономахъ, russisch Владимир Всеволодович Мономах; * 1053; † 19. Mai 1125) war Fürst von Smolensk, Perejaslaw, Tschernigow und von 1113 bis 1125 Großfürst von Kiew. Wladimir war der Sohn des Wsewolod Jaroslawitsch und Nachfolger seines Vetters Swjatopolk II. als Kiewer Großfürst. Er trägt seinen Beinamen „Monomach“ nach dem Namen seiner Mutter, der Tochter des byzantinischen Kaisers Konstantin IX. Monomachos (Alleinkämpfer), und gilt als einer der wichtigsten mittelalterlichen Herrscher der Kiewer Rus. Innenpolitik Nach dem Senioratsprinzip hätte Wladimir Monomach nicht an erster Stelle der möglichen Nachfolger Swjatopolks II. gestanden. Er hatte sich aber in den vorausgegangenen Kämpfen innerhalb der Rurikiden-Dynastie durch sein militärisches Geschick eine stabile Machtbasis verschafft und großes persönliches Ansehen gesammelt, so dass er 1113 seine Anwartschaft auf den Großfürstentitel durchsetzen konnte, nachdem er bereits 1093 auf dem Fürstentag in Ljubetsch erfolglos versucht hatte, das Senioratsprinzip abzuschwächen. Seit diesem Jahr führte Monomach ständig Kriege mit den Polowzern (Kumanen), die häufig im Bündnis mit russischen Fürsten das Land verheerten. Mit Wladimir Monomachs Regierungsantritt begann die letzte Blütephase der Kiewer Rus. Es gelang ihm, die Teilfürstentümer wieder stärker an das Zentrum Kiew zu binden, meist durch militärischen Druck und die Einsetzung seiner Söhne als Territorialfürsten. Er setzte sich für die rasche Beendigung der blutigen Fehden zwischen den Fürsten und für ein gemeinsames Vorgehen gegen die Polowzer ein. Diese Auffassung suchte Wladimir auf mehreren Fürstentagen (1097, 1100, 1103) durchzusetzen. Nach der Zusammenkunft von Dolobsk 1103 gelang es Monomach und den mit ihm verbündeten russischen Fürsten, den Polowzern im Gefolge mehrerer Kriegszüge (1103, 1107, 1111) empfindliche Niederlagen beizubringen und die von dem kriegerischen Nomadenvolk ausgehende Gefahr vom russischen Lande abzuwenden. Nach dem Tode des Kiewer Großfürsten Swjatopolk II. im Jahre 1113 kam es in Kiew zu einem Volksaufstand, in dessen Verlauf die Stadtobrigkeiten Wladimir Monomach den Kiewer Herrscherstuhl anboten, den dieser annahm. Nach der Unterdrückung des Aufstandes sah sich Wladimir Monomach genötigt, Reformmaßnahmen durchzuführen und eine Neufassung der Sozialgesetzgebung in Gestalt einer gesonderten Verordnung vorzunehmen, die eine Verbesserung der Lebensverhältnisse der unteren Volksschichten beinhaltete. Die gleiche Geisteshaltung sprach aus seiner Moralschrift, betitelt „Belehrung“, die vom schriftstellerischen Talent des Großfürsten zeugt und in der er den friedlichen Interessenausgleich zwischen den Adeligen und den Bauern propagierte und dabei von sich das Idealbild eines gerechten Herrschers entwarf, der sich um die Sorgen seines Volkes kümmerte. Wladimir Monomach starb im Alter von dreiundsiebzig Jahren. Nach seinem Tod fiel das Kiewer Rus endgültig auseinander. Aus seiner Ehe mit Gytha, Tochter des König Harold II. von England, stammt sein Sohn und Nachfolger Mstislaw I. Seine Tochter Maria (oder Marina) war mit dem byzantinischen Thronprätendenten Pseudo-Leon Diogenes († 1116) verheiratet. Außenpolitik Der Feldzug gegen das Fürstentum Wladimir-Wolynsk (siehe auch: Wolhynien) löste Auseinandersetzungen mit den benachbarten Reichen Polen und Ungarn aus. Der dortige Fürst Jaroslaw Swjatopoltschitsch, der selbst die Großfürstenwürde der Kiewer Rus anstrebte, war ein Schwager Bolesław III. Schiefmund von Polen, seine erste Frau war eine Tochter Ladislaus' I. von Ungarn gewesen. 1121 und 1123 unternahm Boleslaw III. mit der Unterstützung ungarischer und böhmischer Truppen Feldzüge gegen Wladimir Monomach, um Jaroslaw wieder einzusetzen. Dies gelang allerdings nicht, vor allem, weil das Bündnis der Feldzugsteilnehmer schnell zerfiel. Mit den Ungarn scheint Wladimir Monomach schnell wieder Frieden geschlossen zu haben. Darauf weist die Vermählung seiner Tochter Eufemija mit Koloman I. von Ungarn hin. In der Regierungszeit Wladimir Monomachs spielte das Kiewer Russland innerhalb des europäischen Staatensystems des frühen Mittelalters eine wichtige Rolle. Es war daher nicht von ungefähr, dass über das Kiewer Reich sowohl nordische Dichter, deutsche Chronisten und Annalisten, byzantinische Historiker als auch arabische Reiseschriftsteller und persische Geographen berichteten. Die Mütze des Monomach Die mit Edelsteinen verzierte Mütze des Monomach, eigentlich eine konische Krone aus Gold mit Zobelpelzrand (Monomachs Mütze, transliteriert Šapka Monomacha, russ. Шапка Мономаха) war lange Zeit als Krone der russischen Zaren in Gebrauch. Sie befindet sich heute im Moskauer Kreml. Es gibt ein russisches Sprichwort: „Schwer ist die Mütze Monomachs“, das immer noch im Russischen in Gebrauch ist. Mit dem Sprichwort weist man jemanden darauf hin, dass er zu viel Verantwortung übernommen hat, dass er sich überschätzt hat. Literatur • Gottfried Schramm: Altrusslands Anfang. Historische Schlüsse aus Namen, Wörtern und Texten zum 9. und 10. Jahrhundert (= Rombach Wissenschaften. Reihe Historiae. Bd. 12). Rombach, Freiburg (Breisgau) 2002, ISBN 3-7930-9268-2. Weblinks Commons: Wladimir Wsewolodowitsch Monomach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien • Literatur von und über Vladimir Vsevolodovič im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek • Duchovnaja Velikago Knjazja Vladimira Vsevolodoviča Monomacha dětjam svoim, nazvannaja v lětopisi Suzdal´skoj poučen´e , 1793, E-Book der Universitätsbibliothek Wien (eBooks on Demand) | von Kiew (Rurikiden), Grossfürst Wladimir II. Wsewolodowitsch Monomach (I6901)
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| 35958 | https://de.wikipedia.org/wiki/Wolhusen | von Wolhusen, Hans (I10963)
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| 35959 | https://de.wikipedia.org/wiki/Wsewolod_I. Wsewolod I. Jaroslawitsch (* 1030; † 13. April 1093) aus dem Geschlecht der Rurikiden war 1078 bis 1093 Großfürst der Kiewer Rus. Er war ein Sohn Jaroslaws I. aus dessen Ehe mit Ingegerd von Schweden. Er war mit der byzantinischen Prinzessin Anastasia (oder Irina), Tochter des Kaisers Konstantin IX., verheiratet. Leben Nach dem Tod des Vaters 1054 scheinen Wsewolod und der ältere Bruder Swjatoslaw einvernehmlich gemeinsam mit dem ältesten und dominierenden Bruder Isjaslaw I. regiert zu haben. Wsewolod erhielt das Teilfürstentum Perejaslaw mit der Stadt Susdal als Zentrum zugesprochen, wo er 1061 einen ersten Überfall der Kumanen abwehrte und mit Khan Sokal Frieden schloss. Nachdem es zu einem Zerwürfnis zwischen den Brüdern gekommen war, unterstützten Wsewolod und Swjatoslaw im Frühjahr 1073 die Stadtbevölkerung Kiews bei der Vertreibung Isjaslaws und Swjatoslaw trat die Nachfolge seines Bruders als Großfürst an. Mit Hilfe des polnischen Herzog Bolesław II., dessen Cousin er war, wollte Isjaslaw seine Herrschaft zurückerobern. Nach Swjatoslaws Tod im Dezember 1076 verzichtete Wsewolod zu Gunsten seines älteren Bruders auf die Herrschaft. Im Gegenzug erhielt Wsewolod vom wieder inthronisierten Isjaslaw das Fürstentum Tschernigow zugesprochen. Da dieses jedoch ursprünglich an Swjatoslaws Sohn Oleg fallen sollte, brach ein offener Konflikt zwischen den Brüdern einerseits und Oleg und dessen Verbündeten Boris Vyatscheslawitsch von Tmutorokan andererseits aus. In der entscheidenden Schlacht bei Nezhatyna Nyva am 3. Oktober 1078 wurde Oleg geschlagen, während Isjaslaw und Boris im Kampf fielen. Durch Isjaslaws Tod konnte sich Wsewolod endgültig als Kiewer Großfürst durchsetzen. Im Kampf mit seinem Neffen Oleg zeigte sich eine Schwäche des Senioratsprinzips: Um seinen Anspruch auf Tschernigow durchsetzen zu können, ging er sogar ein Bündnis mit den heidnischen Polowzern ein, die daraufhin in die Rus einfielen. Durch diese Auseinandersetzungen konnte Wsewolod auch die 1084 erfolgreich wieder aufgenommenen Feldzüge gegen den alten Feind Polozk nicht fortsetzen. Wsewolod starb am 13. April 1093. Sein Nachfolger wurde Swjatopolk II., ein Sohn Isjaslaws. Literatur • Wladimir Boguslawski: Slawjanskaja enziklopedija: Kijewskaja Rus-Moskowija : w 2-ch tomach. Olma Media Group, 2003, S. 243–246. ISBN 978-5-224-02249-6. (russisch) Weblinks • Artikel Wsewolod I. in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch) • Wsewolod I. auf encyclopediaofukraine.com (englisch) | von Kiew (Rurikiden), Wsewolod I. Jaroslawitsch (I6902)
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| 35960 | https://de.wikipedia.org/wiki/Wulfhard_von_Flavigny Wulfhard von Flavigny (* 855; † 6. September 880/893) war Abt von Flavigny und fränkischer Erzkanzler. Er war der Sohn des Pfalzgrafen Adalhard aus der Familie der Matfriede und somit der Schwager des Königs Ludwig der Stammler und Onkel des Königs Karl der Einfältige. | von Paris (von Flavigny), Abt Wulfhard (I10572)
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| 35961 | https://de.wikipedia.org/wiki/Władysław_I._Ellenlang Władysław I. Ellenlang (polnisch Władysław I Łokietek, lateinisch Ladislaus; * 1260; † 2. März 1333 in Krakau, Polen), war als Władysław IV. ab 1306 Princeps von Polen (dux Regni Poloniae), und ab 1320, als Władysław I., König von Polen (rex Poloniae); aus der Dynastie der kujawischen Piasten. Vor seiner Krönung zum polnischen König 1320 stand Herzog Władysław mit anderen männlichen Vertretern der Piastenlinie und dem böhmischen Königshaus der Přemysliden bei der Einigung des Königreichs Polen in Konkurrenz. Den Beinamen Ellenlang oder der Ellenlange (polnisch Łokietek, Diminutiv von łokieć, zu deutsch Elle oder Ellenbogen) erhielt er aufgrund seiner kurzen Statur. Biografie Wladyslaw war der Sohn von Herzog Kasimir von Kujawien. Seit 1267 befand sich der minderjährige Władysław unter der Vormundschaft seiner Mutter Euphrosyne, dann der älteren Brüder Leszek und Siemomysław. Bei seiner Volljährigkeit, 1275, erhielt Władysław Südkujawien mit Brześć Kujawski als Teilherzogtum. 1288 erbte Władysław nach dem Tod des Halbbruders Leszek, der seit 1279 die Seniorherzogswürde trug, das Land von Sieradz und nahm am Krieg um Kleinpolen gegen Heinrich IV., Herzog von Schlesien-Breslau, auf der Seite Bolesławs, des Herzogs von Masowien-Płock teil. 1289 besetzte Władysław vorübergehend Krakau, musste in Kleinpolen schließlich Heinrich IV. weichen, behielt aber das Land von Sandomir. Nach dem Tod Heinrichs IV., 1290, begann der Kampf um Krakau erneut. König Wenzel II. von Böhmen besetzte 1291 Kleinpolen, verdrängte 1292 Władysław aus Sandomir und zwang ihn zur Lehnshuldigung. Als 1294 Kasimir II., Herzog von Łęczyca, starb, erbte Wladyslaw sein Herzogtum. Die Ermordung des Königs Przemysław von Polen, des Herrn über die Herzogtümer Großpolen und Pommerellen, Anfang 1296, verursachte Kämpfe um die Nachfolge in Polen. Władysław wurde zwar zum Herzog und Nachfolger dieser Gebiete gewählt, verlor aber im Abkommen von Krzywin vom 10. März 1296 einen Teil Großpolens an der Netze mit den Hauptburgen Santok, Drezdenko und Wałcz an die Mark Brandenburg, während die südwestlichen Gebiete Großpolens zwischen Międzyrzecz und Gostyń an Herzog Heinrich von Glogau fielen. 1297 verzichtete Władysław auf seine Ansprüche auf Krakau und huldigte 1299 in Kłęka erneut König Wenzel II., der ihn nach seiner Krönung zum polnischen König, 1300, aufgrund der ständigen Vertragsbrüche ganz aus Polen vertrieb. 1304 kehrte Wladyslaw mit Hilfe des ungarischen Magnaten Aba zurück in die Heimat. Mit dem Tod Wenzels II. 1305 und der Ermordung seines Sohns Wenzel III. 1306, war das böhmische Königsgeschlecht der Přemysliden im erbberechtigten Mannesstamm ererloschen. Der Tod beider böhmischer Herrscher erleichterte nun die Durchsetzung von Władysławs Herrschaft in Kleinpolen, im Land von Sieradz und Łęczyca, sowie in Kujawien und Pommerellen, während man in Großpolen Heinrich von Glogau herbeiriefef. Władysław konnte 1308 Pommerellen nicht vor einem Angriff der Markgrafen von Brandenburg schützen, die bestrebt waren, ihre strittigen Lehnsrechte an Pommerellen durchzusetzen. Er bat den Deutschen Orden um Hilfe gegen Entgelt. Das Ausbleiben der für den Hilfsdienst vereinbarten Entschädigung führte zur Übernahme von Danzig durch den Deutschen Orden 1308. Im Vertrag von Soldin 1309 teilten die Askanier aus der Mark Brandenburg mit dem Deutschen Orden das polnische Herzogtum Pommerellen untereinander auf. Die Übernahme Pommerellens einschließlich Danzigs durch den Deutschen Orden verursachte langwierige Auseinandersetzungen mit Polen, die das deutsch-polnische Verhältnis für mehrere Jahrhunderte belastete. Im Winter 1311 führten Interessenunterschiede zwischen Krakau, im Bündnis mit einigen anderen kleinpolnischen Städten, und dem Adel zum sog. Aufstand des Vogtes Albert, den Władysław niederschlug. Seine Niederlage verhinderte langfristig die Realisierung der poolitischen Ansprüche insbesondere des deutschsprachigen Bürgertums in Polen. 1314 rebellierte der großpolnische Adel gegen die Herrschaft der Herzöge von Glogau und rief Władysław zu Hilfe, der diese Provinz seinem Reich angliederte. Im Jahr 1315 schloss Polen mit den slawischen Herrschern von Mecklenburg und Pommern, sowie den skandinavischen Mächten Dänemark und Schweden, ein gegen die Mark Brandenburg gerichtetes Bündnis. Es brach ein Krieg aus, der allerdings ohne Erfolg für Władysław endete und in der brandenburgischen Neumark nur ein verwüstetes Gebiet hinterließ. In der nun eingeleiteten Wiedervereinigung Polens errang der Adel eine dominierende Stellung. Obwohl Johann von Luxemburg, der neue König von Böhmen, Ansprüche auf den polnischen Thron erhob, erlangte Władysław die Zustimmung Papst Johannes' XXII. in Avignon zu seiner Krönung am 20. Januar 1320 in Krakau. 1321 verurteilte ein Kurialgericht in Inowrocław und Brześć Kujawski den Deutschen Orden zur Herausgabe Pommerellens und zur Zahlung einer Entschädigung; der Urteilsspruch blieb jedoch wirkungslos. Die polnisch-ungarische Allianz wurde 1320 durch die Heirat Elisabeths, einer Tochter Władysławs, mit Karl Robert von Anjou bekräftigt. 1323 setzten polnisch-ungarische Hilfstruppen den Sohn des Piasten Trojden, Herzog von Masowien-Czersk, Bolesław-Trojdenowicz (als Fürst der westlichen Rus, Georg bzw. Jurij II. genannt), auf den Thron von Halytsch-Wolhynien, der über seine Mutter Maria, Prinzessin und Erbin von Halytsch-Wolhynien, aus dem Haus Roman, einer männlichen Seitenlinie der Rurikiden, abstammte. 1325 führte der Bündnisvertrag mit Gedimin, Großfürst von Litauen, zur Heirat von dessen Tochter Aldona-Anna mit dem polnischen Thronfolger Kasimir. 1326 verwüstete Władysław mit litauischer Unterstützung die Neumark. Im Winter 1327 zog König Johann von Böhmen gegen Krakau. Zwar kehrte er unter ungarischem Druck zurück, doch huldigten ihm viele Piasten-Herzöge Schlesiens, und bis 1329 erkannten fast alle Herzöge die böhmische Lehnshoheit über Schlesien an. Im Sommer 1327 brachen offene Kämpfe Władysławs mit dem Deutschen Orden aus, der mit König Johann verbündet war. Die gegnerischen Truppen besetzten das Land von Dobrin, währenddessen sah sich Herzog Wenzel von Masowien-Płock gezwungen dem böhmischen Herrscher für sein Teilherzogtum 1329 zu huldigen (böhmische Lehnsabhängigkeit bis 1351). Bei neuen Kämpfen 1330 und 1331 verwüsteten Truppen des Deutschen Ordens Großpolen und besetzten trotz einer unentschiedenen Schlacht bei Plowce am 27. September 1331 im folgenden Jahr ganz Kujawien. Während des Waffenstillstands, der im Sommer 1332 auf Vermittlung des päpstlichen Legaten Peter von Alvernia für ein Jahr zustande kam, starb König Władysław. Er hinterließ seinem Sohn und Nachfolger Kasimir nur zwei alte Herrschaftsregionen der Piasten, Großpolen mit der Hauptburg Posen und Kleinpolen mit der Hauptstadt Krakau, sowie einige mittelpolnische Länder um Sieradz und Łęczyca. Machtbereich des Władysław Ellenlang in den Jahren 1267–1333 Der Machtbereich Władysławs unterlag in seinem Kampf um die politische Selbstbehauptung gegen konkurrierende Zweige der Piastendynastie, das böhmische Königshaus, sowie den Deutschen Orden einem stetigen Wandel. Es war eine Zeit in der sich die neuen Grenzen des erneuerten polnischen Königreichs herausbildeten. • 1267–1300 Herzog von Kujawien in Brześć Kujawski und Dobrin, bis 1275 unter Vormundschaft der Mutter, 1275–1288 gemeinsam mit seinen Brüdern, ab 1288 allein in Brześć Kujawski; • 1288–1300 Herzog in Sieradz; • 1289–1292 Herzog von Kleinpolen in Sandomir; • 1294–1300 Herzog in Łęczyca; • 1296–1300 Herzog von Großpolen und Pommerellen; • 1300–1304 durch König Wenzel von Böhmen entmachtet, dem er 1292 und 1299 huldigte, im Exil bis 1304; • 1304–1333 Herzog von Kleinpolen in Wiślica; • 1305–1333 Herzog von Kleinpolen in Sandomir, Herzog in Sieradz und Łęczyca; • 1305–1332 Herzog von Kujawien in Brześć Kujawski, 1332 Annexion durch den Deutschen Ritterorden; • 1306–1333 Herzog von Kleinpolen in Krakau; • 1306–1309 Herzog von Pommerellen, 1309 Annexion durch den Deutschen Ritterorden; • 1306–1329 Herzog von Dobrin, 1329 Annexion durch den Deutschen Ritterorden; • 1306–1332 Herzog von Kujawien in Inowrocław, 1332 Annexion durch den Deutschen Ritterorden; • 1314–1333 Herzog von Großpolen; Piastische Gebiete außerhalb der Grenzen des Königreichs Polen unter König Władysław I. Ellenlang • Schlesische Herzogtümer, Verlust bis de facto 1945; • Herzogtum Masowien-Płock bis 1351, dann direkter Anschluss ins Königreich; • Herzogtum Masowien-Warschau bis 1351, dann Lehen der polnischen Krone, direkter Anschluss ins Königreich 1526; Ehe König Władysław war seit 1293 mit der Prinzessin Hedwig von Kalisch verheiratet. Weblinks • genealogie-mittelalter.de | von Polen (Piasten), König Władysław I. Ellenlang (I8411)
