Treffer 49,851 bis 49,900 von 52,053
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| 49851 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019531/2016-11-11/ von Oltigen Grafenfamilie, die nach der abgegangenen Burg O. an der Aare nahe der Saanemündung benannt wurde und sich nur über zwei Generationen im 11.-12. Jh. fassen lässt. Auch Outoldenges oder Oltudenges. In der älteren Forschung wurde aufgrund von Güterlage und gleichen Vornamen eine Verwandtschaft mit den von Fenis angenommen. Bucco ist um 1074 als Donator der Kirche Lausanne bezeugt. Seine mutmassl. Söhne Cono (✝︎ vor 1107) und Burkhard waren im Investiturstreit Parteigänger von Kg. Heinrich IV. und besassen Güter in Ressudens und Lugnorre. Die Gründe für das Verschwinden der Fam. sind unklar. Ein genealog. Zusammenhang mit den beiden Cono freiherrl. Ranges, Inhaber der Burg O. um 1166, kann nicht bewiesen werden. Version vom: 11.11.2016 Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen | von Oltigen, Anna (I57850)
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| 49852 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019531/2016-11-11/ von Oltigen Grafenfamilie, die nach der abgegangenen Burg O. an der Aare nahe der Saanemündung benannt wurde und sich nur über zwei Generationen im 11.-12. Jh. fassen lässt. Auch Outoldenges oder Oltudenges. In der älteren Forschung wurde aufgrund von Güterlage und gleichen Vornamen eine Verwandtschaft mit den von Fenis angenommen. Bucco ist um 1074 als Donator der Kirche Lausanne bezeugt. Seine mutmassl. Söhne Cono (✝︎ vor 1107) und Burkhard waren im Investiturstreit Parteigänger von Kg. Heinrich IV. und besassen Güter in Ressudens und Lugnorre. Die Gründe für das Verschwinden der Fam. sind unklar. Ein genealog. Zusammenhang mit den beiden Cono freiherrl. Ranges, Inhaber der Burg O. um 1166, kann nicht bewiesen werden. Version vom: 11.11.2016 Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen | von Oltigen, Junker Johann (I57872)
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| 49853 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019570/2011-07-06/ de La Sarraz Waadtländer Hochadelsgeschlecht, das vom älteren Zweig der von Grandson abstammt. Girard (✝︎ vor Mai 1234), Sohn des Ebal von Grandson, trug ab 1222 den Titel eines Herrn von La S. Da sein Sohn Aymon (✝︎ vor 1269) keine Söhne hatte, führte 1269 dessen älteste Tochter, Henriette, Gattin des Humbert de Montferrand, den Namen La S. weiter. So folgte der Zweig Montferrand-La S. auf die Grandson-La S., erlosch aber 1505 mit Barthelémy im Mannesstamm. Dessen Nachfolge gestaltete sich schwierig und löste Interventionen Berns und Savoyens aus. Die Ehe zwischen der Witwe von Barthelémys Neffen und Erben, Michel Mangerot, und François de Gingins aus dem jüngeren Zweig Mont-le-Grand-La S. begründete die Linie der de Gingins-La S. (de Gingins). Die La S. waren ab 1251 Vasallen der Savoyer, Vögte der Waadt und Kastlane von Les Clées. Guillaume (✝︎ vor März 1478), 1458-60 Vogt der Waadt, nannte sich als erster Frh. von La S. (ab 1461 bezeugt). Die Tatsache, dass er Adrian von Bubenbergs Schwiegervater war, hielt die Eidgenossen nicht davon ab, am 24.10.1475 die Burg dieses Parteigängers des Hzg. von Burgund zu plündern. Die La S. waren mit den mächtigsten jurass. Familien verschwägert: den de Joux, de Mont, de Gingins, de Vufflens, d'Oron, de Seyssel, de Salins und de Saint-Trivier. Ausser ihrer Herrschaft La Sarraz besassen sie Rechte über versch. Marktflecken (Vevey, Montreux, Mont-le-Grand). Sie amtierten als Kastvögte der von ihren Vorfahren von Grandson gegr. Abtei am Lac de Joux, wo sich die erste Familiengruft befand. Ab 1430 liessen sie sich in der von François de Montferrand 1360 gestifteten Kapelle Saint-Antoine in La S. bestatten. François' Enkel Nicod I. (✝︎ vor Mai 1447) und Aymon IV. (✝︎ 1427) errichteten wahrscheinlich das Kenotaph, das wohl ihren Grossvater, umgeben von ihrem Vater François II. und ihrem Onkel Aymon III., darstellt. Das von den Grandson im 12. Jh. erbaute Stammschloss befand sich bis 1921 in Familienbesitz und wurde darauf der Société du Musée romand vermacht. Version vom: 06.07.2011 Autorin/Autor: Jean-Luc Rouiller Übersetzung: Marianne Derron Corbellari | von La Sarraz, Johanna (Jeanne) (I57502)
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| 49854 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019604/2010-07-27/ von Ramstein von Brislach In der Umgebung Basels begütertes Adelsgeschlecht. Ursprünglich aus dem Sundgau stammend, entfalteten die R. im Jura von ihrer wohl im 11. Jh. errichteten Burg R. aus eine rege Kolonisationstätigkeit, verbunden mit erfolgreicher Herrschaftsbildung. Um 1260 bauten sie die Burg Zwingen, um 1300 die Burg Gilgenberg. Urkundlich ist das Geschlecht ab 1146 mit Thüring von Brislach fassbar. Die Fam. teilte sich in einen freiherrl. und einen ritterl. Zweig. Deshalb entstanden Wappen mit unterschiedl. Tinktur: Die Freiherren führten im Schild zwei weisse gekreuzte Lilienstäbe in schwarz, die Ritter zwei rote Lilienstäbe in gelb. Der ritterl. Zweig sass auf der Stammburg R. und ab ca. 1300 in Basel, wo er zur Führungsschicht zählte. Die Herren von R. stellten im 14. und 15. Jh. sechs Basler Bürgermeister, darunter Burkhard Werner. Christoph verkaufte 1518 Burg und Herrschaft R. an die Stadt Basel. Die Fam. lebte bis zu ihrem Aussterben von Gütern im Sundgau (Waldighofen) sowie von weltl. und geistl. Ämtern. Als Letzte ihrer Linie starb Anna Maria Franziska 1719. Der freiherrl. Zweig wohnte vorwiegend auf den Burgen Gilgenberg und Zwingen und hielt sich von der Basler Politik fern. Imer war Ende 14. Jh. Bf. von Basel. Rudolf hinterliess nach seinem Tod 1459 den unehel. Sohn Hans Bernhard, der sich Gilgenberg als Erbteil sichern konnte. Dessen Sohn Hans Imer von Gilgenberg verkaufte 1527 Burg und Herrschaft Gilgenberg an Solothurn. Mit seiner Tochter Elisabeth starb diese Linie 1554 aus. Der Ramsteinerhof an der Rittergasse erinnert noch an die Präsenz der R. in Basel. Version vom: 27.07.2010 Autorin/Autor: Werner Meyer | von Ramstein, Rudolf (I21905)
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| 49855 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019615/2004-11-01/ von Eschenbach Hochfreiengeschlecht mit der Stammburg E. bei Inwil (LU), v.a. in der 2. Hälfte des 13. Jh. z.T. auch als von Schnabelburg bezeugt. Ab 1225 sind die genealog. Zusammenhänge relativ gesichert. Die ältesten Besitzungen finden sich im Gebietsstreifen von E. über Rüssegg und Maschwanden bis zum Zürichsee. Streubesitz lag im Aargau und in Uri sowie ab dem 12. Jh. durch Konnubium im Elsass. Die Lage des frühen Allodialbesitzes und die Beziehungen zu Luzern lassen eine urkundlich nicht belegbare Zweigbildung von den Frh. von Rotenburg plausibel erscheinen. Zunächst Lehensträger der Gf. von Lenzburg, treten E. nach 1173 im Gefolge der Hzg. von Zähringen auf. Konnubien bestanden mit den Breisgauer Frh. von Schwarzenberg und um 1200 durch die Heirat Walters II. mit der Berner Oberländer Erbtochter Ita von Oberhofen, verwandtschaftl. Beziehungen auch zu den Frh. von Regensberg, von Wart, von Sulz, von Wädenswil-Unspunnen, von Tengen und von Vaz. Als Inhaber der Reichsvogtei Zürich erbauten die E. vermutlich im 12. Jh. die auf dem Albis gelegene Schnabelburg. 1185 gründeten die Gebr. Konrad , Abt von Murbach, Ulrich , Propst zu Luzern und Walter I., Herr zu Schnabelburg, das Kloster Kappel, das zur Begräbnisstätte der Fam. wurde. Die traditionelle Annahme einer Herrschaftsteilung bereits um 1200 in einen Berner Oberländer Zweig und einen Zweig in den Stammgebieten und um Zürich, welche den Breisgauer Besitz gemeinsam verwalteten, beruht auf einer stat. Auffassung genealog. Auffächerung. Bis in das letzte Viertel des 13. Jh. muss von einer grossen geogr. Mobilität mit alternierenden Herrschaftsschwerpunkten ausgegangen werden. Die Machtstellung im Berner Oberland beruhte auf der Kastvogtei der Propstei Interlaken sowie auf Güterbesitz um Interlaken, an Thuner- und Brienzersee sowie im Grindelwaldner- und im Lauterbrunnental. Die E. hinterliessen im 13. Jh. mehrmals unmündige Söhne, was evtl. auf späte Heirat infolge einer Anpassung im generativen Verhalten schliessen lässt. Erst in der Generation von Walter III., um 1270, kam es zur Herrschaftsteilung im Hause E.-Schnabelburg: Die E. verlagerten ihr Schwergewicht auf die Schnabelburg, während die urspr. Schnabelburger ins Breisgau abwanderten und sich als von Schwarzenberg bis 1465 fortsetzten. Wenige Jahre später kam es infolge ökonom. Schwierigkeiten zu den ersten umfangreicheren Veräusserungen. Vor 1280 begann ein rascher Niedergang mit der Liquidation der Güter im Berner Oberland, ab 1290 auch der übrigen Güterkomplexe. Um 1280 trat Berchtold III., Sohn Walters III., in den habsburg. Dienst, was wohl mit der Erlaubnis zum Bau der Burg und des Städtchens Unterseen im Berner Oberland abgegolten wurde. Unter Walter IV. zerbrach die wirtschaftl. Basis der Fam. vollends. 1302 wurde die Schnabelburg dem Johanniterhaus Hohenrain veräussert, Walters Bruder Berchtold in ebendieser Kommende versorgt. 1306 erfolgte die Veräusserung der gesamten Herrschaft Oberhofen mit Unspunnen und Unterseen an Habsburg. Die Beteiligung Walters IV. an der Ermordung von Kg. Albrecht I. 1308, in dessen Folge er den Rest seiner Güter verlor, war damit nur das Fanal eines schon früher begonnen Niedergangs. Walther IV. selbst entkam der Vergeltung und soll nach chronikal. Überlieferung sein Leben als Schafhirt in Württemberg beendet haben, während sein Bruder Mangold, aufgrund der wirtschaftl. und sozialen Stellung offenbar unverheiratet, noch vereinzelt bis 1338 urkundlich erwähnt wird. Version vom: 01.11.2004 Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen | von Eschenbach, Walther (I5626)
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| 49856 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019618/2005-01-24/ von Büttikon Im 12.-16. Jh. bezeugtes aarg. Ministerialengeschlecht, erwähnt erst nach dem Aussterben der Gf. von Lenzburg (1173), unter denen es eine vorzügl. Stellung innegehabt haben muss: 1173 war Johannes von Botinchouen erster Dienstmannen-Zeuge in einer Urkunde Ks. Friedrichs I. für das Kloster Beromünster. Über das urspr. Verhältnis der Fam. zum Ort B. ist nichts bekannt. Vom 13. Jh. an auf der Burg Wikon bei Zofingen, verfügten die B. über weit gestreute Güter, v.a. bei B., Seengen, Hallwil und Rued, weiter bei Kölliken, Dagmersellen und Brittnau. Im 14. Jh. kam der Kirchensatz von Oberwil bei Büren hinzu, 1345 die Burg Schenkon. Ein Zweig sass in Ufhusen; diverse Angehörige wohnten in Zofingen, Luzern, Bern und Basel. Im 14. Jh. standen zahlreiche B. in habsburg. Diensten: Ulrich (1310) als herzogl. Hofmeister, sein Sohn Johannes (ab 1346) als Vogt von Rothenburg, herzogl. Rat (1354), österr. Landvogt im Aargau und Thurgau (1357) sowie im Schwarzwald (1361). Hartmann und Ulrich fielen 1386 bei Sempach auf österr. Seite. Rudolf, 1373 durch Gf. Rudolf IV. von Neuenburg mit Wikon belehnt, kapitulierte dort 1415 vor den Bernern. Zahlreiche Angehörige der Fam. folgten kirchl. Laufbahnen: u.a. Werner als Komtur von Thunstetten (1280), Ulrich als Abt (1304-08) des von der Fam. geförderten Klosters St. Urban, Rudolf als Komtur von Hohenrain (1340) und Biberstein (1344), Markwart als Komtur von Herzogenbuchsee (1382) und Reiden (1391), Johannes (I.) (1323 bzw. 1336-60) und Johannes (II.) (1382 bzw. 1363-87) als Pröpste von Zofingen bzw. Schönenwerd, Agnes als Äbtissin von Frauenthal (1373-82), Adelheid als Äbtissin von Ebersecken (1384). Jahrzeiten stifteten B. u.a. in Solothurn und Interlaken. Ein Wappenfresko der Fam. befindet sich in der Stadtkirche Biel. Der soziale Rang der B. im 13.-15. Jh. drückt sich in den Heiratsverbindungen mit führenden aarg., bern. und basler. Geschlechtern aus. Thüring, ein bern. Truppenführer in den Burgunderkriegen, verkaufte 1476 Wikon an Luzern, sein Sohn Georg den halben Twing von Brittnau 1516 an Bern. Thürings zweiter Sohn Jakob fiel 1522 in der Schlacht bei Bicocca (nördlich von Mailand). Georgs unmündiger Sohn starb 1558 als Letzter des Geschlechts. Version vom: 24.01.2005 Autorin/Autor: Peter Kaiser | von Büttikon, Ritter Johannes (I21826)
