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49551 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Signau_(Adelsgeschlecht)

Die Freiherren von Signau hatten als Stammsitz die Burg Alt-Signau, ab Mitte des 14. Jahrhunderts die Burg Neu-Signau. Güter und Rechte sind aus dem Emmental und dem Oberaargau bekannt. Aus der Familie sind 26 Personen bekannt. Erstmals erwähnt wird das Geschlecht 1130 mit Werner I. von Signau in einer Urkunde des Klosters Trub. Anastasia, die Tochter Ulrichs III. von Signau, heiratete 1325 den Grafen Eberhard II. von Kyburg. Weitere Verwandtschaften bestanden unter anderen zu den Herzögen von Teck, den Grafen von Buchegg, von Freiburg und von Fürstenberg, den Freiherren von Grünenberg sowie zu den Herren von Wartenstein und von Rüssegg.

Der Tod des Henman von Signau in der Schlacht bei Sempach, der auf österreichisch-habsburgischer Seite kämpfte, beendete die Geschichte der Familie in weltlich-männlicher Linie 1386. Die Herrschaft gelangte über die Kyburger schließlich 1399 an Bern, das die Herrschaft sogleich an Johannes von Büren, Burger der Stadt Bern, weiterverkaufte. Über einen Verkauf kamen 1450 Burg und Herrschaft an die Familie von Diesbach. Erst nach der Reformation gelangte Signau 1529 endgültig an Bern. Erster bernischer Landvogt in Signau war Niklaus von Hertenstein.

Die immer wieder angeführte genealogische Beziehung zwischen den Signau und den Attinghausen über die Familie von Schweinsberg ist nicht gesichert; verwandtschaftliche Beziehungen der Schweinsberg mit den Attinghausen haben wahrscheinlich bestanden. 
von Signau, Werner III (I57643)
 
49552 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Signau_(Adelsgeschlecht)

Die Freiherren von Signau hatten als Stammsitz die Burg Alt-Signau, ab Mitte des 14. Jahrhunderts die Burg Neu-Signau. Güter und Rechte sind aus dem Emmental und dem Oberaargau bekannt. Aus der Familie sind 26 Personen bekannt. Erstmals erwähnt wird das Geschlecht 1130 mit Werner I. von Signau in einer Urkunde des Klosters Trub. Anastasia, die Tochter Ulrichs III. von Signau, heiratete 1325 den Grafen Eberhard II. von Kyburg. Weitere Verwandtschaften bestanden unter anderen zu den Herzögen von Teck, den Grafen von Buchegg, von Freiburg und von Fürstenberg, den Freiherren von Grünenberg sowie zu den Herren von Wartenstein und von Rüssegg.

Der Tod des Henman von Signau in der Schlacht bei Sempach, der auf österreichisch-habsburgischer Seite kämpfte, beendete die Geschichte der Familie in weltlich-männlicher Linie 1386. Die Herrschaft gelangte über die Kyburger schließlich 1399 an Bern, das die Herrschaft sogleich an Johannes von Büren, Burger der Stadt Bern, weiterverkaufte. Über einen Verkauf kamen 1450 Burg und Herrschaft an die Familie von Diesbach. Erst nach der Reformation gelangte Signau 1529 endgültig an Bern. Erster bernischer Landvogt in Signau war Niklaus von Hertenstein.

Die immer wieder angeführte genealogische Beziehung zwischen den Signau und den Attinghausen über die Familie von Schweinsberg ist nicht gesichert; verwandtschaftliche Beziehungen der Schweinsberg mit den Attinghausen haben wahrscheinlich bestanden. 
von Signau, Werner I (I57647)
 
49553 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Signau_(Adelsgeschlecht)

Die Freiherren von Signau hatten als Stammsitz die Burg Alt-Signau, ab Mitte des 14. Jahrhunderts die Burg Neu-Signau. Güter und Rechte sind aus dem Emmental und dem Oberaargau bekannt. Aus der Familie sind 26 Personen bekannt. Erstmals erwähnt wird das Geschlecht 1130 mit Werner I. von Signau in einer Urkunde des Klosters Trub. Anastasia, die Tochter Ulrichs III. von Signau, heiratete 1325 den Grafen Eberhard II. von Kyburg. Weitere Verwandtschaften bestanden unter anderen zu den Herzögen von Teck, den Grafen von Buchegg, von Freiburg und von Fürstenberg, den Freiherren von Grünenberg sowie zu den Herren von Wartenstein und von Rüssegg.

Der Tod des Henman von Signau in der Schlacht bei Sempach, der auf österreichisch-habsburgischer Seite kämpfte, beendete die Geschichte der Familie in weltlich-männlicher Linie 1386. Die Herrschaft gelangte über die Kyburger schließlich 1399 an Bern, das die Herrschaft sogleich an Johannes von Büren, Burger der Stadt Bern, weiterverkaufte. Über einen Verkauf kamen 1450 Burg und Herrschaft an die Familie von Diesbach. Erst nach der Reformation gelangte Signau 1529 endgültig an Bern. Erster bernischer Landvogt in Signau war Niklaus von Hertenstein.

Die immer wieder angeführte genealogische Beziehung zwischen den Signau und den Attinghausen über die Familie von Schweinsberg ist nicht gesichert; verwandtschaftliche Beziehungen der Schweinsberg mit den Attinghausen haben wahrscheinlich bestanden. 
von Signau, Werner II (I57646)
 
49554 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Signau_(Adelsgeschlecht)

Die Freiherren von Signau hatten als Stammsitz die Burg Alt-Signau, ab Mitte des 14. Jahrhunderts die Burg Neu-Signau. Güter und Rechte sind aus dem Emmental und dem Oberaargau bekannt. Aus der Familie sind 26 Personen bekannt. Erstmals erwähnt wird das Geschlecht 1130 mit Werner I. von Signau in einer Urkunde des Klosters Trub. Anastasia, die Tochter Ulrichs III. von Signau, heiratete 1325 den Grafen Eberhard II. von Kyburg. Weitere Verwandtschaften bestanden unter anderen zu den Herzögen von Teck, den Grafen von Buchegg, von Freiburg und von Fürstenberg, den Freiherren von Grünenberg sowie zu den Herren von Wartenstein und von Rüssegg.

Der Tod des Henman von Signau in der Schlacht bei Sempach, der auf österreichisch-habsburgischer Seite kämpfte, beendete die Geschichte der Familie in weltlich-männlicher Linie 1386. Die Herrschaft gelangte über die Kyburger schließlich 1399 an Bern, das die Herrschaft sogleich an Johannes von Büren, Burger der Stadt Bern, weiterverkaufte. Über einen Verkauf kamen 1450 Burg und Herrschaft an die Familie von Diesbach. Erst nach der Reformation gelangte Signau 1529 endgültig an Bern. Erster bernischer Landvogt in Signau war Niklaus von Hertenstein.

Die immer wieder angeführte genealogische Beziehung zwischen den Signau und den Attinghausen über die Familie von Schweinsberg ist nicht gesichert; verwandtschaftliche Beziehungen der Schweinsberg mit den Attinghausen haben wahrscheinlich bestanden. 
von Signau, Junker Heinrich I (I57642)
 
49555 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Simon_(Joinville) (Jun 2018)

Simon von Joinville († Mai 1233) war Herr von Joinville und Seneschall von Champagne. Er war ein jüngerer Sohn des Herren Gottfried IV. von Joinville und dessen Ehefrau Hélius von Dampierre.

Biographie
Simon folgte um 1204 seinem im heiligen Land gefallenen Bruder Gottfried V. als Herr von Joinville nach. Zwischen dem Juni 1209 und dem März 1210 ist Simon im Heer des Albigenserkreuzzuges engagiert und nahm an Kämpfen in der Region um die Burg Montségur teil.

In seiner Heimat war Simon seit 1216 in den Erbfolgekrieg um die Champagne verwickelt. Er hatte die Partei der Prätendentin Philippa (eine Tochter Graf Heinrichs II.) und deren Ehemann Érard de Brienne ergriffen, gegen seinen amtierenden Grafen Theobald IV. und dessen Mutter Blanka. Grund war das Amt eines Seneschalls der Grafen von Champagne, in dem Simon 1206 erstmals überliefert ist. Dieses Amt war in seiner Familie de facto erblich, Simon aber wollte diesen Zustand rechtsgültig machen was ihm aber von Gräfin Blanka verwehrt wurde. Er wurde dafür, wie alle Aufständischen, sowohl von Papst Honorius III. als auch dem Bischof von Châlons exkommuniziert. Nachdem auch der mächtigste Unterstützer der Aufständischen, Herzog Theobald I. von Lothringen, 1218 durch Kaiser Friedrich II. geschlagen wurde, musste sich auch Simon unterwerfen, die Exkommunikation gegen ihn wurde darauf im Juli 1218 aufgehoben. Dennoch erhielt er von Gräfin Blanka die Erblichkeit des Seneschallats zugesagt, worauf Simon seinen Lehnsherren in Zukunft treu bleiben sollte.

Noch im Juli 1218 hatte Simon das Kreuz genommen und nahm am Fünften Kreuzzug teil, von dem er im September 1220 in die Heimat zurückkehrte.[1] Dort schlichtete er 1221 als Seneschall einen Streit zwischen der Gräfin Blanka und dem Grafen von Rethel. Gemeinsam mit Graf Theobald IV. schloss er sich 1226 den rebellischen Baronen Frankreichs gegen die Regentschaft der Königin Blanka von Kastilien an, wechselte aber im Januar 1227 mit seinem Grafen auf ihre Seite über. Die Barone richteten daher ihren Kampf auf die Champagne, wo Simon 1229 Troyes gegen die Grafen von Bar und Boulogne erfolgreich verteidigte und anschließend das Barrois verwüstete, wofür er von dem Bischof von Toul (ein Verbündeter des Grafen von Bar) exkommuniziert wurde. Die Kämpfe endeten 1230 nach einer Intervention von Königin Blanka.

Im März 1233 wurde Simon von Graf Theobald IV. erneut die Erblichkeit des Seneschallats für das er lange gekämpft hatte verbrieft, wenige Tage danach verstarb er. 
von Joinville, Herr Simon (I11046)
 
49556 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Simon_de_Montagu,_1._Baron_Montagu

Simon de Montagu, 1. Baron Montagu (auch Simon de Montacute) (* unsicher: 1259; † 27. September 1316) war ein englischer Adliger und Militär.

Herkunft
Simon de Montagu entstammte der Familie Montagu, die sich auf den Normannen Drogo de Montagu, der während der normannischen Eroberung nach England gekommen war, zurückführte. Er war ein Sohn von William de Montagu und dessen Frau Berthe. Beim Tod seines Vaters 1270 war er noch minderjährig, doch wenig später muss er das Erbe seines Vaters, das vor allem Besitzungen in Somerset umfasste, angetreten haben.

Militär in den Kriegen gegen Wales, Frankreich und Schottland
Montagu nahm 1277 und 1282 an den Feldzügen zur Eroberung von Wales teil und gehörte dem Parlament an, das 1283 nach Shrewsbury berufen wurde. Während des Französisch-Englischen Kriegs ab 1294 wurde Montagu 1294 aufgefordert, an dem Feldzug in die Gascogne teilzunehmen. In der Gascogne diente er als Marschall in Blaye. 1296 gelang es ihm, mit einem Schiff die Blockade von Bourg durch französische Schiffe zu durchbrechen und die Stadt mit Lebensmitteln zu versorgen. 1302 kam Montagu mit John Hastings, 1. Baron Hastings, dem neuen Seneschall der Gascogne, erneut nach Südwestfrankreich, doch in den Jahren zuvor und danach diente er hauptsächlich als Militär während des Ersten Schottischen Unabhängigkeitskriegs. 1298 hatte er am Parlament in York teilgenommen, während dessen über das weitere Vorgehen im Kampf gegen Schottland diskutiert wurde. Ob er danach an der Schlacht von Falkirk teilnahm, ist nicht geklärt. Belegt ist dagegen seine Teilnahme an der Belagerung von Caerlaverock Castle 1300. Wie bereits zuvor in der Gascogne, hatte er vor allem aber im Seekrieg Bedeutung. 1300 stellte er zwei Langboote mit je 50 Mann Besatzung für den Seekrieg in der Irischen See.[1] Die Schiffe waren hinauf bis zu den Hebriden vor der schottischen Westküste im Einsatz. 1307 diente er selbst als Kapitän und wurde als Governor der englischen Flotte bezeichnet, 1310 führte er den Titel Admiral. Bis zu seinem Tod erhielt er Aufrufe des Königs, um am Krieg gegen Schottland teilzunehmen.

Trotz seiner langjährigen Dienste erhielt Montagu von Eduard I. nur geringe Belohnungen. Seit 1299 galt er als Baron Montagu. Ab 1299 war er zusammen mit Richard de Bosco Verwalter von Corfe Castle gewesen, doch nachdem er 1301 abgelöst worden war, wurde ihm vorgeworfen, dass während seiner Amtszeit die Wohngebäude beschädigt worden waren. Der Schaden soll 100 Mark betragen haben. 1302 verfügte der König, dass er diese Schuld in Jahresraten von £ 10 bezahlen dürfe. Eduard II. ernannte ihn 1309 zum Verwalter von Beaumaris Castle auf der nordwalisischen Insel Anglesey. 1311 wurde Montagu aus ungeklärter Ursache, womöglich wegen seines Anspruchs auf die Isle of Man, zeitweise in Windsor Castle inhaftiert. Zwei Jahre später wurde er für sein Vergehen begnadigt. 
de Montagu, Simon (I41479)
 
49557 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Simon_I._(Saarbrücken)

Simon I. von Saarbrücken († nach 1183) war 1135–1183 Graf von Saarbrücken.

Leben
Simon war ein Sohn des Grafen Friedrich von Saarbrücken und seiner Frau Gisela. Nach dem Tode seines Vaters folgte er als Graf von Saarbrücken, sein jüngerer Bruder Adalbert wurde 1138 Erzbischof von Mainz. Nach Simons Tod wurde sein Besitz aufgeteilt. Der älteste Sohn Simon erhielt die Grafschaft Saarbrücken, der jüngere Sohn Heinrich, begründete die Grafschaft Zweibrücken. 1168 zerstörte Friedrich Barbarossa Burg Saarbrücken und drei weitere Saarbrücker Burgen.

Familie
Simon war verheiratet mit Mechtild von Sponheim. 
von Saarbrücken, Graf Simon I. (I11643)
 
49558 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Simon_I._(Sponheim-Kreuznach)

Simon I. (* 1210/15; † 8. April 1264) war als drittjüngster Sohn und ein Erbe seines Vaters Gottfried III. erster regierender Graf der vorderen Grafschaft Sponheim.

Leben und Wirken
Simon I. heiratete 1244 Margarete von Heimbach (Hengebach) genannt Hoen zu Lövenich. 1246 belehnte der Speyrer Elekt Heinrich von Leiningen Margarete, Frau des Grafen von Sponheim, deren Tochter und künftige Erben mit einem Lehen zu Kreuznach.[1] Unter Simon I. und seinen beiden Brüdern Johann und Heinrich wurde die Grafschaft Sponheim in eine vordere und hintere Grafschaft Sponheim geteilt. Durch ihre Mutter Adelheid von Sayn († 1263) gelangte die Grafschaft Sayn 1247 als Erbe an die Familie von Sponheim. Heinrich heiratete die Erbtochter der Herrschaft Heinsberg. Ein weiterer Halbbruder Eberhard V. von Eberstein (durch eine zweite Ehe der Adelheid von Sayn mit Eberhard IV. von Eberstein) wurde bei der Teilung ebenfalls berücksichtigt. Das anfallende Erbe der Herrschaft Heinsberg und der Grafschaft Sayn wurde bei der Teilung der Grafschaft Sponheim berücksichtigt. Zum Ausgleich der anfallenden Teile wurden mehrfach Gebiete verschoben. Der genaue Zeitpunkt der Teilung ist nicht bekannt, muss aber zwischen 1223 und 1237 erfolgt sein. Simon I. erhielt 2/3 der Grafschaft Sponheim: die vordere Grafschaft. Sein älterer Bruder Johann erhielt 1/3 der Grafschaft: die hintere Grafschaft und große Teile der Grafschaft Sayn. Heinrich übernahm die Herrschaft Heinsberg und geringe Teile der Grafschaft Sayn. Der Halbbruder Eberhard sollte ursprünglich die Grafschaft Sayn übernehmen, durch seinen frühen Tod 1253 wurde dieser Plan nicht umgesetzt. Simon I. wurde in der Stiftskirche zu Pfaffen-Schwabenheim bestattet; sein Grabmal ist nicht erhalten.

Der Witwer Graf Emich IV. von Leiningen und die Witwe M[argarete] des † Grafen Simon von Sponheim-Kreuznach schlossen 1265 einen Ehevertrag mit folgender Vereinbarung: Emich will Margarete ehelichen; Emichs Kinder Adelheit und Emich sollen Simons Kinder Johann und Imene heiraten.[2] Dem Dreifach-Verlöbnis folgten in der Tat zwei Eheschließungen, denn Graf Emicho von Leiningen und seine Gemahlin Margareta Gräfin von Spanheim (contectualis ipsius comitissa de Spanheim) urkundeten 1268 für das Kloster Eußerthal.[3] Auch die Heirat des Sohnes Johann mit Adelheit von Leiningen ist belegt.[2] 
von Sponheim-Kreuznach, Simon I. (I41258)
 
49559 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Simon_I._von_Montfort

Simon I. (* vor 1038; † 25. September, wohl 1087) war der dritte Herr von Montfort. Er war der Sohn des Amalrich I. von Montfort und Bertrada von Gometz.

Er setzte die Arbeiten an der Burg Montfort-l’Amaury, die sein Vater und sein Großvater, begonnen hatten, fort und ist auch für den Bau der Kirche Saint-Pierre und der Kapelle Saint-Laurent im Ort verantwortlich.

Er heiratete in erster Ehe Isabelle de Broyes, Tochter von Hugues Bardoul, Herr von Broyes und Pithiviers.

In zweiter Ehe heiratete er Agnes von Évreux, Tochter von Richard, Graf von Évreux, aus dem Haus der Rolloniden.

Er starb am 25. September, wahrscheinlich im Jahr 1087, und wurde in Epernon begraben.


Weblinks
• Simon de Montfort bei fmg.ac (englisch) 
von Montfort, Simon I. (I9165)
 
49560 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Simon_II._(Sponheim-Kreuznach)

Simon II. von Sponheim (* um 1270; † 1336 in Kastellaun) war Graf der Vorderen Grafschaft Sponheim und entstammte dem Adelsgeschlecht der Sponheimer.

Leben und Wirken
Simon II. von Sponheim wurde um das Jahr 1270 geboren. Nach dem Tod seines Vaters Johann I. († 1290) übernahm er zusammen mit seinem Bruder Johann II. die Regierung in der Vorderen Grafschaft Sponheim. Im Jahre 1300 heiratete Simon II. Elisabeth von Valkenburg. Spätestens zu diesem Zeitpunkt teilten die Brüder die vordere Grafschaft auf. Teilungslinie bildete der Soonwald. Der nördliche Teil mit Kirchberg und Kastellaun fiel an Simon, der südliche Teil fiel an Johann. Als Residenzort wählte Simon Kastellaun, obwohl Kirchberg die einzige Stadt seines Anteils war. Aus diesem Grund baute er Burg und Ort Kastellaun aus und sorgte dafür, dass Kastellaun 1305 Stadtrechte und 1309 Marktrechte erhielt. In der Folgezeit erbaute er darüber hinaus eine Stadtmauer und eine neue Kirche, die heutige evangelische Kirche. Ein Bruder Simons, Emerich, versuchte zweimal vergeblich zum Erzbischof gewählt zu werden. Die Versuche scheiterten am Einfluss der Familie Luxemburg. Als Reaktion nahmen Simon und sein Sohn eine gegen den Erzbischof Balduin von Trier und dessen Geschlecht gerichtete Position ein. Daher unterstützten beide Friedrich von Habsburg, den Gegenkönig zu Ludwig den Bayern den Kandidaten der Luxemburger. Diese Gegnerschaft bildete die Grundlinie für das gesamte politische Handeln und führte zu zahlreichen Auseinandersetzungen. 1320 eroberte Balduin das sponheimische Sprendlingen, belagerte Kreuznach und Kastellaun. Ein Jahr später gab Simon vorerst auf und schloss einen Friedensvertrag mit dem Erzbischof. Im Jahre 1325 erbaute Balduin die Burg Balduinseck um die Stellung der Burg Kastellaun zu schwächen. Drei Jahre später unterstützte Simon den Kampf der Wildgrafen gegen Bischof Balduin um die Schmidtburg. Gegen 1336 starb Simon II. und wurde in der neuen Kirche in Kastellaun begraben. Dort ist das Doppelgrabmal von ihm und seiner Frau zu sehen. Das Erbe übernahm sein Sohn Walram. 
von Sponheim-Kreuznach, Simon II. (I41328)
 
49561 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Simon_II._de_Clermont

Simon II. de Clermont

Simon II. de Clermont (* 1216 bezeugt; † 1. Februar 1286) war ab 1236 Herr von Ailly und ab 1241 Herr von Nesle. Er war der Sohn von Raoul I. de Clermont, Herr von Ailly, und Gertrude de Nesle.

Simon II. war der Großneffe von Raoul le Roux, Graf von Clermont-en-Beauvaisis und Connétable von Frankreich. Er gehörte zum engeren Beraterkreis König Ludwigs IX. und war vor allem mit Justizangelegenheiten betraut. Dabei soll er sich auch für eine „öffentliche Gerichtsbarkeit“ ausgesprochen haben.[1] Als der König von 1270 bis 1271 den siebten Kreuzzug nach Tunis führte, übte Simon zusammen mit Matthäus von Vendôme mit dem Titel „Lieutenant“ (Statthalter) die Regentschaft in Frankreich aus. 1283 war er einer der Zeugen im Kanonisierungsprozess für den König. Er gilt als der Erbauer des Hôtel de Nesle.

Simon II. nahm 1253 an der Schlacht bei Westkapelle teil, dem militärischen Höhepunkts des flämischen Erbfolgekriegs.

Er heiratete vor Februar 1242 Adele von Montfort († 28. März 1279), Tochter des Grafen Amalrich VII. von Montfort.

Mehr unter dem Link oben.. 
von Clermont, Herr Simon II. (I13048)
 
49562 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Simon_III._von_Montfort (Jul 2023)

Simon III. von Montfort, genannt der Kahle, (franz: Simon le Chauve de Montfort; † 13. März 1181[1]) war ein Herr von Montfort, Rochefort und Épernon, sowie Graf von Évreux aus dem Haus Montfort-l’Amaury. Er war der zweite Sohn des Amalrich III. von Montfort († 1137) und der Agnes de Garlande, der Erbtochter des königlichen Seneschalls Anseau de Garlande.

Beim Tod seines älteren Bruders, Amalrich IV., 1140 erbte Simon neben den Stammburgen seiner Familie, Montfort und Épernon, auch die normannische Grafschaft Évreux. Von der Mutter erbte er 1143 zusätzlich die Burg Rochefort, womit er insgesamt der mächtigste Herr der Landschaft Yvelines war. Für seinen dortigen Besitz war er ein direkter Vasall der französischen Krone, während er als Graf von Évreux ein Vasall des Herzogs der Normandie war.

Während des Konflikts zwischen Herzog Heinrich Plantagenet (Heinrich II. von England) und König Ludwig VII. stellte sich Simon 1159 auf die Seite des Herzogs gegen den König. Mit seinen starken Burgen schnitt er dabei die Verbindungswege des Königs von Paris nach Orléans und Étampes ab. Mit seiner Parteinahme für Plantagenet begründete Simon die Hinwendung der Familie Montfort zur anglo-normannischen Nobilität, alle seine Kinder heirateten in englische Adelsfamilien ein. Im Jahr 1173 schloss er sich dem jungen Heinrich bei dessen Rebellion gegen den Vater an und unterstützte 1174 König Ludwig VII. bei der Belagerung von Verneuil.[2] Nach seinem Tod wurde er in der Abtei von Hautes-Bruyères bestattet, der traditionellen Grabstätte seines Hauses. 
von Montfort, Graf Simon III. der Kahle (I9160)
 
49563 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Simon_von_Dammartin (Feb 2022)

Simon von Dammartin († 1239) war ein Graf von Aumale und Ponthieu. Er war ein Sohn des Grafen Aubry II. von Dammartin, sein älterer Bruder war Graf Rainald I. von Dammartin.

