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48301 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Chaworth

Chaworth
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Chaworth ist der Name einer anglonormannischen Adelsfamilie, der sich vom französischen Château de Sourches in Saint-Symphorien (Sarthe) herleitet[1], das im 17. Jahrhundert noch Chourches oder Chourses genannt wurde. Der Name wird in England auch Chaors, Chaurces, Chawrces, Chawerches, Schawrces, Chawerch etc. geschrieben, de Cadurcis ist die lateinische Form, Chaworth die, die sich durchgesetzt hat.

Die bekanntesten Angehörigen der Familie sind Maud Chaworth, die Ehefrau von Henry Plantagenet, 3. Earl of Lancaster (1281–1345), und Urgroßmutter des Königs Heinrich IV., sowie Mary Chaworth, die Jugendliebe von Lord Byron.

Mehr, auch Stammliste, unter dem Link oben.. 
von Chaworth, Sibylle (I12444)
 
48302 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Fueter

Christian Fueter, Angehöriger der Reformierten Kirche, wurde am 16. Juni 1752 als Sohn des Goldschmieds Christian Daniel Fueter, der nach Aufenthalten in New York 1754, Pennsylvania, England und Frankreich 1769 nach Bern zurückkehrte, in London geboren. Fueter liess sich zunächst als Münzstempelschneider bei Johann Kaspar Mörikofer ausbilden. Von 1777 bis 1778 hielt er sich in Paris auf. Nach seiner Rückkehr nach Bern war er für die Fertigung verschiedener Siegel und Medaillen zuständig. In den Jahren 1791 bis 1798 fungierte Fueter als Münzmeister für die bernische Regierung, ebenso während der Zeit der Helvetischen Republik und von 1803 bis zur Schliessung der Berner Münzstätte Anfang 1838.

Fueter prägte in der Berner Münzstätte ausserdem Medaillen, Schulprämien und Gepräge für die Kantone Aargau, Appenzell Ausserrhoden, Graubünden, Neuenburg, Schaffhausen, Tessin und Uri; für Luzern schnitt er Stempel. Zudem wurde er 1818 Mitglied der Berner Stadtverwaltung, ab 1821 gehörte Fueter dem Grossen Rat an.

Christian Fueter, der mit Katharina, geborene Ganting, verheiratet war, verstarb am 19. Januar 1844 im 92. Lebensjahr in Bern. 
Fueter, Christian (I51093)
 
48303 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_(Württemberg)

Christoph von Württemberg (* 12. Mai 1515 in Urach; † 28. Dezember 1568 in Stuttgart) war von 1550 bis 1568 der vierte regierende Herzog von Württemberg. Er war der Sohn des Herzogs Ulrich und dessen Gemahlin Sabina von Bayern.

Leben
Kindheit
Christoph wurde 1515 in Urach als Sohn des Herzogs Ulrich und dessen Gemahlin Sabina von Bayern geboren. Nur wenige Monate nach Christophs Geburt floh seine Mutter im November 1515 an den Hof ihrer Eltern nach München. Der junge Christoph verblieb zunächst mit seiner älteren Schwester Anna beim Vater in Stuttgart. Als der Schwäbische Bund gegen Herzog Ulrich mobilmachte, brachte dieser seine Kinder auf Burg Hohentübingen. Nach der Kapitulation der Burg und der Verbannung Ulrichs 1519 wurde der 4-jährige Junge Christoph nach Innsbruck an den Hof Kaiser Karls V. geschickt. Karl V. war ein Enkel des im selben Jahr verstorbenen Maximilian I. und diesem auf den Kaiserthron gefolgt. Hier wuchs Christoph auf und konnte wichtige politische Erfahrungen sammeln.

Jugend, Wanderjahre
Württemberg war unter österreichische Verwaltung geraten. Christophs Mutter Sabina unternahm Anstrengungen, die Thronfolge für ihren Sohn zu sichern, was jedoch bis auf weiteres ungewiss blieb. Auf dem Reichstag in Augsburg erhielt Ferdinand 1530 das Herzogtum Württemberg als erbliches Lehen übertragen. Christoph reiste derweil, nachdem er 1529 bei seinem Aufenthalt in Wiener Neustadt knapp einer Entführung durch umherstreifende türkische Truppen entgangen war, mit dem Kaiser als Edelknabe durch Mitteleuropa: im Januar 1531 wohnte er der Königswahl Ferdinands in Köln und der Krönung in Aachen bei und war dann in den Niederlanden. Über Württemberg kam er 1532 zum Reichstag nach Regensburg und zog weiter nach Wien, wo er bei der Heerschau Kaiser Karls V. gegen die Türken weilte. Im Sommer 1532 war er völlig mittellos, da er weder von König Ferdinand noch von Kaiser Karl Zuwendungen erhielt. Er sah sich in der Rolle des unbequemen Erben und fürchtete, kaltgestellt oder ermordet zu werden. Er sollte im Gefolge des Kaisers über Italien ins ferne Spanien mitziehen, kam jedoch nur bis Kärnten mit und floh von dort mit seinem Freund und Lehrer Michael Tiffernus über Salzburg nach Bayern, wo er dann untertauchte, um von den Verfolgern der Habsburger nicht entdeckt zu werden. Von 1532 bis 1534 hielt er sich an geheim gehaltenen Orten in Bayern und der Schweiz auf. Im Winter 1533/34 trat er bei einer Tagung des Schwäbischen Bunds auf, um für die Belange seiner Dynastie einzutreten.

Graf von Mömpelgard
Herzog Ulrich gelangte nach der Schlacht bei Lauffen 1534 wieder an die Herrschaft über Württemberg und führte dort die Reformation ein. Gleichzeitig war mit der Rückkehr Ulrichs auch der Anspruch Christophs auf dessen Nachfolge gesichert, wenngleich der Vater ein distanziertes Verhältnis zum Sohn hatte. Von 1534 bis 1542 war Christoph auf Geheiß seines Vaters in französischen Diensten bei König Franz I. von Frankreich. Als Herzog Ulrich und sein Sohn einsahen, dass ihr Konflikt zu einem Verlust des Herzogtums für die Dynastie führen könnte, näherten sie sich wieder an. Herzog Christoph wendete sich dem Protestantismus zu und erhielt im Vertrag von Reichenweier 1542 die linksrheinische württembergische Grafschaft Mömpelgard als Statthalter zugesprochen. Im Jahr 1544 heiratete er auf Vermittlung seines Vaters Anna Maria von Brandenburg-Ansbach, Tochter von Georg aus einer protestantischen Dynastie, womit sich seine konfessionelle Position festigte.

Reformator von Staat und Landeskirche
Als Herzog Ulrich 1550 starb, galt in Württemberg das kaiserliche Augsburger Interim. Christoph konnte im Passauer Vertrag von 1552 zwar eine Aufhebung des Interims erreichen, musste jedoch mit hohen Geldzahlungen ein kaiserliches Felonieverfahren abwenden. In den folgenden Jahren ordnete Herzog Christoph durch den Erlass umfangreicher „Ordnungen“ die gesamte Staats- und Kirchenverwaltung neu. Die Reform der Landeskirche wurde in der „Großen Kirchenordnung“ von 1559, einem rechtlichen Grundlagenwerk, kodifiziert. Wichtigster Berater in religiösen Fragen war der Reformator Johannes Brenz. Württembergische Theologen übten großen Einfluss auf andere protestantische Landeskirchen aus. Die Obstbäume an den Straßenrändern wurden auf seine Anordnung hin angepflanzt.[1]

Schloss-Umbauten und Ausarbeitung einer Bauordnung
Neben dem vierflügeligen Ausbau des Alten Schlosses in Stuttgart ließ Herzog Christoph etliche württembergische Burgen und Residenzschlösser im Stil der Renaissance umbauen: darunter die Festungen Hohenasperg und Hohenurach, die ehemalige Reichsburg Grüningen und Schlösser in Waiblingen, Leonberg, Schorndorf, Tübingen, Neuenbürg, Grafeneck, Blaubeuren, Kirchheim unter Teck und Böblingen (1568). Die Koordination der umfangreichen Baumaßnahmen lag in den Händen des Hofbaumeisters Aberlin Tretsch, der maßgeblich an der über zwölf Jahre währenden Ausarbeitung der 1568 erlassenen Württembergischen Bauordnung beteiligt war.

1556 ließ Christoph in der Erkenntnis, dass die Zeit des Reisekönigtums vorbei war, einige Umbaumaßnahmen einstellen, zumal „sonnst nur fremde Vögel darin nisten“.[2] 
von Württemberg, Herzog Christoph (I28279)
 
48304 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_von_Leuchtenberg

Christoph von Leuchtenberg (* nach 1502; † 14. März 1554 in Regensburg) war Titularlandgraf von Leuchtenberg und diente als Offizier im Dienst von Albrecht Alkibiades von Brandenburg-Kulmbach.

Er war Sohn von Johann IV. und der Mutter Margareta von Schwarzburg. Einer seiner Brüder war der später regierende Landgraf Georg III.

Leuchtenberg gehörte, wie sein Bruder, zu den Unterstützern des Albrecht Alkibiades von Brandenburg-Kulmbach. Er war Offizier in dessen Diensten. Als 1546 Albrecht Alkibiades im Auftrag von Karl V. im Zuge des Schmalkaldischen Krieges gegen Kursachsen zog, wurde Christoph zusammen mit Albrecht Alkibiades gefangen genommen. Nach seiner Freilassung trat er in den geistlichen Stand ein und wurde später Prior.

Nachdem Albrecht Alkibiades erneut Kriegszüge unternahm, verließ Christoph von Leuchtenberg das Kloster wieder und trat erneut in die Dienste des Markgrafen. Er gehörte zur Besatzung der Plassenburg. Es kam dort zu einer Meuterei der Landsknechte, die ihren ausstehenden Sold verlangten. Christoph von Leuchtenberg bat seinen Bruder erfolgreich um Geld, damit die Truppen bezahlt werden konnten.

Einige Zeit später gab er den Militärdienst aus Gesundheitsgründen wieder auf. 
von Leuchtenberg, Christoph (I36791)
 
48305 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Claude_de_Lorraine,_duc_de_Guise

(Okt 2017)
Claude zeichnete sich in der Schlacht bei Marignano (1515) aus, in der er sich 22 schwere Wunden zuzog. 1521 kämpfte er bei Fuenterrabia, dessen erfolgreiche Eroberung Luise von Savoyen ihm zuschrieb. Im Jahre 1523 wurde er Gouverneur der Champagne und Burgunds, nachdem er bei Neufchâteau die Truppen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, die die Provinzen besetzt hatten, besiegte. 1525 schlug er die täuferische Bauernarmee, die in Lothringen bei Lupstein (nahe Saverne) eingefallen war.

Nach der Rückkehr Franz’ I. aus der Gefangenschaft 1528 machte dieser Claude zum Herzog von Guise und erhob ihn in den Status eines Pairs von Frankreich, wobei der Titel eines Herzogs und Pairs von Frankreich bis dato nur Prinzen aus dem königlichen Hause vorbehalten war. Die Guise, als Nebenlinie des Hauses Lothringen und Abkömmlinge des jüngeren Hauses Anjou, hatten somit auf einmal einen Rang ähnlich der bourbonischen Prinzen von Condé und Conti.
Claudes ältester Sohn François de Lorraine, duc de Guise trat seine Nachfolge an.

(Sep 2023)
Im Jahr 1515 folgte er Franz I. nach Italien und befehligte die Truppen seines Onkels Karl von Egmond, Herzog von Geldern, in der Schlacht bei Marignano. Er wurde dabei so schwer verwundet, dass man ihn für tot hielt, und verdankte sein Leben nur seinem Knappen, der diesen Irrtum bemerkte.

Im Jahr 1522 befehligte er 6000 Landsknechte in der Guyennearmee unter dem Befehl von Admiral Bonnivet. An der Spitze dieser 6000 Männer überquerte bei der Belagerung von Fuenterrabía den Fluss zwischen der Stadt und Hendaye trotz einer großen Anzahl spanischer Soldaten, die aufgrund dieser Kühnheit die Flucht ergriffen, so das Fuenterrabia in die Hand der Franzosen fiel. Der Comte de Guise gab dem Admiral den Rat, den Ort dem Erdboden gleichzumachen, da er früher oder später wieder in die Hände der Spanier fallen könnte, Bonnivet tat jedoch nichts dergleichen, was später bereut wurde.

1523 kommandierte er ein Camp volant in der Picardie und im Artois und besiegte zusammen mit dem Comte de Saint-Pol englische Truppen in der Nähe von Vieil-Hesdin. Er verjagte auch die englische Nachhut aus dem Dorf Pas-en-Artois, wobei 500 englische Soldaten umkamen.

Im Jahr 1524 kommandierte er im Burgund und griff mit 300 Bewaffneten die Stadt Chaumont und rettete damit die Champagne und Burgund.[7] Als er über den Vormarsch der Deutschen auf Neufchâteau in Lothringen informiert wurde, wo sie die Maas wieder überqueren wollten, zog er dorthin, schloss sich der feindlichen Nachhut an und vernichtete sie. Er half dabei, die aufständischen Bauern aus Meißen, Schwaben und dem Elsass, die sich darauf vorbereiteten, nach Lothringen und Frankreich zu gelangen, zu zerstreuen, brachte sie nach Zabern und erhielt dafür Glückwunschschreiben des Parlement de Paris – wurde aber auch kritisiert, weil er dazu Truppen einsetzte, die für die Verteidigung Frankreichs benötigt wurden.

Im April 1525, nach dem Tod des Herzogs Charles IV. d’Alençon, wurde der Graf von Guise zum Gouverneur de Champagne et de Brie ernannt. Nach der Gefangennahme von Franz I. in der Schlacht bei Pavia am 23./24. Februar 1525 wurde vom Luise von Savoyen in den Regentschaftsrat geholt. Nach der Freilassung des Königs wurde er im August 1526 zum Ritter des königlichen Michaelsordens und Großjägermeister von Frankreich ernannt[8] sowie im Januar 1527 (registriert am 12. August 1527) zum Duc de Guise und Pair de France[9] erhoben – wobei der Titel eines Herzogs und Pairs von Frankreich bis dato nur Prinzen aus dem königlichen Hause vorbehalten war: die Guise hatten nun einen Rang ähnlich der bourbonischen Prinzen von Condé und Conti inne; Claude de Guise beanspruchte nun den Vorrang vor allen anderen französischen Adligen und erregte schließlich das Misstrauen des Königs; als Provinzgouverneur handelte er zudem so unabhängig von der Krone, dass er sich den Unmut des Parlements von Paris zuzog.

1536 half er der Stadt Péronne, die vom Grafen von Nassau belagert und Robert III. de La Marck verteidigt wurde, und brachte 400 Elite-Arkebusiere mit je einem Sack Pulver in die Stadt, woraufhin der Graf von Nassau die Belagerung abbrach. Im Jahr 1537 besetzte er die Champagne. Am 8. Oktober 1537 wurde er zum Befehlshaber über alle Grenzen der Champagne und Burgunds ernannt und sicherte fortan diese beiden Provinzen vor feindlichen Angriffen. Mit Vollmacht vom 22. Juni 1542 kommandierte er unter dem Oberbefehl des Herzogs von Orléans, dem Sohn von Franz I., die Armee, die das Herzogtum Luxemburg erobern sollte, und nahm an der Eroberung eines großen Teils dieses Herzogtums teil, das der Gegner jedoch fast sofort zurückeroberte. Dem Duc de Guise gelang es, den Vormarsch des Gegners aufzuhalten, indem er Yvoi besetzte. Er eroberte auch Montmédy zurück, das sie eingenommen hatten. Er trat vom Gouvernement der Champagne zurück und wurde nach dem Tod von Admiral Chabot (1. Juni 1543) am 3. Juni 1543 mit dem Gouvernement von Burgund betraut, das er bis zu seinem Tod innehatte. 
von Guise (Lothringen), Herzog Claude (I8778)
 
48306 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_VI. (Jun 2022)

Clemens VI., ursprünglich Pierre Roger oder Peter von Fécamp, (* um 1290 auf der Burg Maumont in Rosiers-d’Égletons, Corrèze, Frankreich; † 6. Dezember 1352 in Avignon, Frankreich) war ein französischer Benediktiner. Vom 7. Mai 1342 bis zu seinem Tod war er Papst der katholischen Kirche mit Sitz in Avignon.

Leben
Pierre Roger stammt vermutlich aus südfranzösischem Adel (siehe Haus Rogier de Beaufort). Er trat früh in den Benediktinerorden ein. Im Jahr 1326 wurde er Abt von Fécamp, zwei Jahre später, 1328, Bischof von Arras. 1329 wurde er Erzbischof von Sens und ein Jahr später auch Erzbischof von Rouen. Als Erzbischof von Rouen war er acht Jahre lang Kanzler von Frankreich und erster Minister Philipps VI. Papst Benedikt XII. ernannte ihn 1338 zum Kardinal.

Das Konklave wählte ihn nach zehntägiger Sedisvakanz am 7. Mai 1342 zum neuen Papst. Seine Inthronisation in Avignon erfolgte am 19. Mai. Clemens war zwar ein hochgebildeter Mann und einer der besten Redner seiner Zeit, er war aber auch ein undurchschaubarer Diplomat. Er war ein sehr weltlicher Papst, der seine Lust an Genüssen aller Art geistlich-zeremoniell-theologisch verbrämte. Im Papstpalast wurden rauschende Feste gefeiert. Er veranstaltete mondäne Jagden und die Verschwendungssucht war in seiner Zeit überall vorherrschend. Die verschwenderische Lebenshaltung am Hof von Avignon ähnelte der von Papst Leo X. hundertsiebzig Jahre später. Francesco Petrarca beschrieb in seinen 18 Briefen sine titulo die Zustände am päpstlichen Hof, die nach eigenem Bekunden auf persönlichen Erfahrungen beruhten. Birgitta von Schweden und Katharina von Siena klagten Clemens wegen der allgemeinen Papst-Börse und des Merkantilismus von Avignon an. Birgitta nannte ihn sogar einen amator carnis. In der zweiten Novelle des ersten Tages aus Decamerone beschrieb Boccaccio, der dieses Werk 1347 im ersten Jahr der Pest begann, die Zustände am päpstlichen Hof, wobei er nicht übertrieb. Das Grauen des Ausbruches der europäischen Pest 1347 ließ den Papst völlig kalt. Er dachte gar nicht daran, seinen ausschweifenden Lebensstil zu ändern. Auf Anordnung seiner Ärzte soll er den heißen Sommer von 1348 zwischen zwei Feuern, die immer brannten, verbracht haben. Vor unfähigem geschwätzigen Ärzten in seiner Umgebung hatte den erkrankten Papst allerdings Petrarca gewarnt.[1] Möglicherweise hat er den Schwarzen Tod nur überlebt, weil Hitze und Rauch die Flöhe von ihm fernhielten. Auch während der Pest in Avignon sorgte er für ein weiterhin reibungsloses Funktionieren des kurialen Verwaltungsapparats.

Wirken
Clemens gilt als Nepotist: Vier Monate nach der Besteigung des Stuhls Petri ernannte er zehn neue Kardinäle, neun davon kamen wie er aus Südfrankreich und fünf waren seine Neffen. Unter ihm dominierte das Limousin. Während seines Pontifikats ernannte Clemens VI. insgesamt 25 Kardinäle, davon 19 aus Südfrankreich, von denen acht seine Neffen oder andere nahe Verwandte waren. Ihm verdanken es seine Mätressen sowie Scharen von Nepoten und Günstlingen, neuen Einfluss errungen zu haben und große Vermögen ansammeln zu können. Er förderte zahlreiche Künstler mit seinen Mitteln, die er aus Steuererhöhungen schöpfte. Das englische Parlament stellte fest, dass die Einkünfte des Papstes aus dem Erwerb vakanter englischer Pfründen die Einkünfte des englischen Königs um das Fünffache überstiegen. Als Antwort auf die Anklagen des englischen Staates erklärte Clemens VI., dass seine Vorgänger im Gegensatz zu ihm es eben nicht verstanden hätten, Papst zu sein.

Der Papst setzte auch die Prozeduren gegen Kaiser Ludwig fort. Der Kaiser wurde jeden Sonntag erneut gebannt. Der Papst führte Prozesse, die die Würde des Kaisers untergraben sollten. Trotz dieser Drohungen bemühte sich der Kaiser weiter um Aussöhnung mit dem Papst. Die Kurfürsten missbilligten aber im Sinne des Kurvereins von Rhense die gegen den Kaiser gerichteten Prozeduren des Papstes. Der Papst musste, was die Rechte des Reiches betraf, nachgeben.

Clemens nutzte den Konflikt zwischen dem Kaiser und dem papsttreuen Haus Luxemburg-Böhmen und förderte die Gegenkandidatur Karls IV., Enkel Heinrichs VII., 1346 zum Rex Romanorum. Kaiser Ludwig war nun isoliert. Sein Tod am 11. Oktober 1347 beendete den Konflikt. Die Anhänger des alten Kaisers erklärten Günther von Schwarzburg zu seinem Nachfolger. Doch schon kurz danach verzichtete dieser auf diese Würde.

An Philipp VI. und dessen Nachfolger Johann II., den Guten vergab er Millionenanleihen für ihren Kampf im Hundertjährigen Krieg. Am 12. Juni 1348 erwarb er für 80.000 Gulden die Grafschaft Avignon von Königin Johanna I. von Neapel in ihrer Eigenschaft als Gräfin von der Provence. Clemens schuf damit einen päpstlichen Staat an der Rhône. Ihm kam entgegen, dass König Karl auf seine kaiserlichen Rechte an dem päpstlichen Avignon verzichtete, obwohl Karl zu dieser Zeit noch gar kein Kaiser war.

Auch Clemens rief zu einem Kreuzzug auf. In Unkenntnis der Lage der orientalischen Christen hatte er kein Verständnis für die überlebenswichtige Toleranz dieser Christen gegenüber dem in ihren Ländern siegreichen Islam. Sein Entschluss zum Kreuzzug war nicht aus der Sorge um die dortigen Christen entstanden, sondern aus dem Wunsch, mit dem Kreuzzug das gesunkene Ansehen des Papsttums gegen die europäischen Nationalmonarchien zu stärken. Am 30. September 1343 rief Papst Clemens mit der Bulle Insurgentibus contra fidem zum Kreuzzug gegen die Türken in Kleinasien auf. Eine Kreuzzugsliga, bestehend aus dem Papsttum, Venedig, den Johannitern und Zypern, errang einige Seesiege gegen türkische Piraten und eroberte Ende 1344 Smyrna von den Aydıniden. Ein zweiter zur Verstärkung entsandter Kreuzzug unter Humbert II. von Viennois endete aber 1347 erfolglos. Papst Clemens stellte schließlich im September 1351 alle Kreuzzugsbemühungen ein.[2]

Als anerkennenswert hebt sich im Wirken von Papst Clemens hervor, dass er den Juden, die während der Pestjahre in allen Ländern entsetzliche Pogrome erdulden mussten, half oder es zumindest versuchte. Judenverfolgern drohte er sogar harte Strafen an. Am 4. Juli 1348 wandte sich Papst Clemens VI. in einer Bulle gegen die Verfolgung von Juden als Verursacher der Pest. Sie wurde weitgehend ignoriert. Daher folgte am 26. September 1348 von ihm eine zweite päpstliche Bulle mit dem Titel Quamvis perfidiam, in der er Juden vor dem Vorwurf, Verursacher von Brunnenvergiftungen zu sein, in Schutz nahm. Er drohte den Verfolgern die Strafe der Exkommunikation an.[3][4] Die Geißlerbanden, die sich bei den Judenpogromen besonders hervorgetan hatten, erklärte er zu Häretikern.

Durch den Verfall und die Anarchie begünstigt, errichtete Cola di Rienzi in Rom eine Diktatur. Er fand in Italien und sogar beim Papst Anerkennung. Als der Papst allerdings erkannte, dass die nationalitalienische Bewegung des Rienzi das Papsttum in Italien gefährdete und vielleicht sogar dessen universelle Institution in Frage stellte, änderte Clemens seine Meinung. Als Rienzo immer mehr zum Tyrannen wurde, verlor er seine Macht und wurde vom Papst gebannt. Unter abenteuerlichen Umständen kam er noch einmal an die Macht. Er wurde schließlich, in der Zeit des Pontifikats von Papst Innozenz VI., von römischen Bürgern getötet.

Für das Jahr 1350 rief Clemens VI. die zweite Feier eines Heiligen Jahres aus. Er verkürzte in der Bulle Unigenitus Dei filius am 27. Januar 1343 auch die Zeit für die jeweilige Wiederkehr eines Heiligen Jahres auf 50 Jahre. Am 6. Dezember 1351 bestimmte er in der Konstitution Licet in Constitutione neue Regeln für das Konklave.

