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50551 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Eleonore_von_Dernbach

Maria Eleonore von Hatzfeld wurde am 16. Februar 1680 wohl im Schloss Unterschüpf, im heutigen Tauberfranken geboren. Zwei Tage später, am 18. Februar, wurde sie hier ebenfalls getauft. Ihr Vater war der Graf Heinrich von Hatzfeld, ihre Mutter Catharina Elisabetha von Schönborn. Maria Eleonore war die zweitgeborene Tochter. Insgesamt hatte sie neun Geschwister, von denen jedoch nicht alle das Erwachsenenalter erreichten.

Im März 1695 wurde sie mit dem alten Grafen von Dernbach, Johann Otto, verheiratet. Er war Herr über die gerade zum Reichsstand erhobene Grafschaft Wiesentheid. Bereits ein Jahr später war Johann Otto schwer erkrankt. Deshalb ließ er am 31. Dezember 1696 seine Frau Maria Eleonore zur regierenden Gräfin proklamieren. In seinem Testament, das am 7. Januar 1697 veröffentlicht wurde, verstärkte der Graf diese Absicht noch. Als er im Mai 1697 starb, wollte Maria Eleonore die Herrschaft antreten.

Der Würzburger Fürstbischof Johann Gottfried von Guttenberg schätzte die Herrschaft einer Frau in seiner unmittelbaren Umgebung jedoch nicht und besetzte noch im selben Jahr die Grafschaft. Der Verwandte der Gräfin, der Bamberger Fürstbischof Lothar Franz von Schönborn, appellierte nun an den Kaiser Leopold I. diese unrechtmäßige Besetzung rückgängig zu machen. Erst nach dem Tod des Gottfried von Guttenberg wurde am 12. Februar 1701 ein Kompromiss geschlossen und Maria Eleonore konnte die Herrschaft antreten.

Noch im selben Jahr heiratete die Gräfin erneut: Am 14. November 1701 ehelichte sie Rudolf Franz Erwein von Schönborn. Ob der Frischvermählte nach der Hochzeit bereits die Regierung in der kleinen Grafschaft übernahm ist unklar, wird in der älteren Forschung jedoch angenommen. Erst die offizielle Übereignung der Regierung am 26. Juli 1704 beendete die Herrschaft der Maria Eleonore. Sie starb am 26. April 1718 in ihrer ehemaligen Residenz in Wiesentheid. 
von Hatzfeldt-Wildenburg-Crottorf, Gräfin Maria Eleonore (I58093)
 
50552 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Komnene_von_Byzanz (Okt 2017)

Maria Komnene von Byzanz (* vor 1144; † 1190) war Königin von Ungarn.
Maria Komnene wurde als Tochter von Isaak Komnenos (* 1115, † 1154/74), dem Sohn des byzantinischen Kaisers Johannes II. und Bruder von Kaiser Manuel I., und dessen Gemahlin Theodora Kamaterina († 1144) geboren. Marias Neffe Isaak (Sohn ihrer Schwester Irene) wurde Kaiser in Zypern und ihre Halbschwester Theodora war mit Balduin III., König von Jerusalem, vermählt. Im Jahre 1156 wurde sie mit dem späteren ungarischen König Stephan IV. verheiratet, nachdem dieser im ungarischen Thronfolgestreit mit seinem Bruder Géza II. und einer missglückten Verschwörung nach Konstantinopel flüchten musste, wo er vom Kaiser mit Freude empfangen wurde.

Nach dem Tod von Géza II. beschloss Kaiser Manuel, Ungarn zum byzantinischen Vasallen zu machen. Das ungarische Königreich musste sich in den kommenden Perioden bemühen, seine Selbstständigkeit zu bewahren. 1163 wurde Stephan König, er war jedoch sehr unbeliebt - vor allem der große Einfluss von Byzanz war vielen ein Dorn im Auge. Stephan wurde 1165 ermordet. Er wurde noch lange für die Instabilität des königlichen Thrones beschuldigt und man wollte ihn lange nicht begraben. Maria überlebte ihren Mann um 25 Jahre. Das Paar hatte keine Kinder und Maria heiratete kein weiteres Mal. 
Komnena (Byzanz, Komnenen), Königin von Ungarn Maria (I7627)
 
50553 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Laskaris_von_Nicäa (Sep 2023)

Anlässlich ihrer Eheschließung trat Maria von der griechisch-orthodoxen zur römisch-katholischen Konfession über. Als 1220 Bélas Verbindung mit der byzantinischen Prinzessin nicht mehr opportun erschien, beschloss sein Vater, der ungarische König Andreas II., ihn wieder von Maria zu trennen. Allerdings wurde Béla von den Prälaten überzeugt, dass ein solches Vorgehen unbedachtsam wäre; seine Ehe mit Maria blieb bestehen.[2] Im September 1235 starb Andreas II. und der Kronprinz bestieg als Béla IV. den Thron, wodurch Maria ungarische Königin wurde.

Während der mongolischen Invasion Ungarns 1241 sandte Béla IV. seine Gattin Maria und ihre Kinder in die sicherer scheinenden westlichen Provinzen nahe der österreichischen Grenze. Später zogen sich der König und die Königin nach Zagreb zurück, von wo aus Belá IV. seine Gemahlin und ihr Gefolge weiter südlich nach Dalmatien schickte. Maria suchte in der Festung Klis (nahe dem heutigen Split) Zuflucht. Nach seiner Ankunft an der Adriaküste begab sich Béla VI. in den stark befestigten Hafenort Trogir, ließ seine Gemahlin von Klis zu sich rufen und siedelte mit ihr und dem Hof im Frühjahr 1242 auf die nahegelegene Insel Čiovo über. Die mongolischen Scharen unter Batu Khan verwüsteten noch die dalmatische Küste, zogen dann aber wieder ostwärts nach Asien ab, da Batu sich um die Nachfolge des verstorbenen Großkhans Ögedei bewerben wollte. 
Laskaris (Nicäa), Königin von Ungarn Maria (I8132)
 
50554 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_von_Antiochia (Sep 2023)

Sie entstammte väterlicherseits aus dem Haus Auvergne-Poitou, das seit dem 10. Jahrhundert als Grafen von Poitou und Herzöge von Aquitanien zu den wichtigsten Lehensträgern der Könige von Frankreich zählten. Ihr Großvater Herzog Wilhelm IX. von Aquitanien, der erste bekannte Troubadour, hatte am Kreuzzug von 1101 teilgenommen.

Ihr Vater war von Fulko von Anjou, König von Jerusalem (reg. 1131–1144) ins Heilige Land gerufen worden, um die Herrschaft in einem exponierten Kreuzfahrerstaat – dem Fürstentum Antiochia – durch Vermählung mit Konstanze, der erst zehnjährigen Erbin des Fürstentums, zu übernehmen. Durch seine Ehe war Raimund von 1136 bis 1149 Fürst von Antiochia.

Ihre Mutter war die Erbtochter des Bohemund II. († 1130), Fürst von Antiochia und Tarent aus dem normannischen Haus Hauteville, und dessen Gemahlin Alice von Rethel, einer Tochter des Königs Balduin II. von Jerusalem.

Maria war väterlicherseits eine Cousine der Eleonore von Aquitanien, die mit ihrem Ehemann, König Ludwig VII. von Frankreich, am Zweiten Kreuzzug teilnehmend am 19. März 1148 das Fürstentum Antiochia erreichte. Sie wird ihrer damals dreijährigen Cousine Maria von Antiochia nicht allzu viel Aufmerksamkeit geschenkt haben. Ihre Zuneigung zu ihrem Onkel, Marias Vater Raimund von Poitiers, sollte hingegen völlig unabsehbare Folgen haben: Den endgültigen Verlust der Grafschaft Edessa, ihre Scheidung von König Ludwig VII., den Aufstieg des Hauses Plantagenet durch ihre Ehe mit Heinrich II. König von England (reg. 1154–1189) und den Jahrhunderte dauernden Kampf zwischen Frankreich und England um ihr Erbe in Südwestfrankreich.

Maria war auch eng mit den Königen von Jerusalem verwandt, da sie eine Nichte von Balduin III. und Amalrich I. war, die 1144 bis 1162 bzw. 1163 bis 1174 regierten.

Kindheit in Antiochia
Die Kindheit der jungen Prinzessin war nicht leicht. Das Fürstentum Antiochia war ein im Jahre 1099 gegründeter Kreuzfahrerstaat, dessen gleichnamige Hauptstadt am Fluss Orontes seit der Antike eine Großstadt und von gewaltigen Mauern mit über 400 Türmen umgeben war. Der neue Staat wurde allerdings von allen Seiten bedroht: Vom türkischen Sultanat der Rum-Seldschuken von deren Rivalen, den turkmenischen Danischmenden – gegen die Fürst Bohemund II. von Antiochia 1130 gefallen war – von den turkmenischen Dynastie der Zengiden – die ab 1128 Teile des Irak (Mosul) und Syriens (Aleppo und später auch Damaskus) beherrschten – und von der kurdischen Dynastie der Ayyubiden – die nach 1174 die Rolle der Zengiden übernahmen. Aber auch mit den christlichen Nachbarn wie dem Fürstentum Kleinarmenien und dem Byzantinischen Reich gab es Spannungen und Konflikte. Dies einerseits, da sich die Fürsten von Antiochia als souverän ansahen, obwohl sie formell eine Lehensabhängigkeit von Byzanz eingegangen waren und andererseits, da permanent religiöse Rivalitäten zwischen der ansässigen orthodoxen Bevölkerung und den „Lateinern“, d. h., den römisch-katholischen Kreuzfahrern, bestanden. Letztere fühlten sich dem Königreich Jerusalem mehr verbunden, dessen König in Antiochia immer wieder Schutzfunktionen übernehmen mussten.

Ein Jahr vor der Geburt der Maria von Antiochia wurde die Lage prekär, da ein wichtiges Bollwerk des Fürstentums, die lehensabhängige Grafschaft Edessa, 1144 von Zengi, dem Atabeg von Mosul und Aleppo, erobert wurde. Ein Schock, der Anlass für den Zweiten Kreuzzug war, der aber keine nennenswerten Eroberungen im Heiligen Land erreichte.

Maria verlor bereits im Kindesalter ihren Vater. Dieser hatte gegen den damaligen Hauptfeind der christlichen Staaten, Nur ad-Din Atabeg von Aleppo – den Sohn Zengis – mehrere Schlachten geschlagen, wurde aber am 28. Juni 1149 von diesem in seinem Feldlager in der Ebene von Inab überrascht. Sein Heer wurde in der folgenden Schlacht von Inab vernichtet und er selbst von dessen kurdischen General Schirkuh, dem Onkel Saladins, getötet.

Marias Mutter, Konstanze, war dadurch mit 22 Jahren Witwe und wieder alleinige Fürstin von Antiochia. Da ihr ältester Sohn Bohemund III. („der Stammler“) erst fünf Jahre alt war, übernahm angesichts der bedrohlichen Lage ihr Onkel, König Balduin III. von Jerusalem, die Regentschaft des Fürstentums und drängte Konstanze, sich wieder zu verheiraten. Sie lehnte jedoch die ihr vorgeschlagenen hochrangigen Bewerber ab und beschloss nach einigem Zögern 1153 den unbemittelten französischen Kreuzfahrer Rainald von Chatillon zu heiraten. Dieser wurde dadurch zum Fürsten von Antiochia – und zum Stiefvater der damals achtjährigen Prinzessin Maria.

Marias Jugend wurde daher durch ihren Stiefvater Rainald von Chatillon geprägt, der sich drastisch von ihrem Vater unterschied. Rainald war wohl einer der negativsten Repräsentanten der Kreuzfahrer: Er war zwar ein tollkühner Ritter, zugleich aber habgierig, rücksichtslos, gewalttätig und bar jeder religiösen oder moralischen Motivation. Sein Verhalten trug wesentlich zu den Problemen der Kreuzfahrerstaaten und letztlich 1187 zum Verlust weiter Teile des Heiligen Landes einschließlich Jerusalems an die Muslime bei.

In Antiochia erpresste und misshandelte er den reichen und nicht gerade sittenstrengen lateinischen Patriarchen von Antiochia Aimerich von Limoges, um damit einen Überfall auf Zypern zu finanzieren, wo er den Gouverneur, Johannes Dukas Komnenos, gefangen nahm und die Insel plünderte. Durch diesen Überfall provozierte er seinen – bisher völlig ignorierten – Souverän, Kaiser Manuel I. von Byzanz, wobei hinzukam, dass der Gouverneur dessen Neffe und Bruder der Theodora Komnena war, die mit Heinrich II. Jasomirgott, dem ersten Herzog von Österreich und Halbbruder des römisch-deutschen Königs, Konrad III. verheiratet war. Da Kaiser Manuel daraufhin mit einer Armee nach Antiochia zog, sah Raimund keine andere Möglichkeit, als sich zu unterwerfen. Er verschaffte dadurch den Bürgern von Antiochia – und seiner Stieftochter Maria – ein spektakuläres Schauspiel: Im Herbst 1158 ritt Kaiser Manuel I. mit glanzvollem Gefolge in Antiochia ein, wo sich ihm Raimund, vor der versammelten schaulustigen Bevölkerung – barfüßig und im Büßerhemd – zu Füßen warf. Erst nach Stunden der Missachtung wurde ihm unter strikten Auflagen Begnadigung gewährt.[1]

Bei einem späteren Raubzug in den Anti-Taurus wurde Rainald im Jahr 1160 von Majd ad-Din, dem Statthalter Nur ad-Dins in Aleppo, gefangen genommen. Die nächsten fünfzehn Jahre verbrachte er in einem Kerker in Aleppo, da Nur ad-Din sich beharrlich weigerte, einen so gefährlichen Mann gegen Lösegeld freizugeben.

In Abwesenheit Raimunds beanspruchte Marias Mutter, die Fürstin Konstanze, neuerlich die Herrschaft. Die Bevölkerung unterstützte jedoch Marias ältesten Bruder, den 15-jährigen Bohemund III. Dieser wurde daher von König Balduin III. von Jerusalem, als dessen Vormund, zum Fürsten eingesetzt, wobei zugleich die Regentschaft an einen erbitterten Gegner Raimunds, nämlich den von ihm misshandelten Patriarchen von Antiochia, Aimerich von Limoges, übertragen wurde. Konstanze protestierte am Hof von Konstantinopel gegen diese Entmachtung, als Eingriff in byzantinische Hoheitsrechte, da Antiochia ja ein byzantinisches Lehen und nicht eines des Königreiches Jerusalem war.

Kaiserin von Byzanz
Eine entscheidende Wende in Marias Leben bahnte sich Ende 1159 mit dem Tod der Kaiserin Irene (Bertha von Sulzbach), der ersten Gemahlin von Kaiser Manuel I. von Byzanz (reg. 1143–1180) an. Manuel I. wollte den lateinischen Osten näher an sich binden, sandte daher 1160 eine Gesandtschaft unter der Leitung seines Neffen, des „Megas Dux“ Johannes Kontostephanos (Sohn seiner Schwester Anna Komnena mit Stephanos Kontostephanos), nach Jerusalem und bat König Balduin III., für seine zweite Ehe heiratsfähige Prinzessinnen aus den Kreuzfahrerstaaten zu benennen. Balduin nannte ihm zwei seiner Cousinen: Maria von Antiochia und Melisende von Tripolis, die Tochter des Grafen Raimund II. von Tripolis. Beide waren wegen ihrer Schönheit berühmt. Nach einigem Zögern entschied sich der Kaiser für Maria. Sei es wegen des Machtstrebens Raimunds von Tripolis, dem Bruder Melisendes, sei es wegen Gerüchten über ihre nicht-eheliche Abkunft oder sei es, um das Fürstentum Antiochia, das ein byzantinisches Lehen war, besser kontrollieren zu können.

Der Bruder Melisendes, Graf Raimund III., war wütend. Er verlangte, dass man ihm den Aufwand für die Aussteuer ersetze. Als die abgelehnt wurde, beschloss er, sich für diese Schmach zu rächen, indem er die für die Hochzeit seiner Schwester gebauten und geschmückten zwölf Galeeren in Kriegsschiffe umrüsten ließ und mit ihnen einen Überfall auf Zypern unternahm. Melisende überlebte diese Zurückweisung nicht lange, sie welkte dahin und verstarb bald nach 1161. Sie lebte aber in den romantischen Dichtungen der Troubadoure als Modell der „Princesse lointaine“ fort.[2]

Da die Wahl auf Maria gefallen war, traf in Antiochia eine hochrangige kaiserliche Gesandtschaft ein, die unter der Leitung eines Vetters des Kaisers, des „Megas Dux“ Alexios Bryennios Komnenos († nach 1156; Sohn der Anna Komnena und des Thronprätendenten Nikephoros Bryennios) und des Präfekten von Konstantinopel Johannes Kamateros stand. Sie handelte nicht nur den Ehekontrakt aus, sondern bestätigte auch Marias Mutter Konstanze als Fürstin von Antiochia.

Maria, die von Zeitgenossen als besonders liebreizend beschrieben wurde, begann ihre Reise nach Konstantinopel im September 1161 in St. Simeon, dem Hafen von Antiochia. Sie war dabei wohl in zweifacher Hinsicht glücklich: Da sie als Kaiserin von Byzanz einen Platz am „höchsten Thron der Christenheit“ einnehmen würde, aber auch deswegen, da sie nicht ahnen konnte, welches Schicksal sie dort erwarten sollte. Am 25. Dezember 1161 wurde sie mit allem Prunk, den Konstantinopel zu bieten hatte, in der Kirche Hagia Sophia von drei Patriarchen, Lukas Chrysoberges von Konstantinopel, Sophronios von Alexandrien und Titular-Patriarch Athanasios von Antiochia getraut.[3]

Im folgenden Jahr wurde Marias Bruder Bohemund III. volljährig und sollte daher die Regierung des Fürstentums übernehmen. Seine Mutter, die Fürstin Konstanze, war jedoch nicht bereit die Macht abzugeben, ersuchte daher den byzantinischen Gouverneur von Kilikien, Konstantin Kalamanos (aus dem ungarischen Königshaus der Árpáden), um Unterstützung. Als dies bekannt wurde, kam es zu einem Volksaufstand, der Bohemund III. 1162 endgültig die Herrschaft sicherte, während Konstanze in die Verbannung geschickt wurde und bald nachher verstarb. Kaiser Manuel I. lud daraufhin den jüngeren Bruder Marias, Balduin von Antiochia und später auch ihre Halbgeschwister Rainald (II.) und Alix von Chatillon nach Konstantinopel ein, sei es, um Maria das Zusammenleben mit ihren Geschwistern zu ermöglichen oder um sie als Geiseln zu benützen.[4]

Marias Heimat, das vom Kaiserreich anhängige Fürstentum Antiochia, war im Jahr 1164, nahe daran, in die Hand der Muslime zu fallen. Nur ad-Din belagerte mit einer großen Armee die Schlüsselfestung Harenc. Ihr Bruder, Fürst Bohemund III. eilte auf den Hilferuf seines Vasallen, Reinhold von Saint-Valerie, dem Herren von Harenc, herbei und veranlasste dadurch Nur ad-Din zur Aufhebung der Belagerung. Dadurch ermutigt versuchte er dessen Heer mit seiner unzulänglichen Truppe angreifen. Er wurde jedoch am 10. August 1164 in der Schlacht von Artah, von Nur ad-Din besiegt und gemeinsam mit Graf Raimund III. von Tripolis und dem General der byzantinischen Truppen, Konstantin Kalamanos, gefangen genommen und in Aleppo eingesperrt, wo er im Gefängnis auf seinen Stiefvater, Rainald von Chatillon, traf. Antiochia war daher ohne Fürsten und ohne Verteidigung. Nur ad-Din verzichtete jedoch auf die Eroberung, da ihm ein Kleinfürstentum als Nachbar lieber war, als das Byzantinische Reich, das zweifellos versucht hätte, Antiochia – die Heimat der Kaiserin – zurückzuerobern.

Maria bemühte sich sofort um die Freilassung ihres Bruders. Da dieser das geforderte hohe Lösegeld nicht aufbringen konnte, bewog sie ihrem Gemahl, Kaiser Manuel I., dieses zu bezahlen. Aus diesem Anlass konnte sie ihren Bruder wiedersehen, da er nach seiner vorläufigen Freilassung Konstantinopel besuchte, um sie zu treffen – und um seinen Schwager um das Lösegeld zu bitten.[5] Die Sympathien von Kaiser Manuel für die „lateinische“ Welt, die ihm als fortschrittlicher erschien, wurden durch die Ehe Manuel I. mit Maria von Antiochia bestätigt, und wohl auch verstärkt, da auch sie zur „Westlastigkeit“ der kaiserlichen Politik beigetragen haben dürfte.

