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47201 Wahrscheinlich einer Nichte des Erzbischofs Absalon von Lund..
https://de.wikipedia.org/wiki/Absalon_von_Lund 
(von Lund?), Margarete (I42148)
 
47202 Wahrscheinlich erst 1073/74 als befestigte Gegenanlage zur benachbarten Hasenburg errichtet[1], wurde die Harburg um 1120 ohne Angabe des Besitzers als »Horeburg« genannt. Sie scheint dem Markgrafen von Stade gehört zu haben, denn unter den Besitzungen, die der Mainzer Erzbischof Adalbert I. (1111–1137) von Richardis von Stade erhielt, wurde neben dem Kloster Gerode auch die Harburg genannt. Die kleine Feste blieb eine Ministerialenburg, zu der zunächst kein größeres Verwaltungsgebiet gehörte, obwohl zwischen 1133 und 1148 einige Burggrafen von Harburg erscheinen, die aber -dem Hochadel angehörend- nur den Titel trugen und als erzbischöfliche Beamte agierten. 1139 gelangt sie als Lehen auch an die Grafen von Gleichen. Bereits 1165 wurde die Harburg mit Burgruine Rusteberg in einer Fehde zwischen Erzbischof Konrad von Mainz und Kaiser Barbarossa zerstört und bald darauf dem Landgrafen von Thüringen als Mitbesitzer übereignet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Harburg_(Eichsfeld) 
von Tonna (von Gleichen), Graf Ernst I. (I36973)
 
47203 Wahrscheinlich gingen aus dieser Ehe folgende Kinder hervor:
- Graf Ludolf I. von Dassel
- Graf Rainald von Dassel, Erzbischof von Köln
- Gepa von Dassel, Äbtissin (zweite dieses Namens) im Kloster der heiligen Ursula zu Köln 
Familie: Graf Reinold (Reinald) I. von Dassel / Gräfin Mathilde von Schauenburg (F14182)
 
47204 Wahrscheinlich in Down oder Antrim in Irland de Burgh, Elizabeth (I9362)
 
47205 Wahrscheinlich ist Balthasar Dittli von Ruts auf Gurtnellen der Stammvater beinahe aller Dittli. Er war 1607 - 1609 Landvogt in Lifenen (Livinental TI). Entsprechend Michael und Katharina Zurfluh nach Stammbuch Uri Stammvater/Mutter vom grössten Zweig. Dittli, Landvogt Balthasar (Balz) des Raths (I853)
 
47206 Wahrscheinlich ist das Zürcher Geschlecht Stapfer dasselbe, das in den Höfen dem Kloster Einsiedeln diente und nach den Rittern von Wollerau den dortigen Turm am Krebsbach bewohnte. Stapfer, Heinrich (I60301)
 
47207 Wahrscheinlich ist hier Wangen, So gemeint. Dieses Wangen gehörte früher zu Bern und Solothurn. Loos, Durs (I27759)
 
47208 Wahrscheinlich Sohn Gottfrieds und Enkel Walters von Hünenberg, Walter (I11458)
 
47209 Wahrscheinlich Sohn oder Enkel von Ulrich und Elisabeth.. Meyer von Birch, Heinrich der Alte (I60800)
 
47210 Wahrscheinlich Sohn von Heini von Wetzikon von Wetzikon (Werdmüller), Heinrich (I56604)
 
47211 Wahrscheinlich war sie eine Verwandte von Patrick Dunbar, 8. Earl of Dunbar (1285–1369), und seiner Frau Lady Agnes Randolph (1312–1369), genannt Black Agnes, vermutlich war sie eine Tochter von Sir Patrick Dunbar († 1357), einem Halbbruder des Earls.
https://de.wikipedia.org/wiki/Patrick_Dunbar,_8._Earl_of_Dunbar 
Dunbar, Agnes (I41499)
 
47212 wahrscheinlich.. Manuel Deutsch, Niklaus (I51037)
 
