Treffer 48,351 bis 48,400 von 52,053
| # | Notizen | Verknüpft mit |
|---|---|---|
| 48351 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eduard_August_Rübel Eduard August Rübel Eduard August Rübel wurde als Sohn des Seidenhändlers August Rübel (1827-1892), ein deutschstämmiger US-Amerikaner, und der Rosalie, geborene Däniker, in Zürich geboren. Sein Vater stammte ursprünglich aus Elberfeld im Rheinland war jedoch seit 1855 amerikanischer Staatsbürger. Die Familie Rübel wurde 1899 in der Stadt Zürich eingebürgert. Er wuchs auf dem elterlichen Platanenhof am Zürichberg auf. Rübel studierte zunächst am damaligen Eidgenössischen Polytechnikum in Zürich Chemie und promovierte 1901 an der nunmehrigen ETH zum Dr. phil. Er war dort zunächst Mitarbeiter des Botanikprofessors Carl Schroeter, einem der Begründer der Geobotanik. 1917 wurde er zum Privatdozent für Botanik an der ETH berufen. Sein botanisches Spezialgebiet waren die Bryophyten (Moose). Mehrere Pflanzenarten wurden von ihm, zusammen mit Josias Braun-Blanquet, erstbeschrieben (z. B. die Lotwurz-Arten Onosma cinerascens Rubel & Braun-Blanq. und Onosma delphinensis Rubel & Braun-Blanq.). 1918 stiftete Rübel, insbesondere zur Förderung der noch jungen wissenschaftlichen Fachrichtung Geobotanik, das «Geobotanische Forschungsinstitut Rübel», dessen von seinen beiden Schwestern Helene und Cecile gestiftetes Institutsgebäude 1928 errichtet werden konnte. Direktoren dieses Instituts waren: Heinrich Brockmann-Jerosch, ab 1931 Werner Lüdi, dann Heinz Ellenberg (1958 bis 1966), Elias Landolt (1966–1993) und seit 1993 Peter J. Edwards. Als Assistenten wirkten am Institut u. a. Josias Braun-Blanquet (bis 1926), Balthasar Stüssi (1936 bis 1944) und Heinrich Zoller (1945 bis 1954). 1923 ernannte die ETH Rübel zum Titularprofessor. Von 1929 bis 1934 war er Zentralpräsident der „Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft“ (sie war bis 1987 Schweizerische Akademie der Wissenschaften und ist heute aufgegangen in der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz). Rüdel hatte zahlreiche geschäftliche und öffentlich-politische Ämter inne. Zudem war er in zahlreichen In- und Ausländischen Gesellschaften Ehrenmitglied und Korrespondierendes Mitglied. 1931 wurde er u. a. zum Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt. 1934 beendete er seine Dozententätigkeit und verlegte seine Interessen vor allem auf genealogische Forschung. 1958 schenkte er das von ihm gegründete und bis dahin auch – unbenommen von den jeweiligen Direktoren – geführte Forschungsinstitut unter dem Namen „Stiftung Rübel“ der ETH. Es ist heute aufgegangen im „Institut für Integrative Biologie“ (IBZ) des Departements Umweltwissenschaften der ETH. Eduard Rübel war seit 1908 verheiratet mit der Zürcherin Anna Luise Blass (* 1882). Die von Rübel gegründete Stiftung feierte 2018 ihr 100-jähriges Jubiläum und unterstützt auch heute weiterhin die geobotanische Forschung an der ETH Zürich. Öffentliche Ämter Von 1916 bis 1919 war Rübel Mitglied und Sekretär des Grossen Stadtrates der Stadt Zürich, 1926 Kantonsrat des Kantons Zürich und ab 1921 Mitglied der Zürcher Honoratioren- und Patriziervereinigung „Gesellschaft der Schildner zum Schneggen“. Veröffentlichungen Rübel verfasste verschiedene pflanzenkundliche Monographien, darunter 1930 Die Pflanzengesellschaften der Erde, lange Zeit ein Standardwerk. | Rübel, Eduard August (I56113)
|
| 48352 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eduard_II._(England) Eduard II. (englisch Edward II, auch Edward II of Carnarvon; * 25. April 1284 in Caernarvon, Wales; † 21. September 1327 in Berkeley Castle, Gloucestershire) war ein englischer König, Lord of Ireland und Herzog von Aquitanien. Er war der erste englische König, der nach der normannischen Eroberung 1066 abgesetzt wurde.[1] Herkunft[ Eduard II. war der vierte Sohn und das jüngste Kind von Eduard I. von England und dessen erster Gemahlin Eleonore von Kastilien. Er wurde vermutlich in dem im Bau befindlichen Caernarfon Castle geboren. Sein Vater soll absichtlich seine Geburt iin Nordwales arrangiert haben, um durch die Geburt eines Prinzen in Wales die englische Herrschaft im kurz zuvor eroberten Wales zu stärken. Angeblich soll er den Walisern einen Fürsten versprochen haben, der in Wales geboren wurde und kein Wort englisch spricht, und nach der Geburt Eduards präsentierte er ihnen seinen Sohn als neuen Fürsten von Wales.[2] Dies wurde allerdings erst im 16. Jahrhundert behauptet, doch klingt diese Version plausibel. Caernarfon Castle sollte als prächtigste der neuen Burgen König Eduards I. in Wales als Residenz des neuen Fürsten von Wales dienen, doch sein Sohn kehrte als Erwachsener nie dorthin zurück. Kindheit und Erziehung Eduard war mindestens das 14. Kind von Königin Eleonore, doch nach dem Tod seines älteren Bruders Alphonso im August 1284 war er der einzige überlebende Sohn. Obwohl Eduard damit als Thronfolger feststand, kümmerten sich seine Eltern wenig um seeine Erziehung, und über eine systematische Erziehung und Ausbildung des Thronfolgers ist nichts bekannt. Zwischen Mai 1286 und August 1289 waren seine Eltern in Frankreich. Als sein Vater im April 1290 einen neuen Kreuzzug plante, übertrug er im Fall des Todes von Eduard auch all seinen Töchtern das Recht auf seine Nachfolge als König. Am 28. November 1290 starb Eduards Mutter Eleonore, von ihr erbte er die Grafschaften Ponthieu und Montreuil in Frankreich. Im Juni 1291 starb seine Großmutter Eleonore von der Provence. Seine zahlreichen Schwestern wurden verheiratet oder traten in Klöster ein. Spätestens ab 1290 gehörten Dominikanermönche zu seinem Haushalt, und Eduard behielt zeitlebens eine enge Beziehung zu dem Orden. 129290 beauftragte seine Mutter ihren Schreiber Philip damit, Eduard zu unterrichten. Eduards Muttersprache war Französisch, das er auch lesen konnte, daneben verstand er Englisch wie sein Vater. Ob er auch schreiben konnte, ist unbekannt. Von 12955, vielleicht sogar von 1293 an, bis zu seinem Tod im April 1303 war der Ritter Gui de Ferre aus der Gascogne für die ritterliche und militärische Ausbildung Eduards verantwortlich. Obwohl der Thronfolger als Jugendlicher als stark, sportlich und als guter Reiter galt, ist von ihm keine Teilnahme an einem Turnier bekannt. Heiratspläne und Verlobungen Sein Vater plante seinen Sohn mit der schottischen Thronfolgerin Margarete, der Maid of Norway, zu verheiraten. Die Ehe war im Juli 1290 im Abkommen von Birgham vertraglich geregelt worden, doch die junge Braut starb im selben Jahr während der Überfahrt nach Schottland. Nach dem Beginn des Französisch-Englischen Krieges 1294 wollte sein Vater ihn mit einer Tochter von Graf Guido von Flandern verheiraten, um das Bündnis zwischen Flandern und England zu stärken. Gemäß der Waffenstillstandsverhandlungen 1298 wurde diese Vereinbarung von Papst Bonifatius VIII. aufgehoben. Dafür wurde im Vertrag von Montreuil im Juni 1299 die Verlobung von Eduard mit der französischen Prinzessin Isabelle de France beschlossen, die den Krieg zwischen England und Frankreich beenden sollte. Nach dem Vertrag von Paris von 1303, der den Krieg mit Frankreich schließlich beendete, wurden Eduard und Isabelle offiziell verlobt. Rolle als Thronfolger und erster Prince of Wales Während des Französisch-Englischen Krieges von 1294 bis 1303 wurde Eduard 1296 nominell Oberbefehlshaber der englischen Truppen, die eine befürchtete französische Invasion in England abwehren sollten. Während der politischen Krise im Sommer 1297 schworen ihm die führenden Magnaten am 14. Juli 1297 in Anwesenheit seines Vaters in Westminster die Treue. Anschließend war er zwischen dem 22. August 1297 und dem 14. März 1298, als sein Vater in Flandern war, der offizielle Regent von England. Am 10. Oktober 1297 bot er Roger Bigod, 5. Earl of Norfolk, Humphrey de Bohun, 3. Earl of Hereford und anderen oppositionellen Magnaten offiziell die Begnadigung an und bestätigte die Confirmatio Cartarum, eine überarbeitete Version der Magna Carta, wodurch die Krise beigelegt wurde. Im ersten schottischen Unabhängigkeitskrieg sammelte er während der Belagerung von Caerlaverock Castle im Juli 1300 erste militärische Erfahrungen. Während des Parlaments in Lincoln wurde Eduard am 7. Februar 1301 zum ersten englischen Prince of Wales und zum Earl of Chester ernannt. Damit wollte der König die englische Herrschaft über das eroberte Wales weiter festigen, gleichzeitig verschaffte er seinem Sohn eine eigene Herrschaft mit eigenen Einkünften. Der junge Prince of Wales besuchte im April und Mai 1301 Wales, wo er die Huldigung seiner Untertanen entgegennahm, dies war bis zu seiner Flucht im Oktober 1326 sein einziger Besuch in Wales. Während des Feldzugs nach Schottland im Sommer und Herbst 1301 kommandierte Eduard unter dem Oberbefehl seines Vaters ohne großen Erfolg einen Teil der englischen Armee. Im März 1302 leitete er während der Abwesenheit seines Vaters erstmals eine Ratsversammlung der Magnaten, und im Juli und Oktober wurde er als Earl of Chester in das Parlament berufen. Im Herbst 1303 nahm er erneut an einem Feldzug nach Schottland teil, wo er bis zur Eroberung von Stirling Castle im Juli 1304 blieb. AAm 14. Juni 1305 kam es in Midhurst in Sussex zu einem Zerwürfnis zwischen dem König und dem Thronfolger. Eduard war mit dem Lord High Treasurer seines Vaters, Walter Langton, in Streit geraten. Die Ursache hierfür ist unbekannt, vermutlich ging es um die hohen Kosten des eigenen Haushalts des Thronfolgers. Der Vater ergriff für seinen mächtigen, jedoch unbeliebten Vertrauten Partei und verbannte seinen Sohn von seinem Hof. Damit wollte er vermutlich auch Eduard von einigen seiner Freunde trennen, deren Einfluss er missbilligte. Zu denen gehörte der junge, aus Frankreich stammende Piers Gaveston, den der König 1300 selbst in den Haushalt des Thronfolgers aufgenommen hatte. Gaveston war der engste Freund des Thronfolgers geworden und hatte großen Einfluss auf ihn. Schon die Zeitgenossen argwöhnten, dass zwischen den beiden auch ein sexuelles Verhältnis bestand, doch dies kann nicht belegt werden und ist bis heute umstritten.[3] Erst am Namenstag von Eduard dem Bekenner am 13. Oktober 1305 erfolgte eine Versöhnung zwischen Vater und Sohn, doch das Vertrauen zwischen den beiden war schwer beschädigt. Am 7. April 1306 wurde der Thronfolger zum Herzog von Aquitanien ernannt, und am 22. Mai wurde er zusammen mit 300 weiteren jungen Männern in einer feierlichen Zeremonie in Westminster zum Ritter geschlagen. Sein Vater übertrug ihm erneut das Kommando über eine englische Armee, mit der Eduard im August 1306 in Schottland einfiel, doch wegen der Plünderungen und Ausschreitungen des englischen Heeres berief ihn sein Vater verärgert zurück. Gaveston, der entgegen den Befehlen des Königs zusammen mit anderen jungen Rittern nicht am Feldzug teilgenommen hatte, zog sich erneut den Zorn des Königs zu und musste im Februar 1307 ins Exil gehen. Erste Jahre der Herrschaft als König Krönung und Hochzeit König Eduard I. starb im Juli 1307 während eines weiteren Feldzugs gegen Schottland in Nordengland. Am 20. Juli huldigten die englischen Magnaten seinem Sohn als ihrem neuen König. Eine der ersten Maßnahmen Eduards II. als König war die Rückholung von Gaveston, den er am 6. August in Dumfries zum Earl of Cornwall erhob. Anschließend kehrte er nach England zurück und hielt am 13. Oktober eine Parlamentsversammlung in Northampton ab, um das Begräbnis seines Vaters und seine eigene Hochzeit und Krönung zu organisieren. Daneben rächte er sich an Walter Langton, den er absetzte und inhaftieren ließ. Neuer Lord High Treasurer wurde Walter Reynolds, der bisherige Verwalter seines Haushalts. Am 1. November 1307 heiratete Gaveston Eduards Nichte Margaret de Clare, eine Schwester des mächtigen Earls of Hertford. Eduard ernannte Gaveston zu seinem Regenten, bevor er am 22. Januar 1308 nach Frankreich segelte. Am 25. Januar fand in Boulogne in Gegenwart von König Philipp IV. und zahlreicher Adliger die mehrfach verschobene Hochzeit von Eduard II. und Isabelle de France statt. Am 31. Januar leistete er seinem Schwiegervater für seine Besitzungen in Frankreich Hommage. Beginn der Adelsopposition Am 7. Februar 1308 kehrte er mit seiner Frau nach Dover zurück, und am 25. Februar wurde das Königspaar in Westminster Abbey gekrönt. Die prächtige Feier wurde gestört durch den Ärger der französischen Besucher und der englischen Barone über die Bevorzugung und das Verhalten von Gaveston. Bereits während ihres Aufenthalts in Frankreich hatte eine Gruppe Barone ihren Unmut über die königliche Politik in dem Boulogne Agreement kundgetan. Ihre Enttäuschung entlud sich am 28. April, als sie während eines Parlaments in Westminster unter Führung des Earls of Lincoln vor den König traten und erklärten, dass sie der Krone, aber nicht unbedingt der Person des Königs Gehorsam schuldeten und die Verbannung Gavestons forderten. Angesichchts der geschlossenen Adelsopposition hatte Eduard II. keine Wahl und stimmte am 18. Mai dem Exil seines Freundes zu. Allerdings umging er die Verbannung, indem er Gaveston zum Lieutenant of Ireland ernannte. Dazu wandte er sich an den Papst mit der Bitte, das Exil Gavestons aufzuheben. Die vorläufige Verbannung führte zunächst zu einer Versöhnung des Königs mit den Baronen im August in Northampton. Während des Parlaments im April hatten die Barone dem König Reformvorschläge unterbreitet, die der König beraten wollte. Bis Sommer 1309 war es ihm gelungen, die Stimmung gegen Gaveston zu wenden. Dieser kehrte nach England zurück und traf sich am 27. Juni 1309 mit Eduard in Chester. Beim Parlament in Stamford im August 1309 billigte der König die Reformvorschläge der Barone. Eduard II. begünstigte jedoch weiter Gaveston, während er trotz seiner Zusage die Reformvorschläge nicht umsetzte. Daraufhin blieben die Earls of Lancaster, Lincoln, Warwick, Arundel und Oxford einer Ratsversammlung im Oktober in Oxford fern. Während des Parlaments von Westminster im Februar 1310 musste sich der König schließlich dem Druck der Barone beugen, die mit seiner Absetzung drohten. Er stimmte der Ernennung eines 21-köpfigen Komitees, den sogenannten Lords Ordainer, zu, das bis zum 29. September 1311 konkrete Reformvorschläge machen sollte. Während die Lords Ordainer in London berieten, rief der König sein Heer für den 8. September nach Berwick ein, um seine Stellung in Schottland zu sichern. Die Earls of Lancaster, Pembroke, Hereford und Warwick blieben dem Aufruf fern, da sie als Lords Ordainer an ihren Reformvorschlägen arbeiteten, und sandten nur ein Mindestaufgebot. Ende Oktober 1310 erreichte Eduard II. Edinburgh, doch während ein Teil der Armee unter Gaveston weiter nach Norden vorstieß, kehrte der König Anfang NoNovember nach Berwick zurück. Dort blieb er bis Ende Juli 1311. Durch den Tod des gemäßigten Earl of Lincoln im Februar 1311 ging die Führung der Adelsopposition auf dessen Schwiegersohn Thomas of Lancaster über, der ein Cousin des Königs und der reichste Magnat Englands war. Die Ordinances Die Lords Ordainer legten schließlich ihre Arbeit in 41 Bestimmungen nieder, den sogenannten Ordinances, die eine weite Spannbreite von Reformvorschlägen umfassten. Sie verlangten u. a. die Zustimmung des Parlaments für Vergabe von Landschenkungen und Privilegien sowie für die Ernennung der höchsten Staatsbeamten und die Stärkung des Schatzamtes gegenüber dem königlichen Haushalt. Letztlich verlangten die Barone eine stärkere Mitbestimmung und vor allem die Entfernung der sogenannten schlechten Ratgeber des Königs, vor allem von Gaveston. Der König weigerte sich zunächst strikt, diese Vorschläge anzuerkennen, da sie seine Souveränität klar einschränkten und er sich einer endgültigen Verbannung Gavestons widersetzte. Schließlich musste er dem Druck der Barone nachgeben. Am 27. September 1311 wurden die Ordinances in London verkündet. Zuspitzung des Konflikts um Gaveston Bereits am 12. Oktober wandte sich der König an den Papst, um die Ordinances annullieren zu lassen, und zugleich war er entschlossen, die Verbannung Gavestons wieder aufzuheben. Spätestens am 13. Januar 1312 traf er ihn in Knaresborough, von wo sie nach York reisten. Diese Missachtung der Ordinances führte zum offenen Konflikt mit den Baronen. Erzbischof Robert Winchelsey von Canterbury berief die Prälaten und Magnaten für den 13. März zur Beratung in die St Paul’s Cathedral nach London. Dort wurden die Earls of Pembroke und Surrey beauftragt, Gaveston gefangen zu nehmen. Der König und Gaveston flohen Mitte April nach Newcastle und Anfang Mai weiter nach Scarborough, wo sie sich trennten. Während der König nach York zurückkehrte, wurde Gaveston in Scarborough Castle belagert und musste sich am 19. Mai ergeben. Der Earl of Pembroke garantierte bis zum Abschluss weiterer Verhandlungen für seine Sicherheit und ließ ihn Richtung London bringen. Unterwegs geriet Gaveston jedoch in die Gewalt des Earl of Warwick, der ihn nach Warwick Castle brachte und schließlich nach Beratung mit den Earls of Lancaster, Hereford und Arundel am 19. Juni hinrichten ließ. Die Earls of Pembroke und Surrey schlossen sich daraufhin wieder dem König an. Dieser war nun fest entschlossen, die Ordinances zu annullieren. Zunächst drohte ein offener Bürgerkrieg, bis der König die Barone für weitere Verhandlungen nach Westtminster berief. Es folgten langwierige Verhandlungen, bis der König am 20. Dezember in einer Abmachung den beteiligten Magnaten die Hinrichtung Gavestons vergab. Im Gegenzug unterwarfen sie sich ihm und übergaben ihm die Juwelen und den Schmuck, den sie Gaveston, der offiziell königlicher Kämmerer gewesen war, abgenommen hatten. Erst zwei Jahre später, am 2. Januar 1315 ließ der König in einer feierlichen Zeremonie die sterblichen Überreste von Gaveston in der Kapelle seiner Lieblingsresidenz in Kings Langley endgültig beisetzen. Mehr unter oben stehendem Link der Wikipedia.. Sturz und Gefangennahme Das Verhältnis zwischen Eduard II. und seiner Frau Isabelle hatte sich spätestens ab 1325 rasch verschlechtert, was vor allem am Einfluss des jüngeren Despenser auf den König lag. Ob zwischen dem König und Despenser auch eine sexuelle Beziehunung bestand, ist nicht nachgewiesen. Zweifelsfrei war es jedoch Despenser gelungen, den König und die Königin auseinanderzubringen. Isabelle hatte Despenser die Schuld gegeben, dass der König sie 1322 in Tynemouth in Stich gelassen hatte, so dass sie beinahe den Schotten in die Hände gefallen wäre, und sie machte ihn auch für die Besetzung ihrer Ländereien verantwortlich, die der König als offizielle Reaktion auf den französischen Einfall in die Gascogne 1324 beschlagnahmt hatte. Infollge dessen blieb sie 1325 in Frankreich und machte Despenser für ihre Trennung von ihrem Ehemann verantwortlich. Mitverantwortlich für diese Situation war möglicherweise auch Despensers Frau Eleanor de Clare, eine Nichte des Königs, der der König 1324 die Aufsicht über die Königin und die Ländereien des Königs übertragen hatte und die sogar das Siegel der Königin führte. Nach dem Chronisten Henry Knighton soll sich Eleanor während der Abwesenheit Isabelles in Frankreich wie eine Königin aufgeführt haben, während der sogenannte Hainault-Chronist sogar behauptet, zwischen Eduard II. und seiner Nichte hätte ein sexuelles Verhältnis bestanden. Isabelle selbst begann in Frankreich vermutlich im Dezember 1325 ein Verhältnis mit dem aus dem Tower entkommenen Roger Mortimer of Wigmore. Dies erfuhr vermutlich auch König Eduard II. von Mitgliedern des Haushalts der Königin, die diese Beziehung missbilligten. Der erzürnte König beschuldigte in einem Brief an den französischen König Karl IV. vom 18. März seine Frau des Ehebruchs, und vermutlich plante er im Sommer 1326, sich wegen einer Scheidung an den Papst zu wenden. Bereits im Januar und Februar 1326 hatte der König Maßnahmen zur Abwehr einer möglichen Invasion von Mortimer und Isabelle getroffen, die vom Grafen von Hainault, dem Vater der Verlobten des Thronfolgers Eduard unterstützt wurden. Am 19. Juni 1326 schrieb er noch einen scharfen Brief an seinen Sohn, in dem er ihm die Hochzeit verbat und ihn aufforderte, ihm als Sohn pflichtgemäß zu gehorchen. Trotz der Vorkehrungen des Königs landeten Königin Isabelle und ihre Unterstützer jedoch ohne Widerstand am 24. September in Orwell in Suffolk. Die Herrschaft von Eduard II. brach nun zusammen, und der von zahlreichen Gefolgsleuten verlassene König flüchtete am 2. Oktober zusammen mit dem jüngeren Despenser aus London nach Westen. Am 11. Oktober erreichten sie Gloucester und am 16. Oktober Chepstow. Von dort versuchten sie am 21. Oktober auf die Insel Lundy zu flüchten, um von dort möglicherweise Irland zu erreichen, doch durch widrige Winde mussten sie nach Cardiff segeln. In Südwales verrsuchten sie, Truppen in den dortigen Besitzungen Despensers rekrutieren, dazu hofften sie, wie 1321 Unterstützung durch die Waliser zu erhalten. Am 28. Oktober erreichten Eduard II. und Despenser das mächtige Caerphilly Castle, wo sie Despensers ältesten Sohn Hugh und einen Teil ihres mitgeführten Schatzes in der Obhut einer starken Garnison zurückließen. Über Margam und Neath Abbey flüchteten sie weiter nach Westen. Die Königin und Mortimer hatten Henry of Lancaster, den Bruder von Thomas of Lancaster, mit der Verfolgung beauftragt. Verraten von Einheimischen, wurden Eduard II., Despenser und ihre auf wenige Männer geschrumpfte Begleitung am 16. November in den dichten Wäldern von Südwales bei Llantrisant von Männern von Lancaster gefangen genommen. Der zweite Teil des mitgeführten Schatzes, noch etwa £ 13.000, sollte von Neath nach Swansea Castle gebracht werden, doch er wurde in den Wirren nach der Verhaftung des Königs geraubt und konnte nie gefunden werden.[5] → Hauptartikel: Raub des Schatzes von König Eduard II. Erzwungene Abdankung Eduard II. wurde nach Monmouth Castle, eine Burg von Henry of Lancaster gebracht, wo ihm am 20. November sein Siegel abgenommen wurde. Am 5. Dezember erreichte er Kenilworth Castle. Dort verblieb er in der Obhut von Lancaster. In der Zwischenzeit hatten die Königin und der Thronfolger Eduard am 15. Oktober in Wallingford erklärt, dass sie das Reich, die Kirche und den König von der Tyrannei Despensers befreien wollten, und am 26. Oktober wurde der Thronfolger in Bristol zum Guardian des Reiches proklamiert. Der in Bristol in Gefangenschaft geratene ältere Despenser wurde am 27. Oktober hingerichtet, der jüngere Despenser am 24. November in Hereford. Mortimer und die Königin suchten nun nach einer Möglichkeit, um Eduard II. mit einem Anschein von Legalität abzusetzen. Der Thronfolger Eduard berief am 28. Oktober im Namen des Königs das Parlament für den 7. Januar 1327 nach Westminster. Der König soll seine Teilnahme verweigert haben, und am 13. Januar wurde dem Parlament eine Auflistung von Verfehlungen des Königs vorgelegt, die vermutlich ein Sekretär von Bischof John de Stratford von Winchester verfasst hatte. Demnach war er • persönlich unfähig, um zu regieren, er hatte zugelassen, dass andere die Herrschaft ausübten und wurde schlecht beraten, lehnte aber den Rat der großen und weisen Männer des Königreichs und von allen anderen ab, • er widmete sich unangemessenen und für einen König unwürdigen Tätigkeiten und vernachlässigte darüber sein Königreich, • er sei stolz, habgierig und grausam gewesen, • er hätte das Königreich Schottland, Teile der Gascogne und von Irland verloren, die ihm sein Vater in Frieden übergeben hätte, und hätte die Freundschaft des Königs von Frankreich und anderer verloren, • er hätte die Kirche bedrängt und Geistliche gefangen genommen und ermordet, auch hätte er zahlreiche Magnaten gefangen genommen, exiliert und enteignet, • er habe seinen Krönungseid missachtet, schlechten Ratgebern gefolgt und sein Königreich vernachlässigt, vor allem aber sei er unverbesserlich und ohne Hoffnung auf Verbesserung. Diese Vorwürfe seien bekannt und könnten nicht geleugnet werden. Auch wenn diese Anklagen teils verschwommen und teils falsch waren, da er beispielsweise Schottland nicht befriedet übernommen hatte, wurde er von seinen Gegnern als unfähiger Herrscher betrachtet, dem kein Respekt und Gehorsam mehr geschuldet werden musste. Eine Delegation reiste zum gefangenen König nach Kenilworth, wo Bischof Adam Orleton von Hereford Eduard II. die Anklagen am 20. Januar 1327 vortrug und ihn aufforderte, zugunsten seines Sohnes auf den Thron zu verzichten. Unter starkem Druck stimmte Eduard II. dem schließlich zu. Sir William Trussell widerrief im Namen des Parlaments dessen Hommage an Eduard II., und Sir Thomas Blount, der Steward of the Household, zerbrach seinen Amtsstab. Am 25. Januar wurde der Thronfolger offiziell zum König erklärt und am 1. Februar in Westminster Abbey gekrönt. Gefangenschaft und Tod Der ehemalige König blieb in Kenilworth, bis er am 2. April an Thomas de Berkeley und John Maltravers übergeben wurde, nachdem eine vom Dominikaner John Stoke geleitete Verschwörung vergeblich versucht hatte, Eduard zu befreien. Am 6. April erreichte er Berkeley Castle. Im Juli scheiterte eine weitere Verschwörung, die ebenfalls von einem Dominikaner, Thomas Dunheved, geleitet worden war, bei dem Versuch, Eduard aus der Burg zu bringen. Am 14. September soll der Waliser Sir Rhys ap Gruruffydd versucht haben, Eduard zu befreien. Kurz darauf wurde während des Parlaments in Lincoln verkündet, dass der ehemalige König am 21. September gestorben sei. Angeblich wurde ihm als brutale Anspielung auf seine vermutete Homosexualität eine glühende Eisenstange durch ein abgesägtes Kuhhorn in den After getrieben, damit die Leiche keine Spuren äußerlicher Gewaltanwendung aufwies.[6] Diese Darstellung kann allerdings nicht bewiesen werden.[7] Am 22. Oktober wurde seine Leiche in Gloucester öffentlich aufgebahrt, und am 20. Dezember 1327 in St Peter Abbey in Gloucester in Anwesenheit seiner Witwe Isabelle und des jungen Eduard III. begraben. Sein einbalsamiertes Herz war zuvor seiner Witwe übergeben worden. Eduard III. errichtete später ein prächtiges Grabdenkmal für seinen Vater. Obwohl er offiziell eines natürlichen Todes gestorben war, wurde schon bald vermutet, dass der ehemalige König ermordet wurde. Dies wird heute auch allgemein so angenommen, da Roger Mortimer die Gefahr einer geglückten Befreiung befürchtete odeder weil die Wärter nach den mehrmaligen Befreiungsversuchen Panik befiel. Dennoch verstummten nie Gerüchte, dass der ehemalige König tatsächlich aus Berkeley Castle befreit wurde. Noch 1330 wurde sein Halbbruder Edmund of Kent hingerichtet, weil er angeblich Eduard wieder als König einsetzen wollte. Im September 1330 schrieb Papst Johannes XXII. in einem Brief an König Eduard III. und an Isabelle, dass er erstaunt sei, wie jemand feierlich begraben wurde und dennoch am Leben sei. Im September 1338 tauchte ein gewisser William le Galeys (Wilhelm der Waliser) in Köln auf, von wo er nach Koblenz gebracht wurde, wo zu dieser Zeit ein Treffen von Eduard III. mit dem deutschen Kaiser Ludwig dem Bayern stattfand. Auch der spätere Bischof von Vercelli in Italien, Manuele Fieschi, schrieb 1336 oder 1338 einen Brief an den englischen König, nachdem Eduard II. nach seiner Befreiung durch Europa gereist sei und schließlich als Einsiedler bei Cecima in der Lombardei gestorben sei. Nachwirkung Eduard II. besuchte regelmäßig Gottesdienste und galt als außergewöhnlich fromm. 1317 oder 1318 glaubte er an ein angeblich wundertätigtes Öl, das ihm ein skrupelloser Dominikaner namens Nicholas Wisbech gebracht hatte und das mit einem Schlag alle seine Probleme lösen könne. Wie sein Vater und Großvater war Eduard ein Verehrer des heiligen Eduard dem Bekenner, daneben war er ein Verehrer von Thomas Becket. Bis zu seinem Tod unterhielt er eine enge Beziehung zum Dominikanerorden, und mindestens zweimal waren Dominikaner an den Befreiungsversuchen beteiligt gewesen. Deshalb wurde schon bald eine Heiligsprechung des verstorbenen Königs gefordert, ähnlich wie bereits 1322 eine Heiligsprechung von Thomas of Lancaster gefordert worden war. Diese Bestrebungen wurden vom Dominikanerorden unterstützt. Schließlich bat sein Urenkel König Richard II., der ebenfalls enge Beziehungen zum Dominikanerorden unterhielt, 1385 den Papst, eine Kanonisation einzuleiten, und ließ eine Sammlung mit angeblichen Wundern von König Eduard II. erstellen, die Anfang 1395 Papst Bonifatius IX. in Florenz übergeben wurde. Das Verfahren wurde jedoch eingestellt, als Richard II. 1399 selbst abgesetzt wurde, und wurde nie wieder aufgenommen. Königin Isabelle stiftete 1336 in Eltham Palace nicht nur für ihren verstorbenen Sohn John, sondern auch für ihren toten Ehemann Seelenmessen. Als sie 1358 starb, wurde sie in ihrem Hochzeitsmantel von 1308 begraben, und das in einer Schatulle aufbewahrte einbalsamierte Herz von Eduard wurde über ihre Brust gelegt. An den König erinnert das von ihm gegründete Oriel College in Oxford. Nachkommen Daneben hatte er mindestens einen unehelichen Sohn, dessen Mutter unbekannt ist: • Adam FitzRoy († September 1322) Mehr unter oben stehendem Link der Wikipedia.. | von England (Plantagenêt), König Eduard II. (I8517)
