Notizen


Stammbaum:  

Treffer 48,851 bis 48,900 von 52,053

      «Zurück «1 ... 974 975 976 977 978 979 980 981 982 ... 1042» Vorwärts»

 #   Notizen   Verknüpft mit 
48851 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_III._(St._Pol)

Hugo III. Candavène, franz.: Hugues III Campdavaine, (* vor 1132; † nach 1145) war ein Graf von Saint-Pol aus dem Haus Candavene. Er war ein jüngerer Sohn des Grafen Hugo II. von Saint-Pol.

Leben
Hugo hatte wie sein Vater einen kriegerischen Charakter, eine spätere Chronik nannte ihn „Mauors Gaullois“ im Sinne von schwarzer (d. h. böser) oder niederer Barbar.[1] Im Jahr 1132 überfiel er die Stadt Saint-Riquier, die dem Grafen von Ponthieu gehörte, und tötete ihre Einwohner. Ebenso verfuhr er mit der bei der Stadt gelegenen Abtei. Dafür wurde er von Papst Innozenz II. exkommuniziert. Durch die Gründung der Abtei Cercamp 1137, die er mit Mönchen aus Auxerre besetzen ließ, konnte er sich von dem Bann befreien. Im Jahr 1140 verbündete er sich mit Graf Balduin IV. von Hennegau gegen den Grafen Dietrich von Flandern, dem sie aber unterlegen waren. Hugo wurde nach seinem Tod in Cercamp bestattet.

Er war zweimal verheiratet.
Seine erste Frau hiess Beatrix.
Seine zweite Frau war Margarete von Clermont, eine Tochter des Grafen Rainald II. von Clermont.

Beiname
In einem an den Bischof von Amiens gerichteten Brief aus dem Jahr 1112 des Bischofs Lambert von Arras wird Graf Hugo III. von Saint-Pol erstmals mit dem Beinamen Campdavene genannt, was so viel wie „Haferfeld“ bedeutet (franz.: Champ d'Avoine, picard.: Camp d'avaine, lat.: Campus Avenae oder Candavena).[2] Warum der Bischof ihn so nannte ist unklar, allerdings war der Beiname offensichtlich allgemein bekannt und wurde auch von Hugo selbst verwendet, wie zum Beispiel in der Gründungsurkunde der Abtei Cercamp aus dem Jahr 1137. Es kann nur vermutet werden, dass er einem ähnlichen Hintergrund entsprang wie etwas später der Ginsterzweig der Plantagenets, indem sich Hugo mittels eines Haferhalms als Helmzier seiner Umwelt zu erkennen gab. Seine Söhne verwendeten Garben in ihren Wappen, was noch heute in dem der Kommune Saint-Pol-sur-Ternoise seinen Nachhall findet.

Das erste Grafenhaus von Saint-Pol wird heute nach diesem Beinamen als Haus Candavene bezeichnet. 
von Saint Pol (Haus Candavène), Graf Hugo III. (I28354)
 
48852 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_III._von_Lusignan (Okt 2018)

Hugo III. von Lusignan († 1012), genannt „der Weiße“ (lat. Albus), war der dritte Herr von Lusignan und wahrscheinlich Sohn von Hugo dem Gütigen.

Er bestätigte die Schenkung der Kirche von Mezeaux an das Kloster Saint-Cyprien durch einen seiner Vasallen und gewährte dem Kloster die Nutzungsrechte an den Wäldern und der Straße zwischen Lusignan und Poitiers. Vermutlich stand er dem gräflichen Gericht von Poitou nahe, immerhin belegte Herzogin Emma von Blois, Gattin von Wilhelm IV. von Aquitanien, das Kloster von Saint-Maixent mit einer Steuer, deren Einkünfte Hugo erhielt. 
von Lusignan, Herr Hugo III. (I12565)
 
48853 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_IV._(Maine) (Jul 2023)

Hugo IV. von Maine (franz.: Hugues; * um 1018 bis 1022; † 26. März 1051) war seit 1032 oder 1035 ein Graf von Maine. Er war der Sohn und Nachfolger des Grafen Herbert I. Wachhund aus dem zweiten Haus Maine.
Beim Tod seines Vaters war Hugo noch unmündig, weshalb für ihn sein Großonkel Herbert Baco die Regentschaft übernahm. Der war ein Anhänger des Grafen von Anjou, dem nominellen Lehnsherren über Maine, was aber den Widerstand des Bischofs von Le Mans, Gervais de Château-du-Loir (Gervais de Bellême), hervorrief der ein entschiedener Gegner der Anjou war. Auf einem allgemeinen Konzil in Le Mans erreichte Gervais die Entmachtung und Verbannung des Regenten und erklärte Hugo für mündig. Anschließend vermittelte er eine Ehe des Grafen mit einer Schwester des Grafen Theobald III. von Blois, des traditionellen Feindes der Anjou. Dies rief im Gegenzug Graf Gottfried II. Martel von Anjou auf den Plan, der um seinen Einfluss im Maine fürchtete, weshalb er 1048 Le Mans im Handstreich einnahm und den Bischof gefangen setzte.
Anjou übernahm damit faktisch die Macht in Maine, den Bischof Gervais begab sich nach seiner Freilassung 1050 in das normannische Exil. Dort gelang es ihm den jungen Herzog Wilhelm II. dem Bastard für seine Sache zu gewinnen, was den Beginn eines generationenlangen Konfliktes zwischen Angevinen und Normannen um das Maine markierte. Graf Hugo IV. selbst starb bereits 1051.
Hugo IV. war seit dem 14. April 1046 verheiratet mit Bertha von Blois († 1085). Sie überlebte ihren Ehemann um 34, ihre Kinder um 22 Jahre. 
von Maine (Zweites Haus), Hugo IV. (I7160)
 
48854 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_IV._(Zypern) (Okt 2027)

Hugo IV. (* 1294; † 10. Oktober 1359) war König von Zypern von 1324 bis 1359 und als Hugo II. Titularkönig von Jerusalem.

Er war der Sohn von Guido von Zypern und Eschiva von Ibelin, Herrin von Beirut. 1324 folgte er seinem Onkel väterlicherseits, König Heinrich II. von Zypern, auf den Thron. Er scheint sich mit der Herrschaft über Zypern zufriedengegeben zu haben und versuchte nicht, das Königreich Jerusalem zurückzuerobern. Er hielt sogar seinen Sohn Peter I. davon ab, nach Europa zu fahren, um Unterstützung für einen neuen Kreuzzug zu erhalten.

Er beteiligte sich aber ab 1344 an einer Kreuzzugsliga gegen das türkische Emirat Aydın, der neben dem Papst und dem Johanniterorden von Rhodos auch die Republik Venedig angehörte. Die Kreuzfahrer eroberten Ende 1344 Smyrna (das bis 1402 in christlicher Hand blieb) und errangen einige Seesiege gegen türkische Flotten in der Ägäis. 
von Zypern (Lusignan), König Hugo IV. (I9279)
 
48855 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_V._von_Lusignan

Hugo V. von Lusignan († 8. Oktober 1060 in Lusignan), genannt „der Fromme“ (lat. Pius), war der fünfte Herr von Lusignan und Herr von Couhé. Er war der Sohn von Hugo dem Braunen und dessen Gattin Audéarde.

Er heiratete Almodis de la Marche, Tochter des Grafen Bernard I. von La Marche. Aus dieser Verbindung sollte sein ältester Sohn 1091 die Grafschaft La Marche erben. Mit Almodis hatte Hugo zwei Söhne und eine Tochter: Die Zwillingsbrüder Hugo VI. und Jordan, sowie Melisende. Letztere heiratete Simon, Herr von Parthenay. Die Ehe mit Almodis wurde später wegen zu naher Blutsverwandtschaft aufgelöst. Hugo arrangierte für seine Frau die Wiederverheiratung mit Pons II., Graf von Toulouse.

Als Hugos Lehnsherr Herzog Wilhelm VIII. von Aquitanien Krieg gegen Wilhelm IV. von Toulouse führte, überredete Almodis Hugo der Seite seines Stiefsohns beizutreten. Der Herzog belagerte daraufhin Hugo in dessen Burg in Lusignan. Um sich Proviant zu verschaffen führte Hugo am 8. Oktober 1060 einen Ausfall an und wurde vor den Toren seiner Burg im Kampf getötet.
Sein ältester Sohn Hugo VI., genannt „der Teufel“ trat seine Nachfolge an.


Literatur

• Sidney Painter: The Lords of Lusignan in the Eleventh and Twelfth Centuries in: Speculum 32,1 (1957) 27-47.
Weblinks
• Hugues (V) "le Pieux" de Lusignan bei fmg.ac (englisch) 
von Lusignan, Hugo V. der Fromme (I9196)
 
48856 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_VI._von_Lusignan (Sep 2018)

Hugo VI. von Lusignan (* um 1039; † 18. Mai 1102 in Ramla), genannt „le diable“ (der Teufel), war Herr von Lusignan, Kreuzritter und Sohn des Hugo V. von Lusignan und dessen Frau Almodis de la Marche.

Trotz seiner Frömmigkeit geriet er häufig mit der exemten Abtei von Saint-Maixent in Konflikt. Seine zahlreichen Auseinandersetzungen mit den Mönchen wurden schließlich so gewalttätig, dass der Herzog von Aquitanien, die Bischöfe von Poitiers und Saintes sowie Papst Paschalis II. intervenieren mussten. Von den Mönchen der Abtei Saint-Maixent erhielt er den Beinamen „der Teufel“.

Aus der Ehe mit Hildegard von Thouars aus dem Haus Thouars ging sein Sohn und Nachfolger Hugo VII. von Lusignan hervor.
1087 unternahm Hugo zusammen mit seinem Halbbruder Raimund IV. von Toulouse eine Expedition gegen die Almoraviden in Spanien zur Unterstützung seines weiteren Halbbruders Berenguer Ramon II., dem Grafen von Barcelona.

1096 nahm Hugo das Kreuz zum Ersten Kreuzzug an der Seite seiner Halbbrüder Raimund und Berenguer. Er begleitete Raimund auch auf dem Kreuzzug von 1101. Nachdem er mit letzterem Ostern 1102 Jerusalem erreicht hatte, trat er die Heimreise nach FrFrankreich an. Sein Schiff geriet allerdings nur kurz nach der Abfahrt in einen Sturm und musste beschädigt umkehren. So folgte er dem Hilferuf König Balduins I. von Jerusalem und schloss sich dessen Heer zur Abwehr einer ägyptischen Invasion an. In der folgenden zweiten Schlacht von Ramla fiel Hugo am 18. Mai 1102. 
von Lusignan, Herr Hugo VI. (I9194)
 
48857 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_VII._von_Lusignan

Hugo VII. von Lusignan (* um 1065; † 1151), genannt „der Braune“ (le brun), war Herr von Lusignan, Kreuzritter und Sohn des Hugo VI. von Lusignan und dessen Frau Hildegard von Thouars.

Dem Beispiel seines Vaters folgend, nahm Hugo 1147 an der Seite des französischen Königs Ludwig VII. am Zweiten Kreuzzug teil.

Nach seinem Tod im Jahre 1151 wurde sein Sohn Hugo sein Nachfolger als Herr von Lusignan und Graf von La Marche.


Literatur
• Sidney Painter: The Lords of Lusignan in the Eleventh and Twelfth Centuries. In: Speculum 32,1 (1957) 27–47.
• Robert Favreau und Jean Richard: Lusignan. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 6, Artemis & Winkler, München/Zürich 1993, ISBN 3-7608-8906-9, Sp. 17–20 , hier Sp. 18.
Weblinks
• Hugues (VII) "le Brun" de Lusignan bei fmg.ac (englisch) 
von Lusignan, Herr Hugo VII. der Braune (I9192)
 
48858 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_VIII._von_Lusignan

Hugo VIII. von Lusignan (* um 1106; † 1173 in Aleppo), genannt "der Alte" (le Vieux), war Herr von Lusignan und Kreuzritter.

Er war der Sohn von Hugo VII. von Lusignan und dessen Frau Sarrasine von Lezay.

Auf einem Kreuzzug geriet er im Heiligen Land in der Schlacht von Artah am 10. August 1164 in die Gefangenschaft Nur ad-Dins, der ihn in Aleppo einkerkerte. Er verblieb in Gefangenschaft bis er wohl 1173 starb. Sein Sohn Hugo vertrat ihn in der Heimat, starb aber 1169, noch bevor ihm der Tod seines Vaters berichtet wurde. So wurde wiederum dessen Sohn Hugo, also ein Enkel von Hugo VIII. dessen amtlicher Nachfolger als Hugo IX., Herr von Lusignan und Graf von La Marche.


Literatur
• Sidney Painter: The Lords of Lusignan in the Eleventh and Twelfth Centuries. In: Speculum 32,1 (1957) 27–47.
Weblinks
• Hugues (VIII) "le Brun" de Lusignan bei fmg.ac (englisch) 
von Lusignan, Herr Hugo VIII. der Alte (I9190)
 
48859 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_von_Brienne (Sep 2023)

Hugos Vater starb zwischen den Jahren 1244 und 1247, worauf sein älterer Bruder Johann I. diesem in der Grafschaft Brienne in Frankreich nachfolgte. Als Johann 1260/61 ebenfalls starb, erbte Hugo die Grafschaft sowie die Ansprüche der Familie in Süditalien, darunter das Fürstentum Tarent und die Grafschaft Lecce, die 1205 beschlagnahmt worden waren.

Er beanspruchte darüber hinaus 1264 als Sohn der ältesten Tochter von Alice von Jerusalem und Hugo I. von Zypern die Besitzungen auf Zypern sowie die Regentschaft im Königreich Jerusalem für den minderjährigen und abwesenden Konradin von Hohenstaufen (und damit indirekt eine Anerkennung als Nachfolger), wurde aber von dem Haute Cour zugunsten seines Vetters Hugo von Antiochia übergangen, und zog sich danach weitgehend aus der Politik in Outremer zurück.[1] Als ein anderer Vetter, König Hugo II. von Zypern, 1267 starb, wurde er erneut gegenüber dem Regenten Hugo von Antiochia hintangestellt, der den Thron Zyperns als Hugo III. bestieg (und 1268 als Hugo I. auch in Jerusalem folgte).

Hugo entschied sich nun, sein Glück in Europa zu suchen. Er trat in den Dienst Karls von Anjou und half diesem ab 1266 bei der Eroberung des Königreichs Sizilien. 1268 nahm er an der Schlacht bei Tagliacozzo gegen Konradin teil. In den nächsten Jahren wurde er von Karl von Anjou zum Generalkapitän von Brindisi, Otranto und Apulien sowie zum Herrn von Conversano ernannt. Er wurde ein entschiedener Anhänger der angevinischen Sache in Italien, was ihm 1269 mit der Rückgabe der Grafschaft Lecce vergolten wurde.[1]

Nach dem Ausbruch der sizilianischen Vesper 1282 nahm Hugo am Kampf gegen Aragón teil. In der Seeschlacht im Golf von Neapel am 5. Juni 1284 wurde er ebenso wie Prinz Karl von Salerno gefangen genommen. Für seine Freilassung trat er 1289 seine Rechte auf den zypriotischen Thron an König Alfons III. von Aragón ab. Hugo fiel schließlich 1296 in der Schlacht von Gagliano vor den Mauern der Stadt Lecce im Kampf gegen Roger von Lauria. 
von Brienne, Graf Hugo (I42572)
 
48860 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_von_Coligny

Hugo von Coligny (franz: Hugues de Coligny; † 2. September 1205) war ein Ritter und Fürst von Coligny.

Sein Herrschaftsbereich umfasste das Land von Coligny und Revermont, wofür er ein direkter Vasall der Krone von Burgund war. In einer Schenkungsurkunde zugunsten der Kartause von Portes im Bugey bezeichnete er sich als souveräner Fürst von Coligny:

Dominus Hugo de Coloniaco, miles, magnificus princeps Coloniensis, dedit Deo et fratribus Portarum pro remedio animæ suæ ac parentum suorum, quicquid habebat in eremo Portarum, et quicquid de feudatariis illius dono vel emptione acquirere potuerunt.
(Der Herr Hugo von Coligny, Ritter, prächtiger Fürst von Coligny, gibt Gott und den Brüdern von Portes, um sein Seelenheil und das seiner Eltern willen, alles, was er in der Wüstung von Portes besitzt und alles, was die Brüder durch Geschenk oder Kauf von seinen Lehnsmännern erwerben konnten.)
Zusammen mit dem Bischof von Autun nahm er am vierten Kreuzzug teil. Nach der Eroberung Konstantinopels 1204 schloss er sich Bonifatius von Montferrat an, von dem er die Stadt Serres als Lehen erhielt. Bei der Verteidigung dieser Stadt gegen den Bulgarenkönig Kalojan (Johannitza) wurde Hugo nach einem Pfeiltreffer im Auge getötet.

Mehr unter dem Link oben.. 
von Coligny-le-Neuf, Herr Hugo I. (Hugues) (I11070)
 
48861 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_von_Hegi_(um_1410%E2%80%931493)

Hugo von Hegi (* um 1410; † nach dem 8. Juli 1493), auch Hug von Hegi genannt, war der letzte Vertreter der Familie «von Hegi», deren Stammburg das Schloss Hegi war.

Leben
Hugo von Hegi wurde um 1410 als Sohn von Hugo von Hegi und Ursula von Reinach geboren. Er war verheiratet mit Beatrix von Wildberg, der Witwe von Friedrich von Hinwil.

Erstmals erwähnt wird sein Name 1440. Er residierte jedoch wie sein Vater nicht mehr im Stammschloss in Hegi, sondern lebte zuerst in Frauenfeld, wo er ein Haus besass. 1444 kaufte er sich frei und kämpfte er auf Seite der Habsburger im Alten Zürichkrieg. Als Österreich-Habsburg in Frauenfeld seine Macht verlor, legte sich Hugo von Hegi, wie andere Kleinadlige auch, dort mit der Obrigkeit an. In dieser Sache wurde er 1448 als Geächteter bei Gericht vorgeladen und 1453 als Räuber bezeichnet.

1458 ist sein einziger Aufenthalt auf Schloss Hegi nachweisbar. 1460 vermachte er das Schloss und sämtliche Ländereien seiner Tochter Barbara, die mit Jakob von Hohenlandenberg vermählt war. Seine aus dieser Ehe entstandenen Enkel Ulrich und Hugo von Hohenlandenberg erweiterten das Schloss Hegi beträchtlich. Hugo wurde 1496 Bischof von Konstanz, drei Jahre nach Hegis Tod.

1469 verliess Hegi Frauenfeld und wurde Bürger von Winterthur, wo er ein Haus beim Königstor besass. 1460 nahm er bei der Verteidigung der Stadt gegen die Belagerung durch die Eidgenossen teil. In Winterthur erlangte Hugo von Hegi ein hohes Ansehen, obwohl er nie ein politisches Amt bekleidete. Anders als in Frauenfeld kam er hier auch nie mit dem Gesetz in Konflikt, sondern machte sich als Wohltäter und Vermittler einen Namen. Er setzte sich für die Begnadigung Verurteilter ein und hielt Fürsprache für seine Freunde bei der Besetzung öffentlicher Ämter. Im Jahr 1491, als es nach einem kalten Winter eine grosse Teuerung gab, unterstützte er die Hungernden. Laut dem Chronisten Laurentius Bosshart soll er dabei täglich 170 Personen unterstützt haben.

Hugo von Hegi verstarb nach dem 8. Juli 1493. Er wurde in einer eigens für ihn errichteten Grabkapelle im Schloss Hegi beigesetzt. Im selben Jahr wurde der Südturm der Stadtkirche Winterthur fertiggestellt, wo ihm zu Ehren sein Wappen als Wandmalerei in der Sakristei zu sehen ist.

Weblinks
Artikel Hegi im Winterthur Glossar
Franz Mauelshagen: Hegi, Hugo von. In: Historisches Lexikon der Schweiz.

 
von Hegi, Hugo (I11394)
 
48862 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_von_Lusignan_(†_1169)

Hugo von Lusignan († 1169) aus dem Adelsgeschlecht Lusignan war Regent der Herrschaft Lusignan und der Grafschaft La Marche. Er war der Sohn von Hugo VIII. von Lusignan, Herr von Lusignan, Graf von La Marche, und dessen Gattin Bourgogne de Rançon.

Hugo regierte als ältester Sohn und designierter Erbe die Ländereien seines Vaters als dieser einen Kreuzzug ins Heiligen Land unternahm. Dort geriet sein Vater 1164 in muslimische Gefangenschaft und wurde in Aleppo eingekerkert, wo er schließlich 1173 starb. Da Hugo selbst bereits 1169 starb wurde nicht er, sondern sein Sohn Hugo, also ein Enkel von Hugo VIII. dessen amtlicher Nachfolger als Hugo IX.


Literatur
• Sidney Painter: The Lords of Lusignan in the Eleventh and Twelfth Centuries, in: Speculum 31,1 (1957) 27-47. 
von Lusignan, Hugo (I9997)
 
48863 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_X._von_Lusignan (Sep 2018)

Hugo X. von Lusignan, genannt der Braune (Le Brun) (1200 bezeugt; † 5. Juni 1249) war Herr von Lusignan, Graf von La Marche und Angoulême. Er war der einzige Sohn von Hugo IX. von Lusignan und Agathe von Preuilly.