47213 Waidgesell in Tannenkirch Lang, Martin (I8585)
 
47214 Waisenrichter Siegin, Martin (I518)
 
47215 Waisenrichter Wenk, Johann Martin (I1376)
 
47216 Waisenrichter Schantzlin, Georg (I1676)
 
47217 Waisenrichter und Gemeinschaffner in Uttnach-Tannenkirch Meyer, Friedrich Reinhard (I1733)
 
47218 Waldarbeiter Stammler, Albert (I4773)
 
47219 Walddorfhäslach oder Haslach im Kinzigtal..? Meyer (Mayer), Hanss Martin (I53934)
 
47220 Walddorfhäslach oder Haslach im Kinzigtal..? Hirschmann, Margarethe (I51238)
 
47221 Waldemar II. war in erster Ehe mit Margarete Dagmar, einer Tochter Ottokars I. von Böhmen und Adelheids von Meißen, verheiratet. Familie: König Waldemar II. von Dänemark / Prinzessin Dagmar (Markéta) von Böhmen (F3802)
 
47222 Waldemar IV. heiratete die Tochter des Herzogs Johann I. von Sachsen-Lauenburg, Elisabeth von Sachsen-Lauenburg. Familie: Herzog Waldemar IV. Erichssohn von Schleswig / Elisabeth von Sachsen-Lauenburg (F21320)
 
47223 Waldemar und Rixa hatten folgende Kinder:
- Waldemar († 1360), Erbprinz von Schleswig
- Heinrich († 1375), Herzog von Schleswig 
Familie: König Waldemar III. von Dänemark (von Schleswig) / Rixa (Rixe) von Schwerin (F21325)
 
47224 Waldhüter in Gupf-Tannenkirch Wenk, Mathias (I5805)
 
47225 Waldkirch ist der Name eines adeligen, ab 1790 reichsgräflichen Geschlechts, entstammend eines alten Bürgergeschlechts der Stadt Schaffhausen in der Schweiz.
Die Waldkirch waren ein Ratsherrengeschlecht der Stadt Schaffhausen. In den Quellen des 14. Jahrhunderts kommen sie nur unter ihrer Berufsbezeichnung Goldschmied vor. Als Ahnherr gilt Heinrich Goldschmid, genannt Waldkirch, der 1405 urkundlich erscheint. Von 1487 datiert der Adels-[2] und Wappenbrief von Kaiser Friedrich III. für Konrad Waldkirch (urkundlich 1477–† 1512), Bürgermeister von Schaffhausen, der 1509 für 295 Gulden die Gerichtsherrschaft Flaach-Volken erwarb. Seither führten die Waldkirch das Adelsprädikat.
Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Waldkirch_(Adelsgeschlecht) 
von Waldkirch, Beatrix (I12770)
 
47226 Waldrada wurde von Papst Niklaus I. wieder von Lothar getrennt und sollte von seinem Legaten nach Rom gebracht werden, entwischte aber und wurde exkommuniziert. Erst Papst Hadrian II. begnadigte sie. (Maas-Mosel), Walrada (I4705)
 
47227 Waldshuterkrieg (1468)
Konflikt: Eine Auseinandersetzung zwischen dem Adel im Sundgau, Breisgau, Klettgau und Hegau sowie den österreichischen Vorlanden gegen die Acht Orte der Eidgenossenschaft.
Auslöser: Eine Reihe von Konflikten zwischen der aufstrebenden Eidgenossenschaft und den Habsburgern.
Beteiligte: Der Adel und seine Verbündeten gegen die Eidgenossen und ihre Verbündeten wie die Stadt Schaffhausen.
 
Byss, Ulrich (I57494)
 
47228 Wallingford Castle war ein Schloss in Wallingford in der englischen Grafschaft Oxfordshire (früher Berkshire). Der Bau wurde von Robert D’Oyly initiiert und im Zeitraum von 1067 bis 1071 verwirklicht. Bei Wallingford Castle handelt es sich um eine typische normannische Turmhügelburg. Eine der berühmtesten Bewohnerinnen des Schlosses war die Kaiserin Matilda, welche die einzige legitime Tochter König Heinrichs I. war. Sie musste während einer Eroberung von Oxford Castle nach Wallingford Castle fliehen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wallingford_Castle 
de Berkeley, Maurice (I28245)
 
47229 Walperswil bei Aarberg. von Walperswil, Rilenta (I12394)
 
47230 Walram heiratete 1141 Agnes von Montfort, Tochter von Amaury III. von Montfort, Graf von Évreux, und Agnès de Garlande, die die Herrschaft Gournay-sur-Marne erbte. Familie: Walram IV. (Waleran, Galéran) von Beaumont (von Meulan), 1. Earl of Worchester / Agnes von Montfort (F20983)
 
