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| 48451 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_I._(Aragón) (Okt 2017) Ferdinand I. el de Antequera genannt el Justo (der Gerechte) (* 27. November 1380 in Medina del Campo; † 2. April 1416 in Igualada) war ab 1412 König von Aragon, Sizilien und Sardinien. Leben Ferdinand wurde als der zweite Sohn des Königs Johann I. von Kastilien und dessen Gemahlin Eleonore, Tochter Peters IV. von Aragon am 27. November 1380 geboren. Er erhielt 1386 von seinem Vater den Titel eines Herzogs von Peñafiel und Grafen voon Mayorga. Nach dem Tod seines Bruders Heinrich III. im Jahr 1406 schlug er die ihm von den Ständen angetragene Krone von Kastilien aus und teilte mit der Königin-Witwe Katharina die Vormundschaft über seinen Neffen Johann II. In dieser Stellung erhielt er die Ruhe im Innern, kämpfte glücklich gegen die Mauren, denen er 1410 die Festung Antequera abnahm, brachte Kastilien zu großem Ansehen und Ferdinand den Ehrennamen „el de Antequera“. Differenzen mit Katharina wurden beigelegt, indem das Reich unter beiden in Einflusssphären eingeteilt wurde, wobei Ferdinand Neukastilien, Estremadura, Andalusien und Murcia erhielt. Nach dem Tod des Königs Martin I. von Aragonien und nach zweijährigem Interregnum wurde Ferdinand 1412 durch den Schiedsspruch einer von den Cortes aufgestellten Kommission auf den Thron erhoben (Kompromiss von Caspe). 1413 schlug er den Prätendenten Graf Jakob II. von Urgell, den ein englisches Heer unterstützte, und krönte sich am 15. Januar 1414 in Saragossa.[1] Im abendländischen Schisma stand er auf Seiten Roms und Papst Benedikts XIII., der ihm dadurch die Herrschaft über Sizilien, Sardinien und Korsika bestätigte. Er schlug dort Aufstände nieder und vereinigte 1414 die Kronen von Aragón und Sizilien. Gleichzeitig war er auf Ausgleich mit Marokko und Granada bedacht. Später sagte er sich von Benedikt XIII. los, der im Konzil von Konstanz zu keinerlei Kompromissen bereit war. Auch nach seiner Erhebung zum König von Aragonien behielt er die Regentschaft über Kastilien, wobei er von seinem Sohn Heinrich unterstützt wurde. Seine kastilischen Güter gab er an seine jüngeren Söhne weiter. Ohne dass er seine großen Pläne verwirklichen konnte, starb Ferdinand am 2. April 1416 in Igualada. Er galt als fromm, gerecht und klug sowie als einer der bedeutenderen Könige Aragoniens. Er wurde im Kloster Poblet begraben. | von Aragón (Trastámara), König Ferdinand I. (I8996)
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| 48452 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_I._(León) (Okt 2017) Ferdinand I. der Große (spanisch Fernando el Magno; * 1018; † 27. Dezember 1065 in León)[1] war von 1035 bis 1065 der erste König von León, Kastilien und Galicien aus dem Haus Jiménez. Er trug maßgeblich zum Aufstieg des Königreichs León-Kastilien zur vorherrschenden Macht unter den christlichen Königreichen Spaniens bei. Herkunft Ferdinand war ein Sohn des Königs Sancho III. von Navarra und der Munia Mayor von Kastilien; laut einer Urkunde vom 21. Oktober 1022 war er der jüngste.[2] Seine Geschwister waren: • Mayor († vor 1044), ∞ mit Graf Pons Wilhelm von Toulouse • García III. († 1054), König von Navarra • Gonzalo († 1045), König von Ribagorza und Sobrarbe • Bernardo († nach 1024) • Jimena († nach 1062), ∞ mit König Bermudo III. von León Ein Halbbruder war: • Ramiro I. († 1063), König von Aragón König von León König Sancho III. baute mittels einer tatkräftigen Herrschaft das baskische Königreich Navarra und mit ihm das regierende Haus Jiménez zur Hegemonialmacht unter den christlichen Reichen der Iberischen Halbinsel auf, vor allem indem er 1029 im Namen seiner Frau die westlich an Navarra grenzende Grafschaft Kastilien nach der Ermordung ihres letzten Grafen, seines Schwagers, übernehmen konnte. Weiterhin übte er über seine Schwester Urraca, der Witwe des 1028 gegen die Mauren gefallenen Alfons V., bedeutenden Einfluss auf das Königreich León aus. Als jüngster Sohn seines Vaters war Ferdinand für die Nachfolge im mütterlichen Erbe, also in Kastilien, vorgesehen. Sancho III. erzwang 1032 auch Ferdinands Verheiratung mit der leónesischen Infanta Sancha, der Schwester des amtierenden Königs Bermudo III., der noch ein Kind war. Als Mitgift der Braut annektierte er das Grenzland zwischen dem Cea und Pisuerga für Kastilien.[3] Und ungeachtet der engen familiären Bande zu Bermumudo III. vertrieb Sancho III. ihn im Jahr 1034 gewaltsam aus León und übernahm selbst die Herrschaft über dieses Königreich. Allerdings starb er nur ein Jahr darauf auf dem Höhepunkt seiner Macht und Ferdinand konnte wie vorgesehen die Nachfolge in Kastilien antreten, während Bermudo III. die Situation zur Rückgewinnung von León nutzte. Zwischen den Schwägern kam es sogleich zum Streit um das umstrittene Grenzland, der am 4. September 1037 in der entscheidenden Schlacht von Tamarón müündete, in der Bermudo III. fiel.[4] Weil dieser keine Kinder hinterließ, fiel das Königreich León an seine Schwester Sancha, die letzte Angehörige des asturischen Hauses, und ihren Mann Ferdinand. Am 22. Juni 1038 wurde Ferdinand in León von den Großen Leóns und Galiciens als König anerkannt und in der Kirche Santa María gekrönt.[5] Die ersten fünfzehn Jahre seiner Herrschaft verliefen für Ferdinand weitgehend friedlich. Diese Zeit nutzte er zur Konsolidierung seines Königreichs. Unter anderem knüpfte er als erster leónesischer König Kontakte zu der burgundischen Abtei Cluny, der er eine jährliche Schenkung von 1.000 Dinaren verbriefte. Zur Reformierung des darniederliegenden Klosterwesens beschloss er 1055 auf einem Kirchenkonzil seines Reiches in Coyanza die Einführung der Benediktinischen Ordensregel nach fränkischem Vorbild. Seine in jenen Jahren gewachsene Macht brachte Ferdinand allerdings in Gegensatz zu seinem ältesten Bruder García III. von Navarra, der seine Position als Senior der Familie und damit als Führer der spanischen Christen bedroht sah. Diese Spannungen entluden sich schließlich im Bruderkrieg, aus dem Ferdinand am 15. September 1054 in der entscheidenden Schlacht von Atapuerca bei Burgos siegreich hervorging; García wurde dabei getötet.[6] Ferdinand verzichtete auf eine Übernahme Navarras, wo er die Nachfolge seines Neffen Sancho IV. akzeptierte, annektierte von diesem allerdings die Landschaft Bureba mit der Abtei San Salvador von Oña. Mit dem Sieg über den älteren Bruder beanspruchte Ferdinand das Seniorat über die Jiménez-Dynastie nun für sich, zumal sein einziger noch lebender Halbbruder Ramiro I. von Aragón lediglich ein unehelicher Sohn seines Vaters war. Verbunden damimit war auch sein politischer Vorrang unter den christlichen Reichen Hispaniens, den er zusätzlich durch seine Inhaberschaft der leónesischen Krone durch seine Ehe mit Sancha legitimieren konnte. Schon die Vorfahren seiner Frau hatten sich in die Nachfolge der alten Westgotenkönige gestellt und für sich als deren Erben einen Oberherrschaftsanspruch reklamiert, den sie durch die Verwendung eines Kaisertitels (Imperator) zum Ausdruck brachten. Ferdinand ließ sich und seine Frau am 12. und 13. September 1056 in zwei für die Benediktinerabtei von Arlanza ausgestellten Urkunden erstmals als Imperatoren titulieren, also zwei Jahre nach seinem Sieg über García.[7] Maurenkampf Schon unmittelbar nach Beendigung des Bruderkampfs begann Ferdinand mit der Expansion seines Reichs gegen das muslimische Al-Andalus. Dabei wurde er durch den Umstand begünstigt, dass die politische Einheit von Al-Andalus aufgrund des Zusammenbrruchs des Kalifats von Córdoba nach dem Tod von Almansor 1002 und des letzten Kalifen 1031 ein Ende gefunden hatte. An seine Stelle waren mehrere Teilreiche getreten, die sogenannten Taifas, die von den ehemaligen Statthaltern der Kalifen nun alls eigenständige Königreiche beherrscht wurden, von denen die mächtigsten jene von Toledo, Badajoz, Saragossa, Valencia und Sevilla waren. Ferdinands erste Angriffe richteten sich gegen das Taifa Badajoz, indem er mehrmals Überfälle in die Region südlich des Unterlaufs des Duero unternahm. Ziel war hier die Rückeroberung der alten Grafschaft von Portucale, die in den Jahrzehnten zuvor von Almansor erobert worden war. Mit der Eroberung von Lamego am 29. November 1057 brachte er das Duero-Tal unter seine Kontrolle.[8] Weiter nach Süden vordringend nahm er darauf Seia und nach einer siegreichen Schlacht am 25. Juli 1058 Viseu ein und gewann damit einen Zugang zum Tal des Mondego.[9] Danach wandte sich Ferdinand einstweilen gegen das Taifa Saragossa, entriss diesem nacheinander die Burgen San Esteban de Gormaz, Berlanga, Vadorrey, Santamara und andere und brachte dadurch die alte Römerstraße von Saragossa und Toledo unter seine Kontrolle. Anschließend zog er gegen das Taifa Toledo und eroberte dabei 1063 Talamanca, worauf der Taifakönig Al-Mamun sich genötigt sah in ein Vasallenverhältnis zu Ferdinand zu treten, der wiederum nach Empfang eines jährlichen Tributs (paria) den Vasallen unter seinen Schutz stellte. Zu diesem Schritt sah sich kurz darauf auch der Taifakönig von Saragossa veranlasst, als dessen Reich zunehmend von Ramiro I. von Aragón in Bedrängnis gebracht wurde. Um seinen Schutzgarantien gerecht zu werden, sandte Ferdinand 1063 seinen ältesten Sohn dem König von Saragossa zur Unterstützung, der in der Schlacht von Graus seinen Onkel tötete. Am 25. Juli 1064 vollendete Ferdinand durch die Einnahme von Coimbra nach einer sechsmonatigen Belagerung die Eroberung des Mondego-Tals. Der Legende nach soll er dies mit dem himmlischen Beistand des Heiligen Jakobus, der als „Soldat Christi“ erschienen sei, bewerkstelligt haben.[10] Und nach wiederholten Überfällen (razzia) nach Andalusien mussten sich schließlich auch die Könige von Sevilla und Badajoz zur Tributleistung an das Königreich León verpflichten, dessen neue Vormachtstellung unter den Staaten der iberischen Halbinsel sich damit in seinem Pariasystem manifestierte. Im Frühjahr 1065 kündigte der Taifakönig von Saragossa, al-Muqtadir, mit Unterstützung des Königs von Valencia seine Vasallität zu León auf und verübte ein Massaker an der christlichen Bevölkerung seiner Stadt. Sofort zog Ferdinand gegen Valencicia, schlug dessen König in der Schlacht von Peterna und belagerte anschließend dessen Hauptstadt. Im Lager vor Valencia wurde Ferdinand aber von einer schweren Krankheit befallen, die ihn zum Abbruch der Belagerung und Rückzug nach León nötigte, wo er am 27. Dezember 1065 verstarb. Bestattet wurde er in der Stiftskirche der Abtei San Isidoro, die von ihm gegründet worden war.[11] Zu einem nicht näher genannten Zeitpunkt hatte Ferdinand von dem Taifakönig von Sevilla die Gebeine des Heiligen Isidorus als diplomatisches Geschenk erhalten, zu deren Aufbewahrung er in seiner Hauptstadt einen neuen Schrein errichten ließ, der zugleich als neue Grablege für die leónesischen Könige dienen sollte.[12] Das Epitaph seines Grabes betitelt ihn als „Ferdinand der Große, König von ganz Spanien“ (FERNANDUS MAGNUS REX TOTIUS HISPANIAE). | von León, König Ferdinand I. der Große (I7076)
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| 48453 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_I._(Portugal) (Aug 2023) Ferdinand I. (portugiesisch Dom Fernando I; * 31. Oktober 1345 in Santarém; † 22. Oktober 1383 in Lissabon) war der neunte König von Portugal und der letzte Monarch aus dem Haus Burgund. Seine Beinamen lauteten „der Schöne“ (portugiesisch o Formoso bzw. o Belo) oder auch „der Unbeständige“ (portugiesisch o Inconstante). Ferdinand war der einzig überlebende Sohn aus der Ehe des Königs Peter I. und der Constança Manuel von Kastilien. Im Jahr 1367 bestieg er den portugiesischen Thron. Kurz danach ließ er sich in die politischen Wirren im mächtigen Nachbarland Kastilien verwickeln, was zu den Ferdinandinischen Kriegen führte. Dort hatte ein nichtehelicher Abkömmling des Königs, Heinrich von Trastámara, den legitimen Thronerben ermordet und sich selbst auf den Thron gesetzt. Ferdinand I. erkannte Heinrich von Trastámara nicht als König von Kastilien an, und machte, da in mütterlicher Linie selbst mit dem kastilischen Königshaus verwandt, eigene Ansprüche auf den kastilischen Thron geltend. Gemeinsam mit England und Aragonien begann er im Jahr 1369 einen Krieg mit Kastilien, der allerdings für Portugal wenig glücklich verlief. Im Frieden von Alcoutim musste Ferdinand allen Ansprüchen auf den kastilischen Thron entsagen. Außerdem verpflichtete er sich, eine Tochter Heinrichs von Trastámara, Eleonore, zu heiraten. Ferdinand verliebte sich dann aber in eine portugiesische Adlige, Leonore Teles de Menezes, und heiratete diese anstatt der kastilischen Prinzessin. Heinrich, verärgert über den Vertragsbruch, griff Portugal an und plünderte im Jahr 1373 Lissabon. Portugal verbündete sich daraufhin mit England, das eigene Ansprüche auf den kastilischen Thron geltend machte. Damit wurde Portugal auch zu einem Nebenschauplatz des Hundertjährigen Krieges zwischen England und Frankreich. Da England jedoch nicht, wie versprochen, Truppen schickte, musste Ferdinand I. im Vertrag von Santarém (1373) mit Kastilien Frieden schließen. Im Jahr 1381, Heinrich von Trastámara war inzwischen verstorben, griff Ferdinand erneut Kastilien an, musste aber, nachdem der kastilische Admiral Sanchez de Tovar am 17. Juli 1381 die portugiesische Flotte zerstört hatte, erneut um Frieden bitten. Größtes Problem Ferdinands war, dass er keinen männlichen Erben bekam, so dass die Dynastie der portugiesischen Burgunder-Herrscher mit seinem Tode aussterben würde. Aufgrund der engen Verwandtschaft zum kastilischen Königshaus bestand die Gefahr, dass die portugiesische Krone an Kastilien fallen würde, womit die portugiesische Unabhängigkeit in Gefahr geriet. Ferdinand versuchte zwar, England und Kastilien gegeneinander auszuspielen, und verschiedene Heiratsprojekte für seine Erbtochter Beatrix zu arrangieren, musste dann aber schließlich doch in die Heirat seiner Tochter mit dem neuen kastilischen König Johann I. einwilligen, womit die Erbansprüche Kastiliens auf den portugiesischen Thron bekräftigt wurden. Nach dem mit Kastilien geschlossenen Ehevertrag sollte Portugal nach dem Tode Ferdinands I. von einem Kronrat regiert werden, bis ein männliches Kind von Beatrix und Johann alt genug sein würde, zu regieren. Sollte die Ehe kinderlos bleiben, würde Portugal zwar an Kastilien fallen, das jedoch seine Autonomie garantieren würde. Im Jahr 1383 verließ Beatrix Portugal Richtung Kastilien und im selben Jahr starb Ferdinand I., nach einer insgesamt eher unglücklichen Regierungszeit. Nach seinem Tode überschlugen sich die Ereignisse. Seine Witwe übernahm die Regentschaft, wurde aber nach sechs Wochen gestürzt (Revolution von 1383). Johann von Avis, ein illegitimer Halbbruder Ferdinands I. übernahm die Macht und ließ sich, nachdem er die kastilischen Ansprüche durch seinen Sieg in der Schlacht von Aljubarrota abgewehrt hatte, zum neuen König krönen. Er begründete das Haus Avis, ein Adelsgeschlecht, das Portugal bis 1580 regieren sollte. | von Portugal, König Ferdinand I. (I41942)
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| 48454 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_II._(León) (Okt 2017) Ferdinand II. (* 1137; † 22. Januar 1188 in Benavente) war König von León (1157–1188) und Galicien (1154–1188). Leben Ferdinand war der jüngere Sohn des Königs Alfons VII. von León und Berenguela von Barcelona. Bereits seit 1154 König von Galicien, erhielt er nach dem Tod seines Vaters das Königreich Léon sowie Asturien, während sein älterer Bruder, Sancho III., Kastilien erhielt. Nach der Thronbesteigung in León kam es zu Auseinandersetzungen mit dem leónischen Adel, in die sich auch Sancho III. einmischte. 1158 wurde diese Streitigkeiten durch den Vertrag von Sahagún beigelegt, in dem Ferdinand und Sancho ihre Einflusszonen abgrenzten und Regelungen für die gegenseitige Nachfolge trafen. Doch am 31. August 1158 starb Sancho überraschend. Ferdinand übernahm die Vormundschaft für dessen minderjährigen Sohn Alfons VIII., fiel in Kastilien ein und nannte sich fortan König von Spanien. 1162 eroberte er Toledo. In der Folgezeit konnte Ferdinand seinen Machtbereich erneut vergrößern: 1162 übernahm er nach dem Tod Raimund Berengars IV. die Vormundschaft über dessen Sohn Alfons II. und damit faktisch die Macht in Aragón. Sein Einfluss auf Portugal stieg 1165 durch die Hochzeit mit Urraca, einer Tochter des Königs Alfons I. Ferdinand nahm an der Reconquista teil und eroberte 1166 Alcántara, Albuquerque und Elvas. Infolge eines Streits um Badajoz kam es 1168 zum Krieg mit Portugal, aus dem Ferdinand siegreich hervorging. Er zog gegen den König von Marokko, Abu Jakub ins Feld, der 1173 Ciudad Rodrigo eingeschlossen hatte und besiegte diesen. Ein zweiter Krieg mit den Portugiesen (1177) endete mit der Niederlage derselben bei Argannal sowie ein mit diesen gegen die Marokkaner unternommener Feldzug mit der Auflösung des marokkanischen Heers im Jahre 1184. In Kastilien verlor Ferdinand zunehmend an Einfluss. Bereits 1166 eroberte der kastilische Adel Toledo zurück. Ein 1178 ausgebrochener Krieg gegen Kastilien konnte erst 1183 endgültig beendet werden. Auf Ferdinand geht die 1170 erfolgte Gründung des Santiagoordens zurück. | von León (von Kastilien), König Ferdinand II. (I7570)
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| 48455 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_III._(HRR) (Okt 2017) Ferdinand III trat während des Dreißigjährigen Krieges die Herrschaft an. In seine Zeit fällt der Niedergang des unter seinem Vater gesteigerten kaiserlichen Machtanspruchs. Er wollte früh den Krieg beenden, sah sich aber nach vielen militärischen Niederlagen und vor dem Hintergrund nachlassender Macht gezwungen, in vielen Punkten auf bisherige Positionen der Habsburger zu verzichten. Er gab damit den lang verzögerten Weg zum Westfälischen Frieden frei, obwohl die kaiserliche Macht nach dem Friedensschluss schwächer war als vor dem Krieg. In Böhmen, Ungarn und den österreichischen Erblanden war die Stellung von Ferdinand als Landesherr allerdings stärker als zuvor. Ferdinand war der erste Herrscher aus dem Hause Habsburg, der auch als Komponist hervortrat. Kindheit und Jugend Ferdinand III. war der Sohn Ferdinands II. und Maria Annas von Bayern. Er wuchs unter liebevoller Zuwendung der Eltern in Kärnten auf. Er selbst entwickelte große Zuwendung für seine Geschwister und seinen Vater, mit dem er bei späteren Meinungsverschiedenheiten immer zu einem Ausgleich kam.[2] Am Hof seines Vaters erhielt er durch Jesuiten seine religiöse und wissenschaftliche Ausbildung. Viel Einfluss auf die Erziehung des Erzherzogs übten auch die Malteserritter Johann Jacob von Dhaun und Christoph Simon von Thun aus. Letzterer unteerwies ihn in militärischen Dingen. Ferdinand soll sieben Sprachen, neben Deutsch und Latein auch Italienisch, Spanisch, Französisch, Tschechisch und Ungarisch, gesprochen haben.[3] Neuere Autoren sind da etwas vorsichtiger; gesichert ist jedoch, dass er ausgezeichnet Italienisch sprach; dasselbe gilt vermutlich für Latein und Spanisch. Wie groß seine ungarischen und tschechischen Kenntnisse waren, ist unklar.[4] Nach dem Tod seiner Brüder Karl (1603) und Johann Karl (1619) wurde er zum Nachfolger seines Vaters bestimmt und systematisch auf die Übernahme der Herrschaft vorbereitet. Er war wie sein Vater ein frommer Katholik. Eine gewisse Abneigung hegte er gegenüber dem Einfluss der Jesuiten, die den Hof seines Vaters beherrscht hatten.[3] Am 8. Dezember 1625 wurde er zum König von Ungarn, am 27. November 1627 zum König von Böhmen gekrönt.[1] Die Wahl zum römischen König konnte sein Vater auf dem Regensburger Kurfürstentag von 1630 nicht durchzusetzen. Nachdem er sich vergeblich um den Oberbefehl des kaiserlichen Heeres und die Teilnahme an Feldzügen bei Wallenstein beworben hatte, schloss er sich am kaiserlichen Hof in Wien den Gegnern Wallensteins an und wirkte seitdem an den Absprachen zu dessen zweiter Absetzung am Jahresanfang 1634 mit.[5] Im Jahr 1631 heiratete er nach jahrelangen Verhandlungen mit den spanischen Verwandten die spanische Infantin, seine Cousine Maria Anna von Spanien. Obwohl mitten im Krieg, wurde diese aufwändige Hochzeit über einen Zeitraum von vierzehn Monaten gefeiert. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor, darunter auch seine Nachfolger als Kaiser Ferdinand IV. und Leopold I.[6] Seine um mehrere Jahre ältere, liebevolle und intelligente Frau und auch deren Bruder, der spanische Kardinalinfant Ferdinand von Spanien hatten großen Einfluss auf Ferdinand III. und bildeten in der für Habsburg schwierigen Zeit des 30-jährigen Krieges nach dem Tod von Wallenstein das wichtigste Bindeglied zwischen den Höfen der Habsburger in Madrid, Brüssel und Wien. Oberbefehlshaber Nach dem Tod Wallensteins wurde Ferdinand III. am 2. Mai 1634 Oberbefehlshaber mit dem Beirat der Generale Gallas und Piccolomini. Seinen ersten großen militärischen Erfolg erreichte er im Juli 1634 im Kampf um Regensburg durch die Rückeroberunung der seit November 1633 von den Schweden besetzten Stadt Regensburg. Dieser Erfolg wurde im September 1634 gekrönt durch den gemeinsam mit dem Kardinalinfant Ferdinand von Spanien errungenen Sieg in der wichtigen Schlacht bei Nördlingen. Durch diesen Sieg wurden die Schweden aus Süddeutschland vertrieben und Ferdinand gewann an politischem Einfluss, auch wenn sein persönlicher Beitrag etwa in Nördlingen begrenzt war. Sein Einfluss am Hof in Wien verstärkte sich nach dem Sturz des bis dahin sehr einflussreichen Ministers Hans Ulrich von Eggenberg. Später übergab er den Oberbefehl über die Kriegsführung an seinen Bruder Erzherzog Leopold Wilhelm, was sich angesichts der vielen folgenden Niederlagen als Fehler erwies. Ferdinand beschäftigte sich auch nach der Abgabe des Oberbefehls weiter theoretisch mit Militärfragen und Raimondo Montecuccoli widmete ihm später eines seiner Werke.[3] 1635 wirkte Ferdinand als kaiserlicher Kommissar an den Verhandlungen zum Prager Frieden mit. Dabei versuchte er, die Kurfürsten zu einer gemeinsamen Kriegsführung zu bewegen. Auch bemühte er sich um den Beitritt der noch widerstrebenden protestantischen Stände zum Frieden.[7] Zeit als Herrscher Herrschaft im Zeichen des Krieges Am 22. Dezember 1636 wurde er auf dem Regensburger Kurfürstentag zum römisch-deutschen König gewählt.[8] Nach dem Tod seines Vaters am 15. Februar 1637 wurde er Kaiser.