Treffer 47,901 bis 47,950 von 52,053
| # | Notizen | Verknüpft mit |
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| 47901 | Zeugen: Strunkeit Eduard, Wirth in Meszeln, 29J; Kallei Eduard, Eigenkäthner in Zaggern, 28J | Familie: Carl Hermann Szamaitpreiksch / Heinriette Amalie Meding (Mäding) (F15262)
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| 47902 | Zeugen: Stuhlert Gottfried, Wirth in Kallwiszken, 50J; Stuhlert Amalia geb. Boettcher, Wirthsfrau in Kallwiszken, 40J | Familie: Friedrich August Ginsel / Amalie Auguste Kalley (F15296)
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| 47903 | Zeugen: Westphal Eduard, Besitzer in Dwielen, 41J; Wilks Martin, Besitzer in Szaggern, 49J | Familie: Jurgis Simuttis / Johanne Bertha Kalley (F15289)
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| 47904 | Zeugen: ZOMM Gottlieb, Invalide in Grumbeln, 37J; STEINWENDER Eduard, Käthnersohn in Kallwischken, 24J | Familie: Gustav Carl Schmidt / Amalie Stainwender (Steinwender, Horner) (F15245)
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| 47905 | Zeugen: der Bürger und Landwirt Ernst Ludwig Bammerlin von Egerten und der unverheiratete volljährige Johannes Sturm, Bürgers-Sohn von Wittlingen. | Familie: Gottlieb Stammler / Maria Barbara Sütterlin (F2175)
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| 47906 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Familie: Lebend / Lebend (F344)
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| 47907 | Zeugherr | von Roll, Zeugherr & Landesvogt Franz Konrad Emanuel (I7723)
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| 47908 | Zeugte mit seinen 3 Ehefrauen 18 Kinder.. | Zipse (Zipsin), Johann (Johannes) (I31939)
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| 47909 | Zeugten die Töchter Adelheid von Wassel und Friderun. Friderun wurde Nonne. | Familie: Graf Konrad II. von Wassel / Adelheid von Loccum-Hallermund (F14183)
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| 47910 | Zgraggental..? | Indergand, Jakob (I3204)
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| 47911 | Ziat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Rhäzüns Schloss Rhäzüns Das Schloss Rhäzüns (rätoromanisch Chastè da Razén) liegt im Osten der Gemeinde Rhäzüns im Kanton Graubünden. Lage Das Schloss liegt am Unterlauf des Hinterrheins vor dessen Zusammenfluss mit dem Vorderrhein auf einem markanten Plateau aus Moränenschutt von 65 m Länge und 25 m Breite. Gegen Osten fällt das Gelände steil gegen den Rhein ab. Der Zugang über den künstlich erweiterten Graben erfolgt über einen um 1700 aufgeschütteten Damm von Südwesten her. Der ursprüngliche Zugang erfolgte entweder über eine Brücke oder eine steile Rampe. Bau Die Hauptgebäude sind auf der Innenseite einer von Nord nach Süden verlaufenden Ringmauer angelehnt. Die Mauer verläuft an ihren Enden ins Leere und umfasste einst eine grössere Anlage. Die Ostseite wird durch eine schwächere Mauer mit Schiessscharten für Handfeuerwaffen aus dem 16. Jahrhundert begrenzt. Der eigentliche Gebäudekomplex besteht aus zwei rechteckigen Wohntrakten und dem Kapellentrakt an der Nordwestecke. Der nördliche Trakt mit Wandmalereien mit Motiven aus der Tristansage stammt aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Türen, Fenster und Dach sind aus dem 16. Jahrhundert oder jünger. Der langgezogene Zwischentrakt wurde im ausgehenden 16. Jahrhundert unter Johannes Planta von Wildenberg gebaut. An Plantas Bautätigkeit erinnern eine Inschrift über der Tür des Mitteltraktes und sein Wappen mit Initialen und der Jahreszahl 1592 an der Aussenwand gegen den Hof. Johannes Planta wurde 1572 anlässlich eines Volksgerichts enthauptet. Eine letzte grosse Ausbauphase stammt aus der Zeit um 1700, als der äussere Torbau und der Kapellentrakt entstanden. Eine Kapelle schien jedoch schon vorher bestanden zu haben, denn 1396 wird ein Burgkaplan erwähnt. Das Ziegeldach ist neuzeitlich. Grössere Renovationen erfolgten 1927/28. Aus der Topographie des Hügels lässt sich schliessen, dass grosse Teile der ursprünglichen Anlage abgestürzt sein müssen. Unterlagen aus dem 16. Jahrhundert bestätigen die Niederlegung eines gefährdeten Rundturmes an der äussersten Geländekante gegen den Rhein. Bedeutende Umbauten erfolgten in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. 1553 wurde der nördliche Hauptturm niedergelegt und vielleicht auch gleichzeitig die östliche Partie preisgegeben und die heutige Ostmauer errichtet. Die Innenausstattung des Schlosses ist weitgehend nachmittelalterlich. Geschichte Wann die Anlage, bzw. deren Vorgängerbauten errichtet worden sind, ist nicht bekannt. Vermutlich existierte bereits im 10. Jh. eine Burganlage an der Stelle des heutigen Schlosses; in Urkunden der Kaiser Otto I. und Otto II. wird in den Jahren 960 und 976 ein castellum Beneduces et Rezunnes erwähnt. Der erste nachweisliche Vertreter der Freiherren von Rhäzüns war Arnoldus de Ruzunne, der 1137/39 in den Gamertinger Urkunden erwähnt wird. Die erste urkundliche Erwähnung der Burg Rhäzüns selber erscheint in einer Verkaufsurkunde des Klosters Disentis aus dem Jahr 1282. Nach dem Tod des letzten Rhäzünsers Georg 1459 entstand ein langer Erbfolgestreit zwischen den Grafen Hohenzollern-Hechingen von Zollern und den Werdenbergern. 1461 fiel die Burg durch einen Schiedsspruch an die Zollern, welche sie 1437 an Conradin von Marmels verpfändeten. Durch einen Tausch gegen die Herrschaft Haigerloch gelangte sie 1497 in den Besitz Maximilians I., da dieser an einer strategisch wichtigen Stelle interessiert war. Pfandinhaber blieben jedoch die Marmels, die am Schloss verschiedene Ausbauten vornahmen; so wurden etwa Gefängnisse und Badestuben eingerichtet. Im Schwabenkrieg wurde Rhäzüns im Mai 1499 von den Bündnern besetzt, nach Friedensschluss aber wieder an die Marmels zurückgegeben. Nach dem Tod Hans’ von Marmels, 1553, wechselte Rhäzüns bis 1695 mehrere Male den Besitzer. Als Pfandinhaber folgten Bartholomäus von Stampa und 1558 Johannes von Planta, später kam es durch Heirat von dessen Tochter Anna an ihren Gemahl Rudolf von Schauenstein, danach an ihren Bruder Johann von Planta. 1674 war Rhäzüns im Pfandbesitz von Johann Travers von Ortenstein, Sohn des Rudolf von Travers und der Lucrezia von Planta, einer Tochter des Pompejus Planta. 1695 nahm Österreich die Herrschaft an sich und liess sie durch Beamte verwalten. Damit wurde eine Integration der Herrschaft Rhäzüns in die Politik der Drei Bünde verhindert. Am 29. Dezember 1809 kam die Herrschaft von Österreich an Frankreich. Nach dem Zusammenbruch des napoleonischen Reiches kam Rhäzüns 1814 vorerst wieder an Österreich und wurde 1815 im Wiener Kongress dem Kanton Graubünden zugeschlagen. Die feierliche Übergabe an den Kanton fand am 19. Januar 1819 im Landrichtersaal auf Schloss Rhäzüns statt. Die Herrschaftsrechte der Gemeinden kamen an den Kanton und das Schloss wurde Privatbesitz. Erworben hatte es der letzte habsburgische Administrator, der Arzt und Landrichter Georg Anton Vieli. Im Besitz seiner Familie blieb es bis 1927. Anfangs der 1850er Jahre richtete Pater Theodosius Florentini eine Mädchenschule darin ein, die 1854 nach Rorschach verlegt wurde. Nachdem der Pächter der Güter noch darin gewohnt hatte, stand das Schloss leer und begann zu zerfallen. Am 11. Dezember 1926 wurde es von der «Gemeinnützigen Genossenschaft für Auslandschweizer Ferienheim Rhäzüns» gekauft und umfassend renoviert. 1929 wurde unter der Mitwirkung von «Pro Campagna», einer schweizerischen Organisation zur Pflege ländlicher Bau- und Wohnkultur, ein Ferienlager für Auslandschweizer durchgeführt. Durch den Ausbruch des Krieges wurden diese Lager verunmöglicht und das Schloss kam 1942 wieder in Besitz der Familie Vieli. Heute ist das Schloss im Eigentum der Ems-Chemie AG und vom Schweizer Politiker Christoph Blocher auf Lebzeit gemietet. Mehr unter dem Link oben.. | von Rhäzüns, Freiherr Heinrich (I12209)
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| 47912 | Ziegeleiarbeiter | Lang, Emil (I2119)
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| 47913 | Ziegler | Wohlschlegel, Georg Friedrich (I2279)
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| 47914 | Zieri (auch Zierin) kommen von Altdorf, Gurtnellen, Silenen und später auch Erstfeld. Die aus den Zenden Goms (Wallis) stammende Familie hat sich zuerst in Ursern, Schächental und später in Silenen niedergelassen. Johann erhielt 1562 das Urner Landrecht. Gilg Ziörgen, ebenfalls aus dem Wallis, in Unterschächen, erhielt 1565 das Urner Landrecht und Balthasar Ziörien, von Faido (Tessin), in Seelisberg, wird 1583 in das Landrecht von Uri aufgenommen. Es sind zwei Stämme auszumachen, Landleute und Beisassen. Eine verwandtschaftliche Herkunft ist anzunehmen aber nicht nachgewiesen. | Zierin (Zieri), Jakob (I19079)
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| 47915 | Zimmermann in Ettingen-Tannenkirch | Stammler, Karl Friedrich (I997)
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| 47916 | Zisterzienserinnen sind Nonnen, die dem Zisterzienserorden (OCist) angehören. Der weibliche und männliche Zweig bilden zusammen eine Ordensgemeinschaft. Ein erstes Frauenkloster, das mit dem Mutterkloster Cîteaux in Verbindung stand und vermutlich die Lebensweise der Zisterzienser übernahm, wurde 1113 in Frankreich gegründet; weitere Frauenklöster folgten. Anfang des 13. Jahrhunderts gab es bereits über 800 Frauenklöster, welche die Gebräuche von Cîteaux befolgten, aber dem Orden nicht inkorporiert waren, da Cîteaux die Aufnahme von Frauenklöstern in den Orden zunächst ablehnte. Erst ab 1228 ist die offizielle Aufnahme durch Quellen zu belegen. https://de.wikipedia.org/wiki/Zisterzienserinnen | von Henneberg-Botenlauben, Otto I. (I36599)
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| 47917 | Zisterzienserinnen sind Nonnen, die dem Zisterzienserorden (OCist) angehören. Der weibliche und männliche Zweig bilden zusammen eine Ordensgemeinschaft. Ein erstes Frauenkloster, das mit dem Mutterkloster Cîteaux in Verbindung stand und vermutlich die Lebensweise der Zisterzienser übernahm, wurde 1113 in Frankreich gegründet; weitere Frauenklöster folgten. Anfang des 13. Jahrhunderts gab es bereits über 800 Frauenklöster, welche die Gebräuche von Cîteaux befolgten, aber dem Orden nicht inkorporiert waren, da Cîteaux die Aufnahme von Frauenklöstern in den Orden zunächst ablehnte. Erst ab 1228 ist die offizielle Aufnahme durch Quellen zu belegen. https://de.wikipedia.org/wiki/Zisterzienserinnen | von Courtenay, Beatrix (I36604)
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| 47918 | Zita aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Ingebjørg_Håkonsdatter (Aug 2023) Ihre Eltern waren der norwegische König Håkon V. Magnusson und seine Frau Eufemia. Sie war das einzige eheliche Kind Håkons. 1302 erließ ihr Vater ein neues Thronfolgegesetz, durch das ein Sohn von ihr an die dritte Stelle und sie selbst an die siebte Stelle in der Thronfolge aufrückte. Damit war sie von Geburt an eine Schachfigur der Politik des Vaters. Håkon V. war in den nordischen Machtkampf verwickelt, in dem der Streit um die Macht in Schweden zwischen König Birger und dessen beiden Brüdern besonders hervorstach. Als Kind wurde Ingebjørg sowohl mit Birgers Bruder, dem schwedischen Herzog Erik Magnusson, als auch mit König Birgers Sohn Magnus Birgersson verlobt, je nachdem, mit wem ihr Vater sich gerade verbündete.[1] Als König Håkon dann eine Allianz mit den schwedischen Herzögen gegen König Birger vorzog, wurde sie am 29. September 1312 in Oslo dann doch mit Erik verheiratet. Ihre Kusine Ingebjørg Eriksdatter wurde gleichzeitig mit dessen Bruder Waldemar Magnusson verheiratet. Mit Herzog Erik bekam sie 1316 den Sohn Magnus und ein Jahr später die Tochter Eufemia. Nachdem König Birger seine Brüder im Winter 1317/1318 im Gastmahl von Nyköping aus dem Weg geräumt hatte, sammelten sich die Anhänger des Herzogs um Eriks junge Witwe. König Birger musste außer Landes fliehen, und Ingebjørgs Sohn Magnus wurde am 8. Juli 1319 zum schwedischen König gewählt, zwei Monate nachdem er auch die norwegische Krone von seinem Großvater Håkon V. geerbt hatte. Als Mutter des Königs und auf Grund eines eigenen Erbrechts auf den Thron besaß Ingebjørg eine herausragende soziale Stellung in beiden Ländern, wenn sie auch in der offiziellen Regierung keinen Platz hatte. Nach Herzog Eriks Tod versuchte sie in gewissem Umfang in seinem Sinne und im Namen ihres Sohnes Einfluss auf die Politik zu nehmen. Dabei trachte sie vor allem danach, Schonen zu gewinnen. Ihre aggressive Politik gegenüber Dänemark lag ganz auf der Linie der norwegischen Außenpolitik in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Dazu gehörte auch das Bündnis mit Herzog Heinrich II. von Mecklenburg gegen Dänemark, das 1321 durch den Ehevertrag zwischen ihrer Tochter Eufemia und Albrecht, dem Sohn des Herzogs, besiegelt wurde. Als aber der dänische Adlige Knut Porse mit deutschen Söldnern eigenmächtig in Schonen einfiel, erkannten die führenden Persönlichkeiten in Norwegen und Schweden bald, dass ihnen durch die Maßnahmen der Herzogin und Knut Porses die politische Kontrolle abhandenkam. Deshalb setzten sie einen Reichsverweser ein und entmachteten so die Herzogin. Dies geschah in Schweden 1322 und in Norwegen 1323. Schweden schloss daraufhin Frieden mit Dänemark.[2] Ingebjørg heiratete 1327 Knut Porse, der damit Herzog über ihre dänischen Besitztümer Süd-Halland und Samsø wurde. Obgleich Knut unmittelbar vor der Hochzeit mit den führenden Personen Norwegens einen Vergleich geschlossen hatte, wurde er alsbald beschuldigt, dass er gegen Norwegen intrigiere, und auch als Feind Schwedens bezeichnet. Die Ehe wurde als eine sicherheitspolitische Gefahr betrachtet und die Gutsbesitzungen wurden in beiden Ländern beschlagnahmt. Damit schied Ingebjørg aus der norwegischen und schwedischen Politik aus. Die Regierungsgeschäfte in Norwegen wurden von Erling Vidkunnsson mit dem Titel „Des Königs Truchsess in Norwegen“ wahrgenommen. Nach dem Tod ihres zweiten Ehemanns Knut 1330 versuchte Ingebjørg, ihre großen Gutsbesitzungen in Norwegen, Schweden und Dänemark zu verteidigen. Die Verteidigung der großen Lehnsgüter, die Knut Porse ihren beiden gemeinsamen Söhnen Håkon und Knut hinterlassen hatte, verwickelte sie in die innenpolitischen Konflikte Dänemarks. Als die schwedische Regierung Schonen für eine hohe Summe kaufte, wurden Teile von Ingebjørgs dänischen Besitzungen für die Summe verpfändet. Dafür erhielt sie ihre persönlichen schwedischen und norwegischen Besitzungen zurück. Ihre Söhne, die sie mit Knut hatte, starben beide 1350. | von Norwegen, Prinzessin Ingeborg (Ingebjørg) Håkonsdotter (I42158)
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| 47919 | Zitat - “ohngefehr 100 Jahr alt" | Ülin, Barbara (I4160)
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| 47920 | Zitat ais: https://de.wikipedia.org/wiki/Gebhard_von_Henneberg Gebhard von Henneberg (* um 1100; † 17. März 1159 in Würzburg) war Bischof von Würzburg von 1150 bis zu seinem Tod. Gebhard von Henneberg war ein jüngerer Sohn des Burggrafen Godebold II. von Würzburg, ein Bruder Poppos II., Graf von Henneberg, und des Bischofs Günther von Speyer. Gebhard wurde 1121 zum Bischof von Würzburg gewählt und im Jahr darauf auch von Kaiser Heinrich V. – kurz vor dem Wormser Konkordat und dem Ende des Investiturstreits – eingesetzt. 1127 trat er, da nur vom Kaiser ernannt, nach jahrelangen Kämpfen zurück, in denen er sich in Würzburg nicht durchsetzen konnte. Für die Jahre von 1121 bis 1127 wird Gebhard somit als Gegenbischof geführt, der zunächst mit Rugger konkurrierte. 1125 widmete ihm Ulrich von Bamberg das Werk Codex Udalrici. 23 Jahre später, 1150, wurde er erneut Bischof von Würzburg und konnte dieses Mal sein Amt auch antreten. 1152 machte er sich für die Wahl Friedrich Barbarossas zum deutschen König stark: Ab dann war er in dessen unmittelbarer Umgebung anzutreffen. Die Beziehung zwischen Gebhard und Friedrich wurde so eng, dass in Würzburg 1155 ein Hoftag und 1157 ein Reichstag abgehalten wurde – und Gebhard am 17. Juni 1156 bei Friedrichs Hochzeit mit Beatrix von Burgund der Gastgeber war. Gebhard nahm 1157 am Feldzug gegen Polen teil und 1158 am zweiten Italienfeldzug. Um die Mitte des 12. Jahrhunderts übertrug – gemäß den Ausführungen des Lizentiaten Franz Hugo Brandt aus dem Jahr 1794 – Gebhard den von ihm in die Stadt Würzburg aufgenommenen „Brüdern des heiligen Spitals zu Jerusalem“ das „am Sand“ (in der Sanderau) gelegene St. Oswaldspital, das damit zum Johanniterspital und Sitz der Ordenskommende geworden sein soll.[1] Gebhard war auch ein Förderer des Zisterzienserordens. 1127 wurde das Kloster Ebrach gestiftet. Der erste Abt Adam kam aus der Primarabtei Morimond. Trotz geringer Anfangsausstattung entwickelte sich das Kloster – auch mit dem Schutz des Mainzer Erzbischofs Adalbert I. von Saarbrücken – rasch. In den 1134 fertiggestellten Abteibauten fand König Konrad III. mit seiner Gemahlin die letzte Ruhestätte. Die Filiationen Ebrachs griffen weit aus, u. a. bis zum Kloster Nepomuk in Böhmen. Neben Ebrach entstand um 1156 auch das Kloster Bildhausen. | von Würzburg, Bischof Gebhard (I26764)
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| 47921 | Zitat aus : https://de.wikipedia.org/wiki/Anselm_(Nagoldgau) Anselm (Nagoldgau) Graf Anselm von Nagoldgau († 25. Dezember um 1087) war ein Verwandter der Pfalzgrafen von Tübingen und einer der Stifter des Klosters Blaubeuren. Familie Er war verheiratet mit Bertha oder Berchta († 26. Dezember), die ihren Gemahl wohl nicht oder nur um einen Tag überlebt hat, da sie nach dessen Tod in der Geschichte der Klosterstiftung von Blaubeuren nicht mehr erwähnt wird. Sie hatten die Kinder Heinrich († 28. Februar 1103) und Hugo († um 1103).[1] Es wird angenommen, dass die Grafschaft, die das Haus Tübingen um diese Zeit besaß, unter zwei Brüder geteilt war. Anselm erhielt den Nagoldgau, Hugo erhielt die unteren Bezirke Ammertal und Schönbuch, während dem dritten Bruder Sigibot die Allodialbesitzungen, besonders in der Gegend von Blaubeuren, zugefallen waren. Einzelnachweise Dr. L. Schmid: "Geschichte des Pfalzgrafen von Tübingen," 1853, Seite 37. | von Nagoldgau (von Nidlingen?), Anselm (I11603)
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| 47922 | Zitat aus : https://de.wikipedia.org/wiki/Anselm_(Nagoldgau) Anselm (Nagoldgau) Graf Anselm von Nagoldgau († 25. Dezember um 1087) war ein Verwandter der Pfalzgrafen von Tübingen und einer der Stifter des Klosters Blaubeuren. Familie Er war verheiratet mit Bertha oder Berchta († 26. Dezember), die ihren Gemahl wohl nicht oder nur um einen Tag überlebt hat, da sie nach dessen Tod in der Geschichte der Klosterstiftung von Blaubeuren nicht mehr erwähnt wird. Sie hatten die Kinder Heinrich († 28. Februar 1103) und Hugo († um 1103).[1] Es wird angenommen, dass die Grafschaft, die das Haus Tübingen um diese Zeit besaß, unter zwei Brüder geteilt war. Anselm erhielt den Nagoldgau, Hugo erhielt die unteren Bezirke Ammertal und Schönbuch, während dem dritten Bruder Sigibot die Allodialbesitzungen, besonders in der Gegend von Blaubeuren, zugefallen waren. Einzelnachweise Dr. L. Schmid: "Geschichte des Pfalzgrafen von Tübingen," 1853, Seite 37. | von Tübingen-Reck, Graf Sigibot (I11689)
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| 47923 | Zitat aus : https://de.wikipedia.org/wiki/Anselm_(Nagoldgau) Anselm (Nagoldgau) Graf Anselm von Nagoldgau († 25. Dezember um 1087) war ein Verwandter der Pfalzgrafen von Tübingen und einer der Stifter des Klosters Blaubeuren. Familie Er war verheiratet mit Bertha oder Berchta († 26. Dezember), die ihren Gemahl wohl nicht oder nur um einen Tag überlebt hat, da sie nach dessen Tod in der Geschichte der Klosterstiftung von Blaubeuren nicht mehr erwähnt wird. Sie hatten die Kinder Heinrich († 28. Februar 1103) und Hugo († um 1103).[1] Es wird angenommen, dass die Grafschaft, die das Haus Tübingen um diese Zeit besaß, unter zwei Brüder geteilt war. Anselm erhielt den Nagoldgau, Hugo erhielt die unteren Bezirke Ammertal und Schönbuch, während dem dritten Bruder Sigibot die Allodialbesitzungen, besonders in der Gegend von Blaubeuren, zugefallen waren. Einzelnachweise Dr. L. Schmid: "Geschichte des Pfalzgrafen von Tübingen," 1853, Seite 37. | von Tübingen, Graf Hugo III. (I11688)
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| 47924 | Zitat aus einem Bericht des Burgenverein Untervaz über die Mötteli von Rappenstein: http://download.burgenverein-untervaz.ch/downloads/dorfgeschichte/1964-Die%20M%C3%B6tteli%20vom%20Rappenstein%20in%20Goldach.pdf "Bei Jakob von Rappensteins Tod hatte sein Grundbesitz eine so grosse Ausdehnung erlangt, dass kein weltlicher Herr im Thurgau sich mit ihm darin messen konnte. Die Herrschaften Pfyn und Wellenberg mit den Gerichten Wellhausen, Uffhofen, Büttenhart, Rüti, Lustorf, Mettendorf und Heschikofen sowie sein freies Eigen zu Tettikofen und Hüttlingen bildeten miteinander einen zusammenhängenden Grossbesitz. Dazu kamen das Schloss Sulzberg, der Kirchensatz zu Weinfelden, verschiedene Zehnten und seine Häuser in St. Gallen, Winterthur und Zürich. Schon zu Lebzeiten des Vaters war Joachim auf Wellenberg, Beat Rudolf auf Sulzberg gesessen. Bei der Teilung des väterlichen Erbes behielt jeder sein Schloss. Die Herrschaft Pfyn ging an den älteren Joachim, die Weinfelder Rechte blieben in gemeinsamem Besitz. " | Mötteli vom Rappenstein, Jakob (I11349)
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| 47925 | Zitat aus einem Bericht des Burgenverein Untervaz über die Mötteli von Rappenstein: http://download.burgenverein-untervaz.ch/downloads/dorfgeschichte/1964-Die%20M%C3%B6tteli%20vom%20Rappenstein%20in%20Goldach.pdf "Der Bruder des Hans Mötteli, Rudolf der Ältere genannt, folgte zunächst dem Vorbild des Vaters. Mit seinem Halbbruder Lütfried betrieb er in grossartigem Masstab den Leinwandhandel nach Spanien, als Gegenfracht führte er Safran und Pfeffer nach Deutschland zurück. In Avignon, Barcelona und Saragossa besassen sie eigene Häuser, in Valencia und Granada führten sie Niederlassungen. Die Geschäfte brachten Rudolf unermessliche Gewinne ein, so dass er für den reichsten Mann in den eidgenössischen Landen gehalten wurde, und in ganz Schwaben konnte ihm kaum einer den Rang ablaufen. Da überkam auch ihn das Verlangen, dem alteingesessene Adel des Landes beigezählt zu werden. Um 1458 überliess er das Handelsgeschäft seinem Bruder Lütfried, trat ins Burgrecht der Stadt Zürich und kaufte den heruntergekommenen Edelsitz Alt-Regensberg. Schloss und Park wurden von Grund auf erneuert. Es kam jedoch bald zu gespannten Beziehungen zum Rat von Zürich wegen trüber Machenschaften. Wie Rudolf 1463 Bürger von Luzern und 1465 gar Landmann Von Unterwalden wurde, entzog ihm der Rat von Zürich das Burgrecht. Der verärgerte Herr liess sich darauf in Stein am Rhein nieder, geriet aber bald mit den neuen Mitbürgern in so bittere Fehde, dass die Tagsatzung einschreiten musste. Der Möttelihandel Im Jahre 1475 liess sich der ruhelose Mann in der freien Reichsstadt Lindau nieder. Friede und wahres Glück mieden auch jetzt die Schwelle seines Hauses. Mit dem Freiherrn von Sax, dem Gatten seiner Tochter Ursula, stritt er sich wegen der Mitgift herum, sein Bruder Lütfried hatte schwere Einbussen erlitten, 1481 kam er zum Sterben, ein böser Erbstreit vergiftete das Andenken an seinen treuen Teilhaber im Spaniengeschäft. Dann brach das Schwerste über den alten Mann herein: Auf Befehl des Kaisers Friedrich wurden Rudolf und sein Sohn Jakob in Lindau in den Turm geworfen. Als Grund der Verhaftung geben spätere, nicht ganz zuverlässige Quellen nicht bloss argen Wucher, sondern auch Misshandlung an: Jakob habe nämlich eine Magd oder sogar seine leibliche Schwester wegen Entnahme einer bedeutenden Geldsumme gefoltert und zu Tode gequält. Der Fall erregte ungeheures Aufsehen und hat als «Möttelihandel» seinen Platz in der Schweizer Geschichte gefunden. Unterwalden nahm sich seines Landsmannes an. Daraufhin verlangte die Tagsatzung drohend die sofortige Freilassung der Gefangenen. Freischaren rotteten sich zusammen, um die beiden Mötteli mit Gewalt zu befreien. Die Reichsstadt verfügte darauf die Aufhebung der Haft, beschlagnahmte aber ihr Vermögen. Gleich darauf starb hochbetagt Rudolf der Ältere. Der Prozess lief weiter. Die Reichsstadt Lindau, der geldbedürftige Kaiser Friedrich, die adeligen Kriegsgesellen aus Süddeutschland, eidgenössische Freischaren aus Unterwalden und Zürich, offene und versteckte Helfer waren darauf aus, den gefangenen Goldvogel recht gründlich zu rupfen. Das Recht war allenthalben ohnmächtig geworden. Die Unterwaldner behielten wider alles Völkerrecht eine Gesandtschaft der Lindauer Bürgerschaft zurück, einige verwegene Parteigänger des gefangenen Mötteli machten einen Anschlag auf den Kaiser, irrten sich aber und erwischten bloss den reichgekleideten Diener, in Lindau gingen die tollsten Gerüchte um: Die Unterwaldner hätten Mordgesellen ausgesandt, die Stadt einzuäschern, und Giftmischer, die Brunnen zu vergiften. Tatsächlich rüstete Unterwalden zu einem kriegerischen Unternehmen. Im Hintergrund, kaum erkennbar, taucht als grosser Macher all dieser Veranstaltungen der gewaltige Zürcher Bürgermeister Hans Waldmann auf, der in seiner ihm eigenen skrupellosen Weise den Möttelihandel finanziell ausgebeutet zu haben scheint. Schliesslich kam unter Vermittlung des Herzogs von Österreich eine vorläufige Einigung zustande: Jakob Mötteli wurde gegen Hinterlage von 15'000 Gulden nach 3½ Jahren Haft freigelassen. Von dieser Summe erhielt der Kaiser 4'000 Gulden, Lindau 6'000 Gulden. Der so hart hergenommene Krösus musste noch seine Freunde entlöhnen, vor allem Hans Waldmann und die beiden Unterwalden. Dann fiel der Möttelihandel aus Abschied und Traktanden. Die Spannung zwischen den Eidgenossen und dem Reich hatte einen Graben aufgerissen, der nie mehr geschlossen wurde. Man stand im Vorfeld des Schwabenkrieges. Trotz den ungeheuren Auslagen blieb Jakob Mötteli «der reiche Mötteli». Zwei Jahre später brachte ihm das Erbe des Lütfried einen bedeutenden Vermögenszuwachs. Nun kaufte er die Herrschaft Pfyn und wurde Mitbesitzer der Herrschaft Bürglen. Im Jahre 1508 kaufte er von seinem Vetter Rudolf das Schloss Sulzberg und Jahre später von seinen Verwandten, den Herren Hohenlandenberg, das Schloss und die Herrschaft Wellenberg im Thurgau. Dann starb er, hochbetagt im Jahre 1521. Mit ihm stieg eine der beachtenswertesten Persönlichkeiten seines Geschlechtes und des Bodenseeraumes in das Grab. Die Chararaktereigenschaften der Mötteli: unbegrenzter Egoismus, unsinnige Prozesswut - fast alle seine Ankäufe hatten ein längeres prozessualisches Nachspiel Zur Folge gehabt -, Hochmut und Eitelkeit des adeligen Emporkömmlings, waren bei ihm in ausgeprägtem Masse vereinigt. | Mötteli, Rudolf (I11352)