Leben
Zusammen mit seinem Vater und Bruder stand Simon Ende des 12. Jahrhunderts auf der Seite der Haus Plantagenets gegen den französischen König Philipp II. August. Nach dem Tod Richards Löwenherz 1199 wechselte er mit seinem Bruder die Seite und unterstützte König Philipp im Kampf gegen Johann Ohneland. Als Lohn für seine Dienste erhielt er dafür die Belehnung mit der Grafschaft Aumale im Jahr 1206, die hatte seit 1196 Rainald gehört der nun aber die Grafschaften Mortain erhalten hatte. Zusätzlich konnte Simon im Jahr 1208 Marie († 1250), die einzige Tochter und Erbin des Grafen Wilhelm II. Talvas von Ponthieu und Nichte des Königs, heiraten und sich somit die Anwartschaft auf deren Erbe sichern.
In den folgenden Jahren aber distanzierten sich Simon wie auch sein Bruder von König Philipp, der die Macht des Lehnsadels zugunsten der königlichen Autorität eingeschränkt hatte. 1211 stellten sie sich in offener Rebellion gegen den König und sschlossen sich mit dem Grafen Ferrand von Flandern der englisch-welfischen Allianz gegen Frankreich an. Am 27. Juli 1214 kämpften sie glücklos in der Schlacht bei Bouvines, Rainald wurde gefangen genommen und Simon musste in das Exil nach England fliehen. Seine Besitzungen wurden von König Philipp eingezogen und an dessen Sohn Philipp Hurepel vergeben.
Nachdem im Jahr 1223 König Philipp August gestorben war versuchte Simon von England aus die Grafschaft Ponthieu zu erobern, auf das er seit dem Tod seines Schwiegervaters 1221 einen Anspruch erhob. Er konnte kurzzeitig Abbeville einnehmen, allerdings wurde er von der Bevölkerung der Stadt und einem Entsatzheer König Ludwigs VIII. wieder vertrieben. Wenig später unterwarf er sich dem König und erhielt mit seiner Frau deren Erbe ausgehändigt, allerdings stark verringert indem sie Saint-Riquier und Doullens an den Grafen von Alençon, der ein Verwandter Marias war, aushändigen mussten. 1234 erhielt Simon sogar Aumale nach dem Tod Philipp Hurepels zurückerstattet.
Simon wurde nach seinem Tod in der Zisterzienserabtei von Valloires bestattet. Seine Enkelin, Eleonore von Kastilien, war mit dem englischen König Eduard I. verheiratet. 
von Dammartin (von Ponthieu), Graf Simon (I8514)
 
49564 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Sisgau

Sisgau

Der Sisgau war eine Landgrafschaft im Gebiet der heutigen Nordwestschweiz, die vermutlich in karolingischer Zeit eingerichtet wurde und für die territoriale Beherrschung der nördlichen Juratäler bei Basel bis 1585 eine entscheidende Rolle spielte.

Der Sisgau erscheint in einer auf das Jahr 835 datierten Urkunde als pagus sisigaugensis. Wahrscheinlich hängt sein Name mit der Ortschaft Sissach zusammen.

Der Sisgau war wohl wie der Frickgau und der Buchsgau ein Teil des Augstgaus. Begrenzt wurde er im Norden vom Rhein, im Osten vom Möhlinbach und der Ergolz, im Süden von den Jurahöhen und der Lützel und im Westen von der Birs. Diese ursprüngliche Ausdehnung erfuhr besonders im Osten eine Änderung, indem die Grenze vom Möhlin- zum Violenbach verschoben wurde, was mit der Ausdehnung der habsburgischen Herrschaft Rheinfelden (die aus dem Frickgau hervorgegangen war) zusammenhing.

1041 erhielt das Fürstbistum Basel den Sisgau vom römisch-deutschen König Heinrich III. zu eigen. Die Landgrafschaft ging dann als bischöfliches Lehen über Erbgang und Heirat durch die Hände der wichtigen regionalen Adelshäuser, 1048 war Rudolf von Rheinfelden Graf im Sisgau darauf folgten die von Homberg, Habsburg, Frohburg, Thierstein und Falkenstein. Dabei existierten unterhalb der hochgerichtlichen Ebene der Landgrafschaft zahlreiche grössere und kleinere Herrschaften. 1461 erwarb die Stadt Basel die Landgrafschaft von den Freiherren von Falkenstein, die sie 1418 von den Thiersteinern geerbt hatte. Allerdings machte die Nebenlinie Thierstein-Pfeffingen bis 1510 eigene Ansprüche geltend.

Über die mit der Landgrafschaft verbundenen Rechte kam es 1531 beinahe zu einer militärischen Konfrontation zwischen Solothurn und Basel, das das Hochgericht über die Solothurner Gemeinden im Sisgau beanspruchte. Den unblutigen «Galgenkrieg» entschied ein eidgenössisches Schiedsgericht. Die Grenze der Landgrafschaft wurde auf eine Linie verlegt, die heute noch die Kantone Solothurn und Baselland trennt.

Eine letzte wichtige Rolle spielte die Landgrafschaft während der Gegenreformation, als Fürstbischof Jakob Christoph Blarer von Wartensee in den 1580er Jahren die Wiederlösung des Lehens und alter grundherrschaftlicher Pachten von Basel forderte. Basel lief Gefahr, unter die Hoheit des Fürstbistums zu geraten, seine Selbständigkeit zu verlieren und rekatholisiert zu werden. Es konnte infolge seiner lutherischen Ausrichtung auch nicht auf die Hilfe der reformierten Kantone hoffen und willigte in einen weiteren eidgenössischen Schiedsspruch ein. Dieser «Badener Vertrag» von 1585 bestimmte, dass Basel mit einer Zahlung von 200'000 Gulden in den endgültigen Besitz aller Pachten und der Landgrafschaft gelangte. Um die Kosten dieser hohen Zahlung wieder wettzumachen, wurde das Weinumgeld auf der Landschaft erhöht. Der Unmut darüber führte zum unblutigen Rappenkrieg von 1591 bis 1594.

 
im Sisgau, Graf Rudolf (I12409)
 
49565 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Siward,_Earl_of_Northumbria (Jul 2023)

Siward oder Sigurd (altenglisch Sigeweard, altnordisch Sigurðr digri[1], † 1055) war ein bedeutender Earl im nördlichen England des 11. Jahrhunderts. Der altnordische Beiname Digri und seine lateinische Übersetzung grossus (der Dicke) werden ihm bereits von fast zeitgenössischen Texten zugewiesen.[2] Siward war wahrscheinlich skandinavischer Herkunft, möglicherweise ein Verwandter von Ulf Jarl, und trat während der Regierungszeit von Knut dem Großen (1016–1035) als regionaler Machthaber in England auf. Knut war ein skandinavischer Herrscher, der England in den 1010er Jahren eroberte, und Siward war einer der vielen Skandinavier, die nach dieser Eroberung nach England kamen. In der Folgezeit wurde Siward Unterherrscher im größten Teil Nordenglands. Spätestens ab 1033 hatte Siward die Kontrolle über das südliche Northumbria, also das heutige Yorkshire, und regierte als Earl im Auftrag Knuts.

Er festigte seine Position in Nordengland, indem er Ælfflæd, die Tochter von Ealdred, Earl of Bamburgh, heiratete. Nachdem er 1041 Ealdreds Nachfolger Eadwulf III. getötet hatte, erlangte Siward die Kontrolle über ganz Northumbria. Er setzte seine Macht zur Unterstützung der Nachfolger von Knut, der Könige Hardiknut und Eduard der Bekenner, ein und half ihnen mit Rat und lebenswichtiger militärischer Hilfe. Er gewann wahrscheinlich in den 1050er Jahren die Kontrolle über die mittelenglischen Grafschaften von Northampton und Huntingdon, und es gibt einige Belege, dass er seine Herrschaft Richtung Northumberland in Cumberland ausweitete. In den frühen 1050er Jahren wandte sich Earl Siward gegen den schottischen König Mac Bethad Mac Findlaich (Macbeth). Trotz des Todes seines Sohnes Osbjörn Bulax besiegte Siward Mac Bethad 1054 auf dem Feld. Mehr als ein halbes Jahrtausend später sicherte ihm sein Abenteuer in Schottland einen Platz in William Shakespeares Macbeth. Siward starb 1055 und hinterließ einen Sohn, Waltheof, der ihm schließlich in der Regierung Northumbrias folgte. Die St. Olave’s Church in York und das nahegelegene Heslington Hill (Siward’s Howe) werden mit ihm in Verbindung gebracht.

Quellen
Das Quellenmaterial zu Siwards Leben und Karriere ist knapp und es gibt nur eine kleine und möglicherweise nicht repräsentative Menge an Informationen. Keine zeitgenössische oder auch nur näherungsweise zeitgenössische Lebensbeschreibung ist erhalten, und Erzählungen aus seiner Zeit wie das Encomium Emmae Reginae und die Vita Ædwardi Regis erwähnen ihn kaum; Historiker sind daher auf einige Einträge in der Angelsächsischen Chronik und vergleichbaren irischen Quellen angewiesen. Spätere anglonormannische Geschichten können abhängig von ihrem Quellenmaterial zuverlässig oder unzuverlässig sein, nützlich sind die Chronik des Johannes von Worcester (kompiliert zwischen 1124 und 1140),[3], Wilhelm von Malmesbury (schrieb zwischen 1125 und 1142)[4], Heinrich von Huntingdon (schrieb zwischen etwa 1133 und 1154),[5] und Ordericus Vitalis (schrieb zwischen etwa 1114 and 1141).[6] Andere Quellen[7] beinhalten das Material, das Symeon von Durham zugerechnet wird (kompiliert und verfasst zwischen dem späten 11. und der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts).[8] Legendenhaftes Material, wie das aus Hagiographien oder späteren mittelalterlichen Quellen wie John Fordun oder Andrew Wyntoun wird allgemein über sein beschränktes Potenzial hinaus, früheres Quellmaterial sauber zu bewahren, als nicht nützlich betrachtet.[9]

Hintergrund
Siwards Karriere in Nordengland umfasste die Regierungszeit von vier verschiedenen Monarchen. Sie begann während der Regierung von Knut dem Großen, überstand die von Harald I. und Hardiknut und endete in den frühen Jahre von Eduard dem Bekenner. Am wichtigsten war die Regierungszeit Knuts, in der so viele neue Politiker an die Macht kamen, dass einige Historiker sie mit der normannischen Eroberung fünf Jahrzehnte später vergleichen.[10] Diese "neuen Männer" waren Militärs, meist mit schwachen erblichen Verbindungen zum westsächsischen Königshaus, das Knut abgesetzt hatte.[10] Da Knut neben England mehrere Königreiche in Skandinavien regierte, wurde die Macht auf höchster Ebene an solche starken Männer delegiert.[11] In England fiel die Macht einer Handvoll neu beförderter "Ealdormen" oder "Earls" zu, die im Auftrag des Königs ein Shire oder eine Gruppe von Shires regierten.[12] Siward war, in den Worten der Historikerin Robin Fleming, "der dritte Mann in Knuts neuem Triumvirat der Grafen",[13] neben Godwin von Wessex und Leofwine von Mercia.[13]

Nordengland war im 11. Jahrhundert eine gegenüber dem Rest des Landes völlig unterschiedliche Region. Das ehemalige Königreich von Northumbria erstreckte sich von den Flussmündungen des Humber und Mersey nach Norden zum Firth of Forth, wo es das westliche Königreich Strathclyde und das Königreich Alba in Schottland berührte.[14] Northumbria war mit dem westsächsischen englischen Königreich nur in den 950er Jahren durch König Eadred vereinigt worden, die nachfolgende Kontrolle wurde durch die mindestens zwei Ealdormen, einem im nördlich und einem im südlich des Tees ausgeübt.[15] Ersteres ist mit der Festung Bamburgh verbunden, letzteres mit der großen römischen Stadt York.[16] Es war politisch eine zersplitterte Region. Der westliche Teil, von Lancashire bis Cumberland war vor allem von Gälen und Nordmännern bewohnt, im Rest Northumberlands herrschten regionale angelsächsische und anglo-skandinavische Magnaten – Thane, Haulds und High-reeves – relativ unabhängig von den Ealdormen.[17] Ein solches Beispiel war der Magnat Thurbrand, ein Hauld in Yorkshire, wahrscheinlich mit Hauptsitz in Holderness, dessen Familie häufig mit den herrschenden Grafen bei Bamburgh uneins war.[18]

Vorfahren
Historiker behaupten im Allgemeinen, dass Siward skandinavischen Ursprungs sei, eine Schlussfolgerung, die von der Vita Ædwardi Regis unterstützt wird, die besagt, dass Siward in der dänischen Sprache Digri genannt wurde (Danica lingua Digara).[19] Legendenhaftes Material, das in der Vita et passio Waldevi-Komitis (oder einfach Vita Waldevi) enthalten ist, die hagiografische Lebensbeschreibung von Siwards Sohn Waltheof sagt, dass Siward der Sohn eines skandinavischer Graf namens Björn sei und liefert eine Genealogie, die behauptet, dass er der Nachkomme eines Eisbären gewesen sei – ein Gemeinplatz germanischer Folklore.[20][21]

"Die Geschichten der Alten berichten uns, dass Ursus (ein gewisser Adliger, den der Herr im Gegensatz zu dem, was normalerweise bei der Zeugung von Menschen geschieht, aus einem weißen Bären als Vater und einer Adligen als Mutter zu schaffen erlaubte) Spratlingus zeugte, Spratlingus zeugte Ulfius und Ulfius zeugte Beorn, der den Beinamen Beresune trug, das heißt „Bärensohn“. Dieser Beorn war von Herkunft dänisch, ein angesehener Graf und berühmter Soldat. Als Zeichen, dass er aufgrund eines Teils seiner Abstammung einer anderen Spezies angehörte, hatte ihm die Natur die Ohren der Linie seines Vaters gegeben, nämlich die eines Bären. In allen anderen Merkmalen war er von der Erscheinung seiner Mutter. Und nach vielen männlichen Taten und militärischen Abenteuern zeugte er einen Sohn, einen bewährten Nachahmer der Stärke und des militärischen Könnens seines Vaters. Sein Name war Siward mit dem Beinamen "Diere", das heißt „der Dicke“.[22]
Der Historiker Timothy Bolton hat argumentiert, dass die Ähnlichkeiten zwischen diesen Genealogien ein Beweis für eine gemeinsame Familientradition zwischen den Nachkommen von Siward und Thorgil Sprakling sind. Bolton stellte die Hypothese auf, dass Siwards angeblicher Vater Björn wahrscheinlich eine historische Figur war, ein Bruder von Thorgil Sprakling. Siward wäre dann der Vetter von Ulf Jarl gewesen, dem Jarl von Dänemark, der Knuts Schwester Estrith heiratete und die Dynastie der dänischen Monarchen gründete, die schließlich die Nachfolge von Knut antrat.[23] Bolton argumentierte, dass die Familie Sprakling erst kurz zuvor in Skandinavien an Bedeutung gewonnen habe, und so sei Siwards Karriere in England ein weiterer Hinweis auf den Erfolg dieser Familie in der skandinavischen Politik.[24]

Die Vita Waldevi liefert weitere legendäre Details von Siwards Reise von Skandinavien nach England. Laut der Vita reiste Siward nach Orkney und tötete dort einen Drachen, bevor er nach Northumbria weiterzog. Dort begegnete er einem anderen Drachen, bevor er einen Odin ähnlichen alten Mann auf einem Hügel traf,[25] der ihm ein Rabenbanner gab und ihn anwies, nach London zu gehen und die Schirmherrschaft des Königs von England zu erhalten.[26]

Karriere unter Knut, Harald und Hardiknut
Das genaue Datum und der genaue Kontext von Siwards Ankunft in England sind unbekannt, obwohl die Vita Waldevi einen legendären Bericht bietet, in dem König Eduard der Bekenner und seine Frau Edith von Wessex, die Tochter Earl Godwins erwähnt werden, sowie ein nachgewiesener Magnat namens Tostig - aber nicht Tostig Godwinson, der während dieser Zeit aktiv war. Da Eduard der Bekenner erst 1042 König wurde, Siward aber bereits deutlich früher belegt ist, gilt diese Geschichte, wie andere in der Vita Waldevi auch, als Phantasieprodukt:[27]

„Nach einer kurzen Unterhaltung nahm der König (Eduard der Bekenner) ihn in seinen Dienst und versprach ihm die erste würdige Position, die in seinem Reich vakant werde. Danach verabschiedete sich Siward, und er und seine Männer machten sich auf den Weg zurück nach London. Auf der Brücke unweit des Klosters (Westminster Abbey) lernte er den gebürtigen Dänen Tosti, Earl of Huntingdon, kennen, den der König hasste, weil er Earl Godwins Tochter, die Schwester der Königin (Edith von Wessex), geheiratet hatte. Der Graf überquerte die Fußgängerbrücke so nahe bei Siward, dass er seinen Mantel mit seinen schmutzigen Füßen beschmutzte; denn damals war es Mode, einen Mantel ohne Kordel zu tragen, um ihn hochzuhalten. Dann schoss Blut zu seinem Herzen; dennoch hielt er sich davon ab, sich an Ort und Stelle zu rächen, denn die Schande wurde ihm von jemandem auferlegt, der auf dem Weg zum Königssaal war. Aber er blieb mit seinen Männern an derselben Brücke stehen, bis Tosti vom König zurückkam; dann zog er sein Schwert, schlug Tosti den Kopf ab und ging mit ihm unter seinem Mantel zurück in die Königshalle. Hier bat er gemäß seinem Versprechen, ihm die Grafschaft von Huntingdon zu geben. Aber da der Graf ihn gerade verlassen hatte, dachte der König, er scherze nur. Dann erzählte Siward seine Tat und warf als sicherer Beweis den Kopf vor die Füße des Königs. Der König hielt daraufhin sein Versprechen und proklamierte ihn sofort zum Grafen von Huntingdon;... Einige Tage später begannen die Nordmänner, das Reich anzugreifen. Der König war nun in einem Zustand der Unsicherheit und überlegte mit den großen Männern seines Reiches, welche Mittel angewandt sollte; und sie überschrieben einstimmig Northumberland, Cumberland und Westmoreland Earl Siward, und der König belehnte ihn mit dem Earldom über sie.“[28]

Dokumente aus den Jahren 1019, 1024, 1032, 1033 und 1035 erwähnen einen Si[ge]ward Minister oder den „Thegn Siward“, aber es ist unmöglich, einen dieser Namen sicher mit dem Mann zu identifizieren, der Earl of Northumbria wurde.[29] Der früheste sichere zeitgenössische Erwähnung Siwards ist eine Urkunde König Knuts an Ælfric Puttoc, Erzbischof von York, aus dem Jahr 1033[30] In dieser Urkunde kann Siward identifiziert werden, da er als "Dux" bezeichnet wird.[30]

Obwohl deutlich ist, dass Siward 1033 Earl war, könnte er die Position auch früher erreicht haben. Sein Vorgänger Eric av Hlathir erschien zuletzt in den historischen Quellen 1023, eine zehnjährige Lücke lassend, während der Siward seine Position eingenommen haben könnte.[31] Obwohl Wilhelm von Malmesbury behauptete, Erik sei nach Skandinavien zurückgedrängt worden, hielt die skandinavische Tradition fest, dass er in England starb.[32] Der Historiker William Kapelle glaubte, dass Erik in oder bald nach 1023 nicht mehr Graf war, und dass Carl, der Sohn von Thurbrand the Hold, zum Hauld oder High-Reeve (heahgerefa) für den König in Yorkshire ernannt wurde. Carl behielt diese Position, so wurde argumentiert, auch nachdem Siward einige Jahre später zum Grafen ernannt worden war. Von da an war er jedoch eher ein Stellvertreter des Grafen als des Königs.[33] Richard A. Fletcher blieb in dem Punkt skeptisch, obwohl er argumentierte, dass Erik bis 1028 gestorben sein muss.[34] Obwohl Timothy Bolton Kapelles Argument in Bezug auf Carl, zurückwies, glaubte er, dass Erik um 1023 starb und dass die Grafschaft ein Zeitlang vakant geblieben sein kann.[35] Bolton argumentierte, dass Knut die Grafschaft von Northumbria leer ließ und es scheint, dass er ihr bis die letzten Jahre seiner Regierung wenig Aufmerksamkeit geschenkt habe, so dass Ealdred II. von Bamburgh, ein anderer Sohn von Uhtred, im politischen Vakuum an die Macht kam.[36]

Als Knut 1035 starb, gab es mehrere rivalisierende Anwärter auf den Thron, darunter seinen Sohn Hardiknut, Harold Harefoot, sowie Alfred Ætheling und Edward, die exilierten Söhne von Æthelred the Unready. Der in Skandinavien isolierte Hardiknut konnte Harold Harefoot nicht davon abhalten, die Krone für sich zu erobern, der England ab 1035 regierte und 1040 in dem Moment starb, als Hardiknut eine Invasion vorbereitete.[37] Als er kurz nach Harolds Tod ankam, regierte Harthacnut nur zwei Jahre bis zu seinem eigenen Tod im Jahr 1042 in England. Dieser Tod führte zum friedlichen Übergang auf Edward.[38] Frank Barlow spekulierte über Siwards politische Haltung und vermutete, dass Siward während dieser Umwälzungen "eine Position wohlwollender oder vorsichtiger Neutralität einnahm.[39]

Siward wird im Jahre 1038 als Sywardus Comes (Graf Siward) als Zeuge einer Urkunde von König Hardiknut zur Abtei St Edmund erwähnt.[40] Er war Zeuge einer Bestätigung, die Hadiknut der Abtei Fécamp 1040 und 1042 zu einer früheren von Knut gewährten Bewilligung gab.[41] Im Jahr 1042 bezeugte er Zuwendungen Hardiknuts an die Abingdon Abbey und Bischof Ælfwine von Winchester.[42]

Siward war verheiratet mit Ælfflæd, Tochter von Ealdred II. von Bamburgh und Enkelin von Earl Uhtred von Northumbria.[43] Die Angelsächsische Chronik behauptet, dass 1041 Eadulf III. von Bernicia, Earl of Bamburgh, von König Hardiknut "verraten" wurde.[44] Der "Verrat" scheint von Siward begangen worden zu sein, denn wenn der Libellus de exordio und andere Quellen über dasselbe Ereignis schreiben, sagen sie, dass Siward Eadulf angriff und tötete.[45] So wurde Siward Graf von ganz Northumbria, vielleicht die erste Person seit Uhtred. Es ist möglich, dass Siward Ælfflæds Abstammung benutzte, um die Grafschaft Bamburgh für sich zu beanspruchen, obwohl unklar ist, ob die Heirat vor oder nach dem Tod von Eadulf durch Siward stattfand.[46] Kapelle hat darauf hingewiesen, dass kein Herrscher von Bamburgh nach Uhtred am englischen Königshof bezeugt ist, was seiner Auffassung nach "bedeuten muss", dass sie gegen die Monarchie "im Aufstand waren", und dass Siwards Angriff daher von einem Monarchen ermutigt worden sein könnte, der einen rebellischen oder illoyalen Vasallen vernichten wollte.[47] Siward verfolgte dabei vermutlich auch eigene Interessen. Der Tod Eadulfs beseitigte seinen Hauptkonkurrenten im Norden, und die Ehe verband ihn mit der Familie von Uhtred und mit dessen überlebenden Sohn Gospatric.[48]

Möglicherweise besteht auch ein Zusammenhang zwischen dem Mord an Eadulf und Ereignissen weiter südlich. Für das gleiche Jahr erzählt die Chronik des Johannes von Worcester, dass wegen eines Angriffs auf zwei von Hardiknuts Steuereintreibern dort Siward an einer Repressalie gegen die Stadt und das Kloster von Worcester teilnahm.[49] Hardiknut regierte noch ein Jahr und starb am 8. Juni 1042.[38] Im folgte der exilierte englische ætheling[50] Edward. Als ein ætheling, ein königlicher Prinz mit einem gegenwärtigen oder wahrscheinlichen zukünftigen Anspruch auf den Thron, scheint Edward 1041 von Hardiknut eingeladen worden zu sein, um den bevorstehenden Thronwechsel zu glätten.[51] Edward wurde Ostern 1043, also am 3. April, zum König gekrönt.[52]

England unter Eduard dem Bekenner
Die Beziehungen zwischen Siward und König Edward scheinen gut gewesen zu sein. Weder Siward noch irgendwelche Verbündete von Siward wurden in späteren Jahren von Edward bestraft.[53] Tatsächlich scheint Siward einer von Edwards mächtigsten Unterstützern gewesen zu sein. Am 16. November 1043 zog Siward, zusammen mit den Earls Godwin von Wessex und Leofric von Mercia, sowie König Edward gegen dessen Mutter Emma von der Normandie, und halfen dem König die Königin ihrer riesigen Schatzkammer zu berauben.[54] Edward beschuldigte dann Emma des Hochverrats und setzte Stigand, Bischof von Elmham, ab, "weil er den Beratern seiner Mutter am nächsten stand".[55]

Der normannische Propagandist und Historiker, Wilhelm von Poitiers, behauptete, dass Siward zu denen gehörte, die einen Eid geschworen hatten, um die angebliche Erklärung von Edward aufrechtzuerhalten, dass Wilhelm, Herzog der Normandie, sein Erbe sei.[56] Andere, die diesen Eid abgelegt haben sollen, waren die Earls Godwin von Wessex und Leofric of Mercia, sowie Stigand, der 1044 begnadigt und 1047 zum Bischof von Winchester erhoben worden war.[57] Falls dies geschah, war es wahrscheinlich während oder kurz vor dem Frühling 1051, als Robert von Jumièges, Erzbischof von Canterbury, für sein Pallium nach Rom reiste.[58]

