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| 48601 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Dillingen Hartmann II. und Adalbert I. Unter den beiden Brüdern Hartmann II. und Adalbert I. erreichten Macht und Einfluss der Dillinger Grafen ihre größte Ausdehnung. Hartmann II. ist wahrscheinlich identisch mit dem Grafen Hartmann von Gerhausen bei Blaubeuren, dem Erbauer der Burg von Hohengerhausen. In den Annalen von Neresheim wird er als Hartmann der Jüngere, Graf zu Dillingen und Kyburg, bezeichnet. Wie sein Vater verbrachte er die letzte Zeit seines Lebens als Mönch in Neresheim, wo er 1134 wohl ohne männliche Nachkommen starb. Sein Bruder Adalbert, der wohl vor 1080 geboren wurde, vergrößerte den Besitz in der heutigen Nordschweiz durch seine Heirat mit Mathilde oder Mechthilt von Mörsberg und beteiligte sich an der Auseinandersetzung zwischen Welfen und Staufern. Vermutlich war ihm die Verwaltung der kyburgischen Güter übertragen worden, da er in Urkunden stets als Graf von Kyburg bezeichnet wird. Nach dem Tod seines Bruders Hartmann vereinigte er das väterliche Erbe und residierte wohl auch in Dillingen. Er starb 1151 und wurde zum Ahnherren zweier Linien des Dillinger Grafengeschlechts, der Grafen von Dillingen (jüngerer Stamm ab 1180) und der Grafen von Kyburg aus dem Hause Dillingen (jüngerer Stamm ab 1180). Seine Gemahlin beendete ihr Leben als Nonne in Neresheim. Sein Erbe fiel an die beiden Söhne Adalbert II. und Hartmann III. Mehr unter obenstehendem Link.. | von Kyburg (von Dillingen), Hartmann II. (I4557)
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| 48602 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Dillingen Hartmann IV. Der Sohn Adalberts III. wurde um 1180 geboren. Er erlebte das Ende der Regierungszeit von Friedrich Barbarossa, die kurze Epoche unter Heinrich VI., das Doppelkönigtum unter Philipp von Schwaben und dem Welfen Otto IV., die Herrschaft von Friedrich II. und die ersten Regierungsjahre von Konrad IV. In verschiedenen Urkunden tritt Hartmann IV. als Zeuge Friedrichs II. in Erscheinung. Eine Urkunde aus dem Jahr 1214 erwähnt ihn mit dem Titel marchio de Dilingen (Markgraf von Dillingen). Noch häufiger, vor allem in den Jahren 1225 bis 1228, wird Hartmann auf Urkunden von Heinrich VII., Sohn und Mitkönig von Friedrich II., genannt. Als sich Heinrich von seinem Vormund, dem bayerischen Herzog Ludwig I., dem Kelheimer, abwandte, kam es auch zum Bruch mit dem Grafen von Dillingen, der sich auf die Seite des Bayernherzogs, seines Onkels, schlug. Dieser Seitenwechsel wirkte sich zum Vorteil Hartmanns aus und er stand auf der Seite des Kaisers, als der seinen Sohn 1235 in Worms entthronte und gefangensetzen ließ. Hartmann war auch im Gefolge Friedrichs, als der sich im Spätherbst 1235 in Augsburg aufhielt. Durch die Heirat einer Tochter Ottos II. von Bayern mit dem späteren König Konrad IV. kamen die Grafen von Dillingen in verwandtschaftliche Beziehung zur Familie des Kaisers. Hartmann IV. begleitete den Kaiser auf der Strafexpedition gegen den Babenberger Friedrich den Streitbaren und bezeugte mehrere Urkunden, darunter auch diejenige, in der die Stadt Wien dem Reich unterstellt wurde. Als Auswirkung der Zugeständnisse, die Friedrich II. im Jahr 1231 im Statutum in favorem principum den Fürsten bewilligt hatte, verzichtete das Königtum im Herrschaftsbereich der Grafen von Dillingen auf die Ausübung verschiedener Hoheitsrechte. Hartmann IV. baute die um die Burg in Dillingen entstandene Siedlung aus, in der er die Hoheitsrechte des Grund- und Landesherren ausübte. Er ließ den Ort befestigen, Gericht halten, Zölle erheben, Markt abhalten. Außerdem ließ er Münzen prägen, vermutlich in Ulm, wo ihm ähnliche Hoheitsrechte zugefallen waren. Nach der Überlieferung gründete er 1241 das Franziskanerinnenkloster in Dillingen und wohl auch das Kloster der Dominikanerinnen. Noch vor 1239 gründete Hartmann IV. das Dominikanerinnenkloster Maria Medingen in Mödingen. Für die Gründung eines Zisterzienserklosters verkaufte Hartmann IV. dem Edlen Heinrich von Rapperswil ein Gut in Wettingen. Die Marienkapelle in Wettingen wurde zur Grablege eines seiner Söhne und anderer Angehörigen seines Geschlechts. Auch die Klöster Kaisheim, Neresheim und andere Klöster bedachte er mit großzügigen Schenkungen. Die Besitzungen der Grafschaft waren weitverstreut und bestanden aus Allodialgut, Lehen und Vogteien. In Ulm war der Graf von Dillingen Reichsvogt. Die Ritter von Söflingen und von Wittislingen bekleideten Hofämter nach dem Vorbild des königlichen Hofes, erstere als Truchsessen, letztere als Schenken. Nach der Absetzung des Kaisers durch Papst Innozenz IV. auf dem Konzil von Lyon im Jahr 1245 wandte sich Hartmann IV. 1246 mit den schwäbischen Grafen Ulrich I. von Württemberg und Hartmann II. von Grüningen von Kaiser Friedrich II. und König Konrad IV. ab und unterstützte den Gegenkönig Heinrich Raspe. Dies führte zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit Konrad IV., der 1246, 1247 und 1249 in die Grafschaft Dillingen einfiel und dabei Neresheim niederbrannte. Nach dem Tod Konrads IV. wurde 1254 in Urach ein schwäbischer Landfrieden geschlossen und Konrads minderjährigem Sohn Konradin im Gegenzug für seinen Verzicht auf die Königskrone das Herzogtum Schwaben zugesichert. Hartmann IV. war mit Willibirg (oder Willibirgis) verheiratet, die einem hochadeligen Geschlecht (der Grafen von Württemberg oder der Edelfreien von Truhendingen) entstammte. Obwohl mindestens acht Kinder aus dieser Ehe hervorgingen, starb mit Hartmut IV. das Geschlecht der Grafen von Dillingen aus. | von Dillingen, Graf Hartmann IV. (I11711)
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| 48603 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Dillingen Unter den beiden Brüdern Hartmann II. und Adalbert I. erreichten Macht und Einfluss der Dillinger Grafen ihre größte Ausdehnung. Hartmann II. ist wahrscheinlich identisch mit dem Grafen Hartmann von Gerhausen bei Blaubeuren, dem Erbauer der Burg von Hohengerhausen. In den Annalen von Neresheim wird er als Hartmann der Jüngere, Graf zu Dillingen und Kyburg, bezeichnet. Wie sein Vater verbrachte er die letzte Zeit seines Lebens als Mönch in Neresheim, wo er 1134 wohl ohne männliche Nachkommen starb. Sein Bruder Adalbert, der wohl vor 1080 geboren wurde, vergrößerte den Besitz in der heutigen Nordschweiz durch seine Heirat mit Mathilde oder Mechthilt von Mörsberg und beteiligte sich an der Auseinandersetzung zwischen Welfen und Staufern. Vermutlich war ihm die Verwaltung der kyburgischen Güter übertragen worden, da er in Urkunden stets als Graf von Kyburg bezeichnet wird. Nach dem Tod seines Bruders Hartmann vereinigte er das väterliche Erbe und residierte wohl auch in Dillingen. Er starb 1151 und wurde zum Ahnherren zweier Linien des Dillinger Grafengeschlechts, der Grafen von Dillingen (jüngerer Stamm ab 1180) und der Grafen von Kyburg aus dem Hause Dillingen (jüngerer Stamm ab 1180). Seine Gemahlin beendete ihr Leben als Nonne in Neresheim. Sein Erbe fiel an die beiden Söhne Adalbert II. und Hartmann III. Mehr unter obengenanntem Link.. | von Kyburg (von Dillingen), Graf Adalbert I. (I3197)
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| 48604 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Freiburg Grafen von Freiburg Grafen von Freiburg nannte sich ab 1230 ein Zweig der Grafen von Urach, nachdem er das Erbe der Zähringer im Breisgau und dessen Hauptstadt, Freiburg, 1218 angetreten hatte. Die Herrschaft über Freiburg konnte das Geschlecht 150 Jahre bis 1368 erhalten. Bis 1444 regierten sie noch die im südlichen Breisgau gelegene Herrschaft Badenweiler. 1395 bis 1458 waren die Grafen von Freiburg auch Grafen von Welsch-Neuenburg. Geschichte Die Grafen von Freiburg waren die Nachkommen des Grafen Egino V. von Urach († 1236 oder 1237). Seine Mutter war Agnes von Zähringen, und so beerbte Egino die Zähringer nach ihrem Aussterben. Als Graf von Freiburg nannte er sich Egino I. Unter seinem Sohn Konrad I. (1236/1237 bis 1271) kam es vor 1245 (?) zur Erbteilung mit dem Fürstenhaus Fürstenberg. In der letztendlichen Nachfolge der 1218 ausgestorbenen Zähringerherzöge beherrschten die Grafen von Freiburg seit dem 13. Jahrhundert die Stadt Freiburg und den Breisgau. Das Gebiet liegt in der oberrheinischen Tiefebene um Freiburg und im daran anschließenden Schwarzwald. Bis 1368 übte dieses Grafengeschlecht eine bis zuletzt nicht unumstrittene Stadtherrschaft über Freiburg aus. Die Stadträte von Freiburg kauften sich 1368 los. Danach erwarb die Stadt Freiburg als habsburgische Territorialstadt in Vorderösterreich ihrerseits ein grundherrliches Territorium. Sie erwarb das Kloster St. Märgen im Schwarzwald mit der Vogtei und den dazugehörenden Dorfherrschaften und Besitztümern. ach 1368 herrschten die Grafen von Freiburg nur noch in ihren südlich von Freiburg gelegenen Besitzungen auf der Burg Neuenstein in Badenweiler. Johann, der letzte der Grafen von Freiburg, vermachte 1444 seine Herrschaft Badenweiler an die Söhne seines Neffen, des Markgrafen Wilhelm von Hachberg-Sausenberg, Rudolf und Hugo, welche durch den Zusammenschluss der Herrschaftsgebiete Rötteln, Sausenberg und Herrschaft Badenweiler das Markgräflerland entstehen ließen. Die Zähringer Erbschaft Da es sich über längere Zeit abzeichnete, dass Berthold V. von Zähringen kinderlos bleiben würde, brachten sich die potentiellen Erben frühzeitig in Stellung: das Reich, repräsentiert durch die mit den Zähringern in Schwaben konkurrierenden Staufer die Agnaten des Hauses Zähringen das Haus Baden - Seitenlinie der Zähringer von Hermann nach dem Tode Berthold I. († 1078) begründet die Herzöge von Teck - Seitenlinie der Zähringer von Adalbert nach dem Tod seines Bruders Berthold († 1186) begründet die Schwestern von Berthold V. Agnes von Zähringen, vertreten durch ihren Sohn Egino V. von Urach Anna von Zähringen, vertreten durch ihren Ehemann Ulrich III. von Kyburg, der als ihr Vogt agierte die Witwe Clementia von Auxonne, eine Tochter von Stephan III. von Auxonne Bei der Aufteilung des Zähringer Erbes wurde zunächst grundsätzlich unterschieden zwischen[1] zähringischem Hausgut oder Allodialgut Reichslehen Lehen geistlicher Lehensherren (nämlich der Bischöfe von Basel, Bamberg und Straßburg) dem Wittum. Nebst Grundherrschaft und hoher Gerichtsbarkeit umfasste die Erbschaft auch eine Vielfalt einzelner weiterer Rechte, die je nach Ort sehr verschieden sein konnten. Reichslehen Der Staufer König Friedrich II. wollte das Ausscheiden der zähringischen Konkurrenten zur Stärkung der eigenen Hausmacht nutzen und zog die Reichslehen ein, was rechtlich möglich war. Allerdings gab es bezüglich der Feststellung, was Reichslehen waren und was zum Allod gehörte, erhebliche Meinungsverschiedenheiten. Der Kaiser zog die Städte Freiburg im Breisgau, Villingen, Rheinfelden, Neuenburg am Rhein, Breisach, Offenburg, Ortenberg, Haslach, Zürich, Freiburg im Uechtland, Solothurn und Bern wieder an das Reich. Rheinfelden, Freiburg im Breisgau, Villingen und Neuenburg waren jedoch eigentlich Allodialgut.[2] Im September 1218 kam es in Ulm zu einem Treffen der am Zähringer Erbe interessierten Parteien, wobei die Uracher nicht direkt vertreten waren. Im Sommer 1219 führten die Auseinandersetzungen zu einer offenen Fehde zwischen den Urachern und dem König.[3] Letztlich erhielten die Uracher die Reichslehen wieder zugeteilt, und es kam zu einem Kompromiss mit den Staufern. Allodialgut Hierzu gehörten Gebiete im Breisgau in der Ortenau im Schwarzwald und auf der Baar, die den Grafen von Urach zufielen, sowie Gebiete in der heutigen Schweiz (im alemannischen wie im ehemals burgundischen Teil, d. h. der Westschweiz), die den Grafen von Kyburg zufielen. Es scheint, dass sich die Familien von Urach und von Kyburg über die Aufteilung des Allodialgutes weitgehend einig waren. Die Kyburger konnten ihr Erbe auch ohne große Anfechtungen antreten, während die Uracher auf erheblichen Widerstand der Staufer stießen. Wittum Als Wittum hatte Berthold V. Burgdorf bestimmt, was Egino V. von Urach nicht hinderte, die Witwe gefangen zu setzen und Anspruch auf Burgdorf zu erheben. Am 28. Dezember 1224 verfügte König Heinrich, dass Clementia sofort freizulassen und in den Besitz von Burgdorf zu setzen sei. Dem ist Egino anscheinend nicht gefolgt. Zumindest wurde auf dem Reichstag zu Mainz im August 1235 nochmals in diesem Sinne entschieden. Über den weiteren Lebensweg von Clementia ist nichts bekannt, und Burgdorf findet sich später im Besitz der Grafen von Kyburg.[4] Liste der Grafen von Freiburg Bei der Sichtung von Literatur und Urkunden entsteht vielfach Verwirrung, da die Namensgebung und speziell die Zählung der Träger eines Namens nicht einheitlich ist.[5] Teilweise wird die Zählung der Freiburger Egonen bereits mit Egino IV. von Urach begonnen, der die Zähringer beerbte,- teilweise mit seinem Sohn, Egino V. von Urach, der sich als erster wirklich Graf von Freiburg nannte. Teilweise beginnt die Zählung erst bei dessen Enkel[6]. Bei den Konraden werden teilweise auch die nicht Regierenden bei der Zählung berücksichtigt. Nachfolgend wird versucht, eine Übersicht zu vermitteln. In der Literatur werden die Namen Egino (auch Egno oder Egeno) und Egon nebeneinander verwendet, und es wird Konrad oder Conrad geschrieben. Liste unter dem Link oben.. Ein Sohn Eginos II. namens Heinrich erhielt 1272 die südlichen Gebiete mit der Herrschaft Badenweiler. Die Grafen aus der Linie Heinrichs starben 1303 ohne männliche Nachkommen aus. Ihr Gebiet ging an die in diese Linie eingeheirateten Grafen von Strassberg. Der Besitz kam 1385 unter Konrad III. an die Nachfahren der Grafen von Freiburg zurück. Wappen Nach dem Anfall der Zähringer Erbschaft übernahmen die Grafen von Urach auch den Zähringer Adler in ihr Wappen um ihren Erbschafts- und Machtanspruch zu unterstreichen. Aus ihrem alten Uracher Wappen übernahmen sie den blauen Feh, aus dem sie eine Umrahmung des Adlers gestalteten. Das Wappen der Seitenlinie der Grafen (später Fürsten) von Fürstenberg wurde im Verlauf der Zeit dann noch weiter ausgestaltet.[7] Die merkwürdige Helmzier in Form einer Schneeballe in der doppelten Größe eines Kopfes war zunächst mit kleinen Kügelchen – später mit Schuppen – bestückt, die aber letztlich auch noch weggelassen wurden. Bader vermutet eine mit großen weißen Perlen dicht besetzte Kugel. Mehr unter dem Link oben.. | von Freiburg, Heinrich (I12907)
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| 48605 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Gr%C3%B6gling-Hirschberg Grafen von Grögling-Hirschberg Die Grafen von Grögling-Hirschberg, auch Grafen von Hirschberg, waren ein oberpfälzisch-mittelfränkisches Adelsgeschlecht vom 12. bis Anfang des 14. Jahrhunderts. Herkunft und Name Die Herkunft des Grafengeschlechts ist nicht sicher feststellbar. Fest steht, dass es zuerst unter dem Namen Grafen von Grögling, Dollnstein und Ottenburg erschien; zu Grögling (Chregelingen; bei Dietfurt an der Altmühl auf der Wasserburg Turmhügelburg Grögling) saß das Geschlecht um das Jahr 1100, zu Dollnstein nach 1139. Sowohl Grögling als auch Dollnstein hatte das Adelsgeschlecht vom Bischof von Eichstätt als Lehen erhalten. Wann die Herren von Grögling-Dollnstein ihre (Hirschberger) Grafschaft mit den Untergauen Kelsgau, Rudmarsberg und Sulzgau, die 1004 von der Markgrafschaft auf dem Nordgau abgetrennt worden war, vom Kaiser verliehen bekamen, ist nicht geklärt. Den Ottenburg-Beinamen führte es nach der Grafschaft Ottenburg um Glonn und Amper bei Freising, die ebenfalls ihnen gehörte. Den Hauptnamen Hirschberg legte sich das Geschlecht zu, nachdem es bereits mehr als drei Jahrzehnte auf Burg Hirschberg, am nördlichen Altmühlhang oberhalb von Beilngries ansässig war. Die erste Nennung stammt von 1205 [1]. Das Grafengeschlecht, das im oberpfälzisch-fränkischen Altmühlgebiet mit breit gestreutem Besitz eine dominierende Stellung einnahm, gebot über 122 Dörfer nicht nur in der territorial selbständigen Grafschaft Hirschberg, sondern über weitere Orte in der Grafschaft Sulzbach. Die Herren von Hirschberg waren mit den Grafen von Sulzbach, den Grafen von Oettingen, mit den Herzögen von Bayern und mit den gräflichen Häusern von Württemberg und Tirol verwandt. Als die Grafen von Sulzbach 1188 ausstarben, kamen Teile von deren Besitz in den Besitz der Herren von Hirschberg. Vertreter des Geschlechts Von der später so bezeichneten Grafschaft Hirschberg ist erstmals 1007 die Rede, als Kaiser Heinrich II. (der Heilige) den Ort Beilngries (Bilingriez) dem neu gegründeten Bistum Bamberg schenkte. Der Name Hirschberg erscheint erstmals im Jahr 1180 durch die Nennung des Adeligen "Chounradus de Hirzperch" als Urkundenzeuge. Die ursprünglichen Herren von Hirschberg (1180, 1194 und 1196 in Urkunden erwähnt) haben nichts mit dem Adelsgeschlecht zu tun, das sich ab 1205 Grafen von Hirschberg nannte. Letztere bauten wohl um diese Zeit ihre dortige Burg anstelle eines Vorgängerbaus, um den eichstättischen Vogteisitz und zugleich den Sitz der Gaugrafschaft besser zu sichern und besser repräsentieren zu können. Zur Erbauungszeit war ein Hartwig aus dem Geschlecht der Grafen von Kreglingen-Tollnstein Bischof von Eichstätt (1196–1223). Er war ein Sohn des Eichstätter Stiftvogts Graf Gerhard I. vom Kreglingen-Tollnstein. Hartwigs älterer Bruder Gebhard nannte sich Graf von Kreglingen-Tollnstein-Hirschberg. Der jüngere Bruder Gerhard trug dagegen den Titel eines Grafen von Sulzbach. Bereits 1068 ist ein anderer Hartwig als eichstättischer Vogt genannt, der wohl auch der späteren Grafenfamilie angehörte; ob er der Vater von Ernst war, der 1087 urkundlich erwähnt wird und sich gelegentlich Graf von Ottenburg nannte, ist unsicher. Ernst hatte einen Sohn namens Altmann, der sich um 1098 von Grögling nannte. Gebhard II., der 1125 bis 1149 Bischof von Eichstätt war, entstammte ebenfalls dem Chregelinger Geschlecht; sein Vater, der eichstättische Vogt Graf Ernst von Chreglingen, nannte sich als Inhaber der Grafschaft um Amper und Glonn auch Graf von Ottenburg. Unter Gebhard II. gründete sein Bruder Ernst im Jahr 1129 das Benediktinerkloster Plankstetten. Von Gebhard VI. von Hirschberg hat sich ein Siegel an einer Urkunde vom 28. Februar 1253 erhalten: das Wappen zeigt einen auf dreieckigem Schild stehenden Hirsch. 50 Jahre später erlosch das Geschlecht mit Gebhard VII. Dass Papst Viktor II. († 1057) diesem Grafengeschlecht entstammte, wie ein wohl aus dem 14. Jahrhundert stammender Nachtrag im Pontifikale Gundekarianum vermeldet, gilt heute als widerlegt. Tiroler Besitz Im 13. Jahrhundert waren die Herren von Hirschberg auch in Tirol sesshaft. Ihnen gehörte die Burg Hirschberg bei Wenns im Pitztal; heute sind von ihr nur noch geringe Spuren vorhanden. Hierher kam das Geschlecht durch verwandtschaftliche Beziehungen mit dem Tiroler Grafengeschlecht; ein Graf von Hirschberg war der Schwiegersohn des Tiroler Grafen Albert III. Als dieser 1253 ohne männlichen Erben starb, erbten seine beiden Schwiegersöhne, ebendieser Graf von Hirschberg und der Graf Meinhard von Görz. Bei der Teilung des Besitzes fiel dem Hirschberger das Oberinntal und das Wipptal (Brennergegend) zu. Erst von dieser Zeit an führte die Burg bei Wenns den Namen der Hirschberger; zuvor hieß die Burg Straßberg. Der Sohn und Erbe des Grafen von Hirschberg, Graf Gebhard IV., verkaufte 1284 den Tiroler Besitz an den Grafen Meinhard II. von Görz-Tirol und siedelte wieder auf das Schloss oberhalb von Beilngries über. Kampf um das Hirschberger Erbe Gebhard VI., dieser letzte Graf von Hirschberg, hatte eine Gräfin Sophie von Oettingen zur Frau. Schon zu seinen Lebzeiten, als klar wurde, dass es keine (männlichen) Nachkommen geben werde, gab es Streitigkeiten um das künftige Erbe. So machte Herzog Rudolph von Bayern – die Mutter Gebhards war eine Herzogin Sophie von Bayern – wegen seiner engen Verwandtschaft mit ihm Ansprüche auf seine zukünftige Hinterlassenschaft geltend. Gebhard wollte jedoch das Bistum Eichstätt als Erben und hatte in zwei Testamenten 1291 und 1296 diesbezüglich verfügt. Am 8. September 1304 machte er ein drittes Testament, in dem er ausdrücklich den Bischof von Eichstätt als Erben seiner Grafschaft und den damit zusammenhängenden Besitztümern, darunter die Burg Hirschberg und den Markt Beilngries, einsetzte. Er starb ein Jahr später, am 4. März 1305, und wurde im Augustiner-Chorherrenstift Rebdorf bestattet. Der Kampf um das Erbe, der nun zwischen Bayern und dem Eichstätter Bischof entbrannte, wurde Monate später, am 19. Oktober 1305, durch einen in Gaimersheim geschlossenen Vergleich beendet: Die Grafschaft Hirschberg mit ihren 122 Orten fiel an das Bistum Eichstätt, darunter Hirschberg und Beilngries, Kevenhüll, Kottingwörth, Ottmaring, Sulzkirchen, Erasbach, Raitenbuch und Forchheim, während der Bischof auf einen Großteil des Erbes zugunsten einer gütlichen Einigung mit den Wittelsbachern verzichtete. Die zweite Stammburg Dollnstein kam vorübergehend an die verschwägerten Oettinger. Zur weiteren Geschichte des Schlosses Hirschberg siehe dort. Mehr unter dem Link oben.. | von Grögling, Ernst I. (I11999)
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| 48606 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Winterthur Als Grafen von Winterthur waren im 10. und 11. Jahrhundert einige Mitglieder des Geschlechts der Udalrichinger bekannt. Der erste von ihnen war ein Sohn des Grafen Ulrich VI. von Bregenz. Es wird vermutet, dass Liutfried II. der Erbauer der 1030 erstmals erwähnten Kyburg war. Die Tochter des letzten Grafen von Winterthur, Adelheid, vermählte sich mit Hartmann I. von Dillingen und wurde somit die Stammmutter der Grafen von Kyburg. Als Grafen von Winterthur waren in chronologischer Reihenfolge bekannt: • Liutfried II. von Winterthur (* um 930), Sohn Ulrichs VI. von Bregenz, Graf von Winterthur-Bregenz • Adalbert I. von Winterthur (* um 950; † 8. September 1030), Sohn Liutfrieds II. von Winterthur, Graf von Winterthur • Werner I. von Winterthur bzw. Werner I. von Maden (* um 990; † 22. August 1040), Sohn Adalberts I. von Winterthur, Gaugraf im Hessengau, ab 1030 auch Graf von Winterthur, Reichsbannerträger • Adalbert II. von Winterthur (* um 1025; † 18. Juni 1053 bei Civitate), zweiter Sohn Werners I. von Maden und letzter Graf von Winterthur | von Winterthur (von Maden), Graf Werner I. (I6706)