|
| 48353 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eduard_III._(England) Eduard III. (englisch Edward; * 13. November 1312 auf Windsor Castle; † 21. Juni 1377 im Sheen Palace, Richmond)[1] entstammte der Dynastie der Anjou-Plantagenêt, war von 1327 bis 1377 König von England und Wales und gilt als einer der bedeutendsten englischen Herrscher des Mittelalters. Nach der Wiederherstellung der Autorität des englischen Königs machte er sein Reich zu einer der am besten organisierten militärischen Mächte Europas. Während seiner Herrschaft gab es sowohl bei der Legislative – das englische Parlament gewann an Macht – als auch bei der Regierung tiefgreifende Veränderungen. Er blieb 50 Jahre auf dem englischen Thron, hierin nur übertroffen von Heinrich III., Georg III., Victoria und Elisabeth II. Kindheit und Jugend Eduard III., der älteste Sohn von König Eduard II. und Isabella von Frankreich, durchlebte eine schwierige Kindheit. Sein Vater Eduard II. galt als schwacher König und erregte durch seine Günstlingswirtschaft und den Verdacht auf Homosexualität Unmut. 1325 kam Eduard III. an den französischen Hof, wo er Karl IV. für das Herzogtum Guyenne den Lehnseid leistete, was den Krieg von Saint-Sardos zwischen Frankreich und England beendete. Um die Verweigerung der Huldigung hatte es bereits zwischen sseinen beiden Vorgängern Eduard I. und Eduard II. und der französischen Krone Auseinandersetzungen gegeben. Der junge Thronfolger erkannte mit seinem Lehnseid die Lehnshoheit Frankreichs über dieses Gebiet und für sich selbst in der Frage dieser Besitzung den Vasallenstatus an. Kurz darauf wurde er mit Philippa von Hennegau verlobt. Damit verbunden waren Zahlungen an seine Mutter Isabella und deren Geliebten Roger Mortimer, die diesen eine Invasion in England und einen erfolgreichen Feldzug gegen Eduard II. ermöglichten. Unter den unzufriedenen Adligen fanden sie reichlich Unterstützung, so dass der König am 16. November 1326 gefangen gesetzt wurde und im Januar 1327 den Verzicht auf den Thron erklären musste. Wenige Tage nach der Abdankung seines Vaters wurde Eduard III. als König von England gekrönt. Die Regentschaft für den damals 14-Jährigen übernahmen seine Mutter und Roger Mortimer. Am 21. September 1327 ließen sie Eduard II. im Gefängnis ermorden. Eduard war zwar theoretisch König von England, die wahre Herrschaft führte jedoch Roger Mortimer, der Earl of March. Im Alter von 16 Jahren heiratete Eduard 1328 Philippa von Hennegau. Als die beiden zwei Jahre später einen Sohn bekamen, erkannte Mortimer, dass sich seine Situation verschlechtert hatte. Nachdem er einigen Adeligen Besitz und Lehen genommen und den beliebten Earl of Arundel hatte hinrichten lassen, entzog ihm der Adel allmählich die Unterstützung. Kurz vor seinem 18. Geburtstag nutzte Eduard diese Entwicklung und stürzte 1330 Roger Mortimer und Isabella. Mortimer wurde kurz darauf hingerichtet, während Isabella auf einem Anwesen unter Hausarrest gestellt wurde. Mit diesem Coup d’Etat gelang es dem jungen König, die Macht über England zu ergreifen. Krieg in Schottland Nach der Übernahme der Macht gelang es Eduard, die Adeligen, die Mortimer unterstützt hatten, auf seine Seite zu bringen. Nach den Niederlagen seines Vaters gegen die Schotten nahm Eduard den Kampf gegen die nördlichen Nachbarn wieder auf. Er brach das Abkommen von Edinburgh und Northampton und erneuerte den englischen Anspruch auf die Oberhoheit in Schottland. Schnell gewann er Berwick zurück und erlangte einen Sieg in der Schlacht bei Halidon Hill (1333) gegen König David II. von Schottland. Danach verschaffte er seinem Gefolgsmann Edward Balliol die schottische Krone. Schnell jedoch erholten sich die SSchotten unter Andrew Murray und besiegten in der Schlacht von Culblean (1335) Balliols Gefolgsleute, zu denen nur eine Minderheit des schottischen Adels zählte. Auch mit dem Einsatz großer Streitkräfte konnte Eduard die Schotten nicht besiegen. 1337 waren nur noch wenige Burgen wie Edinburgh, Roxburgh und Stirling im Besitz der Engländer. Zwar schloss Eduard 1357 den Vertrag von Berwick mit David II., der diesen zu seinem Vasallen machte, er konnte Schottland aber nicht mehr direkt der englischen Krone unterstellen. Der Hundertjährige Krieg Nach dem Tod des Königs von Frankreich, Karls IV., 1328, beanspruchte Eduard III. als Enkel von Philipp IV. den französischen Thron für sich. Es folgte eine Zeit zunehmender Spannungen, in der der französische König Philipp VI. David II. unterstützte, der in Frankreich im Exil war, und französische Schiffe südenglische Küstenstädte angriffen. 1337 besetzten französische Truppen Eduards Lehen Aquitanien und die Grafschaft Ponthieu. Im gleichen Jahr erklärte Eduard Philipp den Krieg. Vermutlich spielte dabei der Streit um die Gascogne eine größere Rolle als der vergleichsweise schwach begründete Thronanspruch Eduards. Damit begann der Hundertjährige Krieg. Eduard schloss ein Bündnis mit Kaiser Ludwig dem Bayern, er war 1338 Ludwigs Gast während dessen Hoftages in Koblenz. Zudem unterstützten ihn zahlreiche Adlige und Städte am Rhein und in Flandern, die enge wirtschaftliche Verbindungen mit England hatten. Darüber hinaus erhielt er Kredite italienischer Bankhäuser, wie der Peruzzi und der Bardi aus Florenz. Trotz dieser Verbündeten waren seine Erfolge anfangs – außer in der Seeschlacht von Sluis 1340 – eher bescheiden. Am 26. Januar 1340 erklärte sich Eduard III. zum König von Frankreich. Erst sechs Jahre später, 1346, folgten erste militärische Erfolge: Eduard begann eine großangelegte Offensive, indem er mit 15.000 Männern in der Normandie landete. Seine Armrmee gewann Caen und marschierte durch das nördliche Frankreich. Am 26. August traf er auf die Streitkräfte des französischen Königs bei Crécy, wo er einen der größten Siege des Krieges errang. In der Zwischenzeit nahmen seine Truppen zuhause den zurückgekehrten schottischen König David II. gefangen. Nach der Befriedung der nördlichen Grenze konnte sich Eduard auf Frankreich konzentrieren. Bald darauf folgte ein weiterer Erfolg: Die ein Jahr andauernde Belagerung von Calais endete 1347 mit dessen Eroberung. Der Überlieferung zufolge wollte Eduard aus Zorn über die lange Belagerung sechs Bürger hängen lassen. Daraufhin habe sich die schwangere Königin Philippa vor ihm hingekniet, um für sie zu bitten, worauf Eduard sie verschonte. Calais wurde zu einem Symbol für beide Seiten: Für die Engländer war es ein „Brückenkopf“ nach Frankreich, für die Franzosen eine große Schmach. Ab etwa 1346 übernahm Eduards ältester Sohn, Edward of Woodstock, der „Schwarze Prinz“, weitgehend die Kriegsführung in Frankreich, während sich der König selbst auf Schottland konzentrierte. 1347 starb Eduards Verbündeter, Kaiser Ludwig, und dessen Sohn Ludwig V., Herzog von Bayern, bot dem englischen König seine Unterstützung an, sollte Eduard gegen seinen Konkurrenten Karl von Böhmen um den Titel des römischen Kaisers antreten. Am 10. Januar 1348 wurde Eduard in Lahnstein zum Gegenkönig gewählt, er verzichtete aber schon am 10. Mai endgültig auf die römisch-deutsche Krone, da er keinen zweiten Kriegsschauplatz im Reich eröffnen wollte. 1348 setzte die Pest, der ungefähr ein Drittel der europäischen Bevölkerung zum Opfer fiel, jedem weiteren Kriegführen ein Ende. Auch die Familie Eduards blieb nicht verschont: Seine Tochter Johanna, die auf dem Weg zu ihrer Hochzeit mit dem König von Kastilien gewesen war, starb in Bordeaux. Wegen der militärischen Erfolge des Prinzen, unter anderem in der Schlacht bei Poitiers (1356), kam es 1360 zum Frieden von Brétigny, in dem Eduard zwar auf den französischen Thronanspruch verzichtete, dafür aber Calais, Ponthieu und Aquitanien bekam. 1369 brachen die Kämpfe in Frankreich wieder aus, die in den Folgejahren zum Verlust der Gebiete führten, die in dem Friedensschluss gewonnen worden waren. Die andauernden Kriege mit ihren ständig steigenden Kosten hatten auch innenpolitische Folgen. Verstärkt wurden die finanziellen Probleme durch zwei Pestepidemien, die bereits erwähnte 1348 sowie eine weitere von 1359 bis 1361, sowie durch einine schwere Inflation. Da das Parlament dem König die Steuererhebung genehmigen musste, erhielt es von ihm zahlreiche Zugeständnisse. Ebenso erkaufte Eduard sich die Unterstützung einzelner Magnaten durch finanzielle und rechtliche Zugeständnisse und eine Heiratspolitik, die die großen Familien des Landes eng an das Königshaus band. In der Religionspolitik verfolgte Eduard einen antipäpstlichen Kurs, der 1366 seinen Höhepunkt mit dem Widerruf der päpstlichen Lehnshoheit über England fand, welche seit etwa 1200 bestanden hatte. Alter Im Alter (ab etwa 1371) wurde Eduard III. senil und seine ehemals energische Herrschaft wurde zunehmend von Trägheit und militärischen Misserfolgen geprägt. Nach dem Tod seiner wichtigsten Vertrauten und Ratgeber, wie seiner Frau Philippa oder Henry von Grosmonts, einem der fähigsten Offiziere Eduards, ging die Regierungsgewalt an eine Gruppe von Günstlingen und Mätressen über. Einzig sein jüngerer Sohn John of Gaunt, 1. Duke of Lancaster, der nach dem Tod des Schwarzen Prinzen die Regierungsgeschäfte führte, verstand etwas von Politik, doch auch er konnte die militärischen Misserfolge nicht verhindern. Ein Versuch, geführt vom zweiten Sohn des Königs, Lionel, die Kontrolle über die irischen Fürsten zu erlangen, scheiterte. Zudem hatte es nach Poitiers an der französischen Front eine Reihe von Rückschlägen für die Engländer gegeben, da der neue französische König Karl V. zusammen mit seinem Connetable Bertrand du Guesclin jedes militärische Vorhaben der Engländer vereitelte und Stück für Stück des Landes zurück gewann, das sein Vater verloren hatte. Schließlich blieb den Engländern nur ein kleiner Rest ihrer Besitzungen in Frankreich, nämlich Bordeaux, Calais und Bayonne. Die hohen Steuern für scheiternde Unternehmungen in Frankreich führten 1376 zum „Guten Parlament“, das in einer bis dahin für englische Parlamente einmaligen Machtentfaltung den Sturz mächtiger Günstlinge um Alice Perrers erzwang. Weiterhin verlangten die Abgeordneten eine jährliche Parlamentssitzung, die Wahl und nicht die Ernennung von Abgeordneten, sowie Gesetze gegen willkürliche Praktiken der Regierung. Die Parlamentsbeschlüsse richteten sich vor allem gegen John of Gaunt, der jedoch ein Jahr später die Autonomie des Parlaments wieder beschnitt. Eduard hatte mit diesen Vorgängen nicht mehr viel zu tun, da er etwa ab 1375 jegliche Einmischung in die Politik aufgegeben hatte. Er starb an einem Schlaganfall 1377 in Sheen und wurde in der Westminster Abbey bestattet. Sein Enkel, Richard II., folgte ihm auf den Thron. Kulturhistorische Aspekte Sprache und Kunst In die Zeit Eduards und seines Nachfolgers Richard II. fiel eine der wichtigsten kulturpolitischen Zäsuren der englischen Geschichte. In Vollendung eines Prozesses, der mit Eduard I. begonnen hatte, bildete sich aus den verschiedenen englischen Dialekten das Mittelenglische als gemeinsame Hochsprache, das schnell das Französische ersetzte. Vorangegangen war ein Assimilierungsprozess der ursprünglich normannischen, also französischsprachigen Oberschicht. Eduard III. war der letzte englische König, dessen Muttersprache Französisch war. 1362 wurde Englisch auch offiziell statt des bisher verwendeten Französisch Amtssprache. Im selben Jahr hielt der Kanzler zum ersten Mal eine englische Eröffnungsrede vor dem Parlament. 1386 ging zum ersten Mal eine englischsprachige Petition beim Parlament ein. Auch in der Kunst löste sich die englische Kultur dieser Epoche zunehmend von französischen Vorbildern. Nationalbewusstsein und Ade Die gesamte Politik Eduards III. baute auf dem Adel als Stütze für Krieg und Verwaltung auf. Während sein Vater Eduard ständig im Konflikt mit dem Großteil des Adels war, gelang es Eduard, eine Gemeinschaft zwischen sich und seinen Untergebenen herzustellen. Ein genialer Schachzug zur Einigung des Adels gelang Eduard mit der Gründung des Hosenbandordens (1348), der der Tafelrunde König Artus' nachgebildet war. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern, die die Würde eines Earls nur selten verliehen hatten, belehnte Eduard an nur einem Tag im Jahr 1337 sechs Gefolgsmänner damit. Daneben schuf er den neuen Titel des Dukes, der an seine nahen Verwandten vergeben wurde. Wegen seiner Kriegspolitik benötigte der König den Adel und zugleieich eine Stärkung der nationalen Identität. Die Furcht vor einer französischen Invasion erzeugte ein Gefühl nationaler Einheit und bezog zunehmend auch die Aristokraten in die sich herausbildende Nation ein; diese hatten sich bis dahin, seit der Eroberung Englands 1066, oft mehr als Franzosen, denn als Engländer gefühlt. Erst unter Eduard begann die Oberschicht, sich endgültig als englisch zu verstehen, was sich auch in einer zunehmenden Verwendung der englischen Sprache zeigte. Beurteilung durch Historiker Eduard III. genoss eine bis dahin für englische Könige unbekannte Beliebtheit und sogar die Probleme während seiner späteren Regierungszeit wurden nie dem König selbst zur Last gelegt. Eduards Zeitgenosse, der Historiker und wichtigste Chronisist des Hundertjährigen Krieges, Jean Froissart, schrieb in seinen Chroniken, dass es „niemanden seinesgleichen seit den Tagen König Artus’“[2] gegeben habe. Diese Ansicht blieb lange bestehen, bis sich das Bild des Königs änderte. Der Historiker und Bischof von Oxford William Stubbs[3] befand, dass dessen Anstrengungen, Frankreich zu erobern, unnötig gewesen seien, und kritisierte, dass er seine Verantwortung für die eigene Nation vernachlässigt und die Entwicklung des Parlaments zu wenig vorangetrieben habe. Diese Sicht blieb aufgrund von Stubbs’ großem Einfluss lange historisches Allgemeingut. Erst die Mediävistin May McKisack[4] übte 1960 in einem Artikel Edward III. and the Historians Kritik an der Meinung von Stubbs. Ihrer Ansicht nach war es nicht die Aufgabe eines mittelalterlichen Königs, für eine parlamentarische Monarchie zu arbeiten, sondern Ordnung zu bewahren und Probleme zu beheben. McKisack zufolge gelang Eduard III. dies. Diese positive Sicht wird aauch in der neueren Forschung geteilt, erst der Historiker Norman Cantor beschrieb Eduard als „habgierig und sadistisch“ sowie als „destruktiv und gnadenlos“.[5] W. Mark Ormrod, der sich Jahrzehnte mit Eduard III. auseinandergesetzt hat und 2011 die neue Standardbiographie veröffentlichte, betrachtet Eduard sehr positiv und als einen großen Herrscher. Charakter Eduards Jugend war geprägt von Machtkämpfen, die zu der Ermordung der Vertrauten seines Vaters führten. Er musste tatenlos hinnehmen, dass seine Mutter und ihr Geliebter seinen Vater ermorden ließen und anschließend selbst die Regierungsgeschäfte führten. Nach allem, was von Eduards Charakter bekannt ist, war er impulsiv und temperamentvoll. Zugleich war er jedoch auch bekannt für seine Milde, was wohl auch das Verdienst seiner Gattin Philippa war. So verschonte er auf ihre Bitte hin die Bürger von Calais. Sowohl in seinen religiösen Ansichten, als auch in seinen Interessen war Eduard ein für diese Zeit gewöhnlicher Mann. Seine Lieblingsbeschäftigungen waren der Krieg, die Jagd und Turniere. Ungewöhnlich für seine Zeit war seine außergewöhnliche Zuneigung zu seiner Frau Philippa. Während in dieser Zeit die Ehe unter Adeligen vor allem als Mittel der Bündnispolitik angesehen wurde, scheint er seine Frau wirklich geliebt zu haben. Trotz dieser glücklichen Ehe war er wahrscheinlich von Mätressen und Kurtisanen umgeben. Der Historiker Ian Morton vertritt eine These, die der gängigen Lehrmeinung gegenübersteht: Ihm zufolge gibt es keinen Beweis für eine Liebschaft außer der Beziehung zu Alice Perrers, als Philippa schon krank war. Außergewöhnlich für einen König seiner Zeit war auch, dass keiner seiner fünf erwachsenen Söhne jemals versuchte, gegen seinen Willen zu handeln oder ihn abzusetzen, was auf eine gute Vater-Sohn-Beziehung schließen lässt. Die Kinder Eduards III. und die Rosenkriege In den Rosenkriegen kämpften die Abkömmlinge Eduards III. um den englischen Thron. Jeder Zweig der Familie behauptete, einen gewichtigeren Anspruch auf den Thron zu haben als die anderen. Die Kontrahenten begründeten ihre Ansprüche unter anderem damit, dass ihre Vorfahren älter seien, dass sie in männlicher Linie von Eduard abstammen würden oder einer legitimen Ehe entsprungen seien. Eduards Kinder waren im Einzelnen: • Edward of Woodstock (1330–1376), der „Schwarze Prinz“ ∞ Joan of Kent, die ihm die Söhne Edward (1365–1372) und Richard II. (1367–1400) gebar. Der erste Sohn des Schwarzen Prinzen starb sehr jung und der zweite blieb kinderlos. Mit der Ermordug Richards II. starb die älteste Linie des englischen Königshauses aus. • Isabella of England (1332–1379) ∞ Enguerrand VII. de Coucy, Herr von Coucy und Graf von Soissons • Joan of England (1335–1348) starb auf dem Weg zu ihrem Bräutigam Peter von Kastilien in Südfrankreich an der Pest. • William of Hatfield (*/† 1335) starb im Alter von etwa fünf Monaten und wurde im York Minster beigesetzt. • Lionel of Antwerp (1338–1368) ∞ Elizabeth de Burgh. Ihre Tochter Philippa heiratete ein Mitglied der Mortimer-Linie. Deren Enkelin heiratete den Earl of Cambridge, der wiederum dem Haus York entstammte, was zu einer Verschmelzung dieser Linin führte. • John of Gaunt (1340–1399) 1 ∞ Blanche of Lancaster 2 ∞ Konstanze von Kastilien 3 ∞ Catherine Swynford Seine legitimen Erben waren die Lancasters: Heinrich IV., der Nachfolger seines Cousins Richards II. wurde, Heinrich V. und Heinrich VI., der den Thron an Eduard IV. verlor, den ersten König des Hauses York. Das einzige Kind Heinrichs VI., Edward of Westminster fiel in der Schlacht von Tewkesbury, sodass die Lancaster-Linie nach der Ermordung Heinrichs VI. ausstarb. Johns zwar legitimierte, aber von der Thronfolge ausgeschlossene Erben aus seiner dritten Ehe waren die Beauforts. Das Haus Tudor geht auf seine Urenkelin Margaret Beaufort zurück. • Edmund of Langley (1341–1402) ∞ Isabella von Kastilien. Edmund war der Stammvater des Hauses York. Als es mit der Linie Clarence-Mortimer verschmolz, nahm es für sich in Anspruch, den ältesten Anspruch auf den Thron zu haben, da die Lancastes von einem jüngeren Sohn als Lionel abstammten und der Thronanspruch der Tudors auf eine außereheliche Verbindung zurückging. • Blanche Plantagenet (*/† 1342) starb noch als Säugling. • Mary Plantagenet (1344–1362) ∞ Johann der Eroberer, Herzog der Bretagne • Margaret Plantagenet (1346–1361) ∞ John Hastings, 2. Earl of Pembroke • Thomas of Windsor (*/† 1347) starb gleich nach der Geburt. • William of Windsor (*/† 1348) starb noch als Säugling. • Thomas of Woodstock (1355–1397) ∞ Eleanor de Bohun. Seine Tochter Anne of Gloucester heiratete Edmund Stafford, woraufhin die Staffords zu Dukes of Buckingham erhoben wurden. Kein Mitglied dieser Linie war jemals ein ernstzunehmender Anwärtr auf die Krone, bis Henry Stafford, 2. Duke of Buckingham 1483 gegen König Richard III. rebellierte. Rezeption • In Ken Folletts Roman "Die Tore der Welt" knüpft der Erzählstrang auch an die Herrschaft Eduards III. an. • In Rebecca Gablés Roman "Der König der purpurnen Stadt" werden Zusammenhänge zwischen Königshaus und Gilden in London dargestellt. Literatur Lexika • John Robert Maddicott: Eduard III., König von England (1327-77). In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 3, Artemis & Winkler, München/Zürich 1986, ISBN 3-7608-8903-4, Sp. 1588–1590. • W. Mark Ormrod: Edward III (1312–1377), king of England and lord of Ireland, and duke of Aquitaine. In: H. C. G. Matthew, Brian Harrison (Hrsg.): Oxford Dictionary of National Biography, from the earliest times to the year 2000 (ODNB). Oxfod University Press, Oxford 2004, ISBN 0-19-861411-X, oxforddnb.com (Lizenz erforderlich), Stand: Januar 2008 (englisch, (nicht eingesehen) ) Biographien • Ian Mortimer: The Perfect King: The Life of Edward III, Father of the English Nation. Jonathan Cape, London 2006, ISBN 0-224-07301-X. • W. Mark Ormrod: Edward III. Yale University Press, New Haven/London 2011. [Standardwerk] • Jonathan Sumption: Edward III. A Heroic Failure (Penguin Monarchs). Allen Lane, London 2016. Darstellungen und Fachartikel • May McKisack: Edward III and the historians. In: History 45, 1960, S. 1–15. • W. Mark Ormrod: The Reign of Edward III. Yale University Press, New Haven/London 1990, ISBN 0-300-04876-9. Weblinks Commons: Eduard III. (England) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien • Literatur von und über Eduard III. im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek • Edward III, King of England auf thepeerage.com (englisch) • Eduard III. bei mittelalter-genealogie.de (Memento vom 20. Februar 2009 im Internet Archive) • Im Rahmen des Projektes Internet Medieval Sourcebook stehen folgende Quellen zur Regierungszeit Eduards III. zur Verfügung: • Die Ordinance of Labourers, 1349 (englisch) • Die Statute of Laborers, 1351 (englisch) • Das „Gute Parlament“ (englisch) • Mann des Krieges: Edward III, König von England (englisch) Anmerkungen 1 Royal Richmond timeline (dort Schreibweise Shene; Sheen Palace steht z.B. bei Anthony Emery: Greater Medieval Houses of England and Wales, 1300-1500: East Anglia, Central England, and Wales. Cambridge University Press, Cambridge 2000, ISBN 97-0-521-58131-8, S. 350 (in Google Books).) 2 Ormrod, Reign of Edward III, S. 1. 3 William Stubbs, The Constitutional History of England, zitiert in McKisack, Edward III and the historians, S. 3. 4 McKisack, Edward III and the historians, S. 4. 5 Vgl. Norman Cantor: In the Wake of the Plague, New York 2001, S. 37 f. | von England (Plantagenêt), König Eduard III. (I8943)
|
| 48354 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Cherleton,_5._Baron_Cherleton Edward Cherleton, 5. Baron Cherleton KG (auch Charlton; * um 1370; † 14. März 1421) war ein englischer Marcher Lord. Er gehört zu den Marcher Lords, die am meisten Anteil an der Niederschlagung der Rebellion von Owain Glyndŵr hatten. Herkunft und erste Ehe Edward Cherleton war ein jüngerer Sohn von John Cherleton, 3. Baron Cherleton († 1374) und dessen Gattin Joan de Stafford, einer Tochter von Ralph de Stafford, 1. Earl of Stafford. Um Juni 1399 heiratete er Alianore (auch Eleanor), die Witwe von Roger Mortimer, 4. Earl of March und Tochter von Thomas Holland, 2. Earl of Kent und Alice FitzAlan. Sie brachte ihr Wittum, das Usk Castle und Caerleon Castle in Südwales mit den dazugehörenden Herrschaften umfasste, mit in die Ehe. Als Henry Bolingbroke im Sommer 1399, wenige Wochen nach der Heirat von Cherleton und Alianore, den bisherigen König Richard II. stürzte, zog er von Bristol nach Südwales, um dort die Güter von Alianore, die die Tochter eines seiner Feinde war, zu plündern. Cherleton gelang es, sich rechtzeitig zu unterwerfen, so dass Usk und Caerleon nicht geplündert wurden. Er begleitete Bolingbroke, als dieser über Chester den nach Nordwales geflüchteten König Richard verfolgte. In der Folge wurde er ein Vertrauter von Bolingbroke, der als Heinrich IV. neuer König wurde. Cherletons erste Frau starb am 23. Oktober 1405 im Kindbett, doch da Cherleton weiterhin Vormund für Anne und Eleanor, ihre Töchter aus erster Ehe, blieb, durfte er bis zu ihrer Volljährigkeit ihr Wittum behalten. Über die Witwengüter seiner ersten Frau hatte Cherleton den aus Usk stammenden Chronisten Adam of Usk kennen gelernt. Adam of Usk lebte einige Jahre als Kaplan unter Cherletons Schutz in Welshpool, worauf er ihn in seiner Chronik lobend erwähnt. Rolle während der Rebellion von Owain Glyndŵr Nach dem Tod seines älteren Bruders John, der 1401 kinderlos gestorben war, erbte er die walisische Herrschaft Powys Wenwynwyn sowie den Titel Baron Cherleton, was ihm am 26. November bestätigt wurde. Zu dieser Zeit hatte die Rebellion von Owain Glyndŵr weite Teile von Wales erfasst. Bereits 1400 hatten die Rebellen Welshpool geplündert, das Zentrum von Cherletons Herrschaft. Cherleton mangelte es an den nötigen Truppen oder Finanzen, so dass 1402 auch seine Burgen Usk und Caerleon von den Rebellen erobert wurden. Zwar war er vermutlich im nächsten Jahr wieder im Besitz der beiden Städte, doch bat er dringend den Rat der Welsh Marches, um die dürftigen Besatzungen der walisischen Burgen zu verstärken. Da der Rat dieser Bitte nicht folgte, musste er einen eigenen Waffenstillstand mit den Rebellen schließen, was ihm der Rat widerstrebend genehmigen musste. Im Juni 1406 schlug Cherleton den Earl of Northumberland und Baron Bardolf, die sich mit ihren Truppen den Rebellen anschließen wollten.[1] Im November 1406 erreichte er, dass der König seine walisischen Untertanen, die sich ihm unterworfen hatten, begnadigte. Die Charta, die Cherleton im Juni 1406 Welshpool gewährt hatte, zeigte aber, dass er vielen Walisern misstraute. Um 1407 wurde er in den Hosenbandorden aufgenommen. Obwohl die Rebellen um Owain Glyndŵr um diese Zeit schwere Rückschläge erlitten hatten, waren sie noch nicht geschlagen. Zusammen mit Siôn Trefor unternahm Glyndŵr 1409 einen Angriff auf die Besitzungen von Cherleton, doch keine seiner Burgen fiel in die Hände der Rebellen. Schließlich brach die Rebellion in den nächsten Jahren zusammen, und am 10. März 1414 konnte Chaerleton die Kapitulation zahlreicher Rebellen bei Bala, unweit des ehemaligen Herrenhauses von Owain Glyndŵr entgegennehmen. Ergreifung von John Oldcastle Im Januar 1414 flüchtete der Lollarde und Rebell Sir John Oldcastle in die Welsh Marches. Auf seine Ergreifung hatte der König eine hohe Belohnung ausgesetzt, so dass Cherleton schließlich mit der aktiven Verfolgung des Rebellen begann. Im Oktober 1417 konnte eine Gruppe von Cherletons walisischen Gefolgsleuten unter Führung von Gruffudd Vaughan Oldcastle 1417 auf einem abgelegenen Bauernhof auf Cherletons Besitzungen aufspüren und überwältigen. Oldcastle wurde zunächst in Powis Castle inhaftiert, bevor er zu seiner Verurteilung und Hinrichtung nach London gebracht wurde. 1419 konnte Cherleton seinen walisischen Gefolgsleuten ihren Anteil an der Belohnung übergeben. | Cherleton (Charlton), Edward 5. Baron Cherleton (I41464)
|
