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50101 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dachselhofer_(Patriziergeschlecht)

Dachselhofer (Patriziergeschlecht)

Im Jahr 1509 liess sich Hans Dachselhofer (* vor 1485 in Zürich, † 1550 in Bern) als Glaser in Bern nieder und wurde dort 1534 Mitglied des Grossen Rates. Die Familie gehörte dann zu der neuen bürgerlichen Führungsschicht, die in Bern in der Reformationszeit entstand, dem Berner Patriziat. Bis zum Untergang der alten Eidgenossenschaft im Jahre 1798 waren viele Familienmitglieder als Grossräte, Landvögte, Mitglieder des Kleinen Rates und in vielen anderen Positionen des Stadtstaates Bern an dessen Politik massgebend beteiligt. Von 1682 bis 1798 waren die Dachselhofer Besitzer der Herrschaft Utzigen, deren Schloss bis 1875 in ihrem Besitz blieb. Auch nach dem Ende der alten Eidgenossenschaft besetzten Mitglieder der Familie bis 1831 wichtige Ämter. Neben mehreren Grossräten stellte die Familie Oberamtleute in Erlach (1810–1820), Courtelary (1822–1831) und im Niedersimmental (1822–1827). 1897 erlosch die Berner Linie mit dem Tod von Karl Albrecht Dachselhofer.

Nebenlinien sind jedoch seit 1587 in Biel (Mitglieder des Bieler Patriziats) und seit 1774 in Aubonne verbürgert. Zu letzteren gehört der Architekt Marcel Daxelhoffer. 
Dachselhofer, Hans (I59449)
 
50102 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dachselhofer_(Patriziergeschlecht)

Dachselhofer (Patriziergeschlecht)

Im Jahr 1509 liess sich Hans Dachselhofer (* vor 1485 in Zürich, † 1550 in Bern) als Glaser in Bern nieder und wurde dort 1534 Mitglied des Grossen Rates. Die Familie gehörte dann zu der neuen bürgerlichen Führungsschicht, die in Bern in der Reformationszeit entstand, dem Berner Patriziat. Bis zum Untergang der alten Eidgenossenschaft im Jahre 1798 waren viele Familienmitglieder als Grossräte, Landvögte, Mitglieder des Kleinen Rates und in vielen anderen Positionen des Stadtstaates Bern an dessen Politik massgebend beteiligt. Von 1682 bis 1798 waren die Dachselhofer Besitzer der Herrschaft Utzigen, deren Schloss bis 1875 in ihrem Besitz blieb. Auch nach dem Ende der alten Eidgenossenschaft besetzten Mitglieder der Familie bis 1831 wichtige Ämter. Neben mehreren Grossräten stellte die Familie Oberamtleute in Erlach (1810–1820), Courtelary (1822–1831) und im Niedersimmental (1822–1827). 1897 erlosch die Berner Linie mit dem Tod von Karl Albrecht Dachselhofer.

Nebenlinien sind jedoch seit 1587 in Biel (Mitglieder des Bieler Patriziats) und seit 1774 in Aubonne verbürgert. Zu letzteren gehört der Architekt Marcel Daxelhoffer. 
Dachselhofer, Nikolaus (I51047)
 
50103 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dachselhofer_(Patriziergeschlecht)

Dachselhofer (Patriziergeschlecht)

Im Jahr 1509 liess sich Hans Dachselhofer (* vor 1485 in Zürich, † 1550 in Bern) als Glaser in Bern nieder und wurde dort 1534 Mitglied des Grossen Rates. Die Familie gehörte dann zu der neuen bürgerlichen Führungsschicht, die in Bern in der Reformationszeit entstand, dem Berner Patriziat. Bis zum Untergang der alten Eidgenossenschaft im Jahre 1798 waren viele Familienmitglieder als Grossräte, Landvögte, Mitglieder des Kleinen Rates und in vielen anderen Positionen des Stadtstaates Bern an dessen Politik massgebend beteiligt. Von 1682 bis 1798 waren die Dachselhofer Besitzer der Herrschaft Utzigen, deren Schloss bis 1875 in ihrem Besitz blieb. Auch nach dem Ende der alten Eidgenossenschaft besetzten Mitglieder der Familie bis 1831 wichtige Ämter. Neben mehreren Grossräten stellte die Familie Oberamtleute in Erlach (1810–1820), Courtelary (1822–1831) und im Niedersimmental (1822–1827). 1897 erlosch die Berner Linie mit dem Tod von Karl Albrecht Dachselhofer.

Nebenlinien sind jedoch seit 1587 in Biel (Mitglieder des Bieler Patriziats) und seit 1774 in Aubonne verbürgert. Zu letzteren gehört der Architekt Marcel Daxelhoffer. 
Dachselhofer, Nikolaus (I59455)
 
50104 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dachselhofer_(Patriziergeschlecht)

Dachselhofer (Patriziergeschlecht)

Im Jahr 1509 liess sich Hans Dachselhofer (* vor 1485 in Zürich, † 1550 in Bern) als Glaser in Bern nieder und wurde dort 1534 Mitglied des Grossen Rates. Die Familie gehörte dann zu der neuen bürgerlichen Führungsschicht, die in Bern in der Reformationszeit entstand, dem Berner Patriziat. Bis zum Untergang der alten Eidgenossenschaft im Jahre 1798 waren viele Familienmitglieder als Grossräte, Landvögte, Mitglieder des Kleinen Rates und in vielen anderen Positionen des Stadtstaates Bern an dessen Politik massgebend beteiligt. Von 1682 bis 1798 waren die Dachselhofer Besitzer der Herrschaft Utzigen, deren Schloss bis 1875 in ihrem Besitz blieb. Auch nach dem Ende der alten Eidgenossenschaft besetzten Mitglieder der Familie bis 1831 wichtige Ämter. Neben mehreren Grossräten stellte die Familie Oberamtleute in Erlach (1810–1820), Courtelary (1822–1831) und im Niedersimmental (1822–1827). 1897 erlosch die Berner Linie mit dem Tod von Karl Albrecht Dachselhofer.

Nebenlinien sind jedoch seit 1587 in Biel (Mitglieder des Bieler Patriziats) und seit 1774 in Aubonne verbürgert. Zu letzteren gehört der Architekt Marcel Daxelhoffer. 
Dachselhofer, Samuel (I51045)
 
50105 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dachselhofer_(Patriziergeschlecht)

Dachselhofer (Patriziergeschlecht)

Im Jahr 1509 liess sich Hans Dachselhofer (* vor 1485 in Zürich, † 1550 in Bern) als Glaser in Bern nieder und wurde dort 1534 Mitglied des Grossen Rates. Die Familie gehörte dann zu der neuen bürgerlichen Führungsschicht, die in Bern in der Reformationszeit entstand, dem Berner Patriziat. Bis zum Untergang der alten Eidgenossenschaft im Jahre 1798 waren viele Familienmitglieder als Grossräte, Landvögte, Mitglieder des Kleinen Rates und in vielen anderen Positionen des Stadtstaates Bern an dessen Politik massgebend beteiligt. Von 1682 bis 1798 waren die Dachselhofer Besitzer der Herrschaft Utzigen, deren Schloss bis 1875 in ihrem Besitz blieb. Auch nach dem Ende der alten Eidgenossenschaft besetzten Mitglieder der Familie bis 1831 wichtige Ämter. Neben mehreren Grossräten stellte die Familie Oberamtleute in Erlach (1810–1820), Courtelary (1822–1831) und im Niedersimmental (1822–1827). 1897 erlosch die Berner Linie mit dem Tod von Karl Albrecht Dachselhofer.

Nebenlinien sind jedoch seit 1587 in Biel (Mitglieder des Bieler Patriziats) und seit 1774 in Aubonne verbürgert. Zu letzteren gehört der Architekt Marcel Daxelhoffer. 
Dachselhofer, Vincenz (I51046)
 
50106 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dachselhofer_(Patriziergeschlecht)

Dachselhofer (Patriziergeschlecht)

Im Jahr 1509 liess sich Hans Dachselhofer (* vor 1485 in Zürich, † 1550 in Bern) als Glaser in Bern nieder und wurde dort 1534 Mitglied des Grossen Rates. Die Familie gehörte dann zu der neuen bürgerlichen Führungsschicht, die in Bern in der Reformationszeit entstand, dem Berner Patriziat. Bis zum Untergang der alten Eidgenossenschaft im Jahre 1798 waren viele Familienmitglieder als Grossräte, Landvögte, Mitglieder des Kleinen Rates und in vielen anderen Positionen des Stadtstaates Bern an dessen Politik massgebend beteiligt. Von 1682 bis 1798 waren die Dachselhofer Besitzer der Herrschaft Utzigen, deren Schloss bis 1875 in ihrem Besitz blieb. Auch nach dem Ende der alten Eidgenossenschaft besetzten Mitglieder der Familie bis 1831 wichtige Ämter. Neben mehreren Grossräten stellte die Familie Oberamtleute in Erlach (1810–1820), Courtelary (1822–1831) und im Niedersimmental (1822–1827). 1897 erlosch die Berner Linie mit dem Tod von Karl Albrecht Dachselhofer.

Nebenlinien sind jedoch seit 1587 in Biel (Mitglieder des Bieler Patriziats) und seit 1774 in Aubonne verbürgert. Zu letzteren gehört der Architekt Marcel Daxelhoffer. 
Dachselhofer, Vinzenz (I51043)
 
50107 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dachselhofer_(Patriziergeschlecht)

Dachselhofer (Patriziergeschlecht)

Im Jahr 1509 liess sich Hans Dachselhofer (* vor 1485 in Zürich, † 1550 in Bern) als Glaser in Bern nieder und wurde dort 1534 Mitglied des Grossen Rates. Die Familie gehörte dann zu der neuen bürgerlichen Führungsschicht, die in Bern in der Reformationszeit entstand, dem Berner Patriziat. Bis zum Untergang der alten Eidgenossenschaft im Jahre 1798 waren viele Familienmitglieder als Grossräte, Landvögte, Mitglieder des Kleinen Rates und in vielen anderen Positionen des Stadtstaates Bern an dessen Politik massgebend beteiligt. Von 1682 bis 1798 waren die Dachselhofer Besitzer der Herrschaft Utzigen, deren Schloss bis 1875 in ihrem Besitz blieb. Auch nach dem Ende der alten Eidgenossenschaft besetzten Mitglieder der Familie bis 1831 wichtige Ämter. Neben mehreren Grossräten stellte die Familie Oberamtleute in Erlach (1810–1820), Courtelary (1822–1831) und im Niedersimmental (1822–1827). 1897 erlosch die Berner Linie mit dem Tod von Karl Albrecht Dachselhofer.

Nebenlinien sind jedoch seit 1587 in Biel (Mitglieder des Bieler Patriziats) und seit 1774 in Aubonne verbürgert. Zu letzteren gehört der Architekt Marcel Daxelhoffer. 
Dachselhofer (Tachelshofer), Hans (I58400)
 
50108 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dalberg_(Adelsgeschlecht)

Dalberg (Adelsgeschlecht)

Die Herren und Freiherren von Dalberg waren ein deutsches Uradelsgeschlecht mit Schwerpunkt am Oberrhein. Sie bildeten einen jüngeren Zweig der Familie der Kämmerer von Worms, der ab 1315 sukzessive das Erbe einer älteren, dann erloschenen Familie von Dalberg auf Burg Dalberg antrat.

Sie stellten im Heiligen Römischen Reich bedeutende Amtsträger, darunter drei Fürstbischöfe, zwei davon Kurfürsten. Das bedeutendste Familienmitglied war der letzte Mainzer Kurfürst und Erzbischof Karl Theodor von Dalberg (1744–1817), der auch noch nach dem Ende des Alten Reiches als Fürstprimas des Rheinbundes, als Großherzog von Frankfurt und als Regent im Fürstentum Regensburg einer der einflussreichsten Politiker und Intellektuellen seiner Zeit war.

Im 14. Jahrhundert erwarb Johann III. Kämmerer von Worms, der über seine erste Frau, Juliane, in die Verwandtschaft der Herren von Dalberg eingeheiratet hatte, Anteile an der Herrschaft Dalberg. Doch starb diese erste Dalberger Linie der Kämmerer von Worms 1375 aus. Johann XI. Kämmerer von Worms brachte sich in dieser Zeit in den Besitz der gesamten Burg und Herrschaft und fügte fortan seinem Familiennamen Kämmerer von Worms den Zusatz „zu Dalberg“ bei. Sein Enkel, Wolfgang III., und dessen Nachkommen führten – erstmals 1375 – die Namensform Kämmerer von Worms, genannt von Dalberg, oder kurz von Dalberg. 1390 oder 1400 hatte die Familie den Alleinbesitz an Burg und Herrschaft erlangt. Zu diesem Lehen gehörten die Dörfer Dalberg, das benachbarte Wallhausen, Spabrücken und Sommerloch.

Die zweite Dalberger Linie der Kämmerer spaltete sich im 15. Jahrhundert mit dem kurpfälzischen Hofmarschall Wolfgang III. Kämmerer von Worms, genannt von Dalberg, als jüngere Linie von den übrigen Kämmerern von Worms ab und führte nun den Namen Kämmerer von Worms, genannt von Dalberg. Dies wurde in der Folgezeit im allgemeinen Gebrauch auf ein von Dalberg verkürzt. Wie die Mitglieder der Herkunftsfamilie waren auch die von Dalberg freie Reichsritter.

Um 1560/1565 zog die Familie von der Burg Dalberg auf das im Tal gelegene, neu erbaute Gut Wallhausen um. Die Burg diente aber noch weiter als militärische Anlage. 1750 ließ Hugo Philipp Eckenbert von Dalberg-Wallhausen baufällige Gebäude auf der Burg einreißen und verwendete das Material, um das Schloss Wallhausen auszubauen. Wallhausen und der Dalberg fielen nach dem Aussterben der Familie im Mannesstamm 1940 an deren Erben, die Linie der Prinzen zu Salm-Salm-Dalberg.

In der Reformation blieb die Familie überwiegend römisch-katholisch. Das eröffnete ihren Mitgliedern weiterhin den Zugang auch zu geistlichen Positionen, auch nachdem 1555 das Reservatum ecclesiasticum eingeführt worden war, sowie den Zugang auch zu weltlichen Ämtern in den oberrheinischen Bistümern und den Kurstaaten Mainz und Trier.

Lutherisch wurden nur Philipp V. und sein Sohn, Eberhard II.[8] Nach dem Grundsatz Cuius regio, eius religio wurden nun in den von ihnen beherrschten Dörfern Abenheim und Herrnsheim (heute beide Stadtteile von Worms) Kirchen und Dorfbevölkerung lutherisch. Da mit Eberhard II. allerdings diese Linie der Dalberger ausstarb, erbten römisch-katholische Dalberger die Dörfer. 1635 war die Kirche in Herrnsheim endgültig wieder römisch-katholisch.

Freiherrenstand
Am 22. September 1653 erhielt die Familie durch Kaiser Ferdinand III. den Reichsfreiherrentitel verliehen. Faktisch begünstigt waren dadurch die damals lebenden vier Agnaten in drei unterschiedlichen Familienzweigen und deren Familien

Wolfgang Hartmann zu Bucholt (1605–1654), Kurmainzischer Rat und Oberamtmann in Höchst
Wolfgang Eberhard I. (1614–1676), Hofmarschall und Rat des Bischofs von Speyer, Oberamtmann in Kirrweiler und Deidesheim
Johann XXV. (um 1618–1670), kurmainzischer Rat, Oberamtmann in Nieder-Olm und Gau-Algesheim
Philipp Franz Eberhard von Dalberg (1635–1693), seit 1671 Reichskammergerichtspräsident
Die Verleihung des Freiherrentitels bezog sich nur noch auf das von Dalberg, der ältere Namenszusatz Kämmerer von Worms wurde damit nun auch offiziell aufgegeben, auch wenn diese Herkunft selbstverständlich präsent blieb.

Neuzeit
Mit dem Zusammenbruch des Alten Reichs verloren auch die Dalbergs das bisherige ständische Versorgungsnetz als Reichsritter. Insbesondere die Pfründe der Domherrenstellen fielen weg. Außerdem ging im Zuge der französischen Besetzung und Annexion ein erheblicher Teil des linksrheinisch gelegenen Vermögens verloren. Ein Teil der Familie orientierte sich daraufhin zum Kaisertum Österreich. Dies fiel um so leichter, als Friedrich Karl Anton von Dalberg 1809 die Herrschaften Datschitz in Mähren und Maleschau in Böhmen geerbt hatte. Für die nächsten knapp eineinhalb Jahrhunderte bildeten diese den Mittelpunkt der längst überlebenden Linie des Hauses Dalberg.

Als eines der freiherrlichen Geschlechter erhielt die Familie in der Folge einen erblichen Sitz im Herrenhaus, dem Oberhaus des österreichischen Reichsrates, sowie im bayerischen Reichsrat, dem Oberhaus der Bayerischen Ständeversammlung.

Die Tochter des Herzog Emmerich Joseph von Dalberg, Marie Louise, verwitwete Lady Acton, ließ das Schloss Herrnsheim ab 1837 von Ignaz Opfermann umbauen. Ihr Sohn, Lord Dalberg-Acton, verkaufte die Anlage aber 1883 an den Wormser Lederwarenfabrikanten Cornelius Wilhelm von Heyl zu Herrnsheim.

Das Adelsgeschlecht ist mit Johannes Evangelist von Dalberg (1909–1940), im Mannesstamm erloschen. Über seine Cousine, Maria Anna von und zu Dalberg (1891–1979), fiel das Erbe mit Schloss Wallhausen und den böhmischen Besitzungen an eine Nebenlinie des Fürstenhauses Salm-Salm. Die böhmischen Besitzungen wurden allerdings durch die Tschechoslowakei 1945 enteignet.

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von Dalberg, Juliana (I60340)
 
50109 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dassel_(Patriziergeschlecht)

Dassel (Patriziergeschlecht)

Dassel (bis ins 20. Jahrhundert auch Dassel-Wellersen) ist der Name eines niedersächsischen Adelsgeschlechts, das sich nach der Stadt Dassel, dem Stammsitz der ausgestorbenen Grafen von Dassel nennt. Das Geschlecht lässt sich bis in das 13. Jahrhundert zurückverfolgen und verzweigte sich seitdem mehrfach. Bedeutendster Zweig war ein in Lüneburg ansässiges Patriziergeschlecht.

Geschichte
Das Geschlecht erscheint erstmals urkundlich um 1230 mit Hermannus de Dasle im Gefolge der Grafen von Dassel. Am 29. Juli 1348 wird Mechthildis, die Tochter des Ritters Hermann von Dasle, urkundlich erwähnt. Die von Dassel erarbeiteten sich im 14. und 15. Jahrhundert im Umland von Einbeck umfangreichen Lehens- und Allodialbesitz. Die ununterbrochene Stammreihe beginnt mit dem Einbecker Bürger Hermannus de Dasle, der 1359 als Käufer in Hoppensen genannt wird.

Die Familie errichtete 1600 in Einbeck ein großes Bürgerhaus, dessen 1317 erbauter Vorgängerbau 1540 abgebrannt war. Dieses Steinerne Haus bewohnten Familienmitglieder über mehrere Generationen. Es wurde 1803 von Forstmeister Friedrich Thedel von Dassel († 1837), Maire in Rotenkirchen, an einen Kaufmann namens Krome verkauft. Im Hinterhof des Hauses betrieben die Söhne des Kaufmanns ab 1866 eine Weberei. Nach einem technischen Defekt brannten Weberei und Haus 1906 ab.

Die Linie Lüneburg kam durch Tätigkeiten an der Lüneburger Saline zu finanziellem Erfolg und dadurch auch zu politischem Einfluss. Sie besaß ein großes Patrizierhaus und starb im 19. Jahrhundert aus.

Zudem war zeitweise ein Zweig derer von Dassel in Riga ansässig, wo sich im Silberschatz der Schwarzhäupter ihr Wappen auf einem Prunkstück von 1676 erhalten hat.

Am 30. November 1872 erging die preußische Genehmigung zur Namensführung Dassel-Wellersen. 
von Dassel, Gräfin Gepa (I62558)
 
50110 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/David_I._(Schottland)

David I. (Dabíd mac Maíl Choluim) (* 1080; † 24. Mai 1153 in Carlisle) war von 1124 bis zu seinem Tod König von Schottland.

Er wurde als sechster Sohn von König Malcolm III. von Schottland (Haus Dunkeld) aus dessen zweiter Ehe mit Margareta, die später heiliggesprochen wurde, geboren.

Nachdem Davids Bruder König Edgar 1107 kinderlos gestorben war, wurde das schottische Königreich gemäß dessen letztem Willen geteilt. Alexander I., Davids älterer Bruder, herrschte als König über den Teil nördlich von Clyde und Forth. David erhielt den Titel eines Earls und herrschte über den südlichen Teil. Nachdem Alexander am 23. April 1124 verstorben war, folgte ihm David auf den Königsthron, wodurch die beiden Reichshälften wieder vereinigt wurden.
1127 schwor er in seiner Eigenschaft als Earl von Huntingdon seiner Nichte Mathilde, der Tochter des verstorbenen Heinrich I., Treue. Als Stephan von Blois, ein Neffe Heinrichs, im Jahr 1135 sich des englischen Throns bemächtigte, marschierte Daavid mit seiner Armee in England ein. Stephan wiederum ließ Truppen nach Norden entsenden und zwang David zum Friedensschluss. Der Frieden hielt nicht lange, denn 1138 fielen die Schotten erneut in England ein. Im Cowton Moor bei Northallerton in Yorkshire erlitten sie jedoch am 22. August in der Standartenschlacht („Battle of the Standard“) eine verheerende Niederlage.
David kehrte nach Carlisle zurück und schloss erneut einen Friedensvertrag ab. 1141 reiste er nach London und begleitete Mathilde nach Winchester. Nachdem er dort nur knapp einer Gefangennahme entgehen konnte, begab er sich rasch wieder nach Schottland. Von da an blieb er in seinem Königreich und beschäftigte sich mit der politischen und kirchlichen Reorganisation des Landes. Er gründete fünf Bistümer und zahlreiche Klöster. In der weltlichen Politik förderte er energisch die Feudalisierung und Anglisierung des Landes. 
von Schottland, David I. (I7376)
 
50111 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/David_IX. (Sep 2023)

Gleich zu Beginn der Regierungszeit Davids IX. (Rz. 1346–1360), des Sohnes Giorgis V. grassierte in Georgien die Pest (1346/48). Noch zu seiner Zeit wurden Steuern an den Ilchane-Hof der mongolischen Oberherren im Iran entrichtet. Sie betrugen 1350 400.000 Dinar. Dies war ein Drittel der Summe, die noch sein Vater Giorgi V. 1336 gezahlt hatte. 1357 fiel der Khan der Goldenen Horde Dschanibeg (1342/57) in Aserbaidschan und Ostgeorgien ein und ließ Malik Ašraf, den Stellvertreter der Ilchane hinrichten. In diesem Jahr werden Münzen von ihm und seinem Nachfolger Birdibeg (1357/59) in Kara Aghač (Kachetien) geprägt. In Tiflis, das vom Dschalairiden Hasan dem Großen (1335–1356) 1356 besetzt wird, werden Münzen der Dschalairiden herausgegeben. Ein Jahr später in Kara Aghač unter seinem Nachfolger Uwais (1356–1374). Da nach 1357 keine weiteren Münzen erscheinen, ist davon auszugehen, dass Tiflis und Kachetien spätestens 1358 wieder georgisch waren. Die Einheit Georgiens war also erst unter David IX. vollendet. Davids Ehefrau Sinduxtar war eine Prinzessin aus dem Hause der Djakelis und eine Tochter Sargis‘ II. (1308–1334). 
von Georgien, König Dawit IX. (David) (I43021)
 
50112 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/David_Komnenos_(Paphlagonien) (Sep 2023)

Mit georgischer Hilfe eroberten David und Alexios im April 1204, noch vor der (zweiten) Eroberung Konstantinopels durch die lateinischen Kreuzfahrer, die bedeutende Handelsstadt Trapezunt. Alexios blieb in Trapezunt. David zog von hier weiter nach Westen und nahm Kerasunt, Oinaion, den alten Sitz seines rebellischen Großvaters, Limnia, Amasyia und Sinop in Pontos ein, danach das paphlagonische Kastamon, den Stammsitz der Familie, sowie Amastris, Kromna, Kytoros und Herakleia Pontike. Ein Versuch, auf die Besitzungen von Theodor Laskaris überzugreifen, endete mit einer Niederlage des Generals Synadenos, der selbst in Gefangenschaft geriet.

Um die Gegenangriffe Laskaris zurückzuschlagen, musste sich David mit den verhassten Lateinern verbünden, sie mit Lebensmitteln versorgen und schließlich sogar ihre Oberherrschaft über Herakleia Pontike und Paphlagonien anerkennen. Sie unterstützen ihn jedoch nur widerwillig und stellen ihm gerade einmal 300 Mann zur Verfügung. Damit scheiterte der Angriff Davids, der mit seinen Truppen den Sangarios überquerte, die Lateiner selber wurden von Andronikos Gidos vernichtend geschlagen. 1208 verbündete sich David mit Kaiser Heinrich. Dieser griff Laskaris in Chalkedon an, zog sich dann aber wieder zurück. Theodor nahm daraufhin Heraklea, Amastris und auch Kytoros ein, damit wurde Sinop die westlichste Besitzung Davids.

In Trapezunt erhob sich Davids Bruder als Alexios I. unter rumseldschukischem Protektorat zum großkomnenischen Gegenkaiser. Sinopes Hinterland wurde von den Seldschuken erobert, das gesamte übrige Reich Davids fiel an die Laskariden von Nikaia, welche 1211 auch die Seldschuken schlugen. 
Komnenos (Komnenen), David (I42976)
 
50113 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/David_VII. (Sep 2023)

Als Davids Vater, Giorgi IV. Lascha, 1223 mit nicht einmal 30 Jahren starb, war David noch minderjährig. Laut Verfügung Giorgis sollte bis zur Volljährigkeit Davids dessen Tante Rusudan als Regentin fungieren. Doch nachdem sie selbst Mutter zweier Kinder geworden war (David und Tamar), dachte sie nicht daran, ihrem Neffen David den Thron zu überlassen. Im Gegenteil, sie versuchte ihrem gleichnamigen Sohn die Nachfolge zu sichern. Somit war David zu einer unbequemen Person geworden, die entfernt werden musste. Als Rusudans Tochter Tamar etwa 1236/37 an den Hof des Sultans der Rum-Seldschuken, Kai Chosrau II. (1236–1246), ihrem zukünftigen Gemahl, geschickt wurde, musste David sie begleiten. Um ihn vollständig unschädlich zu machen, wurde er von seiner Tante beim Sultan verleumdet. Sie bezichtigte ihn ehebrecherischer Beziehungen zu Tamar, der Frau des Sultans, die Davids Kusine war. Der Sultan verurteilte David darauf zum Tod durch Ertränken. Er wurde ins Meer geworfen, aber von Seeleuten gerettet, die ihn erneut dem Sultan übergaben. Daraufhin wurde er in eine Grube geworfen, in der er unter unwürdigen Umständen fast sieben Jahre verblieb.