Es wäre naheliegend, ist aber nicht zu beweisen, dass Maria Anteil an einem bemerkenswerten Vorschlag hatte, den Kaiser Manuel I. im Jahre 1166 dem Papst Alexander III., angesichts dessen Streitigkeiten mit Kaiser Friedrich I. Barbarossa, übermitteln ließ: Er sei bereit, im Bereich der Religion alle Zugeständnisse zu machen, die geeignet wären, das seit 1054 bestehende große morgenländische Schisma zwischen der Orthodoxen Kirche und der Katholischen Kirche zu überwinden und dem Papst zusätzlich eine hohe finanzielle Unterstützung zu zahlen. Dies, sofern der Papst ihm auch die westliche Kaiserkrone übertragen würde. Denn dadurch hätte die lange verlorene alte Einheit des römischen Reiches wiederhergestellt werden können.[6] Der Vorschlag war von visionärem Wunschdenken geprägt, aber gänzlich unrealistisch. Kaiser Friedrich I. Barbarossa saß fest im Sattel und die Kirchenspaltung war bereits viel zu tief und zu emotional, um durch einen Federstrich zu verschwinden. Zugleich war Kaiser Manuel I. im Westen wegen der „Treulosigkeit“ der Griechen während der Kreuzzüge nicht populär, und auch da man meinte, er beabsichtige Syrien und Palästina unter seine Kontrolle – und damit unter die der orthodoxen Kirche – zu bringen. Auch in Konstantinopel war er – wegen seiner offenkundigen Sympathien für die „lateinische“ Lebensweise – unbeliebt. Der Versuch eines „Anschlusses“ der Orthodoxen Kirche an Rom hätte ihn wohl den Thron gekostet.

Unter dem Einfluss Marias wurden die Verbindungen zwischen Byzanz und den Kreuzfahrerstaaten weiter gefördert: Kurz nach der Gefangennahme ihres Bruders, Bohemund III. von Antiochia sandte ihr Onkel, der neue König Amalrich I. von Jerusalem (reg. 1163–1174) 1164 eine Gesandtschaft an Kaiser Manuel I. mit dem Wunsch, sich mit einer kaiserlichen Prinzessin zu vermählen und ein Bündnis zum Angriff auf Ägypten zu schließen. Da Kaiser Manuel I. und Maria noch keine Kinder hatten und die einzige Tochter Manuels aus dessen erster Ehe Maria Komnena mit dem ungarischen Prinzen Béla III. von Ungarn verlobt war, der seit 1163 als „Despotes Alexios“ als byzantinischer Thronfolger galt, kam nur eine kaiserliche Nichte in Frage. Nach zwei Jahren fiel die Wahl schließlich auf Maria Komnena (* 1154; † vor 1217), eine Tochter des Johannes Dukas Komnenos, Dux von Zypern (reg. 1155–1176), eines Neffen des Kaisers Manuel. Bemerkenswert ist, dass Johannes Dukas Komnenos der byzantinische Gouverneur von Zypern war, den Marias Stiefvater Rainald 1157 bei seinem Überfall auf Zypern besiegt und gefangen genommen hatte, um die Insel auszuplündern. Die Eheschließung fand am 29. August 1167 mit großem Gepränge in der Kathedrale von Tyros statt und führte zu Verhandlungen über eine gemeinsame Aktion gegen Ägypten.[7]

Ein noch persönlicheres Interesse hatte Maria an der 1175 geschlossene Ehe ihres Bruders, des Fürsten Boemund III. von Antiochia mit Theodora Komnena, der Schwester der soeben genannten Gemahlin von König Amalrich I. von Jerusalem.[8]

Die folgenden Jahre bis 1175 waren für Maria eine gute Zeit. Im Jahre 1169 hatte sie den ersehnten Thronfolger, Alexios II. Komnenos geboren. Am 10. März 1171 gab es ein Wiedersehen mit ihrem Onkel, König Amalrich I. von Jerusalem, der mit großem Gefolge – darunter der Großmeister des Templerordens, Philipp von Milly – nach Konstantinopel kam und dort unter anderem hinsichtlich eines gemeinsamen Angriffs auf Ägypten einen (nicht erhaltenen) Vertrag unterzeichnete, der Byzanz eine Art von Oberherrlichkeit über das Königreich Jerusalem einräumte. Zugleich gelang es Manuel, die Expansion der Seldschuken unter Kontrolle zu halten und im Westen seinen Einflussbereich in Ungarn und Italien auszuweiten.[9]

Nach dem Tod Nur ad-Dins im Jahre 1175 wurde schließlich ihr Stiefvater, Rainald von Chatillon, der – inzwischen Witwer – kurz darauf Stephanie von Milly, die Tochter des Großmeisters des Templerordens Philipp von Milly und Erbin der bedeutenden Herrschaft Oultrejordain heiratete, die damit zur Stiefmutter Marias wurde.

Ein drastischer Rückschlag war jedoch die katastrophale Schlacht bei Myriokephalon am 17. September 1176 wo das gewaltige kaiserliche Heer in einem Engpass von den Truppen Kilidsch Arslan II., dem Sultan der Rum-Seldschuken vernichtend geschlagen wurde und damit auf immer die Fähigkeit verlor, in Syrien zu intervenieren und Antiochia seinen Willen aufzuzwingen.[10]

Kurz vor dem Tod Manuel I. kam es noch zu einer weiteren Verstärkung des lateinischen Elements, da Marias Sohn, Alexios II. Komnenos, der Erbe des Kaisers, am 2. März 1180 mit der neunjährigen Prinzessin Agnes von Frankreich, einer Tochter des Königs Ludwig VII. und der Adela von Champagne vermählt wurde, die daraufhin den Namen Anna annahm.

Erste lateinische Herrscherin von Byzanz
Kaiser Manuel I. starb am 24. September 1180. Da sein Erbe, Kaiser Alexios II. Komnenos erst elf Jahre alt war, übernahm der Tradition entsprechend Maria als Mutter des Kaisers die Regentschaft. Sie war damit die erste „lateinische“ Herrscherin des Byzantinischen Reiches.

Ihre Aufgabe war keineswegs leicht: Kaiser Manuel I. hinterließ ihr ein unvollständiges Werk. Sein Ehrgeiz, sich zum universellen Herrscher der Christenheit aufzuschwingen, hatte ihn zu Abenteuern in Ungarn und Italien verleitet, durch die er im Westen und teils im Osten seinen Einflussbereich erweitern konnte. Durch die vielen Kriege und durch die Gewährung ruinöser Konzessionen an die westlichen Handelsmächte ruinierte er jedoch die finanziellen Grundlagen der byzantinischen Macht. Die schwere Niederlage in der Schlacht von Myriokephalon hatte zugleich auch das zweite Standbein byzantinischer Macht, die Streitkräfte, irreparabel beschädigt. Hinzu kam, dass Manuel sich weite Teile der Bevölkerung durch die einseitige Ausrichtung auf die lateinische Lebensart entfremdet hatte. Dies galt in noch größerem Umfang für Maria von Antiochia, die selbst Lateinerin war und sich während ihrer Regentschaft außenpolitisch auf die lateinischen Staaten und im Inneren auf die westlichen Kaufherren aus Venedig, Pisa und Genua stützte, die in Byzanz wegen ihrer Privilegien beneidet und wegen ihrer Arroganz gehasst wurden. Auch waren die zahllosen Übergriffe und Massaker, die die Kreuzfahrer in Byzanz begangen hatten, unvergessen.

Als ihren Berater – und wie viele meinten, als Geliebten – wählte Maria einen Neffen ihres Mannes, den Protosebastos Alexios Komnenos, einen Bruder des oben erwähnten Johannes Dukas Komnenos, Dux von Zypern aus, der ihre „lateinischen“ Sympathien teilte, uneinsichtig und arrogant und daher sehr unpopulär war.

Absetzung und Tod
Es dauerte nicht lange, bis sich in Konstantinopel eine kräftige Opposition bildete, die sich um die Stieftochter Marias, die „purpurgeborene“ Prinzessin Maria Komnena und ihren Gatten, den „Caesar“ Rainer von Montferrat scharte. Deren Verschwörung zur Ermordung ihres Günstlings schlug zwar fehl, jedoch war Maria gezwungen, die Verschwörer zu begnadigen. In ihrer Not rief Maria den Schwiegersohn ihres Mannes, König Béla III. von Ungarn zu Hilfe, während die Opposition einen Vetter ihres Gemahls, Andronikos I. Komnenos, einen alternden aber legendären Kriegshelden und Verführer rief, der seine Ambitionen auf den Thron nie begraben hatte. Im April 1182 marschierte er mit einer wachsenden Armee durch Kleinasien. Als Andronikos sich dem Bosporus näherte, entlud sich der aufgestaute Hass der Bevölkerung gegen die Vormachtstellung der „Lateiner“ in Form von Pogromen gegen alle katholischen Einwohner und insbesondere gegen die italienischen Kaufleute, wobei alle, die nicht rechtzeitig fliehen konnten, Massakern zum Opfer fielen.

In Konstantinopel ließ sich Andronikos I. am 16. Mai 1182 neben seinem jugendlichen Neffen Alexios II. Komnenos zum Mitkaiser krönen, übernahm die tatsächliche Macht und widmete sich sofort der Beseitigung möglicher Nebenbuhler: Der Günstling und Berater der Kaiserin, Alexios Komnenos, wurde ins Gefängnis geworfen und grausam geblendet.

Maria wurde abgesetzt und zum Tod durch Erdrosseln verurteilt. Ihr vierzehnjähriger Sohn wurde gezwungen, das Todesurteil persönlich zu unterschreiben.[11] Am 27. August 1182 wurde sie von dem Hetaireiarchen Konstantinus Tripsychos getötet und ihre Leiche ins Meer geworfen.[12]

Selbst vor den Anführern der Revolte, die ihn an die Macht gebracht hatten, machte Andronikos I. nicht Halt: Die Halbschwester Marias, die „purpurgeborene“ Prinzessin Maria Komnena und ihr Mann starben plötzlich im Sommer 1182, vermutlich in seinem Auftrag vergiftet. Nicht genug damit, ließ Andronikos Ende 1183 den jugendlichen Kaiser Alexios II. Komnenos erdrosseln, heiratete mit über sechzig Jahren dessen zwölfjährige Witwe, die Kaiserin Anna (Agnes von Frankreich), und erhob seinen Sohn aus erster Ehe Johannes zum Mitkaiser.

Anfangs zumindest ein tüchtiger Regent wurde er rasch zum grausamen Unterdrücker, sodass er schließlich von der aufgebrachten Menge festgenommen, gefoltert und am 12. September 1185 vom Pöbel in Stücke gerissen wurde. 
von Antiochia (Poitiers), Maria (Xene) (I7456)
 
50555 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_I._(Sizilien)

Martin I. (Sizilien)

Martin I., genannt der Junge (el Joven) (* 1376; † 25. Juli 1409 in Cagliari), aus dem Haus Aragón, war von 1392 bis 1401 zusammen mit seiner Gemahlin Maria von Sizilien und nach ihrem Tod 1401 bis 1409 allein König von Sizilien.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Martin war der Sohn des Königs Martin I. von Aragon und dessen erster Gemahlin Maria de Luna. Er heiratete 1392 Königin Maria von Sizilien und wurde dadurch deren Mitregent. Zu diesem Zwecke war Maria nach Katalonien entführt worden, um deren Heiratspläne mit dem Haus Visconti zu vereiteln. Martins Vater landete mit einer Expedition als Vikar seines Sohnes und seiner Schwiegertochter in Sizilien und stellte die Herrschaft der Krone wieder her.

Nachdem Maria 1401 gestorben war, regierte Martin allein. Am 26. November 1402[1] heiratete er Blanka von Navarra. Als König von Sizilien stand Martin völlig unter dem Einfluss seines Vaters, der von Aragon aus direkt mit den Räten in Sizilien kommunizierte. Martin starb 1409 bei einem Feldzug nach Sardinien ohne legitime Nachkommen. Als König folgte ihm sein Vater als Martin II. der Alte.

Mehr unter dem Link oben.. 
von Sizilien (von Aragón), Martin I. der Junge (I8984)
 
50556 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Mathilde_(Quedlinburg)

Mathilde (* Anfang 955; † 7./8. Februar 999) war von 966 bis zu ihrem Tod die erste Äbtissin auf dem Stiftsberg in Quedlinburg. Sie wird, besonders im Bistum Magdeburg, als Selige verehrt.

Leben
Mathilde war eine Tochter Kaiser Ottos I. und Enkelin der Heiligen Mathilde. Ihre Mutter war Adelheid von Burgund, die Tochter des burgundischen Königs Rudolf II. Als Elfjährige wurde sie 966 von allen Erzbischöfen und Bischöfen des Reiches zuzur Äbtissin von Quedlinburg geweiht. Papst Johannes XIII. bestätigte die Weihe im April 967. Vom Tod ihrer Großmutter Mathilde am 14. März 968 bis zur Rückkehr ihres Vaters aus Italien Ende 972 war sie für fast 4 Jahre die einzige Repräsentantin des Kaiserhauses nördlich der Alpen. Zur Vorbereitung auf die damit verbundenen Aufgaben widmete Widukind von Corvey ihr seine Sachsengeschichte.

Während ihrer Amtszeit wurde Quedlinburg durch die Förderung ihres kaiserlichen Bruders Ottos II. und ihres Neffen Ottos III. zu einem Zentrum des Ottonenreiches. Im Jahr 994 erhielt sie von König (später Kaiser) Otto III. das Privileg des Münz-, Markt- und Zollrechtes für den Marktflecken Quedlinburg. Mathilde war eine der mächtigsten Frauen des Reiches und führte von 997 bis zu ihrem Tod die Regentschaft für ihren in Italien weilenden Neffen Otto III.
Nach ihrem Tod wurde sie in der Stiftskirche zu Quedlinburg beigesetzt.

Literatur
• Eckhard Freise: Mathilde. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 16, Duncker & Humblot, Berlin 1990, ISBN 3-428-00197-4, S. 376–378 (Digitalisat).
• Karl Janicke: Mathilde, Aebtissin von Quedlinburg. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 20, Duncker & Humblot, Leipzig 1884, S. 593 f.
• Gerlinde Schlenker: Äbtissin Mathilde : eine Quedlinburgerin als Reichverweserin vor 1000 Jahren. Stekovics, Halle an der Saale, 1999. ISBN 3-932863-14-3

Filme
• Mathilde von Quedlinburg - Vom Mädchen zur Machtfrau. Buch und Regie: Gabriele Rose. Erstsendung am 18. August 2013 im MDR im Rahmen der Reihe "Geschichte Mitteldeutschlands". 
von Quedlinburg (Liudolfinger / Ottonen), Äbtissin Mathilde (I2318)
 
50557 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Matsch_(Adelsgeschlecht)

Das Geschlecht der Matscher wurde um die Mitte des 12. Jahrhunderts zum ersten Mal in Urkunden fassbar. Als Gründer der Familie gilt ein gewisser Egino I. von Matsch (* ca. 1160). Die Matscher amteten als Vögte über die Klöster Marienberg in Burgeis und St. Johann in Müstair. Die Matscher werden daher oft als Vögte von Matsch bezeichnet. Wie viele andere Bündner Adelsgeschlechter waren auch die Matscher ständig in Fehden und Konflikte mit anderen Geschlechtern sowie den Bischöfen von Chur verwickelt.

Nach dem Erlöschen der Herren von Tarasp 1177 war deren Besitz an die Herren von Reichenberg im Vinschgau gekommen, die 1239 die Herrschaft Tarasp an Graf Albert III. von Tirol verkauften, was zu langwierigen Streitigkeiten zwischen dem churischen Vitztum Swiker III. von Reichenberg und den Herren von Matsch als Vögten der Klöster Müstair und Marienberg bezüglich ihrer Kompetenzgrenzen führte, zumal das zugehörige churische Gericht im Unterengadin damit an die Tiroler gefallen war. Wegen der Plünderungen und Brandschatzungen der Vögte von Matsch am Besitz des Bistums Chur wurde 1252 ein Schiedsgericht bestellt, das 1253 zu einer Sühne führte, wobei die Matscher eine von ihnen besetzte „Burg Raminstein“ an den Bischof herausgeben sollten, der diese zu schleifen hatte, während er im Gegenzug eine neue Burg errichten durfte, was bis 1259 zum Neubau der Churburg bei Schluderns im Vinschgau führte, die nur 2700 Meter von den Stammburgen der Matschern entfernt lag. Doch gelang es diesen bereits 1297, die neue Burg unter ihre Kontrolle zu bringen.

Von den Tiroler Grafen erhielten sie ab 1273 auch das Vogtsamt über die Herrschaft und Burg Tarasp sowie die Rechtsprechung im Raum Nauders, zu dem auch das Unterengadin gehörte. Von 1363 bis 1464 hatten sie die Herrschaft Tarasp dann als Lehensträger inne, mit einer kurzen Unterbrechung durch die Herrschaft von Friedrich VII. von Toggenburg (1422–36).

Ab 1297 sitzen sie auf der Churburg, die damals aus einer Ringmauer samt Wehrgang mit freistehendem Bergfried bestand. 1334 wurde die romanische Schlosskapelle geweiht. Später erwarben sie auch noch die Vogteien über die Untertanen des Bischofs von Chur im Vinschgau, Münstertal, im Unterengadin, auf Burg Greifenstein, bis 1348 auch in der Grafschaft Chiavenna, dem oberen Veltlin und dem Puschlav. Mit den Bischöfen von Chur, deren Ministeriale die Matsch waren, lagen die Matsch fast ständig in Fehde, etwa 1394 um die Burg Tschanüff. 1421 konnten sie auch ihre Besitzrechte an Tarasp gegen den Churer Bischof behaupten. Die heutige Gestalt der Burg Tarasp geht im Wesentlichen auf die Matscher zurück.

Die Eigengüter der Matscher lagen im Vinschgau, Veltlin, Val Müstair, Puschlav (Bergwerke) sowie um Tarasp. Als Pfandschaft kamen sie im 13. und 14. Jahrhundert zeitweise in den Besitz der Herrschaft Vaduz. Weiter konnten sie die Schlösser und Herrschaften Reichenberg, Ramosch, Ardez, Greifenstein, Alt-Süns im Domleschg und Klingenhorn bei Malans in ihren Besitz bringen. 1338 übernahmen sie die Gerichte Schiers und Castels im Prättigau. Ein langjähriger Streit zwischen den Grafen von Toggenburg und den Matschern über die Herrschaftsanteile an den beiden Gerichten konnte erst durch die Heirat Elisabeths von Matsch mit Graf Friedrich VII. von Toggenburg beigelegt werden. Durch die Ehe wurden die Matsch in den Alten Zürichkrieg hineingezogen. 1348 verloren die Matsch die Vogteien über Chiavenna, Bormio und das Puschlav an das Herzogtum Mailand.

Ulrich IV. von Matsch kam 1366 durch seine Ehefrau zur Grafschaft Kirchberg in der Nähe von Ulm und führte deswegen den Titel eines Grafen von Kirchberg. Zu der Zeit nennen sie sich Vogt von Matsch. Ab diesem Ulrich waren etliche der Matscher Landeshauptmänner von Tirol. 1464 verkauften die Matscher die Herrschaft Tarasp für 2000 Gulden an Erzherzog Siegmund von Österreich-Tirol. Die Errichtung der österreichischen Grafschaft Tarasp führte erneut zu einer Fehde zwischen den Unterengadinern und Österreich. Der letzte Vertreter der Familie, Gaudenz von Matsch (1436–1504), gehörte zu den Räten von Erzherzog Siegmund, dem Regenten von Tirol und Vorderösterreich. 1487 fiel er in Ungnade und büsste als Flüchtling durch Konfiskation und Verpfändung seinen Besitz ein.

Die meisten Besitzungen der Matsch im heutigen Südtirol fielen zu Beginn des 16. Jahrhunderts durch Erbschaft an die Freiherren, späteren Grafen von Trapp, seit 1459 Erblandhofmeister von Tirol, die bis heute auf der Churburg ansässig sind und auch die Ruinen der Matscher Stammburgen besitzen. 
von Matsch, Graf Ulrich IV. (I54620)
 
50558 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Matsch_(Adelsgeschlecht)

Das Geschlecht der Matscher wurde um die Mitte des 12. Jahrhunderts zum ersten Mal in Urkunden fassbar. Als Gründer der Familie gilt ein gewisser Egino I. von Matsch (* ca. 1160). Die Matscher amteten als Vögte über die Klöster Marienberg in Burgeis und St. Johann in Müstair. Die Matscher werden daher oft als Vögte von Matsch bezeichnet. Wie viele andere Bündner Adelsgeschlechter waren auch die Matscher ständig in Fehden und Konflikte mit anderen Geschlechtern sowie den Bischöfen von Chur verwickelt.

Nach dem Erlöschen der Herren von Tarasp 1177 war deren Besitz an die Herren von Reichenberg im Vinschgau gekommen, die 1239 die Herrschaft Tarasp an Graf Albert III. von Tirol verkauften, was zu langwierigen Streitigkeiten zwischen dem churischen Vitztum Swiker III. von Reichenberg und den Herren von Matsch als Vögten der Klöster Müstair und Marienberg bezüglich ihrer Kompetenzgrenzen führte, zumal das zugehörige churische Gericht im Unterengadin damit an die Tiroler gefallen war. Wegen der Plünderungen und Brandschatzungen der Vögte von Matsch am Besitz des Bistums Chur wurde 1252 ein Schiedsgericht bestellt, das 1253 zu einer Sühne führte, wobei die Matscher eine von ihnen besetzte „Burg Raminstein“ an den Bischof herausgeben sollten, der diese zu schleifen hatte, während er im Gegenzug eine neue Burg errichten durfte, was bis 1259 zum Neubau der Churburg bei Schluderns im Vinschgau führte, die nur 2700 Meter von den Stammburgen der Matschern entfernt lag. Doch gelang es diesen bereits 1297, die neue Burg unter ihre Kontrolle zu bringen.

