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Stammbaum:  

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49951 Zitat aus: Wenzel I. von Liegnitz (* zwischen 1310 und 1318; † 6. Juni 1364) war 1342–1345 gemeinsam mit seinem Bruder Ludwig I. und 1346–1364 alleiniger Herzog von Liegnitz. Er entstammte dem Geschlecht der Schlesischen Piasten.

Wenzels Eltern waren Herzog Boleslaw III. von Breslau, Liegnitz und Brieg und Margarethe/Markéta, Tochter des böhmischen Königs Wenzel II.

Noch zu seinen Lebzeiten überließ Herzog Boleslaw III. 1342 das verschuldete Herzogtum Liegnitz seinen beiden Söhnen Wenzel und Ludwig, während er selbst weiterhin im Besitz von Brieg blieb. Beide Herzogtümer wurden bereits 1329 von Herzog Boleslaw III. dem böhmischen König Johann von Luxemburg als ein Lehen übergeben. Ihm huldigten 1342 auch die Herzöge Wenzel I. und Ludwig I., die das Herzogtum Liegnitz zunächst gemeinsam regierten. 1344 gründeten sie eine Münze in Liegnitz und kurze Zeit später verliehen sie Nikolstadt das Stadtrecht sowie Bergfreiheit nach dem Vorbild von Goldberg. 1345 teilten sie das Herzogtum Liegnitz, wobei Ludwig den kleineren, östlichen Teil und Wenzel den restlichen Teil mit Haynau, Goldberg und Lüben bekam. Allerdings gelang es Wenzel noch im selben Jahr, an Ludwigs Anteil zu gelangen, während er diesem Lüben sowie eine jährliche Geldzahlung zugestand. 1348 stiftete Wenzel bei der Liegnitzer Kirche zum Heiligen Grabe ein Kollegiatstift und stattete es mit umliegenden Grundstücken aus.

Nach Boleslaws III. Tod 1352 wurde das Herzogtum Brieg von dessen Witwe Katharina Šubić regiert. Sie einigte sich 1356 mit ihren Stiefsöhnen Wenzel und Ludwig in der Weise, dass sie ihr als Wittum auf ihre Lebenszeit die Städte Ohlau und Namslau überließen, die nach ihrem zwei Jahre später erfolgten Tod an Wenzel fielen. Aus seinem ererbten Besitz verkaufte Wenzel nun halb Ohlau und halb Brieg dem Schweidnitzer Herzog Bolko II. mit der Bestimmung, dass beides an die Herzöge von Liegnitz-Brieg zurückzufallen habe, falls Bolko ohne Nachkommen sterbe.

Nach einer neuerlichen Teilung 1359 behielt Wenzel Liegnitz mit Goldberg, während Ludwig weiterhin im Besitz von Lüben blieb und zusätzlich Haynau sowie je halb von Ohlau und Brieg erhielt.

Nach dem Tod Wenzels 1364 übernahm sein Bruder Ludwig die Vormundschaft über dessen Söhne Ruprecht I., Wenzel II., Boleslaw IV. und Heinrich VII. Ihm gelang es, einen Teil der verpfändeten Landesteile einzulösen. Die Vormundschaft endete 1368, als Ludwigs Neffe Ruprecht mündig wurde und seinerseits die Vormundschaft über seine jüngeren Brüder übernahm. 
von Liegnitz, Herzog Wenzel I. (I42084)
 
49952 Zitat aus: Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D20289.php

von Landenberg

Ursprünglich aus dem Zürcher Tösstal stammendes, ritteradliges Geschlecht, dessen umfangreicher Besitz sich ab dem ausgehenden 13. Jh. über die ganze Ostschweiz verteilte. Die Herkunft der in Süddeutschland bis in die Gegenwart bestehenden Fam. ist unklar. Während die frühere Historiografie den ersten Träger des Namens, den 1209 genannten Beringer, auf die 1177-93 belegten Meier von Turbenthal zurückführte (Hans Kläui), vermutet die jüngere Forschung auch einen Zusammenhang mit den vvon Bichelsee oder den um 1250 verschwindenden Reichsministerialen von Liebenberg (Roger Sablonier). Wahrscheinlich bildeten die in der 1. Hälfte des 13. Jh. auftretenden L. weniger einen über die agnat. Verwandtschaft definierten, als einen über den gemeinsamen Besitz bzw. die Funktion innerhalb des sankt-gall. Hofverbands von Turbenthal gebildeten Adelsverband. Die Erstellung einer Genealogie bereitet für die Zeit vor 1300 grosse Schwierigkeiten, weil kaum Stammbäume überliefert sind.
Bis Mitte des 13. Jh. bewegten sich die L. geschickt an der Schnittstelle verschiedener ostschweiz. Herrschaftsträger, indem sie im Umfeld der Äbte von St. Gallen, der Bf. von Konstanz, der Gf. von Kyburg und der Gf. von Rapperswil immer wieder als Zeugen auftraten. Die Grundlage für ihren Erfolg im 14. und 15. Jh. legten sie um 1260/70. Durch gezielte Heiratspolitik verbanden sie sich mit kleinen Nobilesgeschlechtern der Region, so mit den von Freienstein, wahrscheinlich auch mit den von Toggwil, den von Hinwil und von Kempten, worauf sie diese beerben konnten. Anderseits stellten sie sich in den Dienst Habsburgs und investierten die Erträge aus Ämtern und aus Pfändern, mit denen sie entlöhnt wurden, konsequent in den Ausbau ihrer Herrschaft in ihrem Kerngebiet. Stellvertretend dafür steht Hermann II. ( -> 2), der sich ab 1282 im engsten Umfeld Hzg. Albrechts bewegte und als Marschall bis 1306 wichtige polit. und militär. Aufgaben übernahm. Den abgerundeten Besitz im Zürcher Oberland ergänzte er 1300 um den vorerst pfandweisen Erwerb der Herrschaft Greifensee mit Burg, Stadt und See von den Gf. von Habsburg-Rapperswil. Damit legte er eine der Grundlagen des Erfolgs, den die Fam. im 14. Jh. hatte. Bereits zu diesem Zeitpunkt gab es in der Ostschweiz kein anderes Geschlecht, das mehr habsburg. Pfänder besass als die L. Als sichtbares Zeichen einer gewachsenen Familientradition und ihres Standesbewusstseins teilten sich die L. zu dieser Zeit in die klar unterscheidbaren Zweige L.-Greifensee, Breitenlandenberg, Hohenlandenberg und vorübergehend Alt-L.
Der Hauptzweig setzte sich in Greifensee fest, während die beiden anderen Zweige ihren Besitz mit den neu erbauten Höhenburgen Breitenlandenberg (Gem. Turbenthal) und Hohenlandenberg (Gem. Wila) sicherten, daneben wohl aber auch über städt. Wohnnsitze verfügten. Der Zweig Alt-L. endete bereits 1315 mit Rudolf, der als Vogt von Kyburg ebenfalls über ein sehr hohes Einkommen im österr. Landesdienst verfügt hatte. Er starb wie sein Sohn Pantaleon bei Morgarten. Die Burg Alt-L. (Gem. Bauma) fiel als Lehen an das Kloster St. Gallen zurück und gelangte erst Mitte des Jahrhunderts wieder an die Breitenlandenberg. Bis Mitte des 14. Jh. baute die Fam. ihre Stellung weiter aus, insbesondere unter Hermann IV. ( -> 3), dem Sohn des vorgeenannten Hermann. Er liess sowohl seine Dienste als österr. Landvogt in Glarus, im Aargau, Thurgau, Elsass und im Schwarzwald als auch seine militär. Funktionen mit Pfändern vergüten. Allein 1354 schuldete ihm die österr. Herrschaft die gewaltige Summe von 22'000 Gulden, wofür er sich Pfänder zwischen dem Elsass und dem Glarnerland ausrichten liess. Das wertvollste von ihnen war die Burg, Stadt und das Amt Altkirch im Oberelsass, das über zehn Jahre im Besitz der Fam. blieb.
Ihre regionale Vormachtsstellung stützten die L. zu jener Zeit mit Heiratsbeziehungen zum Zürcher Stadtadel und zu dem im Umfeld der österr. Landesherrschaft stehenden Adel. Nach dem Tod Hermanns IV. gerieten seine Söhne in wirtschaftl. Bedrängnis und mussten einen Teil ihres Besitzes liquidieren, so 1364 die Burg und Herrschaft Alt-L., 1369 die Herrschaft Greifensee und die vor 1354 in ihren Besitz gelangte Burg und Herrschaft Alt-Regensberg (Gem. Regensdorf). Ursache der Schwierigkeiiten war v.a. die einseitige Ausrichtung der Fam. auf die österr. Landesherrschaft, die ihrerseits immer mehr mit strukturellen Problemen zu kämpfen hatte. Da es den Habsburgern nur begrenzt gelang, ihre Landesherrschaft zu verdichten, zogen sich die L. langsam nach Osten zurück. In dieser Situation suchten mehrere Vertreter der Fam. die Nähe der Städte, etwa indem sie sich ins Bürgerrecht von Zürich aufnehmen liessen. Schliesslich konnte die Fam. die Krise überwinden. Hauptsächlich den von Breitenlandenberg und Hohenlandenberg scheint der schwierige Schritt gelungen zu sein, ihre traditionelle, adelige Einkommensstruktur um neue Einkommensformen zu ergänzen. Ende des 14. Jh. gewährten sie beispielsweise den Städten Winterthuhur und Konstanz grössere Kredite. Ihre dominante Stellung innerhalb des Landadels hatte die Fam. jedoch verloren. Nach 1400 verlagerte sie - wohl auch auf Druck Zürichs und der Eidgenossen - den Schwerpunkt ihres Besitzes vom Zürcher Oberland in den heutigen Kt. Thurgau und an den Bodensee. Der Zweig Hohenlandenberg zog auf die 1385 erworbene Burg Wellenberg (Gem. Felben-Wellhausen), ab 1463 auch auf die Neuburg (Gem. Mammern) am Bodensee und nach deren Verkauf 1522 ins Breisgau und Elsass. Die Nachkommen des Zweigs L.-Greifensee lebten bis 1483 auf der Burg Sonnenberg (Gem. Stettfurt), danach bis zum Abgang des Zweigs 1572 zu Herblingen. Die von Breitenlandenberg hatten bis 1409 die Herrschaft Güttingen und bis 1412 die Herrrschaft Hagenwil inne, 1439-1551 Schloss und Herrschaft Altenklingen bei Wigoltingen und von da an bis ins 18. Jh. die Schlösser Hardt und Salenstein am Untersee. Während der Appenzeller Kriege unterstützten die L. den Abt von St. Gallen und die Österreicher, weshalb die Appenzeller verschiedene ihrer Burgen zerstörten. Im Alten Zürichkrieg dagegen standen sie auf beiden Seiten. Nach der Eroberung des Thurgaus durch die Eidgenossen 1460 verloren sie weiter an polit. Einfluss, auch wenn sie weiterhin einige Niedergerichte innehatten und im Dreissigjährigen Krieg teilweise militär. Funktionen ausübten.
Versch. L. suchten deshalb ihr Glück im Elsass und im süddt. Raum. Die Kollaturrechte an den Kirchen Turbenthal, Wila, Weisslingen, Bäretswil und Pfäffikon im ehem. Kerngebiet im Zürcher Oberland wurden in den 1830-40er Jahren an den Kt. Zürich verkauft. Als letzter männl. Vertreter der Fam. in der Schweiz starb 1885 Hartmann Friedrich von Breitenlandenberg. Der Besitz der elsäss. Linie, die bereits im 16. Jh. durch Heirat in eine oberelsäss. Familie entstanden war, ging mit der Franz. Revolution verloren, worauf sich das Geschlecht in Südbaden ansiedelte. Die südbad. Linie und jene, die sich durch Heirat in der 2. Hälfte des 17. Jh. an der Mosel festsetzte, besteht bis in die Gegenwart.
 
von Landenberg-Breitenlandenberg, Ritter Beringer (I3492)
 
49953 Zitat aus: Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_Udo_I._(Nordmark)

Lothar Udo I.

(* nach 994; † 7. November 1057) war von 1036 bis 1057 Graf von Stade und ab 1056 Markgraf der Nordmark.

Leben
Lothar Udo war der einzige Sohn des Grafen Siegfried II. von Stade aus dem Hause der Udonen und der Adela von Alsleben, Tochter von Graf Gero von Alsleben. Er folgte dem Vater 1037 und wurde Graf von Stade und im Largau, Steiringgau, Schwabengau und Hochseegau und Vogt von Heeslingen und Alsleben. Der ursprüngliche Herrschaftsbereich der Grafen von Stade lag an der unteren Elbe um Harsefeld und Stade. Sie besaßen aber infolge einer Eheverbindung, die im 1. Drittel des 11. Jahrhunderts geschlossen wurde, auch im östlichen Sachsen Güter und Rechte.

Udo stand im Konflikt mit den Bremer Erzbischöfen Adalbrand und Adalbert wegen Vogtei- und Grafenrechten. Er erschlug 1052/53 seinen entfernten Vetter Ekbert von Elsdorf-Stade und beerbte ihn. Im Jahr 1044 wurde Wilhelm, Sohn des Grafen Bernhard II. von Haldensleben, neuer Markgraf der Nordmark. 1056, in der Schlacht bei Pritzlawa (Havelberg), wurde das sächsische Heer von den slawischen Lutizen vernichtend geschlagen. Dabei fiel Wilhelm, und Kaiser Heinrich III. belehnte Lothar Udo I. mit der Nordmark. Zusätzlich erbte er auch die Komitate und Vogteien des Hauses Haldensleben. Dieses Reichslehen in der sächsischen Nordmark stärkte die Stellung der Udonen in diesem Raum. Der sich gegen diese Entscheidung auflehnende Otto, Sohn Bernhards II., wurde von den Brunonen am 26. Juni 1057 bei Haus-Neindorf an der Selke erschlagen. Lothar Udo führte 1057 noch einen Rachefeldzug gegen die Liutizen.

Familie
Lothar Udo war verheiratet mit Adelheid, vermutlich eine Gräfin von Oeningen und Tochter des Grafen Kuno von Oeningen. Beider wohl einziges Kind war Lothar Udo II. 
von Stade (der Nordmark) (Udonen), Graf Lothar Udo I. (I21077)
 
49954 Zitat aus: Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Wizlaw_II. (Feb 2022)

Nachdem sein Vater, der in Dänemark an Kämpfen zwischen dem dänischen Königshaus und dem damaligen Erzbistum Lund auf Seiten der Kirche teilgenommen hatte, 1260 aus Rache von einer Frau erdolcht worden war, wurde Wizlaw regierender Fürst von Rügen.

Wizlaw II. unterhielt seit Beginn seiner Herrschaft gute Beziehungen zur Hansestadt Lübeck, deren Kaufleute er von Zollabgaben innerhalb seines Fürstentums befreit hatte, und erneuerte 1266 die bestehenden Handelsverträge. Der in seinem Herrschaftsbereich liegenden Stadt Stralsund kam er entgegen, indem er 1269 seiner von ihm in unmittelbarer Nähe Stralsunds errichteten Stadt Schadegard die Rechte entzog und die als Konkurrenz zu Stralsund gegründete Stadt aufgab.

Wahrscheinlich über Ansprüche auf das Heiratsgut seiner Mutter, einer Tochter des Herzogs Swantopolk II. von Pommerellen, gelangte er 1270 in den Pfandbesitz des Landes Schlawe. Möglicherweise im gleichen Jahr, spätestens aber 1271 gründete er Rügenwalde. Er verkaufte 1277 jedoch seine Pfandrechte am Schlawer- und Rügenwalderland an die brandenburgischen Markgrafen Johann II., Otto IV. und Konrad I., nachdem er bereits um 1275 von Herzog Mestwin II. aus diesen Ländern verdrängt worden war.

Am 13. Juni 1283 beschlossen die Städte Lübeck, Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald, Stettin, Demmin, Anklam zusammen mit dem Herzog Johann I. von Sachsen-Lauenburg, den mecklenburgischen Herzögen, Bogislaw IV. von Pommern und Wizlaw II. von Rügen das Rostocker Landfriedensbündnis. Dieses Bündnis war deutlich gegen Brandenburg gerichtet.

1283 erhielt Wizlaw II. durch den deutschen König Rudolf I. von Habsburg sein Land als deutsches Lehen, die Urkunde bezog sich wahrscheinlich nur auf den festländischen Teil. Das rügisch-dänische Lehensverhältnis blieb weiter bestehen, wie die regelmäßige Teilnahme Wizlaw II. an dänischen Hoftagen und seine Nennung als Zeuge in königlich-dänischen Urkunden zeigen. Unter anderem war er bei der Untersuchung des Mordes am dänischen König Erik Klipping anwesend.

1285 bestätigte er Tribsees das Stadtrecht. 1290 erhielt die Stadt Stralsund das Recht des Heringfangs auf Wittow und das Handelsmonopol auf der Insel Rügen, was in den nächsten Jahrhunderten die Entwicklung von Handel und Gewerbe, einschließlich des Getreidehandels erheblich behinderte. Greifswald erhielt 1288 die Saline und 1297 das Recht in Wieck an der Ryckmündung einen Hafen zu errichten. Er erweiterte die Besitzungen der im Fürstentum gelegenen Klöster Eldena und Neuenkamp.

In einem Vertrag vom 12. März 1289 (oder 1292) mit den Markgrafen von Brandenburg verfolgte er das Ziel nach dem erwarteten Tode des Herzogs Mestwin II. Pommerellen zwischen Brandenburg und Rügen zu teilen. Das Vorhaben scheiterte wegen der Hinwendung Mestwins II. zu seinen großpolnischen Nachbarn.

Wizlaw II. war am 29. September 1302 beim Treffen des norwegischen Königs Håkon V. mit dem schwedischen König Birger, dessen Bruder, Herzog Erik, und dem dänischen Grafen Jacob von Halland anwesend. Das Treffen fand in Solberga, nördlich des heutigen Göteborg statt. Im selben Jahr, möglicherweise unmittelbar nach dem Treffen reiste Wizlaw II. nach Norwegen, wo er in Oslo mit seiner Tochter[1] Euphemia, seiner Tochter Sofia, seinen Söhnen Wizlaw und Sambor sowie weiteren Verwandten Weihnachten feierte. Während der Feier erkrankte er und sah sich veranlasst, am 27. Dezember sein Testament zu errichten. Er starb zwei Tage später und wurde in Oslo beigesetzt.

Gebeine Wizlaws II.
Die Grablege Wizlaws II. befand sich in der Osloer Marienkirche. Diese wurde im 16. Jahrhundert durch Brand und Plünderung zerstört. Erst 1868 wurden die Reste des Gebäudes wiederentdeckt. Bei archäologischen Ausgrabungen wurden im Bereich des Chorers drei Gräber entdeckt. In einem befand sich das Skelett eines älteren Mannes, den man wegen eines Fingerrings für einen Geistlichen hielt. Es wurde als der Prälat in die anthropologische Sammlung des Anatomischen Instituts der Universität Christiania eingereiht. Heute wird davon ausgegangen, dass es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um die Gebeine Wizlaws II. handelt, denn dieser war der einzige in Norwegen begrabene ausländische Fürst.

Aus Messungen der Röhrenknochenlängen wurde eine Körpergröße von 183 cm abgeleitet, zu Wizlaws II. Lebenszeit ungewöhnlich groß. Die Person war sehr muskulös, insbesondere die zum Laufen benötigte Muskulatur war wahrscheinlich stark entwickelt. Weitere Merkmale, wie Kalkablagerungen, legen die Vermutung nahe, das Wizlaw sich vor allem zu Fuß fortbewegte und nur wenig geritten ist. Spuren zweier Entzündungen an den Beinknochen sind wahrscheinlich auf stumpfe Schläge zurückzuführen, scheinen die Person jedoch kaum beeinträchtigt zu haben. Harris-Linien, die bei Röntgenaufnahmen der Schienbeine entdeckt wurden, deuten auf zwei Krankheitsperioden mit Immobilität im 15. und 16. Lebensjahr hin, über die nichts weiteres bekannt ist.