1051 mobilisierte Siward zusammen mit den Earls Leofric und Ralph the Timid Kräfte zur Verteidigung des Königs gegen einen Aufstand von Earl Godwin und dessen Söhnen.[59] Die Angelsächsische Chronik berichtet, dass Siward zwar Verstärkung anfordern musste, König Edward jedoch Erfolg hatte und Earl Godwin vorübergehend ins Exil geschickt wurde.[60] Earl Godwin blieb auch im Exil eine Bedrohung, und die fortgesetzte "kriegerische Unterstützung" von Siward und Leofric war daher für die Sicherheit von König Edward von entscheidender Bedeutung.[61] Es war jedoch anscheinend die Zurückhaltung dieser beiden Grafen, Earl Godwin zu bekämpfen, die zur Wiedereinsetzung Godwins in England im Jahr 1052 beitrug.[62]

Es gibt Hinweise darauf, dass Siward seine Macht nach Süden ausdehnte und das Shire von Northampton in den 1040er Jahren und das Shire von Huntingdon in den 1050er Jahren unter seine Kontrolle brachte.[63] Der Beweis stammt aus königlichen Writs, die an Siward als Graf in diesen Grafschaften gerichtet sind.[64] Siwards Vorgänger als Grafen in diesen Gebieten waren andere Skandinavier, Thuri und Björn, der Sohn von Ulf Jarl; ersterer wurde als "Earl of the Midlanders" ("Comes Mediterraneorum") bezeichnet, was zeigt, dass diese Grafschaft das frühere Gemeinwesen der Mittelangeln von Mercia darstellte.[65] Es war dieses Gebiet und nicht Northumbria, dem Siwards Nachkommen am meisten verbunden waren.[66]

Ebenso wurde argumentiert, dass Siward Cumberland, dass nach einigen Historiker an Strathclyde verloren gegangen war, zurück unter der nordumbrischen Herrschaft gebracht hat.[67] Der Beweis stammt aus einem Dokument, dass Historiker als "Gospatric's Writ" kennen.[68], eine schriftliche Anweisung, die entweder von Gospatric, zukünftigen Earl of Northumbria,[69] oder Gospatric, Sohn von Earl Uhtred[70] erteilt wurde und an alle Kindreds von Gospatric und an die Würdenträger gerichtet war, die in "allen Ländern, die Cumbrian waren" (on eallun þam landann þeo Cōmbres) wohnten; sie befahl, dass ein Thorfinn mac Thore in allen Dingen frei sein soll (þ Thorfynn mac Thore beo swa freo in eallan ðynges), und dass niemand den Frieden brechen solle, der von Gospatric und Earl Siward gegeben wurde.[71] Historiker wie Charles Phythian-Adams glaubten, dass eine solche Ausdrucksweise darauf hindeutete, dass Siward die Region von seinen früheren Herrschern eroberte,[72] während andere, wie William Kapelle, glaubten, dass die Region – wer immer sie verloren hatte – vor Siwards Zeit zurück unter englische Oberheit kam.[73]

Ein wenig kann über die Beziehungen von Siward zur nordumbrischen Kirche gesagt werden, besonders bezüglich seiner Beziehungen zum Bischof von Durham. Infolge von Siwards Ehe mit Ælfflæd kam Siward in den Besitz einer Gruppe von Gütern in Teesside, die von Bischöfen von Durham beansprucht wurden.[74] Der Erwerb dieser Güter könnte Widerstand vom Bischof von Durham erzeugt haben, aber der Amtsinhaber Æthelric war durch den Klerus von Durham 1045 oder 1046 vertrieben worden und konnte, gemäß dem Libellus de Exordio, nur zurückkehren, indem er Siward bestach.[75] Nach Angaben des Libellus waren die Geistlichen "erschrocken und überwältigt von der furchtbaren Macht des Grafen" und "gezwungen, sich mit dem Bischof zu versöhnen und ihn auf seinem Bischofssitz zu lassen".[76] Trotzdem entging Siward in den Schriften späterer Durham-Mönche der Kritik, was darauf hindeutet, dass die Beziehungen zwischen Siward und Durham im Allgemeinen wahrscheinlich gut waren.[77]

Siward ist Zeuge zahlreicher Urkunden während Edwards Regierungszeit, wenn auch nicht so vieler wie die Godwinsons; Siward ist üblicherweise dritter in der Liste der Grafen, hinter Godwin und Leofric, aber vor Godwins Söhnen und den anderen Earls.[78] Er bezeugte von mindestens sieben, möglicherweise neun noch bestehenden Urkunden im Jahr 1044, sechs oder sieben im Jahr 1045, zwei im Jahr 1046, einer im Jahr 1048 und einer im Jahr 1049.[79] Ein Dux ("earl") namens Sihroþ and Sihroð bezeugte 1050 zwei Urkunden, bei dem es sich um Siward handeln könnte.[80] Es gibt einen weiteren Belege aus dem Jahr 1050, und sein Name erscheint in zwei zweifelhaften Zeugenlisten, die Urkunden aus den Jahren 1052 und 1054 beigefügt sind.[81] Möglicherweise ist Siwards letzter historischer Auftritt in englischen juristischen Dokumenten in der Vereinbarung enthalten – wahrscheinlich in Lincoln (Lincolnshire) – zwischen Wulfwig, Bischof von Dorchester, und Earl Leofric, Datierung zwischen 1053 und 1055.[82]

Feldzug gegen die Schotten
"Um diese Zeit schickte Siward, der mächtige Graf von Northumbria, fast ein Riese von Größe, geistig und körperlich sehr stark, seinen Sohn, um Schottland zu erobern. Als sie zurückkamen und seinem Vater berichteten, dass er im Kampf getötet worden war, fragte er: "Hat er seine tödliche Wunde an der Vorder- oder Rückseite seines Körpers bekommen?" Die Boten sagten: „Auf der Vorderseite“. Dann sagte er: 'Das freut mich sehr, denn ich halte keinen anderen Tod für würdig für mich oder meinen Sohn.' Dann machte sich Siward auf den Weg nach Schottland und besiegte den König in der Schlacht, zerstörte das ganze Reich und unterwarf es sich selbst, nachdem er es zerstört hatte."[83][20]

Siward ist vielleicht am bekanntesten für seine Expedition 1054 gegen Mac Bethad (Macbeth), König von Schottland, eine Expedition, die Siward seinen ältesten Sohn Osbjörn Bulax kostete. Der Ursprung von Siwards Konflikt mit den Schotten ist unklar. Gemäß „Libellus de Exordio“, 1039 oder 1040, griff der schottische König Donnchad mac Crínáin das nördliche Northumbria an und belagerte Durham.[84] Innerhalb eines Jahres hatte Mac Bethad Donnchad abgesetzt und getötet.[85] Die gescheiterte Belagerung ereignete sich ein Jahr, bevor Siward Earl Eadulf von Bamburgh angriff und tötete, und obwohl keine Verbindung zwischen den beiden Ereignissen deutlich wird, ist es wahrscheinlich, dass sie miteinander im Zusammenhang stehen.[86]

Die „Annalen von Lindisfarne und Durham“, geschrieben im frühen 12. Jahrhundert, berichten unter dem Jahr 1046, dass "Graf Siward mit einer großen Armee nach Schottland kam, und König Mac Bethad vertrieb, und einen anderen ernannte; aber nach seiner Abreise erlangte Mac Bethad sein Königreich zurück."[87] Der Historiker William Kapelle dachte, dass dies ein echtes Ereignis der 1040er Jahre war, verbunden mit einem Eintrag in den „Annalen von Tigernach“ für 1045, der einen "Kampf zwischen Schotten" meldete, der zum Tod von Crínán von Dunkeld führte, dem Vater Donnchads. Kapelle glaubte, dass Siward versucht hatte, Crínáns Sohn und Donnchads Bruder Maldred auf den schottischen Thron zu setzen.[88] Ein anderer Historiker, Alex Woolf, argumentierte, dass der Eintrag in den „Annalen von Lindisfarne und Durham“ sich wahrscheinlich auf die Invasion von Siward im Jahr 1054 bezog, aber falsch auf 1046 datiert wurde.[89]

Während der Invasion von 1054 wurde irgendwo in Schottland nördlich des Firth of Forth eine Schlacht ausgetragen, die als "Schlacht der Siebenschläfer" oder "Schlacht von Dunsinane" bekannt ist.[90] Die Überlieferung, dass die Schlacht tatsächlich in Dunsinane Hill stattfand, hat seinen Ursprung in der späteren mittelalterlichen Legende. Die früheste Erwähnung von Dunsinane als Ort der Schlacht findet sich im frühen 15. Jahrhundert bei Andrew Wyntoun.[91] Die erste zeitgenössische Erwähnung der Schlacht findet sich in der Angelsächsischen Chronik:

Her ferde Siward eolr mid miclum here on Scotland, ægðer ge mid scyphere 7 mid landfyrde, 7 feaht wið Scottas, 7 aflymde þone kyng Macbeoðen, 7 ofsloh eall þæt þær betst wæs on þam lande, 7 lædde þonan micele herehuðe swilce nan man ær ne begeat,
ac his sunu Osbarn, 7 his sweostor suna Sihward, 7 of his huscarlum 7 eac þæs cynges wurdon þær ofslægene on þone dæg Septem Dormientium.
„Zu dieser Zeit ging Graf Siward mit einer großen Armee nach Schottland, sowohl mit Flotte als auch mit Landstreitkräften; und kämpfte gegen die Schotten und schlug den König Mac Bethad in die Flucht und töteten alle Besten im Land und brachten von dort viel Kriegsbeute, wie es noch kein Mensch zuvor erlangt hatte;“

„Und am Siebenschläfertag (27. Juli) wurden sein Sohn Osbjörn und der Sohn seiner Schwester Siward und einige seiner Huscarl (Leibwache) und auch des Königs getötet.“[92]

Johannes von Worcester, der eine verwandte Version der angelsächsischen Chronik benutzte, fügt hinzu, dass Normannen mit Namen Osbern Pentecost und Hugh, die sich Mac Bethad früher angeschlossen hatte, nachdem er aus England geflohen war, in der Schlacht getötet wurden.[93]

Die Schlacht wird auch in irischen Chroniken erwähnt, kurz in den Annalen von Tigernach, ausführlicher in den Annalen von Ulster:

Cath eter firu Alban & Saxanu i torchradur tri mile do Feraib Alban & mile co leth do Shaxanaib im Dolfinn m. Finntuir.
„Eine Schlacht [wurde geschlagen] zwischen den Männern von Schottland und den Engländern; und in ihr fielen 3000 Männer von Schottland und 1500 Engländer, darunter Dolfin, Finnturs Sohn.“[94]

Dolfin ist nicht identifiziert, kann aber ein Verwandter von Mac Bethads Feind Crínán von Dunkeld gewesen sein, auf der Grundlage, dass einige von Crínáns Nachkommen diesen Namen getragen haben könnten.[95]

Der Zweck von Siwards Invasion ist unklar, aber er kann mit der Identität des "Máel Coluim" (Malcolm) zusammenhängen, der in den Quellen erwähnt wird. Die Johannes von Worcester zugeschriebene Chronik des frühen 12. Jahrhunderts meldet, wahrscheinlich unter Verwendung einer früheren Quelle, dass Siward Mac Bethad besiegte und "Máel Coluim, Sohn des Königs der Cumbrier", zu einem König machte ( Malcolmum, regis Cumbrorum filium, ut rex jusserat, regem constituit).[96] Die Identität Máel Coluims und die Gründe für Siwards Hilfe sind umstritten. Die traditionelle historische Interpretation war, dass "Máel Coluim" identisch ist mit Máel Coluim mac Donnchada, heute als Malcolm III. oder Malcolm Canmore bekannt, und dass Siward versuchte, Mac Bethad zu dessen Gunsten zu verdrängen.[97]

Diese traditionelle historische Interpretation leitet sich aus der Chronik ab, die dem schottischen Chronisten John Fordun aus dem 14. Jahrhundert sowie früheren Quellen wie Wilhelm von Malmesbury zugeschrieben wird.[98] Letzterer berichtet, dass Mac Bethad in der Schlacht von Siward getötet wurde, aber es ist bekannt, dass Mac Bethad Siward um zwei Jahre überlebte.[99] Archie Duncan argumentierte im Jahr 2002, dass spätere Autoren unter Verwendung des Eintrags in der "Angelsächsische Chronik" Máel Coluims "Sohn des Königs der Cumbrianer" mit dem späteren schottischen König gleichen Namens ohne Absicht falsch identifizierten.[100] Duncans Argument wird von mehreren späteren Historikern unterstützt, die sich auf die Epoche spezialisiert hatten, wie Richard Oram, Dauvit Broun und Alex Woolf.[101] Es wurde auch vermutet, dass Máel Coluim ein Sohn des britischen Königs von Strathclyde, Owain Foel, sei,[102] vielleicht von einer Tochter von Máel Coluim II., König von Schottland.[103]

Duncan ist der Ansicht, dass die Schlacht der Siebenschläfer nicht unmittelbar zu einem Machtwechsel im Königreich Schottland geführt hat.[104] Es wurde vermutet, dass die Hauptfolge von Siwards Expedition nicht der Sturz von Mac Bethad war, sondern die Übergabe von britischem Territorium – vielleicht zuvor unter schottischer Oberhoheit – an die nordumbrische Oberherrschaft. Alex Woolf hat postuliert, dass Máel Coluim in einem solchen Kontext ein unzufriedener Cumbrianischer Prinz gewesen sein könnte, der gezwungen war, sich "unter englischen Schutz zu stellen".[105] Belege für die nordumbrische Kontrolle von Strathclyde in dieser Periode sind nordumbrisches Mauerwerk aus dem 11. Jahrhundert, das an der Stelle der Kathedrale von Glasgow gefunden wurde, sowie Behauptungen des Erzbistums York aus dem frühen 12. Jahrhundert, dass Erzbischof Cynesige (1051–1060) zwei Bischöfe von Glasgow geweiht habe.[106]

Tod und Vermächtnis
„Siward, der unerschütterliche Graf, der von Ruhr heimgesucht wurde, fühlte, dass der Tod nahe war, und sagte: ‚Wie beschämend ist es, dass ich, der nicht in so vielen Schlachten sterben konnte, für den schändlichen Tod [nach Art] einer Kuh gerettet worden sein sollte! Kleide mich wenigstens in meinen undurchdringlichen Brustpanzer, gürte mich mit meinem Schwert, setze meinen Helm auf meinen Kopf, meinen Schild in meine linke Hand, meine vergoldete Streitaxt in meine rechte, damit ich, der tapferste Soldat, wie ein Soldat sterbe.‘ Er sprach und bewaffnet, wie er es verlangt hatte, gab er seinen Geist mit Ehre auf.“ (Eine Beschreibung von Siwards Tod nach der Historia Anglorum des Heinrich von Huntingdon)[107]

Heinrich von Huntingdon, der Geschichtsschreiber des 12. Jahrhunderts, berichtet in seiner Historia Anglorum, dass, als Siward von Ruhr befallen wurde, fürchtete, „wie eine Kuh“ zu sterben, und da er lieber wie ein Soldat sterben wollte, zog er sich eine Rüstung an und nahm eine Axt und einen Schild zur Hand. Auf diese Weise geadelt, starb Siward.[107] Diese Anekdote ist von zweifelhafter Historizität, und es wird angenommen, dass sie von der Warl Siward gewidmeten Saga abgeleitet ist, die jetzt verloren ist.[108] Die Vita Ædwardi Regis erklärt, dass Siward in York starb und im "Kloster von St. Olaf" in Galmanho begraben wurde, eine Behauptung, die durch die Angelsächsische Chronik, Johannes von Worcesters das Historia Regum bestätigt wird.[109]

Material aus zwei erhaltenen Quellen wird von manchen als Zeugnis für die Existenz einer verlorenen Saga oder einer anderen literarischen Tradition über Siwards Leben angesehen. Die erste Quelle ist die Vita et Passio Waldevi, eine hagiographische Geschichte eine hagiographische Geschichte von Siwards kultisch inspiriertem Sohn Waltheof. Dieser Text enthält einen Bericht über Waltheofs Herkunft väterlicherseits und erzählt dabei von bestimmten Abenteuern seines Vaters Siward. Das zweite bedeutende Zeugnis dieser Tradition ist Heinrich von Huntingdons "Historia Anglorum", die Auszüge aus sagaähnlichem Material enthält, das sich auf Siwards Invasion in Schottland (1054) und seinen Tod (1055) bezieht.[110] Der Anglo-Saxonist Frank Merry Stenton erklärte, dass Siward "kein Staatsmann, aber ein dänischer Krieger des primitiven Typs" war.[111] Schriftsteller aus dem halben Jahrhundert nach seinem Tod erinnerten sich an Siward als starken Herrscher, der Frieden brachte und Räuber unterdrückte.[112]

Siward starb mehr als ein Jahrzehnt vor Eduard dem Bekenner, dennoch verzeichnet das Domesday Book vier Landgüter, drei in Yorkshire und eines in Derbyshire, die Earl Siward 1066 direkt gehörten und später im Besitz von Hugh d’Avranches, 1. Earl of Chester waren.[113] Der Wert dieser Güter wird mit £ 212 angegeben, während sein Sohn Waltheof Land im Wert von £ 136 in neun Counties besaß.[114] Die Domesday-Aufzeichnungen geben aber ein unvollständiges Bild von Siwards Besitz. Insgesamt verzeichnen sie ein Vermögen für Siward und seinen Sohn im Wert von £ 348, das sich schlecht mit dem Wert von £ 2493 verträgt, das die Familie der Earls of Mercia besaß.[115] Von letzteren besaß Morcar von Mercia, Earl of Northumbria am Tag des Todes von König Edward, Land im Wert von £ 968, während Tostig, zu dieser Zeit exilierter Graf, Land im Wert von £ 491 hatte; beide sind möglicherweise in den Besitz von Siwards Land gelangt, als sie Earls of Northumbria wurden.[116] Zudem wurden die Grafschaften, die Durham, Northumberland, Cumberland und Westmorland werden würden, größtenteils von der Erhebung ausgeschlossen, während Ländereien in Yorkshire nicht nur sehr schlecht dokumentiert, sondern während des Harrying of the North schwer verwüstet und dadurch abgewertet worden waren.[117]

Siward soll in Galmanho, York, eine Kirche gebaut haben, die dem heiligen Olaf gewidmet ist.[109] Die Aufzeichnung seiner Beerdigung in dieser Kirche ist die einzige Meldung über eine nichtkönigliche Laienbestattung in einer Kirche im vornormannischen England.[118] Siward's Howe, heute, Heslington Hill bei York, wurde höchstwahrscheinlich nach Earl Siward benannt, obwohl Siward dort wahrscheinlich eher Gerichtstage abhielt, als dass es seine Begräbnisstätte war.[119]

Von einem Sohn Siwards ist bekannt, dass er ihn überlebt hat, Waltheof, dessen Mutter Ælfflæd war. Waltheof wurde später ein Earl in den East Midlands, bevor er Earl of Northumbria wurde.[120] Als Waltheof sich jedoch gegen Wilhelm den Eroberer auflehnte, führte dies zu seiner Hinrichtung und seiner anschließenden Verehrung als Heiliger in der Croyland Abbey.[121] Waltheofs Tochter heiratete David I. von Schottland, wodurch Siward Vorfahre der späteren schottischen und britischen Monarchen wurde.[120]

Es ist bekannt, das Siward außer mit Ælfflæd mit einer Frau namens Godgifu verheiratet war, die vor Siward starb. Die Ehe ist von einer Schenkung bekannt, bei der sie der Peterborough Abbey Land um Stamford, Lincolnshire übertrug.[43] Obwohl keine überlebenden Kinder bezeugt sind und keine Quelle den Namen von Osbjörns Mutter angibt, hat diese Ehe dennoch die Möglichkeit eröffnet, dass Waltheof und Osbjorn von verschiedenen Müttern geboren wurden, und William Kapelle schlug vor, dass Siward ursprünglich beabsichtigte, Osbjörns das südliche Territorium zu vererben, während Waltheof jene Gebiete im Norden bekommen sollte, die mit der Familie seiner Mutter Ælfflæd verbunden waren. 
von Northumbria, Siward (I7383)
 
49566 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Sixtus_IV. (Aug 2023)

Sixtus IV. (Francesco della Rovere; * 21. Juli 1414 in Celle bei Savona, Ligurien; † 12. August 1484 in Rom) war vom 9. August 1471 bis zum 12. August 1484 der 212.[1] römisch-katholische Papst.

Leben
Herkunft, Jugend und Laufbahn
Rovere ist die Traubeneiche, das Wappen des Papstes und auch seines Neffen Julius II. zeigt eine solche Eiche mit zwölf goldenen Eicheln. Er wurde von seiner Mutter bereits im Alter von sieben Jahren in geistliche Obhut gegeben, und als er das notwendige Alter erreicht hatte, trat er dem Franziskanerorden bei. In der Folgezeit studierte er Philosophie und Theologie in Bologna, Chieri, Padua und Savona.

Am 14. April 1444 erreichte er den Doktorgrad in Theologie an der Universität Padua. Nun betätigte sich Francesco della Rovere in der Lehre, er hielt Vorlesungen in Bologna, Florenz, Padua, Pavia, Perugia und Siena. Hierdurch weckte er unter anderem die Aufmerksamkeit von Kardinal Bessarion. Bei seinen Zeitgenossen war Francesco della Rovere wegen seiner Lehrtätigkeit und als hervorragender Prediger geschätzt.

Francesco della Rovere wurde am 19. Mai 1464 auf Grund seiner Leistungen zum Generalminister des Franziskanerordens gewählt. Am 18. September 1467 erhob ihn Papst Paul II. zum Kardinalpriester mit der Titelkirche San Pietro in Vincoli und berief ihn an die Kurie nach Rom. Von vielen Historikern wird vermutet, dass Kardinal Bessarion den Papst zu dieser Kardinalserhebung veranlasste.

Am 19. Mai 1469 trat er von seinen Leitungsfunktionen bei den Franziskanern zurück, um sich den Aufgaben innerhalb der Kurie widmen zu können. In dieser Zeit verfasste er viele theologische Abhandlungen, so auch die beiden Traktate De potentia Dei und De sanguine Christi.

Pontifikat
Am 9. August 1471 wurde er nach dreitägigem Konklave überraschend zum neuen Papst gewählt. Das Kardinalskollegium hatte ihm vor seiner Ernennung jedoch verschiedene Wahlkapitulationen abgefordert. Die Namenswahl bezieht sich auf den altrömischen Märtyrer Sixtus II., an dessen Festtag das Konklave begann. Hatte man von dem Ordensgeneral zunächst eine Neubesinnung auf pastorale Leitwerte erwartet, so zeigte sich während seines Pontifikats sehr bald, dass Papst Sixtus IV. ein ausschweifender Nepotist war.

Bereits am 16. Dezember 1471 ernannte Papst Sixtus IV., entgegen den Vereinbarungen der Wahlkapitulationen, zwei seiner Neffen, Pietro Riario und Giuliano della Rovere, den späteren Papst Julius II., zu Kardinälen und einen weiteren, Girolamo Riario, zum Generalkapitän der Kirche. Auch weitere weltliche Ämter im Kirchenstaat wurden mit Verwandten besetzt. Im Jahr 1477 folgte als Kardinal noch der Sohn einer Schwester Girolamos, Raffaele Sansoni-Riario. In seinem dreizehnjährigen Pontifikat ernannte er 34 Kardinäle, darunter neben den Genannten noch die weiteren Verwandten Girolamo Basso della Rovere, Cristoforo della Rovere und Domenico della Rovere. Die übrigen Kardinalsernennungen betrafen Repräsentanten der Höfe von Frankreich, Kastilien, Portugal, Neapel und Mailand, ebenso wie Vertreter des römischen, genuesischen und venezianischen Adels. Das Heilige Kollegium hatte zum Zeitpunkt seiner Papstwahl insgesamt 25 Kardinäle umfasst.

1473 wollte der Papst aus Anlass der Vermählung Girolamo Riarios mit Caterina Sforza das kirchliche Lehen Imola einziehen und an Riario weitergeben; als Vorwand dienten ihm der Lehenszins, den Taddeo Manfredi angeblich schuldig geblieben war. Manfredi hatte die Stadt jedoch bereits 1471 heimlich an die in Mailand regierenden Sforza abgetreten. Der als Kardinallegat 1474 zu den Sforza gesandte Pietro Riario konnte erreichen, dass die Mailänder ihre Ansprüche gegen die Zahlung von 40.000 Dukaten an Girolamo zu verkaufen bereit waren; das Geld hierfür sollten die Pazzi und die Medici vorstrecken. Da Florenz ebenfalls Anspruch auf Imola erhoben hatte, verweigerte Lorenzo de’ Medici seine Beteiligung am Kredit und forderte die Pazzi auf, sich ebenfalls den päpstlichen Wünschen zu verweigern. Tatsächlich kam der Kredit mit anderen Geldgebern, aber unter Beteiligung der Pazzi zustande.

Im Sommer 1474 geriet Sixtus von neuem in einen Konflikt mit den Florentinern, als er die Stadt Città di Castello beanspruchte, die den Florentinern von Papst Eugen IV. zur Begleichung seiner Schulden überlassen worden war. Der Neffe Giuliano della Rovere, der nach dem Tode Pietro Riarios Anfang des Jahres dessen Platz eingenommen hatte, wollte die Stadt für seinen Bruder Giovanni. Der Streit konnte erst durch das Eingreifen Federico da Montefeltros (Heerführer des Papstes, den er während der Auseinandersetzungen zum Herzog von Urbino erhob) geschlichtet werden, der Niccolò Vitelli, der die Stadt bis dahin für Florenz gehalten hatte, zur Aufgabe überreden konnte.

