Treffer 50,051 bis 50,100 von 52,053
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| 50051 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Balian_von_Ibelin (Apr 2018) Balian von Ibelin, auch Balian von Nablus (* frühe 1140er-Jahre; † 1193) war Herr von Ibelin und Nablus, später Herr von Caymont. Er war ein führender Baron im Königreich Jerusalem. Balian war ein Sohn Barisans von Ibelin und der Bruder Hugos und Balduins von Ibelin. Sein eigentlicher Name war Barisan, die Aussprache des Namens änderte sich jedoch im Lauf des 12. Jahrhunderts in „Balian“. Er wird daher manchmal auch „Balian der Jüngere“ genannt, wenn sein Vater als „Balian der Ältere“ bezeichnet wird. Leben Nach dem Tod Hugos 1170 erhielt er die Burg Ibelin von dessen Erben, seinem älteren Bruder Balduin, der selbst nur die Herrschaft Ramla für sich behielt. 1174 unterstützten Balian und Balduin Raimund III. von Tripolis gegen Miles von Plancy als Regenten für König Balduin IV., 1177 nahmen die Brüder an der Schlacht von Montgisard teil. Im selben Jahr heiratete er Maria Komnena, die Witwe des Königs Amalrich I., die die Herrschaft Nablus als Apanage mit in die Ehe brachte. Balian und sein Bruder unterstützten 1183 Raimund gegen Guido von Lusignan, den Ehemann Sibylles, in der Frage der Regentschaft für den leprakranken König von Jerusalem. Balian war 1183 bei der Krönung Balduins V. anwesend, die zu Lebzeiten Balduins IV. stattfand, um Guido als Nachfolger zu verhindern. Balduin IV. starb 1185, Balduin V. im Jahr darauf, und als Raimunds Favorit für die Nachfolge, Humfried IV. von Toron, die Krone ausschlug und sich auf Guidos Seite stellte, leistete Balian widerstrebend Guido den Treueid, während sein Bruder sich ins Exil nach Antiochia begab. Balian entkam 1187 aus der Schlacht bei Hattin und half bei der Verteidigung Jerusalems und den Verhandlungen zu ihrer Unterwerfung unter Saladin im Oktober. Ibelin, Nablus, Ramla und der gesamte übrige Besitz Balians wurde von Saladin erobert, Balian und seiner Familie wurde die Flucht nach Tripolis erlaubt. Er unterstützte anfangs Guido in seinem Kampf um den Königstitel gegen Konrad von Montferrat, verbündete sich dann aber mit Maria Komnena, um Konrad mit Isabella I. zu verheirataten, Marias Tochter aus ihrer Ehe mit Amalrich I., wodurch Konrad den stärkeren Anspruch auf das Königreich erhielt. Nach Konrads Tod und Isabellas Wiederverheiratung mit Heinrich II. von Champagne blieb Balian einer von Heinrichs Beratern. 1192 half er bei den Verhandlungen zwischen Richard Löwenherz und Saladin, die den Dritten Kreuzzug abschlossen. Da Ibelin unter Saladins Kontrolle blieb, gab Richard Balian die neue Herrschaft Caymont. | von Ibelin (Nablus), Balian (I9154)
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| 50052 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Balian_von_Ibelin_(Seneschall_von_Zypern) (Sep 2023) Wahrscheinlich im Jahr 1286 wurde Balian von seinem Neffen, König Heinrich II. von Zypern, mit dem Amt des königlichen Seneschalls betraut. Über ihn ist sonst kaum etwas überliefert. Im Februar 1301 starb er, und sein jüngerer Bruder Philipp († 1318) folgte ihm im Amt nach. | von Ibelin, Balian (I42852)
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| 50053 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Barbara_Fugger (Sep 2023) Nach langem Werben[2] heiratete Jakob Fugger sie am 13. April 1441.[1] Dadurch wurden Fuggers gesellschaftliche Stellung und Geschäftskontakte deutlich verbessert, jedoch geriet Franz Bäsinger später in eine Schuldensituation und musste auswandern. Als Münzmeister in Tirol konnte Bäsinger der Familie seiner Tochter später noch Anteile an Silbergruben vermitteln.[2] Nach dem Tod ihres Mannes 1469 führte Barbara Fugger gemeinschaftlich mit den Söhnen die Familiengeschäfte weiter und konnte das Vermögen ihres Mannes bis zu ihrem Tod auf über 23000 Gulden (auch Florin genannt) vermehren.[2] Die Söhne, deren Hauptaufgabe zunächst im Reisen und Knüpfen neuer Kontakte bestand, waren wesentlich am Geschäft beteiligt. Sie verfügten, etwa im Jahr 1492, unabhängig von dem Vermögen ihrer Mutter über jeweils zwischen 11000 und 16000 Florin. Erst nach ihrem Tode 1497 erlangten die Fugger-Brüder die vollständige Verfügungsgewalt über das Familienvermögen. Aus dem um 1540 verfassten Ehrenbuch der Familie blieb Barbara Fugger dennoch ausgeschlossen. | Bäsinger, Barbara (I42822)
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| 50054 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Bärenfels_(Adelsgeschlecht) Bärenfels (Adelsgeschlecht) Bärenfels ist der Name eines vom Ende des 13. Jahrhunderts an bezeugten ritterbürtigen Basler Geschlechts, das über mehrere Generationen das Schultheißenamt in Kleinbasel innehatte. Im 14. und 15. Jahrhundert waren Mitglieder derer von Bärenfels mehrfach im Basler Rat vertreten. Ein ähnlich lautendes Geschlecht stammt aus Mecklenburg, wurde aber erst 1709 mit dem Namen „Baerenfels von Warnow“ in den Reichsadelsstand erhoben und führt unbeanstandet die Namensform „von Baerenfels-Warnow“. Die Vorfahren der Bärenfelser waren die hachbergischen Vögte, die im Wiesental im Brombacher Wasserschloss residierten. In der Nähe ihrer Burg Steineck bei Wehr hatten sie um 1300 eine weitere Burg erbaut, die sie Bärenfels nannten. Werner, Vogt von Brombach, war um 1290 Schultheiß von Kleinbasel. Dieses Amt in der minderen Stadt hat sich in jener Zeit fest in der Hand der Vögte aus dem Wiesental und der aus ihnen hervorgegangenen Bärenfelsern befunden. Johann, Vogt von Brombach, nannte sich als Erster nach der Burg Bärenfels. Als Johann von Bärenfels trat er erstmals im Jahr 1299 in Erscheinung, um 1305 bekleidete er das Kleinbasler Schultheißenamt. 1309 herrschte Streit um die Nachfolge des auf der Reise nach Avignon verstorbenen Basler Bischofs Otto von Grandson. In dieser Zeit lag die Regentschaft des Bistums Basel bei Johann I. von Bärenfels. Durch seine Ehe mit Margarita von Hertenberg gelangte er in den inneren Kreis von Basels städtischem Adel. Johann I. von Bärenfels verstarb um das Jahr 1314. Im 14. Jahrhundert ging der Name „Bärenfels“ auch auf die früher Aeschburg genannte Burg Bärenfels bei Duggingen über. Konrad von Bärenfels (* um 1305, † vor 19. März 1373) wurde als Erster der Familie Basler Bürgermeister. 1377 verlieh der Bischof von Basel Konrads Söhnen Lütold und Arnold von Bärenfels (* vor 1371, † 20. Februar 1414) das Schenkenamt als Erblehen. Konrads Sohn Lütold von Bärenfels war 1380 Bürgermeister, bereits von 1379 bis 1386 war er österreichischer Vogt in Basel. Er fiel 1386 in der Schlacht bei Sempach. Ritter Arnold von Bärenfels († 1414) war 1394–1408, 1411 und 1413 Bürgermeister von Basel. 1457–1494 bekleidete auch der Sohn Arnolds III., Johannes von Bärenfels (* vor 1451, † kurz vor 18. Juni 1495), das Basler Bürgermeisteramt. Christian Wurstisen vermerkt 1580 in seiner «Bassler Chronick» insgesamt neun Ritter Bärenfels, darunter fünf Bürgermeister im 14. und 15. Jahrhundert und die 1386 bei Sempach auf habsburgischer Seite gefallenen Bärenfelser Brüder und Vettern. Nach 1300 kauften die Herren von Bärenfels Teile von Arisdorf, 1446 gehörte es ihnen ganz. 1532 verkaufte Adelberg III. von Bärenfels die Herrschaft Arisdorf mit den Dörfern Ober-, Mittel- und Unter-Arisdorf an die Stadt Basel. Ein Wappen auf einer Konsole im Sakramentshaus der Kirche St. Leodegar in Grenzach-Wyhlen aus dem Jahr 1494 erinnert an die Eheschließung zwischen Adelberg III. von Bärenfels und Ursula von und zu Schönau. Im 17. Jahrhundert teilte sich das Geschlecht von Bärenfels in eine Hegenheimer und eine Grenzacher Linie. Zur Grenzacher Linie gehörte Ernst Friedrich von Bärenfels (um 1687), bischöflicher Meier in Biel. Diese Linie erlosch 1779 im Mannesstamm, die Hegenheimer Linie 1835. Friedrich II. von Bärenfels (* 1674; † 1737) hatte 1735 seine Herrschaft Grenzach an Markgraf Karl August von Baden (* 1712; † 1786) verkauft. Schloss Hegenheim war der Stammsitz der Hegenheimer Linie. Friederike Auguste Sophie von Anhalt-Bernburg (* 1744; † 1827), Ehefrau des Fürsten Friedrich August von Anhalt-Zerbst (* 1734; † 1793), des Bruders der russischen Kaiserin Katharina der Großen (* 1729; † 1796), kam 1764 nach Basel und blieb bis 1793 in der Stadt. Susanna von Bärenfels (* 1750; † 1837) aus der Linie Hegenheim wurde ihre Hofdame, deren Schwester war Friederike Wilhelmine von Bärenfels († 1846), Ehefrau des Pfarrers Hans Rudolf Thurneysen, der Bruder war Johann Ludwig von Bärenfels, der Hofmarschall der Fürstin von Anhalt-Zerbst. Da er kinderlos starb, war er der letzte Mann der Basler Bärenfels. Zedlitz führt in seinem «Neuen preussischen Adels-Lexicon» 1839 in seinen Informationen über die Herren von Bärenfels aus: „Ein uralt adeliges Geschlecht der Schweiz, dessen Stammhaus gleiches Namens an der Birs, unweit Grellingen im Canton Basel, schon lange ausgegangen ist. Aus diesem fiel Werner v. B. mit mehreren seines Geschlechts bei Sempach im Jahre 1386 gegen Oesterreich. Ritter Johann v. B. war Feldhauptmann der Basler vor Clicourt um das Jahr 1474 und Ernst Friedrich v. B. ward im Jahre 1646 bischöflich Baselscher Meyer oder Major über Biel. Das Geschlecht besitzt das Schenkenamt des ehemaligen Bisthums Basel (daher auch Schenk v. B. genannt), und hat der Stadt Basel sechs Bürgermeister gegeben. Vielleicht stammt von diesem Geschlechte das v. B. in den preussischen Staaten.“ Offenbar sind mit dem Geschlecht „v. B. in den preussischen Staaten“ die aus Mecklenburg stammenden von Baerenfels gemeint. Der nobilitierte Stammvater war aber ein geborener Baerens und erhielt den Namen Baerenfels erst bei seiner Erhebung in den Adelsstand. Die Basler von Bärenfels waren nicht „gegen Oesterreich“, sondern auf österreichischer Seite gefallen. Weiters führt Zedlitz über „die Herren von Bärenstein“ an: „Ein altadeliges Geschlecht, welches mit dem von Bärenfels gleichen Stammes gewesen (alias de Bärenfels) und in Meissen die Schlösser Bärenfels, Bärenstein, Bärenburg und Bärenclause erbaut, und von da nach Schlesien, Böhmen und Mähren sich verbreitet haben soll.“ | von Bärenfels, Johann (I60955)
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| 50055 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Bärenfels_(Adelsgeschlecht) Bärenfels (Adelsgeschlecht) Bärenfels ist der Name eines vom Ende des 13. Jahrhunderts an bezeugten ritterbürtigen Basler Geschlechts, das über mehrere Generationen das Schultheißenamt in Kleinbasel innehatte. Im 14. und 15. Jahrhundert waren Mitglieder derer von Bärenfels mehrfach im Basler Rat vertreten. Ein ähnlich lautendes Geschlecht stammt aus Mecklenburg, wurde aber erst 1709 mit dem Namen „Baerenfels von Warnow“ in den Reichsadelsstand erhoben und führt unbeanstandet die Namensform „von Baerenfels-Warnow“. Die Vorfahren der Bärenfelser waren die hachbergischen Vögte, die im Wiesental im Brombacher Wasserschloss residierten. In der Nähe ihrer Burg Steineck bei Wehr hatten sie um 1300 eine weitere Burg erbaut, die sie Bärenfels nannten. Werner, Vogt von Brombach, war um 1290 Schultheiß von Kleinbasel. Dieses Amt in der minderen Stadt hat sich in jener Zeit fest in der Hand der Vögte aus dem Wiesental und der aus ihnen hervorgegangenen Bärenfelsern befunden. Johann, Vogt von Brombach, nannte sich als Erster nach der Burg Bärenfels. Als Johann von Bärenfels trat er erstmals im Jahr 1299 in Erscheinung, um 1305 bekleidete er das Kleinbasler Schultheißenamt. 1309 herrschte Streit um die Nachfolge des auf der Reise nach Avignon verstorbenen Basler Bischofs Otto von Grandson. In dieser Zeit lag die Regentschaft des Bistums Basel bei Johann I. von Bärenfels. Durch seine Ehe mit Margarita von Hertenberg gelangte er in den inneren Kreis von Basels städtischem Adel. Johann I. von Bärenfels verstarb um das Jahr 1314. Im 14. Jahrhundert ging der Name „Bärenfels“ auch auf die früher Aeschburg genannte Burg Bärenfels bei Duggingen über. Konrad von Bärenfels (* um 1305, † vor 19. März 1373) wurde als Erster der Familie Basler Bürgermeister. 1377 verlieh der Bischof von Basel Konrads Söhnen Lütold und Arnold von Bärenfels (* vor 1371, † 20. Februar 1414) das Schenkenamt als Erblehen. Konrads Sohn Lütold von Bärenfels war 1380 Bürgermeister, bereits von 1379 bis 1386 war er österreichischer Vogt in Basel. Er fiel 1386 in der Schlacht bei Sempach. Ritter Arnold von Bärenfels († 1414) war 1394–1408, 1411 und 1413 Bürgermeister von Basel. 1457–1494 bekleidete auch der Sohn Arnolds III., Johannes von Bärenfels (* vor 1451, † kurz vor 18. Juni 1495), das Basler Bürgermeisteramt. Christian Wurstisen vermerkt 1580 in seiner «Bassler Chronick» insgesamt neun Ritter Bärenfels, darunter fünf Bürgermeister im 14. und 15. Jahrhundert und die 1386 bei Sempach auf habsburgischer Seite gefallenen Bärenfelser Brüder und Vettern. Nach 1300 kauften die Herren von Bärenfels Teile von Arisdorf, 1446 gehörte es ihnen ganz. 1532 verkaufte Adelberg III. von Bärenfels die Herrschaft Arisdorf mit den Dörfern Ober-, Mittel- und Unter-Arisdorf an die Stadt Basel. Ein Wappen auf einer Konsole im Sakramentshaus der Kirche St. Leodegar in Grenzach-Wyhlen aus dem Jahr 1494 erinnert an die Eheschließung zwischen Adelberg III. von Bärenfels und Ursula von und zu Schönau. Im 17. Jahrhundert teilte sich das Geschlecht von Bärenfels in eine Hegenheimer und eine Grenzacher Linie. Zur Grenzacher Linie gehörte Ernst Friedrich von Bärenfels (um 1687), bischöflicher Meier in Biel. Diese Linie erlosch 1779 im Mannesstamm, die Hegenheimer Linie 1835. Friedrich II. von Bärenfels (* 1674; † 1737) hatte 1735 seine Herrschaft Grenzach an Markgraf Karl August von Baden (* 1712; † 1786) verkauft. Schloss Hegenheim war der Stammsitz der Hegenheimer Linie. Friederike Auguste Sophie von Anhalt-Bernburg (* 1744; † 1827), Ehefrau des Fürsten Friedrich August von Anhalt-Zerbst (* 1734; † 1793), des Bruders der russischen Kaiserin Katharina der Großen (* 1729; † 1796), kam 1764 nach Basel und blieb bis 1793 in der Stadt. Susanna von Bärenfels (* 1750; † 1837) aus der Linie Hegenheim wurde ihre Hofdame, deren Schwester war Friederike Wilhelmine von Bärenfels († 1846), Ehefrau des Pfarrers Hans Rudolf Thurneysen, der Bruder war Johann Ludwig von Bärenfels, der Hofmarschall der Fürstin von Anhalt-Zerbst. Da er kinderlos starb, war er der letzte Mann der Basler Bärenfels. Zedlitz führt in seinem «Neuen preussischen Adels-Lexicon» 1839 in seinen Informationen über die Herren von Bärenfels aus: „Ein uralt adeliges Geschlecht der Schweiz, dessen Stammhaus gleiches Namens an der Birs, unweit Grellingen im Canton Basel, schon lange ausgegangen ist. Aus diesem fiel Werner v. B. mit mehreren seines Geschlechts bei Sempach im Jahre 1386 gegen Oesterreich. Ritter Johann v. B. war Feldhauptmann der Basler vor Clicourt um das Jahr 1474 und Ernst Friedrich v. B. ward im Jahre 1646 bischöflich Baselscher Meyer oder Major über Biel. Das Geschlecht besitzt das Schenkenamt des ehemaligen Bisthums Basel (daher auch Schenk v. B. genannt), und hat der Stadt Basel sechs Bürgermeister gegeben. Vielleicht stammt von diesem Geschlechte das v. B. in den preussischen Staaten.“ Offenbar sind mit dem Geschlecht „v. B. in den preussischen Staaten“ die aus Mecklenburg stammenden von Baerenfels gemeint. Der nobilitierte Stammvater war aber ein geborener Baerens und erhielt den Namen Baerenfels erst bei seiner Erhebung in den Adelsstand. Die Basler von Bärenfels waren nicht „gegen Oesterreich“, sondern auf österreichischer Seite gefallen. Weiters führt Zedlitz über „die Herren von Bärenstein“ an: „Ein altadeliges Geschlecht, welches mit dem von Bärenfels gleichen Stammes gewesen (alias de Bärenfels) und in Meissen die Schlösser Bärenfels, Bärenstein, Bärenburg und Bärenclause erbaut, und von da nach Schlesien, Böhmen und Mähren sich verbreitet haben soll.“ | von Bärenfels, Johann (I60954)
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| 50056 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Bärenfels_(Adelsgeschlecht) Bärenfels (Adelsgeschlecht) Bärenfels ist der Name eines vom Ende des 13. Jahrhunderts an bezeugten ritterbürtigen Basler Geschlechts, das über mehrere Generationen das Schultheißenamt in Kleinbasel innehatte. Im 14. und 15. Jahrhundert waren Mitglieder derer von Bärenfels mehrfach im Basler Rat vertreten. Ein ähnlich lautendes Geschlecht stammt aus Mecklenburg, wurde aber erst 1709 mit dem Namen „Baerenfels von Warnow“ in den Reichsadelsstand erhoben und führt unbeanstandet die Namensform „von Baerenfels-Warnow“. Die Vorfahren der Bärenfelser waren die hachbergischen Vögte, die im Wiesental im Brombacher Wasserschloss residierten. In der Nähe ihrer Burg Steineck bei Wehr hatten sie um 1300 eine weitere Burg erbaut, die sie Bärenfels nannten. Werner, Vogt von Brombach, war um 1290 Schultheiß von Kleinbasel. Dieses Amt in der minderen Stadt hat sich in jener Zeit fest in der Hand der Vögte aus dem Wiesental und der aus ihnen hervorgegangenen Bärenfelsern befunden. Johann, Vogt von Brombach, nannte sich als Erster nach der Burg Bärenfels. Als Johann von Bärenfels trat er erstmals im Jahr 1299 in Erscheinung, um 1305 bekleidete er das Kleinbasler Schultheißenamt. 1309 herrschte Streit um die Nachfolge des auf der Reise nach Avignon verstorbenen Basler Bischofs Otto von Grandson. In dieser Zeit lag die Regentschaft des Bistums Basel bei Johann I. von Bärenfels. Durch seine Ehe mit Margarita von Hertenberg gelangte er in den inneren Kreis von Basels städtischem Adel. Johann I. von Bärenfels verstarb um das Jahr 1314. Im 14. Jahrhundert ging der Name „Bärenfels“ auch auf die früher Aeschburg genannte Burg Bärenfels bei Duggingen über. Konrad von Bärenfels (* um 1305, † vor 19. März 1373) wurde als Erster der Familie Basler Bürgermeister. 1377 verlieh der Bischof von Basel Konrads Söhnen Lütold und Arnold von Bärenfels (* vor 1371, † 20. Februar 1414) das Schenkenamt als Erblehen. Konrads Sohn Lütold von Bärenfels war 1380 Bürgermeister, bereits von 1379 bis 1386 war er österreichischer Vogt in Basel. Er fiel 1386 in der Schlacht bei Sempach. Ritter Arnold von Bärenfels († 1414) war 1394–1408, 1411 und 1413 Bürgermeister von Basel. 1457–1494 bekleidete auch der Sohn Arnolds III., Johannes von Bärenfels (* vor 1451, † kurz vor 18. Juni 1495), das Basler Bürgermeisteramt. Christian Wurstisen vermerkt 1580 in seiner «Bassler Chronick» insgesamt neun Ritter Bärenfels, darunter fünf Bürgermeister im 14. und 15. Jahrhundert und die 1386 bei Sempach auf habsburgischer Seite gefallenen Bärenfelser Brüder und Vettern. Nach 1300 kauften die Herren von Bärenfels Teile von Arisdorf, 1446 gehörte es ihnen ganz. 1532 verkaufte Adelberg III. von Bärenfels die Herrschaft Arisdorf mit den Dörfern Ober-, Mittel- und Unter-Arisdorf an die Stadt Basel. Ein Wappen auf einer Konsole im Sakramentshaus der Kirche St. Leodegar in Grenzach-Wyhlen aus dem Jahr 1494 erinnert an die Eheschließung zwischen Adelberg III. von Bärenfels und Ursula von und zu Schönau. Im 17. Jahrhundert teilte sich das Geschlecht von Bärenfels in eine Hegenheimer und eine Grenzacher Linie. Zur Grenzacher Linie gehörte Ernst Friedrich von Bärenfels (um 1687), bischöflicher Meier in Biel. Diese Linie erlosch 1779 im Mannesstamm, die Hegenheimer Linie 1835. Friedrich II. von Bärenfels (* 1674; † 1737) hatte 1735 seine Herrschaft Grenzach an Markgraf Karl August von Baden (* 1712; † 1786) verkauft. Schloss Hegenheim war der Stammsitz der Hegenheimer Linie. Friederike Auguste Sophie von Anhalt-Bernburg (* 1744; † 1827), Ehefrau des Fürsten Friedrich August von Anhalt-Zerbst (* 1734; † 1793), des Bruders der russischen Kaiserin Katharina der Großen (* 1729; † 1796), kam 1764 nach Basel und blieb bis 1793 in der Stadt. Susanna von Bärenfels (* 1750; † 1837) aus der Linie Hegenheim wurde ihre Hofdame, deren Schwester war Friederike Wilhelmine von Bärenfels († 1846), Ehefrau des Pfarrers Hans Rudolf Thurneysen, der Bruder war Johann Ludwig von Bärenfels, der Hofmarschall der Fürstin von Anhalt-Zerbst. Da er kinderlos starb, war er der letzte Mann der Basler Bärenfels. Zedlitz führt in seinem «Neuen preussischen Adels-Lexicon» 1839 in seinen Informationen über die Herren von Bärenfels aus: „Ein uralt adeliges Geschlecht der Schweiz, dessen Stammhaus gleiches Namens an der Birs, unweit Grellingen im Canton Basel, schon lange ausgegangen ist. Aus diesem fiel Werner v. B. mit mehreren seines Geschlechts bei Sempach im Jahre 1386 gegen Oesterreich. Ritter Johann v. B. war Feldhauptmann der Basler vor Clicourt um das Jahr 1474 und Ernst Friedrich v. B. ward im Jahre 1646 bischöflich Baselscher Meyer oder Major über Biel. Das Geschlecht besitzt das Schenkenamt des ehemaligen Bisthums Basel (daher auch Schenk v. B. genannt), und hat der Stadt Basel sechs Bürgermeister gegeben. Vielleicht stammt von diesem Geschlechte das v. B. in den preussischen Staaten.“ Offenbar sind mit dem Geschlecht „v. B. in den preussischen Staaten“ die aus Mecklenburg stammenden von Baerenfels gemeint. Der nobilitierte Stammvater war aber ein geborener Baerens und erhielt den Namen Baerenfels erst bei seiner Erhebung in den Adelsstand. Die Basler von Bärenfels waren nicht „gegen Oesterreich“, sondern auf österreichischer Seite gefallen. Weiters führt Zedlitz über „die Herren von Bärenstein“ an: „Ein altadeliges Geschlecht, welches mit dem von Bärenfels gleichen Stammes gewesen (alias de Bärenfels) und in Meissen die Schlösser Bärenfels, Bärenstein, Bärenburg und Bärenclause erbaut, und von da nach Schlesien, Böhmen und Mähren sich verbreitet haben soll.“ | von Bärenfels, Arnold (I59656)
