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| 51 | Der 125. Landammann von Uri (Amtsperiode 200) - Anton Maria Schmid von Ursern I. Anton Maria Schmid I., in Altdorf, Landammann 1808—1809, geb. 17. Januar 1744, Sohn des Landammann Johann Franz Martin und der Rosa Christina Dominika Bessler von Wattingen, aus der IL Linie ,,ob der Kirche", ✟ im Amte am 13. Oktober 1808. Inhaber des Ritterkreuzes des Ludwig-Ordens, 1788 Landeshauptmann, 1798 Senator des Kantons Waldstätten, 1806 Landesstatthalter. Gattin: Maria Rosa Müller, Tochter des Gardeoberst Karl Franz und der Magdalena Ursula Jauch. Im Wappenbuch der Straussengesellschaft ist er verewigt mit dem gevierten Wappen: i und 4 in Blau goldene Lilie, 2 und 3 in Gold schwarzer Bär. Quelle: | Schmid von Uri, Landammann Anton Maria I. (I18611)
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| 52 | Der 126. Landammann von Uri (Amtsperiode 202) - Karl Martin Müller von Ursern Karl Martin Müller, in Altdorf, Landammann 1809—1811, geb. zu Neapel 14. September 1767, Sohn des Landammann Karl Franz und der Josefa Brand, ✟ 1831. Er gehörte von 1804 der Regierung an. Gattin: 1. Walburga Bessler, Tochter des Landammann Karl Alfons; 2. Franziska von Hettlingen. Eifriger Förderer des Susten- und Gotthard-Strassenbaues. Quelle: | Müller von Ursern, Landammann Karl (Carl) Martin (I18505)
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| 53 | Der 127. Landammann von Uri (Amtsperiode 203) - Josef Anton Arnold Josef Anton Arnold, in Altdorf, Landammann 1811—1813, geb. 26. September 1765, Sohn des Ratsherrn und Spitalvogt Josef Anton und der Katharina Gisler; ✟ 18. November 1821. Der Stammvater Leonhard des Rats fiel 1515 in der Schlacht bei Marignano; er hatte den Wohnsitz im „Mätteli" ob der Kirche zu Spiringen. Ein Zweig dieser Familie kam in die „Ämmeten" nach Bürglen und von hier nach Altdorf. Wappen: In Rot ein silberner Hellebardier; Kleinod: Krieger mit Hellebarde. Arnold trat 1803 als Landesfähnrich in die Regierung und stand beim Landvolke in höchstem Ansehen. Als die Urner 1815 zur Grenzbesetzung auszogen, schenkte er die später als Landsgemeindepanner benützte schwarz-gelb-geflammte Fahne. Das Siegel von 26 x 23 mm an einer Altgülte der Tannerpfründe Altdorf ab Schopfli in Seedorf vom 26. Februar 1813 zeigt im Schild von 14 x 9,5 mm auf senkrechter Schraffierung einen Krieger mit Hellebarde in der Rechten und das Schwert im Gehänge. Kleinod: Krieger mit Hellebarde (Abb. Nr. 27). Quelle: | Arnold, Landammann Josef Anton (I18617)
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| 54 | Der 128. Landammann von Uri (Amtsperiode 205) - Karl Josef Bessler von Wattingen Karl Josef Bessler, in Altdorf, Landammann 1813—1815 und 1823 bis 1825, geb. 13. April 1774, Sohn des Landammann Karl Alfons II. und der Mar. Anna Kath. Müller; ✟ 15. Februar 1834. Gattin: Karolina Viktoria Müller, Tochter des Landammann Karl Franz und der Josefa Franziska Bessler. Landammann Bessler benützte 3 verschiedene Siegel: a) Ovalsiegel von 23 x 21 mm. Wappenschild von 13 x 10 mm, unter Helm mit wallender Feder, und umgeben von Fahnen, geteilt durch Querbalken, belegt mit 3 Kugeln. Im Schildhaupt 2 Brackenköpfe und im Schildfuss 2 Brände. b) Ovalsiegel von 25 x 23 mm. Der herzförmige Schild mit dem Wappen der Bessler von Wattingen ist überragt von Ritterhelm mit Federn. Beleg: Gült vom 16. März 1815 im Kirchenarchiv Bürglen. c) Ovalsiegel von 23 x 21 mm. Eine neunzackige Krone überragt den Wappenschild von 18 x 11 mm. Beleg: Gült vom 31. März 1824 (Abb. Nr. 28). Quelle: | Bessler von Wattingen, Landammann Karl Josef (I18503)
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| 55 | Der 13. Landammann von Uri (Amtsperiode 14) - Heinrich von Beroldingen Heinrich Beroldinger, in Seelisberg, Landammann 1426—1431; † nach 1446. Der Name „Beroldinger" wird 1257 erstmals urkundlich erwähnt. Stammvater dieser Familie ist Heinrich, vermählt mit Margareth Tammann, von Luzern, welcher den Ruhm seiner Familie begründete. Auf zahlreichen Tagsatzungen vertrat er Uri von 1426—1439, war 1426 beim Friedensschluss mit Mailand, 1433 eidgenössischer Schiedsrichter im Streite zwischen dem Land Appenzell mit St. Gallen, und 1444, nach der Schlacht bei St. Jakob an der Birs, beim Abschluss des Friedens mit dem Dauphin Ludwig von Frankreich. Es gelang Heinrich Beroïdinger, das Land durch Loskauf vom Fraumünster vollständig unabhängig zu machen. Wappen: in Gold ein blauer, mit zwei goldenen Sternen belegter, schwarz gesprängter Reichsapfel. Heinrich Beroldinger hat nach den gemachten Feststellungen immer denselben Siegelstempel verwendet: Rund-S von 3 cm; Umschrift in 4 mm hohen gotischen Minuskeln: * sigillum heinrici beroldinger. Im Rundschild von r5 x 12 mm ist der Reichsapfel mit 2 Sternen (Siegel-Abb. 50). Belege: Urkunde No. 398 und 400 des Staatsarchives Schwyz, vom 9. März und 23. April 1437 (Schiedsspruch der 19 eidg. Boten zwischen Zürich und dem Grafen von Toggenburg einerseits und den Ländern Schwyz und Glarus anderseits), Urfehde des Marti Truk, vom 5. Januar 1426 (Staatsarchiv Luzern), Gerichtsspruch wegen einem Haus in Spiringen, vom 5. Juni 1427 (Staatsarchiv Uri, No. 104], Gerichtsurteil vom 28. Juni 1428 betreffend Alprecht in Ursern des Anton Spilmatter von Wassen (Talarchiv Ursern). Quelle: | von Beroldingen, Landammann Heinrich (I5114)
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| 56 | Der 130. Landammann von Uri (Amtsperiode 207) - Jakob Anton Müller von Ursern Jakob Anton Müller, in Altdorf, Landammann 1817—1819, geb. 1777, Sohn des Landammann Jost Anton und der Anna Walburga Gerig, ✟ 21. September 1848, verheiratet mit Franziska Schmid, Tochter des Landammann Anton Maria und der Maria Rosa Müller. Als Landesstatthalter 1815 in die Regierung gewählt, ward ihm 1834 auch das Pannerherrenamt übertragen. Als Statthalter besiegelte Müller eine Gült vom 29. Juli 1815 mit Ovalsiegel von 27 x 24 mm, welches in dem von 2 Windhunden gehaltenen Schild unter neunzackiger Krone das Wappen der „Müller von Ursern" zeigt, nämlich im untern Halbteil ein halbes Mühlenrad und im obern, gespaltenen Teil mit Stern auf dem Trennungsstrich je eine Lilie (Abb. Nr. 30). Landammann Jakob Anton Müller bediente sich auch des Siegels seines Vaters zu vorkommenden Siegelungen. Beleg: Gült vom 20. Mai 1817. Quelle: | Müller von Ursern, Landammann Jakob Anton (I18534)
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| 57 | Der 131. Landammann von Uri (Amtsperiode 208) - Anton Maria Schmid von Uri II. Anton Maria Schmid II., genannt „von Bellikon", in Altdorf, Landammann 1819 bis 1821, geb. 13. März 1762, Sohn des Landammann Jost Anton Schmid, Gerichtsherr zu Bellikon und Hausen, und der Maria Franziska Brand, von der Linie des Gardehauptmanns; verheiratet mit Maria Anna Müller, Tochter des Ratsherrn Karl Martin und der Kath. Reding. Zwei verschiedene Siegel: a) 2 cm grosses Oktogon-Siegel mit Perleinfassung. Im Ovalschild von 10 x 9,5 mm das gevierte Wappen : 1 und 4 Lilie, 2 und 3 Bär. Kleinod: Bär. Beleg: Gült vom 13. November 1819 ab Langmatt in Flüelen (Abb. Nr. 31). b) Ovalsiegel von 25 x 22 mm, das im Ovalschild von 1,2 x 1 cm das hievor beschriebene Wappen und Kleinod aufweist. Beleg: Gült vom 5. Oktober 1820 ab Oberschwand, Spiringen (Abb. Nr. 32). Quelle: | Schmid von Uri, Landammann Anton Maria II. (I18571)
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| 58 | Der 132. Landammann von Uri (Amtsperiode 209) - Alois Müller von Ursern Alois Müller, in Altdorf, Landammann 1821—1823, geb. 1785, Sohn des Statthalters Alois und der Josefa Franziska Schmid, verheiratet mit Vinzenzia Schmid, Tochter des Anton Maria und der Rosa Müller, f 6. Januar 1845. Siegel: Oval von 23 x 18 mm. Der von einer Krone überragte, von Fahnen und Kanonen flankierte ovale Schild von 1,3 x 1 cm zeigt das Wappen Müller. Beleg: Gült vom 12. Dezember 1822 auf Mühle und Backstube im Höfli zu Altdorf (Abb. Nr. 33). Quelle: | Müller von Ursern, Landammann Alois (I18663)
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| 59 | Der 133. Landammann von Uri (Amtsperiode 211) - Josef Maria Zgraggen Josef Maria Zgraggen, in Flüelen, Landammann 1825—1829, Sohn des Ratsherrn Johann Josef, und der Klara Ziegler, geb. 15. März 1772 zu Silenen, verehelicht mit Margritha Zwyssig, Tochter des Landesstatthalters Franz Anton und der Eva Margr. Pfyffer. Besitzer des Schlösschens Rudenz in Flüelen. Als Landessäckelmeister 1808 in die Regierung gewählt, gehörte er derselben an bis zum Ableben am 28. Januar 1844. Ihm gebührt das Hauptverdienst an dem glücklich vollendeten Bau der neuen Gotthardstrasse. Der Familienname rührt von den schon 1300 erwähnten Grundstücken ,,ze Gracun" in Gurtnellen und Schattdorf her. Wappen: 1. Im Kreuzgang des ehemaligen Franziskanerklosters Santa Maria della Grazie zu Bellinzona ist aus dem Jahr 1636 das Fresco-Wappen des Ratsherrn Silenen, dargestellt mit einer hochrechteckigen Schnalle in Rot über grünem Dreiberg, und als Kleinod ein mit derselben Figur belegter Flug. 2. In Grün linksschreitender schwarzer Bär mit rotem, doppeltem Kreuz (Variante: Kranz) zwischen den Pranken. Kleinod: Bär mit Doppelkranz. 3.Durch roten Balken schrägrechts geteilt, in Blau eine silberne Majuskel Z, beseitet von 2 goldenen Sternen, unten in Silber über grünem Dreiberg eine schwarze Elster mit Goldring im Schnabel; Kleinod: 3 Federn. 4. Gegenwärtig geführtes Wappen: Geviertet: 1 und 4 in Blau goldener Halbmond und Stern, 2 und 3: in Gold schwarze Dohle über grünem Dreiberg; Kleinod: 3 Straussenfedern. Landammann Zgraggen führte ein Ovalsiegel von 26 x 23 mm, das im Schild von 15 x 11 mm das gevierte Wappen trägt: 1 und 4 in waagrechter schraffierter Fläche ein Mondviertel, überhöht von sechszackigem Stern; 2 und 3: auf punktiertem Grund eine Dohle über Dreiberg. Helmzier: 3 Federn (Abb. Nr. 34). Quelle: | Zgraggen, Landammann Josef Maria (I18669)