[1] Eine führende Rolle an seinem Hof spielte Maximilian von und zu Trauttmansdorff. Nach dessen Tod gewann der Obersthofmeister Johann Weikhard von Auersperg an Einfluss. Im Gegensatz zu seinem Vater hatte er keine geistlichen Ratgeber. Als Ferdinand die Herrschaft übernahm, waren bereits große Teile Mitteleuropas durch den Dreißigjährigen Krieg verheert und die Bevölkerung war kriegsmüde. Ferdinand war nicht bestrebt, die Auseinandersetzungen fortzusetzen. Aber die Eigendynamik des Krieges, die politischen Umstände und sein zögerndes Handeln verhinderten ein rasches Kriegsende.[9][10] Anfangs knüpfte seine Friedensstrategie noch deutlich an die Politik des Vaters an. Zunächst galt es, die Einigkeit zwischen allen Teilen des Reiches und dem Kaiser wiederherzustellen, danach sollte die militärische Überlegenheit hergestellt und Frankreich und Schweden sollten vom Reichsboden vertrieben werden. Anfangs ließ die militärische Lage den Plan realistisch erscheinen und so war Ferdinands Bereitschaft, Kompromisse etwa in der Religionsfrage einzugehen, gering.[11] Als jedoch der Krieg nach dem Eingreifen Frankreichs 1635 erneut aufflammte, verschlechterte sich die Lage des Kaisers immer stärker. Bereits in den Jahren 1638, 1643 und 1645 wurde selbst die Residenzstadt Wien durch schwedische Truppen bedroht. Spätestens nach der verheerenden Niederlage in der Schlacht bei Jankau am 6. März 1645 wurde offensichtlich, dass der Kaiser militärisch praktisch wehrlos war, und damit wurde immer deutlicher, dass der Krieg für die Habsburger nicht mehr zu gewinnen war. Dafür war die nachlassende Kraft der spanischen Bündnispartner ein Hauptgrund. Wegen innenpolitischer Schwierigkeiten wurde die finanzielle und militärische spanische Unterstützung für Ferdinand ab 1645 ganz eingestellt. Ohne ausreichende Geldmittel konnten die kaiserlichen Truppen kaum offensiv agieren, was die Position Ferdinands bei Verhandlungen schwächte.[12] Im Jahr 1640 berief Ferdinand III. einen Kurfürstentag ein, auf dem es jedoch zu keiner Einigung kam. Daraufhin wurde für 1641 ein Reichstag nach Regensburg anberaumt, der erste seit dem Jahr 1613. Dort diskutierten die Stände über mögliche Friedensregelungen. Dabei erwies es sich als problematisch, dass der Kaiser einige Fürsten, die früher auf der gegnerischen Seite gestanden hatten, sowie die protestantischen Administratoren verschiedener Hochstifte vom Reichstag ausgeschlossen hatte. Immerhin gelang es schließlich, alle Reichsstände mit Ausnahme der Kurpfalz, Braunschweig-Lüneburgs und Hessen-Kassels auf die Beschlüsse des Reichstages zu verpflichten.[10] Im Jahr 1641 wurde ein Präliminarfrieden in Hamburg zwischen Ferdinand, Spanien sowie Frankreich und Schweden unterzeichnet. Beschlossen wurde die Einberufung eines allgemeinen Friedenskongresses in Osnabrück und Münster. Seit 1642 war das Bündnis zwischen Schweden und Frankreich voll wirksam. Die Schweden siegten in der Schlacht bei Breitenfeld 1642. 1643 war Ferdinand gezwungen, mit Schweden einen Waffenstillstand abzuschließen, während Frankreich in die Spanischen Niederlande vordrang. Friedensverhandlungen und Niederlagen Ab 1644 wurde in Münster und Osnabrück über einen Friedensschluss verhandelt. Während der Verhandlungen ging der Krieg weiter. Im Verlauf dieser vier Jahre wurde Deutschland erheblich stärker verwüstet als in den 26 vorherigen Jahren des Krieges. Die Verhandlungen in Westfalen erwiesen sich als schwierig. Zu Beginn wurde über die Geschäftsordnung gestritten. Der Kaiser musste schließlich dem Druck Frankreichs und Schwedens nachgeben und alle Reichsstände zum Kongress zulassen. Damit wurde implizit anerkannt, dass allen Reichsständen das ius belli ac pacis zukam. Neben dem Frieden zwischen den beteiligten Parteien wurde auch die innere Verfassung des Reiches neu geregelt.[13] Der Kaiserhof erhielt wöchentlich Berichte über die Verhandlungen. Auch wenn die Berichte von Beamten und dem geheimen Rat aufbereitet worden waren, war die Zeit der Verhandlungen auch für den Kaiser außerordentlich arbeitsreich. Trotz aller Berater hatte er schließlich zu entscheiden. Ferdinand zeigt sich in den Akten als ein Monarch mit Sachverstand, Verantwortungsgefühl und der Bereitschaft auch schwere Entscheidungen zu treffen.[14] Im Laufe der Verhandlungen musste Ferdinand angesichts der sich verschlechternden militärischen Lage immer stärkere Abstriche von seinen ursprünglichen Zielen machen. Vor diesem Hintergrund hörte er auf seinen Berater Maximilian von und zu Trauttmansdorff, den Krieg durch eine große Schlacht zu Gunsten Wiens zu entscheiden.[15] Der Kaiser selbst hat sich am Feldzug gegen die Schweden beteiligt. Dieser endete mit der Niederlage der Kaiserlichen in der Schlacht von Jankau am 6. März 1645. Der schwedische Oberbefehlshaber Torstensson zog daraufhin bis vor Wien. Um die Moral in der Stadt zu heben, zog der Kaiser mit dem Bild der Jungfrau Maria in einer großen Prozession um die Stadt. Als der Feind immer näher rückte, verließ Ferdinand die Stadt. Erzherzog Leopold Wilhelm gelang es die Gegner zu vertreiben. Zum Dank für die Errettung Wiens wurde eine Mariensäule am Platz Am Hof errichtet. Diese wurde unter Leopold I. entfernt, nach Wernstein am Inn verbracht und an ihrer Stelle eine bronzene Kopie aufgestellt.[16] Ferdinand verstand es zeitweise, Fürst Georg I. Rákóczi von Siebenbürgen, einen Verbündeten Frankreichs und Schwedens, auf seine Seite zu ziehen. Im Linzer Frieden vom 16. Dezember 1645 musste der Kaiser den Ungarn die Mitwirkungsrechte der Stände und die Religionsfreiheit für die Protestanten zusichern. Gegenreformation und absolutistische Herrschaft konnten daher in Ungarn zukünftig nicht durchgesetzt werden.[17] Dennoch verbündete sich Rákóczi 1646 erneut mit Frankreich.[18] Der Kaiser reagierte auf die veränderte Situation mit neuen Anweisungen für Trautmannsdorf, der als Chefunterhändler nach Westfalen abreiste. Diese Anweisungen wurden strikt geheim gehalten und erst 1962 veröffentlicht. Darin gab Ferdinand zahlreiche frühere Positionen auf und war zu größeren Konzessionen bereit, als sie schließlich nötig waren.[19] Ergebnisse des Krieges Das Reich musste erhebliche territoriale Verluste hinnehmen. Unter anderem gingen verschiedene linksrheinische Hochstifte und weitere Gebiete endgültig an Frankreich verloren. Schweden erhielt Rügen und Pommern sowie die Stifte Bremen, Verden und Wismar. Die Niederlande und die Schweiz wurden nunmehr völlig unabhängig vom Reich. Auch die habsburgischen Erblande selbst waren betroffen, so ging etwa die Lausitz an Kursachsen und oberrheinische Gebiete wie der Sundgau und Breisach an Frankreich. Daneben gab es weitere Besitzverschiebungen in anderen Teilen des Reiches. Bayern behielt die zu Beginn des Krieges gewonnene Kurwürde, für die Pfalz wurde eine weitere, achte Kurwürde geschaffen. Religionspolitisch wurde das Jahr 1624 aals Normaljahr festgelegt. Ausnahmen waren die nun bayerische Oberpfalz und die österreichischen Erblande. Die Durchsetzung der Gegenreformation in den Kernländern Ferdinands wurde damit sanktioniert. Lediglich in einigen Teilen Schlesiens wurdeen den Protestanten bestimmte Zugeständnisse gemacht. Die Institutionen des Reiches sollten von nun ab paritätisch mit Katholiken und Protestanten besetzt werden. Die Reichsstände konnten erhebliche Rechte durchsetzen. Darunter war auch das Recht Bündnisse mit auswärtigen Mächten abzuschließen, auch wenn diese nicht gegen Kaiser und Reich gerichtet sein durften. Die großen Territorien profitierten am meisten von den Bestimmungen. Endgültig gescheitert war damit der Versuch Ferdinands III. auch im Reich nach Art des Absolutismus zu regieren. Aber das Reich und der Kaiser blieben durchaus von Bedeutung. In tagespolitischer Hinsicht besonders schwer fiel dem Kaiser der Verzicht der Unterstützung der spanischen Habsburger im Krieg gegen Frankreich. Es gelang dem Kaiser und seinen Verhandlungsführern aber, zu verhindern, dass einige besonders schwierige Verfassungsfragen an den nächsten regulären Reichstag verwiesen wurden. Auch wurden die kaiserlichen Rechte zwar faktisch, aber nicht ausdrücklich eingeschränkt. Der Kaiser sah in dem Friedensschluss keine katastrophale Niederlage, vielmehr konnte auch Dank des Verhandlungsgeschicks von Trautmannsdorffs das Schlimmste verhindert werden.[19] Zu dieser recht positiven Einschätzung trug auch bei, dass die Folgen für die österreichischen Erblande vergleichsweise günstig ausfielen. So wurde an den Enteignungen in Böhmen und der verneuerten Landesordnung nicht gerüttelt. Das an Bayern verpfändete Oberösterreich kam zu Habsburg zurück.[20] „Die verfassungsmäßige Stellung des Kaisers im Reich nach dem Westfälischen Frieden ließ trotz aller Einbußen die Möglichkeit einer aktiven kaiserlichen Reichspolitik im Zusammenwirken mit einem Teil der Stände bestehen, und in der Habsburgermononarchie blieben die Voraussetzungen für die Entwicklung eines einheitlichen absolutistischen Gesamtstaates erhalten. Insofern kann man – trotz des Verfehlens so mancher ursprünglichen Verhandlungsziele – von einem Erfolg der kaiserlichen Politik bei den Westfälischen Friedensverhandlungen sprechen.“[21] Nach dem Krieg Auf dem Nürnberger Exekutionstag von 1649/1650 wurde der endgültige Abzug der fremden Truppen und die politische Regelung des Verhältnisses mit Schweden und Frankreich geklärt. Zeitweise drohten sogar die Kämpfe wieder auszubrechen.[22] Nach dem Tod seiner zweiten Frau Erzherzogin Maria Leopoldine, mit der er nur wenige Monate verheiratet gewesen war, heiratete Ferdinand 1651 Eleonora Magdalena Gonzaga von Mantua-Nevers. Diese war fromm und stiftete unter anderem das Ursulinenkloster in Wien und den Sternkreuzorden für adelige Damen. Aber sie war auch sehr gebildet und kunstinteressiert. Auch sie komponierte und dichtete, zusammen mit Ferdinand stand sie im Mittelpunkt der italienischen Akademie.[9] Die Macht Ferdinands als Landesherr in den österreichischen Erblanden, sowie als Königs in Ungarn und Böhmen war deutlich größer als die seiner Vorgänger vor 1618. Die fürstliche Macht war gestärkt, während der landständische Einfluss massiv abgbgebaut worden war. Innere Reformen erfolgten zu Ferdinands Zeit kaum. Die Reform der Kirche im Sinn der Gegenreformation ging weiter. Aus den Resten des kaiserlichen Heeres konnte Ferdinand ein stehendes Heer aufbauen, das schon unter Leopold I. seine Schlagkraft zeigen konnte.[23] Weiters wurden unter Ferdinand III. die Fortifikationsanlagen der Festung Wien massiv ausgebaut; insgesamt investierte der Kaiser dabei die stattliche Summe von über 80.000 fl.[24] Trotz des erheblichen Autoritätsverlustes im Reich blieb Ferdinand reichspolitisch aktiv. Er konnte auch damit beginnen, die kaiserlichen Positionen wieder auszubauen. Bereits im Westfälischen Frieden war der mit dem Reichskammergericht konkurrierende Reichshofrat anerkannt worden. Ferdinand gab diesem eine neue Ordnung, die bis 1806 in Geltung blieb und ein funktionierendes Obergericht zur Folge hatte.[23] Er berief für Ende 1652 einen Reichstag nach Regensburg ein, der bis 1654 tagte. Dieser war die letzte Versammlung alten Stils, ehe später der Immerwährende Reichstag zu einem dauerhaften Kongress von Gesandten wurde. Er selbst blieb bis zum Ende anwesend, wenngleich die meisten Reichsstände nur Gesandte schickten. Seine Räte waren der Meinung, dass nur der Kaiser bei den zu erwartenden widerstrebenden Meinungen genug Autorität hätte, um Ergebnisse zu erzielen.[25] Der Reichstag beschloss, dass der reichsrechtliche Inhalt der Friedensverträge von Münster und Osnabrück zu einem Bestandteil der Reichsverfassung wurde. Ferdinand versuchte auf dem Reichstag verschiedene Reformen durchzusetzen. Eines seiner Ziele war die Schaffung eines schlagfähigen Reichsheeres. Dieser Versuch scheiterte. Immerhin gelang ees, eine Reform des Reichskammergerichts durchzusetzen. Die Beschlüsse wurden im sogenannten jüngsten Reichsabschied niedergelegt.[26] Es gelang dem Kaiser einige der für seine Macht potentiell besonders gefährliche Verfassungsfragen vertagen zzu lassen. Für seine wieder gewachsene Stärke spricht auch, dass es gelang einige von seinem Vater in den Fürstenstand erhobene Adelige Sitz und Stimme im Reichstag zu verschaffen. Auf diesem Reichstag schloss er auch ein Bündnis mit Polen gegeen Schweden ab. Es kam zur Unterstützung des Reiches für Polen im Zweiten Nordischen Krieg. Ferdinand bewirkte auch die römische Königswahl seines Sohnes Ferdinand IV., der jedoch bereits 1654 verstarb. Danach versuchte er vergeblich die Wahl von Leopold zum römischen König durchzusetzen. Immerhin gelang die Krönung Leopolds zum König von Ungarn und Böhmen. Förderer von Kunst und Kultur Ferdinand war ein Förderer der Künste und Wissenschaften, sehr musikalisch und selbst Komponist. Er war der erste der Habsburger Herrscher von dem eigene Stücke überliefert sind.[6] Von seinen Tonsätzen ließ Wolfgang Ebner eine Arie mit 36 Variationen in Prag 1648 drucken; einen vierstimmigen Gesang mit beziffertem Bass, Melothesia Caesarea, gab der Jesuit und Universalgelehrte Athanasius Kircher im ersten Teil seiner Musurgie heraus, und einen einfachen vierstimmigen Chorgesang über den Psalm Miserere findet man im 28. Jahrgang der Leipziger Allgemeinen musikalischen Zeitung (1826). Auch schuf er eine Vertonung der im 17. Jahrhundert überaus populären Lauretanischen Litanei. Ein dem Athanasius Kircher gewidmete „Drama musicum“ wurde 1649 am Hof aufgeführt. Diese Nachahmung einer italienischen Oper war eines der ersten Beispiele im deutschsprachigen Raum. Insgesamt hinterließ er zahlreiche und abwechslungsreiche geistliche und weltliche Musikstücke. Der Kaiser hat außerdem zahlreiche Gedichte in italienischer Sprache verfasst. Sie wurden von den Zeitgenossen wegen ihrer graziösen, lebhaften und leicht singbaren Art geschätzt. Gefördert wurden seine Bemühungen von Giuseppe Valentini und von seiner dritten Frau Eleonore Gonzaga. Interesse hatte Ferdinand auch an Naturwissenschaften. So ließ er sich 1654 während des Reichstages in Regensburg von dem Physiker Otto von Guericke dessen Experiment mit den Magdeburger Halbkugeln vorführen.[6] Titel Der vollständige Titel Ferdinands III. lautete: Wir Ferdinand der Dritte von Gottes Gnaden erwählter Römischer Kayser, zu allen Zeiten Mehrer des Reichs, in Germanien, zu Hungarn, Böheim, Dalmatien, Croatien, und Sclavonien, etc. König, Ertzhertzog zu Oesterreich, Hertzog zu Burgund, zu Brabandt, zu Steyer, zu Kärndten, zu Kräyn, zu Lützenburg, zu Württemberg, Ober- und Nieder-Schlesien, Fürst zu Schwaben, Marggraff des H. Römischen Reichs, zu Burgau, zu Mähren, Ober- und Nieder-Laußnitz, Gefürsteter Graf zu Habspurg, zu Tyrol, zu Pfierd, zu Kyburg und zu Görtz, etc. Landgraff im Elsaß, Herr auf der Windischen Marck, zu Portenau, und zu Salins, etc.[27] Wahlspruch: „Pietate et iustitia“, „Mit Frömmigkeit und Gerechtigkeit“ Rezeption Durch die kaiserliche Entschließung von Franz Joseph I. vom 28. Februar 1863 wurde Ferdinand III. in die Liste der „berühmtesten, zur immerwährenden Nacheiferung würdiger Kriegsfürsten und Feldherren Österreichs“ aufgenommen, zu deren Ehren und Andenken auch eine lebensgroße Statue in der Feldherrenhalle des damals neu errichteten k.k. Hofwaffenmuseums (heute: Heeresgeschichtliches Museum Wien) errichtet wurde. Die Statue wurde 1867 vom böhmischen Bildhauer Emanuel Max Ritter von Wachstein (1810–1901) aus Carrara-Marmor geschaffen, gewidmet wurde sie von Kaiser Ferdinand I. | von Österreich (von Habsburg), Kaiser Ferdinand III. (I9508)
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| 48456 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_III._(Kastilien) (Okt 2017) Ferdinand el Santo, genannt der Heilige (* 30. Juli oder 5. August 1199 in Zamora; † 30. Mai 1252 in Sevilla) war als Ferdinand II. König von Kastilien und ab 1230 als Ferdinand III. König von Kastilien und León. Leben Ferdinand wurde als Sohn des Königs Alfons IX. von León und Berenguela von Kastilien, Tochter Alfons' des Edlen von Kastilien, 1199 geboren. Nach dem Tod seines Onkels Heinrich I. wurde er 1217 König von Kastilien und nach dem Tod seines Vaters 1230 auch von León, das er neben Asturien und Galicien mit Kastilien zum unteilbaren, auf den ältesten Sohn vererblichen, Königreich vereinigte. Hierdurch wurde der Grundstein zur Größe Kastiliens und zur Befreiung von der maurischen Herrschaft in Spanien gelegt. Ferdinand gewann nach mehreren Siegen über die Mauren, besonders bei Jerez de la Guadiana 1233, der Einnahme Córdobas 1236, der Eroberung von Jaén 1246, Sevilla 1248, Cádiz 1250 und anderen Städten, allmählich die Kontrolle über weite Teile der Iberischen Halbinsel, die kastilische Herrschaft reichte bis an das südliche Meer heran. Nur das Königreich Granada blieb den Mauren, aber unter kastilischer Oberherrschaft. Die Folge war eine massenhafte Auswanderung der Mauren aus den von den Christen zurückeroberten Ländern; die Zurückbleibenden wurden auf harte Weise unterdrückt. Überhaupt war Ferdinand ein großer Feind jeder häretischen Meinung; er stiftete mehrere Bistümer, gründete den Dom von Toledo sowie die Universität Salamanca, erwarb sich um die Zivilgesetzgebung großes Verdienst durch den von seinem Sohn vollendeten Código de las Partidas und die romanische Übersetzung des für die Mauren von Córdoba geltenden Gesetzbuches und wurde für seine Verdienste um den katholischen Glauben 1671 von Papst Klemens X. kanonisiert. | von León (von Kastilien), König Ferdinand III. (I7580)
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| 48457 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_IV._(Kastilien) (Okt 2017) Ferdinand IV., Fernando el Emplazado (der Abberufene), (* 6. Dezember 1285; † 7. September 1312 in Jaén) war von 1295 bis 1312 König von Kastilien und León. Leben Ferdinand wurde 1285 als der älteste Sohn des Königs Sancho IV. (1258–1295) und der Maria de Molina (1265–1322) geboren. Er wurde nach seines Vaters Tod im April 1295 König von Kastilien und León und stand anfangs unter der Vormundschaft seiner Mutter. Bereits gegen den Thronanspruch Sancho IV. war eine Empörung der Granden Kastiliens erfolgt. Gegen den neunjährigen Ferdinand, dessen legitime Geburt zudem angezweifelt wurde, erhoben sich mehrere Prätendenten und auch die Nachbarreichhe suchten sich auf Kosten Kastiliens zu vergrößern. Maria de Molina, welche die Regentschaft führte, trotzte diesen Gefahren. Erst 1305 bestätigte ein Schiedsgericht die Thronansprüche Ferdinands gegenüber seinen Vettern. Ferdinand regierte nach seiner Volljährigkeit ohne Glück und Ruhm und unternahm einen erfolglosen Feldzug gegen Granada. Über Ferdinand existiert eine Sage, dass er zwei Brüder auf die Anklage eines Mordes hin ohne Verhör von der Stadtmauer stürzen ließ. Diese prophezeiten ihm, dass auch er binnen 30 Tagen vom Tod abberufen würde. Ferdinand starb in der Nacht vor Ablauf dieses Termins, am 17. September 1312, in Jaén. Danach erhielt er den Beinamen El Emplazado. Sein Sarkophag steht bis heute in der Kirche San Hipólito in Cordoba. Er hinterließ das Reich im Zustand großer Verwirrung, da sein Sohn und Nachfolger Alfons XI., den er mit seiner Ehefrau Konstanze, Tochter des portugiesischen Königs Dionysius und der heiligen Elisabeth von Portugal hatte, erst ein Jahr alt war. Ferdinands älteste Tochter Eleonore heiratete 1329 König Alfons IV. von Aragón. | von León (von Kastilien), König Ferdinand IV. (I8407)