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| 48607 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Graffenried_(Patrizierfamilie) Die Familie von Graffenried ist ein bernisches Patriziergeschlecht. Am 4. Oktober 1272 erscheint die Familie zum ersten Mal in den Quellen. Geschichte Ursprünglich aus Grafenried BE stammend, erhielt die Familie um 1300 das Burgerrecht der Stadt Bern. Seit 1352 war die Familie im Kleinen Rat vertreten und gehörte damit zum Berner Patriziat. Sie stellte der Stadt Bern bis 1798 vier Schultheissen, elf Venner, fünf Säckelmeister, zahlreiche Ratsmitglieder und Offiziere. Nach der Erschliessung der Salzquellen durch Niklaus von Graffenried in Panex (Ollon) stellte die Familie immer wieder den Salzdirektor. Ab dem 17. Jahrhundert entwickelte sich neben dem Dienst an der Stadt Bern, der Söldnerdienst in den Niederlanden und in Frankreich ein weiteres Standbein der Familie. Einzelne Familienmitglieder dienten auch als Pagen, Kammerherren oder Offiziere der Leibgarden an deutschen Fürstenhöfen. Die Graffenried verheirateten sich bevorzugt mit den von Wattenwyl, von Erlach, May und Zehender. Am 5. April 1723 wurde die Familienkiste gegründet. Im 19. Jahrhundert waren viele Familienmitglieder noch in Sold- und Hofdiensten, aber immer mehr auch als Anwälte, Bankiers, Kaufleute, Vermögens- und Liegenschaftsverwalter und Industrielle tätig. Die Familie besteht bis heute und lebt vorwiegend in der Region Bern. Personen Peter von Graffenried, (um 1345 – vor 1401), erster Seckelmeister, ab 1389 Ratsherr Johannes von Graffenried, ab 1353 Mitglied des Berner Kleinen Rats Niklaus von Graffenried (1468–1557), mit den beiden Söhnen Hans Rudolf von Graffenried und Peter von Graffenried (1507–1562) teilte sich das Geschlecht in eine Berner (besteht bis heute) und eine Münchenwiler Linie (1909 erloschen) Hans Rudolf von Graffenried (1505–1559), baute die von seinem Vater erschlossenen Salzquellen in Panex (Gemeinde Ollon) aus Anton von Graffenried (1573–1628), Schultheiss von Bern Albrecht von Graffenried (1629–1702), Obervogt zu Schenkenberg,[1][2] Vogt zu Nidau Emanuel von Graffenried (1636–1715), Schultheiss von Bern Friedrich von Graffenried (1645–1706), Schultheiss von Thun Johann Anton von Graffenried (1658–1731), Oberdirektor der Salzwerke in Aigle Johann Bernhard von Graffenried (1691–1764), Kapitänleutnant in Frankreich Abraham von Graffenried (1700–1775), Offizier in Holland und Schultheiss von Murten Sigmund Emanuel von Graffenried (1737–1818), Offizier in Holland Abraham von Graffenried (1738–1821), Oberst des Regiments von Erlach in Frankreich Johann Rudolf von Graffenried (1751–1823), Offizier in Holland; Teilnahme an der Schlacht von Neuenegg 1798 Bernhard von Graffenried (1759–1815), wurde 1798 bei Neuenegg verwundet Emanuel Franz Rudolf von Graffenried (1762–1838), Offizier der Schweizergarde Franz von Graffenried (1768–1837), Offizier Edwin von Graffenried (1823–1902), Gouverneur von New Mexico Karl Wilhelm von Graffenried (1834–1909), Industrieller und Nationalrat Egbert von Graffenried (1909–1981), Botschafter | von Graffenried, Luzia (I56828)
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| 48608 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Autun (Okt 2017) Die Grafschaft Autun um die Stadt Autun existierte seit dem 5. Jahrhundert, erst unter römischer, dann burgundischer und schließlich, ab 534, unter fränkischer Oberhoheit. Die fränkische Grafschaft fand ihr Ende mit der Thronbesteigung des Grafen Boso von Vienne im Königreich Burgund 879. Autun wurde danach – gemeinsam mit Auxerre und Chalon - einer der Kerne des späteren Herzogtums Burgund. Grafen von Autun waren: • Gregor von Langres, comes (nicht Graf im mittelalterlichen Sinn) von Autun, Bischof von Langres (506/07–539/540), Urgroßvater von Gregor von Tours • Childebrand (II), † vor 818, 796 missus im Autunois, Graf, Herr von Perrecy (Arnulfinger) • Theodoricus (Dietrich) I., † vor 804, Graf von Autun, ∞ Aldana, † vor 804, vielleicht Tochter Karl Martells – Theodoricus und Aldana sind die Eltern von Wilhelm von Gellone • Teudoinus, Sohn von Theodoricus I., Graf von Autun 804/826 • Theodoricus II., 816/821, Sohn von Teudoinus • Theodoricus III., † kurz nach 826, Sohn von Wilhelm von Gellone, Graf von Autun • Bernhard, 804/844, Bruder von Theodoricus III., bis 830 Graf von Autun, bis 831 Markgraf von Septimanien • Bernard Plantevelue, † 885/886, Sohn Bernhards, Graf von Autun 864/869, 864/874 Graf von Rodez, nach 872 Graf von Auvergne • Odo, † 870, Graf von Mâcon, Dijon und Autun • Eccard, 873 missus im Autunois und Mâconnais, Enkel Childebrands (Arnulfinger) • Bernhard „le Veau“, † 872 von Bernhard Plantevelue ermordet, 868 Graf von Autun und Markgraf, Sohn Eccards (Arnulfinger) • Theoderich „le Trésorier“ (* um 810, † 882/883), 878 Graf von Autun mit dem Auftrag, Bernhard von Gothien zu vertreiben, Bruder Eccards (Arnulfinger), • Richard der Gerichtsherr, † 921, Graf von Autun 876, Graf von Auxerre, Troyes, Nevers, Sens, 921 Herzog von Burgund, Schwager von Eccard und Theoderich (Buviniden) • Giselbert, † 956, Graf von Autun, 923 Herzog von Burgund | von Autun, Theodorich (Theodoricus) (I9212)
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| 48609 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Auxonne Grafschaft Auxonne Die Grafschaft Auxonne um den Hauptort Auxonne im heutigen Département Côte-d’Or (Région Bourgogne) bestand seit der Mitte des 10. Jahrhunderts bis 1237. Graf Wilhelm III. von Mâcon und Vienne, Sohn des Grafen Stephan I. "Tollkopf" (Etienne '"Tête Hardie'") aus dem Hause Burgund-Ivrea, führte seit 1127 den Titel eines Grafen von Auxonne. Diese Grafschaft vermachte er seinem jüngeren Sohn Stephan II., während der ältere, Gerald I., Mâcon und Vienne erhielt. Graf Stephan II. war mit Judith von Lothringen, einer Nichte von Kaiser Friedrich "Barbarossa", verheiratet. Mit ihr hatte er einen Sohn und Erben, Stephan III.; dieser heiratete Beatrix, Erbin der Grafschaft Chalon-sur-Saône. Stephan III. revoltierte 1209 gegen seinen Lehnsherren, Pfalzgraf Otto II. von Burgund, da er Anspruch auf die Freigrafschaft erhob. Graf Otto gelang es jedoch mit der Unterstützung Graf Theobalds IV. von Champagne die Revolte niederzuschlagen. Auf Stephan III. folgte dessen Sohn Johann "der Weise" (Jean "le Sage") nach, der 1237 mit dem Herzog von Burgund, Hugo IV., Auxonne (und Chalon-sur-Saône) für die Herrschaft Salins eintauschte. Graf Johanns Nachkommen (als Haus Châlon) gelangten 1393 in den Besitz des Fürstentums Orange (Oranien). Johann hatte eine Schwester, Beatrix, die den Herren Simon de Joinville heiratete. Sie ist die Mutter des Biografen Jean de Joinville. Grafen von Auxonne 1127–1156 Wilhelm III. (Graf von Mâcon und Vienne) 1156–1173 Stephan II. Sohn 1173–1237 Stephan III. Sohn 1237–1267 Johann "der Weise" Sohn (Graf von Chalon-sur-Saône) | von Mâcon, Graf Wilhelm III. (I13080)
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| 48610 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Braine Grafschaft Braine Zur Navigation springenZur Suche springen Die französische Grafschaft Braine um den Hauptort Braine-sur-Vesle in heutigen Département Aisne wurde im 11. Jahrhundert gegründet. Sie befand sich im Einflussbereich der Grafen von Champagne. Durch Heirat gelangte sie im 12. Jahrhundert an die kapetingischen Grafen von Dreux, im 14. Jahrhundert an das Haus Pierrepont, Mitte des 15. Jahrhunderts an das Haus Commercy und 1536 schließlich an das Haus de La Marck, dessen Linie in Braine in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ausstarb. Grafen von Braine Haus Baudement Guy de Baudemont († 1144), Graf von Braine Agnès de Baudemont († 1202/18), Gräfin von Braine, Tochter Guys Haus Frankreich-Dreux Robert I. der Große († 1188), Graf von Dreux, 1152 Graf von Braine, Ehemann von Agnès de Baudemont Robert II. (1154–1218), 1184 Graf von Dreux und Braine, Sohn Roberts I. Robert III. (1185–1234), 1218 Graf von Dreux und Braine, Sohn Roberts II. Johann I. (1215–1249), 1234 Graf von Dreux und Braine, Sohn Roberts III. Robert IV. (1241–1282), 1249 Graf von Dreux und Braine, Sohn Johanns I. Johann II. (1265–1309), 1282 Graf von Dreux, Braine, Montfort und Joigny, Sohn Roberts IV. Robert V. († 1329), 1309–1329 Graf von Dreux, 1309–1323 Graf von Braine Johanna, 1323 Gräfin von Braine, Schwester Johanns II., ⚭ Johann IV., Graf von Roucy († 1302) Haus Pierrepont Johann V. († 1346), Graf von Roucy und Braine, Sohn Johanns IV. und Johannas Robert II. († 1364), Graf von Roucy (und Braine ?), Sohn Johanns V. Simon († 1392), Graf von Braine, Bruder Roberts II. Hugo II. († 1395), Graf von Braine, 1391 Graf von Roucy, Sohn Simons Johann VI. († 1415), Graf von Roucy und Braine, Sohn Hugos II. Johanna († 1459), Dame de Roucy et Braine; ⚭ 1414 Robert III. von Saarbrücken († 1464/65), Herr von Commercy Haus Commercy Amé II. von Commercy († 1476), 1465 Graf von Braine, Sohn Johannas und Roberts Robert II. († 1504), 1476 Graf von Braine, 1495 Graf von Roucy, Sohn Amés Amé III. († 1525), 1504 Graf von Braine und Roucy, Sohn Roberts II. Guillemette († 1571), 1526 Dame de Braine, ⚭ 1510 Robert III. de La Marck, Marschall von Frankreich Haus de La Marck Robert IV. de La Marck, † 1556, 1536 Graf von Braine, 1552 Herzog von Bouillon, Sohn Roberts III. und Guillemettes Henri I. Robert de La Marck, † 1574, 1556 Herzog von Bouillon, Graf von Braine, 1572 Fürst von Sedan, Sohn Roberts IV. Guillaume Robert de La Marck, † 1588, 1574 Herzog von Bouillon, Fürst von Sedan, Graf von Braine, Sohn Henri I. Roberts. Charlotte de La Marck, † 1594, 1588 Herzogin von Bouillon, Fürstin von Sedan, Gräfin von Braine, Schwester Guillaume Roberts Charles Robert de La Marck, † 1622, Graf von Maulévrier, 1594 Graf von Braine, Bruder Henri I. Roberts Henri II. Robert de La Marck, † 1652, Graf von Braine, Sohn Charles Roberts Anne de La Marck, Graf von Braine, Bruder Heinrich Roberts | de Baudement, Gräfin Agnes (I8246)
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| 48611 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Bregenz Grafschaft Bregenz Die Grafschaft Bregenz wird (unter diesem Namen) mittelalterlich lediglich von 1043 bis 1160 erwähnt. Sie gehörte zum Besitz der Udalrichinger, die in Bregenz nicht nur ihren Hauptsitz nahmen, sondern auch ihren Namen entsprechend führten; sie werden nach ihrem Ahn und Leitnamen auch Ulriche genannt. Zuvor war bereits in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts ein Vorfahre der Grafen von Bregenz als Graf in Bregenz aufgetreten. Nach 1160 finden sich die Grafen von Montfort-Bregenz als Nebenlinie des Hauses Montfort, danach ist der Titel Graf von Bregenz Titel der Habsburger, und die Grafschaft Bregenz ist Teil von Vorderösterreich. Dessen Reste werden später, nach der Umstrukturierung des Kaisertum Österreich im Zuge der Beschlüsse des Wiener Kongresses, der Grafschaft Tirol eingliedert, zu dem Vorarlberg einen Landesteil darstellt (1861 als „Land“ eigenständig). Dort besteht die Grafschaft titular (die Reichsgrafschaften waren ja 1806 hinfällig geworden) bis zum Zerfall Österreich-Ungarns 1918. Grafen von Bregenz (Ulriche, 1043 bis 1160) Grafen in bzw. von Bregenz waren: Ulrich VI., † 950/957, Graf in Bregenz, Graf in Rätien (→ Grafschaft Rätien) Ulrich IX., † vor 1079, vermutlich ein Urenkel Ulrichs VI., Graf von Bregenz, Graf im Argengau und Nibelgau Ulrich X., † 1097, Graf von Bregenz; ∞ Bertha Gräfin von Kellmünz, † nach 1128, Tochter des Gegenkönigs Rudolf von Rheinfelden Rudolf, † 1160,[1] Graf von Bregenz, Graf in Unterrätien, Graf von Chur; ∞ I Irmgard von Calw, Tochter des Adalbert II., Graf von Calw; ∞ II Wulfhild von Bayern, † nach 1160, Tochter von Heinrich dem Schwarzen Herzog von Bayern (Welfen), wurde nach dem Tod ihres Mannes Nonne des Frauenklosters von Wessenbrunn[2] Elisabeth von Bregenz (* 1152; † nach 1. April 1216), Tochter von Rudolf und Wulfhild, Gemahlin des Pfalzgrafen Hugo II. von Tübingen Grafen von Montfort-Bregenz (1160 bis 1451 bzw. 1543) Der letzte Graf von Bregenz vererbte seinen Besitz über seine Tochter Elisabeth und deren Gemahl Hugo II. an die Pfalzgrafen von Tübingen; der Enkel Hugo I., Graf von Bregenz und Montfort († 12. März 1230/34), begründete das bedeutende Geschlecht der Grafen von Montfort, das sich in viele Linien aufteilte, bis 1523 über Bregenz und zuletzt bis 1780 über Tettnang herrschte. Unter montfortischer Herrschaft existierte ab 1170 als Teillinie[3] die Grafen von Montfort-Bregenz, die über das Gebiet der ehemaligen Grafschaft Bregenz herrschten. Die Montforter hatten sich in der Generation davor als Nebenlinie der Pfalzgrafen von Tübingen entwickelt. Montfort-Bregenz erlosch schon 1338 wieder, und in Folge bildete sich aus dem dritten Haus (das erste war Montfort-Feldkirch) der Montforter, den Montfort-Tettnang, ab 1354 die Linie Montfort-Tettnang-Bregenz, die sich 1379 in die ältere und die jüngere Herrschaft teilte. Dieses Haus brachte mit Hugo XII. (VIII. von Bregenz, 1357–1423), Minnesänger und Staatsmann, einen europäisch bedeutenden Vertreter hervor. Elisabeth von Hochberg (Hachberg), Erbtochter Wilhelms VII. († 1422), verkaufte 1451 die ältere Herrschaft, einen Teil des Gebiets, an die Habsburger. Die jüngere Herrschaft nannte sich ab 1514 Tettnang-Bregenz-Bregenz, da sich mit den Tettnang-Bregenz-Pfannberg/Beckach eine steirische Linie mit den Besitzungen, die der Minnesänger Hugo in Diensten Leopolds IV. erworben hatte, ergab. 1523 verkauften die Bregenzer Montforter, die allesamt in der Fremde dienten,[4] auch den anderen Teil der Bregenzer Grafschaft.[5] Das Bregenzer Haus trat aber in der steirischen Linie 1574 auch das Erbe der Tettnanger an, und erlosch erst 1780, mit dem letzten derer von Montfort. Habsburger (ab 1451 bzw. 1523) Herzog Siegmund, Regent zu Tirol, kaufte am 12. Juli 1451 von Elisabeth die halbe Stadt und Herrschaft Bregenz, die Gerichte Hofsteig, Lingenau und Alberschwende, und die Bewohner dieser Hälfte galten von nun an als persönlich frei. Die andere Hälfte kaufte Ferdinand I. am 5. September 1523 von Hugo.[6] Als verfassungsmäßige Reichsgrafschaft bestand die Grafschaft Bregenz bis zur Auflösung des Alten Reiches 1806. Dennoch trugen die Habsburger den Titel Graf von Bregenz bis 1918, und als solcher findet er sich auch im Großen Titel des Kaisers von Österreich, ebenso wie das blau-silberne Wappen im Wappen der Habsburger, des Kaisertums Österreich und der österreichischen Länder Österreich-Ungarns. Wappen Bei diesem Wappen handelt es sich um ein Pelzwappen, wie es in Frankreich oder England häufig anzutreffen ist. Es wird dabei die gesamte Schildfläche des Wappens mit Pelz überzogen. Es blasoniert sich:[7] Die beiden Außenfelder sind Hermelin in vier Pfählen (heute Stahlblau) der Mittelbalken ist Silbern mit drei schwarzen Feldrüben (von diesem Streifen stammen die Farben der Stadt Bregenz – Schwarz und Weiß, die Rüben sind heute aber als Hermelinschwänzchen blasoniert). Ob es sich bei diesem Wappen tatsächlich um das der alten Grafen von Bregenz handelt, ist heute von der Forschung in Frage gestellt. Es dürfte ein apokryphes, also untergeschobenes bzw. unechtes Wappen sein. Der Stadt Bregenz wurde 1529 vom neuen Landesherrn König Ferdinand, dem späteren Kaiser Ferdinand I., dieses als Stadtwappen verliehen. Mehr unter obenstehendem Link.. | von Bregenz (Udalrichinger), Graf Ulrich X. (I11607)
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| 48612 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Carcassonne Grafschaft Carcassonne Zur Navigation springenZur Suche springen Die Grafschaft Carcassonne (Carcassès) lag in der südfranzösischen Region des Languedoc und umgab die gleichnamige Stadt im heutigen Département Aude. Sie wurde von folgenden Grafschaften umgeben: im Osten Narbonne, im Süden Rasès, im Westen Foix, im Nordwesten Toulouse und im Nordosten Béziers. Karl der Große richtete im Zuge der Eroberung Septimaniens die Grafschaft ein und vergab sie an einen gewissen Bello. Er sollte Stammvater einer weitverzweigten Adelssippe werden, die besonders in den katalanischen Grafschaften eine große Rolle spielte. Zu den Lehnsmännern der Grafen von Carcassonne gehörten unter anderem die Herren von Cabaret, Minerve und Termes. Mitte des 10. Jahrhunderts gelangten die Grafen von Comminges in den Besitz der Grafschaft Carcassonne, die daraufhin von einer Nebenlinie dieser Familie regiert wurde. Graf Roger I. teilte seine Besitzungen wiederum unter seine Söhne auf. Raimund I. Roger erhielt Carcassonne, während sein jüngerer Bruder Bernard-Roger die Grafschaft Couserans-Foix erhielt. Die zwei so entstandenen Linien verpflichteten sich zur gegenseitigen Erbfolge in ihren Besitzungen im Falle des Aussterbens einer Linie. Dieser Fall trat 1067 mit dem Tod Graf Rogers III. von Carcassonne ein. Dessen Haupterbin Ermesende trat jedoch ihre und die Rechte der Grafen von Foix entgegen den Abkommen an die Grafen von Barcelona ab. Diese wiederum belehnten Ermengarde und deren Sohn, Bernard Aton IV. Trencavel, als erbliche Vizegrafen in Carcassonne. Graf Roger II. von Foix verzichtete am 21. April 1095 auf seine Erbrechte. Grafen von Carcassonne Haus Barcelona oder Belloniden ???–820 Bello 820–821 Guisclafred Sohn 821–837 Oliba I. Bruder Wilhelmiden (Gellones) 837–844 Bernhard von Septimanien 844–845 Argila Neffe, Sohn des Berà von Barcelona 845–850 Berà Sohn 850 Miro Etilius vermutlich Sohn von Berà Haus Toulouse 850–852 Fredelon (Graf von Toulouse) Sohn des Fulcoald von Rouergue 852–863 Raimund (Graf von Toulouse) Bruder 863–864 Humfried von Gothien (Usurpator) Haus Barcelona 865–872 Oliba II. Sohn von Oliba I. Haus Toulouse 872 Bernhard (Graf von Toulouse) Sohn von Raimund Haus Barcelona 872–879 Oliba II. 879–906 Acfred I. Bruder 906–908 Bencion Sohn von Oliba II. 908–934 Acfred II. Bruder 943–??? Arsinde Tochter Haus Comminges 934–957 Arnaud (Graf von Comminges und Couserans) Ehemann von Arsinde 957–1012 Roger I. der Alte Sohn ????–1011 Raimund I. Roger Sohn 1012–1060 Peter Raimund Sohn 1012–1034 Wilhelm Raimund Bruder (Teilgraf) 1034–1059 Raimund II. Wilhelm Sohn (Teilgraf) 1034–???? Peter Bruder (Teilgraf) 1034–???? Bernard Bruder (Teilgraf) 1034–1050 Peter Roger Großonkel (Teilgraf), Bischof von Girona 1050–1067 Roger II. Neffe (Teilgraf, als Roger I. Graf von Foix) 1060–1067 Raimund Roger/Roger III. Sohn von Peter Raimund 1067–1068 Ermengarde Schwester Vizegrafen von Carcassonne Unter den Vizegrafen aus dem Hause Trencavel erlangte Carcassonne noch einmal zu einer weitestgehenden Selbstständigkeit, auch wenn sie die Oberhoheit der Grafen von Barcelona (bzw. der Könige von Aragon) formell anerkannten. Haus Comminges 1068–1099 Ermengarde von Carcassonne Tochter von Raimund Peter Haus Trencavel 1082–1129 Bernard Aton Sohn von Ermengarde und des Raimund Bernard von Albi 1129–1150 Roger I. Sohn 1150–1167 Raimund I. von Béziers Bruder 1167–1194 Roger II. Taillefer Sohn 1194–1209 Raimund-Roger Sohn Haus Montfort-l’Amaury 1209–1218 Simon IV. de Montfort 1218–1224 Amaury de Montfort Sohn Haus Trencavel 1224–1226 Raimund II. Sohn von Raimund Roger 1226 wurde Raimund II. Trencavel seiner Besitzungen für verlustig erklärt und begab sich ins Exil nach Aragon. Im Vertrag von Meaux-Paris wurde Carcassonne mit der französischen Krone vereint (siehe Seneschallat Carcassonne). 1240 scheiterte Raimunds Versuch, Carcassonne zurückzuerobern und zog sich erneut nach Aragon zurück und verzichtete 1247 auf seine Ansprüche. Graf von Carcassonne Charles Bâtard de Valois (1573–1650), 1589 Graf von Carcassonne, 1620 Herzog von Angoulême | von Carcassonne-Razès, Gräfin Arsinde (I13115)
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| 48613 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Guînes Grafschaft Guînes Die Grafschaft Guînes war eine der ersten großen Grafschaften, die schon zu karolingischer Zeit erblich waren.[1] Vermutlich war das Land seit dem 7. Jahrhundert Teil der Grafschaft Flandern, die das gesamte Gebiet zwischen den Flüssen Somme und Schelde umfasste. Um 663 übergab Walbert, Graf von Arques, das gesamte Land, das er in Guînes besaß an den heiligen Bertin, den Apostel der Region Saint-Omer und Gründer der später nach ihm benannten Abtei Saint-Bertin. Die erste Erwähnung des Namens Gisna, aus dem sich die Bezeichnung Guînes entwickelte, stammt aus dem Jahr 807. Sie findet sich in einer Schenkungsurkunde vom 11. Oktober desselben Jahres, durch die eine Lebtrude den Mönchen der Abtei ihre Besitzungen am Ghisnervlet, dem Fluss durch Guînes, genannt Wasconingawalla, übergab, ein Name, aus dem sich die heutige Bezeichnung Walle entwickelte. Im 11. Jahrhundert litten Land und Stadt stark unter den militärischen Auseinandersatzungen zwischen Philipp II. von Frankreich und dem Grafen von Flandern. Sie wurden mehrfach von den Truppen des Königs ebenso verwüstet wie von denen Renauds de Dammartin, Graf von Boulogne. Trotz dieser Katastrophen nahm Graf Arnold II. 1214 an der Schlacht von Bouvines an der Seite Philipps II. teil, dessen Vasall er geworden war. Arnold III., 12. Graf von Guînes, geriet am 12. Juli 1253 in der Schlacht von Walcheren in Gefangenschaft, aus der er, um freigelassen zu werden, seine Grafschaft 1285 an den König verkaufen musste. Zehn Jahre später, 1295, gab Philipp IV. von Frankreich einen Teil des Besitzes an Johanna von Guînes zurück, der Enkelin Arnolds III. und Ehefrau von Johann II. von Brienne, Graf von Eu, der daraufhin zusätzlich den Titel eines Grafen von Guînes annahm. Am 18. November 1350 wurde Rudolf II. von Brienne, Graf von Eu, 15. und letzter Graf von Guînes, Connétable von Frankreich nach seiner Rückkehr aus vierjähriger englischer Gefangenschaft auf Befehl König Johanns II. verhaftet und am Tag darauf ohne Prozess enthauptet.[2] Der König zog den Besitz ein und gab die Grafschaft Eu danach an Johann von Artois (Jean sans Terre), während er die Grafschaft Guînes in die Domaine royal aufnahm. Drei Jahre nach der Einnahme von Calais, am 22. Januar 1351, geriet die Burg von Guînes durch Verrat in die Hände der Engländer. 1360 wurden Stadt und Grafschaft im Frieden von Brétigny vollständig England zugesprochen. Mehr, auch Stammliste, unter dem Link oben.. | von Guînes, Gisèle (I12612)
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| 48614 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Henneberg Grafschaft Henneberg war eine fränkische Grafschaft zwischen Thüringer Wald und Main und umfasste Gebiete der Rhön, des Grabfeldes und der Haßberge. Sie existierte vom Ende des 11. Jahrhunderts bis 1660 und war eine Gründung der Grafen von Henneberg, die in mehreren Linien regierten. Die bedeutendste Linie, Henneberg-Schleusingen, regierte ab 1310 eine reichsunmittelbare und gefürstete Grafschaft, bis zum Aussterben der Henneberger im Jahre 1583. 1660 teilten verschiedene Linien der Wettiner die Grafschaft unter sich auf. Die größte Ausdehnung der Grafschaft erstreckte sich in Ost-West-Richtung von den heutigen Landkreisen Coburg und Sonneberg bis nach Bad Salzungen; in Nord-Süd-Richtung reichte sie von Ilmenau bis Mainberg vor die Tore Schweinfurts. Das aus der ehemaligen Grafschaft Henneberg hervorgegangene Henneberger Land gehört wie ganz Südthüringen zur länderübergreifenden Region Franken, die Bayern, Thüringen, Baden-Württemberg und Hessen kulturhistorisch verbindet. Die gefürstete Grafschaft Henneberg Aus einer vorübergehenden Schwächung der fränkischen Zentralgewalt und des Verlustes des fränkischen Reichsguts, des Zerfalls der fränkischen Grafschaftsverfassung und der darauffolgenden Fehden und Machtkämpfe gingen die Grafen von Henneberg, die sich nach ihrer Stammburg, der in der Nähe des Ortes Henneberg im heutigen Landkreis Schmalkalden-Meiningen liegenden Burg Henneberg nannten, als Sieger hervor. Erstmals wurde das Geschlecht chronikalisch 1078 und urkundlich im Jahr 1096 erwähnt. Das gräfliche Geschlecht von Henneberg trat erstmals mit Graf Godebold II. auf. Die Henneberger stammten von dem Bamberger Geschlecht der Popponen ab. 1190 teiilte sich das Haus in die Linien Henneberg, Botenlauben und Strauf. 1274 erfolgte die folgenschwere hennebergische Hauptteilung in die Linien Henneberg-Schleusingen, Henneberg-Aschach-Römhild und Henneberg-Hartenberg, wobei die politische Einheieit des nördlichen Frankens verloren ging. Als mächtigste Linie gingen die Schleusinger mit Sitz auf Schloss Bertholdsburg aus dieser Teilung hervor. Henneberg-Schleusingen bestand auch am längsten, bis 1583. Im Jahre 1310 wurde Berthold VII. von Henneberg-Schleusingen, der 1274 die Henneburg erhalten hatte, in den Fürstenstand erhoben. Fortan trug die Grafschaft den Titel gefürstete Grafschaft Henneberg. Nach dem Aussterben der Herzöge von Meranien im Jahr 1248 fielen Gebiete rings um Sonneberg und Coburg an die Grafen von Henneberg. Zwischen beiden Adelshäusern bestanden verwandtschaftliche Beziehungen (Ehe von Poppo VI., dem Vater Ottos von Botenlauben, mit Sophie von Istrien um 1165). Dieses Gebiet ging als Pflege Coburg 1291 an das askanische Kurfürstentum Brandenburg verloren, gelangte als Mitgift aber 1312 wieder zur inzwischen gefürsteten Grafschaft Henneberg, die damit ihre größte territoriale Ausdehnung erreichte. Die Henneberger hatten ab 1157 bis 1354 auch die Burggrafenwürde in Würzburg inne. Diese ging aber im Machtkampf mit den Würzburger Bischöfen ebenso wie territoriale Besitzungen (z. B. um Münnerstadt) verloren. Die bedeutendsten Städte Hennebergs waren Schmalkalden, Coburg, Suhl und ab 1542 Meiningen. Suhl bildete mit umfänglichem Bergbau und der Waffenfabrikation ein wirtschaftliches Zentrum, in Meiningen waren das Textil- und Metallhandwerk sowie das Brauwesen stark vertreten, während die anderen Städte als Residenzen und Quellen von Kultur und Kunst dienten. Geistliches Zentrum Hennebergs war das von den Hennebergern im Jahre 1131 gegründete Prämonstratenserkloster Veßra (jetzt Hennebergisches Museum Kloster Veßra), das fast allen Generationen als Grablege diente. 1353/1397 ging mit der Pflege Coburg ein bedeutender Teil der Grafschaft an das Haus Wettin als Mitgift Katharinas († 1397) bei der Hochzeit mit Friedrich dem Strengen verloren. Der aus dieser Ehe hervorgegangene Friedrich IV. war der erste Kurfürst aus dem Haus Wettin. Die nun wettinische Pflege Coburg grenzte sich in der Folgezeit mit der sächsischen Landwehr von der nun wesentlich verkleinerten Grafschaft Henneberg ab. Die Grafschaft Henneberg gehörte bis 1806 dem Fränkischen Reichskreis an. Sie besaß eine Brückenfunktion zwischen Franken und dem thüringisch/sächsischen Raum. Mit dem Tausch des bisher hennebergischen Mainberg 1542 gegen das würzburgische Meininingen vollzog sich einerseits der endgültige Rückzug vom Main, andererseits gelang eine vorteilhafte Arrondierung des Territoriums. Graf Georg Ernst von Henneberg-Schleusingen, seit 1543 Mitregent seines Vaters Wilhelm VI., schloss sich 1544 der Reformation an, obwohl sein Vater zunächst weiterhin dem alten Glauben treu blieb. Geldmangel führte zu einer Schuldverschreibung an das wettinische Sachsenhaus, da im katholischen Franken kein Partner gefunden werden konnte. Am 1. September 1554 wurde im Rathaus zu Kahla zwischen den ernestinischen Herzögen Johann Friedrich II., Johann Wilhelm I. und Johann Friedrich III. der Jüngere, sowie den Grafen Wilhelm VI., Georg Ernst und Poppo von Henneberg-Schleusingen die ernestinisch-hennebergische Erbverbrüderung beschlossen. | von Henneberg, Burggraf Bertold I. (I8040)