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| 35962 | https://de.wikipedia.org/wiki/Władysław_I._Herman Władysław I. Herman (* um 1043; † 4. Juni 1102 in Płock) war von 1079 bis 1102 Herzog von Polen aus der Dynastie der Piasten. Leben Nach der Vertreibung seines Bruders Herzog Bolesław II. durch den polnischen Adel und die Kirche wurde der jüngere Sohn von Herzog Kasimir I. Karl und der Maria Dobroniega auf den polnischen Thron in Krakau gesetzt. Władysław unterstützte die Politik der Verständigung mit dem Reich und Böhmen, indem er dem Letzteren wieder die Tributrechte für den Besitz Schlesiens zugestand. Er war kein aktiver Monarch, die tatsächliche Macht in seinen Händen sammelte der Wojewode Sieciech. Dies brachte Unzufriedenheit des Adels hervor, der schließlich anfing, seine Söhne Zbigniew und Bolesław zu unterstützen. Dies führte im Jahre 1097 zu einem verschärften Konflikt und 1099 zur anschließenden Teilung des Landes. Zbigniew bekam als Herrschaftsbezirk Großpolen mit Kujawien zugesprochen, während der jüngere Bolesław Schlesien und Kleinpolen erhielt. Er selbst, als "Senior", übernahm Masowien und die Oberherrschaft über ganz Polen. Władysław Herman krönte sich nicht zum König, da er sich dem Kaiser unterstellte, den er im Investiturstreit unterstützte. 1091 unterwarf er vorübergehend Pommern durch die Einnahme von Stettin. Ehe und Nachkommen Seine erste Frau war eine unbekannte Polin. aus dieser Beziehung ging sein ältester Sohn und Nachfolger hervor: • Zbigniew Herzog von Polen (1096–1107, 1111) (* um 1070; † 1112) Da diese Ehe nach dem slawischen Ritus geschlossen war, wurde sie von der katholischen Kirche nicht anerkannt und der aus ihr hervorgegangene Sohn Zbigniew für nicht legitim erklärt. Um die Konflikte mit Böhmen zu entspannen, löste Władysław diese Verbindung auf und heiratete 1080 Judith von Böhmen, die Tochter von Herzog Vratislav II. Aus dieser Ehe ging sein zweiter Sohn hervor: • Bolesław III. Schiefmund, Herzog von Polen (1102–1138)[1] (* 1085; † 1138) Drei Jahre nach dem Tod von Judith von Böhmen, am 25. Dezember 1086, heiratete er 1089 die kaiserliche Prinzessin Judith, eine Tochter Kaiser Heinrichs III., die Witwe von König Salomon von Ungarn. Sie brachte Otto von Bamberg mit an den Hof in Gnesen. Die Ehe galt als unglücklich, aber Judith gebar Władysław drei Töchter:[2] • eine namentlich unbekannte Tochter (* nach 1088, † vor 12. Oktober 1112) ∞ vor 1108 Jaroslaw I. Swjatopolkowitsch Fürst von Wladimir (1112–1118) (Nachkommen)[3] • Agnes, Äbtissin von Quedlinburg und Gandersheim; • Adelheid, Gemahlin von Diepold III. von Vohburg. Deren Tochter Adela, war in erster Ehe vor dem 2. März 1147 (geschieden 1153) mit dem späteren Kaiser Friedrich I. Barbarossa († 1190) verheiratet.[4] Einzelnachweise 1 Europäische Stammtafeln, Neue Folge, Band II. Tafel 120; Verlag J. A. Stargardt, Marburg, 1984 2 Europäische Stammtafeln,op. cit. Tafel 120 3 Europäische Stammtafeln,op. cit. Tafel 130 4 Europäische Stammtafeln,op. cit. Tafel 5 Weblinks Commons: Władysław I. (Polen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien | von Polen (Piasten), Fürst Władysław I. (Hermann) (I5590)
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| 35963 | https://de.wikipedia.org/wiki/Władysław_II._(Polen) Władysław der Vertriebene (auch: Wladislaw II. von Schlesien, Władysław II. von Polen, Władysław II. der Verbannte, polnisch Władysław II Wygnaniec; * 1105 in Krakau; † 30. Mai 1159 in Altenburg in Thüringen) war 1138–1146 Herzog von Schlesien sowie, als Władysław II., Seniorherzog von Polen. Er war der Begründer der schlesischen Linie der Piasten. Familie Władysław entstammte der polnischen Dynastie der Piasten. Seine Eltern waren Bolesław III. Schiefmund und die ruthenische Prinzessin Sbysława Swjatopolkowna, Tochter des Großfürsten Swjatopolk von Kiew. Nach deren Tod vermählte sich Bolesław mit Salome, Tochter des Grafen Heinrich von Berg-Schelklingen. Aus dieser Ehe entstammten vier Töchter sowie die Söhne: • Bolesław IV. „Kraushaar“ • Mieszko III. „der Alte“ • Heinrich von Sandomir (starb im Kindesalter) • Kasimir II. „der Gerechte“ Um 1126 vermählte sich Władysław mit Agnes von Babenberg (~1110–1157). Sie war eine Tochter von Markgraf Leopold von Österreich, sowie Enkeltochter Kaiser Heinrich IV. Der Ehe entstammten die Tochter • Richeza, seit 1152 in erster Ehe verheiratet mit König Alfons von Spanien sowie die Söhne: • Bolesław I. von Schlesien „der Lange“, ab 1163 Herzog von Schlesien • Mieszko I. von Oppeln „Kreuzbein“, ab 1163 Herzog von Schlesien, ab 1173 Herzog von Ratibor-Teschen, ab 1202 Herzog von Oppeln, 1210–1211 Seniorherzog von Polen • Konrad, ab 1178 Herzog von Schlesien in Glogau Leben Nach dem Tod von Władysławs Vater Bolesław, 1138, wurde Polen an dessen vier Söhne verteilt. Um die Einheit zu wahren, bestimmte Bolesław im Testament außerdem, dass dem jeweils Ältesten seiner Nachkommen das Krakauer Gebiet mit dem Seniorat zuffallen soll. Władysław erhielt Schlesien und, da er der Älteste war, auch das Krakauer Seniorat, damit das Supremat über das übrige Polen sowie die Oberherrschaft über die anderen Herzöge, seine jüngeren Brüder. Obwohl sich Władysław bemühte, diie Einheit Polens zu wahren, kämpften bald die anderen Herzöge sowie Teile des Adels gegen ihn. Auf dem Hoftag zu Kaina in Sachsen hatte Władysław im April 1146 ganz Polen vom Reich als Lehen angenommen. Daraufhin wurde er vom Gnesener Erzbischof exkommuniziert und bald danach, zusammen mit seiner Familie, von seinen Halbbrüdern vertrieben. Władysław fand Aufnahme beim römisch-deutschen König Konrad III., einem Halbbruder von Władysławs Ehefrau. Dieser wies ihm die Burg Altenburg als Wohnsitz zu. Sein Nachfolger als Herzog von Schlesien und das Krakauer Seniorat wurde sein nächstälterer Bruder Bolesław IV. Kraushaar. Nachdem sich die Kurie ohne Erfolg für Władysław eingesetzt hatte, gelang es durch die Vermittlung des brandenburgischen Herzogs Albrecht I. „der Bär“ und Konrad von Wettin, die Kämpfe beizulegen. Bolesław verpflichtete sich, auf dem Merseburger Hoftag 1152 zu erscheinen und das Lehensverhältnis anzuerkennen, hielt das Versprechen jedoch nicht ein. Nachdem er auch nicht bereit war, sich am bevorstehenden Feldzug Kaiser Friedrichs I. Barbarossa zu beteiligen, unternahm dieser 1157 einen Feldzug gegen Polen. Er drang bis vor Posen, in dessen Nähe sich Bolesław im Lager Krzyszkowo aufhielt. Dort verpflichtete er sich gegenüber dem Kaiser zu einer Beteiligung am Italienzug und leistete den Lehnseid. Gleichzeitig versprach er, zum nächsten Hoftag zu kommen und seinen Bruder Kasimir als Geisel zu stellen. Nachdem Władysław 1159 in Altenburger Exil verstarb, hielt sich Bolesław nicht an das gegebene Versprechen. Nach einer abermaligen Aufforderung am Hoftag zu erscheinen, gab er 1163 Władysławs Söhnen dessen Land zurück, so dass diese nach Schlesien zurückkehren konnten. Literatur • Historische Kommission für Schlesien (Hrsg.): Geschichte Schlesiens. Bd. 1, Sigmaringen 1988, ISBN 3-7995-6341-5, S. 83–86. | von Polen (von Schlesien) (Piasten), Władysław der Vertriebene (I7256)
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| 35964 | https://de.wikipedia.org/wiki/Władysław_II._Jagiełło Jogaila (weißrussisch Ягайла; * vor 1362; † 1. Juni 1434 in Gródek) war 1377 Fürst von Kiew [1], regierte als Nachfolger seines Vaters Algirdas mit seinem (heidnischen) Namen Jogaila als Großfürst von Litauen von Mai 1377 bis August 1381 und von 3./15. August 1382 bis zum 1. Juni 1434. Nach seiner Taufe und der am 18. Februar 1386 erfolgten Eheschließung mit Hedwig von Anjou (genannt Jadwiga) – die seit 16. Oktober 1384 gekrönter „König“ von Polen war – wurde er am 4. März 1386 als Władysław II. Jagiełło, zum König von Polen gekrönt, regierte gemeinsam mit seiner Gemahlin bis zu deren Ableben am 17. Juli 1399 und nachher bis zum 1. Juni 1434 alleine.[2] Zusammen mit seinem Vetter Vytautas (polnisch Witold, weißrussisch Вітаўт / Witaut), dem neuen litauischen Großfürsten (1401–1430)[3], begründete er die Polnisch-Litauische Union. Leben Jogaila war der Sohn des Großfürsten Algirdas († 1377) und dessen zweiter Ehefrau Uljana von Twer. Sein Vater hatte sich als Großfürst mit seinem Bruder Kęstutis (poln. Kiejstut) die Regierung geteilt. Jogaila überwarf sich nach 1379 in einem bewaffneten Konflikt mit seinem Onkel Kęstutis, schloss im Mai 1380 den geheimen Vertrag von Daudisken mit dem langjährigen litauischen Kriegsgegner, dem Deutschen Orden, der einen gegen Kęstutis gerichteten Nichtangriffspakt darstellte, wurde aber 1381 gefangengenommen und abgesetzt. Er kam wieder frei und konnte 1382 seinen Onkel bei einem persönlichen Treffen gefangen nehmen. Kęstutis wurde im Gefängnis getötet, während dessen Sohn Vytautas fliehen konnte. 1384 einigte sich Jogaila mit Vytautas und konnte sich um die Hand der jungen Königin Jadwiga (dt. Hedwig) von Polen und damit auch um die polnische Krone bewerben. Er heiratete Hedwig um 18. Februar 1386 und am 4. März 1386 wurde Jogaila in Krakau als Władysław II. Jagiełło zum König gekrönt und damit seiner Gattin rechtlich gleichgestellt. In der Folge musste er allerdings die Macht in Litauen teilweise an Vytautas abgeben, wobei Vytautas zugutekam, dass insbesondere die orthodoxe weißrussische Bevölkerung die Annahme des katholischen Glaubens durch Jogaila im Zuge seiner Königswahl ablehnte. Ungeachtet dieser familiären Rivalität entstand die polnisch-litauische Union, da auch Vytautas ihre Vorteile erkannte und sie im Vertrag von Horodło am Bug im Oktober 1413 akzeptierte. In Zukunft sollten die Großfürsten von Litauen und die Könige von Polen nur mit Zustimmung beider Unionspartner gewählt werden. Der litauische Adel wurde in den polnischen Adel aufgenommen und schickte seine Söhne zur Ausbildung dorthin. In Litauen begann sich die polnische Kultur zu verbreiten. Man betrieb eine gemeinsame Außenpolitik, die beachtliche Erfolge erzielte. Sie richtete sich in erster Linie gegen den Deutschen Orden und gipfelte in der Schlacht bei Tannenberg 1410, in der sich Jogailas taktisches Geschick mit Vytautas Mut paarte. Der Orden verlor den Nimbus der Unbesiegbarkeit, konnte sich jedoch noch einige Zeit halten. Erst 1422 kam es im Friede vom Melnosee zu einer dauerhaften Regelung. In der Folge versuchte besonders der deutsche Kaiser Sigismund die polnisch-litauische Union zu spalten, woraufhin 1423 und 1429 zwei große Fürstentreffen stattfanden. Sigismund versprach Vytautas sogar die Königskrone, was in Polen auf heftigen Widerspruch stieß. Im Jahr 1430 erreichte Władysław II. Jagiełło die Anerkennung seiner Söhne aus einer späteren Ehe (Jadwiga starb kinderlos bereits 1399) als seine Nachfolger auf dem polnischen Thron. Im Privileg von Jedlno gewährte der König dem Adel die Mitsprache bei der Steuerfestsetzung und die Rechtssicherheit, ausschließlich aufgrund eines ordentlichen Gerichtsverfahren und ‑urteils bestraft zu werden (damit war Polen das erste Land mit gesetzlich verankerten Bürgerrechten). Nach dem Tod von Vytautas 1430 setzte Jogaila in Litauen seinen jüngsten Bruder Švitrigaila als den neuen Großfürsten ein. Da dieser sich jedoch gegen die polnisch-litauische Union aussprach und die Rückgabe von Vytautas’ persönlichen Lehen verweigerte, geriet er in Konflikt mit dem König. Infolge einer kriegerischen Auseinandersetzung wurde Švitrigaila durch Vytautas’ Bruder Zygimantas ersetzt und die Union erneuert. Das Grabmal von König Władysław II. Jagiełło befindet sich Krakau. Ehen und Nachkommen In der 1386 geschlossenen Ehe mit Königin Jadwiga wurde nur eine Tochter geboren, die jedoch kurz nach der Geburt starb. Die Mutter verstarb im Wochenbett. Zum zweiten Mal vermählte sich Władysław II. Jagiełło 1402 mit Anna von Cilli, mit der er eine Tochter Hedwig Jagiellonica (1408–1431) hatte. Seine dritte Ehe mit Elisabeth von Pilitza blieb kinderlos. Aus der vierten, 1422 geschlossenen Ehe mit Sophie Holszańska gingen drei Söhne hervor: • Władysław III. von Warna (1424–1444), ab 1434 König von Polen, ab 1440 König von Ungarn • Kazimierz († als Kleinkind) • Kasimir IV. Andreas (1427–1492), ab 1444 Großfürst von Litauen, ab 1447 König von Polen Weblinks • Publikationen über Władysław II. Jagiełło bei LitDok Ostmitteleuropa / Herder-Institut (Marburg) Einzelnachweise 1 Europäische Stammtafeln, Neue Folge, Band II.: Die außerdeutschen Staaten. Tafel 126; Verlag J. A. Stargardt, Marburg, 1984 2 Jaroslav Krawczxk „On Poland and Poles“ Seiten 44/45; Bellona, Warszwa, 2004, ISBN 978-83-11-13546-8 3 Unter Jogailas Suzeränität. | von Polen, Fürst Władysław II. Jagiełło Jogaila (I9709)
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| 35965 | https://de.wikipedia.org/wiki/Władysław_Odonic Władysław Odon (auch Władysław Odonic(z) oder Władysław Odon, lateinisch Ladislaus; * 1190; † 5. Juni 1239) war Herzog von Großpolen in Kalisz 1207–1217/1229–1234, in Posen 1216–1217/1229–1234 und in Gniezno 1229–1239. In den Jahren 1229–1234 Herzog im gesamten Herzogtum Großpolen. Er war der Sohn von Herzog Odon (1141/49–1194) aus seiner Verbindung mit der ruthenischen Prinzessin Wyszesława von Halytsch, Tochter von Jaroslaw Osmomysl (1130–1187), Fürst von Halytsch aus dem Adelsgeschlecht der Rurikiden. Władysław Odon entstammte der Dynastie der großpolnischen Piasten. Leben Władysław geriet 1206 in Konflikt mit seinem Onkel, Herzog Władysław III. Dünnbein, eigentlicher Herzog von Großpolen und Seniorherzog von Polen, der das Herzogtum Kalisch aus Großpolen abtrennen, das Władysław Odonic zu seinen Erblanden zählte und an Schlesien übergeben wollte. Sein Versuch, seinen Onkel mit Hilfe lokaler Würdenträger und des Erzbischofs von Gnesen Henryk Kietlicz zu stürzen, scheiterte. In der Folge floh Władysław nach Schlesien an den Hof von Herzog Heinrich I., den Bärtigen und erhielt von ihm das Herzogtum Kalisz 1207 zurück, das er bis 1217 behielt. 1210 traf sich Władysław mit seinen Verwandten, Konrad I., Herzog von Masowien, Leszek I., Herzog von Kleinpolen und Heinrich I., Herzog von Schlesien, in Borzykowa, um eine Allianz mit Erzbischof Henryk Kietlicz gegen die Herrschaft der Herzöge Władysław III. Dünnbein und Mieszko I., Oppeln zu bilden, außerdem bestätigten sie der polnischen Kirche ihre Privilegien, die ihr 1180 im ersten polnischen Sejm (Reichstag) zu Łęczyca, gewährt worden waren. 1217 überwarf er sich erneut mit Władysław III. Dünnbein, der zuvor seine ehemaligen Feinde, die Herzöge Heinrich I. und Leszek I. auf seine Seite zog. Władysław Dünnbein stürzte im anschließenden Machtkampf seinen Neffen vom großpolnischen Herzogsthron und zwang ihn zur Flucht nach Ungarn an den Hof von König Andreas II. Nach Umwegen über die deutschen und böhmischen Lande ging er nach Pommerellen, an den Hof von Herzog Swantopolk II., dessen Gunst er gewann. Durch pommerellischen Militärbeistand gewann er bis 1229 den größten Teil Großpolens zurück. Im Bündnis mit Herzog Swantopolk II. überfiel er 1227 die in Gąsawa zu einem Wiec versammelten polnischen Herzöge. Dabei kam Herzog Leszek I. ums Leben, während Herzog Heinrich I. schwer verwundet wurde. 1231 ging Heinrich I. im Bund mit Władysław Dünnbein, ohne dauerhaften Erfolg, zur Offensive gegen Großpolen über. 1233 gewährte Władysław Odonic dem Bistum Posen Privilegien, was zum Aufstand des lokalen Adels führte. Herzog Heinrich I. nutzte das Machtvakuum aus und eignete sich bis 1239, dem Todesjahr Herzogs Władysław Odonic, große Teile Großpolens an. Władysław Odonic fand seine letzte Ruhe in der Kathedrale von Posen. Ehe und Nachkommen Aus der Ehe mit Jadwiga († 1249) gingen mehrere Söhne und Töchter hervor: • Przemysław (1220/21–1257), Herzog von Großpolen (in Posen, Kalisch und Gnesen); • Bolesław VI. der Fromme (1224/27–1279), Herzog von Großpolen (in Posen, Kalisch und Gnesen); • Salomea (1225/35–1267/71), durch Heirat mit Herzog Konrad II., Herzogin von Schlesien in Glogau; • Eufemia (vor 1239–1287), durch Heirat mit Herzog Władysław I., Herzogin von Schlesien in Oppeln-Ratibor; Links und Literatur • Wladyslaw IV. Odonicz, Herzog zu Kalisch-Posen (1194–1239), auf Portal genealogie-mittelalter.de | von Kalisch (Piasten), Herzog Władysław Odonic (I8413)