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| 49857 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019629/2007-11-28/ von Hasenburg Burgund. Hochfreiengeschlecht des 12. bis 15. Jh., franz. d'Asuel. Die alte These einer Abkunft von den Gf. von Fenis ist überholt. Dagegen ist von der Abstammung von den Frh. de Montfaucon aufgrund einer Erbteilung im 12. Jh. auszugehen. Die Herrschaft umfasste Besitz und Rechte im nördl. Jura, mit Schwerpunkt in der Region zwischen Delsberg und Pruntrut, sowie um Willisau. Die genealog. Zusammenhänge sind über zwölf Generationen, für die fast 50 Einzelpersonen bezeugt sind, relativ klar. Erstmals belegt ist die Fam. 1136 mit Burchardus (I.) und Henricus de Asuel, benannt nach der Burg Asuel. Mitglieder der Fam. waren über Generationen Kastvögte des Klosters Saint-Ursanne und Truchsessen der Bf. von Basel, hatten Ministerialen (u.a. de Boncourt) und verfügten über die Patronatsrechte der Kirchen von Charmoille, Willisau und Menznau. Im 14. Jh. lassen sich Heiratsbeziehungen zu den Frh. von Aarburg und den Gf. von Thierstein, im 15. Jh. zu den Frh. de Rougemont nachweisen. Während die Fam. im 12. Jh. eine einflussreiche Rolle gespielt hatte (Hugo), war Burkard (IV.) so verarmt, dass er 1241 den Restbesitz an den Bf. von Basel abtreten musste, um ihn als bischöfl. Lehen wieder zu empfangen. Zu Beginn des 13. Jh. müssen die von H. auf unbekanntem Weg Rechte in der Region Willisau erworben haben, die sie bis zur Hausteilung 1285 wohl nur als Pertinenz der burgund. Herrschaft H. innehatten. Bei der Güterteilung erhielt Diebold nach burgund. Jüngstenerbrecht die jurass. Stammherrschaft (Asuel wird 1324 als Vorburg, 1377 als Stadt bezeichnet), während sein Bruder Heimo (II.) den Zweig in Willisau begründete. Dieser trat ― wie mit Ulrich Diebold später auch der jurass. Zweig ― um 1302 in österr. Dienste: Er gab Habsburg-Österreich die Mitte des 13. Jh. erbaute Burg H., das Frevelgericht und das Marktrecht als Lehen auf, um die Stadt Willisau gründen zu können, die er danach zeitweise als habsburg. Pfandschaft innehatte. Mit Markwart starb dieser Zweig, dem wahrscheinlich der 1327-34 regierende Einsiedler Abt Johannes von H. entstammte, um 1341 im Mannesstamm aus. Willisau gelangte über die Erbtochter Ursula an das Haus Aarberg-Valangin. Nach 1400 verlagerte sich der Interessenschwerpunkt des jurass. Zweigs infolge der Erbschaft eines Teils der Herrschaft Rougemont in den burgund. Raum, wo Mitglieder der Fam. im Gefolge Hzg. Karls des Kühnen standen. Das Geschlecht erlosch mit Hans Lütold (✝︎ 1479). Version vom: 28.11.2007 Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen | von Hasenburg (Asuel), Ritter Ulrich Diebold (I12314)
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| 49858 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019629/2007-11-28/ von Hasenburg Burgund. Hochfreiengeschlecht des 12. bis 15. Jh., franz. d'Asuel. Die alte These einer Abkunft von den Gf. von Fenis ist überholt. Dagegen ist von der Abstammung von den Frh. de Montfaucon aufgrund einer Erbteilung im 12. Jh. auszugehen. Die Herrschaft umfasste Besitz und Rechte im nördl. Jura, mit Schwerpunkt in der Region zwischen Delsberg und Pruntrut, sowie um Willisau. Die genealog. Zusammenhänge sind über zwölf Generationen, für die fast 50 Einzelpersonen bezeugt sind, relativ klar. Erstmals belegt ist die Fam. 1136 mit Burchardus (I.) und Henricus de Asuel, benannt nach der Burg Asuel. Mitglieder der Fam. waren über Generationen Kastvögte des Klosters Saint-Ursanne und Truchsessen der Bf. von Basel, hatten Ministerialen (u.a. de Boncourt) und verfügten über die Patronatsrechte der Kirchen von Charmoille, Willisau und Menznau. Im 14. Jh. lassen sich Heiratsbeziehungen zu den Frh. von Aarburg und den Gf. von Thierstein, im 15. Jh. zu den Frh. de Rougemont nachweisen. Während die Fam. im 12. Jh. eine einflussreiche Rolle gespielt hatte (Hugo), war Burkard (IV.) so verarmt, dass er 1241 den Restbesitz an den Bf. von Basel abtreten musste, um ihn als bischöfl. Lehen wieder zu empfangen. Zu Beginn des 13. Jh. müssen die von H. auf unbekanntem Weg Rechte in der Region Willisau erworben haben, die sie bis zur Hausteilung 1285 wohl nur als Pertinenz der burgund. Herrschaft H. innehatten. Bei der Güterteilung erhielt Diebold nach burgund. Jüngstenerbrecht die jurass. Stammherrschaft (Asuel wird 1324 als Vorburg, 1377 als Stadt bezeichnet), während sein Bruder Heimo (II.) den Zweig in Willisau begründete. Dieser trat ― wie mit Ulrich Diebold später auch der jurass. Zweig ― um 1302 in österr. Dienste: Er gab Habsburg-Österreich die Mitte des 13. Jh. erbaute Burg H., das Frevelgericht und das Marktrecht als Lehen auf, um die Stadt Willisau gründen zu können, die er danach zeitweise als habsburg. Pfandschaft innehatte. Mit Markwart starb dieser Zweig, dem wahrscheinlich der 1327-34 regierende Einsiedler Abt Johannes von H. entstammte, um 1341 im Mannesstamm aus. Willisau gelangte über die Erbtochter Ursula an das Haus Aarberg-Valangin. Nach 1400 verlagerte sich der Interessenschwerpunkt des jurass. Zweigs infolge der Erbschaft eines Teils der Herrschaft Rougemont in den burgund. Raum, wo Mitglieder der Fam. im Gefolge Hzg. Karls des Kühnen standen. Das Geschlecht erlosch mit Hans Lütold (✝︎ 1479). Version vom: 28.11.2007 Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen | von Hasenburg (Asuel), Hans Ulrich (I12301)
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| 49859 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019634/2017-07-21/ vonHinwil Bei den Hinwil handelt es sich einerseits um Nobiles, andererseits um eine Ritteradelsfamilie aus dem Zürcher Oberland. Entgegen der historiografischen Tradition sind die beiden Geschlechter wahrscheinlich nicht miteinander verwandt. Die Zürcher Oberländer Nobiles sind zwischen 1044 und 1286 bezeugt. Die Genealogie dieses Geschlechts bleibt vor allem in seiner Frühzeit unklar. Einzelne Namensträger gehören möglicherweise anderen Familien an, die in einem Streit um die gleichen Güter standen. Dass das Geschlecht auf der Burg Hinwil sass, ist urkundlich nicht belegt. Ein einziges Mal, nämlich 1277, urkundete es auf dem Kirchhof in Hinwil. Einen grösseren Besitzanteil besass die Familie in der Umgebung von Brüttisellen. Gesichert sind zudem Güter in Ludetswil bei Russikon, welche die Hinwil 1286 als Regensberger Afterlehen an das Kloster Rüti (ZH) vergabten. Enge Beziehungen knüpften sie mit den Familien von Toggenburg und Rapperswil und über Letztere wohl auch mit den Luzerner von Hunwil. Der Zürcher Oberländer Ritteradel stand vom 14. bis 16. Jahrhundert im Dienst der Habsburger. Vielleicht übernahm er den Namen der gleichlautenden Nobiles nach dem Erwerb von Gütern aus deren ehemaligen Besitz. Ebenso wenig besteht wohl eine Verbindung zur gleichnamigen Familie in Winterthur. Dagegen verweist das Eigengut der Hinwil in Oberdürnten (Burgbühl) auf eine Verbindung zu den Meiern von Dürnten sowie späterer Besitz und häufiges gemeinsames Auftreten auf eine solche zum Haus Landenberg. Grabstätte war bis um 1500 Rüti (ZH), danach die Pfarrkirche von Elgg. Schon vor 1321 besass Hermann (1309-1355), verheiratet mit Brida von Blumenegg und erster namentlich bekannter Vertreter der Familie, pfandweise die Burg Greifenberg bei Bäretswil mit Zugehörde von seinem Dienstherrn Johann von Habsburg-Laufenburg. Sein Sohn Friedrich (1336-1390) wirkte 1356 und 1359 als Burgmann von Herzog Albrecht von Österreich. 1379 erfolgte eine Güterausscheidung mit dessen Sohn Herdegen (1388 bei Näfels). Im Toggenburger Erbschaftskrieg zerstörten die Eidgenossen die im Besitz der Hinwil stehenden Burgen Greifenberg und Werdegg. 1453 verkaufte die Familie ihre Stammgüter in Hinwil an Bubikon. Der Besitz Gebhards wurde nach dessen Tod 1507 versteigert, darunter auch Greifenberg. Zur Drehscheibe der Familie wurde fortan die 1443 als österreichishes Pfand erworbene Herrschaft Elgg mit der dazugehörenden Burg. Hans (->) verfasste ein Familienbuch. Seine Söhne Christoph und Hans Ulrich (1588), der letzte Vertreter des Geschlechts, veräusserten 1576 Elgg. Version vom: 21.07.2017 Autorin/Autor: Martin Leonhard | von Hinwil, Herdegen (I11290)
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| 49860 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019680/2006-08-04/ Walter vonHallwyl * vor 1461, ✝︎ 1513 Kloster Kappel. Sohn des Burkhard I. Bruder des Hans. ⚭ Elsine von Hegi, Tochter des Hugo von Hegi. Wie sein Vetter Türing III. (vor 1437-1469) als Anhänger Österreichs im Elsass aktiv, dort auch begütert. Nach der Verpfändung der habsburgischen Vorlande an Burgund Annäherung an die Eidgenossen (1470 Burgrecht mit Bern und Solothurn). 1480 in französischen Diensten. 1495 Hofmeister des Bischofs von Konstanz. Im Schwabenkrieg auf eidgenössischer Seite. Nach 1504 Rückzug ins Kloster Kappel. Version vom: 04.08.2006 Autorin/Autor: Felix Müller (Brugg) | von Hallwil (Hallwyl), Walter (I57600)
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| 49861 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019681/2007-10-10/ Hartmann III. von Hallwyl 4.12.1503, 1.2.1573, von Bern und ab 1545 von Brugg. Sohn des Dietrich. Neffe des Hans (->) und des Walter (->), Cousin des Johann Rudolf (->). 1) Maria von Mülinen, 2) Beatrix von Bärenfels. Eigentlich zum Geistlichen bestimmt, erhielt Hartmann III. von Hallwyl Unterricht in Basel (u.a. bei Johannes Oekolampad) und studierte 1520 in Mainz und 1521 in Leipzig. Er neigte zur Reformation. In und um Brugg erwarb er namhaften Besitz, so 1544 die Kirchensätze Bözberg und Rein sowie 1545 die Gerichtsherrschaft Böttstein und einen Anteil an jener von Villnachern. Zwischen 1541 und 1562 war Hartmann III. von Hallwyl im Auftrag Berns mehrfach Gesandter zum Kaiser, an die Reichstage und zu den Protestanten im Schmalkaldischen Krieg. Version vom: 10.10.2007 Autorin/Autor: Felix Müller (Brugg) | von Hallwil (Hallwyl), Hartmann (I57530)
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| 49862 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019761/2010-11-24/ von Rüssegg Nobiles, nach der Burg R. beim Weiler R. (Gem. Sins AG) benannt. Die Herrschaft R. umfasste den Twing Sins mit Aettenschwil sowie Auw und muss bis ins frühe 13. Jh. Allodialbesitz der Gf. von Thierstein gewesen sein. Verwandtschaftl. Beziehungen bestanden zu den Frh. von Bonstetten, von Freienstein und von Signau, später u.a. zu den Ritteradligen von Reinach, was in der älteren Forschung als Grund für eine sog. Entfreiung der R. angenommen wurde. Die genealog. Abfolge ist relativ gesichert. Auf Ulrich (erw. 1233-63) folgt sein gleichnamiger Sohn. Letzterer (erw. 1270-98) war Landrichter im Aargau und Zürichgau sowie Reichsvogt in Zürich. Unter ihm wurde das ökonomisch eher schwache Geschlecht zu einem regionalen Machtfaktor. 1429 veräusserte Henmann (erw. 1402-55), Bürger von Luzern und 1435-55 Inhaber der Herrschaft Büron, die Herrschaft R. infolge Verschuldung. Sein Sohn Jakob starb 1483 als Letzter der männl. Linie. Version vom: 24.11.2010 Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen | von Rüssegg, Marquart (I57715)
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| 49863 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019762/2012-09-11/ von Rüti Berner Adelsgeschlecht, 1342 ausgestorben. Das Amt Rüti bestand aus dem halben Gericht Trachselwald, Teilhaber der Burg Trachselwald wurde die Fam. vermutlich durch Erbschaft. Die R. besassen Güter und Rechte um Steffisburg sowie Lehensgüter des Klosters St. Gallen in Rohrbach, wo sie auch als Vögte und Meier amtierten. Sie waren Gefolgsleute der Gf. von Kyburg, später von Neu-Kyburg. Heiratsbeziehungen bestanden mit den Frh. von Signau und von Balm sowie den Ritteradligen von Thorberg. Erstmals bezeugt ist das Geschlecht 1226 mit Cono, nach dessen Tod die Herrschaft durch Erbteilung unter seinen Söhnen Dietrich I. (erw. 1250-ca. 1279), Werner (erw. 1248-74) und Berthold aufgeteilt wurde. Zum endgültigen Niedergang kam es nach 1313, als Dietrich II. als Schwager des Königsmörders Rudolf von Balm auf Betreiben der habsburg.-österr. Landesherrschaft Vogtei, Meieramt und weitere Lehen in Rohrbach verlor. Version vom: 11.09.2012 Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen | von Rüti (I57766)
