Treffer 48,651 bis 48,700 von 52,053
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| 48651 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guido_von_Rochefort (Jul 2023) Guido von Rochefort, genannt „der Rote“ (franz.: Gui le Rouge de Rochefort; † 1108), war ein Seneschall von Frankreich aus dem Haus Montlhéry. Er war Graf von Rochefort(-en-Yvelines), Herr von Crécy-en-Brie, Gournay-sur-Marne und Bréthencourt, sowie Kastellan von Châteaufort und Gometz. Er war ein jüngerer Sohn des Burgherrn Guido I. von Montlhéry und der Hoderine von Gometz. Guido gilt als der Erbauer der Burg Bréthencourt. Guido wird häufig mit unterschiedlichen Ordnungszahlen genannt, als Guido II. in Unterscheidung zu seinem Vater oder als Graf Guido I. von Rochefort, was häufig zu Verwirrungen in der Genealogie seiner Familie führt. Von seinen Eltern erbte er die Burgen Rochefort-en-Yvelines, Gometz und Châteaufort, während die Stammburg Montlhéry an seinen älteren Bruder Milon I. ging – Guido ist insofern nicht zu verwechseln mit Milos Sohn Guido II., Herr von Montlhéry. Abt Suger von Saint-Denis berichtete, das Guido ein enger Freund des Königs Philipp I. von Frankreich war, von dem er zu seinem Seneschall ernannt wurde. Offenbar erhielt er auch den Titel eines Grafen, jedenfalls wird er so bei Suger genannt. Guido übte dadurch einen dominierenden Einfluss am königlichen Hof aus, der in erster Linie seiner Familie zugutekam, die im Zentrum einer eng miteinander verbundenen Gruppierung von Burgherrenfamilien der Île-de-France stand. Er nahm im lombardischen Kontingent am Kreuzzug von 1101 teil, um die Familienehre wiederherzustellen, nachdem sein Neffe Guido Troussel auf dem ersten Kreuzzug bei der Belagerung von Antiochia desertiert war. Nach seiner Rückkehr nahm Guido sofort wieder die führende Position am Hof ein. Die Stellung seiner Familie suchte er durch ihre Einheiratung in das Königshaus zu festigen. So verheiratete er eine Großnichte mit dem Prinzen Philipp und seine eigene Tochter, Lucienne, um 1104 mit dem Thronfolger und späteren König Ludwig VI. dem Dicken. Kurz darauf reichte er das Seneschallat an seinen Sohn Hugo weiter. Aber 1107 beabsichtigte der Kronprinz, sich aus dem Einfluss der Montlhéry-Rochefort zu befreien und ließ sich von Lucienne scheiden. Er entzog Hugo das Seneschallat und vergab es an Anseau de Garlande, Guidos königstreuen Schwiegersohn. Die Familie Montlhéry löste darauf einen lang anhaltenden Aufstand der Burgherren der Île-de-France aus, der König Ludwig VI. über Jahre hinweg beschäftigte. Zusammen mit seinem Sohn musste Guido 1108 die Burg Gournay gegen ein Heer des Königs verteidigen. Ihm gelang es den mächtigen Grafen Theobald von Blois-Champagne für seine Sache zu gewinnen, der aber beim Versuch des Entsatzes vom König geschlagen wurde. Darauf musste Guido die Burg Gournay aufgeben, kurz darauf starb er. Sein Sohn Hugo führte den Aufstand noch bis 1118 fort. | von Rochefort (Montlhéry), Graf Guido (I41709)
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| 48652 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guido_von_Thouars (Sep 2018) Guido von Thouars (Guy de Thouars) († 13. April 1213 in Chemillé) war der dritte Sohn von Gottfried V. (Geoffroy V), Vizegraf von Thouars, und war von 1203 bis 1206 Herzog von Bretagne (duc baillistre) im Namen seiner Ehefrau, der Herzogin Konstanze von der Bretagne. Im Jahr 1203 folgte er – im Namen seiner Tochter – seinem Stiefsohn Arthur I., der vom englischen König Johann Ohneland ermordet worden war, doch der französische König Philipp II. übernahm die Kontrolle des Herzogtums, und zwang Guido, seine Tochter 1213 mit Peter Mauclerc aus dem Haus Frankreich-Dreux zu verheiraten, obwohl sie zuvor bereits mit dem jungen Heinrich von Avaugour verlobt worden war. | von Thouars, Vizegraf Guy (Guido) (I9938)
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| 48653 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guigues_I._(Albon) (Sep 2023) Nach George de Manteyer zählte er als erster sogenannter Dauphin von Viennois, obwohl dieser Titel erst ein Jahrhundert später offiziell eingeführt wurde. Obwohl vom niederen Adel, gelang es ihm, seinen Besitz zwischen der Rhone und den Alpen zu erweitern. 1016 wird er urkundlich als „Graf“ von Moirans genannt, 1027 Champsaur, 1035 Oisans, 1050 Grésivaudan, 1053 Briançonnais, und 1070 erlangte er Besitztümer im Tal des Oulx. Von 1035 an wurde er immer mit dem Grafentitel erwähnt. Es ist nicht bekannt, wie Guigues in den Besitz der ihm zugeschriebenen Ländereien kam, aber sein gewachsener Einfluss ermöglichte es ihm, Familienmitglieder als Bischof zu installieren. Guys Onkel de Guigues war Bischof von Grenoble und konnte die Nachfolge seinem Cousin Mallen weitergeben. Sein Bruder war Bischof von Valence, und der Palast des Erzbischofs von Vienne, die renommierteste Kirche der Provinz, war in den Händen angeheirateter Cousins. | von Albon, Graf Guigues I. (I8336)
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| 48654 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guigues_III._(Forez) (Sep 2023) Guigues folgte 1199 seinem Vater als Graf nach, nachdem der als Mönch in ein Kloster eingetreten war. Zunächst befand er sich in einer kriegerischen Auseinandersetzung mit dem Herren von Beaujeu. Er schloss sich dann dem Vierten Kreuzzug an, zog aber nicht mit dem Hauptheer nach Venedig. Er reiste stattdessen mit einer flämischen Flotte unter Johann von Nesle im Frühjahr 1203 von Marseille direkt nach Palästina. Kurz bevor er wieder in die Heimat abreisen wollte starb er dort im Jahr 1204 und wurde in Akkon bestattet. | von Forez-Albon, Graf Guiguez III. (I42510)
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| 48655 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guigues_IV._(Albon) (Jun 2018) Guigues IV., genannt der Delfin, (französisch Guigues le Dauphin; † 28. Juni 1142), war ein Graf von Albon im Viennois aus dem Haus Albon. Guigues nannte sich erstmals selbst „Delfin“ (Delfinus) in einer um 1122 an die Abtei von Bonnevaux gerichteten Schenkung. In einem Vertrag mit dem Bischof Hugo II. von Grenoble aus dem Jahr 1140 wiederholte er dies. Dieser Name avancierte unter seinen Nachkommen zur Titulierung, fand als Wappentier Verwendung und gab auch ihrem Land die Bezeichnung „Dauphiné“. Der Titel der französischen Thronfolger ab dem späten Mittelalter ging darauf zurück. Guigues führte eine Fehde gegen den Grafen von Savoyen. Dabei wurde er bei einem Kampf in der Nähe von La Buissière tödlich verwundet. Er wurde bestattet in der Kathedrale Notre-Dame in Grenoble. | von Albon, Graf Guigues IV. (I11074)
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| 48656 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guillaume_des_Roches (Sep 2023) Guillaume des Roches entstammte einer Familie des niederen Adels aus Château-du-Loir zwischen Le Mans und Tours, das zum Zeitpunkt seiner Geburt ein Teil des sogenannten angevinischen Reichs war. Gefolgsmann der angevinischen Könige Guillaume trat in die Dienste von König Heinrich II. und zusammen mit William Marshal unterstützte er 1189 den König bei der Verteidigung von Le Mans. Nach dem Tod Heinrichs II. diente er dessen Sohn und Nachfolger Richard I. und nahm am Dritten Kreuzzug teil. Als Dank für seine Dienste durfte er wahrscheinlich durch Vermittlung des Königs Marguerite, die Tochter und Erbin von Robert de Sablé heiraten.[1] Durch diese Heirat wurde er mit den Familien Mayenne, Laval und Craon, den führenden Familien des Anjou, verwandt.[2] Nach dem Tod seines Schwiegervaters erbte Guillaume 1193 dessen umfangreichen Besitzungen. Schwanken zwischen Johann Ohneland und Philipp II. von Frankreich Nach dem Tod Richards unterstützte er zunächst dessen Neffen Arthur, den minderjährigen Herzog der Bretagne, der einen Anspruch auf das Erbe seines Großvaters in Frankreich erhob.[3] Der mit Arthur verbündete französische König Philipp II. zerstörte jedoch die Burg von Ballon, auf die des Roches ebenfalls Ansprüche erhob. Philipp II. lehnte Guillaumes Einwände schroff ab, worauf dieser Verhandlungen mit dem englischen König Johann, dem Bruder von Richard Löwenherz, begann. Johann bot an, mit der Bretagne einen Ausgleich abzuschließen, worauf Guillaume im September 1199 auf die Seite Johanns wechselte. Er brachte den minderjährigen Arthur und dessen Mutter Konstanze nach Le Mans, um sie an Johann auszuliefern, doch die beiden konnten mit Hilfe von Aimery de Thouars knapp entkommen und flüchteten nach Paris.[4] Johann ernannte Guillaume im Dezember 1200 zum Seneschall des Anjou und übergab ihm die Stadt Le Mans. Nach dem Vertrag von Le Goulet wurde Guillaume erblicher Seneschall des Anjou, von Maine und von der Grafschaft Tours.[5] Während des Französisch-Englischen Kriegs schloss sich Guillaume im Juli 1202 Johann an, als dieser nach Mirebeau eilte, wo die rebellischen Barone des Poitou seine Mutter belagerten. Dank Guillaumes Ortskenntnis konnten Johanns Soldaten im Morgengrauen ein Tor der Stadt stürmen, die Belagerer überraschen und gefangen nehmen.[6] Im Überschwang seines Erfolges beanspruchte der König die Entscheidung über alle Gefangenen für sich, auch über den durch des Roches gefangen genommenen Arthur von der Bretagne. Johann misstraute Guillaume, brüskierte ihn und schlug dessen Ratschläge in den Wind, worauf dieser zusammen mit Aimery de Thouars die Seiten wechselte und fortan Philipp II. unterstützte. Johann vergab die Ämter des Seneschalls an zwei seiner Gefolgsleute, die sich jedoch gegen ihn nicht durchsetzen konnten. In der Folge war die direkte Landverbindung von der Normandie zu Johanns Besitzungen in Aquitanien unterbrochen. Nachdem das Gerücht bekannt wurde, dass Arthur von der Bretagne in der Gefangenschaft von Johann gestorben war, schwor Guillaume zusammen mit Juhel de Mayenne, Maurice de Craon und anderen Adligen Philipp II. die Treue.[7] Der französische König bestätigte Guillaume als Seneschall des Anjou. Gefolgsmann des französischen Königs 1205 leitete Guillaume die Belagerung und Eroberung von Burg Chinon. 1208 kämpfte er als Seneschall des Anjou zusammen mit Henry Clément, dem Marschall von Frankreich, im Auftrag des französischen Königs gegen Savary de Mauléon und Aimery de Thouars. Sie konnten zwar einen Sohn von Aimery gefangen nehmen, die beiden jedoch nicht entscheidend schlagen.[8] Zur Verteidigung des Anjou errichtete Guillaume die Burg La Roche-aux-Moines nördlich von Angers. Als König Johann im Sommer 1214 über die Loire nach Norden vorstieß, verzichtete Guillaume auf die Verteidigung von Angers und verteidigte stattdessen die umgebenden Burgen. Johann konnte zunächst zwei Burgen erobern, doch während der Belagerung von La Roche-aux-Moines erschienen Guillaume und Aimery de Craon mit einem französischen Entsatzheer unter Prinz Ludwig und Henry Clément, worauf sich Johann ohne Kampf zurückzog.[9] 1209 und 1219 nahm Guillaume an den Albigenserkreuzzügen teil. Erbe und Nachwirkung Neben seinen militärischen Erfolgen erlangte Guillaume vor allem als erfolgreicher Seneschall des Anjou Bedeutung.[10] Da auch Philipp II. eigentlich die Erblichkeit des Amts des Seneschalls ablehnte, schloss er mit Guillaume eine Reihe von Vereinbarungen, in denen dessen Kompetenzen und Aufgaben beschrieben werden. Nach einer dieser Vereinbarungen sollte das Amt des Seneschalls nur an männliche Nachkommen vererbbar sein. Da Guillaume keine Söhne hinterließ, bestimmte er 1219 seinen Schwiegersohn Aimery de Craon († 1226), den Mann seiner ältesten Tochter Jeanne, zum Haupterben. Philipp II. bestätigte trotz der Vereinbarung auch ihm den Titel Seneschall des Anjou, doch nach Aimerys frühen Tod 1226 fiel das Anjou als Apanage an Alfons von Poitiers, einem jüngeren Sohn des Königs, womit die Macht des Seneschalls erheblich beschnitten wurde | des Roches, Herr Guillaume (Wilhelm) (I42333)
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| 48657 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guillaume_II._Roger Guillaume II. Roger (auch Rogier, beides als Familienname; * 1290 im Manoir de Maumont in Rosiers-d’Égletons; † Ende Februar 1380 in Cornillon) war der älteste Sohn von Guillaume I. Rogier und Guillaumette de Mestre, Bruder des Papstes Clemens VI. (Pierre Roger) und Vater des Papstes Gregor XI. (Pierre Roger). Clemens’ Laufbahn in der Kirche machte aus der Familie seines älteren Bruders eine der der meistbeachteten in der Provence und ganz Frankreich machte: Guillaume II. Roger profitierte als Oberhaupt der Familie von Zuwendungen, die dem Papst galten. So wurde er Baron von Pertuis und Saint-Remy, Vicomte de Lamothe und Valernes, Comte de Beaufort und d‘Alais. Pierre Roger wurde 1326 Abt von Fécamp, 1328 Bischof von Arras, 1330 Erzbischof von Rouen und Präsident der Rechnungskammer (Chambre des comptes). Der Geistliche, einer der Favoriten des Königs Philipp VI. von Frankreich wusste die königliche Gunst zu nutzen.[1] Sein älterer Bruder, der 1331 das Lehen Chambon in den Combrailles (im Nordwesten des Zentralmassivs) erhalten hatte, wurde 1332 geadelt. Zusammenstellung von Lehen unter dem Pontifikat Clemens‘ VI. Die Einkünfte Pierre Rogers als Erzbischof von Rouen waren die größten in Frankreich[2] und wurden mit Bedacht investiert. Am 8. Oktober 1333 konnte Guillaume II. Roger von Bernard, Vicomte de Ventadour Rosiers kaufen,[3] am 12. Mai 1336 huldigte er Maria von Flandern, Witwe von Graf Robert VII., Graf von Auvergne und Boulogne, in Bezug auf seine Burg Margerides, die er gerade erworben hatte. Das benachbarte Lehen Saint-Exupéry-les-Roches wurde ihm 1338 von Aymery de Châlus verkauft.[4] Pierre Rogier wurde 1338 Kardinal und am 19. Mai 1342 zum Papst (Clemens VI.) gewählt. Am 27. Mai gewährte Philipp VI. Guillaume II. Roger in den Grafschaften Maine und Anjou 1.000 Livres Rente pro Jahr. Im selben Jahr erhielt er das Lehen von Beaufort. Nachdem Johann von Normandie, Herzog von Anjou das Lehen 1344 in eine Vizegrafschaft erhoben hatte, ließ Guillaume Roger die Burg 1345 restaurieren. Dann machte der König daraus eine Grafschaft und befreite den neuen Grafen von der Chevauchée.[1] Am 25. September 1343 erwarb Guillaume II. Roger von Humbert II. de la Tour-du-Pin, Dauphin von Viennois, die Burg Veyre-Monton und die Herrschaften Pont-du-Château, Monton, Aubusson, Aurouze), Saint-Martial, Chanteuges und Langeac. Diese Lehen, die zum Domaine royal gehörten, waren am 23. April 1343 von Philipp VI. an Humbert II. im Zusammenhang mit der Übergabe der Dauphiné abgegeben worden. Der Verkauf wurde am 19. November des gleichen Jahres bestätigt.[5] Die Vizegrafschaft Lamothe wurde 1344 von Armand de Roquefeuil gekauft.[6] Am 3. Mai 1352 huldigte Raymond de Chambarlhac de Lherm, Damoiseau, Guillaume II. Roger, Comte de Beaufort, dessen Vasall er in der Baronie Fay war.[7] Geschenke der Königin Johanna von Neapel 1348 flüchtete die Königin Johanna I. von Neapel in die Provence. Um ihren Besitz in Süditalien zurückzuerobern, verkaufte sie Avignon dem Papst für 80.000 Florin und erhielt im Gegenzug die päpstliche Absolution bezüglich jeden Verdachts im Zusammenhang mit dem Mord an ihrem Ehemann Andreas von Ungarn. Aus Dankbarkeit schenkte sie Guillaume Roger das Lehen Valernes, das 1350 per Patentbrief zu einer Vizegrafschaft erhoben wurde.[1] Valernes, Festung seit dem 11. Jahrhundert, sperrte den Mittellauf der Durance. Die neue Vizegrafschaft umfasste die Orte Bayons, Vaumeilh, la Motte, Bellaffaire, Gigors, Lauzet, les Mées, Mézel, Entrevennes und le Castellet mit ihrer Gerichtsbarkeit und davon abhängigen Gebieten.[8] 1353 schenkte Johanna wegen der Unterstützung, die sie durch den Papst erhielt, Guillaume II. Roger die Orte Saint-Rémy, Pertuis, Meyrargues, les Pennes und Séderon.[9] Guillaume II. Roger macht Guillaume III. Roger zu seinem Alleinerben Guillaume III. Roger wurde am 28. November 1349 für volljährig erklärt (Emanzipation). Der Vater übergab seinem Sohn den gesamten Besitz im Limousin mit dem Titel eines Grafen von Beaufort, die ans Limousin grenzenden Lehen in der Auvergne sowie die Hälfte der Ländereien in der Provence und der Grafschaft Forcalquier.[10] Guillaume Roger als Militär Guillaume II. Roger nahm an der Schlacht von Poitiers (1356) teil. Er wurde gefangen genommen und sollte gegen Lösegeld freigelassen werden. Das unmittelbare Ergebnis war, seinen jüngeren Sohn Nicolas Roger de Beaufort aus dem Kloster zu holen. Den Sohn von seinen Gelübden zu entbinden und das Lösegeld für sich zu sammeln, überließ er den Kardinäle in der Familie. Guillaume II. Roger hat im zweiten Halbjahr 1369 mit dem Herzog von Berry Krieg in Auvergne geführt. Im Jahr darauf nahm er mit Louis II. de Bourbon an der Belagerung der Burg Belleperche im Bourbonnais teil. Molinier berichtet in seiner "Histoire du Languedoc" von einem Brief aus dem Jahr 1376, in dem Guillaume II. Roger das englandfreundliche Verhalten von Bernard Pelet, Coseigneur von Alès, in seiner Grafschaft beanstandet. Er werde von einem englischen Agenten, Pierre de Galard, unterstützt, der in den Cevennen unter dem Diminutiv Perrot bekannt war und als groß und böse beschrieben wurde.[11] Weiterer Grunderwerb unter Gregor XI. Für seine Neffen Raymond fand Gregor XI. in Marie de Boulogne, angeheiratete Nichte des Königs Johann II. eine prestigereiche Partie.[4] Am 28. Oktober 1375 erhielt Raymond per Vertrag die ihre Herrschaft Saint-Just-en-Champagne, während ihr Bruder Johann II. von Boulogne die Herrschaft Combrailles für 30000 Francs als Guillaume Roger verkaufte; dabei handelte es sich um die Orte Chambon-sur-Voueize, Évaux-les-Bains (Evaon), Semur und Stusanie.[12] Verfeil im Tal der Seye wurde von Guillaume Roger am 23. August 1379 gekauft anlässlich der Volljährigkeit seines Sohnes Raymond, Vicomte de Valernes. Ehen und Kinder Guillaume II. Rogier heiratete 1325 Marie de Chambon, von der er zehn Kinder bekam. Marie de Chambon starb 1344.[1] Seine zweite Ehefrau war Guérine de Canillac, die er 1345 heiratete. Von ihr bekam er zwei Kinder. Guérine de Canillac starb 1359.[1] Seine dritte Ehe schloss er 1368 mit Catherine d’Adhémar, Guillaume war bereits 53 Jahre alt. Seine Ehefrau (* 1336) war die Tochter von Doulceline Gaucelin de Graveson und Lambert d'Adhémar, Sire de Monteil, und Schwester von Hugues, Seigneur de la Garde, ehemals Sénéchal de Beaucaire. Diese Adhémar waren eine Nebenlinie der Familie Poitiers-Valentinois. Aus dieser Ehe bekam er einen Sohn der die Vizegrafschaft Valernes erbte, † 1420.[1] Darüber hinaus hatte er mit Tristan, le Bâtard de Beaufort noch einen unehelichen Sohn Testament Der Comte de Beaufort verfasste am 27. August 1379 auf der Burg Corneillon, auf die er sich zurückgezogen hatte, sein Testament.[1] Kurz vor seinem Tod, am 16. und 17. Januar 1380 ergänzte er sein Testament um zwei Punkte: sein Sohn Guillaume wurde sein Testamentsvollstrecker, sein dritter Sohn erbte den Titel eines Grafen von Beaufort. Er starb Ende des Monats Februar 1380 auf der Burg Cornillon. | Roger (Rogier) (Beaufort), Guillaume II. (I29633)
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| 48658 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guillaume_II._Talvas_de_Bellême (Feb 2022) Guillaume II. Talvas (* um 995; † 1052 auf der Burg von Domfront) aus dem Haus Bellême war Herr von Bellême und Alençon. Er war der Sohn von Guillaume I. de Bellême und Mathilde de Condé-sur-Noireau. Guillaume II. übernahm die Herrschaft in Bellême nach der Ermordung seines Bruders Robert I. durch Gauthier de Sordains (Robert hatte den Vater und die Brüder Gauthiers, nachdem er sie in einer Schlacht gefangen genommen hatte, aufhängen lassen). Sein Ruf war der eines grausamen, gnadenlosen und tyrannischen Herren. Der Geschichtsschreiber Wilhelm von Jumièges berichtet, Guillaume habe seine erste Ehefrau, mit der er unzufrieden war, von zwei Räubern vor dem gesamten Volk erdrosseln lassen, als sie auf dem Weg in die Kirche war. Kurz danach schloss er eine zweite Ehe mit Haberge de Beaumont, Tochter von Raoul V. de Beaumont, Vizegraf von Maine. Bei der Hochzeit kam es dann zu der Tat, für die er heute noch bekannt ist: Er hatte Guillaume Giroie eingeladen, den Herrn von Montreuil-l’Argillé, Échauffour und Saint-Céneri, den er auch mehrere Tage lang bewirtete, bevor er ihn verhaften ließ. Guillaume Talvas gab den Befehl, seinen Gast zu verstümmeln, und brach anschließend zu einer Jagd auf. Guillaume Giroie wurde daraufhin vor dem versammelten Volk von Alençon geblendet, ihm wurden Ohren und Nase abgeschnitten und er wurde entmannt (Guillaume Giroie überlebte die Tortur und ging Jahre später dann ins Kloster). Die Brüder Guillaumes, Raoul, genannt le Mal Couronné, und Robert verwüsteten daraufhin Guillaumes Land und belagerten ihn in seiner Burg. Sein eigener Sohn aus seiner ersten Ehe, Arnoul, war es dann, dem es gelang, ihn außer Landes zu jagen, allerdings profitierte Arnoul nicht lange von seinem Erfolg, da er selbst im Bett erwürgt wurde – nach Wilhelm von Jumièges im Auftrag seines Vaters. Die nun folgenden Ereignisse sind unklar. Es scheint, dass Guillaume den Grafen von Anjou um Hilfe gebeten hatte, die ihm auch zugesagt wurde. Andererseits revoltierten nun Alençon und Domfront gegen den Herzog, woraufhin Wilhelm II. von Normandie mit Erfolg einen Feldzug anstrengte, um die Rebellen zu unterwerfen und die Kontrolle über die Herrschaft Bellême zurückzuerlangen. Ordericus Vitalis berichtet, dass die Familie Montgommery Guillaume wieder an die Macht brachte, und Roger II. de Montgommery dafür im Gegenzug die Hand seiner Tochter – und nunmehrigen Alleinerbin – Mabile de Bellême erhielt. Er scheint darüber hinaus, dass Herzog Wilhelm diese Heirat gefordert hat, um die Ruhe an der Südgrenze der Normandie wiederherzustellen und gleichzeitig das Gebiet über seine Vertrauten Montgommery enger an sich zu binden. | de Bellême (Talvas), Herr Willhelm II. (Guillaume) (I28385)