Papst Clemens VI. starb nach zehnjährigem Pontifikat am 6. Dezember 1352 und wurde in der Abtei La Chaise-Dieu beigesetzt. Sein pompöses Grabmal war mit vierundvierzig Marmorsäulen ausgestattet. Er bestimmte auch, dass seine sämtlichen geistlichen und weltlichen Nepoten hier beigesetzt werden sollten. Dieses Recht sollten auch seine Frauen, Kinder und Enkelkinder besitzen. Das Monument wurde 1562 von den Calvinisten zerstört. 
Roger (Rogier), Papst Clemens VI. Pierre (I29644)
 
48307 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_VII._(Papst) (Aug 2023)

Clemens VII. (bürgerlich Giulio de’ Medici; * 26. Mai 1478 in Florenz; † 25. September 1534 in Rom) aus der Familie der Medici war vom 18. November 1523 bis zu seinem Tode Papst.

Giulio de’ Medici war ein vermutlich unehelich geborener Sohn von Giuliano di Piero de’ Medici aus Florenz, der zum Zeitpunkt der Geburt seines Sohnes bereits der Pazzi-Verschwörung zum Opfer gefallen war, und Fioretta Gorini.

Schon früh trat Giulio de’ Medici in den Johanniterorden ein und wurde später Prior in Capua. Sein Vetter, Papst Leo X., erklärte ihn zu einem Sohn der Medici aus heimlicher Ehe. So konnte Giulio de’ Medici zahlreiche Pfründen übernehmen:

Erzbischof von Florenz (seit 9. Mai 1513)
Bischof von Albia (1513–1515)
Erzbischof von Narbonne (seit dem 14. Februar 1515)
Apostolischer Administrator des Bistums Albenga (1517–1518)
Bischof von Bologna (1518–1518)
Apostolischer Administrator des Erzbistums Embrun (1510–1511)
Apostolischer Administrator des Bistums Ascoli Piceno (1518–1518)
Bischof von Eger (1520–1523)
Apostolischer Administrator des Bistums Worcester (1521–1522)
Am 23. September 1513 zum Kardinal erhoben, ernannte ihn Papst Leo X. am 29. September 1513 zum Kardinaldiakon der Titeldiakonie S. Maria in Domnica. Am 26. Juni 1517 wechselte er auf die Titelkirche San Clemente und am 6. Juli 1517 auf die Titelkirche S. Lorenzo in Damaso.

Vom 6. Juli 1517 bis zum 19. November 1523 war er Vizekanzler der Kirche, vom 1. Oktober 1519 bis zum 1. November 1520 Camerlengo des Heiligen Kollegiums.

Am 18. November 1523 wählte ihn das Konklave zum neuen Papst. Die Krönung erfolgte am 26. November, kurz nach dem Festtag des Hl. Clemens I. Der Papstname sollte zugleich die Richtung des Pontifikats anzeigen (clementia = Milde), wie später auch bei den Päpsten Clemens VIII., Clemens IX. und Clemens XI. Während seines ganzen Pontifikats war Clemens VII. bemüht, die weltliche Macht des Papsttums und der Familie Medici zu erhöhen.

Seit 1521 führte der spanische König und römisch-deutsche Kaiser Karl V. mit Franz I. von Frankreich Krieg um die Herrschaft in Oberitalien. Nach anfänglicher Neutralität in diesem Konflikt näherte sich Clemens in den folgenden Jahren der Seite Karls V. an. 1526 beendete er nach der Gefangennahme von Franz I. jedoch die Allianz mit Karl V. und schloss sich der Liga von Cognac an. Die kaiserlichen Truppen eroberten daraufhin Rom und plünderten 1527 die Stadt (→ Sacco di Roma).

Nachdem er sich zunächst in die Engelsburg gerettet hatte, musste er sich nach langer Belagerung und der Drohung seiner Gegner in Florenz, Caterina de’ Medici zu töten, ergeben. Er wurde gefangen genommen und die Medici wurden aus Florenz vertrieben. Am 29. Juni 1529 schloss Clemens VII. mit Kaiser Karl V. den Frieden von Barcelona. Er erhielt die Herrschaft über den Kirchenstaat zurück und die Medici Florenz. Die drohende Erste Wiener Türkenbelagerung im Herbst 1529 trug dazu bei, dass der Friedensschluss zwischen Clemens VII. und Kaiser Karl V. zustande kam. Am 24. Februar 1530 schließlich krönte Clemens VII. Karl V. in Bologna zum Kaiser.

Für die Familie der Medici war das Wirken des Papstes durchaus als erfolgreich zu bezeichnen, so gelang es ihm, Alessandro de’ Medici (vermutlich sein unehelicher Sohn) mit der Tochter Karls V. Margarethe von Parma und seine Verwandte Caterina de’ Medici, einziges Kind von Lorenzo di Piero de’ Medici (einem Enkel von Lorenzo de’ Medici, genannt "il Magnifico"), mit dem zukünftigen König von Frankreich Heinrich II. zu verheiraten sowie die bisherige Republik Florenz mit Hilfe Karls V. endgültig wieder unter die Kontrolle der Medici zu bringen (Annahme des Herzogstitels durch Alessandro de’ Medici 1532).

Wegen der Reformation verlangte Kaiser Karl V. von Clemens VII. die Einberufung eines Konzils, dem leistete der Papst jedoch keine Folge. Auch die Forderung Heinrichs VIII., die Ehe mit Katharina von Aragón zu scheiden, lehnte Clemens VII. unter Verwendung der dadurch bekannt gewordenen Formulierung Non possumus ab, so dass der englische König sich und sein Land vom Papst lossagte. Es kam zu der Abtrennung der Church of England und damit zu einer weiteren Kirchenspaltung.

Clemens VII. starb am 25. September 1534 und wurde in der Kirche Santa Maria sopra Minerva beigesetzt. Nach einigen zeitgenössischen Darstellungen starb er an einer Vergiftung durch den Grünen Knollenblätterpilz. Das konnte jedoch nie bewiesen werden, zudem begannen einige seiner Krankheitssymptome bereits Monate vor seinem Tod, untypisch für eine solche Pilzvergiftung. 
von Medici, Papst Clemens VII. Giulio (I42072)
 
48308 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Coel_(Mythologie)

Coel, auch Coel Hen („Coel der Alte“), englisch King Cole, ist der Name von Sagengestalten aus britannischen Legenden und der britischen Literatur seit dem Mittelalter. Es wird vermutet, dass der sagenhaften Figur des Old King Cole die Erinnerung an einen spätantiken römischen Befehlshaber namens Coelius zugrunde liegt.

Mythologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Frühe walisische Überlieferungen (wie das Bonedd Gwŷr y Gogledd, „Die Nachkommenschaft der Männer des Nordens“) benennen einen Coel Hen, um 400 n. Chr. „König“ im römischen Britannien, als den angeblichen Ahnherren einiger Königsdynastien im Hen Ogledd („der alte Norden“). Dies ist das britonisch sprechende Gebiet Nordenglands und Südschottlands. Coelius bzw. Coelestinus ist kein keltischer, sondern ein geläufiger römischer Name, weshalb angenommen wird, dass sich hinter dem Mythos die historischen Erinnerung an einen römischen Heerführer oder Warlord verbirgt, der nach dem Ende der kaiserlichen Herrschaft über Britannien eine eigene Herrschaft begründet haben könnte.[1] Aufgrund seiner Erfolge lebte sein Name im Mythos fort. Der spatäntike römische Kommandeursrang Dux Britanniarum wurde dann in der Überlieferung zum „Herzog der Briten“.

Der Coel Hen der mittelalterlichen walisischen Legenden wird als Stammvater Uriens von Rheged und dem Ritter der Tafelrunde Peredur fab Efrawg, sowie von Herrschern in Gwynedd, Elmet und Edinburgh benannt. Mit seinem Übernamen bzw. Titel Godebog („Beschützer“, „Schirmherr“) ist er als Ahne der „Söhne Godebogs“ im Y Gododdin erwähnt. Der Mount Coylton in Argyll soll laut der Sage nach ihm benannt sein, da sich dort sein Grab befinde.

Das Prestige, das sich lange Zeit mit dem Namen des Coelius bzw. Coel verband, wird auch durch andere Sagen belegt. Ein später erwähnter Coel Hen, König von Colchester, soll so der Vater der heiligen Helena und somit der Großvater von Konstantin dem Großen gewesen sein. Er wird als solcher in Geoffrey of Monmouth’s Historia Regum Britanniae im Zusammenhang mit seinem Konkurrenten König Asclepiodotus (walisisch Alyssglapitwlws) erwähnt. Nach seinem Tod soll Constantius I., noch als Senator, Coels Tochter Helena geheiratet haben. Eine Verwechslung Helenas mit Elen Luyddawg kam häufig vor.

In der Brut y Brenhinedd („Geschichte der Könige“) des Geoffrey von Monmouth wird dieser Coel als Bruder von Trahern erwähnt, dem Gegner des Königs Eudaf Hen beim Kampf um die Krone Britanniens.

„Old King Cole“
Das traditionelle englische Kinderlied „Old King Cole“ hat vermutlich König Coel als historischen Hintergrund. Zum ersten Mal wurde das Lied 1708/09 von William King in Useful Transactions in Philosophy aufgezeichnet.

Good King Cole,
And he call’d for his Bowle,
And he call’d for Fiddler's three;
And there was Fiddle, Fiddle,
And twice Fiddle, Fiddle,
For ’twas my Lady’s Birth-day,
Therefore we keep Holy-day
And come to be merry.[2]

Es gibt einige moderne Textvarianten, unter anderem von Genesis und Queen. Der Jazz-Pianist und Sänger Nat ‚King‘ Cole leitete seinen Spitznamen von „Old King Cole“ ab. Eine Marschversion des Liedes wird seit 1980 von der US Army verwendet. 
König Coel Hen (I30062)
 
48309 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Coligny_(Adelsgeschlecht)

Coligny (Adelsgeschlecht)

Coligny war eine Familie des burgundischen und später französischen Adels.

Geschichte
Sie stammt aus Coligny und ist dort erstmals am Ende des 10. Jahrhunderts nachzuweisen, durchgängig dann ein Jahrhundert später.

Nach mehreren Jahrhunderten mit lediglich regionaler Bedeutung geriet die Familie vor allem im Zusammenhang mit den Hugenottenkriegen in das Zentrum der französischen Politik.

Die bekanntesten Familienmitglieder sind:

Hugo von Coligny († 1205),
Gaspard I. de Coligny, seigneur de Châtillon († 1522), französischer Heerführer, ab 1516 Marschall von Frankreich
Odet de Coligny (1517–1571), Sohn von Gaspard I. de Coligny, Kardinal von Châtillon
Gaspard II. de Coligny, seigneur de Châtillon (1519–1572), französischer Admiral und Hugenottenführer, Sohn von Gaspard I. de Coligny
François de Coligny-d’Andelot (1521–1569), Sohn von Gaspard I. de Coligny
François de Coligny (1557–1591), französischer Adeliger, Kommandant und Hugenottenführer
Gaspard III. de Coligny (1584–1646), französischer Heerführer, ab 1622 Marschall von Frankreich, 1643 Herzog von Coligny, Enkel von Gaspard II. de Coligny
Louise de Coligny, Tochter von Gaspard II. de Coligny


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von Coligny, Dame Beatrix (Béatrice) (I13066)
 
48310 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Comminges

Das Comminges (okzit-gasgon: Comenge) ist eine historische Provinz im Süden Frankreichs. Sie umfasst die südliche Hälfte des heutigen Départements Haute-Garonne, entsprechend den Arrondissements von Saint-Gaudens und Muret.

Die größten Ortschaften der Region sind Saint-Gaudens, Muret, Saint-Bertrand-de-Comminges, Miramont-de-Comminges und Frontignan-de-Comminges.

Geschichte

Die Region im Römischen Reich
Während der Antike war in dieser Region das aquitanische Volk der Konvener beheimatet. Die Römer errichteten dort um 27 v. C. die Kolonie Lugdunum Convenarum (Siedlung des Gottes Lugh der Konvener), das heutige Saint-Bertrand, auch Comminica genannt wo König Herodes Antipas sein Exil nahm und verstarb. Seit 17 n. C. gehörte Comminges zur kaiserlich-römischen Provinz Gallia Aquitania, ab dem 4. Jahrhundert zur Provinz Novempopulana.

Die Region im Reich der Goten und Franken
Seit 410 war das Comminges dem westgotischen Reich von Tolosa zugehörig. Nach dessen Niederlage in der Schlacht von Vouillé 507 gehörte die Region zum Reich der Franken. Im Jahr 585 belagerte König Guntram I. in Comminges den Usurpator Gundowald und tötete ihn.

Das Herzogtum der Gascogne
Zu Beginn des 8. Jahrhunderts wanderten Basken in das Comminges ein was nun zu deren Herzogtum, der Gascogne, gehörte.

Die Region im Mittelalter
Bedingt durch die Instabilität des gascognischen Herzogtums etablierte sich zu Beginn des 10. Jahrhunderts eine gräfliche Dynastie in Comminges welche auch das Couserans in ihren Besitz brachte. Als Stammvater dieses Grafengeschlechtes gilt ein Asnarius (Anar/Aznar) der wahrscheinlich baskischer Abstammung war. Seine genaue Herkunft ist unklar, doch wird er oft der Familie der Grafen von Aragon zugerechnet. Ob Asnarius selber schon als Graf amtierte ist ebenfalls unklar, auch die ihm zugerechnete Gründung der Abtei von Auch ist umstritten. Jedenfalls sind erst dessen Söhne Roger I. und Arnaud I. als Grafen überliefert, wobei die Grafschaft von der Linie Rogers gehalten wurde während Arnaud und seine Nachkommen nur in einem Teil des Comminges gräfliche Rechte innehatten die aber schon von Roger dem Alten aufgegeben wurden.

Nachdem die Grafen im 11. Jahrhundert unter dem Einfluss der Grafen von Toulouse standen, unterstellten sie sich seit dem späten 12. Jahrhundert der Lehnshoheit der Könige von Aragon. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts war Comminges ein Schauplatz des Albigenserkreuzzuges zu dessen prominentesten Gegenspielern der Graf Bernard IV. zählte. Am 12. September 1213 fand dabei vor der zu Comminges gehörenden Stadt Muret eine der größten Schlachten dieses Kreuzzuges statt. Seit dem Vertrag von Meaux-Paris 1229 mussten die Grafen schließlich die Oberhoheit von Frankreich anerkennen.

Im Gegensatz zu den benachbarten Grafen von Toulouse, Foix oder Armagnac gelang es den Grafen von Comminges nicht ihre Macht auf benachbarte Territorien auszudehnen weshalb sie ständig zwischen den führenden Mächten der Region lavieren mussten um ihre Position zu erhalten. So scheiterte zum Beispiel 1362 in der Schlacht von Launac ein Versuch sich der Umklammerung der Grafen von Foix zu entledigen.

Nach dem Tod der letzten Erbin von Comminges wurde die Grafschaft mangels eines Erben 1443 der königlichen Krondomäne hinzugefügt. 1462 belehnte König Ludwig XI. den Bastard von Armagnac Jean de Lescun mit Comminges. Dieser war ein unehelicher Sohn des Bischofs von Aire-sur-Adour Arnaud-Guillaume de Lescun und der Annette (Anne) d’Armagnac-Termes. Seit 1461 war Jean ein Marschall von Frankreich. Nach dessen Tod 1473 folgte ihm Odet d’Aydie nach, der mit einer Cousine Lescuns verheiratet war. Obwohl d’Aydie eine Erbin hatte, wurde Commingens nach seinem Tod 1498 endgültig mit der Krondomäne vereint, dennoch sollten seine Nachkommen den Titel eines Comte de Comminges weiterführen.

Die Region im 18. Jahrhundert
Seit 1716 war Comminges der Généralité d’Auch unterstellt und war in den Generalständen von 1789 mit 8 Abgeordneten vertreten.

Comminges als Sitz eines Bistums
Vom Beginn des 6. Jahrhunderts bis 1807 war Comminges auch der Sitz eines Bistums welches der Erzdiözese von Auch unterstellt war.

Mehr, auch Liste der Grafen von Commings, unter dem Link oben.. 
von Comminges (Couserans), Arsenda (I8396)
 
48311 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Conan_I._(Bretagne)

Conan I. († 27. Juni 992 in der Schlacht von Conquereuil), genannt der Unrechte (le Tort), war der Sohn von Juhel-Berengar, Graf von Rennes; er folgte seinem Vater 970 und war ab 990 Herzog der Bretagne.
Nachdem er sich der Vormundschaft durch Wicohen, Erzbischof von Dol-de-Bretagne entledigt hatte, ergriff er im Bündnis mit Orscand, dem Bischof von Vannes (970–992) die Herrschaft über die Grafschaft Vannes. Er schlug die Grafen von Nantes Hoël I. und Guérec, unterwarf schließlich 990 die Grafschaft nach dem Tod des jungen Grafen Alain, und proklamierte sich anschließend zum Herzog. Fulko Nerra, der neue Graf von Anjou war über die Entwicklung im Westen seines Machtbereichs beunruhigt. Er griff Conan an und tötete ihn 992 in der Schlacht von Conquereuil.
Conan I. gilt als Begründer des Hauses Rennes in der Folge der bretonischen Herzogsdynastien. Er wurde in der Abteikirche von Mont-Saint-Michel beigesetzt.
 
von der Bretagne (von Rennes), Herzog Conan I. der Krumme (I7277)
 
48312 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Constança_Manuel (Aug 2023)

Constança Manuel (* um 1318; † 13. November 1345) war als Kind mit König Alfonso XI. von Kastilien verheiratet und wurde später die Ehefrau von König Pedro I. von Portugal (1320–1367). Sie hatte aus Kastilien Inês de Castro als ihre Kammerdame mit an den portugiesischen Hof gebracht, in die sich der Kronprinz Pedro sogleich verliebte und die sein Vater König Afonso IV. im Jahre 1355 ermorden ließ, um die Thronfolge der leiblichen Kinder Constanças zu sichern. Ihr Schicksal spiegelt exemplarisch die machtpolitische Instrumentalisierung von Frauen als Mitglieder des Hochadels im Mittelalter.

Heirat mit Alfonso XI. von Kastilien
Constança Manuel war eine kastilische Adelige, Tochter von Don Juan Manuel, einem Enkel von König Ferdinand von Kastilien (1201–1252) und Tochter von Constanze von Aragon. Constanças Vater Don Juan Manuel war auch Erzieher des bereits im Alter von einem Jahr gekrönten kastilischen Königs Alfonso XI. (1311–1350). Mit gerade etwa 7 Jahren verheiratete D. Joao Manuel seine Tochter mit seinem Schüler Alfonso XI., der nach den damaligen Regeln mit 14 Jahren volljährig wurde. Diese Verbindung wurde jedoch nie vollzogen. Alfonso XI. verstieß Constança und ließ die Ehe 1327 annullieren. Constança wurde auf einer Festung gefangen gehalten. Um seine Beziehungen zu Portugal zu verbessern, heiratete Alfonso XI. 1327 Maria von Portugal (1313–1357), eine Tochter von König Afonso IV. von Portugal (1291–1357) und somit auch die Schwester des Kronprinzen Pedro.[1]

Heirat mit Pedro von Portugal
D. Juan Manuel suchte Ersatz für die verlorene Regentschaft seiner Tochter. Er erreichte, nachdem die zwischen dem portugiesischen Kronprinzen Pedro mit Branca, einer Nichte von Alfonso von Kastilien, bereits im Kindesalter eingegangene Ehe wegen Krankheit der Braut wieder aufgelöst worden war, die Zustimmung der beiden Könige von Kastilien und Portugal, Constança mit Dom Pedro zu verheiraten, mithin mit dem Bruder der sie ersetzenden neuen Ehefrau von Alfonso XI. Alfonso XI. erlaubte Constança aber nicht, Kastilien zu verlassen, sondern stimmte nur einer Eheschließung in ihrer Stellvertretung zu. Die Zeremonie fand am 6. Februar 1336 im Konvent von Heiligen Francisco in Évora statt. Anwesend waren Kronprinz Pedro und seine Eltern sowie auf Seiten von Constança deren bestellten Vertreter. Die Mitgift der Braut wurde auf 300.000 Dublonen festgesetzt.[2]

Verzögerte Ausreise nach Portugal
Die Entscheidung, Constança zurückzuhalten, gab ebenso Anlass zu einem Konflikt zwischen den beiden Königen, wie auch die schlechte Behandlung der Tochter von Afonso IV. durch deren neuen Ehemann Alfonso XI. Denn dieser wandte sich recht bald von ihr ab und verbannte sie in ein Kloster. Diese Streitigkeiten führten zu von 1336 bis 1339 andauernden kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Kastilien und Portugal, deren Nutznießer die Mauren waren, im Rahmen der Reconquista der gemeinsame Feind beider Länder. Angesichts der hierdurch verursachten Schwäche gegenüber den Mauren nahmen die beiden Könige 1339 Friedensverhandlungen auf, die im Juli 1340 zu dem Frieden von Sevilla führten.[3] Constança war bereits 1339 die Ausreise nach Portugal gestattet worden, wo in Lissabon am 24. August 1339 in Anwesenheit der beiden Brautleute die Trauung nochmals vollzogen wurde. Constança erhielt als künftige Königin von Portugal die Städte Montemor-o-Novo, Alenquer und Viseu als Geschenk.

Auseinandersetzung mit Inês de Castro
Bei ihren Umzug nach Portugal wurde Constança von ihrer Kammerdame Inês de Castro (geboren zwischen 1320 und 1325, ermordet am 7. Januar 1355) begleitet, eine junge Galizierin, Tochter des mächtigen kastilischen Edelmannes Pedro Fernandes de Castro. Dom Pedro verliebte sich in sie, jedoch hatte die Romanze mit Inês politische Implikationen, da Pedros Vater den Einfluss von ihren Brüdern, Álvaro Pires de Castro und Fernando de Castro, auf seinen Sohn fürchtete. Als 1340 Constança ihr erstes Kind gebar, Luís von Portugal, bat sie Inês de Castro, seine Patin zu werden. Nach den Regeln der katholischen Kirche galt die Beziehung zwischen den Paten und den Eltern des Täuflings als eine gemeinsame moralische Elternschaft, die eine Liebe zwischen Paten und einem natürlichen Elternteil als gleichsam inzestuös ausschloss. Luís jedoch starb bereits nach einer Woche. Die List Constanças trug aber noch später nach ihrem Tod Früchte, als Afonso IV. 1351 in einem Brief an den Bischof von Braga auf die zwischen Inês und seinem Sohn Pedro geltenden Eheverbote pochte, um eine Befreiung vom Eheverbot durch den Papst zu verhindern. Pedro setzte nunmehr seine Beziehung zu Inês in aller Offenheit fort, bis schließlich sein Vater 1344 Inês de Castro des Landes verwies und zurück nach Kastilien schickte. 1342 gebar Constança eine Tochter, Maria von Portugal, und am 31. Oktober 1345 einen Sohn, Fernando von Portugal, den späteren König Fernando I. Constança starb 13 Tage später noch im Wochenbett. Als Afonso IV. 1355 Inês de Castro ermorden ließ, glaubte er zum Schutze der Thronrechte seines Enkels Fernando als legitimer Erbe zu handeln, da sein Sohn Pedro mit Inês de Castro ebenfalls gemeinsame Kinder besaß (Pedro hatte später – 1360 – sogar behauptet, Inês heimlich geheiratet zu haben). 
de Villena (Castilla), Constança Manuel (I9003)
 
48313 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Constance_Langley

Lady Constance Langley LG (auch Constance of York oder Constance Despenser, Lady Despenser), (* 1374 oder 1375 in Conisbrough Castle; † 28. November 1416) war eine englische Adlige und Rebellin.

Herkunft
Constance entstammte einer Nebenlinie des Haus Plantagenet und wurde in Yorkshire als zweites Kind von Edmund of Langley, 1. Duke of York und von Isabella von Kastilien geboren. Ihr Vater war ein jüngerer Sohn von König Eduard III., ihre Mutter war eine Tochter von König Peter dem Grausamen von Kastilien und von dessen Mätresse María de Padilla.