Zu neuen Auseinandersetzungen mit Florenz führten die anstehenden Besetzungen der Bistümer Florenz und Pisa. Dem vom Papst zum Erzbischof von Pisa eingesetzten Francesco Salviati wurde – da die Florentiner das Vorschlagsrecht besaßen und den Kandidaten des Papstes ablehnten – der Zugang nach Pisa verwehrt.

Salviati, ein enger Vertrauter des Nepoten Girolamo Riario, setzte gemeinsam mit diesem und Francesco de’ Pazzi eine Verschwörung ins Werk, die einen Machtwechsel in Florenz herbeiführen sollte. Dieser Umsturzversuch, der als Pazzi-Verschwörung in die Geschichte eingegangen ist, fand die ausdrückliche Billigung des Papstes, wie der in Diensten des Papstes stehende Condottiere Giovan Battisto Montesecco später in seinem Geständnis angab. Dabei sollten Lorenzo de’ Medici und sein Bruder Giuliano „entfernt“ werden und Pazzi sowie Riario die Macht in Florenz übernehmen. Montesecco, der zur Mitwirkung am Umsturz vorgesehen war, weigerte sich zunächst und bestand darauf, vom Papst persönlich die Anordnung dazu zu erhalten. Daraufhin kam es zu einer Unterredung Monteseccos mit Sixtus, an der neben Salviati auch Riario teilnahm. Riario verlangte dabei sogar vom Papst vorsorglich die Absolution für die geplanten Morde. Dies lehnte der Papst – unter Hinweis auf sein Amt – ab, eher ließ er den Verschwörern schließlich freie Hand bei der Wahl ihrer Mittel.

Zunächst sollte Lorenzo nach Rom vorgeladen werden, wo man ihn festnehmen wollte, während gleichzeitig sein Bruder in Florenz ermordet werden sollte. Als dies nicht gelang, reisten die Verschwörer nach Florenz und verübten am 26. April 1478 im Dom zu Florenz das Attentat. Giuliano wurde getötet, Lorenzo konnte verletzt entkommen. Salviati, der versucht hatte, den Palast der Signoria zu besetzen, wurde festgesetzt und noch am selben Tag an einem der Fenster des Regierungspalastes gehängt.

In der Folge verlangte Sixtus die Auslieferung Lorenzos, um den Umsturz doch noch herbeizuführen, konnte sie aber trotz Bann und Interdikt gegen Florenz nicht erzwingen. Letztlich der Fall Otrantos, das 1480 von den Türken erobert wurde, und die daraus folgende Einsicht, dass die Einheit Italiens im Kampf gegen die Türken erforderlich wäre, schafften eine Aussöhnung zwischen Florenz und dem Papst.

Sixtus setzte alles daran, seinem Nepoten Girolamo Riario, der mittlerweile die Herrschaften Imola und Forlí erhalten hatte, zu weiteren Herrschaftserwerbungen zu verhelfen. Sein Begehren richtete sich zunächst auf Faenza, Ravenna und Rimini. 1481 hatte der Papst außerdem ein Abkommen mit Venedig geschlossen, das sich gegen Ercole I. d’Este, Herzog von Ferrara, richtete. Die Venezianer wollten den Herzog vertreiben und sich seinen Besitz einverleiben, der Papst aber beabsichtigte lediglich, sich der Venezianer zur Vertreibung des d’Este zu bedienen, um Ferrara anschließend Girolamo zuschanzen zu können. Wie schon Calixt III. streckte er noch seine Hände nach dem Königreich Neapel aus, um es für seine Familie zu gewinnen; auch hier sollte ihm Venedig hilfreich zur Hand gehen. Doch zum Ärger des Papstes fand Ercole im sich 1482 entsponnenen Ferraresischen Krieg, der bald ganz Italien in ein Schlachtfeld verwandeln sollte, auf allen Seiten Verbündete, die sich dem Expansionsdrang Sixtus’ widersetzten.

In Rom war es zuvor zu bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen den Faktionen der Savelli und Colonna mit den Orsini gekommen; die seit langem bestehende Feindschaft zwischen den beiden Gruppierungen war durch einen Fall von Blutrache erneut zum Ausbruch gelangt und wurde mit dem Ferraresischen Krieg neu angefacht. Die neapolitanischen Truppen, die Ercole gegen die Venezianer unterstützen sollten, waren am Durchzug durch Latium gehindert worden und wandten sich nun in Richtung Rom, während die Flotte Ferrantes Ostia blockierte. Marodierende Truppen der Colonna und Savelli (deren einige Ferrante als Condottiere dienten) verwüsteten nicht nur die Umgebung Roms, sondern drangen sogar in die Stadt selbst ein, um zu morden und zu plündern.

Als Sixtus schließlich vom noch in seinen Diensten verbliebenen Prospero Colonna die Übergabe der Herrschaften, die die Colonna zum Dank für die Unterstützung gegen die Türken bei Otranto 1480 von Ferrante erhalten hatten, verlangte, wechselte auch dieser ins neapolitanische Lager. Sixtus hatte in der Zwischenzeit seine Truppen – auch aus Angst vor einem Aufstand der Römer – in der Stadt zusammengezogen; als Roberto Malatesta endlich Verstärkung aus Venedig heranführte, kam es im August bei Campo Morto in den Pontinischen Sümpfen zur Schlacht, die die Papsttruppen für sich entscheiden konnten.

Malatesta kehrte nach Rom zurück, starb dort jedoch schon zwei Wochen später – am 10. September 1482 – an Malaria, von der er auf dem Feldzug befallen worden war. Malatesta war zwar Verbündeter des Papstes gewesen, aber auch Herrscher von Rimini, und sein Erbe Pandolfo Malatesta war noch ein Kind; Sixtus beschloss, für seinen Nepoten zuzugreifen. Nur der raschen Intervention Florenz’ war es zu verdanken, dass der eilig in Marsch gesetzte Girolamo Riario hier erfolglos blieb.

Auch der Sieg bei Campo Morto zeitigte nicht den gewünschten Erfolg für Sixtus: Nicht nur, dass sich zahlreiche Städte in Latium nach wie vor in der Gewalt der Neapolitaner befanden, auch die Unterstützung Ferraras verstärkte sich – Kaiser Friedrich, der sich Ferraras angenommen hatte, drohte Sixtus mit der Absetzung durch ein Konzil. So musste Sixtus schließlich am 28. November 1482 einen Waffenstillstand unterzeichnen, der ausdrücklich die Beschränkung Venedigs und die Erhaltung Ferraras vorsah. Sixtus ließ seinen vorherigen Verbündeten Venedig fallen, das er der Schuld an dem Krieg bezichtigte, und schloss ein neues Bündnis mit Neapel gegen Venedig.

Die Auseinandersetzungen zwischen den Orsini und den Colonna gingen allerdings, vom Papst bestärkt, weiter. Die die Colonna betreffenden Vereinbarungen des Bündnisses hatte Sixtus außer Kraft gesetzt, um sich ihre Besitzungen aneignen zu können. Im Januar 1484 begann so neuerlich ein Krieg zwischen Orsini und Colonna. Girolamo Riario erpresste Kirchen und päpstliche Kollegien, um den Raubzug finanzieren zu können. Zunächst ergaben sich Gaetani und Capranica, doch bei der Belagerung von Palliano setzten dessen Verteidiger unter Prospero Colonna dem Nepoten so zu, dass dieser aus Rom Unterstützung erbitten musste.

Doch in der Zwischenzeit hatten die italienischen Mächte, des Krieges gegen Venedig überdrüssig, eigenmächtig einen für Venedig günstigen Frieden abgeschlossen. Sixtus, der sich von einem Sieg über Venedig einen finanziellen Gewinn erhofft hatte, wurde am 11. August 1484 von dem Waffenstillstand in Kenntnis gesetzt; am folgenden Tag verstarb er über einem Tobsuchtsanfall an einem Schlaganfall.

Sixtus wurde zunächst in einer Seitenkapelle von Alt St. Peter beigesetzt. Sein Grabmal schuf der italienische Bildhauer Antonio Pollaiuolo im Auftrag von Giuliano della Rovere, dem Neffen von Sixtus, der ihm 1503, zehn Jahre nach der Vollendung des Grabmals als Julius II. im Papstamt nachfolgte. Entgegen dem letzten Willen des verstorbenen Papstes, der sich eine flache Bodenplatte gewünscht hatte, ist das Grabmal aus Bronze reich mit Verkörperungen der Tugenden und der Künste geschmückt. Nach dem Abbruch von Alt St. Peter wurden beide Päpste 1605 in ein gemeinsames Grab in der Sakristei des Petersdoms umgebettet, dort ist heute die leere Grabanlage zu besichtigen. Das Grab von Sixtus und Julius II. befindet sich seit 1926 unter einer Marmortafel im nordwestlichen Teil des Petersdoms.

Kulturelles und theologisches Wirken
Unter Papst Sixtus IV. wurde zwischen 1475 und 1483 die nach ihm benannte Sixtinische Kapelle im Vatikan erbaut. Sie wurde am 15. August 1483 der Unbefleckten Empfängnis geweiht. Auf ihn geht die Umwandlung der Stadt Rom in eine prächtige Renaissancestadt zurück.

Sixtus war zeit seines Lebens ein entschiedener Verfechter der Lehre von der Unbefleckten Empfängnis Mariens. So publizierte er am 4. September 1483 die päpstliche Bulle Grave nimis. Die Bulle erklärte die Freiheit Mariens von der Erbsünde im Augenblick ihrer Empfängnis.

Im Jahr 1478 erklärte Sixtus die Dekrete des Konzils von Konstanz für ungültig, die den Vorrang des Konzils vor dem Papst bestimmt hatten. Vor allem in Deutschland wuchs der Unwillen über die finanziellen Forderungen Roms. 1479 sandte die Synode von Koblenz eine Liste von Beschwerden (gravamina) an die Kurie.

Durch die Bulle Exigit sincerae devotionis affectus vom 1. November 1478, erlaubte er Ferdinand V. und Isabella I. von Kastilien in ihren Herrschaftsgebieten Inquisitoren zu ernennen. Dies gilt als der Beginn der Spanischen Inquisition.[2]

Beurteilung
Der zeitgenössische Senatsschreiber Stefano Infessura schrieb in seinem Diario della città di Roma (Römisches Tagebuch) über Sixtus, dass „keine Liebe zu seinem Volk in ihm gewesen sei, nur Wollust, Geiz, Prunksucht, Eitelkeit; aus Geldgier habe er alle Ämter verkauft, mit Korn gewuchert, Abgaben auferlegt, das Recht feilgeboten; treulos und grausam hat er zahllose Menschen durch seine Kriege umgebracht.“ Den Tag von Sixtus’ Tod nannte er den „glückseligsten Tag, an welchem Gott die Christenheit aus den Händen eines solchen Mannes erlöste“. Infessura gilt als einer der entschiedensten antiklerikalen Kritiker des Papsttums in jener Zeit – es war auch Infessura, der dem Papst unverblümt Homosexualität vorwarf und ihm vorhielt, vor allem seine Lustknaben zu Kardinälen zu erheben. Der Vorwurf, seine Homosexualität habe die Kardinalskreierungen beeinflusst, ist nicht belegt.

Sixtus betrieb einen ausufernden Nepotismus mit dem Ziel, seinen engsten Verwandten ein erbliches Herzogtum zu sichern. Er schuf die Voraussetzung, dass dies nach dem Tode von Guidobaldo da Montefeltro mit Urbino tatsächlich gelang. Seine Verwandten wurden zudem großzügig mit Lehen des Kirchenstaates, Benefizien und Pfründen bedacht. Darüber schrieb Vespasiano da Bisticci später: „Es hätte diese Wahl beinahe zum Niedergang der Kirche des Herrn geführt“.

Mit der Kardinalserhebung seines Neffen Giuliano della Rovere legte Sixtus IV. den Grundstein für dessen weitere Laufbahn: Im Jahre 1503 bestieg dieser als Julius II. den Thron Petri.

Trivia
Papst Sixtus IV. soll im Rom des 15. Jh. öffentliche Bordelle errichten lassen haben. Die Einkünfte daraus seien dem Heiligen Stuhl zugutegekommen. 
della Rovere, Papst Sixtus IV. Francesco (I42063)
 
49567 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Sofia_Jagiellonka

Sofia Jagiellonka (* 6. Mai 1464 in Krakau, Polen; † 5. Oktober 1512) war eine polnische und litauische Prinzessin aus dem Hause der Jagiellonen sowie Habsburg und durch Heirat Markgräfin von Brandenburg-Kulmbach und Brandenburg-Ansbach.

Sofia wurde als Tochter des Großfürsten von Litauen und polnischen Königs Kasimir IV. Jagiełło und dessen Ehefrau Elisabeth von Habsburg geboren. 
von Polen (Jagiellonka) (Jagiellonen), Prinzessin Sofia (I28272)
 
49568 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Sofia_von_Dänemark (Apr 2018)

Sofia Eriksdotter von Dänemark († 1286 in Dänemark[1]) war schwedische Königin.

Ihre Eltern waren König Erik IV. Plovpenning (1216–1250) von Dänemark und dessen Frau Königin Jutta (ca. 1223–1267).

Nach dem Tod des Vaters hatten sie und ihre Schwester Ingeborg eine große Erbschaft übernommen. Sie heiratete 1260 den Sohn von Birger Jarl, den schwedischen König Waldemar Birgersson. Sie wurde 1260 in Jönköping gekrönt. Die Ehe war nicht glückcklich. Waldemar wandte sich ihrer Schwester Jutta zu, die von ihm ein Kind bekam. Sofia wird als intelligente, schlagfertig, ja scharfzüngige, und temperamentvolle Frau beschrieben, die leidenschaftlich gerne Schach spielte. 1277 kehrte sie nach Dänemark zurück.

Kurze Zeit später wurde Waldemar abgesetzt und sein Bruder Magnus Ladelås übernahm die Herrschaft. Bis zu Ihrem Tode 1286 führte die den Titel „fordums de Sveers Dronning“ (frühere Königin der Schweden). Ihr Sohn Erik Waldemarson († 1302) kam 1327 nach Dänemark und beanspruchte das Erbe seiner Mutter. 
von Dänemark, Sophia (I10127)
 
49569 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Sophie_von_Pommern

Sophie, Prinzessin von Pommern († 26. April 1504), Herzogin zu Mecklenburg von 1478 bis 1504.

Sie war die Tochter des Herzogs Erich II. (Pommern) († 1474) und seiner Gattin Sophia († 1497). Ihr Bruder war Bogislaw X. (1454–1523), der das Land fast fünfzig Jahre als einheitliches Territorium regierte. Pommern erlebte unter Bogislaws X. Herrschaft eine Blütezeit: Stettin wurde 1491 zur Residenz erhoben, eine herzogliche Verwaltung mit Kanzlei geschaffen, eine geordnete Steuererhebung eingeführt und der Landfrieden eingehalten. Dem Herzogtum Mecklenburg war aus politischen Gründen sehr an einer Verbindung mit dem pommerschen Haus gelegen.

Sophie von Pommern war die Verlobte von Johann VI., dem Bruder ihres späteren Gemahls Magnus II. von Mecklenburg. Nach Johanns Tod trat Sophie in ein Kloster ein und legte damit das Gelübde ewiger Keuschheit ab. Doch Magnus II. war sehr an der Sicherung der Grenze zu Pommern und daher an einer Heirat mit Sophie interessiert. Er fragte vergeblich mehrere Geistliche um Rat, wie das Gelübde aufzuheben sei. So heiratete er am 29. Mai 1478 Sophie gegen die kirchlichen Gesetze. Doch statt verurteilt zu werden, erhielt er 1487 vom „Papst die goldene Tugendrose, die höchste kirchliche Auszeichnung“. Am 3. April 1486 erhielt Sophie schließlich von ihrem Gelübde Dispensation, was allerdings mit der Auflage verbunden war, jährlich drei Arme mit weißwollenen Kleidern zum Gedächtnis an die Jungfrau Maria auszustatten.

Der Sterbeort von Sophie ist nicht überliefert. Ähnlich wie ihre Tochter, die nachmalige Landgräfin Anna von Hessen, über zwei Jahrzehnte später, ging auch Sophie hinsichtlich ihres Bestattungsortes ganz eigene Wege. Hatten sich ihre sämtlichen mecklenburgischen Verwandten einschließlich ihres Mannes im Doberaner Münster beisetzen lassen, wählte sie das Dominikanerkloster in Wismar als letzten Ruheort. Sophies Beisetzung war die erste des herzoglichen Hauses in Wismar und – abgesehen von ihrer Schwester Margarete, der Witwe Balthasars, am 27. März 1526 – auch die letzte.

Die Grabplatte aus Bronze mit dem lebensgroßen Abbild der auf einer Granatapfeldecke ruhenden Herzogin bedeckte zunächst bis 1880 ihre Gruft am Hauptaltar der Kirche des Dominikanerklosters, kam dann in die Marienkirche und befindet sich seit deren Zerstörung in einer der nördlichen Seitenkapellen der Nikolaikirche. 
von Pommern, Prinzessin Sophie (I26927)
 
49570 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Soyhières

Soyhières

Soyhières (französisch [swajɛr], im Ortsdialekt [a swajir][2]) ist eine politische Gemeinde im Distrikt Delsberg des schweizerischen Kantons Jura. Der deutsche Name Saugern ist kaum mehr bekannt.

Geographie
Soyhières liegt auf 402 m ü. M., 3,5 km nordnordöstlich des Kantonshauptorts Delsberg (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich am nördlichen Talrand der Birs, bei der Mündung des Bachs von Mettembert, in der stark gekammerten Hügellandschaft des nördlichen Juras.

Die Fläche des 7,5 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Faltenjuras nördlich des Delsberger Beckens. Die südliche Grenze bildet meist die Birs. Von hier erstreckt sich die Fläche über den unteren Teil des Tals von Mettembert und dessen Seitentäler, die in Schluchten die Juraketten durchbrechen und zum Teil markante Felszacken herausgebildet haben. Das Gemeindegebiet umfasst die Höhen von La Joux (817 m ü. M.) und L’Aibet (deutsch Äbi, 747 m ü. M.) und reicht ganz im Norden auf den Hasenschell, der mit 840 m ü. M. auf dem Boden von Soyhières den höchsten Punkt der Gemeinde bildet. Im Osten besitzt Soyhières einen kleinen Anteil am Nordhang der Fringelikette. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 6 % auf Siedlungen, 63 % auf Wald und Gehölze, 30 % auf Landwirtschaft und etwas mehr als 1 % war unproduktives Land.

Zu Soyhières gehören der Weiler Riedes-Dessus (deutsch Oberriederwald), 386 m ü. M. im tiefen Tal der Birs zwischen dem Äbi und der Fringelikette, sowie mehrere Einzelhöfe. Nachbargemeinden von Soyhières sind Courroux, Delsberg, Mettembert und Movelier im Kanton Jura sowie Roggenburg und Liesberg im Kanton Basel-Landschaft.

Bevölkerung
Mit 462 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) gehört Soyhières zu den kleineren Gemeinden des Kantons Jura. Von den Bewohnern sind 77,4 % französischsprachig, 17,2 % deutschsprachig und 2.2 italienischsprachig (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Soyhières belief sich 1850 auf 279 Einwohner, 1900 auf 507 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts wurden mehrere grössere Schwankungen registriert; der bisherige Höchststand wurde 1910 mit 592 Einwohnern verzeichnet.

Wirtschaft
Die früher durch die Landwirtschaft geprägte Gemeinde hat sich in den letzten Jahrzehnten zum Wohndorf entwickelt. Es gibt nur wenige Arbeitsplätze ausserhalb des landwirtschaftlichen Sektors im Dorf. Viele Erwerbstätige (mehr als 50 %) sind deshalb Wegpendler und arbeiten vor allem im nahen Delsberg oder im Laufental und in der Region Basel.

Verkehr
Die Gemeinde ist verkehrsmässig gut erschlossen. Sie liegt an der Hauptstrasse von Basel nach Delsberg. Am 25. September 1875 wurde die Jurabahn Basel - Delsberg mit einem Bahnhof in Soyhières eröffnet, dieser ist aber stillgelegt und die Züge fahren vorbei. Soyhières ist nur durch Buslinien, die von Delsberg in die Gemeinden des Nordjuras verkehren, an den öffentlichen Verkehr angebunden.

Geschichte
Erste Erwähnungen findet das Dorf 1102 als Sougere und 1136 als Sohires.[2] Soyhières gehörte den im Schloss Soyhières residierenden Grafen, das auf einer Felskrete südlich der Gemeinde steht, aber zum Gemeindegebiet von Courroux gehört. Die Grafen verwalteten den Sornegau, der im 13. Jahrhundert an die Grafen des elsässischen Ferrette kam. 1271 wurde Soyhières an das Fürstbistum Basel verkauft. Von 1793 bis 1815 gehörte der Ort zu Frankreich und war anfangs Teil des Département du Mont-Terrible, ab 1800 mit dem Département Haut-Rhin verbunden. Durch den Entscheid des Wiener Kongresses gelangte Soyhières 1815 an den Kanton Bern und am 1. Januar 1979 an den neu gegründeten Kanton Jura.

Der Weiler Riedes-Dessus kam 1856 von Courroux an Soyhières, bildet aber noch heute eine eigene Bürgergemeinde.

Sehenswürdigkeiten
Siehe auch: Liste der Kulturgüter in Soyhières
Die heutige Pfarrkirche wurde 1936–39 an der Stelle des Vorgängerbaus von 1715 errichtet. In der Krypta befindet sich das Grab des Dorfpfarrers Père Jean-Pierre Blanchard, der 1824 starb. Im Ortskern steht das Haus Chappuis, die ehemalige Herberge zum Weissen Kreuz aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, die heute ein Mädchenpensionat beherbergt. Die Kapelle Notre-Dame de Lourdes steht auf einem Geländevorsprung nördlich des Dorfes. Eine weitere Kapelle befindet sich in Riedes-Dessus. In einer Klus nördlich von Soyhières wurde 1994 der Fischweiher Étang de la Réselle aufgestaut.

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von Saugern, Graf Udelhard II. (I3870)
 
49571 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Spanheimer

Die Spanheimer, auch Sponheimer, waren ein Dynastengeschlecht, das aus Rheinfranken stammte. Der Name geht zurück auf die heute im Landkreis Bad Kreuznach gelegene Burg Sponheim.

Übersicht
Nach dem Aussterben der Eppensteiner 1122 ging die Herzogswürde in Kärnten an die Spanheimer über, die bis 1269 dort regierten. Nominell verblieben sie bis 1279 Herzöge von Kärnten. Zur Zeit der größten Ausdehnung der Besitzungen des Spanheimer Gesamthauses um das Jahr 1151 erstreckten sich diese neben den Ursprungsgebieten um Sponheim an der Nahe von Istrien und Venetien über Tirol und Kärnten und den Osten Bayerns bis hinauf nach Tirschenreuth in der Oberpfalz; es umfasste die Grafschaft Sponheim, das Herzogtum Kärnten, die Markgrafschaft Verona, die Grafschaft im Lavanttal, die Grafschaft Lebenau, die Grafschaft Kraiburg-Marquartstein sowie die Grafschaft Ortenburg.

Ein Teil der Familie blieb in Sponheim. Das dortige Grafengeschlecht starb jedoch im 15. Jahrhundert in der Hauptlinie aus. Die rheinischen Grafen von Sponheim vererbten die Grafschaft Sponheim durch weibliche Linien an Verwandte.

Seitenzweige der Spanheimer wurden zu weiteren einflussreichen und geschichtsträchtigen Geschlechtern, so die Grafen von Lebenau (bis 1229), die bayerischen Reichsgrafen von Ortenburg, denen 1209 die Pfalzgrafenwürde von Bayern, das zweitwichtigste Amt im Herzogtum Bayern, verliehen wurde, das sie bis 1248 innehatten. Ein weiterer Seitenzweig der Grafen von Sponheim beerbte 1246/47 die Grafen von Sayn sowie 1361 die Grafen von Wittgenstein und stiftete damit das gräfliche, ab Ende des 18. Jahrhunderts fürstliche Haus Sayn-Wittgenstein, das – ebenso wie die Ortenburger – bis 1806 reichsunmittelbar regierte und ebenfalls noch existiert.

Bekannte Wappen des Hauses
Das Stammwappen der Spanheimer ist ein von Silber und Rot ungezählt geschachter Schild.

Der Seitenzweig der Ortenburger führte als Familienwappen einen silbernen Wechselzinnenbalken auf rotem Grund.

Der pfalzgräfliche Seitenzweig der Ortenburger führte einen blauen, feuerspeienden Panther auf silbernem Grund als Wappen.