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| 49864 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019765/2011-08-19/ von Schnabelburg Hochadlige Fam. des 12. bis 15. Jh., benannt nach der gleichnamigen Burg auf dem Albis, mit Allodialbesitz zwischen Albis und Luzern sowie Reichslehen in Uri. Die S. wurden von der älteren Forschung als Zweig der Frh. von Eschenbach eingereiht, wobei die genealog. Zusammenhänge der Clans, die sich S., von Rapperswil, von Wädenswil und von Bonstetten nannten, noch ungenügend erforscht sind, und die Annahme kognat. Verwandtschaftsverhältnisse zur Erklärung von Rechts- und Besitzzusammenhängen problematisch ist. Die Adelsfamilie der S. ging Heiratsverbindungen mit den Frh. von Klingen und von Signau, den Gf. von Thierstein und von Habsburg-Laufenburg sowie mit süddt. Nobilesgeschlechtern ein. Nach dem Aussterben der Gf. von Lenzburg 1173 standen sie an der Seite der Hzg. von Zähringen, in deren Gefolge sie als Vögte über die Besitzungen der Zürcher Fraumünsterabtei, z.T. auch des Grossmünsters, politisch aufstiegen. Als 1218 auch die Zähringer ausstarben, hielten sie sich aufgrund ihres Allodialbesitzes wohl noch in einer prestigeträchtigen Position. Ende des 13. Jh. besassen sie Lehen der Gf. von Habsburg. Als Erster nahm Berchtold I. von Eschenbach 1185 bei der Stiftung des Klosters Kappel den Zunamen S. an. Seine Söhne Ulrich I. (1223-53 erw.) und Walter I. (1223-45 erw.), der als Vogt von Schwarzenberg wirkte, blieben in enger Verbindung mit den Frh. von Eschenbach. Nach der Erbteilung im Hause Eschenbach-S. in der 2. Hälfte des 13. Jh. übernahm der Schnabelburger Zweig den Breisgauer Besitz, ein Erbe der Frh. von Schwarzenberg mit den Burgen Kastelberg und Schwarzenberg bei Waldkirch, und verlagerte damit seinen Schwerpunkt in den süddt. Raum, hielt aber die Verbindungen zu den schweiz. Besitzungen aufrecht. Der andere Zweig der Frh. von Eschenbach erhielt die S., nach der sich weiterhin einzelne Vertreter benannten. Version vom: 19.08.2011 Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen | von Schnabelburg (von Eschenbach), Freiherr Berchtold I. (I27516)
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| 49865 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019773/2018-01-31/ von Signau Nobilesgeschlecht, benannt nach zwei das Herrschaftszentrum bildenden Burgen (heute Gemeinde Bowil). Die Familie wird 1130 bzw. 1146 mit Werner erstmals erwähnt. Die genealogische Abfolge ist bis in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts unsicher und lückenhaft. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts waren die von Signau Gefolgsleute der Grafen von Kyburg, ab Anfang des 14. Jahrhunderts standen sie in habsburgischen Diensten. In den Auseinandersetzungen zwischen der Stadt Bern und der sich konsolidierenden habsburgisch-österreichischen Landesherrschaft lavierten Vertreter der Familie zwischen den beiden Kontrahenten, obwohl sich Heinrich 1277 mit Bern verburgrechtet hatte. Zur Freiherrschaft in den Grenzen des Kirchspiels Signau (Dorf Signau, Eggiwil) gehörte Streubesitz im Raum Signau bis Zäziwil sowie in Rüti bei Büren, ferner ein nicht lokalisierbares Lehen des Bischofs von Lausanne. 1314 wurden die von Signau von der Abtei St. Gallen mit dem Meieramt und der Vogtei Rohrbach belehnt. Die Brüder Ulrich (erwähnt 1313-1362) und Heinrich (erwähnt 1314-1361), wahrscheinlich Enkel des oben genannten Heinrich, hatten die Herrschaft gemeinsam inne. 1325 erwarb Ulrich, dessen Tochter Anastasia als Erbin der Freiherrschaft Signau mit Eberhard von Neu-Kyburg verheiratet war, Schloss und Stadt Burgdorf, Herrschaftszentrum der Grafen von Neu-Kyburg. Die erbschaftlich nicht berücksichtigten Söhne Ulrichs wurden auf geistliche Laufbahnen verwiesen oder verlegten ihren Interessenschwerpunkt, so Matthias, letzter männlicher Vertreter der Familie (✝︎ 1392), der ab 1364 Bürger in Strassburg und ab 1390/1391 Landvogt im Elsass war. Das Konnubium bestand ausser zu den von Neu-Kyburg zu den Freiherren von Grünenberg und den Grafen von Buchegg; in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts heirateten die Töchter in Familien aus dem süddeutschen Raum. Ein wirtschaftlicher Abstieg lässt sich zwar quellenmässig nicht belegen, der Niedergang der Grafen von Neu-Kyburg dürfte sich aber auch auf das Haus Signau ausgewirkt haben. Version vom: 31.01.2018 Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen | von Signau, Ulrich II (I57640)
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| 49866 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019784/2012-12-04/ vom Turn Bedeutendes Walliser Hochfreiengeschlecht des 12. bis Anfang des 15. Jahrhunderts. Möglicherweise stammt die Familie von den Freiherren de la Tour du Pin aus der Dauphiné ab. Wilhelm, vielleicht der Sohn eines 1143 genannten Raymund de Tore, ist 1157 erstmals bezeugt. Er war Meier von Sitten, Herr von Niedergesteln und Lötschen sowie Viztum von Ollon und Vouvry. Sein Bruder Amadeus wirkte 1162-1168 als Bischof von Sitten. Aymo (✝︎ 1226), ein Sohn Wilhelms, erwarb durch seine Heiraten die Mitherrschaft von Bex und Ayent-Hérens sowie vermutlich das bischöfliche Viztum von Bagnes. Chalbert, ein Sohn Aymos und der Margarete von Morestel, gründete den Zweig vom Turn-Morestel, der das Vizedominat von Bagnes und die Mitherrschaft von Granges innehatte. Antoinette, die Witwe Peters III., des letzten Sprosses dieser Linie, verkaufte das Vizedominat von Bagnes 1366 dem Abt von Saint-Maurice. Peter II., der Sohn Aymos und der Clémence von Bex, wurde zum Stammvater der Linie von Turn-Gestelnburg. Seine Enkelin Beatrix heiratete Junker Aymo von Greysier und brachte ihm nach dem Tod ihres Vaters Gerold die Rechte der vom Turn in Sitten, Ollon und Bex. Ihr Bruder Aymo (✝︎ 1276) erbte das Vizedominat von Conthey. Aymos Schwester Nantelma führte der Familie nach dem Tod ihres Gatten Rudolf von Raron dessen Besitzungen in St. Niklaus und Zermatt zu. Sein Sohn Peter IV., der sich als Erster Freiherr von Niedergesteln nannte, war 1291 als Landvogt der Waadt in savoyischen Diensten. Er verleitete den Adel zu einem Aufstand gegen den Sittener Bischof Boniface de Challant, söhnte sich aber nach der Niederlage auf den Sustmatten (auch Seufzermatten genannt) bei Leuk (1296) mit ihm aus (1299). Peters Sohn Johann (✝︎ 1323) brachte durch Heirat mit Elisabeth von Wädenswil die Herrschaften Frutigen und Mülenen im Berner Oberland an sich. Er war 1311 kaiserlicher Vikar von Como, 1315-1317 Landvogt, das heisst Stellvertreter in weltlichen Angelegenheiten, des Bischofs von Sitten und 1322 kaiserlicher Statthalter von Mailand. Johanns Bruder Aymo war 1323-1338 Bischof von Sitten. Peter V., Johanns Sohn, verkaufte den vom Vater geerbten Pfandbesitz Laupen 1324 der Stadt Bern, seine Rechte auf Mülenen 1341 den Herren von Weissenburg und seine Eigenleute im Lauterbrunnental, genannt die Lötscher, 1346 dem Kloster Interlaken. Vermutlich weil ihm Bischof Witschard Tavel das Meiertum von Leuk verweigerte, kam es zwischen den beiden Familien 1349 zu einer ersten Fehde. Mit Peters Sohn Anton starb das Geschlecht 1405 aus. Version vom: 04.12.2012 Autorin/Autor: Arthur Fibicher | vom Turn, Freiherr Peter I. (I57832)
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| 49867 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019787/2012-11-01/ von Trachselwald Berner Freiherrengeschlecht des 12. und 13. Jahrhunderts, das sich nach der erst 1313 erwähnten Burg Trachselwald im Emmental nannte. Die Familie ist schwach belegt. Um die Mitte des 13. Jahrhunderts umfasste die Herrschaft Trachselwald ausser dem gleichnamigen Ort auch Güter im Kirchspiel Seedorf (BE). Verwandtschaftliche Beziehungen bestanden zu den Freiherren von Rüti und von Aarburg. Nur drei männliche Vertreter der Familie sind erwähnt. Offo ist im Gefolge Graf Udelhards von Saugern bezeugt, der dem Kloster Lützel um 1131 Besitz zur Gründung des Klosters Frienisberg übertrug. Thüring (erwähnt 1241-1257) veräusserte Eigengüter in Seedorf. Thüring, wahrscheinlich sein Sohn, verkaufte 1278 seine geerbte Vogtei über Güter in Trachselwald; er erscheint 1284 zum letzten Mal. Version vom: 01.11.2012 Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen | von Trachselwald, Hemma (I57791)
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| 49868 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019987/2005-08-16/ de Courtelary Adlige Fam. aus C., deren beiden Zweige sich durch ihre Beinamen unterscheiden: Die Compagnet lebten von 1317 bis 1453, der bedeutendere Zweig der Aler (Haller, Allard) ab 1297. Bezeugt ist die Fam. ab 1173. Wegen ihrer Heiratsverbindungen liessen sich ihre Mitglieder nach und nach in Biel und Umgebung, in La Neuveville, im Berner Seeland und in der Grafschaft Neuenburg nieder. Sie waren Schultheissen von Biel (Henry 1345, Ulrich 1356, Jean 1381, Richard 1429), Vogt von Erlach (Jean 1422), Kastellane von Schlossberg (Ulrich 1372, Ulrich 1438, Jacques und von Le Landeron (Ulrich 1414, Jean 1439-65). Mehrere Familienmitglieder traten in die Klöster Fraubrunnen, Frienisberg und Bellelay ein, andere wurden Kanoniker in Saint-Imier, Saint-Ursanne und Neuenburg. Mit Bourcard, Hauptmann in franz. Diensten, starb die Fam. 1559 aus. Johann Heinrich Thellung, Vogt des Erguel, nahm 1653 bei seiner Erhebung in den Adelsstand durch Ks. Ferdinand III. den Namen de C. an. Version vom: 16.08.2005 Autorin/Autor: Anne Beuchat-Bessire, Catherine Krüttli Übersetzung: Gertraud Gamper | Haller von Courtelary, Adelheid (I56826)
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| 49869 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019997/2008-02-12/ von Ifenthal Adelsfam. der Nordwestschweiz, im Dienste versch. Dynastengeschlechter, so der Gf. von Frohburg, von Habsburg und von Neuenburg-Nidau. Die Fam. I. stammte vermutlich aus der bäuerl. Oberschicht in I. und stieg im 12. Jh. im Dienste der Frohburger in den niederen Adel auf. Stammsitz war die um 1200 auf Eigengut errichtete und vor 1379 verkaufte Alt-Wartburg (Wartburg), die Grablege befand sich in St. Urban. Der Schwerpunkt des Familienbesitzes lag ursprünglich im Raume Wartburg-Safenwil, im 14. Jh. am Oberen Hauenstein. Erstmals erwähnt wird um 1200 Werner, Lehensmann von Frohburg. Heinrich, Dienstmann von Neuenburg-Nidau und Schultheiss von Büren (SO), erwarb nach 1325 Alt-Bechburg. Die letzte der Fam. I., Margaretha, verkaufte die Burg 1416 an Solothurn. Version vom: 12.02.2008 Autorin/Autor: Peter Schenker | von Ifental, Wilburga (I57958)
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| 49870 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020041/2006-04-07/ von Erlach Burger- und ehemalige Patrizierfamilie der Stadt Bern mit Wurzeln im Ministerialadel. Die von Erlach sind erstmals als Kastlane von Erlach am Bielersee im Dienst der Grafen von Nidau bezeugt. Um 1300 wurden sie Burger von Bern. Als Stubengenossen zum Distelzwang und später auch zu Schmieden stiegen sie zu einem der führenden Geschlechter Berns auf und zählten im 17. und 18. Jahrhundert zu den sechs der «wohledelfesten» Geschlechter, welche die höchste Klasse der Berner Burgerfamilien bildeten. Ursprünglich besassen sie Güter und Herrschaftsrechte in Jegenstorf und Reichenbach (bei Zollikofen). Um 1400 kamen Hindelbank, Wyl (heute Gemeinde Schlosswil), Riggisberg und Bümpliz hinzu. 1516 erwarb Ludwig (1470-1522) Schloss und Herrschaft Spiez sowie die Bubenberghäuser an der Junkerngasse in Bern. Als sich die Familie mit den Söhnen Rudolfs in zwei Hauptlinien teilte, erbte Diebold (1485-1561), der Erste der jüngeren, zu Beginn des 18. Jahrhundert ausgestorbenen Linie, Bümpliz. Seine Nachkommen erweiterten den Besitz um 1600 um die Herrschaften Oberhofen am Thunersee, Kiesen und Kasteln. Die übrigen Herrschaften gingen an den älteren Sohn Johann, dessen Nachkommen zwei Äste bildeten. Spiez und die ehemaligen Bubenberghäuser in Bern wurden vorerst unter den Nachkommen Hans Rudolfs (1504-1553), des älteren Sohnes von Johann, weiter vererbt. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts gelangten sie an den jüngeren Ast. Albrecht (1713-1784) liess neben dem bestehenden Schloss in Spiez das neue Schloss bauen. Sein Vetter Hieronymus errichtete prächtige Landsitze in Thunstetten und Hindelbank. Ausserdem entstand um 1750 in Bern an der Stelle der einstigen Bubenberghäuser der heutige Erlacherhof. Hieronymus' Sohn Albrecht Friedrich baute einen neuen Landsitz in Jegenstorf. Im 14. Jahrhundert verschwägerten sich die von Erlach mit Ministerialen- und Freiherrengeschlechtern aus dem bernischen Mittelland. Sie waren ab dem 15. Jahrhundert zunehmend an der bernischen Regierung beteiligt und gingen gleichzeitig Heiratsverbindungen mit anderen Berner Burgerfamilien sowohl adliger (v.a. von Mülinen) wie nicht adliger Herkunft (v.a. von Diesbach und von Wattenwyl) ein. Bis 1798 stellten sie insgesamt sieben Schultheissen: Nach Ulrich (✝︎ 1465) folgten – teilweise über das Venneramt zu Schmieden – der obgenannte Rudolf, dessen Sohn Johann, Franz Ludwig, Sigmund, die obgenannten Hieronymus und Albrecht Friedrich, die alle aus der älteren Linie stammten. Verschiedene Familienmitglieder wirkten als Gross- und Kleinräte und versahen Landvogteistellen. Die von Erlach taten sich ausserdem als Heer- und Söldnerführer in fremden Diensten hervor. Johann Jakob wurde erster Kommandant des 1671 gegründeten Berner Regiments in französischen Diensten (oft als Regiment von Erlach bezeichnet). Seine Nachkommen – sie waren nach der Konversion Johann Jakobs katholisch und Bürger Freiburgs – dienten in der französischen Schweizergarde und verschwägerten sich entweder mit Angehörigen von Offiziersfamilien der Schweizergarde oder mit französischen Adelsfamilien. Die Nachfahren Burkhards hingegen etablierten sich zunächst im Dienste Sachsen-Anhalts, dann in jenem Preussens, und heirateten in dortige Adelsfamilien hinein. Die beiden Zweige erloschen Ende des 18. bzw. nach der Mitte des 19. Jahrhunderts. Auch im 19. und 20. Jahrhundert schlugen mehrere Mitglieder der Familie eine militärische Karriere ein, die im Fall Rudolfs bis zum Divisionär führte. Ausserdem stellten die von Erlach mit Franz Rudolf einen Berner Regierungsrat. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind die Mitglieder der Familien unter anderem im Banken- und Versicherungswesen sowie in der Industrie tätig. Version vom: 07.04.2006 Autorin/Autor: Hans Braun | von Erlach, Hans (I57847)