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| 35966 | https://de.wikipedia.org/wiki/Władysław_Odonic Władysław Odon (auch Władysław Odonic(z) oder Władysław Odon, lateinisch Ladislaus; * 1190; † 5. Juni 1239) war Herzog von Großpolen in Kalisz 1207–1217/1229–1234, in Posen 1216–1217/1229–1234 und in Gniezno 1229–1239. In den Jahren 1229–1234 Herzog im gesamten Herzogtum Großpolen. Er war der Sohn von Herzog Odon (1141/49–1194) aus seiner Verbindung mit der ruthenischen Prinzessin Wyszesława von Halytsch, Tochter von Jaroslaw Osmomysl (1130–1187), Fürst von Halytsch aus dem Adelsgeschlecht der Rurikiden. Władysław Odon entstammte der Dynastie der großpolnischen Piasten. Leben Władysław geriet 1206 in Konflikt mit seinem Onkel, Herzog Władysław III. Dünnbein, eigentlicher Herzog von Großpolen und Seniorherzog von Polen, der das Herzogtum Kalisch aus Großpolen abtrennen, das Władysław Odonic zu seinen Erblanden zählte und an Schlesien übergeben wollte. Sein Versuch, seinen Onkel mit Hilfe lokaler Würdenträger und des Erzbischofs von Gnesen Henryk Kietlicz zu stürzen, scheiterte. In der Folge floh Władysław nach Schlesien an den Hof von Herzog Heinrich I., den Bärtigen und erhielt von ihm das Herzogtum Kalisz 1207 zurück, das er bis 1217 behielt. 1210 traf sich Władysław mit seinen Verwandten, Konrad I., Herzog von Masowien, Leszek I., Herzog von Kleinpolen und Heinrich I., Herzog von Schlesien, in Borzykowa, um eine Allianz mit Erzbischof Henryk Kietlicz gegen die Herrschaft der Herzöge Władysław III. Dünnbein und Mieszko I., Oppeln zu bilden, außerdem bestätigten sie der polnischen Kirche ihre Privilegien, die ihr 1180 im ersten polnischen Sejm (Reichstag) zu Łęczyca, gewährt worden waren. 1217 überwarf er sich erneut mit Władysław III. Dünnbein, der zuvor seine ehemaligen Feinde, die Herzöge Heinrich I. und Leszek I. auf seine Seite zog. Władysław Dünnbein stürzte im anschließenden Machtkampf seinen Neffen vom großpolnischen Herzogsthron und zwang ihn zur Flucht nach Ungarn an den Hof von König Andreas II. Nach Umwegen über die deutschen und böhmischen Lande ging er nach Pommerellen, an den Hof von Herzog Swantopolk II., dessen Gunst er gewann. Durch pommerellischen Militärbeistand gewann er bis 1229 den größten Teil Großpolens zurück. Im Bündnis mit Herzog Swantopolk II. überfiel er 1227 die in Gąsawa zu einem Wiec versammelten polnischen Herzöge. Dabei kam Herzog Leszek I. ums Leben, während Herzog Heinrich I. schwer verwundet wurde. 1231 ging Heinrich I. im Bund mit Władysław Dünnbein, ohne dauerhaften Erfolg, zur Offensive gegen Großpolen über. 1233 gewährte Władysław Odonic dem Bistum Posen Privilegien, was zum Aufstand des lokalen Adels führte. Herzog Heinrich I. nutzte das Machtvakuum aus und eignete sich bis 1239, dem Todesjahr Herzogs Władysław Odonic, große Teile Großpolens an. Władysław Odonic fand seine letzte Ruhe in der Kathedrale von Posen. Ehe und Nachkommen Aus der Ehe mit Jadwiga († 1249) gingen mehrere Söhne und Töchter hervor: • Przemysław (1220/21–1257), Herzog von Großpolen (in Posen, Kalisch und Gnesen); • Bolesław VI. der Fromme (1224/27–1279), Herzog von Großpolen (in Posen, Kalisch und Gnesen); • Salomea (1225/35–1267/71), durch Heirat mit Herzog Konrad II., Herzogin von Schlesien in Glogau; • Eufemia (vor 1239–1287), durch Heirat mit Herzog Władysław I., Herzogin von Schlesien in Oppeln-Ratibor; Links und Literatur • Wladyslaw IV. Odonicz, Herzog zu Kalisch-Posen (1194–1239), auf Portal genealogie-mittelalter.de | Odon (von Polen), Herzog Władysław (I9754)
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| 35967 | https://de.wikipedia.org/wiki/Yolanda_von_Ungarn Yolanda von Ungarn (in Katalonien auch Violante genannt, * 1219; † 9. Oktober 1251 in Huesca) war eine ungarische Prinzessin und Königin von Aragón. Leben Sie war die Tochter von König Andreas II. von Ungarn aus dessen zweiter Ehe mit Jolante von Courtenay, der Tochter des Lateinischen Kaisers Peter von Konstantinopel. Sie war, als dessen zweite Ehefrau, mit König Jakob I. von Aragón verheiratet. Sie hatten zehn Kinder. • Violante von Aragón (* 1236; † 1301), ∞ König Alfons X. von Kastilien • Konstanze (* 1239; † um 1269), ∞ Manuel von Kastilien, Herr von Escalona, Penafiel und Villena • Isabella von Aragón (* 1243; † 1271), ∞ König Philipp III. von Frankreich • Peter III. (* 1240; † 1285), König von Aragón • Jaume II. (* 1243; † 29. Mai 1311), 1276 König von Mallorca • Fernando (* 1245; † 1250) • Sancho (* 1246; † 1251) • Maria (* 1248; † 1267), Nonne in Sijena • Sancho (* 1250; † 1275), Erzbischof von Toledo • Leonor (* 1251; † jung) Sie starb 1251; ihre Grabstätte befindet sich im Kloster Santa Maria de Vallbona. Weblinks • Iolanda bei fmg.ac (englisch) | von Ungarn, Königin Yolanda (Violante) (I7604)
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| 35968 | https://de.wikipedia.org/wiki/Yolande_von_Montferrat Yolande von Montferrat (* 1273/74; † 1317 in Drama) war mit dem Namen Irene eine Kaiserin des byzantinischen Reichs, als zweite Ehefrau des Kaisers Andronikos II. Palaiologos. Sie war eine Tochter des Markgrafen Wilhelm VII. von Montferrat und dessen zweiter Ehefrau Beatrix von Kastilien. Yolande war auch als Violante bekannt,[1] wie ihre Großmutter mütterlicherseits, Violante von Aragón. Leben Irene wurde 1284 als Zehnjährige mit dem gerade verwitweten Kaiser Andronikos II. Palaiologos verheiratet, von ihrem Vater erhielt sie dazu den Titel und Erbrechte einer „Königin von Thessaloniki“ als Mitgift. Das Königreich Thessaloniki wurde 1204 als Folge des vierten Kreuzzuges von ihrem Ur-Urgroßvater, Bonifatius von Montferrat, gegründet. Allerdings ging es ihrer Familie bereits 1224 wieder verloren, weshalb es von da an nur noch in ihrer Titulatur erhalten blieb. Mit der Übertragung des Titels auf Irene verzichtete das Haus Montferrat nun auf seine Rechte an diesem nicht mehr existenten Königreich zugunsten des byzantinischen Kaisers, womit sich dieser wiederum des Besitzes von Thessaloniki sicherer fühlen konnte. Aus der Ehe mit Andronikos II. gingen mehrere Kinder hervor, von denen vier das Erwachsenenalter erreichten: • Johannes Palaiologos († 1307) • Theodoros Palaiologos († 1338), Markgraf von Montferrat • Simonida Palaiologina († 1340), ∞ 1300 mit dem König der Serben Stefan Uroš II. Milutin († 1321) • Demetrios Palaiologos († nach 1343) Nach der Geburt ihres ersten Sohnes im Jahr 1286 wurde Irene formell zur Kaiserin gekrönt. Der griechische Historiker Nikephoros Gregoras überlieferte ein sehr negatives Charakterbild über sie. So sei Irene mit zunehmendem Alter intrigant, herrschsüchtig und arrogant geworden. Auch habe sie mit ihren auf sich selbst wie auch auf ihre Söhne bezogenen Ambitionen dem Staat geschadet. Irene verfolgte Pläne bezüglich einer Erbfolge ihrer Söhne im Kaisertum und damit gegen ihren Stiefsohn Michael IX., was allerdings 1303 zum Bruch mit ihrem Mann führte. Sie zog nach Thessaloniki, von wo aus sie im Bunde mit ihrem serbischen Schwiegersohn fortan gegen ihren Mann agierte, wenngleich erfolglos. Ihr zweiter Sohn konnte 1305 die Erbfolge in der Markgrafschaft Montferrat antreten und somit den italienischen Zweig des byzantinischen Kaiserhauses der Palaiologen begründen. Irene starb 1317 nach einem Fieber auf ihrem Landsitz in Drama und wurde auf Veranlassung ihrer Tochter im Pantokrator-Kloster von Konstantinopel bestattet. Die Dichter Manuel Philes und Theodoros Metochites verfassten je ein Poem auf ihr Leben. Literatur • Donald M. Nicol: The Byzantine lady: ten portraits, 1250-1500. 1996 • Hélène Constantinidi-Bibikou: Yolande de Montferrat impératrice de Byzance. In: L’Hellénisme Contemporain, Series 2, 4, 1950, S. 425–442 Weblinks • Yolande/Irene von Montferrat bei genealogie-mittelalter.de • Ahnentafel von Demetrios I. Kantakuzenos, Urenkel von Yolande (Irene, Violante) von Montferrat (PDF) Einzelnachweise 1 genealogy.euweb.cz Genealogie der Familie von Montferrat | von Montferrat (Aleramiden), Yolande (Violante) (Irene) (I9685)
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| 35969 | https://de.wikipedia.org/wiki/Zawisch_von_Falkenstein Zawisch von Falkenstein (tschechisch Záviš z Falkenštejna) (* etwa 1250; † 24. August 1290) war ein Widersacher des böhmischen Königs Ottokar II. Přemysl. Er entstammte dem Krumauer Familienzweig der Witigonen. Leben Zawisch war ein Urenkel des Begründers des witigonischen Familienzweigs der Herren von Krumau, Witiko II. d. Ä. (Vítek starší). Seine Eltern waren Budiwoj von Krumau und Perchta von Falkenstein aus dem österreichischen Mühlviertel. Sie war eine Enkelin des Kalhoch II. von Falkenstein, dem Begründer des Zisterzienserstifts Schlägl. Durch das zentralisierende Regiment des Königs Ottokar II. Přemysl sowie dessen Landesausbau mit königlichen Städten und Klöstern sah sich der führende böhmische Adel in seinen bisherigen Rechten beeinträchtigt. Zudem wollte der König mit den GrGründungen der Königsstadt Budweis und des Klosters Goldenkron die weitere Expansion der mächtigen witigonischen Familienzweige der Herren von Krumau, von Neuhaus und von Rosenberg verhindern. Sie verfügten über ausgedehnte Ländereien in Süd- und Mittelböhmen und waren nicht bereit, Verluste hinzunehmen. Nachdem sich Ottokar 1276 weigerte, den Witigonen die Herrschaft Weleschin zu überlassen, die sich zwischen den rosenbergischen und den Neuhauser Besitzungen erstreckte, rebellierten sie und andere Adlige gegen den König. Die Aufständischen, deren Führung Zawisch von Falkenstein übernahm, plünderten Budweis und Goldenkron und besetzten königliche Burgen. Ottokar wurde gezwungen, den so genannten Wiener Frieden mit dem römisch-deutschen König Rudolf I. zu schließen, unter dessen Schutz sich nun die Witigonen begaben. Nach dem Tod Ottokar II. Přemysls 1278 in der Schlacht auf dem Marchfeld kam es zu Machtkämpfen um die Krone zwischen Otto von Brandenburg, der die Vormundschaft über Přemysls unmündigen Sohn Wenzel II. ausübte und den Vertretern der Königswitwwe Kunigunde von Halitsch, auf deren Seite Zawisch von Falkenstein stand. Sie ernannte ihn zum Burggrafen von Grätz, wo sie ein heimliches Verhältnis zu ihm unterhielt. Nachdem 1283 der zwölfjährige Thronfolger Wenzel aus seiner Gefangenschaft in Brandenburg zurückkehrte, gewann Zawisch großen Einfluss auf ihn und besetzte die wichtigsten Ämter mit seinen Verwandten und Parteigängern. Im Mai 1285 vermählte sich Zawisch mit Kunigunde, die bereits zwei Jahre vorher den gemeinsamen Sohn Jan/Ješek gebar. Nachdem Kunigunde schon drei Monate nach der offiziellen Hochzeit verstarb, regierte Zawisch faktisch das Land. Vermutlich unter Zawischs Einfluss übergab König Wenzel am 23. Oktober 1285 seinem Stiefbruder Jan/Ješek Stadt und Herrschaft Lanškroun in Ostböhmen. Nach Wenzels Heirat 1285 verzichtete Zawisch auf Druck des empörten Adels im Laufe des Jahres 1286 auf seine Ämter und zog sich auf den Hof des ungarischen Königs Ladislaus IV. zurück. Dort heiratete er 1287 dessen Schwester Elisabeth, mit der er sich auf der Burg Svojanov bei Polička niederließ. Nachdem sich Zawisch weigerte, die Königsgüter, die er sich angeeignet hatte, herauszugeben, wurde er im Januar 1289 auf Antrag des Prager Bischofs Tobias von Bechin und des Anführers des Herrenstandes Burkhard von Janowitz gefangen genommen. Aus Protest zerstörten seine Anhänger im selben Jahr die Städte Deutschrod und Pilgram. Zawisch wurde des Hochverrats angeklagt und am 24. August 1290 vor den Augen seiner Brüder unter der Burg Hluboká mit dem Schwert hingerichtet. Der Hinrichtungsort wurde deshalb gewählt, da sich auch Zawischs Bruder Witiko II. von Krumau weigerte, die Burg Hluboká nad Vltavou, die er unrechtmäßig hielt, herauszugeben. Seine Brüder Johann (Henclinus) von Skalitz und Budiwoj von Skalitz flüchteten nach Polen, wo sie um 1300 den Tod fanden. Die Brüder Witiko und Wok von Krumau durften nach Verhandlungen mit dem König ihre Ländereien behalten. Sie stifteten nach dem Tod Zawischs für dessen Seelenheil dem Kloster Hohenfurt die Dörfer Ulrichschlag, Klein-Drasen und Hohenschlag[1]. Zawischs Leichnam wurde in der Familiengruft im Kloster Hohenfurt beigesetzt. Nachfolgend überschrieb König Wenzel einen Teil des witigonischen Grundbesitzes dem von ihm gegründeten Zisterzienserkloster Königssaal. Familie • Zawisch war in erster Ehe mit einer Frau unbekannten Namens verheiratet, die eine Tochter gebar, deren Name ebenfalls nicht bekannt ist. Sie heiratete Heinrich von Kruschina von Lichtenburg (Jindřich Krušina z Lichtenburka) • In zweiter Ehe vermählte sich Zawisch im Mai 1285 mit der Königinwitwe Kunhuta, die jedoch schon am 9. September 1285 verstarb. Mit ihr hatte er den Sohn Jan/Ješek († 1337), der bereits drei Jahre vor der Hochzeit geboren worden war und spätr Kreuzritter des Deutschen Ritterordens wurde. • Nach Kunhutas Tod vermählte sich Zawisch 1287 mit Elisabeth von Ungarn. Die Ehe blieb kinderlos. Literatur • Matthias Pangerl: Zawisch von Falkenstein. In: Mittheilungen des Vereines für Geschichte der Deutschen in Böhmen. Band 10, Prag 1872, S. 145–186. • Constantin von Wurzbach: Rosenberg, Zawisch von. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. 27. Theil. Kaiserlich-königliche Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1874, S. 13 f. (Digitalisat). • Joachim Bahlcke u. a.: Handbuch der historischen Stätten Böhmen und Mähren, Kröner-Verlag, Stuttgart 1998, ISBN 3-520-32901-8, S. XLIX–LI, 45, 168, 444, 463, 591. • Anna Kubíková: Rožmberské kroniky. Krátky a summovní výtah od Václava Březana. České Budějovice 2005. ISBN 80-86829-10-3, S. 80–85 Weblinks Commons: Záviš z Falkenštejna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien • Genealogie Mittelalter • Lebensbeschreibung • Burg Falkenstein Einzelnachweise 1 Valentin Schmidt und Alois Picha: Urkundenbuch der Stadt Krummau in Böhmen. I. Band. 1253–1419. Prag, 1908, S. 6 | von Krumau (von Falkenstein) (Witigonen), Zawisch (I8182)