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| 47926 | Zitat aus einem Bericht des Burgenverein Untervaz über die Mötteli von Rappenstein: https://download.burgenverein-untervaz.ch/downloads/dorfgeschichte/1964-Die%20Mötteli%20vom%20Rappenstein%20in%20Goldach.pdf Im Jahre 1474 verkauften die Junker Gnäpser ihren Anteil am Schloss Sulzberg um 1016 Pfund Pfennige an Jürg von Rappenstein, genannt Mötteli. Die Gerichtshoheit über den Golderberg war vorgängig abgelöst und dem Gericht Goldach zugewiesen worden, das damit das ganze Gebiet der Gemeinden Goldach und Untereggen umfasste. Die andere Hälfte der Burg kam 1490 durch Kauf gleichfalls in den Besitz der Mötteli. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts tauchen die Mötteli in der freien Reichsstadt Ravensburg auf. Ein Ulrich Mötteli erwarb sich da 1337 das Bürgerrecht auf fünf Jahre. Die ersten bekannten Glieder des Hauses verlegten sich auf den Fernhandel, verdienten dabei nach den Vorstellungen jener Zeit ungemessene Reichtümer und wurden bald dem Patriziat zugezählt. Da die Strassen allenthalben unsicher waren und der Grosshandel bedeutende Mittel erforderte, da nur gegen Barzahlung gehandelt wurde, taten sich die Ravensburger Kaufleute auf Veranlassung der Mötteli zu einer grossen Handelsgesellschaft zusammen, die bald den Handel nach Spanien, Mittel- und Süditalien beherrschte und sich unter dem Namen «Humpisz-Gesellschaft» einen hervorragenden Platz in der Geschichte des deutschen Handels eroberte. Im Jahre 1419 trat der Gründer Rudolf Mötteli als Leiter der Gesellschaft zurück, um Bankgeschäfte zu betreiben, Geld auf Zinsen auszuleihen und Grundbesitz zu erwerben. Mit 8000 Gulden löste er 1422 für den Bischof von Konstanz das Städtchen Arbon aus und wurde nun Pfandherr von Arbon. Der erste Schritt aus dem Kaufmannsstand heraus zum Adelsstand war damit getan worden. Rudolf Mötteli, der Alte, kehrte nach Ravensburg zurück und starb daselbst 1425. Der Sohn Hans Mötteli war nun Vogt von Arbon, geriet aber mit den Appenzellern, mit dem reichen Arboner Hans Schüb und seinen Untertanen im Bodenseestädtchen in arge Streitigkeiten, so dass ihn der Bischof 1439 ohne viel Federlesens von einem Tag zum andern von seiner Vogtei absetzte. Immerhin wurde der Bischof nach einem langwierigen Prozess zur Bezahlung der auf 12000 Gulden angewachsenen Pfandsumme verpflichtet. Hans Mötteli hatte inzwischen das Schloss Mammertshofen bei Roggwil samt der Vogtei über Salmsach erworben. Als Gattin war ihm Ursula Truchsess von Diessenhofen aus dem ältesten thurgauischen Adel angetraut. Das rittergleiche Getue und die angeborene Streitsucht brachten Hans Mötteli gegen das Lebensende in bedrängte Vermögensverhältnisse. Der Vetter Rudolf Mötteli, der Ältere, brachte sie wieder in Ordnung. Der älteste Sohn Jürg verwaltete das geschmälerte Erbe, die beiden jüngeren Söhne Hans und Rudolf kamen in das Spaniengeschäft als Lehrlinge und Mitarbeiter. Nach zehn Jahren hatten sie nicht viel gelernt, aber Schulden aufgehäuft und aus der Geschäftskasse Geld für reiche Geschenke und frohe Gelage geschöpft. Vor den Stadtgerichten St. Gallen und Luzern hatten sie sich wegen 172 Gulden zu verantworten. Das Streiten verstanden die beiden wie alle Mötteli, der Erwerbstrieb dagegen war in Verschwendung und Grossmannssucht ausgeartet. Der älteste, Jürg, zog nach der Rückkehr der jüngeren Brüder in die Stadt St. Gallen, von wo seine Gattin Barbara Wirth gebürtig war, die ihm als Aussteuer das Haus zum Papagei hinter der Brotlaube eingebracht hatte. Am 27. Januar 1474 erwarb er von den Brüdern Gnäpser die eine Hälfte des Schlosses Sulzberg. Aber schon nach drei Jahren kehrte er in die Stadt zurück. Seinen Anteil an Sulzberg trat er an seinen Bruder Rudolf ab. Jürg verleugnete dabei sein kaufmännisches Blut nicht, er erzielte dabei einen Reingewinn von 662 Gulden. Wenige Jahre späte starb er kinderlos. Von den drei Brüdern Mötteli von Roggwil gelang es Rudolf dem Jüngeren am besten, seine ehrgeizigen Pläne zu verwirklichen. Er lebte bei seinem Bruder Hans zu Roggwil, der Stammhalter dieses Zweiges der Mötteli wurde. Rudolf hatte die reiche Kunigunde Thumb von Neuburg geheiratet. Durch das Erbe seiner Schwiegermutter Kunigunde, der letzten Meyer von Altstätten, und des einzigen Bruders seiner Gemahlin fielen ihm Schloss und Herrschaft Neuburg sowie ein hälftiger Anteil an Schloss, Meieramt und Zehnten in Altstätten zu. Nun war Rudolf in den Stand versetzt, von seinem Bruder Jürg das Schloss Sulzberg zu erwerben, worauf er daselbst Wohnsitz nahm Nach dem Tode der Gattin wurden diese Güter verkauft. Das Glück hatte Rudolf übermütig gemacht. Schon um 1500 lastete auf der Herrschaft Sulzberg eine Schuld von 1700 Gulden, die zu fünf Prozent verzinst werden musste. Deshalb sah sich Rudolf 1507 genötigt, diese Besitzung an seinen Vetter Jakob Mötteli zu Pfyn gegen Übernahme der darauf haftenden Schuld und 400 Gulden in bar zu veräussern. Der ehemalige Schlossherr zog in das Sulzberghaus in Rorschach, wo er schon im folgenden Jahr, 1508, starb. Zwei Töchter überlebten den Vater. Die drei Brüder Jürg, Hans und Rudolf schrieben sich von etwa 1468 an Herren von Rappenstein. Zwanzig Jahre später legten sich auch die Nachkommen Rudolfs des Älteren diesen Namen bei. Ein grosses Rätselraten ist darüber angestellt worden, woher den Mötteli der Adelstitel zugekommen sei. Als sicher kann angenommen werden, dass der Name nicht von der nahen Ruine im Martinstobel übernommen wurde, denn dieser Burgstall wurde erst im 18. Jahrhundert Rappenstein genannt. Überdies schrieben sich die drei Brüder schon sechs Jahre vor dem Erwerb des Schlosses Sulzberg von Rappenstein, als noch jede Beziehung zur ehemaligen äbtischen Burg fern lag. Es scheint, dass die örtliche Nähe der Ruine Rappenstein den Blick der Forscher so gefangen hielt, dass der Höhlenburg Rappenstein am rechten Hang des Cosenztobels in der Gemeinde Untervaz kaum Beachtung geschenkt wurde. Dieser Schlupfwinkel, zu dem nur ein Felsspalt, der mit Mauerwerk verschlossen war, einen engen Zugang freigab, gehörte seit jeher den Herren von Neuburg. Auffallend ist nun, dass die Mötteli sich Herren von Rappenstein zu nennen anfingen, als Rudolf der Jüngere Kunigunde Thumb von Neuburg als Gattin heimgeführt hatte. Die drei Brüder auf Schloss Mammertshofen nahmen keinen Anstoss am ritterlichen Wohnloch im fernen Bündnerland, sie waren vielmehr beglückt darüber, dass sie den so bürgerlichen Namen Mötteli mit einem volltönenderen vertauschen konnten. Ob sie vom stets geldbedürftigen Kaiser Friedrich III. einen Adels- und Wappenbrief erkauft haben, oder ob sie den neuen angemassten Rang und Stand sich ersessen haben, wie es damals in eidgenössischen Landen da und dort vorkam, kann nicht mehr ermittelt werden. Es wurde auch nicht mehr danach gefragt, als durch sonderbare Verstrickungen der Name der Rappensteiner, genannt Mötteli, die eidgenössischen und kaiserlichen Räte ohne Mass beschäftigte und ihre Angelegenheit das Volk nördlich und südlich vom Bodensee in Harnisch brachte. Der Bruder des Hans Mötteli, Rudolf der Ältere genannt, folgte zunächst dem Vorbild des Vaters. Mit seinem Halbbruder Lütfried betrieb er in grossartigem Masstab den Leinwandhandel nach Spanien, als Gegenfracht führte er Safran und Pfeffer nach Deutschland zurück. In Avignon, Barcelona und Saragossa besassen sie eigene Häuser, in Valencia und Granada führten sie Niederlassungen. Die Geschäfte brachten Rudolf unermessliche Gewinne ein, so dass er für den reichsten Mann in den eidgenössischen Landen gehalten wurde, und in ganz Schwaben konnte ihm kaum einer den Rang ablaufen. Da überkam auch ihn das Verlangen, dem alteingesessene Adel des Landes beigezählt zu werden. Um 1458 überliess er das Handelsgeschäft seinem Bruder Lütfried, trat ins Burgrecht der Stadt Zürich und kaufte den heruntergekommenen Edelsitz Alt-Regensberg. Schloss und Park wurden von Grund auf erneuert. Es kam jedoch bald zu gespannten Beziehungen zum Rat von Zürich wegen trüber Machenschaften. Wie Rudolf 1463 Bürger von Luzern und 1465 gar Landmann Von Unterwalden wurde, entzog ihm der Rat von Zürich das Burgrecht. Der verärgerte Herr liess sich darauf in Stein am Rhein nieder, geriet aber bald mit den neuen Mitbürgern in so bittere Fehde, dass die Tagsatzung einschreiten musste. Mehr unter dem Link oben.. | Mötteli vom Rappenstein, Jürg (Jörg) (I11437)
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| 47927 | Zitat aus einem Bericht des Burgenverein Untervaz über die Mötteli von Rappenstein: https://download.burgenverein-untervaz.ch/downloads/dorfgeschichte/1964-Die%20Mötteli%20vom%20Rappenstein%20in%20Goldach.pdf Im Jahre 1474 verkauften die Junker Gnäpser ihren Anteil am Schloss Sulzberg um 1016 Pfund Pfennige an Jürg von Rappenstein, genannt Mötteli. Die Gerichtshoheit über den Golderberg war vorgängig abgelöst und dem Gericht Goldach zugewiesen worden, das damit das ganze Gebiet der Gemeinden Goldach und Untereggen umfasste. Die andere Hälfte der Burg kam 1490 durch Kauf gleichfalls in den Besitz der Mötteli. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts tauchen die Mötteli in der freien Reichsstadt Ravensburg auf. Ein Ulrich Mötteli erwarb sich da 1337 das Bürgerrecht auf fünf Jahre. Die ersten bekannten Glieder des Hauses verlegten sich auf den Fernhandel, verdienten dabei nach den Vorstellungen jener Zeit ungemessene Reichtümer und wurden bald dem Patriziat zugezählt. Da die Strassen allenthalben unsicher waren und der Grosshandel bedeutende Mittel erforderte, da nur gegen Barzahlung gehandelt wurde, taten sich die Ravensburger Kaufleute auf Veranlassung der Mötteli zu einer grossen Handelsgesellschaft zusammen, die bald den Handel nach Spanien, Mittel- und Süditalien beherrschte und sich unter dem Namen «Humpisz-Gesellschaft» einen hervorragenden Platz in der Geschichte des deutschen Handels eroberte. Im Jahre 1419 trat der Gründer Rudolf Mötteli als Leiter der Gesellschaft zurück, um Bankgeschäfte zu betreiben, Geld auf Zinsen auszuleihen und Grundbesitz zu erwerben. Mit 8000 Gulden löste er 1422 für den Bischof von Konstanz das Städtchen Arbon aus und wurde nun Pfandherr von Arbon. Der erste Schritt aus dem Kaufmannsstand heraus zum Adelsstand war damit getan worden. Rudolf Mötteli, der Alte, kehrte nach Ravensburg zurück und starb daselbst 1425. Der Sohn Hans Mötteli war nun Vogt von Arbon, geriet aber mit den Appenzellern, mit dem reichen Arboner Hans Schüb und seinen Untertanen im Bodenseestädtchen in arge Streitigkeiten, so dass ihn der Bischof 1439 ohne viel Federlesens von einem Tag zum andern von seiner Vogtei absetzte. Immerhin wurde der Bischof nach einem langwierigen Prozess zur Bezahlung der auf 12000 Gulden angewachsenen Pfandsumme verpflichtet. Hans Mötteli hatte inzwischen das Schloss Mammertshofen bei Roggwil samt der Vogtei über Salmsach erworben. Als Gattin war ihm Ursula Truchsess von Diessenhofen aus dem ältesten thurgauischen Adel angetraut. Das rittergleiche Getue und die angeborene Streitsucht brachten Hans Mötteli gegen das Lebensende in bedrängte Vermögensverhältnisse. Der Vetter Rudolf Mötteli, der Ältere, brachte sie wieder in Ordnung. Der älteste Sohn Jürg verwaltete das geschmälerte Erbe, die beiden jüngeren Söhne Hans und Rudolf kamen in das Spaniengeschäft als Lehrlinge und Mitarbeiter. Nach zehn Jahren hatten sie nicht viel gelernt, aber Schulden aufgehäuft und aus der Geschäftskasse Geld für reiche Geschenke und frohe Gelage geschöpft. Vor den Stadtgerichten St. Gallen und Luzern hatten sie sich wegen 172 Gulden zu verantworten. Das Streiten verstanden die beiden wie alle Mötteli, der Erwerbstrieb dagegen war in Verschwendung und Grossmannssucht ausgeartet. Der älteste, Jürg, zog nach der Rückkehr der jüngeren Brüder in die Stadt St. Gallen, von wo seine Gattin Barbara Wirth gebürtig war, die ihm als Aussteuer das Haus zum Papagei hinter der Brotlaube eingebracht hatte. Am 27. Januar 1474 erwarb er von den Brüdern Gnäpser die eine Hälfte des Schlosses Sulzberg. Aber schon nach drei Jahren kehrte er in die Stadt zurück. Seinen Anteil an Sulzberg trat er an seinen Bruder Rudolf ab. Jürg verleugnete dabei sein kaufmännisches Blut nicht, er erzielte dabei einen Reingewinn von 662 Gulden. Wenige Jahre späte starb er kinderlos. Von den drei Brüdern Mötteli von Roggwil gelang es Rudolf dem Jüngeren am besten, seine ehrgeizigen Pläne zu verwirklichen. Er lebte bei seinem Bruder Hans zu Roggwil, der Stammhalter dieses Zweiges der Mötteli wurde. Rudolf hatte die reiche Kunigunde Thumb von Neuburg geheiratet. Durch das Erbe seiner Schwiegermutter Kunigunde, der letzten Meyer von Altstätten, und des einzigen Bruders seiner Gemahlin fielen ihm Schloss und Herrschaft Neuburg sowie ein hälftiger Anteil an Schloss, Meieramt und Zehnten in Altstätten zu. Nun war Rudolf in den Stand versetzt, von seinem Bruder Jürg das Schloss Sulzberg zu erwerben, worauf er daselbst Wohnsitz nahm Nach dem Tode der Gattin wurden diese Güter verkauft. Das Glück hatte Rudolf übermütig gemacht. Schon um 1500 lastete auf der Herrschaft Sulzberg eine Schuld von 1700 Gulden, die zu fünf Prozent verzinst werden musste. Deshalb sah sich Rudolf 1507 genötigt, diese Besitzung an seinen Vetter Jakob Mötteli zu Pfyn gegen Übernahme der darauf haftenden Schuld und 400 Gulden in bar zu veräussern. Der ehemalige Schlossherr zog in das Sulzberghaus in Rorschach, wo er schon im folgenden Jahr, 1508, starb. Zwei Töchter überlebten den Vater. Die drei Brüder Jürg, Hans und Rudolf schrieben sich von etwa 1468 an Herren von Rappenstein. Zwanzig Jahre später legten sich auch die Nachkommen Rudolfs des Älteren diesen Namen bei. Ein grosses Rätselraten ist darüber angestellt worden, woher den Mötteli der Adelstitel zugekommen sei. Als sicher kann angenommen werden, dass der Name nicht von der nahen Ruine im Martinstobel übernommen wurde, denn dieser Burgstall wurde erst im 18. Jahrhundert Rappenstein genannt. Überdies schrieben sich die drei Brüder schon sechs Jahre vor dem Erwerb des Schlosses Sulzberg von Rappenstein, als noch jede Beziehung zur ehemaligen äbtischen Burg fern lag. Es scheint, dass die örtliche Nähe der Ruine Rappenstein den Blick der Forscher so gefangen hielt, dass der Höhlenburg Rappenstein am rechten Hang des Cosenztobels in der Gemeinde Untervaz kaum Beachtung geschenkt wurde. Dieser Schlupfwinkel, zu dem nur ein Felsspalt, der mit Mauerwerk verschlossen war, einen engen Zugang freigab, gehörte seit jeher den Herren von Neuburg. Auffallend ist nun, dass die Mötteli sich Herren von Rappenstein zu nennen anfingen, als Rudolf der Jüngere Kunigunde Thumb von Neuburg als Gattin heimgeführt hatte. Die drei Brüder auf Schloss Mammertshofen nahmen keinen Anstoss am ritterlichen Wohnloch im fernen Bündnerland, sie waren vielmehr beglückt darüber, dass sie den so bürgerlichen Namen Mötteli mit einem volltönenderen vertauschen konnten. Ob sie vom stets geldbedürftigen Kaiser Friedrich III. einen Adels- und Wappenbrief erkauft haben, oder ob sie den neuen angemassten Rang und Stand sich ersessen haben, wie es damals in eidgenössischen Landen da und dort vorkam, kann nicht mehr ermittelt werden. Es wurde auch nicht mehr danach gefragt, als durch sonderbare Verstrickungen der Name der Rappensteiner, genannt Mötteli, die eidgenössischen und kaiserlichen Räte ohne Mass beschäftigte und ihre Angelegenheit das Volk nördlich und südlich vom Bodensee in Harnisch brachte. Der Bruder des Hans Mötteli, Rudolf der Ältere genannt, folgte zunächst dem Vorbild des Vaters. Mit seinem Halbbruder Lütfried betrieb er in grossartigem Masstab den Leinwandhandel nach Spanien, als Gegenfracht führte er Safran und Pfeffer nach Deutschland zurück. In Avignon, Barcelona und Saragossa besassen sie eigene Häuser, in Valencia und Granada führten sie Niederlassungen. Die Geschäfte brachten Rudolf unermessliche Gewinne ein, so dass er für den reichsten Mann in den eidgenössischen Landen gehalten wurde, und in ganz Schwaben konnte ihm kaum einer den Rang ablaufen. Da überkam auch ihn das Verlangen, dem alteingesessene Adel des Landes beigezählt zu werden. Um 1458 überliess er das Handelsgeschäft seinem Bruder Lütfried, trat ins Burgrecht der Stadt Zürich und kaufte den heruntergekommenen Edelsitz Alt-Regensberg. Schloss und Park wurden von Grund auf erneuert. Es kam jedoch bald zu gespannten Beziehungen zum Rat von Zürich wegen trüber Machenschaften. Wie Rudolf 1463 Bürger von Luzern und 1465 gar Landmann Von Unterwalden wurde, entzog ihm der Rat von Zürich das Burgrecht. Der verärgerte Herr liess sich darauf in Stein am Rhein nieder, geriet aber bald mit den neuen Mitbürgern in so bittere Fehde, dass die Tagsatzung einschreiten musste. Mehr unter dem Link oben.. | Mötteli, Hans (I11436)
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| 47928 | Zitat aus einem Bericht des Burgenverein Untervaz über die Mötteli von Rappenstein: https://download.burgenverein-untervaz.ch/downloads/dorfgeschichte/1964-Die%20Mötteli%20vom%20Rappenstein%20in%20Goldach.pdf Im Jahre 1474 verkauften die Junker Gnäpser ihren Anteil am Schloss Sulzberg um 1016 Pfund Pfennige an Jürg von Rappenstein, genannt Mötteli. Die Gerichtshoheit über den Golderberg war vorgängig abgelöst und dem Gericht Goldach zugewiesen worden, das damit das ganze Gebiet der Gemeinden Goldach und Untereggen umfasste. Die andere Hälfte der Burg kam 1490 durch Kauf gleichfalls in den Besitz der Mötteli. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts tauchen die Mötteli in der freien Reichsstadt Ravensburg auf. Ein Ulrich Mötteli erwarb sich da 1337 das Bürgerrecht auf fünf Jahre. Die ersten bekannten Glieder des Hauses verlegten sich auf den Fernhandel, verdienten dabei nach den Vorstellungen jener Zeit ungemessene Reichtümer und wurden bald dem Patriziat zugezählt. Da die Strassen allenthalben unsicher waren und der Grosshandel bedeutende Mittel erforderte, da nur gegen Barzahlung gehandelt wurde, taten sich die Ravensburger Kaufleute auf Veranlassung der Mötteli zu einer grossen Handelsgesellschaft zusammen, die bald den Handel nach Spanien, Mittel- und Süditalien beherrschte und sich unter dem Namen «Humpisz-Gesellschaft» einen hervorragenden Platz in der Geschichte des deutschen Handels eroberte. Im Jahre 1419 trat der Gründer Rudolf Mötteli als Leiter der Gesellschaft zurück, um Bankgeschäfte zu betreiben, Geld auf Zinsen auszuleihen und Grundbesitz zu erwerben. Mit 8000 Gulden löste er 1422 für den Bischof von Konstanz das Städtchen Arbon aus und wurde nun Pfandherr von Arbon. Der erste Schritt aus dem Kaufmannsstand heraus zum Adelsstand war damit getan worden. Rudolf Mötteli, der Alte, kehrte nach Ravensburg zurück und starb daselbst 1425. Der Sohn Hans Mötteli war nun Vogt von Arbon, geriet aber mit den Appenzellern, mit dem reichen Arboner Hans Schüb und seinen Untertanen im Bodenseestädtchen in arge Streitigkeiten, so dass ihn der Bischof 1439 ohne viel Federlesens von einem Tag zum andern von seiner Vogtei absetzte. Immerhin wurde der Bischof nach einem langwierigen Prozess zur Bezahlung der auf 12000 Gulden angewachsenen Pfandsumme verpflichtet. Hans Mötteli hatte inzwischen das Schloss Mammertshofen bei Roggwil samt der Vogtei über Salmsach erworben. Als Gattin war ihm Ursula Truchsess von Diessenhofen aus dem ältesten thurgauischen Adel angetraut. Das rittergleiche Getue und die angeborene Streitsucht brachten Hans Mötteli gegen das Lebensende in bedrängte Vermögensverhältnisse. Der Vetter Rudolf Mötteli, der Ältere, brachte sie wieder in Ordnung. Der älteste Sohn Jürg verwaltete das geschmälerte Erbe, die beiden jüngeren Söhne Hans und Rudolf kamen in das Spaniengeschäft als Lehrlinge und Mitarbeiter. Nach zehn Jahren hatten sie nicht viel gelernt, aber Schulden aufgehäuft und aus der Geschäftskasse Geld für reiche Geschenke und frohe Gelage geschöpft. Vor den Stadtgerichten St. Gallen und Luzern hatten sie sich wegen 172 Gulden zu verantworten. Das Streiten verstanden die beiden wie alle Mötteli, der Erwerbstrieb dagegen war in Verschwendung und Grossmannssucht ausgeartet. Der älteste, Jürg, zog nach der Rückkehr der jüngeren Brüder in die Stadt St. Gallen, von wo seine Gattin Barbara Wirth gebürtig war, die ihm als Aussteuer das Haus zum Papagei hinter der Brotlaube eingebracht hatte. Am 27. Januar 1474 erwarb er von den Brüdern Gnäpser die eine Hälfte des Schlosses Sulzberg. Aber schon nach drei Jahren kehrte er in die Stadt zurück. Seinen Anteil an Sulzberg trat er an seinen Bruder Rudolf ab. Jürg verleugnete dabei sein kaufmännisches Blut nicht, er erzielte dabei einen Reingewinn von 662 Gulden. Wenige Jahre späte starb er kinderlos. Von den drei Brüdern Mötteli von Roggwil gelang es Rudolf dem Jüngeren am besten, seine ehrgeizigen Pläne zu verwirklichen. Er lebte bei seinem Bruder Hans zu Roggwil, der Stammhalter dieses Zweiges der Mötteli wurde. Rudolf hatte die reiche Kunigunde Thumb von Neuburg geheiratet. Durch das Erbe seiner Schwiegermutter Kunigunde, der letzten Meyer von Altstätten, und des einzigen Bruders seiner Gemahlin fielen ihm Schloss und Herrschaft Neuburg sowie ein hälftiger Anteil an Schloss, Meieramt und Zehnten in Altstätten zu. Nun war Rudolf in den Stand versetzt, von seinem Bruder Jürg das Schloss Sulzberg zu erwerben, worauf er daselbst Wohnsitz nahm Nach dem Tode der Gattin wurden diese Güter verkauft. Das Glück hatte Rudolf übermütig gemacht. Schon um 1500 lastete auf der Herrschaft Sulzberg eine Schuld von 1700 Gulden, die zu fünf Prozent verzinst werden musste. Deshalb sah sich Rudolf 1507 genötigt, diese Besitzung an seinen Vetter Jakob Mötteli zu Pfyn gegen Übernahme der darauf haftenden Schuld und 400 Gulden in bar zu veräussern. Der ehemalige Schlossherr zog in das Sulzberghaus in Rorschach, wo er schon im folgenden Jahr, 1508, starb. Zwei Töchter überlebten den Vater. Die drei Brüder Jürg, Hans und Rudolf schrieben sich von etwa 1468 an Herren von Rappenstein. Zwanzig Jahre später legten sich auch die Nachkommen Rudolfs des Älteren diesen Namen bei. Ein grosses Rätselraten ist darüber angestellt worden, woher den Mötteli der Adelstitel zugekommen sei. Als sicher kann angenommen werden, dass der Name nicht von der nahen Ruine im Martinstobel übernommen wurde, denn dieser Burgstall wurde erst im 18. Jahrhundert Rappenstein genannt. Überdies schrieben sich die drei Brüder schon sechs Jahre vor dem Erwerb des Schlosses Sulzberg von Rappenstein, als noch jede Beziehung zur ehemaligen äbtischen Burg fern lag. Es scheint, dass die örtliche Nähe der Ruine Rappenstein den Blick der Forscher so gefangen hielt, dass der Höhlenburg Rappenstein am rechten Hang des Cosenztobels in der Gemeinde Untervaz kaum Beachtung geschenkt wurde. Dieser Schlupfwinkel, zu dem nur ein Felsspalt, der mit Mauerwerk verschlossen war, einen engen Zugang freigab, gehörte seit jeher den Herren von Neuburg. Auffallend ist nun, dass die Mötteli sich Herren von Rappenstein zu nennen anfingen, als Rudolf der Jüngere Kunigunde Thumb von Neuburg als Gattin heimgeführt hatte. Die drei Brüder auf Schloss Mammertshofen nahmen keinen Anstoss am ritterlichen Wohnloch im fernen Bündnerland, sie waren vielmehr beglückt darüber, dass sie den so bürgerlichen Namen Mötteli mit einem volltönenderen vertauschen konnten. Ob sie vom stets geldbedürftigen Kaiser Friedrich III. einen Adels- und Wappenbrief erkauft haben, oder ob sie den neuen angemassten Rang und Stand sich ersessen haben, wie es damals in eidgenössischen Landen da und dort vorkam, kann nicht mehr ermittelt werden. Es wurde auch nicht mehr danach gefragt, als durch sonderbare Verstrickungen der Name der Rappensteiner, genannt Mötteli, die eidgenössischen und kaiserlichen Räte ohne Mass beschäftigte und ihre Angelegenheit das Volk nördlich und südlich vom Bodensee in Harnisch brachte. Der Bruder des Hans Mötteli, Rudolf der Ältere genannt, folgte zunächst dem Vorbild des Vaters. Mit seinem Halbbruder Lütfried betrieb er in grossartigem Masstab den Leinwandhandel nach Spanien, als Gegenfracht führte er Safran und Pfeffer nach Deutschland zurück. In Avignon, Barcelona und Saragossa besassen sie eigene Häuser, in Valencia und Granada führten sie Niederlassungen. Die Geschäfte brachten Rudolf unermessliche Gewinne ein, so dass er für den reichsten Mann in den eidgenössischen Landen gehalten wurde, und in ganz Schwaben konnte ihm kaum einer den Rang ablaufen. Da überkam auch ihn das Verlangen, dem alteingesessene Adel des Landes beigezählt zu werden. Um 1458 überliess er das Handelsgeschäft seinem Bruder Lütfried, trat ins Burgrecht der Stadt Zürich und kaufte den heruntergekommenen Edelsitz Alt-Regensberg. Schloss und Park wurden von Grund auf erneuert. Es kam jedoch bald zu gespannten Beziehungen zum Rat von Zürich wegen trüber Machenschaften. Wie Rudolf 1463 Bürger von Luzern und 1465 gar Landmann Von Unterwalden wurde, entzog ihm der Rat von Zürich das Burgrecht. Der verärgerte Herr liess sich darauf in Stein am Rhein nieder, geriet aber bald mit den neuen Mitbürgern in so bittere Fehde, dass die Tagsatzung einschreiten musste. Mehr unter dem Link oben.. | Mötteli, Rudolf (I11434)