Von den Tiroler Grafen erhielten sie ab 1273 auch das Vogtsamt über die Herrschaft und Burg Tarasp sowie die Rechtsprechung im Raum Nauders, zu dem auch das Unterengadin gehörte. Von 1363 bis 1464 hatten sie die Herrschaft Tarasp dann als Lehensträger inne, mit einer kurzen Unterbrechung durch die Herrschaft von Friedrich VII. von Toggenburg (1422–36).

Ab 1297 sitzen sie auf der Churburg, die damals aus einer Ringmauer samt Wehrgang mit freistehendem Bergfried bestand. 1334 wurde die romanische Schlosskapelle geweiht. Später erwarben sie auch noch die Vogteien über die Untertanen des Bischofs von Chur im Vinschgau, Münstertal, im Unterengadin, auf Burg Greifenstein, bis 1348 auch in der Grafschaft Chiavenna, dem oberen Veltlin und dem Puschlav. Mit den Bischöfen von Chur, deren Ministeriale die Matsch waren, lagen die Matsch fast ständig in Fehde, etwa 1394 um die Burg Tschanüff. 1421 konnten sie auch ihre Besitzrechte an Tarasp gegen den Churer Bischof behaupten. Die heutige Gestalt der Burg Tarasp geht im Wesentlichen auf die Matscher zurück.

Die Eigengüter der Matscher lagen im Vinschgau, Veltlin, Val Müstair, Puschlav (Bergwerke) sowie um Tarasp. Als Pfandschaft kamen sie im 13. und 14. Jahrhundert zeitweise in den Besitz der Herrschaft Vaduz. Weiter konnten sie die Schlösser und Herrschaften Reichenberg, Ramosch, Ardez, Greifenstein, Alt-Süns im Domleschg und Klingenhorn bei Malans in ihren Besitz bringen. 1338 übernahmen sie die Gerichte Schiers und Castels im Prättigau. Ein langjähriger Streit zwischen den Grafen von Toggenburg und den Matschern über die Herrschaftsanteile an den beiden Gerichten konnte erst durch die Heirat Elisabeths von Matsch mit Graf Friedrich VII. von Toggenburg beigelegt werden. Durch die Ehe wurden die Matsch in den Alten Zürichkrieg hineingezogen. 1348 verloren die Matsch die Vogteien über Chiavenna, Bormio und das Puschlav an das Herzogtum Mailand.

Ulrich IV. von Matsch kam 1366 durch seine Ehefrau zur Grafschaft Kirchberg in der Nähe von Ulm und führte deswegen den Titel eines Grafen von Kirchberg. Zu der Zeit nennen sie sich Vogt von Matsch. Ab diesem Ulrich waren etliche der Matscher Landeshauptmänner von Tirol. 1464 verkauften die Matscher die Herrschaft Tarasp für 2000 Gulden an Erzherzog Siegmund von Österreich-Tirol. Die Errichtung der österreichischen Grafschaft Tarasp führte erneut zu einer Fehde zwischen den Unterengadinern und Österreich. Der letzte Vertreter der Familie, Gaudenz von Matsch (1436–1504), gehörte zu den Räten von Erzherzog Siegmund, dem Regenten von Tirol und Vorderösterreich. 1487 fiel er in Ungnade und büsste als Flüchtling durch Konfiskation und Verpfändung seinen Besitz ein.

Die meisten Besitzungen der Matsch im heutigen Südtirol fielen zu Beginn des 16. Jahrhunderts durch Erbschaft an die Freiherren, späteren Grafen von Trapp, seit 1459 Erblandhofmeister von Tirol, die bis heute auf der Churburg ansässig sind und auch die Ruinen der Matscher Stammburgen besitzen. 
von Matsch, Vogt Ulrich II. (I54624)
 
50559 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Matsch_(Adelsgeschlecht)

Das Geschlecht der Matscher wurde um die Mitte des 12. Jahrhunderts zum ersten Mal in Urkunden fassbar. Als Gründer der Familie gilt ein gewisser Egino I. von Matsch (* ca. 1160). Die Matscher amteten als Vögte über die Klöster Marienberg in Burgeis und St. Johann in Müstair. Die Matscher werden daher oft als Vögte von Matsch bezeichnet. Wie viele andere Bündner Adelsgeschlechter waren auch die Matscher ständig in Fehden und Konflikte mit anderen Geschlechtern sowie den Bischöfen von Chur verwickelt.

Nach dem Erlöschen der Herren von Tarasp 1177 war deren Besitz an die Herren von Reichenberg im Vinschgau gekommen, die 1239 die Herrschaft Tarasp an Graf Albert III. von Tirol verkauften, was zu langwierigen Streitigkeiten zwischen dem churischen Vitztum Swiker III. von Reichenberg und den Herren von Matsch als Vögten der Klöster Müstair und Marienberg bezüglich ihrer Kompetenzgrenzen führte, zumal das zugehörige churische Gericht im Unterengadin damit an die Tiroler gefallen war. Wegen der Plünderungen und Brandschatzungen der Vögte von Matsch am Besitz des Bistums Chur wurde 1252 ein Schiedsgericht bestellt, das 1253 zu einer Sühne führte, wobei die Matscher eine von ihnen besetzte „Burg Raminstein“ an den Bischof herausgeben sollten, der diese zu schleifen hatte, während er im Gegenzug eine neue Burg errichten durfte, was bis 1259 zum Neubau der Churburg bei Schluderns im Vinschgau führte, die nur 2700 Meter von den Stammburgen der Matschern entfernt lag. Doch gelang es diesen bereits 1297, die neue Burg unter ihre Kontrolle zu bringen.

Von den Tiroler Grafen erhielten sie ab 1273 auch das Vogtsamt über die Herrschaft und Burg Tarasp sowie die Rechtsprechung im Raum Nauders, zu dem auch das Unterengadin gehörte. Von 1363 bis 1464 hatten sie die Herrschaft Tarasp dann als Lehensträger inne, mit einer kurzen Unterbrechung durch die Herrschaft von Friedrich VII. von Toggenburg (1422–36).

Ab 1297 sitzen sie auf der Churburg, die damals aus einer Ringmauer samt Wehrgang mit freistehendem Bergfried bestand. 1334 wurde die romanische Schlosskapelle geweiht. Später erwarben sie auch noch die Vogteien über die Untertanen des Bischofs von Chur im Vinschgau, Münstertal, im Unterengadin, auf Burg Greifenstein, bis 1348 auch in der Grafschaft Chiavenna, dem oberen Veltlin und dem Puschlav. Mit den Bischöfen von Chur, deren Ministeriale die Matsch waren, lagen die Matsch fast ständig in Fehde, etwa 1394 um die Burg Tschanüff. 1421 konnten sie auch ihre Besitzrechte an Tarasp gegen den Churer Bischof behaupten. Die heutige Gestalt der Burg Tarasp geht im Wesentlichen auf die Matscher zurück.

Die Eigengüter der Matscher lagen im Vinschgau, Veltlin, Val Müstair, Puschlav (Bergwerke) sowie um Tarasp. Als Pfandschaft kamen sie im 13. und 14. Jahrhundert zeitweise in den Besitz der Herrschaft Vaduz. Weiter konnten sie die Schlösser und Herrschaften Reichenberg, Ramosch, Ardez, Greifenstein, Alt-Süns im Domleschg und Klingenhorn bei Malans in ihren Besitz bringen. 1338 übernahmen sie die Gerichte Schiers und Castels im Prättigau. Ein langjähriger Streit zwischen den Grafen von Toggenburg und den Matschern über die Herrschaftsanteile an den beiden Gerichten konnte erst durch die Heirat Elisabeths von Matsch mit Graf Friedrich VII. von Toggenburg beigelegt werden. Durch die Ehe wurden die Matsch in den Alten Zürichkrieg hineingezogen. 1348 verloren die Matsch die Vogteien über Chiavenna, Bormio und das Puschlav an das Herzogtum Mailand.

Ulrich IV. von Matsch kam 1366 durch seine Ehefrau zur Grafschaft Kirchberg in der Nähe von Ulm und führte deswegen den Titel eines Grafen von Kirchberg. Zu der Zeit nennen sie sich Vogt von Matsch. Ab diesem Ulrich waren etliche der Matscher Landeshauptmänner von Tirol. 1464 verkauften die Matscher die Herrschaft Tarasp für 2000 Gulden an Erzherzog Siegmund von Österreich-Tirol. Die Errichtung der österreichischen Grafschaft Tarasp führte erneut zu einer Fehde zwischen den Unterengadinern und Österreich. Der letzte Vertreter der Familie, Gaudenz von Matsch (1436–1504), gehörte zu den Räten von Erzherzog Siegmund, dem Regenten von Tirol und Vorderösterreich. 1487 fiel er in Ungnade und büsste als Flüchtling durch Konfiskation und Verpfändung seinen Besitz ein.

Die meisten Besitzungen der Matsch im heutigen Südtirol fielen zu Beginn des 16. Jahrhunderts durch Erbschaft an die Freiherren, späteren Grafen von Trapp, seit 1459 Erblandhofmeister von Tirol, die bis heute auf der Churburg ansässig sind und auch die Ruinen der Matscher Stammburgen besitzen. 
von Matsch, Vogt Ulrich III. (I54622)
 
50560 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Matsch_(Adelsgeschlecht)

Das Geschlecht der Matscher wurde um die Mitte des 12. Jahrhunderts zum ersten Mal in Urkunden fassbar. Als Gründer der Familie gilt ein gewisser Egino I. von Matsch (* ca. 1160). Die Matscher amteten als Vögte über die Klöster Marienberg in Burgeis und St. Johann in Müstair. Die Matscher werden daher oft als Vögte von Matsch bezeichnet. Wie viele andere Bündner Adelsgeschlechter waren auch die Matscher ständig in Fehden und Konflikte mit anderen Geschlechtern sowie den Bischöfen von Chur verwickelt.

Nach dem Erlöschen der Herren von Tarasp 1177 war deren Besitz an die Herren von Reichenberg im Vinschgau gekommen, die 1239 die Herrschaft Tarasp an Graf Albert III. von Tirol verkauften, was zu langwierigen Streitigkeiten zwischen dem churischen Vitztum Swiker III. von Reichenberg und den Herren von Matsch als Vögten der Klöster Müstair und Marienberg bezüglich ihrer Kompetenzgrenzen führte, zumal das zugehörige churische Gericht im Unterengadin damit an die Tiroler gefallen war. Wegen der Plünderungen und Brandschatzungen der Vögte von Matsch am Besitz des Bistums Chur wurde 1252 ein Schiedsgericht bestellt, das 1253 zu einer Sühne führte, wobei die Matscher eine von ihnen besetzte „Burg Raminstein“ an den Bischof herausgeben sollten, der diese zu schleifen hatte, während er im Gegenzug eine neue Burg errichten durfte, was bis 1259 zum Neubau der Churburg bei Schluderns im Vinschgau führte, die nur 2700 Meter von den Stammburgen der Matschern entfernt lag. Doch gelang es diesen bereits 1297, die neue Burg unter ihre Kontrolle zu bringen.

Von den Tiroler Grafen erhielten sie ab 1273 auch das Vogtsamt über die Herrschaft und Burg Tarasp sowie die Rechtsprechung im Raum Nauders, zu dem auch das Unterengadin gehörte. Von 1363 bis 1464 hatten sie die Herrschaft Tarasp dann als Lehensträger inne, mit einer kurzen Unterbrechung durch die Herrschaft von Friedrich VII. von Toggenburg (1422–36).

Ab 1297 sitzen sie auf der Churburg, die damals aus einer Ringmauer samt Wehrgang mit freistehendem Bergfried bestand. 1334 wurde die romanische Schlosskapelle geweiht. Später erwarben sie auch noch die Vogteien über die Untertanen des Bischofs von Chur im Vinschgau, Münstertal, im Unterengadin, auf Burg Greifenstein, bis 1348 auch in der Grafschaft Chiavenna, dem oberen Veltlin und dem Puschlav. Mit den Bischöfen von Chur, deren Ministeriale die Matsch waren, lagen die Matsch fast ständig in Fehde, etwa 1394 um die Burg Tschanüff. 1421 konnten sie auch ihre Besitzrechte an Tarasp gegen den Churer Bischof behaupten. Die heutige Gestalt der Burg Tarasp geht im Wesentlichen auf die Matscher zurück.

Die Eigengüter der Matscher lagen im Vinschgau, Veltlin, Val Müstair, Puschlav (Bergwerke) sowie um Tarasp. Als Pfandschaft kamen sie im 13. und 14. Jahrhundert zeitweise in den Besitz der Herrschaft Vaduz. Weiter konnten sie die Schlösser und Herrschaften Reichenberg, Ramosch, Ardez, Greifenstein, Alt-Süns im Domleschg und Klingenhorn bei Malans in ihren Besitz bringen. 1338 übernahmen sie die Gerichte Schiers und Castels im Prättigau. Ein langjähriger Streit zwischen den Grafen von Toggenburg und den Matschern über die Herrschaftsanteile an den beiden Gerichten konnte erst durch die Heirat Elisabeths von Matsch mit Graf Friedrich VII. von Toggenburg beigelegt werden. Durch die Ehe wurden die Matsch in den Alten Zürichkrieg hineingezogen. 1348 verloren die Matsch die Vogteien über Chiavenna, Bormio und das Puschlav an das Herzogtum Mailand.

Ulrich IV. von Matsch kam 1366 durch seine Ehefrau zur Grafschaft Kirchberg in der Nähe von Ulm und führte deswegen den Titel eines Grafen von Kirchberg. Zu der Zeit nennen sie sich Vogt von Matsch. Ab diesem Ulrich waren etliche der Matscher Landeshauptmänner von Tirol. 1464 verkauften die Matscher die Herrschaft Tarasp für 2000 Gulden an Erzherzog Siegmund von Österreich-Tirol. Die Errichtung der österreichischen Grafschaft Tarasp führte erneut zu einer Fehde zwischen den Unterengadinern und Österreich. Der letzte Vertreter der Familie, Gaudenz von Matsch (1436–1504), gehörte zu den Räten von Erzherzog Siegmund, dem Regenten von Tirol und Vorderösterreich. 1487 fiel er in Ungnade und büsste als Flüchtling durch Konfiskation und Verpfändung seinen Besitz ein.

Die meisten Besitzungen der Matsch im heutigen Südtirol fielen zu Beginn des 16. Jahrhunderts durch Erbschaft an die Freiherren, späteren Grafen von Trapp, seit 1459 Erblandhofmeister von Tirol, die bis heute auf der Churburg ansässig sind und auch die Ruinen der Matscher Stammburgen besitzen. 
von Matsch, Graf Ulrich VI. (I54618)
 
50561 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Matsch_(Adelsgeschlecht)

Das Geschlecht der Matscher wurde um die Mitte des 12. Jahrhunderts zum ersten Mal in Urkunden fassbar. Als Gründer der Familie gilt ein gewisser Egino I. von Matsch (* ca. 1160). Die Matscher amteten als Vögte über die Klöster Marienberg in Burgeis und St. Johann in Müstair. Die Matscher werden daher oft als Vögte von Matsch bezeichnet. Wie viele andere Bündner Adelsgeschlechter waren auch die Matscher ständig in Fehden und Konflikte mit anderen Geschlechtern sowie den Bischöfen von Chur verwickelt.

Nach dem Erlöschen der Herren von Tarasp 1177 war deren Besitz an die Herren von Reichenberg im Vinschgau gekommen, die 1239 die Herrschaft Tarasp an Graf Albert III. von Tirol verkauften, was zu langwierigen Streitigkeiten zwischen dem churischen Vitztum Swiker III. von Reichenberg und den Herren von Matsch als Vögten der Klöster Müstair und Marienberg bezüglich ihrer Kompetenzgrenzen führte, zumal das zugehörige churische Gericht im Unterengadin damit an die Tiroler gefallen war. Wegen der Plünderungen und Brandschatzungen der Vögte von Matsch am Besitz des Bistums Chur wurde 1252 ein Schiedsgericht bestellt, das 1253 zu einer Sühne führte, wobei die Matscher eine von ihnen besetzte „Burg Raminstein“ an den Bischof herausgeben sollten, der diese zu schleifen hatte, während er im Gegenzug eine neue Burg errichten durfte, was bis 1259 zum Neubau der Churburg bei Schluderns im Vinschgau führte, die nur 2700 Meter von den Stammburgen der Matschern entfernt lag. Doch gelang es diesen bereits 1297, die neue Burg unter ihre Kontrolle zu bringen.

Von den Tiroler Grafen erhielten sie ab 1273 auch das Vogtsamt über die Herrschaft und Burg Tarasp sowie die Rechtsprechung im Raum Nauders, zu dem auch das Unterengadin gehörte. Von 1363 bis 1464 hatten sie die Herrschaft Tarasp dann als Lehensträger inne, mit einer kurzen Unterbrechung durch die Herrschaft von Friedrich VII. von Toggenburg (1422–36).

Ab 1297 sitzen sie auf der Churburg, die damals aus einer Ringmauer samt Wehrgang mit freistehendem Bergfried bestand. 1334 wurde die romanische Schlosskapelle geweiht. Später erwarben sie auch noch die Vogteien über die Untertanen des Bischofs von Chur im Vinschgau, Münstertal, im Unterengadin, auf Burg Greifenstein, bis 1348 auch in der Grafschaft Chiavenna, dem oberen Veltlin und dem Puschlav. Mit den Bischöfen von Chur, deren Ministeriale die Matsch waren, lagen die Matsch fast ständig in Fehde, etwa 1394 um die Burg Tschanüff. 1421 konnten sie auch ihre Besitzrechte an Tarasp gegen den Churer Bischof behaupten. Die heutige Gestalt der Burg Tarasp geht im Wesentlichen auf die Matscher zurück.

Die Eigengüter der Matscher lagen im Vinschgau, Veltlin, Val Müstair, Puschlav (Bergwerke) sowie um Tarasp. Als Pfandschaft kamen sie im 13. und 14. Jahrhundert zeitweise in den Besitz der Herrschaft Vaduz. Weiter konnten sie die Schlösser und Herrschaften Reichenberg, Ramosch, Ardez, Greifenstein, Alt-Süns im Domleschg und Klingenhorn bei Malans in ihren Besitz bringen. 1338 übernahmen sie die Gerichte Schiers und Castels im Prättigau. Ein langjähriger Streit zwischen den Grafen von Toggenburg und den Matschern über die Herrschaftsanteile an den beiden Gerichten konnte erst durch die Heirat Elisabeths von Matsch mit Graf Friedrich VII. von Toggenburg beigelegt werden. Durch die Ehe wurden die Matsch in den Alten Zürichkrieg hineingezogen. 1348 verloren die Matsch die Vogteien über Chiavenna, Bormio und das Puschlav an das Herzogtum Mailand.

Ulrich IV. von Matsch kam 1366 durch seine Ehefrau zur Grafschaft Kirchberg in der Nähe von Ulm und führte deswegen den Titel eines Grafen von Kirchberg. Zu der Zeit nennen sie sich Vogt von Matsch. Ab diesem Ulrich waren etliche der Matscher Landeshauptmänner von Tirol. 1464 verkauften die Matscher die Herrschaft Tarasp für 2000 Gulden an Erzherzog Siegmund von Österreich-Tirol. Die Errichtung der österreichischen Grafschaft Tarasp führte erneut zu einer Fehde zwischen den Unterengadinern und Österreich. Der letzte Vertreter der Familie, Gaudenz von Matsch (1436–1504), gehörte zu den Räten von Erzherzog Siegmund, dem Regenten von Tirol und Vorderösterreich. 1487 fiel er in Ungnade und büsste als Flüchtling durch Konfiskation und Verpfändung seinen Besitz ein.

Die meisten Besitzungen der Matsch im heutigen Südtirol fielen zu Beginn des 16. Jahrhunderts durch Erbschaft an die Freiherren, späteren Grafen von Trapp, seit 1459 Erblandhofmeister von Tirol, die bis heute auf der Churburg ansässig sind und auch die Ruinen der Matscher Stammburgen besitzen. 
von Matsch, Graf Ulrich IX. (I54600)
 
50562 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Matsch_(Adelsgeschlecht)

Das Geschlecht der Matscher wurde um die Mitte des 12. Jahrhunderts zum ersten Mal in Urkunden fassbar. Als Gründer der Familie gilt ein gewisser Egino I. von Matsch (* ca. 1160). Die Matscher amteten als Vögte über die Klöster Marienberg in Burgeis und St. Johann in Müstair. Die Matscher werden daher oft als Vögte von Matsch bezeichnet. Wie viele andere Bündner Adelsgeschlechter waren auch die Matscher ständig in Fehden und Konflikte mit anderen Geschlechtern sowie den Bischöfen von Chur verwickelt.