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| 35970 | https://de.wikipedia.org/wiki/Zawisch_von_Nechanitz Zawisch von Nechanitz (tschechisch Záviš z Nechanic; * vor 1216; † 1257 oder später) war Unterkämmerer des böhmischen Königs Wenzel I. Er entstammte dem böhmischen Adelsgeschlecht der Witigonen. Leben Zawisch ist für die Jahre 1216 bis 1257 urkundlich belegt. Sein Vater war Witiko II. (auch Witiko der Ältere; tschechisch Vítek II., auch Vítek starší), der den witigonischen Familienzweig der Herren von Krumau begründete. Zawischs Mutter ist namentlich nicht bekannt. Sein Beiname leitet sich von der ostböhmischen Feste und dem gleichnamigen Dorf Nechanice ab, die in seinem Besitz waren. Zawisch stand in königlichen Diensten und war 1233 bis 1236 Unterkämmerer des Königs Wenzel I. Auch seine Söhne Budiwoj und Witiko sind für diese Jahre am Königshof nachgewiesen. Vermutlich wegen Auseinandersetzungen des böhmischen Königs mit Kaiser Friedrich II. um das Erbe der Babenberger mussten die Witigonen den königlichen Palast vorübergehend verlassen. Erst nach 1242 kehrten sie zurück. Familie Zawisch von Nechanitz, dessen Ehefrau namentlich nicht bekannt ist, hinterließ die Söhne: • Budiwoj von Krumau (auch Budiwoj von Krumau, Skalitz und Sepekau; tschechisch Budivoj z Krumlova; auch Budivoj z Krumlova, ze Skalice a ze Sepekova); belegt 1220–1272. Er war mit Perchta von Falkenstein verheiratet. • Witiko I. von Krumau (auch Witiko von Krumau, Sepekau und Načeradetz; tschechisch Vítek z Krumlova; auch Vítek z Krumlova, ze Sepekova a z Načeradce), belegt 1220–1277, verheiratet mit Sybila N. N. Literatur • Anna Kubíková: Rožmberské kroniky. Krátky a summovní výtah od Václava Březana. České Budějovice 2005. ISBN 80-86829-10-3. S. 80–85 | von Krumau (von Nechanitz) (Witigonen), Zawisch (I8186)
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| 35971 | https://de.wikipedia.org/wiki/Zbysława_von_Kiew Zbysława von Kiew (russisch Сбыслава Святополковна, polnisch Zbysława Kijowska; * 1085/90; † 1112/14) war eine Prinzessin der Kiewer Rus, ein Mitglied des Fürstengeschlechts der Rurikiden und durch Heirat Herzogin von Polen. Sie war die Tochter von Swjatopolk II., des Fürsten Kiews. Ihre Mutter soll eine Prinzessin der Přemysliden gewesen sein.[1] Leben Während seiner Kämpfen gegen seinen Halbbruder Zbigniew, einem Fürst Polens, verbündete sich Bolesław III. Schiefmund mit den Kiewer Rus und Ungarn. Um seine Allianz mit dem Großfürst Kiews zu besiegeln, wurde Bolesław III. mit Swjatopolks ältester Tochter Zbysława verlobt. Die Russische Primärchronik erwähnt Zbysława, die Tochter von Swjatopolk, in der berichtet wird, dass sie am 16. November 1102 nach Polen geschickt wurde um Bolesław III. zu heiraten.[2] Daher fand die Hochzeit zwischen diesem Datum oder im frühen Jahr 1103 statt. Sie hatten nur einen bekannten Sohn, den zukünftigen Władysław II. den Vertriebenen, der 1105 geboren wurde,[3] und eine Tochter (die vermutlich Judith hieß), die um 1111 geboren wurde und die spätere Ehefrau von Wsewolod Davidowitsch, dem Fürst von Murom war.[4] Ihr Todesdatum ist unklar. Manche Quellen bestimmen die Jahre 1109-12.[5][6] Aktuell wird angenommen, dass sie wahrscheinlich zumindest bis 1114 starb,[7] weil Bolesław III. ein Jahr später Salome von Berg, die Tochter von Heinrich, dem Graf zu Berg-Schelklingen, heiratete. Einzelnachweise 1 Aleksandr Nazarenko, International Relations of Ancient Rus, Seite 576. 2 Russische Primärchronik (1102), 1973, Seite 199. 3 Oswald Balzer: Genealogia Piastów, Seite 121. 4 Jadwiga Żylińska: Piastówny i żony Piastów, Warschau 1975, Seiten 99, 113. 5 Cawley, Charles, Poland, Foundation for Medieval Genealogy. 6 Marek, Miroslav."Complete Genealogy of the Piast dynasty", Genealogy.eu 7 Wissenschaftliche Diskussion über Zbysławas Tod; in einer Arbeit von K. Kollinger präsentiert. "The problem of food in 1109, Zbyslava's death and the Polish-Kievan alliance in 1102–1114" (Memento vom 17. Juli 2011 im Internet Archive). Seitn 42-46. | von Kiew (Rurikiden), Prinzessin Zbysława (I7287)
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| 35972 | https://de.wikipedia.org/wiki/Zell_im_Wiesental | von Schönau, Marx Jakob (I21629)
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| 35973 | https://de.wikipedia.org/wiki/Zoe_(Byzanz) Zoe (griechisch Ζωή; * um 978; † Juni 1050 in Konstantinopel) war byzantinische Kaiserin vom 21. April bis 12. Juni 1042 (zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Theodora) und Tochter von Kaiser Konstantin VIII. Zoe war wahrscheinlich die Prinzessin, die Kaiser Otto III. versprochen wurde. Eine Heirat kam jedoch wegen des frühen Todes des Kaisers nicht mehr zustande. Nach dem Ableben des Vaters 1028 führte Zoe die makedonische Königsdynastie durch die Heirat mit dem älteren Senator Romanos III. Argyros fort, der ihre zahlreichen Affären tolerierte; Konstantin Dalassenos hatte das Nachsehen. Im April 1034 ermunterte sie aller Wahrscheinlichkeit nach ihren Günstling Michael IV., den Gemahl zu ermorden. Sie heiratete den Täter und ließ ihn zum Kaiser krönen, doch war die Ehe nicht glücklich. Zoe war gezwungen, den gleichnamigen Neffen ihres Mannes zu adoptieren, der nach dem Tod des Onkels 1041 neuer Kaiser wurde. Michael V. versuchte sogleich, Zoe in ein Kloster auf den Prinzeninseln zu verbannen (18./19. April), was einen Volksaufstand auslöste, durch den er abgesetzt wurde. Zoe wurde anschließend gemeinsam mit ihrer Schwester Theodora III. zur Kaiserin bestimmt. Nach dreimomonatiger, von gegenseitigem Misstrauen geprägter Herrschaft heiratete Zoe Konstantin IX. Monomachos, der daraufhin die Regierungsgeschäfte übernahm. Er schlug zuerst die Rebellion des Theophilos Erotikos auf Zypern nieder, der die Thronwirren in Konstantinopel ausgenutzt hatte, um sich selbstständig zu machen. Literatur • Charles Diehl: Byzantine empresses. London, Elek Books 1963, S. 136-173. • Lynda Garland: Byzantine Empresses. Women and power in Byzantium, AD 527–1204. Routledge, London/New York 1999, ISBN 0-415-14688-7, S. 136−157 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche). • Barbara Hill: Imperial Women and the Ideology of Womanhood in the Eleventh and Twelfth Centuries. In: Liz James (Hrsg.): Women, Men and Eunuchs. Gender in Byzantium. Routledge, London/New York 1997, S. 76–99, ISBN 0-582-30352-4. • Ralph-Johannes Lilie, Claudia Ludwig, Thomas Pratsch, Beate Zielke, Harald Bichlmeier, Bettina Krönung, Daniel Föller, Alexander Beihammer, Günter Prinzing: Prosopographie der mittelbyzantinischen Zeit. 2. Abteilung: (867–1025). Band 6: Sino (#27089) – Zuhayr (#28522). Nach Vorarbeiten F. Winkelmanns erstellt. Herausgegeben von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. De Gruyter, Berlin 2013, ISBN 978-3-11-020635-7, S. 762–763 Nr. 28508. • Kathryn M. Ringrose: The Perfect Servant. Eunuchs and the Social Construction of Gender in Byzantium. University of Chicago, Chicago/London 2003, ISBN 0-226-72015-2. Weblinks Commons: Zoe (Byzanz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien • Zoe in der Prosopography of the Byzantine World • Lynda Garland: Kurzbiografie (englisch) bei De Imperatoribus Romanis (mit Literaturangaben). | von Byzanz, Kaiserin Zoë (I6905)
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| 35974 | https://de.wikipedia.org/wiki/Zoe_Karbonopsina Zoe Karbonopsina (griechisch Ζωή Καρβωνοψίνα; † nach 919), Beiname Karvounopsina („die Kohlenäugige“), war die vierte Ehefrau des byzantinischen Kaisers Leo VI. und die Mutter seines Sohnes Konstantin VII. Leben Zoe Karbonopsina war eine Verwandte von Theophanes und eine Nichte von Admiral Himerios. Sie wurde um das Jahr 903 die Geliebte Leos VI. und brachte Ende 905 im Purpurgemach des Großen Palastes den späteren Kaiser Konstantin VII. Porphyrogennetoos zur Welt. Leo heiratete seine Mätresse am 9. Januar 906. Dies war jedoch die vierte Ehe von Leo VI. und verstieß daher gegen die Beschlüsse der Trullanischen Synode. Dennoch konnte die Ehe mit Hilfe eines kooperierenden Priesters namens Thomas gegen das Verbot des Patriarchen Nikolaus Mystikos geschlossen werden. Leo starb bereits 912. Nachdem im Jahr darauf auch sein Bruder und Mitregent Alexander gestorben war, gelangte der bereits 908 zum Nachfolger designierte Konstantin auf den Thron. Im Jahre 914 übernahm Zoe vom Patriarchen Nikolaos I. Mystikos die Regierungsgewalt für ihren minderjährigen Sohn und entmachtete auch dessen noch von Alexander bestimmten Vormund Basilitzes. Umgehend kündigte sie die Verträge mit den Bulgaren; 917 schickte sie Botschafter zu den Petschenegen, um mit deren Hilfe die Bulgaren angreifen zu können. Um das Jahr 920 wurde Zoe von Konstantins Schwiegervater Romanos I. Lakapenos gestürzt und ins Kloster geschickt. Literatur • Ralph-Johannes Lilie, Claudia Ludwig, Thomas Pratsch, Beate Zielke, Harald Bichlmeier, Bettina Krönung, Daniel Föller, Alexander Beihammer, Günter Prinzing: Prosopographie der mittelbyzantinischen Zeit. 2. Abteilung: (867–1025). Band 6: Sino (#27089) – Zuhayr (#28522). Nach Vorarbeiten F. Winkelmanns erstellt. Herausgegeben von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. De Gruyter, Berlin 2013, ISBN 978-3-11-020635-7, S. 756–761 Nr. 28506. Weblinks Commons: Zoe Karbonopsina – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien • Zoe Karbonopsina bei autumnanddavid.com | Karbonopsina, Zoe (I6915)
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| 35975 | https://de.wikipedia.org/wiki/Zoltán Zoltán (* ca. 896; † 950) war der jüngste Sohn des Großfürsten Árpád und von circa 933 bis 947 Großfürst von Ungarn. Zoltán folgte 907 unter dem Fürsten Szabolcs, dem Stammvater der Gens Csak. Die Zentralgewalt verfiel völlig, die sieben Magyarenstämme und angeschlossene chasarische Chabaren bekriegten sich. Die Ungarn führten viele Raubzüge durch, sogar bis nach Frankreich und Italien, in den Balkan und ins ostfränkische Reich. Dort erzwangen sie Tribute und erlebten 933 einen ersten schweren Rückschlag in der Schlacht bei Riade an der Unstrut. Zoltán hatte im Jahr 904 eine mährische Fürstentochter geheiratet, wurde 906 der erste ungarische Statthalter in Mähren und später, zwischen 933 und 947, regierender Großfürst von Ungarn. | von Ungarn (Árpáden), Grossfürst Zoltán (Solt, Szabolcs) (I5618)
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| 35976 | https://de.wikipedia.org/wiki/Zorn_(Adelsgeschlecht) | Zorn von Plobsheim, Philipp Reinhard (I22075)
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| 35977 | https://de.wikipedia.org/wiki/Zufikon | Crivelli, Landammann Sebastian Heinrich (I7818)
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| 35978 | https://de.wikipedia.org/wiki/Zülpichgau | von Lothringen, Pfalzgraf Hermann I. (I1617)
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| 35979 | https://de.wikipedia.org/wiki/Zürichgau Der Zürichgau (auch das Zürichgau) war ein mittelalterlicher Gau mit der Stadt Zürich als Zentrum. Ein erster Graf in Zurihgauuia lässt sich mit Pebo 741/46 nachweisen. Ursprünglich eine Unterabteilung des Thurgau wurde der Zürichgau als alemannischer Gau um 820 vom Thurgau abgetrennt, zunächst unter einem Grafen Ruadker, gefolgt von einer Reihe von Eberhardingern, aus denen später die Grafen von Nellenburg hervorgingen. 915 fiel der Zürichgau als Gau des Herzogtums Schwaben wieder zusammen mit dem Thurgau an die Burchardinger. Im späten 10. Jahrhundert erscheinen die Nellenburger und zwischen 1077 und 1172 die Lenzburger als Landgrafen.[1] Der Zürichgau umfasste im Frühmittelalter das Becken des Zürichsees und das Limmattal (Teile des heutigen Kantons Zürich rechts der Glatt zählten zum Thurgau). Er grenzte im Südosten (in der Linthebene) an Churrätien und im Norden (am Rhein) an den Alpgau. Dazu umfasste er wesentliche Teile der damals erst spärlich besiedelten Gebiete der späteren Innerschweiz (Zug, Uri, Schwyz, Teile von Unterwalden und Glarus und die östlichen Gebiete von Luzern).[2] Dies änderte sich erst im Hochmittelalter mit dem Aufstieg des regionalen Ministerialadels und der Gründung neuer Städte (Luzern und Zug). Im späten 12. Jahrhundert fiel dann der westliche Teil des Zürichgaus an die Habsburger und der östliche an die Kyburger. Die letzten Grafen des Zürichgaus, die Zähringer, starben 1218 aus und die Stadt Zürich wurde reichsunmittelbar. Habsburger Ansprüche in der Innerschweiz führten zur politischen Dynamik, die in die Entstehung der Alten Eidgenossenschaft mündete. Im mittleren 14. Jahrhundert begann die territoriale Expansion Zürichs und bis um 1450 fiel die Mehrheit des Zürichgaus, im Wesentlichen das Gebiet des Kantons Zürich, unter Zürcher Herrschaft. Teile des Zürichgaus links der Limmat wurden als östlicher Teil des Aargaus betrachtet und 1415 durch die Eidgenossen von den Habsburgern erobert. Im 15. und 16. Jahrhundert wurde der Begriff Zürichgau (Zürichgaw) weiter verwendet für das Herrschaftsgebiet der Stadt Zürich, der alternative Begriff „Kanton“ kam im Verlauf des 16. Jahrhunderts allmählich in Gebrauch, aber noch im späten 18. Jahrhundert konnte Zürichgow als deutsche Übersetzung für französisches canton de Zurich stehen.[3] Seit der Gründung des modernen Kantons Zürich 1831 findet „Zürichgau“ allenfalls noch antiquiert oder ironisch Verwendung. Grafen im Zürichgau • (Rupert) Cancor († nach 782) (Robertiner) 745 Graf im Oberrheingau (Thurgau), 758 Graf im Breisgau, 775/778 Graf im Zürichgau, 754 Mitstifter von Kloster Lorsch, ∞ Angila • Gerold (ab 826 nachweisbar, 832/34 für wenige Jahre auch Graf im Thurgau, im Zürichgau bis 867 nachweisbar)[4] • Hunfried III., um 850, Graf im Zürichgau (Burchardinger) • Eberhard I. (Eberhardinger) um 900, Graf im Zürichgau, ∞ Gisela Weblinks • Peter Erhart: Zürichgau In: Historisches Lexikon der Schweiz Einzelnachweise 1 Reinhold Kaiser: Vom Früh- zum Hochmittelalter. In: Geschichte des Kantons Zürich. Bd. 1, Frühzeit bis Spätmittelalter. Werd: Zürich 1995, S. 130–171; S. 131 f. 2 Beschreibung nach der Darstellung in G. Droysen: Allgemeiner Historischer Handatlas. Bielefeld/Leipzig 1886, 22 f. Vgl. auch Otto Henne am Rhyn: Geschichte des schweizervolkes und seiner kultur von den ältesten zeiten bis zur gegenwart. (1865), S. 40: „das Zürichgau, dem der St. Gallische 'Seebezirk' (Uznach und Rapperswil), wo der Steinerbach die Grenze gegen das rätische Gaster bildete, der grösste Theil des jetzigen Kantons Zürich, der Kanton Schwiz östlich von Lowerzersee und der 'Platte', Uri (mit Ausnahme des rätischen Urserenthales) und wol auch Glaris angehörten. In späterer Zeit scheint das Zürichgau auch nach Unterwalden hinein gereicht zu haben, da in einer Urkunde Engelberg als dazugehörig erscheint.“ 3 So in einer Karte von Abraham Ruchat: L'Etat et les Delices de la Suisse. Gedruckt bei Wetsteins und Smith in Amsterdam, 1770. 4 Michael Mitterauer: Karolingische Markgrafen im Südosten. Böhlau, Wien 1963, S. 21 f., gemäss Genealogie Mittelalter. | von Thurgau (im Zürichgau), Adalbert (I641)
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| 35980 | https://de.wikipedia.org/wiki/Zürichgau https://www.wikiwand.com/de/Zürichgau | von Thurgau (im Zürichgau), Graf Eberhard I. (I4115)
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| 35981 | https://de.wikipedia.org/wiki/Zweibrücken-Bitsch | von Zweibrücken-Bitsch, Gräfin Loretta (I21757)
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| 35982 | https://de.wikipedia.org/wiki/Zweites_Haus_Maine | von Maine (Zweites Haus), Graf Rotger (Roger) (I41620)
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| 35983 | https://de.wikipedia.org/wiki/Zweites_Haus_Maine | von Maine (Zweites Haus), Graf Hugo I. (I41619)
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| 35984 | https://de.wikipedia.org/wiki/Zweite_Schlacht_von_Villmergen | Scolar, Landammann Johann Josef Florian (I18430)
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| 35985 | https://de.wikipedia.org/wiki/Zwentibold Herzog Zwentibold (* 870/871; † 13. August 900), auch Zwentibald, aus dem Adelsgeschlecht der Karolinger war von Mai 895 bis 900 König von Lotharingien. Leben Seinen Namen erhielt er von seinem Taufpaten, dem mährischen Knjazen Svatopluk I. (Zwentibold ist die frankisierte Form von Svatopluk). Zwentibold war der erstgeborene, jedoch illegitime Sohn des römisch-deutschen Kaisers Arnolf von Kärnten und zunächst als dessen Nachfolger vorgesehen. Nachdem Arnulf jedoch mit Ludwig dem Kind 893 ein legitimer Sohn geboren worden war, setzte AArnulf stattdessen gegen den Widerstand des dortigen Adels die Wahl Zwentibolds als König von Lotharingien durch. Zwentibold wurde vom Adel weiterhin abgelehnt. Nach Arnulfs Tod fielen die führenden Adligen Lotharingiens von Zwentibold ab, riefefen seinen zu diesem Zeitpunkt erst siebenjährigen Halbbruder Ludwig, der am 4. Februar 900 in Forchheim zum König des Ostfrankenreichs erhoben worden war, ins Land und huldigten diesem, wodurch sich der Adel die Wahrung seiner eigenen Interessen erhoffte. Zwischen dem 27. März und dem 13. Juni 897 heiratete er Oda (* 875/880; † 2. Juli nach 952), eine Tochter des Herzogs Ottos des Erlauchten aus dem Geschlecht der Liudolfinger. In zeitgenössischen Quellen wird Zwentibold als unbegabt und hemmungslos geschildert, er förderte allerdings den Bau von Kirchen und Klöstern. Als zweiter und letzter König eines unabhängigen Lothringens wird er dort als lokaler Heiliger verehrt. Sein Gedenktag ist der 13. August, der Tag, an dem er nahe Susteren im Gefecht gegen die Grafen Gerhard, Matfrid und Stephan aus dem Geschlecht der Matfriden umkam. Sein Grab befindet sich in der dortigen Abtei. Quellen • Libellus de rebus Trevirensibus, MGH SS rer. Mer. XIV, S. 104. Literatur • Thomas Bauer: Zwentibold. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 14, Bautz, Herzberg 1998, ISBN 3-88309-073-5, Sp. 652–668. • Ernst Ludwig Dümmler: Zwentibold, König von Lothringen. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 45, Duncker & Humblot, Leipzig 1900, S. 526–529. • Bernd Schneidmüller: Zwentibold. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 9, LexMA-Verlag, München 1998, ISBN 3-89659-909-7, Sp. 726. Weblinks • Zwentibold im Personenregister der Germania Sacra online • Literatur zu Zwentibold im OPAC der Regesta Imperii | von Kärnten, König Zwentibold (Svatopluk) (I2831)