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| 47929 | Zitat aus https://de.wikipedia.org/wiki/Thüring_von_Ringoltingen Thüring von Ringoltingen (* um 1415; † 1483) war Schultheiss von Bern. Er stammte aus der Familie Zigerli, die seit 1350 in Bern lebte, zu Wohlstand gekommen war und den Namen des ausgestorbenen Geschlechts derer von Ringoltingen angenommen hatte. Er amtierte in Nachfolge seines Vaters Rudolf mehrfach als Schultheiss und war Pfleger des Münsterbaues. 1457 stiftete er auch den Glockenturm der Kirche von Utzenstorf. Thüring starb 1483 als letzter männlicher Vertreter seiner Familie und wurde in der Ringoltingen-Kapelle im Südschiff des Berner Münsters beigesetzt. Er schrieb nach einer französischen Vorlage von Coudrette (1401) im Jahr 1456 die Erzählung Melusine, die später als Volksbuch weite Verbreitung fand. In ihr wird vom Herrn von Lusignan berichtet, der seine Frau, die Nixe Melusine, verliert, als er sie heimlich beim Bade beobachtet. Die verwickelte Handlung umspannt vier Generationen und hat fast die gesamte damals bekannte Welt zum Handlungsort. Das Autograph des Werkes ist verloren gegangen, überliefert sind siebzehn[2] Handschriften und etwa dreissig Drucke aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Der Stoff wurde vielfach aufgegriffen, u. a. von Hans Sachs, Jakob Ayrer und Ludwig Tieck. Von Ringoltingen hat dieses Werk Markgraf Rudolf IV. von Hachberg-Sausenberg gewidmet. Es wird angenommen, dass der Markgraf durch seine Verbindungen zum Hof des burgundischen Herzogs Philipp dem Guten Zugang zur französischen Versversion von Couldrette hatte und diese von Ringoltingen zur Verfügung stellte. Die Annahme, dass von Ringoltingen eine Auftragsarbeit für Rudolf erstellte, hat sich nicht durchgesetzt. | von Ringoltingen, Junker Thüring (I57571)
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| 47930 | Zitat aus WikiTree https://www.wikitree.com/wiki/Oilly-18 (Jul 2023) Margery de Oilly is stated by CP & BP to be married to Henry 5th Earl of Warwick as his 1st wife. However Rosie Bevan has proposed, with good proof & reasoning, that she was Henry's mother as his father Waleran's 1st wife, instead of the Margery de Bohun stated by CP & BP. There is a good summation of the relevant problems with the info in CP XII/2:363-5 & Keats-Rohan _Domesday Descendants_ p332 & 621 as well as the reasons for the proposed reconstruction at Chris Phillips' CP Corrections website: http://www.medievalgenealogy.org.uk/cp/warwick.shtml | Familie: Henry von Beaumont, 5. Earl of Warwick / Margery de Oilly (?) (F20992)
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| 47931 | Zitat aus, Okt 2017: https://de.wikipedia.org/wiki/Agnes_II._(Nevers) Agnes II. von Nevers (* um 1205; † 1225), auch Agnes von Donzy genannt, war aus eigenem Recht Gräfin von Tonnerre, Auxerre und Nevers. Leben Agnes kam als zweites Kind und einzige Tochter[1] Hervés IV. de Donzy aus dem Haus Semur und seiner Frau Mathilde von Courtenay zur Welt. Da ihr älterer Bruder schon jung verstarb, wurde sie Erbtochter der Familie, der beim Tod ihres Vaters im Jahr 1222 Saint-Aignan, Donzy, Montmirail, Perche-Gouet, Cosne und die Grafschaften Tonnerre, Auxerre und Nevers zufielen. Da Agnes’ Vater in der Schlacht bei Bouvines am 27. Juli 1214 auf Seiten der Engländer und damit der Verlierer gekämpft hatte, musst er sich im September 1217 gegenüber dem französischen König Philippe-Auguste dazu bereiterklären, seine Erbtochter mit dessen Enkel Philipp, dem Sohn des späteren Königs Ludwig VIII., zu verloben.[2] Durch den frühen Tod des jungen Bräutigams im Jahr 1218 kam es aber nie zur Hochzeit. Anstatt dessen heiratete Agnes 1221 Guido IV. von Châtillon, der seit 1219 als Guido I. Graf von Saint-Pol war und der französischen Krone für die Erlaubnis zu seiner Heirat die Stadt Pont-Sainte-Maxence abtrat. Ein von Verwandten, die an der Auflösung der Ehe interessiert waren, beim Papst gestellter Antrag zu deren Annullierung wegen zu naher Verwandtschaft der Eheleute ging nicht durch.[3] Agnes starb sehr jung bereits im Jahr 1225 und ihr Gatte Guido IV. von Châtillon fiel im August 1226. Die beiden kleinen Kinder des Paares wurden daraufhin von ihrer Großmutter mütterlicherseits, Mathilde von Courtenay, erzogen. Da Agnes’ Sohn Gaucher kinderlos starb, gingen die drei Grafschaften an dessen Tochter Jolanthe und damit dem Haus Châtillon wieder verloren. | von Donzy (Nevers), Gräfin Agnès II. (I9092)
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| 47932 | Zitat aus, Sep 2023: https://de.wikipedia.org/wiki/Guigues_IV._(Forez) Auf Veranlassung von König Philipp II. August wurde Guigues 1205 mit Philippa († 1223) verheiratet, eine Tochter von Guido II. von Dampierre-Bourbon. Seine Schwester wurde zugleich mit seinem neuen Schwager Archambault von Dampierre-Bourbon verheiratet.[1] In zweiter Ehe heiratete er Ermengarde von Auvergne († 1225), Tochter des Grafen Guido II., in dritter Ehe schließlich 1226 Mathilde von Courtenay, Gräfin von Nevers, Auxerre und Tonnerre aus eigenem Recht, Tochter von Peter II. von Courtenay, Kaiser von Konstantinopel und Agnes von Nevers. 1239 nahm er am Kreuzzug Theobalds von Champagne (Kreuzzug der Barone) ins Heilige Land teil.[2] Als Theobald im September 1240 nach Frankreich zurückkehrte blieb er zunächst im Heiligen Land, wo er sich der Partei der Tempelritter und der ortsansässigen Barone anschloss.[3] Guigues starb auf der Heimreise in Apulien. Bestattet wurde er in der von ihm 1223 gebauten Kathedrale von Montbrison (Notre-Dame de l'Espérance); der Sarkophag ist mit einer Liegefigur von ihm geschmückt. | von Forez-Albon, Graf Guigues IV. (I42490)
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| 47933 | Zitat aus. http://www.rheintorturm.de/de/rheintorturm.php Geschichte des Rheintorturms Unter den heute noch erhaltenen drei Türmen der einstmals rund 25 Tore und Türme der mittelalterlichen Befestigungsanlage der Stadt Konstanz kommt dem Rheintorturm oder dem Petershausertor, wie das Bauwerk früher hieß, die größte historische Bedeutung zu. Der unmittelbar am Rhein stehende Turm, der auf einer Pfahlgründung und einem massiven Fundament aus Rorschacher Sandstein ruht, trägt schon 800 Jahre lang das Innengewicht mit ca.2500t. Die Turmmaße 9,00m x 9,00m werden deutlich durch die Turmhöhe mit ca. 35,00 m über dem mittleren Wasserspiegel. Neben seiner Aufgabe als Wehrturm nahm er zugleich die Funktion eines Brückentores wahr. Die hölzerne Rheinbrücke führte unmittelbar durch den Rheintorturm hindurch. Die Brücke und der Rheintorturm waren Jahrhunderte hindurch das Bindeglied für den Verkehr aus dem gesamten Nördlichen Raum, in den südlich des Rheins gelegenen Thurgau und damit in die Schweiz. Aus diesem Grunde ist der Rheintorturm neben dem mittelalterlichen Kaufhaus (Konzilgebäude) am Hafen der letzte noch stehende Zeuge für die Bedeutung der einstigen Bischofs- und Reichsstadt Konstanz als eines der wichtigsten Verkehrs¬und Wirtschaftszentren des Spät-Mittelalters. Da der Rheintorturm um 1200, also in Staufischer Zeit erbaut worden war, stellt dieser Torturm nicht nur eine imposante Wehranlage, sondern zugleich auch ein erstrangiges Verkehrsdenkmal der mittelalterlichen Stadt Konstanz dar. Dreimal ist Kaiser Friedrich II bei seinen Besuchen in seiner Stadt der Stadt des Reiches durch dieses Tor geritten. Reichsgeschichtliche Bedeutung hat der Rheintorturm als Brückentor in der frühen Neuzeit erlangt. Von diesem Torturm aus hat die Konstanzer Bürgerschaft am 06. August 1548 den Angriff der spanischen Söldnertruppen Kaiser Kart V mutig zurück geschlagen. Kaiser Karl V war bestrebt, die protestantische Stadt wieder Katholisch zu machen. Während der zwei Koalitionskriege von 1796 -1801 durch Französische Truppen wurden Turm und Brücke stark beschädigt (Kampfgebiet). 1861 verhinderten Stadtrat Ludwig Leiner und Archivrat Johann Marmor erneut einen Vorstoß der Stadt Konstanz den Turm abzubrechen.1878 bzw. 17 Jahre später sollte der Turm zu einem Wasserreservoir umgebaut werden. Ziel war die Stadtbürger mit Rheinwasser zu versorgen. Auf Anordnung der französischen Besatzungsmacht wird 1946 in den Turm ein Jugendtreff eingerichtet. Jedoch befand der französische Gouverneur die Einrichtung durch die Stadt Konstanz als zu spärlich, was Ihn veranlasste, die notwendigen Möbel durch Beschlagnahmen aus privaten Haushalten zu besorgen. Es galt der Konstanzer Jugend neue Wege der Eigenverantwortlichkeit aufzuzeigen. Eine wichtige Einnahmequelle waren die Brücken - u. Torzölle für Mensch und Tier, die dann im 19. Jahrhundert in Chausseegeld umgewandelt wurden und bis zum16. August 1900 zu zahlen waren. Zusammenfassend sei festgehalten, dass es sich beim Rheintorturm in der Tat um eines der bedeutendsten mittelalterlichen Bauwerke unserer Stadt Konstanz handelt. Verfasser: Herr Kurt Lang, Konstanz - für die Initiative Rheintorturm e.V. zu Maria Lichtmess am 02.02.2007 | Mangolt, Elisabeth (I11497)
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| 47934 | Zitat aus. https://de.wikipedia.org/wiki/Dreux_IV._de_Mello Dreux IV. de Mello Dreux IV. von Mello (* 1138; † 3. März 1218) war Herr von Saint-Bris und Baulche, später Herr von Mello, Kastellan von Loches und Châtillon-sur-Indre, sowie Connétable von Frankreich. Er war der Sohn von Dreux III. de Mello und dessen Gattin Basilie von Beauvais, seine Großmutter mütterlicherseits war eine Tante des Connétables von Frankreich, Graf Rudolf I. von Clermont. Der Connétable namens Dreux, der bis 1106 im Amt war, war vermutlich sein Vorfahr. Sein älterer Bruder Guillaume I. de Mello (* 1134; † 1191) hatte die väterliche Herrschaft Mello geerbt. Dreux hatte die Herrschaften Saint-Bris und Baulche erhalten. Beide waren sie Vasallen des Grafen von Beaumont. Zusammen mit Guillaume II. des Barres verteidigte Dreux im August 1189 Châteauroux gegen Richard Löwenherz.[1] Mit seinem Bruder Guillaume nahm er im Gefolge des Königs Philipp II. August am dritten Kreuzzug teil.[2] Nach der Eroberung von Akkon wurde ihm die Bewachung jener Gefangenen überantwortet, die dem französischen König zugesprochen wurden.[3][4] Im weiteren Verlauf des Kreuzzuges starb Guillaume, womit Dreux die Herrschaft Mello erbte. Er blieb im heiligen Land zurück als König Philipp II. nach Frankreich zurückreiste und kämpfte 1191 mit in der Schlacht von Arsuf.[5] Zurück in Frankreich wurde Dreux von König Philipp II. zum königlichen Connétable ernannt. Als solcher nahm er 1194 die Friedensgespräche mit Richard Löwenherz auf, nachdem dieser im Gefecht von Fréteval über den französischen König gesiegt hatte.[6] In diesem Amt eroberte für die Krone Loches und Châtillon-sur-Indre, wo er 1204 Kastellan wurde. Mehr unter dem Link oben.. | de Mello, Herr Dreux IV. (I12540)
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| 47935 | Zitat aus. https://de.wikipedia.org/wiki/Eschenbach_(Adelsgeschlecht) Die Freiherren von Eschenbach waren eines der bedeutendsten Adelsgeschlechter des schweizerischen Mittellandes. Es führte seinen Namen nach seiner Stammburg Eschenbach (stat ze Eschibach, heute Alt-Eschenbach) und wird erstmals in der Mitte des 12. Jahrhunderts urkundlich erwähnt. Die Ruine der Burg Alt-Eschenbach liegt auf dem heutigen Gemeindegebiet von Inwil. Das heutige Eschenbach gehörte als Obereschenbach zu den Besitztümern der Freiherren von Eschenbach. Herkunft Über die Herkunft der Freiherren von Eschenbach liegen so gut wie keine gesicherten Informationen vor. Entsprechende Verbindungen mit den Herren von Rothenburg gelten als nicht gesichert. Aufgrund ihrer Präsenz auf mehreren Urkunden in der Mitte des 12. Jahrhunderts kann jedoch davon ausgegangen werden, dass die Familie bereits damals über ausgedehnten Eigenbesitz (vermutlich vor allem in der Reussebene) verfügte und als Lehnsmänner der Grafen von Lenzburg eine gewichtige Stellung innehatte. Daraufhin deutet auch eine gemeinsame Urkundenbezeugung durch Walther I. von Eschenbach und Kaiser Friedrich I. Barbarossa im Jahr 1173 auf der Lenzburg, anlässlich des Todes des letzten Grafen von Lenzburg. Stammlinie - Walther I. Freiherr von Eschenbach-Schnabelburg, verheiratet mit Adelheid von Schwarzenberg aus dem Elztal im Breisgau - Konrad Abt von Murbach (Bruder Walthers I.) - Ulrich, Propst der Leutpriesterei Luzern (Bruder Walters I.) Eschenbacher-Linie: - Walther II. Freiherr von Eschenbach (Sohn Walters I., vermählt mit Ita von Oberhofen) - Walther III. Freiherr von Eschenbach (Gründer des Klosters St. Kathrinen/Eschenbach, verheiratet 1254 mit Kunigunde von Sulz) Schnabelburger-Linie: - Berchthold I. Freiherr von Schnabelburg (Sohn Walters I) - Berchthold II. - Berchthold III. - Walther IV. Freiherr von Eschenbach (Sohn Berchtholds III., gest. 1343) - Berchthold IV. (Bruder Walthers IV.) - Mangold (Bruder Walthers IV. - noch erwähnt bis 1338) Aufstieg Den eigentlichen Aufstieg erreichten die Eschenbacher als Gefolgsleuten der Herzöge von Zähringen, die ihnen die Gebiete der Reichsvogtei Zürich zwischen Zürichsee und Reusstal als Lehen überliessen. 1185 nannte sich Walther I. erstmals nach der neu gebauten Schnabelburg (am Albis bei Zürich) von Eschenbach-Schnabelburg. Mit der Heirat von Adelheid von Schwarzenberg (im Breisgau) positionierte er das Geschlecht Eschenbach geschickt innerhalb des Machtbereichs der Zähringer. Es folgten weitere Vermählungen von Eschenbachern mit Angehörigen angesehener Familien aus dem Elsass, Breisgau, Schwarzwald und dem Berner Oberland (Oberhofen). Durch die geschickte Nutzung ihrer Machtposition stiegen die Eschenbacher relativ rasch zu einem der bedeutendsten mittelländischen Freiherrengeschlechter auf. Gründungen & Stiftungen Städte und Burgen Burg Eschenbach Schnabelburg (ca. 1150) Burg und Stadt Maschwanden Stadt Luzern (vermutlich um 1178) Unterseen bei Interlaken (ca. 1280 durch Berchtold III.) Landvogtei Rüssegg Kastelburg bei Waldkirch Stadt Elzach Staufen Johanniterkommende Hohenrain Klöster Kloster Frauenthal an der Lorze Kloster Kappel (zwischen 1180 und 1190) Kloster St. Kathrinen in Alt-Eschenbach (1285 durch Walther III.) Untergang Mit dem Aussterben der Zähringer 1218 und dem damit einhergehenden Machtverlust wurde der rasche Aufstieg der Eschenbacher gestoppt. Wohl überstiegen ihre regen Aktivitäten allmählich auch Ihre finanziellen Mittel. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts veräusserten und verpfändeten sie jedenfalls zunehmend Besitztümer, Güter und Rechte. So gingen z. B. Hof und Kirche von Ober-Eschenbach an das Kloster St. Kathrinen. Nach dem Tod Berchtolds III. von Eschenbach im Dienste von König Albrecht I. von Habsburg in der Schlacht bei Göllheim erhob König Albrecht I. Anspruch auf die Eschenbacher Besitztümer im Berner Oberland. Walther IV und seine Brüder Berchtold IV. und Mangold waren gezwungen, diese wichtigen Burgen (Unspunnen, Oberhofen) und Besitzungen an König Albrecht zu verkaufen. Dies zusammen mit der finanziell schwierigen Lage (es kann wohl von einer drohenden Verarmung gesprochen werden) veranlasste Berchtolds Sohn, Walter der IV wohl dazu, sich an einer Verschwörung einiger unzufriedener Adeliger (darunter auch Albrechts Neffe, Johann "Parricida" von Schwaben) gegen den König zu beteiligen. Am 1. Mai 1308 töteten die Verschwörer den König bei Brugg. Dabei soll Walther der IV. die Zügel von Albrechts Pferd gehalten haben (vermutlich als Strator), während Johann von Schwaben seinen Onkel den König niederstreckte. Im darauf folgenden Rachefeldzug der Habsburger wurde im August 1309 Burg und Stadt Eschenbach, die Schnabelburg am Albis und das Städtchen Maschwanden zerstört. Sämtliche übrig gebliebenen Besitztümer der Eschenbacher wurden konfisziert und dem habsburgischen Amt Rothenburg unterstellt. Über Walter IV. wurde die Reichsacht verhängt, er entkam jedoch ins Herzogtum Württemberg, wo er noch 34 Jahre unerkannt als Viehhirt gelebt haben soll. Kurz vor seinem Tod soll er sich zu erkennen gegeben haben, worauf er 1343 mit den ihm zustehenden ritterlichen Ehren beerdigt wurde. | von Eschenbach, Freiherr Walther I. (I5352)
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| 47936 | Zitat aus. https://de.wikipedia.org/wiki/Isabelle_de_Beauvau Isabelle de Beauvau oder Isabeau de Beauvau (* wohl 1436; † 1474/75[1]) war eine französische Adlige aus der Familie Beauvau. Sie war Dame de Beauvau, de Champigny und La Roche-sur-Yon, sowie aufgrund ihrer Ehe Comtesse de Vendôme. Sie gehört zu den Vorfahren sowohl der Königin Caterina de’ Medici als auch des Königs Heinrich IV., letzteres führte dazu, dass die Familie Beauvau seit Ludwig XIV., offiziell seit Ludwig XV. 1739, den Titel Cousin du Roi führen durfte. Isabelle ist das einzige Kind aus der Ehe des Grafen Louis de Beauvau, Sire de La Roche-sur-Yon et de Champigny, Großmarschall der Provence, Botschafter in Rom († vor 27. November 1465) und dessen erster Ehefrau Marguerite de Chambley († 1456). Sie nahm einen wichtigen Rang am Hof René d’Anjous ein[3] – ihr Name erscheint wie der ihrer Mutter und der Herzogin Jolande von Lothringen, der Tochter Renés, in einer handschriftlichen Sammlung von Gedichten Alain Chartiers, die Maria von Kleve, Herzogin von Orléans, zum Geschenk gemacht wurde.[4] Isabelle de Beauvau heiratete am 9. November 1454 in Angers Jean VIII. de Bourbon, comte de Vendôme († 6. Februar 1478), Sohn von Louis I. de Bourbon, comte de Vendôme, und Jeanne de Montfort-Laval. | von Beauvau, Dame Isabelle (Isabeau) (I13263)
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| 47937 | Zitat aus. https://de.wikipedia.org/wiki/Simon_I._(Tecklenburg) Simon I. von Tecklenburg (* um 1140; † 8. August 1202) war von 1156 bis 1202 Graf von Tecklenburg. Leben Simon wurde als Sohn von Heinrich I. von Tecklenburg und Eilike (Heilwig) von Oldenburg (* 1126; † nach 1189) geboren. Er folgte seinem Vater als Graf von Tecklenburg, erwarb unter anderem Ibbenbüren und war ein berühmter Kriegsheld seiner Zeit. 1173 verzichtete er auf die bedeutende Stiftsvogtei Münster. Er war jahrelang eine treue Stütze der Staufer, war 1174 mit Barbarossa in Italien. Er kämpfte als kurkölnischer Hauptmann in Sachsen, Holstein, Italien und beim 3. Kreuzzug in Palästina mit und markierte den Höhepunkt seines Hauses. Er stand gegen Heinrich den Löwen von Sachsen-Bayern wegen dessen brutalen Herrschaftsbestrebungen und stützte treu Erzbischof Philipp von Köln, dessen Vasall er wurde. Er wurde am 1. August 1179 in der Zweiten Schlacht auf dem Haler Feld gefangen und musste sich Heinrich dem Löwen unterwerfen. 1182 bekam er die Stiftsvogtei Osnabrück. Er gründete das Hauskloster Essen, wurde dort Vogt und auch Vogt von Metelen und Malgarten. Er musste zeitweise Tecklenburg dem Erzbischof von Köln verpfänden und wurde 1196 Erbschenk des Erzbischofs von Mainz. Es war eine Zeit verheerender Fehden gegen die Bischöfe von Osnabrück und Münster und die Grafen von Ravensberg. Er verzichtete unter anderem auf Iburg an Osnabrück und schuf schon die Grundlagen einer ordentlichen Verwaltung, erste tecklenburgische Notarii tauchten unter ihm auf. Er stand gegen Kaiser Heinrichs VI. Erbreichpläne, unterstützte 1198 Otto IV. im Thronkrieg und wurde 1201 dessen Hofkanzler. Daran entzündete sich eine große Fehde gegen die staufischen Grafen von Ravensberg, gegen die er siegreich fiel. Er gewann die Ravensberger Lehen der Erzbischöfe von Köln und Bremen und die der Bischöfe von Paderborn. Ehe Simon war verheiratet mit Oda von Berg-Altena (* um 1145; † 1224), Tochter des Grafen Eberhard I. von Berg-Altena und Adelheid von Arnsberg. | von Tecklenburg, Graf Simon I. (I26980)
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| 47938 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Fürstenberg_(schwäbisches_Adelsgeschlecht) Die Fürstenberg sind ein südwestdeutsches Adelsgeschlecht des Hochadels, dessen Besitzungen in Deutschland zwischen Schwarzwald, Hochrhein, Bodensee und der Schwäbischen Alb lagen und teils auch heute noch liegen. Darüber hinaus hatten die Fürstenberg große Besitzungen in den österreichischen Erblanden inne – besonders in Böhmen. Mit dem Fürstentum Fürstenberg beherrschten sie bis 1806 eines der größten Territorien des deutschen Südwestens. Internationalen Ruf erlangten die Fürstenberg unter anderem durch die Fürstlich Fürstenbergische Brauerei, als Eigentümer einer der größten privaten Kunstsammlungen in Europa sowie als Gründer und Patron der Donaueschinger Musiktage, der Donaueschinger Reitturniere sowie des Fürstenberg Polo Cup. In Donaueschingen bewohnen sie seit 1488 das Schloss Donaueschingen, nachdem sie die Entenburg im Ortsteil Pfohren verlassen hatten. Mit dem Schloss Heiligenberg besitzt das Haus Fürstenberg daneben eines der bedeutendsten Denkmale der Renaissance nördlich der Alpen. Die wirtschaftlichen Grundlagen der Familie liegen vor allem in einem umfangreichen Waldbesitz. Die Familie ist nicht mit den Freiherren von Fürstenberg aus Westfalen verwandt. Titel Die private Verwendung des Titels Fürst respektiv Fürstin, Prinz oder Prinzessin als Teil des Namens ist im Haus Fürstenberg noch üblich, der (inoffizielle) Titel lautet heute: Fürst zu Fürstenberg, Landgraf in der Baar und zu Stühlingen, Graf zu Heiligenberg und Werdenberg. Seit dem Jahre 2002 stehen Heinrich Fürst zu Fürstenberg und Christian Erbprinz zu Fürstenberg dem Hause vor. Heinrich Fürst zu Fürstenberg ist der „Chef des Hauses“. Sitz der Residenz der Familie ist seit 1723 Donaueschingen, ihre Grablege befindet sich in Neudingen auf dem Gelände des ehemaligen Klosters Neudingen. Geschichte Die Grafen und Fürsten zu Fürstenberg lassen sich mit einiger Wahrscheinlichkeit auf die fränkische Grafenfamilie der Unruochinger zurückführen, die zur Zeit Karls des Großen im deutschen Südwesten wichtige Funktionen in der Landesverwaltung innehatten. Eindeutig nachweisbar sind die Fürstenberg seit dem 11. Jahrhundert als Grafen von Urach auf der Schwäbischen Alb und in der Gegend des mittleren Neckars. Die Fürstenberg sind eine Seitenlinie der Grafen von Urach und stammesverwandt mit den Grafen von Achalm. Der mit Agnes, Tochter Bertholds IV. von Zähringen, verheiratete Graf Egino IV. von Urach erbte 1218 einen großen Teil des Besitzes der Herzöge von Zähringen, da Berthold V. kinderlos verstorben und somit die Zähringer Hauptlinie erloschen war. Die Erbschaften auf der Baar und im Schwarzwald bildeten den Grundstock der Seitenlinie der Fürstenberg. Graf Konrad begründete mit den zähringischen Gütern im Breisgau die Linie der Grafen von Freiburg. Sein jüngerer Bruder Heinrich übernahm das zähringische Erbe im Kinzigtal, im Schwarzwald und auf der Baar und nannte sich nach der Burg auf dem „fürdersten Berg“, dem Höhenzuge Länge bei Neudingen Graf von Fürstenberg. Er wurde so zum Stammvater deren von Fürstenberg. Während sich die Grafen von Freiburg vor allem in der Auseinandersetzung mit der Bürgerschaft der aufstrebenden Stadt Freiburg und den Habsburgern aufrieben und im 15. Jahrhundert ausstarben, gelang deren von Fürstenberg dank der engen Anlehnung an das Haus Habsburg, einer klugen Heiratspolitik und mehreren günstigen Erbgängen eine Vervielfachung ihres territorialen Besitzes. Seit dem ausgehenden Mittelalter erwarb das Haus nicht nur den späteren fürstenbergischen Residenzort Donaueschingen mit der hochbedeutsamen Donauquelle (1488), sondern auch so wichtige Territorien wie die Grafschaften Heiligenberg (1543) und die Landgrafschaft Stühlingen (1637/1639) oder die Herrschaften Trochtelfingen und Jungnau (1543), Meßkirch, Wildenstein, Gundelfingen, Falkenstein, Hayingen, Neufra und ein Drittel Helfenstein-Wiesensteig (1627/1636) sowie (Hohen-)Hewen mit Engen (1637/1639). Schloss Donaueschingen ist bis heute die Hauptresidenz des Fürsten zu Fürstenberg geblieben, auch Schloss Heiligenberg gehört noch zum Familienbesitz. Die niederösterreichische Herrschaft Weitra mit Sitz auf Schloss Weitra im Waldviertel gelangte 1607 an die Familie Fürstenberg, die bis 1848 die Grundherrschaft innehatte und ebenfalls immer noch Eigentümer des Schlosses und des dazugehörigen Großgrundbesitzes in der Umgebung ist. Eine größere Machtsteigerung der Familie resultierte aus diesen territorialen Zugewinnen zunächst nicht. In Erbteilungen wurden diese Territorien immer wieder auf verschiedene Linien aufgeteilt. Erst Fürst Joseph Wilhelm Ernst zu Fürstenberg-Stühlingen (1699–1762) gelang nach dem Aussterben der Linien in Heiligenberg (1716) und Meßkirch (1744) die Zusammenfassung der verschiedenen Herrschaftsgebiete zu einem fürstenbergischen Staat mit einheitlicher Verwaltung. Dabei wurde das 1488 erworbene Donaueschingen zur neuen Residenz ausgebaut. Bis zur Vereinigung der beiden badischen Markgrafschaften Baden-Durlach und Baden-Baden 1771 bildete Fürstenberg das zweitwichtigste Territorium im deutschen Südwesten. Während der Reformation trat Graf Wilhelm von Fürstenberg 1537 zum evangelischen Glauben über, bereits 1549 erfolgte jedoch die Rückkehr zur römisch-katholischen Kirche. Das Fürstenhaus konnte sich in seinen Territorien gegen den ansässigen niederen Adel vollständig durchsetzen. Am 31. Oktober 1723 war die Hauptstadt und Residenz von Stühlingen nach Donaueschingen verlegt worden, weil es zum Ueberblicke der Angelegenheiten besser gelegen als das entfernte Stühlingen. Durch Vereinigung aller Herrschaften unter dem „Fürsten zu Fürstenberg“ Josef Wilhelm Ernst entstand 1744 ein mit größeren deutschen Territorialstaaten vergleichbares Gebilde, dem es jedoch an territorialer und administrativer Geschlossenheit sowie äußerer Machtstellung fehlte. Die Herrschaft hatte etwa 85.000 Einwohner und war in 14 Oberämter gegliedert. Der Regierung in Donaueschingen gehörten ein Kanzler, drei Hof- und zwei Kammerräte sowie der fürstliche Archivar an. Ihr unterstanden das Hofzahlamt und die Finanzverwaltung. Fürst Josef Wilhelm Ernst mischte sich als kaiserlicher Prinzipalkommissar nur wenig in die Verwaltung seines Territoriums ein. Nachdem ihm als Parteigänger Karls VII. im Österreichischen Erbfolgekrieg die Güter seiner Frau Maria Anna Gräfin von Waldstein in Böhmen konfisziert worden waren, trat er für eine rasche Beendigung des Krieges ein. Er führte im Auftrag des bayerischen Kurfürsten Max Joseph wenig erfolgreich Friedensverhandlungen mit Maria Theresia. Fürst Karl Joachim Aloys Franz de Paula floh 1798 und 1800 vor den französischen Truppen auf seine Besitzung nach Weitra. Nach dem frühen Tod des Fürsten wurde 1806 das fürstenbergische Territorium aufgrund der Rheinbundakte im Gefolge des Reichsdeputationshauptschlusses mediatisiert und großteils dem Großherzogtum Baden zugeschlagen. Der am linken Donauufer gelegene Landesteil ging an Hohenzollern-Hechingen. In Österreich-Ungarn, genauer im Königreich Böhmen und in der Markgrafschaft Mähren, hatten Mitglieder der Familie Fürstenberg hohe und höchste Ämter inne, so etwa das des Fürsterzbischofs von Olmütz oder des Bischofs von Brünn. 