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| 49871 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020042/2007-11-27/ von Hallwyl Ursprünglich freie, ab dem 13. Jahrhundert dann ministerialische Familie, die den Namen ihrer Stammburg Hallwyl führte und ab dem 15. Jahrhundert grossteils im Elsass, in Süddeutschland sowie in Österreich ansässig war. Ausgehend vom Besitz im See- und Bünztal, samt der hohen Gerichtsbarkeit über den Hallwilersee, konnte Johann I.einen starken wirtschaftlichen Aufschwung bewerkstelligen und erwarb weitere Besitzrechte wie die Twingherrschaften Boswil, Wildegg und Egliswil. Seine vier Söhne begründeten zum Teil eigene Linien, von denen aber um 1480 nur noch eine einzige bestand. 1369 hatten sie einen Stammgutsvertrag abgeschlossen, wonach die Burg Hallwyl beim Mannesstamm verbleiben musste. Nach dem Aussterben der Kyburger wurden die von Hallwyl Ministerialen der Habsburger: Mehrere Familienmitglieder hatten Ämter von diesen inne, so Johann I., Türing II. sowie Türing III., der 1464-1468 die Landvogtei im Elsass besass. Diese Beziehung brachte den von Hallwyl aber auch Verluste: In der Schlacht von Sempach fielen drei Vertreter und bei der Eroberung des Aargaus 1415 leisteten sie fast als Einzige Widerstand, weshalb die beiden Wartburgen und die Burg Hallwyl niedergebrannt wurden. In der Folge mussten sie mit Bern und Solothurn ein Burgrecht abschliessen. Der im Elsass begüterte Türing'sche Familienzweig vermied eine Bindung an Bern, stand weiterhin im Dienst der Habsburger (Türing II.) und zog auch Nachkommen des Rudolf'schen Zweigs auf diese Seite. Zu einer Annäherung an die Eidgenossenschaft kam es erst mit der Verpfändung der habsburgischen Vorlande an Burgund. Nach 1415 hatten die von Hallwyl Mühe, ihren Besitz ausserhalb des bernischen Aargaus zu behaupten. Stück für Stück mussten sie ihre Güter und Rechte veräussern. Obwohl einige von Hallwyl mehrere Söhne hatten, begründeten erst zwei Söhne von Dietrich II. (1509) eigene Linien: diejenige Hartmanns III. starb 1671 im Aargau und 1710 in Württemberg im Mannesstamm aus. Von den Söhnen Kaspars I., dem Begründer der zweiten Linie, lebten die wieder katholischen Nachkommen Dietrichs III. im Thurgau (Herrschaft Blidegg) und in Schwaben (ausgestorben 1743), die ebenfalls katholischen Nachfahren Hugos II. in Österreich und Böhmen (ausgestorben 1779), jene Burkhards III. im Elsass (ausgestorben 1793) und im Aargau (in einem deutschen Zweig noch bestehend). Letztere Linie stammt von Karl Hans Franz Rudolf (1827-1899), einem Enkel von Johann Abraham , ab. Im Aargauer Zweig erfolgte ein rascher wirtschaftlicher Niedergang – ausser bei Hans Rudolf –, der soweit führte, dass einzelne von Hallwyl bevormundet wurden und in Konkurs gerieten. Manche von ihnen heirateten sich auch in bäuerliche Kreise ein. Johann Anton (1683-1736, in holländischen Diensten) und Johannes gelang hingegen wieder der soziale Aufstieg (bernisches Bürgerrecht, vornehme Heiratskreise, Vermögen). Im 19. Jahrhundert gehörte Karl Franz Rudolf 1808-1813 und 1815-1831 dem Aargauer Grossen Rat an, sein Neffe Hans auch dem aargauischen Regierungsrat. Bis etwa 1450 hatten die von Hallwyl ihre Grablege im Kloster Kappel (Gemeinde Kappel am Albis), nachher in der Kirche Seengen. Das Stammgut und Erbmarschallamt bzw. -lehen, das jeweils dem Stammältesten zufiel, trugen zum Zusammenhalt der Familie bei. Diesen beschwört das wohl um 1560 entstandene Hausbuch mit der Ringsage. Die Familienbande waren häufig eng, infolge der Verarmung kam es aber auch zu bitteren Zwisten. Die Verbindungen zu Österreich, die Konflikte mit Bern um Gerichtsrechte und im 17. Jahrhundert der wirtschaftliche Niedergang trugen dazu bei, dass den von Hallwyl der Eintritt in den bernischen Grossen Rat nicht gelang. Version vom: 27.11.2007 Autorin/Autor: Felix Müller (Brugg) | von Hallwil (Hallwyl), Dietrich (I13291)
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| 49872 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020047/2009-01-15/ von Muleren Stadtberner Ratsgeschlecht des 14. und 15. Jh., vielleicht aus Nieder- oder Obermuhlern. Bei den Steuererhebungen 1448 und 1458 gehörten die M. zu den reichsten Bürgern der Stadt. Um 1470 wurde die Fam. dem Adel zugerechnet. Rudolf war 1334 und 1339 in der Schlacht bei Laupen Venner, ab 1352 auch Kleinrat. Sein Enkel Johann (✝︎1420), um 1396 Kleinrat, 1407-14 Seckelmeister, kaufte 1404 die halbe Herrschaft Ligerz. Dessen Söhne Johann (✝︎1451) und Lienhard (✝︎1456) waren ab 1444 bzw. 1445 Kleinräte. Der letztgenannte Johann, auch Gesandter und 1447 Seckelmeister, erwarb durch Heirat mit Anna Balmer die Hälfte der Herrschaft Burgistein. Mit dem Sohn aus dieser Ehe, Urban starb die Fam. 1493 aus. Urbans Erbtochter Magdalena (✝︎1513) brachte ihrem Mann, Schultheiss Jakob von Wattenwyl, u.a. die Herrschaften Burgistein, Kaufdorf, Gerzensee und Seftigen ein. Version vom: 15.01.2009 Autorin/Autor: Christian Müller (2) | von Muleren, Edelknecht Johann (I56815)
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| 49873 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020063/2004-05-11/ von Bennenwil Ministerialengeschlecht, das sich nach dem freiburg. Weiler Beniwil oder Bennewil (Gem. Alterswil) nannte. Die B. besassen zahlreiche Güter im Sensegebiet und waren vielleicht verwandt mit den Herren von Autigny. Peter, 1227 als Zeuge nachgewiesen, ist wahrscheinlich der Stammvater der Fam. Seine Nachkommenschaft im Freiburgerland starb im 14. Jh. aus. Nebenlinien sind in Moudon, Avenches und Bern nachweisbar. Burkhard (1318-vor 1348), Sohn des Hans, war von 1331 an Bürger von Bern. Er war in Kirchdorf (BE) und Gurzelen reich begütert. 1340 erwarb er die Vogtei über Rüeggisberg. Dieser Berner Zweig, der mit den Münzer verschwägert war, verschwindet gegen Ende des 16. Jh. Version vom: 11.05.2004 Autorin/Autor: Germain Hausmann Übersetzung: Ansgar Wildermann | von Bennenwyl, Anna (I57875)
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| 49874 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020069/2006-12-19/ von Gisenstein Geschlecht der Herren von G. (auch Geissenstein oder Gyssenstein), benannt nach ihrem Herkunftsort Gysenstein (heute Gem. Konolfingen), vermutlich Mittelpunkt einer Kleinherrschaft, zu welcher der Twing Trimstein gehörte. Wahrscheinlich war die Fam. ab der Stadtgründung mit Bern verburgert. Es bestanden versch. Linien. Vertreter sassen im Berner Kl. Rat. Bezeugt sind Walter, 1226 im Rat der Zweihundert, sowie die Brüder Peter (1299) und Ulrich (1305-46), beide im Rat, mit denen das wichtige Stadtschreiberamt auf längere Zeit in der Fam. erblich wurde, Niklaus, 1377 und 1390 im Rat der Zweihundert, 1383 Venner, 1385-90 Schultheiss von Thun, Ulrich, 1382 im Rat der Zweihundert, 1395 und 1409 Venner, Mitherr zu Gerzensee, ein weiterer Ulrich, 1392 im Rat der Zweihundert, 1425 Venner, Niklaus, 1396 im Rat der Zweihundert, 1407-13 Kastlan von Frutigen, 1413-15 Schultheiss von Thun, 1419 Gesandter nach Zürich, 1425 einer der Hauptleute vor Domodossola sowie Anton, 1447 und 1453 im Rat der Zweihundert. Das Geschlecht starb im 15. Jh. aus. Version vom: 19.12.2006 Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher Quellen und Literatur Literatur P. Lachat, «Die Kirchensätze zu Oberburg, Burgdorf und Heimiswil bis zur Reformation», in Burgdorfer Jb. 27, 1960, 37-86 | von Gisenstein, Peter III (I12360)
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| 49875 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020076/2008-11-25/ von Krauchthal Als erstes Mitglied der Fam. wird Heinrich, der 1181/82 und 1182/83 als Ministeriale Hz. Berchtolds IV. von Zähringen auftaucht, erwähnt. Weitere Träger des Namens K., der wohl auf das Dorf Krauchthal zurückgeht, sind Kuno, 1208-49 als Solothurner Chorherr bezeugt, und Rudolf, der 1223 und 1224 als erster namentlich bekannter Berner Schultheiss (causidicus) amtierte. Das Berner Ratsherrengeschlecht erscheint mit Peter ab 1240 in den Urkunden, doch lässt sich sein Stammbaum nur bis zum 1273 erstmals belegten Gerhard (✝︎ 1304) zurückverfolgen. Dieser erscheint in zahlreichen Urkunden als Zeuge, 1297 mit seinem Sohn Peter (✝︎ 1335). Letzterer wird z.T. Peter der Ältere genannt, um ihn von Peter (✝︎ 1342), dem Sohn des 1299/1300 verstorbenen Heinrich, zu unterscheiden, wobei dies nicht immer möglich ist. Peter der Ältere erwarb zahlreiche Güter in der Umgebung von Bern, darunter 1310 die Vogtei und den Kirchensatz von Jegenstorf. 1318 und 1325 wirkte er als Sachwalter der Berner Minoriten, 1331 als Schiedsmann des Stiftes Amsoldingen. Sein Sohn Peter erhielt 1349 das Patronatsrecht von Kriegstetten als Lehen, wo er 1359 seinen Neffen Gerhard einsetzen liess. Zudem erbte er den Kirchensatz von Jegenstorf und wurde 1353 Vogt des Kluniazenserpriorats Rüeggisberg. 1355-56, 1359-60 sowie 1363-64 amtierte er als Schultheiss von Bern. Seine beiden Söhne waren Gerhard, der 1380-82 als Vogt in Aarberg amtierte, und Peter(mann). Möglicherweise handelt es sich bei diesem um den 1375 zurückgetretenen Jegenstorfer Kirchherrn Peter. Petermann wurde 1378/79 Kastvogt von Rüeggisberg; 1394-96 war er Schultheiss von Thun, 1398 Schirmherr der Kartause Thorberg und Vogt zu Kirchberg. Er verfügte über ausgedehnten, bis ins Oberland reichenden Grundbesitz und war 1407-18 durchgehend Schultheiss von Bern. 1425 starb er kinderlos; seine Witwe Anna (✝︎ 1464/65) machte zahlreiche testamentar. Vergabungen, u.a. zugunsten des Seilerspitals. Version vom: 25.11.2008 Autorin/Autor: Georg Modestin | von Krauchthal, Peter (I57859)
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| 49876 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020084/2002-11-27/ von Baldegg Ritteradelsgeschlecht mit Stammsitz in B., belegt (kurz vor) 1199-1513, das sich bis ins 13. Jh. de Lacu/vom See (Baldeggersee), 1236 erstmals de Baldecke nannte. Um 1199 war ein H. de Lacu habsburg. Ministeriale. Die B. bewegten sich im 13. bis 15. Jh. im Gefolge der Habsburger, leisteten reichspolit. Dienste, gewannen Lehen und Pfandherrschaften. Einige liessen sich am Oberrhein in die vorderösterr. Herrschaft einbinden (vor 1303 Burgmannschaft Ensisheim, Pfänder, Konnubien). Vom Ende des 13. Jh. an wurden auch Konnubien mit hochadligen Geschlechtern eingegangen. Die B. beerbten die aussterbenden von Elgg (ab ca. 1289 Zweig der B. von Elgg) und die Frh. von Aarburg (um 1451 Herrschaft Schenkenberg, Amt Bözberg als Pfand), wobei sie das Erbe den Habsburgern zuführten. Vom Ende des 13. Jh. bis 1482 besassen sie die Dorfherrschaft Schafisheim, durch Heirat ca. 1400-11 die halbe Herrschaft Ringgenberg. Nach dem Sempacherkrieg veräusserten sie die nach 1300 geteilte, geschädigte Herrschaft B. Bis Mitte des 15. Jh. waren sie erfolgreich als Geldgeber und Pfandnehmer in habsburg. Diensten (1412-83 Feste Wieladingen, 1455 Rheinfelden, um 1463 Eglisau). 1460 wurden sie von Bern von der Herrschaft Schenkenberg verdrängt. Es kam zur langwierigen Fehde mit Bern und den Eidgenossen, zu Verkäufen und zum Niedergang der Fam. Mehrere B. waren Chorherren in Beromünster. Hartmann II. (belegt 1256-92) gehörte zum Gefolge Kg. Rudolfs I., leistete reichspolit. Vermittlerdienste, war 1275-89/91 Reichsvogt zu Basel, Burggf. von Rheinfelden und Pfleger der österr. Vorlande sowie 1282 Landvogt in Burgund. Sein Sohn Hartmann III. (belegt 1264-1330/31) war 1324 habsburg. Gesandter zum Papst. Markwart VII. (belegt 1440-74) gewann als Financier Hzg. Sigismunds von Habsburg bedeutende Pfänder: um 1444-49 die Vogtei Thann (Elsass), 1455/57 Amt, Schloss und Stadt Rheinfelden sowie die Farnsburg. Sein Sohn Johann III., Letzter des Geschlechts, Mitglied der Ges. "Vom Fisch und Falken" sowie St. Jörgenschild, übernahm mit dem Gesamterbe die Schenkenberg-Fehde und kämpfte daher u.a. im Schwabenkrieg gegen die Eidgenossen. Version vom: 27.11.2002 Autorin/Autor: Waltraud Hörsch | von Baldegg, Hans (I12326)
