Treffer 49,901 bis 49,950 von 52,053
| # | Notizen | Verknüpft mit |
|---|---|---|
| 49901 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/029268/2004-11-03/ Walter III. vonEschenbach 1236 als Erbe erstmals erwähnt, 1245, selbstständig handelnd, auf Burg Rüssegg, letztmals erwähnt 25.6.1299 in Seengen, Kloster St. Katharina bei E. Sohn Berchtolds I., bevormundet von Ulrich und Walter von Schnabelburg. Freiherr. 1254 Kunigunde, Tochter des Gf. Alwig von Sulz, mit der er im vierten Grad verwandt war. Kastvogt der Propstei Interlaken. Nach 1257 alleiniger Besitzer der Herrschaft E. und Mitherr zu Schwarzenberg (Breisgau, Schwarzwald). Parteigänger der Habsburger. Wirtschaftl. Schwierigkeiten zwangen E. von der Mitte der 1250er Jahre an zu umfangreichen Güterveräusserungen im Berner Oberland und im Zürcher Gebiet. Vergabungen u.a. an die Klöster Rathausen und Interlaken, um 1285 Stiftung des Augustinerinnenklosters St. Katharina bei Eschenbach. Version vom: 03.11.2004 Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen | von Eschenbach-Oberhofen, Freiherr Walther III. (I27518)
|
| 49902 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/029269/2004-11-03/ Walter IV. vonEschenbach 1299 erstmals erw. auf Burg Oberhofen am Thunersee, 1343 in Süddeutschland. Sohn Berchtolds III., bevormundet von Frh. Heinrich von Tengen. Freiherr, Ritter. eine Tochter Walters V. von Vaz. Gewählter Kastvogt der Propstei Interlaken. Ab 1300 in schwieriger ökonom. Lage. Nach chronikal. Überlieferung forderte E. von Kg. Albrecht I. vergeblich Güter zurück. 1308 als Mitverschworener an der Ermordung Albrechts I. beteiligt, tätigte er auch nach seiner Ächtung in der habsburg. Blutrachefehde noch vereinzelte Rechtsgeschäfte. Nach der Zerstörung der E.er Burgen ist er aber ab 1310 urkundlich nicht mehr fassbar. Gemäss dem Chronisten Matthias von Neuenburg soll E. viele Jahre unerkannt als Schäfer in Württemberg gelebt haben. Version vom: 03.11.2004 Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen | von Eschenbach (von Schnabelburg), Freiherr Walther IV. (I27522)
|
| 49903 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/029272/2008-11-11/ Hermann IV. vonLandenberg-Greifensee Autorin/Autor: Rainer Hugener, Michael Mente Erstmals erw. evtl. 1300, sicher ab 1322/25, 1.4.1361 . Gilt als Sohn von Hermann II. (->). 1) Elisabeth von Schellenberg (1340), 2) Diemut von Roteneck. Die frühesten Belege (einschliesslich der Burggrafschaft zu Neuburg 1305/06) beruhen vermutlich auf einer Fehlinterpretation Ernst Dieners, dem die Forschung gefolgt ist. 1322-25 Söldner in päpstl. Diensten in der Lombardei. 1330-54 amtierte er für die habsburg. Landesherrschaft als Landvogt, Hauptmann bzw. Pfleger zu Glarus, im Gaster, im Aargau, im Thurgau, im Elsass und im Schwarzwald. 1331 war er Hofmeister von Hzg. Otto von Österreich, 1354 in führender Position an der Belagerung Zürichs beteiligt und 1358-60 österr. Landmarschall. L. betrieb eine erfolgreiche Pfandwirtschaft - u.a. erhielt er 1331 Grüningen - und kaufte diverse Burgen und Herrschaftsrechte (u.a. 1358 Bichelsee und Sonnenberg). | von Landenberg-Greifensee, Hermann IV (I375)
|
| 49904 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/043677/2012-01-05/ von Roll Familie, AG, UR Version vom: 05.01.2012 In Altdorf (UR) eingebürgertes Geschlecht. Die Herkunft der Fam. ist unsicher. Sie stieg durch diplomat., wirtschaftl., militär. und polit. Aktivitäten v.a. im Dienste Spaniens und des Grosshzg. der Toskana rasch auf. Die R. spielten in der Gegenreformation eine bedeutende Rolle, besonders als Förderer des Kapuzinerordens. Sie gehörten im 17. Jh. zu den reichsten Fam. der alten Eidgenossenschaft und verfügten über bedeutenden Grundbesitz, v.a. in Uri, Zug (Cham) und im aarg. Fricktal. Ihr Vermögen war vorwiegend in Uri, in der Leventina und in konfessionellen Spannungsgebieten (Thurgau, Grafschaft Baden, Fricktal) angelegt. Nach dem Erwerb der Burg Bernau 1635 teilte sich das Geschlecht in einen Urner und einen Bernauer Zweig. | von Roll zu Bernau, Karl Hartmann (I7797)
|
| 49905 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/043677/2012-01-05/ von Roll Familie, AG, UR Version vom: 05.01.2012 In Altdorf (UR) eingebürgertes Geschlecht. Die Herkunft der Fam. ist unsicher. Sie stieg durch diplomat., wirtschaftl., militär. und polit. Aktivitäten v.a. im Dienste Spaniens und des Grosshzg. der Toskana rasch auf. Die R. spielten in der Gegenreformation eine bedeutende Rolle, besonders als Förderer des Kapuzinerordens. Sie gehörten im 17. Jh. zu den reichsten Fam. der alten Eidgenossenschaft und verfügten über bedeutenden Grundbesitz, v.a. in Uri, Zug (Cham) und im aarg. Fricktal. Ihr Vermögen war vorwiegend in Uri, in der Leventina und in konfessionellen Spannungsgebieten (Thurgau, Grafschaft Baden, Fricktal) angelegt. Nach dem Erwerb der Burg Bernau 1635 teilte sich das Geschlecht in einen Urner und einen Bernauer Zweig. | von Roll, Ritter Ludwig (I16599)
|
| 49906 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/048653/2009-12-07/ Rudolf vonRingoltingen um 1385, ✝︎ nach 15.6.1456, von Bern. Sohn des Heinrich, Grossrats, und der Klara Matter. ⚭ 1) 1409 Jonata von Mömpelgard-Oltigen, Tochter des Hugo, Mitherrn von Landshut, 2) Paula von Hunwil, Tochter des Walter von Hunwil, 3) vor 1446 Margareta von Düdingen, Witwe des Peter (oder Petermann) Rych, Junkers und Ratsherrn von Freiburg. 1409 Mitglied des Berner Gr. Rats, 1435-55 des Kl. Rats, 1448, 1451 und 1454 Schultheiss von Bern. 1416-54 war R. für die Stadt Bern als Gesandter in- und ausserhalb der Eidgenossenschaft tätig. Er vermittelte zwischen eidg. Orten und auswärtigen Mächten, oft bei territorialen Streitigkeiten. R. versteuerte 1448 ein Vermögen von 31'000 Gulden. Dazu gehörten ab 1415 und 1418 Schloss und Herrschaft Landshut sowie Güter u.a. in Belp, Kehrsatz, La Neuveville und Ligerz. Version vom: 07.12.2009 Autorin/Autor: Christian Müller (2) | von Ringoltingen, Rudolf (I57573)
|
| 49907 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/049584/2012-01-06/ von Sal Adels- und Ratsfamilie des 13.-16. Jahrhunderts in Winterthur, die auch Sala oder Saler genannt wurde. Möglicherweise geht das Geschlecht auf die Burgstelle Untersal bei Oberembrach zurück. Allfällige Verbindungen zur gleichnamigen Zürcher Familie sind nicht geklärt. Heiratsbeziehungen bestanden zum ostschweizerisch-süddeutschen Landadel. Die ersten Namensträger werden ab 1279 als Zeugen, ab 1287 als Ratsherren in Winterthur erwähnt. Regelmässig stellten die Sal Kleinräte und Schultheissen (letztmals 1506 mit Hans). Mehrere weibliche Mitglieder der Familie traten als Priorinnen des nahen Dominikanerinnenklosters Töss hervor. Elisabetha war 1409-1425 Äbtissin im Kloster Frauenthal. Ab dem 14. Jahrhundert zählten die Sal zu den bedeutendsten Familien Winterthurs, ihre Geschichte ist eng mit der habsburgischen Stadt verknüpft. Als habsburgische Gefolgsleute besetzten Konrad (✝︎ 1396) und sein Sohn Laurenz 1364-1405 ohne Unterbrechung das Schultheissenamt in Winterthur: Um 1390 war Konrad Mitglied des herzoglichen Rats und einer der einflussreichen Politiker der Ostschweiz. Laurenz, ab 1388 im Kleinen Rat und ab 1396 Schultheiss von Winterthur, starb in den Appenzeller Kriegen am Stoss 1405 als Anführer der Winterthurer. Seine Schwester Anna war 1400 Priorin im Kloster Töss. Sein Bruder Hans amtierte ab 1407 als Ratsherr und 1409-1434 als Schultheiss in Winterthur. Er wahrte die habsburgischen Interessen in der Stadt, stiftete 1428 eine grosse Jahrzeit für seine Familie und erwarb 1429 die Burg Freienstein im unteren Tösstal. Der Enkel von Hans, Laurenz (✝︎ 1468/1469), war zwischen 1459 und 1468 mehrmals Schultheiss und leitete 1460 die erfolgreiche Verteidigung Winterthurs gegen ein eidgenössisches Heer. Sein Bruder Rudolf war Mönch in St. Blasien und von 1485 bis ca. 1500 vermutlich Abt des Klosters Beinwil-Mariastein. Ein zweiter Bruder, Konrad, war in habsburgischen Diensten im Tirol. Küngold, die Tochter von Laurenz, stand ab 1489 als Priorin dem Kloster Töss vor. Ihr Bruder Hans (✝︎ 1529) wuchs am Innsbrucker Hof auf. Er war ab 1483 der letzte politisch aktive Vertreter der Familie in der Stadt Winterthur, die 1467 an Zürich verpfändet worden war, indes weiterhin enge Beziehungen zum Haus Habsburg pflegte. Spätestens um 1500 verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage der Sal, trotz des Besitzes von Schloss Girsberg (ZH, 1514-1525). Als Hans 1524 als Dank für seine Verdienste in Winterthur eine Spitalpfrund erhielt, hatten seine Söhne die Stadt längst verlassen. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts starb der letzte männliche Nachkomme im Schwarzwald. Version vom: 06.01.2012 Autorin/Autor: Peter Niederhäuser | von Sal, Konrad (I11510)
|
| 49908 | Zitat aus: https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00002930 (Seite 150, 151) a. Johann I. - Titel in Urkunden: dei gratia dominus Magnopolensis, einmal [U. 792] 1257, 25. März: Johannes dei gracia Magnopolensis et dominus in Wysmaria. Knese Janeke heißt er zuerst in der Geneal. Dob. und in der Gen. Parch. - Der Beiname Theologus findet sich zuerst bei Kirchberg, p. 767, und in dem Necrol. Doberan. - Johann schloß noch am 6. Decbr. 1263 einen Vertrag [U. 999]. sein Todestag war nach dem Necrol. Dob. 1264, 1. Aug. (MCCLXIIII., kal. Aug.). - Der Irrthum Kirchbergs p. 774, 1260 sei Johanns Todesjahr, mag auf einen Lesefehler zurückzuführen sein, indem man die IIII. der Jahreszahl mit kal. Aug. verband. - Sein Grab fand er zu Doberan nach der gleich anzuführenden Urkunde [1123] von 1267 und auch nach Kirchberg; erst Marschalck sagt (V, 1): in Gadebuso sepultus! Er verwechselt ihn mit Johann II. Gemahlin. An Johanns I. Urkunde über Fährdorf auf Pöl von 1257 [11. 791] hängt das Siegel der in der Urkunde nicht genannten [Lu]tgardis domine Magnopolensis (wahrscheinlich, weil Pöl ihr Leibgedinge war); in der Rechten hält die Fürstin den hennebergischen, in der Linken den mecklenburgischen Schild. Auch Kirchberg, 767, bezeichnet Luitgard als Schwester des (Grafen) v. Henneberg, die Johann "alsbalt" (p. 786) nach der Landestheilung geehelicht. Wenn Marschalck (V, 1) Von Johann sagt: Hermanni principis Hennobergii filiam Lutgardim accepit in uxorem a. fere - 1231, so wird er die Zeit der Vermählung ungefähr errathen haben, wenn anders Kirchbergs Erzählung (p. 786), daß Johann seiner Gemahlin zu Liebe zu Neuburg ein Schloß erbaut habe, richtig ist; denn 1231, am 9. Juli, stellte er in Nouo Castro eine Urkunde aus [U. 386]. Der Vater Luitgards aber hieß Graf Poppo († 1245), nach welchem ein Sohn von ihr benannt ward. - 1267, 14. Juni [U. 1123], schenkte Heinrich I. dem Kloster Doberan pro salutari remedio animarum - patris nostri, videlicet Johannis de Wismaria, et matris nostre domine Luthgardis fratrisque nostri domini Alberti Renten aus Lüneburg zur Unterhaltung einer ewigen Wachskerze circa predictorum defunctorum sepulchra. Luitgard ruhete also schon in Doberan; wahrscheinlich schon mindestens seit etwa 1259, da auch ihrer Schwiegertochter Anastasia Pöl zum Leibgedinge verschrieben war. | von Henneberg, Luitgard (I10135)
|
| 49909 | Zitat aus: https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00002930 (Seite 136) I. Generation. a. Niklot. Die Rechtfertigung der Daten unserer Stammtafel ist in unsern Erörterungen über den Stammvater gegeben. Niklots Todesjahr. ist zweifellos das Jahr 1160 (nicht, wie Beyer meinte, 1161); darin Stimmen die Pegauer, Pöhlder, Magdeb. Annalen u. a. Quellen überein. - Der Todestag des Fürsten ist nicht zu ermitteln. Herzog Heinrich ließ die Seinen sich zu dem Zuge "zur Erntezeit" (tempore messis, Helm. I, 86) bereit halten: er selbst war am 26. Juli (VII. kal. Augusti) noch zu Erfurt (Ann S. Petri Erphesf. 1160): Niklots Söhne beunruhigten von Werle aus zunächst die bei (prope) Meklenburg gelagerten Sachsen. Dann aber zieht Niklot selbst gegen diese Feinde und legt ihnen einen Hinterhalt, von dem aus er dieselben beim Fouragieren überfällt. Dabei findet er selbst - wohl noch im August - seinen Tod, wahrscheinlich also in der Nähe von Meklenburg, jedenfalls zwischen diesem Orte und Werle. - Vergl. meine Bemerkungen in Jahrb. XXVIII, S. 113 f. b. Lubemar. Helmold erzählt I, 92 (Frühling 1163), nachdem Wertislav, Niklots Sohn, die Burg Werle hatte dem Herzog Heinrich dem Löwen übergeben müssen, von dem Herzoge weiter: "Porro castrum et vulgus ignobile fecit servari et praeposuit eis Lubemarum quendam veteranum, fratrem Nicloti, ut presset terrae et sentiret ea, que subjecta sunt." Dies ist die einzige Stelle, wo Lubemar uns sicher vor Angen kommt. - In den Urkunden des Stifts Ratzeburg von 1158 [Mekl. Urk.=Buch I, U. 65], 1171 [U 101], 1174 [U. 113, auch in U. 284] findet sich unter den drei Dörfern im Lande Bresen (etwa Amt Grevesmühlen), die Heinrich der Löwe dem Bischof von Ratzeburg verlieh, eine Lubimari villa. Ob dieses Dorf (dessen Lage nicht mehr nachzuweisen ist) seinen Namen von Niklots Bruder empfing, bleibt ungewiß; wir sehen aber auch aus diesem Dorfnamen, daß der Personenname, den Helmold nennt, hier zu Lande üblich war. | Meklenburg (Mecklenburg), Fürst Niklot (I9632)
|
| 49910 | Zitat aus: https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00002930 (Seite 138, 139) Woislava, Pribislavs Gemahlin. Diese wird in den Urkunden ihrer Nachkommen nie erwähnt. Wir lernen sie erst aus der Doberaner Ueberlieferung des 14. Jahrhunderts kennen, theils aus der Ziegelinschrift von ihrem Grabe in der Kapelle zu Althof (Lisch in Jahrb. II, S. 2 flgd.: XX1, S. 172 flgd.), welche aus diesem Jahrhundert stammt, theils aus der von Kirchberg aufgezeichneten Tradition, welche ich in Jahrb. XXVIII, S. 128 flgd., ausführlich besprochen habe. Der Name wird aus dem Nekrologium des Klosters entnommen sein. Daß die Fürstin mit dem Wendischen Namen als eine norwegische Prinzessin bezeichnet wird, spricht eher für als gegen die Tradition. Wahrscheinlich dünkt mich auch jetzt noch die Lösung dieses Widerspruchs, daß sie warägischen Ursprungs war. - Gestorben mag Woislava immerhin, wie Kirchberg (Cap. 113) berichtet, sein, während ihr Gemahl mit dem Herzog Heinrich dem Löwen auf der Pilgerfahrt nach Jerusalem begriffen war, also 1172, aber sicher nicht in Folge ihrer Entbindung von ihrem Sohne Heinrich Burwy; denn dieser zählte damals gewiß schon mindestens 20 Jahre. (S. unten S. 141.) | Woizlawa (Woislava) (I9631)
|
| 49911 | Zitat aus: https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00002930 (Seite 141, 142) III. Generation. A. Pribislavs Sohn. Heinrich Burwy 1 ), Pribislavs Nachfolger (schon 1179, M. U.=B. I, U. 127), gedenkt 1192 [daselbst U. 152] Pribizlavi patris nostri. Er war nach der Geneal. Dob. dni. Pribizlai filius et heres vnicus; es werden auch in Urkunden nie Geschwister Heinrichs erwähnt. - Er selbst nennt sich 1192 [Nr. 152]: Heinricus Buriinus Magnopolitanorum et Kyzzenorum princeps, obgleich er 1183 (s. S. 139, Anm. 1) nur unter der Bedingung von König Kanut aus der Gefangenschaft entlassen war: ut a rege Danorum terram suam (er und sein Vetter Niklot) susciperent et obsides, quos habere voluisset, darent. Dederunt ergo obsides viginti quatuor, inter quos Burvinus filium suum dedit; et recessit a castro Rostoch, tradens illud nepoti (Niklot); ipse vero Ylowe et Michelenburg in possessionem sortitus est, rege sic disponente. - Die Herrschaft Rostock fiel ihm erst durch des Vetters Tod im Jahre 1200 wieder zu. Heinrich Burwy kann nicht, wie Kirchberg Sp. 757 erzählt, erst 1171-72 geboren sein, da er 1183 schon einen Sohn als Geisel stellen konnte, 1192 [U.=B. I, Nr. 152] de consensu filiorum nostrorum Henrici et Nycolai an Doberan Güter verlieh, und dem älteren Sohne sicher schon um 1212 Kinder geboren wurden. Seine Geburt wird eher vor, als nach 1150 anzusetzen sein. Den Namen Burwi oder Buriwoi wird er als Heide (aber freilich nicht, wie Marschalck II, 41, behauptet, ab auo materno, rege Noricorum) geführt, und den Namen Heinrich in der Taufe (wohl 1164) empfangen haben. Burwys letzte erhaltene Urkunde [U. 331] ist vom 10. Aug. 1226 datiert; am 28. Aug. 1227 gaben schon seine Enkel als Landesherren eine Bestätigung [U. 343]. Als seinen Todestag bezeichnet das Necrol. Dob. den 28. Jan. (V. klas Febru.) 1227, denselben Monatstag auch das Necrol. s. Michaelis zu Lüneburg; den 29. Jan. giebt nur das Necrol. Amelungesb. [U.=B. I, 336]. Wenn die Ann. Stad. 1226 als das Todesjahr nennen, so ist dort das Jahr vermuthlich bis zum dies incarnationis (25. März) gerechnet. - Sein Grab fand er in der Kirche zu Doberan. (Kirchberg Sp. 765.) Gemahlinnen. 1) Burwy spricht am 29. Decbr. 1223 [U.=B. I, 299] von Mecthilde, clare memorie nostra vxore. Sie war nicht, wie Kirchberg Sp. 764 angiebt, die Tochter eines polnischen Herzogs (Marschalck nennt sie II, 41, Matildim, filiam regis Sarmatarum), sondern nach dem Berichte des Zeitgenossen Arnoldus Lub. eine Tochter Herzog Heinrichs des Löwen (III, 4: Burvinus vero, filius Pribizlavi, qui filiam Heinrici ducis habebat, Mechthildam dictam; V, 7: Burwinus, gener ducis, nämlich Heinrichs des Löwen). - Vgl. auch Ann. Stad. ad a. 1164; Albericus Triumfontium monachus (Rertz, Scr. XXIII), p. 851, 870. - Diese Ehe wird frühestens bei der Aussöhnung zwischen Pribislav und Herzog Heinrich (1167) geschlossen sein, jedenfalls noch bei Pribislavs Lebzeiten, da ein Sohn Mechthilds schon 1183 als Geisel gegeben ward (S. 139, Anm. 1), beide Söhne 1192 schon den Consens zu einer Veräußerung gaben. Gestorben ist Mechthild sicher vor 1219; denn in der Stiftungs=Urkunde für das Kloster Sonnenkamp (Neukloster) von diesem Jahre erscheint schon 2) Adelheid als Heinrich Burwys I. Gemahlin: ego Heinricus Burwinus dei gra. princeps Slavorum cum filiis meis Heinrico et Nicolao et voluntate vxoris mee Adeleidis eligentes patrocinivm beate dei genitricis Marie - [U.=B. I, 254]. Desgl. heißt es im Stiftungsbriefe für das Antonius=Hospital Tempzin vom 7. Juni 1222 [U.=B. I, 282]: Ego Borewinus diuino favore Magnipolensis dominus -, quod ego vna cum vxore mea Adelheyde filiisque meis Hinrico et Nicolao -. Der Fürst sagt an beiden Stellen nicht (wie man im 15. Jahrh. [s. Anm. zu der Urk. im U.=B.] Verstand) filiis nostris, sondern filiis meis, weil die beiden Söhne nicht Adelheids, sondern Mechthildens Söhne waren, was auch die Ann. Stad. z. J. 1164 ausdrücklich berichten. Aus der ersten Ehe stammte (nach den Altersverhältnissen) gewiß auch noch die 1222 erwähnte Tochter (s. u. Generation IV, c). - Was Adelheids Herkunft betrifft, so möchte ich annehmen, daß sie eine Tochter des Markgrafen Otto I. von Brandenburg († 1184) und seiner zweiten Gemahlin Ada (Adelheid, Tochter des Grafen Florenz III. von Holland) gewesen ist, die noch 1205 lebte (Riedel, Cod. Brand. II, 1, S. 3). Unter dieser Voraussetzung allein kann ich mir nämlich erklären, warum die Aebtissin Elisabeth zu Wienhausen (U.=B. 1, 521 [vor 1248]): Agnes dei gra. ducissa, fundatrix ecclesie in Winhusen, Elizabeth abbatissa =), die noch am 3. Jan. 1265 lebte [U.=B. II, 1031) und ins Nekrologium von Wienhausen zum 10. Febr. als religiosa domina Elyzabeth de Wenden, quarta abbatissa hujus monasterii Wynhusen, eingetragen ist, von der Herzogin Mechthild von Braunschweig als ihre Blutsverwandte bezeichnet werden konnte. [U.=B. 11, 712: Dei gra. M. ducissa de Brunswich ac domina in Luneburg consanguinee sue abbatisse totique conuentui in Winhusen salutem.] | von Mecklenburg, Herr Heinrich Borwin I. (Buruwe) (I9622)