Da Königin Rusudan für die Mongolen unerreichbar in Kutaissi residierte und ihr Sohn David (Narin) am Hof des Großkhans in Karakorum weilte, erinnerte man sich in Georgien daran, dass David, der Sohn Giorgis IV. noch lebte. Mit dem Einverständnis der mongolischen Noyone (Militärgouverneur) in Georgien reisten Vahram Gageli, Sargis T’mogveli und der mongolische Befehlshaber Anguran-Noyon an den Hof des Sultans von Konya und erreichten Davids Freilassung. Man brachte ihn nach Tiflis, wo er als David VII. zum König gekrönt wurde (1244). Zu seiner Bestätigung musste er ebenfalls nach Karakorum reisen, wo er spätestens im Frühjahr 1246 eintraf. In diesem Jahr wurde nach der fünfjährigen Regentschaft der Witwe Ögädais Güyük zum 3. Großkhan der Mongolen gewählt. Dieser bestätigte beide Davids als Könige Georgiens, die ihre Heimat spätestens 1247 wieder erreichten. Während David VII. Ulu sich König der Könige nennen durfte, musste sich David Narin mit dem Titel König begnügen. Zum Glück für das Königreich verstanden sich beide Könige trotzdem ausgezeichnet, und ihre Freundschaft, die sie in Karakorum geschlossen hatten, hielt die nächsten 20 Jahre in erstaunlicher Kontinuität an. Beide Könige residierten in Tiflis. Offizielle Dokumente trugen die Unterschriften beider und die Doppelherrschaft kam auch in der Münzprägung zum Ausdruck.

1247 Kupfergeld mit dem Namen David Ulus
1252 Kupfergeld mit dem Namen David Narins
1252 Silbergeld mit dem Namen David Ulus
Nachdem es 1246 zu einer Verschwörung der Fürsten gekommen war, die bereits im Keim erstickt wurde, unternahmen sie 1249 zusammen mit David Ulu einen erneuten Versuch, das Joch der Unterdrücker abzuschütteln. Doch die Mongolen erfuhren davon und setzten die Verschwörer samt dem König fest. Nach Zahlung einer großen Lösegeldsumme und der Bereitstellung vieler Pferde wurden der König und seine Anhänger freigelassen. Im selben Jahr begannen die Feldzüge der Mongolen gegen die Assassinen, welche erst 1256 mit der Erstürmung der Hauptfeste Alamut im nördlichen Iran endeten. Georgische Truppenkontingente unter David Ulu waren daran maßgeblich beteiligt. 1251 wurde Möngke zum 4. Großkhan der Mongolen gewählt und erließ folgende Anordnungen:

Kublai Khan, sein jüngerer Bruder, sollte Südchina erobern, was erst 1279 gelang.
Hülegü ein weiterer Bruder erhielt den Befehl, Vorderasien zu unterwerfen, wobei ihm ausdrücklich die Oberherrschaft über den Kaukasus zugesprochen wurde.
Im Jahr 1253 begann der Vormarsch Hülegüs. Georgien musste dabei bedeutende Truppenkontingente stellen. Nach der Eroberung Bagdads, der Hauptstadt des Abbasiden-Kalifats (750–1258) erfolgte die Eroberung Syriens. Es fielen nacheinander Mosul, dessen Herrscher Badr ad-Din Lulu (1233–1259) sich freiwillig unterwarf, Aleppo und Damaskus. Da starb im September 1259 der Großkhan Möngke und es kam zu einer Doppelwahl von Ariq-Buga (1260/65), der von der Goldenen Horde und Kublai Khan, der von Hülegü, seinem jüngeren Bruder und Herrscher des Ilchane-Reichs gestützt wurde. Da beide Parteien an ihrem Kandidaten festhielten, ließen sich kriegerische Auseinandersetzungen nicht vermeiden. Die Kämpfe zwischen den verschiedenen Mongolenfraktionen wurden auch im Kaukasus und damit in Georgien ausgetragen. An allen Feldzügen mussten beide georgischen Könige teilnehmen. Hülegü schätzte dabei den einfachen David Ulu mehr als den verschlagenen David Narin. Sein Misstrauen gegen David Narin steigerte sich dermaßen, dass er versuchte, ihn in Barda festzusetzen. Diesem gelang es jedoch, sich der Festnahme zu entziehen, und nach einer abenteuerlichen Flucht konnte er sich nach Kutaissi durchschlagen. Dort wurde er von den Fürsten Abchasiens, Swanetiens und Mingreliens zum König von Imeretien gekrönt.

Während David Narin in Imeretien seine Unabhängigkeit bewahren konnte, blieb David Ulu weiterhin von den Mongolen abhängig. Ihm waren nur noch die Fürsten Armeniens und Samtzches untertan. Nach der Eroberung Bagdads 1258 erbat er vom Il-Chan seine Entlassung nach Tiflis, die ihm auch gewährt wurde. Dort trieb inzwischen ein neuer Steuereintreiber, Hadschi Asis, sein Unwesen, der nicht davor zurückschreckte, den König zu demütigen und ständig seine Kompetenzen überschritt. Als David noch den Befehl erhielt, am Syrienfeldzug des Il-Chans teilzunehmen, entschloss er sich im Frühsommer 1260 zum Aufstand. Doch es gelang ihm nicht, alle Fürsten auf seine Seite zu ziehen, denen er es freigestellt hatte, sich ihm anzuschließen. Nur die Fürsten Südwestgeorgiens, wie Sargis Dschakeli, hielten zu ihm. Dieser bot David 8.000 Mann zu seiner Unterstützung an. In dessen Residenz Dzichis-Dzuar verbrachte David den ganzen Sommer 1260. Hülegü konnte erst nach dem missglückten Syrienfeldzug reagieren, auf dem die Mongolen eine katastrophale Niederlage gegen die Mamluken bei der Schlacht bei ʿAin Dschālūt erlitten. Im Dezember 1260 wurde die mongolische Vorhut geschlagen, aber als beide Hauptarmeen aufeinander trafen, erlitt David eine vollständige Niederlage. Auf mongolischer Seite kämpften georgische und armenische Truppen. Die Mongolen verwüsteten darauf Samtzche, konnten aber Sargis Residenz nicht einnehmen. Erst 1261 zogen sie sich nach Kartli zurück. Im Laufe der Auseinandersetzungen wurden Davids Frau Gontscha und sein Sohn Giorgi von den Mongolen ermordet.

David und Sargis Dschakeli gingen nach Imeretien, wo sie freundlich von David Narin aufgenommen wurden, aber bald brachen Streitigkeiten zwischen den Anhängern beider Könige aus, als man versuchte, David Ulu ebenfalls zum König von Imeretien zu krönen. Doch beide Davids einigten sich gütlich. Der Schatz der Bagratiden wurde geteilt und David Narin als alleiniger König Imeretiens anerkannt. Als es 1261 wegen der Doppelwahl des mongolischen Großkhans zu Auseinandersetzungen zwischen der Goldenen Horde und dem Il-Chan-Reich kam, brauchte Hülegü wieder einen treuen Verbündeten. Deshalb konnte David in sein Königreich zurückkehren und durfte seine verletzte Ehre durch die Hinrichtung des Steuereintreibers Hadschi-Asis befriedigen. Allerdings musste er seinen etwa zweijährigen Sohn Dimitri als Geisel an den Hof des Il-Chans schicken. Der Krieg zwischen der Goldenen Horde und dem Il-Chan-Reich zog sich mit wechselndem Erfolg für beide Seiten bis 1266 hin. David nahm an diesen Feldzügen teil. Nach dem Tod des Il-Chans Hülegü 1265 gelang es dem 4. Khan der Goldenen Horde Berke (1257–1266), dem Bruder Batus (1227–1256), die Truppen des Il-Chans entscheidend zu schlagen. Jedoch kehrte nach seinem Tod 1266 sein Heer kampflos nach Sarai zurück. Der Krieg war damit beendet.

1267 bis 1268 kam es noch zum Krieg zwischen dem Tschagatai-Ulu und dem Il-Chan-Reich, der auf dem Territorium Schirwans ausgetragen wurde. Zuletzt blieben auch hier die Il-Chane siegreich. Am Ende seiner Regierung verfeindete sich David noch mit seinem treuesten Verbündeten Sargis Dschakeli, der sich daraufhin den Mongolen direkt unterstellte und Samtzsche 1266 unabhängig machte. Damit war das Stammland der Bagratiden aus dem georgischen Staatsverband herausgelöst und es gab jetzt drei georgische Staaten. 
von Georgien, König David VII. Ulu (I43016)
 
50114 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dawit_IV._der_Erbauer (Okt 2017)

Dawit IV. der Erbauer, David IV. oder David der Erbauer (gebürtig Davit Agmaschenebeli; georgisch დავით IV აღმაშენებელი; * 1073 in Kutaissi, Georgien; † 24. Januar 1125) war König von Georgien. Er brach die Eigenständigkeit des Adels, baute ein ständiges Heer auf und befreite Georgien zwischen 1110 und 1122 von den seldschukischen Türken. Er verlegte die Hauptstadt von Kutaissi nach Tiflis und erweiterte die Grenzen Georgiens weit nach Transkaukasien hinein. Er gilt als der bedeutendste Staatsmann des mittelalterlichen Kaukasus.
Leben

David IV. entstammte der Bagratiden-Dynastie. Bereits mit 16 Jahren bestieg er 1089 als David IV. den georgischen Thron. 1103 wurden David sowohl die weltliche (Mtsignobartukhutsesi) als auch die kirchliche Herrschaft (Bischof von Tschkondidi) über Georgien zugesprochen. Mit Hilfe des Kiptschak-Stammes errichtete er einen neuen Typ Armee. Der aus 40.000 Familien bestehende Stamm siedelte aus dem Nordkaukasus nach Georgien über. Jede Familie war verpflichtet, dem König einen Soldaten mit Pferd und Waffen zu stellen, so dass ein 40.000 Mann starkes Heer entstand. David siedelte den Kiptschak-Clan in verschiedenen Gebieten, vor allem an den Außengrenzen Georgiens an.
1110 befreite David das östliche Georgien um Samschwilde, 1116 das südliche Georgien um Tao-Klarjeti von den türkischen Seldschuken. 1118 vertrieb er die Türken vom Ufer des Arak. 1120 griff David die Türken in Westgeorgien an. Nur wenige entkamen. David überschritt die Grenze in das östlich gelegene Schirwan (heute Aserbaidschan) und eroberte die Stadt Kabala. 1120 bis 1121 attackierte er die türkischen Truppen an den östlichen und südwestlichen Ausläufern Transkaukasiens, bereitete den Angriff auf Tiflis vor.
Am 12. August 1121 kam es zur Entscheidungsschlacht am Didgori. Die zahlenmäßig weit überlegene seldschukische Armee hatte in der Umgebung des Bergs Didgori ihr Lager aufgeschlagen. König David verfügte über 40.000 georgische Soldaten, 20.000 Kyptschaken, 500 ossetische Söldner und 200 europäische Kreuzritter. Zwei Tage später errangen die Georgier einen vernichtenden Sieg. 1122 besetzten sie nach schweren Kämpfen Tiflis. Der König verlegte seine Residenz daraufhin von Kutaissi nach Tiflis.
1123 vertrieb David die türkischen Emire aus Ani. Im Jahr darauf eroberte er das gesamte Gebiet von Schirwan und besetzte eine Anzahl von Festungen in Armenien.
Georgien war damit vollständig von den Seldschuken befreit und unter einem Monarchen vereint. David hatte zudem das nördliche Armenien, das Territorium des heutigen Aserbaidschan und den Nordkaukasus besetzt. Auf Kupfermünzen der damaligen Zeit wurde ihm als König der Könige, David Sohn des Giorgi, Schwert des Messias gehuldigt.

Auf Anordnung Davids wurde 1106 das Gelati-Kloster in Kutaissi errichtet. Ihr angeschlossen war eine Akademie der Wissenschaften, an der die angesehensten Theologen, Philosophen und Rechtsgelehrten Georgiens lehrten. Nach Davids Plan sollte dort ein zweites Athen entstehen. 
von Georgien, König Dawit IV. (David) (I7637)
 
50115 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Demetre_I. (Sep 2023)

Bereits als Kronprinz erwarb er sich den Ruf eines tapferen Kriegers und Feldherrn, so unter anderem 1117 bei der Einnahme der Festung Kaladsor in Schirwan und 1121 in der Schlacht am Didgori. Im Jahre 1125 kurz vor dem Tode seines Vaters zum Mitregenten ernannt, gelang es ihm als Alleinherrscher die außenpolitischen Erfolge seines Vaters zu sichern. Erfolgreiche Feldzüge gegen die irakischen Seldschuken 1125 und 1128, das Sultanat Ahlat 1126 und gegen das Emirat Gəncə 1139 sicherten die Grenzen Georgiens.

Innenpolitisch musste sich Dimitri gegen den rebellischen Hochadel durchsetzen, der in seine Intrigen den ältesten Sohn Demetres, David, einbezog. Eine erste Rebellion im Jahre 1150 gelang es Demetre noch niederzuschlagen, aber 1155 zwang ihn David abzudanken. Demetre musste in ein Kloster gehen. Doch David V. regierte nur sechs Monate und Demetre kehrte auf den Thron zurück. 1156 übergab er endgültig die Herrschaft seinem Sohn Giorgi III. und starb nach 1158 als Mönch Damian. 
von Georgien, König Demetre I. (I43039)
 
50116 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Demetre_II._der_Selbstaufopferer (Sep 2023)

Als sein Vater David VII. Ulu starb, war Demetre noch minderjährig. Für ihn führte sein Onkel Sadun Mankaberdeli bis 1278 die Regierungsgeschäfte. Während seiner umsichtigen Regentschaft und Demetres aktiver Regierung erstarkte die Königsgewalt in Georgien wieder und das Land erlebte trotz Mongolenherrschaft eine Periode relativen Wohlstandes. Ausdruck dafür ist der Bau der imposanten Metechi-Kirche in Tiflis.

Als Demetre von den Mongolen des Abfalls verdächtigt und das Land mit harten Repressalien bedroht wurde, lieferte sich Demetre freiwillig den Mongolen aus, um Georgien vor einer erneuten Zerstörung zu bewahren. Im Lager des Mongolenherrschers, des Il-Khans Arghun (1284/91) wurde er gefoltert und enthauptet. Vom georgischen Volk erhielt er den Beinamen „der Enthauptete“ oder „der Selbstaufopferer“.

Demetre stiftete die Metechi-Kirche in Tiflis. 
von Georgien, König Demetre II. (Dimitri) (I43019)
 
50117 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_der_Bedrängte (Sep 2023)

Seine Mutter hatte seinen Vater zu einer Änderung der Erbfolge entgegen den üblichen Gepflogenheiten überredet, wonach Dietrich Meißen und die Markgrafenwürde, sein älterer Bruder Albrecht der Stolze hingegen nur Ländereien um Weißenfels erhalten sollte. Albrecht rebellierte ab 1188 dagegen und zwang den Vater mit Waffengewalt, ihn als vorrangigen Erben anzuerkennen. Beim Tod des Vaters 1190 folgte ihm somit Albrecht als Markgraf von Meißen.

Dietrich fand Unterstützung beim Landgrafen Hermann I. von Thüringen, mit dessen minderjähriger Tochter Jutta er sich verlobte und mit dessen Hilfe er 1194 Weißenfels von seinem Bruder erkämpfte. Als sein Bruder Albrecht 1195 starb, belehnte Kaiser Heinrich VI. nicht Dietrich mit der Markgrafschaft Meißen, sondern zog die Mark mit ihren reichen Bergwerken als heimgefallenes Lehen ein. Dietrich schloss sich daraufhin, zusammen mit seinem Schwiegervater, dem Kreuzzug des Kaisers nach Palästina an, der beim überraschenden Tod des Kaisers 1197 abgebrochen wurde.

Nach seiner Rückkehr unterstützte Dietrich den neuen König Philipp von Schwaben im Thronstreit gegen den Gegenkönig Otto von Braunschweig und wurde zum Dank von diesem 1198 erneut mit der Mark Meißen belehnt. Seitdem stand Dietrich auf Philipps Seite und blieb auch nach dessen Ermordung, 1208, auf der Seite der Staufer.

1206 schlichtete er einen Streit zwischen dem Burggrafen von Dohna, der auf einem Gebiet, das der Bischof von Meißen beanspruchte, eine Burg namens Thorun erbaut hatte, und dem Bischof. Die dabei erstellte Urkunde erwähnt zum ersten Mal den Namen Dresden. Außerdem wird er mit den bis heute rätselhaften Anlagen von Schloss Osterland bei Oschatz und dem romanischen Vorgängerbau von Schloss Grillenburg im Tharandter Wald in Verbindung gebracht. Im Jahre 1210 wurde er nach dem Aussterben der dedonidischen Linie der Wettiner und nach Zahlung von 10.000 Mark Silber auf der Burg Landsberg im Auftrag Kaiser Ottos IV. mit der Ostmark/Lausitz belehnt.

Er förderte in seinen Territorien die Gründung und den Ausbau von Städten und verbesserte die Landesverwaltung durch Gliederung in Vogteien. Er führte Fehden gegen den meißnischen Adel und die Stadt Leipzig, die er in seinen Besitz einzugliedern versuchte. Nach fruchtloser Belagerung von Leipzig erkannte er 1216 deren Rechte an, konnte die Stadt aber im Folgejahr durch List dennoch einnehmen, ließ die Stadtmauern schleifen und zur Festigung seiner Herrschaft innerhalb derselben drei Burgen anlegen und mit Garnisonen versehen. 
von Meissen (Wettiner), Markgraf Dietrich (I7935)
 
50118 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Duncan_I. (Jul 2023)

Duncan I. (anglisierte Form; in modernem Gälisch Donnchad mac Crínáin;) (* 1001; † 14. August 1040) war schottischer König von 1034 bis 1040 sowie von 1018 bis 1040 König von Strathclyde.

Er war der älteste Sohn von Crínán, dem Laienabt von Dunkeld, und von Prinzessin Bethóc, Tochter von Máel Coluim mac Cináeda (Malcolm II.) und folgte 1034 seinem Großvater mütterlicherseits auf den Thron, nachdem er bereits 16 Jahre über Strathclyde geherrscht hatte. Da Malcolm das Tanistry-System abgeschafft hatte, konnte Duncan die schottische Monarchie in ein Erbkönigtum umwandeln.

Sein Beiname lautete „der Wohlwollende“, was aber nicht immer als Kompliment gemeint war. Seine unbarmherzige Art der Staatsführung machte ihn sowohl beim Volk als auch beim Adel unbeliebt. Seine Herrschaft war geprägt durch den Konflikt mit seinem Cousin Macbeth (Mac Bethad mac Findláich), der dank William Shakespeare Teil der Weltliteratur geworden ist. Die genauen Umstände des Konfliktes sind nicht bekannt. Es ist lediglich bekannt, dass Duncan in der Schlacht nahe Elgin von Macbeth getötet wurde.

Duncan war mit einer Prinzessin von Northumberland verheiratet, die ihm vier Söhne schenkte. Malcolm III. (Máel Coluim mac Donnchada) und Donald III. (Domnall Bán) wurden später ebenfalls Könige von Schottland. Ein möglicher dritter Sohn (nicht gesichert) war Máel Muire, Earl of Atholl, dessen Enkel Harald Maddadson über Orkney herrschen sollte.

In einer frühen Version der Chronik der Könige von Alba wird der Name seiner Frau als Suthen angegeben, so dass darüber spekuliert werden kann, ob es sich vielleicht um die gälische Bezeichnung für Sybil, die Schwester des Sigurd von Northumberland, gehandelt haben könnte. Häufig wird dessen Herkunft auf Styrbjörn den Starken und Tyra Haraldsdotter zurückgeführt. Die Basis dafür ist allerdings sehr dürftig, da die Annahme einzig darauf beruht, dass Sigurd ein Sohn des Wikingers Björn gewesen sein soll. Aufgrund der Häufigkeit des Namens zu dieser Zeit kämen andere Jarls mit dem Namen Björn ebenso in Betracht. 
von Schottland, König Duncan I. (Donnchad) (I41513)
 
50119 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Ealdred_II._(Bamburgh) (Jul 2023)

Ealdred II. (* zwischen 995 und 1007; † ermordet 1038) war Earl of Bernicia mit der Residenz Bamburgh Castle ab 1020/25. Er war ein Sohn von Uhtred, Earl of Northumbria, der von Thurbrand the Hold 1016 mit der Duldung Knuts des Großen ermordet wurde. Ealdreds Mutter war Ecgfrida, Tochter von Bischof Aldhun von Durham.

Ealdred folgte seinem Onkel Eadwulf Cudel als Earl von Bernicia 1020/25, und tötete einige Zeit später, wahrscheinlich in der Mitte der 1020er Jahre, Thurbrand aus Rache für den Tod seines Vaters. 1038 wurde Ealdred im Gegenzug von Thurbrands Sohn Carl ermordet. Sein Bruder Eadwulf wurde sein Nachfolger. Die Angelsächsische Chronik behauptet, dass Eadwulf im Jahre 1041 von König Harthacnut „verraten“ worden sei.[1] Der „Verrat“ scheint von Siward, Earl of Northumbria ausgeführt worden zu sein; falls der Libellus de exordio und andere Quellen über dasselbe Ereignis schreiben, sagen sie, dass Siward Eadulf angegriffen und getötet habe.[2] So wurde Siward Graf von ganz Northumbria, wohl der erste seit Uhtred.

Ealdreds Tochter Ealdgyth war mit Ligulf verheiratet, der 1080 ermordet wurde.[3] Ealdreds Tochter Aelfflaed war die erste Frau von Siward und ihr Sohn (Ealdreds Enkel) war Waltheof II., Earl of Northumbria. 
von Bernicia, Earl Ealdred II. (I7385)
 
50120 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eberhardinger

Die Eberhardinger waren eine Familie des schwäbischen Adels, die 889 mit Graf Eberhard I. im Zürichgau erstmals Erwähnung findet.
Die verwandtschaftlichen Beziehungen innerhalb der Familie sind nur stückweise eindeutig geklärt, deutlich ist vor allem, dass Mitglieder der Familie immer wieder als Grafen des Zürichgaus und des Thurgaus und Vögte des Klosters Einsiedeln auftraten.
Im Jahr 1050 waren die Eberhardinger im Besitz der von ihnen neu erbauten Nellenburg, nach der sich die Familie ab 1096 Grafen von Nellenburg nannte. Bereits drei Generationen später starben die Eberhardinger im Mannesstamm aus, wodurch die Landgrafschaft Nellenburg auf die Grafen von Veringen überging.

Die wichtigsten Eberhardinger sind:
• Eberhard I. (889 bezeugt), Graf im Zürichgau
• Regelinda († 958), Ehefrau der Herzöge Burchard II. (Burchardinger) und Hermann I. (Konradiner) von Schwaben
• Eberhard I. der Selige († 1076/79), Erbauer der Nellenburg, Verwandter Papst Leos IX.
• Udo/Uto (X 1078), dessen Sohn, 1066 Erzbischof von Trier
• Burkhard III. († wohl 1106), dessen Bruder, erster Graf von Nellenburg

 
von Thurgau (im Zürichgau), Graf Eberhard I. (I4115)
 
50121 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eberhard_I._(Wittgenstein)

Eberhard I. war der zweite Sohn von Georg von Sayn, Graf zu Wittgenstein (1392–1469) und der Elisabeth von der Mark, Tochter des Eberhard II. von der Marck-Arenberg. Er wurde um 1440 geboren, vielleicht auf Schloss Wittgenstein, seinen Namen erhielt er nach seinem Großvater mütterlicherseits als Taufpaten.

Zu Lebzeiten seines Vaters nahm Eberhard I. von Wittgenstein als jüngerer Sohn typische Kriegsdienste seiner Zeit. Er trat ab dem 6. Dezember 1461 im Rahmen der der Mainzer Stiftsfehde für ein Jahr mit 19 gerüsteten Pferden in den Dienst Graf Philipps I. von Katzenelnbogen auf der Seite des (letztendlich unterlegenen) Erzbischofs Diether von Isenburg und seinem Verbündeten Kurfürst Friedrich dem Siegreichen von der Pfalz. In dieser Konstellation dürfte Eberhard von Wittgenstein am 30. Juni 1462 auf der Siegerseite an der Schlacht bei Seckenheim teilgenommen haben. Graf Philipp und mit ihm vermutlich auch Graf Eberhard gerieten allerdings in Bedrängnis, als die Truppen Erzbischofs Adolf von Nassau am 27. Oktober 1462 die Stadt Mainz eroberten und sie sich nur mit Not über die Stadtmauer retten konnten.

Nach dem Tod ihres Vaters 1469 übernahmen die Brüder Johann und Eberhard zunächst gemeinsam die Regierung der Grafschaft Wittgenstein. Das war die Voraussetzung für eine Heirat. Eberhard I. vermählte sich 1472 mit Margarete der Jüngeren von Rodemachern (* um 1450; † 1509 Schloss Berleburg), der Tochter von Gerhard von Rodemachern und Margarethe von Rodemachern († 1490), diese wiederum Tochter der bedeutenden Literatin Elisabeth von Lothringen. Die Mitgift der Braut betrug die große Summe von 8000 Gulden. Bei einer Erbteilung gelangten später verschiedene Bücher aus dem Besitz der Elisabeth von Lothringen nach Wittgenstein.

1472 wurde die Erbverbrüderung des Grafenhauses mit Landgraf Heinrich III. von Hessen erneuert, zu der auch das Offenrecht der Wittgensteiner Burgen für Hessen gehörte. Im selben Jahr wurde Eberhard I. von Graf Johann von Nassau-Breda zum Amtmann im Herzogtum Limburg ernannt. Hier festigten sich Beziehungen in den burgundischen Raum und Eberhard I. von Sayn-Wittgenstein wurde damals zum Rat und Kämmerer von Karl dem Kühnen von Burgund ernannt. Eberhard war aber im Kölner Krieg kein Parteigänger des Burgunderherzogs. Er diente der Stadt Köln 1474 als Hauptmann eines Fähnleins und beteiligte sich an der Eroberung der Feste Bachum.

1478 wurden die Einnahmen und die Zuständigkeiten neu vereinbart: Eberhard erhielt als kleineren Teil Amt und Schloss Richstein und die Vogtei Elsoff, während Johann die Ämter und Schlösser Wittgenstein und Berleburg, das Amt Erntebrück und die Zeche Banfe zufielen.[4] Allerdings verzichtete der Bruder Johann bereits im folgenden Jahr auf die Herrschaft und Eberhard übernahm die gesamte Grafschaft Wittgenstein. 1493 wurde diese dann endgültig als Lehen den Landgrafen von Hessen aufgetragen und von Kaiser Maximilian I. bestätigt. Wittgenstein erhielt dafür 29 Gulden Manngeld jährlich.

Als Graf Eberhard I. 1494 starb, waren seine Söhne noch minderjährig. Die Regierung in der Grafschaft wurde deshalb von seiner Witwe Margarete übernommen, bis sie sich um 1506 auf ihren Witwensitz auf Schloss Berleburg zurückzog. 
von Sayn-Wittgenstein, Graf Eberhard I. (I62117)
 
50122 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eberstein_(südwestdeutsches_Adelsgeschlecht)

Die Grafen von Eberstein waren ein schwäbisches Adelsgeschlecht, das von 1085 bis ins 13. Jahrhundert auf der heute als Alt-Eberstein bekannten Burg beim heutigen Baden-Badener Stadtteil Ebersteinburg residierte und anschließend, bis zum Erlöschen der Familie im Mannesstamm im Jahr 1660, auf Neu Eberstein bei Gernsbach. Sie gründeten mehrere Städte und Klöster und machten aus dem vorher kaum besiedelten Murgtal eine blühende Herrschaft. Eingezwängt zwischen den bedeutender werdenden Herrschaften Baden und Württemberg mussten sie jedoch stetig gegen den Niedergang kämpfen. Die Besitztümer fielen an Baden, das Hochstift Speyer und an Württemberg

1085–1250: Aufstieg und Blütezeit
In einem Schenkungsbrief aus dem Jahr 1085 an das Kloster Reichenbach erscheinen Berthold von Eberstein und seine Söhne Berthold und Eberhard als Zeugen. Zu dieser Zeit verlegten sie ihren Wohnsitz aus der Rheinebene (dort gehörten ihnen zehn Orte im Raum Sinzheim und Ottersweier) auf Burg Eberstein (Alt-Eberstein), eine Höhenburg am Übergang vom Rhein- zum Murgtal. Nach 1102 erhielten sie Besitztümer im Murgtal vom Bistum Speyer zu Lehen, während das benachbarte Oostal den Markgrafen von Baden zufiel, deren Stammsitz Schloss Hohenbaden nur zwei Kilometer von Alt-Eberstein entfernt steht. Die Blütezeit der Grafen erstreckte sich allerdings nur über die relativ kurze Zeitspanne von rund hundert Jahren (1150 bis 1250). Es gelang ihnen zunächst den Besitz durch einträgliche Eheschließungen zu vermehren, sodass man schließlich über eine stattliche Herrschaft verfügte, zu der auch die Schauenburg bei Oberkirch gehörte.