Biographie
Hugo nahm gemeinsam mit seinem Vater am Kreuzzug von Damiette teil, auf dem sein Vater 1219 verstarb, worauf Hugo dessen Nachfolge als Herr von Lusignan und Graf von La Marche antrat. Ein Jahr darauf im März oder April 1220 heiratete er schließllich Isabella von Angoulême, die einst mit seinem Vater verlobt gewesen war und die als Königinwitwe mittlerweile wieder auf ihren heimatlichen Besitzungen lebte, welche so in die Hand der Lusignans übergingen. Das zwischenzeitliche Verlöbnis mit deren Tochter, Johanna von England, wurde fallen gelassen.
Hugo unterstützte in den folgenden Jahren König Ludwig VIII. von Frankreich in dessen Kampf gegen die Plantagenets. Dabei war er als Heerführer in der Gascogne gegen seinen Stiefsohn Richard von Cornwall wenig erfolgreich, erhielt aber Saint-Jean-d’Angély und Teile des Aunis vom König als Pfand überreicht.[1] Unter dem Eindruck des Erstarken der königlichen Macht in Aquitanien und dem Einfluss seiner geltungssüchtigen Frau wandte sich Hugo danach aber oppositionellen Kräften um Peter Mauclerc zu.
Während der Belagerung von Avignon im Juli 1226 verließ Hugo zusammen mit Mauclerc das königliche Kreuzfahrerheer, noch bevor die Stadt eingenommen war. Nach dem Tod des Königs stellte sich Hugo zusammen mit anderen unzufriedenen Baronen gegen ddie Regentschaft der Königin Blanka von Kastilien, musste sich aber nach dem Seitenwechsel Graf Theobalds IV. von Champagne im Frühjahr 1227 der Regentin in Vendôme unterwerfen. Sein ältester Sohn wurde mit der Prinzessin Isabella und eine seiner Töchter mit Prinz Alfons von Poitiers verlobt, im Gegenzug musste er Aunis und Saint-Jean-d'Angély an die Krone zurückgeben.
Noch im selben Jahr schloss sich Hugo erneut Mauclerc an, der sich des jungen Königs Ludwig IX. in Montlhéry bemächtigen wollte. Nach wechselvollen Kämpfen unterwarf sich Hugo aber im Oktober 1229 der Krone nachdem Mauclerc dem englischen König (Hugos Stiefsohn Heinrich III.) gehuldigt hatte, und half anschließend bei der Einnahme von Clisson. Dafür erhielt Hugo die ihm 1227 entzogenen Burgen im Aunis als Pfand zurück und das Verlöbnis zwischen Prinzessin Isabella und seinem Sohn wurde erneuert.
Dennoch sollte sich sein Verhältnis zur Krone erneut verschlechtern, als 1241 Prinz Alfons in Saumur als Graf von Poitou eingesetzt wurde und Hugo diesem, und nicht dem König, huldigen musste. Weiterhin verlangte der König die Rückgabe der Pfänder im Aunis aufgrund der nicht erfolgten Heirat seines Sohnes (der hatte eine Tochter Mauclercs geheiratet) mit Prinzessin Isabella. Hugo verschwor sich darauf mit seinem Schwiegersohn Graf Raimund VII. von Toulouse und anderen unzufriedenen Vasallen des Poitou zu einem Aufstand gegen die Krone, diese Allianz fand auch die Unterstützung König Heinrichs III. von England. Zu Weihnachten 1241 kündigte Hugo in Poitiers seinen Lehnseid zu Prinz Alfons auf, worauf er in Paris von einem Pairsgericht zum Rebellen und all seiner Besitzungen für verlustig erklärt wurde.
König Ludwig IX. und Prinz Alfons zogen im Frühjahr 1242 mit 4.000 Rittern und 20.000 Mann Fußvolk in die Saintonge. Dort war unterdessen der englische König gelandet, der den Franzosen entgegen marschierte, während Hugo mit seinen Truppen Saintes besetzte. Am 21. Juli wurden die Engländer in der Schlacht bei Taillebourg geschlagen und nach Saintes zurückgedrängt, wo sie und Hugo am Tag darauf erneut unterlagen. Hugo und König Heinrich flohen nach Pons dessen Herr sich aber den Franzosen ergab. Der König von England floh in die Gascogne, Hugo ergab sich am 26. Juli. Er musste seinen Lehnseid gegenüber Prinz Alfons erneuern und ihm alle umstrittenen Pfandschaften, einschließlich dreier eigenen Burgen, als Pfand an diesen aushändigen. Bei der Unterwerfungszeremonie wurde Hugo von einem königlichen Ritter zum Zweikampf aufgefordert, doch der König verhinderte mit seinem Einspruch das Duell.
In den folgenden Jahren blieb Hugo dem König von Frankreich ein ergebener Vasall und schloss sich diesem 1248 zum sechsten Kreuzzug gegen Ägypten an. Dort fiel Hugo um den 5. Juni 1249 bei den Kämpfen vor Damiette wo dreißig Jahre zuvor sein Vater gestorben war.[2] Sein eigener Sohn, Hugo XI., schloss sich im Oktober 1249 dem Kreuzzug an und wurde nur ein Jahr später im Kampf gegen die Mameluken getötet.
Wenn man den Erläuterungen in den Manuskripten zu Gaucelm Faidits Gedichten glauben darf, dann waren Gaucelm und Hugo von Lusignan Rivalen um die Liebe der Margerethe von Aubusson. 
von Lusignan, Graf Hugo X. der Braune (I7548)
 
48864 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Humbert_I._(Savoyen)

Humbert I. von Savoyen, genannt: Humbert mit den weißen Händen oder Humbert Weißhand; (* um 980; † um 1048)[1] war der Sohn von Amadeus Graf von Maurienne oder Belley. Humbert wird als Stammvater des Hauses Savoyen angesehen.[2]

Humbert heiratete Ansilia, auch Anzilla oder Ancilla, eine Tochter des Grafen Anselm III. von Lenzburg im Wallis.[3] 1032/33 erkannte er sofort die Oberherrschaft von Kaiser Konrad II. über das Königreich Burgund an, dieser gewährte ihm Rechte in Maurienne und im Chablais (Regionen in heutigen Haute-Savoie, Frankreich).[4]
Aus der Ehe mit Ansilia entsprangen vier Kinder:
• Amadeus I. (1016–1051), der seine Nachfolge antrat
• Aymon, auch Aimo oder Haimon (1015–1053/54) wurde Bischof von Sitten in der Grafschaft Wallis (1040–1053) sowie Abt von St-Maurice-d’Agaune (ab 1050)
• Burkhard III. († 1068) wurde Erzbischof von Lyon (1031–1036)
• Otto oder Odo (1021–1059/60) trat nach dem Tode seines Bruders Amadeus die Regentschaft über Savoyen an.


Literatur
• Marie José: Das Haus Savoyen. Von den Ursprüngen bis zum roten Grafen. Stiftung Pro Castellione, Niedergesteln 1994.
Siehe auch
• Umberto I. (Italien)
Einzelnachweise
1 Felice Carrone marchese di S. Tommaso: Tavole genealogiche della Real Casa di Savoia. Giuseppe Bocca, 1837, S. 2 (italienisch, google.es [abgerufen am 5. Februar 2017]).
2 Humbert I. Weisshand Graf von Savoyen † 1048. manfred-hiebl.de, abgerufen am 22. November 2015.
3 Humbert I. (Albimanus-Weißhand; Graf) von Maurienne. goldlauter.com, archiviert vom Original am 4. März 2016, abgerufen am 22. November 2015.
4 Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie für die gebildeten Stände (= Conversations-Lexikon. In zwölf Bänden. R bis Schu.) Brockhaus, 1836, S. 655. (books.google.de)

 
von Savoyen (von Maurienne), Graf Humbert I. Weisshand (I3281)
 
48865 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Humbert_III._(Savoyen) (Nov 2018)

Humbert war viermal verheiratet: Aus der ersten Ehe mit Faidiva (Tochter von Alfons Jordan von Toulouse) ging eine Tochter Agneta, Alice oder Adelheid hervor, die 1174 starb und eine Braut von Johann Ohneland war.[1][5] Anschließend war Humbert mit Clementia, vormals Gemahlin Heinrichs des Löwen oder Germana[5] beziehungsweise Anna von Zähringen, einer Tochter Konrads und Schwester[6] oder Tochter Bertholds von Zähringen vermählt.[1] Es folgte eine Ehe mit Beatrice[5] von Burgund, Tochter des Grafen Gerhard I. von Macon-Vienne, mit der er zwei Kinder hatte. Sein einziger Sohn und Nachfolger war Thomas von Savoyen, Piemont und Maurienne, dessen Schwester Eleonore zunächst im Jahr 1189 mit Graf Guido von Vintimiglia und anschließend mit Bonifatius von Montferrat vermählt war und im Jahr 1215 verstarb.[1] Die Letzte Gemahlin war Gertrud von Flandern.

Humbert III. war in tiefer Freundschaft mit dem englischen König Heinrich II. verbunden. Das Haus Plantagenet brauchte Humbert als wichtigen Verbündeten, da die Besitzungen Savoyens in Italien durch Kaiser Friedrich Barbarossa bedroht wurden. Zudem setzte sich der Kaiser 1178 in Saint-Trophime d’Arles die burgundische Königskrone auf und unterstellte die Bistümer Turin, Belley und Tarentaise direkt dem Heiligen Römischen Reich.

Humbert war vermutlich ein sehr frommer Mensch, so ermutigte er die kirchlichen Organisationen sich in der Nächstenliebe und der Fürsorge für die armen Bevölkerungsteile in Savoyen und Piemont zu üben. Da er einen Erben benötigte heiratete er vier Mal. Im Jahre 1838 ordnete Papst Gregor XVI. an, dass er als Umberto III von Savoyen seliggesprochen wurde und der 4. März, der Tag seines Todes als Festtag gefeiert werden solle. 
von Savoyen (von Maurienne), Graf Humbert III. (I7954)
 
48866 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Humbert_IV._(Beaujeu) (Okt 2017)

Humbert IV. († 1189/90 vor Akkon) war ein Erbe der Herrschaft Beaujeu und iure uxoris ein Herr von Montpensier (Humbert I.) aus dem Haus Beaujeu.
Er war ein Sohn des Humbert III. von Beaujeu († um 1192) und einer Tochter des Grafen Amadeus III. von Savoyen.

Humbert stritt oft mit seinem Vater um die Mitherrschaft in Beaujeau. Zur Unterscheidung gegenüber seinem Vater wurde er „der Jüngere“ genannt.[2] Er nahm mit seinem Schwiegersohn am dritten Kreuzzug teil, wobei er im Verlauf der Belagerung von Akkon starb.[3] Weil er noch vor seinem Vater starb, folgte diesem in Beaujeu sein Sohn Guichard IV. nach.
 
von Beaujeu, Humbert IV. (I8435)
 
48867 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Humphrey_de_Bohun,_2._Earl_of_Hereford

Humphrey de Bohun, 2. Earl of Hereford, genannt der Gute (* vor 1208; † 24. September 1275), war ein englischer Magnat sowie erblicher Lord High Constable von England.

Herkunft
Humphrey IV. de Bohun entstammte der anglonormannischen Familie Bohun. Er war der älteste Sohn von Henry de Bohun, 1. Earl of Hereford und von Maud de Mandeville, einer Tochter von Geoffrey fitz Peter. Sein Vater starb im Juni 1220. Auf Bitten seines Großonkels, König Alexander II. von Schottland und der englischen Barone wurde dem noch minderjährigen Bohun erlaubt, die Besitzungen seiner Familie, die vor allem in den Welsh Marches und in Wiltshire lagen, zu übernehmen. Dazu gehörten Caldicot Castle in Südwales sowie ein Teil der Honour of Trowbridge. Durch die Heirat seines Großvaters Humphrey III. de Bohun mit Margaret, einer Schwester von König Wilhelm von Schottland, besaßen die Bohuns auch beträchtlichen Grundbesitz in Schottland.

Leben
Im Februar 1225 bezeugte Bohun die Anerkennung der Magna Carta durch König Heinrich III. Vermutlich im Oktober 1225 erhob ihn der König zum Earl of Hereford. Nach dem Tod von William FitzGeoffrey de Mandeville, 3. Earl of Essex 1227 wurde Bohuns Mutter, die Schwester des Earls, Countess of Essex. Nach ihrem Tod im August 1236 erbte Bohun ihren Titel sowie die Honour und die Burg von Pleshey in Essex.

1227 gehörte Bohun zum Bündnis der Earls of Cornwall, Chester und Pembroke, als diese sich kurzzeitig gegen König Heinrich III., vor allem aber gegen den Justiciar Hubert de Burgh zusammenschlossen.[1] 1230 nahm er jedoch am vergeblichen Feldzug des Königs in die Bretagne teil. 1237 unternahm er eine Pilgerreise nach Santiago de Compostela in Nordspanien. 1239 war er einer der neun Taufpaste des Prinzen Eduard, des ältesten Sohns des Königs. Von 1239 bis 1241 diente er als Sheriff von Kent und Constable von Dover Castle. 1242 nahm er am Feldzug des Königs ins Poitou teil und 1245 am erfolgreichen Feldzug nach Wales. 1246 gehörte er zu den englischen Baronen, die in einem Brief an den Papst die Eigenständigkeit der englischen Kirche zu verteidigen suchten. 1250 gelobte er, einen Kreuzzug zu unternehmen, doch unternahm er keine konkreten Anstalten dafür.

Als 1251 Simon de Montfort, 6. Earl of Leicester sich für seine Tätigkeit als Seneschall der Gascogne erfolgreich vor dem König verteidigte, wurde Bohun ein Unterstützer Montforts. Als Bohun 1253 an einem erneuten Feldzug des Königs in die Gascogne teilnahm, empörte er sich über die Art, wie die Lusignans, die Halbbrüder des Königs, Gruppen von walisischen Söldnern kollektiv bestraften, ohne ihre Vergehen vor ein ordentliches Kriegsgericht zu bringen. Als Lord High Constable hätte Bohun diesem Gericht vorgestanden, weshalb er mit anderen Baronen verärgert nach England zurückkehrte. Im Englisch-Walisischen Krieg ab 1256 verteidigte er nach der englischen Niederlage in der Schlacht von Cymerau 1257 mit anderen Baronen die Welsh Marches gegen Angriffe der Waliser.

Humphrey schloss sich 1258 der Adelsopposition unter Simon de Montfort gegen den König an und wirkte an der Ausarbeitung der Provisions of Oxford mit. Er wurde in den Rat der Fünfzehn gewählt. Obwohl er durch seine beiden Frauen Verbindungen zur Gascogne hatte, war er mit der französischen Verwandtschaft des Königs verfeindet und wurde deshalb beauftragt, die Verbannung der französischen Verwandten des Königs aus England durchzusetzen. 1261 überwarf er sich jedoch mit Simon de Montfort und schloss sich wieder dem König an, der ihn nach dem Tod von Richard de Clare, 5. Earl of Hertford zwischen Juli 1262 und August 1263 mit der Verwaltung von dessen walisischen Besitzungen Usk und Glamorgan betraute. Während des offenen Zweiten Kriegs der Barone wurde Bohun als Anhänger des Königs im Mai 1264 in der Schlacht von Lewes gefangen genommen, während sein Sohn Humphrey V. auf der Seite der rebellischen Barone gekämpft hatte. In der Schlacht von Evesham 1265, in der der König Montfort und die Rebellen entscheidend schlagen konnte, geriet dagegen sein Sohn in Gefangenschaft, in der er im Oktober 1265 starb. Bohun nahm daraufhin die Besitzungen seines Sohns wieder unter seine Verwaltung. 1265 wurde er königlicher Verwalter der City of London und 1266 diente er beim Dictum of Kenilworth, das die Gegner des Zweiten Kriegs der Barone aussöhnen sollte, als Schlichter.

Bohun war ein regelmäßiger, jedoch nicht verschwenderischer Gönner von Klöstern. Er übergab Stiftungen an Llanthony Priory in Monmouthshire, an Walden Abbey, einer Abtei der Mandevilles in Essex, sowie kurz vor seinem Tod an die Nonnen von Lacock Abbey in Wiltshire. Nach seinem Tod wurde er in der Llanthony Priory begraben. Kurz vor seinem Tod hatte Bohun die Honour of Pleshey seinem jüngeren Sohn Henry de Bohun übertragen. Den Großteil seines Besitzes erbte sein Enkel Humphrey VI., der Sohn des 1265 gestorbenen Humphrey V.

Ehen
Bohun war zweimal verheiratet. In erster Ehe heiratete er 1238 Matilda, eine Tochter von Raoul de Lusignan, Graf von Eu († 1219) und von dessen Frau Alice. Seine Frau brachte als Mitgift Grundbesitz in Kent mit in die Ehe, sie starb bereits am 14. August 1241 und wurde in Llanthony begraben. In zweiter Ehe heiratete er Matilda of Avebury, sie starb am 8. Oktober 1273 in Sorges in der Dordogne. 
de Bohun, Humphrey 2. Earl of Hereford (I27330)
 
48868 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Humphrey_de_Bohun,_3._Earl_of_Hereford (Sep 2021)

Humphrey de Bohun, 3. Earl of Hereford (auch Humphrey VI. de Bohun; * um 1249; † 31. Dezember 1298 bei Pleshey, Essex) war ein englischer Magnat.

Herkunft[
Humphrey VI. de Bohun entstammte der anglonormannischen Familie Bohun. Er war ein Sohn von Humphrey V. de Bohun und von Eleanor de Braose, einer Tochter von William de Braose und Eva Marshal. Sein Vater war während des Zweiten Kriegs der Barone als Rebell gegen den König in der Schlacht von Evesham 1265 verwundet in Gefangenschaft geraten und starb wenig später. Von seiner Mutter, die bereits vor 1251 gestorben war, erbte Humphrey VI. Teile der Besitzungen der Familien Braose und Marshal in den Welsh Marches.

Streit um Breconshire in Wales
Bis zu seiner Volljährigkeit fielen die von seiner Mutter geerbten Besitzungen in den Welsh Marches unter königliche Verwaltung. Breconshire übergab der König an Gilbert de Clare, 6. Earl of Hertford. Als Bohun 1270 volljährig wurde, versprach er Hertford die Zahlung von £ 1000, um das Recht zur Heirat zu erhalten. Große Teile von Breconshire waren allerdings ab 1262 von Llywelyn ap Gruffydd, dem Fürsten von Wales erobert worden. Im Vertrag von Montgomery war der Besitz von Breconshire nicht eindeutig geklärt worden, und Bohun begann ab 1272 einen Kleinkrieg gegen Llywelyn ap Gruffydd um Breconshire. Bis 1275 konnte Bohun den Großteil der Baronie zurückerobern, wogegen Llywelyn ap Gruffydd bei König Heinrich III. und nach dessen Tod bei König Eduard I. protestierte. Bei der königlichen Ratsversammlung 1276 beschuldigte dagegen Bohun Llywelyn ap Gruffydd der Aggression gegen ihn, was mit zum Feldzug von König Eduard I. gegen Wales führte. Bohun diente während des Feldzugs in der königlichen Armee, und nach dem erfolgreichen Ende des Kriegs garantierte der König den Schutz seiner Besitzungen, damit Bohun eine Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela antreten konnte.

Weitere Konflikte in Wales
Nach dem Tod seines Großvaters Humphrey IV. de Bohun 1275 hatte Humphrey VI. dessen umfangreiche Besitzungen in England, vor allem in Essex und Wiltshire, sowie die Titel Earl of Hereford und Earl of Essex und das Amt des Lord High Constable geerbt. Neben dem Earl of Hertford und Richard von Cornwall, dem Cousin des Königs, war Bohun somit zu einem der mächtigsten englischen Magnaten aufgestiegen.

Auch am zweiten Feldzug zur Eroberung von Wales von 1282 bis 1283 nahm Bohun teil, nachdem er zu Beginn des Krieges Unruhen in Breconshire niedergeschlagen hatte. Nach dem Krieg begann Bohun jedoch Konflikte mit den benachbarten Marcher Lords, die zu offenen Fehden führten. König Eduard I. hatte 1284 John Giffard mit dem an Breconshire grenzenden Iscennen belohnt. Bohun betrachtete das Gebiet jedoch als ihm gehörend, da er es während der Eroberung von Wales besetzt hatte, und überfiel die Besitzungen von Giffard. Ein königliches Gericht bestätigte jedoch Giffard den Besitz und auch König Eduard I. bestätigte 1289 die Schenkung. Auch mit dem Earl of Hertford gab es weitere Schwierigkeiten, da dieser beklagte, dass Bohun die 1270 vereinbarte Gebühr für seine Heirat nie vollständig bezahlt hätte. Bohun hatte dagegen nicht verwunden, dass er während des Feldzugs gegen Wales von 1282 Hertford untergeordnet war. Auch während der Rebellion von Rhys ap Maredudd 1287 war Hertford und nicht er zum Befehlshaber der englischen Armee ernannt worden. Als Hertford an der Grenze zwischen Glamorgan und Breconshire mit dem Bau von Morlais Castle begann, behauptete Bohun, dass die Burg auf seinem Gebiet läge. Seine Behauptung war fragwürdig, zumal es ihm nie vollständig gelungen war, die Waliser in Breconshire zu unterwerfen. Entgegen dem Recht der Marcher Lords wandte sich Bohun 1289 an den König, worauf Hertford im Februar 1290 entgegen dem ausdrücklichen Verbot des Königs in einer offenen Fehde Breconshire überfiel und sich dabei auf sein Recht als Marcher Lord berief.[1] Nach zwei weiteren Überfällen und Gegenaktionen griff der König ein und bestellte Bohun und Hertford vor ein königliches Gericht. Im Januar 1292 wurden beide vom Parlament zu Haftstrafen verurteilt, während Glamorgan und Breconshire vom König beschlagnahmt wurden. Bohun kam zwar schon bald wieder frei, doch erhielt er Breconshire erst am 15. Juli gegen eine Strafzahlung in Höhe von 1000 Mark zurück.

Konflikt mit König Eduard I.
Bohun war sich sehr auf seine Titel und seine Würde bewusst. Als erblicher Constable von England verzichtete er während der Eroberungskriege in Wales ab 1277 auf seine Bezahlung, bat aber 1282 um seinen ihm zustehenden Anteil an den Eroberungen. Als er sich 1281 wegen ungerechtfertigter Misshandlungen während des Kriegs vor dem König verantworten sollte, verweigerte er unter Berufung auf seinen Status als Marcher Lord sein Erscheinen, was der König verärgert akzeptieren musste. 1280 beanspruchte er während der Vakanz des Bistums St David die Einkünfte aus den Besitzungen des Bischofs in seinen walisischen Besitzungen, worauf es zu einer bewaffneten Fehde kam. Auch nach dem Tod von Bischof William de Braose von Llandaff 1287 beanspruchte Bohun die Einkünfte aus den Gütern des Bischofs für sich, solange kein Nachfolger gewählt wurde. König Eduard I. versuchte nach der Eroberung von Wales, die Macht der Marcher Lords zu brechen. 1287 zwang er die Bohun und die Marcher Lords rasch, die Besitzungen des Bistums ihm zu übergeben,[2] und 1293 wies er Bohun im Parlament scharf zurecht, und 1297 sandte er entgegen dem Recht der Marcher Lords Untersuchungsbeamte nach Brecon, die Beschwerden über die Herrschaft Bohuns untersuchten und die Beschwerdeführer unter den Schutz des Königs stellten.

Dies führte mit dazu, dass sich Bohun 1297 gegen den König stellte. Aufgrund der hohen Kosten des Französisch-Englischen Krieges kam es zu Widerstand gegen die königliche Politik. Als der König im Februar 1297 im Parlament die Magnaten bat, ihn in auf einen Feldzug in die Gascogne zu begleiten, verweigerte sich Roger IV. Bigod, Earl of Norfolk und Marshal von England. Der König berief dennoch eine Armee ein, doch Bigod als Marshal und Bohun als Constable kamen ihren Pflichten nicht nach. Als es im Juli 1297 bei London zu einem Treffen zwischen Vertretern des Königs und den Baronen kam, erklärte Bohun in einer langen Rede die Gründe für seine Verweigerung und verlangte, dass der König auf seine Beschwerden reagieren solle. Diese Rede wurde die Grundlage für die Remonstrances, den schriftlich festgelegten Forderungen der Barone. Der König versuchte verzweifelt, Geld für den Krieg einzutreiben, worauf Bohun und Bigod im August mit bewaffneten Gefolge vor dem Exchequer erschienen, um das Eintreiben von Steuern zu verhindern. Als nun die Schotten in Nordengland einfielen, musste der König den Baronen in den Urkunden De tallagio und Confirmatio cartarum Zugeständnisse machen. Er begnadigte Bohun und Bigod, die daraufhin am Feldzug gegen Schottland teilnahmen.

Er wurde in Walden Abbey, dem Familienkloster in Essex begraben, das er durch große Stiftungen gefördert hatte. 
de Bohun, Humphrey VI. 3. Earl of Hereford (I27325)
 
48869 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Humphrey_de_Bohun,_4._Earl_of_Hereford

Humphrey de Bohun, 4. Earl of Hereford, auch Humphrey VII. de Bohun (* um 1267; † 16. März 1322 bei Boroughbridge) war ein englischer Magnat. Seine wechselnde politische Loyalität sowie sein tragisches Ende gelten als typisch für die schwierige Herrschaft des englischen Königs Eduard II.

Herkunft
Humphrey VII. de Bohun entstammte der anglonormannischen Adelsfamilie Bohun. Er war der einzige Sohn von Humphrey de Bohun, 3. Earl of Hereford und von Maud de Fiennes, einer Tochter des französischen Adligen Enguerrand, Seigneur de Fiennes. Nach dem Tod seines Vaters leistete er am 16. Februar 1299 König Eduard I. den Lehnseid und erbte von seinem Vater dessen umfangreichen Besitzungen, Titel und das Amt des Constable of England. Neben dem Titel Earl of Hereford trug er auch den Titel Earl of Essex, zu seinem umfangreichen Grundbesitz gehörten Ländereien in England, vor allem in Essex und Wiltshire sowie Brecon, Huntingdon, Caldicot und Hay Castle in den Welsh Marches.

Magnat unter König Eduard I.
Als einer der mächtigsten englischen Barone war er am 10. September 1299 bei der Hochzeit des Königs mit Margaret of France in Canterbury zugegen. Während der schottischen Unabhängigkeitskriege nahm er 1300 an der Belagerung von Caerlaverock Castle teil. 1301 gehörte er zu den Baronen, die einen Beschwerdebrief an den Papst besiegelten. Am 14. November 1302 heiratete er in Westminster Abbey Elizabeth, die Witwe von Graf Johann von Holland und eine Tochter des Königs und von Eleonore von Kastilien. Für die Heirat musste er seine Besitzungen und seine Rechte als Earl und Constable dem König übergeben, der sie dann nach der Hochzeit ihm und seiner Frau gemeinsam zurückgab. Am 22. Mai 1306 legte er beim Ritterschlag von Eduard von Caernarfon dem Thronfolger die Sporen an. Nachdem sich Robert the Bruce 1306 zum schottischen König gekrönt hatte, nahm Bohun von 1306 bis 1307 erneut an einem Feldzug nach Schottland teil. König Eduard I. übergab ihm Lochmaben Castle und weitere beschlagnahmte Besitzungen von Robert the Bruce in Annandale.[1] Während des Feldzugs belagerte Bohun zusammen mit Thomas of Lancaster Kildrummy Castle. Nach der Eroberung der Burg gerieten Bruce Frau und weitere Mitglieder seiner Familie in Gefangenschaft.