|
| 49912 | Zitat aus: https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00002930 (Seite 142) 1) Burwy spricht am 29. Decbr. 1223 [U.=B. I, 299] von Mecthilde, clare memorie nostra vxore. Sie war nicht, wie Kirchberg Sp. 764 angiebt, die Tochter eines polnischen Herzogs (Marschalck nennt sie II, 41, Matildim, filiam regis Sarmatarum), sondern nach dem Berichte des Zeitgenossen Arnoldus Lub. eine Tochter Herzog Heinrichs des Löwen (III, 4: Burvinus vero, filius Pribizlavi, qui filiam Heinrici ducis habebat, Mechthildam dictam; V, 7: Burwinus, gener ducis, nämlich Heinrichs des Löwen). - Vgl. auch Ann. Stad. ad a. 1164; Albericus Triumfontium monachus (Rertz, Scr. XXIII), p. 851, 870. - Diese Ehe wird frühestens bei der Aussöhnung zwischen Pribislav und Herzog Heinrich (1167) geschlossen sein, jedenfalls noch bei Pribislavs Lebzeiten, da ein Sohn Mechthilds schon 1183 als Geisel gegeben ward (S. 139, Anm. 1), beide Söhne 1192 schon den Consens zu einer Veräußerung gaben. Gestorben ist Mechthild sicher vor 1219; denn in der Stiftungs=Urkunde für das Kloster Sonnenkamp (Neukloster) von diesem Jahre erscheint schon Adelheid. | von Sachsen, Mathilda (Mechthild) (I9623)
|
| 49913 | Zitat aus: https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00002930 (Seite 142, 143) 2) Adelheid als Heinrich Burwys I. Gemahlin: ego Heinricus Burwinus dei gra. princeps Slavorum cum filiis meis Heinrico et Nicolao et voluntate vxoris mee Adeleidis eligentes patrocinivm beate dei genitricis Marie - [U.=B. I, 254]. Desgl. heißt es im Stiftungsbriefe für das Antonius=Hospital Tempzin vom 7. Juni 1222 [U.=B. I, 282]: Ego Borewinus diuino favore Magnipolensis dominus -, quod ego vna cum vxore mea Adelheyde filiisque meis Hinrico et Nicolao -. Der Fürst sagt an beiden Stellen nicht (wie man im 15. Jahrh. [s. Anm. zu der Urk. im U.=B.] Verstand) filiis nostris, sondern filiis meis, weil die beiden Söhne nicht Adelheids, sondern Mechthildens Söhne waren, was auch die Ann. Stad. z. J. 1164 ausdrücklich berichten. Aus der ersten Ehe stammte (nach den Altersverhältnissen) gewiß auch noch die 1222 erwähnte Tochter (s. u. Generation IV, c). - Was Adelheids Herkunft betrifft, so möchte ich annehmen, daß sie eine Tochter des Markgrafen Otto I. von Brandenburg († 1184) und seiner zweiten Gemahlin Ada (Adelheid, Tochter des Grafen Florenz III. von Holland) gewesen ist, die noch 1205 lebte (Riedel, Cod. Brand. II, 1, S. 3). Unter dieser Voraussetzung allein kann ich mir nämlich erklären, warum die Aebtissin Elisabeth zu Wienhausen (U.=B. 1, 521 [vor 1248]): Agnes dei gra. ducissa, fundatrix ecclesie in Winhusen, Elizabeth abbatissa =), die noch am 3. Jan. 1265 lebte [U.=B. II, 1031) und ins Nekrologium von Wienhausen zum 10. Febr. als religiosa domina Elyzabeth de Wenden, quarta abbatissa hujus monasterii Wynhusen, eingetragen ist, von der Herzogin Mechthild von Braunschweig als ihre Blutsverwandte bezeichnet werden konnte. [U.=B. 11, 712: Dei gra. M. ducissa de Brunswich ac domina in Luneburg consanguinee sue abbatisse totique conuentui in Winhusen salutem.] | von Brandenburg?, Adelheid (I36324)
|
| 49914 | Zitat aus: https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00002930 (Seite 146, 147) IV. Generation. Kinder Heinrich Burwys I. - a. b. Nach der Geneal. Dob. hatte Heinrich Burwy zwei Söhne, Hinricum et Nicolaum; und damit stimmen die Urkunden, auch in Betreff der Reihenfolge, überein. Aber in der Zeit irrt die Genealogie, wenn sie hinzufügt: qui post mortem patris diuiserunt principatum siue dominium, ita quod Hinricus in Rostock et Nicolaus in Magnopoli, id est in Mychelenborgh, tenuit dominium et principatum. (Deshalb setzt Kirchberg p. 765 ihre Landestheilung ins Jahr 1228, obwohl er hernach (p. 766) gesteht, daß er die Todesjahre der beiden Brüder nicht finden könne). Heinrich erscheint in Urkunden seit 1219 [U.=B. I, U. 258] meistens als Herr zu Rostock [z. B. I, 278, 396 u. s. w., Heinricus Burwinus dei gra. dominus in Rozstoc nur in U. 319], bisweilen auch als Herr zu Werle [U. 283 (1222): Hinricus de Werla, Burwini filius; U. 298 (1223): dns. Hinricus de Werle junior, vgl. 317]; Nicolaus dagegen heißt regelmäßig Herr zu Meklenburg [nur U. 298 (1223): dns. Nicolaus de Gadebusk, nach seiner Residenz]. Beide werden als des Vaters Mitregenten genannt. Nicolaus kommt als consentirend zuletzt 1225 vor [U. 315], sein Tod ward - nach dem Annivers. Amelungesb. am IV. kal. Oct. 28. Septbr. - durch einen Sturz in der Burg zu Gadebusch (Gen. Dob., Necrol. Dob.) herbeigeführt (viel sich da zu Godebus zu Tode mit dem lugenhus, Kirchberg p. 765; cadens moritur in castro Godebuz van deme loghenhuse, Parchimsche Stammtafel). Dies muß am 28. Septbr. 1225 geschehen sein. Denn sein Bruder Heinrich († 5. Juni 1226) hat noch "vor seines Brudern Nicolai seele" (zum Gute des Klosters Dobbertin) "gegeben das Dorf Lomene" [U.=B. I, 343]: auch spricht Kaiser Friedrich II. im Juni 1226 [U.=B. I, 322] nur noch de tota terra Buruwini et ejus filii (nicht filiorum). - Uebrigens starb auch Heinrich schon um diese Zeit, nämlich 1226, am 5. Juni (non. Jun., Amelungsb. Anniversarium; in die Bonifacii, M. U.=B. II, 1438; dagegen II. non. - 4. Juni im Necrol. Lunebg.); nachdem er am 3. Juni zu Güstrow in Anwesenheit seines Vaters die Stiftungsurkunde der Collegiatkirche St. Cäcilien gegeben hatte [U.=B. I, 324]. Richtig wird in den Ann. Stad. (z. J. 1226) bemerkt, daß dem (am 28. Jan. 1227 verstorbenen) Fürsten Heinrich Burwy I. die 4 Söhne Heinrich Burwys II. succedierten. Von den Brüdern Heinrich Burwy II. und Nicolaus bemerkt Kirchberg p. 766: sy sint doch zu Doberan beyde begrabin sundir wan. - Daneben kann Marschalcks Bericht (II, 42) von Heinrich Burwy II.: templum cum uiris ordinis canonici in urbe Gustroina in honorem diuae Ceciliae incoepit, in cuius olim die festo tota Vandalornm regio fidem agnonit christianam (?), in quo templo et tumulatus est anno millesimo ducentesimo duodeuigesimo (!), der vielleicht auf Güstrowscher Tradition beruhet, keine Beachtung finden. Dennoch mag er dazu Veranlassung gegeben haben, daß Herzog Ulrich das schöne Kenotaph für Heinrich Burwy II. im Güstrowschen Dom herstellen ließ. | von Mecklenburg, Heinrich Borwin (Burwy) II. (I7702)
|
| 49915 | Zitat aus: https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00002930 (Seite 147, 148) Den Namen von Heinrich Burwys II. Gemahlin nennt zuerst Kirchberg (p. 766): "Sophia, von Sweden eins koniges kint, als man in der croniken vint. Dyselbe frow gebar im so vier sone vnd schonre tochter czwo." - Diese "Chronik" ist mir unbekannt; übrigens hat dieselbe Nachricht auch Krantz (Wand. VII, 16), und auf einer Tafel im Chor der Franziskaner zu Wismar las man die (wohl erst dem 16. Jahrh. angehörende) Inschrift: "Anno 1252 Johannes Theologus (!), eyn hertogk (!) tho Mekelnborch van der linie der koninge Obotritorum vnd eyn ßone hern Hinrici Burewini, syn mutter Sophia, des koninges to Sweden dochter, nam de barfoter in tor Wißmar Vnd gaff ehn de kerke des hilligen Cruces" - Diese Angabe ist falsch; wahrscheinlich beruhet sie auf einer Verwechselung mit Sophie, der Gemahlin Burwys III., oder sonst war Sophie die erste Gemahlin Heinrich Burwys II. und Mutter Johanns, während die andern drei Söhne aus einer zweiten Ehe stammten. Denn Nicolaus, Heinrich Burwys zweiter Sohn, nennt seine Mutter Christine. Er bezeugt [M. U.=B. I, 396, um 1232]: "protestor, quod bone niemorie dns. Heinricus de Werle, pater meus, consensu meo, sicut decuit, accedente, mansos duos in Wildeshusen sitos pro remedio sue et matris mee domine Christine anime, necnon pie memorie domini Burwini, aui mei, et patrui mei Nicolai - - deo et sanctis eius obtulit in perpetuum, arbitrio sororis Cristine, recluse de Satowia, relinquens, ut singulis septimanis missa vna pro uiuis et altera pro defunctis pro jam dictis fidelibus persolnatur in loco, ubi eidem visum fuerit ordinare." Daß die (geistliche) Schwester Christine, die Reclusa zu Satow (bei Doberan), dem von Conversen [U.=B. I, Nr. 557] bewohnten Hofe des Klosters Amelungsborn, mit der verwittweten Fürstin Christine, der Mutter des Nicolaus, identisch war, geht aus dem obigen Zusammenhange mit Wahrscheinlichkeit hervor. Daß letztere auch 1248 noch in der Nähe von Doberan wohnte, ergiebt sich aus dem Privilegium, welches ihr Papst Innozenz IV. am 20. Mai 1248 (pontif. anno V.) ertheilte: Innocentius eps. etc. dilecte filie, nobili mulieri . . sorori carissimi in Cristo filii nostri . . . illustris regis Scotie salutem. - - nos tue nobilitatis precibus annuentes, ut cum sex matronis honestis monasterium Doberan, Cisterciensis ordinis, Zverinensis diocesis, cuius nobilis vir B[orwinus] de Rozstoc, maritus tuus, fundator existit, bis vel ter in anno causa devotionis intrare valeas, eiusdem ordinis statuto contrario non obstante tibi auctoritate presencium conferimus facultatem (Jahrb. XLI, 151). Die Gemahlin Burwys III. von Rostock kann nicht gemeint sein, da dieselbe keine Schottin war; auch konnte dieser unmöglich noch als Stifter des Klosters Doberan bezeichnet werden, eher aber sein Vater, der schon 1192 zum Privilegium Nr. 152 für Doberan seinen Consens ertheilt hatte. - Hiernach lebte also Christine, die Wittwe Heinrich Burwys II. und Schwester des Schottischen Königs Alexander II. (reg. 1214-49), mithin Tochter König Wilhelms I. des Löwen von Schottland, sicher bis 1248 und wahrscheinlich immer noch zu Satow. Nach Kirchberg, p. 772, starb frow Sophya, - des jungen Hinrich Burwinis wib, 1252, und wart mit ungehabin zu Doberan begrabin. | Christine (I9620)
|
| 49916 | Zitat aus: https://nl.wikipedia.org/wiki/Willem_II_van_Bronckhorst (Aug 2023) Willem II van Bronckhorst (eerste vermelding 1241[1] - vóór 1294) was heer van Bronckhorst en heer van Rekem en de zoon van Gijsbert III van Bronckhorst en Kunigonda van Oldenburg. Levensloop Willem werd een bekend gezicht aan het Gelderse hof. Hij getuigde vele malen voor de Gelderse hertog bij allerlei gelegenheden. Ook treedt hij als scheidsrechter op bij een van de vele geschillen tussen Gelre en Kleef. In 1274 treedt hij zelf handelend op wanneer hij met de kosteres van Elten een horige man ruilt voor een horige vrouw. Een van de belangrijkste getuigenissen van Willem II is zijn medeborgstelling, als een van de negentien edelen, bij het huwelijk van Reinoud I van Gelre met Margaretha van Vlaanderen in 1286. Willem II is legeraanvoerder tijdens de Limburgse Successieoorlog (1283-1288) waarin hertog Jan I van Brabant zijn aanspraken op Limburg verdedigt tegen graaf Reinoud I van Gelre. Deze oorlog eindigt met de bloedige slag bij Woeringen bij Keulen. Een pijnlijke nederlaag voor de Geldersen. Willem is overleden omstreeks 1290 in Bronckhorst Gelderland, ongeveer 61 jaar oud | van Bronckhorst, Herr Willem (I42124)
|
| 49917 | Zitat aus: https://pt.wikipedia.org/wiki/Afonso_de_Portugal,_Senhor_de_Portalegre (Aug 2023) D. Afonso de Portugal (8 de fevereiro de 1263 - Lisboa, 2 de novembro de 1312)[1] foi um infante português, intitulado Senhor de Portalegre, Castelo de Vide, Arronches, Marvão e Lourinhã. Quarto filho de Afonso III de Portugal e da sua segunda esposa, D. Beatriz de Castela, surge na documentação logo em março de 1263[3]. Com cerca de nove anos, a 11 de outubro de 1271, o seu pai doa-lhe as vilas e castelos de Marvão, Portalegre e Arronches, com todos os direitos, com a condição de passarem ao filho legítimo mais velho. Em caso de extinção da sua linhagem, os bens deveriam reverter para o rei de Portugal [3][4]. Parece que Afonso III pretendia dar a este seu filho alguma independência, concedendo-lha através de um feudo[5]. Talvez devido à sua juventude, o aristocrata Rui Garcia de Paiva foi incumbido de os governar para o pequeno infante, na qualidade de tenente[3]. O rei presenteou ainda este infante com 20 000 libras, que coloca à guarda da esposa. Beatriz, à morte do marido, devia dá-los ao infante. Caso o infante falecesse antes do pai, ou o irmão, Dinis, falecesse antes dele, o dinheiro reverteria para a coroa. A década de 70 do século viu largas concessões e expansão de domínio senhorial deste infanteː a 25 de maio de 1273, Afonso III autoriza o filho, por pedido expresso do próprio, a tomar Castelo de Vide; a 28 de janeiro de 1278 é o rei que toma a iniciativa de conceder-lhe Lourinhã e a 5 de julho desse ano Vila Pouca. ..mais: https://pt.wikipedia.org/wiki/Afonso_de_Portugal,_Senhor_de_Portalegre | von Portugal, Herr Alfonso (I42047)
|
| 49918 | Zitat aus: https://pt.wikipedia.org/wiki/Pedro_Fernandes_de_Castro (Aug 2023) Pedro Fernandes de Castro[nota 1] (? — Algeciras, junho de 1343), referido como O da Guerra (em castelhano: El de la Guerra) foi um nobre galego, primeiro senhor de Monforte de Lemos, e pai de Fernando Ruiz de Castro "Toda a Lealdade de Espanha", 3.º Conde de Lemos, Trastâmara e Sarria, e pai da dama Inês de Castro, a que "depois de morta foi rainha". Logo após a morte do seu pai, foi entregue por sua mãe a D. Lourenço Soares de Valadares, que em seguida o trouxe para Portugal, onde cresce junto com seu primo de primeiro grau, o infante D. Pedro[1]. De regresso à Galiza, torna-se rapidamente no mordomo-mor da corte castelhana. Foi filho de Fernando Rodriguez de Castro, senhor de Lemos e de Violante Sanches, senhora de Ucero, filha ilegítima do rei Sancho IV de Castela e de Maria de Meneses. | de Castro, Herr Pedro Fernandes (I42044)
|