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| 48659 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guillem_Ramon_II._de_Montcada (aug 2023) Guillem Ramon II. de Montcada (deutsch: Wilhelm Raimund von Montcada; * um 1090; † 1173), genannt „el Gran Senecal“ („der große Seneschall“), war ein bedeutender Feudalherr des mittelalterlichen Kataloniens im 12. Jahrhundert und der Stammvater des Hauses Montcada. Er war ein enger Vertrauensmann des Grafen Raimund Berengar IV. von Barcelona sowie ein Vormund des Königs Alfons II. von Aragón. Neben diesen beiden Personen ist er bedingt durch seine Beziehung zu ihnen ein entscheidender Garant für die dauerhafte Vereinigung Kataloniens mit Aragoniens geworden. Er war der älteste Sohn des Guillem Ramon I. († 1120) und dessen Ehefrau Inés. Der Vater hatte bereits den Grafen von Barcelona als Seneschall (lat.: Dapifer) gedient, ein Amt, das bereits zu jener Zeit mehr einer Auszeichnung gleichkam und die persönliche Nähe seines Inhabers zu den Grafen kennzeichnete. Von seinem Vater hatte Guillem Ramon II. mehrere Burgherrschaften geerbt, die in den verschiedenen katalanischen Grafschaften verteilt lagen, wie Sentmenat, Vic, Cartellà, Bescanó und Hostoles. In jungen Jahren stand Guillem Ramon II. in Diensten des Burgherren Berenguer Ramon von Montcada. Von ihm wurde er 1117 mit dessen Erbtochter Beatriu verheiratet. Nach dem Tod seines Schwiegervaters 1134 konnte er somit die Herrschaft auf Burg Montcada übernehmen. Er benannte sich und seine Nachkommen fortan nach ihr und wurde somit zum Stammvater aller nachfolgenden Montcadas, womit er deren Aufstieg zu den ersten Familien Kataloniens einleitete. 1126 wurde Guillem Ramon II. von Graf Raimund Berengar III. zum Verwalter der Vizegrafschaft Bas ernannt, als Vormund seines unmündigen Neffen. Zu diesem Anlass wird er erstmals mit dem Seneschalltitel genannt, der zu seinem Beinamen wurde und fortan in seiner Familie erblich blieb. 1131 wurde er von dem Grafen auch zu dessen Testamentsvollstrecker bestimmt. Mit dem neuen Grafen Raimund Berengar IV. von Barcelona war Guillem Ramon zunächst in einen Konflikt geraten, als der Graf die Trennung von seiner Frau verfügte, um sie mit einem anderen Vasallen zu verheiraten. Der Konflikt wurde 1136 vertraglich beigelegt, indem Guillem Ramon bereitwillig für alle seine Burgherrschaften den ligischen Lehnseid gegenüber dem Grafen ablegte. Einer in diesem Zusammenhang seit dem Mittelalter bestehenden Legende nach habe dieser Streit Guillem Ramon zum Exil nach Aragón bewogen, wo er an der Seite König Alfons’ I. in der Schlacht von Fraga gekämpft habe, nach welcher der König gestorben war. Und als der neue König Ramiro II. einen Mann für seine junge Erbtochter Petronella suchte, habe Guillem Ramon ihm den Grafen von Barcelona vorgeschlagen und damit nicht nur seine Versöhnung mit diesem, sondern auch die historische Vereinigung Aragóns mit Katalonien eingeleitet.[1] Im Kampf gegen die Mauren hatte sich Guillem Ramon bereits 1134 an der Seite des Templerordens bei der Eroberung von Granyena engagiert. Nachdem im Dezember 1148 das strategisch bedeutende Tortosa erobert worden war, hatte er von Graf Raimund Berengar IV. die Herrschaftsrechte über diese Stadt und ihr Umland verliehen bekommen, einschließlich eines Drittels ihres jährlichen Steueraufkommens. Die anderen zwei Drittel waren auf die Genuesen und Templer entfallen. Kurz darauf wurde er auch mit der Herrschaft in Lleida unter ähnlichen Konditionen ausgestattet. In den folgenden Jahren war Guillem Ramon ein ständiger Begleiter Graf Raimund Berengars IV. auf dessen Reisen an die Höfe Kastiliens und der Provence. In den gräflichen Urkunden trat er in der Regel als erster Zeuge auf, was seine außerordentliche Position am Hof dokumentiert. Für seinen Dienst wurde er unter anderem durch die Verheiratung seines ältesten Sohnes mit der Erbin der Vizegrafschaft Béarn belohnt. Im August 1162 begleitete Guillem Ramon den Grafen nach Turin und nahm dort am Treffen mit Kaiser Friedrich I. Barbarossa teil. Als der Graf hier nur wenige Wochen darauf starb, wurde Guillem Ramon zu einem seiner drei Testamentsvollstrecker ernannt. Der Graf hatte ihn außerdem neben dem Bischof von Barcelona und dem englischen König zum Beschützer des unmündigen Alfons II. bestimmt und damit zu einem der Regenten Kataloniens. In dieser Eigenschaft war er 1164 einer der Zeugen der Übertragung des Königreichs Aragón von Petronella an ihren Sohn, womit die aragónsisch-katalanische Vereinigung vollendet wurde. Im Juli 1170 war Guillem Ramon in Saragossa maßgeblich am Zustandekommen des Bündnisses zwischen Aragón und Kastilien beteiligt, das für die weitere spanische Geschichte im Mittelalter zu einer maßgebenden Konstanten in der Reconquista wurde. Am 20. April 1173 hatte er sein Testament niedergelegt und war kurz darauf im Alter von mehr als achtzig Jahren gestorben.[2] Sein Tod markierte die persönliche Regierungsübernahme Alfons’ II. in seinem Königreich. Als steinernes Monument seines Wirkens hatte Guillem Ramon de Montcada die Zisterzienserabtei Santa María von Santes Creus hinterlassen, die maßgeblich auf seine Initiative hin gegründet worden war.[3] Gemeinsam mit seinen drei Söhnen hatte er am 4. Dezember 1150 das Land von Cerdanyola del Vallès der Ordensgemeinschaft von Grandselve mit der Maßgabe gestiftet, dass dort eine Klosterfiliale der Zisterzienserbruderschaft gegründet werde.[4] Zwei Jahre später hatte er alle aus dem Land zu erwirtschaftenden Erträge an Steuern, Getreide und Wein der jungen Klostergemeinschaft abgetreten, die somit wirtschaftlich autark wurde und damit ihre zukünftige Bedeutung begründen konnte. Mit seiner Unterstützung hatten die Zisterzienserbrüder noch zweimal den Standort ihrer Klosterzelle verlegt, bis sie schließlich 1158 im Tal des Flusses Gaià ihren endgültigen Sitz bezogen, in der Nähe der heiligen Kreuze der Jungfrau Maria, die dem Kloster seinen Namen gaben. Seine gesamte Geschichte hindurch blieb das Haus Montcada der Abtei Santes Creus eng verbunden. Einige Familienmitglieder sind dort bestattet wurden. | de Montcada, Guillem Ramon II. (I42029)
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| 48660 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gundelfingen_(Adelsgeschlecht) Die Familie von Gundelfingen war ein Adelshaus, das sich im 11. Jahrhundert in die Zweige der Herren von Gundelfingen, Steusslingen und Justingen teilte. Es war ein Geschlecht mit bedeutender politischer Stellung, einem umfangreichen Besitz und gehörte zu den großen schwäbischen Adelshäusern. Einzelne Familienmitglieder waren hohe kirchliche Würdenträger. Ursprung Beim namensgebenden Ortsnamen Gundelfingen handelt es sich für dieses Geschlecht um Gundelfingen im Lautertal. Hohengundelfingen, Niedergundelfingen und Wittstaig bilden zusammen den Ortsteil Gundelfingen der Stadt Münsingen. Swigger I. von Gundelfingen war der erste bekannte Vertreter des Geschlechts. Er trat am 26. Februar 1105 als Zeuge bei einer Güterschenkung an das Kloster St. Blasien auf. Swigger war Anhänger des Königs Heinrich IV. Er wurde nach der Tötung eines Verwandten aus seiner alten Heimat Bayern verbannt und konnte sich durch Beziehungen (zu Erzbischof Anno von Köln?) und Geld eine neue Heimat im Lautertal aufbauen. Sein Nachkomme Swigger VI. von Gundelfingen hatte mit seiner Ehefrau Ita von Entringen acht Söhne und mehrere Töchter, von denen drei Söhne und mehrere Töchter in den geistlichen Stand traten. Entwicklung der Familie Die kriegerischen Auseinandersetzungen König Rudolfs von Habsburg mit dem Grafen Eberhard von Württemberg und einem Teil des schwäbischen Hochadels, sowie der Thronkämpfe Adolf von Nassau haben das Gundelfinger Geschlecht stark in Mitleidenschaft gezogen. Im Kerngebiet des Hauses Gundelfingen entstanden durch die Teilung nach 1250 drei kleinere Herrschaften und Linien: die Stadt Hayingen mit Otterswang in Oberschwaben, die dem ältesten Sohn zufiel, die Stammburg Hohengundelfingen mit Zubehör als Anteil des zweiten Sohnes Swigger und die Herrschaft Niedergundelfingen mit der um 1250 erbauten Burg Nieder- oder Neugundelfingen. In diesem Zusammenhang ist der Verkauf der Stammburg Hohengundelfingen mit zahllosen Gütern und Rechten an das Haus Habsburg 1293 und 1306 zu sehen. Dass die Burg in der Folge als Pfand oder Lehen bis 1377 in der Hand der Gundelfinger verblieb, deutet auf eine politische Verbindung mit Österreich hin. Gundelfinger waren auch Anhänger des Kaisers Ludwig des Bayern, und ein Zweig kam bis in das 15. Jahrhundert in Bayern zu hohen und einflussreichen Ämtern. Zu bedeutenden Stellungen und hohem Ansehen gelangte das Haus im 15. Jahrhundert vor allem durch Mitglieder der um 1250 gegründeten Linie Niedergundelfingen. Neben seinem Bruder Konrad, dem die um 1250 erbaute Burg blieb, erhielt Degenhard Münzdorf den restlichen Besitz und erbaute in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts die Burg Derneck. Eine weitere, von Niedergundelfingen abzweigende Linie erhielt Ehestetten und legte die Burg Ehrenfels oberhalb von Zwiefalten an. Degenhart wurde Stammvater des letzten überlebenden Zweiges. Sein Enkel, Stephan von Gundelfingen-Derneck kaufte 1399 das Dorf und die Burg Neufra an der Donau. Unter seinen Nachkommen wurde Neufra im 15. Jahrhundert Sitz der Familie. 1414 gelang es ihm, Hohengundelfingen als Pfand in seinen Besitz zu bringen. Seine Söhne Wilhelm und Degenhart kauften 1442 Hayingen zurück. Über vier Generationen nahmen die Mitglieder des Hauses Hohengundelfingen im 15. Jahrhundert in Württemberg hohe Staatsämter ein. Der letzte Vertreter war Schweikhart von Gundelfingen. Er war Rat Herzog Ulrichs von Württemberg. 1513–1517 war er Obervogt in Urach und nach der Vertreibung des Herzogs, österreichischer Statthalter in Stuttgart. Während des Bauernkrieges war er als österreichischer Kommissar mehrfach an den Verhandlungen mit den aufständischen Bauern beteiligt. Er setzte sich nach der Beendigung des Krieges für einen gerechten Ausgleich und Milde gegenüber den unterlegenen Bauern ein. Bis zu seinem Tode 1546 war er Rat des Königs Ferdinand. Die Herrschaft Gundelfingen vererbte er an die Grafen von Helfenstein, nach deren Aussterben sie 1627 an das Haus Fürstenberg (Linie Meßkirch, 1744 Linie Stühlingen) gelangte. Weitere Verbreitung: Burg bei Burgweiler, Burgruine Neugutenstein, Burg Bichishausen, Burg Granheim, Ruine Otterswang, Burg Buttenhausen, Ruine Alt-Ehrenfels Verwandte Geschlechter: Zimmern | von Gundelfingen, Degenhard (I57662)
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| 48661 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gundelfingen_(Adelsgeschlecht) Die Familie von Gundelfingen war ein Adelshaus, das sich im 11. Jahrhundert in die Zweige der Herren von Gundelfingen, Steusslingen und Justingen teilte. Es war ein Geschlecht mit bedeutender politischer Stellung, einem umfangreichen Besitz und gehörte zu den großen schwäbischen Adelshäusern. Einzelne Familienmitglieder waren hohe kirchliche Würdenträger. Ursprung Beim namensgebenden Ortsnamen Gundelfingen handelt es sich für dieses Geschlecht um Gundelfingen im Lautertal. Hohengundelfingen, Niedergundelfingen und Wittstaig bilden zusammen den Ortsteil Gundelfingen der Stadt Münsingen. Swigger I. von Gundelfingen war der erste bekannte Vertreter des Geschlechts. Er trat am 26. Februar 1105 als Zeuge bei einer Güterschenkung an das Kloster St. Blasien auf. Swigger war Anhänger des Königs Heinrich IV. Er wurde nach der Tötung eines Verwandten aus seiner alten Heimat Bayern verbannt und konnte sich durch Beziehungen (zu Erzbischof Anno von Köln?) und Geld eine neue Heimat im Lautertal aufbauen. Sein Nachkomme Swigger VI. von Gundelfingen hatte mit seiner Ehefrau Ita von Entringen acht Söhne und mehrere Töchter, von denen drei Söhne und mehrere Töchter in den geistlichen Stand traten. Entwicklung der Familie Die kriegerischen Auseinandersetzungen König Rudolfs von Habsburg mit dem Grafen Eberhard von Württemberg und einem Teil des schwäbischen Hochadels, sowie der Thronkämpfe Adolf von Nassau haben das Gundelfinger Geschlecht stark in Mitleidenschaft gezogen. Im Kerngebiet des Hauses Gundelfingen entstanden durch die Teilung nach 1250 drei kleinere Herrschaften und Linien: die Stadt Hayingen mit Otterswang in Oberschwaben, die dem ältesten Sohn zufiel, die Stammburg Hohengundelfingen mit Zubehör als Anteil des zweiten Sohnes Swigger und die Herrschaft Niedergundelfingen mit der um 1250 erbauten Burg Nieder- oder Neugundelfingen. In diesem Zusammenhang ist der Verkauf der Stammburg Hohengundelfingen mit zahllosen Gütern und Rechten an das Haus Habsburg 1293 und 1306 zu sehen. Dass die Burg in der Folge als Pfand oder Lehen bis 1377 in der Hand der Gundelfinger verblieb, deutet auf eine politische Verbindung mit Österreich hin. Gundelfinger waren auch Anhänger des Kaisers Ludwig des Bayern, und ein Zweig kam bis in das 15. Jahrhundert in Bayern zu hohen und einflussreichen Ämtern. Zu bedeutenden Stellungen und hohem Ansehen gelangte das Haus im 15. Jahrhundert vor allem durch Mitglieder der um 1250 gegründeten Linie Niedergundelfingen. Neben seinem Bruder Konrad, dem die um 1250 erbaute Burg blieb, erhielt Degenhard Münzdorf den restlichen Besitz und erbaute in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts die Burg Derneck. Eine weitere, von Niedergundelfingen abzweigende Linie erhielt Ehestetten und legte die Burg Ehrenfels oberhalb von Zwiefalten an. Degenhart wurde Stammvater des letzten überlebenden Zweiges. Sein Enkel, Stephan von Gundelfingen-Derneck kaufte 1399 das Dorf und die Burg Neufra an der Donau. Unter seinen Nachkommen wurde Neufra im 15. Jahrhundert Sitz der Familie. 1414 gelang es ihm, Hohengundelfingen als Pfand in seinen Besitz zu bringen. Seine Söhne Wilhelm und Degenhart kauften 1442 Hayingen zurück. Über vier Generationen nahmen die Mitglieder des Hauses Hohengundelfingen im 15. Jahrhundert in Württemberg hohe Staatsämter ein. Der letzte Vertreter war Schweikhart von Gundelfingen. Er war Rat Herzog Ulrichs von Württemberg. 1513–1517 war er Obervogt in Urach und nach der Vertreibung des Herzogs, österreichischer Statthalter in Stuttgart. Während des Bauernkrieges war er als österreichischer Kommissar mehrfach an den Verhandlungen mit den aufständischen Bauern beteiligt. Er setzte sich nach der Beendigung des Krieges für einen gerechten Ausgleich und Milde gegenüber den unterlegenen Bauern ein. Bis zu seinem Tode 1546 war er Rat des Königs Ferdinand. Die Herrschaft Gundelfingen vererbte er an die Grafen von Helfenstein, nach deren Aussterben sie 1627 an das Haus Fürstenberg (Linie Meßkirch, 1744 Linie Stühlingen) gelangte. Weitere Verbreitung: Burg bei Burgweiler, Burgruine Neugutenstein, Burg Bichishausen, Burg Granheim, Ruine Otterswang, Burg Buttenhausen, Ruine Alt-Ehrenfels Verwandte Geschlechter: Zimmern | von Gundelfingen, Freiherr Konrad (I57664)
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| 48662 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gundelfingen_(Adelsgeschlecht) Die Familie von Gundelfingen war ein Adelshaus, das sich im 11. Jahrhundert in die Zweige der Herren von Gundelfingen, Steusslingen und Justingen teilte. Es war ein Geschlecht mit bedeutender politischer Stellung, einem umfangreichen Besitz und gehörte zu den großen schwäbischen Adelshäusern. Einzelne Familienmitglieder waren hohe kirchliche Würdenträger. Ursprung Beim namensgebenden Ortsnamen Gundelfingen handelt es sich für dieses Geschlecht um Gundelfingen im Lautertal. Hohengundelfingen, Niedergundelfingen und Wittstaig bilden zusammen den Ortsteil Gundelfingen der Stadt Münsingen. Swigger I. von Gundelfingen war der erste bekannte Vertreter des Geschlechts. Er trat am 26. Februar 1105 als Zeuge bei einer Güterschenkung an das Kloster St. Blasien auf. Swigger war Anhänger des Königs Heinrich IV. Er wurde nach der Tötung eines Verwandten aus seiner alten Heimat Bayern verbannt und konnte sich durch Beziehungen (zu Erzbischof Anno von Köln?) und Geld eine neue Heimat im Lautertal aufbauen. Sein Nachkomme Swigger VI. von Gundelfingen hatte mit seiner Ehefrau Ita von Entringen acht Söhne und mehrere Töchter, von denen drei Söhne und mehrere Töchter in den geistlichen Stand traten. Entwicklung der Familie Die kriegerischen Auseinandersetzungen König Rudolfs von Habsburg mit dem Grafen Eberhard von Württemberg und einem Teil des schwäbischen Hochadels, sowie der Thronkämpfe Adolf von Nassau haben das Gundelfinger Geschlecht stark in Mitleidenschaft gezogen. Im Kerngebiet des Hauses Gundelfingen entstanden durch die Teilung nach 1250 drei kleinere Herrschaften und Linien: die Stadt Hayingen mit Otterswang in Oberschwaben, die dem ältesten Sohn zufiel, die Stammburg Hohengundelfingen mit Zubehör als Anteil des zweiten Sohnes Swigger und die Herrschaft Niedergundelfingen mit der um 1250 erbauten Burg Nieder- oder Neugundelfingen. In diesem Zusammenhang ist der Verkauf der Stammburg Hohengundelfingen mit zahllosen Gütern und Rechten an das Haus Habsburg 1293 und 1306 zu sehen. Dass die Burg in der Folge als Pfand oder Lehen bis 1377 in der Hand der Gundelfinger verblieb, deutet auf eine politische Verbindung mit Österreich hin. Gundelfinger waren auch Anhänger des Kaisers Ludwig des Bayern, und ein Zweig kam bis in das 15. Jahrhundert in Bayern zu hohen und einflussreichen Ämtern. Zu bedeutenden Stellungen und hohem Ansehen gelangte das Haus im 15. Jahrhundert vor allem durch Mitglieder der um 1250 gegründeten Linie Niedergundelfingen. Neben seinem Bruder Konrad, dem die um 1250 erbaute Burg blieb, erhielt Degenhard Münzdorf den restlichen Besitz und erbaute in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts die Burg Derneck. Eine weitere, von Niedergundelfingen abzweigende Linie erhielt Ehestetten und legte die Burg Ehrenfels oberhalb von Zwiefalten an. Degenhart wurde Stammvater des letzten überlebenden Zweiges. Sein Enkel, Stephan von Gundelfingen-Derneck kaufte 1399 das Dorf und die Burg Neufra an der Donau. Unter seinen Nachkommen wurde Neufra im 15. Jahrhundert Sitz der Familie. 1414 gelang es ihm, Hohengundelfingen als Pfand in seinen Besitz zu bringen. Seine Söhne Wilhelm und Degenhart kauften 1442 Hayingen zurück. Über vier Generationen nahmen die Mitglieder des Hauses Hohengundelfingen im 15. Jahrhundert in Württemberg hohe Staatsämter ein. Der letzte Vertreter war Schweikhart von Gundelfingen. Er war Rat Herzog Ulrichs von Württemberg. 1513–1517 war er Obervogt in Urach und nach der Vertreibung des Herzogs, österreichischer Statthalter in Stuttgart. Während des Bauernkrieges war er als österreichischer Kommissar mehrfach an den Verhandlungen mit den aufständischen Bauern beteiligt. Er setzte sich nach der Beendigung des Krieges für einen gerechten Ausgleich und Milde gegenüber den unterlegenen Bauern ein. Bis zu seinem Tode 1546 war er Rat des Königs Ferdinand. Die Herrschaft Gundelfingen vererbte er an die Grafen von Helfenstein, nach deren Aussterben sie 1627 an das Haus Fürstenberg (Linie Meßkirch, 1744 Linie Stühlingen) gelangte. Weitere Verbreitung: Burg bei Burgweiler, Burgruine Neugutenstein, Burg Bichishausen, Burg Granheim, Ruine Otterswang, Burg Buttenhausen, Ruine Alt-Ehrenfels Verwandte Geschlechter: Zimmern | von Gundelfingen, Swigger (I51324)
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| 48663 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gunnora (Sep 2018) Gunnora war die Geliebte, vielleicht auch Ehefrau von Richard I., Herzog der Normandie (933–996) aus dem Haus der Rolloniden. Einem Bericht Robert von Torignis folgend heiratete Gunnora den Herzog Richard lediglich nach dänischem Recht (More danico), nicht aber nach dem christlichen Ritus. Die Ehe scheint aber um 980/990 auch im christlichen Sinne legalisiert worden zu sein. Unter den Ehefrauen der Herzöge ist sie eine der wenigen, die eine wesentliche Rolle spielten. Nach einer umstrittenen These Eleanor Searles stammt Gunnora aus einer jener skandinavischen Familien, die sich erst zur Zeit Richards in der östlichen Normandie niedergelassen hatten, und die Ehe markierte daher ein Bündnis zwischen den mittlerweile eingesessenen Normannen und den Neuankömmlingen [1] (siehe FitzOsbern), deren Aufstieg sie nach Kräften förderte. Jedoch ist nicht sicher, dass Gunnora tatsächlich aus der östlichen Normandie kam[2]. Nach dem Tod Richards 996 scheint Gunnora die faktische Regentschaft über das Herzogtum ausgeübt zu haben[3]. Der Geschichtsschreiber Dudo von Saint-Quentin gibt an, viele seiner Informationen, die er in seinem Werk De Gestis Normannaie ducum mitteilt, direkt von Gunnora bekommen zu haben. | de Crépon (von Dänemark), Cunnora (I3856)