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| 60 | Der 134. Landammann von Uri (Amtsperiode 212) - Josef Leonz Lauener Josef Leonz Lauener, in Altdorf, Landammann 1829—1832, geb. 1786, Sohn des Ritter Josef Leonz und der Amanzia Good, f 14. März 1862; verehelicht mit Karolina Schmid von Böttstein. In die Regierung kam Lauener 1823 und bekleidete bis 1848 das Zeugherrenamt. Landammann Lauener hatte ein Ovalsiegel von 20 x 12 mm. Schild von 10x8 mm, gehalten von 2 Greifen und überragt durch Krone, zeigt ein Kreuz auf Dreiberg, begleitet von 2 Sternen und 2 Mondvierteln. Beleg: Gült vom 15. April 1832 (Abb. Nr. 35). Quelle: | Lauener, Landammann Josef Leonz (I18679)
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| 61 | Der 136. Landammann von Uri (Amtsperiode 214) - Anton Maria Schmid von Uri III. Anton Maria Schmid III., von Altdorf, Landammann 1834—Ï838, aus der Linie „ob der Kirche", geb. 9. November 1792, Sohn des Säckelmeisters Josef Maria und der Kath. Gerig, f28. Januar 1880; verehelicht mit Karolina Curti, Tochter des Dorfvogt Josef Anton und der Karolina Danioth. Der Regierung gehörte Schmid vom Jahre 1832 an. In päpstlichen Diensten wurde er 1859 zum General befördert. Siegel: Oval von 25 x 22 mm. Das gevierte Wappen (1 und 4 Lilie, 2 und 3 Bär) im Schild von 11,5 x 9,5 mm ist überragt vom Bär als Kleinod. Beleg: Gült vom 8. Juni 1837 (Abb. Nr. 37). Quelle: | Schmid von Uri, Landammann Anton Maria (I18703)
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| 62 | Der 137. Landammann von Uri (Amtsperiode 215) - Karl Muheim I. Karl Muheim I., in Altdorf, Landammann 1838—1842, geb. 14. Februar 1800, Sohn des Fürsprech Franz Anton und der Amanzia Good; f 4. August 1867, ledigen Standes ; wurde im Jahr 1836 als Landesstatthalter in die Regierung gewählt. Seit 1866 Ständerat. Siegel: Ovalsiegel von 27 x 24 mm. Der 12 mm hohe Spitzschild mit dem Familienwappen — einwärts gebogene Spitze, belegt mit drei Heimchen (Muheimen) — ruht auf einer Konsole, beschriftet „Muheim". Kleinod: Einhorn. Dasselbe Siegel wurde auch von den 3 weitern Landammännern aus der Familie Muheim (No. 141, 146, 148) beibehalten (Abb. Nr. 38). Quelle: | Muheim, Landammann Karl (I18713)
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| 63 | Der 138. Landammann von Uri (Amtsperiode 216) - Franz Vinzens Müller von Ursern Vinzenz Müller, in Altdorf, Landammann 1842—1846, geb. 29. August 1812, Sohn des Landammann Karl Martin und der Franziska von Hettlingen, verehelicht mit Franziska Müller, Tochter des Landammann Jakob Anton und der Franziska Müller. Die Landesgemeinde wählte ihn 1837 a's Landessäckelmeister in die Regierung, welcher er mit zwei Jahren Unterbruch bis zu seinem Ableben am 3. Januar 1871 angehörte. Landeshauptmann; Oberstleutenant. Siegel: Rundsiegel von 38 mm Durchmesser. Die Kartusche mit dem Müller-Wappen, überhöht von neunzackiger Krone, ist umgeben von militärischen Emblemen. Beleg: Altgülte vom 28. Sept. 1845 (Abb. Nr. 40). Quelle: | Müller von Ursern, Landammann Franz Vinzenz (I18531)
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| 64 | Der 139. Landammann von Uri (Amtsperiode 217) - Franz Xaver Zgraggen Franz Xaver Zgraggen, in Altdorf, Landammann 1846—1848, geb. 26. Februar 1802 zu Flüelen, Sohn des Landammann Josef Maria und der Margeritlia Zwyssig, verheiratet mit Theresia Curti, Tochter des Dorfvogt Josef Anton und der Theresia Arnold; ✟ 16. März 1896. Der Regierung gehörte er an in den Jahren 1839 bis 1848, 1850 bis 1873 und 1876 bis 1881. Siegel: Oval von 28 x 25 mm, abgeschlossen durch Kranz. Im Schild von 14 x 10,5 mm das gevierte Wappen (1 und 4: Halbmond und Stern, 2 und 3: Dohle auf Dreiberg); Kleinod: drei Straussenfedern. Beleg: Altgülte vom 9. November 1847 (Abb. Nr. 39). Quelle: | Zgraggen, Landammann Franz Xaver (I18671)
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| 65 | Der 140. Landammann von Uri (Amtsperiode 218) - Karl Franz Lusser Karl Franz Lusser, Dr. med., in Altdorf, Landammann 1848—1850, geb. 7. März 1790, Sohn des Distriktsstatthalters Josef Maria und der Helena Franziska Schmid, verehelicht mit Theresia Müller, Tochter des Landammann Jost Anton, und der Walburga Gerig; ✟ 21. August 1859. Vortrefflicher Naturforscher und Geschichtsschreiber, der aus einem der ältesten, noch blühenden Geschlechter Uri's stammt, das den Namen vom verschollenen Stammsitz „am Lussen" in Unterschächen (1257) herleitet. Wappen: 1. Landvogt Werner Lusser führte 1482 eine Minuskel „1" im Siegel. 2. In Blau mit goldenem Schildrand ein liegender schwarzer Doppelhacken mit Kreuz. Kleinod: Mannsrumpf in Rock von Gold und Schwarz, mit schwarzem Hut (Scheibe des Martin Lusser von 1573 in Wettingen). 3. Das neuere Wappen zeigt in Grün zwei goldene Löwen auf Dreiberg, mit folgenden drei Varianten: a) Silberkreuz; Kleinod: goldener Löwe, ein Silberkreuz hochhaltend (Wappenbuch der Straussengesellschaft, Blätter von 1608 bis 1737) ; b) Goldene Lilie, von den Löwen hochgehalten; über dem Dreiberg ein Silberkreuz; Kleinod: Löwe mit Lilie (Blätter aus 1653—1728) ; c) das gegenwärtig geführte Wappen hat statt der Lilie einen Stern (Blätter v. 1694-1859). Landammann Lusser benutzte zwei Siegel: 1) Ovalsiegel von 23 x 21mm; im Wappenschild zwei Löwen mit Stern zwischen den Pranken und Kreuz über Dreiberg. Kleinod: Löwe, mit vierzackigem Stern zwischen den Tatzen. Beleg: Siegelabdruck im Landesmuseum (Abb. Nr. 42). 2) Ovalsiegel von 24 x 23 mm. Im Wappenschild von 1 x 1 cm auf schraffiertem Grunde zwei Löwen mit Stern zwischen den Pranken und über Dreiberg ein Kreuz. Kleinod: Löwe mit fünfzackigem Stern. Beleg von 1850 (Abb. Nr. 41). Quelle: | Lusser, Landammann Karl Franz (I18772)
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| 66 | Der 141. Landammann von Uri (Amtsperioden 219 & 233) - Alexander Muheim Alexander Muheim, in Altdorf, Landammann 1850—1856 und 1859 bis 1864, geb. 16 April 1809, Sohn des Fürsprech Franz Anton und der Amanzia Good, verehelicht mit Crescentia Epp, Tochter des Landämmann Dominik und der Magdalena Schmid; J 9. Oktober 1867. Nationalrat 1859—1866. Quelle: | Muheim, Landammann Alexander (I18727)
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| 67 | Der 142. Landammann von Uri (Amtsperiode 220) - Karl Emanuel Müller von Ursern Karl Emanuel Müller, in Altdorf, Landammann 1856—1859 und 1864—1866, geb. 18. März 1804, Sohn des Landschreiber Anton Maria und der Elisab. Mailfaire. Verheiratet in 1. Ehe mit Josefa Arnold, Tochter des Landammann Josef Anton, und in 2. Ehe mit Emilie Schnyder von Wartensee. Der vorzügliche Ingenieur, Erbauer der Teufelsbrücke in der Schöllenen, führte auch die Reusskorrektion 1850—1853 durch und schenkte seiner Heimat den Kantonsspital. Siegel: 1. Oval von 25 x 24 mm. Der von Krone überragte Schild von 12 x 8 mm mit dem Müller-Wappen, über Fussornament, wird von 2 Löwen gehalten. Beleg: Gült vom 29. Mai 1856 (Abb. Nr. 43). 2. Ovalsiegel von 27 x 22 mm. Der ovale Schild mit dem Müller-Wappen wird von einem Krieger gehalten. Beleg: Abdruck von 1856 im Landesmuseum (Abb. Nr. 44). Quelle: | Müller von Ursern, Landammann Karl Emanuel (I18778)
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| 68 | Der 144. Landammann von Uri (Amtsperiode 224) - Dominik Epp II. Dominik Epp II., von Altdorf, Landammann 1870—1874, .geb. 8. Februar 1810, Sohn des Landammann Dominik I. und der Josefa Magdalena Schmid; ✟ 9. April 1885. Regierungsrat 1853—1874, Pannerherr i860—1866 Quelle: | Epp, Landammann Dominik (I18708)
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| 69 | Der 145. Landamman von Uri (Amtsperiode 225) - Franz Lusser Franz Lusser, von Altdorf, Landammann 1874—1878, Sohn des Karl Florian, Kanzleidirektor, und der Crescentia Besslcr, geb. 16. Februar 1818, ✟ 12. November 1885. Ständerat 1865—1882; Regierungsrat 1867—1880. Quelle: | Lusser, Landammann Franz (I18791)
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| 70 | Der 147. Landammann von Uri (Amtsperiode 228 & 230) - Karl Franz Müller von Ursern Karl Müller, von Altdorf, Landammann 1882—1884 und 1888—1892, geb. 13. September 1829, Sohn des Waisenvogt Alois und der Antonia Schmid von Bellikon; ✟ 28. November 1894 im Amte als Regierungsrat. Quelle: | Müller von Ursern, Landammann Karl Franz (I18822)