| 48355 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Edward_le_Despenser,_1._Baron_le_Despenser Edward le Despenser, 1. Baron le Despenser KG (* 24. März 1336 in Essendine, Rutland; † 11. November 1375 in Llanblethian, Glamorgan) war ein englischer Adliger und Militär. Herkunft und Familie Edward war ein Sohn von Edward le Despenser († 1342) und von Anne de Ferrers, einer Tochter von William Ferrers, 1. Baron Ferrers of Groby. Zu seinen jüngeren Brüdern gehörte Henry Despenser, der Bischof von Norwich wurde. Sein Vater war der zweite Sohn von Hugh le Despenser, dem 1326 gestürzten und hingerichteten Favoriten von König Eduard II., er fiel während des Bretonischen Erbfolgekriegs 1342 bei der Belagerung von Vannes.[1] Edward erbte dessen umfangreiche Besitzungen, darunter neun vor allem in den Midlands gelegene Güter. Während seiner Minderjährigkeit wurde der Großteil seines Besitzes von Verwandten und Beamten verwaltet. Vermutlich 1346 wurde für ihn die einträgliche Heirat mit Elizabeth Burghersh († 1409), der einzigen Tochter und Erbin von Bartholomew Burgersh, 2. Baron Burgersh und von Cecily Weyland vereinbart. Seine Verlobte war die Enkelin von Bartholomew Burghersh dem Älteren († 1355), der ein reicher Magnat und King's Chamberlain war. Die Heirat fand vor dem 2. August 1354 statt. 1349 war Edward nach dem kinderlosen Tod seines Onkels Hugh le Despenser, 1. Baron le Despenser der Erbe von dessen Besitzungen, darunter Glamorgan in Südostwales, geworden. Nachdem Elizabeth, die Witwe seines Onkels, ihr Wittum erhalten hatte, wurde am 8. Februar 1350 die Bewirtschaftung der anderen Besitzungen für nur £ 1000 jährlich an Bartholomew Burghersh dem Älteren vergeben. Nach dessen Tod 1355 fiel sie zu den gleichen Bedingungen an Despensers Mutter Lady Anne, bis Edward im März 1357 volljährig wurde. Nach dem Tod von Elizabeth, der Witwe seines Onkels, 1359 erbte er deren Wittum. Nach dem Tod seines Schwiegervaters 1369 erbte Despenser zehn Güter in Suffolk sowie die Hälfte der Herrschaft Ewias Lacy in den Welsh Marches. Militärische Karriere Despensers militärische Karriere begann bereits 1355, als er während des Hundertjährigen Kriegs im Gefolge seines Schwiegervaters am Feldzug des Schwarzen Prinzen in der Gascogne und am 19. September 1356 an der Schlacht von Poitiers teilnahm. Er blieb vermutlich bis März 1357 in Südwestfrankreich und kehrte im folgenden Monat mit dem Schwarzen Prinzen nach London zurück. Am 15. Dezember 1357 wurde er als Baron by Writ in das Parlament berufen und damit zum Baron le Despenser erhoben. Als König Eduard III. im Oktober 1359 seinen letzten Feldzug nach Frankreich unternahm, gehörte Despenser zum königlichen Heer, und er blieb mindestens bis 1361 in Frankreich. 1361 wurde er in den Hosenbandorden aufgenommen. Am 13. November 1362 war er in London, als Lionel of Antwerp, der dritte Sohn des Königs, zum Duke of Clarence erhoben wurde, und er gehörte später zum Gefolge von Clarence. Im Mai 1368 war er der ranghöchste Edelmann im Gefolge von Clarence, als dieser zu seiner Hochzeit mit Violante Visconti, der Tochter von Galeazzo II. Visconti nach Mailand aufbrach. Clarence starb kurz nach der Hochzeit überraschend am 17. Oktober 1368 in Italien, und Despenser war überzeugt, dass er vergiftet worden war. Aus Vergeltung trat er in den Dienst von Papst Urban V. und kämpfte für diesen sowie für Venedig gegen die Visconti von Mailand. Am 10. März 1370 lobte der Papst in einem Brief an John of Gaunt Despensers Tapferkeit in den Kämpfen in der Lombardei. Despenser blieb vier Jahre in Italien, bis er auf Verlangen von John of Gaunt im Sommer 1372 nach England zurückkehrte. Er diente als Constable der Armee von John of Gaunt, als dieser 1373 in einer großen, jedoch verlustreichen Chevauchée von Calais nach Bordeaux zog. Im Frühjahr 1375 nahm Despenser am Feldzug von Edmund of Langley, Earl of Cambridge und von Edmund Mortimer, 3. Earl of March in die Bretagne und am Angriff auf Quimperlé teil. Nachdem der Feldzug durch den Waffenstillstand von Brügge beendet wurde, kehrte Despenser nach England zurück und besuchte seine Güter in Wales. Im September 1375 war er in Cardiff, einige Wochen später starb er auf einem seiner walisischen Güter im Alter von 39 Jahren. Er wurde in Tewkesbury Abbey begraben, wo sein Grabdenkmal, das ihn betend in voller Rüstung zeigt, noch erhalten ist. Nachwirkung Despenser galt in seiner Zeit als Kriegsheld. Seine lange Anwesenheit und seine Tapferkeit in Italien wurden vermutlich durch ein Fresko von Andrea da Firenze in der Spanischen Kapelle der Kirche Santa Maria Novella in Florenz gewürdigt, auf dem er in der Nähe von Kaiser Karl IV. mit dem Hosenbandorden dargestellt ist. Dieses Bild ist, nach einer Darstellung von Thomas Becket, das zweitälteste Porträt eines italienischen Künstlers von einem Engländer.[3] Despensers Tapferkeit wurde auch von dem Chronisten Jean Froissart beschrieben, der ihn den ehrenwertesten englischen Ritter seiner Zeit nannte. | le Despenser, Baron Edward (I27400)
|
| 48356 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Edward_of_Salisbury (Jul 2023) Edward of Salisbury († wohl 1105/07) war ein englischer Adliger und Höfling (curialis) des 10. und beginnenden 11. Jahrhunderts angelsächsischer Herkunft, der während der Herrschaft der Könige Wilhelm der Eroberer, Wilhelm Rufus und Heinrich I. als Sheriff von Wiltshire diente und offenbar einer der reichsten Männer Englands war. Ædwardus de Saresbiri Der Chronicon Abbatiæ Ramesiensis (Chronik der Abtei Ramsey) vom Ende des 13. Jahrhunderts[1] berichtet von einer Auseinandersetzung, die vor dem Gerichtshof von Lincolnshire „in Anwesenheit von Edward of Salisbury und vielen anderen Vertrauten des Königs und Thegn“ (Gefolgsleuten) geführt wurde.[2] Der Vorgang wird von der Chronik in der Zeit des Königs Hardiknut angesiedelt, der ab 1040 regierte und dessen Tod 1042 im nächsten Abschnitt gemeldet wird[3], ist auf jeden Fall vor der Normannischen Eroberung 1066 zu sehen.[4] Edwardus Dives Die 1174 fertiggestellte Historia Selebiensis Monasterii (Geschichte der Abtei Selby) berichtet von einer Begegnung zwischen dem Mönch Benedikt von Auxerre, dem späteren Gründer der Abtei, und einem Bürger von Salisbury namens Edward, der den Beinamen „der Reiche“ (Dives) trug,[5] und der ihm viele Geschenke machte, die Mitte des 12. Jahrhunderts in der Abtei noch vorhanden waren.[6] Edward the Sheriff Sheriff von Wiltshire war Im Jahr 1067 noch der Angelsachse Edric.[7] Edward von Salisbury, ein bedeutender Grundbesitzer aus dem Süden und Südwesten[8] und curialis (Höfling)[9] war 1081 Sheriff von Wiltshire,.[10] vermutlich auch schon 1070[11]. Er scheint Sheriff bis mindestens 1105 gewesen zu sein, da er zu diesem Zeitpunkt in einer langen Liste von Sheriffs erwähnt wird, die einer Charta Heinrichs I. bezeugen; darüber hinaus wird angenommen, dass er einer der Kammerherren Heinrichs I. war[12] 1107 wird Walter Hosate als Sheriff genannt[13], vermutlich war Edward of Salisbury in der Zwischenzeit gestorben. Das Domesday Book listet ihn 1086 als Grundbesitzer vor allem in Wiltshire[14], aber auch in Surrey (Walton-on-Thames, Godalming), Hampshire (Bramshott, Ortsteil von Liphook, North Charford, Fordingsbridge), Dorset (Canford Magna, Kinson, und Hertfordshire Great Gaddesden, Hoddesdon, hier als Edward the Sheriff)[15]. Er wird hier als der reichste tenant-in-chief genannt[16], dessen Besitz 312,5 Carucata umfasste[17], was gut 150 Quadratkilometer entspricht.[18] Der größte Teil seiner Güter hatte als Vorbesitzerin eine Wulfwynne, die als seine Mutter angenommen wird.[19] Edward of Salisbury 1119 nahm ein Edward of Salisbury an den Kämpfen Heinrichs I. teil[20]– hier scheint es sich jedoch um einen jüngeren Sohn des Sheriffs zu handeln.[21] Insgesamt ist sogar anzunehmen (sofern die Datierungen korrekt sind), dass es sich bei dem in den Dokumenten zwischen 1040/42 und 1119 auftretenden Edward von Salisbury sogar um drei Personen handelt: den reichen Grundbesitzer aus der angelsächsischen Epoche, den Sheriff in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts sowie den 1119 genannten Ritter. Herkunft und Nachkommen Angaben zur Herkunft von Edward of Salisbury macht lediglich das Buch von Lacock aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Demnach wurde nach der Normannischen Eroberung Englands Walter le Ewrus, normannischer Graf von Roumare[22], von König Wilhelm dem Eroberer die Herrschaft über Salisbury und Amesbury gegeben. Walter le Ewrus, der mit Gerold Mantelec, Graf von Roumare, bereits einen Sohn in Frankreich hatte, wurde in England Vater von Edward, der, da als von englischer (d. h. angelsächsischer) Herkunft bezeichnet, wohl Sohn einer einheimischen Frau war.[23] The Complete Peerage hingegen nennt Walter le Ewrus erfunden (fictitious) und stellt fest, dass Edwards Eltern unbekannt seien. | of Salisbury, Edward (Eduard) (I12445)
|
| 48357 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Stafford,_3._Duke_of_Buckingham Edward Stafford, 3. Duke of Buckingham KG (* 3. Februar 1478 in Brecon Castle; † 17. Mai 1521 Tower Hill, London) war ein englischer Magnat. Als einer der reichsten Magnaten seiner Zeit wurde er wegen angeblichen Hochverrats hingerichtet. Herkunft, Kindheit, Jugend und Erziehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Edward Stafford war der älteste Sohn von Henry Stafford, 2. Duke of Buckingham und von dessen Frau Katherine Woodville. Seine Mutter war eine Schwester der Königin Elizabeth Woodville. Über seine Urgroßmutter Anne Neville, Duchess of Buckingham war Edward mit den Königen aus dem Haus York verwandt. Sein Vater rebellierte 1483 erfolglos gegen König Richard III., worauf ihm der Titel abgesprochen und seine Besitzungen beschlagnahmt wurde. Während der Rebellion wurde der junge Edward in verschiedenen Burgen und Herrenhäusern in Herefordshire versteckt. Wo er nach dem Tod seines Vaters Ende 1483 bis zur Niederlage von Richard III. in der Schlacht von Bosworth 1485 blieb, ist unklar. Am 30. Oktober 1485 nahm er an der Krönung des neuen Königs Heinrich VII. teil, wobei er als Knight of the Bath zum Ritter geschlagen wurde. Heinrich VII. erhob Stafford wieder zum Duke of Buckingham und gab ihm die Besitzungen seines Vaters zurück, nachdem die gegen seinen Vater verhängte Bill of Attainder im November 1485 aufgehoben worden war. Seine Mutter hatte nach dem Tod seines Vaters Jasper Tudor, den Onkel des neuen Königs geheiratet, doch zum Vormund von Buckingham wurde Margaret Beaufort, die Mutter des Königs ernannt. Wahrscheinlich wuchs Buckingham nun auf deren Besitzungen auf, wo er von Angestellten von Lady Margaret erzogen wurde. Er lernte lesen und schreiben, doch es gibt keinen Nachweis, dass er eine Universität besuchte. Später war Buckingham vermutlich ein Förderer von Buckingham College in Cambridge und auf Druck von Lady Margaret von Queen’s College in Oxford. Dazu besaß er später eine recht umfangreiche Bibliothek. 1512 gab er den Druck einer Übersetzung der Schwanenrittersage in Auftrag, später ließ er A Lytell Cronicle drucken, die Übersetzung einer Beschreibung des Mittleren Ostens, die er vermutlich für seine 1520 geplante Pilgerreise nach Jerusalem in Auftrag gab. Magnat unter Heinrich VII. 1488 plante der König, Buckingham mit Anne, der jungen Herzogin der Bretagne, zu verheiraten, doch da es mehrere andere Bewerber für die junge Braut gab, verfolgte er diesen Plan nicht weiter. Im Dezember 1489 genehmigte der König die Verlobung Buckinghams mit Eleanor Percy († 1530), der ältesten Tochter des kurz zuvor ermordeten Earl of Northumberland. Die Testamentsvollstrecker Northumberlands zahlten dem König für die Genehmigung der Ehe £ 4000. 1495 nahm der König Buckingham in den Hosenbandorden auf. Obwohl er noch nicht offiziell volljährig war, wurde ihm 1498 die Verwaltung seiner Besitzungen übertragen. Hierfür musste er jedoch eine stattliche Gebühr von £ 3000 anstatt der üblichen £ 1000 an den König zahlen. Weitere £ 2000 musste er wegen der dritten Heirat seiner Mutter an den König zahlen, die nach dem Tod von Jasper Tudor ohne königliche Erlaubnis Richard Wingfield geheiratet hatte. Buckingham war der reichste Grundbesitzer seiner Zeit in England. Aus seinen Besitzungen bezog er jährliche Einkünfte von mindestens £ 5000. Er hatte in fast allen englischen Grafschaften Güter, dazu gehörten ihm die Herrschaften Brecon und Newport in Südwales. Seine Güter waren jedoch während der Vormundschaftsverwaltung von Lady Margaret ausgebeutet und die walisischen Güter waren vernachlässigt worden. Lady Margaret hatte ihm dazu nur wenige Aufzeichnungen übergeben, so dass er sich erst einmal aufwändig einen Überblick über den Zustand seiner Besitzungen verschaffen musste. Buckingham überwachte nun selbst die Verwaltung seiner Güter, um so deren Einträge zu steigern. Er erließ Vorschriften, legte ein geordnetes Archiv an, prüfte selbst Rechnungen und versuchte, wohl nach dem Vorbild von Heinrich VII., seine Verwalter eng an sich zu binden. Er strengte mindestens 128 Prozesse an, wobei zu den Beklagten häufig seine eigenen Vasallen und Pächter gehörten. Allerdings wollte er mit diesen Prozessen wohl vor allem Druck aufbauen, da es nur zu sechs Verurteilungen kam. Systematisch untersuchte er, ob Hörige zu Unrecht freigelassen worden waren. Durch diese Maßnahmen konnte er erfolgreich die Einkünfte aus seinen englischen Besitzungen steigern. Dabei ließ er teils ohne viel Rücksicht auf die Landbewohner Jagdparks anlegen, die damit den Landbewohnern nicht mehr zugänglich waren. Im Gegensatz zu seinen englischen Besitzungen gelang es Buckingham nicht, die Erträge aus seinen südwalisischen Besitzungen zu steigern. 1504 verpflichtete er sich mit anderen Marcher Lords gegenüber Heinrich VII., in den südlichen Welsh Marches Überfälle und Mordfälle zu unterbinden, die dort wegen Grenzstreitigkeiten zwischen den Marcher Lords häufig stattfanden. Dennoch scheiterten Buckinghams Versuche, in Südwales für Sicherheit und Ordnung zu sorgen. 1497 diente Buckingham in der Armee, die gegen den Rebellen Perkin Warbeck aufgeboten wurde. Daneben war er häufig am Königshof, wo er bei Hochzeiten, Empfängen und anderen Feiern durch seine elegante Garderobe auffiel. Bis 1517 nahm er aktiv an prächtigen Turnieren teil. Magnat unter Heinrich VIII. Verhältnis zum König[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Nach dem Tod von Heinrich VII. 1509 diente Buckingham bei der Krönung von Heinrich VIII. als Lord High Constable und als Lord High Steward. Der neue König erklärte zahlreiche Verpflichtungen, die sein Vater gegenüber Buckingham und anderen Magnaten gemacht hatte, für ungültig. 1510 kam es zu einem Skandal, als Buckingham entdeckte, dass der König seiner verheirateten Schwester Anne, Lady Hastings den Hof machte. 1510 galt Buckingham als Todfeind Frankreichs, und beim Feldzug des Königs 1513 nach Frankreich kommandierte Buckingham 550 Soldaten. Während des Feldzugs zeichnete er sich aber eher durch seine prächtige Ausrüstung als durch sein militärisches Können aus. Die 1518 begonnene Annäherungspolitik des Königs zu Frankreich, die schließlich 1520 zu dem Treffen mit dem französischen König auf dem Camp du Drap d’Or führte, lehnte er ab. Bei den Turnieren, die anlässlich des Treffens stattfanden, diente er als Schiedsrichter. Trotz seiner umfangreichen Besitzungen waren die Finanzen Buckinghams angespannt, so dass er sich über die Kosten ärgerte, die er für seine Ausstattung während des Treffens auf dem Camp du Drap d’Or aufbringen musste. 1514 hatte ihm der König Schulden erlassen, die seit 1498 offen waren. 1515 scheiterte aber Buckinghams Klage, nach der er zu Unrecht £ 7000 an Steuern gezahlt hätte. Dazu wurde seine Forderung nach eine Entschädigung in Höhe von £ 3500 für entgangene Einkünfte und für den Ersatz von Prozesskosten abgelehnt. 1514 wurde Buckingham mit beauftragt, in neun Grafschaften, wo seine Hauptbesitzungen lagen, für Frieden und Ordnung zu sorgen. 1514 beanspruchte Buckingham das Amt des Constable of England. Damit beanspruchte er gegenüber anderen Magnaten einen Vorrang, der auch politische Auswirkungen hatte. Buckingham hatte aber trotz seiner umfangreichen Besitzungen und seiner Stellung am Königshof nur wenig politischen Einfluss und gehörte nicht zu den engeren Ratgebern des Königs. Vor Gericht wurde Buckinghams Anspruch auf das Amt des Constable anerkannt, allerdings unter der Auflage, dass der König auf seine Dienste als Constable verzichten durfte. Heinrich VIII. sprach diesen Verzicht tatsächlich aus. 1518 erhielt Buckingham sogar einen scharfen königlichen Tadel, da es in seinen Besitzungen in Südwales immer noch zu zahlreichen Übergriffen und Überfällen kam. Trotz dieser diversen Konflikte gilt es als sicher, dass es zwischen Buckingham und dem König selbst keine offene und andauernde Feindschaft gab. Buckingham als potentieller Thronanwärter Buckingham konnte sich zweifach auf eine königliche Abstammung zurückführen. Er war sowohl ein Nachfahre von John of Gaunt wie auch von Thomas of Woodstock, dem jüngsten Sohn Eduards III. Zwar überlegte der Kronrat 1502 bei einer ernsthaften Erkrankung von Heinrich VII., ob beim Tod des Königs entweder Buckingham oder Edmund de la Pole, Earl of Suffolk für den jungen Thronfolger die Regentschaft übernehmen sollte, doch die Tudorkönige betrachteten Buckinghams Abstammung offensichtlich nicht als Bedrohung ihrer Herrschaft. Sowohl Heinrich VII. wie auch Heinrich VIII. hatten latente Sorge um die Legitimation ihrer Herrschaft, doch Heinrich VIII. erlaubte sogar die Heirat von Buckinghams ältesten Sohn mit Ursula Pole, einer Enkelin von George, Duke of Clarence, einem weiteren Nachfahren von Eduard III. Buckingham selbst erhoffte sicherlich, dass er im Falle eines Todes von Heinrich VIII. als führender Magnat Englands politisch eine wichtige Rolle spielen würde. Diese Erwartung reichte wohl der Regierung von Kardinal Wolsey, um sie als Thronanspruch und damit als Hochverrat zu deuten. Wolsey hielt bereits seit längerem Buckinghams Abstammung für eine potentielle Bedrohung der Herrschaft des Königs, weshalb er Buckingham zu einem bescheideneren Auftreten riet. Warum und wann der König Wolsey in einem selbst geschriebenen Brief aufforderte, auf Buckingham, dessen Bruder Henry Stafford, 1. Earl of Wiltshire und auf drei weitere Magnaten ein wachsames Auge zu haben, ist aber unklar. Sir John Fyneux, der Chief Justice, befand aber, dass Buckinghams Abstammung und Auftreten kein Grund sei, ihn des Hochverrats anzuklagen. Buckingham war im Gegenzug ein klarer Gegner von Wolsey, dem er vorwarf, den alteingesessenen Adel ruinieren zu wollen. Sturz, Verurteilung und Hinrichtung 1519 wurde Sir William Bulmer vor der Star Chamber angeklagt, weil er als Mitglied des königlichen Haushalts in Gegenwart des Königs Kleidung in den Farben von Buckingham getragen hatte. Wann dieser Vorfall war, ist nicht bekannt, vermutlich erfolgte er während des Besuchs des Königs im August 1518 in Penshurst, einem Landsitz von Buckingham. Bulmer erhielt schließlich einen öffentlichen Tadel durch den König, der nicht dulden wollte, dass Mitglieder seines Hofstaats im Dienst anderer Magnaten standen. Letztlich war Buckinghams Sturz wohl vor allem das Ergebnis seiner mangelnden Unterstützung der Regierung Wolseys, von seinen ungewissen Spekulationen über die Zukunft und eine Folge seines heftigen Temperaments, das er nach der Bulmer-Affäre offen gezeigt hatte. Dabei hatte er die Möglichkeit einer Rebellion angedeutet. Möglicherweise war Buckingham depressiv, denn Anfang 1520 gestand er seinem Kanzler, dass er sich als großen Sünder betrachte, für den es sicherlich keine göttliche Gnade gebe und dessen politische Aktionen deshalb alle scheitern würden. Im Oktober 1520 erklärte er überraschend, eine Pilgerreise nach Jerusalem antreten zu wollen. Diese konnte er jedoch nicht mehr antreten. Im April 1521 wurde Buckingham verhaftet. Am 8. Mai wurde er des Hochverrats angeklagt und am 13. Mai begann seine Verhandlung vor den Peers am Gericht des High Steward. Als Zeugen für Buckinghams Verrat sagten Charles Knyvett, ein kurz zuvor entlassener Verwalter Buckinghams, der Priester Robert Gilbert, der als Buckinghams Kanzler diente, sein Kaplan Edmund Dellacourt sowie der Kartäusermönch Nicholas Hopkins aus der Kartause Hinton aus. Sie bezeugten, dass Buckingham seit 1512 den Prophezeiungen von Hopkins glaubte, nach denen er eines Tages selbst König sein würde. Buckingham würde glauben, dass das Geschlecht der Tudors verflucht sei, weil 1499 der Earl of Warwick zu Unrecht hingerichtet wurde. Bei diesem Prozess hatte Buckingham zu den Geschworenen gehört. Die Zeugen behaupteten, dass Buckingham glaubte, aufgrund des Fluchs hätte Heinrich VIII. keinen Sohn. Um sich am Königshof beliebt zu machen, wie Hopkins es ihm geraten hätte, hatte Buckingham versucht, die königliche Wache mit teurer Kleidung zu bestechen. Er hätte Wolseys Politik abgelehnt und sich über seine Standesgenossen geärgert, die nicht zusammen entschlossen Wolsey bekämpft hätten. Knyvett bezeugte, dass Buckingham nach der Verurteilung Bulmers vom Plan seines Vaters erzählt hatte, Richard III. zu töten. Vielleicht schon 1517, doch spätestens 1520 hatte er vergeblich beantragt, eine bewaffnete Streitmacht von 300 bis 400 Mann aufstellen zu dürfen, um in seinen Besitzungen in Südwales für Frieden und Ordnung zu sorgen. Obwohl diese Maßnahme sinnvoll gewesen wäre, weckte sie Erinnerungen an die Rebellion von Buckinghams Vater 1483. Am 16. Mai wurde Buckingham für schuldig befunden und am nächsten Tag durch Enthauptung hingerichtet. Noch am Tag seiner Hinrichtung wurde Buckingham in der Kirche der Augustinerniederlassung in London beigesetzt. Während des Parlaments 1523 wurde ein Act of Attainder gegen ihn beschlossen, so dass seine Güter beschlagnahmt wurden. Nach dem Tod Heinrichs VIII. behauptete Buckinghams Sohn, dass sein Vater auf Veranlassung von Kardinal Wolsey hingerichtet worden sei, da er Königin Katharina verteidigt hatte, als diese 1520 von Wolsey getadelt worden sei. Nach dem Tod von Heinrich VIII. erhielt sein Sohn einen Teil der Güter zurück. Buckingham hatte in Gloucestershire Thornbury Castle als stattlichen Landsitz errichten lassen. Die Türme des Herrenhauses dienten angesichts der großzügigen Erkerfenster nur als militärische Dekoration. Die Pfarrkirche von Thornbury wollte er in ein Kollegiatstift umwandeln, was er jedoch nicht mehr umsetzen konnte. Sein Londoner Stadthaus Poultenay's Inn ließ er prachtvoll ausbauen, so dass es Manor of the Rose genannt wurde. | Stafford, Duke Edward 3. Duke of Buckingham (I28197)
|
| 48358 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Edyth_Swannesha Edyth Swannesha (altenglisch „Ealdgȳð Swann hnesce, Edyth [der] sanfte Schwan“) (* um 1025; † nach 1066) war die Lebensgefährtin des Königs Harold Godwinson (um 1022–1066) über mehr als 20 Jahre, insbesondere in der Zeit vor seiner Thronbesteigung. Sie ist auch als Edyth Swanneschals oder Edyth Swanneck, also Edith Schwanenhals bekannt, wobei es sich hier um eine Fehlübersetzung ihres Namens handelt. Oft wird sie mit Ealdgyth von Mercia verwechselt, die Harald um 1066[1] heiratete. Edyth ist die Mutter der meisten bekannten Kinder Haralds. Obwohl sie in den Augen der Kirche nicht seine Ehefrau war, gibt es keinen Hinweis darauf, dass diese Kinder als illegitim angesehen wurden. Tatsächlich wurde eine von Haralds und Ediths Töchtern, Gyda Haraldsdatter (oder Gytha von Wessex), als „Prinzessin“ angesprochen und mit Wladimir Wsewolodowitsch Monomach, dem Großfürsten von Kiew verheiratet. Edith Swannesha ist in der Geschichte und der Folklore bekannt als diejenige, die nach der Schlacht von Hastings 1066 den toten Harald identifizierte und so die Bergung der Leiche vom Schlachtfeld und ein christliches Begräbnis durch die Mönche der Abtei Waltham in Essex ermöglichte. In Deutschland ist die Legende durch Heinrich Heine bekannt geworden, der in seinem Gedicht „Schlachtfeld bei Hastings“ (Romanzero, Erstes Buch, Historien) mit „Edith Schwanenhals“ als Hauptfigur die Geschichte in Reime gefasst hat. | Swannesha, Edyth (I6930)
|
| 48359 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Effinger_(Patrizierfamilie) Effinger (Patrizierfamilie) Die Familie Effinger ist eine aus Brugg stammende, vermutlich aus Effingen zugewanderte Notabelnfamilie. Es existierten Zweige in Bern und Zürich. Geschichte Hans Friedrich von Effingen gilt als Stammvater der Effinger. Sein Sohn Johannes Effinger (I.) wird von 1361 bis 1382 als Burger von Brugg erwähnt. 1483/84 kaufte Kaspar Effinger die Herrschaft Wildegg samt dazugehörigen Gütern und Rechten und erwarb gleichzeitig das Burgerrecht der Stadt Bern. Damit wurde er zum Begründer der Wildegger Linie des Geschlechts. Die Effinger vererbten diesen Besitz elf Generationen weiter. 1552 brannte die Burg infolge Blitzeinschlags fast vollständig aus, nur das Mauerwerk blieb erhalten. Die Effinger gaben die Ruine jedoch nicht auf, sondern machten sie über Jahre hinweg wieder bewohnbar; ab 1684 bauten sie sie in ein barockes Wohnschloss um. Die Burg Wildegg und ihre zugehörigen Güter gingen 1830 in den Besitz der Familienkiste Effinger über. Das Schloss wurde im 19. Jahrhundert durch Nebengebäude ergänzt. Ab dem 17. Jahrhundert gehörten die Effinger zum bernischen Patriziat. Angehörige der Familie besassen zeitweilig auch Schloss Kiesen, Schloss Wildenstein (Veltheim), die Wegmühle, das Rebgut Wingreis und die Campagne Rörswil. Mit dem Tod von Pauline Adelheid Julia von Effinger (1837–1912), die auf dem Kernenberg den Grundstein für den Effingerhort legte, starb die Familie 1912 aus. Die Grablege der Familie befindet sich in der Kirche Holderbank. Julia vermachte das Schloss mit fast der gesamten Ausstattung sowie die dazugehörende Domäne der Eidgenossenschaft. Der Zweig in Zürich erlosch 1590. Personen Friedrich Effinger (1383–1413), Schultheiss von Brugg, Herr zu Urgiz Ludwig Effinger (1408–1452), Schultheiss von Brugg Berner Zweig (von Wildegg und Wildenstein) Kaspar Effinger (1442–1513), Begründer der Wildegger Linie Christoph Effinger (um 1487–1551) Franz Christoph Effinger (1657–1712), Politiker, Herr zu Wildenstein Franz Victor Effinger (1734–1815), Politiker und Historiker Rudolf Emanuel Effinger (1771–1847), Oberst, Politiker und Agronom Friedrich Ludwig Effinger (1795–1867), Gemeindepräsident von Bern Pauline Adelheid Julia von Effinger (1837–1912), ultima, Besitzerin des Schlosses Wildegg Zürcher Zweig Johannes Effinger, 1404 Bürger von Zürich Heinrich Effinger (I.), Ratsherr, Zunftmeister, Vogt Heinrich Effinger (II.), Ritter, Ratsherr, Vogt Peter Effinger, erhält von Kaiser Friedrich III. einen Wappenbrief[1] Jakob Effinger († 1590), Gerichtsherr | Effinger von Wildegg, Ritter Kaspar (I12701)
|
| 48360 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Ekbert_I._(Tecklenburg) Ekbert I. von Tecklenburg (* um 1090; † 4. Februar 1150) war Graf von Tecklenburg. Ekbert I. von Tecklenburg wurde als Sohn eines Grafen aus dem Hause Saarbrücken und Gisela von Lothringen, Tochter des Dietrich II., genannt. Eine andere Quelle[1] nennt Ekberts I. Vater als Heinrich I. von Tecklenburg (* 1065), der 1118 als Graf mit Gütern in Oesede auftritt. Der Quelle nach ist Gisela später mit Friedrich I. von Saarbrücken verheiratet und hat mit ihm drei weitere Kinder. Ekbert war sächsischer Vasall und ab 1127 Graf. 1139 fiel ihm ein Teil des Erbes Graf Heinrichs von Zutphen († um 1122, vor 1127) zu und er nannte sich seither nach der Burg Tecklenburg. Er rückte an die Position der alten Grafen von Zutphen. Der Streit, zum einen um dieses Erbe mit den Grafen von Ravensberg und Oldenburg, und zum anderen mit den Bischöfen von Osnabrück und Münster war bestimmend für sein Haus. Neben den wichtigsten Rechtstiteln für die Errichtung der Territorialherrschaft, Vogt von Münster, Vizevogt im Osnabrücker Nordland und in Corvey besaß er auch etliche Freistühle, wie Friesoythe, Addrup und auf dem Hümmling. Ehen Ekbert I. war in erster Ehe mit einer Tochter des Herzogs Walram II. von Limburg verheiratet. Nach dem Tod dieser Frau ehelichte Ekbert I. Adelheid von Zutphen-Geldern (* 1080, † 1156), Tochter des Grafen Gerhard III. von Wassenberg, eine Erbin der Bistumsvogtei von Münster. | von Tecklenburg, Graf Ekbert I. (I26984)