Nach dem Erlöschen der Herren von Tarasp 1177 war deren Besitz an die Herren von Reichenberg im Vinschgau gekommen, die 1239 die Herrschaft Tarasp an Graf Albert III. von Tirol verkauften, was zu langwierigen Streitigkeiten zwischen dem churischen Vitztum Swiker III. von Reichenberg und den Herren von Matsch als Vögten der Klöster Müstair und Marienberg bezüglich ihrer Kompetenzgrenzen führte, zumal das zugehörige churische Gericht im Unterengadin damit an die Tiroler gefallen war. Wegen der Plünderungen und Brandschatzungen der Vögte von Matsch am Besitz des Bistums Chur wurde 1252 ein Schiedsgericht bestellt, das 1253 zu einer Sühne führte, wobei die Matscher eine von ihnen besetzte „Burg Raminstein“ an den Bischof herausgeben sollten, der diese zu schleifen hatte, während er im Gegenzug eine neue Burg errichten durfte, was bis 1259 zum Neubau der Churburg bei Schluderns im Vinschgau führte, die nur 2700 Meter von den Stammburgen der Matschern entfernt lag. Doch gelang es diesen bereits 1297, die neue Burg unter ihre Kontrolle zu bringen.

Von den Tiroler Grafen erhielten sie ab 1273 auch das Vogtsamt über die Herrschaft und Burg Tarasp sowie die Rechtsprechung im Raum Nauders, zu dem auch das Unterengadin gehörte. Von 1363 bis 1464 hatten sie die Herrschaft Tarasp dann als Lehensträger inne, mit einer kurzen Unterbrechung durch die Herrschaft von Friedrich VII. von Toggenburg (1422–36).

Ab 1297 sitzen sie auf der Churburg, die damals aus einer Ringmauer samt Wehrgang mit freistehendem Bergfried bestand. 1334 wurde die romanische Schlosskapelle geweiht. Später erwarben sie auch noch die Vogteien über die Untertanen des Bischofs von Chur im Vinschgau, Münstertal, im Unterengadin, auf Burg Greifenstein, bis 1348 auch in der Grafschaft Chiavenna, dem oberen Veltlin und dem Puschlav. Mit den Bischöfen von Chur, deren Ministeriale die Matsch waren, lagen die Matsch fast ständig in Fehde, etwa 1394 um die Burg Tschanüff. 1421 konnten sie auch ihre Besitzrechte an Tarasp gegen den Churer Bischof behaupten. Die heutige Gestalt der Burg Tarasp geht im Wesentlichen auf die Matscher zurück.

Die Eigengüter der Matscher lagen im Vinschgau, Veltlin, Val Müstair, Puschlav (Bergwerke) sowie um Tarasp. Als Pfandschaft kamen sie im 13. und 14. Jahrhundert zeitweise in den Besitz der Herrschaft Vaduz. Weiter konnten sie die Schlösser und Herrschaften Reichenberg, Ramosch, Ardez, Greifenstein, Alt-Süns im Domleschg und Klingenhorn bei Malans in ihren Besitz bringen. 1338 übernahmen sie die Gerichte Schiers und Castels im Prättigau. Ein langjähriger Streit zwischen den Grafen von Toggenburg und den Matschern über die Herrschaftsanteile an den beiden Gerichten konnte erst durch die Heirat Elisabeths von Matsch mit Graf Friedrich VII. von Toggenburg beigelegt werden. Durch die Ehe wurden die Matsch in den Alten Zürichkrieg hineingezogen. 1348 verloren die Matsch die Vogteien über Chiavenna, Bormio und das Puschlav an das Herzogtum Mailand.

Ulrich IV. von Matsch kam 1366 durch seine Ehefrau zur Grafschaft Kirchberg in der Nähe von Ulm und führte deswegen den Titel eines Grafen von Kirchberg. Zu der Zeit nennen sie sich Vogt von Matsch. Ab diesem Ulrich waren etliche der Matscher Landeshauptmänner von Tirol. 1464 verkauften die Matscher die Herrschaft Tarasp für 2000 Gulden an Erzherzog Siegmund von Österreich-Tirol. Die Errichtung der österreichischen Grafschaft Tarasp führte erneut zu einer Fehde zwischen den Unterengadinern und Österreich. Der letzte Vertreter der Familie, Gaudenz von Matsch (1436–1504), gehörte zu den Räten von Erzherzog Siegmund, dem Regenten von Tirol und Vorderösterreich. 1487 fiel er in Ungnade und büsste als Flüchtling durch Konfiskation und Verpfändung seinen Besitz ein.

Die meisten Besitzungen der Matsch im heutigen Südtirol fielen zu Beginn des 16. Jahrhunderts durch Erbschaft an die Freiherren, späteren Grafen von Trapp, seit 1459 Erblandhofmeister von Tirol, die bis heute auf der Churburg ansässig sind und auch die Ruinen der Matscher Stammburgen besitzen. 
von Matsch, Barbara (I54597)
 
50563 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Matsch_(Adelsgeschlecht)

Das Geschlecht der Matscher wurde um die Mitte des 12. Jahrhunderts zum ersten Mal in Urkunden fassbar. Als Gründer der Familie gilt ein gewisser Egino I. von Matsch (* ca. 1160). Die Matscher amteten als Vögte über die Klöster Marienberg in Burgeis und St. Johann in Müstair. Die Matscher werden daher oft als Vögte von Matsch bezeichnet. Wie viele andere Bündner Adelsgeschlechter waren auch die Matscher ständig in Fehden und Konflikte mit anderen Geschlechtern sowie den Bischöfen von Chur verwickelt.

Nach dem Erlöschen der Herren von Tarasp 1177 war deren Besitz an die Herren von Reichenberg im Vinschgau gekommen, die 1239 die Herrschaft Tarasp an Graf Albert III. von Tirol verkauften, was zu langwierigen Streitigkeiten zwischen dem churischen Vitztum Swiker III. von Reichenberg und den Herren von Matsch als Vögten der Klöster Müstair und Marienberg bezüglich ihrer Kompetenzgrenzen führte, zumal das zugehörige churische Gericht im Unterengadin damit an die Tiroler gefallen war. Wegen der Plünderungen und Brandschatzungen der Vögte von Matsch am Besitz des Bistums Chur wurde 1252 ein Schiedsgericht bestellt, das 1253 zu einer Sühne führte, wobei die Matscher eine von ihnen besetzte „Burg Raminstein“ an den Bischof herausgeben sollten, der diese zu schleifen hatte, während er im Gegenzug eine neue Burg errichten durfte, was bis 1259 zum Neubau der Churburg bei Schluderns im Vinschgau führte, die nur 2700 Meter von den Stammburgen der Matschern entfernt lag. Doch gelang es diesen bereits 1297, die neue Burg unter ihre Kontrolle zu bringen.

Von den Tiroler Grafen erhielten sie ab 1273 auch das Vogtsamt über die Herrschaft und Burg Tarasp sowie die Rechtsprechung im Raum Nauders, zu dem auch das Unterengadin gehörte. Von 1363 bis 1464 hatten sie die Herrschaft Tarasp dann als Lehensträger inne, mit einer kurzen Unterbrechung durch die Herrschaft von Friedrich VII. von Toggenburg (1422–36).

Ab 1297 sitzen sie auf der Churburg, die damals aus einer Ringmauer samt Wehrgang mit freistehendem Bergfried bestand. 1334 wurde die romanische Schlosskapelle geweiht. Später erwarben sie auch noch die Vogteien über die Untertanen des Bischofs von Chur im Vinschgau, Münstertal, im Unterengadin, auf Burg Greifenstein, bis 1348 auch in der Grafschaft Chiavenna, dem oberen Veltlin und dem Puschlav. Mit den Bischöfen von Chur, deren Ministeriale die Matsch waren, lagen die Matsch fast ständig in Fehde, etwa 1394 um die Burg Tschanüff. 1421 konnten sie auch ihre Besitzrechte an Tarasp gegen den Churer Bischof behaupten. Die heutige Gestalt der Burg Tarasp geht im Wesentlichen auf die Matscher zurück.

Die Eigengüter der Matscher lagen im Vinschgau, Veltlin, Val Müstair, Puschlav (Bergwerke) sowie um Tarasp. Als Pfandschaft kamen sie im 13. und 14. Jahrhundert zeitweise in den Besitz der Herrschaft Vaduz. Weiter konnten sie die Schlösser und Herrschaften Reichenberg, Ramosch, Ardez, Greifenstein, Alt-Süns im Domleschg und Klingenhorn bei Malans in ihren Besitz bringen. 1338 übernahmen sie die Gerichte Schiers und Castels im Prättigau. Ein langjähriger Streit zwischen den Grafen von Toggenburg und den Matschern über die Herrschaftsanteile an den beiden Gerichten konnte erst durch die Heirat Elisabeths von Matsch mit Graf Friedrich VII. von Toggenburg beigelegt werden. Durch die Ehe wurden die Matsch in den Alten Zürichkrieg hineingezogen. 1348 verloren die Matsch die Vogteien über Chiavenna, Bormio und das Puschlav an das Herzogtum Mailand.

Ulrich IV. von Matsch kam 1366 durch seine Ehefrau zur Grafschaft Kirchberg in der Nähe von Ulm und führte deswegen den Titel eines Grafen von Kirchberg. Zu der Zeit nennen sie sich Vogt von Matsch. Ab diesem Ulrich waren etliche der Matscher Landeshauptmänner von Tirol. 1464 verkauften die Matscher die Herrschaft Tarasp für 2000 Gulden an Erzherzog Siegmund von Österreich-Tirol. Die Errichtung der österreichischen Grafschaft Tarasp führte erneut zu einer Fehde zwischen den Unterengadinern und Österreich. Der letzte Vertreter der Familie, Gaudenz von Matsch (1436–1504), gehörte zu den Räten von Erzherzog Siegmund, dem Regenten von Tirol und Vorderösterreich. 1487 fiel er in Ungnade und büsste als Flüchtling durch Konfiskation und Verpfändung seinen Besitz ein.

Die meisten Besitzungen der Matsch im heutigen Südtirol fielen zu Beginn des 16. Jahrhunderts durch Erbschaft an die Freiherren, späteren Grafen von Trapp, seit 1459 Erblandhofmeister von Tirol, die bis heute auf der Churburg ansässig sind und auch die Ruinen der Matscher Stammburgen besitzen. 
von Matsch, Vogt Albero I. (I54628)
 
50564 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Matsch_(Adelsgeschlecht)

Das Geschlecht der Matscher wurde um die Mitte des 12. Jahrhunderts zum ersten Mal in Urkunden fassbar. Als Gründer der Familie gilt ein gewisser Egino I. von Matsch (* ca. 1160). Die Matscher amteten als Vögte über die Klöster Marienberg in Burgeis und St. Johann in Müstair. Die Matscher werden daher oft als Vögte von Matsch bezeichnet. Wie viele andere Bündner Adelsgeschlechter waren auch die Matscher ständig in Fehden und Konflikte mit anderen Geschlechtern sowie den Bischöfen von Chur verwickelt.

Nach dem Erlöschen der Herren von Tarasp 1177 war deren Besitz an die Herren von Reichenberg im Vinschgau gekommen, die 1239 die Herrschaft Tarasp an Graf Albert III. von Tirol verkauften, was zu langwierigen Streitigkeiten zwischen dem churischen Vitztum Swiker III. von Reichenberg und den Herren von Matsch als Vögten der Klöster Müstair und Marienberg bezüglich ihrer Kompetenzgrenzen führte, zumal das zugehörige churische Gericht im Unterengadin damit an die Tiroler gefallen war. Wegen der Plünderungen und Brandschatzungen der Vögte von Matsch am Besitz des Bistums Chur wurde 1252 ein Schiedsgericht bestellt, das 1253 zu einer Sühne führte, wobei die Matscher eine von ihnen besetzte „Burg Raminstein“ an den Bischof herausgeben sollten, der diese zu schleifen hatte, während er im Gegenzug eine neue Burg errichten durfte, was bis 1259 zum Neubau der Churburg bei Schluderns im Vinschgau führte, die nur 2700 Meter von den Stammburgen der Matschern entfernt lag. Doch gelang es diesen bereits 1297, die neue Burg unter ihre Kontrolle zu bringen.

Von den Tiroler Grafen erhielten sie ab 1273 auch das Vogtsamt über die Herrschaft und Burg Tarasp sowie die Rechtsprechung im Raum Nauders, zu dem auch das Unterengadin gehörte. Von 1363 bis 1464 hatten sie die Herrschaft Tarasp dann als Lehensträger inne, mit einer kurzen Unterbrechung durch die Herrschaft von Friedrich VII. von Toggenburg (1422–36).

Ab 1297 sitzen sie auf der Churburg, die damals aus einer Ringmauer samt Wehrgang mit freistehendem Bergfried bestand. 1334 wurde die romanische Schlosskapelle geweiht. Später erwarben sie auch noch die Vogteien über die Untertanen des Bischofs von Chur im Vinschgau, Münstertal, im Unterengadin, auf Burg Greifenstein, bis 1348 auch in der Grafschaft Chiavenna, dem oberen Veltlin und dem Puschlav. Mit den Bischöfen von Chur, deren Ministeriale die Matsch waren, lagen die Matsch fast ständig in Fehde, etwa 1394 um die Burg Tschanüff. 1421 konnten sie auch ihre Besitzrechte an Tarasp gegen den Churer Bischof behaupten. Die heutige Gestalt der Burg Tarasp geht im Wesentlichen auf die Matscher zurück.

Die Eigengüter der Matscher lagen im Vinschgau, Veltlin, Val Müstair, Puschlav (Bergwerke) sowie um Tarasp. Als Pfandschaft kamen sie im 13. und 14. Jahrhundert zeitweise in den Besitz der Herrschaft Vaduz. Weiter konnten sie die Schlösser und Herrschaften Reichenberg, Ramosch, Ardez, Greifenstein, Alt-Süns im Domleschg und Klingenhorn bei Malans in ihren Besitz bringen. 1338 übernahmen sie die Gerichte Schiers und Castels im Prättigau. Ein langjähriger Streit zwischen den Grafen von Toggenburg und den Matschern über die Herrschaftsanteile an den beiden Gerichten konnte erst durch die Heirat Elisabeths von Matsch mit Graf Friedrich VII. von Toggenburg beigelegt werden. Durch die Ehe wurden die Matsch in den Alten Zürichkrieg hineingezogen. 1348 verloren die Matsch die Vogteien über Chiavenna, Bormio und das Puschlav an das Herzogtum Mailand.

Ulrich IV. von Matsch kam 1366 durch seine Ehefrau zur Grafschaft Kirchberg in der Nähe von Ulm und führte deswegen den Titel eines Grafen von Kirchberg. Zu der Zeit nennen sie sich Vogt von Matsch. Ab diesem Ulrich waren etliche der Matscher Landeshauptmänner von Tirol. 1464 verkauften die Matscher die Herrschaft Tarasp für 2000 Gulden an Erzherzog Siegmund von Österreich-Tirol. Die Errichtung der österreichischen Grafschaft Tarasp führte erneut zu einer Fehde zwischen den Unterengadinern und Österreich. Der letzte Vertreter der Familie, Gaudenz von Matsch (1436–1504), gehörte zu den Räten von Erzherzog Siegmund, dem Regenten von Tirol und Vorderösterreich. 1487 fiel er in Ungnade und büsste als Flüchtling durch Konfiskation und Verpfändung seinen Besitz ein.

Die meisten Besitzungen der Matsch im heutigen Südtirol fielen zu Beginn des 16. Jahrhunderts durch Erbschaft an die Freiherren, späteren Grafen von Trapp, seit 1459 Erblandhofmeister von Tirol, die bis heute auf der Churburg ansässig sind und auch die Ruinen der Matscher Stammburgen besitzen. 
von Matsch, Vogt Hartwig (I54630)
 
50565 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Matsch_(Adelsgeschlecht)

Das Geschlecht der Matscher wurde um die Mitte des 12. Jahrhunderts zum ersten Mal in Urkunden fassbar. Als Gründer der Familie gilt ein gewisser Egino I. von Matsch (* ca. 1160). Die Matscher amteten als Vögte über die Klöster Marienberg in Burgeis und St. Johann in Müstair. Die Matscher werden daher oft als Vögte von Matsch bezeichnet. Wie viele andere Bündner Adelsgeschlechter waren auch die Matscher ständig in Fehden und Konflikte mit anderen Geschlechtern sowie den Bischöfen von Chur verwickelt.

Nach dem Erlöschen der Herren von Tarasp 1177 war deren Besitz an die Herren von Reichenberg im Vinschgau gekommen, die 1239 die Herrschaft Tarasp an Graf Albert III. von Tirol verkauften, was zu langwierigen Streitigkeiten zwischen dem churischen Vitztum Swiker III. von Reichenberg und den Herren von Matsch als Vögten der Klöster Müstair und Marienberg bezüglich ihrer Kompetenzgrenzen führte, zumal das zugehörige churische Gericht im Unterengadin damit an die Tiroler gefallen war. Wegen der Plünderungen und Brandschatzungen der Vögte von Matsch am Besitz des Bistums Chur wurde 1252 ein Schiedsgericht bestellt, das 1253 zu einer Sühne führte, wobei die Matscher eine von ihnen besetzte „Burg Raminstein“ an den Bischof herausgeben sollten, der diese zu schleifen hatte, während er im Gegenzug eine neue Burg errichten durfte, was bis 1259 zum Neubau der Churburg bei Schluderns im Vinschgau führte, die nur 2700 Meter von den Stammburgen der Matschern entfernt lag. Doch gelang es diesen bereits 1297, die neue Burg unter ihre Kontrolle zu bringen.

Von den Tiroler Grafen erhielten sie ab 1273 auch das Vogtsamt über die Herrschaft und Burg Tarasp sowie die Rechtsprechung im Raum Nauders, zu dem auch das Unterengadin gehörte. Von 1363 bis 1464 hatten sie die Herrschaft Tarasp dann als Lehensträger inne, mit einer kurzen Unterbrechung durch die Herrschaft von Friedrich VII. von Toggenburg (1422–36).

Ab 1297 sitzen sie auf der Churburg, die damals aus einer Ringmauer samt Wehrgang mit freistehendem Bergfried bestand. 1334 wurde die romanische Schlosskapelle geweiht. Später erwarben sie auch noch die Vogteien über die Untertanen des Bischofs von Chur im Vinschgau, Münstertal, im Unterengadin, auf Burg Greifenstein, bis 1348 auch in der Grafschaft Chiavenna, dem oberen Veltlin und dem Puschlav. Mit den Bischöfen von Chur, deren Ministeriale die Matsch waren, lagen die Matsch fast ständig in Fehde, etwa 1394 um die Burg Tschanüff. 1421 konnten sie auch ihre Besitzrechte an Tarasp gegen den Churer Bischof behaupten. Die heutige Gestalt der Burg Tarasp geht im Wesentlichen auf die Matscher zurück.

Die Eigengüter der Matscher lagen im Vinschgau, Veltlin, Val Müstair, Puschlav (Bergwerke) sowie um Tarasp. Als Pfandschaft kamen sie im 13. und 14. Jahrhundert zeitweise in den Besitz der Herrschaft Vaduz. Weiter konnten sie die Schlösser und Herrschaften Reichenberg, Ramosch, Ardez, Greifenstein, Alt-Süns im Domleschg und Klingenhorn bei Malans in ihren Besitz bringen. 1338 übernahmen sie die Gerichte Schiers und Castels im Prättigau. Ein langjähriger Streit zwischen den Grafen von Toggenburg und den Matschern über die Herrschaftsanteile an den beiden Gerichten konnte erst durch die Heirat Elisabeths von Matsch mit Graf Friedrich VII. von Toggenburg beigelegt werden. Durch die Ehe wurden die Matsch in den Alten Zürichkrieg hineingezogen. 1348 verloren die Matsch die Vogteien über Chiavenna, Bormio und das Puschlav an das Herzogtum Mailand.

Ulrich IV. von Matsch kam 1366 durch seine Ehefrau zur Grafschaft Kirchberg in der Nähe von Ulm und führte deswegen den Titel eines Grafen von Kirchberg. Zu der Zeit nennen sie sich Vogt von Matsch. Ab diesem Ulrich waren etliche der Matscher Landeshauptmänner von Tirol. 1464 verkauften die Matscher die Herrschaft Tarasp für 2000 Gulden an Erzherzog Siegmund von Österreich-Tirol. Die Errichtung der österreichischen Grafschaft Tarasp führte erneut zu einer Fehde zwischen den Unterengadinern und Österreich. Der letzte Vertreter der Familie, Gaudenz von Matsch (1436–1504), gehörte zu den Räten von Erzherzog Siegmund, dem Regenten von Tirol und Vorderösterreich. 1487 fiel er in Ungnade und büsste als Flüchtling durch Konfiskation und Verpfändung seinen Besitz ein.

Die meisten Besitzungen der Matsch im heutigen Südtirol fielen zu Beginn des 16. Jahrhunderts durch Erbschaft an die Freiherren, späteren Grafen von Trapp, seit 1459 Erblandhofmeister von Tirol, die bis heute auf der Churburg ansässig sind und auch die Ruinen der Matscher Stammburgen besitzen. 
von Matsch, Vogt Egino II. (I54632)
 
50566 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Matsch_(Adelsgeschlecht)

Matsch, andere Schreibweisen auch Maetsch, Mätsch, Metsch bzw. Mazzo (ital.) ist ein altes schweizerisch-österreichisches Adelsgeschlecht. Die Herkunft ist ungeklärt, entweder aus dem oberen Veltlin aus dem Ort Mazzo oder als Seitenlinie der Herren von Tarasp. Der Stammsitz der Herren von Matsch waren die Burgen Ober- und Untermatsch im Matscher Tal. 1297 eroberten sie die wenige Jahrzehnte zuvor erbaute bischöfliche Churburg bei Schluderns im Vinschgau und machten diese zu ihrem Stammsitz. Zeitweise waren die Herren von Matsch eine der mächtigsten Adelsfamilien im Vinschgau und im heutigen Graubünden.