Bei den Ausgrabungen 1868 wurden außerdem Reste einer Grabplatte aus Messing gefunden, auf der noch das Gesicht eines Mannes mit Vollbart und lockigem Haar erkennbar ist. Auffallend ist die Ähnlichkeit mit einer in der Nikolaikirche in Stralsund für Albrecht Hövener angebrachten Grabplatte aus dem Jahr 1357. Ein Stück der Grabplatte zeigt die Abbildung einer Kettenrüstung, die zu dieser Zeit nur von Fürsten und Adeligen getragen wurden. 
von Rügen, Fürst Wizlaw II. (I11116)
 
49955 Zitat aus: Das Wappen des Stammes A, schwarze Linie ist von Schwarz und Silber geviert, das der weißen Linie ist von Silber und Schwarz geviert. Auf dem Helm sind zwei von Schwarz und Silber übereck geteilte Büffelhörner. Die Helmdecken sind schwarz-silbern.

Boyneburg oder Boineburg (auch Bemmel(s)berg, Bemmel(s)burg, Bömmel(s)berg, Bömeneburg, Boemelburg oder Boyneburgk) ist der Name eines ursprünglich niederhessisch-thüringischen Adelsgeschlechts, welches sich bis nach Dänemark, Holstein, Westfalen, in die Niederlande, Belgien, Rheinland, Süddeutschland und Österreich-Ungarn ausbreitete.

Die Familie ist Teil der Althessischen Ritterschaft und Teil der Reichsritterschaft Rhön-Werra. Der (erloschene) Zweig der Freiherren von Boyneburg-Bömelberg erlangte reichsunmittelbare Herrschaften in Oberschwaben und Westfalen, die 1806 mediatisiert wurden.

Der namensgebende Stammsitz der Herren von Boyneburg, Reichsfreiherren von Boineburg und Reichsgrafen und Edlen Herren zu Boineburg und Lengsfeld war die gleichnamige Reichsburg Boyneburg (auch Bomeneburg). Ihre Ruine steht auf einem Höhenrücken im Ringgau zwischen Eschwege und Sontra. Dort findet alljährlich zum Himmelfahrtstage die Brot- und Speckspende der Familie von Boyneburgk statt, in der die ehemaligen Dörfer des Gerichts Boyneburg im Rahmen eines Gottesdienstes an der im Jahre 1188 geweihten Burgkapelle (Kirchenpatrone: Gottesmutter und heiliger Petrus) und anschließender Brotverteilung auf dem Burgberg versammelt werden.

Geschichte
Herkunft
Mit der Boyneburg waren zunächst die Grafen von Northeim belehnt, von denen sich Siegfried III. von Boyneburg († 1123) und sein Sohn Siegfried IV. von Boyneburg († 1144) auch nach der Burg benannten. Nach des Letzteren Tod und dem Aussterben der Northeimer Grafen wurde die Burg im Jahre 1144 zur Reichsburg und diente mehrmals als kaiserlicher Aufenthaltsort. Der Kaiser setzte Reichsministerialen als Burgherren auf der Boyneburg ein, die aus verschiedenen Geschlechtern stammten.

Im Jahr 1292 sollten sie dann unter die Oberhoheit der hessischen Landgrafen gestellt werden, als König Adolf von Nassau die Burg und die nahe Stadt Eschwege Heinrich I. von Hessen als Reichslehen übertrug, damit dieser überhaupt zum Reichsfürsten erhoben werden konnte, wozu eine Reichsburg Voraussetzung war. Dagegen wehrte sich die Familie von Boyneburg über mehrere Generationen lang mit allen Mitteln, um ihren reichsunmittelbaren Status durchzusetzen und zu verteidigen. Erst 168 Jahre später, im Jahr 1460, akzeptierte das Burgmannengeschlecht mit dem gevierten Schild, das erstmals urkundlich 1120 mit Bobbo de Bomeneburg erscheint und sich fortan von Boyneburg nannte, die Oberherrschaft des Landgrafen Ludwig II. von Hessen und wurde mit der Burg als Erblehen beliehen. Dabei erstritten sich die Adeligen neben den Sonderrechten für das Gericht Boyneburg mit 19 Ortschaften, ein besonderes, sehr seltenes Zugeständnis des römisch-deutschen Kaisers: Sollte die Generationenfolge mangels männlicher Nachkommen nicht patrilinear fortgeführt werden können, konnten die drei Familien von Boyneburg die zur Stammburg gehörigen Güter und Rechte auch an ihre Töchter vererben.

War die Boyneburg im 12. Jahrhundert vermutlich fast ohne allodiales Zubehör in den Besitz des Reiches gekommen, so waren die Boyneburger angesichts der zunehmenden Schwäche der übergeordneten Reichsgewalt und vor allem während des Interregnums im 13. Jahrhundert offenbar darum bemüht, etwaige Lehen in Allode umzuwandeln. Ihr zur Burg gehörendes Dienstgut betrachteten sie ebenfalls als erblichen Eigenbesitz, was mit dem Aufstieg der Ministerialen in den niederen Adel einherging.

Ab Mitte des 15. Jahrhunderts verließen die verschiedenen Zweige des Geschlechts ihre Burgsitze auf der Boyneburg und zogen auf ihre im Tal gelegenen Besitzungen. In den Tälern rund um den Burgberg von Boyneburg befinden sich im Westen Wichmannshausen und östlich des Bergs das Gut Harmuthshausen, ferner nahebei Grandenborn, das im 16. Jahrhundert in den Besitz der Familie kam.

Nachdem im Jahre 1757 auf dem Gutshof in Wichmannshausen ein neues Herrenhaus errichtet worden war, wurde der bisherige Wohnsitz des Wichmannshausener Zweigs als das Alte Boyneburger Schloss bezeichnet. Da der Familienstamm Boyneburg-Honstein im Jahre 1792 und der Stamm Boyneburg-Bischhausen und Laudenbach im Jahre 1803 in der männlichen Linie erloschen, fiel deren Allodialbesitz an die allein weiterbestehende Linie Boyneburg auf Stedtfeld und Wichmannshausen, die somit Alleinbesitzer nicht nur der inzwischen zur Ruine gewordenen Boyneburg, sondern auch der ausgedehnten Waldungen im Werragebiet wurde. Das Hofgut in Wichmannshausen mit dem Alten Boyneburger Schloss wurde 1803 hessische Staatsdomäne, aber das Vorwerk „Datterpfeife“ blieb Boyneburg’scher Besitz. Die Familie lebte ab diesem Jahr auf diesem nunmehr Gut Boyneburgk genannten Hof, baute sich dann aber etwa 150 m südlich der Wirtschaftsgebäude das Schloss Boyneburgk. Die Ruine der Boyneburg gehört bis heute dem Stamm „Boyneburgk-Stedtfeld“.

Die Größe des späteren Gerichtsbezirks und die Tatsache, dass die sich nunmehr als Adelige verstehenden Boyneburg für den Bau des bei Markershausen liegenden Brandenfels, spätere Stammburg der Treusch von Buttlar, um 1250 verantwortlich zeichneten, deuten darauf hin, dass der ursprüngliche Reichsbesitz in der Umgebung der Boyneburg einen beträchtlichen Umfang hatte. Die Herren von Buttlar tauchten erst 1323 als anteilige Inhaber der Burg auf. Offenbar gehörten die von Boyneburg zu der Art herausragender Ministerialen, die schon bis Ende des 12. Jahrhunderts faktisch selbstständig geworden waren, eigene Herrschaften bildeten und dabei mit den Herren von Buttlar ein eigenes Gefolge hinter sich brachten. Die enge, abhängige Verbindung der später Treusch von Buttlar genannten Adelsfamilie zu den Boyneburg wird bei Durchsicht von auf dem Brandenfels unterzeichneten Urkunden deutlich. Die ersten Herren der Burg Brandenfels waren zweifelsohne die Boyneburg (wenn auch möglicherweise zusammen mit den Herren von Treffurt), die auch ausdrücklich als Burgmannen der Boyneburg bezeichnet wurden. 1389 schließlich verkauften die Boyneburg-Hohenstein die Orte Unhausen, Markershausen, Nesselröden und Breitzbach an die Treusch von Buttlar. Diese Orte bildeten das Kernterritorium der buttlarschen Herrschaft.

Trotz formaler Unterordnung unter die Landgrafschaft Hessen bzw. Landgrafschaft Hessen-Kassel mit der Annahme hessischer Lehenbriefe 1460 war das „Gericht Boyneburg“ mit seinen 19 Ortschaften bis zum Dreißigjährigen Krieg ein teilautonomes Herrschaftsgebiet, ehe die Kriegsfolgen die Boyneburg dazu zwangen, ihr Gebiet rechtlich wie faktisch dem Landgrafen zu unterstellen.

1570 verweigerten die Lehnsleute derer von Boyneburg in Heringen und Leimbach Sterbefallabgaben an die Ritteradeligen zu leisten. Daraufhin wandten sich die von Boyneburg an den Amtsvogt von Friedewald, der die Auskunft erteilte, dass diese Abgabe in der Landgrafschaft Hessen abgeschafft sei. Mit dem Bemerken, „es könne doch nicht der Wille ihres Herrn sein, den armen Gesellen vom Adel an ihren hergebrachten Rechten durch einen solchen Befehl Abbruch zu tun“, wandten sich die hessischen Ritter von Boyneburg direkt an den Landgrafen. Wilhelm der Weise bestätigte in seiner Antwort die Auskunft des Vogts und verwies drauf, dass sein Vater Philipp der Großmütige den Sterbefall abgeschafft habe. Die Lehnsleute sollten nicht verpflichtet sein, das Besthaupt zu geben. Solch übermäßigen Beschwernisse könne er seinen Untertanen als Landesherr nicht zumuten, führte der Landgraf aus. Wenn es aber so wäre, dass diese Abgaben zu entrichten seien, kämen sie sowieso ihm, dem Landesfürsten zu, heißt es weiter in dem landgräflichen Schreiben an die von Boyneburg.

Linienbildung
Unterschieden werden konnten zunächst die zur „weißen Fahne“ (nach ihrem silber-schwarz geviertelten Wappen) gehörigen Stämme von denen der „schwarzen Fahne (schwarz-silber geviertelt).“

Schwarze Fahne
Die zur schwarzen Fahne gehörigen Boyneburg zu Wildeck und später zu Gerstungen waren weder im Besitz noch im Umkreis der Stammburg geblieben. Wildeck kam 1337 als geteiltes fuldisches Lehen in den Besitz derer von Boyneburg und derer von Trott. Mitte des 14. Jahrhunderts wurde vom Hochstift Fulda das Amt Gerstungen geschaffen, das ab 1402 pfandweise, letztlich jedoch dauerhaft an die Landgrafen von Thüringen und in deren Folge an das Herzogtum Sachsen-Eisenach ging. Nach und nach erwarb die Familie von Boyneburgk die dortigen Besitzungen. Das Schloss Gerstungen wurde im 17. und 18. Jahrhundert auf den Grundmauern der Wasserburg errichtet.

Aus dieser Familie stammte Ludwig I. von Boyneburg zu Lengsfeld (* 1466; † 1537), hessischer Hofrichter und von 1509 bis zu seinem Sturz 1514 Statthalter und vormundschaftlicher Regent (für den minderjährigen Philipp I.) des ständischen Regiments gegen Landgräfin Anna. Ludwig begründete sowohl den auf Altenburg an der Eder beheimateten Familienzweig als auch die Linie zu Lengsfeld und Weilar auf Hennebergisch-Frankensteinischem Gebiet, die mit dem Namen von Boineburg-Lengsfeld 1911 als Freiherren anerkannt wurde. Ludwig hatte 1527 von seinem einstigen Mündel, dem Landgrafen Philipp I., die Anwartschaft auf Schloss und Rittergut Altenburg, sowie Böddiger, Maden, Rhünda etc. erhalten, als Wiedergutmachung für die durch seine Mutter verursachten Beleidigungen, Vermögens- und Ertragsverluste. Aufgrund dessen ging der Besitz 1537 an seinen Sohn Ludwig (III.) von Boyneburg über.[6] 1540 wurde die Altenburg von dessen Halbbruder und Vormund Georg, Doktor beider Rechte (verhandelte für den Landgrafen mit Thomas Cromwell und Heinrich VIII. von England) teilweise neu aufgebaut. Nach mehrfacher Zerstörung und Wiederaufbau der Burg und deren allmählichem Verfall wurde 1721 ein Herrenhaus am Fuß des Burgberges errichtet. Der Wehrmachtsgeneral Hans Freiherr von Boineburg-Lengsfeld lebte dort bis 1980.

Die reichsunmittelbare Herrschaft Lengsfeld war 1523 durch Ludwigs Gemahlin in die Familie gelangt. Die einzelnen Teile der Burg Lengsfeld und die im Umland in Weilar, Gehaus und anderen Orten vorhandenen Wirtschaftshöfe und Schlösser wurden bei jedem Erbgang auf die Familienzweige verteilt; diese bildeten innerhalb der Burg eine Ganerbschaft.

Freiherr Johann Christian von Boyneburg zu Dietzenbach und Breidenbach, Reichsrichter, kurmainzischer Geheimer Rat und Oberhofmarschall, wurde von Kaiser Leopold I. in einem Privileg vom 1. September 1653 das erbliche Große Palatinat verliehen, welches seither der Familie anhaftet. (Hessisches Staatsarchiv Marburg, HStAM\Urk. 75\2391)

Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde das Schloss ab 1670 wieder aufgebaut. 1735 musste ein Teil der Herrschaft verkauft werden. Schloss Weilar entstand als barocker Neubau im 18. Jahrhundert auf den Grundmauern einer Wasserburg, deren vorgesetzter Treppenturm erhalten blieb. Das Obere Schloss Gehaus ließ Graf und Edler Herr Georg Philipp zu Boyneburg und Lengsfeld um 1715 erbauen. 1803 wurde durch den Reichsdeputationshauptschluss die reichsfreie Herrschaft Lengsfeld mit Lengsfeld, Gehaus und Weilar sowie den umliegenden Weilern mediatisiert und kam 1816 an das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach.

Der auf Lengsfeld, Weilar, Gehaus, Herda, Altenburg etc. ansässige Zweig wurde 1859 auf Grund einer hessischen Genehmigung zur Annahme des (an Seitenverwandte 1697 verliehenen, aber 1717 wieder ruhenden) Grafenstandes als Grafen und Edlen Herren zu Boineburg und Lengsfeld anerkannt. 1944 starb mit dem Tode von Sigismund Graf und Edler Herr zu Boineburg und Lengsfeld (1925–1944) die gräfliche Linie im Mannesstamm aus. Seit dem Tod der Gräfin und Edlen Herrin Siri zu Boineburg und Lengsfeld am 19. März 1976 ruht der gräfliche Titel. Die Güter Lengsfeld, Weilar, Gehaus, Herda etc. wurden 1945 durch die Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone enteignet, die Kunstschätze von der jeweiligen dörflichen Bevölkerung geplündert und nur zum Teil die wertvollen Bibliotheken aus den Schlössern der Familie in das Schloss Friedenstein nach Gotha verschleppt. Lediglich die hessische Altenburg bei Felsberg verblieb im Besitz der Familie. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands konnten Teilbereiche des ehemals enteigneten Eigentums in Thüringen käuflich zurückerworben werden.

Weiße Fahne
Bei der „weißen Fahne“ ist eine klare Zuordnung und Trennung der verschiedenen Familien erst ab Anfang des 14. Jahrhunderts möglich. Diese Geschlechter waren die

von Boyneburg genannt Hohenstein,
von Boyneburg-Bischhausen und Laudenbach (die Jungen) sowie die
von Boyneburg-Stedtfeld (die Weißen).
1410 belehnte Bernhard I. von Braunschweig die Boyneburg-Hohenstein mit dem Dorf Jestädt sowie der dortigen Gerichtsbarkeit. Dazu gehörten die Orte Motzenrode und Neuerode sowie die Wüstungen Bettelsdorf, Dörrenhain und Dudenhusen. Der adlige Ort kam 1654 zum landgräflichen Amt Bischhausen. Walrab von Boyneburg-Hohenstein (1529–1572) ließ ab 1561 das Schloss Jestädt errichten. Die Herren von Boyneburg-Hohenstein behielten das Gericht Jestädt bis zu ihrem Aussterben 1792 als braunschweigisches Lehen, während sie das Halsgericht von der Landgrafschaft Hessen-Kassel zu Lehen trugen.

1446 verkaufte das Kloster Bursfelde den Ort Bischhausen an die Herren von Boyneburg, die ihn der Landgrafschaft Hessen zu Lehen auftrugen. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts entstand in Bischhausen der Junkerhof als Verwaltungshof der boyneburgischen Güter. 1650 erwarb Hessen zwei Drittel und 1805 den restlichen Anteil des Orts.

Hermann von Boyneburgk heiratete 1420 Adelheid Hovemeister von Dankmarshausen, durch die eine Hälfte der Gutsherrschaft Stedtfeld in seinen Besitz kam. Nach und nach kam die ganze Herrschaft nebst Nachbardörfern und Höfen in den Besitz der Familie. Um 1520 erhielt sie auch das Bergregal und baute im Bergwerk Zum schwarzen Brunnen Kupfer und Silber ab, welche sie ab 1535 in einer Schmelzhütte verhüttete. 1592 übergab Jobst von Boyneburg das Bergwerk an zwei Nürnberger Investoren zu Lehen. Die mittelalterliche Wasserburg wurde im Dreißigjährigen Krieg verwüstet, weshalb Hans Joost II. von Boyneburgk ab 1665 das Untere Schloss neu errichten ließ. Er erwarb 1663 auch das Gut Clausberg und besaß ferner das Gut Deubachshof, Schnepfenhof und Rangenhof. Das Hintere Schloss in Stedtfeld ersetzte im 18. Jahrhundert eine verfallene Burg. Im Jahr 1850 wurde die adelige Gerichtsherrschaft der Boyneburger aufgehoben. 1945 wurde der Besitz enteignet und im Rahmen der Bodenreform verteilt. Die Kunstschätze wurden von der dörflichen Bevölkerung geplündert. Nach der Vereinigung konnten auch hier Teilbereiche des ehemals enteigneten Eigentums in Thüringen käuflich zurückerworben werden.

Stamm Bömmelberg (Bemmelberg, Boemelburg, Bömelberg)
(Zur "weißen Fahne" gehörend)

1594 erwarb Konrad XI. von Bömmelberg auch Bemmelberg (von Boyneburgk – aus Bischhausen stammend), verheiratet mit einer Fugger und einer Schwarzenberg und Enkelsohn des Landsknechtsführers Konrad von Boyneburg (* 1494; † 1567), die in Oberschwaben gelegene reichsständische Herrschaft Erolzheim (sie wurde 1806 mediatisiert und kam zum Königreich Bayern, 1810 zum Königreich Württemberg). Nach dem Aussterben der Grafen von Limburg-Styrum-Gemen im Jahre 1800 fiel die westfälische Herrschaft Gemen mit Burg Gemen und Schloss Raesfeld, welche schon von Ermgart von Boyneburg-Bemmelsberg gen. Honstein als Regentin von Raesfeld beherrscht worden waren, im Erbgang an die Freiherren von (Boyneburg-)Bömmelberg in Erolzheim; sie wurde ebenfalls 1806 mediatisiert (an das Fürstentum Salm). Da von der Mediatisierung im Allgemeinen nur bis dato reichsunmittelbar regierende Fürsten und Grafen betroffen waren, stellen die Boyneburg-Bömmelberg mit ihren reichsständischen Herrschaften Erolzheim und Gemen den Sonderfall eines mediatisierten freiherrlichen Hauses dar.Dieser Zweig erlosch mit dem Tod Alois Sebastians, Freiherr von Bömmelberg, am 19. Juli 1826 im Mannesstamm. Bereits 1822 hatte er die Burg Gemen und das Schloss Raesfeld an die Freiherren von Landsberg-Velen verkauft. Seine einzige hinterlassene Tochter starb 1831. Die dem erolzheimer Familienzweig anhaftende Prätendentschaft der Reichsherrschaft Pinneberg Holstein ging damit auf die Stedtfelder Linie über. Die 1826 sofort lehensfällig gewordene Herrschaft Erolzheim ging für 200.000 fl. an den Augsburger Heinrich von Kiesow und 1830 an dessen Neffen Friedrich von Bernhard.