|
| 48361 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Ekbert_II._(Meißen) Ekbert II. von Meißen (* um 1059/1061; † 3. Juli 1090 im Selketal, Harz) aus der Familie der Brunonen war Markgraf von Meißen und Graf von Friesland. Ekbert II. war der Sohn des Grafen Ekbert I. von Friesland und der Irmgard von Susa. Von seinem Vater übernahm er das Erbe des brunonischen Besitzes um Braunschweig, die friesischen Grafschaften und die Markgrafschaft Meißen. Er heiratete Oda, Tochter des Markgrafen Ottos von Weimar-Orlamünde, die nach dem Tod ihres Vaters 1067 die Markgrafschaft erbte. Die Ehe blieb vermutlich kinderlos. Es gibt allerdings Hinweise, dass der spätere Bischof von Münster Egbert aus dieser Verbindung stammen könnte.[1] Ekbert war beteiligt an der Fürstenopposition gegen Kaiser Heinrich IV., weshalb dieser die Mark Meißen im Jahre 1076 an Vratislav von Böhmen verlieh. Einer kurzen Versöhnung im Jahre 1085 folgte der erneute Kampf gegen Kaiser Heinrich IV. (siehe auch Burg Gleichen). Nachdem der deutsche Gegenkönig Hermann von Salm am 28. September 1088 bei Cochem gefallen war, war Ekbert einer der Führer der sächsischen Opposition. Er wurde im selben Jahr geächtet und im Jahre 1090 auf der Flucht ermordet. Einer Legende nach wurde Ekbert II. in einer Mühle in Eisenbüttel bei Braunschweig von Reitern des Kaisers Heinrich IV. ermordet. Die meisten Historiker nennen eine Mühle bei Selke im Harz als Ort, an dem Ekbert II. am 3. Juli 1090 erschlagen wurde. Dagegen vermutete der Braunschweiger Jurist und Historiker Julius Dedekind, dass der Markgraf mit großer Wahrscheinlichkeit weder in der Mühle in Eisenbüttel, noch im Selketal, sondern bei Isenbüttel an der Salke, im heutigen Landkreis Gifhorn, ermordet wurde.[2] Ekbert II. war, zusammen mit seinem Vater, Gründer des Braunschweiger St. Cyriakusstiftes, in dem er auch bestattet wurde. Nach dem Abbruch des St. Cyriakusstifts im Jahr 1545, wurde die Grabstätte Ekberts II. in das Braunschweiger Stadtgebiet überführt, in die Krypta der Stiftskirche St. Blasius.[3][4] Die Markgrafschaft Meißen erbte der Wettiner Heinrich I. († 1103), der mit Ekberts Schwester Gertrud der Jüngeren von Braunschweig († 1117) verheiratet war. Über Gertrud kam der brunonische Besitz um Braunschweig über Kaiser Lothar III. letztlich an die Welfen. Literarische Adaption Die Schriftstellerin Benedikte Naubert (1752–1819) beschreibt in ihrer Erzählung „Der Müller von Eisenbüttel“ die Geschichte eines Müllers, in dessen Mühle der Markgraf Ekbert (in der dortigen Schreibweise: „Egbert“) zu Tode kam.[5] | von Meissen (von Braunschweig)(Brunonen), Ekbert II. (I6955)
|
| 48362 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Ela_of_Salisbury (Jul 2023) Ela of Salisbury (eigentlich Ela, suo jure Countess of Salisbury) (* um 1190, † 24. August 1261 in Lacock Abbey) war eine englische Adlige und Äbtissin. Herkunft Ela war die Tochter von William, 2. Earl of Salisbury, und von dessen Frau Eleanor de Vitré. Als ihr Vater 1196 starb, erbte sie seine Besitzungen und den Anspruch auf den Titel Earl of Salisbury. König Richard Löwenherz verheiratete das Kind im selben Jahr mit seinem Halbbruder William (I) Longespée, der dadurch Earl of Salisbury wurde. Ehefrau von William Longespée Über ihr Leben als Ehefrau von William Longespée ist wenig bekannt. Nach der Überlieferung von Wilhelm dem Bretonen soll König Johann Ohneland sie verführt haben, als Salisbury von 1214 bis 1215 in französischer Gefangenschaft war. Diese Geschichte ist jedoch wenig wahrscheinlich.[1] 1220 legte sie zusammen mit ihrem Mann den vierten und den fünften Grundstein für die Kathedrale von Salisbury. Als ihr Mann auf der Rückreise von Frankreich 1225 angeblich ertrunken war, drängte ein Neffe des Justiciars Hubert de Burgh sie zu heiraten, was sie jedoch ablehnte. Tatsächlich kehrte ihr Mann im Januar 1226 krank nach Salisbury zurück und starb dort am 7. März 1226. Da Elas ältester Sohn noch minderjährig war, huldigte sie zwölf Tage später König Heinrich III., musste jedoch Salisbury Castle dem König übergeben. Von 1227 bis 1228 und von 1231 bis 1237 diente sie als Sheriff von Wiltshire, ein Amt, das bereits ihr Großvater, ihr Vater und ihr Ehemann innegehabt hatten. Sie beanspruchte daraufhin die Erblichkeit dieses Amtes, was jedoch vom königlichen Gericht abgelehnt wurde. | of Salisbury, Ela (Isabel) 3. Countess of Salisbury (I41564)
|
| 48363 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eleanor_de_Clare Eleanor de Clare (* Oktober 1292; † 30. Juni 1337) war eine englische Adlige. Sie war die Ehefrau von Hugh le Despenser. Nach dem Tod ihres Bruders war sie eine der Erbinnen der Familie Clare. Herkunft und Jugend Eleanor war die älteste Tochter von Gilbert de Clare, 6. Earl of Gloucester und Johanna, einer Tochter von König Eduard I. Ihr Vater war einer der reichsten und mächtigsten Adligen Englands, starb jedoch bereits 1295. Der König wies ihrer Mutter und ihren Kindern Bristol Castle als Wohnsitz zu, sie heiratete 1297 heimlich in zweiter Ehe Ralph de Monthermer. Leben Ehefrau von Hugh le Despenser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Eleanor heiratete am 26. Mai 1306 in Westminster Abbey Hugh le Despenser, der zu diesem Zeitpunkt nur ein junger Ritter und der Erbe eines kleinen Barons war. Der König schuldete Despensers Vater jedoch Geld, weshalb sein Sohn die Enkelin des Königs heiraten durfte. 1309 übergab der neue König Eduard II. Despenser das Gut Sutton in Norfolk. Eleanor war zu dieser Zeit häufig als Hofdame der Königin Isabella am Königshof und genoss die Gunst ihres Onkels, des Königs. Nach dem Tod ihres Bruders Gilbert, der 1314 in der Schlacht von Bannockburn gefallen war und keine Nachkommen hinterlassen hatte, wurde 1317 der umfangreiche Besitz ihres Vaters zwischen ihr und ihren beiden Schwestern Margaret und Elizabeth aufgeteilt. Eleanor erhielt Tewkesbury als Zentrum der Honour of Gloucester sowie Glamorgan in den Welsh Marches. Daneben erhielt sie Rotherfield in Sussex, Güter in Devon und Somerset sowie ein Drittel der irischen Herrschaft Kilkenny.[1] Gegenüber ihren beiden Schwestern wurde Eleanor von ihrem Onkel, dem König, bevorzugt. Er sorgte bis zu seinem Tod für ihren Lebensunterhalt, durch sie gewann ihr Mann wohl die Gunst des Königs und machte ab 1317 eine steile Karriere am Königshof.[2] Er wurde 1318 Chamberlain of the Household und stieg rasch zu dessen neuem Favoriten auf. Er benutzte seine Stellung, um im Erbstreit mit seinen Schwägern Hugh de Audley und Roger Damory seinen Anteil am Erbe der Familie Clare zu vergrößern. Dies führte 1321 zu einer Rebellion der Barone, dem sogenannten Despenser War, an dem Audley und Damory teilnahmen. Der König konnte die Rebellion 1322 niederschlagen. Damory starb während der Rebellion, und Audley und Eleanors Schwestern verloren die Gunst des Königs. Eleanor und ihr Mann Despenser genossen dagegen weiter die Gunst des Königs, der zusammen mit seinem Günstling tyrannisch regierte. Wohl durch Intrigen von Hugh le Despenser verlor Königin Isabella nach November 1322 die Gunst ihres Ehemanns. Im Auftrag ihres Mannes überwachte Eleanor als Hofdame der Königin deren Haushalt. Sie diente auch als Spionin und beaufsichtigte den Briefverkehr der Königin.[3] Als der König im März 1325 die Königin in einer diplomatischen Mission zu ihrem Bruder, den französischen König, nach Frankreich schickte, kehrte sie nicht mehr zu ihrem Mann zurück. Eleanor soll sich nun wie eine Königin am englischen Hof aufgeführt haben. Angeblich hatte der König mit ihr sogar ein Verhältnis, was aber als unwahrscheinlich gilt.[4] Sturz und Gefangenschaft Im Herbst 1326 landeten Königin Isabella und ihr Liebhaber Roger Mortimer mit einem Heer in England. Despenser und König Eduard II. flüchteten Anfang Oktober aus London, während Eleanor im Tower of London zurückblieb. Angesichts einer Revolte der Londoner musste sie jedoch am 15. Oktober den Tower übergeben.[5] Der König und Despenser wurden im November auf der Flucht in Glamorgan gefangen genommen. Noch im selben Monat wurde Despenser hingerichtet, während der König Anfang 1327 abgesetzt und schließlich im September ermordet wurde. Auf Befehl der Königin wurde Eleanor am 17. November 1326 im Tower inhaftiert.[6] Ihre fünf Töchter wurden von den Siegern in Frauenklöster abgeschoben. Ehefrau von William la Zouche Königin Isabelle wollte Eleanor jedoch offenbar nicht dauerhaft bestrafen. Eleanors Tochter Isabel durfte zu ihrem Mann, dem Erben des Earl of Arundel zurückkehren, und ihre Tochter Elizabeth heiratete einen Sohn von Thomas de Berkeley, 3. Baron Berkeley, einem wichtigen Unterstützer von Roger Mortimer.[7] Im April 1328 wurde Eleanor durch Parlamentsbeschluss aus der Gefangenschaft entlassen und erhielt ein Wittum, darunter Glamorgan, zugewiesen. Als reiche Witwe wurde sie Anfang 1329 in Hanley Castle in Worcestershire durch William la Zouche, 1. Baron Zouche of Mortimer entführt. Zouche war einst ein Gegner ihres Mannes gewesen und hatte 1327 die Belagerung von Caerphilly Castle geleitet, wo sich Eleanors Sohn Hugh le Despenser in der Obhut einer starken Garnison befand. Er heiratete Eleanor, ohne die erforderliche königliche Genehmigung einzuholen. Daraufhin ging Königin Isabella militärisch gegen Zouche vor und belagerte ihn ab Februar 1329 in Caerphilly Castle, während Eleanor gefangen genommen und erneut im Tower inhaftiert wurde, ehe sie nach Devizes Castle überführt wurde. Zouche musste sich schließlich im Mai 1329 ergeben. Eleanor kam im Januar 1330 wieder frei, doch sie sollten die unglaublich hohe Strafe von £ 50.000 zahlen, während Glamorgan unter königliche Verwaltung fiel, bis die Strafe bezahlt wurde.[8] Nachdem die Herrschaft von Königin Isabella und Mortimer im selben Jahr durch den jungen König Eduard III. beendet wurde, bat Eleanor den König, die Strafzahlung zu reduzieren. Der König erließ ihr einen Teil und verzichtete scheinbar auch auf die weiteren Zahlungen, dazu übergab er ihr Anfang 1331 wieder Glamorgan. Danach lebte Eleanor bis zu ihrem Tod zusammen mit ihrem Mann William la Zouche. Bis 1333 klagte John Grey, 1. Baron Grey of Rotherfield vergeblich, dass er sie vor William de la Zouche geheiratet hätte.[9] Wo Eleanor begraben wurde, ist unbekannt, wahrscheinlich wurde sie in Tewkesbury Abbey beigesetzt. Eleanor hatte wie viele ihrer Vorfahren die Abtei gefördert. Nach dem Sturz von Königin Isabelle und Mortimer 1330 durfte sie die Überreste von Hugh le Despenser in einem prächtigen Grabmal in der Abteikirche beisetzen lassen. Sie stiftete für die Kirche die prächtigen Glasmalereien, die erst nach ihrem Tod um 1340 fertiggestellt wurden und auf denen zahlreiche Mitglieder der Familien Clare und Despenser abgebildet sind. Eine kleine kniende nackte Frau stellt vielleicht die Stifterin Eleanor dar, was jedoch nicht belegt werden kann. | de Clare, Eleanor (I27362)
|
| 48364 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Elen_Luyddawg Elen Luyddawg ['elen ’lijðaug] ist eine Sagengestalt aus der britannischen Mythologie. In der christlichen Tradition ist sie als Saint Helen of Caernarfon überliefert. Mythologie[ In der Erzählung Breuddwyd Macsen („Macsens Traum“), aufgezeichnet im Llyfr Gwyn Rhydderch („Das weiße Buch von Rhydderch“), ist Elen Luyddawg die Tochter des Briten-Königs Eudaf Hen und die Schwester von Cynan. Der römische Kaiser Macsen Wledig verliebt sich auf Grund eines Traumgesichtes in eine unbekannte wunderschöne Frau, die seine Boten schließlich in Wales finden. Nach der Eroberung Britanniens heiratet er Elen, macht sie zu seiner Kaiserin, übergibt Eudaf Hen die Regentschaft über Britannien und bleibt sieben Jahre bei ihr. Als in Rom ein Gegenkaiser für das Römische Reich ernannt wird, kann er mit Hilfe Cynans seine Krone zurückgewinnen.[1] Christliche Tradition Saint Helen of Caernarfon wird als Kirchengründerin des späten 4. Jahrhunderts in Wales genannt, wo sie auch das Klosterwesen nach gallischem Ritus eingeführt haben soll. Deswegen wurde sie zur Heiligen erhoben. Sie war die Gattin von Magnus Maximus (Macsen) und Mutter von fünf Kindern, darunter den Söhnen Cystennin (auch Custennin oder Konstantin) und Peblig (Publicus, der im Kalender der Yr Eglwys yng Nghymru, der Church in Wales, genannt ist). Obwohl sie sechzig Jahre nach Helena, der Mutter des Kaisers Konstantin des Großen, lebte, wurde sie früher wegen der Namensgleichheit der Söhne manchmal mit dieser verwechselt. Helen ist die Patronin von Lanelan auf der Gower-Halbinsel und der Kirche von Penisa’r-waun bei Caernarfon. Der heilige Gregor von Tours und der Biograf Sulpicius Severus berichten, Maximus/Macsen und Helen/Elen hätten bei ihrer Reise nach Gallien den heiligen Martin von Tours besucht. | Luyddawg (Lwyddog), Elen (Helena) (I30024)
|
| 48365 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eleonore_von_Kastilien_(1307–1359) (Aug 2023) Eleonore von Kastilien (Leonor de Castilla; * kurz vor dem 14. Dezember 1307; † 1359[1] in Castrojeriz) war als zweite Gemahlin Alfons’ IV. von 1329 bis 1336 Königin von Aragón. Leben Eleonore war das älteste Kind des kastilischen Königs Ferdinand IV. und seiner Gemahlin Konstanze von Portugal, der Tochter von König Dionysius von Portugal und der heiligen Elisabeth. Ferdinand IV. vereinbarte Ende 1308 mit König Jakob II. von Aragón vertraglich, dass dessen Sohn Jakob später der Gemahl Eleonores werden sollte. Schon als kleines Kind verlor Eleonore ihre Eltern, da ihr Vater 1312 und ihre Mutter im folgenden Jahr starb. Im Alter von 12 Jahren ehelichte Eleonore am 18. Oktober 1319 zu Gandesa den für sie ausersehenen Bräutigam Jakob, der sich aber kurz darauf für eine geistliche Laufbahn entschied und seine Ehe annullieren ließ. Er wurde am 22. Dezember 1319 Mitglied des Johanniterordens und entsagte seinem Anspruch auf die Sukzession. Zehn Jahre später arrangierte König Alfons XI. von Kastilien eine zweite Ehe seiner älteren Schwester Eleonore mit König Alfons IV. von Aragón, dem jüngeren Bruder von Eleonores erstem Gatten Jakob. Die Hochzeit fand am 5. Februar 1329 in Tarazona statt. Angespornt von ihrer Hofdame Sancha de Velasco beeinflusste Eleonore nach Kräften die Regierung ihres Gatten. Huesca und andere Orte des Kronguts kamen in ihren Besitz. Da Alfons IV. in erster Ehe mit Teresa d’Entença verheiratet gewesen war, stand deren Sohn Peter (IV.) das Thronfolgerecht in Aragón zu. Deshalb suchte Eleonore für ihre beiden Kinder wenigstens Güter der Krone zu erlangen. Trotz verbreiteter Kritik im Königreich entsprach der nachgiebige Alfons IV. den Wünschen seiner Gattin. So erhielt Ferdinand die an der Grenze von Valencia und Kastilien gelegene Markgrafschaft Tortosa und Johann die Orte Castelló, Borriana und Llíria als Erbgut. Die Adeligen der Region um Valencia widersetzten sich jedoch dieser Regelung. Auch Peter (IV.) sah mit Missfallen die ehrgeizigen Bestrebungen seiner Stiefmutter, ihre Söhne mit aragonesischen Besitzungen zu versorgen. Kurz vor dem im Jänner 1336 erfolgten Tod Alfons’ IV. entwich Eleonore daher mit ihren Söhnen nach Kastilien, um sich vor ihrem Stiefsohn in Sicherheit zu bringen. Peter IV. übernahm nun die Regierung in Aragón, hielt sich aber nicht an das Testament seines Vaters und lehnte es ab, die Eleonore vermachten Besitzungen herauszugeben. So kam es zwischen ihm und der kastilischen Krone zum Konflikt. Zu dessen Schlichtung erklärte sich Peter IV. schließlich 1338 bereit, seiner Stiefmutter die strittigen Güter unter Vorbehalt der Gerichtsbarkeit zu übergeben. Erst 14 Jahre später (Oktober 1352) wurden die Rechte von Eleonores Kindern anerkannt. Eleonore suchte ihren Söhnen auch einflussreiche Positionen in Kastilien zu verschaffen. Peter der Grausame, der 1350 seinem Vater Alfons XI. in der Regierung gefolgt war, übergab Eleonore 1355 die Stadt Cuenca. Sie schloss sich aber im Bürgerkrieg zwischen Peter und dessen Stiefbruder Heinrich von Trastámara dem letzteren an. Daher tötete einer der Verbündeten Peters im Juni 1358 Eleonores Sohn Johann. Um einem Racheakt zu entgehen, befahl Peter, dass Eleonore und Johanns Gattin, Isabel Nuñez de Lara, in Roa verhaftet wurden. Anschließend wurde die 52-jährige Eleonore in Castrojeriz ermordet. | von Portugal, Prinzessin Eleonore (Leonor) (I9539)
|
| 48366 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eleonore_von_Kastilien_(1307–1359) (Dez 2022) Eleonore von Kastilien (Leonor de Castilla; * kurz vor dem 14. Dezember 1307; † 1359[1] in Castrojeriz) war als zweite Gemahlin Alfons’ IV. von 1329 bis 1336 Königin von Aragón. Leben Eleonore war das älteste Kind des kastilischen Königs Ferdinand IV. und seiner Gemahlin Konstanze von Portugal, der Tochter von König Dionysius von Portugal und der heiligen Elisabeth. Ferdinand IV. vereinbarte Ende 1308 mit König Jakob II. von Aragón vertraglich, dass dessen Sohn Jakob später der Gemahl Eleonores werden sollte. Schon als kleines Kind verlor Eleonore ihre Eltern, da ihr Vater 1312 und ihre Mutter im folgenden Jahr starb. Im Alter von 12 Jahren ehelichte Eleonore am 18. Oktober 1319 zu Gandesa den für sie ausersehenen Bräutigam Jakob, der sich aber kurz darauf für eine geistliche Laufbahn entschied und seine Ehe annullieren ließ. Er wurde am 22. Dezember 1319 Mitglied des Johanniterordens und entsagte seinem Anspruch auf die Sukzession. Zehn Jahre später arrangierte König Alfons XI. von Kastilien eine zweite Ehe seiner älteren Schwester Eleonore mit König Alfons IV. von Aragón, dem jüngeren Bruder von Eleonores erstem Gatten Jakob. Die Hochzeit fand am 5. Februar 1329 in Tarazona statt. Das Paar bekam zwei Söhne: • Ferdinand (* 1329; † 1363), Markgraf von Tortosa, auf Anordnung König Peters IV. von Aragón getötet • Johann (* 1331; † 1358), auf Befehl des kastilischen Königs Peter I., dem Grausamen hingerichtet Angespornt von ihrer Hofdame Sancha de Velasco beeinflusste Eleonore nach Kräften die Regierung ihres Gatten. Huesca und andere Orte des Kronguts kamen in ihren Besitz. Da Alfons IV. in erster Ehe mit Teresa d’Entença verheiratet gewesen war, ststand deren Sohn Peter (IV.) das Thronfolgerecht in Aragón zu. Deshalb suchte Eleonore für ihre beiden Kinder wenigstens Güter der Krone zu erlangen. Trotz verbreiteter Kritik im Königreich entsprach der nachgiebige Alfons IV. den Wünschen seiner Gattin. So erhielt Ferdinand die an der Grenze von Valencia und Kastilien gelegene Markgrafschaft Tortosa und Johann die Orte Castelló, Borriana und Llíria als Erbgut. Die Adeligen der Region um Valencia widersetzten sich jedoch dieser Regelung. Auch Peter (IV.) sah mit Missfallen die ehrgeizigen Bestrebungen seiner Stiefmutter, ihre Söhne mit aragonesischen Besitzungen zu versorgen. Kurz vor dem im Jänner 1336 erfolgten Tod Alfons’ IV. entwich Eleonore daher mit ihren Söhnen nach Kastilien, um sich vor ihrem Stiefsohn in Sicherheit zu bringen. Peter IV. übernahm nun die Regierung in Aragón, hielt sich aber nicht an das Testament seines Vaters und lehnte es ab, die Eleonore vermachten Besitzungen herauszugeben. So kam es zwischen ihm und der kastilischen Krone zum Konflikt. Zu dessen Schlichtung erklärte sich Peter IV. schließlich 1338 bereit, seiner Stiefmutter die strittigen Güter unter Vorbehalt der Gerichtsbarkeit zu übergeben. Erst 14 Jahre später (Oktober 1352) wurden die Rechte von Eleonores Kindern anerkannt. Eleonore suchte ihren Söhnen auch einflussreiche Positionen in Kastilien zu verschaffen. Peter der Grausame, der 1350 seinem Vater Alfons XI. in der Regierung gefolgt war, übergab Eleonore 1355 die Stadt Cuenca. Sie schloss sich aber im Bürgerkrieg zwischen Peter und dessen Stiefbruder Heinrich von Trastámara dem letzteren an. Daher tötete einer der Verbündeten Peters im Juni 1358 Eleonores Sohn Johann. Um einem Racheakt zu entgehen, befahl Peter, dass Eleonore und Johanns Gattin, Isabel Nuñez de Lara, in Roa verhaftet wurden. Anschließend wurde die 52-jährige Eleonore in Castrojeriz ermordet. | von Kastilien, Prinzessin Eleonore (I8404)
|
| 48367 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eleonore_von_Kastilien_(1363–1416) (Okt 2017) Eleonore von Kastilien (spanisch Leonor; * um 1363; † 1415 oder 1416[1]) war als Gattin König Karls III. von 1387 bis 1415/16 Königin von Navarra. Leben Eleonore war eine Tochter des kastilischen Königs Heinrich II. von Trastámara und seiner Gattin Juana Manuel, der Tochter des Infanten Juan Manuel von Kastilien und der Blanka de la Cerda y Lara. Im Frieden von Alcoutim (1371), der den ersten erfolglosen Krieg König Ferdinands I. von Portugal gegen Heinrich II. von Trastámara beendete, war u. a. eine Vermählung Ferdinands mit Heinrichs Tochter Eleonore vorgesehen. Das Eheprojekt kam jedoch nicht zustande, da der portugiesische König sich in die damals an seinem Hof weilende Adlige Leonore Teles de Menezes verliebte, deren Ehe annullieren ließ und sie danach heiratete. Zur Bekräftigung des Waffenstillstandes zwischen Navarra und Kastilien heiratete Eleonore am 27. Mai 1375 zu Soria den Thronerben Karl (III.) (genannt „der Edle“) von Navarra. Dieser musste aber von 1377 bis 1381 als Geisel am französischen Hof leben. Nach dem Tod ihres Vaters (1379) wurde Eleonore Herrin eines großen, zwischen Roa und Sepúlveda gelegenen Lehnsgutes. Ihr Gemahl folgte seinem Vater Karl II. (genannt „der Böse“) 1387 auf den Thron, womit Eleonore zur Königin von Navarra aufstieg. Zwischen dem Königspaar bestanden jedoch erhebliche Ehestreitigkeiten. 1388 erbat Eleonore anlässlich eines Treffens zwischen ihrem Gemahl und ihrem Bruder, dem kastilischen König Johann I., die Erlaubnis, sich einige Zeit in ihre Heimat Kastilien zurückziehen zu dürfen, um im dortigen Klima eine Krankheit, die sie befallen hatte, besser auskurieren zu können. Sie nahm ihre vier kleinen Töchter, die sie ihrem Gatten geboren hatte, mit sich und residierte in Valladolid. Zwei Jahre später forderte ihr Gatte sie zur Rückkehr auf, da sie inzwischen genesen sei und sich gemeinsam mit ihm krönen lassen solle. Der kastilische König unterstützte diesen Wunsch Karls III., doch Eleonore brachte dagegen vor, dass sie in Navarra geringschätzig behandelt worden sei, dass sie die ihr zugewiesenen Gelder verspätet und nicht vollständig bekommen habe, ja sie glaubte sogar, dass man sie habe vergiften wollen. So blieb sie in Kastilien, während sich ihr Gatte am 13. Februar 1390 in Pamplona allein krönen ließ. Nur ihrer ältesten Tochter Johanna wurde die Rückkehr nach Navarra gestattet, wo diese in Ermangelung männlichen Nachwuchses des Königs von den Cortes als navarresische Thronerbin anerkannt wurde. Am 9. Oktober 1390 starb Johann I. von Kastilien an einem Reitunfall und ihm folgte sein unmündiger Sohn Heinrich III. Eleonore schlug ihrem Gemahl ein weiteres Mal die Bitte ab, sich wieder zu ihm zu begeben, obwohl er offiziell die Zusage gegegeben hatte, sie äußerst zuvorkommend zu behandeln. Stattdessen griff sie in den nächsten Jahren in die Parteikämpfe in Kastilien ein und intrigierte kräftig gegen ihren 1393 für volljährig erklärten Neffen Heinrich III., während sie den Gesuchehen ihres Gatten weiterhin kein Gehör schenkte. Als sie aus Ärger über die Kürzung des ihr aus der kastilischen Staatskasse zugewiesenen Jahresgehalts zu anderen unzufriedenen Adligen Kontakte knüpfte und Unruhen schürte, wurde sie Mitte 1394 von Heinrich III. in ihrem Schloss Roa belagert und gefangengenommen. Sie musste in Valladolid unter strenger Aufsicht leben und schließlich im Februar 1395 zu ihrem Gemahl zurückkehren, wobei ihr königlicher Neffe ihr ehrenvolles Geleit bis an die Grenze gab. Karl III. empfing seine Gemahlin hervorragend und ließ Dankgebete und Freudenfeste für ihre glückliche Heimkehr abhalten. Ab nun war Eleonore ganz in das politische Leben Navarras eingebunden. Ihr Verhältnis zu ihrem Gatten besserte sich und sie gebar ihm vier weitere Kinder, darunter zwei allerdings sehr jung verstorbene Söhne Karl und Ludwig. Am 3. Juni 1403 fand ihre Krönung zur Königin von Navarra in Pamplona statt. Mehrmals, als Karl III. sich in Frankreich aufhielt, vertrat sie ihn als Regentin. Sie trug auch dazu bei, dass weiterhin gute Beziehungen zwischen Navarra und Kastilien bestanden und sich viel vornehme Kastilier – u. a. die Herzöge von Benavente sowie Angehörige der mächtigen Familien Dávalos, Mendoza und Zuñiga – in Navarra niederließen. Eleonore starb 1415 oder 1416 im Alter von etwa 53 Jahren. Sie wurde in der Kathedrale von Pamplona, Santa María la Real, beigesetzt und später ihr 1425 verstorbener Gemahl an ihrer Seite bestattet. | von Kastilien (Trastámara), Eleonore (I8987)
|
| 48368 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eleonore_von_Kastilien_(†_1244) (Mai 2018) Eleonore von Kastilien (katalanisch: Elionor de Castella, spanisch: Leonor de Castilla; † 1244 in Burgos) war von 1221 bis 1229 eine Königin von Aragón als erste Ehefrau von König Jakob I. dem Eroberer († 1276). Sie war eine Tochter von König Alfons VIII. von Kastilien und der Eleonore von England. Eleonores Geburtsdatum ist unbekannt.[1] Am 6. Februar 1221 wurde sie in Ágreda mit dem damals erst dreizehn Jahre alten König Jakob I. von Aragón verheiratet.[2] Diese Ehe wurde maßgeblich von ihrer älteren Schwester Berenguela vermittelt und von den aragónesisch-katalanischen Großen gefordert, die ihren König möglichst früh verheiratet sehen wollten, damit dieser sehr früh zahlreiche Kinder zeugen könne, um so eine drohende Thronvakanz im Falle seines möglichen frühen Todes zu verhindern.[3] Wahrscheinlich in den ersten Tagen des Jahres 1228 wurde der Infant Alfons geboren, der im Februar desselben Jahres zum alleinigen Erben des Länderkonglomerats der Krone von Aragón bestimmt wurde. Die Ehe rief allerdings den Unmut Papst Gregors IX. hervor, da Eleonore und Jakob I. als Cousins zweiten Grades nach kanonischem Recht zu nah miteinander verwandt waren; König Alfons VII. von Kastilien war ihr gemeinsamer Urgroßvater. Im Februar 1229 beauftragte der Papst seinen Legaten in Spanien, Johannes von Abbeville, mit der Durchführung der Nichtigkeitserklärung der Ehe.[4] Am 29. April 1229 berief der Legat ein Konzil des aragónesischen Klerus’ und Adels in Tarragona ein, um dort die Verweigerung einer päpstlichen Dispens und damit die Annullierung der Ehe zu verkünden.[5] Die Scheidung berührte allerdings nicht die Legitimität des Infanten Alfons, die von päpstlicher Seite aus anerkannt wurde. Eleonore kehrte nach ihrer Scheidung nach Kastilien zurück und trat dort in die Zisterzienserabtei Santa María la Real von Las Huelgas ein, wo sie 1244 als letztes der zahlreichen Kinder ihrer Eltern starb und bestattet wurde. | von Kastilien, Königin Eleonore (I7606)
|