Leben
Am 16. April 1378 wurde ihrem Vater das Recht zugestanden, seine Tochter mit Thomas le Despenser, dem minderjährigen Erben des verstorbenen Edward le Despenser, 1. Baron le Despenser zu verheiraten. Die Heirat fand im November 1379 statt. Ihr Mann wurde ein Günstling des jungen Königs Richard II., der sie 1386 in den Hosenbandorden aufnahm. 1397 wurde ihr Mann, der als Erbe seines Vaters den Titel Baron le Despenser trug, vom König zum Earl of Gloucester erhoben, doch verlor er den Titel wieder nach dem Sturz des Königs 1399. Er beteiligte sich am Epihany Rising, einer gescheiterten Verschwörung gegen den neuen König Heinrich IV. und wurde am 13. Januar 1400 hingerichtet.

Seine Besitzungen, vor allem die Herrschaft Glamorgan in Wales, wurden von der Krone beschlagnahmt. Am 11. Februar erhielt Constance als seine Witwe jedoch Güter, die ihr ein Jahreseinkommen von £ 200 einbrachten, dazu durfte sie ihre persönliche Juwelen und ihren Schmuck behalten. Acht Tage später erhielt sie weitere Güter, die jährlich etwa 1000 Mark einbrachten, und am 3. März wurde sie Vormund ihres Sohnes Richard. Zu den Besitzungen, die sie zurückerhielt, gehörte Cardiff Castle in Glamorgan, das jedoch während der walisischen Rebellion von Owain Glyndŵr um 1404 von den Rebellen erobert wurde und bis etwa 1406 in deren Hand blieb.[1] Im Januar 1404 beantragte Constance, dass sie weitere Güter ihres ehemaligen Besitz zurückerhielt, was ihr auch zugestanden wurden. Trotz dieser nachsichtigen Behandlung durch Heinrich IV. beteiligte sie an einer Verschwörung gegen den König. Am 15. Februar 1405 wurde bekannt, dass Constance den jungen Edmund Mortimer, einen möglichen Thronanwärter, und dessen Bruder Roger aus Windsor Castle entführt hatte und mit ihnen auf der Flucht nach Cardiff war. Sie wollte die beiden Jungen höchstwahrscheinlich Sir Edmund Mortimer, dem Schwiegersohn und Verbündeten von Owain Glyndŵr und Onkel der beiden Jungen übergeben. Die sie verfolgenden königlichen Truppen stellten sie bei Cheltenham, und Constance musste sich vor einer großen Ratsversammlung in Westminster verantworten. Dort beschuldigte sie ihren Bruder Edward of Norwich, 2. Duke of York als Urheber der Verschwörung. Als dieser seine Beteiligung bestritt, verlangte sie einen gerichtlichen Zweikampf, in dem ein Champion gegen ihren Bruder kämpfen sollte. Der Knappe William Maidstone erklärte sich bereit, gegen Edward of Norwich anzutreten, und auch dieser stimmte dem Kampf zu. Hier intervenierte Thomas of Lancaster als Lord High Steward. Er ließ sowohl Constance wie auch ihren Bruder Edward verhaften. Constance wurde in Kenilworth Castle inhaftiert und am 12. März wurden ihre Güter und ihr Besitz beschlagnahmt. Trotz ihres Verrats wurde sie im Januar 1406 teilweise rehabilitiert, doch der König behielt sich vorsichtshalber die Verwaltung ihrer walisischen Besitzungen zunächst selbst vor und bestimmte, dass diese ihr nicht vor Juni 1407 zurückgegeben wurden. Ihr Bruder Edward of Norwich stellte bis 1408 die englische Herrschaft in Glamorgan wieder her.[2]

Von ihrem weiteren Leben ist wenig bekannt. Im Mai 1409 gehörte sie zu den Landbesitzern, die in ihren walisischen Besitzungen leben mussten, um die Rebellion von Owain Glyndŵr endgültig niederzuschlagen. Sie starb vermutlich in oder bei Westminster und wurde in Reading Abbey in Reading in Berkshire begraben. 
Langley, Constance (I27406)
 
48314 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Crínán_von_Dunkeld (Jul 2023)

Crínán von Dunkeld (* wohl um 980; † 1045) war erblicher Abt von Dunkeld und vielleicht Mormaer von Atholl.

Familie
Crínán war seit etwa 1000 mit Bethóc verheiratet, Tochter von Máel Coluim mac Cináeda (Malcolm II.), König der Schotten, der von 1005 bis 1034 regierte. Da Máel Coluim keine ihn überlebenden Söhne hatte, hatten die Nachkommen Bethócs den stärksten Anspruch auf den schottischen Thron. Crínáns und Bethócs ältester Sohn, Donnchad mac Crínán (Duncan I.) regierte das Land von 1034 bis 1040.

Es ist wahrscheinlich, dass Crínán einen zweiten Sohn hatte, Maldred, den Vater von Gospatric, Earl of Northumbria.

Abt von Dunkeld
Das Kloster des heiligen Columban von Iona wurde im 6. oder frühen 7. Jahrhundert am Nordufer des Flusses Tay nach Columbans Pikten-Mission gegründet. Es kann seine Führung von den Cenél Conaill von Donegal bekommen haben.[2][3] Iain Moncrieffe argumentierte, dass Crinán zu einem schottischen Zweig der irischen königlichen Dynastie gehörte.[4] Christopher Cairney schlug eine Abstammung von den Cenél nEógain vor.[5]

Während der Titel des erblichen Abtes (auf Gälisch coarb) ein feudales Amt war, das oft nur dem Namen nach ausgeübt wurde, scheint Crinán zu seiner Zeit als Laienabt für das Kloster verantwortlich gewesen zu sein. Er war somit ein Mann von hoher Position sowohl in der geistlichen als auch in der säkularen Gesellschaft.

Die prächtige, halb zerstörte Dunkeld Cathedral, die zwischen 1260 und 1501 in Etappen errichtet wurde, steht heute auf dem Gelände, auf dem einst das Kloster stand. Die Kathedrale enthält die einzigen erhaltenen Überreste der früheren Klostervereinigung: einen in der Ostchorwand sichtbaren Verlauf aus rotem Stein, der möglicherweise von einem früheren Gebäude wiederverwendet wurde, und zwei Kreuzplatten aus dem neunten oder zehnten Jahrhundert im Museum der Kathedrale. 
von Dunkeld, Crínán (I41511)
 
48315 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Cuyk

Cuyk, auch Cuijk oder Kuik, ist der Name eines erloschenen niederländischen Dynastengeschlechts. Sie nannten sich zunächst nach ihrem Allodialbesitz in Geldermalsen van Malsen[1] um sich nach der Übernahme der reichsunmittelbaren Herrschaft, Baronie oder Land Cuyk sich nach diesem Besitz zu nennen. Sie erscheinen in den Quellen meist als Freiherren teilweise auch als Grafen.[2] Das Geschlecht war zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert einflussreich. Mitglieder der Familie waren in der Umgebung einiger Kaiser zu finden und standen in Konflikten mit den Grafen von Holland. Als Familie des Stiftsadels kamen zwei Bischöfe und andere bedeutende Geistliche aus dem Geschlecht. Ihr Einfluss beruhte auf ihrem Allodialbesitz, Lehnsbesitz, der Übernahme bedeutender Ämter und dem Zusammenhalt der Familie.[3] Durch Heirat kam 1132 die Grafschaft Arnsberg im südlichen Westfalen an die Familie. Dort herrschte fortan die Nebenlinie Cuyk-Arnsberg. Insbesondere durch die Stärke der Herzöge von Brabant verlor der niederländische Familienzweig an Bedeutung und musste den Besitz zu Lehen nehmen.

Besitz
Die Herren von Cuyk hatten umfangreichen Allodialbesitz im Gebiet zwischen Lek und Waal, konzentriert am Fluss Linge. Teile davon gingen später verloren. Die Güter, die die Grafen von Bentheim im 12. Jahrhundert bei Malsen und anderswo besaßen, stammten auf dem Umweg über die Grafen von Arnsberg von den Cuyks.[4]

Die ihnen verliehene Grafschaft oder Herrschaft Cuyk, die Stadt Grave, der spätere Besitz Herpen und die Herrschaft Ravenstein lagen an der Maas zwischen Nijmegen und ’s-Hertogenbosch. Der Besitz Boxtel lag südlich von ’s-Hertogenbosch.

Die Herrschaft Cuyk, später als Baronie bezeichnet, wird als fruchtbar für den Getreideanbau mit Ausnahme von Weizen geschildert. An der Maas gab es gute Weiden. Aber ein Teil des Landes bestand aus Heide oder morastigen Torfland. Im 18. Jahrhundert war die Herrschaft in ein niederes Amt mit sechs Gerichten und insgesamt siebzehn Dörfern und ein oberes Amt ebenfalls mit sechs Gerichten und siebzehn Dörfern eingeteilt.[5]

Geschichte
Frühe Geschichte
Die frühe Geschichte des Geschlechts ist kaum überliefert. Unbelegt ist etwa die These, dass es von den Ezzonen abstammt. Nicht ganz klar ist daher die Herkunft von Hermann (I.) van Malsen († 1065, 1080 oder später). Er heiratete wahrscheinlich in erster Ehe Irmgard von Namur und in zweiter Ehe Ida von Boulogne.[6] Sollte dies so sein, wäre die Familie sowohl mit den Herzögen von Lothringen wie auch von Brabant verwandt gewesen. Das Land Cuyk könnte der Familie von Heinrich IV. verliehen worden sein.[7] Hermann führte Krieg gegen den Grafen Florenz I. von Holland. Bei einem Gefecht wurde letzterer getötet.

Heinrich und seine Brüder
Auf Hermann folgte sein Sohn Heinrich (Hendrik) I. Dieser war mit Alveradis von Hochstaden verheiratet. Bereits 1129 gründete sie mit ihren Söhnen Gottfried und Hermann das Kloster Marienweerd.[6] Dieses war das Mutterkloster des Klosters Wedinghausen, das von Heinrich I. von Arnsberg aus dem westfälischen Zweig der Familie gegründet wurde. Möglicherweise war Gottfried 1133 auch an der Gründung von Stift Clarholz beteiligt.[8]

In die Generation Hermanns gehört auch Andreas Sohn des „graven van Cucks...Hermeri“(1127-1139) Bischof von Utrecht.[6] Die Bischofswahl hatte er insbesondere dem späteren Kaiser Lothar III. zu verdanken, der so die Familie stärker an sich binden wollte.[9] Auch der Einfluss von Norbert von Xanten dürfte für die Ernennung von Andreas, der als Anhänger der Kirchenreform galt, eine Rolle gespielt haben.[10] Ein weiterer Sohn war Gottfried († nach 1135). Dieser war Propst in Xanten, daher auch meist als Gottfried von Xanten bezeichnet. Er war auch Propst von St. Severin in Köln. Im Jahr 1131 wurde er zum Kölner Erzbischof gewählt, wurde aber wohl auf Druck von König Lothar III. durch Bruno II. von Berg ersetzt.[11]

Hermann II. und Gottfried
Von den Söhnen Heinrichs setzte Hermann (II.) von Malsen die Reihe der Grafen von Cuyk fort. Sein Bruder Gottfried (1124-1167) heiratete die Erbtochter Ida der Grafschaft Arnsberg und war der Begründer der jüngeren Linie der Grafschaft Arnsberg. Aus der Ehe gingen später auch die Grafen von Rietberg hervor. Zusammen mit seinem Bruder Hermann diente er Kaiser Lothar verschiedentlich als Zeuge.[12] Florenz der Schwarze, Sohn Florens II. von Holland und Neffe von Kaiser Lothar, hatte trotz eines kaiserlichen Friedensgebots auch die Cuyks und Bischof Andreas von Cuyk im Streit um Hand und Erbe der Heilwiwa von Rhoon angegriffen und wurde im Verlauf der Fehde wohl 1132 getötet. Der Kaiser ächtete 1136[13] daraufhin die Cuyks zeitweise, zog ihr Land ein[6][14] und strafte auch den Bischof.[15][16][17]

Nach dem Tod Lothars hielt sich Hermann zeitweise, etwa 1139 oder beim Hoftag 1142, in Köln im Umfeld des römisch-deutschen Königs Konrad III. auf. Auch auf dem Reichstag in Bamberg 1144 war er anwesend.[18] Er bekam die Stadtgrafschaft von Utrecht verliehen. Wie sein Bruder stand Gottfried nach dem Tod Lothars in der Gunst Konrads III., der ihm den Bau einer Burg erlaubte. Zusammen mit seinem Bruder Hermann nahm er 1145 am Landtag in Utrecht teil. Beide dienten dabei als Zeugen für die königlichen Urkunden. So bezeugten sie das Immunitätsprivileg für das Kloster Werden.[19] Ebenso anwesend waren sie beim Aufenthalt Konrads III. zu Weihnachten 1145 in Aachen. Dort waren sie auch beim Königsbesuch im folgenden Jahr anwesend. Im Jahr 1147 waren die Brüder bei der Krönung des Königssohnes Heinrich dabei. Auch beim Hoftag 1151 in Köln werden sie in der Umgebung Konrads III. genannt.[20] Ein Enkel von Hermann und Sohn von Heinrich war Arnold von Cuyck, der die Burggrafschaft Utrecht 1220 an den dortigen Bischof verkaufte.[21]

Heinrich II. und Bischof Albert
Nachfolger Hermanns II. wurde Heinrich II. († 1204). Dieser heiratete Sophie, die Erbin von Herpen. Er hat 1192 seinen Allodialbesitz Erx verkauft und nahm diesen wie auch die Einkünfte aus weiterem Besitz von Brabant zu Lehen. Für die Bedeutung des Hauses in dieser Zeit spricht, dass Heinrich 1180 Zeuge war, als Friedrich I. auf dem Hoftag zu Gelnhausen Heinrich dem Löwen die Herzogtümer Bayern und Westfalen-Engern entzog.[22] Er war auch neben Heinrich von Brabant der einzige weltliche Herr neben verschiedenen Bischöfen und Äbten, die 1188 Innozenz III. die Wahl von Otto IV. anzeigten.[23] Er schloss sich 1189 dem Dritten Kreuzzug an und wird teilweise sogar zu dessen Führern gerechnet.[24] Im Jahr 1200 wurde er vom Grafen von Holland während einer Fehde gefangen genommen.

Ein weiterer Sohn Hermanns II. war Albert (1194-1200) Bischof von Lüttich. Dieser kam erst nach schwierigen Auseinandersetzungen in sein Amt. Offenbar im Gegensatz zu seiner Verwandtschaft unterstützte er im Thronstreit Philipp von Schwaben. In seine Zeit fällt die Vergrößerung der Stadt Lüttich und die Gewährung erster bürgerlicher Privilegien. Nach dem Tod von Albert († 1233), Nachfolger Heinrich II., kam es zur Bildung verschiedener Linien.

Johann I.
Heinrich III. setzte die Linie Cuyk fort. Dessen Sohn Johann I. (Jan) war in erster Ehe mit Johanna Erbin von Gimnich und Herrin von Hogstraten verheiratet. Dadurch kam Hogstraten in den Besitz der Familie. In zweiter Ehe war er mit Jutta von Nassau verheiratet.[25] Er kämpfte in der Schlacht von Worringen 1288. Er wurde als Held und einer der schönsten Ritter beschrieben.
König Albrecht machte ihn zu einem der Schiedsrichter im Streit zwischen dem Erzbischof von Köln und den Grafen von der Mark im Streit um die Rechte an verpfändeten Königsbesitz unter anderem der Grafschaft Dortmund.[27] Er kämpfte unter anderem als Verbündeter des münsteraner Bischofs Otto III. von Rietberg und der Grafen von der Mark gegen Erzbischof Wigbold von Holte von Köln.[28] Johann I. war 1294 einer der Beauftragter von Adolf von Nassau bei dessen Bündnisverhandlungen mit Eduard I. von England. Adolf bezeichnete ihn als „affinem nostrum.“[26] Ihm wurde wohl vorgeworfen, er wäre im Bündnis mit König Eduard verantwortlich für den Tod von Florens V. von Holland 1296 gewesen. Einige neuere Forschungen kommen zum Ergebnis, dass es sogar Kopf der Verschwörung war.[29]

Otto von Cuyk
Nach dem Tod Kaiser Heinrich VII. unterstützte Otto von Cuyk den Thronbewerber Johann von Böhmen und stand damit im Gegensatz zum Kölner Kurfürsten Heinrich II. von Virneburg. Dabei spielte die Abneigung gegen den mächtigen Erzbischof ebenso eine Rolle wie die Zahlung von Geldern durch den Luxemburger. Auch später blieb er auf Seiten der Gegner des Erzbischofs und unterstützte Ludwig IV.[30] Er verwandelte seine Allodbesitz in Grave und die dazugehörige Herrschaft 1321/1323 in ein brabantisches Lehen. Die Herrschaft Cuyk selbst behielt er als reichsunmittelbares Gebiet.[31] Im Jahr 1338 war er beim großen Hoftag in Koblenz anwesend. Als Vertreter des Herzogs von Brabant hielt er hinter Kaiser Ludwig stehend ein blankes Schwert als Zeichen der Gerichtsbarkeit.[32][33]

Letzte Vertreter der Linie
Sein Bruder Johann II. von Hochstraten wurde nach dem Tod Ottos 1354 Dynast von Cuyk und wurde von Brabant mit Grave belehnt. Nach dem Tod von Johann II. († 1352) kam er zur Teilung in Hogstraten und Cuyk. Hogstraten wurde 1437 verkauft. Johann III. musste auch Cuyk von Brabant zu Lehen nehmen. Johann IV. starb kurz nach seinem Vater. Danach ging der Besitz auf Wennemar über. Gegen seinen Neffen Johann von Hogstraten konnte er den Besitz behaupten. Wennemar war Gefolgsmann von Brabant, während sein Sohn Johann, der eine Tochter von Wilhelm von Geldern geheiratet hatte, auf dessen Seite stand. In einer Fehde nahm er sogar seinen eigenen Vater gefangen und lieferte ihn zur Inhaftierung an den Herzog von Geldern aus. Bereits 1400 wurde der Besitz Cuyk an Geldern tauschweise abgetreten. Insgesamt erlosch die Linie nach 1492.

Nebenlinien
Der erste Vertreter der Linie Herpen war Rainer, der die Erbin von Boxtel heiratete. Die Erbin von Herpen Marie von Cuyk heiratet Graf Johann von Valkenburg. Dadurch ging der Besitz auf die Familie von Valkenburg über.

Erster Vertreter der Linie Leiden war Dietrich, der Christina die Erbin der Burggrafschaft Leiden heiratete. Der Nachkomme Burggraf Heinrich starb 1319. Die Erbin Berta von Cuyk heiratete Dietrich II. von Wassenaer.

Weitere Entwicklung der Herrschaft Cuyk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Das Gebiet kam 1472 an den Herzog Karl den Kühnen von Burgund und danach durch dessen Tochter Maria an Habsburg. Philipp II. belehnte 1559 Wilhelm I. von Oranien mit ihr. Später kam sie an den jeweiligen Erbstatthalter der vereinigten Niederlande aus dem Haus Oranien. Der jeweilige Inhaber musste dem Rat von Brabant Lehnstreue schwören. Die Einkünfte lagen im 18. Jahrhundert bei beträchtlichen 80.000 Gulden im Jahr. 
van Malsen (von Cuyk), Hermann I. (I27551)
 
48316 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Cyngen_ap_Cadell

Cyngen ap Cadell († 855) war von etwa 808 bis 855 König des mittelalterlichen keltischen Königreiches Powys, das im nordwestlichen Teil von Wales in Britannien gelegen war. Seine Familie leitet sich von dem römisch-keltischen Kriegsherren Vortigern ab, dessen Nachkommen dieses Königreich 400 Jahre hindurch regierten. Zu Ehren seinen Urgroßvaters Elisedd ap Gwylog ließ er die Säule des Eliseg (Elisedd)[1] errichten und starb als letzter König von Powys seines Hauses, da auf ihn nicht einer seiner Söhne, sondern mit seinem mächtigen Neffen, Rhodri der Große König von Gwynedd, eine neue Dynastie die Herrschaft im Königreich Powys übernahm.

Herkunft
Cyngen stammt aus der so genannten Gwertherion Dynastie, die nach ihrem Stammvater – Vortigern (walisisch: Gwrteyrn), einem römisch-keltischen Kriegsherren des 5. Jahrhunderts – benannt ist, der in der Zeit nach dem Abzug der Römer (410) zu den mächtigsten Herrschern in Britannien zählte. Ein näherer Stammvater Cyngens war Elisedd ap Gwylog, sein Urgroßvater, den er als Erneuerer des Königreiches Powys sehr verehrte.

Sein Vater war Cadell ap Brochfael, der von 773–808 als König von Powys regierte. Über Cyngens Mutter sind keine näheren Angaben bekannt.

Leben
Schwieriger Beginn
Cyngen übernahm die Herrschaft von Powys von seinem Vater in schwierigen Zeiten. Die Folgen des Krieges zwischen dem westlichen walisischen Nachbarn Gwynedd und dem östlichen angelsächsischen Königreich Mercia in den Jahren 796/798 – die auch Powys als „Durchmarschgebiet“ schwer trafen – waren noch nicht beseitigt, als es zwei Jahre nach seinem Regierungsantritt zum Ausbruch einer Maul- und Klauenseuche kam, der Powys wirtschaftlich schwer traf, da ihr ein Großteil des Rinderbestandes zum Opfer fiel. Kurz darauf kam es zu einem Streit zwischen Cyngens Söhnen, wobei Elisedd ap Cyngen seinen Bruder Gruffud ap Cyngen erschlug.

Probleme mit den Nachbarn
Die Beziehungen zu den Nachbarn – sowohl zu den walisischen Königreichen im Westen und Südwesten, als auch zum benachbarten Königreich Mercia – waren oft problematisch.

Vorteilhaft war, dass der wichtigste walisische Nachbar, das Königreich Gwynedd durch interne Probleme daran gehindert wurde, Powys zu bedrängen. Nach einem mehrjährigen blutigen Kampf um die Macht in den Jahren 812 bis 816 zwischen Cynan Dindaethwy ap Rhodri Molwynog König von Gwynedd (798–816) und seinem Bruder Hywel ap Rhodri König von Gwynedd (816–825) war dort 825 Merfyn Frych ap Gwriad aus einer anderen Dynastie auf den Thron gefolgt. Diese interne Zerstrittenheit nützte Coenwulf König von Mercia (796–821), im Jahre 817 zu einem Vorstoß nach Wales, der Powys, vor allem aber das Königreich Gwynedd betraf, wo er den Bezirk Rhufoniog besetzte und die Gegend um Snowdonia – wo sich die stärkste Verteidigungsposition von Gwynedd befand – verwüstete. Bis 821 befanden sich weite Küstengebiete von Gwynedd immer noch in der Hand von König Coenwulf, der im selben Jahr friedlich in dem von ihm besetzten Basingwerk in Wales verstarb. Nur zwei Jahre später unternahm dessen Bruder und Nachfolger, König Ceolwulf I. von Mercia (821–823) einen neuerlichen Vorstoß nach Wales und brannte Deganwy in Gwynedd nieder.

König Cyngen hätte diese Schwächung seines traditionellen walisischen Rivalen Gwynedd durch die angelsächsischen Truppen begrüßen können, wäre nicht sein eigenes Land als Durchmarschgebiet gleichfalls Opfer dieser militärischen Überfälle des Königreichs Mercia gewesen, wodurch weite Landstriche in Powys verwüstet wurden.

Ruhigstellung der Rivalen
Zum Glück für die walisischen Königreiche kam es in den folgenden Jahren zum Zusammenbruch der Machtposition des Königreiches Mercia da kurz hintereinander zwei seiner Könige – Beornwulf, der von 823 bis 825 regierte und Ludeca, König von 826 bis 827, im Kampf gegen das Königreich Ostanglien fielen. König Egbert von Wessex (802–839) nützte diese Schwäche, um die bisherige Vorherrschaft des Königreichs Mercia zu brechen, wobei es ihm gelang, Mercia 829 zu besetzen und damit selbst zum mächtigsten Fürsten innerhalb der Heptarchie aufzusteigen. Durch die nachfolgenden internen dynastischen Kämpfe verlor Mercia endgültig die Möglichkeit, die Rolle einer Hegemoniemacht über die angelsächsischen und über die walisischen Herrscher auszuüben.