Der Zweig, der von 1122 bis 1279 (nominell bis 1269) die Herzöge von Kärnten stellte, führte in seiner Hauptlinie bis 1246 einen schwarzen Panther auf silbernem Grund (bzw. als Pelzstücke: in schwarzem Zobel auf Hermelin). Da 1246 das babenbergische Erbe (Österreich) freigeworden war, wurde, um den Erbanspruch zu unterstreichen, ein neues Wappen angenommen: ein golden-rot gespaltener Schild, darin vorn der babenbergische Löwe in seiner Dreizahl (Wappen der babenbergischen Linie Mödling), hinten der halbe österreichische Bindenschild; die Helmzier: ein Pfauenstoß, ging dabei auf das österreichische Wappen zurück. Der Schild wurde bei der Übernahme Kärntens durch die Meinhardiner von diesen übernommen, wie er auch heute noch vom Land Kärnten (im großen Wappen, mit Helm, allerdings mit anderer Helmzier, wie sie seit 1363 besteht) geführt wird.[1][2]

Ursprung
Siegfried I. von Spanheim († 1065), der erste urkundlich nachweisbare Spanheimer, kam im Gefolge des Salier-Kaisers Konrad II. aus Rheinfranken nach Kärnten. Durch Heirat mit der Sieghardinger Erbtochter Richgard von Lavant († 1072) kam er zu reichen Besitzungen in Tirol und Kärnten (Gegend von St. Veit, Lavanttal, Gegend von Klagenfurt, Vogtei St. Georgen) sowie in den südöstlichen Marken (Marburg, Drau, Sann, Friaul). 1045 erlangte er durch Kaiser Heinrich III. das Markgrafenrecht für die Ungarnmark, welches er nur kurz innehatte. Siegfried wird bisher als Spitzenahn (Stammvater) der Spanheimer in Kärnten und Bayern angesehen. Seine direkten Vorfahren sind aus Mangel an Quellen nicht mehr feststellbar.[3] Es lassen sich aber seine verwandtschaftlichen Beziehungen mit den Zeisolf-Wolframen, den Grafen im Königssondergau und dem verbleibenden Zweig der Spanheimer im Rheinland nachweisen.[4]


Graf Engelbert I. von Spanheim als Stifter des Klosters St.Paul im Lavanttal
Seine beiden Söhne Engelbert I. und Hartwig gründeten 1091 das Stift St. Paul im Lavanttal als geistliches Zentrum in der Burg der Mutter. Engelbert I. gelang es unter anderem erneut den Titel eines Markgrafen zu erlangen, 1090 wurde er zum Markgrafen von Istrien ernannt. Infolge des Investiturstreits 1091 wurde er jedoch der Grafschaft im Pustertal durch Erlass des Kaisers Heinrich IV. enthoben, welcher sie anschließend dem Hochstift Brixen stiftete. Engelberts jüngster Sohn Heinrich erlangte 1122 die Herzogswürde in Kärnten. Durch Engelberts Sohn Siegfried I. von Lebenau – er begründete die Grafschaft Lebenau im Salzburger Raum – und seinen Enkel Rapoto I., Gründer der Grafschaft Ortenburg, festigte das Spanheimer Haus seine Stellung, neben Tirol und Kärnten, auch im Herzogtum Bayern.

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von Sponheim, Mechtild (I11644)
 
49572 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Stammliste_der_Habsburger

Die Stammliste der Habsburger umfasst das Haus Habsburg bzw. das Haus Österreich (lateinisch Domus Austriae, mittellateinisch Casa de Austria, spanisch Casa de Austria, französisch Maison d’Autriche) ab dem 15. Jahrhundert. Nachkommen aus der Ehe von Maria Theresia von Österreich mit Franz Stephan von Lothringen, somit aus dem Haus Habsburg-Lothringen, finden sich in der Stammliste des Hauses Habsburg-Lothringen.

Möglich erscheint die Abstammung der Habsburger von den Grafen im Nordgau aus dem elsässischen Herzogsgeschlecht der Etichonen:
Eberhard III., 888 Graf im Nordgau, 891 Graf im oberen Aargau, 889 Vorsteher in Zürich, 896 Vorsteher von Münster in Gregoriental ∞ Adelinda
2. Hugo III., 910 Graf im Nordgau, † 940 als Mönch; ∞ Hildegard
3. Guntram der Reiche († 973), Graf im Breisgau und Herzog zu Muri
Lanzelin oder Landolt († 991)
Die personelle Zuordnung von Lanzelin zu Landolt ist aber recht unklar und datiert in den 1160 erstellten Stammbäumen der Acta Murensia. Sie wird heute als unbelegt angesehen:
Ausführlich dazu siehe Habsburger: Frühe Habsburger und Habsburg: Stammburg der Habsburger.
In der frühen historischen Forschung werden als Vorgänger oder Ahnen genannt die Grafen Othpert und Rambert. Diese werden erwähnt in einer Urkunde des Grafen Liutfried.[1] Othpert gilt als Begründer des Klosters St. Trudpert im Schwarzwald.
Die folgende Darstellung der Vorfahren lässt phantastischere, vom 13. bis zum 17. Jahrhundert erstellte Genealogien, die die Habsburger auf die römischen Colonna oder über die Merowinger auf den Trojanerkönig Priamos zurückführten, außer Acht.

Die Stammliste der Habsburger unter obengenanntem Link.. 
(Habsburger), Graf Lanzelin (Landolt) (I2185)
 
49573 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Stammliste_der_Schenck_zu_Schweinsberg

Stammliste der Schenck zu Schweinsberg

Die Herren und späteren Freiherren Schenck zu Schweinsberg gehören zum hessischen Uradel und gehörten der althessischen, fränkischen und rheinischen reichsunmittelbaren Ritterschaft an.

Das Erbschenkenamt zu Hessen, erworben durch den Ritter Gunthram von Schweinsberg, zwischen 1239 und 1241, von Landgraf Herrmann II. von Thüringen, Graf von Hessen und Oheim des ersten hessischen Landgrafen Heinrich I. aus dem brabantischen Herzogshaus.

Gunthram Vogt, abwechselnd von Grünberg und von Marburg, Sohn eines Burgmanns zu Marburg genannt (vor 1199–1236), Landgräflicher Amtmann zu Grünberg, Erbauer der Burg Schweinsberg 1⚭ mit der Tochter des Ritters Eberhard von Merlan u.d. Adelheid, 2⚭ mit einer Fuldaischen Ministerialin hatte drei Söhne.

Herrmann von Schweinsberg, Knappe um 1215, seine Tochter Antonia (1264–1287) ⚭ Gerlach, genannt von Nordeck, Ritter († vor 1267) Ahnherr der Familie von Lohndorf

Gunthram (II.) von Schweinsberg, Ritter (1234–1269) Schenk des Landgrafen Hermann II. von Thüringen (Stammliste der älteren Schweinsberger Linie)

Crafto I. von Schweinsberg aus 2⚭, Ritter, Fuldaischer Ministerial ⚭ Bertha, T.d. Eckhard von Hatzfeld, sein Sohn Crafto II. († vor 1270), seine Tochter Agathe († vor 1280)

Die mangelhafte, oft fehlerhafte, Quellenlage betrifft den gesamten Zeitraum aller Familienzweige. Gesicherte Daten sind urkundlich genannt, Geburts- und Sterbedaten o. g. Zeiträume jedoch oft ungesichert und nach höchstmöglicher Wahrscheinlichkeit der oft abweichenden Datenquellen unter Vorbehalt zu betrachten. Es bleiben genealogische Details, sogar die Zuordnung von Mitgliedern des Hauses, ungeklärt.

Weiter mit der Stammliste der älteren Schweinsberger Linie unter dem Link oben.. 
Schenck zu Schweinsberg, Ritter Crafto (Kraft) I. (I58156)
 
49574 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Stammliste_des_Hauses_Salm

Stammliste des Hauses Salm

Das Haus Salm stellt einen Seitenzweig der Wigeriche dar, der durch den deutschen Gegenkönig Hermann von Salm begründet wurde.

Zur Stammliste gehts mit dem Link oben.. 
von Salm, Graf Heinrich I. (I12020)
 
49575 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Stephanie_von_Milly (Aug 2023)

1183 heiratete ihr Sohn Humfried in Karak Isabella von Jerusalem, während die Burg von Saladin belagert wurde. Stephanie sandte Botschafter an Saladin und erinnerte ihn an die Freundschaft, die sich entwickelt hatte, als er viele Jahre zuvor Gefangener in Karak war. Saladin hob die Belagerung zwar nicht auf, war aber damit einverstanden, den Turm, in dem Humfrieds und Isabellas Hochzeit gefeiert wurde, nicht anzugreifen. Die Belagerung wurde kurz darauf von König Balduin IV., Isabellas Bruder, aufgehoben.

Durch Stephanie bekam Rainald von Chatillon die Herrschaft Oultrejordain in seine Hände. Er nutzte seine neue Position, um muslimische Karawanen und Pilger zu schikanieren, drohte sogar einmal damit, Mekka anzugreifen. Dies führte 1187 zur Invasion Saladins in das Königreich. Rainald wurde in der Schlacht bei Hattin getötet, Humfried IV. später gefangen genommen. Saladin gab Humfried frei im Austausch gegen Karak und Montreal, doch die weigerten sich, sich zu unterwerfen; Stephanie schickte pflichtschuldigst ihren Sohn zurück zu Saladin, der ihn aber wieder freigab. Karak und Montreal fielen nach langer Belagerung schließlich an Saladin und waren für die Christen endgültig verloren.

Ihr Sohn Humfried starb vor ihr 1192, so war ihre Tochter Isabella ihre Alleinerbin. Isabellas Tochter, Alice von Armenien, konnte so Toron wieder in Besitz nehmen, nachdem es 1229 von den Ayyubiden zurückerlangt worden war. 
von Milly, Herrin Stephanie (I42220)
 
49576 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Stephan_(England) (Jun 2022)

Stephan von Blois (englisch Stephen of Blois, französisch Étienne de Blois, * 1092 oder 1096/97 in Blois; † 25. Oktober 1154 in Dover) war König von England von 1135 bis 1154. Er war der Sohn des Kreuzfahrers Stephan II. Heinrich. Sein Anspruch auf den englischen Thron gründete sich auf seine Mutter Adela von Blois, eine Tochter Wilhelms des Eroberers.

Frühe Jahre
Stephans Vater fiel 1102 als Kreuzfahrer in Palästina. Der Sohn kam daher bereits in jungen Jahren an den Hof seines Onkels, König Heinrichs I. von England. Dort wuchs er auf, erhielt reichen Grundbesitz und wurde zu einem der mächtigsten Männer in der Umgebung des Königs. Seit 1112 war er Graf von Mortain in der Normandie. 1125 heiratete er Mathilda von Boulogne, die Tochter und Erbin des Grafen Eustach III. von Boulogne und der Prinzessin Maria von Schottland. Stephan kam damit in den Besitz der strategisch wichtigen Grafschaft Boulogne. Mathilda gilt als eine der bedeutendsten mittelalterlichen Königinnen Englands. Sie erzielte militärische Erfolge, gehörte zu den wichtigsten Förderern des Templerordens und gründete die Abtei Faversham, wo sie und Stephan bestattet sind.[1] Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor (s. u.).

Erbfolgekrieg
→ Hauptartikel: Englischer Bürgerkrieg von 1135 bis 1154
Der englische König Heinrich I. war 1135 ohne männlichen Nachfolger gestorben, hatte aber von den Baronen seine Tochter Mathilde, genannt Maud, die Witwe des römisch-deutschen Kaisers Heinrich V., als Nachfolgerin einsetzen lassen. Sie wurde damit zur ersten regierenden Herrscherin in der Geschichte Englands. Als Enkel Wilhelms des Eroberers beanspruchte aber auch Stephan den Thron für sich. Unterstützung fand er bei einigen Adeligen, Bischöfen sowie Bürgern Londons. Nachdem er der Kirche Zugeständnisse gemacht hatte, erkannte auch Papst Innozenz II. seinen Anspruch an. Am 22. Dezember 1135 wurde Stephan in Westminster Abbey gekrönt.[2]
Kämpfe gegen die Unterstützer von Mauds Thronanspruch entwickelten sich 1139 zu einem umfassenden Bürgerkrieg, als die Königin mit ihrem neuen Ehemann, Gottfried Plantagenet, Graf von Anjou, in England landete. Die Stände Englands spalteten sich in zwei Lager, die jeweils eine Seite unterstützten. Zwölfjährige, heftige Kämpfe waren die Folge. Als Stephan 1141 nach der Belagerung von Lincoln gefangen genommen wurde, nahm seine Frau Mathilda, die sich bereits zuvor als Heerführerin betäätigt hatte, die militärische Führung in die Hand. Mit Unterstützung der Londoner Bevölkerung verdrängte sie Königin Maud aus der Hauptstadt. Später wurde Stephan gegen Robert von Gloucester ausgetauscht. Der Halbbruder und wichtigste Berater von Königin Maud war im September 1141 nach der Schlacht bei Winchester gefangen genommen worden. Am 25. Dezember 1141 wurde Stephan in der Kathedrale von Canterbury erneut gekrönt.[3]
Keine der beiden Parteien konnte einen entscheidenden Sieg erringen. Zudem gelang es König Stephan 1152 nicht, seinem Sohn Eustach die allgemeine Anerkennung als Thronfolger zu verschaffen. Als er im Jahr darauf einen Waffenstillstand mit seinen Gegnern anstrebte, stieß dies auf den offenen Widerstand Eustachs. Dessen plötzlicher Tod am 10. August 1153 öffnete schließlich den Weg zu einem Kompromiss. Im November dieses Jahres handelte der König mit seinen Gegnern den Vertrag von Wallilingford aus. Danach adoptierte Stephan Mauds und Gottfrieds Sohn, den späteren Heinrich II., der inzwischen in die Kämpfe in England eingegriffen hatte, und setzte ihn als seinen Nachfolger ein. Stephans jüngster Sohn Wilhelm musste sich mit deden ursprünglichen Herrschaftsgebieten seiner Eltern, den Grafschaften Mortain und Boulogne begnügen. Der Vertrag von Wallingford beendete den Bürgerkrieg. Königin Maud zog sich in die Normandie zurück. König Stephan regierte noch knapp ein Jahr, bis er im Oktober 1154 auf Dover Castle an einem Herzinfarkt starb.[1]
Verfassungspolitische Folgen der Herrschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Unter Stephans Herrschaft verschoben sich die Machtverhältnisse in der englischen Monarchie. Der König scheint kirchlichen Amtsinhabern als Trägern der Verwaltung misstraut zu haben und stärkte dafür die Macht und die Anzahl der Earls. Der Titetel Earl, zuvor nur wenig mehr als ein Ehrentitel, wurde von ihm ausgebaut. Davon erhoffte Stephan sich die verbesserte Verteidigung der ihm loyalen Gebiete im Bürgerkrieg. Letztendlich hatte die Stärkung der Earls unter den turbulenten Zuständen im Land aber die Entstehung halbautonomer Herrschaftsgebiete und damit eine Schwächung des Königtums zur Folge. 1149 überließ Stephan Northumbria König David von Schottland. 
von England (Haus Blois), König Stephan (I7419)
 
49577 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Stephan_II._(Blois) (Okt 2017)

Stephan Heinrich von Blois (Etienne Henri; * um 1045; † 19. Mai 1102[1] nach der Schlacht von Ramla) war seit 1089 ein Graf von Blois, Chartres, Châteaudun, Sancerre und Meaux. Er war der älteste Sohn des Grafen Theobald III./I. von Blois-Champagne und dessen zweiter Ehefrau Gundrade (Gondrée).
Zumeist wird er in dynastischer Kontinuität Stephan II. genannt, in Unterscheidung zu seinem Onkel Graf Stephan I. von Champagne.

Leben
Stephan wird erstmals 1061 in Kämpfen gegen den Grafen von Anjou erwähnt, 1074 überließ ihm sein Vater die Regentschaft in Blois und Chartres. Stephan heiratete 1081 in Chartres Adela von der Normandie, eine Tochter Wilhelms des Eroberers mit dem sich das Haus Blois eine Feindschaft zu König Philipp I. von Frankreich teilte. 1088 fiel Stephan nach einem gescheiterten Aufstand gegen den König in Kerkerhaft. Nach seiner Freilassung war er ein treuer Vasall König Philipps und bekämpfte für diesen erfolgreich den Aufstand des Grafen Burchard II. von Corbeil.

Kreuzzüge
Graf Stephan nahm 1096 das Kreuz und wurde im Kontingent seines Schwagers Robert Kurzhose einer der Anführer des Ersten Kreuzzugs. Er schrieb enthusiastische Briefe an seine Frau über den Fortschritt des Unternehmens. Während der langwierigen und entbehrungsreichen Belagerung Antiochias verließ er das Kreuzfahrerheer am 2. Juni 1098, zwei Tage vor dem Fall der Stadt, und kehrte in die Heimat zurück. Dort wurde er mit Vorwürfen und Ablehnung konfrontiert da er das abgelegte Gelübde Jerusalem zu befreien nicht erfüllt hatte.
Seine Frau Adela drängte ihn, zur Erfüllung seines Gelübdes eine zweite bewaffnete Pilgerreise zu machen. So schloss er sich dem Kreuzzug von 1101 an - zusammen mit anderen, die nach ihrer vorzeitigen Heimkehr dem gleichen Druck ausgesetzt waren. In der Schlacht von Mersivan rettete er Raimund von Toulouse das Leben, dem er anschließend bei der Eroberung von Tartus half. Zu Ostern 1102 erreichte Stephan schließlich Jerusalem.
Am 17. Mai 1102 nahm er an der Schlacht von Ramla teil und fiel am folgenden Tag am Turm von Ramla 57-jährig im Kampf gegen die ägyptischen Fatimiden.

Ehe und Nachkommen
Stephans Ehe mit Adela von der Normandie († 8. März 1138) sollte folgenschwer sein. Nachdem der Erbsohn ihres Bruders Heinrich Beauclerc bei dem Untergang des weißen Schiffs 1120 ertrank, bestimmte er seine einzige legitime Tochter Matilda zur Erbin Englands und der Normandie. Da diese aber mit dem Grafen von Anjou, einem Erbfeind der Normannen wie auch der Blois, verheiratet war, verwarfen die Barone die Erbfolgeregelung und bevorzugten die Söhne Stephans und Adeles in der Nachfolge (siehe: Englischer Bürgerkrieg von 1135 bis 1154). 
von Blois, Stephan II. (Heinrich) (I7140)
 
49578 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Stokar

Die Familie Stokar (ursprünglich Stocker, auch: Stokar von Neuforn, Stockar und von Stockar-Scherer-Castell) ist ein Rats- und Gerichtsherrengeschlecht (Patriziergeschlecht) der Freistaaten Schaffhausen und Zürich.

Geschichte
Die Familie Stokar (Stocker) war ursprünglich in Barzheim und in der (später) badischen Umgegend ansässig, wo sie Lehngüter der Freiherren von Hohenklingen, der Herren von Rosenegg und der Herren von Randegg besass. Die Stokar führten keinen Rittertitel und besassen auf ihren Lehngüterrn keine Burg, scheinen aber doch dem ritterlichen Lehnsverband angehört zu haben.

1386 sollen die Brüder Johann und Heinrich Stocker von Schaffhausen in Begleitung eines Herrn von Hohenklingen in der Schlacht bei Sempach gefallen sein. Sicherer Stammvater der Stokar in Schaffhausen ist der 1413 und 1427 urkundlich erwähnte Walter Stockar aus Bartzen, der 1442 von Junker Hans Keller von Schleitheim in der Stadt Schaffhausen den Stokarhof kaufte und 1443 im Steuerregister als Bürger genannt wird. Sein Sohn Heinrich I. kaufte 1478 das Nachbarhaus zum schwarzen Bären.

Im 16. Jahrhundert teilte sich die Familie in vier Hauptlinien (I. Hauptlinie: Zürcher-Linie, II. Hauptlinie: Schaffhausen, III Hauptlinie: Solothurn, IV. Hauptlinie: Schaffhausen). Ihre Nachkommen stellten zahlreiche Politiker, Juristen und Militärangehörige vor allem in Schaffhausen und Zürich.

Benedikt I. Stokar von Neuforn (1516–1579), französischer Hofrat, wurde 1559 von König Franz II. von Frankreich in den französischen Adelsstand erhoben.

Walther Stockar (1878–1938), Mitglied der Zürcher Linie der Stockars, erbte 1901 von seinem unverheirateten Onkel Maximilian (Max) von Scherer-Scherburg (1848–1901), dem letzten Mitglied der Familie von Scherer, das Schloss Castell bei Tägerwilen nebst dazugehörigem Inventar und Grundbesitz. Laut der Tageszeitung „Der Landbote“ soll des weitern ein Vermögen von 4 bis 5 Millionen Schweizer Franken vererbt worden sein. Eine der mit dem Nachlass verbundenen Bedingungen verlangte, dass der Erbe den Namen „von Scherer“ seinem eigenen Familiennamen beifügte. Die Mitglieder dieses Zweigs der Familie Stockar heissen seitdem alle mit Familiennamen von Stockar-Scherer-Castell. Das Schloss Castell befindet sich Anfang des 21. Jahrhunderts bereits in der vierten Generation im Besitz der Familie von Stockar-Scherer-Castell. 
Stockar, Ursula (I57931)
 
49579 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Strättligen_(Adelsgeschlecht)

Strättligen (Adelsgeschlecht)

Die Freiherren von Strättligen waren eine aus Strättligen stammende Adelsfamilie.

Geschichte
Die Freiherren von Strättligen wurden 1175 mit Henricus de Stretelingen erstmals urkundlich erwähnt. Sie hatten gute Beziehungen zu den damals mächtigen Herzogen von Zähringen. Ihr Stammsitz, die Strättligburg, befand sich beim Dorf Strättligen auf der rechten Seite des alten Flussbetts der Kander.[1] Die Freiherren von Strättligen waren stark im Niedersimmental begütert und besassen das Reichslehen über den Hof von Spiez. Ab 1300 sind auch Besitztümer im Obersimmental fassbar. Im 13. Jahrhundert fuhren savoyische und waadtländische Adelige an den englischen Königshof unter Heinrich III. und seinem Sohn Eduard I., darunter auch Johannes von Strättligen, genannt Rousselet.[2] Seine Nachkommen liessen sich in Wales unter dem Namen Stradling nieder und gehörten dort während Jahrhunderten zur Gentry. Ihnen gehörte über zahlreiche Generationen bis 1738 St Donat’s Castle.

1332 zerstörten die Berner ihren Stammsitz. 1594 kam die Herrschaft Strättligen an die Stadt Bern.

Personen
Henricus de Stretelingen, Gefolgsmann der Zähringer, um 1175
Johann von Strättligen, Gefolgsmann von Friedrich II, (um 1220/1223)
Rudolf I. von Strättligen, Herr von Wimmis (vor 1257)
Heinrich II. von Strättligen (vor 1253-ca. 1290), Minnesänger, Herr von Spiez
Heinrich III. von Strättligen ∞ Marmetta von Greyerz, Herr von Spiez
Rudolf II. von Strättligen, Sohn von Heinrich III.
Heinrich IV. von Strättligen, Sohn von Heinrich III. Reichsvogt von Mannenberg, Herr von Laubegg (1312–1347) ∞ Margreth von Bubenberg
Ulrich von Strättligen, Geistlicher in Spiez
Johann IV. von Strättligen, (1302–1349), letzter männlicher Vertreter des Geschlechts [3]
Johann III. von Strättligen, zog um 1263/1265 mit Otto von Grandson nach England
Sir Peter de Stradling, Sohn von Johann III.


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von Strättligen, Beatrix (I12342)
 
49580 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Sulz_(Adelsgeschlecht)

Die Grafen von Sulz waren ein süddeutsches Hochadelsgeschlecht, das bis zu seinem Erlöschen 1687 das Hofgericht Rottweil und die Landgrafschaft Klettgau innehatte.

Geschichte
Seit 910 waren die Grafen von Sulz am Neckar Besitzer der dortigen Salzquellen. Im Jahr 1095 trat das Geschlecht als Mitstifter des Klosters Alpirsbach urkundlich in Erscheinung. Bereits damals übten sie Grafenrechte aus. Sie hatten darüber hinaus weitere Besitzungen und Rechte. So waren sie die Obervögte des Klosters Schwarzach. Um 1100 wurden die Herren von Fluorn Ministerialen der Sulzer, sie bezeichneten sich dann nach ihrer Burg Brandeck als Herren von Brandeck und tätigten zahlreiche Schenkungen an das Kloster Alpirsbach. Von der ehemaligen Burganlage sind noch Reste einer Schildmauer erhalten. Ihre ursprüngliche Machtbasis, die Burg Albeck bei Sulz, verlor das Geschlecht um 1252 an die Herren von Geroldseck durch Einheirat.

Im 12. Jahrhundert waren sie wahrscheinlich mit dem Schutz der östlichen Flanke des Machtbereichs der Zähringer beauftragt. Auf seinen Anteil an der Landgrafschaft Baar, die die Sulzer zusammen mit den Fürstenbergern besessen hatten, verzichtete Hermann von Sulz 1282. König Rudolf übertrug die Grafschaft in der Baar am 18. Januar 1283 auf Heinrich von Fürstenberg. Es wird angenommen, dass der ebenfalls habsburgtreue Hermann von Sulz mit anderen Ämtern entschädigt wurde. 1299 amtet er als Hofrichter von König Albrecht im Elsass und in Nürnberg[1] und bereits 1317 wird ein Graf von Sulz als Hofrichter in Rottweil erwähnt.[2]

Walter III. von Geroldseck (genannt von Tübingen; wohl † 1333 bei der Belagerung von Burg Schwanau) hatte fünf Söhne, wovon drei, Georg, Gundolf und Wilhelm, die Herrschaft Sulz und Dornstetten erhielten, sie nannten sich nun nach ihrem neuen Besitz von Geroldseck und Sulz. Nach drei Generationen erlosch mit dem Sohn des Konrad von Geroldseck und seiner Gemahlin Anna von Urslingen (der Schwester Reinolds von Urslingen), Hans († 1451), die Sulzer Linie der Geroldsecker. Sie führten den Zusatztitel Sulz weiterhin, obwohl die Herrschaft Sulz 1473 an das Haus Württemberg verkauft werden musste. Von 1519 bis 1536, als Folge der Vertreibung des Herzogs Christoph von Württemberg durch den Schwäbischen Bund, residierten die Geroldsecker nochmals in der Stadt Sulz, dies endete jedoch mit der Rückkehr des Herzogs.