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| 35986 | https://de.wikipedia.org/wiki/Æthelbald_(Wessex) Æthelbald (Æþelbald, Ethelbald) (* um 834; † 20. Dezember 860) war der zweite Sohn des angelsächsischen Königs von Wessex Æthelwulf und seiner ersten Ehefrau Osburga. Von 855 bis 860 war er König von Wessex. Als sein älterer Bruder Æthelstan 851 verstarb, wurde Æthelbald Erbe seines Vaters Æthelwulf und ließ sich in dessen Abwesenheit – Æthelwulf befand sich von 855 bis 856 auf einer Reise nach Rom – zum König krönen. Seine Krönung fand in Kingston upon Thames statt.[1] Als sein Vater zurückkehrte, akzeptierte er seinen Sohn als (Mit-)König, um einen Bürgerkrieg zu vermeiden, und übertrug ihm die Herrschaft des eigentlichen Wessex, während er selbst über Kent, Sussex und Surrey herrschte. Nach dem Tod seines Vaters am 13. Januar 858 gingen diese Gebiete auf seinen jüngeren Bruder Æthelberht († 865) über. Noch im gleichen Jahr heiratete Æthelbald höchstkontrovers die Witwe des Vaters, seine 14-jährige Stiefmutter Judith (* wohl 844; † nach 870), die Tochter des karolingischen Kaisers Karl der Kahle,[2] da er das Prestige einer fränkischen Prinzessin der Dynastie seiner Familie nicht verloren gehen lassen wollte. Aus religiöser Sicht beging er damit Inzest. In einer Quelle des 13. Jahrhunderts wird jedoch angegeben, Æthelbald hätte Judith aus Bußfertigkeit verstoßen.[3] Æthelbald starb bereits 860 und wurde in Sherborne in Dorset begraben.[4] Danach kehrte Judith ins Frankenreich zurück.[5] Da seine Ehe kinderlos geblieben war, wurde sein Bruder Æthelberht, der in Nachfolge des Vaters bereits König von Kent, Sussex und Surrey gewesen war, sein Nachfolger und vereinte damit die Gebiete seines Vaters wieder. Siehe auch • Stammtafel englischer Könige • Haus Wessex Quellen • David Dumville (Hrsg.): The Anglo-Saxon Chronicle. A Collaborative Edition. Band 3: Janet M. Bately (Hrsg.): MS A. A Semi-Diplomatic Edition with Introduction and Indices. Brewer, Cambridge 1986, ISBN 0-85991-103-9. • Simon Keynes: Alfred the Great. Asser's Life of King Alfred and other contemporary sources. Penguin Books, Harmondsworth 1983, ISBN 0-14-044409-2. • Henry Richards Luard (Hrsg.): Flores Historiarum. Band 1: The Creation to A.D. 1066. Her Majesty's Stationery Office, London 1890. Literatur • James Campbell (Hrsg.): The Anglo-Saxons. Phaidon, London 1982, ISBN 0-7148-2149-7. • Frank M. Stenton: Anglo-Saxon England (= Oxford History of England. 2). 3rd edition. Clarendon Press, Oxford 1971. | von England, Ethelbald (Æthelbald) (I6688)
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| 35987 | https://de.wikipedia.org/wiki/Æthelberht_(Wessex) Æthelberht von Wessex und Kent (* um 835; † 865)[1] war der zweitälteste überlebende Sohn von König Æthelwulf von Wessex.[2] Nach dem Tod seines Vaters fand eine Teilung des Königreiches Wessex sowie der eroberten Königreiche zwischen den Söhnen Æthelwulfs statt, wobei Æthelberht die Unterkönigreiche Kent, Essex und Surrey übertragen wurden, während sein älterer Bruder Æthelbald das Hauptkönigreich Wessex erhielt, das er bereits zuvor anstelle seines Vaters regiert hatte.[3] 860 folgte er seinem Bruder König Æthelbald nach und wurde wie sein Vater und sein Bruder in Kingston upon Thames zum König von Wessex gekrönt. Während seiner Regierungszeit plünderte Ragnar Lodbrok Kent und Northumbria.[4] In Æthelberhts früher Regierungszeit kamen sie sogar bis nach Winchester. Æthelberht starb 865 nach fünfjähriger Regierungszeit und wurde in Sherborne Abbey in Dorset neben seinem Bruder Æthelbald begraben. Ehelos gestorben, wurde sein jüngerer Bruder Æthelred I. zu seinem Nachfolger. Siehe auch • Stammtafel englischer Könige Quellen • David Dumville (Hrsg.): The Anglo-Saxon Chronicle. A Collaborative Edition. Band 3: Janet M. Bately (Hrsg.): MS A. A Semi-Diplomatic Edition with Introduction and Indices. Brewer, Cambridge 1986, ISBN 0-85991-103-9. Literatur • James Campbell (Hrsg.): The Anglo-Saxons. Phaidon, London 1982, ISBN 0-7148-2149-7. • David P. Kirby: The Earliest English Kings. Unwin Hyman, London u. a. 1991, ISBN 0-04-445691-3. • Frank M. Stenton: Anglo-Saxon England (= Oxford History of England. 2). 3rd edition. Clarendon Press, Oxford 1971. Anmerkungen 1 ASC A, s.a. 866. Die Angelsächsische Chronik gibt als Todesjahr 866 an; gemeinhin wird dies jedoch auf 865 korrigiert (Stenton: Anglo-Saxon England. 3rd edition. 1971, S. 245; Kirby: The Earliest English Kings. 1991, S. 169 und Simon Keynes:lfred the Great. Asser's Life of King Alfred and other contemporary sources. Penguin Books, Harmondsworth 1983, ISBN 0-14-044409-2, S. 315). 2 Stenton: Anglo-Saxon England. 3rd edition. 1971, S. 245. 3 Kirby: The Earliest English Kings. Unwin Hyman, London u. a. 1991, S. 167. 4 Stenton: Anglo-Saxon England. 3rd edition. 1971, S. 241. | von Wessex (England), König Ethelbert (Æthelbehrt) (I6689)
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| 35988 | https://de.wikipedia.org/wiki/Æthelred_(England) Æthelred (* nach 966/vor 969; † 23. April 1016 in London), auch Æthelred the Unready („Æthelred der Unberatene“ bzw. „Æthelred der Unfertige“), war König von England aus dem angelsächsischen Haus Wessex von 978 bis 1013 sowie von 1014 bis zu seinem Tod. Dazwischen verlor er seine Macht an den dänischen König Sven Gabelbart, der England als Konsequenz ständiger Konflikte bis Dezember 1013 eroberte, aber bereits im Februar 1014 starb. Familie Æthelred war ein Sohn Edgars mit seiner zweiten Frau Ælfthryth (Elfrida), (∞ seit 964/965), Tochter des Ealdorman Ordgar of Devonshire, (Witwe des Ealdorman Elfwold of East Anglia). Aufgrund der Quellenangaben kann er nicht vor 966 geboren worden sein, muss 969 aber bereits gelebt haben.[1] Sein älterer Bruder Eadmund starb bereits 971. Edgars uneheliche Tochter Eagitha, seine Halbschwester, wurde Nonne. Eduard der Märtyrer, sein Halbbruder aus der ersten Ehe seines Vaters mit Aethelflaed, war von 975 bis 978 sein Vorgänger als König von England. In erster Ehe war er seit 985 mit Ælfgifu, Tochter des Earl Thored von Northumbria, verheiratet. Aus dieser Verbindung gingen folgende Kinder hervor: • Æthelstan Ætheling (* um 987; † 1012) • Edmund II. Eisenseite[2][3] (* um 989, † 1016) • Ecgberht Ætheling († um 1005) • Eadred Ætheling[4] († um/nach 1012) • Edith, Egitha, Eadgyth ∞ 1. Eadric Streone (möglicherweise ∞ 2. Thorkell der Große[3]) • Ælfgifu ∞(1014) Uhtred, Earl von Northumbria[5] In zweiter Ehe war er seit 1002 mit Emma (auch Imma, angelsächsisch Elgiva) verheiratet. Mit ihr hatte er mindestens drei Kinder: • Eduard der Bekenner[3] (* um 1004; † 5. Januar 1066) • Alfred Aetheling[3] († 1036) • Guda, Goda, Godgifu (* 1004; † um 1047) ∞ 1. Drogo von Mantes ∞ 2. (1035) Eustace II. von Boulogne Die Mutter (bzw. Mütter) seiner weiteren Kinder • Eadwig Ætheling, Eadwy († 1017) • Eadgar Ætheling the Elder († 1008) • Tochter[3] ∞ Æthelstan († 5. Mai 1010) • Tochter, Äbtissin von Wherwell ist nicht bekannt. Mögliche weitere Kinder sind: • Wulfhild (∞ Ulfcytel Snillingr) Thronfolge Als König Edgar am 8. Juli 975 plötzlich starb, ohne seine Nachfolge geregelt zu haben, bewarben sich zwei Thronfolger um die Herrschaft, die beide noch Jugendliche waren. Den Ansprüchen des 13-jährigen Eduard widersprach eine Gruppe von Adligen, die die Krone dem erst siebenjährigen Æthelred geben wollten. Zu dieser Gruppe gehörten neben Æthelreds ehrgeiziger Mutter Ælfthryth auch Ealdorman Ælfhere und Bischof ÆtÆthelwold von Winchester. Eduard wurde dagegen von den Erzbischöfen Dunstan von Canterbury[3] und Oswald von York[3] unterstützt, sowie von weiteren Adligen wie Ælfwine und Byrhtnoth. Vor allem durch Dunstans Unterstützung wurde Eduard vom Witan, dem Rat der Großen, anerkannt und gekrönt. Nachdem Eduard der Märtyrer am 18. März 978 in Corfe Castle durch Æthelreds Mutter Ælfthryth ermordet worden war, bestieg Æthelred den Thron[6]. Am 14. April 978 wurde der etwa 10-jährige in Kingston von den Erzbischöfen Dunstan von Canterbury und Oswald von York sowie zehn weiteren Bischöfen zum König gekrönt.[2] Herrschaft Der junge König hatte gleich zu Anfang seiner Herrschaft mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen: Als in Calne 977[2] oder 978[3] der Versammlungssaal des Witan einstürzte, waren viele der ältesten und erfahrensten königlichen Berater getötet, die anderen schwer verletzt worden. 980 begannen neue Wikingerüberfälle. Southampton (980[3], 981[2]), das Kloster St. Petroc in Cornwall (981)[3], Portland (992)[2][3] wurden geplündert. In Devonshire, Cornwall und Dorset verschafften sich die Wikinger Verpflegung[3]. In erster Ehe heiratete er um 985 Ælfgifu. Innenpolitisch war die Lage um 986 schwierig. So sah sich Æthelred genötigt, Rochester zu belagern und das Umland zu verwüsten. Ealdorman Ælfric von Mercia wurde von Æthelred aus England verbannt. Außerdem verendete ein Großteil des Viehs infolge einer Seuche[2][3]. Als dänische Piraten Wecedport (Watchet) plünderten, wurden sie 988 von Goda, dem thane von Devonshire, geschlagen. Æthelred griff 991 die Halbinsel Cotentin an. Der Krieg wurde durch einen Vertrag mit Richard II., dem Herzog der Normandie (996 bis 1026), beendet. Bisher waren die Wikingerüberfälle nur von kleinen Flotten durchgeführt worden, doch „in diesem Jahr (991) kam Olaf mit 93 Schiffen nach Folkestone und plünderte die Umgebung. Und dann ging er von dort nach Sandwich, und von dort nach Ipswich, uund überrannte alles bis nach Maldon. Und der Ealdorman Byrhtnoth zog ihnen dorthin entgegen mit seinem Heer und kämpfte gegen sie. Und sie töteten den Ealdorman dort und behaupteten das Schlachtfeld.“[2] Die Schlacht von Maldon am 10./11. August 991 war ein entscheidender Wendepunkt in der Geschichte der Wikingerüberfälle auf England. Erzbischof Sigerich der Ernste von Canterbury handelte gemeinsam mit Ealdorman Æthelweard einen Friedensvertrag gegen Zahlung von 10.000 Pfund Silber als Danegeld mit den siegreichen Dänen aus. Der erkaufte Frieden war nur von kurzer Dauer und die englischen Zahlungen stiegen bis 1015 stetig an. 993 stürmten und plünderten die Wikinger Bambrough, bevor sie in Lindsey und Northumbria brandschatzen. Nach der vergeblichen Belagerung Londons 994 plünderten Olaf Tryggvason und Sven Gabelbart Essex, Kent, Sussex und Hampshire. Æthelred schickkte Bischof Alfheah II. (984–1006) von Winchester und seinen Verwandten Æthelweard zu König Olav I. Tryggvason, um mit diesem Frieden zu schließen. Olaf Tryggvason erhielt 16.000 Pfund Silber, schwor, England niemals wieder als Feind zu betreten, und ließ sich vom Bischof von Winchester taufen[2][3]. In den Jahren 997 bis 1002 konnte Æthelred den jährlichen Plünderungen durch die Dänen nichts entgegensetzen. Im Jahr 1002 stellten 24.000 Pfund Silber als Danegeld den Frieden noch einmal her[2][3]. Æthelred heiratete – in Erwartung normannischer Unterstützung gegen die Wikinger – die normannische Herzogstochter Emma (angelsächs. Elgiva genannt), die Schwester des Richard II. Diese Heirat bildete die Grundlage für die später von den Normannen erhobenen Ansprüche auf den englischen Thron. Am 13. November 1002 kam es zum St. Brice’s Day Massaker, als Æthelred aus Angst vor einem Mordanschlag gegen seine Person befahl, alle Dänen in seinem Herrschaftsbereich umbringen zu lassen. Der Befehl konnte zwar nicht in allen Gebieten durchgeführt werden, doch kam es zu einem unbeschreiblich grausamen Blutbad. Unter den Getöteten war auch die Geisel Gunhilde, eine Schwester von Sven Gabelbart, dem König von Dänemark, der daraufhin Rache[7][8] schwor. Sven Gabelbart landete 1003 in England, musste seinen Feldzug aber wegen einer Hungersnot 1005 abbrechen. Sven Gabelbart landete 1006 erneut in England, besetzte Sandwich und plünderte Kent und Sussex. Æthelred hob in Mercia und Wessex ein Heer aus, doch wichen die Dänen einer Schlacht aus und zogen sich im Spätherbst auf die Isle of Wight zurück. Noch im Winter brandschatzte Sven Reading, Wallingford, Cholsey und andere Städte, bevor er sich mit großer Beute auf seine Schiffe zurückzog. Nach Zahlung von 36.000 Pfund Silber Danegeld zog Sven 1007 ab. 1009 überzog eine große Flotte unter Thorkell dem Großen England mit Krieg. Æthelred ordnete umfangreiche religiöse Rituale an, um Gottes Beistand zu erhalten. Der Süden Englands wurde von den Dänen geplündert und verwüstet. In Canterbury wurde die Bevölkerung massakriert. Nach Zahlung von 48.000 Pfund Silber Danegeld zogen die Dänen 1012 ab. Exil Sven Gabelbart landete 1013 mit seinem Sohn Knut dem Großen und einer riesigen Streitmacht in England. Noch im gleichen Jahr wurde er als Herrscher über das Danelag anerkannt. Uhtred, Earl von Northumbria, musste sich Knut unterwerfen. Æthelred und Earl Thurcetel verteidigten London zwar erfolgreich gegen Knut; als auch Ethelmar, Earl of Devonshire, sich Knut unterwerfen musste, und auch London um Frieden bat, war die Situation jedoch für Æthelred unhaltbar geworden. Æthelred floh 1013 mit seiner Frau Emma und den Söhnen Edward und Alfred vor Sven Gabelbart zu seinem Schwager Richard II dem Guten in die Normandie. Nach dem Tod von Sven Gabelbart am 3. Februar 1014 erkannten die Engländer dessen Sohn Knut nicht als König an, sondern riefen Æthelred aus dem Exil zurück. Rückkehr und Tod Æthelred warb ein Heer an, dem sich auch Olaf der Heilige anschloss.[9] Æthelred vertrieb Knut den Großen, der seine Geiseln verstümmelte und nach Dänemark floh. Eadric of Mercia ermordete 1015 in Oxford heimtückisch Siferth und Morcar, zwei Adlige aus dem nördlichen Danelag. Æthelred beschlagnahmte deren Besitz und ließ Siferths Witwe Ealdgyth in Malmesbury einsperren, doch sein Sohn Edmund II. Eisenseite heiratete Ealdgyth gegen den Willen seines Vaters und beanspruchte ihren Besitz. Knut der Große fiel 1015 erneut in England ein, fand rasch Verbündete in Wessex und Northumbria und belagerte Æthelred in London. Während dieser Belagerung starb Æthelred am 23. April 1016. Er wurde in der St. Pauls Kirche begraben. Seinen Thronanspruch übernahm sein ältester Sohn Edmund II. Ironside. Seine Witwe Emma heiratete Knut den Großen.[2][3] Etymologie von Æþelræd Unræd Der altenglische Name Æþelræd Unræd ist ein Wortspiel aus folgenden Gliedern: • Æþel = edel, vornehm, herrlich • ræd = • schnell, lebhaft, geschickt (als Adjektiv) • Rat, Beratung, Entschluss, Plan, Beschluss, Befehl, Weisheit, Vernunft, Sinn, Gewinn, Nutzen, Wohltat, Glück, Hilfe, Macht (als Substantiv) • bereiten, zurechtmachen, geraten, überlegen (als Verb) sowie dem Beinamen • Unræd = verrückter Plan, Verbrechen, Verrat[10] • un wurde aber auch, wie noch im heutigen Deutsch, als negierende Vorsilbe verwendet: Unentschlossen, Unberaten, Ratlos, ohne Rat, etc. Der Beiname sagt nicht unbedingt etwas über den König selber aus, sondern kann ebenso auf die königlichen Berater, den Witan, bezogen werden, auf die der damals Zehnjährige zu Beginn seiner Herrschaft angewiesen war. Ob dieser Beiname dem Urteil der Zeitgenossen über den König entspricht, ist zweifelhaft, da er erst ab 1180, also gut 150 Jahre nach Æthelreds Tod, überliefert ist. Quellen • Angelsächsische Chronik (anonym) • Symeon von Durham – Historia regum Anglorum et Dacorum • Adam von Bremen – Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum, Hamburgische Kirchengeschichte • Snorri Sturluson – Heimskringla, Ólafs saga helga, Sage von Olaf dem Heiligen • Jómsvíkinga saga (anonym) Literatur • Ann Williams: Æthelred the Unready: The Ill-Counselled King. Hambledon Press, London 2003, ISBN 1-85285-382-4. • Levi Roach: Aethelred the Unready (Yale English Monarchs). Yale University Press, New Haven 2016, ISBN 978-0300196290. Weblinks Commons: Æthelred (England) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien • Informationen bei archontology.org (englisch) • The Anglo-Saxon Chronicle im Project Gutenberg (englisch) • Symeon von Durham, Übersetzer: J. Stevenson: The Historical Works of Simeon of Durham. In: Church Historians of England, volume III, part II. Seeley’s. 1855. Abgerufen am 3. Oktober 2009. Wikisource: Adams von Bremen Hamburgische Kirchengeschichte, übersetzt von Dr. J. C. M. Laurent (1893) – Quellen und Volltexte • The Online Medival & Classic Library: Heimskringla or The Chronicle of the Kings of Norway Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] 1 Levi Roach: Aethelred the Unready. New Haven 2016, S. 20. 2 Angelsächsische Chronik 3 Symeon von Durham, Historia regum Anglorum et Dacorum 4 Liber Vitae, folio 14v, New Minster 5 William E Kapelle: The Norman Conquest of the North. 1979, ISBN 0-7099-0040-6, S. 15f. 6 Adam von Bremen, Hamburgische Kirchengeschichte II Kap 51 7 Jomsvikinga Saga Kap. 13 8 Heimskringla, Ólafs saga Tryggvasonar Kap. 39 9 Ólafs saga helga 10 Köbler, Gerhard, Altenglisches Wörterbuch, (2. Auflage) 2003 | von England, König Æthelred II. (I7391)