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| 71 | Der 151. Landammann von Uri (Amtsperiode 237, 239) - Josef Mar. Albin Furrer Josef Furrer, von Silenen, Landammann 1907—1909, 1911—1913, Sohn des Regierungsrat Josef und der Barbara Zgraggen, geb. 23. September 1869, 21. April 1925. Regierungsrat 1898—1915; Ständerat 1901—1911, Nationalrat 1911—1914. Wappen: In Rot eine natürliche Tanne, beseitet von zwei stehenden Bären mit silbernem Schwert in den Tatzen; Schildhaupt von Blau mit 3 goldenen Sternen. Kleinod: zwei Bären, der rechte mit gezücktem Schwert, der linke eine Tanne hochhaltend. Quelle: | Furrer, Landammann Josef Mar. Albin (I18865)
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| 72 | Der 154. Landammann von Uri (Amtsperiode 241) - Josef Martin Gamma Martin Gamma, von Altdorf, Landammann 1915—1920, geb. 21. März 1856, Sohn des Landweibel Martin und der Aloisia Arnold; ✟ 22. Oktober 1937, Nationalrat 191 —1925. Das Geschlecht Gamma tritt erstmals 1508 in Wassen auf, von wo es sich im 16. Jahrhundert nach Schattdorf und Altdorf verbreitete. Wappen: In Gold ein schwarzer Steinbock Quelle: | Gamma, Landammann Josef Martin (I18978)
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| 73 | Der 155. Landammann von Uri (Amtsperiode 242 & 246) - Kaspar Isidor Meyer von Ursern Isidor Meyer, von Andermatt, Landammann 1920—1922 und 1928 bis 1930, der erste Landammann aus dem Tale Ursern, geb. 9. Januar i860, Sohn des Ratsherrn Kaspar und der Klara Müller. Ständerat 1928—1935. Stammvater dieses Geschlechtes in Ursern ist Georg Meyer, dem am 12. Mai 1641 das Talrecht von Ursern verliehen wurde. Wappen: In Blau auf grünem Dreiberg ein „grüner Meyen" mit weissen Blüten (Abb. Nr. 50). 1685 führte die Familie Meyer in Blau ein schwarzes Hauszeichen. Quelle: | Meyer, Landammann Kaspar Isidor (I18905)
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| 74 | Der 156. Landammann von Uri (Amtsperiode 243, 245 & 247) - Josef Werner Lusser Josef Werner Lusser, von Altdorf, Landammann 1922—1924, 1926 bis 1928, 193 —1932 und 1934—1936, geb. 13. August 1861, Sohn des Landammann Franz und der Louise Christen; ✟ 29. März 1941. Nationalrat 1926 bis 1931. Regierungsrat 1916 1936. Quelle: | Lusser, Landammann Josef Werner (I18855)
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| 75 | Der 158. Landammann von Uri (Amtsperiode 250 & 252) - Ludwig Walker Ludwig Walker, von Schattdorf, Landammann 1936—38 und 1940 bis 1942, geb. 5. Dezember 1879, Sohn des Oberrichter Johann und der Karolina Stadler. Seit 1930 Regierungsrat; vertritt Uri ab 1927 im Ständerat. Der Stammvater Peter Walker in Gurtnellen erhielt 1500 das Urner Landrecht. Wappen: In Gold über grünem Dreiberg eine schwarze Walke. Kleinod: Roter Flug. Dasselbe Wappen erscheint 1676 im Wappenbuch der Straussengesellschaft Altdorf Quelle: | Walker, Landammann Ludwig (I18924)
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| 76 | Der 19. Landammann von Uri (Amtsperiode 26) - Arnold Hofer Arnold Hofer, von Altdorf, Landammann 1447—1449. Dieses ursprünglich von Bauen stammende Geschlecht aus dem 14. Jahrhundert ist mit P. Magnus, Kapuziner, 1692 in Uri ausgestorben. Wappen: in Schwarz über Dreiberg ein silberner Kreis (vermutlicher Ausdruck für „Hof"). In Uraniens Gedächtnistempel wird das Wappen anders dargestellt, und zwar: in Silber ein schwarzer Kreis über grünem Zweig mit neun Blättern. Arnold, Sohn des Heinrich, Gemahl der Richenza in der Matt, war ein Schiedsrichter der 6 Orte und Mitbesiegler des Schiedsspruches zwischen Wallis und dem Tal Antigoria, vom 14. September 1448 (Pfarrarchiv Emen), dagegen ist dessen Siegelabdruck ganz unkenntlich geworden. Das Siegel von Landammann Arnold Hofer an einem Gerichtsspruche vom 14. Juni 1448 (Staatsarchiv Luzern) und an einem Kaufbrief um ein Gut zu Gurtnellen, vom März 1449 (Staatsarchiv Uri) ist abgefallen. Als Beleg blieb mir einzig noch das Fünfzehner-Gerichtsurteil vom 27. Januar 1449 betreffend den Zehnten der Spiringer Kirchgenossen (Pfarrarchiv Bürglen), obwohl dessen Siegel nicht im besten Zustande ist. Rundsiegel: 28 mm. Umschrift in 4 mm hohen gotischen Minuskeln: ✛ S' arnoldi x dicti x hofer. Der Wappenschild von 11 x 9 mm weist einen Kreis auf, der unten und oben von einer Schlaufe begleitet ist (Siegel-Abb. 55). Quelle: | Hofer, Landammann Arnold (I4019)
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| 77 | Der 20. Landammann von Uri (Amtsperioden 28, 30, 34, und 36) - Johannes Püntener Johannes Püntener, von Altdorf, Landammann 1450—1455, 1456—57, 1461—63, 1467—1469; † um 1500. Der erste Landammann aus diesem Geschlechte, welches dem Lande 12 Vorsteher schenkte, war vermählt mit Benedikta, Tochter des Pannermeisters Werner der Frauen. Seine Eltern waren Johannes Püntener und Mechtildis Zumbrunnen. Johannes Püntener war bis 1448 Landschreiber und von 1417 bis 1479 Tagsatzungsgesandter. Er half 1459 in Zürich einen dreijährigen Waffenstillstand zwischen Osterreich und den Eidgenossen beraten, unterzeichnete 1. Juni 1461 für Uri den 15 jährigen Friedens-Vertrag mit den Herzogen Albrecht und Sigismund von Österreich und erneuerte 7. September 1460 im Namen von Uri die Bünde und Landrechte mit den Zehnten Goms, Naters, Visp, Siders und Sitten. Wappen: in Gold ein liegendes B mit schwarzem Kreuz. Helmzierde: schwarzer Stier mit rotem Nasenring. Das Wappenzeichen hat mit der Zeit die Gestalt eines „Feuerstahls" angenommen. Im Landesmuseum sind Wappenscheiben von 1597 und 1681. Anlässlich des Schiedsspruches vom 6. Mai 1421 zu Luzern im Streit von St. Gallen mit Appenzell hatte Püntener noch kein eigenes Siegel; für ihn siegelte Petermann von Moos. Das Siegel an dem Schiedsspruch vom 11. Mai 1451 eidgen. Boten über die Anstände von Luzern mit Unterwaiden betreffend Erbfälle (Staatsarchiv Obwalden, No. 81), und an dem Urteil wegen des Alprechtes in Ursern von Hans Rott zu Gersau, vom 26. April 1455 (Talarchiv Ursern) hat 28 mm Durchmesser. Umschrift in gotischen, 3⅟2 mm hohen Minuskeln: + s' x iohannis x dci x puintin'. Im 14 mm hohen Wappenschild ein liegendes B mit darüberstehendem Kreuz (Siegel-Abb. 56). Quelle: | Püntener, Landammann Johannes (I3071)
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| 78 | Der 22. Landammann von Uri (Amtsperiode 32) - Heinrich Dietli Heinrich Dietli, von Erstfeld, Landammann 1458—59, † um 1485. In spätem Jahren verlegte Dietli seinen Wohnsitz nach Schattdorf, wo er grössern Grundbesitz hatte. Heinrich war Vertreter der 4. Genossame im Landrat und in den Jahren 1454 bis 1472 Tagsatzungsgesandter. Er wurde von der Tagsatzung als eidgenössischer Bote und Schiedsrichter bestimmt in den Streitfällen zwischen den Appenzellem einerseits und dem Domkapitel Konstanz und dem Kloster St. Gallen anderseits, 1454 und 1455. Bei den Schiedsverhandlungen am 20. Juli 1472 über Schlichtung des alten Spans zwischen Uri und dem Kloster Engelberg wegen Alprechten vertrat Dietli seinen Heimatkanton; er siegelte am 23. Mai 1477 die Urkunde über die Abkurung Erstfelds von der Mutterkirche Altdorf. Wappen: in Gold ein schwarzes Sparrenkreuz (Göppelkreuz). In der Geschlechterbeschreibung von 1822 schreibt Landschreiber Karl Franz Schmid der Familie Dietli folgendes Wappen zu: ,,in Blau ein weisser Halbmond über weissem Totenkopf, überhöht von zwei goldenen Lilien und sechszackigem Stern". Diese Darstellung ist aber dem Wappen der „Erb" zu eigen. Am Rechtsspruch der eidgenössischen Boten über die Grenzen zwischen Appenzell und dem Rheintal, zu Rapperswil am 17. September 1465 gefällt (Landesarchiv Appenzell, A. III. No. 44) befindet sich das Rundsiegel Dietlis auf weissem Wachs; es hat 29 mm Durchmesser; im Schild von 13 x 12 mm ist ein Hauszeichen (2gekreuzteStäbe). Die Umschrift auf fliegendem Band in 3—3⅟2mm hohen gotischen Minuskeln lautet: "S * heinr. * dietli + 1465 + ". (Siegel-Abb. 79). Im Staatsarchiv Luzern ist der von 8 eidgenössischen Boten besiegelte Rechtsspruch wegen Steuern, Bussen, Fischenzen etc. derer von Weggis, vom Freitag nach Kreuzauffindung 1472, mit dem Siegel von Heinrich Dietli (Siegel-Abb. 78). Quelle: | Dietli, Landammann Heinrich (I18093)