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| 49877 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020105/2017-03-15/ von Reinach Version vom: 15.03.2017 Autorin/Autor: Waltraud Hörsch Ma. und frühneuzeitl. Adelsfamilie, die in kyburg. und habsburg. Dienst stand und sich von den drei Stammburgen Untere Rinach (auch Alte Rinach, Gemeinde Burg AG), Obere Rinach (auch Neuere Rinach, in der Nähe von Herrlisberg, Gemeinde Römerswil) und Hintere Rinach (Gemeinde Rickenbach LU) aus verbreitete. Die Burgen und altes Allod deuten auf ihren ursprünglich freien Stand hin. Die 1210 erw. Brüder Arnold und Hesso (->) gelten als Stammväter der älteren bzw. jüngeren Linie. Die jüngere Linie auf der Oberen Rinach hatte das Lehen Beromünster inne, besass v.a. in Herlisberg und Retschwil Eigengüter und starb 1386 aus. Die ältere Linie auf der Unteren Rinach teilte sich in den Zweig der hinteren R., aus dem die Linie Auenstein und Wildenstein hervorging, und in den Zweig der unteren R., von dem der Zweig von Trostberg abstammte, der 1423 ausstarb. Nach dem Sempacherkrieg wurden 1386 die Stammburgen und 1389 Auenstein zerstört. Die R. waren schon im 13. Jh. im Gütererwerb erfolgreich, wie das Zinsrodel von 1295 von Ulrich I., Hessos Sohn, zeigt. Sie erwarben v.a. im Aargau und in Luzern Besitz, Twinge, Pfänder und Streugüter, so um 1300 die Burgherrschaften Auenstein und Wildenstein, im 14. Jh. Trostberg und Ende des 14. Jh. durch Heirat Bernau. Die R. waren in Zofingen, Bremgarten (AG), Brugg, Bern und Luzern verburgrechtet. Jakob (->) war Propst von Beromünster, Wernher III. (1338-83) ebendort Chorherr sowie Chorherr und Propst in Zürich. 1415 huldigten die R. von Auenstein und Wildenstein Bern, mit dem sie bis ins 16. Jh. in Verbindung standen. Gleichzeitig schufen sie sich in vorderösterr. Diensten eine Basis im Elsass, was u.a. 1468 im Waldshuterkrieg zu Konflikten führte. Die Abwanderung dorthin zog sich bis ins 16. Jh. 1464 verkaufte die Familie die Stammtwinge um Rickenbach, 1465 Auenstein und Wildenstein, 1486 Trostberg mit dem Twing Rupperswil und 1543 Bernau. 1545 erfolgte der letzte Verkauf von Aargauer Rechten. Im Elsass und im Breisgau versahen die R. Vogt- und Statthalterstellen, erlangten die vorderösterr. Ständeschaft und erwarben zahlreiche Vogteien und Herrschaften. Die R. bildeten dort sieben Zweige. 1550 wurde ein R. in den Freiherrenstand, 1635 die Familie in den Reichsfreiherrenstand erhoben, der 1773 von Ludwig XV. bestätigt wurde. 1718 wurde die Familie R.-Foussemagne in den franz. Grafenstand erhoben. Die Linien Steinbrunn und Hirzbach waren ab Ende des 15. Jh. am Domstift Basel präsent, etwa mit Johann Baptist (->), und besetzten in der frühen Neuzeit im Fürstbistum Basel wichtige Positionen, u.a. mit Johann Konrad (->) und Jakob Sigismund (->) als Fürstbischöfe sowie mit Hans Diebold (->) als Berater. Zu Beginn des 21. Jh. bestanden noch die elsäss. Linien R.-Hirzbach, die 1849 die Ruine der Oberen Rinach erworben hatte, und R.-Werth. | von Reinach (Rinach), Ulrich VII (I21678)
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| 49878 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020176/2010-03-02/ Magoria Autorin/Autor: Giuseppe Chiesi Übersetzung: Christoph Neuenschwander Der Name der Fam. geht auf die gleichnamige Örtlichkeit beim Bach Ramogna zurück. Die M. gehörten zur Sippe der Adligen, die den Titel der Capitanei di Locarno führten; in den Urkunden werden sie häufig zusammen mit der Gruppe der Fam. Orelli erwähnt. Im 14. Jh. stellten sie einen der drei Podestà an der Spitze der Adelskorporation. Wie die übrigen Fam. der Adelskorporation erhielten auch die M. von den Bf. von Como Rechte und Regalien in der Pieve Locarno. Im 12. Jh. erscheinen sie als Inhaber eines Teils des Schlosses SS. Abbondio e Biagio in Locarno und 1368 des Schlosses Magadino. Im 13. Jh. besassen sie auch Rechte im Veltlin. Als die Visconti 1342 das Locarnese eroberten und v.a. als diese 1439 die Rusca von Como mit dem Gebiet belehnten, begann der polit. und soziale Abstieg der Fam., die in den Jahrzehnten zuvor eine wichtige Rolle in der Pieve gespielt hatte. Neben dem Locarneser Zweig sind weitere Linien der Fam. in Minusio (Rivapiana), im Schloss Gnosca und schliesslich in Bellinzona bezeugt, wo sie im 15. Jh. ein Kurzwaren- und Lebensmittelgeschäft führten, mit Holz handelten und öffentl. Ämter innehatten. Mitglieder der Fam. sind auch in der Neuzeit in repräsentativen Funktionen und in öffentl. Ämtern erwähnt. | von Magoria, Ursula (I7815)
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| 49879 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020256/2006-09-07/ von Hertenstein Luzerner Ritter- und Patrizierfamilie, benannt nach der gleichnamigen Burg bei Weggis, die sie als habsburgische Ministerialen innehatte. Ihre Genealogie ist ab Wernherus de Hertinstein, 1213 in einer Urkunde des luzernischen Klosters Murbach erwähnt, fast durchgängig bekannt, wenn sie auch seit dem Ende des 19. Jahrhunderts nie mehr mit neueren Ansätzen erforscht worden ist. Durch Heirat mit Adelheid, der Erbtochter der Herren von Buonas, gelangte Ritter Ulrich kurz vor 1260 in den Besitz von Herrschaft und Burg Buonas (Gemeinde Risch), die später auch unter dem Namen Neu-Hertenstein bekannt wurde. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts arrondierte die Familie Hertenstein die Herrschaft Buonas durch systematische Erwerbung von Gütern und Rechten zwischen Reuss und Zugersee, was wiederholt zu Konflikten mit Zug, dem Kloster Muri und Eigenleuten führte. Während die Hertenstein im 14. Jahrhundert vor allem Heiratsverbindungen mit Rittergeschlechtern wie den von Moos, Mülnern, von Hünenberg und von Kienberg eingegangen waren, verband sich die Familie im 15. und 16. Jahrhundert mit regimentsfähigen Bürgergeschlechtern aus Luzern, Bern, Basel und dem süddeutschen Raum. Mit zunehmendem Zerfall der habsburgisch-österreichischen Herrschaft suchte die Familie Anschluss an die Städte. Sie verburgrechtete sich mit Luzern und Zürich und nahm in Luzern rasch eine führende politische Rolle ein. Diese Entwicklung begann mit Ulrich, der nach der Wahrnehmung verschiedener städtischer Ämter 1428 Luzerner Schultheiss wurde. Bis 1522 amtierten Vertreter der Familie in drei aufeinanderfolgenden Generationen als Schultheissen. Sie stellten vor allem im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts oft gleichzeitig mehrere Mitglieder des Kleinen Rats und besetzten verschiedene Vogteien auf der Luzerner Landschaft. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts lassen sich starke ökonomische Schwierigkeiten feststellen, die durch die Heirat von Erasmus, 1573 Kleinrat, mit der Luzerner Schultheissentochter Martha Tammann für einige Zeit aufgefangen werden konnten. Vertreter der Familie finden sich bis 1798 fast ohne Unterbruch in politisch relevanten Positionen der Stadt Luzern, jedoch ab 1522 nie mehr in der Funktion eines Schultheissen. Die Hertenstein waren schon ab dem 13. Jahrhundert in jeder Generation sehr kinderreich. Sie verfolgten eine ausgeprägte Familienpolitik, indem die Herrschaft an jeweils höchstens zwei sich verheiratende Erben weitergegeben wurde, während die übrigen Mitglieder meist klerikale Laufbahnen bescheidenen bis mittleren Zuschnitts einschlugen. Mit Adolf starb die Familie im 19. Jahrhundert aus. Version vom: 07.09.2006 Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen | von Hertenstein, Nicolaus (I13286)
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| 49880 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020256/2006-09-07/ von Hertenstein Luzerner Ritter- und Patrizierfamilie, benannt nach der gleichnamigen Burg bei Weggis, die sie als habsburgische Ministerialen innehatte. Ihre Genealogie ist ab Wernherus de Hertinstein, 1213 in einer Urkunde des luzernischen Klosters Murbach erwähnt, fast durchgängig bekannt, wenn sie auch seit dem Ende des 19. Jahrhunderts nie mehr mit neueren Ansätzen erforscht worden ist. Durch Heirat mit Adelheid, der Erbtochter der Herren von Buonas, gelangte Ritter Ulrich kurz vor 1260 in den Besitz von Herrschaft und Burg Buonas (Gemeinde Risch), die später auch unter dem Namen Neu-Hertenstein bekannt wurde. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts arrondierte die Familie Hertenstein die Herrschaft Buonas durch systematische Erwerbung von Gütern und Rechten zwischen Reuss und Zugersee, was wiederholt zu Konflikten mit Zug, dem Kloster Muri und Eigenleuten führte. Während die Hertenstein im 14. Jahrhundert vor allem Heiratsverbindungen mit Rittergeschlechtern wie den von Moos, Mülnern, von Hünenberg und von Kienberg eingegangen waren, verband sich die Familie im 15. und 16. Jahrhundert mit regimentsfähigen Bürgergeschlechtern aus Luzern, Bern, Basel und dem süddeutschen Raum. Mit zunehmendem Zerfall der habsburgisch-österreichischen Herrschaft suchte die Familie Anschluss an die Städte. Sie verburgrechtete sich mit Luzern und Zürich und nahm in Luzern rasch eine führende politische Rolle ein. Diese Entwicklung begann mit Ulrich, der nach der Wahrnehmung verschiedener städtischer Ämter 1428 Luzerner Schultheiss wurde. Bis 1522 amtierten Vertreter der Familie in drei aufeinanderfolgenden Generationen als Schultheissen. Sie stellten vor allem im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts oft gleichzeitig mehrere Mitglieder des Kleinen Rats und besetzten verschiedene Vogteien auf der Luzerner Landschaft. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts lassen sich starke ökonomische Schwierigkeiten feststellen, die durch die Heirat von Erasmus, 1573 Kleinrat, mit der Luzerner Schultheissentochter Martha Tammann für einige Zeit aufgefangen werden konnten. Vertreter der Familie finden sich bis 1798 fast ohne Unterbruch in politisch relevanten Positionen der Stadt Luzern, jedoch ab 1522 nie mehr in der Funktion eines Schultheissen. Die Hertenstein waren schon ab dem 13. Jahrhundert in jeder Generation sehr kinderreich. Sie verfolgten eine ausgeprägte Familienpolitik, indem die Herrschaft an jeweils höchstens zwei sich verheiratende Erben weitergegeben wurde, während die übrigen Mitglieder meist klerikale Laufbahnen bescheidenen bis mittleren Zuschnitts einschlugen. Mit Adolf starb die Familie im 19. Jahrhundert aus. Version vom: 07.09.2006 Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen | von Hertenstein, Petrus (I13288)