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| 48615 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Hochstaden Grafschaft Hochstaden Die Grafschaft Hochstaden war ein mittelalterliches Territorium im Rheinland. Es bestand vom 11. bis zum 13. Jahrhundert. Nach dem Aussterben einer älteren Linie entstand eine jüngere Linie durch die Verbindung mit den Grafen von Are (Are-Hochstaden). Nachdem die Hauptlinie Are ausgestorben war, fiel deren Besitz an die Hochstadener Linie. Schließlich vermachten Erzbischof Konrad von Hochstaden und sein Bruder den Besitz dem Kölner Erzstift. Geschichte Ursprung war die frühmittelalterliche Motte Husterknupp nordwestlich von Köln. Über die frühen Besitzer ist kaum etwas bekannt, bereits im Mittelalter verschwand die Burg schon wieder. Die letzten Reste wurden durch den Braunkohlebergbau vernichtet. Die Grafen von Hochstaden gehen zurück auf Gerhard I. Dieser ist für die Zeit zwischen 1074 und 1096 bezeugt. Dessen Mutter stammte möglicherweise von den Ezzonen ab. Sein Vater trug den Namen Gerlach von Gulikgau. Gerlach war der Sohn von Gerard (Mosalensis) Graf im Gulikgau 1003–1029, Herr von Heimbach 1011, über die Herkunft seiner Frau ist nichts bekannt. Bei der Erbverteilung von 1246 starb Theodor von Are, die Ehe mit Bertha von Limburg blieb kinderlos. Somit hatten sowohl der Bischof von Köln als auch der Graf von Gulik einen Anspruch auf die Erbschaft. Gerlach bekam Wichinrode und sein Bruder Eberhard übernahm die Gulikgau und Heimbach. Dadurch hatte sein Nachkomme, der Graf von Gullik, auch Erbrechte auf dem Are-Hochstaden-Besitz.* Ein Bruder Gerhards war der Kölner Erzbischof Hermann III. von Hochstaden. Diese ältere Linie starb im Mannesstamm mit Gerhard II. 1149 aus. Die Erbtochter von Hochstaden und Wickrath Adelheid heiratete Otto von Are († um 1167). Dadurch kam der Besitz in die Hand der Familie von Are. Nach dem Tod des Vaters von Otto Dietrich I. von Are wurde das Erbe geteilt. Es entstanden die Linien Are, Nürburg und Hochstaden. Nach dem Tod Ottos wurde auch die Linie Hochstaden geteilt. Neben der Hauptlinie Hochstaden gab es eine Linie Wickerode (nach Wickrath), die mit einem Kölner Domherren mit Namen Heinrich (erwähnt 1283–1331) ausstarb. Die Grafen von Hochstaden unterstützten im deutschen Thronstreit die welfische Seite gegen Friedrich II. Die Linie Hochstaden kam nach dem Tod von Theoderich II., dem letzten Vertreter der Hauptlinie Are, in den Besitz von dessen Namen und Gebiet. Dieser Linie Are-Hochstaden entstammten Erzbischof Konrad und dessen Bruder Friedrich (erwähnt 1228–1265). Nachdem ihre Neffen Theoderich und Gerhard kinderlos verstorben waren, traten die Brüder den Besitz an das Erzstift Köln ab. Dazu gehörten unter anderem Neuenahr, Altenahr, Heimbach, Hardthöhe und Nürburg. Genealogie Ältere Linie Gerhard I. († nach 1096) Gerhard II. († nach 1145) Adelheid († vor 1162) heiratet Otto Graf von Are († vor 1162). Hermann III. von Hochstaden († 21. November 1099), Erzbischof von Köln Jüngere Linie Adelheid und Otto von Are Otto († nach 1208) Begründer der Linie Wickrath (∞ Alveradis von Saffenberg?) Lothar Bischof von Lüttich Dietrich († 1194 oder 1197) verheiratet mit Liuitgart von Dagsburg Lothar I. († nach 1215) verheiratet mit Mathilde von Vianden Lothar II. († 1237 oder 1242) Dietrich († 1246) Gerhard († 1242 oder 1245) Konrad († 18. September 1261), Erzbischof von Köln Friedrich († 1265) Elisabeth verheiratet mit Eberhard von Hengebach Mechthild († nach 1243) verheiratet mit Konrad von Müllenark Margareta († nach 1314) verheiratet mit Adolf IV. Graf von Berg Mehr unter dem Link oben.. | von Hochstaden (Hostaden), Adelheid (I11922)
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| 48616 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Hoya Grafschaft Hoya Die Grafschaft Hoya war ein Territorium des Heiligen Römischen Reiches im Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis vorwiegend westlich der Mittelweser. Nach ihr wurden der frühere gleichnamige Landkreis und die heutige Samtgemeinde benannt. Geschichte Die Herkunft der Grafen von Hoya ist nur sagenhaft überliefert. Kern der Sagen ist, dass ein Edelmann unbekannten Namens aus Friesland – vielleicht auch selbst friesischer Herkunft – aus dem Raum zwischen Oldenburg und dem heutigen Wilhelmshaven vertrieben wurde und weiter südlich mit reicher Beute einen neuen Stammsitz – die Motte Radesbroke – zu errichten suchte, wobei er in Konflikt mit dem Bischof von Verden und dem Grafen von Wunstorf geriet. Letztlich konnte er sich auf einer Weserinsel in der Nähe eines schon existierenden Ortes Hoya mit seiner neu errichteten Burg Hoya festsetzen. Die erste Burg in Hoya wurde Ende des 12. Jahrhunderts errichtet. Urkundlich ist als erster Graf von Hoya 1202 Heinrich, Sohn des Friesen, im Gefolge des Erzbischofs Hartwig II. von Bremen nachweisbar. Er führte 1215, 1219 und 1220 in seinen Siegeln die beiden Bärentatzen der Herren und seit 1181 Grafen von Stumpenhausen mit der Inschrift SIGILLVM HENRICI DE STVMPENHVS. Sein Vater stammte aber nicht von den ab 1091 bezeugten Edelherren und Grafen von Stumpenhusen ab, die ihren Stammsitz bei Wietzen besaßen. Vielmehr hatten die Brüder Grafen Stumpenhausen – Heinrich († 1205) und der Ultimus (Letztgeborener, mit dem das Adelsgeschlecht ausstirbt) des ersten Hauses Stumpenhusen, Burchard († 1231) – im Jahr 1202 Güter, Siegel und Wappen, wohl auch den Namen und Grafentitel des Hauses, an Heinrich verkauft, der sich so zu einem Stumpenhausen und Grafen machte, den er dann auch für Hoya nutzte. Um 1205 wurden die Herren von Hodenberg, Schutzvögte des Stifts Bücken, mit dem ersten Haus Stumpenhusen verwandt, durch Heinrich, den ersten Grafen von Hoya, verdrängt. 1215 erfolgte der Kauf der Freigrafschaft Nienburg. Das war Auslöser für jahrhundertelange Auseinandersetzungen mit dem Bistum Minden, das sein Territorium bedroht sah. Dennoch weiteten die Grafen von Hoya ihr Gebiet über Liebenau, Steyerberg, Stolzenau, Uchte und Diepenau weiter nach Süden aus. 1338 kauften sie die Grafschaft Altbruchhausen, worauf etwas später der Erwerb der Grafschaft Neubruchhausen folgte. Zeitweise gehörten zur Grafschaft Hoya auch Thedinghausen, Wildeshausen und sogar das Kloster Loccum. In seiner größten Ausdehnung reichte das Territorium der Grafschaft von Bremen im Norden bis zum Hochstift Minden im Süden, von den Grafschaften Oldenburg und Diepholz im Westen bis zur Weser im Osten. Es umfasste somit fast die gesamte Mittelweserregion und eine Fläche von 2250 km² – etwa so groß wie das heutige Saarland. Im Jahre 1345 wurde die Grafschaft zwischen zwei Grafenbrüdern in die obere Grafschaft (Nienburger Linie) und die untere Grafschaft (Hoyaer Linie) geteilt. Zur Unterscheidung nannten sich die Herren der Obergrafschaft „Graf von Hoya“ und der Herr der Niedergrafschaft „Graf von Hoya und Bruchhausen“. Die Grafschaft wurde gemeinsam regiert, wichtige Entscheidungen wurden zusammen getroffen. 1497 starb die Hoyaer Linie aus und fiel an die Linie in Nienburg. Die Hoyaer Fehde war eine Fehde von 1351 bis 1359 zwischen der Hansestadt Bremen und der Grafschaft Hoya. Das durch Pest einwohnergeschwächte Bremen ließ mehrere Jahre mehr Zuwanderungen aus dem Umland zu und frühere Leibeigene erwarben nach einem Jahr in Bremen ihre Bürgerfreiheit. 1356 beanspruchte der Graf von Hoya für einige seiner umgezogenen Eigenleute – nunmehr freien Bürger – die Auslieferung, die Bremen nicht gewährte. Es kam zur Fehde zwischen Bremen und Hoya, welches vom Herzog von Jülich unterstützt wurde. Bremen verlor 1358 bei einem Gefecht an der Aller und musste hohe Auslösesummen für seine Gefangenen zahlen. Anfang des 16. Jahrhunderts begann der Niedergang der Grafschaft. Die Grafen von Hoya waren – hauptsächlich durch ihre militärischen Unternehmungen – hoch verschuldet. Des Weiteren wurden sie von ihren mächtigen Nachbarn, den Herzögen zu Braunschweig-Lüneburg, bedrängt. Im Jahr 1512 wurde die Grafschaft von den Welfenherzögen besetzt und die Grafenfamilie fand bei ihrer ostfriesischen Verwandtschaft Zuflucht. 1519 durften die Grafen zurückkehren und ihre Grafschaft wieder in Besitz nehmen. Dafür musste eine hohe Summe gezahlt und die Grafschaft von den benachbarten Herzögen zum Lehen genommen werden. Schon 1523 bekannte sich Graf Jobst II. von Hoya zu den Lehren Luthers, der 1525 den Reformator Adrian Buxschott nach Nienburg schickte. Am 25. Februar 1582 starb der letzte Graf von Hoya, Otto VIII., auf dem Schloss Hoya, dem Stammsitz der Familie. Die Grafschaft Hoya wurde unter den welfischen Linien aufgeteilt. Diese waren später auch als Kurfürsten und Könige von Hannover Landesherren der Grafschaft Hoya. 1866 fiel die Grafschaft mit Hannover an Preußen. Seit 1946 ist die Grafschaft Hoya niedersächsisch. Von 1932 bis 1977 existierte der Landkreis Grafschaft Hoya mit Sitz in Syke. Die Samtgemeinde Hoya benannte sich 1979 in „Samtgemeinde Grafschaft Hoya“ um, somit ist eine Beziehung zu der ehemaligen Grafschaft hergestellt worden. Dieser Name wurde auch nach der Fusion mit der Samtgemeinde Eystrup 2011 beibehalten. | von Hoya, Otto IV. (I62598)
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| 48617 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_L%C3%B6wenstein Grafschaft Löwenstein Die Grafschaft Löwenstein war eine Grafschaft im Heiligen Römischen Reich, die vom 12. Jahrhundert bis zum Ende des Reiches 1806 bestand. Der Name der Grafschaft leitet sich von der Burg Löwenstein ab, unterhalb derer sich die gleichnamige Stadt Löwenstein (heute im Landkreis Heilbronn im Norden Baden-Württembergs) entwickelte. Die Grafen von Löwenstein kamen nacheinander aus drei verschiedenen adligen Familien, von denen die Familie Löwenstein-Wertheim, die zuletzt die Grafen stellte, nach wie vor existiert. Die Grafschaft Löwenstein war ursprünglich eine reichsunmittelbare Grafschaft, wurde aber 1504 im Landshuter Erbfolgekrieg von Württemberg erobert. 1510 erhielten die Grafen von Löwenstein die Grafschaft von Württemberg zurück, aber nunmehr nicht mehr als reichsunmittelbare Grafschaft, sondern als württembergisches Lehen und Teil des Herzogtums Württemberg. Nachdem die Grafen durch Heirat in den Besitz der Grafschaft Wertheim gekommen waren und sie ihre Residenz dorthin verlegt hatten, verlor die Grafschaft Löwenstein für sie an Bedeutung. Bis 1806 behielt sie aber eine Sonderstellung innerhalb Württembergs. Geschichte Die Calwer Linie Die Grafen von Löwenstein kamen zunächst aus der Familie der Grafen von Calw, die um Löwenstein (neben Calw und Sindelfingen) einen ihrer Besitzschwerpunkte hatten, der sich vermutlich bis an den Neckar erstreckte, wie die Erwerbung eines Herrenhofs in Lauffen durch den Grafen Adalbert II. (gest. vor 1099) zeigt. Adalbert III. († 1094) erwarb über seine Hochzeit mit Cunizza von Willsbach Besitz in und um Willsbach im Sulmtal und war im späten 11. Jahrhundert wohl auch der Gründer der oberhalb des Sulmtals gelegenen Burg Löwenstein. Sein Sohn Adalbert IV. von Calw (gest. nach 1146) nannte sich erstmals Graf von Löwenstein (comes de Lewinstein). Unter seinen Söhnen kam es zu einer Erbteilung: Adalbert V. setzte die Linie Calw fort, sein Bruder Berthold (geb. vor 1152; gest. 1167) erhielt die Grafschaft Löwenstein und begründete die Linie der (Calwer) Grafen von Löwenstein. Der letzte Graf aus dieser Dynastie war Gottfried III. von Löwenstein (geb. vor 1252; gest. unbekannt), der vermutlich keine Söhne hatte (bekannt sind zwei Töchter Richinza und Agnes). Gegen den Willen der Töchter verkauften Gottfried und seine Frau Sophie am 21. Oktober 1277 die Grafschaft an den Bischof von Würzburg. Die Habsburger Aus Geldmangel verkaufte der Bischof am 15. August 1281 die Grafschaft Löwenstein an König Rudolf von Habsburg, der sie in ein Reichslehen umwandelte und seinem unehelichen Sohn Albrecht von Schenkenberg übergab, um diesen zu versorgen. Neben der eigentlichen Grafschaft Löwenstein mit der Burg und Besitzungen im unterhalb gelegenen Sulmtal (darunter die Dörfer Affaltrach und Willsbach sowie Burgen mit löwensteinischen Dienstmannen in Eschenau und Weiler) gehörten zur Grafschaft im weiteren Sinne auch die Herrschaft Wolfsölden mit der gleichnamigen, heute verschwundenen Burg westlich Backnangs, der Burg Hochdorf und den Dörfern Burgstall, Affalterbach, Erbstetten, Beihingen am Neckar und Großaspach sowie die Klostervogtei Murrhardt mit dem Kloster Murrhardt, dem Dorf Sulzbach und vielen kleinen Weilern auf den Höhen an der oberen Murr; schließlich noch Streubesitz an der unteren Brettach (Langenbeutingen, Neudeck) und um Kornwestheim/Hoheneck. Rudolf verlieh Albrecht noch die reichen Zehnteinkünfte der gesamten Heilbronner Markung. Ab 1283 nannte sich Albrecht Graf von Löwenstein und übernahm auch das Wappen der alten Grafen von Calw-Löwenstein, den schreitenden Löwen auf einem Dreiberg. 1284 heiratete er Luitgard von Bolanden und erwarb dadurch große Besitztümer am Rhein, auf denen er sich seitdem regelmäßig im Winter aufhielt. König Rudolf versuchte, die Macht einzelner Adelsgeschlechter im Südwesten des Reichs zu brechen. Ein dreijähriger Kampf Rudolfs mit den Grafen von Württemberg, deren Grafschaft an die Grafschaft Löwenstein angrenzte, endete 1287 mit einem Patt. Um die militärische Position Löwensteins zu verbessern, verlieh der persönlich anwesende Rudolf dem Ort unterhalb der Burg am 11. November 1287 die Stadtrechte, genauer gesagt die Rechte der nahe gelegenen Reichsstadt Weinsberg, was die Ummauerung Löwensteins erlaubte. Ungefähr zur gleichen Zeit wurde auch Murrhardt zur Stadt erhoben. 1288 erwarb Albrecht von Löwenstein noch die Stadt Bönnigheim, die Dörfer Cleebronn und Ramsbach (bei Zaberfeld, abgegangen) sowie die (im 16. Jahrhundert zerstörte) Burg Obermagenheim auf dem Cleebronner Michaelsberg. Nach dem Tod Rudolfs 1291 verlor Albrecht zeitweise Teile seiner Besitztümer, erhielt sie aber wieder zurück, als 1298 sein Halbbruder Albrecht König wurde. Als Albrecht 1304 starb, war die Grafschaft Löwenstein ein bedeutender Machtfaktor im Südwesten des Reiches geworden. Albrechts Nachfolger, zunächst seine Witwe Luitgard, später seine Söhne, konnten die Besitztümer und die Macht der Grafschaft nicht erhalten. Der rheinische Besitz wurde nach und nach verkauft, dafür kamen die Herrschaft Gleichen (mit Mainhardt und Pfedelbach, heute zu Pfedelbach) und Altböckingen hinzu. 1309/10 ging der größte Teil der Herrschaft Wolfsölden verloren, später auch Bönnigheim, Magenheim und Altböckingen. 1330/1364 konnte dafür in zwei Etappen die an Löwenstein angrenzende Herrschaft Heinriet erworben werden. 1375 brach die Grafschaft allerdings unter der Last von Schulden zusammen, weshalb sich Graf Albrecht II. eng an die Kurpfalz anlehnte und Ministeriale des Pfalzgrafen Ruprecht wurde. Nach Albrechts Tod wurde 1382 die Hälfte der Grafschaft an die Pfalz verpfändet, und nach der Schlacht bei Döffingen 1388 ging Murrhardt an Württemberg verloren. Da Gleichen und Mainhardt schon seit 1380 verpfändet waren, bestand die Grafschaft Löwenstein nun tatsächlich nur noch aus Burg und Stadt Löwenstein, den Dörfern im Sulmtal, Heinriet und Sulzbach. Der letzte Löwensteiner Graf der Habsburger Linie, Heinrich, lehnte sich an seine Nachbarn an und wurde württembergischer Rat. Da Heinrichs Ehe kinderlos blieb, sein jüngerer Bruder Johann-Rudolf jung gestorben und der ältere Bruder Georg Geistlicher geworden war, war ab etwa 1420 klar, dass das Grafengeschlecht aussterben würde. Mehrere Adelsgeschlechter, darunter die Herren von Weinsberg und die Hohenloher, machten sich Hoffnungen auf ihre Nachfolge, aber Heinrich verkaufte 1441 die Grafschaft Löwenstein an die Pfalz, die bereits die Hälfte besaß. Er behielt sich erhebliche Rechte vor, durfte alle Einkünfte weiter nutzen und erhielt zusätzlich von der Pfalz eine jährliche Rente. Nach dem Tod Heinrichs 1443 nahm dessen älterer Bruder Georg, Domherr in Bamberg, diese Herrschaftsrechte weiter wahr. Erst als Georg, beinahe 90-jährig, am 10. August 1464 starb, war Löwenstein endgültig pfälzisch. Die Pfalzgrafen Die Pfalzgrafen vergrößerten die Grafschaft durch den Kauf von Schmidhausen mitsamt seinen Weilern im Schmidbachtal wie Gagernberg, Jettenbach und Kaisersbach. 1488 verlieh Kurfürst Philipp der Aufrichtige seinem nicht erbberechtigten Vetter und Adoptivbruder Ludwig, der aus der morganatischen Ehe Friedrichs des Siegreichen mit der Augsburger Bürgertochter Clara Tott hervorgegangen war, die Grafschaft Löwenstein. Zu seiner Versorgung hatte Ludwig bereits 1476 die Herrschaft Scharfeneck in der Pfalz erhalten und nannte sich daher Ludwig von Scharfeneck. 1490 erwarb Ludwig das unweit Löwensteins gelegene Abstatt und Burg Wildeck hinzu, und 1494 verlieh König Maximilian Ludwig Rang und Wappen eines Grafen von Löwenstein und erhob ihn in den Reichsgrafenstand. Schon 1504 fiel Ludwig im Landshuter Erbfolgekrieg dem Machtkampf zwischen Kurpfalz und Württemberg zum Opfer, die Grafschaft Löwenstein wurde von Württemberg erobert und annektiert. Zwar erhielt er 1510 die Grafschaft von Württemberg zurück, aber nunmehr nicht mehr als reichsunmittelbare Grafschaft, sondern als württembergisches Lehen und Teil des Herzogtums Württemberg. 1521 erschienen die Löwensteiner zum letzten Mal in der Reichsmatrikel unter den schwäbischen Kreisständen. Eine Erbteilung führte 1552 zur Abspaltung der Seitenlinie Löwenstein-Scharfeneck, der neben der namengebenden Herrschaft Scharfeneck noch die Herrschaft Habitzheim (im Odenwald) sowie das Amt Abstatt gehörten. 1574 kam Ludwigs Enkel Ludwig III., der 1566 eine Tochter des Grafen Ludwig zu Stolberg geheiratet hatte, über diese Ehe in den Besitz der reichsunmittelbaren Grafschaft Wertheim, weshalb die Grafen sich seitdem Grafen (später Fürsten) von Löwenstein-Wertheim nannten und ihre Residenz in die – in einiger Entfernung von Löwenstein gelegene – Stadt Wertheim verlegten. Die Grafschaft Löwenstein verlor für die Grafen von Löwenstein-Wertheim in der Folge an Bedeutung. Nach der Teilung der Familie in zwei Linien verschiedener Konfession ab 1621 kam die Grafschaft Löwenstein in den Besitz der evangelischen Linie Löwenstein-Wertheim-Virneburg (später Löwenstein-Wertheim-Freudenberg), für die sie – neben der Grafschaft Wertheim – eine der wichtigsten Einnahmequellen war. Die Besitztümer der 1633 ausgestorbenen Seitenlinie Scharfeneck, einschließlich Abstatt, kamen hingegen an die katholische Linie Löwenstein-Wertheim-Rochefort (später Löwenstein-Wertheim-Rosenberg). Die Mediatisierung aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses brachte 1806 schließlich das Ende der Grafschaft Löwenstein, die ebenso wie das Amt Abstatt an das Königreich Württemberg fiel, wenngleich den Löwenstein-Wertheimer Grafen als Standesherren noch für einige Jahrzehnte Sonderrechte erhalten blieben. Mehr unter obenstehendem Link.. | von Löwenstein (von Calw), Graf Bertold (I11757)
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| 48618 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Nantes Grafschaft Nantes Die Grafschaft Nantes um die Stadt Nantes wurde Mitte des 6. Jahrhunderts von den Bretonen besetzt. Um 750 bemächtigte sich Pippin der Jüngere des Landes und richtete hier eine zerbrechliche Karolinger-Herrschaft ein: Nantes wurde gemeinsam mit der Grafschaft Rennes und der Grafschaft Vannes zur Bretonischen Mark zusammengefasst. Markgraf Lambert, der Schwiegersohn Kaiser Lothars I., schloss um 820 ein Bündnis mit dem Bretonen Nominoë, das während der Auseinandersetzungen innerhalb der kaiserlichen Familie zerbrach, und Nominoë nach der Plünderung des Unterlaufs der Loire durch die Normannen 843 die Gelegenheit gab, seine Herrschaft hier zu errichten und durch einen Sieg über die Franken 845 auch zu verteidigen. Nach Nominoe († 851) herrschten dessen Sohn Erispoe († 857) und dessen Vetter Salomon († 874), dann Pasquitan I., Graf von Vannes und Salomons Schwiegersohn. Nach dem Tod Pasquitans 877 verteidigte dessen Bruder Alain I. der Große († 907) die Macht gegenüber den Versuchen Judicaels, des Sohnes von Gurvants, Graf von Rennes, ihn zu verdrängen. Alain schlug ihn 888 in der Schlacht von Questembert und erlangte die Oberhoheit über Berengar von Bayeux, den Schwager Judicaels und neuen Grafen von Rennes, was der Region eine Zeit des Friedens beschert. Nach der Besetzung des Landes durch die Loire-Normannen 913 gelang es Alains Enkel Alain II. Barbe-torte erst 937, das Land zu befreien, diesmal allerdings endgültig die normannischen Bedrohung zu beenden, zwang den Grafen von Rennes zur Unterwerfung und machte sich dadurch zum Herzog der Bretagne. Nach seinem Tod 952 brach ein Erbfolgekrieg zwischen seinem ehelichen Sohn Drogo und seinen unehelichen Söhnen Guerec und Hoel I. aus, die sich nacheinander in der Herrschaft abwechselten. Sie konnten aber dem Eingreifen des Grafen Conan I. von Rennes nicht widerstehen, der Nantes 990 eroberte. Graf Fulko Nerra von Anjou wiederum gelang es 992 in der Schlacht von Conquereuil, Conan von Rennes zu schlagen, der dabei den Tod fand. Fulko besetzte die Hälfte der Grafschaft, die Nachkommen Hoels behielten den Titel und die andere Hälfte, erst unter der Oberhoheit Anjous, ab 995 unter der des Grafen Geoffroy von Rennes, Conans Sohn. Fulko Nerra gab seine Ansprüche auf Nantes erst im Jahr 1029 auf. Durch eine Hochzeit 1056 ging die Grafschaft an den Grafen Hoel II. von Cornouaille († 1084). Dessen Sohn Alain IV. Fergent, bereits Graf von Cornouaille und Rennes, setzte sich nach dem Tod seines Bruders Mathias 1103 in den Besitz von Nantes. Er verbündete sich mit Heinrich Beauclerk, dem jüngsten Sohn Wilhelms des Eroberers, gegen dessen Bruder Robert Courteouse – und verlor beim Kampf um die Normandie durch dieses Bündnis seine gesamte Unabhängigkeit. Im Frieden von Gisors von 1113 übertrug der französische König Ludwig VI. dem Herzog der Normandie die Oberhoheit über die Bretagne, das dadurch zur Grafschaft herabsank. Als Conan III., Sohn Alains IV., seinen Sohn Hoel III. wegen Unehelichkeit enterbte, konnte sich Hoel in Nantes festsetzen, bis er 1156 von den Einwohnern der Stadt verjagt wurde. Sie wählten den Ehemann der Konstanze von der Bretagne, der Tochter Conans III., Gottfried von Anjou, Bruder des englischen Königs Heinrich II. zum Grafen; nach dessen Tod wurde die Grafschaft direkt dem englischen König unterstellt, 1203 fand die Grafschaft Nantes dadurch ihr Ende. Mehr unter dem Link oben.. | von Cornouaille, Graf Hoël II. (V.) (I7180)