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| 48458 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Fergus_(Galloway) (Jul 2023) Fergus, Lord of Galloway (gälisch Fearghus, latein Fergus de Galwedia; * um 1100; † 12. Mai 1161 in Holyrood Abbey) war ein schottischer Adliger. Als nahezu autonomer Herrscher von Galloway konnte er lange Zeit erfolgreich eine Einschränkung seiner Herrschaft verhindern. Erst kurz vor seinem Tod musste er sich dem schottischen König unterwerfen und auf seine Herrschaft verzichten. Verhältnis zum schottischen König David I. Aufgrund der gefürchteten Krieger aus Galloway verfügte Fergus über eine beachtliche militärische Stärke und wurde auch vom schottischen König David I. umworben. Zwischen 1136 und 1141 bezeugte er, dabei manchmal zusammen mit seinem Sohn Uhtred, Urkunden von David I.[2] Auf welcher Basis aber die Zusammenarbeit zwischen Fergus und David I. beruhte, ist ungeklärt. Der schottische König hatte durch die Vergabe von Lehen an loyale Gefolgsleute wie Hugh de Morville, Robert de Brus und Walter fitz Alan Galloway eingekreist und seinen Einfluss an der Mündung des Solway Firth erheblich ausgebaut.[7] Dies führte vermutlich mit dazu, dass Fergus den König als seinen Oberherrn anerkannte. Ende der 1130er oder Anfang der 1140er Jahre vereinbarte Fergus die Heirat seiner Tochter mit König Olaf of Man.[8] Durch diese Verbindung gewann auch der schottische König weiteren Einfluss im Königreich der Inseln. Rolle im Krieg gegen England Im Krieg gegen England nahm Fergus 1137 und 1138 an den Feldzügen des schottischen Königs teil. Dabei waren die Krieger aus Galloway wegen ihrer Grausamkeiten gefürchtet.[9] Vermutlich nahm Fergus 1138 an der Standartenschlacht teil, in der Ulgric und Donald, die Führer des Aufgebots aus Galloway, fielen. Die undisziplinierte Kampfweise der Krieger aus Galloway hatte erheblich zur schottischen Niederlage in der Schlacht beigetragen. Nach anderer Auffassung soll Fergus als nahezu unabhängiger Herrscher dem schottischen König weder Militärdienst noch Tribut geschuldet haben. An der Standartenschlacht 1138 nahm er vor allem teil, um seine Schwägerin Matilda in dem Thronfolgekrieg gegen ihren Cousin Stephan von Blois zu unterstützen.[10] Nach der Niederlage in der Standartenschlacht schloss David I. mit dem englischen König Stephan 1139 den Friedensvertrag von Durham. Ein Sohn von Fergus gehörte zu den Geiseln, die der schottische König dem englischen König stellen musste.[11] Nach 1138 blieb Fergus ein loyaler Unterstützer des schottischen Königs, obwohl er nicht mehr an dessen Feldzügen teilnahm. Seine Bindung an David I. wurde durch die Heirat seines Sohns Uhtred mit Gunnilda, einer Tochter von Waltheof of Allerdale verstärkt. Waltheof of Allerdale war ein einflussreicher Adliger aus dem nordenglischen Cumbria, und seine Tochter Gunnilda stammte von Maldred, einem Großonkel des schottischen Königs ab. Damit war sie eine entfernte Verwandte von König David. Durch die Ehe wurde auch die Familie von Waltheof in die Gefolgschaft des schottischen Königs eingebunden, der im Krieg gegen England Cumbria und weitere Gebiete Nordenglands erobert hatte. Verhältnis zur Kirche König David versuchte, die schottische Kirche unabhängig vom englischen Erzbistum York zu halten, dessen Erzbischöfe den Rang eines Metropoliten über die schottischen Bistümer beanspruchten. Von diesen Bestrebungen war das Bistum Whithorn ausgenommen, das das Gebiet von Galloway umfasste und das seit dem 8. Jahrhundert eine enge Bindung an York hatte. Seit dem Beginn des 9. Jahrhunderts waren für Whithorn keine Bischöfe mehr überliefert, so dass die Ernennung von Gilla-Aldan um 1128 eine Wiederbelebung des Bistums bedeutete. Diese Wiederbelebung und die Ernennung von Gilla-Aldan wird oft Fergus zugeschrieben,[12] wofür es aber keine Nachweise gibt. Die Initiative zur Wiedererrichtung des Bistums ging wohl eher von Erzbischof Thurstan von York aus. Dieser wollte seinen Anspruch auf die geistliche Oberhoheit über Schottland durchsetzen und sich zugleich gegenüber den Ansprüchen der Erzbischöfe von Canterbury auf die geistliche Oberhoheit über England behaupten, weshalb er loyale Suffraganbischöfe benötigte. Als Lord of Galloway war Fergus aber mit Sicherheit in die Wiedererrichtung des Bistums Whithorn eingebunden. Nach der Niederlage in der Standartenschlacht wurde Fergus möglicherweise von Zisterziensermönchen beeinflusst. Diese predigten, dass eine rechtmäßige Herrschaft eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Politik sei.[13] Da Fergus in der Standartenschlacht 1138 gegen Erzbischof Thurstan gekämpft hatte, waren über ihn wohl Kirchenstrafen verhängt worden. Der Einfluss der Predigten der Zisterzienser auf Fergus führte vermutlich dazu, dass er sich 1142 an der Gründung des Zisterzienserklosters Dundrennan beteiligte.[14] Dundrennan wurde als Tochterkloster von Rievaulx Abbey in Yorkshire gegründet, was ein weiterer Beleg für die kirchliche Bindung von Galloway an York ist. Dazu gründete Fergus auch Soulseat Abbey, eines der ersten Prämonstratenserklöster in Großbritannien.[15] Konflikt mit Malcolm IV. Nach dem Tod von David I. 1153 schenkte Fergus der Politik seines Nachfolgers Malcolm IV. zunächst weniger Aufmerksamkeit. Stattdessen wurde er ab 1153 stärker in die Politik auf der Isle of Man und im Königreich der Inseln verwickelt, nachdem sein Schwiegersohn Olaf in einem Familienstreit ermordet worden war. Es gibt aber keine Hinweise dafür, dass Fergus seinen Enkel Godred dabei unterstützte, die Herrschaft auf Man zurückzuerobern, oder dass er nach 1154 den Godred im Kampf gegen Somerled of Argyll unterstützte. Trotz seiner geringen Beteiligung an der Politik des schottischen Königs Malcolm IV. kam es aber nicht zum Bruch zwischen Fergus und diesem. Es gibt keine Belege, dass Fergus die Revolte von Somerled und den Söhnen des Thronanwärters Malcolm Macheth gegen König Malcolm IV. unterstützte. Da Fergus und Somerled Rivalen waren, ist es eher unwahrscheinlich, dass Fergus Somerled unterstützte.[16] Als 1156 Donald, einer der Söhne von Malcolm Macheth, bei Whithorn von Gefolgsleuten von Fergus gefangen genommen, ließ Fergus ihn an den schottischen König ausliefern. 1157 konnte der englische König Heinrich II. die Kontrolle über Carlisle und Cumbria zurückgewinnen. Als Folge davon nahm der Einfluss des schottischen Königs auf die Region um den Solway Firth ab. Fergus nutzte diese Schwäche des schottischen Königs vielleicht aus, um seine Autorität über seine aufrührerischen Söhne wieder zu erlangen. Auch wenn die Belege spärlich sind, versuchte Fergus wohl von den Unruhen in Schottland zu profitieren, die durch die Teilnahme von Malcolm IV. am Feldzug des englischen Königs nach Toulouse 1159 ausgelöst worden waren. Um seine Stellung gegenüber seinen Gefolgsleuten zu festigen und um sich gegenüber seinen aufrührerischen Söhnen zu stärken, duldete es Fergus offenbar, dass Krieger aus Galloway Raubzüge in das benachbarte schottische Clydesdale unternahmen. Nach der Rückkehr des schottischen Königs von dem Feldzug nach Südfrankreich kam es 1160 zu einer Revolte mehrerer schottischer Magnaten gegen den König. Sie belagerten ihn in Perth, doch der König konnte die Revolte rasch niederschlagen. Nach diesem Erfolg wandte sich der König gegen Galloway, wohin er drei Feldzüge führte. Möglicherweise war Fergus an der Revolte der Magnaten beteiligt gewesen, weshalb der König ihn bestrafen wollte.[17] Ob Fergus an der Revolte der Magnaten beteiligt war, ist aber unsicher. Vielleicht unternahm der König die Feldzüge nur zur Vergeltung für die Plünderungen von Kriegern aus Galloway in schottischen Gebieten.[18] Durch seine Fehde mit seinen Söhnen Uhtred und Gilla Brigte war Fergus offenbar geschwächt, so dass er schließlich zu Verhandlungen mit dem schottischen König bereit war. Er wurde zugunsten seiner Söhne zum Verzicht auf seine Herrschaft gezwungen und zog sich nach Holyrood Abbey in Edinburgh zurück, wo er wenige Monate später starb.[19] Die Abdankung von Fergus führte dazu, dass Galloway zwischen seinen beiden Söhnen aufgeteilt wurde und stärker unter die Hoheit | of Galloway, Fergus (I41501)
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| 48459 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Fernán_González (Okt 2017) Fernán González († Juni 970) war der erste vom Königreich León unabhängige Graf Kastiliens. Leben Fernán war der Sohn von Gonzalo Fernández de Burgos, Graf von Burgos und Kastilien und seiner Gattin Muniadona. Zahlreiche Überlieferungen, die Fernán González betreffen, zeigen legendenhafte Züge. Gesichert ist aber, dass er Kastilien, das in zahlreiche Grafschaften aufgeteilt war, in der Mitte des 10. Jahrhunderts unter seiner Herrschaft vereinigte. Er knüpfte Beziehungen zum östlich von Kastilien gelegenen Königreich Navarra und heiratete die Tochter von König Sancho I. Garcés. Selblbständigkeitsbestrebungen gegenüber der Oberhoheit von Léon blieben zunächst erfolglos. Nach einem gescheiterten Aufstand gemeinsam mit dem zur Familie Beni Gómez gehörenden Grafen Diego Muñoz von Carrón und Saldaña, geriet er im Jahre 944 sogar kurzzeitig in Gefangenschaft. Jedoch spätestens Ende 945 wurde er von König Ramiro II. von León wieder in seine Grafenrechte eingesetzt und Fernáns Tochter Urraca mit Ramiros Sohn, dem zukünftigen König Ordoño III. vermählt. Ordoño verstieß seine Frau, nachdem sich deren Vater Fernán mit dem navarresischen König Sancho I. verbündet hatte. Durch die Politik wechselnder Bündnisse mit den Nachbarn Léon und Navarra gelang es Fernán, eine weitgehende Unabhängigkeit der Grafschaft Kastilien von León zu erreichen und die Grafschaft seinem Sohn García Fernández zu vererben. Mit der Hilfe Leóns gelang es ihm die Mauren an die Duero-Grenze zurückzudrängen. Zu erwähnen ist auch seine Mitwirkung an der Repoblación – der Wiederbesiedlung der menschenleeren und größtenteils verödeten Gebiete zwischen dem christlichen und dem islamischen Herrschaftsbereich. So wurde 940 das südlich des Duero gelegene Sepúlveda wieder besiedelt, jedoch einige Jahrzehnte später wieder von al-Manṣūr zurückerobert. Tod Fernán González starb im Jahre 970 in Burgos. Sein einfacher Sarkophag steht in der Kollegiatskirche San Cosme y San Damián von Covarrubias, der „Wiege Kastiliens“. Poema de Fernán González In den um 1250 im Kloster San Pedro de Arlanza entstandenen Poema de Fernán González – einem Heldengedicht – werden die Taten von Fernán geschildert. Das Gedicht diente als Grundlage zahlreicher volkstümlicher Bearbeitungen des Fernán-Stoffes. | von Kastilien, Graf Fernán González (I7085)
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| 48460 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Filippo_Maria_Visconti (Aug 2023) Filippo Maria Visconti (* 23. September 1392; † 13. August 1447) aus der Familie Visconti war der jüngere Sohn von Gian Galeazzo Visconti. Seit 1402 nominell Regent von Pavia, folgte er 1412 seinem grausamen Bruder Giovanni Maria Visconti als Herzog von Mailand nach. Ähnlich grausam und darüber hinaus äußerst empfindsam in Bezug auf seine eigene Hässlichkeit, war er kein großer Politiker und beschränkte sich darauf, so mächtige Condottieri wie Francesco Bussone da Carmagnola, Niccolò Piccinino und Francesco Sforza die Lombardei regieren zu lassen. Durch die Heirat mit Beatrice di Tenda im Jahr 1412, der unglücklichen Witwe des Condottiere Facino Cane de Casale, der seinem Bruder gedient hatte, erhielt Filippo Maria nahezu eine halbe Million Florin sowie Facinos Truppen. Beatrice war die Tochter des Wilhelm Lascaris di Ventimiglia, Graf von Tenda, dessen ligurische Familie in weiblicher Linie von dem abgesetzten byzantinischen Kaiserhaus der Laskariden abstammte. 1418 wurde Beatrice unter dem Vorwurf des Ehebruchs mit Michele Orombelli verhaftet und auf der Burg Binasco enthauptet. Ihr tragisches Schicksal wurde 1833 in der Oper Beatrice di Tenda von Vincenzo Bellini verarbeitet. In zweiter Ehe heiratete Filippo Maria am 2. Dezember 1427 Maria von Savoyen († Februar 1479), die Tochter des Herzogs Amadeus VIII. Beide Ehen blieben kinderlos. Die Mutter seiner unehelichen Tochter Bianca Maria (* um 1424; † 23. Oktober 1468) war Agnes del Maino († nach 13. August 1447), Tochter des Ambrosio del Maino. Filippo Maria Visconti starb 1447 als der letzte Visconti in männlicher Linie. Ihm folgte im Herzogtum, nach der kurzlebigen ambrosianischen Republik, 1450 Francesco Sforza, der am 25. Oktober 1441 Filippo Marias Tochter Bianca Maria geheiratet hatte (siehe Sforza). Durch sein Interesse an luxuriösen Spielkarten wurde Filippo Maria Visconti in der Neuzeit bekannter als durch seine politisch nicht unbedeutende Rolle in der frühen Renaissance. Er war vermutlich Auftraggeber eines besonders teuren Satzes von Karten, es wird die unglaubliche Summe von 1500 Dukaten genannt. Dieser (nicht erhaltene) Kartensatz gehörte wohl zur Gruppe der Visconti-Sforza-Trionfikarten, einer frühen Form der Tarotkarten. | Visconti, Filippo Maria (I42077)
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| 48461 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/FitzOsbern FitzOsbern Die FitzOsbern sind die Familie der Dänin Gunnora, der Konkubine Richards I., Herzog der Normandie und Mutter von dessen Kindern. FitzOsbern ist der Vatersname ihres Großneffen William FitzOsbern, 1. Earl of Hereford, der mit Wilhelm dem Eroberer nach England ging, 1066 in der Schlacht von Hastings kämpfte und 1086 im Domesday Book als einer der reichsten Barone Englands ausgewiesen ist. Mehr, auch Stammliste, unter dem Link oben.. | de Crépon (von Dänemark), Herfast (I12660)
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| 48462 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/FitzOsbern (Sep 2018) Die FitzOsbern sind die Familie der Dänin Gunnora, der Konkubine Richards I., Herzog der Normandie und Mutter von dessen Kindern. FitzOsbern ist der Vatersname ihres Großneffen William FitzOsbern, 1. Earl of Hereford, der mit Wilhelm dem Eroberer nach England ging, 1066 in der Schlacht von Hastings kämpfte und 1086 im Domesday Book als einer der reichsten Barone Englands ausgewiesen ist. Mehr, auch Stammliste, unter dem Link oben.. | de Crépon (von Dänemark), Cunnora (I3856)
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| 48463 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Florens_V._(Holland) Florens V. (ndl.: Floris V) (* 1254 in Leiden; † 27. Juni 1296 bei Muiden) gilt als einer der bedeutendsten Grafen von Holland. Herkunft, Kindheit und Jugend Florens entstammte dem Geschlecht der Gerulfinger. Er wurde vermutlich im Juli 1254 geboren und war der älteste Sohn von Graf Wilhelm II. von Holland und dessen Frau Elisabeth von Braunschweig. Sein Vater war ab 1248 römisch-deutscher Gegenkönig, ehe er 1254 allgemein als König anerkannt wurde. Er starb aber bereits 1256 bei einem Feldzug in Friesland. Der junge Florens erbte damit die Grafschaft Holland, doch er verbrachte seine Kindheit und Jugend in einer politisch unruhigen Zeit, die von Intrigen und wechselnden Regentschaften geprägt war. Sein Vormund war zunächst sein gleichnamiger Onkel Florens der Vogt. Nach dessen Tod 1258 stand er unter der Vormundschaft seiner Tante Adelheid von Holland und ab 1263 auf Drängen des Adels unter jener des Grafen Otto II. von Geldern, bis er 1266 im Alter von zwölf Jahren für volljährig erklärt wurde. Behauptung und Erweiterung seines Erbes 1266 wurde der zwölfjährige Florens für volljährig erklärt, doch er unterstand weiterhin zahlreichen Beschränkungen. Er konnte nur über einen relativ kleinen Teil seines Erbes frei verfügen, weshalb er zunächst versuchte, die Kontrolle über die Besitzungen seines Vaters zurückzugewinnen. 1272 führte er einen Feldzug gegen die rebellischen Westfriesen, der jedoch ein völliger Fehlschlag wurde. Erst durch einen weiteren Feldzug konnte er 1282 die Westfriesen besiegen. Er ließ in Medemblik und Wijdenes Burgen errichten. Nach dem abschließenden Sieg bei Schellinkhout ging Florens nach Hoogwoud, wo sein Vater 1256 gestorben war, und überführte den Leichnam seines Vaters nach Middelburg. Bis 1289 konnte er schließlich den nördlichen Teil von Holland unter seine Kontrolle bringen. 1283 konnte er die lehensrechtliche Abhängigkeit von Südholland gegenüber dem Herzogtum Brabant beenden. Er verlieh einer Reihe von Orten das Stadtrecht und gewährte 1275 Amsterdam Zollprivilegien. Ab 1278 führte er eine rücksichtslose, aber zielgerichtete Politik gegenüber dem Bistum Utrecht, durch die er erheblichen Einfluss gegenüber den Bischöfen gewann. Gegenüber dem Adel von Seeland konnte er seine Vorherrschaft jedoch nicht durchsetzen, und nach einem Krieg mit Flandern musste er die Inseln von Seeland Graf Guido von Flandern überlassen. Verhältnis zu England Wirtschafts- und Heiratsbündnis mit dem englischen König[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Ab etwa 1280 gewann der englische König Eduard I. zunehmend Einfluss auf die holländische Politik. Die niederländischen und flämischen Städte gehörten als Abnehmer der englischen Wolle zu den wichtigsten englischen Handelspartnern, weshalb dem englischen König an Frieden in der Region gelegen war. Eduard I. vermittelte zunehmend in den Konflikten zwischen Florens und seinen Nachbarn. 1281 schloss er mit Florens ein Heiratsbündnis, nach dem sein Sohn und Erbe Alphonso mit Margarite, einer Tochter von Florens verlobt wurde. Alphonso starb jedoch 1284 kurz vor der geplanten Hochzeit. 1285 erreichte der englische König die Verlobung seiner Tochter Elizabeth mit Johann, dem ältesten Sohn und Erben von Florens. Anwärter auf den schottischen Thron Als 1290 nach dem Tod der Thronerbin Margarete die schottische Thronfolge ungeklärt war, gehörte Florens zu den zahlreichen Anwärtern auf den schottischen Thron. Er begleitete den englischen König, als dieser im Mai 1291 an die schottische Grenze nach Norham reiste. Dort baten ihn schottische Magnaten, über die Ansprüche der Thronanwärter zu entscheiden. Florens selbst behauptete, als Erbe seiner Ur-Ur-Urgroßmutter Ada of Huntingdon, einer Schwester des schottischen Königs Wilhelm I., vor John Balliol und Robert de Brus Anspruch auf den schottischen Thron zu haben. Seine Urgroßmutter sei von ihrem bis dahin kinderlosen Bruder als Erbin anerkannt worden, nachdem ihr anderer Bruder David of Huntingdon entweder nach dem Erhalt der Herrschaft Garioch in Aberdeenshire auf seine Ansprüche verzichtet hätte[1] oder nachdem sein Erbe wegen eines Verbrechens für verwirkt erklärt wurde. Die Versammlung, die unter dem Vorsitz des englischen Königs über die Ansprüche der Anwärter entscheiden sollte, wurde für zehn Monate vertagt, damit Florens Urkunden für seine Behauptungen vorlegen könne. Nach den Behauptungen von Florens sollten die Urkunden in Edinburgh Castle oder in einer anderen schottischen Burg verwahrt worden sein, doch sie wurden nie gefunden. Die von Florens vorgelegten und von Bischof Archibald von Moray bezeugten Abschriften waren offenbar gefälscht, so dass Florens am 14. November 1292 seinen Anspruch zurückzog. Warum er letztlich diese Behauptungen aufstellte, ist unklar. Im Juni 1292 hatte er jedoch eine Vereinbarung mit dem Thronanwärter Robert de Brus geschlossen, nachdem der sie sich gegenseitig bevorteilen würden, falls einer von ihnen die Krone erlangen sollte. 1290 und 1291 zahlte ihm Eduard I. gemäß dem Heiratsabkommen von 1285 große Geldsummen. Der Anspruch von Florens ist insofern weiter zweifelhaft, weil nicht gesichert ist, dass seine Vorfahrin Ada die älteste Schwester von Wilhelm I. war. Ihre Schwester Margaret war beispielsweise eine Vorfahrin des Earl of Hereford, der damit auch ein möglicher Thronanwärter war, aber nie einen Anspruch auf den schottischen Thron erhob.[1] Im Laufe des Verfahrens erweiterte Florens sogar noch seine Ansprüche, so stellte er im Namen seiner Vorfahrin Ada Ansprüche auf das Earldom Ross, ohne aber auch hierfür Belege vorweisen zu können.[2] Eduard I. entschied schließlich im November 1292, dass John Balliol der rechtmäßige Thronanwärter sei, der daraufhin schottischer König wurde. Bruch mit England und Ermordung Trotz seiner fragwürdigen Rolle in dem Thronfolgestreit behielt Florens zunächst weiterhin ein gutes Verhältnis zum englischen König. 1294 führte er für den englischen König maßgeblich die Verhandlungen mit dem römisch-deutschen König Adolf von Nassau, die zu einem gegen Frankreich gerichtetes Bündnis führten. 1294 war es zum Krieg zwischen England und Frankreich gekommen, und der englische König schloss nun auch mit Graf Guido von Flandern ein Bündnis. Als Florens jedoch 1295 einen Krieg gegen Graf Guido begann, verhängte Eduard I. über Holland ein Handelsembargo. Daraufhin schloss Florens im Januar 1296 ein Bündnis mit dem französischen König. Der englische König unterstützte nun die Verschwörung von Johann von Cuyk, einen Vasallen von Herzog Johann II. von Brabant, der zusammen mit anderen holländischen Adligen Florens V. gefangen nahm. Sie wollten ihn an den englischen König ausliefern, doch bei der Gefangennahme bei Muiderslot östlich von Amsterdam wurde Florens von Johann III. de Renesse und anderen Adligen ermordet.[3] Er wurde in der Abtei von Rijnsburg beigesetzt, wo sein Skelett während ab 1949 durchgeführten Ausgrabungen entdeckt wurde. Ehe Florens hatte 1268 oder 1269 Béatrice de Dampierre (1253/4–1296), eine Tochter von Graf Guido von Flandern geheiratet. | von Holland (Gerulfinger), Graf Florens V. (I27316)
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| 48464 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Folke_der_Dicke Folke der Dicke (Folke den tjocke) war ein schwedischer Adliger des 12. Jahrhunderts. Folke der Dicke wird von Saxo Grammaticus in den Gesta Danorum als Sueticae gentis nobilissimus (Vornehmster des schwedischen Volkes) im frühen 12. Jahrhundert bezeichnet[1] und „war im Besitze grosser Güter und fester Schlösser in den Göthalanden“.[2] Er war verheiratet mit Ingegärd Knutsdotter von Dänemark, einer Tochter des dänischen Königs Knut IV. der Heilige. Aus der Ehe gingen nach Saxo zwei Söhne hervor, Bengt Snivil und Knut Folkesson; als Enkel nennt Saxo Birger Brosa, dessen Vater nach Olaus Petri Bengt Snivil war. Nach anderer Quelle waren seine Söhne Bengt Snivil und Magnus Minneskjöld. | Folke der Dicke (I26976)
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| 48465 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Folpert_van_Arkel_van_der_Leede Folpert van Arkel van der Leede (* um 1115; † 1140) aus dem ersten Haus van Arkel war der 1. Herr von Ter Leede sowie Herr von Polsbroek. Seine Eltern waren Johan III. van Arkel und Adelheid (Aleid) van Heusden. Nach des Vaters Tod erbte Folpert das Gebiet Van der Leede (das heutige Leerdam), begründete die Herrlichkeit und das Haus Van der Leede. Sein älterer Bruder Johan IV. van Arkel erbte das Land van Arkel und führte den Hauptstamm der Familie weiter. In den Gelderischen Almachen fand er als betrügerischer Landesherr Erwähnung. Folpert war mit einer heutzutage unbekannten Edeldame verheiratet und wurde Vater des Herbaren I. van der Leede. Der Dichter Anthony Christiaan Winand Staring verfasste ein Gedicht über ihn. | von Arkel (von der Leede), Herr Folpert (I29597)
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| 48466 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Fortún_Garcés (Nov 2018) Fortún Garcés der Einäugige (baskisch Fortun Gartzia Begibakarra, spanisch Fortún Garcés el Tuerto; † nach 905) war von 882 bis 905 König von Pamplona (Navarra) aus dem Haus Íñiguez. Er war der Sohn des Königs García Íñiguez und der Urraca.[1] Bereits im Jahr 860 war Fortún in die Gefangenschaft des Emirs von Córdoba, Muhammad I., geraten.[2] Die Hintergründe dazu sind unklar, möglich dass er auch als Geisel für seinen Vater bürgte. In Córdoba hatte er seine Tochter mit dem Prinzen Abdallah verheiraten können, der später selbst als Emir amtierte. Nachdem sein Vater 882 im Kampf getötet wurde, konnte Fortún nach Pamplona zurückkehren um dort offenbar als Vasall des Emirs zu herrschen. Über seine weitere Amtszeit ist nichts weiter bekannt. Im Jahr 905 war er von Sancho I. Garcés abgesetzt und in die Abtei San Salvador de Leire verbannt wurden, wo er zu einem unbekannten Zeitpunkt verstarb.[3] Mit ihm endete die von seinem Großvater Íñigo Arista begründete Königslinie, an deren Stelle sich nun das Haus Jiménez setzte. | von Pamplona, König Fortún Garcés der Einäugige (I13168)