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| 48664 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Günther_II._(Schwarzburg-Käfernburg) Graf Günter II. von Kevernburg (Käfernburg-Schwarzburg) und Hallermund (* zwischen 1129 und 1135; † 1197) war der jüngere Sohn des Grafen Sizzo III. von Schwarzburg-Käfernburg mit Gisela von Berg (ca. 1120 verheiratet), mögliche Tochter von Graf Adolf I. von Berg († um 1106) und der Adelheid von Kleve, Tochter von Graf Dietrich I. Nach dem Tod seines Vaters trat er gemeinsam mit seinem Bruder Heinrich I. das Erbe an. Erst nach jahrelangem Erbkrieg wurde er Graf von Kevernburg. Wie er in den Besitz der Herrschaften Wiehe und Grafschaft Rabenswalde gelangte – mit denen er belehnt wurde – ist unbekannt. Er stritt weiterhin mit dem Bruder, auch mit dem stärker werdenden Landgrafen von Thüringen und anderen Nachbarn, und zog mehrmals mit Kaiser Friedrich I. nach Italien. 1184 erbte er nach dem kinderlosen Tod seines Bruders Heinrich I. die Schwarzburg und überließ sie seinem älteren Sohn Heinrich II., dem Gründer der Linie Schwarzburg. 1191 wurde er Graf von Loccum-Hallermund. | von Schwarzburg-Käfernburg, Graf Günter II. (III.) (I28436)
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| 48665 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Günther_VII._(Schwarzburg-Blankenburg) Günther VII. von Schwarzburg (* zw. 1217 und 1227; † zw. 19. September 1275 und 25. September 1278; ▭ im Kloster Ilm) war ab 1236 Graf von Schwarzburg-Blankenburg. Leben Günther war ein Sohn des Grafen Heinrich II. von Schwarzburg aus dessen Ehe mit Gräfin Irmgard von Weimar-Orlamünde († um 1222). Um 1228/29 begleitete Günther Kaiser Friedrich II. auf dessen Kreuzzug ins Heilige Land. 1236 folgte er seinem Vater als Graf von Schwarzburg-Blankenburg und wurde, nach dem Tod seines Bruders Heinrich III. 1259 auch Graf von Schwarzburg. Im Thüringer Erbfolgekrieg wurde Günther 1248/49 gefangen genommen. Der Graf gründete 1267 das Kloster zu Saalfeld und 1275 Kloster Ilm zu Stadtilm. Nachkommen Günther hatte mit seiner Gemahlin Sophie, von der nur der Vorname bekannt ist, folgende Kinder: Günther IX. († 1289), Stifter der Linie Schwarzburg-Schwarzburg Sophie († 1279) ⚭ 1268 Graf Berthold V. von Henneberg Irmgard († 1313), Äbtissin zu Ilm Heinrich V. († 1285), Stifter Linie Schwarzburg-Blankenburg Günther X. († um 1308) Albrecht III. († um 1265) Günther XI. († um 1308) Hedwig (* 1230) ⚭ Otto von Lobdeburg-Arnshaugk Christina ⚭ um 1282 Burggraf Otto II. von Dohna | von Schwarzburg-Käfernburg (Kevernburg), Günther VIII. (I36637)
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| 48666 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Günther_VII._(Schwarzburg-Blankenburg) Günther VII. von Schwarzburg (* zw. 1217 und 1227; † zw. 19. September 1275 und 25. September 1278; ▭ im Kloster Ilm) war ab 1236 Graf von Schwarzburg-Blankenburg. Leben Günther war ein Sohn des Grafen Heinrich II. von Schwarzburg aus dessen Ehe mit Gräfin Irmgard von Weimar-Orlamünde († um 1222). Um 1228/29 begleitete Günther Kaiser Friedrich II. auf dessen Kreuzzug ins Heilige Land. 1236 folgte er seinem Vater als Graf von Schwarzburg-Blankenburg und wurde, nach dem Tod seines Bruders Heinrich III. 1259 auch Graf von Schwarzburg. Im Thüringer Erbfolgekrieg wurde Günther 1248/49 gefangen genommen. Der Graf gründete 1267 das Kloster zu Saalfeld und 1275 Kloster Ilm zu Stadtilm. | von Schwarzburg, Graf Günter IV. (VII.) (I9450)
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| 48667 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Günther_von_Henneberg Günther von Henneberg († 16. August 1161) war Bischof von Speyer von 1146 bis zu seinem Tod. Herkunft Günther stammte aus dem Geschlecht derer von Henneberg. Er war ein jüngerer Sohn des Burggrafen Godebold II. von Würzburg, ein Bruder des Grafen Poppo II. von Henneberg und des Würzburger Bischofs Gebhard. Ähnlich seinem Bruder Gebhard, dem engen Verbündeten Friedrich Barbarossas, war auch Günther ein loyaler Gefolgsmann der Staufer. Gründung des Klosters Maulbronn Auf Günther von Henneberg geht jedoch vor allem das Kloster Maulbronn zurück. Unter anderem dank der Arbeit Bernhard von Clairvaux’ hatte der Zisterzienserorden auch im heutigen Deutschland großen Zulauf erhalten. In Südwestdeutschland stiftete der Edelfreie Walter von Lomersheim sein Erbgut Eckenweiher zwischen Mühlacker und Lienzingen zur Gründung eines Zisterzienserklosters, in das er selbst als Laienbruder einzutreten gedachte. Mit der Neugründung dieses Klosters wurde Abt Dieter von der Primarabtei Morimond betraut, der am 24. März 1138 eintraf. Der Standort der Stiftung scheint jedoch für die Klostergründung nicht vorteilhaft gewesen sein. Vermutlich war Wassermangel einer der Gründe für die bald erfolgte Verlegung. 1146 nahm sich der zuständige und neue Bischof Günther von Speyer persönlich des Klosters an. Er erklärte ebenfalls den Ort für ungeeignet und schenkte dem Kloster das Bischofslehen zu Mulenbrunnen in einem abgeschiedenen Waldtal. Die Verlegung geschah vermutlich im Sommer des Jahres 1147. An ihrem neuen Standort entwickelte sich das Kloster schnell zu einem wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Zentrum im nördlichen Schwarzwald. Wappen Das fürstbischöfliche Wappen ist üblicherweise geviert. Die Felder des Wappenschildes führen im Wechsel das Familienwappen der von Henneberg und das Wappen des Bistums Speyer, ein silbernes Kreuz auf blauem Grund. Das redende Familienwappen der Grafen von Henneberg zeigt eine Henne auf Gold. | von Würzburg, Bischof Günther (I26765)
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| 48668 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Günther_XXI._(Schwarzburg-Blankenburg) Günther XXI., Graf von Schwarzburg-Blankenburg (* 1304 auf der Blankenburg bei Blankenburg; † 14. Juni 1349 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Adliger, der sich im Jahr 1349 gegen König Karl IV. aus dem Haus Luxemburg als Gegenkönig aufstellen ließ. Leben Günther von Schwarzburg-Blankenburg war der Sohn des Grafen Heinrich VII. von Schwarzburg-Blankenburg und der Christine von Gleichen; er war mindestens seit dem 9. September 1331 mit Elisabeth von Hohnstein verheiratet, Tochter des Grafen Heinrich IV., die ihn gut 30 Jahre überlebte, und um den 4. April 1380 starb. Er und Elisabeth hatten fünf Kinder: einen Sohn, Heinrich XIII., sein (kinderloser) Nachfolger, sowie vier Töchter, Sophia (∞ Friedrich II. von Orlamünde), Elisabeth, Agnes und Mechtild, die alle im sozialen und räumlichen Umfeld des Grafen verheiratet wurden. Günther von Schwarzburg stand als Diplomat im Dienst des Kaisers Ludwig IV. aus dem Haus Wittelsbach und ließ sich als solcher zwei Jahre nach dem Tod des Kaisers am 11. Oktober 1347 und nach einer Reihe vergeblicher Versuche der wittelsbachischen Partei, einen Nachfolger aus den eigenen Reihen gegen den bereits am 11. Juli 1346 – damals noch als Gegenkönig – gewählten Luxemburger Karl IV. zu bestimmen, dazu überreden, das Amt selbst anzustreben. Am 30. Januar 1349 wurde er im Dominikanerkloster zu Frankfurt am Main von der Wittelsbacher Partei und deren Anhängern gewählt; der Markgraf von Brandenburg, Kaiser Ludwigs Sohn Ludwig V., sowie der Herzog von Sachsen-Lauenburg, der Pfalzgraf bei Rhein und der abgesetzte Erzbischof von Mainz, Heinrich von Virneburg, waren Wahlberechtigte genug, um die Wahl durchzuführen. Günther begründete seine Legitimität wesentlich damit, dass er – anders als der in Rhens gewählte Karl – „am rechten Ort“ gewählt worden war, nämlich „zu Frankenfort in dem Velde, da Romische kunge zu rechte...gewelt sind“. Zudem wurde Karl nicht am rechten Ort gekrönt (nicht in Aachen, sondern in Bonn). Die Stadt hatte jedoch Karl IV. nach Ludwigs Tod anerkannt und ließ Günther eine Woche lang auf dem Feld vor der Stadt warten. Erst am 6. Februar zog er feierlich in die Stadt ein, wo er nach alter Tradition in sein Amt eingeführt wurde, die Privilegien der Stadt bestätigte und im Gegenzug auf dem Römerberg die Huldigung der Bürger empfing. Karl IV. gelang es rasch, die Anhängerschaft des Gegenkönigs auf seine Seite zu ziehen, und schließlich Günthers Armee bei Eltville am Rhein in die Flucht zu schlagen. Günther verzichtete am 26. Mai 1349 im Vertrag von Eltville gegen eine Entschädigung und eine Amnestie für seine Anhänger auf alle Ansprüche. Den Ertrag seines Verzichts konnte er aber nicht mehr genießen, da er schon kurze Zeit später im Frankfurter Johanniterkloster verstarb, vermutlich an der Pest. Der Graf selbst deutete eine Vergiftung an, doch ist diese historisch nicht belegbar. Günther wurde auf Veranlassung Karls IV. im Frankfurter Dom mit königlichen Ehren beigesetzt. Nach ihm sind die Schwarzburgstraße und die Schwarzburgschule sowie die Güntherstraße in Frankfurt benannt. 1777 wurde in Mannheim Ignaz Holzbauers Oper Günther von Schwarzburg mit großem Erfolg uraufgeführt. Nach langer Vergessenheit wurde die Oper im späten 20. Jahrhundert mehrmals im Konzert und für die Schallplatte wiederaufgeführt. | von Schwarzburg-Blankenburg, Graf Günther IX. (XXI.) (I36635)
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| 48669 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guntram_der_Reiche Guntram der Reiche († 26. März 973?) war gemäß der 1160 erstellten Stammbäume der Acta Murensia der Stammvater der Habsburger. Sein Vater war nach den Acta Murensia der König von Helvetien und Alemannien: Theodebert. Nach den Europäischen Stammtafeln war Guntram der Reiche ein Mitglied des Hochadelsgeschlechtes der Eberharde Grafen im Nordgau (Unterelsass, heute etwa das französische Département Bas-Rhin), und zwar ein Sohn von Hugo III., 910 Graf im Nordgau, † 940 als Mönch; ∞ Hildegard, und ein Enkel von Eberhard III., 888 Graf im Nordgau, 891 Graf im oberen Aargau, 889 Vorsteher von Sankt Felix und Regula in Zürich, 896 Vorsteher von Münster in Gregoriental (heute Munster (Haut-Rhin) ); ∞ Adelinda. Die Eberharde zählen ihrerseits zur Familie der Etichonen, die auf Eticho Herzog im Elsass im 7. Jh. zurückgehen. Diese These wird auch vom Lexikon des Mittelalters und von Werner Trillmich unterstützt. Damit erscheint die Herkunft der Habsburger aus dem Haus der Etichonen einigermaßen gesichert. Der aus dem Elsass stammende Guntram war ein Graf im Breisgau, Inhaber großer Besitzungen im Unterelsass und Herr zu Muri. Er verlor wegen eines angeblichen Treubruchs 952 einen Teil seiner Güter. Sein Sohn war Lanzelin, Graf von Klettgau und im Thurgau, Herr von Muri, † August 981, ∞ Luitgard, eine Tochter des Grafen Eberhard im Thurgau (später: Grafen von Nellenburg) Sein Enkel war Radbot, Graf im Klettgau, der Erbauer der Habsburg,∞ Ita Gräfin von Metz aus dem Haus der Grafen im Elsass, eine Tochter von Adalbert Graf von Metz und Graf im Saargau und der Jutta Gräfin von Oeningen, Stifterin des Klosters Muri. ——————————————————— & Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Habsburg Die Habsburger (auch Haus Habsburg und Haus Österreich) sind ein nach ihrer Stammburg im heutigen Schweizer Kanton Aargau benanntes Fürstengeschlecht, das in Europa jahrhundertelang eine wichtige Rolle innehatte. Die Eigenbezeichnung „Österreich“ geht auf die neu erworbenen babenbergischen Besitzungen nach Beginn der Neuzeit zurück. Sie verfügten zunächst über größeren Landbesitz im Oberelsass zwischen Basel und Straßburg. Im Oktober 1273 wurde Rudolf I. als erster Habsburger zum König des Heiligen Römischen Reiches gewählt. Seinen Konkurrenten Ottokar von Böhmen, deer bei der Königswahl gegen ihn angetreten war, konnte er fünf Jahre später in der Schlacht auf dem Marchfeld (26. August 1278) nördlich von Wien endgültig besiegen. Nach der siegreichen Schlacht, in der Ottokar fiel, stellte Rudolf I. die vovon Ottokar besetzten Herzogtümer Österreich, Steiermark und Krain unter seine Herrschaft und verwaltete sie zunächst selbst. Indem er Ottokars ursprüngliche Herrschaftsgebiete Böhmen und Mähren bei dessen Sohn Wenzel II. beließ und diesen mit einer seiner Töchter verheiratete, stärkte er die Hausmacht der Habsburger. 1283 vergab Rudolf I. die Herzogtümer Österreich und Steiermark als Lehen an seine Söhne Albrecht I. und Rudolf II. und bewirkte so den Aufstieg seines Hauses vom Grafen- in den Fürstenstand. Im Einvernehmen mit seinem Bruder Rudolf II. verwaltete Albrecht I. Österreich und die Steiermark allein, während Rudolf I. sich auf den alten Familienbesitz im Aargau und im Oberelsass zurückzog. Nachdem der letzte Meinhardiner Heinrich von Kärnten am 2. Mai 1335 gestorben war, übertrug Kaiser Ludwig der Bayer den Herzögen von Österreich, Albrecht II. und dessen Bruder, Otto dem Fröhlichen, die Herzogtümer Kärnten und Krain als Reichslehen. Im Jahr 1363 gelang es Herzog Rudolf IV. auch Tirol an die Habsburger zu bringen. Ab 1438 bzw. 1526/1527 kamen Böhmen, Kroatien und Teile Ungarns unter die Herrschaft der Habsburger. Mit der böhmischen Krone fiel 1526 auch die Kurfürstenwürde, das heißt die Stimme des ranghöchsten weltlichen Mitgliedes unter den sieben Kurfürsten, endgültig an die Habsburger. Von 1439 bis 1806 stellte das Haus Habsburg fast ununterbrochen die deutschen Könige und römisch-deutschen Kaiser. Im 16. Jahrhundert teilte sich die Dynastie in eine spanische Linie, die über Spanien und Portugal und deren überseeische Besitzungen in Amerika, Afrika und Asien herrschte und deren Mannesstamm 1700 mit Karl II. ausstarb, und eine österreichische Linie, deren Mannesstamm 1740 mit Karl VI. endete, aber durch seine Pragmatische Sanktion, die er mit den Nachbarn abzusichern suchte, namentlich von den Nachkommen seiner ältesten Tochter Maria Theresia fortgesetzt wurde (die Regelung galt aber nicht für das Oberhaupt des Heiligen Römischen Reichs, das ein Mann sein musste). Maria Theresia gründete durch ihre Verbindung mit Franz I. Stephan aus dem Hause Lothringen, der als Franz I. die Kaiserwürde im Reich erlangte, das Haus Habsburg-Lothringen. In diesem Haus verblieb die römisch-deutsche Kaiserwürde bis zum Ende des Reiches 1806. Der letzte römisch-deutsche Kaiser, Franz II., begründete 1804 als Franz I. von Österreich das Kaisertum Österreich, das 1867/68 zur Doppelmonarchie Österreich-Ungarn umgewandelt wurde und bis 1918 bestand. Nach 1918 mussten die Habsburger auf ihre Herrschaftsansprüche sowohl in Österreich als auch in Ungarn verzichten. Zeitweise herrschten die Habsburger auch über andere europäische Gebiete, unter anderem über die habsburgischen Niederlande und die Freigrafschaft Burgund, in Oberitalien über Mailand sowie Teile der Lombardei und über die früher Vorderösterreich genannten Länder in Oberdeutschland. Sekundogenituren (Nebenlinien) regierten ab dem 18. Jahrhundert in der Toskana, in Modena und in Parma sowie kurze Zeit im 19. Jahrhundert in Mexiko. Familienoberhaupt ist seit 2007 Karl Habsburg-Lothringen als ältester Sohn Otto von Habsburgs, des letzten Kronprinzen Österreich-Ungarns. Mehr unter obengenanntem Link.. | (Habsburger), Guntram der Reiche (I2459)
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| 48670 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gunzelin_VI._(Schwerin) (Aug 2023) Werdegang Gunzelin VI. bekleidete am 31. Oktober 1305 die Stellung eines Kantors am Schweriner Domkapitel, war aber spätestens am 1. Mai 1312 wieder zum weltlichen Stand zurückgekehrt, Wahrscheinlich bereits vor dem 17. Februar 1307, als er mit seinem Vater einen Vertrag mit seinen Verwandten Heinrich III. († 1344) und Gunzelin V. († nach 1307) mitträgt.[3] Sein Siegelabdruck ist unter Urkunden aus den Jahren 1312, 1316 sowie mehrfach zwischen dem 11. November 1322 und dem 23. November 1326 erhalten.[4] Nach dem Tod seines Vaters wurde er am 30. März 1323 als Regierender Graf zu Wittenburg genannt.[4] Gunzelin ist vermutlich zwischen dem 3. Mai und 7. August 1327 verstorben, da hiernach nur noch seine Brüder ohne ihn, und an seiner statt sein ältester Sohn Otto I. urkundlich auftraten.[4] Letztgenannter beerbte den Vater als Graf zu Wittenburg und zu Schwerin, während Nikolaus (III.), der danach nächstgeborene, Graf zu Tecklenburg wurde und den Mannesstamm fortsetzte. Jedoch verkaufte er mit seinem Sohn am 7. Dezember 1358 die Schweriner Grafschaften an die Herzöge von Mecklenburg,[5] die nunmehr auch als Grafen zu Schwerin titelten. | von Schwerin, Graf Gunzelin VI. (I42109)
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| 48671 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guy_de_Beauchamp,_10._Earl_of_Warwick Guy de Beauchamp, 10. Earl of Warwick (* um 1272; † 12. August 1315) war ein englischer Magnat. Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Guy war ein Sohn von William de Beauchamp, 9. Earl of Warwick und von Matilda (oder Maud), einer Tochter von John fitz Geoffrey und von Isabel Bigod. Sein Vater hatte 1268 von seiner Cousine den Titel Earl of Warwick geerbt, seinen ältesten Sohn hatte er nach der legendären Romanfigur Guy of Warwick benannt.[1] Nach dem Tod seines Vaters 1298 erbte er dessen Titel und Besitzungen, zu denen Güter in 19 Grafschaften sowie in den Welsh Marches gehörten. Der Schwerpunkt seiner Güter lag um Warwick Castle in Warwickshire sowie in Worcestershire. Militär unter König Eduard I.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Unter König Eduard I. nahm er an den Feldzügen des Ersten Schottischen Unabhängigkeitskriegs und an anderen Feldzügen teil. Zur Belohnung übergab ihm der König nach der Schlacht von Falkirk 1298 Ländereien in Schottland, durch die er jährliche Einkünfte in Höhe von 1000 Mark hatte. Am 10. September 1299 nahm er an der Hochzeit des Königs mit Margarethe von Frankreich in Canterbury teil. 1300 gehörte er zu den Belagerern von Caerlaverock Castle. Ostern 1301 gehörte er zu den englischen Unterhändlern, die sich mit einer französischen Gesandtschaft in Canterbury trafen, um über die Freilassung des schottischen Königs John Balliol zu verhandeln. Von 1303 bis 1304 nahm er erneut am Feldzug nach Schottland, darunter an der Belagerung von Stirling Castle durch Eduard, dem Prince of Wales teil. Für seine Dienste erhielt er zahlreiche Geschenke des Königs, zuletzt noch 1307 Barnard Castle in Durham, das zuvor John Balliol gehört hatte.[2] Angehöriger der Adelsopposition gegen König Eduard II.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Nach dem Tod von König Eduard I., bei dem er im Juli 1307 zugegen war, wurde er rasch zu einem Opponenten gegen die Herrschaft von dessen Sohn und Nachfolger Eduard II. Bei der Krönung am 25. Februar 1308 trug er zwar wie die Earls of Lancaster und Lincoln ein Zeremonienschwert, doch er lehnte die veränderte Politik des Königs gegenüber Schottland ab, da sie seine Besitzungen gefährdete. Eine weitere Ursache der Spannungen war vermutlich die Bitte von König Eduard I. gewesen, dass Warwick die Rückkehr des von ihm verbannten Gaveston, dem engen Freund seines Sohnes, verhindern sollte,[3] doch eine der ersten Handlungen seines Sohnes als König war die Aufhebung des Exils von Gaveston. Im Gegensatz zu den meisten anderen Earls fehlt das Siegel von Warwick auf der Urkunde, mit der Gaveston zum Earl of Cornwall erhoben wurde, und Warwick gehörte zu den Baronen, die im April 1308 die erneute Verbannung von Gaveston durchsetzten. Obwohl ihm der König mehrere Geschenke machte, darunter im Dezember 1308 vier beschlagnahmte Güter des Templerordens in Warwickshire, kam es zu keiner Versöhnung zwischen Warwick und dem König. Nachdem Gaveston im Juni 1309 aus seinem Exil zurückgekehrt war, steigerten sich die Spannungen zwischen den Magnaten und dem König weiter. Gaveston verspottete Warwick als The Black Dog of Arden, worauf Warwick zusammen mit den Earls of Lancaster, Lincoln, Oxford und Arundel im Oktober 1309 einer königlichen Ratsversammlung fernblieb, da Gaveston anwesend war. Zusammen mit Lancaster, Hereford und Pembroke arbeitete er als einer der Lords Ordainer an einem Reformkonzept der Herrschaft des Königs, den sogenannten Ordinances. Bei der Verkündigung der Ordinances am 27. September 1311 in der St Paul’s Cathedral in London war er anwesend. Die Magnaten setzten dabei eine endgültige Verbannung Gavestons durch, und als dieser dennoch Anfang 1312 den König in York traf, kam es zu einer Jagd auf Gaveston. Nachdem sich dieser am 19. Mai in Scarborough Castle ergeben hatte, wurde er vom Earl of Pembroke, der für seine Sicherheit gebürgt hatte, nach Südengland geleitet. Als Pembroke jedoch kurzzeitig seinen Gefangenen verließ, ließ Warwick am 10. Juni Gaveston in Deddington in Oxfordshire ergreifen und nach Warwick Castle bringen. Dort wurde er nach kurzer Beratung von Warwick, Lancaster und Hereford als Verräter verurteilt und hingerichtet. Nach diesem Gewaltakt stand England kurz vor dem Bürgerkrieg, bis es nach Verhandlungen zu einer oberflächlichen Versöhnung kam und der König im Oktober 1313 auch Warwick vergab. Die Beziehungen zwischen dem König und Warwick blieben stark angespannt, und Warwick gehörte wie Lancaster und Arundel zu den Magnaten, die ihre Teilnahme am Feldzug von 1314 gegen Schottland verweigerten. Dadurch entging er der katastrophalen Niederlage des englischen Heeres in der Schlacht von Bannockburn. Nach dieser Niederlage musste der König die Regierung einem königlichen Rat überlassen, dem neben Lancaster und anderen Baronen auch Warwick angehörte. Er starb jedoch wenige Monate später, angeblich wurde er im Auftrag des Königs vergiftet. Nachwirkung, Familie und Nachkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Er wurde in Bordesley Abbey in Worcestershire begraben, die von seiner Familie schon seit langem gefördert worden war. Warwick galt als weise und gebildet, und er hatte dem Kloster bereits vor seinem Tod seine umfangreiche Büchersammlung mit einer großen Anzahl von Lebensgeschichten von Heiligen vermacht. Der im 14. Jahrhundert errichtete 39 m hohe Guy’s Tower, der zweithöchste Turm von Warwick Castle, wurde nach ihm benannt.[4] 1297 wurde er mit Isabel de Clare, der ältesten Tochter von Gilbert de Clare, 6. Earl of Hertford und von Alice de Lusignan verlobt. Die Heirat fand jedoch nie statt. Anfang 1309 hatte er Alice, die Witwe des 1307 gestorbenen Thomas of Leyburn und Tochter von Raoul VI. de Tosny geheiratet. Sein Erbe wurde sein minderjähriger Sohn Thomas, den er nach seinem Freund und Verbündeten Thomas Plantagenet, 2. Earl of Lancaster benannt hatte. Seine Witwe heiratete nach seinem Tod William la Zouche of Mortimer. | de Beauchamp, Guy 10. Earl of Warwick (I28242)