Der Stamm B des Geschlechts bildete sich um 1500 mit einem blau-silbern bzw. blau-gold gevierten Schild. Dieser Stamm kam durch den Fürstabt von Corvey Hermann von Boemelburg (Amtszeit von 1479 bis 1504) nach Westfalen. Diese „Boemelburg“ (auch „Bömelberg“) genannte Linie war unter anderem von 1490 bis 1914 in Maygadessen bei Höxter ansässig. Deren gewohnheitsrechtlich getragener Freiherrentitel fand 1845 preußische Anerkennung. 
von Boineburg und Lengsfeld, Freiin Maria Anna Sophia Johanna (I58105)
 
49956 Zitat aus: Der Staadhof, ein Bädergasthof mit mindestens 600 Jahren Tradition: http://projekt.thermalbaden.ch/fileadmin/user_upload/gasthof_staadhof.pdf

"Hof am Rey von altersher
Den Nam ich getragen hab'.
Conrad am Staad besitzt mich viel Jahr,
Darum ich Staadhof betittelt war.
„Staadhof“, nicht Stadthof heiss ich weil
Konrad am Staad hat besessen mich;
Conrad Am Staad und Salome Schwendin.
1470." 
am Stad, Konrad (I10731)
 
49957 Zitat aus: Die Herren von Eptingen
https://burg-witwald.jimdofree.com/geschichte/die-herren-von-eptingen/

Die Eptinger verfügten wohl bereits im 11. Jahrhundert im Raum des gleichnamigen Dorfes über eine eigene Grundherrschaft. Ob es sich bei Ihnen um eine sogenannte „edelfreie“ Familie handelte, die auch von Eptingen stammte - oder ob sie zur Urbarisierung der Jurahöhen von einer Hochadelsfamilie dorthin beordert wurden - ist unbekannt. Ihr erster schriftlich bezeugter Vertreter ist 1213 Gottfried von Eptingen. In der Folge treten die Eptinger als Dienstleute des Bischofs von Basel auf. Die Familie verfügte nicht nur über die Grundherrschaft in Eptingen und Oberdiegten, sondern auch über weitreichende Güter im Raum Rheinfelden, Bubendorf, Pratteln und dem Sundgau – wo sie noch weitere Burgen besass. In der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts teilte sie sich in die Pratteler Linie und in die Blochmonter Linie (Sundgau) auf. Die Eptinger pflegten enge Beziehungen zum Kloster Olsberg sowie zur Stadt Basel, wo sie im 16. Jahrhundert Ratsmitglieder und gar Bürgermeister waren. Die Eptinger starben erst 1854 aus. 
von Eptingen zu Madeln, Ritter Gottfried (I21890)
 
49958 Zitat aus: http://www.ballwil.ch/de/ueberballwilre/ueberballwil/geschichte/welcome.php?action=showinfo&info_id=117

"Die Ritter von Baldewile

Um 1210 erscheinen urkundlich die Ritter von Baldewile - sie nennen sich nach ihrem Wohnort, wo sie eine Burg und ein Kirchlein erbauen liessen. Sie waren Dienstleute der Grafen von Kyburg und Habsburg. Ihre Herrschaft umfasste nur einzelne Höfe im Weiler Ballwil. Das vornehme Rittergeschlecht existierte bis um 1380 mit sechs Generationen und etwa dreissig nachweisbaren Personen. Es gründete die 1275 erstmals erwähnte Kirche mit einer kleinen Pfarrei, die nur gerade den Weiler Ballwil umfasste. Das übrige heutige Gemeindegebiet gehörte bis um 1812 zur alten grossen Pfarrei Hochdorf. Bereits 1246 wird ein Leutpriester, Pfarrer zu Ballwil, genannt.

Dem Erdboden gleich

Das der heiligen Margaretha geweihte Kirchlein der Ritter und ihrer Untertanen verarmte zur Zeit der Auseinandersetzungen des Sempacherkrieges und nach dem Aussterben des Adelsgeschlechtes. Die kleine Pfarrei musste sich 1454 der Heilig-Kreuz-Kaplanei der Pfarrkirche Hochdorf anschliessen. Die Burg der Ritter ging an das Luzerner Patrizier-Geschlecht von Sonnenberg über, von denen ein Zweig im 15. Jahrhundert auf der Burg von Ballwil sass. Diese zerfiel im Laufe des 16. Jahrhunderts, später wird sie als Ruine erwähnt. 1849 wurden ihre Mauerreste und selbst der Burghügel abgetragen, so dass heute keine Spuren mehr sichtbar sind - einzig die Ortsbezeichnung Schloss erinnert noch an den Wohntum der Ritter von Baldewile. Das weisse Einhorn, ein Fabeltier, das Ballwil in seinem nach 1800 geschaffenen Wappen führt, war ein vielfach bezeugtes Siegel der Ballwiler Ritter." 
von Baldwil, Ritter Hartmann (I11273)
 
49959 Zitat aus: http://www.hinwil.ch/de/gemeinde/geschichte/welcome.php?action=showinfo&info_id=2381

Neben den Klöstern besass im Mittelalter vor allem der Adel ausgedehntere Güter und Rechte in der Gemeinde. Von sechs Rittergeschlechtern wissen wir, die hier auf ihren wohl eher kleinen Burgen hausten. Das schönste Zeugnis aus jener Zeit ist die Burgruine Bernegg, die 1924/25 ausgegraben und 1939 restauriert wurde. Daneben aber ist ausser ein paar Namen und Daten meist kaum mehr etwas erhalten von jenen Rittern von Ringwil, Hadlikon, Bernegg, Bossikon und (vielleicht) Landenberg. Besser steht es mit den Herren von Hinwil, deren Stammbaum sich vom Jahr 970 bis zu ihrem Aussterben 1588 fast lückenlos nachweisen lässt. Ihre Burg lag auf dem aussichtsreichen Hügel nordöstlich der Kirche; leider ist von ihr kein Stein mehr erhalten. Wie so manches andere Bauwerk wird sie späteren Geschlechtern zum eigenen Bauplatz gedient haben; dem Gerücht nach vor allem beim Kirchenneubau um 1450. 
von Hinwil, Hermann (I11287)
 
49960 Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D1899.php?topdf=1

Gachnang
Polit. Gem. TG (seit 1998), Bez. Frauenfeld, die neben G. die Dörfer Kefikon, Islikon, Niederwil mit den Weilern
Strass und Bethelhausen sowie Oberwil mit Rosenhuben umfasst. Die Ortsgemeinde G. bildete bis 1997 mit
denjenigen von Kefikon, Islikon, Niederwil, Oberwil und Gerlikon (heute Gem. Frauenfeld) die
Munizipalgemeinde G. 889 Kachanang; im Volksmund seit alters her Gochlingen. Ehem. Ortsgem.: 1870 343
Einw.; 1900 280; 1950 350; 1990 694. Ehem. Munizipalgem.: 1850 1'456 Einw.; 1900 1'368; 1950 1'694; 1990
3'038. Polit. Gem.: 2000 2'906 Einw.
Vom Egelsee (nördlich von Niederwil) stammen bedeutende urgeschichtl. Funde aus der Pfyner Kultur. 889
schenkte Kg. Arnulf seinem Getreuen Diethelm einen Hof in G. mit zehn herrschaftl. Huben. Ab dem 11. Jh.
befand sich G. im Besitz des Klosters Reichenau. Die Herren von G. verwalteten als Kyburger und später auch
Reichenauer Ministerialen die Herrschaft G. von ihrer abgegangenen Burg Alt-G. bzw. dem Meierhof
Meiersberg aus. 1417 kam die Herrschaft an die Herren von Schinen, die vor 1500 am heutigen Standort NeuG.
errichteten. 1562 gelangte sie an Kaspar Ludwig von Heidenheim, 1587 an Hektor von Beroldingen und
1623 ans Kloster Einsiedeln. Bei diesem blieb die niedere Gerichtsbarkeit bis 1798. Die älteste erhaltene
Offnung datiert von 1430.
Die Kirchgem. G. bestand wohl bereits vor 1000 und umfasste eine Reihe von Ortschaften auf Thurgauer und
Zürcher Gebiet, darunter bis 1651 bzw. 1874 auch die Filialen Ellikon an der Thur und Gerlikon. Der Bau der
Kirche erfolgte vor dem 13. Jh. Mitten durch die Pfarrgemeinde verlief ab 1427 die Hoheitsgrenze zwischen
den Grafschaften Kyburg und Thurgau (heute die Kantonsgrenze zwischen Zürich und Thurgau). 1528 trat die
ganze Gem. zur Reformation über. Im Gefolge des Gachnangerhandels von 1610 wurde die Pfarrei geteilt, und
die 1587 gebaute kath. Schlosskapelle wurde Pfarrkirche. Die Kollatur lag bei Reichenau bzw. beim Bf. von
Konstanz. Das von der Landwirtschaft geprägte Dorf dehnte sich lange nur wenig über die ma. Zentren um
Kirche und Schloss aus; erst seit der Mitte des 20. Jh. ist G. als typ. Wohngemeinde über die Tegelbachsenke
hinausgewachsen. Ab 1916 brachte die Mosterei das Schloss zu neuer Blüte.
Literatur
– W. Hofmann-Hess, Gesch. der Herrschaften G. und Kefikon-Islikon im Thurgau, 1945
– C. Herrmann, Das Gachnanger "alte Pfarrhaus" erzählt, 1991
Autorin/Autor: Peter Giger 
von Gachnang, Margareta (I12856)
 
49961 Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D1899.php?topdf=1

Gachnang
Polit. Gem. TG (seit 1998), Bez. Frauenfeld, die neben G. die Dörfer Kefikon, Islikon, Niederwil mit den Weilern
Strass und Bethelhausen sowie Oberwil mit Rosenhuben umfasst. Die Ortsgemeinde G. bildete bis 1997 mit
denjenigen von Kefikon, Islikon, Niederwil, Oberwil und Gerlikon (heute Gem. Frauenfeld) die
Munizipalgemeinde G. 889 Kachanang; im Volksmund seit alters her Gochlingen. Ehem. Ortsgem.: 1870 343
Einw.; 1900 280; 1950 350; 1990 694. Ehem. Munizipalgem.: 1850 1'456 Einw.; 1900 1'368; 1950 1'694; 1990
3'038. Polit. Gem.: 2000 2'906 Einw.
Vom Egelsee (nördlich von Niederwil) stammen bedeutende urgeschichtl. Funde aus der Pfyner Kultur. 889
schenkte Kg. Arnulf seinem Getreuen Diethelm einen Hof in G. mit zehn herrschaftl. Huben. Ab dem 11. Jh.
befand sich G. im Besitz des Klosters Reichenau. Die Herren von G. verwalteten als Kyburger und später auch
Reichenauer Ministerialen die Herrschaft G. von ihrer abgegangenen Burg Alt-G. bzw. dem Meierhof
Meiersberg aus. 1417 kam die Herrschaft an die Herren von Schinen, die vor 1500 am heutigen Standort NeuG.
errichteten. 1562 gelangte sie an Kaspar Ludwig von Heidenheim, 1587 an Hektor von Beroldingen und
1623 ans Kloster Einsiedeln. Bei diesem blieb die niedere Gerichtsbarkeit bis 1798. Die älteste erhaltene
Offnung datiert von 1430.
Die Kirchgem. G. bestand wohl bereits vor 1000 und umfasste eine Reihe von Ortschaften auf Thurgauer und
Zürcher Gebiet, darunter bis 1651 bzw. 1874 auch die Filialen Ellikon an der Thur und Gerlikon. Der Bau der
Kirche erfolgte vor dem 13. Jh. Mitten durch die Pfarrgemeinde verlief ab 1427 die Hoheitsgrenze zwischen
den Grafschaften Kyburg und Thurgau (heute die Kantonsgrenze zwischen Zürich und Thurgau). 1528 trat die
ganze Gem. zur Reformation über. Im Gefolge des Gachnangerhandels von 1610 wurde die Pfarrei geteilt, und
die 1587 gebaute kath. Schlosskapelle wurde Pfarrkirche. Die Kollatur lag bei Reichenau bzw. beim Bf. von
Konstanz. Das von der Landwirtschaft geprägte Dorf dehnte sich lange nur wenig über die ma. Zentren um
Kirche und Schloss aus; erst seit der Mitte des 20. Jh. ist G. als typ. Wohngemeinde über die Tegelbachsenke
hinausgewachsen. Ab 1916 brachte die Mosterei das Schloss zu neuer Blüte.
Literatur
– W. Hofmann-Hess, Gesch. der Herrschaften G. und Kefikon-Islikon im Thurgau, 1945
– C. Herrmann, Das Gachnanger "alte Pfarrhaus" erzählt, 1991
Autorin/Autor: Peter Giger 
von Gachnang, Barbara (I58413)
 
49962 Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D1899.php?topdf=1

Gachnang
Polit. Gem. TG (seit 1998), Bez. Frauenfeld, die neben G. die Dörfer Kefikon, Islikon, Niederwil mit den Weilern
Strass und Bethelhausen sowie Oberwil mit Rosenhuben umfasst. Die Ortsgemeinde G. bildete bis 1997 mit
denjenigen von Kefikon, Islikon, Niederwil, Oberwil und Gerlikon (heute Gem. Frauenfeld) die
Munizipalgemeinde G. 889 Kachanang; im Volksmund seit alters her Gochlingen. Ehem. Ortsgem.: 1870 343
Einw.; 1900 280; 1950 350; 1990 694. Ehem. Munizipalgem.: 1850 1'456 Einw.; 1900 1'368; 1950 1'694; 1990
3'038. Polit. Gem.: 2000 2'906 Einw.
Vom Egelsee (nördlich von Niederwil) stammen bedeutende urgeschichtl. Funde aus der Pfyner Kultur. 889
schenkte Kg. Arnulf seinem Getreuen Diethelm einen Hof in G. mit zehn herrschaftl. Huben. Ab dem 11. Jh.
befand sich G. im Besitz des Klosters Reichenau. Die Herren von G. verwalteten als Kyburger und später auch
Reichenauer Ministerialen die Herrschaft G. von ihrer abgegangenen Burg Alt-G. bzw. dem Meierhof
Meiersberg aus. 1417 kam die Herrschaft an die Herren von Schinen, die vor 1500 am heutigen Standort NeuG.
errichteten. 1562 gelangte sie an Kaspar Ludwig von Heidenheim, 1587 an Hektor von Beroldingen und
1623 ans Kloster Einsiedeln. Bei diesem blieb die niedere Gerichtsbarkeit bis 1798. Die älteste erhaltene
Offnung datiert von 1430.
Die Kirchgem. G. bestand wohl bereits vor 1000 und umfasste eine Reihe von Ortschaften auf Thurgauer und
Zürcher Gebiet, darunter bis 1651 bzw. 1874 auch die Filialen Ellikon an der Thur und Gerlikon. Der Bau der
Kirche erfolgte vor dem 13. Jh. Mitten durch die Pfarrgemeinde verlief ab 1427 die Hoheitsgrenze zwischen
den Grafschaften Kyburg und Thurgau (heute die Kantonsgrenze zwischen Zürich und Thurgau). 1528 trat die
ganze Gem. zur Reformation über. Im Gefolge des Gachnangerhandels von 1610 wurde die Pfarrei geteilt, und
die 1587 gebaute kath. Schlosskapelle wurde Pfarrkirche. Die Kollatur lag bei Reichenau bzw. beim Bf. von
Konstanz. Das von der Landwirtschaft geprägte Dorf dehnte sich lange nur wenig über die ma. Zentren um
Kirche und Schloss aus; erst seit der Mitte des 20. Jh. ist G. als typ. Wohngemeinde über die Tegelbachsenke
hinausgewachsen. Ab 1916 brachte die Mosterei das Schloss zu neuer Blüte.
Literatur
– W. Hofmann-Hess, Gesch. der Herrschaften G. und Kefikon-Islikon im Thurgau, 1945
– C. Herrmann, Das Gachnanger "alte Pfarrhaus" erzählt, 1991
Autorin/Autor: Peter Giger 
Gachnang, Katharina (I58548)
 
49963 Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D20052.php

Segesser von Brunegg [Segesser, von Segesser]
Ab Mitte des 13. Jh. bezeugtes aarg. Ministerialengeschlecht, das zuerst im Dienst der Kyburger, später der Habsburger stand und in der kyburg. Stadt Mellingen über Eigenbesitz verfügte. Burg und Herrschaft Brunegg kamen 1473 als bern. Lehen an die S., die damals bereits die Vogteirechte für Brunegg besassen. 1538 wurden die S. im Nachgang der Reformation dazu gedrängt, Brunegg an Bern zu übertragen, das daraufhin Burg und Herrschaft dem Landvogt von Lenzburg unterstellte. Über Erbschaften und Heiratsverbindungen mit landsässigem Adel im Aargau kamen die S. zu weiterem Besitz, v.a. im Reusstal, längerfristig in Mellingen, Aarau, Tägerig und im zuger. Steinhausen. Ab dem 15. Jh. waren sie Bürger in den Landstädten Aarau und Mellingen sowie in eidg. Städteorten, u.a. in Luzern, und verheirateten sich mit Töchtern städt. Notabelnfamilien. Bis ins 16. Jh. dominierten bei den S. ministeriale Ämter. Die damit verbundene Habsburgtreue brachte dem Geschlecht 1442 die Nobilitierung durch Friedrich III. ein. Später kamen die S. über ihre Zugehörigkeit zu den städt. Räten auch in kommunale Ämter und wurden mit der Verwaltung gemeiner Herrschaften betraut.

In Luzern etablierte sich eine Linie des Geschlechts im 16. und 17. Jh. im Kl. Rat und schliesslich als patriz. Geschlecht. Die Luzerner S. begründeten ihren Aufstieg durch das geschickte Ausnutzen von Sold- und Pensionenwesen. Als Kleinräte befehligten einige S. Kompanien in fremden Diensten und wurden zuweilen zu Rittern geschlagen. Sie verwalteten angesehene Luzerner Landvogteien wie Ruswil, Beromünster, Willisau, Rothenburg, Habsburg und Entlebuch und versahen begehrte städt. Ämter, etwa diejenigen des Bannerherrn, Schützenhauptmanns oder Schultheissen; ferner vertraten sie Luzerns Interessen als Gesandte. Von der Luzerner Linie, die bis ins 21. Jh. Nachfahren aufweist, spalteten sich Mitte 16. Jh. eine röm. und eine dt. Linie ab, von denen Erstere Anfang 17. Jh. erlosch, Letztere zu Beginn des 19. Jh. Alle Linien blieben nach der Reformation katholisch und wiesen viele Ordens- und Weltgeistliche auf, so Maria Franziska Hortensia ( -> 14) oder Franz ( -> 5). Zudem gehörten Vertreter der Fam. vermehrt Ritterorden an. Ein 1737 für den Fall des Erlöschens einer Linie gestiftetes Fideikommiss regelte den Güterrückfall innerhalb des Geschlechts und half den Besitzstand längerfristig zu wahren.

In Luzern kamen die S. mit der Restauration 1814 erneut in die Regierung. Fortan besetzten sie neben kant. auch eidg. Ämter, v.a. in Militärwesen und Justiz. Heinrich Viktor ( -> 8) zeichnete als Architekt für einige Luzerner Grossbauten verantwortlich. Ende 19. Jh. und Anfang 20. Jh. hielten Philipp Anton ( -> 16), Hans Albrecht (gestorben 1935) sowie Agnes ( -> 1) ihre Familiengeschichte historisch oder genealogisch fest.