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| 35989 | https://de.wikipedia.org/wiki/Æthelred_(Wessex) Æthelred I. (auch Æþelræd I., Ethelred I., Ethered, Aetheredus, Asser, Ethelwerd; * um 837; † 23. April 871 bei Merton) war von 865 bis 871 König von Wessex und Kent. Leben und Wirken Er war der vierte Sohn des Königs Æthelwulf von Wessex und dessen erster Frau Osburga und bereits der dritte nach dem Tod des Vaters, der König wurde. Mit seiner Frau Wulfthryth hatte er die zwei Söhne Æthelwald und Æthelhelm sowie die Tochter Thyra. Der angelsächsische Historiker Æthelweard war sein Urenkel.[1] Æthelred unterzeichnete Urkunden seines Vaters seit 854 als Königssohn, einen Titel, den er auch unter der Regierung seiner Brüder Æthelbald und Æthelberht beibehielt.[1] Er folgte seinem Bruder Æthelberht um das Jahr 865 als König von Wessex nach. Æthelred von Wessex und sein Bruder Alfred (später „der Große“) wurden 868 von Burgred von Mercia gegen Wikinger zu Hilfe gerufen, die in Mercia eingedrungen waren und sich in Nottingham verschanzt hatten. Die Festung war nicht einzunehmen und so wurde Frieden geschlossen. Æthelred konnte des Ansturms des Großen Heidnischen Heeres der Wikinger unter Halfdan Ragnarsson und Bagsac auch in Wessex nicht Herr wererden. Er verlor gegen die dänische Invasionsarmee am 4. Januar 871 in der Schlacht von Reading, fügte den Dänen jedoch auch große Verluste zu. Darauf konnte er sie überraschenderweise am 8. Januar 871 in der Schlacht von Ashdown besiegen. Am 22. Januar 871 wurden Æthelred von Wessex und Alfred von den Dänen bei Basing geschlagen. Æthelred starb wenig später in der Schlacht von Merton am 23. April 871 und wurde in Wimborne Minster begraben. Nach seinem Tod wurde er vom Volk als eine Art Heiliger verehrt, jedoch nie von der Kirche kanonisiert. Da seine zwei Söhne zu jung waren, wurde sein Bruder Alfred sein Nachfolger. Nach ihm benannt ist Mount Ethelred, ein Berg auf der antarktischen Alexander-I.-Insel. Siehe auch • Stammtafel englischer Könige Quellen • Asser, Vita Ælfredi regis Angul Saxonum, Das Leben des Angelsachenkönigs Alfred • anonym, Angelsächsische Chronik • Symeon von Durham, Historia regum Anglorum et Dacorum Literatur • William Hunt: Ethelred (d.871). In: Leslie Stephen (Hrsg.): Dictionary of National Biography (DNB), Band 18 (Esdaile – Finan), MacMillan & Co, Smith, Elder & Co., New York City / London 1889, S. 25–27 (englisch) • Sean Miller: Æthelred I (d. 871). In: H. C. G. Matthew, Brian Harrison (Hrsg.): Oxford Dictionary of National Biography, from the earliest times to the year 2000 (ODNB). Oxford University Press, Oxford 2004, ISBN 0-19-861411-X, oxforddnb.comLizenz erforderlich), Stand: 2004 (englisch) • ETHELRED I., in: Encyclopædia Britannica, 11. Auflage. Bd 1, London 1910–1911, S. 290 Weblinks • The Anglo-Saxon Chronicle im Project Gutenberg (englisch) • Life of King Alfred (englisch) bei The Northvegr Foundation • Symeon von Durham, Übersetzer: J. Stevenson: The Historical Works of Simeon of Durham. In: Church Historians of England, volume III, part II. Seeley’s. 1855. Abgerufen am 3. Oktober 2009. Anmerkungen 1 Artikel bei anglo-saxons.net (englisch) | von Wessex (England), König Ethelred I. (Æthelred ) (I6690)
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| 35990 | https://de.wikipedia.org/wiki/Æthelwulf Æthelwulf (Ethelwulf) (* um 800; † 13. Januar 858) war König von Wessex von 839 bis 858. Æthelwulf war der Sohn von König Egbert III. und seiner Ehefrau Redburga, wahrscheinlich eine Schwägerin von Karl dem Großen. Er wurde zwischen 795 und 806 geboren und war zuerst Mönch in Winchester. Im Jahr 825[1] eroberte er im Auftrag seines Vaters Kent und vertrieb König Baldred, woraufhin sich auch Surrey (East Anglia), Sussex und Essex ergaben. Er heiratete 830 in erster Ehe Osburga, folgte seinem Vater 839 auf dem Thron nach und wurde in Kingston upon Thames gekrönt. Æthelwulf setzte seinen ältesten Sohn Æthelstan als Unterkönig von Kent, Essex, Surrey und Sussex ein, während er selbst über das alte Kernland von Wessex (Hampshire, Wiltshire, Dorset und Devon) regierte. In seine Regierungszeit fielen die zunehmenden Wikingereinfälle durch das große heidnische Heer und deren Ansiedlung an den Küsten Englands. Im Jahr 840[2] unterliegt Æthelwulf bei Charmouth (oder Carhampton) einem dänischen Heer, das mit 35 Schiffen gelandet war. 851 fügten er und sein Sohn Æthelbald dem Dänenhäuptling Rorik bei Acleah (Ockley) eine vernichtende Niederlage zu.[3] Sein älterer Sohn Æthelstan verstarb im selben Jahr und Æthelbald trat die Nachfolge als Unterkönig an. Im Jahr 853 ersuchte König Burgred von Mercia Æthelwulf um Hilfe bei der Unterwerfung der Briten in Nordwales.[4] Gemeinsam besiegten beide Könige die Waliser unter Cyngen ap Cadell und bekräftigten ihr Bündnis dadurch, dass Burgred Æthelwulfs Tochter Æthelswith heiratete. Æthelwulf stiftete 855 ein Zehntel seines Königreiches der Kirche und zog mit seinem Sohn Alfred nach Rom, wo sie ein Jahr blieben.[5] Die fromme Gesinnung des Königs wird auch aus den großzügigen Geschenken ersichtlich, die er der Geistlichkeit machte. Während Æthelwulfs Abwesenheit verschwor sich Æthelbald mit Ealstan, dem Bischof von Sherborne und Eanwulf, Earl von Somerton, usurpierte den Thron und wurde in Kingston upon Thames zum Bretwalda gekrönt.[6] Nachdem Æthelwulfs Frau Osburga gestotorben (oder verstoßen) war, heiratete er 856 auf der Heimreise von Rom die 12-jährige Judith, eine Tochter des Frankenkönigs Karl II.; Erzbischof Hinkmar von Reims vollzog die Trauung. In England angekommen, beließ er Æthelbald auf dem Thron, um einen Bürgerkrieg zu vermeiden und herrschte nur noch über die Region im mittleren und östlichen Wessex. Im folgenden Jahr stiftete Æthelwulf in Malmsbury einen silbernen Schrein für die Reliquien des später heiliggesprochenen Bischofs Aldhelm. Nach seinem Tod am 13. Januar 858 in Stamridge wurde er zunächst in Stemrugam (auch Staeningham) dem heutigen Steyning in Sussex begraben und später nach Old Minster in Winchester überführt.[7] Heute ruhen seine Knochen in der Winchester Cathedral. In seinem Testament hatte er verfügt, dass sein Reich unter den beiden ältesten Söhnen geteilt werde:[8] Æthelbald bekam Wessex, während Æthelberht über Kent, Essex, Surrey und Sussex herrschte. Nach ihm benannt ist Mount Ethelwulf, ein Berg auf der Alexander-I.-Insel in der Antarktis. In erster Ehe heiratete er 830 Osburga (* um 810; † unbekannt); Tochter von Oslac, der laut Asser „Gote“ (Gothus erat natione, vermutlich im Sinne von „dänisch“ zu verstehen), oder genauer „gotischer“ und jütischer Herkunft vom Stamm der Brüder Stuf und Wihtgar war. • Æthelstan (Ethelstan) († 851) Unterkönig von Kent und Wessex • Æthelswitha (Ethelswitha) († 888) ∞ 853 König Burgred von Mercia († 880) • Æthelbald (Ethelbald) (* um 834; † 860) ∞ 858 Judith von Franken (seine Stiefmutter, die er aber bald darauf verstieß) • Æthelberht (Ethelbert) (* um 835; † 866) • Æthelred I. (Ethelred) (* um 837; † 871 gefallen) ∞ Wulfthryth • Alfred der Große (* 849; † 899) ∞ Ealhswith von Gaini (* 852; † 902), ab 901 Nonne – nach ihrem Tod als Heilige verehrt. • In zweiter Ehe heiratete er 856 die 12-jährige Judith von Franken (* 844; † 870), Tochter des westfränkischen Königs Karl II. der Kahle und dessen erster Frau Irmentrud von Orléans. Diese Ehe blieb kinderlos. Siehe auch • Stammtafel englischer Könige Quellen • Angelsächsische Chronik (ältere engl. Übersetzung online im Project Gutenberg) • Asser, Vita Alfredi (ältere engl. Übersetzung online bei The Northvegr Foundation) • Symeon von Durham, Historia regum Anglorum et Dacorum Literatur • David P. Kirby: The Earliest English Kings. Revised Edition. Routledge, London u. a. 2000, ISBN 0-415-24211-8, S. 164 ff. • Janet L. Nelson: Æthelwulf (d. 858). In: Oxford Dictionary of National Biography. Oxford University Press, Oxford 2004 (online). Weblinks Commons: Æthelwulf von Wessex – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] 1 Angelsächsische Chronik 825 2 Angelsächsische Chronik 840 3 Angelsächsische Chronik 851 4 Angelsächsische Chronik 853 5 Angelsächsische Chronik 855 6 Asser, Vita Alfredi 12 7 Barbara Yorke: Wessex in the Early Middle Ages. Leicester University Press, London u. a. 1995, ISBN 0-7185-1314-2, S. 99. 8 Asser, Vita Alfredi 16 | von England, König Ethelwulf (Æthelwulf) (I1862)
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| 35991 | https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kindlervonknobloch1919bd3/0165/image,info | Münch von Wildsperg, Ursula (I57566)
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| 35992 | https://en.wikipedia.org/wiki/Eilika_of_Schweinfurt Eilika of Schweinfurt (c. 1005 – 10 Dec aft. 1059) was Duchess consort of Saxony. She came from a Bavarian noble family as the daughter of Margrave Henry of Schweinfurt and Gerberga of Gleiberg (970 – aft. 1036).[1][2] Around 1020, Eilika married Bernard II, Duke of Saxony and was mother of:[1][2] • Ordulf, Duke of Saxony (1022 – 1072) • Herman (d. 1086) • Gertrude (d. 1115), married Floris I, Count of Holland in 1050 and Robert I, Count of Flanders in 1063 • Hedwig, married Engelbert I, Count of Spanheim (d. 1096) • Ida (d. 31 Jul 1102), married Frederick, Duke of Lower Lorraine (d. 1065) with the county of La Roche as a dowry, and Count Albert III of Namur References 1 "Eilika Schweinfurt" (in French). Histoire de l'Europe et de la Mediterranee. 2 "Eilika Margravine of Schweinfurt". Mathematical. | von Schweinfurt, Markgräfin Eilika (I1189)
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| 35993 | https://fr.wikipedia.org/wiki/Abbaye_Saint-Pierre_de_Baume-les-Messieurs | von Burgund (Chalon), Graf Rainald (Renaud) (I12499)
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| 35994 | https://fr.wikipedia.org/wiki/Château_d%27Étobon | von Neuenburg, Gräfin Guillemette (I12493)
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| 35995 | https://fr.wikipedia.org/wiki/Famille_de_Chevron_Villette La famille de Chevron Villette, originaire de Savoie, est une famille de la noblesse d'extraction chevaleresque sur preuves de 13282. Elle est issue de l'alliance entre deux familles : la famille de Chevron et une branche de la famille de Villette. Certains de ses membres portent simplement le nom de Villette, invitant parfois à la confusion avec la branche de Tarentaise. Elle fait partie des Familles subsistantes de la noblesse française depuis 1860, date de l'Annexion de la Savoie à la France, sous le Second Empire. Elle est adhérente de l'ANF, depuis 19603 Titres Les seigneurs de Chevron Villette portèrent les titres1,4 , selon les périodes de : • en Tarentaise : • Seigneurs, puis barons et comtes de Chevron, Barons de Villette (Savoie) ; • Seigneurs de Fesson (1427, 1447) ; • en Savoie Propre (Comté de Savoie - Sa), Genevois (Comté de Genève - Ge), Faucigny (Fa), Maurienne (Ma) : • Seigneurs de Villette en Genevois (Thônex - Ge) • Seigneurs de Giez (Ge), Marciez (Ma), Thénésol (Sa), Marthod (Sa), Bonvillard (Ma), Arvillard (Ma), Les Molettes, Barons de L'Orme (Planaise) et comtes de Montjoye (Fa) ; • Seigneurs ou coseigneurs de Puits-Gauthier, Puteville, Saint-Pierre de Soucy (Sa), Montfalcon (La Biolle -Ge), Chignin (Sa) et Clermont en Genevois (Ge) ; • en Chablais savoyard : • Seigneurs de Corsinge ; • en Valais : • Seigneurs de Pontverre et d'Aigle ; • en Bugey • Seigneurs de La Couz et de La Bavoysière ; Ils occupèrent également les charges1 de : • vidomnes de Rumilly en Albanais ; • vidomnes et sénéchaux de Sion, Viège, Ardon, Sierre, Chamoson5. Possessions Liste des possessions tenues en nom propre ou en fief des familles Villette, Chevron puis de Chevron Villette : • château de Chevron, à Mercury, situé à quelques kilomètres d'Albertville, en dessous du col de Tamié ; • château de Feissons, à Feissons-sur-Isère ; • château de Gye, à Giez, entre le Lac d'Annecy et Faverges ; • château d'Héré, à Duingt ; • château de Montpon, à Alby-sur-Chéran ; • maison forte de l'Orme, à Planaise, situé à proximité de Montmélian, dans la Combe de Savoie. Histoire[modifier | modifier le code] La famille de Chevron Villette trouve son origine dans l'alliance de deux familles probablement à la fin du xiie siècle, puis dans la fusion des deux familles au siècle suivant, l'une originaire de la combe de Savoie, les Chevron, la seconde, de Tarentaise, les Villette. Famille de Villette Les Villette sont des seigneurs bannerets des comtes de Savoie6, originaires de Villette, proche d’Aime, en Tarentaise7. Félix Bernard (1883-1972), historien local, en fait une branche cadette de la famille de Briançon (ou Briançon-Aigueblanche), vicomte de Tarentaise8, puisque les deux familles apparaissent à la même période dans les différentes actes de la vallée9. Les seigneurs de Villette sont vassaux des archevêques-comtes de Tarentaise9. Ils possèdent la seigneurie de Villette, où ils possèdent des biens notamment les tours de Villette, la tour dite de Montmayeur à Aime, mais également dans les environs d'Aigueblanche9, tout comme les Briançon-Aigueblanche. Les membres de la famille se font enterrer au prieuré de Saint-Martin d'Aime9. Leurs liens avec la famille de Chevron restent troubles selon les historiens9, notamment le comte Amédée de Foras1. Cette alliance remonterait au début du xiiie siècle7,9. Surtout que le patronyme est utilisé indifféremment par la branche des Villette restés en Tarentaise et ceux s'étant fondue avec les Chevron7,9. L'historien Léon Menabrea (1804-1857) mentionne un Thibaud de Villette vers 1150 dans un acte entre le comte de Maurienne Humbert III10. Il note ainsi que ce seigneur marie ses deux fils, vers 1189, aux héritières de la famille de Chevron, faisant ainsi passer les possessions de ces derniers dans celles des Villette10. En 1308, un Jean de Villette vend le fief familial de Villette, tenu selon ses dires en alleu, à l'archevêque-comte de Tarentaise, Bertrand Ier de Bertrand9. Jean de Villette est ensuite investit du fief, tout en se reconnaissant homme-lige du prélat9. L'année suivante, François de Villette reconnaît à son tour détenir ses droits sur Villette, ainsi que le quart de la seigneurie et de la juridiction de l'archevêque9. Si la branche des Chevron Villette fait hommage aux comtes, puis aux ducs de Savoie, les Villette de Tarentaise font hommage aux archevêques-comtes9. Famille de Chevron