47231 Walram I. war Graf von Arlon. Er wurde im Jahr 1052 genannt und gilt als der Stammvater der späteren Herzöge von Limburg. Sein Sohn Walram II. war vermutlich der erste Graf von Limburg. Walram war verheiratet mit Adelheid (Adele) von Lothringen, Tochter des Herzogs Dietrich von Lothringen. 1052 schloss er einen Prekarievertrag mit dem Trierer Erzbischof Eberhard von Trier über Besitz in der Eifel und an der unteren Mosel. von Arlon, Graf Walram I. (I12123)
 
47232 Walram IV. hatte mindestens vier Kinder aus erster Ehe mit Kunigunde von Monschau, bekannt sind zwei Töchter und zwei Söhne, diese waren:
• Sophie von Limburg († 1226), ∞ 1210 Graf Friedrich von Isenberg
• Mathilde von Limburg († nach 1234), ∞ Wilhelm III. von Jülich
• Heinrich IV. von Limburg († 1247), ∞ Irmgard von Berg
• Walram II. von Monschau († 1242), ∞ Elisabeth von Bar Tochter des Grafen Theobald I. von Bar und der Gräfin Ermesinde II. von Luxemburg 
Familie: Herzog Walram IV. von Limburg / Kunigunde von Monschau (F3957)
 
47233 Walram IV. hatte mindestens vier Kinder aus seiner zweiten Ehe mit Ermesinde II. von Luxemburg, diese waren:
• Katherina von Limburg (* 1215; † 18. April 1255), ∞ Herzog Matthäus II. von Lothringen
• Heinrich V. von Luxemburg (* um 1216; † 1281), ∞ Margarethe von Bar, Tochter von Heinrich II. von Bar
• Margareta von Limburg
• Gerhard von Durbuy (* 1223; † um 1303), ∞ Mechthild von Kleve, Tochter des Dietrich primogenitus von Kleve 
Familie: Herzog Walram IV. von Limburg / Gräfin Ermesinde II. von Luxemburg (F3947)
 
47234 Walter geriet bei Sarno in einen Hinterhalt, als er von Diepold während des Nachtlagers überfallen und schwer verwundet wurde. Er starb in deutscher Gefangenschaft drei Tage später an seinen Wunden und wurde in der Kirche Santa Maria della Foce in Sarno bestattet. von Brienne, Graf Walter III. (I42573)
 
47235 Walter hatte 4 Kinder, welches von welcher Ehefrau stammt ist scheinbar nicht bekannt..
- Amalrich, Herr von Tricarico
- Eschiva ; ⚭ Johann von Antiochia, Marschall von Zypern
- Alix; ⚭ 1230 Balduin von Ibelin, Seneschall von Zypern
- Fémie; ⚭ Gui de Morf 
Familie: Walter von Bethsan (Béthune) / Théodore von Thoumana (F21825)
 
47236 Walter hatte 4 Kinder, welches von welcher Ehefrau stammt ist scheinbar nicht bekannt..
- Amalrich, Herr von Tricarico
- Eschiva ; ⚭ Johann von Antiochia, Marschall von Zypern
- Alix; ⚭ 1230 Balduin von Ibelin, Seneschall von Zypern
- Fémie; ⚭ Gui de Morf 
Familie: Walter von Bethsan (Béthune) / Douce von Poncelet (F21826)
 
47237 Walter heiratete Bourgogne de Lusignan, eine Tochter des Königs Amalrich I./II. von Zypern-Jerusalem, von dem er zusätzlich zum Konstabler (Connétable) von Jerusalem ernannt wurde, als Amtsnachfolger des Johann von Ibelin. Familie: Walter von Montbéliard (Mömpelgard) / Bougogne von Lusignan (F21812)
 
47238 Walter I. hatte mit einer unbekannten Frau mindestens vier Söhne.

- Walter II., erwähnt 1160
- Rudolf l. von Vaz, Vogt der Kirche Seefelden † vor 1200, verheiratet mit Gräfin Willibirg von Veringen
- Rudolf II. † vor 1227
- Walter III. von Vaz, † 26. November 1254; verheiratet mit Adelheid von Rapperswil 
Familie: Freiherr Walter I. von Vaz / (F5487)
 
47239 Walter II. und Mathilde hatten 6 Kinder, 3 Söhne und 3 Töchter.
1. Jean II de Montfaucon
2. Henri de Montfaucon
3. Girard de Montfaucon
4. Jeanne
5. Mahaut/Mathilde
6. Marguerite 
Familie: Walter II. (Gauthier) von Montfaucon / Mathilde (Mahaut) de La Marche (Chaussin) (F6288)
 