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| 79 | Der 25. Landammann von Uri (Amtsperioden 39 und 47) - Jakob Arnold von Spiringen Landammann 1474—1476, 1490—1492; † 1499 Er war der Sohn des Landammann Heinrich und der Elisabet Wichser, wohnhaft in Spiringen, vermählt in erster Ehe mit Dorothea Kretz und nach deren Ableben mit Adelheid Lusser. Arnold vertrat seine Heimat von 1468 bis 1494 als Tagsatzungsgesandter. 1479 war er „oberster Hauptmann gemeiner Eidgenossen" im Zusatz zu Giornico. Er hatte das Landammannamt inne in einer Zeit, wo die Schweizer Karl den Kühnen von Burgund schlugen, bei Giornico die Truppen des Herzogs von Mailand besiegten, da Bruder Klaus zu Stans die Eidgenossen versöhnte, und in der die Urner unentwegt ihre kluge und erfolgreiche ennetbirgische Politik betrieben. Wappen: in Rot ein mit Hellebarde bewehrter Krieger (wie das Wappen derer „von Spiringen"). Das Pfarrarchiv Spiringen birgt ein Fünfzehner-Gerichts-Urteil vom 30. Januar 1476 wegen einem Bergrecht zu Spiringen, „versiglet mit Jacob arnoltz unsers Land-Ammans zu Uri insigel". Durchmesser des Siegels: 32 mm. Im halbrunden Wappenschild steht ein Krieger mit der Hellebarde in der rechten Hand, begleitet von den Minuskeln i und a. Die Umschrift in gotischen Minuskeln auf fliegendem Schriftband lautet: „s +jacob arnolt + " (Siegel-Abb. 81). Quelle: | Arnold von Spiringen, Landammann Jakob (I18082)
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| 80 | Der 26. Landammann von Uri (Amtsperioden 41, 46, 50 und 54) - Andreas von Beroldingen Andreas von Beroldingen, Landammann 1477—1479, 1487—1490, 1496—1499, 1505—1507; † 10. März 1510. Eltern: Landvogt Nikolaus Beroldinger und Margaretha von Mentlen. Andreas, geb. um 1435, war in x. Ehe mit Elsa Fries, einer Tochter des Landammanns Johann Fries, verheiratet, und in 2. Ehe mit Barbara Zurenseller, von Schattdorf. Er bewohnte oben in Altdorf Haus und Hofstatt an der Landstrasse, bezog aber nach der 1. Amtsdauer als Landammann 1481 die Vogtei Livinen, wo er sich mit seiner Familie niederliess. Ein ausgezeichneter Edelmann, kämpfte Andreas 1476 auch bei Murten und machte den Schwabenkrieg und die italienischen Feldzüge mit. Als Tagsatzungsgesandter vertrat er Uri von 1478 bis 1508. Das Kapitulat vom 10. Juli 1477 mit der Herzogin-Witwe Bona von Mailand brachte den Urnern die Zusicherung der Leventina. Landammann Andreas von Beroldingen wird vielfach als „güldener Ritter" bezeichnet. Hiefür fehlt aber jeder urkundliche Nachweis, obwohl mit Breve vom 6. Januar 1510 Papst Julius II. die grossen Verdienste Beroldingens für Papst und Kirche ehrenvoll hervorhob. In seine Amtszeit fällt der Empfang der Zürcher auf der Urner Fastnacht 1487 .Der Chronist Gerold Edlibach hat uns auch den Willkomm Beroldingens überliefert. Noch im Jahre 1493 bemühte sich Landammann Beroldingen bei der Tagsatzung um die Zusicherung eines Wegzolles zum Ausbau des Weges am Platifer. Wappen: in Gold ein blauer, mit zwei goldenen Sternen belegter, schwarz gesprängter Reichsapfel. Belege: Uraniens Gedächtnistempel I, p. 9; Karl Franz Schmid I, p. 25; mein Urner Wappenbuch, p. 6. Im Staatsarchiv Luzern sind zwei Urkunden : Kundschaft wegen Hans Kilchmeyer, vom St. Sebastianstag 1497, und betreffend die Erbsache Margrete Russin von 1505, besiegelt von Landammann Andreas von Beroldingen. Das Siegel hat 28 mm Durchmesser und zeigt im Schild von 12 X 11 mm das alte Wappen dieser Familie, die mit zwei Sternen belegte Kugel, aus welcher das Kreuz herauswächst. Auf fliegendem Schriftband stehen in 4 mm hohen gotischen Minuskeln die Worte "andris beroldinger" (Siegel-Abb. 83). Wir verweisen hier auch auf die neueste Publikation über Andreas von Beroldingen, von Dr. Eduard Bizozzero, der ein umfassendes Lebensbild dieses urnerischen Staatsmannes entwirft. Quelle: | von Beroldingen, Landammann & Hauptmann Andreas (I5332)
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| 81 | Der 27. Landammann von Uri (Amtsperiode 43) - Johannes Zumbrunnen I. Johannes Zumbrunnen I., Landammann 1481—1483; f nach 1494, Sohn des Landammann Walter und der Ida von Bramberg, vermählt mit Margaretha Hofer, Tochter des Landammann Arnold Hofer, hatte seinen Wohnsitz im Stammhause zu Attinghausen, war Landvogt zu Lifenen 1475—1478. Als Tagsatzungsgesandter von 1474 bis 1494 vertrat er Uri auch auf dem denkwürdigen Tag zu Stans am 22. Dezember 1481. Wappen: in Gold eine rote Haspelwinde. Helmzierde: zwei rote Hörner. Es sind nur wenige Urkunden mehr vorhanden aus der Amtszeit des Landammann Walter Zumbrunnen, welche dessen Siegel noch unbeschädigt aufweisen. Diesem Ammann Zumbrunnen ist zu Unrecht eine Chronik von 1469 zugeschrieben worden. Es existieren noch eine Anzahl Urkunden, denen heute die Siegel abgehen, sou. a. ein Fünfzehner-Gerichtsspruch vom 23. Januar 1482 wegen einer Stiftung, „versiglet mit Johansen zum Brunnen vnsers land Ammanns zuo Vre insigel" (Pfarrlade Spiringen); Lehensbrief um das Gut Halten, vom 15. Mai 1482 (Pfarrarchiv Altdorf). Als Altammann besiegelt Zumbrunnen die Vermittlung der eidgenössischen Boten im Streitfalle zwischen Kloster Wettingen und der Stadt Baden wegen Waldungen, am 5. Oktober 1487 (Stadtarchiv Baden, Urk. No. 899). Das Siegel ist 3 cm gross, führt im Schild von 12 X 11 mm das alte Wappen und auf fliegendem Schriftband in 3⅟2 mm hohen gotischen Minuskeln den Namen * hans zum brunen (Siegel-Abb. 84). Quelle: | Zumbrunnen, Landammann Johannes (I5908)
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| 82 | Der 29. Landammann von Uri (Amtsperioden 51 und 55) - Heinrich Troger Heinrich Troger, Schattdorf, Landammann 1499—1501,1507-1509; † 1518. Die Familie Troger, welche 1804 im Mannesstamme erlosch, soll von den Edlen „von Silenen" abstammen. Heinrich, Leu heisst ihn „Heinrich von Silenen, genannt Troger", mag aus der Gemeinde Silenen stammen, ist aber in Schattdorf nachgewiesen. Gattin : Barbara Wiek. Er war der Befehlshaber der urnerischen Besatzung von Giornico und der oberste Leiter der Verteidigung dieses Platzes in der Leventina 1478 und errang den Sieg gegen das mailändische Heer; Landvogt von Lifenen 1484—1487 und im Rheintal 1494 und 1495, Tagsatzungsgesandter 1492—1517, Landeshauptmann. Das Landammannamt Trogers fällt in die schwere Zeit der Schwabenkriege. Wappen: in Rot zwei grüne, gekreuzte Tannen, mit sechszackigem Stern zwischen den Baumspitzen. Die Urkunde von 1500 um das Wegrecht durch Zeffels-Rüti zum Pfarrhof (Pfarrarchiv Bürglen) weist das hängende Wachssiegel des Landammann Troger, im Durchmesser von 28 mm. Dessen Inschrift in gotischen Minuskeln lautet "heinrici * troger" (Siegel-Abb. No. 29). Weitere besiegelte Urkunden befinden sich im Verwahr des Pfarrarchives Spiringen, nämlich: Der Fünfzehner Gerichtsentscheid vom 13. Januar 1500 wegen Besteuerung der Bilschenmatt in der Genossame von Ried, und der Gerichtsspruch vom 1. Dezember 1508 betreffend den Lämmerzehnten, sowie im Staatsarchiv Tessin (Levent. Dokument von 1484). Quelle: | Troger, Landammann Heinrich (I2825)
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| 83 | Der 30. Landammann von Uri (Amtsperioden 53 und 57) - Walter Imhof Walter Imhof, Landammann 1503—1505 und 1511—1513, Sohn des Landesstatthalter Hans I. und der Adelheid von Gruob, wohnhaft in Altdorf. Nach dem Ableben seiner ersten Gattin, Barbara Sittlin, von Arth, holte er sich 1505 seine zweite Gemahlin aus Ursern, Barbara Christen (f 1539), Tochter des Talammann Melchior und der Margarethe Bennet. Wappen: in Gold vier schwarze durch einen Kreis verbundene Schilde oder Schaufeln (Schaufelkreuz). Die älteste Darstellung ist im Stiftsarchiv St. Gallen (Abt. Pfäfers XXIII/110). Das Wappenbuch der Straussengesellschaft in Altdorf hat dieselben Tinkturen, ebenso Uraniens Gedächtnistempel I, Seite 10. Walter war Kommissar zu Bellenz 1500—1502, Tagsatzungsgesandter 1497 bis 1515, Gesandter nach Bologna im November und Dezember 1510, und nach Rom im Dezember 1512, Schiedsrichter zwischen der Stadt Luzern und den aufständischen Gebieten am 21. Juni 1513, Oberst der eidg. Truppen zu Mailand 1515. Vorab Kriegsmann, trug er 1503 im Zug vor Locarno und 1512 vor Lugano das Landespanner, kommandierte die Urner als Landshauptmann in der siegreichen Schlacht vor Novara den 6. Juni 1513, und fiel im Riesenkampfe vor Marignano 1515. Jovius schreibt, Imhof sei von grossem Wuchs, ausserordentlich klug, ein Feldherr und Haudegen gewesen wie man selten einen finde. Es sind vier verschiedene Linien dieses Geschlechtes zu unterscheiden. Die Linie der „Imhof von Blumenfeld", ab Seelisberg stammend, in Altdorf, hat ihrem Heimatkanton nicht weniger als fünf Landammänner gestellt. Ihr Wappen weist das „Schaufelkreuz". Bei den Leventiner-Dokumenten im Staatsarchiv Tessin befindet sich eine ins Jahr 1513 eingereihte Urkunde des „Sp.lis- dns. hans Imhoffe aduocatus", mit dessen teilweise erhaltenem Siegel „Hanns * imh....", welches als Wappen eine Hausmarke führt, ähnlich einem gefiederten Pfeil. Hier wird es sich um Hans Imhof, Landvogt 1508-1511 zuLifenen, handeln, von der „Ripshuser"-Linie (Gem. Erstfeld). Quelle: | Imhof von Blumenfeld, Landammann Waltert (I1485)
