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| 50201 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Fugger (Sep 2023) Früh stand fest, dass Georg Kaufmann werden würde. Im Jahre 1486 heirateten er und Regina Imhoff, eine Nürnberger Patrizierstochter. Im Jahre 1488 wurde der Sohn Markus (Marx) geboren, ein Jahr später folgte der Sohn Raymund. Dieser sollte der Stammvater der später gräflichen Fugger-Linien „von Kirchberg“ und „von Weißenhorn“ werden. Der im Jahre 1493 geborene Sohn Anton, der spätere Chef des Familienunternehmens und Nachfolger Jakob Fuggers des Reichen, wurde der Stammvater der später fürstlichen Fugger-Linien „von Glött“ und von „Babenhausen“. Georg Fugger ist somit der Ahnherr aller heute lebenden Angehörigen des Hauses „Fugger von der Lilie“. Die Firma „Ulrich Fugger und seine Gesellschaft“ wurde die erste „offene Handelsgesellschaft“ in Europa und änderte bald den Namen in „Ulrich Fugger und Gebrüder von Augsburg“ um. An ihr waren Ulrich (Leiter des Stammhauses in Augsburg), Georg (Leiter der Nürnberger Filiale) und Jakob (Ausbau der internationalen Beziehungen) beteiligt. Allein im Jahr 1494 machte die Firma einen Gewinn von über 54.000 Gulden. Zu dieser Zeit bestand auch noch die andere Fugger-Firma, die der „Fugger vom Reh“, die kurze Zeit später bankrottgehen sollte. | Fugger (Lilie), Georg (I42819)
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| 50202 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Komnenos_(Trapezunt) (Sep 2023) Im Jahre 1266 folgte er seinem Halbbruder Andronikos II. auf den Thron. Als er sich 1280 mit seiner Armee auf einem seiner Feldzüge gegen die Turkmenen in die Berge des Taurus begab, wurde er von seinen eigenen Edelleuten verraten. Diese stellten sich bei einem plötzlichen Angriff der Feinde auf Georgs Truppen nicht zum Kampf, sondern wandten sich zur Flucht. Sie überließen Georg, der geschlagen zurückblieb, den Turkmenen, welche ihn in die Gefangenschaft führten. Sein jüngerer Bruder Johannes II. nutzte die Abwesenheit Georgs sogleich aus, um diesen als Kaiser abzusetzen und sich selbst als Nachfolger zu installieren. Georg wurde 1284 von den Turkmenen aus der Gefangenschaft entlassen. Da den Turkmenen bekannt war, dass Georg in Trapezunt noch auf eine Anhängerschaft unter unzufriedenen Adeligen zählen konnte, erhofften sie sich, dass dieser Schritt wegen des zu erwartenden Kampfes zwischen Georg und Johannes II. um den Kaiserthron Unruhen in Trapezunt nach sich ziehen und damit den trapezuntischen Staat schwächen würde. Georgs Versuch, den Thron zurückzuerobern, scheiterte jedoch und die von ihm unter seinen Anhängern rekrutierte Armee wurde zerschlagen. Zwar gelang es Georg zunächst, sich einer erneuten Gefangenschaft durch eine Flucht in die Berge zu entziehen, doch wurde er dort nach einiger Zeit gestellt und ergriffen. Aus seinem weiteren Leben ist nichts bekannt. | Komnenos (Trapezunt, Komnenen), Kaiser Georg (I42989)
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| 50203 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_V._(Georgien) (Sep 2023) Als David VIII., der ältere Bruder Giorgis von den Mongolen im Jahre 1297 abgesetzt wurde, brachte ihn sein Großvater mütterlicherseits, Beka Dschakeli, der Fürst Samzches (1285–1308) nach Tiflis und ließ ihn dort zum König Ostgeorgiens krönen. Die Mongolen brauchten aber für ihre zahlreichen Feldzüge einen erwachsenen König, der die von ihnen hochgeschätzten georgischen Hilfstruppen anführen konnte. Deshalb ließen sie Giorgi bald wieder fallen und ernannten einen weiteren älteren Bruder Giorgis, Wachtang III. zum König (1298–1308). Giorgi wuchs nun am Hofe seines Großvaters Bekas I. auf. Seine gründliche Ausbildung unter anderem auch in georgischer Geschichte erweckten in ihm den Wunsch, die Einheit des Landes wiederherzustellen und das Mongolenjoch abzuschütteln. Doch musste er sich noch bis 1310 gedulden, als er durch die Mongolen zum Regenten für seinen minderjährigen Neffen Giorgi VI. den Kleinen (1310–1314), den Sohn Davids VIII. eingesetzt wurde. Nach dessen frühem Tode wurde Giorgi zum zweiten Mal König von Ostgeorgien. Für die Verwirklichung seiner Ziele waren günstige Voraussetzungen gegeben. Mit seinem Onkel Sargis Dschakeli, dem Fürsten Samzches (1308–1334) verband ihn eine aufrichtige Freundschaft. Dieser unterstützte in allen Belangen vorbehaltlos seinen Neffen. Auch zum Il-Chan-Hof unterhielt Giorgi freundschaftliche Beziehungen, nämlich zum Großwesir Amir Tschupan. 1319 schlugen beide einen Einfall Usbeks, des Khans der Goldenen Horde (1312–1341) zurück. Ein Jahr darauf unterdrückten sie den Aufstand des mongolischen Militärgouverneurs in Georgien, Kurmischi. 1322/23 war Giorgis Ansehen im Vorderen Orient dermaßen gestiegen, dass es ihm der ägyptische Mamlukensultan erlaubte, eine Kirche in Jerusalem zu bauen. Mit dem Papst nahm er 1321 Beziehungen auf. 1329 wurde die katholische Kirche in Georgien gegründet. Gemäß einem Vorschlag von D. Kldiashvili könnte die Einführung des Jerusalemkreuz als Flagge Georgiens in seiner heutigen roten Farbe auf Georg V. zurückgehen (History of the Georgian heraldry, Parlamentis utskebani, 1997, S. 35). Ein Jahr später besetzte Giorgi Imeretien (Westgeorgien), das seit 1259 selbständig war. König Bagrat der Kleine (1329–1372), der Enkel König David Narins (1259–1293) musste sich fortan mit dem Titel eines Fürsten begnügen. Nach dem Tode seines Onkels wurde auch das Fürstentum Samzche, das seit 1266 unabhängig war, wieder der Oberhoheit des georgischen Königs unterstellt. Damit war Georgien wieder vereinigt. Innenpolitisch gelang es dem König, den hohen Feudaladel zum Teil mit drakonischen Maßnahmen in die Schranken zu weisen. | von Georgien, König Giorgi V. (George) (I43020)
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| 50204 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gepa_von_Itter Gepa, der Name ist eine Kurzform von Gerberga („die mit ihrem Speer Schutz verschafft“), wurde vermutlich als viertes von fünf Kindern und einzige Tochter des Grafen Konrad II. von Werl-Arnsberg (* um 1040; † 1092) und dessen Frau Mechthild/Mathilde (* um 1050; † um 1092), einer Tochter des Grafen Otto von Northeim, in Detmold geboren. Wenn diese Vermutung zutrifft, waren ihre Brüder Hermann von Werl-Arnsberg (* um 1070; † 19. Juli 1092), Friedrich I. „der Streitbare“ von Werl-Arnsberg (* um 1071; † Februar 1124), Liupold von Werl (* um 1076; † um 1102) und Heinrich I. von Werl-Rietberg (* um 1079; † um 1116). Gepa von Itter hatte vier Töchter. Wiltrud († 1132, während einer Reise nach Rom) wurde Nonne im Kloster Kaufungen, Lutrud (* vor 1128; † ~ 1149) heiratete Widekind I. von Schwalenberg, den Stammvater der Grafen von Waldeck. Wahrscheinlich Mechthild (* ~ 1095; † 1155), vielleicht aber auch Bertha, heiratete den Grafen Konrad I. von Everstein, Inhaber der Gaugrafschaft Medebach und Vizevogt des Klosters Helmarshausen; beider Sohn Gerlach (1144 Vogt von Medebach, 1167 von Itter, Vizevogt von Helmarshausen), der unter anderem Burg und Herrschaft Itter erbte, wurde Ahnherr des zweiten Hauses Itter, das im Mannesstamm mit Erasmus von Itter 1443 ausstarb. Kloster Aroldessen 1131 gründete Gepa mit drei ihrer Töchter, Lutrud, Mechthild und Bertha, das Kloster Aroldessen, ein Augustiner-Chorfrauen-Stift.[1] Bischof Bernhard I. von Paderborn bestätigte das Stift noch im gleichen Jahr. Gepas Enkel, Graf Volkwin II. von Schwalenberg, Sohn ihrer Tochter Lutrud und des Grafen Widekind I. von Schwalenberg und als Volkwin I. Begründer des gräflichen Hauses Waldeck, übernahm die Vogtei über das Kloster. Im Dezember 1182 nahm Papst Lucius III. das Stift in seinen Schutz und bestätigte ihm dessen Besitzungen.[2] Im Zuge der Reformation wurde das Kloster 1526 von den Grafen von Waldeck säkularisiert; es ging in ihren Besitz über und wurde später zum Residenzschloss Arolsen umgebaut. | von Werl-Arnsberg (von Itter), Gepa (Gerberga) (I62602)
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| 50205 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_III._von_Wassenberg (Jun 2021) Gerhard III. von Wassenberg (Gerhard I. von Geldern, der Flaminius) (* um 1068; † 16. Oktober 1129)[1] war der erste Graf von Geldern der Familie der Flamenses. Sein Vater war vermutlich der Graf Heinrich III. von Wassenberg[2], nach anderer Ansicht Dietrich I. Flamens.[3] Gerhard wurde 1085 als Graf von Wassenberg, 1096 erstmals als „Graf von Geldern“ erwähnt. Der Titel „Landgraf“ erscheint ebenfalls 1096. Er gilt als Stammvater der Grafen von Geldern aus dem Hause Wassenberg (der Flamenses), das 1371 im Mannesstamm erlosch. Gerhard benannte sich abwechselnd nach Wassenberg (Gerhard III. von Wassenberg) und nach Geldern (Gerhard I. von Geldern), bis sich 1118 Geldern bei der Benennung durchsetzte. Als Inhaber der kaiserlichen Vogtei, als Kirchenvogt und als allodialler Grundeigentümer hat sich Gerhard veranlasst gesehen, den Schwerpunkt seines Machtbereiches zu verlagern und sich Graf von Geldern (1096) zu nennen. Infolge dieser Schwerpunktverlagerung ist vermutlich in dieser Zeit die erst 1237 nachweisbare Burg Geldern erbaut worden. Gerhard I. von Geldern war neben dem Herzog von Brabant und dem Grafen von Luxemburg-Namur größter weltlicher Territorialherr in Niederlothringen. Er blieb als einziger Landesherr dieser Region strikt kaiserlich. Der Zeitpunkt des Todes Gerhards I. ist unbekannt (nach 1129), und es ist nicht geklärt, ab wann ihm ein mündiger Nachfolger zur Verfügung stand. Nach Euler und Renn ist er 1117/1118 verstorben. Von Raumer findet 1129 nur noch den Grafen Gerhard von Geldern, Regesta Imperii (25. Dezember 1128)[4] kennt ebenfalls nur den Grafen von Geldern, sodass ein früherer Tod des Gerhard I. von Geldern vorauszusetzen ist. | von Geldern (von Wassenberg) Flamenses, Graf Gerhard III. (I7526)
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| 50206 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gerlach_I._(Nassau) Gerlach I. (* um 1285; † 7. Januar 1361 auf Burg Sonnenberg, begraben im Kloster Klarenthal[1]) war von 1305 bis 1344 Graf von Nassau aus der walramschen Linie mit dem Herrschaftsgebiet Nassau-Idstein und bis 1361 Graf von Nassau-Sonnenberg. Leben Gerlach war der jüngere Sohn des deutschen Königs Adolf von Nassau und der Imagina von Isenburg-Limburg. Er folgte seinem älteren Bruder Ruprecht VI. nach dessen frühem Tod 1305 und residierte auf Burg Sonnenberg bei Wiesbaden. Gerlach war ein entschlossener Mann, der sich mit den ehemaligen Gegnern seines Vaters aussöhnte und den Ruf seines Hauses Nassau nach dessen Tod wiederherstellte. In der Politik hatte er mehr Glück als sein Vater und konnte den Besitz seines Hauses stetig erweitern. Bereits 1309 gelang ihm die Überführung des Leichnams seines Vaters in den Dom zu Speyer. In diesem Zusammenhang ließ er an dessen Todesort bei Göllheim das Königskreuz errichten. Es ist das älteste Flurkreuz der Pfalz. Gerlach stand dem Haus Luxemburg und Heinrich VII. nahe und begleitete Heinrich 1312 zu dessen Kaiserkrönung nach Italien. 1310 begleitete er Heinrichs Sohn Johann von Böhmen, später König von Böhmen, nach Prag. Nach dem Tod Heinrichs nahm er Partei für den Habsburger Friedrich den Schönen, den Sohn Albrechts I. von Österreich, des ehemaligen Feindes seines Vaters. 1318 hielt er als Verteidiger Wiesbadens der Belagerung Ludwigs stand, worauf er eine eigene Münze erhielt. Erst 1322, nach der Schlacht bei Mühldorf, erkannte Gerlach Friedrichs Gegenspieler Ludwig den Bayern als deutschen König an. Bereits im bayerischen Bruderkrieg hatte er Ludwigs Bruder Rudolf I. unterstützt und sich vehement für einen Landfrieden eingesetzt. Nach 1322 söhnte er sich mit Ludwig aus. 1326 wurde er kaiserlicher Vogt der Wetterau und erwarb die Hälfte der Grafschaft Weilnau mit Burg Neuweilnau. 1328 erwarb er die Herrschaft Merenberg, 1336 erhielt er die Biebricher Fähre als Reichslehen, und 1338 war er kaiserlicher Gesandter beim Papst in Avignon. In Fehden stand er mit Kurmainz, Kurtrier und auch mit den Grafen von Katzenelnbogen, mit denen er verwandtschaftlich verbunden war, da seine mit Walram II. verheiratete Großmutter Adelheid eine Schwester des Grafen Diether V. von Katzenelnbogen und Tochter des Grafen Diether IV. von Katzenelnbogen war. Abdankung und Teilung der Grafschaft 1338 besuchte ihn Kaiser Ludwig auf seiner Residenz Burg Sonnenberg. 1344 dankte er zugunsten seiner Söhne Adolf und Johann ab, blieb aber weiterhin Herr von Sonnenberg. Als Anhänger von Karl IV. trat er in dessen Gefolge auf. Seine zweite Frau Irmengard von Hohenlohe-Weikersheim erbat 1351 von König Karl IV. die Stadtrechte für Sonnenberg, die ihr gewährt wurden. Bereits 1355 wurde die walramsche Herrschaft aufgeteilt in Nassau-Wiesbaden-Idstein (Sohn Adolf aus erster Ehe), Nassau-Weilburg (Sohn Johann aus erster Ehe) und Nassau-Sonnenberg (Sohn Kraft aus zweiter Ehe). Da Kraft schon im folgenden Jahr in der Schlacht bei Maupertuis fiel, folgte ihm Gerlachs jüngster Sohn Ruprecht als Graf von Nassau-Sonnenberg. | von Nassau, Graf Gerlach I (I22745)
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| 50207 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gerold_von_Genf Gerold von Genf Die Abstammung Gerolds ist nicht gesichert. Der Name seines Vaters ist nicht überliefert, hingegen derjenige seiner Mutter Bertha, und zwar in einem Brief von Rainald von Burgund an Wilhelm VIII. von Aquitanien aus dem Jahr 1043. Der Vorname Bertha kommt im Geschlecht der Rudolfinger, Könige von Burgund, auch sonst vor, und die Forschung geht daher davon aus, Gerolds Grossmutter sei eine Schwester des letzten burgundischen Königs Rudolfs III. und Gerold von Genf damit ein Nachfahre des Königs Konrad III. von Burgund gewesen. Er wird als Stammvater der nach ihm so bezeichneten Geroldiner angesehen, die vom 11. bis ins späte 14. Jahrhundert die Grafschaft Genf und eine weite Region am Genfersee beherrschten (ihr Titel lautet comes gebennensis ). Diese Familie erscheint wie andere noble Geschlechter des Burgunderreichs in den Geschichtsquellen des 11. Jahrhunderts, und sie war einer der Kontrahenten der Grafen von Savoyen. Von Gerolds Leben weiss man fast nichts, und es gibt auch keine von ihm ausgestellte oder signierte Urkunde. Er wird erstmals im Jahr 1032 erwähnt. Bischof Kuno von Maurienne war sein Bruder, und auch mit dem Bischof Gerold von Genf könnte er verwandt sein. Graf Gerolds Sohn Aymon war sein Nachfolger im Amt des Grafen von Genf von 1080 bis 1128. Beim Übergang des Königreichs Burgund an das Heilige Römische Reich im Jahr 1032 (Régeste genevois, S. 50, Nr. 183) war Graf Gerold einer der Gegner Kaiser Konrads II., dessen Zugriff auf Burgund er als Anhänger des Grafen Odo von Blois abwehren wollte. Im Krieg um die Vorherrschaft im Rhonegebiet von 1033 bis 1034 gewann der Kaiser mit der Unterstützung durch den Grafen Humbert von Maurienne, der mit einem italienischen Heer über den Grossen Sankt Bernhard nach Burgund und bis nach Genf gekommen war, die Oberhand. Während Odo in der Champagne noch bis zu seinem Tod im Jahr 1037 weiter gegen den Kaiser kämpfte, mussten die burgundischen Adligen, darunter Graf Gerold von Genf, dessen Hoheit über Burgund anerkennen. Konrad II. liess sich in Genf zum zweiten Mal zum König von Burgund krönen. Im Jahr 1044 erhob sich Graf Gerold wiederum gegen das Reich. Zusammen mit Graf Rainald I. von Burgund kämpfte er gegen König Heinrich III., doch wurden sie in dessen Auftrag von Graf Ludwig von Mousson besiegt und mussten sich auch diesem König unterwerfen; dies geschah bei einem Reichstag im Jahr 1045 in Solothurn. Auch die Annalen von St. Gallen erwähnen Gerold von Genf unter den Rebellen gegen das Reich. | von Genf, Graf Gerold (Gérold) (I62743)
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| 50208 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gian_Galeazzo_Maria_Sforza (Sep 2023) Sein Onkel sorgte dafür, dass er eine umfassende Ausbildung erhielt, die ihn jedoch nicht auf eine mögliche Übernahme der Regierung vorbereiten sollte. Hinzu kam, dass Sforza eher von kränklicher Natur war und ihm Charakterschwäche nachgesagt wurde. Seit der Heirat widmete er sich ganz der Aufgabe als Ehemann und Vater, der Jagd oder traf sich mit Freunden. Isabella wollte hingegen, dass er seinen Anspruch auf die Regentschaft geltend machen sollte. Die Situation spitzte sich zu, als der Onkel am 18. Januar 1491 Beatrice d’Este heiratete. So löste Sforzas plötzlicher Tod im Alter von 25 Jahren Spekulationen darüber aus, ob sein Onkel etwas damit zu tun gehabt habe. Um an die Macht zu gelangen, soll dieser ein Attentat geplant haben, bei dem er, unterstützt von seinen engsten Freunden, den Konkurrenten um die Macht beseitigt habe. Dieser soll mit mehreren Messerstichen in Kopf und Oberkörper ermordet worden sein. Nach anderen Angaben sei es ein Giftmord gewesen, der seinem Leben ein Ende setzte.[3] Der Leichnam des Opfers soll in einer Kirche unter dem Altar beerdigt worden sein. Noch am Tag von Sforzas Tod nahm der Onkel die Krone Mailands für sich in Anspruch und überging somit Sforzas vierjährigen Sohn Francesco in der Herrschaftsnachfolge. Nach Ludovicos Sturz 1499 wurde Francesco wie dieser von Ludwig XII. nach Frankreich geschafft, wo er später Abt von Marmoutier wurde. Kurz vor Sforzas Tod kam der französische König Karl VIII. nach Pavia und besuchte den Sterbenden in seinem Schloss. Der Maler Pelagio Palagi hielt dieses Ereignis um 1821/1822 in seinem Gemälde Begegnung Karls VIII. mit Gian Galeazzo Sforza in Pavia 1494 fest. | Sforza, Herzog Gian Galeazzo (I42808)