Angehöriger der Adelsopposition gegen Piers Gaveston
Nachdem König Eduard I. im Juli 1307 gestorben war, wurde sein Sohn Eduard von Caernarfon als Eduard II. neuer englischer König. Bohun war seinem jungen Schwager zunächst wohlgesinnt und bezeugte im August 1307 mit die Erhebung von Eduards Günstling Piers Gaveston zum Earl of Cornwall. In den nächsten Monaten war Bohun häufig am Königshof und nahm im Dezember 1307 am Turnier in Wallingford teil, wo er zu den Adligen gehörte, die von Gavestons Truppe geschlagen wurde. Als Bohun jedoch im Januar 1308 den König zu dessen Hochzeit mit Isabella von Frankreich nach Frankreich begleitete, schloss er sich der sich bildenden Adelsopposition gegen den König an, die das Boulogne Agreement verfasste. Bei der Krönung von Eduard II. und Isabella am 25. Februar 1308 trug er noch das Zepter mit dem Kreuz, doch im April 1308 gehörte er zu den Adligen, die unter Führung des Earl of Lincoln ihre Forderungen während des Parlaments an den König vorbrachten. Auch 1308 und 1309 weilte er häufig am Königshof. 1310 wurde er als einer der Lords Ordainer gewählt, die durch die Ordinances den königlichen Haushalt und die Regierung reformieren sollten. Am Feldzug nach Schottland von 1310 bis 1311 soll er wegen seiner Gegnerschaft zu Gaveston nicht teilgenommen haben. Der König entzog ihm darauf sein Amt als Constable of England, setzte ihn jedoch am 28. August 1311 wieder ein. Als Gaveston 1312 entgegen dem ausdrücklichen Verbot der Ordinances aus seinem dritten Exil nach England zurückkehrte, gehörte Bohun zu den Magnaten, die nun militärisch gegen Gaveston vorgingen. Mit seinen Truppen bewachte er Ostengland, und nach Gavestons Gefangennahme kam Bohun nach Warwick Castle, wo er an den Beratungen teilnahm, die zu Gavestons Hinrichtung am 19. Juni 1312 führten.

Aussöhnung mit König Eduard II.
Anschließend beteiligte sich Bohun an den Verhandlungen mit dem König, der sich mit der Adelsopposition versöhnte und Bohun im Oktober 1313 verzieh. Im Juni 1314 nahm er am Feldzug des Königs gegen Schottland teil, bei dem das englische Heer in der Schlacht von Bannockburn eine vernichtende Niederlage erlitt. Zu Beginn des zweiten Tags der Schlacht hatte Bohun einen erbitterten Streit mit Gilbert de Clare, dem jungen Earl of Gloucester. Bohun führte mit Clare zusammen die englische Vorhut, doch sie sollen sich über ihre Rangstellung und damit über ihre Befehlsgewalt gestritten haben. Gilbert de Clare fiel kurz darauf bei einem ungestümen Angriff auf die schottischen Linien, was mit als Grund für die englische Niederlage gilt. Nach der Schlacht flüchtete Bohun mit anderen Adligen nach Carlisle, wo sie in Bothwell Castle Zuflucht suchten. Der Kommandant der Burg, ein gebürtiger Schotte namens Walter fitz Gilbert, lief jedoch zu den Schotten über und übergab die Burg mitsamt seinen Gästen. Bohun kam jedoch rasch wieder frei, da er gegen Elizabeth de Burgh, die Frau von Robert the Bruce ausgetauscht wurde, die seit der Eroberung von Kildrummy Castle 1306 in englischer Gefangenschaft gewesen war.

Von 1315 bis 1320 war Bohun wieder häufig am Königshof anwesend. Seine Aussöhnung mit dem König war wohl aufrichtig, da er am 2. Januar 1315 am Begräbnis von Gaveston in Kings Langley teilnahm. Am 11. Februar 1316 wurde er Befehlshaber der königlichen Armee, die die Rebellion von Llywelyn Bren im walisischen Glamorgan niederschlagen sollte. Bohun bat den König um Milde gegenüber Llywelyn Bren, nach Niederschlagung der Rebellion geriet er deshalb mit Hugh le Despenser in Streit, der Llywelyn Bren willkürlich hinrichten ließ. Später unterstützte Bohun die Witwe und die Kinder von Llywelyn Bren.[2] 1316 gehörte Bohun erneut einem Komitee an, das den königlichen Hof und das Königreich reformieren sollte. 1318 war er bei den Verhandlungen zum Vertrag von Leake anwesend, bei dem eine Übereinkunft zwischen dem König und dem Earl of Lancaster geschlossen wurde. 1318 bis 1319 nahm Bohun erneut an einem Feldzug gegen Schottland teil.

Gegner der Despensers und Rebellion gegen den König[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Ab 1318 nahm der Einfluss des jungen Despenser und seines gleichnamigen Vaters auf den König enorm zu. Als Günstling des Königs begann Hugh le Despenser der Jüngere, zu Lasten der anderen Marcher Lords ein Territorium in Südwales aufzubauen. Als einer der mächtigsten Barone der Welsh Marches war Bohun der natürliche Anführer der anderen Barone, die sich gegen Despenser zusammenschlossen. Um 1320 kam es in Südwales zu einem Erbfolgestreit um die Baronie Gower. Auch Bohun hatte Interesse am Erwerb von Gower gezeigt, und nachdem der König entgegen den Rechten und Privilegien der Marcher Lords in den Streit eingegriffen hatte, wurde Bohun zum erbitterten Gegner des Königs. Am 30. Januar 1321 verbot ihm der König, an Versammlungen mit anderen Magnaten, besonders mit dem Arundel und Surrey, teilzunehmen. Vermutlich schloss Bohun kurz darauf ein Bündnis mit Lancaster. Da Bohun nicht zu einem Treffen mit dem Earl of Norfolk, dem Earl Marshal erschien, besetzte der König am 16. März 1321 Builth Castle, eine Burg Bohuns in Mittelwales. Der Konflikt eskalierte, und am 4. Mai begannen die Truppen von Bohun und der anderen Marcher Lords mit dem Despenser War, der Eroberung und Plünderung der Gebiete von Despenser in Wales. Der König musste schließlich dem Druck der Adelsopposition nachgeben und im August 1321 die Despensers verbannen, begann aber bereits im September 1321 einen militärischen Gegenschlag. Vor dem herannahenden königlichen Heer Bohun besetzte im Dezember Gloucester und brannte Bridgnorth mit der Brücke über den Severn nieder, um den königlichen Truppen den Weg nach Wales zu versperren. Daraufhin zog das königliche Heer am Ostufer des Severn weiter nordwärts und überquerte am 14. Januar 1322 den Fluss bei Shrewsbury, worauf sich zahlreiche der Marcher Lords ergaben. Bohun zog sich nach Pontefract Castle zurück, worauf der König am 23. Januar 1322 die Beschlagnahme seiner Ländereien anordnete. Lancaster, Bohun und die verbliebenen Rebellen flüchteten nach Nordengland, wo sie am 16. März 1322 in der Schlacht bei Boroughbridge von königlichen Truppen entscheidend geschlagen wurden. Bohun führte in der Schlacht die Infanterie der Rebellen in den Kampf um die Brücke über den River Ure. In der vordersten Schlachtreihe wurde er dabei von der Übermacht der gegnerischen Pikeniere getötet.[3] Er wurde in der Dominikanerkirche von York begraben. 
de Bohun, Humphrey VII. 4. Earl of Hereford (I27315)
 
48870 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Humphrey_III._de_Bohun (Jul 2023)

Humphrey III. de Bohun († 1181) war ein anglonormannischer Adliger und Lord High Constable of England.

Humphrey de Bohun entstammte der Familie Bohun. Er war ein Sohn von Humphrey II. de Bohun und dessen Ehefrau Margaret, einer Tochter und Erbin von Miles de Gloucester, 1. Earl of Hereford.

Von seinem Vater erbte Bohun das Gut Trowbridge in Wiltshire und nach dem Tod seines Onkels, Henry de Gloucester, um 1163 übernahm er das Amt des königlichen Constable. In dieser Funktion stand er loyal zu König Heinrich II. von England und unterstützte diesen bei der Niederschlagung der Revolte der Königssöhne in den Jahren 1173 bis 1174. Dabei führte er unter dem Justiciar Richard de Luci die königstreuen Truppen zum Sieg gegen die Rebellen in der Schlacht bei Fornham (17. Oktober 1173).[1] Bohun starb im Jahr 1181 in Frankreich, als er an der Seite Heinrichs des Jüngeren einen Feldzug gegen den Grafen Philipp von Flandern führte, zur Unterstützung des Königs Philipp II. August, dem Schützling des englischen Königs. Bestattet wurde er in der Llanthony Secunda Priory in Gloucester.

Humphrey de Bohun war verheiratet mit Margaret of Huntington († 1201), die mütterlicherseits eine Enkelin von König David I. von Schottland und Witwe des Herzogs Conan IV. von Bretagne war. Ihr gemeinsamer Sohn war Henry de Bohun († 1220), der 1200 den erblichen Titel eines Earl of Hereford verliehen bekam. 
de Bohun, Humphrey IV. (III.?) (I41741)
 
48871 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Humphrey_mit_dem_Bart (Jul 2023)

Humphrey de Bohun, mit dem Bart (frz. Onfroi de Bohon, lat. Hunfredus de Bohun, cum barba, † nach 1092) war ein normannischer Adliger und Militär und ist der Spitzenahn der Familie Bohun, die später als Earls of Hereford und Earls of Essex bekannt wurden.

Sein Beiname „mit dem Bart“ war in der Normandie des 11. Jahrhunderts ein Unterscheidungsmerkmal, da es damals Mode war, Gesicht und Rückseite des Kopfes zu scheren.

Herkunft
Planché berichtet, dass die Familie Bohun ihren Namen von der Region Bohon im heutigen Arrondissement Saint-Lô im Cotentin in der Normandie erhielt, wo noch immer „die Gemeinden Saint-André-de-Bohon und Saint-Georges-de-Bohon“ liegen. Allerdings findet sich in normannischen Quellen keine Spur der Familie, abgesehen von einer Schenkung, die Humphrey mit dem Bart der Abtei Saint-Amand in Rouen machte. Ihr seltenes Auftreten in den erhaltenen Aufzeichnungen lässt vermuten, dass Humphrey von niederem Adel war und wenig politischen Einfluss im Herzogtum hatte.

Humphrey mit dem Bart ist nicht als Begleiter Wilhelms des Eroberers erwähnt und auch nicht als Teilnehmer an der Schlacht von Hastings, also nicht bei Wilhelm von Poitiers oder Ordericus Vitalis und auch nicht auf dem Teppich von Bayeux. In Waces Roman de Rou, einer Geschichte der Herzöge der Normandie, die gegen 1160 von König Heinrich II. von England in Auftrag gegeben wurde, ist er identifizierbar. Der Wert des Roman de Rou als historische Quelle ist jedoch seit langem umstritten und wurde erst 1997 durch Elisabeth van Houts aufgearbeitet.

Ein viel jüngeres Manuskript, das die Nachkommenschaft der Gründer der Lanthony Abbey in Gloucestershire zum Inhalt hat, berichtet jedoch, dass „Dominus Hunfredus de Bohun, cum barba“, der Wilhelm den Eroberer nach England begleitete, „cognatus“ des Königs war.[1] Es ist nicht bekannt, ob dieses Dokument die Beziehungen zur herzoglichen Familie übertrieben hat, um das Ansehen der Gründer der Abtei zu stärken, aber „cognatus“ wird in jedem Fall Beziehungen beinhalten, die entweder durch Geburt oder durch Ehe entstanden waren. Was auch immer die Wahrheit über ihre Stellung in der Normandie sein mag, das Vermögen der Bohun-Familie begann in England in niedrigem Umfang, da Humphrey mit dem Bart im Domesday Book von 1086 nur als Besitzer von Tatterford in Norfolk verzeichnet ist, was darauf schließen lässt, dass die familiäre Beziehung zum König nicht nahe genug war, um vom Monarchen berücksichtigt zu werden. 
de Bohun, Humphrey I. (I41740)
 
48872 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Humphrey_Stafford,_1._Duke_of_Buckingham

Humphrey Stafford, 1. Duke of Buckingham KG (* 15. August 1402 in Stafford; † 10. Juli 1460 in der Schlacht von Northampton[1]), war ein englischer Adliger.

Seine Eltern waren Edmund Stafford, 5. Earl of Stafford (1378–1403), und Anne of Gloucester, eine Enkelin König Eduards III. Beim frühen Tod seines Vaters erbte er bereits als Kleinkind den Titel 6. Earl of Stafford und damit verbundene, weit verteilte Ländereien.[2] Am 23. April 1421 schlug ihn König Heinrich V. anlässlich des Fests des heiligen Georg in Windsor Castle zum Knight of the Bath.[3] Am 22. April 1429 nahm ihn König Heinrich VI. als Knight Companion in den Hosenbandorden auf.[4]

Humphrey war von 1430 bis 1432 als Generalleutnant für seinen König Heinrich VI. in der Normandie tätig und wurde für seine Dienste 1431 mit dem Titel eines Grafen von Le Perche belohnt.[5] Heinrich VI. folgte hier der Strategie, im besetzten Frankreich zahlreichen Engländern Ländereien und Titel zu übertragen, um diese noch stärker an sich zu binden.

Am 14. September 1444 wurde Humphrey zum Duke of Buckingham erhoben.[6] Von 1450 bis 1459 war er Lord Warden of the Cinque Ports.

Als die Feindseligkeiten zwischen den Häusern Lancaster (Heinrich VI.) und York (Richard Plantagenet, 3. Duke of York) seit 1455 offen ausbrachen und die Rosenkriege begannen, stand Humphrey dem Lancasterkönig treu zu Seite. 1460 hatte Richards Verbündeter Richard Neville, 16. Earl of Warwick, die Armee Heinrichs VI. bei Northampton gestellt. Kommandeur der königlichen Truppen war Humphrey. Während die Yorkisten aufmarschierten, lehnte Humphrey mehrere Verhandlungsaufforderungen Warwicks an den König entschieden ab. In der Schlacht gelang es nach zunächst ausgeglichenem Stand Warwick, unterstützt durch Verrat, eine Flanke der königlichen Armee aufzubrechen, so dass der Kampf bereits etwa 30 Minuten später entschieden war. Um das königliche Zelt hatten sich einige Größen der Lancasters versammelt und verteidigten es bis zum Ende, ohne sich zu ergeben. Auch Humphrey fand hier den Tod, und Heinrich VI. geriet in Gefangenschaft.

Humphrey hatte vor dem 18. Oktober 1424[7] Anne Neville in Raby, Durham, geheiratet. Sie war die Tochter von Ralph Neville, 1. Earl of Westmorland, und dessen Gattin Joan Beaufort, Countess of Westmoreland. Anne hatte nicht weniger als 13 Geschwister (darunter ihre jüngere Schwester Cecily Neville, die spätere Frau von Richard Plantagenet, 3. Duke of York, und Mutter der späteren Könige Eduard IV. sowie Richard III.) sowie 10 Halbgeschwister, so dass sich der familiäre Hintergrund der Staffords sowie ihr Einfluss auch durch diese Heiratspolitik erheblich erweiterte. Die Niederlage von Northampton erlitt Humphrey allerdings gegen einen Neffen seiner Frau, Richard Neville. 
Stafford, Humphrey 1. Duke of Buckingham (I28208)
 
48873 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Humphrey_Stafford,_Earl_of_Stafford

Humphrey Stafford, Earl of Stafford (* um 1424; † um 1459[1]) war ein englischer Adliger.

Leben
Er wurde als ältester Sohn des Humphrey Stafford, 6. Earl of Stafford geboren. Seine Mutter war Anne Neville, eine Schwester der Cecily Neville und somit Schwägerin von Richard Plantagenet, 3. Duke of York.

Seit sein Vater 1444 zum Duke of Buckingham erhoben worden war, führte Humphrey als dessen Heir Apparent den Höflichkeitstitel Earl of Stafford.[2] Da sein Vater ihn überlebte, beerbte diesen nicht Humphrey, sondern dessen Sohn Henry 1460 als 2. Duke.

Humphrey heiratete Margaret Beaufort (1427–1474), Tochter von Edmund Beaufort, 1. Duke of Somerset, und Eleanor Beauchamp. Sein Bruder Henry ehelichte eine weitere Margaret Beaufort, Cousine der ersten.

Wie sein Vater war Humphrey treuer Anhänger des Lancaster-Königs Heinrich VI. in dessen Konflikt mit dem Vertreter des Hauses York, Richard Plantagenet. Zum Ausbruch der Rosenkriege folgte Humphrey dem königlichen Heer und kämpfte am 22. Mai 1455 in der Ersten Schlacht von St Albans, in der sein Schwiegervater fiel. Er selbst wurde in der Schlacht schwer verletzt. 
Stafford, Humphrey (I28205)
 
48874 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Humphrey_V._de_Bohun (Sep 2021)

Sir Humphrey V. de Bohun († 27. Oktober 1265 in Beeston Castle) war ein englischer Adliger und Rebell.

Herkunft und Heirat
Humphrey V. de Bohun entstammte der anglonormannischen Familie Bohun. Er war der älteste Sohn von Humphrey de Bohun, 2. Earl of Hereford und von Maud d'Eu, einer Tochter von Raoul de Lusignan, Graf von Eu. Er heiratete nach 1241 Eleanor de Braose, eine Tochter von William de Braose, 7. Baron of Bramber und von Eva Marshal. Seine Frau wurde 1246, nachdem auch der letzte Bruder ihrer Mutter ohne Nachkommen gestorben war, eine der Erbinnen der Besitzungen ihres Großvaters William Marshal, 1. Earl of Pembroke und erhielt aus dem Erbe die Herrschaft Brecknockshire in den Welsh Marches sowie Kington in Herefordshire. Sie starb etwa 1251, für seinen unmündigen Sohn übernahm Humphrey die Verwaltung von dessen Erbe. In zweiter Ehe heiratete Humphrey Joan de Quincy, die älteste Tochter von Robert de Quincy, Lord of Ware, einem jüngeren Sohn von Saer de Quincy, 1. Earl of Winchester. Die Mutter seiner zweiten Frau war Helen, die älteste Tochter des walisischen Fürsten Llywelyn ab Iorwerth.

Leben
Ab 1262 wurden große Teile der von ihm verwalteten Herrschaft Brecknockshire von dem walisischen Fürsten Llywelyn ap Gruffydd erobert. Dennoch unterstützte Humphrey V. während des Zweiten Kriegs der Barone ab 1263 die Reformpartei unter Simon de Montfort, 6. Earl of Leicester, der mit dem walisischen Fürsten verbündet war. Dagegen war Humphreys Vater, der 1258 zunächst Montforts Reformpartei unterstützt hatte, ab 1261 wieder ein Unterstützer von König Heinrich III. Humphrey V. war zusammen mit Henry de Montfort als Zeuge der Reformpartei in Frankreich, als im Januar 1264 König Ludwig IX. von Frankreich im Mise of Amiens die Ziele der Reformpartei ablehnte. Der Schiedsspruch des französischen Königs brachte jedoch kein Ende des Konflikts, sondern führte zum Ausbruch des offenen Krieges zwischen dem englischen König und der Reformpartei. Eine königliche Streitmacht unter dem Thronfolger Eduard überfiel im April Humphreys V. Besitzungen in den Welsh Marches und eroberte Hay Castle. In der Schlacht von Lewes standen sich Vater und Sohn de Bohun im Mai 1264 feindlich gegenüber. Die Schlacht endete mit einem klaren Sieg der Reformpartei und Humphreys Vater geriet in Gefangenschaft. Humphrey V. wurde nun einer der wichtigsten Unterstützer von Montfort. Dieser konnte jedoch seine Herrschaft über England nicht dauerhaft behaupten. Im August 1265 kam es zwischen Anhängern des Königs und den Anhängern Montforts zur Schlacht von Evesham, die zum entscheidenden Sieg der königlichen Partei wurde. Humphrey V. geriet in der Schlacht verwundet in Gefangenschaft. Er wurde in Beeston Castle bei Chester eingekerkert, wo er wenige Monate später an seinen Verletzungen starb. Er wurde in Combermere Abbey begraben. 
de Bohun, Graf Humphrey V. (I27327)
 
48875 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Humpis

Die Humpis (auch Hompis, Humpiss, Huntpiss, Hundbiss, Hundpiz, Huntpitz) waren ein einflussreiches schwäbisches Adelsgeschlecht, das aus welfischen Dienstmannen hervorging und sich heute Hundbiß[1] schreibt.

Geschichte

Die Humpis (Hundbiß) sind ein Ratsgeschlecht der Freien Reichsstadt Ravensburg, das mit Heinrich genannt Huntpize 1225 und 1258 erstmals erscheint[2]. Eine sichere Stammreihe beginnt mit dem Stadtamtmann zu Ravensburg, Conrad gen. Humpis, der urkundlich 1303–1327 erwähnt wird.

Um 1380 schloss sich das Geschlecht mit den Mötteli von Buchhorn und Muntprat von Konstanz zur Großen Ravensburger Handelsgesellschaft zusammen. Mit dieser trieben sie im großen Stil von Ravensburg aus Handel mit Tüchern und Stoffen bis nach Spanien und Italien. Sie tauschten und kauften Edelstoffe, orientalische Gewürze und Spezereien. Die Humpis waren dabei die bedeutendsten Mitglieder der größten deutschen Handelsgesellschaft. Bis zum Erlöschen der Handelsgesellschaft 1530 nahmen sie großen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung Süddeutschlands, insbesondere der Bodenseeregion.

Am 10. Juli 1540 erfolgte eine kaiserliche Namens- und Wappenmehrung mit „von Waltrams“ für Eitelhans Humpis und seine Brüder. 1699 wurde Marquard Jacob Hundtbiß von Waltrams der Reichsfreiherrenstand zuerkannt.

Die Familie Humpis stellte von 1298 bis 1528 77 Mal das Amt des Bürgermeisters bzw. Stadtammanns. Das Geschlecht der Humpis war ferner Mitglied der 1397 gegründeten Patriziergesellschaft Zum Esel.

Ihr Vermögen investierten sie in den Erwerb von Grundbesitz, beziehungsweise von niederadeligen Herrschaften mit den damit verbunden Lehen. Unter den Kaisern Friedrich III. und Maximilian I. erreichten sie für diese Herrschaften sukzessiv die niederen und höheren Gerichtsbarkeiten und das Recht ihr Wappen mit diesen Herrschaften zu mehren. (siehe unten Humpis von Waltrams und Humpis von Ratzenried). Bereits vor 1488 waren die Humpis Mitglied der Rittergesellschaft vom Sankt Jörgenschild.

Wichtige Familienzweige
Humpis von Waltrams
Humpis von Siggen-Brochenzell
Humpis von Ratzenried
Humpis von Ravensburg
Bedeutende Familienmitglieder
Friedrich von Hundbiß (1769–1805), letzter fürstbischöflich-konstanzischer Obervogt auf der Insel Reichenau
Heute
Während sich der Familienname in die heute amtliche Schreibweise von Hundbiß verfestigte, ist der Name Humpis noch an vielen Orten Ravensburgs und dem Umland zu finden:

Humpisstraße
Humpis-Schule Ravensburg: kaufmännische Schulen in Ravensburg
Humpis-Quartier: Gebäudequartier der Humpis-Familie in Ravensburg, das nach einem Umbau für 16,2 Millionen € seit 2009 als Stadtmuseum genutzt wird
Humpisschloss im Meckenbeurer Ortsteil Brochenzell, ab 1447 Sitz der Linie Siggen-Brochenzell
Narrenruf der Narrenzunft Brochenzell: Humpis - ahoi
Humpis Original: Biersorte der Edelweißbrauerei Oskar Farny (benannt nach der Humpisstuben im Humpis-Quartier)
Auch andere Unternehmen rund um Ravensburg nutzen den Namen Humpis zur Vermarktung ihrer Waren.