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| 50057 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Bärenfels_(Adelsgeschlecht) Bärenfels (Adelsgeschlecht) Bärenfels ist der Name eines vom Ende des 13. Jahrhunderts an bezeugten ritterbürtigen Basler Geschlechts, das über mehrere Generationen das Schultheißenamt in Kleinbasel innehatte. Im 14. und 15. Jahrhundert waren Mitglieder derer von Bärenfels mehrfach im Basler Rat vertreten. Ein ähnlich lautendes Geschlecht stammt aus Mecklenburg, wurde aber erst 1709 mit dem Namen „Baerenfels von Warnow“ in den Reichsadelsstand erhoben und führt unbeanstandet die Namensform „von Baerenfels-Warnow“. Die Vorfahren der Bärenfelser waren die hachbergischen Vögte, die im Wiesental im Brombacher Wasserschloss residierten. In der Nähe ihrer Burg Steineck bei Wehr hatten sie um 1300 eine weitere Burg erbaut, die sie Bärenfels nannten. Werner, Vogt von Brombach, war um 1290 Schultheiß von Kleinbasel. Dieses Amt in der minderen Stadt hat sich in jener Zeit fest in der Hand der Vögte aus dem Wiesental und der aus ihnen hervorgegangenen Bärenfelsern befunden. Johann, Vogt von Brombach, nannte sich als Erster nach der Burg Bärenfels. Als Johann von Bärenfels trat er erstmals im Jahr 1299 in Erscheinung, um 1305 bekleidete er das Kleinbasler Schultheißenamt. 1309 herrschte Streit um die Nachfolge des auf der Reise nach Avignon verstorbenen Basler Bischofs Otto von Grandson. In dieser Zeit lag die Regentschaft des Bistums Basel bei Johann I. von Bärenfels. Durch seine Ehe mit Margarita von Hertenberg gelangte er in den inneren Kreis von Basels städtischem Adel. Johann I. von Bärenfels verstarb um das Jahr 1314. Im 14. Jahrhundert ging der Name „Bärenfels“ auch auf die früher Aeschburg genannte Burg Bärenfels bei Duggingen über. Konrad von Bärenfels (* um 1305, † vor 19. März 1373) wurde als Erster der Familie Basler Bürgermeister. 1377 verlieh der Bischof von Basel Konrads Söhnen Lütold und Arnold von Bärenfels (* vor 1371, † 20. Februar 1414) das Schenkenamt als Erblehen. Konrads Sohn Lütold von Bärenfels war 1380 Bürgermeister, bereits von 1379 bis 1386 war er österreichischer Vogt in Basel. Er fiel 1386 in der Schlacht bei Sempach. Ritter Arnold von Bärenfels († 1414) war 1394–1408, 1411 und 1413 Bürgermeister von Basel. 1457–1494 bekleidete auch der Sohn Arnolds III., Johannes von Bärenfels (* vor 1451, † kurz vor 18. Juni 1495), das Basler Bürgermeisteramt. Christian Wurstisen vermerkt 1580 in seiner «Bassler Chronick» insgesamt neun Ritter Bärenfels, darunter fünf Bürgermeister im 14. und 15. Jahrhundert und die 1386 bei Sempach auf habsburgischer Seite gefallenen Bärenfelser Brüder und Vettern. Nach 1300 kauften die Herren von Bärenfels Teile von Arisdorf, 1446 gehörte es ihnen ganz. 1532 verkaufte Adelberg III. von Bärenfels die Herrschaft Arisdorf mit den Dörfern Ober-, Mittel- und Unter-Arisdorf an die Stadt Basel. Ein Wappen auf einer Konsole im Sakramentshaus der Kirche St. Leodegar in Grenzach-Wyhlen aus dem Jahr 1494 erinnert an die Eheschließung zwischen Adelberg III. von Bärenfels und Ursula von und zu Schönau. Im 17. Jahrhundert teilte sich das Geschlecht von Bärenfels in eine Hegenheimer und eine Grenzacher Linie. Zur Grenzacher Linie gehörte Ernst Friedrich von Bärenfels (um 1687), bischöflicher Meier in Biel. Diese Linie erlosch 1779 im Mannesstamm, die Hegenheimer Linie 1835. Friedrich II. von Bärenfels (* 1674; † 1737) hatte 1735 seine Herrschaft Grenzach an Markgraf Karl August von Baden (* 1712; † 1786) verkauft. Schloss Hegenheim war der Stammsitz der Hegenheimer Linie. Friederike Auguste Sophie von Anhalt-Bernburg (* 1744; † 1827), Ehefrau des Fürsten Friedrich August von Anhalt-Zerbst (* 1734; † 1793), des Bruders der russischen Kaiserin Katharina der Großen (* 1729; † 1796), kam 1764 nach Basel und blieb bis 1793 in der Stadt. Susanna von Bärenfels (* 1750; † 1837) aus der Linie Hegenheim wurde ihre Hofdame, deren Schwester war Friederike Wilhelmine von Bärenfels († 1846), Ehefrau des Pfarrers Hans Rudolf Thurneysen, der Bruder war Johann Ludwig von Bärenfels, der Hofmarschall der Fürstin von Anhalt-Zerbst. Da er kinderlos starb, war er der letzte Mann der Basler Bärenfels. Zedlitz führt in seinem «Neuen preussischen Adels-Lexicon» 1839 in seinen Informationen über die Herren von Bärenfels aus: „Ein uralt adeliges Geschlecht der Schweiz, dessen Stammhaus gleiches Namens an der Birs, unweit Grellingen im Canton Basel, schon lange ausgegangen ist. Aus diesem fiel Werner v. B. mit mehreren seines Geschlechts bei Sempach im Jahre 1386 gegen Oesterreich. Ritter Johann v. B. war Feldhauptmann der Basler vor Clicourt um das Jahr 1474 und Ernst Friedrich v. B. ward im Jahre 1646 bischöflich Baselscher Meyer oder Major über Biel. Das Geschlecht besitzt das Schenkenamt des ehemaligen Bisthums Basel (daher auch Schenk v. B. genannt), und hat der Stadt Basel sechs Bürgermeister gegeben. Vielleicht stammt von diesem Geschlechte das v. B. in den preussischen Staaten.“ Offenbar sind mit dem Geschlecht „v. B. in den preussischen Staaten“ die aus Mecklenburg stammenden von Baerenfels gemeint. Der nobilitierte Stammvater war aber ein geborener Baerens und erhielt den Namen Baerenfels erst bei seiner Erhebung in den Adelsstand. Die Basler von Bärenfels waren nicht „gegen Oesterreich“, sondern auf österreichischer Seite gefallen. Weiters führt Zedlitz über „die Herren von Bärenstein“ an: „Ein altadeliges Geschlecht, welches mit dem von Bärenfels gleichen Stammes gewesen (alias de Bärenfels) und in Meissen die Schlösser Bärenfels, Bärenstein, Bärenburg und Bärenclause erbaut, und von da nach Schlesien, Böhmen und Mähren sich verbreitet haben soll.“ | von Bärenfels, Lütold (I57565)
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| 50058 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Bärenfels_(Adelsgeschlecht) Bärenfels (Adelsgeschlecht) Bärenfels ist der Name eines vom Ende des 13. Jahrhunderts an bezeugten ritterbürtigen Basler Geschlechts, das über mehrere Generationen das Schultheißenamt in Kleinbasel innehatte. Im 14. und 15. Jahrhundert waren Mitglieder derer von Bärenfels mehrfach im Basler Rat vertreten. Ein ähnlich lautendes Geschlecht stammt aus Mecklenburg, wurde aber erst 1709 mit dem Namen „Baerenfels von Warnow“ in den Reichsadelsstand erhoben und führt unbeanstandet die Namensform „von Baerenfels-Warnow“. Die Vorfahren der Bärenfelser waren die hachbergischen Vögte, die im Wiesental im Brombacher Wasserschloss residierten. In der Nähe ihrer Burg Steineck bei Wehr hatten sie um 1300 eine weitere Burg erbaut, die sie Bärenfels nannten. Werner, Vogt von Brombach, war um 1290 Schultheiß von Kleinbasel. Dieses Amt in der minderen Stadt hat sich in jener Zeit fest in der Hand der Vögte aus dem Wiesental und der aus ihnen hervorgegangenen Bärenfelsern befunden. Johann, Vogt von Brombach, nannte sich als Erster nach der Burg Bärenfels. Als Johann von Bärenfels trat er erstmals im Jahr 1299 in Erscheinung, um 1305 bekleidete er das Kleinbasler Schultheißenamt. 1309 herrschte Streit um die Nachfolge des auf der Reise nach Avignon verstorbenen Basler Bischofs Otto von Grandson. In dieser Zeit lag die Regentschaft des Bistums Basel bei Johann I. von Bärenfels. Durch seine Ehe mit Margarita von Hertenberg gelangte er in den inneren Kreis von Basels städtischem Adel. Johann I. von Bärenfels verstarb um das Jahr 1314. Im 14. Jahrhundert ging der Name „Bärenfels“ auch auf die früher Aeschburg genannte Burg Bärenfels bei Duggingen über. Konrad von Bärenfels (* um 1305, † vor 19. März 1373) wurde als Erster der Familie Basler Bürgermeister. 1377 verlieh der Bischof von Basel Konrads Söhnen Lütold und Arnold von Bärenfels (* vor 1371, † 20. Februar 1414) das Schenkenamt als Erblehen. Konrads Sohn Lütold von Bärenfels war 1380 Bürgermeister, bereits von 1379 bis 1386 war er österreichischer Vogt in Basel. Er fiel 1386 in der Schlacht bei Sempach. Ritter Arnold von Bärenfels († 1414) war 1394–1408, 1411 und 1413 Bürgermeister von Basel. 1457–1494 bekleidete auch der Sohn Arnolds III., Johannes von Bärenfels (* vor 1451, † kurz vor 18. Juni 1495), das Basler Bürgermeisteramt. Christian Wurstisen vermerkt 1580 in seiner «Bassler Chronick» insgesamt neun Ritter Bärenfels, darunter fünf Bürgermeister im 14. und 15. Jahrhundert und die 1386 bei Sempach auf habsburgischer Seite gefallenen Bärenfelser Brüder und Vettern. Nach 1300 kauften die Herren von Bärenfels Teile von Arisdorf, 1446 gehörte es ihnen ganz. 1532 verkaufte Adelberg III. von Bärenfels die Herrschaft Arisdorf mit den Dörfern Ober-, Mittel- und Unter-Arisdorf an die Stadt Basel. Ein Wappen auf einer Konsole im Sakramentshaus der Kirche St. Leodegar in Grenzach-Wyhlen aus dem Jahr 1494 erinnert an die Eheschließung zwischen Adelberg III. von Bärenfels und Ursula von und zu Schönau. Im 17. Jahrhundert teilte sich das Geschlecht von Bärenfels in eine Hegenheimer und eine Grenzacher Linie. Zur Grenzacher Linie gehörte Ernst Friedrich von Bärenfels (um 1687), bischöflicher Meier in Biel. Diese Linie erlosch 1779 im Mannesstamm, die Hegenheimer Linie 1835. Friedrich II. von Bärenfels (* 1674; † 1737) hatte 1735 seine Herrschaft Grenzach an Markgraf Karl August von Baden (* 1712; † 1786) verkauft. Schloss Hegenheim war der Stammsitz der Hegenheimer Linie. Friederike Auguste Sophie von Anhalt-Bernburg (* 1744; † 1827), Ehefrau des Fürsten Friedrich August von Anhalt-Zerbst (* 1734; † 1793), des Bruders der russischen Kaiserin Katharina der Großen (* 1729; † 1796), kam 1764 nach Basel und blieb bis 1793 in der Stadt. Susanna von Bärenfels (* 1750; † 1837) aus der Linie Hegenheim wurde ihre Hofdame, deren Schwester war Friederike Wilhelmine von Bärenfels († 1846), Ehefrau des Pfarrers Hans Rudolf Thurneysen, der Bruder war Johann Ludwig von Bärenfels, der Hofmarschall der Fürstin von Anhalt-Zerbst. Da er kinderlos starb, war er der letzte Mann der Basler Bärenfels. Zedlitz führt in seinem «Neuen preussischen Adels-Lexicon» 1839 in seinen Informationen über die Herren von Bärenfels aus: „Ein uralt adeliges Geschlecht der Schweiz, dessen Stammhaus gleiches Namens an der Birs, unweit Grellingen im Canton Basel, schon lange ausgegangen ist. Aus diesem fiel Werner v. B. mit mehreren seines Geschlechts bei Sempach im Jahre 1386 gegen Oesterreich. Ritter Johann v. B. war Feldhauptmann der Basler vor Clicourt um das Jahr 1474 und Ernst Friedrich v. B. ward im Jahre 1646 bischöflich Baselscher Meyer oder Major über Biel. Das Geschlecht besitzt das Schenkenamt des ehemaligen Bisthums Basel (daher auch Schenk v. B. genannt), und hat der Stadt Basel sechs Bürgermeister gegeben. Vielleicht stammt von diesem Geschlechte das v. B. in den preussischen Staaten.“ Offenbar sind mit dem Geschlecht „v. B. in den preussischen Staaten“ die aus Mecklenburg stammenden von Baerenfels gemeint. Der nobilitierte Stammvater war aber ein geborener Baerens und erhielt den Namen Baerenfels erst bei seiner Erhebung in den Adelsstand. Die Basler von Bärenfels waren nicht „gegen Oesterreich“, sondern auf österreichischer Seite gefallen. Weiters führt Zedlitz über „die Herren von Bärenstein“ an: „Ein altadeliges Geschlecht, welches mit dem von Bärenfels gleichen Stammes gewesen (alias de Bärenfels) und in Meissen die Schlösser Bärenfels, Bärenstein, Bärenburg und Bärenclause erbaut, und von da nach Schlesien, Böhmen und Mähren sich verbreitet haben soll.“ | von Bärenfels, Adelbert (I23149)
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| 50059 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Basileios_Komnenos (Sep 2023) Nach dem Tode des Vaters bestieg im Jahre 1330 sein älterer Bruder Andronikos III. den Thron. Dieser ließ sofort alle männlichen Verwandten, derer er habhaft werden konnte, töten. Anders als seinen beiden Brüdern, die von Andronikos ermordet wurden, gelang Basileios die Flucht ins Exil nach Konstantinopel. Als Andronikos im Jahre 1332 nach kurzer Schreckensherrschaft starb und dessen erst achtjähriger Sohn Manuel II. die Nachfolge antrat, ergab sich für Basileios die Möglichkeit zur Rückkehr nach Trapezunt. Er wurde von der Bevölkerung der Stadt, die Manuel wegen der Verbrechen seines Vaters nicht als Herrscher akzeptieren wollte, aus dem Exil zurückgerufen. Bei seiner Ankunft wurde Manuel abgesetzt und Basileios zum neuen Kaiser ausgerufen. Der von Basileios in ein Kloster eingewiesene Manuel verstarb bereits 1333; wahrscheinlich wurde er auf dessen Befehl ermordet. Während seiner Herrschaft gelang es Basileios nicht, die untereinander zerstrittenen Parteien innerhalb des Staates, welche sich im Zuge der Gewaltherrschaft des Andronikos gebildet hatten, unter Kontrolle zu bringen. Basileios’ Schwäche nutzten viele Adelige aus, um auf ihren Landgütern selbst wie kleine Könige zu herrschen. Die hieraus erwachsene Anarchie in den ländlichen Gebieten und vor allem die Apathie, mit der Basileios diese Entwicklung hinnahm, machten ihn zunehmend verhasst. Schließlich breitete sich die allgemeine Unzufriedenheit auf die Stadtwachen aus und Basileios war gezwungen, ausländische Söldner als Leibwache anzuwerben. Das arrogante und korrupte Verhalten der Söldner machte Basileios indes nur noch verhasster, so dass er während eines Volksaufruhrs in die Zitadelle der Stadt fliehen musste, um sein Leben zu retten. | Komnenos (Trapezunt, Komnenen), Kaiser Basileios (I43001)
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| 50060 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Basileios_Vatatzes (Sep 2023) Basileios Vatatzes entstammte einer byzantinischen Adelsfamilie, die in Adrianopel und in der Umgebung – dem Thema Makedonien – über umfangreichen Landbesitz verfügte. Die erste Erwähnung der Familie erfolgte um das Jahr 1000, wo „Vatatzes und seine ganze Familie“ als einer der prominenten Bürger von Adrianopel genannt wird, die wegen ihrer bulgarenfreundlichen Gesinnung aus Adrianopel zu Samuel, Zar von Bulgarien (997–1014), flohen.[1] Im Jahre 1047 beteiligte sich ein Johannes Vatatzes am Aufstand des Leon Tornikios gegen den byzantinischen Kaiser Konstantin IX. Monomachos (1042–1055). Militärische Laufbahn Basileios Vatatzes folgte der militärischen Tradition seiner Familie und trat in den kaiserlichen Militärdienst ein, durchlief dort die rasche Karriere eines Angehörigen der Militäraristokratie und wurde schließlich von Isaak II. Angelos (Kaiser 1185–1195 und 1203–1204) zum Domestikos ton scholon im Osten – d. h. zum Oberkommandierenden der byzantinischen Streitkräfte im Osten des byzantinischen Reiches und gleichzeitig zum Dux (Gouverneur) des Themas Thrakien ernannt. Unklar ist, ob er darüber hinaus auch noch zum Megas Domestikos, d. h. zum Oberkommandierenden der gesamten Streitkräfte, ernannt wurde. Kampf gegen Theodoros Mankaphas Eine der wichtigen Aufgaben, die Basileios Vatatzes als Oberkommandierendem im Osten des Reiches übertragen wurden, war es, die Revolte des Gegenkaisers Theodoros Mankaphas (altgriechisch Θεόδωρος Μαγκαφᾶς) niederzuschlagen. Theodoros Mankaphas war ein byzantinischer Adeliger aus Philadelphia (heute Alaşehir, die Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks in der türkischen Provinz Manisa im Westen Anatoliens), der sich auf Grund seiner Hausmacht zum faktischen Herrscher seiner Heimatstadt gemacht hatte. Zielstrebig sicherte er sich die Unterstützung der Bevölkerung von Philadelphia sowie das Wohlwollen der Bevölkerung in den benachbarten Gebieten Lydiens und bemühte sich sogar um die Hilfe der armenischen Bevölkerung in der Troas, der Landschaft südöstlich der Dardanellen. Nachdem er sich dieser Unterstützung sicher war, ließ er sich im Jahre 1188 in Opposition zum regierenden Kaiser Isaak II. zum Gegenkaiser ausrufen und Münzen mit seinem Bild prägen. Er benützte dabei die bedrängte Situation des Reiches, das von außen durch den laufenden Krieg gegen die Bulgaren – wo 1186 das Zweite Bulgarische Reich gegründet worden war – die von den Serben unter Stephan Nemanja unterstützt wurden, ebenso unter Druck war wie durch den Vorstoß von Sultan Saladin in Palästina, wo dieser das Heer des Königreichs Jerusalem bei den Hörnern von Hattin besiegt, König Guido von Lusignan gefangen genommen und 2. Oktober 1187 Jerusalem erobert hatte.[3] Erleichtert durch einen temporären Frieden mit Bulgarien entschloss sich Kaiser Isaak II., den Usurpator durch einen Feldzug zu entmachten. Diese Aufgabe wurde dem bewährten Feldherrn Basileios Vatatzes übertragen. Dieser marschierte mit seinen Truppen nach Philadelphia, besiegte die ihm entgegen geschickten Truppen in mehreren Gefechten und begann anschließend die Belagerung des Zentrums des Aufstandes, der Stadt Philadelphia. Drohender Kreuzzug des Kaisers Friedrich I. Diese Militäraktion wurde jedoch durch alarmierende Nachrichten aus dem Westen gestört. Dort war nämlich auf die Nachricht vom Fall Jerusalems im Mai 1189 ein Heer von Kreuzfahrern unter dem Kommando von Kaiser Friedrich I. Barbarossa aufgebrochen. Dies war eine nicht zu unterschätzende Bedrohung des byzantinischen Reiches, denn das anrückende Heer war das weitaus größte Kreuzfahrerheer, das jemals aufgebrochen war. Bereits beim Einmarsch in byzantinisches Gebiet kam es zu einer Reihe von Missverständnissen, Reibereien und Übergriffen, die das gegenseitige Vertrauen zerstörten. Mangels Kooperation von Byzanz hatten die Kreuzfahrer die Stadt Philippopel erobert, die byzantinischen Sanktionen (Verbot des weiteren Vormarsches auf byzantinisches Gebiet) wurden ignoriert und in der Folge die Stadt Adrianopel von den Kreuzfahrern erobert. Durch brüchige Vereinbarungen konnte zuletzt ein vorläufiger Friede geschlossen werden. Um einen Zweifrontenkrieg zu vermeiden, entschloss sich Kaiser Isaak II. zu einem temporären Kompromiss gegenüber Theodoros Mankaphas: Aufhebung der Belagerung und Begnadigung bei förmlicher Unterwerfung, Verzicht auf kaiserliche Symbole und Herausgabe der Gefangenen. Theodoros Mankaphas, froh der Belagerung zu entgehen, akzeptierte vorerst diese Bedingungen, wurde daher wieder in Gnaden aufgenommen und als Gouverneur von Philadelphia bestätigt.[4] Basileios Vatatzes zog seine Truppen daher von Philadelphia ab, führte sie in die Nähe der Hauptstadt und nahm als einer der führenden Feldherren von Byzanz an der Vorbereitung der Abwehr eines eventuellen Angriffs der Kreuzfahrer auf Konstantinopel teil. Die Nachricht von dem am 10. Juni 1190 erfolgten Ableben des Kaisers Friedrich I. im Fluss Saleph am Fuß des Taurus-Gebirges und die folgende weitgehende Auflösung des großen Kreuzfahrerheeres wurde daher in Konstantinopel mit größter Erleichterung aufgenommen. Vertreibung des Gegenkaisers Theodoros Mankaphas Diese Entwicklung erlaubte es Kaiser Isaak II., sich wieder dem internen Problem, dem Gegenkaiser Theodoros Mankaphas, zu widmen. Basileios Vatatzes wurde daher beauftragt, diese Frage nunmehr endgültig zu regeln. Er sammelte seine Truppen, marschierte nach Philadelphia, warf dort die weiter schwelende Revolte nieder und vertrieb den Usurpator aus seiner Heimatstadt. Als Anerkennung für seine vielfältigen Verdienste wurde Basileios Vatatzes das Privileg gewährt, in die in Byzanz herrschende Dynastie der Angeloi einzuheiraten. Er vermählte sich um das Jahr 1190 mit einer Cousine des Kaisers Isaak II. Das Problem mit Theodoros war jedoch noch nicht beendet, da dieser an den Hof des Sultans der Rum-Seldschuken nach Ikonium floh. Dort nahm ihn Kai Chosrau I., der von 1192 bis 1196 und 1205 bis 1211 als Sultan regierte, freundlich auf und erlaubte ihm, Truppen in seinen Ländereien anzuwerben, um damit die Grenzregionen des byzantinischen Reiches zu verunsichern. Kampf gegen die Bulgaren Auf Basileios Vatatzes, der 1193 zum Domestikos ton scholon (Oberkommandierenden) im Westen mit Sitz in Adrianopel ernannt worden war, wartete hingegen eine andere etwas schwierigere Aufgabe. Die Bulgaren hatten nach ihrem Sieg bei Tarnowo im Jahre 1190 begonnen, die byzantinischen Themen Thrakien und Makedonien anzugreifen, um alle bulgarischen Siedlungsgebiete zu erobern. Da die Byzantiner der extrem flexibel operierenden bulgarischen Kavallerie nicht gewachsen waren, konnte Iwan Assen I., Zar von Bulgarien (1190–1195), im Jahre 1191 Sofia und Niš und auch das Tal am Oberlauf des Flusses Struma erobern. Kaiser Isaak II. entschloss sich zu einem massiven Gegenschlag, indem er alle verfügbaren Truppen für einen Angriff auf die Bulgaren zusammenzog – sowohl die, die Basileios Vatatzes als Domestikos des Westens kommandierte, als auch diejenigen, die dem Kommando des Domestikos des Ostens, Alexios Gidos, unterstanden. Bei Arcadiopolis im östlichen Thrakien kam es 1194 zu einer großen Schlacht, in der die byzantinischen Truppen besiegt und fast zur Gänze aufgerieben wurden. Während der Feldherr Alexios Gidos sich mit wenigen Truppen durch Flucht retten konnte, fiel Basileios Vatatzes in der Schlacht. | Batatzes (Vatatzes), Basileios (I42995)
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| 50061 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Battenberg_(mittelalterliches_Adelsgeschlecht) Battenberg (mittelalterliches Adelsgeschlecht) Battenberg, benannt nach dem gleichnamigen Ort an der Eder, war ein mittelalterliches Adelsgeschlecht in Hessen. Es ging auf Werner I. von Battenberg und Wittgenstein (* um 1150; † 1215) zurück und herrschte über die Grafschaft Battenberg. Nach Herrschaftsverzicht des Geschlechts im Jahr 1296 war der Titel Graf von Battenberg vakant. Der Darmstädter Großherzog Ludwig III. von Hessen und bei Rhein schuf ihn 1851 neu und verlieh ihn an seine Schwägerin Julia Hauke, die morganatische Ehefrau von Prinz Alexander, als Gräfin von Battenberg. Das Paar führte fortan diesen Namen und begründete damit das neuzeitliche Adelsgeschlecht Battenberg als morganatische Seitenlinie des Hauses Hessen, die mit dem mittelalterlichen Geschlecht nicht verwandt war. Siehe Stammliste: https://de.wikipedia.org/wiki/Battenberg_(mittelalterliches_Adelsgeschlecht) | von Wittgenstein, Elisabeth (I62551)