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| 50209 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Giorgi_I. (Sep 2023) In Giorgis Regierungszeit kam es zu schweren Auseinandersetzungen mit dem Byzantinischen Kaiserreich, das Georgien schon immer als seine Einflusssphäre betrachtete und einen weiteren Machtzuwachs Georgiens seit seiner Vereinigung verhindern wollte. 1020 griff Giorgi aktiv in die Erbfolgestreitigkeiten im armenischen Königreich Ani ein. Dort kämpften seine bagratidischen Vettern, die Söhne König Gagiks I. (989–1020), Sumbat und Aschot erbittert um die Macht. Unter Vermittlung des georgischen Königs einigten sich beide Brüder und teilten das Reich. 1021 beschlossen Giorgi und der armenische König Sumbat III. (1020–1042), das bestehende Tributärverhältnis zu Byzanz abzuschütteln. Sie schickten eine Gesandtschaft Kaiser Basileios II. (976–1025), die den fälligen Tribut eintreiben wollte mit Hohn und Spott nach Konstantinopel zurück. Noch im gleichen Jahr zog der Kaiser persönlich nach Georgien. Am See Balagatsis kam es zur Schlacht, die die Georgier nach lange unentschieden wogendem Kampfe verloren. Der König musste in den Schluchten des Kaukasus Zuflucht suchen. Nachdem die byzantinischen Truppen 1022 das Land verlassen hatten, sammelte Giorgi rasch ein Heer und fiel nun seinerseits in byzantinischem Territorium ein. Nach anfänglichen Erfolgen sah sich der Kaiser genötigt, erneut persönlich gegen Giorgi I. auszurücken. Aus Furcht vor einer erneuten Niederlage und aus Sorge vor den Repressalien, die seinem Lande bevorstehen könnten, bat Giorgi um Frieden. Dieser wurde unter harten Bedingungen gewährt. Giorgi musste seinen vierjährigen Sohn Bagrat als Geisel an den byzantinischen Kaiserhof schicken, der dort drei Jahre blieb. Außerdem musste er auf das Erbe Davids III. Kuropalats († 1000) verzichten. | von Georgien, König Giorgi I. (I43036)
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| 50210 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Giorgi_III. (Sep 2023) Unter seiner Herrschaft wurde den Muslimen 1161 das nördliche Armenien mit der Hauptstadt Ani genommen, um dann 1174 zurückerobert zu werden. Es blieb bis zum Einfall der Mongolen 1236 mit Georgien vereint. In Auseinandersetzungen mit den islamischen Nachbarstaaten, darunter das Emirat Gandscha und die Reiche der Ahlat-Schahs und Atabegs von Aserbaidschan, verteidigte er die Vormachtstellung Georgiens im kaukasischen Raum. 1177 zettelte der hohe Feudaladel eine Verschwörung gegen den König an. Ziel war es, den Neffen des Königs, Demna, den Sohn Davids V., zum König zu erheben. Giorgi musste nach Tbilissi flüchten. Da die Verschwörer zögerten, die Stadt anzugreifen, gelang es dem König, alte Freunde wieder für sich zu gewinnen. Vom Kyptschakenkhan erhielt er Hilfstruppen. So gestärkt, wagte er einen Ausfall und schlug die Rebellen. Die Rache Giorgis war grausam: Viele Verschwörer wurden hingerichtet oder verstümmelt. | von Georgien, König Giorgi III. (George) (I42974)
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| 50211 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Giorgi_IV._Lascha (Sep 2023) Kaum hatte er den Thron bestiegen, versuchten verschiedene Vasallenstaaten wie Gandscha sowie später Nachitschewan die Unabhängigkeit zu erreichen und stellten ihre Tributzahlungen ein. Sofort wurde das siegesgewohnte georgische Heer in Bewegung gesetzt. Die abtrünnigen Vasallen mussten wieder die Oberhoheit Georgiens anerkennen. Ab 1214 wurden weitere armenische Territorien erobert, so 1214 das Fürstentum Chatschen und 1219/20 die Provinz Siunik. Weiterhin wurden Gebiete um Nachitschewan besetzt. Feldzüge gegen Ahlat endeten siegreich. Unter Giorgi IV. hatte Georgien seine größte territoriale Ausdehnung erreicht, trotz innerer Konflikte mit dem hohen Feudaladel. Noch einten aber König und Adel gemeinsame Ziele, wie die Landesverteidigung und die Eroberung neuer Territorien. Doch 1220 standen viel gefährlichere Feinde vor den Grenzen Georgiens, die Mongolen Dschingis Khans. Eine erste militärische Auseinandersetzung verlief schlecht für die Georgier. Auch im Januar und Ende 1221 zogen sie erneut den Kürzeren. In der dritten Schlacht wurde das mongolische Heer aber so dezimiert, dass es abzog. Der Chronist Grigor spricht von zwei Schlachten, wonach das georgische Heer zunächst unterlag, jedoch herbeigeeilte Truppen des Feldherrn Vahram Gageli die Mongolen in einer zweiten Schlacht besiegten und zur Umkehr zwangen. König Giorgi wurde in dieser Schlacht verwundet. | Lascha, König Giorgi IV. (I43013)
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| 50212 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Giovanni_Antonio_Orsini_del_Balzo (Sep 2023) Schnell wurde klar, dass Giovanni Antonio von seinen Geschwistern abgelöst werden würde. Seine Nichte Isabella von Clermont war eine Schachfigur in den Plänen ihrer königlichen Meister. Sie war wahrscheinlich die Erbin bemerkenswerter feudaler Eigentümer in Süditalien, und durch königlichen Eingriff wurde sie 1444 mit Ferdinand I. von Neapel, einem unehelichen Sohn von König Alfons I. von Aragon, verheiratet. Alfons hatte sich im Thronfolgekrieg zwischen 1435 und 1442 in Süditalien gegenüber seinem Kontrahenten René I. von Anjou behauptet. Auf Willen des Königs Alfons I. wurde Isabellas Mann, Ferdinand, nach dem Tod seines Vaters 1548, vom Papst legitimierter Sohn, zum König seiner eroberten Territorien erklärt (Isabella wurde somit Gemahlin des Königs) und somit als Ferdinand I. König von Neapel. 1460 ließ Giovanni Antonio in der Basilika Santa Caterina d'Alessandria in Galatina hinter dem Hochaltar eine gotische Apsis mit achteckiger Kuppel bauen. In der Mitte der Apsis (an der Wand) ließ Giovanni Antonio seinen Sarkophag erbauen. Er wird auf dem Sterbebett als Franziskaner dargestellt.[2] Giovanni Antonio unterstützte den von den Franzosen angeschürten Aufstand der lokalen Barone (1459–1462) in einigen Städten der Capitanata und kam zwischen dem 14. und 15. November 1463 unter mysteriösen Umständen ums Leben. Er wurde im Schloss von Altamura in der heutigen Provinz Bari von Paolo Tricarico erwürgt.[3][4] Giovanni Antonio hinterließ keine rechtmäßigen Erben und seine Länder und Schätze wurden vom König von Neapel, Ferdinand von Aragon, seinem nahen Verwandten beschlagnahmt. Auf dem Thron folgte ihm seine Nichte Isabelle de Clermont, Tochter seiner Schwester Caterina Orsini del Balzo und Tristan de Clermont, und Frau von König Ferdinand I., die allerdings 1465 starb. Ihr Erbe war ihr ältester Sohn Alfons II., der von 1494 bis 1495 König von Neapel sein sollte. Seine Frau war Hippolyte Maria Sforza aus Mailand. Dies war das Ende des Fürstentums Tarent. Es wurde 1465 nach dem Tod von Isabella von Clermont von König Ferdinand I. ins Königreich Neapel einverleibt. | Orsini del Balzo, Fürst Giovanni Antonio (I42712)
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| 50213 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gisenstein Die Adelsfamilie von Gisenstein (auch Geissenstein oder Gyssenstein) stammte aus dem Ort Gysenstein in der heutigen Gemeinde Konolfingen im Kanton Bern in der Schweiz. Sie gehörte vermutlich seit der Gründung der Stadt Bern zu deren Burgern und stellte etliche Amtsträger. Geschichte Den Gisenstein gehörte vermutlich die kleine Herrschaft Gisenstein, die auch den Twing Trimstein umfasste. Seit der Gründung der Stadt Bern 1191 hatte die Familie offenbar das Burgerrecht inne und war durch verschiedene Familienzweige vertreten. Die Gisenstein gehörten im späteren 13. Jahrhundert zur obersten Führungsschicht der Stadt und stellten mehrere Ratsmitglieder. In einem dieser Zweige wurde das Amt des Stadtschreibers erblich. Die Gisenstein waren somit die ersten Notare, die aus der Stadtkasse besoldet wurden. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts starb die Familie aus. Eine Wappenscheibe der Familie ist im Berner Münster sichtbar und wohl die älteste, die noch erhalten ist. | von Gisenstein, Barbara (I61137)
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| 50214 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gisenstein Die Adelsfamilie von Gisenstein (auch Geissenstein oder Gyssenstein) stammte aus dem Ort Gysenstein in der heutigen Gemeinde Konolfingen im Kanton Bern in der Schweiz. Sie gehörte vermutlich seit der Gründung der Stadt Bern zu deren Burgern und stellte etliche Amtsträger. Geschichte Den Gisenstein gehörte vermutlich die kleine Herrschaft Gisenstein, die auch den Twing Trimstein umfasste. Seit der Gründung der Stadt Bern 1191 hatte die Familie offenbar das Burgerrecht inne und war durch verschiedene Familienzweige vertreten. Die Gisenstein gehörten im späteren 13. Jahrhundert zur obersten Führungsschicht der Stadt und stellten mehrere Ratsmitglieder. In einem dieser Zweige wurde das Amt des Stadtschreibers erblich. Die Gisenstein waren somit die ersten Notare, die aus der Stadtkasse besoldet wurden. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts starb die Familie aus. Eine Wappenscheibe der Familie ist im Berner Münster sichtbar und wohl die älteste, die noch erhalten ist. | von Gisenstein, Hans (I61139)
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| 50215 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gisenstein Die Adelsfamilie von Gisenstein (auch Geissenstein oder Gyssenstein) stammte aus dem Ort Gysenstein in der heutigen Gemeinde Konolfingen im Kanton Bern in der Schweiz. Sie gehörte vermutlich seit der Gründung der Stadt Bern zu deren Burgern und stellte etliche Amtsträger. Geschichte Den Gisenstein gehörte vermutlich die kleine Herrschaft Gisenstein, die auch den Twing Trimstein umfasste. Seit der Gründung der Stadt Bern 1191 hatte die Familie offenbar das Burgerrecht inne und war durch verschiedene Familienzweige vertreten. Die Gisenstein gehörten im späteren 13. Jahrhundert zur obersten Führungsschicht der Stadt und stellten mehrere Ratsmitglieder. In einem dieser Zweige wurde das Amt des Stadtschreibers erblich. Die Gisenstein waren somit die ersten Notare, die aus der Stadtkasse besoldet wurden. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts starb die Familie aus. Eine Wappenscheibe der Familie ist im Berner Münster sichtbar und wohl die älteste, die noch erhalten ist. | von Gisenstein, Ulrich der Junge (I61140)
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| 50216 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gisenstein Die Adelsfamilie von Gisenstein (auch Geissenstein oder Gyssenstein) stammte aus dem Ort Gysenstein in der heutigen Gemeinde Konolfingen im Kanton Bern in der Schweiz. Sie gehörte vermutlich seit der Gründung der Stadt Bern zu deren Burgern und stellte etliche Amtsträger. Geschichte Den Gisenstein gehörte vermutlich die kleine Herrschaft Gisenstein, die auch den Twing Trimstein umfasste. Seit der Gründung der Stadt Bern 1191 hatte die Familie offenbar das Burgerrecht inne und war durch verschiedene Familienzweige vertreten. Die Gisenstein gehörten im späteren 13. Jahrhundert zur obersten Führungsschicht der Stadt und stellten mehrere Ratsmitglieder. In einem dieser Zweige wurde das Amt des Stadtschreibers erblich. Die Gisenstein waren somit die ersten Notare, die aus der Stadtkasse besoldet wurden. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts starb die Familie aus. Eine Wappenscheibe der Familie ist im Berner Münster sichtbar und wohl die älteste, die noch erhalten ist. Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020069/2006-12-19/ von Gisenstein Geschlecht der Herren von G. (auch Geissenstein oder Gyssenstein), benannt nach ihrem Herkunftsort Gysenstein (heute Gem. Konolfingen), vermutlich Mittelpunkt einer Kleinherrschaft, zu welcher der Twing Trimstein gehörte. Wahrscheinlich war die Fam. ab der Stadtgründung mit Bern verburgert. Es bestanden versch. Linien. Vertreter sassen im Berner Kl. Rat. Bezeugt sind Walter, 1226 im Rat der Zweihundert, sowie die Brüder Peter (1299) und Ulrich (1305-46), beide im Rat, mit denen das wichtige Stadtschreiberamt auf längere Zeit in der Fam. erblich wurde, Niklaus, 1377 und 1390 im Rat der Zweihundert, 1383 Venner, 1385-90 Schultheiss von Thun, Ulrich, 1382 im Rat der Zweihundert, 1395 und 1409 Venner, Mitherr zu Gerzensee, ein weiterer Ulrich, 1392 im Rat der Zweihundert, 1425 Venner, Niklaus, 1396 im Rat der Zweihundert, 1407-13 Kastlan von Frutigen, 1413-15 Schultheiss von Thun, 1419 Gesandter nach Zürich, 1425 einer der Hauptleute vor Domodossola sowie Anton, 1447 und 1453 im Rat der Zweihundert. Das Geschlecht starb im 15. Jh. aus. Version vom: 19.12.2006 Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher | von Gisenstein, Johannes I (I61141)
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| 50217 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gisenstein Die Adelsfamilie von Gisenstein (auch Geissenstein oder Gyssenstein) stammte aus dem Ort Gysenstein in der heutigen Gemeinde Konolfingen im Kanton Bern in der Schweiz. Sie gehörte vermutlich seit der Gründung der Stadt Bern zu deren Burgern und stellte etliche Amtsträger. Geschichte Den Gisenstein gehörte vermutlich die kleine Herrschaft Gisenstein, die auch den Twing Trimstein umfasste. Seit der Gründung der Stadt Bern 1191 hatte die Familie offenbar das Burgerrecht inne und war durch verschiedene Familienzweige vertreten. Die Gisenstein gehörten im späteren 13. Jahrhundert zur obersten Führungsschicht der Stadt und stellten mehrere Ratsmitglieder. In einem dieser Zweige wurde das Amt des Stadtschreibers erblich. Die Gisenstein waren somit die ersten Notare, die aus der Stadtkasse besoldet wurden. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts starb die Familie aus. Eine Wappenscheibe der Familie ist im Berner Münster sichtbar und wohl die älteste, die noch erhalten ist. Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020069/2006-12-19/ von Gisenstein Geschlecht der Herren von G. (auch Geissenstein oder Gyssenstein), benannt nach ihrem Herkunftsort Gysenstein (heute Gem. Konolfingen), vermutlich Mittelpunkt einer Kleinherrschaft, zu welcher der Twing Trimstein gehörte. Wahrscheinlich war die Fam. ab der Stadtgründung mit Bern verburgert. Es bestanden versch. Linien. Vertreter sassen im Berner Kl. Rat. Bezeugt sind Walter, 1226 im Rat der Zweihundert, sowie die Brüder Peter (1299) und Ulrich (1305-46), beide im Rat, mit denen das wichtige Stadtschreiberamt auf längere Zeit in der Fam. erblich wurde, Niklaus, 1377 und 1390 im Rat der Zweihundert, 1383 Venner, 1385-90 Schultheiss von Thun, Ulrich, 1382 im Rat der Zweihundert, 1395 und 1409 Venner, Mitherr zu Gerzensee, ein weiterer Ulrich, 1392 im Rat der Zweihundert, 1425 Venner, Niklaus, 1396 im Rat der Zweihundert, 1407-13 Kastlan von Frutigen, 1413-15 Schultheiss von Thun, 1419 Gesandter nach Zürich, 1425 einer der Hauptleute vor Domodossola sowie Anton, 1447 und 1453 im Rat der Zweihundert. Das Geschlecht starb im 15. Jh. aus. Version vom: 19.12.2006 Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher | von Gisenstein, Peter I (I61143)
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| 50218 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gisenstein Die Adelsfamilie von Gisenstein (auch Geissenstein oder Gyssenstein) stammte aus dem Ort Gysenstein in der heutigen Gemeinde Konolfingen im Kanton Bern in der Schweiz. Sie gehörte vermutlich seit der Gründung der Stadt Bern zu deren Burgern und stellte etliche Amtsträger. Geschichte Den Gisenstein gehörte vermutlich die kleine Herrschaft Gisenstein, die auch den Twing Trimstein umfasste. Seit der Gründung der Stadt Bern 1191 hatte die Familie offenbar das Burgerrecht inne und war durch verschiedene Familienzweige vertreten. Die Gisenstein gehörten im späteren 13. Jahrhundert zur obersten Führungsschicht der Stadt und stellten mehrere Ratsmitglieder. In einem dieser Zweige wurde das Amt des Stadtschreibers erblich. Die Gisenstein waren somit die ersten Notare, die aus der Stadtkasse besoldet wurden. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts starb die Familie aus. Eine Wappenscheibe der Familie ist im Berner Münster sichtbar und wohl die älteste, die noch erhalten ist. Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020069/2006-12-19/ von Gisenstein Geschlecht der Herren von G. (auch Geissenstein oder Gyssenstein), benannt nach ihrem Herkunftsort Gysenstein (heute Gem. Konolfingen), vermutlich Mittelpunkt einer Kleinherrschaft, zu welcher der Twing Trimstein gehörte. Wahrscheinlich war die Fam. ab der Stadtgründung mit Bern verburgert. Es bestanden versch. Linien. Vertreter sassen im Berner Kl. Rat. Bezeugt sind Walter, 1226 im Rat der Zweihundert, sowie die Brüder Peter (1299) und Ulrich (1305-46), beide im Rat, mit denen das wichtige Stadtschreiberamt auf längere Zeit in der Fam. erblich wurde, Niklaus, 1377 und 1390 im Rat der Zweihundert, 1383 Venner, 1385-90 Schultheiss von Thun, Ulrich, 1382 im Rat der Zweihundert, 1395 und 1409 Venner, Mitherr zu Gerzensee, ein weiterer Ulrich, 1392 im Rat der Zweihundert, 1425 Venner, Niklaus, 1396 im Rat der Zweihundert, 1407-13 Kastlan von Frutigen, 1413-15 Schultheiss von Thun, 1419 Gesandter nach Zürich, 1425 einer der Hauptleute vor Domodossola sowie Anton, 1447 und 1453 im Rat der Zweihundert. Das Geschlecht starb im 15. Jh. aus. Version vom: 19.12.2006 Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher | von Gisenstein, Margareta (I61160)
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| 50219 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gisenstein Die Adelsfamilie von Gisenstein (auch Geissenstein oder Gyssenstein) stammte aus dem Ort Gysenstein in der heutigen Gemeinde Konolfingen im Kanton Bern in der Schweiz. Sie gehörte vermutlich seit der Gründung der Stadt Bern zu deren Burgern und stellte etliche Amtsträger. Geschichte Den Gisenstein gehörte vermutlich die kleine Herrschaft Gisenstein, die auch den Twing Trimstein umfasste. Seit der Gründung der Stadt Bern 1191 hatte die Familie offenbar das Burgerrecht inne und war durch verschiedene Familienzweige vertreten. Die Gisenstein gehörten im späteren 13. Jahrhundert zur obersten Führungsschicht der Stadt und stellten mehrere Ratsmitglieder. In einem dieser Zweige wurde das Amt des Stadtschreibers erblich. Die Gisenstein waren somit die ersten Notare, die aus der Stadtkasse besoldet wurden. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts starb die Familie aus. Eine Wappenscheibe der Familie ist im Berner Münster sichtbar und wohl die älteste, die noch erhalten ist. Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020069/2006-12-19/ von Gisenstein Geschlecht der Herren von G. (auch Geissenstein oder Gyssenstein), benannt nach ihrem Herkunftsort Gysenstein (heute Gem. Konolfingen), vermutlich Mittelpunkt einer Kleinherrschaft, zu welcher der Twing Trimstein gehörte. Wahrscheinlich war die Fam. ab der Stadtgründung mit Bern verburgert. Es bestanden versch. Linien. Vertreter sassen im Berner Kl. Rat. Bezeugt sind Walter, 1226 im Rat der Zweihundert, sowie die Brüder Peter (1299) und Ulrich (1305-46), beide im Rat, mit denen das wichtige Stadtschreiberamt auf längere Zeit in der Fam. erblich wurde, Niklaus, 1377 und 1390 im Rat der Zweihundert, 1383 Venner, 1385-90 Schultheiss von Thun, Ulrich, 1382 im Rat der Zweihundert, 1395 und 1409 Venner, Mitherr zu Gerzensee, ein weiterer Ulrich, 1392 im Rat der Zweihundert, 1425 Venner, Niklaus, 1396 im Rat der Zweihundert, 1407-13 Kastlan von Frutigen, 1413-15 Schultheiss von Thun, 1419 Gesandter nach Zürich, 1425 einer der Hauptleute vor Domodossola sowie Anton, 1447 und 1453 im Rat der Zweihundert. Das Geschlecht starb im 15. Jh. aus. Version vom: 19.12.2006 Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher | von Gisenstein, Ulrich (I61299)
