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50251 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Lupfen

Grafen von Lupfen

Die Grafen von Lupfen (auch Grafen zu Lupfen und Herren von Lupfen) waren ein dem schwäbischen Uradel zugehöriges einst mächtiges Adelsgeschlecht mit Besitzungen in der Baar, im Schwarzwald, im Klettgau und im Elsass, dort bestanden Beziehungen zu den Herren von Rappoltstein (1397–1419).

Geschichte
Stammburg Hohenlupfen
Ihre Stammburg auf dem Lupfen, die Burg Hohenlupfen, ist erstmals 1065 nachweisbar. 1251 erbten sie die Landgrafschaft Stühlingen, die bis dahin Bestandteil der Landgrafschaft Klettgau war, erbauten die Burg Stühlingen und erhielten 1262 die Stadtrechte für Stühlingen. Im weiteren besaßen sie die Herrschaft Hohenhewen mit der Stadt Engen sowie elsässische Gebiete. 1374 wird als Landgraf zu Stühlingen der Junker Eberhard von Lupfen genannt, der von Heinrich Sytinger an einer Gerichtsverhandlung in Breisach vertreten wurde.

Wegen anhaltender Fehden mit dem benachbarten Haus Fürstenberg stellten sich die Grafen von Lupfen im Städtekrieg um den Schwäbischen Städtebund auf die Seite der Württemberger gegen die mit den Fürstenbergern verbündete Reichsstadt Rottweil, was 1377 zur Schleifung der Burg auf dem Lupfen durch die Rottweiler führte.

Nach deren Wiederaufbau wurde sie im Verlauf der Lupfener Fehde[2] 1416 erneut von den Rottweilern, diesmal im Auftrag König Sigismunds wegen des Bündnisses der Herren von Lupfen mit den Herzögen von Österreich, endgültig zerstört.

Graf Johann I. von Lupfen-Stühlingen
Graf Johann I. von Lupfen-Stühlingen hatte König Sigismund als Rat gedient und wurde von diesem am 20. Dezember 1417 in Konstanz mit umfangreichen Ländereien im Oberelsass belehnt, darunter auch die Burg Hohnack mit Haus Judenburg als Zubehör. Wenige Jahre später erlosch 1439 diese Linie der Familie, und die Württemberger kauften die Herrschaft um den Lupfen auf. 1499 wurde die alte Burg Stühlingen im Schweizerkrieg zerstört, die Grafen wohnten daher in Engen im Schloss. Diese räumliche Entfernung zu den Unterthanen und auch immer weitere ausufernde Lasten und Abgaben führten zu den nun folgenden Ereignissen.

Beginn des Deutschen Bauernkriegs
Vor dem Schloss Stühlingen beginnt in der Geschichtsschreibung mit der Stühlinger Erhebung der Deutsche Bauernkrieg. Am 23. Juni 1524, wohl unter der Führung des Michel Haim von Stiellingen, traten Bauern vor das Schloss und erhoben Beschwerde mit einer Schrift, in der 16 Artikel zusammengefasst waren, die sie erfüllt haben wollten. Nachdem der Vogt sie zunächst beschwichtigen konnte, ging Graf Sigmund zusammen mit anderen Adligen gegen die beteiligten Bauern vor. Diese Bauern hatten Hans Müller von Bulgenbach als Anführer gewählt. Am 28. Dezember 1524 starb Graf Sigmund II. von Lupfen in Engen.

Nach der Niederschlagung aller Aufbegehrungen mussten die Untertanen am 12. Juli 1525 in Ewattingen Abbitte leisten und ihrem alten Herren huldigen.

Der Bergfried der Vorgängerburg
Als Landgrafen von Lupfen-Stühlingen unterhielten die Grafen von Lupfen eine Vorgängerburg, (im Schweizerkrieg weitgehend zerstört) deren Bergfried, integriert in das Schloss Hohenlupfen, bis heute Wahrzeichen der Stadt ist. 
von Lupfen, Bertold (I60718)
 
50252 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Lupfen

Grafen von Lupfen

Die Grafen von Lupfen (auch Grafen zu Lupfen und Herren von Lupfen) waren ein dem schwäbischen Uradel zugehöriges einst mächtiges Adelsgeschlecht mit Besitzungen in der Baar, im Schwarzwald, im Klettgau und im Elsass, dort bestanden Beziehungen zu den Herren von Rappoltstein (1397–1419).

Geschichte
Stammburg Hohenlupfen
Ihre Stammburg auf dem Lupfen, die Burg Hohenlupfen, ist erstmals 1065 nachweisbar. 1251 erbten sie die Landgrafschaft Stühlingen, die bis dahin Bestandteil der Landgrafschaft Klettgau war, erbauten die Burg Stühlingen und erhielten 1262 die Stadtrechte für Stühlingen. Im weiteren besaßen sie die Herrschaft Hohenhewen mit der Stadt Engen sowie elsässische Gebiete. 1374 wird als Landgraf zu Stühlingen der Junker Eberhard von Lupfen genannt, der von Heinrich Sytinger an einer Gerichtsverhandlung in Breisach vertreten wurde.

Wegen anhaltender Fehden mit dem benachbarten Haus Fürstenberg stellten sich die Grafen von Lupfen im Städtekrieg um den Schwäbischen Städtebund auf die Seite der Württemberger gegen die mit den Fürstenbergern verbündete Reichsstadt Rottweil, was 1377 zur Schleifung der Burg auf dem Lupfen durch die Rottweiler führte.

Nach deren Wiederaufbau wurde sie im Verlauf der Lupfener Fehde[2] 1416 erneut von den Rottweilern, diesmal im Auftrag König Sigismunds wegen des Bündnisses der Herren von Lupfen mit den Herzögen von Österreich, endgültig zerstört.

Graf Johann I. von Lupfen-Stühlingen
Graf Johann I. von Lupfen-Stühlingen hatte König Sigismund als Rat gedient und wurde von diesem am 20. Dezember 1417 in Konstanz mit umfangreichen Ländereien im Oberelsass belehnt, darunter auch die Burg Hohnack mit Haus Judenburg als Zubehör. Wenige Jahre später erlosch 1439 diese Linie der Familie, und die Württemberger kauften die Herrschaft um den Lupfen auf. 1499 wurde die alte Burg Stühlingen im Schweizerkrieg zerstört, die Grafen wohnten daher in Engen im Schloss. Diese räumliche Entfernung zu den Unterthanen und auch immer weitere ausufernde Lasten und Abgaben führten zu den nun folgenden Ereignissen.

Beginn des Deutschen Bauernkriegs
Vor dem Schloss Stühlingen beginnt in der Geschichtsschreibung mit der Stühlinger Erhebung der Deutsche Bauernkrieg. Am 23. Juni 1524, wohl unter der Führung des Michel Haim von Stiellingen, traten Bauern vor das Schloss und erhoben Beschwerde mit einer Schrift, in der 16 Artikel zusammengefasst waren, die sie erfüllt haben wollten. Nachdem der Vogt sie zunächst beschwichtigen konnte, ging Graf Sigmund zusammen mit anderen Adligen gegen die beteiligten Bauern vor. Diese Bauern hatten Hans Müller von Bulgenbach als Anführer gewählt. Am 28. Dezember 1524 starb Graf Sigmund II. von Lupfen in Engen.

Nach der Niederschlagung aller Aufbegehrungen mussten die Untertanen am 12. Juli 1525 in Ewattingen Abbitte leisten und ihrem alten Herren huldigen.

Der Bergfried der Vorgängerburg
Als Landgrafen von Lupfen-Stühlingen unterhielten die Grafen von Lupfen eine Vorgängerburg, (im Schweizerkrieg weitgehend zerstört) deren Bergfried, integriert in das Schloss Hohenlupfen, bis heute Wahrzeichen der Stadt ist. 
von Lupfen, Graf Heinrich (I60721)
 
50253 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Nellenburg

Grafen von Nellenburg

Die Grafen von Nellenburg waren ein bedeutendes Adelsgeschlecht in Südwestdeutschland und der Nordschweiz, das um 1105 im Mannesstamm ausstarb. Ursprünglich – urkundlich erstmals 889 – war das Geschlecht als Grafen im Zürichgau erwähnt.

Name
Der in der Urkunde von 889 erwähnte Graf Eberhard I. – der nicht mit dem späteren Nellenburger gleichen Namens zu verwechseln ist – wurde der Familie der Eberhardinger zugerechnet. Der Nellenburger Graf Eberhard I. war in der Zählung der Eberhardinger Graf Eberhard VI. In einer Urkunde von 1056 über dessen Stiftungen an das Kloster Reichenau „[UR 6, BAUMANN Nr.4] ist erstmals die für das Geschlecht fortan namensgebende Burg auf dem Nenziger Berg westlich von Stockach erwähnt; offenbar wurde diese kurz vor 1050 erbaut.“

Geschichte
Grundlegende Quelle für die erste Linie der Nellenburger Grafen ist die als Schaffhauser Stifterbuch bezeichnete Gründergeschichte des Klosters Allerheiligen – beschrieben wird die Zeitspanne von etwa 1050 bis 1105 – [.. die] in drei Handschriften des 14./15. Jahrhunderts und einigen jüngeren, kürzeren Abschriften überliefert (ist).

Erste Linie
„Erstmals belegt aus dem Grafengeschlecht, das sich später als Nellenburger Geschlecht bezeichnete, ist 889 ein Graf Eberhard (I.) als Graf im Zürichgau. Graf Eppo, der im Stifterbuch geschilderte Vater des Klostergründers – ein Enkel des Thurgaugrafen Eberhard (957 - 971) –, wurde zwischen 980 und 990 geboren, gestorben ist er frühestens 1030.“

Graf Eberhard I.
Graf Eberhard (in der alten Erbfolge: Eberhard VI. von Nellenburg), Sohn des Grafen Eppo und im Stifterbuch nur Graf Eberhard genannt, „wird urkundlich 1036/37 erstmals als Graf im Zürichgau“ erwähnt. „1045 erhielt er vom Kaiser Heinrich III. das Münzrecht in Schaffhausen und König Heinrich IV. verlieh ihm 1059 das Münzrecht zu Kirchheim im Neckargau, dessen Grafschaft er ebenfalls innehatte. […] Die wirtschaftliche Absicht, den Handelsweg Neckar – Schaffhausen – Zürich zu kontrollieren, wird daraus ersichtlich. […] Die kulturelle Abstützung durch die Annäherung an das Kloster Reichenau [.. gelang] nicht im gewünschten Sinne, darum erfolgte die eigenständige kulturelle Abstützung in Schaffhausen.“ Eberhard I. von Nellenburg war verheiratet mit Ita, vermutlich aus dem Geschlecht der Grafen von Kirchberg.

Die Grafen von Nellenburg waren auch die Herren der gleichnamigen Landgrafschaft und waren verwandt mit den Burchardingern. Graf Eberhard I., der 1059 auch Graf von Kirchberg war gründete gegen Ende des Jahres 1049 das Benediktinerklosters Allerheiligen bei Schaffhausen. Sein Sohn war Graf Burkhard von Nellenburg, er starb um 1101 ohne Erben.

Zweite und Dritte Linie
Herrschaft und Name kamen durch Erbschaft an die Herren von Bürglen, die das kurzlebige Zweite Haus der Grafen von Nellenburg begründeten, und um 1170 an die Grafen von Veringen, die nach einer Erbteilung im Jahre 1216 das Dritte Haus stifteten. Vor 1256 vereinigten sie das zu Nellenburg und Stockach gehörige Gebiet mit dem Hegau. 1422 kamen die Landgrafschaft und die Grafschaft durch Erbschaft an die Herren von Tengen, die sie im Jahre 1465 an die Habsburger verkauften.

Verbleib der Landgrafschaft
1465 bis 1805 gehörte die Landgrafschaft Nellenburg zu Habsburg/Österreich und bildete einen Teil Vorderösterreichs. 1805 kam die zum österreichischen Reichskreis zählende, von mehreren adeligen Herrschaften und Städten durchsetzte Landgrafschaft Nellenburg mit rund 25.000 Einwohnern an Württemberg, 1810 an Baden und schließlich 1951/1952 zu Baden-Württemberg. 
von Nellenburg (Alshausen-Veringen), Graf Mangold (I11596)
 
50254 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Graffenried_(Patrizierfamilie)

Die Familie von Graffenried ist ein bernisches Patriziergeschlecht. Am 4. Oktober 1272 erscheint die Familie zum ersten Mal in den Quellen.

Geschichte
Ursprünglich aus Grafenried BE stammend, erhielt die Familie um 1300 das Burgerrecht der Stadt Bern. Seit 1352 war die Familie im Kleinen Rat vertreten und gehörte damit zum Berner Patriziat. Sie stellte der Stadt Bern bis 1798 vier Schultheissen, elf Venner, fünf Säckelmeister, zahlreiche Ratsmitglieder und Offiziere. Nach der Erschliessung der Salzquellen durch Niklaus von Graffenried in Panex (Ollon) stellte die Familie immer wieder den Salzdirektor. Ab dem 17. Jahrhundert entwickelte sich neben dem Dienst an der Stadt Bern, der Söldnerdienst in den Niederlanden und in Frankreich ein weiteres Standbein der Familie. Einzelne Familienmitglieder dienten auch als Pagen, Kammerherren oder Offiziere der Leibgarden an deutschen Fürstenhöfen. Die Graffenried verheirateten sich bevorzugt mit den von Wattenwyl, von Erlach, May und Zehender. Am 5. April 1723 wurde die Familienkiste gegründet.

Im 19. Jahrhundert waren viele Familienmitglieder noch in Sold- und Hofdiensten, aber immer mehr auch als Anwälte, Bankiers, Kaufleute, Vermögens- und Liegenschaftsverwalter und Industrielle tätig. Die Familie besteht bis heute und lebt vorwiegend in der Region Bern.

Personen
Peter von Graffenried, (um 1345 – vor 1401), erster Seckelmeister, ab 1389 Ratsherr
Johannes von Graffenried, ab 1353 Mitglied des Berner Kleinen Rats
Niklaus von Graffenried (1468–1557), mit den beiden Söhnen Hans Rudolf von Graffenried und Peter von Graffenried (1507–1562) teilte sich das Geschlecht in eine Berner (besteht bis heute) und eine Münchenwiler Linie (1909 erloschen)
Hans Rudolf von Graffenried (1505–1559), baute die von seinem Vater erschlossenen Salzquellen in Panex (Gemeinde Ollon) aus
Anton von Graffenried (1573–1628), Schultheiss von Bern
Albrecht von Graffenried (1629–1702), Obervogt zu Schenkenberg,[1][2] Vogt zu Nidau
Emanuel von Graffenried (1636–1715), Schultheiss von Bern
Friedrich von Graffenried (1645–1706), Schultheiss von Thun
Johann Anton von Graffenried (1658–1731), Oberdirektor der Salzwerke in Aigle
Johann Bernhard von Graffenried (1691–1764), Kapitänleutnant in Frankreich
Abraham von Graffenried (1700–1775), Offizier in Holland und Schultheiss von Murten
Sigmund Emanuel von Graffenried (1737–1818), Offizier in Holland
Abraham von Graffenried (1738–1821), Oberst des Regiments von Erlach in Frankreich
Johann Rudolf von Graffenried (1751–1823), Offizier in Holland; Teilnahme an der Schlacht von Neuenegg 1798
Bernhard von Graffenried (1759–1815), wurde 1798 bei Neuenegg verwundet
Emanuel Franz Rudolf von Graffenried (1762–1838), Offizier der Schweizergarde
Franz von Graffenried (1768–1837), Offizier
Edwin von Graffenried (1823–1902), Gouverneur von New Mexico
Karl Wilhelm von Graffenried (1834–1909), Industrieller und Nationalrat
Egbert von Graffenried (1909–1981), Botschafter 
von Graffenried, Burkhard (I56847)
 
50255 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Graffenried_(Patrizierfamilie)

Die Familie von Graffenried ist ein bernisches Patriziergeschlecht. Am 4. Oktober 1272 erscheint die Familie zum ersten Mal in den Quellen.

Geschichte
Ursprünglich aus Grafenried BE stammend, erhielt die Familie um 1300 das Burgerrecht der Stadt Bern. Seit 1352 war die Familie im Kleinen Rat vertreten und gehörte damit zum Berner Patriziat. Sie stellte der Stadt Bern bis 1798 vier Schultheissen, elf Venner, fünf Säckelmeister, zahlreiche Ratsmitglieder und Offiziere. Nach der Erschliessung der Salzquellen durch Niklaus von Graffenried in Panex (Ollon) stellte die Familie immer wieder den Salzdirektor. Ab dem 17. Jahrhundert entwickelte sich neben dem Dienst an der Stadt Bern, der Söldnerdienst in den Niederlanden und in Frankreich ein weiteres Standbein der Familie. Einzelne Familienmitglieder dienten auch als Pagen, Kammerherren oder Offiziere der Leibgarden an deutschen Fürstenhöfen. Die Graffenried verheirateten sich bevorzugt mit den von Wattenwyl, von Erlach, May und Zehender. Am 5. April 1723 wurde die Familienkiste gegründet.

Im 19. Jahrhundert waren viele Familienmitglieder noch in Sold- und Hofdiensten, aber immer mehr auch als Anwälte, Bankiers, Kaufleute, Vermögens- und Liegenschaftsverwalter und Industrielle tätig. Die Familie besteht bis heute und lebt vorwiegend in der Region Bern.

Personen
Peter von Graffenried, (um 1345 – vor 1401), erster Seckelmeister, ab 1389 Ratsherr
Johannes von Graffenried, ab 1353 Mitglied des Berner Kleinen Rats
Niklaus von Graffenried (1468–1557), mit den beiden Söhnen Hans Rudolf von Graffenried und Peter von Graffenried (1507–1562) teilte sich das Geschlecht in eine Berner (besteht bis heute) und eine Münchenwiler Linie (1909 erloschen)
Hans Rudolf von Graffenried (1505–1559), baute die von seinem Vater erschlossenen Salzquellen in Panex (Gemeinde Ollon) aus
Anton von Graffenried (1573–1628), Schultheiss von Bern
Albrecht von Graffenried (1629–1702), Obervogt zu Schenkenberg,[1][2] Vogt zu Nidau
Emanuel von Graffenried (1636–1715), Schultheiss von Bern
Friedrich von Graffenried (1645–1706), Schultheiss von Thun
Johann Anton von Graffenried (1658–1731), Oberdirektor der Salzwerke in Aigle
Johann Bernhard von Graffenried (1691–1764), Kapitänleutnant in Frankreich
Abraham von Graffenried (1700–1775), Offizier in Holland und Schultheiss von Murten
Sigmund Emanuel von Graffenried (1737–1818), Offizier in Holland
Abraham von Graffenried (1738–1821), Oberst des Regiments von Erlach in Frankreich
Johann Rudolf von Graffenried (1751–1823), Offizier in Holland; Teilnahme an der Schlacht von Neuenegg 1798
Bernhard von Graffenried (1759–1815), wurde 1798 bei Neuenegg verwundet
Emanuel Franz Rudolf von Graffenried (1762–1838), Offizier der Schweizergarde
Franz von Graffenried (1768–1837), Offizier
Edwin von Graffenried (1823–1902), Gouverneur von New Mexico
Karl Wilhelm von Graffenried (1834–1909), Industrieller und Nationalrat
Egbert von Graffenried (1909–1981), Botschafter 
von Graffenried, Peter (I56845)
 
50256 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Graffenried_(Patrizierfamilie)

Die Familie von Graffenried ist ein bernisches Patriziergeschlecht. Am 4. Oktober 1272 erscheint die Familie zum ersten Mal in den Quellen.

Geschichte
Ursprünglich aus Grafenried BE stammend, erhielt die Familie um 1300 das Burgerrecht der Stadt Bern. Seit 1352 war die Familie im Kleinen Rat vertreten und gehörte damit zum Berner Patriziat. Sie stellte der Stadt Bern bis 1798 vier Schultheissen, elf Venner, fünf Säckelmeister, zahlreiche Ratsmitglieder und Offiziere. Nach der Erschliessung der Salzquellen durch Niklaus von Graffenried in Panex (Ollon) stellte die Familie immer wieder den Salzdirektor. Ab dem 17. Jahrhundert entwickelte sich neben dem Dienst an der Stadt Bern, der Söldnerdienst in den Niederlanden und in Frankreich ein weiteres Standbein der Familie. Einzelne Familienmitglieder dienten auch als Pagen, Kammerherren oder Offiziere der Leibgarden an deutschen Fürstenhöfen. Die Graffenried verheirateten sich bevorzugt mit den von Wattenwyl, von Erlach, May und Zehender. Am 5. April 1723 wurde die Familienkiste gegründet.

Im 19. Jahrhundert waren viele Familienmitglieder noch in Sold- und Hofdiensten, aber immer mehr auch als Anwälte, Bankiers, Kaufleute, Vermögens- und Liegenschaftsverwalter und Industrielle tätig. Die Familie besteht bis heute und lebt vorwiegend in der Region Bern. 
von Graffenried, Anna oder Klara (I61295)
 
50257 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_(Adelsgeschlecht)


Grafschaft (Adelsgeschlecht)

Die Edelherren von Grafschaft (auch Graffschaft) waren ein mittelalterliches Adelsgeschlecht mit Besitz im Grenzbereich zwischen dem späteren Herzogtum Westfalen und dem Wittgensteiner Land. Sie übten Vogteirechte im Dienste der Grafen von Arnsberg im östlichen Sauerland aus und stellten die Vögte des Klosters Grafschaft.

Umfang der Besitzungen und Rechte
Ihr Besitz, die so genannte Grafschaft, lag im Hochsauerland in der Nähe des Kahlen Astens. Er reichte von dort bis ins Lennetal des späteren Amtes Fredeburg, ins Nuhnetal im Amt Medebach und ins Negertal im Amt Brilon.

Der Sitz der Herren war die Burg Nordenau. Sie gehörten zwar bis zum 14. Jahrhundert zum edelfreien, einflussreichen und bedeutenden Adel, hatten aber keine eigene Grafengewalt, sondern erhielten ihre Rechte von den Grafen von Westfalen, also den Grafen von Werl und später von Arnsberg. Die von den westfälischen Grafen erhaltenen Vogteirechte beinhalteten unter anderem die Gerichtsbarkeit in den Kirchspielen Grafschaft und Oberkirchen. Außerdem waren die Edelherren von Grafschaft Stuhlherren des Femegerichts in Nordenau, Gutsherren in der Vogtei Brunskappel und Patrone der Kirchlehen von Brunskappel sowie weiterer Kirchen.

Im Gegensatz zu Seibertz, der auch die Vogtei Medebach den Edelherren von Grafschaft zuschrieb, argumentiert Anton Führer, dass diese Vogtei zum Geschlecht der jüngeren Edelherren von Itter gehörte.

Geschichte und Entwicklung

Folgt man Johann Suibert Seibertz waren die Edelherren eine Nebenlinie des in der Grafschaft Wittgenstein regierenden älteren Hauses Battenberg. Dagegen legte Wilhelm Thöne dar, dass die Grafschafter von den Edelherren zu Hachen abstammen.

Als erster Edelherr mit dem Vogtamt des Klosters Grafschaft wird ein Hermann als Zeuge des Erzbischofs Friedrich I. von Köln zu Beginn des 12. Jahrhunderts genannt. Für den Rest des Jahrhunderts fehlen weitere Nachrichten. Allerdings haben sie ihr Amt erfolgreich wahrgenommen, da die Bedeutung des Klosters in dieser Zeit stark anstieg. Erst seit Anfang des 13. Jahrhunderts tauchen die Edelherren von Grafschaft wieder urkundlich auf. Als Zeuge für Erzbischof Adolf werden 1202 ein Rembold von Grafschaft und sein Sohn Heinrich genannt. Wohl ein Bruder Heinrichs war der Abt von Kloster Werden und Helmstedt Gerhard von Grafschaft.

Adolf I. und Johann I.
Den Höhepunkt ihrer Bedeutung erreichte das Geschlecht unter Adolf I., der etwa ab 1245 als Vogt amtierte. Dieser war zusammen mit den Grafen von Wittgenstein-Berleburg Mitgründer der Stadt Berleburg. Für den Ehrgeiz sein Haus aus der abhängigen Stellung herauszuführen spricht auch, das Adolf begann eigene Urkunden mit einem großen Siegel ausstellen zu lassen. Trotz seines Amtes als Vogt des Klosters Grafschaft stand Adolf mit diesem in einem konfliktreichen Verhältnis. Außerhalb Westfalens beteiligte er sich an mehreren Fehden der Erzbischöfe von Köln. Eine Schwester Adolfs war die Essener Äbtissin Sophia II. von Grafschaft.

Die Hoffnung auf Ausweitung der Machtstellung erfüllte sich nicht. Vielmehr mussten die Edelherren seit Adolf immer wieder Teile ihres Besitzes meist an Kloster Grafschaft veräußern, so dass sie am Ende nicht reichsunmittelbare Fürsten waren, sondern von ihrem Besitz eher dem niederen Ministerialadel zugehörig waren. Nachfolger von Adolf waren die Brüder Widekind und Kraft von Grafschaft. Damit kam es zur Teilung des Besitzes darunter auch der Burg Nordenau. Auch wenn es zur Wiedervereinigung kam, führte insbesondere die Teilung der Burg später zu schweren Konflikten mit benachbarten Adelsgeschlechtern, da Teile der Burg an die Grafen von Waldeck verkauft wurden. Die negativen Tendenzen waren allerdings eine eher langfristige Erscheinung und zunächst spielten die Edelherren noch eine durchaus wichtige Rolle. So vermittelte Johann I. in seiner Funktion als Amtmann des Gerichts Medebach 1333 einen ewigen Frieden zwischen den Städten Medebach und Winterberg.