1896 starb die schwäbische Stammlinie aus, die Leitung des vereinigten fürstlich fürstenbergischen Hauses ging auf Max Egon II. zu Fürstenberg über. Unter ihm wurde 1929 die böhmische Burg Křivoklát mit der Sammlung und der Bibliothek aus dem Palais Fürstenberg auf der Prager Kleinseite sowie das Schloss Lány an den tschechoslowakischen Staat verkauft. Der Verlust ihrer traditionellen Herrschaftsrechte tangierte die Stellung der Familie allenfalls kurzfristig. Fürst Karl Egon II. brachte durch eine dynastische Verbindung mit dem großherzoglich-badischen Haus seinen Status als erster Standesherr in Baden zum Ausdruck. Sein Sohn Karl Egon III. organisierte das fürstenbergische Forst- und Hüttenwesen streng nach privatwirtschaftlichen Gesichtspunkten. Binnen weniger Jahre stieg er dadurch zu einem der reichsten Männer in Deutschland auf. Fürst Max Egon II. schließlich wandte seine Aufmerksamkeit vor allem der Fürstenbergbrauerei zu und baute sie zu einer der größten Brauereien des Deutschen Reiches aus („Tafelgetränk S.M. des Kaisers“). Was das Haus durch die Mediatisierung an staatlicher Stellung verloren hatte, versuchte es daneben durch kulturelle und soziale Aktivitäten auszugleichen. Mit den fürstlichen Instituten für Kunst und Wissenschaft, bestehend aus Sammlungen, Archiv und Hofbibliothek, errichteten die Fürsten Karl Egon II. (1796–1854) und Karl Egon III. (1820–1892) eine der größten Privatsammlungen in Europa und machten diese der Öffentlichkeit zugänglich. 1921 schließlich etablierte Max Egon II. zu Fürstenberg die Donaueschinger Musiktage, die sich zum wichtigsten Forum für zeitgenössische Musik wurden. Unter dem Patronat von Joachim zu Fürstenberg (1923–2002) erlangten ab 1954 auch die Donaueschinger Reitturniere internationale Bedeutung. Größere Teile ihres wirtschaftlichen und kulturellen Imperiums haben die Fürstenberg jedoch im Lauf der Zeit wieder veräußert, darunter schon 1867 Schloss Neufra, 1869 Schloss Trochtelfingen und ab den 1970er Jahren Burg Wildenstein und Schloss Meßkirch sowie umfangreichen Wald- und Landbesitz, zuletzt 2011 Schloss Hohenlupfen in Stühlingen mit Ländereien. Der Waldbesitz soll 2015 noch "ca. 18.000 Hektar" umfassen, dazu Waldbesitz in Kanada und Österreich. Mit der Lignis GmbH & Co. KG baute Heinrich Prinz zu Fürstenberg ein Unternehmen zur Holzvermarktung auf, an dem er viele namhafte Fürstenhäuser beteiligte: Waldburg-Wolfegg, Leiningen, Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und Sayn-Wittgenstein-Hohenstein – zusammen 52.000 Hektar Wald.[7] Die Familie ist zudem Franchisepartnerin der Friedwald GmbH und betreibt als Süddeutschlands größter Anbieterin von Urnenplätzen sechs Waldbestattungsanlagen auf 256 ha[8] sowie einen Tierfriedhof. Von Beginn der 1980er Jahre an wurde die einzigartige und kulturhistorisch hochbedeutende Hofbibliothek Donaueschingen schrittweise veräußert. Zunächst kam es zum Verkauf einzelner, teilweise herausragender Handschriften. Während die verbliebenen Handschriften und Musikalien vom Land Baden-Württemberg 1992 geschlossen erworben wurden, wurde das übrige, darunter die einzigartige Inkunabelsammlung und der geschlossene Bestand der über 11.000 Drucke umfassenden Sammlung des berühmten Bibliophilen und Nestors der Altgermanistik, des in morganatischer Ehe mit der verwitweten Fürstin Elisabeth von Fürstenberg (1767–1822) verbundenen Freiherrn Joseph von Laßberg (1770–1865), von 1994 bis 2002 in mehreren Tranchen über verschiedene Auktionshäuser versteigert, nachdem Verhandlungen mit dem Land Baden-Württemberg über einen geschlossenen Ankauf gescheitert waren und dieses lediglich einen Teil der Inkunabeln vorab erworben hatte.[10] 1999 wurde die Musikaliensammlung verkauft, 2002 die Sammlung mittelalterlicher Tafelgemälde, darunter der Wildensteiner Altar des Meisters von Meßkirch. Ein Großteil der Sammlung ist heute Bestandteil der Sammlung Würth und ausgestellt in der Johanniterhalle in Schwäbisch Hall, 2004 folgte schließlich die Brauerei. In Donaueschingen zu besichtigen ist die historische Naturkundesammlung mit Fossilien und Mineralien, präparierten Tieren und die Sammlung zur Geschichte des Hauses Fürstenberg sowie Moderne Kunst, in einem eigens dazu erbauten historischen Museumsgebäude nahe beim Schloss, die Hofbibliothek ist dem Publikum zu den Öffnungszeiten zugänglich. | von Fürstenberg, Anna (I12369)
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| 47939 | Zitat aus: Gozelo II., presumed Count of Montaigu, son of Conon, Count of Montaigu, and Ida of Boulogne, sister of Godfrey, first ruler of the Kingdom of Jerusalem. As the eldest son of Conon, it is assumed that he became the count upon his father's death in 1096. As reported by both Albert of Aix and William of Tyre, Gozelo and his brother Lambert (the heirs of the count of Mortagne) took a major role in the First Crusade, participating in the Siege of Nicaea in 1097. They then joined the army of Robert II, Count of Flanders, marching on Antioch. Gozelo never made it to the subsequent siege, dying of disease in Artah. Gozelo left no heirs and was succeeded by his brother Lambert as Count of Montaigu | von Montaigu, Graf Gozelo II. (I42783)
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| 47940 | Zitat aus: Ihre Mutter, Jeanne-Françoise de Foix war die Tochter von Alain de Foix, Vicomte de Castillon (Sohn von Gaston II. de Foix-Candale) und Françoise de Prez de Montpezat, Vicomtesse de Castillon. Am 13. Juni 1565 erhob Herzog Emanuel Philibert von Savoyen die Comté de Villars zugunsten von Honorat II. zum Marquisat de Villars mit der Maßgabe, dass ausschließlich dessen Tochter Henriette und deren männliche Nachkommen erben könnten.[4] Als Honorat I. de Savoie, Graf von Sommariva und Tenda, 1572 ohne Testament starb, beanspruchte sein Onkel Honorat II. die Nachfolge in Sommariva und Tenda für sich;[3][9] Renée de Savoie-Tende, Dame d'Urfé, Schwester von Honoré I. und Tante Henriettes, reklamierte einen Anteil davon[3][9]. Ein Konflikt bahnte sich an[3][9], zwei Vereinbarungen aus den Jahren 1574 und 1575 übertrugen die Ansprüche von Renée und ihrem Ehemann Jacques I. d’Urfé auf den Herzog von Savoyen[9]. Henriette scheint ihre Ansprüche ebenfalls auf das Haus Savoyen übertragen zu haben. Trotzdem huldigten die Bewohner der Grafschaft Tenda 1576 ihrem Ehemann Charles de Mayenne.[10] Im Laufe des gleichen Jahres verhandelte sie mit dem Herzog von Savoyen zu einem Tausch von Tenda gegen Miribel mit den Ortschaften Monthelier, Sathonay en Bresse und Loyettes[7], aus denen das Marquisat Miribel gebildet wurde.[7] Eine Vereinbarung dazu wurde 1579 unterzeichnet[7], womit die Rechte an Tenda definitiv an das Haus Savoyen übergingen (4. September 1581)[3][11][12]. Am 3. Oktober 1611[13] starb der Herzog von Mayenne in Soissons, die Herzogin kurz darauf, am 14. Oktober 1611[14], ebenfalls in Soissons. Sie wurde in der Kathedrale von Soissons neben ihrem Ehemann bestattet. | von Savoyen-Villars, Herzogin Henriette (I42607)
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| 47941 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Alain_de_Bretagne,_1._Earl_of_Richmond Alain de Bretagne oder Alain le Noir, gelegentlich Alain de Penthièvre oder Alain III. le Noir genannt (* vor 1100; † 15. September 1146[1]), vielleicht Herr von Guingamp, war der erste, der offiziell den Titel eines Earl of Richmond (England) führte,[1] nachdem seine Ahnen bereits Herren von Richmond waren. Er war auch Earl of Cornwall von 1140 bis 1141.[2] Er war ein jüngerer Sohn von Stephan I. Graf von Penthièvre (Bretagne) und Havoise de Guingamp. Er heiratete Bertha von Bretagne, die Erbtochter von Conan III., Herzog von Bretagne, und Mathilde von Normandie. Im Jahr 1138 gab ihm der englische König Stephan den Titel eines Earl of Richmond und 1140 den eines Earl of Cornwall. 1141 nahm er mit seinen bretonischen Söldnern aus Stephans Seite an der Ersten Schlacht von Lincoln teil. Als er von Ranulph de Gernon, 2. Earl of Chester nach der Schlacht gefangen genommen wurde, musste er ihm die Grafschaft Cornwall als Lösegeld abtreten. Ehe Alain war verheiratet mit Bertha von Bretagne. Einzelnachweise 1 Powicke & Fryde: Handbook of British Chronology. Second Edition, London, 1961, S. 445 2 Powicke & Fryde: Handbook of British Chronology. Second Edition, London, 1961, S. 422 Weblinks • Alain bei fmg.ac (englisch) • Alain II de Treguier, Earl of Richmond auf thepeerage.com, abgerufen am 20. August 2015 (englisch) | von Penthièvre, Alain (I9944)
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| 47942 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Fürstenberg_(schwäbisches_Adelsgeschlecht) Die Fürstenberg sind ein südwestdeutsches Adelsgeschlecht des Hochadels, dessen Besitzungen in Deutschland zwischen Schwarzwald, Hochrhein, Bodensee und der Schwäbischen Alb lagen und teils auch heute noch liegen. Darüber hinaus hatten die Fürstenberg große Besitzungen in den österreichischen Erblanden inne – besonders in Böhmen. Mit dem Fürstentum Fürstenberg beherrschten sie bis 1806 eines der größten Territorien des deutschen Südwestens. Internationalen Ruf erlangten die Fürstenberg unter anderem durch die Fürstlich Fürstenbergische Brauerei, als Eigentümer einer der größten privaten Kunstsammlungen in Europa sowie als Gründer und Patron der Donaueschinger Musiktage, der Donaueschinger Reitturniere sowie des Fürstenberg Polo Cup. In Donaueschingen bewohnen sie seit 1488 das Schloss Donaueschingen, nachdem sie die Entenburg im Ortsteil Pfohren verlassen hatten. Mit dem Schloss Heiligenberg besitzt das Haus Fürstenberg daneben eines der bedeutendsten Denkmale der Renaissance nördlich der Alpen. Die wirtschaftlichen Grundlagen der Familie liegen vor allem in einem umfangreichen Waldbesitz. Die Familie ist nicht mit den Freiherren von Fürstenberg aus Westfalen verwandt. Titel Die private Verwendung des Titels Fürst respektiv Fürstin, Prinz oder Prinzessin als Teil des Namens ist im Haus Fürstenberg noch üblich, der (inoffizielle) Titel lautet heute: Fürst zu Fürstenberg, Landgraf in der Baar und zu Stühlingen, Graf zu Heiligenberg und Werdenberg. Seit dem Jahre 2002 stehen Heinrich Fürst zu Fürstenberg und Christian Erbprinz zu Fürstenberg dem Hause vor. Heinrich Fürst zu Fürstenberg ist der „Chef des Hauses“. Sitz der Residenz der Familie ist seit 1723 Donaueschingen, ihre Grablege befindet sich in Neudingen auf dem Gelände des ehemaligen Klosters Neudingen. Geschichte Die Grafen und Fürsten zu Fürstenberg lassen sich mit einiger Wahrscheinlichkeit auf die fränkische Grafenfamilie der Unruochinger zurückführen, die zur Zeit Karls des Großen im deutschen Südwesten wichtige Funktionen in der Landesverwaltung innehatten. Eindeutig nachweisbar sind die Fürstenberg seit dem 11. Jahrhundert als Grafen von Urach auf der Schwäbischen Alb und in der Gegend des mittleren Neckars. Die Fürstenberg sind eine Seitenlinie der Grafen von Urach und stammesverwandt mit den Grafen von Achalm. Der mit Agnes, Tochter Bertholds IV. von Zähringen, verheiratete Graf Egino IV. von Urach erbte 1218 einen großen Teil des Besitzes der Herzöge von Zähringen, da Berthold V. kinderlos verstorben und somit die Zähringer Hauptlinie erloschen war. Die Erbschaften auf der Baar und im Schwarzwald bildeten den Grundstock der Seitenlinie der Fürstenberg. Graf Konrad begründete mit den zähringischen Gütern im Breisgau die Linie der Grafen von Freiburg. Sein jüngerer Bruder Heinrich übernahm das zähringische Erbe im Kinzigtal, im Schwarzwald und auf der Baar und nannte sich nach der Burg auf dem „fürdersten Berg“, dem Höhenzuge Länge bei Neudingen Graf von Fürstenberg. Er wurde so zum Stammvater deren von Fürstenberg. Während sich die Grafen von Freiburg vor allem in der Auseinandersetzung mit der Bürgerschaft der aufstrebenden Stadt Freiburg und den Habsburgern aufrieben und im 15. Jahrhundert ausstarben, gelang deren von Fürstenberg dank der engen Anlehnung an das Haus Habsburg, einer klugen Heiratspolitik und mehreren günstigen Erbgängen eine Vervielfachung ihres territorialen Besitzes. Seit dem ausgehenden Mittelalter erwarb das Haus nicht nur den späteren fürstenbergischen Residenzort Donaueschingen mit der hochbedeutsamen Donauquelle (1488), sondern auch so wichtige Territorien wie die Grafschaften Heiligenberg (1543) und die Landgrafschaft Stühlingen (1637/1639) oder die Herrschaften Trochtelfingen und Jungnau (1543), Meßkirch, Wildenstein, Gundelfingen, Falkenstein, Hayingen, Neufra und ein Drittel Helfenstein-Wiesensteig (1627/1636) sowie (Hohen-)Hewen mit Engen (1637/1639). Schloss Donaueschingen ist bis heute die Hauptresidenz des Fürsten zu Fürstenberg geblieben, auch Schloss Heiligenberg gehört noch zum Familienbesitz. Die niederösterreichische Herrschaft Weitra mit Sitz auf Schloss Weitra im Waldviertel gelangte 1607 an die Familie Fürstenberg, die bis 1848 die Grundherrschaft innehatte und ebenfalls immer noch Eigentümer des Schlosses und des dazugehörigen Großgrundbesitzes in der Umgebung ist. Eine größere Machtsteigerung der Familie resultierte aus diesen territorialen Zugewinnen zunächst nicht. In Erbteilungen wurden diese Territorien immer wieder auf verschiedene Linien aufgeteilt. Erst Fürst Joseph Wilhelm Ernst zu Fürstenberg-Stühlingen (1699–1762) gelang nach dem Aussterben der Linien in Heiligenberg (1716) und Meßkirch (1744) die Zusammenfassung der verschiedenen Herrschaftsgebiete zu einem fürstenbergischen Staat mit einheitlicher Verwaltung. Dabei wurde das 1488 erworbene Donaueschingen zur neuen Residenz ausgebaut. Bis zur Vereinigung der beiden badischen Markgrafschaften Baden-Durlach und Baden-Baden 1771 bildete Fürstenberg das zweitwichtigste Territorium im deutschen Südwesten. Während der Reformation trat Graf Wilhelm von Fürstenberg 1537 zum evangelischen Glauben über, bereits 1549 erfolgte jedoch die Rückkehr zur römisch-katholischen Kirche. Das Fürstenhaus konnte sich in seinen Territorien gegen den ansässigen niederen Adel vollständig durchsetzen. Am 31. Oktober 1723 war die Hauptstadt und Residenz von Stühlingen nach Donaueschingen verlegt worden, weil es zum Ueberblicke der Angelegenheiten besser gelegen als das entfernte Stühlingen. Durch Vereinigung aller Herrschaften unter dem „Fürsten zu Fürstenberg“ Josef Wilhelm Ernst entstand 1744 ein mit größeren deutschen Territorialstaaten vergleichbares Gebilde, dem es jedoch an territorialer und administrativer Geschlossenheit sowie äußerer Machtstellung fehlte. Die Herrschaft hatte etwa 85.000 Einwohner und war in 14 Oberämter gegliedert. Der Regierung in Donaueschingen gehörten ein Kanzler, drei Hof- und zwei Kammerräte sowie der fürstliche Archivar an. Ihr unterstanden das Hofzahlamt und die Finanzverwaltung. Fürst Josef Wilhelm Ernst mischte sich als kaiserlicher Prinzipalkommissar nur wenig in die Verwaltung seines Territoriums ein. Nachdem ihm als Parteigänger Karls VII. im Österreichischen Erbfolgekrieg die Güter seiner Frau Maria Anna Gräfin von Waldstein in Böhmen konfisziert worden waren, trat er für eine rasche Beendigung des Krieges ein. Er führte im Auftrag des bayerischen Kurfürsten Max Joseph wenig erfolgreich Friedensverhandlungen mit Maria Theresia. Fürst Karl Joachim Aloys Franz de Paula floh 1798 und 1800 vor den französischen Truppen auf seine Besitzung nach Weitra. Nach dem frühen Tod des Fürsten wurde 1806 das fürstenbergische Territorium aufgrund der Rheinbundakte im Gefolge des Reichsdeputationshauptschlusses mediatisiert und großteils dem Großherzogtum Baden zugeschlagen. Der am linken Donauufer gelegene Landesteil ging an Hohenzollern-Hechingen. In Österreich-Ungarn, genauer im Königreich Böhmen und in der Markgrafschaft Mähren, hatten Mitglieder der Familie Fürstenberg hohe und höchste Ämter inne, so etwa das des Fürsterzbischofs von Olmütz oder des Bischofs von Brünn. 1896 starb die schwäbische Stammlinie aus, die Leitung des vereinigten fürstlich fürstenbergischen Hauses ging auf Max Egon II. zu Fürstenberg über. Unter ihm wurde 1929 die böhmische Burg Křivoklát mit der Sammlung und der Bibliothek aus dem Palais Fürstenberg auf der Prager Kleinseite sowie das Schloss Lány an den tschechoslowakischen Staat verkauft. Der Verlust ihrer traditionellen Herrschaftsrechte tangierte die Stellung der Familie allenfalls kurzfristig. Fürst Karl Egon II. brachte durch eine dynastische Verbindung mit dem großherzoglich-badischen Haus seinen Status als erster Standesherr in Baden zum Ausdruck. Sein Sohn Karl Egon III. organisierte das fürstenbergische Forst- und Hüttenwesen streng nach privatwirtschaftlichen Gesichtspunkten. Binnen weniger Jahre stieg er dadurch zu einem der reichsten Männer in Deutschland auf. Fürst Max Egon II. schließlich wandte seine Aufmerksamkeit vor allem der Fürstenbergbrauerei zu und baute sie zu einer der größten Brauereien des Deutschen Reiches aus („Tafelgetränk S.M. des Kaisers“). Was das Haus durch die Mediatisierung an staatlicher Stellung verloren hatte, versuchte es daneben durch kulturelle und soziale Aktivitäten auszugleichen. Mit den fürstlichen Instituten für Kunst und Wissenschaft, bestehend aus Sammlungen, Archiv und Hofbibliothek, errichteten die Fürsten Karl Egon II. (1796–1854) und Karl Egon III. (1820–1892) eine der größten Privatsammlungen in Europa und machten diese der Öffentlichkeit zugänglich. 1921 schließlich etablierte Max Egon II. zu Fürstenberg die Donaueschinger Musiktage, die sich zum wichtigsten Forum für zeitgenössische Musik wurden. Unter dem Patronat von Joachim zu Fürstenberg (1923–2002) erlangten ab 1954 auch die Donaueschinger Reitturniere internationale Bedeutung. Größere Teile ihres wirtschaftlichen und kulturellen Imperiums haben die Fürstenberg jedoch im Lauf der Zeit wieder veräußert, darunter schon 1867 Schloss Neufra, 1869 Schloss Trochtelfingen und ab den 1970er Jahren Burg Wildenstein und Schloss Meßkirch sowie umfangreichen Wald- und Landbesitz, zuletzt 2011 Schloss Hohenlupfen in Stühlingen mit Ländereien. Der Waldbesitz soll 2015 noch "ca. 18.000 Hektar" umfassen, dazu Waldbesitz in Kanada und Österreich. Mit der Lignis GmbH & Co. KG baute Heinrich Prinz zu Fürstenberg ein Unternehmen zur Holzvermarktung auf, an dem er viele namhafte Fürstenhäuser beteiligte: Waldburg-Wolfegg, Leiningen, Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und Sayn-Wittgenstein-Hohenstein – zusammen 52.000 Hektar Wald.[7] Die Familie ist zudem Franchisepartnerin der Friedwald GmbH und betreibt als Süddeutschlands größter Anbieterin von Urnenplätzen sechs Waldbestattungsanlagen auf 256 ha[8] sowie einen Tierfriedhof. Von Beginn der 1980er Jahre an wurde die einzigartige und kulturhistorisch hochbedeutende Hofbibliothek Donaueschingen schrittweise veräußert. Zunächst kam es zum Verkauf einzelner, teilweise herausragender Handschriften. Während die verbliebenen Handschriften und Musikalien vom Land Baden-Württemberg 1992 geschlossen erworben wurden, wurde das übrige, darunter die einzigartige Inkunabelsammlung und der geschlossene Bestand der über 11.000 Drucke umfassenden Sammlung des berühmten Bibliophilen und Nestors der Altgermanistik, des in morganatischer Ehe mit der verwitweten Fürstin Elisabeth von Fürstenberg (1767–1822) verbundenen Freiherrn Joseph von Laßberg (1770–1865), von 1994 bis 2002 in mehreren Tranchen über verschiedene Auktionshäuser versteigert, nachdem Verhandlungen mit dem Land Baden-Württemberg über einen geschlossenen Ankauf gescheitert waren und dieses lediglich einen Teil der Inkunabeln vorab erworben hatte.[10] 1999 wurde die Musikaliensammlung verkauft, 2002 die Sammlung mittelalterlicher Tafelgemälde, darunter der Wildensteiner Altar des Meisters von Meßkirch. Ein Großteil der Sammlung ist heute Bestandteil der Sammlung Würth und ausgestellt in der Johanniterhalle in Schwäbisch Hall, 2004 folgte schließlich die Brauerei. In Donaueschingen zu besichtigen ist die historische Naturkundesammlung mit Fossilien und Mineralien, präparierten Tieren und die Sammlung zur Geschichte des Hauses Fürstenberg sowie Moderne Kunst, in einem eigens dazu erbauten historischen Museumsgebäude nahe beim Schloss, die Hofbibliothek ist dem Publikum zu den Öffnungszeiten zugänglich. Grafen von Fürstenberg - Stammlinie Die angegebenen Jahreszahlen sind jeweils die Regierungszeit. Heinrich I. (1250–1284) Friedrich I. (1284–1296) Heinrich II. (1303–1337) Heinrich III. (1337–1367) Heinrich IV. (1367–1408) Heinrich V. (1408–1441) Konrad (1441–1484) Wolfgang (1484–1509) – (bis 1499 gemeinsam mit Heinrich VII.) Friedrich II. (1510–1559) – (bis 1549 gemeinsam mit Wilhelm) Christoph I. Albrecht (–1599) Christoph II. (1599–1614) Die Seitenlinie Fürstenberg-Haslach 1284–1386 Bereits unter den Söhnen des Stammvaters Heinrich I. kam es wieder zu einer Erbteilung. Während Friedrich die Hauptlinie fortsetzte, begründete Egon 1284 die Seitenlinie Fürstenberg-Haslach, die allerdings bereits 1386 mit dem Tod des Grafen Johann in der Schlacht von Sempach in der männlichen Linie ausstarb. Heinrich IV. konnte nach einem langwierigen Erbstreit mit dem Grafen Friedrich XI. von Hohenzollern und dem Bischof von Straßburg, Friedrich von Blankenheim, die Eigengüter und Reichslehen der Nebenlinie für das Haus Fürstenberg erhalten, wobei er jedoch auf drei andere Dörfer verzichten musste. Die Grafen von Fürstenberg-Haslach Egon (Egen), 1284–1324 Gottfried (Götz), 1324–1341 Hugo (Hug), 1341–1371 Johann (Hans), 1371–1386 Die Seitenlinie Fürstenberg-Wolfach 1407–1490 Unter den Söhnen von Graf Heinrich IV. wurden die fürstenbergischen Lande wieder aufgeteilt.[16] Während die Stammburg und die Landgrafschaft Fürstenberg an Heinrich V. fielen und Egon die Herrschaft Wartenberg mit der Stadt Geisingen erhielt, kamen die fürstenbergischen Besitzungen im Kinzigtal mit den Städten Wolfach und Haslach an Konrad. Konrad begründete eine eigene Seitenlinie Fürstenberg-Wolfach oder Fürstenberg-Kinzigtal. Heinrich und Egon regierten einige Besitzungen im Schwarzwald gemeinsam und treten auch in den Urkunden häufig gemeinsam auf. Nachdem die Seitenlinie 1490 mit dem Tod Heinrich VI. ausstarb, erbte dessen Vetter, Wolfgang den Hauptteil seiner Besitzungen. Nachdem Konrads älterer Bruder, Heinrich VII., bereits 1499 starb, waren die fürstenbergischen Besitzungen wieder vereinigt. Die Grafen von Fürstenberg-Wolfach Konrad (1407–1419); übernahm bereits vor dem Tod seines Vaters die Regentschaft Heinrich VI. (1419–1490); war beim Tod seines Vaters 1419 noch unmündig, weshalb bis 1432 eine vormundschaftliche Regierung unter seinen Onkel Egon und Heinrich V. die Herrschaft übernahm. Der Aufstieg in den Reichsfürstenstand Die Fürstenberger gehörten dem Reichsgrafenstand an. 1664 wurden Hermann Egon aus der Linie Fürstenberg-Heiligenberg und seine geistlichen Brüder Franz Egon (Bischof von Straßburg) und Wilhelm Egon (Kardinal) von Kaiser Leopold in den Fürstenstand erhoben. Nachdem die Linie Fürstenberg-Heiligenberg 1716 ausgestorben war, wurden die Grafen Froben Ferdinand zu Fürstenberg-Mößkirch und Joseph Wilhelm Ernst zu Fürstenberg-Stühlingen durch Kaiser Karl VI. zu Reichsfürsten ernannt. Grafen und Fürsten von Fürstenberg-Heiligenberg Die Grafschaft Fürstenberg-Heiligenberg wurde 1559 von der Grafschaft Fürstenberg-Baar abgespalten. Von Fürstenberg-Heiligenberg spaltete sich 1617 die Linie Fürstenberg-Donaueschingen ab, die jedoch bereits 1698 zum mittlerweile (1664) zum Fürstentum erhobenen Fürstenberg-Heiligenberg zurückfiel. Die gesamte Linie fiel 1716 an die Fürsten von Fürstenberg-Fürstenberg. 1559–1598 Joachim, Graf 1598–1617 Friedrich IV., Graf 1617–1618 Wilhelm II., Graf 1618–1635 Egon VIII., Graf gemeinsame Regierung: 1635–1652 Ernst Egon, Graf 1635–1674 Hermann Egon, Graf, seit 1664 Fürst 1635–1662 Ferdinand Friedrich Egon, Graf gemeinsame Regierung: 1662–1676 Maximilian Joseph 1674–1716 Anton Egon, Fürst Stammlinie der Fürstenberger Linie zu Meßkirch-Wildenstein 1.1 Wratislaus II. † 1642, Sohn des Christoph II. von Fürstenberg, Stifter der Fürstenberger Linie zu Meßkirch[20]-Wildenstein, ∞ a) Johanna Eleonora, Erbin von Gundelfingen, Meßkirch, Hayingen und Neufra, Tochter des Froben Christoph Graf von Helfenstein, Freiherr von und zu Gundelfingen ∞ b) Franzisca Carolina, Erbin von ein Drittel Helfenstein-Wiesensteig, Wildenstein und Falkenstein, Tochter des Rudolf III. Graf von Helfenstein-Wiesensteig 2.1 Franz Christoph † 1671. 