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| 50220 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gisenstein Die Adelsfamilie von Gisenstein (auch Geissenstein oder Gyssenstein) stammte aus dem Ort Gysenstein in der heutigen Gemeinde Konolfingen im Kanton Bern in der Schweiz. Sie gehörte vermutlich seit der Gründung der Stadt Bern zu deren Burgern und stellte etliche Amtsträger. Geschichte Den Gisenstein gehörte vermutlich die kleine Herrschaft Gisenstein, die auch den Twing Trimstein umfasste. Seit der Gründung der Stadt Bern 1191 hatte die Familie offenbar das Burgerrecht inne und war durch verschiedene Familienzweige vertreten. Die Gisenstein gehörten im späteren 13. Jahrhundert zur obersten Führungsschicht der Stadt und stellten mehrere Ratsmitglieder. In einem dieser Zweige wurde das Amt des Stadtschreibers erblich. Die Gisenstein waren somit die ersten Notare, die aus der Stadtkasse besoldet wurden. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts starb die Familie aus. Eine Wappenscheibe der Familie ist im Berner Münster sichtbar und wohl die älteste, die noch erhalten ist. Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020069/2006-12-19/ von Gisenstein Geschlecht der Herren von G. (auch Geissenstein oder Gyssenstein), benannt nach ihrem Herkunftsort Gysenstein (heute Gem. Konolfingen), vermutlich Mittelpunkt einer Kleinherrschaft, zu welcher der Twing Trimstein gehörte. Wahrscheinlich war die Fam. ab der Stadtgründung mit Bern verburgert. Es bestanden versch. Linien. Vertreter sassen im Berner Kl. Rat. Bezeugt sind Walter, 1226 im Rat der Zweihundert, sowie die Brüder Peter (1299) und Ulrich (1305-46), beide im Rat, mit denen das wichtige Stadtschreiberamt auf längere Zeit in der Fam. erblich wurde, Niklaus, 1377 und 1390 im Rat der Zweihundert, 1383 Venner, 1385-90 Schultheiss von Thun, Ulrich, 1382 im Rat der Zweihundert, 1395 und 1409 Venner, Mitherr zu Gerzensee, ein weiterer Ulrich, 1392 im Rat der Zweihundert, 1425 Venner, Niklaus, 1396 im Rat der Zweihundert, 1407-13 Kastlan von Frutigen, 1413-15 Schultheiss von Thun, 1419 Gesandter nach Zürich, 1425 einer der Hauptleute vor Domodossola sowie Anton, 1447 und 1453 im Rat der Zweihundert. Das Geschlecht starb im 15. Jh. aus. Version vom: 19.12.2006 Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher | von Gisenstein, Ulrich I (I61144)
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| 50221 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gisenstein Die Adelsfamilie von Gisenstein (auch Geissenstein oder Gyssenstein) stammte aus dem Ort Gysenstein in der heutigen Gemeinde Konolfingen im Kanton Bern in der Schweiz. Sie gehörte vermutlich seit der Gründung der Stadt Bern zu deren Burgern und stellte etliche Amtsträger. Geschichte Den Gisenstein gehörte vermutlich die kleine Herrschaft Gisenstein, die auch den Twing Trimstein umfasste. Seit der Gründung der Stadt Bern 1191 hatte die Familie offenbar das Burgerrecht inne und war durch verschiedene Familienzweige vertreten. Die Gisenstein gehörten im späteren 13. Jahrhundert zur obersten Führungsschicht der Stadt und stellten mehrere Ratsmitglieder. In einem dieser Zweige wurde das Amt des Stadtschreibers erblich. Die Gisenstein waren somit die ersten Notare, die aus der Stadtkasse besoldet wurden. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts starb die Familie aus. Eine Wappenscheibe der Familie ist im Berner Münster sichtbar und wohl die älteste, die noch erhalten ist. Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020069/2006-12-19/ von Gisenstein Geschlecht der Herren von G. (auch Geissenstein oder Gyssenstein), benannt nach ihrem Herkunftsort Gysenstein (heute Gem. Konolfingen), vermutlich Mittelpunkt einer Kleinherrschaft, zu welcher der Twing Trimstein gehörte. Wahrscheinlich war die Fam. ab der Stadtgründung mit Bern verburgert. Es bestanden versch. Linien. Vertreter sassen im Berner Kl. Rat. Bezeugt sind Walter, 1226 im Rat der Zweihundert, sowie die Brüder Peter (1299) und Ulrich (1305-46), beide im Rat, mit denen das wichtige Stadtschreiberamt auf längere Zeit in der Fam. erblich wurde, Niklaus, 1377 und 1390 im Rat der Zweihundert, 1383 Venner, 1385-90 Schultheiss von Thun, Ulrich, 1382 im Rat der Zweihundert, 1395 und 1409 Venner, Mitherr zu Gerzensee, ein weiterer Ulrich, 1392 im Rat der Zweihundert, 1425 Venner, Niklaus, 1396 im Rat der Zweihundert, 1407-13 Kastlan von Frutigen, 1413-15 Schultheiss von Thun, 1419 Gesandter nach Zürich, 1425 einer der Hauptleute vor Domodossola sowie Anton, 1447 und 1453 im Rat der Zweihundert. Das Geschlecht starb im 15. Jh. aus. Version vom: 19.12.2006 Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher | von Gisenstein, Peter II (I61145)
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| 50222 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gisenstein Die Adelsfamilie von Gisenstein (auch Geissenstein oder Gyssenstein) stammte aus dem Ort Gysenstein in der heutigen Gemeinde Konolfingen im Kanton Bern in der Schweiz. Sie gehörte vermutlich seit der Gründung der Stadt Bern zu deren Burgern und stellte etliche Amtsträger. Geschichte Den Gisenstein gehörte vermutlich die kleine Herrschaft Gisenstein, die auch den Twing Trimstein umfasste. Seit der Gründung der Stadt Bern 1191 hatte die Familie offenbar das Burgerrecht inne und war durch verschiedene Familienzweige vertreten. Die Gisenstein gehörten im späteren 13. Jahrhundert zur obersten Führungsschicht der Stadt und stellten mehrere Ratsmitglieder. In einem dieser Zweige wurde das Amt des Stadtschreibers erblich. Die Gisenstein waren somit die ersten Notare, die aus der Stadtkasse besoldet wurden. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts starb die Familie aus. Eine Wappenscheibe der Familie ist im Berner Münster sichtbar und wohl die älteste, die noch erhalten ist. Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020069/2006-12-19/ von Gisenstein Geschlecht der Herren von G. (auch Geissenstein oder Gyssenstein), benannt nach ihrem Herkunftsort Gysenstein (heute Gem. Konolfingen), vermutlich Mittelpunkt einer Kleinherrschaft, zu welcher der Twing Trimstein gehörte. Wahrscheinlich war die Fam. ab der Stadtgründung mit Bern verburgert. Es bestanden versch. Linien. Vertreter sassen im Berner Kl. Rat. Bezeugt sind Walter, 1226 im Rat der Zweihundert, sowie die Brüder Peter (1299) und Ulrich (1305-46), beide im Rat, mit denen das wichtige Stadtschreiberamt auf längere Zeit in der Fam. erblich wurde, Niklaus, 1377 und 1390 im Rat der Zweihundert, 1383 Venner, 1385-90 Schultheiss von Thun, Ulrich, 1382 im Rat der Zweihundert, 1395 und 1409 Venner, Mitherr zu Gerzensee, ein weiterer Ulrich, 1392 im Rat der Zweihundert, 1425 Venner, Niklaus, 1396 im Rat der Zweihundert, 1407-13 Kastlan von Frutigen, 1413-15 Schultheiss von Thun, 1419 Gesandter nach Zürich, 1425 einer der Hauptleute vor Domodossola sowie Anton, 1447 und 1453 im Rat der Zweihundert. Das Geschlecht starb im 15. Jh. aus. Version vom: 19.12.2006 Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher | von Gisenstein, Ulrich III (I61148)
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| 50223 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gisenstein Die Adelsfamilie von Gisenstein (auch Geissenstein oder Gyssenstein) stammte aus dem Ort Gysenstein in der heutigen Gemeinde Konolfingen im Kanton Bern in der Schweiz. Sie gehörte vermutlich seit der Gründung der Stadt Bern zu deren Burgern und stellte etliche Amtsträger. Geschichte Den Gisenstein gehörte vermutlich die kleine Herrschaft Gisenstein, die auch den Twing Trimstein umfasste. Seit der Gründung der Stadt Bern 1191 hatte die Familie offenbar das Burgerrecht inne und war durch verschiedene Familienzweige vertreten. Die Gisenstein gehörten im späteren 13. Jahrhundert zur obersten Führungsschicht der Stadt und stellten mehrere Ratsmitglieder. In einem dieser Zweige wurde das Amt des Stadtschreibers erblich. Die Gisenstein waren somit die ersten Notare, die aus der Stadtkasse besoldet wurden. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts starb die Familie aus. Eine Wappenscheibe der Familie ist im Berner Münster sichtbar und wohl die älteste, die noch erhalten ist. Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020069/2006-12-19/ von Gisenstein Geschlecht der Herren von G. (auch Geissenstein oder Gyssenstein), benannt nach ihrem Herkunftsort Gysenstein (heute Gem. Konolfingen), vermutlich Mittelpunkt einer Kleinherrschaft, zu welcher der Twing Trimstein gehörte. Wahrscheinlich war die Fam. ab der Stadtgründung mit Bern verburgert. Es bestanden versch. Linien. Vertreter sassen im Berner Kl. Rat. Bezeugt sind Walter, 1226 im Rat der Zweihundert, sowie die Brüder Peter (1299) und Ulrich (1305-46), beide im Rat, mit denen das wichtige Stadtschreiberamt auf längere Zeit in der Fam. erblich wurde, Niklaus, 1377 und 1390 im Rat der Zweihundert, 1383 Venner, 1385-90 Schultheiss von Thun, Ulrich, 1382 im Rat der Zweihundert, 1395 und 1409 Venner, Mitherr zu Gerzensee, ein weiterer Ulrich, 1392 im Rat der Zweihundert, 1425 Venner, Niklaus, 1396 im Rat der Zweihundert, 1407-13 Kastlan von Frutigen, 1413-15 Schultheiss von Thun, 1419 Gesandter nach Zürich, 1425 einer der Hauptleute vor Domodossola sowie Anton, 1447 und 1453 im Rat der Zweihundert. Das Geschlecht starb im 15. Jh. aus. Version vom: 19.12.2006 Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher | von Gisenstein, Otto II (I61149)
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| 50224 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gisenstein Die Adelsfamilie von Gisenstein (auch Geissenstein oder Gyssenstein) stammte aus dem Ort Gysenstein in der heutigen Gemeinde Konolfingen im Kanton Bern in der Schweiz. Sie gehörte vermutlich seit der Gründung der Stadt Bern zu deren Burgern und stellte etliche Amtsträger. Geschichte Den Gisenstein gehörte vermutlich die kleine Herrschaft Gisenstein, die auch den Twing Trimstein umfasste. Seit der Gründung der Stadt Bern 1191 hatte die Familie offenbar das Burgerrecht inne und war durch verschiedene Familienzweige vertreten. Die Gisenstein gehörten im späteren 13. Jahrhundert zur obersten Führungsschicht der Stadt und stellten mehrere Ratsmitglieder. In einem dieser Zweige wurde das Amt des Stadtschreibers erblich. Die Gisenstein waren somit die ersten Notare, die aus der Stadtkasse besoldet wurden. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts starb die Familie aus. Eine Wappenscheibe der Familie ist im Berner Münster sichtbar und wohl die älteste, die noch erhalten ist. Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020069/2006-12-19/ von Gisenstein Geschlecht der Herren von G. (auch Geissenstein oder Gyssenstein), benannt nach ihrem Herkunftsort Gysenstein (heute Gem. Konolfingen), vermutlich Mittelpunkt einer Kleinherrschaft, zu welcher der Twing Trimstein gehörte. Wahrscheinlich war die Fam. ab der Stadtgründung mit Bern verburgert. Es bestanden versch. Linien. Vertreter sassen im Berner Kl. Rat. Bezeugt sind Walter, 1226 im Rat der Zweihundert, sowie die Brüder Peter (1299) und Ulrich (1305-46), beide im Rat, mit denen das wichtige Stadtschreiberamt auf längere Zeit in der Fam. erblich wurde, Niklaus, 1377 und 1390 im Rat der Zweihundert, 1383 Venner, 1385-90 Schultheiss von Thun, Ulrich, 1382 im Rat der Zweihundert, 1395 und 1409 Venner, Mitherr zu Gerzensee, ein weiterer Ulrich, 1392 im Rat der Zweihundert, 1425 Venner, Niklaus, 1396 im Rat der Zweihundert, 1407-13 Kastlan von Frutigen, 1413-15 Schultheiss von Thun, 1419 Gesandter nach Zürich, 1425 einer der Hauptleute vor Domodossola sowie Anton, 1447 und 1453 im Rat der Zweihundert. Das Geschlecht starb im 15. Jh. aus. Version vom: 19.12.2006 Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher | von Gisenstein, Ulrich IV (I61155)
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| 50225 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gisenstein Die Adelsfamilie von Gisenstein (auch Geissenstein oder Gyssenstein) stammte aus dem Ort Gysenstein in der heutigen Gemeinde Konolfingen im Kanton Bern in der Schweiz. Sie gehörte vermutlich seit der Gründung der Stadt Bern zu deren Burgern und stellte etliche Amtsträger. Geschichte Den Gisenstein gehörte vermutlich die kleine Herrschaft Gisenstein, die auch den Twing Trimstein umfasste. Seit der Gründung der Stadt Bern 1191 hatte die Familie offenbar das Burgerrecht inne und war durch verschiedene Familienzweige vertreten. Die Gisenstein gehörten im späteren 13. Jahrhundert zur obersten Führungsschicht der Stadt und stellten mehrere Ratsmitglieder. In einem dieser Zweige wurde das Amt des Stadtschreibers erblich. Die Gisenstein waren somit die ersten Notare, die aus der Stadtkasse besoldet wurden. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts starb die Familie aus. Eine Wappenscheibe der Familie ist im Berner Münster sichtbar und wohl die älteste, die noch erhalten ist. Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020069/2006-12-19/ von Gisenstein Geschlecht der Herren von G. (auch Geissenstein oder Gyssenstein), benannt nach ihrem Herkunftsort Gysenstein (heute Gem. Konolfingen), vermutlich Mittelpunkt einer Kleinherrschaft, zu welcher der Twing Trimstein gehörte. Wahrscheinlich war die Fam. ab der Stadtgründung mit Bern verburgert. Es bestanden versch. Linien. Vertreter sassen im Berner Kl. Rat. Bezeugt sind Walter, 1226 im Rat der Zweihundert, sowie die Brüder Peter (1299) und Ulrich (1305-46), beide im Rat, mit denen das wichtige Stadtschreiberamt auf längere Zeit in der Fam. erblich wurde, Niklaus, 1377 und 1390 im Rat der Zweihundert, 1383 Venner, 1385-90 Schultheiss von Thun, Ulrich, 1382 im Rat der Zweihundert, 1395 und 1409 Venner, Mitherr zu Gerzensee, ein weiterer Ulrich, 1392 im Rat der Zweihundert, 1425 Venner, Niklaus, 1396 im Rat der Zweihundert, 1407-13 Kastlan von Frutigen, 1413-15 Schultheiss von Thun, 1419 Gesandter nach Zürich, 1425 einer der Hauptleute vor Domodossola sowie Anton, 1447 und 1453 im Rat der Zweihundert. Das Geschlecht starb im 15. Jh. aus. Version vom: 19.12.2006 Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher | von Gisenstein, Peter IV (I61154)
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| 50226 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gisenstein Die Adelsfamilie von Gisenstein (auch Geissenstein oder Gyssenstein) stammte aus dem Ort Gysenstein in der heutigen Gemeinde Konolfingen im Kanton Bern in der Schweiz. Sie gehörte vermutlich seit der Gründung der Stadt Bern zu deren Burgern und stellte etliche Amtsträger. Geschichte Den Gisenstein gehörte vermutlich die kleine Herrschaft Gisenstein, die auch den Twing Trimstein umfasste. Seit der Gründung der Stadt Bern 1191 hatte die Familie offenbar das Burgerrecht inne und war durch verschiedene Familienzweige vertreten. Die Gisenstein gehörten im späteren 13. Jahrhundert zur obersten Führungsschicht der Stadt und stellten mehrere Ratsmitglieder. In einem dieser Zweige wurde das Amt des Stadtschreibers erblich. Die Gisenstein waren somit die ersten Notare, die aus der Stadtkasse besoldet wurden. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts starb die Familie aus. Eine Wappenscheibe der Familie ist im Berner Münster sichtbar und wohl die älteste, die noch erhalten ist. Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020069/2006-12-19/ von Gisenstein Geschlecht der Herren von G. (auch Geissenstein oder Gyssenstein), benannt nach ihrem Herkunftsort Gysenstein (heute Gem. Konolfingen), vermutlich Mittelpunkt einer Kleinherrschaft, zu welcher der Twing Trimstein gehörte. Wahrscheinlich war die Fam. ab der Stadtgründung mit Bern verburgert. Es bestanden versch. Linien. Vertreter sassen im Berner Kl. Rat. Bezeugt sind Walter, 1226 im Rat der Zweihundert, sowie die Brüder Peter (1299) und Ulrich (1305-46), beide im Rat, mit denen das wichtige Stadtschreiberamt auf längere Zeit in der Fam. erblich wurde, Niklaus, 1377 und 1390 im Rat der Zweihundert, 1383 Venner, 1385-90 Schultheiss von Thun, Ulrich, 1382 im Rat der Zweihundert, 1395 und 1409 Venner, Mitherr zu Gerzensee, ein weiterer Ulrich, 1392 im Rat der Zweihundert, 1425 Venner, Niklaus, 1396 im Rat der Zweihundert, 1407-13 Kastlan von Frutigen, 1413-15 Schultheiss von Thun, 1419 Gesandter nach Zürich, 1425 einer der Hauptleute vor Domodossola sowie Anton, 1447 und 1453 im Rat der Zweihundert. Das Geschlecht starb im 15. Jh. aus. Version vom: 19.12.2006 Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher | von Gisenstein, Ulrich II (I61153)