Johann II.
Unter Johann II. kam es nach 1331 mit Heinrich von Waldeck zu einem Konflikt um den Besitz der Burg Nordenau. Diese endete zunächst mit der Gefangennahme Johanns und der Bestätigung der Ansprüche der Waldecker. Johann wurde nicht nur von Graf Gottfried IV. von Arnsberg mit einigen Vogteien belehnt, sondern trat auch in ein Verhältnis zum Erzbischof von Mainz, für dessen Besitz von Schloss und Stadt Battenberg er neben anderen westfälischen Adeligen eine Burgmannschaft stellte. Im Jahr 1341 kam es wegen der Burg Nordenau erneut zu Konflikten mit den Grafen von Waldeck. Dabei wurden die Edelherren vom Kölner Erzbischof Walram unterstützt, der seinerseits verschiedene Konflikte mit den Waldeckern hatte. Wenn auch nur vorübergehend vertrieben die Kölner die Waldecker von der Burg Nordenau. Wenn auch untergeordnet spielte der Konflikt der Edelherren von Grafschaft eine Rolle im Krieg zwischen Erzbischof Walram und Bischof Ludwig von Münster auf der einen Seite und Graf Gottfried IV., Adolf II. von der Mark und Otto von Waldeck auf der anderen Seite. Mit dem Kriegsende 1345 kam es auch in Fragen der Nordenau zu einem Vergleich. Die Burg wurde zwischen dem Erzbischof und den Grafen von Waldeck geteilt. Johann II. nahm seinen Teil der Burg von beiden zum Lehen. Allerdings war die Burg selbst im Krieg weitgehend zerstört worden. Die Kosten der Kriegsanstrengungen wirkten sich im Übrigen äußerst negativ auf den Wohlstand von Johann II. aus, so dass auch dieser zum Verkauf von Rechten und Besitzungen gezwungen war. Nutznießer waren unter anderem die Edelherren von Itter. Als Schwager dieser Familie wurde Johann in einen Konflikt mit den Landgrafen von Hessen verwickelt. Trotz seiner beschränkten Mittel hielt Johann an einem hohen Aufwand fest. So besuchte er 1349 den Fürstentag von Kaiser Karl IV. in Köln. Zeitweise trat Johann als Amtmann in eine direkte Beziehung zu den Kölner Erzbischöfen. Durch Verpfändung gingen die Rechte an der Burg Nordenau an die Herren von Gaugreben aus Medebach für Waldeck und an den Bischof von Paderborn für den Erzbischof von Köln in den 1370er Jahren über. Johann sah sich gezwungen, an die Gaugreben als Brautgabe für seine Tochter eine Reihe von Besitzungen abzugeben. Dies führte dazu, dass das Gebiet der Erbvogtei seither auf Dauer territorial gespalten war. Etwa um 1380 starb Johann II. Er war der letzte der Edelherren von Grafschaft, der eine größere Bedeutung hatte.

Abstieg in den Niederadel und Ende
Eine relativ ruhige Entwicklung nahm der Besitz unter Konrad von Grafschaft der 1358 erstmals und 1441 letztmals urkundlich genannt wurde. Nachfolger wurde Kraft III. Nach dessen Tod wurden seine beiden Söhne Johann V. und Kraft IV. Erbvögte von Kloster Grafschaft. Nach Krafts Tod war Johann alleiniger Erbvogt. Zu dieser Zeit kam es zu Streitigkeiten mit den Äbten des Klosters. Im Jahr 1471 erwarb Philipp als Wohnsitz die südlich von Korbach gelegene Burg Oberense[5] in Ober-Ense. Damit gehörten die Edelherren endgültig dem niederen Adel an. Die Burg Nordenau war zu dieser Zeit völlig verfallen.

Unter Erbvogt Philipp wurden die Meinungsverschiedenheiten mit dem Kloster um 1513 beigelegt. Nachfolger wurde 1521 Jost (Jobst) von Grafschaft. Dieser hatte zwar zahlreiche illegitime Nachkommen, zu denen beispielsweise die hessische Theologen- und höhere Beamtenfamilie Scriba gehört, blieb aber unvermählt. Seine Brüder starben vor ihm.

Das damit absehbare Aussterben der Edelherren von Grafschaft führte dazu, dass von verschiedener Seite Ansprüche auf das Erbe und die Nachfolge angemeldet wurden. Friedrich von Fürstenberg hatte zwar keine eigenen Ansprüche, erkannte aber, dass der Schlüssel zum Erbe bei den Äbten von Grafschaft und dem Kölner Erzbischof in dessen Funktion als Herzog von Westfalen lag. Mit zahlreichen Geschenken unterstützte er seine Bewerbung um die Vogtei. Nach dem Tod Friedrichs übernahm Kaspar von Fürstenberg die Ansprüche. Der letzte Edelherr von Grafschaft, Jost (Jodocus), starb am 15. September 1572 auf Burg Ober-Ense. Fürstenberg beauftragte den gelehrten Rat Gerhard Kleinsorgen mit der Wahrnehmung seiner Interessen. Kurfürst Ernst zog nach dem Aussterben der Herren von Grafschaft die Erbvogtei Grafschaft mit dem Kloster Grafschaft als gefallenes Mannlehen ein und übertrug sie 1573 Kaspar von Fürstenberg. 
von Grifte (von Grafschaft), Mabilie (Mabilia) (I62549)
 
50258 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_(Adelsgeschlecht)


Grafschaft (Adelsgeschlecht)

Die Edelherren von Grafschaft (auch Graffschaft) waren ein mittelalterliches Adelsgeschlecht mit Besitz im Grenzbereich zwischen dem späteren Herzogtum Westfalen und dem Wittgensteiner Land. Sie übten Vogteirechte im Dienste der Grafen von Arnsberg im östlichen Sauerland aus und stellten die Vögte des Klosters Grafschaft.

Umfang der Besitzungen und Rechte
Ihr Besitz, die so genannte Grafschaft, lag im Hochsauerland in der Nähe des Kahlen Astens. Er reichte von dort bis ins Lennetal des späteren Amtes Fredeburg, ins Nuhnetal im Amt Medebach und ins Negertal im Amt Brilon.

Der Sitz der Herren war die Burg Nordenau. Sie gehörten zwar bis zum 14. Jahrhundert zum edelfreien, einflussreichen und bedeutenden Adel, hatten aber keine eigene Grafengewalt, sondern erhielten ihre Rechte von den Grafen von Westfalen, also den Grafen von Werl und später von Arnsberg. Die von den westfälischen Grafen erhaltenen Vogteirechte beinhalteten unter anderem die Gerichtsbarkeit in den Kirchspielen Grafschaft und Oberkirchen. Außerdem waren die Edelherren von Grafschaft Stuhlherren des Femegerichts in Nordenau, Gutsherren in der Vogtei Brunskappel und Patrone der Kirchlehen von Brunskappel sowie weiterer Kirchen.

Im Gegensatz zu Seibertz, der auch die Vogtei Medebach den Edelherren von Grafschaft zuschrieb, argumentiert Anton Führer, dass diese Vogtei zum Geschlecht der jüngeren Edelherren von Itter gehörte.

Geschichte und Entwicklung

Folgt man Johann Suibert Seibertz waren die Edelherren eine Nebenlinie des in der Grafschaft Wittgenstein regierenden älteren Hauses Battenberg. Dagegen legte Wilhelm Thöne dar, dass die Grafschafter von den Edelherren zu Hachen abstammen.

Als erster Edelherr mit dem Vogtamt des Klosters Grafschaft wird ein Hermann als Zeuge des Erzbischofs Friedrich I. von Köln zu Beginn des 12. Jahrhunderts genannt. Für den Rest des Jahrhunderts fehlen weitere Nachrichten. Allerdings haben sie ihr Amt erfolgreich wahrgenommen, da die Bedeutung des Klosters in dieser Zeit stark anstieg. Erst seit Anfang des 13. Jahrhunderts tauchen die Edelherren von Grafschaft wieder urkundlich auf. Als Zeuge für Erzbischof Adolf werden 1202 ein Rembold von Grafschaft und sein Sohn Heinrich genannt. Wohl ein Bruder Heinrichs war der Abt von Kloster Werden und Helmstedt Gerhard von Grafschaft.

Adolf I. und Johann I.
Den Höhepunkt ihrer Bedeutung erreichte das Geschlecht unter Adolf I., der etwa ab 1245 als Vogt amtierte. Dieser war zusammen mit den Grafen von Wittgenstein-Berleburg Mitgründer der Stadt Berleburg. Für den Ehrgeiz sein Haus aus der abhängigen Stellung herauszuführen spricht auch, das Adolf begann eigene Urkunden mit einem großen Siegel ausstellen zu lassen. Trotz seines Amtes als Vogt des Klosters Grafschaft stand Adolf mit diesem in einem konfliktreichen Verhältnis. Außerhalb Westfalens beteiligte er sich an mehreren Fehden der Erzbischöfe von Köln. Eine Schwester Adolfs war die Essener Äbtissin Sophia II. von Grafschaft.

Die Hoffnung auf Ausweitung der Machtstellung erfüllte sich nicht. Vielmehr mussten die Edelherren seit Adolf immer wieder Teile ihres Besitzes meist an Kloster Grafschaft veräußern, so dass sie am Ende nicht reichsunmittelbare Fürsten waren, sondern von ihrem Besitz eher dem niederen Ministerialadel zugehörig waren. Nachfolger von Adolf waren die Brüder Widekind und Kraft von Grafschaft. Damit kam es zur Teilung des Besitzes darunter auch der Burg Nordenau. Auch wenn es zur Wiedervereinigung kam, führte insbesondere die Teilung der Burg später zu schweren Konflikten mit benachbarten Adelsgeschlechtern, da Teile der Burg an die Grafen von Waldeck verkauft wurden. Die negativen Tendenzen waren allerdings eine eher langfristige Erscheinung und zunächst spielten die Edelherren noch eine durchaus wichtige Rolle. So vermittelte Johann I. in seiner Funktion als Amtmann des Gerichts Medebach 1333 einen ewigen Frieden zwischen den Städten Medebach und Winterberg.

Johann II.
Unter Johann II. kam es nach 1331 mit Heinrich von Waldeck zu einem Konflikt um den Besitz der Burg Nordenau. Diese endete zunächst mit der Gefangennahme Johanns und der Bestätigung der Ansprüche der Waldecker. Johann wurde nicht nur von Graf Gottfried IV. von Arnsberg mit einigen Vogteien belehnt, sondern trat auch in ein Verhältnis zum Erzbischof von Mainz, für dessen Besitz von Schloss und Stadt Battenberg er neben anderen westfälischen Adeligen eine Burgmannschaft stellte. Im Jahr 1341 kam es wegen der Burg Nordenau erneut zu Konflikten mit den Grafen von Waldeck. Dabei wurden die Edelherren vom Kölner Erzbischof Walram unterstützt, der seinerseits verschiedene Konflikte mit den Waldeckern hatte. Wenn auch nur vorübergehend vertrieben die Kölner die Waldecker von der Burg Nordenau. Wenn auch untergeordnet spielte der Konflikt der Edelherren von Grafschaft eine Rolle im Krieg zwischen Erzbischof Walram und Bischof Ludwig von Münster auf der einen Seite und Graf Gottfried IV., Adolf II. von der Mark und Otto von Waldeck auf der anderen Seite. Mit dem Kriegsende 1345 kam es auch in Fragen der Nordenau zu einem Vergleich. Die Burg wurde zwischen dem Erzbischof und den Grafen von Waldeck geteilt. Johann II. nahm seinen Teil der Burg von beiden zum Lehen. Allerdings war die Burg selbst im Krieg weitgehend zerstört worden. Die Kosten der Kriegsanstrengungen wirkten sich im Übrigen äußerst negativ auf den Wohlstand von Johann II. aus, so dass auch dieser zum Verkauf von Rechten und Besitzungen gezwungen war. Nutznießer waren unter anderem die Edelherren von Itter. Als Schwager dieser Familie wurde Johann in einen Konflikt mit den Landgrafen von Hessen verwickelt. Trotz seiner beschränkten Mittel hielt Johann an einem hohen Aufwand fest. So besuchte er 1349 den Fürstentag von Kaiser Karl IV. in Köln. Zeitweise trat Johann als Amtmann in eine direkte Beziehung zu den Kölner Erzbischöfen. Durch Verpfändung gingen die Rechte an der Burg Nordenau an die Herren von Gaugreben aus Medebach für Waldeck und an den Bischof von Paderborn für den Erzbischof von Köln in den 1370er Jahren über. Johann sah sich gezwungen, an die Gaugreben als Brautgabe für seine Tochter eine Reihe von Besitzungen abzugeben. Dies führte dazu, dass das Gebiet der Erbvogtei seither auf Dauer territorial gespalten war. Etwa um 1380 starb Johann II. Er war der letzte der Edelherren von Grafschaft, der eine größere Bedeutung hatte.

Abstieg in den Niederadel und Ende
Eine relativ ruhige Entwicklung nahm der Besitz unter Konrad von Grafschaft der 1358 erstmals und 1441 letztmals urkundlich genannt wurde. Nachfolger wurde Kraft III. Nach dessen Tod wurden seine beiden Söhne Johann V. und Kraft IV. Erbvögte von Kloster Grafschaft. Nach Krafts Tod war Johann alleiniger Erbvogt. Zu dieser Zeit kam es zu Streitigkeiten mit den Äbten des Klosters. Im Jahr 1471 erwarb Philipp als Wohnsitz die südlich von Korbach gelegene Burg Oberense[5] in Ober-Ense. Damit gehörten die Edelherren endgültig dem niederen Adel an. Die Burg Nordenau war zu dieser Zeit völlig verfallen.

Unter Erbvogt Philipp wurden die Meinungsverschiedenheiten mit dem Kloster um 1513 beigelegt. Nachfolger wurde 1521 Jost (Jobst) von Grafschaft. Dieser hatte zwar zahlreiche illegitime Nachkommen, zu denen beispielsweise die hessische Theologen- und höhere Beamtenfamilie Scriba gehört, blieb aber unvermählt. Seine Brüder starben vor ihm.

Das damit absehbare Aussterben der Edelherren von Grafschaft führte dazu, dass von verschiedener Seite Ansprüche auf das Erbe und die Nachfolge angemeldet wurden. Friedrich von Fürstenberg hatte zwar keine eigenen Ansprüche, erkannte aber, dass der Schlüssel zum Erbe bei den Äbten von Grafschaft und dem Kölner Erzbischof in dessen Funktion als Herzog von Westfalen lag. Mit zahlreichen Geschenken unterstützte er seine Bewerbung um die Vogtei. Nach dem Tod Friedrichs übernahm Kaspar von Fürstenberg die Ansprüche. Der letzte Edelherr von Grafschaft, Jost (Jodocus), starb am 15. September 1572 auf Burg Ober-Ense. Fürstenberg beauftragte den gelehrten Rat Gerhard Kleinsorgen mit der Wahrnehmung seiner Interessen. Kurfürst Ernst zog nach dem Aussterben der Herren von Grafschaft die Erbvogtei Grafschaft mit dem Kloster Grafschaft als gefallenes Mannlehen ein und übertrug sie 1573 Kaspar von Fürstenberg. 
von Grafschaft, Heinrich I (I62550)
 
50259 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_(Adelsgeschlecht)


Grafschaft (Adelsgeschlecht)

Die Edelherren von Grafschaft (auch Graffschaft) waren ein mittelalterliches Adelsgeschlecht mit Besitz im Grenzbereich zwischen dem späteren Herzogtum Westfalen und dem Wittgensteiner Land. Sie übten Vogteirechte im Dienste der Grafen von Arnsberg im östlichen Sauerland aus und stellten die Vögte des Klosters Grafschaft.

Umfang der Besitzungen und Rechte
Ihr Besitz, die so genannte Grafschaft, lag im Hochsauerland in der Nähe des Kahlen Astens. Er reichte von dort bis ins Lennetal des späteren Amtes Fredeburg, ins Nuhnetal im Amt Medebach und ins Negertal im Amt Brilon.

Der Sitz der Herren war die Burg Nordenau. Sie gehörten zwar bis zum 14. Jahrhundert zum edelfreien, einflussreichen und bedeutenden Adel, hatten aber keine eigene Grafengewalt, sondern erhielten ihre Rechte von den Grafen von Westfalen, also den Grafen von Werl und später von Arnsberg. Die von den westfälischen Grafen erhaltenen Vogteirechte beinhalteten unter anderem die Gerichtsbarkeit in den Kirchspielen Grafschaft und Oberkirchen. Außerdem waren die Edelherren von Grafschaft Stuhlherren des Femegerichts in Nordenau, Gutsherren in der Vogtei Brunskappel und Patrone der Kirchlehen von Brunskappel sowie weiterer Kirchen.

Im Gegensatz zu Seibertz, der auch die Vogtei Medebach den Edelherren von Grafschaft zuschrieb, argumentiert Anton Führer, dass diese Vogtei zum Geschlecht der jüngeren Edelherren von Itter gehörte.

Geschichte und Entwicklung

Folgt man Johann Suibert Seibertz waren die Edelherren eine Nebenlinie des in der Grafschaft Wittgenstein regierenden älteren Hauses Battenberg. Dagegen legte Wilhelm Thöne dar, dass die Grafschafter von den Edelherren zu Hachen abstammen.

Als erster Edelherr mit dem Vogtamt des Klosters Grafschaft wird ein Hermann als Zeuge des Erzbischofs Friedrich I. von Köln zu Beginn des 12. Jahrhunderts genannt. Für den Rest des Jahrhunderts fehlen weitere Nachrichten. Allerdings haben sie ihr Amt erfolgreich wahrgenommen, da die Bedeutung des Klosters in dieser Zeit stark anstieg. Erst seit Anfang des 13. Jahrhunderts tauchen die Edelherren von Grafschaft wieder urkundlich auf. Als Zeuge für Erzbischof Adolf werden 1202 ein Rembold von Grafschaft und sein Sohn Heinrich genannt. Wohl ein Bruder Heinrichs war der Abt von Kloster Werden und Helmstedt Gerhard von Grafschaft.

Adolf I. und Johann I.
Den Höhepunkt ihrer Bedeutung erreichte das Geschlecht unter Adolf I., der etwa ab 1245 als Vogt amtierte. Dieser war zusammen mit den Grafen von Wittgenstein-Berleburg Mitgründer der Stadt Berleburg. Für den Ehrgeiz sein Haus aus der abhängigen Stellung herauszuführen spricht auch, das Adolf begann eigene Urkunden mit einem großen Siegel ausstellen zu lassen. Trotz seines Amtes als Vogt des Klosters Grafschaft stand Adolf mit diesem in einem konfliktreichen Verhältnis. Außerhalb Westfalens beteiligte er sich an mehreren Fehden der Erzbischöfe von Köln. Eine Schwester Adolfs war die Essener Äbtissin Sophia II. von Grafschaft.

Die Hoffnung auf Ausweitung der Machtstellung erfüllte sich nicht. Vielmehr mussten die Edelherren seit Adolf immer wieder Teile ihres Besitzes meist an Kloster Grafschaft veräußern, so dass sie am Ende nicht reichsunmittelbare Fürsten waren, sondern von ihrem Besitz eher dem niederen Ministerialadel zugehörig waren. Nachfolger von Adolf waren die Brüder Widekind und Kraft von Grafschaft. Damit kam es zur Teilung des Besitzes darunter auch der Burg Nordenau. Auch wenn es zur Wiedervereinigung kam, führte insbesondere die Teilung der Burg später zu schweren Konflikten mit benachbarten Adelsgeschlechtern, da Teile der Burg an die Grafen von Waldeck verkauft wurden. Die negativen Tendenzen waren allerdings eine eher langfristige Erscheinung und zunächst spielten die Edelherren noch eine durchaus wichtige Rolle. So vermittelte Johann I. in seiner Funktion als Amtmann des Gerichts Medebach 1333 einen ewigen Frieden zwischen den Städten Medebach und Winterberg.

Johann II.
Unter Johann II. kam es nach 1331 mit Heinrich von Waldeck zu einem Konflikt um den Besitz der Burg Nordenau. Diese endete zunächst mit der Gefangennahme Johanns und der Bestätigung der Ansprüche der Waldecker. Johann wurde nicht nur von Graf Gottfried IV. von Arnsberg mit einigen Vogteien belehnt, sondern trat auch in ein Verhältnis zum Erzbischof von Mainz, für dessen Besitz von Schloss und Stadt Battenberg er neben anderen westfälischen Adeligen eine Burgmannschaft stellte. Im Jahr 1341 kam es wegen der Burg Nordenau erneut zu Konflikten mit den Grafen von Waldeck. Dabei wurden die Edelherren vom Kölner Erzbischof Walram unterstützt, der seinerseits verschiedene Konflikte mit den Waldeckern hatte. Wenn auch nur vorübergehend vertrieben die Kölner die Waldecker von der Burg Nordenau. Wenn auch untergeordnet spielte der Konflikt der Edelherren von Grafschaft eine Rolle im Krieg zwischen Erzbischof Walram und Bischof Ludwig von Münster auf der einen Seite und Graf Gottfried IV., Adolf II. von der Mark und Otto von Waldeck auf der anderen Seite. Mit dem Kriegsende 1345 kam es auch in Fragen der Nordenau zu einem Vergleich. Die Burg wurde zwischen dem Erzbischof und den Grafen von Waldeck geteilt. Johann II. nahm seinen Teil der Burg von beiden zum Lehen. Allerdings war die Burg selbst im Krieg weitgehend zerstört worden. Die Kosten der Kriegsanstrengungen wirkten sich im Übrigen äußerst negativ auf den Wohlstand von Johann II. aus, so dass auch dieser zum Verkauf von Rechten und Besitzungen gezwungen war. Nutznießer waren unter anderem die Edelherren von Itter. Als Schwager dieser Familie wurde Johann in einen Konflikt mit den Landgrafen von Hessen verwickelt. Trotz seiner beschränkten Mittel hielt Johann an einem hohen Aufwand fest. So besuchte er 1349 den Fürstentag von Kaiser Karl IV. in Köln. Zeitweise trat Johann als Amtmann in eine direkte Beziehung zu den Kölner Erzbischöfen. Durch Verpfändung gingen die Rechte an der Burg Nordenau an die Herren von Gaugreben aus Medebach für Waldeck und an den Bischof von Paderborn für den Erzbischof von Köln in den 1370er Jahren über. Johann sah sich gezwungen, an die Gaugreben als Brautgabe für seine Tochter eine Reihe von Besitzungen abzugeben. Dies führte dazu, dass das Gebiet der Erbvogtei seither auf Dauer territorial gespalten war. Etwa um 1380 starb Johann II. Er war der letzte der Edelherren von Grafschaft, der eine größere Bedeutung hatte.

Abstieg in den Niederadel und Ende
Eine relativ ruhige Entwicklung nahm der Besitz unter Konrad von Grafschaft der 1358 erstmals und 1441 letztmals urkundlich genannt wurde. Nachfolger wurde Kraft III. Nach dessen Tod wurden seine beiden Söhne Johann V. und Kraft IV. Erbvögte von Kloster Grafschaft. Nach Krafts Tod war Johann alleiniger Erbvogt. Zu dieser Zeit kam es zu Streitigkeiten mit den Äbten des Klosters. Im Jahr 1471 erwarb Philipp als Wohnsitz die südlich von Korbach gelegene Burg Oberense[5] in Ober-Ense. Damit gehörten die Edelherren endgültig dem niederen Adel an. Die Burg Nordenau war zu dieser Zeit völlig verfallen.

Unter Erbvogt Philipp wurden die Meinungsverschiedenheiten mit dem Kloster um 1513 beigelegt. Nachfolger wurde 1521 Jost (Jobst) von Grafschaft. Dieser hatte zwar zahlreiche illegitime Nachkommen, zu denen beispielsweise die hessische Theologen- und höhere Beamtenfamilie Scriba gehört, blieb aber unvermählt. Seine Brüder starben vor ihm.

Das damit absehbare Aussterben der Edelherren von Grafschaft führte dazu, dass von verschiedener Seite Ansprüche auf das Erbe und die Nachfolge angemeldet wurden. Friedrich von Fürstenberg hatte zwar keine eigenen Ansprüche, erkannte aber, dass der Schlüssel zum Erbe bei den Äbten von Grafschaft und dem Kölner Erzbischof in dessen Funktion als Herzog von Westfalen lag. Mit zahlreichen Geschenken unterstützte er seine Bewerbung um die Vogtei. Nach dem Tod Friedrichs übernahm Kaspar von Fürstenberg die Ansprüche. Der letzte Edelherr von Grafschaft, Jost (Jodocus), starb am 15. September 1572 auf Burg Ober-Ense. Fürstenberg beauftragte den gelehrten Rat Gerhard Kleinsorgen mit der Wahrnehmung seiner Interessen. Kurfürst Ernst zog nach dem Aussterben der Herren von Grafschaft die Erbvogtei Grafschaft mit dem Kloster Grafschaft als gefallenes Mannlehen ein und übertrug sie 1573 Kaspar von Fürstenberg. 
von Grafschaft, Remhold (Reinbold) (I62552)
 
50260 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Arnsberg

Die Grafschaft Arnsberg entstand im 11. Jahrhundert durch Übersiedlung der Grafen von Werl nach Arnsberg. Zu diesem Zeitpunkt hatten diese ihren weitgespannten Herrschaftsbereich, der zeitweise von der Nordsee bis zum Sauerland reichte, weitgehend verloren. Auch als der Schwerpunkt der Grafschaft nach Arnsberg verlagert wurde, war die Geschichte des Territoriums von der Bedrohung benachbarter starker Territorien (v. a. Grafschaft Mark, Erzstift Köln) gekennzeichnet und musste teilweise erhebliche Gebietsverluste hinnehmen. Statt einer Expansionspolitik nach außen betrieben die Grafen eine systematische Politik des Landesausbaus und der Territorialisierung. Als sich abzeichnete, dass Graf Gottfried IV. kinderlos bleiben würde und andere Nachfolgeregelungen nicht zustande kamen, verkaufte er die Grafschaft 1368 an das Erzstift Köln. Das Gebiet der Grafschaft Arnsberg rundete das Territorium des kölnischen Herzogtums Westfalen ab und wurde zu dessen Zentrum. 
von Werl-Arnsberg (von Itter), Gepa (Gerberga) (I62602)
 
50261 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Dassel

Grafschaft Dassel

Zeitliche Entwicklung
Durch die Anlage einer Burg an ihrem Stammsitz in Dassel festigte die Familie ihren Herrschaftsbereich. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts konnte die Grafschaft rund um ihren Stammsitz eine Aufbruchstimmung freisetzen, die Wirtschaft und Handel aufblühen ließ. Ihre Blütezeit erlebte die Grafschaft Mitte des 13. Jahrhunderts. Die Grafschaft zerfiel durch Verkauf von Besitz gegen Ende des 13. Jahrhunderts und verschwand endgültig mangels männlicher Nachkommen Anfang des 14. Jahrhunderts.