Das Geschlecht der Matscher wurde um die Mitte des 12. Jahrhunderts zum ersten Mal in Urkunden fassbar. Als Gründer der Familie gilt ein gewisser Egino I. von Matsch (* ca. 1160). Die Matscher amteten als Vögte über die Klöster Marienberg in Burgeis und St. Johann in Müstair. Die Matscher werden daher oft als Vögte von Matsch bezeichnet. Wie viele andere Bündner Adelsgeschlechter waren auch die Matscher ständig in Fehden und Konflikte mit anderen Geschlechtern sowie den Bischöfen von Chur verwickelt.

Nach dem Erlöschen der Herren von Tarasp 1177 war deren Besitz an die Herren von Reichenberg im Vinschgau gekommen, die 1239 die Herrschaft Tarasp an Graf Albert III. von Tirol verkauften, was zu langwierigen Streitigkeiten zwischen dem churischen Vitztum Swiker III. von Reichenberg und den Herren von Matsch als Vögten der Klöster Müstair und Marienberg bezüglich ihrer Kompetenzgrenzen führte, zumal das zugehörige churische Gericht im Unterengadin damit an die Tiroler gefallen war. Wegen der Plünderungen und Brandschatzungen der Vögte von Matsch am Besitz des Bistums Chur wurde 1252 ein Schiedsgericht bestellt, das 1253 zu einer Sühne führte, wobei die Matscher eine von ihnen besetzte „Burg Raminstein“ an den Bischof herausgeben sollten, der diese zu schleifen hatte, während er im Gegenzug eine neue Burg errichten durfte, was bis 1259 zum Neubau der Churburg bei Schluderns im Vinschgau führte, die nur 2700 Meter von den Stammburgen der Matschern entfernt lag. Doch gelang es diesen bereits 1297, die neue Burg unter ihre Kontrolle zu bringen.

Von den Tiroler Grafen erhielten sie ab 1273 auch das Vogtsamt über die Herrschaft und Burg Tarasp sowie die Rechtsprechung im Raum Nauders, zu dem auch das Unterengadin gehörte. Von 1363 bis 1464 hatten sie die Herrschaft Tarasp dann als Lehensträger inne, mit einer kurzen Unterbrechung durch die Herrschaft von Friedrich VII. von Toggenburg (1422–36).

Ab 1297 sitzen sie auf der Churburg, die damals aus einer Ringmauer samt Wehrgang mit freistehendem Bergfried bestand. 1334 wurde die romanische Schlosskapelle geweiht. Später erwarben sie auch noch die Vogteien über die Untertanen des Bischofs von Chur im Vinschgau, Münstertal, im Unterengadin, auf Burg Greifenstein, bis 1348 auch in der Grafschaft Chiavenna, dem oberen Veltlin und dem Puschlav. Mit den Bischöfen von Chur, deren Ministeriale die Matsch waren, lagen die Matsch fast ständig in Fehde, etwa 1394 um die Burg Tschanüff. 1421 konnten sie auch ihre Besitzrechte an Tarasp gegen den Churer Bischof behaupten. Die heutige Gestalt der Burg Tarasp geht im Wesentlichen auf die Matscher zurück.

Die Eigengüter der Matscher lagen im Vinschgau, Veltlin, Val Müstair, Puschlav (Bergwerke) sowie um Tarasp. Als Pfandschaft kamen sie im 13. und 14. Jahrhundert zeitweise in den Besitz der Herrschaft Vaduz. Weiter konnten sie die Schlösser und Herrschaften Reichenberg, Ramosch, Ardez, Greifenstein, Alt-Süns im Domleschg und Klingenhorn bei Malans in ihren Besitz bringen. 1338 übernahmen sie die Gerichte Schiers und Castels im Prättigau. Ein langjähriger Streit zwischen den Grafen von Toggenburg und den Matschern über die Herrschaftsanteile an den beiden Gerichten konnte erst durch die Heirat Elisabeths von Matsch mit Graf Friedrich VII. von Toggenburg beigelegt werden. Durch die Ehe wurden die Matsch in den Alten Zürichkrieg hineingezogen. 1348 verloren die Matsch die Vogteien über Chiavenna, Bormio und das Puschlav an das Herzogtum Mailand.

Ulrich IV. von Matsch kam 1366 durch seine Ehefrau zur Grafschaft Kirchberg in der Nähe von Ulm und führte deswegen den Titel eines Grafen von Kirchberg. Zu der Zeit nennen sie sich Vogt von Matsch. Ab diesem Ulrich waren etliche der Matscher Landeshauptmänner von Tirol. 1464 verkauften die Matscher die Herrschaft Tarasp für 2000 Gulden an Erzherzog Siegmund von Österreich-Tirol. Die Errichtung der österreichischen Grafschaft Tarasp führte erneut zu einer Fehde zwischen den Unterengadinern und Österreich. Der letzte Vertreter der Familie, Gaudenz von Matsch (1436–1504), gehörte zu den Räten von Erzherzog Siegmund, dem Regenten von Tirol und Vorderösterreich. 1487 fiel er in Ungnade und büsste als Flüchtling durch Konfiskation und Verpfändung seinen Besitz ein.

Die meisten Besitzungen der Matsch im heutigen Südtirol fielen zu Beginn des 16. Jahrhunderts durch Erbschaft an die Freiherren, späteren Grafen von Trapp, seit 1459 Erblandhofmeister von Tirol, die bis heute auf der Churburg ansässig sind und auch die Ruinen der Matscher Stammburgen besitzen. 
von Matsch, Vogt Egino I. (I54634)
 
50567 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Matthäus_II._(Lothringen) (Nov 2018)

Matthäus folgte 1220 seinem Bruder Theobald I. Er musste fast sofort für seine Schwägerin Gertrud von Dagsburg, Theobalds Witwe, ein Wittum einrichten, darunter auch die Stadt Nancy, die sich bereits zwei oder drei Monate nach Theobalds Tod mit desseen Gegner Theobald I., Graf von Champagne und König von Navarra verheiratete. Darüber hinaus musste er für die Stadt Neufchâteau Theobald von Champagne als Lehnsherrn anerkennen. Dessen Hoffnung jedoch, durch seine Ehe auch die Grafschaft Metz in die Hand zu bekommen, zerschlug sich, woraufhin er Gertrud umgehend verstieß. Da Gertrud auch in ihrer dritten Ehe keine Kinder bekam, kehrte Nancy mit ihrem Tod – sie starb vor 1225 – wieder in lothringischen Besitz zurück.

Matthäus II. war ein treuer Gefolgsmann des Kaisers Friedrich II., den er auf dem Kreuzzug von 1228 begleitete. 1235 war Matthäus bei Friedrich in Italien.
Innenpolitisch sah sich Matthäus den Aktivitäten einiger lothringischer Herren gegenüber, darunter der Graf von Lunéville, der insgeheim vom Graf von Bar unterstützt wurde. Der Sieg des Herzogs führte zu einem Gebietstausch sowie zur Verschmelzuung Lunévilles mit Lothringen. Im Januar 1230 Jahren waren seine Gegner Heinrich II. von Bar, Hugo II. von Vaudémont und der Bischof von Toul, die sein Herzogtum verwüsteten und einige Burgen eroberten. 1231 bis 1234 wiederum kämpfte er gemeinsam mit Heinrich von Bar und den Bürger der Stadt Metz gegen Jean I. d’Apremont. Nach dem Tod Heinrichs II. (1240) versuchte Matthäus erfolglos, dessen jungem Sohn Theobald II. die verlorenen Burgen zu entreißen. Die Exkommunikation Kaiser Friedrichs II. führte dazu, dass er sich vom Kaiser löste und 1247 Papst Innozenz IV. anschloss.
1249 arrangierte er für seinen Sohn Friedrich III. die Ehe mit Margarete von Champagne, der Tochter Theobalds I. von Champagne und Navarra. 
von Lothringen, Herzog Matthäus II. (I8257)
 
50568 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Maud_of_Huntingdon (Jul 2023)

Maud of Huntingdon (* wohl 1071/74; † zwischen 30. April 1130 und 22. April 1131) war eine bedeutende englische Erbin, aus eigenem Recht Countess of Huntingdon, sowie Royal Consort des schottischen Königs David I.

Leben
Maud war die Tochter des 1076 hingerichteten Waltheof II., Earl of Northumbria, und der Judith von Lens, einer Nichte Wilhelm des Eroberers. Ihr Vater war der letzte der bedeutenden angelsächsischen Earls, die nach der normannischen Eroberung Englands 1066 im Amt blieben; er war der Sohn von Siward, Earl of Northumbria, und ein leiblicher Vetter des schottischen Königs Malcolm III.

Zwischen 1087 und 1090 heiratete sie Simon I. de Senlis († 1111/13). Er wurde nach der Hochzeit zum Earl of Huntingdon und Earl of Northampton ernannt, vermutlich nicht de iure uxoris, da das Amt seines 1076 hingerichteten Schwiegervaters durch dessen Aufstand gegen Wilhelm den Eroberer verwirkt gewesen sein muss, sondern aufgrund einer neuen Ernennung, so dass er danach Amtsinhaber aus eigenem Recht war.[1] Eine Urkunde zugunsten der Bath Abbey aus dem Jahr 1090 unterzeichnete er mit „Earl Simon“.

Wohl 1113 heiratete sie David von Schottland († 1153); sie muss zu dieser Zeit fast 40 Jahre alt und mindestens 10 Jahre älter gewesen sein als er. Dank ihr gelangte David in den Besitz riesiger Güter, die als „Honour of Huntingdon“ bezeichnet werden. Sie umfassten Land von South Yorkshire bis Middlesex, wovon die überwiegende Mehrheit in den Countys Bedfordshire, Cambridgeshire, Huntingdonshire und Northamptonshire lag. 1124 wurde David König von Schottland.

Die „Honour of Huntingdon“ hätte an Mauds Sohn Simon II. de Senlis gehen sollen, doch er war beim Tod seines Vaters noch minderjährig. Der Earlstitel und die „Honour of Huntingdon“ wurde somit dem zukünftigen König von Schottland anvertraut.[2] Auch nachdem Simon II. volljährig geworden war und auch nach dem Tod seiner Mutter konnte er sein Erbe nicht antreten, weil David es unter seiner Kontrolle behielt.[2] Simons Ansprüche wurden auch weiterhin nicht berücksichtigt: Stephan von Blois, König von England seit 1135, anerkannte in den Verträgen von Durham von 1136 und 1139 sogar seinen Halbbruder Heinrich von Schottland, den Sohn Davids und Mauds, als Nachfolger in den Earldoms.[2] Erst im Sommer 1141, als die diplomatischen Beziehungen mit Schottland unterbrochen wurden, nahm er einen Teil seines Nachlasses als Earl of Northampton in Besitz. 
von Huntingdon, Maud Countess of Huntingdon (I7377)
 
50569 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/May_(Patrizierfamilie)

Die Familie von May ist eine Berner Patrizierfamilie, die als Kaufmannsfamilie mit Namen de Madis aus Introzzo in der Lombardei einwanderte. Ein 1537 nach Augsburg eingewanderter Zweig wurde 1627 zum dortigen Patriziat aufgenommen, nachdem sie bereits 1605 in Johann Siebmachers Wappenbuch zu den Ehrbaren Geschlechtern Augsburgs gezählt wurden.

Geschichte
Seit ungefähr 1404 besitzt das Geschlecht das Burgerrecht der Stadt Bern und seit 1434 gehört es der Gesellschaft zu Mittellöwen an. 1446 gehörte erstmals ein Familienmitglied dem Grossen Rat an. 1448 hatte die Familie ein vergleichsweise bescheidenes Vermögen von 900 Gulden. Ihr gelang es aber, sich im 15. Jahrhundert in der städtischen Gesellschaft zu etablieren und mit den damals führenden Ratsgeschlechtern verwandtschaftliche Beziehungen einzugehen. Bartholomäus May, der Sohn von Jakob May, gehörte zu den reichsten Bernern und versteuerte 1494 ein Vermögen von etwa 13.300 Gulden. Er wurde im gleichen Jahr als erster Bürger mit italienischer Abstammung in den Kleinen Rat gewählt.

Angehörige der Familie besassen oder besitzen mehrere Häuser an der Münstergasse, Schloss Hünigen, Schloss Ursellen, Schloss Toffen, Schloss Rued, Schloss Brestenberg, Schloss Schöftland und das Rebgut Belletruche.

In Schaffhausen befindet sich noch heute das Haus zum Ritter, mit den bedeutenden Spätrenaissance-Fassadenmalereien, die das Allianzwappen des Christoph von Waldkirch († 1570) und der Ursula May (verheiratet 1544) wiedergeben. Christoph von Waldkirch war durch seinen Schwiegervater Benedict May von Rued in den Besitz von dessen Gerichtsherrschaft Marthalen gekommen, welche den May von Bern bis 1561 gehörte.

In Johann Siebmachers Wappenbuch von 1605 ist das Wappen der May bei den ehrbaren Geschlechtern der Reichsstadt Augsburg dargestellt, allerdings verballhornt mit Greifen statt Löwen im Schild. Bartholomäus II. May († 1576) war es, der 1537 nach Augsburg auswanderte. Kaiser Karl V. erkannte ihm und seinen Brüdern 1551 einen Adelsbrief zu. 1561–1576 gehörte er dem kleinen Rat Augsburgs als Vertreter der Gesellschaft der Mehrer[6] an. Sein Enkel Marcus von May († 1643) wurde Mitglied des Stadtgerichts und 1631 Bürgermeister von Augsburg.1627 erfolgte für ihn zu Prag die kaiserliche Aufnahme zu den edlen und ratsfähigen Geschlechtern als Patrizier von Augsburg. 
von May, Bernhard (I61387)
 
50570 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/May_(Patrizierfamilie)

Die Familie von May ist eine Berner Patrizierfamilie, die als Kaufmannsfamilie mit Namen de Madis aus Introzzo in der Lombardei einwanderte. Ein 1537 nach Augsburg eingewanderter Zweig wurde 1627 zum dortigen Patriziat aufgenommen, nachdem sie bereits 1605 in Johann Siebmachers Wappenbuch zu den Ehrbaren Geschlechtern Augsburgs gezählt wurden.

Seit ungefähr 1404 besitzt das Geschlecht das Burgerrecht der Stadt Bern und seit 1434 gehört es der Gesellschaft zu Mittellöwen an. 1446 gehörte erstmals ein Familienmitglied dem Grossen Rat an. 1448 hatte die Familie ein vergleichsweise bescheidenes Vermögen von 900 Gulden. Ihr gelang es aber, sich im 15. Jahrhundert in der städtischen Gesellschaft zu etablieren und mit den damals führenden Ratsgeschlechtern verwandtschaftliche Beziehungen einzugehen. Bartholomäus May, der Sohn von Jakob May, gehörte zu den reichsten Bernern und versteuerte 1494 ein Vermögen von etwa 13.300 Gulden. Er wurde im gleichen Jahr als erster Bürger mit italienischer Abstammung in den Kleinen Rat gewählt.

Angehörige der Familie besassen oder besitzen mehrere Häuser an der Münstergasse, Schloss Hünigen, Schloss Ursellen, Schloss Toffen, Schloss Rued, Schloss Brestenberg, Schloss Schöftland und das Rebgut Belletruche.

In Schaffhausen befindet sich noch heute das Haus zum Ritter, mit den bedeutenden Spätrenaissance-Fassadenmalereien, die das Allianzwappen des Christoph von Waldkirch († 1570) und der Ursula May (verheiratet 1544) wiedergeben. Christoph von Waldkirch war durch seinen Schwiegervater Benedict May von Rued in den Besitz von dessen Gerichtsherrschaft Marthalen gekommen,[4] welche den May von Bern bis 1561 gehörte.

In Johann Siebmachers Wappenbuch von 1605 ist das Wappen der May bei den ehrbaren Geschlechtern der Reichsstadt Augsburg dargestellt, allerdings verballhornt mit Greifen statt Löwen im Schild. Bartholomäus II. May († 1576) war es, der 1537 nach Augsburg auswanderte. Kaiser Karl V. erkannte ihm und seinen Brüdern 1551 einen Adelsbrief zu. 1561–1576 gehörte er dem kleinen Rat Augsburgs als Vertreter der Gesellschaft der Mehrer an. Sein Enkel Marcus von May († 1643) wurde Mitglied des Stadtgerichts und 1631 Bürgermeister von Augsburg.[7] 1627 erfolgte für ihn zu Prag die kaiserliche Aufnahme zu den edlen und ratsfähigen Geschlechtern als Patrizier von Augsburg. 
May, Benedikt (I59667)
 
50571 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/May_(Patrizierfamilie)

Die Familie von May ist eine Berner Patrizierfamilie, die als Kaufmannsfamilie mit Namen de Madis aus Introzzo in der Lombardei einwanderte. Ein 1537 nach Augsburg eingewanderter Zweig wurde 1627 zum dortigen Patriziat aufgenommen, nachdem sie bereits 1605 in Johann Siebmachers Wappenbuch zu den Ehrbaren Geschlechtern Augsburgs gezählt wurden.

Seit ungefähr 1404 besitzt das Geschlecht das Burgerrecht der Stadt Bern und seit 1434 gehört es der Gesellschaft zu Mittellöwen an. 1446 gehörte erstmals ein Familienmitglied dem Grossen Rat an. 1448 hatte die Familie ein vergleichsweise bescheidenes Vermögen von 900 Gulden. Ihr gelang es aber, sich im 15. Jahrhundert in der städtischen Gesellschaft zu etablieren und mit den damals führenden Ratsgeschlechtern verwandtschaftliche Beziehungen einzugehen. Bartholomäus May, der Sohn von Jakob May, gehörte zu den reichsten Bernern und versteuerte 1494 ein Vermögen von etwa 13.300 Gulden. Er wurde im gleichen Jahr als erster Bürger mit italienischer Abstammung in den Kleinen Rat gewählt.

Angehörige der Familie besassen oder besitzen mehrere Häuser an der Münstergasse, Schloss Hünigen, Schloss Ursellen, Schloss Toffen, Schloss Rued, Schloss Brestenberg, Schloss Schöftland und das Rebgut Belletruche.

In Schaffhausen befindet sich noch heute das Haus zum Ritter, mit den bedeutenden Spätrenaissance-Fassadenmalereien, die das Allianzwappen des Christoph von Waldkirch († 1570) und der Ursula May (verheiratet 1544) wiedergeben. Christoph von Waldkirch war durch seinen Schwiegervater Benedict May von Rued in den Besitz von dessen Gerichtsherrschaft Marthalen gekommen, welche den May von Bern bis 1561 gehörte.

In Johann Siebmachers Wappenbuch von 1605 ist das Wappen der May bei den ehrbaren Geschlechtern der Reichsstadt Augsburg dargestellt, allerdings verballhornt mit Greifen statt Löwen im Schild. Bartholomäus II. May († 1576) war es, der 1537 nach Augsburg auswanderte. Kaiser Karl V. erkannte ihm und seinen Brüdern 1551 einen Adelsbrief zu. 1561–1576 gehörte er dem kleinen Rat Augsburgs als Vertreter der Gesellschaft der Mehrer an. Sein Enkel Marcus von May († 1643) wurde Mitglied des Stadtgerichts und 1631 Bürgermeister von Augsburg. 1627 erfolgte für ihn zu Prag die kaiserliche Aufnahme zu den edlen und ratsfähigen Geschlechtern als Patrizier von Augsburg. 
May, Salome (I59324)
 
50572 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/May_(Patrizierfamilie)

Die Familie von May ist eine Berner Patrizierfamilie, die als Kaufmannsfamilie mit Namen de Madis aus Introzzo in der Lombardei einwanderte. Ein 1537 nach Augsburg eingewanderter Zweig wurde 1627 zum dortigen Patriziat aufgenommen, nachdem sie bereits 1605 in Johann Siebmachers Wappenbuch zu den Ehrbaren Geschlechtern Augsburgs gezählt wurden.

Seit ungefähr 1404 besitzt das Geschlecht das Burgerrecht der Stadt Bern und seit 1434 gehört es der Gesellschaft zu Mittellöwen an. 1446 gehörte erstmals ein Familienmitglied dem Grossen Rat an. 1448 hatte die Familie ein vergleichsweise bescheidenes Vermögen von 900 Gulden. Ihr gelang es aber, sich im 15. Jahrhundert in der städtischen Gesellschaft zu etablieren und mit den damals führenden Ratsgeschlechtern verwandtschaftliche Beziehungen einzugehen. Bartholomäus May, der Sohn von Jakob May, gehörte zu den reichsten Bernern und versteuerte 1494 ein Vermögen von etwa 13.300 Gulden. Er wurde im gleichen Jahr als erster Bürger mit italienischer Abstammung in den Kleinen Rat gewählt.

Angehörige der Familie besassen oder besitzen mehrere Häuser an der Münstergasse, Schloss Hünigen, Schloss Ursellen, Schloss Toffen, Schloss Rued, Schloss Brestenberg, Schloss Schöftland und das Rebgut Belletruche.