Berthold III. stiftete 1149/50 zusammen mit seiner Gemahlin Uta von Lauffen das Zisterzienserkloster Herrenalb, das den Ebersteinern als Hauskloster diente. 1180 gründeten Bertholds Sohn Eberhard III. und seine Mutter Uta auch noch das Kloster Frauenalb. Neben der Frömmigkeit stand bei solchen Klosterstiftungen das pragmatische Ziel der Versorgung von Familienangehörigen im Blickpunkt.

Zu Beginn des 13. Jahrhunderts hatten die Ebersteiner Besitz im Elsass, in der Ortenau, in den Tälern von Murg, Alb und Pfinz sowie im Kraichgau. Der gesellschaftliche Aufstieg der Ebersteiner drückte sich nicht nur in Heiratsverbindungen zu den vornehmsten Geschlechtern Südwestdeutschlands, sondern auch in dem Grafentitel aus, den die Brüder Eberhard IV. († 1263) und Otto I. (1207–1279) seit etwa 1230 in ihren Siegeln führten.[1]

1241 wurde das Kloster Rosenthal durch den genannten Grafen Eberhard IV., Burgherr zu Stauf, und seine Gemahlin Adelheid von Sayn gestiftet.

1219–1387: Niedergang
1219 kam es zur Teilung der Besitztümer zwischen den Brüdern Eberhard IV. und Otto I. In den Folgejahren gründeten die Ebersteiner zwar noch fünf Städte (Gernsbach, Kuppenheim, Neuburg am Rhein, Bretten und Gochsheim im Kraichgau), doch mit den Finanzen der Grafen stand es nicht zum Besten. Dies zeigte sich deutlich im Jahre 1240, als Kunigunde von Eberstein den Markgrafen Rudolf I. von Baden heiratete. Da die Finanzmittel für die Mitgift nicht ausreichten, musste Otto I. den Badenern die Hälfte der Stammburg Alt-Eberstein überlassen. Die Ebersteiner verlegten ihren Sitz in die 1272 erstmals erwähnte Burg Neu-Eberstein (heute Schloss Eberstein) oberhalb von Gernsbach. Die andere Hälfte der Burg Alt-Eberstein ging 1283 durch Verkauf ebenfalls an die Markgrafen von Baden. Dass es zu einem schnellen Niedergang der Ebersteiner kam, war sicherlich auch der Großzügigkeit und Freigiebigkeit gegenüber den beiden Hausklöstern Herrenalb und Frauenalb zuzuschreiben. Darüber hinaus mussten die zumeist mit großem Kinderreichtum gesegneten Ebersteiner stets beträchtliche Mittel für die Ausstattung der Töchter bereitstellen.

Besiegelt wurde das Schicksal der Ebersteiner durch Graf Wolf(ram) von Eberstein (1360 bis etwa 1395), der dafür sorgte, dass ein Großteil der verbliebenen Besitztümer des Hauses verloren ging. Der streitlustige Wolf hatte sich letztlich hoffnungslos verschuldet, wozu vor allem eine 20-jährige Fehde mit Graf Eberhard II. von Württemberg beitrug. Waldangelloch kam 1363 in den Besitz der Herren von Angelach. 1387 verkaufte Eberhard die Hälfte der Grafschaft und die Hälfte der Burg Neu-Eberstein für 8000 Gulden an Markgraf Rudolf VII. von Baden. Die Grafen von Eberstein nahmen derweil noch grundherrliche Rechte in ihren verbliebenen Ländereien wahr, konnten jedoch keine Bedeutung mehr als Territorialherren erlangen.

Graf Wilhelm IV. von Eberstein (1497–1562) führte in seinem Herrschaftsgebiet 1556 offiziell die Reformation ein, die andere Linie der Grafen blieb altgläubig. Seine Söhne Philipp II. (1523–1589) und Otto IV. (1533–1576) hatten keine männlichen Nachkommen; Ottos Töchter heirateten Sprosse der katholischen Grafen von Wolkenstein und Grafen von Gronsfeld. Diese klagten nach Philipps Tod gegen den Übergang der Herrschaft auf die reformierten Grafen der überlebenden, jüngeren Eberstein-Linie und erhielten im Dreißigjährigen Krieg große Teile der Grafschaft Eberstein.

Erlöschen des Geschlechts im 17. Jahrhundert

Innenhof von Schloss Gochsheim
Nach dem Aussterben derer von Angelach 1608 zog der reformierte Philipp III. von Eberstein, der noch Herr über Gochsheim und Ländereien in Lothringen war, den Besitz in Waldangelloch wieder an sich. Im Mannesstamm starb das Geschlecht jedoch schon rund 50 Jahre später endgültig mit dem Tod des erst 21-jährigen Grafen Casimir von Eberstein (* 19. April 1639; † 22. Dezember 1660) im Jahr 1660 aus. Seine Frau Marie Eleonore von Nassau-Weilburg (* 12. August 1636 in Metz; † 16. Dezember 1678 in Gochsheim) hatte er erst am 5. Mai desselben Jahres in Idstein geheiratet. Seine Tochter Albertina Sophia Esther (* 20. Mai 1661 in Gochsheim; † 24. Mai 1728), die den vor ihrer Geburt verstorbenen Vater nie kennengelernt hatte, heiratete wenige Wochen nach dem Tod der Mutter am 9. Februar 1679 Herzog Friedrich August von Württemberg-Neuenstadt (1654–1716) und brachte die letzten Liegenschaften der Familie in Gochsheim und Waldangelloch mit in die Ehe ein. Das Paar residierte zeitweilig im Schloss Gochsheim. Die Ehe blieb trotz 14 Kindern ohne überlebende männliche Nachkommen. Die Besitztümer fielen an das Haus Württemberg. 
von Eberstein, Eberhard (I11710)
 
50123 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Effinger_(Patrizierfamilie)

Effinger (Patrizierfamilie)

Die Familie Effinger ist eine aus Brugg stammende, vermutlich aus Effingen zugewanderte Notabelnfamilie. Es existierten Zweige in Bern und Zürich.

Geschichte
Hans Friedrich von Effingen gilt als Stammvater der Effinger. Sein Sohn Johannes Effinger (I.) wird von 1361 bis 1382 als Burger von Brugg erwähnt. Das Geschlecht gehörte zum Umfeld der habsburgisch-laufenburgischen Ministerialen in Brugg und stellte ab dem ausgehenden 14. Jahrhundert mehrfach den Schultheissen der Stadt.

1483/84 kaufte Kaspar Effinger die Herrschaft Wildegg samt dazugehörigen Gütern und Rechten und erwarb gleichzeitig das Burgerrecht der Stadt Bern. Damit wurde er zum Begründer der Wildegger Linie des Geschlechts. Die Effinger vererbten diesen Besitz elf Generationen weiter. 1552 brannte die Burg infolge Blitzeinschlags fast vollständig aus, nur das Mauerwerk blieb erhalten. Die Effinger gaben die Ruine jedoch nicht auf, sondern machten sie über Jahre hinweg wieder bewohnbar; ab 1684 bauten sie sie in ein barockes Wohnschloss um. Die Burg Wildegg und ihre zugehörigen Güter gingen 1830 in den Besitz der Familienkiste Effinger über. Das Schloss wurde im 19. Jahrhundert durch Nebengebäude ergänzt.

Ab dem 17. Jahrhundert gehörten die Effinger zum bernischen Patriziat. Angehörige der Familie besassen zeitweilig auch Schloss Kiesen, Schloss Wildenstein (Veltheim), die Wegmühle, das Rebgut Wingreis und die Campagne Rörswil.

Mit dem Tod von Pauline Adelheid Julia von Effinger (1837–1912), die auf dem Kernenberg den Grundstein für den Effingerhort legte, starb die Familie 1912 aus. Die Grablege der Familie befindet sich in der Kirche Holderbank. Julia vermachte das Schloss mit fast der gesamten Ausstattung sowie die dazugehörende Domäne der Eidgenossenschaft.

Der Zweig in Zürich erlosch 1590. 
Effinger von Wildegg, Juliana Margaretha (I61378)
 
50124 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Effinger_(Patrizierfamilie)

Effinger (Patrizierfamilie)

Die Familie Effinger ist eine aus Brugg stammende, vermutlich aus Effingen zugewanderte Notabelnfamilie. Es existierten Zweige in Bern und Zürich.

Geschichte
Hans Friedrich von Effingen gilt als Stammvater der Effinger. Sein Sohn Johannes Effinger (I.) wird von 1361 bis 1382 als Burger von Brugg erwähnt. Das Geschlecht gehörte zum Umfeld der habsburgisch-laufenburgischen Ministerialen in Brugg und stellte ab dem ausgehenden 14. Jahrhundert mehrfach den Schultheissen der Stadt.

1483/84 kaufte Kaspar Effinger die Herrschaft Wildegg samt dazugehörigen Gütern und Rechten und erwarb gleichzeitig das Burgerrecht der Stadt Bern. Damit wurde er zum Begründer der Wildegger Linie des Geschlechts. Die Effinger vererbten diesen Besitz elf Generationen weiter. 1552 brannte die Burg infolge Blitzeinschlags fast vollständig aus, nur das Mauerwerk blieb erhalten. Die Effinger gaben die Ruine jedoch nicht auf, sondern machten sie über Jahre hinweg wieder bewohnbar; ab 1684 bauten sie sie in ein barockes Wohnschloss um. Die Burg Wildegg und ihre zugehörigen Güter gingen 1830 in den Besitz der Familienkiste Effinger über. Das Schloss wurde im 19. Jahrhundert durch Nebengebäude ergänzt.

Ab dem 17. Jahrhundert gehörten die Effinger zum bernischen Patriziat. Angehörige der Familie besassen zeitweilig auch Schloss Kiesen, Schloss Wildenstein (Veltheim), die Wegmühle, das Rebgut Wingreis und die Campagne Rörswil.

Mit dem Tod von Pauline Adelheid Julia von Effinger (1837–1912), die auf dem Kernenberg den Grundstein für den Effingerhort legte, starb die Familie 1912 aus. Die Grablege der Familie befindet sich in der Kirche Holderbank. Julia vermachte das Schloss mit fast der gesamten Ausstattung sowie die dazugehörende Domäne der Eidgenossenschaft.

Der Zweig in Zürich erlosch 1590. 
Effinger, Johannes (I12715)
 
50125 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Effinger_(Patrizierfamilie)

Effinger (Patrizierfamilie)

Die Familie Effinger ist eine aus Brugg stammende, vermutlich aus Effingen zugewanderte Notabelnfamilie. Es existierten Zweige in Bern und Zürich.

Geschichte
Hans Friedrich von Effingen gilt als Stammvater der Effinger. Sein Sohn Johannes Effinger (I.) wird von 1361 bis 1382 als Burger von Brugg erwähnt. Das Geschlecht gehörte zum Umfeld der habsburgisch-laufenburgischen Ministerialen in Brugg und stellte ab dem ausgehenden 14. Jahrhundert mehrfach den Schultheissen der Stadt.

1483/84 kaufte Kaspar Effinger die Herrschaft Wildegg samt dazugehörigen Gütern und Rechten und erwarb gleichzeitig das Burgerrecht der Stadt Bern. Damit wurde er zum Begründer der Wildegger Linie des Geschlechts. Die Effinger vererbten diesen Besitz elf Generationen weiter. 1552 brannte die Burg infolge Blitzeinschlags fast vollständig aus, nur das Mauerwerk blieb erhalten. Die Effinger gaben die Ruine jedoch nicht auf, sondern machten sie über Jahre hinweg wieder bewohnbar; ab 1684 bauten sie sie in ein barockes Wohnschloss um. Die Burg Wildegg und ihre zugehörigen Güter gingen 1830 in den Besitz der Familienkiste Effinger über. Das Schloss wurde im 19. Jahrhundert durch Nebengebäude ergänzt.

Ab dem 17. Jahrhundert gehörten die Effinger zum bernischen Patriziat. Angehörige der Familie besassen zeitweilig auch Schloss Kiesen, Schloss Wildenstein (Veltheim), die Wegmühle, das Rebgut Wingreis und die Campagne Rörswil.

Mit dem Tod von Pauline Adelheid Julia von Effinger (1837–1912), die auf dem Kernenberg den Grundstein für den Effingerhort legte, starb die Familie 1912 aus. Die Grablege der Familie befindet sich in der Kirche Holderbank. Julia vermachte das Schloss mit fast der gesamten Ausstattung sowie die dazugehörende Domäne der Eidgenossenschaft.

Der Zweig in Zürich erlosch 1590. 
Effinger, Junker Friedrich (I12713)
 
50126 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Effinger_(Patrizierfamilie)

Effinger (Patrizierfamilie)

Die Familie Effinger ist eine aus Brugg stammende, vermutlich aus Effingen zugewanderte Notabelnfamilie. Es existierten Zweige in Bern und Zürich.

Geschichte
Hans Friedrich von Effingen gilt als Stammvater der Effinger. Sein Sohn Johannes Effinger (I.) wird von 1361 bis 1382 als Burger von Brugg erwähnt. Das Geschlecht gehörte zum Umfeld der habsburgisch-laufenburgischen Ministerialen in Brugg und stellte ab dem ausgehenden 14. Jahrhundert mehrfach den Schultheissen der Stadt.

1483/84 kaufte Kaspar Effinger die Herrschaft Wildegg samt dazugehörigen Gütern und Rechten und erwarb gleichzeitig das Burgerrecht der Stadt Bern. Damit wurde er zum Begründer der Wildegger Linie des Geschlechts. Die Effinger vererbten diesen Besitz elf Generationen weiter. 1552 brannte die Burg infolge Blitzeinschlags fast vollständig aus, nur das Mauerwerk blieb erhalten. Die Effinger gaben die Ruine jedoch nicht auf, sondern machten sie über Jahre hinweg wieder bewohnbar; ab 1684 bauten sie sie in ein barockes Wohnschloss um. Die Burg Wildegg und ihre zugehörigen Güter gingen 1830 in den Besitz der Familienkiste Effinger über. Das Schloss wurde im 19. Jahrhundert durch Nebengebäude ergänzt.

Ab dem 17. Jahrhundert gehörten die Effinger zum bernischen Patriziat. Angehörige der Familie besassen zeitweilig auch Schloss Kiesen, Schloss Wildenstein (Veltheim), die Wegmühle, das Rebgut Wingreis und die Campagne Rörswil.

Mit dem Tod von Pauline Adelheid Julia von Effinger (1837–1912), die auf dem Kernenberg den Grundstein für den Effingerhort legte, starb die Familie 1912 aus. Die Grablege der Familie befindet sich in der Kirche Holderbank. Julia vermachte das Schloss mit fast der gesamten Ausstattung sowie die dazugehörende Domäne der Eidgenossenschaft.

Der Zweig in Zürich erlosch 1590. 
Effinger, Heinrich (I12711)
 
50127 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Effinger_(Patrizierfamilie)

Effinger (Patrizierfamilie)

Die Familie Effinger ist eine aus Brugg stammende, vermutlich aus Effingen zugewanderte Notabelnfamilie. Es existierten Zweige in Bern und Zürich.

Geschichte
Hans Friedrich von Effingen gilt als Stammvater der Effinger. Sein Sohn Johannes Effinger (I.) wird von 1361 bis 1382 als Burger von Brugg erwähnt. Das Geschlecht gehörte zum Umfeld der habsburgisch-laufenburgischen Ministerialen in Brugg und stellte ab dem ausgehenden 14. Jahrhundert mehrfach den Schultheissen der Stadt.

1483/84 kaufte Kaspar Effinger die Herrschaft Wildegg samt dazugehörigen Gütern und Rechten und erwarb gleichzeitig das Burgerrecht der Stadt Bern. Damit wurde er zum Begründer der Wildegger Linie des Geschlechts. Die Effinger vererbten diesen Besitz elf Generationen weiter. 1552 brannte die Burg infolge Blitzeinschlags fast vollständig aus, nur das Mauerwerk blieb erhalten. Die Effinger gaben die Ruine jedoch nicht auf, sondern machten sie über Jahre hinweg wieder bewohnbar; ab 1684 bauten sie sie in ein barockes Wohnschloss um. Die Burg Wildegg und ihre zugehörigen Güter gingen 1830 in den Besitz der Familienkiste Effinger über. Das Schloss wurde im 19. Jahrhundert durch Nebengebäude ergänzt.

Ab dem 17. Jahrhundert gehörten die Effinger zum bernischen Patriziat. Angehörige der Familie besassen zeitweilig auch Schloss Kiesen, Schloss Wildenstein (Veltheim), die Wegmühle, das Rebgut Wingreis und die Campagne Rörswil.

Mit dem Tod von Pauline Adelheid Julia von Effinger (1837–1912), die auf dem Kernenberg den Grundstein für den Effingerhort legte, starb die Familie 1912 aus. Die Grablege der Familie befindet sich in der Kirche Holderbank. Julia vermachte das Schloss mit fast der gesamten Ausstattung sowie die dazugehörende Domäne der Eidgenossenschaft.

Der Zweig in Zürich erlosch 1590. 
Effinger, Balthasar (I12709)
 
50128 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Effinger_(Patrizierfamilie)

Effinger (Patrizierfamilie)

Die Familie Effinger ist eine aus Brugg stammende, vermutlich aus Effingen zugewanderte Notabelnfamilie. Es existierten Zweige in Bern und Zürich.

Geschichte
Hans Friedrich von Effingen gilt als Stammvater der Effinger. Sein Sohn Johannes Effinger (I.) wird von 1361 bis 1382 als Burger von Brugg erwähnt. Das Geschlecht gehörte zum Umfeld der habsburgisch-laufenburgischen Ministerialen in Brugg und stellte ab dem ausgehenden 14. Jahrhundert mehrfach den Schultheissen der Stadt.

1483/84 kaufte Kaspar Effinger die Herrschaft Wildegg samt dazugehörigen Gütern und Rechten und erwarb gleichzeitig das Burgerrecht der Stadt Bern. Damit wurde er zum Begründer der Wildegger Linie des Geschlechts. Die Effinger vererbten diesen Besitz elf Generationen weiter. 1552 brannte die Burg infolge Blitzeinschlags fast vollständig aus, nur das Mauerwerk blieb erhalten. Die Effinger gaben die Ruine jedoch nicht auf, sondern machten sie über Jahre hinweg wieder bewohnbar; ab 1684 bauten sie sie in ein barockes Wohnschloss um. Die Burg Wildegg und ihre zugehörigen Güter gingen 1830 in den Besitz der Familienkiste Effinger über. Das Schloss wurde im 19. Jahrhundert durch Nebengebäude ergänzt.

Ab dem 17. Jahrhundert gehörten die Effinger zum bernischen Patriziat. Angehörige der Familie besassen zeitweilig auch Schloss Kiesen, Schloss Wildenstein (Veltheim), die Wegmühle, das Rebgut Wingreis und die Campagne Rörswil.

Mit dem Tod von Pauline Adelheid Julia von Effinger (1837–1912), die auf dem Kernenberg den Grundstein für den Effingerhort legte, starb die Familie 1912 aus. Die Grablege der Familie befindet sich in der Kirche Holderbank. Julia vermachte das Schloss mit fast der gesamten Ausstattung sowie die dazugehörende Domäne der Eidgenossenschaft.

Der Zweig in Zürich erlosch 1590. 
Effinger von Wildegg, Christof (I12702)
 
50129 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Effinger_(Patrizierfamilie)

Effinger (Patrizierfamilie)

Die Familie Effinger ist eine aus Brugg stammende, vermutlich aus Effingen zugewanderte Notabelnfamilie. Es existierten Zweige in Bern und Zürich.

Geschichte
Hans Friedrich von Effingen gilt als Stammvater der Effinger. Sein Sohn Johannes Effinger (I.) wird von 1361 bis 1382 als Burger von Brugg erwähnt. Das Geschlecht gehörte zum Umfeld der habsburgisch-laufenburgischen Ministerialen in Brugg und stellte ab dem ausgehenden 14. Jahrhundert mehrfach den Schultheissen der Stadt.

1483/84 kaufte Kaspar Effinger die Herrschaft Wildegg samt dazugehörigen Gütern und Rechten und erwarb gleichzeitig das Burgerrecht der Stadt Bern. Damit wurde er zum Begründer der Wildegger Linie des Geschlechts. Die Effinger vererbten diesen Besitz elf Generationen weiter. 1552 brannte die Burg infolge Blitzeinschlags fast vollständig aus, nur das Mauerwerk blieb erhalten. Die Effinger gaben die Ruine jedoch nicht auf, sondern machten sie über Jahre hinweg wieder bewohnbar; ab 1684 bauten sie sie in ein barockes Wohnschloss um. Die Burg Wildegg und ihre zugehörigen Güter gingen 1830 in den Besitz der Familienkiste Effinger über. Das Schloss wurde im 19. Jahrhundert durch Nebengebäude ergänzt.

Ab dem 17. Jahrhundert gehörten die Effinger zum bernischen Patriziat. Angehörige der Familie besassen zeitweilig auch Schloss Kiesen, Schloss Wildenstein (Veltheim), die Wegmühle, das Rebgut Wingreis und die Campagne Rörswil.

Mit dem Tod von Pauline Adelheid Julia von Effinger (1837–1912), die auf dem Kernenberg den Grundstein für den Effingerhort legte, starb die Familie 1912 aus. Die Grablege der Familie befindet sich in der Kirche Holderbank. Julia vermachte das Schloss mit fast der gesamten Ausstattung sowie die dazugehörende Domäne der Eidgenossenschaft.

Der Zweig in Zürich erlosch 1590. 
Effinger, Johann (I59605)
 
50130 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Effinger_(Patrizierfamilie)

Effinger (Patrizierfamilie)

Die Familie Effinger ist eine aus Brugg stammende, vermutlich aus Effingen zugewanderte Notabelnfamilie. Es existierten Zweige in Bern und Zürich.

Geschichte
Hans Friedrich von Effingen gilt als Stammvater der Effinger. Sein Sohn Johannes Effinger (I.) wird von 1361 bis 1382 als Burger von Brugg erwähnt. Das Geschlecht gehörte zum Umfeld der habsburgisch-laufenburgischen Ministerialen in Brugg und stellte ab dem ausgehenden 14. Jahrhundert mehrfach den Schultheissen der Stadt.

1483/84 kaufte Kaspar Effinger die Herrschaft Wildegg samt dazugehörigen Gütern und Rechten und erwarb gleichzeitig das Burgerrecht der Stadt Bern. Damit wurde er zum Begründer der Wildegger Linie des Geschlechts. Die Effinger vererbten diesen Besitz elf Generationen weiter. 1552 brannte die Burg infolge Blitzeinschlags fast vollständig aus, nur das Mauerwerk blieb erhalten. Die Effinger gaben die Ruine jedoch nicht auf, sondern machten sie über Jahre hinweg wieder bewohnbar; ab 1684 bauten sie sie in ein barockes Wohnschloss um. Die Burg Wildegg und ihre zugehörigen Güter gingen 1830 in den Besitz der Familienkiste Effinger über. Das Schloss wurde im 19. Jahrhundert durch Nebengebäude ergänzt.

Ab dem 17. Jahrhundert gehörten die Effinger zum bernischen Patriziat. Angehörige der Familie besassen zeitweilig auch Schloss Kiesen, Schloss Wildenstein (Veltheim), die Wegmühle, das Rebgut Wingreis und die Campagne Rörswil.

Mit dem Tod von Pauline Adelheid Julia von Effinger (1837–1912), die auf dem Kernenberg den Grundstein für den Effingerhort legte, starb die Familie 1912 aus. Die Grablege der Familie befindet sich in der Kirche Holderbank. Julia vermachte das Schloss mit fast der gesamten Ausstattung sowie die dazugehörende Domäne der Eidgenossenschaft.

Der Zweig in Zürich erlosch 1590. 
Effinger, Johann Jakob (I59606)
 
50131 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Effinger_(Patrizierfamilie)

Effinger (Patrizierfamilie)

Die Familie Effinger ist eine aus Brugg stammende, vermutlich aus Effingen zugewanderte Notabelnfamilie. Es existierten Zweige in Bern und Zürich.

Geschichte
Hans Friedrich von Effingen gilt als Stammvater der Effinger. Sein Sohn Johannes Effinger (I.) wird von 1361 bis 1382 als Burger von Brugg erwähnt. Das Geschlecht gehörte zum Umfeld der habsburgisch-laufenburgischen Ministerialen in Brugg und stellte ab dem ausgehenden 14. Jahrhundert mehrfach den Schultheissen der Stadt.

1483/84 kaufte Kaspar Effinger die Herrschaft Wildegg samt dazugehörigen Gütern und Rechten und erwarb gleichzeitig das Burgerrecht der Stadt Bern. Damit wurde er zum Begründer der Wildegger Linie des Geschlechts. Die Effinger vererbten diesen Besitz elf Generationen weiter. 1552 brannte die Burg infolge Blitzeinschlags fast vollständig aus, nur das Mauerwerk blieb erhalten. Die Effinger gaben die Ruine jedoch nicht auf, sondern machten sie über Jahre hinweg wieder bewohnbar; ab 1684 bauten sie sie in ein barockes Wohnschloss um. Die Burg Wildegg und ihre zugehörigen Güter gingen 1830 in den Besitz der Familienkiste Effinger über. Das Schloss wurde im 19. Jahrhundert durch Nebengebäude ergänzt.

Ab dem 17. Jahrhundert gehörten die Effinger zum bernischen Patriziat. Angehörige der Familie besassen zeitweilig auch Schloss Kiesen, Schloss Wildenstein (Veltheim), die Wegmühle, das Rebgut Wingreis und die Campagne Rörswil.

Mit dem Tod von Pauline Adelheid Julia von Effinger (1837–1912), die auf dem Kernenberg den Grundstein für den Effingerhort legte, starb die Familie 1912 aus. Die Grablege der Familie befindet sich in der Kirche Holderbank. Julia vermachte das Schloss mit fast der gesamten Ausstattung sowie die dazugehörende Domäne der Eidgenossenschaft.

Der Zweig in Zürich erlosch 1590. 
Effinger, Hans (I59608)
 
50132 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Effinger_(Patrizierfamilie)

Effinger (Patrizierfamilie)

Die Familie Effinger ist eine aus Brugg stammende, vermutlich aus Effingen zugewanderte Notabelnfamilie. Es existierten Zweige in Bern und Zürich.

Geschichte
Hans Friedrich von Effingen gilt als Stammvater der Effinger. Sein Sohn Johannes Effinger (I.) wird von 1361 bis 1382 als Burger von Brugg erwähnt. Das Geschlecht gehörte zum Umfeld der habsburgisch-laufenburgischen Ministerialen in Brugg und stellte ab dem ausgehenden 14. Jahrhundert mehrfach den Schultheissen der Stadt.