Literatur
Aloys Schulte: Geschichte der grossen Ravensburger Handelsgesellschaft. (Deutsche Handelsakten des Mittelalters und der Neuzeit 3, ISSN 0170-3080) 3 Bände. Stuttgart u. a. 1923 (Digitalisat)
Einzelnachweise
Siehe Adelslexikon des Starke-Verlags, Band V/1984, S. 525
Württembergisches Urkundenbuch 4 (1883) und 5 (1889)
Weblinks
Commons: Humpis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Museum im Humpisschloss Meckenbeuren
Ausführliche Geschichte auch der einzelnen Familienzweige
Museum Humpis-Quartier 
Humpis, Margareta (I11495)
 
48876 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hünenberg_ZG

Hünenberg ZG

Hünenberg ist eine politische Gemeinde des Kantons Zug in der Schweiz.

Geschichte
1173 wird der Name «Hünenberg» mit Walter (Waltherus) von Hunberg erstmals aktenkundig. Im 13. und vor allem in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts entwickelte sich das Rittergeschlecht Hünenberg zum bedeutendsten Ministerialadel des Kantons Zug mit Besitzungen und Lehen nicht nur auf Zuger Boden, sondern auch im Luzernischen, im Aargau und am Zürichsee. Ihre Stammburg errichteten die Edlen von Hünenberg auf einem Vorgängerbau im Burgwald am südwestlichen Dorfeingang.

1388 suchte ein habsburgischer Vergeltungsraubzug das Gebiet von Hünenberg und Umgebung heim. Gehöfte wurden geplündert und gingen in Flammen auf. Die Zuger unter ihrem Ammann Hans von Hospental wollten den Habsburgern das Raubgut wieder abnehmen. Es kam zum missglückten Gefecht an der Totenhalde am Heiligabend des Jahres 1388, wo 42 Zuger starben, darunter auch Hünenberger und der Anführer Hans von Hospental.

1402 wird Ritter Göpf II. als letzter Bewohner der Burg Hünenberg genannt. Bald darauf muss er diese verlassen haben. Am 17. Januar 1414 verkaufte Junker Hartmann VIII. von Bremgarten Burgstall, Land, Wald und Recht an die Gebrüder Jenni, Uli und Heini Bütler, sowie an deren Vetter Welti Bütler aus der Stadelmatt. 1416 erfolgte ein weiterer Verkauf von Besitzungen Hartmanns und Götz' II. an 50 Hünenberger Bauern. Diese Stammväter der Gemeinde Hünenberg bezeichnet man somit als «Genossen». Sie schlossen am Sebastianstag mit der Stadt Zug einen Burgrechtsvertrag ab, der bis zur Französischen Revolution die Hauptgrundlage des politischen Gemeindelebens blieb. Die «Genossen» anerkannten die Zuger als ihre Herren unter Beibehaltung der bisherigen Freiheiten, Rechte und Gewohnheiten, hatten aber auch das Recht, einen selbst erwählten Zuger Bürger als Obervogt zu erbitten. Gemeinsam mit ihm bestimmten sie die Geschicke der Gemeinde. Hünenberg war daher eine bevorzugte Vogtei der Stadt Zug. Später in Hünenberg Wohnsitz Nehmende bezeichnete man als Beisassen, die kein Stimm- und Wahlrecht besassen. Diese Ordnung galt bis 1798.

1475 wurde die vom süddeutschen Baumeister Hans Felder im Auftrag der Stadt Zug erbaute Kirche St. Wolfgang vom Konstanzer Bischofsvikar Zehnder geweiht. St. Wolfgang entwickelte sich zu einem viel besuchten Wallfahrts- und Pilgerort. 1495 entstanden in St. Wolfgang am viel begangenen Handelsweg von Luzern nach Zürich zwei Herbergen; auf eine geht das heutige «Rössli» zurück.

1694 wurde der älteste Verein der Gemeinde Hünenberg, die Hünenberger Schützengesellschaft, gegründet.

Am 11. Februar 1798 gewährte die Stadt Zug ihren Vogteien, somit auch Hünenberg, die Freiheit. Am 29. April raubten die einfallenden Franzosen die Wart aus. Das Silbergeschirr und verschiedene Dokumente gingen verloren. Darauf folgte bis 1801 eine lange Zeit der Besetzung durch französische Soldaten und deren Einquartierungen, was viel Leid und Not verursachte. Allein in den Gemeinden Cham und Hünenberg waren 23'744 Mann und mehr als 3'000 Pferde einquartiert. Gemäss der Helvetischen Verfassung gingen die neuen politischen Gemeinden aus den Kirchgemeinden hervor. Aus diesem Grund bildeten Cham und Hünenberg eine gemeinsame Munizipalität.

Am 1. April 1799 entschied sich Hünenberg in einer Abstimmung mit grosser Mehrheit für die Trennung von Cham. Franz Basil Gretener wurde der erste Gemeindepräsident der von nun an selbstständigen Gemeinde Hünenberg. 1874 entsteht die Einwohnergemeinde Hünenberg. 1896 wurde im Gasthaus «Degen» die erste Telefonsprechanlage Hünenbergs installiert.

1965 erhielt Hünenberg Anschluss ans Netz der Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB). 1991 wurde das altehrwürdige Gasthaus «Degen» ins Freilichtmuseum Ballenberg verlegt.[3]

Geographie
Hünenberg liegt eingebettet in die voralpine Landschaft zwischen dem Zugersee und der Reuss. Im Westen grenzt Hünenberg an die Gemeinden Dietwil, Oberrüti, Sins, Mühlau und Merenschwand im Kanton Aargau, im Norden an die Gemeinden Obfelden und Maschwanden im Kanton Zürich, im Osten an Cham und im Süden an Risch im Kanton Zug.

Der höchste Punkt der Gemeinde befindet sich im Chnodenwald auf 495 m ü. M., der tiefste beim Reussspitz auf 388 m ü. M.

Mehr unter obenstehendem Link.. 
von Hünenberg, Peter (I4530)
 
48877 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hünenberg_ZG

Hünenberg ZG

Hünenberg ist eine politische Gemeinde des Kantons Zug in der Schweiz.

Geschichte
1173 wird der Name «Hünenberg» mit Walter (Waltherus) von Hunberg erstmals aktenkundig. Im 13. und vor allem in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts entwickelte sich das Rittergeschlecht Hünenberg zum bedeutendsten Ministerialadel des Kantons Zug mit Besitzungen und Lehen nicht nur auf Zuger Boden, sondern auch im Luzernischen, im Aargau und am Zürichsee. Ihre Stammburg errichteten die Edlen von Hünenberg auf einem Vorgängerbau im Burgwald am südwestlichen Dorfeingang.

1388 suchte ein habsburgischer Vergeltungsraubzug das Gebiet von Hünenberg und Umgebung heim. Gehöfte wurden geplündert und gingen in Flammen auf. Die Zuger unter ihrem Ammann Hans von Hospental wollten den Habsburgern das Raubgut wieder abnehmen. Es kam zum missglückten Gefecht an der Totenhalde am Heiligabend des Jahres 1388, wo 42 Zuger starben, darunter auch Hünenberger und der Anführer Hans von Hospental.

1402 wird Ritter Göpf II. als letzter Bewohner der Burg Hünenberg genannt. Bald darauf muss er diese verlassen haben. Am 17. Januar 1414 verkaufte Junker Hartmann VIII. von Bremgarten Burgstall, Land, Wald und Recht an die Gebrüder Jenni, Uli und Heini Bütler, sowie an deren Vetter Welti Bütler aus der Stadelmatt. 1416 erfolgte ein weiterer Verkauf von Besitzungen Hartmanns und Götz' II. an 50 Hünenberger Bauern. Diese Stammväter der Gemeinde Hünenberg bezeichnet man somit als «Genossen». Sie schlossen am Sebastianstag mit der Stadt Zug einen Burgrechtsvertrag ab, der bis zur Französischen Revolution die Hauptgrundlage des politischen Gemeindelebens blieb. Die «Genossen» anerkannten die Zuger als ihre Herren unter Beibehaltung der bisherigen Freiheiten, Rechte und Gewohnheiten, hatten aber auch das Recht, einen selbst erwählten Zuger Bürger als Obervogt zu erbitten. Gemeinsam mit ihm bestimmten sie die Geschicke der Gemeinde. Hünenberg war daher eine bevorzugte Vogtei der Stadt Zug. Später in Hünenberg Wohnsitz Nehmende bezeichnete man als Beisassen, die kein Stimm- und Wahlrecht besassen. Diese Ordnung galt bis 1798.

1475 wurde die vom süddeutschen Baumeister Hans Felder im Auftrag der Stadt Zug erbaute Kirche St. Wolfgang vom Konstanzer Bischofsvikar Zehnder geweiht. St. Wolfgang entwickelte sich zu einem viel besuchten Wallfahrts- und Pilgerort. 1495 entstanden in St. Wolfgang am viel begangenen Handelsweg von Luzern nach Zürich zwei Herbergen; auf eine geht das heutige «Rössli» zurück.

1694 wurde der älteste Verein der Gemeinde Hünenberg, die Hünenberger Schützengesellschaft, gegründet.

Am 11. Februar 1798 gewährte die Stadt Zug ihren Vogteien, somit auch Hünenberg, die Freiheit. Am 29. April raubten die einfallenden Franzosen die Wart aus. Das Silbergeschirr und verschiedene Dokumente gingen verloren. Darauf folgte bis 1801 eine lange Zeit der Besetzung durch französische Soldaten und deren Einquartierungen, was viel Leid und Not verursachte. Allein in den Gemeinden Cham und Hünenberg waren 23'744 Mann und mehr als 3'000 Pferde einquartiert. Gemäss der Helvetischen Verfassung gingen die neuen politischen Gemeinden aus den Kirchgemeinden hervor. Aus diesem Grund bildeten Cham und Hünenberg eine gemeinsame Munizipalität.

Am 1. April 1799 entschied sich Hünenberg in einer Abstimmung mit grosser Mehrheit für die Trennung von Cham. Franz Basil Gretener wurde der erste Gemeindepräsident der von nun an selbstständigen Gemeinde Hünenberg. 1874 entsteht die Einwohnergemeinde Hünenberg. 1896 wurde im Gasthaus «Degen» die erste Telefonsprechanlage Hünenbergs installiert.

1965 erhielt Hünenberg Anschluss ans Netz der Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB). 1991 wurde das altehrwürdige Gasthaus «Degen» ins Freilichtmuseum Ballenberg verlegt.[3]

Geographie
Hünenberg liegt eingebettet in die voralpine Landschaft zwischen dem Zugersee und der Reuss. Im Westen grenzt Hünenberg an die Gemeinden Dietwil, Oberrüti, Sins, Mühlau und Merenschwand im Kanton Aargau, im Norden an die Gemeinden Obfelden und Maschwanden im Kanton Zürich, im Osten an Cham und im Süden an Risch im Kanton Zug.

Der höchste Punkt der Gemeinde befindet sich im Chnodenwald auf 495 m ü. M., der tiefste beim Reussspitz auf 388 m ü. M.

Mehr unter obenstehendem Link.. 
von Hünenberg, Walter (I11460)
 
48878 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hynek_Kruschina_von_Lichtenburg

Hynek Kruschina von Lichtenburg (auch: Heinrich (Hinko) Kruschina von Lichtenburg; tschechisch: Hynek (Hinko) Krušina IV. z Lichtenburka; * 1392; † 4. März 1454 in Glatz) war ein hussitischer Befehlshaber sowie Landeshauptmann und Pfandinhaber von Glatz, Münsterberg und Frankenstein.

Herkunft, Familie und Besitzungen
Hynek Kruschina entstammte dem böhmischen Adelsgeschlecht Lichtenburg, das seinerseits ein Zweig der mächtigen Ronowitzer war. Hyneks Vater Johann Kruschina von Lichtenburg war königlicher Oberstburggraf und Hofmeister sowie Landeshauptmann des Herzogtums Schweidnitz-Jauer. Nach dessen Tod 1407 erbten die Söhne Hynek, Alexander († um 1422) und Johann die Besitzungen Opočno, Kumburk und Albrechtice, das jedoch Königin Sophie als ihr Heiratsgut beanspruchte. Da sich Hynek mit dem Verlust von Albrechtice nicht abfinden wollte, kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen, die erst 1414 zugunsten der Königin Sophie beendet wurden. Vermutlich wegen Verschuldung als Folge der Streitigkeiten musste Hynek im selben Jahr die Herrschaft Opočno verkaufen, die für Hyneks unmündigen Bruder Johann bestimmt war. Zum Ausgleich erwarb er für diesen um 1415 die Herrschaft Arnau von Tristan von Redern. Nachdem Johann 1434 nach einer Auseinandersetzung mit dem Braunauer Stadtrat ermordet worden war[1], fiel Arnau im selben Jahr an Hynek. 1437 verlieh ihm König Sigismund die Herrschaft Miletín, die bereits von 1404 bis 1407 im Besitz seines Vaters gewesen war.

1425 oder später vermählte sich Hynek mit Anna von Hasenburg (Anna z Házmburka), einer Tochter des Wilhelm Zajíc von Hasenburg, der ein erklärter Gegner der Hussiten war und auf Seiten des Kaisers Sigismund stand. Annas und Hyneks gemeinsamer Sohn wurde zu Ehren seines Großvaters ebenfalls Wilhelm (* vor 1430; † um 1487) genannt. Anna von Hasenburg starb um 1438.

Am 6. September 1440 erwarb Hynek von Anna von Kolditz, der Witwe des 1434 verstorbenen Magnaten Puta d. J. von Častolowitz, dessen Pfandherrschaft über Glatz, Münsterberg und Frankenstein sowie dessen Ländereien in Ostböhmen. Es waren u. a. Neuschloss, Rychmberk, Pottenstein, Albrechtice, Chotzen und die Herrschaft Hummel. Außerdem Častolowitz, für das Hynek der Mutter des verstorbenen Puta von Častolowitz, Anna († 1454 oder früher), einer Tochter des Herzogs Johann II. von Teschen-Auschwitz, eine lebenslange Nutzung einräumte. Gleichzeitig verpflichtete er sich, die auf den Besitzungen lastenden Schulden zu übernehmen und Putas drei Töchter standesgemäß zu versorgen.

Drei Wochen später, am 29. September 1440, vermählte sich Hynek in zweiter Ehe mit Anna von Kolditz. Sie brachte die drei unmündigen Töchter Anna, Katharina und Salome in die Ehe und gebar nach der Heirat mit Hynek noch die Töchter Regina und Euphemia.

Werdegang
Nach dem Tod von Hyneks Vater übte Čeněk von Wartenberg einen erzieherischen Einfluss auf Hynek aus. Wohl deshalb nahm Hynek 1415 am Böhmischen Landtag teil, der gegen die Verurteilung des Johannes Hus auf dem Konzil von Konstanz protestierte. Zusammen mit seinem Bruder Johann und weiteren böhmischen Adeligen trat er 1420 in Breslau öffentlich gegen den späteren Kaiser Sigismund auf. Kurz danach wurde er bei der Besetzung des Vyšehrad zum Hauptmann eines hussitischen Heeres ernannt. Im selben Jahr gründete er auf dem Berg Horeb bei Königgrätz den ostböhmischen Städtebund der Orebiten, der vom Priester Ambrosius geführt wurde und egalitäre Ziele verfolgte.[2] Obwohl er die durch die Taboriten verübten Grausamkeiten ablehnte, soll er 1426 noch an der Schlacht bei Aussig teilgenommen haben. 1428 unterwarf er sich König Sigismund und zog sich zunächst auf seine Güter zurück.

Im Februar 1437 nahm er an der Krönung von Kaiser Sigismunds Frau Barbara zur böhmischen Königin teil. Nachdem Sigismund im Dezember 1437 starb, unterstützte Hynek die Kandidatur von Sigismunds Schwiegersohn Albrecht. Nach dessen Wahl zum König von Böhmen durfte Hynek bei der Krönung vom 29. Juni 1438 in Prager Veitsdom das Königsschwert tragen und wirkte bei den anschließenden Feierlichkeiten als Truchsess. Da Albrecht im Oktober des Jahres zur Abwehr eines polnischen Einfalls nach Schlesien und anschließend nach Ungarn reiste, um dort die Türken abzuwehren, berief er zur Unterstützung des Statthalters Oldřich Celský neben Meinhard von Neuhaus und Hanuš von Kolowrat auch Hynek in die Landesverwaltung.

Ende der 1430er Jahre bemühte sich Hynek um die Erweiterung seiner Besitzungen in Ostböhmen. Das gelang ihm 1440 mit dem Erwerb der Ländereien des 1434 verstorbenen Puta d. J. von Častolowitz, dessen Witwe Anna von Kolditz er drei Wochen später heiratete. Die Verhandlungen über den Verkauf sollen durch die Entführung von Annas gleichnamiger Tochter Anna beschleunigt worden sein: Sie wurde im Sommer 1440 durch Sigismund von Reichenau, der auch Rachna genannt wurde, von der Burg Glatz aus auf die Burg Neuhaus verschleppt, die ihm als Lehen des Breslauer Bischofs gehörte. Hintergrund der Entführung war Rachnas Wunsch, durch eine mögliche Heirat mit Anna an einen Teil des Erbes ihres verstorbenen Vaters zu gelangen. Anna von Kolditz entschloss sich deshalb zu einem raschen Verkauf ihrer Besitzungen an Hynek, von dem sie sich durch die anschließende Heirat auch die Befreiung ihrer Tochter erhoffte. Hynek verlangte zunächst in Verhandlungen mit dem Breslauer Bischof Konrad von Oels die Befreiung seiner Stieftochter und die Bestrafung des Entführers. Um seine Forderung zu bekräftigen, begann Hynek mit Plünderungen im Bistumsland Neisse. Am 29. Dezember 1440 verpflichtete sich der Bischof zwar, Rachna zu enteignen und die Burg Neuhaus an die Familie des entführten Mädchens zu übertragen, zögerte jedoch, einzugreifen. Anfang 1441 belagerte Hynek deshalb mit seinem Heer die Burg und befreite seine Stieftochter; dem Entführer Rachna und seinen Helfern gelang die Flucht auf die unweit gelegene bischöfliche Burg Kaltenštejn. Entsprechend der Zusage des Bischofs eignete sich Hynek die Burg Neuhaus an und setzte dort eigene Schutzkräfte sowie einen Vogt ein.

Im Juli 1441 kehrte Sigismunds Witwe Barbara nach Böhmen zurück, um das ihr zugesprochene Witwengut in Besitz zu nehmen. Hynek begleitete sie auf dem Weg von Glatz nach Königgrätz, wo sie von Hynek Ptáček von Pirkstein und anderen böhmischen Adeligen begrüßt wurde. Schon ein Jahr vorher hatte er sich beim Nymburger Treffen der ostböhmischen Utraquisten Hynek Ptaček angenähert. Im August 1441 trat Hynek auf der Časlauer Versammlung Hynek Ptačeks ostböhmischem Landfried (Landfrýd) bei, einem regionalen Bündnis von Adeligen und Städten zur Wahrung des Friedens. Dort soll er auch in Kontakt mit dem Raubritter Jan Kolda von Žampach gekommen sein, der widerrechtlich die Burg Rychmberk und die Herrschaft Hummel hielt, die zu den Ländereien gehörten, die Hynek 1440 von Anna von Kolditz erworben hatte.

Wohl wegen Hyneks Sympathie für die Utraquisten blieb die Feindschaft mit Bischof Konrad von Oels bestehen, der Hynek dessen hussitische Vergangenheit anlastete. Die Zwietracht führte in den nächsten Jahren zu kriegerischen Auseinandersetzungen, an denen auch andere schlesische Fürsten beteiligt waren. Sie lehnten vor allem Hyneks Anspruch auf das Herzogtum Münsterberg ab, bei dem die Münsterberger Stände unter Leitung des Hauptmanns Friedrich Stosch eine entscheidende Rolle spielten. Zu deren Abschreckung und um seinen Ansprüchen auf Münsterberg Nachdruck zu verleihen, plünderte Hynek Kruschina am 20. Juli 1442 das Kloster Heinrichau, mit dem das Münsterberger Patriziat besonders verbunden war. Einen neuerlichen Angriff, mit dem Hynek das Herzogtum erobern wollte, konnten die Münsterberger am 20. Juli 1442 erfolgreich abwehren.

Vermutlich deshalb wählten sie am 25. April 1443 den Přemysliden Herzog Wilhelm von Troppau (1410–1452) zu ihrem neuen Landesherrn, dessen Mutter Katharina eine Schwester des letzten Münsterberger Piasten Johann war. Obwohl Wilhelm zudem seit kurzem mit Salome, Hyneks Stieftochter und Tochter des verstorbenen Münsterberger Pfandherrn Puta d. J. von Častolowitz, verheiratet war, zählte auch er zu Hyneks Widersachern.

Am 15. und 16. Juli 1443 belagerten der Breslauer Bischof und Wilhelm von Münsterberg sowie deren Verbündete die Burg Neuhaus, die in Hyneks Besitz war und ein Raubritternest gewesen sein soll, und eroberten sie. Gleichzeitig wurde Frankenstein, das damals zu Glatz gehörte, belagert und im Glatzer Land die Burg Karpenstein zerstört, von der aus Hynek räuberische Überfälle und Plünderungen im Bistumsland unternommen haben soll.

Erst ab dem Sommer 1444 kam es zu einer allmählichen Beruhigung der langjährigen kriegerischen Auseinandersetzungen. Ende 1444 wurden auch die Streitigkeiten zwischen Wilhelm von Münsterberg und Hynek beigelegt, obwohl dieser seinen Anspruch auf Münsterberg niemals aufgegeben hatte. Im selben Jahr gelangte Hynek an die ihm seit 1440 rechtlich zustehende Herrschaft Hummel. Die gleichnamige Burg soll allerdings weiterhin ein Räubernest gewesen sein. Von den unterhalb der Burg über den Hummelpass ziehenden Kaufleuten und Reisenden soll er hohe Zölle erhoben haben.

1446 unterzeichnete Hynek beim Prager Landtag ein Schreiben an den Papst, mit dem dieser aufgefordert wurde, die Prager Kompaktaten zu bestätigen und Jan Rokycana als Erzbischof anzuerkennen. Beim Prager Landtag vom 27. April 1452 nahm Hynek an der Wahl Georg von Podiebrads zum Landesverweser des Königreichs Böhmen teil, das dieser bis zur Regierungsfähigkeit des künftigen Königs Ladislaus ausüben sollte. Am 16. Oktober 1452 verabschiedete der Landtag eine Wahlkapitulation, die durch eine hochrangige Gesandtschaft, der auch Hynek angehörte, nach Wien überbracht wurde.

Was blieb
Hynek starb in Glatz, wo er die letzten Jahre überwiegend residierte. Im Glatzer Land erwarb er sich Achtung, weil er es verstand, die kriegerischen Auseinandersetzungen der Jahre 1441 bis 1445 fernzuhalten. Zudem genoss er wegen seiner religiösen Toleranz hohes Ansehen. Sein Leichnam wurde im Glatzer Augustinerstift bestattet, dessen Wohltäter er war und zu dem er stets gute Beziehungen unterhielt. Dort stiftete am 9. Dezember 1455 Hyneks Witwe Anna ein Benefizium „daß man singen sol alle dinstage bey des Kruschen grap“. In einem Nekrolog des Klosters Kamenz wird er als dessen treuer Gönner (fidelis fautor monasterii) bezeichnet.