Archive
– StALU, Fideikommissarchiv S.
Literatur
– Schweiz. Geschlechterbuch 2, 491-508, 831-833; 5, 570-575; 10, 497-504
– GHS 3, 191-232, 416-418 (mit Stammtaf.)
– K. Messmer, P. Hoppe, Luzerner Patriziat, 1976

Autorin/Autor: Tina Maurer

https://query-staatsarchiv.lu.ch/detail.aspx?ID=1041017

Segesser von Brunegg, Familie (Provenienz)

Seit 1250 nachweisbares aargauisches Ministerialgeschlecht. Alter Allodialbesitz in der Gegend von Mellingen deutet auf seinen freien Ursprung. Der ursprüngliche Name "Segenser" folgte der dialektischen Urformung. Durch Heiraten und Erbe kam im 13. Jahrhundert der ganze 1259 bezeugte Besitz der Elisabeth, Frau Ulrichs, kiburgischen Marschalls zu Mellingen, dann um 1275 von den Schenken von Brunegg die Vogtei Wolenschwyl, und zwischen 1295 und 1303 von den Herren von Iberg das Burghaus "Iberg" zu Mellingen an die Segesser. Von 1320-1588 war die Schultheissenwürde zu Mellingen in der Familie so gut wie erblich.
Nach der Eroberung des Aargau den Habsburgern true geblieben, wurden die Segesser am 26.09.1442 druch König Friederich III. auf dem Reichstag in Zürich zu freien, erblichen Reichsdienstmannen erhoben. Die drei Linien erwarben 1536, 1559 und 1566 in Luzern das Bürgerrecht. Dort traten die Luzerner- und die Römerlienie in die patrizische Regierung ein. Erstere gehörte ihr bis 1798 an und trat bei der Restauration 1814-1831 wieder in die Regierung ein. 
Segesser von Brunegg, Barbara (I1681)
 
49964 Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D20085.php

Ballwil, von
Kyburg.-habsburg. Ministerialengeschlecht, dessen Stammsitz am nördl. Ausgang des Dorfs B. im luzern. Seetal heute spurlos verschwunden ist. Die Ritter von B. (Baldwile) sind mit Hartmann I. 1210 in der Zeugenliste einer Engelberger Urkunde erstmals fassbar. Hartmann (II.), Sohn Hartmanns I., war 1270-71 Schultheiss von Solothurn. Walther (II.), ein Enkel Hartmanns I., fiel 1315 am Morgarten. Zwischen 1331 und 1355 war Hartmann (IV.) als Deutschordensritter Komtur zu Hitzkirch, Freiburg i.Br. und Köniz sowie Landkomtur von Lothringen. Auf enge Beziehungen zum Stift Beromünster weisen Jahrzeitbucheinträge und die Chorherren Johannes (I.), Peter und Johannes (II.) sowie der Wartner Markwart im Zeitraum von 1323 bis 1389 hin. 1343 trat Burkhart (II.) in das Kloster Muri ein. Beziehungen durch Heirat bestanden zu den Herren von Kienberg, Heidegg, Tannenfels und Rheinfelden. Mit Johannes (III.) starb das Geschlecht 1383 im Mannesstamm aus.


Literatur
– GHS 3, 280-287, (mit Stammtaf.)
– L. Meyer Das Chorherrenstift Beromünster (1313-1500), Liz. Zürich, 1987

Autorin/Autor: Anton Gössi 
von Baldwil, Ritter Hartmann (I11271)
 
49965 Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D20105.php

von Reinach

Mittelalterliche und frühneuzeitliche Adelsfamilie, die im Dienst der Kyburger und Habsburger stand und sich von den drei Stammburgen Untere Rinach (auch Alte Rinach, bei Burg AG), Obere Rinach (auch Neuere Rinach, bei Herlisberg) und Hintere Rinach (bei Rickenbach LU) aus verbreitete. Die Burgen und altes Allod deuten auf ihren ursprünglich freien Stand hin. Die 1210 erwähnten Brüder Arnold und Hesso von Rinach gelten als Stammväter der älteren bzw. jüngeren Linie. Die jüngere Linie auf der Oberen Rinach hatte das Lehen Beromünster inne, besass vor allem in Herlisberg und Retschwil Eigengüter und starb 1386 aus. Die ältere Linie auf der Unteren Rinach teilte sich in den Zweig der hinteren Reinach, aus dem die Linie Auenstein und Wildenstein hervorging, und in den Zweig der unteren Reinach, von dem der Zweig von Trostberg abstammte, der 1423 ausstarb. Nach dem Sempacherkrieg wurden 1386 die Stammburgen und 1389 Auenstein zerstört.

Die Reinach waren schon im 13. Jahrhundert im Gütererwerb erfolgreich, wie das Zinsrodel von 1295 von Ulrich I. von Reinach, Hessos Sohn, zeigt. Sie erwarben vor allem im Aargau und in Luzern Besitz, Twinge, Pfänder und Streugüter (Grundherrschaft), so um 1300 die Burgherrschaften Auenstein und Wildenstein, im 14. Jahrhundert Trostburg und Ende des 14. Jahrhunderts durch Heirat Bernau. Die Reinach waren in Zofingen, Bremgarten (AG), Brugg, Bern und Luzern verburgrechtet. Jakob von Rinach war Propst von Beromünster, Wernher III. von Reinach (1338-1383) ebendort Chorherr sowie Chorherr und Propst am Grossmünster in Zürich.

1415 huldigten die Reinach von Auenstein und Wildenstein Bern, mit dem sie bis ins 16. Jahrhundert in Verbindung standen. Gleichzeitig schufen sie sich in vorderösterreichischen Diensten eine Basis im Elsass, was unter anderem 1468 im Waldshuterkrieg zu Konflikten führte. Die Abwanderung dorthin zog sich bis ins 16. Jahrhundert. 1464 verkaufte die Familie die Stammtwinge um Rickenbach, 1465 Auenstein und Wildenstein, 1486 Trostburg mit dem Twing Rupperswil und 1543 Bernau. 1545 erfolgte der letzte Verkauf von Aargauer Rechten. Im Elsass und im Breisgau versahen die Reinach Vogt- und Statthalterstellen, erlangten die vorderösterreichische Ständeschaft und erwarben zahlreiche Vogteien und Herrschaften. Die Reinach bildeten dort sieben Zweige. 1550 wurde ein Reinach in den Freiherrenstand, 1635 die Familie in den Reichsfreiherrenstand erhoben, der 1773 von Ludwig XV. bestätigt wurde. 1718 wurde die Familie Reinach-Foussemagne in den französischen Grafenstand erhoben. Die Linien Steinbrunn und Hirzbach waren ab Ende des 15. Jahrhunderts am Domstift Basel präsent, etwa mit Johann Baptist von Reinach-Hirzbach, und besetzten in der frühen Neuzeit im Fürstbistum Basel wichtige Positionen, unter anderem mit Johann Konrad von Reinach-Hirzbach und Jakob Sigismund von Reinach-Steinbrunn als Fürstbischöfe sowie mit Hans Diebold von Reinach-Hirzbach als Berater. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts bestanden noch die elsässischen Linien Reinach-Hirzbach, die 1849 die Ruine der Oberen Rinach erworben hatte, und Reinach-Werth.

Version vom: 15.03.2017
Autorin/Autor: Waltraud Hörsch

 
von Reinach (Rinach), Ritter Arnold I. (I2921)
 
49966 Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D20105.php

von Reinach

Mittelalterliche und frühneuzeitliche Adelsfamilie, die im Dienst der Kyburger und Habsburger stand und sich von den drei Stammburgen Untere Rinach (auch Alte Rinach, bei Burg AG), Obere Rinach (auch Neuere Rinach, bei Herlisberg) und Hintere Rinach (bei Rickenbach LU) aus verbreitete. Die Burgen und altes Allod deuten auf ihren ursprünglich freien Stand hin. Die 1210 erwähnten Brüder Arnold und Hesso von Rinach gelten als Stammväter der älteren bzw. jüngeren Linie. Die jüngere Linie auf der Oberen Rinach hatte das Lehen Beromünster inne, besass vor allem in Herlisberg und Retschwil Eigengüter und starb 1386 aus. Die ältere Linie auf der Unteren Rinach teilte sich in den Zweig der hinteren Reinach, aus dem die Linie Auenstein und Wildenstein hervorging, und in den Zweig der unteren Reinach, von dem der Zweig von Trostberg abstammte, der 1423 ausstarb. Nach dem Sempacherkrieg wurden 1386 die Stammburgen und 1389 Auenstein zerstört.

Die Reinach waren schon im 13. Jahrhundert im Gütererwerb erfolgreich, wie das Zinsrodel von 1295 von Ulrich I. von Reinach, Hessos Sohn, zeigt. Sie erwarben vor allem im Aargau und in Luzern Besitz, Twinge, Pfänder und Streugüter (Grundherrschaft), so um 1300 die Burgherrschaften Auenstein und Wildenstein, im 14. Jahrhundert Trostburg und Ende des 14. Jahrhunderts durch Heirat Bernau. Die Reinach waren in Zofingen, Bremgarten (AG), Brugg, Bern und Luzern verburgrechtet. Jakob von Rinach war Propst von Beromünster, Wernher III. von Reinach (1338-1383) ebendort Chorherr sowie Chorherr und Propst am Grossmünster in Zürich.

1415 huldigten die Reinach von Auenstein und Wildenstein Bern, mit dem sie bis ins 16. Jahrhundert in Verbindung standen. Gleichzeitig schufen sie sich in vorderösterreichischen Diensten eine Basis im Elsass, was unter anderem 1468 im Waldshuterkrieg zu Konflikten führte. Die Abwanderung dorthin zog sich bis ins 16. Jahrhundert. 1464 verkaufte die Familie die Stammtwinge um Rickenbach, 1465 Auenstein und Wildenstein, 1486 Trostburg mit dem Twing Rupperswil und 1543 Bernau. 1545 erfolgte der letzte Verkauf von Aargauer Rechten. Im Elsass und im Breisgau versahen die Reinach Vogt- und Statthalterstellen, erlangten die vorderösterreichische Ständeschaft und erwarben zahlreiche Vogteien und Herrschaften. Die Reinach bildeten dort sieben Zweige. 1550 wurde ein Reinach in den Freiherrenstand, 1635 die Familie in den Reichsfreiherrenstand erhoben, der 1773 von Ludwig XV. bestätigt wurde. 1718 wurde die Familie Reinach-Foussemagne in den französischen Grafenstand erhoben. Die Linien Steinbrunn und Hirzbach waren ab Ende des 15. Jahrhunderts am Domstift Basel präsent, etwa mit Johann Baptist von Reinach-Hirzbach, und besetzten in der frühen Neuzeit im Fürstbistum Basel wichtige Positionen, unter anderem mit Johann Konrad von Reinach-Hirzbach und Jakob Sigismund von Reinach-Steinbrunn als Fürstbischöfe sowie mit Hans Diebold von Reinach-Hirzbach als Berater. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts bestanden noch die elsässischen Linien Reinach-Hirzbach, die 1849 die Ruine der Oberen Rinach erworben hatte, und Reinach-Werth.

Version vom: 15.03.2017
Autorin/Autor: Waltraud Hörsch 
von Reinach (Rinach), Ritter Hesso (I22397)
 
49967 Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D20105.php

von Reinach

Mittelalterliche und frühneuzeitliche Adelsfamilie, die im Dienst der Kyburger und Habsburger stand und sich von den drei Stammburgen Untere Rinach (auch Alte Rinach, bei Burg AG), Obere Rinach (auch Neuere Rinach, bei Herlisberg) und Hintere Rinach (bei Rickenbach LU) aus verbreitete. Die Burgen und altes Allod deuten auf ihren ursprünglich freien Stand hin. Die 1210 erwähnten Brüder Arnold und Hesso von Rinach gelten als Stammväter der älteren bzw. jüngeren Linie. Die jüngere Linie auf der Oberen Rinach hatte das Lehen Beromünster inne, besass vor allem in Herlisberg und Retschwil Eigengüter und starb 1386 aus. Die ältere Linie auf der Unteren Rinach teilte sich in den Zweig der hinteren Reinach, aus dem die Linie Auenstein und Wildenstein hervorging, und in den Zweig der unteren Reinach, von dem der Zweig von Trostberg abstammte, der 1423 ausstarb. Nach dem Sempacherkrieg wurden 1386 die Stammburgen und 1389 Auenstein zerstört.

Die Reinach waren schon im 13. Jahrhundert im Gütererwerb erfolgreich, wie das Zinsrodel von 1295 von Ulrich I. von Reinach, Hessos Sohn, zeigt. Sie erwarben vor allem im Aargau und in Luzern Besitz, Twinge, Pfänder und Streugüter (Grundherrschaft), so um 1300 die Burgherrschaften Auenstein und Wildenstein, im 14. Jahrhundert Trostburg und Ende des 14. Jahrhunderts durch Heirat Bernau. Die Reinach waren in Zofingen, Bremgarten (AG), Brugg, Bern und Luzern verburgrechtet. Jakob von Rinach war Propst von Beromünster, Wernher III. von Reinach (1338-1383) ebendort Chorherr sowie Chorherr und Propst am Grossmünster in Zürich.

1415 huldigten die Reinach von Auenstein und Wildenstein Bern, mit dem sie bis ins 16. Jahrhundert in Verbindung standen. Gleichzeitig schufen sie sich in vorderösterreichischen Diensten eine Basis im Elsass, was unter anderem 1468 im Waldshuterkrieg zu Konflikten führte. Die Abwanderung dorthin zog sich bis ins 16. Jahrhundert. 1464 verkaufte die Familie die Stammtwinge um Rickenbach, 1465 Auenstein und Wildenstein, 1486 Trostburg mit dem Twing Rupperswil und 1543 Bernau. 1545 erfolgte der letzte Verkauf von Aargauer Rechten. Im Elsass und im Breisgau versahen die Reinach Vogt- und Statthalterstellen, erlangten die vorderösterreichische Ständeschaft und erwarben zahlreiche Vogteien und Herrschaften. Die Reinach bildeten dort sieben Zweige. 1550 wurde ein Reinach in den Freiherrenstand, 1635 die Familie in den Reichsfreiherrenstand erhoben, der 1773 von Ludwig XV. bestätigt wurde. 1718 wurde die Familie Reinach-Foussemagne in den französischen Grafenstand erhoben. Die Linien Steinbrunn und Hirzbach waren ab Ende des 15. Jahrhunderts am Domstift Basel präsent, etwa mit Johann Baptist von Reinach-Hirzbach, und besetzten in der frühen Neuzeit im Fürstbistum Basel wichtige Positionen, unter anderem mit Johann Konrad von Reinach-Hirzbach und Jakob Sigismund von Reinach-Steinbrunn als Fürstbischöfe sowie mit Hans Diebold von Reinach-Hirzbach als Berater. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts bestanden noch die elsässischen Linien Reinach-Hirzbach, die 1849 die Ruine der Oberen Rinach erworben hatte, und Reinach-Werth.

Version vom: 15.03.2017
Autorin/Autor: Waltraud Hörsch 
von Reinach (Rinach), Ritter Kuno (I57963)
 
49968 Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D20105.php

von Reinach

Mittelalterliche und frühneuzeitliche Adelsfamilie, die im Dienst der Kyburger und Habsburger stand und sich von den drei Stammburgen Untere Rinach (auch Alte Rinach, bei Burg AG), Obere Rinach (auch Neuere Rinach, bei Herlisberg) und Hintere Rinach (bei Rickenbach LU) aus verbreitete. Die Burgen und altes Allod deuten auf ihren ursprünglich freien Stand hin. Die 1210 erwähnten Brüder Arnold und Hesso von Rinach gelten als Stammväter der älteren bzw. jüngeren Linie. Die jüngere Linie auf der Oberen Rinach hatte das Lehen Beromünster inne, besass vor allem in Herlisberg und Retschwil Eigengüter und starb 1386 aus. Die ältere Linie auf der Unteren Rinach teilte sich in den Zweig der hinteren Reinach, aus dem die Linie Auenstein und Wildenstein hervorging, und in den Zweig der unteren Reinach, von dem der Zweig von Trostberg abstammte, der 1423 ausstarb. Nach dem Sempacherkrieg wurden 1386 die Stammburgen und 1389 Auenstein zerstört.

Die Reinach waren schon im 13. Jahrhundert im Gütererwerb erfolgreich, wie das Zinsrodel von 1295 von Ulrich I. von Reinach, Hessos Sohn, zeigt. Sie erwarben vor allem im Aargau und in Luzern Besitz, Twinge, Pfänder und Streugüter (Grundherrschaft), so um 1300 die Burgherrschaften Auenstein und Wildenstein, im 14. Jahrhundert Trostburg und Ende des 14. Jahrhunderts durch Heirat Bernau. Die Reinach waren in Zofingen, Bremgarten (AG), Brugg, Bern und Luzern verburgrechtet. Jakob von Rinach war Propst von Beromünster, Wernher III. von Reinach (1338-1383) ebendort Chorherr sowie Chorherr und Propst am Grossmünster in Zürich.

1415 huldigten die Reinach von Auenstein und Wildenstein Bern, mit dem sie bis ins 16. Jahrhundert in Verbindung standen. Gleichzeitig schufen sie sich in vorderösterreichischen Diensten eine Basis im Elsass, was unter anderem 1468 im Waldshuterkrieg zu Konflikten führte. Die Abwanderung dorthin zog sich bis ins 16. Jahrhundert. 1464 verkaufte die Familie die Stammtwinge um Rickenbach, 1465 Auenstein und Wildenstein, 1486 Trostburg mit dem Twing Rupperswil und 1543 Bernau. 1545 erfolgte der letzte Verkauf von Aargauer Rechten. Im Elsass und im Breisgau versahen die Reinach Vogt- und Statthalterstellen, erlangten die vorderösterreichische Ständeschaft und erwarben zahlreiche Vogteien und Herrschaften. Die Reinach bildeten dort sieben Zweige. 1550 wurde ein Reinach in den Freiherrenstand, 1635 die Familie in den Reichsfreiherrenstand erhoben, der 1773 von Ludwig XV. bestätigt wurde. 1718 wurde die Familie Reinach-Foussemagne in den französischen Grafenstand erhoben. Die Linien Steinbrunn und Hirzbach waren ab Ende des 15. Jahrhunderts am Domstift Basel präsent, etwa mit Johann Baptist von Reinach-Hirzbach, und besetzten in der frühen Neuzeit im Fürstbistum Basel wichtige Positionen, unter anderem mit Johann Konrad von Reinach-Hirzbach und Jakob Sigismund von Reinach-Steinbrunn als Fürstbischöfe sowie mit Hans Diebold von Reinach-Hirzbach als Berater. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts bestanden noch die elsässischen Linien Reinach-Hirzbach, die 1849 die Ruine der Oberen Rinach erworben hatte, und Reinach-Werth.

Version vom: 15.03.2017
Autorin/Autor: Waltraud Hörsch 
von Reinach (Rinach), Helena (I57965)
 
49969 Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D23334.php

Brümsi

Alteingesessenes Bürgergeschlecht Schaffhausens, welches in den Niederadel aufstieg und die Ritterfähigkeit erwarb. Früh spaltete sich die Fam. in drei Stämme auf: B. (auch "die Morharten" genannt), (B.) Am Stad und (B.) Im Thurn. Die B. waren eine angesehene Fam. mit grossem Besitz in der Umgebung Schaffhausens (Altenklingen, Herblingen, Schleitheim). Als frühester Vertreter wird 1239 ein Eberhardus dictus B. erwähnt. Weiter traten 1251 ein Hainricus und 1258 ein Konrad als Zeugen auf. Einzelne Familienmitglieder waren in der städt. Verwaltung Schaffhausens tätig. Einige Angehörige der Fam. standen im 14. Jh. auch in österr. Diensten. Nachdem die B. 1537 Schloss und Dorf Herblingen erworben hatten, nannte sich die Fam. B. von Herblingen. Mit dem Übergang Schaffhausens 1529 zur Reformation konnten sich die B. nicht anfreunden; sie zogen nach und nach aus der Stadt fort (Sundgau). Mehrere Angehörige der Fam. traten in der Folge in den geistl. Stand, so Catharina.

Der Zweig Am Stad oder in litore, genannt nach seinem Wohnsitz am Rhein, wo er als Erblehen des Klosters Allerheiligen Schifffahrtsrechte innehatte (1302 verkauft), stellte im 14. Jh. Dienstleute in militär. und landesherrl. Ämtern der österr. Herzöge. Andere übten im 14. und 15. Jh. wichtige städt. Ämter (Hans Amstad) in Schaffhausen aus. Durch Kauf, Heirat und Übernahme von Lehensträgerschaften gelangte der Zweig zu Besitz- und Vogteirechten in der Umgebung Schaffhausens (Berau, Marthalen, Randegg). Heiratsbeziehungen bestanden zu Schaffhauser Adelsgeschlechtern (u.a. Heggenzi, Winkelsheim, Fulach) und auswärtigen vornehmen Fam. (u.a. Muntprat, Schwend, Randegg). Nach der Auswanderung aus Schaffhausen um 1515-25 erlosch der Zweig im Mannesstamm mit Hans (✝︎ 1551).