Räumliche Entwicklung
Die Grafschaft umfasste zu Beginn des 12. Jahrhunderts das Waldgebiet rechts der Oberweser (etwa das Gebiet des heutigen Naturparks Solling-Vogler) und dessen östliches Vorland bis ins Leinetal.

Stammbaumbedingt verlief die weitere Entwicklung in zwei Teilen. Der adolfschen Linie mit Stammsitz auf Burg Hunnesrück im nördlichen Teil der Grafschaft fiel durch Einheirat Anfang des 13. Jahrhunderts kurzzeitig auch die Grafschaft Ratzeburg zu, so dass sich ihr Herrschaftsgebiet erheblich erweiterte. Die Grafschaft Ratzeburg ging allerdings als Folge der verlorenen Schlacht bei Waschow schon sehr bald wieder verloren.

Die ludolfsche Linie blühte im Süden um Nienover auf und profitierte nach 1180 zunächst vom Sturz Heinrichs des Löwen. Mitte des 13. Jahrhunderts gelang eine Besitzerweiterung im Süden, die sich allerdings ebenfalls als nur temporär erwies. Die Grafen von Dassel mussten sich nicht nur gegenüber Nachbargrafschaften behaupten, sondern auch gegenüber dem Herzogtum Braunschweig-Lüneburg sowie den Bistümern Mainz, Paderborn und Hildesheim. Die territoriale Zersplitterung und letztlich der Zerfall der Grafschaft Dassel wurde durch Erbteilung eingeleitet und fand durch Söhnelosigkeit den Abschluss.

Der letzte Graf von Dassel, Simon aus der adolfschen Linie, verkaufte nach und nach alle noch verbliebenen Gebiete rund um den Stammsitz und löste dadurch die Grafschaft auf.

Über den skizzierten unmittelbaren, umfassende Rechte beinhaltenden und auch militärisch abgesicherten, Einflussbereich im Umfeld ihrer Stammburgen hinaus hatten die Grafen von Dassel zeitweilig zahlreiche weitere Rechte inne, die ihnen Einflussnahme in anderen Gebieten ermöglichte. Dazu gehören in südlicher Richtung der Reinhardswald in einem groben Dreieck zwischen Weser, Fuldamündung und Diemel, in nördlicher Richtung entlang der Leine, sowie an weiteren verstreuten Orten, etwa an Elbe und Ruhr. Hier war die Verfügungsgewalt der Grafen jeweils begrenzt entweder durch räumliche Isolation oder durch Einschränkung der Rechte auf einen einzelnen Aspekt des gesellschaftlichen Lebens oder gar durch Teilung der Rechte mit anderen Grafen.

Benachbarte Herrschaften
Edelherren von Homburg: Dieses Gebiet grenzte unmittelbar nördlich an die Grafschaft Dassel und schloss Lüthorst ein.
Grafschaft Schwalenberg: Diese ausgedehnte Grafschaft lag westlich der Weser nordwestlich der Grafschaft Dassel.
Grafen von Everstein: Die Burg Everstein lag nördlich, und zwar zwischen der Herrschaft Homburg und Grafschaft Schwalenberg.
Herren von Brakel: Diese besaßen ein kleines Territorium westlich der Oberweser.
Welfische Erblande: Sie schlossen sich östlich der Leine an die Grafschaft Dassel an.
Im Süden waren die Grafen des fränkischen Hessengaus und deren Nachfolger, die Landgrafen von Hessen, der wichtigste Nachbar.
Grenzverläufe
Im Westen hatte sich der natürliche Grenzverlauf Oberweser über mehr als 150 Jahre bewährt. Hier bildet er heute die Landesgrenzen zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Während der gesamten Dauer der Grafschaft Dassel hatte das Dorf Mackensen die Grenze im Norden Richtung Everstein markiert. Dieser Ortsteil von Dassel markiert heute die Grenze zwischen dem Landkreis Northeim und dem Landkreis Holzminden.

Im Osten bildet der letzte Grenzverlauf der Grafschaft Dassel vor dem Verkauf von 1310 teilweise die heutige Stadtgrenze von Dassel. An diesem Beispiel wird allerdings auch die Problematik des im Mittelalter üblichen Streubesitzes deutlich. Hatten sich die Grafen zeitweise auch östlich der Leine ausbreiten können, so konnte ihnen 1310 nur noch Markoldendorf vollständig zugeordnet werden. Von diesem heutigen Ortsteil Dassels behielt Simon von Dassel allerdings einige Hufe sowie Eisenverarbeitungsrechte in seinem Privatbesitz.

Der heutige Grenzverlauf zwischen dem Landkreis Northeim und dem Landkreis Kassel gibt eine ungefähre Vorstellung der grafschaftlichen Grenze im Süden, die allerdings weniger stabil war. In einer letzten Phase starker Machtentfaltung der Grafen von Dassel Mitte des 13. Jahrhunderts befand sich der Grenzverlauf erheblich weiter südlich, ungefähr auf einem Bogen Körbecke–Grebenstein–Reinhardshagen. Hier zeigt sich auch, wie schwach die Grafen schließlich geworden waren. Das bescheidene Restterritorium von 1310 wurde im Süden durch Dörfer Dassels markiert, die auch heute noch den Südrand der Stadt Dassel bilden, Relliehausen und Hilwartshausen.

Biographien und Geschichte
Das Haus derer von Dassel war ein ab 1113 beurkundetes Geschlecht Edelfreier im südlichen Sachsen, das sich seit 1126 nach seinem Stammsitz Dassel im heutigen Landkreis Northeim in Niedersachsen benannte.

Reinold von Dassel
Erster bezeugter Angehöriger des Hauses war Reinold I. von Dassel, der nach der Teilung des Suilberggaus im Jahre 1113, wo er 1097–1127 bekundet ist, die Grafenwürde im Raum Dassel erlangte und in der Folge seinen Herrschaftsbereich auf der Basis vielfältiger Amts-, Lehens- und Familienverbindungen bis an die obere Weser und Diemel, in den Reinhardswald und nach Thüringen ausdehnte. Er ist 1126 erstmals als „von Dassel“ bekundet. Seine Eltern waren Dietrich und Kunhild. Von seinen Kindern sind drei namentlich bekannt: Ludolf, Rainald und Gepa. Durch seinen Wohlstand konnte er seinem Sohn Rainald eine umfassende Ausbildung am angesehenen Hochstift zu Hildesheim ermöglichen. Darüber hinaus konnte er sich zwischen 1113 und 1118 mehrere Schenkungen an das Kloster Corvey leisten.

Ludolf I. von Dassel
Reinolds ältester Sohn, Ludolf I., verwaltete als Erbe den Stammsitz in Dassel. Er starb 1167 vor Rom im Heerlager des Kaisers Friedrich Barbarossa an Ruhr. Mit seinen Söhnen Ludolf II. und Adolf I. spaltete sich das Haus der Grafen von Dassel in zwei Linien auf.

Rainald von Dassel
Rainald, der zweite Sohn Reinolds, ist der bekannteste des Geschlechts. Er war Kanzler unter Kaiser Friedrich Barbarossa und Erzbischof von Köln. 1164 ließ er die Gebeine der Heiligen Drei Könige nach Köln überführen, wodurch sich deren Verehrung in der christlichen Welt verstärkte und Köln zu einem bedeutenden Wallfahrtsort wurde. Rainald von Dassel starb ebenfalls 1167 bei Rom an Ruhr.

Gepa von Dassel
Gepa von Dassel wurde Äbtissin des Ursulinenklosters in Köln.

Sophie von Dassel
Die Tochter Ludolfs I. heiratete Bernhard II. von Wölpe. Die Hochzeit erfolgte Ende des 12. Jahrhunderts. Sophie lebte seitdem in der Mittelweserregion. Hier fand auch ihre Tochter Richenza ihren Ehepartner Heinrich I. von Hoya.

Ludolf II. von Dassel
Ludolf II. († nach 1197, spätestens 1210) war der älteste Sohn Ludolfs I. Spätestens während seiner Herrschaft erfolgte die Belehnung des Hauses mit der Burg Nienover, den dazugehörigen Gebieten im Solling und weiteren mit Nienover verbundenen Rechten. Ludolf machte Nienover zu seinem Stammsitz, während sein Bruder Adolf von der Burg Hunnesrück aus operierte. Beide Brüder waren, wie die meisten sächsischen Adligen, entschiedene Gegner Heinrichs des Löwen. Dessen Sturz im Jahre 1180 brachte ihnen erheblichen Zugewinn an Besitz und Rechten und zunächst ungestörten Ausbau ihrer Herrschaft in Südniedersachsen. Ludolf nahm 1189 am Dritten Kreuzzug teil.

Ludolf hatte folgende namentlich bekannte Kinder:

Adolf II. von Dassel
Ludolf III. von Dassel ⚭ Benedicta
Reinold III., Domherr in Hildesheim
Sigebodo (* vor 1210; † 1251), Domherr in Verden
Adelheid († 1238) ⚭ 1220 Berthold von Schöneberg (1188–1223)
Adolf II. von Dassel und Nienover
Adolf II. (regierte 1210–1257) erhielt mit seinem Bruder Ludolf III. (regierte 1209/10–1219/20) die Herrschaft Schöneberg als Mainzer Lehen. 1244 erwarb Adolf die Burghut von Gieselwerder, ebenfalls als Mainzer Lehen.

Adelheid von Dassel
Adelheid von Dassel, Tochter Ludolfs II., brachte das vom Stammsitz aus gerade nach Süden erweiterte Gebiet in ihre Ehe mit dem Grafen von Schöneberg ein, so dass dieses für die Grafschaft Dassel verloren ging. Zu Adelheids Aussteuer gehörten die Rechte über mehrere Orte. Dazu zählten Hümme, Ostheim und Gut Dinkelburg bei Körbecke, die somit an ihren Ehemann übergingen.

Adolf I. von Dassel
Adolf I. (* um 1155/60; † 1224), genannt „der Kühne“, Sohn Ludolfs I. und Bruder Ludolfs II. nahm die Burg Hunnesrück als seine Residenz. Adolf war Neffe oder Schwager des Grafen Adolf III. von Schauenburg und verwaltete 1189 während dessen Teilnahme am Dritten Kreuzzug die Grafschaft. Als Heinrich der Löwe, nach dem Tod Kaiser Friedrich Barbarossas, mit einem Heer dort erschien, musste Adolf von Dassel zunächst fliehen, versammelte dann jedoch 1190 ein Heer, das Heinrich eine schwere Niederlage zufügte und damit zum endgültigen Machtverzicht des Löwen führte.

Im Jahre 1200 heiratete er Adelheid von Wassel, die ältere der beiden Töchter des Grafen Konrad von Wassel und Witwe des 1197 gestorbenen Grafen Bernhard II. von Ratzeburg. Da Adelheids und Bernhards Sohn Bernhard III. ebenfalls bereits gestorben war, gelang es Adolf dadurch, und mit der Unterstützung des Grafen Adolf III. von Schauenburg, Bernhards Nachfolger als Graf von Ratzeburg zu werden. Damit erreichte das Herrschaftsgebiet des Hauses Dassel seine größte Ausdehnung, wenn auch nur sehr kurzzeitig. Adolf I. provozierte den König von Dänemark, Knut VI., den Schwiegersohn Heinrichs des Löwen, der eine expansive Politik betrieb und die Grafschaften Holstein, Schauenburg und Ratzeburg angriff. Adolf stellte sich den mit Knut verbündeten Abodritenfürsten Heinrich Borwin I. und Nikolaus I. am 25. Mai 1200 oder 1201 in der Schlacht bei Waschow bei Wittendörp zur Schlacht, verlor jedoch und musste fliehen. Die Grafschaft Ratzeburg kam unter dänische Oberhoheit.

Jahre später befand sich Adolf erneut im Kampf, diesmal zur Unterstützung des welfischen Kaisers Otto IV. in Süditalien im Jahre 1209. Otto IV. brach seinen Feldzug ab, da sein Herrschaftsanspruch im Reich umstritten war. Adolf jedoch war immer noch nicht kriegsmüde und nahm am Fünften Kreuzzug sowie an der Seite von Albert von Buxthoeven an dessen Kampf um Livland teil, bevor er endlich zum Stammsitz zurückkehrte und wenige Jahre später verstarb.

Namentlich bekannte Kinder aus der Ehe Adolfs und Adelheids waren:

Ludolf IV. von Dassel und Nienover († 1223)
Adolf III. von Dassel († 1244), zwischen 1213 und 1244 beurkundeter Graf von Dassel
Berthold I., Domherr in Hildesheim († 1268)
Adelheid (* 1224; † 14. September 1262/63), ⚭ (1) Johann Jacobsen Galen (–1240); ⚭ (2) Graf Ludwig I. von Ravensberg
Ludolf IV. von Dassel
Ludolf IV., ein Sohn Adolfs I., verkaufte seine Ansprüche an der Herrschaft Schartenberg und leitete damit eine weitere Schwächung im Süden ein. Seine Söhne waren Adolf IV., Wilbrand (der Kanoniker in Magdeburg wurde) und Ludolf V.

Ludolf V. von Dassel
Ludolf V., Sohn Ludolfs IV., ließ nach 1266 die Burg Grebenstein, nordwestlich von Kassel und etwa 40 km südlich des Solling, erbauen. 1270 verkaufte er westliche Gebiete seiner Grafschaft im Solling an das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel.

Ludolf VI. von Dassel, Nienover und Schöneberg
Ludolf VI. (1235–1290) verkaufte 1267 seine Rechte an der Burg Schartenberg an Bischof Simon von Paderborn. Danach bemühte er sich zunächst um Konsolidierung des Territoriums in Richtung Schöneberg, veräußerte aber diese Rechte 1273 an das Erzstift Mainz.

Ludolf VI. heiratete Regelind von Brakel. Ihre Nachkommen waren Drudeke und Berthold II. von Dassel. Letzterer verstarb jedoch jung. Daher erbte Drudeke die Burg Grebenstein, die durch ihre Hochzeit mit Ludwig III. von Everstein an diesen überging.

Simon von Dassel
Der letzte Graf von Dassel, ein Sohn Ludolfs V., verkaufte zunächst das Sollingterritorium um Nienover sowie die östlichen Teile der Grafschaft bei Einbeck im Jahr 1303 an das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel. Im Jahr 1310 überfiel er (zusammen mit seinem Bruder Konrad) das Dorf[1] Lippoldsberg und raubte Vieh.[2] Noch im gleichen Jahr, am 15. Februar 1310, verkaufte er die letzten Reste der Grafschaft Dassel an Bischof Siegfried II. von Hildesheim. Auf der Verkaufsliste des Grafen standen neben der Burg Hunnesrück und Dassel die Dörfer Relliehausen, Hilwartshausen, Deitersen, Selessen, Wellersen, Robbedissen (seit etwa zwei Jahrhunderten Wüstung) sowie Markoldendorf. Simon zog nach Göttingen. In seinem Privatbesitz verblieb ein Paket von Streubesitz. Dabei handelte es sich um Hufen bei Algermissen, Dassel-Markoldendorf, Einbeck, Engers, Göttingen, Hötensleben, Wunstorf, Neinstedt, Northeim, Sarstedt und Sehnde. Diese stieß er zwischen 1312 und 1325 ab. Er verstarb am 1. Mai 1325, der letzte seines Hauses. In der Klosterkirche Lippoldsberg errichtete man ihm ein Grabgewölbe; Fundamentreste wurden 1964 in der südlichen Nebenapsis gefunden.

Neues Geschlecht
Ministeriale der Grafen von Dassel sind ab dem ausgehenden 12. Jahrhundert belegt. In der Regel benannten sich diese Familien nach ihrem Herkunftsort. Dazu zählen auch die Herren von Dassel. Hierzu gehört Hermannus de Dasle, ein Gefolgsmann des Grafenhauses, der sich selbst nach deren Stammsitz benannte und somit eine neue Stammreihe begründete.

Burgen
Residenzen
Die Burg Dassel am Nordhang des Dasseler Burgberges war der erste Stammsitz des Grafengeschlechtes als Beaufsichtigung für die Erzverhüttungsplätze an der Ilme. Eine noch ältere Burganlage lag auf dem Bierberg nördlich von Dassel.

Burg Hunnesrück
Die Burg Hunnesrück wurde Stammsitz der adolfschen Linie der Grafen von Dassel.

Burg Nienover
Die Burg Nienover war Stammsitz der ludolfschen Linie der Grafen von Dassel. Sie zählte 1144 zum Besitz des Northeimer Grafen Siegfried IV. von Boyneburg und wurde also vorher erbaut. Um 1150 hatte Hermann II. von Winzenburg ein Gebiet im Umfeld der Leine beherrscht, zu dem nach dem Tode von Siegfried IV. auch Nienover zählte. 1152 wurde der Graf von Winzenburg ermordet, und Heinrich der Löwe übernahm dessen Besitz. Er belehnte die Grafen von Dassel mit der Burg Nienover.

Nach dem Sturz Heinrichs 1180 machten die Grafen von Dassel Nienover zu ihrem Hauptsitz. Sie nannten sich nun auch Grafen von Dassel und Nienover. Von diesem Standort aus konnten sie zunächst ihre Position in Solling und Reinhardswald festigen. Sie erhoben Wegzoll von Ost-West-Reisenden und Floßzoll an der Weser.

1257 gelang es den Welfen, das benachbarte Uslar zu übernehmen, das 1180 von Heinrich dem Löwen an das Erzbistum Mainz übergegangen war. 1270 sahen sich die Grafen von Dassel gezwungen, die Wegerechte an die Welfen zu verkaufen. Ab 1274 hielten sie Nienover als Reichslehen. 1303 verkaufte Simon von Dassel die Burg Nienover an das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel.

Weitere Burgen
Burg Lauenburg
Die Löwenburg wurde auch Lauenburg genannt und liegt auf dem Lauenberg bei Lauenberg. Der Ort am Fuße des Lauenberges wurde erst nach der grafschaftlichen Zeit gegründet, und zwar nach der Pestwelle von 1350. In Nachbarschaft zum Lauenberg liegt der Seelzerthurmforst.

Burg Grebenstein
Ab 1266 oder bald danach erweiterte Ludolf V. von Dassel die bis zu dieser Zeit wohl noch recht unbedeutende Burg Grebenstein in Nordhessen zum Schutz seines umliegenden Besitzes, den er dort als Mainzer Lehen hatte. Durch Heirat gelangten die Burg und Stadt Grebenstein wohl um 1279 an Ludolfs Schwiegersohn, Otto von Everstein.

Burg Schartenberg
1267 oder 1268 verkaufte Ludolf V. von Dassel seine (Teil-)Rechte an der Burg Schartenberg, die er als Lehen von Kurmainz innehatte, an Bischof Simon von Paderborn, was jedoch zu einem erbitterten Streit zwischen Mainz und Paderborn führte, der erst 1279 beendet wurde.

Burg Schöneberg
1272 verkaufte Ludolf VI. die Burg Schöneberg, die ihm zeitweise auch als Residenz gedient hatte. Mit ihr gab er auch die Gerichtsbarkeit auf sowie zahlreiche Orte, die später überwiegend wüst fielen. Die Burg Schöneberg war seit 1244 Lehen des Bistums Mainz. Mit diesem Verkauf ging die jahrzehntelange Herrschaft über den Reinhardswald für die Grafen von Dassel verloren. Daher waren sie über den Verkauf zerstritten. Sein Bruder Adolf V. war strikt dagegen und wollte den Verkauf nicht anerkennen. Die Verkaufsurkunde wurde erst 1273 erstellt. Ludolf VI. ließ schriftlich festhalten, dass er ihn sogar bekämpfen würde, wenn er nicht einlenkt. Der Verkauf an das Bistum Mainz lag im Interesse der Stadt Hofgeismar, so dass er auch dort beurkundet wurde.

Burg Hachen
Mit Rainald von Dassels Bischofszeit im Erzbistum Köln kamen die Grafen von Dassel zu mehreren Rechten in dem Gebiet zwischen ihrem Stammsitz und dem Bischofssitz. Dazu zählt die Vogtei für die an einem Nebenfluss der Ruhr gelegene Burg Hachen. Neben den Burgrechten besaßen sie im Rechtsrheinischen Schiefergebirge weitere Rechte. Mehrere Höfe zählten zu ihren Gütern. Einen Zusammenschluss mit ihren Territorien im Weserbergland konnten sie jedoch nicht erreichen, denn das dazwischen liegende Eggegebirge war der Einflussbereich des Erzbistums Paderborn. Somit blieb die Burgvogtei Streubesitz. Konsequent verkaufte Adolf II. im Einvernehmen mit Ludolf IV. sie im Jahr 1231 die an die aufstrebenden Grafen von Arnsberg, nachdem er in den Jahren davor schon verschiedene umliegende Zehntrechte veräußert hatte. Durch diese Vertretung des Kölner Erzbischofs wird Adolf II. von Dassel heute als Vorgänger der Marschälle von Westfalen eingestuft.

Burg Gieselwerder
1244 traten die Grafen von Dassel als Burgmannen der Wasserburg Burg Gieselwerder in den Dienst des Mainzer Erzbischofs Siegfried III. Dadurch kamen sie zu Einnahmen und konnten ihren Einfluss an der Oberweser behaupten. 1256 musste der Bischof von Mainz die Burg an die Welfen abtreten. Diese behielten die Burgmannschaft bis 1278 bei, zumal die benachbarte Stadt Hofgeismar mit dem Besitzerwechsel auf der Burg unzufrieden war, von der sie sich Schutz versprochen hatte.

Kirchen und Klöster
Die Beziehungen der Grafen zur geistlichen Welt lassen sich, wie bei allen Adelsfamilien der Zeit, an den drei Kernaspekten Vogteirechte, kirchliche Laufbahn und Schenkungen festmachen.

Vogteien
Die Grafen von Dassel besaßen mehrere Vogteirechte an geistlichem Gut. Bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts versuchten sie diese auszuweiten. Kleinere Fehden waren die Folge.

Bereits 1113 hatte Ahnherr Reinold als Lehen die Vogtei des Klosters Corvey für den Suilberggau inne, die er bis zu seinem Tod im Jahr 1127 behielt. Rainald von Dassel, Erzbischof von Köln, übertrug den Grafen von Dassel die Vogtei über das an der Lenne gelegene Kloster Grafschaft, wo sie aufgrund der Entfernung zu ihrem Stammsitz Untervögte einsetzten. Sie besaßen die Vogteirechte von 1166 bis 1232. 1190–1272 besaßen sie auch die Vogteirechte über das Kloster Hilwartshausen, in diesem Falle als Lehnsmannen des Erzbistums Mainz. Weiterhin hatte Adolf II. von Dassel 1224–1233 die Vogtei über das Kloster St. Blasien in Northeim inne, ebenfalls als Lehen des Erzbistums Mainz; diese Vogtei gelangte 1233 an die Welfen. Auf die Vogtei über das Stift Fredelsloh verzichtete Ludolf VI. von Dassel 1277. Außerdem übten die Grafen von Dassel im 13. Jahrhundert die Vogteirechte über das Kloster Lippoldsberg aus, das sich allerdings stets um Unabhängigkeit bemühte. Daher ruhten die Rechte zeitweise. Den endgültigen Verzicht unterschrieb Ludolf V. im Jahr 1299.

Kirchliche Ämter
Wilbrand von Dassel wurde Domherr in Magdeburg sowie Propst am Stift in Enger. Sigebodo von Dassel war bis zum Jahr 1251, in dem er verstarb, rund 30 Jahre lang Kanoniker am Dom zu Verden; zum Zeitpunkt seines Eintritts in das Domkapitel war sein Onkel Iso von Wölpe dort Bischof.

Mit dem Kloster Corvey standen die Grafen von Dassel auch über den Handel in Beziehung, wie Funde Corveyer Münzen in Nienover belegen. Abt von Corvey war 1222–1255[3] Hermann I. von Holte. Dieser war zugleich Dompropst am Merseburger Dom. Hartmann von Dassel wurde spätestens 1255 dort Kanoniker. Bis zu seinem Tod um 1295 behielt er die Stelle am Merseburger Dom rund 40 Jahre lang inne. 
von Dassel, Graf Ludolf I. (I28428)
 
50262 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Heiligenberg

Grafschaft Heiligenberg

Die Grafschaft Heiligenberg war eine Grafschaft am nordwestlichen Ufer des Bodensees. Residenz war das Schloss Heiligenberg.

Geschichte
Die Grafschaft entstand aus der frühmittelalterlichen Grafschaft Linzgau, die im Jahr 1135 die Grafen von Heiligenberg erhielten. Von diesen ging sie 1277 an die Grafen von Werdenberg und 1535 an die Fürstenberger. Im Lauf des Mittelalters ging der Name des Grafensitzes Heiligenberg auf die ganze Grafschaft über, so dass der Name Linzgau durch den Begriff Grafschaft Heiligenberg verdrängt wurde.