3.1 Froben Ferdinand 1664–1741; Reichsfürst 1716–1741 ∞ Gräfin Maria Theresia Felicitas von Sulz 4.1 Karl Friedrich 1714–1744; Reichsfürst 1741–1744; ∞ Herzogin Maria Gabriele Felicitas von Schleswig-Holstein-Sonderburg; stirbt kinderlos. 3.2 Karl Egon 3.3 Philipp Karl 2.2 Froben Maria 2.3 Ferdinand Rudolf Fürsten zu Fürstenberg aus der Stühlinger Linie Josef Wilhelm Ernst (1699–1762); ∞ Maria Anna von Waldstein. Nach dem Aussterben der Linie Fürstenberg-Meßkirch beerbte Joseph den Fürsten Karl Friedrich und vereinigte alle fürstenbergischen Lande in Schwaben. Er organisierte eine einheitliche Landesverwaltung und gilt daher als der eigentliche Begründer des Fürstentums. Josef Wenzel (1728–1783) ∞ Gräfin Maria Josepha von Friedberg-Trauchburg-Scheer Joseph Maria Benedikt Karl (1758–1796) ∞ Maria Antonia von Hohenzollern-Hechingen Karl Joachim Aloys Franz de Paula (1771–1804) ∞ Karoline von Fürstenberg-Weitra; die Ehe blieb kinderlos und die Linie Fürstenberg-Stühlingen starb mit Karl Joachim aus - das gesamte Erbe ging an Karl Egon II. von der böhmischen Subsidiallinie über. Mediatisierte Fürsten und badische Standesherren Als Standesherren genossen die seit 1806 mediatisierten Fürsten zu Fürstenberg gemäß dem Artikel XIV der Deutschen Bundesakte von 1815 noch zahlreiche Sonderrechte, die zwar in der Märzrevolution weitgehend verloren gingen, jedoch blieb die Anwartschaft auf einen Sitz in der ersten Kammer der Badischen Ständeversammlung bis 1918 bestehen. Nachfolgend die Liste der Fürsten zu Fürstenberg als badische Standesherren bis zum Untergang der Monarchie 1918: 1804–1854 Karl Egon II. zu Fürstenberg (1796–1854), Vizepräsident der Ersten Kammer der badischen Ständeversammlung; ∞ Prinzessin Amalie von Baden 1854–1892 Karl Egon III. zu Fürstenberg (1820–1892), Präsident des Vereins der deutschen Standesherren; ∞ Prinzessin Elisabeth Henriette Reuß ältere Linie 1892–1896 Karl Egon IV. zu Fürstenberg (1852–1896), Standesherr und Politiker; ∞ Gräfin Dorothea von Talleyrand-Périgord 1896–1918 Max Egon II. zu Fürstenberg (1863–1941), Standesherr und Politiker; ∞ Gräfin Irma von Schönborn-Buchheim Chefs des Hauses Fürstenberg Nach dem Untergang der Monarchie in der Novemberrevolution wurden sämtliche öffentlich-rechtlichen Adelsprivilegien abgeschafft. Im privatrechtlichen Sinne besteht das Haus Fürstenberg jedoch bis heute weiter. Die bisherigen Adelsbezeichnungen wurden 1919 zu Bestandteilen des bürgerlichen Familiennamens erklärt. Im Fall des Hauses Fürstenberg tragen seitdem alle Mitglieder den bürgerlich-rechtlichen Familiennamen Prinz bzw. Prinzessin zu Fürstenberg. Der jeweilige Chef des Hauses tritt jedoch in der Öffentlichkeit weiterhin mit dem historischen Primogeniturtitel Fürst im Namen auf, der seit 1941 (mit dem Tod Max Egons II.) kein Bestandteil des bürgerlichen Namens mehr ist. Fürst Max Egon II. durfte nach 1919 gemäß den gesetzlichen Bestimmungen als bürgerlichen Namen Fürst zu Fürstenberg weiterverwenden. Ob der Name mit dem an den Erstgeburtstitel Fürst erinnernden Namensbestandteil danach noch für einzelne Nachfolger amtlich wurde oder ob der Familienname Prinz zu Fürstenberg stets die amtliche Form des Namens bei allen Chefs des Hauses nach 1941 blieb, ist unklar. 1918–1941 Max Egon II. zu Fürstenberg (1863–1941), Unternehmer und Politiker 1941–1973 Karl Egon V. zu Fürstenberg (1891–1973), Unternehmer und Politiker; ∞ Ida Gräfin Nostitz-Rieneck 1973–2002 Joachim Egon zu Fürstenberg (1923–2002), Unternehmer; ∞ Paula Gräfin zu Königsegg-Aulendorf; wurde Nachfolger seines Onkels Karl Egon V. seit 2002 Heinrich zu Fürstenberg (* 1950), Unternehmer; ∞ Maximiliane Prinzessin zu Windisch-Graetz; Sohn und Erbe: Christian (* 1977) ∞ Jeanette Griesel; Enkel und Nacherbe: Tassilo (* 2013) Weitere bedeutende Persönlichkeiten des Hauses Wratislaw I. von Fürstenberg (1584–1631), Offizier in spanischen und österreichischen Diensten sowie Diplomat und zuletzt Hofratspräsident Maria Franziska von Fürstenberg-Heiligenberg (1633–1702), Markgräfin von Baden Karl Aloys zu Fürstenberg, (1760–1799), Feldmarschallleutnant Elisabeth zu Fürstenberg, (1767–1822), Sprecherin der mediatisierten Reichsfürsten auf dem Wiener Kongress Josefa zu Fürstenberg-Weitra (1776–1848), Fürstin von und zu Liechtenstein Friedrich Egon von Fürstenberg (1813–1892), Erzbischof von Olmütz Max Egon I. zu Fürstenberg (1822–1873), Politiker Ira von Fürstenberg (* 1940), Schauspielerin Catherine von Fürstenberg-Dussmann (* 1951), Geschäftsfrau Mehr unter obenstehendem Link.. | von Fürstenberg, Graf Heinrich IV. (I11019)
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| 47943 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Fürstenberg_(schwäbisches_Adelsgeschlecht) Die Fürstenberg sind ein südwestdeutsches Adelsgeschlecht des Hochadels, dessen Besitzungen in Deutschland zwischen Schwarzwald, Hochrhein, Bodensee und der Schwäbischen Alb lagen und teils auch heute noch liegen. Darüber hinaus hatten die Fürstenberg große Besitzungen in den österreichischen Erblanden inne – besonders in Böhmen. Mit dem Fürstentum Fürstenberg beherrschten sie bis 1806 eines der größten Territorien des deutschen Südwestens. Internationalen Ruf erlangten die Fürstenberg unter anderem durch die Fürstlich Fürstenbergische Brauerei, als Eigentümer einer der größten privaten Kunstsammlungen in Europa sowie als Gründer und Patron der Donaueschinger Musiktage, der Donaueschinger Reitturniere sowie des Fürstenberg Polo Cup. In Donaueschingen bewohnen sie seit 1488 das Schloss Donaueschingen, nachdem sie die Entenburg im Ortsteil Pfohren verlassen hatten. Mit dem Schloss Heiligenberg besitzt das Haus Fürstenberg daneben eines der bedeutendsten Denkmale der Renaissance nördlich der Alpen. Die wirtschaftlichen Grundlagen der Familie liegen vor allem in einem umfangreichen Waldbesitz. Die Familie ist nicht mit den Freiherren von Fürstenberg aus Westfalen verwandt. Titel Die private Verwendung des Titels Fürst respektiv Fürstin, Prinz oder Prinzessin als Teil des Namens ist im Haus Fürstenberg noch üblich, der (inoffizielle) Titel lautet heute: Fürst zu Fürstenberg, Landgraf in der Baar und zu Stühlingen, Graf zu Heiligenberg und Werdenberg. Seit dem Jahre 2002 stehen Heinrich Fürst zu Fürstenberg und Christian Erbprinz zu Fürstenberg dem Hause vor. Heinrich Fürst zu Fürstenberg ist der „Chef des Hauses“. Sitz der Residenz der Familie ist seit 1723 Donaueschingen, ihre Grablege befindet sich in Neudingen auf dem Gelände des ehemaligen Klosters Neudingen. Geschichte Die Grafen und Fürsten zu Fürstenberg lassen sich mit einiger Wahrscheinlichkeit auf die fränkische Grafenfamilie der Unruochinger zurückführen, die zur Zeit Karls des Großen im deutschen Südwesten wichtige Funktionen in der Landesverwaltung innehatten. Eindeutig nachweisbar sind die Fürstenberg seit dem 11. Jahrhundert als Grafen von Urach auf der Schwäbischen Alb und in der Gegend des mittleren Neckars. Die Fürstenberg sind eine Seitenlinie der Grafen von Urach und stammesverwandt mit den Grafen von Achalm. Der mit Agnes, Tochter Bertholds IV. von Zähringen, verheiratete Graf Egino IV. von Urach erbte 1218 einen großen Teil des Besitzes der Herzöge von Zähringen, da Berthold V. kinderlos verstorben und somit die Zähringer Hauptlinie erloschen war. Die Erbschaften auf der Baar und im Schwarzwald bildeten den Grundstock der Seitenlinie der Fürstenberg. Graf Konrad begründete mit den zähringischen Gütern im Breisgau die Linie der Grafen von Freiburg. Sein jüngerer Bruder Heinrich übernahm das zähringische Erbe im Kinzigtal, im Schwarzwald und auf der Baar und nannte sich nach der Burg auf dem „fürdersten Berg“, dem Höhenzuge Länge bei Neudingen Graf von Fürstenberg. Er wurde so zum Stammvater deren von Fürstenberg. Während sich die Grafen von Freiburg vor allem in der Auseinandersetzung mit der Bürgerschaft der aufstrebenden Stadt Freiburg und den Habsburgern aufrieben und im 15. Jahrhundert ausstarben, gelang deren von Fürstenberg dank der engen Anlehnung an das Haus Habsburg, einer klugen Heiratspolitik und mehreren günstigen Erbgängen eine Vervielfachung ihres territorialen Besitzes. Seit dem ausgehenden Mittelalter erwarb das Haus nicht nur den späteren fürstenbergischen Residenzort Donaueschingen mit der hochbedeutsamen Donauquelle (1488), sondern auch so wichtige Territorien wie die Grafschaften Heiligenberg (1543) und die Landgrafschaft Stühlingen (1637/1639) oder die Herrschaften Trochtelfingen und Jungnau (1543), Meßkirch, Wildenstein, Gundelfingen, Falkenstein, Hayingen, Neufra und ein Drittel Helfenstein-Wiesensteig (1627/1636) sowie (Hohen-)Hewen mit Engen (1637/1639). Schloss Donaueschingen ist bis heute die Hauptresidenz des Fürsten zu Fürstenberg geblieben, auch Schloss Heiligenberg gehört noch zum Familienbesitz. Die niederösterreichische Herrschaft Weitra mit Sitz auf Schloss Weitra im Waldviertel gelangte 1607 an die Familie Fürstenberg, die bis 1848 die Grundherrschaft innehatte und ebenfalls immer noch Eigentümer des Schlosses und des dazugehörigen Großgrundbesitzes in der Umgebung ist. Eine größere Machtsteigerung der Familie resultierte aus diesen territorialen Zugewinnen zunächst nicht. In Erbteilungen wurden diese Territorien immer wieder auf verschiedene Linien aufgeteilt. Erst Fürst Joseph Wilhelm Ernst zu Fürstenberg-Stühlingen (1699–1762) gelang nach dem Aussterben der Linien in Heiligenberg (1716) und Meßkirch (1744) die Zusammenfassung der verschiedenen Herrschaftsgebiete zu einem fürstenbergischen Staat mit einheitlicher Verwaltung. Dabei wurde das 1488 erworbene Donaueschingen zur neuen Residenz ausgebaut. Bis zur Vereinigung der beiden badischen Markgrafschaften Baden-Durlach und Baden-Baden 1771 bildete Fürstenberg das zweitwichtigste Territorium im deutschen Südwesten. Während der Reformation trat Graf Wilhelm von Fürstenberg 1537 zum evangelischen Glauben über, bereits 1549 erfolgte jedoch die Rückkehr zur römisch-katholischen Kirche. Das Fürstenhaus konnte sich in seinen Territorien gegen den ansässigen niederen Adel vollständig durchsetzen. Am 31. Oktober 1723 war die Hauptstadt und Residenz von Stühlingen nach Donaueschingen verlegt worden, weil es zum Ueberblicke der Angelegenheiten besser gelegen als das entfernte Stühlingen. Durch Vereinigung aller Herrschaften unter dem „Fürsten zu Fürstenberg“ Josef Wilhelm Ernst entstand 1744 ein mit größeren deutschen Territorialstaaten vergleichbares Gebilde, dem es jedoch an territorialer und administrativer Geschlossenheit sowie äußerer Machtstellung fehlte. Die Herrschaft hatte etwa 85.000 Einwohner und war in 14 Oberämter gegliedert. Der Regierung in Donaueschingen gehörten ein Kanzler, drei Hof- und zwei Kammerräte sowie der fürstliche Archivar an. Ihr unterstanden das Hofzahlamt und die Finanzverwaltung. Fürst Josef Wilhelm Ernst mischte sich als kaiserlicher Prinzipalkommissar nur wenig in die Verwaltung seines Territoriums ein. Nachdem ihm als Parteigänger Karls VII. im Österreichischen Erbfolgekrieg die Güter seiner Frau Maria Anna Gräfin von Waldstein in Böhmen konfisziert worden waren, trat er für eine rasche Beendigung des Krieges ein. Er führte im Auftrag des bayerischen Kurfürsten Max Joseph wenig erfolgreich Friedensverhandlungen mit Maria Theresia. Fürst Karl Joachim Aloys Franz de Paula floh 1798 und 1800 vor den französischen Truppen auf seine Besitzung nach Weitra. Nach dem frühen Tod des Fürsten wurde 1806 das fürstenbergische Territorium aufgrund der Rheinbundakte im Gefolge des Reichsdeputationshauptschlusses mediatisiert und großteils dem Großherzogtum Baden zugeschlagen. Der am linken Donauufer gelegene Landesteil ging an Hohenzollern-Hechingen. In Österreich-Ungarn, genauer im Königreich Böhmen und in der Markgrafschaft Mähren, hatten Mitglieder der Familie Fürstenberg hohe und höchste Ämter inne, so etwa das des Fürsterzbischofs von Olmütz oder des Bischofs von Brünn. 1896 starb die schwäbische Stammlinie aus, die Leitung des vereinigten fürstlich fürstenbergischen Hauses ging auf Max Egon II. zu Fürstenberg über. Unter ihm wurde 1929 die böhmische Burg Křivoklát mit der Sammlung und der Bibliothek aus dem Palais Fürstenberg auf der Prager Kleinseite sowie das Schloss Lány an den tschechoslowakischen Staat verkauft. Der Verlust ihrer traditionellen Herrschaftsrechte tangierte die Stellung der Familie allenfalls kurzfristig. Fürst Karl Egon II. brachte durch eine dynastische Verbindung mit dem großherzoglich-badischen Haus seinen Status als erster Standesherr in Baden zum Ausdruck. Sein Sohn Karl Egon III. organisierte das fürstenbergische Forst- und Hüttenwesen streng nach privatwirtschaftlichen Gesichtspunkten. Binnen weniger Jahre stieg er dadurch zu einem der reichsten Männer in Deutschland auf. Fürst Max Egon II. schließlich wandte seine Aufmerksamkeit vor allem der Fürstenbergbrauerei zu und baute sie zu einer der größten Brauereien des Deutschen Reiches aus („Tafelgetränk S.M. des Kaisers“). Was das Haus durch die Mediatisierung an staatlicher Stellung verloren hatte, versuchte es daneben durch kulturelle und soziale Aktivitäten auszugleichen. Mit den fürstlichen Instituten für Kunst und Wissenschaft, bestehend aus Sammlungen, Archiv und Hofbibliothek, errichteten die Fürsten Karl Egon II. (1796–1854) und Karl Egon III. (1820–1892) eine der größten Privatsammlungen in Europa und machten diese der Öffentlichkeit zugänglich. 1921 schließlich etablierte Max Egon II. zu Fürstenberg die Donaueschinger Musiktage, die sich zum wichtigsten Forum für zeitgenössische Musik wurden. Unter dem Patronat von Joachim zu Fürstenberg (1923–2002) erlangten ab 1954 auch die Donaueschinger Reitturniere internationale Bedeutung. Größere Teile ihres wirtschaftlichen und kulturellen Imperiums haben die Fürstenberg jedoch im Lauf der Zeit wieder veräußert, darunter schon 1867 Schloss Neufra, 1869 Schloss Trochtelfingen und ab den 1970er Jahren Burg Wildenstein und Schloss Meßkirch sowie umfangreichen Wald- und Landbesitz, zuletzt 2011 Schloss Hohenlupfen in Stühlingen mit Ländereien. Der Waldbesitz soll 2015 noch "ca. 18.000 Hektar" umfassen, dazu Waldbesitz in Kanada und Österreich. Mit der Lignis GmbH & Co. KG baute Heinrich Prinz zu Fürstenberg ein Unternehmen zur Holzvermarktung auf, an dem er viele namhafte Fürstenhäuser beteiligte: Waldburg-Wolfegg, Leiningen, Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und Sayn-Wittgenstein-Hohenstein – zusammen 52.000 Hektar Wald.[7] Die Familie ist zudem Franchisepartnerin der Friedwald GmbH und betreibt als Süddeutschlands größter Anbieterin von Urnenplätzen sechs Waldbestattungsanlagen auf 256 ha[8] sowie einen Tierfriedhof. Von Beginn der 1980er Jahre an wurde die einzigartige und kulturhistorisch hochbedeutende Hofbibliothek Donaueschingen schrittweise veräußert. Zunächst kam es zum Verkauf einzelner, teilweise herausragender Handschriften. Während die verbliebenen Handschriften und Musikalien vom Land Baden-Württemberg 1992 geschlossen erworben wurden, wurde das übrige, darunter die einzigartige Inkunabelsammlung und der geschlossene Bestand der über 11.000 Drucke umfassenden Sammlung des berühmten Bibliophilen und Nestors der Altgermanistik, des in morganatischer Ehe mit der verwitweten Fürstin Elisabeth von Fürstenberg (1767–1822) verbundenen Freiherrn Joseph von Laßberg (1770–1865), von 1994 bis 2002 in mehreren Tranchen über verschiedene Auktionshäuser versteigert, nachdem Verhandlungen mit dem Land Baden-Württemberg über einen geschlossenen Ankauf gescheitert waren und dieses lediglich einen Teil der Inkunabeln vorab erworben hatte.[10] 1999 wurde die Musikaliensammlung verkauft, 2002 die Sammlung mittelalterlicher Tafelgemälde, darunter der Wildensteiner Altar des Meisters von Meßkirch. Ein Großteil der Sammlung ist heute Bestandteil der Sammlung Würth und ausgestellt in der Johanniterhalle in Schwäbisch Hall, 2004 folgte schließlich die Brauerei. In Donaueschingen zu besichtigen ist die historische Naturkundesammlung mit Fossilien und Mineralien, präparierten Tieren und die Sammlung zur Geschichte des Hauses Fürstenberg sowie Moderne Kunst, in einem eigens dazu erbauten historischen Museumsgebäude nahe beim Schloss, die Hofbibliothek ist dem Publikum zu den Öffnungszeiten zugänglich. Grafen von Fürstenberg - Stammlinie Die angegebenen Jahreszahlen sind jeweils die Regierungszeit. Heinrich I. (1250–1284) Friedrich I. (1284–1296) Heinrich II. (1303–1337) Heinrich III. (1337–1367) Heinrich IV. (1367–1408) Heinrich V. (1408–1441) Konrad (1441–1484) Wolfgang (1484–1509) – (bis 1499 gemeinsam mit Heinrich VII.) Friedrich II. (1510–1559) – (bis 1549 gemeinsam mit Wilhelm) Christoph I. Albrecht (–1599) Christoph II. (1599–1614) Die Seitenlinie Fürstenberg-Haslach 1284–1386 Bereits unter den Söhnen des Stammvaters Heinrich I. kam es wieder zu einer Erbteilung. Während Friedrich die Hauptlinie fortsetzte, begründete Egon 1284 die Seitenlinie Fürstenberg-Haslach, die allerdings bereits 1386 mit dem Tod des Grafen Johann in der Schlacht von Sempach in der männlichen Linie ausstarb. Heinrich IV. konnte nach einem langwierigen Erbstreit mit dem Grafen Friedrich XI. von Hohenzollern und dem Bischof von Straßburg, Friedrich von Blankenheim, die Eigengüter und Reichslehen der Nebenlinie für das Haus Fürstenberg erhalten, wobei er jedoch auf drei andere Dörfer verzichten musste. Die Grafen von Fürstenberg-Haslach Egon (Egen), 1284–1324 Gottfried (Götz), 1324–1341 Hugo (Hug), 1341–1371 Johann (Hans), 1371–1386 Die Seitenlinie Fürstenberg-Wolfach 1407–1490 Unter den Söhnen von Graf Heinrich IV. wurden die fürstenbergischen Lande wieder aufgeteilt.[16] Während die Stammburg und die Landgrafschaft Fürstenberg an Heinrich V. fielen und Egon die Herrschaft Wartenberg mit der Stadt Geisingen erhielt, kamen die fürstenbergischen Besitzungen im Kinzigtal mit den Städten Wolfach und Haslach an Konrad. Konrad begründete eine eigene Seitenlinie Fürstenberg-Wolfach oder Fürstenberg-Kinzigtal. Heinrich und Egon regierten einige Besitzungen im Schwarzwald gemeinsam und treten auch in den Urkunden häufig gemeinsam auf. Nachdem die Seitenlinie 1490 mit dem Tod Heinrich VI. ausstarb, erbte dessen Vetter, Wolfgang den Hauptteil seiner Besitzungen. Nachdem Konrads älterer Bruder, Heinrich VII., bereits 1499 starb, waren die fürstenbergischen Besitzungen wieder vereinigt. Die Grafen von Fürstenberg-Wolfach Konrad (1407–1419); übernahm bereits vor dem Tod seines Vaters die Regentschaft Heinrich VI. (1419–1490); war beim Tod seines Vaters 1419 noch unmündig, weshalb bis 1432 eine vormundschaftliche Regierung unter seinen Onkel Egon und Heinrich V. die Herrschaft übernahm. Der Aufstieg in den Reichsfürstenstand Die Fürstenberger gehörten dem Reichsgrafenstand an. 1664 wurden Hermann Egon aus der Linie Fürstenberg-Heiligenberg und seine geistlichen Brüder Franz Egon (Bischof von Straßburg) und Wilhelm Egon (Kardinal) von Kaiser Leopold in den Fürstenstand erhoben. Nachdem die Linie Fürstenberg-Heiligenberg 1716 ausgestorben war, wurden die Grafen Froben Ferdinand zu Fürstenberg-Mößkirch und Joseph Wilhelm Ernst zu Fürstenberg-Stühlingen durch Kaiser Karl VI. zu Reichsfürsten ernannt. Grafen und Fürsten von Fürstenberg-Heiligenberg Die Grafschaft Fürstenberg-Heiligenberg wurde 1559 von der Grafschaft Fürstenberg-Baar abgespalten. Von Fürstenberg-Heiligenberg spaltete sich 1617 die Linie Fürstenberg-Donaueschingen ab, die jedoch bereits 1698 zum mittlerweile (1664) zum Fürstentum erhobenen Fürstenberg-Heiligenberg zurückfiel. Die gesamte Linie fiel 1716 an die Fürsten von Fürstenberg-Fürstenberg. 1559–1598 Joachim, Graf 1598–1617 Friedrich IV., Graf 1617–1618 Wilhelm II., Graf 1618–1635 Egon VIII., Graf gemeinsame Regierung: 1635–1652 Ernst Egon, Graf 1635–1674 Hermann Egon, Graf, seit 1664 Fürst 1635–1662 Ferdinand Friedrich Egon, Graf gemeinsame Regierung: 1662–1676 Maximilian Joseph 1674–1716 Anton Egon, Fürst Stammlinie der Fürstenberger Linie zu Meßkirch-Wildenstein 1.1 Wratislaus II. † 1642, Sohn des Christoph II. von Fürstenberg, Stifter der Fürstenberger Linie zu Meßkirch[20]-Wildenstein, ∞ a) Johanna Eleonora, Erbin von Gundelfingen, Meßkirch, Hayingen und Neufra, Tochter des Froben Christoph Graf von Helfenstein, Freiherr von und zu Gundelfingen ∞ b) Franzisca Carolina, Erbin von ein Drittel Helfenstein-Wiesensteig, Wildenstein und Falkenstein, Tochter des Rudolf III. Graf von Helfenstein-Wiesensteig 2.1 Franz Christoph † 1671. 3.1 Froben Ferdinand 1664–1741; Reichsfürst 1716–1741 ∞ Gräfin Maria Theresia Felicitas von Sulz 4.1 Karl Friedrich 1714–1744; Reichsfürst 1741–1744; ∞ Herzogin Maria Gabriele Felicitas von Schleswig-Holstein-Sonderburg; stirbt kinderlos. 3.2 Karl Egon 3.3 Philipp Karl 2.2 Froben Maria 2.3 Ferdinand Rudolf Fürsten zu Fürstenberg aus der Stühlinger Linie Josef Wilhelm Ernst (1699–1762); ∞ Maria Anna von Waldstein. Nach dem Aussterben der Linie Fürstenberg-Meßkirch beerbte Joseph den Fürsten Karl Friedrich und vereinigte alle fürstenbergischen Lande in Schwaben. Er organisierte eine einheitliche Landesverwaltung und gilt daher als der eigentliche Begründer des Fürstentums. Josef Wenzel (1728–1783) ∞ Gräfin Maria Josepha von Friedberg-Trauchburg-Scheer Joseph Maria Benedikt Karl (1758–1796) ∞ Maria Antonia von Hohenzollern-Hechingen Karl Joachim Aloys Franz de Paula (1771–1804) ∞ Karoline von Fürstenberg-Weitra; die Ehe blieb kinderlos und die Linie Fürstenberg-Stühlingen starb mit Karl Joachim aus - das gesamte Erbe ging an Karl Egon II. von der böhmischen Subsidiallinie über. Mediatisierte Fürsten und badische Standesherren Als Standesherren genossen die seit 1806 mediatisierten Fürsten zu Fürstenberg gemäß dem Artikel XIV der Deutschen Bundesakte von 1815 noch zahlreiche Sonderrechte, die zwar in der Märzrevolution weitgehend verloren gingen, jedoch blieb die Anwartschaft auf einen Sitz in der ersten Kammer der Badischen Ständeversammlung bis 1918 bestehen. Nachfolgend die Liste der Fürsten zu Fürstenberg als badische Standesherren bis zum Untergang der Monarchie 1918: 1804–1854 Karl Egon II. zu Fürstenberg (1796–1854), Vizepräsident der Ersten Kammer der badischen Ständeversammlung; ∞ Prinzessin Amalie von Baden 1854–1892 Karl Egon III. zu Fürstenberg (1820–1892), Präsident des Vereins der deutschen Standesherren; ∞ Prinzessin Elisabeth Henriette Reuß ältere Linie 1892–1896 Karl Egon IV. zu Fürstenberg (1852–1896), Standesherr und Politiker; ∞ Gräfin Dorothea von Talleyrand-Périgord 1896–1918 Max Egon II. zu Fürstenberg (1863–1941), Standesherr und Politiker; ∞ Gräfin Irma von Schönborn-Buchheim Chefs des Hauses Fürstenberg Nach dem Untergang der Monarchie in der Novemberrevolution wurden sämtliche öffentlich-rechtlichen Adelsprivilegien abgeschafft. Im privatrechtlichen Sinne besteht das Haus Fürstenberg jedoch bis heute weiter. Die bisherigen Adelsbezeichnungen wurden 1919 zu Bestandteilen des bürgerlichen Familiennamens erklärt. Im Fall des Hauses Fürstenberg tragen seitdem alle Mitglieder den bürgerlich-rechtlichen Familiennamen Prinz bzw. Prinzessin zu Fürstenberg. Der jeweilige Chef des Hauses tritt jedoch in der Öffentlichkeit weiterhin mit dem historischen Primogeniturtitel Fürst im Namen auf, der seit 1941 (mit dem Tod Max Egons II.) kein Bestandteil des bürgerlichen Namens mehr ist. Fürst Max Egon II. durfte nach 1919 gemäß den gesetzlichen Bestimmungen als bürgerlichen Namen Fürst zu Fürstenberg weiterverwenden. Ob der Name mit dem an den Erstgeburtstitel Fürst erinnernden Namensbestandteil danach noch für einzelne Nachfolger amtlich wurde oder ob der Familienname Prinz zu Fürstenberg stets die amtliche Form des Namens bei allen Chefs des Hauses nach 1941 blieb, ist unklar. 1918–1941 Max Egon II. zu Fürstenberg (1863–1941), Unternehmer und Politiker 1941–1973 Karl Egon V. zu Fürstenberg (1891–1973), Unternehmer und Politiker; ∞ Ida Gräfin Nostitz-Rieneck 1973–2002 Joachim Egon zu Fürstenberg (1923–2002), Unternehmer; ∞ Paula Gräfin zu Königsegg-Aulendorf; wurde Nachfolger seines Onkels Karl Egon V. seit 2002 Heinrich zu Fürstenberg (* 1950), Unternehmer; ∞ Maximiliane Prinzessin zu Windisch-Graetz; Sohn und Erbe: Christian (* 1977) ∞ Jeanette Griesel; Enkel und Nacherbe: Tassilo (* 2013) Weitere bedeutende Persönlichkeiten des Hauses Wratislaw I. von Fürstenberg (1584–1631), Offizier in spanischen und österreichischen Diensten sowie Diplomat und zuletzt Hofratspräsident Maria Franziska von Fürstenberg-Heiligenberg (1633–1702), Markgräfin von Baden Karl Aloys zu Fürstenberg, (1760–1799), Feldmarschallleutnant Elisabeth zu Fürstenberg, (1767–1822), Sprecherin der mediatisierten Reichsfürsten auf dem Wiener Kongress Josefa zu Fürstenberg-Weitra (1776–1848), Fürstin von und zu Liechtenstein Friedrich Egon von Fürstenberg (1813–1892), Erzbischof von Olmütz Max Egon I. zu Fürstenberg (1822–1873), Politiker Ira von Fürstenberg (* 1940), Schauspielerin Catherine von Fürstenberg-Dussmann (* 1951), Geschäftsfrau Mehr unter obenstehendem Link.. | von Fürstenberg, Graf Hans (I11989)