Version vom: 13.01.2003
Autorin/Autor: Oliver Landolt

 
Brümsi, Johann Heinrich (I60129)
 
49970 Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D23334.php

Brümsi

Alteingesessenes Bürgergeschlecht Schaffhausens, welches in den Niederadel aufstieg und die Ritterfähigkeit erwarb. Früh spaltete sich die Fam. in drei Stämme auf: B. (auch "die Morharten" genannt), (B.) Am Stad und (B.) Im Thurn. Die B. waren eine angesehene Fam. mit grossem Besitz in der Umgebung Schaffhausens (Altenklingen, Herblingen, Schleitheim). Als frühester Vertreter wird 1239 ein Eberhardus dictus B. erwähnt. Weiter traten 1251 ein Hainricus und 1258 ein Konrad als Zeugen auf. Einzelne Familienmitglieder waren in der städt. Verwaltung Schaffhausens tätig. Einige Angehörige der Fam. standen im 14. Jh. auch in österr. Diensten. Nachdem die B. 1537 Schloss und Dorf Herblingen erworben hatten, nannte sich die Fam. B. von Herblingen. Mit dem Übergang Schaffhausens 1529 zur Reformation konnten sich die B. nicht anfreunden; sie zogen nach und nach aus der Stadt fort (Sundgau). Mehrere Angehörige der Fam. traten in der Folge in den geistl. Stand, so Catharina.

Der Zweig Am Stad oder in litore, genannt nach seinem Wohnsitz am Rhein, wo er als Erblehen des Klosters Allerheiligen Schifffahrtsrechte innehatte (1302 verkauft), stellte im 14. Jh. Dienstleute in militär. und landesherrl. Ämtern der österr. Herzöge. Andere übten im 14. und 15. Jh. wichtige städt. Ämter (Hans Amstad) in Schaffhausen aus. Durch Kauf, Heirat und Übernahme von Lehensträgerschaften gelangte der Zweig zu Besitz- und Vogteirechten in der Umgebung Schaffhausens (Berau, Marthalen, Randegg). Heiratsbeziehungen bestanden zu Schaffhauser Adelsgeschlechtern (u.a. Heggenzi, Winkelsheim, Fulach) und auswärtigen vornehmen Fam. (u.a. Muntprat, Schwend, Randegg). Nach der Auswanderung aus Schaffhausen um 1515-25 erlosch der Zweig im Mannesstamm mit Hans (✝︎ 1551).

Version vom: 13.01.2003
Autorin/Autor: Oliver Landolt 
Brümsi, Anna (I60123)
 
49971 Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D23334.php

Brümsi

Alteingesessenes Bürgergeschlecht Schaffhausens, welches in den Niederadel aufstieg und die Ritterfähigkeit erwarb. Früh spaltete sich die Fam. in drei Stämme auf: B. (auch "die Morharten" genannt), (B.) Am Stad und (B.) Im Thurn. Die B. waren eine angesehene Fam. mit grossem Besitz in der Umgebung Schaffhausens (Altenklingen, Herblingen, Schleitheim). Als frühester Vertreter wird 1239 ein Eberhardus dictus B. erwähnt. Weiter traten 1251 ein Hainricus und 1258 ein Konrad als Zeugen auf. Einzelne Familienmitglieder waren in der städt. Verwaltung Schaffhausens tätig. Einige Angehörige der Fam. standen im 14. Jh. auch in österr. Diensten. Nachdem die B. 1537 Schloss und Dorf Herblingen erworben hatten, nannte sich die Fam. B. von Herblingen. Mit dem Übergang Schaffhausens 1529 zur Reformation konnten sich die B. nicht anfreunden; sie zogen nach und nach aus der Stadt fort (Sundgau). Mehrere Angehörige der Fam. traten in der Folge in den geistl. Stand, so Catharina.

Der Zweig Am Stad oder in litore, genannt nach seinem Wohnsitz am Rhein, wo er als Erblehen des Klosters Allerheiligen Schifffahrtsrechte innehatte (1302 verkauft), stellte im 14. Jh. Dienstleute in militär. und landesherrl. Ämtern der österr. Herzöge. Andere übten im 14. und 15. Jh. wichtige städt. Ämter (Hans Amstad) in Schaffhausen aus. Durch Kauf, Heirat und Übernahme von Lehensträgerschaften gelangte der Zweig zu Besitz- und Vogteirechten in der Umgebung Schaffhausens (Berau, Marthalen, Randegg). Heiratsbeziehungen bestanden zu Schaffhauser Adelsgeschlechtern (u.a. Heggenzi, Winkelsheim, Fulach) und auswärtigen vornehmen Fam. (u.a. Muntprat, Schwend, Randegg). Nach der Auswanderung aus Schaffhausen um 1515-25 erlosch der Zweig im Mannesstamm mit Hans (✝︎ 1551).

Version vom: 13.01.2003
Autorin/Autor: Oliver Landolt 
Brümsi genannt Gebur, Wilhelm (I60131)
 
49972 Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D23334.php

Brümsi

Alteingesessenes Bürgergeschlecht Schaffhausens, welches in den Niederadel aufstieg und die Ritterfähigkeit erwarb. Früh spaltete sich die Fam. in drei Stämme auf: B. (auch "die Morharten" genannt), (B.) Am Stad und (B.) Im Thurn. Die B. waren eine angesehene Fam. mit grossem Besitz in der Umgebung Schaffhausens (Altenklingen, Herblingen, Schleitheim). Als frühester Vertreter wird 1239 ein Eberhardus dictus B. erwähnt. Weiter traten 1251 ein Hainricus und 1258 ein Konrad als Zeugen auf. Einzelne Familienmitglieder waren in der städt. Verwaltung Schaffhausens tätig. Einige Angehörige der Fam. standen im 14. Jh. auch in österr. Diensten. Nachdem die B. 1537 Schloss und Dorf Herblingen erworben hatten, nannte sich die Fam. B. von Herblingen. Mit dem Übergang Schaffhausens 1529 zur Reformation konnten sich die B. nicht anfreunden; sie zogen nach und nach aus der Stadt fort (Sundgau). Mehrere Angehörige der Fam. traten in der Folge in den geistl. Stand, so Catharina.

Der Zweig Am Stad oder in litore, genannt nach seinem Wohnsitz am Rhein, wo er als Erblehen des Klosters Allerheiligen Schifffahrtsrechte innehatte (1302 verkauft), stellte im 14. Jh. Dienstleute in militär. und landesherrl. Ämtern der österr. Herzöge. Andere übten im 14. und 15. Jh. wichtige städt. Ämter (Hans Amstad) in Schaffhausen aus. Durch Kauf, Heirat und Übernahme von Lehensträgerschaften gelangte der Zweig zu Besitz- und Vogteirechten in der Umgebung Schaffhausens (Berau, Marthalen, Randegg). Heiratsbeziehungen bestanden zu Schaffhauser Adelsgeschlechtern (u.a. Heggenzi, Winkelsheim, Fulach) und auswärtigen vornehmen Fam. (u.a. Muntprat, Schwend, Randegg). Nach der Auswanderung aus Schaffhausen um 1515-25 erlosch der Zweig im Mannesstamm mit Hans (✝︎ 1551).

Version vom: 13.01.2003
Autorin/Autor: Oliver Landolt
 
Brümsi genannt Gebur, Heinrich (I60133)
 
49973 Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D23337.php

Fulach, von
Niederadeliges Schaffhauser Bürgergeschlecht, belegt vom 13. bis ins 17. Jh. Erstmals erwähnt wird das Geschlecht 1253 mit Burkhard und Rudolf, Besitzern von Liegenschaften in der Stadt. Im weiteren Verlauf des 13. Jh. treten versch. Familienangehörige als Zeugen in städt. Urkunden in Erscheinung. Unter Johann (II) und seinem gleichnamigen Sohn Johann (III) erwarb die Fam. zahlreiche Güter und Rechte in und um Schaffhausen: 1359 einen Drittel der Vogtei Thayngen, 1370 als österr. Lehen den Zehnten von Gailingen, 1373 die Herrschaft Rüdlingen-Buchberg-Ellikon und 1378 den Zehnten und Güter zu Barzheim. Johann (I), Vater des erstgenannten Johann (II), sass 1291 als Erster im Rat, in welchem die Fam. bis Ende des 15. Jh. regelmässig vertreten war. 1422 stellte sie mit Konrad (erwähnt 1401-30), Sohn des Johann (III), einen Bürgermeister. Konrad erwarb 1422 die am Rheinfall gelegene Burg Wörth mit Zoll, mit der Vogtei Neuhausen und weiteren Rechten. 1444 kaufte dessen Sohn Hans Schloss und Herrschaft Laufen, wodurch die Fam. in eine langjährige Fehde mit Bilgeri von Heudorf verwickelt wurde, der seinerseits Ansprüche auf diese Herrschaft erhob. Mit österr. Hilfe besetzte Bilgeri von Heudorf 1449 vorübergehend das Schloss und erwirkte 1457 eine Ächtung der von F. im Reich, die erst 1473 wieder aufgehoben wurde. Da ihnen Schaffhausen in diesem Konflikt kaum Unterstützung bieten konnte, traten Hans und sein Bruder Konrad 1455 mit Schloss Laufen ins Burgrecht der Stadt Zürich, was zu Spannungen mit ihrer Vaterstadt führte. Diese wurden noch verstärkt, als nach der Reformation mehrere Vertreter der Fam. nach Zürich und Diessenhofen auswanderten. Mehrere Frauen aus der Fam. F. standen im 15. und 16. Jh. einem Kloster vor, so Agnes ( -> 1), Anastasia ( -> 2) und Anna ( -> 3). Johann Jakob Leu zufolge starben die letzten F. im 17. Jh. in Diessenhofen.


Literatur
– J.J. Rüeger, Chronik der Stadt und Landschaft Schaffhausen 2, 1892, 715-735
– E. Stauber, Schloss und Herrschaft Laufen, 1923, 13-47

Autorin/Autor: Martin Leonhard 
von Fulach, Johann (I12873)
 
49974 Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D31777.php

von Hewen

Im 11. bis 16. Jh. bezeugtes Freiherrengeschlecht, benannt nach der Burg Hohenhewen bei Engen im Hegau. Die Herren von H. nannten sich ursprünglich Herren von Engen (belegt ab 1050) und gaben sich nach dem Bau der Stammburg den neuen Namen H. (belegt ab 1174). Zum Kern der Herrschaft H. zählten die Stadt Engen und die umliegenden Dörfer. Über nähere Beziehungen zwischen den Herren von H. und den Zähringern sowie den Staufern ist nichts bekannt. 1291 trat Rudolf von H. in ein Lehensverhältnis zum Haus Habsburg und diente diesem 1313 als Hofrichter und 1322 als Abgesandter des Königs. Um 1365 erwarb die Fam. die Herrschaft Griesenberg im Thurgau und 1428 Hohentrins in Graubünden. 1398 verpfändete sie die Herrschaft H. an Hzg. Leopold von Habsburg, der diese 1404 an Gf. Hans von Lupfen verkaufte. Die Nachkommen der Fam. H., v.a. der Konstanzer Bf. Heinrich, stritten sich mit den Gf. von Lupfen vergeblich um die Wiedereinlösung ihrer ehem. Herrschaft. Im Zusammenhang mit der Vermählung mit Agnes von Lupfen 1477 verzichtete Peter endgültig darauf. Die Fam. besass 1498-1517 Anteile der Herrschaft Werdenberg im vorderen Rheintal und starb 1570 mit Albert Arbogast aus.

Version vom: 13.12.2007
Autorin/Autor: Hiroto Oka

 
von Hewen, Heinrich (I12950)
 
49975 Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D31777.php

von Hewen

Im 11. bis 16. Jh. bezeugtes Freiherrengeschlecht, benannt nach der Burg Hohenhewen bei Engen im Hegau. Die Herren von H. nannten sich ursprünglich Herren von Engen (belegt ab 1050) und gaben sich nach dem Bau der Stammburg den neuen Namen H. (belegt ab 1174). Zum Kern der Herrschaft H. zählten die Stadt Engen und die umliegenden Dörfer. Über nähere Beziehungen zwischen den Herren von H. und den Zähringern sowie den Staufern ist nichts bekannt. 1291 trat Rudolf von H. in ein Lehensverhältnis zum Haus Habsburg und diente diesem 1313 als Hofrichter und 1322 als Abgesandter des Königs. Um 1365 erwarb die Fam. die Herrschaft Griesenberg im Thurgau und 1428 Hohentrins in Graubünden. 1398 verpfändete sie die Herrschaft H. an Hzg. Leopold von Habsburg, der diese 1404 an Gf. Hans von Lupfen verkaufte. Die Nachkommen der Fam. H., v.a. der Konstanzer Bf. Heinrich, stritten sich mit den Gf. von Lupfen vergeblich um die Wiedereinlösung ihrer ehem. Herrschaft. Im Zusammenhang mit der Vermählung mit Agnes von Lupfen 1477 verzichtete Peter endgültig darauf. Die Fam. besass 1498-1517 Anteile der Herrschaft Werdenberg im vorderen Rheintal und starb 1570 mit Albert Arbogast aus.

Version vom: 13.12.2007
Autorin/Autor: Hiroto Oka 
von Hewen, Burkhard (I60279)
 
49976 Zitat aus: http://www.manfred-hiebl.de/genealogie-mittelalter/savoyen_grafen_von/thomas_1_graf_von_savoyen_1233/thomas_1_graf_von_savoyen_+_1233.html

Beiname 'der Ghibelline' (wegen seiner konstanten Parteinahme für die STAUFER), gab der staatlichen Entwicklung und zwei Expansion Savoyens richtungsweisende Impulse. Thomas I. stand bis zur Volljährigkeit (1191) unter Vormundschaft des Markgrafen Bonifaz von Montferrat, baute ein erträgliches Verhältnis zu HEINRICH VI. auf, unterstützte energisch PHILIPP VON SCHWABEN, der seinerseits die savoyische Expansion förderte, und half FRIEDRICH II., der ihn zum Reichsvikar in der Lombardei (1226) bestellte und in die Provence entsandte. In Savoyen setzte Thomas (als neues Moment fürstlicher Administration) um 1200 in den gräflichen Burgen zunehmend Kastellane ein, ausgestattet mit umfassenden militärischen und zivilen Vollmachten, ddoch abberufbar, vielleicht auch bereits besoldet. Gleichzeitig band Thomas seine Vasallen durch zielbewußte Infeodationen verstärkt ein. Auch initiierte er die Politik der Privilegienverleihung an eine Reihe von Städten (unter anderem Aosta, um 1195; Chambery, 1232). Der Erwerb vom Chambery schuf die Voraussetzungen für den Aufbau eines am Weg zum Mt. Cenis (Alpenpässe) gelegenen Zentralortes, der zudem von bischöflichen Gewalten denkbar weit entfernt war. An der Peripherie der Grafschaft wurde die Expansion vorangetrieben: Im Westen bereitete der Abschluß eines Parege (1196) mit dem Abt von St-Rambert (Bugey) das savoyischen Vordringen in die Bresse vor, in Zusammenwirken mit den Herren von Beaujeu. Im Norden bildete die Übertragung von Moudon durch PHILIPP VON SCHWABEN (1207) den Ansatz zu einem allmählichen Vorrücken ins Waadtand (Pays de Vaud), auf Kosten der Bischöfe von Lausanne und der ZÄHRINGER. Im Osten war Thomas bestrebt, den savoyischen Einfluß in Piemont zu erweitern (Erwerb von Besitzungen im Süden von Turin). Die intensiven Beziehungen zum unteren Tal der Rhone gipfelten in der Heirat der Tochter des Grafen, Beatrix von Savoyen, mit Raimund Berengar V. von Provence (1219). Die politische Blickrichtung das Hauses SAVOYEN auf die Gesamtheit des alten Königreiches Burgund nahm am Ende der 44-jährigen Herrschaft des Fürsten und unter seinen (stärker dem Papsttum zugewandten) Nachkommen zunehmend Gestalt an.

 
von Savoyen, Graf Thomas I. (I7952)
 
49977 Zitat aus: http://www.walser-alps.eu/walser-regionen/verbania-im-piemont

Pomatt (Val Formazza)
Das Formazza Tal liegt in dem nördlicheren Teil des Piemonts, der sich in die schweizerische Gegend einfügt, zwischen dem Kanton Wallis und dem Kanton Tessin. Es ist die einzige Walser Kolonie, die direkt an das Goms grenzt, das ursprüngliche Land der Walser Bevölkerung.
Geomorphologie:

Aus dem morphologischen zeigt das Tal die Eigenschaften des Hochgebirges, mit den typischen Gletschern, Gletschermühlen, Ebenen, Plateaus.

Charakterischtisch für die Landschaft des Tales sind die vielen Wasserfälle. Der bekannteste ist der Wasserfall «der Frua», der als der wichtigste der Alpen berühmt ist. Er hat einen Sprung von 143 Meter Höhe, von 1675 m auf 1532 m. .

Das Tal ist reich an natürlichen Bergseen, die wichtigsten sind: Kastel (2215 Meter), Vannino (2153 Meter), Obersee (2323 Meter), die zwei Busin (Ober 2451 Meter, und Unter 2371 Meter); sie sind sehr wichtig für die Erzeugung der elektrischen Energie, die aus den Wasserkraftwerken von Morasco, Ponte und Fondovalle gewonnen wird.

Der Hauptfluss Toce nimmt die Wässer der Bäche des Bergkessels von Hosand und von den verschiedenen Nebenflüsse entlang des Tales aufnimmt.

Ortschaften

Das Formazza Tal besteht aus neun während des ganzen Jahres bewohnten Ortsteilen, und aus anderen sechs, die nur während des Sommers bewohnt sind, (gekennzeichnet mit dem Asteriskus).

Undrumstaldä - Foppiano
Puneigä - Antillone*
Stafuwald - Fondovalle
Matta - Chiesa
Tuffald - S. Michele
Wald - Valdo
Zumstäg - Ponte
Brenn - Brendo
Gurfulu - Grovella
Früduwald - Canza
Unnerfrüt - Sottofrua*
Ufufrüt - Cascata*
Cherbäch unner dorf - Riale inferiore *
Cherbäch ober dorf - Riale superiore*
Maraschg - Morasco*

Diese Ortsteile bilden eine einzige Gemeinde – die Gemeinde von Formazza – mit Sitz der Gemeindeabteilungen im Ponte, das schon von der Geschichte als Zentrum des Tales anerkannt wird.

Original Text von Angela Bacher
Deutsche Übersetzung: Federica Antonietti, Sprach-Büro Walser von Formazza

www.valformazza.it ; IG Pomatterfreunde 
Schmid von Bellikon, Peter (I16595)
 
49978 Zitat aus: https://beta.hls-dhs-dss.ch/de/articles/023398/2004-03-10/

Autorin/Autor: Markus Lischer

Die aus Ubaldo (Lombardei) stammende Fam. liess sich im 15. Jh. in Lugano, Pura und Ponte Tresa nieder. Die ital. Verwandschaft soll u.a. Papst Urban III., Kardinal Alessandro (1514-72) und die Mailänder Fam. der Gf. C. von Ossolaro mit zwei weiteren Kardinälen umfassen.

1606 erhielt der von Lugano eingewanderte Arzt Johann Anton das Urner Landrecht. Sein Sohn Sebastian Heinrich (->) legte als Militärunternehmer in Spanien den Grundstein für den Aufstieg der C. in die Urner Magistratenfamilien zu Beginn des 18. Jh. Nach 1725 stellten sie drei Landammänner, amtierten mehrfach als Dolmetscher für die span. Gesandtschaft, besassen Hauptmannsstellen in span. Diensten und ab 1757 auch die Gardehauptmannschaft in Bologna. 1769 wurden sie in den päpstl. Grafenstand erhoben. 1681-1718 war die Herrschaft Zufikon in Familienbesitz. Nach der Aufhebung der Monopole zu Beginn des 19. Jh. verstärkten die C. ihr Engagement im Speditionswesen.

Zur gleichen Zeit etablierte sich ein Zweig der Fam. in Luzern. Sebastian (->) liess sich nach dem Brand von Altdorf (UR) 1799 in Luzern nieder, wo er 1803 die Bank Sebastian Crivelli & Co. gründete, die bis zur Liquidation 1930 über vier Generationen in Familienbesitz blieb. Sie trat mit eigener Banknotenemission, v.a. aber durch Investitionen in die innerschweiz. Tourismus-Infrastruktur hervor. Das Speditionswesen seinerseits wurde durch das aufblühende Geschäft mit dem Fremdenverkehr abgelöst. 1944 starb die letzte Angehörige der Urner und Luzerner Linie. 
Crivelli, Dr. med. Johann Anton (I7772)
 
49979 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Aarburg_(Adelsgeschlecht)

von Büron / von Aarburg

Die ersten schriftlich überlieferten Vertreter des Geschlechts waren Chono von Bürron sowie sein Sohn Luitold von Bürron, dessen Sohn Lüthold von Aarburg 1190 bereits unter dem neuen Familiennamen erwähnt wurde.