Zwischen König Cyngen ap Cadell von Powys und dem wieder erstarkten Königreich Gwynedd kam es schließlich zu einer Allianz, die durch die Ehe von Cynges Schwester, Nest ferch Cadell mit König Merfyn Frych von Gwynedd – der aus dem Haus der Könige der Isle of Man stammt – besiegelt wurde.[2]

Wessex als neue Bedrohung
Die Freude über diese positive Entwicklung währte jedoch nicht lange, da König Egbert von Wessex (802–839) seine Vormachtstellung im angelsächsischen Bereich so weit gefestigt hatte, dass er meinte, auch Wales sollte sich seiner Macht unterwerfen. Er unternahm daher 830 einen gegen Powys und andere Königreiche in Wales gerichteten erfolgreichen Feldzug, um auch sie zur Unterwerfung zu zwingen.[3] Da es jedoch gleichzeitig in seinem Rücken in dem erst kürzlich unterworfenen Königreich Mercia zu einem Aufstand kam, in dem sich König Wiglaf von Mercia der 827 bis 829 und 830 bis 839 Mercia regierte, von Wessex lossagte und sich für Unabhängig erklärte, blieb dieser Feldzug gegen Wales ohne dauerhaften Effekt. In Gwynedd folgte 944 nach dem Tod von König Merfyn Frych, dessen ältester Sohn aus seiner Ehe mit Nest ferch Cadell – einer Schwester von König Cyngen von Powys – Rhodri ap Merfyn Frych, genannt Rhodri der Große.[4] Dadurch sollte Jahre später das Königreich Powys an die Herrscher des Königreiches Gwynedd fallen.

Die Säule des Eliseg
Cyngen ap Cadell sorgte durch die Errichtung der so genannten „Säule des Eliseg“ (englisch: Pillar of Eliseg), dafür, dass weder sein eigener Name noch der seines Urgroßvaters vergessen wurde. Es handelt sich dabei ursprünglich um ein Kreuz mit runden Balken, das er um 850 zu Ehren seines Urgroßvaters Elisedd ap Gwylog, errichten und darauf die Stammreihe seiner Familie eingravieren ließ. Diese führt er bis auf Vortigern und dessen Ehefrau, der Prinzessin Severa, einer Tochter des römischen Generals und Oberkommandierenden von Britannien Magnus Maximus zurück, der 383 von den Truppen in Britannien zum Römischen Kaiser aufgerufen wurde.[5] Dank dieser steinernen „Urkunde“ haben verschiedene Familien als Nachkommen des Cyngen ap Cadell die Möglichkeit, ihre Ahnen bis auf Vortigern zurückzuführen, der etwa ab 425 große Teile Britanniens regierte.

Die Säule des Eliseg nahe der Zisterzienserabtei Valle Crucis in Wales im heutigen beschädigten Zustand 
von Powys (ap Cadell), König Cyngen (I29917)
 
48317 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Romanowitsch

Daniel Romanowitsch von Galizien (altostslawisch: Данило Галичкый, ukrainisch король Данило, Данило Романович, Данило Галицький ,korol Danylo, Danylo Romanowytsch, Danylo Halytzkyj, russisch Даниил Романович Галицкий , Daniil Romanowitsch Galizki; * 1201, Halytsch, Fürstentum Galizien; † 1264 in Cholm, Fürstentum Galizien) war Fürst von Galizien (1205–1206, 1211–1212, 1229–1231, 1233–1235, 1238–1264), Wolhynien (1215–1229, 1231–1233, 1235–1238) und Großfürst von Kiew (1240). 1254 ließ er sich von einem päpstlichen Legaten zum König der Rus (Rex Russiæ) krönen. Daniel gilt neben Alexander Newski als der bedeutendste Fürst seiner Zeit in der Kiewer Rus.

Daniel war der Sohn des Fürsten Roman von Galizien-Wolhynien. 1223 nahm er an der Schlacht an der Kalka gegen die Mongolen teil und entkam, als diese Schlacht verloren wurde. Nach dem Feldzug Batu Khans 1240/41 und der Zerstörung von Kiew bemühte sich Daniel um den Wiederaufbau seines Landes und die Absicherung seiner Regierung gegen Ansprüche seiner Nachbarn und der Bojaren. Dabei unterstellte er sich 1246 wie alle Fürsten der Rus den Mongolen und überlebte die Reise an deren Hof.

Er holte mit Deutschen, Juden und Armeniern fremde Siedler und Kaufleute ins Land und gründete und förderte Städte wie Lemberg und Cholm sowie den Straßenbau. Der Fürst versuchte zu seinem Schutz ein weitreichendes Bündnisnetz zu knüpfen. Ein wichtiger Punkt war dabei die Heirat seines Sohnes Švarno mit der Tochter des litauischen Herrschers Mindaugas', aber auch die Aussöhnung mit Polen und die Unterstützung des rebellischen Großfürsten Andrej, eines weiteren Schwiegersohnes, dienten diesem Ziel. Über die Heirat seines Sohnes Roman mit Gertrude, der Nichte des letzten Babenbergers Friedrichs des Streitbaren, griff er auch in die Auseinandersetzung um das österreichische Erbe ein, doch war er dabei erfolglos.[1]

Nach jahrelangen Unionsverhandlungen empfing Daniel 1253 von Papst Innozenz IV. durch den Legaten Opizo de Mezzano die Königskrone. Daniel erhoffte sich einen vom Papst versprochenen Feldzug gegen die Tataren, der jedoch nie verwirklicht wurde. Die Krönung hatte weder unmittelbare politische noch kirchliche Folgen, stellt aber aus ukrainischer Sicht einen symbolischen Akt der Zugehörigkeit der Westukraine zum lateinischen Europa dar.

Schließlich schlugen Daniel und sein Sohn Lew nach einem Streit um die Steuererhebung zwei tatarische Plünderungszüge zurück, und zwar die des Befehlshabers des westlichen Dnepr-Ufers, des Prinzen Kuremsa (1254/55). Er wollte danach die Fremdherrschaft abschütteln, was aber 1258/59 in einem Fiasko endete. In diesen zwei Jahren zog eine große mongolische Armee unter Burundai und Prinz Noqai durch Daniels Fürstentum, zuerst weiter nach Litauen und dann weiter nach Polen. In beiden Fällen wurde der Adel unter Führung von Daniels Bruder (Wassylko) und von seinem Sohn zur Heeresfolge einschließlich des Angriffs auf die eigenen Städte gezwungen. Die Städte mussten ihre Stadtmauern schleifen, das Land wurde wieder schwer verwüstet. Daniel selbst musste offenbar fliehen.

Für das Jahr 1263 wird Daniel (samt Bruder Wassylko und Sohn Lew) wieder als Besucher des tatarischen Heerlagers Burundais erwähnt.[2]

Daniel errichtete der Überlieferung zufolge seinem Sohn Leo I. von Galizien (1264–1301) die Hohe Burg. Leo konnte eine gewisse Selbständigkeit des Landes erhalten, die Familienlinie starb 1323 bzw. endgültig 1340 aus. 
von Galizien, Fürst Daniel Romanowitsch (I36646)
 
48318 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/David_II._(Schottland)

David II. (* 5. März 1324 in Dunfermline, Fife; † 22. Februar 1371 im Edinburgh Castle) war von 1329 bis zu seinem Tod König von Schottland. Er war der Sohn von Robert I. (Robert the Bruce) und dessen zweiter Ehefrau Elizabeth de Burgh.

Biographie
In Übereinstimmung mit dem Abkommen von Edinburgh und Northampton wurde der vierjährige David am 17. Juli 1328 mit der drei Jahre älteren Prinzessin Johanna von England († 1362) vermählt, der Tochter des englischen Königs Eduard II. und Isabellas von Frankreich. Nach dem Tod seines Vaters am 7. Juni 1329 wurde er König von Schottland, die Krönung in Scone erfolgte im November 1331.

Aufgrund des Sieges von Eduard III. und dessen Günstling Edward Balliol in der Schlacht bei Halidon Hill im Juli 1333 wurden David und seine Königin nach Frankreich in Sicherheit gebracht. Im Mai 1334 kamen sie in Boulogne-sur-Mer an, wo sie vom französischen König Philipp VI. überaus freundlich empfangen wurden. Vom Leben des schottischen Königs in Frankreich ist wenig bekannt, außer dass er das Château-Gaillard als Residenz erhielt und beim unblutigen Aufeinandertreffen der englischen und französischen Armeen bei Vironfosse im Oktober 1339 dabei war.

In der Zwischenzeit hatten seine Repräsentanten in Schottland die Oberhand gewonnen. David kehrte im Juni 1341 nach Schottland zurück, wo er mit inzwischen 17 Jahren die Herrschaft in seine eigenen Hände nahm. Gemäß den Bestimmungen der Auld Alliance fiel seine Armee im Jahr 1346 in England ein, um Frankreich zu entlasten. Doch bei der Schlacht von Neville’s Cross am 17. Oktober wurde er bezwungen und gefangen genommen. Er blieb elf Jahre lang in England und lebte hauptsächlich in London und in Odiham in der Grafschaft Hampshire. Seine Gefangenschaft war nicht allzu rigoros und die Verhandlungen um die Freilassung begannen kurz darauf. Doch erst im Oktober 1357, nach zahlreichen Unterbrechungen, wurde in Berwick ein Abkommen besiegelt. Die Schotten verpflichteten sich zur Zahlung eines Lösegelds für ihren König. Seine Frau teilte seine Gefangenschaft nicht. Auch nach seiner Rückkehr lebte er nicht mit ihr, sondern mit seiner englischen Geliebten Katherine Mortimer zusammen. Johanna kehrte wenig später zu ihrer Mutter und ihrem Bruder Eduard III. nach England zurück, wo sie 1362 starb.

David, der wahrscheinlich Eduard III. als seinen Lehnsherrn anerkannt hatte, kehrte sofort nach Schottland zurück, doch wegen der Armut des Landes war es nicht möglich, das Lösegeld zu bezahlen. Zwar wurden einige Raten abgestottert, doch David strebte danach, die Schuld zu begleichen, indem er Eduard III. oder einen seiner Söhne zum schottischen Thronfolger ernannte. 1364 wies das schottische Parlament den Antrag entrüstet zurück, Lionel of Antwerp, den Duke of Clarence, zum Nachfolger zu ernennen. Doch David führte mit Eduard III. in dieser Angelegenheit geheime Verhandlungen, nachdem er einen Aufstand einiger Adliger unterdrückt hatte.

Der König starb 1371 knapp 47-jährig und kinderlos im Edinburgh Castle. Seine zweite Frau war nach dem Tod von Johanna 1364 Margaret Drummond geworden. Kurz vor seinem Tod hatte er die Absicht gehabt, sich von Margaret scheiden zulassen, um seine Mätresse Agnes Dunbar zu heiraten. Sein Neffe Robert II. folgte ihm auf den Thron. 
von Schottland, David II. (I41497)
 
48319 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/David_von_Schottland,_Earl_of_Huntingdon (Jul 2023)

David von Schottland, Earl of Huntingdon und Lord of Garioch (* 1152; † 17. Juni 1219 in Yardley) war ein anglo-schottischer Magnat. Als Besitzer von umfangreichen Ländereien sowohl in Schottland als auch in England diente er fast zwangsläufig sein Leben lang als Vermittler zwischen den beiden Königreichen. Er orientierte sich stark am anglonormannischen Lebensstil und durch seinen Einfluss entwickelte sich Schottland weiter von einem keltischen Königtum zu einem mittelalterlichen Königreich nach anglonormannischem Vorbild.

Herkunft
David von Schottland entstammte dem schottischen Königshaus Dunkeld. Er war das jüngste Kind von Heinrich von Schottland, der bereits im Jahr seiner Geburt starb, und dessen Frau Ada de Warenne (um 1123–1178). Sein Vater war ein jüngerer Sohn des schottischen Königs David I., nach dem er benannt wurde. Sein ältester Bruder Malcolm IV. wurde 1153 schottischer König, ihm folgte 1165 sein Bruder Wilhelm I.

Frühe Beziehungen zu England
Im Juli 1163 kam David als Geisel an den englischen Königshof. Nachdem sein Bruder Wilhelm 1165 schottischer König geworden war, durfte David als nächster potentieller Thronerbe nach Schottland zurückkehren. Seit dieser Zeit blieb er eng mit England verbunden. Am 31. Mai 1170 wurde er zusammen mit seinem Bruder König Wilhelm vom englischen König Heinrich II. in Windsor zum Ritter geschlagen. Am 15. Juni 1170 schwor er dem jungen Heinrich, dem Sohn Heinrichs II., einen Tag nach dessen Krönung die Treue.

Unterstützung der Rebellion des jungen Heinrich
Offenbar widerstrebend folgte David seinem Bruder im April oder Mai 1174, um den jungen Heinrich bei dessen Rebellion gegen seinen Vater zu unterstützen. Bereits 1173 hatte Wilhelm seinem Bruder die ostenglische, doch in Besitz der schottischen Könige befindliche Honour of Huntingdon samt den Titel Earl of Huntingdon angeboten, die sie von ihrer Großmutter Ada de Warenne geerbt hatten. Anscheinend verlangte David dazu auch die schottische Honour of Lennox, ehe er in den Krieg gegen den englischen König zog. Von Huntingdon und Leicester aus unternahm er Überfälle in die Midlands, bis er Ende Juli 1174 von der Gefangennahme seines Bruders bei Alnwick erfuhr.

David war führend an den Verhandlungen beteiligt, die im Dezember 1174 zum Vertrag von Falaise führte, in dem Wilhelm für seine Freilassung die englische Oberhoheit über Schottland anerkennen musste. David musste dazu auf Huntingdon verzichten, das der englische König 1174 besetzt hatte. Zusammen mit Wilhelm reiste David im August 1175 nach York, wo Wilhelm öffentlich den englischen König als seinen Lehnsherrn anerkennen musste.

Magnat im Dienst seines Bruders in Schottland
König Wilhelm blieb bis 1186 unverheiratet und wurde erst 1198 Vater eines Sohnes. Bis dahin war nach dem traditionellen schottischen Erbrecht David als jüngerer Bruder des Königs der potentielle Thronfolger.[1] Obwohl Wilhelm seinen Bruder nie offiziell als Thronfolger benannt hatte, diente David häufig als erster weltlicher Zeuge von königlichen Urkunden und durfte auch gelegentlich seinen Bruder vertreten. Vor allem aber übergab ihm sein Bruder umfangreiche Besitzungen an den Randgebieten Schottlands, die so stärker unter die Kontrolle des Königs gebracht werden sollten. Wohl als Preis für die militärische Unterstützung von 1174 erhielt David das Earldom of Lennox. Dieses behielt er vermutlich bis 1185, ehe es an die angestammte Familie der Vorbesitzer zurückfiel. Nach einigen Angaben soll David das Earldom während einer Minderjährigkeit des Erben verwaltet haben, doch wahrscheinlicher ist, dass der vorherige Earl of Lennox seinen Titel verwirkt hatte. Vor 1182 hatte David dazu einen eindrucksvollen Besitz in Tayside und im mittleren Aberdeenshire erworben. Von dort und von Garioch versuchte er, die königliche Macht gegen Moray und Ross im Norden durchzusetzen. Nördlich des Gebirgszugs des Mounth konnte er dabei in den östlichen Grampians seine Macht ausbauen. Zur Sicherung seiner Herrschaft errichtete er in Dundee und in Inverurie, der Hauptstadt von Garioch, Burgen.

Als einer der bedeutendsten schottischen Magnaten stärkte er die Macht seines Bruders. Nachdem er 1185 dazu auch zum englischen Magnaten aufgestiegen war, hatte er erheblichen Einfluss auf die englisch-schottischen Beziehungen. Nach ihm gelang es auch anderen schottischen oder englischen Adligen, Besitzungen jenseits der Grenze zu erwerben. Dies und das Vorbild Davids führten zu einer zunehmenden Verbreitung des anglonormannischen Lebensstils unter den schottischen Adligen. David verlor trotz seiner starken Bindung an England nie völlig das Vertrauen seines Bruders. Als Wilhelm, der bislang noch keinen männlichen Nachkommen hatte, 1195 seine älteste Tochter Margarete zur Thronerbin ernennen und sie mit dem deutschen Herzog Otto von Braunschweig verheiraten wollte, rief dies den Widerstand der schottischen Magnaten hervor, die weiter David als Thronerben wünschten. Wilhelm verzichtete daraufhin rasch auf diese Pläne, die damit auch die Freundschaft mit David nicht weiter belasteten.[2] Als Wilhelm 1198 Vater eines Sohnes wurde, sanken Davids Thronfolgechancen, und sein Einfluss auf seinen Bruder sank in den nächsten Jahren. In Schottland war die Primogenitur in männlicher Erbfolge noch nicht geregelt war, und möglicherweise befürchtete Wilhelm, dass David im Fall seines Todes nicht das Thronfolgerecht seines jungen, noch minderjährigen Sohn anerkennen würde.[3] Im Oktober 1201 ließ Wilhelm seinen dreijährigen Sohn von den Magnaten als Thronerben anerkennen. David war bei der Zeremonie nicht anwesend und huldigte erst 1205 seinem Neffen als Thronfolger.[4] Dennoch blieb er ein wichtiges Mitglied der schottischen Regierung. Möglicherweise diente er im Februar 1206 während der Abwesenheit seines Bruders auch als Regent.

Magnat in England
Earl of Huntingdon
Trotz seines Erfolgs im Vertrag von Falaise 1174 strebte der englische König Heinrich II. keine vollständige englische Oberhoheit über Schottland an. Im März 1185 gab er sogar Huntingdon an König Wilhelm zurück. Mit Zustimmung von Heinrich II. übergab dieser Huntingdon sofort an seinen Bruder David und erhob ihn auch wieder zum Earl of Huntingdon. In der Folge versuchte David entschlossen, eine Fortführung des Konflikts zwischen Schottland und England zu verhindern. Dabei wurde er nicht nur von eigenen Interessen geleitet, sondern vor allem von seinen Erfahrungen von 1174 und 1175. Nach der damaligen schottischen Niederlage war er überzeugt, dass England Schottland militärisch überlegen war, weshalb Frieden mit England für Schottland überlebenswichtig war. Zahlreiche schottische Magnaten drängten dagegen auf einen erneuten Krieg mit England. Ironischerweise fürchtete die englische Regierung die kriegslüsternen Schotten, so dass David in der Gunst des englischen Königs an Bedeutung gewann.

Unterstützer von Richard Löwenherz und Johann Ohneland
Nach dem Tod von Heinrich II. unterstützte David vorbehaltslos dessen Sohn Richard Löwenherz, den er bei Verhandlungen mit Schottland beriet. Als Folge davon entließ Richard am 5. Dezember 1189 den schottischen König Wilhelm gegen Zahlung von 10.000 Mark aus seinem Lehensverhältnis, die er für die Finanzierung des Dritten Kreuzzugs verwandte. Richard dankte David, indem er ihm die einträgliche Heirat mit Maud (auch Matilda) († 1233), der Schwester von Earl Ranulf of Chester gestattete. Möglicherweise nahm David unter Richard Löwenherz am Dritten Kreuzzug teil, was jedoch unwahrscheinlich ist. Im März 1194 unterstützte er jedoch die Belagerung von Nottingham Castle, das von Aufständischen gegen Richard gehalten wurde. Im Juli 1194 diente er Richard als Kommandant in der Normandie, ebenso 1197. David setzte sich weiter für den Frieden zwischen England und Schottland ein, auch als Wilhelm nach der Thronbesteigung von Johann Ohneland 1199 erneut die nordenglischen Grafschaften beanspruchte. David leitete die schottische Gesandtschaft, die schließlich Wilhelms Huldigung gegenüber Johann Ohneland aushandelte.[5] Bis 1209 diente er regelmäßig als Gesandter, dazu unterstützte er den englischen König bis 1203 in dessen französischen Besitzungen in der Normandie, in Maine und im Anjou. Als es 1209 zu einer neuen Krise zwischen England und Schottland gekommen war, drängten David und andere schottische Magnaten Wilhelm, erneut mit Johann Ohneland zu verhandeln. Die harten Forderungen, die Johann Ohneland im Vertrag von Norham durchsetzte, beschädigten die Glaubwürdigkeit Davids und der anderen gemäßigten schottischen Magnaten, zügelten jedoch zunächst die schottische Aggression.

Sinkende Bedeutung und Rolle im Krieg der Barone
Nachdem David nun als Vermittler gegenüber Schottland nicht mehr gebraucht wurde, wurde er Opfer von Johann Ohnelands Willkür und Habgier. Im August 1212 verdächtigte Johann David, dass er ihn zusammen mit anderen englischen Baronen ermorden wollte. Obwohl dieser Vorwurf unhaltbar war, musste David dennoch Fotheringhay Castle, seinen Hauptsitz in England, dem König übergeben. In den nächsten Jahren sank sein politischer Einfluss weiter, wozu auch sein Alter von über 60 Jahren und zunehmende Krankheiten beitrugen.[6] Als sein Bruder Wilhelm im Dezember 1214 auf dem Sterbebett lag, kam David erst nach seinem Tod nach Schottland. Als er dann an der Krönung seines Neffen Alexander II. teilnahm, fiel seine Gebrechlichkeit auf. Bei der Beisetzung seines Bruders hatte er noch eine wichtige Rolle,[7] doch seinem jungen Neffen diente er anscheinend nicht mehr als Ratgeber. Auch während der Spannungen zwischen Johann Ohneland und der englischen Adelsopposition, die zur Anerkennung der Magna Carta führten, spielte er anscheinend keine Rolle. Erst als es im Herbst 1215 zum offenen Ersten Krieg der Barone gegen den König kam und die Schotten unter Alexander II. im Oktober zur Unterstützung der Rebellen in Nordengland einfielen, unterstützte auch David die Rebellen. Daraufhin ließ Johann Ohneland seine Besitzungen von seinen Anhängern besetzen. Trotz der Besetzung mehrerer seiner Güter blieb Davids Unterstützung für die Rebellen während des gesamten Kriegs der Barone aber eher halbherzig. Die Richtigkeit seines Zögerns bestätigte sich, als sein Neffe Alexander militärisch scheiterte. Nach dem Ende des Kriegs der Barone unterwarf David sich im September 1217 dem neuen englischen König Heinrich III. und wurde am 13. März 1218 offiziell wieder in seinen Besitzungen eingesetzt. Dennoch behielt William Marshal der Jüngere weiterhin Fotheringhay Castle besetzt, während William de Forz die Güter von Nassington und Yarwell bei Rockingham in Northamptonshire trotz mehrerer Aufforderungen der Regierung nicht herausgab. David starb deshalb nach langer Krankheit nicht auf seinem Hauptsitz Fotheringhay, sondern auf seinem Gut Yardley in Northamptonshire.[6] Erst nach seinem Tod gaben Marshal und Forz die Güter zurück.[8]

David gründete um 1190 Lindores Abbey in Fife als Tochterkloster von Kelso Abbey. Sein Wunsch war lange, in Lindores bestattet zu werden, doch nach seinem Tod wurde er in Sawtry Abbey in Huntingdonshire beigesetzt. Seine Frau Maud überlebte ihn. Sie starb erst 1233, heiratete nach seinem Tod jedoch nicht erneut. Sein Erbe wurde sein einzig überlebender Sohn John the Scot, der jedoch 1237 kinderlos starb. Daneben hatte David mindestens vier uneheliche Kinder, darunter drei Söhne und eine Tochter. Nach dem Tod von John the Scot wurde das Erbe von David unter seinen Töchtern aufgeteilt.

Nachwirkung
Auch wenn Davids Einfluss auf die schottische Politik nicht überschätzt werden darf, diente er zeitlebens als Vermittler und als Beispiel für einen Magnaten, der von seinen Besitzungen sowohl in Schottland als auch in England profitierte. Damit handelte er nicht uneigennützig, denn in seiner Position und seiner Stellung war ein gutes Verhältnis zwischen den jeweiligen Königen für ihn von Vorteil.[10] Damit ebnete er den Weg für die häufig guten, wenn nicht sogar freundschaftlichen Beziehungen zwischen England und Schottland ab 1217, die bis 1296 anhielten.

Nach dem Aussterben der direkten Linie des schottischen Königshauses 1290 waren John Balliol, Robert V de Brus, Lord of Annandale und John Hastings, 1. Baron Hastings als Nachkommen von Davids Töchtern die wichtigsten Anwärter auf den schottischen Thron. 
von Schottland, David Earl of Huntingdon (I41543)
 
48320 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dendermonde

Dendermonde (niederländisch, lokal Deiremonne; französisch Termonde) ist eine Gemeinde in der Denderstreek in der belgischen Provinz Ostflandern und Verwaltungssitz des gleichnamigen Arrondissements.

Der Name der Stadt, wörtlich übersetzt „Dendermünde“, gibt über ihre Lage Auskunft: Sie liegt an der Mündung der Dender in die Schelde.