47240 Walter III. heiratete mit Elvira die Tochter des Königs Tankred von Sizilien, die nach der Entmachtung ihrer Familie durch Kaiser Heinrich VI. in Frankreich im Exil lebte. Familie: Graf Walter III. von Brienne / Maria Elvira von Sizilien (Hauteville) (F21621)
 
47241 Walter III. und Adelheid hatten mindestens zwei Söhne.

- Rudolf III., † 27. Juli 1262 als Rudolf IV. von Rapperswil, Graf von Rapperswil
- Walter lV. von Vaz, verheiratet mit Adelheid von Montfort; † vor 25. April 1255 
Familie: Freiherr Walter III. von Vaz / Adelheid von Rapperswil (F4960)
 
47242 Walter III. und Anna hatten folgende Kinder:[1]
- Heinrich II. Herr zu Hohengeroldseck ∞ Anna von Ochsenstein
- Walter IV. Herr zu Hohengeroldseck (urkundlich erwähnt 1330/49)
- Georg von Geroldseck zu Sulz
- Gundolf von Geroldseck zu Sulz
- Wilhelm von Geroldseck zu Sulz (urkundlich erwähnt um 1330)
- N. (eine Tochter) ∞ N. (Herzog zu Teck) 
Familie: Walter III. von Tübingen (von Hohengeroldseck) / Anna von Fürstenberg (F5994)
 
47243 Walter könnte auch identisch mit Robert oder Gautier sein? de Clare, Walter (I27356)
 
47244 Walter nahm 1199 das Kreuz zum vierten Kreuzzug, allerdings schloss er sich dann 1201 dem Feldzug seines Neffen, Graf Walter III. von Brienne, in das Königreich Sizilien an, um dort die staufischen Statthalter zu bekämpfen. Von dort zog er noch vor dem Jahr 1205 in das heilige Land weiter, wo er sofort eine führende Position unter dem einheimischen christlichen Feudaladel einnahm. Er heiratete Bourgogne de Lusignan, eine Tochter des Königs Amalrich I./II. von Zypern-Jerusalem, von dem er zusätzlich zum Konstabler (Connétable) von Jerusalem ernannt wurde, als Amtsnachfolger des Johann von Ibelin. von Montbéliard (Mömpelgard), Walter (I10992)
 
47245 Walter setzte die Absicht seines Vaters fort, aus Echallens den Mittepunkt einer Kastlanei zu machen. von Montfaucon, Walter II. (Gauthier) (I12508)
 
47246 Walters ältester Sohn Johann I. von Brienne wurde sein Nachfolger als Graf von Brienne. Dieser starb 1261 kinderlos auf Zypern.
Ihm folgte Walters jüngerer Sohn Hugo von Brienne, der um 1268 Zypern verließ, sich in Süditalien niederließ und sich Karl von Anjou anschloss, von dem er schließlich die Grafschaft Lecce zurückerhielt. 
Familie: Graf Walter IV. von Brienne / Maria von Zypern (Lusignan) (F21622)
 
47247 Walters sterbliche Überreste wurden erst gegen Jahresende 1250 von den Mameluken als diplomatisches Entgegenkommen gegenüber Ludwig IX. freigegeben. Sie wurden von seiner Cousine Marguerite de Reynel, der Ehefrau des Balian von Sidon, in der Johanniterkirche St. Johannis zu Akkon bestattet. von Brienne, Graf Walter IV. (I42575)
 
47248 WALTHER VON KLINGEN – MINNESANG IN WEHR

Zur Person
Der Minnesänger Walther von Klingen (geb. um 1220 in Klingnau/CH, gest. 1284 in Basel/CH) zählt zu den überragenden Persönlichkeiten des 13. Jahrhunderts in der Nordschweiz/Südschwarzwald. Er war ein enger Vertrauter Rudolfs von Habsburg. Zu Walthers Besitz zählte auch die Herrschaft Wehr.