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| 48619 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Rieneck Die Grafschaft Rieneck war im Mittelalter ein Territorium des Heiligen Römischen Reiches im heutigen Unterfranken, das sich im Besitz der Grafen von Rieneck befand. Geschichte Die Zeit zwischen 1168 und der Reformation Mit der Erweiterung des Kastells in Rieneck im Jahr 1168 wählte Graf Ludwig I. von Loon und Rieneck Burg und Ort Rieneck zum Mittelpunkt seiner Herrschaft, die schon bald als Grafschaft Rieneck bezeichnet wurde. Die Burg Rieneck war eine der wichtigsten Befestigungsanlagen der Region Würzburg. Der Sitz der Grafschaft war jedoch seit der Mitte des 13. Jahrhunderts Lohr am Main, genaugenommen das Lohrer Schloss. Am Ende des 13. Jahrhunderts gehörten zur Grafschaft ein Großteil des Spessarts, Teile des Maindreiecks, die „fränkische Platte“ östlich des Mainvierecks, der Raum um Grünsfeld sowie Streubesitz von der Nahe bis zum Steigerwald. Bis 1271 gehörte Steinau an der Straße zur Grafschaft. Die Auseinandersetzung zwischen den Mainzer Erzbischöfen und den Grafen von Rieneck um die Macht im westlichen Spessart endete in besagtem Jahr mit einem Sieg des Mainzer Erzbischofs Werner von Eppstein. Teil des Friedensschlusses war, dass Gräfin Elisabeth von Rieneck mit reicher Aussteuer, wozu die Stadt Steinau an der Straße gehörte, Ulrich I. von Hanau, einem Verbündeten des Mainzer Erzbischofs, verheiratet wurde.[1] Die Grafschaft Rieneck wurde 1366 Mainzer Lehen. Zeit der Reformation und Aussterben des Grafengeschlechts Martin Luther und Philipp Melanchthon empfahlen Johann Konrad Ulmer dem Grafen Philipp von Rieneck zur Einführung der Reformation in seinem Gebiet. Dazu wurde er am 28. November 1543 von Johannes Bugenhagen in Wittenberg ordiniert. Als Hofprediger des Grafen in Lohr hatte er eine weitreichende Wirksamkeit. Unter seiner Predigttätigkeit ging die Stadt und danach die ganze Grafschaft 1544 gewaltlos zur Reformation über. Graf Philipp III. von Rieneck arbeitete in der Frage der Reformation und auch wohl sonst eng mit Graf Philipp III. von Hanau-Münzenberg (1526–1561) zusammen. Als absehbar war, dass der Rienecker Graf ohne männliche Erben sterben würde, bat er Kaiser Karl V. um die Eventualübertragung der Lehen an Hanau, was der Kaiser auch gewährte. Dieser dankte jedoch noch im gleichen Jahr ab und sein Nachfolger König Ferdinand I. konnte die Bestätigung nicht vornehmen, da eine entsprechende Urkunde fehlte. Graf Philipp III. von Rieneck starb als letztes männliches Mitglied seiner Familie am 3. September 1559. Graf Philipp III. von Hanau-Münzenberg konnte seine Erbansprüche nicht durchsetzen, so dass die Lehen an Kurmainz und das Hochstift Würzburg zurückfielen.[2] Lohr war von da an Verwaltungssitz der mainzischen Herrschaft Rieneck. Jedoch übernahm Philipp III. von Hanau-Münzenberg das Wappen der Rienecker und deren Namen in seine Titulatur. Um das Erbe wurde jedoch weiter gestritten, so dass schließlich ein Kondominat gebildet wurde, das zu ¾ Kurmainz und zu ¼ Hanau-Münzenberg zustand. Der Mainzer Anteil wurde 1673 von Johann Hartwig Graf von Nostitz gekauft. Dieser Anteil wurde 1803 an die böhmischen Grafen von Colloredo und Mansfeld veräußert, die so den Aufstieg in die Reichsunmittelbarkeit erreichten. 1815 kam Rieneck komplett an Bayern. Mehr unter dem Link oben.. | von Rieneck, Agnes (I8264)
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| 48620 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Rodez (Okt 2017) Die Grafschaft Rodez war ein Lehen innerhalb der Grafschaft Rouergue im heutigen Département Aveyron; ihre Hauptstadt war Rodez. Sie wurde gebildet, als Raimund von Saint-Gilles, Graf von Rouergue, zum Kreuzzug aufbrach und zuvor Richard, einen Sohn des Vizegrafen von Millau, zum Herren über die Unterstadt von Rodez, genannt le Bourg (im Gegensatz zur Cité, der Oberstadt, die im Besitz des Bischofs war), und einige Burgen im Umland machte. Aus dieser Entscheidung entwickelte sich recht schnell die Grafschaft Rodez. Grafen von Rodez Haus Millau • Richard von Millau • Hugo I. (1090–1159), dessen Sohn, ∞ Ermengarde de Creyssels • Hugo II. (1135–1208), dessen Sohn, ∞ Bertrande d'Amalon • Heinrich I. (Algayette de Scorailles), dessen Sohn, ∞ Ermengarde de Creyssels • Hugo IV. (* 1212), dessen Sohn • Heinrich II. (1236–1304), dessen Sohn, ∞ Mascarose de Comminges (Haus Comminges) • Cécile († 1313), dessen Tochter, ∞ Bernard VI. Graf von Armagnac (Haus Lomagne) Haus Lomagne • Jean I. le Bon (der Gute), deren Sohn, Graf von Armagnac und Rodez, (1311 - 1373). • Jean II., genannt le Gras (der Fette) oder le Bossu (der Bucklige), Graf von Armagnac und Rodez, († 1384). • Jean III., Graf von Armagnac und Rodez, († 1391). • Bernard VII., Graf von Armagnac und Rodez, Graf von Charolais und Connétable von Frankreich, (um 1360 - 1418). • Jean IV., Graf von Armagnac und Rodez, (1396 - 1450). • Jean V., Graf von Armagnac und Rodez, Vizegraf von Lomagne, (1420 - 1473). • Karl, Graf von Armagnac und Rodez, (1425 - 1497). Haus Valois-Alençon • Karl IV., Herzog von Alençon, Graf von Le Perche, dessen Großneffe, † 1525 • Margarete von Navarra, dessen Witwe, † 1549 Haus Albret • Heinrich II. (Henri III. d'Albret) König von Navarra, Nachkomme der Anne d'Armagnac, Tochter des Connétable Bernard d'Armagnac, und seine Ehefrau Margarete von Navarra; sie wurden am 16. Juli 1535 in der Kathedrale von Rodez durch den Erzbiscof Georges d’Armagnac gekrönt. • Jeanne d'Albret, deren Tochter, Ehefrau von Anton von Bourbon, Herzog von Vendôme, Königin von Navarra und Gräfin von Rodez 1555. Bourbonen • Heinrich von Bourbon, deren Sohn, und 1572 deren Nachfolger; König von Navarra als Heinrich III., König von Frankreich als Heinrich IV. Heinrich vereinigte die Grafschaft Rodez ebenso wie die übrigen Besitzungen der Grafen von Armagnac mit der Krone. Dies nahm der Bischof von Rodez, der sich die Gemeinde Rodez mit den Grafen teilte (der Bischof war Herr der Cité, der Oberstadt, der Graf Herr der Bourg, der Unterstadt), zum Anlass, sich zum Grafen von Rodez zu ernennen. | von Rodez, Gräfin Cécile (I9272)
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| 48621 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Sayn Grafschaft Sayn Die Grafschaft Sayn war ein reichsunmittelbares Territorium des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation im Gebiet des Westerwaldes im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz. Geschichte Nach der wahrscheinlich im 10. oder 11. Jahrhundert erbauten Burg Sayn bei Bendorf nannte sich ein Grafengeschlecht, das zum ersten Mal 1139 urkundlich belegt ist. Die Grafen erwarben nach und nach Güter im Westerwald, an der Sieg und am Niederrhein. Die genauen Ursprünge der ersten Grafen von Sayn liegen immer noch im Dunkeln, aber eine Abstammung vom Haus Nassau ist wahrscheinlich. Es handelt sich bei der Grafschaft Sayn anscheinend nicht um einen alten Amtsbezirk, sondern um eine Ansammlung von Rechten und Lehen der Adelsfamilie Sayn. Vor allem die Heirat von Heinrich II. mit Agnes von Saffenberg (um 1173) und die Heirat von Heinrich III. mit Mechthild von Landsberg brachte der Familie beträchtliche Zuwächse an Besitzungen. Die ältere Linie der Grafen von Sayn starb 1246 mit dem Tode von Heinrich III. aus. Seine Schwester Adelheid war mit Gottfried III. von Sponheim verheiratet und brachte die Grafschaft Sayn als Erbe an die Grafen von Sponheim. Einige Besitzungen fielen dann an Gottfrieds zweiten Sohn Heinrich bzw. an die Herrschaft Heinsberg. Der Enkel Gottfrieds III. durch seinen ältesten Sohn Johann I. (ebenfalls mit Namen Gottfried) gründete schließlich die jüngere Linie der Grafen von Sayn. Anfang des 14. Jahrhunderts lässt sich unter Graf Gottfried von Sayn eine gezielte saynische Städtepolitik zum Ausbau und zur Sicherung der Grafschaft Sayn im Westerwald feststellen.[1] Im Jahr 1462 lag die Grafschaft in Fehde mit der Grafschaft Katzenelnbogen. Im Rahmen der Fehde ließ Graf Philipp von Katzenelnbogen mehrere Dörfer und die Kirche von Höhn zerstören.[2] Ab 1500 gehörte die Grafschaft Sayn zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis. Graf Adolph und Graf Sebastian führten um 1560 die Reformation ein.[3] Mehr (auch Stammliste) unter obenstehendem Link.. | von Sayn, Graf Eberhard (I11649)
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| 48622 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Stade Grafschaft Stade Die Grafschaft Stade war eine mittelalterliche Grafschaft am Unterlauf der Elbe mit dem Hauptort Stade. Quellen und Ausdehnung Helmold von Bosau berichtet zu 1145, dass zur Burg Stade die Grafschaft an beiden Elbufern gehörte. Sie befand sich – mit Unterbrechungen – vermutlich seit 944 bis 1144 im Besitz der Udonen, die vielfach mit den Widukinde, Immedingern, Liudolfingern und Billungern verschwägert waren. Es handelte sich nicht um ein geschlossenes Gebiet. Adam von Bremen berichtet im 11. Jahrhundert, dass die Grafschaft der Udonen über das ganze Gebiet des Erzstifts Hamburg-Bremen verteilt sei. Geschichte Der älteste bekannte Vorfahre der Grafen von Stade war Graf Heinrich der Kahle (gest. 975/976), der seinen Sitz jedoch in Harsefeld hatte. Dessen Sohn Siegfried (gest. 1037) hatte eventuell als erster auch eine Burg in Stade. Sein Sohn Lothar Udo I. wurde 1056 zum Markgrafen der Nordmark ernannt, wie dann auch seine Nachfahren. 1063 unterstellte Erzbischof Adalbert von Hamburg-Bremen die bisher reichsunmittelbare Grafschaft Stade seiner Lehnshoheit, gegen eine hohe Summe Entschädigung. Die Udonen überließen seit Ende des 11. Jahrhunderts die Verwaltung ihrer Grafschaft Stade als Vizegrafen ihrem Ministerialen Friedrich. Friedrichs Mutter stammte vermutlich aus angelsächsischem Hochadel und war nur durch einen Schiffbruch unfrei geworden. Sein Vater könnte Graf Reinhold, ein vermutlich edelfreier Vasall der Udonen, gewesen sein. Deshalb versuchte Graf Friedrich ab 1106 mit Hilfe Kaiser Heinrichs V. die Udonen als Lehnsinhaber der Grafschaft Stade zu verdrängen, was ihm nach seiner Freilassung durch den Kaiser und die eigene Belehnung mit der Grafschaft Stade auch gelang. Erst 1135 nach dem Tode Graf Friedrichs von Stade wurde mit Rudolf II. wieder ein Udone aus der Frecklebener Seitenlinie mit der Grafschaft Stade belehnt. Sein Bruder Hartwig war bei seinem Tod Domherr in Magdeburg. Durch die Verteilung seines ererbten umfangreichen Grundbesitzes an die Erzstifte Magdeburg und Hamburg-Bremen erreichte er die Wahl zum Dompropst und später zum Erzbischof in Bremen. Er ließ sich 1144 als Geistlicher mit der Grafschaft Stade belehnen, die nach seinem Tod an die Kirche heimfallen sollte. Die Blutgerichtsbarkeit in der Grafschaft übte für ihn sein früherer Schwager Pfalzgraf Friedrich aus, der mit dem Blutbann belehnt wurde. Herzog Heinrich der Löwe machte indessen erb- und lehnsrechtliche Anwartsansprüche an der Grafschaft Stade geltend und nahm sie 1145 in Besitz. Er überließ die Verteidigung Stades mehrfach seinen Vasallen. Auch seine Söhne konnten die Grafschaft Stade halten, bis 1219 vertraglich vereinbart wurde, dass die Grafschaft Stade mit dem Tode des Welfen an das Erzstift Hamburg-Bremen zurückfallen werde, was 1236 der Fall war. Grafen von Stade Wichmann d. Ä. (Billunger), † wohl 944, ? Graf an der Unterelbe Wichmann d. J. (Billunger), † 967, ? Graf an der Unterelbe, Sohn von Wichmann d. Ä. Heinrich I. der Kahle, † nach 975, Graf in Harsefeld und Legat, (Sohn von Graf Lothar (X 929)?) Heinrich II. der Gute, † 1016, Graf in Harsefeld, Gründer des Stifts Harsefeld, Sohn von Heinrich I. Siegfried, 1016 – † 1037 (?) Graf in Harsefeld, später evtl. auch in Stade, Bruder von Heinrich dem Guten Lothar Udo I., † 1057 Graf von Stade, ab 1056 auch Markgraf der Nordmark, Sohn von Siegfried Lothar Udo II., † 1082, Graf von Stade und Markgraf der Nordmark, Sohn von Lothar Udo I. Heinrich III. der Lange, † 1087, Graf von Stade und Markgraf der Nordmark, Sohn von Udo II. Lothar Udo III., † 1106, Graf von Stade und Markgraf der Nordmark, Bruder von Heinrich III. Rudolf I., Bruder von Lothar-Udo III., † 1124, 1106 – ca. 1115 Vormund seines Neffen Heinrich IV. Friedrich von Stade, ca. 1095 – 1112 Ministeriale und Vizegraf, entweder ca. 1115 durch Heinrich V. oder 1124 durch Lothar III. freigelassen, zunächst faktisch und 1128 bis † 1135 belehnter Graf von Stade Heinrich IV., Sohn von Lothar-Udo III., nominal ca. 1114 – † 1128 Graf von Stade, Markgraf der Nordmark Rudolf II. von Freckleben, Sohn von Rudolf I., 1135 – † 1144 Graf von Stade Hartwig, Bruder von Rudolf II., 1144/45 Dompropst in Bremen und Graf von Stade, 1148 Erzbischof von Bremen, † 1168 Herzog Heinrich der Löwe, ab 1145 Graf von Stade Pfalzgraf Heinrich, Sohn Heinrichs des Löwen, Mehr unter dem Link oben.. | von Stade, Adelheid (I7861)
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| 48623 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Veldenz Grafschaft Veldenz Die Grafschaft Veldenz ist eine ehemalige Grafschaft im heutigen Rheinland-Pfalz. Sie lag zum Teil zwischen Kaiserslautern, Sponheim und Zweibrücken, zum Teil an der Mosel im Erzstift Trier. Der gleichnamige Hauptort Veldenz liegt im Landkreis Bernkastel-Wittlich, wo das Schloss Veldenz stand. Das im 16. Jahrhundert neu gegründete Fürstentum Pfalz-Veldenz besaß später auch Territorium im heutigen Elsass und in Lothringen. Geschichte Die Grafen von Veldenz waren ein Zweig des wildgräflichen Geschlechts, von dem sie sich vielleicht schon 1112 trennten, mit Sicherheit jedoch erst 1134. Als sie 1259 im Mannesstamm ausstarben, ging die Grafschaft 1271 auf die Herren von Geroldseck über. Heinrich von Geroldseck hatte die Erbtochter Agnes von Veldenz geheiratet und die Linie Veldenz-Geroldseck begründet. 1387 teilten die Brüder Heinrich III. und Friedrich II. die Besitzungen. Heinrich erhielt die obere Grafschaft mit dem Mittelpunkt Burg Lichtenberg, Friedrich die niedere Grafschaft mit der Moschellandsburg. Allerdings behielten die Brüder jeweils ein Viertel an der Burg des jeweiligen Bruders. Burg Veldenz und Stadt Meisenheim blieben im gemeinschaftlichen Besitz. 1444 kam die Grafschaft durch Vermählung Annas, der einzigen Erbin Friedrichs III. von Veldenz, mit Stefan von Pfalz-Simmern-Zweibrücken an das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. 1543 wurde durch den Marburger Vertrag geregelt, dass der Onkel Herzog Wolfgang von Zweibrücken, Ruprecht, die Grafschaft Veldenz erhalten sollte. Das Territorium der Grafschaft Veldenz wurde von da an auch als Fürstentum Pfalz-Veldenz bezeichnet. Es sollte vier Generationen umfassen und 151 Jahre Bestand haben. Seine Residenz wurde Lauterecken (Kreis Kusel), neben dem Remigiusberg (Kreis Kusel), Veldenz an der Mosel und Lützelstein im Elsass. Auf dem Remigiusberg befindet sich auch die Grablege der fürstlichen Familie. Ruprecht starb allerdings schon 1544; sein Sohn Georg Hans heiratete 1563 Anna Maria von Schweden, eine Tochter Gustavs I. von Schweden. Damit wurde die enge Verbindung des Hauses Wittelsbach mit der schwedischen Königsfamilie Wasa begründet, die durch eine weitere Heirat (Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken heiratete Katharina, eine Tochter Karls IX. von Schweden) im 17. Jahrhundert noch befestigt wurde. 1553 hatte Wolfgang im Heidelberger Sukzessionsvertrag, der die gegenseitigen Erbansprüche aller wittelsbachischen Linien regelte, erreicht, dass Pfalz-Veldenz um die Grafschaft Lützelstein im Elsass erweitert wurde. Georg Hans gründete auch Phalsbourg (Pfalzburg) im Elsass, das er später aufgrund von Schulden an Lothringen verkaufen musste. Da der Enkel von Georg Hans, Leopold Ludwig von Pfalz-Veldenz, 1694 ohne erbberechtigte Nachkommen starb, fiel das Fürstentum Pfalz-Veldenz nach langen Erbstreitigkeiten 1733 definitiv an Kurpfalz. Veldenz kam 1798 zu Frankreich und gehörte zum Saardepartement. Auf dem Wiener Kongress 1815 wurde der an der Mosel gelegene kleinere Teil dem Königreich Preußen, der andere, größere Teil dem Königreich Bayern zugesprochen. Grafen von Veldenz Ältere Linie Veldenz Emicho, Graf von Kyrburg und Schmidburg (1086–1113) Gerlach I. (1112–1146) ∞ Cäcilie, Tochter von Ludwig „dem Springer“ Gerlach II. (1146–1189) Gerlach III. (1189–1214) ∞ Raugräfin Gerlach IV. (1220–1240) ∞ Wildgräfin Beatrix Gerlach V. (1254–1259) ∞ Elisabeth von Zweibrücken, Tochter von Heinrich II. von Zweibrücken Erbtochter Agnes von Veldenz (1259–1270), brachte die Grafschaft Veldenz ihrem Mann Heinrich von Hohengeroldseck zu Linie Veldenz-Geroldseck Heinrich I. von Hohengeroldseck (1270–1298) ∞ Agnes von Veldenz Georg I. (1298–1347) ∞ Agnes von Leiningen Heinrich II. (1347–1378) ∞ Agnes von Sponheim Heinrich III. (1378–1389) ∞ Loretta von Sponheim, erhielt in der Bruderteilung 1387 die obere Grafschaft Veldenz Friedrich II. (1378–1396), unverehelicht, erhielt in der Bruderteilung 1387 die niedere Grafschaft Veldenz Heinrich IV. (1389–1393) ∞ Lisa von Katzenelnbogen Friedrich III. (1393–1444) ∞ Margarethe von Nassau, vererbte die Grafschaft Veldenz seinem Enkel Ludwig von Pfalz-Zweibrücken Linie Pfalz-Zweibrücken Stephan (1410–1459) ∞ Anna von Veldenz (1390–1439) Ludwig I. (1459–1489) Alexander (1489–1514) Ludwig II. (1514–1532) Wolfgang (1532–1569) trat Pfalz-Veldenz 1543 seinem Onkel Ruprecht von Pfalz-Veldenz ab Linie Pfalz-Veldenz Ruprecht (1543–1544) Georg Johann I. (1544–1592; auch Georg Hans) Georg Gustav (1592–1634) Leopold Ludwig (1634–1694), letzter Fürst von Pfalz-Veldenz Bekannt wurden auch Udo II. von Veldenz († 1186), Bischof von Naumburg Friedrich I. von Veldenz († 1327), bestattet in der Propsteikirche St. Remigius auf dem Remigiusberg. Walram von Veldenz († 1336), Bischof von Speyer Johann von Veldenz († 1434), Abt des Klosters Weißenburg im Elsass. Mehr unter dem Link oben.. | von Veldenz, Gräfin Agnes (I11909)
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| 48624 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Vianden Grafschaft Vianden Die Grafschaft Vianden entwickelte sich im Hochmittelalter und fiel durch Heirat im 15. Jahrhundert an das Haus Nassau. Ihre Stammburg, die Burg Vianden, liegt im Kanton Vianden im Norden des heutigen Luxemburg. Geschichte Erstmals erwähnt wird 1090 ein Comes de Vianne namens Bertolf, der wohl dem Hause der Grafen von Hamm und Vögte von Prüm angehörte, welches wiederum von den Grafen des Bidgau abstammte.[1] Laut dem Jesuiten Bertholet stammen die Grafen von Vianden dann von Gerhard von Sponheim ab, dessen Sohn Friedrich I. von Vianden vermutlich der Schwiegersohn Bertolfs war.[2] Jules Vannérus war auch der Meinung, dass Friedrich I. von Vianden ein Schwiegersohn Bertolfs war, jedoch konnte er dessen Familie nicht identifizieren.[3] Detlev Schwennicke hält Gerhard von Sponheim selbst für den Schwiegersohn Bertolfs von Vianden und einen Gerhard II. für dessen Sohn und den Vater Friedrichs I.[4] Neuere Forschung hingegen geht von einer Abstammung in männlicher Linie aus und sieht die Verbindung mit Sponheim in einer späteren Generation zwischen einer Tochter des Grafen Gerhard I. von Vianden und einem Sohn des Grafen Meginhard von Sponheim.[5][6][7] In der Zeit von 1124 bis 1152 trat Friedrich I., Graf von Vianden und Vogt von Prüm, in Erscheinung. Sein Sohn Friedrich II. heiratete Elisabeth, eine Tochter des Grafen Heinrich I. von Salm, wodurch Friedrich auch Graf von Salm in den Ardennen wurde. Kurz darauf bildete sich ein eigener Familienzweig Salm-Vianden. Mit Heinrich I. erlangte die Familie von Vianden ihren Höhepunkt. Durch seine Heirat mit Margarete von Courtenay konnte Heinrich kurze Zeit die Markgrafschaft Namur übernehmen. 1264 kam die Grafschaft Vianden in Lehnsabhängigkeit der Grafen von Luxemburg. Gottfried I. von Vianden war als Vasall des Herzogs von Brabant Teilnehmer an der Schlacht von Worringen. Mit Heinrich II. erlosch 1337 die ältere Familie von Vianden im Mannesstamm. Durch die Heirat von Simon III. von Sponheim-Kreuznach mit der Erbtochter Maria von Vianden 1346 kam die Grafschaft Vianden bis 1417 in die Hände der Grafen von Sponheim. Nach dem Tod von Elisabeth, der letzten Gräfin der vorderen Grafschaft Sponheim, übernahm Engelbert I. von Nassau-Dillenburg die Grafschaft Vianden. Territorium Die Tabelle der zur Grafschaft Vianden gehörenden Orte ist aus verschiedenen Quellen zusammengetragen. Die Ortsnamen in Klammern sind aus einem überlieferten Kataster aus dem Jahr 1771.[8] Die Zuordnung zu dem Verwaltungsbezirken der Meiereien sind einer Aufstellung aus dem Jahr 1832 entnommen.[9] Die Zugehörigkeit zu den Pfarreien stammen aus einer Zusammenstellung des Historikers Fabricius.[10] Alle Pfarreien gehörten zum Erzbistum Trier: Altscheid, Biersdorf, Karlshausen, Mettendorf und Nusbaum zum Dekanat Bitburg; Eisenbach, Fuhren, Geichlingen, Körperich, Kruchten, Roth, Stolzemburg und Wallendorf zum Dekanat Mersch. Mehr, auch Stammtafeln, unter dem Link oben.. | von Vianden, Mechtild (Mathilde) (I11897)