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| 48672 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guy_de_Penthièvre (Sep 2023) 1314 erhielt er die mütterliche Vizegrafschaft Limoges, die bis dahin sein älterer Bruder Johann III. von Bretagne regiert hatte und nannte sich Guido VII. von Limoges. Schon 1314 nötigte ihn derselbe Bruder, die Vizegrafschaft an dessen Gattin Isabella von Kastilien abzutreten. Als Ausgleich erhielt er die bretonische Grafschaft Penthièvre. Da Johann III. keine Kinder hatte, war Guido lange Jahre dessen Erbe als Herzog von Bretagne. Allerdings starb er vor Johann, so dass er selbst nicht Herzog wurde. Erbin wurde Guidos Tochter Johanna, deren Ansprüche jedoch von seinem jüngeren Bruder Johann von Montfort angefochten wurden: Der nun (1341) ausbrechende Bretonische Erbfolgekrieg endete erst mit dem Tod von Guidos Schwiegersohn Karl von Blois 1364 und dem Sieg des Sohnes des Johanns von Montfort, Johann V. | von der Bretagne, Graf von Penthièvre Guy (Guido) (I42393)
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| 48673 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gwenllian_ferch_Gruffydd Gwenllian ferch Gruffydd († 1136) war eine walisische Fürstin. Sie war die Tochter von Gruffydd ap Cynan, Fürst von Gwynedd und dessen Frau Angharad, Tochter von Owen ap Edwin. Sie heiratete Gruffydd ap Rhys, den Fürsten von Deheubarth. Während des großen walisischen Aufstands von 1136 gegen die Anglonormannen führte sie in Abwesenheit ihres Mannes einen Angriff auf Kidwelly Castle, um einen Angriff der Anglonormannen zu begegnen. Unweit der Burg traf sie auf eine anglonormannische Streitmacht unter Maurice de Londres, die einen Gegenangriff nach der Niederlage in der Schlacht von Loughor unternommen hatten. Die anglonormannische Truppe war den Walisern überlegen, so dass die Waliser vernichtend geschlagen wurden. Bei dem Gefecht wurden Gwenllian und ihr Sohn Morgan getötet, während ihr Sohn Maelgwn in Gefangenschaft geriet.[1] Nach anderen Angaben wurde sie gefangen genommen und nach dem Gefecht als Verräterin geköpft.[2] In vielen Quellen wird sie als „walisische Boudicca“ bezeichnet[3]; ihre eher geringe historische Bedeutung allerdings entspricht diesem Titel nicht. Das in der Nähe von Kidwelly Castle gelegene Feld, auf dem die Schlacht stattgefunden haben soll, heißt heute Maes Gwenllian (walisisch Gwenllians Feld). Ein Gedenkstein aus dem 20. Jahrhundert vor der Burg erinnert an das Gefecht. | von Gwynedd (ferch Gruffydd), Fürstin Gwenllian (I29941)
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| 48674 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gwladus_Ddu Gwladus Ddu („Gwladus die Dunkle“), mit vollem Namen Gwladus ferch Llywelyn (Gwladus, Tochter des Llywelyn) (* um 1195 in Gwynedd, Wales; † 1251 in Windsor (Berkshire)) war eine walisische Prinzessin keltischer Herkunft, deren Leben durch den Aufstieg ihres Vaters, Llywelyn ab Iorwerth Fürst von Gwynedd zum mächtigsten Fürsten von Wales, durch dessen Bemühungen, mit Waffen oder mit Diplomatie die Expansion des englischen Einflusses in Wales zu verhindern, sowie durch ihre politischen Ehen mit potentiellen Feinden – ihres Vaters und der walisischen Unabhängigkeit – gekennzeichnet war. Zu ihren Nachkommen zählen nicht nur große Teile des Adels und der Gentry in Großbritannien, sondern auch fast alle Europäischen Dynastien der Neuzeit. Herkunft Gwladus Ddu war eine Prinzessin aus der sogenannten Aberffraw Dynastie der historischen Fürsten – ursprünglich Könige – von Gwynedd im Nordwesten von Wales. Ihr Vater war Llywelyn ab Iorwerth (* um 1173; † 11. April 1240), der sich um 1200 als Fürst (König) von ganz Gwynedd (im Nordwesten von Wales) durchsetzte und dem es gelang, seinen Herrschaftsbereich so zu erweitern, dass er um 1216 der einflussreichste Herrscher in Wales war. Er trug dann den Titel „Fürst von Wales, Gwynedd und Powys Wenwynwyn, Fürst von Aberffraw und Lord of Snowdon.“ Er ging als Llywelyn Fawr (Llywelyn der Große) in die Geschichte ein. Die Familie ihres Vaters war keltischen Ursprungs. Sie stammten männlicher Linie von Rhodri dem Großen ab, der von 844 bis 878 König von Gwynedd und durch Erbschaft und Eroberung König von fast von ganz Wales geworden war. Über die Herkunft ihrer Mutter gibt es abweichende Überlieferungen und Ansichten. Nach manchen Quellen war sie die legitime Tochter von Llwelyn aus dessen 1205 geschlossenen Ehe mit Johanna von Wales (* um 1191; † 2. Februar 1237), die eine außereheliche Tochter von König Johann von England war und den Titel „Prinzessin von Wales und Herrin von Snowdonia“ trug.[1] Ein möglicher Hinweis darauf, dass ihre Mutter Johanna von Wales war, wird darin gesehen, dass diese angeblich ihre persönlichen Ländereien an Gwladus Ddu vererbte. Nach anderen war sie eine außereheliche Tochter von Fürst Llwelyn aus seiner Beziehung mit Tangwystl Goch (* um 1168; † v. 1205), einer Tochter von Llywarch “Goch” von Rhos. Nach Charles Cawley[2] stammt sie hingegen aus der Beziehung ihres Vaters mit einer namentlich unbekannten Frau. Leben Über die Jugend von Gwladus Ddu sind kaum Details bekannt. Ihr Leben war wesentlich durch ihre Herkunft aus einem der keltischen Fürstenhäuser von Wales durch die Politik ihres Vaters und durch die damalige politische Situation ihrer Heimat geprägt. Wales ist Teil des „Celtic fringe“ (keltischen Randes) Europas und zählt zu den sechs keltischen Nationen die bis heute sprachlich und kulturell ihr keltisches Erbe bewahrt haben. Das historische Wales, das aus einer Mehrzahl von Kleinkönigtümern bestand, hatte die Invasion der Angelsachsen unbeschädigt überstanden und leistete jahrhundertelang auch gegen das Vordringen der englischen Könige und der grenznahen Barone normannischer Herkunft erfolgreich Widerstand. Wie sehr die Idee des Widerstandes bis heute lebendig ist, zeigen die Devisen des modernen Wales: „Cymru am byth“ (Wales für immer) bzw. „Y Ddraig Goch ddyry cychwyn“ (Der rote Drache rückt vor) Gwladus Ddu lebte in bewegten Zeiten: sie erlebte den erfolgreichen Kampf ihres Vaters um die Vormachtstellung unter den walisischen Kleinfürstentümern ebenso mit, wie dessen Bemühungen, sich dem Hegemoniestreben der Könige von England und dem Vordringen der im Grenzbereich begüterten englischen Barone auf walisisches Gebiet zu widersetzen. Sie selbst wurde zum Spielball der väterlichen Politik, da ihre Ehen zur Sicherung von Allianzen mit mächtigen Grenzbaronen dienten. Subjekt der väterlichen Politik Ihr Vater Fürst Llywelyn der Große verdankte seinen Aufstieg zum mächtigsten Fürsten von Wales einer schlagkräftigen Armee, vor allem aber einer geschickten Diplomatie, die sich auf wechselnde Bündnisse mit potentiellen Gegnern stützte. Die größte äußere Bedrohung waren die Könige von England, die jahrhundertelang darum kämpften, Wales zu kontrollieren. Llywelyn gelang es jedoch diese Gefahr zumindest temporär dadurch zu neutralisieren, dass er mit König Johann Ohneland freundschaftliche Beziehungen knüpfte und ihn 1205 zu seinem Schwiegervater machte, indem er dessen illegetime Tochter Johanna heiratete. Für diejenigen, die Gwladus Ddu als Tochter der Johanna von Wales sehen, wäre deren Geburt ein Produkt der väterlichen Diplomatie. Die Freundschaft verwandelte sich jedoch in Feindschaft als König Johann zur Niederschlagung eines Aufstandes 1211 in Wales einmarschierte, Llywelyn besiegte und in einem Friedensvertrag zwang, ihn bei Kinderlosigkeit seiner Ehe zum Erben einzusetzen. Die Revanche kam 1215, als es Fürst Llywelyn gelang, Shrewsbury zu erobern, was wesentlich dazu beitrug, dass König Johann sich bereit fand, kurz darauf die berühmte Magna Carta zu unterschreiben. Die englischen Lords – meist normannischer Herkunft – in den benachbarten Grenzgebieten, die sogenannten „Marcher Lords“ stellten die andere äußere Bedrohung für die walisische Unabhängigkeit dar, da sie bestrebt waren, walisische Gebiete durch Eroberung oder Belehnung der englischen Könige unter ihre Kontrolle zu bringen. Durch den Willen ihres Vaters diente das Leben von Gwladus Ddu primär dazu, diese Gefahr zu vermeiden. Heiratspolitik Ihr Vater Fürst Llywelyn der Große hatte nach Charles Cawley[3] nicht nur drei eheliche, sondern auch sechs außereheliche Kinder, die zur Absicherung strategischer Allianzen einsetzbar waren. Das Leben von Gwladus Ddu war daher entscheidend durch die Taktik ihres Vaters geprägt, strategische Bündnisse durch Familienverbindungen abzusichern. Ihre Aufgabe war es, die Grenzen von Wales durch die Ehe mit potentiell gefährlichen Lords der englischen Grenzmarken abzusichern. Ihr Vater verheiratete sie daher nacheinander mit zwei der mächtigen Lords der benachbarten Marken. Ihr erster Ehemann war (1215/16) Reginald de Braose († 1228), der neben englischen Herrschaften auch die walisischen Territorien Brecon, Abergavenny und Builth kontrollierte.[4] Dessen Familie war normannischer Herkunft mit dem Stammsitz Briouze. Bereits dessen Vater, William de Braose, 4. Lord of Bramber († 1211) hatte in Wales bedeutende Territorien – u. a. Gower, Abergavenny, Brecknockshire, Builth u. Radnorshire – kontrolliert, sie aber ab 1207 durch eine Rebellion gegen König Johann verloren. Llywelyn hatte während des dadurch entstandenen Machtvakuums ab 1208 das südliche Powys und das nördliche Cerdigion erobert. Durch ihre Ehe wurde Gwladus Ddu in den Krieg der Barone gegen Johann König von England (1199–1216) hineingezogen, da Reginald ab 1213 den Kampf seines Vaters gegen den König fortsetzte und erst im Mai 1216 zu einem Ausgleich mit dem König kam. Als Rebell war er deshalb von der Unterzeichnung der Magna Carta durch König Johann ausgeschlossen, hingegen findet sich sein Schwiegervater Llywelyn ab Iorwerth unter den Unterzeichnern dieses historischen Dokuments. Nach ihrer Eheschließung im Jahre 1215 bemühte sich ihr Vater Llywelyn, Reginald in seinem Kampf gegen König Johann auf seine Seite zu ziehen, indem er ihn mit umfangreichen Lehen in Wales ausstattete. Gwladus Ddu kehrte dadurch in ihre Heimat Wales zurück. 1217/18 söhnte sich Reginald mit dem Nachfolger Johanns, Heinrich III. aus, der ihm diesmal seine Besitzungen als englische Lehen bestätigte. Dies wurde von Fürst Llywelyn – und wohl auch von Gwladus Ddu – als offener Bruch des bestehenden durch die Ehe besiegelten Bündnisses gegen England betrachtet, wodurch es in der Folge zu wiederholten kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Reginald und seinem Schwiegervater kam. Reginald konnte sich letztlich nur dank der militärischen Unterstützung durch Heinrich III. in seinen walisischen Territorien halten. Gwladus Ddu war als Tochter bzw. Ehefrau der beiden Gegner durch diese Kämpfe wohl zerrissen zwischen der Identifizierung mit den Interessen ihres Ehemannes und der Solidarität mit ihrem Vater und der Erhaltung der Unabhängigkeit und Kultur der bedrängten keltischen Fürstentümer in Wales. Diese Spannung löste sich erst mit dem Tod ihres Ehemanns 1228. Seit kurzem verwitwet, reiste Gwladus Ddu vermutlich im Jahr 1229 nach England, da König Heinrich III. am 5. September 1229 einen Geleitbrief für ihren Bruder Dafydd ap Llywelyn ausstellte, damit dieser in Begleitung seiner Schwester nach England reisen konnte, um ihm zu huldigen.[6] Laut den Annalen von Worcester wurde Gwladus Ddu im Jahr darauf in zweiter Ehe mit einem anderen Marcher Lord, Ralph de Mortimer of Wigmore vermählt.[7] Auch dessen Familie war normannischer Herkunft und trug den Namen von Mortemer-sur-Eaulne (heute Mortemer im Département Seine-Maritime in der Region Normandie). Dessen Vorfahre, Ranulph I. de Mortimer († c. 1104), war Herr von St-Victor-en-Caux (heute Saint-Victor-l´Abbaye), aber auch bereits ein Baron in den walisischen Marken und Lord of Wigmore in Herefordshire (England). Als Mitgift brachte Gwladus Ddu – laut einer Urkunde über die Gründung des Klosters Wigmore Abbey – ihrem zweiten Ehemann die Herrschaften Kery und Kedewyn ein.[8] Auch ihr zweiter Ehemann kontrollierte Territorien in Wales und ließ um 1240 die Burgen Cefnllys Castle und Knucklas Castle (beides in Powys, Zentralwales) erbauen, wo sich wohl auch seine Ehefrau gelegentlich aufgehalten haben dürfte. Beide wurden von den Walisern 1262 zerstört. Ralph de Mortimer starb 1246, Gwladus Ddu überlebte daher auch ihren zweiten Ehemann. Legitimität und Thronfolge Gegen Ende ihres Lebens erlebte Gwladis Ddu einen internen Familienstreit um die Nachfolge ihres Vaters, als dieser im April 1240 – nach nahezu vierzigjähriger Herrschaft – verstarb. Es ging dabei primär um politische Erwägungen aber auch um die Frage der Legitimität, die Gwaldus Ddu wegen der eigenen Geburt auch persönlich betroffen haben könnte. Der natürliche Kandidat nach walisischem Recht war der erstgeborene Sohn des Fürsten, Gruffydd ap Llywelyn Fawr, der allerdings aus dessen außerehelicher Beziehung mit Tangwystl Goch stammte. Llywelyn Fawr hatte aber noch einen anderen Sohn, der für die Nachfolge in Frage kam: Dafydd ap Llywelyn, der zwar ein jüngerer, dafür der einzig legitime Sohn des Fürsten war. Er bevorzugte seinen legitimen Sohn, da er (irrtümlich) meinte, dass dieser – als Cousin des Königs von England – erheblich größere Chancen haben würde, die Unabhängigkeit seines Fürstentums gegen die expansiven Bestrebungen Englands bzw. der Barone der benachbarten englischen Marken zu wahren. Der Nachfolgestreit endete damit, dass sich Dafydd ap Llywelyn – trotz weitgehender Ablehnung des „Halb-Engländers“ durch die walisische Bevölkerung – durchsetzte und von 1240 bis 1246 auf seinen Vater folgte. Seinen älteren Bruder Gruffydd ap Llywelyn Fawr nahm er gefangen, musste ihn aber an König Heinrich III. von England ausliefern, der ihn als Geisel im Tower in London inhaftierte, wo er 1244 verstarb. Gwladus Ddu selbst verstarb, wie die wichtigste Primärquelle zur Geschichte von Wales, „Brut y Tywysogion“ (Chronik der Fürsten) erwähnt, im Jahre 1251 in Windsor in Berkshire. Ehen Gwladus Ddu heiratete in erster Ehe 1215/1216 als dessen zweite Ehefrau Reginald de Braose, Lord of Brecon und Abergavenny. Gwladus Ddu heiratete in zweiter Ehe um 1230 Ralph de Mortimer of Wigmore († 6. August 1246, begraben in Wigmore Abbey) Weitere Nachkommen Gwladus Ddu hinterließ eine zahlreiche Nachkommenschaft: [12] In England fallen darunter u. a. die Könige Edward IV. Plantagenet (1461–1470 u. 1471–1483), Heinrich VIII. Tudor (1485–1509) – und drei seiner sechs Ehefrauen Anne Boleyn (* 1501/1507, † 1536), Jane Seymour (* c. 1509, † 1537) und Catherine Howard (* 1521/25, † 1542) und damit auch Königin Elisabeth I. Tudor (1558–1603). In Schottland zählten dazu u. a. König James II. Stuart (1437–1460) und dessen Nachkommen, darunter Maria Stuart (1542–1567) und das aktuelle britische Königshaus. Über Elizabeth de la Pole(† 3. April 1440), eine Tochter von Michael de la Pole, 2. Earl of Suffolk (* v. 1367, † 1415), stammen auch Anna Jagiellonka (* 1503, † 1547), die Erbin der Königreiche Böhmen und Ungarn und Gemahlin von Ferdinand I. (Römischer Kaiser, Erzherzog von Österreich etc.) – und damit praktisch alle europäischen Herrscherhäuser – von Gwladus Ddu und ihren keltischen Vorfahren ab. | Ddu (von Gwynedd), Gwladus (I29872)
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| 48675 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hainhausen Hainhausen Hainhausen ist heute der kleinste Stadtteil von Rodgau im südhessischen Landkreis Offenbach. Geographische Lage Hainhausen liegt an der Rodau in der Rhein-Main-Ebene auf 122 m über NHN, rund sieben Kilometer westlich von Seligenstadt. Rodgau-Hainhausen wird unterteilt in Hainhausen Ost und Hainhausen West. Geschichte Mittelalter 1108 wird ein Haginhusen als Standort einer Wasserburg der Herren von Hagenhausen erstmals urkundlich erwähnt.[3] Die Zuordnung dieser Nennung zu Hainhausen ist allerdings fraglich.[1] Die nächste Erwähnung erfolgte 1122. Die Reste der Wasserburg Hainhausen sind als Bodendenkmal in einer Wiese nahe der Rodau an der heutigen Burgstraße erhalten. Das Geschlecht der Hagenhausener siedelte in den Taunus um und nannte sich seit dem nach ihrer dortigen Burg von Eppstein. Hainhausen war unter eppsteinischer Herrschaft Teil des Amtes Steinheim. 1371 verpfändete Eberhard von Eppstein Hainhausen je zur Hälfte den Grafen von Katzenelnbogen und den Herren von Hanau. 1393 gelangte das Pfand insgesamt an die Herren von Kronberg. Kirchlich gehörte das Dorf als Filiale zu Weiskirchen. Frühe Neuzeit 1425 verkaufte Gottfried von Eppstein das Dorf an das Kurfürstentum Mainz. Seinen Tiefpunkt erlebte der Ort – ebenso wie seine Nachbargemeinden – im Dreißigjährigen Krieg, als auch die Pest unter der Bevölkerung wütete. Die letzten Überlebenden flehten den Pest-Patron St. Rochus um Hilfe an. Das Ende der tödlichen Epidemie wird noch heute alljährlich (am 16. August) mit einer Prozession gefeiert, deren Ziel ursprünglich die bereits 1692 geweihte Rochus-Kapelle war. Seit Ende des 19. Jahrhunderts dient die an anderer Stelle im Ortskern neu errichtete Rochus-Kirche als deren Endpunkt. In den Jahren 1631–1634, während des Dreißigjährigen Kriegs, beschlagnahmte König Gustav II. Adolf das Amt als Kriegsbeute und stattete die nachgeborenen Hanauer Grafen Heinrich Ludwig von Hanau-Münzenberg und Jakob Johann von Hanau-Münzenberg, die mit ihm verbündet waren, damit aus.[4] Da beide Grafen schon bald starben und der Westfälische Friede auf das Normaljahr 1624 abstellte, kam Hainhausen wieder an Kurmainz, wo es bis 1803 verblieb, als es im Zuge der Säkularisation an das Großherzogtum Hessen fiel. Mehr unter dem Link oben.. | von Eppstein ( III. von Hainhausen), Gerhard I. (I12080)
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| 48676 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Håkon_V._(Norwegen) (Aug 2023) Håkon V. war gebildet und konnte zum Beispiel Reden auf Latein halten.[1] 1302 gelang es ihm, das Thronfolgegesetz so zu ändern, dass die ehelichen Söhne seiner Tochter in der Thronfolge an die dritte Stelle nach eventuellen eigenen Söhnen aufrückten. Damit wurde die Ehe mit seiner Tochter zum Politikum, und sie wurde je nach politischem Kalkül an verschiedene Fürsten verlobt. Er baute die Festungen Akershus, Vardøhus und Båhus. Er sah seine Regierungsaufgabe in christlicher Perspektive und baute viele Pilger-Hospize auf dem Pilgerweg nach Nidaros. Er unterstützte die Missionsarbeit und sah zu, dass die Arbeiter ihren Lohn bekamen. Er stattete die Kirchen gut aus, besonders die Marienkirche in Oslo. Er führte eine große und radikale Verwaltungsreform durch, die Norwegen zu einem Staat formte, der sich an der Schwelle zur Neuzeit befand. Dabei waren sowohl Vorbilder aus Frankreich und England maßgeblich, als auch der kurz vor seiner Zeit verfasste anonyme Königsspiegel. Mit seinem Tod starb das Sverre-Geschlecht im Mannesstamm aus. Er wurde bis ins 16. Jh. für heilig gehalten, und in der Marienkirche stand sogar ein Altar zu seiner Verehrung. Viele Wunder wurden von ihm berichtet. | von Norwegen, König Håkon V. (I42159)
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| 48677 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hamelin_de_Warenne,_Earl_of_Surrey Hamelin de Warenne, Earl of Surrey Hamelin de Warenne, Earl of Surrey (manchmal auch anachronistisch Hamelin Plantagenet genannt) (* 1129; † 7. Mai 1202) war ein Adliger am Hof der englischen Könige Heinrich II., Richard I. und Johann Ohneland. Leben Er war ein unehelicher Sohn von Gottfried von Anjou, also ein Halbbruder von Heinrich II. [1] und Onkel von Richard I. und Johann. Heinrich gab ihm eine der reichsten Erbinnen Englands zur Ehefrau, Isabella de Warenne, Countess of Surrey aus eigenem Recht. Sie war die Witwe von Wilhelm von Blois († 1159), dem dritten Sohn des Königs Stephan. Hamelin und Isabella heirateten im April 1164, danach wurde Hamelin üblicherweise als Comte de Warenne bezeichnet denn als Earl of Surrey. Als Konsequenz nahmen er und seine Nachkommen den Familiennamen Warenne an. Sein Grundbesitz lag um Conisbrough in Yorkshire, wo Hamelin eine starke Burg baute. Er besaß auch den „third penny“ der Grafschaft Surrey (d. h. ein Drittel der Steuereinnahmen von den Höfen der Grafschaft) sowie die Burgen Mortemer und Bellencombre in der Normandie. Hamelin beteiligte sich 1164 an der Denunziation Thomas Beckets, wurde aber nach dessen Tod zu einem der eifrigsten Befürworter von Beckets Kanonisierung. 1176 begleitete er seine Nichte Johanna zu ihrer Hochzeit nach Sizilien. Zeit seines Lebens stand Hamelin loyal zu König Heinrich II., auch als sich viele Adlige gegen ihn stellten, zu König Richard I. und dessen Regenten Wilhelm von Longchamp. Er nahm an der zweiten Krönung Richards 1194 ebenso teil wie an der Krönung Johanns 1199. Er starb 1202 und wurde im Kapitelhaus von Lewes Priory in Sussex bestattet. Sein Nachfolger als Earl of Surrey wurde sein Sohn William de Warenne[2]. Seine Tochter Adela war die Mätresse ihres Vetters König Johann und die Mutter von Richard of Chilham. Mehr unter dem Link oben.. | von Warenne (Plantagenêt), Graf Hamelin (I12577)