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| 48467 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Francesco_I._Sforza (Aug 2023) Francesco Sforza (* 23. Juli 1401 in San Miniato; † 6. März 1466 in Mailand) war der Gründer der Dynastie der Sforza in Mailand. Francesco war der uneheliche Sohn von Muzio Attendolo Sforza und der Lucia von Torsano. Nach dem Tod seines Vaters 1424 übernahm er die Führung von dessen Söldnertruppe, für die er sich zum einen durch reine Körperkraft (er war berühmt dafür, Metall mit bloßen Händen zu biegen), später aber auch als außergewöhnlicher Taktiker und Kommandeur qualifizierte. Er diente den Visconti gegen Venedig und dann Venedig gegen die Visconti, griff den Papst an, vertrieb ihn aus der Romagna und verteidigte ihn später. Francesco Sforza heiratete in erster Ehe am 19. Oktober 1418 Polissena Ruffo, Tochter des Carlo Ruffo, Graf von Montalto. Mit ihr hatte er eine Tochter, die ebenfalls Polissena hieß und bereits 1420 starb, im gleichen Jahr starb auch die Mutter. 1441 heiratete er Bianca Maria (um 1424–1468), die einzige Tochter von Filippo Maria Visconti, dem Herzog von Mailand. Er erhielt Pontremoli und Cremona als Mitgift sowie die Zusage der Nachfolge im Herzogtum. Die kurzlebige Ambrosianische Republik, die von den Mailändern beim Tod Viscontis (1447) errichtet wurde, wurde von Francesco unterworfen, der am 25. März 1450 triumphal als Herzog in der Stadt einzog. Im Frieden von Lodi erreichte er 1454 die Anerkennung seiner Herrschaft durch die Republik Venedig, der sich bald darauf die anderen italienischen Staaten anschlossen. Er unterdrückte einen Aufstand in Piacenza, verbündete sich eng mit Cosimo de’ Medici (1389–1464) und Ludwig XI. von Frankreich (regierte 1461–1483) und beherrschte die Lombardei, einige Bereiche südlich des Po und sogar Genua. Er ließ die Festung Porta Giovio wieder aufbauen, das große Hospital errichten und den Kanal von Martesana, der Mailand mit der Adda verbindet; sein Hof, den er mit italienischen Gelehrten und griechischen Verbannten (als Folge der Eroberung Konstantinopels) füllte, wurde schnell einer der hervorragendsten in Italien. Seine Tochter Ippolita war für ihre lateinischen Reden berühmt. Francesco hinterließ mehrere Söhne, darunter Galeazzo Maria, Ludovico, genannt „il Moro“ („der Dunkle“ oder „der Mohr“), und Ascanio Sforza, der Kardinal wurde. Francesco wird mehrfach in Machiavellis „Il principe“ (Der Fürst) erwähnt; er wird durchgängig gelobt für seine Fähigkeiten als Regent, aber auch als Warnung vorgeführt, sich nicht mit Söldnertruppen abzugeben. Im Auftrag seines Sohnes Ludovico Sforza war Leonardo da Vinci ab etwa 1489 mit Planungen zu einem monumentalen Reiterstandbild Francesco Sforzas beschäftigt, das aber nicht zur Ausführung kam. | Sforza, Herzog Francesco I. (I42073)
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| 48468 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Francesco_II._Gonzaga (Aug 2023) Der begeisterte Jäger genoss eine ausgezeichnete Ausbildung in der von Vittorino da Feltre gegründeten Prinzenschule. Francesco II. war ein berühmter Condottiere. Er trat 1484 in den Militärdienst des Herzogtums Mailand ein, stand von 1489 bis 1498 als Militärkommandeur in Diensten Venedigs und ließ in dieser Zeit Mantua von seiner Frau Isabella regieren. In der Schlacht bei Fornovo besiegte er die Franzosen unter König Karl VIII. Im Jahre 1499 wechselte er neuerlich die Seiten, bot seine Dienste dem französischen König Ludwig XII. an und wirkte für diesen 1503 als Generalstatthalter im Königreich Neapel. 1509 kämpfte er gegen Venedig, wurde gefangen und kam erst ein Jahr später gegen Austausch seines Sohnes (Federico II. Gonzaga) an Rom als unabhängigen Dritten wieder frei. Vom Papst Julius II. durch die Geisel erpresst, trat er danach in päpstliche Dienste ein, wodurch er 1510 Oberster Kommandant der päpstlichen Truppen (Gonfaloniere di Santa Romana Chiesa) wurde, d. h. wiederum in der Heilige Liga (1511) auf der anderen Seite gegen seine vorherigen Verbündeten Frankreich und Ferrara (Heimat seiner Frau Isabella d'Este) stand.[1][2] Aufgrund seiner fortschreitenden Syphilis entzog er sich daraufhin dauerhaft dem Schlachtfeld. | Gonzaga, Markgraf Francesco II. (I42172)
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| 48469 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/François_de_Bourbon,_comte_de_Vendôme (Aug 2022) Da François beim Tod seines Vaters noch unmündig war, verwaltete sein Schwager Louis de Joyeuse, Graf von Grandpré, seine Territorien, die 1484 dank einer königlichen Schenkung um die Baronien von Mondoubleau und Saint-Calais erweitert wurden. Bei der Krönung König Karls VIII. von Frankreich repräsentierte er die Grafschaft Toulouse und assistierte ihm 1488 im Prozess gegen die Herzöge von Bretagne und von Orléans (dem späteren König Ludwig XII.), die sich gegen die Krone erhoben hatten. 1494 nahm François im Heer Feldzug Karls nach Italien teil, dessen Ziel es war, das Königreich Neapel zu erobern. Nach der Einnahme von Florenz, Rom und Neapel kämpfte er am 6. Juli 1495 in der Schlacht bei Fornovo, nach der sich das französische Heer aus Italien zurückzog. Auf dem Rückmarsch erkrankte er an der Ruhr und starb in Vercelli. Sein Leichnam wurde nach Vendôme überführt und in der Kathedrale Saint-Georges beigesetzt. | von Bourbon (Vendôme), Graf François (I13259)
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| 48470 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_I._(Lothringen) Franz I. Herzog von Lothringen-Mercœur (* 23. August 1517 in Nancy; † 12. Juni 1545 in Remiremont) war der älteste Sohn Antons II. und dessen Frau Renée de Bourbon-Montpensier (1494–1539), Tochter von Gilbert de Bourbon-Montpensier. Franz I. war nur kurz Herzog. Er wurde 1544 nach dem Tode seines Vaters dessen Nachfolger, starb aber schon im folgenden Jahr. Er war seit 1541 mit Christina von Dänemark verheiratet, Tochter des Königs Christian II. Sie war die Witwe von Francesco II. Sforza, den sie 1533 geheiratet hatte. Ursprünglich sollte Franz I. Anna von Kleve heiraten, aber ein bereits im Kindesalter geschlossener Ehevertrag wurde nie umgesetzt. Anna wurde später die vierte Frau König Heinrichs VIII. von England. (Okt 2017) | von Lothringen (von Vaudémont), Herzog Franz I. (I8884)
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| 48471 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Phoebus Franz Phoebus (frz. François Phébus oder François-Febus, span. Francisco Febo, * November/Dezember 1466; † 30. Januar 1483 in Pamplona) war König von Navarra von 1479 bis 1483. Er war der einzige Sohn von Gaston von Foix (* 1444; † 1470), Prinz von Viana (1462–1470), und Madeleine von Frankreich (* 1443; † 1495), der Schwester des französischen Königs Ludwig XI. 1472, beim Tod seines Großvaters väterlicherseits, Gaston IV. von Foix, erbte er im Alter von fünf Jahren dessen Titel, nämlich Graf von Foix, Co-Fürst von Andorra, Vizegraf von Béarn, Graf von Bigorre und Pair von Frankreich. 1479, beim Tod seiner Großmutter väterlicherseits, Eleonore von Navarra, erbte er im Alter von zwölf Jahren von ihr die Krone des Königreiches Navarra. Da er noch minderjährig war, stand er in allen Ämtern unter der Regentschaft seiner Mutter. Seine kurze und umkämpfte Herrschaft endete, als er beim Flötenspiel vergiftet wurde. Er starb unverheiratet und kinderlos. Die Nachfolge trat seine Schwester Katharina an. | von Foix (von Viana), König Franz Phoebus (François Febus) (I13244)
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| 48472 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Fredelo_(Toulouse) (Aug 2023) Fredelo († nach 849) war ein fränkischer Adliger im 9. Jahrhundert und begründete die Herrschaft seiner Familie (Raimundiner) in der Grafschaft Toulouse. Er war ein Sohn von Fulcoald, dem missus im Rouergue, und der Senegundis. Im Jahr 845 richtete der Erzbischof Hinkmar von Reims in einem Schreiben an Fredelo (Frigidolo) ein Gesuch, dass er in den bevorstehenden Auseinandersetzungen die in Aquitanien gelegenen Eigengüter des Erzbistums Reims schonen möge.[1] Der westfränkische König Karl der Kahle befand sich seit einigen Jahren in einem Machtkampf mit seinem Neffen, König Pippin II. von Aquitanien, um die Herrschaft in Aquitanien, der sich zunehmend zu kriegerischen Auseinandersetzungen steigerte. Erzbischof Hinkmar war ein enger Vertrauter und Anhänger Karls des Kahlen. Sein Brief wiederum lässt den Schluss zu, dass Fredelon ein Anhänger Pippins II. war, denn andernfalls wäre sein Gesuch an ihn hinfällig gewesen. Welche genaue Funktion Fredelo im Jahr 845 in Aquitanien wahrgenommen hatte ist aus dem Schreiben Hinkmars nicht zu entnehmen, wahrscheinlich aber dürfte er vor diesem Datum seinem Vater bereits als führender Großer (comes?) des Rouergue nachgefolgt sein. Ob er schon als Graf von Toulouse amtierte, ist umstritten. König Karl der Kahle hatte im Frühjahr 844 Toulouse erfolglos belagert, um den rebellischen Grafen Bernhard von Septimanien zu unterwerfen. Dieser wurde dennoch im selben Jahr an den König ausgeliefert und enthauptet; sein Sohn Wilhelm von Septimanien aber führte die Rebellion mit der Unterstützung Pippins II. von Aquitanien fort. Möglicherweise konnte Wilhelm von Septimanien damit auch die Herrschaft in Toulouse als Erbe seines Vaters behalten. Bis zum Jahr 849 hatte Karl der Kahle das westliche Aquitanien unterworfen und konnte in diesem Jahr persönlich in Toulouse einziehen; er ernannte Fredelo (Fridolo) nun zu seinem custos (und wohl auch zum Grafen) für diese Stadt.[2] Diese Handlung ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Zum einen war Fredelo offenbar noch rechtzeitig von Pippin II. auf die Seite Karls des Kahlen übergewechselt, so dass er als Lohn die dominierende Stellung in Toulouse erhielt, legitimiert vom westfränkischen König. Damit wurden zugleich die Herrschaftsrechte seiner Familie in Toulouse begründet, die sie mehrere Jahrhunderte innehaben sollte. Zum anderen stellte dies die letzte herrschaftliche Handlung eines fränkischen Königs in Toulouse für die kommenden 300 Jahre dar und markierte damit den Aufstieg von Toulouse zu einem der mächtigen und faktisch unabhängigen Fürstentümer des Hochmittelalters. Erst mit Ludwig VII. im Jahr 1159 sollte wieder ein westfränkischer/französischer König persönliche Präsenz in dieser Stadt zeigen. | von Toulouse (Raimundiner), Graf Fredelo (Frigidolo) (I41837)
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| 48473 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Freiherren_von_Hewen Freiherren von Hewen m Jahr 1050 wurden sie das erste Mal urkundlich als die Herren von Engen benannt. Nach dem Bau ihrer Stammburg benannten sie sich in die Freiherren von Hewen um. Diese Burg wurde spätestens 1170 errichtet. Ab 1172 ist der Name Freiherren von Hewen urkundlich bezeugt. Einer der ersten Freiherren, die den neuen Namen benutzen, war Walter von Hewen. Zum Kern der Herrschaft der Freiherren von Hewen zählten die Stadt Engen und ihre Umgebung. Dazu gehörte die Burg Engen, die Burg Neuhewen, die Hewenegg, die Burg Boll, Tudoburg und die Burg Wildenstein. Residenzstadt war Engen. 1291 trat Rudolf von Hewen in ein Lehensverhältnis zum Haus Habsburg. Er diente diesem 1313 als Hofrichter und dem römisch-deutschen König Friedrich 1322 als Abgesandter. Gebietserweiterungen Im Laufe der Zeit erweiterten die Freiherren von Hewen ihr Herrschaftsgebiet in Richtung Schweiz. So erwarben sie 1365 die Herrschaft Griesenberg im Thurgau und 1428 die Herrschaft Hohentrins in Graubünden. Friedrich von Hewen entschied 1457 in einem Schiedsspruch über die Gebietsgrenzen zwischen Trin und Tamins. 1498 erwarben die Brüder Friedrich Wolfgang und Georg von Hewen die Grafschaft Werdenberg von Mathias von Kastelwart für 24 000 Rheinische Gulden. Zumindest zu diesem Zeitpunkt besassen die Freiherren das Bürgerrecht des Standes Luzern. Das Werdenberg wurde von einem weiteren Mitglied der Familie Bischof Heinrich von Hewen als Vogt, sesshaft in Chur, verwaltet. Im Schwabenkrieg kämpften die Freiherren von Hewen auf Seite der Eidgenossen unter deren Führer Ulrich von Sax. Die Werdenberger wurden für die Sicherung des Oberrheins gegen die Habsburger eingesetzt. Während dieser Zeit wurde die Herrschaft stark verschuldet. 1517 wurde das hoch verschuldete Werdenberg und das Wartau an den Kanton Glarus für 21 500 Rheinische Gulden weiterverkauft. Der Kaufvertrag wurde am 30. März 1517 aufgesetzt und besiegelt. Dagegen verpfändeten sie 1398 ihr ursprüngliches Herrschaftsgebiet an Leopold von Habsburg, der Engen 1404 an den Grafen Hans von Lupfen verkaufte. Dieser Verkauf war strittig und die Freiherren von Hewen versuchten, die Herrschaft wieder in ihren Besitz zu bekommen. Besonders der Konstanzer Bischof Heinrich von Hewen stritt sich vergeblich mit den Grafen von Lupfen um das Herrschaftsgebiet. Sein Versuch, die Herrschaft Hewen wieder in den Besitz seiner Familie zu bringen, scheiterte. 1414 verlieh König Sigismund die Herrschaft regulär als Reichslehen an Hans von Lupfen. Doch der Streit war damit nicht beendet. 1445 versuchten die Freiherren von Hewen mithilfe der Habsburger die Herrschaft zurückzuerobern. Dabei nahmen sie die Grafen von Lupfen gefangen. Auch 1460 versuchten sie ihre alte Herrschaft zurückzuerobern, indem sie einen Aufstand der Bevölkerung anzettelten.Peter von Hewen vermählte sich 1472 mit der Gräfin Agnes von Lupfen. Damit war der Streit beendet und Engen ging endgültig an die Grafen von Lupfen. Peter von Hewen verzichtete am 13. Mai 1477 auf die Ansprüche an der Herrschaft. Die Herren von Hewen starben 1570 mit Albert Arbogast von Hewen in männlicher Linie aus. Er war der Sohn von Jerg von Hewen, der 1542 im Türkenkrieg gefallen war. Zuletzt residierten die Freiherren von Hewen in Trin in Graubünden.Die Burg Canaschal ging danach an Johann von Planta. | von Hewen, Benedikta (I57742)
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| 48474 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Freiherren_von_Rhäzüns Freiherren von Rhäzüns Die Freiherren von Rhäzüns waren vom 12. bis zum 14. Jahrhundert neben den Freiherren von Vaz eines der mächtigsten Adelsgeschlechter im bündnerischen Alpenraum. Urkundlich nachgewiesen sind sie von 1137 bis 1458. Ihre Stammgebiet war die Herrschaft Rhäzüns im schweizerischen Kanton Graubünden. Den Höhepunkt der Macht erreichten die Rhäzünser um 1400 unter Ulrich II. dem Mächtigen. Erstmals urkundlich erwähnt werden die Herren von Rhäzüns 1137 mit Arnoldus de Ruzünne, die Burg Rhäzüns erst 1282. Vermutlich gab es jedoch schon früher eine Burganlage an der Stelle des heutigen Schlosses, wird doch im Jahr 960 ein Kastell von Rhäzüns erstmals im Zusammenhang mit einem Tauschgeschäft zwischen Otto dem Grossen und dem Bischof von Chur erwähnt. Die Rhäzünser betrieben eine expansive Territorialpolitik und konnten ihren Besitz nach und nach erweitern. Zu ihrer Stammherrschaft mit den Dörfern Rhäzüns und Bonaduz gewannen sie als bischöfliches Lehen Obersaxen hinzu. Anfang des 14. Jahrhunderts entrissen sie den Freiherren von Vaz und deren Erben die Herrschaft Jörgenberg. 1383 erwarben sie von den Grafen von Werdenberg-Sargans die Herrschaftsrechte am Heinzenberg, im Safiental und in Vals. Von da aus griffen sie auf bischöfliche Rechte am Heinzenberg und im Domleschg zu, besonders auf die Klostervogtei Cazis. Durch die sich daraus entwickelnden Streitigkeiten mit dem Bischof von Chur wurde die Expansion der Rhäzünser aufgehalten. Diese und andere Auseinandersetzungen trugen 1395 zur Gründung des Grauen Bundes bei, eines vom Oberländer Adel und der Abtei Disentis initiierten Landfriedens, der sich 1406 mit dem Gotteshausbund verbündete. Nach dem Tod des letzten Rhäzünsers Georg Brun von Rhäzüns 1458 gingen nach heftigen Erbstreitereien die von den Sargansern erworbenen Gebiete an diese zurück. Als Ausnahme gelangte Vals an die Freiherren von Sax. Die übrigen Besitzungen kamen 1461 an die Grafen von Zollern. Mehr unter dem Link oben.. | von Rhäzüns, Heinrich (I12207)
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| 48475 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Freiherren_von_Sax Freiherren von Sax Die Adelsfamilie von Sax (ursprünglich de Sacco) stammte aus der heutigen Ostschweiz. Der Schwerpunkt ihrer Besitzungen lag beidseits der Alpen in den heutigen Kantonen St. Gallen, Graubünden und Tessin. Der Ursprung der Familie ist unbekannt, angesichts der Besitztümer beidseits der Alpen wird vermutet, dass sie aus dem churrätischen Hochadel abstammte und wohl mit der Familie da Torre verwandt war. Die Familie zerfiel in zwei Hauptlinien: Die Grafen von Sax-Misox und die Freiherren von Hohensax. Ursprünge Der früheste urkundlich erwähnte Vertreter der Familie war Eberhard de Sacco, der 1137/39 als Prokurator der Herren von Gammertingen in Chur war. Er kann vermutlich mit Eberhard von Sasbach identifiziert werden, der mit seiner Gattin Heilwig 1138/52 Güter an das Kloster Reichenbach übergab[1]. Als Stammvater gilt jedoch der 1188 erwähnte Albrecht von Sax. Einer Stiftungsurkunde zufolge war die Familie Sax 1168 im Besitz der Talschaft Misox, die sie wohl als Anhänger der Staufer zu Lehen bekommen hatten. Heinrich I. von Sax war Vogt des Klosters St. Gallen, der Klöster Disentis und Pfäfers, Erbauer der Burg Forstegg, Herr der Burg Wartenstein. Unter ihm erwarben die von Sax auch bedeutende Güter im Toggenburg und im Rheintal, wo sie um 1200 die nach ihnen benannte Burg Hohensax als Herrschaftszentrum erbauten. Von Friedrich II. wurde er 1220 mit der Grafschaft Blenio und der Herrschaft Monte Dongo belehnt. Der Einfluss der Familie Sax in der Ostschweiz wird daran deutlich, dass Heinrichs Bruder Ulrich 1204–20 Abt von St. Gallen wurde. Das Geschlecht der Sax teilt sich mit den Brüdern Heinrich III., Albert III. und Ulrich III. 1248. Albert und seine Nachkommen übernahmen den Familienbesitz in Graubünden und Tessin und nannten sich nach der Herrschaft Misox. Ulrich erhielt die Herrschaft Hohensax und die Hälfte der Vogtei Balgach. Nach der Burg Hohensax bei Sennwald nannten sich seine Nachkommen Freiherren von Hohensax. Stammliste bis zur Teilung Nach Gabathuler[1] 1 Eberhard de Sacco / von Sasbach, 1137/39 Prokurator der Herren von Gammertingen ⚭ Heilwig 1.1 Heinrich I von Sax (1140/45 - vor 1219), 1193–1212 Dekan von St. Gallen 1.2 Albert I. von Sax (1140/45 - vor 1220), 1188 im Gefolge Rudolf von Tübingens 1.3 Ulrich von Sax, 1200 Domherr von Chur 1.2.1 Ulrich I. von Sax (1170/75 - 1220), Abt von St. Gallen, ab 1207 Reichsfürst 1.2.2 Eberhard II. 1.2.3 Heinrich II. (1170/75 - vor 1239), Vogt der Kloster Disentis und Pfäfers ⚭ Erbtochter des Manfred von (Mesocco-)Crimei und der Schwester Alcherio da Torres 1.2.3.1 Ulrich II. († 30. Mai 1227), 1210 Domprobst von Chur 1.2.3.2 Albert II. († um 1227/28) 1.2.3.3 (Guta), illegitime Tochter, 1236 als Leibeigene an das Kloster St. Gallen verschenkt 1.2.3.2.1 Heinrich III (von Sax von Calanca), Sitz auf Burg Calanca, 1244 Mailänder Capitaneus 1.2.3.2.2 Albert III (von Sax von Misox † 1279), Sitz auf Burg Wartenstein, 1251 verlegt nach Misox: Grafen von Sax-Misox 1.2.3.2.3 Ulrich III (von Sax), Sitz auf Burg Hohensax: Freiherren von Sax 1.2.3.3.1 Hermann, 1236 Domherr 1.2.3.3.2 Heinrich, 1250 Kirchenherr der Eigenkirche Sax Sax-Misox Albert III. verkaufte 1257 dem Kloster Pfäfers für 300 Mark Silber das Schloss Wartenstein und die Vogtei über Pfäfers, Valens, Vättis und Untervaz.[2] Nach dem Niedergang der Staufer verloren die Sax-Misox das Bleniotal, Monte Dongo und die Burg Clanx in Appenzell. Kern der Besitzungen der Sax-Misox waren nun die Talschaft Misox mit dem San-Bernardino-Pass und die Walsersiedlungen im Rheinwald. Den weit davon entfernten Reichshof in Arth verlehnten die Sax 1295 an die Ritter von Grünenfels aus Waltensburg/Vuorz.[3] Caspar von Sax-Misox (1362–90) war mit Elisabeth von Rhäzuns verheiratet. Nach dem Tod ihres Grossvaters Walter von Belmont gelangte der grosse Teil der Besitzungen der Familie Belmont an die Sax-Misox, so Flims mit der Burg Belmont, Fidaz, Gruob, Ilanz, Lugnez, Vals und Wartau. Die Herrschaft Wartau wurde später an die Grafen von Werdenberg verkauft. Johann von Sax-Misox (1390–1427) war mit Katharina von Werdenberg-Heiligenberg verheiratet, die Miterbin des letzten Grafen von Toggenburg war. Sie erhielt 1437 mit Wilhelm von Montfort das Prättigau, Davos, Belfort, Schanfigg und die Vogtei über Churwalden und Burg Strassberg aus dem Toggenburger Erbe. Er liess eine Transitstrasse von Castrisch über Seewis, Pitasch und Safien ins Rheinwald und Misox bauen. Längere Zeit stand er im Dienst der Herzogsfamilie Visconti aus Mailand. 1402 eroberten Johann und sein Bruder Albert (1390–1406) die mailändische Festung Bellinzona und besetzten auch das Bleniotal. In Gorduno, Bogiano und Roveredo errichteten sie Burgen zur Sicherung ihrer Eroberungen. Als 1407 die Urner mit ihren Verbündeten gegen Mailand vorrückten, mussten die Brüder in ein Burgrecht mit ihnen treten und den Durchmarsch erlauben. Im August 1413 unterstützen die Sax-Misox den deutschen König Sigismund bei seinem Zug gegen Mailand und erhielten dafür vermutlich den Grafentitel und das Münzregal zugestanden. 1419 verkauften Johann und Donat (1400–23) von Sax-Misox unter Druck Blenio, Bellinzona und Monte Dongo an Uri und Obwalden. 1424 gründete Johann von Sax-Misox mit seinen Gerichten Ilanz, Gruob, Lugnez, Vals, Castrisch und Flims den Grauen Bund. Im Mailänderzug von 1425, als der Graue Bund mit den Eidgenossen gegen Mailand zog, blieb er aber neutral. Er liegt in der Kirche von Castrisch begraben. Graf Heinrich von Sax-Misox (1427–1488) stritt längere Zeit um das Toggenburger Erbe seiner Mutter Katharina. 1439 trat er seinen Anteil an Wilhelm von Montfort ab. Nur seinen Teil der Grafschaft Uznach verpfändete er an Schwyz und Glarus. Während der Wirren in Mailand um die Ambrosianische Republik erlitt er in der Schlacht an der Olona am 6. Juni 1449 eine Niederlage. 1450 versöhnte er sich aber wieder mit dem Herzog von Mailand. Als er sich anschickte, sogar ein Bündnis mit Mailand abzuschliessen, kam es 1458 zu einem Aufstand in seinen Gebieten im Grauen Bund, der jedoch dank der Vermittlung des Abtes von Disentis gütlich beigelegt werden konnte. Heinrich von Sax-Misox konnte so 1466 ein Bündnis mit Herzog Galeazzo Sforza von Mailand bekräftigen. 