La tradition familiale, reprise par quelques érudits locaux, indiquerait qu'un Wilfried de Chevron, présent lors de la prieuré de Lémenc (sur les hauteurs de Chambéry) en 1029 par le roi Rodolphe III de Bourgogne4. Toutefois, le comte Amédée de Foras, à propos de cette filiation, considère qu'il est «««««««« inutile de la faire remonter, avec des généalogistes d'imagination, à Wilfrid de Chevron, surnommé de Cuynes »»»»»»»»1. Une seconde tradition plus répandue rattache à cette famille le pape Nicolas II, qu'elle fait naître dans le château de Chevron11,12. Mais la plupart des historiens, sans remettre en cause cette présentation, rappellent qu'aucune source ne permet de le justifier, notamment Amédée de Foras1,13. La famille de Chevron réside principalement dans son château de Châteauvieux (disparu au xive siècle et remplacé par un manoir), ainsi que dans celui de Chevron, tous deux situés dans la paroisse de Mercury4,14. Ces châteaux permettent le contrôle de la Haute-Combe de Savoie, avec les seigneuries de Mercury, Allondaz, Thénésol, du col de Tamié, par la voie romaine transversale Genève-ad Publicanos (proche d'Albertville) et l'entrée de la Tarentaise, permettant de rejoindre le col du Petit-Saint-Bernard4,15. La fondation de l'abbaye de Tamié, en 1132, est possible grâce à l'octroi d'un domaine par les seigneurs et frères de Petro, Willelmo, Aymardo (Pierre, Guillaume et Aymard) de Cavreduno (Chevron)16,17. Aymard est indiqué comme absent le jour de la transaction1,16. Le seigneur de Chevron participe avec son suzerain, le comte de Maurienne Amédée III, à la deuxième croisade14. Certains auteurs du xixe siècle contribuent à la confusion sur le nom de la famille, en indiquant la participation de Chevron-Villette18. Les seigneurs de Chevron de par leur position gardent une certaine autonomie en cette période, qui fait dire à l'historien Henri Ménabréa (1882-1968), «««««««« quelques-uns, les Chevron et les sires de Miolans devaient affirmer longtemps qu'ils ne dépendaient que de l'Empire, c'est-à-dire de personne »»»»»»»»19. Famille de Chevron Villette L'apparition du nom Chevron Villette fait suite au mariage entre les fils de Thibaud de Villette marie ses deux fils, Amédée (Vullielme ?) et Humbert4, aux deux héritières de la famille de Chevron, Guillermine et Julienne, vers 1189, selon l'historien Jean-Louis Grillet (1756-1812)13,20,21. Ces dernières sont les filles de Guillaume (II) de Chevron, et d'une dame de Villette, sans descendance mâle[réf. nécessaire]. Les titres et biens des Chevron se fondent dés lors dans ceux des Villette10. À partir de cette date de mariage, les descendants semblent utiliser le nom composé de Chevron Villette21, toutefois il semble être indifféremment utilisé, et alterné avec l'usage simple de Chevron ou de Villette, auquel il faut ajouter la branche de Villette restée en Tarentaise7,9. Le nom des deux frères, Amédée (Vullielme ?) et Humbert, se retrouvent dans de nombreux actes au cours de cette période (1195-1218)10. Ainsi, Amédée passe un accord en 1216 avec les chanoines de la cathédrale Saint-Pierre de Moûtiers pour des «««««««« biens situés sous le château de Chevron. »»»»»»»»9 Selon Jean-Louis Grillet, un Hu(m)bert de Chevron Villette, seigneur de Montailleur, épouse en 1226, dame Béatrix, héritière de la famille de Giez20. Leur fils, Henri, semble être à l'origine de l'achat du vidomnat de Rumilly20. Les liens entre la famille de Chevron Villette et Giez remontent au xiiie siècle22. Ainsi un Humbert II de Chevron Villette fait un don à l'abbaye de Tamié à partir de ses biens détenus sur Giez22. En 1275, une transaction relative à la juridiction de Villette est passée entre Humbert de Villette, seigneur de Chevron, et Humbert de Villette9. Selon des sources différentes, le 523 ou les 6 mars 130624, «««««««« Amédée V aurait acheté à Humbert (IV) de Villette la suzeraineté immédiate de la terre de Chevron »»»»»»»», reprenant l'historien Jean-Louis Grillet20. Grillet indique par ailleurs que cet Humbert est comte de Romont et «««««««« vidome et grand sénéchal de la ville de Sion »»»»»»»»20. Le Humbert IV de Grillet correspond dans sa description et les titres au Humbert V, dont il est questio ci-après. Des reconnaissances passées entre un Jean de Villette, de la branche de Villette, et l'archevêque-comte de Tarentaise, Bertrand Ier de Bertrand, en 1308, indiquent que les seigneurs de Chevron possédaient encore des droits sur et dans la seigneurie9. Humbert IV et son fils Humbert V combattent auprès de leur suzerain durant la guerre delphino-savoyarde, opposant le dauphin de Viennois, Guigues VIII, maître du Faucigny, et le comte de Savoie, Aymon14,Note 1. La forteresse de Châteauvieux est détruite en 1334-133514. Les pierres serviront à la construction du château de Chevron à Mercury4. Le chevalier Humbert (V) († entre 1361 et 1367) est seigneur de Chevron, Villette, Giez, Thénésol, Bonvillard, Rovagny (actuel hameau de Giez), etc.4. Il est fait bailli du Chablais, en résidence au château de Chillon, à deux reprises au cours du xive siècle, avant d'hérité du vidomnat de Sion, à la suite de son mariage avec Amphélise, héritière de Pierre (lI) d'Aigle25. Leur fille, Marguerite, mariée, vers 1367, à Humbert, surnommé le bâtard de Savoie (fils du comte Aymon de Savoie)4,20,26. Ce dernier avait épousé en premières noces, Andize d'Arvilars26. De la seconde union avec Marguerite de Chevron Villette naît un fils, Amé, qui épouse une Marguerite de Villette, sans postérité26. Leurs descendants héritent de la charge de vidomne de Sion sur six générations, avant que les différents droits de la famille en Valais passent aux Montheys entre 1532 et 157721. En 1384, un Humbert de Chevron prête hommage au comte de Savoie, Amédée27. L'année suivante, ce même Humbert, prête serment à l'archevêque de Tarentaise, Édouard de Piémont, suite à la demande du comte de Savoie9. Au cours du xve siècle, Pierre de Villette devient seigneur du mandement d'Ugine22. Son fils, Philippe, est investi du château comtal d'Ugine22,28. Un Urbain de Villette agrandit ce château22. Le 20 octobre 1440, Philippe de Savoie, comte de Genevois et baron de Faucigny, investit Urbain de Villette des châteauc et mandement d'Ugine29. En 1437, un Urbain de Villette donne la juridiction qu'il possède sur Villette au duc de Savoie9. Il semble être le même qui passe le même accord pour le mandement et le château de Chevron, en 14639. Au xvie siècle, la veuve du seigneur Urbain II de Villette Mehr unter obenstehendem Link.. | de Chevron-Villette, Humbert (I2038)
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| 35996 | https://fr.wikipedia.org/wiki/Guillemette_de_Neufchâtel Guillemette de Neufchâtel Guillemette (ou Guillaumette) de Neuchâtel (cf. aussi l'article Neuchâtel), née dans les années 1260 et morte en 1317 au château d'Etobon (près d'Héricourt – Haute-Saône), est la fille d’Amédée Ier de Neuchâtel (fils de Rodolphe III de Neuchâtel et de Sibylle de Montfaucon-Montbéliard, fille aînée du comte Thierry III de Montbéliard), et de Jordanne, fille d'Aymon Ier de La Sarraz. En 1282, elle se marie avec Renaud de Bourgogne dont elle eut : Othenin († 1338, comte de Montbéliard, reconnu incapable) ; Agnès de Bourgogne-Montbéliard, † vers 1367/1377, épouse d'Henri de Montfaucon (d'où la suite des comtes de Montbéliard et des sires de Montfaucon) ; Jeanne, † 1349, x 1° Ulrich III, comte de Ferrette, puis 2° Rodolphe-Hesso de Zähringen, margrave de Bade, puis en 3e noces le comte Guillaume de Katzenelnbogen ; Marguerite, x Guillaume II d'Antigny, seigneur de Sainte-Croix ; et Alix, dame de Montfleur et de Lons en partie (le bourg de Lons) avec Montaigu (Jura), épouse de Jean II de Chalon-Auxerre : d'où la suite des comtes d'Auxerre et de Tonnerre, et des sires de Montaigu (Jura). Lorsqu’elle meurt, quatre ans avant son époux, elle est enterrée à Baume-les-Messieurs. Son cœur est déposé en l'église Saint-Maimbœuf de Montbéliard (Doubs). Montbéliard et Bourgogne Par dispositions testamentaires, le comte Thierry III de Montfaucon-Montbéliard (1205-1283) fit de la comtesse Guillemette, son arrière-petite-fille, la seule héritière du comté de Montbéliard. Comme elle avait épousé Renaud, un sire de la Maison de Bourgogne (Franche-Comté) fort de l'appui de son frère aîné le comte Othon IV, l’intégralité du comté revenait effectivement à Guillemette, au grand dam des autres descendants de Thierry III. Parmi eux, Thiébaud III de Neufchâtel-Bourgogne, † 1304, fils de Marguerite de Montbéliard, la dernière fille de Thierry III de Montbéliard qui avait épousé en 1259 Richard, le Grand Sire de Neufchâtel-en-Bourgogne, avec comme dot les seigneuries de Blamont, Châtelot, Belmont et Cuisance. Blamont fut placé par les sires de Neufchâtel-en-Bourgogne sous la protection des comtes et des ducs de Bourgogne pour le soustraire à la convoitise de ceux de Montbéliard. Afin d’éviter une guerre de succession, Renaud de Bourgogne apaisa la situation en faisant quelques concessions. Par une transaction faite le jeudi après Pâques fleuries de l’an 1283, il céda à Thiébaud III, sire de Neu(f)châtel, toute la partie du comté de Montbéliard que formaient les seigneuries de Blamont et de Châtelot ; à charge de les tenir de lui en fiefs, se réservant expressément sur les terres en question la suzeraineté. Selon l’acte, la seigneurie de Blamont comprenait les lieux suivants : Blamont, bourg et château, Roches, Chamabon (disparu), Ecurcey, Autechaux, Mossonvillers (disparu), Pierrefontaine, Villars, Damvans, Vaufrey, Réclère, Grandfontaine, Abbévillers, Rocourt, Vandoncourt, Seloncourt, Bondeval, Hérimoncourt, Mélieres, Glay et Audincourt. Plus sous le lien ci-dessus .. | von Neuenburg, Gräfin Guillemette (I12493)
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| 35997 | https://fr.wikipedia.org/wiki/Liste_des_comtes_de_Nidau Les comtes de Nidau prennent naissance lors de l'érection en comté de Fenis, aujourd'hui Vinelz près de Cerlier1. Histoire Il semble que dès l'existence du comté de Fenis les terres de Nidau aient fait partie du domaine d'Ulrich Ier de Neuchâtel, premier membre de la Maison de Fenis, avec celles de Strassberg situées près de Büren an der Aare. Le comté de Fenis est dans un premier temps transmis dans son intégralité à Mangold Ier de Neuchâtel, celui-ci les partage à son tour, réservant les terres de Nidau à son fils Mangold II2 et celles de Neuchâtel à son autre fils Rodolphe Ier de Neuchâtel. Après le décès de Rodolphe II de Neuchâtel en 1196 les possessions de la Maison de Neuchâtel sont partagées. Rodolphe II transmet les terres suisses-allemandes à son frère Ulrich III qui donnera naissance à la lignée des Neuchâtel-Nidau, ils feront de Nidau le centre de leur seigneurie, et celles situées en Suisse romande à son fils Berthold Ier de Neuchâtel qui continue la lignée des seigneurs de Neuchâtel. Après la disparition de Berthold V de Zähringen, alors recteur de Bourgogne, en avril 1218, le comté de Bargen, ainsi que d'autres situés dans la même zone géographique, disparait pour laisser la place au Landgraviat de Bourgogne et au Landgraviat de la Bourgogne de l'Aar dont les rôles principaux étaient de protéger les biens impériaux et de maintenir l'ordre public. Le Landgraviat de la Bourgogne de l'Aar, qui couvrait toute la rive gauche de l'Aar jusqu'au Jura, eut à sae tête dès 1276 les comtes de Neuchâtel-Nidau et ce jusqu'à leur extinction en 13753. Listes des comtes de Nidau Rodolphe Ier de Neuchâtel-Nidau4, (? - 1257/61), fils d'Ulrich III de Neuchâtel. Comte de Nidau, seigneur de Fenis et de Cerlier, il obtient également la "commande" de l'abbaye de l'île de Saint-Jean et la montagne de Diesse. En 1259/60, lors du conflit entre le duc de Coppingen, gouverneur du pays de Vaud, et le comte de Savoie, il est fait prisonnier, ainsi que Berthold Ier de Neuchâtel, Ulrich de Neuchâtel-Aarberg seigneur de Valangin, Pierre II de Gruyère, Louis de Châlon, baron de Grandson et d'autres. En guise de rançon Rodolphe remet au comte de Savoie, Pierre II, l'hommage féodal du comté de Fenis, les autres prisonniers font de même si bien que le comte de Savoie se saisit ainsi de tout le pays de Vaud5. Mariages et succession6,7 : Il épouse en premières noces Bertha de Granges8 de qui il n'a pas d'enfants, puis en secondes noces Richenza (? - 1263/67), de qui il a : Rodolphe II qui suit, Richenza, elle épouse Ulrich IV de Rappolststein. Rodolphe II de Neuchâtel-Nidau9, (? - 1308/09), comte de Nidau, seigneur de Fenis et de Cerlier. Dès la succession de son père il accorde les franchises à la ville de Nidau en 12615 puis à Cerlier en 1264/6610. Mariage et succession6,7 : Il épouse Gertrude, fille de Berthold II de Neuchâtel-Strassberg, il a : Rodolphe III qui suit, Hartmann, (? - 1316) prévôt de Soleure et de Bâle. Il a un enfant illégitime nommé Conrad. Rodolphe III de Neuchâtel-Nidau11, (? - 21 juin 1339), comte de Nidau, seigneur de Fenis et de Cerlier5. Mariages et succession6,7 : Il épouse en premières noces Jonata de Neuchâtel, puis en secondes noces Verena/Varene de Neuchâtel-Blamont, fille de Thiébaud IV de Neuchâtel-Bourgogne et d'Agnès de Geroldseck, puis en troisièmes noces Jeanne II de Habsbourg comtesse de Laufenburg. Il a : Rodolphe IV qui suit, Jacques, co-seigneur de Nidau, Varenne, (? - 1376) elle épouse Simon de Tierstein Anne, (? - 1347/1400), elle épouse Hartmann III de Kibourg. Rodolphe IV de Neuchâtel-Nidau12, (? - 8 décembre 1375), comte de Nidau, seigneur de Frobourg, bailli du Thurgau et de l'Argau, seigneur de Fenis et de Cerlier, gardien de l'abbaye de l'Ile de Saint-Jean. En 1338 il prend le commandement de la coalition formée pour attaquer la ville de Berne à la demande de l'empereur. En 1350 il ratifie un traité d'alliance avec la ville de Bienne, en 1365 le dernier comte de Frobourg étant décédé sans enfant sa ville retourne dans les possessions des comtes de Nidau5. Sans enfants il désigne son neveu Rodolphe de Kibourg comme héritier. Mariage et succession6,7 : Il épouse Isabelle, comtesse de Neuchâtel et fille de Louis Ier de Neuchâtel de qui il n'a pas d'enfants. Sources Jonas Boyve, Annales historiques du Comté de Neuchâtel et Valangin depuis Jules-César jusqu'en 1722, E. Mathey, 1854 (lire en ligne [archive]), p. 120 à 134, 139, 145, 152, 188, 191, 192, 199, 207, 224, 225, 257, 258, 290, 318, 343, 350, 352, 372 Manuel généalogique pour servir à l'histoire de la Suisse, Tome I, Zurich, Société suisse d'héraldique, 1908 (lire en ligne [archive]), p. 102 et 103 Georges Auguste Matile, Monuments de l'histoire de Neuchatel, Volume 2, Attinger, 1848 (lire en ligne [archive]), p. 1216 Anne-Marie Dubler, « Nidau (seigneurie, district) [archive] » dans le Dictionnaire historique de la Suisse en ligne, version du 11 novembre 2010. | von Neuenburg-Nidau, Graf Rudolf I. (I10965)