| 49919 | Zitat aus: https://regiowiki.at/wiki/Rudolf_II._von_Montfort Graf Rudolf (II.) von Montfort zu Feldkirch, der 1252 volljährig war[5], konnte zunächst seine Herrschaftsgebiete sehr erfolgreich ausbauen. Die Äbtissin von Lindau überließ ihm die Burg und den Hafen von Fußach als Lehen, wodurch er die verkehrspolitische Lage seiner Grafschaft ausbauen konnte. Zudem dürfte er sich Hoffnung auf die Stadt Lindau gemacht haben, die er unter seine Herrschaft zu bringen plante. 1269 erklärten ihm seine Cousins, die Grafen von Werdenberg, der Abt von St. Gallen und Graf Rudolf (IV.) von Habsburg († 1291) die Fehde und unternahmen einen Vorstoß gegen seine Stadt Feldkirch, der aber scheiterte. Gemeinsam mit seinen Brüdern Ulrich (I.) und Hugo (III.) unternahm Graf Rudolf (II.) daraufhin einen Gegenangriff und ließ Neuravensburg, damals der wichtigste Stützpunkt der Abtei St. Gallen am Nordostufer des Bodensees, verbrennen. In der Folge gelang es ihm und seinen Brüdern zahlreiche Besitzungen der Abtei und Ministeriale[A 2] für sich zu gewinnen.[6] Die Wahl des Grafen Rudolf (IV.) von Habsburg zum "römischen" König im Jahr 1273 veränderte jedoch die politische Lage zu Ungunsten der Montforter. Nachdem dieser wenig später die Rückstellung aller dem Reich entfremdeten Besitzungen verfügte und 1275 den Grafen Hugo von Werdenberg zu seinem Landvogt ernannt hatte, übertrug er diesem, der ein Gegner der Montforter war, die Aufsicht über die Revindikationen des Reichsgutes. In den Folgejahren waren Graf Rudolf (II.) und seine Brüder genötigt, die wichtigsten Erwerbungen, die ihre Familie während des Interregnums gemacht hatte, wieder abzutreten, darunter den Bregenzerwald und den Reichshof Lustenau. Für Graf Rudolf (II.) war besonders nachteilig, dass König Rudolf I. die Stadt Lindau zur Reichsstadt erhob. Abgesehen davon, dass er seine Hoffnung auf ihren Gewinn aufgeben musste, nutzte der römische König Lindau in den Folgejahren, um ihn und seine Familie wirtschaftlich unter Druck zu setzen.[6] Noch unter Rudolf (II.) dürfte dann eine Annäherung an die Habsburger eingesetzt haben. Nach der Schlacht bei Göllheim (2. Juli 1298) ist dieser im Gefolge von König Albrecht I. nachgewiesen.[7] Das Erbe des Grafen Rudolf (II.) von Montfort zu Feldkirch Nach dem Tod des Grafen Rudolf (II.) von Montfort übernahm zunächst sein Sohn Hugo (IV.) von Montfort die Herrschaft über die Grafschaft Feldkirch, während die beiden anderen Söhne Rudolf (III.) und Ulrich (II.) geistliche Karrieren einschlugen. Nachdem Graf Hugo (IV.) aber bereits 1310 in Schaffhausen aus bisher in der Geschichtsforschung nicht geklärten Gründen erschlagen worden war, kam die Herrschaft Feldkirch zunächst an seine Brüder Rudolf (III.) und Ulrich (II.). | von Montfort-Feldkirch, Graf Rudolf II. (I11584)
|
| 49920 | Zitat aus: https://seelbach-online.de/de/buerger/seelbach/unser-ort/Geschichte.php 1179 ist Seelbach zum ersten Mal erwähnt in einer Urkunde des Papstes Alexander III., der hierin dem Kloster ,,St. Georgen" den Besitz der ,,Ecclesia Sellebach" bestätigt. Die ersten Grundherren sind die Herren von Lützelhardt, die auf dem Hausberg Seelbachs ihre Burg hatten. Ruinen zeugen noch heute von der einstigen Größe dieser dreigliedrigen Burg; sie wurde im 13. Jahrhundert zerstört. Nach den ,,Lützelhardtern", die nach noch nicht gesicherten Nachforschungen neue Aufgaben in Ravenna erhalten haben, sind die ,,Geroldsecker" die neuen Herren. Ihre erste Burg stand auf dem ,,Rauhkasten", wo heute noch geringe Mauerreste zu sehen sind. Die mächtige ,,Hohengeroldseck" wird im 12. Jahrhundert als Mehrfamilienburg erbaut. Die Burg wird 1689 vom französischen General Cre'qui nach kampfloser Übergabe zerstört. 1612 ist Seelbach ,,Bad", wie eine Beschreibung des Straßburger Arztes Dr. Saltzmann kündet. Gelobt werden die Vorzüge des Seelbacher Wassers; heilkräftige Wirkungen werden ihm zugeschrieben. Der letzte Geroldsecker, Graf Jakob, stirbt 1634 auf Schloß Dautenstein, das als ,,Stauferburg" im 13. Jahrhundert erbaut wurde, wie Steinmetzzeichen belegen. Nach mehreren Besitzwechseln, so die Grafen von Cronberg, Grafen von Nassau kommt Seelbach mit der Grafschaft 1697 an die Grafen von der Leyen, die durch Napoleon gefürstet und ihm als selbständigem Rheinbundstaat verpflichtet sind. 1735 beziehen die Franziskaner einen kleinen Konvent, der bereits 1813 in der Säkularisation aufgehoben wird. Heute wird das Klostergebäude mit der ehemaligen Kirche ,,St. Michael" als Rathaus genutzt, nachdem es zunächst Fabrik und später Schule war. 1819 kommt der Ort mit dem gesamten Fürstentum an das Großherzogtum Baden; Seelbach bleibt Amtsort. Erst 1834 wird das Seelbacher Amt nach Lahr eingegliedert, das dadurch ,,Oberamt" wurde. Von der Eingliederung berichtet ein uns erhaltener Brief, in dem Sorgen und Nöte wegen dieser ,,Verwaltungsreform" vorgebracht werden. Auch gab es damals schon den ,,goldenen Zügel", was die Ludwigssäule auf dem Schönberg beweist. Dieses Denkmal bekundet den Bau der Paßstraße, der heutigen B 415, als Geschenk des Großherzogs Ludwig für die Eingliederung des Fürstentums ,,Hohengeroldseck" in das Großherzogtum Baden. Die zweite Verwaltungsreform erreicht Seelbach 1859. Die bisher selbständigen Gemeinden Dautenstein, Litschental und Steinbach werden in die ,,Stabsgemeinde" Seelbach eingegliedert. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt sich Seelbach zu einem kleinen industriellen Zentrum. Besonders die Zigarrenfabrikation gibt Hunderten der Raumschaft Arbeit und Brot. Die Weltkriege sind auch an Seelbach nicht ohne Folgen vorübergegangen: Arbeitslosigkeit und Not nach dem I. Weltkrieg; Aufnahme und Eingliederung von Flüchtlingen und Vertriebenen nach dem II. Weltkrieg führen zu dem Seelbach von heute. Weitere Marksteine sind die Eingliederung von Schönberg 1971 und von Wittelbach 1975. | von Seelbach (I58143)
|
| 49921 | Zitat aus: https://web.archive.org/web/20090421214319/http://www.genealogie-mittelalter.de/werner_grafen/werner_1_graf_von_winterthur_1040/werner_1_graf_von_winterthur_+_1040.html Mitte des 11. Jahrhunderts werden die Grafen von Winterthur wieder faßbar in den drei Brüdern Adalbert, Liutfrid und Abt Hermann von Einsiedeln sowie deren Mutter Irmgard von Nellenburg; die Quellen zu diesen Personen sind bei Kläui, Nellenburg Nr. 14, zusammengestellt. Adalbert fiel 1053 vor Civitate und ist uns als Nachkomme Liutfrids durch die Casus monasterii Petrishusensis I c. 5, S. 44, bezeugt, doch hat der Petershausener Chronist, wie wir bereits oben VII, 105 ausgeführt habeben, ganz offensichtlich mehrere Generationen zusammengeschoben. In der Forschung bestehen verschiedene Ansätze für die Korrektur: Paul Kläui, Adelsherrschaften S. 40 ff., sah den älteren Adalbert (VII, 105 in unserer Anordnung) als Großvater des 1053 vor Civitate gefallenen jüngeren Werner an, eine Sicht der Dinge, die auch in der Darstellung Hans Kläuis (des Bruders Paul Kläuis), Geschichte S. 62 ff., Eingang fand. In dem später erschienenen Beitrag zu den "Nellenburgern" im Genealogogischen Handbuch zur Schweizer Geschichte, hat sich Hans Kläui offenbar eine neue Sicht der Dinge zurechtgelegt und sieht Irmgard als die Gemahlin des älteren Adalbert, freilich ohne diese neue Konstruktion genauer zu begründen oder auch nur bei seinen Literaturnachweisen darauf hinzuweisen; vielmehr zitiert er lediglich die älteren Arbeiten seines Bruders sowie seine eigenen. Es sei hier näher darauf hingewiesen, dass sich beide Ansichten durch einen Vermerk im Nekrolog von Kloster Neresheim zum IX 8 stützen lassen: zu diesem Tag ist ein Adalbert als der "avus" der Klosterstifterin Adelheid, Gemahlin Hartmanns von Dillingen, eingetragen; da diese Adelheid eine Tochter jenes 1053 gefallenen Adalbert war, kann der am 8.9. verstorbene Adalbert sowohl der Vater als auch der Großvater des jüngeren Adalbert gewesen sein. Zur Frage, ob der im August 1040 in Böhmen gefallene Werner der gesuchte Ehemann der Irmgard von Nellenburg war, vergleiche Kläui, Herkunft passim, und dens., Adelsherrschaften S. 38-45. Da sich die genaue Generationenfolge nicht sicher feststellen läßt, seien hier auch die Daten für die Söhne Irmgards von Nellenburg gegeben, da diese möglicherweise noch in unsere Generation gehören könnten. | von Winterthur (von Maden), Graf Werner I. (I6706)
|
| 49922 | Zitat aus: https://wikivividly.com/lang-de/wiki/Freiherren_von_Regensberg Als gesichert gilt, dass nach dem Tod von Lütold V. (um 1250) seine beiden Söhne, Lütold VI. und Ulrich von Regensberg, das Erbe teilten. Ulrich erhielt das Burgstädtchen Neu-Regensberg sowie Besitz im Gebiet von Glanzenberg, Fahr und Weiningen. Ulrich residierte fortan auf Neu-Regensberg, sein Bruder Lütold VI. in Alt-Regensberg. Nun setzte eine lange Reihe von Verkäufen und Verpfändungen ein, ohne welche die Familie ihren Lebensstil und den intensiven Ausbau ihrer Besitzungen offenbar nicht aufrechterhalten konnte. 1253 übergab das Kloster St. Gallen die Vogteirechte über Grüningen, zusammen mit den Höfen Dürnten und Altorf an Lüthold VI. von Regensberg. Im gleichen Zeitraum wird die Entstehung des Städtchens vor der Burg datiert, und der Stadtwerdungsprozess den Regensbergern zugeordnet. Städtchen und Burg Grüningen wurden als Verwaltungszentrum und eine der wichtigsten Besitzungen der Regensberger ausgebaut. Zu Beginn des Interregnums (1254–1273) waren die Regensberger bestrebt, ihre Machtstellung rund um Zürich beständig auszubauen und bauten in dieser Zeit die Burg Wulp bei Küsnacht am rechten Zürichseeufer aus. In die gleiche Zeitspanne fällt der Ausbau von Glanzenberg: Eberhard, Propst in Fahr und Mönch im Kloster Einsiedeln, wird 1255 als Zeuge bei dem schiedsrichterlichen Entscheid des Prediger-Priors Hugo in Zürich und des Leutpriesters von Dällikon in einer Streitsache zwischen Ulrich von Regensberg und den Freien von Weiningen erwähnt. Eine nochmalige Erwähnung ist am 1. November 1259 in einem Streit mit Rudolf (II.) von Habsburg-Laufenburg, Kanonikus zu Basel und Rektor der Kirche zu Dietikon, über die Grenzen der Pfarrei Dietikon und der zu Fahr gehörenden Pfarrei Weiningen. Im gleichen Jahr wurde, nun im Streit zwischen Propst Eberhard von Fahr und Graf Rudolf von Habsburg um die Pfarreizugehörigkeit der Stadt Glanzenberg, ein Schiedsspruch zugunsten des Klosters Fahrs gefällt. Dennoch waren die Regensberger mit ihrer eigentlichen Absicht hinter der Gründung von Glanzenberg gescheitert, die Stadt Zürich, die hier keinesfalls eine neue Brücke über die Limmat tolerieren wollte, hatte die das Südufer der Limmat beherrschenden Herren von Schönenwerd schon 1257 überzeugt, auf ein Bündnis mit den Regensbergern zu verzichten. Im Südwesten der Stadt Zürich dominierten die Regensberger Burgen Uetliberg und Friesenberg sowie vermutlich auch Burg Baldern den Zugang der Stadt Zürich am rechten Seeufer, ins Säuliamt und in die Innerschweiz sowie ins Sihltal. Im westlich der Stadt Zürich gelegenen Limmattal kontrollierte das Burgstädtchen Glanzenberg den Schiffsverkehr auf der Limmat und die Strasse Richtung Baden. Den Nordwesten Richtung Winterthur, Schaffhausen, ins Zürcher Oberland, östlich durch das Wehntal und nördlich zum Rhein beherrschten die Burgen Alt-Regensberg und Neu-Regensberg. Das rechte Ufer des Zürichsees wurde von der Burg Wulp oberhalb von Küsnacht überwacht. Historisch verbrieft ist der Erbstreit ab 1264 um den beträchtlichen Nachlass der ausgestorbenen Grafen von Kyburg, in dessen Verlauf Graf Rudolf von Habsburg seine Territorialansprüche mit dem Niedergang der Regensberger ab 1268 festigen konnte. Mehr unter dem Link oben.. | von Regensberg, Lüthold VI. (I3344)
|
| 49923 | Zitat aus: https://wikivividly.com/lang-de/wiki/Freiherren_von_Regensberg Lütold I. (* um 1040, † 1088), der Sohn von Lütold von Affoltern, begann sich nach der Burg Alt-Regensberg zu nennen und begründete damit die Linie der Freiherren von Regensberg; er starb im Kampf gegen den Abt des Klosters St. Gallen. Lütold II. oder vermutlich eher Lütold III. und seine Frau Judenta schenkten – gemäss einer zur nachträglichen Absicherung der Klostergründung in Fahr gefälschten Urkunde – am 22. Januar 1130, bezeugt unter anderem von Rudolf de Bobpinsolo, der «Cella Einsiedelon» – dem Kloster Einsiedeln – ihr Eigengut «Vara» (Fähre) an der Limmat, mit der bereits dort bestehenden St. Anna-Kapelle, der Mühle, den Wäldern und Rebbergen, das Kloster Einsiedeln sollte hier ein Frauenkloster gründen und verwalten, das heutige Kloster Fahr. Die Regensberger übernahmen die Vogtei über dessen Besitzungen. Mehr unter dem Link oben.. | von Regensberg, Lütold III. (I2101)
|
| 49924 | Zitat aus: https://www.400jahre-st-klara.ch/klostergeschichte/ Erster, gescheiterter Versuch Ein erster Versuch, in Nidwalden auch ein Frauenkloster zu errichten, fällt in die Zeit von 1593 bis 1609. Die älteste Klosterchronik, 1630 geschrieben vom Schwiegersohn Melchior Lussis, Landammann Kaspar Leuw (1575 – 1654), berichtet, dass sich 1593 zwei «Laienschwestern» auf der «Hueb» niederliessen und Mädchen zu unterrichten begannen. Schülerinnen drängten sie, eine klösterliche Gemeinschaft zu bilden. Ritter Melchior Lussi, der schon 1584 den Grundstein zum Kapuziner-Kloster gelegt hatte, schien gewillt zu sein, auch ein Frauenkloster zu bauen. Die Frauen waren in ihrer Begeisterung nicht zu bremsen und begingen den Fehler, ohne Zustimmung der Obrigkeit eine Tochter in feierlichem Zeremoniell aufzunehmen. Die Regierung antwortete mit Tadel und löste die Gemeinschaft auf der Hueb auf. Die tüchtigen Lehrerinnen wollte man jedoch nicht missen, und so wurde 1609 die Schule für Mädchen in einem Haus an der Mürgg weitergeführt. Zweiter, erfolgreicher Versuch Das Schwesternpaar Katharina und Maria Gut, die in der Mürgg tätig waren, äusserten den Wunsch, ihr ererbtes Vermögen zur Gründung eines Frauenklosters in Stans verwenden zu dürfen, ansonsten sie das Land verlassen würden, um einer Gemeinschaft beizutreten. Am 21. März 1615 wurden die beiden Schwestern Gut in der Pfarrkirche vom päpstlichen Nuntius in feierlicher Weise als Schwestern Klara und Agnes eingekleidet. 1617 legten sie Profess ab. Die Landsgemeinde bewilligte 1618 eine klösterliche Gemeinschaft. 1622 wurde die Gründerin Schwester Katharina Gut in der ersten kanonischen Wahl Frau Mutter, 1625 bestätigte Papst Urban VIII. (1568 – 1644, Papst seit 1623) feierlich die Statuten der «Schwestern der Dritten Regel des hl. Franziskus». Kurz zuvor waren die Schwestern in ihr eigenes Kloster am heutigen Standort eingezogen. Erste Blütezeit Nach anfänglichen Schwierigkeiten und Prüfungen begann sich die junge Gemeinschaft Mitte des 17. Jahrhunderts erfolgreich zu entfalten. 1658 zählte der Konvent schon über vierzig Schwestern. 1674 konnten endlich die Brüder Kapuziner das Amt des Visitators bei den Schwestern übernehmen. Seither wurden die Bande zwischen den Schwestern und Brüdern des hl. Franziskus enger. Den Dorfbrand von 1713 überstand das Frauenkloster ohne Schaden. Die schützende Hand wurde dem hl. Prosper, dem Katakombenheiligen des Klosters, zugeschrieben. Die Schwestern verdienten ihren Lebensunterhalt durch die landwirtschaftliche Nutzung ihres Bodens, durch ihre Tätigkeit in der Mädchenbildung und durch ihre hohe Fertigkeit im Herstellen von sogenannten Klosterarbeiten. Die wachsende Gemeinschaft bedurfte mehr Wirtschafts- und Schulräume und erstellte darum einen grösseren Anbau, der 1730 bezogen werden konnte. Mehr unter obengenanntem Link.. | Jauch, Apollonia (I16713)
|
| 49925 | Zitat aus: https://www.alt-zueri.ch/turicum/befestigungen/biberlinsburg.html Die ehemalige Biberlinsburg Über diese ehemalige Burganlage gibt es leider sehr wenige Überlieferungen. So soll es sich angeblich auch weniger um eine herkömmliche Burg gehandelt haben als vielmehr um einen erhöht angelegten Landsitz. Von hier aus hatte man einen schönen Rundblick. Im Laufe der Zeit haben allerdings die Bäume den Ausblick stark eingegrenzt. Der normale Wanderer würde an dieser Stelle bestimmt nie ein solches Gebäude vermutet haben. So deuten auch keine Ruinen mehr auf den ehemaligen Bau hin. Das Fundament des Mauerwerkes muss man vermutlich unter den Wurzeln der Bäume begraben wissen. An dieser Stelle findet man Ruhe und Stille sanft begleitet vom Plätschern des Degenriedbächlis. Nur ab und zu wird diese Ruhe durchbrochen von Kinderrufen die vom nahegelegenen Spielplatz Degenried her stammen. Über die eigentlichen Erbauer der Burg weiss man zu berichten, dass es sich um das einstige wohlhabende Geschlecht der Biberli gehandelt hat. Sie nutzten die Biberlinsburg als ihren Stammsitz. Zugleich besass aber diese Familie auch in der Altstadt um das Jahr 1300 den Glentnerturm (bei der Rosengasse) und ein zusätzliches Wohnhaus. Der Familienname der Biberli ist im 14. Jahrhundert ausgestorben. Die Familie selber zählte zwar zu den Zürcher Ratsherrengeschlechtern nicht aber zu den eigentlichen ritterbürtigen Familien dieser Zeit. Seit dem 18. Jahrhundert taucht dann der Name Biberlinsburg in den alten Dokumenten auf. Doch gleichzeitig scheiden sich auch die Meinungen ob es sich hierbei wirklich um diese gemeinte Burganlage handelt. So wurden auch schon Stimmen laut, dass es sich hierbei um einen alten Wachtturm ausserhalb der Stadtmauern von Zürich gehandelt haben muss. Mehr unter dem Link oben.. | Biberli, Werner (I12172)
|
| 49926 | Zitat aus: https://www.beinwilamsee.ch/portrait/geschichte.html/49 Das in Beinwil lebende Adelsgeschlecht der Herren von Beinwil war nur von lokaler Bedeutung. Schon 1153 wird erwähnt, dass ein Hartmann von Beinwil Dienstmann des Grafen von Lenzburg-Baden ist. Hundert Jahre später steht ein Henricus de Benwile im Dienst der Kyburger. Peter von Beinwil, der mit lta von HalIwil vermählt war, wird 1283 als habsburgerischer Dienstmann genannt. Die Familie erlosch im 14. Jahrhundert, und die Herrschaft über «Twing und Bann» Beinwil ging durch Heirat an die Truchsessen von Wolhusen über. Der Standort der Burg zu Beinwil lässt sich nicht mehr eruieren, dürfte sich aber entweder im Wigart oder oberhalb der Bachtalen befunden haben. Im Jahre 1501 vergabte Hans Heinrich von Wolhusen den Twing Beinwil an das Stift Beromünster, das seinerseits dann 1520 seine «Rechte mit Twing und Bann, Gericht mit aller Zugehürd» für 400 Pfund Berner Währung an Schultheiss und Rat der Stadt Bern verkaufte. Damit besassen die Berner, die bei der Eroberung des Aargaus 1415 schon in den Besitz der Hohen Gerichtsbarkeit gekommen waren, jetzt alle Rechte in Beinwil. Zehnten und Bodenzinsen hatten die Beinwiler allerdings weiterhin auf alle Seiten hin zu geben, wie die im Gemeindearchiv erhaltene «Bereinigung der Dorffschafft Beinweil» von 1677 zeigt, in der nicht weniger als 11 Zinsherren aufgeführt sind. | von Beinwil, Margareta (I59976)