| 48369 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eleonore_von_Portugal (Sep 2018) Eleonore von Portugal, auch Eleonore von Viseu genannt, (* 2. Mai 1458; † 17. November 1525) war von 1481 bis 1495 Königin von Portugal (als Ehegattin, nicht als Regentin von eigenem Recht) aus dem Haus Avis. Eleonore wurde als Tochter von Prinz Ferdinand von Portugal, Herzog von Viseu (eines Sohns Königs Eduard I. von Portugal), geboren. Auch ihre Mutter, Beatriz, war eine Prinzessin von Portugal (sie war Enkeltochter von Johann I. von Portugal). 1481 heiratete sie König Johann II. von Portugal. Ihr Ehemann war also väterlicherseits ihr Cousin und mütterlicherseits ihr Großcousin. Durch die Hochzeit erhielt sie den Titel einer Königin von Portugal, den sie bis zum Tod ihres Mannes im Jahr 1495 trug. Der Königin wird die Gründung der portugiesischen Stadt Caldas da Rainha zugeschrieben. Im Jahr 1484 soll sie auf einer Reise von Óbidos nach Batalha auf einige Landbewohner gestoßen sein, die in einer übelriechenden Wasserstelle nahe der Straßaße badeten. Die Menschen erklärten ihr, das warme Wasser hätte heilende Kräfte. Auch Eleonore glaubte sich nach einem Bad von einigen Malaisen geheilt und veranlasste die Errichtung einer Badeanstalt für Heilzwecke an dieser Stelle. Im folgenden Jahr begann der Bau, der erst 1496 oder 1497 beendet wurde. Ab 1488 wurde jedoch schon der Betrieb aufgenommen. Rund um die „Thermalquelle der Königin“, so der übersetzte Name des Ortes, bildete sich schon bald eine Ansiedlung als Keimzelle der Stadt Caldas da Rainha. Mit Johann II. hatte Eleonore zwei Söhne, von denen einer schon kurz nach der Geburt starb. Auch der Thronfolger starb 1491 und damit vor dem König. Es war vor allem Eleonores Einfluss zu verdanken, dass Johann II. seinen Plan, seinen nichtehelichen Sohn Georg von Lancaster, Herzog von Coimbra, zu seinem Nachfolger zu machen, nicht durchsetzen konnte, und stattdessen mit Eleonores Bruder, Emanuel I., der Glückliche, der nächste legitime männliche Verwandte Johann II., diesem auf den Thron folgte. | von Portugal (Avis), Königin Eleonore (I9529)
|
| 48370 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_(England) Elisabeth, Countess of Hereford (auch Elisabeth von Rhuddlan) (* August 1282 in Rhuddlan Castle; † 5. Mai 1316) war eine englische Königstochter. Herkunft Elisabeth entstammte der Familie Plantagenet. Sie war die jüngste Tochter von König Eduard I. und von dessen ersten Frau Eleonore von Kastilien. Sie wurde Anfang August 1282 während der Eroberung von Wales in Rhuddlan Castle geboren. Leben Bereits früh vereinbarte ihr Vater, sie mit Johann, dem Erben von Graf Florens V. von Holland zu verheiraten. Während des Französisch-Englischen Krieges ab 1294 suchte ihr Vater Verbündete gegen Frankreich. Als Graf Florens jedoch von seinem Bündnis mit England abrückte, wurde er 1296 von rebellischen Adligen, vermutlich mit englischer Unterstützung ermordet. Sein junger Sohn und Erbe Johann erneuerte das Bündnis mit England, worauf im Januar 1297 in England seine Hochzeit mit Elisabeth stattfand. Elisabeth blieb jedoch auf Wunsch ihres Vaters zunächst weiter in England, bis sie wegen der drängenden Bitten ihres Mannes im Herbst 1297 nach Holland reiste. Nach dem Tod ihres Mannes im November 1299 kehrte sie nach England zurück, wo ihr Vater wieder für ihren Unterhalt aufkam. Am 14. November 1302 heiratete sie in Westminster Abbey den englischen Magnaten Humphrey de Bohun, 4. Earl of Hereford. Ähnlich wie bereits 1290 der Earl of Gloucester musste ihr Mann für die Heirat mit einer Königstochter mit dem König einen Vertrag schließen, in dem er seine Besitzungen dem König übergab. Nach der Heirat erhielt er seine Besitzungen dann gemeinsam mit seiner Frau zurück, so dass Elisabeth im Falle seines Todes seine Besitzungen erhalten hätte. Anders als jedoch bei Gloucester hätte sie die Besitzungen nicht an Kinder aus einer späteren Ehe vererben dürfen. Auch nach ihrer Heirat mit Bohun lebte Elisabeth zunächst häufig am Hof ihres Vaters, bis dieser 1307 starb. | von England (von Rhuddlan), Prinzessin Elisabeth (I27313)
|
| 48371 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_(Königin_von_Böhmen_1311–1330) (Apr 2018) Elisabeth (tschechisch Eliška Přemyslovna; * 20. Januar 1292 in Prag; † 28. September 1330 ebenda), Tochter von Wenzel II. und Guta von Habsburg, war die letzte Angehörige des Přemyslidengeschlechts. Mit fünf Jahren verlor sie ihre Mutter. Ihre Stiefmutter Elisabeth Richza von Polen, die nur sechs Jahre älter war als sie, akzeptierte sie nie. Nach dem langen, qualvollen Tod ihres Vaters, des böhmischen und polnischen Königs Wenzel II., und der Ermordung ihres Bruders Wenzel III. ging sie einige Zeit zu ihrer Tante, Äbtissin Kunigunde, in das Kloster des Heiligen Georg auf der Prager Burg. Die schwere Jugend schlug sich auf ihre Psyche nieder. Außerdem besaß sie alle Eigenschaften dder letzten Generationen der Přemysliden: Sie hatte außerordentlich starke Ambitionen, übertriebenes Selbstbewusstsein, war launisch und hitzköpfig. Sie war bereit zu akzeptieren, dass ihre ältere Schwester Anna, Ehefrau des Herzogs Heinrich von Kärnten, das väterliche Erbe übernahm. Sie verstand nur nicht seine Flucht vor dem österreichischen Herzog Rudolf, der ihre Stiefmutter heiratete. Nach dem Tod Rudolfs und der Rückkehr Heinrichs erkannte sie seine Schwächen und nahm das Angebot eines Teils des böhmischen Adels und des Klerus an, sie mit einem anderen vermeintlichen Herrscher zu vermählen. 1309 flüchtete sie vom königlichen Hof und der von ihrem Schwager geplanten Hochzeit mit Otto von Bergow. Ab diesem Zeitpunkt war sie Kopf der Gegner der Krone, die nun für sie einen Mann im Ausland suchten. 1310 nahm sie an der Länderversammlung teil, an der über die Luxemburger Kandidatur entschieden werden sollte. Nach einigem Überlegen stimmte die Achtzehnjährige dem Angebot mehrerer böhmischer Vertreter zu, ihre Hand und das väterliche Erbe dem vier Jahre jüngeren Sohn des römischh-deutschen Königs Heinrich aus dem Geschlecht der Luxemburger anzubieten. Mitte August begab sie sich auf den Weg nach Speyer, wo sie am 1. September 1310 mit dem gerade vierzehnjährigen Johann von Luxemburg vermählt wurde. Mit ihrem Mann kehrte sie im Dezember des gleichen Jahres nach Prag zurück und verjagte ihre Schwester und deren Mann ins lebenslange Exil. Am 7. Februar 1311 wurden sie gekrönt und auf dem böhmischen Thron trat eine neue Dynastie die Macht an. Elisabeth hatte noch das Bild der Herrschaft ihres Vaters vor Augen, das sie selbst zu verfolgen versuchte. Harter Umgang mit der Opposition gehörte genauso dazu, wie auch die Aufgabe, die dabei ihrer Mutter Guta von Habsburg zufiel. Allerdings hatte der Adel in der Mitte der zweiten Hälfte des 14. Jh. schon andere Mittel, die Herrscher zu Kompromissen zu zwingen. Die gegensätzlichen Ansichten über die Ausübung der Macht führten schließlich nicht nur zur Ehekrise, sondern auch zum Bürgerkrieg im Land. Auf den Druck Elisabeths hin, ließ ihr Mann Johann den Wortführer des inzwischen selbstbewussten böhmischen Adels Heinrich von Lipá (tschechisch Jindřich z Lipé) inhaftieren, was zum Krieg führte, der ihn fast den Thron kostete. Erst durch den Frieden von Domažlice 1318 kam das Land zur Ruhe und Johann erkannte die Stellung des Adels an. Damit war jedoch Elisabeth nicht einverstanden und stellte sich gegen ihren Mann. Dieser bestrafte sie, indem er ihren ältesten Sohn Wenzel (den späteren Kaiser Karl IV.) zur Erziehung an den französischen Hof bringen ließ; dies entsprach aber auch ganz der luxemburgischen Tradition. Die Beziehung zwischen Elisabeth und Johann war schwierig, Charaktere und Ziele unterschieden sich. 1323 gebar Elisabeth Zwillinge, die letzten ihrer sieben Kinder; diese beiden kamen jedoch im bayrischen Exil zur Welt, wohin die Königin hatte fflüchten müssen. Erst im Frühjahr 1325 durfte sie nach Böhmen zurückkehren und zwei Jahre später beteiligte sie sich an der letzten politischen Aktion – der Lehenehrerbietung der schlesischen Herzöge gegenüber dem böhmischen König. Aber da lebte sie bereits in völliger Einsamkeit, getrennt von Mann, der in Europa seine Aufgaben wahrnahm, und auch von den Kindern, die an verschiedensten Königs- und Herzoghäusern lebten. Zur Einsamkeit kam die sich immer mehr verschlechternde finanzielllle Situation hinzu, die es ihr weder erlaubte, einen Hof zu halten, noch – wie damals üblich – Klöster zu gründen. Umso mehr versuchte sie, das Andenken an die Přemysliden zu verewigen. Ihr Wunsch, ihre Urtante Agnes von Böhmen heiligsprechen zu lassen, wurde jedoch erst 1989 realisiert. Elisabeth Přemyslovna starb achtunddreißigjährig auf Vyšehrad und wurde im Kloster Zbraslav neben ihrem Vater bestattet. | von Böhmen (Přemysliden), Königin Elisabeth (I8202)
|
| 48372 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_Le_Riche (Jun 2023) Elisabeth Le Riche (* vor 941; † kurz nach 1007) war eine französische Adlige, die als Tochter, Ehefrau und Mutter zum engsten Umfeld Hugos des Großen und Hugo Capets gehörte. Sceaux-du-Gâtinais Mit einem Dokument aus November 941[1] gab ihr Vater Lisiard Le Riche (Elisiernus) kurz vor seinem Rückzug ins Kloster[2] den Besitz Sceaux-du-Gâtinais[3] mit den dazu gehörenden Kirchen, Herrenhäusern und Leibeigenen der 40 Kilometer südwestlich gelegenen Abtei Saint-Benôit-sur-Loire. Eingeschränkt wurde diese Schenkung durch den lebenslänglichen Nießbrauch, den er seinem Sohn Joseph, einem Akolythen (die letzte Stufe vor der Priesterweihe)[4], seiner zu dieser Zeit noch ledigen Tochter Elisabeth, sowie ihrem ältesten Sohn einräumte, sofern dieser in einer legitimen Ehe geboren werde.[5] Im Jahr 998 befand sich Sceaux in der gemeinsamen Verwaltung von Renaud II., Kanzler König Hugo Capets und Bischof von Paris († 1017), und seinem Vater Bouchard le Vénérable, Graf von Vendôme und Graf von Paris († 1007), also (noch) nicht im Besitz des Klosters. Renauds Mutter und Bouchards Ehefrau hieß Elisabeth und war die Witwe von Graf Aimon von Corbeil, die ihren zweiten Ehemann kurze Zeit überlebte. Sie ist offenbar die Tochter Lisiard Le Riches, die weiterhin den Nießbrauch an Sceaux hatte. Familie Aus den genannten Dokumenten geht hervor: Elisabeth war die Tochter von Lisiard Le Riche, ihre Mutter ist unbekannt. Im Jahr 941 war sie unverheiratet, sie wird zwischen 925 und 935 geboren worden sein. Sie hatte einen Bruder Joseph, der 941 bereits erwachsen war (er gehört zu den Unterzeichnern der Urkunde) und der mit dem gleichnamigen Erzbischof von Tours (amtierte 946 bis 957) identifiziert wird. | Le Riche, Elisabeth (I7202)
|
| 48373 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_von_Bayern_(1329–1402) (Jun 2018) Am 22. November 1350 heiratete sie Cangrande II. della Scala aus der Familie der Scaliger. Cangrande II. war seit dem Tod seines Onkels Alberto II. della Scala am 13. September 1352 Herr von Verona. Er fiel am 14. Dezember 1359 einem Attentat seines Bruders Cansignorio della Scala zum Opfer. Die Ehe blieb kinderlos. 1362 heiratete Elisabeth Ulrich von Württemberg, den Sohn und designierten Nachfolger des Grafen Eberhard II.. Aus dieser Ehe ging der spätere Graf Eberhard III. hervor. Ulrich starb am 23. August 1388 in der Schlacht bei Döffingen, bevor er die Regierung in Württemberg übernehmen konnte. | von Bayern, Gräfin Elisabeth (I11089)
|
| 48374 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_von_Brandenburg_(1510–1558) Elisabeth von Brandenburg (* 24. August 1510 vermutlich in Cölln; † 25. Mai 1558 in Ilmenau) war eine Prinzessin aus dem Haus der Hohenzollern und durch Heirat Herzogin von Braunschweig-Calenberg-Göttingen sowie seit 1546 Gräfin und Frau zu Henneberg. Sie gilt als „Reformationsfürstin“, die zusammen mit dem hessischen Reformator Anton Corvinus die Reformation im heutigen Südniedersachsen durchsetzte. Frühe Jahre (1510–1525) Elisabeth war das dritte Kind und die zweite Tochter des Kurfürsten Joachim I. von Brandenburg und dessen Frau Elisabeth, Tochter des dänischen Königs Johann I.[1] Ihre Erziehung war streng religiös und humanistisch. Bereits im Alter von noch nicht ganz 15 Jahren wurde sie am 7. Juli 1525 in Stettin mit dem verwitweten, vierzig Jahre älteren Herzog von Braunschweig-Calenberg-Göttingen, Erich I., verheiratet. Mit den Ideen der Reformation kam sie bereits 1527 am heimatlichen brandenburgischen Hof in Berührung, als ihre Mutter erstmals das Abendmahl unter beiderlei Gestalt feierte und sich damit offen zu den Lehren Luthers bekannte. Die heftige Reaktion von Elisabeths Vater, der ein Übertreten seiner Frau zum „Protestantismus“ fürchtete, drang bis zu den Wittenberger Reformatoren, die zugunsten der Kurfürstin intervenieren mussten; das mag die Sympathie der damals siebzehnjährigen Elisabeth mit den neuen reformatorischen Ideen noch verstärkt haben. Ehe mit Erich I. (1525–1540) Trotz des Altersunterschiedes war die Ehe offenbar nicht vom Scheitern bedroht, was nicht zuletzt darauf zurückzuführen sein dürfte, dass sich Erich meist auf der Erichsburg oder der Feste Calenberg aufhielt, während Elisabeth in ihrer Leibzucht Münden im Welfenschloss Münden weilte. Dennoch gab es schwere Konflikte. So machte Elisabeth 1528 als gekränkte Ehefrau die langjährige Mätresse ihres Mannes aus dem Landadel, Anna von Rumschottel, für Komplikationen bei ihrer zweiten Schwangerschaft verantwortlich. Sie forderte ihren Mann auf, Anna von Rumschottel als Hexe verbrennen zu lassen, schickte auch selber Spione und Soldaten in das benachbarte Bistum Minden, um sie in ihrem Versteck im Mindener Amtshaus festnehmen zu lassen; doch Anna von Rumschottel entkam. Bei Inquisitionsverfahren gegen angebliche Helferinnen der Rumschottel starben einige der beschuldigten Frauen nach Folterqualen auf dem Scheiterhaufen. Schließlich erzwang Elisabeth sich von Erich I. ein einträglicheres Wittum (Witwengut), als ihr durch die Heirat vertraglich zustand: Anstatt des bisherigen Amtes Calenberg im Unterwald, das mit Schloss Calenberg, Neustadt und Hannover wenig Einnahmen brachte, erhielt sie den mit höheren Einnahmen verbundenen Oberwald mit den Städten Münden, Northeim und Göttingen, der ihr auch ein größeres politisches Gewicht verschaffte. Die dann schließlich doch unproblematische Geburt des ersehnten gesunden männlichen Nachkommen Erich II. im August 1528 ließ bei beiden dieses düstere Kapitel schnell in Vergessenheit geraten. Im April 1532 wurde die Tochter Anna Maria geboren. Als Elisabeth 1534 ihre Mutter in Lichtenberg besuchte, begegnete sie zum ersten Mal persönlich Martin Luther, und seit 1538 stand die Fürstin in regelmäßigem Briefkontakt mit dem Reformator. Immer wieder versorgte sie ihn mit Käse und Wein; umgekehrt fanden Maulbeer- und Feigenbaum-Setzlinge sowie eine deutsche Bibelübersetzung mit persönlicher Widmung ihren Weg von Wittenberg nach Münden. Elisabeth ließ sich am 7. April 1538 den Laienkelch reichen und bekundete damit öffentlich ihre Zugehörigkeit zum lutherischen Glauben. Am 6. Oktober setzte sie den Landgrafen Philipp von Hessen über ihren Übertritt in Kenntnis und holte mit dessen Hilfe den evangelischen Pfarrer und Reformator Antonius Corvinus aus dem nahen Witzenhausen nach Münden. Der offensichtlichen Hinwendung seiner Frau zur lutherischen Lehre stand Herzog Erich I. tolerant gegenüber. Zwar widersprachen die Ansichten Luthers seiner katholischen und kaisertreuen Einstellung, doch bewunderte er andererseits den Mut des Reformators. Durchsetzung der Reformation (1540–1545)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Mit Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen wusste Elisabeth einen weiteren starken Verbündeten auf ihrer Seite, so dass sie beim Tod Erichs I. am 30. Juli 1540 trotz des erbitterten Widerstands Heinrichs von Braunschweig-Wolfenbüttel gemeinsam mit Philipp von Hessen die vormundschaftliche Regierung über das Fürstentum erhielt. Bestärkt wurde sie in den Vorhaben vom Leibarzt und Hofrat Burkhard Mithoff, der in Verbindung zu Martin Luther und Philipp Melanchthon stand. Die fünf Jahre ihrer Vormundschaft nutzte sie zu der Durchsetzung der Reformation und zur Sanierung des fürstlichen Haushalts. Antonius Corvinus wurde zum Superintendenten des Fürstentums mit Sitz in Pattensen ernannt. Der Jurist Justus von Waldhausen, der in Wittenberg studiert hatte, wurde auf Empfehlung Luthers zum fürstlichen Rat und späteren Kanzler ernannt. Der Mediziner Burckard Mithoff sowie der Hofrichter Justinus Gobler und der Magister Heinrich Campe komplettierten die Mannschaft, mit welcher die Fürstin ihr Reformationswerk durchsetzen wollte. Bereits 1542 wurde die Calenberger Kirchenordnung für ganz Calenberg-Göttingen verfasst; dieser folgte eine gründliche Kirchenvisitation vom 17. November 1542 bis zum 30. April 1543, an der Elisabeth auch persönlich teilnahm. Eine Klosterordnung vom 4. November 1542 regelte die evangelische Umgestaltung der Klöster. 1544 wurde eine Hofgerichtsordnung erlassen, um auch die Rechtsverhältnisse im Lande zu ordnen. Zudem verfasste die Fürstin eigenhändig zahlreiche geistliche Lieder sowie einen Sendbrief an ihre Untertanen, welcher diese im Glauben stärken sollte. Als ihr Sohn Erich 1544 die ihm schon in Kindesalter versprochene Anna von Hessen, Tochter des hessischen Landgrafen Philipp, heiraten sollte, verliebte sich jener in die ebenfalls lutherisch gesinnte Sidonie, die Schwester des sächsischen Herzogs und späteren Kurfürsten Moritz von Sachsen. Auf Drängen ihres Sohnes löste Elisabeth die Verlobung mit dem befreundeten hessischen Hof, und bereits ein Jahr später heiratete Erich am 17. Mai 1545 die zehn Jahre ältere Sidonie. In einem Regierungshandbuch sammelte Elisabeth wichtige Ratschläge, die ihrem Sohn als Leitfaden für die nun folgende eigene Regierungszeit dienen sollten. Enttäuschte Hoffnungen und einsame letzte Jahre (1545–1558)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] 1546, ein Jahr nach dem Regierungsantritt ihres Sohnes Erich II., schloss Elisabeth mit Graf Poppo XII. zu Henneberg (1513–1574), dem jüngeren Bruder des Ehemanns ihrer ältesten Tochter, die Ehe, wobei sie die Regentschaft über ihre Leibzucht Münden behielt. Mit großer Sorge verfolgte sie die Hinwendung ihres Sohnes zum katholischen Glauben, von der er sich Chancen am Kaiserhof erhoffte. Er nahm 1548 das Augsburger Interim an und schreckte auch vor einer Inhaftierung des Reformators Corvinus und des Pattenser Predigers Walter Hoiker (auch Hocker genannt) von 1549 bis 1552 in der Feste Calenberg nicht zurück, die sich gemeinsam mit 140 Geistlichen 1549 auf der Synode von Münden erbittert gegen das Interim gestellt hatte. Trotz aller Widrigkeiten gelang es der Fürstin 1550, ihre Tochter Anna Maria mit dem über 40 Jahre älteren Herzog Albrecht I. von Brandenburg-Ansbach zu verheiraten, mit welchem Elisabeth schon lange in freundschaftlichem Briefkontakt stand. In einem Ehestandsbuch schrieb sie für ihre Tochter Anna Maria wichtige Ratschläge für das bevorstehende Eheleben auf. 1553, nach der Schlacht bei Sievershausen, wurde Elisabeth durch Herzog Heinrich von Braunschweig-Wolfenbüttel, den Neffen ihres verstorbenen Mannes, aus Münden vertrieben und flüchtete nach Hannover. 1555 siedelte sie ins thüringische Ilmenau in der Grafschaft Henneberg über, wo sie ein letztes Mal die Feder zur Hand nahm und ein Trostbuch für Witwen verfasste, das diese in ihrer Trauer begleiten sollte. Mit Entsetzen musste sie miterleben, wie ihr Sohn 1557 ihre jüngste, lutherische Tochter Katharina standesgemäß mit dem katholischen Oberburggrafen Wilhelm von Rosenberg verheiratete, um sie wirtschaftlich zu versorgen. Als sich Elisabeth auf den beschwerlichen Weg zur Hochzeit nach Münden aufmachte, musste sie jedoch feststellen, dass Erich ihr absichtlich einen falschen Termin genannt hatte und dass die Trauung schon längst vollzogen war.[2] Mit Bekanntwerden des Ehevertrages erfuhr die Fürstin, dass Katharina ihren lutherischen Glauben behalten sollte und dass sie für sich einen lutherischen Pastor an ihrem Hofe beschäftigen konnte. Die Quellen berichten, dass Elisabeth ein Jahr später, 1558, vollkommen entkräftet und mit gebrochenem Herzen in Ilmenau verstarb. Ein von ihren Kindern finanziertes Epitaph des Innsbrucker Bildhauers Siegmund Buchlinger mit ihrem Abbild befindet sich seit 1566 in der St.-Ägidien-Kapelle an der St.-Johannis-Kirche zu Schleusingen. Auf dem Sockel findet sich neben einer lateinischen Widmung ihrer Kinder ein von ihr selbst verfasstes Gedicht: Zuvörderst ist mir Jesus Christ / Allzeit gewest das höchste Gut. / Durch seinen Geist gab mir der Mut, / Dass ich mich christlich hab ermannt/ Und pflanzt sein Wort in dieses Land. | von Brandenburg, Elisabeth (I36768)
|
| 48375 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_von_Bregenz Gräfin Elisabeth von Bregenz (* 1152; † nach 1. April 1216) war die Alleinerbin der Grafen von Bregenz sowie durch Heirat Pfalzgräfin von Tübingen. Familie Elisabeth von Bregenz war die einzige Tochter und Erbin des Grafen Rudolf von Bregenz aus dessen zweiter Ehe mit Wulfhild von Bayern, einer Tochter des Welfenherzogs Heinrich IX. von Bayern, genannt Heinrich der Schwarze. Dessen Enkel Kaiser Friedrich I. Barbarossa war daher ihr Vetter ersten Grades. Sie war die alleinige Erbin von Montfort und Bregenz sowie weiterem Besitz in Churrätien, Tettnang und Sigmaringen.[1] Vor dem 1. Mai 1171 heiratete sie den Pfalzgrafen Hugo II. von Tübingen. Sie hatte mit ihm folgende Kinder: Heinrich, Graf Rudolf I. Pfalzgraf von Tübingen († nach 1. April 1219) ∞ Mathilde von Gleiberg Burkard (um 1180) Hugo I., Graf von Bregenz und Montfort († 12. März 1230/34) ∞ Mathilde von Eschenbach-Schnabelburg, Begründer des Hauses Montfort | von Bregenz-Churrätien, Gräfin Elisabeth (I8005)
|
| 48376 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_von_Burgund lisabeth von Burgund (* nach dem 24. August 1439 in Nevers; † 21. Juni 1483)[1] war durch Heirat mit Johann I. von Kleve-Mark von 1455 bis zu ihrem Tod Herzogin von Kleve. Sie ist die Stammmutter des Hauses Kleve-Nevers und damit der klevischen Linie der Grafen und Herzöge von Nevers, weil das Territorium zu ihrem Erbe gehörte und nach Elisabeths Tod an ihren Sohn Engelbert fiel. Elisabeth kam als erstgeborenes Kind Johanns II. von Burgund, Graf von Étampes, Nevers, Rethel und Eu, und seiner ersten Frau Jacqueline d’Ailly zur Welt. Da Elisabeths jüngerer Bruder im Alter von nur fünf Jahren verstarb und ihr Vater somit keinen männlichen Nachkommen hatte, bestimmte er seine älteste Tochter zur Erbin der Grafschaften Nevers und Eu. Am 22. April 1456[2] heiratete Elisabeth in Brügge ihren Cousin 3. Grades, den Klever Herzog Johann I. Nach der Heirat von Maria von Burgund und Adolf II. von Kleve war die Verbindung zwischen Elisabeth und Johann bereits die zweite Ehe, die zwischen dem Klever Geschlecht und dem Haus Burgund geschlossen wurde. Sie machte das Klever Herzogtum für die folgenden 100 Jahre zu einer Art burgundischer Dependance, was sich vornehmlich im kulturellen Leben niederschlug. Das höfische Leben, aber auch die Verwaltungspraxis im Klever Territorium orientierten sich unter Johann I. zunehmend am burgundischen Vorbild. Als ihr Mann nach dem Tod des geldrischen Herzogs Adolf von Egmond Maximilian von Österreich dabei unterstützte, seine durch die Heirat mit Maria von Burgund erworbenen Ansprüche auf das Herzogtum Geldern gegen den Widerstand von Adolfs Schwester Katharina durchzusetzen, führte Elisabeth während Johanns Abwesenheit die Regierungsgeschäfte in Kleve. Elisabeth starb am 21. Juni 1483 noch vor ihrem Vater. Erbe ihrer Ansprüche auf die Grafschaften Nevers und Eu wurde ihr drittgeborener Sohn Engelbert, der die Linie Kleve-Nevers begründete. Das gemeinsame Grabmal mit ihrem Mann steht in der Stiftskirche St. Mariä Himmelfahrt in Kleve. Es handelt sich dabei um eine Schiefertumba, die mit gravierten und vergoldeten Kupferplatten verkleidet ist. Die im Auftrag Karl von Egmonds gefertigte Deckplatte zeigt die beiden Verstorbenen und damit eine der wenigen Abbildungen Elisabeths. Das Grabmal gilt als eines der bedeutendsten Werke seiner Art. | von Burgund, Herzogin Elisabeth (I29618)
|
| 48377 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_von_der_Pfalz_(1381–1408) Elisabeth von der Pfalz (* vor dem 27. Oktober 1381 in Amberg; † 31. Dezember 1408[1] in Innsbruck) war die erste Gattin des österreichischen Titularherzogs Friedrich IV. mit der leeren Tasche. Ihre Eltern waren der römisch-deutsche König Ruprecht und dessen Gemahlin Elisabeth von Nürnberg. Sie hatte sechs Brüder und drei Schwestern. Der Umstand, dass sie Herzog Friedrich IV. am 24. Dezember 1406 in Innsbruck heiratete, resultierte aus einer Allianz ihres Vaters mit dem leopoldinischen Zweig der Habsburger. Nach nur kurzer Ehe starb Elisabeth im Alter von 27 Jahren bei der Geburt ihres ersten Kindes, einer nach ihr benannten Tochter, die ebenfalls sofort verschied. Beigesetzt wurde Elisabeth in der Friedrichsgruft des Stiftes Stams. Brandstätter geht davon aus, dass die Eheschließung und das Beilager im November oder Dezember 1407 in Rottenburg stattgefunden haben.[2] | von der Pfalz (Wittelsbacher), Prinzessin Elisabeth (I28323)
|
| 48378 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_von_der_Pfalz_(1483–1522) Elisabeth von der Pfalz (* 16. November 1483 in Heidelberg; † 24. Juni 1522 in Baden-Baden) aus der Familie der Wittelsbacher, gehörte zur pfalzgräflichen Linie und war durch Heirat nacheinander Landgräfin von Hessen-Marburg und Markgräfin von Baden. Elisabeth war eine Tochter des Kurfürsten Philipp von der Pfalz (1448–1508) aus dessen Ehe mit Margarete (1456–1501), Tochter des Herzogs Ludwig IX. von Bayern-Landshut. Sie heiratete in erster Ehe am 12. Februar 1496 in Heidelberg Landgraf Wilhelm III. von Hessen-Marburg (1471–1500). Das Beilager fand aber erst 1498 in Frankfurt am Main statt. Die Ehe band Wilhelm III. enger an das kurpfälzische Haus, während Wilhelms Kasseler Vettern als Parteigänger des Kaisers galten. Im Falle seines erbenlosen Todes hatte Wilhelm der Pfalz als Wittum und Widerlage fast die gesamte Grafschaft Katzenelnbogen zugesprochen. Nach dem Tod Wilhelms III. fiel das Land aber mit Katzenelnbogen an dessen Vetter Wilhelm II. von Hessen-Kassel, den Elisabeth auf Wunsch der Pfälzer Partei nun heiraten sollte. Dieser lehnte aber ab und vermählte sich mit einer den Habsburgern nahestehenden Prinzessin. Zusätzlich beteiligte sich Wilhelm II. auch wegen der Streitigkeiten um das Wittum Elisabeths an der Reichsacht Kaiser Maximilians gegen Elisabeths Vater und Bruder.[1] 3 Jahre nach dem Tod ihres ersten Ehemanns vermählte sie sich am 3. Januar 1503 in Heidelberg mit Markgraf Philipp I. von Baden (1479–1553). In einem 1508 geschlossenen Vertrag bezüglich Elisabeths Mitgift wurde festgelegt, dass die Kurpfalz die 1463 von Baden erworbenen Teile der Grafschaft Sponheim wieder an Baden abtrat.[2] Elisabeth wurde in der Stiftskirche in Baden-Baden bestattet. | von der Pfalz (Wittelsbacher), Markgräfin Elisabeth (I22761)
|