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| 48625 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_von_Lechsgemünd-Graisbach Die Grafen von Lechsgemünd waren ein mächtiges fränkisch-bayerisches Adelsgeschlecht im Mittelalter, das seinen Sitz ursprünglich auf der Burg Lechsend (Lechsgemünd) hatte, die in der Nähe der Lechmündung gelegen war. Einen Kilometer nordöstlich davon besaßen sie die Donaubrücke in Marxheim. Wegen eines sie betreffenden Zollstreits mit Regensburg wurde die Burg Lechsend 1248 zerstört, die Grafen zogen auf die Burg Graisbach. Marxheim blieb Zentrum des von den Grafen regierten Sualafeldgaues. Im 11. und 12. Jahrhundert stifteten die Lechsgemünder mehrere Klöster und erbten Gebiete im Alpenraum. Sie sind 1327 mit dem Eichstätter Bischof Gebhard III. von Graisbach erloschen. Geschichte der Grafenfamilie Die Ursprünge des Geschlechts sind nicht genau bestimmbar.[1] Einige Quellen sprechen dafür, dass es im 11. Jahrhundert durch Kuno I. († 1092), der selbst Sohn von Heinrich II., des Grafen an der Pegnitz, war, begründet wurde.[2] Kuno hatte jedoch noch nicht die Gaugrafenwürde inne. Ob tatsächlich eine genealogische Verbindung zwischen Kuno und dem Lechsgemünder Geschlecht bestand, ist jedoch umstritten.[1] Belegt ist auch ein Heinrich (I.) von Lechsgemünd, der 1078 starb; über Vorfahren und Nachkommen gibt es jedoch keine Belege.[1] In seine Zeit fällt auch der erste Beleg für die Burg Lechsgemünd als Stammsitz des Adelsgeschlechts. Die Grafen von Lechsgemünd waren die ganze Familiengeschichte über treue Anhänger der Stauferkaiser. 1035 ist ein Leodegar urkundlich als Gaugraf im Sualafeldgau erwähnt. Ob und wie dieser Leodegar zu den Lechsgemündern gezählt werden darf ist nicht beweisbar.[3] Dieser stiftete 1035 das Kloster St. Walburg in Eichstätt.[4] Auf dem Höhepunkt ihrer Macht waren die Grafen im 11. und 12. Jahrhundert, als sie nicht nur über den Sualafeldgau, sondern auch über Besitzungen im Alpenraum verfügten. Diese Besitzungen brachte vermutlich Gräfin Willibirg von Treffen (aus dem Geschlecht der Grafen von Veringen) in die Ehe mit Heinrich von Lechsgemünd ein.[5] Im 12. Jahrhundert verwalteten die Grafen von Lechsgemünd außerdem den Oberpinzgau als Lehen vom Herzogtum Bayern und gründeten in dieser Zeit auch das Schloss Mittersill und das Schloss Lengberg (beide 1207 an den Salzburger Erzbischof verkauft, zusammen mit Matrei in Osttirol und dem dortigen Schloss Weißenstein). 1133 wurde das Kloster Kaisheim von Graf Heinrich II. von Lechsgemünd gegründet; die Abstammung Heinrichs ist jedoch nicht sicher bekannt.[1] 1240/41 gründete Berthold/Berchtold I. von Lechsgemünd in Niederschönenfeld das Zisterzienserinnenkloster, in dem sich heute eine Justizvollzugsanstalt befindet. 1248 ließ er an der Marxheimer Donaubrücke eine Zollstation errichten. Die Regensburger Kaufleute waren jedoch nicht mit den Zollgebühren einverstanden und ließen die Burg Lechsend zerstören, worauf die Grafenfamilie ins benachbarte Graisbach umzog. Die Marxheimer Burganlage wurde nicht wieder aufgebaut. Seit dieser Zeit nannten sie sich Grafen von Lechsgemünd-Graisbach. 1327 starb der letzte männliche Nachkomme des Hauses Lechsgemünd mit Gebhard III. von Graisbach als Bischof von Eichstätt. Bereits 1324 war mit Berthold III. von Graisbach der letzte weltliche männliche Vertreter des Geschlechts verstorben.[1] 1342 fiel der gesamte Besitz der Grafen von Lechsgemünd an die Wittelsbacher. Grablege des Grafenhauses Lechsgemünd-Graisbach und einiger seiner Ministerialenfamilien war das Kloster Kaisheim. Erbschenken von Graisbach waren aufgrund der Verlehnung des Amtes durch die Pfalzgrafen bei Rhein seit 1753 die Freiherren von Hacke. Ihr Amtsgut war das in der Grafschaft gelegene Schweinspoint, das 1629 zur Herrschaft erhoben worden war. Ministeriale und Hofämter Von ihren Burgen aus geboten die Grafen von Lechsgemünd-Graisbach über eine ungewöhnlich große Zahl von Ministerialen und adeligen Dienstleuten (Möhren, Otting, Fünfstetten, Burgheim, Hütting, Straß u. a.). Die vier gräflichen Hofämter hatten die sogenannten Knollen von Gansheim als Erbkämmerer, die Ritter von Graisbach und Altisheim als Erbtruchsesse, die Edlen von Schweinspoint als Erbschenken und die Herren von Meilenhart als Erbmarschälle inne. | von Graisbach, Berthold III. (I11796)
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| 48626 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_von_Lechsgemünd-Graisbach Grafschaft von Lechsgemünd-Graisbach Die Grafen von Lechsgemünd waren ein mächtiges fränkisch-bayerisches Adelsgeschlecht im Mittelalter, das seinen Sitz ursprünglich in Marxheim hatte. Sie regierten von ihrer in der Nähe der Lechmündung gelegenen Burg Lechsend (Lechsgemünd) aus den Sualafeldgau, dessen Kerngebiet die heutige Gemeinde Marxheim war. Geschichte der Grafenfamilie Begründet wurde das Geschlecht im 11. Jahrhundert durch Kuno I. († 1092), der selbst Sohn von Heinrich II., des Grafen an der Pegnitz, war.[1] Kuno hatte jedoch noch nicht die Gaugrafenwürde inne. Die Grafen von Lechsgemünd waren die ganze Familiengeschichte über treue Anhänger der Stauferkaiser. Spätestens seit 1035, als ein gewisser Liutger (Leodegar) von Lechsgemünd erstmals urkundlich als Gaugraf erwähnt wurde, verwalteten sie den Sualafeldgau. Dieser stiftete 1035 das Kloster St. Walburg in Eichstätt.[2] Auf dem Höhepunkt ihrer Macht waren die Grafen im 11. und 12. Jahrhundert, als sie nicht nur über den Sualafeldgau, sondern auch über Besitzungen im Alpenraum verfügten. Diese Besitzungen brachte vermutlich Gräfin Willibirg von Treffen (aus dem Geschlecht der Grafen von Veringen) in die Ehe mit Heinrich von Lechsgemünd ein.[3] Im 12. Jahrhundert verwalteten die Grafen von Lechsgemünd außerdem den Oberpinzgau als Lehen vom Herzogtum Bayern und gründeten in dieser Zeit auch das Schloss Mittersill. Zeitweise hatten die Grafen auch das Bischofsamt in Eichstätt inne. 1133 wurde das Kloster Kaisheim von Graf Heinrich I. von Lechsgemünd gegründet. 1240/41 gründete Berchtold von Lechsgemünd in Niederschönenfeld das Zisterzienserinnenkloster, in dem sich heute eine Justizvollzugsanstalt befindet. 1248 ließ er an der Marxheimer Donaubrücke eine Zollstation errichten. Die Regensburger Kaufleute waren jedoch nicht mit den Zollgebühren einverstanden und ließen die Burg zerstören, worauf die Grafenfamilie ins benachbarte Graisbach umzog. Die Marxheimer Burganlage wurde nicht wieder aufgebaut. Seit dieser Zeit nannten sie sich Grafen von Lechsgemünd-Graisbach. 1327 starb der letzte männliche Nachkomme des Hauses Lechsgemünd mit Gebhard III. von Graisbach als Bischof von Eichstätt. 1342 fiel der gesamte Besitz der Grafen von Lechsgemünd an die Wittelsbacher. Erbschenken von Graisbach waren aufgrund der Verlehnung des Amtes durch die Pfalzgrafen bei Rhein seit 1753 die Freiherren von Hacke. Ihr Amtsgut war das in der Grafschaft gelegene Schweinspoint, das 1629 zur Herrschaft erhoben worden war. Mehr unter obenstehendem Link.. | von Lechsgemünd, Graf Diepold (I11735)
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| 48627 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Weimar Die Grafschaft Weimar war eine eigenständige politische Einheit, die auf dem Gebiet des heutigen Thüringen lag. Als erster Graf von Weimar ist ein Wilhelm bekannt, der im Jahr 949 zum ersten Mal erwähnt wird. Die Ursprünge des Weimarer Grafengeschlechts sind unbekannt, jedoch wird eine Verwandtschaft zu den Babenbergern vermutet. Unter Wilhelms Sohn Wilhelm II., dem Großen (regierte 963–1003), werden die Grafen von Weimar zu einem der mächtigsten Adelsgeschlechter im thüringischen Raum. Wilhelm IV. (regierte 1039–1062) gelang es, die Pfalzgrafschaft Sachsen und die Markgrafschaft Meißen zu erwerben. Auf Wilhelm IV., der kinderlos verstarb, folgte sein jüngerer Bruder Otto I. (regierte 1062–1067). Diesem war es, schon vor seinem Regierungsantritt in Weimar, gelungen die Grafschaft Orlamünde zu erwerben. Er vereinigte die beiden Territorien, seitdem sprach man von der Grafschaft Weimar-Orlamünde, die, zumindest in ihrem Weimarer Landesteil, bis 1365 existierte. Grafen von Weimar • Wilhelm I., bis 963 • Wilhelm II. („der Große“), 963–1003 • Wilhelm III., 1003–1039 • Wilhelm IV., 1039–1062 nach Wilhelm IV.: siehe Grafschaft Weimar-Orlamünde Weimar-Istrien-Krain Ein Zweig der Grafen von Weimar war auch im Südosten des Reiches sehr engagiert: Von Poppo I. bis zum Aussterben der älteren Weimarer Linie mit Ulrich II. 1112 hatten die Weimarer zeitweise die Markgrafenämter in Istrien und Krain inne. Graf Berthold II. von Andechs und Plassenburg legte mit diesem Besitz, in den er durch Heirat mit der Weimar-Orlamündaer Erbtochter Sophie von Istrien gekommen war, den Grundstein für das reichspolitisch bedeutsame Herzogtum Meranien, mit dem sein Enkel, Berthold IV. schließlich belehnt wurde. Stammliste, Übersicht Wilhelm I. († 16. April 963) • Wilhelm II. der Große (* um 930/35; † 24. Dezember 1003) ab 963 Graf von Weimar, ab 1002 Herzog in Thüringen • Wilhelm III. († 1039), oo Oda, vermutlich Tochter des Markgrafen Thietmar II. von der Lausitz • Wilhelm IV. (Weimar) († 1062), verlobt mit Sophia von Ungarn, Tochter von König Béla I. (Ungarn) • Otto I. († 1067) • Adelheid von Weimar-Orlamünde, Erbtochter • Aribo, Diakon, 1070 ermordet • Poppo I. († um 1044), Graf von Weimar, Markgraf von Istrien (1012–1044), oo Hadamut († nach 1040), Erbtochter des Grafen Werigant von Istrien-Friaul († 1051) und der Willibirg, Tochter von Graf Ulrich von Ebersberg (Sieghardinger) • Ulrich I. († 1070), Markgraf von Krain (1058–1070), Markgraf von Istrien (1060–1070), oo nach 1062 Sophia von Ungarn († 1095) • Ulrich II. († 1112, Erlöschen der älteren Linie Weimar im Mannesstamm), Graf von Weimar, oo vor 1102 Adelheid von Thüringen († 1146), Tochter von Graf Ludwig dem Springer, verstoßen • Poppo II. († 1098/1101/1103), bis 1093 Markgraf von Istrien, oo Richgard/Richardis († um 1130), Tochter von Engelbert I. (Spanheim) († 1096) • Sophie von Istrien († 1132) oo Berthold II. († 1151) Graf von Dießen-Andechs-Plassenburg-Kulmbach • Poppo († 1148) • Berthold III. († 1188), 1173 Markgraf von Istrien • Otto († 1196), Bischof von Brixen, Bischof von Bamberg • Hedwig (Hadwig) († 1162) "von Windberg", oo Graf Albert II. von Bogen († 1146) • Poppo III. († 1141, kinderlos), nicht gesichert • Richardis oo Graf Otto II. von Scheyern († um 1110) • Pfalzgraf Otto I. von Wittelsbach • Adelheid, oo I. Domvogt Friedrich II. von Regensburg, oo II. Graf Udalschalk im Lurngau († 1115) a. d. H. Grögling-Hirschberg • Walburga • Agnes ∞ wahrscheinlich Friedrich I., Pfalzgraf von Sachsen • Poppo • Sigbert Mehr unter dem Link oben.. | von Istrien (von Weimar), Markgräfin Sophie (I4361)
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| 48628 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gregor_XI. Gregor XI., ursprünglich Pierre Roger de Beaufort, (* 1329 in Rosiers-d’Égletons, Corrèze, Frankreich; † 27. März 1378 in Rom) wurde am 30. Dezember 1370 zum Papst gewählt. Er residierte bis zum 13. September 1376 in Avignon, ehe er den Papstsitz nach Rom zurückverlegte. Sein Onkel Clemens VI. ernannte ihn schon 1348 mit 19 Jahren zum Kardinaldiakon von Santa Maria Nuova. In der Folge besuchte er die Universität Perugia, wo er sich zu einem geachteten Theologen entwickelte. Nach dem Tod von Urban V. wurde er in Avignon einstimmig und nach nur kurzer Beratung zum neuen Papst gewählt. Wie schon fast alle seine Vorgänger in Avignon huldigte er dem Nepotismus. Auch favorisierte er die Limousiner. Während seines Pontifikats ernannte Gregor 21 Kardinäle: Mit dem Konsistorium vom 30. Mai 1371 nebst Robert von Genf, dem späteren Gegenpapst Clemens VII., neun weitere Franzosen, darunter auch seinen Neffen Jean du Cros sowie Pierre de Vergne, und mit dem zweiten Konsistorium vom 20. Dezember 1375 sechs Franzosen, darunter einen Vetter und einen Neffen sowie Petro Marinez de Luna y Gotor, den späteren Gegenpapst Benedikt XIII. Die Konzentration des Papsttums auf Avignon und die zunehmende Verankerung französischer Interessen führte aber zu Problemen in Italien. Es kam auch zu Konflikten: Der mailändische Fürst Bernabò Visconti, ein erklärter Gegner des Papsttums, hatte sich schon 1371 Lehensgebiete des Heiligen Stuhls angeeignet. Nach dem Scheitern von Verhandlungen wurde der Bann über ihn verhängt, Bernabo zwang jedoch die Überbringer die Bulle aufzuessen, die seine Exkommunikation erklärte. Nachdem ihm Gregor jetzt den Krieg erklärte, war die italienische Seite zunächst wohl erfolgreich, doch als Gregor die Unterstützung des Kaisers, der Königin von Neapel und des Königs von Ungarn erhalten und den englischen Söldnerführer John Hawkwood in seine Dienste genommen hatte, gab Bernabo nach, konnte jedoch durch Bestechung päpstlicher Berater am 6. Juni 1374 einen für ihn vorteilhaften Waffenstillstand aushandeln. Im Kirchenstaat wurde das Erneuerungswerk von Kardinal Albornoz durch die von französischen Legaten und Gouverneure, die die Distrikte des Kirchenstaates beherrschten, gefährdet und zum Teil auch zerstört. Ihre Willkür ähnelte der Schreckensherrschaft der Anjou in Neapel in ihrer Frühzeit. Aufstände gegen diese Tyrannei wurden entfesselt. Derweilen verwüsteten französische Soldbanden und päpstliche Marodeure das Land. Florenz und Bologna revoltierten offen. Die heilige Katharina von Siena, eine Analphabetin, versuchte Italien Frieden zu bringen. Doch weder der Papst noch Florenz hörte auf sie. Stattdessen antwortete der Papst mit einem Interdikt gegen Florenz. Auch schickte der Papst neue französische Soldateska in den Kirchenstaat. Katharina von Siena erschien persönlich in Avignon. Nachdem sie bereits schriftlich dem Papst viele bittere Wahrheiten an den Kopf geschleudert hatte, brachte sie diesen zur endgültigen Rückkehr nach Rom. Er verließ am 13. September 1376 den Papstpalast in Avignon, um mit dem Schiff über Marseille und nach Aufenthalten in Genua und Pisa am 25. November in Piombino anzukommen und auf dem Landweg weiter nach Rom zu reisen. Am 17. Januar 1377 erreichte er Ostia und führte seine Reise über den Tiber nach Rom fort, um kurz darauf in Rom feierlich eingeführt zu werden. Trotzdem brach das unabwendbare Unheil über Italien herein. Nicht nur die Härten des Papstes gegen Florenz schadeten dem Ansehen des Papstes. Auch das grausame Gemetzel, das der erbarmungslose Kardinal Robert von Genf, späterer erster Gegenpapst des Abendländischen Schisma, im sonst papsttreuen Cesena anrichten ließ, untergrub das Ansehen des Papsttums auf das äußerste. An einem einzigen Tag im Februar 1377 soll der Kardinal 4.000 Bürger der Stadt getötet haben. Nach diesem „ersten Gruß“ des Papstes an Italien nannte der Dichter Franco Sacchetti den Papst papa guastamondo, den Weltverderber. Den Kardinal nannte man in Italien nur noch den „Henker von Cesena“. In einer Chronik aus dieser Zeit hieß es, dass die Ereignisse „Dinge seien, um seinen Glauben zu verlieren“. Weil Gregor sich die Sympathien des Volkes verspielt hatte, vermochte er sich nicht in Rom zu behaupten. Deshalb erhob der Papst nach seiner Flucht aus Rom im Mai 1377 Anagni zu seiner Residenz und konnte erst am 7. November des Jahres nach Rom zurückkehren. Seine Versuche, im 1337 begonnenen Hundertjährigen Krieg zwischen England und Frankreich zu vermitteln, scheiterten. Bei der Beilegung des Konflikts zwischen den Königreichen Kastilien, Aragonien, Navarra, Sizilien und Neapel war er jedoch erfolgreich. Am 22. Mai 1377 erließ Gregor fünf Bullen gegen 18 Sätze aus den Schriften John Wyclifs und verdammte 13 Artikel des „Sachsenspiegels“. Er verstarb am 26. März 1378. Nur sein Tod hat wahrscheinlich verhindert, dass er wieder zurück nach Avignon ging. | Roger (Rogier) Beaufort, Papst Gregor (Gregorius) XI. Pierre (I29640)
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| 48629 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Greiffenclau Greiffenclau Ursprungslegende Die Stammlinie der Familie Greiffenclau lässt sich der Legende nach bis auf die Zeit Karls des Großen zurückverfolgen, unter dem die Greiffenclaus als Ministeriale gedient haben sollen. Auf seinen Reisen von Königspfalz zu Königspfalz erkannte Karl der Große, so eine Sage, als er auf seiner Ingelheimer Pfalz für längere Zeit verweilte, dass der Schnee auf den Südhängen der gegenüber liegenden Rheinseite im Rheingau zuerst schmolz und befahl, dort Wein anzubauen. Die Greiffenclaus seien daraufhin auf die Rheingauer Seite gezogen und hätten dort das Graue Haus in Winkel erbaut. Geschichte Die Herren von Winkel, später nach ihrer Helmzier Greiffenclau genannt, sind seit 1191 nachgewiesen. Ein bereits 1097 Erwähnter wird ihr zugerechnet. Das Graue Haus in Winkel, vermutlich ihr erster Rittersitz, entstand nach neueren Forschungen um 1075 und zählt damit zu den ältesten romanischen Profanbauten Deutschlands. Die Greiffenclau gelten als eine der ältesten Familien Europas, die Weinbau betrieb, denn laut einer Urkunde von 1211, die als Älteste Weinrechnung gilt, verkauften Emmircho und Heinrich Grifenclawa Zehntrechte an Winzergütern gegen regelmäßige Weinabgaben an das Kloster St. Viktor vor Mainz. Nur die Familie Antinori in Florenz kann eine noch ältere Winzertradition belegen (1180). Von 1320 bis 1997 war das Schloss Vollrads der Stammsitz der Familie, wo ebenfalls Wein angebaut wurde. Bereits 1218 wurde ein Ritter „Vollradus in Winkela“ erwähnt, 1268 ein „Conradus dictus Vollradus armiger“ (Konrad, genannt Vollradus, Schildknappe). Das Graue Haus in Winkel gehörte bis 1997 zum Besitz von Schloss Vollrads. In der Höchster Altstadt gibt es ein Greiffenclausches Haus, das im 17. oder 18. Jahrhundert an die Familie kam. 1664 wurde die Familie in den Reichsfreiherrenstand erhoben und 1674 wurde ihr das Hofamt eines Erbtruchsessen des Kurfürstentums Mainz verliehen. Die Familie stellte je einen Kurfürst-Erzbischof von Trier und Mainz sowie zwei Fürstbischöfe von Würzburg. Richard von Greiffenklau zu Vollrads war von 1511 bis 1531 Erzbischof und Kurfürst von Trier. Er salbte Karl V. zum deutschen Kaiser, führte den Vorsitz am Reichstag zu Worms und gründete die Wallfahrt zum Heiligen Rock. Auch Georg Friedrich von Greiffenclau zu Vollrads, der von 1626 bis 1629 als Kurfürst-Erzbischof von Mainz amtierte, stand in enger Verbindung zum Haus Habsburg, er entwarf für Kaiser Ferdinand II. das 1629 erlassene Restitutionsedikt, das den Dreißigjährigen Krieg beeinflusste. Maria Ursula von Greiffenclau zu Vollraths heiratete 1635 Philipp Erwein von Schönborn, den Bruder des Mainzer Erzbischofs Johann Philipp von Schönborn. Aus der Ehe gingen 12 Kinder hervor, darunter Lothar Franz von Schönborn, der 1693 Fürstbischof von Bamberg und 1695 Erzbischof von Mainz wurde. Als er 1699 mit Unterstützung des Kaisers auch noch Fürstbischof von Würzburg werden wollte, setzte sich jedoch sein Cousin Johann Philipp von Greiffenclau zu Vollraths durch; dieser amtierte bis zu seinem Tod 1719. Während der „Greiffenclau-Zeit“ entfaltete er eine rege Bautätigkeit in Würzburg. Ab 1705 ließ er auf einem privat erworbenen Gut das Schloss Gereuth als barocken Landsitz erbauen, das die Greiffenclaus erbten und 1815 verkauften. Johann Philipps Neffe Karl Philipp von Greiffenclau zu Vollrads wurde 30 Jahre nach dem Tod seines Onkels zum Fürstbischof von Würzburg gewählt und amtierte von 1749 bis 1754. Der frühere Rektor der Universität Mainz förderte die Würzburger Universität. Er ließ die Würzburger Residenz durch Balthasar Neumann vollenden. Mit Freiin Sophie von Greiffenclau (1824–1909), Fideikommissherrin auf Vollrads, erlosch die Familie im eigenen Stamm. Der Name der Greiffenclau lebte jedoch über ihre Kinder fort, da ihrem Ehemann Graf Hugo von Matuschka-Greiffenclau aus dem böhmisch-schlesischen Adelsgeschlecht Matuschka 1862 eine Namen- und Wappenvereinigung zugestanden wurde. Schloss Vollrads blieb im Besitz der Grafen Matuschka-Greiffenclau, bis 1997 Erwein Graf Matuschka-Greiffenclau durch Freitod starb, nachdem die Nassauische Sparkasse einen Konkursantrag gegen ihn gestellt hatte. Die Naspa übernahm danach das Schloss und Weingut und besitzt es bis heute. Ein Neffe Erweins, der Unternehmer Markus Graf Matuschka-Greiffenclau, zog mit seiner Familie in die Schweiz, wo er 2020 das Schloss Hauptwil kaufte; er erwarb auch ein Weingut in der Charente. | Greiffenclau-Vollraths, Maria Ursula (I58107)
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| 48630 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gruffydd_ap_Cynan Gruffydd ap Cynan (um 1055 in Dublin; † 1137) war ein König des walisischen Königreichs Gwynedd. Nachdem sein Großvater 1039 sein Reich verloren hatte, gewann er es für seine Familie zurück und schuf so für seine Nachfahren die Grundlage für ihre Vormachtstellung unter den walisischen Fürsten bis zur endgültigen Eroberung Gwynedds durch die Engländer 1283. Herkunft Gruffydd war ein Sohn von Cynan ap Iago, der im Exil in Irland lebte, und von Rhagnell oder Ragnhildr, einer Tochter von Olaf Sihtricson, einem Wikingerhäuptling von Dublin. Sein Großvater Iago ap Iadwal war 1039 verräterisch ermordet und die königliche Familie vertrieben worden. Gwynedd fiel an Gruffydd ap Llywelyn, der damit zum Herrscher über ganz Wales wurde. Nach Gruffydd ab Llywelyns Tod 1063 zerfiel Wales wieder in mehrere Fürstentümer, und Gwynedd fiel an Bleddyn ap Cynfyn, der jedoch 1075 ermordet wurde. Sein Erbe und Nachfolger wurde Bleddyns Cousin Trahern ap Caradog, der König von Arwystli. Leben Im selben Jahr kehrte Gruffydd ap Cynan mit Unterstützung der irischen Wikinger wieder nach Gwynedd zurück, um das Land seines Großvaters zurückzuerobern. Er landete auf der Insel Anglesey und besiegte mit Hilfe des normannischen Lords Robert of Rhuddlan Cynwrig, ein Gefolgsmann Traherns und Herr von Lleyn. Cynwrig fiel in der Schlacht, und Gruffydd besiegte Trahern selbst in einer Schlacht in Meirionnydd und zwang ihn zum Rückzug nach Arwystli. Als neuer König von Gwynedd griff Gruffydd trotz der Unterstützung, die er von Robert erhalten hatte, vergeblich dessen Burg von Rhuddlan an. Wegen dieser Niederlage und wegen Streitereien mit Gruffydds Wikingerkriegern wandten sich die Waliser von Lleyn wieder Trahern zu, der Gruffydd in der Schlacht von Bron-vr-erw bei Clynnog schlug und ihn wieder ins irische Exil zwang. 1081 kehrte er zurück und landete mit einer Streitmacht von Wikingern und Iren bei Porthclais in Dyfed. Unterstützt wurde er von Rhys ap Tewdwr, der ebenfalls aus dem Exil kam und um sein Erbe in Deheubarth kämpfte. Sie besiegten Trahern in der Schlacht von Mynydd Carn, in der Trahern fiel. Anschließend marschierte Gruffydd nach Norden, plünderte Arwystli und Powys und eroberte Gwynedd. Seine Eroberungen bedrohten die normannischen Gebiete an der walisischen Grenze. Gruffydd wurde noch im selben Jahr von seinem Gefolgsmann Meirion Goch verraten, bei Corwen von Robert von Rhuddlan gefangen genommen und an dessen Vetter Hugh d’Avranches, 1. Earl of Chester ausgeliefert. Gruffydd blieb über zwölf Jahre gefangen und kam erst unter unklaren Umständen um 1094 frei. Während seiner Gefangenschaft in Chester besetzte Robert von Rhuddlan weite Gebiete von Gwynedd und errichtete in Bangor, Caernarfon und Aberlleiniog (nahe dem späteren Beaumaris) Burgen. Nachdem er wieder freigekommen war, wurde Gruffydd zusammen mit dem Fürsten von Powys, Cadwgan ap Bleddyn zum Anführer des walisischen Aufstands von 1094, in dem er erfolglos Aberlleiniog Castle angriff und Nefyn Castle auf Lleyn eroberte. 1098 erfolgte von Chester und Shrewsbury aus ein gezielter normannischer Angriff auf Gwynedd. Gruffydd musste sich zusammen mit Cadwgan ap Bleddyn auf die Insel Anglesey zurückziehen, von wo aus er ein weiteres Mal nach Irland flüchtete. Nachdem jedoch einer der normannischen Anführer, Hugh of Montgomery, 2. Earl of Shrewsbury im Kampf gegen den norwegischen König Magnus III. gefallen war, kehrte Gruffydd noch 1098 wieder nach Anglesey zurück und blieb mit Einwilligung der Normannen Herrscher der Insel. Im Laufe der nächsten Jahre konnte er seine Herrschaft über die Gebiete von Gwynedd westlich des Conwys ausweiten. Der englische König Heinrich I. erschien 1114 mit einer mächtigen Armee in Gwynedd, worauf sich Gruffydd dem König unterwerfen und ihm Tribut zahlen musste. Gruffydd durfte seine Territorien behalten, doch der Druck des englischen Königs war so stark, dass Gruffydd 1115 den jungen Gruffydd ap Rhys von Deheubarth, der in Gwynedd Zuflucht gesucht hatte, an den König ausliefern wollte. Auch Maredudd ap Bleddyn von Powys lieferte er 1121 an den englischen König aus. Dennoch wurde Gruffydd zum unangefochtenen Herrscher von Nordwales und konnte 1120 das Bistum von Bangor mit seinem Kandidaten David dem Schotten besetzen. Nach 1120 begannen seine Söhne mit weiteren Eroberungen. Cadwallon und Owain eroberten ab 1124 Meirionydd. Im folgenden Jahr besetzte Cadwallon Dyffryn Clwyd, wo er drei seiner Onkel, die Brüder seiner Mutter, tötete, wodurch das Haus Gwynedd zum mächtigste Geschlecht im Nordosten von Wales wurde. Cadwallon fiel 1132 bei Llangollen während eines Überfalls auf Powys. 1136 begannen Owain und Cadwaladr mit der Eroberung des unter anglonormannischer Herrschaft stehenden Ceredigion. Gruffydd starb 1137 im Alter von über 80 Jahren als alter und erblindeter Mann und wurde in der Kathedrale von Bangor beigesetzt. Der Überlieferung nach förderte er die walisische Barden und setzte einheitliche Regeln für ihre Dichtkunst fest. Er ist der einzige mittelalterliche walisische Fürst, über den eine zeitgenössische Biografie, die Historia Gruffud ab Kenan geschrieben wurde. Die Lobrede wurde vermutlich von einem Kleriker gegen Ende des 12. Jahrhunderts verfasst. | von Gwynedd (ap Cynan), König Gruffydd (I29901)