1479 trat Heinrich den grössten Teil seiner Besitzungen an seinen Sohn Johann Peter ab. Johann Peter (1462–1540) war der letzte Graf von Sax-Misox. Er war ein erklärter Gegner Mailands und verfolgte alle Parteigänger der Sforza in seinem Herrschaftsgebiet. Da Mailand ihn deswegen bedrängte, trat er zusammen mit seinem Gericht Misox und Soazza 1480 in den Grauen Bund ein. Als Mailand die Talschaft Misox trotzdem besetzte, verkaufte er sie 1480 an den Mailänder Heerführer Gian Giacomo Trivulzio. Nach längeren Querelen musste er 1489 alle Ansprüche auf seine ehemaligen Besitzungen im Tessin und im Misox aufgeben. Durch seine zweite Ehe mit der Gräfin Clementine von Montfort-Werdenberg kam Johann Peter 1483 in den Besitz der Grafschaft Werdenberg und der Herrschaft Wartau. Aus Geldnot musste er 1483 seine belmontischen Besitzungen an Ortlieb von Brandis, Bischof von Chur, und 1485 Werdenberg und Wartau an die Stadt Luzern verkaufen. Verarmt trat er in die Dienste der Herzöge von Österreich und Mailand. Er verstarb in Castrisch und wurde in der dortigen Kirche begraben. Das Wappen der Sax-Misox war ein von Rot und Gold geteilter Schild mit zwei Säcken in gewechselten Farben. Illegitime Linien der Familie Sax-Misox existierten in Grono, in Castrisch, Waltensburg und Truns. Sie nannten sich Junker von Sax. Die Erforschung der Familie Desax erweist sich als recht schwierig. Es ist oft nicht mehr möglich alle Familienmitglieder ausfindig zu machen, da die notwendigen Unterlagen wie zum Beispiel Kirchenbücher nicht mehr vorhanden sind. Dies trifft vor allem auf die Kirchenbücher von Disentis zu. Diese sind im Jahre 1798 den Brandschatzungen der französischen Truppen zum Opfer gefallen. Allgemein wird davon ausgegangen, dass die Desax von Disentis und andere Desax Linien aus dem Bündner Oberland von den Sax-Misox abstammen. Die Desax von Disentis leiten ihre Herkunft vom Hofe Sax in Disentis ab. Die spärlichen Überreste eines Turmes oder einer Burg bei Acletta in Disentis, stehen möglicherweise im Zusammenhang mit den Sax-Misox, denn Heinrich von Sax (Misox) war 1190 Schirmvogt des Klosters Disentis. Der Linie Desax von Disentis entstammte Josef von Sax, Abt von Disentis 1641–1642. Bisher ist keine andere Herkunft der Familie Desax bekannt.[4] Hohensax Im 13. Jahrhundert waren die Erben Ulrichs II., Ulrich III. (1282–1322), Walter (1282) und Eberhard II. (1309) im Besitz der Dörfer Gams, Sax und eines Teils von Wildhaus sowie der Hälfte der Vogtei Balgach. In diesen Gebieten gehörten ihnen die Burgen Hohensax, Burg Frischenberg, Wildenburg und Burg Forstegg. 1320 verkauften sie die Wildenburg bei Wildhaus an den Grafen von Toggenburg. Unter den Söhnen Ulrich III. kam es zu einer weiteren Erbteilung. Ulrich IV. Stephan (1329–1381) erhielt Burg Forstegg mit den Dörfern und Weilern Büsmig, Frümsen, Haag und Salez. Ulrich Branthoch (1329–1356) zusammen mit Ulrich Eberhard III. (1346–1397) Burg Hohensax, Ulrich Johann I. (1346–1377) Burg Frischenberg. 1347 verkauften die Brüder ihren Anteil an der Vogtei Balgach, 1360 gelangte Ulrich IV. Stephan in den Besitz der halben Herrschaft Bürglen im Thurgau. Die Söhne von Ulrich IV. Stephan und Ulrich Johann I., Ulrich Eberhard IV. (1348–1413), Ulrich V. (1348–1388), Wilhelm I. und Johann II. gerieten wegen der Besitzansprüche auf Burg Hohensax in eine Fehde mit ihrem Onkel Ulrich Eberhard III., die von Herzog Leopold IV. von Österreich zugunsten Ulrich Eberhards III. geschlichtet wurde. Dieser verkaufte 1393 Burg und Dorf Sax sowie Gams an Leopold IV., der sie 1399 an Ulrich Eberhard IV. zu Lehen gab. 1396 erwarb dieser auch den Hof Sennwald. Er und seine Frau Elisabeth von Werdenberg-Sargans verbündeten sich 1405 mit den Appenzellern, wodurch ihre Burgen in den Appenzellerkriegen nicht zerstört wurden und sie die Vasallität zu Österreich wieder abstreifen konnten. Albrecht I. von Hohensax (1439–1463) erbte nach dem kinderlosen Tod aller männlicher Verwandten den gesamten Familienbesitz der Linie Hohensax. Er agierte unglücklich zwischen Österreich, Zürich und den Eidgenossen im Alten Zürichkrieg und im Plappartkrieg, so dass er zwischen die Fronten geriet und schliesslich geächtet wurde. Ausserdem heiratete er nicht standesgemäss eine Ursula Mötteli, so dass nach seinem Tod seine Schwester Elisabeth die Burgen Hohensax und Frischenberg mit den dazugehörenden Dörfern Gams und Sax erbte. Elisabeth von Hohensax war mit Kaspar von Bonstetten, einem Bürger von Zürich, verheiratet, weshalb die Appenzeller 1446 während des Alten Zürichkrieges seine Burgen Hohensax und Frischenberg niederbrannten und einen Teil der Herrschaft Hohensax annektierten. Nur Gams und die Ruine der Burg Hohensax gaben sie 1461 wieder an die Bonstetten zurück, Burg Frischenberg mit dem Dorf Sax behielten sie. Dieses Gebiet fiel 1490 nach dem St. Gallerkrieg an die VII östlichen Orte der Eidgenossenschaft. Der Sohn Albrechts und Ursulas, Ulrich VII. von Hohensax (1463–1538), wurde dem Zürcher Bürgermeister Hans Waldmann als Mündel übergeben. Ihm verblieb vorerst nur die Herrschaft Bürglen. Während der Burgunderkriege kämpfte er auf Seiten Zürichs und wurde zum Ritter geschlagen. 1481 konnte er die an st.gallische Bürger verpfändete Herrschaft Forstegg wieder auslösen. 1486 wurde er Bürger von Zürich. Wegen seiner Verdienste im Schwabenkrieg erhielt er von der Eidgenossenschaft Burg und Herrschaft Frischenberg sowie die hohe Gerichtsbarkeit über Lienz. Diese Gebiete bildeten nun die Freiherrschaft Sax-Forstegg. 1501 und 1503 amtete er als kaiserlicher Gesandter bei der Eidgenossenschaft. Während der Mailänderkriege war er 1511–13 Oberbefehlshaber des eidgenössischen Heeres und wurde als Gesandter nach Rom und Venedig geschickt. 1521 trat er zur Reformation über, kehrte aber 1531 wieder zum katholischen Glauben zurück. Ulrich galt als hervorragender Diplomat und Söldnerführer. Sein Sohn Ulrich Philipp (1531–85) trat ebenfalls zum reformierten Glauben über und führte in seinem Herrschaftsgebiet die Reformation ein. Er verkaufte 1550 Bürglen an die Breitenlandenberg und erwarb dafür 1560 Schloss und Herrschaft Uster. Nach ihm begann der Niedergang der Familie Hohensax. Johann Albrecht II. (1545–1597) tötete in einem Raufhandel den Landvogt Georg Trösch von Sargans [5] und diente darauf 15 Jahre in spanischen Diensten. Johann Philipp (1553–96) diente in der Kurpfalz und in den Niederlanden, von wo er mit der Manessischen Liederhandschrift zurückkehrte. Er geriet in einen Erbstreit mit seinem Bruder Johann Albrecht, dessen Sohn Georg Ulrich ihn in Salez 1596 tödlich verwundete. Sein Leichnam wurde 1730 in der Familiengruft in Sennwald unverwest vorgefunden und wurde dort bis in die 1970er Jahre als «Mumie von Sennwald» ausgestellt. Friedrich Ludwig (1589–1629), Sohn von Johann Philipp, verkaufte 1615 zwei Drittel der Herrschaft Sax-Forstegg an Zürich. Der letzte des Geschlechts der Hohensax, Christoph Friedrich (1620–1633), verkaufte auch noch den Rest der Herrschaft Sax-Forstegg an Zürich. Er starb 1633 auf Burg Uster. Das Wappen der Freiherren von Hohensax beziehungsweise das Stammwappen der Sax war ein von Gold und Rot gespaltener Schild. Der Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg bezieht sich in seinem Roman Sax (2010) auf die Familiengeschichte der Hohensax. Familienmitglieder Ulrich von Sax, (1204–1220) Abt von St. Gallen Martin I. von Sax, um 1330 Abt von Disentis Ulrich von Sax (* ca. 1462; † 1538), Schweizer Diplomat, Söldnerführer, Militärunternehmer und erster Oberbefehlshaber des Heeres der alten Eidgenossenschaft Mehr unter dem Link oben.. | von Hohensax, Elisabeth (I12156)
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| 48476 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Freiherren_von_Vaz Die Freiherren von Vaz oder Vatz waren im Hochmittelalter eines der mächtigsten Adelsgeschlechter im Alpenraum. Urkundlich nachgewiesen sind sie ca. von 1135 bis 1338. Die heutige Gemeinde Vaz/Obervaz ist ein Teil ihres Nachlasses. Der Hauptsitz derer von Vaz war die Burg Nivagl südlich von Zorten, später die Burg Belfort. Nivagl stammt aus dem 10. oder frühen 11. Jahrhundert und gehört somit zu den ältesten Burgenanlagen Oberrätiens. Familie Der Herrschaftskern derer von Vaz ist schon im Churrätischen Reichsguturbar erfasst. Von Nivagl griff das Geschlecht im Laufe der Zeit auf grosse Teile Oberrätiens über und entwickelte sich dort neben dem Bistum Chur zur bedeutendsten politischen Macht. Die Freiherren von Vaz waren bis 1299 Pfandinhaber der Reichsvogtei über das Hochstift Chur, später der sogenannten Grafschaft Laax, eines Lehens des Reichs an Österreich. Ihre Rechte an umfangreichen Ländereien im Linzgau nördlich des Bodensees basierten mehrheitlich auf Eigentumsrechten an der Pfarrkirche Seefelden und wurden im 13. Jahrhundert abgestossen. Die Freiherren von Vaz besassen in Graubünden Rechte an gut 25 Burgen; von Neu-Aspermont in der Bündner Herrschaft bis Jörgenberg in der Surselva, von Ortenstein im Süden des Domleschgs bis nach Splügen im Rheinwald. Grablege der Vazer war das Prämonstratenserstift Churwalden, dessen Gründer ein Vazer gewesen sein könnte. Walter, 1135 als Schuldner der Gemeinde Plurs im Veltlin urkundlich festgehalten, war 1158 als Walter de Sevelt Vogt der Kirche Seefelden. Seine Söhne waren Walter und Rudolf, der mit Willibirg, Tochter des Grafen Manegold II. von Veringen verheiratet war und 1192 am Hof König Heinrichs VI. in Hagenau im Elsass nachgewiesen ist. Wichtigste Vertreter - Walter I. von Vaz, urkundlich erwähnt von 1135 bis 1160; † vor 10. März 1169 - Walter II., Sohn von Walter I., erwähnt 1160 - Rudolf l. von Vaz, Sohn von Walter I., Vogt der Kirche Seefelden † vor 1200, verheiratet mit Gräfin Willibirg von Veringen - Walther von Vatz († 18. Januar 1213) war Bischof von Gurk. - Rudolf II. Sohn von Walter I., † vor 1227 - Walter III. von Vaz, † 26. November 1254; Sohn von Walter I., verheiratet mit Adelheid von Rapperswil - Rudolf III., Sohn von Walter III., † 27. Juli 1262 als Rudolf IV. von Rapperswil, Graf von Rapperswil - Walter lV. von Vaz, Sohn von Walter III. verheiratet mit Adelheid von Montfort; † vor 25. April 1255 - Walter V., Sohn von Walter IV., † 4. November 1284, verheiratet mit Liukarda von Kirchberg, † 24. Mai 1326 - Donat, Sohn von Walter V., † 23. April 1337/38 in Churwalden, verheiratet mit Guota von Ochsenstein - Margarethe, Tochter von Walter V., verheiratet 1. mit Ulrich II. von Matsch, † 1309, 2. mit Ulrich von Aspermont, † 1333 - N, Tochter von Walter V., verheiratet mit Walter IV. von Eschenbach - Kunigunde, Tochter des Donat, † 5./6. Februar 1364, verheiratet mit Friedrich V. von Toggenburg - Ursula, Tochter des Donat, † 4. April 1367, verheiratet mit Rudolf IV., Graf von Werdenberg-Sargans, † 27. Dezember 1361; ermordet bei Chiavenna Weitere Angaben Am 4. März 1213 wird beurkundet, dass Adelheid von Montfort den vom Gemahl Walter von Vaz als Morgengabe erhaltenen Teil ihrer Güter in Seefelden, Maurach und Tüfingen dem Kloster Salem übertragen und als Ersatz ein Gut in Obervaz und Abgaben aus der Alp Sanapans (Lenzerheide) und aus Davos erhalten habe. Im Jahre 1275 erhielt Walter IV. vom Bischof von Chur einige Besitzungen im Domleschg als erbliche Lehen, unter anderem auch Tomils mit dem Schloss Ortenstein. Da sie bereits die Burgen Neu-Süns und Alt-Süns bei Paspels und die Burg Heinzenberg besassen, bekamen die Vazer im Domleschg eine überragende Stellung. Donat von Vaz galt als Befreier und Volksheld Graubündens. Er war von 1295 bis 1298 Rechtsstudent an der Universität Bologna und wurde anschliessend Domherr in Chur. 1300, nach dem Tod seines Bruders Johannes, übernahm er die Herrschaft Vaz. Er lehnte sich politisch an Österreich an und pflegte Beziehungen zu Zürich. Für Wandmalereien in Kirchen erteilte er Aufträge an den Waltensburger Meister. Oft war er in heftige Kampfe gegen den Bischof von Chur verwickelt und wurde deshalb von der liberalen Geschichtsschreibung des 19. und 20. Jahrhunderts sowie in Erzählungen und Volksdramen als Demokrat und Befreier Graubündens gefeiert. Donats Erbe ging über an die Töchter Kunigunde und Ursula, an die Gräfinnen von Toggenburg bzw. von Werdenberg-Sargans. Die Burg Belfort von Lenzerheide wurde an Schwester Kunigunde vererbt und ging damit in den Besitz der Grafen von Toggenburg über. Der Bischof von Chur, das Schams und Obervaz kauften 1456 das Erbe der Ursula von den verarmten Grafen von Werdenberg-Sargans für 3600 Gulden ab. Obervaz bezahlte für sein Gebiet 600 Gulden, ungefähr 11000 Franken. Im gleichen Jahre konnte sich Vaz/Obervaz loskaufen und wurde eine selbständige Gemeinde. | von Vaz, Freiherr Walter I. (I11160)
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| 48477 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Freiherren_von_Wartenberg Die Freiherren von Wartenberg waren ein süddeutsches Adelsgeschlecht mit den Stammsitzen Burg Wartenberg und Obere Burg Wartenberg auf dem Wartenberg bei Geisingen. Geschichte Angenommen wird ihr Abkunft aus einem Ortsadelsgeschlecht des Ortes Geisingen, ein Cuno von Gisingen wird 1085 genannt. Nach dem Bau einer Burg auf dem ehemaligen Vulkan Wartenberg nannten sie sich wohl nach diesem Ort. Im Jahr 1215 werden die Brüder Konrad der Ältere und Heinrich der Ältere genannt als deren Söhne 1242 H. et E(igelofus) juniores, filli sui, de Wartenberc anzusehen sind.[1] 1273 nennt sich Konrad von Wartenberg Landgraf in der Baar. Bekanntestes Mitglied der Familie war wohl der Abt von St. Gallen, Heinrich von Wartenberg. Die Wartenberger waren keine Dienstmannen der Fürstenberger wie manchmal vermutet wurde. Konrad von Wartenberg nannte sich 1273 Landgraf in der Baar. Teil an der Herrschaft hatten auch die Grafen von Sulz. Graf Hermann von Sulz überließ 1282 die Landgrafschaft Baar König Rudolf von Habsburg, welcher sie dem Grafen Heinrich von Fürstenberg verlieh. Ein Fürstenberger heiratete in die Familie der von Wartenberg ein. Das Geschlecht der Wartenberger erlosch um 1302 in der Stammlinie. Wappen Das Wappen der Wartenberger zeigt einen stehenden Löwen in Rot auf Silbernem Schild. Es findet sich heute noch in einigen Ortswappen der Gegend, so von Geisingen (ergänzt durch den fürstenbergischen Adler), Öfingen (Stadtteil von Bad Dürrheim), Unterbaldingen (Stadtteil von Bad Dürrheim) und Fürstenberg (Stadtteil von Hüfingen). Literatur Arthur Hauptmann: Burgen einst und jetzt. Burgen und Burgruinen in Südbaden und angrenzenden Gebieten. Im Verlag des Südkurier, Konstanz 1984, ISBN 3-87799-040-1, (S. 216–219). Franz Ludwig Baumann, Die Freiherren von Wartenberg (Regesten). In: Freiburger Diözesan Archiv Bd. XI, 1877 S. 145 ff. online bei der UB Freiburg Karl Siegfried Bader: Zur Geschichte der Freiherren von Wartenberg. In: Schriften des Vereins für Geschichte und Naturgeschichte der Baar, Band XXVII/1968, S. 114–118. online Weblinks Commons: Coats of arms of Wartenberg family – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien Einzelnachweise Franz Ludwig Baumann, Die Freiherren von Wartenberg, (Regesten) in: Freiburger Diözesan Archiv Bd. XI, 1877 S. 145 ff. online bei der UB Freiburg | von Wartenberg (I11334)
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| 48478 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Freiherren_von_Wartenberg Die Freiherren von Wartenberg waren ein süddeutsches Adelsgeschlecht mit den Stammsitzen Burg Wartenberg und Obere Burg Wartenberg auf dem Wartenberg bei Geisingen. Geschichte Angenommen wird ihr Abkunft aus einem Ortsadelsgeschlecht des Ortes Geisingen, ein Cuno von Gisingen wird 1085 genannt. Nach dem Bau einer Burg auf dem ehemaligen Vulkan Wartenberg nannten sie sich wohl nach diesem Ort. Im Jahr 1215 werden die Brüder Konrad der Ältere und Heinrich der Ältere genannt als deren Söhne 1242 H. et E(igelofus) juniores, filli sui, de Wartenberc anzusehen sind.[1] 1273 nennt sich Konrad von Wartenberg Landgraf in der Baar. Bekanntestes Mitglied der Familie war wohl der Abt von St. Gallen, Heinrich von Wartenberg. Die Wartenberger waren keine Dienstmannen der Fürstenberger wie manchmal vermutet wurde. Konrad von Wartenberg nannte sich 1273 Landgraf in der Baar. Teil an der Herrschaft hatten auch die Grafen von Sulz. Graf Hermann von Sulz überließ 1282 die Landgrafschaft Baar König Rudolf von Habsburg, welcher sie dem Grafen Heinrich von Fürstenberg verlieh. Ein Fürstenberger heiratete in die Familie der von Wartenberg ein. Das Geschlecht der Wartenberger erlosch um 1302 in der Stammlinie. Wappen Das Wappen der Wartenberger zeigt einen stehenden Löwen in Rot auf Silbernem Schild. Es findet sich heute noch in einigen Ortswappen der Gegend, so von Geisingen (ergänzt durch den fürstenbergischen Adler), Öfingen (Stadtteil von Bad Dürrheim), Unterbaldingen (Stadtteil von Bad Dürrheim) und Fürstenberg (Stadtteil von Hüfingen). Literatur Arthur Hauptmann: Burgen einst und jetzt. Burgen und Burgruinen in Südbaden und angrenzenden Gebieten. Im Verlag des Südkurier, Konstanz 1984, ISBN 3-87799-040-1, (S. 216–219). Franz Ludwig Baumann, Die Freiherren von Wartenberg (Regesten). In: Freiburger Diözesan Archiv Bd. XI, 1877 S. 145 ff. online bei der UB Freiburg Karl Siegfried Bader: Zur Geschichte der Freiherren von Wartenberg. In: Schriften des Vereins für Geschichte und Naturgeschichte der Baar, Band XXVII/1968, S. 114–118. online Weblinks Commons: Coats of arms of Wartenberg family – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien Einzelnachweise Franz Ludwig Baumann, Die Freiherren von Wartenberg, (Regesten) in: Freiburger Diözesan Archiv Bd. XI, 1877 S. 145 ff. online bei der UB Freiburg Mehr unter dem Link oben.. | von Wartenberg, Heinrich (I12911)
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| 48479 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_(Arnsberg) Friedrich von Arnsberg (genannt Friedrich der Streitbare) (* um 1075; † 11. Februar 1124) war Regent der Grafschaft Arnsberg-Werl von 1092 bis 1124. Herkunft und Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Friedrich war ein Sohn des Grafen Konrad II. von Werl-Arnsberg und Mathilde von Northeim, einer Tochter des Grafen Otto von Northeim, Herzog von Bayern. Er selbst war verheiratet mit Adelheid von Limburg, einer Tochter des Herzogs Heinrich I. Aus der Ehe ging die Tochter Ida (teilweise auch als Jutta bezeichnet) als Erbin der Grafschaft Werl-Arnsberg hervor. Diese war in erster Ehe mit Gottfried II. Graf von Cappenberg und in zweiter Ehe mit Gottfried I. Graf von Cuyk verheiratet. Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Nachdem Graf Konrad II. zusammen mit seinem Sohn Hermann 1092 gegen die Friesen gefallen war, beerbten ihn seine Söhne Friedrich und Heinrich. Friedrich war höchstwahrscheinlich der Ältere von beiden und wurde mit der Grafschaft seines Vaters belehnt. Vermutlich wegen der Erbteilung der Allode mit seinem Bruder verlegte Friedrich den Schwerpunkt seiner Herrschaft nach Arnsberg, während sein Bruder Heinrich sich nach der Burg Rietberg benannte. Friedrichs Beiname gibt den Charakter seiner Herrschaft wieder. Der sächsische Annalist berichtete, dass Friedrich durch seine Gewalt, fast das ganze „Land Westfalen in Knechtschaft gebracht worden war. (...) Eben jener war ein zweiter Cäsar; seine Hand war gegen alle und aller Hand war gegen ihn. (...)“[1] Daher erhielt er den Namen der "Streitbare." Harm Klueting urteilt, dass Friedrich in seiner Regentschaftszeit zum „mächtigsten Mann Westfalens aufstieg.“[2] Nach dem Tode seines Bruders Heinrich setzte er einige Jahre seine Nichte gefangen, um sicherzustellen, dass nicht durch eine Heirat ihr Erbgut seiner Verwaltung entzogen werden konnte. Friedrich als Gefolgsmann von Kaiser Heinrich IV.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Über den engeren Bereich seiner Grafschaft hinaus war Friedrich von Bedeutung, weil er in der Politik des Reiches eine beachtliche Rolle spielte und Einfluss auf die zeitgenössischen Kaiser ausübte. Wie sein Vater stand er im anhaltenden Streit mit dem Reformpapsttum auf Seiten der Kaiser (was zu seiner negativen Beurteilung durch geistliche Chronisten beigetragen haben mag.) Seine anfangs kaisertreue Position stand dabei im auffälligen Gegensatz zu den meisten anderen sächsischen Adeligen, die den Gegenkönig Rudolf von Rheinfelden unterstützten. Als Anhänger Kaiser Heinrich IV. fiel Friedrich 1102 in das Gebiet des Erzbischofs von Köln Friedrich I. von Schwarzenburg ein. Daraufhin griff der Erzbischof die Grafschaft an und zerstörte die Arnsberger Burg. Die Truppen des Bischofs wurden anschließend allerdings von Friedrich besiegt und teilweise gefangen genommen. Allerdings erfolgte die Einigung zwischen den streitenden Parteien zu Lasten Friedrichs. Dieser musste die Hälfte der seinem Haus noch verbliebenen Grafenrechte an das Erzbistum Köln abtreten. Diese Gebiete wurden von den Kölnern an Gefolgsleute wie die Herren von Ardey und die Herren von Volmarstein als Lehen weitergegeben. Im Konflikt zwischen dem späteren Kaiser Heinrich V. und dessen Vater Heinrich IV. stand Friedrich im Gegensatz zu großen Teilen des Adels auf Seiten des Vaters. In diesem Zusammenhang griff er den auf Seiten des Sohnes stehenden Bischofs Burchard von Münster an, nahm diesen 1106 gefangen und lieferte ihn an den Kaiser aus. Zeit der sächsischen Adelserhebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Aus diesem Grund war nach dem Tod Heinrichs IV. das Verhältnis zum neuen Herrscher nicht ungetrübt. Daher begleitete nicht der Graf, sondern dessen Bruder Heinrich Kaiser Heinrich V. auf seinem Kaiserzug nach Italien. Heinrich gehörte 1111 während der Verhandlungen mit Papst Paschalis II. zu den von den Deutschen gestellten Geiseln. Im Jahr 1112 besuchte Friedrich das Hoflager des Kaisers in Münster und hat diesem seine Gefolgschaft geschworen. Freilich dauerte dieses Einvernehmen nicht lange. Friedrich und sein Bruder Heinrich gehörten 1114 zu den sächsischen Adeligen, die sich unter Führung des neuen Sachsenherzogs Lothar von Supplinburg gegen den Kaiser empörten. Zu den Unterstützern gehörten auch die Erzbischöfe von Köln und Mainz. Als er während der Schlacht bei Jülich mit seinen Truppen den kaiserlichen Einheiten in den Rücken fiel, trug er entscheidend zu dessen Niederlage bei. Die kaiserlichen Truppen fielen daraufhin plündernd in die Grafschaft ein. Sie konnten Friedrich aber nicht entscheidend schwächen, der weiterhin eine wichtige Rolle in der Empörung des Adels spielte. Im Frühjahr 1115 begann Heinrich V. einen Feldzug. Er eroberte Braunschweig und verwüstete Halberstadt. Unter Führung von Friedrich, seinem Bruder Heinrich, den Grafen von Ravensberg und Heinrich von Limburg kamen westfälische Adelige den Antikaiserlichen zur Hilfe. Diese gingen daraufhin ebenfalls in die Offensive und griffen den kaiserlichen Feldherrn Hoyer von Mansfeld an. Daraufhin vereinigten sich auch Mansfeld und Heinrich V. und beide Seiten trafen am 11. Februar 1115 in der Schlacht am Welfesholz aufeinander. Lothar von Supplinburg und seine Verbündeten haben diesen Kampf gewonnen. Der Kaiser zog sich nach Mainz zurück und die Aufständischen zerstörten in Dortmund die kaiserliche Pfalz und wandten sich anschließend nach Münster, das auf der Gegenseite stand und aus Furcht vor den Grafen von Arnsberg und Tecklenburg befestigt worden war. Die Verbündeten eroberten die Stadt und ersetzten Bischof Burchardt durch Theoderich von Weizenburg. Friedrich war anschließend auch an der Zerstörung der Burgen Falkenhagen und Waldshausen beteiligt. Im Kloster Corvey erreichten Abgesandte des Kaisers unter ihnen Herzog Welf von Bayern, dass die Aufständischen auf einer Reichsversammlung in Mainz am 1. November 1115 mit dem Kaiser in Verhandlungen eintreten würden. Während des Aufenthalts in Corvey schloss Friedrich Freundschaft mit Abt Erkenbert und ließ sich sogar in die dortige Gebetsbruderschaft aufnehmen. Diese Freundschaft nutzte der Abt um Friedrich zu einem Angriff auf Obermarsberg zu veranlassen. Seit Ludwig dem Frommen gehörte die dortige ehemalige Reichsfeste Eresburg dem Kloster Corvey, das dort ein Konvent unterhielt. Die Einwohner der dazugehörigen Siedlung hatten sich gegen die Herrschaft des Klosters erhoben. Friedrich führte den Wunsch des Abtes aus und zerstörte die Befestigungen in Obermarsberg. Dies war nicht nur eine Freundschaftsgeste gegenüber dem Abt, sondern auch eine willkommene Gelegenheit eine befestigte Stelle an der Grenze des eigenen Gebietes auszuschalten. Frontenwechsel und Unterstützung Kaiser Heinrichs V.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Im Gegensatz zu den hochadeligen Führern der Adelsempörung war Friedrich offenbar tatsächlich nach Mainz gereist, hatte die Fronten gewechselt und sich dort mit Kaiser Heinrich V. ausgesöhnt. Die Ursache dafür sieht Klueting in der wachsenden Macht Lothar von Supplinburg.[3] Der Aufbau einer starken Herzogsgewalt hätte die relativ unabhängige Stellung der westfälischen Grafen bedroht. In der Folge tauchte er dann als Zeuge bei kaiserlichen Amtshandlungen auf. Von nun an war Friedrich in kaiserlichen Diensten tätig. Im Jahr 1120 führte der Wechsel der Fronten, zum Angriff von Lothar von Supplinburg auf das Territorium des Grafen Friedrich und zur Zerstörung der Rüdenburg bei Arnsberg. Im selben Jahr war Friedrich dann einer der Vermittler zwischen dem Kaiser und den aufständischen Fürsten sowie dem Erzbischof von Köln. Letzte Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] War Friedrich in den vorangegangenen Jahren vor allem in die Konflikte des Reiches verwickelt, musste er sich nunmehr um den Bereich seiner Herrschaft selbst kümmern. So hat er vergeblich versucht, die Gründung der Burg Altena durch den Grafen von Berg zu verhindern. Auch in der eigenen Familie hatte Friedrich Probleme. Da er ohne männlichen Erben blieb, war seine Tochter Ida Erbin der Grafschaft. Eine Vereinigung mit dem Besitz von deren Ehemann Gottfried von Cappenberg hätte die Basis für eine neue starke Grafenlinie geboten. Dieser wie auch sein Bruder Otto entschlossen sich allerdings 1121 zur Buße für die Gewalttaten während des Aufstands des Lothar von Supplinburg, ihren Besitz aufzugeben, und gründeten mit dem Kloster Cappenberg das erste westfälische Prämonstratenserkloster. Nachdem ihr Mann in das von ihm gegründete Kloster eingetreten war, heiratete Ida in zweiter Ehe den holländischen Grafen Gottfried von Cuyk. Mit dem Tod Friedrichs erlosch das Haus der Grafen von Werl-Arnsberg. Das Erbe trat der zweite Ehemann der Tochter Ida, Gottfried von Cuyk, an, der zum Stammvater der jüngeren Linie der Grafen von Arnsberg wurde. Mehr unter dem Link oben.. | von Werl-Arnsberg, Graf Friedrich (I13510)