Der Umfang im Mittelalter wird zum Beispiel in einem Lehnsbrief König Wenzels von 1382 für Graf Albrecht von Werdenberg beschrieben: Die Grenze verlief von der Rheinbrücke beim Kloster Petershausen (Stadt Konstanz), zur Linde in Dingelsdorf, über den See nach Ludwigshafen, von dort über Nesselwangen zum Grauen Stein an der Landstraße zwischen Ruhestetten und Aach-Linz. Weiter von einer Mühle bei Pfullendorf über einen Grenzstein bei Ostrach und den Brunnen von Riedhausen in die Schussen bei Berg. Von dort bilden Schussen und Bodensee die Grenze bis zurück nach Petershausen.

Die jeweiligen Grafen von Heiligenberg besaßen nur in einem kleinen Teil ihrer Grafschaft die Grundherrschaft mit dem Niedergericht. Dagegen übten sie bis ins 18. Jahrhundert in ihrer Grafschaft die hohe Gerichtsbarkeit aus, abgesehen von den freien Reichsstädten Überlingen, Pfullendorf, Meersburg und Markdorf. Erst im 17. und 18. Jahrhundert verkauften sie ihre Hochgerichtsrechte über weitere Gebiete an die dort herrschenden Klöster und Städte.

Im Zuge der Mediatisierung Anfang des 19. Jahrhunderts fiel ein Großteil der ehemaligen Grafschaft an das Großherzogtum Baden, vor allem an den späteren Landkreis Überlingen. Heute liegt das Gebiet im Bodenseekreis und im Süden des Landkreises Sigmaringen. 
von Heiligenberg, Uta (I21702)
 
50263 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Heiligenberg

Grafschaft Heiligenberg

Die Grafschaft Heiligenberg war eine Grafschaft am nordwestlichen Ufer des Bodensees. Residenz war das Schloss Heiligenberg.

Geschichte
Die Grafschaft entstand aus der frühmittelalterlichen Grafschaft Linzgau, die im Jahr 1135 die Grafen von Heiligenberg erhielten. Von diesen ging sie 1277 an die Grafen von Werdenberg und 1535 an die Fürstenberger. Im Lauf des Mittelalters ging der Name des Grafensitzes Heiligenberg auf die ganze Grafschaft über, so dass der Name Linzgau durch den Begriff Grafschaft Heiligenberg verdrängt wurde.

Der Umfang im Mittelalter wird zum Beispiel in einem Lehnsbrief König Wenzels von 1382 für Graf Albrecht von Werdenberg beschrieben: Die Grenze verlief von der Rheinbrücke beim Kloster Petershausen (Stadt Konstanz), zur Linde in Dingelsdorf, über den See nach Ludwigshafen, von dort über Nesselwangen zum Grauen Stein an der Landstraße zwischen Ruhestetten und Aach-Linz. Weiter von einer Mühle bei Pfullendorf über einen Grenzstein bei Ostrach und den Brunnen von Riedhausen in die Schussen bei Berg. Von dort bilden Schussen und Bodensee die Grenze bis zurück nach Petershausen.

Die jeweiligen Grafen von Heiligenberg besaßen nur in einem kleinen Teil ihrer Grafschaft die Grundherrschaft mit dem Niedergericht. Dagegen übten sie bis ins 18. Jahrhundert in ihrer Grafschaft die hohe Gerichtsbarkeit aus, abgesehen von den freien Reichsstädten Überlingen, Pfullendorf, Meersburg und Markdorf. Erst im 17. und 18. Jahrhundert verkauften sie ihre Hochgerichtsrechte über weitere Gebiete an die dort herrschenden Klöster und Städte.

Im Zuge der Mediatisierung Anfang des 19. Jahrhunderts fiel ein Großteil der ehemaligen Grafschaft an das Großherzogtum Baden, vor allem an den späteren Landkreis Überlingen. Heute liegt das Gebiet im Bodenseekreis und im Süden des Landkreises Sigmaringen. 
von Heiligenberg, Konrad III. (I11750)
 
50264 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Heiligenberg

Grafschaft Heiligenberg

Die Grafschaft Heiligenberg war eine Grafschaft am nordwestlichen Ufer des Bodensees. Residenz war das Schloss Heiligenberg.

Geschichte
Die Grafschaft entstand aus der frühmittelalterlichen Grafschaft Linzgau, die im Jahr 1135 die Grafen von Heiligenberg erhielten. Von diesen ging sie 1277 an die Grafen von Werdenberg und 1535 an die Fürstenberger. Im Lauf des Mittelalters ging der Name des Grafensitzes Heiligenberg auf die ganze Grafschaft über, so dass der Name Linzgau durch den Begriff Grafschaft Heiligenberg verdrängt wurde.

Der Umfang im Mittelalter wird zum Beispiel in einem Lehnsbrief König Wenzels von 1382 für Graf Albrecht von Werdenberg beschrieben: Die Grenze verlief von der Rheinbrücke beim Kloster Petershausen (Stadt Konstanz), zur Linde in Dingelsdorf, über den See nach Ludwigshafen, von dort über Nesselwangen zum Grauen Stein an der Landstraße zwischen Ruhestetten und Aach-Linz. Weiter von einer Mühle bei Pfullendorf über einen Grenzstein bei Ostrach und den Brunnen von Riedhausen in die Schussen bei Berg. Von dort bilden Schussen und Bodensee die Grenze bis zurück nach Petershausen.

Die jeweiligen Grafen von Heiligenberg besaßen nur in einem kleinen Teil ihrer Grafschaft die Grundherrschaft mit dem Niedergericht. Dagegen übten sie bis ins 18. Jahrhundert in ihrer Grafschaft die hohe Gerichtsbarkeit aus, abgesehen von den freien Reichsstädten Überlingen, Pfullendorf, Meersburg und Markdorf. Erst im 17. und 18. Jahrhundert verkauften sie ihre Hochgerichtsrechte über weitere Gebiete an die dort herrschenden Klöster und Städte.

Im Zuge der Mediatisierung Anfang des 19. Jahrhunderts fiel ein Großteil der ehemaligen Grafschaft an das Großherzogtum Baden, vor allem an den späteren Landkreis Überlingen. Heute liegt das Gebiet im Bodenseekreis und im Süden des Landkreises Sigmaringen. 
von Heiligenberg, Konrad II (I51290)
 
50265 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Heiligenberg

Grafschaft Heiligenberg

Die Grafschaft Heiligenberg war eine Grafschaft am nordwestlichen Ufer des Bodensees. Residenz war das Schloss Heiligenberg.

Geschichte
Die Grafschaft entstand aus der frühmittelalterlichen Grafschaft Linzgau, die im Jahr 1135 die Grafen von Heiligenberg erhielten. Von diesen ging sie 1277 an die Grafen von Werdenberg und 1535 an die Fürstenberger. Im Lauf des Mittelalters ging der Name des Grafensitzes Heiligenberg auf die ganze Grafschaft über, so dass der Name Linzgau durch den Begriff Grafschaft Heiligenberg verdrängt wurde.

Der Umfang im Mittelalter wird zum Beispiel in einem Lehnsbrief König Wenzels von 1382 für Graf Albrecht von Werdenberg beschrieben: Die Grenze verlief von der Rheinbrücke beim Kloster Petershausen (Stadt Konstanz), zur Linde in Dingelsdorf, über den See nach Ludwigshafen, von dort über Nesselwangen zum Grauen Stein an der Landstraße zwischen Ruhestetten und Aach-Linz. Weiter von einer Mühle bei Pfullendorf über einen Grenzstein bei Ostrach und den Brunnen von Riedhausen in die Schussen bei Berg. Von dort bilden Schussen und Bodensee die Grenze bis zurück nach Petershausen.

Die jeweiligen Grafen von Heiligenberg besaßen nur in einem kleinen Teil ihrer Grafschaft die Grundherrschaft mit dem Niedergericht. Dagegen übten sie bis ins 18. Jahrhundert in ihrer Grafschaft die hohe Gerichtsbarkeit aus, abgesehen von den freien Reichsstädten Überlingen, Pfullendorf, Meersburg und Markdorf. Erst im 17. und 18. Jahrhundert verkauften sie ihre Hochgerichtsrechte über weitere Gebiete an die dort herrschenden Klöster und Städte.

Im Zuge der Mediatisierung Anfang des 19. Jahrhunderts fiel ein Großteil der ehemaligen Grafschaft an das Großherzogtum Baden, vor allem an den späteren Landkreis Überlingen. Heute liegt das Gebiet im Bodenseekreis und im Süden des Landkreises Sigmaringen. 
von Heiligenberg, Heinrich II (I61064)
 
50266 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Heiligenberg

Grafschaft Heiligenberg

Die Grafschaft Heiligenberg war eine Grafschaft am nordwestlichen Ufer des Bodensees. Residenz war das Schloss Heiligenberg.

Geschichte
Die Grafschaft entstand aus der frühmittelalterlichen Grafschaft Linzgau, die im Jahr 1135 die Grafen von Heiligenberg erhielten. Von diesen ging sie 1277 an die Grafen von Werdenberg und 1535 an die Fürstenberger. Im Lauf des Mittelalters ging der Name des Grafensitzes Heiligenberg auf die ganze Grafschaft über, so dass der Name Linzgau durch den Begriff Grafschaft Heiligenberg verdrängt wurde.

Der Umfang im Mittelalter wird zum Beispiel in einem Lehnsbrief König Wenzels von 1382 für Graf Albrecht von Werdenberg beschrieben: Die Grenze verlief von der Rheinbrücke beim Kloster Petershausen (Stadt Konstanz), zur Linde in Dingelsdorf, über den See nach Ludwigshafen, von dort über Nesselwangen zum Grauen Stein an der Landstraße zwischen Ruhestetten und Aach-Linz. Weiter von einer Mühle bei Pfullendorf über einen Grenzstein bei Ostrach und den Brunnen von Riedhausen in die Schussen bei Berg. Von dort bilden Schussen und Bodensee die Grenze bis zurück nach Petershausen.

Die jeweiligen Grafen von Heiligenberg besaßen nur in einem kleinen Teil ihrer Grafschaft die Grundherrschaft mit dem Niedergericht. Dagegen übten sie bis ins 18. Jahrhundert in ihrer Grafschaft die hohe Gerichtsbarkeit aus, abgesehen von den freien Reichsstädten Überlingen, Pfullendorf, Meersburg und Markdorf. Erst im 17. und 18. Jahrhundert verkauften sie ihre Hochgerichtsrechte über weitere Gebiete an die dort herrschenden Klöster und Städte.

Im Zuge der Mediatisierung Anfang des 19. Jahrhunderts fiel ein Großteil der ehemaligen Grafschaft an das Großherzogtum Baden, vor allem an den späteren Landkreis Überlingen. Heute liegt das Gebiet im Bodenseekreis und im Süden des Landkreises Sigmaringen. 
von Heiligenberg, Konrad I (I61065)
 
50267 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Heiligenberg

Grafschaft Heiligenberg

Die Grafschaft Heiligenberg war eine Grafschaft am nordwestlichen Ufer des Bodensees. Residenz war das Schloss Heiligenberg.

Geschichte
Die Grafschaft entstand aus der frühmittelalterlichen Grafschaft Linzgau, die im Jahr 1135 die Grafen von Heiligenberg erhielten. Von diesen ging sie 1277 an die Grafen von Werdenberg und 1535 an die Fürstenberger. Im Lauf des Mittelalters ging der Name des Grafensitzes Heiligenberg auf die ganze Grafschaft über, so dass der Name Linzgau durch den Begriff Grafschaft Heiligenberg verdrängt wurde.

Der Umfang im Mittelalter wird zum Beispiel in einem Lehnsbrief König Wenzels von 1382 für Graf Albrecht von Werdenberg beschrieben: Die Grenze verlief von der Rheinbrücke beim Kloster Petershausen (Stadt Konstanz), zur Linde in Dingelsdorf, über den See nach Ludwigshafen, von dort über Nesselwangen zum Grauen Stein an der Landstraße zwischen Ruhestetten und Aach-Linz. Weiter von einer Mühle bei Pfullendorf über einen Grenzstein bei Ostrach und den Brunnen von Riedhausen in die Schussen bei Berg. Von dort bilden Schussen und Bodensee die Grenze bis zurück nach Petershausen.

Die jeweiligen Grafen von Heiligenberg besaßen nur in einem kleinen Teil ihrer Grafschaft die Grundherrschaft mit dem Niedergericht. Dagegen übten sie bis ins 18. Jahrhundert in ihrer Grafschaft die hohe Gerichtsbarkeit aus, abgesehen von den freien Reichsstädten Überlingen, Pfullendorf, Meersburg und Markdorf. Erst im 17. und 18. Jahrhundert verkauften sie ihre Hochgerichtsrechte über weitere Gebiete an die dort herrschenden Klöster und Städte.

Im Zuge der Mediatisierung Anfang des 19. Jahrhunderts fiel ein Großteil der ehemaligen Grafschaft an das Großherzogtum Baden, vor allem an den späteren Landkreis Überlingen. Heute liegt das Gebiet im Bodenseekreis und im Süden des Landkreises Sigmaringen. 
von Heiligenberg, Heinrich I (I61066)
 
50268 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Saarbrücken

Die Grafschaft Saarbrücken war ein reichsunmittelbares Territorium des Heiligen Römischen Reiches im deutschen Südwesten mit der Residenzstadt Saarbrücken, das seit dem Hochmittelalter bestand. Im Jahr 1381 wurde die Grafschaft mit Gebieten des Hauses Nassau vereinigt. Unter nassauischer Herrschaft wurde Nassau-Saarbrücken mehrfach neu abgeteilt, erstmals 1442. Nach dem Ersten Koalitionskrieg fiel Nassau-Saarbrücken 1798 de facto und 1801 de jure an Frankreich.

Simon IV. erbte von seinem Vater die Herrschaft Commercy an der Maas und 1274 von seiner Mutter Mathilde die Grafschaft Saarbrücken. Unter seinen Nachkommen, den „Grafen von Saarbrücken-Commercy“, bestanden fortan zwei Besitzschwerpunkte: Die französischsprachige Herrschaft Commercy und die deutschsprachige Grafschaft Saarbrücken. Die Grafen begabten 1322 die Doppelstadt Saarbrücken und St. Johann und 1324 auch die Stadt Commercy mit städtischen Freiheiten. Anlässlich einer Erbteilung 1341 verblieb den Grafen nur noch die Hälfte der Herrschaft Commercy, die andere Hälfte fiel an die Herren von Saarbrücken-Commercy, deren Linie bis 1525 bestand. 1354 musste die Grafschaft Saarbrücken mit Ausnahme der Burg Saarbrücken auf drei Jahre an Erzbischof Balduin von Trier verpfändet werden. 1381 starb das Grafenhaus in männlicher Linie aus. Die Erbtochter Johanna, die im gleichen Jahr starb, wurde beerbt von ihrem Sohn Philipp aus der Ehe mit Graf Johann I. von Nassau-Weilburg. 
von Saarbrücken-Commercy, Simon (I21740)
 
50269 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_von_Lechsgemünd-Graisbach

Grafschaft von Lechsgemünd-Graisbach

Die Grafen von Lechsgemünd waren ein mächtiges fränkisch-bayerisches Adelsgeschlecht im Mittelalter, das seinen Sitz ursprünglich auf der Burg Lechsend (Lechsgemünd) hatte, die in der Nähe der Lechmündung gelegen war. Einen Kilometer nordöstlich davon besaßen sie die Donaubrücke in Marxheim. Wegen eines sie betreffenden Zollstreits mit Regensburg wurde die Burg Lechsend 1248 zerstört, die Grafen zogen auf die Burg Graisbach. Marxheim blieb Zentrum des von den Grafen regierten Sualafeldgaues. Im 11. und 12. Jahrhundert stifteten die Lechsgemünder mehrere Klöster und erbten Gebiete im Alpenraum. Sie sind 1327 mit dem Eichstätter Bischof Gebhard III. von Graisbach erloschen.

Geschichte der Grafenfamilie
Die Ursprünge des Geschlechts sind nicht genau bestimmbar. Einige Quellen sprechen dafür, dass es im 11. Jahrhundert durch Kuno I. († 1092), der selbst Sohn von Heinrich II., des Grafen an der Pegnitz, war, begründet wurde. Kuno hatte jedoch noch nicht die Gaugrafenwürde inne. Ob tatsächlich eine genealogische Verbindung zwischen Kuno und dem Lechsgemünder Geschlecht bestand, ist jedoch umstritten. Belegt ist auch ein Heinrich (I.) von Lechsgemünd, der 1078 starb; über Vorfahren und Nachkommen gibt es jedoch keine Belege. In seine Zeit fällt auch der erste Beleg für die Burg Lechsgemünd als Stammsitz des Adelsgeschlechts.

Die Grafen von Lechsgemünd waren die ganze Familiengeschichte über treue Anhänger der Stauferkaiser. 1035 ist ein Leodegar urkundlich als Gaugraf im Sualafeldgau erwähnt. Ob und wie dieser Leodegar zu den Lechsgemündern gezählt werden darf ist nicht beweisbar. Dieser stiftete 1035 das Kloster St. Walburg in Eichstätt.

Auf dem Höhepunkt ihrer Macht waren die Grafen im 11. und 12. Jahrhundert, als sie nicht nur über den Sualafeldgau, sondern auch über Besitzungen im Alpenraum verfügten. Diese Besitzungen brachte vermutlich Gräfin Willibirg von Treffen (aus dem Geschlecht der Grafen von Veringen) in die Ehe mit Heinrich von Lechsgemünd ein. Im 12. Jahrhundert verwalteten die Grafen von Lechsgemünd außerdem den Oberpinzgau als Lehen vom Herzogtum Bayern und gründeten in dieser Zeit auch das Schloss Mittersill und das Schloss Lengberg (beide 1207 an den Salzburger Erzbischof verkauft, zusammen mit Matrei in Osttirol und dem dortigen Schloss Weißenstein).

1133 wurde das Kloster Kaisheim von Graf Heinrich II. von Lechsgemünd gegründet; die Abstammung Heinrichs ist jedoch nicht sicher bekannt. 1240/41 gründete Berthold/Berchtold I. von Lechsgemünd in Niederschönenfeld das Zisterzienserinnenkloster, in dem sich heute eine Justizvollzugsanstalt befindet. 1248 ließ er an der Marxheimer Donaubrücke eine Zollstation errichten. Die Regensburger Kaufleute waren jedoch nicht mit den Zollgebühren einverstanden und ließen die Burg Lechsend zerstören, worauf die Grafenfamilie ins benachbarte Graisbach umzog. Die Marxheimer Burganlage wurde nicht wieder aufgebaut. Seit dieser Zeit nannten sie sich Grafen von Lechsgemünd-Graisbach.

1327 starb der letzte männliche Nachkomme des Hauses Lechsgemünd mit Gebhard III. von Graisbach als Bischof von Eichstätt. Bereits 1324 war mit Berthold III. von Graisbach der letzte weltliche männliche Vertreter des Geschlechts verstorben. 1342 fiel der gesamte Besitz der Grafen von Lechsgemünd an die Wittelsbacher.

Grablege des Grafenhauses Lechsgemünd-Graisbach und einiger seiner Ministerialenfamilien war das Kloster Kaisheim.

Erbschenken von Graisbach waren aufgrund der Verlehnung des Amtes durch die Pfalzgrafen bei Rhein seit 1753 die Freiherren von Hacke. Ihr Amtsgut war das in der Grafschaft gelegene Schweinspoint, das 1629 zur Herrschaft erhoben worden war.

Ministeriale und Hofämter
Von ihren Burgen aus geboten die Grafen von Lechsgemünd-Graisbach über eine ungewöhnlich große Zahl von Ministerialen und adeligen Dienstleuten (Möhren, Otting, Fünfstetten, Burgheim, Hütting, Straß u. a.).

Die vier gräflichen Hofämter hatten die sogenannten Knollen von Gansheim als Erbkämmerer, die Ritter von Graisbach und Altisheim als Erbtruchsesse, die Edlen von Schweinspoint als Erbschenken und die Herren von Meilenhart als Erbmarschälle inne. 
von Lechsgemünd, Heinrich IV. (I11791)
 
50270 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grünenberg_(Adelsgeschlecht)

Mutmassliche Ahnen und Vorfahren der Freiherren von Grünenberg
Im Jahr 1192 traten drei Brüder als Ministerialen der Kirche von Konstanz in Erscheinung. Hugo von Grünenberg, 1176 erstmals erwähnt, übertrug vor dem 25. März 1192 zusammen mit seinem Bruder Conrad ein Gut in Bankholzen und ein Gut in Bohlingen an das Domkapitel von Konstanz. Die beiden Güter waren Leibgedinge ihres Bruders, des Schenken Arnold II., für dessen Ehefrau. Hugo war zuvor in die Konfraternität aufgenommen und mit einer Pfründe ausgestattet worden. Er erhielt eine Wohnstätte (curia canonicalis). Der damalige Bischof Diethelm von Krenkingen überliess die beiden Güter durch die Hand des Dompropstes Ulrich dem Hugo von Grünenberg als Lehen (feodum claustralis). Der Vater der drei Brüder, Arnold I., wurde 1162 als Ministeriale der Kirche von Konstanz erwähnt. Seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts lassen sich am Hofe des Konstanzer Bischofs die klassischen vier Hofämter des Marschalls, des Truchsessen, des Kämmerers und des Schenken nachweisen. Diese Ämter waren überwiegend mit Hochstiftsministerialen besetzt. Sie trugen den Titel "ministerialis ecclesiae Constantiensis". Arnold II. war als Schenk einer der Träger dieser vier Hofämter. Es wird vermutet, dass er der Vater von Heinrich I. von Grünenberg gewesen sein könnte, der 1224 im oberen Aargau in Erscheinung trat. Die Familie hatte ihren Sitz auf der Burg Grünenberg, dem späteren Kloster Grünenberg in Bankholzen auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Moos (am Bodensee). Die Familie nannte sich auch "von Bankholzen".

Die Freiherren von Langenstein, von denen sehr wenig bekannt ist, gehörten vermutlich zum alteingesessenen Adel in der Gegend des heutigen Bernischen Oberaargaus und des Luzerner Hinterlandes. Sie traten 1194 in Erscheinung, indem sie das Zisterzienserkloster Sankt Urban gründeten und mit reichlich Grundbesitz aus ihrem Eigentum ausstatteten. Wenig später starben sie aus. Vermutlich über eine Erbtochter fiel der allergrösste Teil der langensteinischen Herrschaft an die Freiherren von Grünenberg. Ein kleinerer Teil aus dem Besitz der Langenstein gelangte über frühere Mitgiften in die Hände der Ritter von Luternau und der Freiherren von Balm.

Die Grünenberg im oberen Aargau
Den Freiherren von Grünenberg gehörte die gleichnamige Adelsherrschaft in der Zeit des 12. bis zu Beginn des 15. Jahrhunderts sowie drei einzelne Burganlagen im dreiteiligen Burgenkomplex Langenstein, Schnabelburg und Grünenberg in der Gemeinde Melchnau (Kanton Bern, Schweiz). Die Adelsherrschaft bestand aus grund- und gerichtsherrschaftlichem Eigentum, zu dem die Dörfer Melchnau, Gondiswil, Madiswil, Busswil, Leimiswil und Reisiswil gehörten.

Daran fügte sich im 14. und 15. Jahrhundert entsprechend dem weiten Aktionsfeld der Grünenberg vom Zürichsee bis ins Berner Oberland sowie im Südbadischen weiterer Besitz: Durch Heirat erworbene Herrschaften (zum Beispiel Burg und Dorf Aarwangen), Lehen (das sanktgallische Meieramt im Dorf Rohrbach, das kyburgische Dorf Bleienbach) sowie habsburgischer und kyburgischer Pfandbesitz, so unter anderem das Städtchen Huttwil, das Innere Amt Wolhusen (Entlebuch), Burg und Stadt Rothenburg, das Städtchen Wangen an der Aare. Im Burgdorferkrieg nahmen die Berner 1383 eine der Burgen auf dem Melchnauer Schlossberg, nach der Überlieferung die Grünenberg, und „brachen“ sie (das heisst, sie versetzten sie in einen verteidigungsunfähigen Zustand). Nach den archäologischen Untersuchungen in den 1990er Jahren wurde keine der drei Anlagen damals zerstört („geschleift“). Die Stadt Bern setzte jedoch ein Öffnungsrecht für die Burg Grünenberg durch.

Als Gefolgsleute der Habsburger nahmen auch Vertreter der Familie an der Schlacht bei Sempach teil. Der Name Hans oder Johans von Grünenberg erscheint unter den Gefallenen in den Chroniken des 15. Jahrhunderts sowie in der Schlachtkappelle von Sempach. Dessen Einordnung in die Familie ist unklar.

Die Grünenberg im Südbadischen
Die Grünenberg als Eigentümer von Wasserschloss und Herrschaft Binzen (bei Lörrach)
Die Grünenberg als Oberschultheissen der Stadt Breisach
Die Erben und Rechtsnachfolger
Der letzte männliche Vertreter der Freiherrenfamilie, Wilhelm von Grünenberg, verkaufte 1432 Burg und Herrschaft Aarwangen um 8'000 Gulden der Stadt Bern. Im Zuge des Alten Zürichkrieges, den Grünenberg auf der Seite Habsburg-Österreichs und der Stadt Zürich bestritt, annektierte die Stadt Bern 1444 die Burg Grünenberg und richtete dort eine kleine Landvogtei ein, die nur wenig später mit der benachbarten und deutlich grösseren Landvogtei Aarwangen zusammengelegt wurde.