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| 48631 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gruffydd_ap_Llywelyn Gruffydd ap Llywelyn (* um 1000; † 5. August 1063) gehörte einer Kadettenlinie des Fürstenhauses Mathrafal von Powys an und war ein Ururenkel von Howell dem Guten. Abstammung und frühes Leben Gruffydd war der einzige Sohn von Llywelyn ap Seisyll, welcher Gwynedd und Powys in seinen Besitz bringen konnte. Nach Llywelyns Tod im Jahre 1023 wurde ein Mitglied des traditionellen Herrscherhauses von Aberffraw, Iago ab Idwal ap Meurig, Herrscher von Gwynedd. Gruffydd war der Überlieferung zufolge ein recht fauler Heranwachsender, aber eines Neujahrsabends wurde er von seiner aufgebrachten Schwester aus dem Haus gescheucht. An eine Hauswand gelehnt, hörte er einen Koch, der Rindfleischstücke in einem Kessel kochte, wie er sich darüber beschwerte, dass ein Fleischstück immer wieder auftauchte, sooft er es auch nach unten stieß. Gruffydd verstand die Bemerkung auf sich bezogen und machte sich daran, Macht zu erlangen. König von Gwynedd und Powys 1039–1055 Im Jahre 1039 wurde Iago ab Idwal von seinen eigenen Männern getötet (sein Sohn Cynan ap Iago ging nach Dublin ins Exil) und Gruffydd, bereits Usurpator von Powys, gelang es, König von Gwynedd zu werden. Bald nach seinem Machtübergriff überraschte er eine Armee aus Mercia bei Rhyd y Groes nahe Welshpool, schlug sie vernichtend und tötete ihren Anführer Edwin, den Bruder des Grafen Leofric von Mercia. Dann griff er das benachbarte Fürstentum Deheubarth an, das zu dieser Zeit von Hywel ab Edwin regiert wurde. Gruffydd besiegte Hywel in einer Schlacht bei Pencader im Jahre 1041 und verschleppte dessen Frau. Gruffydd scheint es gelungen zu sein, Hywel um das Jahr 1043 herum aus Deheubarth zu verjagen, denn einigen Quellen zufolge kehrte Hywel 1044 mit einer dänischen Flotte zurück an die Mündung des Flusses Tywi, um sein Königreich zurückzufordern. Gruffydd besiegte ihn jedoch und tötete ihn. Gruffydd ap Rhydderch von Gwent konnte Gruffydd ap Llywelyn im Jahre 1047 aus Deheubarth vertreiben und wurde selbst König von Deheubarth, nachdem der Adel von Ystrad Tywi plötzlich 140 Wachmänner Gruffydd ap Llywelyns angegriffen und getötet hatte. In den folgenden Jahren hielt er mehreren Angriffen Gruffydd ap Llywelyns stand. Gruffydd ap Llywelyn war im Jahre 1052 an der walisischen Grenze tätig, als er Hereford angriff und ein gemischtes Heer aus Normannen und Angelsachsen nahe Leominster zurückschlug. König von Wales 1055–1063 Im Jahre 1055 tötete Gruffydd ap Llywelyn seinen Rivalen Gruffydd ap Rhydderch im Kampf und erhielt so Deheubarth zurück. Er verbündete sich daraufhin mit Ælfgar, dem Sohn des Grafen Leofric von Mercia, der von Harold Godwinson und dessen Brüdern der Grafenwürde von East Anglia beraubt worden war. Sie marschierten nach Hereford, wo sie auf ein Heer unter der Führung des Grafen von Hereford, Ralph des Furchtsamen, trafen. Dieses Heer war beritten und nach normannischer Art bewaffnet, aber am 24. Oktober besiegte Gruffydd es. Dann brachte er die Stadt in seine Gewalt und zerstörte ihre Burg. Graf Harold wurde mit einem Gegenangriff beauftragt, er stieß jedoch nicht sehr weit vor. Kurz darauf wurde Ælfgar seine Grafschaft zurückgegeben und ein Friedensvertrag folgte. Gruffydd heiratete Ælfgars Tochter Ealdgyth. Um diese Zeit herum brachte Gruffydd Morgannwg und Gwent unter seine Herrschaft, zusammen mit großen Gebieten entlang der englischen Grenze. 1056 gelang ihm ein weiterer Sieg über ein englisches Heer bei Glasbury. Er bezeichnete sich nun als Herrscher über ganz Wales und wurde von den Engländern auch als solcher anerkannt. Tod und Nachwirken Gruffydd erreichte eine Übereinkunft mit Edward dem Bekenner, aber der Tod seines Verbündeten Ælfgar im Jahre 1062 machte ihn verletzlicher. Ende desselben Jahres erhielt Harold Godwinson die Erlaubnis des Königs für einen Überraschungsangriff auf Gruffydds Hof in Rhuddlan. Gruffydd wurde beinahe gefangen, konnte jedoch nach einer Warnung in einem seiner Schiffe zu See flüchten, wenngleich seine anderen Schiffe zerstört wurden. Im Frühjahr 1063 führte Harolds Bruder Tostig eine Armee nach Nordwales, während Harold eine Flotte nach Südwales führte, um dann im Norden mit der Armee seines Bruders zusammenzutreffen. Gruffydd war gezwungen, in Snowdonia Zuflucht zu suchen, wurde aber dort von seinen eigenen Männern getötet (der Chronik Brut y Tywysogion zufolge am 5. August). Seinen Kopf sandte man zusammen mit der Galionsfigur seines Schiffes an Harold. Gruffydd hatte sich wahrscheinlich im Laufe seiner Bestrebungen, Wales unter seiner Herrschaft zu einen, zahlreiche Feinde gemacht. Walter Map hat eine Bemerkung Gruffydds dazu überliefert: Speak not of killing; I but blunt the horns of the offspring of Wales lest they should injure their dam. Sprich nicht von Töten; ich trimme lediglich die Hörner der Kinder Wales', damit sie ihrer Mutter nicht schaden. Nach Gruffydds Tod heiratete Harold dessen Frau Ealdgyth, doch sie wurde bekanntlich drei Jahre später erneut zur Witwe. Gruffydds Reich wurde wieder in die angestammten Königreiche aufgeteilt. Bleddyn ap Cynfyn und sein Bruder Rhiwallon ap Cynfyn kamen zu einer Einigung mit Harold und bekamen die Herrschaft über Gwynedd und Powys zugesprochen. So trafen die Normannen, als sie nach dem Sieg über Harold in der Schlacht von Hastings nach Wales vorstießen, dort auf die vielen alten Königreiche statt auf einen einzelnen König. Gruffydd hinterließ zwei Söhne, die im Jahre 1070 Bleddyn und Rhiwallon in der Schlacht von Mechain herausforderten, um einen Teil des Königreiches ihres Vaters zurückzugewinnen. Sie wurden jedoch besiegt; einer fiel in der Schlacht, der andere erfror kurz danach. | (ap Llywelyn), König Gruffydd (I29940)
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| 48632 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gruffydd_ap_Rhys_(†_1137) Gruffydd ap Rhys (* um 1090; † 1137) war ein Fürst von Deheubarth aus der Dinefwr-Dynastie. Gruffydd war ein Sohn von Rhys ap Tewdwr und Gwladus, einer Tochter von Rhiwallon ap Cynfyn. Nachdem sein Vater im Kampf gegen Bernard de Neufmarché geschlagen worden war und ums Leben kam, zerfiel dessen südwalisisches Reich. Der dreijährige Gruffydd wurde nach Irland in Sicherheit gebracht, während seine Schwester Nest ferch Rhys in die Hände der Anglonormannen fiel. Gruffydd kehrte 1113 nach Südwales zurück, das inzwischen zu weiten Teilen von den Normannen erobert worden war. Der englische König Heinrich I. befürchtete, er könne Ansprüche auf das Erbe seines Vaters stellen und ließ ihn verfolgen. Gruffydd flüchtete nach Gwynedd zu Gruffydd ap Cynan, der ihn jedoch unter dem Eindruck der Macht des englischen Königs 1115 an Heinrich I. ausliefern wollte. Gruffydd konnte entkommen und begann mit anderen Walisern, die sich gegen die anglonormannische Herrschaft in Südwales auflehnten, einen räuberischen Kleinkrieg gegen die englischen Siedler. 1116 brannte er Narberth Castle in Dyfed nieder, dann griff er Llandovery Castle an, das er jedoch nicht erobern konnte. Auch ein Angriff auf Swansea Castle, das den „Zugang“ zur Halbinsel Gower schützte, scheiterte, während er das nahe gelegene Oystermouth Castle erobern und niederbrennen konnte. Gruffydd konnte jedoch schließlich mit dem englischen König einen Ausgleich erzielen, in dem ihm die Herrschaft von Caio im Cantref Mawr zugestanden wurde. 1127 musste er nach Konflikten mit seinen anglonormannischen Nachbarn erneut nach Irland flüchten, kehrte jedoch bald zurück und verbündete sich nun mit Gruffydd ap Cynan. Er heiratete dessen Tochter Gwenllian und lebte angeblich in Verstecken in den Wäldern von Cantref Mawr. Nach dem Tod von Heinrich I. war er einer der Führer des offenen Aufstands in Südwales und beanspruchte den Titel eines Fürsten von Deheubarth. Vermutlich war er an dem Gefecht bei Abergavenny beteiligt, bei dem Richard FitzGilbert de Clare fiel. Anschließend suchte er Unterstützung im Norden bei seinem Schwager Owain Gwynedd. Während seine Frau in einem Gefecht bei Kidwelly Castle getötet wurde, zerstörte er mit seinem Schwager die Burg von Aberystwyth und errang im Oktober 1136 einen bedeutenden Sieg in der Schlacht von Crug Mawr bei Aberteifi über Stephan, den Constable von Cardigan Castle. Gruffydd starb jedoch bereits im folgenden Jahr, angeblich wurde er durch Verrat getötet. | von Deheubarth (ap Rhys), Fürst Gruffydd (I29942)
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| 48633 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gruffydd_ap_Rhys_(†_1201) Gruffydd ap Rhys (* um 1160; † 25. Juli 1201) war ein Fürst von Deheubarth. Er war der älteste Sohn von Lord Rhys und dessen Frau Gwenlian, Tochter von Madog ap Maredudd von Powys. Seine kurze Herrschaft war geprägt von Konflikten mit seinen Brüdern, die das Vorspiel zu den zerstörerischen Familienfehden waren, die schließlich zur englischen Eroberung von Deheubarth und zum Ende der Herrschaft des Hauses Dinefwr führten. Er heiratete 1189 Matilda de Braose (* 1172; † 29. Dezember 1210), eine Tochter von William de Braose, 4. Baron of Bramber. Mit ihr hatte er zwei Söhne, Rhys Ieuanc und Owain. Noch zu Lebzeiten ihres Vaters waren Gruffydd und sein Bruder Maelgwn über die Nachfolge ihres Vaters tief zerstritten, wobei Gruffydd anfangs von seinem jüngeren Bruder Rhys Gryg unterstützt wurde. Nachdem sein Vater 1189 seinen Bruder Maelgwn gefangen nehmen musste, lieferte Gruffydd ihn ohne Wissen seines Vaters an seinen Schwiegervater William de Braose aus, der ihn bis 1192 in Haft hielt. 1191 eroberte er zusammen mit seinem Vater Nevern Castle, eine Burg seines Schwagers William FitzMartin. 1192 belagerte er zusammen mit seinem Vater vergeblich Swansea Castle. Sein Bruder Maelgwn konnte sich kurz darauf Nevern Castle bemächtigen, wo er ihren Vater 1194 kurzzeitig einkerkerte. Lord Rhys kam jedoch bald wieder frei, und Maelgwn ging bis zum Tod ihres Vaters ins Exil. Lord Rhys starb 1197. Er hatte Gruffydd als seinen Haupterben vorgesehen, und Gruffydd ließ sich seine Ländereien vom englischen König bestätigen. Beim Bischof von St Davids, Peter de Leia, erwirkte er eine Aufhebung der Exkommunikation seines Vaters, so dass dieser in der Kathedrale von St Davids beigesetzt werden konnte. Schon bald jedoch wurde er wieder in Kämpfe mit Maelgwn verwickelt, der mit Hilfe von Gwenwynwyn von Powys Aberystwyth Castle eroberte und sich Ceredigions bemächtigte. Gruffydd wurde bei den Kämpfen von seinem Bruder gefangen genommen und an Gwenwynwyn ausgeliefert. Dieser lieferte ihn an König Richard aus, der ihn in Corfe Castle einkerkerte. Er kam jedoch wieder frei, als Gwenwynwyn sein Bündnis mit den englischen König brach und Gruffydd die Übergabe der von seinem Vater eroberten Burg von Cardigan zusicherte. Nachdem sein Bruder Maredudd, der Cantred Bychan im Ystrad Tywi geerbt hatte, im Juli 1201 ermordet worden war, übernahm Gruffydd dessen Ländereien, doch er erkrankte selbst kurz darauf und starb. Er und seine Frau wurden in der Abtei von Strata Florida begraben. Seine beiden Söhne führten den Kampf gegen Maelgwn fort. | von Deheubarth (ap Rhys), Fürst Gruffydd (I29961)
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| 48634 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grünenberg_(Adelsgeschlecht) Mutmassliche Ahnen und Vorfahren der Freiherren von Grünenberg Im Jahr 1192 traten drei Brüder als Ministerialen der Kirche von Konstanz in Erscheinung. Hugo von Grünenberg, 1176 erstmals erwähnt, übertrug vor dem 25. März 1192 zusammen mit seinem Bruder Conrad ein Gut in Bankholzen und ein Gut in Bohlingen an das Domkapitel von Konstanz. Die beiden Güter waren Leibgedinge ihres Bruders, des Schenken Arnold II., für dessen Ehefrau. Hugo war zuvor in die Konfraternität aufgenommen und mit einer Pfründe ausgestattet worden. Er erhielt eine Wohnstätte (curia canonicalis). Der damalige Bischof Diethelm von Krenkingen überliess die beiden Güter durch die Hand des Dompropstes Ulrich dem Hugo von Grünenberg als Lehen (feodum claustralis). Der Vater der drei Brüder, Arnold I., wurde 1162 als Ministeriale der Kirche von Konstanz erwähnt. Seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts lassen sich am Hofe des Konstanzer Bischofs die klassischen vier Hofämter des Marschalls, des Truchsessen, des Kämmerers und des Schenken nachweisen. Diese Ämter waren überwiegend mit Hochstiftsministerialen besetzt. Sie trugen den Titel "ministerialis ecclesiae Constantiensis". Arnold II. war als Schenk einer der Träger dieser vier Hofämter. Es wird vermutet, dass er der Vater von Heinrich I. von Grünenberg gewesen sein könnte, der 1224 im oberen Aargau in Erscheinung trat. Die Familie hatte ihren Sitz auf der Burg Grünenberg, dem späteren Kloster Grünenberg in Bankholzen auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Moos (am Bodensee). Die Familie nannte sich auch "von Bankholzen". Die Freiherren von Langenstein, von denen sehr wenig bekannt ist, gehörten vermutlich zum alteingesessenen Adel in der Gegend des heutigen Bernischen Oberaargaus und des Luzerner Hinterlandes. Sie traten 1194 in Erscheinung, indem sie das Zisterzienserkloster Sankt Urban gründeten und mit reichlich Grundbesitz aus ihrem Eigentum ausstatteten. Wenig später starben sie aus. Vermutlich über eine Erbtochter fiel der allergrösste Teil der langensteinischen Herrschaft an die Freiherren von Grünenberg. Ein kleinerer Teil aus dem Besitz der Langenstein gelangte über frühere Mitgiften in die Hände der Ritter von Luternau und der Freiherren von Balm. Die Grünenberg im oberen Aargau Den Freiherren von Grünenberg gehörte die gleichnamige Adelsherrschaft in der Zeit des 12. bis zu Beginn des 15. Jahrhunderts sowie drei einzelne Burganlagen im dreiteiligen Burgenkomplex Langenstein, Schnabelburg und Grünenberg in der Gemeinde Melchnau (Kanton Bern, Schweiz). Die Adelsherrschaft bestand aus grund- und gerichtsherrschaftlichem Eigentum, zu dem die Dörfer Melchnau, Gondiswil, Madiswil, Busswil, Leimiswil und Reisiswil gehörten. Daran fügte sich im 14. und 15. Jahrhundert entsprechend dem weiten Aktionsfeld der Grünenberg vom Zürichsee bis ins Berner Oberland sowie im Südbadischen weiterer Besitz: Durch Heirat erworbene Herrschaften (zum Beispiel Burg und Dorf Aarwangen), Lehen (das sanktgallische Meieramt im Dorf Rohrbach, das kyburgische Dorf Bleienbach) sowie habsburgischer und kyburgischer Pfandbesitz, so unter anderem das Städtchen Huttwil, das Innere Amt Wolhusen (Entlebuch), Burg und Stadt Rothenburg, das Städtchen Wangen an der Aare. Im Burgdorferkrieg nahmen die Berner 1383 eine der Burgen auf dem Melchnauer Schlossberg, nach der Überlieferung die Grünenberg, und „brachen“ sie (das heisst, sie versetzten sie in einen verteidigungsunfähigen Zustand). Nach den archäologischen Untersuchungen in den 1990er Jahren wurde keine der drei Anlagen damals zerstört („geschleift“). Die Stadt Bern setzte jedoch ein Öffnungsrecht für die Burg Grünenberg durch. Als Gefolgsleute der Habsburger nahmen auch Vertreter der Familie an der Schlacht bei Sempach teil. Der Name Hans oder Johans von Grünenberg erscheint unter den Gefallenen in den Chroniken des 15. Jahrhunderts sowie in der Schlachtkappelle von Sempach. Dessen Einordnung in die Familie ist unklar. Die Grünenberg im Südbadischen Die Grünenberg als Eigentümer von Wasserschloss und Herrschaft Binzen (bei Lörrach) Die Grünenberg als Oberschultheissen der Stadt Breisach Die Erben und Rechtsnachfolger Der letzte männliche Vertreter der Freiherrenfamilie, Wilhelm von Grünenberg, verkaufte 1432 Burg und Herrschaft Aarwangen um 8'000 Gulden der Stadt Bern. Im Zuge des Alten Zürichkrieges, den Grünenberg auf der Seite Habsburg-Österreichs und der Stadt Zürich bestritt, annektierte die Stadt Bern 1444 die Burg Grünenberg und richtete dort eine kleine Landvogtei ein, die nur wenig später mit der benachbarten und deutlich grösseren Landvogtei Aarwangen zusammengelegt wurde. Über seine Töchter gelangte der verbliebene Teil der Herrschaft nach Wilhelms Tod an verschiedene Schwiegersöhne. Im Laufe von nur wenigen Jahren fielen diese Erbteile, in den Quellen die „Herrschaft Langenstein“ genannt, in die Hände der Familie von Luternau. 1480 mussten diese die Burg Langenstein und den verbliebenen Teil der ehemals grünenbergischen Herrschaft ebenfalls der Stadt Bern verkaufen. Die drei Burgen wurden dem Verfall überlassen und als Steinbruch genutzt. An der Stelle der Burg Langenstein wurde zudem im 19. Jahrhundert zusätzlich Sandstein gebrochen, so dass der ursprüngliche Burghof heute vollständig abgetragen ist. | von Grünenberg, Ritter Heinzmann (I57620)
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| 48635 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grünenberg_(Adelsgeschlecht) Mutmassliche Ahnen und Vorfahren der Freiherren von Grünenberg Im Jahr 1192 traten drei Brüder als Ministerialen der Kirche von Konstanz in Erscheinung. Hugo von Grünenberg, 1176 erstmals erwähnt, übertrug vor dem 25. März 1192 zusammen mit seinem Bruder Conrad ein Gut in Bankholzen und ein Gut in Bohlingen an das Domkapitel von Konstanz. Die beiden Güter waren Leibgedinge ihres Bruders, des Schenken Arnold II., für dessen Ehefrau. Hugo war zuvor in die Konfraternität aufgenommen und mit einer Pfründe ausgestattet worden. Er erhielt eine Wohnstätte (curia canonicalis). Der damalige Bischof Diethelm von Krenkingen überliess die beiden Güter durch die Hand des Dompropstes Ulrich dem Hugo von Grünenberg als Lehen (feodum claustralis). Der Vater der drei Brüder, Arnold I., wurde 1162 als Ministeriale der Kirche von Konstanz erwähnt. Seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts lassen sich am Hofe des Konstanzer Bischofs die klassischen vier Hofämter des Marschalls, des Truchsessen, des Kämmerers und des Schenken nachweisen. Diese Ämter waren überwiegend mit Hochstiftsministerialen besetzt. Sie trugen den Titel "ministerialis ecclesiae Constantiensis". Arnold II. war als Schenk einer der Träger dieser vier Hofämter. Es wird vermutet, dass er der Vater von Heinrich I. von Grünenberg gewesen sein könnte, der 1224 im oberen Aargau in Erscheinung trat. Die Familie hatte ihren Sitz auf der Burg Grünenberg, dem späteren Kloster Grünenberg in Bankholzen auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Moos (am Bodensee). Die Familie nannte sich auch "von Bankholzen". Die Freiherren von Langenstein, von denen sehr wenig bekannt ist, gehörten vermutlich zum alteingesessenen Adel in der Gegend des heutigen Bernischen Oberaargaus und des Luzerner Hinterlandes. Sie traten 1194 in Erscheinung, indem sie das Zisterzienserkloster Sankt Urban gründeten und mit reichlich Grundbesitz aus ihrem Eigentum ausstatteten. Wenig später starben sie aus. Vermutlich über eine Erbtochter fiel der allergrösste Teil der langensteinischen Herrschaft an die Freiherren von Grünenberg. Ein kleinerer Teil aus dem Besitz der Langenstein gelangte über frühere Mitgiften in die Hände der Ritter von Luternau und der Freiherren von Balm. Die Grünenberg im oberen Aargau Den Freiherren von Grünenberg gehörte die gleichnamige Adelsherrschaft in der Zeit des 12. bis zu Beginn des 15. Jahrhunderts sowie drei einzelne Burganlagen im dreiteiligen Burgenkomplex Langenstein, Schnabelburg und Grünenberg in der Gemeinde Melchnau (Kanton Bern, Schweiz). Die Adelsherrschaft bestand aus grund- und gerichtsherrschaftlichem Eigentum, zu dem die Dörfer Melchnau, Gondiswil, Madiswil, Busswil, Leimiswil und Reisiswil gehörten. Daran fügte sich im 14. und 15. Jahrhundert entsprechend dem weiten Aktionsfeld der Grünenberg vom Zürichsee bis ins Berner Oberland sowie im Südbadischen weiterer Besitz: Durch Heirat erworbene Herrschaften (zum Beispiel Burg und Dorf Aarwangen), Lehen (das sanktgallische Meieramt im Dorf Rohrbach, das kyburgische Dorf Bleienbach) sowie habsburgischer und kyburgischer Pfandbesitz, so unter anderem das Städtchen Huttwil, das Innere Amt Wolhusen (Entlebuch), Burg und Stadt Rothenburg, das Städtchen Wangen an der Aare. Im Burgdorferkrieg nahmen die Berner 1383 eine der Burgen auf dem Melchnauer Schlossberg, nach der Überlieferung die Grünenberg, und „brachen“ sie (das heisst, sie versetzten sie in einen verteidigungsunfähigen Zustand). Nach den archäologischen Untersuchungen in den 1990er Jahren wurde keine der drei Anlagen damals zerstört („geschleift“). Die Stadt Bern setzte jedoch ein Öffnungsrecht für die Burg Grünenberg durch. Als Gefolgsleute der Habsburger nahmen auch Vertreter der Familie an der Schlacht bei Sempach teil. Der Name Hans oder Johans von Grünenberg erscheint unter den Gefallenen in den Chroniken des 15. Jahrhunderts sowie in der Schlachtkappelle von Sempach. Dessen Einordnung in die Familie ist unklar. Die Grünenberg im Südbadischen Die Grünenberg als Eigentümer von Wasserschloss und Herrschaft Binzen (bei Lörrach) Die Grünenberg als Oberschultheissen der Stadt Breisach Die Erben und Rechtsnachfolger Der letzte männliche Vertreter der Freiherrenfamilie, Wilhelm von Grünenberg, verkaufte 1432 Burg und Herrschaft Aarwangen um 8'000 Gulden der Stadt Bern. Im Zuge des Alten Zürichkrieges, den Grünenberg auf der Seite Habsburg-Österreichs und der Stadt Zürich bestritt, annektierte die Stadt Bern 1444 die Burg Grünenberg und richtete dort eine kleine Landvogtei ein, die nur wenig später mit der benachbarten und deutlich grösseren Landvogtei Aarwangen zusammengelegt wurde. Über seine Töchter gelangte der verbliebene Teil der Herrschaft nach Wilhelms Tod an verschiedene Schwiegersöhne. Im Laufe von nur wenigen Jahren fielen diese Erbteile, in den Quellen die „Herrschaft Langenstein“ genannt, in die Hände der Familie von Luternau. 1480 mussten diese die Burg Langenstein und den verbliebenen Teil der ehemals grünenbergischen Herrschaft ebenfalls der Stadt Bern verkaufen. Die drei Burgen wurden dem Verfall überlassen und als Steinbruch genutzt. An der Stelle der Burg Langenstein wurde zudem im 19. Jahrhundert zusätzlich Sandstein gebrochen, so dass der ursprüngliche Burghof heute vollständig abgetragen ist. | von Grünenberg, Anfelisa (I17905)