1483/84 kaufte Kaspar Effinger die Herrschaft Wildegg samt dazugehörigen Gütern und Rechten und erwarb gleichzeitig das Burgerrecht der Stadt Bern. Damit wurde er zum Begründer der Wildegger Linie des Geschlechts. Die Effinger vererbten diesen Besitz elf Generationen weiter. 1552 brannte die Burg infolge Blitzeinschlags fast vollständig aus, nur das Mauerwerk blieb erhalten. Die Effinger gaben die Ruine jedoch nicht auf, sondern machten sie über Jahre hinweg wieder bewohnbar; ab 1684 bauten sie sie in ein barockes Wohnschloss um. Die Burg Wildegg und ihre zugehörigen Güter gingen 1830 in den Besitz der Familienkiste Effinger über. Das Schloss wurde im 19. Jahrhundert durch Nebengebäude ergänzt.

Ab dem 17. Jahrhundert gehörten die Effinger zum bernischen Patriziat. Angehörige der Familie besassen zeitweilig auch Schloss Kiesen, Schloss Wildenstein (Veltheim), die Wegmühle, das Rebgut Wingreis und die Campagne Rörswil.

Mit dem Tod von Pauline Adelheid Julia von Effinger (1837–1912), die auf dem Kernenberg den Grundstein für den Effingerhort legte, starb die Familie 1912 aus. Die Grablege der Familie befindet sich in der Kirche Holderbank. Julia vermachte das Schloss mit fast der gesamten Ausstattung sowie die dazugehörende Domäne der Eidgenossenschaft.

Der Zweig in Zürich erlosch 1590. 
Effinger, Peter (I59613)
 
50133 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Effinger_(Patrizierfamilie)

Effinger (Patrizierfamilie)

Die Familie Effinger ist eine aus Brugg stammende, vermutlich aus Effingen zugewanderte Notabelnfamilie. Es existierten Zweige in Bern und Zürich.

Geschichte
Hans Friedrich von Effingen gilt als Stammvater der Effinger. Sein Sohn Johannes Effinger (I.) wird von 1361 bis 1382 als Burger von Brugg erwähnt. Das Geschlecht gehörte zum Umfeld der habsburgisch-laufenburgischen Ministerialen in Brugg und stellte ab dem ausgehenden 14. Jahrhundert mehrfach den Schultheissen der Stadt.

1483/84 kaufte Kaspar Effinger die Herrschaft Wildegg samt dazugehörigen Gütern und Rechten und erwarb gleichzeitig das Burgerrecht der Stadt Bern. Damit wurde er zum Begründer der Wildegger Linie des Geschlechts. Die Effinger vererbten diesen Besitz elf Generationen weiter. 1552 brannte die Burg infolge Blitzeinschlags fast vollständig aus, nur das Mauerwerk blieb erhalten. Die Effinger gaben die Ruine jedoch nicht auf, sondern machten sie über Jahre hinweg wieder bewohnbar; ab 1684 bauten sie sie in ein barockes Wohnschloss um. Die Burg Wildegg und ihre zugehörigen Güter gingen 1830 in den Besitz der Familienkiste Effinger über. Das Schloss wurde im 19. Jahrhundert durch Nebengebäude ergänzt.

Ab dem 17. Jahrhundert gehörten die Effinger zum bernischen Patriziat. Angehörige der Familie besassen zeitweilig auch Schloss Kiesen, Schloss Wildenstein (Veltheim), die Wegmühle, das Rebgut Wingreis und die Campagne Rörswil.

Mit dem Tod von Pauline Adelheid Julia von Effinger (1837–1912), die auf dem Kernenberg den Grundstein für den Effingerhort legte, starb die Familie 1912 aus. Die Grablege der Familie befindet sich in der Kirche Holderbank. Julia vermachte das Schloss mit fast der gesamten Ausstattung sowie die dazugehörende Domäne der Eidgenossenschaft.

Der Zweig in Zürich erlosch 1590. 
Effinger, Heinrich (I59615)
 
50134 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Effinger_(Patrizierfamilie)

Effinger (Patrizierfamilie)

Die Familie Effinger ist eine aus Brugg stammende, vermutlich aus Effingen zugewanderte Notabelnfamilie. Es existierten Zweige in Bern und Zürich.

Geschichte
Hans Friedrich von Effingen gilt als Stammvater der Effinger. Sein Sohn Johannes Effinger (I.) wird von 1361 bis 1382 als Burger von Brugg erwähnt. Das Geschlecht gehörte zum Umfeld der habsburgisch-laufenburgischen Ministerialen in Brugg und stellte ab dem ausgehenden 14. Jahrhundert mehrfach den Schultheissen der Stadt.

1483/84 kaufte Kaspar Effinger die Herrschaft Wildegg samt dazugehörigen Gütern und Rechten und erwarb gleichzeitig das Burgerrecht der Stadt Bern. Damit wurde er zum Begründer der Wildegger Linie des Geschlechts. Die Effinger vererbten diesen Besitz elf Generationen weiter. 1552 brannte die Burg infolge Blitzeinschlags fast vollständig aus, nur das Mauerwerk blieb erhalten. Die Effinger gaben die Ruine jedoch nicht auf, sondern machten sie über Jahre hinweg wieder bewohnbar; ab 1684 bauten sie sie in ein barockes Wohnschloss um. Die Burg Wildegg und ihre zugehörigen Güter gingen 1830 in den Besitz der Familienkiste Effinger über. Das Schloss wurde im 19. Jahrhundert durch Nebengebäude ergänzt.

Ab dem 17. Jahrhundert gehörten die Effinger zum bernischen Patriziat. Angehörige der Familie besassen zeitweilig auch Schloss Kiesen, Schloss Wildenstein (Veltheim), die Wegmühle, das Rebgut Wingreis und die Campagne Rörswil.

Mit dem Tod von Pauline Adelheid Julia von Effinger (1837–1912), die auf dem Kernenberg den Grundstein für den Effingerhort legte, starb die Familie 1912 aus. Die Grablege der Familie befindet sich in der Kirche Holderbank. Julia vermachte das Schloss mit fast der gesamten Ausstattung sowie die dazugehörende Domäne der Eidgenossenschaft.

Der Zweig in Zürich erlosch 1590. 
Effinger von Wildegg, Franz Christoph (I61389)
 
50135 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Effinger_(Patrizierfamilie)

Effinger (Patrizierfamilie)

Die Familie Effinger ist eine aus Brugg stammende, vermutlich aus Effingen zugewanderte Notabelnfamilie. Es existierten Zweige in Bern und Zürich.

Geschichte
Hans Friedrich von Effingen gilt als Stammvater der Effinger. Sein Sohn Johannes Effinger (I.) wird von 1361 bis 1382 als Burger von Brugg erwähnt. Das Geschlecht gehörte zum Umfeld der habsburgisch-laufenburgischen Ministerialen in Brugg und stellte ab dem ausgehenden 14. Jahrhundert mehrfach den Schultheissen der Stadt.

1483/84 kaufte Kaspar Effinger die Herrschaft Wildegg samt dazugehörigen Gütern und Rechten und erwarb gleichzeitig das Burgerrecht der Stadt Bern. Damit wurde er zum Begründer der Wildegger Linie des Geschlechts. Die Effinger vererbten diesen Besitz elf Generationen weiter. 1552 brannte die Burg infolge Blitzeinschlags fast vollständig aus, nur das Mauerwerk blieb erhalten. Die Effinger gaben die Ruine jedoch nicht auf, sondern machten sie über Jahre hinweg wieder bewohnbar; ab 1684 bauten sie sie in ein barockes Wohnschloss um. Die Burg Wildegg und ihre zugehörigen Güter gingen 1830 in den Besitz der Familienkiste Effinger über. Das Schloss wurde im 19. Jahrhundert durch Nebengebäude ergänzt.

Ab dem 17. Jahrhundert gehörten die Effinger zum bernischen Patriziat. Angehörige der Familie besassen zeitweilig auch Schloss Kiesen, Schloss Wildenstein (Veltheim), die Wegmühle, das Rebgut Wingreis und die Campagne Rörswil.

Mit dem Tod von Pauline Adelheid Julia von Effinger (1837–1912), die auf dem Kernenberg den Grundstein für den Effingerhort legte, starb die Familie 1912 aus. Die Grablege der Familie befindet sich in der Kirche Holderbank. Julia vermachte das Schloss mit fast der gesamten Ausstattung sowie die dazugehörende Domäne der Eidgenossenschaft.

Der Zweig in Zürich erlosch 1590. 
Effinger von Wildegg, Hans Thüring (I61391)
 
50136 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Effinger_(Patrizierfamilie)

Effinger (Patrizierfamilie)

Die Familie Effinger ist eine aus Brugg stammende, vermutlich aus Effingen zugewanderte Notabelnfamilie. Es existierten Zweige in Bern und Zürich.

Geschichte
Hans Friedrich von Effingen gilt als Stammvater der Effinger. Sein Sohn Johannes Effinger (I.) wird von 1361 bis 1382 als Burger von Brugg erwähnt. Das Geschlecht gehörte zum Umfeld der habsburgisch-laufenburgischen Ministerialen in Brugg und stellte ab dem ausgehenden 14. Jahrhundert mehrfach den Schultheissen der Stadt.

1483/84 kaufte Kaspar Effinger die Herrschaft Wildegg samt dazugehörigen Gütern und Rechten und erwarb gleichzeitig das Burgerrecht der Stadt Bern. Damit wurde er zum Begründer der Wildegger Linie des Geschlechts. Die Effinger vererbten diesen Besitz elf Generationen weiter. 1552 brannte die Burg infolge Blitzeinschlags fast vollständig aus, nur das Mauerwerk blieb erhalten. Die Effinger gaben die Ruine jedoch nicht auf, sondern machten sie über Jahre hinweg wieder bewohnbar; ab 1684 bauten sie sie in ein barockes Wohnschloss um. Die Burg Wildegg und ihre zugehörigen Güter gingen 1830 in den Besitz der Familienkiste Effinger über. Das Schloss wurde im 19. Jahrhundert durch Nebengebäude ergänzt.

Ab dem 17. Jahrhundert gehörten die Effinger zum bernischen Patriziat. Angehörige der Familie besassen zeitweilig auch Schloss Kiesen, Schloss Wildenstein (Veltheim), die Wegmühle, das Rebgut Wingreis und die Campagne Rörswil.

Mit dem Tod von Pauline Adelheid Julia von Effinger (1837–1912), die auf dem Kernenberg den Grundstein für den Effingerhort legte, starb die Familie 1912 aus. Die Grablege der Familie befindet sich in der Kirche Holderbank. Julia vermachte das Schloss mit fast der gesamten Ausstattung sowie die dazugehörende Domäne der Eidgenossenschaft.

Der Zweig in Zürich erlosch 1590. 
Effinger, Ursula (I61399)
 
50137 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Effinger_(Patrizierfamilie)

Effinger (Patrizierfamilie)

Die Familie Effinger ist eine aus Brugg stammende, vermutlich aus Effingen zugewanderte Notabelnfamilie. Es existierten Zweige in Bern und Zürich.

Geschichte
Hans Friedrich von Effingen gilt als Stammvater der Effinger. Sein Sohn Johannes Effinger (I.) wird von 1361 bis 1382 als Burger von Brugg erwähnt. Das Geschlecht gehörte zum Umfeld der habsburgisch-laufenburgischen Ministerialen in Brugg und stellte ab dem ausgehenden 14. Jahrhundert mehrfach den Schultheissen der Stadt.

1483/84 kaufte Kaspar Effinger die Herrschaft Wildegg samt dazugehörigen Gütern und Rechten und erwarb gleichzeitig das Burgerrecht der Stadt Bern. Damit wurde er zum Begründer der Wildegger Linie des Geschlechts. Die Effinger vererbten diesen Besitz elf Generationen weiter. 1552 brannte die Burg infolge Blitzeinschlags fast vollständig aus, nur das Mauerwerk blieb erhalten. Die Effinger gaben die Ruine jedoch nicht auf, sondern machten sie über Jahre hinweg wieder bewohnbar; ab 1684 bauten sie sie in ein barockes Wohnschloss um. Die Burg Wildegg und ihre zugehörigen Güter gingen 1830 in den Besitz der Familienkiste Effinger über. Das Schloss wurde im 19. Jahrhundert durch Nebengebäude ergänzt.

Ab dem 17. Jahrhundert gehörten die Effinger zum bernischen Patriziat. Angehörige der Familie besassen zeitweilig auch Schloss Kiesen, Schloss Wildenstein (Veltheim), die Wegmühle, das Rebgut Wingreis und die Campagne Rörswil.

Mit dem Tod von Pauline Adelheid Julia von Effinger (1837–1912), die auf dem Kernenberg den Grundstein für den Effingerhort legte, starb die Familie 1912 aus. Die Grablege der Familie befindet sich in der Kirche Holderbank. Julia vermachte das Schloss mit fast der gesamten Ausstattung sowie die dazugehörende Domäne der Eidgenossenschaft.

Der Zweig in Zürich erlosch 1590. 
Effinger von Wildegg, Bernhard (I61400)
 
50138 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eleonore_von_Aquitanien (Okt 2017)

Eleonore von Aquitanien (okzitanisch: Aleonòr d’Aquitània, französisch: Aliénor oder Éléonore d’Aquitaine; auch Éléonore de Guyenne; * um 1122 in Poitiers im Poitou; † 1. April 1204 im Kloster Fontevrault in Frankreich) war Herzogin von Aquitanien, durch Heirat erst Königin von Frankreich (1137–1152), dann Königin von England (1154–1189) und eine der einflussreichsten Frauen des Mittelalters.
Eleonore entstammte der Dynastie der Herzöge von Aquitanien, Nachfolger karolingischer Könige von Aquitanien und Herrscher über das größte Herzogtum auf französischem Boden. Durch die Ehe Eleonores mit dem französischen Thronfolger Ludwig gelang es der französischen Krone, Territorialherrschaften wieder enger an sich zu binden, die seit der Karolingerzeit zunehmend selbständiger und autonomer geworden waren. Die Auflösung der Ehe mit Ludwig VII. gilt als eine der folgenreichsten Trennungen der Geschichte, da sie eine Entwicklung in Gang setzte, die zu einem mehr als 300 Jahre währenden Konflikt zwischen dem englischen und französischen Königreich führte. Kurz nach der Annullierung der Ehe mit dem französischen König heiratete Eleonore den jungen Heinrich Plantagenet, den Herzog von Anjou und der Normandie, der gleichzeitig Anwärter auf die englische Krone war. Zwei Jahre später wurden Heinrich und Eleonore als englische Monarchen gekrönt. Heinrichs Politik zielte auf eine Konsolidierung der im Besitz der Familie befindlichen Territorien zu einem Herrschaftsgebiet ab, das heute als angevinisches Reich bezeichnet wird. Dabei kam erneut den Territorialherrschaften, die Eleonore in die Ehe einbrachte, eine Schlüsselfunktion zu. Ihr Biograf Ralph V. Turner weist jedoch darauf hin, dass Eleonores Handlungen belegen, dass sie sich als Erbin des Throns von Aquitanien berufen und berechtigt fühlte, ihr eigenes Herzogtum zu regieren und entschlossen war zu verhindern, dass es seiner eigenen Identität beraubt und in das Reich ihres Mannes eingegliedert würde.[1]
Die Ehe zwischen Eleonore und Heinrich war nicht zuletzt wegen Eleonores Anspruch auf eigenständige Machtausübung konfliktreich. Nachdem Eleonore sich in den Jahren 1173/1174 der Rebellion dreier ihrer Söhne gegen den Vater angeschlossen hatte, stellte Heinrich sie 15 Jahre lang unter Hausarrest. Nach dem Tode ihres Ehemannes im Jahr 1189, während der Herrschaft ihrer beiden überlebenden Söhne Richard Löwenherz und Johann Ohneland, nahm sie erneut eine bedeutende politische Rolle wahr.
Um die Person Eleonores begannen sich bereits zu ihren Lebzeiten Mythen und Legenden zu bilden und sie wurde des Ehebruchs mit ihrem Onkel bezichtigt. Über viele Jahrhunderte galt sie als das Beispiel einer machthungrigen, intriganten Herrscherin. Dieses Bild hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Nicht zuletzt nachdem sie durch den Film Der Löwe im Winter Einzug in die Populärkultur hielt, wurde sie zur Hauptfigur zahlreicher belletristischer Werke, die sie zu einer Gönnerin von Dichtern und Minnesängern stilisierten, für die die historischen Quellen aber in diesem Maße keinen Anhalt bieten.[2] Die insgesamt dürftige Quellenlage macht es allerdings schwer, der historischen Person Eleonore gerecht zu werden. Historiker wie Ralph V. Turner sehen als Leitmotiv ihres Lebens ihren Willen, ihre Rolle als Königin wahrzunehmen und ihre Entschlossenheit, die Integrität ihres Herzogtums Aquitanien zu wahren.

Name
Gemäß Gottfried von Vigeois wurde Eleonore von Aquitanien auf den Namen Alienor getauft. Dieser Taufname leitet sich nach diesem Chronisten von alia-Aenòr („die andere Aenòr“) ab, um sie von ihrer Mutter zu unterscheiden.[3] Die Historikerin Daniela Laube weist allerdings angesichts der unterschiedlichen Schreibweisen des Namens in Urkunden und zeitgenössischen Chroniken darauf hin, dass die genaue Form des Namens zu Eleonores Lebenszeiten nicht feststand und der Name unterschiedlich verwendet wurde. So bezeichnet Abt Suger sie als Aanor, die Chronik von Morigni als Aenordis; später wird sie Alienor, gelegentlich auch Helnienordis genannt.[4] Hier wird im Folgenden die im deutschen Sprachraum übliche Form Eleonore verwendet.
Quellen
Kein Zeitgenosse Eleonores hat schriftliche Zeugnisse hinterlassen, die im heutigen Sinne einer Biografie entsprechen würden. Quellen zu ihrem Leben sind zu einem großen Teil Annalen und Chroniken, die überwiegend von Geistlichen oder seltener von weltlichen Schreibern aus dem Umfeld des Königshofes verfasst wurden. Aus Eleonores Herzogtum Aquitanien sind nur sehr wenige Chroniken erhalten geblieben und diese konzentrieren sich überwiegend auf die Ereignisse im Umfeld einzelner Klöster. Zeitgenössische Chroniken aus dem Umfeld des französischen Königshofs gehen nach dem Urteil des Historikers Ralph Turner überraschend wenig auf Eleonores Zeit an der Seite Ludwigs VII. ein: Ihr Ruf hatte so gelitten, dass die Kirchenmänner offensichtlich versuchten, sie aus der geschichtlichen Erinnerung zu tilgen.[5] Die wichtigsten Quellen zum Leben Eleonores stammen von einer Gruppe englischer Schreiber. Zu den weltlichen Schreibern in dieser Gruppe zählen Roger von Hoveden, Walter Map, Radulfus de Diceto, Giraldus Cambrensis und Radulfus Niger. Roger von Hoveden und Radulfus de Diceto, die dem englischen Königshof nahe standen, urteilen überwiegend neutral über Eleonore. Walter Map und Gerald von Wales verfassten satirische Texte über das Leben am englischen Königshofe, in denen häufig Rhetorik und Polemik den Sieg über die Tatsachen davontrugen.[6] Insbesondere Giraldus, der am englischen Königshof keinen Förderer gefunden hatte, polemisierte in seiner Schrift hämisch und bösartig gegen alle Mitglieder der Plantagenet-Familie. Radulfus Niger begrenzte dagegen in seinen zwei Chroniken seine wertende Kritik auf Heinrich.[6]
Vier weitere zeitgenössische oder zeitnahe Schreiber waren Klosterchronisten: Gervasius von Canterbury, Radulph von Coggeshall, Richard of Devizes und Wilhelm von Newburgh. Das Bild, das diese klösterlichen Chronisten von der königlichen Familie zeichnen, war von der Ermordung Thomas Becketts beeinflusst und führte zu einer grundsätzlichen Unterstellung eines unmoralischen Lebenswandels aller Mitglieder der königlichen Familie.[7] Lediglich Richard of Devizes bewundert auch Ausdauer und Konsequenz, mit der Eleonore sich für Richard Löwenherz während seiner Kreuzzugszeit einsetzte.[7] Allen kirchlichen Schreibern war ein tiefes Unbehagen bezüglich des Machtanspruchs Eleonores gemeinsam. Im Rollenverständnis war jegliche Ausübung öffentlicher Macht durch eine Frau „unweiblich“ und damit unnatürlich und ungehörig. Ralph V. Turner schreibt dazu:
„So brauchen wir uns nicht darüber zu wundern, dass das Bild, das [die Chronisten] uns von ihr hinterlassen haben, mit Tupfern des Bösen gesprenkelt ist, die sich im Lauf der Jahrhunderte zu einer dauerhaften „schwarzen Legende“ verdichteten.“[8]

Abstammung
Eleonore von Aquitanien stammt väterlicherseits von Herzog Wilhelm IX. von Aquitanien, ihrem Großvater, ab. Dieser war in zweiter Ehe mit Philippa von Toulouse, Tochter von Wilhelm IV. von Toulouse, verheiratet.[9] Da beide Brüder Philippas kinderlos verstorben waren, war Philippa die rechtmäßige Erbin der an Aquitanien angrenzenden Grafschaft Toulouse, woraus sich der später zu zahlreichen Konflikten führende Anspruch Eleonores auf diese Grafschaft ableitete. Philippas Onkel Raimund von Toulouse hatte nach dem Tod von Philippas Vater die Grafschaft Toulouse usurpiert und Wilhelm war es nur für kurze Zeit gelungen, das Erbe seiner Frau zurückzuerobern bevor dieses erneut an die Grafen von Toulouse zurückfiel.[10]
Der Hof, den Wilhelm IX. in Poitiers führte, stand in dem Ruf, einer der kultiviertesten in Europa zu sein.[11] Er war Vorreiter in einem Wandel, bei dem der ritterliche Nachwuchs nicht nur im Gebrauch von Waffen, sondern auch in höfischen Manieren und möglicherweise klassischer Bildung unterrichtet wurde. Eleonore wuchs dadurch in einer Umgebung auf, die sich erheblich von der Lebenswelt ihrer beiden späteren Ehemänner unterschied.[12] Von ihrem Großvater sind elf in Langue d’oc verfafasste Minnegesänge überliefert, was ihm die Bezeichnung „Troubador-Herzog“ einbrachte. Die Hälfte dieser Gesänge verspotten frivol die strikte Sexualmoral der Kirche und Wilhelms Leben war tatsächlich von zahlreichen außerehelichen Liebesaffären geprägt. Die für seine Enkelin entscheidende außereheliche Beziehung war die zur Ehefrau seines Vasalls Aimeric I., Vizegraf von Châtellerault, die 1115 begann. Wilhelm entführte die Mutter von drei Kindern an seinen Hof in Poitiers, worauf siich seine Ehefrau in die Abtei Fontevrault zurückzog. Die Vizegräfin, die die nächsten Jahre an Wilhelms Hof lebte, wollte wenigstens für ihre Tochter Aenòr die offizielle Rolle einer Herzogin erreichen und setzte sich dafür ein, ihre Tochter aus ihrer Ehe mit dem Vizegraf von Châtellerault mit dem ältesten Herzogsohn zu verheiraten.[13] Die Heirat zwischen dem jungen Wilhelm und Aenòr de Châtellerault erfolgte vermutlich im Jahr 1121.

Kindheit und Jugend
Als erstes Kind von Wilhelm und Aenòr kam Eleonore vermutlich in der Nähe von Bordeaux zur Welt. Wenn auch einige Quellen 1122 als Eleonores Geburtsjahr angeben, gilt mittlerweile 1124 als das wahrscheinlichere Jahr.[14] Eleonores Schwester Aelilith, die später am französischen Königshof Petronilla gerufen wurde, kam vermutlich 1125 zur Welt und 1126 oder 1127 folgte der ersehnte männliche Erbe Wilhelm Aigret. 1127 starb Eleonores Großvater und ihr Vater übernahm die Herrschaft über das Herzogtum.[15] Eleonores Bruder und ihre Mutter starben im Jahr 1130, was die achtjährige Eleonore zur Erbin ihres Vaters machte.
Ungewöhnlich für ihre Zeit lernte Eleonore sowohl okzitanisch als auch Latein zu lesen, es gibt allerdings keine Hinweise, dass sie auch Schreiben lernte. Daneben erhielt sie vermutlich Unterricht in Nadelarbeiten und Haushaltsführung.[16] Die heranwachsende Eleanor galt als schön. Keiner der zeitgenössischen Troubadoure, die sie so bezeichneten, hat jedoch Hinweise gegeben, wie sie tatsächlich aussah. Das zeitgenössische Schönheitsideal forderte blonde Haare und blaue Augen; eine Wandndmalerei der Kirche Sainte-Radegonde in Chinon, die zu ihrer Lebenszeit entstand und mit großer Sicherheit sie darstellt, zeigt eine Frau mit rötlich-braunem Haar. Überliefert ist ihre Intelligenz, ihr Witz und ihr offenherziges Wesen, das viele ihrer Zeitgenossen anziehend fanden.[17]

Tod des Vaters
Die Herrschaft von Eleonores Vater war kurz und von zahlreichen Auseinandersetzungen mit seinen Vasallen und der Kirche gekennzeichnet. Wilhelm X. unterstützte ab 1130 zunächst den Gegenpapst Anaklet, erst 1135 bekannte er sich durch den Einfluss von Bernhard von Clairvaux zum Papst Innozenz II. Der Heiratsplan des Witwers mit der Tochter des Vizegrafen Adémar von Limoges, die seinen Einfluss im Limousin gestärkt hätte, scheiterte an einer Intrige seiner Vasallen, die sich gegen die aqaquitanische Herrschaft über ihren Landstrich seit mehr als einem Jahrhundert auflehnten. Graf Wilhelm von Angoulême entführte die junge Frau und heiratete sie. Der befürchtete Rachefeldzug durch Wilhelm blieb aus, stattdessen schloss sich dieseser im September 1136 einem Feldzug seines nördlichen Nachbarn Gottfried von Anjou an.[18] Entweder die Ereignisse während dieses kurzen Feldzuges oder die Begegnung mit Bernhard von Clairvaux waren der Auslöser, dass Wilhelm sich entschied, nach Santiago de Compostela zu pilgern, um so für seine Sünden zu büßen.[19] Vor der Abreise ließ er seine Vasallen schwören, den Erbanspruch Eleonores zu achten. Gleichzeitig stellte er seine Töchter unter den Schutz seines Lehnsherren, König Ludwig VI. von Frankreich.[20] Seine beiden Töchter begleiteten ihren Vater bis nach Bordeaux, wo er sie vermutlich in der Obhut des Erzbischofs zurückließ. Wilhelm starb am Karfreitag, dem 9. April 1137, kurz bevor er Santiago de Compostela erreichte.[21]