Über seine Töchter gelangte der verbliebene Teil der Herrschaft nach Wilhelms Tod an verschiedene Schwiegersöhne. Im Laufe von nur wenigen Jahren fielen diese Erbteile, in den Quellen die „Herrschaft Langenstein“ genannt, in die Hände der Familie von Luternau. 1480 mussten diese die Burg Langenstein und den verbliebenen Teil der ehemals grünenbergischen Herrschaft ebenfalls der Stadt Bern verkaufen. Die drei Burgen wurden dem Verfall überlassen und als Steinbruch genutzt. An der Stelle der Burg Langenstein wurde zudem im 19. Jahrhundert zusätzlich Sandstein gebrochen, so dass der ursprüngliche Burghof heute vollständig abgetragen ist. 
von Grünenberg, Ritter Rudolf (I59911)
 
50271 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grünenberg_(Adelsgeschlecht)

Mutmassliche Ahnen und Vorfahren der Freiherren von Grünenberg
Im Jahr 1192 traten drei Brüder als Ministerialen der Kirche von Konstanz in Erscheinung. Hugo von Grünenberg, 1176 erstmals erwähnt, übertrug vor dem 25. März 1192 zusammen mit seinem Bruder Conrad ein Gut in Bankholzen und ein Gut in Bohlingen an das Domkapitel von Konstanz. Die beiden Güter waren Leibgedinge ihres Bruders, des Schenken Arnold II., für dessen Ehefrau. Hugo war zuvor in die Konfraternität aufgenommen und mit einer Pfründe ausgestattet worden. Er erhielt eine Wohnstätte (curia canonicalis). Der damalige Bischof Diethelm von Krenkingen überliess die beiden Güter durch die Hand des Dompropstes Ulrich dem Hugo von Grünenberg als Lehen (feodum claustralis). Der Vater der drei Brüder, Arnold I., wurde 1162 als Ministeriale der Kirche von Konstanz erwähnt. Seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts lassen sich am Hofe des Konstanzer Bischofs die klassischen vier Hofämter des Marschalls, des Truchsessen, des Kämmerers und des Schenken nachweisen. Diese Ämter waren überwiegend mit Hochstiftsministerialen besetzt. Sie trugen den Titel "ministerialis ecclesiae Constantiensis". Arnold II. war als Schenk einer der Träger dieser vier Hofämter. Es wird vermutet, dass er der Vater von Heinrich I. von Grünenberg gewesen sein könnte, der 1224 im oberen Aargau in Erscheinung trat. Die Familie hatte ihren Sitz auf der Burg Grünenberg, dem späteren Kloster Grünenberg in Bankholzen auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Moos (am Bodensee). Die Familie nannte sich auch "von Bankholzen".

Die Freiherren von Langenstein, von denen sehr wenig bekannt ist, gehörten vermutlich zum alteingesessenen Adel in der Gegend des heutigen Bernischen Oberaargaus und des Luzerner Hinterlandes. Sie traten 1194 in Erscheinung, indem sie das Zisterzienserkloster Sankt Urban gründeten und mit reichlich Grundbesitz aus ihrem Eigentum ausstatteten. Wenig später starben sie aus. Vermutlich über eine Erbtochter fiel der allergrösste Teil der langensteinischen Herrschaft an die Freiherren von Grünenberg. Ein kleinerer Teil aus dem Besitz der Langenstein gelangte über frühere Mitgiften in die Hände der Ritter von Luternau und der Freiherren von Balm.

Die Grünenberg im oberen Aargau
Den Freiherren von Grünenberg gehörte die gleichnamige Adelsherrschaft in der Zeit des 12. bis zu Beginn des 15. Jahrhunderts sowie drei einzelne Burganlagen im dreiteiligen Burgenkomplex Langenstein, Schnabelburg und Grünenberg in der Gemeinde Melchnau (Kanton Bern, Schweiz). Die Adelsherrschaft bestand aus grund- und gerichtsherrschaftlichem Eigentum, zu dem die Dörfer Melchnau, Gondiswil, Madiswil, Busswil, Leimiswil und Reisiswil gehörten.

Daran fügte sich im 14. und 15. Jahrhundert entsprechend dem weiten Aktionsfeld der Grünenberg vom Zürichsee bis ins Berner Oberland sowie im Südbadischen weiterer Besitz: Durch Heirat erworbene Herrschaften (zum Beispiel Burg und Dorf Aarwangen), Lehen (das sanktgallische Meieramt im Dorf Rohrbach, das kyburgische Dorf Bleienbach) sowie habsburgischer und kyburgischer Pfandbesitz, so unter anderem das Städtchen Huttwil, das Innere Amt Wolhusen (Entlebuch), Burg und Stadt Rothenburg, das Städtchen Wangen an der Aare. Im Burgdorferkrieg nahmen die Berner 1383 eine der Burgen auf dem Melchnauer Schlossberg, nach der Überlieferung die Grünenberg, und „brachen“ sie (das heisst, sie versetzten sie in einen verteidigungsunfähigen Zustand). Nach den archäologischen Untersuchungen in den 1990er Jahren wurde keine der drei Anlagen damals zerstört („geschleift“). Die Stadt Bern setzte jedoch ein Öffnungsrecht für die Burg Grünenberg durch.

Als Gefolgsleute der Habsburger nahmen auch Vertreter der Familie an der Schlacht bei Sempach teil. Der Name Hans oder Johans von Grünenberg erscheint unter den Gefallenen in den Chroniken des 15. Jahrhunderts sowie in der Schlachtkappelle von Sempach. Dessen Einordnung in die Familie ist unklar.

Die Grünenberg im Südbadischen
Die Grünenberg als Eigentümer von Wasserschloss und Herrschaft Binzen (bei Lörrach)
Die Grünenberg als Oberschultheissen der Stadt Breisach
Die Erben und Rechtsnachfolger
Der letzte männliche Vertreter der Freiherrenfamilie, Wilhelm von Grünenberg, verkaufte 1432 Burg und Herrschaft Aarwangen um 8'000 Gulden der Stadt Bern. Im Zuge des Alten Zürichkrieges, den Grünenberg auf der Seite Habsburg-Österreichs und der Stadt Zürich bestritt, annektierte die Stadt Bern 1444 die Burg Grünenberg und richtete dort eine kleine Landvogtei ein, die nur wenig später mit der benachbarten und deutlich grösseren Landvogtei Aarwangen zusammengelegt wurde.

Über seine Töchter gelangte der verbliebene Teil der Herrschaft nach Wilhelms Tod an verschiedene Schwiegersöhne. Im Laufe von nur wenigen Jahren fielen diese Erbteile, in den Quellen die „Herrschaft Langenstein“ genannt, in die Hände der Familie von Luternau. 1480 mussten diese die Burg Langenstein und den verbliebenen Teil der ehemals grünenbergischen Herrschaft ebenfalls der Stadt Bern verkaufen. Die drei Burgen wurden dem Verfall überlassen und als Steinbruch genutzt. An der Stelle der Burg Langenstein wurde zudem im 19. Jahrhundert zusätzlich Sandstein gebrochen, so dass der ursprüngliche Burghof heute vollständig abgetragen ist. 
von Grünenberg, Ritter Marquart (I59913)
 
50272 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grünenberg_(Adelsgeschlecht)

Mutmassliche Ahnen und Vorfahren der Freiherren von Grünenberg
Im Jahr 1192 traten drei Brüder als Ministerialen der Kirche von Konstanz in Erscheinung. Hugo von Grünenberg, 1176 erstmals erwähnt, übertrug vor dem 25. März 1192 zusammen mit seinem Bruder Conrad ein Gut in Bankholzen und ein Gut in Bohlingen an das Domkapitel von Konstanz. Die beiden Güter waren Leibgedinge ihres Bruders, des Schenken Arnold II., für dessen Ehefrau. Hugo war zuvor in die Konfraternität aufgenommen und mit einer Pfründe ausgestattet worden. Er erhielt eine Wohnstätte (curia canonicalis). Der damalige Bischof Diethelm von Krenkingen überliess die beiden Güter durch die Hand des Dompropstes Ulrich dem Hugo von Grünenberg als Lehen (feodum claustralis). Der Vater der drei Brüder, Arnold I., wurde 1162 als Ministeriale der Kirche von Konstanz erwähnt. Seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts lassen sich am Hofe des Konstanzer Bischofs die klassischen vier Hofämter des Marschalls, des Truchsessen, des Kämmerers und des Schenken nachweisen. Diese Ämter waren überwiegend mit Hochstiftsministerialen besetzt. Sie trugen den Titel "ministerialis ecclesiae Constantiensis". Arnold II. war als Schenk einer der Träger dieser vier Hofämter. Es wird vermutet, dass er der Vater von Heinrich I. von Grünenberg gewesen sein könnte, der 1224 im oberen Aargau in Erscheinung trat. Die Familie hatte ihren Sitz auf der Burg Grünenberg, dem späteren Kloster Grünenberg in Bankholzen auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Moos (am Bodensee). Die Familie nannte sich auch "von Bankholzen".

Die Freiherren von Langenstein, von denen sehr wenig bekannt ist, gehörten vermutlich zum alteingesessenen Adel in der Gegend des heutigen Bernischen Oberaargaus und des Luzerner Hinterlandes. Sie traten 1194 in Erscheinung, indem sie das Zisterzienserkloster Sankt Urban gründeten und mit reichlich Grundbesitz aus ihrem Eigentum ausstatteten. Wenig später starben sie aus. Vermutlich über eine Erbtochter fiel der allergrösste Teil der langensteinischen Herrschaft an die Freiherren von Grünenberg. Ein kleinerer Teil aus dem Besitz der Langenstein gelangte über frühere Mitgiften in die Hände der Ritter von Luternau und der Freiherren von Balm.

Die Grünenberg im oberen Aargau
Den Freiherren von Grünenberg gehörte die gleichnamige Adelsherrschaft in der Zeit des 12. bis zu Beginn des 15. Jahrhunderts sowie drei einzelne Burganlagen im dreiteiligen Burgenkomplex Langenstein, Schnabelburg und Grünenberg in der Gemeinde Melchnau (Kanton Bern, Schweiz). Die Adelsherrschaft bestand aus grund- und gerichtsherrschaftlichem Eigentum, zu dem die Dörfer Melchnau, Gondiswil, Madiswil, Busswil, Leimiswil und Reisiswil gehörten.

Daran fügte sich im 14. und 15. Jahrhundert entsprechend dem weiten Aktionsfeld der Grünenberg vom Zürichsee bis ins Berner Oberland sowie im Südbadischen weiterer Besitz: Durch Heirat erworbene Herrschaften (zum Beispiel Burg und Dorf Aarwangen), Lehen (das sanktgallische Meieramt im Dorf Rohrbach, das kyburgische Dorf Bleienbach) sowie habsburgischer und kyburgischer Pfandbesitz, so unter anderem das Städtchen Huttwil, das Innere Amt Wolhusen (Entlebuch), Burg und Stadt Rothenburg, das Städtchen Wangen an der Aare. Im Burgdorferkrieg nahmen die Berner 1383 eine der Burgen auf dem Melchnauer Schlossberg, nach der Überlieferung die Grünenberg, und „brachen“ sie (das heisst, sie versetzten sie in einen verteidigungsunfähigen Zustand). Nach den archäologischen Untersuchungen in den 1990er Jahren wurde keine der drei Anlagen damals zerstört („geschleift“). Die Stadt Bern setzte jedoch ein Öffnungsrecht für die Burg Grünenberg durch.

Als Gefolgsleute der Habsburger nahmen auch Vertreter der Familie an der Schlacht bei Sempach teil. Der Name Hans oder Johans von Grünenberg erscheint unter den Gefallenen in den Chroniken des 15. Jahrhunderts sowie in der Schlachtkappelle von Sempach. Dessen Einordnung in die Familie ist unklar.

Die Grünenberg im Südbadischen
Die Grünenberg als Eigentümer von Wasserschloss und Herrschaft Binzen (bei Lörrach)
Die Grünenberg als Oberschultheissen der Stadt Breisach
Die Erben und Rechtsnachfolger
Der letzte männliche Vertreter der Freiherrenfamilie, Wilhelm von Grünenberg, verkaufte 1432 Burg und Herrschaft Aarwangen um 8'000 Gulden der Stadt Bern. Im Zuge des Alten Zürichkrieges, den Grünenberg auf der Seite Habsburg-Österreichs und der Stadt Zürich bestritt, annektierte die Stadt Bern 1444 die Burg Grünenberg und richtete dort eine kleine Landvogtei ein, die nur wenig später mit der benachbarten und deutlich grösseren Landvogtei Aarwangen zusammengelegt wurde.

Über seine Töchter gelangte der verbliebene Teil der Herrschaft nach Wilhelms Tod an verschiedene Schwiegersöhne. Im Laufe von nur wenigen Jahren fielen diese Erbteile, in den Quellen die „Herrschaft Langenstein“ genannt, in die Hände der Familie von Luternau. 1480 mussten diese die Burg Langenstein und den verbliebenen Teil der ehemals grünenbergischen Herrschaft ebenfalls der Stadt Bern verkaufen. Die drei Burgen wurden dem Verfall überlassen und als Steinbruch genutzt. An der Stelle der Burg Langenstein wurde zudem im 19. Jahrhundert zusätzlich Sandstein gebrochen, so dass der ursprüngliche Burghof heute vollständig abgetragen ist. 
von Grünenberg, Ritter Heinrich (I59938)
 
50273 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grünenberg_(Adelsgeschlecht)

Mutmassliche Ahnen und Vorfahren der Freiherren von Grünenberg
Im Jahr 1192 traten drei Brüder als Ministerialen der Kirche von Konstanz in Erscheinung. Hugo von Grünenberg, 1176 erstmals erwähnt, übertrug vor dem 25. März 1192 zusammen mit seinem Bruder Conrad ein Gut in Bankholzen und ein Gut in Bohlingen an das Domkapitel von Konstanz. Die beiden Güter waren Leibgedinge ihres Bruders, des Schenken Arnold II., für dessen Ehefrau. Hugo war zuvor in die Konfraternität aufgenommen und mit einer Pfründe ausgestattet worden. Er erhielt eine Wohnstätte (curia canonicalis). Der damalige Bischof Diethelm von Krenkingen überliess die beiden Güter durch die Hand des Dompropstes Ulrich dem Hugo von Grünenberg als Lehen (feodum claustralis). Der Vater der drei Brüder, Arnold I., wurde 1162 als Ministeriale der Kirche von Konstanz erwähnt. Seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts lassen sich am Hofe des Konstanzer Bischofs die klassischen vier Hofämter des Marschalls, des Truchsessen, des Kämmerers und des Schenken nachweisen. Diese Ämter waren überwiegend mit Hochstiftsministerialen besetzt. Sie trugen den Titel "ministerialis ecclesiae Constantiensis". Arnold II. war als Schenk einer der Träger dieser vier Hofämter. Es wird vermutet, dass er der Vater von Heinrich I. von Grünenberg gewesen sein könnte, der 1224 im oberen Aargau in Erscheinung trat. Die Familie hatte ihren Sitz auf der Burg Grünenberg, dem späteren Kloster Grünenberg in Bankholzen auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Moos (am Bodensee). Die Familie nannte sich auch "von Bankholzen".

Die Freiherren von Langenstein, von denen sehr wenig bekannt ist, gehörten vermutlich zum alteingesessenen Adel in der Gegend des heutigen Bernischen Oberaargaus und des Luzerner Hinterlandes. Sie traten 1194 in Erscheinung, indem sie das Zisterzienserkloster Sankt Urban gründeten und mit reichlich Grundbesitz aus ihrem Eigentum ausstatteten. Wenig später starben sie aus. Vermutlich über eine Erbtochter fiel der allergrösste Teil der langensteinischen Herrschaft an die Freiherren von Grünenberg. Ein kleinerer Teil aus dem Besitz der Langenstein gelangte über frühere Mitgiften in die Hände der Ritter von Luternau und der Freiherren von Balm.

Die Grünenberg im oberen Aargau
Den Freiherren von Grünenberg gehörte die gleichnamige Adelsherrschaft in der Zeit des 12. bis zu Beginn des 15. Jahrhunderts sowie drei einzelne Burganlagen im dreiteiligen Burgenkomplex Langenstein, Schnabelburg und Grünenberg in der Gemeinde Melchnau (Kanton Bern, Schweiz). Die Adelsherrschaft bestand aus grund- und gerichtsherrschaftlichem Eigentum, zu dem die Dörfer Melchnau, Gondiswil, Madiswil, Busswil, Leimiswil und Reisiswil gehörten.

Daran fügte sich im 14. und 15. Jahrhundert entsprechend dem weiten Aktionsfeld der Grünenberg vom Zürichsee bis ins Berner Oberland sowie im Südbadischen weiterer Besitz: Durch Heirat erworbene Herrschaften (zum Beispiel Burg und Dorf Aarwangen), Lehen (das sanktgallische Meieramt im Dorf Rohrbach, das kyburgische Dorf Bleienbach) sowie habsburgischer und kyburgischer Pfandbesitz, so unter anderem das Städtchen Huttwil, das Innere Amt Wolhusen (Entlebuch), Burg und Stadt Rothenburg, das Städtchen Wangen an der Aare. Im Burgdorferkrieg nahmen die Berner 1383 eine der Burgen auf dem Melchnauer Schlossberg, nach der Überlieferung die Grünenberg, und „brachen“ sie (das heisst, sie versetzten sie in einen verteidigungsunfähigen Zustand). Nach den archäologischen Untersuchungen in den 1990er Jahren wurde keine der drei Anlagen damals zerstört („geschleift“). Die Stadt Bern setzte jedoch ein Öffnungsrecht für die Burg Grünenberg durch.

Als Gefolgsleute der Habsburger nahmen auch Vertreter der Familie an der Schlacht bei Sempach teil. Der Name Hans oder Johans von Grünenberg erscheint unter den Gefallenen in den Chroniken des 15. Jahrhunderts sowie in der Schlachtkappelle von Sempach. Dessen Einordnung in die Familie ist unklar.

Die Grünenberg im Südbadischen
Die Grünenberg als Eigentümer von Wasserschloss und Herrschaft Binzen (bei Lörrach)
Die Grünenberg als Oberschultheissen der Stadt Breisach
Die Erben und Rechtsnachfolger
Der letzte männliche Vertreter der Freiherrenfamilie, Wilhelm von Grünenberg, verkaufte 1432 Burg und Herrschaft Aarwangen um 8'000 Gulden der Stadt Bern. Im Zuge des Alten Zürichkrieges, den Grünenberg auf der Seite Habsburg-Österreichs und der Stadt Zürich bestritt, annektierte die Stadt Bern 1444 die Burg Grünenberg und richtete dort eine kleine Landvogtei ein, die nur wenig später mit der benachbarten und deutlich grösseren Landvogtei Aarwangen zusammengelegt wurde.

Über seine Töchter gelangte der verbliebene Teil der Herrschaft nach Wilhelms Tod an verschiedene Schwiegersöhne. Im Laufe von nur wenigen Jahren fielen diese Erbteile, in den Quellen die „Herrschaft Langenstein“ genannt, in die Hände der Familie von Luternau. 1480 mussten diese die Burg Langenstein und den verbliebenen Teil der ehemals grünenbergischen Herrschaft ebenfalls der Stadt Bern verkaufen. Die drei Burgen wurden dem Verfall überlassen und als Steinbruch genutzt. An der Stelle der Burg Langenstein wurde zudem im 19. Jahrhundert zusätzlich Sandstein gebrochen, so dass der ursprüngliche Burghof heute vollständig abgetragen ist. 
von Grünenberg, Ritter Konrad (I61018)
 
50274 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grünenberg_(Adelsgeschlecht)

Mutmassliche Ahnen und Vorfahren der Freiherren von Grünenberg
Im Jahr 1192 traten drei Brüder als Ministerialen der Kirche von Konstanz in Erscheinung. Hugo von Grünenberg, 1176 erstmals erwähnt, übertrug vor dem 25. März 1192 zusammen mit seinem Bruder Conrad ein Gut in Bankholzen und ein Gut in Bohlingen an das Domkapitel von Konstanz. Die beiden Güter waren Leibgedinge ihres Bruders, des Schenken Arnold II., für dessen Ehefrau. Hugo war zuvor in die Konfraternität aufgenommen und mit einer Pfründe ausgestattet worden. Er erhielt eine Wohnstätte (curia canonicalis). Der damalige Bischof Diethelm von Krenkingen überliess die beiden Güter durch die Hand des Dompropstes Ulrich dem Hugo von Grünenberg als Lehen (feodum claustralis). Der Vater der drei Brüder, Arnold I., wurde 1162 als Ministeriale der Kirche von Konstanz erwähnt. Seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts lassen sich am Hofe des Konstanzer Bischofs die klassischen vier Hofämter des Marschalls, des Truchsessen, des Kämmerers und des Schenken nachweisen. Diese Ämter waren überwiegend mit Hochstiftsministerialen besetzt. Sie trugen den Titel "ministerialis ecclesiae Constantiensis". Arnold II. war als Schenk einer der Träger dieser vier Hofämter. Es wird vermutet, dass er der Vater von Heinrich I. von Grünenberg gewesen sein könnte, der 1224 im oberen Aargau in Erscheinung trat. Die Familie hatte ihren Sitz auf der Burg Grünenberg, dem späteren Kloster Grünenberg in Bankholzen auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Moos (am Bodensee). Die Familie nannte sich auch "von Bankholzen".

Die Freiherren von Langenstein, von denen sehr wenig bekannt ist, gehörten vermutlich zum alteingesessenen Adel in der Gegend des heutigen Bernischen Oberaargaus und des Luzerner Hinterlandes. Sie traten 1194 in Erscheinung, indem sie das Zisterzienserkloster Sankt Urban gründeten und mit reichlich Grundbesitz aus ihrem Eigentum ausstatteten. Wenig später starben sie aus. Vermutlich über eine Erbtochter fiel der allergrösste Teil der langensteinischen Herrschaft an die Freiherren von Grünenberg. Ein kleinerer Teil aus dem Besitz der Langenstein gelangte über frühere Mitgiften in die Hände der Ritter von Luternau und der Freiherren von Balm.

Die Grünenberg im oberen Aargau
Den Freiherren von Grünenberg gehörte die gleichnamige Adelsherrschaft in der Zeit des 12. bis zu Beginn des 15. Jahrhunderts sowie drei einzelne Burganlagen im dreiteiligen Burgenkomplex Langenstein, Schnabelburg und Grünenberg in der Gemeinde Melchnau (Kanton Bern, Schweiz). Die Adelsherrschaft bestand aus grund- und gerichtsherrschaftlichem Eigentum, zu dem die Dörfer Melchnau, Gondiswil, Madiswil, Busswil, Leimiswil und Reisiswil gehörten.

Daran fügte sich im 14. und 15. Jahrhundert entsprechend dem weiten Aktionsfeld der Grünenberg vom Zürichsee bis ins Berner Oberland sowie im Südbadischen weiterer Besitz: Durch Heirat erworbene Herrschaften (zum Beispiel Burg und Dorf Aarwangen), Lehen (das sanktgallische Meieramt im Dorf Rohrbach, das kyburgische Dorf Bleienbach) sowie habsburgischer und kyburgischer Pfandbesitz, so unter anderem das Städtchen Huttwil, das Innere Amt Wolhusen (Entlebuch), Burg und Stadt Rothenburg, das Städtchen Wangen an der Aare. Im Burgdorferkrieg nahmen die Berner 1383 eine der Burgen auf dem Melchnauer Schlossberg, nach der Überlieferung die Grünenberg, und „brachen“ sie (das heisst, sie versetzten sie in einen verteidigungsunfähigen Zustand). Nach den archäologischen Untersuchungen in den 1990er Jahren wurde keine der drei Anlagen damals zerstört („geschleift“). Die Stadt Bern setzte jedoch ein Öffnungsrecht für die Burg Grünenberg durch.

Als Gefolgsleute der Habsburger nahmen auch Vertreter der Familie an der Schlacht bei Sempach teil. Der Name Hans oder Johans von Grünenberg erscheint unter den Gefallenen in den Chroniken des 15. Jahrhunderts sowie in der Schlachtkappelle von Sempach. Dessen Einordnung in die Familie ist unklar.

Die Grünenberg im Südbadischen
Die Grünenberg als Eigentümer von Wasserschloss und Herrschaft Binzen (bei Lörrach)
Die Grünenberg als Oberschultheissen der Stadt Breisach
Die Erben und Rechtsnachfolger
Der letzte männliche Vertreter der Freiherrenfamilie, Wilhelm von Grünenberg, verkaufte 1432 Burg und Herrschaft Aarwangen um 8'000 Gulden der Stadt Bern. Im Zuge des Alten Zürichkrieges, den Grünenberg auf der Seite Habsburg-Österreichs und der Stadt Zürich bestritt, annektierte die Stadt Bern 1444 die Burg Grünenberg und richtete dort eine kleine Landvogtei ein, die nur wenig später mit der benachbarten und deutlich grösseren Landvogtei Aarwangen zusammengelegt wurde.

Über seine Töchter gelangte der verbliebene Teil der Herrschaft nach Wilhelms Tod an verschiedene Schwiegersöhne. Im Laufe von nur wenigen Jahren fielen diese Erbteile, in den Quellen die „Herrschaft Langenstein“ genannt, in die Hände der Familie von Luternau. 1480 mussten diese die Burg Langenstein und den verbliebenen Teil der ehemals grünenbergischen Herrschaft ebenfalls der Stadt Bern verkaufen. Die drei Burgen wurden dem Verfall überlassen und als Steinbruch genutzt. An der Stelle der Burg Langenstein wurde zudem im 19. Jahrhundert zusätzlich Sandstein gebrochen, so dass der ursprüngliche Burghof heute vollständig abgetragen ist. 
von Grünenberg, Ritter Arnold (I61019)
 
50275 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guermond_I._(Bethsan) (Sep 2017)

Guermont I. (auch Gremont; † nach 1174) war Herr von Bethsan im Königreich Jerusalem.

Er war der Sohn Adams II. von Bethsan aus dem französischen Adelsgeschlecht Béthune.[1] Spätestens 1161 folgte er seinem Vater als Herr von Bethsan.