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| 48480 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_(Bayern) Friedrich der Weise (* um 1339; † 4. Dezember 1393 in Budweis) aus dem Hause Wittelsbach war von 1375 bis 1392 Herzog von Bayern und von 1392 bis zu seinem Tod Herzog von Bayern-Landshut. Leben Friedrich wurde um 1339 als zweiter Sohn des späteren Herzogs Stephan II. und seiner Ehefrau Elisabeth von Sizilien geboren. 1360 heiratete er Anna von Neuffen, im Jahr darauf kam die Tochter Elisabeth zur Welt. Elisabeth ehelichte nach 1367 Marco Visconti, den Sohn des Mailänder Stadtherrn Bernabò Visconti. Ihr Heiratsgut betrug 45.000 Gulden.[1] 1371/72 unternahm Friedrich mit seinem älteren Bruder Stephan III. eine Preußenfahrt.[2] Friedrich wurde als Jerusalempilger um 1375 zum Rittter vom heiligen Grabe geschlagen. [3] Er war von seinem einige Jahre jüngeren Onkel Otto V. als Nachfolger in der Mark Brandenburg vorgesehen, die sich aber 1373 Kaiser Karl IV. aneignete. Die Herzöge von Bayern erhielten eine Entschädigung von 500.000 Gulden, sowie die Kurstimme Brandenburgs. Friedrich wurde obendrein noch mit den Reichslandvogtstelle von Augsburg.[4] Nach dem Tod seines Vaters 1375 regierte Friedrich zusammen mit Otto V. und seinen Brüdern Johann II. und Stephan III. das Herzogtum Bayern. Friedrich verwaltete dabei – zunächst gemeinsam mit Otto, nach dessen Tod 1379 allein – das reiche Niederbayern mit seiner Hauptstadt Landshut. Als Ausgleich zahlte er seinen in Oberbayern residierenden Brüdern jährlich 4000 Gulden. Nach dem Tod seiner ersten Ehefrau Anna heiratete er 1381 Maddalena Visconti, eine Schwester seines Schwiegersohns Marco. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor, darunter die Tochter Elisabeth und der Sohn Heinrich, der später seinem Vater als Herzog nachfolgte. 1383 kämpfte Friedrich auf französischer Seite in Flandern gegen die Engländer. Er besuchte den Hof seines Onkels Albrecht I. von Straubing-Holland in Le Quesnoy und nahm an der Belagerung von Bourbourg teil. Am 1. November trat er gegen eine jährliche Pension in Höhe von 4000 Franc in Paris in den Dienst König Karls VI., dessen Eheschließung mit seiner Nichte Elisabeth er maßgeblich betrieb. Im Sommer 1385 begleitete er Elisabeth – später Isabeau de Bavière genannt – nach Amiens zu ihrer Hochzeit mit dem König.[5] Im Städtekrieg nahm Friedrich 1387 den Salzburger Erzbischof Pilgrim gefangen und forderte für seine Freilassung die Auflösung seines Vertrags mit dem Schwäbischen Städtebund. Bei der Landesteilung am 19. November 1392 gelang es ihm, Niederbayern mit Landshut zu behalten, während Johann II. Bayern-München und Stephan III. Bayern-Ingolstadt übernahm. Friedrich war lange Zeit Berater König Wenzels in rechtlichen Fragen und galt als aussichtsreichster Nachfolger des kränklichen Königs. Sein plötzlicher Tod bei einem Dienstritt verhinderte jedoch, dass er seinem Großvater Ludwig dem Bayern auf den Königsthron folgte. Er wurde im Kloster Seligenthal in Landshut bestattet.[6] Ehen Am 16. Mai 1360 heiratete er Anna von Neuffen, eine Tochter Graf Bertholds VII. von Neuffen. Als Anna 1380 starb, heiratete Friedrich am 2. September 1381 Maddalena Visconti, eine Tochter Bernabò Viscontis. Literatur • Helga Czerny: Der Tod der bayerischen Herzöge im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit 1347–1579. Vorbereitungen – Sterben – Trauerfeierlichkeiten – Grablegen – Memoria (= Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte. Band 146). C. H.eck, München 2005, ISBN 3-406-10742-7, S. 137–140 (zugleich Dissertation, Universität München 2004). • Siegfried Hofmann: Friedrich, Herzog von Bayern. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 5, Duncker & Humblot, Berlin 1961, ISBN 3-428-00186-9, S. 493 (Digitalisat). • Sigmund Ritter von Riezler: Friedrich (Herzog von Bayern-Landshut). In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 7, Duncker & Humblot, Leipzig 1877, S. 462–464. • Theodor Straub: Bayern im Zeichen der Teilungen und Teilherzogtümer. In: Max Spindler, Andreas Kraus (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Geschichte. 2. Auflage. 2. Band. C. H. Beck, München 1988, ISBN 3-406-32320-0, S. 196–287, insbesondere S. 26. Anmerkungen 1 Theodor Straub: Die Mailänder Heirat Herzog Stephans III. des Kneißels und Das wirkliche Geburtsjahr Herzog Ludwigs des Bärtigen und seiner Schwester Isabeau de Bavière. In: Sammelblatt des Historischen Vereins Ingolstadt. Band 77, 1968, S. 512, insbesondere S. 6–8 (Digitalisat). 2 Werner Paravicini: Die Preußenreisen des europäischen Adels. Teil 1 (= Beihefte der Francia. Band 17/1). Thorbecke, Sigmaringen 1989, ISBN 3-7995-7317-8, S. 149 (Digitalisat). 3 Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem – Historisches Lexikon Bayerns. In: www.historisches-lexikon-bayerns.de. Abgerufen am 8. September 2016. 4 Theodor, Straub: Bayern im Zeichen der Teilungen und Teilherzogtümer. Hrsg.: Max Spindler, Andreas Kraus. 2. Auflage. Band 2. C.H. Beck, München 1988, S. 215 f. 5 Zu den Hintergründen der Eheschließung: • Theodor Straub: Herzog Ludwig der Bärtige von Bayern-Ingolstadt und seine Beziehungen zu Frankreich in der Zeit von 1391 bis 1415. Lassleben, Kallmünz 1965, S. 1–5. • Tracy Adams: The life and afterlife of Isabeau of Bavaria. Johns Hopkins University Press, Baltimore 2010, ISBN 978-0-8018-9625-5, S. 2–6. 6 Zu Friedrichs Tod und Begräbnis Helga Czerny: Der Tod der bayerischen Herzöge im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit 1347–1579. Vorbereitungen – Sterben – Trauerfeierlichkeiten – Grablegen – Memoria (= Schriftenreihe zur bayerischen Lanesgeschichte. Band 146). C. H. Beck, München 2005, ISBN 3-406-10742-7, S. 138–139 (zugleich Dissertation, Universität München 2004). | von Bayern-Landshut (Wittelsbacher), Herzog Friedrich der Weise (I9556)
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| 48481 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_(Böhmen) (Okt 2017) Friedrich (Bedřich) (* um 1142; † 25. März 1189) war Herzog von Böhmen aus dem Geschlecht der Přemysliden. Die Regierungszeit Bedřichs war gekennzeichnet durch die innenpolitische Schwäche des Herrschers, der sich jedoch in Kämpfen gegenüber dem mährischen Zweig der Přemysliden durchsetzen konnte. Leben Bedřich war der älteste Sohn des Königs Vladislav II. von Böhmen aus seiner ersten Ehe mit Gertrud von Österreich, Tochter des Markgrafen Leopold III. Er wurde von seinem Vater Vladislav II. 1173 als Herzog eingesetzt. Der König hatte jedoch weder die Zustimmung des böhmischen Adels noch die des Kaisers Friedrich I. eingeholt. Gerade der Kaiser war der Ansicht, dass es ihm obliege, über die Nachfolge der böhmischen Krone zu bestimmen. Beide Seiten setzten daraufhin Bedřich in einem Prozess in Nürnberg ab und bestimmten Udalrich (Oldřich), einen Sohn Soběslavs I., zum Herzog. Dieser gab das Amt aber an den bereits früher als Herzog vorgesehenen Soběslav II. ab, der es von 1174 bis 1180 ausübte. Bedřich musste am Hof des Kaisers dienen. So oblag es ihm, ein Heer für den Zug nach Italien aufzustellen, das sein Bruder Oldřich führte. Das Heer mit 60.000 Mann überfiel zweimal Österreich und war durch seine Plünderungen auch von Klöstern und Kirchen berüchtigt. Der Kaiser wurde vom Papst bei Verhandlungen in Venedig 1177 angewiesen, den als Herrscher für die Plünderungen verantwortlichen Soběslav II. abzusetzen und an seiner Stelle Bedřich einzusetzen. Darüber hinaus wird angenommen, dass der Kaiser durch diesen Schritt die weitere Festigung der böhmischen Herrschaft in Mähren zu verhindern versuchte, die von Soběslav vorangetrieben worden war. Mit Hilfe von Markgraf Konrad III. Otto von Znaim (Konrád Znojemský) und Herzog Leopold V. und deren deutsche Söldner marschierte Bedřich in Mähren und in Böhmen ein und eroberte 1178 Prag. Mit Unterstützung des Kaisers wählte der böhmische Adedel 1178 wieder Bedřich zum Herzog. Soběslav versuchte, erneut die Macht zu erlangen. Als Bedřich vom Kaiser zum Reichstag nach Worms berufen wurde, rief Soběslav seine Getreuen und versuchte, die Prager Burg zu erobern. Zunächst siegte er in der Schlacht von Loděnice, wurde dann aber vom zurückgekehrten Bedřich mit Hilfe von Konrads Kavallerie am 27. Januar 1179 bei Nové Město (heute Stadtteil von Prag) vernichtend geschlagen. Diese zweite Amtszeit war geprägt von Machtkämpfen mit den mährischen Familienmitgliedern wie Konrad Otto, dem Fürsten von Znojmo. 1182 wurde Friedrich von Konrad aus dem Land gejagt. Erst auf Befehl des Kaisers durfte er seinen Thron wieder besteigen[1]. Der Kaiser selbst versuchte nun alles, um die Macht der böhmischen Krone zu schwächen. Er erhob Mähren zur Markgrafschaft, unterstellte sie dem Reich und stärkte damit die Fürsten. Auch die Erhebung der Bischöfe von Prag zu Reichsfürsten sollte die Stellung der Přemysliden weiter untergraben. Bedřich versuchte, dem entgegenzuwirken, indem er 1179 seinen jüngeren Bruder Ottokar I. Přemysl zum Markgrafen Mährens ernannte. | von Böhmen (Přemysliden), Bedřich (Friedrich) (I8050)
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| 48482 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_I._(Braunschweig-Wolfenbüttel) (Feb 2022) Friedrich war ebenso wie sein Vater und seine Brüder in die Lüneburger Erbfolgekriege verwickelt, bei denen er im Jahr 1388 Lüneburg eroberte. Ermordung Bei den Verhandlungen zur Königswahl Ende Mai 1400 in Frankfurt nominierte ihn sein Schwager Rudolf von Sachsen, aber Erzbischof Johann II. von Mainz favorisierte Ruprecht, den Pfalzgrafen bei Rhein. Es kam zum Streit, und Friedrich reiste in Unfrieden ab. Auf dem Heimritt wurde er am 5. Juni 1400 bei dem Dorf Kleinenglis, wenige Kilometer südlich von Fritzlar vom Mainzer Oberamtmann in Hessen, dem Grafen Heinrich VII. von Waldeck, und dessen Kumpanen Friedrich III. von Hertingshausen und Konrad (Kunzmann) von Falkenberg ermordet. Am Tatort steht seit dem 15. Jahrhundert das sogenannte Kaiserkreuz von Kleinenglis. Die Leiche Friedrichs wurde nach der Bergung in der Fritzlarer Stiftskirche St. Peter aufgebahrt. Danach wurden die sterblichen Überreste für die Überführung nach Braunschweig vorbereitet, wobei recht sicher anzunehmen ist, dass diese Überführung nach der Sitte more teutonico geschah. Der Hauptteil des Körpers ist in der Stiftskirche St. Blasius (heute Dom) bestattet. Unterwegs wurde das Herz (und wohl auch Teile der Eingeweide) Friedrichs in der Zisterzienserinnen-Klosterkirche zu Wiebrechtshausen (nördlich von Northeim) bestattet. Die Stelle der Herzbestattung (pars pro toto) ist durch eine Markierung im Fußboden vor dem Altar kenntlich gemacht. Das Herz Friedrichs ruht nur wenige Meter von der Grabstelle seines Oheims, Otto Herzog von Braunschweig-Göttingen, genannt der Quade, entfernt. Es ist anzunehmen, dass damit der engen Verbindung der beiden Männer gedacht werden soll. König Ruprecht verpflichtete die Mörder am 3. Februar 1402 zur Stiftung eines Altars mit ewiger Seelenmesse in der Stiftskirche St. Peter in Fritzlar als Sühne. | von Braunschweig-Lüneburg, Herzog Friedrich (I28320)
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| 48483 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_I._(Fürstenberg) Friedrich entstammt dem Geschlecht der Grafen von Fürstenberg. Sein Vater Heinrich I. von Fürstenberg war der Stammvater des Hauses Fürstenberg, seine Mutter war Agnes von Truhendingen. Nach dem Tod des Vaters (1284) erfolgte eine Erbteilung, bei der sein jüngerer Bruder Egon die Stadt Haslach im Kinzigtal erhielt und die Seitenlinie Fürstenberg-Haslach begründete. Durch seine Heirat mit der einzigen Erbin der Herren von Wolfach, Udelhild, konnte Friedrich 1290 seine Besitztümer in das Tal der Wolf und der Kinzig ausdehnen. Die Stadt Wolfach mit der Burg Wolfach und zahlreichen Höfen im Umland blieben dann bis 1806 im Besitz der Fürstenberger. | von Fürstenberg, Graf Friedrich I. (I12898)
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| 48484 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_I._(Lothringen) Friedrich von Bitsch (* um 1143; † 7. April 1207) war Herr von Bitsch, Gerbéviller und Ormes, proklamierte sich nach dem Tod seines Bruders Simon II. 1206 zum Herzog von Lothringen und wird in den Regentenlisten (fälschlich) als Friedrich I. geführt. Er war der zweite Sohn von Matthäus I., Herzog von Lothringen (Haus Châtenois), und Judith von Staufen (1123–1195), der Schwester Kaiser Friedrich Barbarossas, die auch Bertha von Schwaben hieß. In frankophonen Ländern wurde er Ferry genannt. Bereits 1155 ist er Herr von Bitsch. Beim Tod seines Vaters 1176 beanspruchte er mit Unterstützung seiner Mutter die Nachfolge im Herzogtum gegen seinen älteren Bruder Simon II. Simon musste daher eine Adelsversammlung einberufen, die ihn in seieinen Rechten bestätigte, die ihn aber auch zwang, auf einige Privilegien zu verzichten. Insbesondere wurden die États de Lorraine geschaffen, die die Rolle eines Parlaments des Herzogtums übernahmen. Friedrich revoltierte gegen die Entscheidung, der Krieg dauerte drei Jahre und endete mit einem im Mai 1179 in Ribemont geschlossenen Friedensvertrag, mit dem faktisch Lothringen geteilt wurde: Simon erhielt den frankophonen Süden, Friedrich den deutschsprachigen Norden und zudem die Herrschaften Gerbéviller und Ormes bei Nancy. Friedrichs gute Beziehungen zu seinen staufischen Verwandten Heinrich VI. und Philipp von Schwaben verschafften ihm deren Erlaubnis, den Titel eines Herzogs zu führen, so dass er 1196 als Herzog von Bitsch auftritt. Als Simon II. 1206 ohne Nachkommen starb, nachdem er seinen Neffen Friedrich II., Friedrichs Sohn, als Nachfolger eingesetzt hatte, akzeptierte er auch dies nicht und proklamierte sich zum Herzog von Lothringen. Er selbst starb etwa zwölf Monate später. Friedrich von Bitsch wurde in der Abtei Stürzelbronn bestattet. Er heiratete um 1160 Ludmilla von Polen († 1223), Tochter von Mieszko III., Herzog von Großpolen und Seniorherzog von Polen aus dem Haus der Piasten und Sohn der Salome von Berg, einer Verwandten der Staufer. Literatur • Henry Bogdan: La Lorraine des ducs. Sept siècles d'histoire. Perrin, Paris 2005, ISBN 2-262-02113-9. • Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band 1, 2: Přemysliden, Askanier, Herzoge von Lothringen, die Häuser Hessen, Württemberg und Zähringen. Klostermann, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-465-03020-6, Tafel 204. | von Lothringen (von Bitsch), Herzog Friedrich I. (Ferri) (I5506)
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| 48485 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_I._(Prag) Leben Friedrich, Sohn von Pfalzgraf Friedrich IV., soll ein Verwandter der böhmischen Königin Judith von Thüringen gewesen sein. Er war Prämonstratenserchorherr in Magdeburg und siedelte später in das Kloster Strahov über. Nach dem Tod des gewählten aber noch nicht geweihten Prager Bischofs Gotpold wurde Friedrich mit Unterstützung der Königin Judith 1169 zu dessen Nachfolger gewählt. Es ist nicht bekannt, durch wen und wo seine Bischofsweihe erfolgte. Die Amtszeit des Bischofs Friedrich fiel in eine politisch unruhige Zeit. 1172 verzichtete Herzog Vladislav II., der seit 1158 König von Böhmen war, zugunsten seines Sohnes Friedrich auf den Thron. Da er hierzu die Zustimmung des Kaisers Barbarossa nicht eingeholt hatte, musste Friedrich zurücktreten. Der Nachfolger Soběslav II., der vom Kaiser nur als Herzog belehnt wurde, vertrieb Herzog Friedrich. Da Bischof Friedrich ein Anhänger des Königs Vladislav und von dessen Sohn Friedrich war, machte er sich am neuen Herzogshof unbeliebt. Die Beziehungen zwischen Bischof und dem amtierenden Herzog Soběslav verschlechterten sich nochmals, als Papst Alexander 1177 den Herzog exkommunizierte, weil dieser bei einem Kriegszug Kirchen in Niederösterreich verwüstet hatte. Weil Bischof Friedrich die Landessprache nicht beherrschte, war er auch beim Volk nicht sehr beliebt. Die Rückkehr des vertriebenen Herzogs Friedrich und dessen kaiserliche Belehnung erlebte er nicht mehr, da er einige Monate vorher verstarb. | von Putelendorf, Pfalzgraf Friedrich V. (I36821)
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| 48486 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_I._(Rietberg) (Jul 2023) Graf Friedrich I. von Rietberg († 5. Juli 1282) war Graf von Rietberg und der Sohn von Graf Konrad I. von Rietberg und seiner Frau Oda zur Lippe. Friedrich heiratete 1247/51 Beatrix von Horstmar und Ahaus (Tochter von Otto von Horstmar, *1200, † nach 1246, und Adelheid von Ahaus, *1205, † nach 1250) und hatte mit ihr sieben Kinder. Nach dem Tod der Mutter 1262 gab der Vater die Grafschaft 1264 in die Hände Friedrichs. Im Jahr 1267 nahm er auf Seiten von Erzbischof Engelbert II. von Falkenburg an der Schlacht bei Zülpich teil. Er wurde von münsteraner Bischof Gerhard von der Mark gefangen und erst nach anderthalb Jahren freigelassen. Er starb am 5. Juli 1282 und wurde im Kloster Marienfeld beigesetzt. Dafür erhielt das Kloster auch sein Leibross sowie die Rüstung. Auf dem Grabstein der Gräfin stand: VIII. Kal. Octobr. (obiit) Beatrix de Horstmar, Comitissa de Retberg Requiescat in pace. Amen V. A. Z. F. I. XPO ++ (Vale anima, vivas felix in Christo) In deutscher Übersetzung: Am 24. September (starb) Beatrix von Horstmar, Gräfin von Rietberg. Sie ruhe in Frieden, Amen. Lebe wohl, Du Seele, lebe selig in Christus. Auf dem Grabstein von Friedrich stand unterhalb einer Freiherrenkrone geschrieben: Sub nonas terno Julii de corpore vergo; Hic Fridericus ego comes in Retbergia dego. Cum grege iustorum spero prece regna polorum. In deutscher Übersetzung: Am 5. Juli sank ich ins Grab, hier weile ich jetzt, Graf Friedrich von Rietberg. Mit der Schar der Gerechten hoffe ich im Gebet auf das Himmelreich. | von Rietberg, Graf Friedrich I. (I41384)
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| 48487 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_I._(Vianden) Friedrich I. (Vianden) Zur Navigation springenZur Suche springen Friedrich I. von Vianden war bis 1150 Graf von Vianden, Vogt von Prüm und Untervogt von Trier. Er war der ältere Bruder des Grafen Gerhard von Klerf. Er hatte mindestens vier Kinder: Siegfried I., Graf von Vianden Friedrich II., Graf von Vianden und Salm Gerhard, Abt von Prüm und Stavelot-Malmedy Adelheid von Vianden ∞ mit dem Grafen Albert von Molbach 1141 stellte sich Friedrich in einem Konflikt um die Zugehörigkeit der Abtei St. Maximin gegen Heinrich IV. von Luxemburg als dieser mit einem Heer vor den Pforten Triers auftauchte. Auf diplomatischem Wege konnte Friedrich den Fall der Stadt verhindern und Heinrich zog sich nach Plünderung der Umgegend wieder ab. Wahrscheinlich als Dank für diese Dienste im Konflikt gegen Luxemburg erhielt Friedrich im gleichen Jahr die Hälfte der Burg Arras als Lehen vom Erzbischof Albero. In den folgenden Jahren zog der Graf von Luxemburg noch mehrmals gegen die Stadt Trier, jedoch ohne dass Friedrich von Vianden weiter intervenierte, da seit 1142 Hermann von Stahleck, Pfalzgraf bei Rhein, mündig war und somit die Obervogtei von Trier ausübte. Einige Jahre später, als sich gegen Ende des Trierisch-Luxemburger Konflikts die Beziehungen zwischen der Grafschaft Vianden und dem Erzbistum abgekühlt hatten, besetzte Friedrich die Burg Arras vollständig. In den folgenden Jahren nutzte er diese um auf Plünderzüge tief ins Erzbistum zu gehen. Jedoch verlor der Graf diesen Stützpunkt später und versöhnte sich mit Erzbischof Albero und nahm erneut eine Stellung an dessen Hof ein. Quellen Dominique du Fays: La Maison de Vianden. Diplomarbeit Lüttich 1987 | von Vianden, Friedrich I. (I11932)