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| 47944 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Fürstenberg_(schwäbisches_Adelsgeschlecht) Die Fürstenberg sind ein südwestdeutsches Adelsgeschlecht des Hochadels, dessen Besitzungen in Deutschland zwischen Schwarzwald, Hochrhein, Bodensee und der Schwäbischen Alb lagen und teils auch heute noch liegen. Darüber hinaus hatten die Fürstenberg große Besitzungen in den österreichischen Erblanden inne – besonders in Böhmen. Mit dem Fürstentum Fürstenberg beherrschten sie bis 1806 eines der größten Territorien des deutschen Südwestens. Internationalen Ruf erlangten die Fürstenberg unter anderem durch die Fürstlich Fürstenbergische Brauerei, als Eigentümer einer der größten privaten Kunstsammlungen in Europa sowie als Gründer und Patron der Donaueschinger Musiktage, der Donaueschinger Reitturniere sowie des Fürstenberg Polo Cup. In Donaueschingen bewohnen sie seit 1488 das Schloss Donaueschingen, nachdem sie die Entenburg im Ortsteil Pfohren verlassen hatten. Mit dem Schloss Heiligenberg besitzt das Haus Fürstenberg daneben eines der bedeutendsten Denkmale der Renaissance nördlich der Alpen. Die wirtschaftlichen Grundlagen der Familie liegen vor allem in einem umfangreichen Waldbesitz. Die Familie ist nicht mit den Freiherren von Fürstenberg aus Westfalen verwandt. Titel Die private Verwendung des Titels Fürst respektiv Fürstin, Prinz oder Prinzessin als Teil des Namens ist im Haus Fürstenberg noch üblich, der (inoffizielle) Titel lautet heute: Fürst zu Fürstenberg, Landgraf in der Baar und zu Stühlingen, Graf zu Heiligenberg und Werdenberg. Seit dem Jahre 2002 stehen Heinrich Fürst zu Fürstenberg und Christian Erbprinz zu Fürstenberg dem Hause vor. Heinrich Fürst zu Fürstenberg ist der „Chef des Hauses“. Sitz der Residenz der Familie ist seit 1723 Donaueschingen, ihre Grablege befindet sich in Neudingen auf dem Gelände des ehemaligen Klosters Neudingen. Geschichte Die Grafen und Fürsten zu Fürstenberg lassen sich mit einiger Wahrscheinlichkeit auf die fränkische Grafenfamilie der Unruochinger zurückführen, die zur Zeit Karls des Großen im deutschen Südwesten wichtige Funktionen in der Landesverwaltung innehatten. Eindeutig nachweisbar sind die Fürstenberg seit dem 11. Jahrhundert als Grafen von Urach auf der Schwäbischen Alb und in der Gegend des mittleren Neckars. Die Fürstenberg sind eine Seitenlinie der Grafen von Urach und stammesverwandt mit den Grafen von Achalm. Der mit Agnes, Tochter Bertholds IV. von Zähringen, verheiratete Graf Egino IV. von Urach erbte 1218 einen großen Teil des Besitzes der Herzöge von Zähringen, da Berthold V. kinderlos verstorben und somit die Zähringer Hauptlinie erloschen war. Die Erbschaften auf der Baar und im Schwarzwald bildeten den Grundstock der Seitenlinie der Fürstenberg. Graf Konrad begründete mit den zähringischen Gütern im Breisgau die Linie der Grafen von Freiburg. Sein jüngerer Bruder Heinrich übernahm das zähringische Erbe im Kinzigtal, im Schwarzwald und auf der Baar und nannte sich nach der Burg auf dem „fürdersten Berg“, dem Höhenzuge Länge bei Neudingen Graf von Fürstenberg. Er wurde so zum Stammvater deren von Fürstenberg. Während sich die Grafen von Freiburg vor allem in der Auseinandersetzung mit der Bürgerschaft der aufstrebenden Stadt Freiburg und den Habsburgern aufrieben und im 15. Jahrhundert ausstarben, gelang deren von Fürstenberg dank der engen Anlehnung an das Haus Habsburg, einer klugen Heiratspolitik und mehreren günstigen Erbgängen eine Vervielfachung ihres territorialen Besitzes. Seit dem ausgehenden Mittelalter erwarb das Haus nicht nur den späteren fürstenbergischen Residenzort Donaueschingen mit der hochbedeutsamen Donauquelle (1488), sondern auch so wichtige Territorien wie die Grafschaften Heiligenberg (1543) und die Landgrafschaft Stühlingen (1637/1639) oder die Herrschaften Trochtelfingen und Jungnau (1543), Meßkirch, Wildenstein, Gundelfingen, Falkenstein, Hayingen, Neufra und ein Drittel Helfenstein-Wiesensteig (1627/1636) sowie (Hohen-)Hewen mit Engen (1637/1639). Schloss Donaueschingen ist bis heute die Hauptresidenz des Fürsten zu Fürstenberg geblieben, auch Schloss Heiligenberg gehört noch zum Familienbesitz. Die niederösterreichische Herrschaft Weitra mit Sitz auf Schloss Weitra im Waldviertel gelangte 1607 an die Familie Fürstenberg, die bis 1848 die Grundherrschaft innehatte und ebenfalls immer noch Eigentümer des Schlosses und des dazugehörigen Großgrundbesitzes in der Umgebung ist. Eine größere Machtsteigerung der Familie resultierte aus diesen territorialen Zugewinnen zunächst nicht. In Erbteilungen wurden diese Territorien immer wieder auf verschiedene Linien aufgeteilt. Erst Fürst Joseph Wilhelm Ernst zu Fürstenberg-Stühlingen (1699–1762) gelang nach dem Aussterben der Linien in Heiligenberg (1716) und Meßkirch (1744) die Zusammenfassung der verschiedenen Herrschaftsgebiete zu einem fürstenbergischen Staat mit einheitlicher Verwaltung. Dabei wurde das 1488 erworbene Donaueschingen zur neuen Residenz ausgebaut. Bis zur Vereinigung der beiden badischen Markgrafschaften Baden-Durlach und Baden-Baden 1771 bildete Fürstenberg das zweitwichtigste Territorium im deutschen Südwesten. Während der Reformation trat Graf Wilhelm von Fürstenberg 1537 zum evangelischen Glauben über, bereits 1549 erfolgte jedoch die Rückkehr zur römisch-katholischen Kirche. Das Fürstenhaus konnte sich in seinen Territorien gegen den ansässigen niederen Adel vollständig durchsetzen. Am 31. Oktober 1723 war die Hauptstadt und Residenz von Stühlingen nach Donaueschingen verlegt worden, weil es zum Ueberblicke der Angelegenheiten besser gelegen als das entfernte Stühlingen. Durch Vereinigung aller Herrschaften unter dem „Fürsten zu Fürstenberg“ Josef Wilhelm Ernst entstand 1744 ein mit größeren deutschen Territorialstaaten vergleichbares Gebilde, dem es jedoch an territorialer und administrativer Geschlossenheit sowie äußerer Machtstellung fehlte. Die Herrschaft hatte etwa 85.000 Einwohner und war in 14 Oberämter gegliedert. Der Regierung in Donaueschingen gehörten ein Kanzler, drei Hof- und zwei Kammerräte sowie der fürstliche Archivar an. Ihr unterstanden das Hofzahlamt und die Finanzverwaltung. Fürst Josef Wilhelm Ernst mischte sich als kaiserlicher Prinzipalkommissar nur wenig in die Verwaltung seines Territoriums ein. Nachdem ihm als Parteigänger Karls VII. im Österreichischen Erbfolgekrieg die Güter seiner Frau Maria Anna Gräfin von Waldstein in Böhmen konfisziert worden waren, trat er für eine rasche Beendigung des Krieges ein. Er führte im Auftrag des bayerischen Kurfürsten Max Joseph wenig erfolgreich Friedensverhandlungen mit Maria Theresia. Fürst Karl Joachim Aloys Franz de Paula floh 1798 und 1800 vor den französischen Truppen auf seine Besitzung nach Weitra. Nach dem frühen Tod des Fürsten wurde 1806 das fürstenbergische Territorium aufgrund der Rheinbundakte im Gefolge des Reichsdeputationshauptschlusses mediatisiert und großteils dem Großherzogtum Baden zugeschlagen. Der am linken Donauufer gelegene Landesteil ging an Hohenzollern-Hechingen. In Österreich-Ungarn, genauer im Königreich Böhmen und in der Markgrafschaft Mähren, hatten Mitglieder der Familie Fürstenberg hohe und höchste Ämter inne, so etwa das des Fürsterzbischofs von Olmütz oder des Bischofs von Brünn. 1896 starb die schwäbische Stammlinie aus, die Leitung des vereinigten fürstlich fürstenbergischen Hauses ging auf Max Egon II. zu Fürstenberg über. Unter ihm wurde 1929 die böhmische Burg Křivoklát mit der Sammlung und der Bibliothek aus dem Palais Fürstenberg auf der Prager Kleinseite sowie das Schloss Lány an den tschechoslowakischen Staat verkauft. Der Verlust ihrer traditionellen Herrschaftsrechte tangierte die Stellung der Familie allenfalls kurzfristig. Fürst Karl Egon II. brachte durch eine dynastische Verbindung mit dem großherzoglich-badischen Haus seinen Status als erster Standesherr in Baden zum Ausdruck. Sein Sohn Karl Egon III. organisierte das fürstenbergische Forst- und Hüttenwesen streng nach privatwirtschaftlichen Gesichtspunkten. Binnen weniger Jahre stieg er dadurch zu einem der reichsten Männer in Deutschland auf. Fürst Max Egon II. schließlich wandte seine Aufmerksamkeit vor allem der Fürstenbergbrauerei zu und baute sie zu einer der größten Brauereien des Deutschen Reiches aus („Tafelgetränk S.M. des Kaisers“). Was das Haus durch die Mediatisierung an staatlicher Stellung verloren hatte, versuchte es daneben durch kulturelle und soziale Aktivitäten auszugleichen. Mit den fürstlichen Instituten für Kunst und Wissenschaft, bestehend aus Sammlungen, Archiv und Hofbibliothek, errichteten die Fürsten Karl Egon II. (1796–1854) und Karl Egon III. (1820–1892) eine der größten Privatsammlungen in Europa und machten diese der Öffentlichkeit zugänglich. 1921 schließlich etablierte Max Egon II. zu Fürstenberg die Donaueschinger Musiktage, die sich zum wichtigsten Forum für zeitgenössische Musik wurden. Unter dem Patronat von Joachim zu Fürstenberg (1923–2002) erlangten ab 1954 auch die Donaueschinger Reitturniere internationale Bedeutung. Größere Teile ihres wirtschaftlichen und kulturellen Imperiums haben die Fürstenberg jedoch im Lauf der Zeit wieder veräußert, darunter schon 1867 Schloss Neufra, 1869 Schloss Trochtelfingen und ab den 1970er Jahren Burg Wildenstein und Schloss Meßkirch sowie umfangreichen Wald- und Landbesitz, zuletzt 2011 Schloss Hohenlupfen in Stühlingen mit Ländereien. Der Waldbesitz soll 2015 noch "ca. 18.000 Hektar" umfassen, dazu Waldbesitz in Kanada und Österreich. Mit der Lignis GmbH & Co. KG baute Heinrich Prinz zu Fürstenberg ein Unternehmen zur Holzvermarktung auf, an dem er viele namhafte Fürstenhäuser beteiligte: Waldburg-Wolfegg, Leiningen, Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und Sayn-Wittgenstein-Hohenstein – zusammen 52.000 Hektar Wald.[7] Die Familie ist zudem Franchisepartnerin der Friedwald GmbH und betreibt als Süddeutschlands größter Anbieterin von Urnenplätzen sechs Waldbestattungsanlagen auf 256 ha[8] sowie einen Tierfriedhof. Von Beginn der 1980er Jahre an wurde die einzigartige und kulturhistorisch hochbedeutende Hofbibliothek Donaueschingen schrittweise veräußert. Zunächst kam es zum Verkauf einzelner, teilweise herausragender Handschriften. Während die verbliebenen Handschriften und Musikalien vom Land Baden-Württemberg 1992 geschlossen erworben wurden, wurde das übrige, darunter die einzigartige Inkunabelsammlung und der geschlossene Bestand der über 11.000 Drucke umfassenden Sammlung des berühmten Bibliophilen und Nestors der Altgermanistik, des in morganatischer Ehe mit der verwitweten Fürstin Elisabeth von Fürstenberg (1767–1822) verbundenen Freiherrn Joseph von Laßberg (1770–1865), von 1994 bis 2002 in mehreren Tranchen über verschiedene Auktionshäuser versteigert, nachdem Verhandlungen mit dem Land Baden-Württemberg über einen geschlossenen Ankauf gescheitert waren und dieses lediglich einen Teil der Inkunabeln vorab erworben hatte.[10] 1999 wurde die Musikaliensammlung verkauft, 2002 die Sammlung mittelalterlicher Tafelgemälde, darunter der Wildensteiner Altar des Meisters von Meßkirch. Ein Großteil der Sammlung ist heute Bestandteil der Sammlung Würth und ausgestellt in der Johanniterhalle in Schwäbisch Hall, 2004 folgte schließlich die Brauerei. In Donaueschingen zu besichtigen ist die historische Naturkundesammlung mit Fossilien und Mineralien, präparierten Tieren und die Sammlung zur Geschichte des Hauses Fürstenberg sowie Moderne Kunst, in einem eigens dazu erbauten historischen Museumsgebäude nahe beim Schloss, die Hofbibliothek ist dem Publikum zu den Öffnungszeiten zugänglich. Grafen von Fürstenberg - Stammlinie Die angegebenen Jahreszahlen sind jeweils die Regierungszeit. Heinrich I. (1250–1284) Friedrich I. (1284–1296) Heinrich II. (1303–1337) Heinrich III. (1337–1367) Heinrich IV. (1367–1408) Heinrich V. (1408–1441) Konrad (1441–1484) Wolfgang (1484–1509) – (bis 1499 gemeinsam mit Heinrich VII.) Friedrich II. (1510–1559) – (bis 1549 gemeinsam mit Wilhelm) Christoph I. Albrecht (–1599) Christoph II. (1599–1614) Die Seitenlinie Fürstenberg-Haslach 1284–1386 Bereits unter den Söhnen des Stammvaters Heinrich I. kam es wieder zu einer Erbteilung. Während Friedrich die Hauptlinie fortsetzte, begründete Egon 1284 die Seitenlinie Fürstenberg-Haslach, die allerdings bereits 1386 mit dem Tod des Grafen Johann in der Schlacht von Sempach in der männlichen Linie ausstarb. Heinrich IV. konnte nach einem langwierigen Erbstreit mit dem Grafen Friedrich XI. von Hohenzollern und dem Bischof von Straßburg, Friedrich von Blankenheim, die Eigengüter und Reichslehen der Nebenlinie für das Haus Fürstenberg erhalten, wobei er jedoch auf drei andere Dörfer verzichten musste. Die Grafen von Fürstenberg-Haslach Egon (Egen), 1284–1324 Gottfried (Götz), 1324–1341 Hugo (Hug), 1341–1371 Johann (Hans), 1371–1386 Die Seitenlinie Fürstenberg-Wolfach 1407–1490 Unter den Söhnen von Graf Heinrich IV. wurden die fürstenbergischen Lande wieder aufgeteilt.[16] Während die Stammburg und die Landgrafschaft Fürstenberg an Heinrich V. fielen und Egon die Herrschaft Wartenberg mit der Stadt Geisingen erhielt, kamen die fürstenbergischen Besitzungen im Kinzigtal mit den Städten Wolfach und Haslach an Konrad. Konrad begründete eine eigene Seitenlinie Fürstenberg-Wolfach oder Fürstenberg-Kinzigtal. Heinrich und Egon regierten einige Besitzungen im Schwarzwald gemeinsam und treten auch in den Urkunden häufig gemeinsam auf. Nachdem die Seitenlinie 1490 mit dem Tod Heinrich VI. ausstarb, erbte dessen Vetter, Wolfgang den Hauptteil seiner Besitzungen. Nachdem Konrads älterer Bruder, Heinrich VII., bereits 1499 starb, waren die fürstenbergischen Besitzungen wieder vereinigt. Die Grafen von Fürstenberg-Wolfach Konrad (1407–1419); übernahm bereits vor dem Tod seines Vaters die Regentschaft Heinrich VI. (1419–1490); war beim Tod seines Vaters 1419 noch unmündig, weshalb bis 1432 eine vormundschaftliche Regierung unter seinen Onkel Egon und Heinrich V. die Herrschaft übernahm. Der Aufstieg in den Reichsfürstenstand Die Fürstenberger gehörten dem Reichsgrafenstand an. 1664 wurden Hermann Egon aus der Linie Fürstenberg-Heiligenberg und seine geistlichen Brüder Franz Egon (Bischof von Straßburg) und Wilhelm Egon (Kardinal) von Kaiser Leopold in den Fürstenstand erhoben. Nachdem die Linie Fürstenberg-Heiligenberg 1716 ausgestorben war, wurden die Grafen Froben Ferdinand zu Fürstenberg-Mößkirch und Joseph Wilhelm Ernst zu Fürstenberg-Stühlingen durch Kaiser Karl VI. zu Reichsfürsten ernannt. Grafen und Fürsten von Fürstenberg-Heiligenberg Die Grafschaft Fürstenberg-Heiligenberg wurde 1559 von der Grafschaft Fürstenberg-Baar abgespalten. Von Fürstenberg-Heiligenberg spaltete sich 1617 die Linie Fürstenberg-Donaueschingen ab, die jedoch bereits 1698 zum mittlerweile (1664) zum Fürstentum erhobenen Fürstenberg-Heiligenberg zurückfiel. Die gesamte Linie fiel 1716 an die Fürsten von Fürstenberg-Fürstenberg. 1559–1598 Joachim, Graf 1598–1617 Friedrich IV., Graf 1617–1618 Wilhelm II., Graf 1618–1635 Egon VIII., Graf gemeinsame Regierung: 1635–1652 Ernst Egon, Graf 1635–1674 Hermann Egon, Graf, seit 1664 Fürst 1635–1662 Ferdinand Friedrich Egon, Graf gemeinsame Regierung: 1662–1676 Maximilian Joseph 1674–1716 Anton Egon, Fürst Stammlinie der Fürstenberger Linie zu Meßkirch-Wildenstein 1.1 Wratislaus II. † 1642, Sohn des Christoph II. von Fürstenberg, Stifter der Fürstenberger Linie zu Meßkirch[20]-Wildenstein, ∞ a) Johanna Eleonora, Erbin von Gundelfingen, Meßkirch, Hayingen und Neufra, Tochter des Froben Christoph Graf von Helfenstein, Freiherr von und zu Gundelfingen ∞ b) Franzisca Carolina, Erbin von ein Drittel Helfenstein-Wiesensteig, Wildenstein und Falkenstein, Tochter des Rudolf III. Graf von Helfenstein-Wiesensteig 2.1 Franz Christoph † 1671. 3.1 Froben Ferdinand 1664–1741; Reichsfürst 1716–1741 ∞ Gräfin Maria Theresia Felicitas von Sulz 4.1 Karl Friedrich 1714–1744; Reichsfürst 1741–1744; ∞ Herzogin Maria Gabriele Felicitas von Schleswig-Holstein-Sonderburg; stirbt kinderlos. 3.2 Karl Egon 3.3 Philipp Karl 2.2 Froben Maria 2.3 Ferdinand Rudolf Fürsten zu Fürstenberg aus der Stühlinger Linie Josef Wilhelm Ernst (1699–1762); ∞ Maria Anna von Waldstein. Nach dem Aussterben der Linie Fürstenberg-Meßkirch beerbte Joseph den Fürsten Karl Friedrich und vereinigte alle fürstenbergischen Lande in Schwaben. Er organisierte eine einheitliche Landesverwaltung und gilt daher als der eigentliche Begründer des Fürstentums. Josef Wenzel (1728–1783) ∞ Gräfin Maria Josepha von Friedberg-Trauchburg-Scheer Joseph Maria Benedikt Karl (1758–1796) ∞ Maria Antonia von Hohenzollern-Hechingen Karl Joachim Aloys Franz de Paula (1771–1804) ∞ Karoline von Fürstenberg-Weitra; die Ehe blieb kinderlos und die Linie Fürstenberg-Stühlingen starb mit Karl Joachim aus - das gesamte Erbe ging an Karl Egon II. von der böhmischen Subsidiallinie über. Mediatisierte Fürsten und badische Standesherren Als Standesherren genossen die seit 1806 mediatisierten Fürsten zu Fürstenberg gemäß dem Artikel XIV der Deutschen Bundesakte von 1815 noch zahlreiche Sonderrechte, die zwar in der Märzrevolution weitgehend verloren gingen, jedoch blieb die Anwartschaft auf einen Sitz in der ersten Kammer der Badischen Ständeversammlung bis 1918 bestehen. Nachfolgend die Liste der Fürsten zu Fürstenberg als badische Standesherren bis zum Untergang der Monarchie 1918: 1804–1854 Karl Egon II. zu Fürstenberg (1796–1854), Vizepräsident der Ersten Kammer der badischen Ständeversammlung; ∞ Prinzessin Amalie von Baden 1854–1892 Karl Egon III. zu Fürstenberg (1820–1892), Präsident des Vereins der deutschen Standesherren; ∞ Prinzessin Elisabeth Henriette Reuß ältere Linie 1892–1896 Karl Egon IV. zu Fürstenberg (1852–1896), Standesherr und Politiker; ∞ Gräfin Dorothea von Talleyrand-Périgord 1896–1918 Max Egon II. zu Fürstenberg (1863–1941), Standesherr und Politiker; ∞ Gräfin Irma von Schönborn-Buchheim Chefs des Hauses Fürstenberg Nach dem Untergang der Monarchie in der Novemberrevolution wurden sämtliche öffentlich-rechtlichen Adelsprivilegien abgeschafft. Im privatrechtlichen Sinne besteht das Haus Fürstenberg jedoch bis heute weiter. Die bisherigen Adelsbezeichnungen wurden 1919 zu Bestandteilen des bürgerlichen Familiennamens erklärt. Im Fall des Hauses Fürstenberg tragen seitdem alle Mitglieder den bürgerlich-rechtlichen Familiennamen Prinz bzw. Prinzessin zu Fürstenberg. Der jeweilige Chef des Hauses tritt jedoch in der Öffentlichkeit weiterhin mit dem historischen Primogeniturtitel Fürst im Namen auf, der seit 1941 (mit dem Tod Max Egons II.) kein Bestandteil des bürgerlichen Namens mehr ist. Fürst Max Egon II. durfte nach 1919 gemäß den gesetzlichen Bestimmungen als bürgerlichen Namen Fürst zu Fürstenberg weiterverwenden. Ob der Name mit dem an den Erstgeburtstitel Fürst erinnernden Namensbestandteil danach noch für einzelne Nachfolger amtlich wurde oder ob der Familienname Prinz zu Fürstenberg stets die amtliche Form des Namens bei allen Chefs des Hauses nach 1941 blieb, ist unklar. 1918–1941 Max Egon II. zu Fürstenberg (1863–1941), Unternehmer und Politiker 1941–1973 Karl Egon V. zu Fürstenberg (1891–1973), Unternehmer und Politiker; ∞ Ida Gräfin Nostitz-Rieneck 1973–2002 Joachim Egon zu Fürstenberg (1923–2002), Unternehmer; ∞ Paula Gräfin zu Königsegg-Aulendorf; wurde Nachfolger seines Onkels Karl Egon V. seit 2002 Heinrich zu Fürstenberg (* 1950), Unternehmer; ∞ Maximiliane Prinzessin zu Windisch-Graetz; Sohn und Erbe: Christian (* 1977) ∞ Jeanette Griesel; Enkel und Nacherbe: Tassilo (* 2013) Weitere bedeutende Persönlichkeiten des Hauses Wratislaw I. von Fürstenberg (1584–1631), Offizier in spanischen und österreichischen Diensten sowie Diplomat und zuletzt Hofratspräsident Maria Franziska von Fürstenberg-Heiligenberg (1633–1702), Markgräfin von Baden Karl Aloys zu Fürstenberg, (1760–1799), Feldmarschallleutnant Elisabeth zu Fürstenberg, (1767–1822), Sprecherin der mediatisierten Reichsfürsten auf dem Wiener Kongress Josefa zu Fürstenberg-Weitra (1776–1848), Fürstin von und zu Liechtenstein Friedrich Egon von Fürstenberg (1813–1892), Erzbischof von Olmütz Max Egon I. zu Fürstenberg (1822–1873), Politiker Ira von Fürstenberg (* 1940), Schauspielerin Catherine von Fürstenberg-Dussmann (* 1951), Geschäftsfrau Mehr unter obenstehendem Link.. | von Fürstenberg, Heinrich III. (I12902)
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| 47945 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Fürstenberg_(schwäbisches_Adelsgeschlecht) Die Fürstenberg sind ein südwestdeutsches Adelsgeschlecht des Hochadels, dessen Besitzungen in Deutschland zwischen Schwarzwald, Hochrhein, Bodensee und der Schwäbischen Alb lagen und teils auch heute noch liegen. Darüber hinaus hatten die Fürstenberg große Besitzungen in den österreichischen Erblanden inne – besonders in Böhmen. Mit dem Fürstentum Fürstenberg beherrschten sie bis 1806 eines der größten Territorien des deutschen Südwestens. Internationalen Ruf erlangten die Fürstenberg unter anderem durch die Fürstlich Fürstenbergische Brauerei, als Eigentümer einer der größten privaten Kunstsammlungen in Europa sowie als Gründer und Patron der Donaueschinger Musiktage, der Donaueschinger Reitturniere sowie des Fürstenberg Polo Cup. In Donaueschingen bewohnen sie seit 1488 das Schloss Donaueschingen, nachdem sie die Entenburg im Ortsteil Pfohren verlassen hatten. Mit dem Schloss Heiligenberg besitzt das Haus Fürstenberg daneben eines der bedeutendsten Denkmale der Renaissance nördlich der Alpen. Die wirtschaftlichen Grundlagen der Familie liegen vor allem in einem umfangreichen Waldbesitz. Die Familie ist nicht mit den Freiherren von Fürstenberg aus Westfalen verwandt. Titel Die private Verwendung des Titels Fürst respektiv Fürstin, Prinz oder Prinzessin als Teil des Namens ist im Haus Fürstenberg noch üblich, der (inoffizielle) Titel lautet heute: Fürst zu Fürstenberg, Landgraf in der Baar und zu Stühlingen, Graf zu Heiligenberg und Werdenberg. Seit dem Jahre 2002 stehen Heinrich Fürst zu Fürstenberg und Christian Erbprinz zu Fürstenberg dem Hause vor. Heinrich Fürst zu Fürstenberg ist der „Chef des Hauses“. Sitz der Residenz der Familie ist seit 1723 Donaueschingen, ihre Grablege befindet sich in Neudingen auf dem Gelände des ehemaligen Klosters Neudingen. Geschichte Die Grafen und Fürsten zu Fürstenberg lassen sich mit einiger Wahrscheinlichkeit auf die fränkische Grafenfamilie der Unruochinger zurückführen, die zur Zeit Karls des Großen im deutschen Südwesten wichtige Funktionen in der Landesverwaltung innehatten. Eindeutig nachweisbar sind die Fürstenberg seit dem 11. Jahrhundert als Grafen von Urach auf der Schwäbischen Alb und in der Gegend des mittleren Neckars. Die Fürstenberg sind eine Seitenlinie der Grafen von Urach und stammesverwandt mit den Grafen von Achalm. Der mit Agnes, Tochter Bertholds IV. von Zähringen, verheiratete Graf Egino IV. von Urach erbte 1218 einen großen Teil des Besitzes der Herzöge von Zähringen, da Berthold V. kinderlos verstorben und somit die Zähringer Hauptlinie erloschen war. Die Erbschaften auf der Baar und im Schwarzwald bildeten den Grundstock der Seitenlinie der Fürstenberg. Graf Konrad begründete mit den zähringischen Gütern im Breisgau die Linie der Grafen von Freiburg. Sein jüngerer Bruder Heinrich übernahm das zähringische Erbe im Kinzigtal, im Schwarzwald und auf der Baar und nannte sich nach der Burg auf dem „fürdersten Berg“, dem Höhenzuge Länge bei Neudingen Graf von Fürstenberg. Er wurde so zum Stammvater deren von Fürstenberg. Während sich die Grafen von Freiburg vor allem in der Auseinandersetzung mit der Bürgerschaft der aufstrebenden Stadt Freiburg und den Habsburgern aufrieben und im 15. Jahrhundert ausstarben, gelang deren von Fürstenberg dank der engen Anlehnung an das Haus Habsburg, einer klugen Heiratspolitik und mehreren günstigen Erbgängen eine Vervielfachung ihres territorialen Besitzes. Seit dem ausgehenden Mittelalter erwarb das Haus nicht nur den späteren fürstenbergischen Residenzort Donaueschingen mit der hochbedeutsamen Donauquelle (1488), sondern auch so wichtige Territorien wie die Grafschaften Heiligenberg (1543) und die Landgrafschaft Stühlingen (1637/1639) oder die Herrschaften Trochtelfingen und Jungnau (1543), Meßkirch, Wildenstein, Gundelfingen, Falkenstein, Hayingen, Neufra und ein Drittel Helfenstein-Wiesensteig (1627/1636) sowie (Hohen-)Hewen mit Engen (1637/1639). Schloss Donaueschingen ist bis heute die Hauptresidenz des Fürsten zu Fürstenberg geblieben, auch Schloss Heiligenberg gehört noch zum Familienbesitz. Die niederösterreichische Herrschaft Weitra mit Sitz auf Schloss Weitra im Waldviertel gelangte 1607 an die Familie Fürstenberg, die bis 1848 die Grundherrschaft innehatte und ebenfalls immer noch Eigentümer des Schlosses und des dazugehörigen Großgrundbesitzes in der Umgebung ist. Eine größere Machtsteigerung der Familie resultierte aus diesen territorialen Zugewinnen zunächst nicht. In Erbteilungen wurden diese Territorien immer wieder auf verschiedene Linien aufgeteilt. Erst Fürst Joseph Wilhelm Ernst zu Fürstenberg-Stühlingen (1699–1762) gelang nach dem Aussterben der Linien in Heiligenberg (1716) und Meßkirch (1744) die Zusammenfassung der verschiedenen Herrschaftsgebiete zu einem fürstenbergischen Staat mit einheitlicher Verwaltung. Dabei wurde das 1488 erworbene Donaueschingen zur neuen Residenz ausgebaut. Bis zur Vereinigung der beiden badischen Markgrafschaften Baden-Durlach und Baden-Baden 1771 bildete Fürstenberg das zweitwichtigste Territorium im deutschen Südwesten. Während der Reformation trat Graf Wilhelm von Fürstenberg 1537 zum evangelischen Glauben über, bereits 1549 erfolgte jedoch die Rückkehr zur römisch-katholischen Kirche. Das Fürstenhaus konnte sich in seinen Territorien gegen den ansässigen niederen Adel vollständig durchsetzen. Am 31. Oktober 1723 war die Hauptstadt und Residenz von Stühlingen nach Donaueschingen verlegt worden, weil es zum Ueberblicke der Angelegenheiten besser gelegen als das entfernte Stühlingen. Durch Vereinigung aller Herrschaften unter dem „Fürsten zu Fürstenberg“ Josef Wilhelm Ernst entstand 1744 ein mit größeren deutschen Territorialstaaten vergleichbares Gebilde, dem es jedoch an territorialer und administrativer Geschlossenheit sowie äußerer Machtstellung fehlte. Die Herrschaft hatte etwa 85.000 Einwohner und war in 14 Oberämter gegliedert. Der Regierung in Donaueschingen gehörten ein Kanzler, drei Hof- und zwei Kammerräte sowie der fürstliche Archivar an. Ihr unterstanden das Hofzahlamt und die Finanzverwaltung. Fürst Josef Wilhelm Ernst mischte sich als kaiserlicher Prinzipalkommissar nur wenig in die Verwaltung seines Territoriums ein. Nachdem ihm als Parteigänger Karls VII. im Österreichischen Erbfolgekrieg die Güter seiner Frau Maria Anna Gräfin von Waldstein in Böhmen konfisziert worden waren, trat er für eine rasche Beendigung des Krieges ein. Er führte im Auftrag des bayerischen Kurfürsten Max Joseph wenig erfolgreich Friedensverhandlungen mit Maria Theresia. Fürst Karl Joachim Aloys Franz de Paula floh 1798 und 1800 vor den französischen Truppen auf seine Besitzung nach Weitra. Nach dem frühen Tod des Fürsten wurde 1806 das fürstenbergische Territorium aufgrund der Rheinbundakte im Gefolge des Reichsdeputationshauptschlusses mediatisiert und großteils dem Großherzogtum Baden zugeschlagen. Der am linken Donauufer gelegene Landesteil ging an Hohenzollern-Hechingen. In Österreich-Ungarn, genauer im Königreich Böhmen und in der Markgrafschaft Mähren, hatten Mitglieder der Familie Fürstenberg hohe und höchste Ämter inne, so etwa das des Fürsterzbischofs von Olmütz oder des Bischofs von Brünn. 