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| 50227 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gisenstein Die Adelsfamilie von Gisenstein (auch Geissenstein oder Gyssenstein) stammte aus dem Ort Gysenstein in der heutigen Gemeinde Konolfingen im Kanton Bern in der Schweiz. Sie gehörte vermutlich seit der Gründung der Stadt Bern zu deren Burgern und stellte etliche Amtsträger. Geschichte Den Gisenstein gehörte vermutlich die kleine Herrschaft Gisenstein, die auch den Twing Trimstein umfasste. Seit der Gründung der Stadt Bern 1191 hatte die Familie offenbar das Burgerrecht inne und war durch verschiedene Familienzweige vertreten. Die Gisenstein gehörten im späteren 13. Jahrhundert zur obersten Führungsschicht der Stadt und stellten mehrere Ratsmitglieder. In einem dieser Zweige wurde das Amt des Stadtschreibers erblich. Die Gisenstein waren somit die ersten Notare, die aus der Stadtkasse besoldet wurden. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts starb die Familie aus. Eine Wappenscheibe der Familie ist im Berner Münster sichtbar und wohl die älteste, die noch erhalten ist. Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020069/2006-12-19/ von Gisenstein Geschlecht der Herren von G. (auch Geissenstein oder Gyssenstein), benannt nach ihrem Herkunftsort Gysenstein (heute Gem. Konolfingen), vermutlich Mittelpunkt einer Kleinherrschaft, zu welcher der Twing Trimstein gehörte. Wahrscheinlich war die Fam. ab der Stadtgründung mit Bern verburgert. Es bestanden versch. Linien. Vertreter sassen im Berner Kl. Rat. Bezeugt sind Walter, 1226 im Rat der Zweihundert, sowie die Brüder Peter (1299) und Ulrich (1305-46), beide im Rat, mit denen das wichtige Stadtschreiberamt auf längere Zeit in der Fam. erblich wurde, Niklaus, 1377 und 1390 im Rat der Zweihundert, 1383 Venner, 1385-90 Schultheiss von Thun, Ulrich, 1382 im Rat der Zweihundert, 1395 und 1409 Venner, Mitherr zu Gerzensee, ein weiterer Ulrich, 1392 im Rat der Zweihundert, 1425 Venner, Niklaus, 1396 im Rat der Zweihundert, 1407-13 Kastlan von Frutigen, 1413-15 Schultheiss von Thun, 1419 Gesandter nach Zürich, 1425 einer der Hauptleute vor Domodossola sowie Anton, 1447 und 1453 im Rat der Zweihundert. Das Geschlecht starb im 15. Jh. aus. Version vom: 19.12.2006 Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher | von Gisenstein, Agnes (I61156)
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| 50228 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gisenstein Die Adelsfamilie von Gisenstein (auch Geissenstein oder Gyssenstein) stammte aus dem Ort Gysenstein in der heutigen Gemeinde Konolfingen im Kanton Bern in der Schweiz. Sie gehörte vermutlich seit der Gründung der Stadt Bern zu deren Burgern und stellte etliche Amtsträger. Geschichte Den Gisenstein gehörte vermutlich die kleine Herrschaft Gisenstein, die auch den Twing Trimstein umfasste. Seit der Gründung der Stadt Bern 1191 hatte die Familie offenbar das Burgerrecht inne und war durch verschiedene Familienzweige vertreten. Die Gisenstein gehörten im späteren 13. Jahrhundert zur obersten Führungsschicht der Stadt und stellten mehrere Ratsmitglieder. In einem dieser Zweige wurde das Amt des Stadtschreibers erblich. Die Gisenstein waren somit die ersten Notare, die aus der Stadtkasse besoldet wurden. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts starb die Familie aus. Eine Wappenscheibe der Familie ist im Berner Münster sichtbar und wohl die älteste, die noch erhalten ist. Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020069/2006-12-19/ von Gisenstein Geschlecht der Herren von G. (auch Geissenstein oder Gyssenstein), benannt nach ihrem Herkunftsort Gysenstein (heute Gem. Konolfingen), vermutlich Mittelpunkt einer Kleinherrschaft, zu welcher der Twing Trimstein gehörte. Wahrscheinlich war die Fam. ab der Stadtgründung mit Bern verburgert. Es bestanden versch. Linien. Vertreter sassen im Berner Kl. Rat. Bezeugt sind Walter, 1226 im Rat der Zweihundert, sowie die Brüder Peter (1299) und Ulrich (1305-46), beide im Rat, mit denen das wichtige Stadtschreiberamt auf längere Zeit in der Fam. erblich wurde, Niklaus, 1377 und 1390 im Rat der Zweihundert, 1383 Venner, 1385-90 Schultheiss von Thun, Ulrich, 1382 im Rat der Zweihundert, 1395 und 1409 Venner, Mitherr zu Gerzensee, ein weiterer Ulrich, 1392 im Rat der Zweihundert, 1425 Venner, Niklaus, 1396 im Rat der Zweihundert, 1407-13 Kastlan von Frutigen, 1413-15 Schultheiss von Thun, 1419 Gesandter nach Zürich, 1425 einer der Hauptleute vor Domodossola sowie Anton, 1447 und 1453 im Rat der Zweihundert. Das Geschlecht starb im 15. Jh. aus. Version vom: 19.12.2006 Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher | von Gisenstein, Johannes II (I61157)
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| 50229 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gisenstein Gisenstein Die Adelsfamilie von Gisenstein (auch Geissenstein oder Gyssenstein) stammte aus dem Ort Gysenstein in der heutigen Gemeinde Konolfingen im Kanton Bern in der Schweiz. Sie gehörte vermutlich seit der Gründung der Stadt Bern zu deren Burgern und stellte etliche Amtsträger. Geschichte Den Gisenstein gehörte vermutlich die kleine Herrschaft Gisenstein, die auch den Twing Trimstein umfasste. Seit der Gründung der Stadt Bern 1191 hatte die Familie offenbar das Burgerrecht inne und war durch verschiedene Familienzweige vertreten. Die Gisenstein gehörten im späteren 13. Jahrhundert zur obersten Führungsschicht der Stadt und stellten mehrere Ratsmitglieder. In einem dieser Zweige wurde das Amt des Stadtschreibers erblich. Die Gisenstein waren somit die ersten Notare, die aus der Stadtkasse besoldet wurden. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts starb die Familie aus. Eine Wappenscheibe der Familie ist im Berner Münster sichtbar und wohl die älteste, die noch erhalten ist. | von Gisenstein, Albert (I61142)
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| 50230 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gisenstein Gisenstein Die Adelsfamilie von Gisenstein (auch Geissenstein oder Gyssenstein) stammte aus dem Ort Gysenstein in der heutigen Gemeinde Konolfingen im Kanton Bern in der Schweiz. Sie gehörte vermutlich seit der Gründung der Stadt Bern zu deren Burgern und stellte etliche Amtsträger. Geschichte Den Gisenstein gehörte vermutlich die kleine Herrschaft Gisenstein, die auch den Twing Trimstein umfasste. Seit der Gründung der Stadt Bern 1191 hatte die Familie offenbar das Burgerrecht inne und war durch verschiedene Familienzweige vertreten. Die Gisenstein gehörten im späteren 13. Jahrhundert zur obersten Führungsschicht der Stadt und stellten mehrere Ratsmitglieder. In einem dieser Zweige wurde das Amt des Stadtschreibers erblich. Die Gisenstein waren somit die ersten Notare, die aus der Stadtkasse besoldet wurden. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts starb die Familie aus. Eine Wappenscheibe der Familie ist im Berner Münster sichtbar und wohl die älteste, die noch erhalten ist. | von Gisenstein, Niklaus (I61298)
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| 50231 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Goldenberg_(Adelsgeschlecht) Goldenberg ist der Name eines Adelsgeschlechts, dessen Stammburg das Schloss Goldenberg in der Gemeinde Dorf ist. Indizien weisen auf eine Winterthurer Abstammung des Geschlechts hin, so hatte es bereits früh Besitzungen in Töss. Das 1248 erstmals belegte Geschlecht kam später zu weiteren Besitztümern in der Umgebung Winterthurs und verlegte seinen Sitz auf das Schloss Mörsburg bei Oberwinterthur. 1569 starb das Geschlecht in der männlichen Linie aus. Geschichte Erster Vertreter des Geschlechts ist ein Jakob von Goldenberg, der 1248 zusammen mit 86 weiteren Adligen von Hartmann von Kyburg zum Ritter geschlagen wurde. Er ist wahrscheinlich identisch mit einem 1239–1248 erwähnten Jakob von Winterthur. Es wird vermutet, dass die Goldenberg ursprünglich aus der Region Winterthur stammen. Dies belegt eine am 14. April 1258 erfolgte Veräusserung von Besitztümern im heute Chrugler genannten Teil von Töss an das dortige Kloster – diese Veräusserung wird später auch noch durch die erst später mündig gewordenen Brüder bestätigt. Nach Aussterben der Kyburger stellten sich die Goldenberger in Dienst des Hauses Habsburg. Anfang des 14. Jahrhunderts ererbten sie wohl vom Rittergeschlecht zu Altikon die dortigen Reichenauer Lehen. Mitte des 14. Jahrhunderts bekleideten wahrscheinlich Egbrecht II. und sein Sohn Egbrecht III. das Vogtamt auf der Kyburg. Egbrecht II. nahm 1361 zunächst Sitz in der Burg Altikon, bevor er 1363 mit der Mörsburg belehnt wurde. Zur Burg kam er durch seine Ehe mit der Erbtochter Anna Meier von Mörsberg. Egbrecht IV., genannt «Egli», bekam im gleichen Jahr die Herrschaft über Ellikon an der Thur. 1365 bekam er zusätzlich als Pfand die Vogtei Oberwinterthur zugesprochen. Egbrecht IV. ging 1407 ein Burgrecht mit der Stadt Winterthur ein, was der Familie auch weitergehende Unabhängigkeit von Zürich sicherte, zur selben Zeit liquidierte das Geschlecht auch seine Herrschaftsrechte in Altikon. Nachdem die Machtverhältnisse sich 1412 zugunsten der Stadt Zürich verändert hatten, blieben die Goldenberg vorerst weiterhin den Habsburgern zugehörig, und ihre Besitzungen erscheinen somit auch nicht in den Zürcher Steuerbüchern. Noch 1453 begleitete Hans I. von Goldenberg Friedrich III. zur Kaiserkrönung nach Rom und erhielt als Dank weitere Privilegien. Seine Ehefrau Elisabeth von Sal war die Tochter des Winterthurer Schultheissen Laurenz von Sal. Erst mit dem als Ewige Richtung bekannten Friedensvertrag zwischen der Alten Eidgenossenschaft und Herzog Sigismund von Tirol im Jahr 1474 empfing Hans I. die Mörsburg neu von Zürich als Lehen. 1472 fertigte Hans II. von Goldenberg die erste Offnung Oberwinterthurs aus. Mindestens ab 1501 traten die von Goldenberg auch in das Bürgerrecht der Stadt Winterthur ein und erwarben später mit dem Bauhof auch einen städtischen Wohnsitz. Während der Reformation tat sich Hans V. als deren Gegner hervor, auch war er durch eine Vielzahl von Quellen als eher streitlustig bekannt. 1549 wurde er mit Genehmigung des Winterthurer Rates wegen Äusserungen zur Reformation und über die Zürcher Herrschaft vom Zürcher Rat mit 100 Gulden Busse bedacht. Auch führten die Äusserungen von Hans V. zur Entdeckung der neuen Urkunden, die sich die Stadt Winterthur 1544 von Karl V. in Österreich hatte ausfertigen lassen. Die Söhne von Hans V. stellten schliesslich die letzte Generation der von Goldenberg dar. Am 29. April 1569 starb Eglolf von Goldenberg als letzter Vertreter des Geschlechtes. Mit den Worten «Heute Goldenberg und Goldenberg nimmermehr» soll Eglolf im inzwischen abgerissenen Hegemerchor der Kirche St. Arbogast bestattet worden sein. Dass die Kirche in Oberwinterthur bei der Grablege des letzten Goldenbergers ihre Glocken während zweieinhalb Stunden läuten liess, führte zum Beschluss der reformierten Zürcher Synode, dass künftig bei allen Verstorbenen gleich lang geläutet werden sollte. Das Erbe der von Goldenberg traten einerseits Hans Ulrich Stockar sowie Marx Blarer von Wartensee an. Da jedoch die Streitigkeiten um das Erbe viele Mittel verschlangen, gelang es der Stadt Winterthur 1598, die Mörsburg zu erwerben. Namensherkunft Ob der Name Goldenberg als Toponym beim Schloss Goldenberg oder ursprünglich als reiner Burgname zu werten ist, ist umstritten. Jedoch besteht kein Zusammenhang zwischen dem Adelsgeschlecht und dem in örtlicher Nähe zu Oberwinterthur gelegenen Goldenberg am Hang des Lindbergs. Der Name wird auch andernorts im Kanton Zürich vorzugsweise für Weinberge benutzt und ist eher als Bezeichnung für eine bevorzugte, sonnige Lage zu deuten. | von Goldenberg, Hans (I59878)
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| 50232 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Goldenberg_(Adelsgeschlecht) Goldenberg ist der Name eines Adelsgeschlechts, dessen Stammburg das Schloss Goldenberg in der Gemeinde Dorf ist. Indizien weisen auf eine Winterthurer Abstammung des Geschlechts hin, so hatte es bereits früh Besitzungen in Töss. Das 1248 erstmals belegte Geschlecht kam später zu weiteren Besitztümern in der Umgebung Winterthurs und verlegte seinen Sitz auf das Schloss Mörsburg bei Oberwinterthur. 1569 starb das Geschlecht in der männlichen Linie aus. Geschichte Erster Vertreter des Geschlechts ist ein Jakob von Goldenberg, der 1248 zusammen mit 86 weiteren Adligen von Hartmann von Kyburg zum Ritter geschlagen wurde. Er ist wahrscheinlich identisch mit einem 1239–1248 erwähnten Jakob von Winterthur. Es wird vermutet, dass die Goldenberg ursprünglich aus der Region Winterthur stammen. Dies belegt eine am 14. April 1258 erfolgte Veräusserung von Besitztümern im heute Chrugler genannten Teil von Töss an das dortige Kloster – diese Veräusserung wird später auch noch durch die erst später mündig gewordenen Brüder bestätigt. Nach Aussterben der Kyburger stellten sich die Goldenberger in Dienst des Hauses Habsburg. Anfang des 14. Jahrhunderts ererbten sie wohl vom Rittergeschlecht zu Altikon die dortigen Reichenauer Lehen. Mitte des 14. Jahrhunderts bekleideten wahrscheinlich Egbrecht II. und sein Sohn Egbrecht III. das Vogtamt auf der Kyburg. Egbrecht II. nahm 1361 zunächst Sitz in der Burg Altikon, bevor er 1363 mit der Mörsburg belehnt wurde. Zur Burg kam er durch seine Ehe mit der Erbtochter Anna Meier von Mörsberg. Egbrecht IV., genannt «Egli», bekam im gleichen Jahr die Herrschaft über Ellikon an der Thur. 1365 bekam er zusätzlich als Pfand die Vogtei Oberwinterthur zugesprochen. Egbrecht IV. ging 1407 ein Burgrecht mit der Stadt Winterthur ein, was der Familie auch weitergehende Unabhängigkeit von Zürich sicherte, zur selben Zeit liquidierte das Geschlecht auch seine Herrschaftsrechte in Altikon. Nachdem die Machtverhältnisse sich 1412 zugunsten der Stadt Zürich verändert hatten, blieben die Goldenberg vorerst weiterhin den Habsburgern zugehörig, und ihre Besitzungen erscheinen somit auch nicht in den Zürcher Steuerbüchern. Noch 1453 begleitete Hans I. von Goldenberg Friedrich III. zur Kaiserkrönung nach Rom und erhielt als Dank weitere Privilegien. Seine Ehefrau Elisabeth von Sal war die Tochter des Winterthurer Schultheissen Laurenz von Sal. Erst mit dem als Ewige Richtung bekannten Friedensvertrag zwischen der Alten Eidgenossenschaft und Herzog Sigismund von Tirol im Jahr 1474 empfing Hans I. die Mörsburg neu von Zürich als Lehen. 1472 fertigte Hans II. von Goldenberg die erste Offnung Oberwinterthurs aus. Mindestens ab 1501 traten die von Goldenberg auch in das Bürgerrecht der Stadt Winterthur ein und erwarben später mit dem Bauhof auch einen städtischen Wohnsitz. Während der Reformation tat sich Hans V. als deren Gegner hervor, auch war er durch eine Vielzahl von Quellen als eher streitlustig bekannt. 1549 wurde er mit Genehmigung des Winterthurer Rates wegen Äusserungen zur Reformation und über die Zürcher Herrschaft vom Zürcher Rat mit 100 Gulden Busse bedacht. Auch führten die Äusserungen von Hans V. zur Entdeckung der neuen Urkunden, die sich die Stadt Winterthur 1544 von Karl V. in Österreich hatte ausfertigen lassen. Die Söhne von Hans V. stellten schliesslich die letzte Generation der von Goldenberg dar. Am 29. April 1569 starb Eglolf von Goldenberg als letzter Vertreter des Geschlechtes. Mit den Worten «Heute Goldenberg und Goldenberg nimmermehr» soll Eglolf im inzwischen abgerissenen Hegemerchor der Kirche St. Arbogast bestattet worden sein. Dass die Kirche in Oberwinterthur bei der Grablege des letzten Goldenbergers ihre Glocken während zweieinhalb Stunden läuten liess, führte zum Beschluss der reformierten Zürcher Synode, dass künftig bei allen Verstorbenen gleich lang geläutet werden sollte. Das Erbe der von Goldenberg traten einerseits Hans Ulrich Stockar sowie Marx Blarer von Wartensee an. Da jedoch die Streitigkeiten um das Erbe viele Mittel verschlangen, gelang es der Stadt Winterthur 1598, die Mörsburg zu erwerben. Namensherkunft Ob der Name Goldenberg als Toponym beim Schloss Goldenberg oder ursprünglich als reiner Burgname zu werten ist, ist umstritten. Jedoch besteht kein Zusammenhang zwischen dem Adelsgeschlecht und dem in örtlicher Nähe zu Oberwinterthur gelegenen Goldenberg am Hang des Lindbergs. Der Name wird auch andernorts im Kanton Zürich vorzugsweise für Weinberge benutzt und ist eher als Bezeichnung für eine bevorzugte, sonnige Lage zu deuten. | von Goldenberg, Hans (I58886)