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| 35998 | https://fr.wikipedia.org/wiki/Liste_des_comtes_de_Strassberg Liste des comtes de Strassberg Seigneurie située près de Büren an der Aare propriété d'une lignée de baron disparu vers 1200 apparenté aux barons de Granges. Après l'extinction des barons de Strassberg la seigneurie est rachetée par les Neuchâtel-Nidau en 1236. les nouveaux comtes de Strassberg s'installent à Büren et délaissent le château qui tombe en ruine. Berthold Ier de Neuchâtel-Strassberg, (? - 1270), seigneur de Valangin puis de Strassberg, fils d'Ulrich III de Neuchâtel1,2. Vers 1251 il échange sa part de la seigneurie de Valangin avec son frère Ulrich IV de Neuchâtel-Aarberg contre celle que ce dernier détenait sur Strassberg. Mariage et succession : Il épouse Jeanne de Granges de qui il a : Berthold II qui suit, Henri, (? - 1288), co-seigneur de Strassberg et chanoine de Soleure, Othon Ier, (? - 1275), co-seigneur de Strassberg, Rodolphe, (? - vers 1270), Adélaîde, elle épouse Henri comte de Buchegg, (? - 14 août 1320). Berthold II de Neuchâtel-Strassberg, (? - 1273), comte de Strasberg1,2. Mariage et succession : Il épouse Adélaïde d'Ochsenstein, (? - 17 mai 1314/32), fille d'Othon d'Ochsenstein et de Kunégonde de Habsbourg, de qui il a : Gertrude, (? - 27 mars 1327), elle épouse en premières noces Rodolphe II de Neuchâtel-Nidau, puis en secondes noces Rodolphe III marquis de Bade, Othon II qui suit, Berthold III, (? - 27 avril 1316/20), Louis, (? - 2 décembre 1343), chanoine du chapitre cathédral de Constance en 1306-1307. En 1309 il renonce à ses droits sur Strassberg en faveur de ses frères. Chantre du chapitre cathédral de Strasbourg, curé de Saint-Nicolas à Fribourg et chanoine du chapitre collégial de Saint-Ours à Soleure. Après des études à Bologne (1310-1315), il fut chanoine à Bâle en 1318, archidiacre à Strasbourg en 1338 et prévôt à Soleure de 1324 à 1343. Othon II de Neuchâtel-Strassberg, (vers 1280 - septembre 1315/18), comte de Strassberg1,2. Bailli impérial en Bourgogne. Mariage et succession : Il épouse le 08 avril 1300 Marguerite, fille de Conrad de Fribourg, de qui il a : Imier qui suit. Imier de Neuchâtel-Strassberg, (? - 03 mai 1364), comte de Strassberg1,2. Conseiller du duc d'Autriche. Accablé de dettes il vend en 1327 son domaine de Balm à Rodolphe III de Neuchâtel-Nidau, puis quelque temps avant son décès il cède Büren à Rodolphe IV de Neuchâtel-Nidau. Mariage et succession : Il épouse Marguerite, (? - novembre 1369), fille de Jean de Wolhusen et Helika de Schwarzenberg, de qui il a : Elisabeth, (? - 19 juillet 1352), elle épouse Othon, (? - 18 mars 1382), marquis de Bade. Sources Franziska Hälg-Steffen, « Strassberg, de [archive] » dans le Dictionnaire historique de la Suisse en ligne, version du 26 août 2012. Anne-Marie Dubler, « Strassberg [archive] » dans le Dictionnaire historique de la Suisse en ligne, version du 29 décembre 2011. Geneall, Strassberg [1] [archive] Fabpedigree, Valangin [2] [archive] Roglo, von Strassberg [3] [archive] Georges Auguste Matile, Monuments de l'histoire de Neuchatel, Volume 2, Attinger, 1848 (lire en ligne [archive]), p. 1216 Manuel généalogique pour servir à l'histoire de la Suisse, Tome I, Zurich, Société suisse d'héraldique, 1908 (lire en ligne [archive]), p. 102 et 103 Notes et références ↑ a, b, c et d Monuments de l'histoire de Neuchatel, Volume 2, Matile, page 1216 ↑ a, b, c et d Manuel généalogique pour servir à l'histoire de la Suisse, comtes de Neuchâtel, branche d'Arconcié, seigneurs de Nidau, de Strasberg, d'Arberg et de Valangin, généalogie d'Ulrich III, 1908, page 102 et 103 | von Neuenburg-Strassberg, Graf Berthold II. (I10954)
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| 35999 | https://fr.wikipedia.org/wiki/Liste_des_seigneurs_de_Faucogney La maison de Faucogney occupait une place forte dans la localité du même nom et cumulait leur titre avec celui de vicomte de Vesoul. Elle devait se diviser en quatre branche vers le milieu du xiie siècle. La première était titrée Vicomte de Vesoul, la seconde dont faisait partie Aymé de Faucogney fondait en 1133 l'abbaye de Bithaine, la troisième d'un autre Aymé de Faucogney et la quatrième d'Alard de Faucogney1. Les armes étaient : d'or à trois bandes de gueules. Membres Le premier à porter formellement le titre de seigneur de Faucogney est Gislebert III de Vesoul. Plus tard il recevront la seigneurie de Villersexel avec Jean II de Faucogney et enfin ils obtiendront la seigneurie de Clairvaux-les-Lacs lors du mariage d'Humbert de Faucogney avec Marguerite de la Roche. Gislebert Ier de Faucogney, dit Gislebert Ier de Vesoul, (vers 1065 - après 1092), sire de Faucogney et vicomte de Vesoul. Il fonde en 1092 le prieuré du Marteroy2,3. Mariage et succession : Son épouse est inconnue, il a Gislebert II qui suit. Gislebert II de Faucogney, dit Gislebert II de Vesoul, (? - après 1166), vicomte de Vesoul4, sire de Faucogney et seigneur d'Avanne3. Il approuve en 1146 la donation de la grange de Wals à l'abbaye de Bithaine de la part d'Étienne de Vauconcourt et de Gérard de Saux3. Il accorde à ce monastère ce qu'il a dans la métairie de Colombe et de La Faye ainsi que dans tout le Val de Bithaine3. Dans le courant du xiie siècle il fait d'important dons aux abbaye de Clairefontaine, de Lieu-Croissant, de Billon et de Bellevaux3. Son sceau le représente à cheval tenant son épée d'une main et de l'autre son bouclier chargé d'une clé mise en pal5. Mariage et succession : Il épouse Sibille de qui il a : Aymon Ier, Hugues qui suit. Hugues de Faucogney, dit Hugues de Vesoul, (vers 1095 - 1157), vicomte de Vesoul, sire de Villersexel. Mariage et succession : Il épouse Adeline, (? - après 1163), de qui il a : Gislebert III qui suit, Pierre, seigneur de Lomont, Helie/Illiette, elle épouse Guy de Traves, N..., elle épouse Henri de Saint-Quentin. Gislebert III de Faucogney, (? - après 1189), dit Gislebert III de Vesoul, seigneur de Faucogney, vicomte de Vesoul. Mariage et succession : Il épouse Sibylle, (? - après 1158), fille d'Henry de Faucogney, de qui il a : Aymon II qui suit, Henri, il assiste à la donation, faite par son père, des pâturages de Pusey et d'Auxon à l'abbaye Notre-Dame de Bellevaux, Osilie, elle épouse en premières noces N... de Scey puis en secondes noces Amédée II de Montfaucon, comte de Montbéliard, Othon. Aymon II de Faucogney, (? - après 1173), dit Aymon II de Vesoul, seigneur de Faucogney. Mariage et succession : Il épouse Clémence de qui il a : Aymon, dit Aymon III de Vesoul, Béatrice, (? - vers 1225), elle épouse Hugues, seigneur de Villersexel, fils d'Humbert II de Rougemont et de Sibille dame d'Autoreille, de qui elle a : Aymon III qui suit, Helvis, Sibylle épouse de Richard Ier de Dampierre-sur-Salon, Thibaut, Clémence, (? - 1219), elle épouse Renard II de Choiseul, seigneur de Choiseul. Aymon III de Faucogney, (? - après 1240), écuyer, seigneur de Magny-Fouchard, de Faucogney et de Villersexel, vicomte de Vesoul, seigneur d'Autoreille2,6. Son sceau le représente en chevalier armé tenant son écu sur lequel figurait un aigle5. Mariage et succession : Il épouse, en 1189, Élisabeth, (? - 28 mai 1253), fille d'Hugues de Mailly et de Marie, de qui il a : Jean Ier qui suit, Aymon, (? - 18 décembre 1309), il fonde la branche de Villersexel, il épouse en premières noces Guillemette de Ray, (? - 1270), puis en secondes noces Simone de Longwy, (? - 1294), Thiébaud, (? - 1301), doyen de l'église de Besançon et de la collégiale de Sainte-Madeleine de 1280 à 1301, Hugues, chanoine de Besançon, archidiacre de Beaune en 1282, grand chantre de l'église d'Autun, il teste en 1306, Clémence, (1208 - 4 décembre 1267), elle épouse Étienne d'Oiselay/Oiselet, (1194/1208 - après 1267) (fils d'Étienne II d'Auxonne et de Blandine de Cicon), Élisabeth, Alais, dame de Pouilly, elle épouse Hugues d'Antigny, seigneur de Pagny et de Vienne. Jean Ier de Faucogney, (? - avant mars 1262), sire de Faucogney, vicomte de Vesoul2,1. Il chargeait son écu de trois bandes de gueules en champ d'or et gardait l'aigle dans son contre-sceau ; sa femme se faisait représenter à genoux devant une image de la vierge avec une fleur de lys des deux côtés5. Mariage et succession : Il épouse Helvis/Simonette7, (vers 1232 - 5 août 1312), dame de Marnay, fille de Simon de Joinville et de Béatrice d'Auxonne, de qui il a : Aymon qui suit, Geoffroy, (? - 1298), seigneur de Saint-Loup-sur-Semouse et de Ronchamps, il épouse en 1277 Alix de Tilchatel, dame de Granges et de Coublanc, Thiébaud, trésorier de l'église de Besançon, abbé de Luxeuil, Henry, (? - 1329), chanoine de Besançon, archidiacre de Ligny-en-Barrois, grand chantre de l'église de Besançon en 1300, haut-doyen en 1312, vicaire général, Agnès, elle épouse Guillaume de Beaujeu, seigneur de Seveux, Guillemette, (? - après 1312), dame de Lieffrans, elle épouse Othenin ou Othes de Ray, Clémence, (? - avant 1312), elle épouse Guillaume de Corcondray et d'Avanne, Aymon de Faucogney, (? - 1296/98), chevalier, seigneur de Faucogney, vicomte de Vesoul. Mariage et succession : Il épouse Jeannette, fille d'Henri IV comte de Salm et de Laurette de Blieskastel, de qui il a : Jean II qui suit, Henri, Alix, elle épouse Hugues de Vienne-Mirebel. Jean II de Faucogney, (? - 1317/19), sire de Faucogney2,1, vicomte de Vesoul. Ayant tenté de s'approprier les biens de l'abbaye de Luxeuil, celle-ci se tournait vers son protecteur le roi de France qui n'eut aucunes difficultés à faire renoncer Jean II à ses projets8. Mariage et succession : Il épouse Catherine, fille de Thiébaut III de Neuchâtel-Bourgogne et de Jeanne-Agnès de Commercy, de qui il a : Jean III qui suit, Aimé, (? - 1362), mort sans alliance, Henry qui suivra, Thiébaud, (? - après 1339), seigneur de Château-Lambert, Hugues, Agnès, elle épouse Geoffroy de Beaujeu, Jeanne, elle épouse 01 mars 1340 Jean Ier de Montreux-Melisey. Jean III de Faucogney, (? - 1345/56), baron de Faucogney, chevalier9. Mariage et succession : Il épouse, vers 1335, Isabelle de France, (1312 - 1348), fille de Philippe V de France et de Jeanne II de Bourgogne, de qui il n'eut pas d'enfants. Henry de Faucogney, (? - après 1352), chevalier, seigneur de Château-Lambert, vicomte de Vesoul. En 1346 il s'unissait avec Jean II de Chalon-Arlay, Thiébaud V de Neuchâtel et les citoyens de Besançon pour combattre le duc de Bourgogne, pour mettre fin à ces hostilités Philippe de Valois prenait le parti d'Henry10. Mariage et succession : Il épouse Jeanne de Blâmont de qui il a : Jeanne, (? - 1373), dame de Faucogney et de Château-Lambert. Elle épouse en premières noces Jean de Neuchâtel-Vaumarcus dit "le Bel" puis en secondes noces Henry de Rahon-Longwy, chevalier, seigneur de Raon11 Henry, (? - 1371), fils naturel (peut-être légitimé12), chevalier. Il a une fille, Jeanne, qui épousait Guillaume III de Gilley-Poncey, seigneur de Poncey12. Jean, fils naturel, seigneur de La Crosière, écuyer et chambellan du duc Philippe Ier de Bourgogne en 1385. Branche de Villersexel Villersexel était le siège d'une seigneurie appartenant à la famille de Rougemont. Un cadet représenté par Hugues de Rougemont, fils d'Humbert II, devient seigneur de Villerxel et par son mariage avec Béatrice de Faucogney apporte cette seigneurie dans cette maison. Aymon de Faucogney, (? - 18 décembre 1309), seigneur de Villersexel, fils d'Aymon III de Faucogney et d'Élisabeth de Mailly. Mariages et succession : Il épouse en premières noces Guillemette, (? - 1270), fille d'Othenin de Ray, puis en secondes noces Simone de Longwy, (? - 1294). Du second mariage il a : Jean qui suit, Aymon, dit "de Besançon", Isabelle, Helvis, elle épouse Jean Ier de Vaugrenant de qui elle a Marguerite. Jean de Faucogney, dit Jean de Villersexel, (? - 27 mai 1319), seigneur de Villersexel et de Clairvaux. Mariage et succession : Il épouse Marguerite, dame de Clairvaux, fille d'Humbert de Cuiseaux et d'Isabelle d'Avilley, de qui il a : Aymon qui suit, Humbert, il fonde la branche de Clairvaux (ci-dessous), Isabelle, (? - 13 août 1368), elle épouse Jean d'Oiselet, Guillemette. Aymon de Villersexel, (? - 10 septembre 1360), seigneur de Villersexel et de Clairvaux. Mariage et succession : Il épouse Jeanne, (? - 1375), dame de Saint-Hippolyte, fille de Richard de La Roche et de Mahaut de Montfaucon, de qui il a : Henri qui suit, Simone, (? - 12 mars 1411) dite "de Villars", dame de Flagey, elle épouse Gérard de Cusance, (? - vers 1405), seigneur de Flagey, , Marguerite, (1350 - ?), épouse de Jean II de Ville, (1345 - août 1403), N..., elle épouse N... de Noidant. Henri de Villersexel, (? - 1412), seigneur de Villersexel et comte de La Roche-en-Montagne en partie. Mariage et succession : Il épouse Guillemette de Vergy, de qui il a : Humbert qui suit, Guillaume, (? - Nicolpolis 28 septembre 1396), il épouse Catherine, dame de Sombernon et de Malain, fille de Jean de Montagu et de Marie de Beaujeu, Jean, Jeanne, elle épouse Jean Ier de Montjoie, fils de Louis de Montjoie et de Jaquette de Cly, Gillette, (? - 1440), dame de La Roche-en-Montagne, elle épouse Burkard comte de Lützelstein, Marie. Humbert de Villersexel, (1385 - 1437/38), comte de la Roche, sire de Villersexel, Maîche, Orbe et Saint Hippolyte, chevalier de L'annonciade et de l'ordre de Savoie. Mariages et succession : Il épouse en premières noces le 14 mai 1398 Marguerite, dame d'Orbe, fille du comte de Monbéliard Henri de Montbéliard et de Marie de Châtillon, puis en secondes noces en 1416 Marguerite, fille du seigneur Geoffroy II de Charny et de Marguerite de Poitiers. Branche de Clairvaux Clairvaux-les-Lacs était le siège d'une seigneurie appartenant à la famille de Cuiseaux dont un des membres, Ponce III, fondait la branche de Clairvaux. Au décès de Guillaume II, et en l'absence d'héritiers directes, c'est à Pierre de Beauffremont, époux de Charlotte de Mauvilly, que revient la seigneurie de Clairvaux. Humbert de Villersexel, (? - 1345), dit "Humbert de Clairvaux et du chatel de Joux", second fils de Jean de Villersexel et de Marguerite, fille d'Humbert de Cuiseaux, sire de Clairvaux, et d'Isabelle d'Avilley, (Marguerite est la petite-fille de Ponce III de Cuiseaux)13. Mariage et succession13 : Il épouse Marguerite, (? - 1357), dame de Châtillon-sous-Maîche et de Maîche, fille de Richard de La Roche et de Mahaut de Montfaucon14, de qui il a Guillaume Ier qui suit. Guillaume Ier de Villersexel, (? - Nicopolis 25 septembre 1396), seigneur de Clairvaux13. Mariage et succession13 : Il épouse Catherine de Montaigu de qui il a : Guillaume II qui suit, Jeanne, (? - 1460), dame de Sombernon, elle épouse en premières noces Jean de Châteauvilain dont elle n'a pas d'enfants, puis en secondes noces en 1435 Guillaume Ier de Beauffremont, (? - 1474), Claudine, elle épouse Olivier de Longwy, n'ayant pas eu d'enfants ils adoptent leur neveu Pierre de Beauffremont, (? - 1504). Guillaume II de Villersexel, (? - 1475), seigneur de Clairvaux. Tous ses enfants étant mort en bas âge il désigne comme héritière sa sœur Claudine13. Mariage et succession13 : Il épouse Charlotte de Noiers de qui il a : Antoine, Catherine, Claudine, Anne, Marguerite. Tableau généalogique [afficher] Généalogie des seigneurs de Faucogney Sources Jean Baptiste Guillaume, Histoire généalogique des sires de Salins au comté de Bourgogne: avec des notes historiques et généalogiques sur l'ancienne noblesse de cette province, Volume 1, Jean-Antoine Vieille, 1757 (lire en ligne [archive]), p. 96 à 102, 132 à 134 et 161 à 165 François Dunod de Charnage, Memoires pour servir a l'histoire du comté de Bourgogne, 1740 (lire en ligne [archive]), p. 66, 67 Geneall [5] [archive] Fabpedigree [6] [archive] Roglo, de Faucogney [7] [archive] Roglo, de Vesoul [8] [archive] Médiéval généalogie [9] [archive] Notes et références ↑ a, b et c histoire généalogique des sires de Salins ↑ a, b, c et d Médiéval Généalogie [1] [archive] ↑ a, b, c, d et e Histoire généalogique des sires de Salins au comté de Bourgogne, pages 96 à 97 ↑ Une charte du 26 juillet 1166 nomme "...Gislebertus vicecomes Visulii..." (Médiéval généalogie [2] [archive]) ↑ a, b et c Histoire généalogique des sires de Salins au comté de Bourgogne, page 99 à 102 ↑ Histoire généalogique des sires de Salins au comté de Bourgogne, pages 98 à 99 ↑ Une charte datée du 24 avril 1301 cite "Heyluix de Jeinville dame de Monteigney davant Vesoul" donne la propriété de l'abbaye d'Hérival pour la mémoire du "signour Jehan jai signour de Faucogneix mon mari" (Médiéval Généalogie [3] [archive]) | von Vesoul (Faucogney), Herr Gislebert III. (I10998)
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| 36000 | https://fr.wikipedia.org/wiki/Mathilde_de_Franconie Mathilde de Franconie, née vers 1045 à Pöhlde en Saxe et morte le 12 mai 1060 à Goslar, est une aristocrate issue de la dynastie franconienne, la troisième fille de l'empereur Henri III du Saint-Empire de son deuxième marriage avec Agnès d'Aquitaine. Elle est également la sœur de Henri IV du Saint-Empire, qui succéda son père à sa mort en 1056. Alors qu'elle a douze ans en 1057, Rodolphe de Rheinfelden l'enlève afin de se voir octroyer le duché de Souabe, vacant à la mort d'Otton III de Schweinfurt, ce qu'il obtient. En 1059, il épouse Mathilde mais elle meurt l'année suivante. Il est possible qu'elle est la mère de Berthold de Rheinfelden. Par la suite, Rodolphe épouse vers 1061/1062 Adelaïde de Savoie, fille d'Othon Ier de Savoie et d'Adélaïde de Suse. De 1077 à 1080, Rodolphe sera antiroi des Romains. | von Deutschland (von Weiblingen), Prinzessin Mathilde (I3169)
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