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| 48678 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Caspar_Hirzel_(Politiker,_1617) Hans Caspar Hirzel war der Sohn des Zunftmeisters zur Saffran und späteren Bürgermeisters Salomon Hirzel. Seine Mutter war Elisabeth Keller, deren Vater als Grosskaufmann, Landvogt von Greifensee und Schultheiss am Zürcher Stadtgericht wirkte. Sein Pate war der Theologe Kaspar Waser, Vater des späteren Bürgermeisters Johann Heinrich Waser. Hirzel genoss zunächst die für begabte Zürcher Bürgerssöhne vorgesehene humanistische Ausbildung. Nach Abschluss der Lateinschule setzte er sein Studium an der Genfer Akademie bei Jakob Laurenz, Professor der griechischen Sprache, fort. Im Oktober 1634 reiste er mit seinem Bruder Hans als Begleiter des Vaters nach Paris. Hier hatte Salomon Hirzels Gesandtschaft namens der reformierten Orte die Abschaffung neuer Zölle auf Handelsgütern und die Herausgabe der von Frankreich geschuldeten Pensionen zu betreiben. Salomons Söhnen sagte König Ludwig XIII. eine diplomatische Laufbahn voraus: «Unterdessen verlangte der König unsere jungen Söhne zu sehen, die wurden ihm durch Herrn Bautru zugeführt. Und als der dem kaiserlichen Residenten eine Audienz gab und zum Fenster ging, gingen sie alle nacheinander zu ihrer Majestät und machten die tiefste Verbeugung. Dieser zeigte sich ihnen gegenüber freundlich und nahm auch seinen Hut ab. Als Sohn Hans ihm die Referenz erwies, sprach der Künig zu Herrn Bautru: Dieser scheint ein Ambassador zu sein! Bautru antwortete: Ja Sire, das ist sein Sohn – und hier ist der andere!» Nach einer Bildungsreise nach Padua, wo er Vorlesungen an der juristischen Fakultät besuchte, heiratete Hans Caspar Hirzel 1636 die 16-jährige Katharina Orelli, Tochter des verstorbenen Zürcher Seidenhändlers, Ludwig Orelli (1576–1632). 1637 zog er mit seiner Familie vom väterlichen «Haus zur Haue», das er erst dreissig Jahre später wieder bewohnen sollte, an den Neumarkt in das von seinem Schwiegervater hinterlassene «Haus zum Rech». Um sich trotz mehrerer Verwandter, die bereits im Rat sassen, für die Übernahme eines politischen Amtes zu qualifizieren, kaufte er sich im gleichen Jahr in die «Zunft zum Schaaf» ein. Die Wahl dieser Zunft, die mit der Bearbeitung von Textilien und Pelzen beschäftigte Schneider, Kürschner und Tuchscherer vereinigte, lag auch deshalb nahe, weil sie seinen unternehmerischen Interessen und seiner ab 1641 dokumentierten Beteiligung an der väterlichen Baumwollmanufaktur in der Gerichtsherrschaft Altikon entgegenkam. 1638 schlug Johann Heinrich Waser – zu dieser Zeit noch als Stadtschreiber – Hans Caspar Hirzel, der als Zwölfer im grossen Rat sass, zur Wahl zum Ratssubstituten und Gehilfen in der Zürcher Kanzlei vor. Waser notierte: «Mein Herr Bürgermeister, sein Vater, und er selbst erbaten dies nachdrücklich von mir, da sie ihn dem Kanzleidienst aufzuopfern gedachten.» An diese Stellung schlossen sich 1645 die Wahl zum Unterschreiber und 1650, dem Jahr, in dem er die Gerichtsherrschaft Kefikon und Islikon erwarb, jene zum Stadtschreiber an. Das Amt des Stadtschreibers behielt Hirzel auch 1658 bei, als er zum Landvogt von Thurgau bestellt wurde. 1665 wurde er Zunftmeister «zum Schaaf» und damit Kleinrat, nur Wochen später trat er das Amt des Zürcher Statthalters an, zu dem ausserdem die Verwaltung der Gemeinde Rümlang als Obervogt gehörte. Neben seinen politischen Ämtern blieb er dabei ein einflussreicher Akteur im Zürcher Tuchhandel: 1666 sanierte er die von den Söhnen des Wollen- und Seidenhändlers Martin Orelli-Haag betriebene Firma «Herren Orellen uf dem Graben», indem er für 11'000 Gulden den «Tiefenhof» mitsamt Wohnhaus, dazugehörigen Gebäuden, Gärten, Wiesen, den Mobilien zur Wollenhandlung und fünf Seidenrädern erwarb. Die Leitung des neuen Betriebs übernahm sein Sohn Salomon Hirzel-Hess (1641–1716) zusammen mit dem schon zuvor beteiligten Hans Ulrich Orelli. Durch Übernahme des grössten Teils einer Bürgschaft wendete Hirzel im gleichen Jahr die schlimmsten Folgen des Konkurses seines Neffen, des Tuchhändlers Salomon Hottinger, ab. Seine eigene Firma belieferte er ökonomisch vorteilhaft mit Garn, das die von ihm in der Gerichtsherrschaft Kefikon und Islikon errichtete Wollmanufaktur produzierte. Als 1668 die verbündete Freigrafschaft Burgund von französischen Truppen eingenommen wurde, wirkte Hans Caspar Hirzel als Kriegsrat bei der Errichtung eines eidgenössischen Defensionale mit. Diese Vereinbarung war auf die gemeinsame Verteidigung der durch die vorrückenden Kriegsparteien besonders gefährdeten Grenzregionen bei Basel, Genf und im Waadtland gerichtet. Den Höhepunkt seiner politischen Laufbahn erreichte er 1669 anlässlich seiner Wahl zum Bürgermeister und Nachfolger des verstorbenen Johann Heinrich Waser. Nun stand ihm auch der Eintritt in die Adelsgesellschaft der «Schildner zum Schneggen» offen, die ihn – auch hier in Nachfolge Wasers – zu ihrem Obmann kürte. 1673 erwarb er das Landgut «Wangensbach» in Küsnacht aus der Konkursmasse seiner Neffen, den Söhnen des Statthalters Salomon Hirzel. Diese sowie weitere von den Gläubigern angesprochene Verwandte – unter ihnen auch der Küsnachter Amtmann Leonhard Hirzel (1631–1708) – unterstützte er zudem bei der Begleichung ihrer aus dem Seidenhandel entstandenen Schulden. Den herrschaftlichen Sitz am «Wangensbach», zu dem ein weit ausgedehntes Rebgelände sowie eine Landwirtschaft gehörten, baute er zum «Schloss Küsnacht» aus. Hans Caspar Hirzels politische Tätigkeit fiel in eine Zeit konfessioneller Auseinandersetzung, die unter anderem die Ostschweiz (Graubünden, Thurgau, St. Gallen), aber auch die weitere politische Landschaft Europas betrafen. Er verhandelte mit Herzog Karl Emanuel II. von Savoyen das Schicksal der reformierten Waldenser, verantwortete die sichere Verwahrung der Kleinodien, die Pfalzgraf Karl, Kurprinz von Heidelberg, als Pfand für eine Anleihe der Stadt Zürich hinterlegt hatte und trat auf die zahllosen, diplomatisch meist heiklen Werbungen europäischer Machthaber um Zürcher Kriegsvölker ein. Als Zürcher Gesandter nahm er an 66 Tagsatzungen teil. 1681 begrüsste er als Anführer einer Gesandtschaft von 250 berittenen Vertretern der reformierten Orte den zu dieser Zeit verbündeten König Ludwig XIV. von Frankreich, als dieser in Ensisheim bei Mülhausen weilte. In Zürich war er mit der Verwaltung des väterlichen Erbes betraut, wusste aber auch seine politische Stellung für die Festigung der Belange seiner Familie und der ihr nahestehenden Geschlechter zu nutzen: Er reorganisierte das Amt des zunehmend in Konkurrenz zum Bürgermeister geratenen Säckelmeisters, führte eine Regel ein, die es Dienstnehmern fremder Herren weiterhin erlaubte, Pensionen zu empfangen, und revidierte ein in seiner Abwesenheit beschlossenes Gesetz, nach dem «keiner Bürgermeister im Rat werden könne, in dem bereits ein Sohn oder Bruder sitze. Und müsse weiterhin die Wahl eines Bürgermeisters vollkommen frei sein, und weder der Einsitz eines Sohnes noch jener eines Bruders im gleichen Rat diese auf irgendeine Weise behindern.» 1679 setzte er die zuvor lange vergeblich betriebene Aufnahme der Familie Orelli in den streng begrenzten Kreis der ratsfähigen Geschlechter durch, deren Vorfahren einst als Glaubensflüchtlinge von Locarno nach Zürich gekommen waren. Wie vor ihm bereits sein Vater verfasste Hans Caspar Hirzel eine Autobiografie, in der er neben Aufzeichnungen über familiäre Ereignisse und zeitgenössisches Geschehen unter anderem auch seine Beobachtung des grossen Kometen von 1681 beschrieb. | Hirzel, Hans Caspar (I56219)
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| 48679 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Caspar_Hirzel_(Schriftsteller) Hans Caspar Hirzel, auch Johann Kaspar (* 21. März 1725 in Kappel am Albis; † 18. Februar 1803 in Zürich) war ein Schweizer Arzt und Schriftsteller. Seine Eltern waren der Kaufmann und Statthalter Hans Caspar Hirzel (1698–1751) und dessen Ehefrau Regula Hirzel (1699–1741), eine Tochter des Statthalters Salomon Hirzel (1671–1744). Der Historiker und Politiker Salomon (1727–1818) war sein Bruder. Er war Oberstadtarzt und Mitglied des Grossen Rats in Zürich, bereiste mit Johann Georg Sulzer die Schweiz und Deutschland und lernte in Berlin die damaligen Koryphäen der deutschen Literatur kennen. Ewald Christian von Kleist lebte einige Wochen bei ihm, und die von Friedrich Gottlieb Klopstock in einer seiner Oden besungene Bootsfahrt auf dem Zürichsee leitete Hirzel. 1762 war er Mitbegründer und erster Vorsteher der Helvetischen Gesellschaft. Er heiratete 1748 Anna Maria Ziegler und nach deren Tod 1791 Regula Leu. Aus erster Ehe hatte er sechs Söhne und sieben Töchter, darunter: Hans Caspar (1751–1817), Arzt und Philanthrop ⚭ Salomea Hottinger Werke Die Wirthschaft eines philosophischen Bauers. Zürich 1761 (über Jakob Gujer). Das Bild eines wahren Patrioten. Zürich 1767. Auserlesene Schriften zur Beförderung der Landwirtschaft. Zürich 1792. Denkmal Herrn Doctor Laurenz Zellwegers von Trogen im Appenzeller-Land von der Helvetischen Gesellschaft errichtet. David Gessner, Zürich 1765. Herrn Doctor Zellwegers patriotischer Abschied von der Helvetischen Gesellschaft. Heidegger und Compagnie, Zürich 1765. (doi:10.3931/e-rara-14399). | Hirzel, Hans Caspar (I56306)
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| 48680 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Franz_Nägeli Hans Franz Nägeli wurde als Sohn des Hans Rudolf Nägeli und der Elisabeth Sommer geboren. Ein jüngerer Bruder war der Chorherr, Domherr und Landvogt Sebastian Nägeli (1504–1549). 1521 stand er mit 300 Bernern in päpstlichen Diensten. Ab 1522 gehörte er dem bernischen Grossen Rat an, 1525 bis 1529 war er Schultheiss von Burgdorf und ab 1529 bis 1578 auch Mitglied des Kleinen Rats der Stadt Bern. 1533 bis 1540 hatte er das Amt als Säckelmeister inne, und 1540 bis 1568 war er Schultheiss von Bern, meistens abwechselnd alle zwei Jahre und vertrat die Stadt auch an der Tagsatzung der Alten Eidgenossenschaft. 1525 bis 1526 diente Nägeli als Hauptmann im Müsserkrieg, um den Heerführer Gian Giacomo Medici aus dem Veltlin zu vertreiben. 1531 im zweiten Kappelenkrieg verteidigte er mit 2000 Mann die bernische Grenze bei Aigle. Ab 1529 war er ein Förderer der Reformation in Murten, Neuenburg, Payerne und Avenches, doch bekämpfte er die Wiedertäufer. 1536 eroberte er als bernischer Feldhauptmann mit 6000 Mann die Waadt von den Savoyern und beendete die Belagerung der Stadt Genf, die gerade die Reformation eingeführt, den Bischof vertrieben und sich von Savoyen losgesagt hatte. In den folgenden Friedensverhandlungen vermittelte der gebildete Nägeli, der Deutsch, Französisch und Latein sprach, zwischen Genf und Savoyen. Deshalb war er 1537 auch bei Franz I. in Paris. 1563 bis 1564 nahm er an den Friedensverhandlungen von Lausanne teil, in denen er weitsichtig für Bern die eroberten Gebiete Pays de Gex und Thonon an Savoyen zurückgab, um eine spanisch-französische Militärintervention gegen Bern zu vermeiden. Nägeli war durch Erbschaft zu einem Drittel Mitherr zu Münsingen, und er liess das Schloss renovieren und ausbauen. Sein Vater wohnte an der Junkerngasse 27 in Bern von 1494 bis zu dessen Tod 1522. 1527 erwarb er den Westteil des Hauses an der Gerechtigkeitsgasse 60, er baute ihn 1531 neu auf und wohnte dort bis zu seinem Tod 1579. Durch Kauf war er ab 1545 Herr zu Bremgarten und Besitzer des Schlosses Bremgarten. 1556 kaufte er das frühere Haus des Zisterzienserinnenklosters Fraubrunnen am Kornhausplatz 11. Er besass auch in Niederbottigen ein Haus und Güter in der eroberten Waadt. | Nägeli, Hans Franz (I57929)
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| 48681 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Frisching Hans Frisching (* 29. April 1486 in Erlach; † 22. März 1559 in Bern) Frisching war der Schwager des Malers, Dichters und Staatsmannes Niklaus Manuel. Er machte eine Lehre als Metzger und nahm als erster seines Geschlechts Stubenrecht auf der Berner Gesellschaft zu Metzgern. 1518 wurde er wegen Totschlags zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Er erwarb daraufhin das Burgerrecht von Freiburg im Üechtland und blieb dort bis 1530. Nach den Oberländer Reformationsunruhen ersuchte er, um nach Bern zurückkehren zu können. 1529 erwarb er in Bern das ehemalige Sässhaus des Klosters Frienisberg, den unteren Teil des Frischinghauses. Nach zwei kinderlosen Ehen und der Geburt zweier unehelicher Söhne heiratete er 1533 Christina Zehender, Tochter des Marquard Zehender, die ihm 13 Kinder schenkte. 1535 gelangte er in den Grossen Rat, war 1536 Landvogt zu Moudon und gelangte 1542 in den Kleinen Rat. In Lausanne setzte er als Landvogt ab 1546 die Einführung der Reformation gewaltsam durch. 1554 erwarb er die Herrschaft Daillens. | Frisching, Hans Franz (I51007)
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| 48682 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Steiger_(Schultheiss) Hans Steiger wurde als Sohn des Berner Ratsherrn Bartlome Steiger und seiner Frau Barbara Salome Thormann geboren. Ab 1538 sass er bereits im bernischen Grossen Rat. Er war von 1539 bis 1544 Landvogt von Nyon, ab 1545 Mitglied des Kleinen Rates, 1546 bis 1547 Landvogt von Nidau, 1547 bis 1548 Venner zu Gerwern, 1548 bis 1562 Welschseckelmeister und ab 1562 bis 1580 abwechslungsweise Schultheiss von Bern (bis 1564, 1566–1568, 1570–1572, 1574–1576 und 1578–1580). Steiger wurde zudem oft mit Gesandtschaften betraut, u. a. nach Lausanne 1545, nach Münster 1547 und 1564 nach Nyon bezüglich der Rückgabe der Vogteien Gex, Thonon und Ternier durch Bern an Savoyen. 1569 wurde er erster Feldoberst der bernischen Truppen. Steiger kaufte 1536 von Ludwig von Diesbach einen Teil des unteren Hauses an der Junkerngasse und übernahm 1544 den anderen Teil von seinem Stiefvater Martin Zulauf, das heutige Beatrice-von-Wattenwyl-Haus. Er besass weiter die Freiherrschaft Rolle ab 1558, die Herrschaften Mont-le-Grand ab 1553, Mont-le-Vieux, Bière, Begnins, Sépey, Rosey, Mollens, kurz auch Oron ab 1555 und Palézieux. Er war ab 1559 Mitherr und später alleiniger Inhaber der Herrschaft Münsingen, wozu auch die Nachbardörfer Niederwichtrach und Ursellen gehörten. 1560 erwarb er Beitenwil, 1574 Schloss Allaman bei Rolle. 1578 erhielt er von seinem Schwiegervater Hans Franz Nägeli die restlichen Anteile von Münsingen und Schloss Ursellen. | Steiger (mit dem weissen Bock), Johannes (Hans) (I57924)
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| 48683 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hanxleden_(Adelsgeschlecht) Hanxleden (auch Hunxler oder Hangelscke) ist der Name eines alten westfälischen Adelsgeschlechts, dessen Stammsitz Hanxleden heute ein Ortsteil von Schmallenberg im Hochsauerlandkreis ist. Im 14. und 15. Jahrhundert stellte das Geschlecht über vier Generationen den Amtmann von Fredeburg. Im Rahmen der Soester Fehde stellten sich die Brüder Hunold und Goddert als klevisch-märkische Amtleute von Fredeburg und Bilstein zwar zunächst gegen den Erzbischof von Köln, lösten den Konflikt für ihren Verantwortungsbereich aber schon 1445, lange vor Ende des Krieges, auf diplomatischem Wege. In der Folge war das Haus Hanxleden im Raum Fredeburg/Bilstein allerdings nicht mehr nachweisbar und zerstreute sich auf fünf Linien, drei im kurkölnischen Westfalen und zwei im Herzogtum Jülich-Berg. Die letzte westfälische Linie erlosch 1771. Ein bis heute bestehender Zweig kam 1614 nach Hessen (Wasserschloss Gershausen). | von Hanxleden, Goddert II. (I41171)
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| 48684 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hanxleden_(Adelsgeschlecht) Hanxleden (auch Hunxler oder Hangelscke) ist der Name eines alten westfälischen Adelsgeschlechts, dessen Stammsitz Hanxleden heute ein Ortsteil von Schmallenberg im Hochsauerlandkreis ist. Im 14. und 15. Jahrhundert stellte das Geschlecht über vier Generationen den Amtmann von Fredeburg. Im Rahmen der Soester Fehde stellten sich die Brüder Hunold und Goddert als klevisch-märkische Amtleute von Fredeburg und Bilstein zwar zunächst gegen den Erzbischof von Köln, lösten den Konflikt für ihren Verantwortungsbereich aber schon 1445, lange vor Ende des Krieges, auf diplomatischem Wege. In der Folge war das Haus Hanxleden im Raum Fredeburg/Bilstein allerdings nicht mehr nachweisbar und zerstreute sich auf fünf Linien, drei im kurkölnischen Westfalen und zwei im Herzogtum Jülich-Berg. Die letzte westfälische Linie erlosch 1771. Ein bis heute bestehender Zweig kam 1614 nach Hessen (Wasserschloss Gershausen). | von Hanxleden, Johann (I58067)
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| 48685 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hartmann_I._(Württemberg) Die Brüder Hartmann I. und Ludwig III. nannten sich beide gleichzeitig „Graf von Wirtemberg“, so dass davon auszugehen ist, dass beide die Grafschaft gemeinsam verwalteten. Beide sind Söhne des Grafen Ludwig II. Urkundlich erwähnt werden beide bei König Otto IV. auf rheinischen, schwäbischen und fränkischen Pfalzen. Hartmann begleitete Otto auch nach Rom zu seiner Kaiserkrönung und wird mehrfach als Zeuge in den vom Kaiser in Italien aufgestellten Urkunden erwähnt. Nach der Erhebung Friedrichs II. von Staufen zum König und Kaiser wandte er sich mit seinem Bruder den Staufern zu: Beide standen Friedrich und seinem Sohn und Mitkönig Heinrich (VII.) bei wichtigen Reichsverhandlungen zur Seite. Hartmann richtete seine Territorialpolitik durch die Heirat mit einer Erbtochter der Grafen von Veringen auf Oberschwaben aus. Er erwarb dort Güter, die bis etwa in das Jahr 1200 im veringischen, nachher aber im württembergisch-grüningischen Besitze vorkamen (zum Beispiel Altshausen, Burg Alt-Veringen selbst, Rechte zu Eschach, und die Grafschaft des östlichen Apphagaues), sowie Grüningen, nach dem sich sein Sohn Konrad III.von Württemberg ab 1227 Konrad von Grüningen nennt (ego Cunradus dei gratia comes de Gruningen). Als weiterer Sohn Hartmanns gilt der 1231 genannte Hermann von Württemberg, der als ein genealogisch wichtiges Bindeglied zwischen Graf Hartmann I. und Graf Ulrich dem Stifter angesehen wird. Außer Teilen der Grafschaft Veringen kamen durch Hartmanns Heirat auch der Vorname Eberhard und das Hirschstangen-Wappen der Veringer ins Haus Württemberg. Entgegen Schwennicke kann Hartmanns Ehefrau allerdings keine Tochter Graf Wolfrads I. von Veringen (urk. 1160–1216) gewesen sein, denn dann hätte die um 1252/54 geschlossene Ehe des Enkels Hartmann I. von Grüningen mit Wolfrads I. Urenkelin Hedwig von Veringen im verbotenen Grad 3 : 3 gestanden. Der Dispens des Papstes Innozenz IV. für diese Heirat von 1252 und 1254 wurde jedoch wegen Verwandtschaft im vierten Grad erteilt.[5] Daher und wegen des von den Veringern ins Haus Württemberg übernommenen Vornamens Eberhard halten Decker-Hauff und andere Forscher Wolfrads I. söhnelosen Bruder Graf Eberhard I. von Veringen (urk. 1160/69–1185/86) für den Schwiegervater Hartmanns I. von Württemberg. In diesem Fall waren die Eheleute Hartmann I. von Grüningen und Hedwig von Veringen 1252/54 genau in dem im Dispens beschriebenen Grad 4 : 4 miteinander verwandt. | von Württemberg, Graf Hartmann I. (I11817)
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| 48686 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hartmann_I._von_Dillingen Hartmann I. von Dillingen († 16. April 1121 im Kloster Neresheim) war Graf von Dillingen und gründete das Kloster Neresheim. Hartmann entstammte dem schwäbischen Geschlecht der Grafen von Dillingen, das im Donauraum begütert war. Er war der Sohn von Hupold († 1074), Graf von Dillingen.[1] Durch die Ehe Hartmanns I. von Dillingen mit Adelheid von Winterthur-Kyburg, vermutlich eine Tochter des letzten Winterthurer Grafen Adalbert II., kamen die Grafen von Dillingen zu weitläufigen Besitzungen und Gebietsansprüchen im Thurgau und nannten sich nun auch Grafen von Kyburg. Ein Sohn von Hartmann war Ulrich I. von Kyburg-Dillingen († 1127), Bischof von Konstanz. Eine Tochter war Adelheid von Dillingen († 1. Dezember 1141 als Nonne im Kloster Zwiefalten), die verheiratet war mit Ulrich I. von Gammertingen († 18. September 1110), Graf von Gammertingen. Das Kloster Neresheim wurde 1095 von Graf Hartmann von Dillingen und seiner Frau Adelheid als Augustiner-Chorherrenstift gegründet und 1106 in eine Benediktinerabtei umgewandelt, die sich der Hirsauer Reform anschloss. Vor seinem Tod trat Hartmann I. als Mönch in das Kloster Neresheim ein und starb dort im Jahr 1121. | von Kyburg (von Dillingen), Graf Hartmann I. (I5359)