1896 starb die schwäbische Stammlinie aus, die Leitung des vereinigten fürstlich fürstenbergischen Hauses ging auf Max Egon II. zu Fürstenberg über. Unter ihm wurde 1929 die böhmische Burg Křivoklát mit der Sammlung und der Bibliothek aus dem Palais Fürstenberg auf der Prager Kleinseite sowie das Schloss Lány an den tschechoslowakischen Staat verkauft. Der Verlust ihrer traditionellen Herrschaftsrechte tangierte die Stellung der Familie allenfalls kurzfristig. Fürst Karl Egon II. brachte durch eine dynastische Verbindung mit dem großherzoglich-badischen Haus seinen Status als erster Standesherr in Baden zum Ausdruck. Sein Sohn Karl Egon III. organisierte das fürstenbergische Forst- und Hüttenwesen streng nach privatwirtschaftlichen Gesichtspunkten. Binnen weniger Jahre stieg er dadurch zu einem der reichsten Männer in Deutschland auf. Fürst Max Egon II. schließlich wandte seine Aufmerksamkeit vor allem der Fürstenbergbrauerei zu und baute sie zu einer der größten Brauereien des Deutschen Reiches aus („Tafelgetränk S.M. des Kaisers“). Was das Haus durch die Mediatisierung an staatlicher Stellung verloren hatte, versuchte es daneben durch kulturelle und soziale Aktivitäten auszugleichen. Mit den fürstlichen Instituten für Kunst und Wissenschaft, bestehend aus Sammlungen, Archiv und Hofbibliothek, errichteten die Fürsten Karl Egon II. (1796–1854) und Karl Egon III. (1820–1892) eine der größten Privatsammlungen in Europa und machten diese der Öffentlichkeit zugänglich. 1921 schließlich etablierte Max Egon II. zu Fürstenberg die Donaueschinger Musiktage, die sich zum wichtigsten Forum für zeitgenössische Musik wurden. Unter dem Patronat von Joachim zu Fürstenberg (1923–2002) erlangten ab 1954 auch die Donaueschinger Reitturniere internationale Bedeutung. Größere Teile ihres wirtschaftlichen und kulturellen Imperiums haben die Fürstenberg jedoch im Lauf der Zeit wieder veräußert, darunter schon 1867 Schloss Neufra, 1869 Schloss Trochtelfingen und ab den 1970er Jahren Burg Wildenstein und Schloss Meßkirch sowie umfangreichen Wald- und Landbesitz, zuletzt 2011 Schloss Hohenlupfen in Stühlingen mit Ländereien. Der Waldbesitz soll 2015 noch "ca. 18.000 Hektar" umfassen, dazu Waldbesitz in Kanada und Österreich. Mit der Lignis GmbH & Co. KG baute Heinrich Prinz zu Fürstenberg ein Unternehmen zur Holzvermarktung auf, an dem er viele namhafte Fürstenhäuser beteiligte: Waldburg-Wolfegg, Leiningen, Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und Sayn-Wittgenstein-Hohenstein – zusammen 52.000 Hektar Wald.[7] Die Familie ist zudem Franchisepartnerin der Friedwald GmbH und betreibt als Süddeutschlands größter Anbieterin von Urnenplätzen sechs Waldbestattungsanlagen auf 256 ha[8] sowie einen Tierfriedhof. Von Beginn der 1980er Jahre an wurde die einzigartige und kulturhistorisch hochbedeutende Hofbibliothek Donaueschingen schrittweise veräußert. Zunächst kam es zum Verkauf einzelner, teilweise herausragender Handschriften. Während die verbliebenen Handschriften und Musikalien vom Land Baden-Württemberg 1992 geschlossen erworben wurden, wurde das übrige, darunter die einzigartige Inkunabelsammlung und der geschlossene Bestand der über 11.000 Drucke umfassenden Sammlung des berühmten Bibliophilen und Nestors der Altgermanistik, des in morganatischer Ehe mit der verwitweten Fürstin Elisabeth von Fürstenberg (1767–1822) verbundenen Freiherrn Joseph von Laßberg (1770–1865), von 1994 bis 2002 in mehreren Tranchen über verschiedene Auktionshäuser versteigert, nachdem Verhandlungen mit dem Land Baden-Württemberg über einen geschlossenen Ankauf gescheitert waren und dieses lediglich einen Teil der Inkunabeln vorab erworben hatte.[10] 1999 wurde die Musikaliensammlung verkauft, 2002 die Sammlung mittelalterlicher Tafelgemälde, darunter der Wildensteiner Altar des Meisters von Meßkirch. Ein Großteil der Sammlung ist heute Bestandteil der Sammlung Würth und ausgestellt in der Johanniterhalle in Schwäbisch Hall, 2004 folgte schließlich die Brauerei. In Donaueschingen zu besichtigen ist die historische Naturkundesammlung mit Fossilien und Mineralien, präparierten Tieren und die Sammlung zur Geschichte des Hauses Fürstenberg sowie Moderne Kunst, in einem eigens dazu erbauten historischen Museumsgebäude nahe beim Schloss, die Hofbibliothek ist dem Publikum zu den Öffnungszeiten zugänglich. Grafen von Fürstenberg - Stammlinie Die angegebenen Jahreszahlen sind jeweils die Regierungszeit. Heinrich I. (1250–1284) Friedrich I. (1284–1296) Heinrich II. (1303–1337) Heinrich III. (1337–1367) Heinrich IV. (1367–1408) Heinrich V. (1408–1441) Konrad (1441–1484) Wolfgang (1484–1509) – (bis 1499 gemeinsam mit Heinrich VII.) Friedrich II. (1510–1559) – (bis 1549 gemeinsam mit Wilhelm) Christoph I. Albrecht (–1599) Christoph II. (1599–1614) Die Seitenlinie Fürstenberg-Haslach 1284–1386 Bereits unter den Söhnen des Stammvaters Heinrich I. kam es wieder zu einer Erbteilung. Während Friedrich die Hauptlinie fortsetzte, begründete Egon 1284 die Seitenlinie Fürstenberg-Haslach, die allerdings bereits 1386 mit dem Tod des Grafen Johann in der Schlacht von Sempach in der männlichen Linie ausstarb. Heinrich IV. konnte nach einem langwierigen Erbstreit mit dem Grafen Friedrich XI. von Hohenzollern und dem Bischof von Straßburg, Friedrich von Blankenheim, die Eigengüter und Reichslehen der Nebenlinie für das Haus Fürstenberg erhalten, wobei er jedoch auf drei andere Dörfer verzichten musste. Die Grafen von Fürstenberg-Haslach Egon (Egen), 1284–1324 Gottfried (Götz), 1324–1341 Hugo (Hug), 1341–1371 Johann (Hans), 1371–1386 Die Seitenlinie Fürstenberg-Wolfach 1407–1490 Unter den Söhnen von Graf Heinrich IV. wurden die fürstenbergischen Lande wieder aufgeteilt.[16] Während die Stammburg und die Landgrafschaft Fürstenberg an Heinrich V. fielen und Egon die Herrschaft Wartenberg mit der Stadt Geisingen erhielt, kamen die fürstenbergischen Besitzungen im Kinzigtal mit den Städten Wolfach und Haslach an Konrad. Konrad begründete eine eigene Seitenlinie Fürstenberg-Wolfach oder Fürstenberg-Kinzigtal. Heinrich und Egon regierten einige Besitzungen im Schwarzwald gemeinsam und treten auch in den Urkunden häufig gemeinsam auf. Nachdem die Seitenlinie 1490 mit dem Tod Heinrich VI. ausstarb, erbte dessen Vetter, Wolfgang den Hauptteil seiner Besitzungen. Nachdem Konrads älterer Bruder, Heinrich VII., bereits 1499 starb, waren die fürstenbergischen Besitzungen wieder vereinigt. Die Grafen von Fürstenberg-Wolfach Konrad (1407–1419); übernahm bereits vor dem Tod seines Vaters die Regentschaft Heinrich VI. (1419–1490); war beim Tod seines Vaters 1419 noch unmündig, weshalb bis 1432 eine vormundschaftliche Regierung unter seinen Onkel Egon und Heinrich V. die Herrschaft übernahm. Der Aufstieg in den Reichsfürstenstand Die Fürstenberger gehörten dem Reichsgrafenstand an. 1664 wurden Hermann Egon aus der Linie Fürstenberg-Heiligenberg und seine geistlichen Brüder Franz Egon (Bischof von Straßburg) und Wilhelm Egon (Kardinal) von Kaiser Leopold in den Fürstenstand erhoben. Nachdem die Linie Fürstenberg-Heiligenberg 1716 ausgestorben war, wurden die Grafen Froben Ferdinand zu Fürstenberg-Mößkirch und Joseph Wilhelm Ernst zu Fürstenberg-Stühlingen durch Kaiser Karl VI. zu Reichsfürsten ernannt. Grafen und Fürsten von Fürstenberg-Heiligenberg Die Grafschaft Fürstenberg-Heiligenberg wurde 1559 von der Grafschaft Fürstenberg-Baar abgespalten. Von Fürstenberg-Heiligenberg spaltete sich 1617 die Linie Fürstenberg-Donaueschingen ab, die jedoch bereits 1698 zum mittlerweile (1664) zum Fürstentum erhobenen Fürstenberg-Heiligenberg zurückfiel. Die gesamte Linie fiel 1716 an die Fürsten von Fürstenberg-Fürstenberg. 1559–1598 Joachim, Graf 1598–1617 Friedrich IV., Graf 1617–1618 Wilhelm II., Graf 1618–1635 Egon VIII., Graf gemeinsame Regierung: 1635–1652 Ernst Egon, Graf 1635–1674 Hermann Egon, Graf, seit 1664 Fürst 1635–1662 Ferdinand Friedrich Egon, Graf gemeinsame Regierung: 1662–1676 Maximilian Joseph 1674–1716 Anton Egon, Fürst Stammlinie der Fürstenberger Linie zu Meßkirch-Wildenstein 1.1 Wratislaus II. † 1642, Sohn des Christoph II. von Fürstenberg, Stifter der Fürstenberger Linie zu Meßkirch[20]-Wildenstein, ∞ a) Johanna Eleonora, Erbin von Gundelfingen, Meßkirch, Hayingen und Neufra, Tochter des Froben Christoph Graf von Helfenstein, Freiherr von und zu Gundelfingen ∞ b) Franzisca Carolina, Erbin von ein Drittel Helfenstein-Wiesensteig, Wildenstein und Falkenstein, Tochter des Rudolf III. Graf von Helfenstein-Wiesensteig 2.1 Franz Christoph † 1671. 3.1 Froben Ferdinand 1664–1741; Reichsfürst 1716–1741 ∞ Gräfin Maria Theresia Felicitas von Sulz 4.1 Karl Friedrich 1714–1744; Reichsfürst 1741–1744; ∞ Herzogin Maria Gabriele Felicitas von Schleswig-Holstein-Sonderburg; stirbt kinderlos. 3.2 Karl Egon 3.3 Philipp Karl 2.2 Froben Maria 2.3 Ferdinand Rudolf Fürsten zu Fürstenberg aus der Stühlinger Linie Josef Wilhelm Ernst (1699–1762); ∞ Maria Anna von Waldstein. Nach dem Aussterben der Linie Fürstenberg-Meßkirch beerbte Joseph den Fürsten Karl Friedrich und vereinigte alle fürstenbergischen Lande in Schwaben. Er organisierte eine einheitliche Landesverwaltung und gilt daher als der eigentliche Begründer des Fürstentums. Josef Wenzel (1728–1783) ∞ Gräfin Maria Josepha von Friedberg-Trauchburg-Scheer Joseph Maria Benedikt Karl (1758–1796) ∞ Maria Antonia von Hohenzollern-Hechingen Karl Joachim Aloys Franz de Paula (1771–1804) ∞ Karoline von Fürstenberg-Weitra; die Ehe blieb kinderlos und die Linie Fürstenberg-Stühlingen starb mit Karl Joachim aus - das gesamte Erbe ging an Karl Egon II. von der böhmischen Subsidiallinie über. Mediatisierte Fürsten und badische Standesherren Als Standesherren genossen die seit 1806 mediatisierten Fürsten zu Fürstenberg gemäß dem Artikel XIV der Deutschen Bundesakte von 1815 noch zahlreiche Sonderrechte, die zwar in der Märzrevolution weitgehend verloren gingen, jedoch blieb die Anwartschaft auf einen Sitz in der ersten Kammer der Badischen Ständeversammlung bis 1918 bestehen. Nachfolgend die Liste der Fürsten zu Fürstenberg als badische Standesherren bis zum Untergang der Monarchie 1918: 1804–1854 Karl Egon II. zu Fürstenberg (1796–1854), Vizepräsident der Ersten Kammer der badischen Ständeversammlung; ∞ Prinzessin Amalie von Baden 1854–1892 Karl Egon III. zu Fürstenberg (1820–1892), Präsident des Vereins der deutschen Standesherren; ∞ Prinzessin Elisabeth Henriette Reuß ältere Linie 1892–1896 Karl Egon IV. zu Fürstenberg (1852–1896), Standesherr und Politiker; ∞ Gräfin Dorothea von Talleyrand-Périgord 1896–1918 Max Egon II. zu Fürstenberg (1863–1941), Standesherr und Politiker; ∞ Gräfin Irma von Schönborn-Buchheim Chefs des Hauses Fürstenberg Nach dem Untergang der Monarchie in der Novemberrevolution wurden sämtliche öffentlich-rechtlichen Adelsprivilegien abgeschafft. Im privatrechtlichen Sinne besteht das Haus Fürstenberg jedoch bis heute weiter. Die bisherigen Adelsbezeichnungen wurden 1919 zu Bestandteilen des bürgerlichen Familiennamens erklärt. Im Fall des Hauses Fürstenberg tragen seitdem alle Mitglieder den bürgerlich-rechtlichen Familiennamen Prinz bzw. Prinzessin zu Fürstenberg. Der jeweilige Chef des Hauses tritt jedoch in der Öffentlichkeit weiterhin mit dem historischen Primogeniturtitel Fürst im Namen auf, der seit 1941 (mit dem Tod Max Egons II.) kein Bestandteil des bürgerlichen Namens mehr ist. Fürst Max Egon II. durfte nach 1919 gemäß den gesetzlichen Bestimmungen als bürgerlichen Namen Fürst zu Fürstenberg weiterverwenden. Ob der Name mit dem an den Erstgeburtstitel Fürst erinnernden Namensbestandteil danach noch für einzelne Nachfolger amtlich wurde oder ob der Familienname Prinz zu Fürstenberg stets die amtliche Form des Namens bei allen Chefs des Hauses nach 1941 blieb, ist unklar. 1918–1941 Max Egon II. zu Fürstenberg (1863–1941), Unternehmer und Politiker 1941–1973 Karl Egon V. zu Fürstenberg (1891–1973), Unternehmer und Politiker; ∞ Ida Gräfin Nostitz-Rieneck 1973–2002 Joachim Egon zu Fürstenberg (1923–2002), Unternehmer; ∞ Paula Gräfin zu Königsegg-Aulendorf; wurde Nachfolger seines Onkels Karl Egon V. seit 2002 Heinrich zu Fürstenberg (* 1950), Unternehmer; ∞ Maximiliane Prinzessin zu Windisch-Graetz; Sohn und Erbe: Christian (* 1977) ∞ Jeanette Griesel; Enkel und Nacherbe: Tassilo (* 2013) Weitere bedeutende Persönlichkeiten des Hauses Wratislaw I. von Fürstenberg (1584–1631), Offizier in spanischen und österreichischen Diensten sowie Diplomat und zuletzt Hofratspräsident Maria Franziska von Fürstenberg-Heiligenberg (1633–1702), Markgräfin von Baden Karl Aloys zu Fürstenberg, (1760–1799), Feldmarschallleutnant Elisabeth zu Fürstenberg, (1767–1822), Sprecherin der mediatisierten Reichsfürsten auf dem Wiener Kongress Josefa zu Fürstenberg-Weitra (1776–1848), Fürstin von und zu Liechtenstein Friedrich Egon von Fürstenberg (1813–1892), Erzbischof von Olmütz Max Egon I. zu Fürstenberg (1822–1873), Politiker Ira von Fürstenberg (* 1940), Schauspielerin Catherine von Fürstenberg-Dussmann (* 1951), Geschäftsfrau Mehr unter obenstehendem Link.. | von Fürstenberg, Graf Heinrich II. (I12900)
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| 47946 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Fürstenberg_(schwäbisches_Adelsgeschlecht) Die Fürstenberg sind ein südwestdeutsches Adelsgeschlecht des Hochadels, dessen Besitzungen in Deutschland zwischen Schwarzwald, Hochrhein, Bodensee und der Schwäbischen Alb lagen und teils auch heute noch liegen. Darüber hinaus hatten die Fürstenberg große Besitzungen in den österreichischen Erblanden inne – besonders in Böhmen. Mit dem Fürstentum Fürstenberg beherrschten sie bis 1806 eines der größten Territorien des deutschen Südwestens. Internationalen Ruf erlangten die Fürstenberg unter anderem durch die Fürstlich Fürstenbergische Brauerei, als Eigentümer einer der größten privaten Kunstsammlungen in Europa sowie als Gründer und Patron der Donaueschinger Musiktage, der Donaueschinger Reitturniere sowie des Fürstenberg Polo Cup. In Donaueschingen bewohnen sie seit 1488 das Schloss Donaueschingen, nachdem sie die Entenburg im Ortsteil Pfohren verlassen hatten. Mit dem Schloss Heiligenberg besitzt das Haus Fürstenberg daneben eines der bedeutendsten Denkmale der Renaissance nördlich der Alpen. Die wirtschaftlichen Grundlagen der Familie liegen vor allem in einem umfangreichen Waldbesitz. Die Familie ist nicht mit den Freiherren von Fürstenberg aus Westfalen verwandt. Titel Die private Verwendung des Titels Fürst respektiv Fürstin, Prinz oder Prinzessin als Teil des Namens ist im Haus Fürstenberg noch üblich, der (inoffizielle) Titel lautet heute: Fürst zu Fürstenberg, Landgraf in der Baar und zu Stühlingen, Graf zu Heiligenberg und Werdenberg. Seit dem Jahre 2002 stehen Heinrich Fürst zu Fürstenberg und Christian Erbprinz zu Fürstenberg dem Hause vor. Heinrich Fürst zu Fürstenberg ist der „Chef des Hauses“. Sitz der Residenz der Familie ist seit 1723 Donaueschingen, ihre Grablege befindet sich in Neudingen auf dem Gelände des ehemaligen Klosters Neudingen. Geschichte Die Grafen und Fürsten zu Fürstenberg lassen sich mit einiger Wahrscheinlichkeit auf die fränkische Grafenfamilie der Unruochinger zurückführen, die zur Zeit Karls des Großen im deutschen Südwesten wichtige Funktionen in der Landesverwaltung innehatten. Eindeutig nachweisbar sind die Fürstenberg seit dem 11. Jahrhundert als Grafen von Urach auf der Schwäbischen Alb und in der Gegend des mittleren Neckars. Die Fürstenberg sind eine Seitenlinie der Grafen von Urach und stammesverwandt mit den Grafen von Achalm. Der mit Agnes, Tochter Bertholds IV. von Zähringen, verheiratete Graf Egino IV. von Urach erbte 1218 einen großen Teil des Besitzes der Herzöge von Zähringen, da Berthold V. kinderlos verstorben und somit die Zähringer Hauptlinie erloschen war. Die Erbschaften auf der Baar und im Schwarzwald bildeten den Grundstock der Seitenlinie der Fürstenberg. Graf Konrad begründete mit den zähringischen Gütern im Breisgau die Linie der Grafen von Freiburg. Sein jüngerer Bruder Heinrich übernahm das zähringische Erbe im Kinzigtal, im Schwarzwald und auf der Baar und nannte sich nach der Burg auf dem „fürdersten Berg“, dem Höhenzuge Länge bei Neudingen Graf von Fürstenberg. Er wurde so zum Stammvater deren von Fürstenberg. Während sich die Grafen von Freiburg vor allem in der Auseinandersetzung mit der Bürgerschaft der aufstrebenden Stadt Freiburg und den Habsburgern aufrieben und im 15. Jahrhundert ausstarben, gelang deren von Fürstenberg dank der engen Anlehnung an das Haus Habsburg, einer klugen Heiratspolitik und mehreren günstigen Erbgängen eine Vervielfachung ihres territorialen Besitzes. Seit dem ausgehenden Mittelalter erwarb das Haus nicht nur den späteren fürstenbergischen Residenzort Donaueschingen mit der hochbedeutsamen Donauquelle (1488), sondern auch so wichtige Territorien wie die Grafschaften Heiligenberg (1543) und die Landgrafschaft Stühlingen (1637/1639) oder die Herrschaften Trochtelfingen und Jungnau (1543), Meßkirch, Wildenstein, Gundelfingen, Falkenstein, Hayingen, Neufra und ein Drittel Helfenstein-Wiesensteig (1627/1636) sowie (Hohen-)Hewen mit Engen (1637/1639). Schloss Donaueschingen ist bis heute die Hauptresidenz des Fürsten zu Fürstenberg geblieben, auch Schloss Heiligenberg gehört noch zum Familienbesitz. Die niederösterreichische Herrschaft Weitra mit Sitz auf Schloss Weitra im Waldviertel gelangte 1607 an die Familie Fürstenberg, die bis 1848 die Grundherrschaft innehatte und ebenfalls immer noch Eigentümer des Schlosses und des dazugehörigen Großgrundbesitzes in der Umgebung ist. Eine größere Machtsteigerung der Familie resultierte aus diesen territorialen Zugewinnen zunächst nicht. In Erbteilungen wurden diese Territorien immer wieder auf verschiedene Linien aufgeteilt. Erst Fürst Joseph Wilhelm Ernst zu Fürstenberg-Stühlingen (1699–1762) gelang nach dem Aussterben der Linien in Heiligenberg (1716) und Meßkirch (1744) die Zusammenfassung der verschiedenen Herrschaftsgebiete zu einem fürstenbergischen Staat mit einheitlicher Verwaltung. Dabei wurde das 1488 erworbene Donaueschingen zur neuen Residenz ausgebaut. Bis zur Vereinigung der beiden badischen Markgrafschaften Baden-Durlach und Baden-Baden 1771 bildete Fürstenberg das zweitwichtigste Territorium im deutschen Südwesten. Während der Reformation trat Graf Wilhelm von Fürstenberg 1537 zum evangelischen Glauben über, bereits 1549 erfolgte jedoch die Rückkehr zur römisch-katholischen Kirche. Das Fürstenhaus konnte sich in seinen Territorien gegen den ansässigen niederen Adel vollständig durchsetzen. Am 31. Oktober 1723 war die Hauptstadt und Residenz von Stühlingen nach Donaueschingen verlegt worden, weil es zum Ueberblicke der Angelegenheiten besser gelegen als das entfernte Stühlingen. Durch Vereinigung aller Herrschaften unter dem „Fürsten zu Fürstenberg“ Josef Wilhelm Ernst entstand 1744 ein mit größeren deutschen Territorialstaaten vergleichbares Gebilde, dem es jedoch an territorialer und administrativer Geschlossenheit sowie äußerer Machtstellung fehlte. Die Herrschaft hatte etwa 85.000 Einwohner und war in 14 Oberämter gegliedert. Der Regierung in Donaueschingen gehörten ein Kanzler, drei Hof- und zwei Kammerräte sowie der fürstliche Archivar an. Ihr unterstanden das Hofzahlamt und die Finanzverwaltung. Fürst Josef Wilhelm Ernst mischte sich als kaiserlicher Prinzipalkommissar nur wenig in die Verwaltung seines Territoriums ein. Nachdem ihm als Parteigänger Karls VII. im Österreichischen Erbfolgekrieg die Güter seiner Frau Maria Anna Gräfin von Waldstein in Böhmen konfisziert worden waren, trat er für eine rasche Beendigung des Krieges ein. Er führte im Auftrag des bayerischen Kurfürsten Max Joseph wenig erfolgreich Friedensverhandlungen mit Maria Theresia. Fürst Karl Joachim Aloys Franz de Paula floh 1798 und 1800 vor den französischen Truppen auf seine Besitzung nach Weitra. Nach dem frühen Tod des Fürsten wurde 1806 das fürstenbergische Territorium aufgrund der Rheinbundakte im Gefolge des Reichsdeputationshauptschlusses mediatisiert und großteils dem Großherzogtum Baden zugeschlagen. Der am linken Donauufer gelegene Landesteil ging an Hohenzollern-Hechingen. In Österreich-Ungarn, genauer im Königreich Böhmen und in der Markgrafschaft Mähren, hatten Mitglieder der Familie Fürstenberg hohe und höchste Ämter inne, so etwa das des Fürsterzbischofs von Olmütz oder des Bischofs von Brünn. 1896 starb die schwäbische Stammlinie aus, die Leitung des vereinigten fürstlich fürstenbergischen Hauses ging auf Max Egon II. zu Fürstenberg über. Unter ihm wurde 1929 die böhmische Burg Křivoklát mit der Sammlung und der Bibliothek aus dem Palais Fürstenberg auf der Prager Kleinseite sowie das Schloss Lány an den tschechoslowakischen Staat verkauft. Der Verlust ihrer traditionellen Herrschaftsrechte tangierte die Stellung der Familie allenfalls kurzfristig. Fürst Karl Egon II. brachte durch eine dynastische Verbindung mit dem großherzoglich-badischen Haus seinen Status als erster Standesherr in Baden zum Ausdruck. Sein Sohn Karl Egon III. organisierte das fürstenbergische Forst- und Hüttenwesen streng nach privatwirtschaftlichen Gesichtspunkten. Binnen weniger Jahre stieg er dadurch zu einem der reichsten Männer in Deutschland auf. Fürst Max Egon II. schließlich wandte seine Aufmerksamkeit vor allem der Fürstenbergbrauerei zu und baute sie zu einer der größten Brauereien des Deutschen Reiches aus („Tafelgetränk S.M. des Kaisers“). Was das Haus durch die Mediatisierung an staatlicher Stellung verloren hatte, versuchte es daneben durch kulturelle und soziale Aktivitäten auszugleichen. Mit den fürstlichen Instituten für Kunst und Wissenschaft, bestehend aus Sammlungen, Archiv und Hofbibliothek, errichteten die Fürsten Karl Egon II. (1796–1854) und Karl Egon III. (1820–1892) eine der größten Privatsammlungen in Europa und machten diese der Öffentlichkeit zugänglich. 1921 schließlich etablierte Max Egon II. zu Fürstenberg die Donaueschinger Musiktage, die sich zum wichtigsten Forum für zeitgenössische Musik wurden. Unter dem Patronat von Joachim zu Fürstenberg (1923–2002) erlangten ab 1954 auch die Donaueschinger Reitturniere internationale Bedeutung. Größere Teile ihres wirtschaftlichen und kulturellen Imperiums haben die Fürstenberg jedoch im Lauf der Zeit wieder veräußert, darunter schon 1867 Schloss Neufra, 1869 Schloss Trochtelfingen und ab den 1970er Jahren Burg Wildenstein und Schloss Meßkirch sowie umfangreichen Wald- und Landbesitz, zuletzt 2011 Schloss Hohenlupfen in Stühlingen mit Ländereien. Der Waldbesitz soll 2015 noch "ca. 18.000 Hektar" umfassen, dazu Waldbesitz in Kanada und Österreich. Mit der Lignis GmbH & Co. KG baute Heinrich Prinz zu Fürstenberg ein Unternehmen zur Holzvermarktung auf, an dem er viele namhafte Fürstenhäuser beteiligte: Waldburg-Wolfegg, Leiningen, Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und Sayn-Wittgenstein-Hohenstein – zusammen 52.000 Hektar Wald.[7] Die Familie ist zudem Franchisepartnerin der Friedwald GmbH und betreibt als Süddeutschlands größter Anbieterin von Urnenplätzen sechs Waldbestattungsanlagen auf 256 ha[8] sowie einen Tierfriedhof. Von Beginn der 1980er Jahre an wurde die einzigartige und kulturhistorisch hochbedeutende Hofbibliothek Donaueschingen schrittweise veräußert. Zunächst kam es zum Verkauf einzelner, teilweise herausragender Handschriften. Während die verbliebenen Handschriften und Musikalien vom Land Baden-Württemberg 1992 geschlossen erworben wurden, wurde das übrige, darunter die einzigartige Inkunabelsammlung und der geschlossene Bestand der über 11.000 Drucke umfassenden Sammlung des berühmten Bibliophilen und Nestors der Altgermanistik, des in morganatischer Ehe mit der verwitweten Fürstin Elisabeth von Fürstenberg (1767–1822) verbundenen Freiherrn Joseph von Laßberg (1770–1865), von 1994 bis 2002 in mehreren Tranchen über verschiedene Auktionshäuser versteigert, nachdem Verhandlungen mit dem Land Baden-Württemberg über einen geschlossenen Ankauf gescheitert waren und dieses lediglich einen Teil der Inkunabeln vorab erworben hatte.