Geschichte
Bei Grabungen im Dendermonder Poldergebiet wurden Werkzeuge aus dem Neolithikum entdeckt. Auf dem Zwijvekekouter fanden Archäologen Reste zweier gallo-römischer Brandgräber von rund 125–150 n. Chr. Auf dem Hoogveld (Hochfeld) befand sich ein keltisch-römisches Heiligtum.

Gegen Ende der fränkischen Zeit entstand eine Niederlassung am Ort des heutigen Flachsmarktes, später folgte eine weitere auf der linken Uferseite im Schatten einer durch Kaiser Otto II. in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts gebauten Burg. Umringt von der Dender und der Fischgracht befand sie sich an der Stätte des heutigen Justizgebäudes. Die Burg stellte das administrative Zentrum des Landes von Dendermonde dar, wobei die Stadt schon seit 1233 nicht mehr zu diesem gehörte. Der Name Dendermonde wird erstmals in einer Urkunde des Jahres 1087 im Zusammenhang mit einem gewissen Rainghouts de Thenremonde erwähnt.[1] 1223 wurde eine Zisterzienserabtei gegründet und 1233 verlieh Robrecht van Bethune Dendermonde das Stadtrecht. Schon im 13. Jahrhundert war Dendermonde eine ummauerte und umwallte Stadt.

Im Jahre 1572 wurde Dendermonde von Wilhelm von Oranien erobert, jedoch kurz danach von spanischen Truppen eingenommen und geplündert. Kurz darauf wurde eine neue Stadtbefestigung errichtet. Der französische König Ludwig XIV. belagerte die Stadt 1667 erfolglos und entging nur knapp seinem eigenen Tode – er musste sein Heer zurückziehen, nachdem Dendermonde das Poldergebiet überfluten ließ. 1706 wurde die Stadt durch John Churchill, 1. Duke of Marlborough, in Schutt und Asche geschossen. Das zweite Barrieretraktat von 1717 hatte zur Folge, dass die Dendermonder Kasernen mit Niederländern und Österreichern bemannt wurden, die mit Truppen in den anderen Barrierestädten einen Schutz gegen eine eventuelle französische Aggression garantieren mussten. Später hatte die Stadt unter der Besetzung durch den französischen König Ludwig XV. zu leiden. Am Beginn des 19. Jahrhunderts zählte Dendermonde 5000 Einwohner. Die Umtriebigkeit des Hafens und die zahlreichen religiösen Gebäude bestimmten das Stadtbild innerhalb der Mauern, wovon heute noch Reste erhalten sind. Dendermonde war nach Brüssel und Mecheln die dritte Stadt auf dem europäischen Festland, die eine eigene Eisenbahnverbindung erhielt. Im Jahre 1850 besuchte König Leopold I. die Stadt.

Kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde die Hälfte der Häuser im Stadtkern verwüstet, nachdem das deutsche Militär sie in Brand setzte. Aufgrund seiner früheren Funktion als Festungs- und Garnisonsstadt und durch die Katastrophe von 1914 hat sich Dendermonde trotz seiner günstigen Lage nicht zu einer größeren Stadt entwickelt. 1933–1934 wurde ein Betonviadukt zwischen Dendermonde und Sint-Gillis-Dendermonde angelegt. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden wichtige öffentliche Arbeiten wie die Zuschüttung der mittelalterlichen Gracht „Oude Vest“, das Anlegen der Noordlaan, der Bau einer zweiten Brücke über die Schelde und die Umleitung der Dender um das Stadtzentrum ausgeführt.

Durch die Gemeindereformen wuchs das Stadtgebiet um folgende ehemals selbstständige Gemeinden: 1971 Appels, Sint-Gillis-bij-Dendermonde; 1976 Baasrode, Grembergen, Mespelare, Oudegem en Schoonaarde. Heute übt die Stadt durch ihre Einkaufsmöglichkeiten, ihre zahlreichen allgemein- und kunstbildenden Schulen und das Kulturzentrum Belgica vor allem regional auf die umliegenden Gemeinden größere Anziehungskraft aus. Die Stadt beherbergt auch ein renommiertes Dokumentationszentrum zur Jazz- und Bluesmusik (Jazz Centrum Vlaanderen). Darüber hinaus ist Dendermonde Sitz eines eigenen Gerichtsbezirks zu dem auch Sint-Niklaas und die Region von Aalst gehören. Die Stadt verfügt über Tennis- und Fußballplätze, ein städtisches Schwimmbad, sowie einen eigenen Fußballverein, KAV Dendermonde. Das Industriegebiet Hoogveld liegt zwischen der N41, der Hauptstraße 'Hoogveld' und dem Mechelsesteenweg. Am 24. September 2010 wurde die neue öffentliche Stadtbibliothek in der Kerkstraat durch Bürgermeister Piet Buyse und Ehrenbürgermeister Norbert De Batselier eröffnet.

Mehr unter dem Link oben. 
von Dendermonde, Mathilde (I13039)
 
48321 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dersch_(Adelsgeschlecht)

Dersch (Adelsgeschlecht)

Die erste urkundliche Erwähnung des Geschlechts erfolgte im Jahr 1261. Die von Dersch waren kurmainzische Burgmannen auf der Burg Battenberg und der Burg Mellnau und hatten Besitz in Frohnhausen im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Ferner waren sie im Bistum Paderborn und im kurkölnischen Sauerland begütert.

Um das Jahr 1487 verlegte Heinz von Dersch seinen Wohnsitz von Battenberg nach Viermünden. 1496 übergab die Familie von Hohenfels ihr Schloss in Viermünden mit dem Zehnten, Gärten, Äckern und allen dazugehörenden Erbgütern an die von Dersch. Um das Jahr 1500 veranlasste Volprecht von Dersch die Wiederbesiedlung des seit mehr als 100 Jahren wüst gelegenen Diedenshausen mit fünf Bauern. Sein Sohn Rabe von Dersch verkaufte seine Anteile von Diedenshausen 1538 an Graf Wilhelm von Wittgenstein. Im November 1564 ermordete der als Raubritter bekannte Johann von Dersch († 1590) seinen Nachbarn Johann von Viermund, Herrn von Hermannsberg. 1566 wurde Johann von Dersch deshalb geächtet und musste das Land verlassen. Seine Besitzungen übernahm sein Bruder Georg von Dersch, der 1575 auf einem Feldzug der Hugenottenkriege in Frankreich starb. Er wurde in Saarbrücken beigesetzt.

Das Geschlecht starb am 27. Juni 1717 im Mannesstamm aus, als Georg Erhard von Dersch einen Sturz vom Pferd nicht überlebte und seine Ehefrau mit zwei minderjährigen Töchtern hinterließ. Die Witwe führte das Wappen fort und erhielt den Titel „Dame“ von der katholischen Kirche nach erneuter Heirat zum Erhalt des Geschlechts der von Dersch. Der letzte Namensträger Hannelore Martha Paula Theile, geb. Dersch, verstarb 2014 in Heidelberg (Kurpfalz). 
von Dersch, Agathe (I58203)
 
48322 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Diego_López_II._de_Haro (Aug 2023)

Diego López II. de Haro (* um 1152 in Nájera; † 16. September 1214 in Burgos) aus dem Haus Haro war Politiker und Feldherr in der Zeit der von König Alfons VIII. von Kastilien vorangetriebenen Rückeroberung (reconquista) der im 8. Jahrhundert an die Mauren verlorenen Gebiete; darüber hinaus war er Grundherr (señor) von Nájera und Vizcaya. Aufgrund von innenpolitischen Streitigkeiten, in die auch die jeweiligen Chronisten verwickelt waren, trug er die Beinamen „der Gute“, aber auch „der Böse“.

Diego war der Sohn des Grafen Lope Díaz I. de Haro († 1170) und seiner Gemahlin Aldonza. Seine Schwester Urraca war die spätere Gemahlin König Ferdinands II. von León.

Seine Anwesenheit bei Hofe ist erst für das Jahr 1178 belegt, doch bereits die Folgejahre verbrachte er im Exil in Navarra. Nach seiner Rückkehr an den kastilischen Hof erhielt er den Rang eines alférez („Fahnenträger“). Die Eheschließung seiner Schwester Urraca mit König Ferdinand II. von León im Jahr 1187 beförderte seinen Aufstieg. Im Jahr 1195 nahm er an der für die Christen verlustreichen Schlacht bei Alarcos teil. Vier Jahre später gab er sein Amt an Álvaro Núñez de Lara ab und verbrachte die Jahre 1201 bis 1206 erneut im Exil. Nach seiner Rückkehr an den kastilischen Hof wurde er erneut in das Amt des alférez berufen. Im Jahr 1208 wurde er zum königlichen Testamentsvollstrecker (albacea) ernannt. Im Jahr 1212 nahm er als Kommandant einer Heeresabteilung an der triumphalen Schlacht bei Las Navas de Tolosa teil.

Zwei Jahre später starb er und ruht in einem später für ihn gefertigten Wandgrab in der Klosterkirche Santa María la Real de Nájera. 
de Haro, Diego López II. (I41933)
 
48323 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Diepold_von_Berg

Diepold von Berg

Diepold Graf von Berg, auch: Theobald, (* um 1140; † 3. November 1190 in Akkon) war von 1172 bis 1190 der 30. Bischof von Passau.

Diepold von Berg wurde um das Jahr 1140 als Sohn von Diepold von Berg-Schelklingen und Gisela von Andechs geboren. Sowohl sein älterer Bruder Heinrich als auch der jüngere Manegold spielten in der Geschichte des Bistums Passau eine wichtige Rolle. Sein dritter Bruder Otto II. von Berg war Bischof von Freising.

Diepold wurde am 10. Juni 1172 durch Bischof Heinrich I. von Gurk zum Priester geweiht. Am 23. November des Jahres wurde er auf Drängen des (bei der Zeremonie anwesenden) Kaisers Friedrich Barbarossa und unter Zustimmung von Papst Alexander III. neuer Bischof von Passau. Er trat damit die Nachfolge seines Bruders Heinrich an.

Im Jahr 1178 nahm er an der Provinzialsynode in Hohenau am Inn teil und reiste 1179 zum 3. Laterankonzil nach Rom.

Nachdem Passau 1181 von einem großen Stadtbrand heimgesucht worden war, bemühte sich Diepold energisch um den Wiederaufbau des Doms und der Residenz.

1189 begleitete er Kaiser Friedrich Barbarossa auf den erfolglosen Dritten Kreuzzug und starb schließlich – zusammen mit sechs Passauer Domherren – im November 1190 bei der Belagerung Akkons im Feldlager vor der Stadt an einer Seuche. Diepold wurde noch im Heiligen Land bestattet.

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von Berg, Bischof Diepold (I12257)
 
48324 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Diether_IV._(Katzenelnbogen)

Diether IV. (Katzenelnbogen)

Diether IV. von Katzenelnbogen († 1245) war Graf von Katzenelnbogen von 1219 bis 1245.

Familie
Er war der Sohn von Graf Diether III. von Katzenelnbogen und entweder der Bertha von Lichtenberg oder der Agnes von Neuenbaumberg.[1] Vor 1219 heiratete er Hildegunde (ihre familiäre Herkunft ist nicht gesichert) und hatte mit ihr die Kinder:

Diether V. Begründer der Älteren Linie († 1276)
Eberhard I. Begründer der Jüngeren Linie († 1311)
Adelheid († 1288) verheiratet mit Walram II. von Nassau
Gerhard († 1279/80) Vizemeister des Schwertbrüderordens in Livland
Heinrich († 1232)
Diether IV. von Katzenelnbogen baute Schloss Lichtenberg im Odenwald zu einem territorialpolitischen Mittelpunkt aus und nannte sich noch 1228, auf dem Landgericht in Heppenheim "Comes de Lichtenberg" (Graf von Lichtenberg).
Ab 1240 wird der Schild der Katzenelnbogener, nach einem Siegel Diethers IV, erstmals bekannt. Ein steigender, herschauender Löwe, rot auf goldenen Umfeld, teils gekrönt, ist das Wappentier. Die Krone, die Klauen, Zunge, Augen und Ohren waren blau.
In seine Regierungszeit fallen Ereignisse, welche die Katzenelnbogener zu einem bedeuteten Grafengeschlecht aufsteigen lassen.[2]

Geschichte
1219 erhalten die Katzenelnbogener erstmals den Rheinzoll von St. Goar, eine beachtliche Einnahmequelle.
Diether IV. kehrt 1220 von einem Kreuzzug nach Hause zurück.
1222 werden Besitzrechte der Katzenelnbogener um Darmstadt, Bessungen und Groß-Gerau als Würzburger Lehen bestätigt.

Im April 1232 gelingt es dem Mainzer Erzbischof Siegfried III. von Eppstein, von Kaiser Friedrich II. die Reichsabtei Lorsch übereignet zu bekommen.
Das Reichskloster Lorsch hörte auf zu existieren. Die Mark Heppenheim wurde in einen mainzischen und einen pfälzischen Teil getrennt. Der Lorscher Besitz umfasste nun die Gemarkungen von Heppenheim, Bensheim, Weinheim und Dossenheim.
In der Nachbarschaft der Katzenelnbogener Besitzungen Auerbach und Zwingenberg waren neue Kräfteverhältnisse entstanden. Die nun benachbarten kurmainzischen Orte sollten für fast 600 Jahre "feindliches Ausland" bleiben.

Zum Schutz der katzenelnbogischen Besitztümer südlich des Mains und der wichtigen Verbindung zwischen Heidelberg und Frankfurt am Main entlang der Bergstraße begann Graf Diether IV. im 1. Viertel des 13. Jahrhunderts mit der Errichtung einer Hochburg.
Einen geeigneten Standort fand man auf dem "kleinen Melibokus" (oder kleiner Malchen), dem Auerberg über Auerbach.

Das Auerbacher Schloss, die Feste Urberg, wurde die bedeutendste Burganlage der Obergrafschaft Katzenelnbogen.

Auf Diether IV. folgte dessen Sohn Diether V. als Graf von Katzenelnbogen nach.

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von Katzenelnbogen, Graf Diether IV. (I12068)
 
48325 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Diether_V._(Katzenelnbogen)

Diether V. (Katzenelnbogen)

Graf Diether V. von Katzenelnbogen († 13. Januar 1276)[1] war Herrscher der Grafschaft Katzenelnbogen und Begründer der Älteren Linie derer von Katzenelnbogen. Ab 1260 teilte er sich die Grafschaft mit seinem Bruder Eberhard I., wobei er vermehrt Besitz in der Niedergrafschaft Katzenelnbogen hatte.

Familie
Er war der Sohn von Graf Diether IV. von Katzenelnbogen und dessen Frau Hildegunde (ihre familiäre Herkunft ist umstritten).
Er regierte als erster Herr von Burg Rheinfels von 1245 bis 1276 und war in erster Ehe mit Agnes von Eberstein verheiratet. Um 1261 heiratete er mit Margaretha von Jülich, Tochter von Wilhelm IV. von Jülich zum zweiten Mal.

Geschichte
In Zeit des sogenannten Interregnums (1254–1273) wusste er diese Situation als unabhängiger Territorialherr für den Ausbau seiner Macht zu nutzen, wenngleich er dadurch das Reichsinteresse hintanstellte.

Da ihm die im Rheintal gelegene Burg in St. Goar nicht mehr genügte, um seinen linksrheinischen Herrschaftsbereich zu sichern, ließ er oberhalb dieser Stadt ab 1245 die Burg Rheinfels errichten. Der bei St. Goar eingeforderte Zoll bildete die Haupteinnahmequelle der Grafschaft Katzenelnbogen. Nach einer Erhöhung des Zolls, wodurch der freie Handel beeinträchtigt wurde, belagerte der rheinische Städtebund 1255/1256, ein Jahr und 14 Wochen lang, die Burg Rheinfels, um den Zoll abzuschaffen, doch Sieger blieb der Herrscher von Katzenelnbogen, trotz der 40 Angriffe der Belagerer. Er legte somit auch den Grundstein für ein bedeutendes Machtzentrum am Mittelrhein.

Allerdings wurde um 1260 die Grafschaft Katzenelnbogen zwischen Diether V. und seinem Bruder Eberhard I. zweigeteilt: Diether V. stand fortan der Niedergrafschaft Katzenelnbogen und St. Goar mit Burg Rheinfels, die Residenz der älteren Linie wurde, vor, während die Obergrafschaft um Darmstadt Graf Eberhard I., somit der jüngeren Linie, zugesprochen wurde. Diether V. hatte aber auch Besitz in der Obergrafschaft. So erhielt 1274 Zwingenberg, das ihm zugesprochen war, die Stadtrechte durch König Rudolf von Habsburg verliehen. Damit wurde Zwingenberg zur ältesten Stadt an der Bergstraße.

Die Wiedervereinigung der beiden Linien erfolgte 1402 durch die Verbindung von Johann IV. von Katzenelnbogen (jüngere Linie) mit Anna von Katzenelnbogen (ältere Linie).

Auf Diether V. folgte dessen Sohn Wilhelm I. als Graf von Katzenelnbogen nach.

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von Katzenelnbogen, Graf Diether V (I12067)
 
48326 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_I._(Holland)

Dietrich I. Graf in Friesland († wohl 939) war der Gründer der holländischen Grafenlinie.[1]

Er war vermutlich der Sohn und Nachfolger des in Westfriesland herrschenden Grafen Gerolf (vgl. Gerulf von Kennemerland). Sein Bruder war Walger Graf von Tiesterband.[2]

Er war lange treuer Anhänger seines Lehnsherren, des Königs Karl des Einfältigen. Zur Belohnung erhielt er am 15. Juni 922 die Kirche von Egmond, nebst vielen Gütern in der Umgebung, im jetzigen Nordholland (zwischen Suithardeshaghe und Fortrapa und Kinnem). Daraus wurde später Kloster Egmond.

Verheiratet war er mit Geva (* um 895), der Tochter des Meginhard von Hamalant (* um 860). Sein Nachfolger (Sohn oder wahrscheinlicher Enkel) wurde Dietrich II.

Später schloss er sich dem Aufstand der Lothringer Herzöge gegen König Ludwig an und ist wohl 939 in der Schlacht bei Breisach gefallen. 
(Gerulfinger), Graf Dietrich I. (I27320)
 
48327 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_I._(Wied)

Dietrich I. (Wied)

Dietrich I. von Wied († um 1200 in Heisterbach), auch Theoderich I. von Wied, war von etwa 1162 bis um 1197 Graf zu Wied.

Leben und Wirken
Dietrich war ein Sohn Siegfrieds von Wied. Die Namen seiner Mutter und seiner Ehefrau sind nicht bekannt. Sein Bruder Rudolf wurde 1183 in einer strittigen Wahl zum Erzbischof von Trier gewählt, jedoch vom Papst nicht bestätigt.

Dietrich erhielt eine Ritterausbildung am Hofe des rheinischen Pfalzgrafen Konrad. In einer am 26. April 1158 von Kaiser Friedrich Barbarossa in Sinzig ausgestellten Urkunde ist Dietrich unter den Zeugen aufgeführt.

Im Jahre 1162 übernahm Dietrich nach dem Tode seines Vaters die Regentschaft in der Grafschaft Wied. Um 1171, sicher aber von 1173 an, war Dietrich erblicher Vogt des Königsgutes zu Andernach.

Dietrich nahm 1189 im Gefolge Kaiser Barbarossas am Dritten Kreuzzug teil. 1190 hatten seine Krieger Städte in Thrazien erobert. Dietrich kehrte im selben Jahr nach dem Tod Barbarossas zurück. In diese Zeit fällt auch die lehnsmäßige Auftragung seiner Grafschaft an die rheinischen Pfalzgrafen.

Um 1197 übergab er die Grafschaft seinem Sohn Georg und wurde Mönch in der Zisterzienserabtei Heisterbach. Dort hatte er auch Kontakte mit Caesarius von Heisterbach. 
von Wied, Graf Dietrich I. (Theoderich) (I12082)
 
48328 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_I._von_Volmerstein

Graf Dietrich I. (Thiderich) von Volmerstein († ca. 1313/1314) (auch Volmarstein) war ein mittelalterlicher Adliger aus dem Hause Volmestein.

Seine Eltern waren Graf Heinrich III. von Volmestein und Agnes NN.

Er folgte 1250 seinem Vater als Graf von Volmarstein. Während seiner Herrschaft wurde die Burg Volmarstein 1288 durch den Grafen Eberhard I. von der Mark während einer kurkölnischen Fehde erstmals zerstört. Dies erfolgte nach der Niederlage des Erzbischofs von Köln, Siegfried von Westerburg, bei der Schlacht von Worringen. 
von Volmestein (Volmarstein), Graf Dietrich I. (Thiderich) (I41080)
 
48329 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_Luf_I._(Kleve)

Dietrich Luf I. (Kleve)
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Dietrich Luf I. von Kleve (* um 1228; † 1277) war de iure uxoris Graf von Saarbrücken.

Er war ein jüngerer Sohn des Grafen Dietrich IV. von Kleve und der Hedwig von Meißen. Sein älterer Bruder war Dietrich V. von Kleve, der beim Tod seines Vaters dessen Grafschaft Kleve erbte.

Leben
Dietrich Luf, in den Quellen auch Grote Luf genannt, heiratete 1252 die Erbtochter Lauretta von Saarbrücken und versuchte, sich in den Besitz der Grafschaft Saarbrücken zu setzen, scheiterte aber und kehrte in die Grafschaft Kleve zurück. Den Titel „Graf von Saarbrücken“ führte er aber noch bis 1259. Mit seiner zweiten Frau Elisabeth (oder aber mit unbekannten Konkubinen) hatte Dietrich Luf mehrere Kinder. Um 1255 teilte der alte Graf Dietrich IV. die Regierung weitgehend unter seinen beiden noch lebenden Söhnen auf, wobei dem späteren Dietrich V. das Klever Kerngebiet zugewiesen wurde, während Dietrich Luf die Randgebiete, unter anderem aber die bedeutende Stadt Wesel erhielt. Möglicherweise errichtete er die Burg Kranenburg, die 1270 erstmals erwähnt wurde. Dietrich Luf war in mehrere Fehden verwickelt und stand um 1270 in Konflikt mit seinem Bruder. Er starb zwischen dem 7. April und dem 20. Juli 1277.

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von Kleve, Dietrich Luv I. (I12088)
 
48330 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_primogenitus_(Kleve)

Dietrich primogenitus (Kleve)

Dietrich primogenitus war der älteste Sohn des Klever Grafen Dietrich IV./VI.

Geschichte
Dietrich primogenitus wurde wohl um 1214/15 als Sohn Graf Dietrichs IV./VI. von Kleve aus erster Ehe geboren. 1230 wurde er erstmals urkundlich erwähnt und trat im folgenden Jahr als Siegelführer auf. Seit 1237 ist er als Junggraf von Kleve bezeugt. Seit 1233 war er mit Elisabeth, einer Tochter Herzog Heinrichs I. von Brabant verheiratet, mit der er zwei Töchter hatte:

Mechthild († 1304, ∞ Gerhard von Durbuy (* 1223; † um 1303))
Elisabeth († nach 1283)
Dietrich regierte selbständig am rechten Rheinufer gelegene Teile der Grafschaft Kleve und war Herr von Wesel, wahrscheinlich auch von Dinslaken. 1241 stellte er für Wesel das erste klevische Stadtrechtsprivileg aus. Dietrich starb vermutlich am 24. März 1245 im Stift Wissel und damit lange vor seinem Vater.

Bezeichnung
In der Forschung hat sich die Bezeichnung Dietrich primogenitus für den früh verstorbenen erstgeborenen Sohn Graf Dietrichs IV./VI. von Kleve durchgesetzt, um ihn insbesondere von seinen jüngeren Brüdern Dietrich V./VII. von Kleve und Dietrich Luf I. unterscheiden zu können. In den Quellen werden jedoch auch andere Mitglieder des Klever Grafenhauses als Dietrich primogenitus bezeichnet, so beispielsweise auch Dietrich V./VII. nach dem Tod seines Bruders, obwohl er gar nicht der Erstgeborene seines Vaters (wohl aber der älteste lebende Sohn) war.

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von Kleve, Dietrich primogenitus (I12092)
 
48331 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_VII./IX._(Kleve)

Dietrich VII./IX. (* wohl 1291; † 7. Juli 1347) war von 1310 bis 1347 Graf von Kleve.

Leben
Dietrich wurde wohl 1291 als ältestes Kind der zweiten Ehe des Grafen Dietrich VI./VIII. von Kleve mit Margareta von Neu-Kyburg geboren. 1297 mit Margarethe von Geldern, der Tochter Graf Rainalds I. von Geldern verlobt, heirateten beide 1305/08. Nach dem Tod seines älteren Halbbruders Otto von Kleve 1310 gelang es Dietrich mit großer Mühe, sich gegen eine Koalition aus Ottos Witwe Mechthild von Virneburg, ihrem Großonkel, dem Kölner Erzbischof Heinrich II. von Virneburg und Graf Engelbert II. von der Mark als Graf von Kleve durchzusetzen.