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| 48488 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_I._von_Goseck Folgt man der Annahme Karl Eduard Förstemanns, Friedrich von Goseck sei der Bruder Bruchards gewesen, dann könnte Burcbard, als er 1004 die Grafschaft seines Schwagers Esico erbte, die Grafschaft im nördlichen Hassegau mit dem Stammsitz Goseck seinem Broder Friedrich überlassen haben. Dadurch ergibt sich, dass die Gosecker Chronik Friedrich als Begründer einer neuen Dynastie ansah. Nachdem Siegfried III. ohne Erben verstarb, gingen die Merseburger Grafschaft und die Pfalzgrafenwürde auf Friedrich über. | von Goseck, Friedrich I. (I28453)
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| 48489 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_I._von_Schwarzenburg Friedrich von Schwarzenburg (* um 1075/1078; † 25. Oktober 1131 auf Burg Wolkenburg) war von 1100 bis 1131 als Friedrich I. Erzbischof von Köln. Leben Friedrich stammte von der Schwarzenburg bei Rötz im damaligen Nordgau (heute Oberpfalz). Franz Tyroller sieht in ihm einen Sohn des Berthold I. von Schwarzenburg und dessen Frau Richgardis von Spanheim-Istrien. Zweifelsfrei belegt ist aber weder seine Mutter, noch der Vorname seines Vaters. Friedrich studierte in Bamberg und Frankreich. Bevor er am 6. Januar 1100 von Kaiser Heinrich IV. zum Erzbischof von Köln erhoben wurde, war er Kanoniker in Bamberg und Speyer. Ebenfalls im Jahr 1100 wurde auf seine Anweisung mit dem Bau der Burg Volmarstein begonnen. Im Jahr 1102 kaufte der Erzbischof aus dem Besitz der Grafen von Werl die Orte Hachen (bei Sundern) und Werl. Außerdem wurde Graf Friedrich von Arnsberg nach der Eroberung der Stadt Arnsberg gezwungen, auf die Hälfte seiner Grafschaft zu Gunsten Kölns zu verzichten. Friedrich vermehrte damit den Einfluss Kölns in Westfalen beträchtlich. 1106 wechselte er in der Auseinandersetzung zwischen dem Kaiser und dessen Sohn auf die Seite König Heinrichs V., was zu einem Konflikt mit Rom führte. Am 25. Juli 1110 krönte Erzbischof Friedrich I. in Mainz Mathilde, die Braut von König Heinrich V., dem er 1111 beim Italienzug zur Kaiserkrönung folgte. Er wandte sich jedoch später von Heinrich V. ab und besiegte ihn 1114 in einer Schlacht bei Andernach. Der Hl. Norbert von Xanten erhielt in jungen Jahren seine Ausbildung bei Friedrich I. und wurde von ihm ca. 1115 in Köln zum Priester geweiht. Norbert gründete dann später den Prämonstratenserorden. Friedrich sicherte den Süden des Erzstifts Köln durch den Bau mehrerer Befestigungen. 1118 errichtete er die Burg Wolkenburg auf einer Bergkuppe des Siebengebirges sowie 1122 die Burg Rolandseck auf der gegenüberliegenden Rheinseite. Auch der Bau der Burg Drachenfels wird ihm zugeschrieben. 1122 war er an der Abfassung des Wormser Konkordates als Ratgeber und Erzkanzler für Reichsitalien beteiligt. Im gleichen Jahr vermittelte er die Ehe seiner Nichte Margareta von Schwarzenburg mit dem Grafen Adolf von Saffenberg. Am 24. August 1125 stimmte er bei der Königswahl gegen Friedrich von Schwaben für Lothar von Supplinburg, nachdem er zuerst Karl von Flandern die Krone angeboten hatte. Am 13. September 1125 krönte er Lothar in Aachen zum römisch-deutschen König Lothar III. Friedrich starb am 25. Oktober 1131 auf der von ihm erbauten Wolkenburg und wurde am 9. Dezember in der Abtei Siegburg beigesetzt, in der auch zwei seiner Brüder ruhen. Bei Ausgrabungen in der Abteikirche nach dem Zweiten Weltkrieg wurden 18 Gräber aus der Zeit vor dem barocken Umbau gefunden, das Grab von Erzbischof Friedrich I. wurde bis heute nicht entdeckt. In der Kölner Dombibliothek befindet sich eine wertvolle, im Auftrag von Erzbischof Friedrich um 1130 gefertigte Handschrift, das sog. Friedrich-Lektionar. Auf dem prächtigen farbigen Titelbild thronen Jesus und der Erzbischof, über dem auf einem Bogen "DOMNUS FRIDERICUS COLONIENSIS ARCHIEPISCOPUS" steht. | von Schwarzenburg, Erzbischof Friedrich I. (I41286)
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| 48490 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_I._von_Truhendingen Friedrich I. von Truhendingen Friedrich I. von Truhendingen (urkundlich belegt von 1240 bis 1274) trat als Gemahl der Margaretha von Meranien ein umfangreiches Erbe der Andechs-Meranier im fränkischen Raum in Form einer Grafschaft an. Der Vater von Friedrich I. hieß ebenfalls Friedrich von Truhendingen. Die Zählweise orientiert sich an dem angenommenen Grafentitel. Friedrich I. ist somit auch Ahnherr der von Truhendingen im fränkischen Raum. Die Familie von Truhendingen war im fränkischen Raum zunächst nur mit kleineren Besitzungen vertreten. Dies änderte sich im Jahr 1248 mit dem Tod von Otto II. und damit aus dem Aussterben der Andechs-Meranier in männlicher Linie. Friedrich von Truhendingen beerbte die Meranier ebenso wie Otto von Weimar-Orlamünde und der Nürnberger Burggraf Friedrich III. Allerdings erhob zunächst auch der Bamberger Bischof Friedrich I. von Hohenlohe Anspruch auf die Besitzungen als heimgefallene Lehen des Bamberger Hochstifts. Friedrich von Truhendingen konnte sich letztlich behaupten, allerdings wurde der Besitz mehrfach an das Hochstift verpfändet und 1390 schließlich endgültig verkauft.[1] Zum Erbe gehörte die Giechburg und die Gügel-Burg, sowie der Markt Scheßlitz und andere umliegende Ortschaften wie Kübelstein, Laibarös, Stadelhofen, Wattendorf und auch Neuhaus als bambergische Lehen. Ein anderer Schwerpunkt war der Markt Baunach mit Lauter und die Stufenburg als fuldische Lehen. Hinzu kam noch Arnstein als freieigener Besitz. Mehr unter obenstehendem Link.. | von Truhendingen, Graf Friedrich I. (I11805)
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| 48491 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_II._(Leiningen) Friedrich II. (Leiningen) Friedrich II. von Leiningen, zuvor Graf Friedrich von Saarbrücken (* ?; † 1237), war ein geborener Graf von Saarbrücken, wurde zum Erben der Grafschaft Leiningen bestimmt und nannte sich von da an Graf Friedrich II. von Leiningen. Biografie Herkunft und Familie Friedrich kam zur Welt als ein nachgeborener Sohn des Grafen Simon II. von Saarbrücken und seiner Gattin Liutgard bzw. Lucarde von Leiningen († nach 1239), Tochter des Grafen Emich III. von Leiningen. Seine Brüder waren Graf Simon III. von Saarbrücken († 1235/40) und der Wormser Bischof Heinrich II. von Saarbrücken († 1234). Agnes, die Schwester ihres Großvaters Simon I. von Saarbrücken, hatte als zweite Gattin den Herzog Friedrich II. von Schwaben geheiratet, wodurch sie die Stiefmutter von Kaiser Friedrich Barbarossa bzw. die Mutter seines Halbbruders Konrad wurde. Deshalb bestand ein ausgesprochen gutes Verhältnis zum Geschlecht der Staufer. Leben Die Mutter Luitgard bzw. Lucarde war die Schwester von Friedrich I. dem letzten männlichen Spross der Grafen von Leiningen. Er starb um 1220 und hatte schon zuvor seinen Neffen Friedrich von Saarbrücken, den Sohn seiner Schwester, als Erben bestimmt. Vor seiner Einsetzung als Erbe nannte sich der Adelige Graf Friedrich von Saarbrücken. Zum designierten Nachfolger erklärt, erbaute er sich (bereits vor 1212) bei der Grafschaft Leiningen einen Wohnsitz, die Hardenburg, welche noch als Ruine existiert.[1] Sie lag auf dem Boden des Klosters Limburg, dessen Schirmvogt sein Onkel Friedrich I. von Leiningen war. Dieser deckte jedoch die widerrechtliche Errichtung der Anlage auf fremdem Besitz, was zu Streitigkeiten mit der Abtei führte, die erst 1290 beigelegt wurden. Seit dem Bau der Hardenburg bezeichnete sich Friedrich von Saarbrücken auch als Herr von Hardenburg. Nachdem Friedrich I. von Leiningen um 1220 verstarb, trat der Saarbrücker Neffe die Erbfolge an und nannte sich nun Graf Friedrich II. von Leiningen. Er wurde somit zum Begründer des zweiten (jüngeren) Hauses der Grafen von Leiningen. Politisch war Graf Friedrich II., mit König Heinrich VII., 1234/35, in die Rebellion gegen dessen Vater, Kaiser Friedrich II. verwickelt und versuchte erfolglos das kaisertreue Worms zu erobern; unterwarf sich aber letztlich dem Kaiser und sicherte so seiner Dynastie den Fortbestand. Mit seinem Bruder, Heinrich II. von Saarbrücken, verband ihn eine innige Freundschaft.[2] Friedrich II. wird als Autor des Minneliedes im Codex Manesse angesehen.[3][4] Graf Friedrich II. von Leiningen starb 1237 und wurde in der Familiengruft des Klosters Höningen bestattet. Ehe und Nachkommen Noch zu Lebzeiten des Onkels erfolgte die Verehelichung Friedrichs II. mit Agnes von Eberstein (Tochter des Grafen Eberhard III. von Eberstein), einer Schwester des Speyerer Bischofs Konrad von Eberstein und Cousine der Hl. Hedwig, sowie der Königin Gertrud von Ungarn, deren Tochter wiederum die Hl. Elisabeth von Thüringen ist. Eberhard IV. von Eberstein, ein anderer Bruder der Braut, besaß die Herrschaft Stauf in der Nordpfalz, welche er aus seinem mütterlichen Erbgut der Andechser erhalten hatte und war dort 1241 der Gründer des Nonnenklosters Rosenthal. Das Paar hatte mindestens 9 Kinder, davon 7 Söhne. Die bedeutendsten sind: Friedrich III. von Leiningen († 1287), welcher die Haupterbfolge antrat und um 1240 Burg Neuleiningen erbaute, Emich IV. von Leiningen († 1281), Gründer der Stadt Landau in der Pfalz, Berthold von Leiningen († 1285), Bischof von Bamberg und Heinrich von Leiningen, Bischof von Speyer († 1272). Der älteste Sohn hieß Simon von Leiningen, starb jedoch schon früh (um 1234) und ohne Nachkommen. Seine Frau Gertrud, aus dem Haus Dagsburg, war 1225, nach fünfjähriger Ehe, noch vor ihm verstorben. Als Erbtochter des Grafen Albert II. von Dagsburg hatte sie die Grafschaft Dagsburg mit in die Ehe eingebracht, welche zunächst an ihren Mann, aber dann an dessen Bruder Friedrich III. fiel. Er und seine Nachkommen nannten sich ab dieser Zeit Grafen von Leiningen-Dagsburg. Zwei weitere Söhne waren Walram und Eberhard. Walram wirkte als Dompropst zu Worms und Stiftspropst von St. Guido in Speyer. Er hatte Liegenschaften in Abenheim erhalten, die er 1284, „zu seinem und seiner Eltern Seelentroste“, dem Kloster Otterberg vermachte. Eberhard starb 1231 als Dominikaner in Worms und wurde nach eigenem Wunsch in deren Klosterfriedhof begraben. Sein Onkel, Bischof Heinrich von Saarbrücken, ließ den Neffen exhumieren und standesgemäß auf dem Domfriedhof bestatten. Der Orden beschwerte sich daraufhin in Rom, worauf der Papst verfügte, dass dem letzten Willen des Verstorbenen Rechnung zu tragen sei, und dieser wurde erneut auf dem Friedhof der Dominikaner beigesetzt.[5] Eine Tochter namens Kunigunde hatte den Adligen Werner IV. von Bolanden geheiratet. Ihr Sohn Friedrich von Bolanden amtierte 1272 bis 1302 ebenfalls als Bischof von Speyer.[6] Von ihrer Enkelin Anna von Bolanden († 1320), Zisterzienserin im Kloster Kirschgarten zu Worms, ist ein wertvoller Codex erhalten. Mehr unter dem Link oben.. | von Leiningen (von Saarbrücken), Graf Friedrich II. (I12059)
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| 48492 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_II._(Vianden) Friedrich II. von Vianden († 1187) war von 1163 bis 1175 Graf von Niedersalm (als Friedrich I.), und etwas später Graf von Vianden (1163–1184). Er war der jüngere Bruder des Grafen Siegfried I. von Vianden. Er heiratete Elisabeth von Salm, Tochter des Grafen Heinrich I. von Salm und Schwester des Grafen Heinrich II. von Obersalm. Von Friedrich II. und Elisabeth stammen ab die Grafen von Salm in den Ardennen, welche mit Graf Heinrich VII. von Niedersalm († 1416) aussterben. | von Vianden (von Salm), Graf Friedrich II. (I11926)
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| 48493 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_II._von_Goseck Friedrich II. von Goseck (* zwischen 1000 und 1030; † 27. Mai 1088 in Barby) war Graf von Goseck, Vogt von Hersfeld und ab 1056 Pfalzgraf von Sachsen. Er war der jüngere Sohn des Pfalzgrafen Friedrich I. von Sachsen aus dem Hause Goseck und der Agnes von Weimar. 1056 folgte er seinem ermordeten Bruder Dedo als Pfalzgraf von Sachsen. Die Schwäche der Zentralgewalt nutzte er rigoros aus. 1063 zog er mit nach Ungarn. Seit 1066 geriet er mit König Heinrich IV. wegen dessen Rekuperationspolitik in Streit, blieb jedoch königstreu bis zum Tod seines Bruders Adalbert I. von Goseck, dem Erzbischof von Hamburg-Bremen, im Jahre 1072. Er erhielt unter anderem das Salzregal und Münzregal für Sulza und nahm 1070 an der Absetzung Herzog Ottos von Northeim teil. Auch stritt er mit den Bischöfen von Halberstadt und deren Vasallen, den Grafen von Supplinburg. Er war Mitführer der sächsischen Opposition. Nach der Schlacht bei Homburg an der Unstrut musste er sich unterwerfen und wurde 1075 vom König nach Pavia verbannt, wo er anderthalb Jahre festgehalten wurde. Bei dem ersten größeren bewaffneten Aufeinandertreffen der beiden Könige Heinrich und Rudolf in der Schlacht bei Mellrichstadt am 7. August 1078 war Friedrich ein Befehlshaber der sächsischen Truppen. 1085 unterwarf er sich endgültig und zog sich danach zurück. | von Goseck, Pfalzgraf Friedrich II. (I28451)
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| 48494 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_II._von_Vaudémont (Jun 2021) Friedrich II., in Frankreich Ferry II. genannt (* um 1428; † 31. August 1470 in Joinville) war Graf von Vaudémont und Herr von Joinville. Er war der Sohn von Antoine de Vaudémont und Marie d’Harcourt, Gräfin von Aumale und Baronin von Elbeuf. Um seine Ansprüche auf das Herzogtum Lothringen zu unterstreichen, wird er auch Friedrich VI. von Lothringen bzw. Ferry VI. de Lorraine genannt. 1456 übertrug René I. ihm die Verwaltung des Herzogtums Bar und gab ihm 1459, während er seinen zweiten Versuch unternahm, das Königreich für sich zu gewinnen, den Titel eines Generalleutnants von Sizilien. Er starb 1470 in Joinville, drei Jahre bevor seiner Ehefrau das Herzogtum Lothringen zufiel. Sein Bruder, Bischof Heinrich von Metz ließ ihm und seiner Gemahlin Jolande nach 1495 von Jacques Bachot, einem der bedeutendsten Bildhauer der Spätgotik der Champagne und Lothringens, ein prächtiges Grabmal für die Familiengrablege in der Stiftskirche von Joinville anfertigen, das während der Revolution zerstört wurde. | von Lothringen-Vaudémont, Graf Friedrich II. (Ferry II.) (I8791)
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| 48495 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_III._(Leiningen) Friedrich III. (Leiningen) Friedrich III. von Leiningen (* ?; † 1287), der sich nach dem Erwerb der lothringischen Dagsburg auch Friedrich III. von Leiningen-Dagsburg nannte, führte den Titel des Grafen von Leiningen von 1237 bis zu seinem Tod. Familie Friedrich III. war der ältere Sohn von Graf Friedrich II. († 1237), dem Stammvater des zweiten Leininger Grafengeschlechts und dessen Frau Agnes von Eberstein, Schwester des Grafen Eberhard IV. von Eberstein und Cousine der Hl. Hedwig. Sein Bruder Berthold von Leiningen amtierte als Bischof von Bamberg, ein anderer Bruder, Heinrich von Leiningen, war Bischof von Speyer, welches Amt zuvor schon ihr Onkel Konrad von Eberstein bekleidete; der Großonkel Poppo von Meran war ebenfalls Bischof von Bamberg. Nachdem der Vater 1237 verstorben war, teilte der Speyerer Bischof Konrad V. von Eberstein die Leininger Grafschaft zwischen Friedrich III. und seinem Bruder Emich IV., der die Landecker Linie stiftete. Auf dem Siegel der Teilungsurkunde erscheint erstmals das Leininger Wappen mit den drei Adlern. Spätestens 1245 ehelichte Friedrich die Gräfin Adelheid von Kyburg, Cousine König Rudolfs I. von Habsburg, Nichte des Metzer Bischofs Jakob von Lothringen und Enkelin Herzogs Friedrich II. von Lothringen.[1] Einzige Nachkommen waren Friedrich IV. und der nur einmal, 1281, in einer Urkunde als Zeuge genannte Konrad. Regierungszeit Die Stammburg Altleiningen wurde zum gemeinschaftlichen Besitz der beiden Brüder, da aber Friedrich III. sie nicht zusammen mit seinem Bruder Emich IV. bewohnen wollte, erbaute er sich von 1238 bis 1241 unweit davon die Burg Neuleiningen. Wahrscheinlich gründete er auch die gegenüberliegende Burg Battenberg. In seiner Regierungszeit endete 1249 der Streit mit der Abtei Limburg wegen des Baus der Hardenburg. Friedrich III. konnte das Herrschaftsgebiet und die Rechte der Leininger erheblich ausweiten. Der Bischof von Straßburg verweigerte dem Grafen zunächst das Lehen der lothringischen Grafschaft Dagsburg samt der gleichnamigen Burg, auf das er nach einem Erbfall Anspruch erhob. Erst als sich Kaiser Friedrich II. zugunsten des Leiningers einsetzte, wurde das Lehen 1241 an die Leininger übertragen. 1242 erwarb Friedrich von Kurköln das Lehen an der Vogtei Guntersblum. 1254 trat der Graf dem Rheinischen Städtebund bei; sein Bruder Emich schlug sich jedoch auf die Gegenseite. Ein Vergleich beendete 1256 die Differenzen zwischen beiden Geschwistern. Sein Verwandter, König Rudolf I. von Habsburg belehnte Friedrich III. 1274 mit der Burg Lindelbrunn und übertrug ihm 1275 das Amt des Landvogtes im Speyergau sowie den Schutz der Abtei Otterberg. 1277 war Friedrich königlicher Landrichter. 1278 wurde er von Pfalzgraf Ludwig II. als Burgmann in Alzey eingesetzt und 1281 ernannte ihn König Rudolf zum Burggrafen in Hagenau. Bereits im Jahre 1271 scheint Graf Friedrich eine Pilgerreise ins Hl. Land unternommen zu haben, da ihm dort am 6. September des Jahres, der Dominikanerpater Johannes, Erzbischof von Tyrus, diverse Reliquien für das Kloster Höningen in der Wormser Diözese übergab und den Verehrern der Heiligtümer bzw. den Guttätern des Klosters, vorbehaltlich der Zustimmung des Ortsbischofs, einen Ablass verlieh.[2] Friedrich verstarb im Jahre 1287 und wurde in Höningen beigesetzt. Das Todesjahr seiner Frau ist nicht bekannt. Mehr unter dem Link oben.. | von Leiningen-Dagsburg, Friedrich III. (I12062)
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| 48496 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_III._(Vianden) Friedrich III. (Vianden) Friedrich III. von Vianden war bis 1217 Graf von Vianden und Vogt von Prüm. Er war der Sohn von Friedrich II. und der ältere Bruder des Grafen Wilhelm I. von Niedersalm. Er heiratete Mathilde (vielleicht von der Neuerburg), sie hatten mindestens fünf Kinder. Zwischen 1195 und 1197 kämpfte Friedrich gegen den Erzbischof Johann I. von Trier. Das Ziel dieses Krieges war wohl der Wiedergewinn der Burg Arras. Dies gelang jedoch trotz der Gefangennahme des Erzbischofs nicht, da Heinrich I. der Ältere Pfalzgraf bei Rhein drohte in diesem Konflikt auf Seiten Triers einzugreifen. 1197 oder 1198 waren Friedrich und sein Onkel Gerhard Abt von Prüm Zeugen der Verzichtserklärung Heinrichs I. auf die Hohevogtei von Trier, womit zu diesem Zeitpunkt wieder Frieden zwischen Vianden und Trier bestand. Auch ging hiermit keine Gefahr mehr von den Pfalzgrafen bei Rhein aus die sich in den vergangenen Generationen mehrfach gegen Vianden gestellt hatten. 1198 übertrug Friedrich seine Burgen von Dudeldorf und Gerlande an den Erzbischof und erhielt diese zurück als Trierer Lehen. Friedrich nahm zwischen 1191 und 1195 an den Konflikten um die Wahl eines neuen Bischofs von Lüttich auf Seiten der Kaiserlichen Partei mit mehreren seiner Verwandten Teil. 1194 war er in diesem Zusammenhang unter den Teilnehmern der Kampagnen der Herzöge Heinrich I. von Brabant, Heinrich III. von Limburg und des Grafen Heinrich IV. von Luxemburg in der Grafschaft Namur gegen den Grafen Balduin V. vom Hennegau. In der Schlacht von Noville schlug der Graf vom Hennegau dann einen Teil dieser Koalition entscheidend, der Herzog von Limburg wurde gefangen genommen während Friedrich von Vianden mit seinen verbliebenen Verbündeten floh. Dieser Konflikt wurde erst 1195 mit der Wahl Albrecht II. von Cuyck zum Bischof von Lüttich und des Friedens von Rupelmonde beigelegt. Nach dem Tod des Kaisers Heinrich VI. von Staufen und der Doppelwahl im Jahr 1198 ergriff Friedrich Partei für den Staufer Philipp von Schwaben. 1201 rief Papst Innozenz III. den Hochadel des Reichs, darunter Graf Friedrich III. von Vianden, dazu auf seinem Kandidaten Otto von Braunschweig den Lehnseid auszusprechen. Spätestens Anfang September des gleichen Jahres folgte Friedrich und sein Onkel Gerhard von Prüm diesem Aufruf und wechselte somit die Lager und unterstützte fortan die Päpstliche Partei. 1205 erneuerte Friedrich den Konflikt mit Trier indem er die Burg Quintenberg an der Mosel auf Land das er als Lehen der Abtei Prüm besaß erbaute. Noch im gleichen Jahr zog Erzbischof Johann von Trier gegen diese Befestigung und erstürmte sie nachdem die Garnison durch eine Weinlieferung kampfunfähig gemacht worden war. Dies war der letzte Versuch eines Grafen von Vianden seinen Machtbereich im Moseltal zu Lasten Triers auszudehnen. Dem Jesuiten Bertholet zufolge hätte Friedrich und sein Bruder Wilhelm I. von Niedersalm 1212 gegen den Grafen Theobald I. von Bar und Luxemburg bei Ocquiers gekämpft, wo Wilhelm I. dann gefallen sei. Wohl zwischen 1214 und 1215 begab sich Friedrich als Pilger oder Kreuzfahrer ins Heilige Land und wurde dort von Moslems gefangen genommen. Seine Freilassung verdankte er dem Trinitarier-Orden denen er sein Lösegeld noch kurz vor seinem Tod zurückerstattete. Während Friedrichs Abwesenheit regierten seine Söhne Heinrich und Siegfried die Grafschaft Vianden gemeinschaftlich. Unter Friedrichs Amtszeit erhielt Vianden auch die Herrschaften und Burgen Dasburg und Schönecken, die Höfe Mettendorf, Manderscheid und Oberweis in der Herrschaft Neuerburg wie Patronatsrechte über sieben Kirchen darunter die von Bastogne als Lehen von Prüm im Austausch für verschiedene andere Ländereien um diese Abtei. | von Vianden, Graf Friedrich III. (I11903)