Walther von Klingen: Stifter des Klosters Klingental
Im Jahr 1256 stiftete Walther von Klingen das Kloster Klingental zu Wehr. Es befand sich auf dem Gelände des heutigen Schwimmbads am Ortsausgang nach Todtmoos, nahe der Wolfgangskapelle. Die frommen Frauen kamen aus Häusern im Elsass, wo sie in die Kämpfe zwischen den papsttreuen und kaisertreuen Städten verwickelt worden waren. Walthers Stiftung war reich und ermöglichte rasch den Bau einer stattlichen Klosteranlage. Doch wieder gerieten die Nonnen in heftige Auseinandersetzungen, dieses Mal zwischen Rudolf von Habsburg und dem Bischof von Basel. Ein Brennpunkt der Kämpfe war das Wehratal. So kam es, dass das Kloster Klingental im Jahr 1274 nach Kleinbasel verlegt wurde, wo es im weiteren Verlauf der Geschichte eine herausragende Rolle spielte.

Die Stadt Wehr hat 2007/2008 das Gelände der ehemaligen Klosteranlage geophysikalisch untersuchen lassen. Die Ergebnisse wurden im Rahmen des Symposiums Walther von Klingen und das Kloster Klingental in Wehr untersucht. Sie wurden in dem bei Thorbecke veröffentlichten Band „Walther von Klingen und das Kloster Klingental zu Wehr“ publiziert. Das Buch ist bei der Buchhandlung Volk in Wehr erhältlich.

Zitat aus: https://www.wehr.de/de/stadtinfo/stadtgeschichte/walther-von-klingen/

 
von Klingen, Graf Walther (I10851)
 
47249 Walther von Klingen, (urkundlich seit 1240 in Klingnau; † 1. März 1286[1] in Basel), war ein Minnesänger in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts.

Leben und Werk
Walther von Klingen war der Sohn von Ulrich II., dem Gründer des aargauischen Städtchens Klingnau, aus dem alten adligen Freiherrengeschlecht derer von Klingen, Burg Altenklingen im Thurgau.[2]

Im Jahr 1256 ist Walther als Gründungsstifter des Dominikanerinnenklosters Klingental bezeugt, das zunächst noch in Wehr angesiedelt war, 1274 an das Kleinbasler Rheinufer umsiedelte und das sich dort zu einem der wohlhabendsten und bedeutendsten Klöster Basels entwickelte. Im Laufe seines Lebens erwies sich Walther mehrfach als großzügiger Geber von Grund- und Geldschenkungen an Klöster und Konvente (Kloster St. Blasien, Predigerkloster Basel, Kloster Klingental). Des Weiteren waren er und seine Frau Gründer des Klosters Sion. In einem Stiftungsbrief vom 27. Mai 1269 übergab er mit seiner Gattin Sophie von Frohburg ein am Fusse des Achenbergs gelegenes Oratorium mit dem Namen Sion, qui locus vocabulo Syon dictur. Zwei Monate später, am 26. Juli, bestätigte Walther von Klingen die Vergabung.

In einem Kaufvertrag vom 20. Mai 1269 mit dem Stift St. Blasien werden vier Töchter Walters aufgeführt: Verena, Hazelaud, Katharina und Klara. Im Jahre 1267 heiratete seine Tochter Verena († 1314) den Grafen Heinrich von Veringen (erwähnt 1267–1282). Verenas Tochter Anna heiratete den Grafen Hugo von Montfort. Die Tochter Sophie heiratete Konrad von Lichtenberg und eine weitere Tochter heiratete in das Geschlecht von Bucheck.[3]

1272 verkaufte Walther das ganze Städtchen Wehr an den späteren König Rudolf I. von Habsburg, dessen Vetter und enger Vertrauter er war. In Rudolfs Gefolge wurde er in zahlreichen Rechtsquellen der Zeit als urkundender Zeuge geführt, insbesondere in den Jahren 1273–76 und 1283. Gleiches gilt für Walthers Ministeriale, die beiden Klingnauer Ritter Conrad und Berthold Steinmar; der letztgenannte wird mit dem Minnedichter Steinmar der Großen Heidelberger Liederhandschrift (Codex Manesse) identifiziert. Mit König Rudolf war Walther 1283 unter anderem in Aarau, wo er in der diesem Ort verliehenen Stadtrechtsurkunde an erster Stelle als Zeuge genannt wird.

Walther ist im Codex Manesse als Autor von acht konventionell zu nennenden Minneliedern vertreten. Sowohl formal als auch thematisch weisen sie ihn als Schüler Gottfrieds von Neifen und Konrads von Würzburg aus. Ein zeitgenössischer Minnesänger aus dem Geschlecht der Freien von Wengen bei Frauenfeld preist denn auch weniger Walthers Sangeskunst als die Vorzüge seines Charakters: triuwe (Treue), milte (Freigebigkeit) und zuht (Ritterlichkeit) (vgl. Bartsch, K: Die schweizerischen Minnesänger).