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| 84 | Der 31. Landammann von Uri (Amtsperioden 56 und 58) - Johannes Püntener II. Johannes Püntener II., Landammann 1509—1511 und 1513—1515, Sohn des Hauptmann Konrad und der Barbara Zurenseller, verehelicht mit Dorothea Merz, von Steinen; Landvogt zu Bellenz 1506 und 1507, Tagsatzungsgesandter 1509- 1515, Pannerherr 1513, Gesandter zum Bündnisabschluss mit Savoyen Ende 1510 in Turin. Einer der ersten Feldherren der damaligen Schweiz, befehligte Püntener die Vorhut der 24,000 Mann in Italien, welche 1512 dem Papst Julius II. gegen Ludwig von Frankreich zugeführt wurden. In diesem Jahre nahm er Cremona ein und zeichnete sich 1513 aus bei der Verteidigung Novara's gegen die Franzosen. Uri, Schwyz und Nidwaiden bemächtigten sich bei diesem Anlasse des Eschentales, Mendrisio, Baierna, Locarno und Lugano. In der Schlacht bei Marignano fiel am 14. September 1515 auch der Altammann und aktive Pannerherr Püntener, welcher wegen seiner ausserordentlichen Grösse „der Riesenpüntener" geheissen ward. Jovius sagt von ihm: „Er war von gewaltiger Körperkraft und riesigem Körperbau; unter den helvetischen Führern zeichnete er sich durch Tüchtigkeit des Geistes aus". Die Püntener von Erstfeld sind direkte Nachkommen des Helden von Marignano. Im Historischen Museum zu Altdorf befindet sich ein Ölgemälde dieses Landammann Johannes Püntener, vermutlich aus dem 17. Jahrhundert, wiedergegeben in Dr. E. Wymann's Schlachtjahrzeit von Uri". Jost Püntener, Säckelmeister, Landvogt zu Baden 1493, Onkel dieses Landammanns, führte in seinem Siegel als Wappenbild den Stierkopf, beseitet von 2 Sternen. Die Siegelabbildung 31 ist erstellt nach einem Siegelabdruck von 1494 im Landesmuseum. Quelle: | Püntener, Landammann & Pannerherr Johannes (I45)
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| 85 | Der 32. Landammann von Uri (Amtsperiode 59) - Johannes Zumbrunnen II. Johannes Zumbrunnen II., Landammann 1515—1516. Eltern: Landammann Johannes I., und Margreth Hofer. Gemahlin: 1. Dorothea von Beroldingen, Tochter des Landammann Andreas und der Elisabeth Fries; 2. Verena Reichmuth. Zumbrunnen gehörte dem Rate an, war Tagsatzungsgesandter 1475 und 1481, Landvogt zu Baden 1477 und 1478 und verblutete in der Schlacht bei Marignano am 14. September 1515. Nach damaliger Übung war der Landammann auch Anführer des Volkes im Felde. Bei Marignano wird daher Johannes Z. die Urner befehligt haben, soweit ein einheitliches Kommando in dieser mörderischen Schlacht überhaupt möglich war. Das Jahrzeitbuch der Pfarrkirche Altdorf verzeichnet am 19. August 1518 von ältester Hand unter den Gefallenen von Marignano „Hans zum Brunnen vnsers lands aman vnd houptmann". Jovius schildert Zumbrunnen als schönen Mann in den besten Jahren, voll Mut und Eifer. Bei Marignano habe er sein Schwert mit beiden Händen geführt und sei, rechts und links niedermähend, was in dessen Bereich kam, unter die Landsknechte gestürmt. Er sei von Bolzen durchbohrt worden, man habe ihn erst zu besiegen vermocht, als eine ganze feindliche Schlachtreihe sich gegen ihn wandte. ,,Hans zvm Brunen" siegelte als Vogt zu Baden am 6. Juli 1478 den Vergleich zwischen dem Kloster Wettingen und der Stadt Baden wegen Waldungen an der Baregg (Stadtarchiv Baden, No. 825). Dieses Siegel ist übereinstimmend mit demjenigen seines Vaters (siehe Abb. 84, beschrieben bei No. 27, Johannes Zumbrunnen I, Schweiz. Archiv für Heraldik, 1936, S. 81). Quelle: | Zumbrunnen, Johannes des Raths (I5058)
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| 86 | Der 34. Landammann von Uri (Amtsperioden 61 und 64) - Johannes (Hans) Dietli Johannes Dietli, Landammann 1518—1520 und 1526—1529, in Altdorf; f nach 1547, Sohn des Werni, von Erstfeld. Landammann Heinrich Dietli ist sein Grossvater. Gemahlin: 1. Anna Brücker, 2. Verena Hermann. Diese Familie ist in Uri 1669 erloschen; der Name ist Deminutivform des altdeutschen „Diutrich". Die Liegenschaft mit dem Wohnsitz in Altdorf heisst heute noch „Dietlen". Wappen: in Gold ein schwarzes Sparrenkreuz (Göppelkreuz). In der Geschlechterbeschreibung von 1822 schreibt Landschreiber Karl Franz Schmid der Familie Dietli folgendes Wappen zu: ,,in Blau ein weisser Halbmond über weissem Totenkopf, überhöht von zwei goldenen Lilien und sechszackigem Stern". Diese Darstellung ist aber dem Wappen der „Erb" zu eigen. Ritter Ulrich Dietli, Landvogt zu Mendrisio 1594 und 1595, führte ein anderes Wappen: ein gestürztes Mondviertel zwischen 2 Lilien und beseitet von 2 Sternen (Staatsarch. Tessin, Abt. Mendrisio). Dietli war Tagsatzungsgesandter 1499—1531 und Landvogt von Sargans 1508—1510. Bei der Vogtsabrechnung, welche er am 18. Juni 1509 auf der Tagsatzung zu Baden ablegte, blieb ihm ein Guthaben von 972 Pfund Schilling und 10 Heller, welche er am Schloss Sargans verbaut hatte. Hans Dietli, Hauptmann im Dienste des Königs von Frankreich, zeichnete sich in der Schlacht zu Bicocca aus und kämpfte auch bei Kappel unter seinem heimatlichen Panner. 1526 kamen die Basler, Luzerner, Schwyzer und Unterwaldner zu einem Schiessen nach Altdorf, wurden mit grosser „Munifizenz" empfangen und beim Abschied durch den regierenden Landammann Hans Dietli mit vier wohlgemästeten Ochsen beschenkt, welche die Wappenschilde der vier Waldstätte trugen. Die Kirchenarchive Altdorf und Spiringen, die Tallade Ursern, die Staatsarchive Luzern (Urk. Fase. 92), Uri und Tessin und das Stiftsarchiv St. Gallen (Abt. Pfäfers 1/8, No. 38) bergen besiegelte Urkunden aus der Amtszeit Dietlis. Die Bestallungs-Urkunde (Staatsarchiv Uri, No. 168) vom 13. Juni 1527 über die für Hans de Rubeo (Rossi) als Pfrundkaplan zu St. Eusebius in Bedretto zeigt das wohlerhaltene Siegel von 29 mm, mit der Inschrift in gotischen Minuskeln „hans ° dietli ° +" (Siegel-Abb. No. 33). Im Wappenschild von 14 x 13 mm ein Sparren- oder Göppelkreuz. Quelle: | Dietli, Landammann Johannes (Hans) (I7755)
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| 87 | Der 36. Landammann von Uri (Amtsperioden 63 und 66) - Jakob Troger Jakob Troger, Landammann 1523—1526 und 1531—1534, in Schattdorf, † 7. VI. 1534. Eltern: Ritter Heinrich, Landammann, und Barbara Wiek. Gattin: Barbara Willi. Jakob gehörte schon frühzeitig dem Landrate an, ward 1516 gemeineidgenössischer Vogt von Neuenburg; Tagsatzungsgesandter 1519—1534, hob 1522 als Gesandter der Tagsatzung den Prinzen Karl, Sohn des Königs Franz I. von Frankreich, aus der Taufe und bei diesem Anlass wurde ihm die erbliche französische Ritterwürde verliehen mit der Ermächtigung, seinem Wappen zwei Lilien beizusetzen. Wappen: in Rot zwei grüne, gekreuzte Tannen, mit je einem goldenen Stern auf den vier Seiten. Seit 1522 befindet sich an Stelle der zwei mittlem Sterne je eine Lilie. Das Landesmuseum ist im Besitze einer Wappenscheibe dieses Landammanns aus dem Jahre 1530. Im Jahre 1524 sind die Glarner, 200 Mann stark, an einem Schiessen in Altdorf, wobei Troger als Landammann die Ehren des Landes zu erweisen hatte. Jakob, 1526 Oberst in französischen Diensten, war Anhänger der französischen Partei in Uri. In der Schlacht bei Kappel vom Ii. Oktober 1531 war er Anführer der Urner und wurde verwundet. Die Abbildung No. 64 stellt den an dem Schiedsvertrag vom 23. April 1533 (No. 404 C. I. 17 des Staatsarchives Zürich) befindlichen Siegelabdruck auf braunem Wachs dar, 32 mm im Durchmesser. Umschrift: ,,S X IACOB X TROGER + ". Im Wappenschild 2 gekreuzte Tannen und 4 fünfzackige Sterne. Über dem Schild in schmalem Schriftband die Jahreszahl 1526. — Auch das Urteil über den Alprecht- Streit der Grassig vom 26. Mai 1525 (Talarchiv Ursern) weist dasselbe Siegel auf. Quelle: | Troger, Landammann & Ritter Jakob (I4713)
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| 88 | Der 37. Landammann von Uri (Amtsperiode 65) - Ulrich Dürler Ulrich Dürler, Landammann 1529—1531, in Altdorf; † nach 1531. Wappen: in Rot ein gelbes Zaungatter (Türlein) mit 2 Sternen zwischen den Sprossen über grünem Dreiberg. Helmzier: Jüngling mit rot-gelbem Rock, einen 6-zackigen Stern in der Rechten hochhaltend (Mein Urner-Wappenbuch, Seite 51). Das Wappenbuch der Straussen-Gesellschaft in Altdorf von 1645 enthält dasselbe Wappen in den erwähnten Tinkturen, während die Helmzier einen geharnischten Krieger mit Streithammer in der einen und den Schild in der andern Hand aufweist. Dürler erscheint 1518 als Landweibel, ist 1520—1522 und 1523—1525 Landesseckelmeister, von 1518—1528 Tagsatzungsgesandter und 1525—1527 Landvogt zu Baden. Laut Jahrzeitbuch Altdorf, Blatt 16a, hiess die Gattin Anna Müssler. Die Schulderklärung des Hans Fry von Wiralingen über 35 Fl. an Heini Jung, Bürger von Klingnau, vom 11. Mai 1526 (Stadtarchiv Baden, No. 1254), ist von Landvogt Dürler besiegelt. Der Siegelaufdruck von 29 mm Durchmesser auf grünem Wachs in gelbgrauer Wachsschüssel zeigt das oben beschriebene Wappen, aber ohne Sternbeigaben. Umschrift in 2⅟2—3⅟2 mm grossen Lettern: „durller / ulrich" (Siegel-Abb. 65). Quelle: | Dürler, Landammann Ulrich (I5954)