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| 50233 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Goldenberg_(Adelsgeschlecht) Goldenberg ist der Name eines Adelsgeschlechts, dessen Stammburg das Schloss Goldenberg in der Gemeinde Dorf ist. Indizien weisen auf eine Winterthurer Abstammung des Geschlechts hin, so hatte es bereits früh Besitzungen in Töss. Das 1248 erstmals belegte Geschlecht kam später zu weiteren Besitztümern in der Umgebung Winterthurs und verlegte seinen Sitz auf das Schloss Mörsburg bei Oberwinterthur. 1569 starb das Geschlecht in der männlichen Linie aus. Geschichte Erster Vertreter des Geschlechts ist ein Jakob von Goldenberg, der 1248 zusammen mit 86 weiteren Adligen von Hartmann von Kyburg zum Ritter geschlagen wurde. Er ist wahrscheinlich identisch mit einem 1239–1248 erwähnten Jakob von Winterthur. Es wird vermutet, dass die Goldenberg ursprünglich aus der Region Winterthur stammen. Dies belegt eine am 14. April 1258 erfolgte Veräusserung von Besitztümern im heute Chrugler genannten Teil von Töss an das dortige Kloster – diese Veräusserung wird später auch noch durch die erst später mündig gewordenen Brüder bestätigt. Nach Aussterben der Kyburger stellten sich die Goldenberger in Dienst des Hauses Habsburg. Anfang des 14. Jahrhunderts ererbten sie wohl vom Rittergeschlecht zu Altikon die dortigen Reichenauer Lehen. Mitte des 14. Jahrhunderts bekleideten wahrscheinlich Egbrecht II. und sein Sohn Egbrecht III. das Vogtamt auf der Kyburg. Egbrecht II. nahm 1361 zunächst Sitz in der Burg Altikon, bevor er 1363 mit der Mörsburg belehnt wurde. Zur Burg kam er durch seine Ehe mit der Erbtochter Anna Meier von Mörsberg. Egbrecht IV., genannt «Egli», bekam im gleichen Jahr die Herrschaft über Ellikon an der Thur. 1365 bekam er zusätzlich als Pfand die Vogtei Oberwinterthur zugesprochen. Egbrecht IV. ging 1407 ein Burgrecht mit der Stadt Winterthur ein, was der Familie auch weitergehende Unabhängigkeit von Zürich sicherte, zur selben Zeit liquidierte das Geschlecht auch seine Herrschaftsrechte in Altikon. Nachdem die Machtverhältnisse sich 1412 zugunsten der Stadt Zürich verändert hatten, blieben die Goldenberg vorerst weiterhin den Habsburgern zugehörig, und ihre Besitzungen erscheinen somit auch nicht in den Zürcher Steuerbüchern. Noch 1453 begleitete Hans I. von Goldenberg Friedrich III. zur Kaiserkrönung nach Rom und erhielt als Dank weitere Privilegien. Seine Ehefrau Elisabeth von Sal war die Tochter des Winterthurer Schultheissen Laurenz von Sal. Erst mit dem als Ewige Richtung bekannten Friedensvertrag zwischen der Alten Eidgenossenschaft und Herzog Sigismund von Tirol im Jahr 1474 empfing Hans I. die Mörsburg neu von Zürich als Lehen. 1472 fertigte Hans II. von Goldenberg die erste Offnung Oberwinterthurs aus. Mindestens ab 1501 traten die von Goldenberg auch in das Bürgerrecht der Stadt Winterthur ein und erwarben später mit dem Bauhof auch einen städtischen Wohnsitz. Während der Reformation tat sich Hans V. als deren Gegner hervor, auch war er durch eine Vielzahl von Quellen als eher streitlustig bekannt. 1549 wurde er mit Genehmigung des Winterthurer Rates wegen Äusserungen zur Reformation und über die Zürcher Herrschaft vom Zürcher Rat mit 100 Gulden Busse bedacht. Auch führten die Äusserungen von Hans V. zur Entdeckung der neuen Urkunden, die sich die Stadt Winterthur 1544 von Karl V. in Österreich hatte ausfertigen lassen. Die Söhne von Hans V. stellten schliesslich die letzte Generation der von Goldenberg dar. Am 29. April 1569 starb Eglolf von Goldenberg als letzter Vertreter des Geschlechtes. Mit den Worten «Heute Goldenberg und Goldenberg nimmermehr» soll Eglolf im inzwischen abgerissenen Hegemerchor der Kirche St. Arbogast bestattet worden sein. Dass die Kirche in Oberwinterthur bei der Grablege des letzten Goldenbergers ihre Glocken während zweieinhalb Stunden läuten liess, führte zum Beschluss der reformierten Zürcher Synode, dass künftig bei allen Verstorbenen gleich lang geläutet werden sollte. Das Erbe der von Goldenberg traten einerseits Hans Ulrich Stockar sowie Marx Blarer von Wartensee an. Da jedoch die Streitigkeiten um das Erbe viele Mittel verschlangen, gelang es der Stadt Winterthur 1598, die Mörsburg zu erwerben. Namensherkunft Ob der Name Goldenberg als Toponym beim Schloss Goldenberg oder ursprünglich als reiner Burgname zu werten ist, ist umstritten. Jedoch besteht kein Zusammenhang zwischen dem Adelsgeschlecht und dem in örtlicher Nähe zu Oberwinterthur gelegenen Goldenberg am Hang des Lindbergs. Der Name wird auch andernorts im Kanton Zürich vorzugsweise für Weinberge benutzt und ist eher als Bezeichnung für eine bevorzugte, sonnige Lage zu deuten. | von Goldenberg, Hans (I58888)
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| 50234 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Goldenberg_(Adelsgeschlecht) Goldenberg ist der Name eines Adelsgeschlechts, dessen Stammburg das Schloss Goldenberg in der Gemeinde Dorf ist. Indizien weisen auf eine Winterthurer Abstammung des Geschlechts hin, so hatte es bereits früh Besitzungen in Töss. Das 1248 erstmals belegte Geschlecht kam später zu weiteren Besitztümern in der Umgebung Winterthurs und verlegte seinen Sitz auf das Schloss Mörsburg bei Oberwinterthur. 1569 starb das Geschlecht in der männlichen Linie aus. Geschichte Erster Vertreter des Geschlechts ist ein Jakob von Goldenberg, der 1248 zusammen mit 86 weiteren Adligen von Hartmann von Kyburg zum Ritter geschlagen wurde. Er ist wahrscheinlich identisch mit einem 1239–1248 erwähnten Jakob von Winterthur. Es wird vermutet, dass die Goldenberg ursprünglich aus der Region Winterthur stammen. Dies belegt eine am 14. April 1258 erfolgte Veräusserung von Besitztümern im heute Chrugler genannten Teil von Töss an das dortige Kloster – diese Veräusserung wird später auch noch durch die erst später mündig gewordenen Brüder bestätigt. Nach Aussterben der Kyburger stellten sich die Goldenberger in Dienst des Hauses Habsburg. Anfang des 14. Jahrhunderts ererbten sie wohl vom Rittergeschlecht zu Altikon die dortigen Reichenauer Lehen. Mitte des 14. Jahrhunderts bekleideten wahrscheinlich Egbrecht II. und sein Sohn Egbrecht III. das Vogtamt auf der Kyburg. Egbrecht II. nahm 1361 zunächst Sitz in der Burg Altikon, bevor er 1363 mit der Mörsburg belehnt wurde. Zur Burg kam er durch seine Ehe mit der Erbtochter Anna Meier von Mörsberg. Egbrecht IV., genannt «Egli», bekam im gleichen Jahr die Herrschaft über Ellikon an der Thur. 1365 bekam er zusätzlich als Pfand die Vogtei Oberwinterthur zugesprochen. Egbrecht IV. ging 1407 ein Burgrecht mit der Stadt Winterthur ein, was der Familie auch weitergehende Unabhängigkeit von Zürich sicherte, zur selben Zeit liquidierte das Geschlecht auch seine Herrschaftsrechte in Altikon. Nachdem die Machtverhältnisse sich 1412 zugunsten der Stadt Zürich verändert hatten, blieben die Goldenberg vorerst weiterhin den Habsburgern zugehörig, und ihre Besitzungen erscheinen somit auch nicht in den Zürcher Steuerbüchern. Noch 1453 begleitete Hans I. von Goldenberg Friedrich III. zur Kaiserkrönung nach Rom und erhielt als Dank weitere Privilegien. Seine Ehefrau Elisabeth von Sal war die Tochter des Winterthurer Schultheissen Laurenz von Sal. Erst mit dem als Ewige Richtung bekannten Friedensvertrag zwischen der Alten Eidgenossenschaft und Herzog Sigismund von Tirol im Jahr 1474 empfing Hans I. die Mörsburg neu von Zürich als Lehen. 1472 fertigte Hans II. von Goldenberg die erste Offnung Oberwinterthurs aus. Mindestens ab 1501 traten die von Goldenberg auch in das Bürgerrecht der Stadt Winterthur ein und erwarben später mit dem Bauhof auch einen städtischen Wohnsitz. Während der Reformation tat sich Hans V. als deren Gegner hervor, auch war er durch eine Vielzahl von Quellen als eher streitlustig bekannt. 1549 wurde er mit Genehmigung des Winterthurer Rates wegen Äusserungen zur Reformation und über die Zürcher Herrschaft vom Zürcher Rat mit 100 Gulden Busse bedacht. Auch führten die Äusserungen von Hans V. zur Entdeckung der neuen Urkunden, die sich die Stadt Winterthur 1544 von Karl V. in Österreich hatte ausfertigen lassen. Die Söhne von Hans V. stellten schliesslich die letzte Generation der von Goldenberg dar. Am 29. April 1569 starb Eglolf von Goldenberg als letzter Vertreter des Geschlechtes. Mit den Worten «Heute Goldenberg und Goldenberg nimmermehr» soll Eglolf im inzwischen abgerissenen Hegemerchor der Kirche St. Arbogast bestattet worden sein. Dass die Kirche in Oberwinterthur bei der Grablege des letzten Goldenbergers ihre Glocken während zweieinhalb Stunden läuten liess, führte zum Beschluss der reformierten Zürcher Synode, dass künftig bei allen Verstorbenen gleich lang geläutet werden sollte. Das Erbe der von Goldenberg traten einerseits Hans Ulrich Stockar sowie Marx Blarer von Wartensee an. Da jedoch die Streitigkeiten um das Erbe viele Mittel verschlangen, gelang es der Stadt Winterthur 1598, die Mörsburg zu erwerben. Namensherkunft Ob der Name Goldenberg als Toponym beim Schloss Goldenberg oder ursprünglich als reiner Burgname zu werten ist, ist umstritten. Jedoch besteht kein Zusammenhang zwischen dem Adelsgeschlecht und dem in örtlicher Nähe zu Oberwinterthur gelegenen Goldenberg am Hang des Lindbergs. Der Name wird auch andernorts im Kanton Zürich vorzugsweise für Weinberge benutzt und ist eher als Bezeichnung für eine bevorzugte, sonnige Lage zu deuten. | von Goldenberg, Hans (I59844)
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| 50235 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Goldenberg_(Adelsgeschlecht) Goldenberg ist der Name eines Adelsgeschlechts, dessen Stammburg das Schloss Goldenberg in der Gemeinde Dorf ist. Indizien weisen auf eine Winterthurer Abstammung des Geschlechts hin, so hatte es bereits früh Besitzungen in Töss. Das 1248 erstmals belegte Geschlecht kam später zu weiteren Besitztümern in der Umgebung Winterthurs und verlegte seinen Sitz auf das Schloss Mörsburg bei Oberwinterthur. 1569 starb das Geschlecht in der männlichen Linie aus. Geschichte Erster Vertreter des Geschlechts ist ein Jakob von Goldenberg, der 1248 zusammen mit 86 weiteren Adligen von Hartmann von Kyburg zum Ritter geschlagen wurde. Er ist wahrscheinlich identisch mit einem 1239–1248 erwähnten Jakob von Winterthur. Es wird vermutet, dass die Goldenberg ursprünglich aus der Region Winterthur stammen. Dies belegt eine am 14. April 1258 erfolgte Veräusserung von Besitztümern im heute Chrugler genannten Teil von Töss an das dortige Kloster – diese Veräusserung wird später auch noch durch die erst später mündig gewordenen Brüder bestätigt. Nach Aussterben der Kyburger stellten sich die Goldenberger in Dienst des Hauses Habsburg. Anfang des 14. Jahrhunderts ererbten sie wohl vom Rittergeschlecht zu Altikon die dortigen Reichenauer Lehen. Mitte des 14. Jahrhunderts bekleideten wahrscheinlich Egbrecht II. und sein Sohn Egbrecht III. das Vogtamt auf der Kyburg. Egbrecht II. nahm 1361 zunächst Sitz in der Burg Altikon, bevor er 1363 mit der Mörsburg belehnt wurde. Zur Burg kam er durch seine Ehe mit der Erbtochter Anna Meier von Mörsberg. Egbrecht IV., genannt «Egli», bekam im gleichen Jahr die Herrschaft über Ellikon an der Thur. 1365 bekam er zusätzlich als Pfand die Vogtei Oberwinterthur zugesprochen. Egbrecht IV. ging 1407 ein Burgrecht mit der Stadt Winterthur ein, was der Familie auch weitergehende Unabhängigkeit von Zürich sicherte, zur selben Zeit liquidierte das Geschlecht auch seine Herrschaftsrechte in Altikon. Nachdem die Machtverhältnisse sich 1412 zugunsten der Stadt Zürich verändert hatten, blieben die Goldenberg vorerst weiterhin den Habsburgern zugehörig, und ihre Besitzungen erscheinen somit auch nicht in den Zürcher Steuerbüchern. Noch 1453 begleitete Hans I. von Goldenberg Friedrich III. zur Kaiserkrönung nach Rom und erhielt als Dank weitere Privilegien. Seine Ehefrau Elisabeth von Sal war die Tochter des Winterthurer Schultheissen Laurenz von Sal. Erst mit dem als Ewige Richtung bekannten Friedensvertrag zwischen der Alten Eidgenossenschaft und Herzog Sigismund von Tirol im Jahr 1474 empfing Hans I. die Mörsburg neu von Zürich als Lehen. 1472 fertigte Hans II. von Goldenberg die erste Offnung Oberwinterthurs aus. Mindestens ab 1501 traten die von Goldenberg auch in das Bürgerrecht der Stadt Winterthur ein und erwarben später mit dem Bauhof auch einen städtischen Wohnsitz. Während der Reformation tat sich Hans V. als deren Gegner hervor, auch war er durch eine Vielzahl von Quellen als eher streitlustig bekannt. 1549 wurde er mit Genehmigung des Winterthurer Rates wegen Äusserungen zur Reformation und über die Zürcher Herrschaft vom Zürcher Rat mit 100 Gulden Busse bedacht. Auch führten die Äusserungen von Hans V. zur Entdeckung der neuen Urkunden, die sich die Stadt Winterthur 1544 von Karl V. in Österreich hatte ausfertigen lassen. Die Söhne von Hans V. stellten schliesslich die letzte Generation der von Goldenberg dar. Am 29. April 1569 starb Eglolf von Goldenberg als letzter Vertreter des Geschlechtes. Mit den Worten «Heute Goldenberg und Goldenberg nimmermehr» soll Eglolf im inzwischen abgerissenen Hegemerchor der Kirche St. Arbogast bestattet worden sein. Dass die Kirche in Oberwinterthur bei der Grablege des letzten Goldenbergers ihre Glocken während zweieinhalb Stunden läuten liess, führte zum Beschluss der reformierten Zürcher Synode, dass künftig bei allen Verstorbenen gleich lang geläutet werden sollte. Das Erbe der von Goldenberg traten einerseits Hans Ulrich Stockar sowie Marx Blarer von Wartensee an. Da jedoch die Streitigkeiten um das Erbe viele Mittel verschlangen, gelang es der Stadt Winterthur 1598, die Mörsburg zu erwerben. Namensherkunft Ob der Name Goldenberg als Toponym beim Schloss Goldenberg oder ursprünglich als reiner Burgname zu werten ist, ist umstritten. Jedoch besteht kein Zusammenhang zwischen dem Adelsgeschlecht und dem in örtlicher Nähe zu Oberwinterthur gelegenen Goldenberg am Hang des Lindbergs. Der Name wird auch andernorts im Kanton Zürich vorzugsweise für Weinberge benutzt und ist eher als Bezeichnung für eine bevorzugte, sonnige Lage zu deuten. | von Goldenberg, Jakob (I59876)
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| 50236 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Goldenberg_(Adelsgeschlecht) Goldenberg ist der Name eines Adelsgeschlechts, dessen Stammburg das Schloss Goldenberg in der Gemeinde Dorf ist. Indizien weisen auf eine Winterthurer Abstammung des Geschlechts hin, so hatte es bereits früh Besitzungen in Töss. Das 1248 erstmals belegte Geschlecht kam später zu weiteren Besitztümern in der Umgebung Winterthurs und verlegte seinen Sitz auf das Schloss Mörsburg bei Oberwinterthur. 1569 starb das Geschlecht in der männlichen Linie aus. Geschichte Erster Vertreter des Geschlechts ist ein Jakob von Goldenberg, der 1248 zusammen mit 86 weiteren Adligen von Hartmann von Kyburg zum Ritter geschlagen wurde. Er ist wahrscheinlich identisch mit einem 1239–1248 erwähnten Jakob von Winterthur. Es wird vermutet, dass die Goldenberg ursprünglich aus der Region Winterthur stammen. Dies belegt eine am 14. April 1258 erfolgte Veräusserung von Besitztümern im heute Chrugler genannten Teil von Töss an das dortige Kloster – diese Veräusserung wird später auch noch durch die erst später mündig gewordenen Brüder bestätigt. Nach Aussterben der Kyburger stellten sich die Goldenberger in Dienst des Hauses Habsburg. Anfang des 14. Jahrhunderts ererbten sie wohl vom Rittergeschlecht zu Altikon die dortigen Reichenauer Lehen. Mitte des 14. Jahrhunderts bekleideten wahrscheinlich Egbrecht II. und sein Sohn Egbrecht III. das Vogtamt auf der Kyburg. Egbrecht II. nahm 1361 zunächst Sitz in der Burg Altikon, bevor er 1363 mit der Mörsburg belehnt wurde. Zur Burg kam er durch seine Ehe mit der Erbtochter Anna Meier von Mörsberg. Egbrecht IV., genannt «Egli», bekam im gleichen Jahr die Herrschaft über Ellikon an der Thur. 1365 bekam er zusätzlich als Pfand die Vogtei Oberwinterthur zugesprochen. Egbrecht IV. ging 1407 ein Burgrecht mit der Stadt Winterthur ein, was der Familie auch weitergehende Unabhängigkeit von Zürich sicherte, zur selben Zeit liquidierte das Geschlecht auch seine Herrschaftsrechte in Altikon. Nachdem die Machtverhältnisse sich 1412 zugunsten der Stadt Zürich verändert hatten, blieben die Goldenberg vorerst weiterhin den Habsburgern zugehörig, und ihre Besitzungen erscheinen somit auch nicht in den Zürcher Steuerbüchern. Noch 1453 begleitete Hans I. von Goldenberg Friedrich III. zur Kaiserkrönung nach Rom und erhielt als Dank weitere Privilegien. Seine Ehefrau Elisabeth von Sal war die Tochter des Winterthurer Schultheissen Laurenz von Sal. Erst mit dem als Ewige Richtung bekannten Friedensvertrag zwischen der Alten Eidgenossenschaft und Herzog Sigismund von Tirol im Jahr 1474 empfing Hans I. die Mörsburg neu von Zürich als Lehen. 1472 fertigte Hans II. von Goldenberg die erste Offnung Oberwinterthurs aus. Mindestens ab 1501 traten die von Goldenberg auch in das Bürgerrecht der Stadt Winterthur ein und erwarben später mit dem Bauhof auch einen städtischen Wohnsitz. Während der Reformation tat sich Hans V. als deren Gegner hervor, auch war er durch eine Vielzahl von Quellen als eher streitlustig bekannt. 1549 wurde er mit Genehmigung des Winterthurer Rates wegen Äusserungen zur Reformation und über die Zürcher Herrschaft vom Zürcher Rat mit 100 Gulden Busse bedacht. Auch führten die Äusserungen von Hans V. zur Entdeckung der neuen Urkunden, die sich die Stadt Winterthur 1544 von Karl V. in Österreich hatte ausfertigen lassen. Die Söhne von Hans V. stellten schliesslich die letzte Generation der von Goldenberg dar. Am 29. April 1569 starb Eglolf von Goldenberg als letzter Vertreter des Geschlechtes. Mit den Worten «Heute Goldenberg und Goldenberg nimmermehr» soll Eglolf im inzwischen abgerissenen Hegemerchor der Kirche St. Arbogast bestattet worden sein. Dass die Kirche in Oberwinterthur bei der Grablege des letzten Goldenbergers ihre Glocken während zweieinhalb Stunden läuten liess, führte zum Beschluss der reformierten Zürcher Synode, dass künftig bei allen Verstorbenen gleich lang geläutet werden sollte. Das Erbe der von Goldenberg traten einerseits Hans Ulrich Stockar sowie Marx Blarer von Wartensee an. Da jedoch die Streitigkeiten um das Erbe viele Mittel verschlangen, gelang es der Stadt Winterthur 1598, die Mörsburg zu erwerben. Namensherkunft Ob der Name Goldenberg als Toponym beim Schloss Goldenberg oder ursprünglich als reiner Burgname zu werten ist, ist umstritten. Jedoch besteht kein Zusammenhang zwischen dem Adelsgeschlecht und dem in örtlicher Nähe zu Oberwinterthur gelegenen Goldenberg am Hang des Lindbergs. Der Name wird auch andernorts im Kanton Zürich vorzugsweise für Weinberge benutzt und ist eher als Bezeichnung für eine bevorzugte, sonnige Lage zu deuten. | von Goldenberg, Egloff (I59880)