Letzte Lebenszeichen sind testamentarische Verfügungen aus dem Jahr 1284 in Basel, wo er neben Klingnau seinen Wohnsitz hatte.[4] Seine Grabstätte ist nicht eindeutig zu bestimmen; sowohl das Predigerkloster zu Basel als auch das Kloster Klingental kommen als Grablege in Frage.

Textausgabe
Pfaff, Friedrich (Hg.): Die große Heidelberger Liederhandschrift (Codex Manesse) In getreuem Textabdruck, Titelausgabe der zweiten, verbesserten und ergänzten Auflage bearbeitet v. Hellmut Salowsky mit einem Verzeichnis der Strophenanfänge und 7 Schrifttafeln, Heidelberg 1995, Spalte 127-133
Literatur und Quellen
Josef Bader: Das ehemalige sanktblasische Amt Klingenau, in: ZGO 1/1850, Seite 452 ff.
Karl Bartsch (Hg.): Die Schweizer Minnesänger, Frauenfeld, Verlag Huber 1964
Moriz Gmelin: Urkundenbuch der Deutschordens-Commende Beuggen, in: ZGO 28/1876, Seite 78; Fortsetzung Seite 1266–1299, ibid. Seite 376–439
Johann Huber: Die Regesten der ehemaligen Sanktblasier Propsteien Klingnau und Wislikofen im Aargau. Ein Beitrag zur Kirchen- und Landesgeschichte der alten Grafschaft Baden, Luzern, Räber 1878
Walther Merz (Hg.): Die mittelalterlichen Burganlagen und Wehrbauten des Kantons Argau, Aarau, Sauerländer 1904, hier: Abschnitt „Klingnau“, Seite 293 ff., mit einer Stammtafel der „Freien von Klingen“
Elmar Mittler und Wilfried Werner (Hgg.): Codex Manesse. Die Große Heidelberger Liederhandschrift. Texte. Bilder. Sachen, Katalog zur Ausstellung 1988, Universitätsbibliothek Heidelberg, Heidelberg, Braus 1988
Otto Mittler: Geschichte der Stadt Klingnau 1239-1939, Aarau, Sauerländer 1947
Ursula Peters: Literatur in der Stadt. Studien zu den sozialen Voraussetzungen und kulturellen Organisationsformen städtischer Literatur im 13. und 14. Jahrhundert, Tübingen, Max Niemeyer Verlag 1983; hier: „Der Literaturkreis um Walther von Klingen“, Seite 105–114
Max Schiendorfer: Walther von Klingen: Vorsitzender eines Basler Sängerkreises? Eine regionalgeschichtliche Fallstudie, in: Zeitschrift für deutsche Philologie 122/2003, Seite 203–229
Max Schiendorfer: Walther von Klingen. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
Urkundenbuch der Stadt Basel, bearbeitet durch Rudolf Wackernagel und Rudolf Thommen, Basel 1890–1910
Walther von Klingen und das Kloster Klingental in Wehr, hg. von der Stadt Wehr, Ostfildern 2010
Ingo F. Walther (Hg.): Codex Manesse. Die Miniaturen der Großen Heidelberger Liederhandschrift, Hrsg. und erläutert v. Ingo F. Walther unter Mitarbeit von Gisela Siebert, Frankfurt am Main, Insel 1988
Wilhelm Wilmanns: Klingen, Walther von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 16, Duncker & Humblot, Leipzig 1882, S. 189.
Einzelnachweise
Michael Bärmann: Herr Göli: Neidhart-Rezeption in Basel
Zur Genealogie vgl.: W. Merz: Burganlagen.
Sebastian Locher: Regesten der Grafen von Veringen. 1872. Seite 74.
Urkundenbuch Basel, Bd. II., Nr. 445, S. 257 f.; Nrn. 447-449, S. 258–261
Weblinks
vollständiges Digitalisat des Codex Manesse bei der UB Heidelberg, Cod. Pal. germ. 848, Blatt 52r: Herr Walther von Klingen
Commons: Codex Manesse – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Walther_von_Klingen

 
von Klingen, Graf Walther (I10851)
 
47250 Wangen (welches..?) Frey, Rosa Lisette (I53781)
 

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