|
| 49927 | Zitat aus: https://www.bubendorf.swiss/de/gemeinde/portrait/geschichte/ Beim Zusammenschluss des unteren und des oberen Frenkentals, wo das Bad Bubendorf liegt, entwickelte sich an der Strasse über den Oberen Hauenstein eine kleine spätrömische Siedlung, insbesondere ein Strassenheiligtum mit Jupitersäule. Im Frühmittelalter folgten hier Steinkistengräber. Wohl durch Schenkung des Königs kam die Siedlung Bubendorf im Mittelalter an die Froburger und von diesen an den Bischof von Basel. Das Dorf entwickelte sich rund um den Dinghof im heutigen Unterdorf. Neben dem Dinghof stand die Mühle mit der Säge, davor der erste laufende Brunnen des Dorfes. Der Kastanienbaum steht an der Stelle der einstigen Gerichtslinde, des «Königsbaums». 1400 gelangte das Dorf mit dem ganzen Waldenburger Amt an die Stadt Basel. Vor allem im 17. Jahrhundert diente die als «Königsbrunnen» schon lange bekannte Quelle als Heilbad. Hier, im Bad Bubendorf, nahm die Bewegung gegen die Stadt Basel 1830 mit ersten Volksversammlungen ihren Anfang, während das Dorf noch lange der Stadt treu blieb. Erst am 3. August 1833 stellte sich Bubendorf auf die Seite der Landschaft. | von Bubendorf (I57731)
|
| 49928 | Zitat aus: https://www.deutsche-biographie.de/gnd136195172.html#ndbcontent Über ihre Mutter Gisela vermutlich den mit den Karolingern verwandten Unruochingern entstammend, spielte R. als Gemahlin zweier Schwabenherzöge eine bedeutsame Rolle im Südwesten des frühotton. Reiches. Mit Hzg. Burchard I. gründete sie zwischen 918 und 926 das Kloster St. Margarethen in Waldkirch; in den 30er Jahren war sie neben Hzg. Hermann I. maßgeblich an der Stiftung des Klosters Einsiedeln beteiligt, das sie zusammen mit ihrem Sohn, dem späteren Schwabenhzg. Burchard II., mit umfangreichem Besitz am Zürichsee ausstattete. Mehrere Zeugnisse lassen R. in enger Verbindung mit dem hzgl. Vorort Zürich erscheinen: 929 war sie an einem Hörigenaustausch zwischen ihrem dortigen Hof und dem Chorherrenstift St. Felix und Regula beteiligt, und 955 schloß sie zusammen mit dem Zürcher Vogt Burkhard einen Vertrag mit den Bewohnern von Uri. 952 intervenierte sie in einer Schenkungsurkunde Kg. Ottos I., des Gemahls ihrer Enkelin Adelheid, für das Fraumünster in Zürich. Allem Anschein nach stand R. diesem Konvent und auch dem Säckinger Frauenkloster als Laienäbtissin vor und wirkte so in der Tradition von Frauen des karoling. Hauses. Letztmals 958 als Adressatin einer Schenkung Ottos I. erwähnt, zog sich R. gegen Ende ihres Lebens in ihre Residenz auf der dem Kloster Säckingen gehörenden Insel Ufenau im Zürichsee zurück und gründete dort eine Peterskirche. R. fand vielerorts Eingang in das liturgische Gedenken: Im Reichenauer und St. Galler Verbrüderungsbuch ist sie mit Hzg. Burchard I., bzw. mit ihrer Familie eingetragen; ihren Todestag vermerkten das Kloster Einsiedeln, wo sie ihre letzte Ruhe fand, ferner die Reichenau und die Frauenklöster Waldkirch und Lindau. Es zeugt von der Nähe R.s zur otton. Familie, daß ihr Name auch im Essener Nekrolog und im Merseburger Totenbuch verzeichnet worden ist. | von Schwaben, Herzogin Reginlinde (I1953)
|
| 49929 | Zitat aus: https://www.deutsche-biographie.de/sfz1194.html?language=en Der im Jahre 1166 als erster Träger dieses Namens begegnende edelfreie Heinrich von Arberg ist der Sohn des Burggrafen Gerhard von Köln, wobei nicht feststellbar ist, ob Gerhard in verwandtschaftlicher Beziehung zu den seit 1032 genannten Burggrafen steht; wegen des bei seinen Nachkommen vorkommenden Vornamens liegt eine solche Beziehung bei Gerhards unmittelbarem Vorgänger, dem 1136-59 erwähnten Burggrafen Heinrich, nahe. Der nachweisbare Besitz der Edelherren von A. liegt in der Eifel an der oberen Ahr, wo vermutlich Gerhards Sohn Heinrich auf der Kuppe des A.s die Burg erbaute, nach der seine Nachkommen sich benannten, ferner im Erfttal (Helpenstein), in Morenhoven (Kreis Bonn-Land), an der Sieg und im Westerwald (Schönstein, Wildenberg, Rosbach und Altenwied). Von dem Geschlecht zweigte sich höchstwahrscheinlich mit Gerhard von Wildenberg das Edelherrengeschlecht von Wildenberg (Sitz Wildenberg, Kreis Altenkirchen/Rheinland) in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts ab. Der Letzte des Hauptstammes der von A., Johann, verkaufte 1279 die Burggrafschaft in Köln dem dortigen Erzbischof. Er ist bald nachher (vor 1281) gestorben; seine überlebende Mutter, Mechtild von Holte, stiftete zur Erinnerung an ihn die Johanniterkommende Walsum. - Aus seiner Ehe mit Katharina, Tochter des Grafen von Jülich, hatte Johann eine Tochter Mechtild, die am 25.1.1299 den nachgeborenen Sohn Engelbert des Grafen Eberhard von der Mark heiratete. Engelbert und Mechtild begründeten die zweite Linie der Herren von A., die einen glanzvollen Aufstieg nehmen sollte. Sie erwarben einen bedeutenden Besitz im Gebiet des heutigen Belgien, Holland und in Lothringen. Das Geschlecht spaltete sich in mehrere Linien: Während von Engelberts Enkeln Johann die Hauptlinie zu A. fortführte, begründete Ludwig die 1544 ausgestorbene Linie Neufchâteau und Rochefort. Zwei nachgeborene Söhne Johanns begründeten ebenfalls Seitenlinien: Robert (bekannt als der „Eber der Ardennen“) gründete das Geschlecht, das den Titel der Herzöge von Bouillon erhalten sollte, während Johann der Stammvater der von der Mark, Grafen zu Schleiden, Freiherren von Lumey und Seraing wurde. Die Hauptlinie erlosch im Oktober 1544 mit Robert III., Grafen von der Mark, Herrn von A.. Das Erbe fiel seiner Schwester Margaretha zu, die am 18.10.1547 →Johann von Ligne s. (1), Freiherrn von Barbançon, heiratete. Im Heiratsvertrag wurde mit Zustimmung Karls V. bestimmt, daß die Nachkommen den Namen und das Wappen von A. führen sollten. So wurde mit dieser Ehe die dritte noch blühende Linie des Hauses A. begründet. Karl V. erhob 1549 die Herrschaft A. zur Grafschaft, zweifellos eine Belohnung für die treuen Dienste Johanns von Ligne in den Niederlanden. Dem Eintreten für Habsburg verdankt das Haus seine weiteren Standeserhebungen: die Grafschaft A. wurde am 5.3.1576 zur gefürsteten Grafschaft, am 9.6.1644 zum Herzogtum erhoben. Im 17. und 18. Jahrhundert machte das Haus bedeutende Erwerbungen: die Herrschaft Enghien (1606 durch Kauf von König Heinrich IV. von Frankreich), das Herzogtum Aerschot in Brabant (1612 durch Erbe von Herzog Karl von Aerschot und Croy), die Grafschaft Lalaing, die Herrschaften Kerpen und Kasselburg und die Anwartschaft auf das Erbe der Grafen|von der Mark-Schleiden. Die Fürsten bzw. Herzöge standen fast alle als Provinzgouverneure oder hohe Offiziere im Dienst Habsburgs, vor allem in den Niederlanden, wo ihr Haus unter dem Hochadel eine führende Stellung einnahm und wo sie mit den Schlössern Enghien, Héverlé und Palais A. (heute Egmont genannt) in Brüssel repräsentative Residenzen besaßen. - Bei dem Reichsdeputationshauptschluß wurde der Herzog für den Verlust seiner Souveränitätsrechte auf dem linken Rheinufer mit dem nunmehr das Herzogtum A. bildenden Vest Recklinghausen und mit dem Amt Meppen entschädigt. Der Herzog verlor die Souveränität, als →Napoleon 1810 bzw. 1811 dieses Gebiet teils mit dem französischen Kaiserreich, teils mit dem Großherzogtum Berg vereinigte. Im Jahre 1826 erhob der König von Hannover das standesherrliche Gebiet Meppen zum Herzogtum A.-Meppen. | von Arenberg (Arberg), Burggraf Heinrich II. (I41362)
|
| 49930 | Zitat aus: https://www.geneal-forum.com/phpbb/phpBB3/viewtopic.php?t=353 von Steiger (die weissen) Patrizisches und adeliges Geschlecht der Stadt Bern. Es stammt nach der Familienüberlieferung aus dem Wallis (Sitten), wo der Name de Steg, Steger, Steiger, Aschelier, Escheliert, de Scala (Gremaud in MDR XXIX ff. u. Regesten aus Gemeinde- und Kirchenarchiven) vom 13. Jahrhundert an vorkommt. Nach neuer Hypothese soll das ehemalige feste Steigerhaus bei Raron das Stammhaus gewesen sein. Das Geschlecht hat der Stadt Bern bis 1798 zwei Schultheissen, 16 Glieder des kleinen Rates und 54 des Grossen Rates, wovon 40 Landvögte, gegeben und Offiziere aller Grade im In- und Ausland. | Steiger (mit dem weissen Bock), Johannes (Hans) (I57924)
|
| 49931 | Zitat aus: https://www.hedingen.ch/de/gemeinde/gemeinde/portrait-geschichte.php?navid=785433785433#:~:text=Der%20Name%20%22Hedingen%22%20mit%20der,Chr. Hedingen Verschiedene archäologische Funde deuten darauf hin, dass das Gebiet der Gemeinde Hedingen seit dem 8. oder 7. Jahrhundert v. Chr. zeitweise bewohnt wurde. Spuren einer Ansiedlung aus der Römerzeit fanden sich auf dem Kreuzrain. Der Name "Hedingen" mit der Endung "-ingen" ist wahrscheinlich die älteste Ortsbezeichnung zwischen Albis und Reuss. Sie stammt vermutlich aus dem 6. Jahrhundert n. Chr. und beweist, dass hier seit damals Leute gelebt haben. Die erste Kirche wurde im 10. oder 11. Jahrhundert gebaut, vermutlich am gleichen Ort wie die heutige, um 1510 errichtete. Bei der Kirche erhob sich im Mittelalter eine Burg. Ob das im 13. und 14. Jahrhundert lebende Rittergeschlecht "von Hedingen" etwas mit der Burg zu tun hatte, ist ungewiss. Vom 15. Jahrhundert an scheint sie zerfallen zu sein. Die herrschaftlichen Rechte über Hedingen gehörten im Hochmittelalter zum Teil dem Kloster Pfäfers, zum anderen Teil verschiedenen Adelsfamilien, die ihrerseits vom 13. Jahrhundert an von den Habsburgern abhängig waren. Zwischen 1415 und 1503 brachte Zürich diese Rechte an sich. Das Wappen Hedingens, eine in Gold gestürzte, schwarze Eckspitze, stimmt mit dem Schild der damaligen Vogtei Hedingen überein. Im ausgehenden Mittelalter lebten die Hedinger hauptsächlich vom Getreide- und Weinbau. Die starke Bevölkerungszunahme vom Ende des 15. bis zum beginnenden 19. Jahrhundert (um 1470 etwa 100 Einwohner, 1836 über 1000 Einwohner) hatte bald zur Folge, dass nicht mehr alle Einwohner von der Landwirtschaft leben konnten. Schon um 1787 waren mehr als die Hälfte als Heimarbeiterinnen und Heimarbeiter im Baumwollgewerbe tätig. Dazu kam eine kräftige Auswanderung nach Osteuropa und Übersee. So zog 1690 ein Viertel der damals rund 600 Hedinger miteinander nach Brandenburg. Das 19. Jahrhundert brachte in der Umgebung die Umstellung von der Heim- zur Fabrikarbeit und die Ablösung der Baumwollverarbeitung durch die Seidenindustrie. Da es in Hedingen bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts keine Seidenfabrik gab, sank die Einwohnerzahl langsam, aber stetig und erreichte um 1890 einen Tiefpunkt von rund 800 Personen. Bis zum Zweiten Weltkrieg stieg die Bevölkerung allmählich wieder auf etwas über 900 Einwohner. Im Gebäude der 1955 eingegangenen Seidenweberei ist heute ein Metallbaubetrieb tätig. Mit dem Gewerbe und anderen Industrieunternehmen bietet Hedingen zahlreiche Arbeitsplätze. Die Landwirtschaftsbetriebe sind bis auf rund zwei Dutzend zurückgegangen. | von Hedingen, Anna (I13412)
|
| 49932 | Zitat aus: https://www.hergiswil.ch/geschichtefs Hergiswil im Laufe der Jahrhunderte Wieviel ist ein Jahr im Leben eines Dorfes? Wieviel von seiner Lebenszeit hat das seit 1378 nach dem Loskauf von Habsburg-Österreich, selbständige Hergiswil schon aufgebraucht? Ist Hergiswil noch ein Kind? Kaum. Denn dann wären New York und Chicago Wickelkinder. Oder ist Hergiswil schon ein Dorf in Pension? Wohl auch nicht. Dann müssten Peking, Athen und Rom in Agonie liegen. Die vielen Jahre hinterliessen Spuren in Hergiswil, und die gesellschaftlichen Veränderungen gingen bzw. gehen nicht spurlos am Lopperdorf vorbei. Hergiswil verschliesst sich jedoch nicht davor, sondern ist offen für Lösungen, um den Bedürfnissen der heutigen Zeit gerecht zu werden. Hergiswil steht nicht still – Hergiswil bewegt sich; seine Lebenszeit ist noch lange nicht aufgebraucht. Blicken wir zurück Rund 100 Jahre vor Christi Geburt wanderten die keltischen Helvetier, nach denen sich die Schweiz heute noch nennt, zwischen Jura und Alpen in unser Land ein. Sie wurden 58 v.Chr. von den Römern unterworfen, 445 eroberten die Burgunder das Wallis und das Gebiet bis zur Aare; das übrige Land, somit auch das Voralpengebiet, wurde ab Mitte des 5. Jahrhunderts von Alemannen besiedelt. Parallel mit den im gleichen Jahrhundert erfolgten Verdrängungen der Alemannen durch Frankenkönig Chlodwig, der sich zur römischen Kirche bekannte, verlief die Christianisierung Helvetiens. Doch im 10. Jahrhundert entstand das alemannische Reich von neuem, wobei die geschichtliche Entwicklung zu einer Dreigliederung des Stammes in Schwaben, Deutschschweizer und Elsässer führte. Was die Erstbesiedlung des Raumes Hergiswil anbetrifft, bleibt offen, ob sie auf die Kelten, die Römer oder die Alemannen zurückgeht. Vermutungen und Hypothesen gibt es zuhauf. Sie stützen sich ab auf prähistorische Überreste, auf Römerfunde und auf Flurnamen, die den Geschichtsforschern als einigermassen zuverlässige Wegweiser in die Vergangenheit dienen. In Giswil wurde ein alter Römerweg entdeckt, der vermutlich von Vindonissa über den Renggpass und den Brünig ins Wallis führte. Die Rengg (891 M.ü.M.) war früher zu Land die einzige Verkehrsader zwischen Hergiswil und Alpnach beziehungsweise Obwalden und Luzern. Zwei bei Ausbaggerungsarbeiten am Acheregg gefundene Zinngegenstände, ein Reiterfigürchen und Medaillon, sind wohl die ältesten Zeugen vergangener Zeiten auf Hergiswiler Boden. Sie stammen vermutlich von der Lopperburg, einer im frühen 13. Jahrhundert erbauten Grenzfeste zwischen Zürichgau, dem das Gebiet bis Hergiswil zugehörte. Heute schlummern die Überreste der grossen Burganlage friedlich unter Gebüsch und Gras. Kaiser, König und Abt Hergiswil, der Name, geht vermutlich auf frühere Besitzverhältnisse zurück. Während im ersten Wortteil der Personenname Hergis enthalten ist, bedeutet die Endung „will“, „villa“ oder „villare“ – sie verrät keltoromanischen und frühalemannischen Einfluss – eine neue Heimstätte im – neugerodeten und kultivierten Umland. So gehörte Hergiswil im 9. Jahrhundert den Herren Hergier und Wittowo, und es darf mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass Hergiswil und Hergiswald ihre Namen von diesem Hergier erhalten haben. Später dann, am 16. April 1291 – Hergiswil war inzwischen durch eine Stiftung des Frankenkönigs Pippin des Jüngeren in den Besitz des Klosters Luzern, anschliessend unter die Botmässigkeit der Elsässer Abtei Murbach gelangt – erwarb Rudolf von Habsburg für 2000 Mark Silber die Grundherrschaft über das gesamte Untertanengebiet. Doch noch im gleichen Jahr starb Rudolf, und Hergiswil geriet unter die Fuchtel des gefürchteten Königs Albrecht. Das war just zur Zeit, als der Bundesbrief vom 1. August 1291 besiegelt wurde. Um sich gegen den kriegerischen König Albrecht zu schützen, erstellten die Unterwaldner auf dem Renggpass ob Hergiswil eine Letzimauer. Deren Überreste sind noch heute zu sehen. Ein Dorf kauft sich frei Hergiswil schloss sich sofort nach dem Loskauf als elfte Uerte Nidwalden an. Zwischen 1389 und 1400 erhielt das Lopperdorf eine Vertretung im Rat und im Gericht. Der 1504 erstmals erwähnten Kapelle des heiligen Nikolaus wurde zwischen 1507 und 1533 eine eigene Seelsorge, und 1579 das Taufrecht zugesprochen. 