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| 89 | Der 39. Landammann von Uri (Amtsperioden 70 und 77) - Amandus von Niderhofen Amandus von Niderhofen, Landammann 1542—1544 und 1555—1557, † um 1566. Eltern: Johannes und Agatha Baumgartner. Gattin: 1. Dorothea Merz, von Steinen, Witwe des Landammann Hans Püntener; 2. Dorothea Tanzenbein. Wappen: in Rot ein rechts aufwärts gestellter goldener Pfeil. Helmzier: Bogenschütze mit rot-grün geteiltem Rock, den Pfeil im Anschlag. Belege : Wappenbuch der Straussengesellschaft, Blatt 41 (Pfarrarchiv Altdorf) ; Uraniens Gedächtnistempel I, Seite 12 (St. Archiv Uri). Im Historischen Museum in Altdorf befindet sich ein Waffeleisen aus dem Jahre 1591 des Amandus von Niderhofen, Sohn des Landschreiber Johannes von N. und der Hypolita von Mentlen, mit dem Wappen. Die von Niderhofen haben ihren Namen von dem gleichnamigen Weiler zu Erstfeld, wo sie von 1250—1370 als Zinsleute des Fraumünsters in Zürich erscheinen. Die Familie weist im 17. Jahrhundert zwei Glasmaler auf; sie starb 1727 aus. Amandus, wohnhaft in Altdorf, war Landschreiber 1527—1538, Tagsatzungsgesandter 1531—1566, Landvogt zu Livinen 1532—1535, Kirchenvogt zu Altdorf 1538—1540, Landesstatthalter 1539—1542; unzweifelhaft der bedeutendste Représentant seines Geschlechtes, sehr angesehener, würdiger und begabter Staatsmann; 1553 Obmann des eidg. Schiedsgerichtes in dem Streite des Grafen Michael von Greyerz mit seinen Gelten. Das Landesmuseum besitzt einen Siegelabdruck aus dem Jahre 1549 von 29 mm Durchmesser. Die 2—3 mm grosse Antiqua-Umschrift zeigt in der Anordnung von rechts nach links auf dem flatternden Schriftband „AMA / M / DVS • VON • NIDER / HOFEN". Im Wappenschild von 1⅟2 cm Höhe ein nach rechts fliegender Pfeil (Siegel-Abb. No. 68). Die Kirchenarchive Altdorf, Attinghausen, Erstfeld, Flüelen und Seelisberg, das Klosterarchiv Seedorf und die Staatsarchive Luzern, Uri, Aargau (Wettingen) und Tessin (Levent. Dokumente, 1534), enthalten durch Amandus von Niderhofen besiegelte Urkunden. Quelle: | von Niederhofen (Niderhofen), Landammann Amandus (Amandäus) (I4348)
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| 90 | Der 4. Landammann von Uri, (Amtsperiode 4) - Werner von Attinghausen Werner von Attinghausen, Freiherr, Landammann 1294—1322, vermutlich aber bis 1325. Dieses mit den Anfängen der demokratischen Schweizergeschichte aufs engste verknüpfte Dynastengeschlecht hat seinen Ursprung im Emmental, erfüllte aber in Uri, wo es seit 1240 die Burg Attinghausen als Mittelpunkt eines beträchtlichen Grundbesitzes hatte, seine geschichtliche Aufgabe. Wappen: quergeteilt, in Silber oben wachsender schwarzer Adler, unten zwei schwarze Querbalken. Quellen: Wappenzyklus im Meieramtsturm zu Erstfeld; Adelsgeschichte und Uraniens Gedächtnistempel. In die Zeit seiner Leitung als Landammann fällt die ganze Entwicklung der schweizerischen Freiheit; er erreichte durch Privilegien des Königs Adolf 1297, des Kaisers Heinrich VII. 1311 und Ludwig des Bayern 1316 die diplomatische Sicherung, und durch den Sieg bei Morgarten 1315 auch die militärische Sicherung. Das Staatsarchiv Uri hütet zwei Urkunden mit guterhaltenen Siegeln des Landammann Werner von Attinghausen vom 30. Juli 1299 über Grundbesitz- Verkauf an den Konvent von Wettingen, und vom 11. November 1301 über Verzicht der Frau Ita, Walters von Lutze sei. Schwester, auf Wettinger-Lehensgüter. S (Siegel): 4 cm Durchmesser. Umschrift in 4 mm hohen gotischen Majuskeln: +SWERNHERI°DE°SWEINSPERGx. Am 19. November 1303 siegelte Werner II. als Richter in Uri die Bestätigung derJJnschuld der Ita, des Werner von Gruoba sei. Witwe (ST. A. Aargau) (Siegel- Abb.30). Die Urkunde vom 11. November 1308 im städt. Archiv Zürich ist ebenfalls von „Her Wernher Frie von Attingenhusen, Lant Ammann" besiegelt, ebenso eine solche vom 20. November 1321 betreffend das Kloster Oetenbach (St. A. Zürich). Quelle: | von Attinghausen (von Schweinsberg), Landammann Werner II (IV) (I6597)
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| 91 | Der 40. Landammann von Uri (Amtsperiode 73) - Mansuetus Zumbrunnen Mansuetus Zumbrunnen, Landammann 1548—49, gestorben im Amte vor Mai 1549. Eltern: Landammann Johannes II. und Dorothea von Beroldingen. Gattin: Barbara Aschwanden, Tochter des Landvogt Andreas und der Verena Fridig. Mansuetus war Tagsatzungsgesandter von 1530—1548, Landessäckelmeister 1530—1536, Landvogt im Thurgau 1536—1538, Schaffner (Verwalter) des Klosters Feldbach 1538—1540. Er gehörte der von Erasmus Krug und Münzmeister Renner aus Strassburg ins Leben gerufenen Bergwerkgesellschaft von Uri an mit Landammann Amandus von Niderhofen, Ritter Josue von Beroldingen und Landvogt Jakob Apro. Das Staatsarchiv Zürich hütet zwei heute noch mit dem Siegel des Mansuet Zumbrunnen versehene Urkunden, nämlich: Urteilsbrief vom Samstag nach St. Gallustag 1536 wegen Zehnten zu Münsterlingen (C. III. XIX. I, No. 27) und Reversbrief vom 7. November 1538 für ein Erblehen des Hans Ennggenhuser zu Mammern (C. II. XVII., No. 572). Das Siegel ist 35 mm gross, auf fliegendem Band die 2 mm hohe Schrift: „MANSUET / V / S ZuM / BRUNEN". Im stilisierten Schild von 21 X 18 mm steht als Wappen ein sechsseitiger Brunnen, auf Kugeln ruhend, mit hoher Brunnensäule und aus 2 Röhren fliessendes Wasser (Siegel-Abb. No. 69). Als Seckelmeister hat Mansuetus Zumbrunnen am 17. Januar 1531 ein gütliches Verkommnis zwischen den Kirchgenossen zu Seedorf und Isenthal zustande gebracht über die Ablösung der Steuerpflicht der Talleute von der Mutterkirche Seedorf (Urkunde im Pfarrarchiv Isenthai). Im Stiftsarchiv St. Gallen sind Urkunden, welche uns auch mit einem andern Siegel und Wappen der Zumbrunnen bekannt machen. So trägt der Spruch der Abgeordneten von sechs Orten über die Gerichtsmarchen zwischen Appenzell und der Vogtei Rheintal, vom 10. Heumonat 1532, das Siegel des Mansuet Zumbrunnen von 29 mm Durchmesser, mit „einer Kugel und durchgehendem Kreuz" als Wappen sowie der 2 mm hohen Umschrift im Kreise: „S. MANSUETUS ZUM BRUNNEN" (AA. 4, No. 47) (Siegel-Abb. No. 70). Schon Ulrich zum Brunnen, Landvogt zu Sargans, bediente sich zur Siegelung der Urkunde V. 3 c—e des Pfäverser-Archives, vom 23. Juli 1495, über den Verkauf der Lehensrechte des Pergetzi Zack von Ragaz eines ähnlichen Siegels von 3 cm Durchmesser: Wappenschild 12 X 11 mm, mit Munduskugel und Kreuz; auf fliegendem Schriftband in 3 mm hohen Minuskeln: ,,ulrich zumbrunn". Quelle: | Zumbrunnen, Landammann Mansuetus (I4328)
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| 92 | Der 41. Landammann von Uri (Amtsperioden 74, 79 und 85) - Jakob Arnold von Spiringen II. Jakob Arnold von Spiringen II., zu Altdorf, Landammann 1549—51- 1559—61 und 1569—71; † 1579; Sohn des Heinrich und der Anna Fries. Sein Vater verpflanzte eine Linie der „Arnold von Spiringen" nach Altdorf, welche zahlreiche Äste trieb, die aber alle gegen Ende des 18. Jahrhunderts eingingen. Jakob A. war vorerst Landschreiber, sodann Landvogt in den freien Ämtern 1540—42; Statthalter 1544—49, geheimer oder Kriegsrat seit 21. Oktober 1554; vertrat seinen Heimatkanton von 1544 bis 1578 als Tagsatzungsbote. Er ist von 1556—58 Kirchenvogt und seit 1564 Spitalrat zu Altdorf. Die Tagsatzung bezeichnete ihn als Schiedsrichter 1557 zur Schlichtung der Anstände betreffend Twingrecht in Ermensee und 1561 zwischen Bern und Sa- voyen. Arnold war einer der Vermittler 1570 zwischen der Stadt Luzern und dem Amte Rothenburg. Von den katholischen Orten wurde er 1565 als Gesandter an Papst Pius IV. gewählt zum Abschlüsse eines Bündnisses, und im September 1578 vertrat derselbe Uri in Turin beim feierlichen Bundesschwur der 7 katholischen Orte mit Savoyen. 1571 brachte Jakob Arnold der Tagsatzung das Verlangen vor um Erhöhung des Gotthardwegzolles, weil Uri bei Airolo, am Plattifer und bei Giornico die Strasse verlegt und neue steinerne Brücken gebaut habe mit einer Abkürzung des Weges um drei Stunden. An der Landsgemeinde vom 2. Mai 1578 trat alt Landammann Jakob Arnold als Fürsprech von Landammann Peter Apro auf und eröffnete dem Volke dessen hochherzige Stiftung. Gattin: Barbara Dürler, Tochter des Landammann Ulrich und der Anna Müessli. Die Jahrzeitbûcher von Altdorf, Spiringen, Schattdorf und Silenen gedenken des Ehepaares. Jakob Arnold war 1568 noch im Besitze des Stammgutes „im Tal" zu Spiringen. Eine Gült der Kapelle Riederthal in Bürglen vom 5. Juni 1569 ab Zeffelhof- statt in Bürglen trägt die hier wiedergegebene Besiegelung (Siegel-Abb. No. 71). Das Siegel hat 32 mm Durchmesser; auf fliegendem Band in 3⅟2 bis 4 mm hohen Minuskeln die Inschrift ,,s. iacob arnolt". Das Wappen im Schild von 16 x 16 mm zeigt einen Kriegsmann mit Hellebarde in der Rechten, beseitet von den Initialen „i" und „a". Quelle: | Arnold von Spiringen, Landammann Jakob (I17075)