In Schaffhausen befindet sich noch heute das Haus zum Ritter, mit den bedeutenden Spätrenaissance-Fassadenmalereien, die das Allianzwappen des Christoph von Waldkirch († 1570) und der Ursula May (verheiratet 1544) wiedergeben. Christoph von Waldkirch war durch seinen Schwiegervater Benedict May von Rued in den Besitz von dessen Gerichtsherrschaft Marthalen gekommen,[4] welche den May von Bern bis 1561 gehörte.

In Johann Siebmachers Wappenbuch von 1605 ist das Wappen der May bei den ehrbaren Geschlechtern der Reichsstadt Augsburg dargestellt, allerdings verballhornt mit Greifen statt Löwen im Schild. Bartholomäus II. May († 1576) war es, der 1537 nach Augsburg auswanderte. Kaiser Karl V. erkannte ihm und seinen Brüdern 1551 einen Adelsbrief zu. 1561–1576 gehörte er dem kleinen Rat Augsburgs als Vertreter der Gesellschaft der Mehrer an. Sein Enkel Marcus von May († 1643) wurde Mitglied des Stadtgerichts und 1631 Bürgermeister von Augsburg.[7] 1627 erfolgte für ihn zu Prag die kaiserliche Aufnahme zu den edlen und ratsfähigen Geschlechtern als Patrizier von Augsburg. 
May, Luzia (I59353)
 
50573 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/May_(Patrizierfamilie)

Die Familie von May ist eine Berner Patrizierfamilie, die als Kaufmannsfamilie mit Namen de Madis aus Introzzo in der Lombardei einwanderte. Ein 1537 nach Augsburg eingewanderter Zweig wurde 1627 zum dortigen Patriziat aufgenommen, nachdem sie bereits 1605 in Johann Siebmachers Wappenbuch zu den Ehrbaren Geschlechtern Augsburgs gezählt wurden.

Seit ungefähr 1404 besitzt das Geschlecht das Burgerrecht der Stadt Bern und seit 1434 gehört es der Gesellschaft zu Mittellöwen an. 1446 gehörte erstmals ein Familienmitglied dem Grossen Rat an. 1448 hatte die Familie ein vergleichsweise bescheidenes Vermögen von 900 Gulden. Ihr gelang es aber, sich im 15. Jahrhundert in der städtischen Gesellschaft zu etablieren und mit den damals führenden Ratsgeschlechtern verwandtschaftliche Beziehungen einzugehen. Bartholomäus May, der Sohn von Jakob May, gehörte zu den reichsten Bernern und versteuerte 1494 ein Vermögen von etwa 13.300 Gulden. Er wurde im gleichen Jahr als erster Bürger mit italienischer Abstammung in den Kleinen Rat gewählt.

Angehörige der Familie besassen oder besitzen mehrere Häuser an der Münstergasse, Schloss Hünigen, Schloss Ursellen, Schloss Toffen, Schloss Rued, Schloss Brestenberg, Schloss Schöftland und das Rebgut Belletruche.

In Schaffhausen befindet sich noch heute das Haus zum Ritter, mit den bedeutenden Spätrenaissance-Fassadenmalereien, die das Allianzwappen des Christoph von Waldkirch († 1570) und der Ursula May (verheiratet 1544) wiedergeben. Christoph von Waldkirch war durch seinen Schwiegervater Benedict May von Rued in den Besitz von dessen Gerichtsherrschaft Marthalen gekommen, welche den May von Bern bis 1561 gehörte.

In Johann Siebmachers Wappenbuch von 1605 ist das Wappen der May bei den ehrbaren Geschlechtern der Reichsstadt Augsburg dargestellt, allerdings verballhornt mit Greifen statt Löwen im Schild. Bartholomäus II. May († 1576) war es, der 1537 nach Augsburg auswanderte. Kaiser Karl V. erkannte ihm und seinen Brüdern 1551 einen Adelsbrief zu. 1561–1576 gehörte er dem kleinen Rat Augsburgs als Vertreter der Gesellschaft der Mehrer an. Sein Enkel Marcus von May († 1643) wurde Mitglied des Stadtgerichts und 1631 Bürgermeister von Augsburg. 1627 erfolgte für ihn zu Prag die kaiserliche Aufnahme zu den edlen und ratsfähigen Geschlechtern als Patrizier von Augsburg. 
von May, Salome (I61393)
 
50574 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/May_(Patrizierfamilie)

May (Patrizierfamilie)

Die Familie von May ist eine Berner Patrizierfamilie, die als Kaufmannsfamilie mit Namen de Madis aus Introzzo in der Lombardei einwanderte. Ein 1537 nach Augsburg eingewanderter Zweig wurde 1627 zum dortigen Patriziat aufgenommen, nachdem sie bereits 1605 in Johann Siebmachers Wappenbuch zu den Ehrbaren Geschlechtern Augsburgs gezählt wurden.

Geschichte
Seit ungefähr 1404 besitzt das Geschlecht das Burgerrecht der Stadt Bern und seit 1434 gehört es der Gesellschaft zu Mittellöwen an. 1446 gehörte erstmals ein Familienmitglied dem Grossen Rat an. 1448 hatte die Familie ein vergleichsweise bescheidenes Vermögen von 900 Gulden. Ihr gelang es aber, sich im 15. Jahrhundert in der städtischen Gesellschaft zu etablieren und mit den damals führenden Ratsgeschlechtern verwandtschaftliche Beziehungen einzugehen. Bartholomäus May, der Sohn von Jakob May, gehörte zu den reichsten Bernern und versteuerte 1494 ein Vermögen von etwa 13.300 Gulden. Er wurde im gleichen Jahr als erster Bürger mit italienischer Abstammung in den Kleinen Rat gewählt.

Angehörige der Familie besassen oder besitzen mehrere Häuser an der Münstergasse, Schloss Hünigen, Schloss Ursellen, Schloss Toffen, Schloss Rued, Schloss Brestenberg, Schloss Schöftland und das Rebgut Belletruche.

In Schaffhausen befindet sich noch heute das Haus zum Ritter, mit den bedeutenden Spätrenaissance-Fassadenmalereien, die das Allianzwappen des Christoph von Waldkirch († 1570) und der Ursula May (verheiratet 1544) wiedergeben. Christoph von Waldkirch war durch seinen Schwiegervater Benedict May von Rued in den Besitz von dessen Gerichtsherrschaft Marthalen gekommen, welche den May von Bern bis 1561 gehörte.

In Johann Siebmachers Wappenbuch von 1605 ist das Wappen der May bei den ehrbaren Geschlechtern der Reichsstadt Augsburg dargestellt, allerdings verballhornt mit Greifen statt Löwen im Schild. Bartholomäus II. May († 1576) war es, der 1537 nach Augsburg auswanderte. Kaiser Karl V. erkannte ihm und seinen Brüdern 1551 einen Adelsbrief zu. 1561–1576 gehörte er dem kleinen Rat Augsburgs als Vertreter der Gesellschaft der Mehrer[6] an. Sein Enkel Marcus von May († 1643) wurde Mitglied des Stadtgerichts und 1631 Bürgermeister von Augsburg.1627 erfolgte für ihn zu Prag die kaiserliche Aufnahme zu den edlen und ratsfähigen Geschlechtern als Patrizier von Augsburg. 
von May, Gabriel (I61377)
 
50575 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/May_(Patrizierfamilie)

May (Patrizierfamilie)

Die Familie von May ist eine Berner Patrizierfamilie, die als Kaufmannsfamilie mit Namen de Madis aus Introzzo in der Lombardei einwanderte. Ein 1537 nach Augsburg eingewanderter Zweig wurde 1627 zum dortigen Patriziat aufgenommen, nachdem sie bereits 1605 in Johann Siebmachers Wappenbuch zu den Ehrbaren Geschlechtern Augsburgs gezählt wurden.

Geschichte
Seit ungefähr 1404 besitzt das Geschlecht das Burgerrecht der Stadt Bern und seit 1434 gehört es der Gesellschaft zu Mittellöwen an. 1446 gehörte erstmals ein Familienmitglied dem Grossen Rat an. 1448 hatte die Familie ein vergleichsweise bescheidenes Vermögen von 900 Gulden. Ihr gelang es aber, sich im 15. Jahrhundert in der städtischen Gesellschaft zu etablieren und mit den damals führenden Ratsgeschlechtern verwandtschaftliche Beziehungen einzugehen. Bartholomäus May, der Sohn von Jakob May, gehörte zu den reichsten Bernern und versteuerte 1494 ein Vermögen von etwa 13.300 Gulden. Er wurde im gleichen Jahr als erster Bürger mit italienischer Abstammung in den Kleinen Rat gewählt.

Angehörige der Familie besassen oder besitzen mehrere Häuser an der Münstergasse, Schloss Hünigen, Schloss Ursellen, Schloss Toffen, Schloss Rued, Schloss Brestenberg, Schloss Schöftland und das Rebgut Belletruche.

In Schaffhausen befindet sich noch heute das Haus zum Ritter, mit den bedeutenden Spätrenaissance-Fassadenmalereien, die das Allianzwappen des Christoph von Waldkirch († 1570) und der Ursula May (verheiratet 1544) wiedergeben. Christoph von Waldkirch war durch seinen Schwiegervater Benedict May von Rued in den Besitz von dessen Gerichtsherrschaft Marthalen gekommen, welche den May von Bern bis 1561 gehörte.

In Johann Siebmachers Wappenbuch von 1605 ist das Wappen der May bei den ehrbaren Geschlechtern der Reichsstadt Augsburg dargestellt, allerdings verballhornt mit Greifen statt Löwen im Schild. Bartholomäus II. May († 1576) war es, der 1537 nach Augsburg auswanderte. Kaiser Karl V. erkannte ihm und seinen Brüdern 1551 einen Adelsbrief zu. 1561–1576 gehörte er dem kleinen Rat Augsburgs als Vertreter der Gesellschaft der Mehrer[6] an. Sein Enkel Marcus von May († 1643) wurde Mitglied des Stadtgerichts und 1631 Bürgermeister von Augsburg.1627 erfolgte für ihn zu Prag die kaiserliche Aufnahme zu den edlen und ratsfähigen Geschlechtern als Patrizier von Augsburg. 
von May, Julia Katharina (I61376)
 
50576 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Mechthild_von_Hessen_(1473–1505)

Mechthilds Eltern versuchten, so wie bei ihrer älteren Schwester Elisabeth, mit einer frühzeitigen Heiratspolitik das Katzenelnbogener Erbe zu sichern. Im Sommer 1481 wurde sie achtjährig mit Johann von Kleve verlobt und die Hochzeit war für 1485 vorgesehen. Schließlich fand sie jedoch erst am 3. November 1489 statt, nachdem Papst Innozenz VIII. dem Herzog Johann am 15. April 1489 die Goldene Tugendrose verliehen hatte. Dies ist bemerkenswert vor dem Hintergrund, dass Johann mit seinen angeblich 63 vorehelichen Kindern den zweifelhaften Ruf eines „Kindermachers“ hatte. Johann nannte sich fortan „Johann von Kleve, Graf von der Macke und Katzenellenbogen“.

Mechthild kam reich begütert in die Ehe und zu ihrem Hofstaat gehörten neben einer Kammermagd zwei Knaben, ein Schneider, zwei Jungfrauen und ein Kaplan.

Nachwirkungen
In der Münchener Staatsbibliothek (Cod. Germ. 84) befindet sich das „Gebetbuch der Sybille von Kleve“, datiert auf das Jahr 1526. Der Kunsthistoriker Eberhard Schenk zu Schweinsberg hat in seinen Forschungen anhand eines identischen Gebetbuchs (eine Leihgabe des Kölner Domherrn Valentin Engelhart von Geltersheym in der Forschungsbibliothek) belegt, dass beide Gebetbücher aus einer Kölner Werkstatt stammen. Er stellt fest, dass nur Mechthild von Hessen die Erstbesitzerin des Gebetbuchs gewesen sein kann und sie dieses später ihrer Enkelin Sibylle, Tochter ihres Sohnes Johann, als Hochzeitsgeschenk überlassen hat. 
von Hessen, Herzogin Mechthild (I29616)
 
50577 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Meinhard_III. (Sep 2023)

Seine Kindheit verbrachte er meist in Tirol, es sind aber auch Besuche in Oberbayern nachweisbar. Ab 1354 bis 1357 wurde er in Wien bei seinen Habsburger Verwandten erzogen. Es war damals üblich, dass Angehörige des Hochadels auch an befreundeten Höfen aufwuchsen. Da dieser Ortswechsel häufig mit Beginn der „pueritia“, dem Ende der damaligen Kindheit mit 6 bis 7 Jahren, erfolgte, ist 1348 als Meinhards Geburtsjahr denkbar, wofür auch andere Hinweise sprechen.[1] 1356 bzw. 1357 besuchten Ludwig und Margarete ihren Sohn und ihre zukünftige Schwiegertochter in Wien.

Nach dem Tode seines Vaters Ludwig V. im September 1361 folgte Meinhard ihm in der Regierung in Oberbayern und Tirol, die sogleich stark von seinen wittelsbachischen Verwandten beeinflusst wurde, insbesondere einer Adelspartei um seinen Vetter Friedrich. Da sich Teile des bayerischen Adels mit deren Machtausbreitung nicht abfanden, wandten sie sich an Friedrichs Vater, der am 5. Mai 1362 eingriff. Um sich dem Einfluss seines Onkels Stephan II. zu entziehen, floh Meinhard vorübergehend Richtung Tirol, auf dem Weg gewährte ihm der Eichstätter Fürstbischof Berthold von Zollern Unterschlupf.[2] Bereits Anfang des Jahres hatte sich auch Meinhards Verhältnis zu seiner Mutter verschlechtert, die damals auch ihren langjährigen Gegner Kaiser Karl IV. in Nürnberg besuchte und in Regensburg mit den Wittelsbacher Herzögen Stephan und Ruprecht zusammengetroffen war. Auch der Kaiser hatte versucht, Einfluss auf den jungen Herzog zu nehmen und den Adelsbund Friedrichs und Meinhards unterstützt sowie beiden Privilegien erteilt.

Von Vohburg, wo man ihn festgesetzt hatte, kehrte Meinhard im Juni 1362 auf Verlangen Herzog Stephans nach München zurück. Dort traf er im August mit seiner Mutter und seinem Schwager Rudolf IV. von Österreich zusammen. Meinhard reiste dann im Oktober auf Wunsch des Tiroler Adels im Einvernehmen mit den Habsburgern, und ohne Wissen seines Onkels, wieder in die Heimat seiner Mutter. Bereits im Juni hatte er Ulrich IV. Vogt von Matsch zum Landeshauptmann von Tirol ernannt, die Verwaltung oblag dem Brixener Dompropst Johann von Liechtenwerth, der nun auch Meinhards Siegel verwahrte und Anhänger der Habsburger war. Ungesichert ist, ob Meinhard damals Tiroler Burgen hat belagern und zerstören lassen, als er eine Adelsrevolte niederschlug. Jedenfalls verloren einige Adelige ihre hohe Stellung und ihre Güter. Der Landeshauptmann Ulrich von Matsch, der Hofmeister Heinrich von Rottenburg, der Tiroler Burggraf Petermann von Schenna und Friedrich von Greifenstein gehörten nun zu seinen engsten Beratern, während die Räte Konrad Frauenberger und Konrad Kummersbrucker im Namen Meinhards verhaftet und an Herzog Rudolf IV. ausgeliefert wurden, möglicherweise weil sie Herzog Stephan nahestanden. Im November traf Meinhard dann mit seiner Mutter in Hall in Tirol zusammen und reiste dann mit ihr nach Schloss Tirol.[3] 1362 gewannen auch Märkte und Städte in Tirol an Bedeutung und wurden in die Landstände aufgenommen. In Oberbayern wurde die Stadterweiterung von Ingolstadt mit dem Bau einer gemauerten Stadtbefestigung 1362 unter Meinhard urkundlich gestattet.

Tod und Nachfolge
Im Dezember 1362 verschlechterte sich dann wohl Meinhards Gesundheitszustand, seine Urkunden wurden nun vermehrt von Stellvertretern ausgestellt. Meinhard zog am 7. Januar ins mildere Meran, während sich sein Schwager Rudolf IV. von Österreich bereits auf den Weg nach Tirol machte. Am 11. Januar bestätigte Meinhard noch Friedrich von Greifenstein alle Privilegien und Verschreibungen seines Vaters, und er urkundete noch bis zum folgenden Tag.[3] Am 13. Januar starb Meinhard in Meran oder auf Schloss Tirol bei Meran. Der überraschende Tod wurde von den Zeitgenossen auf eine Vergiftung zurückgeführt und in der Folge bisweilen noch weiter ausgeschmückt.

Nach seinem frühen Tode vererbte seine Mutter, die wenige Tage nach dem Tode ihres Sohnes von einem Adelsrat entmachtet worden war, noch im Januar 1363 in Bozen gegen die Ansprüche von Meinhard VI. von Görz und der Wittelsbacher Tirol an Rudolf IV., den Bruder ihrer Schwiegertochter. Oberbayern fiel entgegen der Vereinbarung im Landsberger Vertrag an Meinhards Onkel Stephan II. von Bayern-Landshut, was einen langjährigen Konflikt mit den Brandenburger Wittelsbachern hervorrief. Stephan ließ noch 1363 auch Tirol besetzen, gab es aber schließlich 1369 nach langem Krieg, dessen Ende Rudolf IV. nicht mehr erleben sollte, im Frieden von Schärding den Habsburgern bis auf das Unterinntal preis. 
von Tirol, Graf Meinhard III. (I8193)
 
50578 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Meiss_(Adelsgeschlecht)

Meiss (Adelsgeschlecht)

Erstmals urkundlich erwähnt wird das Geschlecht im Jahre 1225 mit Waltherus Meisa, der im Kleinen Rat Zürichs einsass.[1] Seine Nachkommen gehörten vom 13. bis ins 18. Jahrhundert zwölfmal für die Konstaffel dem Kleinen Rat und 1515–1798 26-mal dem Grossen Rat an waren spätestens ab 1543 Mitglied der exklusiven Gesellschaften der «Schildner zum Schneggen» und der «Adeligen Stube zum Rüden».

Die Meiss waren ein junkerliches Geschlecht, das erst im 19. Jahrhundert das Prädikat von dem Namen voranstellte. Im Jahre 1675 wurde ihnen ausdrücklich bestätigt, dass ihr Geschlecht zum ältesten Patriziat der Stadt gehöre und seit mehreren Jahrhunderten im Heiligen Römischen Reich wie in Zürich als von wahrem Adel angesehen werde. Zahlreiche Mitglieder der Familie haben sich im Dienste der Stadt Zürich ausgezeichnet, so dass ihr Geschlecht zu dem am häufigsten vertretenen im Stadtregiment gehörte. Das bedeutendste Ratsmitglied war der spätere Bürgermeister Heinrich Meiss (Amtszeit von 1393 bis 1427).

Einige seiner Nachkommen wurden Zürcher Landvögte, die am Ende des 16. Jahrhunderts auch ausgedehnten Landbesitz in der Umgebung von Zürich erwarben. 1600 gelangte die Herrschaft Teufen (bis 1836), 1606 Wetzikon (bis 1755) und 1634 Wülflingen (bis 1734) in Familienbesitz. Sie verwalteten ihre Güter ähnlich dem Landadel, verloren aber nie den Kontakt zu ihrer Heimatstadt.

Das bis zum 17. Jahrhundert sehr verbreitete Geschlecht besteht in Zweiglinien bis heute. 
Meiss, Junker Hans (I58402)
 
50579 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Meiss_(Adelsgeschlecht)

Meiss (Adelsgeschlecht)

Erstmals urkundlich erwähnt wird das Geschlecht im Jahre 1225 mit Waltherus Meisa, der im Kleinen Rat Zürichs einsass.[1] Seine Nachkommen gehörten vom 13. bis ins 18. Jahrhundert zwölfmal für die Konstaffel dem Kleinen Rat und 1515–1798 26-mal dem Grossen Rat an waren spätestens ab 1543 Mitglied der exklusiven Gesellschaften der «Schildner zum Schneggen» und der «Adeligen Stube zum Rüden».

Die Meiss waren ein junkerliches Geschlecht, das erst im 19. Jahrhundert das Prädikat von dem Namen voranstellte. Im Jahre 1675 wurde ihnen ausdrücklich bestätigt, dass ihr Geschlecht zum ältesten Patriziat der Stadt gehöre und seit mehreren Jahrhunderten im Heiligen Römischen Reich wie in Zürich als von wahrem Adel angesehen werde. Zahlreiche Mitglieder der Familie haben sich im Dienste der Stadt Zürich ausgezeichnet, so dass ihr Geschlecht zu dem am häufigsten vertretenen im Stadtregiment gehörte. Das bedeutendste Ratsmitglied war der spätere Bürgermeister Heinrich Meiss (Amtszeit von 1393 bis 1427).

Einige seiner Nachkommen wurden Zürcher Landvögte, die am Ende des 16. Jahrhunderts auch ausgedehnten Landbesitz in der Umgebung von Zürich erwarben. 1600 gelangte die Herrschaft Teufen (bis 1836), 1606 Wetzikon (bis 1755) und 1634 Wülflingen (bis 1734) in Familienbesitz. Sie verwalteten ihre Güter ähnlich dem Landadel, verloren aber nie den Kontakt zu ihrer Heimatstadt.