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| 50237 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Goldenberg_(Adelsgeschlecht) Goldenberg ist der Name eines Adelsgeschlechts, dessen Stammburg das Schloss Goldenberg in der Gemeinde Dorf ist. Indizien weisen auf eine Winterthurer Abstammung des Geschlechts hin, so hatte es bereits früh Besitzungen in Töss. Das 1248 erstmals belegte Geschlecht kam später zu weiteren Besitztümern in der Umgebung Winterthurs und verlegte seinen Sitz auf das Schloss Mörsburg bei Oberwinterthur. 1569 starb das Geschlecht in der männlichen Linie aus. Geschichte Erster Vertreter des Geschlechts ist ein Jakob von Goldenberg, der 1248 zusammen mit 86 weiteren Adligen von Hartmann von Kyburg zum Ritter geschlagen wurde. Er ist wahrscheinlich identisch mit einem 1239–1248 erwähnten Jakob von Winterthur. Es wird vermutet, dass die Goldenberg ursprünglich aus der Region Winterthur stammen. Dies belegt eine am 14. April 1258 erfolgte Veräusserung von Besitztümern im heute Chrugler genannten Teil von Töss an das dortige Kloster – diese Veräusserung wird später auch noch durch die erst später mündig gewordenen Brüder bestätigt. Nach Aussterben der Kyburger stellten sich die Goldenberger in Dienst des Hauses Habsburg. Anfang des 14. Jahrhunderts ererbten sie wohl vom Rittergeschlecht zu Altikon die dortigen Reichenauer Lehen. Mitte des 14. Jahrhunderts bekleideten wahrscheinlich Egbrecht II. und sein Sohn Egbrecht III. das Vogtamt auf der Kyburg. Egbrecht II. nahm 1361 zunächst Sitz in der Burg Altikon, bevor er 1363 mit der Mörsburg belehnt wurde. Zur Burg kam er durch seine Ehe mit der Erbtochter Anna Meier von Mörsberg. Egbrecht IV., genannt «Egli», bekam im gleichen Jahr die Herrschaft über Ellikon an der Thur. 1365 bekam er zusätzlich als Pfand die Vogtei Oberwinterthur zugesprochen. Egbrecht IV. ging 1407 ein Burgrecht mit der Stadt Winterthur ein, was der Familie auch weitergehende Unabhängigkeit von Zürich sicherte, zur selben Zeit liquidierte das Geschlecht auch seine Herrschaftsrechte in Altikon. Nachdem die Machtverhältnisse sich 1412 zugunsten der Stadt Zürich verändert hatten, blieben die Goldenberg vorerst weiterhin den Habsburgern zugehörig, und ihre Besitzungen erscheinen somit auch nicht in den Zürcher Steuerbüchern. Noch 1453 begleitete Hans I. von Goldenberg Friedrich III. zur Kaiserkrönung nach Rom und erhielt als Dank weitere Privilegien. Seine Ehefrau Elisabeth von Sal war die Tochter des Winterthurer Schultheissen Laurenz von Sal. Erst mit dem als Ewige Richtung bekannten Friedensvertrag zwischen der Alten Eidgenossenschaft und Herzog Sigismund von Tirol im Jahr 1474 empfing Hans I. die Mörsburg neu von Zürich als Lehen. 1472 fertigte Hans II. von Goldenberg die erste Offnung Oberwinterthurs aus. Mindestens ab 1501 traten die von Goldenberg auch in das Bürgerrecht der Stadt Winterthur ein und erwarben später mit dem Bauhof auch einen städtischen Wohnsitz. Während der Reformation tat sich Hans V. als deren Gegner hervor, auch war er durch eine Vielzahl von Quellen als eher streitlustig bekannt. 1549 wurde er mit Genehmigung des Winterthurer Rates wegen Äusserungen zur Reformation und über die Zürcher Herrschaft vom Zürcher Rat mit 100 Gulden Busse bedacht. Auch führten die Äusserungen von Hans V. zur Entdeckung der neuen Urkunden, die sich die Stadt Winterthur 1544 von Karl V. in Österreich hatte ausfertigen lassen. Die Söhne von Hans V. stellten schliesslich die letzte Generation der von Goldenberg dar. Am 29. April 1569 starb Eglolf von Goldenberg als letzter Vertreter des Geschlechtes. Mit den Worten «Heute Goldenberg und Goldenberg nimmermehr» soll Eglolf im inzwischen abgerissenen Hegemerchor der Kirche St. Arbogast bestattet worden sein. Dass die Kirche in Oberwinterthur bei der Grablege des letzten Goldenbergers ihre Glocken während zweieinhalb Stunden läuten liess, führte zum Beschluss der reformierten Zürcher Synode, dass künftig bei allen Verstorbenen gleich lang geläutet werden sollte. Das Erbe der von Goldenberg traten einerseits Hans Ulrich Stockar sowie Marx Blarer von Wartensee an. Da jedoch die Streitigkeiten um das Erbe viele Mittel verschlangen, gelang es der Stadt Winterthur 1598, die Mörsburg zu erwerben. Namensherkunft Ob der Name Goldenberg als Toponym beim Schloss Goldenberg oder ursprünglich als reiner Burgname zu werten ist, ist umstritten. Jedoch besteht kein Zusammenhang zwischen dem Adelsgeschlecht und dem in örtlicher Nähe zu Oberwinterthur gelegenen Goldenberg am Hang des Lindbergs. Der Name wird auch andernorts im Kanton Zürich vorzugsweise für Weinberge benutzt und ist eher als Bezeichnung für eine bevorzugte, sonnige Lage zu deuten. | von Goldenberg, Ritter Egbrecht (I59882)
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| 50238 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Goldenberg_(Adelsgeschlecht) Goldenberg ist der Name eines Adelsgeschlechts, dessen Stammburg das Schloss Goldenberg in der Gemeinde Dorf ist. Indizien weisen auf eine Winterthurer Abstammung des Geschlechts hin, so hatte es bereits früh Besitzungen in Töss. Das 1248 erstmals belegte Geschlecht kam später zu weiteren Besitztümern in der Umgebung Winterthurs und verlegte seinen Sitz auf das Schloss Mörsburg bei Oberwinterthur. 1569 starb das Geschlecht in der männlichen Linie aus. Geschichte Erster Vertreter des Geschlechts ist ein Jakob von Goldenberg, der 1248 zusammen mit 86 weiteren Adligen von Hartmann von Kyburg zum Ritter geschlagen wurde. Er ist wahrscheinlich identisch mit einem 1239–1248 erwähnten Jakob von Winterthur. Es wird vermutet, dass die Goldenberg ursprünglich aus der Region Winterthur stammen. Dies belegt eine am 14. April 1258 erfolgte Veräusserung von Besitztümern im heute Chrugler genannten Teil von Töss an das dortige Kloster – diese Veräusserung wird später auch noch durch die erst später mündig gewordenen Brüder bestätigt. Nach Aussterben der Kyburger stellten sich die Goldenberger in Dienst des Hauses Habsburg. Anfang des 14. Jahrhunderts ererbten sie wohl vom Rittergeschlecht zu Altikon die dortigen Reichenauer Lehen. Mitte des 14. Jahrhunderts bekleideten wahrscheinlich Egbrecht II. und sein Sohn Egbrecht III. das Vogtamt auf der Kyburg. Egbrecht II. nahm 1361 zunächst Sitz in der Burg Altikon, bevor er 1363 mit der Mörsburg belehnt wurde. Zur Burg kam er durch seine Ehe mit der Erbtochter Anna Meier von Mörsberg. Egbrecht IV., genannt «Egli», bekam im gleichen Jahr die Herrschaft über Ellikon an der Thur. 1365 bekam er zusätzlich als Pfand die Vogtei Oberwinterthur zugesprochen. Egbrecht IV. ging 1407 ein Burgrecht mit der Stadt Winterthur ein, was der Familie auch weitergehende Unabhängigkeit von Zürich sicherte, zur selben Zeit liquidierte das Geschlecht auch seine Herrschaftsrechte in Altikon. Nachdem die Machtverhältnisse sich 1412 zugunsten der Stadt Zürich verändert hatten, blieben die Goldenberg vorerst weiterhin den Habsburgern zugehörig, und ihre Besitzungen erscheinen somit auch nicht in den Zürcher Steuerbüchern. Noch 1453 begleitete Hans I. von Goldenberg Friedrich III. zur Kaiserkrönung nach Rom und erhielt als Dank weitere Privilegien. Seine Ehefrau Elisabeth von Sal war die Tochter des Winterthurer Schultheissen Laurenz von Sal. Erst mit dem als Ewige Richtung bekannten Friedensvertrag zwischen der Alten Eidgenossenschaft und Herzog Sigismund von Tirol im Jahr 1474 empfing Hans I. die Mörsburg neu von Zürich als Lehen. 1472 fertigte Hans II. von Goldenberg die erste Offnung Oberwinterthurs aus. Mindestens ab 1501 traten die von Goldenberg auch in das Bürgerrecht der Stadt Winterthur ein und erwarben später mit dem Bauhof auch einen städtischen Wohnsitz. Während der Reformation tat sich Hans V. als deren Gegner hervor, auch war er durch eine Vielzahl von Quellen als eher streitlustig bekannt. 1549 wurde er mit Genehmigung des Winterthurer Rates wegen Äusserungen zur Reformation und über die Zürcher Herrschaft vom Zürcher Rat mit 100 Gulden Busse bedacht. Auch führten die Äusserungen von Hans V. zur Entdeckung der neuen Urkunden, die sich die Stadt Winterthur 1544 von Karl V. in Österreich hatte ausfertigen lassen. Die Söhne von Hans V. stellten schliesslich die letzte Generation der von Goldenberg dar. Am 29. April 1569 starb Eglolf von Goldenberg als letzter Vertreter des Geschlechtes. Mit den Worten «Heute Goldenberg und Goldenberg nimmermehr» soll Eglolf im inzwischen abgerissenen Hegemerchor der Kirche St. Arbogast bestattet worden sein. Dass die Kirche in Oberwinterthur bei der Grablege des letzten Goldenbergers ihre Glocken während zweieinhalb Stunden läuten liess, führte zum Beschluss der reformierten Zürcher Synode, dass künftig bei allen Verstorbenen gleich lang geläutet werden sollte. Das Erbe der von Goldenberg traten einerseits Hans Ulrich Stockar sowie Marx Blarer von Wartensee an. Da jedoch die Streitigkeiten um das Erbe viele Mittel verschlangen, gelang es der Stadt Winterthur 1598, die Mörsburg zu erwerben. Namensherkunft Ob der Name Goldenberg als Toponym beim Schloss Goldenberg oder ursprünglich als reiner Burgname zu werten ist, ist umstritten. Jedoch besteht kein Zusammenhang zwischen dem Adelsgeschlecht und dem in örtlicher Nähe zu Oberwinterthur gelegenen Goldenberg am Hang des Lindbergs. Der Name wird auch andernorts im Kanton Zürich vorzugsweise für Weinberge benutzt und ist eher als Bezeichnung für eine bevorzugte, sonnige Lage zu deuten. | von Goldenberg, Egbrecht (I59883)
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| 50239 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_II._(Arnsberg) Gottfried II. von Arnsberg (* 1157; † 1235) war ab 1185 bis zu seinem Tod Regent der Grafschaft Arnsberg. Herkunft und Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Gottfried war der Sohn des Grafen Heinrich I. von Arnsberg. Sein Bruder war der ältere Heinrich II., der politisch neben ihm aber nur eine untergeordnete Rolle spielte. Er selbst war zweimal verheiratet. Die erste Ehe ging er mit Elisabeth ein, deren Herkunft nicht bekannt ist. Die erste Frau ist nur durch eine Urkunde von 1198 überliefert. Die zweite Ehe schloss Gottfried mit Agnes von Rüdenberg. Diese erscheint erstmals 1210. Daraus ergibt sich für Johann Suibert Seibert, dass alle Nachkommen aus der zweiten Ehe stammen müssen, weil die Tochter Adelheid als damals einziges Kind zusammen mit Agnes von Rüdenberg genannt wird.[1] Dem folgt auch der Arnsberger Stadtarchivar Michael Gosmann in einer neueren Darstellung. Folgt man diesem, hatte Gottfried zehn Nachkommen. Die bereits genannte Tochter Adelheid heiratete Konrad II. Burggraf von Stromberg. Eine weitere Tochter Agnes wurde ebenfalls 1210 erwähnt. Der Erbe Gottfried III. wurde erstmals 1213 genannt. Jung verstorben war ein Johann. Bertha war Äbtissin des Stift Essen. Irmgard war Nonne im Kloster Oelinghausen. Ida war möglicherweise Äbtissin im Stift Herford. Syradis war Äbtissin von St. Aegidii in Münster. Sophie heiratete Bernhard III. Edelherr von Lippe-Detmold. Ein Heinrich war Deutschordensbruder und Mitglied im Domkapitel Riga.[2] Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Obwohl sein Vater noch bei guter Gesundheit war, übernahm Gottfried bereits 1185 die Herrschaft. Gleich zu Beginn seiner Herrschaft besiegten seine Truppen aus unbekanntem Grund in einem Kampf bei Neheim fünf benachbarte Grafen. Zum Dank machte der Graf dem Kloster Scheda, in dessen Nähe das Gefecht stattgefunden hatte, eine beträchtliche Schenkung. Die Quellen für die folgenden Jahrzehnte sind lückenhaft. Klar ist, dass auch Gottfried in einem gespannten Verhältnis zu den Kölner Erzbischöfen lebte. Deren Stellung wurde gestärkt, als im Zusammenhang mit dem Thronstreit zwischen Philipp von Schwaben und Otto IV. der letztere (als Sohn Heinrichs des Löwen) auf alle noch verbliebenen herzoglichen Rechte in Westfalen zu Gunsten der Kölner Bischöfe verzichtete, um diese an sich zu binden. Obwohl Gottfried dabei als Zeuge des Erzbischofs Adolf auftrat, bedeutete dies doch eine Stärkung des Erzstuhls und eine Einschränkung der eigenen Handlungsfähigkeit. Gottfried scheint im Schatten des Erbstreits im Reich versucht zu haben, gegen die Stellung des Erzbischofs vorzugehen. Wegen gewisser Taten („super quibusdam factis suis“) hatte er dem Bischof Genugtuung zu leisten, Treue zu schwören und Geiseln zu stellen. Als Ausgleich erhielt er die Hälfte der Einkünfte aus der neuen Stadt Rüthen. Keiner Seite sollte es erlaubt sein, von dort aus Kriegszüge zu unternehmen oder eine Burg zu errichten. Im Jahr 1202 übertrug Gottfried dem Stift Wedinghausen einige Besitzungen, so etwa einen Hof in Herdringen als Gegenleistung für die Lieferung von Bauholz. Die Verwendung ist nicht ganz klar, möglicherweise diente es zum Wiederaufbau der abgebrannten Stadt Arnsberg oder zum Bau der St. Georgs Kapelle. In den folgenden Jahren, aus denen nur wenige Nachrichten meist über Schenkungen an Klöster oder Stifte vorliegen, ist ansonsten nur wenig bekannt. Dazu zählt die Übertragung der Kirche in Werl an das Stift Wedinghausen. In fortgeschrittenen Alter von 60 Jahren nahm der Graf 1217 am Kreuzzug von Damiette teil. Zur Finanzierung verkaufte er weitere Besitzungen an Wedinghausen. Diese Schenkung wurde zunächst im Kloster selbst vor den Brüdern feierlich beschworen. In Drüggelte hat er diesen Schwur vor zahlreichen Rittern und Edelleuten, die sich dort zum gemeinsamen Aufbruch zum Kreuzzug trafen, noch einmal wiederholt. Zu den Anwesenden gehörten Heinrich der Schwarze von Arnsberg und sein Sohn, die Edelherren von Ardey, die Herren von Rüdenburg, drei Brüder aus Neheim, sechs Herren aus Soest und weitere Ritter. Während des Kreuzzuges spielten die Westfalen eine Rolle bei der Belagerung von Damiette. Sie hatten an der Eroberung eines vor der Stadt, mitten im Nil gelegenen Festungsturms im August 1218 gewichtigen Anteil. Bald darauf brach Gottfried seine Teilnahme am Kreuzzug ab, und als die Kreuzfahrer Damiette im November 1219 eroberten, war er bereits wieder in Arnsberg. Das Kreuzzugsheer wurde schließlich 1221 geschlagen und der Kreuzzug scheiterte vollständig. Über die folgenden Jahre gibt es Nachrichten über weitere Schenkungen an Klöster, so etwa an Marienfeld im Jahr 1223, und die Anwesenheit Gottfrieds in einem Hoflager des Königs Heinrich VII. in Herford ein Jahr später. Obwohl Zeitgenossen ihn der Beteiligung an der Ermordung von Erzbischof Engelbert I. von Köln durch eine Adelsfronde um Friedrich von Isenberg verdächtigten, ist seine aktive Beteiligung nicht zu belegen und angesichts seines hohen Alters von 68 Jahren auch nicht sehr wahrscheinlich. In den letzten Jahren seines Lebens taucht er in den Quellen außer als Unterstützer religiöser Einrichtungen noch als Gesellschafter und Zeuge des neuen Kölner Erzbischofs Heinrich auf. Daneben kaufte er von Köln die Burg in Hachen, die in einer früheren Erbteilung verloren gegangen war, zurück. Gottfried starb 1235 oder möglicherweise auch erst 1236 nach einer etwa fünfzigjährigen Herrschaftszeit. Mehr unter dem Link oben.. | von Arnsberg, Graf Gottfried II. (I13502)
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| 50240 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_II._(Gâtinais) (Jun 2017) Gottfried II. Ferréol (franz: Geoffroy Ferréol; † 30. April 1042/45) war ein Graf von Gâtinais im 11. Jahrhundert.[1] Als Urgroßvater in direkter männlicher Linie des Grafen Gottfried Plantagenet von Anjou ist er einer der Stammväter des englischen Königshauses Plantagenet, selbst aber stammte er vermutlich aus dem Haus Châteaudun. Gottfried Ferréol war ein Sohn des Hugo von Le Perche und der Beatrix von Mâcon, ein jüngerer Bruder hieß Liétald. Dieser genealogische Hintergrund ist einer Urkunde des Bischofs Franco von Paris aus dem Jahr 1028 zu entnehmen.[2] Diese Quelle gibt über seine weiteren familiären Verhältnisse Auskunft. So war seine Mutter in erster Ehe mit dem Grafen Gottfried I. von Gâtinais verheiratet gewesen, deren gemeinsamer Sohn der Graf Aubry von Gâtinais war, dem Gottfried Ferréol als dessen Halbbruder nachfolgte. Sein Vater, Hugo von Le Perche (Hugonis Pertice), war vermutlich mit dem namensgleichen Sohn des Grafen Fulcois von Mortagne aus dem Hause Châteaudun identisch, der in einer Urkunde der Abtei Saint-Vincent von Le Mans aus dem Jahr 1061 genannt wird.[3] Graf Aubry von Câtinais starb zwischen den Jahren 1028 und 1030, worauf ihm Gottfried Ferréol nachfolgen konnte. Etwaige Amtshandlungen von ihm sind nicht bekannt. | von Anjou-Château-Landon (Gâtinais), Gottfried II. Ferréol (I7196)
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| 50241 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_IV._(Anjou) (Nov 2018) Gottfried IV. (* um 1073; † 19. Mai 1106), genannt Martel, war ein Erbgraf von Anjou. Er war der älteste Sohn des Grafen Fulko IV. des Zänkers und dessen zweiter Ehefrau, Ermengarde von Bourbon. Gottfried beteiligte sich an Aufständen der Vasallen Anjous gegen seinen unpopulären Vater. Unterstützt wurde er dabei von dem mit ihm befreundeten Elias de La Flèche, dem Gottfried im Kampf gegen die Normannen um das Maine beistand. 1103 nahm er Angers ein und zwang seinen Vater dazu, ihn an der Regentschaft zu beteiligen. 1106 starb Gottfried seinerseits bei der Belagerung der aufständischen Burg Carné, nachdem er von einem Giftpfeil getroffen wurde. Gottfried war verlobt mit der Erbin der Grafschaft Maine, Eremburge de La Flèche. Diese sollte später seinen Halbbruder Fulko den Jüngeren heiraten. | von Anjou-Château-Landon, Gottfried IV. (I7193)