Sohn Wilhelm Kruschina verkaufte schon wenige Wochen nach Hyneks Tod – vermutlich aufgrund eines noch von seinem Vater abgeschlossenen Vorvertrages – die ehemals der Familie Častolowitz gehörenden Ländereien einschließlich der Herrschaft Hummel sowie der Pfandschaften über Glatz, Münsterberg und Frankenstein an den späteren böhmischen König Georg von Podiebrad, dem bereits rechtmäßig die benachbarte große Herrschaft Nachod gehörte. Dadurch gelang Podiebrad die Erweiterung seines Herrschaftsgebiets in Ostböhmen und mit dem Herzogtum Münsterberg, das er 1456 von Ernst von Troppau erwarb, auch die Einflussnahme in Schlesien. Das Glatzer Land erhob Podiebrad 1459 zu einer Grafschaft.

Die ursprünglichen Lichtenburger Besitzungen Arnau und Kumburk wurden zunächst nicht verkauft. Aus nicht näher bekannten Gründen musste Wilhelm Kruschina Arnau schon bald an seine Stiefmutter Anna von Kolditz († 1467) verkaufen. Er behielt lediglich die Herrschaft Kumburk mit der gleichnamigen Burg, die bis Ende des 15. Jahrhunderts im Besitz seiner Nachkommen blieb sowie die Herrschaft Miletín, die seine Nachkommen bis 1522 behalten haben.

Wilhelm Kruschinas Söhne Johann, Hynek, Bernhard und Smil waren 1527 im Besitz von Trautenau. Bernhard hinterließ die Söhne Hynek und Johann. Da der letztere 1539[3] ohne Nachkommen starb, war Hyneks Sohn Johann Bernhard († 1580) der letzte Nachkomme des Lichtenburger Familienzweigs der Kruschina. 
von Lichtenburg, Hynek Kruschina (I28332)
 
48879 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Im_Thurn

Im Thurn (auch: Im-Thurn oder Imthurn) ist der Name eines schweizerischen Adels- und Patriziergeschlechts der Stadt Schaffhausen im gleichnamigen Kanton.

Geschichte
Erstmals erwähnt wurde die Familie im Jahr 1106,[1] eine gesicherte Quelle nennt sie erstmals 1299.[2] Ursprünglich soll die Familie auf die Stammlinien der Brümsi (auch Brymsi) zurückzuführen sein, welche aus Maienfeld im Kanton Graubünden zugewandert sein soll.[3]

Zahlreiche Nennungen in Urkunden nach 1300 bezeugen die große Verbreitung der Familie. In der Schlacht bei Sempach 1386 fielen Wilhelm und Eberhard (Vater und Sohn) nebst vielen anderen aus Schaffhausen und Umgebung.[4]

Ritter Wilhelm im Thurn (* 1390), Sohn Eberhards, wird in einer Urkunde aus dem Jahr 1409 genannt, welche den Kauf der Gutenburg bei Waldshut bezeugt. Die Burg blieb 32 Jahre im Besitz der Familie. Sie hatten Güter und Rechte in Ühlingen (1329), Dettighofen, Bettmaringen, und Jestetten. 1323 wird Hans Im Thurn Abt des Klosters Allerheiligen in Schaffhausen, er verstarb 1333. Wilhelm im Thurn, Ritter, Herr zu Gutenburg, vergab dem Kloster Allerheiligen etliche Stücke von seinem Grosszehnten zu Bachenbülach im Zürichgau 1394. Derselbe empfängt wieder etliche Lehen und Freiheiten von Graf Johann von Lupfen 1399. Er hatte zur Gemahlin erstlich Frau Anna, eine Freifrau von Uzingen (Ühlingen), die ihm einen Sohn, Namens Eberhard gebar; nach dieser nahm er Elisabetha Schnewelin Schnewlin von Landeck zur Frau. Margaretha im Thurn war 1418 Priorin des Klosters Berau, Clara im Thurn war Meisterin ebendort 1464 und 1774 wird Anna im Thurn als Meisterin genannt[5] In der Chronik des Ulrich Richental werden als Teilnehmer am Konstanzer Konzil (1414–1418) unter der Abteilung, Ritter und Knecht und edel Dienstlüt us Swaben: Wilhalm, Eberhart, in Turn, Ritter, genannt. Es finden sich zwei Wappenabbildungen in der Konstanzer Ausgabe, eines hat den Löwenkopf in rot mit blauer Zunge, ein zweites 3 rote übereinanderliegende Löwentatzen. Dieses findet sich -leicht abgewandelt- wieder im Ortswappen von Binningen, einer Nachbargemeinde von Thayngen. Es war ursprünglich das alte Wappen derer von Stoffeln.

Der Ingeram Codex (um 1440) zeigt mit der Abbildung 133 das Wappen der Im Thurn, (der Hilfsherold Ingeram hat dort die Beschriftung offensichtlich verwechselt mit dem Wappen derer vom Thurn), die Im Thurn waren damit Mitglied in der Turniergesellschaft im Leitbracken von Schwaben, einer Adelsgesellschaft.

Osterfingen wurde 1451 von den Grafen von Lupfen zu einem Lehen des Hans Wilhelm Im Thurn, Gerichtsherren von Jestetten, und nächstem Erbe derer von Randenburg.

1454 erhält er in einem Rechtsstreit mit den Grafen von Tengen als Erbe der Nellenburger vom Hofgericht die Herrschaft über die Landgrafschaft Nellenburg, Stockach, sowie Stadt und Schloss Eglisau zugesprochen, welche er aber freiwillig gegen Entschädigung an die Tengener übergibt.

1515 fällt in der Schlacht von Marignano Hans Im Thurn zur Haselstauden.

Beat Wilhelm im Thurn (* 1532), Sohn von Hans im Thurn zur Haselstauden, war bald einziger männlicher Nachkomme der Familie Im Thurn. Er wurde zum Begründer einer Linie, die bis ins 19. Jahrhundert weiterführte. Unter seinen Nachkommen waren der Bannerherr, Landvogt, Stadtsäckelmeister und Schulherr Hans Im Thurn-Stokar. Er war verheiratet mit Margarethe Stokar (1544–1598). Sie hatten fünf Söhne (Bat Wilhelm, Benedikt, Rüeger, Hans, Joachim) und drei Töchter (Ursula, Margarethe, Elisabeth). Hans Im Thurn-Stockar war Mitglied des kleinen Rats von Schaffhausen und Erbauer von Schloss Thayngen (1593). Er erwarb auch die Herrschaft über Altikon. In Schaffhausen bewohnte er das Haus „Im Süssen Winkel“. Hans Im Thurn-Stockar war ein Zeitgenosse und Freund des Chronikschreibers von Schaffhausen, Johann Jakob Rüeger.

Der Sohn Hans Im Thurn-Peyer, verheiratet mit Barbara Peyer zum Weinberg, war von 1632 bis 1648 Bürgermeister von Schaffhausen. Von ihm stammt ein beeindruckendes Zeugnis jener Tage: sein Tagebuch von 1590 bis 1648, aufbewahrt im Staatsarchiv zu Schaffhausen.

Eberhard Im Thurn war Vogt zu Büsingen, er wirkte entscheidend auf die Geschichte dieser Ortschaft. Bis zur Französischen Revolution waren die Im Thurn Vögte und Gerichtsherren zu Thayngen.

Johann Conrad im Thurn (1809–1882) wurde Kaufmann in England, brachte es zu Reichtum und stiftete der Stadt Schaffhausen das Theatergebäude Imthurneum woraus sich das Stadttheater Schaffhausen entwickelte.[6] Sein Sohn Sir Everard Im Thurn wurde ein Entdecker und Forscher und Gouverneur auf Fidschi.

Junker Johann Heinrich im Thurn († 1884) kaufte am 12. März 1867 das Schloss Kattenhorn. Er war ein versierter Landwirt und Winzer und schrieb viel Fachliteratur dazu. In Kattenhorn wollte er ebenfalls die Landwirtschaft und den Rebbau erneuern, hauptsächlich befasste er sich jedoch mit dem Umbau der ehemaligen Wasserburg.

Mehr unter obengenanntem Link.. 
Im Thurn, Anna (I12787)
 
48880 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Inês_de_Castro (Sep 2017)

Inês de Castro (* 1320 in Galicien; † 7. Januar 1355 in Coimbra) war eine kastilische Adlige und Ehefrau des späteren portugiesischen Königs Peter I. Auf Befehl ihres Schwiegervaters, König Alfons IV. wurde sie als Hochverräterin verurteilt und hingerichtet. Ihr tragisches Leben gab die Vorlage für eine Reihe literarischer Adaptationen ab.

Leben
Inês de Castro wurde als Tochter des galicischen Adeligen Peter Fernandes de Castro, Herr von Lemos und der Aldonça Lourenço de Valadares geboren. Sie kam 1340 im Gefolge der kastilischen Prinzessin Constança Manuel nach Portugal. Constança Manuel, eine Urenkeltochter König Ferdinand III. von Kastilien, hatte aus politischen Gründen den portugiesischen Thronfolger Peter heiraten müssen, Inês diente ihr als Hofdame. Peter verliebte sich jedoch nicht in seine wenig ältere Frau, sondern in Inês. Alfons IV. missbilligte diesen Umstand und zwang Inês 1344, das Land zu verlassen. 1345 verstarb Constança Manuel im Kindbett nach Geburt des Thronerben. Gegen den ausdrücklichen Befehl seines Vaters ließ Peter Inês zurückkommen und verbbrachte mit ihr vier glückliche Jahre in Coimbra, in denen ihm Inês drei Kinder schenkte. Peter hatte nun sowohl mit seiner verstorbenen Ehefrau als auch mit Inês de Castro potentielle Erben in die Welt gesetzt. In Portugal wurde befürchtet, dasss Inês de Castro versuchen könnte, den legitimen Thronerben zugunsten ihrer Kinder aus der Thronfolge zu verdrängen. Die Familie de Castro war in Kastilien mächtig und einflussreich, und somit hätte der kastilische Adel durch eine Thronfolge der Abkömmlinge Inês' in Portugal erheblich an Macht gewinnen und unter Umständen Portugals Unabhängigkeit beeinträchtigen können. Hinzu kam, dass Alfons XI. von Kastilien sich selbst erheblichen Problemen mit unehelichen Abkömmlingen seines Vaters gegenübersah, was Peter veranlasste, sich in die kastilische Politik einzumischen, zumal Inês' Brüder Hoffnungen auf den kastilischen Thron in ihm weckten.
Diesem Konfrontationskurs mit dem Königreich Kastilien sahen sowohl Alfons IV. als auch der portugiesische Adel besorgt entgegen, umso mehr, als Peter 1354 angeblich - was historisch nicht restlos gesichert ist - Inês heimlich heiratete.
Alfons IV. rief schließlich einen Kronrat ein, auf welchem er Inês des Hochverrats anklagte und selbst das Urteil gegen sie sprach. Sie wurde am 7. Januar 1355 hingerichtet. Kronprinz Peter soll gerade auf der Jagd gewesen sein, als auf Befehl des Königs drei gedungene Mörder in das Landhaus bei Coimbra eingedrungen seien, in dem Inês lebte, und sollen sie dort enthauptet haben. Peter soll nach seiner Rückkehr von der Jagd den abgetrennten Kopf seiner Geliebten gefunden haben.
Peter entfesselte einen Rachefeldzug gegen seinen Vater. Das Land wurde durch einen Bürgerkrieg zerrissen, wobei Peter jedoch bald einsehen musste, dass er seinen Vater aus eigener Kraft nicht gewaltsam stürzen konnte. Aus diesem Grunde schlossen beide durch Vermittlung der Königin eine Vereinbarung, wonach sich Peter seinem Vater unterwarf und beide feierlich gelobten, das Geschehene zu vergessen und auf sich beruhen zu lassen. Die Höflinge, welche Alfons zum Tod der Inês geraten hatte, flohen gleichwohl nach Kastilien.

Legenden
1357 verstarb Alfons IV. und Peter bestieg selbst den Thron. Zunächst kam es nicht zu dem befürchteten Rachefeldzug, der Thronfolger schien sich an seinen Eid zu halten. Peter I. knüpfte enge Beziehungen zu Kastilien und erreichte die Auslieferung von zwei der drei Mörder (der dritte hatte sich rechtzeitig nach England abgesetzt). Beide Delinquenten ließ er unter ausgesuchten Martern töten, weshalb er in der portugiesischen Geschichte den Beinamen "der Grausame" (o cruel) führt. U.a. wird berichtet, dass die Delinquenten sich vor Beginn der Tortur aussuchen mussten, ob sie am Ende das Herz lieber von vorne oder von hinten bei lebendigem Leibe ausgerissen bekommen wollten.
Der Legende nach soll er den Auftrag erteilt haben, den Körper der Inês aus dem Kloster Santa Clara, in dem sie bereits fünf Jahre ruhte, in die Kathedrale von Coimbra zu überführen, um sie feierlich krönen zu lassen. Hier wurden zwei Thronsessel aufgestellt, auf den einen setzte man die Tote, auf dem anderen nahm Peter Platz. Die Tote war mit den Krönungsgewändern bekleidet, mit Juwelen übersät, auf dem Kopf trug sie die Königskrone. Der gesamte Hof, der von der Verschwörung und dem Todesurteil gegen Inês gewusst haben musste, musste ihr huldigen und ihre Hand küssen. Danach wurde der Leichnam im Kloster von Alcobaça beigesetzt.
Historisch beweisen lässt sich diese gespenstische Szene nicht. Nachgewiesen ist jedoch, dass Peter I. nach seiner Thronbesteigung behauptete, er habe während der Regierungszeit seines Vaters Inês de Castro heimlich geheiratet und dass er die Kinder aus dieser Beziehung als ehelich anerkannte. Auf Peters Befehl wurden für ihn und Inês zwei Prunksärge errichtet und im Querschiff der Klosterkirche von Alcobaça aufgestellt. Dabei wurden sie so gegeneinander angeordnet, dass - so der überllieferte Wunsch von Peter - sich die beiden Liebenden bei der Auferstehung am jüngsten Tag direkt in die Augen sehen können. Wie Untersuchungen im letzten Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts gezeigt haben, ruhen die Körper noch heute in dieser Stellung. Die Sarkophage gelten als die herausragendsten Beispiele der gotischen Bildhauerkunst in Europa. Sie wurden infolge den Napoleonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel durch französische Soldaten, die mit Gewehrkolben auf die feinen Steinarbeiten eingeschlagen haben sollen, 1810 erheblich beschädigt. Etwas außerhalb des heutigen Coimbra liegt in einem alten Gartengrundstück ein Brunnen, der "Quelle der Tränen" genannt wird. Hier soll das Drama stattgefunden haben. Von dem ehemaligen herrschaftlichen Gebäude steht nur noch ein kleiner Mauerrest mit einem gotischen Fensterbogen. Dieser historische und gleichzeitig romantische Ort ist bis heute ein beliebter Treffpunkt für verliebte Paare, die sich hier ewige Liebe schwören, wie auch viele frisch verheiratete Paare noch am Tage ihrer Hochzeit vor die Gräber im Kloster von Alcobaça treten, um ihr Treueversprechen zu wiederholen.

Literarische Bearbeitungen und Vertonungen
• Camões gab dem Stoff der Legende im dritten Gesang der Lusiaden eine lyrische Fassung.
• Ezra Pound verarbeitete die Legende um Inês de Castro unter anderem im XXX. Gesang seiner Cantos.
• Die englische Schriftstellerin Anna Eliza Bray verfasste 1830 einen historischen Schauerroman zur Thematik unter dem Titel The Talba or Moor of Portugal.
• 29 Opern wurden über das Leben Inês de Castro geschrieben, auf 21 verschiedene Textbücher. Am bekanntesten wurde Giuseppe Persianis Oper Ines de Castro nach einem Textbuch von Salvatore Cammarano, uraufgeführt 1835 in Neapel. In heutiger Zet komponierte der junge Schweizer Komponist Andrea Lorenzo Scartazzini eine Oper über dieses Thema, die unter dem Titel Wut am Theater Erfurt (9. September 2006) uraufgeführt wurde.
• Hugo Loetscher bearbeitete den Stoff zu einem Theaterstück. Es erschien in portugiesischer Fassung unter dem Titel O amor assassinado (2001). 
de Castro, Inês (I9001)
 
48881 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Ingelger

Ingelger, oder in Latein Ingelgerius genannt, (* um 840; † 886), war ein Vizegraf von Angers um 880. Er ist der Stammvater des ersten Hauses von Anjou.

Über seine Person gibt es keine zeitgenössischen Quellen. Er wird lediglich in einer Urkunde des Grafen Fulko des Roten aus dem Jahr 929 als dessen Vater (Ingelgerio genitore meo…) genannt. Die erst im 12. Jahrhundert von Jean de Marmoutier verfasste Gesta Consulum Andegavorum nennt einen gewissen Tertullus nobilem dux als Vater und Petronillam als Mutter des Ingelger; eine wenig später geschriebene Chronik aus Saint-Martin de Tours bezeichnet ihn als einen Neffen des Hugo Abbas. Laut der Historia Comitum Andegavorum wurde Ingelger vom westfränkischen König Ludwig II. dem Stammler in das Amt eines Vizegrafen in Orléans eingesetzt und mit der Verteidigung von Tours gegen die Normannen betraut. Auch habe er vom König einen Teil des Anjou geschenkt bekommen.

Der Gesta Consulum Andegavorum zufolge war Aelindis/Adelais die Ehefrau von Ingelger, die eine Nichte der Bischöfe Adalhard von Tours und Raino von Angers gewesen war. Ihr gemeinsamer Sohn war der erste Graf von Anjou, Fulko der Rote († 941).

Mehr unter dem Link oben-- 
Vizegraf Ingelger (I12645)
 
48882 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Inge_II._(Schweden) (Apr 2018)

Inge II., Inge der Jüngere, war ein Sohn von Halsten und etwa von 1110 bis in die 1120er Jahre König von Schweden. Etwa von 1110 bis um 1118 soll er zusammen mit seinem Bruder Philipp regiert haben.

Inge der Jüngere war möglicherweise mit der Heiligen Ragnhild von Södertälje verheiratet, doch diese Information gibt es auch zu seinem Onkel Inge I. Wahrscheinlicher ist, dass er mit Ulvhild Håkonsdatter, der Tochter des norwegischen Stammesoberhauptes Håkon Finnson, vermählt war. Ulvhild war laut verschiedenen Quellen nach Inges Tod zuerst mit dem dänischen König Niels Svensson und später mit dem schwedischen König Sverker I. verheiratet.
Über Inges Regierungszeit ist recht wenig bekannt. Jedenfalls gab es in seiner Zeit sechs Bistümer in Schweden: Sigtuna, Skara, Eskilstuna, Västerås, Linköping und Strängnäs. Möglicherweise verlor er 1111 Jämtland an Norwegen. Nach Inges Tod braach eine chaotische Zeit in Schweden aus, die von Norwegen und Dänemark ausgenutzt wurde. Zum Beispiel unternahm der norwegische König Sigurd I. einen Kreuzzug in die Gegend von Kalmar. Dabei sollen 1.500 Stück Vieh und andere Kostbarkeiten außer Landes geschafft worden sein. Es wird auch berichtet, dass der Feldzug mehrere heidnische Bewohner Smålands zum christlichen Glauben bekehrte.

Inge der Jüngere soll nicht im ganzen Reich beliebt gewesen sein, und so wählten die Volksstämme in Västergötland erst Ragnvald und dann Magnus den Starken zu ihrem Anführer. Es gibt Quellen,[1] die berichten, dass Inge in Östergötland spätestens 1123 vergiftet wurde. Mit ihm starb Erik Segersälls Geschlecht im Mannesstamm aus, wenn nicht Ragnvald Knaphövde, der Mitte der 1120er Jahre starb, zu diesem Geschlecht gehörte. 
von Schweden, König Inge II. der Jüngere (I7941)
 
48883 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Íñigo_Arista (Nov 2018)

Íñigo Arista oder baskisch Eneko Aritza (* 781; † 852) war zwischen 824 und 842 erster König von Pamplona und zwischen 810/820 und 852 Graf des Bigorre und Sobrarbe.

Íñigo Arista war Sohn von Íñigo Jiménez und Oneca. Als sein Vater starb, heiratete seine Mutter in zweiter Ehe Musá ibn Fortún von Tudela, einen der Fürsten des Ebro-Tals aus der Familie der Banu Qasi, mit dessen Hilfe er den Thron besteigen konnte. Die Verbindung seiner Mutter sicherte Íñigo Arista einen beträchtlichen Herrschaftsbereich: von Pamplona über die Pyrenäentäler des Irati (Navarra) bis zum Tal des Hecho in (Aragón). Die Banu Qasi kontrollierten die fruchtbaren Ebroufer von Tafalla bis an die Grenzen Zaragozas.

Man betrachtet Íñigo Arista als Patriarchen des Hauses Íñiga, der ersten königlichen Dynastie von Pamplona. Der Aufstieg zum navarresischen Thron verlief jedoch nicht ohne Schwierigkeiten. Teile der christlichen Minderheitsbevölkerung unterstützten die fränkische Partei, die ihrerseits zunächst von Karl dem Großen und später von Ludwig dem Frommen unterstützt wurde. Die reiche christliche Familie Velasco stand an der Spitze dieser Gruppe.

799 ermordeten prokarolingische Parteigänger den Gouverneur von Pamplona Mutarrif ibn Musa aus der Familie Banu Qasi. 806 kontrollierten die Franken Navarra mittels eines Velasco als Gouverneur. 812, zwei Jahre nach der Thronbesteigung durch Arista, startete Ludwig der Fromme einen Zug gegen Pamplona. Er musste sich ruhmlos zurückziehen und nahm – Karls Schicksal vor Augen – Frauen und Kinder der umliegenden Dörfer als Geiseln, um sich den Übergang über den Pass von Roncesvalles zu sichern.

824 führten die fränkischen Grafen Elbe und Aznar einen weiteren Feldzug gegen Pamplona, wurden aber durch Truppen Íñigos und seiner Schwiegersöhne, Musá ibn Fortún und García Galíndez von Jaca, geschlagen.

Es ist dies die Zeit, ab der Íñigo Arista als König von Pamplona erwähnt wird. Eulogius von Córdoba nennt ihn in einer Schrift „Christicola princeps“ (christlicher Fürst).

Das Königreich von Pamplona (später von Navarra) entwickelte sich also auf Grundlage eines festen Bündnisses zwischen Christen und Mauren. Frucht dieses Bündnisses war das Eingreifen in die Kämpfe zwischen den Banu Quasi und den Omayaden von Córdoba, das in den Repressalien Abd ar-Rahmans II. gegen Pamplona seine Antwort fand.

Arista erkrankte 841 ernsthaft und blieb danach gelähmt. Sein Sohn García Íñiguez übernahm die Regierungsgeschäfte und führte die Feldzüge. Desgleichen führte er die Bündnispolitik fort und verheiratete seine Tochter mit Musa ibn Musa ibn Fortún.

Mehr unter dem Link oben.. 
Arista, König Iñigo (I13164)
 
48884 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Iorwerth_Drwyndwn

Iorwerth Drwyndwn (walisisch Flachnase; eigentlich Iorwerth ab Owain; † um 1174) war ein Fürst des walisischen Königreichs Gwynedd. Er war der Vater von Llywelyn ab Iorwerth.

Iorwerth war der älteste Sohn von Owain Gwynedd und seiner ersten Frau Gwladus, einer Tochter von Llywarch ap Trahern von Arwystli. Vermutlich war er wegen einer körperlichen Beeinträchtigung von der Thronfolge ausgeschlossen.[1] Nach dem Tod seines Vaters erbte er die Herrschaft über Arfon und Nanconwy. Zur Sicherung seiner Herrschaft errichtete er im Tal des Afon Lledr, einem Nebenfluss des Conwy, die kleine Burg Tomen Castell.[2] Schon bald begannen jedoch zwischen den Brüdern und Halbbrüdern heftige Kämpfe um die Vormacht in Gwynedd. Die genauen Umstände von Iorwerths Tod sind nicht bekannt, vermutlich starb er, als sein Halbbruder Dafydd um 1173 die Macht in Nord-Gwynedd ergriff. Vermutlich wurde er in der Kirche von Pennant Melangell in Powys begraben.

Er war mit Marared, einer Tochter von Madog ap Maredudd von Powys verheiratet. 
von Gwynedd (ap Owain), Iorwerth Drwyndwn (I29895)
 
48885 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Irmgard_von_Nassau

Irmgard von Nassau (* 1315; † 11. Mai 1371 im Kloster Liebenau) war durch Heirat Gräfin von Nassau.