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| 49881 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020256/2006-09-07/ von Hertenstein Luzerner Ritter- und Patrizierfamilie, benannt nach der gleichnamigen Burg bei Weggis, die sie als habsburgische Ministerialen innehatte. Ihre Genealogie ist ab Wernherus de Hertinstein, 1213 in einer Urkunde des luzernischen Klosters Murbach erwähnt, fast durchgängig bekannt, wenn sie auch seit dem Ende des 19. Jahrhunderts nie mehr mit neueren Ansätzen erforscht worden ist. Durch Heirat mit Adelheid, der Erbtochter der Herren von Buonas, gelangte Ritter Ulrich kurz vor 1260 in den Besitz von Herrschaft und Burg Buonas (Gemeinde Risch), die später auch unter dem Namen Neu-Hertenstein bekannt wurde. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts arrondierte die Familie Hertenstein die Herrschaft Buonas durch systematische Erwerbung von Gütern und Rechten zwischen Reuss und Zugersee, was wiederholt zu Konflikten mit Zug, dem Kloster Muri und Eigenleuten führte. Während die Hertenstein im 14. Jahrhundert vor allem Heiratsverbindungen mit Rittergeschlechtern wie den von Moos, Mülnern, von Hünenberg und von Kienberg eingegangen waren, verband sich die Familie im 15. und 16. Jahrhundert mit regimentsfähigen Bürgergeschlechtern aus Luzern, Bern, Basel und dem süddeutschen Raum. Mit zunehmendem Zerfall der habsburgisch-österreichischen Herrschaft suchte die Familie Anschluss an die Städte. Sie verburgrechtete sich mit Luzern und Zürich und nahm in Luzern rasch eine führende politische Rolle ein. Diese Entwicklung begann mit Ulrich, der nach der Wahrnehmung verschiedener städtischer Ämter 1428 Luzerner Schultheiss wurde. Bis 1522 amtierten Vertreter der Familie in drei aufeinanderfolgenden Generationen als Schultheissen. Sie stellten vor allem im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts oft gleichzeitig mehrere Mitglieder des Kleinen Rats und besetzten verschiedene Vogteien auf der Luzerner Landschaft. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts lassen sich starke ökonomische Schwierigkeiten feststellen, die durch die Heirat von Erasmus, 1573 Kleinrat, mit der Luzerner Schultheissentochter Martha Tammann für einige Zeit aufgefangen werden konnten. Vertreter der Familie finden sich bis 1798 fast ohne Unterbruch in politisch relevanten Positionen der Stadt Luzern, jedoch ab 1522 nie mehr in der Funktion eines Schultheissen. Die Hertenstein waren schon ab dem 13. Jahrhundert in jeder Generation sehr kinderreich. Sie verfolgten eine ausgeprägte Familienpolitik, indem die Herrschaft an jeweils höchstens zwei sich verheiratende Erben weitergegeben wurde, während die übrigen Mitglieder meist klerikale Laufbahnen bescheidenen bis mittleren Zuschnitts einschlugen. Mit Adolf starb die Familie im 19. Jahrhundert aus. Version vom: 07.09.2006 Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen | von Hertenstein, Hartmann (I13284)
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| 49882 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020256/2006-09-07/ von Hertenstein Luzerner Ritter- und Patrizierfamilie, benannt nach der gleichnamigen Burg bei Weggis, die sie als habsburgische Ministerialen innehatte. Ihre Genealogie ist ab Wernherus de Hertinstein, 1213 in einer Urkunde des luzernischen Klosters Murbach erwähnt, fast durchgängig bekannt, wenn sie auch seit dem Ende des 19. Jahrhunderts nie mehr mit neueren Ansätzen erforscht worden ist. Durch Heirat mit Adelheid, der Erbtochter der Herren von Buonas, gelangte Ritter Ulrich kurz vor 1260 in den Besitz von Herrschaft und Burg Buonas (Gemeinde Risch), die später auch unter dem Namen Neu-Hertenstein bekannt wurde. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts arrondierte die Familie Hertenstein die Herrschaft Buonas durch systematische Erwerbung von Gütern und Rechten zwischen Reuss und Zugersee, was wiederholt zu Konflikten mit Zug, dem Kloster Muri und Eigenleuten führte. Während die Hertenstein im 14. Jahrhundert vor allem Heiratsverbindungen mit Rittergeschlechtern wie den von Moos, Mülnern, von Hünenberg und von Kienberg eingegangen waren, verband sich die Familie im 15. und 16. Jahrhundert mit regimentsfähigen Bürgergeschlechtern aus Luzern, Bern, Basel und dem süddeutschen Raum. Mit zunehmendem Zerfall der habsburgisch-österreichischen Herrschaft suchte die Familie Anschluss an die Städte. Sie verburgrechtete sich mit Luzern und Zürich und nahm in Luzern rasch eine führende politische Rolle ein. Diese Entwicklung begann mit Ulrich, der nach der Wahrnehmung verschiedener städtischer Ämter 1428 Luzerner Schultheiss wurde. Bis 1522 amtierten Vertreter der Familie in drei aufeinanderfolgenden Generationen als Schultheissen. Sie stellten vor allem im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts oft gleichzeitig mehrere Mitglieder des Kleinen Rats und besetzten verschiedene Vogteien auf der Luzerner Landschaft. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts lassen sich starke ökonomische Schwierigkeiten feststellen, die durch die Heirat von Erasmus, 1573 Kleinrat, mit der Luzerner Schultheissentochter Martha Tammann für einige Zeit aufgefangen werden konnten. Vertreter der Familie finden sich bis 1798 fast ohne Unterbruch in politisch relevanten Positionen der Stadt Luzern, jedoch ab 1522 nie mehr in der Funktion eines Schultheissen. Die Hertenstein waren schon ab dem 13. Jahrhundert in jeder Generation sehr kinderreich. Sie verfolgten eine ausgeprägte Familienpolitik, indem die Herrschaft an jeweils höchstens zwei sich verheiratende Erben weitergegeben wurde, während die übrigen Mitglieder meist klerikale Laufbahnen bescheidenen bis mittleren Zuschnitts einschlugen. Mit Adolf starb die Familie im 19. Jahrhundert aus. Version vom: 07.09.2006 Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen | von Hertenstein, Ulrich (Udalrich) (I13280)
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| 49883 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020259/2008-01-16/ von Hünenberg Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen Ritterl. Ministerialengeschlecht des 13. bis 15. Jh., 1173 erstmals bezeugt mit Walter I. Die Genealogie ist ab 1240 mit Walter II. über sieben bis acht Generationen relativ gesichert. Bekannt als Wohnsitze und Verwaltungsmittelpunkte sind die Burgen Hünenberg (Lehen der Frh. von Rüssegg), Wildenburg sowie St. Andreas (Lehen der Frh. von Wolhusen) und die Twingherrschaft Waldsberg mit der Kirche Luthern. Der Besitz an Eigen und Lehen sowie an Rechten im Raum zwischen Limmat und Vierwaldstättersee mit Zentrum um den Zugersee war heterogen und unterschiedl. Herkunft. Kirchensatz und Hof zu Arth waren Lehen der Gf. von Kyburg, später der Habsburger. Weitere Güter besassen die H. von den Frh. von Ramstein und von Thierstein. Die Kirchenvogtei in Wädenswil und Richterswil wurde Ende des 13. Jh. von den Frh. von Wädenswil, die Herrschaft Merenschwanden 1293 von den Gf. von Rapperswil erworben. Heiratsbeziehungen bestanden zu den Frh. von Wädenswil, Affoltern, Rüssegg sowie u.a. zu den Ritteradligen von Heidegg, von Reinach, von Hertenstein, von Büttikon, von Hallwyl, von Glarus und Mülner. Insgesamt sind sechs Linien bekannt. Mitte des 13. Jh. begründete eine Herrschaftsteilung die beiden Hauptlinien zu Arth und auf St. Andreas. 1309 erfolgte die weitgehende Herrschaftsteilung zwischen den Brüdern Peter II., Gottfried III. und Hartmann II. Die Hauptlinie auf St. Andreas lässt sich kurz nach 1400 nicht mehr nachweisen. Die Linie auf der Wildenburg verzweigte sich in Nebenlinien in Baar und in Schaffhausen (mit Götz, ->) und verliert sich im 15. Jh. Der lehensherrl. Dienst für die Gf. von Kyburg und Habsburg spielte für die Stellung der H. nur eine nebensächl. Rolle. Gottfried II. (erw. 1271-1309) war noch ein eindeutiger Parteigänger Habsburg-Österreichs, obschon er bereits Beziehungen zur Stadt Zürich pflegte. Ab Mitte des 14. Jh. lavierte die Fam. aufgrund der geogr. Lage ihres Besitzes zwischen Habsburg und den Eidgenossen, ohne dass sich ein Zweig eindeutig einer Partei zuschreiben lässt. Zwölf der in jenem Zeitraum bekannten männl. H. verburgrechteten sich in den 1360er und 70er Jahren in Zürich. Polit. Kapital liess sich aus dieser numer. Vormachtsstellung innerhalb des Zürcher Ritteradels trotzdem nicht schlagen. Peter III. war 1352, Gottfried IV. 1355 Ratsmitglied, sein Sohn Hartmann V. bekleidete 1383-95 das Schultheissenamt. Nach einem steilen wirtschaftl. und sozialen Aufstieg im 13. Jh. waren die H. noch um 1300-30 das bedeutendste Ritteradelsgeschlecht der Region. Ab 1350 nahm ihre Verschuldung zu. 1370 wurde die Herrschaft St. Andreas an Österreich verkauft. Bis zum Ende des 15. Jh. war der Besitz fast vollständig aufgelöst. | von Hünenberg, Ritter Gottfried (I12814)
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| 49884 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020261/2012-10-16/ vonHunwil Vom 13. bis 15. Jahrhundert in Luzern, Obwalden und Aarau verbreitetes Ministerialengeschlecht, als dessen Stammsitz der Hof Hunwil bei Römerswil im Amt Hochdorf angesehen wird. 1236 verzichteten die Brüder Heinrich und Ulrich auf den Hof, den ihnen die Freiherren von Eschenbach bis dahin verpfändet hatten. Ihre verwandtschaftlichen Beziehungen zur Luzerner Ammännerfamilie Hunwil, die in der Frühgeschichte der Stadt Luzern eine bedeutende Rolle spielte, sind unsicher. Möglicherweise von Konrad an, der 1231 und 1234 belegt ist, waren die Hunwil erbliche Inhaber des herrschaftlichen Ammannamtes in der Stadt Luzern und standen damit bis um 1300 an der Spitze der Bürgerschaft. Der zum Ritter geschlagene Johann (erwähnt 1257-1261) und seine Nachkommen sind wohl murbachische Ministerialen. 1323 verkaufte Ritter Walter (erwähnt 1300-1328) das Ammannamt an Herzog Leopold von Österreich. Die Obwaldner und die Aarauer Hunwil sind Abkömmlinge des Luzerner Geschlechts. In Obwalden sind die Hunwil erstmals 1304 belegt: Ritter Heinrich, ein Bruder von Ammann Walter, erscheint an der Spitze der Obwaldner Führungsgruppe. Er gilt als Erbauer der Burg Hunwil in Giswil. Heinrichs Söhne Peter (->) und Heinrich (->), Peters Sohn Georg (->) und sein Enkel Walter (->) sowie Walters Schwiegervater Rudolf von Halten scheinen das Landammannamt über 50 Jahre lang innegehabt zu haben. Ihre verwandtschaftlichen Beziehungen reichten von Luzern über Nidwalden und Uri bis ins Berner Oberland. Unter Georg erreichten die Hunwil in Obwalden den Höhepunkt ihrer Macht. 1381 endeten der Ringgenberger Handel sowie Alpstreitigkeiten mit dem Entlebuch mit zwei Schiedsgerichtsurteilen. Daraufhin erklärte am 13. Februar 1382 eine gemeinsame Landsgemeinde von Ob- und Nidwalden die Familie Hunwil und ihre Verwandten Walter von Tottikon und Johann von Waltersberg für immer aller Landesämter unfähig. Die viehbäuerliche Fraktion der Führungsgruppe verdrängte damit ihre ministerialadligen Konkurrenten von der politischen Macht. Die Hunwil verliessen Obwalden und verbürgerten sich in Luzern, wo Walter erneut politische Ämter innehatte. Die Töchter Walters, Paula und Gertrud, heirateten in die Führungsschicht der Städte Bern und Zürich ein. 1474 starb das Geschlecht mit Walters Sohn, Schultheiss Heinrich (->), aus. Ein weiterer Zweig der Familie Hunwil lebte im 14. Jahrhundert in Aarau. Um 1324 zog Johann, noch 1337 und 1340 mit Güterbesitz bzw. 1341 als Zeuge in Luzern belegt, nach Aarau, wo er 1340 und 1343 (Edelknecht) als Zeuge auftrat und bis mindestens 1367 lebte. Seine Söhne Johann, Walter und Heinrich sind ab 1367 als Bürger zu Aarau belegt. Nach 1414 scheint mit Edelknecht Walter die männliche Linie dieses Zweiges zu enden. Version vom: 16.10.2012 Autorin/Autor: Roland Sigrist | von Hunwil, Peter (I12341)
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| 49885 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020270/2009-01-07/ von Moos LU, UR Urner Ritteradelsgeschlecht, das seit dem 14. Jahrhundert auch in Luzern vertreten ist. Aus dem Luzerner Zweig entstand die Familie der Stahlindustriellen. Mittelalter und frühe Neuzeit Die Familie tritt urkundlich ab Ende des 13. Jahrhunderts mit Johann (1285-vor 1331), Ministerialen der Abtei Disentis in Ursern, auf. Ab Beginn des 14. Jahrhunderts ist ein Zweig auch im Urner Reusstal fassbar, wo das Geschlecht in Altdorf und Wassen begütert war. Die Familie verfügte über wenig Eigenbesitz, dagegen über Lehen der Klöster Disentis, Wettingen und des Zürcher Fraumünsters. Als königliche Vögte und Ammänner hielten die von Moos, beginnend mit Konrad (->), über zwei Generationen die Vormachtstellung im Urserntal inne, während sie die Reichsvogtei in der Leventina im ersten Viertel des 14. Jahrhunderts nur beanspruchten. Den politischen Einfluss büsste die Familie in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts ein. Die in Altdorf ansässigen Zweige starben im 17. Jahrhundert in ihrer männlichen Linie aus. Heiratsverbindungen bestanden nicht mit einheimischen, sondern mit Unterwaldner und Luzerner Nobiles- und Ministerialengeschlechtern. Über den Handel und den Gotthardverkehr pflegte die Familie bereits in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts rege Beziehungen zur Stadt Luzern. Jost, 1338 Ritter, liess sich um 1330 in Luzern nieder, wo er durch die Heiratsverbindung mit den proösterreichischen Herren von Freienbach in den Dienst der Herrschaft Habsburg-Österreich trat und mehrere Lehen und Pfandschaften verwaltete, so unter anderem die Feste und Herrschaft Neu-Habsburg. Vertreter der Familie erreichten in der städtischen Politik bedeutenden Einfluss. Als Ratsmitglied und als Schultheiss spielte Josts Enkel Heinrich (->) als Letzter des Luzerner Zweigs eine politisch eminente Rolle. Der ökonomische Niedergang ab 1550 und der politische Bedeutungsschwund seit dem Ende des 16. Jahrhunderts verhinderte die Etablierung der Familie im entstehenden städtischen Patriziat. Ab 1680 betrieben Vertreter der Familie einen Eisenwarenhandel. Ein wirtschaftlicher und sozialer Aufstieg lässt sich seit Ende des 18. Jahrhunderts wieder feststellen mit der Involvierung im Eisen- und Textilgewerbe. Version vom: 07.01.2009 Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen Mehr unter dem Link oben.. | von Moos, Johann (I57595)