Im 12. Jahrhundert besass die Familie die Herrschaft über Büron, ab dem 13. Jahrhundert hatten sie zudem das Lehen des Klosters Trub im Emmental inne. Im 14. Jahrhundert wurde ihnen von den Österreichern die Herrschaft Rued im Aargau sowie das Amt Grüningen anvertraut. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts war Rudolf I. von Aarburg das Familienoberhaupt, seine Söhne Rudolf und Lütold teilten sich ab 1357 die Familienherrschaft. Im Laufe des 15. Jahrhunderts erbte die Familie von Aarburg die Simmenegg im Simmental sowie Gutenburg im Oberaargau und das Schloss Maienfeld. 1424 übernahm Thüring von Aarburg das Familienerbe und kaufte 1430 die Herrschaft Schenkenberg zu dem bereits beträchtlichen Vermögen dazu.

Die Freiherren von Aarburg unterstanden bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts den Habsburgern, bevor sie sich unter die Obherrschaft Berns stellten.

Das Geschlecht ist gemäß Walther Merz nicht zu verwechseln mit der Ministerialenfamilie von Aarburg. 
von Aarburg (Büron), Anfelisa (I3331)
 
49980 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Aarburg_(Adelsgeschlecht)

von Büron / von Aarburg

Die ersten schriftlich überlieferten Vertreter des Geschlechts waren Chono von Bürron sowie sein Sohn Luitold von Bürron, dessen Sohn Lüthold von Aarburg 1190 bereits unter dem neuen Familiennamen erwähnt wurde.

Im 12. Jahrhundert besass die Familie die Herrschaft über Büron, ab dem 13. Jahrhundert hatten sie zudem das Lehen des Klosters Trub im Emmental inne. Im 14. Jahrhundert wurde ihnen von den Österreichern die Herrschaft Rued im Aargau sowie das Amt Grüningen anvertraut. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts war Rudolf I. von Aarburg das Familienoberhaupt, seine Söhne Rudolf und Lütold teilten sich ab 1357 die Familienherrschaft. Im Laufe des 15. Jahrhunderts erbte die Familie von Aarburg die Simmenegg im Simmental sowie Gutenburg im Oberaargau und das Schloss Maienfeld. 1424 übernahm Thüring von Aarburg das Familienerbe und kaufte 1430 die Herrschaft Schenkenberg zu dem bereits beträchtlichen Vermögen dazu.

Die Freiherren von Aarburg unterstanden bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts den Habsburgern, bevor sie sich unter die Obherrschaft Berns stellten.

Das Geschlecht ist gemäß Walther Merz nicht zu verwechseln mit der Ministerialenfamilie von Aarburg. 
von Aarburg (Büron), Junker Rudolf (I17904)
 
49981 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Aarburg_(Adelsgeschlecht)

von Büron / von Aarburg

Die ersten schriftlich überlieferten Vertreter des Geschlechts waren Chono von Bürron sowie sein Sohn Luitold von Bürron, dessen Sohn Lüthold von Aarburg 1190 bereits unter dem neuen Familiennamen erwähnt wurde.

Im 12. Jahrhundert besass die Familie die Herrschaft über Büron, ab dem 13. Jahrhundert hatten sie zudem das Lehen des Klosters Trub im Emmental inne. Im 14. Jahrhundert wurde ihnen von den Österreichern die Herrschaft Rued im Aargau sowie das Amt Grüningen anvertraut. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts war Rudolf I. von Aarburg das Familienoberhaupt, seine Söhne Rudolf und Lütold teilten sich ab 1357 die Familienherrschaft. Im Laufe des 15. Jahrhunderts erbte die Familie von Aarburg die Simmenegg im Simmental sowie Gutenburg im Oberaargau und das Schloss Maienfeld. 1424 übernahm Thüring von Aarburg das Familienerbe und kaufte 1430 die Herrschaft Schenkenberg zu dem bereits beträchtlichen Vermögen dazu.

Die Freiherren von Aarburg unterstanden bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts den Habsburgern, bevor sie sich unter die Obherrschaft Berns stellten.

Das Geschlecht ist gemäß Walther Merz nicht zu verwechseln mit der Ministerialenfamilie von Aarburg. 
von Aarburg (Büron), Ritter Rudolf (I57738)
 
49982 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Aarburg_(Adelsgeschlecht)

von Büron / von Aarburg

Die ersten schriftlich überlieferten Vertreter des Geschlechts waren Chono von Bürron sowie sein Sohn Luitold von Bürron, dessen Sohn Lüthold von Aarburg 1190 bereits unter dem neuen Familiennamen erwähnt wurde.

Im 12. Jahrhundert besass die Familie die Herrschaft über Büron, ab dem 13. Jahrhundert hatten sie zudem das Lehen des Klosters Trub im Emmental inne. Im 14. Jahrhundert wurde ihnen von den Österreichern die Herrschaft Rued im Aargau sowie das Amt Grüningen anvertraut. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts war Rudolf I. von Aarburg das Familienoberhaupt, seine Söhne Rudolf und Lütold teilten sich ab 1357 die Familienherrschaft. Im Laufe des 15. Jahrhunderts erbte die Familie von Aarburg die Simmenegg im Simmental sowie Gutenburg im Oberaargau und das Schloss Maienfeld. 1424 übernahm Thüring von Aarburg das Familienerbe und kaufte 1430 die Herrschaft Schenkenberg zu dem bereits beträchtlichen Vermögen dazu.

Die Freiherren von Aarburg unterstanden bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts den Habsburgern, bevor sie sich unter die Obherrschaft Berns stellten.

Das Geschlecht ist gemäß Walther Merz nicht zu verwechseln mit der Ministerialenfamilie von Aarburg. 
von Aarburg (Büron), Ritter Rudolf (I57741)
 
49983 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Aarburg_(Adelsgeschlecht)

von Büron / von Aarburg

Die ersten schriftlich überlieferten Vertreter des Geschlechts waren Chono von Bürron sowie sein Sohn Luitold von Bürron, dessen Sohn Lüthold von Aarburg 1190 bereits unter dem neuen Familiennamen erwähnt wurde.

Im 12. Jahrhundert besass die Familie die Herrschaft über Büron, ab dem 13. Jahrhundert hatten sie zudem das Lehen des Klosters Trub im Emmental inne. Im 14. Jahrhundert wurde ihnen von den Österreichern die Herrschaft Rued im Aargau sowie das Amt Grüningen anvertraut. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts war Rudolf I. von Aarburg das Familienoberhaupt, seine Söhne Rudolf und Lütold teilten sich ab 1357 die Familienherrschaft. Im Laufe des 15. Jahrhunderts erbte die Familie von Aarburg die Simmenegg im Simmental sowie Gutenburg im Oberaargau und das Schloss Maienfeld. 1424 übernahm Thüring von Aarburg das Familienerbe und kaufte 1430 die Herrschaft Schenkenberg zu dem bereits beträchtlichen Vermögen dazu.

Die Freiherren von Aarburg unterstanden bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts den Habsburgern, bevor sie sich unter die Obherrschaft Berns stellten.

Das Geschlecht ist gemäß Walther Merz nicht zu verwechseln mit der Ministerialenfamilie von Aarburg. 
von Aarburg (Büron), Benedikta (I12315)
 
49984 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Aarburg_(Adelsgeschlecht)

von Büron / von Aarburg

Die ersten schriftlich überlieferten Vertreter des Geschlechts waren Chono von Bürron sowie sein Sohn Luitold von Bürron, dessen Sohn Lüthold von Aarburg 1190 bereits unter dem neuen Familiennamen erwähnt wurde.

Im 12. Jahrhundert besass die Familie die Herrschaft über Büron, ab dem 13. Jahrhundert hatten sie zudem das Lehen des Klosters Trub im Emmental inne. Im 14. Jahrhundert wurde ihnen von den Österreichern die Herrschaft Rued im Aargau sowie das Amt Grüningen anvertraut. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts war Rudolf I. von Aarburg das Familienoberhaupt, seine Söhne Rudolf und Lütold teilten sich ab 1357 die Familienherrschaft. Im Laufe des 15. Jahrhunderts erbte die Familie von Aarburg die Simmenegg im Simmental sowie Gutenburg im Oberaargau und das Schloss Maienfeld. 1424 übernahm Thüring von Aarburg das Familienerbe und kaufte 1430 die Herrschaft Schenkenberg zu dem bereits beträchtlichen Vermögen dazu.

Die Freiherren von Aarburg unterstanden bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts den Habsburgern, bevor sie sich unter die Obherrschaft Berns stellten.

Das Geschlecht ist gemäß Walther Merz nicht zu verwechseln mit der Ministerialenfamilie von Aarburg. 
von Aarburg (Büron), Lüthold (I57790)
 
49985 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Aarburg_(Adelsgeschlecht)

von Büron / von Aarburg

Die ersten schriftlich überlieferten Vertreter des Geschlechts waren Chono von Bürron sowie sein Sohn Luitold von Bürron, dessen Sohn Lüthold von Aarburg 1190 bereits unter dem neuen Familiennamen erwähnt wurde.

Im 12. Jahrhundert besass die Familie die Herrschaft über Büron, ab dem 13. Jahrhundert hatten sie zudem das Lehen des Klosters Trub im Emmental inne. Im 14. Jahrhundert wurde ihnen von den Österreichern die Herrschaft Rued im Aargau sowie das Amt Grüningen anvertraut. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts war Rudolf I. von Aarburg das Familienoberhaupt, seine Söhne Rudolf und Lütold teilten sich ab 1357 die Familienherrschaft. Im Laufe des 15. Jahrhunderts erbte die Familie von Aarburg die Simmenegg im Simmental sowie Gutenburg im Oberaargau und das Schloss Maienfeld. 1424 übernahm Thüring von Aarburg das Familienerbe und kaufte 1430 die Herrschaft Schenkenberg zu dem bereits beträchtlichen Vermögen dazu.

Die Freiherren von Aarburg unterstanden bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts den Habsburgern, bevor sie sich unter die Obherrschaft Berns stellten.

Das Geschlecht ist gemäß Walther Merz nicht zu verwechseln mit der Ministerialenfamilie von Aarburg. 
von Aarburg (Büron), Walter (I57792)
 
49986 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Aarburg_(Adelsgeschlecht)

von Büron / von Aarburg

Die ersten schriftlich überlieferten Vertreter des Geschlechts waren Chono von Bürron sowie sein Sohn Luitold von Bürron, dessen Sohn Lüthold von Aarburg 1190 bereits unter dem neuen Familiennamen erwähnt wurde.

Im 12. Jahrhundert besass die Familie die Herrschaft über Büron, ab dem 13. Jahrhundert hatten sie zudem das Lehen des Klosters Trub im Emmental inne. Im 14. Jahrhundert wurde ihnen von den Österreichern die Herrschaft Rued im Aargau sowie das Amt Grüningen anvertraut. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts war Rudolf I. von Aarburg das Familienoberhaupt, seine Söhne Rudolf und Lütold teilten sich ab 1357 die Familienherrschaft. Im Laufe des 15. Jahrhunderts erbte die Familie von Aarburg die Simmenegg im Simmental sowie Gutenburg im Oberaargau und das Schloss Maienfeld. 1424 übernahm Thüring von Aarburg das Familienerbe und kaufte 1430 die Herrschaft Schenkenberg zu dem bereits beträchtlichen Vermögen dazu.

Die Freiherren von Aarburg unterstanden bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts den Habsburgern, bevor sie sich unter die Obherrschaft Berns stellten.

Das Geschlecht ist gemäß Walther Merz nicht zu verwechseln mit der Ministerialenfamilie von Aarburg. 
von Arburg (Büron), Ritter Kuno (I57793)
 
49987 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Aarburg_(Adelsgeschlecht)

von Büron / von Aarburg

Die ersten schriftlich überlieferten Vertreter des Geschlechts waren Chono von Bürron sowie sein Sohn Luitold von Bürron, dessen Sohn Lüthold von Aarburg 1190 bereits unter dem neuen Familiennamen erwähnt wurde.

Im 12. Jahrhundert besass die Familie die Herrschaft über Büron, ab dem 13. Jahrhundert hatten sie zudem das Lehen des Klosters Trub im Emmental inne. Im 14. Jahrhundert wurde ihnen von den Österreichern die Herrschaft Rued im Aargau sowie das Amt Grüningen anvertraut. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts war Rudolf I. von Aarburg das Familienoberhaupt, seine Söhne Rudolf und Lütold teilten sich ab 1357 die Familienherrschaft. Im Laufe des 15. Jahrhunderts erbte die Familie von Aarburg die Simmenegg im Simmental sowie Gutenburg im Oberaargau und das Schloss Maienfeld. 1424 übernahm Thüring von Aarburg das Familienerbe und kaufte 1430 die Herrschaft Schenkenberg zu dem bereits beträchtlichen Vermögen dazu.

Die Freiherren von Aarburg unterstanden bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts den Habsburgern, bevor sie sich unter die Obherrschaft Berns stellten.

Das Geschlecht ist gemäß Walther Merz nicht zu verwechseln mit der Ministerialenfamilie von Aarburg. 
von Büron, Lütold (I57794)
 
49988 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Aarburg_(Adelsgeschlecht)

von Büron / von Aarburg

Die ersten schriftlich überlieferten Vertreter des Geschlechts waren Chono von Bürron sowie sein Sohn Luitold von Bürron, dessen Sohn Lüthold von Aarburg 1190 bereits unter dem neuen Familiennamen erwähnt wurde.

Im 12. Jahrhundert besass die Familie die Herrschaft über Büron, ab dem 13. Jahrhundert hatten sie zudem das Lehen des Klosters Trub im Emmental inne. Im 14. Jahrhundert wurde ihnen von den Österreichern die Herrschaft Rued im Aargau sowie das Amt Grüningen anvertraut. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts war Rudolf I. von Aarburg das Familienoberhaupt, seine Söhne Rudolf und Lütold teilten sich ab 1357 die Familienherrschaft. Im Laufe des 15. Jahrhunderts erbte die Familie von Aarburg die Simmenegg im Simmental sowie Gutenburg im Oberaargau und das Schloss Maienfeld. 1424 übernahm Thüring von Aarburg das Familienerbe und kaufte 1430 die Herrschaft Schenkenberg zu dem bereits beträchtlichen Vermögen dazu.

Die Freiherren von Aarburg unterstanden bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts den Habsburgern, bevor sie sich unter die Obherrschaft Berns stellten.

Das Geschlecht ist gemäß Walther Merz nicht zu verwechseln mit der Ministerialenfamilie von Aarburg. 
von Büron, Kuno (I57795)
 
49989 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Aarburg_(Adelsgeschlecht)

von Büron / von Aarburg

Die ersten schriftlich überlieferten Vertreter des Geschlechts waren Chono von Bürron sowie sein Sohn Luitold von Bürron, dessen Sohn Lüthold von Aarburg 1190 bereits unter dem neuen Familiennamen erwähnt wurde.

Im 12. Jahrhundert besass die Familie die Herrschaft über Büron, ab dem 13. Jahrhundert hatten sie zudem das Lehen des Klosters Trub im Emmental inne. Im 14. Jahrhundert wurde ihnen von den Österreichern die Herrschaft Rued im Aargau sowie das Amt Grüningen anvertraut. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts war Rudolf I. von Aarburg das Familienoberhaupt, seine Söhne Rudolf und Lütold teilten sich ab 1357 die Familienherrschaft. Im Laufe des 15. Jahrhunderts erbte die Familie von Aarburg die Simmenegg im Simmental sowie Gutenburg im Oberaargau und das Schloss Maienfeld. 1424 übernahm Thüring von Aarburg das Familienerbe und kaufte 1430 die Herrschaft Schenkenberg zu dem bereits beträchtlichen Vermögen dazu.

Die Freiherren von Aarburg unterstanden bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts den Habsburgern, bevor sie sich unter die Obherrschaft Berns stellten.

Das Geschlecht ist gemäß Walther Merz nicht zu verwechseln mit der Ministerialenfamilie von Aarburg. 
von Aarburg (Büron), Thüring (I58439)
 
49990 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Aarwangen_(Adelsgeschlecht)

Aarwangen (Adelsgeschlecht)

Die Herren von Aarwangen waren eine Adelsfamilie im schweizerischen Mittelland. Sie bauten das Schloss Aarwangen, beim Flussübergang über die Aare gelegen. Die Aarwangen waren Ministerialen der Grafen von Neu-Kyburg in Burgdorf. Ihr erstes Auftreten fällt in die Zeit um 1200. Sie starben um 1350 aus, Burg und Herrschaft kamen als Erbe an die Freiherren von Grünenberg.

Geschichte
Als erste aus der Adelsfamilie von Aarwangen werden 1194 und 1212 Burkhart und seine Tochter Ita erwähnt: Sie schenkten dem Kloster St. Urban Wald und Land. Burkharts Sohn Walter beteiligte sich am 16. August 1277 am Schiedsgericht gegen Ortolf I. von Utzigen-Gutenburg. Ein Jahr später leistete er dem König Rudolf I. von Habsburg Gefolgschaft und wurde am 26. August 1278 anlässlich der Schlacht auf dem Marchfeld von ihm zum Ritter geschlagen. 1313 erhielt er von Graf Rudolf III. von Neuenburg-Nidau alle liegenden Güter im Amt Bipp, samt Zoll und Brücke von Aarwangen als Lehen. Nach Aktivitäten im weiteren Umkreis seines Stammsitzes – in Zofingen, Solothurn und Burgdorf – wurde er 1320 von seinen Lehnsherren als Schultheiss der Stadt Burgdorf eingesetzt.

In die Lebenszeit von Ritter Walter von Aarwangen fiel der Bau des Turmes von Aarwangen, dessen Holz um 1265/1266 dendrochronologisch datiert wurde.

Walters Sohn Johann von Aarwangen stand dem Hause Habsburg nahe. So wurde er 1333 Landvogt im Aargau. 1339 übergab er völlig überraschend seine Güter der Enkelin Margaretha von Kien, Tochter Verenas und des Berner Schultheissen Philipp von Kien, und deren Ehemann Petermann I. von Grünenberg, um das Schwert mit der Kutte zu vertauschen und ins Kloster St. Urban einzutreten. Weil ihm auf der Suche nach Gott selbst die Klosterzelle nicht mehr genügte, zog sich Johann von Aarwangen 1341 mit sechs Brüdern ins Entlebuch zurück, lebte in der Eremitenklause Wittenbach, stiftete die Heiligkreuzkapelle und starb am 24. Januar 1350 als letzter männlicher Vertreter seiner Familie.

 
von Aarwangen, Elisabeth (I61025)
 
49991 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Aarwangen_(Adelsgeschlecht)

Aarwangen (Adelsgeschlecht)

Die Herren von Aarwangen waren eine Adelsfamilie im schweizerischen Mittelland. Sie bauten das Schloss Aarwangen, beim Flussübergang über die Aare gelegen. Die Aarwangen waren Ministerialen der Grafen von Neu-Kyburg in Burgdorf. Ihr erstes Auftreten fällt in die Zeit um 1200. Sie starben um 1350 aus, Burg und Herrschaft kamen als Erbe an die Freiherren von Grünenberg.

Geschichte
Als erste aus der Adelsfamilie von Aarwangen werden 1194 und 1212 Burkhart und seine Tochter Ita erwähnt: Sie schenkten dem Kloster St. Urban Wald und Land. Burkharts Sohn Walter beteiligte sich am 16. August 1277 am Schiedsgericht gegen Ortolf I. von Utzigen-Gutenburg. Ein Jahr später leistete er dem König Rudolf I. von Habsburg Gefolgschaft und wurde am 26. August 1278 anlässlich der Schlacht auf dem Marchfeld von ihm zum Ritter geschlagen. 1313 erhielt er von Graf Rudolf III. von Neuenburg-Nidau alle liegenden Güter im Amt Bipp, samt Zoll und Brücke von Aarwangen als Lehen. Nach Aktivitäten im weiteren Umkreis seines Stammsitzes – in Zofingen, Solothurn und Burgdorf – wurde er 1320 von seinen Lehnsherren als Schultheiss der Stadt Burgdorf eingesetzt.