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| 50062 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Berthold_von_Schweinfurt Berthold II. von Schweinfurt (auch Bertoldus, * vor 941; † 15. Januar 980[1]) wurde 960 als Graf im Radenzgau[2], 961 als Graf an der unteren Naab, 961 Graf im Nordgau[3] 973 als Graf im Volkfeld, 976 – nach erfolgreichen Kämpfen gegen Böhmen und Ungarn – als Markgraf (Nordgau/Schweinfurt), 980 als Graf des östlichen Frankens genannt. Er war der Stammvater des Schweinfurter Adelsgeschlechts. Vermutlich war er es, der 964 für König Otto I. in Bamberg König Berengar II. von Italien bewachte und der sich 973 an der Niederschlagung des Aufstands des bayerischen Herzogs Heinrich des Zänkers beteiligte. Er heiratete um 970 oder 976 Eilika (auch Eila oder Eiliswintha genannt; † 19. August 1015), Tochter des Grafen Lothar II. von Walbeck. Seine Gattin stiftete um 1003 ein Nonnenkloster in Schweinfurt, das spätere Benediktinerkloster Schweinfurt, und wurde dort begraben. Mit Eilika hatte er zwei Söhne, nämlich Heinrich von Schweinfurt († 1017), der seinen Vater beerbte, und Bucco, der 1003 bezeugt ist. Darüber hinaus war Eilika, die 1010 als Äbtissin des Klosters Niedernburg in Passau belegt ist, vermutlich eine Tochter des Paares. Herkunft Bertholds Herkunft ist umstritten. Vermutlich war er mit dem Stammvater der Babenberger, Luitpold I. († 994), Markgraf von Österreich, eng verwandt. Vielleicht war er dessen Bruder. Luitpold I. war der Sohn des Pfalzgrafen von Bayern Arnulf II. (⚔ 954) und Enkel des Herzogs von Bayern Arnulf I. aus dem Geschlecht der Luitpoldinger. Der Historiker Wilhelm Wegener hielt ihn für identisch mit Berthold I. († 954?), dem Sohn Arnulfs I. und damit für einen Onkel Luitpolds I.[4] Berthold I. wurde 941 Comes genannt, als er bis 942 den gefangenen Grafen Lothar II. von Walbeck im Auftrag des Königs Otto I. bewachte. Da dieser Berthold zwischen 910 und 930 geboren sein muss, erscheint es chronologisch unwahrscheinlich, dass dieser frühestens um 970 seine erste und einzige Ehe mit Lothars Tochter schloss. Berthold II. könnte stattdessen der Sohn und Erbe dieses Berthold I. gewesen sein. Eine andere Theorie sieht ihn als jüngeren Sohn von Arnulfs Bruder Berthold von Bayern († 947) und Bruder Heinrichs III. von Bayern. Nach einer weiteren Theorie gehörte er zum Geschlecht der Popponen und war ein Bruder von Heinrich I. († 964), Erzbischof von Trier, und Poppo I. († 961), Bischof von Würzburg.[5] | von Schweinfurt, Markgraf Bertold (Berthold) (I3499)
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| 50063 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrada_von_Montfort (Okt 2017) Bertrada von Montfort (französisch Bertrade de Montfort; * um 1060;[1] † Ende 1115 oder 1116 in der Abtei Hautes-Bruyères in Saint-Rémy-l’Honoré[2]) war durch ihre Heirat mit Philipp I. in der Zeit von 1092 bis 1108 Königin von Frankreich. Ihre Ehe, die sowohl sie als auch ihren Mann zu Bigamisten machte, war die Ursache für zahlreiche Schwierigkeiten in den Beziehungen zwischen Frankreich und dem Heiligen Stuhl in Rom und stürzte das französische Königtum in eine tiefe Krise. Schon in früher Kindheit zur Vollwaise geworden, wuchs Bertrada unter der Vormundschaft ihres Onkels Wilhelm von Évreux (französisch Guillaume d'Évreux) auf.[5] Im Jahr 1089 wurde sie mit Fulko IV., Graf von Anjou, vermählt. Diese Ehe war in den Augen der Kirche nicht legitim, denn zwei von Fulkos vorherigen Ehen waren nicht kirchlich annulliert worden.[6] 1092 verliebte sich der französische König Philipp I. in die „sinnliche, bezaubernde und leidenschaftliche“[1] Frau. Philipp hatte kurz zuvor seine erste Frau Bertha von Holland verstoßen, angeblich deshalb, weil sie zu dick geworden war[7] (Wilhelm von Malmesbury schrieb in seiner Gesta regum Anglorum: … quod illa praepinguis corpulentiae esset, a lecto removit …[8]). Eine erste Begegnung des Königs mit Bertrada kam vielleicht zu jener Zeit zustande, als sich er und Betradas Mann gegen Fulkos Bruder Gottfried verbündeten.[9] Obwohl sowohl Bertrada als auch der König in den Augen des Heiligen Stuhls noch mit anderen Partner liiert waren, heirateten die beiden in Paris am Pfingstsonntag, dem 15. Mai 1092. Wie es zu dieser Ehe kam, ist bisher nicht sicher feststellbar, da die Chronisten widersprüchliche Aufzeichnungen zu diesem Ereignis hinterlassen haben. Eine Version beschreibt die Vorgeschichte dahingehend, dass sich Bertrada – überaus unglücklich in ihrer ersten Ehe – um Hilfe bittend an den König gewandt habe. Eine andere überlieferte Version lautet dahingehend, dass Philipp I. Bertrada entführen ließ. Georges Duby geht in seiner Veröffentlichung Ritter, Frau und Priester sogar davon aus, dass diese Verbindung ausdrücklich mit Bertradas erstem Ehemann ausgehandelt worden sei.[10] Fest steht, das Philipps Wahl eine kluge politische Entscheidung war, denn durch die kränkelnde Gesundheit seines Sohns und Thronfolgers Ludwig wwar der Dynastieerhalt keineswegs gesichert, und Betrada hatte ihre Fruchtbarkeit in ihrer ersten Ehe unter Beweis gestellt. Zudem konnte sich Philipp I. durch diese Verbindung die Unterstützung einer bedeutenden Familie der Île-de-France an der stark bedrohten Flanke seines Königreichs sichern. Der Bischof Ursio von Senlis segnete das Brautpaar in Anwesenheit diverser weiterer hoher, kirchlicher Würdenträger ein. Allerdings blieb der ebenfalls geladene Bischof von Chartres, Ivo, der Zeremonie aus Protest gegen die offensichtliche Bigamie der beiden Brautleute fern. Stattdessen wandte er sich mit einer Akte und Beschwerde an den Papst. Dessen Legat Hugo von Lyon exkommunizierte die beiden Bigamisten am 16. Oktober 1094 auf dem Konzil von Autun.[11] Papst Urban II. bestätigte ddiese Maßnahme jedoch nicht, sondern gewährte dem König im März 1095 in seiner Ehesache einen Aufschub bis Pfingsten des gleichen Jahres.[12] Offenbar scheiterten die sich anschließenden Verhandlungen jedoch, sodass der Papst die Exkommunikation des französischen Königs auf der Synode von Clermont im November 1095 verkündete. Der offizielle Grund dafür war eine zu enge Verwandtschaft Philipps und Bertradas.[13] Diverse weitere Konzile brachten keine dauerhafte Änderung der päpstlichen Entscheidung, im Gegenteil sie wurde im März 1096 noch einmal bekräftigt. Um die Aufhebung seiner Exkommunikation zu bewirken, versprach der König daraufhin, keinen Kontakt mehr mit Bertrada pflegen zu wollen, sodass der päpstliche Bannspruch im Juli 1096 auf dem Konzil von Nîmes aufgehoben wurde. Da Bertrada und Philipp I. dieses Versprechen jedoch nicht einhielten, sah sich die Kirche zu härteren Maßnahmen gezwungen, und so verhängte Erzbischof Hugo von Lyon im Frühjahr 1097 sogar das Interdikt über ganz Frankreich.[14] Es wurde zwar am 24. April 1098 oder 1099[14] wieder aufgehoben, doch die Exkommunikation blieb weiterhin gültig, bis schließlich didie Ehe der beiden nach dem Konzil von Paris am 2. Dezember 1104 doch anerkannt wurde. Auf jener Versammlung hatten Bertrada und ihr Mann öffentlich, barfuß und nur in Bußkleidern gewandet geschworen, sich nur noch in Anwesenheit honoriger Zeugen zu sehen und unerlaubten Verkehr zukünftig zu unterlassen. Zwar wurde auch jenes Gelöbnis nicht erfüllt, doch der Heilige Stuhl sah großzügig darüber hinweg. Obwohl Wilhelm von Malmesbury behauptete, der König sei von Bertrada beherrscht worden, gilt ihr politischer Einfluss während ihrer Zeit als Königin in der Forschung als vergleichsweise gering.[15] Sie hatte jedoch entscheidenden Anteil daran, ddass ihr Halbbruder Wilhelm 1095 Bischof von Paris wurde. Ebenso wird es ihrer Fürsprache zugeschrieben, dass Stephan von Garlande 1100 zum Bischof von Beauvais ernannt wurde. Im Anjou versuchte sie scheinbar, dem rechtmäßigen Erben ihres ersteen Mannes, Gottfried, den Grafentitel streitig zu machen und anstatt seiner, ihren eigenen Sohn Fulko zum Erben der Grafschaft deklarieren zu lassen.[16] Das wusste Gottfried aber durch Waffengewalt zu verhindern. Als er dann im Mai 1106 im Kampf gegen aufständische Adelige getötet wurde, ging das Gerücht um, Bertrada sei an seiner Ermordung beteiligt gewesen.[16] Nach dem Tod Philipps I. im Juli 1108 kam es zu Auseinandersetzungen zwischen dem legitimen Erben aus Philipps erster Ehe, Ludwig VI., und Bertradas Sohn Philipp von Mantes, der von seiner Mutter unterstützt wurde. Ordericus Vitalis beschuldigigt sie in seiner Historia Ecclesiastica, versucht zu haben, ihren Stiefsohn während eines Besuchs in England um das Jahr 1100 mittels eines gefälschten Briefs festsetzen zu lassen.[17] Als dies gescheitert war, soll sie sogar versucht haben, ihn zu vergiften.[3] Tatsächlich war das Verhältnis Betradas und Ludwigs VI. schon zu Lebzeiten Philipps I. ab etwa 1097/98 äußerst angespannt.[17] Nach der Niederlage ihres Sohns gegen den König zog sich Bertrada in die Abtei Fontevrault bei Saumur zurück. Später versöhnte sie sich mit Ludwig VI. und gründete mit ihm gemeinsam auf Ländereien ihres Wittums das Kloster Notre-Dame-des-Hautes-Bruyères in Saint-Rémy-l’Honoré in der Nähe von Chartres, in das sie im Jahr 1115 übersiedelte.[5][2] Sie starb dort noch Ende des gleichen Jahres oder 1116 und wurde dort begraben. Das Kloster etablierte sich in der Folge als Grablege der Familie Montfort l’Amaury. | von Montfort, Königin Bertrada (I7174)
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| 50064 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Blarer_von_Wartensee Blarer von Wartensee ist der Name eines Schweizer Uradelsgeschlechts, das auch in Schwaben Verbreitung fand. Mitglieder der Familie Blarer gehörten als Tuchhändler zu den Patriziern, die ursprünglich (14. Jahrhundert) in St. Gallen, später (15. Jh.) in Konstanz und im Basler Raum ansässig waren. Aus der Familie gingen mehrere Äbte und Bischöfe hervor. Geschichte Die Blarer waren ursprünglich Bürger von St. Gallen und wurden dort erstmals 1223 mit Ulrich Blarer erwähnt. In den Jahren von 1228 bis 1330 befand sich der gesamte Stamm in St. Gallen, wo sich ein Zweig um das von Ulrich 1228 mitgestiftete Heiliggeistspital scharte, während der andere seinen Dienst am Hof des Abts versah. Die sichere Stammreihe beginnt mit Walter Blarer (urkundlich 1282, 1299 tot), Bürger und Stadtamtmann zu St. Gallen. Von 1330 an verlagerte sich das Tätigkeitsgebiet der Familie nach Konstanz, wo sie mit Leinwandhandel zu Reichtum gelangte. Politisch unterstrichen Ratsherren und Bürgermeister aus der Familie diese wirtschaftliche Bedeutung. Einige Mitglieder des Konstanzer Zweigs nannten sich nach ihren Stammsitzen Liebburg, Güttingen und Girsberg. Die Reformation spaltete die Familie in Konstanz in einen katholischen Zweig, der bald ausstarb, und einen protestantischen, dessen bekanntester Vertreter der Reformator Ambrosius war. Dieser Zweig erlosch am 20. Januar 1865 mit dem Major Philipp. Die Brüder Walter und Diethelm Blarer heirateten die Schwestern Clara und Elsbeth von Wartensee, Töchter des Burgherrn Conrad von Wartensee auf Wartensee. Mit Conrad starb das Geschlecht der Wartensee aus, wodurch seit 1363 der Name und die Burg Wartensee bei Rorschach auf diese Linie der Blarer überging. Walters Söhne Wilhelm und Erhart führten den Zweig weiter, der in der Folge in den Landadel übertritt. Im 15. Jahrhundert teilte sich dieser in die ältere Linie der Blarer von Wartensee und die jüngere Linie der Blarer von Wartensee-Kempten-Goldberg. Aus letzterer wurde Michael Ferdinand vom Blarer Edler Frei- und Pannerherr von Wartensee, kurbayerischer Kämmerer und Hofrath am 19. Januar 1636 in Wien mit Wappenbesserung in den Reichsfreiherrnstand erhoben. Auch die Blarer von Wartensee spalteten sich während der Reformation in einen protestantischen und einen katholischen Ast (Diethelm). Der protestantische Zweig starb 1868 mit Hans in Zürich aus. Eine Verlagerung des Zweigs von Wartensee ins Fürstbistum Basel fand mit der Wahl von Jakob Christoph zum Basler Fürstbischof statt. Er holte seinen Bruder Wolfgang Dietrich nach Pfeffingen, wo dieser 1583 Obervogt wurde. Dieses Amt, dem 1775 auch die Obervogtei Zwingen zugeordnet wurde, blieb bis zum Untergang des Fürstbistums in der Hand der Familie. 1607 errichtete Wilhelm, Domkustos von Basel und Propst von Saint-Ursanne, ein Fideikommiss, welches das Schloss Aesch mit dazugehörigen Besitzungen umfasste und zum Stammsitz der Familie machte. Die Blarer von Wartensee verbanden sich vor allem mit den Adelsfamilien Ringg von Baldenstein, von Schauenburg, von Roggenbach, von Roll zu Bernau und von Rotberg. Schwere Schäden an Gebäuden und an der Bibliothek erlitt das Geschlecht im Dreissigjährigen Krieg. In der Revolutionszeit konnte aufgrund des St. Galler Bürgerrechts der Besitz der Familie gerettet werden. Vom späten 15. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts erlebte die Familie ihre Hochblüte und dehnte ihren Machtbereich in nordwestlicher Richtung aus (Ellwangen, Fürstbistum Basel). Elf geistliche Würdenträger, unter anderem Johann Erhard und Johann Jakob lassen sich in dieser Zeit zählen. Danach erfuhr die Familie bis zum Ende des 18. Jahrhunderts einen Niedergang. Ihr Wirkungskreis verlagerte sich vollends ins Basler Fürstbistum und in den südwestdeutschen Raum. Im 19. Jahrhundert spielten die Brüder Jakob und Anton eine bedeutende Rolle bei den Trennungswirren und der Gründung des Kantons Basel-Landschaft. Mit Ausnahme der Linie in Aesch sind die Blarer von Wartensee im 19. Jahrhundert ausgestorben. | Blarer von Wartensee, Marx (I58861)
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| 50065 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Blarer_von_Wartensee Blarer von Wartensee ist der Name eines Schweizer Uradelsgeschlechts, das auch in Schwaben Verbreitung fand. Mitglieder der Familie Blarer gehörten als Tuchhändler zu den Patriziern, die ursprünglich (14. Jahrhundert) in St. Gallen, später (15. Jh.) in Konstanz und im Basler Raum ansässig waren. Aus der Familie gingen mehrere Äbte und Bischöfe hervor. Geschichte Die Blarer waren ursprünglich Bürger von St. Gallen und wurden dort erstmals 1223 mit Ulrich Blarer erwähnt. In den Jahren von 1228 bis 1330 befand sich der gesamte Stamm in St. Gallen, wo sich ein Zweig um das von Ulrich 1228 mitgestiftete Heiliggeistspital scharte, während der andere seinen Dienst am Hof des Abts versah. Die sichere Stammreihe beginnt mit Walter Blarer (urkundlich 1282, 1299 tot), Bürger und Stadtamtmann zu St. Gallen. Von 1330 an verlagerte sich das Tätigkeitsgebiet der Familie nach Konstanz, wo sie mit Leinwandhandel zu Reichtum gelangte. Politisch unterstrichen Ratsherren und Bürgermeister aus der Familie diese wirtschaftliche Bedeutung. Einige Mitglieder des Konstanzer Zweigs nannten sich nach ihren Stammsitzen Liebburg, Güttingen und Girsberg. Die Reformation spaltete die Familie in Konstanz in einen katholischen Zweig, der bald ausstarb, und einen protestantischen, dessen bekanntester Vertreter der Reformator Ambrosius war. Dieser Zweig erlosch am 20. Januar 1865 mit dem Major Philipp. Die Brüder Walter und Diethelm Blarer heirateten die Schwestern Clara und Elsbeth von Wartensee, Töchter des Burgherrn Conrad von Wartensee auf Wartensee. Mit Conrad starb das Geschlecht der Wartensee aus, wodurch seit 1363 der Name und die Burg Wartensee bei Rorschach auf diese Linie der Blarer überging. Walters Söhne Wilhelm und Erhart führten den Zweig weiter, der in der Folge in den Landadel übertritt. Im 15. Jahrhundert teilte sich dieser in die ältere Linie der Blarer von Wartensee und die jüngere Linie der Blarer von Wartensee-Kempten-Goldberg. Aus letzterer wurde Michael Ferdinand vom Blarer Edler Frei- und Pannerherr von Wartensee, kurbayerischer Kämmerer und Hofrath am 19. Januar 1636 in Wien mit Wappenbesserung in den Reichsfreiherrnstand erhoben. Auch die Blarer von Wartensee spalteten sich während der Reformation in einen protestantischen und einen katholischen Ast (Diethelm). Der protestantische Zweig starb 1868 mit Hans in Zürich aus. Eine Verlagerung des Zweigs von Wartensee ins Fürstbistum Basel fand mit der Wahl von Jakob Christoph zum Basler Fürstbischof statt. Er holte seinen Bruder Wolfgang Dietrich nach Pfeffingen, wo dieser 1583 Obervogt wurde. Dieses Amt, dem 1775 auch die Obervogtei Zwingen zugeordnet wurde, blieb bis zum Untergang des Fürstbistums in der Hand der Familie. 1607 errichtete Wilhelm, Domkustos von Basel und Propst von Saint-Ursanne, ein Fideikommiss, welches das Schloss Aesch mit dazugehörigen Besitzungen umfasste und zum Stammsitz der Familie machte. Die Blarer von Wartensee verbanden sich vor allem mit den Adelsfamilien Ringg von Baldenstein, von Schauenburg, von Roggenbach, von Roll zu Bernau und von Rotberg. Schwere Schäden an Gebäuden und an der Bibliothek erlitt das Geschlecht im Dreissigjährigen Krieg. In der Revolutionszeit konnte aufgrund des St. Galler Bürgerrechts der Besitz der Familie gerettet werden. Vom späten 15. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts erlebte die Familie ihre Hochblüte und dehnte ihren Machtbereich in nordwestlicher Richtung aus (Ellwangen, Fürstbistum Basel). Elf geistliche Würdenträger, unter anderem Johann Erhard und Johann Jakob lassen sich in dieser Zeit zählen. Danach erfuhr die Familie bis zum Ende des 18. Jahrhunderts einen Niedergang. Ihr Wirkungskreis verlagerte sich vollends ins Basler Fürstbistum und in den südwestdeutschen Raum. Im 19. Jahrhundert spielten die Brüder Jakob und Anton eine bedeutende Rolle bei den Trennungswirren und der Gründung des Kantons Basel-Landschaft. Mit Ausnahme der Linie in Aesch sind die Blarer von Wartensee im 19. Jahrhundert ausgestorben. | Blarer von Wartensee, Margareta (I12708)
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| 50066 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Blarer_von_Wartensee Blarer von Wartensee ist der Name eines Schweizer Uradelsgeschlechts, das auch in Schwaben Verbreitung fand. Mitglieder der Familie Blarer gehörten als Tuchhändler zu den Patriziern, die ursprünglich (14. Jahrhundert) in St. Gallen, später (15. Jh.) in Konstanz und im Basler Raum ansässig waren. Aus der Familie gingen mehrere Äbte und Bischöfe hervor. Geschichte Die Blarer waren ursprünglich Bürger von St. Gallen und wurden dort erstmals 1223 mit Ulrich Blarer erwähnt. In den Jahren von 1228 bis 1330 befand sich der gesamte Stamm in St. Gallen, wo sich ein Zweig um das von Ulrich 1228 mitgestiftete Heiliggeistspital scharte, während der andere seinen Dienst am Hof des Abts versah. Die sichere Stammreihe beginnt mit Walter Blarer (urkundlich 1282, 1299 tot), Bürger und Stadtamtmann zu St. Gallen. Von 1330 an verlagerte sich das Tätigkeitsgebiet der Familie nach Konstanz, wo sie mit Leinwandhandel zu Reichtum gelangte. Politisch unterstrichen Ratsherren und Bürgermeister aus der Familie diese wirtschaftliche Bedeutung. Einige Mitglieder des Konstanzer Zweigs nannten sich nach ihren Stammsitzen Liebburg, Güttingen und Girsberg. Die Reformation spaltete die Familie in Konstanz in einen katholischen Zweig, der bald ausstarb, und einen protestantischen, dessen bekanntester Vertreter der Reformator Ambrosius war. Dieser Zweig erlosch am 20. Januar 1865 mit dem Major Philipp. Die Brüder Walter und Diethelm Blarer heirateten die Schwestern Clara und Elsbeth von Wartensee, Töchter des Burgherrn Conrad von Wartensee auf Wartensee. Mit Conrad starb das Geschlecht der Wartensee aus, wodurch seit 1363 der Name und die Burg Wartensee bei Rorschach auf diese Linie der Blarer überging. Walters Söhne Wilhelm und Erhart führten den Zweig weiter, der in der Folge in den Landadel übertritt. Im 15. Jahrhundert teilte sich dieser in die ältere Linie der Blarer von Wartensee und die jüngere Linie der Blarer von Wartensee-Kempten-Goldberg. Aus letzterer wurde Michael Ferdinand vom Blarer Edler Frei- und Pannerherr von Wartensee, kurbayerischer Kämmerer und Hofrath am 19. Januar 1636 in Wien mit Wappenbesserung in den Reichsfreiherrnstand erhoben. Auch die Blarer von Wartensee spalteten sich während der Reformation in einen protestantischen und einen katholischen Ast (Diethelm). Der protestantische Zweig starb 1868 mit Hans in Zürich aus. Eine Verlagerung des Zweigs von Wartensee ins Fürstbistum Basel fand mit der Wahl von Jakob Christoph zum Basler Fürstbischof statt. Er holte seinen Bruder Wolfgang Dietrich nach Pfeffingen, wo dieser 1583 Obervogt wurde. Dieses Amt, dem 1775 auch die Obervogtei Zwingen zugeordnet wurde, blieb bis zum Untergang des Fürstbistums in der Hand der Familie. 1607 errichtete Wilhelm, Domkustos von Basel und Propst von Saint-Ursanne, ein Fideikommiss, welches das Schloss Aesch mit dazugehörigen Besitzungen umfasste und zum Stammsitz der Familie machte. Die Blarer von Wartensee verbanden sich vor allem mit den Adelsfamilien Ringg von Baldenstein, von Schauenburg, von Roggenbach, von Roll zu Bernau und von Rotberg. Schwere Schäden an Gebäuden und an der Bibliothek erlitt das Geschlecht im Dreissigjährigen Krieg. In der Revolutionszeit konnte aufgrund des St. Galler Bürgerrechts der Besitz der Familie gerettet werden. Vom späten 15. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts erlebte die Familie ihre Hochblüte und dehnte ihren Machtbereich in nordwestlicher Richtung aus (Ellwangen, Fürstbistum Basel). Elf geistliche Würdenträger, unter anderem Johann Erhard und Johann Jakob lassen sich in dieser Zeit zählen. Danach erfuhr die Familie bis zum Ende des 18. Jahrhunderts einen Niedergang. Ihr Wirkungskreis verlagerte sich vollends ins Basler Fürstbistum und in den südwestdeutschen Raum. Im 19. Jahrhundert spielten die Brüder Jakob und Anton eine bedeutende Rolle bei den Trennungswirren und der Gründung des Kantons Basel-Landschaft. Mit Ausnahme der Linie in Aesch sind die Blarer von Wartensee im 19. Jahrhundert ausgestorben. | Blarer von Wartensee, Erhard (I58864)