[10] 1999 wurde die Musikaliensammlung verkauft, 2002 die Sammlung mittelalterlicher Tafelgemälde, darunter der Wildensteiner Altar des Meisters von Meßkirch. Ein Großteil der Sammlung ist heute Bestandteil der Sammlung Würth und ausgestellt in der Johanniterhalle in Schwäbisch Hall, 2004 folgte schließlich die Brauerei. In Donaueschingen zu besichtigen ist die historische Naturkundesammlung mit Fossilien und Mineralien, präparierten Tieren und die Sammlung zur Geschichte des Hauses Fürstenberg sowie Moderne Kunst, in einem eigens dazu erbauten historischen Museumsgebäude nahe beim Schloss, die Hofbibliothek ist dem Publikum zu den Öffnungszeiten zugänglich. Grafen von Fürstenberg - Stammlinie Die angegebenen Jahreszahlen sind jeweils die Regierungszeit. Heinrich I. (1250–1284) Friedrich I. (1284–1296) Heinrich II. (1303–1337) Heinrich III. (1337–1367) Heinrich IV. (1367–1408) Heinrich V. (1408–1441) Konrad (1441–1484) Wolfgang (1484–1509) – (bis 1499 gemeinsam mit Heinrich VII.) Friedrich II. (1510–1559) – (bis 1549 gemeinsam mit Wilhelm) Christoph I. Albrecht (–1599) Christoph II. (1599–1614) Die Seitenlinie Fürstenberg-Haslach 1284–1386 Bereits unter den Söhnen des Stammvaters Heinrich I. kam es wieder zu einer Erbteilung. Während Friedrich die Hauptlinie fortsetzte, begründete Egon 1284 die Seitenlinie Fürstenberg-Haslach, die allerdings bereits 1386 mit dem Tod des Grafen Johann in der Schlacht von Sempach in der männlichen Linie ausstarb. Heinrich IV. konnte nach einem langwierigen Erbstreit mit dem Grafen Friedrich XI. von Hohenzollern und dem Bischof von Straßburg, Friedrich von Blankenheim, die Eigengüter und Reichslehen der Nebenlinie für das Haus Fürstenberg erhalten, wobei er jedoch auf drei andere Dörfer verzichten musste. Die Grafen von Fürstenberg-Haslach Egon (Egen), 1284–1324 Gottfried (Götz), 1324–1341 Hugo (Hug), 1341–1371 Johann (Hans), 1371–1386 Die Seitenlinie Fürstenberg-Wolfach 1407–1490 Unter den Söhnen von Graf Heinrich IV. wurden die fürstenbergischen Lande wieder aufgeteilt.[16] Während die Stammburg und die Landgrafschaft Fürstenberg an Heinrich V. fielen und Egon die Herrschaft Wartenberg mit der Stadt Geisingen erhielt, kamen die fürstenbergischen Besitzungen im Kinzigtal mit den Städten Wolfach und Haslach an Konrad. Konrad begründete eine eigene Seitenlinie Fürstenberg-Wolfach oder Fürstenberg-Kinzigtal. Heinrich und Egon regierten einige Besitzungen im Schwarzwald gemeinsam und treten auch in den Urkunden häufig gemeinsam auf. Nachdem die Seitenlinie 1490 mit dem Tod Heinrich VI. ausstarb, erbte dessen Vetter, Wolfgang den Hauptteil seiner Besitzungen. Nachdem Konrads älterer Bruder, Heinrich VII., bereits 1499 starb, waren die fürstenbergischen Besitzungen wieder vereinigt. Die Grafen von Fürstenberg-Wolfach Konrad (1407–1419); übernahm bereits vor dem Tod seines Vaters die Regentschaft Heinrich VI. (1419–1490); war beim Tod seines Vaters 1419 noch unmündig, weshalb bis 1432 eine vormundschaftliche Regierung unter seinen Onkel Egon und Heinrich V. die Herrschaft übernahm. Der Aufstieg in den Reichsfürstenstand Die Fürstenberger gehörten dem Reichsgrafenstand an. 1664 wurden Hermann Egon aus der Linie Fürstenberg-Heiligenberg und seine geistlichen Brüder Franz Egon (Bischof von Straßburg) und Wilhelm Egon (Kardinal) von Kaiser Leopold in den Fürstenstand erhoben. Nachdem die Linie Fürstenberg-Heiligenberg 1716 ausgestorben war, wurden die Grafen Froben Ferdinand zu Fürstenberg-Mößkirch und Joseph Wilhelm Ernst zu Fürstenberg-Stühlingen durch Kaiser Karl VI. zu Reichsfürsten ernannt. Grafen und Fürsten von Fürstenberg-Heiligenberg Die Grafschaft Fürstenberg-Heiligenberg wurde 1559 von der Grafschaft Fürstenberg-Baar abgespalten. Von Fürstenberg-Heiligenberg spaltete sich 1617 die Linie Fürstenberg-Donaueschingen ab, die jedoch bereits 1698 zum mittlerweile (1664) zum Fürstentum erhobenen Fürstenberg-Heiligenberg zurückfiel. Die gesamte Linie fiel 1716 an die Fürsten von Fürstenberg-Fürstenberg. 1559–1598 Joachim, Graf 1598–1617 Friedrich IV., Graf 1617–1618 Wilhelm II., Graf 1618–1635 Egon VIII., Graf gemeinsame Regierung: 1635–1652 Ernst Egon, Graf 1635–1674 Hermann Egon, Graf, seit 1664 Fürst 1635–1662 Ferdinand Friedrich Egon, Graf gemeinsame Regierung: 1662–1676 Maximilian Joseph 1674–1716 Anton Egon, Fürst Stammlinie der Fürstenberger Linie zu Meßkirch-Wildenstein 1.1 Wratislaus II. † 1642, Sohn des Christoph II. von Fürstenberg, Stifter der Fürstenberger Linie zu Meßkirch[20]-Wildenstein, ∞ a) Johanna Eleonora, Erbin von Gundelfingen, Meßkirch, Hayingen und Neufra, Tochter des Froben Christoph Graf von Helfenstein, Freiherr von und zu Gundelfingen ∞ b) Franzisca Carolina, Erbin von ein Drittel Helfenstein-Wiesensteig, Wildenstein und Falkenstein, Tochter des Rudolf III. Graf von Helfenstein-Wiesensteig 2.1 Franz Christoph † 1671. 3.1 Froben Ferdinand 1664–1741; Reichsfürst 1716–1741 ∞ Gräfin Maria Theresia Felicitas von Sulz 4.1 Karl Friedrich 1714–1744; Reichsfürst 1741–1744; ∞ Herzogin Maria Gabriele Felicitas von Schleswig-Holstein-Sonderburg; stirbt kinderlos. 3.2 Karl Egon 3.3 Philipp Karl 2.2 Froben Maria 2.3 Ferdinand Rudolf Fürsten zu Fürstenberg aus der Stühlinger Linie Josef Wilhelm Ernst (1699–1762); ∞ Maria Anna von Waldstein. Nach dem Aussterben der Linie Fürstenberg-Meßkirch beerbte Joseph den Fürsten Karl Friedrich und vereinigte alle fürstenbergischen Lande in Schwaben. Er organisierte eine einheitliche Landesverwaltung und gilt daher als der eigentliche Begründer des Fürstentums. Josef Wenzel (1728–1783) ∞ Gräfin Maria Josepha von Friedberg-Trauchburg-Scheer Joseph Maria Benedikt Karl (1758–1796) ∞ Maria Antonia von Hohenzollern-Hechingen Karl Joachim Aloys Franz de Paula (1771–1804) ∞ Karoline von Fürstenberg-Weitra; die Ehe blieb kinderlos und die Linie Fürstenberg-Stühlingen starb mit Karl Joachim aus - das gesamte Erbe ging an Karl Egon II. von der böhmischen Subsidiallinie über. Mediatisierte Fürsten und badische Standesherren Als Standesherren genossen die seit 1806 mediatisierten Fürsten zu Fürstenberg gemäß dem Artikel XIV der Deutschen Bundesakte von 1815 noch zahlreiche Sonderrechte, die zwar in der Märzrevolution weitgehend verloren gingen, jedoch blieb die Anwartschaft auf einen Sitz in der ersten Kammer der Badischen Ständeversammlung bis 1918 bestehen. Nachfolgend die Liste der Fürsten zu Fürstenberg als badische Standesherren bis zum Untergang der Monarchie 1918: 1804–1854 Karl Egon II. zu Fürstenberg (1796–1854), Vizepräsident der Ersten Kammer der badischen Ständeversammlung; ∞ Prinzessin Amalie von Baden 1854–1892 Karl Egon III. zu Fürstenberg (1820–1892), Präsident des Vereins der deutschen Standesherren; ∞ Prinzessin Elisabeth Henriette Reuß ältere Linie 1892–1896 Karl Egon IV. zu Fürstenberg (1852–1896), Standesherr und Politiker; ∞ Gräfin Dorothea von Talleyrand-Périgord 1896–1918 Max Egon II. zu Fürstenberg (1863–1941), Standesherr und Politiker; ∞ Gräfin Irma von Schönborn-Buchheim Chefs des Hauses Fürstenberg Nach dem Untergang der Monarchie in der Novemberrevolution wurden sämtliche öffentlich-rechtlichen Adelsprivilegien abgeschafft. Im privatrechtlichen Sinne besteht das Haus Fürstenberg jedoch bis heute weiter. Die bisherigen Adelsbezeichnungen wurden 1919 zu Bestandteilen des bürgerlichen Familiennamens erklärt. Im Fall des Hauses Fürstenberg tragen seitdem alle Mitglieder den bürgerlich-rechtlichen Familiennamen Prinz bzw. Prinzessin zu Fürstenberg. Der jeweilige Chef des Hauses tritt jedoch in der Öffentlichkeit weiterhin mit dem historischen Primogeniturtitel Fürst im Namen auf, der seit 1941 (mit dem Tod Max Egons II.) kein Bestandteil des bürgerlichen Namens mehr ist. Fürst Max Egon II. durfte nach 1919 gemäß den gesetzlichen Bestimmungen als bürgerlichen Namen Fürst zu Fürstenberg weiterverwenden. Ob der Name mit dem an den Erstgeburtstitel Fürst erinnernden Namensbestandteil danach noch für einzelne Nachfolger amtlich wurde oder ob der Familienname Prinz zu Fürstenberg stets die amtliche Form des Namens bei allen Chefs des Hauses nach 1941 blieb, ist unklar. 1918–1941 Max Egon II. zu Fürstenberg (1863–1941), Unternehmer und Politiker 1941–1973 Karl Egon V. zu Fürstenberg (1891–1973), Unternehmer und Politiker; ∞ Ida Gräfin Nostitz-Rieneck 1973–2002 Joachim Egon zu Fürstenberg (1923–2002), Unternehmer; ∞ Paula Gräfin zu Königsegg-Aulendorf; wurde Nachfolger seines Onkels Karl Egon V. seit 2002 Heinrich zu Fürstenberg (* 1950), Unternehmer; ∞ Maximiliane Prinzessin zu Windisch-Graetz; Sohn und Erbe: Christian (* 1977) ∞ Jeanette Griesel; Enkel und Nacherbe: Tassilo (* 2013) Weitere bedeutende Persönlichkeiten des Hauses Wratislaw I. von Fürstenberg (1584–1631), Offizier in spanischen und österreichischen Diensten sowie Diplomat und zuletzt Hofratspräsident Maria Franziska von Fürstenberg-Heiligenberg (1633–1702), Markgräfin von Baden Karl Aloys zu Fürstenberg, (1760–1799), Feldmarschallleutnant Elisabeth zu Fürstenberg, (1767–1822), Sprecherin der mediatisierten Reichsfürsten auf dem Wiener Kongress Josefa zu Fürstenberg-Weitra (1776–1848), Fürstin von und zu Liechtenstein Friedrich Egon von Fürstenberg (1813–1892), Erzbischof von Olmütz Max Egon I. zu Fürstenberg (1822–1873), Politiker Ira von Fürstenberg (* 1940), Schauspielerin Catherine von Fürstenberg-Dussmann (* 1951), Geschäftsfrau Mehr unter obenstehendem Link.. | von Fürstenberg, Graf Friedrich I. (I12898)
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| 47947 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gammertingen_(Adelsgeschlecht) Die Grafen von Gammertingen (auch: „Gammertinger“) waren eine Familie schwäbischer Grafen des 11. und 12. Jahrhunderts mit Stammsitz bei Gammertingen, später auch Hettingen und Achalm im heutigen Baden-Württemberg. Seit ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1101 sind Mitglieder dieser Familie auch als Grafen von „Gammertingen-Hettingen“, „Achalm-Hettingen“ oder „Achalm“ bezeugt. Geschichte Anfang, Aufstieg und Ende In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts errichteten die Grafen von Gammertingen, deren Herkunft nicht geklärt ist, bei Gammertingen ihren ersten Stammsitz Burg Baldenstein. Im Jahr 1101 wurden sie erstmals in einer Urkunde des Klosters Allerheiligen in Schaffhausen erwähnt. Die Grafen hatten mit den Orten Zuoz und Pontresina Besitz im Oberengadin. Um 1120 begannen sie mit dem Bau einer zweiten Burg über dem Dorf Hettingen (Hatingen) und wurden fortan auch „Grafen von Gammertingen-Hettingen“ genannt. 1134 gelangten sie in Besitz und Titel der früheren Grafen von Achalm. 1138 wurden sie als Besitzer Neufras (Nufiron) in Bertholds Zwiefalter Chronik erwähnt. Ihr Stammsitz auf Burg Baldenstein wurde 1150 durch einen Brand zerstört. Bis zu ihrem Erlöschen am Anfang des 13. Jahrhunderts hielten sie den Titel „Grafen von Achalm-Hettingen“. Nachfolge Nach dem Erlöschen der Grafenfamilie Anfang des 13. Jahrhunderts fiel die Herrschaft über Gammertingen und Hettingen an die Grafen von Veringen, 1447 an die Herren von Rechberg, 1467 an Ulrich V. von Württemberg, um 1480 an die Herren von Bubenhofen, die Hettingen zu ihrer Residenzstadt machten, 1524 an die Freiherren von Speth und schließlich 1806 an das Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen. Die Herrschaft über die Achalm übernahmen die Herren von Neuffen.[1] Stammliste siehe unter obenstehendem Link.. Literatur Detlef Schwennicke: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XII, Schwaben. Verlag von J. A. Stargardt, Marburg 1984, Tafel 77C. Ortliebi Zwifaltensis Chronicon. In: Georg Heinrich Pertz (Hrsg.): Monumenta Germaniae Historica. Scriptores, Tomus X. Hannover 1852 (Neudruck Stuttgart, Nendeln 1968). Liutpold Wallach, Erich König und Karl Otto Müller: Schwäbische Chroniken der Stauferzeit. Bertholdi Zwifaltensis Chronicon. Hrsg.: Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Band 2. Sigmaringen 1978. Weblinks Familie der Grafen von Gammertingen Medieval Lands: Swabia, Nobility: Grafen von Gammertingen und Achalm (englisch) Manfred Hiebl: Genealogie der Grafen von Gammertingen (mit Grafik) Anmerkungen GenMA: Herren von Neuffen (Memento des Originals vom 3. April 2008 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. | von Achalm-Hettingen (Gammertinger), Adelheid (I10859)
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| 47948 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hohenberg_(schwäbisches_Adelsgeschlecht) Die Grafen von Hohenberg waren ein schwäbisches Adelsgeschlecht. In der Mitte des 12. Jahrhunderts spaltete sich die Linie Zollern-Hohenberg vom Gesamthaus Hohenzollern ab.[1] Die Hohenberger entwickelten sich zum eigenständigen Geschlecht und nahmen eine von den Hohenzollern getrennte Entwicklung. Im 13. Jahrhundert zählten sie zu den bedeutendsten Familien im südwestdeutschen Raum, doch schon 1381 verkaufte Graf Rudolf III. – verschuldet und ohne männlichen Erben – den Großteil des Besitzes an die Habsburger; gut hundert Jahre später starb die letzte Seitenlinie aus. Wiederbelebt wurde der Name im Jahr 1900, als die morganatische Gemahlin des österreich-ungarischen Thronfolgers, zu dessen Vorfahren die Grafen von Hohenberg zählen, anlässlich der Hochzeit erst den Titel einer Fürstin von Hohenberg, später einer Herzogin von Hohenberg erhielt. Beide wurden sie die Stammeltern des neuen Geschlechts der österreichischen Herzöge und Fürsten von Hohenberg. Geschichte Erstmalige Erwähnung finden die Grafen von Hohenberg im Jahre 1170 in einer Urkunde von Friedrich Barbarossa, in der Burkhard (I.) von Zollern-Hohenberg als Zeuge genannt wird. Man geht daher davon aus, dass sich die Hohenberger um die Mitte des 12. Jahrhunderts von den Grafen von Zollern abgespalten haben, obgleich die Möglichkeit eines eigenständigen Geschlechts nicht ganz auszuschließen ist. Burkhard II. († um 1154) begründete die Linie Hohenberg. Er war Sohn von Friedrich I. von Zollern, genannt Maute. Sein Bruder Friedrich II. wurde Eigner der Grafschaft Zollern, dem Stammland der Hohenzollern. Die zwei Linien trennten sich wenig später endgültig. Friedrich III. von Zollern setzte die Linie Zollern fort, die bis heute weitergeführt wurde. Der Stammsitz der Familie lag auf dem Oberhohenberg (Burg Oberhohenberg), am Albtrauf zwischen Spaichingen und Schömberg. Das Gebiet um den Oberhohenberg, Teil der alemannisch-fränkischen Scherragrafschaft, bildete den Ausgangspunkt für die weitere territoriale Entwicklung. Durch Erwerbungen von den Grafen im Sülchgau und durch Erbe der Grafen von Haigerloch verlagerte sich im Verlauf des 12. Jahrhunderts die Interessenlage nach Norden. Erfolgreiche Heiratspolitik brachte zusätzliche Erweiterungen des Territoriums, zu einem großen Teil auf Kosten der Pfalzgrafschaft Tübingen. Burkhard III., Enkel von Burkhard I., heiratete Mechthild von Tübingen und konnte so das Gebiet um Nagold erwerben, sein Sohn Burkhard IV. gewann durch Heirat mit Luitgard von Tübingen die Stadt Horb am Neckar und deren Umland hinzu. In der auf Burkhard III. folgenden Generation erreichten die Hohenberger den Höhepunkt an politischer Bedeutung und territorialer Ausdehnung. Gleichzeitig wurde 1260 mit der Teilung des Hauses in eine Rottenburger (Haupt-) und eine Nagold-Wildberger Linie aber auch der Grundstein für den späteren Niedergang gelegt. Älteste Tochter von Burkhard III. war Gertrud von Hohenberg (* um 1225, † 16. Februar 1281). Um 1245 heiratete sie den Grafen Rudolf von Habsburg, der 1273 zum deutschen König gewählt wurde. Als Königin nahm Gertrud den Namen Anna an. Burkhards III. ältester Sohn Albert (auch Albrecht) II. war Parteigänger seines Schwagers und profitierte vom politischen Aufstieg der Habsburger. Als enger Berater von König Rudolf wurde er von diesem beauftragt, als Landvogt in der neugeschaffenen Landvogtei Niederschwaben verloren gegangenes Reichsgut zurückzugewinnen. Das Vorhaben Rudolfs, das Herzogtum Schwaben wiederzubeleben und für die Habsburger zu vereinnahmen, scheiterte jedoch. In eigener Sache gründete Albert um das Jahr 1280 in der Nähe einer bestehenden Burg die Stadt Rotenburg (das heutige Rottenburg am Neckar) als neuen Verwaltungsmittelpunkt der Grafschaft – eine Folge der beständigen Gebietserweiterungen der Hohenberger in Richtung Neckartal. Über sein politisches Wirken hinaus hatte sich Albert aber auch als Minnesänger einen gewissen Namen gemacht. Immerhin findet sich in der Manessischen Liederhandschrift auf Blatt 42r eine Miniatur, die ihn (unter dem Titel Graf Albrecht von Haigerloch) als Ritter in einem Gefecht zeigt. Die Rückseite des Blattes enthält eine zweistrophige Kanzone, die einzige, die von ihm überliefert ist. Albert fiel 1298 in der Schlacht auf den Kreuzwiesen bei Leinstetten. Alberts jüngerer Bruder Burkhard IV. begründete 1260 die Nagold-Wildberger Linie der Hohenberger, die um 1300 unter seinen Söhnen Otto I. († vor 14. Juli 1307 ∞ Maria von Magenhaim) und Burkhard V. nochmals in eine Nagolder und eine Wildberger Linie aufgeteilt wurde. Die Wildberger Linie wurde 1355 nochmals in einen Altensteiger und einen Bulacher Teil geteilt. Durch die wiederholten Erbteilungen, Abfindungen von Erbtöchtern und den Aufwand für eine den ambitionierten Grafen angemessene Hofhaltung gerieten die Hohenberger im 14. Jahrhundert zusehends in eine wirtschaftliche Notlage. Die Grafschaft war verschuldet, Städte und Dörfer mussten immer wieder verpfändet oder sogar verkauft werden. Otto II. von Nagold verkaufte 1363 seinen Teil an Graf Eberhard den Greiner von Württemberg. Burkhart VII. verkaufte Wildberg-Bulach ebenfalls 1363, und zwar zur Hälfte an Pfalzgraf Ruprecht, der 1377 auch die andere Hälfte erwarb. Der Rottenburger Rudolf III. konnte zwar 1374 noch die Herrschaft Oberndorf erwerben, doch schon am 26. Oktober 1381 veräußerte er seinen gesamten Besitz für 66.000 Goldgulden an Herzog Leopold III. von Österreich. Froben Christoph von Zimmern schrieb dazu Mitte des 16. Jahrhunderts in seiner Chronik: „Vor vierthalbhundert jaren sein die graven von Hochenberg am mechtigisten an landt und leuten gewesen, und von dem jar 1200 an zu rechnen, do hat ir verthon und übelhausen angefangen, und hat sie der groß stat, den die gefiert, nit verderbt, sonder die großen stiftungen und gotzgaben, die sie unaufhörlichen gethon an die gestiften, clöstern, spitl, bronnen und in ander weg; dann, wie man sprücht, »wer vil hingibt, dem pleibt dester weniger«, das ist den fromen grafen, die ohn zweifel in jener welt iren lon darumb empfahen, auch begegnet; dann von diesem großen hingeben und stiftungen kammen sie nach und nach zue armuet, das sie auch letztlich landt und leut muesten angreifen und der großen schuldten halb butzen und still dem haus Österreich zu kaufen geben.“ Laut Kaufvertrag umfasste die Grafschaft zum Zeitpunkt des Verkaufs: Die Burg Hohenberg mit zugehörigem Städtchen, Burg und Stadt von Rottenburg und von Haigerloch (obere und untere Stadt), die Städte Schömberg, Nusplingen, Fridingen, Oberndorf, Horb, Binsdorf, das Städtchen Au (Obernau bei Rottenburg) sowie die Burgen Kallenberg, Werenwag, Deilingen, Neckarburg, Waseneck (bei Oberndorf), Wehrstein, Isenburg (bei Horb), Urnburg (bei Horb) und Rottenburg (die Burg außerhalb der Stadt). Die im Vertrag ebenfalls aufgeführten Städte Ebingen, Dornstetten und Waldenbuch sowie der Turm zu Altensteig waren bei Vertragsabschluss an Württemberg verpfändet und wurden auch später nicht ausgelöst. Rudolf III. starb 1389 als letzter männlicher Angehöriger der Rottenburger Hauptlinie. Seine Tochter Margaretha war in erster Ehe mit Markgraf Bernhard I. von Baden verheiratet, diese Ehe blieb jedoch kinderlos, (obwohl er in zweiter Ehe zahlreiche Kinder hatte), sie heiratete danach den Grafen Hermann von Sulz, mit dem sie Kinder hatte. →Grafen von Sulz Die Wildberger und Nagolder Verwandtschaft verkaufte nach und nach ihren Besitz an die Grafen von Württemberg. Letzter regierender Graf war Sigmund († 1486), mit ihm starb als letzte die Wildberger Seitenlinie aus. | von Hohenberg, Graf Burkhard V. (I7989)
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| 47949 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Konstanze_von_der_Bretagne Konstanze von der Bretagne (* 1161; † 5. September 1201 in Nantes) war eine Herzogin der Bretagne. Sie war die einzige Tochter des Herzogs Conan IV. von der Bretagne und dessen Frau Margarete von Schottland, eine Tochter des Kronprinzen Heinrich von Schottland, Herzog von Huntingdon und Northumberland. Konstanzes Vater wurde 1166 von Heinrich II. Plantagenet als Herzog abgesetzt und durch dessen Sohn, Gottfried II., ersetzt. Ihr Vater erkannte Gottfried als seinen Erben an und verwaltete das Herzogtum bis zu dessen Volljährigkeit. Zugleich wururden Konstanze und Gottfried II. miteinander verlobt, um diesen Herrschaftswechsel dynastisch zu legitimieren. Dadurch geriet die Bretagne in das Familienkonglomerat der Plantagenets, dem sogenannten angevinischen Reich. Die Ehe konnte aber erst 1181 vollzogen werden, nachdem ein nötiger Dispens des Papstes erteilt worden war. Nach der gescheiterten Revolte der Plantagenet-Söhne gegen ihren Vater wurde Konstanze von diesem 1174 nach England gebracht, wo sie in Devizes lebte. 1186 starb Gottfried in Paris infolge eines Turnierunfalls. Ein Jahr später wurde Konstanze auf Anordnung Heinrich II. Plantagenets mit Ranulph de Blondeville, Earl of Chester, verheiratet, der ein enger Gefolgsmann der Plantagenets war und nun die Regentschaft über die Bretagne ausüben sollte. Dies rief den Widerstand des bretonischen Adels hervor, dem sich auch Konstanze aus ihrer Abneigung gegen die Plantagenets anschloss. Von ihrem Ehemann wurde sie seither wie eine Gefangene gehalten. Dennoch betrieb Konstanze, unterstützt durch ihre Vasallen, in den folgenden Jahren eine Loslösung von den Plantagenets. Damit geriet sie in Feindschaft zu ihrem ehemaligen Schwager Richard Löwenherz, der ihren Sohn Arthur zu seinem Erben designgniert hatte. Im Gegenzug näherte sich Konstanze dem französischen König Philipp II. an, der seinerseits ein Feind von Löwenherz war. Im April 1196 marschierte Löwenherz mit einem Söldnerheer in die Bretagne ein und forderte die Vormundschaft für seinen Neffen ein, doch Konstanze verschanzte sich mit ihrem Sohn in der Festung von Brest. In der Nähe von Carhaix konnte ihr Seneschall Alain de Dinan einen Sieg über Richard Löwenherz erringen, der sich daraufhin aus der Bretagne zurückziehen musste. Konstanze brachte danach ihre Kinder an den Hof König Philipps II. in Paris, wo sie sicher waren. 1198 wurde ihre Ehe mit dem Earl of Chester annulliert, worauf sie 1199 den Vizegrafen Guido von Thouars heiratete. Zusammen mit ihrem dritten Mann übte Konstanze die Regentschaft in der Bretagne aus. Sie starb im Herbst 1201 vermutlich im Kindbett und wurde in der Abtei Villeneuve in Nantes bestattet. Guido führte die Regentschaft alleine fort und wurde nach der Ermordung Arthurs 1203 vom bretonischen Adel zum Herzog ernannt. Er musste 1206 auf Druck König Philipps II. die Herzogswürde zugunsten ihrer Tochter Alix aufgeben. Mehr unter dem Link oben.. | von der Bretagne, Herzogin Konstanze (I9939)
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| 47950 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/William_de_Warenne,_2._Earl_of_Surrey William de Warenne, 2. Earl of Surrey († 1138) war ein anglo-normannischer Adliger aus dem Hause Warenne. Von ihm wird meist nicht als Earl of Surrey, sondern als Earl Warenne oder Earl of Warenne gesprochen. Leben Er war der Sohn von William de Warenne, 1. Earl of Surrey und seiner ersten Frau Gundrada. Um 1093 versuchte William, eine Hochzeit mit Edith, einer Tochter des Königs Malcolm III. von Schottland zu arrangieren. Sein Vorhaben scheiterte, Edith heiratete König Heinrich I. von England. Dies trug Heinrich vermutlich eine starke Abneigung Williams ein, die sein Handeln in den nächsten Jahren bestimmte. Er schloss sich der Invasion Englands unter Robert II. von der Normandie 1101 an und verlor nach deren Scheitern seine englischen Titel und Ländereien und ging ins Exil in die Normandie. Hier beschwerte er sich bei Robert, er habe diesen mit großen Aufwand bei seiner Invasion unterstützt und dafür fast alles verloren. Robert kehrte 1103 nach England zurück, wohl um seinen Bruder Heinrich I. zu überzeugen, Williams Grafentitel wiederherzustellen. Diesem Vorhaben war Erfolg beschieden, William erhielt seine Grafschaft zurück und war fortan ein loyaler Gefolgsmann Heinrichs. Um die Loyalität Williams weiter abzusichern, erwog Heinrich, William mit einer seiner zahlreichen illegitimen Töchter zu verheiraten. Der Erzbischof von Canterbury Anselm brachte Heinrich jedoch von dieser Absicht mit dem Hinweis ab, es bestehehe bei allen seinen Töchtern eine zu enge Blutsverwandtschaft mit William. Welche verwandtschaftlichen Beziehungen Anselm dabei genau im Sinne hatte ist viel diskutiert worden. Vermutlich bezog er sich auf die gemeinsame Abstammung vom Vater der Herzogin Gunnora, Ehefrau des Herzogs Richard I. von der Normandie. In der Schlacht bei Tinchebray 1106 kämpfte William als einer der Kommandeure Heinrichs gegen Robert II. von der Normandie. Die so gezeigte Loyalität sicherte ihm eine bessere Position am Hofe Heinrichs. 1110 floh Roberts Sohn William Clito zusammen mit Helias von Saint-Saens und William de Warenne erhielt die Ländereien Saint-Saëns. Auf diese Weise sicherte sich Heinrich erneut die Treue Williams, denn im Falle einer Rückkehr Clitos hätte ihm der Verlust der neu gewonnenen Ländereien gedroht. William kämpfte in der Schlacht von Brémule 1119 und war 1135 am Sterbebett Heinrichs. 1118 gelang William die erwünschte Hochzeit mit einer Frau königlicher Herkunft. Er heiratet Elisabeth von Vermandois (auch Isabella genannt), eine Tochter des Grafen Hugo von Vermandois, der ein Sohn von König Heinrich I. von Frankreich war. Isabella war die Witwe von Robert de Beaumont, 1. Earl of Leicester. Mehr unter dem Link oben.. | de Warenne, Graf William (I7369)
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