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| 50242 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_V._(Anjou) (Sep 2018) Gottfried V. (franz.: Geoffroy, engl.: Geoffrey; * 23./24. August 1113[2][3]; † 7. September 1151 in Château-du-Loir), genannt der Schöne (le Bel) oder Plantagenet, war von 1129 bis zu seinem Tod ein Graf von Anjou, Tours und Maine (Grand-Anjou) aus dem Haus Château-Landon. Er war der älteste Sohn des Grafen Fulko V. des Jüngeren († 1144) und dessen erster Ehefrau Eremburge de La Flèche († 1126), Erbin der Grafschaft Maine. Nachdem sein Vater sich 1129 dazu entschlossen hatte, für immer in das heilige Land zu ziehen, übernahm Gottfried dessen umfangreiches Erbe. In den ersten Jahren seiner Herrschaft musste er sich gegen unbotmäßige Vasallen behaupten und belagerte dabei Mirebeau und L’Île-Bouchard. 1132 traf sich Gottfried in Tours mit Papst Innozenz II., womit er diesen auch als rechtmäßiges Oberhaupt der Kirche anerkannte; zuvor hatte er den Gegenpapst Anaklet II. unterstützt. Bereits im Jahr 1129 vollzog Gottfried als knapp 16-Jähriger die folgenschwere Ehe mit der „Kaiserin“ Matilda, der Witwe des Kaisers Heinrich V. und Erbtochter von König Heinrich I. Beauclerc von England, von dem Gottfried zu diesem Anlass auch zum Ritter geschlagen wurde. Diese Ehe fand unter den anglo-normannischen Baronen keine ungeteilte Zustimmung, waren die Angeviner doch generationenlange Rivalen der Normannen in Westfrankreich. Deshalb unterstützten die Barone nach dem Tod dedes alten Königs 1135 den Cousin Matildas, Stephan von Blois, der sich der Throne Englands und der Normandie bemächtigen konnte. Gottfried und seine Frau nahmen den Kampf gegen Stephan auf, der in den englischen Bürgerkrieg (The Anarchy) mündetete. Mathilde und ihr Halbbruder Robert of Gloucester führten den Kampf ab September 1139 in England. Nachdem diese in der Schlacht von Lincoln (1141) Stephan gefangen nehmen konnten, wurde Matilda zur Herrin Englands proklamiert. Der Krieg sollte dennoch weitergehen, nachdem sie im November 1141 genötigt war, Stephan im Austausch für ihren Bruder wieder frei zu lassen. 1142 wurde Gottfried von seiner Frau nach England gerufen, die dort in Oxford von Stephan belagert wurde, doch er weigerte sich, da er seine militärischen Anstrengungen auf die Normandie konzentrieren wollte. Am 19. Januar 1144 eroberte Gottfrieied Rouen und konnte als Herzog der Normandie inthronisiert werden. In den darauffolgenden Jahren stabilisierte Gottfried seine Herrschaft in der Normandie. 1145 warf er eine Revolte seines Bruders Elias nieder und ließ ihn in den Kerker sperren. In England aber konnte sich Mathilde nicht mehr halten, gab ihre Ansprüche gegen Stephan auf und verließ im März 1148 die Insel. Die Machtübernahme Gottfrieds in der Normandie führte ihn in einen direkten Gegensatz zu König Ludwig VII. von Fraankreich, der seinem Machtzuwachs mit Misstrauen begegnete. Gottfried belagerte 1150 die Burg Montreuil-Bellay, die vom königlichen Seneschall des Poitou verteidigt wurde. Darauf verbündete sich König Ludwig mit Eustach IV. von Boulogne, dem Sohn König Stephans und vormaligen Herzog der Normandie, die im Frühjahr 1151 in die Normandie vordrangen und Arques und Séez belagerten. Eine Erkrankung des französischen Königs im August 1151 zwang diesen zur Beendigung des Kampfes und zum Rückzug aus der Normandie. Zur Beilegung des Konflikts reiste Gottfried mit seinem ältesten Sohn Heinrich im September 1151 nach Paris und überzeugte dort König Ludwig VII. vom Anrecht des Hauses Anjou auf die Normandie, worauf der junge Heinrich dem französischen König den Lehnseid für die Normandie leistete. In Paris trafen sie auch auf die Königin Eleonore von Aquitanien, die sich im folgenden Jahr von ihrem Gemahl trennen und Heinrich heiraten sollte. Auf der Rückreise in sein Stammland wurde Gottfried plötzlich krank und starb überraschend 25 km südöstlich von Le Mans. Er wurde in der Kathedrale St. Julien beigesetzt. Plantagenet Der angevinische Chronist Jean de Marmoutier beschrieb Gottfried als großen Krieger, gutaussehend, rothaarig und lebensfroh, was seinen weniger bekannten Beinamen „der Schöne“ erklärt. Der anglo-normannische Chronist Radulfus de Diceto hingegen wies ihm einen kalten und eigennützigen Charakter zu. Der Nachwelt ist Gottfried vor allem unter seinem zweiten zeitgenössischen Beinamen Plantagenet bekannt, der sowohl von seinem Biographen Jean de Marmoutier als auch von dem Dichter Wace im Roman de Rou verwendet wurde.[4] Dieser geht auf seinne Angewohnheit zurück, einen Ginsterzweig (lat.: planta genista; franz.: [plante] genêt) als Helmzier zu tragen und sollte sich ab dem 15. Jahrhundert rückwirkend auf alle seine Nachkommen als Dynastiename durchsetzen. Verbunden mit diesem Namen ist besonders die Ära des sogenannten „angevinischen Reichs“ (Reich von Anjou), welches unter Gottfrieds Sohn und Enkelsöhnen eine bedeutende historische Rolle in Westeuropa einnahm, und die damit einhergehende Zäsur des Verhältnisses der Angeviner zum Königtum der Kapetinger. Waren Gottfried und seine Vorfahren noch weitestgehend loyale Vasallen der französischen Könige, sollten seine Nachkommen zu deren ärgsten Rivalen avancieren. Hauptquelle zum Leben des Grafen Gottfried Plantangenet ist die ihm gewidmete Biographie Historia Gaufredi ducis Normannorum des Jean de Marmoutier, die zwischen den Jahren 1170 und 1180 verfasst wurde. Weiterhin ist die vom gleichen Autor überarbeitete Fassung der Gesta Consulum Andegavorum zu nennen. Beide Werke wurden von Louis Halphen und René Poupardin veröffentlicht. | von Anjou-Château-Landon, Gottfried V. (I7042)
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| 50243 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_von_Bouillon (Sep 2018) Gottfried von Bouillon (französisch Godefroy de Bouillon; auch Godefroid de Bouillon;[1] * um 1060; † 18. Juli 1100 in Jerusalem) war ein Heerführer beim Ersten Kreuzzug; nach der Eroberung Jerusalems wurde er der erste Regent des neu gegründeten Königreichs Jerusalem, lehnte allerdings die Königswürde ab. Frühe Jahre Gottfried war der zweite Sohn des Grafen Eustach II. von Boulogne und seiner Frau Ida, Tochter des Herzogs Gottfried III. von Niederlothringen. Seine Zukunftsaussichten waren als zweiter Sohn von Hause aus begrenzt, doch sein kinderloser Onkel, Herzog Gottfried IV. von Niederlothringen, bestimmte ihn bei seinem Tod 1076 zum Nachfolger. König Heinrich IV. übertrug das aufgrund seiner Zwischenstellung zwischen Frankreich und dem deutschen Königreich wichtige Herzogtum jedoch seinem Sohn Konrad und überließ Gottfried lediglich die Markgrafschaft Antwerpen und die Herrschaft Bouillon, um dessen Fähigkeiten und Loyalität zu prüfen. Gottfried musste seine Territorien sowohl gegenüber den Ansprüchen der Witwe seines Onkels, Mathilde von Tuszien, als auch gegenüber Angriffen von außen verteidigen. Mit der Hilfe seiner Brüder Eustach III. und Balduin konnte er jedoch alle Angriffe abwehren. Der Belagerung der Burg Bouillon 1077 verdankt Gottfried seinen Zunamen. Gottfried erwies sich dem König gegenüber als loyal und hielt ihm auch im Investiturstreit die Treue. Er kämpfte auf königlicher Seite gegen den Gegenkönig Rudolf von Rheinfelden und war 1084 an der Einnahme Roms beteiligt. 1089 erhielt er schließlich das Herzogtum Niederlothringen zu Lehen. Der Erste Kreuzzug → Hauptartikel: Erster Kreuzzug Lothringen war stark durch die Cluniazensische Reform beeinflusst, und obwohl er im Investiturstreit gegen den Papst Partei ergriffen hatte, war Gottfried ein frommer Mann. Nach der Synode von Clermont 1095 verkaufte er seinen gesamten Besitz und schloss sich dem Ersten Kreuzzug an. Gemeinsam mit seinen Brüdern Eustach III. und Balduin führte er ab August 1096 eine etwa 20.000 Mann starke Armee von Lothringen den Rhein und die Donau entlang auf den Balkan. Nach einigen Kämpfen in Ungarn, wo es ihm nicht gelang, seine Männener im christlichen Land an Plünderungen zu hindern, erreichte er im November als erster Kreuzfahrer Konstantinopel. Sehr bald geriet er in Konflikt mit dem byzantinischen Kaiser Alexios I., der die vor den Toren seiner Stadt erscheinenden Ritteer mit äußerstem Misstrauen betrachtete und von Gottfried einen Lehnseid verlangte, um die durch die Kreuzfahrer von den Muslimen zurückzuerobernden Gebiete für Konstantinopel zu gewinnen. Wahrscheinlich legte Gottfried den Eid im Januar 1097 ab, wie auch die meisten anderen Heerführer der Kreuzzüge auf ihrem Weg durch Konstantinopel. Mit dem Zusammentreffen der Kreuzfahrer in Konstantinopel wurde Gottfried zu einer Nebenfigur im Kreuzzug, da von da an Bohemund von Tarent und Raimund von Toulouse den Lauf der Dinge bestimmten. Gottfrieds einzige erwähnenswerte Leistung in dieser Zeit war sein Beitrag bei der Befreiung von Bohemunds Armee in der Schlacht von Doryläum am 1. Juli 1097, wo dieser von den Seldschuken unter Kılıç Arslan I. eingekesselt worden war. Dabei war Gottfrieds Armee ebenfalls umzingelt, bis eine weitere Kreuzfahrergruppe unter dem päpstlichen Legaten Adhemar von Le Puy das Lager der Seldschuken angriff. 1099, nach der achtmonatigen Belagerung und schließlichen Einnahme von Antiochia, entstand unter den Kreuzfahrern Uneinigkeit über das weitere Vorgehen. Die meisten Fußsoldaten wollten weiter nach Süden, nach Jerusalem, doch Raimund, der nach dem Tod Adhemars als ranghöchster Adliger der Anführer des Kreuzzugs war, zögerte im Streit mit Bohemund mit dem Weitermarsch. Gottfried nutzte die Zeit, um seinen Bruder Balduin, der inzwischen in den Besitz Edessas gelangt war, in dessen Hauptstadt zu besuchen. Er schloss sich erst kurz vor dem Aufbruch nach Jerusalem (Januar 1099) bei Maara wieder dem Hauptheer an. Im Februar 1099 nahm Gottfried an der Belagerung der Burg Arqa nahe Tripolis teil. Währenddessen schloss sich ihm Tankred von Tarent, der sich mit Raimund zerstritten hatte, an und trat zu ihm in ein besonderes Treue- und Dienstverhältnis. Dies kam der Stellung Gottfrieds wesentlich zugute. Dem Murren des nach Jerusalem drängenden Heeres nachgebend, war es schließlich auch Gottfried, der entgegen dem Willen Raimunds am 15. Mai 1099 die Aufhebung der Belagerung Arqas veranlasste. Bei der Belagerung von Jerusalem fand Gottfried Gelegenheit, sich besonders hervorzutun. Am Nachmittag des 15. Juli 1099 drang er mit den Seinen als erster in die Stadt ein. Das Königreich Jerusalem Nachdem Raimund von Toulouse die Königskrone von Jerusalem abgelehnt hatte, weil er sich nicht in der Stadt zum König krönen lassen wollte, in der Jesus Christus die Dornenkrone getragen hatte, fand Gottfried einen Ausweg, indem er anstelle der Königswürde den Titel eines advocatus sancti sepulchri, eines „Beschützers des Heiligen Grabes“ annahm, womit er sowohl seiner Position eines weltlichen Herrschers als auch dem religiösen Charakter des Ortes Rechnung trug. [2] Während seiner kurzen Regierungszeit von einem Jahr musste Gottfried das neue Königreich gegen die bisherigen Herren, die Fatimiden aus Ägypten, verteidigen, die am 12. August in der Schlacht von Askalon geschlagen wurden. Nach der Schlacht von Askalon betrachteten die Kreuzzugsteilnehmer ihr Kreuzzugsgelübde als erfüllt und die meisten von ihnen kehrten in ihre Heimat zurück. Gottfried betrieb 1100 die Ausdehnung seiner Macht, befestigte beispielsweise die Hafenstadt Jaffa und plante weitere Eroberungen. Mit Gottfrieds Unterstützung wurde Arnulf von Chocques zum Patriarchen von Jerusalem gewählt, doch wurde die Wahl bald als unkanonisch annulliert und stattdessen Dagobert von Pisa zum Patriarchen eingesetzt. Mit diesem geriet Gottfried in Konflikt, da Dagobert des Papstes (und damit auch seine) Rechte über die heilige Stadt Jerusalem betonte und Gottfried lediglich als ausführenden Arm betrachtete. Auf Dagoberts Drängen hin versprach Gottfried, Jerusalem und das noch uneroberte Jaffa dem Papst zu übergeben, sobald die Kreuzfahrer Ägypten erobert hätten, das Gottfried ersatzweise erhalten solle. Die Invasion Ägyptens fand nie statt, und Gottfried starb wenig später im Juli 1100. Tod und Nachfolge Über Gottfrieds Tod im Juli 1100 existieren verschiedene Aussagen: Nach dem Bericht des arabischen Chronisten Ibn al-Qalanisi soll er während der Belagerung von Akkon durch einen Pfeil getötet worden sein. Christliche Quellen erwähnen dies jedoch nicht, Albert von Aachen und Ekkehard von Aura schreiben dagegen, er sei in Caesarea erkrankt und an dieser Krankheit in Jerusalem gestorben. Es gab auch Gerüchte, die von Vergiftung sprachen, doch diese konnten nicht bestätigt werden.[3] Gottfried wurde in der Grabeskirche in Jerusalem beigesetzt. Die Inschrift auf der 1808 entfernten Grabplatte lautete: „Hier ruht Gottfried, der berühmte Graf von Bouillon. Er eroberte dies Land für den christlichen Kult. Möge seine Seele mit Christus regieren. Amen!“ Nach anderen Angaben lautete die Inschrift: „Hier liegt Gottfried von Bouillon, der dieses ganze Land dem Christenthum gewonnen hat. Seine Seele ruhe in Christo!“ Bei Gottfrieds Tod war die Frage, wer Jerusalem regieren solle, zunächst offen. Der Adel nutzte die Abwesenheit Dagoberts, der sich bei den Jaffa belagernden Truppen aufhielt, um Gottfrieds jüngeren Bruder Balduin zum König auszurufen. Der zurückgekehrte Dagobert weigerte sich zunächst, den aus Edessa herbeigeeilten Balduin zu krönen, doch einigte man sich schließlich auf eine Krönung zu Bethlehem am 25. Dezember 1100. Gottfried in Geschichte und Legende Da Gottfried der erste Herrscher über Jerusalem war, wurde er später christlich idealisiert und mythisiert: er wurde als Anführer des Kreuzzugs, König von Jerusalem und als Gesetzgeber bezeichnet, der die Schwurgerichte in Jerusalem einführte. Seit dem 14. Jahrhundert wurde er zu den idealen Rittern gezählt, die als die Neun Guten Helden bekannt wurden. Als Teil dieser wurde er etwa um 1390 an der Fassade des Sommerhauses auf Schloss Runkelstein gemeinsam mit König Artus und Karl dem Großen dargestellt. Tatsächlich war all dies Legendenbildung. Adhemar, Raimund und Bohemund führten den Kreuzzug, Balduin war der erste „König“, und die Schwurgerichte waren das Ergebnis einer schrittweisen Entwicklung. Gottfrieds Rolle im Kreuzzug wurde zunächst von Albert von Aachen, dem anonymen Autor der Gesta Francorum, und von Raimund von Aguilers beschrieben. In der Romanliteratur war Gottfried der Held zweier französischer Chansons de geste, die den Kreuzzug behandeln, die Chanson d’Antioche und die Chanson de Jerusalem. Seine Familie und sein Leben vor dem Kreuzzug wurden ebenso Thema von Legenden. Sein Großvater sei Helias, Ritter des Schwans, gewesen, einer der Brüder, deren Abenteuer in der Schwanenritterlegende, einer Abwandlung der Lohengrin-Legende, erzählt werden. Torquato Tasso feierte ihn in seinem großen Epos Gerusalemme liberata (1575). In einer weit verbreiteten jüdischen Legende wird Gottfried von Bouillon ein bedrohlicher Charakter zugeschrieben: Gottfried lässt Raschi (Rabbi Schlomo ben Jizchak) rufen, um sich von ihm den Ausgang des Kreuzzuges vorhersagen zu lassen. Als Raschi nicht bei dem Fürsten erschien, suchte dieser ihn im Lehrhaus in Begleitung seiner Truppen auf. Raschi prophezeite ihm einen unglücklichen Ausgang des Kreuzzuges in Einzelheiten, deren letztes Detail sich erfüllte, als der zurückkehrende Gottfried Raschis Heimatstadt betrat. Pierre Plantard nannte Gottfried von Bouillon den Gründer einer „Bruderschaft vom Berge Zion“ (Prieuré de Sion). Die angeblichen Quellen wurden als Fälschungen entlarvt, aber das Thema wurde immer wieder in Verschwörungstheorien in Literatur und Populärkultur aufgegriffen, beispielsweise im Roman Sakrileg. | von Bouillon (Boulogne), Gottfried (I7409)
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| 50244 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Are Die Grafen von Are waren ein bedeutendes, bereits aus dem Frühmittelalter stammendes edelfreies Adelsgeschlecht, das an der Mittelahr begütert war. Ursprünge Im Jahr 1087 wird Sigewin, Erzbischof von Köln, als erster namentlich bekannter Vertreter der Grafenfamilie von Are urkundlich erwähnt. Das Adelsgeschlecht führte einen silbernen Reichsadler in Rot im Wappen. Zur Zeit von Papst Urban II. wurde Diedrich I. 1107 als Zeuge in einer Stiftungsurkunde in der Reihenfolge (Rangfolge) gleich nach dem ranghöheren Grafen von Luxemburg genannt. Er war der erste, der als Mitglied der Familie von Are urkundlich eindeutig benannt wurde. Schon für 930 nennt Schannat einen Gaugrafen des Ahrgaus namens Sigebod als Vorfahren der Familie.[1] Sigebodo könnte der Stifter des Klosters Steinfeld (nahe Münstereifel) gewesen sein, einen Beweis gibt es indes nicht. Geschichte Diedrich war Obervogt von Münstereifel, ein Amt, das er als Lehen der Abtei Prüm hielt. Das Kölner Domkapitel wählte Graf Diedrich zum Schirmvogt von Erpel, worauf er jedoch bald wieder verzichtete.[2] Im Folgenden wurde Diedrich in Urkunden des Kölner Erzbischofs Friedrich öfters als „Comes de Are“ erwähnt, so 1117, 1120 und 1125.[1] Als ein treuer Anhänger des Erzbischofs errang Diedrich 1114 auf dem Schlachtfeld bei Andernach einen Sieg über die kaiserlichen Truppen Heinrichs V. Er starb zwischen 1126 und 1132 und hinterließ vier Söhne, seinen Nachfolger Lothar, Ulrich, Gerhard und Otto.[3] Im Jahr 1140 teilten sich die Linien Are-Hochstaden und Are-Nürburg. In dieser Zeit nahmen die Gaugrafen ihre Namensgebung allmählich von ihren Burgen und Schlössern auf. Diese verschiedenen Namen erzeugten vielfach erneute Verwirrung. So kamen in der edelfreien Familie derer von Are in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts die Namen Hochstaden, Nürburg, Wickerode, Nuwenaar vor, alle aus einem Edelgeschlecht. Gleichzeitig taucht der Gebrauch bestimmter Wappen auf.[4] Nächster bedeutender Vertreter der Familie war der um 1100 auf Burg Are geborene Gerhard von Are.[5] Er war vermutlich zweitältester Sohn von Diedrich I., dem Stifter der Familie. 1124 wurde er Propst des Bonner Cassius-Stiftes. 1156 war er sogar als Nachfolger des Kölner Erzbischofs Arnold von Wied für den Erzstuhl im Gespräch. Er verstarb am 23. Februar 1169 in Bonn. Weitere Söhne Dietrichs I. waren Lothar, Friedrich, Ulrich, Hugo und Otto. Ob ein in den Quellen gelegentlich auftauchender Poppo ebenfalls ein Sohn Dietrichs war bleibt ungewiss. Otto heiratete vor 1162 Adelheid von Hochstaden und beerbte die Grafen von Hochstaden. Lothar setzte die Hauptlinie fort. Ulrich erwarb die Nürburg, die nur im Mannesstamme vererblich war, woraufhin das Grafengeschlecht den Kölner Erzbischof Rainald von Dassel bat, das Erbe auch den weiblichen Nachkommen zuzusichern. Dieser Bitte entsprach der Erzbischof. 1144 und 1147 war Ulrich zusammen mit seinem Bruder Otto bereits einmal erwähnt worden. Ulrich von Are sowie sein Sohn Gerhard tauchen seit Mitte des 12. Jahrhunderts mehrfach in urkundlichen Zeugenreihen auf; so ging nach Aktenlage die Burg Nürburg an Ulrich, die Burg Are an den Sohn Gerhard. Auch Graf Ulrich scheint ein hohes Alter erreicht zu haben. Letztmals taucht er 1216 auf; er wird dort als „verstorben“ genannt. 1246 verleibte Erzbischof Konrad von Are-Hochstaden den Ahrgau dem Kurstift Köln ein, wo es zu seinem Vorteil für 550 Jahre verblieb. Mehr, auch Stammliste, unter dem Link oben.. | von Ahr (Are), Dietrich (I11930)