1340 war Graf Berthold von Sulz verheiratet mit Adelheid von Schwarzenberg.

Ein Neuaufstieg begann 1360 als die Grafen von Sulz das erbliche Richteramt am kaiserlichen Hofgericht in Rottweil erhielten. Zum guten Ansehen dieses Gerichts trugen die Grafen maßgeblich bei. Für den Wiederaufstieg spricht auch, dass die Grafen von Sulz von Herzog Leopold von Österreich 1392 als Pfand für geliehenes Geld mehrere Dörfer erhielten, die sie bis 1462 behielten.

Landgrafen im Klettgau
Den Grafen gelang durch kluge Heiratspolitik ein weiterer Aufstieg. Vermittelt durch seinen Vater Graf Hermann von Sulz, heiratete Rudolf I. die Erbtochter Ursula von Habsburg-Laufenburg des letzten Grafen Johann IV. und seiner Gemahlin Agnes von Landenberg. Dadurch kam 1408 die Landgrafschaft Klettgau am Hochrhein und die Herrschaft Rotenberg im Elsass von Habsburg-Laufenburg an das Haus Sulz. Rudolf I. († 1440) und Agnes hatten drei Söhne: Johannes († 1444), Alwig und Rudolf II.

1477 heiratet Graf Alwig, 60-jährig, die 35 Jahre jüngere Verena von Brandis. Von den Freiherren von Brandis kamen die Herrschaften Vaduz, Schellenberg und Blumenegg in Vorarlberg hinzu. Sie hatten zwei Töchter und einen Sohn, Rudolf V. von Sulz, der in verschiedenen Quellen auch Rudolf III. genannt wird. Alwig und Rudolf II. († 1487) erwarben zusammen 1482 vom Hochstift Konstanz die Stadt und das Schloss Tiengen sowie 1497 die Küssaburg und die Herrschaft Küssaberg als Lehen hinzu. Auch das Obere Schloss Jestetten kauften sie. In Schaffhausen erwarben sie 1474 das Haus „zur Tanne“ und 1506 das Haus „zum roten Bären“. Tiengen wurde Residenz, sie wohnten aber auch auf der Küssaburg und im Schloss Jestetten.

Teile des Gebietes mussten indes ab 1613 wieder verkauft werden. Im Zuge der Entstehung der Schweizer Eidgenossenschaft war das Herrschaftsgebiet der Grafen stark geschrumpft. Aus Geldnot verkaufte Graf Johann Ludwig von Sulz den südlichsten Teil des alten Klettgaus, das Rafzerfeld, 1651 an die Stadt Zürich. Im Jahr 1656 musste auch der nordöstliche Teil der Grafschaft an die Stadt Schaffhausen verkauft werden.

Das Geschlecht stand über Jahrhunderte im Dienst der Habsburger. Karl Ludwig Graf zu Sulz (1572–1617) war kaiserlicher Hofkriegsratspräsident und Feldzeugmeister. Die Familie starb 1687 im Mannesstamm aus. Durch Testament des letzten Grafen von Sulz fiel der bewegliche Besitz des Hauses an die ältere Tochter, die mit einem Fürstenberger verheiratet war; die jüngere Tochter Maria Anna von Sulz erbte den noch aus den Ämtern Tiengen und Jestetten bestehenden Grundbesitz und brachte diesen wie auch das Amt des Erb-Hofrichters zu Rottweil an ihren Ehemann Ferdinand Fürst von Schwarzenberg bzw. die gemeinsame Nachkommenschaft. Damit war die Ära Sulz im Klettgau zu Ende. Die Erinnerung an die Grafen von Sulz besteht unter anderem im Wappen fort. In mehreren Orten ist es Bestandteil des Ortswappens, etwa einiger Stadtteile der Stadt Sulz am Neckar sowie Vöhringen und Dietingen. Im Klettgau ist es noch Teil in den Wappen der Gemeinden Lauchringen, Klettgau, Küssaberg und von Stetten bei Hohentengen.

Ferdinand von Schwarzenberg († 1703) heiratete Gräfin Maria Anna von Sulz († 1698) im Jahre 1674. Die Regierung behielt die einzige Tochter des Grafen Johann Ludwig von Sulz in den ersten Jahren noch selbst, wurde jedoch alsbald in die modernen schwarzenbergischen Verwaltungen von Krumau aus übernommen. 
von Sulz, Graf Alwig (VI. ?) (I27540)
 
49581 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Sumiswald

Sumiswald

Sumiswald ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Emmental des Kantons Bern in der Schweiz.

Geographie
Sumiswald umfasst zwei Kirchgemeinden und drei Ortschaften (Sumiswald, Grünen und Wasen) im unteren Emmental und zählt mit einer Fläche von 5933 ha zu den grössten Gemeinden des Kantons. Die Einwohnerzahl beträgt rund 5031 (Stand von 2013).

Die Einwohnergemeinde Sumiswald mit ihren Ortschaften Sumiswald, Grünen und Wasen liegt im oberen Einzugsgebiet der Grünen mit ihren Quellbächen Hornbach und Churzeneibach und ihrem Zufluss Griesbach.

Geschichte
Die Herkunft des Namens Sumiswald, welcher um 1130 erstmals urkundlich erwähnt wurde, ist umstritten. Ob der Name vom lateinischen «summa vallis» oder von einem germanischen Ansiedler «Suomoldt» abgeleitet wurde, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Jedenfalls war Sumiswald einst eine Herrschaft mit eigenem Adel.

Der historische Dorfkern von Sumiswald wird als von nationaler Bedeutung eingestuft. Das Dorf weist allein durch seine Terrassenlage zwischen Griesbach und dem Fluss Grüene eine besondere Qualität auf. Der Dorfkern ist durch ein rechtwinkliges Strassensystem geordnet und hat eine hohe Dichte von qualitätvollen Bauten. Die Marktgasse wird geprägt von spätbarocken Krämerhäusern, imposanten Gasthöfen, Wohnbauten und Kaufmannssitzen, die alle von grosszügigen Gärten umgeben sind.

Am Terrassenfuss von Sumiswald liegt der Dorfteil Grünen, der von vielen Gewerbebauten geprägt wird.

Das Dorf Wasen bildet beim Zusammenfluss des Hornbachs und des Kurzeneibachs das Zentrum des östlichen Gemeindegebietes mit seinem weitverzweigten Hinterland.

Da es sich vor allem entlang der Bachläufe entwickelte, erscheint heute ein dreiarmiges Dorfbild. Das umfangreiche Streusiedlungsgebiet umfasst zum wesentlichen Teil bäuerliche Bauten. Neben Hofgruppen und Weilern sind im stark gegliederten und hügeligen Gelände behäbige Emmentaler Bauernhäuser als Einzelhöfe die Regel.

Die vorher zur Sumiswald gehörende Kirchgemeinde Wasen wurde 1878 selbständig. Die Kirche mit einem markanten Frontturm wurde 1881 erbaut. Beide Kirchen sind im Dorfbild integriert und wurden in den letzten Jahren fachmännisch restauriert und erneuert.

Das Schulwesen hat eine alte Tradition und begann 1559 mit einer Stiftung, gefolgt vom Bau je eines Schulhauses in Sumiswald (1683) und in Wasen (1705). Die im Jahr 1834 gegründete Sekundarschule Sumiswald gilt als eine der ältesten im Kanton Bern. Heute verfügen beide Kirchgemeinden über je ein Oberstufenzentrum und über insgesamt fünf Primarschulbezirke mit Schulhäusern in Sumiswald, Schonegg, Wasen, Fritzenhaus und Ried.

Mehr unter dem Link oben.. 
von Sumiswald, Margaretha (I12296)
 
49582 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Sunifred_I._(Barcelona) (Aug 2023)

Sunifred I. von Barcelona (* um 810; † 848) war von 844 bis 848 Graf von Barcelona.

Sunifreds Vater war aller Wahrscheinlichkeit nach Graf Borrell von Osona, insofern beide mit den in einer Urkunde Kaiser Ludwigs des Frommen aus dem Jahr 829 genannten Sunicfredo und dessen Vater Bosrello identisch waren.[1] Die Wahrscheinlichkeit dieses Sachverhalts wird zumindest in jüngeren geschichtswissenschaftlichen Betrachtungen vertreten.

834 erhielt Sunifred vom fränkischen König Ludwig der Fromme die Grafschaften Urgell und Cerdanya, die in den Jahren 835 (Cerdanya) und 838 (Urgell) von Galí I. Asnar, eines Verbündeten von Musa ibn Musa, besetzt worden waren.

842 drang ein maurisches Heer des Emirs von Córdoba, Abd ar-Rahman II. unter Führung von Abd al-Wahid und von Musa ibn Musa in die Grafschaft Barcelona ein. Die Mauren wandten sich dem Landesinneren zu, um nach Septimanien weiterzuziehen. Sie konnten aber von Sunifred zurückgeschlagen werden, noch bevor sie die Cerdanya erreichten.

Dieser Erfolg gilt als Grund dafür, dass der neue Frankenkönig Karl der Kahle nach dem Tode Bernhards von Septimanien Sunifred zum Grafen und Markgrafen von Barcelona, Girona, Osona, Besalú, Narbonne, Agde, Béziers, Lodève, Melguelh und Nîmes ernannte – zusätzlich zu seinen Grafschaften Cerdanya und Urgell.

Im Dezember 847 bat der Emir um einen Friedensvertrag.

Nach dem Tod von Berà II. (zwischen 846 und 848) wurde auch die Grafschaft Conflent von der Cerdanya und damit von Sunifred abhängig.

Es gilt als wahrscheinlich, dass sowohl Sunifred als auch sein Bruder Sunyer durch Wilhelm von Septimanien, Sohn von Bernhard von Septimanien, ermordet wurden. Wilhelm hatte sich mit Pippin II. von Aquitanien verbündet, sich 848 gegen Karl den Kahlen erhoben und die Grafschaften Empúries und Barcelona besetzt.

Einer seiner Söhne, Wilfried, wurde 878 als Wilfried der Haarige Graf von Barcelona. Er gilt als Begründer von Katalonien. 
von Barcelona, Sunifred I. (I42013)
 
49583 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Sunifred_II._(Urgell) (Aug 2023)

Sunifred II., auch Sunifredo genannt (geboren um 890; † 948), war von 897 bis zu seinem Tode Graf von Urgell in Katalonien.[1] Er war der Sohn von Wilfried I., Graf von Barcelona, Besalú, Girona, Osona, Urgell und Cerdanya, und der Gunidilda Flanders.

Er tritt erstmals 897, dem Todesjahr seines Vaters, auf. Seine älteren Brüder erhielten die Grafschaft Barcelona, Girona und Osona (Wilfried II. und Suniario I.) bzw. Besalú und Cerdanya (Miró), er selbst übernahm die Grafschaft Urgell.[1][2]

Sunifred heiratete Adelais von Toulouse, eine Tochter von Graf Armengol von Rouergue aus dem Haus Toulouse (deren Schwester Richilde 920/925 Sunifreds Bruder Suniario heiratete), mit der er drei Kinder hatte: Armengol, Borrell und Gisla, die spätere Ehefrau des Bernardo von Conflent. Seite Gemahlin wurde im Jahr 949 Äbtissin des Klosters San Juan de Ripoll. 
von Barcelona, Graf Sunifred II. (I42011)
 
49584 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Sunyer_I._(Barcelona) (Okt 2017)

Suniario I. (Spanisch Suñer I, Katalanisch Sunyer I.) († 15. Oktober 950) war Graf von Barcelona, Girona, Urgell und Osona von 911 bis 947.
Er war der Sohn von Wilfried dem Haarigen und der Guinidilda, und der jüngere Bruder seines Vorgängers als Graf von Barcelona, Wilfried II. Borrell. Er arbeitete gemeinsam mit seinen Brüdern in der Verwaltung des von seinem Vater 897 hinterlassenen Besitzes, regierte aber nicht selbständig, bis sein Bruder Wilfried II. 911 starb.

Familiärer Konflikt
Beim Tod seines Onkels Radulf I. Graf von Besalú wohl 920 geriet er in Konflikt mit seinem Bruder Miró II., Graf von Cerdanya, um die Nachfolge in dieser Grafschaft. Der Disput wurde dadurch gelöst, dass Miró auf sämtliche Ansprüche auf Barcelona verzichtete, Sunyer auf Besalú.

Politik
Sunyer unternahm große Anstrengungen in seinen Grafschaften, betrieb vor allem Siedlungspolitik in Ausona. Er stärkte die Position der Kirche, gab ihr Land und damit Einkommen.
Nach außen gab er die defensive Haltung seiner Vorgänger auf und griff die Maurenstaaten im Süden an, schlug Schlachten bei Lleida und Tarragona. Gleichzeitig nahm er diplomatische Beziehungen zum Emir von Córdoba auf, der weitgehend die Kontrolle über seine nördlichen Provinzen verloren hatte. 912 wurde seine Armee vom maurischen Wali von Lleida im Tàrrega-Tal angegriffen und vernichtet. Sunyers Gegenangriff 914 warf sie dann aber zurück. Er besiedelte danach das Gebiet von Penedès, das zuvor häufig Schauplatz der Auseinandersetzungen zwischen den Franken und den Muslimen gewesen war, bis hinunter nach Olèrdola (929).
936/937 leitete er einen weiteren Feldzug gegen die Muslime. Er schlug das Königreich Valencia einschließlich des germanischen Stammes der Quadi. Die Mauren gaben daraufhin Tarragona auf, das nun Niemandsland wurde, während Tortosa gezwungen wurde, dem Grafen von Barcelona Tribut zu zahlen.

947 übergab er die Regierung seinen Söhnen Borrell und Miró, und zog sich in ein Kloster zurück. Er starb 950 im Kloster La Grasa im Conflent
 
von Barcelona, Graf Sunyer I. (Suniario) (I9227)
 
49585 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Sverker_I._(Schweden) (Okt 2017)

Sverker I., Sverker der Ältere, († um 1156) war König von Östergötland und König von Schweden.

Alle Angaben zu Sverker sind noch recht ungesichert und stehen hier nur unter Vorbehalt. Sein Vater war möglicherweise ein Bauer aus Östergötland namens Kol, Cornube, Karnuka oder Ulf. Es gibt aber auch Quellen, die Erik Årsäll (Sohn von Opfer-Sven) als Vater benennen. Wahrscheinlich hatte Sverker zuerst den Königstitel von Östergötland inne, bevor er 1130 gesamtschwedischer König wurde.

Ein starker Aspekt war Sverkers Heiratspolitik, die sein Reich stärker und stabiler machte. Zuerst heiratete er Ulvhild Håkonsdatter von Norwegen, die Witwe von Inge den Jüngeren, die er laut Saxo Grammaticus ihrem zweiten Ehemann, dem dänischen König Niels Svensson, entführt hatte,[1] und schaffte so ein starkes Band zwischen den beiden skandinavischen Ländern. Nach Ulvhilds Tod heiratete er Rikissa (Rycheza) von Polen, Tochter von Bolesław III. Schiefmund, die Witwe seines Vorgängers, Ulvhilds Stiefsohn Magnus Nilsson. Durch diese Ehe wollte er auch in Västergötland als König akzeptiert werden.

Sverkers und Ulvhilds Namen tauchen im Zusammenhang mit der Gründung des ersten Zisterzienserklosters Schwedens auf. Dieses errichtete man 1143 in Alvastra auf einem Stück Land, das Ulvhild als Brautgeschenk von ihrem Mann bekommen hatte. Um 1150 soll Sverker in einen Krieg mit Dänemark geraten sein. Doch konnten seine Verbündeten aus Småland die Angriffe des dänischen Königs Sven Grate 1153 abwehren. Der Angriff soll darauf zurückzuführen sein, dass der Sohn Sverkers Jon einige edelgeborene Frauen aus Halland geraubt habe. Er wurde dann auf einem Ting ermordet. Gegen Ende seiner Regierungszeit war seine Stellung in Svealand sehr schwach, und es soll dort sogar einen Gegenkönig gegeben haben.
Sverker soll 1156 auf dem Wege zur Weihnachtsmesse von seinem Oberstallmeister ermordet worden sein. Nach Saxo Grammaticus wurde er auf Betreiben von Magnus Henriksson von seinem Kammerdiener im Schlaf ermordet.[2] Er wurde in Alvastra begraben. 
von Schweden, König Sverker I. der Ältere (I7908)
 
49586 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Tankred_von_Hauteville (Okt 2017)

Tankred von Hauteville war normannischer Valvassor und Abenteurer. Er lebt im 11. Jahrhundert und ist der Stammvater der Dynastie Hauteville, der auch die ersten Könige von Sizilien angehören.

Tankred war ein niederer Adliger, der auf der Halbinsel Cotentin in der Nähe von Coutances eine kleine Herrschaft besaß. Es ist nicht gesichert, um welches von drei Dörfern mit dem Namen Hauteville es sich dabei handelte, doch nimmt man an, es sei Hauteville-la-Guichard gewesen.
Tankred zeugte zwölf Söhne mit zwei Frauen. Um 1035 übertrug er seinen Besitz dem vierten Sohn Gaufred und wies die leer ausgegangenen Abkömmlinge an, sich das Ihre mit Gewalt oder List zu erobern. So kam es, dass sich von Tankreds Söhnen im 11. Jahrhundert mindestens acht in Unteritalien aufhielten. Zuerst fanden sich die ältesten Söhne Wilhelm und Drogo dort ein, die sich von einfachen Söldnern zu Kompanieführern und schließlich zu Grafen (wenn auch ohne größere Bedeutung) hocharbeiteten. Mit der Zeit wurden durch den Erfolg der beiden weitere Hautevilles nach Apulien gezogen: Um 1045 Humfred, dann auch der heimatliche Erbe Gaufred und der - später bedeutende - erste Sohn mit Frensendis, Robert Guiskard. Es folgten noch Malgerius, Wilhelm und schließlich der jüngste Sohn des altavillschen Tankreds, Roger. Die sich so begründende normannisch-altavillsche Dynastie reichte bis Friedrich II., dessen Mutter Konstanze eine Enkelin Rogers war. 
von Hauteville, Tankred (I8310)
 
49587 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Teresa_d’Entença (Okt 2017)

Teresa d’Entença († 28. Oktober 1327 in Saragossa) war eine Gräfin von Urgell und aragónesische Königinmutter. Sie war die ältere Tochter des Barons Gombau d’Entença († 1304/08) und der Constança d’Antillón; ihre jüngere Schwester hieß Urraca.[1]

Am 20. Oktober 1327 hatte Teresa in Saragossa ihr Testament verfasst und war kurz darauf am 28. Oktober nach der Geburt von Zwillingen gestorben, nur wenige Tage bevor ihr Schwiegervater im November des Jahres verstarb und ihr Mann als Alfons IVIV. die Nachfolge im Königtum antreten konnte.[4][5] Sie wurde in dem Konvent der Franziskaner in Saragossa bestattet.[6] Mit ihrem Tod konnte die Grafschaft Urgell nun auch de jure mit dem Krongut vereint und im Jahr darauf an ihren zweiten Sohn gegeben werden. 
d’Entença (von Urgell), Gräfin Teresa (I8403)
 
49588 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Thakulf

Thakulf (* vor 837; † 1. August 873) war der erste nachweisbare Markgraf der Sorbenmark. In einem Brief des Abtes Hatto I. von Fulda (842–856) an Papst Leo IV. wurde er als Herzog der Thüringer betitelt.

Zum ersten Mal tritt Thakulf in einer Fuldaer Schenkungsurkunde im Jahre 837 als Zeuge auf. Im Jahr 848 schenkt er selbst dem Kloster Fulda aus seinem Eigenbesitz „provinciola Sarowe sita juxta Boemiam“, womit wahrscheinlich der Raum Saara und Schmölln im südlichen Pleißengau gemeint ist. Diese Besitzung ging dem Kloster Fulda jedoch wieder verloren, vielleicht in den Jahren nach 880 bzw. 892, als die Struktur der Sorbenmark erschüttert wurde. Die Fuldaer Annalen vermelden, dass er 855 versuchte, die Daleminzen zu unterwerfen. Im Jahr 858 führt er einen Feldzug gegen die Sorben.

Ratolf wurde 874 sein Nachfolger. 
(Babenberger/Popponen), Graf Ratolf ? (I26763)
 
49589 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Theobald_der_Alte_(Blois) (Aug 2023)

Theobald der Alte (franz.: Thibaut l’Ancien; † vor 942) war ein Vizegraf von Blois und Tours.

Theobald entstammte vermutlich dem franko-burgundischen Adel und siedelte zu Beginn des 10. Jahrhunderts in das Loiretal, wo er 906 erstmals als Vizegraf in Blois belegt ist. Wenig später wurde er auch mit dem Amt eines Vizegrafen in Tours betraut, welches er von Vizegraf Fulko dem Roten übernahm. Seinen Einfluss konnte er weiterhin über Chinon, Bourgueil und Saumur ausdehnen. Ihm wird die Wiederherstellung der Benediktinerabtei Saint-Laumer in Blois (heute Abteikirche von Saint-Nicolas) zugeschrieben. Theobald war ein Vasall der neustrischen Markgrafen Robert (seit 922 König; † 923) und Hugo dem Großen (dux francorum; † 956) aus der Familie der Robertiner.

In der älteren Geschichtsschreibung wurden Theobald und sein gleichnamiger Sohn als eine Person identifiziert, welche der Sohn eines Normannen namens Gellon gewesen sein soll. Als dies durch die jüngere Forschung widerlegt wurde, hat man dem älteren Theobald einen entsprechenden Beinamen hinzugefügt, um Verwechslungen mit seinem Sohn zu vermeiden. 
von Tours, Graf Diebold (Theobald) (I3231)
 
49590 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Theobald_I._(Bar) (Dez 2018)

Theobald I. (* um 1158; † 13. Februar 1214) war ab 1190 Graf von Bar und aus dem Recht seiner dritten Frau ab 1197 Graf von Luxemburg. Er war der Sohn von Graf Rainald II. von Bar und Agnes von Champagne.

Als jüngerer Sohn des Grafen von Bar erhielt er zunächst die Herrschaften Briey und Stenay. In Frankreich gehörte er durch seine Mutter zur Familie der Grafen von Champagne, dem Haus Blois, die auf regionaler Ebene dem Herzogtum Lothringen feindlich gegenüberstand, und auf überregionaler Ebene mit dem König Philipp August von Frankreich, dessen Vetter er war, um die Regentschaft in Frankreich kämpfte.
Mit seinem Bruder Heinrich I. nahm er am Dritten Kreuzzug teil, und wurde dessen Nachfolger, als Heinrich bei der Belagerung von Akkon (1189–1191) starb. Nach seiner Rückkehr nach Europa widmete er sich der Stärkung seiner territorialen Macht. Durch seine dritte Ehe, mit Ermesinde II., bekam er 1197 Luxemburg in seine Hand und befand sich damit im Besitz enormer Ländereien im Grenzbereich des Heiligen Römischen Reiches zu Frankreich. 1202 wurde er von Herzog Simon II. von Lothringen ausgewählt, um seinen letzten Willen bezüglich der Nachfolge durchzusetzen. Im Gegenzug erhielt Theobald von Lothringen die Oberhoheit über die Grafschaft Vaudémont.

Spätestens beim Tod seiner Mutter Agnes 1207 erbte er auch deren Herrschaft Ligny.