Er wird zuletzt 1174 urkundlich genannt. Nach seinem Tod folgte ihm sein ältester Sohn Adam III. als Herr von Bethsan. 
von Bethsan (Béthune), Guermond I. (I9180)
 
50276 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guido_I._(Flandern) (Jun 2022)

Guido von Flandern (* um 1226; † 7. März 1305 in Compiègne) aus dem Hause Dampierre war regierender Graf von Flandern zur Zeit der Sporenschlacht.
Guido war der zweite Sohn von Gräfin Margarete II. von Flandern aus deren Beziehung zu Wilhelm II. von Dampierre. Nach dem Tod seines älteren Bruders Wilhelm in einem Turnier wurde Guido gemeinsam mit seiner Mutter Herrscher von Flandern. Er hatte gemeinsam mit dieser gegen die Abkömmlinge seiner Mutter aus deren erster Ehe aus dem Hause Avesnes zu kämpfen. Im Erbfolgekrieg von Flandern und Hennegau geriet er nach der verlorenen Schlacht bei Westkapelle 1253 in Gefangenschaft. Durch die Vermittlung von König Ludwig IX. von Frankreich kam er 1256 wieder frei.
Er erwarb 1263 für Flandern die vorher schon einmal verbundene Grafschaft Namur zurück. 1270 nahm er am Siebten Kreuzzug teil.

Guidos Kampf um die Unabhängigkeit Flanderns
Ludwigs Nachfolger König Philipp der Schöne von Frankreich, der seit 1285 regierte, stützte seinen Einfluss in Flandern nun vor allem auf die Patrizier in den Städten. Obwohl diese ihre wirtschaftliche und politische Stärke durch ihren Tuchhandel mit England begründeten, waren sie auf gute Beziehungen mit dem König bedacht, der ihre Handelsprivilegien mit England akzeptierte und sie vor dem Zugriff eines starken Grafen schützte. Graf Guido strebte nun danach, seine gräfliche Würde zu ihrer alten fast souveränen Stellung zurückzuführen und sich vom königlichen Einfluss zu befreien.
In König Eduard I. von England fand er einen Verbündeten gegen Philipp IV., da dessen Interessen ähnlicher Natur waren. Im Jahr 1294 nahm Graf Guido enge diplomatische Beziehungen zu Eduard auf und verlobte eine seiner Töchter mit dem Prince oof Wales. Philipp verweigerte dazu erwartungsgemäß die notwendige Einwilligung, und Guido musste nachhaltige Treue schwören, setzte trotzdem seine Politik fort und gewann in Grammont im Dezember 1296 den deutschen König Adolf von Nassau, der ein Erstarken Frankreichs im lothringisch-niederländischen Raum verhindern wollte, und weitere Reichsfürsten für seine Sache. Nachdem Philipp den Grafen aufforderte, diese Handlungen zu erklären, kündigte dieser am 20. Januar 1297 sein Vasallitätsverhältnis zu Frankreich auf. Der König berief darauf ein Pairsgericht ein, welches den Grafen wegen Hochverrats und der Felonie verurteilte und ihm sein Lehen entzog. Weiterhin erreichte Philipp beim Papst die Verhängung des Kirchenbanns über Graf Guido und des Interdikts über Flandern.
Die militärische Bekämpfung des antifranzösischen Bündnisses ging Philipp entschlossen an. Graf Robert II. von Artois führte ein Heer nach Flandern, mit dem er eine Stadt nach der anderen, darunter Kortrijk, Dünkirchen, Bergen und Brügge, einnehmen konnte. Begünstigt wurden diese schnellen Erfolge durch die für Frankreich positiv gesinnten Patrizier und der dem Grafen Guido versagten Unterstützung des deutschen Königs, der nach einer Zahlung französischen Goldes und aufgrund päpstlichem Drucks trotz seines Bündnisses mit Flandern und England auf einen Krieg verzichtete.
Am 20. August 1297 kam es bei Veurne (Furnes) zur Schlacht, in der die Franzosen unter Robert von Artois über das flämische Heer siegten. Nachdem die königlichen Truppen am 26. August 1297 Lille eingenommen hatten, war Graf Guido, der sich nur noch in Gent halten konnte, bereit, einen Waffenstillstand einzugehen, der unter päpstlicher Vermittlung am 9. Oktober in Vyve-Saint-Bavon geschlossen und 1298 in Tournai um zwei Jahre verlängert wurde.
Nach Auslaufen des Waffenstillstandes im Jahr 1300 gab Guido den Kampf auf. Bereits ein Jahr zuvor wurde sein einzig wirklicher Bündnispartner, Graf Heinrich III. von Bar, gefangen genommen und Eduard I. versöhnte sich mit Frankreich, nachdem Philipp die Besetzung der Guyenne, die seinem Bruder Karl von Valois wenige Jahre zuvor gelungen war, aufgehoben hatte. Eine Weiterführung des Kampfes war für den Grafen unter diesen Umständen aussichtslos. Trotz des Ehrenwortes Karls von Valois auf ein freies Geleit wurde Guido mit seinem ältesten Sohn Robert von Béthune bei der Zusammenkunft mit dem König von diesem in ritterliche Haft genommen, Guido in Compiègne, Robert in Bourges. Flandern wurde der Verwaltung königlicher Statthalter anvertraut. Philipp erschien persönlich 1301 in Flandern, wo er die Seeblockade Gents durch Eduard I. von England auflöste und neue Festungen anlegte. In einem 1301 in Brügge unterzeichneten Vertrag wurden die neuen Herrschaftsverhältnisse bestimmt.
Trotz dieses Erfolgs büßte die Krone in der flämischen Bevölkerung schnell an Ansehen und Rückhalt ein. Ausschlaggebend war hier Philipps rigide Finanzpolitik, der trotz des Endes des Krieges die erhobene Kriegssteuer nicht abschaffen wollte. Dies versetzte die schon seit längerem sozial benachteiligten Handwerker in Aufruhr, welche einige Häuser der wohlhabenden Patrizier und Tuchhändler angriffen. Daraufhin ließ der Statthalter Jacques de Châtillon die Städte Brügge und Gent mit einer Besatzung versehen. Doch am Morgenläuten des 18. Mai 1302 drangen die Bürger von Brügge in die Unterkünfte der königlichen Soldaten ein und töteten wahrscheinlich mehrere Hundert von ihnen.
Der Aufstand ergriff alle flämischen Städte, die sich hinter Johann I. von Namur und Guido von Namur, zwei jüngeren Söhnen Guidos, sammelten. Philipp reagierte darauf mit der Entsendung eines Heeres unter Robert von Artois. Wider Erwarten wurden die französischen Ritter am 11. Juli 1302 in der Sporenschlacht bei Kortrijk (Coutrai) von dem Bürgerheer der Flamen vernichtend geschlagen, in der mehr als siebenhundert Ritter ihr Leben verloren, darunter die gesamte militärische Führung Frankreichs, unter anderen auch Robert von Artois und Jacques de Châtillon.
Nach der Sporenschlacht wurde Guido für kurze Zeit freigelassen, um den Ausgleich zu verhandeln. Insofern kam es erneut zum Krieg mit Frankreich und zur Vernichtung der flämischen Flotte 1304. Guido kam erneut in französische Gefangenschaft, in der er 1305 in Compiègne verstarb. Sein Leichnam wurde nach Flandern überführt und in der Abtei von Flines-lez-Raches begraben. 
von Flandern (Dampierre), Graf Guido (Guy) I. (I8509)
 
50277 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guido_von_Ibelin_(Konstabler_von_Zypern) (Sep 2023)

Sein Vater war ein mächtiger Baron aus dem Königreich Jerusalem und seit 1227 Regent von Zypern. 1228 wurde Johann vom römisch-deutschen Kaiser Friedrich II. abgesetzt, der selbst die Herrschaft über Zypern beanspruchte. Johann führte daraufhin den bewaffneten Widerstand (Lombardenkrieg) gegen die Herrschaftsansprüche des Kaisers in Outremer.

In jungen Jahren kämpfte Guido am 15. Juni 1232 in der siegreichen Schlacht bei Agridi gegen die Truppen des kaiserlichen Statthalters Richard Filangieri, in der eine Invasion Zyperns verhindert werden konnte. Später, spätestens 1248, wurde er von König Heinrich I. zum Marschall von Zypern ernannt.

Zusammen mit seinem Bruder, Seneschall Balduin von Ibelin, führte Guido die zypriotische Ritterschaft ab 1249 auf den Kreuzzug Ludwigs IX. von Frankreich nach Ägypten (Sechster Kreuzzug). Dort gerieten beide allerdings im April 1250 in die Gefangenschaft der Mamluken. In der Zeit ihrer Gefangenschaft verübten die Mamluken in Ägypten am 1. Mai 1250 einen Staatsstreich und ermordeten Sultan Turan Schah. Die Mamluken ließen die Gefangenen wenige Tage später gegen ein Lösegeld frei.

Nachdem Guido nach Zypern zurückgekehrt war, wurde er 1250 vom König zum Konstabler (Connétable) ernannt. 
von Ibelin, Guido (I42854)
 
50278 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guido_von_Jaffa (Okt 2017)

Guido von Ibelin (* 1250 oder 1255; † 14. Februar 1304) war Titulargraf von Jaffa (als solcher auch Guido von Jaffa) im Königreich Jerusalem.

Er war ein jüngerer Sohn von Johann von Ibelin, Graf von Jaffa und dessen Gattin Maria von Armenien. Beim Tod seines Vaters 1266 hatte sein älterer Bruder Jakob dessen Titel und Ländereien geerbt.

Als im Frühjahr 1268 der Mamluken-Sultan von Ägypten, Baibars I., Jaffa angriff, kommandierte offenbar Guido die Verteidigung der Stadtfestung. Jaffa und die Templer-Burg Pelerin waren damals die einzigen noch verbliebenen Kreuzfahrer-Festungen südlich von Akkon. Guidos Vater hatte seit 1256 einen Nichtangriffspakt mit den Mamluken gehalten, den diese stets respektiert hatten. Jakob und Guido verließen sich darauf, dass Baibars auch nach Johanns Tod den Frieden halten werde. Daher war Jaffa Stadt, als das mamlukische Heer am 7. März vor ihr erschien, nur unzureichend zur Verteidigung gerüstet. Nach zwölfstündigem Kampf fiel die Stadt dem Sultan in die Hände. Viele der Einwohner wurden niedergemacht, nur Guido und der Besatzung, die sich mit ihm in der Zitadelle verschanzte wurde erlaubt, unbehelligt nach Akkon abzuziehen.[1]
Später begab er sich zu Verwandten nach Zypern. Nach dem kinderlosen Tod seines Bruders Jakob 1276 erbte er dessen Titularansprüche. 
von Ibelin (Jaffa), Guido (I9283)
 
50279 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guigues_V._(Forez)

Guigues V. († 1259) war Graf von Forez aus dem Haus Albon. Er war ein älterer Sohn des Grafen Guigues IV. von Forez.

Er war seit 1224 verheiratet mit Alix de Chacenay, mit der er aber keine Kinder hatte.

Als sein Vater 1241 auf der Rückreise von einem Kreuzzug starb, erbte Guigues V. von diesem die Grafschaft Forez. Kurz nach seinem Regierungsantritt geriet er in eine Auseinandersetzung mit seinem angeheirateten Onkel, Wilhelm von Baffie, um diverse Besitzrechte. Der Streit wurde 1244 nach einer Vermittlung König Ludwigs IX. des Heiligen vertraglich beigelegt. Baffie erhielt mehrere Burgen in Forez, für die er Guigues huldigte.

Guigues nahm ab 1248 am Sechsten Kreuzzug nach Ägypten unter König Ludwig IX. teil. Auf dem Vormarsch von Damiette nach Kairo 1249 wurde er in einem Gefecht gegen die Sarazenen verwundet, als er vom Pferd gestoßen wurde und sich dabei ein Bein brach.[1] Im weiteren Verlauf des Kreuzzuges fiel er wie auch der König in die Gefangenschaft der Mameluken. Er erreichte vermutlich im Oktober 1253 wieder seine Heimat.

Nach seinem Tod folgte ihm sein Bruder Rainald nach. 
von Forez, Guigues V. (I59020)
 
50280 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gundowald

Gundowald, auch Gundobald, Gundovald oder Gondovald (französisch Gombaud; † 585) war um 584 oder 585 als Usurpator König von Aquitanien; er wurde im Jahr 585 von König Guntram I. aus dem Geschlecht der Merowinger in Comminges gefangen genommen und getötet.[1]

Aufstand gegen Guntram
581 kam es im Frankenreich zu inneren Wirren, so dass eine Gruppe von Adligen die Entsendung Gundowalds bei Kaiser Tiberios erbat. Mit finanzieller Unterstützung durch dessen Nachfolger Maurikios, der hoffte, auf diese Weise wieder Einfluss in den einstigen Provinzen Galliens gewinnen zu können, kehrte Gundowald 582/83 als Prätendent ins Reich Guntrams zurück. Gundowald nahm mit seinem Heer einige Städte im südlichen Gallien ein und ließ sich schließlich zum König erheben. Doch inzwischen hatten sich innere Veränderungen ergeben, und die meisten Adligen versagten dem Usurpator die Unterstützung. Guntram, als legitimer Sohn Clothars König von Burgund, zog nun gegen Gundowald, den er als angeblichen Müller-Sohn "Ballomer" verunglimpfte, um zu betonen, dass der Prätendent in Wahrheit gar kein echter Merowinger sei. Gundowald floh nach Comminges, wo ihn seine verbliebenen Anhänger im Angesicht der Übermacht des Heeres von Guntram übergaben. Gundowald wurde hingerichtet, Guntram hatte seine Königswürde erfolgreich verteidigt, und der letzte dokumentierte Versuch des oströmischen Kaisers, in Gallien Einfluss zu nehmen, war gescheitert. 
Gundowald (I24042)
 
50281 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Güttingen_(Adelsgeschlecht)

Güttingen (Adelsgeschlecht)

Die Freiherren von Güttingen waren ein Thurgauer Adelsgeschlecht des 12. bis 14. Jahrhundert mit den Burgen Kachel und Moosburg bei Güttingen, in deren Umgebung sich auch ihr Besitz konzentrierte.

Geschichte
Obwohl die Güttingen urkundlich gut belegt sind, ist die Identifizierung einzelner Vertreter und deren genealogische Einreihung schwierig, nicht zuletzt weil sie vorwiegend die Vornamen Rudolf, Ulrich und Heinrich trugen und viele von ihnen Kleriker waren. Verschiedene Personen mit dem Namen Güttingen waren jedoch mit dieser Familie nicht verwandt.

Erstmals belegt sind die Güttingen mit dem Domherrn Ulrich, der 1159 als Zeuge für den Bischof von Konstanz auftrat, in dessen Umfeld sie auch später immer wieder erschien. Ihr Hauskloster war Salem, das sie mit Stiftungen bedachten und wo verschiedene Vertreter ihre letzte Ruhe fanden. Wiederholt wurden Vertreter der Familie zu Reichsdiensten herangezogen; Rudolf von Güttingen etwa, ab 1220 Abt von St. Gallen, 1224 bis 1226 gleichzeitig auch Bischof von Chur, kaufte sich bei Friedrich II. von dieser Verpflichtung los.

Durch den politischen Aufstieg der Habsburger und die sich wandelnden wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen gerieten die Güttingen wie andere hochadelige Geschlechter in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts zunehmend unter Druck. Im Streit um das Kyburger Erbe 1264 blieben sie gegenüber Habsburg ebenso erfolglos wie 1285 beim Versuch, über Rudolf, Abt von Einsiedeln und letzter Vertreter der Familie, in einer wichtigen kirchlichen Position, einen Anspruch auf die Vogtei über das Kloster aus dem Erbe der Rapperswiler durchzusetzen. Während ein Zweig der Familie Ende des 13. Jahrhunderts in Konstanz als von Güttingen an dem Turme Konstanzer Bürger wurden, suchten andere Vertreter die Nähe des Abtes von St. Gallen und der Werdenberger.

Burgen Kachel und Moosburg
Die beiden Burgen mit den damit verbundenen Rechten und Güter gelangten nach 1313 über die Ehe Adelheids an die aus dem Südtirol eingewanderten Freiherren von Enne.

Kachel war eine Wasserburg, ein zweigeschossiger Rechteckbau mit einem Walmdach. Die Burg ließ Bischof Johann Franz Schenk von Stauffenberg 1710 bis 1725 abbrechen und durch das neu erbaute Schloss Güttingen Welt-Icon ersetzen.

An Stelle der ursprünglichen Moosburg steht heute eine klassizistische Villa (dreigeschossiger Rechteckbau mit Walmdach auf einem erhöhten, vorstehenden Sockelgeschoss), die aus den Steinen der ehemaligen Wasserburg erbaut wurde.
 
von Güttingen (I60197)
 
50282 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Guy_II._de_Dampierre (Aug 2018)

Guy II. de Dampierre († 18. Januar 1216) war Konstabler der Grafschaft Champagne, Herr von Dampierre, Bourbon und Montluçon. Er war der einzige Sohn von Guillaume I. de Dampierre, Herr von Dampierre, und Ermengarde de Mouchy.
Guy II. nahm am dritten Kreuzzug teil und erreichte als Angehöriger eines Vorauskommandos im Herbst 1189 die Belagerung von Akkon.[1] Im heiligen Land wurde er 1191 zu den Anhängern (familiares) des Konrad von Montferrat gezählt.[2]
1212 erhielt er von König Philipp II. August den Auftrag zur Unterwerfung des Grafen Guido II. von Auvergne, die er mit der Eroberung der Burg Tournoël im Dezember 1213 erfolgreich abschließen konnte. 1214 trug er in der Schlacht bei Bouvines entscheidend zum französischen Sieg bei. 
von Dampierre, Herr Guy II. (Guido) (I8442)
 
50283 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%BCnenberg_ZG

Hünenberg ZG

Hünenberg ist eine politische Gemeinde des Kantons Zug in der Schweiz.

Geschichte
1173 wird der Name «Hünenberg» mit Walter (Waltherus) von Hunberg erstmals aktenkundig. Im 13. und vor allem in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts entwickelte sich das Rittergeschlecht Hünenberg zum bedeutendsten Ministerialadel des Kantons Zug mit Besitzungen und Lehen nicht nur auf Zuger Boden, sondern auch im Luzernischen, im Aargau und am Zürichsee. Ihre Stammburg errichteten die Edlen von Hünenberg auf einem Vorgängerbau im Burgwald am südwestlichen Dorfeingang.

1388 suchte ein habsburgischer Vergeltungsraubzug das Gebiet von Hünenberg und Umgebung heim. Gehöfte wurden geplündert und gingen in Flammen auf. Die Zuger unter ihrem Ammann Hans von Hospental wollten den Habsburgern das Raubgut wieder abnehmen. Es kam zum missglückten Gefecht an der Totenhalde am Heiligabend des Jahres 1388, wo 42 Zuger starben, darunter auch Hünenberger und der Anführer Hans von Hospental.

1402 wird Ritter Göpf II. als letzter Bewohner der Burg Hünenberg genannt. Bald darauf muss er diese verlassen haben. Am 17. Januar 1414 verkaufte Junker Hartmann VIII. von Bremgarten Burgstall, Land, Wald und Recht an die Gebrüder Jenni, Uli und Heini Bütler, sowie an deren Vetter Welti Bütler aus der Stadelmatt. 1416 erfolgte ein weiterer Verkauf von Besitzungen Hartmanns und Götz' II. an 50 Hünenberger Bauern. Diese Stammväter der Gemeinde Hünenberg bezeichnet man somit als «Genossen». Sie schlossen am Sebastianstag mit der Stadt Zug einen Burgrechtsvertrag ab, der bis zur Französischen Revolution die Hauptgrundlage des politischen Gemeindelebens blieb. Die «Genossen» anerkannten die Zuger als ihre Herren unter Beibehaltung der bisherigen Freiheiten, Rechte und Gewohnheiten, hatten aber auch das Recht, einen selbst erwählten Zuger Bürger als Obervogt zu erbitten. Gemeinsam mit ihm bestimmten sie die Geschicke der Gemeinde. Hünenberg war daher eine bevorzugte Vogtei der Stadt Zug. Später in Hünenberg Wohnsitz Nehmende bezeichnete man als Beisassen, die kein Stimm- und Wahlrecht besassen. Diese Ordnung galt bis 1798.

1475 wurde die vom süddeutschen Baumeister Hans Felder im Auftrag der Stadt Zug erbaute Kirche St. Wolfgang vom Konstanzer Bischofsvikar Zehnder geweiht. St. Wolfgang entwickelte sich zu einem viel besuchten Wallfahrts- und Pilgerort. 1495 entstanden in St. Wolfgang am viel begangenen Handelsweg von Luzern nach Zürich zwei Herbergen; auf eine geht das heutige «Rössli» zurück.

1694 wurde der älteste Verein der Gemeinde Hünenberg, die Hünenberger Schützengesellschaft, gegründet.

Am 11. Februar 1798 gewährte die Stadt Zug ihren Vogteien, somit auch Hünenberg, die Freiheit. Am 29. April raubten die einfallenden Franzosen die Wart aus. Das Silbergeschirr und verschiedene Dokumente gingen verloren. Darauf folgte bis 1801 eine lange Zeit der Besetzung durch französische Soldaten und deren Einquartierungen, was viel Leid und Not verursachte. Allein in den Gemeinden Cham und Hünenberg waren 23'744 Mann und mehr als 3'000 Pferde einquartiert. Gemäss der Helvetischen Verfassung gingen die neuen politischen Gemeinden aus den Kirchgemeinden hervor. Aus diesem Grund bildeten Cham und Hünenberg eine gemeinsame Munizipalität.

Am 1. April 1799 entschied sich Hünenberg in einer Abstimmung mit grosser Mehrheit für die Trennung von Cham. Franz Basil Gretener wurde der erste Gemeindepräsident der von nun an selbstständigen Gemeinde Hünenberg. 1874 entsteht die Einwohnergemeinde Hünenberg. 1896 wurde im Gasthaus «Degen» die erste Telefonsprechanlage Hünenbergs installiert.

1965 erhielt Hünenberg Anschluss ans Netz der Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB). 1991 wurde das altehrwürdige Gasthaus «Degen» ins Freilichtmuseum Ballenberg verlegt.[3]

Geographie
Hünenberg liegt eingebettet in die voralpine Landschaft zwischen dem Zugersee und der Reuss. Im Westen grenzt Hünenberg an die Gemeinden Dietwil, Oberrüti, Sins, Mühlau und Merenschwand im Kanton Aargau, im Norden an die Gemeinden Obfelden und Maschwanden im Kanton Zürich, im Osten an Cham und im Süden an Risch im Kanton Zug.

Der höchste Punkt der Gemeinde befindet sich im Chnodenwald auf 495 m ü. M., der tiefste beim Reussspitz auf 388 m ü. M.
 
von Hünenberg, Walter (I11458)
 
50284 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Habsburg-Laufenburg

Habsburg-Laufenburg

Geschichte
In den Jahren zwischen 1232 und 1234 erfolgte eine Besitz- und Verwaltungsteilung zwischen den Brüdern Albrecht IV. von Habsburg (dem Begründer der älteren Stammlinie) und Rudolf III. von Habsburg (dem Begründer der Laufenburger Linie, dann also Rudolf I. von Habsburg-Laufenburg). Die Teilung, von der wir nur aus einer um 1238/39 ausgestellten Schiedsurkunde Kenntnis besitzen, zeigte erst ab etwa 1270 tatsächliche territoriale Auswirkungen. Die Laufenburger Besitzungen befanden sich im Frickgau mit dem Sitz auf der Burg Laufenburg, im Albgau mit der Burg Hauenstein, im Aargau mit der Burg Stein sowie in Obwalden, der Ostschweiz und in der Grafschaft Klettgau. Der Aufbau einer flächendeckenden Territorialherrschaft gelang nicht. Die Zubenennung nach Laufenburg ist eine nur selten belegte, erstmals 1257 verwendete Fremdbezeichnung. Die Grafen selbst benannten sich stets nur nach Habsburg, im 14. Jahrhundert teilweise mit dem Zusatz Herr zu Laufenburg.

Durch die Heirat Rudolfs III. von Habsburg-Laufenburg († 1315) mit Elisabeth von Rapperswil, der Schwester des letzten Grafen von Rapperswil, erbte Johann I. die umfangreichen Besitzungen der Rapperswiler im Zürichgau und die Stadt Rapperswil. Johann wurde 1336 wegen seiner Schulden in die Auseinandersetzungen um die Zürcher Zunftrevolution hineingezogen und fand 1337 in der Schlacht bei Grynau gegen den Zürcher Bürgermeister Rudolf Brun den Tod. Seine minderjährigen Kinder wuchsen am Hof der Habsburger auf.

Johann II. beteiligte sich 1350 an dem Umsturzversuch gegen Bürgermeister Brun (Mordnacht von Zürich), weil ihm dessen Gegner einen Schuldenerlass zugesichert hatten. Der Plan wurde jedoch verraten, und der Graf geriet dadurch in Zürich im Wellenberg für drei Jahre in Gefangenschaft. Dort schrieb er das Minnelied Blümli blawe, welches Goethe auf seiner dritten Schweizer Reise entdeckte und zu seinem Gedicht Das Blümlein wunderschön/Lied des gefangenen Grafen umarbeitete. Die Festungen in Rapperswil und Altendorf wurden von Brun zerstört. Erst nach einer Intervention seiner Verwandten wurde Johann wieder freigelassen, musste jedoch 1354 seine Güter am oberen Zürichsee an Herzog Albrecht von Österreich verkaufen und der Stadt Zürich Urfehde schwören.