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| 50245 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Calw Grafen von Calw Die Grafen von Calw (auch: Grafen von Kalw) waren ein hochmittelalterliches Adelsgeschlecht. Auf die Grafen von Calw bzw. ihre Vorfahren gehen das Kloster Hirsau (830) und das Stift Sindelfingen (1083) sowie die Städte Calw, Vaihingen an der Enz und Löwenstein zurück. Im 12. Jahrhundert spalteten sich die Nebenlinien Calw-Löwenstein (Grafschaft Löwenstein) und Calw-Vaihingen ab; dadurch trat der Niedergang infolge Besitzzersplitterung ein. Die drei Linien starben dann schon im 13. bzw. 14. Jahrhundert aus. Besitznachfolger wurden vor allem die Welfen, die Grafen von Württemberg und die Grafen von Tübingen. Geschichte Die frühesten Vorfahren der Calwer Grafen waren laut Hirsauer Tradition und Memorialüberlieferung die Stifter des ersten Klosters von Hirsau (830), Bischof Noting von Vercelli und Erlafrid. Sie waren aus dem Geschlecht der Erlafriede, die im 8. und 9. Jahrhundert reichen Besitz im Ufgau, im heutigen Landkreis Calw und in der Bertoltsbaar hatten, 830/832 das Kloster Hirsau stifteten und eine Reihe von norditalienischen Bischöfen (u. a. in Vercelli und Brescia) stellten. Sie vermischten sich Anfang des 10. Jahrhunderts mit einer von den alamannischen Herzögen abstammenden Familie und bildeten damit die Familie der Grafen von Calw. 1037 wurden sie erstmals genannt. Die Grafen von Calw waren eine Hochadelsfamilie (11.–14. Jahrhundert), deren Besitzschwerpunkt im fränkisch-schwäbischen Grenzraum, im Würm-, Glems-, Enz-, Zaber-, Murr- und Schotzachgau mit Zentren in Ingersheim, Löwenstein und Sindelfingen lag. Von engen Beziehungen zum rheinischen Kraichgau zeugen Ländereien in Mingolsheim bei Bruchsal. Schirmvogteirechte über die Klöster Sindelfingen, Hirsau und Lorsch mehrten Macht und Ansehen der Calwer in der Salierzeit. Die Beteiligung Murrgaugraf Adalberts am Öhringer Stiftungsbrief von 1037 deutet auf eine enge Verwandtschaft der Calwer mit den Saliern, den Grafen von Lauffen und den Wormsgaugrafen hin. Konnubium und verwandtschaftliche Beziehung zu hohen kirchlichen Würdenträgern stellen die Grafen von Calw zu Ende des 11. Jahrhunderts unter die ersten Familien des Reiches (Adalbert II., Enkel eines Grafen von Egisheim, ⚭ Wiltrud, Tochter Herzog Gottfrieds II. des Bärtigen von Lothringen). Sie waren verschwägert mit den Reformpäpsten Leo IX. und Stephan IX., vermutlich auch verwandt mit den Päpsten Damasus II. und Viktor II., der vielleicht sogar ein Bruder von Graf Adalbert II. war. Obwohl Adalbert II. zur päpstlichen Partei neigte, wurde sein Sohn Bruno von Kaiser Heinrich IV. 1088 zum Bischof von Metz erhoben. Seit der Mitte des 11. Jahrhunderts verlegte Graf Adalbert II. († 1099) seinen Herrschaftssitz von Sindelfingen, wo die Calwer Grafen offenbar ihren Stammsitz hatten, nach Calw (an der Nagold). Dort erbaute er um 1050 die Burg Calw und bemühte sich, im nördlichen Schwarzwald eine geschlossene Rodungsherrschaft aufzubauen. Die Anlage zahlreicher Waldhufendörfer geht auf ihn zurück. In Erfüllung einer dringenden Bitte Papst Leos IX. von 1049 begründete er nach 1059 das Benediktinerkloster Hirsau neu. 1075 wurde es, gegen anfänglichen Widerstand Adalberts II., mit umfangreichen Freiheiten ausgestattet und konnte dadurch zum Zentrum der weitgreifenden Hirsauer Reform werden. Mit Graf Gottfried II. (* um 1060; † 1131), dem Sohn Adalberts II. und Schwiegersohn Bertholds II. von Zähringen erreichte die Macht der Grafen von Calw ihren Höhepunkt. Gottfried war einer der wichtigsten und zuverlässigsten Anhänger Kaiser Heinrichs V. und maßgeblich an den Verhandlungen zur Beilegung des Investiturstreits mit den Päpsten Paschalis II. und Calixt II. sowie am Abschluss des Wormser Konkordats von 1122. Einen großen Machtzuwachs bedeutete es, dass ihm Kaiser Heinrich V. 1113 die rheinische Pfalzgrafschaft übertrug. Zusammen mit Herzog Friedrich II. fungierte er während des Italienaufenthaltes Heinrichs V. als dessen Statthalter in Deutschland. Damals besaßen sie große Gebiete Südwestdeutschlands, vor allem in den heutigen Landkreisen Böblingen, Calw, Pforzheim und Ludwigsburg. Die Heirat Herzog Welfs VI. mit Uta von Calw, Erbtochter Gottfrieds II., zerstörte das welfisch-staufische Gleichgewicht in Schwaben. Die Auseinandersetzung um das Calwer Erbe nach 1131 zwischen Welf VI., Gottfrieds Neffen Adalbert IV. von Calw-Löwenstein und Konrad von Zähringen endete mit einem Kompromiss, leitete aber den Niedergang der Grafen von Calw ein. Mit Graf Gottfried († vor 1262) starb die Calwer Linie aus; Haupterben waren die Grafen von Tübingen. Die Linie Calw-Löwenstein erlosch nach 1277; ihr Besitz ging durch Kauf an eine uneheliche Nebenlinie der Grafen von Habsburg, die mittleren Grafen von Löwenstein. Ein weiterer Zweig, der sich von Vaihingen nannte, war im März 1364 in männlicher Linie ausgestorben; Besitznachfolger wurden die Grafen von Württemberg. | von Calw, Graf Adalbert I. (?) (I11604)
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| 50246 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Dillingen Adalbert II. und Hartmann III. Durch seine Heirat mit Richenza, der Tochter des Grafen Arnold von Baden, konnte Hartmann III. seine Güter, Macht und Ansehen nach dem Tod seines Schwiegervaters durch das Lenzburger Erbe beträchtlich vermehren. Richenza, die früh starb, wohl um 1170, wurde im Kloster Beromünster bestattet. Durch Gründungen von Städten, die er planmäßig anlegen ließ (1178 Diessenhofen, 1180 Winterthur, vielleicht auch Frauenfeld im späten 12. Jahrhundert), steigerte er den Wert seiner neuen Besitzungegen. Nach dem Tod seines Bruders Adalbert II. († 1170) vereinigte er für zehn Jahre die schwäbischen und die in der heutigen Schweiz liegenden Besitzungen. Hartmann III. starb in der zweiten Hälfte des Jahres 1180. In den Neresheimer Annalen wird er als Graf von Dillingen, Graf von Kyburg und Vogt des Neresheimer Klosters bezeichnet. Nach seinem Tod trennen sich die beiden Linien wieder. Sein Sohn Adalbert III. führt die Dillinger Linie fort, sein Sohn Ulrich die Kyburger Linie. Persönlichkeiten • Hucpald oder Hupald I. († 909) • Dietpald I. († 955) • Hupald IV. († 1074) • Hartmann I. († 1121) • Hartmann II. († 1134) • Adalbert I. († 1151) • Adalbert II. († 1170) • Hartmann III. († 1180) • Adalbert III. († 1214) • Hartmann IV. von Dillingen († 1258) • Adalbert IV. († 1257) Mehr unter obenstehendem Link.. Verwandtschaft / Relationship / Parenté Landenberg-Greifensee, von Regensberg, von Kyburg, von Dillingen.. | von Kyburg (von Dillingen), Adalbert II. (I507)
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| 50247 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Küssenberg Grafen von Küssenberg Die Grafen von Küssenberg, auch Grafen von Küssaberg und Stühlingen, waren ein süddeutsches Adelsgeschlecht mit Sitz auf der Küssaburg im Klettgau. Geschichte Nach einer Vermutung stammten die Küssenberger ursprünglich aus dem Geschlecht der Herren von Wittlisberg (ehemaliger Herrenhof und Glasmachersiedlung, heute Wüstung bei Häusern, erwähnt um 1087 bis 1124). Mit Heinricus de Chussaberch wird das Geschlecht der Grafen von Küssenberg 1135 und 1150 in Urkunden des Klosters Allerheiligen erstmals genannt.[1] Am 10. April 1141 wird Heinrich I. als Heinricus de Cussachberc am königlichen Hoflager Konrads III. in Straßburg als Zeuge anlässlich einer Schlichtung zwischen dem Bistum Basel und dem Kloster St. Blasien in einer Urkunde genannt. Anwesend waren unter anderen Bischof Ortlieb und Abt Berthold und der spätere Kaiser Friedrich I. Heinrich erscheint in weiteren Urkunden bis 1168, er war ein Bruder (oder Vetter) des Abtes Werner von Küssenberg. 1177 [nach anderen Angaben 1172 oder 1173] erbten die Küssenberger die Landgrafschaft Stühlingen mit der Burg Stühlingen, das heutige Schloss Hohenlupfen, und nannten sich Grafen von Küssenberg und Stühlingen.[2] Als Stühlingen noch Teil des alten Albgaus war, wurde ab 1084 ein Gerung, Comes de Stulingen und 1131 ein Liutold von Stüelingen genannt. 1177 wird dann erstmals ein Heinricus genannt als Comes (Graf) de Stuhlingen Henricus de Cussachberch in einer Urkunde von Berthold IV. von Zähringen.[3] Frühe verwandtschaftliche Beziehungen bestanden offenbar zu den Regensbergern[4]; wohl auch zu den Freiherren von Vaz und mit diesen dann auch zu den Herren von Krenkingen. Auffallend ist die Ähnlichkeit der Wappen. Der letzte Küssenberger Graf Am 26. Dezember 1240 siegeln in St. Blasien Heinricus Comes de Cussaperc und Liutholdus sen. de Reginsperc eine Schenkungsurkunde. Das anhängende Siegel des Grafen zeigt drei liegende Halbmonde und die Umschrift S. HEINR.COMITIS.DE.CHVSSAPERGH. Diese Schenkung von Gütern in Lauchringen an das Kloster St. Blasien des Ritters Gerung, genannt Strubel, wurde bestätigt in Tiengen am 15. Juni 1245 von Bischof Heinrich von Tanne: dum castrum in Chussaperch ad nostram nostreque ecclesie translatum fuisset venditionis nomine postatem[5] Heinrich III. von Küssenberg war der letzte Graf aus dem Geschlecht der Küssenberger, er war verheiratet mit einer Schwester des Rudolf von Habsburg, Kunigunde von Habsburg. Nachdem sie keine Kinder hinterlassen hatten, verkaufte er 1240 die Burg und Herrschaft an den Bischof von Konstanz, Heinrich von Tanne. Das Geschlecht der Küssenberger bestand jedoch weiterhin. Kunigunde heiratete danach (um 1250) den Ritter Otto II. von Ochsenstein aus dem Geschlecht der Ochsensteiner. | von Küssenberg (I60722)
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| 50248 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Küssenberg Grafen von Küssenberg Die Grafen von Küssenberg, auch Grafen von Küssaberg und Stühlingen, waren ein süddeutsches Adelsgeschlecht mit Sitz auf der Küssaburg im Klettgau. Geschichte Nach einer Vermutung stammten die Küssenberger ursprünglich aus dem Geschlecht der Herren von Wittlisberg (ehemaliger Herrenhof und Glasmachersiedlung, heute Wüstung bei Häusern, erwähnt um 1087 bis 1124). Mit Heinricus de Chussaberch wird das Geschlecht der Grafen von Küssenberg 1135 und 1150 in Urkunden des Klosters Allerheiligen erstmals genannt.[1] Am 10. April 1141 wird Heinrich I. als Heinricus de Cussachberc am königlichen Hoflager Konrads III. in Straßburg als Zeuge anlässlich einer Schlichtung zwischen dem Bistum Basel und dem Kloster St. Blasien in einer Urkunde genannt. Anwesend waren unter anderen Bischof Ortlieb und Abt Berthold und der spätere Kaiser Friedrich I. Heinrich erscheint in weiteren Urkunden bis 1168, er war ein Bruder (oder Vetter) des Abtes Werner von Küssenberg. 1177 [nach anderen Angaben 1172 oder 1173] erbten die Küssenberger die Landgrafschaft Stühlingen mit der Burg Stühlingen, das heutige Schloss Hohenlupfen, und nannten sich Grafen von Küssenberg und Stühlingen.[2] Als Stühlingen noch Teil des alten Albgaus war, wurde ab 1084 ein Gerung, Comes de Stulingen und 1131 ein Liutold von Stüelingen genannt. 1177 wird dann erstmals ein Heinricus genannt als Comes (Graf) de Stuhlingen Henricus de Cussachberch in einer Urkunde von Berthold IV. von Zähringen.[3] Frühe verwandtschaftliche Beziehungen bestanden offenbar zu den Regensbergern[4]; wohl auch zu den Freiherren von Vaz und mit diesen dann auch zu den Herren von Krenkingen. Auffallend ist die Ähnlichkeit der Wappen. Der letzte Küssenberger Graf Am 26. Dezember 1240 siegeln in St. Blasien Heinricus Comes de Cussaperc und Liutholdus sen. de Reginsperc eine Schenkungsurkunde. Das anhängende Siegel des Grafen zeigt drei liegende Halbmonde und die Umschrift S. HEINR.COMITIS.DE.CHVSSAPERGH. Diese Schenkung von Gütern in Lauchringen an das Kloster St. Blasien des Ritters Gerung, genannt Strubel, wurde bestätigt in Tiengen am 15. Juni 1245 von Bischof Heinrich von Tanne: dum castrum in Chussaperch ad nostram nostreque ecclesie translatum fuisset venditionis nomine postatem[5] Heinrich III. von Küssenberg war der letzte Graf aus dem Geschlecht der Küssenberger, er war verheiratet mit einer Schwester des Rudolf von Habsburg, Kunigunde von Habsburg. Nachdem sie keine Kinder hinterlassen hatten, verkaufte er 1240 die Burg und Herrschaft an den Bischof von Konstanz, Heinrich von Tanne. Das Geschlecht der Küssenberger bestand jedoch weiterhin. Kunigunde heiratete danach (um 1250) den Ritter Otto II. von Ochsenstein aus dem Geschlecht der Ochsensteiner. | von Küssenberg, Heinrich II (I60723)
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| 50249 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Küssenberg Grafen von Küssenberg Die Grafen von Küssenberg, auch Grafen von Küssaberg und Stühlingen, waren ein süddeutsches Adelsgeschlecht mit Sitz auf der Küssaburg im Klettgau. Geschichte Nach einer Vermutung stammten die Küssenberger ursprünglich aus dem Geschlecht der Herren von Wittlisberg (ehemaliger Herrenhof und Glasmachersiedlung, heute Wüstung bei Häusern, erwähnt um 1087 bis 1124). Mit Heinricus de Chussaberch wird das Geschlecht der Grafen von Küssenberg 1135 und 1150 in Urkunden des Klosters Allerheiligen erstmals genannt.[1] Am 10. April 1141 wird Heinrich I. als Heinricus de Cussachberc am königlichen Hoflager Konrads III. in Straßburg als Zeuge anlässlich einer Schlichtung zwischen dem Bistum Basel und dem Kloster St. Blasien in einer Urkunde genannt. Anwesend waren unter anderen Bischof Ortlieb und Abt Berthold und der spätere Kaiser Friedrich I. Heinrich erscheint in weiteren Urkunden bis 1168, er war ein Bruder (oder Vetter) des Abtes Werner von Küssenberg. 1177 [nach anderen Angaben 1172 oder 1173] erbten die Küssenberger die Landgrafschaft Stühlingen mit der Burg Stühlingen, das heutige Schloss Hohenlupfen, und nannten sich Grafen von Küssenberg und Stühlingen.[2] Als Stühlingen noch Teil des alten Albgaus war, wurde ab 1084 ein Gerung, Comes de Stulingen und 1131 ein Liutold von Stüelingen genannt. 1177 wird dann erstmals ein Heinricus genannt als Comes (Graf) de Stuhlingen Henricus de Cussachberch in einer Urkunde von Berthold IV. von Zähringen.[3] Frühe verwandtschaftliche Beziehungen bestanden offenbar zu den Regensbergern[4]; wohl auch zu den Freiherren von Vaz und mit diesen dann auch zu den Herren von Krenkingen. Auffallend ist die Ähnlichkeit der Wappen. Der letzte Küssenberger Graf Am 26. Dezember 1240 siegeln in St. Blasien Heinricus Comes de Cussaperc und Liutholdus sen. de Reginsperc eine Schenkungsurkunde. Das anhängende Siegel des Grafen zeigt drei liegende Halbmonde und die Umschrift S. HEINR.COMITIS.DE.CHVSSAPERGH. Diese Schenkung von Gütern in Lauchringen an das Kloster St. Blasien des Ritters Gerung, genannt Strubel, wurde bestätigt in Tiengen am 15. Juni 1245 von Bischof Heinrich von Tanne: dum castrum in Chussaperch ad nostram nostreque ecclesie translatum fuisset venditionis nomine postatem[5] Heinrich III. von Küssenberg war der letzte Graf aus dem Geschlecht der Küssenberger, er war verheiratet mit einer Schwester des Rudolf von Habsburg, Kunigunde von Habsburg. Nachdem sie keine Kinder hinterlassen hatten, verkaufte er 1240 die Burg und Herrschaft an den Bischof von Konstanz, Heinrich von Tanne. Das Geschlecht der Küssenberger bestand jedoch weiterhin. Kunigunde heiratete danach (um 1250) den Ritter Otto II. von Ochsenstein aus dem Geschlecht der Ochsensteiner. | von Küssenberg, Heinrich I (I60724)
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| 50250 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Lupfen Grafen von Lupfen Die Grafen von Lupfen (auch Grafen zu Lupfen und Herren von Lupfen) waren ein dem schwäbischen Uradel zugehöriges einst mächtiges Adelsgeschlecht mit Besitzungen in der Baar, im Schwarzwald, im Klettgau und im Elsass, dort bestanden Beziehungen zu den Herren von Rappoltstein (1397–1419). Geschichte Stammburg Hohenlupfen Ihre Stammburg auf dem Lupfen, die Burg Hohenlupfen, ist erstmals 1065 nachweisbar. 1251 erbten sie die Landgrafschaft Stühlingen, die bis dahin Bestandteil der Landgrafschaft Klettgau war, erbauten die Burg Stühlingen und erhielten 1262 die Stadtrechte für Stühlingen. Im weiteren besaßen sie die Herrschaft Hohenhewen mit der Stadt Engen sowie elsässische Gebiete. 1374 wird als Landgraf zu Stühlingen der Junker Eberhard von Lupfen genannt, der von Heinrich Sytinger an einer Gerichtsverhandlung in Breisach vertreten wurde. Wegen anhaltender Fehden mit dem benachbarten Haus Fürstenberg stellten sich die Grafen von Lupfen im Städtekrieg um den Schwäbischen Städtebund auf die Seite der Württemberger gegen die mit den Fürstenbergern verbündete Reichsstadt Rottweil, was 1377 zur Schleifung der Burg auf dem Lupfen durch die Rottweiler führte. Nach deren Wiederaufbau wurde sie im Verlauf der Lupfener Fehde[2] 1416 erneut von den Rottweilern, diesmal im Auftrag König Sigismunds wegen des Bündnisses der Herren von Lupfen mit den Herzögen von Österreich, endgültig zerstört. Graf Johann I. von Lupfen-Stühlingen Graf Johann I. von Lupfen-Stühlingen hatte König Sigismund als Rat gedient und wurde von diesem am 20. Dezember 1417 in Konstanz mit umfangreichen Ländereien im Oberelsass belehnt, darunter auch die Burg Hohnack mit Haus Judenburg als Zubehör. Wenige Jahre später erlosch 1439 diese Linie der Familie, und die Württemberger kauften die Herrschaft um den Lupfen auf. 1499 wurde die alte Burg Stühlingen im Schweizerkrieg zerstört, die Grafen wohnten daher in Engen im Schloss. Diese räumliche Entfernung zu den Unterthanen und auch immer weitere ausufernde Lasten und Abgaben führten zu den nun folgenden Ereignissen. Beginn des Deutschen Bauernkriegs Vor dem Schloss Stühlingen beginnt in der Geschichtsschreibung mit der Stühlinger Erhebung der Deutsche Bauernkrieg. Am 23. Juni 1524, wohl unter der Führung des Michel Haim von Stiellingen, traten Bauern vor das Schloss und erhoben Beschwerde mit einer Schrift, in der 16 Artikel zusammengefasst waren, die sie erfüllt haben wollten. Nachdem der Vogt sie zunächst beschwichtigen konnte, ging Graf Sigmund zusammen mit anderen Adligen gegen die beteiligten Bauern vor. Diese Bauern hatten Hans Müller von Bulgenbach als Anführer gewählt. Am 28. Dezember 1524 starb Graf Sigmund II. von Lupfen in Engen. Nach der Niederschlagung aller Aufbegehrungen mussten die Untertanen am 12. Juli 1525 in Ewattingen Abbitte leisten und ihrem alten Herren huldigen. Der Bergfried der Vorgängerburg Als Landgrafen von Lupfen-Stühlingen unterhielten die Grafen von Lupfen eine Vorgängerburg, (im Schweizerkrieg weitgehend zerstört) deren Bergfried, integriert in das Schloss Hohenlupfen, bis heute Wahrzeichen der Stadt ist. | von Lupfen, Ritter Heinrich (I60715)
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