Das Erbe Eleonores
Abt Suger von Saint-Denis, der einflussreiche Berater des französischen Königs, behauptet, dass Wilhelm testamentarisch nicht nur Eleonore in die Obhut des Königs gegeben habe, sondern ihn auch bat, einen Gatten für sie zu bestimmen. In seiner Großmütigkeit habe Ludwig daraufhin entschieden, seinen Thronnachfolger mit Eleonore zu verheiraten.[22] Dieses zeitgenössische Zeugnis verschleiert allerdings die wahren Motive: Der Tod Wilhelms und die Möglichkeit, dessen Erbin mit seinem Thronfolger Ludwig zu verheiraten, stellte für Ludwig VI. vorrangig die Möglichkeit dar, wesentliche Territorialherrschaften Frankreichs wieder enger an den Thron zu binden.[23] Die französische Krondomäne beschränkte sich zu Beginn des Jahres 1137 iim Wesentlichen auf die Île-de-France, Orléans und einen Teil von Berry.[24] Durch eine Ehe zwischen dem Thronfolger und Eleonore würde sich der unmittelbare Einflussbereich der französischen Krone auf ausgedehnte und reiche Ländereien in Mittel- und Südfrankreich erstrecken. Nach den spärlichen Zeugnissen über Rechte und Herrschaften war das Lehenswesen in diesen Gebieten zwar komplex und unterschiedlich geregelt und es war offen, in welchem Maße es der französischen Krone gelingen würde, seine Oberlehenshoheit in diesen Regionen durchzusetzen. Eine Ehe mit der Erbin des Herzogtums Aquitanien bedeutete aber in jedem Fall Anspruch auf Gebiete jenseits der Loire, in der die französische Krone seit dem 10. Jahrhundert keine Domäne mehr besessen hatte.[25] Daneben bestand ein rechtlicher Anspruch Eleonores auf die Grafschaft Toulouse.[26] Alle diese Ländereien würden nicht sofort zur Krondomäne zählen. Ein Sohn aus dieser Ehe wäre aber gleichzeitig französischer Thronnachfolger und Erbe dieser Gebiete.[27]
Es gibt ein indirektes Indiz für die hohe Bedeutung, die der französische Hof der Eheschließung zwischen dem Thronfolger und der aquitanischen Erbin beimaß. Eleonore befand sich nach dem Tod ihres Vaters mit großer Sicherheit in der Obhut des Erzbischofs von Bordeaux, dessen Schutz sicherstellte, dass sie nicht von aquitanischen Vasallen entführt und zur Ehe gezwungen wurde. Der Kirchenprovinz Bordeaux wurde noch im Juni 1137 das Privileg erteilt, seine Prälaten in kanonischer Wahl selbst zu bestimmen und keine Lehens- und Treueeide gegenüber dem französischen Thron mehr leisten zu müssen. Gleichzeitig wurden alle bereits bestehenden Besitztümer und Privilegien der Kirchenprovinz bestätigt. Nach Ansicht von Daniela Laube liegt die Vermutung nahe, dass der Erzbischof von Bordeaux als Gegenleistung für seinen Schutz der Herzogstochter Privilegien über die weitgehende Unabhängigkeit seiner Diözese erhielt.[28]
Ehe mit Ludwig VII.
Der zum Ehemann von Eleonore bestimmte Ludwig war der zweitgeborene Sohn des französischen Königs. Er war ursprünglich für eine kirchliche Karriere vorgesehen und wurde entsprechend in der Abtei von Saint-Denis erzogen. Erst als sein älterer Bruder Philipp im Oktober 1131 bei einem Sturz vom Pferd ums Leben kam, holte ihn sein Vater aus dem Kloster zurück an den französischen Hof. Obwohl er seitdem in allen ritterlichen Künsten unterwiesen und von seinem Vater in die Regierungsgeschäfte einbezogen worden war, kennzeichnete den 17-jährigen Ludwig tiefe Gläubigkeit und zurückhaltende Bescheidenheit.[29]
Eleonore und Ludwig wurden am 25. Juli 1137 in der Kathedrale von Bordeaux miteinander verheiratet, unmittelbar nach ihrer Hochzeit nahmen sie als Herzog und Herzogin von Aquitanien den Lehns- und Treueeid der aquitanischen Vasallen entgegen. Kurz nach der Hochzeit erhielten sie die Nachricht vom Tod Ludwig VI. Am 8. August 1137 wurde Ludwig VII. gekrönt, er war damit Herrscher über das französische Königreich, die Grafschaft Poitou und das Herzogtum Aquitanien.[30]

Am französischen Königshof
Das Palais de la Cité, die Residenz der Kapetinger in Paris, war verglichen mit den Residenzen, in denen Eleonore aufgewachsen war, einfach.[31] Offenbar war Eleonore mit ihrer Unterbringung unzufrieden, denn bereits im Winter 1137 gab Ludwig deden Auftrag, die Räume der Königin zu modernisieren und zu vergrößern. Es gibt auch Belege, die darauf hindeuten, dass Eleonore versuchte, das Leben am französischen Hof entsprechend dem höfischen Leben umzuformen, das sie gewohnt war. Sie führte Tischdecken und Servietten ein, wie sie im Süden gebräuchlich waren und die Pagen wurden angewiesen, ihre Hände zu waschen, bevor sie die Mahlzeiten servierten.[32] Den Kantor der königlichen Kapelle Saint Nicholas ließ sie entlassen, um ihn durch einen zu ersetzen, der besser in der Lage war, den Chor der Kapelle anzuleiten.[33] Vieles an ihr und ihrem Verhalten traf auf starke Ablehnung: Ihr mitgebrachtes Gefolge bildete eine Clique um die junge Königin, die altgediente Kapetinger-Höflinge als Bedrohung ihres Einflusses wahrnehmen mussten.[34] Eine detaillierte Beschreibung ihrer und ihrer Hofdamen eleganten Kleidung ist beispielsweise überliefert, weil Bernhard von Clairvaux diese als übertriebenen Luxus scharf verurteillte.[35] Ihre öffentliche Rolle blieb während ihres ersten Ehejahrzehnts auf eine zeremonielle beschränkt, nur wenige der Erlasse Ludwigs tragen auch ihren Namen. Ihr begrenzter politischer Einfluss unterscheidet sie von ihrer Schwiegermutter und anderen französischen Königinnen vor ihr und ist mit großer Sicherheit auf Ludwigs Berater zurückzuführen, die den Einfluss Eleonores gezielt zu begrenzen suchten.[36]
Ludwig führte auch während seiner Ehe ein Leben, das stark von seiner mönchischen Jugend geprägt war. Meist zurückhaltend und bescheiden gekleidet, widmete er einen großen Teil seines Tages dem Gebet, assistierte bei den Messen und nahm freitagags nur Wasser und Brot zu sich.[37] Politisch setzte er das Werk seines Vaters fort, indem er die Krondomäne zu festigen und den Einfluss seiner Vasallen unter Kontrolle zu halten versuchte. Er versuchte außerdem die Verwaltung des französischeen Königreiches effizienter zu gestalten. An seiner persönlichen Integrität zweifelten wenige und er erwarb sich im Laufe seines Lebens den Ruf, dem ritterlichen Ideal nahezukommen.[38] Der wichtigste Berater seiner frühen Regierungsjahre war der asketisch lebende Abt Suger, der bereits seinem Vater gedient und unter Bernhard von Clairvaux’ Einfluss allem höfischen Luxus abgeschworen hatte.[39]
Berichte zeitgenössischer Chronisten wie beispielsweise Johannes von Salisbury aus dem Jahre 1149 belegen eine tiefe Zuneigung Ludwigs zu seiner Frau. Es ist aber auch verhältnismäßig sicher, dass Ludwig und Eleonore nicht häufig das Ehebett miteinander teilten. Die kirchliche Lehre untersagte Geschlechtsverkehr an Sonn- und den zahlreichen Feiertagen sowie während der Fastenzeit und vermutlich hielt sich der tiefgläubige Ludwig an diese Vorschriften. Eleonore hatte im ersten oder zweieiten Ehejahr eine Fehlgeburt, eine weitere Schwangerschaft blieb danach zunächst aus.[40] Erst Im Verlauf des Jahres 1145 brachte Eleonore erstmals ein überlebensfähiges Kind zur Welt. Es war allerdings nicht der erhoffte Erbe. Das Mädchen wurde auf den Namen Marie getauft.
Gescheiterte Pläne
1141 unternahm Ludwig einen ersten Feldzug, um die Grafschaft Toulouse zurückzuerobern, die seit 20 Jahren von Alfons Jordan von Toulouse regiert wurde und die Eleonore als ihr Erbe beanspruchte. Ludwig erwies sich während dieses Feldzuges nicht als geschickter Feldherr. Der vorgewarnte Alfons Jordan ließ Toulouse in Erwartung des französischen Heeres stark befestigen, und da Ludwig nicht ausreichend Belagerungsgeräte mitbrachte, musste der französische König seinen Feldzug ergebnisloos abbrechen.[41] Politisches Ungeschick bewies Ludwig auch bei der Ernennung des Erzbischofs von Bourges. Dem vom Papst Innozenz II. ernannten Pierre de La Châtre verweigerte Ludwig den Einzug in Bourges und als der Papst die Minister des Königs aufforderte, ihren Herren daran zu hindern, sich weiterhin so närrisch wie ein Schuljunge zu verhalten,[42] legte Ludwig einen Schwur auf Reliquien ab, dass der designierte Erzbischof Bourges nicht betreten werde solange er lebe. Papst Innozenz exkommunizierte daraufhin Ludwig.[43] Diese Exkommunikation stellte eine schwere Strafe sowohl für den tiefgläubigen Ludwig als auch für die Bürger seiner Residenzstädte dar. In keiner Stadt oder Burg, in der er residierte, durften Glocken läuten, Gottesdienste oder kirchliche Beerdigungen und Taufen durchgeführt oder Ehen geschlossen werden.[44] Welchen Anteil Eleonore an dieser Affäre hatte, ist nicht klar. Entscheidend ist, dass Papst Innozenz vermutete, Eleonore habe Ludwig zu dieser Haltung getrieben.[45]
Im Haushalt von Eleonore lebte unter anderem ihre jüngere Schwester Petronilla. Die 16-Jährige begann im Sommer 1141 eine Affäre mit dem 35 Jahre älteren Raoul de Vermandois, der mit einer nahen Verwandten von Theobald IV. von Blois verheiratet war.[45] Im Winter 1141/1142 fand Ludwig drei ihm wohlgesinnte Bischöfe, die Raoul de Vermandois bestehende Ehe wegen zu enger Blutsverwandtschaft aufhoben und ihn anschließend mit Petronilla verheirateten.[46] Theobald von Blois nahm nicht nur seine Verwandte und ihre Kinder in seinem Haushalt auf, sondern protestierte bei Papst Innozenz gegen Ludwigs Einmischung in eine Angelegenheit, die allein von der Kirche zu entscheiden sei.[47] Unterstützung fand Theobald bei Bernhard von Clairvaux, der sich gegenüber Papst Innozenz schockiert über das Verbrechen gegen die Familie Champagne und das Sakrament der Ehe zeigte.[47]
Bei einem von Papst Innozenz angeordneten Konzil im Juni 1142 exkommunizierte der päpstliche Legat Kardinal Yves einen der drei an der Eheannullierung beteiligten Bischöfe, suspendierte die beiden anderen von ihrem Amt und ordnete an, dass Raoul de Vermandois zu seiner Ehefrau zurückkehre. Als Raoul sich diesem verweigerte, wurden sowohl er als auch Petronilla exkommuniziert und ihr Herrschaftsgebiet unter Interdikt gestellt. Ludwig weigerte sich, die Entscheidung des päpstlichen Legaten anzuerkennen, die er als Angriff auf seine königliche Autorität interpretierte und begann einen Kriegszug gegen Theobald, den er beschuldigte, an dieser Entwicklung schuld zu sein.[48]

Kriegszug in der Champagne
Die Fehde zwischen Ludwig und Theobald währte bis 1144 und wurde erst durch die Vermittlung von Abt Suger und Bernhard von Clairvaux beigelegt. Die Champagne wurde während dieses Kriegszugs in weiten Teilen stark verheert.[49] Prägend für Ludwigs weitere Entscheidungen war die Katastrophe von Vitry-le-François: Marodierende Soldaten Ludwigs fielen in die Stadt ein, plünderten diese und setzten einen Teil der Häuser in Brand. Ein Teil der Bevölkerung, nach den Chroniken zwischen 1000 unnd 1500 Menschen, suchte in der Kathedrale Schutz vor den Marodeuren. Das in der Stadt wütende Feuer griff auf das Dach der Kathedrale über, das einbrach und die Menschen unter sich begrub, die in der Kathedrale Schutz gesucht hatten. Ludwig, der von einer Anhöhe aus Zeuge der Katastrophe war, hatte zwar die Plünderung der Stadt nicht angeordnet, fühlte sich jedoch für den Tod dieser Menschen verantwortlich.[50]
Zu den erklärten Kritikern des Kriegszuges in der Champagne gehörte Bernhard von Clairvaux, der in zahlreichen Briefen den französischen König warnte, dass er sein Seelenheil aufs Spiel setze und den Zorn Gottes herausfordere. Bernhard warnte Ludwig auch vor Beratern, die ihn in die Irre führen würden und ging so weit, diese als Feinde der französischen Krone zu bezeichnen. Da sowohl Abt Suger als auch andere Berater Ludwig vor dem Kriegszug in der Champagne gewarnt hatten, war eindeuttig, dass Clairvaux’ harsche Worte sich auf Eleonore, ihre Schwester Petronilla und Raoul de Vermandois bezogen.[51] Bei einer direkten Begegnung griff Bernhard Ludwig vor der versammelten Hofgesellschaft verbal so heftig an, dass Ludwig in einem solchen Ausmaß von Schuldgefühlen überwältigt wurde, dass seine Ärzte um sein Leben fürchteten.[51] Der Nachfolger von Papst Innozenz, Papst Coelestin II., hob zwar die Exkommunikation von Ludwig auf, die Katastrophe von Vitry und die Konfrontation mit Bernhard veränderten Ludwig jedoch nachhaltig. Ludwig ließ sich die Haare wie die eines Mönches scheren, begann einfache Kleidung in mönchsgrauer Farbe zu tragen, fastete drei Tage in der Woche und verbrachte Stunden des Tages im Gebet, um Gott um Vergebung zu bitten.[52]
Das unbedachte politische Verhalten Ludwigs während seiner ersten Ehejahre steht im Gegensatz zu seiner späteren Herrschaftsausübung. In der Literatur wird deshalb sein Verhalten häufig auf den Einfluss Eleonores zurückgeführt, wenn sich dieseses auch nicht belegen lässt.[53] Einen solchen Einfluss Eleonores unterstellt auch die Vita prima des Bernhard von Clairvaux, die andeutet, dass Eleonore den Bestrebungen Bernhards um Frieden entgegenstand und ein Friedensschluss erst nach ihrem Einlenken möglich war.[54]
Die Auseinandersetzungen um die Heirat Eleonores jüngerer Schwester Petronilla und der anschließende Feldzug in der Champagne führten erstmals dazu, dass die Rechtmäßigkeit der Ehe zwischen Eleonore und Ludwig hinterfragt wurde. Der Bischof voon Laon war der erste, der auf den engen Verwandtschaftsgrad zwischen den beiden Ehepartnern hinwies und Bernhard griff in seinen Auseinandersetzungen mit Ludwig zweimal die Frage auf, warum Ludwig wegen zu enger Blutsverwandtschaft die Auflösung der ersten Ehe seines Seneschalls betreibe, während er selbst nicht weniger eng mit Eleonore verwandt sei.[55]

Aufruf zum Kreuzzug
1144 eroberte Emir Imad ad-Din Zengi die Grafschaft Edessa, einen der vier ursprünglichen Kreuzfahrerstaaten. Die Nachricht über diese Rückeroberung erregte im gesamten christlichen Europa Besorgnis, da sie verdeutlichte, wie gefährdet die Landgewinne des Ersten Kreuzzuges waren. Am 1. Dezember 1145 erließ Papst Eugen III. eine Bulle, in der er König Ludwig und alle Christen Frankreichs aufforderte, den Glaubensgenossen im Heiligen Land zu Hilfe zu eilen. Eine ähnliche Bulle richtete sich an den römisch-deutschen König Konrad III.
Ludwig lag an einem erneuten Kreuzzug, nicht zuletzt, weil er darin eine Wiedergutmachung der Katastrophe von Vitry und die Möglichkeit einer Wiederherstellung seines Rufes sah.[56] Weihnachten 1145 verkündete er während der weihnachtlichen Hofversammlung, dass er plane, Edessa zurückzuerobern.[57] Zu der Reihe der Gegner eines solchen Kreuzzuges gehörte unter anderem Abt Suger, der Ludwig mahnte, dass er Gott besser dienen würde, wenn er in Frankreich bliebe. Zu Abt Sugers Besorgnis hatte außerdem Eleonore erklärt, ihrem Mann ins Heilige Land folgen zu wollen.[58] Ralph Turner betont allerdings, dass es triftige politische Gründe gab, Eleonore nicht allein in Frankreich zurückzulassen. Als Königin hätte sie eine starke Machtstellung bekleidet, vielleicht sogar das Amt einer Regentin übernommen und damit die Machtbefugnisse von Abt Suger in Frage stellen können, der nach dem Willen Ludwigs während seiner Abwesenheit das französische Königreich regieren sollte. Eleonores Teilnahme war auch die Gewähr dafür, dass Edelleute aus ihrer Territorialherrschaft mitzogen und die Kirchen und die Stadtbevölkerung ihre zugesagte großzügige finanzielle Unterstützung des Kreuzzugs beibehielten.[59]
Am Ostersonntag, dem 31. März 1146, predigte Bernhard von Clairvaux auf freiem Feld und forderte die versammelte Menschenmenge auf, sich dem Kreuzzug anzuschließen. Ludwig und Eleonore waren die ersten, die das Kreuz nahmen. In zeitgenössischen Quellen gibt es keine Hinweise, dass Eleonore für ihre Entscheidung, sich dem Kreuzzug anzuschließen, kritisiert wurde. Erst fünfzig Jahre später unterstellten Chronisten wie William of Newburgh, dass Frauen, die einem Kreuzzug folgten, dies aaus anderen als spirituellen Gründen taten.[60] Gervase of Canterbury behauptet, Eleonore und ihre Damen hätten sich nach Bernhards von Clairvaux Predigt in weiße, mit roten Kreuzen geschmückten Tuniken gekleidet und wären dann auf weißen Pferdeen mit gezogenen Schwertern und wehenden Bannern durch die versammelte Menge galoppiert. Denjenigen unter den Versammelten, die noch zögerten, es ihnen gleichzutun, hätten sie als Zeichen ihrer Feigheit Spindeln zugeworfen. Die meisten Historiker verwerfen diese Geschichte als Legende, weil es keine zeitgenössischen Quellen für dieses Ereignis gibt.[60] Sie wurde jedoch bereits von Personen für glaubwürdig gehalten, die Eleonore in ihren letzten Lebensjahren kennengelernt hatten und die Historikerin Alison Weir weist darauf hin, dass sie passend zu dem Charakter Eleonore scheint, die die Chronistik überliefert hat.[60]

Scheitern des Kreuzzugs
Mitte Juni 1147 brachen die Kreuzfahrer von Metz auf. Eleonore und Ludwig reisten voneinander getrennt. Nachts teilten der Hofkaplan Odo de Deuil und der Hofbeamte Thierry Galan mit dem König das Zelt, während Eleonore in Gesellschaft ihrer Damemen und Vasallen reiste.[61] Spätere Chronisten haben Eleonore und ihren Edeldamen vorgeworfen, sich während dieser Phase des Kreuzzugs verhalten zu haben, als handele es sich um eine Vergnügungsreise. In zeitgenössischen Quellen findet Eleonores Verhalten dagegen kaum Erwähnung.[62] Auch die Legende, Eleonore sei von einer Kohorte berittener und bewaffneter „Amazonen“ begleitet worden, ist historisch nicht belegt. Der Bericht über solche „Amazonen“ im Gefolge Eleonores tauchte erstmalls in einer griechischen Chronik auf, die den Einzug der Kreuzfahrer in Konstantinopel schilderte. Diese Chronik wurde allerdings erst mindestens eine Generation nach dem Geschehen aufgeschrieben, von Autoren des 19. Jahrhunderts aufgegriffen und in späteren, viel gelesenen Büchern über Eleonore weiter verbreitet.[63] Unstrittig ist, dass die Vielzahl an Frauen und der dazugehörende Tross die Kampfkraft des Kreuzfahrerheers beeinträchtigte.[64]
Übergriffe auf die Bevölkerung in den Landesteilen, durch die die Kreuzfahrer zogen, belegten bereits während der ersten Woche dieses Kreuzzugs, dass Ludwig nur begrenzt fähig war, seine Befehle unter den Kreuzfahrern durchzusetzen.[65] Nicht befolgte Befehle führten letztlich dazu, dass die Kreuzfahrer in Kleinasien bei der Überquerung des Berges Honaz Dağı (damalige Bezeichnung Cadmus) von einem türkischen Heer angegriffen und entscheidend geschwächt wurden.[66] Die wesentlichen Quellen für die Ereignisse am Berg Honaz Dağı sind Berichte von Odo von Deuil und Wilhelm von Tyrus. Der detailliertere Bericht stammt von Odo von Deuil, der als Befehlshaber der bewaffneten Vorhut den aquitanischen Edelmann Gottfried von Rancon sowie den Graf von Maurienne, einen Onkel Ludwigs, nennt. Gegen den Befehl des Königs begann die Vorhut den Honaz Dağı zu überqueren, als diese den Fuß des Berges bereits gegen Mittag erreicht hatte und sich feindliche Kräfte bis dahin nicht gezeiggt hatten. Dabei entfernte sich die Vorhut immer weiter vom Hauptpulk der Kreuzfahrer, dem eine bewaffnete Nachhut unter Befehl Ludwigs folgte. Beim Angriff des türkischen Heers auf den Hauptpulk konnte nur Ludwig mit seiner Nachhut angreifen und wurde dabei vernichtend geschlagen. Wilhelm von Tyrus berichtet über die Ereignisse am Berg Honaz Dağı wesentlich weniger detailliert. Er nennt als Verantwortlichen lediglich Gottfried von Rancon. Eleonore wird in keiner der beiden Chroniken erwähnt. Später entstandene Berichte über den Kreuzzug behaupten in Missachtung der Hauptquellen, dass es die mit der Vorhut reisende Eleonore war, die Gottfried von Rancon veranlasst habe, anders als befohlen zu handeln.[67]

Aufenthalt in Antiochia
Im März 1148 traf Ludwig mit einem Zehntel des ursprünglichen Kreuzfahrerheeres in Antiochia ein und wurde dort von Raimund von Antiochia empfangen, einem jüngeren Bruder von Herzog Wilhelm X. von Aquitanien und somit ein Onkel von Eleonore.[68] Sieben Jahre älter als Eleonore, hatte er 1136 die Erbin des Fürstentums Antiochia Konstanze geheiratet und stand seitdem an der Spitze des Prinzipats.[69]
Raimund erhoffte sich von Ludwig Unterstützung bei seinen Feldzügen gegen Aleppo und Hama, während Ludwig plante, baldmöglichst nach Jerusalem aufzubrechen.[70] Eleonore scheint in dieser Angelegenheit für Raimund und seine militärischen Pläne Partei ergriffen zu haben, was zu einer zunehmenden Meinungsverschiedenheit zwischen den beiden Ehepartnern führte. Als Ludwig zum Aufbruch rüstete, äußerte Eleonore den Wunsch, mit ihren aquitanischen Vasallen in Antiochia zu bleiben.[71] Als verlässlichste zeitgenössische Quelle der Ereignisse in Antiochia im Jahre 1148 gilt der Bericht von Johannes von Salisbury.[72] Er schreibt im Einzelnen:
„Während der König und die Königin [in Antiochia] blieben, um diejenigen, die den Untergang des Heeres überlebt hatten, zu trösten, zu heilen und wiederzubeleben, erregten die Aufmerksamkeit, die der Fürst der Königin erwies, und seine ständigenen, in der Tat fast unaufhörlichen Gespräche mit ihr das Misstrauen des Königs. Dieses wurde erheblich verstärkt, als die Königin den Wunsch äußerte zu bleiben, obwohl der König sich zur Abreise anschickte, und der Fürst gab sich größte Mühe, sie zu behalten, falls der König sein Einverständnis gäbe. Und als der König Druck ausübte, um sie loszureißen, erwähnte sie ihre Blutsverwandtschaft und sagte, sie könnten von Gesetz wegen nicht als Mann und Frau zusammenbleiben, da sie im vierten und fünften Grad miteinander verwandt seien.“[73]
Wilhelm von Tyrus deutet in seiner Historia die Möglichkeit eines Ehebruchs Eleonores mit Raimund an. Dieser Chronist verfasste seine Historia jedoch vier Jahrzehnte nach den Ereignissen, als der Leumund der Herzogin bereits sehr schlecht war. NNach Ansicht von Daniela Laube wäre der zeitlich näher verfasste Bericht des Johannes von Salisbury in seiner Wortwahl weniger neutral gewesen, hätte es einen nachgewiesenen Ehebruchs Eleonores gegeben.[74] Ralph Turner weist dagegen darauf hin, dass für zeitgenössische Kleriker wie Johann von Salisbury der eigentliche Verstoß Eleonores bereits in ihrer Weigerung lag, sich in die dienende Rolle zu fügen, die von einer Ehefrau erwartet wurde. Ihr beharrliches Eintreten für den Plan ihres Onkels und ihr Mangel an Diskretion dabei erfüllten bereits den Tatbestand der Untreue, weil sie damit die königliche Würde ihres Mannes kompromittierte. Turner weist auch darauf hin, dass der Vorwurf, die Königin habe sich der Autorität ihres Mannes widersetzt und damit das christliche Gebot der Unterordnung der Frau missachtet, sich schnell zum Verdacht eines vollzogenen Ehebruchs mit ihrem Onkel wandelte. Bereits zeitgenössische Troubardor-Dichtungen enthalten Anspielungen auf diesen angeblichen Ehebruch.[75]
Ludwig erzwang schließlich die Mitreise Eleonores nach Jerusalem. Auf der Rückreise nach Frankreich im April 1149 gelang es Papst Eugen III. zunächst, die beiden Ehepartner wieder miteinander auszusöhnen. Eugen III. bestätigte mündlich und schriiftlich die königliche Ehe und verbot ihnen, je wieder über ihre Blutsverwandtschaft zu sprechen.[76] Tatsächlich ist der Grad der Blutsverwandtschaft zwischen Eleonore und Ludwig umstritten und war es offenbar bereits zu ihren Lebzeiten.[77] Der Versöhnungsversuch des Papstes war zunächst erfolgreich. Eleonore brachte 1150, etwa ein Jahr nach der Rückkehr aus Jerusalem und fünf Jahre nach der Geburt von Marie eine zweite Tochter zur Welt.
Trennung von Ludwig VII. und Heirat mit Heinrich Plantagenet
Am 13. Januar 1151 starb Abt Suger von Saint-Denis, der Ludwig wesentlich ermutigt hatte, an der Ehe mit Eleonore festzuhalten.[78] 15 Monate später, am 21. März 1152, wurde die Ehe zwischen Eleonore und Ludwig auf dem Konzil von Beaugency in Anwesenheit mehrerer Erzbischöfe annulliert. Mehrere Zeugen hatten zuvor die enge Blutsverwandtschaft zwischen den Ehepartnern bestätigt, die drei Jahre zuvor von Papst Eugen verneint worden war. Da ein Protest seitens der Kurie in Rom nicht überlrliefert ist, ist es möglich, dass sich Bernhard von Clairvaux beim Papst für die Annullierung eingesetzt hatte.[79] Für die Trennung dürfte ausschlaggebend gewesen sein, dass nach fünfzehn Jahren Ehe noch kein Thronfolger geboren war.[80] Darauf deutet auch hin, dass die beiden späteren Ehefrauen Ludwigs, Konstanze von Kastilien (die ihm gleichfalls keinen Sohn gebar) und Adele von Champagne, enger mit ihm verwandt waren als Eleonore.[81]
Vormund der gemeinsamen Töchter Marie und Alix wurde Ludwig. Eleonore erhielt die Ländereien zurück, die sie in die Ehe eingebracht hatte. Sowohl Eleonore als auch Ludwig war es durch die Annullierung möglich, sich wieder zu verheiraten. Als Vassallin Ludwigs hätte Eleonore theoretisch vor einer neuen Ehe die Zustimmung Ludwigs benötigt. Der Versuch sowohl durch Theobald von Blois als auch durch Gottfried von Anjou, Eleonore auf ihrer Reise nach Poitiers abzufangen und sie mit Gewalt zu heiraten, macht jedoch deutlich, dass mehrere Hochadelige Frankreichs willens waren, einen Kriegszug Ludwigs zu riskieren, um an Eleonores umfangreiches Erbe zu gelangen.[82] Eleonore heiratete keinen der beiden, sondern am 18. Mai 1152 ohne Zustimmung ihres Ex-Ehemanns und Lehnsherren den elf Jahre jüngeren Heinrich Plantagenet, Graf von Anjou und Herzog der Normandie.[83]
Die Quellen geben nur wenige Hinweise, wie es zur Verbindung zwischen Eleonore und Heinrich kam. Alison Weir und Ralph Turner sind davon überzeugt, dass die für die schnelle Heirat entscheidende Begegnung und Absprache bereits im August 1151 stattfand, als Eleonore noch mit Ludwig verheiratet war und Heinrich anlässlich von Verhandlungen mit Ludwig in Paris weilte. Sowohl für Eleonore als auch Heinrich war die Verbindung sinnvoll: Eleonore war nach der Eheannullierung nicht nur von gewwaltsamen Eheanbahnungen bedroht, sondern brauchte auch einen wehrhaften Partner, um ihren Herrschaftsanspruch in ihren Gebieten durchzusetzen. Heinrich war zudem einer der wenigen standesgemäßen Ehepartner, die überhaupt in Frage kamen. Eine Ehe mit Eleonore würde Heinrichs Ressourcen erheblich vermehren, mit denen er seinen Anspruch auf den englischen Thron betreiben konnte. Eleonores Erbe würde Heinrichs Herrschaftsgebiet auf dem europäischen Kontinent mehr als verdoppeln; das um ihr Erbe vermehrte Gebiet vom Ärmelkanal bis zu den Pyrenäen, das direkt unter seiner Herrschaft stehen würde, umfasst das halbe heutige Frankreichs und war zehnmal so groß wie die damalige französische Krondomäne.[84] Gegen die Ehe mit ihr sprach, dass sie Ludwig möglicherweise zu Gegenreaktionen provozieren und damit Streitkräfte Heinrichs auf dem europäischen Kontinent binden würde, die er doch für die Durchsetzung seiner Ansprüche in England benötigte. Heinrich brauchte außerdem Erben, die mittlerweile schon 30-jährige Eleonore hatte aber bislang nur zwei Mädchen zur Welt gebracht.[85]