1318 einigte er sich mit seinem jüngeren Bruder Johann über die Erbfolge; er trat ihm das Land Linn ab und sicherte ihm die Nachfolge in der Grafschaft Kleve für den Fall zu, dass er selbst keine Söhne haben würde. 1333 plante Dietrich zwar zeitweise, die Grafschaft nach seinem Tod unter seinen drei Töchtern aufzuteilen; letzten Endes fiel Kleve aber doch an seinen Bruder. Dietrich trieb die Binnenkolonisation seines Territoriums voran, vor allem in den Räumen Dinslaken, Ringenberg und Bislich sowie zwischen Uedem, Sonsbeck und Xanten, und erhob Uedem und Sonsbeck zu Städten. 1334 gründete er ein Marienstift auf der Burg Monterberg bei Kalkar, das er aber schon 1341 in die Stadt Kleve verlegte. Dietrich wurde im Chor dieser noch im Bau befindlichen Klever Stiftskirche begraben.

Dietrich war zweimal verheiratet. Seine erste Heirat war am 7. Mai 1308 mit Margarethe von Geldern († 1333), der Tochter von Rainald I. von Geldern. Seine zweite Frau wurde am 1340 Maria von Jülich († 1353). Sie war Tochter von Gerhard V. von Jülich.

Die Tochter Margarete heiratete 1332 den Grafen Adolf II. von der Mark († 1347). Seine Tochter Elisabeth heiratete zunächst Gerard van Voorne († 1337), danach den Junker Otto II. von Hessen, der als Otto der Schütz zur Sagengestalt wurde[1][2]. Die Ehe blieb kinderlos. Es wird auch eine Tochter Maria erwähnt, über die nichts weiter bekannt ist. 
von Kleve, Graf Dietrich VIII. (IX.) (I41446)
 
48332 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_von_Altena-Isenberg

Graf Dietrich von Altena-Isenberg (* um 1215; † 1301, nach anderen Angaben um 1299), ursprünglich Diderik, war der Sohn und Erbfolger von Graf Friedrich von Isenberg.

Er entstammte dem Geschlecht der Grafen von Isenberg. Bereits vor der Hinrichtung seines Vaters am 14. November 1226 wegen der „Mordtat“ an Erzbischof Engelbert von Berg, die vermutlich ein Totschlag nach dem gescheiterten Versuch der Gefangennahme war, wurde die Stammburg Isenburg bei Hattingen geschleift und der umfangreiche Familienbesitz von den Erzbischöfen von Köln und den mit dem Grafenhaus Isenberg eng verwandten Grafen von der Mark eingezogen.

Graf Dietrich wuchs am Hof seines Onkels Herzog Heinrich IV. von Limburg auf, der auch Graf von Berg war. Dorthin hatte sich 1225 seine Mutter Sophie, die Schwester von Herzog Heinrich, mit den Geschwistern geflüchtet. Gräfin Sophie verstarb bereits 1226 mit dem jüngsten Kind.

Seit 1232 sind einige Quellen überliefert, nach denen sich der Erzbischof von Köln beim Papst darüber beschwert, dass er von den Verwandten und Nachkommen des Grafen Friedrich II. von Altena-Isenberg belästigt wird. Weitergehende Hinweise auf Art und Umfang dieser Ereignisse sind den Quellen nicht zu entnehmen.

Um 1240 kam es zwischen den Grafen von der Mark auf der einen und Graf Dietrich von Isenberg auf der anderen Seite zu militärischen Auseinandersetzungen um das Erbe des Grafen Friedrich von Isenberg, den Isenberger Wirren. Dietrich wurde in seinem Vorgehen und bei der politischen Durchsetzung seiner Erbansprüche von seinem Onkel Heinrich IV. von Limburg unterstützt. Dietrich beanspruchte das gesamte Territorium, den sonstigen Besitz und die Rechte seines Vaters zurück.

Vor 1242 erschien Dietrich mit zahlreichen Truppen im Gebiet der unteren Lenne und errichtete einen befestigten Stützpunkt. Vielfach wird davon ausgegangen, dass er zunächst eine damals eventuell bereits bestehende Wallburg nutzte, die heute als die Sieben Gräben bekannt ist. In ihrem Schutz ließ er die steinerne Limburg erbauen, die heute als Schloss Hohenlimburg bei Hagen fortbesteht. Die Burgenforschung geht heute davon aus, dass der heutige Standort der Burg Limburg mit dem Ort der Burggründung im 13. Jahrhundert identisch war.

Am 13. Juli 1242 übertrug Dietrich die Burg seinem Onkel, und erhielt sie von ihm als bergisches Lehen zurück. Am 1. Mai 1243 folgte der Friedensvertrag zwischen Graf Dietrich und Graf Adolf I. von der Mark. Vorübergehend war Dietrich auch Burgherr der um 1241 errichteten Neuen Isenburg in Essen, auf die er 1248 verzichten musste.

Graf Dietrich erhielt 1243 die Hoch- und Gogerichtsbarkeit für einen Teil des ehemaligen väterlichen Besitzes im Gebiet der unteren Lenne. Die Gerichtshoheit erwies sich als eine entscheidende Voraussetzung für die Entwicklung des Territoriums der Grafschaft Limburg im Gebiet zwischen Ruhr, Lenne und Volme, das inmitten der Grafschaft Mark lag und im Osten an das Herzogtum Westfalen grenzte.

Beim Limburger Erbfolgestreit und der daraus resultierenden Schlacht bei Worringen im Jahr 1288 stand Dietrich auf Seiten des Kölner Erzbischofs Siegfried von Westerburg. Der Sieger der Schlacht, Herzog Johann I. von Brabant, stürmte im Nachhinein die Hohenlimburg und zwang Dietrich mit seiner Familie zur Flucht nach Styrum, wo er auf dem vorhandenen Gut den Grundstein des Schlosses Styrum legte.

Graf Dietrich begründete das Grafenhaus Limburg, nannte sich bis zu seinem Tode aber immer noch zusätzlich Graf von Isenberg. Bereits Anfang des 14. Jahrhunderts spaltete sich das Grafenhaus in die Stammlinien Limburg (ältere Linie) und Styrum auf. Von der Linie Limburg spaltete sich Mitte der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts das Grafenhaus Broich ab. Während das Haus Styrum bis heute fortbesteht, starben die Linien Limburg und Broich im 15. und 16. Jahrhundert aus. 
von Isenberg (von Altena), Dietrich (Diderik) (I41333)
 
48333 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_von_Mousson

Dietrich von Mousson († 1102/1105) war ein Graf von Mousson, Altkirch und Pfirt aus dem Haus Scarponnois. Er war ein Sohn des Grafen Ludwig von Mousson und der Sophia von Bar, einer Tochter des Herzogs Friedrich II. von Lothringen.

Von seiner Mutter erbte er 1093 die Grafschaft Bar und die Vogtei von Saint-Mihiel. Im Jahr 1096 wurde er von Bischof Richer von Verdun mit der Grafschaft Verdun beliehen. Im selben Jahr wollte Dietrich am Ersten Kreuzzug teilnehmen, verblieb wegen einer Erkrankung jedoch in seiner Heimat. Er gründete dafür die Klöster von Biblisheim und Walbourg. 1102 schrieb Dietrich sein Testament auf der Burg von Altkirch und starb wenig später. Bestattet wurde er in der Kathedrale von Autun.

Dietrich war verheiratet mit Ermentrude von Burgund, einer Tochter des Grafen Wilhelm I. von Burgund. Seine Frau brachte ihm die Grafschaft Mömpelgard in die Ehe, als Witwe gründete sie das Kloster Froidefontaine.

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von Mousson-Scarponnois, Graf Dietrich I. (I5717)
 
48334 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dionisie_de_Anesty (Jul 2023)

Dionisie de Anesty (auch Denise de Munchensi) († unsicher: 1304) war eine englische Adlige.

Leben
Dionisie wurde als Tochter von Nicholas of Anesty von Anstey Castle in Hertfordshire geboren. Sie wurde schließlich Erbin ihres Vaters. In erster Ehe heiratete sie den Landadligen Walter Langton, der vermutlich ein Bruder von Erzbischof Stephen Langton und des Archidiakons Simon Langton war.[1] Ihr Mann muss schon bei ihrer Heirat alt gewesen sein, nach seinem Tod 1234 heiratete sie um November 1234 den Adligen Warin de Munchensi, der bereits zwei Kinder aus erster Ehe hatte. 1251 musste sich ihr Ehemann vor Bischof Robert Grosseteste von Lincoln verantworten, weil er, vermutlich zu Unrecht, beschuldigt wurde, Dionisie zu misshandeln. Munchensi starb 1255. 1257 erwarb Dionisie für 200 Mark das Recht, einen weiteren Ehemann ihrer Wahl zu heiraten. In dritter Ehe heiratete sie Robert Butyller, dessen Identität ungeklärt ist und den sie vermutlich auch überlebte.[2] 1281 erhielt sie von König Eduard I. die Genehmigung, ihr Gut Waterbeach in Cambridgeshire in ein Kloster umzuwandeln, doch vermutlich wurde das Priorat erst 1293 von Franziskanerinnen gegründet.

Aus ihrer Ehe mit Warin de Munchensi hatte sie einen Sohn, William de Munchensi, der 1287 starb. Dionisie wurde seine Testamentsvollstreckerin und Vormund für seine Tochter Denise, die zwar Hugh de Vere, einen Sohn von Robert de Vere, 5. Earl of Oxford heiratete, jedoch 1314 kinderlos starb. Zum Erben von William de Munchensi wurde damit Aymer de Valence, 2. Earl of Pembroke, ein Sohn von Dionisies Stieftochter Joan de Munchensi. Dieser starb ohne eheliche Nachkommen, seine Witwe Marie de Saint-Pol verlegte 1347 Waterbeach Priory in das nahegelegene Denny.

Walter of Bibbesworth widmete vermutlich um 1235 Dionisie die auf anglonormannisch verfasste Gedichtsammlung Le Tretiz, die als Sprachlehrbuch für ihre Stiefkinder und ihren Sohn gedacht war und später weit bekannt wurde. 
de Anesty, Dionisie (I41684)
 
48335 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dionysius_(Portugal) (Mai 2018)

Dionysius genannt der Ackerbauer oder der Bauernkönig (Dom Dinis, o Lavrador oder O Rei-Agricultor), (* 9. Oktober 1261 in Lissabon; † 7. Januar 1325 in Santarém) war ab 1279 der sechste König von Portugal aus dem Hause Burgund.

Er wurde als Sohn König Alfons III. und der Beatrix von Kastilien, einer Tochter von Alfons X., dem König von Kastilien und römisch-deutschen König (Gegenkönig), geboren.

Konflikt mit dem Bruder
Gleich zu Beginn seiner Herrschaft hatte sich Dionysius mit den Machtansprüchen seines jüngeren Bruders Alfons (1263–1312) auseinanderzusetzen. Bereits seit 1282 befand sich das benachbarte Kastilien im Bürgerkrieg, nachdem eine Adelsversammlung Alfons X. von Kastilien für nicht mehr regierungsfähig erklärt und ihn damit de facto abgesetzt hatte. Zum Reichsverweser bestimmen ließ sich dabei des Königs zweitältester Sohn, Sancho IV., der Tapfere. In Reaktion darauf ließ ihn Alfons X. enterben. Der portugiesische Alfons (der jüngere Bruder des Dionysius) verbündete sich daraufhin mit Alfons X. von Kastilien, wodurch Dionysius zum Bündnis mit dessen Gegner, Sancho IV., gezwungen wurde.
Der Friede zwischen Sancho IV. und Dionysius hielt indes nicht lange. Sancho fiel in Portugal ein, nach seinem Tode (1295) marschierte Dionysius dafür in Kastilien ein. 1297 wurde schließlich der Vertrag von Alcañices zwischen Dionysius und dem neuen kastilischen König Ferdinand IV. geschlossen, womit die Grenze zwischen Kastilien und Portugal endgültig festgelegt wurde – sie entspricht im Wesentlichen der noch heute gültigen Grenze zwischen Spanien und Portugal. Der neue Frieden wurde zusätzlich durch Heiraten gefestigt und Dionysius verheiratete gleich zwei seiner Kinder: seine Tochter Konstanze mit dem kastilischen König selbst; seinen Sohn Alfons IV. mit Beatrix von Kastilien, einer Schwester des kastilischen Königs.

Konflikt mit der Kirche
Auch bei der zweiten großen Frage, die die portugiesische Politik bestimmte, dem Verhältnis zur katholischen Kirche und zum Papsttum, gelang es Dionysius, eine Lösung zu finden. Nachdem sich Portugal bereits seit 1277 unter der Kirchenstrafe des Interdikts befand, hatte Dionysius den Konflikt aus der Regierungszeit seines Vaters geerbt. 1289 fanden das Papsttum, der portugiesische Klerus und das Königshaus eine Kompromissformel, die es Papst Nikolaus IV. erlaubte, das Interdikt aufzuhheben. Nach dem vereinbarten Konkordat sollte das kirchliche Land, das König Alfons III. eingezogen hatte, der Kirche zurückgegeben werden. Der König versprach, die kirchlichen Privilegien und Immunitäten zu achten; das Recht der Kirche auf freie Bischofswahl wurde garantiert. Wenn auch nach den Bestimmungen des Konkordats das Königtum der Kirche größere Zugeständnisse machen musste, kann man doch nicht von einem Sieg der Kirche sprechen. Die nächsten Jahre sahen nämlich eine Schwächung des Papsttums, so dass der portugiesische Klerus mehr und mehr in Abhängigkeit vom König geriet.
1319 überführte Dionysus die portugiesischen Teile des Templerordens in den Christusorden.

Entwicklung des Landes
Dionysius gehörte zu den großen portugiesischen Königen. Durch den Vertrag von Alcañices hatte er die Grenzen seines Reiches gesichert, durch das Konkordat von 1289 den Konflikt mit der Kirche entschärft. Die Zeiten relativer Ruhe, die nun anbrachen, nutzte er zum Aufbau seines Landes. Er baute 50 Festungen, um die Grenzen zu bewachen, und gründete die Universität Coimbra als erste portugiesische Universität. Mit England wurde 1294 ein Handelsvertrag geschlossen – der erste einer langegen Reihe von Pakten und Beistandsverträgen zwischen beiden Ländern. Der König förderte den Handel und die Entwicklung der Landessprache Portugiesisch gegenüber dem Lateinischen und ließ die erste portugiesische Flotte erbauen. Portugal hatte zur Zeit seiner Regierung fast eine Million Einwohner. Um die gestiegene Einwohnerzahl ernähren zu können, widmete er sich besonders der Förderung der Landwirtschaft, was seinen Beinamen „der Ackerbauer“ oder „der Bauernkönig“ (o lavrador) erklärt.
In Sintra begann Dionysius mit dem Umbau der von den Mauren errichteten Burg zu einer Sommerresidenz, dem heutigen Palácio Nacional de Sintra (auch Paço Real genannt).
Das Ende der Herrschaft von König Dionysius wurde allerdings erneut von Nachfolgekämpfen überschattet. Sein Erbe, Alfons IV., befürchtete von seinem Vater zugunsten dessen nichtehelicher Söhne vom Thron verdrängt zu werden und nahm deshalb den Kampf gegen seinen Vater auf. Dionysius verstarb von seinem Volk hochverehrt. Beigesetzt wurde er im Kloster Odivelas. 
von Portugal, König Dionysius (I8409)
 
48336 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Donnchadh,_Earl_of_Carrick (Jul 2023)

Donnchadh mac Gille Brigte, Earl of Carrick (latein Duncanus filius Gilleberti; engl. Duncan MacGilbert, † 13. Juni[1] 1250) war ein schottischer Adliger.

Herkunft und Aufstieg zum Lord of Carrick
Er war der Sohn von Gilla Brigte (Gilbert), Lord von Galloway, der Name seiner Mutter ist unbekannt. Möglicherweise war sie eine Tochter oder Schwester von Duncan, 4. Earl of Fife. Sein Vater hatte gegen die Oberhoheit des schottischen Königs Wilhelm I. rebelliert. Nach 1177 konnte der schottische König aber mit Unterstützung des englischen Königs Heinrich II. Galloway unterwerfen. Zur Sicherung des Friedens musste Gilla Brigte seinen Sohn Donnchadh dem englischen König als Geisel stellen.[2] Als Gilla Brigte Anfang Januar 1185 starb, eroberte Donnchadhs Cousin Roland Galloway. Donnchadh befand sich immer noch als Geisel am englischen Königshof, so dass die Anhänger seines Vaters führerlos waren.[3] Der schottische König konnte schließlich erneut nur mit Unterstützung des englischen Königs seine Oberhoheit über Galloway behaupten. Roland unterwarf sich 1186 dem schottischen König und wurde als Lord von Galloway bestätigt. Donnchadh akzeptierte dies offensichtlich. Als Entschädigung übergab ihm der schottische König Carrick, eine Herrschaft im Norden von Galloway, als eigenes Lehen.[4] Damit musste Donnchadh nicht mehr Roland als Oberherrn, sondern den schottischen König als seinen Lehnsherrn für die stark keltisch geprägte Region anerkennen.[5] Ab etwa 1216 führte er den Titel eines Mormaer bzw. Earl of Carrick.

Heiratsbündnis mit den Stewards
Der mit Donnchadh verwandte John de Courcy übergab ihm dazu Besitzrechte im nordirischen Ulster. 1197 führte Donnchadh einen Feldzug in Ulster, um seine Besitzungen am River Bann zu erobern.[6] Dabei war Donnchadh offenbar eng mit Alan fitz Walter verbündet, dessen Tochter Avelina er heiratete. Dieses während einer Abwesenheit des Königs im November 1200 geschlossene Heiratsbündnis brachte König Wilhelm gegen Alan und Donnchadh auf.[7][8] Möglicherweise ließ der König Ayr Castle errichten, um seine Autorität in der Region auch gegenüber Donnchadh zu behaupten.[9]

Gefangennahme der Braoses
1210 floh Maud de Braose, die Frau des gegen den englischen König Johann Ohneland rebellierenden Barons William de Braose, sowie ihr ältester Sohn William mit dessen Familie vor dem englischen König Johann Ohneland von Irland nach Carrick. Der schottische König hatte sich 1209 im Vertrag von Norham dem englischen König unterwerfen müssen. Wohl vor allem aus Furcht vor dem englischen König wurde den Braoses in Schottland keine Zuflucht gewährt.[10] Duncan ließ sie gefangen nehmen und lieferte sie Wohl mit Zustimmung von König Wilhelm dem englischen König aus.[11] Angeblich ließ er sie in Käfigen zu Johann Ohneland nach Irland zurückbringen.[12]

Kampf um Besitzungen in Nordirland
Donnchadhs Besitzrechte in Nordirland, die er in den 1190er Jahren von John de Courcy erhalten hatte, wurden von dessen Rivalen Hugh de Lacy nicht anerkannt. Auch König Johann Ohneland bestätigte sie nicht, nachdem er 1210 durch einen Feldzug nach Irland de Lacy vertrieben hatte. Dennoch hatte Donnchadh um diese Zeit immer noch Besitzungen in Nordirland, möglicherweise bei Portstewart nördlich von Coleraine.[13] Als Belohnung für die Gefangennahme der Braoses erhielt Donnchadh vom englischen König Landbesitz von 50 Carucates bei Glenarm im nordirischen Antrim, während ein namentlich nicht genannter Neffe von ihm weiteren Landbesitz erhielt.[14] Als der gegen die englische Krone rebellierende Hugh de Lacy mit Hilfe von irischen Verbündeten ab 1223 weite Teile von Nordirland eroberte und an seine Gefolgsleute vergab, protestierte Donnchadh 1224 vergeblich bei der englischen Regierung.

Donnchadh hatte Paisley Abbey vor 1214 Besitzungen bei Crossraguel geschenkt, doch erst nach dreißig Jahren ließen die Mönche dort ein Kloster errichten, wie sie es Donnchadh versprochen hatten.[16] Dazu förderte er ein Nonnenkloster in North Berwick, das um 1150 von Duncan, 3. Earl of Fife gegründet worden war. Die Tatsache, dass Donnchadh ein von Carrick weit entfernt liegendes Kloster großzügig unterstützte, gilt mit als Beleg dafür, dass er über seine Mutter von den Earls of Fife abstammte. 
von von Carrick mac Gilla Brigte, Donnchadh 1. Earl of Carrick (I9372)
 
48337 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dorothy_Stafford

Dorothy Stafford, Lady Stafford (* 1. Oktober 1526; † 22. September 1604)

Familie
Dorothy Stafford wurde am 1. Oktober 1526 als jüngste Tochter von Henry Stafford, 1. Baron Stafford und Lady Ursula Pole geboren. Ihre Großmutter mütterlicherseits, Margaret Pole, 8. Countess of Salisbury, wurde 1541 auf Befehl König Heinrichs VIII. für Hochverrat hingerichtet. Durch Margaret, die das letzte überlebende Mitglied der Dynastie der Plantagenets war, hatten Dorothy und ihre Geschwister einen Anspruch auf den englischen Thron. Durch ihren Großvater väterlicherseits konnte Dorothy ihre Stammlinie bis auf Anne of Gloucester zurückführen, was sie zur ersten Adligen machte, die von allen jüngeren Söhnen König Eduards III. abstammte. Dorothy hatte ca. 13 Geschwister, von denen 12 Namen bekannt sind. Mit ihrer Schwester Susan wurde sie im Haushalt ihrer Tante Elizabeth Stafford, Duchess of Norfolk, aufgezogen. Dorothy war die Lieblingsnichte Elizabeths, die sich ihr gegenüber großzügig zeigte und sie reich beschenkte.[1]

Leben
Heirat mit William Stafford
1545 heiratete Dorothy Stafford ihren entfernten Cousin Sir William Stafford, den zweiten Sohn von Sir Humphrey Stafford und dessen erster Frau Margaret Fogge. William Staffords erste Ehefrau Mary Boleyn, die ältere Schwester Anne Boleyns, war im Juli 1543 verstorben. Mary Boleyn war zuvor mit William Carey verheiratet gewesen, mit dem sie einen Sohn, Henry, und eine Tochter, Catherine, hatte. William Stafford hatte mit Mary mindestens zwei Kinder, die jedoch beide jung verstorben waren.

Am 23. September 1545 wurde Sir William Stafford von Edward Seymour, Earl of Hertford, während dem Rough Wooing in Schottland zum Ritter geschlagen.

Dorothy Stafford und ihre Familie waren überzeugte Protestanten und gingen während der Herrschaft Marias I. ins Exil nach Genf. Sie waren mit dem protestantischen Reformer Johannes Calvin befreundet, der der Pate ihres jüngsten Sohnes John wurde.[2] Am 5. Mai 1556 verstarb William Stafford und Dorothy zog mit ihren Kindern nach Basel.

Am Hofe Elisabeths I.
Nach der Thronbesteigung Elisabeths I. kehrten Dorothy und ihre Kinder im Januar 1559 nach England zurück, wo sie bei Hofe empfangen wurden. Calvin hatte sich stark gegen ihre Abreise ausgesprochen, da er seinen Patensohn in der Schweiz behalten wollte. 1563 wurde Dorothy zur Mistress of the Robes Elisabeths ernannt und übte viel Einfluss am Königshof aus. Sie nutzte ihren Einfluss auf die Königin, um ihre Freunde und Bekannten zu fördern. 1569 suchte Matthew, Parker, Erzbischof von Canterbury, Pfründe für einen Kollegen und schrieb an sie, damit sie diesbezüglich "ein gutes Wort" mit der Königin sprechen sollte.[3] 1576 brach sie ihr Bein bei einem Reitunfall, erholte sich jedoch schnell wieder. Zwei Jahre später nutzte Dorothy ihren Einfluss, um den prestigeträchtigen Posten des englischen Botschafters in Frankreich für ihren ältesten Sohn, Sir Edward Stafford, zu sichern.

Dorothy behielt ihren Posten bei Hofe bis zum Tod der Königin 1603, sie hatte ihr 40 Jahre gedient. Ihre älteste Tochter, Elizabeth Stafford, war eine Lady of the Bedchamber Elisabeths gewesen, und ihr Schwiegersohn Richard Drake diente als Stallmeister der Königin. Die Stiefkinder ihres verstorbenen Ehemanns, Henry und Catherine Carey, hatten ebenfalls einflussreiche Positionen am Hof.