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| 50067 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Blumegg_(Adelsgeschlecht) Blumegg (Adelsgeschlecht) Das Geschlecht der Blumegger auch Ritter von Blumenegg (überliefert sind auch Schreibweisen wie: Blumek, Blumeneckh, Blumeck, Blumegg.), zweigte sich vor 1292 als eigenständige Linie der Herren von Blumberg ab. Das Geschlecht der Blumegger verbreitete sich weiter, es gab eine Klettgauer, Albgauer und Breisgauer Linie. Mit dem Junker Gaudenz von Blumegg zu Dachswangen, von welchem noch ein Lehen über 300 Seeforellen im Schluchsee an St. Blasien zurückfiel, starb das Geschlecht der Blumegger 1577 im Mannesstamm aus. Stammsitz der Blumegger war die Burg Blumegg auf einer kleinen Felsnadel in der Wutachschlucht. Sie waren enger verwandt mit den Herren von Blumenfeld im Hegau → Schloss Blumenfeld Ersterwähnung Auszug aus der Urkunde von 1292: „Růdolfus Constantiensis episcopus notificat, quod Heinricus quondam de Blůmenberg miles, Heinricus eiusdem filius, Johannes, Heinricus et Chůnradus fratres, Heinrici secundi filii. Heinricus piae memoriae praefati Johaniis filius, Chůnradus canonicus Constantiensis, Johannes in Stahelegge, Johannes in Tůnoveschingen, Heinricus in Blůmenegge, Chuonradus in Blůmenuelt, Chůnradus in Tannegge, Albertus et Johannes in Blůmenberg, milites. et Bertholdus pupillus, in Tůnovweschingen residentes ...“ – UBFrbg. 5, Nr. 259; Reg. ep. Const. 1, Nr. 2818. Festgestellt sind hier: Blumberg: Albertus und Johannes Burg Blumenfeld: Konrad Burg Blumegg: Heinrich Burg Donaueschingen: Johannes und Bertold Burg Stahlegg: Johannes Burg Tannegg: Konrad Zu dem „Netz von Blumberger Burgen“ zählt „die südwestlich von Blumberg gelegene Blumegg, auf der 1292 Heinricus (von Blumberg) saß.“[Anm 1] Weitere Angaben - In einer Urkunde von 1295 sind erwähnt: „Iohannes de Blûmenberc, Chůnradus de Blůmenegge“.[1] - Eine Verbindung zu den Blumeneggern in Vorarlberg mit deren Stammburg Blumenegg und deren Herrschaft Blumenegg ist wahrscheinlich, sie hatten offenbar das gleiche Wappen. - Den Herren von Blumenegg gehörte zeitweise die Stadt Tiengen. Dieses Lehen erhielten sie von den Herren von Krenkingen welche es 1262 als Lehen des Hochstifts Konstanz erhalten hatten.[2] - Konrad von Blumenegg besaß Lenzkirch, Raitenbuch, Göschweiler, Münchingen, Hüfingen und Katzensteig im Bregtal, das Gebiet reichte vom Feldsee bis zum Steg unter dem Tittisee, von Saig an die Haslach und Wutach und bis Bildstein. Er verstarb 1313 und wurde bestattet in der Kirche zu Lenzkirch. In Blumeggischem Besitz erscheint auch Burg Schnellingen. - 1357 tauschen Heinrich und Johann von Blumenegg das Dorf Herbolzheim als ein Lehen des Bistums Straßburg durch Bischof Johann von Lichtenberg aus dem Besitz der Freiherren von Krenkingen gegen die Burg Gutenburg mit Graf Hug von Fürstenberg, Schwiegersohn des Lütold von Krenkingen.[3] - Heinrich von Blumenegg war verheiratet mit Adelheid von Fürstenberg und verkaufte zur Rettung des in finanzieller Not befindlichen Hauses Fürstenberg 1366 seine Herrschaft Blumenegg an Egloff von Wolfurt. Dessen Erbe Ulrich von Wolfurt wiederum für 8700 Gulden 1415 an die Herren von Friedingen, die Blumenegger mit den Verwandten Snewlin-Bärnlapp fingen jedoch alsbald mit den Friedingern Fehden an und zerstörten unter anderem Fützen, so geschädigt verkauften Heinrich und Rudolf von Friedingen die Herrschaft Blumenegg 1432 an das Kloster St. Blasien.[4] - St. Blasien verkaufte nach wenigen Jahren die Herrschaft Blumenegg an Thüring von Hallwyl, dieser 1448 wieder an St. Blasien und an das Kloster Reichenau je zur Hälfte, durch Nachlass von 1000 Gulden wurde den Leibeigenen der übliche Leibfall erlassen. - Das Freiburger Adelsgeschlecht der Herren Malterer kauften am 8. August 1365 von den Herren von Blumegg die Burg Alt-Urach in Lenzkirch für 500 Mark Silber.[5] - Rudolf von Blumenegg war verheiratet mit Sophia von Krenkingen, sie hatten sechs Söhne: Heinrich, Johann, Martin, Dietrich, Rudolf, und Otto welche die 1399 von ihrer Großmutter Gisela von Thierstein ererbten Kleinodien zu einer Priesterpräbende zu Lenzkirch gestiftet haben.[6] - Im Schweizerkrieg/Schwabenkrieg zogen „Mitte April 1499 die Berner, Luzerner, Zürcher und Schaffhauser, die von Kaiserstuhl aus über Grießen und Geißlingen nach Lauchringen gekommen waren, vor die Stadt Tiengen, wo sich zum Ring der Belagerer die Freiburger gesellten. Die Stadt wurde von einer Besatzung von 1400 Mann unter dem Befehl von Dietrich von Blumegg gehalten, der es aber vorzog, mit einigen anderen Adligen die Stadt heimlich in der Stunde höchster Not zu verlassen, ob aus Feigheit oder weil er der als zügellos bekannten Besatzung nicht traute, wie ein Schweizer Chronist meint, sei dahin gestellt. Nach zwei Tagen Belagerung und Beschuss ergab sich Tiengen am 18. April 1499.“[7] - „Rudolf der jüngere von der alten Blumberg war vor dem 30. April 1451 gestorben und mit ihm war die Blumberger Hauptlinie erloschen. Auch die Blumberger Seitenlinien bestanden nicht mehr lange.“[8] - 1631 erhielten die Herren und Freiherren von Stotzingen das Wappen der erloschenen von Blumeneckh. Mehr unter dem Link oben.. | von Blumenegg, Ritter Johann (I12806)
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| 50068 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Bogislaw_VI._(Pommern) Bogislaw VI. (um 1350; † 7. März 1393) war Herzog von Pommern-Wolgast. Leben Zusammen mit seinem Bruder Wartislaw VI. trat er 1365 gemeinsam die Nachfolge seines Vaters Barnim IV. an, zunächst aber unter Vormundschaft ihres Onkels Bogislaw V. († 1374). Wegen Streitigkeiten kam es am 25. Mai 1368 in Anklam zu einem dreijährigen Vertrag, der Bogislaw V. das Gebiet jenseits der Swine zustand, während die Brüder das Gebiet diesseits bekamen. In der Zeit räuberten sie immer wieder im Gebiet von Albrecht von Mecklenburg, bis Wartislav VI. und ein Teil seiner Ritter am 10. November 1368 bei Damgarten in Gefangenschaft gerieten, aus der er sich mit 1300 Mark lösen musste. Noch kurz vor seinem Tod gründete er im Jahr 1390 die Siedlung Ahrenshoop als Hafen am Loop und sicherte sie mit einer Burg. Die Siedlung wurde aber schon 1395 von Rostocker Truppen zerstört und der Hafen zugeschüttet. Nach seinem Tod fiel das Erbe an seinen Bruder, da er keine männlichen Nachkommen hatte. Ehen Bogislaw VI. war in erster Ehe mit Jutta von Sachsen-Lauenburg verheiratet, einer Tochter von Herzog Erich II. von Sachsen-Lauenburg. Herzogin Jutta starb 1388. In zweiter Ehe heiratete Bogislaw VI. im Jahre 1389 Agnes von Braunschweig-Lüneburg, Tochter von Herzog Magnus II. von Braunschweig-Lüneburg. Nach Bogislaws Tod heiratete seine Witwe Agnes im Jahre 1396 Herzog Albrecht III. von Mecklenburg-Schwerin. | von Pommern-Wolgast, Herzog Bogislaw VI. (I26951)
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| 50069 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Bohemund_III._(Antiochia) (Sep 2023) 1164 wurde er von Nur ad-Din gefangen genommen, nachdem er mit Konstantin Koloman, Raimund von Tripolis und Hugo von Lusignan in der Schlacht von Artah in einen Hinterhalt geraten war und in Ketten nach Aleppo gebracht. Allerdings wurde er gleich im Folgejahr, nachdem König Amalrich I. von Kaiser Manuel I. Komnenos das erforderliche Lösegeld erhalten hatte, wieder freigelassen[1]. 1181 verließ Bohemund Orguilleuse, um eine Frau namens Sibylle zu sich zu nehmen, nach dem nicht immer verlässlichen Wilhelm von Tyrus eine Hure. Papst Alexander III. tadelte ihn deshalb mit einer Bulle und der Patriarch von Jerusalem exkommunizierte ihn, was Bohemund aber nicht umstimmte. Die Ehe wurde schließlich anerkannt, vermutlich, nachdem seine ersten beiden Frauen verstorben waren. 1193 wurde Bohemund von Leo I. von Kleinarmenien in Baghras gefangen genommen, nach Smbat Sparapet mit Hilfe seiner Ehefrau Sibylle, der Schwiegermutter Leos, und gefangen nach Sis gebracht. Auf Vermittlung König Heinrichs von Jerusalem wurde er 1194 freigelassen und der Konflikt mit Leo I. 1195 durch Verheiratung von Bohemunds Sohn Raimund mit Alix von Armenien, Leos Nichte und Tochter von Ruben III., beigelegt. | von Antiochia, Fürst Bohemund III. (I42910)
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| 50070 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Bohemund_IV._(Antiochia) (Sep 2023) Graf von Tripolis 1187 hatte sein älterer Bruder Raimund von Antiochia nach dem kinderlosen Tod des Grafen Raimund III. von Tripolis dessen Grafschaft erlangt. Bereits 1189 holte Bohemund III. Raimund als seinen ältesten Sohn und designierten Erben von Antiochia an seinen Hof nach Antiochia zurück. An seiner Stelle wurde der jüngere Bruder Bohemund als Graf von Tripolis eingesetzt. Raimund starb schon 1199, vor seinem Vater, so dass Bohemund nach dem Tod des Vaters 1201 das Fürstentum Antiochia erbte. Fürst von Antiochia Seine erste Regierungszeit war von dynastischen Konflikten geprägt. Sein älterer Bruder Raimund hatte mit seiner Frau, der armenischen Prinzessin Alice einen Sohn, Raimund Ruben, der sich als Erbe der Ansprüche seines Vaters als legitimen Erben Antiochias verstand. Obwohl Raimund Ruben von der Thronfolge ausgeschlossen war, verlor Bohemund IV. 1216 das Fürstentum an seinen Neffen, der von seinem Onkel Leo II., dem König von Kleinarmenien militärisch unterstützt wurde. Erst 1219 erlangte Bohemund das Fürstentum zurück. Während des Kreuzzugs Kaiser Friedrichs II. 1228/1229 verbündete er sich zunächst mit diesem, ließ seine Truppen aber später desertieren, was ihm den Ruf eines unzuverlässigen Verbündeten einbrachte, der seine Treueschwüre dort platzierte, wo es ihm im Interesse des Fürstentums am günstigsten erschien. Bohemund war darüber hinaus ein erbitterter Gegner des Johanniterordens, deren wachsenden Einfluss in seinen Ländereien er zu begrenzen suchte, weswegen er 1230 von Papst Gregor IX. exkommuniziert wurde. | von Antiochia, Fürst Bohemund IV. (I42905)
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| 50071 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Bohemund_V._(Antiochia) (Sep 2023) Wie sein Vater, so hatte auch Bohemund V. eine ausgeprägte Abneigung gegen den Johanniterorden (stattdessen verbündete er sich mit den Tempelrittern) und das benachbarte Königreich Kleinarmenien, mit dem es erst kurz vor seinem Tod – nach Vermittlung durch König Ludwig IX. von Frankreich – zu einem Frieden kam. | von Antiochia, Fürst Bohemund V. (I42921)
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| 50072 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Bona_Sforza (Sep 2023) Ihr Vater wurde im Jahr ihrer Geburt ermordet. Ihre Mutter zog mit ihren Töchtern von Pavia nach Bari. Sie versuchte erfolglos, ihre Ansprüche gegen Ludovico Sforza, den Onkel ihres Vaters, zu verteidigen. Im Zuge der Italienischen Kriege wurde Bonas Bruder Francesco aus der Nachfolge des Herzogtums verdrängt und 1499 von französischen Truppen, die Mailand eroberten, nach Frankreich gebracht, wo er 1511/12 starb. Auch ihre Schwester Ippolita starb jung. Bona erhielt in Neapel eine gute Ausbildung, u. a. durch Crisostomo Colonna von der Accademia Pontaniana. Ab 1524, nach dem Tod ihrer Mutter war sie souveräne Herzogin von Bari und Fürstin von Rossano. Bona Sforza zeigte bemerkenswerte Eigenschaften als Königsgemahlin: Sie war sehr ehrgeizig, führte eine selbstständige und kluge Wirtschafts- und Kulturpolitik, ließ Schlösser (z. B. das Schloss in Bar oder die Burg Ciechanów), Schulen und Hospitäler bauen, erzeugte aber auch Korruption und Intrigen am polnischen Hof. Sie verstand auch nie den Landadel, der gegen ihre und Sigismunds Reformen im „Hühnerkrieg“ rebellierte. Bei dieser Schicht war sie sehr unbeliebt, und immer wieder wurden über sie verleumderische Gerüchte kolportiert. So wurde Bona im Jahr 1551, nach dem plötzlichen Tod ihrer ungeliebten Schwiegertochter, Königin Barbara Radziwiłł, von ihren Gegnern ohne Beweise verdächtigt, diese vergiftet zu haben. Es wurde ihr auch eine besondere Sympathie für den Schlesier Peter von Prittwitz nachgesagt. Damit wollte man ihren persönlichen Einsatz für dessen Sohn Bernhard von Prittwitz, den Terror Tartarorum („Schrecken der Tataren“), erklären, der unter König Sigismund I. und dessen Nachfolger Sigismund II. sehr erfolgreich gegen die Tataren kämpfte und daher 1538 mit großen Ländereien und 1540 mit dem Amt eines Starost von Bar belohnt wurde. | Sforza, Bona (I42809)
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| 50073 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Bonstetten_(Adelsgeschlecht) Die Freiherren von Bonstetten sind ein ursprünglich alemannisches Uradelsgeschlecht. Namensgebender Stammsitz der Familie ist die Gemeinde Bonstetten bei Zürich. Zweige des Geschlechts bestehen bis heute. Geschichte Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Familie im Jahre 1122 mit Henricus de Bonstadin als nobilis vir. Angehörige waren Edelherren in hohen sozialen und politischen Ämtern. In Bonstetten wurde die Fundstelle einer kleinen Burg 1989 genauer untersucht, vermutlich der Stammsitz. 1155 wirkten Heinricus de Boumstedin, nobilis vir und Conradus bei einer Schenkung an das Kloster St. Martin (Zürich) mit. Im 13. Jahrhundert stellten sie in drei Generationen die Reichsvögte von Zürich und vom 13. bis zum 14. Jahrhundert mit mehreren Angehörigen auch Landrichter von Thurgau. Im 14. Jahrhundert stellten sie Landvögte in den habsburgischen Landvogteien Aargau, Sundgau und Oberelsass. Hermann von Bonstetten war von 1333 bis 1360 Fürstabt des Klosters St. Gallen. Die Familie war reich begütert, hauptsächlich in den Besitzungen der Habsburger, mit denen sie auch verschwägert waren. Hauptsitz war von 1267 bis 1534 das Schloss Uster. Kaspar von Bonstetten heiratete Elisabeth Freiin von Sax-Hohensax, die von ihrem Bruder Albrecht I. von Hohensax (1439–1463) die Burg Hohensax, die Burg Frischenberg sowie die Orte Sax und Gams SG erbte. Da Kaspar von Bonstetten Bürger von Zürich war, brannten die Appenzeller 1446 während des Alten Zürichkrieges seine Burgen Hohensax und Frischenberg nieder und annektierten einen Teil der Herrschaft Hohensax. Nur Gams und die Ruine der Burg Hohensax gaben sie 1461 wieder an die Bonstetten zurück. 1497 verkauften sie die Herrschaftsrechte an Schwyz und Glarus. Im Laufe der Zeit verlor das Geschlecht den Edelherrenstand und gehörte nun zum niederen Landadel, erhielt aber im Jahre 1499 eine diplommäßige Bestätigung der Freiherrenwürde vom späteren Kaiser Maximilian I. Schon während dieser Zeit besaßen Angehörige der Familie das Bürgerrecht von Zürich und Bern. Kurze Zeit später verlegten sie ihre Stammsitze in diese Städte und gelangten dort in den patrizischen Stadtadel. Die Zürcher Linie erlosch bereits 1606. Die Berner Linie, die zu den bedeutendsten Familien des Berner Patriziats zählte, konnte ihren Landbesitz in der Umgebung der Stadt stark erweitern und brachte eine Reihe von Staatsmännern und Offizieren hervor. 1584 erwarb sie das Schloss Jegenstorf, das im Erbgang bald an die von Wattenwyl fiel. 1599 kam Schloss Vaumarcus durch die Heirat des Freiherrn Johann-Ulrich von Bonstetten (1548–1607) mit Gräfin Anne von Neuenburg-Vaumarcus (1564–1625) an die Familie; in der Kirche Jegenstorf befindet sich eine Wappenscheibe der Eheleute; Vaumarcus fiel durch Heirat 1675 an die von Büren. Auch Schloss Kehrsatz war im 17. Jahrhundert im Besitz der Familie, das Haus Bonstetten in Valeyres-sous-Rances von 1707 bis 1945, in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts die Campagne Diemerswil, im 18./19. Jahrhundert Schloss Sinneringen und von 1898 bis 1922 bzw. 1933 (bis zur Scheidung von Jean-Jacques von Bonstetten und Betty Lambert, die bereits den Kauf 1922 finanziert hat) der Landsitz Bellerive in Thun. Aus der Berner Linie kam auch Albrecht von Bonstetten (* um 1445; † etwa 1505). Er war Stiftsdekan des Klosters Einsiedeln und ein bedeutender Humanist. Diese Linie existiert bis heute. Im Berner Münster befindet sich eine Kapelle der Familien Ringoltingen und von Bonstetten. | von Bonstetten, Hans Jakob (I57670)
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| 50074 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Bonstetten_(Adelsgeschlecht) Die Freiherren von Bonstetten sind ein ursprünglich alemannisches Uradelsgeschlecht. Namensgebender Stammsitz der Familie ist die Gemeinde Bonstetten bei Zürich. Zweige des Geschlechts bestehen bis heute. Geschichte Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Familie im Jahre 1122 mit Henricus de Bonstadin als nobilis vir. Angehörige waren Edelherren in hohen sozialen und politischen Ämtern. In Bonstetten wurde die Fundstelle einer kleinen Burg 1989 genauer untersucht, vermutlich der Stammsitz. 1155 wirkten Heinricus de Boumstedin, nobilis vir und Conradus bei einer Schenkung an das Kloster St. Martin (Zürich) mit. Im 13. Jahrhundert stellten sie in drei Generationen die Reichsvögte von Zürich und vom 13. bis zum 14. Jahrhundert mit mehreren Angehörigen auch Landrichter von Thurgau. Im 14. Jahrhundert stellten sie Landvögte in den habsburgischen Landvogteien Aargau, Sundgau und Oberelsass. Hermann von Bonstetten war von 1333 bis 1360 Fürstabt des Klosters St. Gallen. Die Familie war reich begütert, hauptsächlich in den Besitzungen der Habsburger, mit denen sie auch verschwägert waren. Hauptsitz war von 1267 bis 1534 das Schloss Uster. Kaspar von Bonstetten heiratete Elisabeth Freiin von Sax-Hohensax, die von ihrem Bruder Albrecht I. von Hohensax (1439–1463) die Burg Hohensax, die Burg Frischenberg sowie die Orte Sax und Gams SG erbte. Da Kaspar von Bonstetten Bürger von Zürich war, brannten die Appenzeller 1446 während des Alten Zürichkrieges seine Burgen Hohensax und Frischenberg nieder und annektierten einen Teil der Herrschaft Hohensax. Nur Gams und die Ruine der Burg Hohensax gaben sie 1461 wieder an die Bonstetten zurück. 1497 verkauften sie die Herrschaftsrechte an Schwyz und Glarus. Im Laufe der Zeit verlor das Geschlecht den Edelherrenstand und gehörte nun zum niederen Landadel, erhielt aber im Jahre 1499 eine diplommäßige Bestätigung der Freiherrenwürde vom späteren Kaiser Maximilian I. Schon während dieser Zeit besaßen Angehörige der Familie das Bürgerrecht von Zürich und Bern. Kurze Zeit später verlegten sie ihre Stammsitze in diese Städte und gelangten dort in den patrizischen Stadtadel. Die Zürcher Linie erlosch bereits 1606. Die Berner Linie, die zu den bedeutendsten Familien des Berner Patriziats zählte, konnte ihren Landbesitz in der Umgebung der Stadt stark erweitern und brachte eine Reihe von Staatsmännern und Offizieren hervor. 1584 erwarb sie das Schloss Jegenstorf, das im Erbgang bald an die von Wattenwyl fiel. 1599 kam Schloss Vaumarcus durch die Heirat des Freiherrn Johann-Ulrich von Bonstetten (1548–1607) mit Gräfin Anne von Neuenburg-Vaumarcus (1564–1625) an die Familie; in der Kirche Jegenstorf befindet sich eine Wappenscheibe der Eheleute; Vaumarcus fiel durch Heirat 1675 an die von Büren. Auch Schloss Kehrsatz war im 17. Jahrhundert im Besitz der Familie, das Haus Bonstetten in Valeyres-sous-Rances von 1707 bis 1945, in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts die Campagne Diemerswil, im 18./19. Jahrhundert Schloss Sinneringen und von 1898 bis 1922 bzw. 1933 (bis zur Scheidung von Jean-Jacques von Bonstetten und Betty Lambert, die bereits den Kauf 1922 finanziert hat) der Landsitz Bellerive in Thun. Aus der Berner Linie kam auch Albrecht von Bonstetten (* um 1445; † etwa 1505). Er war Stiftsdekan des Klosters Einsiedeln und ein bedeutender Humanist. Diese Linie existiert bis heute. Im Berner Münster befindet sich eine Kapelle der Familien Ringoltingen und von Bonstetten. | von Bonstetten, Freiherr Ulrich (I58981)