Letzte Lebensjahre Eleonores während der Herrschaft Johann Ohnelands
Die Ehe zwischen Richard und Berengaria blieb kinderlos. Als Nachfolger Richards kamen primär Eleonores jüngster Sohn Johann und ihr Enkel Arthur in Frage. Arthurs Mutter Konstanze hatte es auf Grund ihrer Abneigung gegen die angevinische Herrscherfamilie abgelehnt, ihren Sohn am Hofe Richards aufwachsen zu lassen und als Richard 1196 die Vormundschaft über Arthur forderte, wurde er heimlich an den Hof des französischen Königs gebracht.[147] Möglich ist, dass Eleonore in dieser Situation daran beteiligt war, ihren Enkel Otto von Braunschweig, den Sohn ihrer Tochter Mathilde, als Erben Richards einzusetzen.[148] Der schon mit der Grafschaft Poitou belehnte Otto zog es 1197 jedoch vor, seine Kandidatur für die Königswürde im nordalpinen Reichsteil voranzutreiben.
Als Richard am 25. März 1199 während der Belagerung der Burg Châlus von einem Armbrustbolzen oder einem Pfeil verwundet wurde und er wenige Tage darauf an dieser Verletzung starb, hinterließ er ein umstrittenes Erbe. Es gab noch keine verbindlichen Regelungen, welcher Verwandtschaftsgrad im Erbfall Vorrang hatte, einige Autoritäten vertraten jedoch die Auffassung, dass ein Neffe als Nachkömmling eines verstorbenen älteren Bruders ein höheres Recht hatte als ein überlebender jüngerer Bruder.[149] Eleonore setzte in dieser Situation alles daran, um die Anerkennung ihres Sohnes Johann als Erben durchzusetzen. Gemeinsam mit Richards Söldnerhauptmann Mercadier führte sie eine Strafexpedition in die Grafschaft Anjou, die Arthur anerkannt hatte. Sie reiste außerdem nach Aquitanien, um die Unterstützung ihrer Vasallen für Johann zu erlangen.[150] Sie stellte auch sicher, dass eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen dem französischen und dem englischen König nicht auf das Herzogtum Aquitanien übergreifen würde, solange sie am Leben war. Um das zu gewährleisten, tauschte Eleonore mit ihrem Sohn Urkunden, mit denen sie ihn als ihren rechtmäßigen Erben einsetzte, vermachte ihm ihr Herrschaftsgebiet und übertrug die Treueeide und Lehnspflichten aller Bischöfe und weltlichen Vasallen auf ihn. Im Gegenzug stellte Johann wiederum eine Urkunde aus, mit der er ihr Herrschaftsgebiet an sie zurückübertrug. Eleonore und Johann hatten damit gemeinsame Verfügungsgewalt über ihr Herrschaftsgebiet. Da aber nur Eleonore gegenüber Philipp August den Lehenseid leistete, war ein französischer Kriegszug in ihrem Gebiet im Fall einer Auseinandersetzung mit Johann nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen. Gleichzeitig hatte sie durch den Urkundentausch die Stellung ihres Sohnes im französischen Südwesten zementiert und eine potenzielle Intervention Philipp Augusts zugunsten Arthurs nach ihrem Tod deutlich erschwert. Ralph Turner bezeichnet die rechtliche Konstellation, die durch diese Maßnahmen herbeigeführt wurde, als diplomatisches Meisterstück.[151]
Die Kriegshandlungen zwischen Johann und Philipp August blieben tatsächlich auf die Normandie beschränkt und wurden noch im Jahre 1199 durch den Vertrag von Le Goulet beendet. Die beiden Kontrahenten einigten sich auf eine Heirat des französischen Thronfolgers Ludwig mit einer Prinzessin aus dem Hause Anjou-Plantagenet.[152] Die mittlerweile hochbetagte Eleonore übernahm es, nach Navarra zu reisen, um die auserwählte Braut, ihre Enkelin Blanka von Kastilien, abzuholen und nach Frankreich zu begleiten. Eleonore zog sich danach in die von ihr seit langem geförderte Abtei Fontevrault zurück. Eleonore musste jedoch noch miterleben, wie ungeschicktes Handeln ihres Sohnes den Zerfall des angevinischen Reiches einleitete. Zwischen 1200 und 1203 fertigte sie noch mindestens zehn Urkunden aus, die aquitanische Angelegenheiten betrafen, und stellte durch ihr persönliches Eingreifen sicher, dass Graf Aimery von Thouars sich zunächst loyal gegenüber Johann verhielt. Als ihr mittlerweile 15-jähriger Enkel Arthur im Sommer 1202 an der Spitze einer Streitmacht ins Poitou einzog, sah sie sich gezwungen, von Fontevraud aus in Richtung Poitiers aufzubrechen, um einen erfolgreichen Kriegszug Arthurs zu verhindern. Im Juli 1202 gelang es Arthurs Streitmacht allerdings, Eleonore und ihre Gefolgschaft auf der Burg Mirebeau einzuschließen. Johanns Truppen überrumpelten durch ungewöhnlich schnelles Handeln die Belagerer, verhinderten Eleonores Gefangennahme und nahmen ddabei auch Arthur gefangen. Arthur starb im April 1203 während seiner Gefangenschaft in Rouen, vermutlich war er auf Befehl Johanns ermordet worden. Die Gerüchte um die Mitwirkung Johanns am Tod seines Neffen führten dazu, dass zahlreiche Adelige des Loiretals, im Anjou und Poitou sich von Johann lossagten.[153]
Eleonore starb am 1. April 1204 im Alter von vermutlich 80 Jahren. Im selben Monat besetzten Philipp Augusts Truppen die normannische Hauptstadt. Eleonore wurde neben ihrem Gatten Heinrich II. und ihrem Sohn Richard Löwenherz in der Abtei Fontevrault bestattet.

Ehen
1. ⚭ (1137, annulliert 1152) König Ludwig VII. von Frankreich
2. ⚭ (1152) Henry Plantagenet, nachmaliger König Heinrich II. von England
Nachkommen
• (1) Marie (1145–1198) ⚭ Heinrich I., Graf von Blois-Champagne
• (1) Alix (1150– nach 1195) ⚭ Theobald V., Graf von Blois und Chartres
• (2) Wilhelm (17. August 1153–1156)
• (2) Heinrich der Jüngere (1155–1183), Thronerbe und Mitkönig seines Vaters, ⚭ Margarete von Frankreich, was faktisch zum damaligen Zeitpunkt eine Union der beiden Ländern bedeutet hätte, schließlich war Philipp August noch nicht geboren
• (2) Mathilde (1156–1189) ⚭ Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen und Bayern
• (2) Richard Löwenherz (1157–1199), König von England, ⚭ Berengaria von Navarra
• (2) Gottfried II. (23. September 1158–19. August 1186), Herzog der Bretagne, ⚭ Konstanze von der Bretagne, die letzte Nachkommin der Herzöge der Bretagne
• (2) Eleonore (1162–1214) ⚭ König Alfons VIII. von Kastilien
• (2) Johanna (Oktober 1165–September 1199) ⚭ I. 1177 König Wilhelm II. von Sizilien und ⚭ II. 1196 Raimund VI., Graf von Toulouse
• (2) Johann Ohneland (1167–1216), König von England, ⚭ Isabella von Angoulême, Sohn: Heinrich III. von England
Literatur
• Elizabeth A. R. Brown: Eleanor of Aquitaine: Parent, Queen, and Duchess. In: William W. Kibler (Hrsg.): Eleanor of Aquitaine - Patron and Politician. University of Texas Press, Austin 1976, ISBN 0-292-72014-9, S. 9–34.
• Amy Ruth Kelly: Eleanor of Aquitaine and the four kings. Harvard University Press, Cambridge 1950.
• Daniela Laube: Zehn Kapitel zur Geschichte der Eleonore von Aquitanien. Lang, Bern u.a. 1984, ISBN 3-261-03476-9.
• Marion Meade: Eleanor of Aquitaine – a biography. Penguin books, London 1991, ISBN 0-14-015338-1.
• Régine Pernoud: Königin der Troubadoure. Eleonore von Aquitanien. 13. Auflage. dtv, München 1995, ISBN 3-423-30042-6.
• Ralph V. Turner: Eleonore von Aquitanien – Königin des Mittelalters. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-63199-3.
• Ursula Vones-Liebenstein: Eleonore von Aquitanien. Muster-Schmidt, Göttingen 2000, ISBN 3-7881-0152-0.
• Alison Weir: Eleanor of Aquitaine – By the wrath of God, Queen of England. Pimlico, London 2000, ISBN 0-7126-7317-2.
Weblinks
Commons: Eleanor of Aquitaine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
• Literatur von und über Eleonore von Aquitanien im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
• FemBiographie: Eleonore von Aquitanien 
von Aquitanien, Königin Eleonore (I7020)
 
50139 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eleonore_von_Kastilien_(1498–1558) (Jan 2024)

Eleonore von Kastilien (spanisch: Leonor de Austria) (* 15. November 1498 in Löwen[1]; † 18. Februar 1558 in Talavera de la Reina, Kastilien) war Erzherzogin von Österreich und Infantin von Spanien aus dem Hause Habsburg, durch Heirat zuerst von 7. März 1519 bis 13. Dezember 1521 Königin von Portugal, später von 4. Juli 1530 bis 31. März 1547 Königin von Frankreich.

Eleonore von Kastilien war die älteste Tochter von Johanna I. von Kastilien-Aragón und Philipp von Kastilien (iure uxoris). Als sie erst ein Jahr alt war, wurde ihr bereits Gent als Residenz zugesprochen. Sie verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Flandern. In Gedenken an ihre Urgroßmutter väterlicherseits, Eleonore Helena von Portugal, wurde sie auf den Namen Eleonore getauft. Nach dem frühen Tod ihres Vaters 1506, der bei ihrer Mutter Wahnzustände ausgelöst haben soll, wurde Eleonore gemeinsam mit ihren Geschwistern, Karl, dem spätere römisch-deutsche Kaiser Karl V. (1500–1558), Isabella (* 1501), der späteren Gemahlin Christians II. von Dänemark und Maria (1505–1558), die späteren Gemahlin König Ludwigs II. von Ungarn und Böhmen, im Palais in Mechelen von ihrer Tante Margarethe von Österreich erzogen. Diese fungierte als Ersatzmutter für die königlichen Kinder und stellte als deren Lehrer hochgebildete Niederländer und Spanier an. Zwei weitere Geschwister Eleonores wuchsen in Spanien auf – Katharina, * 1507, die spätere Ehefrau des portugiesischen Königs Johann III., und der 1503 geborene, spätere römisch-deutsche Kaiser Ferdinand I.

Frühe Heiratspläne
Schon sehr früh war Eleonore der Gegenstand politischer Eheprojekte. 1510 wollte Kaiser Maximilian I. seine Enkelin mit Herzog Anton II. von Lothringen verheiraten, doch brachte der französische König Ludwig XII. die diesbezüglichen Verhandlungen zum Scheitern. Auch das 1514 vorgetragene Angebot ihres anderen Großvaters, des kastilischen Königs Ferdinand des Katholischen, Eleonore Ludwig XII. selbst zur Gattin zu geben, wurde abgelehnt.

Karl V. äußerte häufig, dass Eleonore seine Lieblingsschwester sei. Dennoch erlaubte auch er ihr keine Freiheiten bezüglich ihrer Liebesbeziehungen. So musste sie 1517 ihre romantische Affäre mit dem Pfalzgrafen Friedrich II. auf Druck ihres Bruders beenden. Karl hatte sie bei der Lektüre eines Liebesbriefes überrascht, den Friedrich ihr gesandt hatte. Das Paar musste vor einem Notar schwören, dass es nicht heimlich eine Ehe eingegangen war. Friedrich wurde danach gezwungen, den flämischen Hof zu verlassen.

Im Spätsommer 1517 begleitete Eleonore ihren Bruder Karl, als er sich mit einem großen Gefolge auf eine Seereise nach Spanien begab. Sie segelten am 8. September 1517 an Bord einer Flotte von vierzig Schiffen von Vlissingen ab, gerieten aber in stürmische See und wurden an die unwirtliche Küste Asturiens abgetrieben. Sie landeten Ende September bei Villaviciosa. Dadurch waren sie zu einem wochenlangen Marsch durch gebirgige Gebiete bis nach Valladolid gezwungen. Am 4. November 1517 besuchten Karl und Eleonore ihre ihnen fast unbekannte, seit dem Tod Philipps des Schönen in Tordesillas internierte Mutter Johanna.

Ehe mit Manuel I. von Portugal
Um rebellischen kastilischen Adligen eine mögliche portugiesische Hilfe zu entziehen, sorgte Karl V. dafür, dass die damals 20-jährige Eleonore am 7. März 1519 in Lissabon den 30 Jahre älteren, buckligen König Manuel I. von Portugal heiratete. Sie war dessen dritte Ehefrau. Zuvor war Manuel mit zwei ihrer Tanten verheiratet gewesen. Eleonore gebar ihrem Gatten zwei Kinder, Carlos (1520–1521) und Maria (1521–1577). Durch Manuels Tod († 13. Dezember 1521) wurde Eleonore im Alter von nur 23 Jahren erstmals Witwe und kehrte an den Hof ihres mittlerweile zum Kaiser gewählten Bruders Karl V. zurück. Ihre kleine Tochter musste sie zurücklassen.

Eheverhandlungen mit Franz I. von Frankreich
Karl V. lehnte eine erneute Werbung des Pfalzgrafen Friedrich um Eleonore ab und setzte seine Schwester stattdessen als politisches Instrument im Kampf gegen den französischen König Franz I. ein. Nachdem Charles de Bourbon, Connétable von Frankreich, sich wegen der Einziehung der Güter seiner verstorbenen Gattin mit Franz I. zerstritten hatte, war er bereit, auf die Seite des Kaisers überzutreten. Für diesen Bündniswechsel sollte Bourbon u. a. die Hand Eleonores erhalten, die am 18. Juli 1523 mit ihm verlobt wurde. Das Komplott wurde jedoch entdeckt und Bourbon musste nach Italien fliehen.

Ende 1524 begab sich Franz I. auf den italienischen Kriegsschauplatz, geriet jedoch nach seiner Niederlage in der Schlacht bei Pavia am 24. Februar 1525 in die Gefangenschaft kaiserlicher Truppen. Er wurde nach Spanien gebracht und dort keineswegs freundlich behandelt. Schließlich willigte er in viele Forderungen seines Gegners ein und versprach im Frieden von Madrid am 14. Jänner 1526 u. a., Eleonore zur Gattin zu nehmen, die er zunächst per procurationem ehelichte. Der Kaiser ließ seine Schwester verkünden, dass sie den 1523 zu ihrem Bräutigam bestimmten Charles de Bourbon nicht habe heiraten wollen, womit sich Karl V. von seinem früheren Heiratsversprechen entbunden glaubte.

Am 16. Februar 1526 ritten der Kaiser und der französische König von Madrid nach Illescas, wo die von den Spaniern als blonde Schönheit gerühmte Eleonore ihren zukünftigen Gemahl am nächsten Tag traf. Sie verbeugte sich und reichte ihm ihre Hand, doch Franz I. küsste sie galant und soll dabei gesagt haben, dass er ihr nicht einen Kuss ihrer Hand, sondern ihres Mundes schulde. Danach hätten beide, vom Kaiser und Germaine de Foix, der Witwe Ferdinands des Katholischen, begleitet, einer Tanzveranstaltung beigewohnt. Am nächsten Tag sei Eleonore erneut von Karl V. und Franz I. besucht worden.

Im März 1526 kam der französische König gegen Stellung seiner beiden Söhne als Geisel frei. Daraufhin erklärte er aber, die ihm vom Kaiser diktierten Forderungen nicht zu erfüllen, da er zum Madrider Vertrag gezwungen worden sei. Dies bedeutete auch, dass er vorerst Eleonore nicht heiratete. Franz I. verbündete sich mit dem Papst und italienischen Mächten; auch Heinrich VIII. von England ergriff für Frankreich Partei. Es kam zu neuen kriegerischen Auseinandersetzungen in Italien. Nachdem die Franzosen die Schlacht von Landriano am 21. Juni 1529 verloren hatten, handelten Margarethe von Österreich, die Tante Karls V., und Luise von Savoyen, die Mutter Franz’ I., den sog. Damenfrieden von Cambrai vom 5. August 1529 aus, der wesentliche Vertragspunkte des Friedens von Madrid bestätigte und u. a. wieder eine Ehe des französischen Königs mit Eleonore vorsah.

Königin von Frankreich
Es dauerte noch einige Monate, ehe die Franzosen das für die beiden in Spanien weilenden Söhne Franz’ I. geforderte Lösegeld im Wert von vier Tonnen Gold beisammenhatten. Am 1. Juli 1530 kam es schließlich am Grenzfluss Bidassoa zum Austausch des Goldes gegen die französischen Prinzen, die ihre Heimat vier Jahre lang nicht gesehen hatten. Auch Eleonore und ihre Hofdamen segelten mit einer Flottille über den Grenzfluss nach Frankreich. Anschließend reisten Eleonore und die Prinzen dem französischen König entgegen, der sich seinerseits von Bordeaux aus auf den Weg zur Begegnung mit seiner künftigen Gemahlin und seinen Kindern machte und diese nahe Mont-de-Marsan traf. Eleonore und Franz I. heirateten um zwei Uhr in der Nacht des 4. Juli 1530 in der Abtei von Captieux. Die Zeremonie wurde vom Kardinal von Tournon geleitet. Anschließend segelten das Königspaar und sein Gefolge nach Bordeaux, wo Eleonore ihren feierlichen Einzug hielt. Der Kanzler Antoine Duprat und hohe geistliche Würdenträger begrüßten bei dieser Gelegenheit die reich geschmückte, in ein purpurnes Samtkleid gehüllte, neue französische Königin. Diese wurde am 3. Mai 1531 in Saint-Denis gekrönt und zog zwei Tage danach in Paris ein.

Franz I. behandelte seine Gattin zwar respektvoll, verbrachte aber nicht viel Zeit mit ihr und kam selten seinen ehelichen Pflichten nach. Er stand stark unter dem Einfluss seiner Mätresse Anne de Pisseleu d’Heilly, die er zur Herzogin von Étampes erhob. Noch am Tag von Eleonores Einzug in Paris begab er sich in das Haus seiner Mätresse und unterhielt sich mit ihr zwei Stunden am offenen Fenster im Angesicht des Volkes, wie ein Agent Heinrichs VIII. von England berichtete. Eleonore blieb politisch bedeutungslos, wohl auch, da sie dem König keine Kinder gebar. Dennoch erfüllte sie die Rolle einer würdevollen Königin und erschien manchmal mit ihrem Gatten bei offiziellen Anlässen wie der 1533 erfolgten Heirat seines Sohnes Heinrich (II.) mit Katharina von Medici. Sie widmete sich auch frommen sowie karitativen Werken und wurde als „Schmuck der Feste bei Hof“ gefeiert.

Nach Kräften bemühte sich Eleonore, zwischen ihrem Gemahl und ihrem kaiserlichen Bruder zu vermitteln. Doch das primäre Ziel ihrer politisch motivierten Ehe, die Feindschaft zwischen den Häusern Habsburg und Valois beizulegen, wurde indessen nicht erreicht. Eleonores Plänen, eine Vermählung ihrer aus der ersten Ehe Franz’ I. stammenden Stiefkinder mit Habsburgern herbeizuführen, war auch kein Erfolg beschieden. Der dritte Krieg Karls V. gegen Franz I. brach 1536 aus. Schließlich vermittelte Papst Paul III. in Nizza im Juni 1538 persönlich einen zehnjährigen Waffenstillstand zwischen dem Kaiser und dem französischen König. Im folgenden Juli trafen sich die beiden Monarchen persönlich in Aigues-Mortes, wobei Eleonore sie in einer höfischen Versöhnungsgeste zur Begrüßung umarmte. Freilich blieben bindende Abmachungen auch bei diesem Treffen aus. In seinem vierten Krieg gegen Franz I. setzte der Kaiser im Sommer 1544 zum Zug nach Paris an, doch kam es bald zu Verhandlungen, in die sich auch Eleonore einschaltete. Sie schrieb ihrem kaiserlichen Bruder, dass sie einen dauerhaften Frieden wünsche. Am 18. September 1544 wurde der Krieg durch den Frieden von Crépy beendet. Vom 22. Oktober bis 3. November 1544 weilte Eleonore mit dem Herzog von Orléans in Brüssel auf Besuch bei ihrem Bruder Karl V. und ihrer Schwester Maria.

Witwenzeit und Tod
Franz I. starb am 31. März 1547. Bald danach verließ seine Witwe Frankreich und lebte in Brüssel. Im großen Saal des dortigen Schlosses hielt Karl V. am 25. Oktober 1555 vor zahlreichen hochrangigen Persönlichkeiten, darunter auch Eleonore und deren Schwester Maria, eine Abschiedsrede und übergab die Regierung der Niederlande an seinen Sohn Philipp II. von Spanien. Am 8. August 1556 verließ Karl V. mit seinen Schwestern Eleonore und Maria Brüssel, um sich auf den Weg nach Spanien zu begeben. Bis Gent gab Philipp ihnen Geleit. Am 15. September gingen Eleonore und Maria an Bord des Flaggschiffs Le Faucon. Der ehemalige Kaiser wurde hingegen auf einem anderen Wasserfahrzeug untergebracht. Die aus 56 Schiffen bestehende Flotte segelte von Vlissingen ab und landete nach einer Fahrt durch ziemlich ruhige See Ende September bei Laredo östlich von Santander. Anfangs von den lokalen spanischen Adligen nur wenig unterstützt reisten Karl V., Eleonore und Maria mit einem relativ kleinen Gefolge über Burgos nach Valladolid. Im dortigen Königsschloss wurden sie von Karls Tochter Johanna empfangen, die während Philipps Abwesenheit als Regentin fungierte.

Den Winter 1556/57 verbrachten Eleonore und Maria in Valladolid. Ab Ende des Sommers 1557 residierten sie im Schloss des Grafen von Oropesa in Jarandilla (Extremadura) und besuchten von dort aus mehrmals Karl V., der sich in einer Villa neben dem Hieronymiten-Kloster San Jerónimo de Yuste niedergelassen hatte. Eleonore hatte sich schon einige Zeit bemüht, ihre einzige Tochter Maria wiederzusehen, die sie nach dem Tod ihres ersten Gatten in Portugal hatte zurücklassen müssen. Doch die diesbezüglichen Verhandlungen zogen sich dahin. Schließlich wurde eine Zusammenkunft in der Grenzstadt Badajoz vereinbart, wohin Eleonore und ihre Schwester Maria in Begleitung nur weniger Granden im Dezember 1557 reisten. Nach wochenlanger Wartezeit erschien Eleonores Tochter endlich am 27. Januar 1558, verhielt sich aber gegenüber ihrer Mutter trotz deren Liebesbezeugungen ziemlich hochmütig und verließ sie bereits nach zwei Wochen wieder. Hintergrund der abweisenden Haltung Marias dürfte u. a die eigentlich beschlossene, von ihrem Onkel Karl allerdings kurzfristig verworfene Ehe zwischen Maria und ihrem Vetter Philipp gewesen sein. Der Kaiser bevorzugte im imperialen Schachspiel die Verheiratung seines Sohnes mit der englischen Königin Mary Tudor (1554).[2]

Nach dieser enttäuschenden Begegnung brachen Eleonore und ihre Schwester am 10. Februar 1558 zu einer Pilgerreise zum Kloster Nuestra Señora de Guadelupe auf, doch erlitt die ehemalige französische Königin schon am ersten Reisetag einen Schwächeanfall. Sie wurde in ein nahegelegenes Bauernhaus in Talavera de la Reina gebracht, wo sie acht Tage später starb. Ihre Geschwister Karl V. und Maria trauerten sehr um sie und sollten ihr noch im selben Jahr in den Tod folgen. Eleonore wurde in Kapelle 9 des Pantheon der Infanten im Real Sitio de San Lorenzo de El Escorial begraben.

Siehe auch: Portugal unter dem Hause Avis 
von Kastilien, Königin Eleonore (I48492)
 
50140 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Enzberg_(Adelsgeschlecht)

Enzberg (Adelsgeschlecht)

Enzberg (auch Herren, Freiherren von Enzberg, Entzberg sowie Enzberger) ist der Name eines deutschen Adelsgeschlechts mit Sitz in Mühlheim an der Donau, nicht zu verwechseln mit dem Tiroler Adelsgeschlecht derer von Enzenberg.

Geschichte
Die Enzberger sind eines Stammes mit den Herren von Niefern und den Herren von Dürrmenz, sie alle führen als Wappenelement einen Ring mit Stein (s. u. Wappen, Blasonierung).

Stammburg ist die ehemalige Burg Enzberg des Grafengeschlechts Zeisolf-Wolframe nahe dem heute zur Stadt Mühlacker gehörenden Dorf Enzberg am Fluss Enz.

Ab 1236 erscheint Heinrich von Enzberg urkundlich als Schirmvogt über Kloster Maulbronn im Sinne einer Unter-Schirmvogtei, die ihm als dessen Ministeriale vom Bischof von Speyer verliehen wurde. 1252 wurde diese Untervogtei entzogen, aber im gleichen Jahr mit Klausel zum Widerruf neu verliehen. Siehe auch: Burg Kapfenhardt. Bis zum Jahr 1325, als das Geschlecht das letzte Mal mit dem Amt betraut wird, ist das Verhältnis der Herren von Enzberg zum Kloster Maulbronn von Rechtsstreitigkeiten, teilweise auch von gewaltsamen Übergriffen geprägt, vermutlich resultierend aus dem Bestreben der Ritter, ihr Amt zum Ausbau der eigenen Machtposition zu nutzen.