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| 48687 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hartmann_II._von_Grüningen Hartmann I. oder Hartmann I. + Hartmann II. + Hartmann III. ? Es existiert die Hypothese, es habe Vater, Sohn und Enkel gegeben, die allesamt Hartmann von Grüningen hießen und von der modernen Geschichtsforschung fälschlich zu einer Person, dem Vater Hartmann I. von Grüningen, zusammengefasst wurden. Der vorliegende Artikel über Hartmann II. steht daher im Widerspruch zu dem Artikel über Hartmann I. von Grüningen. Ebenfalls auf der Annahme der drei Hartmänner beruht der Artikel über Hartmann III. von Grüningen. Herkunft und Ansprüche Traditioneller Anspruch auf Grüningen Das Vorstreitrecht, die Reichssturmfahne und das damit verknüpfte Grüninger Königslehen (Burggrafschaft und Kommune) sollen seit Karl dem Großen schwäbischen Gefolgsleuten vorbehalten und vererbbar gewesen sein. Amt und Lehen schienen prominent genug, dass sich beispielsweise die Grafen von Maden danach benannten, obwohl sie andernorts weit mehr Besitz hatten: Von Graf Werner IV. von Grüningen, der ein naher Verwandter des ersten nachweisbaren Württembergers Konrad von Württemberg war und 1121 ohne Nachkommen verstarb, leiteten die Württemberger Grafen offenbar den stets mit großer Energie verfolgten Anspruch auf Reichssturmfahne, Burg und Stadt Grüningen ab. 1139 hielt Staufer-König Konrad III. in der Grüninger Königspfalz einen Hoftag ab und urkundete für das Kloster Denkendorf. Unter den Zeugen befanden sich die Württemberger Grafen Ludwig und Emicho. An einen der beiden hatte Konrad möglicherweise das zuvor selbst bekleidete Amt des Reichssturmfähnrichs abgegeben. So findet sich danach ein weiteres württembergisches Brüderpaar im Tross der Staufer: die Grafen Hartmann I. und Ludwig II. von Württemberg. Unter deren Nachkommen fällt Konrad von Württemberg besonders auf, weil er sich offenbar nach Erhalt des Grüninger Reichslehens in „Graf Konrad von Grüningen“ umbenannte und als erster bekannter Württemberger die Veringer Hirschstangen im Wappen führte. Er begleitete Kaiser Friedrich II. auf dessen Kreuzzug und urkundete 1228 in Akkon zugunsten des Deutschordens. Mangels weiterer Urkunden, geht man davon aus, dass er nicht aus dem „Heiligen Land“ zurückkehrte. An seiner Stelle erscheint sein Bruder Hartmann I. von Grüningen vermutlich als Reichssturmfähnrich im Gefolge des Kaisers. Er wird 1237 zusammen mit seinem Großvater Hartmann I. von „Warteberch“ (Württemberg) im Feldlager bei Augsburg erstmals urkundlich belegt. Eigengut in Grüningen Die Württemberger Grafen von Grüningen verfügten als Kirchherren und Besitzer des „Herrenhofes“ neben der Kirche aber auch über Eigengut in Grüningen. Davon zeugt das vermutlich älteste in Stein gehauene Württemberger Wappen „der alten Grafen“ am erhaltenen Sockel des ehemaligen „Steinhauses“, an dessen Stelle im 16. Jahrhundert das Pfarrhaus errichtet wurde. Ein unbekannter oder ein umbenannter Bruder Ulrichs? Der erste gesicherte Hinweis auf Hartmann II. stammt vom 30. September 1246, als Graf Hartmann I. von Grüningen erstmals „der Ältere“ genannt wird. Vermutlich war Hartmann II. aber nicht dessen Sohn, sondern einer der 1243 als Erbfolger genannten Neffen des ersten Hartmanns von Grüningen. Dieser verkaufte im April 1243 in Capua die „Grafschaft im Albgau“ nebst der Burg Eglofs mit Leuten, Besitzungen und allem Zubehör an Kaiser Friedrich II. Der in Raten zu zahlende Kaufpreis von 3200 Mark Silber – oder die als Pfand dienende Stadt Esslingen – sollte im Falle seines vorzeitigen Ablebens an seine Neffen, die Grafen von Württemberg übergehen, weil der als Reichssturmfähnrich im kaiserlichen Tross gebundene Hartmann I. offenbar keine Erben hatte. Bei den erbberechtigten Neffen handelt es sich mutmaßlich um die Brüder Ulrich und Eberhard von Württemberg, die zuvor gemeinsam urkundeten. Da Ulrich danach nur noch solo und Eberhard gar nicht mehr auftritt, wäre es möglich, dass Eberhard nach einer Erbteilung den Namen wechselte, um als Hartmann II. von Grüningen das Erbe Hartmanns I. anzutreten. Zumal Ulrich und Hartmann ab 1246 wie Brüder in enger Abstimmung agierten und Hartmann II. nach Ulrichs Tod die Vormundschaft für dessen Söhne Eberhard und Ulrich übernahm. Da die meisten Historiker die beiden jedoch als Vettern bezeichnen, müsste Vetter Hartmann II. vor 1246 parallel agiert haben oder noch nicht geschäftsfähig gewesen sein. Allerdings findet sich keine Urkunde, die das belegen könnte. Auch von Hartmann, dem Älteren, ist nach 1246 kein Beleg mehr zu finden. Gut möglich also, dass Hartmann I. 1246 starb oder sich zurückzog und Eberhard alias Hartmann II. sein Erbe antrat, während Ulrich Alleinerbe der Württemberger Linie wurde. Expansion Seitenwechsel im Thronstreit Nachdem die Staufer Grüningen um 1240 zur Reichsstadt erhoben hatten, waren die Lehensträger gefordert, deren Ausbau umzusetzen. Erste Schritte wie die Gründung des Heilig-Geist-Spitals hatte sicher bereits Hartmann I. eingeleitet. Mit päpstlichem Geld, der Aussicht auf staufisches Hausgut und der Zusage, die Staufer als Herzöge von Schwaben beerben zu können, hatten Ulrich und ihn bewogen, unmittelbar vor der entscheidenden Schlacht an der Nidda gegen den von Papst Innozenz IV. zum Gegenkönig erhobenen Landgrafen Heinrich Raspe IV. mit rund 2000 schwäbischen Gefolgsleuten die Partei zu wechseln. Somit wendeten sie das Blatt und zwangen den vermeintlich überlegenen Staufer-König und schwäbischen Herzog Konrad IV. in die Flucht. Hartmann konnte Konrad danach aus Niederschwaben weitgehend fernhalten. Ein dritter Württemberger „Grafenspross“ namens Heinrich. Er wurde für seine Loyalität zum Papst mit dem 1246 vakant gefallenen Bischofssitz von Eichstätt belohnt. Zugleich wurde ein „Hermann von Grüningen“ Domherr zu Eichstätt und die Domvogtei den Grafen von Württemberg übertragen. Ulrich und Hartman urkundeten oft gemeinsam und hielten sich mehrfach beim Papst in dessen Exil in Lyon auf. Sie zählten alsbald zu den einflussreichsten schwäbischen Grafen. Ulrich expandierte im Remstal und konnte sich zudem die an den Gegenkönig zurückgefallene Grafschaft Urach sichern. Hartmann schien sich dagegen auf die Gefilde nördlich von Stuttgart zu konzentrieren. Über Grüningen hinaus agierte er verstärkt im Raum Marbach / Steinheim / Oberstenfeld und gründete vermutlich auch die Stadt Brackenheim an der Nordgrenze seines Einflussbereichs. Fürstliche Residenzstadt 1252 konnte der Comes Illustrissimus (hochwohlgeboren) genannte Hartmann auf der Reichsversammlung in Frankfurt durchsetzen, dass der zweite antistaufische König Wilhelm von Holland ihm Reichssturmfahne, Burg und Stadt Grüningen "eigenthümlich" (Heyd) als Erblehen „mit allen Gerechtigkeiten“ bestätigte. Der noch von den Staufern initiierte Stadtausbau Grünigens wurde fortgesetzt, mit Erstellung einer neuen Burg und Einrichtung des Heilig-Geist-Spitals. Darüber hinaus ging er als Kirchherr auch den Neubau der aus karolingischer Zeit stammenden Bartholomäuskirche an und wandelte die romanische Basilika in eine der ersten gotischen Kirchen in Süddeutschland um – damals der größte Sakralbau in Württemberg. Dass ihm dabei mehr und mehr das Geld ausging, belegen die mit zunehmendem Baufortschritt sparsamere Gestaltung der Kirche und die zahlreichen Immobilienverkäufe im Oberland, die auch vor dem Heiratsgut seiner Gattin Hedwig von Veringen nicht Halt machten und deshalb ihrer Zustimmung bedurften. Expansion im Unterland Hartmann II. rühmte sich stets seiner immerwährenden Papsttreue, betonte also, dass er im Gegensatz zu anderen schwäbischen Hochadeligen nie in staufischen Diensten gestanden hatte und im Gegensatz zu Ulrich von Württemberg auch keine Kompromisse mit der staufischen Partei machte. Die zugesagte Herzogswürde blieb ihm jedoch auch nach dem Tod von Konrad IV. (1254) und auch nach dem frühen Ableben seines Mitstreiters Ulrich I. von Württemberg (1265) verwehrt. Nach Ulrichs Tod beherrschte er als Vormund dessen unmündiger Söhne Ulrich II. und Eberhard I. auch deren Grafschaft und stieg damit zum einflussreichsten Grafen in Schwaben auf. Seine Expansionspolitik im Unterland, dem er vermutlich als niederschwäbischer Landvogt vorstand, machte er sich mehrere hier begüterte Grafen zum Feind, wie sich alsbald erweisen sollte. Niedergang nach dem Interregnum Der 1273 zum König gewählte schwäbische Graf Rudolf von Habsburg hatte sich zum Ziel gesetzt, im Interregnum verlorenes Königsgut, also auch Burg und Stadt Grüningen, wieder in Reichshand zu bringen. Außerdem wollte er die vakante Herzogswürde für sein eigenes Haus gewinnen. Mit der Umsetzung dieser Revindikationsstrategie betraute er seinen Schwager Albrecht II. von Hohenberg, den er zum Reichslandvogt für Niederschwaben ernannte. Dieser wurde von den Grafen von Tübingen bzw. Asperg und vermutlich ausschlaggebend vom Markgrafen von Baden unterstützt, dem Hartmann einige Positionen zwischen Stuttgart und Heilbronn abgenommen hatte. Während sich Hartmann II. bei dem von Ulrich I. annektierten Reichsgut eher kompromissbereit zeigte, weigerte er sich strikt, die von ihm ausgebaute Stadt Grüningen herauszugeben. Damit handelten er und sein Sohn Hartmann III. sich einen sieben Jahre währenden Konflikt mit dem Hohenberger Grafen und dessen wachsendem Unterstützerkreis ein, der letztlich den Niedergang ihres Hauses besiegelte. Tod und Nachfolgeregelung Hartmann II. starb mutmaßlich nach seiner testamentarischen Stiftung auf den Marienaltar der Grüninger Bartholomäuskirche, die der Speyrer Bischof Friedrich von Bolanden 1277 bestätigte. Möglicherweise fiel der Graf im Kampf oder erlag etwaigen Verwundungen, die er sich in den heftigen Auseinandersetzungen mit den königlichen Streitkräften zugezogen haben könnte. Allerdings könnten diese auch seinen Tod ausgenutzt haben, als sie um 1275 Grüningen eingenommen und die neue Kirche in Brand gesteckt haben. Für diesen Todeszeitpunkt spricht, dass 1275 kein Senior mehr genannt wird und offenbar eine Erb- und Namensteilung stattgefunden hatte. Denn während im Unterland künftig nur „Hartmann von Grüningen“ erscheint, urkunden im Oberland nun ausschließlich die Söhne Konrad und Eberhard als „Grafen von Landau“. Niederlage und Niedergang Bei der ebenfalls umstrittenen Stadt Brackenheim konnte der erstgeborene Sohn Hartmann III. am 19. Oktober 1277 die feindlichen Truppen trotz ihrer Übermacht zurückschlagen und zahlreiche Gefangene nach Grüningen führen. Diesen Sieg feierte man laut einem alten Gesangbuch als Rache des Kirchenheiligen Bartholomäus für die Kirchenschändung von 1275. 1280 musste er allerdings gegen ein weit größeres Heer antreten und sich in offener Feldschlacht geschlagen geben. Er starb im Kerker auf dem Hohenasperg und wurde in seiner neuen Kirche beigesetzt. Burggrafschaft und Stadt Grüningen fielen samt Reichssturmfahne zurück ans Reich bzw. in die Hände von Albrecht II. von Hohenberg. Hartmanns Bruder Konrad lehnte sich noch jahrelang vergeblich gegen den Verlust Grüningens auf. Es gelang ihm lediglich, eine Entschädigung für die Eigengüter der Familie in der Stadt zu erlangen. Nachdem sie die Grafschaft Grüningen endgültig eingebüßt hatten, verzichteten Hartmanns Brüder auf diesen Titel, nannten sich nur noch nach ihrer Burg Landau und vergaben auch den traditionell mit dem Reichssturmfahnlehen verbundenen Vornamen Hartmann nicht mehr. Familie Für eine erste Ehe Hartmanns II., nach der Überlieferung mit einer fränkischen Herrin von Schlüsselberg, wurde bislang kein Beleg gefunden. Die frühe Heirat seiner Tochter Agnes (vor 1263) und die bereits 1265 erstmals erfolgte Unterscheidung in Senior und Junior (Hartmann III.) scheinen allerdings auf eine erste Ehe hinzuweisen, die laut Heyd auch durch die Überlieferung bestätigt wird, dass Hartmann II. in der Bartholomäuskirche neben seiner Frau bestattet wurde. Da ihn Hedwig lange überlebte, kann demnach nur eine erste Gattin, die Mutter seines Nachfolgers Hartmann III., gemeint sein. Die Ehe mit seiner Cousine Hedwig von Veringen ist dagegen sicher belegt. Wegen ihrer Verwandtschaft im vierten Grade (gemeinsame Großeltern) benötigten sie für die 1252 geschlossene Ehe päpstlichen Dispens, den Papst Innozenz IV. am 2. Oktober 1252 in Perugia erteilte, um dadurch den schädlichen Zwiespalt zwischen den beiden verwandten Häusern zu beseitigen. Möglicherweise brachte sie unter anderem die vorher nie mit Grafen von Grüningen erwähnte und später namengebende Burg Landau mit in die Ehe. Wegen des erforderlichen Ehe-Dispenses muss entweder die unbekannte Mutter Hartmanns eine Veringer Grafentochter und Schwester von Hedwigs Vater gewesen sein, oder eine Schwester von Hartmanns Vater war mit einem Grafen von Veringen verheiratet. Als Vater werden teils Konrad I. von Grüningen oder Hermann von Württemberg angenommen. Wegen seines nellenburg-veringischen Leitnamens und dem gemeinsamen Veringer Erbe Ulrichs und Hartmanns II. erscheint allerdings, wie auch Heyd feststellt, Graf Eberhard von Württemberg naheliegender. Dieser wird von 1231 bis mindestens 1236 in verschiedenen Quellen erwähnt. | von Grüningen, Graf Hartmann I. (I11586)
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| 48688 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hartmann_III._von_Grüningen Hartmann III. von Grüningen wehrte sich ab 1275 vergeblich gegen die „Revindikationspolitik“ König Rudolfs von Habsburg, starb nach jahrelangem Konflikt in Kerkerhaft auf dem Asperg und wurde wie sein Vater in ihrer neuen Kirche und Grablege in Grüningen beigesetzt. Mit seinem Tod begann der Abstieg dieser jungen württembergischen Dynastie. Vergebliche Gegenwehr und Niedergang Hartmann III. hat vermutlich um den Jahreswechsel 1274/75 den von Grüningen aus gelenkten unterländischen Besitz seines Vaters geerbt, den es gegen die „Revindikationspolitik“ König Rudolfs von Habsburg zu verteidigen galt. Dieser forderte seit 1273 die von den Staufern übernommenen Reichsgüter im Neckarbecken und insbesondere Burg und Stadt Grüningen zurück, die Hartmann II. vom antistaufischen König Wilhelm von Holland zusammen mit der Reichssturmfahne als Erblehen bestätigt bekommen und daraufhin als Eigenbesitz interpretiert hatte. Während sich sein Vetter Graf Ulrich II. von Württemberg kompromissbereit zeigte, setzte Hartmann III. allein auf die militärische Karte und handelte sich damit einen weiteren fünf Jahre währenden Konflikt mit den königlichen Truppen ein. Brandschatzung in Grüningen Sein Vater, der „Comes illustrissimus“[1] genannte Graf Hartmann II., starb wohl 1274, spätestens Anfang 1275. Möglicherweise fiel er im Kampf oder erlag etwaigen Verwundungen, die er sich in den heftigen Auseinandersetzungen mit den königlichen Streitkräften zugezogen haben könnte.[2] Allerdings könnten diese auch seinen vorherigen Tod ausgenutzt haben, als sie um 1275 gegen Grüningen zogen, die Stadt einnahmen und die von der Grafenfamilie neu errichtete Bartholomäuskirche in Brand steckten.[3] Für diesen Todeszeitpunkt spricht, dass 1275 kein Senior mehr genannt wird und offenbar eine Erb- und Namensteilung stattgefunden hatte. Denn während im Unterland künftig nur „Hartmann (III.) von Grüningen“ erscheint, urkunden im Oberland ab September 1274 ausschließlich die Söhne Konrad und Eberhard als „Grafen von Landau“. Gefeierte Revanche Bei der ebenfalls umstrittenen Stadt Brackenheim konnte der erstgeborene Sohn Hartmann III. am 19. Oktober 1277 die feindlichen Truppen trotz ihrer Übermacht zurückschlagen und zahlreiche Gefangene nach Grüningen führen. Diesen Sieg feierte man in Grüningen laut einem überlieferten Gesangbuch mit stadtgeschichtlichen Einträgen als „Rache des Kirchenheiligen Bartholomäus“ für die Kirchenschändung von 1275.[4] Ob die testamentarische Stiftung auf den Marienaltar der Bartholomäuskirche, die der Speyrer Bischof Friedrich von Bolanden 1277 bestätigte,[5] in diesem Zusammenhang durch Hartmann III. erfolgte oder auf seinen Vater zurückgeht, ist unklar. Allerdings könnte aus diesem Anlass auch die undatierte Stiftung der Marienglocke durch Hartmann III. erfolgt sein. Auf ihr war folgendes in Latein eingraviert: Heilige Mutter Maria, Markus Lukas Matthäus Johannes, Graf Hartmann von Grüningen, der eine Tochter des Herrn von Eberstein zur Frau hat.[6] Tod in Gefangenschaft Im Frühjahr 1280 rückte allerdings ein weit größeres Heer einer Koalition schwäbischer Grafen unter Führung des Reichlandvogts Albrecht II. von Hohenberg heran. Anstatt sich in Grüningen zu verschanzen, trat er seinen Gegnern jedoch in offener Feldschlacht gegenüber und musste sich am 6. April 1280 geschlagen geben. Er starb am 4. Oktober 1280 nach halbjähriger Kerkerhaft auf dem Hohenasperg und wurde in der Bartholomäuskirche beigesetzt, die sein Vater als Grablege für ihre Dynastie vorgesehen hatte. Die Grabplatte ist erhalten und gilt als ältestes Monument mit Württemberger Wappen.[7] Umverteilung im Neckarbecken Burggrafschaft und Stadt Grüningen fielen samt Reichssturmfahne zurück ans Reich. Hartmanns Brüder, insbesondere Konrad, der sich nun Graf von Grüningen nannte, mussten ihre Ansprüche auf die Grafschaft Grüningen aufgeben und später auch ihren Eigenbesitz in der Stadt an den König veräußern. Sie nannten sich nach dem endgültigen Verlust der Grüninger Hauptresidenz nur noch „Grafen von Landau“ nach ihrer Burg Landau bei Riedlingen an der Donau. Grüningen wurde darauf Freie Reichsstadt, die Reichsburg diente dem Reichslandvogt für Niederschwaben als Zweitresidenz. In Marbach am Neckar konnten der Herzog Hermann I. von Teck[8] und Graf Simon von Zweibrücken und Eberstein[9] die Rechtsnachfolge von Hartmann III. anstelle seiner Brüder übernehmen; möglicherweise begünstigt durch familiäre Beziehungen zu Hartmanns einziger Erbin Beatrix von Grüningen.[10] Ausschlaggebend für die umfangreichen Territorialgewinne der Herzöge von Teck im Neckarbecken auf Kosten der Grafen von Grüningen dürfte wie beim Grafen Albrecht II. von Hohenberg allerdings ihre Königstreue gewesen sein. Das offenbar von den Grüninger Grafen an der Nordgrenze ihres unterländischen Territoriums ausgebaute Brackenheim erhob König Rudolf von Habsburg 1280 zur „Stadt mit allen Rechten und Freiheiten, welche die Reichsstadt Esslingen hatte“.[11] Wieder in Württemberger Hand Immer wieder in akuter Geldnot sah sich das Haus Landau in den achtziger und neunziger Jahren zum Verkauf zahlreicher Eigengüter gezwungen. Im Neckarbecken sind beispielsweise Veräußerungen in Fellbach, Immenrode (später abgegangene Siedlung), Ober- und Untertürkheim, Cannstatt oder Stuttgart belegt. König Adolf von Nassau kaufte den Grafen Konrad und Eberhard bis 1296 auch den Familienbesitz in der Stadt Grüningen in Raten ab.[12] Der Gipfel der Demütigung war 1299 erreicht: Konrad von Landau musste im Zuge eines Verkaufs an das Deutschordenshaus in Altshausen dem Komtur versprechen, die Kaufsumme zur Erleichterung seiner Schuldenlast zu verwenden.[13] Während die Brüder Konrad und Eberhard von Landau die einstige schwäbische Vormachtstellung ihrer Familie restlos einbüßten und sich vergeblich gegen den Abstieg in die politische Bedeutungslosigkeit stemmten, gelang es ihrem Württemberger Vetter Graf Eberhard, dem Erlauchten, nach und nach Grüninger Positionen im Neckarbecken wiederzubesetzen. So versuchte er spätestens ab 1301, Burg und Stadt Grüningen in seinen Besitz zu bringen: König Albrecht von Habsburg bekannte am 11. März 1301 in Schwäbisch Hall, dem Grafen Eberhard von Württemberg 12.000 Pfund Heller schuldig zu sein, und verpfändete ihm dafür wunschgemäß Burg und Stadt Grüningen.[14] 1336 sollte es Eberhards Nachfolger Graf Ulrich III. von Württemberg schließlich gelingen. Von König Ludwig als Erblehen übertragen, gelangten die Württemberger Grafen somit erneut und diesmal endgültig in den Besitz von Grüningen und der Reichssturmfahne, die sie ab 1495 auch als Herzöge in ihr viergeteiltes Wappen übernahmen. Und den Grafentitel „von Grüningen“ führte selbst der zum König gekrönte Friedrich von Württemberg noch als Nebentitel. Das belegt eine Urkunde von 1806, in der er sich unter anderem „Graf zu Gröningen“ nannte.[15] Familie Aus einem Hartmann werden drei In der landläufigen Geschichtsschreibung wird meist verkannt, dass es statt einem, 1237 erstmals erwähnten und 1280 vermeintlich gestorbenen, in diesem Zeitabschnitt drei Grafen Hartmann von Grüningen gab. Obwohl die überlieferten Urkunden um 1246 und von 1265 bis 1274 zwei Phasen belegen, in denen jeweils Senior und Junior differenziert werden. Der vermeintlich zweite und tatsächlich der dritte Hartmann gilt als jung verstorben und somit wenig relevant. Dieser Hartmann III. wird erstmals 1265 genannt[16], als sein Vater, Hartmann II. von Grüningen („senior“), Ländereien an das Kloster Salem mit Zustimmung des Juniors veräußert. Sollte er zu diesem Zeitpunkt bereits geschäftsfähig gewesen sein, wäre er vor 1252 von einer ersten unbekannten Gattin Hartmanns II. geboren worden. In der Folgezeit wird er mehrfach erwähnt, bleibt aber im Jahr 1273 bei einer Aufzählung der Söhne von Hartmann II. und seiner zweiten Gattin Hedwig von Veringen außen vor.[17] Daher die allgemeine Vermutung, dass er vorher verstorben sei. Dagegen spricht, dass Hartmann II. nicht nur hierbei, sondern auch 1274 noch Senior genannt wird: Am 23. April übergibt Graf Hartmann der Ältere von Grüningen dem Konvent und Kloster Salem das Eigentumsrecht der Besitzungen Elisabeths, der Witwe Ritter Konrads von Schatzberg.[18] Tatsächlich wurde Hartmann III. 1273 nicht mit den „verbliebenen“ Söhnen Hartmanns II. und Hedwigs (⚭ 1252) aufgezählt, weil er offenbar wie seine Schwestern Agnes und Adelheid von einer früheren Ehe stammte und bei der Veräußerung von Hedwigschem Heiratsgut nicht gehört werden musste. Ein vierter Hartmann? Für Irritationen sorgte allerdings eine Urkunde von 1284: Auf Burg Landau übergibt ein einmalig genannter und aus dem historischen Kontext herausgerissener „Hartmann von Gottes Gnaden Graf von Gröningen“ um seines Seelenheils willen das Eigentumsrecht aller Besitzungen und Leute in Bleichen („villa Blachun“), womit der Ritter Marquard von Bleichen von ihm belehnt war, dem Kloster Söflingen.[19] Sollte dies Hartmann III. sein, wäre sein Vater erst 1280 gestorben. Naheliegender erscheint allerdings, dass es sich 1284 um einen weiteren Hartmann, also den IV. handelte. Diese Deutung erscheint dadurch stichhaltig, dass ab 1280 der nachgeborene Konrad II. Chef des Hauses Grüningen-Landau wurde, was ausschließt, dass Hartmann III. da noch lebte. Dessen mutmaßlicher Sohn Hartmann IV. wäre Anfang der achtziger Jahre noch minderjährig gewesen. Allerdings hätte er spätestens 1284 an Konrads Stelle treten müssen. Schlüssig erscheint deshalb ein Datierungsfehler und die Zuordnung der Urkunde zu Hartmann II. (1274).[20] Geschwister Hartmann III. hatte drei Brüder und vermutlich vier Schwestern: - Agnes von Grüningen, die vor 1263 mit Graf Rudolf II. von Montfort vermählt wurde[21] und deshalb von einer vorangegangenen Ehe stammen muss;[22] - Adelheid von Grüningen, vermutete Äbtissin von Heiligkreuztal, die wie Hartmann III. von einer vorangegangenen Ehe stammen soll; - Anna von Grüningen, wurde laut Sommer „nach dem Tode ihres Vaters“ Priorin von Kloster Offenhausen[23] und urkundete als solche 1277;[24] - Konrad II. von Grüningen-Landau (ca. 1254–1300), ab Oktober 1280 Chef des Hauses, musste die Ansprüche auf die Grafschaft Grüningen aufgeben und einen gravierenden politischen Bedeutungsverlust seiner Familie hinnehmen; er nannte sich zuletzt nur noch Graf von Landau; - Ludwig von Grüningen-Landau, Geistlicher im Domkapitel zu Augsburg, Kirchherr zu Grüningen und Cannstatt; - Eberhard I. von Landau, der vergeblich versuchte, durch eine Ehe mit Richenza von Calw-Löwenstein nochmals die Position des Hauses im Unterland zu stärken. - Adelheid von Landau, 1293 verheiratet mit dem Edlen Berthold von Mühlhausen, der mehrfach in Grüningen urkundete und eng mit den Grafen Eberhard I. von Württemberg und Konrad von Grüningen-Landau kooperierte;[25] | von Grüningen, Hartmann III. (I51289)