In die Lebenszeit von Ritter Walter von Aarwangen fiel der Bau des Turmes von Aarwangen, dessen Holz um 1265/1266 dendrochronologisch datiert wurde.

Walters Sohn Johann von Aarwangen stand dem Hause Habsburg nahe. So wurde er 1333 Landvogt im Aargau. 1339 übergab er völlig überraschend seine Güter der Enkelin Margaretha von Kien, Tochter Verenas und des Berner Schultheissen Philipp von Kien, und deren Ehemann Petermann I. von Grünenberg, um das Schwert mit der Kutte zu vertauschen und ins Kloster St. Urban einzutreten. Weil ihm auf der Suche nach Gott selbst die Klosterzelle nicht mehr genügte, zog sich Johann von Aarwangen 1341 mit sechs Brüdern ins Entlebuch zurück, lebte in der Eremitenklause Wittenbach, stiftete die Heiligkreuzkapelle und starb am 24. Januar 1350 als letzter männlicher Vertreter seiner Familie.

 
von Aarwangen, Berchtold / Burkhart (I61040)
 
49992 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Abraham_Stürler

Abraham Stürler

Abraham Stürler kam als Sohn des Ägidius Stürler und der Anna von Mülinen zur Welt und ist damit ein Ururenkel des Adrian von Bubenberg. 1584 heiratete er Agatha Wurstemberger, 1585 gelangte der in den Grossen Rat der Stadt Bern und in den Jahren 1588 bis 1594 amtete er als Landvogt in Oron. In den Kleinen Rat wurde er 1595 gewählt und 1597 bis 1603 war er Gubernator in Aigle. 1603 bis 1607 war er Venner zu Gerwern und von 1610 bis zu seinem Tod Welschseckelmeister.

1612 war er Gesandter zum Bündnisabschluss Berns mit dem Markgrafen von Baden-Durlach und 1616 erster Gesandter zur Beschwörung des erneuerten Burgrechts mit Neuenburg und 1617 zum Bündnisabschluss mit Savoyen. Abraham Stürler besass das Schloss Chardonne VD.

 
Stürler, Abraham (I61385)
 
49993 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Achalm_(Adelsgeschlecht)

Die Grafen von Achalm oder auch Achalmer waren eine Adelsfamilie schwäbischer Grafen, die im 11. Jahrhundert von ihrem Stammsitz auf der Burg Achalm bei Reutlingen im heutigen Baden-Württemberg wirkten.

Ihr Name und Titel leitet sich vom Berg Achalm ab. Sie waren stammesverwandt mit den Grafen von Urach und werden übergreifend auch als zusammenhängendes Geschlecht der Achalm-Uracher bezeichnet.

Während die Linie der Achalmer schon 1098 nach nur zwei Generationen erlosch, mündete eine Uracher Linie ins Fürstenhaus Fürstenberg.

In der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts erschienen zwei Brüder im Swiggerstal (das heutige Ermstal), Egino I. von Dettingen und Rudolf von Achalm, deren Herkunft urkundlich nicht belegt ist. Beide hatten Besitz im Schwäbischen, im Zürichgau und Thurgau.

Aufgrund von Besitztradition und Namenshäufigkeit wird in älteren Darstellungen eine Nachkommenschaft von dem Adelsgeschlecht der Unruochinger vermutet. Neuere Darstellungen schließen auf eine Herkunft aus dem ostfränkischen Raum. Beides könnte seine Verknüpfung durch eine Abstammung der Gebrüder von einem Egino mit Herkunft aus Ostfranken und der Königstochter Mathilde finden.[1] Mathilde ist eine Tochter von König Konrad von Burgund und damit Enkeltochter von Berta von Schwaben. Letztere ist wiederum eine Nachkommin der Unruochinger, über ihren Ur-Ur-Großvater Eberhard von Friaul.

Sichtbare Hinweise auf den frühen ehemaligen Stammsitz in Dettingen an der Erms geben nur noch die im Bempflinger Vertrag genannte und als Grabesstätte genutzte Kirche (später Stiftskirche) sowie der Zwiefalter Hof (Zehnthof des Klosters Zwiefaltens). Über die bauliche Gestalt des Herrenhofes im 11. Jahrhundert ist nichts bekannt.[2] Lediglich befindet sich auf der Gemarkung eine Gewannbezeichnung „Auf der Burg“[3] welche urkundlich 1454 als „Burgstall“[4] (=Burgstelle) genannt wird und auf eine früh abgegangene Burg hinweisen könnte. Die Karte „Burgen zwischen Alb und mittlerem Neckar“[5] zeigt in Dettingen einen Freiadelssitz von hochadligen Grafen vor 1050 und einen Ministerialensitz 1051 bis 1300 mit vermuteter Flach-(Wasser-)Burg mit unsicherem Standort nach 1200 bis 1300.[6] Ministeriale und Ritter „von Tettingen“ sind bis circa 1250 durch Schenkungen unter anderem an das Kloster Zwiefalten belegt.[7][8] Der ehemalige separate Dettinger Ortsteil Schneckenhofen (1360 „Schneggenhoven“ von snaga=Mantel den die Franken trugen[9][10]) weist auf freie kleinadelige fränkische Bewohner hin und könnte einen Zusammenhang zur möglichen ostfränkischen Herkunft von Egino I von Dettingen und Rudolf von Achalm aufweisen.

Der ältere Bruder Egino, ein Unterstützer der salischen Kaiser, begann um 1040 die Burg Achalm zu erbauen, die nach seinem Tod von dem jüngeren Rudolf vollendet wurde.

Durch die Heirat Rudolfs mit Adelheid von Wülflingen, einer Tochter des Grafen Liutold von Mömpelgard und Schwester des Erzbischofs Hunfried von Ravenna, erweiterte sich der Achalmer Herrschaftsbereich um die Grafschaft Mömpelgard und um Besitz im Thurgau. Rudolf und Adelheid hatten zehn Kinder.

Die beiden Erben Rudolfs – Kuno und Liutold – verwalteten ihren Besitz als Grafen von Achalm gemeinsam. Später (1086) benannte sich Kuno „von Wülflingen“ nach der von seiner Mutter in die Familie gebrachten Burg Alt-Wülflingen. Er hielt 1055/56 im Auftrag von Kaiser Heinrich III. (HRR) den Regensburger Bischof Gebhard III. auf seiner Burg gefangen.

Liutold blieb kinderlos und Kuno hatte keine legitimen Nachkommen. Daher stifteten beide mit einem großen Teil ihres Besitzes das Kloster Zwiefalten, in dem Liutold zuletzt als Mönch lebte und dann am 18. August 1098 verstarb, nachdem er 1092 der Welt, gichtkrank wie er war, den Rücken kehrte. Beide wurden im Kloster Zwiefalten begraben. Andere Besitzungen, darunter auch die Burg Achalm, fielen durch den Bempflinger Vertrag an ihren Neffen Werner IV. von Grüningen, der jedoch auch ohne männlichen Erben starb. Das Reichssturmfähnrichsamt, das von vier Werners, die sich Grafen von Grüningen nannten, ausgeübt worden war, fiel an die Herren von Württemberg.

Nach dem Verschwinden der Achalmer gingen Burg und Grafschaft Achalm in den Besitz von Verwandten der Zähringer über, die Gammertinger und Neuffen-Sulmetinger, wobei unter letzteren ein Urenkel des Egino I. von Dettingen war: Berthold I. von Weissenhorn-Neuffen, 1170/82 Graf von Achalm.

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von Dettingen (von Urach), Graf Egino I. der Ältere (I9669)
 
49994 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Adalbert_von_Babenberg

Adalbert von Babenberg (* 854; † 9. September 906 in Obertheres bei Haßfurt) war einer der bedeutendsten Vertreter im Kampf zwischen den Konradinern und den Babenbergern um die Vorherrschaft im Stammesherzogtum Franken (→ Babenberger Fehde). Er gehörte zum Geschlecht der älteren Babenberger – die Benennung nach dem Toponym ist erst im 11. Jahrhundert belegt –, nach dem Leitnamen wird die Familie auch als Popponen bezeichnet.

Im Jahre 906 überfiel Graf Adalbert die Konradiner bei Fritzlar. Im Gefecht tötete er Konrad den Älteren. Einer Aufforderung König Ludwigs, auf einem Hoftag in Tribur zu erscheinen, kam er nicht nach. Stattdessen zog er sich auf die Burg Theres (heute Obertheres) zurück, wo er schon bald vom königlichen Heer belagert wurde. Als Gesandter des Königs versprach ihm der Mainzer Erzbischof und Kanzler Hatto I. freies Geleit. Als Adalbert die Burg Theres verließ, wurde er jedoch gefangen genommen, wegen Reichsfriedensbruchs verurteilt und enthauptet. Danach verloren die Babenberger alle Ämter und Besitztümer in Franken.

 
(Babenberger/Popponen), Adalbert (I6869)
 
49995 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Adelheid_von_Megling-Frontenhausen

Adelheid von Megling-Frontenhausen (* vor 1078; † 1105) war mit ihrem Mann Berengar I. von Sulzbach die Stifterin des Klosters Baumburg.

Leben
Sie war die Tochter Kunos von Frontenhausen. Um 1078 heiratete sie den Erben der Sieghardinger Besitzungen Markwart von Marquartstein (siehe Burg Marquartstein). Dieser wurde jedoch kurz nach der Hochzeit ermordet. Adelheid heiratete daraufhin Ulrich von Passau und brachte die reichen Sieghardinger und Frontenhausener Besitzungen als Mitgift in die Ehe.

In dritter Ehe war sie mit Berengar I. von Sulzbach verheiratet.

Als Stifterin des Klosters Baumburg wurden ihre Gebeine 1156 in die Gruft vor dem Hochaltar der Klosterkirche übertragen.

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von Megling-Frontenhausen (von Diessen-Wolfratshausen), Adelheid (I7443)
 
49996 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_I._(Waldeck_und_Schwalenberg)

Gemeinsame Herrschaft mit Volkwin IV.
Adolf war der jüngere der beiden Söhne des Grafen Heinrich I. von Waldeck und Schwalenberg und dessen Frau Heseke von Dassel († 25. Juli 1220). In seiner Jugend war er wohl zunächst, um 1216, Propst des Augustinerinnenklosters Aroldessen, verließ jedoch den geistlichen Stand, als sein Onkel Hermann I. von Waldeck im Jahre 1224 starb und seinen Neffen die Grafschaft Waldeck vererbte, und wurde von seinem Bruder Volkwin an der Regentschaft der beiden Grafschaften beteiligt. 1226 verkauften die beiden ihren Besitz in Berich dem Kloster Berich und den in Hemmenroth dem Kloster Werbe; dabei nannten sich beide Grafen von Schwalenberg.

Beide befanden sich 1227 in heftiger Fehde mit dem Hochstift Paderborn, wurden deshalb mit dem Kirchenbann belegt und ihrer Paderborner Lehen verlustig erklärt. Insbesondere Adolf wurde beschuldigt, dem aus Korbach abreisenden Paderborner Wilbrand mit 100 Bewaffneten nachgestellt zu haben. Erst im April 1227 wurde der Streit nach langen Vorverhandlungen mit einer förmlichen Abbitte Adolfs bei Bischof Wilbrand in Paderborn beigelegt. Die Brüder unterwarfen sich und erhielten ihre Paderborner Lehen zurück. 1228 stifteten die beiden gemeinsam das Zisterzienser-Nonnenkloster Marienthal, das zum „Hauskloster“ und der Begräbnisstätte der Waldecker Grafen wurde.

Graf von Waldeck
Als die Brüder ihr weit versprengt liegendes Erbe im Jahre 1228 teilten, blieb Volkwin Graf von Schwalenberg sowie Vogt der Klöster bzw. Stifte von Möllenbeck, Herford und Marienmünster. Adolf hingegen erhielt die Grafschaft Waldeck um die Burg Waldeck an der Eder und die Vogteien über die Klöster Schildesche, Falkenhagen und Marienthal. Er wurde somit zum eigentlichen Begründer der Grafschaft Waldeck und des Hauses Waldeck, einer Nebenlinie des Adelsgeschlechts Schwalenberg, und nannte sich nunmehr meist nur noch Graf von Waldeck. Er gründete unter anderem die Stadt Sachsenhausen und vermutlich auch die Burg Eisenberg, (wobei die Grafen von Waldeck hier allerdings erst ab 1367 als Besitzer erwähnt werden und ihnen daher die Erbauung nicht nachweislich zugeschrieben werden kann). Auf dem Hagenberg bei Alt-Rhoden ließ er 1228–1230 eine Burg errichten, um die sich innerhalb weniger Jahre die 1237 erstmals urkundlich erwähnte kleine Stadt Rhoden bildete. Die Verleihung der Stadtrechte an Freienhagen erfolgte vermutlich ebenfalls durch ihn.

Adolfs Bemühungen um den Ausbau und die Behauptung seiner Grafschaft brachten ihn in häufige Konflikte mit benachbarten weltlichen und geistlichen Herren, insbesondere mit dem Erzstift Köln, dem Hochstift Paderborn und der Reichsabtei Corvey. Auf Rückendeckung bedacht lehnte er sich daher zeitlebens eng an die Ludowinger Landgrafen von Thüringen und danach an das Haus Brabant-Hessen an und agierte damit sehr erfolgreich. So sicherte er sich endgültig die Stadt Korbach, drängte die Abtei Corvey weitgehend aus seinem Gebiet heraus, und gewann dabei auch etliche Freigerichte, wie Mengeringhausen, Sachsenberg und Fürstenberg (letztere heute beides Ortsteile von Lichtenfels). 1249 musste er allerdings dem Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden die Vogtei über das Kloster Flechtdorf endgültig abtreten, die in der Folge an Kölner Ministeriale, die Herren von Padberg, gegeben wurde.

Als Verbündeter der Ludowinger war Adolf Gegner der Staufer und Parteigänger des Gegenkönigs Heinrich Raspe. Im Mai 1246 war er in Veitshöchheim bei Würzburg anwesend, als Heinrich Raspe zum König gewählt wurde, und bezeugte dort eine von Raspe zugunsten der Abtei Corvey ausgestellte Urkunde. Nach Raspes Tod unterstützte er den neuen Gegenkönig Wilhelm von Holland und war 1251–1256 dessen Hofrichter und Statthalter in Westfalen.

Im Thüringisch-Hessischen Erbfolgekrieg (1247–1264), der nach Heinrich Raspes Tod ausbrach, unterstützte Adolf den späteren Landgrafen Heinrich I. von Hessen in dessen Kampf gegen die Reichsabtei Corvey und die Bischöfe von Paderborn um die territoriale Vorherrschaft im nordhessischen Grenzgebiet zu Westfalen. Gegen Ende dieser Auseinandersetzung kam 1263 durch Vertrag mit dem Landgrafen die ehemalige Grafschaft Wildungen an Waldeck. Eine lange und schwere Fehde mit Corvey unter Abt Thimo (1254–1275) und dessen Verbündeten, Erzbischof Engelbert II. von Köln und Bischof Simon I. von Paderborn, wurde im Juli 1267 beendet: Corvey verpfändete Adolf und seinen Erben die Burg Lichtenfels und die kleinen Städte Sachsenberg und Fürstenberg. (Sie kamen 1297, nach weiteren heftigen Fehden zwischen Corvey und Waldeck, endgültig in den Besitz von Adolfs Enkel, dem Grafen Otto I. von Waldeck.)

In seinem langen Streit mit Kurköln verbündete er sich mit den Grafen von Jülich und nahm 1267 auf der Seite Wilhelms IV. von Jülich an der Schlacht bei Zülpich teil, in der Erzbischof Engelbert II. gefangen genommen wurde. 
von Waldeck (Schwalenberg), Graf Adolf (I62573)
 
49997 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Agnes_von_Frankreich_(1171–1240) (Okt 2017)

Anfang 1178 besuchte Graf Philipp I. von Flandern auf seiner Rückreise aus dem Heiligen Land Konstantinopel. Kaiser Manuel I. Komnenos, der bereits 1147 Ludwig VII. während des Zweiten Kreuzzugs empfangen hatte, wurde vermutlich bei diesem Besuch davon überzeugt, dass es wünschenswert sei, Frankreich zum Verbündeten zu haben. Im Winter 1178/79 reisten Philipp und eine kaiserliche Gesandtschaft unter Führung des Genuesen Baldovino Guercio,[1] an den französischen Hof ab, um die Ehe zwischen Agnes und Alexios II. Komnenos, Manuels Sohn und Erben, zu vermitteln. Bereits 1171 hatte Papst Alexander III. diese oder eine ähnliche Verbindung favorisiert.[2]

Ein Flottille von fünf Schiffen brach Ostern 1179 in Montpellier mit Agnes an Bord auf, in Genua stießen 14 weitere Schiffe dazu, die erneut von Baldovino Guercio kommandiert wurden[3]. Bei ihrer Ankunft in Konstantinopel im Spätsommer 1179 wurde Agnes mit aufwendigen Festivitäten empfangen, darunter einer Rede von Erzbischof Eustathios von Thessalonike[4] und vermutlich auch kunstvollen Versen eines anonymen Autors, die manchmal als Eisiterion bezeichnet werden..
Wilhelm von Tyrus schreibt, Agnes sei bei ihrer Ankunft in Konstantinopel 8 Jahre alt gewesen, Alexios 13 (tatsächlich wurde Alexios am 10. September 1167 geboren, er war also 12 Jahre alt, zu Agnes’ Geburtsdatum gibt es keine andere Quelle). Falls sie wirklich 8 Jahre alt war, so war sie nach der Auffassung des 12. Jahrhunderts drei Jahre zu jung für die Ehe[5]. Wilhelm scheint die Zeremonie, bei der er anwesend war, jedoch als vollumfängliche Hochzeit zu beschreiben (matrimonii legibus ... copulare), worin ihm einige nichtbyzantinische Quellen und auch viele moderne Autoren folgen[6]. Die Feierlichkeiten fanden am 2. März 1180 in der Trullos-Halle im Großen Palast statt. Agnes wurde dabei offiziell in Anna umgetauft. Eustathios schrieb anlässlich der Feier eine Rede mit dem Titel Rede auf die öffentlichen Feiern zur Verlobung der zwei königlichen Kinder.[7] Die Zeremonie fand ungefähr einen Monat nach der Hochzeit von Alexios‘ Halbschwester Maria Komnene mit Rainer von Montferrat statt.
Am 24. September 1180 starb Manuel und Alexios folgte ihm als Kaiser. Aufgrund seiner Jugend übte seine Mutter Maria von Antiochia in dieser Zeit wesentlich mehr Einfluss auf die Staatsgeschäfte aus als Alexios oder gar Anna. 1183 wurde Maria vovon Andronikos I. Komnenos abgelöst, einem Vetter Manuels, dessen Ambitionen auf den Thron bekannt waren. Ihm werden die Schuld am Tod Maria Komnenes (Juli 1182), Rainer von Montferrats (August 1182) und Maria von Antiochias (1183) zugeschrieben. Andronikos wurde zum Mitkaiser ernannt, im Oktober ließ er Alexios erdrosseln.

Ehe mit Andronikos I.
Anna war nun eine 12-jährige Witwe, allerdings nicht lange, da der etwa 65-jährige Andronikos Ende des Jahres ihr zweiter Ehemann wurde.
Andronikos war bereits einmal verheiratet gewesen, der Name dieser Ehefrau ist unbekannt. Zudem hatte er sexuelle Beziehungen zu zwei Nichten, Eudokia Komnene und Theodora Komnene, sowie Philippa von Antiochia, der Tochter von Konstanze von Antiochia und Raimund von Poitiers, die als Schwester Maria von Antiochas eine Tante Alexios II. war. Andronikos hatte von seiner ersten Ehefrau zwei Söhne, sowie eine Tochter und einen Sohn von Theodora.
Anna war nun zwei Jahre lang Kaiserin, bis Andronikos im September 1185 abgesetzt wurde. Er floh mit Anna und einer weiteren Geliebten, die als Maraptike bekannt ist, vor dem Volksaufstand aus Konstantinopel, wurden aber in Chele in Bithynien am Schwarzen Meer, wo sie per Schiff auf die Krim fliehen wollten, aber wegen ungünstiger Winde festgehalten wurden, gestellt. Andronikos wurde gefangen genommen und in die Hauptstadt gebracht,[8] wo er am 12. September 1185 öffentlich getötet wurde.