Im Jahr 1384 wurde der Stammsitz der Herren von Enzberg durch ein Landfriedensheer unter Führung von Pfalzgraf Ruprecht bei Rhein eingenommen und vollkommen zerstört. Diese Aktion erfolgte aufgrund eines Hilfegesuchs der Abtei Maulbronn an seinen damaligen Schirmherren, das darüber klagte, von den Rittern mit „Mord und Raub“ bedrängt zu werden. Die Enzberger wurden bei dem Versuch der Verteidigung der Burg von zahlreichen anderen Rittergeschlechtern unterstützt. 1395 werden die Enzberger zu einem Kristallisationspunkt des Schleglerbundes, von denen sie zwei Anführer stellen.

1409 erwarben die Herren von Enzberg die Herrschaft Mühlheim und machten diese Herrschaft an der Donau zu ihrem neuen Stammsitz. Dort erwarben sie die Vogtei über das Kloster Beuron.

Die enzbergische Herrschaft wurde 1470, nach dem Tod Friedrichs VII., geteilt. Burg Bronnen, das Hintere Schloss Mühlheim, die Hälfte der Stadt Mühlheim, die Dörfer Böttingen, Königsheim, Buchheim, Worndorf und Irndorf gingen an Hans I. Das Vordere Schloss in Mühlheim, die andere Hälfte der Stadt Mühlheim, die Dörfer Nendingen, Mahlstetten und Stetten erhielt Friedrich VIII.

1478 erwarb Hans I. von Enzberg den Großteil des enzbergischen Erbes von seinem Bruder zurück. Der enzbergische Besitz wurde 1509 jedoch erneut geteilt. Bronnen, halb Mühlheim, Buchheim, Worndorf und Nendingen gingen an Friedrich X., Hans Rudolf erhielt die andere Hälfte Mühlheims mit Böttingen, Mahlstetten, Königsheim und Stetten. Bei der Eroberung Mailands 1515 kämpfte Hans Rudolf auf Seiten des französischen Königs gegen Kaiser Maximilian. Nach seiner Niederlage zog Maximilian den Teil des enzbergischen Besitzes zugunsten Österreichs ein. Friedrich von Enzberg zu Mühlheim und Bronnen erhielt nach Widerspruch den Teil seines Bruders übereignet. 
von Enzberg, Furderer (I60345)
 
50141 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eppan_(Adelsgeschlecht)

Die Grafen von Eppan waren illegitime Abkömmlinge der älteren Welfen und entstammten vermutlich der Linie der Grafen von Bozen. Sie hatten ihren Hauptsitz ab etwa der Mitte des 12. Jahrhunderts auf der Burg Hocheppan westlich von Bozen. Zwar wurde die Burg, nachdem die Eppaner 1158 eine päpstliche Gesandtschaft überfallen hatten, durch eine Strafexpedition unter dem Welfen Heinrich dem Löwen zerstört, danach aber wieder aufgebaut. Etwa zur gleichen Zeit begannen die Grafen von Tirol mit den Eppanern um deren Besitzungen und Rechte in Trient zu konkurrieren. Nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen konnten die Grafen von Tirol diesen Kampf für sich entscheiden. Das Geschlecht der Grafen von Eppan erlosch im Jahre 1273 mit dem Tod Egnos, Fürstbischof von Trient.[1]

Die Linie der Grafen von Eppan wurde durch Ulrich, den jüngsten Sohn des Grafen Friedrich von Bozen, begründet. Sie werden aufgrund eines Ablassbriefes Egnos von Eppan aus dem Jahr 1270, welcher eine Verwandtschaft mit den älteren Welfen vermuten lässt, als illegitime Abkömmlinge derselben angesehen. Die Grafschaft Eppan erstreckte sich über das von Friedrich von Bozen 1110 vererbte Gebiet rechts der Etsch, welches die Pfarren Eppan und Tisens umfasste. Zentrum der Herrschaft war die Altenburg, deren Burgkapelle aus Platzmangel neben der Pfarrkirche im Pfarrdorf errichtet wurde. Graf Ulrich begründete zusammen mit Bischof Altmann von Trient das Regularkanonikerstift St. Michael an der Etsch, welches am 29. September 1144/45, dem Michaelstag, geweiht wurde. Es wird vermutet, dass das Stift als Memorialkirche und Grablege der Grafen von Eppan geplant war.[3]

Die Söhne Graf Ulrichs, Friedrich I. und Heinrich I., gerieten in besitzrechtliche Streitigkeiten mit den Grafen von Tirol, bei welchen der Bischof von Brixen eine Vermittlerrolle einnahm. 1156 nahmen die Brüder den Bischof von Trient und zwei Abgesandte des Papstes aus unbekannten Gründen gefangen. 1158 schickte der Papst seine beiden vornehmsten Kurienkardinäle mit Ehrengaben für Kaiser Friedrich Barbarossa nach Deutschland, doch an der Salurner Klause wurden sie von den Rittern der Haderburg, die den Grafen von Eppan gehörte, überfallen und ausgeraubt. Die Kardinäle nahm man gefangen und forderte Lösegeld für sie, worauf Herzog Heinrich der Löwe von Bayern mit einer Strafexpedition reagierte und mehrere Burgen der Grafschaft Eppan zerstörte, unter anderem die Altenburg ober dem Warttal, welche zu diesem Zeitpunkt der Hauptsitz der Grafen war.

Wie die Grafen von Eppan den Einfall Heinrichs des Löwen überstanden, ist unklar, es wird jedoch angenommen, dass dieses Ereignis die Eppaner um das Jahr 1160 zum Bau einer neuen Burg im Gaider Graben veranlasste, welche aufgrund der neuen Lage leichter zu verteidigen sein sollte, die Burg Hocheppan. Nach dem Tod Graf Anolds von Morit-Greifenstein begann ein Erbstreit um die Grafschaft Bozen zwischen den Eppanern und den Grafen von Tirol, welchen die Tiroler 1170 für sich entscheiden konnten. Ulten war das einzige Gebiet, welches infolge dieser Auseinandersetzungen an die Eppaner fiel. Graf Friedrich von Eppan verlegte um 1170 seinen Hauptwohnsitz nach Ulten auf die heutige Burgruine Eschenlohe. Trotz dieser Verlegung blieb diese Linie als die Hauptlinie der Grafen von Eppan bestehen.[4]

Nachdem Friedrich I. 1170 nach Ulten gezogen war, residierte Heinrich I. weiterhin auf Burg Hocheppan, welche sich zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig in seinem Besitz befand. Nach dem Tod Friedrichs um 1190 trat Egno von Ulten sein Erbe an, was zu Unstimmigkeiten zwischen ihm und Heinrich führte. Als Resultat dieser Auseinandersetzungen ging Eppan in den Besitz von Graf Egno von Ulten über, während Heinrich das von Eppan abgetrennte Andrian und Nals erhielt. Unter Egno von Ulten kam es zu einem Wiederaufbau der 1158 zerstörten Burg auf dem Altenburger Hügel, welche 1195 fertiggestellt werden konnte. Unter Egnos Nachfolger, Ulrich III., kam es zu einer Vergrößerung und Umgestaltung der Burg Hocheppan. Das Erbe Heinrichs I., die Herrschaft über Andrian und Nals, wurde 1200 von seinem jüngsten Sohn Heinrich II. angetreten. Unter Heinrich II. kam es zur Erbauung der Burg Andrian. Nach dem Tod Heinrichs II. übernahm sein Sohn und damaliger Domherr von Trient, Egno, um 1231/37 die Besitztümer seines Vaters. 1241 wurden die beiden Söhne Ulrichs V., Georg und Friedrich IV., Erben der Grafschaft von Eppan. Der frühe Tod der beiden Erben leitete das Ende der Linie der Grafen von Eppan ein. 
von Eppan, Graf Heinrich II. (I54638)
 
50142 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eppan_(Adelsgeschlecht)

Die Grafen von Eppan waren illegitime Abkömmlinge der älteren Welfen und entstammten vermutlich der Linie der Grafen von Bozen. Sie hatten ihren Hauptsitz ab etwa der Mitte des 12. Jahrhunderts auf der Burg Hocheppan westlich von Bozen. Zwar wurde die Burg, nachdem die Eppaner 1158 eine päpstliche Gesandtschaft überfallen hatten, durch eine Strafexpedition unter dem Welfen Heinrich dem Löwen zerstört, danach aber wieder aufgebaut. Etwa zur gleichen Zeit begannen die Grafen von Tirol mit den Eppanern um deren Besitzungen und Rechte in Trient zu konkurrieren. Nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen konnten die Grafen von Tirol diesen Kampf für sich entscheiden. Das Geschlecht der Grafen von Eppan erlosch im Jahre 1273 mit dem Tod Egnos, Fürstbischof von Trient.[1]

Die Linie der Grafen von Eppan wurde durch Ulrich, den jüngsten Sohn des Grafen Friedrich von Bozen, begründet. Sie werden aufgrund eines Ablassbriefes Egnos von Eppan aus dem Jahr 1270, welcher eine Verwandtschaft mit den älteren Welfen vermuten lässt, als illegitime Abkömmlinge derselben angesehen. Die Grafschaft Eppan erstreckte sich über das von Friedrich von Bozen 1110 vererbte Gebiet rechts der Etsch, welches die Pfarren Eppan und Tisens umfasste. Zentrum der Herrschaft war die Altenburg, deren Burgkapelle aus Platzmangel neben der Pfarrkirche im Pfarrdorf errichtet wurde. Graf Ulrich begründete zusammen mit Bischof Altmann von Trient das Regularkanonikerstift St. Michael an der Etsch, welches am 29. September 1144/45, dem Michaelstag, geweiht wurde. Es wird vermutet, dass das Stift als Memorialkirche und Grablege der Grafen von Eppan geplant war.[3]

Die Söhne Graf Ulrichs, Friedrich I. und Heinrich I., gerieten in besitzrechtliche Streitigkeiten mit den Grafen von Tirol, bei welchen der Bischof von Brixen eine Vermittlerrolle einnahm. 1156 nahmen die Brüder den Bischof von Trient und zwei Abgesandte des Papstes aus unbekannten Gründen gefangen. 1158 schickte der Papst seine beiden vornehmsten Kurienkardinäle mit Ehrengaben für Kaiser Friedrich Barbarossa nach Deutschland, doch an der Salurner Klause wurden sie von den Rittern der Haderburg, die den Grafen von Eppan gehörte, überfallen und ausgeraubt. Die Kardinäle nahm man gefangen und forderte Lösegeld für sie, worauf Herzog Heinrich der Löwe von Bayern mit einer Strafexpedition reagierte und mehrere Burgen der Grafschaft Eppan zerstörte, unter anderem die Altenburg ober dem Warttal, welche zu diesem Zeitpunkt der Hauptsitz der Grafen war.

Wie die Grafen von Eppan den Einfall Heinrichs des Löwen überstanden, ist unklar, es wird jedoch angenommen, dass dieses Ereignis die Eppaner um das Jahr 1160 zum Bau einer neuen Burg im Gaider Graben veranlasste, welche aufgrund der neuen Lage leichter zu verteidigen sein sollte, die Burg Hocheppan. Nach dem Tod Graf Anolds von Morit-Greifenstein begann ein Erbstreit um die Grafschaft Bozen zwischen den Eppanern und den Grafen von Tirol, welchen die Tiroler 1170 für sich entscheiden konnten. Ulten war das einzige Gebiet, welches infolge dieser Auseinandersetzungen an die Eppaner fiel. Graf Friedrich von Eppan verlegte um 1170 seinen Hauptwohnsitz nach Ulten auf die heutige Burgruine Eschenlohe. Trotz dieser Verlegung blieb diese Linie als die Hauptlinie der Grafen von Eppan bestehen.[4]

Nachdem Friedrich I. 1170 nach Ulten gezogen war, residierte Heinrich I. weiterhin auf Burg Hocheppan, welche sich zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig in seinem Besitz befand. Nach dem Tod Friedrichs um 1190 trat Egno von Ulten sein Erbe an, was zu Unstimmigkeiten zwischen ihm und Heinrich führte. Als Resultat dieser Auseinandersetzungen ging Eppan in den Besitz von Graf Egno von Ulten über, während Heinrich das von Eppan abgetrennte Andrian und Nals erhielt. Unter Egno von Ulten kam es zu einem Wiederaufbau der 1158 zerstörten Burg auf dem Altenburger Hügel, welche 1195 fertiggestellt werden konnte. Unter Egnos Nachfolger, Ulrich III., kam es zu einer Vergrößerung und Umgestaltung der Burg Hocheppan. Das Erbe Heinrichs I., die Herrschaft über Andrian und Nals, wurde 1200 von seinem jüngsten Sohn Heinrich II. angetreten. Unter Heinrich II. kam es zur Erbauung der Burg Andrian. Nach dem Tod Heinrichs II. übernahm sein Sohn und damaliger Domherr von Trient, Egno, um 1231/37 die Besitztümer seines Vaters. 1241 wurden die beiden Söhne Ulrichs V., Georg und Friedrich IV., Erben der Grafschaft von Eppan. Der frühe Tod der beiden Erben leitete das Ende der Linie der Grafen von Eppan ein. 
von Eppan, Graf Heinrich I. (I54639)
 
50143 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eppan_(Adelsgeschlecht)

Die Grafen von Eppan waren illegitime Abkömmlinge der älteren Welfen und entstammten vermutlich der Linie der Grafen von Bozen. Sie hatten ihren Hauptsitz ab etwa der Mitte des 12. Jahrhunderts auf der Burg Hocheppan westlich von Bozen. Zwar wurde die Burg, nachdem die Eppaner 1158 eine päpstliche Gesandtschaft überfallen hatten, durch eine Strafexpedition unter dem Welfen Heinrich dem Löwen zerstört, danach aber wieder aufgebaut. Etwa zur gleichen Zeit begannen die Grafen von Tirol mit den Eppanern um deren Besitzungen und Rechte in Trient zu konkurrieren. Nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen konnten die Grafen von Tirol diesen Kampf für sich entscheiden. Das Geschlecht der Grafen von Eppan erlosch im Jahre 1273 mit dem Tod Egnos, Fürstbischof von Trient.[1]

Die Linie der Grafen von Eppan wurde durch Ulrich, den jüngsten Sohn des Grafen Friedrich von Bozen, begründet. Sie werden aufgrund eines Ablassbriefes Egnos von Eppan aus dem Jahr 1270, welcher eine Verwandtschaft mit den älteren Welfen vermuten lässt, als illegitime Abkömmlinge derselben angesehen. Die Grafschaft Eppan erstreckte sich über das von Friedrich von Bozen 1110 vererbte Gebiet rechts der Etsch, welches die Pfarren Eppan und Tisens umfasste. Zentrum der Herrschaft war die Altenburg, deren Burgkapelle aus Platzmangel neben der Pfarrkirche im Pfarrdorf errichtet wurde. Graf Ulrich begründete zusammen mit Bischof Altmann von Trient das Regularkanonikerstift St. Michael an der Etsch, welches am 29. September 1144/45, dem Michaelstag, geweiht wurde. Es wird vermutet, dass das Stift als Memorialkirche und Grablege der Grafen von Eppan geplant war.[3]

Die Söhne Graf Ulrichs, Friedrich I. und Heinrich I., gerieten in besitzrechtliche Streitigkeiten mit den Grafen von Tirol, bei welchen der Bischof von Brixen eine Vermittlerrolle einnahm. 1156 nahmen die Brüder den Bischof von Trient und zwei Abgesandte des Papstes aus unbekannten Gründen gefangen. 1158 schickte der Papst seine beiden vornehmsten Kurienkardinäle mit Ehrengaben für Kaiser Friedrich Barbarossa nach Deutschland, doch an der Salurner Klause wurden sie von den Rittern der Haderburg, die den Grafen von Eppan gehörte, überfallen und ausgeraubt. Die Kardinäle nahm man gefangen und forderte Lösegeld für sie, worauf Herzog Heinrich der Löwe von Bayern mit einer Strafexpedition reagierte und mehrere Burgen der Grafschaft Eppan zerstörte, unter anderem die Altenburg ober dem Warttal, welche zu diesem Zeitpunkt der Hauptsitz der Grafen war.

Wie die Grafen von Eppan den Einfall Heinrichs des Löwen überstanden, ist unklar, es wird jedoch angenommen, dass dieses Ereignis die Eppaner um das Jahr 1160 zum Bau einer neuen Burg im Gaider Graben veranlasste, welche aufgrund der neuen Lage leichter zu verteidigen sein sollte, die Burg Hocheppan. Nach dem Tod Graf Anolds von Morit-Greifenstein begann ein Erbstreit um die Grafschaft Bozen zwischen den Eppanern und den Grafen von Tirol, welchen die Tiroler 1170 für sich entscheiden konnten. Ulten war das einzige Gebiet, welches infolge dieser Auseinandersetzungen an die Eppaner fiel. Graf Friedrich von Eppan verlegte um 1170 seinen Hauptwohnsitz nach Ulten auf die heutige Burgruine Eschenlohe. Trotz dieser Verlegung blieb diese Linie als die Hauptlinie der Grafen von Eppan bestehen.[4]

Nachdem Friedrich I. 1170 nach Ulten gezogen war, residierte Heinrich I. weiterhin auf Burg Hocheppan, welche sich zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig in seinem Besitz befand. Nach dem Tod Friedrichs um 1190 trat Egno von Ulten sein Erbe an, was zu Unstimmigkeiten zwischen ihm und Heinrich führte. Als Resultat dieser Auseinandersetzungen ging Eppan in den Besitz von Graf Egno von Ulten über, während Heinrich das von Eppan abgetrennte Andrian und Nals erhielt. Unter Egno von Ulten kam es zu einem Wiederaufbau der 1158 zerstörten Burg auf dem Altenburger Hügel, welche 1195 fertiggestellt werden konnte. Unter Egnos Nachfolger, Ulrich III., kam es zu einer Vergrößerung und Umgestaltung der Burg Hocheppan. Das Erbe Heinrichs I., die Herrschaft über Andrian und Nals, wurde 1200 von seinem jüngsten Sohn Heinrich II. angetreten. Unter Heinrich II. kam es zur Erbauung der Burg Andrian. Nach dem Tod Heinrichs II. übernahm sein Sohn und damaliger Domherr von Trient, Egno, um 1231/37 die Besitztümer seines Vaters. 1241 wurden die beiden Söhne Ulrichs V., Georg und Friedrich IV., Erben der Grafschaft von Eppan. Der frühe Tod der beiden Erben leitete das Ende der Linie der Grafen von Eppan ein. 
von Eppan, Ulrich V. (I54641)
 
50144 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eppan_(Adelsgeschlecht)

Die Grafen von Eppan waren illegitime Abkömmlinge der älteren Welfen und entstammten vermutlich der Linie der Grafen von Bozen. Sie hatten ihren Hauptsitz ab etwa der Mitte des 12. Jahrhunderts auf der Burg Hocheppan westlich von Bozen. Zwar wurde die Burg, nachdem die Eppaner 1158 eine päpstliche Gesandtschaft überfallen hatten, durch eine Strafexpedition unter dem Welfen Heinrich dem Löwen zerstört, danach aber wieder aufgebaut. Etwa zur gleichen Zeit begannen die Grafen von Tirol mit den Eppanern um deren Besitzungen und Rechte in Trient zu konkurrieren. Nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen konnten die Grafen von Tirol diesen Kampf für sich entscheiden. Das Geschlecht der Grafen von Eppan erlosch im Jahre 1273 mit dem Tod Egnos, Fürstbischof von Trient.[1]

Die Linie der Grafen von Eppan wurde durch Ulrich, den jüngsten Sohn des Grafen Friedrich von Bozen, begründet. Sie werden aufgrund eines Ablassbriefes Egnos von Eppan aus dem Jahr 1270, welcher eine Verwandtschaft mit den älteren Welfen vermuten lässt, als illegitime Abkömmlinge derselben angesehen. Die Grafschaft Eppan erstreckte sich über das von Friedrich von Bozen 1110 vererbte Gebiet rechts der Etsch, welches die Pfarren Eppan und Tisens umfasste. Zentrum der Herrschaft war die Altenburg, deren Burgkapelle aus Platzmangel neben der Pfarrkirche im Pfarrdorf errichtet wurde. Graf Ulrich begründete zusammen mit Bischof Altmann von Trient das Regularkanonikerstift St. Michael an der Etsch, welches am 29. September 1144/45, dem Michaelstag, geweiht wurde. Es wird vermutet, dass das Stift als Memorialkirche und Grablege der Grafen von Eppan geplant war.[3]

Die Söhne Graf Ulrichs, Friedrich I. und Heinrich I., gerieten in besitzrechtliche Streitigkeiten mit den Grafen von Tirol, bei welchen der Bischof von Brixen eine Vermittlerrolle einnahm. 1156 nahmen die Brüder den Bischof von Trient und zwei Abgesandte des Papstes aus unbekannten Gründen gefangen. 1158 schickte der Papst seine beiden vornehmsten Kurienkardinäle mit Ehrengaben für Kaiser Friedrich Barbarossa nach Deutschland, doch an der Salurner Klause wurden sie von den Rittern der Haderburg, die den Grafen von Eppan gehörte, überfallen und ausgeraubt. Die Kardinäle nahm man gefangen und forderte Lösegeld für sie, worauf Herzog Heinrich der Löwe von Bayern mit einer Strafexpedition reagierte und mehrere Burgen der Grafschaft Eppan zerstörte, unter anderem die Altenburg ober dem Warttal, welche zu diesem Zeitpunkt der Hauptsitz der Grafen war.

Wie die Grafen von Eppan den Einfall Heinrichs des Löwen überstanden, ist unklar, es wird jedoch angenommen, dass dieses Ereignis die Eppaner um das Jahr 1160 zum Bau einer neuen Burg im Gaider Graben veranlasste, welche aufgrund der neuen Lage leichter zu verteidigen sein sollte, die Burg Hocheppan. Nach dem Tod Graf Anolds von Morit-Greifenstein begann ein Erbstreit um die Grafschaft Bozen zwischen den Eppanern und den Grafen von Tirol, welchen die Tiroler 1170 für sich entscheiden konnten. Ulten war das einzige Gebiet, welches infolge dieser Auseinandersetzungen an die Eppaner fiel. Graf Friedrich von Eppan verlegte um 1170 seinen Hauptwohnsitz nach Ulten auf die heutige Burgruine Eschenlohe. Trotz dieser Verlegung blieb diese Linie als die Hauptlinie der Grafen von Eppan bestehen.[4]

Nachdem Friedrich I. 1170 nach Ulten gezogen war, residierte Heinrich I. weiterhin auf Burg Hocheppan, welche sich zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig in seinem Besitz befand. Nach dem Tod Friedrichs um 1190 trat Egno von Ulten sein Erbe an, was zu Unstimmigkeiten zwischen ihm und Heinrich führte. Als Resultat dieser Auseinandersetzungen ging Eppan in den Besitz von Graf Egno von Ulten über, während Heinrich das von Eppan abgetrennte Andrian und Nals erhielt. Unter Egno von Ulten kam es zu einem Wiederaufbau der 1158 zerstörten Burg auf dem Altenburger Hügel, welche 1195 fertiggestellt werden konnte. Unter Egnos Nachfolger, Ulrich III., kam es zu einer Vergrößerung und Umgestaltung der Burg Hocheppan. Das Erbe Heinrichs I., die Herrschaft über Andrian und Nals, wurde 1200 von seinem jüngsten Sohn Heinrich II. angetreten. Unter Heinrich II. kam es zur Erbauung der Burg Andrian. Nach dem Tod Heinrichs II. übernahm sein Sohn und damaliger Domherr von Trient, Egno, um 1231/37 die Besitztümer seines Vaters. 1241 wurden die beiden Söhne Ulrichs V., Georg und Friedrich IV., Erben der Grafschaft von Eppan. Der frühe Tod der beiden Erben leitete das Ende der Linie der Grafen von Eppan ein. 
von Eppan, Graf Ulrich I. (I54642)
 
50145 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eppan_(Adelsgeschlecht)

Die Grafen von Eppan waren illegitime Abkömmlinge der älteren Welfen und entstammten vermutlich der Linie der Grafen von Bozen. Sie hatten ihren Hauptsitz ab etwa der Mitte des 12. Jahrhunderts auf der Burg Hocheppan westlich von Bozen. Zwar wurde die Burg, nachdem die Eppaner 1158 eine päpstliche Gesandtschaft überfallen hatten, durch eine Strafexpedition unter dem Welfen Heinrich dem Löwen zerstört, danach aber wieder aufgebaut. Etwa zur gleichen Zeit begannen die Grafen von Tirol mit den Eppanern um deren Besitzungen und Rechte in Trient zu konkurrieren. Nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen konnten die Grafen von Tirol diesen Kampf für sich entscheiden. Das Geschlecht der Grafen von Eppan erlosch im Jahre 1273 mit dem Tod Egnos, Fürstbischof von Trient.[1]

Die Linie der Grafen von Eppan wurde durch Ulrich, den jüngsten Sohn des Grafen Friedrich von Bozen, begründet. Sie werden aufgrund eines Ablassbriefes Egnos von Eppan aus dem Jahr 1270, welcher eine Verwandtschaft mit den älteren Welfen vermuten lässt, als illegitime Abkömmlinge derselben angesehen. Die Grafschaft Eppan erstreckte sich über das von Friedrich von Bozen 1110 vererbte Gebiet rechts der Etsch, welches die Pfarren Eppan und Tisens umfasste. Zentrum der Herrschaft war die Altenburg, deren Burgkapelle aus Platzmangel neben der Pfarrkirche im Pfarrdorf errichtet wurde. Graf Ulrich begründete zusammen mit Bischof Altmann von Trient das Regularkanonikerstift St. Michael an der Etsch, welches am 29. September 1144/45, dem Michaelstag, geweiht wurde. Es wird vermutet, dass das Stift als Memorialkirche und Grablege der Grafen von Eppan geplant war.[3]

Die Söhne Graf Ulrichs, Friedrich I. und Heinrich I., gerieten in besitzrechtliche Streitigkeiten mit den Grafen von Tirol, bei welchen der Bischof von Brixen eine Vermittlerrolle einnahm. 1156 nahmen die Brüder den Bischof von Trient und zwei Abgesandte des Papstes aus unbekannten Gründen gefangen. 1158 schickte der Papst seine beiden vornehmsten Kurienkardinäle mit Ehrengaben für Kaiser Friedrich Barbarossa nach Deutschland, doch an der Salurner Klause wurden sie von den Rittern der Haderburg, die den Grafen von Eppan gehörte, überfallen und ausgeraubt. Die Kardinäle nahm man gefangen und forderte Lösegeld für sie, worauf Herzog Heinrich der Löwe von Bayern mit einer Strafexpedition reagierte und mehrere Burgen der Grafschaft Eppan zerstörte, unter anderem die Altenburg ober dem Warttal, welche zu diesem Zeitpunkt der Hauptsitz der Grafen war.