| 48379 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_von_Habsburg (Sep 2017) Elisabeth von Habsburg (polnisch Elżbieta Rakuszanka; * 1436 oder 1437[1] in Wien; † 30. August 1505 in Krakau) war durch Heirat ab 1454 Königin von Polen und Großfürstin von Litauen. Elisabeth wurde 1436 oder 1437 als Tochter des Herzogs Albrecht V. von Österreich (aus der Dynastie der Habsburger, seit 18. März 1438 als deutscher König Albrecht II.) aus seiner Verbindung mit Elisabeth von Luxemburg, der Tochter des römisch-d-deutschen Kaisers Sigismund, geboren. 1439 starb ihr Vater, seit 1440 wuchs sie zusammen mit ihrem Bruder Ladislaus und ihrer Schwester Anna in Wien und Wiener Neustadt am Hofe des mit ihr verwandten Königs Friedrich III. auf.[2] Dort lernte sie Künstler und Poeten kennen. Friedrich III. kümmerte sich zwar nicht viel um Elisabeth, ließ ihr aber eine gediegene Ausbildung an seinem vom Frühhumanismus geprägten Hof zuteilwerden.[1] In Breslau wurde 1453 ein Vertrag zur Verheiratung Elisabeths mit dem polnischen König Kasimir IV. Jagiełło ausgehandelt. Dieser Ehevertrag wurde dann von Kasimir. in Krakau und von Elisabeths Bruder Ladislaus, mittlerweile ungarisch-böhmischer König, in Wien unterschrieben. So kam es zu einem Ehebündnis zwischen den Habsburgern und den Jagiellonen. Elisabeth sollte 100.000 ungarische Gulden als Mitgift erhalten, deren Zahlungsfrist sich auf drei Jahre erstreckte. Ländereien in Österreich, Ungarn und Böhmen dienten zur Sicherstellung der Mitgift. Im Gegenzug sagte Kasimir seiner künftigen Gemahlin ein von den Salzbergwerken in Wieliczka und Bochnia zu beziehendes jährliches Einkommen von 5000 Gulden zu sowie ein aus den Einkünften aus den Städten Koło, Opoczno und Przedecz bestehendes Leibgedinge zur Garantierung ihren Unterhalts, wenn sie dereinst Witwe würde. Die Ansprüche auf ihr Erbe in Österreich hatte Elisabeth aufzugeben.[3] Elisabeth kam mit einem Gefolge von 900 Reitern nach Polen, traf am 9. Februar 1454 in Krakau ein und wurde von ihrem Bräutigam und seiner Mutter Sophie Holszańska empfangen. Am nächsten Tag, dem 10. Februar 1454, fand die Hochzeit der etwa 18-jährigen Habsburgerin mit dem 27-jährigen Kasimir statt. Die Trauung vollzog Giovanni Capistrano, der Elisabeth nach Krakau begleitet hatte.[1] Indessen verzögerte sich die Auszahlung ihrer Mitgift. Als Kompensation für diese ausständigen Geldbeträge wies Kasimir seiner Gattin nach dem Tod seiner Mutter im Dezember 1461 viele königliche Güter an, deren Einnahmen Elisabeths finanzielle Lage deutlich verbesserten. Die 38 Jahre währende Ehe Elisabeths mit Kasimir verlief glücklich, und die Königin besaß auch einen gewissen politischen Einfluss. Elisabeth gebar ihrem Gatten 13 Kinder[4] und ging deshalb als Mutter der Jagiellonen und Mutter von Königen in die Geschichte ein. Sie war unternehmungslustig, kümmerte sich insbesondere um die Erziehung und Verheiratung ihrer Töchter und begleitete ihren Gatten trotz ihrer zahlreichen Schwangerschaften oft auf dessen Reisen durch Polen.[1] Als Königin stiftete sie viele Kunstwerke und ließ durch Veit Stoß ein großartiges Grabmal zu Ehren Kasimirs IV. anfertigen. | von Habsburg, Elisabeth (I9701)
|
| 48380 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_von_Hanau_(Katzenelnbogen) Elisabeth von Hanau (* zwischen 1335 und 1340; † nach dem 2. Oktober 1396) war durch Ehe Gräfin von Katzenelnbogen. Sie war eine Tochter Ulrichs III. von Hanau (* ca. 1310; † 1369/70) und der Gräfin Adelheid von Nassau († 8. August 1344), Tochter des Grafen Gerlach I. von Nassau. Das Geburtsjahr von Elisabeth ist unbekannt und kann aufgrund ihres Hochzeitsdatums nur geschätzt werden. Elisabeth war mit Graf Wilhelm II. von Katzenelnbogen († vor dem 23. Oktober 1385) verheiratet. Die Verlobung fand am 22. Juni 1355, die Hochzeit kurz danach statt. Die Morgengabe des Bräutigams betrug 4000 Frankfurter Gulden, eine Schuld, die er nicht in bar beglich, sondern indem er ihr Stadt und Burg Zwingenberg an der Bergstraße als Pfand und deren Einkünfte als Einkommen an Statt der Zinsen überschrieb. Ihr Vater dagegen verschrieb dem Grafen Wilhelm II. anlässlich der Hochzeit als Mitgift für seine Tochter seinen Teil an der Burg Tannenberg (ein Sechstel) belastungsfrei. Ferner erhielt Wilhelm II. 4.000 Pfund Heller oder 400 Pfund Gülte auf das halbe Hanauer Dorf Schaafheim. | von Hanau, Elisabeth (I27550)
|
| 48381 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_von_Hanau_(†_1475) Elisabeth von Hanau (* um 1395; † 25. Mai 1475) war eine Tochter Ulrichs V. von Hanau und der Gräfin Elisabeth von Ziegenhain. Durch ihre Ehe mit Albrecht I. von Hohenlohe-Weikersheim bewahrte sie dessen Haus vor dem Aussterben. Ziegenhainer Erbschaft Durch ihre Ehe mit Albrecht I. von Hohenlohe stärkte Elisabeth von Hanau die verwandtschaftliche Beziehung zwischen den Häusern Hohenlohe und Ziegenhain und den hohenlohischen Erbanspruch auf die Grafschaft Ziegenhain. Dieser war ursprünglich entstanden, weil Elisabeths Großtante Agnes von Ziegenhain († 23. März 1374), eine Schwester ihrer Großvaters Gottfried VIII. von Ziegenhain, um das Jahr 1370 den Onkel ihres Mannes, Kraft IV. von Hohenlohe-Weikersheim († 1390), geheiratet hatte. 1450 verstarb der letzte Graf von Ziegenhain, Johann II., ohne männliche Erben. Die Grafschaft Ziegenhain war bereits seit 1437 ein Lehen der Landgrafschaft Hessen. Der Landgraf von Hessen erklärte sie daher als hessisches Lehen für heimgefallen und besetzte sie militärisch. Das Haus Hohenlohe machte dagegen Erbansprüche geltend, die es auch über Elisabeth von Hanau ableitete. Es gelang den Hohenlohern, von Kaiser Friedrich III. mit Ziegenhain als Reichslehen beliehen zu werden. Der Erbstreit dauerte bis 1495, führte zu rechtlichen und kriegerischen Auseinandersetzungen, endete aber mit dem Sieg Hessens: Ziegenhain blieb bei der Landgrafschaft Hessen. Albrecht I., Elisabeth und ihre Erben behielten allerdings den Grafentitel, der erst durch die von Elisabeth vermittelte Ziegenhainer Erbschaft an das Haus Hohenlohe gelangt war, und führten den sechsstrahligen Ziegenhainer Stern weiterhin im Wappen. Lichtenberger Erbschaft Elisabeth war durch die erste Ehe ihrer gleichnamigen Tochter mit Ludwig V. von Lichtenberg, die wiederum die Eltern der Anna von Lichtenberg (* 1442; † 1474) waren, Großmutter von Anna. Anna heiratete am 3. September 1458 den Grafen Philipp I., den Älteren, von Hanau-Babenhausen. 1480 erbte Philipp I., vermittelt durch sie, für die gemeinsamen Kinder von ihrem kinderlos verstorbenen Onkel und letzten männlichen Glied der Familie von Lichtenberg, Jakob von Lichtenberg, zusammen mit ihrer Schwester, die mit Graf Simon Wecker von Zweibrücken-Bitsch verheiratet war, je zur Hälfte die größtenteils im Elsass gelegene Herrschaft Lichtenberg. Dieser territoriale Zugewinn ließ aus der bis dahin bescheidenen Grafschaft Hanau-Babenhausen ein ansehnliches Territorium werden, das künftig den Namen Grafschaft Hanau-Lichtenberg trug. | von Hanau, Elisabeth (I36561)
|
| 48382 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_von_Hessen_(1502–1557) Elisabeth von Hessen (* 4. März 1502 in Marburg; † 6. Dezember 1557 in Schmalkalden) war eine hessische Prinzessin und durch Heirat Erbprinzessin von Sachsen. Nach dem Tode ihres Gemahls, des Erbprinzen Johann von Sachsen, verwaltete sie ihr Wittum, die sächsischen Ämter Rochlitz und Kriebstein sowie weitere Besitzungen, selbstständig, was ihr den Beinamen „Elisabeth von Rochlitz“ einbrachte. Kindheit und Jugend Ihre Kindheit war geprägt von den Auseinandersetzungen ihrer Mutter Anna von Mecklenburg mit den hessischen Landständen, die nach dem Tode ihres Vaters Wilhelm II. im Jahr 1509, unter Missachtung seiner testamentarischen Anweisungen, einen fünfköpfigen Rat unter Vorsitz des Landhofmeisters Ludwig von Boyneburg zu Lengsfeld bildeten. Dieser Rat übernahm die Regierung für den noch minderjährigen Landgrafen, Elisabeths Bruder Philipp I., und nahm Anna und ihre Kinder unter Vormundschaft. Elisabeth lebte seit dieser Zeit bei ihrer Mutter, die auf ihr Wittum in Gießen verwiesen wurde, während ihr Bruder in Kassel unter Aufsicht von Ludwig von Boyneburg verblieb. Elisabeth und ihre Mutter waren finanziell vom Rat abhängig und wurden nicht üppig bedacht. Dies wird unter anderem an einem Vorfall im Jahr 1512 deutlich. In diesem Jahr heiratete Annas Schwester Katharina den Herzog Heinrich von Sachsen. Zu diesem Anlass wollte Anna wohl ihre Tochter Elisabeth am sächsischen Hof einführen, da sie schon sehr früh dem ältesten Sohn Georgs des Bärtigen, Erbprinz Johann, versprochen worden war. Der dafür beim Rat angeforderte Damast kam aber nicht. Elisabeths Mutter nahm daher ihre Tochter wegen „ärmlicher Kleidung“ nicht mit nach Dresden. Elisabeth wuchs daher wohl sehr bodenständig und in Kontakt zu gewöhnlichen Bürgerlichen auf. Erst 1514 gelang es ihrer Mutter, die Ratsvormundschaft über sich und ihre Kinder zu lösen. Elisabeth, ihr Bruder und ihre Mutter lebten seit dieser Zeit wieder zusammen in Kassel. Anna erhielt die Vormundschaft für ihre Kinder zurück, blieb aber bei der Regierung des Landes von einem Beirat abhängig. Am Hof in Dresden Am 8. März 1515 fand die Verlobung zwischen Elisabeth und Johann statt, nachdem der Papst seinen Dispens erteilte (beide waren im vierten Grad verwandt). Elisabeth lebte aber weiterhin bei ihrer Mutter in Kassel. Am 27. August 1515 wurde in Marburg die Ehe geschlossen – ein kirchlicher Akt, dem ein Urkundenaustausch, die „freuntlich eynug“ folgte. Das Beilager, der Vollzug der Ehe, fand am 20. Mai 1516 in Marburg statt. Erst ab Januar 1519 hielt sich Elisabeth dauerhaft am Hof in Dresden auf. In Dresden hatte sie, wie schon ihre Mutter, ständig für ihre Selbständigkeit gegen Herzog Georg den Bärtigen und die Hofbeamten zu kämpfen. Auch der ständig kränkliche Johann konnte sich bei seinem übermächtigen Vater nicht durchsetzen. Das Paar blieb kinderlos, und der Druck am Hof führte bei Elisabeth zu chronischer Schlaflosigkeit. Sie bewies aber schon in dieser Zeit ihr ausgleichendes Wesen und ihr diplomatisches Geschick. So sorgte sie für den Familienfrieden zwischen ihrem Bruder und ihrer Mutter, als ihre Mutter das zweite Mal heiraten wollte (Philipp I. war dagegen). Elisabeth vermittelte zwischen den beiden auch, als es zu Spannungen wegen der Reformation in Hessen kam (ihre Mutter hielt am katholischen Glauben fest). Mit großer Fürsorge umgab die kinderlose Elisabeth den Neffen Herzog Georgs, Moritz von Sachsen.[1] Rochlitz und Schmalkalden Nachdem Johann am 11. Januar 1537 gestorben war, zog Elisabeth als 35-jährige Witwe nach Rochlitz, das sie bei ihrer Heirat als Wittum zugesprochen bekommen hatte. Der sächsische Hof wollte ihr aber keinen eigenen Haushalt überlassen, womit sie in der gleichen Situation gewesen wäre wie ihre Mutter in Gießen. Dies konnte sie aber mit Hilfe ihres Bruders verhindern. Sie erhielt das Amt Rochlitz (mit der Stadt und dem Schloss Rochlitz, Mittweida und Geithain) und das Amt Kriebstein (mit Waldheim und Hartha). Daher wird sie in der Literatur häufig mit dem Beinamen „von Rochlitz“ erwähnt.[2] In ihrem Gebiet gestattete Elisabeth ab 1537 die lutherische Lehre, als ihr Schwiegervater im übrigen Sachsen noch streng am Katholizismus festhielt. Ihr Bruder schickte ihr noch im gleichen Jahr den evangelischen Prediger Johann Schütz. Philipp unterstützte auch die Aufnahme Elisabeths in den Schmalkaldischen Bund, das Verteidigungsbündnis protestantischer Fürsten. Als einzige Frau in diesem Bündnis zählt sie André Thieme zu den „wirkmächtigsten Frauen des Reformationszeitalters“.[1] 1537 übernahm Anton Musa die Stelle des Pfarrers und Superintendenten in der gesamten Herrschaft Rochlitz.[3] In dieser Zeit war Elisabeth auch Ratgeberin von Herzog Moritz von Sachsen, als dieser die Nachfolge seines Vaters übernahm. Elisabeth erzog in Rochlitz die Tochter ihres Bruders, Barbara, spätere Herzogin von Württemberg-Mömpelgard. Im Schmalkaldischen Krieg (1546–1547) kämpfte Moritz von Sachsen, den sie als Kind betreut hatte, auf der Seite Kaiser Karls V. gegen den Schmalkaldischen Bund. Elisabeth versorgte von Rochlitz aus insbesondere den Schmalkaldischen Bund mit Informationen. Aufgrund ihres ausgezeichneten Informationsnetzes waren diese wesentlich für den Kriegsverlauf. Sie schrieb die Briefe teilweise in einer selbst entwickelten Geheimschrift.[4] Nach der Niederlage des Schmalkaldischen Bundes warf Moritz von Sachsen ihr aufgrund der Briefe Hochverrat vor; sie musste ihren Alterssitz in Rochlitz verlassen. Ihr Bruder wies ihr den hessischen Teil von Schmalkalden als Witwensitz zu. Hier lebte sie ab 1547 im Hessischen Hof. Ihr Bruder geriet in kaiserliche Gefangenschaft, und seine Frau, Christine von Sachsen, unternahm Schritte, ihn wieder frei zu bekommen. In dieser Zeit hielt Elisabeth sich oft in Kassel auf, um sich um die Erziehung von Philipps Kindern zu kümmern. 1556 erkrankte Elisabeth schwer, woraufhin ihr Bruder in Schmalkalden die erste Apotheke in der Stadt einrichten ließ. Sie starb am 6. Dezember 1557 in Schmalkalden und wurde in der Marburger Elisabethkirche beigesetzt. Es war eine der letzten landgräflichen Beisetzungen in der Elisabethkirche. | von Hessen (von Rochlitz), Prinzessin Elisabeth (I26909)
|
| 48383 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_von_Holstein-Rendsburg (Aug 2023) Elisabeth von Holstein-Rendsburg (* um 1300; † vor 1340) war von 1315 bis 1322 Herzogin von Sachsen-Lauenburg und von 1330 bis 1331 Königin von Dänemark. Elisabeth stammte aus dem Haus Schauenburg und war eine Tochter von Graf Heinrich I. von Holstein-Rendsburg und seiner Gattin Heilwig von Bronkhorst. Sie heiratete um 1315 in erster Ehe Herzog Johann II. von Sachsen-Lauenburg und gebar einen gemeinsamen Sohn, der seinem Vater nach dessen Tod 1322 als Herzog Albrecht IV. von Sachsen-Lauenburg folgte. Dieser war aber noch minderjährig, so dass zunächst seine Mutter Elisabeth für ihn die Regentschaft führte. 1330 ging Elisabeth eine zweite Ehe mit Erik, dem Mitkönig seines Vaters Christoph II. von Dänemark, ein. Bereits im folgenden Jahr wurde diese kinderlos gebliebene Ehe annulliert. Elisabeth starb vor 1340. | von Holstein-Rendsburg, Elisabeth (I26974)
|
| 48384 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_von_Lothringen Elisabeth von Lothringen, Gräfin von Nassau-Saarbrücken (* um 1395 in Lothringen[1] ; † 17. Januar 1456 in Saarbrücken) war eine Wegbereiterin des Prosaromans in frühneuhochdeutscher Sprache. Sie übersetzte und bearbeitete um 1437 vier französische höfische Romane (Chanson de geste): „Herpin“, „Sibille“, „Loher und Maller“ und „Huge Scheppel“. Biografie Elisabeth war eine Tochter des Grafen von Vaudémont, Friedrich von Lothringen (1368–1415), und seiner Gattin Margarete von Vaudémont-Joinville (Margarete von Widmont, ca. 1354–1418). Ihr genaues Geburtsjahr ist unbekannt, doch muss sie nach 1393, dem Jahr der Heirat ihrer Eltern,[2] geboren worden sein. Am 11. August 1412 wurde sie die zweite Gemahlin von Graf Philipp I. von Nassau-Saarbrücken (1368–1429). Nach dessen Tod im Jahr 1429 übernahm sie bis 1438 bzw. bis 1442 die Regentschaft für ihre unmündigen Söhne Philipp II. (1418–1492) und Johann III. (1423–1472). Zu den Kindern Elisabeths gehörte auch Margarethe von Rodemachern (1426–1490). Das Nassau-Saarbrücker Territorium umfasste Gebiete an der mittleren Saar, an der Blies, im östlichen Lothringen, im heutigen Donnersbergkreis um die Stadt Kirchheimbolanden, im Taunus, an der Lahn sowie im lothringischen Commercy an der Maas. Elisabeth gelang es, in teilweise turbulenten Zeiten ihr Reich zusammenzuhalten und Streitigkeiten mit den umliegenden Herrschaftsgebieten zu vermeiden. Unter ihrer Ägide entwickelte sich Saarbrücken zu einer Residenzstadt mit der Grafenburg auf dem steil zur Saar abfallenden Burgfelsen als Kernpunkt. Bis dahin existierte noch keine ortsgebundene zentrale Verwaltung, die Landesherren bereisten vielmehr unentwegt ihre oft verstreut liegenden Besitztümer, um den Herrschaftsanspruch durch ihre Präsenz zu untermauern (Reiseherrschaft). Elisabeth starb am 17. Januar 1456. Entgegen den Gepflogenheiten der alten Grafen von Saarbrücken, die sich in Wadgassen bestatten ließen, wählte Elisabeth St. Arnual (Saarbrücken) als ihre letzte Ruhestätte. Ihr Grabmal befindet sich in der dortigen Stiftskirche, die in der Folge 200 Jahre lang zur Erbgrablege des Hauses Nassau-Saarbrücken wurde. Literarisches Schaffen Obwohl es in der mittelalterlichen deutschen Literatur viele Frauen wie z. B. Mechthild von Magdeburg gibt, die geistliche Texte verfassten, fehlen Autorinnen säkularer Werke. Erst im 15. Jahrhundert lassen sich einige adlige Frauen mit weltlicher deutscher Literaturproduktion in Verbindung bringen, so Elisabeth von Lothringen und Eleonore von Schottland. Elisabeth, die im französischen Kulturraum großgeworden war, besaß verwandtschaftliche Beziehungen zu französischen und südwestdeutschen literaturfördernden Höfen, so etwa zu jenem in Nancy, an dem ihr Onkel Karl von Lothringen Künstler und humanistische Gelehrte um sich scharte. Karls Gattin Margarete stellte persönliche Kontakte zwischen Elisabeth und dem „Musenhof“ in Heidelberg und Mechthild von der Pfalz her. Ferner gehörte Elisabeths Bruder Antoine zum Dichterkreis um Charles d’Orleans. Der kulturelle Austausch zwischen den Höfen stellte eine bedeutende Voraussetzung für Elisabeths literarische Vermittlungstätigkeit dar.[3] Im Umfeld Elisabeths wurden in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts vier jüngere französische Chansons de geste aus dem Romanzyklus um Karl den Großen und dessen Nachkommen, nämlich Herpin, Sibille, Loher und Maller und Huge Scheppel, in frühneuhochdeutsche Prosa übertragen. In der Subskription der Manuskripte des Loher und Maller sowie in der zweiten Vorrede des ältesten Drucks von Huge Scheppel, den Hans Grüninger 1500 in Straßburg herausgab, wird Elisabeth explizit als Verfasserin genannt. Wolfgang Liepe (Elisabeth von Nassau-Saarbrücken, 1920) suchte zu zeigen, dass Elisabeth auch den Herpin und die Sibille übersetzt habe.[4] Im Gegensatz zur älteren Forschung halten es aber einige neuere Forscher wie Ute von Bloh[5] für unwahrscheinlich, dass Elisabeth selbst die Chansons de geste übersetzte. Zumindest dürfte die Gräfin die Initiatorin der Übertragungen gewesen sein, mit denen – trotz vereinzelter Vorläufer wie der Prosa-Lancelot (Mitte des 13. Jahrhunderts) – der Prosaroman in deutscher Sprache erst begann und sich bald darauf etablierte. Der Subskription des Loher und Maller zufolge beauftragte Elisabeths Mutter 1405 die Erstellung einer Abschrift der vier genannten französischen Chansons. In den 1430er Jahren erfolgte die Übertragung dieser Abschrift ins Frühneuhochdeutsche, die auf Basis eines neuen, von Johann seiner Mutter Elisabeth in den 1450er Jahren zugesandten Exemplars der Chansons de geste überarbeitet wurde. Diese unmittelbaren französischen Vorlagen blieben nicht erhalten, nur in einem Wiesbadener Fragment finden sich einige Verse des Loher und Maller. Die ältesten erhaltenen Manuskripte der übersetzten deutschen Prosaromane stammen aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, entstanden also erst nach Elisabeths Ableben. Sechs von ihnen gehörten immerhin Verwandten Elisabeths. Johann III., der jüngere Sohn Elisabeths, besaß drei in Hamburg und Wolfenbüttel befindliche, alle vier Prosaepen enthaltende, großformatige und illustrierte Handschriften, Elisabeths Tochter Margarethe von Rodemachern einen in Heidelberg aufbewahrten Codex des Loher und Maller, die mit Elisabeth entfernt verwandten Grafen von Manderscheid-Blankenheim ein Kölner Manuskript desselben Epos sowie die ebenfalls mit Elisabeth verwandte Margarethe von Savoyen eine in Heidelberg verwahrte Handschrift des Herpin. Es existieren fünf im späten 15. Jahrhundert entstandene Manuskripte des Loher und Maller sowie drei des Herpin; dagegen gibt es nur eine, auf 1455/72 datierte Handschrift in Hamburg, die den Text des Huge Scheppel und anschließend jenen der Sibille enthält.[6] Herpin Die Bezeichnung dieses Prosaromans als Herpin stammt von Karl Goedeke[7], während die drei in Berlin, Wolfenbüttel und Heidelberg erhaltenen Handschriften des späten 15. Jahrhunderts das Werk als Lewen buch von Burges in Berrye titulieren. Inhaltlich ist der Herpin aus dem altfranzösischen Lion de Bourges (14. Jahrhundert) abgeleitet, doch bildete keine von dessen beiden überlieferten Versionen die direkte Vorlage für die deutsche Übersetzung.[8] Am Beginn des Romans steht die Schilderung von falschen Anschuldigungen gegen Herzog Herpin von Bourges, († um 1109) der hier als Vasall Karls des Großen erscheint. Karl wird als schwacher Charakter gezeichnet, der auf die Einflüsterungen böser Berater und Feinde Herpins hört. Gemeinsam mit seiner schwangeren Gattin flieht Herpin in die Wälder und kann verschiedenen Nachstellungen entgehen. Die Familie wird jedoch getrennt, nachdem Herpins Gemahlin einen Knaben geboren hat. Eine Löwin säugt das verlassene Baby, weshalb dieses später den Namen Löw erhält. Ein Ritter, der Löw findet, sorgt für dessen standesgemäße Erziehung. Inzwischen wird Herpins Gattin nach Toledo verschlagen, tötet den Anführer der diese Stadt belagernden Armee und entscheidet so den Krieg. Erwachsen geworden heiratet Löw eine Königstochter, hat mit ihr die Söhne Ölbaum und Wilhelm und wird letztlich von Karl dem Großen als Herr seines wiedererlangten ererbten Besitzes von Bourges anerkannt. Seine zurückgekehrten Eltern sterben eines gewaltsamen Todes. Löws Söhne ziehen in die Welt hinaus, verheiraten sich und bekommen Kinder, finden aber nach ihrer Heimkehr ebenfalls ein gewaltsames Ende. Schließlich rächt die nächste Generation den Tod ihrer Eltern.[9] Der Herpin, in dem die erotischen Passagen seiner Vorlage gekürzt sind, der aber ansonsten eine recht getreue Übersetzung darstellt, wurde erstmals 1514 in Straßburg gedruckt und 1865 in bearbeiteter Form von Karl Simrock in den Deutschen Volksbüchern (Bd. 11, S. 213–445) herausgegeben. Sibille Die Chanson de geste von der Reine Sebile, die um 1250 entstand, ist nur bruchstückhaft überliefert; insgesamt sind 507 Verse aus drei unterschiedlichen Versionen bekannt. Nicht nur die deutsche Übertragung, sondern auch eine französische und eine spanische Prosafassung hatten diese Chanson zur Ausgangsbasis. Von der deutschen Version, der Königin Sibille, existiert nur ein auf 1455/72 datiertes, in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg aufbewahrtes Manuskript; auch wurde der Prosaroman nie gedruckt.[10] Die Titelheldin Sibille ist die Tochter des Kaisers von Konstantinopel, die von Karl dem Großen umworben wird, ihm schließlich nach Frankreich folgt und ihn heiratet. Im weiteren Handlungsverlauf wird das Motiv der zu Unrecht verstoßenen Gemahlin aufgegriffen: Ein unansehnlicher Zwerg versucht mit der Königin zu schlafen, wird aber von ihr abgewehrt. Daraufhin kriecht der Zwerg während Karls Abwesenheit in der Kirche unter Sibilles Bettdecke, so dass Karl nach seiner Rückkehr an einen Ehebruch seiner schwangeren Gattin glaubt und sie zuerst verbrennen lassen will, schließlich aber verbannt. In Begleitung eines treuen Bauern besteht Sibille im Exil viele Abenteuer, gebiert ihren Sohn Ludwig und kehrt zuletzt nach Konstantinopel zurück. Ihr Vater führt seine Streitkräfte gegen Frankreich, um Karl zur Wiederaufnahme seiner Gattin zu zwingen. Nach vielen Verwicklungen lässt sich Karl endlich von Sibilles Freunden überzeugen, dass er ungerecht gehandelt hat und dass die Feinde der Königin den Tod verdienen.[11] Loher und Maller Die Vorlage des 1437 entstandenen Loher und Maller war eine auf mehreren Quellen beruhende, aus dem 14. Jahrhundert stammende Chanson de geste, von der nur eine Ende des 14. Jahrhunderts niedergeschriebene mittelniederländische Version fragmentarisch überliefert ist. Insgesamt sind fünf Handschriften des Loher und Maller bekannt, die im späteren 15. Jahrhundert verfasst wurden und heute in Hamburg, Heidelberg, Köln, Křivoklát und Wien deponiert sind. Der Roman hält sich wenig an geschichtliche Fakten; der Thronfolgestreit Lothars I., Sohn Ludwigs des Frommen, wird hier auf Loher übertragen, der als jüngerer Sohn Karls des Großen dargestellt ist und hinter dem wohl die Figur des Merowingerkönigs Chlothar I. steht.[12] Im Roman wird zunächst erzählt, dass Karl der Große seinen jungen Sohn Loher, den er mit Sibille gezeugt hat, für sieben Jahre verbannt, da dieser zu ausschweifend lebt. Karl gibt ihm aber ein Gefolge und reichlich finanzielle Mittel mit auf den Weg. In der Begleitung Lohers, der nun auf Abenteuer auszieht, befindet sich sein treuer Gefährte Maller, Sohn des Königs Galien und der Königin Rosemunde. Öfters gerät Loher in große Not, wird auch gefangen, vermag sich aber aufgrund seines Muts und der List Mallers jedes Mal zu befreien. Er gewinnt die Gunst des byzantinischen Kaisers Orscher, ehelicht dessen Tochter und folgt ihm auf den Thron. Vom Papst wird er auch zum römischen Kaiser erhoben, dann aber von bösen Räten seines Bruders Ludwig bei Paris entmannt. Loher führt daraufhin u. a. mit Unterstützung Mallers harte Kämpfe gegen seine Widersacher, besiegt seinen Bruder, rächt sich an den Verrätern und söhnt sich mit Ludwig aus. Später tötet er seinen Freund Maller unwillentlich durch einen Messerwurf, wird deshalb von dessen Familie bekriegt, schließt mit dieser aber letztlich einen Vergleich und lebt dann als Eremit.[13] Lose angehängt an die Hauptgeschichte ist eine Erzählung, in der Lohers Bruders Ludwig in den Vordergrund tritt. Ludwig bekämpft seinen Neffen Isembart, der sich mit einer heidnischen Adligen vermählt hat und daraufhin Christen bekriegt. Es handelt sich bei diesem Schlussteil um eine Bearbeitung des nur in Bruchstücken überlieferten Gormont-Isembart-Epos aus dem 11./12. Jahrhundert.[14] Loher und Maller wurde erstmals 1514 in Straßburg gedruckt, 1805 von Dorothea Schlegel in verkürzter Form in zeitgemäßes Deutsch übersetzt und 1868 von Karl Simrock sprachlich modernisiert herausgegeben. Huge Scheppel Von dem Prosaroman Huge Scheppel blieb nur ein um 1455/72 hergestelltes Manuskript in Hamburg erhalten. Bei diesem Werk handelt es sich um eine Übertragung der wenig bekannten, aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts stammenden Chanson de geste Hugues Capet, einem Spätwerk der Karolinger-Geste. Allerdings weicht die deutsche Übersetzung von der erhaltenen Version des Hugues Capet ab. Im Mittelpunkt steht als Titelheld Hugo Capet, der 987 dem letzten Karolinger Ludwig V. als französischer König folgte und eine neue Herrscherdynastie, die Kapetinger, stiftete. Entgegen der historischen Fakten erzählt das Epos die bereits im 13. Jahrhundert volkstümliche Fabel nach, die Huge zum Sohn eines begüterten Adligen und einer Metzgerstochter macht. Darüber hinaus wird Huge, um ihn näher mit Karl dem Großen zu verbinden, als Nachfolger von dessen in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts regierenden Sohn Ludwig dem Frommen dargestellt.[14] Dem Prolog des Huge Scheppel zufolge hinterließ Ludwig der Fromme nur eine Tochter, Marie, die zur Thronfolge berechtigt war. Da aber unter den Freiern um ihre Hand Krieg ausbrach, wurden in späteren Zeiten nur Königssöhne als Erbfolgeberechtigte zugelassen. Die eigentliche Handlung setzt mit der Erzählung vom jungen Huge ein, der nach dem Tod seines Vaters dessen Vermögen bei Liebesabenteuern verschwendet und zehn uneheliche Söhne zeugt. Er besteht dann Abenteuer in Brabant und Friesland und bekämpft in der Folge als Beschützer der Thronerbin Marie in mehreren sehr brutal geführten Schlachten erfolgreich deren viele nach der Krone Frankreichs strebenden Freier, wobei er Unterstützung von Seiten der Pariser Bürger und seiner zehn illegitimen Söhne erhält. Schließlich darf er als Dank für seine Bemühungen die Kronprinzessin heiraten und wird französischer König. In seiner neuen Herrscherstellung muss Huge sich gegen Graf Friedrich von der Champagne und dessen Freund Herzog Asselin behaupten, die gegen Orléans ziehen, wo sich die Königin aufhält, und die Stadt erobern. Die schwangere Marie vermag sich aber zuvor in einen von den Angreifern nicht zu nehmenden Turm zu flüchten. Um ihre Mutter zu retten, die in Friedrichs Gewalt geraten ist, liefert sich die Königin dann doch ihrem Widersacher aus. Unterdessen gerät Huge in einen Hinterhalt und entrinnt nur knapp dem Tod. Als Einsiedler verkleidet gelangt er nach Orléans zurück und kann schließlich seine Feinde niederringen und seine Gemahlin zurückgewinnen. Friedrich und Asselin werden gefangen genommen und später enthauptet. Im letzten Kapitel werden kurz Huges erfolgreicher Feldzug gegen die Muslime und andere Ereignisse seiner Regierung als französischer König beschrieben. Sein ältester Sohn Ruprecht folgte ihm auf den Thron nach.[15] Zwar gibt die deutsche Übertragung ebenso wie die drei zuvor beschriebenen Prosaromane die französische Vorlage recht genau wieder, doch ist sie stilistisch etwas freier und glättet die beim Herpin sowie beim Loher und Maller noch deutlich durchschimmernden Laissen-Absätze. Auch werden Ungereimtheiten beseitigt, die politische Lage ausführlicher dargestellt und Huges häufige Liebesaffären dezent gekürzt, die Brutalität der Kampfhandlungen hingegen nur wenig gedämpft. Huge Scheppel erfreute sich größerer Beliebtheit als die anderen drei oben erwähnten Romane, wurde vor ihnen als erster 1500 (in der kürzenden Bearbeitung von Conrat Heyndörffer nach der handschriftlich nicht überlieferten älteren Fassung) von Hans Grüninger in Straßburg gedruckt, 1556 von Hans Sachs dramatisiert und erlebte als anonymes und zumeist Hug Schapler tituliertes Volksbuch zahlreiche Neuauflagen. Die weitere Verbreitung des Romans ab dem 16. Jahrhundert erklärt sich wohl durch die ungewöhnliche und für Elisabeths Zeitgenossen aktuelle Thematik des Aufstiegs zum Herrscher aus eigener Kraft trotz unstandesgemäßer Abstammung. Allerdings ist der Huge Scheppel kaum als Beleg für bürgerlichen Aufstiegswillen anzusehen, da der Titelheld keine bürgerlichen Werte verkörpert, sondern von Anfang an einen jungen, machtbewussten Ritter repräsentiert. Seine mindere Herkunft entspricht der anfänglichen Lage der verbannten Helden der anderen drei Romane, sein Aufstiegswille deren Drang nach Erringung der Macht. 1810 integrierte Achim von Arnim die Geschichte des Hug Schapler nach der Version des Druckes von 1537 in den Roman Armut, Reichtum, Schuld und Buße der Gräfin Dolores.[16] Nachleben Noch zu ihren Lebzeiten sorgte Elisabeth für ihre Erbfolge. 1439 teilte sie ihre Besitztümer unter ihren beiden Söhnen auf: ein rechtsrheinisches Gebiet sprach sie ihrem älteren Sohn Philipp, dem Grafen von Nassau-Weilburg, zu, den linksrheinischen Bereich vergab sie an ihren jüngeren Sohn Johann Graf von Nassau-Saarbrücken. Letztgenannter hatte wohl auch, im Gegensatz zu seinem Bruder, einen persönlichen Bezug zur literarischen Tätigkeit seiner Mutter. Unter anderem ließ er prächtig ausgestattete Handschriften von Ritterromanen, die Elisabeth übersetzt hatte, anfertigen. Handschriften-Exemplare und frühe Drucke befinden sich in der Herzog August Bibliothek (Wolfenbüttel) und der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg. Im April 2007 fand in Saarbrücken anlässlich der Beteiligung Saarbrückens an den Aktivitäten der Europäischen Kulturhauptstadt Luxemburg eine umfangreiche Plakatausstellung zu den Romanen Elisabeths statt. Der Europäische Schriftstellerkongress in Saarbrücken am 16. Oktober 2007 stand unter dem Motto „Ir herren machent fryden“, mit dem Elisabeth ihre Übersetzungen begann. Ihr Leben wurde im 2007 veröffentlichten Roman Die Grenzgängerin von Ulrike und Manfred Jacobs (erschienen bei Gollenstein) aufgegriffen. | von Lothringen (Nassau-Saarbrücken), Gräfin Elisabeth (I37005)