1608 dann, nach dem Bau eines neuen Gotteshauses, stieg Hergiswil, bisher der Mutterkirche Stans zugeordnet, in den Status einer eigenen Pfarrei auf. Leben in Freiheit Über Jahrhunderte hinweg blieb Hergiswil, unberührt vom Dreissigjährigen Krieg und der Reformation, ein kleines, zwischen See und Berge geklebtes „Nest“. Eine Chronik über die damaligen Zeiten liegt nicht vor. Einzig die von Staatsarchivar Franz Niederberger zusammengetragene Dokumentation „Hergiswil im Spiegel des Staates“, lässt uns einen Blick tun in das Leben und Treiben im Lopperdorf. Dieser „Spiegel“ reflektiert vor allem die sich über Jahrhunderte hinziehenden Zänkereien zwischen den Fischern von Hergiswil und Stansstad. Im März 1591 „verordnen die Räte und Landleute einen Zöllner für Hergiswil, der von den Waren, die über den Renggpass gehen, den Zoll zu beziehen hat“. Im Februar 1612 „bestätigt das Geschworene Gericht, dass nur das in der Uerte überwinterte Vieh auf die Alpen-Allmeint getrieben werden könnte, dass aber die Armen, die kein Vieh auftreiben, auch keine Steuern zu verrichten haben“. Vom 6. Februar bis 5. März 1684 „war der See gefroren, und man fuhr mit Pferden und Vieh und schwer beladenen Schlitten nach Hergiswil und von da nach Luzern“. Und schliesslich, als „Sittenbild“ vergangener Tage, die Notiz: „Am 28. August 1747 wird Franz Xaver Blättler von Hergiswil vor das Malefizgericht gestellt, weil er 6mal zum ketzerischen Lehrer Jakob Schmidli gegangen ist um ‚etwas aus der Bibel zu lesen‘". Alle Macht der Uerte Höchstes Gremium in der alten Dorfgemeinschaft war die Uerte; sie regelte alle öffentlichen Angelegenheiten. Ihre Instanzen waren der Uertenvogt, der Uertenrat und die Gemeindeversammlung. Schon bald bildete sich aus der Uerte heraus eine selbständige Kirchengemeinde mit Kirchmeier und Kirchenrat. Dem Kirchenrat war die Wahrung geistiger und kultureller Werte übertragen sowie die Befugnis, Ehebewilligungen zu erteilen. Mit der Einführung der Kantonsverfassung im Jahre 1850 wurde die „Macht“ der Uerte um einiges geschmälert, doch mit ihren rund 1000 Hektaren Land sind die „Uertner“, das heisst die Korporationsgemeinde, noch heute Hergiswils grösster Landbesitzer. Durch ihre angestammten Geschlechter Keiser, Blättler, Zibung und Bucher werden Allmeinden, Wälder und Alpen nach überlieferten Grundsätzen verwaltet und genutzt. Bekannteste Besitzungen der Korporation sind Alpgschwänd und Unterlauelen. In der Geschichte der alten Eidgenossenschaft hinterliessen Hergiswil und die Hergiswiler wenig Spuren. Immerhin stand der Renggpass zu dreien Malen im Brennpunkt kriegerischer Ereignisse: Am 15. November 1315, als Berner Truppen durch Eidgenossen, die von Morgarten heimkehrten, abgewehrt wurden; am 31. August 1798, als die Franzosen den Vormarsch nach Alpnach sicherten; am 28. August 1802, als Hauptmann Jakob Odermatt eine Abteilung „Helvezler“ besiegte und vertrieb. Neue Zeit, neuer Geist 1850 zählte Hergiswil 804 Einwohner. Es war die Zeit des gewerblichen und industriellen Aufbruchs im Dorf. Bereits 1818 hatte die Glasfabrik Siegwart ihren Betrieb aufgenommen, Brünigstrasse (1854-1858) und Brünigbahn (1887-1889) wurden gebaut, und auf dem See kursierten die ersten Dampfschiffe. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts sorgten in Hergiswil nebst der bereits erwähnten Glasfabrik vier Ziegelhütten, eine Papierfabrik, eine Uhrenfabrik, zwei Bierbrauereien und eine Kalkfabrik für Arbeit und Verdienst. Parallel dazu begann der Fremdenverkehr den stillen Flecken zu beleben; das Gastgewerbe entwickelte sich, florierte. Hergiswil wurde zum beliebten, international frequentierten Ferienort, auch wenn sich inzwischen die Strukturen grundlegend verändert haben. Verändert hat sich auch der Charakter des Ortes. Im Dorfbild beispielsweise sind die Spuren einer allzu schnellen Entwicklung, die nach dem 2. Weltkrieg eingesetzt hat, nicht zu übersehen. Da Charakter und Bild eines Dorfes vom Menschen geprägt werden, heisst es, der latenten Bedrohung durch Gleichgültigkeit und Egoismus mit einem wachen Bürgersinn entgegenzuwirken. Je schwerer durchschaubar die Zusammenhänge unseres gesellschaftlichen Lebens werden, desto mehr wird das demokratische Verständnis des Bürgers gefordert. Und weil sinnvolle Kommunalpolitik ohne Bevölkerung nicht möglich ist, ermuntern wir Neuzuzüger und Bewohner zur aktiven Mitarbeit und Mitgestaltung. Als demokratische Institutionen bieten sich im heutigen Hergiswil dazu vier Parteien, die Gemeindeversammlung und die Urne. Hergiswil steht nicht still. An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 20. Mai 2010 wurde die zukunftsweisende neue Gemeindeordnung angenommen. Aus den traditionellen eigenständigen Körperschaften Politische Gemeinde und Schulgemeinde entstand die neue Einheitsgemeinde – die Gemeinde Hergiswil. | von Moos, Cäcilia (I56808)
|
| 49933 | Zitat aus: https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Abensberg,_Grafen_von Abensberg, Grafen von von Helmut Flachenecker Seit 1170 bezeugtes Adelsgeschlecht. Den Grafen bzw. Herren von Abensberg gelang es, eine eigenständige Herrschaft zwischen Ingolstadt und Kelheim bis zum ausgehenden 15. Jahrhundert zu erhalten. Ihre Stellung basierte überwiegend auf Klostervogteien, Reichsrechten und der Übernahme von bayerischen Ämtern. Die Abensberger gehörten zu den wenigen hochfreien Adelsfamilien im spätmittelalterlichen Herzogtum Bayern. Anfänge und Aufstieg Die Abensberger zählten zu denjenigen Adelssippen, die sich aufgrund ihres erfolgreichen Herrschaftsaufbaus Ende des 12. Jahrhunderts den Grafentitel zuerkannten bzw. von der Umgebung erhielten. Bei den Abensbergern ist dies um 1180 zu beobachten. Möglicherweise war ihre Nähe zu den Wittelsbachern mit ausschlaggebend. Hinter dem Begriff Abensberger stand ein vielköpfiger regionaler Sippenverband mit den nach Abensberg (Lkr. Kelheim) und Altmannstein (Lkr. Eichstätt) bezeichneten Hauptlinien und den mit Siegenburg, Ratzenhofen (beide Lkr. Kelheim) und Rottenegg (Lkr. Pfaffenhofen an der Ilm) bestimmten Nebenlinien. Damit dürften sie wohl von den Herrn von Abenberg in Mittelfranken zu unterscheiden sein. Das früheste Auftreten der Familie im 11. Jahrhundert ist schwierig zu belegen; der als Stammvater immer wieder herangezogene 'Babo' bleibt Fiktion. Erst ab den 1170er Jahren tauchen urkundliche Belege auf: So sind Altmann und Eberhard von Abensberg seit 1171 in der Umgebung des Bayernherzogs Heinrichs des Löwen (reg. 1156-1180, 1142-1180 Herzog von Sachsen) und der bayerischen Pfalzgrafen aus dem Hause der Wittelsbacher nachweisbar; Emma Mages zählt sie zu der Gruppe der wittelsbachischen Ministerialen. Seit dem Spätmittelalter gehörten sie zu der Gruppe der Hochfreien, d. h. zu denjenigen, welche die Turnierfähigkeit besaßen. Das von den Abensbergern geführte Wappen war schräg geteilt, vorne silber, hinten schwarz. Territorium Der Familienverband herrschte über ein Gebiet zwischen dem Unterlauf der Altmühl, der Donau und der Abens. Die Grundlagen hierfür bildeten Allodien und Reichs- bzw. Kirchenlehen sowie Vogteirechte, welche die Familie in Verbindung mit Forst- und Rodungsrechten zum Aufbau eines kleinen Territoriums an der Nahtstelle zwischen Ober- und Niederbayern nutzte. Sie traten als Vögte der Augustinerchorherrenstifte Rohr (Lkr. Kelheim), Paring (Gde. Langquaid, Lkr. Kelheim) und Schamhaupten (Gde. Altmannstein, Lkr. Eichstätt) auf, ferner über das Benediktinerkloster Biburg (Lkr. Kelheim). Als Bruder des Stifters des Benediktinerklosters Biburg übernahm Ulrich von Altmannstein die Klostervogtei; sie blieb bei dieser Linie bis zu deren Aussterben 1232. Abensberger besaßen Vogteien über Klosterbesitzungen von Geisenfeld, Münchsmünster (beide Lkr. Pfaffenhofen a.d. Ilm), im 15. Jahrhundert auch von Ober- und Niedermünster (Regensburg) sowie Weltenburg (Lkr. Kelheim), besonders aber von St. Emmeram in Regensburg. Die exakte Vogteiübertragung ist unbekannt, seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts sind die Rechte jedoch nachweisbar. Dazu gehörten im Kern die Dörfer Thann, Dünzling, Peising (alle Lkr. Kelheim) und Gebraching (Lkr. Regensburg). Bei Besitzstreitigkeiten des Regensburger Schottenklosters St. Jakob in diesem Raum mit Dritten agierten die Abensberger bisweilen als Schiedsrichter. Die Abensberger gründeten in den 1360er Jahren ein weltliches Chorherrenstift in Essing (Lkr. Kelheim). Seit 1332 hatten sie ihre Familiengrablege im Augustinerchorherrenstift Rohr, 1456 erfolgte eine Verlegung in eine neu gestiftete Heilig-Geist-Kapelle außerhalb des dortigen Klausurbereichs. 1354 kam es dort auch zu einer Stiftung eines Siechenhauses. In Paring gehörte ihnen ein Altar in einer eigenen Kapelle mit wöchentlicher Messe für das Seelenheil der Familienangehörigen. Hinzu trat 1457 eine Seelheilstiftung an der Alten Kapelle in Regensburg. Zwischen Reichsunmittelbarkeit und Nähe zu den bayerischen Herzögen Der Grundstein für die spätere Reichsunmittelbarkeit der Abensberger wurde unter Ulrich III. gelegt: Aufgrund seiner Nähe zu Ludwig dem Bayern (reg. 1314-1347, seit 1328 Kaiser) und dessen Familie gewannen die Abensberger zahlreiche kaiserliche und herzogliche Privilegien, die ihnen Blutgerichtsbarkeit und Marktrechte für verschiedene Orte ihrer Herrschaft gewährten; diese (auch die herzoglichen!) Privilegien erfuhren unter Ludwigs kaiserlichen Nachfolgern wiederholt reichsrechtliche Bestätigung bzw. wurden ausgeweitet. Eine Bestätigung seiner Besitzungen und Rechte als Reichslehen erhielt schließlich Niklas von Abensberg (gest. 1485) durch Friedrich III. (reg. 1440-1493, Kaiser seit 1452) im Jahre 1477. Die Abensberger gehörten zu den wenigen Familien, die durch das Hin- und Herwechseln zwischen Reichsunmittelbarkeit und pragmatischer Nähe zu den Wittelsbachern eine eigenständige Position an der Nahtstelle zwischen Ober- und Niederbayern halten konnten. Am bayerischen Gerichtsort Kelheim handelten sie im 14./15. Jahrhundert oftmals als Pfleger im herzoglichen Auftrag. Um den mächtigen Nachbarn nicht zu verärgern, verzichteten sie ab 1275 nach dem Aussterben der Rottenegger Linie auf den Grafentitel und nannten sich fortan "Herren von Abensberg". Mehrere Abensberger sind in bayerischen Diensten zu finden, ohne dass sie in die Landständigkeit herabgesunken wären. Ende und Übergang an Bayern Der letzte Abensberger, Niklas, der seinem ca. 1476 verstorbenen Vater Johann III. in dessen Rechte nachfolgte, war eine zutiefst widersprüchliche Persönlichkeit zwischen prunkvoller Zurschaustellung von adeligem Standesethos und einer großen religiösen Stiftungstätigkeit. Am 28. Februar 1485 wurde er im Rahmen einer Fehde mit den oberbayerischen Herzögen Albrecht IV. (reg. 1465-1508) und Christoph (reg. 1449-1493) erstochen. Obwohl Abensberg reichsunmittelbares Territorium war, wurde es von Bayern sofort besetzt und gegen eine nicht unerhebliche Geldsumme von König Maximilian (reg. 1486-1519, Kaiser ab 1508) im Dezember 1493 endgültig durch die Wittelsbacher erworben. Mehr unter oberstehendem Link.. | von Abensberg (von Rotteneck), Graf Meinhard III. (I11725)
|
| 49934 | Zitat aus: https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Bayerisches_Wappen Der Löwe und die Rauten 1229 ist erstmals ein Löwenwappen auf einem bayerischen Herzogssiegel abgebildet. Es gehörte Herzog Otto II. (reg. 1231-1253); er hatte Agnes von der Pfalz (gest. 1267), die Erbtochter des letzten, aus der Pfalzgrafenlinie stammenden Welfen Heinrich (reg. 1195-1212) geheiratet und war nach dem Tod des Schwiegervaters (1227) in Amt und Besitz der Pfalzgrafen bei Rhein eingerückt. Die Übernahme des aus der rheinischen Pfalzgrafen-Heraldik stammenden Löwenbildes signalisiert die Hinwendung des Hauses Scheyern-Wittelsbach-Bayern zum rheinisch-moselfränkischen Raum und zu jener großen mittel- und niederrheinischen Hochadelsgesellschaft, deren Mitglieder Löwenwappen führten. Im Einzelnen unterschieden sich die Wappen nur durch die Farbgebung und kleinere Wappenbeigaben. Das Löwenwappen, ein goldener Löwe mit roter Krone im schwarzen Feld, wurde noch im 13. Jahrhundert zum Sinnbild des Gesamthauses. Seiner bedienten sich auch bayerische Herzöge, die keinen Landesanteil an der Rheinpfalzgrafschaft hatten, da sie auch den Pfalzgrafentitel führten. Der Pfälzer Löwe war und ist bis heute neben den weiß-blauen Rauten das wichtigste Wappensinnbild für ganz Bayern. Mehr unter dem Link oben.. | von Bayern (Wittelsbacher), Mathilde (I12249)
|
| 49935 | Zitat aus: https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Lechsgemünd-Graisbach,_Grafen_von Heinrich II. von Lechsgemünd und seine Nachkommen Die Abstammung des Kaisheimer Klosterstifters Graf Heinrich II. (gest. 1142/43) ist ebenfalls nicht mit letzter Sicherheit zu klären. Glaubhaft erscheint, in ihm einen Sohn Ottos von Lechsgemünd zu sehen. Ein namentlich nicht genannter Bruder Heinrichs taucht um 1120 in den Traditionsnotizen des Klosters Baumburg (Gde. Altenmarkt a. d. Alz, Lkr. Traunstein) auf. Ob man als diesen Bruder einen 1137 nachzuweisenden Otto von Möhren ansetzten darf, bleibt unsicher. Verheiratet war Heinrich II. von Lechsgemünd mit Liutkard, die wie der Sohn Volkrad in der Kaisheimer Stiftungsurkunde von 1135 genannt ist. Volkrads Brüder waren Konrad und Heinrich III. Von diesen nannte sich Konrad (um 1160-um 1182 bezeugt) v. a. nach (Windisch-)Matrei und Sulzau-Mittersill/Pinzgau (beide Österreich), Heinrich (gest. 1207/08) nach Teisbach, Frontenhausen (beide Lkr. Dingolfing-Landau) und Megelingen. Heinrich hatte zwei Söhne: Otto (gest. vor dem Vater) und Konrad von Frontenhausen, Bischof von Regensburg (reg. 1204-1226). Mehr unter obengenanntem Link.. | von Lechsgemünd, Graf Heinrich II. (I11781)
|
| 49936 | Zitat aus: https://www.knonau.ch/portrait/geschichte.html/30 "Zwar hatten die Habsburger somit Anfang des 14. Jahrhunderts einen grossen Teil der Rechte in Knonau inne, sie übten diese aber nicht selbst aus, sondern liessen sich ihrerseits durch Vögte vertreten. Diese Rechte, welche zu Beginn des Mittelalters noch als Amtslehen ausgestattet waren (die Rechte verwirkten mit dem Tod) hatten sich bis ins Hochmittelalter zu Erblehen gewandelt, welche an Erben weitervererbt, an einen Verwalter weiter verliehen oder verkauft werden konnten und so zu einer Art Kapitalanlage wohlhabender Adliger wurden. Die Rechte kamen somit ähnlich heutigen Aktienpaketen in den Handel. 1309 erwarb Ritter Götz Mülner aus Zürich von den finanziell angeschlagenen Habsburgern unter anderem die Vogteirechte über Knonau, Schirmherren der Klöster Murbach und Schänis blieben aber weiterhin die Habsburger. Nach dem Tod von Götz Mülner kauften die Herren von Rüssegg diese Rechte, doch verkauften sie diese bereits 1346 weiter an Ritter Gottfried von Hünenberg. In finanzielle Nöte geraten verkaufte auch dieser seine Rechte in den Jahren 1370/71 weiter an seine Brüder, welche 1398 wiederum an Ritter Johannes von Seon, Ratsmitglied von Zürich und zwei Landadlige verkauften. Im Jahr 1399 erwarben schliesslich der Bürgermeister Johannes und sein Bruder Rudolf Meyer die Vogteirechte über Knonau, Aeugst, Borsikon (heute Chloster im Aeugstertal) und Breitmatt und übten somit die hohe Gerichtsbarkeit und das Blutgericht in Knonau aus. Diese Familie Meyer war ein aus Knonau stammendes, reiches Bauerngeschlecht. Die Vogteien, deren Gebiet einige Dörfer umfassten, setzen pro Kirchgemeinde einen Verwalter ein, den so genannten Meier, und betrauten diesen mit dem Einziehen des Zehnten, des Falls und der Bussen (niedere Gerichtsbarkeit). In Knonau amteten für längere Zeit zwei Meier, nämlich einer für die Höfe von Murbach und einer für die Höfe von Schänis. Die Familie Meyer übte dieses Recht seit längerem für das Kloster Schänis aus. Rudolf Meyer gelang es dann im Jahr 1322 auch noch die Meierrechte des Klosters Murbach zu erwerben. Meyer-HausAb dem Jahr 1400 besassen somit die Meyer von Knonau sämtliche Meier- und Vogteirechte in Knonau. Als Überbleibsel aus dem Hochmittelalter waren die Meyer zwar formell noch immer Lehensträger der beiden Klöster einerseits und Habsburg-Österreich andererseits. Effektiv waren sie aber die Herren. Sie lebten jedoch spätestens seit 1363 bereits in Zürich, wo sie sich einbürgern liessen und sogar den Bürgermeister stellten. In Knonau verfügten sie nur noch über einen Landsitz auf dem Grundstück des heutigen Schlosses. Längst hatten sie die Meierrechte weiter verliehen, an einen Beamten, der im Stammhaus der Meyer von Knonau, residierte. Die Knonauer Rechte hatten sich für die Meyer von Knonau gelohnt, wurden sie doch in den Steuerlisten der reichsten Zürcher aus dem Jahr 1467 auf Platz 7 geführt. Während der alte Landsitz der Meyer später dem Schloss weichen musste, findet man das Stammhaus der Meyer heute an der Schmiedgasse 2. Bis der „Adler" im Jahr 1575 gebaut wurde, beherbergte es auch das einzige Wirtshaus im Dorf, den alten „Löwen". Später wurde das Tavernenrecht des „Löwen" ins Schloss verlegt. Der geschichtsträchtige Bau ist neben der Kirche das älteste Gebäude im Dorf. Ein Denkmal wurde den Meyern von Knonau auch mit dem Gemeindewappen gesetzt, zeigt es doch deren Familienemblem, nämlich den Meierhut. Anfang des 15. Jahrhunderts besassen also die Meyer die Vogtei- und Meierrechte, die Habsburger besassen aber die Grafschaftsrechte. Aufgrund eines verlorenen Machtkampfes gegen Kaiser Sigismund wurde nun aber Herzog Friedrich von Österreich geächtet und seine Gebiete wurden schlagkräftigen Interessenten angeboten. Am 16. April 1415 gingen deshalb die Grafschaftsrechte am „Freiamt zu Affoltern", wie das Gebiet rechts der Reuss genannt wurde, an die Stadt Zürich über, welche Ende des 14. Jahrhunderts begonnen hatte systematisch Rechte in der Landschaft aufzukaufen. Das Freiamt zu Affoltern wurde mit dem bereits im Besitz der Stadt Zürich befindlichen Maschwanderamt vereinigt. 1438 bewarben sich die Stände Schwyz und Glarus – gegen die Opposition Zürichs – erfolgreich um die Übernahme der Schirmherrschaft über das Kloster Schänis von Habsburg. Der Kampf um die Vorherrschaft am oberen Zürichsee artete schliesslich zwischen 1440 – 1450 in den alten Zürichkrieg aus. Knonau wurde zwar nicht direkt in die Kriegswirren verwickelt, hatte aber ein rechtliches Problem, da der Lehensherr (Kloster Schänis) der einen Kriegspartei angehörte und die Lehensträger (die Meyer von Knonau) der anderen. So kam es zu einer rechtlichen Auseinandersetzung, in welcher es schlussendlich darum ging, ob die Rechte der Meyer von Knonau ein Amtslehen darstellten, welche das Kloster Schänis beliebig neu verleihen könne oder aber ein Erblehen. Da die Meierrechte in der Praxis seit Generationen wie ein Erblehen behandelt wurden, obsiegte schliesslich das Gewohnheitsrecht und die Meyer behielten ihre Position. Die Stadt Zürcher bis zum Einfall Napoleons Zwar hatten die Zürcher die Grafschaftsrechte bereits 1415 erworben, die Meier- und Vogteirechte hatten aber die Meyer von Knonau inne. Tatsächlich änderte sich mit diesem Herrschaftswechsel für die Meyer vorerst wenig, wurden doch ihre Rechte nicht beschnitten. Die Knonauer dürften diesen Wechsel jedoch trotzdem nicht begrüsst haben, übte doch Zürich nun auf einer neuen Ebene ihre Territorialhoheit aus und beanspruchte das Recht, Truppen auszuheben, in Kriegszeiten Truppen im Untertanenland beliebig einzuquartieren und zusätzliche Steuern zu erheben. Die 1454 erstmals eingetriebenen Vermögenssteuern stellten etwas zuvor nie Gekanntes dar und bedeuteten für die Aemtler eine erhebliche Mehrbelastung. Da Gerold Meyers Sohn Johannes mit Anna Reinhard, die sich in zweiter Ehe mit Ulrich Zwingli verheiraten sollte, eine nicht standesgemässe Frau geheiratet hatte, lehnte dieser seinen Sohn ab und ging schliesslich soweit, dass er der Stadt Zürich die Meierrechte (1508) und die Vogteirechte (1512) verkaufte, damit sein Sohn nicht mehr in deren Genuss kam. Zürich konnte so das Gebiet derart straff verwalten, wie dies nie zuvor möglich gewesen war. Obwohl die Leibeigenschaft, welche dreihundert Jahre früher noch alle Knonauer betroffen hatte, endgültig abgeschafft wurde, mussten die Knonauer der neuen Obrigkeit in viel höherem Mass gehorchen als je zuvor irgend einem Lehnsherrn. Die Zeit stand im Zeichen der territorialen Machtorganisation. Weil Zürich über praktisch alle Rechte in Knonau verfügte, übte es faktisch die Hoheit über das ganze Gebiet, und nicht mehr nur einzelne Rechte über bestimmte Höfe, Güter und Menschen aus." Mehr unter obenstehendem Link.. | Meyer von Knonau, Johannes der Jüngere (I11252)