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| 50075 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Bonstetten_(Adelsgeschlecht) Die Freiherren von Bonstetten sind ein ursprünglich alemannisches Uradelsgeschlecht. Namensgebender Stammsitz der Familie ist die Gemeinde Bonstetten bei Zürich. Zweige des Geschlechts bestehen bis heute. Geschichte Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Familie im Jahre 1122 mit Henricus de Bonstadin als nobilis vir. Angehörige waren Edelherren in hohen sozialen und politischen Ämtern. In Bonstetten wurde die Fundstelle einer kleinen Burg 1989 genauer untersucht, vermutlich der Stammsitz. 1155 wirkten Heinricus de Boumstedin, nobilis vir und Conradus bei einer Schenkung an das Kloster St. Martin (Zürich) mit. Im 13. Jahrhundert stellten sie in drei Generationen die Reichsvögte von Zürich und vom 13. bis zum 14. Jahrhundert mit mehreren Angehörigen auch Landrichter von Thurgau. Im 14. Jahrhundert stellten sie Landvögte in den habsburgischen Landvogteien Aargau, Sundgau und Oberelsass. Hermann von Bonstetten war von 1333 bis 1360 Fürstabt des Klosters St. Gallen. Die Familie war reich begütert, hauptsächlich in den Besitzungen der Habsburger, mit denen sie auch verschwägert waren. Hauptsitz war von 1267 bis 1534 das Schloss Uster. Kaspar von Bonstetten heiratete Elisabeth Freiin von Sax-Hohensax, die von ihrem Bruder Albrecht I. von Hohensax (1439–1463) die Burg Hohensax, die Burg Frischenberg sowie die Orte Sax und Gams SG erbte. Da Kaspar von Bonstetten Bürger von Zürich war, brannten die Appenzeller 1446 während des Alten Zürichkrieges seine Burgen Hohensax und Frischenberg nieder und annektierten einen Teil der Herrschaft Hohensax. Nur Gams und die Ruine der Burg Hohensax gaben sie 1461 wieder an die Bonstetten zurück. 1497 verkauften sie die Herrschaftsrechte an Schwyz und Glarus. Im Laufe der Zeit verlor das Geschlecht den Edelherrenstand und gehörte nun zum niederen Landadel, erhielt aber im Jahre 1499 eine diplommäßige Bestätigung der Freiherrenwürde vom späteren Kaiser Maximilian I. Schon während dieser Zeit besaßen Angehörige der Familie das Bürgerrecht von Zürich und Bern. Kurze Zeit später verlegten sie ihre Stammsitze in diese Städte und gelangten dort in den patrizischen Stadtadel. Die Zürcher Linie erlosch bereits 1606. Die Berner Linie, die zu den bedeutendsten Familien des Berner Patriziats zählte, konnte ihren Landbesitz in der Umgebung der Stadt stark erweitern und brachte eine Reihe von Staatsmännern und Offizieren hervor. 1584 erwarb sie das Schloss Jegenstorf, das im Erbgang bald an die von Wattenwyl fiel. 1599 kam Schloss Vaumarcus durch die Heirat des Freiherrn Johann-Ulrich von Bonstetten (1548–1607) mit Gräfin Anne von Neuenburg-Vaumarcus (1564–1625) an die Familie; in der Kirche Jegenstorf befindet sich eine Wappenscheibe der Eheleute; Vaumarcus fiel durch Heirat 1675 an die von Büren. Auch Schloss Kehrsatz war im 17. Jahrhundert im Besitz der Familie, das Haus Bonstetten in Valeyres-sous-Rances von 1707 bis 1945, in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts die Campagne Diemerswil, im 18./19. Jahrhundert Schloss Sinneringen und von 1898 bis 1922 bzw. 1933 (bis zur Scheidung von Jean-Jacques von Bonstetten und Betty Lambert, die bereits den Kauf 1922 finanziert hat) der Landsitz Bellerive in Thun. Aus der Berner Linie kam auch Albrecht von Bonstetten (* um 1445; † etwa 1505). Er war Stiftsdekan des Klosters Einsiedeln und ein bedeutender Humanist. Diese Linie existiert bis heute. Im Berner Münster befindet sich eine Kapelle der Familien Ringoltingen und von Bonstetten. | von Bonstetten, Johann Rudolf (I57923)
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| 50076 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Borcke Borcke Der Stammvater des Geschlechts ist vermutlich Bork, ein hoher Adliger wendischer Abstammung, der in den Kämpfen des Herzogs Bogislaw I. von Pommern mit der Mark Brandenburg in den Jahren 1170 bis 1187 fiel. Sein Enkel Borko II. war bis 1255 Burggraf von Kolberg. In der Umschrift seines Siegels aus dem Jahr 1282 nannte er sich Borco de Vressow und in einer Urkunde des Herzogs Barnim I. von Pommern von 1271, aber auch später, dominus de Lobis (lat. Herr von Lobis). Am Ende des 13. Jahrhunderts wurde der wendische Personenname Borko zum Familiennamen, blieb aber auch Taufname einzelner Personen. So erschienen in einer Urkunde von 1338 der alte Ritter Borke, Claus Borke (I), Bernt Borke, Jakob Borke und Claus Borke (II). Ein Borko war seit 1361 Domherr von Kammin, der 1368 ausdrücklich Borco de Lobeze genannt wird. Um 1460 führten zwei Borcke den Vornamen Schir, gleichbedeutend mit dem oberdeutschen Eitel. Wegen dieser Ahnherrn werden die Borcke in der Geschichtsschreibung auch als Borkonen bezeichnet. Die Besitzungen der Borcke in Hinterpommern bildeten einen abgerundeten Kreis mit mehreren Städten, unter anderem Labes, Regenwalde, Strahmel und Wangerin. Er umfasste eine Verwaltungseinheit, die bis 1817 offiziell Borckescher Kreis hieß und anschließend als Landkreis Regenwalde fortbestand. In ihrem Stammland, dem Borckekreis, übten die Herren von Borcke die gesamte Verwaltung und die hohe und niedere Gerichtsbarkeit aus. Im Jahre 1460 bestätigten sie die Privilegien ihrer Stadt Labes. Seit dem 12. Jahrhundert gehörten Dorf und Gut Stargordt einem Zweig der Familie. Von 1717 bis 1721 erbaute sich Generalfeldmarschall Adrian Bernhard von Borcke in Stargordt ein Schloss im Stil des norddeutschen Barock. In Regenwalde waren die Herren von Vidante Mitbesitzer. Mit deren Aussterben wurde Ritter Hans Borcke 1447 mit ihren Gütern belehnt, darunter Dorow (bis 1826). Vor allem unter Heinrich Borcke, der auch der schwarze Ritter genannt wurde, konnte der Grundbesitz reichlich vermehrt werden. Er erhielt vom Kurfürst von Brandenburg das Angefälle des Anteiles derer vom Wolde an Schloss und Stadt Falkenberg in der Neumark. Nachdem er sich diesen Besitz durch Kauf gesichert hatte, wurde Heinrich 1479 damit belehnt. Herzog Bogislaw X. von Pommern gewährte ihm 1481 und 1484 das Angefälle der Schmelingschen und Schwochowscher Lehensgüter. Vom Johanniterorden kaufte er 1493 als Lehen das Schloss Pansin mit den dazugehörigen Gütern, das 1682 durch Heirat an die Puttkamer überging. Von den Borkonen ist überliefert, dass sie sich über Generationen hinweg weigerten, ihre alten Erb- und Stammgüter von den Greifen als den pommerschen Oberlehnsherren durch Leistung des Lehnseids in Empfang zu nehmen. Nur bei den neueren Besitzungen, die ihnen vom Landesfürsten selbst übertragen worden waren, willigten sie ein. Die Befreiung von der Lehnsempfängnis behaupteten sie bis ins Jahr 1567, dann gaben sie ihren Widerstand unter der Regierung der Herzöge Johann Friedrich und Barnim X. auf, machten jedoch zur Bedingung, dass ihnen daraus kein Nachteil erwachsen dürfe. Erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts nahmen Angehörige des Geschlechts das Prädikat „von“ in ihren Namen auf. In den Jahren 1740, 1790 und 1840 sind Grafendiplome in die Familie gekommen. Um 1865 ließ sich ein Zweig der Familie auch in Hohensee bei Wolgast nieder. Die Gutsherren waren im ständischen Kreistag des Landkreises Greifswald vertreten. Im Kreishaus war ein Wappenfries der Mitglieder angebracht, der auch das derer von Borcke enthielt. Weitere vorpommersche Besitze bestanden in Krienke, Suckow (Usedom) und Regezow (1527–1945) und Altwigshagen. Weitere Besitzungen (Stand 1863): Demitz/Anklam, Annenhof und Heinrichshof bei Lübs (Vorpommern). Aus dem Geschlecht sind bedeutende Angehörige hervorgegangen, die sich vor allem in Preußen große Verdienste erworben haben. Adrian Bernhard von Borcke war preußischer Generalfeldmarschall und Staatsminister und einer der engsten Vertrauten des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. Georg Matthias von Borcke war Kanzler der Neumark und Heinrich Adrian Graf von Borcke preußischer General der Kavallerie, Erzieher der königlichen Prinzen und Schriftsteller. | Borcke von Regenwalde, Luise Maria (I58116)
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| 50077 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Brandis_(schweizerisches_Adelsgeschlecht) Die Familie von Brandis war seit dem 13. Jahrhundert im oberen und mittleren Emmental begütert und hielt die Vogtei über die Klöster Trub und Rüegsau. Der erste namentlich bekannte Vertreter der Familie war Konrad von Brandis. Seinen Nachkommen gelang im 14. und 15. Jahrhundert durch geschickte Heirats- und Kreditpolitik die Erwerbung von ausgedehnten Besitzungen im heutigen Kanton Bern, in der Ostschweiz, in Liechtenstein und in Vorarlberg. Thüring von Brandis heiratete Katharina von Weissenburg und erhielt dadurch die Herrschaft Simmenegg. Er begründete die Verbindung der Familie zu Bern, indem er 1337 in ein Burgrecht mit der regional dominierenden Stadt einging. Während das Hochstift Konstanz in der Hand von Bischof Thüring von Brandis war, verpfändete dieser die Rechte des Hochstifts in der Landgrafschaft Burgund sowie die der Burg Bischofszell und die der Herrschaft Küssaberg im Schwarzwald an seine Verwandten. Eberhard von Brandis, Abt des Klosters Reichenau, verkaufte 1367 alle Güter und Rechte seines Klosters an seine Familie. Durch die Ehe Wolfharts I. mit Agnes von Montfort-Feldkirch, der Witwe von Graf Hartmann von Werdenberg-Sargans, gelangte ein grosser Teil der Güter der Familie Werdenberg-Sargans im Rheintal und in Vorarlberg in die Hand derer von Brandis (Herrschaften Blumenegg mit dem Ansitz Burg Blumenegg, Sonnenberg mit der Burg Sonnenberg und Schellenberg mit der Oberen und Unteren Burg Schellenberg sowie die Grafschaft Vaduz mit Schloss Vaduz). Zuletzt kaufte Wolfhart V. von Brandis 1437 die Herrschaft Maienfeld, wo das von den Toggenburgern erbaute Schloss bis heute unter dem Namen Schloss Brandis bekannt ist, sowie das benachbarte Schloss Marschlins, und veräusserte gleichzeitig seine bernischen Besitzungen schrittweise an die Stadt Bern. 1477 heiratete Graf Alwig X. von Sulz, 60-jährig, die 35 Jahre jüngere Freifrau Verena von Brandis. Sie hatten zwei Töchter und einen Sohn Rudolf V. von Sulz, er wird in verschiedenen Quellen auch Rudolf III. genannt. Ende des 15. Jahrhunderts geriet die Familie von Brandis zwischen die Fronten der Habsburger und der Eidgenossen. 1499 besetzten die Eidgenossen während des Schwabenkriegs die Herrschaft Maienfeld und nahmen dort Sigmund und Thüring von Brandis gefangen. Der letzte Spross des Geschlechts, Johannes von Brandis, musste wegen finanzieller Schwierigkeiten 1509 die Herrschaft Maienfeld an die Drei Bünde und 1510 Schellenberg, Vaduz und Blumenegg an Rudolf V. von Sulz verkaufen. Mit ihm erlosch das Geschlecht 1512. Im Chor der St. Mamerta-Kapelle in Triesen stand ursprünglich ein spätgotischer geschnitzter Flügelaltar, den Ludwig von Brandis 1492 für die Kapelle stiftete. Der Altar befindet sich jetzt in der Triesner Pfarrkirche St. Gallus. Es existieren bis heute zwei weitere (nicht verwandte) Adelsgeschlechter gleichen Namens, die Grafen zu Brandis in Südtirol und die 1769 geadelten Freiherren von Brandis aus Niedersachsen. | von Brandis, Maria Verena (I3218)
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| 50078 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Brandis_(schweizerisches_Adelsgeschlecht) Die Familie von Brandis war seit dem 13. Jahrhundert im oberen und mittleren Emmental begütert und hielt die Vogtei über die Klöster Trub und Rüegsau. Der erste namentlich bekannte Vertreter der Familie war Konrad von Brandis. Seinen Nachkommen gelang im 14. und 15. Jahrhundert durch geschickte Heirats- und Kreditpolitik die Erwerbung von ausgedehnten Besitzungen im heutigen Kanton Bern, in der Ostschweiz, in Liechtenstein und in Vorarlberg. Thüring von Brandis heiratete Katharina von Weissenburg und erhielt dadurch die Herrschaft Simmenegg. Er begründete die Verbindung der Familie zu Bern, indem er 1337 in ein Burgrecht mit der regional dominierenden Stadt einging. Während das Hochstift Konstanz in der Hand von Bischof Thüring von Brandis war, verpfändete dieser die Rechte des Hochstifts in der Landgrafschaft Burgund sowie die der Burg Bischofszell und die der Herrschaft Küssaberg im Schwarzwald an seine Verwandten. Eberhard von Brandis, Abt des Klosters Reichenau, verkaufte 1367 alle Güter und Rechte seines Klosters an seine Familie. Durch die Ehe Wolfharts I. mit Agnes von Montfort-Feldkirch, der Witwe von Graf Hartmann von Werdenberg-Sargans, gelangte ein grosser Teil der Güter der Familie Werdenberg-Sargans im Rheintal und in Vorarlberg in die Hand derer von Brandis (Herrschaften Blumenegg mit dem Ansitz Burg Blumenegg, Sonnenberg mit der Burg Sonnenberg und Schellenberg mit der Oberen und Unteren Burg Schellenberg sowie die Grafschaft Vaduz mit Schloss Vaduz). Zuletzt kaufte Wolfhart V. von Brandis 1437 die Herrschaft Maienfeld, wo das von den Toggenburgern erbaute Schloss bis heute unter dem Namen Schloss Brandis bekannt ist, sowie das benachbarte Schloss Marschlins, und veräusserte gleichzeitig seine bernischen Besitzungen schrittweise an die Stadt Bern. 1477 heiratete Graf Alwig X. von Sulz, 60-jährig, die 35 Jahre jüngere Freifrau Verena von Brandis. Sie hatten zwei Töchter und einen Sohn Rudolf V. von Sulz, er wird in verschiedenen Quellen auch Rudolf III. genannt. Ende des 15. Jahrhunderts geriet die Familie von Brandis zwischen die Fronten der Habsburger und der Eidgenossen. 1499 besetzten die Eidgenossen während des Schwabenkriegs die Herrschaft Maienfeld und nahmen dort Sigmund und Thüring von Brandis gefangen. Der letzte Spross des Geschlechts, Johannes von Brandis, musste wegen finanzieller Schwierigkeiten 1509 die Herrschaft Maienfeld an die Drei Bünde und 1510 Schellenberg, Vaduz und Blumenegg an Rudolf V. von Sulz verkaufen. Mit ihm erlosch das Geschlecht 1512. Im Chor der St. Mamerta-Kapelle in Triesen stand ursprünglich ein spätgotischer geschnitzter Flügelaltar, den Ludwig von Brandis 1492 für die Kapelle stiftete. Der Altar befindet sich jetzt in der Triesner Pfarrkirche St. Gallus. Es existieren bis heute zwei weitere (nicht verwandte) Adelsgeschlechter gleichen Namens, die Grafen zu Brandis in Südtirol und die 1769 geadelten Freiherren von Brandis aus Niedersachsen. | von Brandis, Thüring (I57800)
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| 50079 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Brandis_(schweizerisches_Adelsgeschlecht) Die Familie von Brandis war seit dem 13. Jahrhundert im oberen und mittleren Emmental begütert und hielt die Vogtei über die Klöster Trub und Rüegsau. Der erste namentlich bekannte Vertreter der Familie war Konrad von Brandis. Seinen Nachkommen gelang im 14. und 15. Jahrhundert durch geschickte Heirats- und Kreditpolitik die Erwerbung von ausgedehnten Besitzungen im heutigen Kanton Bern, in der Ostschweiz, in Liechtenstein und in Vorarlberg. Thüring von Brandis heiratete Katharina von Weissenburg und erhielt dadurch die Herrschaft Simmenegg. Er begründete die Verbindung der Familie zu Bern, indem er 1337 in ein Burgrecht mit der regional dominierenden Stadt einging. Während das Hochstift Konstanz in der Hand von Bischof Thüring von Brandis war, verpfändete dieser die Rechte des Hochstifts in der Landgrafschaft Burgund sowie die der Burg Bischofszell und die der Herrschaft Küssaberg im Schwarzwald an seine Verwandten. Eberhard von Brandis, Abt des Klosters Reichenau, verkaufte 1367 alle Güter und Rechte seines Klosters an seine Familie. Durch die Ehe Wolfharts I. mit Agnes von Montfort-Feldkirch, der Witwe von Graf Hartmann von Werdenberg-Sargans, gelangte ein grosser Teil der Güter der Familie Werdenberg-Sargans im Rheintal und in Vorarlberg in die Hand derer von Brandis (Herrschaften Blumenegg mit dem Ansitz Burg Blumenegg, Sonnenberg mit der Burg Sonnenberg und Schellenberg mit der Oberen und Unteren Burg Schellenberg sowie die Grafschaft Vaduz mit Schloss Vaduz). Zuletzt kaufte Wolfhart V. von Brandis 1437 die Herrschaft Maienfeld, wo das von den Toggenburgern erbaute Schloss bis heute unter dem Namen Schloss Brandis bekannt ist, sowie das benachbarte Schloss Marschlins, und veräusserte gleichzeitig seine bernischen Besitzungen schrittweise an die Stadt Bern. 1477 heiratete Graf Alwig X. von Sulz, 60-jährig, die 35 Jahre jüngere Freifrau Verena von Brandis. Sie hatten zwei Töchter und einen Sohn Rudolf V. von Sulz, er wird in verschiedenen Quellen auch Rudolf III. genannt. Ende des 15. Jahrhunderts geriet die Familie von Brandis zwischen die Fronten der Habsburger und der Eidgenossen. 1499 besetzten die Eidgenossen während des Schwabenkriegs die Herrschaft Maienfeld und nahmen dort Sigmund und Thüring von Brandis gefangen. Der letzte Spross des Geschlechts, Johannes von Brandis, musste wegen finanzieller Schwierigkeiten 1509 die Herrschaft Maienfeld an die Drei Bünde und 1510 Schellenberg, Vaduz und Blumenegg an Rudolf V. von Sulz verkaufen. Mit ihm erlosch das Geschlecht 1512. Im Chor der St. Mamerta-Kapelle in Triesen stand ursprünglich ein spätgotischer geschnitzter Flügelaltar, den Ludwig von Brandis 1492 für die Kapelle stiftete. Der Altar befindet sich jetzt in der Triesner Pfarrkirche St. Gallus. Es existieren bis heute zwei weitere (nicht verwandte) Adelsgeschlechter gleichen Namens, die Grafen zu Brandis in Südtirol und die 1769 geadelten Freiherren von Brandis aus Niedersachsen. | von Brandis, Mangold (I57802)
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| 50080 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Brandis_(schweizerisches_Adelsgeschlecht) Die Familie von Brandis war seit dem 13. Jahrhundert im oberen und mittleren Emmental begütert und hielt die Vogtei über die Klöster Trub und Rüegsau. Der erste namentlich bekannte Vertreter der Familie war Konrad von Brandis. Seinen Nachkommen gelang im 14. und 15. Jahrhundert durch geschickte Heirats- und Kreditpolitik die Erwerbung von ausgedehnten Besitzungen im heutigen Kanton Bern, in der Ostschweiz, in Liechtenstein und in Vorarlberg. Thüring von Brandis heiratete Katharina von Weissenburg und erhielt dadurch die Herrschaft Simmenegg. Er begründete die Verbindung der Familie zu Bern, indem er 1337 in ein Burgrecht mit der regional dominierenden Stadt einging. Während das Hochstift Konstanz in der Hand von Bischof Thüring von Brandis war, verpfändete dieser die Rechte des Hochstifts in der Landgrafschaft Burgund sowie die der Burg Bischofszell und die der Herrschaft Küssaberg im Schwarzwald an seine Verwandten. Eberhard von Brandis, Abt des Klosters Reichenau, verkaufte 1367 alle Güter und Rechte seines Klosters an seine Familie. Durch die Ehe Wolfharts I. mit Agnes von Montfort-Feldkirch, der Witwe von Graf Hartmann von Werdenberg-Sargans, gelangte ein grosser Teil der Güter der Familie Werdenberg-Sargans im Rheintal und in Vorarlberg in die Hand derer von Brandis (Herrschaften Blumenegg mit dem Ansitz Burg Blumenegg, Sonnenberg mit der Burg Sonnenberg und Schellenberg mit der Oberen und Unteren Burg Schellenberg sowie die Grafschaft Vaduz mit Schloss Vaduz). Zuletzt kaufte Wolfhart V. von Brandis 1437 die Herrschaft Maienfeld, wo das von den Toggenburgern erbaute Schloss bis heute unter dem Namen Schloss Brandis bekannt ist, sowie das benachbarte Schloss Marschlins, und veräusserte gleichzeitig seine bernischen Besitzungen schrittweise an die Stadt Bern. 1477 heiratete Graf Alwig X. von Sulz, 60-jährig, die 35 Jahre jüngere Freifrau Verena von Brandis. Sie hatten zwei Töchter und einen Sohn Rudolf V. von Sulz, er wird in verschiedenen Quellen auch Rudolf III. genannt. Ende des 15. Jahrhunderts geriet die Familie von Brandis zwischen die Fronten der Habsburger und der Eidgenossen. 1499 besetzten die Eidgenossen während des Schwabenkriegs die Herrschaft Maienfeld und nahmen dort Sigmund und Thüring von Brandis gefangen. Der letzte Spross des Geschlechts, Johannes von Brandis, musste wegen finanzieller Schwierigkeiten 1509 die Herrschaft Maienfeld an die Drei Bünde und 1510 Schellenberg, Vaduz und Blumenegg an Rudolf V. von Sulz verkaufen. Mit ihm erlosch das Geschlecht 1512. Im Chor der St. Mamerta-Kapelle in Triesen stand ursprünglich ein spätgotischer geschnitzter Flügelaltar, den Ludwig von Brandis 1492 für die Kapelle stiftete. Der Altar befindet sich jetzt in der Triesner Pfarrkirche St. Gallus. Es existieren bis heute zwei weitere (nicht verwandte) Adelsgeschlechter gleichen Namens, die Grafen zu Brandis in Südtirol und die 1769 geadelten Freiherren von Brandis aus Niedersachsen. | von Brandis, Werner (I57804)
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| 50081 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Brandis_(schweizerisches_Adelsgeschlecht) Die Familie von Brandis war seit dem 13. Jahrhundert im oberen und mittleren Emmental begütert und hielt die Vogtei über die Klöster Trub und Rüegsau. Der erste namentlich bekannte Vertreter der Familie war Konrad von Brandis. Seinen Nachkommen gelang im 14. und 15. Jahrhundert durch geschickte Heirats- und Kreditpolitik die Erwerbung von ausgedehnten Besitzungen im heutigen Kanton Bern, in der Ostschweiz, in Liechtenstein und in Vorarlberg. Thüring von Brandis heiratete Katharina von Weissenburg und erhielt dadurch die Herrschaft Simmenegg. Er begründete die Verbindung der Familie zu Bern, indem er 1337 in ein Burgrecht mit der regional dominierenden Stadt einging. Während das Hochstift Konstanz in der Hand von Bischof Thüring von Brandis war, verpfändete dieser die Rechte des Hochstifts in der Landgrafschaft Burgund sowie die der Burg Bischofszell und die der Herrschaft Küssaberg im Schwarzwald an seine Verwandten. Eberhard von Brandis, Abt des Klosters Reichenau, verkaufte 1367 alle Güter und Rechte seines Klosters an seine Familie. Durch die Ehe Wolfharts I. mit Agnes von Montfort-Feldkirch, der Witwe von Graf Hartmann von Werdenberg-Sargans, gelangte ein grosser Teil der Güter der Familie Werdenberg-Sargans im Rheintal und in Vorarlberg in die Hand derer von Brandis (Herrschaften Blumenegg mit dem Ansitz Burg Blumenegg, Sonnenberg mit der Burg Sonnenberg und Schellenberg mit der Oberen und Unteren Burg Schellenberg sowie die Grafschaft Vaduz mit Schloss Vaduz). Zuletzt kaufte Wolfhart V. von Brandis 1437 die Herrschaft Maienfeld, wo das von den Toggenburgern erbaute Schloss bis heute unter dem Namen Schloss Brandis bekannt ist, sowie das benachbarte Schloss Marschlins, und veräusserte gleichzeitig seine bernischen Besitzungen schrittweise an die Stadt Bern. 1477 heiratete Graf Alwig X. von Sulz, 60-jährig, die 35 Jahre jüngere Freifrau Verena von Brandis. Sie hatten zwei Töchter und einen Sohn Rudolf V. von Sulz, er wird in verschiedenen Quellen auch Rudolf III. genannt. Ende des 15. Jahrhunderts geriet die Familie von Brandis zwischen die Fronten der Habsburger und der Eidgenossen. 1499 besetzten die Eidgenossen während des Schwabenkriegs die Herrschaft Maienfeld und nahmen dort Sigmund und Thüring von Brandis gefangen. Der letzte Spross des Geschlechts, Johannes von Brandis, musste wegen finanzieller Schwierigkeiten 1509 die Herrschaft Maienfeld an die Drei Bünde und 1510 Schellenberg, Vaduz und Blumenegg an Rudolf V. von Sulz verkaufen. Mit ihm erlosch das Geschlecht 1512. Im Chor der St. Mamerta-Kapelle in Triesen stand ursprünglich ein spätgotischer geschnitzter Flügelaltar, den Ludwig von Brandis 1492 für die Kapelle stiftete. Der Altar befindet sich jetzt in der Triesner Pfarrkirche St. Gallus. Es existieren bis heute zwei weitere (nicht verwandte) Adelsgeschlechter gleichen Namens, die Grafen zu Brandis in Südtirol und die 1769 geadelten Freiherren von Brandis aus Niedersachsen. | von Brandis, Konrad (I57805)