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| 93 | Der 42. Landammann von Uri (Amtsperioden 75 und 80) - Kaspar Imhof Kaspar Imhof, genannt der „Jüngere", in Altdorf, Landammann 1551—53 und 1561—62, ✟ am 19. März 1562 im Amte; Sohn des bei Marignano gefallenen Landammann Walter I., und der Barbara Christen, geb. 31. Dezember 1513. Er wohnte im „Blumenfeld" zu Altdorf, wonach sich diese Linie „Imhof von Blumenfeld" benennt. Kaspar I. nahm im Alter von 16 Jahren als Leutenant Dienst in der päpstlichen Armee, heiratete 1534 Anna Gisler, Tochter des Landvogt Kaspar, die er schon innert Jahresfrist verlor, und führte 1537 Dorothea Hasfurter von Luzern zum Traualtar, welche ihm 16 Kinder schenkte. Nach ihrem Ableben nahm Imhof 1554. Regula Murer, Tochter des Obervogts zu Klingnau, zur Ehefrau, welche ihm einen Sohn gebar. Sie überlebte ihren Ehegemahl und reichte hernach ihre Hand dem Landschreiber Magnus Bessler, welcher Ehe der nachmalige Landammann Emanuel Bessler entspross. Imhof „war schwarzhärig, gerader und langer Statur, aber nit feist, hatte gar ein schnellen Gang, trunckhe kein Wein, war französischer Fraktion, doch ohne Nachteil seines Vaterlandes." Im Jahr 1540 ward Imhof Landvogt zu Lugano, von 1543 bis 1562 Tagsatzungsgesandter, 1549—1551 Landesstatthalter. Kaiser Ferdinand II. bestätigte am 26. April 1559 seinen Adelsbrief. Im sogenannten „Glarnerhandel" war Imhof Zusätzer. 1559 reist er mit Magnus Bessler nach Rom um das Frauenkloster Seedorf zu rekonstituieren. Wappen: Als Variante mag noch vermerkt werden, dass Heinrich Imhof, Landvogt im Rheintal, ein Kreuz führte, dessen vier Arme sich, ausgehend von einem runden Mittelkreis, gegen die vier Schildseiten verbreiterten, ähnlich einem Ordenskreuz. Wir entnehmen die Abbildung des Siegelabdruckes von 3 cm Durchmesser dem Ehevertrag vom 12. Oktober 1554 mit Regula Murer, von Zürich (Staatsarchiv Zürich). Um den Wappenschild von 14 X 14 mm, mit dem Schaufelkreuz, schwingt sich ein 5 mm breites Schriftband, worauf in 3 mm hohen Majuskeln : ,,S. CASPAR • I M • HOF •" (Siegel-Abb. No. 72). Quelle: | Imhof von Blumenfeld, Landammann Kaspar (Caspar) der Jüngere (I5261)
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| 94 | Der 43. Landammann von Uri (Amtsperioden 82 und 86) - Heinrich Albrecht Heinrich Albrecht, in Schattdorf, Landammann 1563—65 und 1571—73; Sohn des Landammann Peter Albrecht und der Margretha Zgraggen; | *1574. Wappen: Wie bei No. 33 beschrieben. (in Rot gelbe Hausmarke (Kreuz mit Winkel darüber). Auch die Sammlung Karl Franz Schmid weist dieselben Tinkturen auf.) Ehefrauen: 1. Anna in der Matt; 2. Elisabeth Furrer, von Erstfeld, Tochter des Andreas und der Barbara Brücker. Zwei Töchter heirateten Landammänner, nämlich Apollonia den Melchior Megnet, und Magdalena den Obersten Sebastian Heinrich Kuon. Albrecht gehörte frühzeitig dem Landrate an und seit 1554 dem Kriegsrate; 1544 bis 1547 amtierte er als Landvogt in Lifenen, und war von 1561 bis 1573 T agsatzungsbote. In seiner Regierungszeit als Landammann nahm die Kornpflanzung in Uri wieder neuen Aufschwung, zu welchem Zwecke der Rat Kornsamen austeilen liess. Am 9. November 1571 besiegelte Landammann Heinrich Albrecht eine Gült, der Kirche Schattdorf gehörend; der beschädigte Siegelabdruck hat 2,8 cm Durchmesser, mit ähnlicher Anordnung wie bei No. 33. Der Wappenschild von 13 X 12 bis 13 mm ist umrahmt vom Schriftband mit der Inschrift in Minuskeln „heinrich albrecht". Quelle: | Albrecht, Landammann Heinrich (I10438)
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| 95 | Der 44. Landammann von Uri (Amtsperioden 83, 87 und 91) - Jost Dietrich Schmid Jost Dietrich Schmid, in Altdorf, genannt der Grosse, Landammann 1565—67, 1573—75 und 1581—82; geb. 1523 als Sohn des zu Bicocca 1522 gefallenen Hauptmann und Landschreiber Jost Schmid und der Barbara Christen, von Ursern, f 28. Juni 1582. Wappen: geviertet: 1 und 4 in Blau goldene Lilie, 2 und 3 in Gold aufrechtschreitender schwarzer Bär. Jost Schmid ward am 29. Dezember 1534 an der Universität Freiburg i. B. immatrikuliert und begann seine öffentliche Laufbahn in französischen Diensten; heimgekehrt, war er Landrat, Dorf- und Kirchenvogt von Altdorf 1559—1561, Landvogt im Thurgau 1550—1552, Landesstatthalter 1562—65 und vertrat Uri von 1566 bis 1581 als Tagsatzungsgesandter. Als eidgenössischer Gesandter an Kaiser Karl V. auf den Reichstag nach Augsburg zur Bestätigung der Freiheiten, erlangte er für sich und seine Nachkommen am 17. August 1550 einen Adelsbrief. Schmid war Schiedsrichter zwischen dem Stift St. Gallen und den regierenden Orten im Thurgau 1564, Gesandter zur Beschwörung des Bündnisses der Eidgenossen mit Karl IX. von Frankreich 1565, eidg. Gesandter an den Kaiser Maximilian II. und den Reichstag zu Augsburg 1566, söhnte 1570 die Stadt Luzern mit den Rothenburgern aus und erhielt 1578 das Bürgerrecht von Luzern geschenkt; Jost empfing 1573 auch das ausländische Bürgerrecht im Hochgericht Disentis. Bei Frankreich und Savoyen stand er in hoher Gunst und bezog grosse Pensionen; es ist somit leicht erklärlich, wenn von ihm gesagt wurde, er sei der reichste Mann in Uri. Immerhin war Jost Schmid ein in kantonalen wie eidgenössischen Fragen sehr angesehener, einflussreicher Staatsmann. In 1. Ehe heiratete er Euphemia von Erlach; im Landesmuseum ist eine Allianzwappenscheibe „Jost Schmid und Vemia vo Erlach 1545". Aus der 2. Ehe mit Anna Zollikofer von Altenklingen entsprossen 5 Kinder, und der 3. Ehe mit Elisabetha Mutschlin von Bremgarten acht Kinder. Landammann Jost Dietrich Schmid erbaute das grosse Haus (heute Lusser'sches) am südlichen Dorfeingang in Altdorf 1560. Im historischen Museum in Altdorf befindet sich ein koloriertes Bild von Suter, dieses ersten Landammann aus dem Geschlechte der „Schmid von Uri". Das Allianzwappen Schmid-Erlach mit St. Jost-Bild auf einem Glasgemälde zu Einigen, ist besprochen von E. A. Stückelberg (ZSK. IX, p. 174). Bisher konnte ich einzig zwei verschiedene Siegel feststellen, welche Jost Schmid führte, nämlich: A) Rundsiegel in Durchmesser-Grössen von 3 und 3,4 cm, mit dem vierteiligen Wappen — 1 und 4 Lilie, 2 und 3 Bär, und dem Bär als Helmzierde — und Umschrift in 2 mm hohen Majuskeln: * S *IOST * SCHMID * ". (Siegel-Abb. No. 86.) B) Ovalsiegel von 2 cm Höhe und 18 mm Breite; Wappenschild von 8x9 + 9 mm, mit Wappen und Helmzier, wie unter A), beseitet von den zwei Initialen ffl SA4" (Siegel-Abb. No. 87.) Das Vorkommen des Letztern konnte ich bisher einzig an dem Schreiben vom 24. November 1567 betr. des Scherers von Sins (Staatsarchiv Luzern, Forderungs- sachen/Uri) konstatieren. Unter den vielen Urkunden mit heute noch guterhaltenen Abdrucken des Siegels A) seien nur einige wenige angeführt und zwar: a) in Wachsschüssel: am Ehevertrag zwischen Landammann Kaspar Imhof und Regula Murer, vom 12. Oktober 1554 (St. A. Zürich C. V. 3/15); an dem Rechtsspruch gegen Hans Rägger von Büwyl, von 1555 (Stiftsarchiv St. Gallen: Wuppenau No. 18); b) in Holzkapsel: Gült vom 7. Januar 1567 (St. A. Uri), an Gült über 100 Gl. ab Ennermatt zu Brügg vom 3. November 1565 (Kirche-Bürglen) ; c) auf Papierurkunden: Gerichtsurteil vom 23. Februar 1582 (Pfarrarchiv Spiringen) und Urteil vom 13. Februar 1567 wegen des Holzzuges des Werni Jauch beim Leitschach (Gem. Archiv Erstfeld). Quelle: | Schmid von Uri, Landammann Ritter Jost Dietrich der Grosse (I7750)
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| 96 | Der 45. Landammann von Uri (Amtsperioden 84 und 88) - Peter von Pro Peter von Pro, in Seedorf, Landammann 1567—99 und 1585—86, Sohn des Landvogt und Seckelmeister Jakob und der Adelheid im Ebnet, † 19. November 1585. Die höhere Bildung holte sich Peter Apro auf der Universität Freiburg, wo er 1535 immatrikuliert ward, und begann die Ämterlaufbahn 1541 als Landschreiber von Lugano; 1554 wurde er Landesfürsprecher und Vogt des Klosters Seedorf, kgl. Kammerherr in Frankreich; 1555 Oberster Hauptmann des ehemaligen Regimentes Hug, nun Apro, in franz. Diensten tat er sich im Feldzug in Piémont hervor, nahm 1562 teil an der Schlacht zu Dreux, 1567 zu St. Denis und 1569 in den Treffen zu Farnac und Moncontour. Peter von Pro oder Apro trat 1564 in die Regierung seines Heimatkantons, rückte schon 1565 zum Statthalter vor, seit 1568 auch Landeshauptmann; Tagsatzungsgesandter 1564—1585. Er war ein trefflicher Staatsmann, hervorragender Feldherr und grosser Wohltäter seiner Heimat (Fideikommisstiftung Apro). Gattin: Dorothea Zumbrunnen, Tochter des Landammann Mansuetus und der Barbara Aschwanden. Als äusseres Wahrzeichen seines Reichtums und Ansehens schuf Jakob Apro 1556—58 das Weiherschloss in Seedorf, eine reizende Schöpfung der ausklingenden Gotik, das ein die Zeiten überdauerndes Denkmal der Familie von Pro geworden ist. Peter Apro erst verlegte seinen Wohnsitz nach Seedorf. Der monumentale Ofen von 1562 im Schlosse trägt die Wappen Apro und Zumbrunnen. Im Vorgefühl des baldigen Unterganges seines Geschlechtes bestimmte Peter 1578 das Schloss Apro nebst zahlreichen Gütern zu einer Stiftung für Erziehung armer Kinder. In seinem Schloss zu Vignaccia wie am Donjon ist das Wappen Apro angebracht mit dem Wahlspruche: „Pro Libertate Oua Non Ferenda". Am 8. Januar 1546 erhielt Jakob Apro von Kaiser Karl V. in Utrecht einen Adelsbrief für sich und seinen Sohn Peter als Reichsritter, nachdem Franz I. 1544 die Beiden in den französischen Adelsstand erhoben. Das Wappen, zwei gegeneinander springende Windhunde in blauem Feld, erhielt von König Franz I. von Frankreich im April 1544 eine Besserung durch Beifügung der französischen Lilie. Saither halten die Windhunde die Lilie. Den Helm aber ziert eine Puppe mit der Lilie auf der Brust. Am 8. Januar 1546 bestätigte Kaiser Karl V. dieses Familienwappen. Dr. Theodor von Liebenau hat von diesem Landammann Apro im 9. historischen Neujahrsblatte von Uri für das Jahr 1903 ein treffliches Lebensbild gezeichnet. Die Siegel-Abbildung No. 88 rührt von einem Siegelabdrucke her in einer Holzkapsel von einer Gült d. d. 18. Dezember 1566. Das Siegel hat 3,2 cm Durchmesser ; im Schild von 12 X 13 mm ist das Wappen (2 Windhunde mit überhöhter Lilie) mit der Puppe als Helmzier; oben durch geht das Querband mit den Buchstaben: ,,P. V. PRO". Quelle: | von Pro (a Pro), Landammann Peter (I2622)