Das Münzrecht der Grafen wurde 1363 an die Stadt Laufenburg verpfändet, 1408 ging es endgültig an die Stadt. Bis 1386 gingen die meisten Besitzungen des Hauses Habsburg-Laufenburg an die Hauptlinie der Habsburger, darunter Stadt und Burg Laufenburg. Johann IV., der letzte der Laufenburger Linie, starb 1408 ohne erbberechtigte männliche Nachkommen. Durch die 1410 erfolgte Heirat seiner Tochter Ursula mit Graf Rudolf III. von Sulz kam die Landgrafschaft Klettgau an die Grafen von Sulz. 
von Habsburg-Laufenburg, Graf Johann IV. (I58421)
 
50285 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Habsburg-Laufenburg

Habsburg-Laufenburg

Geschichte
In den Jahren zwischen 1232 und 1234 erfolgte eine Besitz- und Verwaltungsteilung zwischen den Brüdern Albrecht IV. von Habsburg (dem Begründer der älteren Stammlinie) und Rudolf III. von Habsburg (dem Begründer der Laufenburger Linie, dann also Rudolf I. von Habsburg-Laufenburg). Die Teilung, von der wir nur aus einer um 1238/39 ausgestellten Schiedsurkunde Kenntnis besitzen, zeigte erst ab etwa 1270 tatsächliche territoriale Auswirkungen. Die Laufenburger Besitzungen befanden sich im Frickgau mit dem Sitz auf der Burg Laufenburg, im Albgau mit der Burg Hauenstein, im Aargau mit der Burg Stein sowie in Obwalden, der Ostschweiz und in der Grafschaft Klettgau. Der Aufbau einer flächendeckenden Territorialherrschaft gelang nicht. Die Zubenennung nach Laufenburg ist eine nur selten belegte, erstmals 1257 verwendete Fremdbezeichnung. Die Grafen selbst benannten sich stets nur nach Habsburg, im 14. Jahrhundert teilweise mit dem Zusatz Herr zu Laufenburg.

Durch die Heirat Rudolfs III. von Habsburg-Laufenburg († 1315) mit Elisabeth von Rapperswil, der Schwester des letzten Grafen von Rapperswil, erbte Johann I. die umfangreichen Besitzungen der Rapperswiler im Zürichgau und die Stadt Rapperswil. Johann wurde 1336 wegen seiner Schulden in die Auseinandersetzungen um die Zürcher Zunftrevolution hineingezogen und fand 1337 in der Schlacht bei Grynau gegen den Zürcher Bürgermeister Rudolf Brun den Tod. Seine minderjährigen Kinder wuchsen am Hof der Habsburger auf.

Johann II. beteiligte sich 1350 an dem Umsturzversuch gegen Bürgermeister Brun (Mordnacht von Zürich), weil ihm dessen Gegner einen Schuldenerlass zugesichert hatten. Der Plan wurde jedoch verraten, und der Graf geriet dadurch in Zürich im Wellenberg für drei Jahre in Gefangenschaft. Dort schrieb er das Minnelied Blümli blawe, welches Goethe auf seiner dritten Schweizer Reise entdeckte und zu seinem Gedicht Das Blümlein wunderschön/Lied des gefangenen Grafen umarbeitete. Die Festungen in Rapperswil und Altendorf wurden von Brun zerstört. Erst nach einer Intervention seiner Verwandten wurde Johann wieder freigelassen, musste jedoch 1354 seine Güter am oberen Zürichsee an Herzog Albrecht von Österreich verkaufen und der Stadt Zürich Urfehde schwören.

Das Münzrecht der Grafen wurde 1363 an die Stadt Laufenburg verpfändet, 1408 ging es endgültig an die Stadt. Bis 1386 gingen die meisten Besitzungen des Hauses Habsburg-Laufenburg an die Hauptlinie der Habsburger, darunter Stadt und Burg Laufenburg. Johann IV., der letzte der Laufenburger Linie, starb 1408 ohne erbberechtigte männliche Nachkommen. Durch die 1410 erfolgte Heirat seiner Tochter Ursula mit Graf Rudolf III. von Sulz kam die Landgrafschaft Klettgau an die Grafen von Sulz. 
von Habsburg-Laufenburg, Graf Rudolf IV. (I58422)
 
50286 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hallwyl_(Adelsgeschlecht)

Hallwyl (Adelsgeschlecht)

Hallwyl, auch Hallwil oder Hallweil, ist der Name eines schweizerischen Uradelsgeschlechts mit Stammsitz Schloss Hallwyl im Seetal im heutigen Kanton Aargau. Das Geschlecht diente den Habsburgern und wurde später in das Berner Patriziat aufgenommen, nachdem 1415 die Stadt und Republik Bern die Herrschaft im Berner Aargau übernommen hatte. Einzelne Zweige traten in verschiedene ausländische Dienste. 1671 wurde die Familie von Kaiser Leopold I. in den erbländischen Grafenstand erhoben. Der Stammsitz Schloss Hallwyl blieb bis 1994 im Besitz der Familienstiftung.

Die erste Erwähnung eines Mitglieds der Familie «von Hallwyl» erfolgte am 24. Februar 1167 in einer Urkunde: Waltherus de Allewilare aus dem Umfeld der Freiherren von Eschenbach und im Gefolge der Grafen von Lenzburg. Ungefähr zu dieser Zeit liess er am Aabach unweit des nördlichen Endes des Hallwilersees einen Wohnturm errichten, aus dem sich später das Schloss Hallwyl entwickelte.

Die von Hallwyl wurden nach dem Aussterben der Kyburger im 13. Jahrhundert Ministerialen der Habsburger. Ab 1300 bis 1464 übten sie das Amt des Land- und Erbmarschalls in den Vorlanden aus. Johann I. (vor 1305 bis 1348) erwarb weitere Besitzrechte wie die Twingherrschaften Boswil, Wildegg und Egliswil. Seine vier Söhne begründeten zum Teil eigene Linien, von denen aber um 1480 nur noch eine einzige bestand. 1369 hatten sie einen Stammgutsvertrag abgeschlossen, wonach die Burg Hallwyl beim Mannesstamm verbleiben musste. Thüring I. von Hallwyl fiel 1386 in der Schlacht bei Sempach, während Thüring II. von Hallwyl zwischen 1443 und 1450 als Feldhauptmann der Habsburger im Alten Zürichkrieg kämpfte.

Bis etwa 1450 hatten die Hallwyler ihre Grablege im Kloster Kappel, nachher in der Kirche Seengen. 1415 eroberten bernische Truppen den Aargau und steckten die Burg Hallwyl in Brand. Erst 1470 erhielt die Familie das Burgerrecht in der Stadt und Republik Bern als neuer Landesherrschaft im Berner Aargau, in deren Patriziat sie aufgenommen wurde. Eine Linie blieb aber bis zu ihrem Erlöschen im Dienst der Habsburger im Elsass, Thüring III. von Hallwyl war 1455–58 oberster Hauptmann in den Vorlanden und 1464–68 Landvogt im Elsass, Sundgau, Breisgau und im Schwarzwald. Hans von Hallwyl war der Anführer der eidgenössischen Vorhut in der Schlacht bei Murten 1476 gegen Karl den Kühnen.

Zum Herrschaftsbereich der Hallwyler gehörten das Hochgericht und das Niedergericht über den Burgbezirk, den Hallwilersee und Fahrwangen sowie das Niedergericht über die Herrschaften Egliswil und Seengen. Zeitweise besassen sie auch Rechte in zahlreichen weiteren Dörfern des südlichen Aargaus, beispielsweise von 1486 bis 1616 in der gesamten Herrschaft Trostburg. Mit der Zeit schmälerte jedoch die Stadt Bern ihren Einfluss immer mehr und sie mussten ihre Güter und Rechte ausserhalb des bernischen Aargaus Stück für Stück veräussern.

Zwei Söhne von Dietrich II. (1509) begründeten eigene Linien, diejenige Hartmanns III. starb 1671 im Aargau und 1710 in Württemberg im Mannesstamm aus. Von den Söhnen Kaspars I., dem Begründer der zweiten Linie, lebten die wieder katholischen Nachkommen Dietrichs III. im Thurgau (Herrschaft Blidegg) und in Schwaben (ausgestorben 1743), die ebenfalls katholischen Nachfahren Hugos II. in Österreich und Böhmen (ausgestorben 1779), jene Burkhards III. im Elsass (ausgestorben 1793) und im Aargau; dieser Zweig, auf Karl Hans Franz Rudolf (1827–99) zurückgehend, besteht bis heute.

1625 liess Hans Rudolf von Hallwyl bei Seengen das Schloss Brestenberg als Landsitz errichten. Johann Anton (1683–1736), der in holländische Dienste trat und Johannes (1688–1753), der dies ebenfalls tat und anschließend dem König von Frankreich diente, gelang wieder der soziale Aufstieg. Jacob Leopold Freiherr von Hallwyl wurde von Kaiser Leopold I. 1671 in den erbländischen Grafenstand erhoben. Dieses Diplom muss auch auf seinen Bruder Johann Sebastian († 1700) ausgedehnt worden sein, ohne dass sich im Adelsarchiv des k.k. Ministeriums des Inneren in Wien darüber etwas findet; derselbe hatte 12 Söhne. Kennzeichnend für die Familie von Hallwyl, die zahlreiche Magistraten, Offiziere und Diplomaten hervorbrachte, ist die Tatsache, dass sich ihre Karrieren nie völlig auf die Kreise des bernischen Patriziats beschränkte, sondern dass immer wieder zahlreiche Mitglieder der weit verzweigten Familie an den verschiedensten europäischen Höfen tätig waren. Trotzdem blieb das Stammschloss im Aargau stets in Familienbesitz. Nach dem Zusammenbruch der alten Schweizer Herrschaftsordnung im Jahr 1798 verlor das Geschlecht dort an Bedeutung. Nach der Proklamation der Helvetischen Republik im Jahr 1798 wurden die hallwylschen Gerichtsrechte und Regalien abgelöst und gingen an den neu gegründeten Kanton Aargau über. Der Hallwilersee blieb bis 1859 in Familienbesitz.

1874 kaufte die ins Geschlecht eingeheiratete, schwerreiche schwedische Industriellentochter Wilhelmina Kempe das Schloss Hallwyl von ihrem überschuldeten Schwager Hans von Hallwyl. Die 1925 von Wilhelmina von Hallwyl gegründete Hallwil-Stiftung schenkte das Schloss 1994 dem Kanton Aargau. Mitglieder der Familie leben heute noch in Deutschland. In Stockholm befindet sich das Stadtpalais der Wilhelmina von Hallwyl, das 1865 nach ihrer Heirat mit dem Grafen Walther von Hallwyl, Hallwylska palatset benannt wurde. Es wurde dem schwedischen Staat vermacht, der es seit 1938 als Museum der Öffentlichkeit zugänglich macht. 
von Hallwil (Hallwyl), Ritter Berchtold (I59961)
 
50287 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hallwyl_(Adelsgeschlecht)

Hallwyl (Adelsgeschlecht)

Hallwyl, auch Hallwil oder Hallweil, ist der Name eines schweizerischen Uradelsgeschlechts mit Stammsitz Schloss Hallwyl im Seetal im heutigen Kanton Aargau. Das Geschlecht diente den Habsburgern und wurde später in das Berner Patriziat aufgenommen, nachdem 1415 die Stadt und Republik Bern die Herrschaft im Berner Aargau übernommen hatte. Einzelne Zweige traten in verschiedene ausländische Dienste. 1671 wurde die Familie von Kaiser Leopold I. in den erbländischen Grafenstand erhoben. Der Stammsitz Schloss Hallwyl blieb bis 1994 im Besitz der Familienstiftung.

Die erste Erwähnung eines Mitglieds der Familie «von Hallwyl» erfolgte am 24. Februar 1167 in einer Urkunde: Waltherus de Allewilare aus dem Umfeld der Freiherren von Eschenbach und im Gefolge der Grafen von Lenzburg. Ungefähr zu dieser Zeit liess er am Aabach unweit des nördlichen Endes des Hallwilersees einen Wohnturm errichten, aus dem sich später das Schloss Hallwyl entwickelte.

Die von Hallwyl wurden nach dem Aussterben der Kyburger im 13. Jahrhundert Ministerialen der Habsburger. Ab 1300 bis 1464 übten sie das Amt des Land- und Erbmarschalls in den Vorlanden aus. Johann I. (vor 1305 bis 1348) erwarb weitere Besitzrechte wie die Twingherrschaften Boswil, Wildegg und Egliswil. Seine vier Söhne begründeten zum Teil eigene Linien, von denen aber um 1480 nur noch eine einzige bestand. 1369 hatten sie einen Stammgutsvertrag abgeschlossen, wonach die Burg Hallwyl beim Mannesstamm verbleiben musste. Thüring I. von Hallwyl fiel 1386 in der Schlacht bei Sempach, während Thüring II. von Hallwyl zwischen 1443 und 1450 als Feldhauptmann der Habsburger im Alten Zürichkrieg kämpfte.

Bis etwa 1450 hatten die Hallwyler ihre Grablege im Kloster Kappel, nachher in der Kirche Seengen. 1415 eroberten bernische Truppen den Aargau und steckten die Burg Hallwyl in Brand. Erst 1470 erhielt die Familie das Burgerrecht in der Stadt und Republik Bern als neuer Landesherrschaft im Berner Aargau, in deren Patriziat sie aufgenommen wurde. Eine Linie blieb aber bis zu ihrem Erlöschen im Dienst der Habsburger im Elsass, Thüring III. von Hallwyl war 1455–58 oberster Hauptmann in den Vorlanden und 1464–68 Landvogt im Elsass, Sundgau, Breisgau und im Schwarzwald. Hans von Hallwyl war der Anführer der eidgenössischen Vorhut in der Schlacht bei Murten 1476 gegen Karl den Kühnen.

Zum Herrschaftsbereich der Hallwyler gehörten das Hochgericht und das Niedergericht über den Burgbezirk, den Hallwilersee und Fahrwangen sowie das Niedergericht über die Herrschaften Egliswil und Seengen. Zeitweise besassen sie auch Rechte in zahlreichen weiteren Dörfern des südlichen Aargaus, beispielsweise von 1486 bis 1616 in der gesamten Herrschaft Trostburg. Mit der Zeit schmälerte jedoch die Stadt Bern ihren Einfluss immer mehr und sie mussten ihre Güter und Rechte ausserhalb des bernischen Aargaus Stück für Stück veräussern.

Zwei Söhne von Dietrich II. (1509) begründeten eigene Linien, diejenige Hartmanns III. starb 1671 im Aargau und 1710 in Württemberg im Mannesstamm aus. Von den Söhnen Kaspars I., dem Begründer der zweiten Linie, lebten die wieder katholischen Nachkommen Dietrichs III. im Thurgau (Herrschaft Blidegg) und in Schwaben (ausgestorben 1743), die ebenfalls katholischen Nachfahren Hugos II. in Österreich und Böhmen (ausgestorben 1779), jene Burkhards III. im Elsass (ausgestorben 1793) und im Aargau; dieser Zweig, auf Karl Hans Franz Rudolf (1827–99) zurückgehend, besteht bis heute.

1625 liess Hans Rudolf von Hallwyl bei Seengen das Schloss Brestenberg als Landsitz errichten. Johann Anton (1683–1736), der in holländische Dienste trat und Johannes (1688–1753), der dies ebenfalls tat und anschließend dem König von Frankreich diente, gelang wieder der soziale Aufstieg. Jacob Leopold Freiherr von Hallwyl wurde von Kaiser Leopold I. 1671 in den erbländischen Grafenstand erhoben. Dieses Diplom muss auch auf seinen Bruder Johann Sebastian († 1700) ausgedehnt worden sein, ohne dass sich im Adelsarchiv des k.k. Ministeriums des Inneren in Wien darüber etwas findet; derselbe hatte 12 Söhne. Kennzeichnend für die Familie von Hallwyl, die zahlreiche Magistraten, Offiziere und Diplomaten hervorbrachte, ist die Tatsache, dass sich ihre Karrieren nie völlig auf die Kreise des bernischen Patriziats beschränkte, sondern dass immer wieder zahlreiche Mitglieder der weit verzweigten Familie an den verschiedensten europäischen Höfen tätig waren. Trotzdem blieb das Stammschloss im Aargau stets in Familienbesitz. Nach dem Zusammenbruch der alten Schweizer Herrschaftsordnung im Jahr 1798 verlor das Geschlecht dort an Bedeutung. Nach der Proklamation der Helvetischen Republik im Jahr 1798 wurden die hallwylschen Gerichtsrechte und Regalien abgelöst und gingen an den neu gegründeten Kanton Aargau über. Der Hallwilersee blieb bis 1859 in Familienbesitz.

1874 kaufte die ins Geschlecht eingeheiratete, schwerreiche schwedische Industriellentochter Wilhelmina Kempe das Schloss Hallwyl von ihrem überschuldeten Schwager Hans von Hallwyl. Die 1925 von Wilhelmina von Hallwyl gegründete Hallwil-Stiftung schenkte das Schloss 1994 dem Kanton Aargau. Mitglieder der Familie leben heute noch in Deutschland. In Stockholm befindet sich das Stadtpalais der Wilhelmina von Hallwyl, das 1865 nach ihrer Heirat mit dem Grafen Walther von Hallwyl, Hallwylska palatset benannt wurde. Es wurde dem schwedischen Staat vermacht, der es seit 1938 als Museum der Öffentlichkeit zugänglich macht. 
von Hallwil (Hallwyl), Walter II (I59963)
 
50288 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hallwyl_(Adelsgeschlecht)

Hallwyl (Adelsgeschlecht)

Hallwyl, auch Hallwil oder Hallweil, ist der Name eines schweizerischen Uradelsgeschlechts mit Stammsitz Schloss Hallwyl im Seetal im heutigen Kanton Aargau. Das Geschlecht diente den Habsburgern und wurde später in das Berner Patriziat aufgenommen, nachdem 1415 die Stadt und Republik Bern die Herrschaft im Berner Aargau übernommen hatte. Einzelne Zweige traten in verschiedene ausländische Dienste. 1671 wurde die Familie von Kaiser Leopold I. in den erbländischen Grafenstand erhoben. Der Stammsitz Schloss Hallwyl blieb bis 1994 im Besitz der Familienstiftung.

Die erste Erwähnung eines Mitglieds der Familie «von Hallwyl» erfolgte am 24. Februar 1167 in einer Urkunde: Waltherus de Allewilare aus dem Umfeld der Freiherren von Eschenbach und im Gefolge der Grafen von Lenzburg. Ungefähr zu dieser Zeit liess er am Aabach unweit des nördlichen Endes des Hallwilersees einen Wohnturm errichten, aus dem sich später das Schloss Hallwyl entwickelte.

Die von Hallwyl wurden nach dem Aussterben der Kyburger im 13. Jahrhundert Ministerialen der Habsburger. Ab 1300 bis 1464 übten sie das Amt des Land- und Erbmarschalls in den Vorlanden aus. Johann I. (vor 1305 bis 1348) erwarb weitere Besitzrechte wie die Twingherrschaften Boswil, Wildegg und Egliswil. Seine vier Söhne begründeten zum Teil eigene Linien, von denen aber um 1480 nur noch eine einzige bestand. 1369 hatten sie einen Stammgutsvertrag abgeschlossen, wonach die Burg Hallwyl beim Mannesstamm verbleiben musste. Thüring I. von Hallwyl fiel 1386 in der Schlacht bei Sempach, während Thüring II. von Hallwyl zwischen 1443 und 1450 als Feldhauptmann der Habsburger im Alten Zürichkrieg kämpfte.

Bis etwa 1450 hatten die Hallwyler ihre Grablege im Kloster Kappel, nachher in der Kirche Seengen. 1415 eroberten bernische Truppen den Aargau und steckten die Burg Hallwyl in Brand. Erst 1470 erhielt die Familie das Burgerrecht in der Stadt und Republik Bern als neuer Landesherrschaft im Berner Aargau, in deren Patriziat sie aufgenommen wurde. Eine Linie blieb aber bis zu ihrem Erlöschen im Dienst der Habsburger im Elsass, Thüring III. von Hallwyl war 1455–58 oberster Hauptmann in den Vorlanden und 1464–68 Landvogt im Elsass, Sundgau, Breisgau und im Schwarzwald. Hans von Hallwyl war der Anführer der eidgenössischen Vorhut in der Schlacht bei Murten 1476 gegen Karl den Kühnen.

Zum Herrschaftsbereich der Hallwyler gehörten das Hochgericht und das Niedergericht über den Burgbezirk, den Hallwilersee und Fahrwangen sowie das Niedergericht über die Herrschaften Egliswil und Seengen. Zeitweise besassen sie auch Rechte in zahlreichen weiteren Dörfern des südlichen Aargaus, beispielsweise von 1486 bis 1616 in der gesamten Herrschaft Trostburg. Mit der Zeit schmälerte jedoch die Stadt Bern ihren Einfluss immer mehr und sie mussten ihre Güter und Rechte ausserhalb des bernischen Aargaus Stück für Stück veräussern.

Zwei Söhne von Dietrich II. (1509) begründeten eigene Linien, diejenige Hartmanns III. starb 1671 im Aargau und 1710 in Württemberg im Mannesstamm aus. Von den Söhnen Kaspars I., dem Begründer der zweiten Linie, lebten die wieder katholischen Nachkommen Dietrichs III. im Thurgau (Herrschaft Blidegg) und in Schwaben (ausgestorben 1743), die ebenfalls katholischen Nachfahren Hugos II. in Österreich und Böhmen (ausgestorben 1779), jene Burkhards III. im Elsass (ausgestorben 1793) und im Aargau; dieser Zweig, auf Karl Hans Franz Rudolf (1827–99) zurückgehend, besteht bis heute.

1625 liess Hans Rudolf von Hallwyl bei Seengen das Schloss Brestenberg als Landsitz errichten. Johann Anton (1683–1736), der in holländische Dienste trat und Johannes (1688–1753), der dies ebenfalls tat und anschließend dem König von Frankreich diente, gelang wieder der soziale Aufstieg. Jacob Leopold Freiherr von Hallwyl wurde von Kaiser Leopold I. 1671 in den erbländischen Grafenstand erhoben. Dieses Diplom muss auch auf seinen Bruder Johann Sebastian († 1700) ausgedehnt worden sein, ohne dass sich im Adelsarchiv des k.k. Ministeriums des Inneren in Wien darüber etwas findet; derselbe hatte 12 Söhne. Kennzeichnend für die Familie von Hallwyl, die zahlreiche Magistraten, Offiziere und Diplomaten hervorbrachte, ist die Tatsache, dass sich ihre Karrieren nie völlig auf die Kreise des bernischen Patriziats beschränkte, sondern dass immer wieder zahlreiche Mitglieder der weit verzweigten Familie an den verschiedensten europäischen Höfen tätig waren. Trotzdem blieb das Stammschloss im Aargau stets in Familienbesitz. Nach dem Zusammenbruch der alten Schweizer Herrschaftsordnung im Jahr 1798 verlor das Geschlecht dort an Bedeutung. Nach der Proklamation der Helvetischen Republik im Jahr 1798 wurden die hallwylschen Gerichtsrechte und Regalien abgelöst und gingen an den neu gegründeten Kanton Aargau über. Der Hallwilersee blieb bis 1859 in Familienbesitz.

1874 kaufte die ins Geschlecht eingeheiratete, schwerreiche schwedische Industriellentochter Wilhelmina Kempe das Schloss Hallwyl von ihrem überschuldeten Schwager Hans von Hallwyl. Die 1925 von Wilhelmina von Hallwyl gegründete Hallwil-Stiftung schenkte das Schloss 1994 dem Kanton Aargau. Mitglieder der Familie leben heute noch in Deutschland. In Stockholm befindet sich das Stadtpalais der Wilhelmina von Hallwyl, das 1865 nach ihrer Heirat mit dem Grafen Walther von Hallwyl, Hallwylska palatset benannt wurde. Es wurde dem schwedischen Staat vermacht, der es seit 1938 als Museum der Öffentlichkeit zugänglich macht. 
von Hallwil (Hallwyl), Walter III (I59966)
 
50289 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hallwyl_(Adelsgeschlecht)

Hallwyl (Adelsgeschlecht)

Hallwyl, auch Hallwil oder Hallweil, ist der Name eines schweizerischen Uradelsgeschlechts mit Stammsitz Schloss Hallwyl im Seetal im heutigen Kanton Aargau. Das Geschlecht diente den Habsburgern und wurde später in das Berner Patriziat aufgenommen, nachdem 1415 die Stadt und Republik Bern die Herrschaft im Berner Aargau übernommen hatte. Einzelne Zweige traten in verschiedene ausländische Dienste. 1671 wurde die Familie von Kaiser Leopold I. in den erbländischen Grafenstand erhoben. Der Stammsitz Schloss Hallwyl blieb bis 1994 im Besitz der Familienstiftung.

Die erste Erwähnung eines Mitglieds der Familie «von Hallwyl» erfolgte am 24. Februar 1167 in einer Urkunde: Waltherus de Allewilare aus dem Umfeld der Freiherren von Eschenbach und im Gefolge der Grafen von Lenzburg. Ungefähr zu dieser Zeit liess er am Aabach unweit des nördlichen Endes des Hallwilersees einen Wohnturm errichten, aus dem sich später das Schloss Hallwyl entwickelte.

Die von Hallwyl wurden nach dem Aussterben der Kyburger im 13. Jahrhundert Ministerialen der Habsburger. Ab 1300 bis 1464 übten sie das Amt des Land- und Erbmarschalls in den Vorlanden aus. Johann I. (vor 1305 bis 1348) erwarb weitere Besitzrechte wie die Twingherrschaften Boswil, Wildegg und Egliswil. Seine vier Söhne begründeten zum Teil eigene Linien, von denen aber um 1480 nur noch eine einzige bestand. 1369 hatten sie einen Stammgutsvertrag abgeschlossen, wonach die Burg Hallwyl beim Mannesstamm verbleiben musste. Thüring I. von Hallwyl fiel 1386 in der Schlacht bei Sempach, während Thüring II. von Hallwyl zwischen 1443 und 1450 als Feldhauptmann der Habsburger im Alten Zürichkrieg kämpfte.