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| 48636 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grünenberg_(Adelsgeschlecht) Mutmassliche Ahnen und Vorfahren der Freiherren von Grünenberg Im Jahr 1192 traten drei Brüder als Ministerialen der Kirche von Konstanz in Erscheinung. Hugo von Grünenberg, 1176 erstmals erwähnt, übertrug vor dem 25. März 1192 zusammen mit seinem Bruder Conrad ein Gut in Bankholzen und ein Gut in Bohlingen an das Domkapitel von Konstanz. Die beiden Güter waren Leibgedinge ihres Bruders, des Schenken Arnold II., für dessen Ehefrau. Hugo war zuvor in die Konfraternität aufgenommen und mit einer Pfründe ausgestattet worden. Er erhielt eine Wohnstätte (curia canonicalis). Der damalige Bischof Diethelm von Krenkingen überliess die beiden Güter durch die Hand des Dompropstes Ulrich dem Hugo von Grünenberg als Lehen (feodum claustralis). Der Vater der drei Brüder, Arnold I., wurde 1162 als Ministeriale der Kirche von Konstanz erwähnt. Seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts lassen sich am Hofe des Konstanzer Bischofs die klassischen vier Hofämter des Marschalls, des Truchsessen, des Kämmerers und des Schenken nachweisen. Diese Ämter waren überwiegend mit Hochstiftsministerialen besetzt. Sie trugen den Titel "ministerialis ecclesiae Constantiensis". Arnold II. war als Schenk einer der Träger dieser vier Hofämter. Es wird vermutet, dass er der Vater von Heinrich I. von Grünenberg gewesen sein könnte, der 1224 im oberen Aargau in Erscheinung trat. Die Familie hatte ihren Sitz auf der Burg Grünenberg, dem späteren Kloster Grünenberg in Bankholzen auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Moos (am Bodensee). Die Familie nannte sich auch "von Bankholzen". Die Freiherren von Langenstein, von denen sehr wenig bekannt ist, gehörten vermutlich zum alteingesessenen Adel in der Gegend des heutigen Bernischen Oberaargaus und des Luzerner Hinterlandes. Sie traten 1194 in Erscheinung, indem sie das Zisterzienserkloster Sankt Urban gründeten und mit reichlich Grundbesitz aus ihrem Eigentum ausstatteten. Wenig später starben sie aus. Vermutlich über eine Erbtochter fiel der allergrösste Teil der langensteinischen Herrschaft an die Freiherren von Grünenberg. Ein kleinerer Teil aus dem Besitz der Langenstein gelangte über frühere Mitgiften in die Hände der Ritter von Luternau und der Freiherren von Balm. Die Grünenberg im oberen Aargau Den Freiherren von Grünenberg gehörte die gleichnamige Adelsherrschaft in der Zeit des 12. bis zu Beginn des 15. Jahrhunderts sowie drei einzelne Burganlagen im dreiteiligen Burgenkomplex Langenstein, Schnabelburg und Grünenberg in der Gemeinde Melchnau (Kanton Bern, Schweiz). Die Adelsherrschaft bestand aus grund- und gerichtsherrschaftlichem Eigentum, zu dem die Dörfer Melchnau, Gondiswil, Madiswil, Busswil, Leimiswil und Reisiswil gehörten. Daran fügte sich im 14. und 15. Jahrhundert entsprechend dem weiten Aktionsfeld der Grünenberg vom Zürichsee bis ins Berner Oberland sowie im Südbadischen weiterer Besitz: Durch Heirat erworbene Herrschaften (zum Beispiel Burg und Dorf Aarwangen), Lehen (das sanktgallische Meieramt im Dorf Rohrbach, das kyburgische Dorf Bleienbach) sowie habsburgischer und kyburgischer Pfandbesitz, so unter anderem das Städtchen Huttwil, das Innere Amt Wolhusen (Entlebuch), Burg und Stadt Rothenburg, das Städtchen Wangen an der Aare. Im Burgdorferkrieg nahmen die Berner 1383 eine der Burgen auf dem Melchnauer Schlossberg, nach der Überlieferung die Grünenberg, und „brachen“ sie (das heisst, sie versetzten sie in einen verteidigungsunfähigen Zustand). Nach den archäologischen Untersuchungen in den 1990er Jahren wurde keine der drei Anlagen damals zerstört („geschleift“). Die Stadt Bern setzte jedoch ein Öffnungsrecht für die Burg Grünenberg durch. Als Gefolgsleute der Habsburger nahmen auch Vertreter der Familie an der Schlacht bei Sempach teil. Der Name Hans oder Johans von Grünenberg erscheint unter den Gefallenen in den Chroniken des 15. Jahrhunderts sowie in der Schlachtkappelle von Sempach. Dessen Einordnung in die Familie ist unklar. Die Grünenberg im Südbadischen Die Grünenberg als Eigentümer von Wasserschloss und Herrschaft Binzen (bei Lörrach) Die Grünenberg als Oberschultheissen der Stadt Breisach Die Erben und Rechtsnachfolger Der letzte männliche Vertreter der Freiherrenfamilie, Wilhelm von Grünenberg, verkaufte 1432 Burg und Herrschaft Aarwangen um 8'000 Gulden der Stadt Bern. Im Zuge des Alten Zürichkrieges, den Grünenberg auf der Seite Habsburg-Österreichs und der Stadt Zürich bestritt, annektierte die Stadt Bern 1444 die Burg Grünenberg und richtete dort eine kleine Landvogtei ein, die nur wenig später mit der benachbarten und deutlich grösseren Landvogtei Aarwangen zusammengelegt wurde. Über seine Töchter gelangte der verbliebene Teil der Herrschaft nach Wilhelms Tod an verschiedene Schwiegersöhne. Im Laufe von nur wenigen Jahren fielen diese Erbteile, in den Quellen die „Herrschaft Langenstein“ genannt, in die Hände der Familie von Luternau. 1480 mussten diese die Burg Langenstein und den verbliebenen Teil der ehemals grünenbergischen Herrschaft ebenfalls der Stadt Bern verkaufen. Die drei Burgen wurden dem Verfall überlassen und als Steinbruch genutzt. An der Stelle der Burg Langenstein wurde zudem im 19. Jahrhundert zusätzlich Sandstein gebrochen, so dass der ursprüngliche Burghof heute vollständig abgetragen ist. | von Grünenberg, Ritter Walter (I57745)
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| 48637 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grünenberg_(Adelsgeschlecht) Mutmassliche Ahnen und Vorfahren der Freiherren von Grünenberg Im Jahr 1192 traten drei Brüder als Ministerialen der Kirche von Konstanz in Erscheinung. Hugo von Grünenberg, 1176 erstmals erwähnt, übertrug vor dem 25. März 1192 zusammen mit seinem Bruder Conrad ein Gut in Bankholzen und ein Gut in Bohlingen an das Domkapitel von Konstanz. Die beiden Güter waren Leibgedinge ihres Bruders, des Schenken Arnold II., für dessen Ehefrau. Hugo war zuvor in die Konfraternität aufgenommen und mit einer Pfründe ausgestattet worden. Er erhielt eine Wohnstätte (curia canonicalis). Der damalige Bischof Diethelm von Krenkingen überliess die beiden Güter durch die Hand des Dompropstes Ulrich dem Hugo von Grünenberg als Lehen (feodum claustralis). Der Vater der drei Brüder, Arnold I., wurde 1162 als Ministeriale der Kirche von Konstanz erwähnt. Seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts lassen sich am Hofe des Konstanzer Bischofs die klassischen vier Hofämter des Marschalls, des Truchsessen, des Kämmerers und des Schenken nachweisen. Diese Ämter waren überwiegend mit Hochstiftsministerialen besetzt. Sie trugen den Titel "ministerialis ecclesiae Constantiensis". Arnold II. war als Schenk einer der Träger dieser vier Hofämter. Es wird vermutet, dass er der Vater von Heinrich I. von Grünenberg gewesen sein könnte, der 1224 im oberen Aargau in Erscheinung trat. Die Familie hatte ihren Sitz auf der Burg Grünenberg, dem späteren Kloster Grünenberg in Bankholzen auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Moos (am Bodensee). Die Familie nannte sich auch "von Bankholzen". Die Freiherren von Langenstein, von denen sehr wenig bekannt ist, gehörten vermutlich zum alteingesessenen Adel in der Gegend des heutigen Bernischen Oberaargaus und des Luzerner Hinterlandes. Sie traten 1194 in Erscheinung, indem sie das Zisterzienserkloster Sankt Urban gründeten und mit reichlich Grundbesitz aus ihrem Eigentum ausstatteten. Wenig später starben sie aus. Vermutlich über eine Erbtochter fiel der allergrösste Teil der langensteinischen Herrschaft an die Freiherren von Grünenberg. Ein kleinerer Teil aus dem Besitz der Langenstein gelangte über frühere Mitgiften in die Hände der Ritter von Luternau und der Freiherren von Balm. Die Grünenberg im oberen Aargau Den Freiherren von Grünenberg gehörte die gleichnamige Adelsherrschaft in der Zeit des 12. bis zu Beginn des 15. Jahrhunderts sowie drei einzelne Burganlagen im dreiteiligen Burgenkomplex Langenstein, Schnabelburg und Grünenberg in der Gemeinde Melchnau (Kanton Bern, Schweiz). Die Adelsherrschaft bestand aus grund- und gerichtsherrschaftlichem Eigentum, zu dem die Dörfer Melchnau, Gondiswil, Madiswil, Busswil, Leimiswil und Reisiswil gehörten. Daran fügte sich im 14. und 15. Jahrhundert entsprechend dem weiten Aktionsfeld der Grünenberg vom Zürichsee bis ins Berner Oberland sowie im Südbadischen weiterer Besitz: Durch Heirat erworbene Herrschaften (zum Beispiel Burg und Dorf Aarwangen), Lehen (das sanktgallische Meieramt im Dorf Rohrbach, das kyburgische Dorf Bleienbach) sowie habsburgischer und kyburgischer Pfandbesitz, so unter anderem das Städtchen Huttwil, das Innere Amt Wolhusen (Entlebuch), Burg und Stadt Rothenburg, das Städtchen Wangen an der Aare. Im Burgdorferkrieg nahmen die Berner 1383 eine der Burgen auf dem Melchnauer Schlossberg, nach der Überlieferung die Grünenberg, und „brachen“ sie (das heisst, sie versetzten sie in einen verteidigungsunfähigen Zustand). Nach den archäologischen Untersuchungen in den 1990er Jahren wurde keine der drei Anlagen damals zerstört („geschleift“). Die Stadt Bern setzte jedoch ein Öffnungsrecht für die Burg Grünenberg durch. Als Gefolgsleute der Habsburger nahmen auch Vertreter der Familie an der Schlacht bei Sempach teil. Der Name Hans oder Johans von Grünenberg erscheint unter den Gefallenen in den Chroniken des 15. Jahrhunderts sowie in der Schlachtkappelle von Sempach. Dessen Einordnung in die Familie ist unklar. Die Grünenberg im Südbadischen Die Grünenberg als Eigentümer von Wasserschloss und Herrschaft Binzen (bei Lörrach) Die Grünenberg als Oberschultheissen der Stadt Breisach Die Erben und Rechtsnachfolger Der letzte männliche Vertreter der Freiherrenfamilie, Wilhelm von Grünenberg, verkaufte 1432 Burg und Herrschaft Aarwangen um 8'000 Gulden der Stadt Bern. Im Zuge des Alten Zürichkrieges, den Grünenberg auf der Seite Habsburg-Österreichs und der Stadt Zürich bestritt, annektierte die Stadt Bern 1444 die Burg Grünenberg und richtete dort eine kleine Landvogtei ein, die nur wenig später mit der benachbarten und deutlich grösseren Landvogtei Aarwangen zusammengelegt wurde. Über seine Töchter gelangte der verbliebene Teil der Herrschaft nach Wilhelms Tod an verschiedene Schwiegersöhne. Im Laufe von nur wenigen Jahren fielen diese Erbteile, in den Quellen die „Herrschaft Langenstein“ genannt, in die Hände der Familie von Luternau. 1480 mussten diese die Burg Langenstein und den verbliebenen Teil der ehemals grünenbergischen Herrschaft ebenfalls der Stadt Bern verkaufen. Die drei Burgen wurden dem Verfall überlassen und als Steinbruch genutzt. An der Stelle der Burg Langenstein wurde zudem im 19. Jahrhundert zusätzlich Sandstein gebrochen, so dass der ursprüngliche Burghof heute vollständig abgetragen ist. | von Grünenberg, Ulrich (I57747)
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| 48638 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grünenberg_(Adelsgeschlecht) Mutmassliche Ahnen und Vorfahren der Freiherren von Grünenberg Im Jahr 1192 traten drei Brüder als Ministerialen der Kirche von Konstanz in Erscheinung. Hugo von Grünenberg, 1176 erstmals erwähnt, übertrug vor dem 25. März 1192 zusammen mit seinem Bruder Conrad ein Gut in Bankholzen und ein Gut in Bohlingen an das Domkapitel von Konstanz. Die beiden Güter waren Leibgedinge ihres Bruders, des Schenken Arnold II., für dessen Ehefrau. Hugo war zuvor in die Konfraternität aufgenommen und mit einer Pfründe ausgestattet worden. Er erhielt eine Wohnstätte (curia canonicalis). Der damalige Bischof Diethelm von Krenkingen überliess die beiden Güter durch die Hand des Dompropstes Ulrich dem Hugo von Grünenberg als Lehen (feodum claustralis). Der Vater der drei Brüder, Arnold I., wurde 1162 als Ministeriale der Kirche von Konstanz erwähnt. Seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts lassen sich am Hofe des Konstanzer Bischofs die klassischen vier Hofämter des Marschalls, des Truchsessen, des Kämmerers und des Schenken nachweisen. Diese Ämter waren überwiegend mit Hochstiftsministerialen besetzt. Sie trugen den Titel "ministerialis ecclesiae Constantiensis". Arnold II. war als Schenk einer der Träger dieser vier Hofämter. Es wird vermutet, dass er der Vater von Heinrich I. von Grünenberg gewesen sein könnte, der 1224 im oberen Aargau in Erscheinung trat. Die Familie hatte ihren Sitz auf der Burg Grünenberg, dem späteren Kloster Grünenberg in Bankholzen auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Moos (am Bodensee). Die Familie nannte sich auch "von Bankholzen". Die Freiherren von Langenstein, von denen sehr wenig bekannt ist, gehörten vermutlich zum alteingesessenen Adel in der Gegend des heutigen Bernischen Oberaargaus und des Luzerner Hinterlandes. Sie traten 1194 in Erscheinung, indem sie das Zisterzienserkloster Sankt Urban gründeten und mit reichlich Grundbesitz aus ihrem Eigentum ausstatteten. Wenig später starben sie aus. Vermutlich über eine Erbtochter fiel der allergrösste Teil der langensteinischen Herrschaft an die Freiherren von Grünenberg. Ein kleinerer Teil aus dem Besitz der Langenstein gelangte über frühere Mitgiften in die Hände der Ritter von Luternau und der Freiherren von Balm. Die Grünenberg im oberen Aargau Den Freiherren von Grünenberg gehörte die gleichnamige Adelsherrschaft in der Zeit des 12. bis zu Beginn des 15. Jahrhunderts sowie drei einzelne Burganlagen im dreiteiligen Burgenkomplex Langenstein, Schnabelburg und Grünenberg in der Gemeinde Melchnau (Kanton Bern, Schweiz). Die Adelsherrschaft bestand aus grund- und gerichtsherrschaftlichem Eigentum, zu dem die Dörfer Melchnau, Gondiswil, Madiswil, Busswil, Leimiswil und Reisiswil gehörten. Daran fügte sich im 14. und 15. Jahrhundert entsprechend dem weiten Aktionsfeld der Grünenberg vom Zürichsee bis ins Berner Oberland sowie im Südbadischen weiterer Besitz: Durch Heirat erworbene Herrschaften (zum Beispiel Burg und Dorf Aarwangen), Lehen (das sanktgallische Meieramt im Dorf Rohrbach, das kyburgische Dorf Bleienbach) sowie habsburgischer und kyburgischer Pfandbesitz, so unter anderem das Städtchen Huttwil, das Innere Amt Wolhusen (Entlebuch), Burg und Stadt Rothenburg, das Städtchen Wangen an der Aare. Im Burgdorferkrieg nahmen die Berner 1383 eine der Burgen auf dem Melchnauer Schlossberg, nach der Überlieferung die Grünenberg, und „brachen“ sie (das heisst, sie versetzten sie in einen verteidigungsunfähigen Zustand). Nach den archäologischen Untersuchungen in den 1990er Jahren wurde keine der drei Anlagen damals zerstört („geschleift“). Die Stadt Bern setzte jedoch ein Öffnungsrecht für die Burg Grünenberg durch. Als Gefolgsleute der Habsburger nahmen auch Vertreter der Familie an der Schlacht bei Sempach teil. Der Name Hans oder Johans von Grünenberg erscheint unter den Gefallenen in den Chroniken des 15. Jahrhunderts sowie in der Schlachtkappelle von Sempach. Dessen Einordnung in die Familie ist unklar. Die Grünenberg im Südbadischen Die Grünenberg als Eigentümer von Wasserschloss und Herrschaft Binzen (bei Lörrach) Die Grünenberg als Oberschultheissen der Stadt Breisach Die Erben und Rechtsnachfolger Der letzte männliche Vertreter der Freiherrenfamilie, Wilhelm von Grünenberg, verkaufte 1432 Burg und Herrschaft Aarwangen um 8'000 Gulden der Stadt Bern. Im Zuge des Alten Zürichkrieges, den Grünenberg auf der Seite Habsburg-Österreichs und der Stadt Zürich bestritt, annektierte die Stadt Bern 1444 die Burg Grünenberg und richtete dort eine kleine Landvogtei ein, die nur wenig später mit der benachbarten und deutlich grösseren Landvogtei Aarwangen zusammengelegt wurde. Über seine Töchter gelangte der verbliebene Teil der Herrschaft nach Wilhelms Tod an verschiedene Schwiegersöhne. Im Laufe von nur wenigen Jahren fielen diese Erbteile, in den Quellen die „Herrschaft Langenstein“ genannt, in die Hände der Familie von Luternau. 1480 mussten diese die Burg Langenstein und den verbliebenen Teil der ehemals grünenbergischen Herrschaft ebenfalls der Stadt Bern verkaufen. Die drei Burgen wurden dem Verfall überlassen und als Steinbruch genutzt. An der Stelle der Burg Langenstein wurde zudem im 19. Jahrhundert zusätzlich Sandstein gebrochen, so dass der ursprüngliche Burghof heute vollständig abgetragen ist. | von Grünenberg genannt von Langenstein, Ritter Marquart (I57749)
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| 48639 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grünenberg_(Adelsgeschlecht) Mutmassliche Ahnen und Vorfahren der Freiherren von Grünenberg Im Jahr 1192 traten drei Brüder als Ministerialen der Kirche von Konstanz in Erscheinung. Hugo von Grünenberg, 1176 erstmals erwähnt, übertrug vor dem 25. März 1192 zusammen mit seinem Bruder Conrad ein Gut in Bankholzen und ein Gut in Bohlingen an das Domkapitel von Konstanz. Die beiden Güter waren Leibgedinge ihres Bruders, des Schenken Arnold II., für dessen Ehefrau. Hugo war zuvor in die Konfraternität aufgenommen und mit einer Pfründe ausgestattet worden. Er erhielt eine Wohnstätte (curia canonicalis). Der damalige Bischof Diethelm von Krenkingen überliess die beiden Güter durch die Hand des Dompropstes Ulrich dem Hugo von Grünenberg als Lehen (feodum claustralis). Der Vater der drei Brüder, Arnold I., wurde 1162 als Ministeriale der Kirche von Konstanz erwähnt. Seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts lassen sich am Hofe des Konstanzer Bischofs die klassischen vier Hofämter des Marschalls, des Truchsessen, des Kämmerers und des Schenken nachweisen. Diese Ämter waren überwiegend mit Hochstiftsministerialen besetzt. Sie trugen den Titel "ministerialis ecclesiae Constantiensis". Arnold II. war als Schenk einer der Träger dieser vier Hofämter. Es wird vermutet, dass er der Vater von Heinrich I. von Grünenberg gewesen sein könnte, der 1224 im oberen Aargau in Erscheinung trat. Die Familie hatte ihren Sitz auf der Burg Grünenberg, dem späteren Kloster Grünenberg in Bankholzen auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Moos (am Bodensee). Die Familie nannte sich auch "von Bankholzen". Die Freiherren von Langenstein, von denen sehr wenig bekannt ist, gehörten vermutlich zum alteingesessenen Adel in der Gegend des heutigen Bernischen Oberaargaus und des Luzerner Hinterlandes. Sie traten 1194 in Erscheinung, indem sie das Zisterzienserkloster Sankt Urban gründeten und mit reichlich Grundbesitz aus ihrem Eigentum ausstatteten. Wenig später starben sie aus. Vermutlich über eine Erbtochter fiel der allergrösste Teil der langensteinischen Herrschaft an die Freiherren von Grünenberg. Ein kleinerer Teil aus dem Besitz der Langenstein gelangte über frühere Mitgiften in die Hände der Ritter von Luternau und der Freiherren von Balm. Die Grünenberg im oberen Aargau Den Freiherren von Grünenberg gehörte die gleichnamige Adelsherrschaft in der Zeit des 12. bis zu Beginn des 15. Jahrhunderts sowie drei einzelne Burganlagen im dreiteiligen Burgenkomplex Langenstein, Schnabelburg und Grünenberg in der Gemeinde Melchnau (Kanton Bern, Schweiz). Die Adelsherrschaft bestand aus grund- und gerichtsherrschaftlichem Eigentum, zu dem die Dörfer Melchnau, Gondiswil, Madiswil, Busswil, Leimiswil und Reisiswil gehörten. Daran fügte sich im 14. und 15. Jahrhundert entsprechend dem weiten Aktionsfeld der Grünenberg vom Zürichsee bis ins Berner Oberland sowie im Südbadischen weiterer Besitz: Durch Heirat erworbene Herrschaften (zum Beispiel Burg und Dorf Aarwangen), Lehen (das sanktgallische Meieramt im Dorf Rohrbach, das kyburgische Dorf Bleienbach) sowie habsburgischer und kyburgischer Pfandbesitz, so unter anderem das Städtchen Huttwil, das Innere Amt Wolhusen (Entlebuch), Burg und Stadt Rothenburg, das Städtchen Wangen an der Aare. Im Burgdorferkrieg nahmen die Berner 1383 eine der Burgen auf dem Melchnauer Schlossberg, nach der Überlieferung die Grünenberg, und „brachen“ sie (das heisst, sie versetzten sie in einen verteidigungsunfähigen Zustand). Nach den archäologischen Untersuchungen in den 1990er Jahren wurde keine der drei Anlagen damals zerstört („geschleift“). Die Stadt Bern setzte jedoch ein Öffnungsrecht für die Burg Grünenberg durch. Als Gefolgsleute der Habsburger nahmen auch Vertreter der Familie an der Schlacht bei Sempach teil. Der Name Hans oder Johans von Grünenberg erscheint unter den Gefallenen in den Chroniken des 15. Jahrhunderts sowie in der Schlachtkappelle von Sempach. Dessen Einordnung in die Familie ist unklar. Die Grünenberg im Südbadischen Die Grünenberg als Eigentümer von Wasserschloss und Herrschaft Binzen (bei Lörrach) Die Grünenberg als Oberschultheissen der Stadt Breisach Die Erben und Rechtsnachfolger Der letzte männliche Vertreter der Freiherrenfamilie, Wilhelm von Grünenberg, verkaufte 1432 Burg und Herrschaft Aarwangen um 8'000 Gulden der Stadt Bern. Im Zuge des Alten Zürichkrieges, den Grünenberg auf der Seite Habsburg-Österreichs und der Stadt Zürich bestritt, annektierte die Stadt Bern 1444 die Burg Grünenberg und richtete dort eine kleine Landvogtei ein, die nur wenig später mit der benachbarten und deutlich grösseren Landvogtei Aarwangen zusammengelegt wurde. Über seine Töchter gelangte der verbliebene Teil der Herrschaft nach Wilhelms Tod an verschiedene Schwiegersöhne. Im Laufe von nur wenigen Jahren fielen diese Erbteile, in den Quellen die „Herrschaft Langenstein“ genannt, in die Hände der Familie von Luternau. 1480 mussten diese die Burg Langenstein und den verbliebenen Teil der ehemals grünenbergischen Herrschaft ebenfalls der Stadt Bern verkaufen. Die drei Burgen wurden dem Verfall überlassen und als Steinbruch genutzt. An der Stelle der Burg Langenstein wurde zudem im 19. Jahrhundert zusätzlich Sandstein gebrochen, so dass der ursprüngliche Burghof heute vollständig abgetragen ist. | von Grünenberg, Ulrich (I57750)