|
| 48385 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_von_Montfort-Bregenz Elisabeth von Montfort-Bregenz Elisabeth von Montfort-Bregenz (* wohl in den 1390er-Jahren in Bregenz; † 7. Juni 1457 oder 1458 in Konstanz) war als einziges Kind des Grafen Wilhelm VII. aus der Linie Montfort-Tettnang-Bregenz und dessen Frau Kunigunde von Toggenburg die Erbin der älteren (halben) Herrschaft Bregenz und der Herrschaft Hohenegg. Leben Elisabeth von Montfort-Bregenz wurde um 1411 mit dem Grafen Eberhard von Nellenburg verheiratet, mit dem sie die 1413 geborene Tochter Kunigunde hatte. 1422 starb ihr Mann, worauf sie bald darauf (um 1425) in zweiter Ehe den Markgrafen Wilhelm von Hachberg (Hochberg) heiratete. Mit diesem hatte sie ebenfalls eine Tochter (Ursula) und vermutlich die beiden Söhne Rudolf und Hugo (starb jung).[1] Ende 1421 oder Anfang 1422 war auch ihr Vater gestorben. Dieser hatte Elisabeth zur Alleinerbin seiner Besitzungen erklärt, obwohl er auch mehrere Brüder besaß, die nach dem üblichen Erbrecht der Zeit eigentlich den Vorrang besessen hätten. Nach seinem Tod weigerte sich folglich Elisabeths Onkel Hugo XIV. (der Johannitermeister), die Erbfolge anzuerkennen, was einen knapp zwanzigjährigen Konflikt zur Folge hatte. Elisabeth verbündete sich mit Friedrich VII. von Toggenburg (ein Cousin ihrer Mutter) sowie dem Vogt Johann von Lupfen (mit dessen Sohn sie ihre ältere Tochter verlobte). Es gelang den dreien, die ganze Stadt Bregenz einzunehmen. Sie titulierte sich nun als Frau zu Bregenz und regierte als Landesherrin, so bestätigte sie etwa 1424 die Rechte der Bregenzer Untertanen. Der Erbstreit sollte vor dem kaiserlichen Landgericht auf der Leutkircher Heide vermittelt werden; da Elisabeth dort jedoch nicht erschien, wurde über sie die Reichsacht verhängt, aus der sie sich aber wieder lösen konnte. Währenddessen kam es auch noch zum Zerwürfnis zwischen Elisabeth und ihrem Mann, da aufgrund von dessen verschwenderischen Lebensstils die Verpfändung ihrer Güter drohte. Nach Intervention von Elisabeths Verwandten versöhnte sich das Paar 1431 wieder. Wilhelm musste versichern, die Güter nicht ohne die Zustimmung seiner Frau zu verpfänden oder zu verkaufen, und erhielt im Gegenzug die Kontrolle über die halbe Herrschaft Bregenz. Dennoch lebte das Paar ab 1436 getrennt. Der Konflikt mit ihrem Onkel Hugo XIV. konnte schließlich auch 1440 versöhnlich beigelegt werden. Bald darauf entschlossen sich Elisabeth und ihr Mann (der aufgrund anhaltender Finanzprobleme zur Abdankung gezwungen worden war) für den Verkauf der Besitzungen und schlossen 1444 mit dem Habsburger Siegmund von Österreich-Tirol eine entsprechende Vereinbarung. Da sie allerdings das gleiche Territorium auch noch 1448 an den Ehemann ihrer Tochter Ursula, den goldenen Ritter Jakob I. Truchsess von Waldburg-Trauchburg veräußerten, kam es zu weiteren Verwicklungen. Siegmund von Tirol konnte schließlich seinen Kaufanspruch durchsetzen, so dass am 12. Juli 1451 Hohenegg und halb Bregenz an die Habsburger verkauft wurden (Der andere Teil von Bregenz blieb bis 1523 bei den Montfortern und wurde dann ebenfalls an Habsburg verkauft). In späten Jahren wandte Elisabeth sich, inspiriert durch den Wanderprediger Johannes Capistranus, dem religiösen Leben zu. Sie wurde im Konstanzer Münster begraben.[2] Die ältere Tochter Kunigunde († 1476) heiratete nach dem Tod ihres ersten Mannes Eberhard von Lupfen († 1448) den Freiherrn Johann I. von Schwarzenberg († 1460). Die jüngere Tochter Ursula († vor 1485) heiratete nach dem Tod des Jakob Truchsess von Waldburg-Trauchburg († 1460) in zweiter Ehe den entfernt verwandten Grafen Ulrich von Montfort aus der Linie Tettnang († 1495). Mehr unter dem Link oben.. | von Montfort-Bregenz, Elisabeth (I13015)
|
| 48386 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_von_Pommern Elisabeth von Pommern (polnisch Elżbieta pomorska, tschechisch Alžběta (Eliška) Pomořanská; * um 1345; † 14. Februar 1393 in Prag) war die vierte Frau des Kaisers Karl IV. Leben Elisabeth war Tochter des Herzogs Bogislaw V. von Pommern und der polnischen Prinzessin Elisabeth (polnisch Elżbieta Kazimierzówna). Mütterlicherseits war sie eine Enkelin des polnischen Königs Kasimirs des Großen, väterlicherseits des Herzogs Wartislaw IV. 1358 wurde sie mit dem Markgrafen Otto von Brandenburg verlobt, doch kam es nicht zur Eheschließung. Elisabeth heiratete Kaiser Karl IV. am 21. Mai 1363 im polnischen Krakau. Die politisch bedingte Eheschließung zerstörte die Koalition des polnischen und des ungarischen Königs, die sich mit dem österreichischen Herzog Rudolf IV. gegen Böhmen verbunden hatten. Am 18. Juni 1363 wurde Elisabeth zur böhmischen Königin gekrönt, fünf Jahre später, am 1. November 1368, in Rom vom Papst Urban V. zur Kaiserin des Heiligen Römischen Reiches. Danach widmete sich Elisabeth vor allem ihren Kindern, da sich der Kaiser meist im Ausland aufhielt, wobei sie insbesondere ihren Sohn Sigismund protegierte. Politisch tat sie sich noch einmal hervor bei der Vermählung ihres ältesten Sohnes Sigismund mit der Erbin des ungarischen Königreichs, Maria von Ungarn. Elisabeth soll eine sagenhafte körperliche Stärke besessen haben. Den Lebensabend verbrachte Elisabeth in südböhmischen Städten. Sie wurde neben ihrem Gatten im Veitsdom zu Prag beerdigt. Nachkommen Aus der Ehe gingen drei Söhne und zwei Töchter hervor:[1] • Anne (1366–1394) – verheiratet mit Richard II., König von England. • Sigismund (1368–1437), römisch-deutscher Kaiser • – 1385 verheiratet mit Maria (Ungarn) • – 1408 verheiratet mit Barbara von Cilli • Johann (1370–1396), Herzog von Görlitz, Markgraf von Brandenburg – 1388 verheiratet mit Richardis von Mecklenburg-Schwerin • Karl (1372–1373) • Margarete (1373–1410) – 1387 verheiratet mit Johann III., Burggraf von Nürnberg Literatur • Martin Wehrmann: Genealogie des pommerschen Herzogshauses. Veröffentlichungen der landesgeschichtlichen Forschungsstelle für Pommern, Reihe 1, Bd. 5. Leon Saunier, Stettin 1937, S. 83. Weblinks Commons: Elisabeth von Pommern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien Fußnoten 1 Ferdinand Seibt: Karl IV.. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 11, Duncker & Humblot, Berlin 1977, ISBN 3-428-00192-3, S. 188 (Digitalisat). | von Pommern, Kaiserin Elisabeth (I8200)
|
| 48387 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_von_Rieneck Elisabeth von Rieneck (* um 1260; † um 1300) war die Tochter des Grafen Ludwig III. von Rieneck. In der Auseinandersetzung zwischen den Mainzer Erzbischöfen und den Grafen von Rieneck um die Macht im westlichen Spessart stand Reinhard I. von Hanau auf der Seite der Erzbischöfe. Der lang anhaltende Konflikt wurde 1271 mit einem Sieg des Mainzer Erzbischofs Werner von Eppstein beendet. Teil des Friedensschlusses war, dass Elisabeth, mit reicher Aussteuer, zu der unter anderem die Stadt Steinau an der Straße gehörte, und unter ihrem Stand (!), mit dem ältesten Sohn Reinhards I., Ulrich I., verheiratet wurde.[1] Allerdings scheint, da die Familie der Mutter des Bräutigams, Adelheid von Münzenberg, „nur“ eine Ministerialenfamilie war, Bedingung gewesen zu sein, dass dieser „Makel“ hinsichtlich der Ebenbürtigkeit Ulrichs I. zunächst getilgt wurde. Am 25. Oktober 1273 erhebt König Rudolf I. Adelheid in den Adelsstand. Bereits am 2. Oktober 1272 wurden Elisabeth und Ulrich verlobt. Beide waren zu diesem Zeitpunkt noch Kinder oder Jugendliche, denn die Hochzeit sollte erst nach sechs Jahren stattfinden.[2] Die biografischen Daten weichen in den verschiedenen Literaturstellen voneinander ab. Die Mitgift der Gräfin Elisabeth stärkte die Position der Herrschaft Hanau erheblich. Deren genauer Umfang lässt sich – Urkunden darüber sind verloren – nicht feststellen. | von Rieneck, Elisabeth (I41313)
|
| 48388 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_von_Württemberg_(1412–1476) Elisabeth von Württemberg (* nach 1412; † nach dem 29. April 1476) war die Tochter Eberhards des Milden von Württemberg und Elisabeths von Nürnberg. Sie wurde am 15. Januar 1428 mit Albrecht III. von Bayern – der später durch seine Beziehung zu Agnes Bernauer bekannt wurde – verlobt. Stattdessen heiratete sie aber heimlich den zu seiner Ausbildung am Hof Graf Ludwig von Württembergs weilenden Johann IV. von Werdenberg. Leben Elisabeth war das einzige Kind aus der zweiten Ehe Eberhards des Milden mit Elisabeth von Nürnberg. Sie war damit eine Urenkelin von Kaiser Karl IV. Über Geburtstag und -ort liegen keine Quellen vor, jedoch fand das Beilager ihrer Eltern am 22. November 1412 in Stuttgart statt. In Württemberg war die Herrschaft an die Enkel aus der ersten Ehe Eberhards des Milden mit Antonia Visconti, die Brüder Ludwig I. und Ulrich V., übergegangen. Diese regierten zu Anfang noch unter der Vormundschaft ihrer Mutter Henriette von Mömpelgard und württembergischer Räte. Zum Ende dieser Vormundschaft nahm auch Kurfürst Ludwig III. von der Pfalz vermittelnden Einfluss auf die Regierungsgeschäfte der Brüder. Am 15. Januar 1428 trafen die Brüder Ludwig und Ulrich in Heidelberg eine Eheabrede für ihre etwa gleichaltrige Tante Elisabeth. Die Herzöge Ernst und Wilhelm III. von Bayern-München vereinbarten darin die Heirat von Ernsts Sohn Albrecht III. mit Elisabeth. Das Beilager wurde darin auf die Zeit zwischen Pfingsten (23. Mai) und Johannis (24. Juni) 1428 festgelegt. Für den Fall eines einseitigen Bruches des Verlöbnisses wurde ein Strafgeld von 10.000 Gulden festgelegt. Johann IV. von Werdenberg, der einige Jahre vor 1416 geboren ist,[1] wurde am württembergischen Hof erzogen. Die heimliche Hochzeit der beiden Teenager[2] wird wohl unmittelbar im Frühjahr 1428 stattgefunden haben. Am 2. August 1429 berichtete Hans Truchseß von Bischishausen der Gräfin Henriette von Württemberg über Verhandlungen, die wegen des durch die Heirat entstandenen Streits zwischen Württemberg und Werdenberg notwendig geworden waren. Am 27. April 1430 wurde in Stuttgart die Ehe anerkannt und Elisabeth ihre Heimsteuer auf die Ämter Balingen und Ebingen angewiesen, sowie die bereits bestehenden Pfandschaften der Werdenberger auf Sigmaringen und Veringen erneut bestätigt. Wie württembergische Urkunden zeigen, scheint es im Jahr 1441 noch keine überlebenden Kinder gegeben zu haben. Im Jahr 1459 hingegen ist von sechs Söhnen die Rede. Gegen einen Erbverzicht an Württemberg wurde ihnen Sigmaringen und Veringen endgültig überlassen. Diese trugen die Werdenberger daraufhin umgehend dem Kaiser zu Lehen auf. Dadurch konnte Veringen und Sigmaringen nach dem Aussterben der Werdenberger im Jahr 1534 als erledigtes Reichslehen an die Grafen von Zollern vergeben werden. Das Strafgeld an Bayern wurde, wie württembergische Urkunden des Jahres 1447 zeigen, bezahlt. Johann von Werdenberg starb am 26. April 1460 und er wurde im Familienbegräbnis in der Pfarrkirche St. Martin in Trochtelfingen begraben. Elisabeth war nach einer württembergischen Urkunde noch am 29. April 1476 am Leben. Ihre Ruhestätte ist nicht bekannt, aber ihrem Rang und ihrer Stellung entsprechend dürfte sie an der Seite ihres Gatten beigesetzt worden sein. Rezeption Für den Stuttgarter Ratsherren Sebastian Küng schien das Verhalten Elisabeths so undenkbar gewesen zu sein, dass er aus der Quellenlage in einer Geschichte des Hauses Württemberg (1554) nur den Schluss ziehen konnte, dass sie in einer ersten Ehe mit Johann von Werdenberg verheiratet gewesen sei und nach dessen Tod Albrecht von Bayern geheiratet hat, mit dem sie aber keine Kinder hatte. Christian Friedrich Sattler (1773) stellte Elisabeths Mutter kein besonders gutes Zeugnis aus und stellte diese als wollüstig dar. Bei diesem negativen Einfluss sei von Elisabeth kein anderes Verhalten zu erwarten gewesen. Historisch belegt ist, dass Elisabeth von Nürnberg in ihrem Witwensitz in Schorndorf eine sehr aufwendige Hofhaltung betrieb und ihren Stiefenkeln Schulden von über 10.000 Gulden hinterlassen hatte.[3] Der grundlegende Historiker der Werdenberger, Johann Nepomuk Vanotti, griff 1845 diese Kritik auf, stellt ihr aber Elisabeths späteres Leben in einer vieljährigen, zufriedenen Ehe und als besorgte, liebende Mutter und gute Haushälterin entgegen, die aber auch herrschsüchtig, stolz und hartnäckig sein konnte, wenn es um das Wohl ihrer Kinder ging. Spätere Historiker (Stälin, 1887 oder Decker-Hauff, 1966) stellen den romantischen Aspekt in den Vordergrund und relativieren Elisabeths Verhalten mit der späteren Affäre des Bräutigams mit Agnes Bernauer. | von Württemberg, Elisabeth (I41412)
|
| 48389 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisedd_ap_Gwylog Elisedd ap Gwylog (Elisedd Sohn des Gwylog), auch Eliseg ap Gwylog, († um 755) war König von Powys, eines der im östlichen Teil von Wales gelegenen historischen keltischen Königreiche, die dort nach dem Rückzug des Römischen Reiches nach 410 n. Chr. entstanden. Er war erfolgreich bemüht, sein Reich gegen die Expansionsbestrebungen des Königreiches Mercia zu verteidigen und zu konsolidieren. Bekannt ist er jedoch vor allem wegen der zu seinen Ehren errichteten Gedenksäule, der Säule des Eliseg (englisch: Pillar of Eliseg), die von seinem Urenkel um 855 errichtet wurde. Herkunft Elisedd stammt aus der so genannten Gwrtheyrnion/Gwertherion- oder Gwerthrynion-Dynastie, die ihr Herrschaftszentrum im walisischen Commote (Bezirk) Gwrtheyrnion in Mittelwales (walisisch: Canolbarth Cymru), nördlich des River Wye (walisisch Afon Gwy) hatte. Gemäß der Tradition leitet sie sich von der Ehe zwischen dem römisch-keltischen Kriegerfürsten des 5. Jahrhunderts Vortigern (walisisch: Gwrteyrn)[1] und der Prinzessin Severa, einer Tochter des Magnus Maximus, ab, der 383 von den römischen Truppen in Britannien zum römischen Kaiser aufgerufen wurde.[2] Diese Abstammung ist auch im Text der Säule von Eliseg festgehalten.[3] Der nähere Stammvater Elisedds war der als Kriegsheld und Jäger bekannte Brochwel ap Cyngen, besser bekannt als Brochwel Ysgithrog (* ca. 560), der König von Powys in Ostwales war und der Tradition nach eine zahlreiche Nachkommenschaft hinterließ. Vom Vater Elisedds ist nicht viel mehr als sein Name und die ungefähren Lebensdaten bekannt. Er hieß Gwylog ap Beli, wurde um 695 geboren und starb im Jahre 725 als König von Powys. Von Elisedds Mutter ist weder der Name noch die Herkunft bekannt. Leben Abwehrkampf gegen die Angelsachsen Das Leben von König Elisedd war wesentlich durch die gegebene geographische Lage seines Königreiches geprägt, das sich im Osten von Wales bis auf das Gebiet des modernen Shrewsbury und durch die Nachbarschaft zu den expansiven Angelsachsen erstreckte. Sein Königreich Powys war daher jahrhundertelang dem massiven Druck der Angelsachsen aus den benachbarten östlichen Grenzgebieten, den späteren Grafschaften Cheshire, Shropshire und Herefordshire ausgesetzt. Es war insbesondere das Königreich Mercia, das unter Aethelbald, König von Mercia (716–757) eine massive Bedrohung darstellte. König Aethelbald verfolgte eine expansive Politik, annektierte eine Reihe bisher unabhängiger oder zumindest autonomer Kleinkönigreiche und erreichte dadurch eine Vormachtstellung unter den angelsächsischen Königreichen, was Aethelbald durch Annahme des Titels „rex Britanniae“ (König von ganz Britannien) unterstrich. Dies war jedoch etwas übertrieben, da er nach dem zeitgenössischen Gelehrten und Geschichtsschreiber Beda Venerabilis[4] (nur) ganz England südlich des Flusses Humber regierte. Elisedd ap Gwylog kam dadurch mehrfach ins Gedränge. Während es seinem Vater nach 705 noch gelegentlich gelang, die Angelsachsen zurückzudrängen ging später – während der Herrschaft von König Aethelbald – u. a. das Gebiet der späteren Grafschaft Shrewsbury an das Königreich Mercia verloren. Nur in aufwändigen und jahrelangen Kämpfen – die Säule des Eliseg spricht von neun Jahren – gelang es König Elisedd, die Unabhängigkeit seines Reiches zu wahren und sogar vereinzelte verlorene Territorien wieder an sich zu bringen. Dieser hartnäckige Widerstand von König Elisedd, der seinem Herrschaftsbereich u. a. die Stadt Oswestry (in der englischen Grafschaft Shropshire in den West Midlands) einverleiben konnte, daher als Bedrohung wahrgenommen wurde, veranlasste König Aethelbald von Mercia den so genannten „Wat’s Dyke“, einen 64 km langen Erdwall zur Abgrenzung seiner Länder gegen Elisedds Königreich Powys zu errichten.[5] Verlegung der Residenz Vermutlich um 717 verlegte Elisedd den königliche Hof von der alten Hauptstadt Viroconium Cornoviorum (ursprünglich eine wichtige römische Stadt, heute das kleine Dorf Wroxeter in der englischen Grafschaft Shropshire etwa 8 km südöstlich von Shrewsbury) in die Burg Mathrafal (heute Ruine), etwa 10 Kilometer nordwestlich der Stadt Welshpool (walisisch Y Trallwng) im Tal des Flusses Severn (walisisch: Vyrnwy). Mathrafal diente den Königen und Fürsten von Powys vom 8. bis zum 13. Jahrhundert als Residenz, bis die Burg im Jahre 1212 von Llywelyn ap Iorwerth Herrscher des walisischen Königreiches Gwynedd zerstört wurde. | von Powys (ap Gwylog), König Elisedd (I29919)
|
| 48390 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Elizabeth_de_Badlesmere (jul 2023) Elizabeth de Badlesmere, Countess of Northampton (* um 1313; † 8. Juni 1356) war eine englische Adlige. Sie war eine Tochter von Bartholomew de Badlesmere, 1. Baron Badlesmere und von Margaret de Clare. Bereits als Dreijährige wurde sie am 27. Juni 1316 mit Edmund Mortimer, dem ältesten Sohn des Marcher Lords Roger Mortimer of Wigmore verheiratet. Ihr Vater zahlte ihrem Schwiegervater für die Hochzeit £ 2000. Im Gegenzug übergab Roger Mortimer Edmund mehrere Besitzungen in den Welsh Marches sowie die Anwartschaft auf das Erbe seiner Großmutter Margaret de Fiennes.[1] Nach der Eroberung von Leeds Castle während des Despenser War geriet sie 1321 zusammen mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern in die Gefangenschaft von König Eduard II., der sie im Tower of London inhaftierte. Dem König gelang es, die Adelsopposition, der ihr Vater angehörte, zu besiegen, nach dem Sieg wurde ihr Vater im April 1322 als Verräter hingerichtet. Elizabeth wurde vermutlich im November 1322 zusammen mit ihrer Mutter und ihren Schwestern freigelassen, während ihr Ehemann Edmund Mortimer in Gefangenschaft blieb. Der König wurde 1326 von seiner Frau Isabelle und ihrem Liebhaber Roger Mortimer of Wigmore, gestürzt. Roger Mortimer wurde Regent von England und konnte seinen Sohn befreien, der nun mit seiner Frau zusammenleben konnte. 1330 wurden Roger Mortimer und Königin Isabella in einem Staatsstreich von Isabellas Sohn, dem jungen König Eduard III. gestürzt. Dabei wurde Eduard III. unter anderem von William de Bohun, ein Sohn von Humphrey de Bohun, 4. Earl of Hereford unterstützt. Als Elizabeths Mann bereits 1332 starb, heiratete sie nach November 1335 William de Bohun. Durch diese Heirat sollten die miteinander verfeindeten Familien Mortimer und Bohun versöhnt werden. Da die beiden im Vierten Grad miteinander verwandt waren, war für die Heirat ein päpstlicher Dispens erforderlich, der am 13. November 1335 ausgestellt wurde.[2] Als 1338 ihr einziger Bruder Giles ohne Nachkommen starb, wurden Elizabeth und ihre drei Schwestern seine Erbinnen. Elizabeth trat nun ein reiches Erbe an, ihr Mann war bereits 1337 zum Earl of Northampton erhoben worden. | de Badlesmere, Elizabeth (I9389)
|
| 48391 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Elizabeth_de_Burgh,_4._Countess_of_Ulster Elizabeth de Burgh, 4. Countess of Ulster (* 6. Juli 1332 auf Carrickfergus Castle, Irland; † 10. Dezember 1363 in Dublin) war eine anglo-irische Adlige. Elizabeth war das einzige Kind aus der Ehe von William de Burgh, 3. Earl of Ulster und von Matilda of Lancaster. Ihr Vater wurde im Juni 1333 in Irland ermordet, worauf ihre Mutter, die einer Nebenlinie des englischen Königshauses entstammte, mit der kleinen Elizabeth nach England floh. Elizabeth war die Erbin des Titels Countess of Ulster sowie der umfangreichen Ländereien der Familie de Burgh. Weite Teile dieser Besitzungen, vor allem die im nordirischen Ulster, fielen nach dem Tod ihres Vaters jedoch in die Hände von irischen Rebellen. Die junge Elizabeth wurde am 15. August 1342 im Tower of London mit Lionel of Antwerp, einem jüngeren Sohn des englischen Königs Eduard III., verheiratet, die Ehe wurde 1352 vollzogen. Als 1360 ihre Großmutter väterlicherseits Elizabeth de Clare starb, erbte Elizabeth weitere Besitzungen in Irland, England und Wales. Ihr Mann Lionel wurde daraufhin als Besitzer weiter Teile der Ländereien der Familie Clare am 13. November 1362 zum Duke of Clarence erhoben.[1] Bereits am 1. Juli 1361 war Lionel zum Royal Lieutenant of Ireland ernannt worden, wo er versuchte, die englische Herrschaft über die verlorenen Gebiete wiederherzustellen. Elizabeth ging mit ihm nach Irland, starb aber bereits 1363 in Dublin. Ihr Leichnam wurde auf Kosten der Krone nach England überführt und in Clare Priory in Suffolk, der traditionellen Begräbnisstätte der Familie Clare beigesetzt. Mit ihrem Mann Lionel of Antwerp hatte sie eine Tochter, Philippa of Clarence, 5. Countess of Ulster (1355–1382), die Erbin ihres Titels und ihrer Besitzungen wurde. | de Burgh, Gräfin Elizabeth 4. Countess of Ulster (I9399)
|