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| 49886 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020459/2012-11-19/ Trüllerey Ritteradliges Geschlecht in Schaffhausen und Aarau. Ulrich, erstmals 1299 in Schaffhausen bezeugt, gilt als Stammvater. Mit Schultheiss Johann sind die Trüllerey ab 1309 auch für Aarau belegt. In beiden Städten besetzten sie Spitzenfunktionen innerhalb der Bürgerschaft, ohne sich in zwei Linien zu teilen. In Schaffhausen stellten sie mehrere Bürgermeister und wirkten in anderen städtischen Ämtern. Nach der Mitte des 14. Jahrhunderts erwarben die Trüllerey die Burg Widen bei Ossingen. Bürgermeister Ulrich führte 1476 die Schaffhauser Truppen in der Schlacht bei Grandson. In Aarau stellten die Trüllerey mehrere Schultheissen; 1397 erwarb Hans den Turm Rore als habsburgisches Lehen. Der Turm blieb mit umfangreichem Besitz in der Familie, bis Ulrichs Sohn Gangwolf ihn 1515 verkaufte. Mit Gangwolf starb das Geschlecht 1547 im Mannesstamm aus. Version vom: 19.11.2012 Autorin/Autor: Dominik Sauerländer | Trüllerey, Ursula (I58063)
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| 49887 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020470/2002-12-20/ d'Avenches Von der Mitte des 12. Jahrhunderts an belegte Familie des niederen Waadtländer Adels, aus Ministerialen des Bischofs von Lausanne hervorgehend, welche das Meieramt Avenches innehatten. Dem Geschlecht entstammten einige Domherren von Lausanne und Basel, zahlreiche Priester von Avenches und anderen Pfarreien der Diözese Lausanne sowie bischöfliche Kastlane. Vom Ende des 14. Jahrhunderts an trugen einige Mitglieder der Familie den Titel von Mitherren von Combremont-le-Grand. 1536 versuchte Bernard (✝︎ vor 1539) vergeblich, Combremont unter freiburgische statt bernische Herrschaft zu stellen; im folgenden Jahr verkaufte er die Herrschaft. Er besass auch die Herrschaft Donatyre, die sein Sohn Claude (✝︎ vor 1569) 1546 an die Praroman veräusserte. Herrschaftliche Rechte hatten die d'Avenches auch zum Beispiel in Villarepos, Cugy (FR), Russy, Prévondavaux und Cronay inne, womit sie eine nicht unbedeutende Stellung innerhalb des Waadtländer Adels einnahmen: 1456, anlässlich der feierlichen Zusammenkunft der Waadtländer Ständeversammlung bei der Übergabe des Landes an den Prinzen von Piemont (Amadeus IX. von Savoyen), war das Geschlecht mit vier Personen unter den 34 Herren vertreten. Im 16. Jahrhundert erlosch die Familie. Mit Pierre, dem 1360 eingebürgerten Sohn des Junkers Jean, hatte sich ein Zweig in Freiburg niedergelassen und spielte hier mit Guillaume im 15. Jahrhundert eine bedeutende Rolle. Dessen Blutsverwandter Antoine war ab 1468 Statthalter Jakobs von Savoyen, des Grafen von Romont, in der Waadt. Mit seinem gleichnamigen Sohn Antoine starb der Freiburger Zweig aus. Nicht zur Adelsfamilie d'Avenches gehörten die ab der Mitte des 13. Jahrhunderts als Bürger von Freiburg belegten d'Avenches (z.B. Conrad), deren Name eine schlichte Herkunftsbezeichnung darstellt. Version vom: 20.12.2002 Autorin/Autor: Jean-Daniel Morerod Übersetzung: Alfred Zangger | von Avenches (Montpreveyre), Johann (I57890)
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| 49888 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020632/2010-09-29/ de Praroman Praroman (deutsch Perroman), freiburgische Patrizierfamilie, aus dem gleichnamigen Ort stammend. Dem Geschlecht gehörten mehrere Junker und Ritter an. Einzelpersonen werden bereits im 12. Jahrhundert erwähnt, die Familie ab Mitte des 13. Jahrhunderts. Die zwei Freiburger Äste sind auf Pierre (vor 1365) und Jacques (vor 1356), vermutlich Brüder, zurückzuführen. Der erste Ast starb 1862 mit Philipp, einem reichen und wohltätigen Gutsbesitzer, im Mannesstamm aus. Der zweite teilte sich 1408 mit Nicolas' Niederlassung in Lausanne in zwei Zweige. Der in Freiburg verbliebene Zweig verschwand in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Der später reformierte Lausanner Zweig erlosch mit Rodolphe Samuel bzw. mit Louis Samuel (1750), Oberstleutnant in holländischen Diensten. Ab dem 14. Jahrhundert im Handel sehr erfolgreich (Perroman-Gesellschaft), spielten die Praroman vom 15. bis ins 18. Jahrhundert eine bedeutende Rolle in der Freiburger Politik. Die Familie stellte 1448-1607 sieben Schultheissen und in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts einen. Aus dem Geschlecht gingen auch 14 Kleinräte, 19 Sechziger, vier Venner, vier Säckelmeister und sieben Bürgermeister hervor. Nur selten hatte ein Familienmitglied ein kirchliches Amt inne. Wahrscheinlich wurde das ganze Geschlecht 1436 von Kaiser Sigismund geadelt, einige Vertreter wie Johann und Henri traten als Lehensleute in den Dienst von Fürsten, besonders der Savoyer. Im 16. Jahrhundert gaben die Praroman den Handel auf und traten wie die beiden Familienmitglieder mit Namen Niklaus in den Kriegsdienst, besonders für Frankreich. Sie stellten jedoch nie höchste Ränge. Hubert (✝︎ 1547), Schultheiss 1528-1530, gehörte zum Humanistenkreis um Peter Falck, den er 1516 nach Jerusalem begleitete, wo er zum Ritter geschlagen wurde. Auch Petermann stand in der Humanistentradition. 1649 errichtete der Geistliche Beat-Ludwig eine Substitution (Fideikommiss) zugunsten des jeweils ältesten Praroman, der seinen Vornamen trug, weshalb dieser Vorname in der Familie fortan sehr häufig vorkam. Eine weitere Substitution errichtete Hans Anton 1708 mit seinen Gütern Balterswil (Gemeinde St. Ursen) und Frieseneit (Gemeinde Bösingen) für die männlichen Nachkommen seiner Brüder. Aufgrund der gesetzlichen Auflösung der Substitutionen trat der letzte Nutzniesser 1850 das Gut Frieseneit dem Almosenamt ab und behielt dafür Balterswil als Eigentum. Zwei Onkel des letzten Praroman, der Staatsrat Philippe (1745-1815) und der Grossrat Joseph (1754-1822), widersetzten sich 1814 der Restauration des Patriziats. Joseph intervenierte bei den Gesandten der Alliierten, wurde aber mit seinen Anhängern trotz Geleitbrief von der Berner Polizei verhaftet, in Freiburg eingekerkert und schliesslich als Hochverräter zu sechs Monaten Hausarrest und 20 Jahren polizeilicher Überwachung verurteilt. Ausserdem verlor er seine politischen Rechte und den Grossratssitz. Version vom: 29.09.2010 Autorin/Autor: Peter F. Kopp | de Praroman, Barbara (I57549)
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| 49889 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021175/2005-10-10/ Georg von Hunwil 1354 erstmals erwähnt, ✝︎ 1367. Sohn des Peter. ⚭ Cäcilia von Moos, Erbtochter des Heinrich, Ritters, aus Uri. 1354 als Edelknecht bezeichnet. 1361 wurde Georg von Hunwil von Herzog Rudolf IV. von Habsburg-Österreich mit dem Meieramt zu Giswil belehnt. 1361, 1364 und 1366 ist er als Landammann von Obwalden urkundlich belegt. Durch die Vereinigung von Meieramt und Landammannamt in seiner Person schuf sich Georg in Giswil eine eigene, vom Land Obwalden unabhängige Gerichtsherrschaft. 1365 erhielt Georg von Kaiser Karl IV. die Reichsrechte seines verstorbenen Schwiegervaters verliehen. Version vom: 10.10.2005 Autorin/Autor: Roland Sigrist | von Hunwil, Georg (I56807)
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| 49890 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021334/2009-03-24/ Rudolf Asperlin * um 1410 (?), ✝︎ um 1478, von Raron und Sitten (1435). Sohn des Rudolf und der Agnes von Raron. Bruder von Heinrich. ⚭1434 Franziska von Raron. Meier von Raron, einer der mächtigsten und reichsten Walliser seiner Zeit. Durch seine Heirat Miterbe des Hauses Raron, u.a. auch von dessen Schulden bei der Stadt Bern. V.a. um das zum Erbe gehörende Vizedominat Anniviers entbrannte um 1460 ein Streit zwischen A. und dem Sittener Bf. Walter Supersaxo (Asperlinhandel). 1463 suchte A. in Bex Schutz beim Hzg. von Savoyen. 1464 überfielen Berner sein Haus. Nach dem ungünstigen Entscheid des Walliser Landrats vom 2.2.1482 verliessen A.s Nachkommen das Wallis. Version vom: 24.03.2009 Autorin/Autor: Philipp Kalbermatter | Asperlin von Raron, Hänsli (Rudolf) (I57554)
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| 49891 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021527/2009-11-12/ Thüring vonRingoltingen um 1415 Bern, ✝︎ nach dem 8.3.1483 Bern, von Bern. Einziger legitimer Sohn des Rudolf. ⚭ Verena von Hunwyl. Berner Grossrat, Kleinrat, Vogt von Baden, Pfleger des Münsters, 1458, 1461, 1464 und 1467 Schultheiss von Bern. R. galt als einer der reichsten, politisch aber wenig hervortretenden Männer der Stadt. 1456 beendete er seine dem Markgf. Rudolf von Hochberg, Gf. von Neuenburg, gewidmete Prosaübersetzung des franz. Versromans "Mélusine" von Coudrette. Mit dem an diversen europ. Schauplätzen spielenden Feenroman gibt R. Einblicke in die Welt des spätma. Adels. Version vom: 12.11.2009 Autorin/Autor: André Schnyder | von Ringoltingen, Junker Thüring (I57571)
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| 49892 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/022904/2014-12-11/ Reding (Version vom: 11.12.2014) Altes Landleutegeschlecht von Schwyz, Arther Viertel, heute Bürger von Schwyz und Arth, später unter anderem von Luzern (1556) und von Näfels (1692). Nach der Familienüberlieferung stammen die Reding von Biberegg bei Rothenthurm, wo Ital der Jüngere noch 1447 das geerbte Grossgut zum Steinhaus besass. Nur Rudolf der Alte (13. Jh.) wird jedoch von dort erwähnt. Die bei späteren Adelsverleihungen dem Namen beigestellte Herkunftsbezeichnung wird von den Familienmitgliedern zum Teil bis heute verwendet; erst nach 1848 wurde das Prädikat «von» zum Namensbestandteil der dazu Berechtigten. In Biberegg stiftete Wolfgang Dietrich (->) die 1679 angeblich auf den Mauern eines ehemaligen Redingschlosses erbaute Familienkapelle mit. Einer der frühesten Reding ist Werner, 1309-1311 Anführer der Schwyzer im Marchenstreit mit dem Kloster Einsiedeln. Rudolf erscheint 1378-1395 als Schiedsrichter und Zeuge und 1400 mit weiteren Reding als Bittsteller für einen Ablassbrief zugunsten der Kirche Sattel. Hektor, Vater des Ital des Älteren (->), war um 1408-1411 Landammann zu Schwyz. Bis gegen Ende des 15. Jahrhunderts ist Sattel als Wohnsitz der Reding gesichert, wobei der Zeitpunkt der Übersiedlung anderer Reding nach Arth und Oberarth unklar bleibt. Heinrich (->) ist der Stammvater der heute noch lebenden Reding. Dessen Sohn Johannes (um 1500-1562) begründete den Arther, der andere Sohn Georg (->) den Schwyzer Zweig. Im 15. Jahrhundert erlangte das Geschlecht, vor allem mit Ital dem Älteren, in schwyzerischen und eidgenössischen Angelegenheiten eine starke Machtstellung und blieb bis Anfang des 20. Jahrhunderts in Schwyz politisch von Gewicht. Es stellte unter anderem über 20 Landammänner. Im 16. und 17. Jahrhundert wirkten Reding als Landvögte und Landesobersten im Toggenburg, von 1630 bis 1798 bekleideten sie das Amt eines eidgenössischen Landschreibers im Thurgau. Wichtig für den weiteren sozialen und wirtschaftlichen Aufstieg wurden die fremden Dienste, wobei Rudolf (->) eine Schlüsselstellung zukam. Mehrere hundert Reding standen als Offiziere bis zu den Rängen eines Generalleutnants und Generalkapitäns im Feld, die meisten in französischen und spanischen, aber auch in savoyischen, neapolitanischen und anderen Diensten. Neben dem umfangreichen Grundbesitz erlaubten die Einnahmen aus dem Solddienst den Bau von stattlichen Häusern vor allem in Schwyz, unter anderem das Grosshaus im Brüel, erbaut 1604 von Heinrich (->), das Ital-Reding-Haus, erbaut 1609 von Ital (->), und das Redinghaus an der Schmiedgasse, begonnen 1610 von Rudolf (->), beendet 1617. Die fremden Dienste rückten andererseits die Familie oft in turbulente innenpolitische Spannungsfelder (z.B. den Harten- und Lindenhandel) oder führten, wie im Fall von Josef Karl (->), zuweilen zum Ruin einzelner Familien. Dem geistlichen Stand gehörten fast 100 Reding an, davon 17 als Pfarrherren im Kanton Schwyz. Augustin (->) war Abt des Klosters Einsiedeln, Heinrich Franz (1650-1702) Propst des Chorherrenstifts Zurzach. Die Familie hat sich stets der Interessen der katholischen Kirche angenommen, vor allem in den Religionskriegen und zur Zeit der Gegenreformation. Heiratsverbindungen bestanden mit allen angesehenen Geschlechtern in Schwyz, aber auch mit zahlreichen auswärtigen Adels- und Patrizierfamilien. Autorin/Autor: Franz Auf der Maur, Josef Wiget | Reding von Biberegg, Katharina Elisa (I18539)