Leben
Irmgard war eine Tochter Krafts II. von Hohenlohe-Weikersheim und dessen Gemahlin Adelheid Mechtild von Württemberg († 1342), Tochter des Grafen Eberhard I. von Württemberg.

Sie war in erster Ehe mit Konrad von Zollern († 1334), einem Sohn des Burggrafen Friedrich IV. von Nürnberg verheiratet. Nach dessen sehr frühem Tod schloss sie eine zweite Ehe mit Gerlach I. von Nassau, einem Sohn des deutschen Königs Adolf von Nassau. Aus dieser Ehe gingen die Kinder Kraft (nach 1333–1356, Graf von Nassau-Sonnenberg, gefallen in der Schlacht bei Maupertuis) und Ruprecht VII. (um 1340–1390, Graf von Nassau-Sonnenberg) hervor.

Nach ihrer zweiten Eheschließung lebte Irmgard zusammen mit ihrem Mann auf der Burg Sonnenberg, die ihr als Witwenversorgung verschrieben war. Sie war emsig mit dem Ausbau der Burganlage beschäftigt. Mit Unterstützung des Mainzer Erzbischofs Heinrich III. erreichte sie im Juli 1351 von König Karl IV. die Verleihung der Stadtrechte für das Dorf Sonnenberg und die Anerkennung als selbstständige Herrschaft.[1] 
von Hohenlohe-Weikersheim, Irmengard (Irmgard) (I22747)
 
48886 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Irmingard_von_Verdun

Irmingard von Verdun
Zur Navigation springenZur Suche springen
Irmingard von Verdun, auch Gräfin Irmingard von Hammerstein, (* um 975; † 1042), verheiratet mit Otto von Hammerstein, Graf in der Wetterau und im Engersgau aus dem rheinfränkischen Haus der Konradiner. Namensgebende Burg war die Reichsburg Hammerstein am Mittelrhein gegenüber Andernach.

Irmingard war die einzige Tochter des Grafen Gottfried d. Ä. von Verdun und der Mathilde Billung, Tochter von Hermann Billung, Herzog von Sachsen, und Schwester der Herzöge Gottfried II. und Gozelo I. von Niederlothringen. In erster Ehe war sie vielleicht mit Graf Kuno (Chuonrad † etwa 1012) im Rangau verehelicht.

Sie war Protagonistin des so genannten Hammersteiner Ehestreits (1018–1027), bei dem sie von ihrem Mann auf Antrag von Erkanbald, Erzbischof von Mainz, wegen zu naher Verwandtschaft getrennt werden sollte. Berühmt wurde Irmingard durch ihre Reise zu Papst Benedikt VIII. (Weihnachten 1023), der aber über den Verhandlungen 1024 starb. Der Streit wurde schließlich 1027 von Kaiser Konrad II. niedergeschlagen.

Irmingard von Verdun hatte mit Otto einen Sohn Udo († 1034). Ihr Mann Otto starb 1036. Über die letzten Lebensjahre von Irmingard ist nichts bekannt. Sie starb vermutlich Ende 1042.

Mehr unter dem Link oben.. 
von Verdun, Ermengarde (I10659)
 
48887 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Irsee

Irsee

Irsee ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Pforzen.

Geografie
Irsee liegt in der Region Allgäu im Landkreis Ostallgäu, nordwestlich von Kaufbeuren. Es existiert nur die Gemarkung Irsee.

Geschichte
Ursprünglich lautete der Name des Ortes Ursin.[2] Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 982.[3] Die zunächst hier noch ansässigen Feudalherren, welche sich von Ursin nannten, errichteten eine Burg und stifteten im 12. Jahrhundert das Kloster Irsee.

Der Markt Irsee gehörte bis zur Säkularisation 1803 zur Reichsabtei Irsee. Irsee besaß das Marktrecht mit wichtigen Eigenrechten. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern.

Mehr unter dem Link oben.. 
von Ursin, Reginhart (I12267)
 
48888 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Isaak_Komnenos_(Sohn_Johannes’_II.) (Jul 2017)

Isaak Komnenos (mittelgriechisch Ἰσαάκιος Κομνηνός; * um 1113; † an einem 10. Oktober nach 1153) war ein byzantinischer Prinz und Thronprätendent aus der Dynastie der Komnenen.

Isaak war der dritte Sohn des Kaisers Johannes II. und der Piroska-Irene. Er hatte zwei ältere Brüder, Alexios und Andronikos, und einen jüngeren Bruder, den späteren Kaiser Manuel, sowie vier Schwestern namens Maria, Anna, Theodora und Eudokia.
Im Jahr 1122 wurden Isaak und seine Brüder Andronikos und Manuel von Johannes II. in einer prachtvollen Zeremonie im Großen Palast von Konstantinopel zu Sebastokratoren erhoben; gleichzeitig wurde Alexios zum Mitkaiser (Symbasileus) gekrönt. Über Isaaks Leben ist ansonsten wenig bekannt, doch scheint er seinen Vater auf dessen Feldzug gegen den kleinarmenischen Fürsten Leon I. begleitet zu haben, wo er 1137 an der Eroberung der kilikischen Festung Anazarbos beteiligt war.
Im Spätsommer bzw. Herbst 1142 erlagen Isaaks ältere Brüder Alexios und Andronikos bei den Vorbereitungen zu einem weiteren Feldzug in Attaleia kurz nacheinander einer Fieberkrankheit. Isaak, der die Leichname im Auftrag seines Vaters auf dem Seeweg nach Konstantinopel überführen und im Pantokrator-Kloster bestatten ließ, hätte nun eigentlich die Position des Thronfolgers einnehmen müssen. Johannes II. befand ihn jedoch wegen seines jähzornigen und streitsüchtigen Charakters als ungeeignet für das Herrscheramt, weshalb er im April 1143 auf dem Sterbebett seinen vierten und jüngsten Sohn Manuel I. Komnenos zum künftigen Kaiser designierte.
Isaak Komnenos wollte sich nicht ohne weiteres damit abfinden, als ältester überlebender Sohn übergangen worden zu sein. Sein Thronanspruch wurde von seinem gleichnamigen Onkel Isaak, aber auch von Teilen des Klerus und des Militärs unterstütztt, die ihn für den besseren Kandidaten hielten. Ein weiterer Rivale erwuchs den beiden Kaisersöhnen in ihrem Schwager Johannes Roger Dalassenos, der die in der Hauptstadt ansässigen Normannen hinter sich wusste. Das Eingreifen des mächtigen Megas Domestikos Johannes Axuch, der zunächst ebenfalls Isaak favorisiert hatte, entschied den Machtkampf zu Gunsten Manuels. Isaak wurde vorübergehend im Pantokrator-Kloster festgesetzt, bis Manuel zum Kaiser gekrönt war.
In der Folgezeit blieb er seinem jüngeren Bruder gegenüber zumindest nach außen hin loyal und behielt auch die Sebastokrator-Würde. Bei einer Zusammenkunft der Komnenen-Familie 1146 in Metabole in Bithynien geriet Isaak in Streit mit seinem Cousin Andronikos, den er dabei beinahe mit einem Schwertstreich enthauptet hätte. Im selben Jahr kämpfte er mit Manuel gemeinsam in Kleinasien gegen die Rum-Seldschuken.
Letztmals wird Isaak im Jahr 1153 erwähnt, als eine Gesandtschaft Friedrich Barbarossas um die Hand seiner Tochter Maria anhielt. 
Komnenos (Byzanz, Komnenen), Prinz Isaak (I7622)
 
48889 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Isaak_Komnenos_(Zypern) (Aug 2023)

Isaak Komnenos, griechisch Ἰσαάκιος Κομνηνός (* zwischen 1155 und 1166; † 1194 oder 1195 in Margat).

Statthalter von Isaurien und Tarsos
Kaiser Manuel machte Isaak zwischen 1174 und 1175 bereits in jungen Jahren zum Statthalter von Isaurien und der Stadt Tarsos in Kilikien, der heutigen Osttürkei. Hier heiratete er, vermutlich 1178, Irene, eine rubenidische Prinzessin, Tochter von Thoros II. von Kleinarmenien (1120–1169) und Isabella von Courtenay-Edessa, mit der er zwei Kinder hatte. Nachdem sich die byzantinisch-armenischen Beziehungen verschlechtert hatten und Rubenos III. von Kleinarmenien ein Bündnis mit dem Sultan von Ikonion eingegangen war, begann Isaak einen Krieg gegen Kleinarmenien, bei dem er in Gefangenschaft geriet.

Gefangenschaft
Armenische Quellen berichten, dass er einen Feldzug gegen den Sultan von Ikonion unternommen habe. Nach dem Tod Kaiser Manuels (1180) während der Herrschaft seines minderjährigen Sohnes Alexios II. scheint sich niemand mehr um Isaaks Schicksal gekümmert zu haben, und er blieb lange Zeit in armenischer Gefangenschaft. Die armenischen Lösegeldforderungen schienen zudem relativ hoch gewesen zu sein, schließlich bildeten diese ein wichtiges Einkommen für die kleinarmenischen „Herren der Berge“.

1182 wurde der kleinarmenische Herrscher Rubenos III. von Bohemund III. von Antiochia gefangen genommen. Als Lösegeld sollte er 30.000 Solidi zahlen und einige kilikische Küstenstädte übergeben. An Stelle des immer knappen Geldes bot Rubenos an, den Kreuzfahrerstaaten Isaak und seine Familie zu übergeben. Bohemund willigte ein und setzte nun seinerseits ein Lösegeld von 60.000 Solidi für Isaak fest.

Schließlich konnte seine Tante Theodora ihren langjährigen Geliebten, den neuen Kaiser Andronikos I. Komnenos (1123–1185), überreden, zum Lösegeld für ihren Neffen beizutragen, ebenso wie sein Stiefvater Konstantinos Makrodukas und Andronikos Dukas, ein weiterer Verwandter und Jugendfreund. Nach der Zahlung von 30.000 Solidi kam Isaak 1183 oder Anfang 1184 frei, musste seine Kinder aber als Sicherheit in Antiochia zurücklassen. Der Templerorden (die Phreri, wie Niketas Choniates sie nennt) garantierte für das noch fehlende Lösegeld.

Isaak sammelte das noch fehlende Lösegeld auf der Insel Zypern ein, das damals zum Gouvernement von Kilikien gehörte, und sandte es an die Templer. Es wurde jedoch unterwegs von Piraten geraubt (Collenberg vermutet hier die Hand Bohemunds) und seine Kinder blieben zwei weitere Jahre als Geiseln in Antiochia, wie der Chronist Roger von Hoveden berichtet. Was mit seiner Frau geschah, ist unbekannt, wahrscheinlich war sie zu ihrer Familie in Armenien zurückgekehrt, als Isaak an Bohemund übergeben wurde. Als Schwester von Thoros II. kann sie auf Zypern nicht sehr beliebt gewesen sein, zu sehr hatte die Insel unter dem Überfall gelitten, den Thoros 1157 gemeinsam mit Renaud de Châtillon durchgeführt hatte. Benoit von Peterborough beschuldigt Isaak, seine Frau ermordet zu haben, nennt aber keine Details. Sie wird jedenfalls nach 1185 nicht mehr erwähnt und muss verstorben sein, bevor Isaak in zweiter Ehe eine Schwester Wilhelms III. von Sizilien heiratete.

Statthalter von Zypern
Die nun folgenden Ereignisse sind unklar. Laut Niketas Choniates, einem eindeutig auf der Seite der Angeloi stehenden Chronisten, habe Isaak eine Söldnertruppe angeworben und sei mit ihnen nach Zypern übergesetzt. Dort habe er Briefe mit kaiserlichem Siegel – beides mutmaßlich von ihm gefälscht – vorgezeigt, welche die örtliche Verwaltung anwiesen, ihn in jeder Hinsicht zu unterstützen, und die Insel wie ein Statthalter regiert.

Konstantinos Makrodukas und Andronikos Dukas hatten in Byzanz für Isaaks Lehnstreue gebürgt. Als er nicht zurückkehrte, ließ Kaiser Andronikos I. Komnenos sie wegen Verrats einsperren, obwohl Konstantin bis dahin sein loyaler Untergebener gewesen war. Andronikos fürchtete angeblich, Isaak könne versuchen, seinen Thron zu erobern, zumal das Wasserorakel des Höflings Stephanos Hagiochristophorites ein „I“ (Jota) als Anfangsbuchstabe des nächstens Kaisers ergeben hatte. Als die Gefangenen aus dem Gefängnis geholt wurden, um sie einem Gericht vorzuführen, begann Stephanos Hagiochristophorites sie zu steinigen und zwang andere ihm zu folgen. Beide Gefangenen wurden vor dem Mangana-Palast gepfählt. Ein weiteres Orakel teilte Andronikos den Regierungsantritt des nächsten Kaisers mit; das Datum lag jedoch zu nahe, um Isaak von Zypern aus die Möglichkeit zu geben, nach Konstantinopel zu kommen.

Kaiser von Zypern
Als Andronikos 1185 seinen Widersacher Isaak II. Angelos verhaften lassen wollte, erhob sich ein Volksaufstand. Andronikos wurde gestürzt, öffentlich gefoltert und getötet. Isaak II. Angelos wurde neuer Kaiser von Byzanz.[2] Daraufhin setzte Isaak Komnenos einen autokephalen Patriarchen für Zypern ein und ließ sich selbst zum Kaiser krönen.

Die Geschichte mit den gefälschten Briefen, die die Einsetzung Isaaks als Statthalter bewirkten, passt zwar in das Bild, das von der Herrschaft Isaaks später gemacht wurde, erscheint aber im Kontext der bekannten Effizienz der byzantinischen Verwaltung eher unwahrscheinlich. Vermutlich wurde Isaak von Andronikos ganz legal zum Statthalter der Insel ernannt. Nach der Machtergreifung von Isaak II. Angelos war Isaak als Komnene in einer Machtposition gefährlich und ein Fokus für die Anhänger der alten Dynastie. Vermutlich deshalb versuchte ihn Niketas Choniates als Rebell bereits gegen Andronikos statt als loyalen Gefolgsmann darzustellen. Die Pfählung von Makrodukas belegt Machtkämpfe innerhalb der byzantinischen Oberschicht, deren genauer Verlauf aus den Quellen nicht mehr zu rekonstruieren ist, die aber nur bedingt mit der Befreiung Isaaks in Verbindung stehen. Vermutlich versuchte Andronikos, die mächtige Familie der Makrodukai auszuschalten, fand hierbei aber weder am Hofe noch im Volk Unterstützung – offensichtlich war ein öffentlicher Aufruhr geplant, weshalb der Ort der Hinrichtung verlegt wurde. Wahrscheinlich empfand Andronikos seinen Verwandten Isaak als gefährlichen Konkurrenten, weil dieser gute Verbindungen nach Armenien hatte und Zypern zu seiner Zeit sehr reich war.

Isaak Angelos stellte noch 1185 einen Verband von 70 Schiffen auf, um Zypern zurückzuerobern. Die Flotte stand unter dem Kommando von Johannes Kontostephanos und Alexios Komnenos, einem Neffen, den der frühere Kaiser einst beiseitegeschoben hatte. Beide scheinen jedoch ihrer Aufgabe nicht gewachsen gewesen zu sein – Johannes war zwar ein berühmter Feldherr, aber schon ziemlich alt, Alexios war seinerzeit auf Andronikos’ Befehl geblendet worden. Nachdem sie auf Zypern gelandet waren, raubte ihnen Megareites von Brindisi, ein Pirat in Diensten des Königs Wilhelm II. von Sizilien, die Schiffe, so dass es keine Möglichkeit zur Rückkehr gab. Das Unternehmen scheiterte, doch die byzantinischen Soldaten mussten auf Zypern bleiben. Mangelnde Versorgung verschlechterte die ohnehin missliche Lage noch weiter: „Erst viel später kehrten sie heim, sofern sie nicht alle gestorben waren.“

In der Zwischenzeit hatte Isaak viele weitere Europäer (wahrscheinlich Normannen) in seinen Dienst genommen und ließ in Nikosia eigene Münzen schlagen. Nach Niketas begann er nun mit der Plünderung der Insel und verhängte grausamste Strafen für Verbrechen, um sich das Eigentum der Bürger anzueignen. Niketas Choniates berichtet: „Zyprioten von hohem Ansehen, in der Schande vergleichbar mit Hiob, wurden bettelnd in den Straßen gesehen, nackt und hungrig, sofern sie nicht von diesem jähzornigen Tyrannen ins Schwert gestoßen worden waren.“ Neben diesen Schilderungen eines Tyrannen berichtet Niketas Choniates außerdem, dass er seinem alten Lehrer Basileios Pentakenos einen Fuß abhauen ließ, den allgemeinen Schandtaten also noch persönliche Grausamkeiten hinzufügte. Sicher ist, dass Isaak die Abgaben erhöhen musste, um die Verteidigung der Insel sicherzustellen. Vermutlich flossen weitere Gelder nach Armenien und nach Sizilien, um die dortigen Verbündeten bei Laune zu halten. Die Darstellung Niketas’ macht es wahrscheinlich, dass Isaak, dem Vorbild von Andronikos folgend, versuchte, den Einfluss der örtlichen Magnaten zurückzudrängen und sie stärker zur Finanzierung der öffentlichen Ausgaben heranzuziehen. Solche Ansätze stellten sich diesen natürlich als unrechtmäßige Ausplünderung dar. Isaaks Sohn aus erster Ehe starb zwischen 1187 und 1191, damit war seine Tochter, die „Maid von Zypern“ (Name unbekannt) seine einzige Erbin. Benoit von Peterborough beschuldigt Isaak, seinen Sohn ermordet zu haben. Andere Quellen berichten aber, er habe seine Kinder sehr geliebt.

Isaak wird von Niketas Choniates als jähzornig und gewalttätig beschrieben, „kochend vor Wut wie ein Kessel auf dem Feuer“, aber Niketas, ein Anhänger der Angeloi, war in diesem Fall offenbar nicht unparteiisch.

Eroberung Zyperns durch die Kreuzfahrer
1191 eroberte der englische König Richard Löwenherz die Insel während des Dritten Kreuzzuges. Richards Schwester Johanna und seine Braut Berengaria von Navarra waren nach einem Schiffbruch auf der Insel gestrandet und Richard brach von Rhodos aus mit seiner Flotte auf, angeblich um einer möglichen Gefangennahme seiner Angehörigen durch Isaak Komnenos zuvorzukommen.

Am 6. Mai 1191 landete Richards Flotte im Hafen von Lemesos (Limassol). Richard besetzte die Stadt und heiratete dort am 12. Mai 1191 seine Braut Berengaria. Als Isaak Komnenos mit seinen Truppen in Lemesos ankam, sah er ein, dass diese dem Kreuzfahrerheer unterlegen waren. Richard forderte die Abdankung Isaaks, doch dieser wies das Ansinnen der Invasoren zurück. Er beschloss, von seinen Festungen im Pentadaktylos und hier insbesondere von Kantara aus Widerstand zu leisten. Richard setzte Isaaks Truppen mit einem Ritterheer nach und schlug diese bei Tremetusia. Dabei wurde er nicht nur von den wenigen Katholiken der Insel Zypern, sondern vor allem von den vornehmen Familien unterstützt, die in den vergangenen sieben Jahren unter der Herrschaft Isaaks zu leiden gehabt hatten. Nach der Belagerung der Burg von Kantara durch Richard ergab sich Isaak Komnenos dem englischen König. Er wurde in der Nähe des Kap St. Andreas auf der Halbinsel Karpas, dem nordöstlichsten Punkt der Insel, gefangengesetzt. Der Überlieferung nach hatte Richard Isaak versprochen, ihn nicht in Eisen zu legen – stattdessen verwendete er Ketten aus Silber. Isaak wurde den Johannitern übergeben, die ihn in der Burg Margat im Norden der Grafschaft Tripolis einsperrten, wo er 1194 oder 1195 starb.

Die Unabhängigkeit, die Isaak Komnenos für die Insel Zypern für kurze Zeit erreicht hatte, basierte auf einem komplizierten Gleichgewicht der Kräfte zwischen Byzanz, den Reichen des Islam und dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Isaak scheint mit Wilhelm von Sizilien verbündet gewesen zu sein, der als „mächtiger Dorn im Fleisch“ des Heiligen Römischen Reichs galt und der ihm ausdauernd half, die Insel zu halten. Isaak dürfte auch enge Beziehungen zu Sultan Saladin gepflegt haben.

Richard machte sich nach der Gefangennahme Isaaks zunächst selbst zum Herrscher von Zypern, da er die Insel als strategisch wichtige Ausgangsbasis für weitere Kreuzzüge ansah. Im Juni 1191 setzte er mit dem Großteil seiner Truppen den Kreuzzug fort. Auf Zypern ließ er Richard de Camville und Robert of Thornham als seine Statthalter zurück.

Isaaks Tochter, deren Name unbekannt ist (die Quellen nennen sie „Die Maid von Zypern“), heiratete 1202 Thierry (Dietrich), einen unehelichen Sohn Balduins von Flandern. Im Rahmen des Vierten Kreuzzuges versuchten sie erfolglos, ihren Anspruch auf Zypern durchzusetzen. 
Komnenos (von Zypern), Isaak (I41883)
 
48890 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Isabella_de_Beauchamp

Isabella de Beauchamp
Zur Navigation springenZur Suche springen
Isabella de Beauchamp († um 30. Mai 1306) war eine englische Adlige.

Isabella war die älteste Tochter von William de Beauchamp, 9. Earl of Warwick und von Maud de Furnivall, der ältesten Tochter von John fitz Geoffrey. In erster Ehe heiratete sie vor 1281 Patrick de Chaworth, der nach dem Tod seines Bruders Payn 1279 Lord der walisischen Herrschaft Kidwelly geworden war. Nachdem ihr Mann jedoch bereits 1283 gestorben war, heiratete sie 1285 in zweiter Ehe Hugh le Despenser, 2. Baron Despenser, der zu dieser Zeit noch ein kleiner Adliger war und erst vier Jahre zuvor die Besitzungen seines 1265 im Kampf gegen den König gefallenen gleichnamigen Vaters Hugh le Despenser, 1. Baron le Despenser zurückerhalten hatte. Die Heirat fand ohne Erlaubnis des Königs statt, so dass ihr Mann zu einer Strafzahlung in Höhe von 2000 Mark verurteilt wurde. Ihr Mann wurde 1295 als Baron Despenser vom König in das Parlament berufen. Sie starb 1306, noch bevor ihr Mann und ihr Sohn Hugh Karriere als Günstlinge von König Eduard II. machten.

Aus ihrer ersten Ehe hatte sie eine Tochter:

Maud ∞ Henry Plantagenet, 3. Earl of Lancaster
Aus ihrer zweiten Ehe hatten sie mehrere Kinder, darunter:

Hugh le Despenser ∞ Eleanor de Clare
Aline le Despenser († um 1353) ∞ Edward Burnell, 1. Baron Burnell
Isabel le Despenser († 1334)
∞ Gilbert de Clare, Lord of Thomond
∞ John Hastings, 1. Baron Hastings
∞ Ralph de Monthermer, 1. Baron Monthermer

Mehr unter dem Link oben.. 
de Beauchamp, Isabella (I12453)
 
48891 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Isabella_de_Coucy

Isabella de Coucy LG (auch Isabella von England; * 16. Juni 1332 im Woodstock Palace nahe Woodstock (Oxfordshire); † kurz vor dem 4. Mai 1379[1]) war eine englische Prinzessin und heiratete nach mehreren gescheiterten Eheprojekten erst 1365 Enguerrand VII., Herrn von Coucy, dem sie zwei Töchter gebar. Als ihr Gemahl sich im damals zwischen England und Frankreich tobenden Hundertjährigen Krieg nach anfänglicher Zurückhaltung schließlich 1377 offen für Frankreich entschied, endete damit faktisch seine Ehe mit Isabella.