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| 48689 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hatzfeld_(Adelsgeschlecht) Hatzfeld (Adelsgeschlecht) Hatzfeld oder auch Hatzfeldt ist der Name eines alten edelfreien Geschlechts aus dem oberen Lahngau mit gleichnamigem Stammhaus Hatzfeld im Landkreis Waldeck-Frankenberg (Hessen), das erstmals 1138 urkundlich erwähnt wird. Von 1418 bis 1806 regierte die Familie die reichsunmittelbare Herrschaft Wildenburg, weshalb sie zum Hochadel gezählt wird. 1635 wurden die Linien Hatzfeld-Wildenburg-Weisweiler und Hatzfeld-Wildenburg-Crottorf in den erblichen Reichsgrafen- bzw. Grafenstand erhoben. Die Linie Hatzfeldt-Gleichen-Trachenberg erhielt 1741 den preußischen Fürstenstand, seit 1803 gefolgt von der Linie Hatzfeldt-Werther-Schönstein (noch blühend), die 1900 in Primogenitur zum „Herzog zu Trachenberg“ erhoben wurde; im 19. Jahrhundert wurde auch die Linie Hatzfeldt-Wildenburg gefürstet (1941 im Mannesstamm erloschen). | von Hatzfeld-Wildenburg, Bernhard (I41208)
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| 48690 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Berg Zweig Altena-Isenberg-Limburg Entwicklung Arnold von Altena, der ältere Sohn Eberhards, ließ die Isenburg bei Hattingen errichten und begründete die Linie Isenberg, zu deren Besitz das Gebiet der späteren Grafschaft Limburg gehörte. Arnolds Sohn aus der Ehe mit Mechtild zu Styrum war Friedrich von Isenberg, der 1225 einen Überfall auf seinen Onkel 2. Grades, den Erzbischof Engelbert I. von Köln, anzettelte, bei dem dieser erschlagen wurde. Dafür wurde Friedrich hingerichtet. Dessen Sohn, Graf Dietrich von Altena-Isenberg (* um 1215; † 1301), setzte mit Hilfe seines Onkels, Herzog Heinrich IV. von Limburg, der durch Engelberts Tod Graf von Berg wurde, seine Erbansprüche in den Isenberger Wirren militärisch durch und erhielt 1242 einen kleinen Teil des väterlichen Territoriums zwischen Ruhr, Lenne und Hönne. Er nannte sein dortiges Schloss Limburg und sich selbst danach auch Graf von Limburg, in Erinnerung an die Familie seiner Mutter Sophie aus dem Hause der Herzöge von Limburg und Niederlothringen, vielleicht auch zur vorsorglichen Begründung von Erbansprüchen. Denn das Herzoghaus erlosch 1283, was den Limburger Erbfolgestreit auslöste, in den Dietrich verwickelt war. Herzog Johann I. von Brabant stürmte dabei 1288 die Hohenlimburg und zwang Dietrich mit seiner Familie zur Flucht nach Styrum, wo dieser gemeinsam mit seinem Sohn Eberhard ein altes königliches Hofgut besaß, auf dem er 1289 ein erstes Burghaus mit Befestigung errichtete, das Schloss Styrum. In der Herrschaft Styrum und auf Schloss Broich bildeten sich im 13. und 14. Jahrhundert die Nebenlinien der Grafen von Limburg-Stirum und der Grafen von Limburg-Broich (letztere 1372 erloschen). | von Isenberg (von Altena), Friedrich (I41065)
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| 48691 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Bohun Das Haus Bohun ist eine Familie des englischen Adels, die bei der normannischen Eroberung Englands auf die Insel kam und aufgrund ihrer Ehen bis zum Ende des 14. Jahrhunderts eine bedeutende Rolle spielte. Herkunft Planché berichtet, dass die Familie Bohun ihren Namen von der Region Bohon im heutigen Arrondissement Saint-Lô im Cotentin in der Normandie erhielt, wo noch immer „die Gemeinden Saint-André-de-Bohon und Saint-Georges-de-Bohon“ liegen. Allerdings findet sich in normannischen Quellen keine Spur der Familie, abgesehen von einer Schenkung, die Humphrey mit dem Bart der Abtei Saint-Amand in Rouen machte. Ihr seltenes Auftreten in den erhaltenen Aufzeichnungen lässt vermuten, dass die Familie von niederem Adel war und wenig politischen Einfluss im Herzogtum hatte. Ein viel jüngeres Manuskript, das über die Nachkommenschaft der Gründer der Lanthony Abbey in Gloucestershire zum Inhalt hat, berichtet jedoch, dass „Dominus Hunfredus de Bohun, cum barba“, der Wilhelm den Eroberer nach England begleitete, „cognatus“ des Königs war.[1] Es ist nicht bekannt, ob dieses Dokument die Beziehungen zur herzoglichen Familie übertrieben hat, um das Ansehen der Gründer der Abtei zu stärken, aber „cognatus“ wird in jedem Fall Beziehungen beinhalten, die entweder durch Geburt oder durch Ehe entstanden waren. Was auch immer die Wahrheit über ihre Stellung in der Normandie sein mag, das Vermögen der Bohun-Familie begann in England in niedrigem Umfang, da Humphrey mit dem Bart im Domesday Book nur als Besitzer von Tatterford in Norfolk verzeichnet ist, was darauf schließen lässt, dass eine familiäre Beziehung mit dem König nicht nahe genug war, um vom Monarchen berücksichtigt zu werden. Das Vermögen der Familie wuchs stark, als Humphrey de Bohun secundus Matilda de Salisbury heiratete, Tochter von Edward of Salisbury, die große Güter in Wiltshire in die Ehe mitbrachte. Humphrey de Bohun tertius erhöhte das Familienvermögen weiter, als er Margaret of Hereford, die älteste Tochter von Miles de Gloucester, 1. Earl of Hereford heiratete, die nach dem Tod ihres Bruders ohne Probleme sein Haupterbin wurde und auch das erbliche Amt des Constable of England an ihren Sohn weitergab. Die Titel eines Earl of Hereford wurde 1200 zugunsten ihres Enkels Henry de Bohun erneut verliehen. Die gräfliche Linie erlosch 1373 mit Humphrey de Bohun, 7. Earl of Hereford, dessen Töchter Eleanor de Bohun und Mary de Bohun mit Angehörigen der königlichen Familie verheiratet wurden – letztere ist die Mutter von König Heinrich V. aus dem Haus Lancaster, dem Sieger der Schlacht von Azincourt. | de Bohun, Gräfin Elizabeth (I9391)
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| 48692 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Burgund-Ivrea Haus Burgund-Ivrea Das Haus Burgund-Ivrea war eine Familie des europäischen Hochadels, die ursprünglich in Burgund beheimatet und in weiblicher Linie von den Karolingern, insbesondere Karl dem Großen, abstammend, vom 9. bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts eine herausragende Rolle spielte. Die Geschichte des Hauses Burgund-Ivrea gliedert sich in vier wesentliche Abschnitte: Die Markgrafen von Ivrea 879–1030 Die Grafen von Burgund (Franche-Comté) 995–1184 und (in der Linie Chalon) 1248–1330 Die Könige von Kastilien und León 1126–1369 (darunter auch der deutsche König Alfons von Kastilien) (unter dem Namen Haus Chalon) die Fürsten von Orange 1417–1530 Eine Bastardlinie der Familie setzte als Haus Trastámara die Linie der Könige von Kastilien und León, später dann auch von Aragonien, Sizilien und Neapel fort. Siehe auch: Stammliste des Hauses Burgund-Ivrea Die wichtigsten Familienmitglieder waren: Markgrafschaft Ivrea Anskar II. († um 902), Markgraf von Ivrea Adalbert I. der Reiche († wohl 923), Markgraf von Ivrea Berengar II. († 966), dessen Sohn, Markgraf von Ivrea und König von Italien Adalbert II. († 971), dessen Sohn, Markgraf von Ivrea und Mitkönig von Italien Freigrafschaft Burgund Otto Wilhelm († 1026), dessen Sohn, Graf von Burgund etc. Rainald I., dessen Sohn, Graf von Burgund 1026–1057 Wilhelm I., dessen Sohn, Graf von Burgund 1057–1087 Rainald II., dessen Sohn, Graf von Burgund, 1087–1105 Wilhelm II. der Deutsche, dessen Sohn, Graf von Burgund, 1105–1125 Wilhelm III. das Kind, dessen Sohn, Graf von Burgund, 1125–1127 Rainald, III., Neffe Rainalds II., Graf von Burgund, 1127–1148 Beatrix von Burgund († 1184), dessen Tochter, Gräfin von Burgund 1148–1184, deutsche Kaiserin als Ehefrau Friedrich Barbarossas Linie Chalon Hugo von Salins († 1266), 1248 Pfalzgraf von Burgund, Ehemann der Pfalzgräfin Adelheid von Burgund aus dem Haus Andechs-Meranien Otto IV. († 1302), deren Sohn, Pfalzgraf von Burgund Robert († 1315), dessen Sohn, Graf von Burgund Johanna II. († 1330), dessen Schwester, Gräfin von Burgund, Ehefrau Philipps V. König von Frankreich (Kapetinger) Blanka von Burgund († 1325/1326), Ehefrau Karls IV. König von Frankreich (Kapetinger) Kastilien und León Raimund von Burgund, Sohn Wilhelms I. von Burgund und Ehemann der Königin Urraca von León-Kastilien Alfons VII., deren Sohn, 1126–1157 König von Kastilien und León Sancho III., dessen Sohn, 1157–1158 König von Kastilien Ferdinand II., dessen Bruder, 1157–1188 König von León Alfons VIII., Sohn Sanchos III., 1158–1214 König von Kastilien Alfons IX., Sohn Ferdinands II., 1188–1230 König von León Heinrich I., Sohn Alfons’ VIII., 1214–1217 König von Kastilien Berenguela, dessen Schwester, 1217–1230 Königin von Kastilien Blanka von Kastilien, deren Schwester, 1226–1236 und 1248–1242 Regentin Frankreichs Ferdinand III. der Heilige, Sohn Alfons’ IX. und Berenguelas, 1217–1252 König von Kastilien, 1230–1252 König von León Alfons X. der Weise, dessen Sohn, 1252–1284 König von Kastilien und León, 1257–1275 deutscher König Sancho IV., dessen Sohn, 1284–1295 König von Kastilien und León Ferdinand IV., dessen Sohn, 1295–1312 König von Kastilien und León Alfons XI., dessen Sohn, 1312–1350 König von Kastilien und León Peter I. der Grausame, dessen Sohn, 1350–1369 König von Kastilien und León Peter I. wurde 1369 vertrieben, ihm folgte sein (illegitimer) Halbbruder Heinrich II., der der Gründer des Hauses Trastámara wurde. Fürstentum Orange (Linie Chalon) Johann III. von Chalon-Arlay († 1418), Fürst von Orange (1393) durch Heirat mit der Erbtochter Marie des Baux Ludwig genannt le Bon (‚der Gute‘) († 1463), deren Sohn, Fürst von Orange Wilhelm VII. († 1475), dessen Sohn, Fürst von Orange Johann II. de Chalon († 1502), dessen Sohn, Fürst von Orange Philibert de Chalon († 1530), dessen Sohn, Fürst von Orange, letzter männlicher Abkömmling des Hauses Chalon-Arlay. Er adoptierte Renatus, den Sohn seiner Schwester Claudia, durch den alle Rechte an die ottonische Linie des Hauses Nassau gingen. | von Ivrea, Markgraf Ansgar (I985)
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| 48693 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Frankreich-Dreux Das Haus Frankreich-Dreux war eine französische Adelslinie. Geschichte Sie war eine Nebenlinie der Kapetinger, die von Robert I. dem Großen abstammte, einem Sohn des Königs Ludwig VI. von Frankreich, dem dieser 1132 die Grafschaft Dreux übergab. Roberts Enkel Peter Mauclerc heiratete 1213 die Erbin des Herzogtums Bretagne, seine Nachkommen regierten bis 1514 und stellen die letzte Herzogsdynastie der Bretagne dar. Mit Herzog Franz II. starb die Familie in männlicher Linie 1488 aus, seine Tochter und Erbin Anne de Bretagne, die Ehefrau der französischen Könige Karl VIII. und Ludwig XII. brachte über ihre Tochter Claude de France (die Ehefrau des Königs Franz I.) die Bretagne an Frankreich. Mehr, auch Stammliste, unter dem Link oben.. | von Dreux, Vizegräfin Yolande (I13045)
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| 48694 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Luna Haus Luna Das Haus Luna war eine Familie des navarresischen Adels. Es stammt von König García Sánchez von Pamplona († 1054) ab und ist damit eine Nebenlinie des Hauses Jiménez. Anfang des 12. Jahrhunderts war die Familie im Besitz von Luna, das im 14. Jahrhundert zu Grafschaft Luna erhoben wurde. Die Familie starb im 16. Jahrhundert aus. Mehr, auch Stammliste, unter dem Link oben.. | de Luna, Graf Lope (I13186)
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| 48695 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Rogier_de_Beaufort Die Familie Rogier de Beaufort (auch Roger de Beaufort de Turenne) stammt aus dem niederen Adel des Limousin, aus Rosiers im Département Corrèze. Ihr gehören mit Clemens VI. (1343–1352) und Gregor XI. (1370–1378) zwei Päpste an (sowie einen weiteren, der 1362 die Wahl ablehnte), dazu aufgrund eines ausgeprägten Nepotismus eine Reihe von Kardinälen, und zählte damit einige Jahrzehnte zu den mächtigsten Familien Frankreichs. Sie ist seit dem Ende des 13. Jahrhunderts bezeugt und starb Ende des 15. Jahrhunderts im Mannesstamm aus. Im 14. Jahrhundert erlangte sie plötzlich Bekanntheit durch Pierre Roger († 1352), Erzbischof von Rouen und Berater von Philipp VI. von Frankreich, den späteren Papst Clemens VI. (1342). Sein Onkel Nicolas Rogier († 1347) wurde danach ebenfalls Erzbischof von Rouen. Sein ältester Bruder Guillaume II. Roger († 1380) wurde vom König 1346 zum Grafen von Beaufort ernannt, sein jüngerer Bruder Hugues Roger wurde 1342 Bischof von Tulle, im gleichen Jahr dann Kardinal. Guillaume III. Roger de Beaufort († 1394), Sohn von Guillaume II., heiratete 1349 Aliénor de Comminges und wurde Vicomte de Turenne. Pierre Roger de Beaufort wurde 1349 Kardinal und 1371 als Gregor XI. Papst, Jean Roger de Beaufort wurde 1371 Erzbischof von Auch, 1373 Erzbischof von Narbonne, und deren Schwager Hugues de la Roche Justizmarschall der Kirche. Die Söhne der Schwester von Clemens VI., Guillemette, Guillaume de La Jugie und Pierre de La Jugie wurden Kardinäle. Der Sohn von Guillaume III. und Neffe von Gregor XI., Raimond-Louis Roger de Beaufort, Vicomte de Turenne († 1413), führte Krieg gegen Clemens VII. und verwüstete mehrfach das untere Rhônetal und das Comtat Venaissin. Seine Tochter Antoinette de Turenne heiratete Jean II. Le Maingre, genannt Boucicaut, Marschall von Frankreich (1393). Über einen weiteren Bruder von Guillaume III., Nicolas Roger de Beaufort und dessen Nachkommen wurde die Vizegrafschaft Turenne an die Familie La Tour d’Auvergne vererbt. | Rogier, Herr Pierre (I29643)
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| 48696 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Savoyen Haus Savoyen Das Haus Savoyen ist eine Dynastie, die seit dem Hochmittelalter über die Territorien Savoyen und Piemont herrschte und von 1861 bis 1946 die Könige Italiens stellte. Zeitweise regierte das Herrschergeschlecht auch über Teile der Westschweiz, die Grafschaft Nizza, das Aostatal und Sardinien. Mittelalter Herkunft Als Gründer des Hauses gilt Humbert I. Biancamano (Humbert Weißhand), ein Feudalherr von ungesicherter Herkunft, der 1003 Graf von Salmourenc im Viennois, 1017 Graf von Nyon am Genfersee und 1024 Graf des Aostatals am östlichen Abhang der Westalpen war. 1034 erhielt er einen Teil der Maurienne als Lohn von Konrad dem Salier für die Unterstützung seines Anspruchs auf das Königreich Burgund. Er erhielt auch die Grafschaften Savoyen, Belley, Tarentaise und das Chablais. Mehr unter obenstehendem Link.. | von Savoyen (von Maurienne), Graf Humbert I. Weisshand (I3281)
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| 48697 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Trastámara (Okt 2017) Das Haus Trastámara war eine Dynastie von Königen auf der Iberischen Halbinsel, die Kastilien von 1369 bis 1504, die Länder der Krone von Aragón von 1412 bis 1516, Navarra von 1425 bis 1479 und Neapel von 1442 bis 1501 regierte. Die Bezeichnung stammt vom Gründer der Dynastie, König Heinrich II. von Kastilien, der vor seiner Thronbesteigung 1369 als Graf von Trastámara auftrat. Heinrich von Trastámara war ein unehelicher Sohn von König Alfons XI. und Halbbruder von Peter dem Grausamen, den er in jahrelangen Kämpfen verdrängen konnte. Sein Enkel Ferdinand wurde 1412 im Kompromiss von Caspe zum König von Aragón gewählt (Kastilien blieb bei den Nachkommen seines älteren Bruders). Dessen Sohn Johann II. von Aragón heiratete 1425 die Königin von Navarra, das er bis 1479 regierte. 1442 hatte Johanns Bruder Alfons V. Neapel erobert. Johanns Sohn war Ferdinand der Katholische, der Isabella I. von Kastilien aus der älteren Linie der Familie heiratete und damit die Vereinigung von Kastilien und Aragón zum Königreich Spanien einleitete. Durch die Ehe ihrer Tochter Johanna der Wahnsinnigen mit Philipp dem Schönen gelangte das neue Königreich schließlich in die Hände der Habsburger. Die Zeit der Dynastie Trastámara war für die Iberische Halbinsel eine Zeit der Stärkung der Monarchie und der staatlichen Einigung, der kolonialen Expansion nach der Entdeckung Amerikas, aber auch die der wirtschaftlichen Entwicklung und des beginnenden Aufstiegs des Bürgertums. Mehr, auch Stammliste, unter dem Link oben.. | von Kastilien (Trastámara), Heinrich II. (I8989)