| 48392 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eltz_(rheinländisches_Adelsgeschlecht) Eltz (rheinländisches Adelsgeschlecht) In älterer Literatur wird erwähnt, dass bereits im Jahre 690 ein Ritter Eberhardus zu Eltz unter den Patriziern der Stadt Trier erscheinen soll. Der Genealoge Johann Maximilian von Humbracht beginnt die ordentliche Stammreihe der Familie mit Georg um das Jahr 938. Nach dem Genealogischen Handbuch des Adels erscheint die Familie erstmals mit Rudolfus, der von 1150 bis 1157 in Urkunden genannt wird. Er war der erste Familienangehörige, der den Namen der Stammburg Eltz angenommen hat. Rudolph war ein treuer Gefolgsmann des Stauferkaisers Friedrich I. Barbarossa und erhielt von ihm als Dank für seine Heeresdienste ein Stück Land zu Lehen. Die ununterbrochene Stammreihe beginnt mit Petrus nobilis vir, dominus de Eltze, der zwischen 1210 und 1257 urkundlich erscheint. Er war wahrscheinlich ein Sohn des Elias, der am 27. März 1194 als Burgsasse zu Eltz in einer Urkunde genannt wird. Die ursprünglich edelfreien Herren von Eltz wurden Ministeriale des Heiligen Römischen Reiches. Als Burgmannen und Ganerben saßen sie auf der Burg Eltz bei Wierschem nahe der Stadt Münstermaifeld. Nach der Eltzer Fehde (1331 bis 1336) wurde 1356 der Reichslehenverband endgültig aufgelöst und die Burg ein Lehen des Erzstifts und Kurfürstentums Trier. Aus den Reichsvasallen von Eltz wurden damit Lehnsleute des Erzbischofs von Trier. Grablege in Münstermaifeld Die Eltzer Herren pflegten über Jahrhunderte eine enge Verbindung zur nahe ihrer Stammburg gelegenen Stadt Münstermaifeld. Sie waren im ganzen Spätmittelalter in der Verwaltung der Stadt tätig. In der ehemaligen Stiftskirche Münstermaifeld befinden sich Eltzer Gräber. Besonders kunstvoll sind die Epitaphien des Ehepaares Cuno von Eltz und Ella von Esch, zwei Reliefplatten aus Basalt, weiterhin das Marmorgrab des Nikolaus von Eltz und seiner Frau Maria von Hoort sowie ein Marmordenkmal für deren Sohn Johann Wilhelm Antonius Bertramus Herr zu Eltz, Domherr zu Trier. Söhne derer von Eltz waren in allen Jahrhunderten Kanoniker im Stift Münstermaifeld. Durch einen viele Jahrzehnte währenden Streit mit dem Papst wurde Lothar von Eltz, 1267 vom Kapitel zu „Monster Meynfelt“ zum rechtmäßigen „Praepositus“ gewählt, bekannt. Einer der tatkräftigsten Stiftspröpste in Münstermaifeld war Elias von Eltz (1331–1347). Eltzer Persönlichkeiten im Mittelalter Bereits während des 13. Jahrhunderts teilten die Brüder Elias, Wilhelm und Theoderich den Stamm in drei Linien, die sich im Laufe der Zeit in weitere Äste und Zweige aufspalteten. Auch die Burg mit den dazugehörigen Gütern wurde mehrmals aufgeteilt. Noch heute lassen sich an der Burg Eltz die Teilbauten der Linien zu Kempenich, Rübenach und Rodendorf in der Form selbständiger Wohntürme erkennen. Zahlreiche Angehörige der Familie waren schon früh für den Deutschen Orden in Pommern und im Baltikum tätig. Arnold von Eltz († 1329 oder 1330) war zunächst Domherr zu Trier und wurde 1324 von Papst Johannes XXII. als Bischof von Cammin eingesetzt. Robin von Eltz war von 1367 bis 1392 Heermeister des Deutschen Ordens in Livland und Georg von Eltz starb 1532 als Komtur des Deutschen Ordens. Er wurde oft im Auftrag des Ordens mit diplomatischen Missionen betraut, so unter anderem in Deutschland, Livland, Polen, Spanien und Rom. 1331 schlossen sich die Eltzer mit einigen anderen faktischen Reichsministerialen, den Besitzern der Burgen Waldeck, Schöneck und Ehrenburg, zu einem Bund zusammen. In der Eltzer Fehde kämpften sie gegen die Territorialpolitik des Trierer Kurfürsten Balduin von Luxemburg, der sich auf die alten Lehnsrechte Kurtriers berief und die vermeintlichen Reichsritter wieder dem Trierer Amts- und Dienstrecht unterwerfen wollte. Fünf Jahre später verpflichteten sich die Streiter in der Eltzer Sühne zum Frieden und mussten die Oberherrschaft Kurtriers anerkennen. Werner Brender von Eltz übertrug im Jahre 1311 seinem Sohn Peter die Vogtei zu Rübenach. Bereits ein Jahr später konnten die zur Vogtei Rübenach gehörenden Güter vom Grafen Ruprecht von Virneburg erworben werden. 1563 wurde die Linie Eltz-Rübenach erneut von den Herzögen von Luxemburg mit Rübenach und Bisholder belehnt. 1401 erhielt Dietrich, Herr zu Eltz, vom römischen König Ruprecht, als Pfalzgraf bei Rhein, die Güter von Winand Boos von Waldeck, mit Anteilen an der Ganerbenburg Waldeck. Dieser Erbteil war nach dem Tod Winands an den Pfalzgrafen zurückgefallen, der sie als Lehen an die Eltzer weitergab. 1476 gehörte ein Zweig der Eltzer zu den Erben der Elsa von Brohl auf Burg Brohl, der Letzten ihres Geschlechts, allerdings in Erbengemeinschaft mit den Familien von Winneburg und von Braunsberg, was zu fast 100-jährigen Auseinandersetzungen führte. Im Jahre 1526 erbte ein Sohn von Ulrich von Eltz, Mitherr zu Burg Brohl, Philipp von Eltz, von seiner Mutter Elisabeth von Pyrmont und deren Brüdern die umfangreichen Besitzungen des Hauses Pyrmont und die Herrschaft Ehrenberg. 1486 gingen durch einen erneuten Erbgang Güter und Ländereien der Koblenzer Adelsfamilie von Bachem an die Herren von Eltz. Dazu zählte auch ein Hof in Boppard; der ehemalige Hof der Herren von Bachem wurde urkundlich 1496 erstmals als Eltzer Hof bezeichnet. Die von Eltz gehörten damit zum Ritterrat des Bopparder Stadtrates. Im Jahre 1495 führte Johann von Eltz der Alte eine Delegation der Stadt zum römisch-deutschen König Maximilian I. Am 27. Juni 1495 stellte Maximilian ihnen das Privileg aus, die Stadtbefestigung in Eigenverantwortung zu übernehmen. Nach Protest des Trierer Kurfürsten Johann II. von Baden als Landesherrn widerrief Maximilian aber dieses Privileg. Daraufhin versuchte die Stadt Boppard unter Einwirkung von Johann von Eltz, an dem Privileg festzuhalten. Der Kurfürst erklärte am 7. Juni 1497 der Stadt die Fehde. Nach der Belagerung durch den Kurfürsten kapitulierte Boppard am 30. Juni 1497. Jedoch konnte zwischen Johann von Eltz und dem Kurfürsten kein Friede geschlossen werden, da neben den Bopparder Angelegenheiten auch weitere Besitzstreitigkeiten eine Rolle spielten. Versuche, den Streit mit Hilfe von Schiedsleuten beizulegen, scheiterten. Auch der Reichstag zu Worms im Jahr 1497, zu dem er von der Stadt Boppard abgeordnet wurde, brachte keine Einigung. Am Dreikönigstag des Jahres 1501 kam Johann von Eltz zu Schiff mit 200–250 Landsknechten nach Boppard. Mit Einvernehmen der Bopparder Ritterschaft ließ er den Hof der Beyer von Boppard, die stets auf Seiten des Kurfürsten standen, und die kurfürstliche Burg plündern. Noch am gleichen Tag schrieb Johann von Eltz an den Trierer Kurfürsten und legte die Gründe für sein Handeln dar, begab sich dann in den Dienst des Kurfürsten Philipp von der Pfalz und wurde Amtmann in Kaub. Im Jahr 1517 starb Johann von Eltz. In der frühen Neuzeit Johann Jakob von Eltz aus der Kempenicher Linie war von 1567 bis zu seinem Tode 1581 Kurfürst und Erzbischof von Trier. Er führte in der Stadt Trier die Gegenreformation durch sowie kirchliche Reformmaßnahmen gemäß dem Konzil von Trient. Am 8. Juni 1580 verlieh er als Kurfürst von Trier seinen Neffen, den Brüdern Anton, kurfürstlich trierischer Rat, Marschall und Amtmann, und Hans Reichard sowie deren Vetter Hans Anton das Erbmarschallsamt des Kurfürstentums Trier als Lehen. Das Amt war nach dem Tod von Johann, dem letzten des Geschlechts derer von Helfenstein, an Kurtierer zurückgefallen. Die Enkel von Georg, dem Bruder des Kurfürsten, waren die Stifter der Linien zu Eltz-Oetingen und Eltz-Kempenich (von Kurtrier als Pfand erhalten ab 1663). Die Vettern von Georg begründeten wiederum zwei Linien, Johann Friedrich den Zweig zu Eltz-Bliescastell (wo die Eltzer als Trierer Amtmänner saßen) und Johann Philipp den Zweig zu Eltz-Waibling. Schließlich entstand durch Johann Adolph, Sohn von Friedrich von Eltz auf Bliescastell, die Linie Eltz-Rodendorf. Die Herrschaft Rodendorf (später Rotendorf genannt, heute Château-Rouge, Departement Moselle, Lothringen) gelangte durch Johann Adolphs Gemahlin Katharina von Brandscheid 1583 zunächst hälftig und im 18. Jahrhundert ganz in den Besitz der Eltz-Rodendorf, die ab 1681 auch das lothringische Freisdorf und von 1762 bis 1812 die Burg Bourscheid besaßen. Ein Sohn des Johann Adolph von Eltz-Rodendorf war Lutheraner und Amtmann des protestantischen Pfälzer Kurfürsten Friedrich IV. Als dessen Sohn Friedrich V. 1619 die Wahl zum „Winterkönig“ von Böhmen annahm, löste er den Dreißigjährigen Krieg aus. In dessen Verlauf wurde der Sohn des Amtmanns, Johann Eberhard zu Eltz, 1626/27 Kanzler im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel und ab 1628 Kanzler Wallensteins in Mecklenburg. Sein Bruder Philipp Samson zu Eltz heiratete die Erbtochter des Wolfenbütteler Kanzlers Barthold von Rutenberg, Erbin von Schloss Rethmar bei Hannover, und begründete die protestantische braunschweigische Linie. Dessen Sohn Friedrich Casimir zu Eltz (1634–1682) heiratete 1664 Barbara Margaretha von Pfuel (1649–1695), eine Tochter des Generals Adam von Pfuel. Er wurde Berghauptmann und erwarb zudem Amt, Gut und Schloss Walbeck im Ostharz. Die Linie erlosch mit dem Tod seines Sohnes, des kurbraunschweigischen Geheimrats und Großvogts von Celle, Philipp Adam zu Eltz, im Jahre 1727. 1732 gelangte mit Philipp Karl von Eltz-Kempenich (1665–1743) erneut ein Spross der Eltz zu erzbischöflichen und kurfürstlichen Würden. Er war der Sohn von Johann Anton zu Eltz und dessen Gattin Anna Maria Antonie Schenk von Schmittburg. Philipp Karl starb 1743 als Erzbischof und Kurfürst von Mainz. Sein jüngerer Bruder Karl Anton Ernst († 1736) von Eltz erhielt 1733 von Kaiser Karl VI. am 9. November 1733 zu Wien das Palatinat (in primogenitur) und am gleichen Tag den Reichsgrafenstand. Der Familie wurde außerdem am 16. November 1737 gestattet, das Wappen und den Namen der Faust von Stromberg mit dem ihren zu vereinigen. Grund war die Heirat von Anselm Kasimir Franz (* 1709; † 1778), ein Sohn des ersten Grafen zu Eltz, mit Maria Eva Johanna Freiin Faust von Stromberg († 1800), Erbtochter des Freiherren Friedrich Dietrich Joseph Faust von Stromberg und letzte Vertreterin dieses Geschlechts. Das Paar und ihre Nachkommen führten bzw. führen den vereinigten Namen, verheiratete Agnaten in der Form Graf und Edler Herr bzw. Gräfin und Edle Herrin von und zu Eltz genannt Faust(in) von Stromberg. Die unverheirateten Agnaten führten den Titel Graf und Edler Sohn bzw. Gräfin und Edle Tochter.[1] Nach BGB lautet der Name heute: „Graf“ bzw. „Gräfin zu Eltz“. Am 30. Dezember 1734 erhielt Anselm Kasimir Franz zusammen mit seinem Bruder Hugo Franz Carl auch das Indigenat im Königreich Ungarn. Hugo Philipp Karl (* 1742 † 1818), ein Sohn von Anselm Kasimir Franz, erbte von seinem Onkel, dem Mainzer Kurfürsten Philipp Karl, die Herrschaft Vukovar im damaligen Königreich Ungarn (heute Kroatien). Dort wurde ab 1749 das Schloss Eltz errichtet. Sein vollständiger Titel lautete: Hugo Philipp Karl, des Heiligen Römischen Reiches und des Königreiches Ungarn Graf und Edler Herr zu Eltz, genannt Faust von Stromberg, Graf und Herr zu Vukovar, Erbherr zu Trappstadt, Vendersheim, Römelheim und Leyen, Herr zu Burggrafenrode und Wierschheim, Pfandherr zu Schmidtburg, kaiserlicher Wirklicher Geheimer Rat, Kommandeur des kaiserlichen Sankt Josephsordens, kurmainzischer Wirklicher Geheimer Rat und Oberstallmeister, Oberamtmann zu Oberlahnstein und Gerresheim, kurtrierischer Wirklicher Geheimer Rat, Erbmarschall und Oberamtmann zu Mayen, Monreal und Kayserzesch. Die kurtrierische Hofkammer kündigte im Jahre 1776 die Pfandschaft der Burg Kempenich und machte diese zu einer Amtsburg. Hugo Philipp Karl verlor dann durch die Französische Revolution auch einen großen Teil seiner Ämter, Würden und Einkünfte in den Rheinlanden, denn er wurde während der französischen Herrschaft am Rhein von 1794 bis 1815 als Emigrant behandelt. Seine Besitztümer am Rhein und in der Nähe von Trier wurden eingezogen. Die Burg Eltz und die dazugehörigen Güter waren der Kommandantur in Koblenz unterstellt. Als sich später herausstellte, dass Graf Hugo Philipp nicht emigriert, sondern in Mainz geblieben war, kam er 1797 wieder zur Nutznießung seiner Güter und Renten. Er wurde 1815 durch den Kauf des 'Rübenacher Hauses' der Burg Eltz sowie des dazugehörigen Grundbesitzes der Freiherren von Eltz-Rübenach alleiniger Besitzer der Stammburg, die seither ungeteilt in der Hand der gräflichen Linie Eltz-Kempenich verblieb. Während des 18. Jahrhunderts gehörten die Grafen zu Eltz, wegen des Besitzes von Burg-Gräfenrode (ein Drittel), zur Reichsritterschaft im Ritterkanton Mittelrhein. Wegen der Ganerbschaft Burg Layen (ein Viertel) und dem zugehörigen Besitz in Rümmelsheim waren sie im Ritterkanton Oberrhein des Rheinischen Ritterkreises immatrikuliert. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts gehörten die Herren zu Eltz auch zum Ritterkanton Baunach des Fränkischen Ritterkreises. Aus der gräflichen Linie stammt Antonia Maria zu Eltz, die am 13. September 1756 zur Äbtissin und damit Reichsfürstin in Munsterbilzen erwählt wurde. Mehr unter dem Link oben.. | von und zu Eltz, Maria Katharina (I58123)
|
| 48393 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Emichonen Emichonen Das Geschlecht der Emichonen ist Vorläufer mehrerer Adelsgeschlechter im südwestdeutschen Raum. Seine Mitglieder waren – möglicherweise als Untergrafen der Salier – Gaugrafen im Nahegau. Der Name leitet sich nach dem vorherrschenden Leitnamen Emich oder Emicho ab. Geschichte Der Nahegau war neben dem Wormsgau und Speyergau ein Besitz der Salier. 940 erhielt Emich, ein Vasall Graf Konrads des Roten, von Hadamar zu Fulda Güter im Wormsgau. Dieser Emich ist wahrscheinlich mit den Grafen von Leiningen verwandt, aber es ist zweifelhaft, ob er zu den Emichonen gehörte. Ein sicherer Nachweis für die Emichonen erscheint im Jahr 961. Ein Graf und Richter Emich erhielt durch Urteil nach Fränkischem Recht die bis dahin zu den Herren Lantbert, Megingoz und Reginzo gehörenden Güter, darunter Kirn und Bergen. Diese Herren waren vermutlich Söhne des Nortbold, eines der ersten Besitzer einer 926 erwähnten Burg, vielleicht der Schmidtburg. Zwischen 960 und 1065 lassen sich ohne Unterbrechung Grafen mit dem Namen Emich nachweisen. Dennoch war es bisher nicht möglich eine feste Genealogie aufzustellen. Vermutlich heiratete der Nahegaugraf Emich IV. vor 1072 Kunigunde, die Schwester des Trechirgaugrafen Berthold. Berthold war Gründer des Stiftes Ravengiersburg. Mit ihm starb die Familie der Bertholde (oder ein Zweig dieser Familie) aus (siehe dazu Nürings (Adelsgeschlecht)). Als es üblich wurde, Grafen nach ihrem Herrschaftsmittelpunkt zu benennen, nannte sich Emich V. ab etwa 1096[1][2] und 1098 Graf von Flonheim und 1107 Graf von Schmidtburg. Er oder sein Sohn Emicho VI. ist offenbar identisch mit Emicho dem Kreuzfahrer, welcher Anführer des ersten deutschen Judenpogroms war. Ein Berthold von Stromberg war wahrscheinlich der Bruder von Emich V., Angehöriger einer Nebenlinie der Emichonen mit Sitz auf der Stromburg. Damit endete die Geschichte der Emichonen und das Geschlecht teilte sich in die Wildgrafen, Raugrafen und Grafen von Veldenz. Nachkommen Von den Emichonen stammen folgende Geschlechter ab: Grafen von Veldenz Wildgrafen Raugrafen (vermutlich) Grafen von Leiningen (erste Linie Alt-Leiningen) Nach verschiedenen Theorien sollen auch die Grafen von Sponheim in von den Emichonen abstammen. Mehr unter dem Link oben.. | von Kyrburg (von Schmidburg), Graf Emicho (I12053)
|
| 48394 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Emich_IV. Familienumfeld Die Leininger waren ein einflussreiches pfälzisches Adelsgeschlecht mit Stammsitz auf Burg Altleiningen. Emichs Eltern waren Friedrich II., Graf von Leiningen († 1237) und Agnes von Eberstein, Schwester des Grafen Eberhard IV. von Eberstein und Cousine der Hl. Hedwig. Sein Bruder Berthold von Leiningen amtierte als Bischof von Bamberg, ein anderer Bruder, Heinrich von Leiningen, war Bischof von Speyer, welches Amt zuvor schon ihr Onkel Konrad von Eberstein bekleidete; der Großonkel Poppo von Andechs-Meranien war ebenfalls Bischof von Bamberg. Leiningische Erbteilung Nach dem Tod des Vaters und des älteren Bruders Simon kam es zwischen den Brüdern Friedrich III. und Emich IV. zum Erbstreit, der durch die Vermittlung ihres Onkels mütterlicherseits, des Speyerer Bischofs Konrad von Eberstein, 1237 mit der Teilung des Erbes geregelt wurde. Emich erhielt namentlich die Leininger Hälfte der in diesem Zusammenhang erstmals urkundlich erwähnten Burg Landeck mit den dazugehörigen Orten und Rechten. Die Stammburg Altleiningen wurde gemeinsamer Besitz der beiden. Friedrich III. erbaute für sich wenig später in der Zeit von 1238 bis 1241 fünf Kilometer nordöstlich von Altleiningen die Burg Neuleiningen. Neben der Burg Landeck, die spätestens seit 1222 Reichslehen und jeweils zur Hälfte im Lehnsbesitz der Grafen von Zweibrücken und der Grafen von Leiningen war, hielt Emich auch die Madenburg und die Dörfer Waldhambach, Waldrohrbach, Eschbach, Ranschbach, Arzheim, Nußdorf, Dammheim, Queichheim, Mühlhausen, Servelingen, Eutzingen und Oberbornheim.[1] Emich war ein verlässlicher Gefolgsmann der Pfalzgrafen. Pfalzgraf Otto II. setzte ihn 1248 als Burgmann auf der Burg Winzingen bei Neustadt an der Weinstraße ein.[2] Pfalzgraf Ludwig II. nahm 1278 Graf Emich von Leiningen als Burgmann in die Wachtenburg auf. Während diese Handlung früher Emich IV. zugeordnet wurde,[3][4] wird sie nun dessen Sohn Emich (V.) zugeordnet und gilt zugleich als Terminus ante quem für den Tod Emichs IV.[5] Gründung der Stadt Landau Emich ließ um 1260 in der Ebene unweit der Burg Landeck – auf dem Gebiet der vier Dörfer Mühlhausen, Servelingen, Eutzingen und Oberbornheim – eine zusätzliche Befestigung anlegen. Aus der Neugründung entstand schon in wenigen Jahren die Stadt Landau.[1] Schon im Jahre 1274 verlieh König Rudolf I. von Habsburg dem jungen Ort Stadtrechte und das Recht, einen Wochenmarkt abzuhalten. Um die seelsorgerische Betreuung seiner Stadt zu sichern, rief Emich im Jahre 1276 Augustiner-Chorherren aus dem Kloster Obersteigen im Elsass nach Landau, die dort ein Chorherren-Stift, das „Steigerherren“-Stift, einrichteten.[6] Päpstliche Bestätigungen des Klosters „Monasterium sancte Marie de Steiga“, auch „Monasterium beatae Virginis Mariae ad Scalas“, folgten 1285 und 1289. In Landau hat man ihm um 1910 ein Denkmal gesetzt (Fortanlage, Forststraße). Tod und Nachfolge Emich starb vor 1279 und wurde von seinem gleichnamigen Sohn Emich (V.) beerbt. Als dieser wenige Jahre später (1289) verstarb und nur wenige Monate später dessen kleiner Sohn Rudolf, erlosch die Linie Leiningen-Landeck im Mannesstamm. Die Madenburg fiel an die Leininger Hauptlinie zurück. Die an das Reich rückgefallene Leininger Hälfte der Burg Landeck verlieh König Rudolf I. im Jahre 1290 mit den umliegenden Dörfern an seinen Neffen, den elsässischen Landvogt Otto III. von Ochsenstein, während die andere Hälfte im Besitz der Grafen von Zweibrücken blieb. Die Stadt Landau wurde von Rudolf im Jahre 1291 zur Reichsstadt erhoben. | von Leiningen, Graf Emich IV. (I12063)
|
| 48395 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Engelbert_(Kärnten) Engelbert (Engelbert II.) († 13. April 1141 im Kloster Seeon) aus dem Geschlecht der Spanheimer war Markgraf von Istrien (und Krain?) (1103–1124/1134) und von Verona und Herzog von Kärnten (1123/24–1135). Leben und Wirken Engelbert war ein jüngerer Sohn von Graf Engelbert I. und der Hedwig, aus einem Adelsgeschlecht aus Friaul. Durch seine erste Ehe mit der Erbtochter Uta, Tochter des einstigen Passauer Burggrafen Ulrich, erwarb er große Besitzungen südwestlich von Passau, im Rottal und im Isengau. Mit seiner zweiten Ehe mit der reichen Adelheid von Lechsgemünd, Witwe des verstorbenen Markwart von Marquartstein, erwarb Engelbert weitere Besitzungen im Chiemgau. Aus diesen Besitzungen schuf Engelbert die Grafschaft Kraiburg-Marquartstein und wurde Vogt zu Baumburg. Auf dem strategisch günstigen Hügel über dem Ort Kraiburg errichtete er um das Jahr 1100 eine wehrhafte Burg (Burg Kraiburg), welche das Zentrum dieser Grafschaft bildete. 1091 holte Engelbert im Auftrag seines Vaters aus Hirsau Mönche zur Besiedlung des neu errichteten Hausklosters St. Paul, 1099 wurde er dessen Vogt. 1100 wurden ihm vom Gurker Gegenbischof Berthold zwei Trixener Burgen übertragen, 1106 der Markt Friesach. 1108 wurde Engelbert durch Heinrich IV. als Nachfolger des Moosburgers Burkhard zum Markgraf von Istrien erhoben. Die Markgrafschaft sollte sich bis ins Jahr 1173 in Spanheimer Besitz befinden. Diese Belehnung legte den Grundstock für die reichen und ausgedehnten Besitzungen im benachbarten Krain. Ebenso ist darin die gestiegene Bedeutung der Spanheimer zu erkennen, da der Kaiser, der Engelbert I. noch der Grafschaft im Pustertal enthoben hatte, nun um die Gunst der mächtigen Spanheimer warb; wie es scheint erfolgreich, denn Engelbert II. fand sich bald im Gefolge Heinrichs V. und nahm am 13. April 1111 an dessen Kaiserkrönung teil. Am 23. September 1122 wurde der Investiturstreit des Kaisers und des Papstes durch das Wormser Konkordat beigelegt. Engelbert II. und dessen Bruder Hartwig I., Bischof von Regensburg, nahmen an der Zeremonie als Zeugen teil. Nach dem Tode seines Bruders Heinrich, der am 14. Dezember 1123 verstorben war, folgte ihm Engelbert als Herzog von Kärnten. Aus diesem Grund teilte er seine Besitzungen unter seinen Söhnen auf und trat ihnen die meisten Titel ab. Im Jahre 1135 verzichtete Engelbert II. jedoch auf das Amt des Herzogs und Kaiser Lothar III. belehnte seinen Sohn Ulrich I. Anschließend trat Engelbert in das Benediktinerkloster Seeon im Chiemgau ein. Dort verstarb er im Jahre 1141 als Mönch und wurde dort auch begraben. Er war – anders als sein Vater – treue Salier-Stütze, mit seinen Brüdern scharfer Gegner der Salzburger Erzbischöfe und Gurker und Bamberger Bischöfe und stritt oft mit den Patriarchen von Aquileia. Familie Engelbert war verheiratet mit Uta, Tochter des Grafen Ulrich von Passau († 1099) und der Adelheid von Lechsgemünd, Witwe (seit ca. 1085) nach Markwart von Marquartstein. Mehr unter obenstehendem Link.. | von Spanheim (von Kärnten), Engelbert II. (I7237)
|
| 48396 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Engelbert_I._(Berg) Engelbert I. von Berg (* unbekannt; urkundlich 1152–1189; † Anfang Juli 1189 in Kubin (serb. Kovin) im Banat, heute Serbien) war von 1161 bis 1189 Graf von Berg. Leben Engelbert war ein Sohn von Adolf II. von Berg aus dem Dynastengeschlecht Berg-Altena und dessen zweiter Ehefrau Irmgard von Schwarzenburg. Als Engelberts Vater im Jahr 1160 als Mönch in das Kloster Altenberg ging, teilte dieser die Grafschaft zwischen seinen zwei Söhnen Engelbert und Eberhard auf. Letzterer war der Ältere der beiden und erhielt die westfälischen Gebiete mit der Burg Altena, der späteren Grafschaft Mark. Engelbert dagegen empfing die rheinischen Gebiete mit Schloss Burg, die Grafschaft Berg. Urkundlich nachweisbar als Graf von Berg ist Engelbert ab 1165. Durch seine Treue zum Kaiser Friedrich Barbarossa und den Kölner Erzbischöfen gelang es ihm, die Grafschaft zu stabilisieren und die Einnahmen zu vergrößern. Er erweiterte seine Besitzungen um die Burgen Bensberg, Neu-Windeck und Elberfeld. Wohl im Frühjahr 1189 erhielt Engelbert vom Edelherrn Arnold von Teveren dessen gesamten rechtsrheinischen Besitz zu Holthausen, Düsseldorf, Buscherhof, Eickenberg bei Millrath, Monheim, Himmelgeist, am Rheinufer nahe Holthausen und an der Anger für 100 Mark als Pfand.[2] Das Pfand wurde nie eingelöst. Damit gelang Engelbert eine deutliche Abrundung der Grafschaft Berg im Norden. Kurz darauf brach er im Mai 1189 im Heer Kaiser Friedrich Barbarossas zum Dritten Kreuzzug auf. Die Reise führte sie die Donau entlang über den Balkan. Bereits Anfang Juli 1189 starb Engelbert bei Kubin in Serbien, nahe der damaligen ungarisch-byzantinischen Grenze.[3] Er war nach seinem Bruder Adolf der Zweite der Familie, der auf einem Kreuzzug starb. Mit dem Tod von Engelberts Söhnen Graf Adolf III., der 1218 auf dem Fünften Kreuzzug fiel, und Engelbert, der als Engelbert I. Erzbischof von Köln war und 1225 bei einem Überfall bei Gevelsberg getötet wurde, starb seine Familie im Mannesstamm aus. | von Berg, Graf Engelbert I. (I7520)
|
| 48397 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Engelbert_III._(Spanheim) Engelbert III. (Spanheim) Engelbert III. (* vor 1124; † 6. Oktober 1173), aus dem Hause der Spanheimer, wurde als Zweitältester von sechs Kindern geboren. Seine Eltern waren der spätere Kärntner Herzog, Markgraf Engelbert II. von Istrien, und die Gräfin Uta von Passau aus dem Hause der Diepoldinger-Rapotonen. m Jahre 1124 wurde Engelberts Vater Herzog von Kärnten. Dieser übergab ihm daraufhin die Markgrafschaft Istrien und die bayrische Grafschaft Kraiburg. Den Titel des Markgrafen von Istrien führte er aber nur gelegentlich. Hauptsächlich führte er den Titel Markgraf von Kraiburg bzw. Markgraf von Marquartstein, welches Besitzungen aus dem Hause seiner Mutter im südöstlichen Oberbayern waren, auf denen er sich hauptsächlich aufhielt. 1135 nahm Engelbert am Konzil in Pisa als Gesandter Kaiser Lothars III. teil, mit der Bitte des Kaisers, dem Papst beiseite zu stehen. Dort wurde er von Papst Innozenz II. mit der Markgrafschaft Tuscien belehnt. Engelbert blieb dies allerdings nur kurz bis etwa Mitte 1136. Engelbert III. wollte im Jahre 1147 dem Ruf Papst Eugens III. zum zweiten Kreuzzug ins „gelobte Land“ folgen. Jedoch hat es denn Anschein, dass er nie seine Reise nach Jerusalem antrat. Urkundlich bleibt er weiterhin in Bayern nachweisbar. Im Jahre 1156 nahm Engelbert am Reichstag zu Regensburg teil. Dort trat er, zusammen mit seinen Brüdern, Herzog Heinrich V. von Kärnten sowie Bischof Hadwig von Regensburg, als Zeuge in der Urkunde Kaiser Friedrichs I. auf, in der die bisherige Markgrafschaft Österreich zu einem selbstständigen Herzogtum erhoben wurde. Markgraf Engelbert III. war seit 1140 mit Mathilde, Tochter des Grafen Berengar I. von Sulzbach, verheiratet. Sie verstarb im Jahre 1165. Aus dieser Ehe entstammen keine Kinder. Da Engelbert kein weiteres Mal heiratete, verstarb er 1173 kinderlos. Engelberts Besitzungen wurden zum Großteil im Hause der Spanheimer aufgeteilt. So erlangten sein Bruder Rapoto I., Graf von Ortenburg, und später dessen Sohn Pfalzgraf Rapoto II. große Gebiete in Oberbayern um die Grafschaft Kraiburg, Hauptsitze dieser Besitzungen waren Kraiburg und Marquartstein. Die Markgrafschaft Istrien ging seinem Geschlecht jedoch verloren, sie wurde vom Kaiser an Berthold III. aus dem Hause der Grafen von Andechs verliehen. In Kraiburg am Inn ist heute die Graf-Engelbert-Straße nach ihm und seinem Vater Engelbert II. benannt[1]. Mehr unter obenstehendem Link.. | von Spanheim (von Kärnten), Engelbert III. (I11866)
|
| 48398 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Engelbert_von_Kleve (Sep 2023) Engelbert gehörte dem Hof König Karls VIII. von Frankreich an und wurde von diesem 1486 naturalisiert. Nach dem Tod seines Großvaters mütterlicherseits Graf Johann II. von Nevers-Rethel 1491 erbte Engelbert von diesem die Grafschaften Nevers, Étampes und Eu, während sein älterer Bruder Johann das väterliche Erbe in Kleve antreten sollte. Engelbert führte anschließend einen jahrelangen Erbstreit mit seiner Tante Charlotte von Burgund-Nevers und deren Tochter Marie d’Albret um die Grafschaft Rethel, der 1504 mittels einer Hochzeit zwischen Marie und Engelberts Sohn Charles beigelegt wurde. Engelbert nahm am italienischen Feldzug Karls VIII. teil, der das Königreich Neapel zu erobern versuchte, und kämpfte am 6. Juli 1495 in der Schlacht bei Fornovo, wo er die eidgenössischen Landsknechte anführte. Auch für König Ludwig XII., seinen Cousin ersten Grades, kämpfte Engelbert in Italien, wo er bei der Einnahme Mailands 1499 erneut die Eidgenossen kommandierte. Anschließend war er als Gesandter Frankreichs in Kastilien tätig. 1505 wurde ihm die Würde eines französischen Pairs verliehen. | von Kleve-Mark (Clèves), Graf Engelbert (I42596)
|
| 48399 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Enguerrand_I._(Ponthieu) Enguerrand I. († um 1045) war ein Graf von Ponthieu aus dem Haus Ponthieu. Er war ein Sohn des Burgherren Hugo von Abbeville und der Gisela, einer Tochter des Königs Hugo Capet. Enguerrand erbte von seinem Vater die Burg von Abbeville, die Klosterzelle Forestmontier und das erbliche Amt eines advocatus der Abtei Saint-Riquier. Sein Land umfasste etwa das Gebiet des alten karolingischen pagus pontivus. Wie die Chronik der Abtei Saint-Riquier berichtet, tötete Enguerrand im Jahr 1033 den Grafen von Boulogne (wohl Balduin II.), heiratete dessen Witwe und nahm als erster seiner Familie den Titel eines Grafen an.[1] Allerdings signierte er bereits im Jahr 1026 eine Urkunde als Graf.[2] Zum normannischen Herzog Robert I. den Prächtigen unterhielt Enguerrand freundschaftliche Beziehungen, was in der Heirat seines Sohnes mit der Erbin der starken normannischen Grenzburg Aumale mündete. In den Jahren 1031/1032 wehrte er erfolgreich eine Invasion des normannischen Grafen Gilbert von Brionne ab, der mit 3.000 Mann in der Landschaft Vimeu eingefallen war.[3] Enguerrand war vermutlich zweimal verheiratet, wobei seine namentlich unbekannte erste Ehefrau die Mutter seiner drei Söhne war. Seine zweite Frau, die Witwe des Grafen von Boulogne, dürfte Adelvie von Westfriesland aus der Sippe der Gerulfinger gewesen sein. | von Ponthieu, Graf Enguerrand I. (I28361)
|
| 48400 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Enguerrand_I._de_Coucy (Jun 2022) Enguerrand I. de Coucy, oder Enguerrand de Boves genannt († um 1116/18) war ein Herr (Sire) von Boves, La Fère und Coucy sowie Graf von Amiens. Er war ein Sohn des Drogo/Dreux von Boves. Seine Mutter war vermutlich eine Tochter des Aubry von Coucy, wodurch dessen Burg und Herrschaft in seinen Besitz kam. Um das Jahr 1085 gelangte er auch in den Besitz der Grafschaft Amiens, mit dessen Grafenhaus er wohl verwandt war. Zusammen mit seinem Sohn nahm Enguerrand am Ersten Kreuzzug teil. Wohl als Buße, da er Sibylle von Porcien, die Ehefrau des Grafen Gottfried von Namur, verführt und entführt hatte. Als ihm während eines Kampfes gegen die Sarazenen sein Banner zu Boden fiel, soll er seinen roten Umhang mit weißen Streifen versehen an seine Lanze gesteckt haben, um so seine Männer wieder um sich zu scharen. Erweitert mit blauen Helmen soll so das Wappen von Coucy entstanden sein. In der Heimat galt Enguerrand, wie auch sein Sohn, als gefürchteter Fehdemann, der besonders die Bürger von Amiens heimsuchte. Ihn brachte erst das Eingreifen König Ludwigs VI. des Dicken zur Ruhe. Aber als der König nach Enguerrands Tod die Grafschaft Amiens an den Grafen von Vermandois vergab, nahm Enguerrands Sohn und Erbe Thomas die Fehde wieder auf. Siehe auch Haus Boves.. | von Boves (von Coucy), Graf Enguerrand I. (I9337)
|