|
| 49937 | Zitat aus: https://www.stadt-zuerich.ch/de/stadtleben/stadtportraet/zuerichs-geschichte/archaeologie/stadt/ausgrabungen-bauuntersuchungen/werdmuehleplatz.html Beim alten Werdmühlequartier handelt es sich um eine ehemalige Vorstadt mit zahlreichen Gewerbebauten, die die Wasserkraft des Sihlkanals nutzten. Dieses Mühlequartier war in den Jahren nach 1900 abgebrochen worden, um Platz für die Uraniastrasse und die Amtshäuser zu schaffen. Werdmühle Mitten unter dem heutigen Werdmühleplatz liegen die Reste der alten Werdmühle. Sie wird bereits 1328 als Kornmühle des Klosters Oetenbach erwähnt. Ausserhalb der Stadtmauer gelegen, nutzte sie die Wasserkraft des Sihlkanals, der sich vor dem Haus in zwei Arme teilte. Der Murerplan von 1576 zeigt ein mehrteiliges Gebäude mit drei Mühlerädern in Folge. 1870 richtete der neue Besitzer Rudolf Sprüngli in der Werdmühle eine Schokoladefabrik ein. 1903 erfolgte der Abbruch. Erhalten blieb der Name der Mühle, der auf den neu geschaffenen Platz überging. Mühlstein Im Laufe der Grabung wurde ein Mühlstein freigelegt und geborgen. Dieser hat einen Durchmesser von rund 120 cm, ist 65 cm hoch und besteht aus Verrucano, auch Roter Ackerstein genannt, der in der Eiszeit vom Linthgletscher von den Glarner Alpen in die Region Zürich transportiert worden war. Der Mühlstein stand zuletzt nicht mehr als solcher in Gebrauch, sondern war im 19. Jahrhundert sekundär als Fundamentsockel für eine Steinkonstruktion verbaut worden. Nach Abschluss der Bauarbeiten wurde der Stein in die Pflästerung des Werdmühleplatzes integriert. Er gibt den Fussgängerinnen und Fussgängern einen Hinweis auf die Benennung des Platzes. Sihlkanal Neben der Limmat war die Sihl der zweite wichtige Standort für Mühlen. Nach dem Bau der Schanzen im 17. Jahrhundert musste das Wasser des Kanals bei der Sihlporte mithilfe eines Aquädukts über den mit Seewasser gespiesenen Schanzengraben geführt werden, damit die Mühlen die Wasserkraft weiter nutzen konnten. Bis zu seiner Einmündung in die Limmat bei der Papierwerdinsel betrieb er mehrere Mühlen. | Werdmüller, Heinrich (I56597)
|
| 49938 | Zitat aus: https://www.swp.de/suedwesten/staedte/ulm/ritterschlag-fuer-heinrich-von-ulm-19633809.html Ritterschlag für Heinrich von Ulm Ulm / HENNING PETERSHAGEN 13.06.2014 Heinrich von Ulm hieß der Bürgermeister von Konstanz, als dort 1414 das Konzil begann und 1417 der Papst gewählt wurde. Das historische Großereignis, das heuer Jubiläum feiert, betrifft also auch Ulm. Als wolle er ihn enthaupten, so furchterregend schwingt König Sigismund sein Schwert über dem Kopf des Mannes, der betend vor ihm kniet. Das ist Heinrich von Ulm, zu jenem Zeitpunkt Alt-Bürgermeister von Konstanz, den der Kaiser gegen Ende des Konstanzer Konzils im Rahmen eines feierlichen Hochamts in Anwesenheit hoher geistlicher und weltlicher Würdenträger zum Ritter schlägt. Heinrich von Ulm ist ziemlich bunt gekleidet: Er trägt die Farben seines zackigen Wappens, das am unteren Bildrand samt Helmzier unmissverständlich seine Identität verkündet. Er hat es schon vor dem Ritterschlag getragen, denn die Familie von Ulm gehörte zum Konstanzer Patriziat, dem Stadtadel, und ihr Wappen erscheint schon auf einem Epitaph aus dem Jahr 1288. Ihr Name ist jedoch ein Herkunftsname. Dessen Botschaft lautet, dass die Familie ursprünglich in Ulm ansässig war. Von dort gelangte sie im 12. Jahrhundert nach Zürich; seit dem 13. Jahrhundert ist sie in der Konstanzer Gegend nachweisbar. Heute lebt sie in Warthausen und Erbach und hat den Namen längst auf "von Ulm-Erbach" erweitert. Von der Erhebung Heinrichs von Ulm in den Ritterstand ist noch ein Paar goldener Sporen erhalten, die derzeit in der Landesausstellung in Konstanz zu sehen sind. Solche Sporen erhielten, wie dem Ausstellungskatalog zu entnehmen ist, Adelige beim Ritterschlag angelegt (siehe dazu auch Info über den Ulmer Kronenwirt). König Sigismund hat sie, der Überlieferung nach, Heinrich von Ulm geschenkt, als er ihn am Neujahrstag 1418 im Konstanzer Münster zum Ritter schlug. Die gewichtigste Figur der Ritterschlag-Szene ist der still in sich hineinlächelnde Papst Martin V., den das Konzil zu Konstanz im dortigen Kaufhaus kurz zuvor, am 11. November 1417, gewählt hat. Damit war eines der Ziele jenes Großauftriebs an Geistlichkeit und theologischer Gelehrsamkeit erreicht: Die Einheit der bis dahin gespaltenen und von drei Päpsten regierten katholischen Kirche war wiederhergestellt. Initiator des Konzils war König Sigismund gewesen, der Konstanz für den idealen Tagungsort hielt. Als das Konzil begann, war Heinrich von Ulm Bürgermeister. Er war daher einer der vier Konstanzer Bürger, welche am 28. Oktober 1414 Papst Johannes XXIII. mit einem goldenen Baldachin schirmten, als er hoch zu Ross in Konstanz einzog. Er war der einzige der drei Päpste, der am Konzil teilnahm. Die Schilderung des Ritterschlags und des Papst-Einzuges in Wort und Bild sowie des gesamten Konzilverlaufes verdanken wir dem Konstanzer Zeitzeugen Ulrich Richental. Seine Chronik ist zwar nicht mehr im Original erhalten, aber es gibt eine Reihe von Abschriften samt Kopien der reichen Illustrationen. Darin kommen Heinrich von Ulm und sein Wappen gleich mehrfach vor. So wird - ebenfalls in Wort und Bild - eine eigenartige Szene berichtet: Nach einer Prozession um das Konstanzer Münster wollten die Bediensteten des Papstes Johannes das weiße Pferd, auf dem der gesessen hatte, wegbringen, als Heinrichs Söhne kamen und sie daran hinderten. Das Pferd gehöre ihnen, denn ihr Vater sei der Bürgermeister, sagten sie, und führten es heim. Dafür schenkte sein Nachfolger, Papst Martin V., nach seiner Krönungszeremonie am 21. November 1417 sein Ross dem Bürgermeister Heinrich von Ulm. Zurück zum Konzilsbeginn: Der goldene Baldachin, mit dem die Konstanzer Papst Johannes XXIII. empfangen hatten, war ihr Geschenk an ihn, ebenso ein kostbares Trinkgefäß aus vergoldetem Silber, das Heinrich von Ulm dem Papst überreichte. Außerdem verehrten die Bürger von Konstanz dem Papst Naturalien wie Wein und Hafer. Der Papst schenkte Heinrich von Ulm einen Rock aus schwarzer Seide. Dann trafen die auswärtigen Gäste in Konstanz ein. Sie wurden privat untergebracht. Von einem ungarischen Herrn namens Stechpeter von Schana berichtet Richental, er sei mit 80 Pferden und zwei Wagen in das Haus des Jakob von Ulm gezogen. Das war Heinrichs Bruder. Heinrich von Ulm selbst hatte in seinem Haus in der Sankt-Pauls-Gasse zunächst den Burggrafen Hans von Nürnberg zu Gast - samt 120 Pferden und zwei Grafen - und anschließend aus Polen einen Erzbischof mit fünf weiteren Bischöfen. In derselben Gasse wohnte bei einer Frau Pfister der böhmische Reformator Jan Hus, dem der König freies Geleit nach Konstanz versprochen hatte, damit er dort seine reformatorischen Ansichten verteidigen könne. Aber Hus witterte alsbald Unrat und wollte in seine Heimat Böhmen fliehen. Das wurde Heinrich von Ulm hinterbracht. Der ließ sofort alle Tore schließen und Bewaffnete auf dem Oberen Markt antreten. Sie fanden Hus, der an den Papst ausgeliefert und gefangengesetzt wurde. Somit hat Heinrich von Ulm maßgeblich daran mitgewirkt, dass Hus später verbrannt wurde. Was weiß man sonst noch über Heinrich von Ulm? Er war insgesamt vier Mal Bürgermeister von Konstanz, nämlich in den Jahren 1414, 1417, 1419 und 1423. In Konstanz wie in Ulm wechselte damals das Stadtregiment alljährlich, und ins Amt des Bürgermeisters wurde ein Patrizier gewählt. Anders als in Ulm allerdings war es den Konstanzer Patriziern nicht verboten, Handel zu treiben. Das tat auch Heinrich von Ulm, der als Großkaufmann offenbar über ein so beträchtliches Vermögen verfügte, dass er dem König und späteren Kaiser Sigismund Geld leihen konnte. So vermerkt eine Geschichtsquelle, der König habe Heinrich von Ulm bereits im Mai 1417 Außenstände für Weinkäufe in Höhe von 1000 rheinischen Gulden geschuldet. Das war - wohlgemerkt - ein gutes halbes Jahr, bevor der Kaiser seinen Gläubiger zum Ritter schlug. Mehr unter obenstehendem Link.. | von Ulm, Ritter Heinrich (I11498)
|
| 49939 | Zitat aus: https://www.trachselwald.ch/gemeinde/gemeindegebiet/geschichte Trachselwald Der Name der Gemeinde wird erstmals 1131 durch Uffo von Trachselwald (Offo von Trahselwalt) dem ersten bekannten Vertreter dieses Freiherrengeschlechts urkundlich fassbar; er bedeutet "Drechsler-Wald". Dieses Geschlecht starb im 13. Jahrhundert aus, seine Nachfolger waren die Freiherren von Rüti und schliesslich die Freiherren von Sumiswald. Burkhart von Sumiswald verkaufte die Herrschaft 1408 an die Stadt Bern, die das Schloss zum Zentrum ihrer Landvogtei machte. In St. Oswald, auf aussichtsreicher Höhe am Aufstieg zur Lüderenalp, stiftete Burkhart von Sumiswald 1394 eine Kapelle mit Bruderhaus, die zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort wurde, ehe sie mit der Reformation wieder verschwand. 1574 wurden Dorf und Kirche Trachselwald durch einen Brand vernichtet. Das "alte Grundbuchamt" im Dorf, die ehemalige Landschreiberei, geht im Kern zurück auf das 17. Jahrhundert. Bis 1798 verwalteten 71 Landvögte die Herrschaft Trachselwald, gewöhnlich zur Zufriedenheit von Stadt und Land. Eine Ausnahme war der habgierige Samuel Tribolet, Landvogt zur Zeit des Bauernkrieges 1653, gegen den das Landvolk Klagen erhob, den aber auch Vorwürfe aus der Stadt trafen. Er wurde nach dem Krieg abgesetzt und verurteilt. Mehr unter dem Link oben.. | von Trachselwald, Thüring (I57796)
|
| 49940 | Zitat aus: https://www.wikitree.com/wiki/Bellême-6 (Aug 2023) Biography Progenitor of the House of Belleme, Seigneur of Belleme[1] Yves de Bellême (from Wikipedia, the free encyclopedia - This article is based in part on a translation of the article fr:Yves Ier de Bellême from the French Wikipedia on 26 June 2012) "Yves de Bellême (died c. 1005), Seigneur de Bellême, the first known progenitor of the House of Bellême. "Yves was probably the son of Yves de Creil,[a][1] one of those who saved young Duke Richard I from death or mutilation at hand of King Louis IV of France.[2] Yves de Bellême held the castle and lands of Bellême, of the King of France, as well as the Sonnois and part of the Passais, both held of the Count of Maine.[3] That he held part of the march-lands of Passais is known from his having given abbot Gauzlin of Fleury Abbey the lands of Magny-le-Désert.[1] "His wife was named Godeheut and although her parentage is unknown, she was the sister of Seinfroy, Bishop of Le Mans.[4][5] Yves was the founder of a church dedicated to the Virgin Mary in his castle of Bellême and endowed it with a church in the Sonoisis, another at Vieux Bellême plus a vill and three other churches in the Hiesmois.[1] Yves died sometime after 1005.[6] "Family - Yves de Bellême and his wife Godeheut had five children. Yves and Godehilde are directly attested as the parents of Guillaume and Avesgaud. The other children are documented by their connection to one of these two siblings. The chronology of the children of Yves and Godehilde is uncertain because much of what is known comes from charters which can only be dated to within certain ranges. William of Bellême (960/5 - 1028), succeeded his father as seigneur de Bellême.[4][5] Yves de Bellême (d. 1030), Abbot of Fleury.[5] Avesgaud de Bellême (d. 1036), Bishop of Le Mans.[5] Hildeburg, abt. 1006 married Aimon, Seigneur de Chateau-du-Loir.[5] Godehilde,[5] married Hamon-aux-Dents or Hamon Le Dentu, he was the 1st Baron of Le Creully and he was Lord over Creully, Torigni, Évrecy & St. Scolasse-sur-Sarthe, but he lost all his lands, after trying to kill William the bastard, in the battle of Val-ès-Dunes, Normandy, France NOTE: Yves de Creil and Yves de Bellême are confused by several sources and thought to be the same person by some. Yves de Creil, who was instrumental in saving young Richard I of Normandy would not chronologically be possible to be the same as Yves de Bellême, the subject of this article, who died c. 1005. Geoffrey White believed Yves de Criel was probably the father of Yves de Bellême, which was also accepted by all the French writers, but was of the opinion it should not be stated as fact as it was by Prentout. See: Geoffrey H. White, The First House of Bellême, TRHS, Vol. 22 (1940), pp. 70-71. Count of Alencon and Domfront. Had Alencon and Belleme as gift from Richard II, Duke of Normandy. Had Balistarius as gift from Louis IV, King of France.[2] Count Yves de Bellême (c940-993)[3] was born to Ivo I (c912-961) and Geile de Creil (c912-945). He married Godeheut or Godchilde de Pontieu, sister of Seinfroy.[4] What in more modern days has been known as the Duchy of Alençon, was formerly held by the Seigneurs de Bellesme, who became in course of time, Counts of Perche and finally Counts of Alençon. They ruled over the whole of Perche, Seez, Alençon, Carbonnois, etc., and though a fierce, proud, warlike, and often cruel race, were gifted with the chivalric virtues of valor and generosity. Ivres, Seigneur de Bellesme, and his wife Godehilde, flourished about 950. He died in 995. His son, "Princeps" Guillaume I, Compte de Bellesme and d'Alençon, succeeded in 995.[5] Supplementary profile data on Yves II Seigneur De Bellesme and Alençon De Creil collected from the well-documented website of the Ashe Family[6] Notes Yves de Criel and Yves de Bellême are confused by several sources and thought to be the same person by some. Yves de Criel, who was instrumental in saving young Richard I of Normandy would not chronologically be possible to be the same as Yves de Bellême, the subject of this article, who died c. 1005. Geoffrey White believed Yves de Criel was probably the father of Yves de Bellême, which was also accepted by all the French writers, but was of the opinion it should not be stated as fact as it was by Prentout. See: Geoffrey H. White, The First House of Bellême, TRHS, Vol. 22 (1940), pp. 70-71. References ^ Jump up to: a b c Geoffrey H. White, The First House of Bellême, Transactions of the Royal Historical Society, Fourth Series, Vol. 22 (1940), p. 73 Jump up ^ The Gesta Normannorum Ducum of William of Jumieges, Orderic Vatalis, and Robert of Torigni, Vol. I, ed. & trans. Elisabeth M.C. van Houts (Clarendon Press, Oxford, 1992) pp. 103, 105 Jump up ^ Kathleen Thompson, 'Robert of Bellême Reconsidered', Anglo-Norman Studies XIII: Proceedings of the Battle Conference, 1990, Ed. Marjorie Chibnall (The Boydell Press, Woodbridge, UK, 1991), p. 264 ^ Jump up to: a b Geoffrey H. White, The First House of Bellême, Transactions of the Royal Historical Society, Fourth Series, Vol. 22 (1940), p. 72 ^ Jump up to: a b c d e f Detlev Schwennicke, Europäische Stammtafeln: Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten, Neue Folge, Band III Teilband 4 (Verlag von J. A. Stargardt, Marburg, Germany, 1989), Tafel 636 Jump up ^ Geoffrey H. White, The First House of Bellême, Transactions of the Royal Historical Society, Fourth Series, Vol. 22 (1940), p. 74 & n. 2 Lord of Bellême, living 1005. Yves was the first known lord of Bellême, south of Normandy, a powerful lordship during the late tenth and eleventh centuries which eventually passed to heiresses in the late eleventh century. He was succeeded at some time after 1005 by his son Guillaume, and his son Yves II also became lord of Bellême (in succession to Guillaume's son Robert). As discussed below in the Commentary section, the origin of this family is a difficult problem which has not yet been definitively settled. Date of Death: After 1005. Yves gave Magny-le-Désert to Gauzlin, abbot of Fleury, who did not become abbot until 1005 ["Ivo Belesmensis, ..., hujus dilecti Dei Haudquaquam immemor extitit, Magniacum cedendo illi. Quo tamen defuncto, Willelmus, ejus filius, ..." Vita Gauzlini, c. 9, 282; White (1940): 73-4] Place of Death: Unknown. More at the link above.. | de Creil (Bellême), Ives (I41755)