Er starb 1214 kurz vor der Schlacht von Bouvines. Sein Besitz wurde geteilt, das elterliche Erbe erhielt sein Sohn, das Erbe seiner Frau ging an Herzog Walram IV. von Limburg, der seine Witwe heiratete. 
von Bar-Scarponnois, Graf Theobald I. (I8249)
 
49591 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Theobald_I._(Blois) (Okt 2017)

Theobald I. von Blois (französisch: Thibaud; * um 910; † 16. Januar 975), genannt der Betrüger (le Tricheur oder Tricator), war ein Vizegraf von Blois und Tours und nahm eigenmächtig den Titel und Rechte eines Grafen an. Weiterhin bemächtigte er sich der Grafschaften Chartres und Châteaudun. Theobald war der Sohn des Vizegrafen Theobald des Alten († vor 942) und einer der zwei Ehefrauen seines Vaters. Erstere ist namentlich unbekannt, die zweite war Richilde eine Tochter des Grafen Hugo II. von Bourges und der Rothilde, einer Tochter Kaiser Karls des Kahlen.
Der anglo-normannische Dichter Wace (12. Jahrhundert) beschrieb den Grafen von Blois in seinem Roman de Rou wie folgt: Theobald war voll List und Falschheit, zu Mann noch Frau trug er Freundschaft, für Freie und Gefangene kannte er kein Dank und Mitleid, noch zögerte er vor Verfehlung und Sünde

Biographie
Als treuer Anhänger seines Lehnsherren, Herzog Hugo des Großen, stand er diesem im Machtkampf gegen König Ludwig IV. bei. Nachdem der Herzog den König 945 gefangengenommen hatte, wurde Theobald mit dessen Bewachung auf der Burg von Laon betrautut. Der König wurde ein Jahr später wieder freigelassen im Tausch für Laon, das er an Herzog Hugo abtreten musste. Theobald wurde dort als Kastellan eingesetzt und verteidigte die Burg dreimal (947, 948, 949) gegen den König der die Unterstützung König Ottos I. besaß. Nachdem sich beide Parteien 950 versöhnt hatten, wurde Laon wieder dem König übergeben. Zur selben Zeit begann Theobald eine Fehde gegen Erzbischof Artaud von Reims um den Besitz der Burg Coucy, auf die Theobald durch seine Ehe einen Anspruch hatte, der ihm vom Erzbischof streitig gemacht wurde. Aber erst mit Artauds Amtsnachfolger, Odelric, gelang eine Einigung, indem die Burg um 965 an Theobalds Sohn Odo übergeben wurde.
Nach dem Tod seines Schwagers Herzog Alain Schiefbart 952 gelang es Theobald, seinen Einfluss bis in die Bretagne auszudehnen, wo er die Lehnshoheit über die Grafschaft Rennes erlangte, während er die Grafschaft Nantes dem zweiten Ehemann seineer Schwester Graf Fulko II. von Anjou überließ. Beide Grafen waren eng miteinander verbündet und nannten sich anlässlich eines Treffens in Verron gegenseitig „Statthalter und Verwalter des Königreichs Neustrien“ (Gouverneur et administrateur [du] royaume [de Neustrie]) und „Grafen von Gottes Gnaden“ (Comtes par la grâce de Dieu). Doch unter ihren Söhnen sollte eine generationenlange Fehde zwischen den Häusern Blois und Anjou ausbrechen.
Ein weiterer Todesfall sollte das Handeln Theobalds und das seiner Nachkommen entscheidend beeinflussen. Als sein Lehnsherr Herzog Hugo 956 starb machte sich Theobald dies zunutze, indem er die Unmündigkeit dessen Sohnes Hugo Capet ausnutzte, um sich Chartres und Châteauduns zu bemächtigten, wo er somit die direkte Herrschaft der Robertiner beendete. Dabei genoss er die Zustimmung König Lothars, der sich davon eine Schwächung der Herzoge von Franzien erhoffte. Mit dieser Handlung begründete Theobald eine Vormachtstellung seines Hauses im Norden Frankreichs, vollzog aber auch einen Bruch mit den Robertinern, die als Kapetinger 987 den Thron besteigen sollten, welcher zu einem andauernden feindseligen Verhältnis seiner Nachkommen zu ihnen führte. Ihm selbst brachte er den Beinamen und einen zweifelhaften Ruf ein.
Im Bunde mit dem König führte Theobald 960 eine Invasion gegen die Normandie an, deren Herzog Richard Ohnefurcht der Protektor Hugo Capets war. Nach der Einnahme von Évreux 962 wurden sie jedoch vor Rouen geschlagen, wo auch Theobalds gleichnamiger Sohn getötet wurde. Im Gegenzug führten die Normannen, welche durch Krieger des Harald Blauzahn unterstützt wurden, einen Vergeltungszug gegen Theobalds Gebiete und überfielen das Dunois und brannten Chartres nieder. In einem 966 ausgehandelten Frieden musste er alle seine Eroberungen in der Normandie aufgeben. Dafür stärkte Theobald seinen Einfluss im Berry, indem er die Kontrolle über die Festungen Saint-Aignan-sur-Cher, Vierzon und vermutlich auch Aiguillon erlangte und das Erzbistum Bourges zunächst seinem Bruder und dann einen seiner Söhne sicherte. Weiterhin verstärkte er die Verteidigungsanlagen von Chartes und ließ die Burgen von Chinon, Châteaudun und Saumur (960) errichten. Er wurde an der Loire zur beherrschenden Macht, die sogar die des Hugo Capet bedrohte, der deswegen wiederum das Bündnis mit den Grafen von Anjou suchte.
Theobald starb am 16. Januar 975 und wurde in der Abtei Saint-Père in Chartres beigesetzt. Die Mönche der Abtei von Saint-Florent bei Saumur, die Theobald gestiftet hatte, überlieferten der Nachwelt vom Einzug seiner Seele in das Paradies, dank der Fürsprache des Heiligen Florent von Anjou. Sie waren die einzigen, die das behaupteten.
 
von Blois, Graf Theobald I. (Diebold) der Betrüger (I5119)
 
49592 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Theobald_I._(Navarra) (Sep 2017)

Theobald von Champagne (franz.: Thibaut, span.: Teobaldo; * 30. Mai 1201; † 8. Juli 1253 in Pamplona) war seit 1201 als Theobald IV. Graf von Champagne und seit 1234 als Theobald I. König von Navarra aus dem Haus Blois. Ihm werden die Beinamen Posthumus, der Trobadour bzw. der Sänger (le Chansonnier) gegeben.

Herkunft und Kindheit
Theobald war der postum geborene Sohn des Grafen Theobald III. der Champagne und der Blanka von Navarra. Während seine Mutter für ihn die Regentschaft in der Champagne führte, wurde Theobald am Hof seines Paten König Philipp II. August von Frankreich erzogen. Dort entwickelte er eine starke Zuneigung zu der dreizehn Jahre älteren Blanche von Kastilien, der Frau des Thronfolgers und Cousine seiner Mutter. Seine Leidenschaft für Blanche kleidete er in Lieder und Gedichte, die er an die Mauern der Paläste in Troyes und Provins malen ließ, was ihm den Beinamen eines Troubadours (oder „Chansonniers“ in Frankreich) eintrug.

Erbfolgekrieg
Während Theobalds Unmündigkeit wurde seine Mutter mit dem Erhalt seines Erbes in Anspruch genommen, welches nicht unumstritten war. Denn Theobalds Onkel Graf Heinrich II., der im Heiligen Land gestorben war, hatte zwei Töchter hinterlassen, welclche einen berechtigten Anspruch auf die Champagne besaßen, auch wenn Theobalds Vater einst vom König als Nachfolger seines Bruders anerkannt worden war. Im Jahr 1216 kehrte Heinrichs jüngste Tochter Philippa mit ihrem Ehemann Érard de Brienne in das Land ihrer Vorväter zurück und beanspruchte sofort die Champagne. Dies löste einen Erbfolgekrieg aus, den sich besonders der benachbarte Herzog Theobald I. von Lothringen für seinen eigenen Machtgewinn zu nutze machen wollte, indem er Philippa und die revoltierenden Vasallen der Champagne unterstützte.
Gräfin Blanka wusste jedoch den König hinter sich, sowie den Grafen Heinrich II. von Bar, Herzog Hugo IV. von Burgund und Kaiser Friedrich II. Auch Papst Innozenz III. hatte sich für die Gräfin ausgesprochen. 1216 kam es unter Vermittlung Philipps II. zu einem kurzzeitigen Waffenstillstand und der Streit wurde vor das königliche Hofgericht getragen. Anfang 1217 nahm Érard de Brienne den Kampf wieder auf und wurde dafür von Papst Honorius III. exkommuniziert.
Blankas Verbündete marschierten 1218 gegen Lothringen und verwüsteten das Land. Herzog Theobald flüchtete nach Amance und musste im Juni 1218 kapitulieren, wodurch Philippa und Érard ihres wichtigsten Unterstützers beraubt wurden. Der Erbfolgekampf war damit für Blanka und ihren Sohn entschieden, ihre beiden Konkurrenten verließen Frankreich bis 1222 in ihre Heimat in Übersee und kehrten nie wieder zurück. Trotzdem sollte die Gefahr aus dem Morgenland für Theobald nicht gebannt sein.

Aufstand der Barone
Im Jahr 1222 wurde Theobald mündig und übernahm die Regentschaft in seinem Erbe. Um 1224 erreichte er in Tudela von seinem Onkel König Sancho VII. die Anerkennung als dessen Erbe im Königreich Navarra. Danach unterstützte er König Ludwig VIII. bei der Eroberung von La Rochelle (August 1224) gegen die Engländer. Zur selben Zeit distanzierte er sich von seinem König und geriet in das Umfeld oppositioneller Kräfte um Peter Mauclerc und Hugo X. von Lusignan, welche das vorangegangene Erstatarken des Königtums gegenüber dem Lehnsadel als Bedrohung der eigenen Macht auffassten. Diese Lage eskalierte während des Kreuzzuges des Königs gegen die Albigenser, nachdem Theobald, Peter Mauclerc und ihre Sympathisanten im Juli 1226 den Köniig während der Belagerung von Avignon nach Verstreichen der vorgegebenen 40-Tage Frist im Stich ließen und mit ihren Kontingenten das Kreuzfahrerheer verließen. Obwohl dazu durchaus berechtigt, wurde diese Handlung vom königlichen Hof als ein Akt des Verrates wahrgenommen.
Nachdem die Barone auch der Krönung Ludwigs IX. im November 1226 fernblieben, nahm die für ihn regierende Blanche von Kastilien den Kampf gegen die Opposition auf. Theobald, der an den Feierlichkeiten teilnehmen wollte, wurde von der Regentin der Zugang zu Reims verwehrt.
Der Regentin gelang es im Januar 1227 in Curçay die Reihen der Barone durch geschickte Verhandlungen zu entzweien. Theobald, welcher zusammen mit Graf Heinrich II. von Bar der Unterhändler der Barone war, machte sich durch seine persönliche Nähe zur Regentin bei seinen Mitstreitern verdächtig. Aus Furcht vor diesen wechselten er und der Graf von Bar die Seite und unterwarfen sich in Loudun der Königin. Dadurch wurde die Opposition erheblich geschwächt, so dass sich Mauclerc und Hugo von Lusignan am 16. März 1227 in Vendôme ebenfalls gezwungen sahen, sich zu unterwerfen. Ihr Bündnispartner Richard von Cornwall unterzeichnete ebenfalls einen Waffenstillstand und zog sich nach England zurück.
Der Kampf sollte jedoch weitergehen, nachdem Mauclerc versuchte, sich in Montlhéry der Person des Königs zu bemächtigen, was aber durch das rechtzeitige Eingreifen der Regentin verhindert wurde. Nachdem Mauclerc nicht wie gefordert am 31. Dezembmber 1227 am königlichen Hof zu Melun erschien, brachen die Kämpfe erneut aus. Mauclerc gelang es, den Onkel des Königs, Philipp Hurepel, und den Herren Enguerrand III. de Coucy in sein Lager zu ziehen. Theobald aber schloss sich sofort dem König an und führte ihm 800 Ritter zu, zusammen stürmten sie im Januar 1228 Mauclercs mächtige Burg Bellême. Dies brachte die Barone nun auch gegen Theobald auf, in Schmähschriften bezichtigten sie ihn des Mordes an König Ludwig VIII. und lasteten ihm eine sexuelle Beziehung mit der Regentin an.
Die Kämpfe, die Theobald zusätzlich schürte, verlagerten sich somit in die Champagne. Er entführte den Erzbischof von Lyon, womit er sich den Herzog von Burgund und die Grafen von Bar und Nevers zum Feind machte. Diese fielen gemeinsam mit Enguerrand de Coucy in die Champagne ein, brannten Ervy und Saint-Florent nieder, und belagerten Chaource. Theobalds Hauptstadt Troyes aber wurde erfolgreich von seinem Seneschall Simon de Joinville verteidigt. Die Regentin entsandte zur Unterstützunng Theobalds ein Heer nach Troyes und schwächte 1230 die Barone, indem sie, durch ihren verbündeten Grafen Ferrand von Flandern, Philipp Hurepel zur Unterwerfung zwang. Danach stellten auch der Herzog von Burgund und die Grafen von Bar und Nevers ihre Kampfhandlungen gegen Theobald ein.
Die Waagschale neigte sich danach zugunsten der Regentin und Theobalds, nachdem bereits im Oktober 1229 Mauclerc dem englischen König für die Bretagne gehuldigt und ihn dazu eingeladen hatte, mit einem Heer in Frankreich zu landen. Dies brachte seine engsten Anhänger gegen ihn auf, Hugo von Lusignan gab deshalb im Januar 1230 in Clisson den Kampf auf. Nachdem der König mit einem Heer, unterstützt von Theobald, mehrere Burgen in der Bretagne einnahm und sich König Heinrich III. von England im Oktober 1230 ohne nennenswertem Kampf nach England zurückzog, gaben Mauclerc und Enguerrand de Coucy 1231 endgültig auf.
Theobald hatte sich in dieser Zeit als wichtige Stütze der Regentin und des jungen Königs erwiesen, welche ihr Vertrauen in ihn setzten. So diente ihr Theobald 1229 als Schiedsmann bei den Verhandlungen in Meaux mit dem Grafen Raimund VII. von Toulouse, welche zur Unterzeichnung des Vertrages von Meaux-Paris führten, der den Albigenserkreuzzug offiziell beendete.

Alice von Zypern
Im Jahr 1233 landete die Königinwitwe von Zypern und Fürstin von Antiochia an der Mittelmeerküste Frankreichs, was Theobald erneut in eine bedrohliche Lage versetzte. Denn es war seine Cousine Alice, die zweite Tochter seines Onkels und ältere Schwester von Philippa, und genau wie ihre Schwester hatte auch sie einen Anspruch auf das väterliche Erbe, die Champagne. Alice hatte einst die Behauptung dieser Ansprüche von ihrer Schwester übernommen und fortgeführt, was Theobald schon während des Aufstandes der Barone zusätzliche Probleme bereitet hatte. Denn die Barone um Peter Mauclerc und Philipp Hurepel hatten sich auch der Ansprüche Alices bedient als Rechtfertigung für ihren Kampf gegen Theobald. Er selbst erkannte ihre Rechte nicht an mit der Begründung, dass die Ehe ihrer Eltern nicht rechtmäßig gewesen sei. Denn der erste Ehemann ihrer Mutter, Humfried IV. von Toron hatte einst die erzwungene Scheidung von seiner Frau niemals anerkannt.
Im Gegensatz zum Konflikt mit Philippa besaß Theobald gegen Alice keinen nennenswerten Unterstützer, der ihn gegen sie und den mit ihr sympathisierenden Adel der Champagne hätte beistehen können. Auch die königliche Autorität, die in dieser Zeit der König persönlich übernahm, hielt sich zurück. 1234 gelang es Theobald, sich mit Alice zu einigen, sie erklärte sich bereit für eine einmalige Zahlung von 40.000 und einer jährlichen Rente von 2.000 Livres tournois auf ihre Ansprüche zu verzichten. Der Graf von Champagne war als Schirmherr der großen Champagnemessen einer der reichsten Fürsten Frankreichs, doch selbst für ihn war eine solche Summe exorbitant.
In dieser Situation schaltete sich der König als Gläubiger für den Grafen ein und erklärte sich bereit, diese finanzielle Last zu tragen. Alice reiste wenig später in das heilige Land zurück, Theobald aber befand sich nun gegenüber seinem königlichen Lehnsherren in der unkomfortablen Position eines Schuldners. Um diese Schulden zu begleichen gab er seine Lehnshoheit über die Grafschaften Blois, Chartres, Châteaudun und Sancerre zugunsten der Krone auf. Ein schwerwiegender Verlust, wurde damit die von Theobalds Ahnen, Odo II. von Blois, begründete Umklammerung der Île-de-France durch das Haus Blois beendet. In der Champagne musste Theobald die Anwesenheit königlicher Beamter dulden, welche die Rentenzahlungen für Alice überwachen sollten und somit erheblichen Einfluss auf Theobalds politischen Handlungsspielraum nahmen.
Diese Vorgänge bedeuteten faktisch das Ende der Champagne als machtpolitische Größe im mittelalterlichen Frankreich. Die Region verlor ihre fürstlich-souveräne Position und sollte wenig später durch die Ehe von Theobalds Enkelin mit König Philipp IV. dem Schönen zur Gänze in königliche Hände übergehen.

König von Navarra
Nach dem Tod Sanchos VII. 1234 konnte Theobald dessen Erbe in Navarra antreten. Sein Nachfolgerecht wurde zuvor dort zeitweise in Frage gestellt, nachdem Sancho mit König Jakob I. von Aragon 1231 einen Erbvertrag vereinbart hatte. Doch letztlich profitierte Theobald von der Parteinahme des baskischen Adels zu seinen Gunsten und der Inanspruchnahme Jakobs bei dessen Eroberungszügen auf den Balearen und in Valencia.
Theobald reformierte die Verwaltung Navarras nach nordfranzösischem Vorbild, besetzte neu geschaffene Ämter wie Seneschallat und Kanzlei aber auch mit Basken. Er kodifizierte das Recht (Cartulario Magno) und fasste erstmals das Gewohnheitsrecht im Fuero Generl zusammen. Außenpolitisch näherte er sich an König Ferdinand III. von León an, von dem er Gipuzkoa erhielt. Ein Eheprojekt mit Ferdinand scheiterte aber nach einem Einwand des Königs von Kastilien, der Navarra als sein feudum betrachtete.
In den folgenden Jahren geriet Theobald in Frankreich mit König Ludwig IX. in Konflikt, nachdem er seine Tochter Blanche mit dem Herzog der Bretagne (einen Sohn Mauclercs) verheiratet hatte. Dieser hatte er zudem das Erbrecht auf Navarra mit in die Ehe gegeben. Ludwig witterte eine Verschwörung und belagerte, zusammen mit seinen Brüdern Alfons und Robert, Theobalds Burg Montereau. Erst die Vermittlung Papst Gregors IX., die Theobald erbeten hatte, da er zwei Jahre zuvor das Kreuz genommen hatte, konnte in Vincennes im Juni 1236 einen Frieden stiften, indem Theobald aber Montereau und Bray-sur-Seine an den König abtreten musste.

Kreuzzug der Barone
→ Hauptartikel: Kreuzzug der Barone
1239 entschloss sich Theobald sein Kreuzzugsvorhaben in die Tat umzusetzen und setzte sich an die Spitze eines Kreuzzuges, an dem sich eine Vielzahl französischer Barone (u. a. Graf Peter von Braine, Herzog Hugo IV. von Burgund, Graf Heinrich II. von Bar, der Konstabler von Frankreich Graf Amalrich VII. von Montfort, Graf Guigues von Nevers, Graf Wilhelm von Joigny und Graf Ludwig I. von Sancerre) beteiligten. Das Unternehmen genoss die Unterstützung König Ludwigs IX. der die volle Finnanzierung Theobalds übernahm. Eigentlich beabsichtigten die Kreuzfahrer in Brindisi an Bord ihrer Schiffe zu gehen. Da Kaiser Friedrich II. die italienischen Häfen für Heerfahrten in das heilige Land gesperrt hatte, waren sie aber genötigt, sich in Aigues-Mortes und Marseille einzuschiffen. Sie erreichten Anfang September 1239 Palästina. Das Kreuzfahrerheer umfasste ca. 1.000 Ritter.
Da Theobalds Leidenschaft eher der Lyrik als dem Kampf galt, verlief der Kreuzzug militärisch nicht besonders erfolgreich. Theobald verbrachte die meiste Zeit im sicheren und vergnüglichen Akkon bevor er nach Askalon zog, wo er die Festung wiedererrichten wollte. Vorausgeeilte Abteilungen der Kreuzfahrer schlugen zwei kleinere Schlachten gegen die Ayyubiden. Die Erste, ein Überfall auf einen reichen damaszenischen Konvoi unter Peter von Braine, war ein knapper Sieg. Die Zweite, die Schchlacht bei Gaza, gegen ein ägyptisches Heer im November 1239, war eine vernichtende Niederlage, in welcher der Graf von Bar fiel und der Graf von Montfort in Gefangenschaft geriet. Zeitgleich brachen aber auch kriegerische Konflikte zwischen den Ayyubiden-Staaten aus, die zu Gunsten Theobalds verliefen. Er verbündete sich mit Sultan as-Salih Ismail von Damaskus gegen dessen Neffen Sultan as-Salih Ayyub von Kairo. Dafür trat Ismail ihm Galiläa mit den wichtigen Festungen Safed und Beaufort ab und versprach ihm weitere, noch von Ayyub zu erobernde Teile Palästinas, nämlich die Gebiete westlich des Jordans bis südlich von Jerusalem. Nachdem sich die Soldaten Ismails geweigert hatten, an der Seite von Christen gegen Muslime zu kämpfen, und teils zu Ayyub überliefen, nutze Theobald die sich bietende Gelegenheit, ein Neutralitätsabkommen mit Sultan as-Salih Ayyub von Kairo einzugehen, wofür dieser ihm den Besitz Askalons bestätigte und zusagte, ihm die von Ismail versprochenen Gebiete Ayyubs abzutreten und die bei Gaza gefangen genommenen Gefährten Theobalds freizulassen. Einige wichtige lokale Barone waren über den diplomatischen Seitenwechsel verärgert, da sie in ihren gerade von Ismail erhaltenen Herrschaften in Galiläa diesen als dringendere Bedrohung als Ayyub empfanden.
Theobald wartete den Vollzug des Neutralitätsabkommen nicht ab, sondern verließ, nachdem er Jerusalem einen eiligen Pilgerbesuch abgestattet hatte, im September 1240 das heilige Land. Ein großer Teil der Kreuzfahrer folgte ihm, mit Ausnahme des Herzogs von Burgund und des Grafen von Nevers, die noch bis 1241 im Land blieben. Kurz nach Theobalds Abreise traf Richard von Cornwall mit einem englischen Kreuzritterheer ein, der die Abtretung der Gebiete an die Kreuzfahrer und die Freilassung der Gefangenen überwachte. Obwohl Theobald weder große Schlachten geschlagen noch aktive Diplomatie betrieben hatte, war der im Zuge des Kreuzzugs erlangte Geländegewinn für die Kreuzfahrer der größte seit dem Ersten Kreuzzug.

Letzte Jahre und Tod
Neben einer Damas-Rose brachte Theobald aus dem Heiligen Land ein Stück des wahren Kreuzes mit, welches er der Kirche von Saint-Laurent-des-Ponts in Provins stiftete, die danach Kirche des Heiligen Kreuzes (Église Sainte-Croix) genannt wurde. Im Jahr 1241 unterstützte er König Ludwig IX. im Saintonge-Krieg gegen Heinrich III. von England und widmete sich danach der Verwaltung seiner Ländereien.
Theobald starb am 8. Juli 1253 in Pamplona, weniger als ein Jahr nach seiner von ihm verehrten Dame Blanche von Kastilien, und wurde in der Kathedrale Santa Maria la Real bestattet, sein Herz dagegen im Kloster der Cordelières in Provins.
Er ist der Autor von 71 lyrischen Kompositionen, darunter 37 Liebesliedern, in denen er eine große technische und verbale Virtuosität beweist, ebenso wie eine außergewöhnliche Frechheit und Ironie gegenüber der Ritterlichkeit. Theobald von Champagne war der berühmteste Troubadour seiner Zeit. Er wurde im folgenden Jahrhundert von Dante als sein Vorläufer angesehen. 
von Champagne (Navarra), Graf Theobald IV. der Sänger (I8216)
 
49593 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Theobald_II._(Bar) (Jun 2022)

Theobald II. von Bar (* 1221; † 1291) war von 1240 bis zu seinem Tod Graf von Bar.

Er war der Sohn des Grafen Heinrich II. von Bar und dessen Frau Philippa von Dreux. Sein Vater fiel 1239 im Heiligen Land, wovon Theobald erst 1240 erfuhr. Da er noch minderjährig war, übernahm seine Mutter bis 1242 für ihn die Regentschaft.

1253 nahm Theobald an der Schlacht bei Westkapelle teil, dem militärischen Höhepunkts des flämischen Erbfolgekriegs.

Theobald war mit seinem Schwager, Graf Heinrich V. von Luxemburg, verfeindet. 1266 griff er ihn an und eroberte Ligny. Anschließend siegte er am 14. September 1266 in einer Schlacht bei Prény und nahm Heinrich gefangen. Um den Konflikt zu beenden, wurde 1268 der französische König Ludwig IX. um ein Schiedsspruch ersucht. Theobald musste Ligny an den Grafen von Luxemburg zurückgeben, der ihm aber im Gegenzug für dieses Lehen huldigen musste. 
von Bar-Scarponnois, Graf Theobald II. (I8750)
 
49594 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Theobald_II._(Navarra) (Sep 2017)

Theobald II. (franz.: Thibaut, span.: Teobaldo; * 1238; † 4. Dezember 1270 in Trapani)[1] war seit 1253 König von Navarra und als Theobald V. Graf von Champagne aus dem Haus Blois. Er war der älteste Sohn des Königs Theobald I. von Navarra (Graf Theobald IV. von Champagne) und dessen Ehefrau Margarete von Bourbon-Dampierre († 1258).