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| 49893 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/023337/2005-07-26/ von Fulach Niederadeliges Schaffhauser Bürgergeschlecht, belegt vom 13. bis ins 17. Jh. Erstmals erwähnt wird das Geschlecht 1253 mit Burkhard und Rudolf, Besitzern von Liegenschaften in der Stadt. Im weiteren Verlauf des 13. Jh. treten versch. Familienangehörige als Zeugen in städt. Urkunden in Erscheinung. Unter Johann (II) und seinem gleichnamigen Sohn Johann (III) erwarb die Fam. zahlreiche Güter und Rechte in und um Schaffhausen: 1359 einen Drittel der Vogtei Thayngen, 1370 als österr. Lehen den Zehnten von Gailingen, 1373 die Herrschaft Rüdlingen-Buchberg-Ellikon und 1378 den Zehnten und Güter zu Barzheim. Johann (I), Vater des erstgenannten Johann (II), sass 1291 als Erster im Rat, in welchem die Fam. bis Ende des 15. Jh. regelmässig vertreten war. 1422 stellte sie mit Konrad (erwähnt 1401-30), Sohn des Johann (III), einen Bürgermeister. Konrad erwarb 1422 die am Rheinfall gelegene Burg Wörth mit Zoll, mit der Vogtei Neuhausen und weiteren Rechten. 1444 kaufte dessen Sohn Hans Schloss und Herrschaft Laufen, wodurch die Fam. in eine langjährige Fehde mit Bilgeri von Heudorf verwickelt wurde, der seinerseits Ansprüche auf diese Herrschaft erhob. Mit österr. Hilfe besetzte Bilgeri von Heudorf 1449 vorübergehend das Schloss und erwirkte 1457 eine Ächtung der von F. im Reich, die erst 1473 wieder aufgehoben wurde. Da ihnen Schaffhausen in diesem Konflikt kaum Unterstützung bieten konnte, traten Hans und sein Bruder Konrad 1455 mit Schloss Laufen ins Burgrecht der Stadt Zürich, was zu Spannungen mit ihrer Vaterstadt führte. Diese wurden noch verstärkt, als nach der Reformation mehrere Vertreter der Fam. nach Zürich und Diessenhofen auswanderten. Mehrere Frauen aus der Fam. F. standen im 15. und 16. Jh. einem Kloster vor, so Agnes, Anastasia und Anna. Johann Jakob Leu zufolge starben die letzten F. im 17. Jh. in Diessenhofen. Version vom: 26.07.2005 Autorin/Autor: Martin Leonhard | von Fulach, Johann (I12869)
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| 49894 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/023563/2001-10-21/ Asperlin Ehem. ritteradliges Walliser Geschlecht, das seinen Namen wohl vom Ort "zum Asp" bei Baltschieder führte. Von hier verzweigte es sich nach Raron, Visp und Stalden (VS). Erster bekannter Vertreter ist der 1290 erw. Petrus dictus Hesperlin de Ponczirro (Baltschieder), Meier von Raron. Die Fam. war von Raron bis Mörel begütert. Im 14. und 15. Jh. stellte sie eine Reihe von Meiern des Zenden Raron, im 15. Jh. drei Domherren von Sitten: Johannes (1401-18), Heinrich und Rudolf (1453-96/97). Um 1350 wird ein miles Rudolphus genannt. Durch Verbindung mit den Häusern von Visp und Raron gelangte die Fam. zu hohem Ansehen und trug bisweilen den Zunamen von Raron. Höhe- und Wendepunkt zugleich in ihrer Gesch. bildeten der Episkopat von Heinrich (1451-57,) und der sog. Asperlinhandel (1460-82), in welchem Rudolf und der Sittener Bf. Walter Supersaxo um das Erbe der von Raron stritten. Als der Prozess 1482 verloren ging, verliess die Fam. das Wallis. Die letzte Erbtochter, Johanna (⚭Theobald von Erlach), verkaufte 1508 das Meiertum Raron an Bf. Matthäus Schiner. Petermann (Colette von Ligerz), Sohn von Rudolf, und sein Sohn Lorenz (⚭Marie Champion) begründeten den Waadtländer Zweig der Familie. Dieser kam in den Besitz der Herrschaften Bavois, Ballaigues und Lignerolles, erhielt das Bürgerrecht von Aubonne (1619) und Lausanne (1650) und erlosch mit Jean-Salomon d'Asperling (✝︎1759) und dessen Tochter Emilie (⚭1713 Victor de Gingins). Version vom: 21.10.2001 Autorin/Autor: Philipp Kalbermatter | Asperlin von Raron, Petermann (I57551)
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| 49895 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/023790/2005-01-20/ CramerZH 1363 in Zürich eingebürgerte, erstmals 1489 im Gr. Rat und 1505 im Kl. Rat vertretene Patrizierfam., die im 16. Jh. viele Ratsherren und Landvögte, mit dem Familienfondsstifter Heinrich (✝︎1608) einen Zürcher Schultheissen (Präs. des Stadtgerichts) und mit Heinrich 1593 den Statthalter stellte. Rudolf (✝︎1705) erwarb 1676 Schloss und Herrschaft Maur, die bis 1740 im Besitz seiner Erben verblieb. In eidg. und fremden Kriegsdiensten standen der Ratsherr Johann (✝︎1519), Kriegsrat bei Novara, sein Neffe Stefan (✝︎1529), päpstl. Gardeschreiber in Rom, Berichterstatter der Schlacht von Rimini 1517 und Beteiligter im Sacco di Roma 1527, sowie Caspar (✝︎1755), Oberst im Regiment Escher, der sich bei der Belagerung von Lille auszeichnete. Mehrere Mitglieder der Fam. wirkten als Geistliche und Gelehrte, z.B. Jacob (✝︎1709), Theologieprof. in Herborn (Hessen), Autor der "Theologia Israelis" und mit der Neuordnung der oriental. Schriften an der königl. Bibliothek in Paris betraut. In der Textilunternehmer- und Bankierstradition standen Johann (✝︎1742), mit der Firma C.-Hottinger, sein Neffe Heinrich (✝︎1820), Direktor der Kaufmannschaft und später Inhaber der Seidenfirma C.-Werdmüller, dessen Sohn Conrad (✝︎1841), Amtmann des Klosters St. Blasien und Inhaber der Bank C.-Tauenstein, sowie dessen Sohn Heinrich (✝︎1858), Stadtrat und Seidenherr der Firma "C. zum Bären", der 1841 die Leinwandindustrie im Kt. Zürich einführte. Heinrichs Söhne zogen 1850 nach Mailand: Giovanni (✝︎1909) und Enrico (✝︎1900) gründeten Seidenfirmen, Corrado (1918), mit eigener chirurg. Ambulanz in der Schlacht bei Solferino 1859, das Asilo evangelico in Mailand und das Zürcher Kinderspital. Sein Enkel Robert entdeckte 1951 die Hämophilie B. Nachkommen des Seidenherrn Hans Rudolf (✝︎1835), Inhabers der Firma Cramer-von Gonzenbach, waren Grosskaufleute in Smyrna (Osman. Reich, heute Izmir, Türkei). Die Fam. ist heute in der Schweiz, Italien und Frankreich verbürgert. Version vom: 20.01.2005 Autorin/Autor: Robert Cramer | Cramer, Heinrich (I56786)
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| 49896 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/023814/2013-10-30/ KellerZH, vom Steinbock Zürcher Junkerfam., die vor 1350 ins Bürgerrecht aufgenommen wurde. Die erste urkundl. Erwähnung, Cellerarius in Swabindingen, datiert in die Jahre 1253-67. Genealog. Stammvater ist Heinrich K. von Schwamendingen (1320-79), Cellerar der Propstei Grossmünster. Die K. stellten 1396-1798 in Zürich 26 Kleinräte und 1514-1781 dreizehn Landvögte, u.a. Johannes (->). 1487 bekam Felix (1432-1507) von Kg. Maximilian einen Adels- und Wappenbrief. Nach dem Erlöschen dieses Zweiges vererbte sich der Junkertitel zwar auf Angehörige anderer Zweige, nicht aber auf alle K. 1532 gründete der Pfarrer Wilhelm (1478-1535) den Familienfonds. Ab 1550 gehörten die K. den Schildnern zum Schneggen an. Im 16. Jh. spaltete sich die Fam. in vier Linien. Die Linie von Bürgermeister Hans (->) erlosch 1679. Aus derjenigen von Oswald (1540-1600) stammten die im 19. und 20. Jh. als Kaufleute tätigen K. Die bekannten Gelehrten der K. im 19. Jh. gehörten den zwei anderen Linien an. Version vom: 30.10.2013 Autorin/Autor: Katja Hürlimann Archive ZBZ, FamA Literatur C. Keller-Escher, Promptuarium genealogicum, o.J., (ZBZ) F.S. Vögelin, Aus der Familiengesch. der K. vom Steinbock in Zürich, 1880 Schweiz. Geschlechterbuch 1, 241-244 | Keller vom Steinbock, Hans Balthasar (I56190)
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| 49897 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/023814/2013-10-30/ KellerZH, vom Steinbock Zürcher Junkerfam., die vor 1350 ins Bürgerrecht aufgenommen wurde. Die erste urkundl. Erwähnung, Cellerarius in Swabindingen, datiert in die Jahre 1253-67. Genealog. Stammvater ist Heinrich K. von Schwamendingen (1320-79), Cellerar der Propstei Grossmünster. Die K. stellten 1396-1798 in Zürich 26 Kleinräte und 1514-1781 dreizehn Landvögte, u.a. Johannes (->). 1487 bekam Felix (1432-1507) von Kg. Maximilian einen Adels- und Wappenbrief. Nach dem Erlöschen dieses Zweiges vererbte sich der Junkertitel zwar auf Angehörige anderer Zweige, nicht aber auf alle K. 1532 gründete der Pfarrer Wilhelm (1478-1535) den Familienfonds. Ab 1550 gehörten die K. den Schildnern zum Schneggen an. Im 16. Jh. spaltete sich die Fam. in vier Linien. Die Linie von Bürgermeister Hans (->) erlosch 1679. Aus derjenigen von Oswald (1540-1600) stammten die im 19. und 20. Jh. als Kaufleute tätigen K. Die bekannten Gelehrten der K. im 19. Jh. gehörten den zwei anderen Linien an. Version vom: 30.10.2013 Autorin/Autor: Katja Hürlimann Archive ZBZ, FamA Literatur C. Keller-Escher, Promptuarium genealogicum, o.J., (ZBZ) F.S. Vögelin, Aus der Familiengesch. der K. vom Steinbock in Zürich, 1880 Schweiz. Geschlechterbuch 1, 241-244 | Keller vom Steinbock, Hans Balthasar (I56528)
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| 49898 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/025083/2005-01-20/ Curti (UR) Kaufmannsfam. des 18. und 19. Jh., von Gressoney südl. des Monte Rosa stammend. Ab ca. 1700 waren sie wohl zuerst in Bürglen, dann in Altdorf, wo sie mehrere Häuser besassen, heimatberechtigt. Franz Valentin (1727-80) erlangte 1750 das Urner Landrecht. Angehörige der Fam. waren Offiziere in Frankreich und Turin, vereinzelt Priester und Kunstmaler. Hauptsächlich aber betätigten sie sich mit grossem Erfolg im Handel über den Gotthard. Josef Anton (1760-1836) galt als einer der reichsten Urner. V.a. im 19. Jh. bestanden Verschwägerungen mit den politisch führenden Kreisen Uris und Urserns (Müller, Arnold, Schmid, Nager) wie mit den aufstrebenden Fam. aus Handel und Verkehr (Muheim, Zgraggen). In der Revolutionszeit waren die C. helvetisch eingestellt. Die Fam. starb in der 2. Hälfte des 19. Jh. aus. Version vom: 20.01.2005 Autorin/Autor: Hans Stadler | Curti, Valentin (I18732)
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| 49899 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/027188/2010-07-22/ Autor: August Püntener * um 1590 Altdorf (UR), 21.5.1656 Altdorf, kath., Landmann von Uri in Altdorf. Sohn des Ambros (->) und der Anastasia Tschudi von Wasserstelz. Verehelicht um 1618 Maria Magdalena Schmid, Tochter des Anton, Zeugherrn. 1621-22 Dorfvogt von Altdorf, 1626-36 Säckelmeister, 1626-51 Gesandter an die eidg. Tagsatzung, 1636-38 Landvogt von Lugano. 1655-56 Kommandant der kath. Truppen im 1. Villmergerkrieg in Bremgarten. Verbindungsmann der Eidgenossen zu den ennetbirg. Vogteien in versch. Missionen. 1635 Gesandter zum gubernator von Mailand und später wiederholt zum Nuntius Francesco Boccapaduli. | Püntener, Landvogt Heinrich (I486)
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| 49900 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/027189/2010-07-22/ Johann Joachim Püntener * 1584 Altdorf (UR), ✝︎ 1651 Altdorf, katholisch, Landmann von Uri. Sohn des Heinrich, Gardehauptmanns in Turin, und der Katharina Rümplin (Rüpplin), von Frauenfeld. Bruder des Jost. Heiratet um 1606 Magdalena Wolleb, Tochter des Beat, Hauptmanns. Um 1614 oberster Hauptmann der Garde in Turin, Oberst in französischen Diensten, 1618-1619 Dorfvogt von Altdorf, Mitglied des Landrats, 1621-1644 Tagsatzungsgesandter. 1621 Gesandter zum König von Spanien, 1624-1637 wiederholt Gesandter nach Mailand, unter anderem betreffend Getreideimporte und Gründung eines Jesuitenkollegiums. Johann Joachim Püntener pflegte Beziehungen zum spanischen Ambassador Marc-Claude de Rye, Markgraf von Dogliani, dem er auch als Dolmetscher behilflich war. Version vom: 22.07.2010 Autorin/Autor: August Püntener | Püntener, Oberst Johann Joachim des Raths (I4053)
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