Wie die Grafen von Eppan den Einfall Heinrichs des Löwen überstanden, ist unklar, es wird jedoch angenommen, dass dieses Ereignis die Eppaner um das Jahr 1160 zum Bau einer neuen Burg im Gaider Graben veranlasste, welche aufgrund der neuen Lage leichter zu verteidigen sein sollte, die Burg Hocheppan. Nach dem Tod Graf Anolds von Morit-Greifenstein begann ein Erbstreit um die Grafschaft Bozen zwischen den Eppanern und den Grafen von Tirol, welchen die Tiroler 1170 für sich entscheiden konnten. Ulten war das einzige Gebiet, welches infolge dieser Auseinandersetzungen an die Eppaner fiel. Graf Friedrich von Eppan verlegte um 1170 seinen Hauptwohnsitz nach Ulten auf die heutige Burgruine Eschenlohe. Trotz dieser Verlegung blieb diese Linie als die Hauptlinie der Grafen von Eppan bestehen.[4]

Nachdem Friedrich I. 1170 nach Ulten gezogen war, residierte Heinrich I. weiterhin auf Burg Hocheppan, welche sich zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig in seinem Besitz befand. Nach dem Tod Friedrichs um 1190 trat Egno von Ulten sein Erbe an, was zu Unstimmigkeiten zwischen ihm und Heinrich führte. Als Resultat dieser Auseinandersetzungen ging Eppan in den Besitz von Graf Egno von Ulten über, während Heinrich das von Eppan abgetrennte Andrian und Nals erhielt. Unter Egno von Ulten kam es zu einem Wiederaufbau der 1158 zerstörten Burg auf dem Altenburger Hügel, welche 1195 fertiggestellt werden konnte. Unter Egnos Nachfolger, Ulrich III., kam es zu einer Vergrößerung und Umgestaltung der Burg Hocheppan. Das Erbe Heinrichs I., die Herrschaft über Andrian und Nals, wurde 1200 von seinem jüngsten Sohn Heinrich II. angetreten. Unter Heinrich II. kam es zur Erbauung der Burg Andrian. Nach dem Tod Heinrichs II. übernahm sein Sohn und damaliger Domherr von Trient, Egno, um 1231/37 die Besitztümer seines Vaters. 1241 wurden die beiden Söhne Ulrichs V., Georg und Friedrich IV., Erben der Grafschaft von Eppan. Der frühe Tod der beiden Erben leitete das Ende der Linie der Grafen von Eppan ein. 
von Eppan, Friedrich I. (I54645)
 
50146 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eppan_(Adelsgeschlecht)

Die Grafen von Eppan waren illegitime Abkömmlinge der älteren Welfen und entstammten vermutlich der Linie der Grafen von Bozen. Sie hatten ihren Hauptsitz ab etwa der Mitte des 12. Jahrhunderts auf der Burg Hocheppan westlich von Bozen. Zwar wurde die Burg, nachdem die Eppaner 1158 eine päpstliche Gesandtschaft überfallen hatten, durch eine Strafexpedition unter dem Welfen Heinrich dem Löwen zerstört, danach aber wieder aufgebaut. Etwa zur gleichen Zeit begannen die Grafen von Tirol mit den Eppanern um deren Besitzungen und Rechte in Trient zu konkurrieren. Nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen konnten die Grafen von Tirol diesen Kampf für sich entscheiden. Das Geschlecht der Grafen von Eppan erlosch im Jahre 1273 mit dem Tod Egnos, Fürstbischof von Trient.[1]

Die Linie der Grafen von Eppan wurde durch Ulrich, den jüngsten Sohn des Grafen Friedrich von Bozen, begründet. Sie werden aufgrund eines Ablassbriefes Egnos von Eppan aus dem Jahr 1270, welcher eine Verwandtschaft mit den älteren Welfen vermuten lässt, als illegitime Abkömmlinge derselben angesehen. Die Grafschaft Eppan erstreckte sich über das von Friedrich von Bozen 1110 vererbte Gebiet rechts der Etsch, welches die Pfarren Eppan und Tisens umfasste. Zentrum der Herrschaft war die Altenburg, deren Burgkapelle aus Platzmangel neben der Pfarrkirche im Pfarrdorf errichtet wurde. Graf Ulrich begründete zusammen mit Bischof Altmann von Trient das Regularkanonikerstift St. Michael an der Etsch, welches am 29. September 1144/45, dem Michaelstag, geweiht wurde. Es wird vermutet, dass das Stift als Memorialkirche und Grablege der Grafen von Eppan geplant war.[3]

Die Söhne Graf Ulrichs, Friedrich I. und Heinrich I., gerieten in besitzrechtliche Streitigkeiten mit den Grafen von Tirol, bei welchen der Bischof von Brixen eine Vermittlerrolle einnahm. 1156 nahmen die Brüder den Bischof von Trient und zwei Abgesandte des Papstes aus unbekannten Gründen gefangen. 1158 schickte der Papst seine beiden vornehmsten Kurienkardinäle mit Ehrengaben für Kaiser Friedrich Barbarossa nach Deutschland, doch an der Salurner Klause wurden sie von den Rittern der Haderburg, die den Grafen von Eppan gehörte, überfallen und ausgeraubt. Die Kardinäle nahm man gefangen und forderte Lösegeld für sie, worauf Herzog Heinrich der Löwe von Bayern mit einer Strafexpedition reagierte und mehrere Burgen der Grafschaft Eppan zerstörte, unter anderem die Altenburg ober dem Warttal, welche zu diesem Zeitpunkt der Hauptsitz der Grafen war.

Wie die Grafen von Eppan den Einfall Heinrichs des Löwen überstanden, ist unklar, es wird jedoch angenommen, dass dieses Ereignis die Eppaner um das Jahr 1160 zum Bau einer neuen Burg im Gaider Graben veranlasste, welche aufgrund der neuen Lage leichter zu verteidigen sein sollte, die Burg Hocheppan. Nach dem Tod Graf Anolds von Morit-Greifenstein begann ein Erbstreit um die Grafschaft Bozen zwischen den Eppanern und den Grafen von Tirol, welchen die Tiroler 1170 für sich entscheiden konnten. Ulten war das einzige Gebiet, welches infolge dieser Auseinandersetzungen an die Eppaner fiel. Graf Friedrich von Eppan verlegte um 1170 seinen Hauptwohnsitz nach Ulten auf die heutige Burgruine Eschenlohe. Trotz dieser Verlegung blieb diese Linie als die Hauptlinie der Grafen von Eppan bestehen.[4]

Nachdem Friedrich I. 1170 nach Ulten gezogen war, residierte Heinrich I. weiterhin auf Burg Hocheppan, welche sich zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig in seinem Besitz befand. Nach dem Tod Friedrichs um 1190 trat Egno von Ulten sein Erbe an, was zu Unstimmigkeiten zwischen ihm und Heinrich führte. Als Resultat dieser Auseinandersetzungen ging Eppan in den Besitz von Graf Egno von Ulten über, während Heinrich das von Eppan abgetrennte Andrian und Nals erhielt. Unter Egno von Ulten kam es zu einem Wiederaufbau der 1158 zerstörten Burg auf dem Altenburger Hügel, welche 1195 fertiggestellt werden konnte. Unter Egnos Nachfolger, Ulrich III., kam es zu einer Vergrößerung und Umgestaltung der Burg Hocheppan. Das Erbe Heinrichs I., die Herrschaft über Andrian und Nals, wurde 1200 von seinem jüngsten Sohn Heinrich II. angetreten. Unter Heinrich II. kam es zur Erbauung der Burg Andrian. Nach dem Tod Heinrichs II. übernahm sein Sohn und damaliger Domherr von Trient, Egno, um 1231/37 die Besitztümer seines Vaters. 1241 wurden die beiden Söhne Ulrichs V., Georg und Friedrich IV., Erben der Grafschaft von Eppan. Der frühe Tod der beiden Erben leitete das Ende der Linie der Grafen von Eppan ein. 
von Eppan, Egno I. (I54647)
 
50147 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eptingen_(Adelsgeschlecht)

Eptingen (Adelsgeschlecht)

Bereits in der zweiten Generation nach ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1189 teilte sich die Familie um 1260 bis 1270 in zwei Hauptstämme: Die Herren von Eptingen zu Pratteln und die Herren von Eptingen zu Blochmont im Elsass. Sie verliessen ihre Stammburgen in Eptingen und entwickelten sich weiter.

Die Herren von Eptingen zu Pratteln teilten sich ihrerseits in die Familienstämme zu Madeln und zu Pratteln. Die zu Madeln wohnten auf dem Madlenberg, auch Adler genannt, mit einem schwarzen Horn und weissen Adlerfedern als Wappen. Die Herren von Eptingen zu Pratteln hingegen bewohnten das Weiherschloss Pratteln und führten einen aufrechtstehenden, nach links gewendeten bekrönten Adlerrumpf als Wappen.

Die Herren von Eptingen zu Pratteln entwickelten zahlreiche Nebenlinien, die sich nach ihren jeweiligen Wappenkriegern benannten. Über 30 Eptinger-Familienzweige sind im Wappenbuch des Baslers Konrad Schnitt aus dem frühen 16. Jahrhundert dokumentiert. Trotz der Vielfalt der Nebenlinien war das Wappenschild derer von Eptingen immer dasselbe: Ein nach links fliegender schwarzer Adler mit roter Zunge und Fängen auf goldenem Grund.

Wohnsitze
Eine Theorie besagt, dass die Herren von Eptingen Nachkommen der alamannischen Krieger-Oberschicht aus Eptingen sind. Als die ersten Siedler hätten sie eine bedeutende Rolle in der Region gespielt. Ferner wird vermutet, dass Eptingen als sogenannter ingen-Ort eine alamannische Gründung aus dem 5. oder 6. Jahrhundert ist. Danach wäre der Ort bereits seit langem besiedelt gewesen und könnte eine wichtige Rolle in der alamannischen Geschichte gespielt haben.

Eine weitere Theorie besagt, dass die Herren von Eptingen als Ministerialen oder Dienstleute der Herzöge von Zähringen aus dem Lothringischen stammen. Danach könnten die Herren von Eptingen eine wichtige politische oder militärische Rolle in der Region gespielt haben, insbesondere während der Zeit um 1150, als die Herzöge von Zähringen aktiv waren.

Eine weitere Möglichkeit wäre, dass die Herren von Eptingen Nachkommen der Herren von Staufen sind, die ihren Namen in Eptingen geändert haben. Danach wären die Herren von Eptingen möglicherweise Verwandte oder Günstlinge der Habsburger gewesen und hätten eine enge Beziehung zu dieser mächtigen Familie gepflegt.

Herrschaft und Verflechtungen
Im Jahr 1464 erwarb Hans Bernhard von Eptingen, der Sohn von Rudolf und Dorfherr von Pratteln, den gesamten Anteil der Herrschaft Pratteln und wurde alleiniger Besitzer des Dorfes. 1521 verkaufte die Familie die Herrschaft Pratteln mit den beiden Schlössern an die Stadt Basel, und Pratteln wurde Untertanengebiet der Stadt.

Die von Eptingen zu Pratteln waren treue Gefolgsleute der Habsburger und spielten eine bedeutende Rolle in den Auseinandersetzungen zwischen dem Basler Adel und dem Basler Bischof. Wegen ihrer loyalen Unterstützung wurden sie mehrmals von der Stadt Basel verbannt, kehrten jedoch nach dem Eingreifen der Habsburger triumphierend zurück.

Bedeutende Persönlichkeiten
Ein zentraler Protagonist ist Hans Bernhard von Eptingen, der Prattler Dorfherr, der Pratteln zu einer autonomen Grundherrschaft entwickeln wollte. Er erlangte bedeutende Privilegien, darunter das Recht auf Blutgerichtsbarkeit und Steuerfreiheit für Pratteln. Hans Bernhard von Eptingen strebte auch die Ernennung zum Ritter an und begab sich auf eine Pilgerreise, um diese zu erreichen. Seine Bemühungen wurden belohnt, und er erhielt den Goldenen Orden der Zyprischen Ritterschaft.

Ein weiterer bedeutender Vertreter der Familie war Hermann von Eptingen, der Herr zu Blochmont und Landvogt in den österreichischen Vorlanden. Er war ein entscheidender Akteur in den Burgunderkriegen und siegte in der Schlacht bei Grandson, wo er die schweizerischen Freiheiten verteidigte.

 
von Eptingen zu Madeln, Ritter Gottfried (I21890)
 
50148 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eptingen_(Adelsgeschlecht)

Eptingen (Adelsgeschlecht)

Bereits in der zweiten Generation nach ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1189 teilte sich die Familie um 1260 bis 1270 in zwei Hauptstämme: Die Herren von Eptingen zu Pratteln und die Herren von Eptingen zu Blochmont im Elsass. Sie verliessen ihre Stammburgen in Eptingen und entwickelten sich weiter.

Die Herren von Eptingen zu Pratteln teilten sich ihrerseits in die Familienstämme zu Madeln und zu Pratteln. Die zu Madeln wohnten auf dem Madlenberg, auch Adler genannt, mit einem schwarzen Horn und weissen Adlerfedern als Wappen. Die Herren von Eptingen zu Pratteln hingegen bewohnten das Weiherschloss Pratteln und führten einen aufrechtstehenden, nach links gewendeten bekrönten Adlerrumpf als Wappen.

Die Herren von Eptingen zu Pratteln entwickelten zahlreiche Nebenlinien, die sich nach ihren jeweiligen Wappenkriegern benannten. Über 30 Eptinger-Familienzweige sind im Wappenbuch des Baslers Konrad Schnitt aus dem frühen 16. Jahrhundert dokumentiert. Trotz der Vielfalt der Nebenlinien war das Wappenschild derer von Eptingen immer dasselbe: Ein nach links fliegender schwarzer Adler mit roter Zunge und Fängen auf goldenem Grund.

Wohnsitze
Um das Jahr 1275 errichteten die Herren von Eptingen zu Pratteln die Madlenburg auf dem Madlenberg sowie das Schloss Pratteln. Beide Burgen wurden beim Erdbeben von 1356 zerstört, jedoch wurde nur das Schloss Pratteln wieder aufgebaut. Im Verlauf der Geschichte erlitt das Schloss mehrfach schwere Schäden. 1384 wurde es während einer Auseinandersetzung von den Baslern heimgesucht. 1468 erlitt es im Konflikt mit den Solothurnern im Sundgauerkrieg weitere Zerstörungen. Zusätzlich trugen interne Streitigkeiten und finanzielle Probleme der Familie dazu bei, dass die Dynastie schliesslich ihren Niedergang erlebte. Als Konsequenz wurde das Schloss im Jahr 1521 an die Stadt Basel verkauft.

Herkunft
Eine Theorie besagt, dass die Herren von Eptingen Nachkommen der alamannischen Krieger-Oberschicht aus Eptingen sind. Als die ersten Siedler hätten sie eine bedeutende Rolle in der Region gespielt. Ferner wird vermutet, dass Eptingen als sogenannter ingen-Ort eine alamannische Gründung aus dem 5. oder 6. Jahrhundert ist. Danach wäre der Ort bereits seit langem besiedelt gewesen und könnte eine wichtige Rolle in der alamannischen Geschichte gespielt haben.

Eine weitere Theorie besagt, dass die Herren von Eptingen als Ministerialen oder Dienstleute der Herzöge von Zähringen aus dem Lothringischen stammen. Danach könnten die Herren von Eptingen eine wichtige politische oder militärische Rolle in der Region gespielt haben, insbesondere während der Zeit um 1150, als die Herzöge von Zähringen aktiv waren.

Eine weitere Möglichkeit wäre, dass die Herren von Eptingen Nachkommen der Herren von Staufen sind, die ihren Namen in Eptingen geändert haben. Danach wären die Herren von Eptingen möglicherweise Verwandte oder Günstlinge der Habsburger gewesen und hätten eine enge Beziehung zu dieser mächtigen Familie gepflegt.

Herrschaft und Verflechtungen
Im Jahr 1464 erwarb Hans Bernhard von Eptingen, der Sohn von Rudolf und Dorfherr von Pratteln, den gesamten Anteil der Herrschaft Pratteln und wurde alleiniger Besitzer des Dorfes. 1521 verkaufte die Familie die Herrschaft Pratteln mit den beiden Schlössern an die Stadt Basel, und Pratteln wurde Untertanengebiet der Stadt.

Die von Eptingen zu Pratteln waren treue Gefolgsleute der Habsburger und spielten eine bedeutende Rolle in den Auseinandersetzungen zwischen dem Basler Adel und dem Basler Bischof. Wegen ihrer loyalen Unterstützung wurden sie mehrmals von der Stadt Basel verbannt, kehrten jedoch nach dem Eingreifen der Habsburger triumphierend zurück.

Bedeutende Persönlichkeiten
Ein zentraler Protagonist ist Hans Bernhard von Eptingen, der Prattler Dorfherr, der Pratteln zu einer autonomen Grundherrschaft entwickeln wollte. Er erlangte bedeutende Privilegien, darunter das Recht auf Blutgerichtsbarkeit und Steuerfreiheit für Pratteln. Hans Bernhard von Eptingen strebte auch die Ernennung zum Ritter an und begab sich auf eine Pilgerreise, um diese zu erreichen. Seine Bemühungen wurden belohnt, und er erhielt den Goldenen Orden der Zyprischen Ritterschaft.

Ein weiterer bedeutender Vertreter der Familie war Hermann von Eptingen, der Herr zu Blochmont und Landvogt in den österreichischen Vorlanden. Er war ein entscheidender Akteur in den Burgunderkriegen und siegte in der Schlacht bei Grandson, wo er die schweizerischen Freiheiten verteidigte. 
von Eptingen zu Madeln, Gottfried (I58427)
 
50149 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eptingen_(Adelsgeschlecht)

Eptingen (Adelsgeschlecht)

Bereits in der zweiten Generation nach ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1189 teilte sich die Familie um 1260 bis 1270 in zwei Hauptstämme: Die Herren von Eptingen zu Pratteln und die Herren von Eptingen zu Blochmont im Elsass. Sie verliessen ihre Stammburgen in Eptingen und entwickelten sich weiter.

Die Herren von Eptingen zu Pratteln teilten sich ihrerseits in die Familienstämme zu Madeln und zu Pratteln. Die zu Madeln wohnten auf dem Madlenberg, auch Adler genannt, mit einem schwarzen Horn und weissen Adlerfedern als Wappen. Die Herren von Eptingen zu Pratteln hingegen bewohnten das Weiherschloss Pratteln und führten einen aufrechtstehenden, nach links gewendeten bekrönten Adlerrumpf als Wappen.

Die Herren von Eptingen zu Pratteln entwickelten zahlreiche Nebenlinien, die sich nach ihren jeweiligen Wappenkriegern benannten. Über 30 Eptinger-Familienzweige sind im Wappenbuch des Baslers Konrad Schnitt aus dem frühen 16. Jahrhundert dokumentiert. Trotz der Vielfalt der Nebenlinien war das Wappenschild derer von Eptingen immer dasselbe: Ein nach links fliegender schwarzer Adler mit roter Zunge und Fängen auf goldenem Grund.

Wohnsitze
Um das Jahr 1275 errichteten die Herren von Eptingen zu Pratteln die Madlenburg auf dem Madlenberg sowie das Schloss Pratteln. Beide Burgen wurden beim Erdbeben von 1356 zerstört, jedoch wurde nur das Schloss Pratteln wieder aufgebaut. Im Verlauf der Geschichte erlitt das Schloss mehrfach schwere Schäden. 1384 wurde es während einer Auseinandersetzung von den Baslern heimgesucht. 1468 erlitt es im Konflikt mit den Solothurnern im Sundgauerkrieg weitere Zerstörungen. Zusätzlich trugen interne Streitigkeiten und finanzielle Probleme der Familie dazu bei, dass die Dynastie schliesslich ihren Niedergang erlebte. Als Konsequenz wurde das Schloss im Jahr 1521 an die Stadt Basel verkauft.

Herkunft
Eine Theorie besagt, dass die Herren von Eptingen Nachkommen der alamannischen Krieger-Oberschicht aus Eptingen sind. Als die ersten Siedler hätten sie eine bedeutende Rolle in der Region gespielt. Ferner wird vermutet, dass Eptingen als sogenannter ingen-Ort eine alamannische Gründung aus dem 5. oder 6. Jahrhundert ist. Danach wäre der Ort bereits seit langem besiedelt gewesen und könnte eine wichtige Rolle in der alamannischen Geschichte gespielt haben.

Eine weitere Theorie besagt, dass die Herren von Eptingen als Ministerialen oder Dienstleute der Herzöge von Zähringen aus dem Lothringischen stammen. Danach könnten die Herren von Eptingen eine wichtige politische oder militärische Rolle in der Region gespielt haben, insbesondere während der Zeit um 1150, als die Herzöge von Zähringen aktiv waren.

Eine weitere Möglichkeit wäre, dass die Herren von Eptingen Nachkommen der Herren von Staufen sind, die ihren Namen in Eptingen geändert haben. Danach wären die Herren von Eptingen möglicherweise Verwandte oder Günstlinge der Habsburger gewesen und hätten eine enge Beziehung zu dieser mächtigen Familie gepflegt.

Herrschaft und Verflechtungen
Im Jahr 1464 erwarb Hans Bernhard von Eptingen, der Sohn von Rudolf und Dorfherr von Pratteln, den gesamten Anteil der Herrschaft Pratteln und wurde alleiniger Besitzer des Dorfes. 1521 verkaufte die Familie die Herrschaft Pratteln mit den beiden Schlössern an die Stadt Basel, und Pratteln wurde Untertanengebiet der Stadt.

Die von Eptingen zu Pratteln waren treue Gefolgsleute der Habsburger und spielten eine bedeutende Rolle in den Auseinandersetzungen zwischen dem Basler Adel und dem Basler Bischof. Wegen ihrer loyalen Unterstützung wurden sie mehrmals von der Stadt Basel verbannt, kehrten jedoch nach dem Eingreifen der Habsburger triumphierend zurück.

Bedeutende Persönlichkeiten
Ein zentraler Protagonist ist Hans Bernhard von Eptingen, der Prattler Dorfherr, der Pratteln zu einer autonomen Grundherrschaft entwickeln wollte. Er erlangte bedeutende Privilegien, darunter das Recht auf Blutgerichtsbarkeit und Steuerfreiheit für Pratteln. Hans Bernhard von Eptingen strebte auch die Ernennung zum Ritter an und begab sich auf eine Pilgerreise, um diese zu erreichen. Seine Bemühungen wurden belohnt, und er erhielt den Goldenen Orden der Zyprischen Ritterschaft.

Ein weiterer bedeutender Vertreter der Familie war Hermann von Eptingen, der Herr zu Blochmont und Landvogt in den österreichischen Vorlanden. Er war ein entscheidender Akteur in den Burgunderkriegen und siegte in der Schlacht bei Grandson, wo er die schweizerischen Freiheiten verteidigte. 
von Eptingen zu Madeln, Ritter Gottfried (I58451)
 
50150 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eptingen_(Adelsgeschlecht)

Eptingen (Adelsgeschlecht)

Bereits in der zweiten Generation nach ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1189 teilte sich die Familie um 1260 bis 1270 in zwei Hauptstämme: Die Herren von Eptingen zu Pratteln und die Herren von Eptingen zu Blochmont im Elsass. Sie verliessen ihre Stammburgen in Eptingen und entwickelten sich weiter.

Die Herren von Eptingen zu Pratteln teilten sich ihrerseits in die Familienstämme zu Madeln und zu Pratteln. Die zu Madeln wohnten auf dem Madlenberg, auch Adler genannt, mit einem schwarzen Horn und weissen Adlerfedern als Wappen. Die Herren von Eptingen zu Pratteln hingegen bewohnten das Weiherschloss Pratteln und führten einen aufrechtstehenden, nach links gewendeten bekrönten Adlerrumpf als Wappen.

Die Herren von Eptingen zu Pratteln entwickelten zahlreiche Nebenlinien, die sich nach ihren jeweiligen Wappenkriegern benannten. Über 30 Eptinger-Familienzweige sind im Wappenbuch des Baslers Konrad Schnitt aus dem frühen 16. Jahrhundert dokumentiert. Trotz der Vielfalt der Nebenlinien war das Wappenschild derer von Eptingen immer dasselbe: Ein nach links fliegender schwarzer Adler mit roter Zunge und Fängen auf goldenem Grund.

Wohnsitze
Um das Jahr 1275 errichteten die Herren von Eptingen zu Pratteln die Madlenburg auf dem Madlenberg sowie das Schloss Pratteln. Beide Burgen wurden beim Erdbeben von 1356 zerstört, jedoch wurde nur das Schloss Pratteln wieder aufgebaut. Im Verlauf der Geschichte erlitt das Schloss mehrfach schwere Schäden. 1384 wurde es während einer Auseinandersetzung von den Baslern heimgesucht. 1468 erlitt es im Konflikt mit den Solothurnern im Sundgauerkrieg weitere Zerstörungen. Zusätzlich trugen interne Streitigkeiten und finanzielle Probleme der Familie dazu bei, dass die Dynastie schliesslich ihren Niedergang erlebte. Als Konsequenz wurde das Schloss im Jahr 1521 an die Stadt Basel verkauft.

Herkunft
Eine Theorie besagt, dass die Herren von Eptingen Nachkommen der alamannischen Krieger-Oberschicht aus Eptingen sind. Als die ersten Siedler hätten sie eine bedeutende Rolle in der Region gespielt. Ferner wird vermutet, dass Eptingen als sogenannter ingen-Ort eine alamannische Gründung aus dem 5. oder 6. Jahrhundert ist. Danach wäre der Ort bereits seit langem besiedelt gewesen und könnte eine wichtige Rolle in der alamannischen Geschichte gespielt haben.

Eine weitere Theorie besagt, dass die Herren von Eptingen als Ministerialen oder Dienstleute der Herzöge von Zähringen aus dem Lothringischen stammen. Danach könnten die Herren von Eptingen eine wichtige politische oder militärische Rolle in der Region gespielt haben, insbesondere während der Zeit um 1150, als die Herzöge von Zähringen aktiv waren.

Eine weitere Möglichkeit wäre, dass die Herren von Eptingen Nachkommen der Herren von Staufen sind, die ihren Namen in Eptingen geändert haben. Danach wären die Herren von Eptingen möglicherweise Verwandte oder Günstlinge der Habsburger gewesen und hätten eine enge Beziehung zu dieser mächtigen Familie gepflegt.

Herrschaft und Verflechtungen
Im Jahr 1464 erwarb Hans Bernhard von Eptingen, der Sohn von Rudolf und Dorfherr von Pratteln, den gesamten Anteil der Herrschaft Pratteln und wurde alleiniger Besitzer des Dorfes. 1521 verkaufte die Familie die Herrschaft Pratteln mit den beiden Schlössern an die Stadt Basel, und Pratteln wurde Untertanengebiet der Stadt.

Die von Eptingen zu Pratteln waren treue Gefolgsleute der Habsburger und spielten eine bedeutende Rolle in den Auseinandersetzungen zwischen dem Basler Adel und dem Basler Bischof. Wegen ihrer loyalen Unterstützung wurden sie mehrmals von der Stadt Basel verbannt, kehrten jedoch nach dem Eingreifen der Habsburger triumphierend zurück.

Bedeutende Persönlichkeiten
Ein zentraler Protagonist ist Hans Bernhard von Eptingen, der Prattler Dorfherr, der Pratteln zu einer autonomen Grundherrschaft entwickeln wollte. Er erlangte bedeutende Privilegien, darunter das Recht auf Blutgerichtsbarkeit und Steuerfreiheit für Pratteln. Hans Bernhard von Eptingen strebte auch die Ernennung zum Ritter an und begab sich auf eine Pilgerreise, um diese zu erreichen. Seine Bemühungen wurden belohnt, und er erhielt den Goldenen Orden der Zyprischen Ritterschaft.

Ein weiterer bedeutender Vertreter der Familie war Hermann von Eptingen, der Herr zu Blochmont und Landvogt in den österreichischen Vorlanden. Er war ein entscheidender Akteur in den Burgunderkriegen und siegte in der Schlacht bei Grandson, wo er die schweizerischen Freiheiten verteidigte. 
von Eptingen, Ritter Gottfried (I58453)
 

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