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| 50082 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Brüder_Wright (Mrz 2024) Die Brüder Wright, auch Gebrüder Wright genannt, Wilbur Wright und Orville Wright waren US-amerikanische Pioniere der Luftfahrt, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts Flüge mit Gleitflugzeugen und schließlich gesteuerte Flüge mit einem von einem Motor angetriebenen Flugzeug (Motorflugzeug) absolvierten. Kindheit Wilbur und Orville Wright wuchsen als drittes bzw. sechstes der sieben Kinder des Bischofs der Kirche der Vereinigten Brüder in Christo, Milton Wright (1828–1917), in Indiana, später in Dayton (Ohio) auf. Beide besuchten die Highschool, erlangten jedoch keine Abschlüsse. Sie interessierten sich sehr früh für Technik und Luftfahrt, was nach ihrer eigenen Erinnerung damit begann, dass ihr Vater ihnen im Sommer 1878 ein Schraubenflieger-Spielzeug, ein sogenanntes „Helicoptere“ schenkte, das die beiden nachbauten, nachdem es zerbrochen war. Auch Experimente mit selbst gebauten Drachen sind überliefert. Dies war seit Benjamin Franklins Versuchen mit elektrischen Ladungen damals bei US-Jugendlichen sehr populär. Fahrräder und Flugapparate Mitte der 1880er Jahre begannen die Brüder, eine Druckerei zu betreiben. Sie druckten Lokalzeitungen, Kirchenzeitungen und Kataloge, und am Ende des Jahrzehnts waren sie mit einer selbst gegründeten Zeitung auch journalistisch tätig. Dabei übernahmen sie alle wesentlichen Arbeiten bis hin zum Vertrieb. Ihre Pläne, eine Fabrik für Verbrennungsmotoren aufzubauen, mussten sie mangels Kapital aufgeben. 1893 eröffneten sie in Dayton eine Fahrrad-Reparaturwerkstatt, aus der die Wright Cycling Company wurde.[1] Mit den Safety Bikes (Fahrrädern mit zwei gleich großen Rädern) wurde das Fahrradfahren einfach und höchst populär. Fahrradclubs entstanden für Frauen, Männer und alle Altersgruppen, so auch in Dayton. Die Brüder begeisterten sich für die neue Technik, und auch ihre Schwester Katherine, mit der sie ihr Wohnhaus teilten, fuhr eines der neuen Räder.[1] Die Brüder Wright waren durch eigene Anstrengung zu hervorragenden Mechanikern geworden; Zeitgenossen beschrieben sie als pünktlich, fleißig und ein bescheidenes Leben führend. Mit der Fahrradwerkstatt sicherten sie ihre materielle Existenz. Techniken, die am modernen Fahrrad Anwendung fanden, finden sich später auch beim Flugzeugbau der Brüder wieder, zum Beispiel in Fragen der Balance, der Leichtbauweise und des Kettenantriebes. Aerodynamische Experimente wurden an einem Fahrrad als Versuchsträger durchgeführt. 1895 erweiterten sie ihr Unternehmen mit selbst entwickelten Fahrradmodellen. Bis zum Jahr 1900 entstanden rund 300 Fahrräder in Einzelfertigung. Die Brüder zeichneten im Schriftverkehr mit „Wright Brothers“. Beide blieben zeitlebens unverheiratet und eng mit ihrer Schwester Katherine verbunden. Theorie des Fliegens In ihrer Autobiographie schrieben die Brüder: „Mouillard und Lilienthal, die großen Propheten des Fluges, erfüllten uns mit ihrer Begeisterung und verwandelten die große Neugier in den Eifer von Schaffenden.“ Am 30. Mai 1899 wandte sich Wilbur an das Smithsonian Institute in Washington mit der Bitte um Nachweis weiterer Literatur; in diesem Schreiben brachte er seine Überzeugung zum Ausdruck, dass „der Flug des Menschen möglich und praktisch realisierbar ist“. Er verwendete alle Zeit, die der Betrieb ihm ließ, auf das Studium flugtechnischer Probleme: „Es ist mein Wunsch, mir alles anzueignen, was darüber schon bekannt ist, um dann nach Möglichkeit mein Scherflein zum schließlichen Erfolg eines künftigen Erfinders beizutragen.“ Die Nachricht vom Absturz Otto Lilienthals bewog die Wrights nach eigenen Aussagen, sich intensiv mit dem Menschenflug zu beschäftigen. Sie gingen dabei systematisch vor und begannen noch 1896 mit dem Studium aller flugtechnischen Literatur, insbesondere von Sir George Cayley, Octave Chanute, James Means, Louis Pierre Mouillard und Otto Lilienthal. Wie Lilienthal entwickelten sie ihr Flugzeug über die Stationen Fesseldrachen und Gleitflugzeug. Sie erkannten, dass Lilienthal das Problem des dynamischen Auftriebs gelöst hatte und sein Absturz Folge der mangelhaften Steuerfähigkeit seines Flugapparats war. Doppeldecker-Gleitapparate 1899 begannen die Brüder mit dem Bau des ersten Flugapparates, einem Drachen. Er besaß bereits ein äußerst wichtiges Merkmal: die Verwindung der Tragflächen, mit der die waagerechte Lage des Apparates kontrolliert werden konnte. Edmund Rumpler sagte zu dieser Erfindung, „welche direkt dem Vogelflug nachgebildet ist“, sie habe „hauptsächlich dazu beigetragen, die großen Erfolge der Brüder Wright herbeizuführen“. Im Oktober 1900 erprobten die beiden Brüder mit einem Doppeldecker-Gleitflugzeug den Gleitflug zunächst unbemannt auf den Kill Devil Hills sechs Kilometer südlich von Kitty Hawk in North Carolina, einem Ort auf den Outer Banks an der Atlantikküste, der sich wegen starker und konstanter Winde besonders eignete. Die Konstruktion als Doppeldecker brachte für den zukünftig geplanten Motoreinbau gewaltige Vorteile: Solch eine Konstruktion erzeugt bei gleicher Spannweite mehr Auftrieb, so dass der Apparat bereits bei einer geringeren Geschwindigkeit abhob. Im Sommer 1901 erlaubte ein verbesserter Apparat bemannte Gleitflüge bis zu 100 m und bei bis zu 35 km/h Gegenwind, wobei der Pilot den Apparat liegend bediente. Im August lud man dann Octave Chanute ein, den inzwischen fast 70-jährigen „großen alten Mann“ der amerikanischen Fliegerei, den Experimenten beizuwohnen. Er half mit seinem Assistenten Augustus M. Herring (1865–1926) uneigennützig, den Gleitapparat zu verbessern, und war ein enthusiastischer Fürsprecher der Wrights, sowohl in den USA als auch in Europa. Obwohl sie ihre Konzepte zur Auftriebsgewinnung sowie Quer- und Längsachsen-Steuerung in der Flugpraxis im Prinzip bestätigt fanden, waren sie im Detail nach Abschluss ihrer Testflüge im Jahr 1901 wegen mangelhafter Flugstabilität bzgl. Quer- und Gierachse unzufrieden. → Hauptartikel: 1902 Wright Glider Bevor sie 1902 einen dritten Glider bauten, ließen sie von ihrem Angestellten Charlie Taylor einen kleinen Windkanal bauen, um selbst Auftriebs- und Luftwiderstandstabellen zu erstellen. Die Wrights, die sich bis dahin auf die Tabellen von Lilienthal verlassen hatten, hatten herausgefunden, dass der Smeaton-Koeffizient, eine Variable in den Formeln für Auftrieb und Luftwiderstand, fehlerhaft war. Auf Grundlage der bisherigen Gleitflugerfahrung und der neuen Auftriebstabellen änderten sie beim 1902 Glider vor allem das Tragflächenprofil und die Tragflächenstreckung. Bei den Versuchsflügen machte man mit dem negativen Wendemoment eine weitere bedeutende flugtechnische Entdeckung: der Kurvenflug nur mittels Flügelverwindung gelang nicht. Erst das Anbringen eines beweglichen Seitenruders und die Synchronisation seiner Ausschläge mit der Flügelverwindung gestattete es, das negative Moment aufzuheben und dadurch nach Belieben zu manövrieren. Damit hatten sie eine vollständige aerodynamische Flugsteuerung um alle drei Raumachsen entwickelt. Alfred Hildebrandt, der die Aktivitäten als erster in Deutschland würdigte, schrieb nach einem Treffen in den USA: „Man hat das Gefühl, dass man Leute vor sich hat, auf die man sich in jeder Beziehung und in allen Lagen des Lebens verlassen kann.“ Und: „Ihre Ruhe verlieren sie nie, nie ließen sie sich zu etwas drängen, das sie nicht wollten; nie ließen sie sich verleiten, einen Flugversuch zu wagen, in einem Wetter, das ihnen ungünstig war.“ Die Flugversuche standen aber immer im Vordergrund, Wilbur hatte den Grundsatz: „Wenn man vollkommene Sicherheit will, tut man gut daran, sich an ein Fenster zu setzen und die Vögel zu beobachten – wenn man aber wirklich etwas lernen will, muss man einen Flugapparat besteigen und sich durch praktische Versuche mit seinen Eigenheiten vertraut machen.“ In den Jahren 1902 und 1903 folgten zahlreiche Gleitflüge mit dem 1902 Glider, allein 1902 über 1000 Flüge, der längste über 189,7 m (622,5 ft) bei 26 s Flugzeit. Nach diesen Erfolgen beantragten die Wrights am 23. März 1903 ein Patent ihres Flugzeugentwurfs und entschlossen sich, den Apparat mit einem Flugmotor auszurüsten. Bis dahin hatten sie unter 1000 Dollar (entsprachen 2017 rund 20.000 Dollar) in ihr Projekt investiert, erheblich weniger als Langley.[2] Doppeldecker-Motorflugzeug Der Weg zum Pionierflug Die Wrights schnitten einen Propeller und ließen sich, da nirgends ein geeignetes Triebwerk zu bekommen war, eines von Charlie Taylor in der Fahrradfabrik herstellen. In kürzester Zeit entstand ein 12 PS starker und 81 kg schwerer, wassergekühlter Vierzylinder-Viertakt-Benzinmotor. Zur Kompensation des Drehmoments erhielt der Flugapparat zwei gegenläufige Luftschrauben. Sie wurden von Rollenketten angetrieben, die durch Rohre geführt wurden, um Vibrationen zu vermeiden. Am Vormittag des 17. Dezembers 1903 konnte Orville Wright schließlich den Erstflug mit dem Flyer absolvieren. Er war 12 Sekunden lang in der Luft und legte dabei 37 m zurück (10,8 km/h).[3] Unmittelbar folgte Wilbur, jeder flog an diesem Tag zweimal. Wilbur gelang dabei ein Flug von 59 Sekunden mit einer Flugstrecke von 260 Metern (16 km/h).[4] Die Flugmaschine hatte 12,3 m Spannweite, war 6,4 m lang und 2,8 m hoch. Sie bestand aus Holz und einer Stoffbespannung und ihr Fluggewicht betrug 340 kg. Der Pilot lag auf der unteren Tragfläche. Prioritätsanspruch auf den ersten Motorflug Orville behauptete später über den Flug vom 17. Dezember 1903, es sei das erste Mal in der Geschichte gewesen, dass „eine Maschine mit einem Menschen sich selbst durch ihre eigene Kraft in freiem Flug in die Luft erhoben hatte, in waagerechter Bahn vorwärts geflogen und schließlich gelandet war, ohne zum Wrack zu werden“. Dieser Prioritätsanspruch ist jedoch umstritten. Zum einen wurde angezweifelt, dass der erste erfolgreiche Flug der Brüder Wright überhaupt schon 1903 und nicht später stattfand.[5] Zum anderen gibt es mehrere Hinweise auf stattgehabte Motorflüge bereits vor dem 17. Dezember 1903, die jedoch entweder nicht zweifelsfrei dokumentiert sind oder aber als Misserfolg endeten. Die Smithsonian Institution als Eigentümer des Wright-Flyers ist allerdings Zweifeln am Prioritätsanspruch der Wrights jederzeit energisch entgegengetreten. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist allerdings eine Passage im Vertrag zwischen Orville Wright und der Smithsonian Institution von 1948, der Wright seinen Flyer unter folgender Bedingung überließ (die Übersetzung ist aus Gründen der Lesbarkeit leicht gekürzt):[6] „Weder der Smithsonian Institution noch ihren Rechtsnachfolgern, weder einem Museum noch einer anderen Einrichtung unter der Verwaltung der Smithsonian Institution oder ihrer Rechtsnachfolger ist es gestattet, eine Verlautbarung des Inhalts zu veröffentlichen oder zu gestatten, dass ein anderes Flugmodell oder auch ein Entwurf eines Flugmodells eher als der Wright-Aeroplan von 1903 in der Lage war, aus eigener Kraft einen Mann zu fliegen. Bei Zuwiderhandlung fällt der «Flyer» wieder in das Eigentum des Spenders zurück.“ Die gescheiterten oder fraglichen früheren Flüge waren folgende: Clément Ader führte am 12. und am 15. Oktober 1897 mehrere ungesteuerte Flüge durch, bei denen jedoch sein Flugapparat zerstört wurde und als deren Resultat die finanzielle Förderung durch das französische Militär eingestellt wurde. Augustus M. Herring berichtete, dass er circa 50 Fuß am 22. Oktober 1898 über den Strand von St. Joseph in seinem motorisierten Hanggleiter geflogen ist. Gustav Weißkopf soll bereits 1899 einen ersten Motorflug durchgeführt haben.[7] Mehrere Zeitungen berichteten über einen Flug am 14. August 1901 mit einer von ihm Nr. 21 genannten Flugmaschine über 1/2 Meile und in 50 Fuß Höhe. Über ein unscharfes Foto, das die Maschine angeblich im Flug zeigt, gibt es Kontroversen.[8] Der US-Bundesstaat Connecticut schrieb Weißkopf im Jahr 2013 per Gesetz die Priorität für den ersten Motorflug zu.[9] Wilhelm Kress baute ein motorisiertes Wasserflugzeug mit Steuerknüppel, das am 3. Oktober 1901 bei Flugversuchen unterging, ohne jemals abgehoben zu haben. Richard Pearse hat möglicherweise 1903 einen ungesteuerten Flug durchgeführt, selbst aber nie beansprucht, geflogen zu sein. Karl Jatho hat laut seinem Tagebuch am 18. August 1903 einen Flug von 18 m Entfernung in 0,75 m Höhe durchgeführt. Im Laufe der nächsten 3 Monate beschreibt er im Tagebuch bis zu 60 m weite und über 2,5 m hohe Flüge.[10] Samuel Pierpont Langleys aufwendige Flugversuche mit der Aerodrome scheiterten 1903 wenige Meter hinter seiner Startplattform. Innovationen der Brüder Wright Die entwicklungsgeschichtliche Bedeutung der Flüge der Wrights ist jedoch unbestritten. Ihre herausragende Leistung bestand in der Entwicklung des aerodynamischen Steuerungssystems des Flugzeugs um drei Achsen, der Voraussetzung für den kontrollierten Motorflug. Sie verwendeten einen Tragflächenverwindungsmechanismus, der Vorläufer des heutigen Querruders, zur Steuerung der Rollbewegung um die Längsachse (das seitliche Neigen), ein (vorn angebrachtes) Höhenruder für die Steuerung der Nickbewegung um die Querachse sowie ein Seitenruder für die Kontrolle des Gierens um die Hochachse, ohne das eine Kurve weder ein- noch wieder ausgeleitet werden kann. Mit dieser Dreiachssteuerung hatten sie den aerodynamisch kontrollierten Motorflug entwickelt, wie er bis heute eine Grundlage des Flugzeugbaus ist. Obwohl es schon vor 1903 Flugapparaten der Bauart „schwerer als Luft“ gelungen war, sich vom Boden zu lösen, verhalf erst diese Erfindung der Wrights dem Motorflug zum Durchbruch. Vor allem hatte es aber vor den Brüdern Wright niemand geschafft, die Versuche zu einem praktisch brauchbaren und verkaufbaren Motorflugzeug weiterzuentwickeln. Die Brüder Wright haben ihre Flüge genauestens fotografisch und schriftlich dokumentiert, so dass keine Zweifel an ihrer Darstellung bestehen. Ihre Absicht zum exklusiven Verkauf ihrer Flugzeuge veranlasste sie aber zu weitgehender Geheimhaltung. Erst 1908 entschlossen sie sich – angesichts wachsender Konkurrenz – zu Schauflügen in Frankreich und 1909 in Deutschland. Weiterentwicklung in Dayton In den Jahren 1904 und 1905 entstanden neue Apparate, mit denen die Brüder konstruktive Details änderten und ihre Flugleistungen steigerten. Allein 1904 führten sie im Wright Flyer II 105 Flüge durch. Hierzu nutzten sie die Huffman Prairie, eine Kuhweide östlich von Dayton als Flugfeld, wobei sie ein Katapult mit 700 kg Fallgewicht zum Start einsetzten, um den fehlenden Wind in dieser Region auszugleichen. Das Gelände ist heute Bestandteil der Wright-Patterson Air Force Base. Am 20. September 1904 gelang der erste „Kreisflug“ – der Apparat landete wieder am Startplatz. Am 23. Juni 1905 flog der Wright Flyer III das erste Mal. Er zeigte wesentliche technische Änderungen: Die bisher mit dem Seitenruder verbundene Flügelverwindung (Querruder) waren separat zu steuern und nach einem Unfall am 14. Juli 1905 wurde die Größe des Höhenruders sowie dessen Abstand zu den Tragflächen verdoppelt. Am 4. Oktober 1905 flog der Apparat in Dayton mit 33 min 17 s erstmals über eine halbe Stunde, tags darauf über 38,6 km in 39,5 Minuten. Patente und wirtschaftliche Interessen Im März 1904 beantragten die Wrights auch in Frankreich und Deutschland Patentschutz für ihre Flugzeug-Steuerung. Um ihr Interesse am Verkauf ihrer Flugapparate zu schützen, fanden alle Flüge unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Ihre Erfolge wurden deshalb zunehmend, besonders bei der erstarkenden französischen Konkurrenz, in Zweifel gezogen. Noch 1907 begab sich Wilbur (ohne Flugapparat und auch ohne jegliche Konstruktionspläne) nach Frankreich, um Informationen über Motorflüge in Europa zu sammeln und die Vermarktung des eigenen Apparates vorzubereiten. Erste Kontakte hatten die Brüder bereits 1905 zur US Army und zur französischen Regierung geknüpft. 1906 berichteten sie dem Aero Club of America detailliert über ihre Flüge. Mit dem Bericht als Referenz boten die Brüder den Apparat auch den Kriegsministerien in Deutschland, Italien, Japan und Russland zum Kauf an. In einem Schreiben an den Wiener flugtechnischen Verein erläutern sie:[11][12] „Nach diesen Jahren ständiger Arbeit und Auslagen, ohne auch nur einen Cent von Rückgewinn, finden wir es jetzt ratsam, einige Vorsorge für unsere finanzielle Zukunft zu treffen, damit wir die Kosten für weitere wissenschaftliche Forschungen hereinbringen. Finanzielle Rücksichten hindern uns, Beschreibungen und Bilder von einer unserer neuen Maschinen zu bringen.“ Öffentliche Vorführungen Sowohl die US-Army als auch Frankreich machten Verträge von Flugvorführungen abhängig, die an Auflagen gebunden waren. Dazu gehörten die Beförderung eines Passagiers, die Flugdauer von einer Stunde und der mögliche Transport auf Armeekraftwagen. Neben diesen Forderungen bewog auch die erstarkende europäische Konkurrenz die Wrights, mit ihrem Flugapparat an die Öffentlichkeit zu gehen: Am 18. März 1906 schaffte Traian Vuia in Frankreich einen 12-Meter-Sprung. Am 12. September 1906 glückte dem Dänen Jacob Christian Hansen Ellehammer auf der Insel Lindholm ein Sprung mit 40 m Weite. In Frankreich gelang dem Brasilianer Alberto Santos Dumont am 23. Oktober 1906 der erste beglaubigte und öffentliche Motorflug über 25 Meter. Wenige Tage später flog er 220 Meter weit. Henri Farman flog am 9. November 1907 eine Minute und 14 Sekunden. Wilbur führte das neue Flugzeug Modell A als Gast des Erfinders und Automobilkonstrukteurs Léon Bollée in Le Mans in Frankreich vor.[13][14] Nach anfänglichen Wochen Spott und Pannen ab Ende Mai 1908, fand am 8. August 1908 der erste öffentliche Motorflug Wilbur Wrights statt. Wilbur Wright steigerte seine Flugleistungen vom 8. August an bis zum Jahresende kontinuierlich, beförderte Passagiere, gewann mehrere Preise und begann, Schüler auszubilden. Er flog zahlreiche Rekorde: Am 18. Dezember 1908 auf dem Truppenübungsplatz Auvours bei Le Mans erreichte er eine Flughöhe von 115 Metern und legte 99,8 km Strecke zurück, indem er 45 Mal ein gleichschenkeliges Dreieck abflog, dessen lange Seiten jeweils 1 km betrugen. Die kurze Seite war 200 m lang. Dazu kam jeweils eine Strecke von 400 m vom Start- bzw. Landepunkt. Die Flugzeit betrug 1 Std. 54 Min. und 53,4 Sekunden.[15] Am 31. Dezember flog er 124 km in 2 Std. und 20 Min. Ein 69 Minuten in der Luft gehaltener Fluggast brachte Wilbur Wright den mit 20.000 Francs dotierten Michelin-Preis ein. Orville Wright begann ebenfalls im September 1908 mit Abnahmeflügen für die US Army. Am 9. September fand in Fort Myer (Virginia) der erste Flug über eine Stunde statt, am 12. September ein solcher mit Offizier, also doppelter Beladung über 9 Min. Fünf Tage später kam es dort zu einem Absturz aus 30 Metern Höhe, wobei der als Passagier mitfliegende Offizier Thomas E. Selfridge zu Tode kam und Orville Wright sich eine komplizierte Fraktur des Schädels zuzog. Unter den zahlreichen Demonstrations- und Schauflügen erregte besonders Wilburs Umrundung der New Yorker Freiheitsstatue große Aufmerksamkeit. Während einer Vorführung in Italien im Jahr 1909 wurde neben dem Piloten statt eines Passagiers eine Kamera montiert. Die aus dieser Position entstandenen Aufnahmen wurden zusammen mit vom Boden aus aufgenommenen Szenen zu einem Kurzfilm mit dem Titel Wilbur Wright und seine Flugmaschine verarbeitet. Aktivitäten in Deutschland Im Frühjahr 1909 wurde auch in Deutschland eine Flugmaschine Wright GmbH als Tochter der Motorluftschiff-Studiengesellschaft gegründet. Die Bedingungen entsprachen weitgehend dem französischen Vorbild: Für 200.000 Mark und Anteile an der Gesellschaft übernahm diese Patente, Rechte und Erfahrungen der Wrights und das ausschließliche Recht zum Bau der Maschinen in Deutschland. Die Wrights waren zu Demonstrationsflügen und zur Ausbildung von Piloten verpflichtet. Orville Wright wurde Mitglied des Direktoriums. Die deutsche Flugmaschine Wright GmbH wurde in den folgenden Jahren zur erfolgreichsten Wright-Flugzeugfabrik. Vom Verleger des Berliner Lokal-Anzeigers August Scherl eingeladen, führte der nach dem Flugunfall genesene Orville vom 4. bis zum 20. September auf dem Tempelhofer Feld in Berlin Demonstrationsflüge durch, bei denen er unter anderem mit 172 m einen Höhenweltrekord erreichte und erstmals einen Passagierflug von 1 Std. 35 Min. Dauer absolvierte. Die fast täglichen Flüge fanden insgesamt 350.000 Zuschauer. Wenige Tage später erreichte Orville bei einem Flug auf dem Bornstedter Feld bei Potsdam 275 m Höhe, transportierte Kronprinz Wilhelm und bildete, wie mit der Motorluftschiff-Studiengesellschaft vereinbart, Paul Engelhard als ersten Piloten für die Flugmaschine Wright Gesellschaft aus. Im ersten Geschäftsjahr wurden 22 Flugzeuge gebaut und in der Flugschule Johannisthal 25 Flugschüler ausgebildet. Im Folgejahr wurden mit Hilfe eines Hamburger Subunternehmens auch nach Russland, Dänemark und Japan Flugzeuge geliefert. Der ab 1909 produzierte Typ A entsprach dem amerikanischen Original mit einem in Berlin in Lizenz gebauten Motor. Beim Typ B, der gleichzeitig in den USA herauskam, wurde das vordere Höhensteuer nach hinten verlegt. Weitere Typen wurden mit nur einer Luftschraube und als „Militärdoppeldecker“ mit Gondel und 4 Sitzen ausgestattet. Das Unternehmen ging 1914 in Insolvenz. Rückkehr zum motorlosen Flug Im Oktober 1911 kehrte Orville Wright erneut auf die Sanddünen der Outer Banks zurück, um den gleichmäßigen Wind zur Erprobung des motorlosen Fluges mit einem neuen Gleitflugapparat zu erproben. Am 24. Oktober gelang ihm ein Flug mit einer Dauer von 9 min und 45 s.[16] Dieser Rekord wurde erst 10 Jahre später gebrochen, als sich der Segelflug als Sport auf der Wasserkuppe durchsetzte. Ende der Wright-Ära Wilbur, zweifellos der konzeptionelle Kopf der Brüder[17], starb im Frühjahr 1912 an Typhus. Orville betätigte sich bis zu seinem Tod weiter in der Luftfahrt-Forschung, ohne dass ihm eine erneute Erfindung mit weltweiter Anerkennung gelang. In mehreren Prozessen wurden die Wright-Patente angefochten. Nach mehrjährigem Streit war dessen Ergebnis aber nur noch von historischem Wert. Die Wright-Flugmaschinen waren der technischen Entwicklung der Flugmaschinen, die sie selbst ausgelöst hatten, schon nach wenigen Jahren nicht mehr gewachsen. Französische und deutsche Konstruktionen waren alsbald den Wright-Maschinen überlegen, die am Konstruktionsprinzip „Doppeldecker mit Schubpropeller“ festhielten. Ehrungen Die Brüder Wright erfuhren zahlreiche Ehrungen, darunter im März 1909 die Ehrenpromotion der TH München und im Juni die Ehrenmedaillen der Stadt Dayton, des Staates Ohio und der Regierung der USA. Schon 1907 waren die Brüder zu Ehrenmitgliedern des Wiener Flugtechnischen Vereins ernannt worden. 1909 wurden sie Ehrenmitglieder des Vereins Deutscher Luftschiffer. Das erste Motorflugzeug, den Flyer, besaß von 1928 bis 1948 das Science Museum London, bevor es ins National Air and Space Museum gelangte. Der Flyer wird heute auch als Flyer 1 oder Kitty Hawk bezeichnet. Im Deutschen Museum in München befindet sich das auf dem Tempelhofer Feld geflogene Exemplar. In Kill Devil Hills, North Carolina erinnert das Wright Brothers National Memorial mit einem Museum und einem Denkmal an die ersten Flüge der Brüder Wright und ihren Einfluss auf die Entwicklung der Luftfahrt. Auch die Kfz-Kennzeichen des US-Bundesstaates North Carolina erinnern seit 1983 mit einer Abbildung und dem Schriftzug First in Flight an den Ort des Geschehens.[18] Zwei der im Rahmen der Gedenkmünzenserie 50 State Quarters von der US-amerikanischen Münzprägeanstalt United States Mint herausgegebenen Münzen erinnern ebenfalls an die Leistungen der Brüder Wright. Seit 1960 ist der Wright-Piedmont-Gletscher in der Antarktis nach ihnen benannt. | Wright, Orville (I51433)