Bis etwa 1450 hatten die Hallwyler ihre Grablege im Kloster Kappel, nachher in der Kirche Seengen. 1415 eroberten bernische Truppen den Aargau und steckten die Burg Hallwyl in Brand. Erst 1470 erhielt die Familie das Burgerrecht in der Stadt und Republik Bern als neuer Landesherrschaft im Berner Aargau, in deren Patriziat sie aufgenommen wurde. Eine Linie blieb aber bis zu ihrem Erlöschen im Dienst der Habsburger im Elsass, Thüring III. von Hallwyl war 1455–58 oberster Hauptmann in den Vorlanden und 1464–68 Landvogt im Elsass, Sundgau, Breisgau und im Schwarzwald. Hans von Hallwyl war der Anführer der eidgenössischen Vorhut in der Schlacht bei Murten 1476 gegen Karl den Kühnen.

Zum Herrschaftsbereich der Hallwyler gehörten das Hochgericht und das Niedergericht über den Burgbezirk, den Hallwilersee und Fahrwangen sowie das Niedergericht über die Herrschaften Egliswil und Seengen. Zeitweise besassen sie auch Rechte in zahlreichen weiteren Dörfern des südlichen Aargaus, beispielsweise von 1486 bis 1616 in der gesamten Herrschaft Trostburg. Mit der Zeit schmälerte jedoch die Stadt Bern ihren Einfluss immer mehr und sie mussten ihre Güter und Rechte ausserhalb des bernischen Aargaus Stück für Stück veräussern.

Zwei Söhne von Dietrich II. (1509) begründeten eigene Linien, diejenige Hartmanns III. starb 1671 im Aargau und 1710 in Württemberg im Mannesstamm aus. Von den Söhnen Kaspars I., dem Begründer der zweiten Linie, lebten die wieder katholischen Nachkommen Dietrichs III. im Thurgau (Herrschaft Blidegg) und in Schwaben (ausgestorben 1743), die ebenfalls katholischen Nachfahren Hugos II. in Österreich und Böhmen (ausgestorben 1779), jene Burkhards III. im Elsass (ausgestorben 1793) und im Aargau; dieser Zweig, auf Karl Hans Franz Rudolf (1827–99) zurückgehend, besteht bis heute.

1625 liess Hans Rudolf von Hallwyl bei Seengen das Schloss Brestenberg als Landsitz errichten. Johann Anton (1683–1736), der in holländische Dienste trat und Johannes (1688–1753), der dies ebenfalls tat und anschließend dem König von Frankreich diente, gelang wieder der soziale Aufstieg. Jacob Leopold Freiherr von Hallwyl wurde von Kaiser Leopold I. 1671 in den erbländischen Grafenstand erhoben. Dieses Diplom muss auch auf seinen Bruder Johann Sebastian († 1700) ausgedehnt worden sein, ohne dass sich im Adelsarchiv des k.k. Ministeriums des Inneren in Wien darüber etwas findet; derselbe hatte 12 Söhne. Kennzeichnend für die Familie von Hallwyl, die zahlreiche Magistraten, Offiziere und Diplomaten hervorbrachte, ist die Tatsache, dass sich ihre Karrieren nie völlig auf die Kreise des bernischen Patriziats beschränkte, sondern dass immer wieder zahlreiche Mitglieder der weit verzweigten Familie an den verschiedensten europäischen Höfen tätig waren. Trotzdem blieb das Stammschloss im Aargau stets in Familienbesitz. Nach dem Zusammenbruch der alten Schweizer Herrschaftsordnung im Jahr 1798 verlor das Geschlecht dort an Bedeutung. Nach der Proklamation der Helvetischen Republik im Jahr 1798 wurden die hallwylschen Gerichtsrechte und Regalien abgelöst und gingen an den neu gegründeten Kanton Aargau über. Der Hallwilersee blieb bis 1859 in Familienbesitz.

1874 kaufte die ins Geschlecht eingeheiratete, schwerreiche schwedische Industriellentochter Wilhelmina Kempe das Schloss Hallwyl von ihrem überschuldeten Schwager Hans von Hallwyl. Die 1925 von Wilhelmina von Hallwyl gegründete Hallwil-Stiftung schenkte das Schloss 1994 dem Kanton Aargau. Mitglieder der Familie leben heute noch in Deutschland. In Stockholm befindet sich das Stadtpalais der Wilhelmina von Hallwyl, das 1865 nach ihrer Heirat mit dem Grafen Walther von Hallwyl, Hallwylska palatset benannt wurde. Es wurde dem schwedischen Staat vermacht, der es seit 1938 als Museum der Öffentlichkeit zugänglich macht. 
von Hallwil (Hallwyl), Ritter Walter IV (I59968)
 
50290 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hallwyl_(Adelsgeschlecht)

Hallwyl, auch Hallwil oder Hallweil, ist der Name eines schweizerischen Uradelsgeschlechts mit Stammsitz Schloss Hallwyl im Seetal im heutigen Kanton Aargau. Das Geschlecht diente den Habsburgern und wurde später in das Berner Patriziat aufgenommen, nachdem 1415 die Stadt und Republik Bern die Herrschaft im Berner Aargau übernommen hatte. Einzelne Zweige traten in verschiedene ausländische Dienste. 1671 wurde die Familie von Kaiser Leopold I. in den erbländischen Grafenstand erhoben. Der Stammsitz Schloss Hallwyl blieb bis 1994 im Besitz der Familienstiftung.

 
von Hallwil (Hallwyl), Ritter Rudolf (I59900)
 
50291 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Fränkli

Hans Fränkli (* um 1410; † 1478) war ein Schweizer Kürschnermeister und Politiker.

Fränkli war der Sohn des wohlhabenden Kürschners Franz Behem, böhmischer Herkunft. Er gelangte in den Grossen Rat der Stadt Bern, 1446 in den Kleinen Rat, wurde 1447 Landvogt zu Lenzburg und 1458 schliesslich Seckelmeister der Stadt Bern. Als Parteigänger des Stadtadels gehörte er zu den Hauptgegnern von Schultheiss Peter Kistler im Twingherrenstreit. Er war oft bernischer Gesandter an eidgenössischen Tagsatzungen. 
Fränkli, Hans (I51016)
 
50292 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Fugger_(Weber) (Sep 2023)

Hans wurde wie sein Vater Webermeister und es gelang ihm, durch Fleiß, Geschäftssinn, Glück und zwei vorteilhafte Ehen in Augsburg zu Wohlstand und Einfluss zu kommen und damit den Grundstein für den finanziellen und sozialen Aufstieg der Familie zu legen.

Er zog 1367 nach Augsburg und wurde im Augsburger Steuerbuch dieses Jahres mit „Fucker advenit“ (lat. für „Fugger ist angekommen“) vermerkt. Die Vermögenssteuer, die er zahlte, lässt auf ein bestimmtes Vermögen bereits bei seiner Ankunft schließen.[4]

Im gleichen Jahr seiner zweiten Heirat wurde Hans Fugger in den Zwölferausschuss der Weberzunft, also deren erweiterten Vorstand, gewählt. Er baute sein Geschäft in den Textilhandel aus und legte damit die Basis der späteren Kaufmannsdynastie Fugger.[9] Er profitierte vom damaligen Barchent-Boom und handelte Ende des 14. Jahrhunderts als „Weber-Verleger“ mit Leintuch, das er bei bayerischen Webern aufkaufte und verkaufte und dabei bis nach Italien exportierte.[10]

Schließlich wurde Hans Fugger selbst Vorstand der heimischen Weberzunft. Im Jahr 1397 zog er vom Weberviertel in der Frauenvorstadt, wo arme Handwerkerfamilien lebten, in die Oberstadt der Wohlhabenden, wo er ein Haus an der Reichsstraße gegenüber dem Zunfthaus der Weber (bei St. Moritz) erwerben konnte.[11] Er gehörte nun zum reichsten Prozent der Stadt und konnte sich finanziell mit Angehörigen alteingesessener Patrizierfamilien messen.

Entwicklung nach seinem Tod
Hans Fugger starb 1408 oder 1409. Seine Witwe Elisabeth führte die Weberei und den Textilhandel bis zu ihrem Tod im Jahre 1436 weiter, wobei sie das Unternehmensvermögen kontinuierlich mehrte[14] und ein Kupfermonopol aufbaute. Ihre Söhne Andreas und Jakob ließ sie als Lehrlinge das Goldschmiedehandwerk erlernen und selbst brachte sie ihnen das Weberhandwerk und den Tuchhandel bei. Die beiden Brüder bilden die „Zweite Generation“ der Fugger. Sie arbeiteten geschäftlich zusammen, wie aus der gemeinsamen Steuerveranlagung hervorgeht.

Andreas Fugger saß im Rat der Stadt Augsburg und hatte großen Einfluss. 1448 besaßen die Brüder gemeinsam bereits das fünftgrößte Vermögen der Stadt, schließlich gingen sie jedoch getrennte Wege. Im Steuerbuch von 1455 wurden sie erstmals getrennt veranlagt.[14]

Andreas Fugger starb bald nach der Unternehmensspaltung. Seine Söhne führten sein Unternehmen weiter und erhielten im Jahr 1462 ein Wappen mit dem Wappenbild eines springenden Rehs verliehen. Daher wird dieser Familienzweig „Fugger vom Reh“ genannt. Ihre Firma wurde jedoch Ende des 15. Jahrhunderts aufgrund eines riskanten Kredits, den sie Erzherzog Maximilian I. gegeben hatte, zahlungsunfähig. Maximilian verweigerte die Rückzahlung, und die gegebene Sicherung erwies sich als wertlos. Nach dem Bankrott erlangten nur noch wenige Nachkommen dieses Zweiges Geltung.

Jakob Fuggers Familienzweig florierte hingegen weiter. Er erhielt ein Wappen mit dem Wappenbild von zwei Lilien verliehen, daher wird dieser Zweig „Fugger von der Lilie“ genannt. Nach Jakob Fuggers Tod 1469 führten zunächst seine Witwe Barbara und danach seine Söhne die väterliche Firma weiter. Sie machten sie zu einem der größten und reichsten Handelshäuser Europas. Sein Sohn Jakob Fugger erhielt den Beinamen „der Reiche“. Anfang des 16. Jahrhunderts begann der Aufstieg der Familie in den Adel. 
Fugger, Hans (I42827)
 
50293 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Rudolf_Sager

Hans Rudolf Sager

Ab 1570 sass er im bernischen Grossen Rat, war Schultheiss von Unterseen, ab 1580 Mitglied des Kleinen Rates und selben Jahres Venner zu Schmieden. 1584 war er bernischer Gesandter in Genf bei der Beschwörung des Bundes mit Bern, 1585 an die Tagsatzung in Aarau zur Beratung von Massnahmen gegen die Täufer und 1586 an die Tagsatzung in Baden, wo Sager vergeblich vorschlug, die Waadt als bernisches Territorium von der Eidgenossenschaft gegenüber Savoyen schützen zu lassen. 1586 amtete er als Bauherr, von 1594 bis 1597 als Deutschseckelmeister und 1597 bis 1621 schliesslich als Schultheiss von Bern. Mit ihm erlosch seine Familie im Mannsstamm.

Hans Rudolf Sager besass das Rebgut Wingreis am Bielersee sowie Zinsgüter in Oberdettigen.

 
Sager, Hans Rudolf (I59390)
 
50294 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hanxleden_(Adelsgeschlecht)

Hanxleden (auch Hunxler oder Hangelscke) ist der Name eines alten westfälischen Adelsgeschlechts, dessen Stammsitz Hanxleden heute ein Ortsteil von Schmallenberg im Hochsauerlandkreis ist.
Im 14. und 15. Jahrhundert stellte das Geschlecht über vier Generationen den Amtmann von Fredeburg. Im Rahmen der Soester Fehde stellten sich die Brüder Hunold und Goddert als klevisch-märkische Amtleute von Fredeburg und Bilstein zwar zunächst gegen den Erzbischof von Köln, lösten den Konflikt für ihren Verantwortungsbereich aber schon 1445, lange vor Ende des Krieges, auf diplomatischem Wege. In der Folge war das Haus Hanxleden im Raum Fredeburg/Bilstein allerdings nicht mehr nachweisbar und zerstreute sich auf fünf Linien, drei im kurkölnischen Westfalen und zwei im Herzogtum Jülich-Berg. Die letzte westfälische Linie erlosch 1771. Ein bis heute bestehender Zweig kam 1614 nach Hessen (Wasserschloss Gershausen). 
von Hanxleden, Johann III. (I58195)
 
50295 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hanxleden_(Adelsgeschlecht)

Hanxleden (auch Hunxler oder Hangelscke) ist der Name eines alten westfälischen Adelsgeschlechts, dessen Stammsitz Hanxleden heute ein Ortsteil von Schmallenberg im Hochsauerlandkreis ist.
Im 14. und 15. Jahrhundert stellte das Geschlecht über vier Generationen den Amtmann von Fredeburg. Im Rahmen der Soester Fehde stellten sich die Brüder Hunold und Goddert als klevisch-märkische Amtleute von Fredeburg und Bilstein zwar zunächst gegen den Erzbischof von Köln, lösten den Konflikt für ihren Verantwortungsbereich aber schon 1445, lange vor Ende des Krieges, auf diplomatischem Wege. In der Folge war das Haus Hanxleden im Raum Fredeburg/Bilstein allerdings nicht mehr nachweisbar und zerstreute sich auf fünf Linien, drei im kurkölnischen Westfalen und zwei im Herzogtum Jülich-Berg. Die letzte westfälische Linie erlosch 1771. Ein bis heute bestehender Zweig kam 1614 nach Hessen (Wasserschloss Gershausen). 
von Hanxleden zu Fredeburg und Eisborn, Hunold (I58196)
 
50296 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hartmann_I._von_Grüningen

Hartmann I. (erstmals genannt 1237; † 4. Oktober 1280 in Gefangenschaft auf dem Hohenasperg, begraben in der Bartholomäuskirche in Markgröningen) war der erste Graf von Grüningen. Er stammt aus dem Haus Württemberg und ist Begründer der eigenständigen Linie derer von Grüningen, benannt nach Grüningen, einem heutigen Ortsteil von Riedlingen.

Erstmals wird Hartmann 1237 gemeinsam mit seinem Großvater Hartmann I. von Württemberg genannt. 1246 trat Hartmann mit Ulrich I. von Württemberg und anderen schwäbischen Adligen in der Schlacht bei Frankfurt unvermutet (Verrat) zum Gegenkönig Heinrich Raspe über. 1252 erhielt er von König Wilhelm von Holland Stadt und Burg Markgröningen als Lehen. 1257 nannte er sich sacri imperii signifer (Reichssturmfahnträger). Wegen der mittelalterlichen Schreibweise Grüningen für Markgröningen wird die Grafschaft in der älteren Literatur oft fälschlich auf Markgröningen bezogen.

Aus seiner ersten Ehe mit einer unbekannten Frau stammen Agnes und Hartmann II. von Grüningen. Hartmann I. heiratete in zweiter Ehe Hedwig von Veringen, Tochter des Grafen Wolfrad von Veringen, und hatte mit ihr die Söhne Konrad II., Ludwig und Eberhard. Für diese Ehe bedurfte es wegen zu naher Verwandtschaft (auch Hartmanns Großvater war mit einer Veringerin verheiratet gewesen) eines päpstlichen Dispenses, der 1252 und 1254 von Innozenz IV. erteilt wurde.

Er urkundete oft zusammen mit Ulrich I. von Württemberg, profitierte vom Ausfall der Staufer, rühmte sich seiner Papsttreue, zählte zu den einflussreichsten schwäbischen Grafen und interpretierte die Stadt Markgröningen als Eigengut, die er ausbaute. Als Kirchherr initiierte er hier den Neubau der Stadtkirche. Nach dem Interregnum verweigerte er dem neuen König Rudolf von Habsburg die Rückgabe des Grüninger Lehens an das Reich, was zu langjährigen kriegerischen Auseinandersetzungen und letztlich zu seiner Gefangennahme am 6. April 1280 führte. Er wurde auf dem Hohenasperg inhaftiert, wo er nach einem halben Jahr Haft verstarb.

Nachdem König Rudolf von Habsburg das Grüninger Reichssturmfahnlehen wieder an das Reich gebracht hatte, nannten Hartmanns Nachkommen sich von Grüningen-Landau und später nur noch von Landau nach der Burg Landau an der Donau.

An den Grafen erinnert heute noch sein Grabmal in der Bartholomäuskirche in Markgröningen. 2012 wurde vor der Kirche eine Stauferstele errichtet, die auf zwei von vier Seiten an Hartmann I. erinnert, der dort allerdings fälschlich als „von Grüningen-Landau“ bezeichnet wird.

 
von Grüningen, Graf Hartmann I. (I11586)
 
50297 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hatto_von_Courtenay

Hatto von Courtenay (frz. Hutton oder Athon; † nach 1039) war ein französischer Adliger. Er war der erste Herr von Courtenay und begründete als Stammvater das gleichnamige Adelsgeschlecht.

Er war der Sohn und Erbe von Renaud, dem Kastellan von Châteaurenard als Vasall des Grafen von Sens. Vermutlich während des Erbfolgekriegs um Burgund zwischen König Robert II. und Otto Wilhelm von Burgund gelang es Hatto, sich in Courtenay im heutigen Département Loiret eine eigenständige Herrschaft anzueignen. Dort errichtete er um 1010 eine Burg, nach der sich seine Familie fortan benannte.

Er hinterließ mindestens einen Sohn, Joscelin von Courtenay, der ihn als Herr von Courtenay beerbte. 
von Courtenay, Hatto (I13243)
 
50298 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hatzfeld_(Adelsgeschlecht)

Hatzfeld oder auch Hatzfeldt ist der Name eines alten edelfreien Geschlechts aus dem oberen Lahngau mit gleichnamigem Stammhaus Hatzfeld im Landkreis Waldeck-Frankenberg (Hessen), das erstmals 1138 urkundlich erwähnt wird. Von 1418 bis 1806 regierte die Familie die reichsunmittelbare Herrschaft Wildenburg, weshalb sie zum Hochadel gezählt wird.

1635 wurden die Linien Hatzfeld-Wildenburg-Weisweiler und Hatzfeld-Wildenburg-Crottorf in den erblichen Reichsgrafen- bzw. Grafenstand erhoben. Die Linie Hatzfeldt-Gleichen-Trachenberg erhielt 1741 den preußischen Fürstenstand, seit 1803 gefolgt von der Linie Hatzfeldt-Werther-Schönstein (noch blühend), die 1900 in Primogenitur zum „Herzog zu Trachenberg“ erhoben wurde; im 19. Jahrhundert wurde auch die Linie Hatzfeldt-Wildenburg gefürstet (1941 im Mannesstamm erloschen).

Hatzfeld-Wildenburg-Weisweiler

Der ältere Sohn Johann von Hatzfelds († 1505) und Maria von Nesselrodes hieß ebenfalls Johann († 1522). Er heiratete 1509 Johanna von Harff und gelangte durch sie in Besitz der Burg Weisweiler. Seitdem nannte sich dieser Familienzweig „Hatzfeld-Wildenburg-Weisweiler“. Deren Sohn Werner († nach 1572) heiratete Margaretha Torck.

Deren Sohn Wilhelm († 1623) heiratete Johanna von Brempt.

Deren Sohn Johann Heinrich Wilhelm (1591–1627) heiratete Johanna Adolfine von Cortenbach.

Deren Sohn Wilhelm Heinrich († 1655) heiratete Maria von Velbrück. Er wurde am 27. Mai 1635 in Wien in den Reichsgrafenstand erhoben, war Mundschenk im Königreich Böhmen und ließ sich mit „Hoch- und Wohlgeboren, Graf von Hatzfeld-Wildenburg-Weissweiler“ anreden. Deren Sohn Adolf Alexander (1644–1721) heiratete Anna Maria Amelia Barbara, Freiin von Palant (1650–1726) und gelangte 1682 durch sie an das Haus Palant.

Deren Sohn Edmund Florenz Cornelius, (1674–1757) heiratete Isabella Johanna Maria Anna von Winkelhausen (1681–1762) und erwarb durch die Heirat das Schloss Kalkum bei Düsseldorf sowie die Rittersitze Groß-Winkelhausen, Remberg und Morp. 
von Hatzfeld-Wildenburg-Weisweiler, Werner (I58070)
 
50299 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hatzfeld_(Adelsgeschlecht)

Hatzfeld oder auch Hatzfeldt ist der Name eines alten edelfreien Geschlechts aus dem oberen Lahngau mit gleichnamigem Stammhaus Hatzfeld im Landkreis Waldeck-Frankenberg (Hessen), das erstmals 1138 urkundlich erwähnt wird. Von 1418 bis 1806 regierte die Familie die reichsunmittelbare Herrschaft Wildenburg, weshalb sie zum Hochadel gezählt wird.

1635 wurden die Linien Hatzfeld-Wildenburg-Weisweiler und Hatzfeld-Wildenburg-Crottorf in den erblichen Reichsgrafen- bzw. Grafenstand erhoben. Die Linie Hatzfeldt-Gleichen-Trachenberg erhielt 1741 den preußischen Fürstenstand, seit 1803 gefolgt von der Linie Hatzfeldt-Werther-Schönstein (noch blühend), die 1900 in Primogenitur zum „Herzog zu Trachenberg“ erhoben wurde; im 19. Jahrhundert wurde auch die Linie Hatzfeldt-Wildenburg gefürstet (1941 im Mannesstamm erloschen).

Hatzfeld-Wildenburg-Weisweiler

Der ältere Sohn Johann von Hatzfelds († 1505) und Maria von Nesselrodes hieß ebenfalls Johann († 1522). Er heiratete 1509 Johanna von Harff und gelangte durch sie in Besitz der Burg Weisweiler. Seitdem nannte sich dieser Familienzweig „Hatzfeld-Wildenburg-Weisweiler“. Deren Sohn Werner († nach 1572) heiratete Margaretha Torck.

Deren Sohn Wilhelm († 1623) heiratete Johanna von Brempt.

Deren Sohn Johann Heinrich Wilhelm (1591–1627) heiratete Johanna Adolfine von Cortenbach.

Deren Sohn Wilhelm Heinrich († 1655) heiratete Maria von Velbrück. Er wurde am 27. Mai 1635 in Wien in den Reichsgrafenstand erhoben, war Mundschenk im Königreich Böhmen und ließ sich mit „Hoch- und Wohlgeboren, Graf von Hatzfeld-Wildenburg-Weissweiler“ anreden. Deren Sohn Adolf Alexander (1644–1721) heiratete Anna Maria Amelia Barbara, Freiin von Palant (1650–1726) und gelangte 1682 durch sie an das Haus Palant.

Deren Sohn Edmund Florenz Cornelius, (1674–1757) heiratete Isabella Johanna Maria Anna von Winkelhausen (1681–1762) und erwarb durch die Heirat das Schloss Kalkum bei Düsseldorf sowie die Rittersitze Groß-Winkelhausen, Remberg und Morp. 
von Hatzfeld-Wildenburg, Johann (I58068)
 
50300 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Hatzfeld_(Adelsgeschlecht)

Hatzfeld oder auch Hatzfeldt ist der Name eines alten edelfreien Geschlechts aus dem oberen Lahngau mit gleichnamigem Stammhaus Hatzfeld im Landkreis Waldeck-Frankenberg (Hessen), das erstmals 1138 urkundlich erwähnt wird. Von 1418 bis 1806 regierte die Familie die reichsunmittelbare Herrschaft Wildenburg, weshalb sie zum Hochadel gezählt wird.

1635 wurden die Linien Hatzfeld-Wildenburg-Weisweiler und Hatzfeld-Wildenburg-Crottorf in den erblichen Reichsgrafen- bzw. Grafenstand erhoben. Die Linie Hatzfeldt-Gleichen-Trachenberg erhielt 1741 den preußischen Fürstenstand, seit 1803 gefolgt von der Linie Hatzfeldt-Werther-Schönstein (noch blühend), die 1900 in Primogenitur zum „Herzog zu Trachenberg“ erhoben wurde; im 19. Jahrhundert wurde auch die Linie Hatzfeldt-Wildenburg gefürstet (1941 im Mannesstamm erloschen).

Hatzfeld-Wildenburg-Weisweiler

Der ältere Sohn Johann von Hatzfelds († 1505) und Maria von Nesselrodes hieß ebenfalls Johann († 1522). Er heiratete 1509 Johanna von Harff und gelangte durch sie in Besitz der Burg Weisweiler. Seitdem nannte sich dieser Familienzweig „Hatzfeld-Wildenburg-Weisweiler“. Deren Sohn Werner († nach 1572) heiratete Margaretha Torck.

Deren Sohn Wilhelm († 1623) heiratete Johanna von Brempt.

Deren Sohn Johann Heinrich Wilhelm (1591–1627) heiratete Johanna Adolfine von Cortenbach.

Deren Sohn Wilhelm Heinrich († 1655) heiratete Maria von Velbrück. Er wurde am 27. Mai 1635 in Wien in den Reichsgrafenstand erhoben, war Mundschenk im Königreich Böhmen und ließ sich mit „Hoch- und Wohlgeboren, Graf von Hatzfeld-Wildenburg-Weissweiler“ anreden. Deren Sohn Adolf Alexander (1644–1721) heiratete Anna Maria Amelia Barbara, Freiin von Palant (1650–1726) und gelangte 1682 durch sie an das Haus Palant.

Deren Sohn Edmund Florenz Cornelius, (1674–1757) heiratete Isabella Johanna Maria Anna von Winkelhausen (1681–1762) und erwarb durch die Heirat das Schloss Kalkum bei Düsseldorf sowie die Rittersitze Groß-Winkelhausen, Remberg und Morp. 
von Hatzfeld-Wildenburg-Weisweiler, Wilhelm (I58072)
 

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