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| 48497 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_III._von_Goseck Friedrich III. von Goseck (* um 1065 in Weißenburg, Zscheiplitz; † 5. Februar 1085 in Zscheiplitz) war Graf zu Putelendorf. Er war der einzige Sohn des Pfalzgrafen von Sachsen, Friedrich II. († 1088), aus dem Hause Goseck und der Hedwig aus Bayern. Um 1081 heiratete er Adelheid, die Tochter des Grafen Lothar Udo II. von Stade, Markgraf der Nordmark. Im Jahr 1085 wurde er von Dietrich und Ulrich von Deutleben[1] und Reinhard von Reinstedt[2] auf der Jagd beim Hof Zscheiplitz an der Unstrut ermordet. Die Hintergründe der Tat liegen im Dunkeln, da die Täter aber wohl aus dem nördlichen Harzvorland stammen, wo die Gosecker ebenfalls Besitz hatten, sind nachbarliche Streitigkeiten wahrscheinlich. Im gleichen Jahr wurde sein Sohn Friedrich IV. geboren. Dieser bezichtigte später seinen Stiefvater Ludwig den Springer, der Friedrichs Witwe geheiratet hatte, der Mörder zu sein. Da Friedrich III. vor seinem Vater Friedrich II. starb, wurde nicht er, sondern sein Sohn Friedrich IV. Nachfolger und Erbe Friedrichs II. als Pfalzgraf von Sachsen. | von Goseck, Graf Friedrich III. (I28449)
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| 48498 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_IV._(Nürnberg) Friedrich IV. von Nürnberg (* 1287 (oder später); † 19. Mai 1332) war Burggraf von Nürnberg aus dem Haus der Hohenzollern. Leben Friedrich war der Sohn von Burggraf Friedrich III. und Helene von Sachsen. Er übernahm das Burggrafenamt, als sein älterer Bruder Johann I. im Jahre 1300 nach nur dreijähriger Herrschaft starb. Friedrich der IV. verlor als königlicher Heerführeer die Schlacht bei Lucka am 31. Mai 1307, bei einer Auseinandersetzung zwischen Albrecht I. aus dem Hause Habsburg und dem Markgrafen von Meißen Friedrich dem Gebissenen, auch bekannt unter dem Namen Friedrich der Freidige und dem Markgrafen der Lausitz, Dietrich IV.. Im Jahre 1322 entschied der Burggraf mittels eines erfolgreich durchgeführten Hinterhalts die Schlacht bei Mühldorf und nahm hierbei den habsburgischen Gegenkönig Friedrich den Schönen von Österreich gefangen. 1331 erwarb Friedrich IV. die Stadt Ansbach für die Hohenzollern durch Kauf. Ein Jahr später starb Friedrich, sein Nachfolger wurde sein Sohn Johann II. | von Nürnberg (Hohenzollern), Burggraf Friedrich IV. (Frederick) (I9643)
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| 48499 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_IV._(Tirol) (Feb 2022) Friedrich IV. begründete eine kurzlebige (Ältere) Tiroler Linie der Habsburger. Sein populärer Beiname, der ursprünglich als Spottname entstanden sein soll, sowie die zahlreichen Legenden und Sagen rund um seine Persönlichkeit und sein Leben machen Friedrich zu einer der bekanntesten Figuren des Mittelalters in Tirol. Jugendjahre und erste Ämter Friedrich, jüngster Sohn Leopolds III., und seine älteren Brüder Wilhelm, Leopold IV. und Ernst I. (Leopoldinische Linie der Habsburger) akzeptierten nach dem Tod ihres Vaters in der Schlacht bei Sempach im Jahr 1386 die Vormundschaft des Onkels Albrecht (Albert) III. Nach dessen Tod 1395 übernahmen sie gemeinsam mit ihrem Cousin Albrecht IV., der die Albertinische Linie der Habsburger weiterführte, die Herrschaft. Nach dem Vertrag von Hollenburg war Wilhelm Herzog in Innerösterreich (Steiermark, Kärnten, Krain und die Litorale) geworden. Leopold wurde Graf in Tirol und mit Erreichen des Mannesalters Friedrich 1402 mit der Regentschaft der habsburgischen Besitzungen in Vorderösterreich beauftragt. Dieser zog daraufhin nach Freiburg. Wilhelm starb im Jahre 1406. Leopold übernahm die herzogliche Regentschaft in Wien für seinen noch minderjährigen Neffen Albrecht V. (Albrecht IV. war schon 1404 verstorben). Ernst, der mit König Ruprecht auf Feldzug in Italien gewesen war, übernahm Innerösterreich und Friedrich mit 24 Jahren zusätzlich die Grafschaft Tirol. Seither spricht man von Oberösterreich für die gemeinsame Herrschaft Tirol, Vorarlberg und Vorderösterreich bis 1665. Friedrich heiratete 1406 in Innsbruck die Prinzessin Elisabeth von der Pfalz[1] (1381–1408), Tochter des römischen Königs Ruprecht von der Pfalz. Sie gebar ihm eine Tochter, die bald starb, und starb auch selbst nach dreijähriger Ehe. Krieg gegen die Appenzeller Während seiner Regentschaft kam es zu außenpolitischen Konflikten mit den Appenzellern, seine Brüder beauftragten ihn mit einem Feldzug gegen diese (Appenzellerkriege). Er bot in Vorderösterreich eine starke ritterliche Streitmacht auf und sammelte sie in Arbon und Rheineck. Sie bestand vor allem aus Angehörigen des schwäbischen Adels sowie Kontingenten der habsburgischen Landstädte und der verbündeten Reichsstädte. Organisatorischer Mittelpunkt war die habsburgische Stadt Schaffhausen, wichtigster städtischer Verbündeter des Herzogs wurde die Stadt Konstanz. Das militärische Unternehmen endete mit einer Niederlage des Heeres Friedrichs in der Schlacht am Stoss in der Nähe von Gais am 17. Juni 1405. Die Erfolge der Appenzeller führten unter schwyzerischer Anleitung zur Gründung des Bundes ob dem See und zu erfolgreichen Einfällen in das Tiroler Oberinntal. Während zwei Jahren verbreiteten die Appenzeller Schrecken bei den Fürsten und Begeisterung und Freiheitshoffnungen bei den Bauern und Landleuten. Am 13. Januar 1408 erlitten sie jedoch bei Bregenz eine Niederlage gegen ein Heer des schwäbischen Ritterbundes Sankt Jörgenschild und der Bischöfe von Augsburg und Konstanz, wodurch sie ihren Ruf der Unbesiegbarkeit einbüßten. Die Appenzeller mussten sich in ihr Stammland zurückziehen. Der Bund ob dem See brach zusammen und wurde von König Ruprecht im Konstanzer Schiedsspruch vom 4. April 1408 aufgelöst. Dabei bestätigte er auch die Forderungen des Abts von St. Gallen gegen die Appenzeller. 1410 kam schließlich ein Friedensschluss zustande. Adelsopposition und Revolution in Trient In diesen Jahren hatte Friedrich zusätzlich im Landesinneren gegen diverse Oppositionen des Adels (Elefantenbund im Jahr 1406, Falkenbund 1407) und revolutionäre Ideen im Süden (Trient) zu kämpfen. Von seinen politischen Gegnern erhielt er den Spottnamen mit der leeren Tasche, welcher ihn in der Folge populär machen sollte. 1407 kam es in Trient zu einer Revolution. Adelige und Bürger der Stadt erhoben sich unter der Führung von Rodolfo Belenzani gegen den Bischof Georg von Lichtenstein (1390–1419). Gleichzeitig kam es zu Bauernaufständen am Nonsberg und in anderen Teilen des Trentino, so dass sich Herzog Friedrich zum Eingreifen veranlasst sah, sich gegen den Bischof wandte und ihn aus Trient vertrieb. Rottenburger Fehde Im Jahre 1410 hatte Herzog Friedrich schwierige Auseinandersetzungen mit Heinrich VI. von Rottenburg zu überstehen, der die Bayern unter Herzog Stephan III. von Bayern-Ingolstadt ins Land holte. Es fanden Kämpfe gegen die bayerischen Truppen im Unterinntal statt, wo der Vormarsch erst vor Hall gestoppt werden konnte. Nach einem Waffenstillstand belagerte Friedrich die zahlreichen Burgen des Heinrich von Rottenburg, u. a. Schloss Caldiff, Schloss Enn, die Leuchtenburg und die Laimburg. Auch gegen die mit Heinrich von Rottenburg verbündeten Adeligen ging der Herzog vor und belagerte etwa die von den Herren von Schlandersberg gehaltene Altenburg. Schließlich gelang die Verhaftung des Rottenburgers. Herzog Friedrich kerkerte ihn in der zweiten Jahreshälfte 1410 in Innsbruck ein, wo ihm der Prozess wegen Hochverrats gemacht werden sollte. Heinrich von Rottenburg wurde nach der Stellung von Bürgen für einen kurzen Zeitraum aus der Haft entlassen, um die Übergabe seiner noch immer von den Bayern besetzten Burgen im Unterinntal zu erreichen. Danach kehrte er wieder in die Haft zurück. Nach seiner Freilassung im Frühjahr 1411 starb Heinrich von Rottenburg in Kaltern. Herzog Friedrich zog den größten Teil seiner Besitzungen zugunsten der landesfürstlichen Kammer ein. Die Rottenburger Fehde stellte für den jungen Herzog eine ernste politische Gefahr dar, aus der er jedoch mit einer gestärkten Position hervorging und durch die Einziehung der Rottenburger Güter auch seine finanzielle Lage deutlich verbesserte.[2] Gebietserweiterungen 1410 heiratete Friedrich in zweiter Ehe in Innsbruck die Prinzessin Anna von Braunschweig-Göttingen (1390–1432), Tochter des Herzogs Friedrich I. (Braunschweig-Wolfenbüttel). Von ihren vier gemeinsamen Kindern erreichte nur eines, Sigismund, geboren 1427, das Erwachsenenalter. 1411 starb auch sein zweiter Bruder, Leopold, Regent in Wien. Albrecht V., ihr gemeinsamer Neffe und erbberechtigter Herzog von Österreich, war die letzten Jahre unter Obhut von Ernst in Innerösterreich gewesen, nun, mit 1411, trat er sein Erbe an. Albrecht, Schwiegersohn Kaiser Sigismunds, richtete seine Aufmerksamkeit Richtung Böhmen, wo Sigismund in die Hussitenkämpfe verstrickt war. Ernst und Friedrich teilten die leopoldinischen Besitzungen unter sich, Ernst blieb bei Steiermark, Kärnten, Krain, Friedrich nahm zu Tirol und Vorderösterreich das Elsass und die Markgrafschaft Burgau in Schwaben. Auch hatte Friedrich schon 1408, als der letzte der Laufenburger Linie, Johann von Habsburg, gestorben war, die Grafschaft Laufenburg in Besitz – die Besitzungen der Kyburger Linie waren durchwegs verlorengegangen, aber der Titel des Grafen von Kyburg ging, als diese 1417 im Mannesstamm erloschen, an Friedrich.[3] Militärische Unternehmungen Friedrichs im Süden gegen Venedig führten 1413 zur Eroberung der Valsugana und zur Besetzung verschiedener Befestigungen, darunter auch Castel Telvana. Trotzdem mussten in der Folge Rovereto und Burgen in der Vallagarina (Lagertal) an die Republik Venedig abgetreten werden. Das Konzil von Konstanz Ein Bündnis mit dem zum Konzil von Konstanz reisenden Gegenpapst Johannes XXIII. trug Herzog Friedrich am 15. Oktober 1414 zu Meran den Titel eines Generalkapitäns der römischen Kirche ein, brachte ihn aber bald in Bedrängnis. Nach Aufforderung Sigismunds begab sich Friedrich nach Konstanz und leistete am 4. Februar 1415 die verlangte Huldigung des Kaisers. Durch die Unterstützung, die er Papst Johannes bei dessen Flucht vom Konzil von Konstanz am 20. März zuteilwerden ließ, wurde Friedrich von den versammelten Reichsfürsten vorgeladen. Am 30. April traf Friedrich wieder in Konstanz ein und begann mit Kaiser Sigismund sofort über die Aufhebung seiner bereits verhängten Reichsacht zu verhandeln. Er stellte sich am 5. Mai 1415 vor die Konstanzer Versammlung und erhielt auch die Aufhebung des Kirchenbanns und die kaiserliche Gnade, musste aber dafür am 7. Mai einige Gebiete der österreichischen Vorlande (Berner Aargau, die Freien Ämter, die Grafschaft Baden sowie das Kelleramt) an die Eidgenossen abtreten sowie seine Ländereien im Elsaß, Breisgau, Schwaben und Tirol in die Hände des Kaisers legen. Fast elf Monate verblieb Friedrich als Geisel in Konstanz, die Abneigung gegen seine Person war derweil vielfach abgekühlt und so wagte er am 30. März 1416, gemeinsam mit seinem späteren Kammerherrn Hans Wilhelm von Mülinen, die eigene Flucht aus Konstanz über Feldkirch zurück nach Tirol.[4] Die Konstanzer Kirchenversammlung stellte für Herzog Friedrich eine insgesamt sehr schwierige politische und persönliche Krise dar. Obgleich er sich mit dem Kaiser zu jedem Vergleiche und sich der Kirche zur schweren Buße verpflichtete, welche ihm Papst Martin V. auferlegte, wurden seine territorialen und materiellen Verluste so groß, dass er vom Volksmund in dieser Zeit als „Friedel mit der leeren Tasche“ bespöttelt wurde. Die Adelsrevolten Sein Bruder Ernst entwickelte Ansprüche gegen das Tirol seines jüngeren Bruders, verglich sich aber dann mit ihm und leistete als berühmter Streiter an Sigismunds Seite – 1414 in Jerusalem zum Grabesritter geschlagen – Beistand gegen das Reich. Auch mit Hilfe der Bauern konnte sich Friedrich gegen den Kaiser, die Nachbarn Tirols und seine innenpolitischen Gegner, gegen die er seit 1418 verstärkt militärisch vorging, behaupten. Im Gegenzug wurde die Funktion der Gerichte in der Landesverfassung Tirols festgehalten. Der Herrschaftssitz wurde während der Regentschaft Friedrichs 1420 von Meran nach Innsbruck verlegt. Von 1423 bis 1427 erreichte der Kampf Friedrichs gegen den oppositionellen Tiroler Adel einen letzten Höhepunkt. Ziel der militärischen Aktionen der herzoglichen Truppen waren die Burgen der Familie von Starkenberg, darunter Greifenstein und Schenna. Die späten Regierungsjahre Friedrich übernahm nach dem Tod seines Bruders Ernst, am 10. Juni 1424, die Vormundschaft über dessen Söhne Friedrich und Albrecht bis zum Jahre 1436, als sie aus der Vormundschaft entlassen wurden. Ab dem Jahre 1425 war Friedrichs Stellung gefestigt und das Land erlebte durch Silberfunde in Schwaz und Gossensaß einen starken Aufschwung. Der seit 1423 in Trient regierende neue Fürstbischof Alexander von Masowien betrieb zunächst eine Politik der Lösung von Tirol und versuchte eine Annäherung an Mailand und Venedig. Die Herrschaft des polnischen Fürsten führte allerdings zu Unruhen unter seinen Untertanen und 1435 schließlich zu einem neuerlichen blutigen Aufstand in Trient, den Friedrich für eine zweite Besetzung der Stadt durch Tiroler Truppen nützte. Friedrich mit der leeren Tasche starb am 24. Juni 1439 in Innsbruck – keineswegs verarmt, sondern als reicher Mann,[5] sein Sohn Siegmund wurde der Münzreiche genannt. Friedrich wurde im Kloster Stams beigesetzt, wo neben seiner Grabstätte auch eine Statue im so genannten „Österreichischen Grab“ an ihn erinnert. Präsentation Friedrichs kleiner Titel lautete: „Fridreich, von gots gnaden Hertzog ze Osterreich, ze Steyr, ze Kernden, und ze Krain, Graf ze Tyrol“. Im großen Titel bezeichnet er sich als Herzog zu Österreich, zu Steier, zu Kärnten und zu Krain, Graf zu Tirol, zu Habsburg, zu Pfirt und zu Kyburg, Herr auf der Windischen Mark und zu Portenau, Markgraf zu Burgau und Landgraf im Elsaß und im Breisgau etc. Bei Urkunden, die er zusammen mit einem seiner älteren Brüder ausstellte, findet er sich stets an der zweiten Stelle. Zur Unterscheidung von seinem gleichnamigen Neffen, dem späteren Kaiser Friedrich III. bezeichnete sich der Herzog später in seiner Intitulatio mit dem Namenszusatz „der Ältere“. Zwei Urkunden sind erhalten, in denen Friedrich den Titel eines Erzherzogs zu Österreich führt: ein Gnadenbrief für die Bürgerschaft der Städte Innsbruck und Hall in Tirol aus dem Jahr 1411 (in dem er sich selbst als Friedrich III. bezeichnet) und ein Schuldbrief an Herzog Albrecht V. von Österreich aus dem Jahr 1418.[6] Wahlspruch: Über einem auf einem Altar lodernden Feuer die Devise: Quiescit in sublimi.[7] Siegel (ab 1406): Drei Halbrundschilde (Österreich, Steiermark, Tirol) im Dreipass einander zugeordnet; Umschrift zwischen geperlten Leisten: + Fridericvs . d(ei) . gracia . dvx . Avstrie . et(ceter)a, in gotischen Minuskeln.[8] Friedrich IV. in Legende und Sage Friedel mit der leeren Tasche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] In den zeitgenössischen Texten, Urkunden und erzählenden Quellen wurde Friedrich IV. in der Regel mit dem Beinamen „Senior“, den er auch selbst verwendet hat, vorgestellt, um ihn von seinem gleichnamigen Neffen, dem späteren Kaiser Friedrich III. zu unterscheiden. In der Chronikliteratur wurde er bis zu Beginn des 17. Jahrhunderts als „Friedrich der Ältere“ tituliert.[9] Wie bei vielen historischen Herrscherinnen und Herrschern des Spätmittelalters ist auch bei Friedrich IV. nicht wirklich nachgewiesen, wie sein Beiname „mit der leeren Tasche“ tatsächlich entstanden ist und worauf er sich eigentlich bezieht. Dass es sich um einen zeitgenössischen Spottnamen handelt, der sich entweder auf eine Auseinandersetzung mit Adeligen, wie die Rottenburger Fehde, die Adelsrevolte von 1423, die Starkenberger Fehde oder das Konzil von Konstanz bezieht, wäre vorstellbar, lässt sich aber nicht belegen.[10] Gerade der Umstand, dass der Beiname weder bei Ulrich von Richental noch bei Eberhard Windeck, den beiden bekanntesten zeitgenössischen Konzilschronisten, überliefert wird, bei denen der Herzog zudem sehr schlecht wegkommt, legt nahe, dass der Beiname ursprünglich nichts mit dem Konzil von Konstanz zu tun hatte. Der Beiname „mit der leeren Tasche“ ist erstmals in der Topographie Österreichs des Wiener Humanisten Johannes Cuspinian überliefert, die 1529 entstanden ist und 1543 erstmals gedruckt wurde, also fast 80 Jahre nach Friedrichs Tod. Eine Erklärung fehlt, die Angabe, dass Friedrich in patria lingua „mit der leeren taschen“ genannt wurde, dürfte ein Hinweis auf eine Herkunft aus Tirol (Cuspinian hatte durch Kaiser Maximilian I. Kontakte zu Tirol, seine Ehefrau gehörte einem Tiroler Adelsgeschlecht an) und auf eine mündliche Quelle sein, ebenso wie der Umstand, dass der Beiname nicht nur in der Sprache der Topographie, Latein, wiedergegeben ist, sondern auch in Deutsch. Deutsche schriftliche Quellen zur Geschichte Tirols sind jedoch für diese Zeit nicht überliefert. Im "Tyrolischen Adler" von Matthias Burglechner um 1620 wird der Beiname „mit der leeren Tasche“ erstmals in einer Überschrift verwendet, was andeutet, dass er bei der damaligen Leserschaft als bekannt vorausgesetzt werden konnte. In der zweiten Hälfte begann sich der Beiname auch in der amtlichen und wissenschaftlichen Literatur durchzusetzen.[11] Obwohl der Beiname bereits vor 1529 mündlich bekannt gewesen sein dürfte, ist nicht auszuschließen, dass er erst eine Erfindung des 16. Jahrhunderts ist.[12] Friedrichs Beiname dürfte im Wesentlichen das Bild der Nachwelt bis in die Gegenwart geprägt haben. Während die Friedrich-feindliche Sicht seine politischen Niederlagen auf die Fehlentscheidungen eines „finanziell klammen Herzogs mit einer leeren Tasche“ reduziert und den Umstand, dass er die meiste Zeit seines Lebens (und gerade in späteren Lebensjahren) einer der reichsten Fürsten seiner Zeit war, großzügig übersieht, sieht ihn die Friedrich-freundliche Sicht als einen tüchtigen Mann, der als „armer Schlucker“ begann und es letztlich trotz widriger Umstände schaffte, zu Reichtum und Vermögen zu kommen. Die tatsächlichen Vermögensverhältnisse des Herzogs – in Wirklichkeit war Friedrich IV. trotz einiger Finanzkrisen während seiner Herrschaft nie wirklich mittellos[13] – legen eine ironische Deutung nahe. Weitere Sagenbildung um Friedrich IV. Friedrich IV. ließ um 1420 in Innsbruck den Neuen Hof (heute Teil der Innsbrucker Altstadt) erbauen, zu dem heute auch das Goldene Dachl, das Wahrzeichen der Stadt Innsbruck gehört. Dieses wurde aber erst Ende des 15. Jahrhunderts im Auftrag von Maximilian I., dem Großneffen von Herzog Friedrich IV., geschaffen.[14] In der Sage wurde die Errichtung des Goldenen Dachls später Friedrich IV. zugeschrieben und mit der Legendenbildung um seinen Beinamen verknüpft.[15] Um mittelalterliche Konflikte um die Landesherrschaft bildeten sich in vielen europäischen Ländern später Sagen, in denen gewöhnlich den Unterlegenen die „Schurkenrolle“ oder die Gloriole des „tragischen Verlierers“ zugeteilt ist. Das gilt auch für die Auseinandersetzungen zwischen Friedrich IV. und einigen wichtigen Tiroler Adelsfamilien, so z. B. den Grafen Heinrich VI. von Rottenburg oder den Herren von Starkenberg, wie die Anekdote von den drei Krankheiten[16] oder die Sage vom Sauschloss[17] zeigen. Friedrich IV. gehört zu jenen Herrschern, denen später nachgesagt wurde, dass sie sich unerkannt unter ihr Volk gemischt hätten.[18] Dieses Motiv findet sich erstmals in schriftlicher Überlieferung bei Enea Silvio Piccolomini, der Friedrich IV. sehr negativ darstellt. In einer biographischen Skizze des Herzogs, die er in seinem Buch De viris illustribus (Erstpublikation 1759) aufgenommen hat, lässt er Friedrich zu Beginn seiner Herrschaft verkleidet Gaststätten und Klöster aufsuchen, um herauszufinden, wie bei der Bevölkerung über ihn gedacht wird, eine politische Maßnahme zum Ausbau seiner Machtposition. In seinen Commentarius in libros Antonij Panormitae Poetae de dictis et factis Alphonsi regis memorabilibus ist Friedrich dagegen als der um das Wohl seiner Untertanen besorgte Landesvater dargestellt, der sich verkleidet zu den Bauern begibt und bei ihnen arbeitet, wobei es ihm auch darum geht, so die Arbeit seiner Hofleute zu überprüfen. Diese Version des Verkleidungsmotives wurde im 16. und 17. Jahrhundert von anderen Autoren übernommen und dürfte auch in die Sagenbildung eingeflossen sein.[19] Das Verkleidungsmotiv fand auch in die sogenannten „Fluchtsagen“[20] Eingang, die um Friedrichs Rückreise beziehungsweise Flucht aus Konstanz entstanden sind, und in jene Sagen, die ihn in der Zeit nach seiner Rückkehr bis zum Abschluss der Verträge von Kropfsberg vom 4. Oktober 1416 und Innsbruck vom 1. Jänner 1417 als Flüchtling und Verfolgter durch Tirol (vor allem das südliche und westliche Tirol) irren lassen, so z. B. in die Sagen vom Torwächter in Bludenz (zu der es auch Hinweise in einer Stadtchronik aus der Mitte des 15. Jahrhunderts gibt)[21] und um das Reimspiel von Landeck.[22] Mehrere dieser „Fluchtsagen“ fallen in die Gruppe der aitiologischen Sagen,[23] bei Friedrich IV. sind es gewöhnlich Gründungssagen, in denen es um die Gründung eines Hofes, um die Verleihung von Sonderrechten oder die Anfänge einer Adelsfamilie beziehungsweise einer in den Adelsstand aufgestiegenen Familie geht. Dazu zählen z. B. die Sage um Friedrichs angeblichen Aufenthalt auf dem Rofnerhof in Vent,[24] die Sage um den Friedlbecher auf dem Fineilhof im Schnalstal[25] oder die Sagen um den Hendlmüller in Obermais. | von Österreich (von Habsburg), Titularherzog Friedrich IV. (I28322)
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| 48500 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_IV._(Zollern) Friedrich IV. (Zollern) Friedrich II. von Nürnberg bzw. auch Friedrich IV. von Zollern-Hohenzollern (* um 1188; † um 1255) war Burggraf von Nürnberg und Graf von Zollern. Leben Friedrich II. war der jüngere Sohn von Friedrich I. von Nürnberg-Zollern (um 1139–um 1200) und dessen Frau Sophia von Raabs († um 1218). Nach dem Tod des Vaters trat er zunächst um 1200 die Nachfolge als Burggraf von Nürnberg an. Als 1218 (1214 ?) der zollerische Hausbesitz neu aufgeteilt wurde, übergab er seinem älteren Bruder Konrad I. die fränkischen Besitzungen mit dem Burggrafentitel. Nach der Abgabe des Nürnberger Burggrafenamtes übernahm er die im schwäbischen Stammgebiet der Zollern gelegene Grafschaft Hohenzollern. Dadurch wurde er als Friedrich IV. von Zollern zum Begründer der schwäbischen Linie des Hauses Hohenzollern, den Grafen von Zollern-Hohenzollern. Sein Nachfolger als Graf von Hohenzollern war sein Sohn Friedrich V. von Zollern († 24. Mai 1289). Er nahm an der Reichsversammlung in Worms im Frühjahr 1231 teil, auf der unter anderem das sogenannte Statutum in favorem principum erlassen wurde. | von Hohenzollern-Zollern, Graf Friedrich IV. (I12909)
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