Tod
Dorothy starb am 22. September 1604 und wurde in der St. Margaret’s Church in Westminster begraben. 
Stafford, Dorothy (I28192)
 
48338 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dulce_von_Barcelona (Jun 2017)

Dulce von Barcelona (* 1158/1159; † 1. September 1198 in Coimbra) war eine aragonesische Prinzessin und ab 1185 bis zu ihrem Tode Königin von Portugal.
Dulce von Barcelona wurde als Tochter des Grafen Raimund Berengars IV. von Barcelona und der Königin Petronella von Aragón geboren. Sie hatte vier Geschwister, darunter König Alfons II.

1175 heiratete sie den portugiesischen Thronfolger, der 1185 als Sancho I. den portugiesischen Thron bestieg. Seitdem führte sie den Titel einer Königin von Portugal (als Ehefrau des Königs, nicht als Herrscherin eigenen Rechts).
 
von Barcelona, Prinzessin Dulce (I7583)
 
48339 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eberhardinger

Die Eberhardinger waren eine Familie des schwäbischen Adels, die 889 mit einem Graf Eberhard I. im Zürichgau erstmals Erwähnung findet.[1]

Grafen der Eberhardinger
Erstmals belegt aus dem Grafengeschlecht, das sich später als Nellenburger Geschlecht bezeichnete, war 889 ein Graf im Zürichgau.

Eberhard I. (Eppo)

Graf Eppo, „Enkel des Thurgaugrafen Eberhard (957 - 971), vermutlich Urenkel des 889 genannten ‚Zürichgaugrafen‘, wurde zwischen 980 und 990 geboren, gestorben ist er frühestens 1030.“[Anm 1] Graf Eppo war ebenfalls Graf im Zürichgau und „Vogt von Einsiedeln“.

Gräfin Hedwig
Eppo heiratete 1009 Hedwig, gebürtig aus dem Geschlecht der Grafen von Egisheim (bei Colmar). „Die Mutter Hedwigs, Eva von Lützelburg, war die Schwester von Kaiser Heinrichs Gemahlin Kunigunde. Ihr Onkel väterlicherseits, Hugo von Egisheim, war der Vater von Papst Leo IX. – Die Tante väterlicherseits, Adelheid von Egisheim, war die Mutter von Kaiser Konrad II. Hedwig hielt sich vor der Heirat bei ihrer Tante am Hofe auf. Sie brachte Güter im Nahegau, besonders in Kreuznach, und Burg Dill im Hunsrück in die Ehe und stiftete nach dem Tode Eppos das Kloster Schwabenheim bei Kreuznach.“Hedwig/Haduwig als Mutter von Eberhard I., dem Grafen von Nellenburg, ebnete ihrem Sohn in mancher Hinsicht den Weg.

Handlungen Eppos
„Graf Eppo wird im Stifterbuch [Kap. 2] als grimmiger Charakter geschildert; erst durch seine gottesfürchtige Gemahlin soll er gezähmt worden sein. Für diese Charakterschilderung mag wohl eine Rolle gespielt haben, daß Graf Eppo 1029 das Kloster Einsiedeln, dessen Vogt er war, überfiel und niederbrannte, worauf seinem Geschlecht die Kastvogtei über Einsiedeln für immer entzogen wurde.“
– H. Gallmann: Schaffhauser Stifterbuch, UVK Konstanz 1995, S. 102/04.
„Er muß kurz danach gestorben sein, die Zeit seiner Beisetzung auf der Reichenau fällt in die Zeit nach 1034.“

Nach einem Streit mit seiner Frau – so das Stifterbuch, Kap. 2, –, dem ein Wunder folgte, erschrak Eppo gar sehr: „Und wenn er vorher eines grimmigen Löwen Mut und Sitten gehabt hatte, so ward er jetzt sanft wie ein Schaf, sowohl in seiner Gesinnung als auch in seinem Benehmen, und er gönnte seiner Frau fortan, was sie Gutes tun mochte. […] Es wird ein untugendhafter, unseliger, ungläubiger Mann tugendhaft, gesegnet und gläubig durch eine tugendhafte, glückbringende, gläubige Frau.“

Familie
Es können drei Söhne Eppos und Hedwigs namhaft gemacht werden: Burkhard, Manegold und Eberhard VI.:

Manegold fiel 1030 vor Falkenstein auf königlicher Seite in der Auseinandersetzung König Konrads II. mit Herzog Ernst von Schwaben; er wurde von seinem Bruder Eberhard auf der Reichenau bestattet.
Burkhard fiel 1053 bei Civitate in Apulien, als das kleine Heer von Papst Leos IX. durch die Normannen vernichtend geschlagen wurde; er wurde von seinem Bruder Eberhard auf der Reichenau bestattet.
Irmengard, die Großmutter Adalberts von Mörsberg, wird bei Schib als Schwester Eberhard I. geführt, nach Kläui wäre sie eine Schwester Graf Eppos und Rüeger sieht Eberhards Tochter als Mutter Adalberts.[8]
Eberhard VI.
Eberhard, im Stifterbuch nur Graf Eberhard, wird in der Literatur als Eberhard VI. noch zu den Eberhardingern gerechnet, nach dem Bau der Nellenburg tritt er selbst als Eberhard I. von Nellenburg (1010/1015 - 1078/79) auf.
Wechsel des Geschlechternamens
Der Zeitpunkt der Bau der Nellenburg und damit der Möglichkeit, einen neuen Familiennamen zu begründen, geht aus einer Urkunde hervor, die „erstmals die für das Geschlecht fortan namensgebende Burg auf dem Nenzinger Berg westlich von Stockach erwähnt; offenbar wurde diese kurz vor 1050 erbaut.“[Anm 2]

Graf Eberhard – nun als Eberhard I. von Nellenburg – war 1059 Stifter des Klosters Allerheiligen zu Schaffhausen.

Nach dem Aussterben Eberhardinger/Nellenburger im Mannesstamm aus, ging die Landgrafschaft Nellenburg auf die Grafen von Veringen über. 
von Nellenburg (Eberhardinger), Graf Eberhard I. (V.) (Eppo) (I27575)
 
48340 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eberhard_I._von_Limburg-Styrum

Eberhard I. von Isenberg-Limburg zu Styrum (* 1252; † 17. Juni 1304) war durch Abstammung und Erbe Graf von Isenberg-Limburg und Herr zu Styrum. Er gilt als Stifter der Linie Limburg-Styrum.

Eberhard war ein Sohn des Grafen Dietrich von Altena-Isenberg und dessen Ehefrau Gräfin Adelheid (Aleidis) von Sponheim-Sayn (* 1228; † 1297) 
von Isenberg-Limburg zu Styrum, Graf Eberhard I. (I41335)
 
48341 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eberhard_II._von_Waldburg

Eberhard (II.) von Waldburg (* im 13. Jahrhundert; † 19. Februar 1274 oder 20. Februar 1274 in Konstanz oder Gottlieben) war Fürstbischof von Konstanz von 1248 bis 1274.

Familie
Eberhard von Waldburg entstammte dem welfisch-staufischen Ministerialengeschlecht der Truchsessen von Waldburg. Sitz der Familie war die Waldburg.[1]

Er war ein Sohn des Truchsessen Eberhard von Tanne-Waldburg und dessen ersten Gemahlin Adelheid.[2]

Leben
Eberhard von Waldburg wurde 1235 Domherr im Konstanzer Münster. Von 1236 bis 1248 war er Propst von St. Stephan zu Konstanz. 1241 war er Priester in Meßkirch.

Er folgte 1248 seinem Onkel Heinrich von Tanne als Bischof von Konstanz. Er wirkte ab 1262 als Vormund und Ratgeber des minderjährigen Staufers Konradin, der am 29. Oktober 1268 in Neapel hingerichtet wurde.[3] 1251 ließ er das Schloss Gottlieben vor den Toren von Konstanz errichten.

Als Bischof hatte er mit zahlreichen Konflikten zu tun, insbesondere mit der Stadt Konstanz und der Fürstabtei St. Gallen. Als Schutzherr des Klosters Obermarchtal zog er gegen seine Verwandten, die Schenken von Winterstetten (Konrad von Winterstetten), zu Felde. Kurz vor seinem Tode schloss er sich dem habsburgischen König Rudolf I. an.[4]

Eberhard von Waldburg wurde im Konstanzer Münster bestattet.

Mehr unter obenstehendem Link.. 
von Tanne-Waldburg, Bischof Eberhard (I11572)
 
48342 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eberhard_IV._(Württemberg) (Jun 2018

Eberhard IV. war das einzige überlebende Kind aus der Ehe von Graf Eberhard III. und Antonia Visconti. Am 13. November 1397 wurde er mit Henriette von Mömpelgard verlobt. Henriette war die älteste Tochter und Haupterbin Heinrichs von Mömpelgard, der 1396 starb, ein Jahr vor seinem Vater, dem Grafen Stephan von Mömpelgard. Durch die spätestens 1407 geschlossene Ehe wurde die Grafschaft Mömpelgard württembergisch.

Eberhard IV. beteiligte sich ab 1407 aktiv an der Regierung des Landes. Ab 1409 regierte er gemeinsam mit Henriette die Grafschaft Mömpelgard. Nach dem Tod Eberhards III. am 16. Mai 1417 übernahm er die Regierung in ganz Württemberg. Bei seinem Tod am 2. Juli 1419 waren seine beiden Söhne, die späteren Grafen Ludwig I. und Ulrich V., erst sieben beziehungsweise sechs Jahre alt. Deshalb wurde eine Vormundschaftsregierung aus Henriette und bis zu 32 württembergischen Räten eingesetzt. 
von Württemberg, Graf Eberhard IV. der Jüngere (I11020)
 
48343 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eberhard_IV._von_Eberstein

Eberhard IV. von Eberstein, alte Zählung Eberhard II. von Eberstein (* um 1190; † 18. März 1263) war ein Graf aus dem südwestdeutschen Adelsgeschlecht der Ebersteiner, Inhaber der Herrschaft Stauf und Gründer des Zisterzienserinnenklosters Rosenthal.

Herkunft und Familie
Das Geschlecht der Herren von Eberstein wird 1085 erstmals urkundlich erwähnt. Ihre Stammburg Alt-Eberstein lag im Bereich des heutigen Ortsteils Ebersteinburg der Stadt Baden-Baden.

Eberhard IV. von Eberstein wurde als Sohn von Eberhard III. von Eberstein und seiner Frau Kunigunde von Andechs geboren.

Die Mutter gehörte dem Geschlecht der Andechs-Meranier an. Über sie war Eberhard IV. ein Cousin der Hl. Hedwig, ebenso ein Cousin der Königin Gertrud von Ungarn, deren Tochter wiederum die Hl. Elisabeth von Thüringen ist.

Im 12. Jh. kam die Familie zu großem Besitz im Ufgau sowie im Kraichgau und baute eine bedeutende Herrschaft im nördlichen Schwarzwald auf. Ein Teil ihres Besitzes waren Lehensgüter des Bistums Speyer. Als Hausklöster existierten das Zisterzienserkloster Herrenalb (1148 von Graf Berthold III., dem Großvater Eberhard IV., anlässlich seiner Rückkehr vom Kreuzzug gegründet) und das Benediktinerinnenkloster Frauenalb (1180/85 vom Vater Graf Eberhard III. gestiftet).

Leben und Wirken
Mit seinem Bruder Otto I. teilte Eberhard IV. die väterliche Grafschaft Eberstein; aus dem Heiratsgut seiner Mutter erbte er die nordpfälzische Herrschaft Stauf, wo ihm die gleichnamige Burg als Wohnsitz diente. Seine erste Frau ist namentlich nicht bekannt. In zweiter Ehe verband sich Graf Eberhard mit Adelheid von Sayn, der Witwe des 1218 im fünften Kreuzzug umgekommenen Grafen Gottfried III. von Sponheim.

Beide Ebersteiner Brüder gehörten zunächst zur Gefolgschaft des rebellierenden Königs Heinrich VII., sagten sich aber von ihm los und unterstützten dessen Vater Friedrich II., bei dem sie sich 1236 in der Lombardei aufhielten.[1] 1237 bis 1239 erscheint Eberhard IV. als Landeshauptmann im Herzogtum Steiermark und kaiserlicher Statthalter im Herzogtum Österreich. Im Herbst 1237 entsandte ihn Kaiser Friedrich II. mit 200 Rittern zur Sicherung von Wien.[2][3] Später, im Konflikt zwischen Wilhelm von Holland und Konrad IV., setzte sich Eberstein für letzteren ein.[4]

1241 gründeten Graf Eberhard IV. und seine Gattin, auf dem Gebiet ihrer Herrschaft Stauf, das Nonnenkloster Rosenthal und überließen ihm großzügige Einkünfte.

1258 schenkte er dem Kloster Herrenalb die ihm gehörende Hälfte des Dorfes Rüppurr.[5]

Die Witwe Adelheid von Eberstein geb. von Sayn bestätigte im Mai 1263 alle geistlichen Schenkungen ihrer beiden Gatten und soll Ende des Jahres gestorben sein. Sie wurde im Kloster Himmerod beigesetzt.

Geschwister und Umfeld
Eberhards Bruder Konrad von Eberstein († 1245) amtierte als Bischof von Speyer.

Seine Schwester Hedwig ehelichte Raugraf Rupert I. Deren Söhne waren die Raugrafen Eberhard I. († 1277) und Friedrich I. († 1283), beide Bischöfe von Worms, sowie Heinrich I. († 1261), Gründer der Familienlinie Neu Baumburg. Bischof Eberhard I. weihte am 22. Mai 1261 die von seinem Onkel gestiftete Klosterkirche in Rosenthal. Als Heinrich I. im Oktober 1261 starb setzte man ihn in der neu geweihten Kirche bei. Seine Grabplatte ist dort erhalten. Laut der Regensburger Chronik von Carl Theodor Gemeiner, war er der Ritter der mit Herzogin Maria von Brabant einen Briefwechsel führte, weshalb diese, aus unbegründeter Eifersucht, 1256 auf Befehl ihres Gatten Ludwig des Strengen von Bayern enthauptet wurde.[6]

Agnes, eine weitere Schwester Eberhard IV. von Eberstein, heiratete Graf Friedrich II. von Leiningen. Ihre Kinder waren Friedrich III. von Leiningen († 1287), Erbauer der Burg Neuleiningen, Emich IV. von Leiningen († 1281), Gründer der Stadt Landau in der Pfalz, Berthold von Leiningen († 1285), Bischof von Bamberg und Heinrich von Leiningen, Bischof von Speyer († 1272).

Literatur
Adolph Köllner: Geschichte der Herrschaft Kirchheim-Boland und Stauf, Wiesbaden, 1854, S. 133–138; (Digitalscan)
Georg H. Krieg von Hochfelden: Geschichte der Grafen von Eberstein in Schwaben, Karlsruhe, 1836, S. 31–36; (Digitalscan)
Franz Xaver Remling: Urkundliche Geschichte der ehemaligen Abteien und Klöster im jetzigen Rheinbayern, Band 1, Neustadt an der Haardt, 1836, S. 275–279; (Digitalscan)
Thomas Bohn: Gräfin Mechthild von Sayn (1200/03-1285): eine Studie zur rheinischen Geschichte und Kultur, Böhlau Verlag, Köln, 2002, S. 55 u. 56, ISBN 3412109010; (Digitalscan)
Weblinks
Historische Webseite zum Kloster Rosenthal
Genealogische Seite der Uni Erlangen zu Eberhard IV. von Eberstein
Webseite zur Familiengeschichte der Ebersteiner
Martin Mattheis: Überblick über die Geschichte Ramsens von 1146 bis 1816, aus: Clemens Jöckle und Dagmar Witte: 850 Jahre Ramsen. Beiträge zur Ortsgeschichte, Lingenfeld, 1996, S. 18 u. 19; Text als PDF-Dokument
Einzelnachweise
1 Franz Xaver von Wegele: Eberstein, Otto in: Allgemeine Deutsche Biographie, Band 5, 1877, S. 583–584; Onlinefassung
2 Hannes P. Naschenweng, Kurt Roth: Die Landeshauptleute der Steiermark 1236-2002, Styria Verlag, 2002, S. 34, ISBN 3222129967; (Ausschnittscan)
3 Ferdinand Opll: Nachrichten aus dem mittelalterlichen Wien: Zeitgenossen berichten, Böhlau Verlag, Wien, 1995, ISBN 3205983726, S. 28 u. 29; (Digitalscan)
4 Hans Jürgen Rieckenberg: Eberstein, Grafen von, in: Neue Deutsche Biographie, Band 4, 1959, S. 251; Onlinefassung
5 Chronik von Rüppurr (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven) i Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
6 Adolph Köllner: Geschichte der Herrschaft Kirchheim-Boland und Stauf, Wiesbaden, 1854, S. 89; (Digitalscan) 
von Eberstein, Graf Eberhard IV. (I11103)
 
48344 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eberhard_von_Regensberg

Eberhard von Regensberg (* um 1170; † 1. Dezember 1246 in Friesach) war als Eberhard II. derjenige Erzbischof von Salzburg mit der bisher längsten Regentschaft. Wegen seiner außergewöhnlichen Leistungen wird er als Pater patriae des Landes Salzburg bezeichnet.

Leben
Eberhard wurde als Sohn des edelfreien Luitold II. von Regensberg aus dem Geschlecht der Freiherren von Regensberg geboren. Seine Mutter stammte aus dem Geschlecht der Freiherren von Vaz. Sein Onkel Diethelm von Krenkingen, Bischof von Konstanz, berief ihn in das Konstanzer Domkapitel und hat wohl auch die Wahl von Eberhard zum Bischof von Brixen gefördert. Seine Wahl zum Erzbischof von Salzburg hat Papst Innozenz III. zuerst nicht anerkannt, da er dem kritischen Mann misstraute. Nach einer erneuten Wahl dieses Kirchenmannes zum Erzbischof fuhr Eberhard selbst nach Rom und konnte dort doch „mit viel Mühe und Schweiß“ seine Anerkennung samt der Verleihung des Palliums erreichen. Dabei musste sich wohl Eberhard verpflichten, im Thronstreit des deutsch-römischen Reiches die Partei des Papstes zu ergreifen, der Otto IV. zum König erklärt wissen wollte. Aber schon im September 1201 war Eberhard beim gewählten König Philipp, der dem Salzburger Erzstift für seine Treue die Reichsabteien Frauenchiemsee und Seeon schenkte. In der Folge verhielt sich Eberhard im Streit Ottos und Philipps um die Königswürde weiterhin betont diplomatisch und letztlich neutral. Die ausdrückliche Unterstützung Ottos unterließ der Erzbischof trotz mehrmaliger Ermahnungen, worauf Otto in einem Gewaltstreich Eberhard gefangen setzte und erst frei ließ, nachdem dieser sich schriftlich und durch Eid verpflichtet hatte, dem Kaiser Treue und Gehorsam gegen jedermann zu leisten. Dieser Gewaltakt des jähzornigen Königs gegen einen sehr angesehenen Kirchenmann hat dem König und dessen Ansehen am Ende aber nicht geholfen. Eberhard verhielt sich in der Folge weiterhin diplomatisch neutral. Der nach einer Revolte gegen den gebannten Kaiser Otto von etlichen Reichsfürsten und mit Unterstützung von Innozenz III. gewählte Staufer Friedrich II. bedankte sich beim Erzbischof mit der Schenkung der reichseigenen Güter im Lungau und bestätigte die Rechte des Erzbischofs über das Bistum Gurk und die Errichtung eines eigenen Bistums nächst der Abtei Frauenchiemsee. 1214 bestätigte er zudem die erzbischöflichen Rechte über das Bistum Seckau. Das Bistum Chiemsee sollte nun seinen Sitz in Herrenchiemsee erhalten.

Der Beauftragte des Papstes Albert Beham exkommunizierte damals in eher grotesker Weise zahlreiche Kirchenführer und Fürsten in Deutschland, weil diese die Exkommunikation des römisch-deutschen Kaisers seiner Meinung nach nicht oder nicht ausreichend kundmachen wollten, erreichte damit aber nur Unverständnis und allgemeine Verunsicherung.

Der sonst stets besonnene greise Eberhard verlor angesichts der Eskapaden des päpstlichen Agenten die Beherrschung, trat die Exkommunikationsurkunde, die ihm während der feierlichen Priesterweihe im Dom überbracht worden war, demonstrativ mit Füßen und ohrfeigte den Überbringer. Eberhard ließ zudem die Gebirgspässe für Alberts Beauftragte sperren, um eine Zustellung seiner Urkunden zu erschweren, worauf Albert Kinder und alte Frauen als heimliche Briefträger beauftragen musste.

Der Leichnam dieses großen Kirchenfürsten und Staatsmannes, der im Kirchenbann gestorben war, durfte daher nicht beerdigt werden, und musste 42 Jahre unbestattet über dem Gewölbe der Kirche von Radstadt (der heutigen Altenmarkter Kirche) liegen. Wegen seines Bannes fand sich auch kein zeitgenössischer Chronist, der eine gesammelte und umfassende Würdigung niedergeschrieben hätte. Erst als Papst Nikolaus IV. den Bann aufhob, wurde Eberhard von Regensberg 1288 im Salzburger Dom beigesetzt.

Leistungen als Landesherr
Eberhard konnte seinem Land den Frieden sichern und einen kulturellen und materiellen Aufschwung in seinem Land herbeiführen, dies wiegt umso mehr, als seine Regentschaftszeit im Kampf zwischen Kaiser und Papst äußerst schwierig war: Der hohe Grad an wirtschaftlichem und kulturellem Wohlstand konnte nach diesem Herrscher für drei Jahrhunderte nicht mehr erreicht werden. In seine Zeit fallen die Erwerbungen des Oberpinzgaues 1228, der Grafschaft Lebenau 1230, und des Lungaues 1246. Er förderte dabei den Fernhandel und sorgte für die Sicherheit der Handelswege. Die wichtigsten Handelsplätze erhob Eberhard zu Städten oder baute solche aus, die Städte Mühldorf, Pettau, Hallein und Laufen entwickelten sich unter seiner Regentschaft zu wichtigen Reichsstädten. In den Besitzungen im Raum Niederösterreich erhob er Traismauer, weiters St. Andrä und Rann an der Save zu Märkten. Die Münzprägung in Friesach erlebte unter Eberhard ihren Höhepunkt.

Auch Katastrophen konnten an dem landesweiten Wohlstand nichts ändern: Damals wurde der Lungau von einem starken Erdbeben heimgesucht, das in mehreren sich über mehr als ein Jahr hinziehenden Einzelbeben unter anderem die Burg Katsch zum Einsturz brachte und die Bewohner der Burg unter sich begrub. Die Stadt Salzburg brannte unter seiner Regentschaft zweimal hintereinander weitgehend ab.

Leistungen als Politiker des Reiches
Eberhard von Regensberg zählt zu den größten und fähigsten Erzbischöfen Salzburgs. Er hat in seiner außergewöhnlich langen Regentschaft von 46 Jahren in einer sehr bewegten Zeit mit klarem und zielbewusstem politischen Konzept wie kaum ein anderer Salzburger Landesherr die Politik Europas seiner Zeit maßgeblich mitbestimmt.

Leistungen als Erzbischof
Eberhard erwarb sich bei der Kirchenorganisation und der Klosterreform besondere Verdienste. Zu seinen Leistungen zählen auch die Gründung der drei Eigenbistümer Chiemsee, Seckau und Lavant. In dem von Papst Gregor IX. angeordneten verstärkten Kampf gegen die Ketzer im Wege über die Inquisition verhielt sich Eberhard trotz Ermahnungen des Papstes betont milde. (Die Mörder des fanatischen Inquisitors Konrad von Marburg, dessen Treiben weitum Entsetzen hervorgerufen hatte, sprach aber auch der Papst gegen das Gelöbnis der Teilnahme am Kreuzzug frei.)

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von Regensberg, Bischof Eberhard (I11575)
 
48345 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Ebles_II._(Roucy)

Ebles II. (Roucy)

Ebles II. († Mai 1103) war Graf von Roucy und Herr von Ramerupt von 1063 bis 1103.

Er war ein Sohn Hilduins IV., Graf von Montdidier, Herr von Ramerupt und dessen Ehefrau Gräfin Adelaide von Roucy, und erbte beim Tod seines Vaters die die Grafschaft Roucy, sowie die Herrschaft Ramerupt.