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| 50083 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Brümsi Brümsi (auch: Brymsi) ist der Name eines schweizerischen Adels- und Patriziergeschlechts der Stadt Schaffhausen im gleichnamigen Kanton. Geschichte Die Brümsi sollen im 11. Jahrhundert aus Maienfeld im Kanton Graubünden nach Schaffhausen zugewandert sein. Als frühester Vertreter wird 1239 ein Eberhardus Brümsi erwähnt. Weiter traten 1251 ein Hainricus und 1258 ein Konrad als Zeugen auf. Die Familie stieg in den Niederadel auf und erwarb auch die Ritterfähigkeit. Die Familie spaltete sich in vier Stämme auf: - Brümsi (auch «die Morharten» genannt), - (Brümsi) Am Stad (nach dem Wohnsitz am Rhein genannt) - (Brümsi) Im Thurn - Brummsee, Adelsgeschlecht in Preußen Nachdem die Brümsi 1537 Dorf und Schloss Herblingen erworben hatten, nannte sich die Familie Brümsi von Herblingen. Nach der Auswanderung aus Schaffhausen um 1515–25 erlosch die Familie im Mannesstamm mit dem Tod von Hans Brümsi im Jahr 1551. Der Zweig Am Stad hatte mit ihrem Wohnsitz am Rhein als Erblehen des Klosters Allerheiligen die Schifffahrtsrechte in Schaffhausen inne. Sie mussten dieses 1302 aber an die Stadt verkaufen. | Brümsi, Johann Heinrich (I60129)
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| 50084 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Brümsi Brümsi (auch: Brymsi) ist der Name eines schweizerischen Adels- und Patriziergeschlechts der Stadt Schaffhausen im gleichnamigen Kanton. Geschichte Die Brümsi sollen im 11. Jahrhundert aus Maienfeld im Kanton Graubünden nach Schaffhausen zugewandert sein. Als frühester Vertreter wird 1239 ein Eberhardus Brümsi erwähnt. Weiter traten 1251 ein Hainricus und 1258 ein Konrad als Zeugen auf. Die Familie stieg in den Niederadel auf und erwarb auch die Ritterfähigkeit. Die Familie spaltete sich in vier Stämme auf: - Brümsi (auch «die Morharten» genannt), - (Brümsi) Am Stad (nach dem Wohnsitz am Rhein genannt) - (Brümsi) Im Thurn - Brummsee, Adelsgeschlecht in Preußen Nachdem die Brümsi 1537 Dorf und Schloss Herblingen erworben hatten, nannte sich die Familie Brümsi von Herblingen. Nach der Auswanderung aus Schaffhausen um 1515–25 erlosch die Familie im Mannesstamm mit dem Tod von Hans Brümsi im Jahr 1551. Der Zweig Am Stad hatte mit ihrem Wohnsitz am Rhein als Erblehen des Klosters Allerheiligen die Schifffahrtsrechte in Schaffhausen inne. Sie mussten dieses 1302 aber an die Stadt verkaufen. | Brümsi am Stad, Heinrich (I11482)
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| 50085 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Brümsi Brümsi (auch: Brymsi) ist der Name eines schweizerischen Adels- und Patriziergeschlechts der Stadt Schaffhausen im gleichnamigen Kanton. Geschichte Die Brümsi sollen im 11. Jahrhundert aus Maienfeld im Kanton Graubünden nach Schaffhausen zugewandert sein. Als frühester Vertreter wird 1239 ein Eberhardus Brümsi erwähnt. Weiter traten 1251 ein Hainricus und 1258 ein Konrad als Zeugen auf. Die Familie stieg in den Niederadel auf und erwarb auch die Ritterfähigkeit. Die Familie spaltete sich in vier Stämme auf: - Brümsi (auch «die Morharten» genannt), - (Brümsi) Am Stad (nach dem Wohnsitz am Rhein genannt) - (Brümsi) Im Thurn - Brummsee, Adelsgeschlecht in Preußen Nachdem die Brümsi 1537 Dorf und Schloss Herblingen erworben hatten, nannte sich die Familie Brümsi von Herblingen. Nach der Auswanderung aus Schaffhausen um 1515–25 erlosch die Familie im Mannesstamm mit dem Tod von Hans Brümsi im Jahr 1551. Der Zweig Am Stad hatte mit ihrem Wohnsitz am Rhein als Erblehen des Klosters Allerheiligen die Schifffahrtsrechte in Schaffhausen inne. Sie mussten dieses 1302 aber an die Stadt verkaufen. | Brümsi genannt Gebur, Wilhelm (I60131)
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| 50086 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Brümsi Brümsi (auch: Brymsi) ist der Name eines schweizerischen Adels- und Patriziergeschlechts der Stadt Schaffhausen im gleichnamigen Kanton. Geschichte Die Brümsi sollen im 11. Jahrhundert aus Maienfeld im Kanton Graubünden nach Schaffhausen zugewandert sein. Als frühester Vertreter wird 1239 ein Eberhardus Brümsi erwähnt. Weiter traten 1251 ein Hainricus und 1258 ein Konrad als Zeugen auf. Die Familie stieg in den Niederadel auf und erwarb auch die Ritterfähigkeit. Die Familie spaltete sich in vier Stämme auf: - Brümsi (auch «die Morharten» genannt), - (Brümsi) Am Stad (nach dem Wohnsitz am Rhein genannt) - (Brümsi) Im Thurn - Brummsee, Adelsgeschlecht in Preußen Nachdem die Brümsi 1537 Dorf und Schloss Herblingen erworben hatten, nannte sich die Familie Brümsi von Herblingen. Nach der Auswanderung aus Schaffhausen um 1515–25 erlosch die Familie im Mannesstamm mit dem Tod von Hans Brümsi im Jahr 1551. Der Zweig Am Stad hatte mit ihrem Wohnsitz am Rhein als Erblehen des Klosters Allerheiligen die Schifffahrtsrechte in Schaffhausen inne. Sie mussten dieses 1302 aber an die Stadt verkaufen. | Brümsi genannt Gebur, Eberhard (I60135)
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| 50087 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Burghausen-Schala Das Geschlecht der Grafen von Burghausen-Schala ist eine Nebenlinie des Geschlechts der Sieghardinger und leitet sich von Graf Friedrich I. von Tengling ab. Seine Söhne Sieghart I. und Friedrich II. gründeten die Linien Burghausen-Schala und Peilstein. Sein Sohn Heinrich I. war Bischof von Freising. 1168 sollen die Grafen von Burghausen ausgestorben sein, in Wahrheit wurden sie um diese Zeit aber wohl nur aus ihrem Besitz verdrängt. Vermutlich in Zusammenhang mit seinem Kampf um die Kontrolle des Salzhandels in seinem Herzogtum Bayern hatte Heinrich der Welfe die Grafschaft Burghausen eingezogen, obwohl noch Abkömmlinge der Familie Burghausen-Schala am Leben waren. Bereits 1191/92 waren die Grafen von Schala der österreichischen Linie ausgestorben. | von Burghausen-Schala (Sieghardinger), Graf Sieghard X. (I29569)
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| 50088 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Burgstelle_Wildberg Die Burgstelle Wildberg, auch Wilberg, Neu-Wildberg im Gegensatz zu Alt-Wildberg, Hagherrenschloss oder Schloss Wildberg genannt, ist eine abgegangene mittelalterliche Höhenburg bei Russikon im Kanton Zürich in der Schweiz. Es sind noch schwache Mauerresten sichtbar. Lage Die zweiteilige Wehranlage befand sich auf einer Höhe von 756 m ü. M. auf dem Gipfel des Schlossbergs, der zwischen dem Kempttal und dem Tösstal liegt. Der Dorfkern von Gündisau, das zur Gemeinde Russikon gehört, liegt etwa 800 Meter südlich der Burgstelle, derjenige von Madetswil etwa 1,2 Kilometer nordwestlich. Die Burgstelle ist von Madetswil aus mit einem 20 Minuten langen Fussmarsch zu erreichen, bei dem 150 Höhenmeter zu überwinden sind. Angeblich war die Anlage mit einem unterirdischen Gang mit der Burgstelle Alt-Wildberg verbunden, wobei dies wohl eher in das Reich der Sagen gehört. Geschichte Das Geschlecht der Wildberger wird 1257 erstmals erwähnt. Die Dienstleute des Klosters St. Gallen hatten den Wohnsitz auf der Burg Wildberg. Sie sind nicht zu verwechseln mit dem Geschlecht gleichen Namens, das sein Sitz auf in Jonschwil hatte. Die Burg auf dem Schlossberg wurde wahrscheinlich von Walter von Wildberg errichtet, damals noch ohne d geschrieben, da sich der Namen eventuell von Wila im Tösstal ableitete. Um 1300 war sie Sitz von Johann I. von Wildberg. Nachdem dem Burgherr um 1320 ein minderjähriger Sohn in einem Bach gegen Russikon ertrunken war und im gleichen Jahr die Burg Alt-Wildberg abgebrannt war, verkaufte Johann I. die Burg an die Hettlinger, die Gefolgsleute der Kyburger waren. Ende des 14. Jh. verkauften diese die Burg an die Bonstetter, die ihren Hauptsitz auf dem Schloss Uster hatten und Gefolgsleute der Habsburger waren. Danach sind die Besitzverhältnisse unklar, den die Burg schien wieder an die Hettlinger zurückgegangen zu sein. Heinrich VI. von Hettlingen schloss als Burgherr von Wildberg einen Burgrechtsvertrag mit der Zürich – eine Bindung, die auch von seinem Sohn aufrechterhalten wurde. Dies führte dazu, dass die Burg im Alten Zürichkrieg von Schwyzer-Truppen erobert und zerstört wurde. Sage In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts lebte einer Sage zufolge ein gewalttätiger Raubritter mit Namen Diethelm von Griessenberg in der Wildberger Burg zu Gündisau. Bei einem Wasserfall im Wald, dem Steiland Giess♁⊙, wohnte damals der arme Bauer Meinrad Bünzli. Im Sommer 1291 floh des Bauers jüngste Schwester, da ihr der Freiherr von Breitenlandenberg nachstellte. Als der Raubritter von der Jungfrau erfuhr, trat er in die Bauershütte und schnappte sich lachend das wehrlose Geschöpf. Als Meinrad das sah, wurde er wütend und holte den Räuber ein, worauf es zu einer Schlägerei kam. Das Mädchen wollte flüchten und stürzte den Giessen herunter und starb. Wütend wollte der Räuber Meinrad erschlagen, doch dieser stiess ihn auch den Giessen herunter. Der Bauer stieg zu den beiden hinunter und tötete in blinder Wut den noch lebenden Räuber. Die Bevölkerung von Wildberg verbündete sich mit den umliegenden Dörfern, bewaffnete sich mit Sensen und Spiessen, um gleich das ganze Räubergesindel in der Burg auszulöschen. Sie umstellten die Burg, und als die übrigen Räuber sich um Diethelm sorgten und ihn suchen wollten, wurden sie von den Dorfbewohnern überfallen. Danach zündeten die Wildberger die Burg an. In den Trümmern wurde der Raubritter begraben und man sagt sich heute, wenn man an dieser Stelle kräftig mit dem Fuss aufstampft, höre man ein dumpfes unterirdischen Dröhnen. Unter dem Boden soll es eine Höhle oder ein Gewölbe geben, das die geraubten Schätze Diethelms hütet. Bauwerk Die Wehranlage befand sich am nordöstlichen Ende eines bewaldeten Höhenzuges und war gegen diesen durch einen Halsgraben geschützt. Hinter dem Graben befand sich ein trapezförmiges Vorwerk, das von der Kernburg durch einen weiteren Graben abgetrennt war. Diese stand auf einer ungefähr 33 × 16 Meter messenden Fläche, die in zwei Bereiche geteilt war. Auf dem etwas höher gelegenen westlichen Teil befand sich ein aus grossen Steinblöcken gebauter Turm, auf dem etwas tiefer gelegenen östlichen Teil befand sich der Wohnbereich. Um die Kernburg verlief auf der Süd- und Ostseite ein Graben und ein Wall. | von Wilberg gen. Tössegger, Heinrich (I12361)
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| 50089 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Burgstelle_Wildberg Die Burgstelle Wildberg, auch Wilberg, Neu-Wildberg im Gegensatz zu Alt-Wildberg, Hagherrenschloss oder Schloss Wildberg genannt, ist eine abgegangene mittelalterliche Höhenburg bei Russikon im Kanton Zürich in der Schweiz. Es sind noch schwache Mauerresten sichtbar. Lage Die zweiteilige Wehranlage befand sich auf einer Höhe von 756 m ü. M. auf dem Gipfel des Schlossbergs, der zwischen dem Kempttal und dem Tösstal liegt. Der Dorfkern von Gündisau, das zur Gemeinde Russikon gehört, liegt etwa 800 Meter südlich der Burgstelle, derjenige von Madetswil etwa 1,2 Kilometer nordwestlich. Die Burgstelle ist von Madetswil aus mit einem 20 Minuten langen Fussmarsch zu erreichen, bei dem 150 Höhenmeter zu überwinden sind. Angeblich war die Anlage mit einem unterirdischen Gang mit der Burgstelle Alt-Wildberg verbunden, wobei dies wohl eher in das Reich der Sagen gehört. Geschichte Das Geschlecht der Wildberger wird 1257 erstmals erwähnt. Die Dienstleute des Klosters St. Gallen hatten den Wohnsitz auf der Burg Wildberg. Sie sind nicht zu verwechseln mit dem Geschlecht gleichen Namens, das sein Sitz auf in Jonschwil hatte. Die Burg auf dem Schlossberg wurde wahrscheinlich von Walter von Wildberg errichtet, damals noch ohne d geschrieben, da sich der Namen eventuell von Wila im Tösstal ableitete. Um 1300 war sie Sitz von Johann I. von Wildberg. Nachdem dem Burgherr um 1320 ein minderjähriger Sohn in einem Bach gegen Russikon ertrunken war und im gleichen Jahr die Burg Alt-Wildberg abgebrannt war, verkaufte Johann I. die Burg an die Hettlinger, die Gefolgsleute der Kyburger waren. Ende des 14. Jh. verkauften diese die Burg an die Bonstetter, die ihren Hauptsitz auf dem Schloss Uster hatten und Gefolgsleute der Habsburger waren. Danach sind die Besitzverhältnisse unklar, den die Burg schien wieder an die Hettlinger zurückgegangen zu sein. Heinrich VI. von Hettlingen schloss als Burgherr von Wildberg einen Burgrechtsvertrag mit der Zürich – eine Bindung, die auch von seinem Sohn aufrechterhalten wurde. Dies führte dazu, dass die Burg im Alten Zürichkrieg von Schwyzer-Truppen erobert und zerstört wurde. Sage In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts lebte einer Sage zufolge ein gewalttätiger Raubritter mit Namen Diethelm von Griessenberg in der Wildberger Burg zu Gündisau. Bei einem Wasserfall im Wald, dem Steiland Giess♁⊙, wohnte damals der arme Bauer Meinrad Bünzli. Im Sommer 1291 floh des Bauers jüngste Schwester, da ihr der Freiherr von Breitenlandenberg nachstellte. Als der Raubritter von der Jungfrau erfuhr, trat er in die Bauershütte und schnappte sich lachend das wehrlose Geschöpf. Als Meinrad das sah, wurde er wütend und holte den Räuber ein, worauf es zu einer Schlägerei kam. Das Mädchen wollte flüchten und stürzte den Giessen herunter und starb. Wütend wollte der Räuber Meinrad erschlagen, doch dieser stiess ihn auch den Giessen herunter. Der Bauer stieg zu den beiden hinunter und tötete in blinder Wut den noch lebenden Räuber. Die Bevölkerung von Wildberg verbündete sich mit den umliegenden Dörfern, bewaffnete sich mit Sensen und Spiessen, um gleich das ganze Räubergesindel in der Burg auszulöschen. Sie umstellten die Burg, und als die übrigen Räuber sich um Diethelm sorgten und ihn suchen wollten, wurden sie von den Dorfbewohnern überfallen. Danach zündeten die Wildberger die Burg an. In den Trümmern wurde der Raubritter begraben und man sagt sich heute, wenn man an dieser Stelle kräftig mit dem Fuss aufstampft, höre man ein dumpfes unterirdischen Dröhnen. Unter dem Boden soll es eine Höhle oder ein Gewölbe geben, das die geraubten Schätze Diethelms hütet. Bauwerk Die Wehranlage befand sich am nordöstlichen Ende eines bewaldeten Höhenzuges und war gegen diesen durch einen Halsgraben geschützt. Hinter dem Graben befand sich ein trapezförmiges Vorwerk, das von der Kernburg durch einen weiteren Graben abgetrennt war. Diese stand auf einer ungefähr 33 × 16 Meter messenden Fläche, die in zwei Bereiche geteilt war. Auf dem etwas höher gelegenen westlichen Teil befand sich ein aus grossen Steinblöcken gebauter Turm, auf dem etwas tiefer gelegenen östlichen Teil befand sich der Wohnbereich. Um die Kernburg verlief auf der Süd- und Ostseite ein Graben und ein Wall. | von Wilberg, Hans (I56039)
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| 50090 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Abensberg Burg Abensberg Die Reste der Burg Abensberg befinden sind in der Stadt Abensberg am Aventinusplatz 6 im niederbayerischen Landkreis Kelheim. Die Wasserburg wurde im Kern im Mittelalter errichtet und ist heute ein geschütztes Baudenkmal. Geschichte Die Burg der Abensberger wurde 1256 erstmals genannt. Die etwa rechteckige Anlage der Vorburg wird von der Hauptburg durch einen tiefen Wassergraben getrennt. An der Nord- und Westseite gibt es barocke Bauten, ehemalige Amtsgebäude mit Satteldächern. Der Flankierungsturm an der Nordostecke stammt aus dem 13./14. Jahrhundert. Am Südbering steht ein spätgotischer Halbrundturm, daneben ein Kopfbau mit Mansarddach. Von der Hauptburg sind nach den Zerstörungen während des Dreißigjährigen Krieges nur Reste des 13./14. Jahrhunderts erhalten. Ebenso sind Reste der Ringmauer, der Flankierungstürme, des Zwingers und ein Walmdachbau an der Südseite erhalten geblieben. Die im 14. und 15. Jahrhundert entstandene Stadtbefestigung war mit der Burgbefestigung verbunden. Mehr unter obenstehendem Link.. | von Abendsberg, Ursula (I11562)
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| 50091 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Liebenfels_(Thurgau) | von Liebenfels, Ursula (I4650)
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| 50092 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Burkhard_II._von_Randegg Burkhard stammte aus dem schwäbischen Geschlecht der Herren von Randegg mit Sitz auf Burg Randegg bei Gottmadingen. Er war der Sohn des Ritters Heinrich von Randegg und der Margaretha von Ellerbach. Seine Nichte Anna von Randegg war von 1478 bis 1502 Äbtissin des Klosters Gnadental. Leben Am 1. Dezember 1462 wurde der Konstanzer Dompropst und Domherr Burkhard von Randegg vom Domkapitel zum Bischof des Bistums Konstanz gewählt. Am 3. Dezember 1462 ernannte er den umtriebigen Georg Winterstetter, Kanonikus in St. Stephan und späterer Domherr in Konstanz, zu seinem Sachwalter. Winterstetter reist auch nach Rom, um die päpstliche Ernennungsurkunde zum Bischof des Burkhard II. von Randegg von Papst Pius II. in Empfang zu nehmen. 1463 tauschte Burkhard vom Kloster St. Gallen die Vogtei Horn und das Gericht Goldbach im Thurgau ein. Mit bischöflicher Anordnung vom 13. Mai 1464 verbot er den Chorherren und Chorfrauen der Abtei Zürich, ohne Wissen und Willen der Äbtissin Kapital zu halten. Am 13. April 1466 starb Burkhard von Randegg und wurde im Konstanzer Münster beigesetzt. | von Randegg, Bischof Burkhard II. (I59832)
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| 50093 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Bussnang Bussnang (lokal Busslig genannt) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Weinfelden des Kantons Thurgau in der Schweiz. Geographie Bussnang liegt am Südufer der Thur gegenüber der Stadt Weinfelden. Zu Bussnang gehören die Dörfer und Weiler Friltschen, Lanterswil, Mettlen, Neuberg, Niederhof, Oberbussnang, Oberoppikon, Oppikon, Puppikon, Reuti, Rothenhausen, Schmidshof, Stehrenberg, Unteroppikon, Weingarten sowie Wertbühl. Bussnang grenzt im Nordwesten an Amlikon-Bissegg, im Norden an Weinfelden, im Nordosten an Bürglen, im Südosten an Schönholzerswilen, im Süden an Wuppenau, im Südosten an Braunau und im Osten an Affeltrangen. Geschichte Die erste urkundliche Nennung von Bussnang datiert vermutlich aus dem Jahre 822 als Pussinwanc. Im Jahre 1978 wurden nach dem Thurhochwasser oberhalb des Ganggelistegs, einer schmalen, 1882 erbauten Hängebrücke nach Bussnang, die Überreste einer römischen Holzbrücke gefunden, die seit dem Jahre 124 nach Christus die Thur überquerte. Im frühen Mittelalter war die grösste Grundbesitzerin in Bussnang das Kloster St. Gallen. Im späten Mittelalter erhielten die Freiherren von Bussnang die Rechte über die Gegend. Diese mussten ihren Besitz nach den Appenzellerkriegen jedoch verkaufen, wodurch die Rechte im Jahre 1442 an Weinfelden übergingen. Die heutige politische Gemeinde Bussnang entstand am 1. Januar 1996 durch Zusammenlegung der früheren Munizipalgemeinde Bussnang mit deren ehemaligen Ortsgemeinden Friltschen, Lanterswil, Mettlen, Oberbussnang, Oppikon, Reuti und Rothenhausen. Mehr unter dem Link oben.. | von Bussnang, Elisabeth (I12932)