|
| 49941 | Zitat aus: https://www.wikitree.com/wiki/De_Glanville-59 (Jul 2023) Roger de Glanville is noticed on the Medieval Lands project. [1] He was the son of Herve de Glanville and an unknown wife. The primary source which confirms Roger’s parentage has not been identified. However, the charters in which the Glanville family are named, in particular the charter under which his supposed brother Ranulf founded Leiston abbey and his own charter in which he names his own brother Hervé, suggest that he may have been a younger son of Hervé de Glanville. This suggestion is consistent with the chronology of his career. The Red Book of the Exchequer, in 1166, records "Rogerus de Glanville iv milites de feodo uxoris suæ" in Essex in the fee of William de Montfichet. Benedict of Peterborough records the participation of "Rogerus de Glanvil" at the siege of Acre in Dec 1190. His second wife is noticed when "Roger de Glanvill and Gundreda the countess his wife" donated land "in Bungey" to Bungey nunnery, confirmed 13 Mar 1235. He married firstly Christiana, daughter of unknown. The primary source which confirms her marriage has not yet been identified. He married secondly (after 1177) as her second husband, Gundred, widow of HUGH Bigod Earl of Norfolk. “Rogerus de Glanvilla” donated “ecclesiam S. Mariæ de Middeltune” to Leiston abbey, for the souls of “meæ et...comitissæ Gundredæ uxoris meæ et...uxoris meæ Christinæ et...Hervei fratris mei”, by undated charter. A charter of King Henry II confirmed donations to Bungay Nunnery by “Rogeri de Glanvill et Gundredæ comitissæ uxoris meæ” of property at Bungay. It is probably a safe conclusion that Roger de Glanville’s “countess Gundred” was the widow of the earl of Norfolk as no other countess of this name has been identified at that time in England. He is not known to have had children. | de Glanville, Roger (I29837)
|
| 49942 | Zitat aus: https://www.wikitree.com/wiki/Glanville-96 (Jul 2023) Biography Came to England with William the Conqueror. He was one of the commanders of the Archers du Val du real and Bretheul at the Battle of Hastings in 1066. He was a witness, along with William the Conqueror, to a grant which Walter Giffard, Earl of Buckingham, made to the monks of Cerasie in Normandy. He gave his house in Jakesley to the monks of Eye. His death date is stated to be about 1085 because he is not mentioned in the Domesday Book. So he might have died before the survey was made, or possibly returned to his Lordship in Normandy, France. Research Notes "Ranulph FitzRanulf de Glanville, said by Dugdale (1674) to have been one of the barons to Robert Mallet, Lord of the Honor of Eye, who gave to the monks of Eye a house in Tukesley, upon the foundation of that monastery (see Mon. Ang. Vol. 1, p. 357 1, n. 10). Gabriel D'Umoulin in his "Historie Generale de Normandie," etc., records that Ranulf "entered into England in the train of William the Conqueror, and who by his wife Flandrina had issue Robert, William, Dean of Liseaux, Walter, and Hervey." | de Glanville, Ranulph (Ranulf) (I41745)
|
| 49943 | Zitat aus: https://www.wikitree.com/wiki/Glanville-97 (Jul 2023) Biography "In the time of Henry I., he distinguished himself in many of the affairs of State, of things connected with his own Counties of Suffolk and Norfolk, and with those relative to the realm at large. On the accession of Stephen to the throne, Sir Hervey filled the important office of Chamberlain to that King, and no doubt took part in many of the disturbances which happened during his reign." In 1150, "When William Martel, sewer to King Stephen, was sent to the city of Norwich, as the King's Deputy and Judge, he, according to his commands, summoned the chief barons and knights of Norfolk and Suffolk, to attend him in the name of the King, at Norwich, for the purpose of discussing certain affairs of the kingdom, and, on the appointed day, the barons and knights that had been summoned, presented themselves in the Bishop's garden. Amongst those who were present was William, Bishop of Norwich; Nigel, Bishop of Ely; Ording, Abbot of St. Edmund; Walter, Abbot of Holm; etc. Then two gentlemen, named Jordan de Blosseville, and Richard de Waldar, brought in a youth named Herbert, and, placing him in their midst, told the assembled lords that the boy had informed the King that during last year he was servant to Sir Robert Fitz Gilbert; that when the King's enemies held the Castle of Bedford against him, Sir Ralph de Alstead and his brother Roger were the King's enemies, and had conspired to deliver up the keys to his foes, or murder him, and that the said Ralph de Alstead and his brother Roger came privately out of the city into the King's army, and changed horses, shields, and saddles with Sir Robert Fitz Gilbert and Sir Adam de Hornyngsheth, in order to put their wicked designs into force, and the youth Herbert was there before them ready to prove this, for which cause King Stephen had sent William Martel, his sewer, to hear the matter, that the two knights might be lawfully heard and judged by their county. "As soon as the Abbot of St. Edmund's Bury heard this accusation against Sir Ralph and his brother, he stood up and told the assembled Barons that these were two of his knights, and were men of the Blessed St. Edmund, and therefore could not be brought or made to answer in this place or city, but in the Court of St. Edmund at Bury. He then appealed to all the bishops, abbots, knights, and gentlemen that they would grant a respite until he had talked with the King, which was granted him. The Abbot and his train went to Stephen and showed him their charters and privileges, upon which the King answered, told them that all justice originally belonged to the county and court there, and therefore sent them back to the council, saying, whatever was done by them he would stand by. Returning to Norwich, they produced their charters and liberties to the council, upon which Sir Hervey de Glanville rose and made a speech in the assembly, telling them that he was a very old man, having constantly attended the County and Hundred Court for above fifty years with his father, before and after he was knighted, as they all knew; and he assured them, that in the time of Henry I., when justice and equity, peace and fidelity, flourished in England, though now, alas, war silenced justice and law, he remembered a question of the like nature concerning the liberties of St. Edmund, and they then all arose in the Shire-mote, and the Abbot had it then allowed, that all pleas, suits, and actions of whatsoever nature concerning any person in the liberties of St. Edmund, except the plea of murder, or treason, found belonging to the Court of St. Edmund, and were to be tried either by the Abbot or his steward or other officer. Upon which the bishops and barons present, with the consent of Roger Gulafer, William de Frechnie, sheriffs, and also of Hervie son of Hervie (de Glanville), Robert de Glanville, and others, presented the liberties to be good, and delivered their testimony of it to William Martel, who notified it to the King, who confirmed it, and appointed a day for the cause." (Ref: Records of the Anglo-Norman House of Glanville) Spouse Per 16 May 2000 posting of Raymond Phair on soc.genealogy.medieval, Hervey's wife was Mabel (last name unknown). Detached Matilda (Unknown) de Glanville (abt.1096-) as spouse. Research Notes [1] Hervey was born in the 1090s or earlier, as implied by his speech at a local court [2]. Using an unspecified source, Mortimer claimed Hervey married Mabel -- [3]. Mortimer thought Hervey was the son of Robert de Glanville (alive c.1140) based upon two Coxford priory records [3]. The first one was an agreement dated by Mortimer, without explanation, as probably 1171 [4]; Hervey's confirmation of that agreement was the second record. Other records indicate Ranulf had probably succeeded before 1166 [2,6]. Mortimer's assumption that Robert was identical to the Robert who appears in charters of 1140-5 and c.1150 with his father Roger de Glanville [2] is chronologically implausible -- Roger, according to Mortimer's version, would have been Ranulf de Glanville's great- grandfather and at least 90 years old in 1140. The latter charter, if Mortimer's interpretation is accepted, would have had the unlikely situation of Ranulf (long before he was prominent) appearing in the witness list after his father but before his great-grandfather and grandfather. A more tenable identification of the Roger in these charters would be Hervey's brother Roger who had a son Robert [5,3]. An earlier Ranulf de Glanville and his successor Hervey de Glanville were benefactor and witness of Robert Malet's Eye priory during its foundation period 1086-1105/6 [6]. Their names and the observation that the justiciar and his father were witnesses of charters for the priory, suggests there might be a connection between the justiciar's family and these earlier Glanvilles. The other Glanville family in 12th- and 13th-century east Anglia were descendants of William de Glanville who founded Bromholm priory in 1113 [3,7]. William and his descendants held some of the estates which had formerly been held by Robert de Glanville, a Domesday tenant of Robert Malet. Its not known whether Robert had any children, but it seems likely that William was a relative. Hervey with his son Ranulf (the future justiciar) witnessed a few charters for this other Glanville family, but the relationship, if any, between these two families has not been determined. | de Glanville, Hervey (I41747)
|
| 49944 | Zitat aus: https://www.wikitree.com/wiki/St_Sauveur-21 (Jul 2023) Hamon was Seigneur of Torigny and Creully. He married Godchilde (daughter of Count Yves of Belleme, unidentified). Godchilde died 1035. Hamon was killed at the Battle of Val-es-Dunes (1047), to the southwest of Caen, where King Henri of France gave Duke William crucial help in defeating the rebellious Norman rebels. | aux Dents (St Sauveur), Hamon (I41753)
|
| 49945 | Zitat aus: https://www.winkel.ch/geschichtefs Aus der Geschichte von Winkel Die früheste urkundliche Erwähnung eines Ortes erfolgt oft erst lange Zeit nach seiner Gründung, weil die Überlieferung von mancherlei Zufällen abhängt. Weiter zurück in die Frühgeschichte weisen meist die Funde bei Ausgrabungen, im Fall von Winkel die grossflächige Anlage des römischen Gutshofes bei Seeb aus dem 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. An der Römerstrasse von Turicum (Zürich) an den Rhein und nur etwa 3 km nördlich der Strasse vom Legionslager in Vindonissa (Windisch) nach Vitudurum (Oberwinterthur) und Brigantium (Bregenz) gelegen, war der Zweck des Gutshofes vermutlich die Lieferung von Nahrungsmitteln an das Militärlager von Vindonissa. Was einfach begann, entwickelte sich bis zum Rückzug der Römer um ca. 350 n. Chr. zu einer grossartigen Anlage mit Herrenhaus, mehreren Wirtschafts- und Wohngebäuden und einem Brunnenhaus. Der Name Winkel ist weder keltischen noch römischen Ursprungs. Das althochdeutsche Wort "winkil, winchel(e)" bedeutete schon im 7. Jahrhundert das Gleiche wie heute, nämlich "Winkel, Ecke, abseits gelegener oder verborgener Raum". Also kann man annehmen, dass die Siedlung wegen ihrer Lage in einem Geländewinkel, geformt durch die Gletschermoräne, so genannt wurde. Vom Vorhandensein des Dorfes Winkel erfährt man urkundlich erst im Jahre 1044 und das auch nur auf dem Umweg über eine Persönlichkeit. Damals vergabte Hunfried, Domherr zu Strassburg, sein väterliches Erbgut in Embrach an die Strassburger Kirche. Als Zeugen liess er eine grössere Zahl edelfreier Gefolgsleute aufmarschieren, unter ihnen Etto von Winkel, Lamprecht von Rorbas und Dietrich von Bülach. Diese drei Herren vertraten offensichtlich den Grundbesitz der gräflichen Familie in der Gegend zwischen Irchel und dem unteren Glattal. Etto von Winkel gehörte in eine jener zahlreichen edelsfreien Familien, die sich im 11. und 12. Jahrhundert im Raume zwischen Zürich und Rhein nachweisen lassen, sich nach den verschiedenen Dörfern benannten und weitgehend untereinander versippt waren. Dies erklärte die weite Streuung ihres Grundbesitzes, welche durch Erbteilungen und Heiraten zustande kam. Viele dieser Familien sind ausgestorben und haben vorher noch ihren Besitz an Gotteshäuser vergabt. Das bewirkte - wenigstens zum Teil - die starke Zersplitterung des Grundeigentums, wie sie bis vor der Güter- und Waldzusammenlegung für die Gegend von Winkel kennzeichnend war. Das Gebiet von Winkel lag im Mittelalter an einer Nahtstelle zwischen zwei uralten Grosspfarreien. Von Seeb-Winkel betrug die Entfernung bis zur Laurentiuskirche Bülach drei Kilometer, von Rüti zur Marienkirche in Kloten dreieinhalb. Zudem befand sich im Wilenhof schon 1275 ein kirchliches Gebäude, das vom Leutpriester von Niederhasli betreut wurde. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts gelangten auch Rüti und der Büelhof zur Kirchgemeinde Bülach. Als in der Revolutionszeit von 1798 die Munizipalitäten oder "Agentschaften" geschaffen wurden, nahm man, wo es tunlich erschien, die alten Kirchgemeinden oder Pfarreien zur Grundlage. Nur wo besondere Verhältnisse vorlagen, unter anderem stark entwickelte örtliche Selbstverwaltung oder sehr grosse Ausdehnung des kirchlichen Sprengels, ging man von dieser Regel ab. So wurde Winkel selbstständig. Die Bewohner widmeten sich fast ausschliesslich der Landwirtschaft mit Acker-, Obst- und Weinbau. Das Gewerbe war nur spärlich entwickelt. Seeb bestand im Spätmittelalter aus einer einzigen grossen Haushaltung, die seit damals wegen der Lage an der grossen Landstrasse eine Taverne betrieb. Der Gasthof "Zum Hecht" besteht also bereits über fünf Jahrhunderte und dürfte somit zu den ältesten, heute noch betriebenen Gasthäusern im Kanton Zürich gehören. Im 17. Jahrhundert entwickelte sich die Hofsiedlung zu einem grösseren Weiler. 1831 entstand Zürichs Kantonsverfassung. Aus den drei Zivilgemeinden Winkel, Rüti und Eschenmosen wurde eine Politische Gemeinde. Im Jahre 1919 wurde die Zivilgemeinde Eschenmosen von Winkel abgetrennt und der Politischen Gemeinde Bülach zugeteilt. Unter den Neuerungen des 19. Jahrhunderts wäre auch das erste Schulhaus zu nennen. Nachdem die alten Dorfschulen von Winkel und Oberrüti nur in gemieteten Stuben gehalten wurden, erbaute man im Jahre 1819 ein Schulhaus. Es wurde 1859/60 abgebrochen und auf dem gleichen Platz durch einen Neubau ersetzt, der durch seinen schlanken Dachreiter mit Uhr und Glocke zu einem Wahrzeichen des Dorfes Winkel geworden ist. Während Winkel seit alter Zeit an der grossen Landstrasse lag, die von Zürich über Kloten, Niderrüti, Seeb, Scheidweg nach Bülach und Eglisau führte, geriet der Ort im Zeitalter der Eisenbahnen verkehrsmässig ins Abseits. Als die Nordostbahn-Gesellschaft zu Anfang der 1860er Jahre eine Linie von Zürich nach Bülach mit einer Abzweigung nach Dielsdorf projektierte, sollte diese über Kloten und Seeb gebaut werden und im Scheidweg eine Station erhalten. Winkel bewilligte den nötigen Beitrag, doch wollte das viel reichere Kloten nicht mitmachen, sodass die Bahn über Rümlang und Niederglatt nach Bülach geführt wurde. | von Winkelsheim (im Winkel), Agnes (I57692)
|
| 49946 | Zitat aus: https://www.winterthur-glossar.ch/app/default/pub/fw.action/wine.article?ce_id=29&ce_name=Organisation Der Begriff "Hegi" taucht 1225 erstmals in den schriftlichen Quellen auf und ist eng mit dem Schicksal der Herren von Hegi verknüpft, die bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1493 die Burg ihr Eigen nennen. Mit der Erwähnung von "Arlikon", einer heute verschwundenen Siedlung am Ohrbühl, findet das Gebiet von Hegi aber bereits 1180 in einer Urkunde der Grafen von Kyburg Berücksichtigung. Die Grafen besitzen bei Hegi Güter und zu ihren Gefolgsleuten zählen im 13. Jhdt. auch die Herren von Hegi. 1225 verlieh der Bischof von Konstanz dem Kloster Rüti ein Gut in Seen, das ursprünglich einem Wetzel von Hegi gehört hatte. Damit tauchen die Herren von Hegi erstmals in Quellen auf. Wetzel und seine Vorfahren gelten heute als die Erbauer der Burg. Die Herren von Hegi dürften auf eine ursprünglich unfreie Familie zurückgehen, die im Verlauf der herrschaftlichen Durchdringung der Region als "Beamte"-Meier einen sozialen Aufstieg erfahren und adligen Status erhalten haben. Der entscheidende Sprung bleibt den Herren von Hegi verwehrt. Weder bei den Bischöfen von Konstanz noch in der kyburgischen oder habsburgischen Landesherrschaft nehmen sie wichtigere Positionen ein. Der weit gestreute Besitz und die fehlende Bindung an einen Hochadligen erklären die auffallende Mobilität der Herren von Hegi. Der Kreis der verwandten Familien umfasst Kleinadel und Stadtpatriziat im von Habsburg geprägten aargauischen-ostschweizerischen Raum. Den Herren von Hegi gelingt es nicht aus ihrem Kontaktnetz Kapital zu schlagen und eine attraktivere, geschlossenere Herrschaft aufzubauen. | von Hegi, Hugo (I11395)