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| 48640 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grünenberg_(Adelsgeschlecht) Mutmassliche Ahnen und Vorfahren der Freiherren von Grünenberg Im Jahr 1192 traten drei Brüder als Ministerialen der Kirche von Konstanz in Erscheinung. Hugo von Grünenberg, 1176 erstmals erwähnt, übertrug vor dem 25. März 1192 zusammen mit seinem Bruder Conrad ein Gut in Bankholzen und ein Gut in Bohlingen an das Domkapitel von Konstanz. Die beiden Güter waren Leibgedinge ihres Bruders, des Schenken Arnold II., für dessen Ehefrau. Hugo war zuvor in die Konfraternität aufgenommen und mit einer Pfründe ausgestattet worden. Er erhielt eine Wohnstätte (curia canonicalis). Der damalige Bischof Diethelm von Krenkingen überliess die beiden Güter durch die Hand des Dompropstes Ulrich dem Hugo von Grünenberg als Lehen (feodum claustralis). Der Vater der drei Brüder, Arnold I., wurde 1162 als Ministeriale der Kirche von Konstanz erwähnt. Seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts lassen sich am Hofe des Konstanzer Bischofs die klassischen vier Hofämter des Marschalls, des Truchsessen, des Kämmerers und des Schenken nachweisen. Diese Ämter waren überwiegend mit Hochstiftsministerialen besetzt. Sie trugen den Titel "ministerialis ecclesiae Constantiensis". Arnold II. war als Schenk einer der Träger dieser vier Hofämter. Es wird vermutet, dass er der Vater von Heinrich I. von Grünenberg gewesen sein könnte, der 1224 im oberen Aargau in Erscheinung trat. Die Familie hatte ihren Sitz auf der Burg Grünenberg, dem späteren Kloster Grünenberg in Bankholzen auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Moos (am Bodensee). Die Familie nannte sich auch "von Bankholzen". Die Freiherren von Langenstein, von denen sehr wenig bekannt ist, gehörten vermutlich zum alteingesessenen Adel in der Gegend des heutigen Bernischen Oberaargaus und des Luzerner Hinterlandes. Sie traten 1194 in Erscheinung, indem sie das Zisterzienserkloster Sankt Urban gründeten und mit reichlich Grundbesitz aus ihrem Eigentum ausstatteten. Wenig später starben sie aus. Vermutlich über eine Erbtochter fiel der allergrösste Teil der langensteinischen Herrschaft an die Freiherren von Grünenberg. Ein kleinerer Teil aus dem Besitz der Langenstein gelangte über frühere Mitgiften in die Hände der Ritter von Luternau und der Freiherren von Balm. Die Grünenberg im oberen Aargau Den Freiherren von Grünenberg gehörte die gleichnamige Adelsherrschaft in der Zeit des 12. bis zu Beginn des 15. Jahrhunderts sowie drei einzelne Burganlagen im dreiteiligen Burgenkomplex Langenstein, Schnabelburg und Grünenberg in der Gemeinde Melchnau (Kanton Bern, Schweiz). Die Adelsherrschaft bestand aus grund- und gerichtsherrschaftlichem Eigentum, zu dem die Dörfer Melchnau, Gondiswil, Madiswil, Busswil, Leimiswil und Reisiswil gehörten. Daran fügte sich im 14. und 15. Jahrhundert entsprechend dem weiten Aktionsfeld der Grünenberg vom Zürichsee bis ins Berner Oberland sowie im Südbadischen weiterer Besitz: Durch Heirat erworbene Herrschaften (zum Beispiel Burg und Dorf Aarwangen), Lehen (das sanktgallische Meieramt im Dorf Rohrbach, das kyburgische Dorf Bleienbach) sowie habsburgischer und kyburgischer Pfandbesitz, so unter anderem das Städtchen Huttwil, das Innere Amt Wolhusen (Entlebuch), Burg und Stadt Rothenburg, das Städtchen Wangen an der Aare. Im Burgdorferkrieg nahmen die Berner 1383 eine der Burgen auf dem Melchnauer Schlossberg, nach der Überlieferung die Grünenberg, und „brachen“ sie (das heisst, sie versetzten sie in einen verteidigungsunfähigen Zustand). Nach den archäologischen Untersuchungen in den 1990er Jahren wurde keine der drei Anlagen damals zerstört („geschleift“). Die Stadt Bern setzte jedoch ein Öffnungsrecht für die Burg Grünenberg durch. Als Gefolgsleute der Habsburger nahmen auch Vertreter der Familie an der Schlacht bei Sempach teil. Der Name Hans oder Johans von Grünenberg erscheint unter den Gefallenen in den Chroniken des 15. Jahrhunderts sowie in der Schlachtkappelle von Sempach. Dessen Einordnung in die Familie ist unklar. Die Grünenberg im Südbadischen Die Grünenberg als Eigentümer von Wasserschloss und Herrschaft Binzen (bei Lörrach) Die Grünenberg als Oberschultheissen der Stadt Breisach Die Erben und Rechtsnachfolger Der letzte männliche Vertreter der Freiherrenfamilie, Wilhelm von Grünenberg, verkaufte 1432 Burg und Herrschaft Aarwangen um 8'000 Gulden der Stadt Bern. Im Zuge des Alten Zürichkrieges, den Grünenberg auf der Seite Habsburg-Österreichs und der Stadt Zürich bestritt, annektierte die Stadt Bern 1444 die Burg Grünenberg und richtete dort eine kleine Landvogtei ein, die nur wenig später mit der benachbarten und deutlich grösseren Landvogtei Aarwangen zusammengelegt wurde. Über seine Töchter gelangte der verbliebene Teil der Herrschaft nach Wilhelms Tod an verschiedene Schwiegersöhne. Im Laufe von nur wenigen Jahren fielen diese Erbteile, in den Quellen die „Herrschaft Langenstein“ genannt, in die Hände der Familie von Luternau. 1480 mussten diese die Burg Langenstein und den verbliebenen Teil der ehemals grünenbergischen Herrschaft ebenfalls der Stadt Bern verkaufen. Die drei Burgen wurden dem Verfall überlassen und als Steinbruch genutzt. An der Stelle der Burg Langenstein wurde zudem im 19. Jahrhundert zusätzlich Sandstein gebrochen, so dass der ursprüngliche Burghof heute vollständig abgetragen ist. | von Grünenberg, Heinrich (I57752)
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| 48641 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guerau_(Urgell) (Aug 2023) Guerau de Cabrera († 1228) war von 1213 bis 1228 der faktische Graf von Urgell. Er war ein Sohn des Vizegrafen Ponç III. von Cabrera und der Marquesa von Urgell. Von seinem Vater erbte Guerau de Cabrera als Guerau IV. gegen Ende der 1190er Jahre die Vizegrafschaften Cabrera und Àger, die Stammbesitzungen der Familie Cabrera, die diese als Lehen der Grafen von Urgell hielt. ...In den folgenden Jahren war Guerau in Kämpfe gegen diverse Adelsfraktionen verstrickt und hatte sich dabei besonders mit dem Haus Montcada auseinanderzusetzen, das die Interessen der Aurembiaix vertrat.[1] Von den Regenten der Krone Aragón wurde er als Graf von Urgell geduldet und auch König Jakob I. erkannte ihn nach Übernahme der persönlichen Regierung in drei Urkunden (1217, 1222, 1223) bereitwillig als Graf an.[2] Stets allerdings nur unter Vorbehalt der Erbrechte der Aurembiaix, die neu zu verhandeln seien, sobald diese sie einzufordern gedächte. Wohl im Jahr 1228 oder kurz zuvor schloss sich die mittlerweile erwachsene Aurembiaix dem Hof des Königs an, wurde dessen Mätresse und erneuerte ihre Erbrechte auf Urgell. Um den Sachverhalt zwischen Guerau und seiner Cousine zu klären, lud König Jakob I. Guerau vor ein Schiedsgericht, was Guerau allerdings ausschlug und dem König dabei mitteilte, nicht noch einmal zu so einem Gericht befohlen zu werden. Die Grafschaft Urgell wie auch die Familie Cabrera waren keine direkten Vasallen des Königreichs Aragón (heute die Region Aragonien), sondern Angehörige der Feudalordnung Kataloniens (siehe Katalanische Grafschaften). König Jakob I. war als Graf von Barcelona zwar auch ein katalanischer Feudalherr, seine Position gegenüber seinen katalanischen Amtskollegen entsprach allerdings nur dem Charakter eines Primus inter pares, der keine herrscherliche oder richterliche Weisungsbefugnis gegenüber den anderen Grafen besaß.[3] Am 1. August 1228 gingen König Jakob I. und Aurembiaix daher ein politisches Bündnis ein, das die Rückeroberung von Urgell zum Ziel hatte; Aurembiaix sollte dann Urgell als Lehen aus der Hand Jakobs erhalten.[4] Wie schon gegen Peter II. war Guerau gemeinsam mit seinem Sohn Ponç nun auch zum Kampf gegen Jakob I. bereit, allerdings auch diesem am Ende unterlegen, nachdem der König mehrere seiner Burgen wie Agramunt, Linyola und Balaguer eingenommen hatte. Noch vor Jahresende 1228 starb er; kurz vor seinem Tod war er dem Templerorden beigetreten. Urgell ging für die Cabrera einstweilen verloren, aber schon 1236 konnte Gueraus Sohn von Jakob I. die Restituierung der Grafschaft erwirken. | de Cabrera, Vizegraf Guerau IV. (I41982)
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| 48642 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guérech_(Bretagne) (Jul 2023) Guérech (bretonisch Gwereg; † 988) war Graf von Nantes und Herzog der Bretagne von 981 bis 988. Leben Guérech war der zweite uneheliche Sohn von Alain II. und Judith. Nach dem Tod seines Bruders Hoël I. trat er dessen Nachfolge an. Guérech war in der Abtei Saint-Benoît-sur-Loire in der Nähe von Orléans aufgewachsen. Im Jahr 981 wurde er zum Bischof von Nantes ernannt, aber vermutlich nicht geweiht. Er übte das Priesteramt nicht aus, und es war jener Hugo, der laut Albertus Magnus den „Charakter eines weisen und strengen Lebens“ hatte, der de facto über den geistlichen Teil der Kirche von Nantes herrschte. Guérech behielt die weltliche Herrschaft über das Bistum, das er zusammen mit der Grafschaft Nantes während seiner sieben Jahre als Herzog regierte. Er setzt den Krieg fort, den sein Bruder gegen Graf Conan I. von Rennes begonnen hatte (siehe Erste Schlacht von Conquereuil). Im Jahr 982 unterzeichnete Guérech einen Vertrag mit Graf Wilhelm IV. von Poitou, der die Besitzungen von Nantes südlich der Loire – die Pagi Herbauges, Tiffauges und Mauges – bestätigte, die sein Vater Alain II. 942 erhalten hatte.[1] Im folgenden Jahr begab sich Guérech an den Hof des westfranzösischen Königs Lothar, um ihm zu huldigen.[2] Auf dem Rückweg wurde er vom Grafen Gottfried I. von Anjou aufgehalten, der ihn gefangensetzte und von Guérech verlangte, dass er zugab, Nantes vom Grafen von Anjou erhalten zu haben und damit sein Vasall zu sein.[3] Im selben Jahr ließ Guérechs Frau Aremburga in Ancenis eine strategisch wichtige Festung errichten.[4] Conan, der laut der Chronik von Nantes (Chronicon Namnetense) die Ermordung von Hoël I. angeordnet hatte und zu Recht befürchtete, dass sich die Grafen von Nantes und Anjou gegen ihn verbünden würden, soll Heroicus, den Arzt von Guérech und Abt von Redon, dazu gebracht haben, den Herzog zu vergiften. Guérech wurde in der Abtei Redon beigesetzt. Mit Aremburga von Ancenis hatte Guérech einen einzigen Sohn, Alain, der ihm als Herzog der Bretagne folgte, aber bereits zwei Jahre später starb. | von Bretagne (von Nantes), Herzog Guérech (Gwereg) (I41622)
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| 48643 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guido_I._(Ponthieu) Guido I. († 13. November 1100) war ein Graf von Ponthieu aus dem Haus Ponthieu. Er war ein Sohn des Grafen Hugo II. von Ponthieu und der Bertha von Aumale.[1] Nachdem sein Bruder, Graf Enguerrand II., 1053 im Kampf gegen ihren Schwager, Herzog Wilhelm II. von der Normandie, gefallen war übernahm Guido die Grafschaft Ponthieu. Er führte den Kampf als Verbündeter des Königs Heinrich I. von Frankreich fort, geriet aber in der Schlacht von Mortemer 1054 in die Gefangenschaft des Normannenherzogs. Sein Bruder Waleran wurde in dieser Schlacht getötet.[2] Guido verbrachte zwei Jahre in seinem normannischen Kerker. In dieser Zeit nahm sein Onkel, Bischof Guido von Amiens, die Herrschaft im Ponthieu wahr. Erst nachdem Guido sich bereit zeigte ein Vasall Herzog Wilhelms zu werden, wurde er aus der Gefangenschaft entlassen. Auch musste er auf die Burg Aumale verzichten, auf die er Erbrechte anmelden konnte. Als der angelsächsische Earl von Wessex, Harald Godwinson, auf seiner Reise in die Normandie 1064 vor der Küste des Ponthieu Schiffbruch erlitt, nahm Guido ihn gefangen und brachte ihn zunächst auf die Burg von Abbeville. Nach dem Bericht von Wace (Roman de Rou) behandelte Guido den Earl mit großer Zuvorkommenheit. Um ihn dem Zugriff Herzog Wilhelms zu entziehen, verbrachte er den Earl anschließend in die Burg von Beaurain und gab ihn erst an den Herzog weiter, nachdem dieser ihm ein hohes Lösegeld gezahlt hatte. Guido übergab den Earl Harald am Fluss Eaulne an den Herzog.[3] Auf dem Teppich von Bayeux wird diese Episode ausführlich dargestellt, Guido erscheint hier als „WIDO“. Aus seiner Ehe mit der Dame Adele hatte Guido mehrere Kinder, darunter einen Sohn Enguerrand, der aber noch vor ihm starb, womit seine älteste Tochter die Erbin von Ponthieu wurde. | von Ponthieu, Graf Guido I. (I8493)
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| 48644 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guido_I._de_la_Roche (Sep 2023) Guido hatte mindestens drei Geschwister: - Bonne, Erbin einer Hälfte von Theben, ⚭ Béla de St. Omer; - Wilhelm, Stammvater der Herren von Veligosti; - Otto, Regent von Athen. Großherr von Theben und Athen Guido nahm am vierten Kreuzzug teil und kehrte nach der Eroberung von Konstantinopel (1204) wieder in seine Heimat zurück. Nachdem aber Otto de la Roche in Altgriechenland zu einem der führenden lateinischen Fürsten aufgestiegen war, zog Guido und mit ihm mehrere Familienangehörige wieder nach Griechenland. 1211 wurde er von Otto mit der Herrschaft über Theben betraut. Nachdem 1225 Otto de la Roche in die burgundische Heimat zurückgekehrt war, wurde Guido der neue Großherr (Megaskyr) von Theben und Athen. Bereits 1224 hatte Theodoros I. Angelos das Königreich Thessaloniki vernichtet und damit die lehnsrechtliche Bindung der Herren von Athen gebrochen. Zum lateinischen Kaiserreich von Konstantinopel bestand nun außerdem keine geographische Verbindung mehr, das bald von den Bulgaren unter Iwan Assen II. und den Byzantinern unter Johannes III. Batazes bedrängt wurde. Guido hatte seine Residenz in Theben genommen, wo die Kadmeia ihm als Palast diente. Er förderte die Landwirtschaft wie auch den Seidenanbau und schloss 1240 ein Handelsabkommen mit den Genuesen. Er verbündete sich mit dem Fürsten von Achaia, Wilhelm II. von Villehardouin, dem er bei der Eroberung von Monembasia (1248) half. Der Ehrgeiz des Fürsten von Achaia hatte allerdings einen Bruch mit dem Herzog von Athen zur Folge. 1255 erhob der Fürst Anspruch auf die Oberlehnsherrschaft über die Dreiherren von Euböa (Negroponte), was allerdings die Republik Venedig ablehnte. Daraufhin brach ein Krieg zwischen den Streitparteien aus, indem sich Guido auf die Seite Venedigs stellte. Im Gegenzug beanspruchte Villehardouin nun auch die Hoheit über Theben. Am Berg Karydi wurden Guido und seine Vasallen im Sommer 1258 von Villehardouin geschlagen, worauf sich Guido unterwerfen musste. Herzog von Athen Villehardouin berief daraufhin den Gerichtshof von Achaia in Nikli ein, vor dem sich Guido verantworten sollte. Zur Überraschung des Fürsten von Achaia aber verweigerte der Gerichtshof einen Urteilsspruch, da Guido kein Vasall Achaias sei. Um eine Klärung des Lehnsverhältnisses des Herren von Theben und Athen zum Fürsten von Achaia zu erreichen, sollte stattdessen bei König Ludwig IX. von Frankreich um einen Schiedsspruch ersucht werden. Guido musste dazu persönlich nach Frankreich reisen; die Regentschaft in seinen Besitzungen übertrug er seinem Bruder Otto. Mit dem Schiff reiste er im Frühjahr 1259 von Livadostro nach Brindisi und von dort über Land nach Frankreich. Die Reise zahlte sich für Guido aus. König Ludwig IX. machte geltend, dass Guido gegenüber Villehardouin nie einen Lehnseid abgelegt hatte. Seine Verschwörung mit den Venezianern gegen den Fürsten habe Guido durch seine Bußreise in das ferne Frankreich gesühnt. Die Chronik von Morea berichtet, dass Guido, vor die Wahl seiner Gnade gestellt, den französischen König um die Verleihung des Titels eines „Herzogs von Athen“ gebeten habe, was dieser auch gewährte. Damit sollte eine Ranggleichheit Guidos zu dem Fürsten von Achaia unterstrichen werden. Diesem diplomatischen Erfolg für Guido folgte die vernichtende Niederlage Villehardouins gegen Michael VIII. Palaiologos in der Schlacht von Pelagonien im September 1259. Eine anschließende Belagerung Thebens durch die Byzantiner wurde von Guidos Bruder abgewehrt. Durch die Gefangenschaft des Fürsten von Achaia war Guido nach seiner Rückkehr in Athen 1260 der führende fränkische Fürst in Griechenland. Die Frau Villehardouins ernannte ihn sogar zum Bailli des Fürstentums, da alle anderen ihrer Barone ebenfalls in Gefangenschaft geraten waren. Im Namen Achaias schloss Guido Frieden mit Venedig, indem er die Dreiherren von Euböa frei ließ. Im Juli 1261 eroberte Michael VIII. Palaiologos Konstantinopel, wodurch das lateinische Kaiserreich vernichtet und das byzantinische wiedererrichtet wurde. Den flüchtenden lateinischen Kaiser Balduin II. gewährte Guido in Athen Exil. Guido betrieb nun diplomatische Anstrengungen zur Freilassung Villehardouins. Kaiser Michael forderte die Übergabe der Burgen von Maina, Misithra, Geraki und Monembasia im Tausch für den Fürsten. Nach Beratung mit dem Haute Cour von Achaia in Nikli ging Guido auf die Bedingungen ein. Nachdem Villehardouin den byzantinischen Kaiser als Oberherren anerkannt hatte, wurde er 1262 freigelassen. | von La Roche, Herzog von Athen Guy I. (Guido) (I42580)
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| 48645 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guido_I._von_Ch%C3%A2tillon Guido I. von Châtillon Guido I. von Châtillon (französisch Guy Ier de Châtillon) ist der Stammvater des französischen Adelshauses Châtillon, das auf der Burg von Châtillon-sur-Marne seinen Stammsitz hatte und in agnatischer Linie bis in das 19. Jahrhundert existierte. Er selbst lebte im 11. Jahrhundert. Guido I. ist nur einmal urkundlich verbürgt. In der Bestätigungsurkunde König Philipps I. aus dem Jahr 1076 zur Gründung der Abtei Saint-Jean-des-Vignes bei Soissons ist er (Wido de Castellonio) unter den Zeugen aufgeführt.[1] Im 17. Jahrhundert konstruierte der Historiker und Genealoge André Duchesne eine weitergehende Ahnenreihe zu Guido I. von Châtillon, die er allerdings nicht durch schriftliche Zeugnisse fundieren konnte. So sei Guido der Sohn eines „Miles Seigneur de Chastillon et de Basoches“, Bruder von „Evdes de Chastillon…fin Pape dit Vrbain II.“ und Neffe des Erzbischofs Guido von Reims (1033–1055) gewesen. Der Nachweis zur Existenz jenes Miles wie zur Verwandtschaft des Erzbischofs mit denen von Châtillon konnte bis heute nicht erbracht und eine des Papstes Urban II. († 1099) sogar widerlegt werden (siehe Haus Lagery). Der in einer vor das Jahr 1100 datierten Urkunde auftretende Walter I. von Châtillon war vermutlich ein Sohn Guidos, genauso wie die im Jahr 1103 genannten Guermond von Châtillon (Nachkommen die Herren von Savigny) und Jakob von Châtillon.[1] Mehr unter dem Link oben.. | von Châtillon, Herr Guido I. (Guy) (I8502)
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| 48646 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guido_I._von_Lusignan Guido I. von Lusignan Guido I. von Lusignan (* um 1265; † 24. September oder 28. November 1308 in Angoulême) war Herr von Lusignan, Graf von La Marche und Angoulême. Er war der Sohn von Hugo XII. von Lusignan und Johanna von Fougères. Nach dem Tod seines Vaters 1270 wurde er dessen Nachfolger als Herr von Couhé und Peyrat. Sein älterer Bruder Hugo XIII. von Lusignan erbte die väterliche Herrschaft Lusignan sowie die Grafschaften La Marche und Angoulême. Als Hugo XIII. 1303 kinderlos starb, wurde Guido dessen Nachfolger. Guido starb im Jahr 1308 unverheiratet und kinderlos. Seine Schwester Jolanda wurde seine Nachfolgerin als Herrin von Lusignan, Couhé und Peyrat und Gräfin von La Marche. Die Grafschaft Angoulême wurde von Guidos Schwestern Johanna und Isabella an den französischen König Philipp IV. verkauft, der sie der Krondomäne hinzufügte. Mehr unter dem Link oben.. | von Lusignan, Herr Guido I. (I3591)
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| 48647 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guido_I._von_Montlhéry (Aug 2018) Guido I. (franz: Gui de Montlhéry; † 1095) war ein Herr von Montlhéry und Bray-sur-Seine aus dem Haus Montlhéry. Laut der Historia Francorum des Aimoin de Fleury war er ein Sohn des Theobald von Montlhéry. Gemeinsam mit seiner Frau und mit der Unterstützung des Bischofs von Paris gründete Guido 1061 das Benediktinerpriorat Notre-Dame von Longpont-sur-Orge, welches sie an zweiundzwanzig Mönchen aus der Abtei Cluny übergaben. Longpont wurde damit die erste Filiale des clunizianischen Klosterverbandes in der Region um Paris. Der Legende nach beteiligte sich seine Frau mit eigenen Händen an dem Bau. Offenbar stand Guido dem königlichen Hof nah und wurde 1068 als Kastellan von Rochefort-en-Yvelines eingesetzt. Letztmals wird er 1071 als Zeuge einer königlichen Urkunde schriftlich genannt. Dann trat er als einfacher Mönch in die Abtei Longpont-sur-Orge ein, wo er starb. | de Montlhéry, Guido I. (Guy) (I9912)
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| 48648 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guido_II._(Auvergne) Guido II. (Auvergne) Zur Navigation springenZur Suche springen Guido II. († 1222) war ein Graf von Auvergne. Er war ein Sohn des Grafen Robert IV. und der Mathilde von Burgund, einer Tochter von Herzog Odo II. von Burgund. Leben Guido war in dem Krieg zwischen König Philipp II. August von Frankreich und dem Herrscher des „angevinischen Reiches“, Richard Löwenherz, verwickelt. Letzterer war als Herzog von Aquitanien der direkte Lehnsherr der Auvergne, ließ den Grafen allerdings weitgehend unabhängig regieren. Im Frühjahr 1196 aber hatte Richard Löwenherz im Vertrag von Louviers seine Hoheitsrechte auf die Auvergne an Philipp II. abgetreten, wodurch nun die französische Krone vom indirekten zum direkten Oberherrn der Grafen der Auvergne wurde. Guido war nicht bereit diese neue Ordnung anzuerkennen, da er von Seiten der Krone seine unabhängige Position bedroht sah. Durch den Bau von Burgen wie Tournoël und Châtel-Guyon („Burg von Guido“) versuchte er seine Herrschaft zu festigen. Als der König in die Auvergne einmarschierte und Issoire belagerte, riefen Guido und sein Cousin, der Dauphin Robert, Richard Löwenherz um Hilfe an. Der sagte ihnen zunächst seine Unterstützung zu, gewährte diese aber dann doch nicht, um seinen Frieden mit König Philipp nicht zu gefährden. Als im Sommer 1196 der Krieg zwischen Richard Löwenherz und Philipp II. erneut ausbrach, forderte Löwenherz nun Graf Guido und Dauphin Robert dazu auf, ihn im Kampf zu unterstützen. Beide lehnten ab, da Löwenherz zuvor sie im Stich gelassen habe. Nach dem „Canso de la crozada“ von Guilhem de Tudèle führte Guido im Mai 1209 die ersten militärischen Aktionen des Albigenserkreuzzuges durch. Zusammen mit dem Vizegrafen von Turenne, dem Erzbischof von Bordeaux und den Bischöfen von Limoges, Agen und Cahors führte er ein Kreuzritterheer in die Landschaft Quercy, die dem Grafen von Toulouse gehörte, der zu diesem Zeitpunkt gebannt war. Nachdem sie kleinere Ortschaften eingenommen hatten belagerten sie die Burg Casseneuil. Die in der Ortschaft anwesenden Katharer wurden am Scheiterhaufen verbrannt. Als aber die Mindestkampfzeit für Kreuzfahrer von vierzig Tagen verstrichen war, beendeten sie das Unternehmen und zogen sich in ihre Ländereien zurück. Wenige Monate später setzte sich das Hauptheer des Kreuzzuges in Bewegung, an dem Guido aber nicht mehr teilnahm. Guidos feindselige Haltung gegenüber der Krone führte auch zu einem Konflikt in der eigenen Familie. Im Gegensatz zu ihm trat sein Bruder, Bischof Robert von Clermont, für den König ein, von dem er sich eine Stärkung der bischöflichen Position gegenüber der gräflichen erhoffte. In dem Bruderkrieg wurde über Guido die Exkommunikation ausgesprochen, im Gegenzug konnte er aber 1211 Bischof Robert gefangen nehmen. Dabei hatte er auch mehrere religiöse Einrichtungen angegriffen, darunter die königliche Abtei Mozac. Als Reaktion entsandte der König ein Heer unter Guido von Dampierre in die Auvergne, der mehrere Burgen eroberte. Im Dezember 1213 geriet Guidos Sohn beim Fall von Tournoël in die Gefangenschaft des Gegners, worauf er sich gezwungen sah zu kapitulieren. Er musste sich gänzlich unterwerfen und wurde vollständig enteignet. Erst sein Sohn erhielt einen erheblich verringerten Teil der Auvergne zurückerstattet, der Rest blieb als terre royale d'Auvergne im Besitz der Krone. Nach seinem Tod wurde Guido im Kloster Le Bouchet-Vauluisant (Manzat) bestattet. Mmehr unter dem Link oben.. | von Auvergne, Graf Guido II. (I13112)
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| 48649 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guido_II._(Ponthieu) Guido II. († 25. Dezember 1147 in Ephesos) war ein Graf von Ponthieu aus dem Haus Montgommery. Er war ein Sohn des Grafen Wilhelm Talvas von Ponthieu-Alençon († 1172) und dessen Ehefrau Hélie von Burgund. Guido erhielt noch vor dem Jahr 1129 von seinem Vater die Grafschaft Ponthieu. Um 1137 gründete er die Zisterzienserabtei von Valloires. Er schloss sich 1146 dem Zweiten Kreuzzug unter König Ludwig VII. an, auf dem er am 25. Dezember 1147 in Ephesos nach einer Krankheit starb. | von Ponthieu (von Montgommery), Graf Guido II. (I28374)
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| 48650 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guido_von_Montfort_(†_1220) Guido von Montfort (franz: Guy de Montfort; † 1220 vor Castelnaudary) war iure uxoris ein Graf von Bigorre aus dem Haus Montfort-l’Amaury. Er war ein jüngerer Sohn des Simon de Montfort, 5. Earl of Leicester, und der Alix de Montmorency. Guido nahm im jungen Alter im Gefolge seines Vaters am Albigenserkreuzzug teil. Im November 1216 wurde er in Tarbes mit der wesentlich älteren Pétronille († 1251) verheiratet, der Tochter des Grafen Bernard IV. von Comminges und Erbin der Grafschaft Bigorre.[1] Diese Ehe sollte die Machtstellung seines Vaters in Südfrankreich festigen. 1218 war er bei der Belagerung von Toulouse zugegen, bei der sein Vater getötet wurde. Bei der Belagerung von Castelnaudary im Jahr 1220 wurde Guido selbst getötet.[2] Mehr unter dem Link oben.. | von Montfort, Graf Guido (Guy) (I13150)
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