Abstammung, frühes Leben und fehlgeschlagene Heiratsprojekte
Isabella war das zweite Kind und die älteste Tochter des englischen Königs Eduard III. und seiner Gemahlin Philippa von Hennegau. Sie wurde nach ihrer Großmutter väterlicherseits, Isabella von Frankreich, benannt und dürfte Eduards Lieblingstochter gewesen sein. Bereits als Kleinkind wurde sie sehr verwöhnt, schlief etwa in einer vergoldeten Wiege und trug edelsteinverzierte, aus italienischer Seide gefertigte Kleider. Um ihre Bedürfnisse wie jene ihrer Geschwister kümmerte sich zahlreiches Dienstpersonal. Im Kindesalter wurde Isabella dann gemeinsam mit ihrem älteren Bruder Eduard und ihrer um eineinhalb Jahre jüngeren Schwester Johanna im Haushalt von William und Elizabeth of St Omer betreut.

Obwohl die englische Prinzessin bereits im Kleinkindalter in die Überlegungen der Heiratspolitik des Königshauses einbezogen wurde, sollte sie sich erst im Alter von 33 Jahren vermählen. Schon im Juni 1335 suchte Eduard III. seine damals erst dreijährige älteste Tochter mit dem einjährigen kastilischen Infanten Peter zu verheiraten, doch kam dieses Eheprojekt nicht zustande. Stattdessen wurde später Isabellas Schwester Johanna mit dem Infanten Peter verlobt.

Im November 1338 begannen Verhandlungen über eine Eheschließung Isabellas mit Ludwig, dem Sohn des gleichnamigen Grafen von Flandern. Zwar drängte Eduard III. auf eine Realisierung dieser Heiratsverbindung, doch war Ludwig I. von Flandern schon deshalb ein enger Verbündeter des französischen Königs, weil viele seiner ihm untergebenen reichen und mächtigen Städte sehr auf die Aufrechterhaltung ihrer Autonomie und Privilegien bedacht waren und auch vor rebellischem Verhalten gegenüber ihrem Landesherrn nicht zurückschreckten. Ihr Handelsinteresse gebot den flandrischen Städten aber wiederum, engen Anschluss an England zu suchen, welche Politik sie auch unter der Führung Jacobs van Artevelde verfolgten. Diese Gegensätze zwischen Ludwig I. und seinen Untertanen vereitelten zunächst die englisch-flandrischen Eheverhandlungen.

Im Jahr 1344, also nicht lange nach dem offenen Ausbruch des Hundertjährigen Kriegs, kam dann für Isabella ein neues Heiratsprojekt in Sicht; sie sollte den Sohn des Herzogs Johann III. von Brabant ehelichen. Doch nach Arteveldes Ermordung im Juli 1345 baten die flandrischen Städte den englischen König um eine Erneuerung der Bemühungen, seine älteste Tochter mit dem Sohn des flandrischen Grafen zu verheiraten. In der Schlacht von Crécy, die am 26. August 1346 mit dem Sieg Eduards III. über König Philipp VI. von Frankreich endete, fiel Ludwig I. von Flandern, dem nun sein 15-jähriger Sohn als Ludwig II. auf den Thron folgte. Dieser wollte trotz des Drucks seiner Untertanen und der Engländer nichts von seiner Vermählung mit Isabella wissen, die damals bei der Belagerung von Calais zugegen war. Der junge Graf fand sich erst, als er von Flamen gefangengesetzt wurde, zur – allerdings nur scheinbaren – Änderung seiner Haltung bereit. Er traf Isabella und deren Eltern am 1. März 1347 in Bergues und versprach, die englische Königstochter bald zu ehelichen und sie mit einer entsprechenden Brautgabe auszustatten, konnte aber noch Ende desselben Monats nach Frankreich entkommen und feierte kurz darauf seine Hochzeit mit Margarete von Brabant, Tochter Herzog Johanns III. von Brabant.

Eine von Eduard III. im Jahr 1349 betriebene Eheanbahnung seiner ältesten Tochter mit dem römisch-deutschen König Karl IV. blieb ebenfalls erfolglos. Am 15. November 1351 sollte sich Isabella an Bord einer Flotte von fünf Schiffen auf den Weg nach der Gascogne machen, um wie zuvor vereinbart Bernard d’Albret, den zweitältesten Sohn des englischen Verbündeten Bernard Ezi IV., Herrn von Albret, zum Gemahl zu nehmen, doch scheiterte auch dieses Projekt, diesmal an der plötzlichen Weigerung der eigenwilligen und verschwenderischen Königstochter.

Der englische König übertrug Isabella, die anscheinend keinen offenen politischen Einfluss ausübte, englische Ländereien, ferner im März 1355 die Aufsicht über die Burstall Priory in Yorkshire sowie am 29. September 1358 ein jährliches Einkommen von Tausend Mark. Die noch immer ledige Prinzessin war unterdessen rege am Hofleben beteiligt, sah häufig Turnieren zu und nahm an Jagden teil.

Ehe mit Enguerrand VII. de Coucy und Tod
Schließlich wurde Isabella eine Liebesheirat mit dem um etwa sieben Jahre jüngeren französischen Adligen Enguerrand VII. de Coucy gestattet, mit dem sie am 27. Juli 1365 im Windsor Castle Hochzeit feierte. Der Herr von Coucy, der 1360 als einer der hochadligen französischen Geiseln für die Freilassung König Johanns II. in englische Gefangenschaft geraten war, erlangte nun seine Freiheit zurück und erhielt noch andere Gunstbeweise. Isabella bekam von ihrem Vater ein beträchtliches, lebenslanges Jahreseinkommen sowie teuren Schmuck und Landgüter.

Im November 1365 durfte Isabella mit ihrem Gatten nach Frankreich übersetzen, wo Enguerrand VII. seine Güter inspizieren wollte. Auf dem Stammsitz ihres Gemahls, der Burg Coucy in der Picardie, brachte Isabella im April 1366 ihre erste Tochter, Marie, zur Welt. Weil nach der Rückkehr des Paares nach England Enguerrand VII. am 11. Mai 1366 den Titel eines Earl of Bedford verliehen bekam, war seine Gattin somit nicht nur Herrin von Coucy, sondern auch Gräfin von Bedford. 1367 erhielt Enguerrand VII. von Eduard III. die Grafschaft Soissons, womit Isabella zu ihren Herrschaftstiteln noch jenen einer Gräfin von Soissons hinzufügen konnte. Kurz vor dem 18. April 1367 gebar sie in Eltham ihre zweite Tochter, die nach der Gemahlin des englischen Königs Philippa benannt wurde. Im Juli 1367 stand dann die Rückreise Isabellas und ihres Gemahls nach Frankreich auf dem Programm.

Nach der Wiederaufnahme des Hundertjährigen Kriegs Anfang 1369 sah sich Enguerrand VII. mit dem Problem konfrontiert, einerseits ein Vasall Frankreichs und andererseits der Schwiegersohn des englischen Königs zu sein. Er entschied sich wegen des daraus resultierenden Loyalitätskonflikts, nicht an den folgenden Kämpfen des Hundertjährigen Kriegs teilzunehmen Stattdessen suchte er zuerst im Herbst 1369 vergeblich, Erbansprüche im Elsass gegen seine habsburgischen Vettern Albrecht III. und Leopold III. militärisch durchzusetzen, und diente dann von 1371 bis 1374 als päpstlicher Feldherr gegen die Visconti in Italien. Die inzwischen in England lebende Isabella sah ihren Gatten erst 1374 nach seiner Rückkehr nach Frankreich wieder. Bereits 1375 kämpfte Enguerrand VII. mit Söldnertruppen aber erneut gegen seine Habsburgervettern, letztlich ohne größeren Erfolg. Während dieser Zeit hielt sich seine Gattin wieder in England auf.

Anfang 1376 kam der Herr von Coucy in seine Heimat zurück, traf Isabella und reiste mit ihr bald darauf nach England. Noch im Herbst desselben Jahres begab er sich wieder nach Frankreich. Ebenfalls 1376 wurde Isabella als Lady of the Garter in den Hosenbandorden aufgenommen. Sie weilte am Totenbett ihres Vaters, als dieser am 21. Juni 1377 verstarb. Neuer König wurde ihr Neffe Richard II. Inzwischen hatte Enguerrand VII. beschlossen, alle Verbindungen nach England zu kappen und nur noch dem französischen König zu dienen. Diese Entscheidung bedeutete de facto das Ende der Ehe von Isabella, die mit ihrer jüngeren Tochter Philippa in England blieb, während ihre ältere Tochter Marie weiterhin in Frankreich lebte.

Wohl im April 1379 starb Isabella und wurde in der Greyfriars Church zu London beigesetzt. 
von England (Plantagenêt), Prinzessin Isabella (I29763)
 
48892 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Isabella_d’Este (Aug 2023)

Herkunft
Isabella d’Este war die älteste Tochter von Ercole I. d’Este, Herzog von Ferrara, und Leonora von Neapel, der Tochter von König Ferdinand I. von Neapel.

Ihre jüngere Schwester war Beatrice d’Este, Ehefrau von Ludovico Sforza und Herzogin von Mailand. Ihre Brüder waren u. a. Alfonso I. d’Este, Herzog von Ferrara, Modena und Reggio nell’Emilia, und Kardinal Ippolito I. d’Este.

Ausbildung
Isabella d’Este erhielt – als Frau herausragend in der damaligen Zeit – eine sehr gute Bildung. Unterrichtet wurde Isabella in Latein, in Musik, in Tanz, in der griechischen und römischen Geschichte und in der klassischen Literatur; u. a. war Antonio Tebaldeo ihr Erzieher.

Ihre Zeitgenossen beschrieben Isabella als sehr redebegabt, intelligent und belesen, sowie auch besonders schön.

Heirat
Im Alter von 16 Jahren, am 12. Februar 1490, wurde Isabella d’Este mit Gianfrancesco II. Gonzaga verheiratet, dem vierten Markgrafen von Mantua (seit 1484).
Isabellas Ehe gilt als sehr glücklich bis zu Gianfrancescos Gefangenschaft 1509 und ihrer langen Weigerung zu seiner Freilassung ihren Erstgeborenen als Geisel herauszugeben.[4] Ab 1512 wurde die Beziehung zusätzlich durch die Syphilis ihres Gemahl erschwert. Ihre Söhne liebte sie über alles, aber Spötter behaupteten, dass bei ihr noch ihre Hunde vor den Töchtern kämen.

Wirken als Politikerin und Regentin
Während der Abwesenheit ihres Ehemanns regierte Isabella wiederholt stellvertretend Mantua, z. B. während seiner Dienste als Militärkommandeur der Republik Venedig (1489–1498), während seiner venezianischen Gefangenschaft (1509–1510), sowie nach seinem Tod anfänglich für ihren Sohn Federico II. Gonzaga (1519–21). Sie verfolgte das Ziel, die kleine Markgrafschaft Mantua im Kräftefeld zwischen den französischen Königen, den deutschen Kaisern (und Habsburg-Spanien), dem Vatikanstaat mit wechselnden Päpsten, der Republik Venedig und den diversen Kleinstaaten zu behaupten.[5] Die Zeit der Italienischen Kriege war allerdings von wechselnden Bündnissen und Verrat geprägt, z. B. setzte Papst Julius II. sich nach Empfang des Erstgeborenen Federico II. Gonzaga als Geisel zwar für die Freilassung ihres Ehemanns ein, nutzte aber die Geisel um Isabellas Bruder Alfonso I. d’Este zu exkommunizieren und das päpstliche Lehen Ferrara einzuziehen, da seitens Gonzaga/Mantua keine Unterstützung von d'Este/Ferrara drohte. 1512 besiegte wiederum Alfonso mit den verbündeten Franzosen seine Gegner der Heiligen Liga (zu denen dank Erpressung Mantua und Isabella gehörten) und erhielt Kommunion und Lehen zurück.[6] In späteren Jahren setzte sie sich erfolgreich für die Ernennung ihres Sohnes Ercole 1527 zum Kardinal ein und 1530 für die Erhebung Mantuas zum [Herzogtum] und damit ihres Sohnes Federico zum ersten Herzog.

Überliefert ist während des Sacco di Roma (Plünderung Roms 1527) auch ihre Organisation des Palazzo Colonna zu einer Verteidigungsbastei während eines Rom Besuchs und dadurch Schutz von über 2000 Adlige und deren Bedienstete in den Mauern des Palastes. Der Palazzo Colonna blieb der einzige Palast in Rom, der nicht geplündert wurde.[7]

Wirken als Mäzenin
Besondere Bedeutung erhält Isabella d’Este als Kunstmäzenin der Renaissance; ihr Wirken ist durch die in Mantua erhaltene Korrespondenz dokumentiert[8] (ca. 28.000 Briefe an Isabella und Kopien von ca. 12.000 Briefen, die Isabella geschrieben hat).[9]

In der Malerei beauftragte sie die berühmtesten Künstler, z. B. Giovanni Bellini, Giorgione, Leonardo da Vinci, Andrea Mantegna (Hofmaler bis 1506), Perugino, Raffael und Tizian, aber auch Antonio da Correggio, Lorenzo Costa der Ältere (Hofmaler ab 1509), Dosso Dossi, Francesco Francia, Giulio Romano und zahlreiche weitere. So war zum Beispiel ihr Studiolo (Studierzimmer) im Palazzo Ducale von Mantua geschmückt mit Allegorien von Mantegna, Perugino, Costa und Correggio.[10]
Isabella beauftragte auch die bedeutendsten Bildhauer und Medailleure der damaligen Zeit, z. B. Michelangelo, Antico (Bonacolsi), Gian Cristoforo Romano und Tullio Lombardo, und sie sammelte römische Skulpturen.[11]
In der Architektur konnte sie sich keine neuen Paläste leisten, doch beschäftigte sie Baumeister wie Biagio Rossetti und Battista Covo.[12]
In den Geisteswissenschaften war sie unter anderem in Kontakt mit Pietro Aretino, Ludovico Ariosto, Pietro Bembo, Baldassare Castiglione, Mario Equicola und Gian Giorgio Trissino.[13]
In der Musik unterstützte sie die Komponisten Bartolomeo Tromboncino und Marco Cara. Sie spielte selbst Laute und sang.[14]
Auch in der Mode galt sie als Ikone ihrer Zeit. Berühmt ist eine ihrer Kopfbedeckungen: Capigliari / Balzo – in Briefen ca. 1509 als ihre Erfindung dokumentiert und in den 1520er/30er Jahren in Porträts mehrfach auch bei anderen Damen sichtbar.[15]

Porträts
Kaum eine andere Persönlichkeit ihrer Zeit wurde gemäß schriftlicher Quellen so oft porträtiert.[16] Doch aufgrund Konfusion fehlen heute Darstellungen im Lebensalter von 26 bis 54 Jahren und auch sämtliche Identifikationen bei ihren Hofkünstlern (z. B. Mantegna, Costa, Bonsignori, Leonbruno, Il Antico etc.).

Frage der Identifizierung
Ursache ist, dass früher Darstellungen mit ihrer modischen Erfindung Balzo gerne als Isabella vermarktet wurden. Aufgrund resultierender Konfusion wurden alle farbigen Identifikationen zurückgezogen.[17] Ausnahme sind drei Bilder[18] im Kunsthistorischen Museum Wien, die auch keine Wiedererkennung erlauben.[19] Sie unterscheiden sich z. B. in Haar- und Augenfarben und in der blonden Tizian Verjüngung wurde wiederholt Schönheitsidealisierung vermisst:[20][21]

Ambras-Miniatur[22] , 16. Jahrhundert (aus der Sammlung auf Schloss Ambras, heute in Wien)
Isabella in Rot von Peter Paul Rubens ca. 1605 (als getreue Kopie eines verschollenen Tizian Originals ca. 1529)
Isabella in Schwarz von Tizian, 1536 (interpretiert als retrospektive Darstellung der inzwischen über 60-Jährigen aufgrund einer barocken Inschrift auf einer Kopie)[23]
Hintergrund ist, dass 1536, als Isabella bereits 62 Jahre alt war, sie von Tizian eine jugendliche Idealisierung verlangte. Als Modell sollte ein Porträt von Francesco Francia dienen, das dieser bereits 25 Jahre vorher auf Basis einer mündlichen Beschreibung und einer fremden Zeichnung (wahrscheinlich Leonardo da Vinci)[24] angefertigt hatte – ohne Modellsitzung.[25] Als Alternative zur Wiener blonden Tizian Verjüngung (aber weniger verbreitet) wird auch Tizians La Bella im Palazzo Pitti in Florenz vermutet.[26]

Die einzige derzeit absolut sichere Identifizierung ist die zu Lebzeiten beschriftete Medaille von Gian Cristoforo Romano (siehe Bilder oben), von der mehrere Exemplare (1495/1505) vorhanden sind.[27]

Galerie möglicher Porträts
Auch Renaissance-Porträtmalerei benötigte Charakteristika der Person.[28] Aus der (sicheren) Medaille wären ableitbare Merkmale welliges Haar, bevorzugte Frisur Schläfenlocke und angedeutetes Doppelkinn. Aus den farbigen Darstellungen Ambras Miniatur und Isabella in Rot folgen kastanienfarbige Haare[29] und braune Augen unter geschwungenen Augenbrauen. Gesamthaft scheinen bei Isabella Vereinfachungen zugunsten des Schönheitsideals bevorzugt, weshalb die wenigen Charakteristika keine Identifizierungen absichern. Merkmale können jedoch dokumentierte Aufträge oder Provenienzen evaluieren. Und Accessoires können weitere Hinweise geben. Allerdings verzichtet z. B. die Leonardo Zeichnung ganz auf Schmuck (stattdessen ein Buch) und z. B. der Balzo war in den späteren Jahren verbreitet (noch nicht in den 1510er Jahren). Voraussetzung ist vorab kritische Auseinandersetzung der widersprüchlichen Identifizierung Isabella in Schwarz.

Isabella d’Este und Mona Lisa
Die unkritisch verbreitete Isabella in Schwarz könnte superlative Folgen haben (blond, mit hellgrauen Augen, kein Schönheitsideal etc.): Im Werkverzeichnis (2019) Leonardo da Vinci gilt lediglich die große Kunstmäzenin als plausible Alternative für die Mona Lisa (1503–06).[32] Vorbehalt Louvre sind "blonde Haare"[33] – verbreitet nur noch durch die Wiener Tizian Verjüngung. Als Modell gilt zumeist Lisa del Giocondo, die Ehefrau eines Kaufmanns in Florenz, die laut Giorgio Vasari von Leonardo porträtiert wurde.[34] Es ist aber offen, ob dies Porträt mit der Mona Lisa identisch ist, insbesondere da Ehemann und Familie bürgerliche Mittelschicht waren und keine sonstigen Kunstaufträge oder Darstellungen bekannt sind.[35]

Für Isabella d’Este sprechen die Ähnlichkeit mit Leonardos Profilzeichnung von 1499 im Louvre (eine Vorstudie für ein Porträtgemälde) und Isabellas Briefe 1501–06 mit Bitte um Ausführung des versprochenen Porträts.[36] Weitere Argumente sind die Berge im Hintergrund, die eher an die Landschaft am Gardasee nördlich von Mantua erinnern als an die Toskana, das Großformat und die in der Renaissance für ein Herrscherbild typische Armlehne. 
d'Este, Isabella (I42173)
 
48893 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Isabella_von_Angoulême (Jun 2022)

Isabella von Angoulême (französisch Isabelle d’Angoulême; * um 1188; † 4. Juni 1246[1] in der Abtei Fontevrault) war ab 1202 aus eigenem Recht Gräfin von Angoulême und von 1200 bis 1216 als zweite Gattin Johanns Ohneland Consort von England. In zweiter Ehe heiratete sie 1220 den Grafen Hugo X. von Lusignan.
Aufgrund ihrer nach der Aussage von Zeitzeugen außergewöhnlichen Schönheit[2] und ihrer historischen Rolle wird sie bisweilen Helena des Mittelalters genannt. Ihr Leben weist einige Parallelen zur mythischen Figur Helena auf.

Abstammung
Isabella entstammte der südwestfranzösischen Adelsfamilie Taillefer. Sie war das einzige Kind und die Erbin des Grafen Aymar Taillefer von Angoulême († 1202) und dessen Ehefrau Alix von Courtenay († 1218). Über ihre Mutter war sie eine Urenkelin des französischen Königs Ludwig VI.

Königin von England
Hochzeit mit Johann
Im Alter von etwa erst zwölf Jahren wurde Isabella von Angoulême im Frühjahr 1200 mit dem gut zwanzig Jahre älteren Hugo IX. von Lusignan, Graf von La Marche, verlobt. Doch der englische König Johann Ohneland, der als Herzog von Aquitanien der Lehnsherr sowohl der Lusignans als auch der Grafen von Angoulême war, ließ kurz nach seiner Thronbesteigung seine erste Ehe mit Isabel von Gloucester annullieren und vermählte sich selbst am 24. August 1200 in Angoulême[3] mit Isabella von Angoulême. Laut einigen Chronisten soll Johann diesen Schritt aus Liebe auf den ersten Blick zu dem 20 Jahre jüngeren Mädchen unternommen haben. Wahrscheinlich erfolgte die Heirat wohl vor allem aus politischen Gründen. Isabellas Vater besaß eine reicche und strategisch wichtige Grafschaft zwischen Bordeaux und Poitiers, die beide dem englischen König gehörten. Durch die Heirat mit Isabella, der Erbin von Angoulême, hätte Hugo IX. von Lusignan, dem Johann kurz zuvor die benachbarte Grafschaft La Marche zugesprochen hatte, ein geschlossenes Territorium erworben, das die Stellung der Plantagenet-Könige gefährden würde. Um dies zu verhindern, beanspruchte Johann Isabella selbst. Nach ihrer Hochzeit reisten Johann und seine junge Gemahlin nach Chinon und weiter nach England, wo Isabella am 8. Oktober 1200 von Erzbischof Hubert Walter in der Westminster Abbey in London zur Königin gekrönt wurde. Im Mai 1201 begleitete sie Johann auf einer Reise in die Normandie.

Zwist mit Frankreich
Die Lusignan-Familie hatte jedoch inzwischen gegen Isabellas Ehe Einspruch erhoben und Johann des Brautraubes beschuldigt. Hilfesuchend wandte sie sich an den französischen König Philipp II., der wiederum der Lehnsherr König Johanns für dessen französische Besitzungen war, zu denen auch Aquitanien gehörte. Philipp II. war seine gesamte Regierungszeit darum bemüht, die Macht der Plantagenets und ihres Angevinischen Reiches in Frankreich zu brechen. Zu Lebzeiten von König Richard Löwenherz, Johanns älterem Bruder, war er dabei jedoch unterlegen gewesen. Die Klage der Lusignans bot Philipp II. nun die Möglichkeit für ein rechtliches Vorgehen gegen die Plantagenets. Zuerst wurde bei einem persönlichen Treffen des französischen unnd englischen Königs ein Kompromiss gefunden. Johann wollte nun aber hart gegen seinen widerspenstigen Vasallen Hugo IX. von Lusignan einschreiten, woraufhin sich dieser erneut an Philipp II. wandte. Als Johann im Frühjahr 1202 eine Vorladung vor das vom französischen König nach Paris einberufene Hofgericht ignorierte, wurde er in einem Versäumnisurteil aller Lehen in Frankreich für verlustig erklärt. Philipp II. ließ nun Johanns französische Besitzungen angreifen. In diesem Französisch-Englischen Krieg verlor Johann bis 1204 die Normandie und einen Großteil seiner französischen Besitzungen. Auch Johanns aquitanische Vasallen sagten sich von ihm los und unterstellten sich dem französischen König.[4]

Politische Bedeutung
Der König versprach seiner Frau als Morgengabe Besitzungen im Anjou und im Poitou, darunter die Herrschaften Niort, Saintes und sechs weitere Städte. Nach dem Tod von Johanns Mutter Eleonore von Aquitanien 1204 versprach er Isabella das Wittum seiner Mutter, das Besitzungen in der kurz danach verlorenen Normandie, aber auch die Städte Exeter, Wilton, Ilchester und Malmesbury, die Honour von Berkhamstead sowie Güter bei Waltham in Essex sowie das County Rutland mit Rockingham Castle umfmfasste. Tatsächlich blieben diese Besitzungen zu Lebzeiten Johanns unter seiner Kontrolle. Die Kosten ihres Hofstaats wurden durch unregelmäßige Zahlungen des Königs beglichen, dazu die Einkünfte aus dem Queen's gold, einer Zulage, die die Krone auf Strafgelder erheben durfte. Johann Ohneland soll anfangs mit seiner schönen jungen Gemahlin so viel Zeit verbracht haben, dass er darüber die Staatsgeschäfte vernachlässigte. Nach 1205 begleitete Isabella Johann, der ohne festen Regierungssitz durch sein Reich reiste, nur noch selten. Aus ihrer Ehe mit Johann gebar sie ab 1207 fünf Kinder, die alle das Erwachsenenalter erreichten. Obwohl einige zeitgenössische Chronisten von gegenseitigen Beschuldigungen und Untreue zwischen Johann und Isabella berichten, ist eine Untreue von ihr nicht belegbar. Johann selbst hatte weitere Geliebte, wobei er bis zu seinem Tod Isabella vertraute. 1214 begleitete sie Johann in das Poitou, wo der König das Erbe seines Schwiegervaters behaupten konnte. Während des folgenden ersten Kriegs der Barone in England blieb sie in Westengland in relativer Sicherheit.