Theodoros Branas
Anna überlebte Andronikos’ Sturz und Tod und verschwand danach acht Jahre aus den Annalen. Erst 1193 berichtete ein westeuropäischer Chronist, sie sei nun (23 Jahre alt) die Geliebte von Theodoros Branas[9], einem Feldherrn, der an der Nordgrenze des Reiches kämpfte. Sie waren nicht verheiratet, vielleicht weil sie ihr durch die Ehe mit einem Bürgerlichen ihre Mitgift verloren hätte.
Im Sommer 1204 schließlich heirateten sie auf Druck des Lateinischen Kaisers Balduin I.[10] Theodoros Branas kämpfte weiter für das Lateinische Kaiserreich, zuletzt wird im Jahr 1219 von ihm berichtet, von Agnes war zu dieser Zeit und danach nicht mehr die Rede.
Agnes und Theodoros hatten mindestens eine Tochter, die Narjot de Toucy († 1241) heiratete.[11]
Von König Philipp II., Annas Bruder und König von Frankreich von 1180 bis 1223, wird nicht berichtet, dass er sich um das Schicksal seiner Schwester nach ihrer Abreise nach Konstantinopel noch einmal gekümmert habe. 
von Frankreich (Kapetinger), Prinzessin Agnes (Anna) (I7457)
 
49998 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Agnes_von_Hessen_(†_1332)

Agnes von Hessen (* um 1290; † 11.[1] oder 13. Januar 1332[2]) war eine landgräfliche Prinzessin und durch Heirat Gräfin von Nassau-Wiesbaden.

Leben
Agnes wurde als einzige Tochter des landgräflichen Prinzen Heinrich (der Jüngere) aus dem Haus Hessen und dessen Gemahlin Agnes von Bayern (1276–1340, Tochter des Herzogs Ludwig von Bayern) geboren.

Nach dem frühen Tod ihres Vaters kam sie mit ihrer Mutter an den Hof ihrer Großmutter in München. Schon bald nach der Wiederheirat und dem Fortzug ihrer Mutter wurde sie in München mit dem Grafen Gerlach I. von Nassau verheiratet und hatte mit ihm sechs Kinder.

Agnes fand ihre letzte Ruhestätte im Kloster Klarenthal, wo ihre Tochter Agnes später Äbtissin war. Nach ihrem Tod heiratete Gerlach I. 1337 Irmgard von Hohenlohe († 1371).

Grabdenkmal
Das Tumbengrab von Agnes und ihrem Ehemann wurde einige Zeit nach der Aufhebung des Klosters Klarenthal (nicht vor 1632), in die Mauritiuskirche in Wiesbaden gebracht. Wie zuvor in Klarenthal wurde es dort im Chor aufgestellt. Als 1850 die Kirche abbrannte, wurde auch die Tumbenanlage zerstört. Von der Deckplatte mit Relief, welches das Ehepaar beim Gebet zeigte, existieren noch Zeichnungen in Publikationen von Johann Andreae und Henrich Dors. Die darauf abgebildeten Inschriften geben abweichend vom Klarenthaler Nekrolog den 13. Januar (statt des 11. Januar) als Todestag von Agnes an. 
von Hessen, Agnes (I22746)
 
49999 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Albrecht_I._(Bayern)

Albrecht I. von Bayern KG (* 25. Juli 1336 in München; † 16. Dezember 1404[2] in Den Haag) war ein Mitglied der Herrscherfamilie der Wittelsbacher. Er war Herzog von Bayern-Straubing, Graf von Holland, Zeeland und Hennegau sowie Herr von Friesland. Albrecht organisierte 1385 die Doppelhochzeit von Cambrai, an der mehr als 20.000 Gäste teilnahmen.

Zeitgeschichtlicher Hintergrund
Mit Albrechts Vater Ludwig IV. stellten die Wittelsbacher 1314 erstmals den römisch-deutschen König. Ludwig, der sich erst nach langem Ringen gegen seinen Konkurrenten Friedrich den Schönen aus dem Hause Habsburg durchgesetzt hatte, baute die Hausmacht seiner Familie planvoll aus: Zusätzlich zu den angestammten Besitzungen in Bayern und der Pfalz erwarb er Brandenburg und Tirol sowie Holland, Seeland und den Hennegau. Nach seinem Tod 1347 fielen diese Gebiete an seine sechs Söhne Ludwig den Brandenburger, Stephan II., Ludwig den Römer, Wilhelm I., Albrecht I. und Otto V.
Das Todesjahr Ludwigs IV., 1347, stellt einen Einschnitt in der Geschichte Europas dar. Der Schwarze Tod, eine Pestepidemie ungeahnten Ausmaßes, verbreitete sich auf dem ganzen Kontinent. Zu den verheerenden ökonomischen und demografischen Auswirkungen der Pest trat der 1337 ausgebrochene Hundertjährige Krieg zwischen England und Frankreich. Auch der Einfluss der Kirche, die sich 1378 im Avignonesischen Schisma für vier Jahrzehnte spaltete, ging zurück. Wegen dieser Entwicklungen spricht man für die Zeit, in die Albrecht geboren wurde, auch von der Krise des Spätmittelalters.

Leben
Albrecht I. war der dritte gemeinsame Sohn Kaiser Ludwigs IV. und seiner zweiten Ehefrau Gräfin Margarethes von Hennegau und Holland. Nach dem Tod seines Vaters war er, noch minderjährig, 1347 bis 1349 gemeinsam mit seinen Brüdern Herzog in ganz Bayern. Von der Teilung des Herzogtums im Landsberger Vertrag 1349 bis 1353 regierte er gemeinsam mit Stephan II. und Wilhelm I. das niederbayerische Teilherzogtum. 1353 heiratete er Margarete von Liegnitz-Brieg († 1386), eine Tochter des Herzogs Ludwig I. von Liegnitz und Urenkelin des böhmischen Königs Wenzel II. Im selben Jahr wurde er im Regensburger Vertrag (bis zu dessen Tod 1389 formell gemeinsam mit dem geistig erkrankten Wilhelm I.) Herzog von Bayern-Straubing-Holland.
Obwohl er in Straubing ein repräsentatives Herzogsschloss errichten ließ, residierte er ab 1358 überwiegend in Den Haag. Im Kampf um Tirol (1363–1369) stand Albrecht auf Seiten seines Bruders Stephan II.
1385 organisierte Albrecht die Doppelhochzeit von Cambrai. Seine Herrschaft war durch seine ehrgeizige Heiratspolitik abgesichert und als Nachfolger standen drei Söhne bereit: Wilhelm, der die niederländischen Grafschaften übernehmen sollte, Albrecht II., der für die Herrschaft in Straubing vorgesehen war, und Johann, der als Fürstelekt dem Bistum Lüttich vorstand.
Die Beziehung Herzog Albrechts zur holländischen Adligen Aleida von Poelgeest sorgte allerdings innenpolitisch für Unruhe. Die städtische Partei der Kabeljauwen versuchte, mit Aleidas Hilfe ihren Einfluss an Albrechts Hof auszubauen, während diie altadligen Hoeken mit seinem Sohn Wilhelm paktierten, der zu dieser Zeit mit der Verwaltung des Hennegaus betraut war (für die Hintergründe siehe Haken-und-Kabeljau-Krieg). Der Konflikt zwischen Vater und Sohn gipfelte 1392 in der wohl von den Hoeken veranlassten Ermordung Aleidas und des herzoglichen Hofmeisters Willem Cuser. Albrecht konnte sich schließlich durchsetzen, Wilhelm musste nach England fliehen. Bereits 1394 kam es aber zur Versöhnung der beiden und Wilhelm erhielt seine Statthalterrechte zurück.
Vater und Sohn führten mit erheblichem finanziellen Aufwand, aber ohne eindeutiges Ergebnis eine Reihe von Feldzügen gegen die aufständischen Friesen, die sich von Holland lossagen und direkt dem römisch-deutschen Kaiser unterstellen wollten. Albrecht I. starb am 16. Dezember 1404 nach über 46-jähriger Regentschaft. Er hatte das erst 1353 neu gebildete Herzogtum wirtschaftlich und innenpolitisch gefestigt und durch seine Heiratspolitik zu europäischer Größe gebracht. Seine Nachfolge übernahmen nun seine Söhne, Wilhelm im Norden und Johann, der für seinen früh verstorbenen Bruder Albrecht II. nachgerückt war, im Süden.
In seiner fast fünfzigjährigen Regierung entwickelte sich das Herzogtum Bayern-Straubing-Holland zu einem wichtigen Faktor in der europäischen Politik. Sein zweiter Sohn Albrecht II. verwaltete bis zu seinem Tode 1397 den Straubinger Landesteil, sein ältester Sohn Wilhelm II. wurde 1404 sein Nachfolger. Mit dem Tode des dritten Sohnes Johann III., der sich mit der Tochter Wilhelms II., Jakobäa, um die Herrschaft stritt, endete 1425 die wittelsbachische Linie Bayern-Straubing-Holland.

Ehen und Nachkommen
Aus seiner am 19. Juli 1353 in Passau geschlossenen Ehe mit Margarete von Liegnitz-Brieg, einer Tochter von Herzog Ludwig I. von Liegnitz hatte Albrecht I. sieben Kinder:
• Katharina (1360–1402), ∞ mit Herzog Wilhelm von Geldern und Jülich
• Johanna (1362–1386), ∞ mit dem späteren böhmischen König und römisch-deutschen König Wenzel von Luxemburg,
• Margarete (1363–1423), ∞ 12. April 1385 auf der Doppelhochzeit von Cambrai mit dem späteren Herzog Johann Ohnefurcht von Burgund.
• Wilhelm II. (1365–1417),
• Albrecht II. (1368–1397),
• Johann III. (1374–1425), und
• Johanna Sophie (1377–1410), ∞ mit Herzog Albrecht IV. von Österreich
Nachdem seine erste Ehefrau 1386 gestorben war, heiratete Albrecht am 30. März 1394 in Köln Margarete von Kleve. Diese Verbindung blieb kinderlos.
Albrecht wurde in der Hofkapelle in Den Haag neben seiner ersten Frau Margarete von Liegnitz-Brieg beigesetzt.[3]


Literatur
• Michaela Bleicher: Das Herzogtum Niederbayern-Straubing in den Hussitenkriegen. Kriegsalltag und Kriegsführung im Spiegel der Landschreiberrechnungen. Dissertation, Regensburg 2006, S. 31–42 (online).
• Laetitia Boehm: Das Haus Wittelsbach in den Niederlanden. In: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte. Band 44, 1981, S. 93–130, insbesondere S. 111–115 (online).
• Alfons Huber, Johannes Prammer (Hrsg.): 650 Jahre Herzogtum Niederbayern-Straubing-Holland. Vortragsreihe des Historischen Vereins für Straubing und Umgebung. Historischer Verein für Straubing und Umgebung, Straubing 2005, ISBN 3-00-014600-, S. 7–39, 91–126.
• Dorit-Maria Krenn, Joachim Wild: „fürste in der ferne“. Das Herzogtum Niederbayern-Straubing-Holland 1353–1425 (= Hefte zur bayerischen Geschichte und Kultur. Band 28). Haus der Bayerischen Geschichte, Augsburg 2003, ISBN 3-927233-86-2, S. 5–9, 32–34, 42–44.
• Dorit-Maria Krenn: Albrecht I. von Straubing-Holland. In: Straubinger! 23 kurze Porträts. Attenkofer, Straubing 2007, ISBN 3-936511-39-X, S. 14–18.
• Edmund von Oefele : Albrecht I., Pfalzgraf bei Rhein. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band  1 , Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S.  230  f.
• Hans Patze: Die Wittelsbacher in der mittelalterlichen Politik Europas. In: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte. Band 44, 1981, S. 33–79, insbesondere S. 70–72 (online).
• Hans Rall : 123437849.html#ndbcontent Albrecht I., Herzog von Bayern. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band  1 , Duncker & Humblot, Berlin 1953, ISBN 3-428-00182-6, S.  155  f. (Digitalisat).
• Joachim Wild: Die Herzöge von Straubing und Ingolstadt. Residenzstädte auf Zeit. In: Alois Schmid, Katharina Weigand (Hrsg.): Die Herrscher Bayerns. 25 historische Portraits von Tassilo III. bis Ludwig III. 2. Auflage. C. H. Beck, München 200, ISBN 3-406-54468-1, S. 118–129, insbesondere S. 119–121.
• Joachim Wild: Holland. Die Wittelsbacher an der Nordsee (1346–1436). In: Alois Schmid, Katharina Weigand (Hrsg.): Bayern mitten in Europa. Vom Frühmittelalter bis ins 20. Jahrhundert. C. H. Beck, München 2005, ISBN 3-406-52898-8, S. 92–106, isbesondere S. 95–103.
Weblinks
 Commons: Albrecht I. (Bayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
• Dorit-Maria Krenn: Niederbayern-Straubing-Holland, Herzogtum (1353-1425). In: Historisches Lexikon Bayerns
Anmerkungen
1 Aus Michiel Vosmeer: Principes Hollandiae et Zelandiae. Antwerpen 1578.
2 Léopold Devillers: Cartulaire des Comtes de Hainaut de l’avènement de Guillaume II à la mort de Jacqueline de Bavière. Band 3. Hayez, Brüssel 1886, S. 241 mit Anm. 1. Marinus Jacobus Waale: De Arkelse oorlog 1401–1412. Een politieke, krijgskudige en economische analyse. Verloren, Hilversum 1990, S. 108.
3 Zu Albrechts Tod und Begräbnis Helga Czerny: Der Tod der bayerischen Herzöge im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit 1347–1579. Vorbereitungen – Sterben – Trauerfeierlichkeiten – Grablegen – Memoria (= Schriftenreihe zur bayerischen Landsgeschichte. Band 146). C. H. Beck, München 2005, ISBN 3-406-10742-7, S. 102–105 (zugleich Dissertation, Universität München 2004). 
von Bayern (Wittelsbacher), Herzog Albrecht I. (I9048)
 
50000 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Albrecht_I._(Sachsen) (Jun 2021)

Albrecht I., Herzog von Sachsen, auch Albert I. (* um 1175; † 7. Oktober 1260 oder 8. November 1261 begraben im Kloster Lehnin) aus dem Geschlecht der Askanier war Herzog von Sachsen-Wittenberg, Engern, Westfalen und Herr von Nordalbingien, Kurfürst und Erzmarschall des Heiligen Römischen Reiches und Graf von Askanien.

Albrecht wurde als Sohn des Herzogs Bernhard und der Judith von Polen, Tochter des Herzogs Mieszko III., nach seinem Bruder Heinrich I. geboren.
Nach dem Tod seines Vaters erbte Albrecht die sächsische Herzogswürde und gründete im Jahre 1212 die herzoglich-sächsische Linie der Askanier, die sich 1260 in die Zweige Sachsen-Lauenburg und Sachsen-Wittenberg spaltete. Nach dem Tod seines Vaters Bernhard III. erhielt sein älterer Bruder Heinrich I. die askanischen Erblande und wurde so Graf von Anhalt.
Albrecht I. unterstützte Kaiser Otto IV. in seinem Kampf gegen die Staufer und bekämpfte besonders deren Patron und Stütze Erzbischof Albrecht von Magdeburg, gegen den er unter anderem Staßfurt verlor. Im Jahr 1217 ging er ein letztes Mal, zusammen mit Kaiser Otto IV. und Markgraf Albrecht II. von Brandenburg († 1220), über die Elbe gegen Erzbischof Albrecht von Magdeburg vor, ohne nennenswerte Erfolge zu erzielen.
Kaiser Friedrich II. hatte sich anlässlich seiner Krönung in Aachen am 25. Juli 1215 verpflichtet, einen Kreuzzug durchzuführen. Jedoch wurde seine Teilnahme von inneren Zwistigkeiten in Deutschland verhindert. Er rüstete jedoch ein Heer aus und unterstellte es 1217 Albrechts I. Führung. Dieser eroberte daraufhin die Festung Damiette am Mittelmeer (siehe Kreuzzug von Damiette). Hiermit wollte man eine Basis für die Wiedereroberung Palästinas haben, wozu es jedoch nicht kam.

1218 bestätigte Kaiser Friedrich II. seine Lehen, Rechte und Vogteien. 1219 zog er anlässlich eines Kreuzzuges nach Livland. Dabei sollte verhindert werden, dass die Letten sich mit den Russen verbündeten. Dabei erwies sich Albrecht als tüchtiger Kriegsmann mit strategischem Geschick.

Als Albrecht von Magdeburg 1221 nach Italien reiste, nutzte Albrecht I. die für ihn günstige Lage zum Nachteil seiner Kontrahenten Otto III. und Johann I. aus. Dies führte zu einem tiefen Zerwürfnis zwischen ihm und seinem Bruder Heinrich von Anhalt. Zusammen mit Friedrich II. war er mehrmals in Italien und wurde 1226 zum Herzog von Albingen gewählt. Durch diesen neuen Titel wurde er in die Kriege der Schauenburger gegen Dänemark hineingezogen und mischte sich in der Schlacht bei Bornhhöved am 22. Juli 1227 auf der Seite von Adolf IV. von Schauenburg, zusammen mit Lübeck, Hamburg und dem Erzbischof Gebhard von Bremen, aktiv in das Kriegsgeschehen ein. Dadurch brach die dänische Großmachtstellung zusammen und Albrecht I. konnte Lauenburg einschließlich der Stadt Mölln gewinnen. Bis dahin hatte er an der Unterelbe nur die Hoheit über das weitgehend autonome Land Hadeln besessen. Zusätzlich sicherte er die sächsischen Hoheitsansprüche über Wagrien (Ostholstein), Lübeck, Schwerin, und Dannenberg. Des Weiteren gewann er von den Welfen die Vogteien Hitzacker, Bergedorf und den Sachsenwald. Jedoch erst auf dem Hoftag zu Worms von 1231 wurden ihm diese Besitzungen durch Kaiser Friedrich II. bestätigt.
Von 1217 bis 1230 war er Regent der Markgrafschaft Meißen und reiste in den Jahren 1228/29 zusammen mit Friedrich II. nach Jerusalem.
In den Jahren 1231/32 vermittelte er den Frieden zwischen dem Kaiser und dessen Sohn Heinrich VII. und erreichte zusammen mit anderen Reichsfürsten das bedeutsame Statutum in favorem principum als neue Basis der Territorialherrschaften.

1240/41 war er nochmals in Italien. Durch den Tod von Graf Bederich II. (1250) erhielt Albrecht zum Herzogtum die Grafschaft Belzig hinzu. Auch kümmerte er sich um die wirtschaftlichen Belange seines Landes. So erließ er am 2. Januar 1248 eine Zollrolle für den Handelsverkehr der Städte Hamburg und Lübeck mit Salzwedel und sagte Geleitssicherheit zu, was ihm große Einnahmen bescherte. Auch gründete er um 1250 das Franziskanerkloster (graue Kloster) und die dazugehörige Franziskanerkirche (Zeughauskaserne am Arsenalsplatz), welche später die Begräbnisstätte seiner verstorbenen Angehörigen wurde und als Hofkirche bis 1306 diente.

Da Albrecht I. im Besitz der Kurrechte als Erzmarschall des Heiligen Römischen Reiches war, wohnte er 1252 der Fürstenversammlung zu Braunschweig bei, um den Gegenkönig Wilhelm von Holland anzuerkennen. In dieser Stellung griff er 1231 in die Reichsbelange ein, als der nach weltlicher Macht strebende Papst durch seinen Prälaten versuchte, die Fürsten gegen Kaiser Friedrich II. aufzuhetzen. Auf dem darauf folgenden Reichstag in Frankfurt 1234 erreichte Albrecht I., dass die Ketzergerichte den Fanatikern entzogen und der ordentlichen Gerichtsbarkeit übertragen wurden. 1257 wählte er Alfons X. von Kastilien mit. Albrecht gewann auch Grafenrechte und Besitzungen in Engern.

Nach seinem Tod im Jahre 1260 teilten seine Söhne Johann I. und Albrecht II. sein Land, entsprechend den Grundsätzen des askanischen Geschlechts, das erst 1727 die Primogenitur einführte. Daraufhin wurde das Herzogtum Sachsen, in die Herzogtümer Sachsen-Wittenberg und Sachsen-Lauenburg aufgeteilt. 
von Sachsen (Askanier), Herzog Albrecht I. (I7852)
 

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