Biographie
Nach dem Tod seines Vaters trat Theobald im Alter von 14 Jahren dessen Erbe an. Dies war nicht unumstritten, denn sein Schwager Herzog Johann I. von Bretagne erhob im Namen seiner Frau einen Anspruch auf die Krone von Navarra. Tatsächlich hatte Theobalds Vater einst seiner älteren Halbschwester das Erbrecht in Navarra mit in die Ehe gegeben. Zu Theobalds Gunsten schritt aber König Ludwig IX. von Frankreich ein, der den Frieden zwischen den Parteien wahrte. Theobald kaufte später seinem Rivalen die Ansprüche für 3000 Livre ab.

Theobald führte eine enge Beziehung zu dem französischen König, an dessen Hof er erzogen worden war und der ihn wie einen eigenen Sohn behandelt haben soll. Zunächst stand er unter der Regentschaft seiner Mutter und der Vormundschaft des Königs Jakob I. von Aragón. Nachdem er nach dem Tod seiner Mutter selber die Regentschaft in Navarra übernahm, beschränkte Theobald die Macht der Magnaten, besonders des zwölfköpfigen Rates, der ihn bis zu seinem einundzwanzigsten Lebensjahr hätte beraten sollen. Mit der Unterstützung Papst Alexanders IV. führte er 1257 und 1259 den französischen Ritus der Salbung und Krönung ein und stellte sein Königtum damit unter göttliche Gnade. Er gewann die Sympathien der Bürger, trotz Erhöhung der Steuern, indem er ihnen im Gegenzug Privilegien und politischen Einfluss gewährte. Weiterhin führte er die erste Volkszählung in Navarra durch.

Theobald II. heiratete 1255 Isabella von Frankreich (1242–1271), Tochter des Königs Ludwig IX. und der Margarete von der Provence. Ab diesem Zeitpunkt war Ludwig IX. der Schiedsrichter in den Außenbeziehungen Navarras. Daher erlaubte König Alfons X. von Kastilien dem baskischen Königreich solange Theobald lebte die Nutzung der Häfen von Fontarrabia und San Sebastián, die Navarra für seinen Handel benötigte. Diesem Zugeständnis ging die Eheabrede zwischen der französischen Prinzessin Blanche und Ferdinand de la Cerda, dem Sohn und Erben Alfons' X., voraus.

Im Juli 1270 begleitete Theobald seinen Schwiegervater auf den Siebten Kreuzzug nach Tunis, wo Ludwig starb. Theobald selbst starb kurz darauf auf der Rückreise, bevor er die Iberische Halbinsel erreicht hatte, und wurde in der Kirche der Cordelières in Provins bestattet. Seine Ehefrau, die ihn begleitete, starb ebenfalls auf der Rückreise am 27. April 1271 in Hyères und wurde an der Seite ihres Mannes beigesetzt. Da das Paar keine Kinder hatte, folgte ihm sein Bruder Heinrich der Dicke nach.

Auf den Tod Theobalds verfasste der Dichter Rutebeuf ein Klagelied (La complainte du roi de Navarre).

Der Charakter „Ciampolo“ aus dem XXII. Gesang von Dantes Göttliche Komödie war ein Dienstmann am Hofe Theobalds in Navarra. 
von Navarra (Blois), König Theobald II. (V.) (I41348)
 
49595 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Theobald_III._(Champagne) (Okt 2017)

Theobald III. (franz.: Thibaut; * 13. Mai 1179 in Troyes; † 24. Mai 1201 ebenda) war seit 1197 ein Graf von Champagne aus dem Haus Blois. Er war der jüngere Sohn des Grafen Heinrich I. von Champagne und Marie, der Tochter König Ludwigs VII. von Frankreich.

Theobald folgte seinem älteren Bruder Heinrich II. als Graf von Champagne, als dieser 1197 im Königreich Jerusalem gestorben war. Dabei wurden eventuelle Erbrechte der in Palästina geborenen Töchter Heinrichs ignoriert. Zunächst führte Theobalds Mutter für ihn die Regentschaft, die er nach ihrem Tod 1198 selber übernahm. Im April dieses Jahres leistete er seinem Onkel König Philipp II. den Lehnseid und wurde damit auch als rechtmäßiger Graf anerkannt.[1]
Ebenfalls im gleichen Jahr rief Papst Innozenz III. zu einem vierten Kreuzzug auf, der in den Orient gegen die Muslime gerichtet werden sollte. Anfangs gab es unter dem französischen Adel wenig Begeisterung für einen weiteren Zug nach Jerusalem, aber als im November 1199 auf einem Turnier an Theobalds Hof zu Écry der Prediger Fulko von Neuilly auftrat, nahmen viele von ihnen das Kreuz und wählten Theobald zu ihrem Anführer. Ihm schlossen sich weiterhin sein Vetter, Graf Ludwig von Blois, und Graf Balduin IX. von Flandern an. Die drei Grafen beschlossen, je zwei Abgesandte (u. a. Gottfried von Villehardouin und Conon de Béthune) nach Italien zu entsenden, die dort einen geeigneten Hafen suchen sollten, der bereit war, für eine Überfahrt des Kreuzfahrerheeres in das Heilige Land zu sorgen.
Bevor der Zug begann starb Theobald in seiner Residenz zu Troyes an Typhus. Gemäß seinem letzten Willen wurde er im Gewand eines Kreuzfahrers in der Kirche Saint-Étienne in Troyes bestattet. Die Führung des Kreuzzuges wurde an den Markgrafen Bonifatius von Montferrat übertragen, nicht ohne Zutun von Theobalds Marschall Gottfried von Villehardouin. 
von Champagne (Blois), Graf Theobald III. (I8370)
 
49596 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Theobald_V._(Blois) (Okt 2017)

Theobald V. von Blois (franz: Thibaut; * um 1130; † 1191 vor Akkon), genannt der Gute (le Bon), war ein Graf von Blois, Chartres und Grafschaft Châteaudun von 1151 bis 1191 aus dem Haus Blois. Er war ein Sohn des Grafen Theobald IV./II. von Blois-Champagne und dessen Ehefrau Mathilde, Tochter des Herzogs Engelbert von Kärnten.

Nach dem Tod seines Vaters 1151 erhielt Theobald von seinem älteren Bruder Heinrich die Stammbesitzungen seiner Familie. Um weiterhin die politische Einheit des Hauses Blois zu gewährleisten, musste Theobald seinem Bruder Gefolgschaftspflicht schwören, ein Vasallitätsverhältnis, das auch auf seine Nachkommen überging und erst 1234 durch Graf Theobald IV. von Champagne beendet werden sollte. Theobald lebte vor allem in der Stadt Chartres, deren Mauern er erneuern ließ.

Neben Gottfried VI. von Anjou war Theobald derjenige, der 1152 erfolglos versuchte, die frischgeschiedene Königin Eleonore von Aquitanien auf deren Weg von Beaugency nach Poitiers zu entführen. Er wurde ein Gefolgsmann König Ludwigs VII., von dem er 1154 zu einem Seneschall von Frankreich ernannt wurde. Durch die Heirat seiner Schwester Adela mit dem König 1160 erlangte das Haus Blois einen dominierenden Einfluss auf den königlichen Hof. 1164 heiratete Theobald die Prinzessin Alix, eine Tochter des Königs und der Eleonore.
Mit seinem Neffen Philipp II. geriet Theobald in Konflikt, nachdem dieser sich aus der Bevormundung der Familie Blois löste und sich mit Graf Philipp I. von Flandern verband. Theobald blieb der Krönung Philipps 1180 fern und revoltierte gegen ihn mit seinen jüngeren Brüdern Stephan I. von Sancerre und Erzbischof Wilhelm von Reims. Doch bis zum Jahr 1182 wurden sie geschlagen und mussten sich unterwerfen.

Im Gefolge des Königs nahm Theobald am dritten Kreuzzug teil und fiel in dessen Verlauf, wie auch sein Bruder Stephan von Sancerre, 1191 bei der Belagerung von Akkon.[1] Er wurde in der Abtei von Pontigny bestattet. Das Amt eines Seneschalls von Frankreich wurde nach seinem Tod nicht mehr vergeben. 
von Champagne (Blois), Graf Theobald V. (I7663)
 
49597 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Theobald_von_Montlhéry (Jul 2023)

Theobald (lat. Theobaldus cognomina Filans-stupas, frz. Thibaud File Étoupe de Montlhéry, * 10. Jahrhundert; † 11. Jahrhundert) war ein Herr von Montlhéry und Bray-sur-Seine sowie Stammvater des Hauses Montlhéry[1].

Theobald wird in der Historia Francorum des Aimoin de Fleury erwähnt, der ihn mit dem Beinamen „filans stupas“ bezeichnete,[2] was so viel wie „Werghaupt“ in Bezug auf seine Haare bedeutet. Weiter berichtet Aimoin, dass Theobald den Königen Hugo Capet und Robert II. den Frommen als Waldhüter („Forestarius“[2]) diente. Wahrscheinlich um das Jahr 990 baute er die Burg auf dem Montemlethericum, mit der er die königliche Domäne gegen die benachbarten mächtigen Grafen von Blois absichern sollte. 
von Montlhéry, Herr Theobald (I41716)
 
49598 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_I._(Montferrat) (Okt 2017)

Theodor I. Palaiologos (voller Name: Theodoros Komnenos Dukas Angelos Palaiologos, ital: Teodoro Paleologo; * 1291; † 21. April 1338) war ein byzantinischer Prinz aus der Herrscherdynastie der Palaiologen und ein Markgraf von Montferrat. Er war ein jüngerer Sohn des Kaisers Andronikos II. Palaiologos aus dessen zweiter Ehe mit Yolande (Irene) von Montferrat.

Theodor verbrachte seine Kindheit im Umfeld seiner Mutter, das heißt ab 1303 in Thessaloniki, nachdem sich die Mutter mit seinem Vater zerstritten hatte. Auf einem genuesischen Schiff reiste er im Jahr 1305 nach Italien an den Hof seines Onkels mütterlicherseits, Markgraf Johann I. von Montferrat. Der Onkel starb noch im selben Jahr ohne eigene Kinder, Theodor beerbte ihn als Markgraf von Montferrat und begründete so den italienischen Zweig des byzantinischen Kaiserhauses der Palaiologen. Dazu nahm er die römisch-katholische Konfession an und heiratete Argentina Spinola, eine Tochter des Stadtkapitäns von Genua, Obizzo Spinola.

Theodor engagierte sich in der Unionspolitik zwischen der römisch-katholischen Westkirche und der griechisch-orthodoxen Ostkirche. Dazu reiste er zweimal in seine Heimat nach Konstantinopel in den Jahren 1317 bis 1319 und 1325 bis 1327. Bei seinem zweiten Aufenthalt versuchte er im Bürgerkrieg zwischen seinem Vater Andronikos II. und seinem Neffen Andronikos III. zu vermitteln. Unter anderem beschuldigte er den Großlogotheten Theodoros Metochites der Korruption. Dabei erhoffte sich Theodor von seinem Vater sogar die Einsetzung als Nachfolger im Kaisertum.
Nach seiner Rückkehr betätigte sich Theodor als Autor eines Lehrbuchs zur Regierungs- und Kriegskunst, das er auf Griechisch verfasste und sogleich auch ins Lateinische übersetzte. Beide Fassungen sind heute verschollen, allerdings fertigte bald Jean de Vignay für König Philipp VI. von Frankreich eine Übersetzung ins Französische an (Les Enseignements ou ordenances pour un seigneur qui a guerres et grans gouvernemens à faire), die erhalten blieb. 
von Montferrat (Byzanz, Palaiologen), Prinz Theodor I. (Theodoros) (I9681)
 
49599 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Theresia_von_León (Okt 2017)

Theresia von León (portugiesisch Teresa de Leão, spanisch Teresa de León; * 1080; † 11. November 1130) war eine Gräfin und selbsternannte Königin von Portugal aus dem Haus Jiménez. Im Kampf gegen ihre Halbschwester, Königin Urraca von León-Kastilien, versuchte sie als Herrin des damals noch zum Feudalgefüge des Königreichs León gehörenden Portugal ihre Souveränität zu erkämpfen.

Familie
Theresia war eine uneheliche Tochter des Königs Alfons VI. von León-Kastilien und seiner Mätresse Jimena Muñoz, wurde aber dessen ungeachtet als vollwertige Angehörige des Königshauses behandelt. Dem Umstand der unehelichen Abstammung wurde in den damals geltenden gesellschaftlichen Konventionen der christlichen Königreiche Spaniens noch keine besondere Relevanz beigemessen. Kurz vor oder im Jahr 1094 wurde Theresia mit Heinrich von Burgund verheiratet, einem nachgeborenen Sohn des fraranzösischen Herzogshauses von Burgund aus der Dynastie der Kapetinger, zu dem das leónesische Königshaus zuvor schon enge Beziehungen pflegte.[1] Ein Schwager Heinrichs, Raimund von Burgund, war bereits mit Theresias älterer Halbschwester Urraca verheiratet gewesen. In einer von Raimund ausgestellten Urkunde, datiert auf den 11. Februar 1095, werden Theresia und Heinrich erstmals als verheiratetes Paar genannt.[2] Noch im selben Jahr übertrug Raimund die ihm als Lehen seines Schwiegervaters gehörende Grafschaft Portugal bereitwillig an Heinrich. Diese Grafschaft umfasste damals das Land zwischen dem Rio Miño im Norden und Santarem im Süden.[3] Als Grenzland zum muslimischen Al-Andalus war sie regelmäßig den Überfällen der Mauren ausgesetzt. Das Paar konnte hier schnell seine Herrschaft konsolidieren, indem es die Grenze zu den Mauren stabilisierte und die Anerkennung des erzbischöflichen Status der Kirchenprovinz Braga seitens Papst Paschalis’ II. erreichte.

Frühe Jahre
Die Frage bezüglich der Thronfolge ihres Vaters Alfons VI. sollte sich sowohl für Theresia wie auch für ihre Halbschwester als entscheidende Weichenstellung ihrer Biographien erweisen. Als Ehemann der älteren und legitim geborenen Urraca hatte Raimund von Burgund die besten Aussichten, eines Tages den Thron besteigen zu können, wofür er schon im Jahr 1094/95 in einem vereinbarten privaten Pakt die Unterstützung Heinrichs zugesagt bekam, noch bevor dieser Theresia geheiratet hatte.[4] Die Geburt des Infanten Sancho Alfónsez 1093 und dessen Einsetzung zum Thronerben im Frühjahr 1107 machte dieses Vorhaben zwar zunichte, aber der Tod Raimunds noch im selben Jahr rückte Heinrich augenblicklich in die Position des designierten Seneniors der Königsfamilie, mit der Aussicht auf eine dominierende Position gegenüber dem jungen Infanten. Im Mai 1108 schien sich die Machtposition Heinrichs noch einmal zu erweitern, als der junge Infant in der Schlacht von Uclés gegen die Mauren fiel und nun der Sohn der Urraca, Alfonso Raimúndez, zum potentiellen Thronfolger aufrückte. Weil dieser nur wenige Jahre alt war, zeichnete sich eine Regentschaftsregierung ab, zu deren Führung Heinrich als einziges männliches Familienmitglied prädestiniert schien. Diese Aussicht wurde aber von dem alternden Alfons VI. zunichtegemacht, der Urraca zu seiner Thronerbin ernannte und ihre Verheiratung mit König Alfons I. von Aragón arrangierte, der somit zum zukünftigen Regenten und Beschützer des Alfonso Raimúndez auserkoren wurde. Die Familie Theresias war damit von der zukünftigen Machtverteilung weitgehend ausgeschlossen, was letztlich einen lebenslangen Bruch mit ihrer Schwester heraufbeschwor.
Der Thronbesteigung Urracas und deren Hochzeit mit dem König von Aragón im Jahr 1109 blieben Theresia und Heinrich demonstrativ fern. Stattdessen ignorierten sie ihre lehnsrechtliche Unterordnung unter die neue Königin und gingen in Portugal daran, eine möglichst eigenständige Herrschaft zu errichten. Profitieren konnten sie dabei von dem schnell eintretenden Zerwürfnis zwischen Urraca und Alfons I. von Aragón, der die auch vom Papst verfügte Annullierung ihrer Ehe nicht kampflos akzepeptieren wollte. Heinrich verbündete sich zunächst mit dem Aragónesen und besiegte Urraca am 26. Oktober 1111 in der Schlacht von Candespina, ging dann aber für den Preis bedeutender Gebietsschenkungen auf ihre Seite über. Als Urraca im folgenden Jahr ihren früheren Ehemann endgültig aus dem Königreich vertreiben konnte, hatte sich die Familie Theresias bereits fest in der Grafschaft Portugal und den angrenzenden Gebieten etabliert und gegenüber der Krone ein regionales Gegengewicht gebildet. Der überraschende Tod Heinrichs im Sommer 1112 stellte aber Theresias Position in Frage.

Schwesterkampf
Für ihren unmündigen Sohn Alfonso Enríquez übernahm Theresia die Regentschaft in Portugal und setzte die auf eine weitgehende Unabhängigkeit bedachte Politik ihres Mannes fort. Begünstigt wurde sie dabei von ständigen Adelsrevolten und Machtkämpfen mit dem Klerus, denen sich Urraca fast ständig ausgesetzt sah. Nicht zuletzt deshalb konnte Theresia im Bündnis mit dem galicischen Grafen Pedro Froilaz de Traba einen ersten Vorstoß ihrer Schwester nach Portugal abwehren, indem sie sie in SSobroso belagerte.[5] Erst als sie selbst im Sommer 1117 nach einem Angriff der muslimischen Almoraviden auf Coimbra schwer bedrängt war, konnte Urraca dies in einem neuerlichen Vorstoß ausnutzen, mehrere Burgen besetzen und einige portugiesische Adelsfamilien zum Seitenwechsel bewegen. Obwohl dadurch stark geschwächt vermochte sich Theresia in Braga zu halten und durch eine Liaison mit Fernando Pérez de Traba ein Bündnis mit der Opposition in Galicien zustande zu bringen, da dessen Vater, Graf Pedro Froilaz de Traba, der ärgste Rivale der Königin in diesem Reichsteil war. In einem von Papst Paschalis II. an den portugiesischen Klerus und Adel gerichteten Brief vom 18. Juni 1116 wurde Theresia erstmals mit dem königlichen Tititel (T reginae) angesprochen.[6] Die Gründe, warum sie von Seiten der römischen Kirche als Königin anerkannt wurde, sind unklar, aber offenbar fasste sie dies als Legitimation ihres Unabhängigkeitsstrebens auf, woraufhin sie sich ab dem November 1117 in ihren eigenen Urkunden „Königin von Portugal“ (Tarasia regina de Portugal) nannte, was einmal mehr einen Affront gegen ihre Schwester darstellte.[7] Aber auch Papst Calixtus II., der ansonsten in guten Beziehungen zu Urraca stand, erkannte Theresia als Königin (regina Tarasia) an und stellte sie dabei auch in der Würde bewusst über ihren verstorbenen Ehemann (comes Henricus).[8] Und der in Sahagún weilende Kardinallegat Boso bezeichnete in einem im selben Jahr an Theresia gerichteten Schreiben diese als „ehrwürdige Königin von Portugal“ (T. uenerabili regine Portugalensium).[9]
Ungeachtet der päpstlichen Haltung wurde Theresia von Urraca auch weiterhin als rebellische Vasallin betrachtet und als diese bis 1120, auch dank eines Friedens mit Aragón 1117, ihre Herrschaft soweit stabilisieren konnte, war die Machtstellung Theresias zunehmend gefährdet. Dazu trugen auch innerfamiliäre Konflikte bei, deren Ursprung vermutlich in ihrem außerehelichen Verhältnis lag und die zu einem Bruch mit ihrem Sohn Alfonso Enríquez führten, der deshalb auf die Seite seiner Tante Urraca überging. Im Sommer 1120 stieß Urraca schließlich mit Heeresmacht von Galicien aus den Miño überschreitend nach Portugal vor und zog in Braga ein. Die von diesem Zug überraschte Theresia musste sich in die Burg von Lanhoso zurückziehen, wo sie von den Truppen ihrer Schwester belagert wurde.[10] Zwar wurde die Belagerung wenig später wieder aufgehoben, ohne dass Theresia sich ihrer Schwester ergeben musste, doch fand ihre Herrschaft als „Königin“ von Portugal damit ein Ende. Denn in Braga investierte Urraca den jungen Alfonso Enríquez zu ihrem neuen lehnsabhängigen Grafen von Portugal.[11]

Kampf gegen den Sohn
Theresias Herrschaftsbereich beschränkte sich fortan auf das Tal des Miño im südlichen Galicien mit den Hauptorten Tui und Orense, wo sie sich nur dank ihrer Verbindung zum Hause Traba halten konnte. Um diese Allianz zu festigen, verheiratete sie ihre Tochter aus erster Ehe mit einem Bruder ihres Geliebten Fernando Pérez de Traba. Mit ihm an ihrer Seite stritt sie nun mit wechselseitigem Erfolg gegen ihren Sohn und der hinter ihm stehenden Königin Urraca um die Rückeroberung der Herrschaft in Portugal. Bis zum Sommer 1122 gelang es ihr, die Bischöfe von Coimbra und Porto auf ihre Seite zu ziehen und den zu ihrem Sohn haltenden Erzbischof von Braga gefangen zu nehmen.[12] Die Reaktion Urracas erfolgte im März 1123, als sie Theresias „Schwiegervater“ Pedro Froilaz de Traba und einige seiner Söhne verhaften und deren Besitzungen konfiszieren ließ, womit Theresia ihre wichtigsten Unterstützer verlor.[13] Einen drohenden Übergang des Bischofs von Tui auf die Seite Urracas konnte sie im September 1125 nur durch die Zusicherung, ihm die kirchliche Administration des nördlichen Portugals zwischen dem Miño und Limia zu überlassen, verhindern.[14] Allerdings hatte sich ihr Sohn am 17. Mai 1125 in Zamora die Schwertleite verleihen und sich damit die Mündigkeit attestieren lassen, womit er sich gegenüber seiner Mutter nun vollends emanzipiert hatte.[15]
1126 starb Königin Urraca und deren Sohn Alfons VII. (Alfonso Raimúndez) folgte ihr nach. Mit diesem trafen sich Theresia und ihr Geliebter noch im April dieses Jahres in Ricobayo und verständigten sich auf einen Frieden.[16] Nicht mit einbezogegen war darin Alfonso Enríquez, den Theresia zugunsten ihres Geliebten aus der Macht zu verdrängen suchte. Beide Fraktionen trugen diesen Konflikt militärisch aus, den Alfonso am 24. Juni 1128 mit einem Sieg in der Schlacht von São Mamede südlich von Guimarães für sich entscheiden konnte. Theresias Herrschaft in Portugal war damit endgültig beendet; mit ihrem Geliebten musste sie sich auf dessen Familienbesitzungen in Galicien zurückziehen, wo sie am 11. November 1130 starb.[17] Sie wurde in der Kathedrale von Braga neben ihrem Mann bestattet, wo ihr zu einem späteren Zeitpunkt ein Sarkophag samt Liegefigur gestaltet wurde.
Auch wenn Theresias persönlicher Kampf um eine unabhängige Herrschaft in Portugal zuerst gegen ihre Schwester und zuletzt gegen den eigenen Sohn gescheitert war, so machte dieser sich ihre Politik im Kampf gegen seinen Cousin Alfons VII. „dem Kaiser“ zu eigen. Im Vertrag von Zamora 1143 musste der leónesische Monarch die Unabhängigkeit Portugals als eigenständiges Königreich anerkennen, mit Alfonso Enríquez als Alfons I. als seinem ersten König.
 
von León, Gräfinn von Portugal Teresa Alfónsez (I7074)
 
49600 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Theresia_von_Portugal (Jun 2017)

Theresia (oder Teresa) von Portugal (* um 1178 in Coimbra; † 18. Juni 1250 in Lorvão) war die erste Frau von König Alfons IX. und von 1191 bis 1197 Königin von Léon. Seit 1705 ist sie eine Selige der römisch-katholischen Kirche.

Theresia kam um 1178 als älteste Tochter von König Sancho I. von Portugal und Dulce von Barcelona in Coimbra zur Welt.
Sie heiratete 1191 Alfons IX. von León und hatte mit ihm drei Kinder. Papst Coelestin III. ließ diese Ehe 1197 wegen zu naher Verwandtschaft für nichtig erklären, denn die beiden hatten Alfons I. von Portugal als gemeinsamen Großvater.[1] Daraufhin zog sich Theresia nach Portugal zurück.
Sie versuchte vergeblich, nach dem Tod von Alfons IX. im Jahre 1230 Ansprüche ihrer beiden Töchter auf den Thron in León durchzusetzen. König Ferdinand II. von Kastilien, Sohn von Alfons' zweiter und ebenfalls geschiedener Ehefrau Berenguela von Kastilien, löste die Thronansprüche seiner Halbschwestern mit 30.000 Goldstücken (aurei) ab.[2] Von ihrer Morgengabe errichtete Theresia ein Zisterzienserinnenkloster, in das ihre Töchter eintraten. Sie selbst lebte ab 1229 im Kloster der Zisterzienserinnen in Lorvão, wo in der Klosterkirche auch ihr Grab ist.
Am 13. Dezember 1705 wurde Theresia von Papst Clemens XI. zusammen mit ihrer Schwester Sancha seliggesprochen. Ihr katholischer Feiertag ist der 17. Juni. 
von Portugal, Theresia (I7581)
 

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