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| 48698 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Waldburg Haus Waldburg Das Haus Waldburg ist ein hochadeliges schwäbisches Adelsgeschlecht. Die Stammburg des ursprünglich welfisch-staufischen Ministerialengeschlechts, das seit der Mitte des 12. Jahrhunderts urkundlich belegt ist, ist die Waldburg auf der Gemarkung der Gemeinde Waldburg im Landkreis Ravensburg in Oberschwaben. Ursprünge des Hauses Waldburg Erstes namentlich bekanntes Mitglied der Familie ist Cono von Waldburg (auch Cuno oder Kuno), Abt des Klosters Weingarten (1108–†1132). Er schrieb den Augustinuskommentar und wahrscheinlich die Genealogia Welforum. Für das Jahr 1123 ist außerdem ein Gebhard von Waldburg genannt worden.[1] Heinrich (1140–1173) und Friedrich (1147–1183) von Waldburg sind möglicherweise Söhne eines Bruders des Abtes Cono. Cono von Waldburg, Abt von Weingarten 1108–†1132 Heinrich, 1140–†1173 Friedrich, 1147–†1183 Der 1183 verstorbene Friedrich hatte zwei Söhne: Heinrich, seit 1183 Truchsess und seit 1198 Reichstruchsess Friedrich, seit 1192 Truchsess und seit 1198 Reichstruchsess (†1198 bei einem Aufstand in Viterbo erschlagen)[2] Mit dem Tod der beiden erlosch das ältere Haus Waldburg 1210 im Mannesstamm.[3] Frühgeschichte des jüngeren Hauses Waldburg Die Dienstmannen von Tanne übernahmen Besitz und Ämter des älteren Hauses Waldburg. Höchstwahrscheinlich waren sie mit jenem verwandt. Die von Waldburg und von Tanne gehörten zu den Dienstmannen, also "Ministerialen" der Welfen. Nach dem Tod Welfs VI. im Jahr 1191 wurden sie Ministerialen der staufischen Herzöge. Eberhard von Tanne-Waldburg (1170–†1234) gilt als der eigentliche Stammvater des Hauses Waldburg, das seit 1217 diesen Namen führte.[4] Eberhard wurde 1225 erstmals Reichstruchseß genannt. Sein Neffe war Schenk Konrad von Winterstetten. Beide waren von 1220 bis 1225 als Vormünder und Ratgeber König Heinrichs (VII.) tätig. Zu jener Zeit wurden die Reichskleinodien auf der Waldburg verwahrt. Unter der Regierungszeit Kaiser Friedrich II. und seinen Söhnen sind folgende Persönlichkeiten bekannt: Zwei Bischöfe von Konstanz, Eberhard II. Truchseß von Waldburg, Erzbischof von Salzburg 1200–†1246, Graf von Regensberg 1269–†1291, Bischöfe von Brixen, Straßburg und Speyer. Des Weiteren stellten sie für lange Jahre den kaiserlichen Protonotar. Dies entspricht dem Statthalter des Königs. Um 1214 wurde dem Haus die Verwaltung des Truchsessenamtes im Heiligen Römischen Reich übertragen. Von 1419 bis 1806 war das Amt Bestandteil des Namens (Truchsess bzw. ab 1525 Reichserbtruchsess von Waldburg). Neben dem Truchsessenamt hatten sie seit 1196 das Amt des Schenken und seit 1198 auch das Amt des Marschalls. Nach dem Niedergang der Staufer gelang es dem Haus Waldburg, sich als reichsunmittelbares Adelsgeschlecht zu etablieren. Im 14. Jahrhundert befanden sich die Waldburger in der Gunst Kaiser Ludwigs des Bayern als auch der Habsburger.[4] Sie brachten die Stadt Isny, die Herrschaft Trauchburg und die Herrschaft Zeil in ihren Besitz und erlangten 1406 zudem die Pfandschaft der fünf Städte Mengen, Munderkingen, Riedlingen, Saulgau und Waldsee. Somit war das Territorium der Waldburger im Laufe des 14. Jahrhunderts beträchtlich angewachsen. Das Haus Waldburg nahm mit einem Kontingent am 9. Juli 1386 an der Schlacht bei Sempach auf der Seite der Habsburger teil, wobei Otto von Waldburg fiel. Sein Wappen ist in der Schlachtkapelle von Sempach abgebildet und in der Liste der gefallenen Adeligen auf Habsburger Seite in der Schlacht bei Sempach verzeichnet. Im 15. Jahrhundert waren Vertreter des Hauses Waldburg häufig Landvögte in Ober- und Niederschwaben. Führende Vertreter des jüngeren Hauses Waldburg bis zur Erbteilung 1429 Die Geschichte des Hauses Waldburg war von zahlreichen Erbteilungen gekennzeichnet, deren bedeutendste die des Jahres 1429 wurde. Die nachfolgende Aufstellung nennt die Abfolge der wichtigsten Vertreter des Hauses bis zu der Teilung: Werner von Thann/Tanne um 1100 Eberhard I. Tanne-Waldburg, 1170–†1234 ∞ (1) Adelheid von Waldburg, Tochter des Heinrich von Waldburg ∞ (2) Frau Adelheid von Klingen Berthold I. von Trauchburg, 1170/71[1] Friedrich von Waldburg, c. 1171–†1197 (bzw. Truchseß 1214, † 1227 ?[1]) Heinrich von Tanne (* um 1190; † 1248) Berthold II. von Tanne † 1212[1] Berthold III. von Trauchburg † 1245[1] Otto Berthold, Truchseß von Waldburg, 1234–c.†1269 (bzw. † 1276 ?[1]) Eberhard II., c. 1269–†1291 ∞ Elisabeth von Montfort Johannes I., 1291–†1338/1339 ∞ Klara Eberhard III., 1338–†1361/1362 ∞ Agnes von Teck Johannes II. von Waldburg, vor 1362–†1424[5] ∞ vermählt in erster Ehe mit Elisabeth von Habsburg-Laufenburg in zweiter Ehe mit Catarina von Cilli, in dritter Ehe mit Elisabeth von Montfort (1399) und in vierter Ehe mit Ursula von Abensberg[6] Es besteht möglicherweise eine Verbindung zu den Herren von Dahn (Than) und der Dahner Burgengruppe.[7] Teilung des Hausbesitzes von 1429 Im Jahr 1429 fand die große Teilung des Hausbesitzes in drei Linien statt. Der Truchsess Johannes II. (bzw. Hans II.) hinterließ bei seinem Tode 1424 drei erbberechtigte Söhne. Sohn Eberhard I. (1424–1479) begründete die bereits 1511 erloschene Sonnenbergische Linie. Dessen Bruder Jakob (oder auch in der Schreibweise Jacob, † 1460) war der Stammvater der Jakobischen Linie, in deren Besitz die Herrschaft Trauchburg mit Kißlegg und Friedberg-Scheer nebst Dürmentingen gelangte. Die Jakobische Linie erlosch in Schwaben 1772, wohingegen die seit der Reformation in Ostpreußen bestehende evangelische Seitenlinie Waldburg-Capustigall erst 1875 im Mannesstamm ausstarb. Der dritte der an der Teilung des Jahres 1429 beteiligten Brüder hieß Georg I. († 1479). Er begründete die Georgische Linie, die sich 1595 in die Linien Zeil (heute noch bestehend als Walburg zu Zeil und Trauchburg) und Wolfegg (heute als Waldburg-Wolfegg-Waldsee) teilte. Die Verbindung zwischen den drei großen Linien Waldburg-Sonnenberg, Waldburg-Trauchburg und Waldburg-Wolfegg-Zeil bestand somit durch diese drei genannten Brüder mit ihren Ehefrauen: - Eberhard I. 1424–†1479 (Bruder von Jakob), 1. Reichsgraf von Sonnenberg 1463 ∞ Kunigunde von Montfort - Jakob Waldburg-Trauchburg 1424–†1460 ∞ Magdalena von Hohenberg - Georg I. von Waldburg-Zeil, † 1467 ∞ Eva von Bickenbach Übersicht zu den Teilungen Sowohl die Burg als auch die Herrschaft Waldburg galten als Reichslehen. Auch der Eigenbesitz Trauchburg wurde 1429 in ein Reichslehen umgewandelt. Außerdem gelangte das Haus Waldburg im Laufe des 14. Jahrhunderts in den Besitz habsburgischer Pfandschaften. Dazu zählten die Herrschaft Kallenberg, die Grafschaft Friedberg, die Herrschaft Scheer, die Herrschaft Bussen sowie die Donaustädte Saulgau, Mengen, Riedlingen und Munderkingen. Die betroffenen Bewohner in den Pfandschaften fühlten sich jedoch weiterhin als Untertanen des Hauses Habsburg und sträubten sich deshalb jahrhundertelang mit wechselnder Intensität durch Gehorsams- und Steuerverweigerung gegen die Herrschaft des Hauses Waldburg. Insbesondere die Jakobische Linie mit den Grafschaften Trauchburg und Friedberg-Scheer geriet in den folgenden Jahrhunderten der frühen Neuzeit in einen nicht enden wollenden Strudel von erdrückenden Schulden und damit verbundenen Auseinandersetzungen mit den Untertanen, die sich hart besteuert sahen. Kennzeichnend war das Festhalten aller oberschwäbischen Linien des Hauses Waldburg am Katholizismus. Katholisch zu sein und im Dienste von Kaiser und Reich zu stehen gehörte zum Selbstverständnis des Hauses. Lediglich die Linie Waldburg-Capustigall in Ostpreußen war in der Reformation evangelisch geworden und brachte eine Reihe von preußischen Landhofmeistern, Ministern und Generälen hervor. Mehr unter obenstehendem Link | von Tanne, Eberhard (I11568)
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| 48699 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Waldburg Haus Waldburg Das Haus Waldburg ist ein hochadeliges schwäbisches Adelsgeschlecht. Die Stammburg des ursprünglich welfisch-staufischen Ministerialengeschlechts, das seit der Mitte des 12. Jahrhunderts urkundlich belegt ist, ist die Waldburg auf der Gemarkung der Gemeinde Waldburg im Landkreis Ravensburg in Oberschwaben. Ursprünge des Hauses Waldburg Erstes namentlich bekanntes Mitglied der Familie ist Cono von Waldburg (auch Cuno oder Kuno), Abt des Klosters Weingarten (1108–†1132). Er schrieb den Augustinuskommentar und wahrscheinlich die Genealogia Welforum. Für das Jahr 1123 ist außerdem ein Gebhard von Waldburg genannt worden.[1] Heinrich (1140–1173) und Friedrich (1147–1183) von Waldburg sind möglicherweise Söhne eines Bruders des Abtes Cono. Cono von Waldburg, Abt von Weingarten 1108–†1132 Heinrich, 1140–†1173 Friedrich, 1147–†1183 Der 1183 verstorbene Friedrich hatte zwei Söhne: Heinrich, seit 1183 Truchsess und seit 1198 Reichstruchsess Friedrich, seit 1192 Truchsess und seit 1198 Reichstruchsess (†1198 bei einem Aufstand in Viterbo erschlagen)[2] Mit dem Tod der beiden erlosch das ältere Haus Waldburg 1210 im Mannesstamm.[3] Frühgeschichte des jüngeren Hauses Waldburg Die Dienstmannen von Tanne übernahmen Besitz und Ämter des älteren Hauses Waldburg. Höchstwahrscheinlich waren sie mit jenem verwandt. Die von Waldburg und von Tanne gehörten zu den Dienstmannen, also "Ministerialen" der Welfen. Nach dem Tod Welfs VI. im Jahr 1191 wurden sie Ministerialen der staufischen Herzöge. Eberhard von Tanne-Waldburg (1170–†1234) gilt als der eigentliche Stammvater des Hauses Waldburg, das seit 1217 diesen Namen führte.[4] Eberhard wurde 1225 erstmals Reichstruchseß genannt. Sein Neffe war Schenk Konrad von Winterstetten. Beide waren von 1220 bis 1225 als Vormünder und Ratgeber König Heinrichs (VII.) tätig. Zu jener Zeit wurden die Reichskleinodien auf der Waldburg verwahrt. Unter der Regierungszeit Kaiser Friedrich II. und seinen Söhnen sind folgende Persönlichkeiten bekannt: Zwei Bischöfe von Konstanz, Eberhard II. Truchseß von Waldburg, Erzbischof von Salzburg 1200–†1246, Graf von Regensberg 1269–†1291, Bischöfe von Brixen, Straßburg und Speyer. Des Weiteren stellten sie für lange Jahre den kaiserlichen Protonotar. Dies entspricht dem Statthalter des Königs. Um 1214 wurde dem Haus die Verwaltung des Truchsessenamtes im Heiligen Römischen Reich übertragen. Von 1419 bis 1806 war das Amt Bestandteil des Namens (Truchsess bzw. ab 1525 Reichserbtruchsess von Waldburg). Neben dem Truchsessenamt hatten sie seit 1196 das Amt des Schenken und seit 1198 auch das Amt des Marschalls. Nach dem Niedergang der Staufer gelang es dem Haus Waldburg, sich als reichsunmittelbares Adelsgeschlecht zu etablieren. Im 14. Jahrhundert befanden sich die Waldburger in der Gunst Kaiser Ludwigs des Bayern als auch der Habsburger.[4] Sie brachten die Stadt Isny, die Herrschaft Trauchburg und die Herrschaft Zeil in ihren Besitz und erlangten 1406 zudem die Pfandschaft der fünf Städte Mengen, Munderkingen, Riedlingen, Saulgau und Waldsee. Somit war das Territorium der Waldburger im Laufe des 14. Jahrhunderts beträchtlich angewachsen. Das Haus Waldburg nahm mit einem Kontingent am 9. Juli 1386 an der Schlacht bei Sempach auf der Seite der Habsburger teil, wobei Otto von Waldburg fiel. Sein Wappen ist in der Schlachtkapelle von Sempach abgebildet und in der Liste der gefallenen Adeligen auf Habsburger Seite in der Schlacht bei Sempach verzeichnet. Im 15. Jahrhundert waren Vertreter des Hauses Waldburg häufig Landvögte in Ober- und Niederschwaben. Führende Vertreter des jüngeren Hauses Waldburg bis zur Erbteilung 1429 Die Geschichte des Hauses Waldburg war von zahlreichen Erbteilungen gekennzeichnet, deren bedeutendste die des Jahres 1429 wurde. Die nachfolgende Aufstellung nennt die Abfolge der wichtigsten Vertreter des Hauses bis zu der Teilung: Werner von Thann/Tanne um 1100 Eberhard I. Tanne-Waldburg, 1170–†1234 ∞ (1) Adelheid von Waldburg, Tochter des Heinrich von Waldburg ∞ (2) Frau Adelheid von Klingen Berthold I. von Trauchburg, 1170/71[1] Friedrich von Waldburg, c. 1171–†1197 (bzw. Truchseß 1214, † 1227 ?[1]) Heinrich von Tanne (* um 1190; † 1248) Berthold II. von Tanne † 1212[1] Berthold III. von Trauchburg † 1245[1] Otto Berthold, Truchseß von Waldburg, 1234–c.†1269 (bzw. † 1276 ?[1]) Eberhard II., c. 1269–†1291 ∞ Elisabeth von Montfort Johannes I., 1291–†1338/1339 ∞ Klara Eberhard III., 1338–†1361/1362 ∞ Agnes von Teck Johannes II. von Waldburg, vor 1362–†1424[5] ∞ vermählt in erster Ehe mit Elisabeth von Habsburg-Laufenburg in zweiter Ehe mit Catarina von Cilli, in dritter Ehe mit Elisabeth von Montfort (1399) und in vierter Ehe mit Ursula von Abensberg[6] Es besteht möglicherweise eine Verbindung zu den Herren von Dahn (Than) und der Dahner Burgengruppe.[7] Teilung des Hausbesitzes von 1429 Im Jahr 1429 fand die große Teilung des Hausbesitzes in drei Linien statt. Der Truchsess Johannes II. (bzw. Hans II.) hinterließ bei seinem Tode 1424 drei erbberechtigte Söhne. Sohn Eberhard I. (1424–1479) begründete die bereits 1511 erloschene Sonnenbergische Linie. Dessen Bruder Jakob (oder auch in der Schreibweise Jacob, † 1460) war der Stammvater der Jakobischen Linie, in deren Besitz die Herrschaft Trauchburg mit Kißlegg und Friedberg-Scheer nebst Dürmentingen gelangte. Die Jakobische Linie erlosch in Schwaben 1772, wohingegen die seit der Reformation in Ostpreußen bestehende evangelische Seitenlinie Waldburg-Capustigall erst 1875 im Mannesstamm ausstarb. Der dritte der an der Teilung des Jahres 1429 beteiligten Brüder hieß Georg I. († 1479). Er begründete die Georgische Linie, die sich 1595 in die Linien Zeil (heute noch bestehend als Walburg zu Zeil und Trauchburg) und Wolfegg (heute als Waldburg-Wolfegg-Waldsee) teilte. Die Verbindung zwischen den drei großen Linien Waldburg-Sonnenberg, Waldburg-Trauchburg und Waldburg-Wolfegg-Zeil bestand somit durch diese drei genannten Brüder mit ihren Ehefrauen: - Eberhard I. 1424–†1479 (Bruder von Jakob), 1. Reichsgraf von Sonnenberg 1463 ∞ Kunigunde von Montfort - Jakob Waldburg-Trauchburg 1424–†1460 ∞ Magdalena von Hohenberg - Georg I. von Waldburg-Zeil, † 1467 ∞ Eva von Bickenbach Übersicht zu den Teilungen Sowohl die Burg als auch die Herrschaft Waldburg galten als Reichslehen. Auch der Eigenbesitz Trauchburg wurde 1429 in ein Reichslehen umgewandelt. Außerdem gelangte das Haus Waldburg im Laufe des 14. Jahrhunderts in den Besitz habsburgischer Pfandschaften. Dazu zählten die Herrschaft Kallenberg, die Grafschaft Friedberg, die Herrschaft Scheer, die Herrschaft Bussen sowie die Donaustädte Saulgau, Mengen, Riedlingen und Munderkingen. Die betroffenen Bewohner in den Pfandschaften fühlten sich jedoch weiterhin als Untertanen des Hauses Habsburg und sträubten sich deshalb jahrhundertelang mit wechselnder Intensität durch Gehorsams- und Steuerverweigerung gegen die Herrschaft des Hauses Waldburg. Insbesondere die Jakobische Linie mit den Grafschaften Trauchburg und Friedberg-Scheer geriet in den folgenden Jahrhunderten der frühen Neuzeit in einen nicht enden wollenden Strudel von erdrückenden Schulden und damit verbundenen Auseinandersetzungen mit den Untertanen, die sich hart besteuert sahen. Kennzeichnend war das Festhalten aller oberschwäbischen Linien des Hauses Waldburg am Katholizismus. Katholisch zu sein und im Dienste von Kaiser und Reich zu stehen gehörte zum Selbstverständnis des Hauses. Lediglich die Linie Waldburg-Capustigall in Ostpreußen war in der Reformation evangelisch geworden und brachte eine Reihe von preußischen Landhofmeistern, Ministern und Generälen hervor. Mehr unter obenstehendem Link | Truchsess zu Waldburg, Waldburga (I11367)
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| 48700 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Wettin Haus Wettin Das Haus Wettin ist eines der ältesten urkundlich nachgewiesenen Geschlechter des deutschen Adels und eines der ältesten des europäischen Hochadels, dem eine besondere Bedeutung für die Landesgeschichte heutiger deutscher Länder wie Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Bayern (Coburg) zukommt. Ihren Namen leitet die Dynastie von der Burg Wettin her, gelegen in der Nähe von Halle im Land Sachsen-Anhalt. Seit dem hohen Mittelalter stellte die Dynastie zahlreiche Markgrafen von Meißen, Landgrafen von Thüringen sowie Herzöge und Kurfürsten von Sachsen. Darüber hinaus gingen aus ihr bis zur Neuzeit mehrere Monarchen von Sachsen, Polen, Belgien, Portugal, Bulgarien und Großbritannien hervor. Das seit über tausend Jahren nachweisbare Geschlecht besteht bis heute im direkten Mannesstamm fort, seit 1485 geteilt in zwei Hauptlinien – die ältere ernestinische Linie mit dem hauptsächlichen Herrschaftsgebiet des heutigen Thüringen und die jüngere albertinische Linie mit dem hauptsächlichen Herrschaftsgebiet des heutigen Freistaats Sachsen. Aktuell regierende Monarchen wettinischer Abstammung sind Königin Elisabeth II. von Großbritannien und Nordirland sowie König Philippe von Belgien, die beide der ernestinischen Linie angehören. Herkunft Das Haus Wettin kann in seiner Herkunft bis in die zweite Hälfte des 10. Jahrhunderts zurückverfolgt werden. Es ist damit, nach den älteren Welfen und Reginaren (dem Haus Hessen), die wohl einzige noch bestehende Familie Deutschlands, die urkundlich vor der ersten Jahrtausendwende nachgewiesen ist. Die übrigen später großen Dynastien wie Wittelsbacher, Habsburger, Hohenzollern, Askanier, Oldenburger, Obotriten oder Zähringer erscheinen sämtlich erst nach dem Jahr 1000 in der schriftlichen Überlieferung. Über die frühesten bekannten Stammesältesten der Wettiner ist bei dem Chronisten Thietmar von Merseburg zu lesen, dass der Graf Dedo I. (im Original Daedi comes) (* um 960; † 13. November 1009) der Sohn eines Dietrich (im Original Thiedrico) war. Beide sollen dem Stamm der sogenannten „Buzici“ angehört haben, dessen genealogische Verbindung zu Adelsgeschlechtern der Sorben im Bereich des Limes Sorabicus ungeklärt ist und die – besiegt, tributpflichtig und untertänig geworden – auch nicht als besonders erwähnenswert angesehen worden wären. Dedo soll in jungen Jahren einem agnatischen Verwandten im Limes Sorabicus, dem Gaugrafen Rikdag († 985), als Vasall gedient haben.[1] Über die Herkunft des Dietrich und Dedo de Buzici wurden in der Geschichtsliteratur mannigfaltige Überlegungen angestellt. Eine Ansicht aus der Dissertation Friedrich Kurzes von 1886, die Otto Posse in seiner Genealogie des Hauses Wettin (1897) übernahm, bezieht den Stammesnamen Buzici auf einen „Buco“ oder „Buzo“, der eine Kurzform des Namens „Burchard“ sein soll, und identifiziert die Buzici daher mit den Burcharden, Gefolgsleuten der Karolinger seit Karl dem Großen. Zwei in der Schlacht am Kap Colonna gegen die Sarazenen (13. Juli 982) gefallene Adelige, Burchard IV. im Hassegau und Dedi, werden dabei als Brüder Dietrichs I. und der im Jahr 957 gestorbene Hassegaugraf Dedi (Téti) als ihr gemeinsamer Vater angesehen.[2] Eine Erweiterung dieser Interpretation dieses lateinischsprachigen Textes führt Dietrichs Abstammung bis auf einen 908 gegen die Ungarn gefallenen Burchard von Thüringen, Markgrafen im Limes Sorabicus in Nachbarschaft zum bayerischen Nordgau, zurück. Eine zweite Ansicht zur Herkunft des Hauses Wettin, die Reinhard Wenskus und Stefan Pätzold vertreten, führt die Buzici ebenfalls auf den Leitnamen Burchard zurück und hält Dietrich für einen Sohn des schwäbischen Herzogs Burchard III. († 973) aus dem Geschlecht der Burchardinger, der nach 926 einige Zeit in Sachsen verbrachte und aus einer urkundlich nicht belegten ersten Ehe mit einer Immedingerin namens Wieltrud stammen soll. Zur Stützung dieser Herkunftheorie der Buzici wird angeführt, dass in der Vorrede des, allerdings erst im 13. Jahrhundert entstandenen, Sachsenspiegels das Haus Wettin zu den fränkischen Geschlechtern gezählt wird. Eine dritte Herkunftstheorie, die im Lexikon des Mittelalters vertreten wird, sieht Dietrich als Sohn des Harzgaugrafen Volkmar (Folcmar, um 945). Dafür spricht, dass der agnatische Verwandte Rikdag als Angehöriger der Harzgaugrafen gilt, einer Sippe, die sich bis ins 9. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Name Die Grundherrschaft Wettin im Gau Nudzici wird erstmals in einer am 29. Juli 961 ausgestellten Urkunde von Kaiser Otto I. dem Großen schriftlich erwähnt.[3] Der Kaiser bestimmte darin, dass unter anderem auch der von Wettin eingezogene Kirchenzehnt an das Kloster St. Moritz zu Magdeburg zu entrichten sei. Die Grundherrschaft Wettin gehörte kurze Zeit später der meißnischen Mark des Grafen Rikdag an, in dessen Dienst unter anderem der ihm agnatisch anverwandte Dedo I. stand. Offenbar hatte dieser die Grundherrschaft von dem Markgrafen als Allod erhalten, das fortan in der Familie erblich blieb. Der Stammsitz der frühen Wettiner war allerdings zunächst die Burg Eilenburg, die Dedo II. als ältester Sohn Dietrichs II. erbte. Der Eilenburger Zweig der Sippe erlangte später die Markgrafschaft Meißen, starb aber schon bald 1123 im Mannesstamm aus. Ein jüngerer Sohn Dietrichs II. war Thimo, der neben anderen Gütern der Familie auch die Burg Wettin von seinem Vater geerbt hatte. Von ihm stammten letztlich alle nachfolgenden Generationen der Wettiner ab und offenbar diente für ihn die namensgebende Burg bereits als bevorzugter Stammsitz. Denn Thimo war der erste seiner Familie der schon in zeitgenössischen Chroniken als „Graf von Wettin“ bekannt war.[4] Ableitend vom Namen dieser Stammburg wurden die Nachkommen und auch rückwirkend die Vorfahren Thimos nun „Wettiner“ genannt, ein Familienname der sich spätestens im 13. Jahrhundert als allgemein gebräuchlich für diese Familie durchgesetzt hatte, wie die in dieser Zeit entstandene Genealogie der frühen Wettiner, die Genealogica Wettinensis, zeugt.[5] Aufstieg und Teilung Unter die führenden deutschen Dynastien etablierten sich die Wettiner ab Konrad dem Großen, der nach einem siegreichen Machtkampf gegen Wiprecht von Groitzsch mit der Unterstützung des Sachsenherzogs Lothar von Süpplingenburg die Markgrafschaft Meißen an sich bringen konnte, mit der er 1125 von Kaiser Heinrich V. auch offiziell beliehen wurde. Die Mark Meißen gaben die Wettiner fortan nicht mehr aus der Hand, sie wurde zum Ausgangspunkt ihrer Expansion in den thüringischen Raum. Die Burg Wettin hingegen kam nach dem Aussterben der Wettiner Grafenlinie im Jahr 1217 im Erbgang an die wettinischen Grafen von Brehna. Otto IV. von Brehna verkaufte am 14. November 1288 die Grafschaft Wettin an den Erzbischof von Magdeburg. Sie wurde in ein erzbischöfliches Amt umgewandelt. Aus dem thüringisch-hessischen Erbfolgekrieg siegreich hervorgegangen, konnte Markgraf Heinrich der Erlauchte im 13. Jahrhundert auch die Landgrafschaft Thüringen für seine Dynastie gewinnen. Friedrich der Freidige (der Gebissene) und sein Bruder Dietrich (Diezmann) konnten die Hausmacht der Wettiner erfolgreich gegen König Albrecht I. von Habsburg in der siegreichen Schlacht bei Lucka am 31. Mai 1307 verteidigen. Durch die Übertragung des Herzogtums Sachsen-Wittenberg im Jahr 1423 an Friedrich den Streitbaren konnten sich die Wettiner schließlich aufgrund der damit verbundenen sächsischen Kurwürde unter die deutschen Kurfürsten einreihen. Wie auch unter anderen deutschen Häusern üblich, teilten die Wettiner regelmäßig ihre Besitzungen unter Söhnen und Brüdern auf, was häufig zu Spannungen führte. Nach dem Tod von Friedrich IV. führten Uneinigkeiten zwischen seinen Neffen Friedrich II. und Wilhelm III. zur Altenburger Teilung. Trotz des Halleschen Machtspruchs im Jahr 1445 eskalierte der Konflikt später bis zum Sächsischen Bruderkrieg. Als besonders folgenschwer sollte sich die sogenannte „Leipziger Teilung“ im Jahr 1485 erweisen, in der Kurfürst Ernst mit seinem jüngeren Bruder Albrecht dem Beherzten eine Teilung der wettinischen Lande vereinbarte. Ernst sollte dabei vor allem die Landgrafschaft Thüringen und das Herzogtum Sachsen-Wittenberg einschließlich der mit ihm verbundenen unteilbaren Kurwürde übernehmen. Albrecht übernahm die Mark Meißen einschließlich des Titels „Herzog von Sachsen“. Im Gegensatz zu den zuvor erfolgten Teilungen hat sich diese dauerhaft dynastisch verfestigt. Mehr, auch Stammliste, unter dem Link oben.. | von Wettin, Mathilde (I9655)
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