Das bis zum 17. Jahrhundert sehr verbreitete Geschlecht besteht in Zweiglinien bis heute. 
Meiss, Jakob (I11284)
 
50580 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Meiss_(Adelsgeschlecht)

Meiss (Adelsgeschlecht)

Erstmals urkundlich erwähnt wird das Geschlecht im Jahre 1225 mit Waltherus Meisa, der im Kleinen Rat Zürichs einsass.[1] Seine Nachkommen gehörten vom 13. bis ins 18. Jahrhundert zwölfmal für die Konstaffel dem Kleinen Rat und 1515–1798 26-mal dem Grossen Rat an waren spätestens ab 1543 Mitglied der exklusiven Gesellschaften der «Schildner zum Schneggen» und der «Adeligen Stube zum Rüden».

Die Meiss waren ein junkerliches Geschlecht, das erst im 19. Jahrhundert das Prädikat von dem Namen voranstellte. Im Jahre 1675 wurde ihnen ausdrücklich bestätigt, dass ihr Geschlecht zum ältesten Patriziat der Stadt gehöre und seit mehreren Jahrhunderten im Heiligen Römischen Reich wie in Zürich als von wahrem Adel angesehen werde. Zahlreiche Mitglieder der Familie haben sich im Dienste der Stadt Zürich ausgezeichnet, so dass ihr Geschlecht zu dem am häufigsten vertretenen im Stadtregiment gehörte. Das bedeutendste Ratsmitglied war der spätere Bürgermeister Heinrich Meiss (Amtszeit von 1393 bis 1427).

Einige seiner Nachkommen wurden Zürcher Landvögte, die am Ende des 16. Jahrhunderts auch ausgedehnten Landbesitz in der Umgebung von Zürich erwarben. 1600 gelangte die Herrschaft Teufen (bis 1836), 1606 Wetzikon (bis 1755) und 1634 Wülflingen (bis 1734) in Familienbesitz. Sie verwalteten ihre Güter ähnlich dem Landadel, verloren aber nie den Kontakt zu ihrer Heimatstadt.

Das bis zum 17. Jahrhundert sehr verbreitete Geschlecht besteht in Zweiglinien bis heute. 
Meiss, Junker Hans (I56261)
 
50581 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Melchior_Friedrich_von_Schönborn-Buchheim

Melchior Friedrich von Schönborn-Buchheim

Melchior Friedrich Reichsfreiherr (bis 1701) von Schönborn arbeitete zunächst auf Weisung seines Onkels und späteren Vormunds, des Mainzer Kurfürsten und Erzbischofs Johann Philipp von Schönborn (1605–1673), als kurmainzischer Gesandter in Lüttich, Den Haag, Königsberg, Dresden, beim Aachener Kongress und beim Kölner Kurfürstentag, bevor er von 1672 bis 1700 Vizedomus von Aschaffenburg wurde. Er wurde zusätzlich kaiserlicher Geheimrat und Kämmerer, kurmainzischer Staatsminister, Obermarschall von Mainz und Würzburg, Erbschenk von Kurmainz, Erbtruchsess von Würzburg, am 5. August 1701 Reichsgraf – nach Adoption vom 19. Februar 1711 nannte er sich Schönborn-Buchheim (siehe unten) –, am 1. Juli 1709 Mitglied des böhmischen Adels, am 22. Januar 1710 Mitglied des Adels von Niederösterreich, am 27. April 1711 Adelsmitglied in Oberösterreich, 1720 Inkolat in Steiermark und Kärnten und kam am 19. Februar 1711 in den Alten Herrenstand.

Eltern
Sein Vater, der früh verstorbene kurmainzische Amtmann Philipp Erwein von Schönborn (1607–1668), war der einzige Bruder des Mainzer Kurfürsten und Erzbischofs Johann Philipp von Schönborn (1605–1673), der 26 Jahre Erzbischof von Mainz (ab 1647), 31 Jahre Bischof von Würzburg (ab 1642) und 10 Jahre Bischof von Worms (ab 1663) war. Dieser Bruder Johann Philipp, später als „deutscher Salomo“ gerühmt, gehörte zu den bedeutendsten Erzbischöfen des Erzbistums Mainz und war der Patron des Familiengeschlechts. Er war es auch, der seinen Vater Philipp Erwein von Schönborn zunächst zum kurmainzischen Oberamtmann zu Steinheim einsetzte, wo am 16. März 1644 Melchior Friedrich geboren wurde. Spätere Ämter- und Titelzuweisung des Bruders an Philipp Erwein wie die zum Erbschenken des Erzstifts Mainz und zum Erbtruchsessen des Hochstifts Würzburg folgten.

Seine Mutter war Maria Ursula, geb. Greiffenclau von Vollrads (* 15. Juli 1612; † 28. August 1682), eine Nichte des 1629 verstorbenen Kurfürsten und Erzbischofs von Mainz Georg Friedrich von Greiffenklau (1573–1629). Sie hatten 12 Kinder, 7 Töchter und 5 Söhne. Zur weiteren Verwandtschaft zählten die einflussreichen Familien von Eltz und von der Leyen.

Besitzungen
1654 hatte sein Vater Philipp Erwein von Schönborn (1607–1668) das aus dem Jahre 1550 stammende adlige Wohnhaus der Familie Stockheim zu Geisenheim erworben, das spätere Schloss Schönborn. Am 30. August 1661 hatte Philipp Erwein von Schönborn dem Grafen von Heusenstamm dessen Herrschaft abgekauft. Er ließ die im Dreißigjährigen Krieg teilweise zerstörte alte Burg wieder herrichten und von 1663 bis 1668 auf dem Vorhof ein vorderes Schloss im Renaissancestil errichten, das zunächst als vierflügeliges Wasserschloss geplant war. Das hintere instand gesetzte Schloss wurde teilweise von den Bediensteten bewohnt. Standesgemäß veranlasste er, nunmehr auch Erbtruchsess von Würzburg, seit 5. August 1701 zum Reichsgraf ernannt, dann auch in Mainz, dem Sitz seines Bruders, des herrschenden Kurfürsten und Erzbischofs, den Bau des Schönborner Hofes in Mainz von 1668–1670, dessen Fertigstellung er aber nicht mehr erlebte.

Der Schönborner Hof in Aschaffenburg, ein Stadtpalais, wurde von 1673 bis 1681 als Aschaffenburger Wohnsitz für den Mainzer Obersthofmarschall und Vizedom Melchior Freiherr von Schönborn und dessen Ehefrau Sophia Maria Anna errichtet. Gebaut wurde er nach den Entwürfen des Mainzer Kapuzinerpaters Matthias von Saarburg. Da Melchior Friedrich zunehmend vor allem im Raum Aschaffenburg reich begütert wurde, gab er seinen bisherigen Wohnsitz im Schloss Schönborn in Heusenstamm zugunsten seines Sohnes Anselm Franz von Schönborn, Buchheim und Wolfsthal (1681–1726) ab, das von seinem Vater Philipp Erwein von Schönborn (1607–1668) erbaut worden war.

Schönborn-Buchheim
710 kaufte Melchior Friedrich vom letzten Grafen von Puchheim (vgl. auch Schloss Puchheim), Franz Anton von Bucheim, dem damaligen Bischof zu Wiener Neustadt, die Herrschaften Göllersdorf, Mühlberg und Aspersdorf in Niederösterreich. Mit dem Kauf war der Eintritt in den österreichischen Adel verbunden. Wechselseitig nannte sich dann der Verkäufer Puchheim-Schönborn, die Käuferfamilie fortan Schönborn-Puchheim, später Schönborn-Buchheim. Auch dem Vater Melchior Friedrich Graf von Schönborn wurde der österreichische Grafentitel zuerkannt.

Das vorhandene Schloss in Göllersdorf (Weinviertel) wurde nach dem Bau des neuen Schlosses Schönborn geräumt und später verkauft; heute betreibt die Republik Österreich auf dem Gelände des Schlosses die Justizanstalt Göllersdorf. Ab 1711–1718, schon kurz nach dem Kauf beauftragte Melchior Friedrich den Architekten Johann Lukas von Hildebrandt mit dem Umbau der auf dem Besitz befindlichen Veste Mihlberg in ein repräsentatives Landschloss. Südöstlich des Ortes entstand eine Dreiflügelanlage mit ausgedehntem Garten, Orangerie und Schlosskapelle. Am Nordwestrand des weitläufigen Schlossparks errichtete Hildebrand 1729–1733 eine monumentale Johannes-Nepomuk-Kapelle. Das Schloss befindet sich noch im Familienbesitz (Friedrich Karl Schönborn-Buchheim sen.). Im Schlosspark wurde 1989 eine Golfanlage eröffnet, die internationale Auszeichnungen errang. Zwei Drittel der Anlage befinden sich auf dem Schlossparkareal und fügen sich harmonisch in das historische Parkgelände ein. Der Golfclub Schloß Schönborn nutzt das Schloss als Clubhaus für den Golfplatz.

1715 erwarb der Reichsvizekanzler Friedrich Karl Graf Schönborn zusätzlich die nahegelegene Herrschaft Weyerburg in Niederösterreich/Weinviertel – ca. 10 km östlich von Hollabrunn – aus dem Besitz des Freiherrn Dominikus von Hochburg. 
von Schönborn-Buchheim, Melchior Friedrich (I58104)
 
50582 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Merenberg_(Adelsgeschlecht)

Merenberg (Adelsgeschlecht)

Die genaue Herkunft des Hauses Merenberg ist ungeklärt. Möglicherweise stammt die Familie aus der Wetterau. Es wurde auch schon vermutet, dass Hartrad I. ein ungarischer Baron gewesen sein könnte, der eine Tochter des Grafen Ludwig II. von Arnstein heiratete. Dies würde den Merenberger Besitz im Bereich der Grafschaft Arnstein erklären.

Im Jahr 1129 wurde Hartrad I., der Begründer des Hauses Merenberg, als Vogt des Hochstiftes Worms und Inhaber der Burg Merenberg (auch Merinberg) erstmals genannt. Die Burg befand sich im Lahrer Zehnt der Grafen von Diez. In den folgenden Jahrzehnten schlossen die Merenberger Ehen mit Mitgliedern wichtiger Familien der Region, darunter die Häuser Nassau, Solms und Westerburg. Vermutlich wurde schon unter Hartrad die Vogtei des Limburger Georgsstifts über Camberg an das Haus Merenberg übertragen.

Im Jahr 1135 gelangte das Geschlecht in den Besitz der Reichsvogtei über die Stadt Wetzlar. Mitte des 12. Jahrhunderts heiratete Hartrad II. Irmgard von Gleiberg aus dem Haus Luxemburg. Infolge dieser Heirat erbten die Merenberger 1163 die westliche Hälfte der Burg und der Grafschaft Gleiberg sowie weitere Rechte im Oberlahngau. Später gelang es Hartrad II., auch die östliche Hälfte der Burg zu erwerben. Er verlegte daraufhin seine Residenz nach Gleiberg und nahm den Titel „Graf“ an. Die Grafschaft Gleiberg war Ausgangspunkt für weitere Erwerbungen zwischen Wetzlar und Marburg.

Giso von Merenberg, ein Bruder Hartrads II., unterstützte das Kloster Arnstein bei der Gründung des Klosters Hachborn bei Marburg (1186) und trat später selbst in das Kloster Hachborn ein. Dem Deutschen Orden überließen die Merenberger Güter in Marburg, Gießen und Weilburg, und mehrere Angehörige der Familie traten dem Orden bei.

Mitte des 13. Jahrhunderts kam es im Zuge des Thüringisch-Hessischen Erbfolgekrieges zum Streit zwischen dem neuen Haus Hessen und den Merenbergern. Im Zuge dieser Auseinandersetzungen ließ Sophie von Brabant 1248 die Burg Blankenstein einnehmen und zerstören. Erst 1265 erkannten die Merenberger die Lehnshoheit Hessens an, und Hartrad V. von Merenberg wurde in das Gefolge des Landgrafen Heinrich von Hessen aufgenommen. Er erhielt die Burg Vetzberg zum Lehen, musste dem Landgrafen aber seine Burgen öffnen.

Die durch die Wasserburg Gießen gesicherte Osthälfte der Grafschaft Gleiberg ging an die Pfalzgrafen von Tübingen, die 1248 die Stadt Gießen gründeten, das Gebiet aber 1264/65 an Landgraf Heinrich von Hessen verkauften.

1292 gelangten die Merenberger wieder in den Besitz der Reichsvogtei über Wetzlar und der Burghauptmannschaft auf Burg Kalsmunt. Die Belehnung erfolgte durch König Adolf von Nassau als Gegenleistung für Merenberger Unterstützung gegen Albrecht von Österreich.

Wahrscheinlich um 1297 gründeten die Merenberger das Kloster Dorlar, nachdem der Speyerer Kanoniker Eberhard von Merenberg der Witwe seines verstorbenen Bruders Hartrad V. die Kirche zu Dorlar übereignet hatte, um die Gründung wirtschaftlich abzusichern.

Nachfolger von Hartrad V. war Hartrad VI. (VII.), der zuerst noch unter der Vormundschaft des Wetzlarer Propstes Hartrad (VI.) von Merenberg stand. Im Jahr 1310 verkaufte Hartrad VI. die Calenberger Zent und das Gericht Löhnberg an Johann von Nassau-Dillenburg.

Mit dem Tod Hartrads VI. im Jahr 1328 starb das Geschlecht im Mannesstamm aus. Durch das von König Ludwig IV. dem Bayern 1326 genehmigte Testament wurden Hartrads Töchter Erben der Herrschaft. Graf Gerlach von Nassau wurde als Vormund bestellt. Das Haus Westerburg machte Erbansprüche geltend, und es kam zu einer längeren Fehde, in der die Ansprüche der Westerburger abgewiesen werden konnten.

Lisa, die jüngere Tochter Hartrads VI., ging in ein Kloster und verzichtete auf ihr Erbe. Gertrud, die ältere Tochter, heiratete 1333 Johann I. von Nassau-Weilburg, womit die Ansprüche auf die Herrschaft Merenberg einschließlich der Grafschaft Gleiberg endgültig dem Haus Nassau zufielen.

 
von Merenberg, Hartrad IV. (I62562)
 
50583 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_I._Komnenos_Dukas_Angelos (Sep 2023)

Michael I. war der Halbbruder von Theodoros I. Angelos, der ihm als Herrscher von Epirus 1215 bis 1230 nachfolgte, sich 1224 zum Herrscher des Königreiches Thessaloniki machte und sich 1225/26 in Arta zum Kaiser von Byzanz ausrufen und krönen ließ, letztlich aber als Gefangener zu Nicäa 1253 verstarb.

Biografie
Im Jahr 1189 war er eine der Geiseln, die Kaiser Isaak II. von Byzanz Kaiser Friedrich I. Barbarossa zur Absicherung der Einhaltung seiner Versprechungen an die Kreuzfahrer stellen musste. Er trug 1195 den Titel „Sebastos“ und war Dux (Statthalter) des Themas Mylasa in Kleinasien.[1]

Nach der Eroberung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer des Vierten Kreuzzugs 1204 trat er in den Dienst des Markgrafen Bonifatius I. von Montferrat, der bei der Aufteilung des Byzantinischen Reiches das Königreich Thessaloniki und die Oberhoheit über Griechenland erhielt. Michael gab die Gefolgschaft jedoch bald wieder auf, stellte sich auf die Seite des Widerstands gegen die Kreuzfahrer und nahm vielleicht auch an der Schlacht im Olivenhain von Kunduros (Frühjahr 1205) teil.

Nach der Niederlage in dieser Schlacht floh er nach Epirus, wo er das Gebiet von Dyrrhachion (heute Durrës in Albanien) bis zum Golf von Korinth unterwarf und ein straffes militärisches Regiment errichtete. Dem Lateinischen Königreich Thessaloniki im Osten, den Venezianern an der Adria, den Slawen im Norden und Nordosten setzte sich der von ihm geschaffene epirotische Staat, der Epirus, Akarnanien und Ätolien (heute Region Ätolien-Akarnanien in Westgriechenland) umfasste, als selbständiges byzantinisches Reich entgegen. Wie das Kaiserreich Nikaia in Kleinasien, so wurde Epirus auf der Balkanhalbinsel dem Byzantinertum zum Zentrum der kulturellen Selbsterhaltung und zur Keimzelle der politischen Sammlung.[2]

Hauptstadt wurde Arta im Thema Nikopolis. Epirus wurde bald Zufluchtsort für viele griechische Flüchtlinge aus Konstantinopel, Thessalien und dem Peloponnes, und Michael als zweiter Noah bezeichnet, der die Menschen vor der lateinischen Flut rettete. Als Johannes X. Kamateros, der Patriarch von Konstantinopel, Michael jedoch nicht als legitimen Herrscher anerkannte und sich stattdessen Theodor Laskaris anschloss, unterstellte Michael Epirus der Autorität des Papstes Innozenz III. und kappte dadurch alle Verbindungen zur orthodoxen Kirche im Kaiserreich Nikaia.

Darüber hinaus widerstand er allen Versuchen Bonifatius’, ihn zu unterwerfen. Der Lateinische Kaiser von Konstantinopel Heinrich von Flandern forderte ihn auf, seine Oberhoheit anzuerkennen, akzeptierte dann aber eine Allianz, die mit der Heirat zwischen Heinrichs Bruder Eustach und einer Tochter Michaels 1209 bekräftigt wurde. Michael jedoch kümmerte sich nicht um dieses Bündnis in der Annahme, dass es dem Lateiner fast unmöglich sein werde, die Berge von Epirus zu erobern. 1210 verbündete sich Michael mit der Republik Venedig und griff Thessaloniki an. Da er dabei katholische Priester gekreuzigt haben soll, wurde er von Papst Innozenz III. exkommuniziert. Kaiser Heinrich befreite Thessaloniki gegen Ende des Jahres und zwang Michael ein neues Bündnis auf.

Trotz dieses Vertrags eroberte Michael in der Folgezeit strategisch wichtige Städte im Gebiet seiner ehemaligen und aktuellen Verbündeten, darunter Larisa in Thessalien (1212), Dyrrhachium und Korfu (1214), und übernahm auch die Kontrolle über die Häfen im Golf von Korinth. Als er als Verbündeter der Lateiner und Bulgariens in einen Krieg gegen die Serben verwickelt wurde, wurde er 1215 von einem Diener ermordet. Sein Nachfolger wurde sein Halbbruder Theodoros Komnenos Dukas. 
Komnenos Dukas Angelos, Michael I. (I42956)
 
50584 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_IX. (Okt 2017)

Michael IX. Palaiologos wurde 1281 zum Mitkaiser ernannt und 1294/95 gekrönt. Im Jahre 1300 wurde er an der Spitze alanischer Söldner in einen Kriegszug gegen die Türken in Kleinasien geschickt und wurde 1304–1305 damit betraut, die rebellische Katalanische Kompanie zu bekämpfen. Nach der Ermordung von Roger de Flor, dem Kommandant der Katalanen, führte Michael IX. die byzantinischen Truppen, verstärkt durch türkische Verbände und 5.000–8.000 Alanen, gegen die Katalanen, wurde jedoch verwundet und unterlag.

Ebenso war Michael IX. im Kampf gegen Todor Swetoslaw von Bulgarien wenig erfolgreich. Bereits 1304 siegten die Bulgaren in der Schlacht von Skafida, so dass Michael IX. 1307 einen Frieden mit ihnen schloss und eine seiner Töchter mit dem bulgarischen Kaiser vermählte. 1311 wurde Michael IX. durch Osman I. geschlagen, woraufhin sich Michael IX. nach Thessaloniki zurückzog, wo er dann auch 1320 starb.

Als ein tapferer und energischer Soldat, der bereit war, persönliche Opfer einzugehen, um seine Truppen zu bezahlen oder zu ermutigen, war Michael IX. jedoch meist unfähig dazu, seine Feinde zu überwältigen und ist der einzige der Palaiologen-Kaiser, der vor seinem Vater verstarb. 
Palaiologos (Byzanz) (Palaiologen), Kaiser Michael IX. (I7855)
 
50585 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Komnenos (Sep 2023)

Nach dem Tode seines älteren Bruders, des Kaisers Alexios II., musste er im Jahre 1330 vor dessen Sohn und Nachfolger Andronikos III. nach Konstantinopel ins Exil fliehen. Dieser ließ alle männlichen Verwandten töten, derer er habhaft werden konnte.

Im Jahr 1341 wurde Michael vom oströmischen Kaiser Johannes V. Palaiologos als Ehemann für die trapezuntische Kaiserin Irene ausersehen. Als er mit einer kleinen Flotte von drei Schiffen in Trapezunt eintraf, war Irene jedoch bereits abgesetzt und durch seine Nichte Anna ersetzt worden. Als männlicher Angehöriger der trapezuntischen Herrscherfamilie der Komnenen machte er nach seiner Ankunft Anna den Thron streitig und erreichte deren Absetzung. Seine darauf folgende Herrschaft als Kaiser währte jedoch nur kurz, da er von den trapezuntischen Adligen wegen der langen Zeit seines Exils in Konstantinopel als Fremder betrachtet wurde. Zudem wurde befürchtet, dass er die in Trapezunt verhasste Irene heiraten und dieser zur Rückkehr auf den Thron verhelfen würde. Er wurde daher noch am Tag seiner Krönung verhaftet, abgesetzt und ins Exil nach Oinaion (heute Ünye) geschickt, wo er vom Gouverneur Johannes von Limnia als Gefangener gehalten wurde. An seiner Stelle wurde die zuvor abgesetzte Anna erneut Kaiserin.