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| 97 | Der 46. Landammann von Uri (Amtsperiode 89) - Heinrich Püntener Heinrich Püntener, in Altdorf, Landammann 1577—79» Sohn des Landvogt Heinrich und der Magdalena von Beroldingen, † 1580. Gattin: 1. Anna Dietlin, Tochter des Landammann Johannes und der Verena Hermann; 2. Anna Imhof von Blumenfeld, Tochter des Landammann Kaspar. Wappen: geviertet: 1 und 4 in Gold schwarzer Stierkopf, 2 und 3 in Schwarz goldener Feuerstahl, überhöht von silbernem Tatzenkreuz. Heinrich Püntener führte das ursprüngliche Familienwappen, identisch mit dem Landeswappen, obschon das eigentliche Wappen der „Büntiner", der Feuerstahl, einem gestürzten ,,B" mit Kreuz ähnlich, bereits 100 Jahre zuvor in Übung kam. Vorerst war Püntener 1556 und 1557 Landvogt zu Locarno. Als solcher bewirkte er eine bessere Einheit im Strafrechte und eine Reduktion der Löhne und Gebühren für die Landvögte von Locarno, Lugano und Mendrisio, welche Entlastung der Untertanen noch 1556 durch die Tagsatzung verfügt wurde. In den Jahren 1561 bis 1580 vertrat Heinrich Püntener seinen Kanton als Tagsatzungsgesandter; während 10 Jahren, von 1567 bis 1577 hielt er das Landesstatthalteramt inne. Ich konnte drei verschiedene Siegel eruieren, welche bei diesem Landammann im Gebrauch waren: 1. Eine Gült auf Peter Gurtenmund's Haus in Altdorf, vom 18. Januar 1573, trägt das Siegel des Statthalters Püntener, 28 mm im Durchmesser; es zeigt das alte Wappen, den Stierkopf, und auf fliegendem Schriftband in Majuskeln ,,S. HEINRICH BVNTTINER" (Siegel-Abb. No. 89). Urkunden vom 7. Juli 1571 und 12. Februar 1573 im Staatsarchiv Luzern (Uri, Fasz. II—V), tragen dieselbe Besiegelung. 2. Ein Exemplar vom Jahr 1578 aus meiner Siegelsammlung im Durchmesser von 33 mm zeigt das neue, gevierte Wappen (1/4 Stierköpf, 2/3 Feuerstahl mit Kreuz; Helmzier: steigender Stier mit 6-zackigem Stern an beiden Hörnern); 2,5 mm hohe Umschrift im Kreise: ,,S. HEINRICH BVNTINER". (Siegel-Abb. No. 90.) 3. In der Sammlung des Landesmuseums ist ein Rundsiegel von 1580 von 17 mm. Im Rundschild von 8 mm ist das hievor beschriebene Wappen mit Helmzier (Siegel-Abb. No. 91). Quelle: | Püntener, Landammann Heinrich (I4411)
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| 98 | Der 48. Landammann von Uri (Amtsperiode 92 - )Sebastian Tanner Sebastian Tanner, von Altdorf, Landammann 1583—1585, Sohn des Hauptmann und Ritter Jakob und der Katharina Arnold von Spiringen. Wappen: in Rot ein goldener Löwe auf grüner Fläche unter einer Tanne ruhend. Die Tinkturen bestätigt auch das Wappenbuch der Straussenbruderschaft Altdorf von 1645. Gattin: 1. Barbara Imhof ; 2. Magdalena Feer von Castelen, Witwe des Obersten H. Thammann. Tanner erbaute um die Mitte des 16. Jahrhunderts das Haus in der Langmatte zu Altdorf, welches einige Jahrhunderte im Besitze dieser Familie war. Sebastian Tanner ward 1562 zur Beschwörung des mit König Heinrich III. von Frankreich erneuerten Bundes entsandt, 1565 zum Ritter des St. Sylvesterordens geschlagen und durch Papst Pius IV. zum Gardehauptmann zu Ravenna ernannt, welches Ehrenamt er von 1566 bis 1590 innehatte. Er wurde ferner Spitalvogt und Mitglied des 1. Schulrates zu Altdorf, nach dem Treffen von Dye am 13. Juni 1575 zum Regimentsoberst in kgl. franz. Diensten befördert, Gesandter der Tagsatzung 1576 nach Lyon wegen Soldrückständen und 1582 an König Heinrich III., 1579—Landesstatthalter, 1580 Landeshauptmann, Tagsatzungsgesandter 1581 bis 1589. Dieser Landammann kann in die Reihe der bedeutenderen Staatsmänner gezählt werden, zudem war er auch wohl der tüchtigste Feldherr, den Uri im 16. Jahrhundert besass. Er legte sich das Adelsprädikat „von Tanneck" bei. Bei der Belagerung von Pontoise erlag er am 16. Januar 1590 seinen Verwundungen. Als Bote von Uri und Schiedsrichter mit Jakob Muheim des Rats besiegelte Tanner den Spruchbrief vom 24. April 1588 zwischen den beiden Appenzell (Landesarchiv Appenzell A. III, 78). Das Rundsiegel hält 34 mm im Durchmesser und in 2 mm hohen Majuskeln die Umschrift ,,* S. SEBASTIAN ° TANNER * ". Der Wappenschild von 13 x 9—13 mm trägt als Helmzier einen Löwen mit geschulterter Tanne. Im Wappen ruht der Löwe unter der Tanne. (Siegel-Abb. No. 128.) Quelle: | Tanner, Landammann & Ritter Sebastian (I16566)
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| 99 | Der 49. Landammann von Uri (Amtsperioden 94 und 100) - Ambros Püntener Ambros Piintener, in Altdorf, Landammann 1586—88 und 1598—1599, des Landvogt Heinrich und der Maria Wichser, † im September 1598 im Amte. Ambrosius ward am 19. März 1555 an der Universität Freiburg immatrikuliert. Der Historiker Aegidius Tschudy, dem er viele Angaben über Uri vermittelte, nannte ihn „einen gelehrten Mann". Püntener widmete sich frühzeitig dem Militär- und Kriegsdienste, und brachte es bis zum Hauptmann. Gattinnen: 1. Ursula von Magoria aus Locarno, 2. Barbara von Ury, 3. Anastasia Tschudy von Wasserstelz, aus Glarus. Durch seine 1. Ehe gelangte Ambros P. in den Besitz der Casa dei Nobili (del Negromante) in Locarno. In den Jahren 1568 bis 1570 war Püntener Kirchenvogt von Altdorf, erstes Mitglied des neugeschaffenen Schulrates in Altdorf; 1570 Ehrengesandter zum Syndikat in Lauis; Statthalter 1583—1586, Tagsatzungsgesandter 1583—1598. Seit 1570 wird er Ritter genannt. Luzern schenkte Landammann Püntener 1598 das Bürgerrecht dortselbst. Die Tagsatzung beauftragte ihn 1587 und 1598, beim französischen Ambassador und nötigenfalls beim König selber die Begleichung alter Soldrechnungen und Forderungen der Eidgenossen zu erwirken, ebenso erhielt er 1586 verschiedene diplomatische Missionen an den Gubernator von Mailand. Wappen: Geviert : 1 und 4 in Gold ein schwarzer Stierköpf mit rotem Nasenring, beseitet von zwei schwarzen Sternen; 2 und 3 in Schwarz ein goldener Feuerstahl, überhöht von silbernem Tatzenkreuz. F. V. Schmid führt in Uraniens Gedächtnistempel das ältere Wappen mit folgenden Tinkturen an : in Gelb ein schwarzer Stierkopf mit roter Zunge und Nasenring, beseitet von 2 roten sechszackigen Sternen. Von Varianten sei erwähnt : 1 und 4 in Gold schwarzer Stierkopf, beseitet von 2 silbernen Sternen; 2 und 3 in Gold schwarzer Feuerstahl, mit silbernem Tatzenkreuz. Ambros P. bringt in seinem Siegel das viergeteilte Wappen zur Darstellung, gleich dem hievor geschilderten Wappen. Der hier abgebildete Siegelabdruck No. 129 von 32 mm Durchmesser befand sich an einer Gült vom 5. Dezember 1585 ab Hofstatt zu Sigmanig in Bürglen. Der Wappenschild misst 10—12 X 10—14 mm. Der Stier mit Nasenring, die Hörner beseitet von 2 Sternen, bildet die Helmzier. Die 1⅟2 mm hohe Umschrift in Majuskeln lautet ,,S. AMBROSIUS BUNTINER". Quelle: | Püntener, Landammann & Ritter Ambros (I7812)
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| 100 | Der 50. Landammann von Uri (Amtsperioden 96 und 103) - Johann Jakob Troger Johann Jakob Troger, in Altdorf, Landammann 1588 bis 1590 und 1601 bis 1603, t 1607. Eltern: Hauptmann und Landvogt Heinrich und Magdalena Morosini. Gattin: 1. Apollonia Gisler, des Andreas und der Anna Willi; 2. Regina Dietlin, t 1622. Troger begann seine Laufbahn 1565 als Landschreiber, avancierte zum Ratsherr, Hauptmann, Tagsatzungsgesandter 1570 bis 1606, wurde Landvogt von Mendrisio 1570—72, Gesandter der katholischen Orte 1576 nach Frankreich, 1591 nach Rom an Papst Gregor XIV. zur Huldigung und 1604 nach Mailand zum Bundesschwur. In Altdorf bekleidete er das Amt als Spitalvogt 1576 bis 1578, Kirchenvogt 1580 bis 1582 und Dorfvogt in den Jahren 1574 und 1575. Die Landsgemeinde 1586 wählte Troger zum Statthalter. 1587 erhielt er die Würde eines Ritters des St. Michaels-Ordens. Das Urteil des Fünfzehner-Gerichtes vom 31. Mai 1602 wegen Zoll- und Weggeldern am Gotthardpass, und die Bürgschaft vom 21. Oktober 1602 des Jakob Hartmann für die Niederlassungsgebühr des Jakob Hotz in Schwyz (St. Archiv Schwyz No. 1236) ist beglaubigt mit dem Siegel des Landammann Troger, von 34 mm Durchmesser. Umschrift in 2 mm hohen Antiqua-Majuskeln: „IOHANN IACOB TROGER : RITTER". Schild von 13 X 10—12 mm, mit Wappen: 2 entwurzelte Tannen kreuzweise übereinander liegend, mit je einem Stern unten und oben. Helmzier: Wildmann, in jeder Hand eine entwurzelte Tanne haltend (Siegel-Abb. No. 130). Quelle: | Troger, Landammann Johann Jakob (I2277)
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