Leben
Ebles führte um das Jahr 1073 ein großes Heer, welches laut Suger von Saint-Denis dem eines Königs würdig war, nach Spanien zum Kampf gegen die Mauren. Dieser Heerzug wurde bereits von Papst Alexander II. und dem Abt Hugo von Cluny vorangetrieben seit sich der aragonesische König Sancho Ramírez, nach der Rückeroberung Barbastros durch die Mauren 1065, politisch und religiös an Rom angenähert hatte. Alle Eroberungen Ebles sollten dabei zugunsten St. Peters gemacht werden, außerdem bekam er vollste Absolution für diesen Feldzug zugesichert weshalb dieses militärische Engagement als ein Vorgriff zu den Kreuzzügen betrachtet werden kann. Ebles Schwester, Felicia, war bereits seit etwa 1070 mit dem König von Aragón verheiratet gewesen, den er gemeinsam mit seinem Neffen Rotrou III. von Perche gegen dessen Vetter Sancho IV. von Navarra unterstützte, statt gegen die Mauren zu ziehen.

Danach zog Ebles nach Unteritalien wo er den Normannenherrscher Robert Guiscard in dessen Kampf gegen das byzantinische Reich unter Alexios I. Komnenos unterstützte. Um das Jahr 1082 heiratete er Guiscards Tochter Sibylle.

Zurück in Frankreich führte Ebles und sein Sohn Guiscard mehrere Fehden gegen ihre Nachbarn, besonders gegen die Erzbischöfe von Reims deren Land sie verwüsteten. Erst nach einem militärischen Eingreifen des Kronprinzen Ludwig (VI.) 1102 unterwarf sich Ebles und beendete seine Raubzüge.

Ehe
Ebles II. von Roucy war seit ca. 1082 verheiratet mit Sibylle de Hauteville, einer Tochter Robert Guiscards und der Sikelgaita von Salerno.

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von Roucy (Montdidier), Ebles II. (Ebal) (I12431)
 
48346 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Edmund_Beaufort,_1._Duke_of_Somerset

Edmund Beaufort, 1. Duke of Somerset KG (* um 1406; † 22. Mai 1455 bei St Albans, Hertfordshire, England) war ein englischer Adeliger und eine bedeutende Figur in den Rosenkriegen und im Hundertjährigen Krieg. Er war Lieutenant von Frankreich, Constable von England und kämpfte auf der Seite des Hauses Lancaster in der Ersten Schlacht von St Albans, in der er auch den Tod fand.

Edmund war ein jüngerer Sohn von John Beaufort, 1. Earl of Somerset und ein Enkel von John of Gaunt, 1. Duke of Lancaster. Er war 1432 einer der Vertreter auf dem Basler Konzil und wurde 1435 Graf von Mortain in der Normandie[1].

1436 nahm er an der Entsetzung von Calais teil und kommandierte zwei Jahre später mit einigem Erfolg in Maine. 1440 eroberte er Harfleur zurück und wurde dafür zum Ritter des Hosenbandordens ernannt. Im nächsten Jahr wurde er zum Earl of Dorset[2] und am 24. Juni 1443 zum Marquess of Dorset[3] erhoben. Nach dem Tode seines Bruders John folgte er diesem als 4. Earl of Somerset nach. Am 31. März 1448 wurde ihm der Titel Duke of Somerset verliehen, den vorher schon sein Bruder John (1404–1444) getragen hatte.[4] Aus diesem Grund wird Edmund teils als 2. Duke gezählt, obwohl das nicht korrekt ist, denn er war nicht der Erbe seines Bruders, sondern das Dukedom wurde für ihn neu errichtet.

Als Haupt der Beaufort-Partei war er der Rivale von Richard Plantagenet, 3. Duke of York, den er 1446 als Lieutenant (Statthalter) von Frankreich ablöste. Allerdings mangelte es Beaufort an staatsmännischem Geschick, und er war deshalb nicht in der Lage, die Erfolge der Franzosen zu stoppen. Der Verlust Rouens und der Normandie während der nächsten Jahre wurde durch seine Inkompetenz verursacht, und sein Versagen machte ihn zur Zielscheibe für verbale Angriffe der Yorkisten. So verlor er auch die Grafschaft Mortain 1449 an die Franzosen. Nach dem Sturz Suffolks übernahm Beaufort dessen Posten als Erster Minister des Königs und das Parlament forderte im Januar 1451 vergeblich seine Ablösung.

Trotz der aktiven Gegnerschaft der Yorks konnte er seine Position, nicht zuletzt wegen seiner guten Beziehungen zu Königin Margarete, halten, bis sein Rivale Richard wegen der Regierungsunfähigkeit Heinrichs VI. im März 1454 zum Lord Protector ernannt wurde. Er wurde gefangen genommen und verbrachte – ohne Gerichtsverfahren – ein Jahr im Tower of London. Nach der Genesung des Königs wurde er ehrenhaft entlassen und wieder in sein Amt als Captain von Calais eingesetzt. Den Argwohn gegen Beaufort nahmen die Yorks als Vorwand, die Waffen zu erheben. Die Rivalität der beiden Männer wurde durch die Niederlage des Hauses Lancaster und Somersets Tod in der Schlacht von St. Albans 1455 beendet.[5]

Obwohl er ein loyaler Mann war, mangelte es Beaufort an Führungsfähigkeiten. Es war ein Unglück für Heinrich VI., dass die Umstände ihn zwangen, einen so schwachen Mann zu seinem Ersten Minister zu machen. Thomas Basin, der französische Chronist, schildert Beaufort als gutaussehend, zuvorkommend und liebenswürdig.

Mit seiner Frau Eleanor, Tochter und Mit-Erbin von Richard de Beauchamp, 13. Earl of Warwick, die er zwischen 1431 und 1435 heimlich geheiratet hatte, hatte er zehn Kinder. 
Beaufort, Edmund (I28187)
 
48347 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Edmund_FitzAlan,_9._Earl_of_Arundel (Sep 2021)

Edmund FitzAlan, 9., nach anderer Zählung 2. Earl of Arundel (* 1. Mai 1285 auf Marlborough Castle; † 17. November 1326 in Hereford) war ein englischer Magnat. Während der turbulenten Herrschaft von König Eduard II. wechselte er, wie andere Adlige auch, mehrfach die Seiten. Obwohl er zeitweise zu den erbittertsten Gegnern des Königs gehört hatte, war er schließlich einer der wenigen Magnaten, die nach 1322 die Herrschaft des Königs unterstützten. Nach dem Sturz des Königs wurde er als Verräter hingerichtet.

Herkunft und Jugend
Fitzalan entstammte dem Haus FitzAlan. Er war ein Sohn von Richard FitzAlan, 8. Earl of Arundel und von Alasia (auch Alice), einer Tochter von Thomas, Markgraf von Saluzzo im Piemont. Sein Vater starb 1302, worauf John de Warenne, 6. Earl of Surrey sein Vormund wurde und das Recht erhielt, ihn zu verheiraten. Warenne starb 1304, doch er hatte vereinbart, dass FitzAlan seine Enkelin Alice, eine Tochter seines bereits verstorbenen Sohns William de Warenne heiraten sollte. Fitzalan weigerte sich zunächst, heiratete jedoch 1305 Alice. Im April 1306 übergab ihm König Eduard I. sein Erbe und schlug ihn zusammen mit Eduard, dem Prince of Wales, am 22. Mai zum Ritter.[1]

Angehöriger der Adelsopposition
Nach dem Tod von Eduard I. und der Thronfolge von Eduard II. bezeugte FitzAlan, nun Earl of Arundel, am 6. August 1307 die Erhebung von Piers Gaveston zum Earl of Cornwall. Bei der Krönung Eduards am 25. Februar 1308 diente er als Mundschenk und Träger der königlichen Robe. Schon bald schloss er sich jedoch den Gegnern Gavestons an, ein Grund könnte ein Turnier Ende 1307 gewesen sein, bei dem Gaveston Arundel besiegte. Arundel verweigerte 1309 seine Teilnahme am Parlament in Stamford. Im März 1310, als der König der Adelsopposition nachgeben musste, wurde er als einer der 21 Lords Ordainer gewählt. Als Gaveston im Januar 1312 verbotenerweise aus seinem Exil zurückkehrte, gehörte Arundel zu den Magnaten, die sich schworen, ihn zu jagen und gefangen zu nehmen. Im Juni war er einer der vier Earls, die den gefangenen Gaveston nach kurzem Prozess hinrichten ließen.

Obwohl ihn der König 1313 offiziell begnadigte, blieb Arundel dem König gegenüber zurückhaltend. Im Juni 1314 verweigerte er seine Teilnahme an dem Feldzug des Königs nach Schottland, der in der vernichtenden Niederlage von Bannockburn endete. Er folgte damit vermutlich dem Beispiel des Earl of Lancaster, des Führers der Adelsopposition, der bemängelte, dass der Feldzug entgegen den Bestimmungen der Ordinances nicht von einem Parlament beschlossen worden war.[2] Der König untersagte ihm im Gegenzug 1315 den Erwerb der Herrschaft von Caus in den Welsh Marches, die er von Sir Peter Corbet kaufen wollte.

Annäherung an den König
Im Februar 1316 gehörte Arundel zu dem königlichen Rat, der unter Führung von Lancaster die Herrschaft des Reichs übernahm, jedoch nach wenigen Monaten scheiterte. In den nächsten Jahren entfernte er sich jedoch zunehmend von der Linie Lancasters. Am 19. November 1316 ernannte ihn der König, vermutlich gegen Lancasters Willen, zum Aufseher der Scottish Marches. Im August 1318 unterstützte er die Verhandlungen, die zum Vertrag von Leake und damit zu einer zwischenzeitlichen Versöhnung von Lancaster mit dem König führten. Im September 1319 nahm Arundel an der vergeblichen Belagerung von Berwick durch den König teil. Am 9. Februar 1321 heiratete sein ältester Sohn Richard auf dem königlichen Gut von Havering-atte-Bower Isabel le Despenser, eine Tochter des königlichen Günstlings Hugh le Despenser, womit seine Zugehörigkeit zur Partei des Königs offensichtlich wurde.

Parteigänger des Königs
Als es im Mai 1321 zur Rebellion der Marcher Lords, dem sogenannten Despenser War, kam, weigerte sich Arundel deshalb, sich den Rebellen anzuschließen. Daraufhin belagerten Roger Mortimer of Chirk und Roger Mortimer of Wigmore Arundels Burg von Clun. Dennoch stimmte Arundel nach dem zwischenzeitlichen Sieg der Marcher Lords beim Parlament im August 1321 dem Exil der Despensers zu. Bereits im Oktober unterstützte er jedoch wieder den König bei der Belagerung von Leeds Castle. Dem Klerus riet er im Auftrag des Königs, das Exil der Despensers aufzuheben. Im Winter von 1321 bis 1322 nahm er am Feldzug des Königs in die Welsh Marches teil. Der König ernannte ihn am 5. Januar zum Justitiar für Wales, und Arundel gelang es, die Mortimers Ende Januar zur Aufgabe zu überreden. Am 11. März befürwortete er die Verurteilung von Lancaster als Verräter, und nachdem dieser nach der Schlacht bei Boroughbridge gefangen genommen worden war, gehörte er zu den Richtern, die ihn am 22. März in Pontefract Castle zum Tode verurteilten. Der König belohnte seine Unterstützung mit der Übergabe von beschlagnahmten Gütern der Rebellen, darunter Ländereien in der Isle of Axholme, die zuvor John Mowbray gehört hatten, und der Herrschaft von Chirk, die zuvor Roger Mortimer of Chirk gehört hatte und die an Arundels Herrschaft von Oswestry grenzte. Durch diese Gebietsgewinne hatte Arundel, zusammen mit seinem ererbten Besitz, insgesamt jährliche Einkünfte in Höhe von etwa £ 2000. Er nahm an dem Feldzug von 1322 gegen Schottland teil und blieb eauch in den nächsten Jahren ein Unterstützer des Königs. 1326 bestätigte der König seinen Erbanspruch auf die Besitzungen von John de Warenne, 7. Earl of Surrey.

Hinrichtung
Als im selben Jahr die exilierte Königin Isabella und der aus der Gefangenschaft entkommene Roger Mortimer of Wigmore in England landeten und die Herrschaft von Eduard II. zusammenbrach, wurde auch Arundel als einer der mächtigsten Unterstützer des Königs unausweichlich zu einem Ziel der Rebellen. Er floh mit dem König nach Westengland, wurde jedoch bei Shrewsbury von John Charlton of Powys gefangen genommen und zu Königin Isabella nach Hereford gebracht. Dort wurde er als Verbündeter der Despensers für den Tod Lancasters verantwortlich gemacht und der Verschwörung gegen die Königin beschuldigt. Als Verräter zum Tode verurteilt, verdankte er vermutlich dem Beharren Mortimers, dass er ehrenvoll enthauptet werden sollte, anstatt als Verräter gehängt zu werden. Der ungeübte Henker soll jedoch 22 Hiebe benötigt haben, um seinen Kopf vom Rumpf zu trennen. Arundels Leichnam wurde später in Haughmond Abbey, der traditionellen Familiengrablege der FitzAlans beigesetzt.

Sein beträchtlicher Schatz, den er in der Kathedrale von Chichester und in der Holy Trinity Priory in London deponiert hatte, wurde geraubt, große Teile des Schatzes wurden schließlich bei der Königin und bei Mortimer entdeckt. Als Verräter war er enteignet und seine Nachkommen enterbt worden. Die Honour of Arundel mit Arundel Castle wurde dem Earl of Kent übergeben, seine Besitzungen in Shropshire und North Wales fielen an Mortimer. 
FitzAlan, Graf Edmund 9. Earl of Arundel (I27365)
 
48348 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Edmund_Mortimer,_1._Baron_Mortimer_(1251–1304)

Edmund Mortimer, 1. Baron Mortimer (* 1251; † 17. Juli 1304 in Wigmore Castle) war ein englischer Adliger.

Herkunft und Ausbildung zum Geistlichen
Edmund Mortimer entstammte der Familie Mortimer, einer angesehenen Familie des anglonormannischen Adels, deren umfangreiche Besitzungen vor allem in den Welsh Marches lagen. Er war der zweite Sohn von Roger Mortimer und von dessen Frau Maud de Braose. Als jüngerer Sohn sollte er zunächst Geistlicher werden. Bereits 1265 wurde er nach dem Sieg des Königs im Zweiten Krieg der Barone als Nachfolger von Amaury de Montfort von König Heinrich III. zum Schatzmeister von York Minster ernannt. Anschließend studierte er Theologie an der Universität Oxford, dabei durfte er in Oxford im Haus von Walter Giffard, dem Erzbischof von York wohnen.

Erbe und Rolle beim Tod von Llywelyn ap Gruffydd
Nach dem Tod seines älteren Bruders Ralph 1274 wurde er Erbe seines Vaters, dennoch blieb er zunächst weiter in Oxford. Erst als sein Vater 1282 starb, kehrte er in die Welsh Marches zurück.[1] Edmund Mortimer wurde am 24. November 1282 sein Erbe übergeben, zu dem neben Wigmore Castle die walisischen Herrschaften Maelienydd und Gwrtheyrnion gehörten. König Eduard I. hatte Sorge, dass sich nach dem Tod von Roger Mortimer der walisische Aufstand auch in dessen walisischen Gebieten ausbreiten könne. Deshalb ließ der König die Gebiete der Mortimers zunächst besetzen. Die Ungewissheit über die Loyalität seiner Untertanen soll Edmund Mortimer bewogen haben, den walisischen Fürsten Llywelyn ap Gruffydd in einen Hinterhalt in den Welsh Marches zu locken. Durch den Sieg über den Fürsten wollte Mortimer die Gunst des Königs gewinnen. Tatsächlich wurde Llywelyn in einem Gefecht am 11. Dezember 1282 bei Builth in Mittelwales getötet, dessen genaue Umstände unklar sind.[2]

Weitere Tätigkeit als Militär und Politiker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nach der Eroberung von Wales wurde Mortimer in Winchester von Eduard I. zum Ritter geschlagen. Er wurde regelmäßig zu den Parlamenten geladen, weshalb er als Baron Mortimer gilt. Dazu diente er als Militär während des Französisch-Englischen Kriegs ab 1294 in der Gascogne und nach 1296 im Krieg mit Schottland.[3] 1290 kam es aber zu einem Konflikt mit der Krone. Bogo de Knoville, der königliche Vogt von Montgomery, beschuldigte Mortimer, einen Verbrecher eigenmächtig verurteilt und hingerichtet zu haben, obwohl Knoville die Überstellung des Verbrechers gefordert hatte. Während des Parlaments im Herbst 1290 musste sich Mortimer der Gnade des Königs unterwerfen. Der König entzog ihm Wigmore, doch diese harte Strafe wurde kurze Zeit später erheblich gemildert. Mortimer sollte nun eine Strafe von 100 Mark zahlen sowie stellvertretend eine Tafel an Knoville geben, die dieser anstelle des bereits hingerichteten Verbrechers symbolisch hängen sollte. Als Mortimer diese Auflage nicht befolgte, befahl der König erneut die Beschlagnahmung von Wigmore. Mortimer erhielt seine Besitzungen aber schließlich zurück, und auch sein Recht, als Marcher Lord als Richter Urteile zu fällen, blieb gewahrt.[4] Als Eduard I. 1297 seine Magnaten im Krieg mit Flandern zu einem Feldzug nach Flandern aufforderte, kam es zu einer Revolte, deren Führer der Earl of Norfolk und der Earl of Hereford waren. In Montgomery kam es zu einem Treffen der Magnaten, an dem auch Mortimer teilnahm.[5] Angesichts des Widerstands musste der König den Magnaten Zugeständnisse machen. Zum mächtigen Earl of Gloucester behielt Mortimer ein gutes Verhältnis. Er unterstützte dessen Bruder Bogo de Clare, der sein Nachfolger als Schatzmeister in York wurde, bei dessen Ansammlung von Pfründen.[6] 1304 wurde er bei einem Überfall bei Builth schwer verwundet. Er wurde nach Wigmore Castle gebracht, wo er wenig später starb;[7] beigesetzt wurde er in Wigmore Priory.

Familie und Nachkommen
Im September 1285 hatte Mortimer Margaret de Fiennes († 1334), eine Tochter des nordfranzösischen Adligen Guillaume de Fiennes († 1302) und von Blanche de Brienne geheiratet. Ihr Vater war ein Cousin zweiten Grades von Königin Eleonore von Kastilien. 
Mortimer, Edmund 1. Baron Mortimer (I9407)
 
48349 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Edmund_Mortimer,_3._Earl_of_March

Edmund Mortimer, 3. Earl of March und de jure uxoris Earl of Ulster (* 1. Februar 1352; † 27. Dezember 1381 in Cork) war der Sohn von Roger Mortimer, 2. Earl of March, und dessen Frau Philippa, Tochter von William Montague, 1. Earl of Salisbury.

Dynastische Einordnung und Bedeutung
Edmund war noch ein Kind, als sein Vater starb, so dass er als Mündel der Krone von Eduard III. in die Obhut von William von Wykeham und Richard Fitzalan, 10. Earl of Arundel, übergeben wurde. Obschon durch sein Erbe reich begütert, erlangte er durch seine Heirat 1368 mit der 13-jährigen Philippa Plantagenet, 5. Countess of Ulster[1], einen erheblichen Bedeutungszuwachs, da seine Frau das einzige Kind von Lionel of Antwerp, 1. Herzog von Clarence, des zweitältesten Sohnes Eduards III., war und diese Ehe hohe dynastische Bedeutung gewann. Ihre Nachfahren würden an dritter Stelle nach Eduard, dem schwarzen Prinzen, und dessen Sohn, den späteren Richard II., stehen. Edmunds Ururenkel wird schließlich 1461 während der Rosenkriege mit Berufung auf seine Herkunft als Eduard IV. den englischen Thron besteigen.
Beim Tode seines Schwiegervaters erhielt Edmund zusätzlich den Titel des Earl of Ulster, den Lionel wiederum von seiner Frau Elisabeth als Erbin von William Donn de Burgh, 3. Earl of Ulster, übernommen hatte.
Edmunds Sohn Roger Mortimer, 4. Earl of March, wurde später erster Thronanwärter auf den englischen Königsthron während der Regierung von Richard II. und dessen anhaltender Kinderlosigkeit.

Politischer Werdegang
Edmund wurde 1369 zum Marshall von England ernannt und erfüllte in der Folge diverse diplomatische Missionen. 1376 war er eine der Schlüsselfiguren der Opposition im Good Parliament, als dort die Ausgaben im Zuge des Krieges mit Frankreich kritisiert wurden. Der erste Sprecher des Parlaments, Sir Peter de la Mare, war Steward von Edmund, der in der Folge mit dem dritten Sohn Eduards III., John of Gaunt, 1. Duke of Lancaster, im Konflikt lag. Die Beschlüsse des Good Parliament wurden noch im gleichen Jahr aufgehoben, Peter de la Mare eingekerkert und Edmund als Marshall von England auf eine umfangreiche Inspektionsreise zu den entlegensten Festungen des Königreiches geschickt.
Edmund vermied auch nach der Regierungsübernahme Richards II. einen offenen Konflikt mit John of Gaunt, obwohl er als Vater des nunmehrigen Thronerben eine Schlüsselposition im Thronrat einnahm.
Edmund starb am 27. Dezember 1381 in Cork und wurde, wie auch seine Frau Philippa, in Wigmore Abbey begraben.


Einzelnachweise
1 Powicke & Fryde: Handbook of British Chronology. Second Edition, London, 1961, Seite 464
2 Powicke & Fryde: Handbook of British Chronology. Second Edition, London, 1961, Seite 437
Weblinks
• Edmund de Mortimer, 3rd Earl of March auf thepeerage.com, abgerufen am 6. Oktober 2015 (englisch) 
Mortimer, Graf Edmund 3. Earl of March (I9394)
 
48350 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eduard_(Portugal) (Okt 2017)

Eduard I. (Dom Duarte I) KG (* 31. Oktober 1391; † 9. September 1438) war von 1433 bis 1438 elfter König von Portugal, der zweite aus dem Hause Avis.

LebenEduard – auch bekannt unter dem Namen der Philosophenkönig (er hatte eine philosophische Schrift über die Bestimmung des Menschen mit dem Titel „Der loyale Ratgeber“ (O leal conselheiro) geschrieben) – wurde als Sohn von König Johann I. und dessen Gemahlin Philippa of Lancaster geboren. Er regierte vom 15. August 1433 – ein Tag vorher war sein Vater gestorben – bis zu seinem Tode 1438.
Eduards kurze Regierungszeit verlief glücklos. Sein Vorgänger, Johann I., hatte sich gezwungen gesehen, große Ländereien an den Adel zu vergeben, um sich die Unterstützung des Adels im Kampf gegen Kastilien zu sichern (vgl. Revolution von 1383, Schlacht von Aljubarrota). Eduard versuchte nun, zumindest einen Teil dieser Ländereien für die Krone zurückzugewinnen. Er erließ 1434 ein Dekret, das besagte, dass die Krone automatisch alles Land erben würde, sobald ein Landedelmann ohne männlichen Erben verstarb. Dieses Dekret brachte ihn in Konflikt mit dem Landadel.

Ein Versuch Tanger von den Mauren zu erobern, endete 1437 im Desaster. Sein Bruder Heinrich der Seefahrer, der den Tanger-Feldzug befehligte, musste vor der arabischen Übermacht kapitulieren. Teil der Kapitulationsbestimmungen war, dass Portugal Ceuta an die Mauren zurückgeben sollte. Um diese Bestimmung zu verbürgen, musste Prinz Ferdinand, ein weiterer jüngerer Bruder des Königs, den Mauren als Geisel gestellt werden. Eduard stand nun vor der schwierigen Frage, ob er seinen Bruder retten und damit die Stadt Ceuta aufgeben sollte, oder nicht. Er reichte diese Frage an die Cortes, das portugiesische Adelsparlament, weiter. Es kam allerdings zu keiner Entscheidung, da der König bereits 1438 an der Pest verstarb. Prinz Ferdinand verblieb so bis zu seinem Tod in maurischer Gefangenschaft.
Der frühe Tod Eduards löste eine Krise aus. Sein Sohn und Nachfolger, Alfons V. war beim Tode seines Vaters noch minderjährig, so dass das Land zunächst von einer Regentschaft verwaltet werden musste. Diese wurde zunächst Eduards Witwe übertragen, konnte jedoch schon bald von einem weiteren Bruder Eduards, Peter von Portugal, an sich gezogen werden. Erst nach zehnjähriger Regentschaft gelang es Eduards Sohn seinen Onkel zu schlagen und selbst die Macht zu übernehmen. 
von Portugal (Avis), König Eduard I. (I9014)
 

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