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| 50094 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Catherine_Swynford (älter) Catherine Swynford (auch Katheryne oder Kathrine, geb. de Rouet) LG (* um 1350 in Mony, Grafschaft Hennegau, Flandern; † 10. Mai 1403 in Lincoln) war Mätresse und spätere Ehefrau von John of Gaunt, dem vierten Sohn von Eduard III. von England und ersten Duke of Lancaster. Sie begründete mit ihm das Haus Beaufort. Sie wurde mit Hugh Swynford, dem Lord of Kettlethorpe vermählt. Nach der Hochzeit folgte sie ihrer Schwester Philippa, die am Hofe von Philippa von Hennegau, der Gemahlin von König Eduard III. Hofdame war. Ihre Schwester war mit dem Poeten Geoffrey Chaucer verheiratet. Catherine Swynford war spätestens seit 1365 eine Hofdame von Blanche of Lancaster, der Ehefrau von John of Gaunt. Später wurde sie zur Gouvernante der beiden Töchter Elisabeth und Philippa, die Schwestern des späteren Königs Heinrich IV. von England. 1387 wurde Catherine Swynford der Hosenbandorden verliehen. John of Gaunt starb am 3. Februar 1399 in Leicester Castle, nach seinem Tod lebte Catherine Swynford zurückgezogen in ihrem Haus bei Pottergate in Lincoln. Sie starb dort 1403 und wurde in der Lincoln Cathedral beerdigt. | Swynford (geb: de Roet (Rouet)), Katherine (Catherine) (I8941)
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| 50095 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_II._de_Lorraine,_duc_de_Mayenne (Sep 2023) Er war Erster Kammerherr sowie Gouverneur des Herzogtums Burgund und begleitete den späteren König Heinrich III. nach Polen. Im Sechsten Hugenottenkrieg eroberte er 1577 Brouage und nahm danach den Protestanten La Mure in der Dauphiné weg. Er wurde Admiral von Frankreich, verlor den Titel aber 1582 zugunsten des Herzogs von Joyeuse, einer der beiden Archimignons Heinrichs III. Nach der Ermordung seines Bruders Henri im Dezember 1588 wurde er das Oberhaupt der Katholischen Liga. Im Jahr darauf, 1589, versuchte er vergeblich, den Kardinal von Bourbon zum König zu erheben. Er wurde von Heinrich IV. 1589 in der Schlacht von Arques und 1590 in der Schlacht von Ivry geschlagen. 1591 ließ er die Anführer der Ligue parisienne hängen, die wiederum Barnabé Brisson, den Ersten Präsidenten des Parlements von Paris hingerichtet hatten. Er scheiterte 1593 mit seinem Versuch, sich von den Generalständen, die er nach Paris einberufen hatte, zum König wählen zu lassen. Am 5. Juni 1595 wurde er von Heinrich IV. in der Schlacht bei Fontaine-Française geschlagen. Er unterwarf sich ihm feierlich im November des gleichen Jahres und erhielt dafür 3.580.000 Livres sowie drei sichere Orte im Burgund, dessen Statthalterschaft er hingegen verlor. | von Mayenne (Guise, Lothringen), Herzog Charles II. (I42606)
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| 50096 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Chlothar_I. Chlothar I. (auch Chlotachar; * um 495; † Dezember 561 in Compiègne) war ein Frankenkönig aus dem Geschlecht der Merowinger. Leben Chlothar I. war der jüngste Sohn des Frankenkönigs Chlodwig I. und der Königin Chrodechild. Von seinen drei älteren Brüdern stammte der älteste, Theuderich I., aus einer unehelichen Verbindung, die beiden anderen – Chlodomer und Childebert I. – stammten aus der Ehe mit Chrodechild. Bei der Reichsteilung nach Chlodwigs Tod 511 erhielt Theuderich den weitaus größten, Chlothar den quantitativ geringsten der vier Reichsteile, der jedoch die alten salischen Stammlande einschloss. Dieser umfasste Soissons, Laon, Noyon, Cambrai, Tournai, Thérouanne, Arras, Tongern und Maastricht. Chlothar residierte in Soissons. Er erhielt ebenso wie seine Brüder sowohl einen Teil von Chlodwigs ursprünglichem Reichsgebiet zwischen Rhein und Loire als auch einen Teil des von Chlodwig erst später eroberten Aquitanien. Chlothar griff zusammen mit seinen Brüdern Chlodomer und Childebert 523 das Reich der Burgunden an. Nachdem Chlodomer 524 im Burgundenkrieg gefallen war, teilten die drei überlebenden Brüder sein Reich auf, wobei Chlothar Tours und Poitiers erhielt; die definitive Aufteilung scheint allerdings erst einige Jahre später um 532 erfolgt zu sein. Chlothar heiratete Guntheuca, die Witwe Chlodomers. Guntheuca hatte drei unmündige Söhne aus ihrer Ehe mit Chlodomer. Von diesen ermordete Chlothar die beiden älteren im Einvernehmen mit Childebert, um ihre Erbansprüche auszuschalten; der jüngste, Chlodoald, wurde für den geistlichen Stand bestimmt und damit regierungsunfähig, wodurch er dem Tod entging. Im Jahr 531 beteiligte sich Chlothar am erfolgreichen Angriff seines Halbbruders Theuderich I. auf das Reich der Thüringer. Nach dem fränkischen Sieg an der Unstrut kam es bei der Beuteteilung zu einem Konflikt zwischen Chlothar und Theuderich um die gefangene thüringische Königstochter Radegunde, die Chlothar in seine Gewalt brachte und später heiratete, um sich dadurch Erbansprüche zu sichern. Radegundes Bruder, den einzigen männlichen Überlebenden des thüringischen Königshauses, ließ Chlothar ermorden. Nach der Vernichtung des Thüringerreichs kam Thüringen allerdings in den Machtbereich Theuderichs; Chlothar erhielt nur einen Anteil der Beute. Ein Mordanschlag Theuderichs auf Chlothar schlug fehl. Ein Jahr später, 532, griff Chlothar erneut zusammen mit Childebert das Burgundenreich an. Die Burgunden wurden bei Autun besiegt und ihr Reich 532–534 vernichtet. In der Endphase dieses Krieges beteiligte sich wohl auch Chlothars Neffe Theudebert I., der Sohn und Nachfolger des 533 gestorbenen Theuderich, an den Kämpfen; jedenfalls wurde er 534 bei der Aufteilung des eroberten Gebiets berücksichtigt. Chlothar erhielt nur den äußersten Süden des Burgundenreichs (Valence, Embrun). Nach dem Tod Theuderichs versuchten Childebert und Chlothar vergeblich, Theudebert aus dem Weg zu räumen. Als das misslang, verbündete sich Childebert mit Theudebert und adoptierte ihn. Dadurch wurde Chlothar isoliert. Ein gemeinsamer Angriff Childeberts und Theudeberts auf Chlothar wurde aber abgebrochen, es kam zu keiner Entscheidung. Im Jahr 541 griffen Childebert und Chlothar gemeinsam die Westgoten an. Das fränkische Heer überschritt die Pyrenäen, konnte aber Saragossa nicht einnehmen; der Feldzug war ein Misserfolg. Nach dem Tod Theudeberts (547/548) trat dessen Sohn Theudebald (Theudowald) die Nachfolge an. Als Theudebald 555 kinderlos starb, konnte Childebert das Erbe des Sohnes seines Adoptivsohns nicht in seinen Besitz bringen; vielmehr kam diesmal Chlothar zum Zug, dem es gelang, sich mit der Witwe Theudebalds, der Langobardin Walderada zu verbinden (ob eine reguläre Heirat stattfand, ist unklar). Chlothar konnte sich das gesamte Reich von Reims, das größte der Merowingerreiche, aneignen, und Childebert ging leer aus. Diesen Herrscherwechsel nutzten Sachsen und Thüringer zu einem Aufstand, sie wurden aber nach wechselhaften Kämpfen 556 von Chlothar bezwungen. Eine große Gefahr für Chlothar war der Aufstand seines Sohnes Chram, den er zum Unterkönig in Aquitanien erhoben hatte. Chram verbündete sich mit Childebert gegen seinen Vater. Childebert starb jedoch 558, und da er keine Söhne hatte, konnte Chlothar sich das Reich Childeberts aneignen. Darauf unterwarf sich Chram. Damit konnte Chlothar das gesamte Frankenreich unter seiner Herrschaft vereinigen. 560 erhob sich Chram erneut, wurde aber rasch besiegt und getötet. 561 (nach anderen Annahmen bereits 560) starb Chlothar in Compiègne. Er wurde in der Kirche des von ihm gegründeten Klosters Saint-Médard in Soissons begraben. Die wichtigste Quelle zu seinem Leben sind die Historien des Gregor von Tours. Familie Die Reihenfolge und Chronologie der Ehen Chlothars ist nicht gesichert, er hatte gleichzeitig mehrere Gemahlinnen bzw. Konkubinen. Seine erste Gattin war Ingund(e), die er um 516 heiratete. 524 heiratete er Guntheuca, die Witwe seines Bruders Chlodomer, nachdem er die Verbindung mit Ingund gelöst hatte. Später kehrte er – vielleicht nachdem Guntheuca gestorben war – zu Ingund zurück; außerdem war er, als Ingund noch am Leben war, mit deren Schwester Arnegunde (auch Aregunde genannt) verheiratet (Heirat um 533/534). Arnegunde ist besonders durch ihr 1959 gefundenes Grab bekannt. Wohl um 540 heiratete er die nach dem Sieg über die Thüringer 531 gefangene Radegundis (Radegunde; † 587), eine Tochter des Thüringerkönigs Berthachar. Später wurde diese Ehe aufgelöst, und Radegunde gründete das Kloster Sainte-Croix in Poitiers, in das sie eintrat. Eine weitere Ehefrau hieß Chunsine. Außerdem heiratete Chlothar auch Walderada (Waldrada), eine Tochter des Langobardenkönigs Wacho und Witwe seines 555 gestorbenen Großneffen Theudebald, doch löste er diese Verbindung auf Druck des Klerus auf und gab Walderada dem Bayernherzog Garibald I. zur Ehe. Aus seiner Ehe mit Ingund stammen die meisten seiner Kinder, nämlich die Söhne Gunthar (532 als waffenfähig bezeugt; † vor 561), Childerich († vor 561), Charibert I., Guntram I. (Guntchramn) und Sigibert I. sowie die Tochter Chlodoswinth, die um 560 den Langobardenkönig Alboin heiratete. Aus der Ehe mit Arnegunde stammte ein weiterer Sohn, Chilperich I. Von Chunsine hatte Chlothar den Sohn Chram, der bei seinem Aufstand gegen den Vater ums Leben kam. Ein weiterer Sohn – unehelich oder von einer unbekannten Gattin – soll Gundowald gewesen sein, der später als Thronprätendent auftrat, obwohl Chlothar ihn nicht als Sohn anerkannt hatte. Nach Chlothars Tod teilten die überlebenden vier Söhne Charibert I., Guntram I., Sigibert I. und Chilperich I. das Reich untereinander auf. | (Merowinger), König Chlothar I. (I24027)
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| 50097 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_von_Steiger Christoph von Steiger Christoph von Steiger entstammte der Berner Patrizierfamilie Steiger mit dem schwarzen Bock. Er wurde 1651 als fünfter Sohn des Emanuel von Steiger und der Catharina Dachselhofer geboren. Nach der Promotion in Bern an der Hohen Schule studierte er ab 1668 Theologie in Lausanne und ab 1671 die Rechte in Orléans. Anschliessend begab er sich auf eine Kavalierstour durch europäische Länder und widmete sich dort Sprachstudien. Durch seine Heirat mit Anna Katharina Berseth im Jahre 1678 kam Steiger in den Besitz des Landgutes Tschugg. 1680 gelangte er in den Grossen Rat von Bern. Drei Jahre später bekleidete er das Amt des Grossweibels, und 1687 wurde er als Landvogt nach Lenzburg geschickt. 1709 wurde er in den Kleinen Rat und 1712 zum Welschseckelmeister gewählt, er war also Finanzminister für die französischsprachigen Gebiete. Er wurde für seine Verdienste im Neuenburger Erbfolgestreit auf Vorschlag des preussischen Königs 1714 in den erblichen Freiherrenstand erhoben. Ab 1718 bis zu seinem Tod übte er das Amt des Schultheissen von Bern alternierend aus. Sein Zeitgenosse Johann Rudolf Gruner schrieb über ihn: «Christoph Steiger führte keinen grossen Staat, sondern war ein Muster von Demut und Sanftmut.» Eine Aussage, die durch den Umstand unterstrichen wird, dass er in Tschugg keine wesentlichen baulichen Massnahmen veranlasst hat. Gewürdigt wurde er auch wegen seines glänzenden Rednertalents, seiner umfassende Bildung und weil er häufig eine massgebliche Beraterfunktion ausgeübt hatte. Christoph Steiger (II.) war sein Sohn. | Steiger (mit dem schwarzen Bock), Christoph (I61365)
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| 50098 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_von_Steiger_(II.) Christoph von Steiger (II.) Christoph Steiger (II.), auch Christoph von Steiger (II.) war ein Schweizer Magistrat. Steiger war der Sohn des Magistrats Christoph von Steiger. Er diente als Offizier in den Niederlanden. 1720 heiratete er Veronika Steiger, Tochter des Niklaus. 1726 wurde er Schützenhauptmann der Reismusketen-Schützengesellschaft und ab 1727 war er Grossrat. 1733 wurde er Rathausammann, 1737 Heimlicher von Burgern und gelangte 1738 in den Kleinen Rat. Er amtete ab 1738 als Assessor des Schulrats, von 1740 bis 1747 war er Welschseckelmeister und anschliessend Schultheiss von Bern. Er resignierte 1759 aus Gesundheitsgründen. Samuel Henzis Huldigungsgedicht zur Schultheissenwahl 1747 betont Steigers hervorragende Erziehung und seinen angenehmen Charakter. | Steiger (mit dem schwarzen Bock), Christoph II (I61367)
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| 50099 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Costanzo_I._Sforza (Sep 2023) Kurz nach dem Tod seiner Mutter wurde sein Vater zum apostolischen Vikar von Pesaro ernannt. Die Investitur wurde auf zwei Generationen gewährt.[3] Ein Jahr nach seiner Geburt heiratete sein Vater in zweiter Ehe Sveva da Montefeltro. Unter ihrer Obhut wuchs Costanzo Sforza bis 1457 auf, als seine Stiefmutter sich von seinem Vater trennte. Da sein Vater größtenteils abwesend war, wurde er nun verschiedenen Stellvertretern seines Vaters in Pesaro anvertraut. Nachdem Papst Pius II. 1462 einen Krieg gegen den Herrn von Rimini Sigismondo Malatesta angezettelt hatte und die Pest in Pesaro ausgebrochen war, zog Costanzo mit seinem Lehrer, dem Humanisten Martino Filetico, zu seiner älteren Schwester Battista Sforza an den Hof von Urbino.[3] Im Februar 1463 kehrte er nach Pesaro zurück und beteiligte sich, keine 16 Jahre alt, an der Verteidigung der vom Malatesta bedrohten Stadt. Dabei nahm er auch erstmals an einigen Scharmützeln teil. 1464 wurde er an den Hof seines Onkels Francesco I. Sforza geschickt. In Mailand verbrachte er viel Zeit an der Seite seines Cousins Galeazzo Maria Sforza und war bei den Sitzungen des herzoglichen Rates anwesend.[3] Ende 1464 kehrte er nach Pesaro zurück. Aus der Liebschaft mit der aus Pesaro stammenden Fiore di Ugolino Boni ging 1466 sein unehelicher Sohn Giovanni hervor, während seine Vaterschaft des drei Jahre später geborenen Galeazzo nicht eindeutig geklärt ist. Costanzo I. Sforza fädelte später die Hochzeit der Mutter seiner Sohnes mit einem angesehenen Mann aus Pesaro ein und schenkte ihr ein Haus und Ländereien, so dass sie ausgesorgt hatte.[3] 1466 war wahrscheinlich auch seine militärische Ausbildung beendet, da ihm im gleichen Jahr die Führung eines Trupps Soldaten im Heer seines Vaters anvertraut wurde, der im Bund mit Venedig im Kampf gegen Papst Paul II. stand. Das Bündnis mit der Serenissima stellte einen ersten Bruch mit den Mailänder Sforzas dar. In der Schlacht von Riccadina zwischen Venedig und Florenz im Juli 1467 wurde Costanzo I. Sforza von den Truppen seines Schwagers Federico da Montefeltro gefangen genommen, am Abend des gleichen Tages aber wieder freigelassen. Eine weitere schwere Niederlage erlitten die beiden Sforzas 1469 in der Schlacht von Mulazzano, als nach dem Tod des Herrn von Rimini Sigismondo Malatesta der Kampf um seine Nachfolge ausgebrochen war. Erneut war es ein von Federico da Montefeltro angeführtes Heer, das von Mailand und Neapel gestellt wurde und der venezianisch-päpstlichen Streitmacht unter dem Kommando seines Vaters eine vernichtende Niederlage beibrachte.[3] Mit der Niederlage endete das Bündnis mit Venedig und man näherte sich wieder den Sforzas in Mailand an. Costanzo I. übernahm zunehmend Regierungsaufgaben seines gesundheitlich angeschlagenen Vaters. Nach dem Tod seines Vaters im April 1473 wurde er von Sixtus IV. als Vikar von Pesaro bestätigt. Das Angebot seiner Mailänder Verwandten ihn stärker an sich zu binden lehnte er ab, vielmehr bot er seine Dienste als Condottiere Ferdinand II. von Aragon an. Die vom Mailand mit Argwohn beobachtete Annäherung an Neapel, wurde ein Jahr später durch die Verlobung mit der Nichte Ferdinand II., Cubilla – später Camilla – Marzano von Aragon, bekräftigt. Papst Sixtus IV. stimmte der Trauung zu und weitete den Erbanspruch auf das Vikariat von Pesaro auf die Kinder und Enkelkinder des Paares aus. 1475 wurde schließlich die Hochzeit vollzogen.[3] In der Folgezeit versuchte Costanzo I. Sforza in der verwickelten politischen Szene auf der Apenninenhalbinsel mehr Unabhängigkeit zu gewinnen. Seine Forderungen nach mehr Sold wurden vom König von Neapel abgelehnt und ihm wurde lediglich die Verlängerung seiner Dienste zu den gleichen Bedingungen zugestanden. Zusehends entfernte er sich von Ferdinand II. So ergriff er im Zuge der Pazzi-Verschwörung gegen den Willen des Königs und des Papstes für Lorenzo de’ Medici Partei. 1479 wechselte er sehr zur Freunde der Mailänder Verwandtschaft die Seiten und stellte sich in den Dienst des zwischen Mailand und Florenz geschmiedeten Bundes, was ihm unter anderem seine Exkommunikation durch Sixtus IV. einbrachte. Im anschließenden Feldzug behielten die Truppen des Papstes und des Königs von Neapel jedoch die Oberhand. An den Verhandlungstisch gezwungen, stimmte der Medici 1480 einem Frieden zu und ließ dem Papst freie Hand, um gegen Costanzo I. Sforza zu Felde zu ziehen.[3] Auf die Drohungen des Papstes antwortete sein Cousin Ludovico Sforza mit der Entsendung eines Heeres unter der Führung von Roberto Sanseverino. Das von Sanseverino bedrohte Imola, schreckte Venedig auf, worauf die Markusrepublik Druck auf den Papst ausübte. Zugleich machte die Ehefrau von Costanzo I. Sforza ihren Einfluss in Neapel geltend, so dass der König von Neapel mit seinen Truppen und seiner Flotte den Kirchenstaat bedrohte. Florenz und Mailand heizten zudem eine Revolte in Forlì an. Der Otranto-Feldzug der Osmanen zwang schließlich den Papst zu einer Umkehr seines Vorhabens, den Sforza aus Pesaro zu vertreiben. Um sich den Rücken freizuhalten, begnadigte ihn der Papst und bestätigte ihn als Vikar von Pesaro.[3] Im Januar 1482 wurde er von Ludovico Sforza zu Hilfe gerufen, um im Streit um die Vormachtstellung zwischen den Rossi und den Pallavicini in Parma und Umgebung für Ruhe zu sorgen. Zur Unruhe dort, trug zudem der ambitionierte Roberto Sanseverino bei, der als Statthalter der Sforza sich gegen die Mailänder auflehnte und nach mehr Unabhängigkeit strebte. Costanzo I. Sforza gelang es, Sanseverino von seinen Ländereien zu vertreiben, zögerte aber das von Pier Maria II. de’ Rossi gehaltene San Secondo anzugreifen. Daraufhin wurde ihm das Kommando im Feldzug gegen die Rossis entzogen.[3] Im Krieg zwischen Ferrara und Venedig stand er anschließend erneut in Diensten seines Cousins Ludovico il Moro. Zur Unterstützung des Verbündeten Medici, wurde Costanzo I. Sforza nach Florenz entsandt und nahm das zum Kirchenstaat gehörende Città di Castello ein. Danach eroberte er nach langer Belagerung Citerna in Umbrien, bevor er nach Pesaro zurückeilte, das von Girolamo Riario, Nepote von Sixtus VI., bedroht wurde. Im Dezember 1482 übernahm er die Verteidigung von Ferrara. Nach der Ankunft von Alfons von Aragon im Januar 1483 gab er das Kommando wieder ab. Da ihm der zustehende Sold vorenthalten wurde, brach er erneut mit den Mailänder Sforzas und den Medicis und stellte sich in den Dienst Venedigs. Die Lagunenrepublik bezahlte nicht nur gut, sondern sagte ihm auch ihre Unterstützung bei der Eroberung von Rimini zu. Noch bevor es dazu kam, verstarb er im Juli 1483 unerwartet, als er sein neues Söldnerheer aufstellte, vermutlich weil er vergiftet worden war.[3] Da das einzige Kind aus der Ehe mit Camilla von Aragon wenige Tage nach der Geburt gestorben war, folgte ihm sein unehelicher Sohn Giovanni Sforza in Pesaro nach, wobei Camilla zunächst als Regentin regierte. | Sforza, Costanzo I. (I42799)
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| 50100 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dachselhofer_(Patriziergeschlecht) Dachselhofer (Patriziergeschlecht) Im Jahr 1509 liess sich Hans Dachselhofer (* vor 1485 in Zürich, † 1550 in Bern) als Glaser in Bern nieder und wurde dort 1534 Mitglied des Grossen Rates. Die Familie gehörte dann zu der neuen bürgerlichen Führungsschicht, die in Bern in der Reformationszeit entstand, dem Berner Patriziat. Bis zum Untergang der alten Eidgenossenschaft im Jahre 1798 waren viele Familienmitglieder als Grossräte, Landvögte, Mitglieder des Kleinen Rates und in vielen anderen Positionen des Stadtstaates Bern an dessen Politik massgebend beteiligt. Von 1682 bis 1798 waren die Dachselhofer Besitzer der Herrschaft Utzigen, deren Schloss bis 1875 in ihrem Besitz blieb. Auch nach dem Ende der alten Eidgenossenschaft besetzten Mitglieder der Familie bis 1831 wichtige Ämter. Neben mehreren Grossräten stellte die Familie Oberamtleute in Erlach (1810–1820), Courtelary (1822–1831) und im Niedersimmental (1822–1827). 1897 erlosch die Berner Linie mit dem Tod von Karl Albrecht Dachselhofer. Nebenlinien sind jedoch seit 1587 in Biel (Mitglieder des Bieler Patriziats) und seit 1774 in Aubonne verbürgert. Zu letzteren gehört der Architekt Marcel Daxelhoffer. | Dachselhofer, Hans (I58398)
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