|
| 49947 | Zitat aus: https://www.winterthur-glossar.ch/app/default/pub/fw.action/wine.article?ce_id=29&ce_name=Organisation Herausragender und letzte Vertreter der Familie ist Hug von Hegi. Das Leben und Wirken des Adligen, der ab 1440 in Urkunden auftaucht und 1493 in hohem Alter stirb ist gut dokumentiert. Er war Sohn des Hugo von Hegi und der aargauischen Adligen Ursula von Reinach. Erlebte wie sein Vater zuerst hauptsächlich in Frauenfeld, wo er ein Haus besass. Die Thurgauische Kleinstadt war auch regionaler Stützpunkt der habsburgischen Herrschaft in der Ostschweiz, in deren Diensten Hug wiederholt auftrat. So kämpfte Hug von Hegi als habsburgischer Söldner im Alten Zürichkrieg. 1444 quittiert er den Dienst durch einen Freikauf. Durch die Machverluste Österreichs kam die Stunde für Kleinadlige wie Hug von Hegi. In langjährigen Auseinandersetzungen legt er sich mit Habsburg und der Stadt Frauenfeld an. 1448 wird er als Geächteter vor das Landgericht geladen und 1453 von Frauenfeldern als Räuber bezeichnet. Der Streit drehte sich hauptsächlich darum, dass die Adligen aus Frauenfeld sich den Forderungen (Steuern bezahlen, Treueeid leisten und Bewachungspflichten ausführen) nicht unterziehen wollten. 1469 verlässt Hug von Hegi Frauenfeld und wird am 8. Februar 1469 Bürger von Winterthur. Für das Bezahlen einer Steuer von drei Gulden behält er sich weitgehende Freiheiten vor. Bis zu seinem Tod lebt er an der unteren Steinberggasse beim Königstürli. In Winterthur tritt Hug von Hegi vor allem als Vermittler, Bürge und Wohltäter in Erscheinung. Wiederholt besiegelt der Kleinadlige Gnadenakte des städtischen Rates, bittet für Verurteilte, regelt Streitigkeiten zwischen einzelnen Bürgern oder legt bei der Vergabe städtischer Ämter oder Pfründen ein gutes Wort für ihm ergebene Personen ein. Obwohl der Adlige auf eigenen Wunsch nie städtische Ämter übernommen hat, geniesst er in Winterthur grosses Ansehen. Das bezeugt auch die prominente Platzierung seines Wappens in der Gewölbemalerei des 1493 fertiggestellten Südturm der Stadtkirche Winterthur. Ein Aufenthalt im Schloss Hegi ist nur gerade ein einziges Mal, 1458, nachweisbar. Hug von Hegi hat seine Güter und Rechte unter ständigen Reibereien von Frauenfeld und von Winterthur aus verwaltet. | von Hegi, Hugo (I11394)
|
| 49948 | Zitat aus: https://www.wochenblatt.net/wb-bewegt/das-jahrtausend/1499-n-chr/ Als Schaffhausen noch die "Hauptstadt" des Hegau war Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit war die Burg Hohentwiel oftmals Schauplatz der grossen Politik, während Singen als unscheinbares Dorf am Fusse der Festung höchstens Zeuge und oftmals Leidtragende der Machtkämpfe war. Die engsten Berater König Sigmunds stammten aus dem Hegau: Graf Eberhard von Nellenburg, Graf Hans von Lupfen auf Hohenhöwen, Kaspar von Klingenberg auf Hohentwiel, Hans Konrad von Bodman und Hans von Heudorf. Schaffhausen, dessen Stadtadel einen grossen Einfluss auf die städtische Politik hatte, war Zentrum des Salzhandels und grösste Stadt in unmittelbarer Umgebung. Die Stadt versorgte den Hegau mit wichtigen Handelsgütern. Der politisch einflussreiche Adel der Stadt und der Hegauadel standen sich in vielem sehr nahe, was durch gegenseitige Heiraten immer wieder unterstrichen wurde. So war zum Beispiel Götz von Randenburg, der Schaffhauser Schultheiss, mit Kunigunde von Friedingen, Barbara von Fulach aus Schaffhausen mit Hans von Lupfen auf Hohenhöwen verheiratet. Es lag deshalb nahe, dass Schaffhausen mit den Rittern des Hegauadels mehrere Bündnisse abschloss, bei denen sich beide Seiten zur gemeinsame Verbrechensverfolgung und militärischer Unterstützung verpflichteten. Die Stadt bemühte sich - wie viele Reichsstädte damals - ihr Territorium zu vergrössern. Von der Topographie her lag es auf der Hand, nach Erwerbungen im Klettgau und Hegau zu anzustreben. Schon im 14. Jahrhundert waren die Adligen von Fulach Bürger von Schaffhausen und spielten in den nächsten zwei Jahrhunderten eine hervorragende Rolle in der städtischen Politik. Konrad von Fulach war nach der Einführung der Zunftverfassung 1411 der vierte Bürgermeister. Es gelang der Familie, durch Kauf oder Belehnung innerhalb kurzer Zeit einen beachtlichen Besitz zu erwerben. Neben zahlreichen Dörfern im Zürcher Weinland und im heutigen Kanton Schaffhausen besassen sie auch das Schloss Laufen am Rheinfall. Den wenigsten Adligen ging es am Ausgang des Mittelalters so gut. Die Familie von Friedingen nämlich, die das Dorf Singen seit dem 12. Jahrhundert in ihrem Besitz hatte, geriet seit Mitte des 15. Jahrhunderts immer mehr in Finanznöte und verkaufte zu Beginn der 1460er Jahre das Dorf und das Wenige, das ihr in der Gegend noch gehörte an die Brüder Hans und Konrad von Fulach, die mit den Friedingern verwandt waren. Über die Tätigkeit der Herren von Fulach als Besitzer von Singen erfahren wir leider kaum etwas. Es ist jedoch diesen neuen Besitzverhältnissen zu verdanken, dass 1499 die Eidgenossen im Schweizer- oder Schwabenkrieg das Dorf Singen wie auch den Hohentwiel verschonten. Mehr als 50 Jahre gehörte Singen zu Schaffhausen. Aber auch nachher, als die Familie Fulach ihre Herrschaft 1518 an die Klingenberger als Herren von Hohentwiel verkauften, blieb Singen indirekt im Einflussbereich der Stadt. Hans Heinrich von Klingenberg hatte nämlich 1516 für sich und den Hohentwiel das Bürgerrecht Schaffhausens erworben. Auch der klingenbergische Vogt zu Singen war Schaffhauser Bürger. Erst mit dem Übergang des Hohentwiels an Herzog Ulrich von Württemberg im Jahre 1521 (siehe "Bauernkrieg") und der Verkauf Singens 1530 an die Herren von Bodman, welche wenig später den Besitz an König Ferdinand veräusserten, wurde der Stadt Schaffhausen definitiv die Grundlage entzogen, ihr Territorium im Hegau auszubauen. Lange Verhandlungen mit den Verkäufern nützten nichts. Die Grenze zwischen dem Reich und der Eidgenossenschaft war damit für alle Zeiten festgelegt. Dazu hatte auch die Entscheidung der Schaffhauser beigetragen, sich schon Ende des 15. Jahrhunderts in Richtung Eidgenossenschaft zu orientieren. Peter Scheck | von Fulach, Konrad (I12867)
|
| 49949 | Zitat aus: https://www.wp.de/staedte/arnsberg/wedinghausen-grab-unter-schon-ausgegrabener-gruft-entdeckt-id216214739.html?fbclid=IwAR0vqVrKqXoE-KwSW1lP86UQA2Y67cd1VmIW5dnBJ1tkXb6tL3PMvN1t8cU (Jan 2019) KLOSTER WEDINGHAUSEN Grab unter bereits ausgegrabener Gruft in Arnsberg entdeckt Achim Gieseke 16.01.2019 - 07:30 Uhr Bei Ausgrabungen im Kloster Wedinghausen wurde ein weiteres Grab mit zahlreichen Knochen entdeckt. Archäologen stehen vor einem Rätsel. Die Ausgrabungen im Kloster Wedinghausen werden immer spannender und versprechen, dies auch noch lange Zeit zu bleiben. Jetzt gibt es eine neue Überraschung: Unter der erst im vergangenen Jahr im Kapitelsaal entdeckten ausgemalten Gruft haben die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ein weiteres Grab mit zahlreichen Knochen gefunden. Möglicherweise handelt es sich dabei nun tatsächlich um die sterblichen Überreste des Klostergründers Heinrich I, die man bislang in der zuerst entdeckten Gruft vermutet hatte. Wissenschaftliche Untersuchungen sollen Klarheit bringen. Wie in einem guten Krimi Es ist fast wie in einem guten Kriminalroman: Die Spannung wird dramaturgisch geschickt gesteigert, immer neue rätselhafte Geheimnisse tauchen aus der Vergangenheit auf. Doch es ist in den Gemäuern des Klosters Wedinghausen keine Regisseurin, kein Regisseur, die bzw. der das Drehbuch schreibt, sondern die Geschichte des Klosters selbst. „Wir hatten uns schon bei Entdeckung der ersten Gruft die Frage gestellt,“ sagt die für die Grabungen verantwortliche Dr. Bettina Heine-Hippler (LWL), „ob möglicherweise an dieser Stelle schon ein Vorgängergrab existiert hat.“ Ein spätere Umbettung ist eher unwahrscheinlich Diese Vermutung war aufgekommen, so Heine-Hippler, weil die wunderbaren, nur noch in sehr wenigen anderen vergleichbaren Gräbern erhaltenen Ausmalungen dieser Qualität nach Einschätzung von Kunsthistorikern erst um 1320/1340 entstanden sind. „Vermutlich im Auftrag von Beatrix von Rietberg, die damit ihre Vorfahren ehren wollte.“ Klostergründer Graf Heinrich I. von Arnsberg ist jedoch bereits um 1200 verstorben. „Und es ist sehr unwahrscheinlich, dass er später nochmals umgebettet wurde.“ Mittelalterarchäologe gibt den entscheidenden Hinweis Was zunächst eine in langer archäologischer Erfahrung begründete Ahnung ist, bestätigt sich dann: Ein von den Ausgräbern hinzugezogener, bereits im Ruhestand befindlicher Mittelalterarchäologe des LWL bemerkt, dass der Boden der vermeintlichen Grafengruft sehr locker ist und gibt damit den entscheidenden Hinweis. Daraufhin, erklärt Dr. Ing. Bettina Heine-Hippler, habe man zunächst die Gruft sofort statisch gesichert und dann in die Tiefe geschaut. „Und dort eine weitere Gruft voller Knochen entdeckt.“ DNA-Analyse soll nun folgen Um endgültige Klarheit zu bekommen, sollen diese Knochen nun wissenschaftlich untersucht werden - per C14-Methode (Radiokohlenstoffdatierung), DNA-Analyse sowie einer anthropologischen Prüfung. Das volle Programm also. „Und wenn wir schließlich alle erforderlichen Kenntnisse haben, sind wir in der Lage, die Knochenfunde exakt zuordnen zu können.“ Allerdings, so Heine-Hippler, „sind wir uns ganz sicher, dass es sich bei den drei Schädeln in dem Kopfsarkophag um die Schädel von Klostergründer Heinrich I, seinem Sohn Heinrich II. und dessen Ehefrau Ermengardis handelt.“ Der Kopfsarkophag war 1804 bei Aufräumarbeiten im da schon aufgelösten Kloster in der Tumba entdeckt worden. Die Tumba wird im Frühjahr erneut geöffnet und der knöcherne Inhalt ebenfalls untersucht. „Denn das alles muss durch DNA-Tests wissenschaftlich untermauert werden.“ Forschungsarbeiten werden weiter spannend bleiben Aber das ist noch längst nicht das Ende der rätselhaften Geschichten rund um das ehemalige Prämonstratenserkloster. Denn Dr. Bettina Heine-Hippler verspricht: „Hier sind wir noch lange nicht fertig mit den Forschungsarbeiten. Das wird weiter sehr spannend bleiben.“ Heimatbund: 6000 Euro für DNA-Untersuchung Der Heimatbund beteiligt sich mit 6000 Euro an der Finanzierung der DNA-Proben aus dem Grafengrab. Dafür, so Vorsitzender Werner Bühner, habe man eigens Arnsberger Heimatfreunde, heimische Unternehmen und Institutionen um Spenden gebeten. Mit Erfolg. Der Wunsch des Heimatbundes im Gegenzug an den LWL: „Wir wollen dafür am dokumentarischen Teil der Ausgrabungsauswertungen beteiligt werden und Fotos und Dokumente bekommen.“ Denn die sind auch für Arnsberg von großer Bedeutung. Wichtig wäre Klärung der Verwandtschaftsverhältnisse Ein absolutes Highlight für den Heimatbund wäre hier die umfassende Erforschung der Verwandtschaftsverhältnisse der einst mächtigen Arnsberger Grafen in Deutschland und auch im europäischen Raum gemeinsam mit dem LWL. Eben per DNA-Untersuchungen. Denn die Arnsberger Grafen spielten im Mittelalter in der ersten politischen Liga: Arnsberger Grafen mischten in europäischer Politik mit „Schon Friedrich I. von Arnsberg, genannt der Streitbare, war ein Global Player und ein enger Freund des Kaisers Friedrich I. Barbarossa.“ Auch des Streitbaren - übrigens wahrscheinlich begraben in der Propsteikirche - Nachkomme Heinrich I., der Klostergründer, habe in der europäischen Politik kräftig mitgemischt. Heimatbund will aktiv an der Klärung teilhaben Heinrich selbst wird von Barbarossa sogar offiziell als Verwandter bezeichnet. Daher wäre die Klärung der Verwandtschaftsverhältnisse für den Heimatbund und die mittelalterliche Geschichtsschreibung grundsätzlich von großer Bedeutung. „Diese Verbindungen würden wir daher gerne nachweisen oder zumindest daran aktiv teilhaben.“ Ein Projekt, so Bühner, das an kein Zeitfenster gebunden und damit mit aller Gründlichkeit umsetzbar sei. „Dafür würden wir auch andere Organisationen um Unterstützung bitten, die wiederum von unserer Arbeit profitieren könnten.“ Mehr, mit Fotos, unter dem Link oben.. | von Arnsberg (von Rietberg), Graf Heinrich II. (I11238)
|
| 49950 | Zitat aus: Rieckenberg, Hans Jürgen; Freytag, Hans-Joachim, "Billunger" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 240 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118702068.html#ndbcontent Billunger Die Forschung unterscheidet die ä l t e r e n und j ü n g e r e n Billunger, und es ist bisher nicht gelungen, mit Sicherheit zu klären, ob die beiden Familien zusammengehören oder nicht. Eine Tradition des 13. Jahrhunderts will wissen, daß der letzte ältere Billunger, der Graf →Billing († 967), der Vater der bekannten Brüder Wichmann der Ältere († 944) und Hermann († 973), der ersten faßbaren Vertreter der jüngeren Billunger, gewesen sei. Die älteren Billunger sind seit der Zeit Karls des Großen in Engern, Ostfalen und Hessen nachweisbar, ohne daß sich die genealogischen Zusammenhänge genau aufklären ließen; sie gehören zu den führenden Familien Sachsens. Auffallend ist, daß in beiden Familien wiederholt die Namen Wichmann und Amelung vorkommen. Die Heimat der j ü n g e r e n Billunger, die erst in späterer Zeit Billunger genannt werden, ist sehr wahrscheinlich der Raum um Lüneburg. Hier lag von Anbeginn an der Schwerpunkt ihrer Herrschaft. Wichmann der Ältere († 944) war vermählt mit einer Schwester der Königin Mathilde aus dem Hause des Sachsenherzogs Widukind, wohl mit Frideruna. Durch seine Gemahlin erhielt er umfangreiche Besitz- und Herrschaftstitel an der mittleren Weser, an der Lippe und am Niederrhein. Das Widukindische Erbe in Mittel- und Westsachsen unterstand in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts wohl ausschließlich, das alte billungische Hausgut in Ostsachsen zum überwiegenden Teil dem Gebot des älteren Wichmann. 936 oder bald danach wurde Hermann († 973) mit dem Grenzschutz an der unteren Elbe betraut. Die neue Aufgabe ließ ihn darauf bedacht sein, sich eine möglichst breite Machtgrundlage zu schaffen. So scheint er bereits kurz nach 944 von einem Teil des Wichmannschen Erbes Besitz ergriffen zu haben. Die Teilnahme seiner Neffen, Wichmann der Jüngere und Ekbert, am Liudolfinischen Aufstand (953/54) gab ihm die Möglichkeit, deren Güter und Herrschaftsrechte zum größten Teil einzuziehen. In der Folgezeit begegnen an der Ilmenau und an der Weser nur die nachkommen Hermanns. Zu der Herrschaft auf altsächsischen Boden traten markgräfliche Befugnisse in Nordelbingen, mit denen der militärische Titel dux verknüpft war. Unter Bernhard I. († 1011) vollzog sich der Wandel vom Vertreter des Königs gegenüber dem Stamm zum Vertreter der Stammesinteressen gegenüber dem Königtum. Er hatte die immer stärkere Hinwendung zu den innersächsischen Angelegenheiten und den Ausbau seiner Machtstellung in Ost- und Mittelsachsen zur Folge. Bernhard II. († 1059) setzte die Politik seines Vaters fort und geriet in Gegensatz zum König und dem Erzbischof von Hamburg-Bremen. Die Auseinandersetzung mündete unter →Magnus († 1106) in den sächsischen Aufstand der Jahre 1073-75 ein. - Hermann nahm am Ende seines Lebens, nicht zuletzt durch die dreimalige Prokuration, eine herzogähnliche Stellung ein. Nach dem Tode Ottos I. wurden die herzoglichen Befugnisse in Sachsen von den Königen, in deren Händen sie verblieben waren, immer weniger ausgeübt. Die Vertretung der Stammesinteressen durch Bernhard I. und Bernhard II. führte vor allem den letzteren nahe an den Platz des Stammesherzogs heran. Unter Ordulf († 1072) und Magnus sank ihre politische Bedeutung. Sie blieben Inhaber des machtvollsten Herrschaftsbereiches in Ost- und Mittelsachsen und trugen die Benennung dux, ohne daß sie „Herzöge der Sachsen“ waren. Ihr politisches Streben wurde erst von ihren Erben, →Lothar von Supplinburg und Heinrich dem Löwen, verwirklicht. Literatur F. M. Fischer, Politiker um Otto d. Gr., 1937; H. W. Klewitz, Besprechung v. R. Hildebrand, Der sächs. „Staat“ Heinrichs d. L., 1937, in: DLZ, 1938, Sp. 1101 f.; G. Tellenbach, Vom karoling. Reichsadel z. dt. Reichsfürstenstand, in: Adel u. Bauern im dt. Staat d. MA, hrsg. v. Th. Mayer, 1943; S. Krüger, Stud. z. Gesch. d. sächs. Gfsch. -verfassung im 9. Jh., in: Stud. u. Vorarbb. z. hist. Atlas v. Niedersachsen, H. 19, 1950; H. -J. Freytag, Die Herrschaft d. B. in Sachsen, ebenda, H. 20.1951 (L, Stammtafel). Autor/in Hans Jürgen Rieckenberg, Hans-Joachim Freytag | von Sachsen (Billunger), Graf Billung (I5021)
|