Witwenschaft
Nach dem Tod von Johann im Oktober 1216 erhielt Isabella schließlich Zugriff auf ihre Besitzungen, die sie nun als Wittum erhielt. Zugunsten des Seelenheils ihres verstorbenen Mannes machte sie den Klöstern Malmesbury und St Nicholas in Exeter Stiftungen. Bis zu ihrem Tod führte sie weiterhin den Titel Königin von England und verwendete ihr königliches Siegel, doch anscheinend war sie am Regentschaftsrat, der für ihren unmündigen Sohn Heinrich die Regierung führte, unbeteiligt. Dazu wurde ihr der Besitz von Rockingham und Exeter Castle, die sie als Teil ihrer Besitzungen sah, verwehrt, ebenso die Zahlung von 3500 Mark, die ihr der König noch versprochen hätte. Daraufhin verließ sie im Juli 1217 ohne ihre Kinder England und kehrte nach Südwestfrankreich zurück. Dort konnte sie in ihrer ererbten Grafschaft Angoulême gegen den Widerstand der von ihrem verstorbenen Gemahl 1214 eingesetzten Verwaltungsbeamten bis 1220 ihre Herrschaft durchsetzen.

Gräfin von Lusignan
Hochzeit mit Hugo X. von Lusignan
Ohne wie vorgeschrieben die Zustimmung der englischen Regierung einzuholen, heiratete Isabella im April oder Mai 1220 den ältesten Sohn ihres ehemaligen Verlobten, Hugo X. von Lusignan, Graf von La Marche, der zwischenzeitlich mit ihrer eigenen ältesten Tochter aus erster Ehe, Johanna, verlobt worden war. Dafür wurde Johanna 1221 die Gemahlin des schottischen Königs Alexander II. Obwohl sie unter der Untreue ihres zweiten Gatten litt, gebar Isabella ihm neun Kinder, von denen ihr ältester Sohn als Hugo XI. seinem Vater 1249 als Graf von La Marche und Angoulême folgen sollte.

Krieg mit England
Der englische Regentschaftsrat hatte keine Handhabe gehabt, um die Heirat der Königinwitwe zu verhindern. Als Graf Hugo nun im Namen seiner Frau nicht nur Niort und Saintes in Frankreich, sondern auch die englischen Besitzungen ihres Wittums forderte, musste die englische Regierung ihm auch die Einkünfte aus diesen Besitzungen gewähren. Dennoch kam es wegen der Besitzungen bald zum Streit. Bereits 1221 wurden die englischen Besitzungen Isabellas kurzzeitig besetzt und während des Französisch-Englischen Kriegs im Juni 1224 beschlagnahmt, als Graf Hugo sich mit dem französischen König Ludwig VIII. verbündet und so den Franzosen den Zugriff auf das Poitou ermöglicht hatte. Erst nach Kriegsende 1226 versöhnte sich Graf Hugo wieder mit der englischen Regierung. Während des erfolglosen Frankreichfeldzugs von Heinrich III. sah dieser 1230 nach über zwölf Jahren erstmals seine Mutter wieder.

Zwist mit der französischen Königsfamilie
Isabella, die sich mit ihrem Abstieg in der aristokratischen Hierarchie vom Rang einer Königin zu demjenigen einer bloßen Gräfin nur schwer abfinden konnte, hatte auf die französische Königinwitwe Blanka von Kastilien einen tiefen Hass. Alfons von Poitiers, der jüngere Bruder König Ludwigs IX., wurde am 24. Juni 1241 auf einem Hoftag in Saumur mit der Grafschaft Poitou und weiteren Territorien belehnt. Im darauffolgenden Juli hatten Hugo X. von Lusignan und seine Gattin Alfons in Poititiers in Anwesenheit Ludwigs IX. die Lehnstreue zu schwören. Isabella fühlte sich bei dieser Gelegenheit vom König und insbesondere der Königinwitwe Blanka öffentlich brüskiert. Als daher Hugo X. anschließend Ludwig IX. und Alfons zuvorkommend in seine Burg Lusignan einlud, machte Isabella ihrem Gatten nach der Abreise der Gäste wegen dieser Unterwerfungsgeste bittere Vorwürfe. Auf ihre Initiative soll es zurückgehen, dass Hugo X. Vorbereitungen für eine Erhebung gegen den französischen König traf und zu diesem Zweck ein Bündnis mit Heinrich III. von England aushandelte, dem auch Graf Raimund VII. von Toulouse und andere unzufriedene Magnaten Poitous beitraten. Ein mitentscheidender Faktor war jedenfalls, dass die Oberherrschaft der französischen Krone im Poitou drückender als die früher von den Plantagenets ausgeübte empfunden wurde.
Zu Weihnachten 1241 reisten Hugo X. und Isabella an den Hof Alfons’ von Poitiers, kündigten ihm mit scharfen Worten den Lehnseid auf und bahnten sich mit ihren Soldaten den Fluchtweg durch Alfons’ Truppen. Einige Monate später setzte der englische König nach Frankreich über und wurde am 13. Mai 1242 bei seiner Landung in Royan von seiner Mutter Isabella empfangen. Unterdessen rückte Ludwig  X. mit seinen Streitkräften heran. Wahrscheinlich in diese Zeit ist ein Bericht des französischen Chronisten Guillaume de Nangis zu setzen, laut dem Isabella zwei Köche bestochen haben soll, den französischen König zu vergiften. Dies hätten die Köche nach der Entdeckung ihres Komplotts gestanden und seien gehängt worden. Als Isabella vom Scheitern ihres Attentats erfahren habe, sei sie so wütend geworden, dass sie sich zuerst erstechen habe wollen und, nachdem ihr das Messer entwunden worden sei, längere Zeit vor Ärger ernsthaft krank gewesen wäre.

Bruch mit Heinrich III.
Heinrich III. von England wurde von den Franzosen am 21. Juli 1242 in der Schlacht bei Taillebourg geschlagen und erlitt am Tag darauf gemeinsam mit Hugo X. von Lusignan bei Saintes erneut eine Niederlage. Der englische König hielt daraufhin dem verbündeten Grafen von La Marche vor, dass dieser eine effektivere militärische Unterstützung versprochen habe, doch Hugo X. wies die Beschuldigung mit der Behauptung zurück, dass nicht er, sondern seine Gattin die Initiatorin der antifranzösischen Allianz gewesen sei. Am 26. Juli begab sich Hugo X. mit Isabella und seinen Kindern zu Ludwig IX. und bat demütig um Verzeihung, die ihm gewährt wurde. Auch von anderen Verbündeten im Stich gelassen, zog Heinrich III. sich hingegen nach England zurück.[5]

Politischer Rückzug und Vermächtnis
Das Scheitern seiner Ambitionen führte dazu, dass Hugo von Lusignan 1243 seine Besitzungen unter seinen Söhnen aufteilte. Isabella zog sich in die Abtei Fontevrault zurück, die eng mit der Familie ihres ersten Mannes verbunden war. Dort starb sie 1246 im Alter von etwa 58 Jahren. Auf ihrem Sterbebett trat sie noch als Nonne in das Kloster ein. Sie wurde zunächst im Kapitelhaus beigesetzt. Obwohl ihr Verhältnis zu ihrem Sohn Heinrich III. durch ihre Flucht aus England 1220 und den Verrat ihres Mannes 1242 belastet war, betrauerte dieser ihren Tod. Er ließ zu ihrem Andenken in Malmesbury und Winchester Kapellen errichten und tätigte Stiftungen zu ihren Gunsten. Auf Einladung des Königs reisten 1247 mehrere ihrer Kinder aus ihrer zweiten Ehe nach England, wo ihr Halbbruder sie herzlich empfing und ihnen Ländereien und andere Geschenke übergab. Vor allem in den 1250er Jahren waren sie als Lusignans bei ihren Gegnern in England berüchtigt. 1254 besuchte Heinrich III. Fontevrault, wo er persönlich die Umbettung des Leichnams seiner Mutter in die Abteikirche überwachte. Dort wurde sie neben den Sarkophagen seiner Vorfahren Heinrich II. Plantagenet und Eleonore von Aquitanien erneut beigesetzt. Ihr Grabbildnis, eine als Holzskulptur gefertigte Liegefigur, ist noch heute in der Abteikirche zu besichtigen. 
von Angoulême, Gräfin Isabella (I7547)
 
48894 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Isabella_von_Braganza (Sep 2017)

Isabella von Braganza (* Oktober 1402 in Barcelos, Portugal; † 26. Oktober 1465 in Arévalo (Ávila), Spanien; ▭[1] im Kloster Mosteiro de Santa Maria da Vitória) war eine portugiesische Adelige aus dem Haus Braganza.

Leben
Sie war die Tochter von Alfons von Braganza (1377–1461) und Beatriz Pereira de Alvim (1380–1415). Am 11. November 1424 heiratete Isabella Johann von Portugal (* 13. Januar 1400 in Santarém; † 18. Oktober 1442 in Alcácer do Sal), den Halbbruder ihres Vaters. Mit ihm hatte sie vier Kinder. 
von Braganza (von Portugal), Isabella (I9019)
 
48895 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Isabella_von_Frankreich_(Navarra)

Isabella von Frankreich (* 2. März 1242; † 27. April 1271 in Îles d’Hyères bei Marseille) war durch Heirat Königin von Navarra und Gräfin von Champagne.

Leben
Isabella war die Tochter des französischen Königs Ludwig IX. und seiner Frau Margarete von der Provence. Die von Eudes Rigaud, Erzbischof von Rouen, zelebrierte Heirat von Isabella und Thibaud II., König von Navarra und Graf von Champagne, fand am 6. April 1255 in Melun statt. Der Bräutigam war erst 18 und die Braut erst 13 Jahre alt. Die Ehe blieb kinderlos. Ludwig IX. wollte durch diese Verbindung eine Ausrichtung Navarras auf französische Interessen sicherstellen. Einige schriftlich niedergelegte Erziehungsdirektiven Ludwigs IX. für seine Tochter blieben bis heute erhalten. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Vater nahm die sehr fromme Isabella am Siebten Kreuzzug teil und schiffte sich mit ihnen im Juli 1270 nach Tunis ein. Dort starb aber Ludwig IX. an einer Seuche, der Thibaud II. am 4. Dezember 1270 auf der Rückreise erlag. Drei Monate nach der Landung in der Provence starb auch Isabella im Alter von nur 29 Jahren und wurde an der Seite ihres Mannes im Couvent des Cordelières in Provins beigesetzt. 
von Frankreich, Prinzessin Isabella (I41352)
 
48896 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Isabella_von_Kastilien_(1283–1328) (Aug 2023)

Isabella von Kastilien (* 1283 in Toro; † 24. Juli 1328) war eine Infantin von Kastilien sowie 1291–1295 Königin von Aragón und 1312–1328 Herzogin der Bretagne.

Leben
Isabella war die älteste Tochter von König Sancho IV. von Kastilien-León und seiner Gemahlin María de Molina. Gemäß dem Vertrag von Monteagudo (1. Dezember 1291) wurde sie im Alter von erst acht Jahren die Gattin des 24-jährigen Königs Jakob II. von Aragón; die Hochzeit des Paars fand in Soria statt. Die Ehe wurde jedoch nicht vollzogen und nach dem Tod Sanchos IV. 1295 auf Betreiben Jakobs II. aufgelöst, weil dieser sich politisch umorientierte und nach seiner Trennung von Isabella in zweiter Ehe Blanka von Anjou, Tochter des Königs Karl II. von Neapel, heiratete.

Blankas Bruder Robert von Anjou, der 1309 König von Neapel wurde, hielt vergeblich um Isabellas Hand an und auch andere Heiratsprojekte zerschlugen sich. Schließlich erreichte María de Molina, dass ihre Tochter Isabella 1310 in Burgos Johann, Sohn des Herzogs Arthur II. von Bretagne, zum zweiten Ehemann nahm. Als Arthur II. 1312 starb, folgte ihm sein ältester Sohn als Johann III. auf den Thron, womit Isabella Herzogin von Bretagne wurde. Ihre Ehe mit Johann III. blieb kinderlos.

Anlässlich seiner Heirat mit Isabella hatte Johann III. ihr die Vizegrafschaft Limoges übertragen. Doch sein Bruder Guy verweigerte die Ratifikation dieser Schenkung. Im März 1314 belehnte dann Johann III. seinen Bruder mit der strittigen Vizegrafschaft. Isabella protestierte dagegen beim Papst und erhielt durch dessen Bulle vom 1. September 1314 Recht; sie bekam ihre Vizegrafschaft 1317 zurück und Johanns Bruder Guy als Ausgleich die Grafschaft Penthièvre.

1328 starb Isabella im Alter von 45 Jahren ohne Nachkommen und wurde im Kloster Prières zu Billiers beigesetzt. 
von Kastilien, Prinzessin Isabella (I8324)
 
48897 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Isabel_de_Clare,_4._Countess_of_Pembroke

Isabel de Clare, 4. Countess of Pembroke (* zwischen 1171 und 1176; † 1220) war eine anglonormannische Magnatin.

Herkunft, Erbe und Heirat mit William Marshal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Isabel de Clare entstammte der Familie Clare. Sie war die einzige Tochter von Richard de Clare, 2. Earl of Pembroke und dessen Frau Aife. Ihre Mutter war eine Tochter des irischen Königs Diarmait Mac Murchada, die ihr Vater im August 1170 geheiratet hatte. Ihr Vater starb bereits im April 1176, worauf ihr 1173 geborener Bruder Gilbert zum Erben der umfangreichen Besitzungen ihres Vaters wurde. Gilbert starb jedoch zwischen 1185 und 1189 kinderlos, bevor er volljährig geworden war. Daraufhin wurde Isabel die alleinige Erbin der Besitzungen ihres Vaters in England, in der Normandie, in Südwales und im irischen Leinster. Die Heirat mit der reichen Erbin bot König Heinrich II. kurz vor seinem Tod 1189 seinem treuen Vasallen William Marshal als Belohnung an.[1] Nach Heinrichs Tod gab auch dessen Sohn und Nachfolger Richard I. seine Zustimmung zu der Heirat. Marshal holte Isabel im August 1189 aus dem Haushalt von Ranulf de Glanville in London ab und heiratete sie unmittelbar danach.

Herrin von Leinster
Im Frühjahr 1207 wollte Marshal erstmals nach seiner Heirat mit Isabel Leinster und seine weiteren irischen Besitzungen besuchen. Vor ihrer Abreise aus Südwales nahm Isabel an einer Ratsversammlung in Chepstow teil, zu der Marshal seine Gefolgsleute geladen hatte. Dort versuchte sie vergeblich zu verhindern, dass ihr zweiter Sohn Richard als Geisel dem englischen König Johann übergeben wurde. Möglicherweise hatte sie Marshal bewogen, nach Irland zu gehen, nachdem Marshal beim König in Ungnade gefallen war. In Leinster galt Isabel als Herrin aus eigenem Recht. Mit Walter hatte sie einen eigenen Geistlichen und mit Robert einen eigenen Verwalter, dazu führte sie ein eigenes Siegel. Nach ihrer Ankunft in Irland kam es aber zu einem Streit mit Meiler fitzHenry, dem königlichen Justiciar, der aber auch ihr Vasall in Leinster war. Meiler veranlasste, dass Marshal zurück an den Königshof nach England gerufen wurde, womit er Leinster unverteidigt zurückließ und Meilers Truppen einen Einfall nach Leinster ermöglichte. Die schwangere Isabel blieb währenddessen in Irland in der Obhut einiger Ritter aus dem Gefolge Marshals, möglicherweise blieb sie bewusst in Irland, um ihr Erbe zu verteidigen. Während der Abwesenheit ihres Mannes wechselten mehrere ihrer Vasallen wie Philip de Prendergast und David de la Roche die Seiten und schlossen sich dem Justiciar an. Meiler erlitt jedoch gegen Hugh de Lacy eine Niederlage und wurde seines Amtes enthoben. Als Marshal nach Irland zurückkehrte, begnadigte er gegen den Widerstand von Isabel seine abtrünnigen Vasallen.

Letzte Jahre und Tod
In den nächsten Jahren blieb Marshal ein loyaler Vasall des Königs und wurde während des Kriegs der Barone einer von dessen wichtigsten Unterstützern. Nach dem Tod des Königs 1216 übernahm Marshal für dessen minderjährigen Sohn Heinrich III. den Vorsitz im Regentschaftsrat. Es gelang ihm, den Krieg der Barone zu beenden. Als er im hohen Alter 1219 im Sterben lag, verfügte er, dass Isabel die Verwaltung ihrer ererbten Besitzungen erhielt, während sein ältester Sohn zunächst nur Marshals väterliches Erbe bekam. Nach einer Chronik soll es auf Marshals Sterbebett zu einer bewegenden Abschiedsszene zwischen ihm und Isabel gekommen sein. Nach seinem Tod stiftete sie Reading Abbey, wo Marshal begraben wurde, jährlich 100 Shilling, um Seelenmessen für ihren Mann zu lesen. Mit dem französischen König schloss sie eine Vereinbarung, nachdem sie und ihre Kinder die Besitzungen Marshals in Frankreich zurückerhielten, die der König nach Marshals Tod beschlagnahmt hatte. Sie starb aber bereits im nächsten Jahr und wurde in Tintern Abbey in Wales beigesetzt.

Ihr Erbe wurde zunächst ihr ältester Sohn William. Bis 1245 starben jedoch alle ihre Söhne kinderlos, so dass das umfangreiche Erbe dann in einer aufwändigen Erbteilung zwischen ihren Töchtern bzw. deren Nachkommen aufgeteilt wurde. 
de Clare, Gräfin Isabel (I27353)
 
48898 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Isabel_de_Clare_(Adlige,_1263)

sabel de Clare (auch Isabella de Clare; * 1263; † 1338[1]) war eine englische Adlige.

Isabel de Clare war die älteste Tochter von Gilbert de Clare, 6. Earl of Hertford und von seiner ersten Frau Alice de Lusignan. Die Ehe ihrer Eltern wurde 1271 offiziell getrennt und 1285 annulliert. 1290 heiratete ihr Vater in zweiter Ehe Johanna von England, einer Tochter von König Eduard I., die neun Jahre jünger als Isabel war. Durch den Ehevertrag, den ihr Vater mit dem König schließen musste, wurden Isabel und ihre jüngere Schwester Joan vom Erbe ihres Vaters ausgeschlossen. Ihr Vater starb Ende 1295. Ihre Stiefmutter Johanna von England überließ ihr 1297 Burford in Oxfordshire solange zur Nutzung, bis ihr Halbbruder Gilbert, der Erbe ihres Vaters, volljährig wurde. 1297 wurde Isabel mit Guy de Beauchamp, dem Sohn und Erben von William de Beauchamp, 9. Earl of Warwick verlobt. Nach dem Tod seines Vaters erbte Guy 1298 dessen Titel und Besitzungen, doch obwohl die Verlobung bestehen blieb, heiratete er sie nicht.[2]

Isabels Halbbruder Gilbert bestätigte ihr 1307 den Besitz von Burton und dazu von Skipton in Oxfordshire zur lebenslangen Nutzung.[3] Als Gilbert 1314 ohne Nachkommen starb, gab es bei der Aufteilung des Erbes Irritationen, da angeblich auch Isabel erbberechtigt sein sollte.[4] Dies verzögerte die Aufteilung des Erbes, doch letztlich wurde es 1317 zwischen ihren drei Halbschwestern aufgeteilt. 1316 heiratete Isabel im Alter von 53 Jahren den fasst 20 Jahre jüngeren Maurice de Berkeley, einen Baron aus Gloucestershire. Die Ehe blieb kinderlos, ihr Mann starb 1326. 
de Clare, Isabel (I28243)
 
48899 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Isabel_de_Warenne,_Countess_of_Surrey

Isabel de Warenne, 4. Countess of Surrey (* 1136; † 12. Juli 1203, bestattet in der Lewes Priory bei Lewes) war eine englische Adlige. Sie war die einzige überlebende Erbin von William de Warenne, 3. Earl of Surrey und seiner Ehefrau Adela, der Tochter von Graf Wilhelm III. von Ponthieu.

1148 erbte sie den Besitz ihres Vaters und wurde dadurch Countess of Surrey aus eigenem Recht. Im gleichen Jahr heiratete sie Wilhelm von Blois, den jüngeren Sohn des englischen Königs Stephan. Die Heirat wurde zu einem kritischen Zeitpunkt während des Englischen Bürgerkriegs geschlossen und war Teil des Versuchs Stephans, den Besitz der Familie Warenne unter seine Kontrolle zu bekommen. Die Ehe blieb kinderlos, Wilhelm starb im Jahr 1159.

1162/63 hielt William FitzEmpress um ihre Hand an, der dritte Sohn des Grafen Gottfried Plantagenet von Anjou und der „Kaiserin“ Matilda von England – aus dem gleichen Grund wie seinerzeit Wilhelm von Blois. Thomas Becket verweigerte jedoch den Dispens aufgrund vorhandener Blutsverwandtschaft. Im April 1164 heiratete Isabel dann Hamelin, den Halbbruder Williams, wodurch dieser ebenfalls Earl of Surrey aus dem Recht seiner Ehefrau (iure uxoris) wurde.

Mehr unter dem Link oben..
 
de Warenne, Isabel (Elisabeth) (I12580)
 
48900 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Isabel_le_Despenser,_5._Baroness_Burghersh

Isabel le Despenser, 5. Baroness Burghersh LG (* 26. Juli 1400; † 27. Dezember 1439 in London), war eine englische Adlige.

Leben
Isabel wurde in Cardiff Castle oder in Elmley in Worcestershire als postume Tochter von Thomas le Despenser und von Constance Langley geboren. Ihr Vater war im Januar 1400 als Rebell gegen den König hingerichtet worden, doch ihrer Mutter wurde schließlich ein Teil der Besitzungen ihres Mannes wieder zugesprochen. 1404 wurde ihr Vormund John Grove, ein Gardist des Königs.[1] Nach dem kinderlosen Tod ihres Bruders Richard le Despenser, 4. Baron Burghersh, erbte Isabel 1414 den Titel Baroness Burghersh. Nach dem Tod ihrer Mutter Constance erbte sie 1416 deren Ländereien, vor allem die Herrschaft Glamorgan in Wales.

In erster Ehe wurde sie 27. Juli 1411 in Tewkesbury mit Richard de Beauchamp, 2. Baron Bergavenny, verheiratet. Ihr Mann wurde 1421 zum Earl of Worcester erhoben, wurde jedoch 1422 im Krieg in Frankreich tödlich verwundet. Isabel heiratete am 26. November 1423 in Hanley Castle in Worcestershire in zweiter Ehe Richard de Beauchamp, 13. Earl of Warwick, einen Cousin ihres ersten Mannes. Wegen zu naher Verwandtschaft benötigte sie für die Ehe einen päpstlichen Dispens.

Sie wurde 1432 in den Hosenbandorden aufgenommen. Sie starb wenige Monate nach ihrem Mann im Minoritenkloster in London und wurde am 13. Januar 1440 in Tewkesbury Abbey begraben. 
le Despenser, Baroness Isabel (I27409)
 

      «Zurück «1 ... 974 975 976 977 978 979 980 981 982 ... 1042» Vorwärts»