1342 gelang es Michaels Sohn Johannes III., Anna vom Thron zu vertreiben und ihr als Kaiser nachzufolgen. Zu dieser Zeit befand sich Michael immer noch in Gefangenschaft. Johannes wollte an dieser Situation offensichtlich nichts ändern. Allerdings machte er sich durch seinen inkompetenten Regierungsstil rasch Feinde. Der einflussreiche General Niketas, der heimliche Kaisermacher jener Jahre, wandte sich von Johannes ab. Er befreite Michael 1344 aus der Haft und marschierte sodann zusammen mit ihm nach Trapezunt. Bei ihrer Ankunft wurde Johannes abgesetzt und ins Kloster geschickt, die adligen Unterstützer des Johannes ermordet und Michael erneut als Kaiser eingesetzt.

Als Lohn für seine Unterstützung und unter dem Druck der wahren Kräfteverhältnisse verlieh Michael dem Niketas den Titel eines magnus dux und erließ Verfügungen, nach denen die eigentliche Macht im Staate von diesem und den von ihm ernannten Beamten ausgeübt werden solle. Dieses Regierungssystem war jedoch nur kurzlebig, weil es bei den Einwohnern Trapezunts äußerst unbeliebt war. Da die Bevölkerung nicht nachvollziehen konnte, dass der Kaiser sich selbst seiner Machtbefugnisse entledigte, erhob sie sich gegen das oligarchische System des Niketas. Michael ergriff die sich bietende Gelegenheit, entzog diesem die gerade gewährten Kompetenzen und warf ihn in den Kerker. Seinen Sohn Johannes ließ er vorsichtshalber nach Adrianopel ins Exil schaffen, um dem unzufriedenen trapezuntischen Adel den Anlass für eine neuerliche Revolte zu entziehen.

Im Jahre 1347 schlug Michael einen Angriff der Turkmenen, die sich die in Trapezunt herrschenden inneren Wirren zunutze machen wollten, zurück. Noch im gleichen Jahr wurde Trapezunt jedoch vom Schwarzen Tod heimgesucht und Kerasunt, die zweitgrößte Stadt des Reiches, ging an die Genuesen verloren, die von ihrem auf der Krim gelegenen Stützpunkt Kaffa aus einen Feldzug gegen Trapezunt starteten. Die trapezuntische Flotte unter dem Admiral Michael Tzanichites wurde von den Genuesen vollständig zerstört. Die aufgebrachte Bevölkerung beging daraufhin ein Massaker unter westlichen Kaufleuten, die sich gerade in der Hauptstadt befanden. Im Zuge eines wenig später mit den Genuesen geschlossenen Friedensabkommens erhielt Trapezunt die Stadt Kerasunt zwar zurück, musste den Genuesen dafür aber die Festung Leontokastron überlassen. Dies leitete den Niedergang der Handelsmacht von Trapezunt ein und die Kontrolle über die lukrativen Handelsrouten im Schwarzen Meer gelangte mehr und mehr in die Hände der Genuesen.

Der schwer erkrankte Michael war schließlich nicht mehr in der Lage, sein wankendes Reich zu regieren. Zwischenzeitlich war es in Konstantinopel zu einer Umkehr der Verhältnisse gekommen, als Michaels dortiger Gönner, Kaiser Johannes V. Palaiologos, zeitweilig von Johannes VI. Kantakuzenos verdrängt wurde. Dieser unterstützte Johannes, einen Sohn des 1340 von Irene ermordeten trapezuntischen Kaisers Basileios, bei dem Versuch, Michael zu verdrängen. Am 13. Dezember 1349 nahm Johannes mit seinen Truppen Trapezunt ein. Michael wurde abgesetzt und Johannes bestieg unter dem Namen Alexios III. den Thron.

Nachdem sein Gönner Johannes V. Palaiologos in Konstantinopel wieder die Oberhand gewonnen hatte, unternahm Michael 1355 mit dessen Unterstützung einen Versuch, Alexios III. wieder vom Thron zu verdrängen. Er wurde jedoch geschlagen und musste nach Konstantinopel zurückkehren, wo er nur kurze Zeit später starb. 
Komnenos (Trapezunt, Komnenen), Kaiser Michael (I42994)
 
50586 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_VIII. (Sep 2017)

Michael VIII. Dukas Komnenos Palaiologos (griechisch Μιχαὴλ Η’ Δούκας Κομνηνός Παλαιολόγος, * 1224/1225 in Kleinasien; † 11. Dezember 1282 in Thrakien) war von 1259 bis zu seinem Tod 1282 byzantinischer Kaiser. Nachdem der Feldherr Alexios Strategopulos in der Nacht zum 25. Juli 1261 Konstantinopel eingenommen hatte, beseitigte er das infolge des Vierten Kreuzzuges errichtete Lateinische Kaiserreich und begründete das byzantinische Kaisertum neu.

Michael VIII. stammt aus dem byzantinischen Adelsgeschlecht der Palaiologen, als dessen erster urkundlich greifbarer Vertreter Nikephoros Palaiologos auftritt, der 1078 General des Nikephoros III. Botaneiates, Kaiser des byzantinischen Reiches (1078–1081), sowie Dux (Gouverneur) des Thema Mesopotamien war und am 18. Oktober 1081 bei Durazzo im Kampf gegen die Normannen unter Robert Guiscard, Herzog von Apulien und Kalabrien (1059–1085) fiel. Die Familie zählte seitdem zur Spitze der byzantinischen Militäraristokratie und verschwägerte sich früh mit den kaiserlichen Dynastien der Dukai und der Komnenen.
Der Vater von Michael VIII. war Andronikos Dukas Komnenos Palaiologos, General, Megas Domestikos (Oberkommandierender der byzantinischen Streitkräfte), 1246 Gouverneur von Thessaloniki, † 1248/52 als Mönch Arsenios.
Die Mutter von Michael VIII. war eine Cousine seines Vaters, Theodora Komnene Palaiologina, die dieser 1216 geheiratet hatte. Sie war die Tochter des Alexios Komnenos Palaiologos, der 1199 den Titel Despotes und Thronfolger des byzantinischen Reiches erhielt, aber 1201/1204 verstarb, und der Irene Angelina, der ältesten Tochter des Alexios III. Angelos, der als Kaiser das byzantinische Reich von 1195 bis 1203 regierte und nach 1211 in Nikaia in Gefangenschaft verstarb. [1]

Leben
Michael folgte der Tradition seiner Familie und schlug eine militärische Laufbahn ein wo er auf Grund seiner Herkunft eine Blitzkarriere durchlief. Schon 1246 wurde er Gouverneur von Melnik und Serrhai, 1252 Großkonstabler und 1258 Despot. Durch seine Vermählung mit Theodora Dukaina Komnene Batatzaina (* 1240; † 1303), einer Großnichte des Kaisers Johannes III., im Jahr 1253 war er fortan familiär mit der herrschenden Dynastie der Laskariden verbunden.
Nach dem Tod von Theodor II. übernahm er die Regentschaft für dessen unmündigen Sohn Johannes. Durch eine Volksbefragung ließ er sich am 1. Januar 1259 zum Mitkaiser ausrufen und krönen. Seinen Schützling Johannes drängte er zunehmend in den Hintergrund. Dies brachte ihn in Konflikt mit Patriarch Arsenios Autoreianos, den er absetzen ließ, was zu dem bis 1310 die byzantinische Kirche spaltenden Arsenitenstreit führte.

Zunächst regierte Michael in Nikaia (Nicäa), bis er seinen Regierungssitz nach der Befreiung Konstantinopels vom lateinischen Kaiser Balduin II. 1261 in die einstige Hauptstadt des Byzantinischen Reiches verlegte. Johannes, der sich noch in Nikaia aufhielt, ließ er blenden und ihn auf eine Insel im Marmarameer verbannen.
In den ersten Jahren seiner Regierung gelangen ihm viele militärische Siege, unter anderem 1259 gegen eine westliche Allianz bei Pelagonia in Makedonien, 1262 gegen die Bulgaren, 1264 in Epiros. In Gestalt von Karl I. von Anjou, der 1266 den Stauferkönig Manfred von Sizilien besiegt und dessen Königreich in Unteritalien und Sizilien übernommen hatte, entstand dem Reich ein neuer gefährlicher Gegner. 1267 verbündete sich Karl I. mit dem vertriebenen lateinischen Kaiser Balduin und dem FFürsten von Achaia Wilhelm II. von Villehardouin zur Vorbereitung eines Feldzuges mit dem Ziel Konstantinopel. Um diese Pläne zur Wiedererrichtung des Lateinischen Kaiserreiches zu vereiteln, trat Michael VIII. in Verhandlungen mit dem Papsttum, um eine Union der orthodoxen und katholischen Kirche zu erreichen und so den Papst dazu zu bringen, jeglichen erneuten Kreuzzug nach Konstantinopel zu unterbinden. Trotz starken Widerstands aus den Reihen der Kirche, der Aristokratie und des Volkes erzwang Michael VIII. die Union. Auf dem Zweiten Konzil von Lyon 1274 ließ er feierlich die Union beider Kirchen verkünden, gegen den Widerstand vieler byzantinischer Griechen. Diese Union brachte aber nicht den erhofften Erfolg, da die nachfolgenden Päpste den ernsthaften Willen der Byzantiner zur Union bezweifelten; Karl I. von Anjou bereitete ungestört seinen Angriff vor, der neue französische Papst Martin IV. gab 1281 die Zustimmung zu einem Kreuzzug und exkommunizierte Michahael. Der Kaiser trat daraufhin in Kontakt zu König Peter III. von Aragon, einem alten Feind von Karl I., sowie mit oppositionellen Gruppen in Sizilien. Die byzantinische (Geheim-)Diplomatie und Bestechungen waren Mitursache für einen Aufstand in Sizilien im März 1282 gegen Karl I., der seine Kreuzzugspläne aufgeben musste. Im August 1282 landete Peter III. in Sizilien und vertrieb die Truppen des Anjou.

Gegen Ende seiner Herrschaft musste Michael sich auch den Beziehungen zum Kaiserreich Trapezunt unter Johannes II. widmen. Michael verlangte, dass Johannes den von ihm geführten und von seinen Vorgängern übernommenen Titel Kaiser der Romäer aufgeben sollte. Grund dafür war, dass Michael das von Trapezunt beherrschte Gebiet, welches vormals byzantinisch gewesen war, immer noch als Teil des Byzantinischen Reiches betrachtete und es nur dem in Konstantinopel herrschenden Regenten vorbehalten war, den Kaisertitel zu führen. Johannes gab dem Begehren Michaels zunächst nicht nach. Um die Beziehungen zwischen ihren beiden Reichen auf eine neue Basis zu stellen, bot Michael Johannes die Hand seiner dritten Tochter Eudokia Palaiologina an. 1282 heirateten die Beiden in Konstantinopel. Nach seiner Rückkehr von der Hochzeitsfeier legte Johannes den Titel Kaiser der Romäer ab.
Nach Michaels Tod am 11. Dezember 1282 folgte ihm sein Sohn Andronikos II. Palaiologos auf den byzantinischen Kaiserthron.
Michael Palaiologos gelang es, mit den Palaiologoi eine Dynastie auf den Thron zu heben, die bis 1453 in Konstantinopel regierte. Er hatte drei Söhne und sechs Töchter (zwei illegitime). 
Palaiologos (Byzanz) (Palaiologen), Kaiser Michael VIII. (I9693)
 
50587 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Montdidier_(Adelsgeschlecht)

Montdidier (Adelsgeschlecht)

Montdidier war eine Familie des nordfranzösisches Adels, das erstmals Mitte des 10. Jahrhunderts als Grafen von Montdidier auftrat.

Geschichte
Durch Heirat gelangten die beiden Linien der Familie in den Besitz der Grafschaft Dammartin und der Grafschaft Roucy, die allerdings beide mangels männlicher Nachkommen im 12. bzw. 13. Jahrhundert wieder verloren gingen.

Die bekanntesten Familienmitglieder sind Ebles II., der um 1073 in der spanischen Reconquista aktiv war, ein Schwiegersohn des Normannenfürsten Robert Guiscard, seine Schwester Félicie, die 1076 König Sancho I. von Aragón und Navarra heiratete, sowie (in Deutschland) dessen Sohn Hugo, ein Schwiegersohn des Stauferherzogs Friedrich I. von Schwaben.[1]

Mehr, auch Stammliste, unter dem Link oben.. 
von Ramerupt (Montdidier), Graf Hilduin IV. (I10818)
 
50588 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Montfaucon_(Adelsgeschlecht)

Montfaucon (Adelsgeschlecht)

Die Herren von Montfaucon waren ein burgundisches Adelsgeschlecht. Von 1163 bis 1397 waren sie Grafen von Montbéliard (Mömpelgard).

Geschichte
Die Herren von Montfaucon sind seit der Mitte des 11. Jahrhunderts als Besitzer der Burg in Montfaucon bei Besançon belegt. Sie waren Vasallen der Pfalzgrafen von Burgund. 1119 trugen sie durch reiche Stiftungen zur Gründung des Zisterzienserklosters Bellevaux bei, des ersten Zisterzienserklosters in der Franche-Comté, als dessen Tochterkloster sie 1123/24 das Kloster Lützel gründeten. Amadeus II. erbte 1163 die Grafschaft Mömpelgard. Er erwarb 1168 die Hälfte der Herrschaft Orbe und (vermutlich durch Heirat mit Beatrix von Grandson) die Herrschaft Montagny-le-Corbe und legte damit die Grundlagen für den waadtländischen Besitz der Familie.

Amadeus’ Sohn Walter nahm am Vierten Kreuzzug teil, wurde Konstabler des Königreichs Jerusalem und Regent des Königreichs Zypern. Nach dem Tod Richards III. teilten seine Söhne 1229 den Besitz. Dietrich erhielt Mömpelgard, sein jüngerer Bruder die waadtländischen Besitzungen, Orbe, Montagny-le-Corbe und Echallens; 1255 erwarb er auch die andere Hälfte von Orbe.

Dietrich vererbte 1282 Montbéliard an seine Urenkelin Guillemette von Neuenburg und deren Gatten Rainald von Burgund. Durch die Heirat von Rainalds Tochter Agnes mit Heinrich I. aus der jüngeren Linie kam die Grafschaft Mömpelgard 1320 wieder in den Besitz des Hauses Montfaucon. Heinrichs Sohn Stephan war der Letzte seines Geschlechts. Nach seinem Tod 1397 fiel Mömpelgard an Henriette, die Tochter von Stephans Sohn Heinrich, der 1396 in der Schlacht von Nikopolis gefallen war. Durch die Ehe Henriettes mit Graf Eberhard IV. kam die Grafschaft an das Haus Württemberg. Die waadtländischen Besitzungen fielen durch die Ehe von Henriettes Schwester Johanna mit Ludwig II. von Chalon-Arly an das Haus Chalon. 
von Montfaucon, Herr Amadeus I. (I10897)
 
50589 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Montfort_(Adelsgeschlecht)

Montfort (Adelsgeschlecht)

Die Grafen von Montfort waren ein schwäbisches Adelsgeschlecht, das dem reichsunmittelbar regierenden Hochadel des Heiligen Römischen Reichs angehörte. Das Geschlecht erlosch 1787.

Die einflussreichen und sehr begüterten Grafen trugen ihren Namen nach dem nahe der Schweizer Grenze gelegenen Stammschloss Montfort bei Weiler im heutigen Vorarlberg. Mit ihren Herrschaften Feldkirch (bis 1390), Bregenz (bis 1523) und Tettnang (bis 1779) haben sie die territoriale Entwicklung Oberschwabens, der Ostschweiz und Vorarlbergs entscheidend beeinflusst.

Geschichte
Ursprünge
Der ursprüngliche Stammsitz, die Burg Hohennagold im Nordschwarzwald, wurde von den Grafen von Nagold um 1100 errichtet. Anselm von Nagoldgau (um 966) ist der älteste urkundlich erwiesene Nagoldgau-Graf. Es folgte dann ein Anselm von Nagoldgau (der Jüngere), der in den Jahren 1027 und 1048 vorkommt. Zwischen beiden Anselmen, die die einzigen bekannten, nach dem Nagoldgau bezeichneten Grafen sind, erscheint, wohl von derselben Familie, im Jahre 1007 ein Graf Hugo I. von Nagold mit dem, seinem Gau Glehuntare zugeteilten Ort Holzgerlingen, und eröffnet die Reihe der seit dem letzten Viertel des 11. Jahrhunderts häufiger werdenden Hugos, Grafen von Nagold und schließlich Pfalzgrafen von Tübingen.[1] So wird Graf Hugo V. von Nagold spätestens ab 1146 als Hugo I., Pfalzgraf von Tübingen, bezeichnet. Vermutlich beruhte diese Rangerhöhung auf Diensten, die er dem 1138 zum König gewählten Staufer Konrad III. geleistet hatte.

Die Entstehung des Geschlechts der Grafen von Montfort lässt sich auf seinen Sohn Hugo II., Pfalzgraf von Tübingen († 1182), zurückführen. Durch seine Frau, Gräfin Elisabeth von Bregenz, Erbin von Bregenz, Montfort und Sigmaringen, Tochter von Graf Rudolf von Bregenz, erbte er den Besitz der Grafen von Bregenz und kam dadurch – neben seiner mächtigen Stellung in Oberschwaben – in eine beherrschende Stellung im Raum Vorarlberg/Ostschweiz. Außerdem kam er durch diese eheliche Verbindung in nahe verwandtschaftliche Beziehungen zu Kaiser Friedrich I. Barbarossa und den Welfen (Elisabeth war – ebenso wie Barbarossa und Heinrich der Löwe – ein Enkelkind des Welfenherzogs Heinrichs des Schwarzen von Bayern). Ein Großteil des Bregenzer Erbes ging nach Hugos II. Tod an seinen zweiten Sohn Hugo († 1228/30, III. von Tübingen, I. von Montfort)[2] über, der sich etwa ab dem Jahr 1200 Hugo von Montfort nannte. Sein Besitz umfasste die Grafschaft über Churrätien, Tettnang, Bregenz, Feldkirch, Sonnenberg, Werdenberg und Sargans. Für das Wappen des neu entstandenen Montforter Hauses wurde das Wappen des Tübinger Grafenhauses abgewandelt und die rote Montfortsche Kirchenfahne auf silbernen (statt goldenen) Grund gelegt.

Hugo von Montforts älterer Bruder Rudolf I. (1160–1219) setzte die Linie der Pfalzgrafen von Tübingen fort; fünf Generationen später verkaufte jedoch Pfalzgraf Gottfried II. († 1369) Tübingen 1342 an die Grafschaft Württemberg und führte nurmehr den bloßen Titel eines Grafen von Tübingen; er erbte aber über seine Frau Clara von Freiburg die Herrschaft Lichteneck. Die Linie seiner Nachfahren, der Grafen von Tübingen-Lichteneck, existierte bis 1664 und stellte damit neben den Montfortern in Tettnang die am längsten bestehende Linie des Hauses Nagold-Tübingen dar.

Linie Feldkirch
Der genannte Graf Hugo (III. von Tübingen, I. von Montfort, † 1228), gründete die Stadt Feldkirch und erbaute um 1200 auf einem Hügel über der Stadt die Schattenburg. Sie wurde im 14. Jahrhundert Mittelpunkt der Herrschaft Montfort-Feldkirch und damit zur Nachfolgerburg zu Alt-Montfort. 1375 verkaufte Burggraf Rudolf IV. von Montfort die von der Schattenburg aus verwaltete Herrschaft Feldkirch an Herzog Leopold III. aus dem Hause Habsburg.

Linie Bregenz
→ Hauptartikel: Grafschaft Bregenz
Hugo II., Pfalzgraf von Tübingen († 1182), hatte durch seine Frau Elisabeth den Besitz der Grafen von Bregenz geerbt. Unter montfortischer Herrschaft existierten ab 1170 als Teillinie die Grafen von Montfort-Bregenz. Sie erloschen schon 1338 wieder.

In Folge bildete sich aus dem dritten Haus der Montforter (das erste war Montfort-Feldkirch), den Montfort-Tettnang, ab 1354 die Linie Montfort-Tettnang-Bregenz, die sich 1379 in die ältere und die jüngere Herrschaft teilte. Dieses Haus brachte mit Hugo XII. (VIII. von Bregenz, 1357–1423), Minnesänger und Staatsmann, einen europäisch bedeutenden Vertreter hervor.

Elisabeth von Hochberg (Hachberg), Erbtochter Wilhelms VII. († 1422), verkaufte 1451 die ältere Herrschaft, einen Teil des Gebiets, an die Habsburger. Die jüngere Herrschaft nannte sich ab 1514 Tettnang-Bregenz-Bregenz, da sich mit den Tettnang-Bregenz-Pfannberg/Beckach (siehe unten) ein steirischer Zweig mit den Besitzungen, die der Minnesänger Hugo durch Heirat erworben hatte, ergab. 1523 verkauften die Montfort-Bregenzer, die allesamt in der Fremde dienten,[3] auch den anderen Teil der Bregenzer Grafschaft.[4] Das Montfort-Tettnang-Bregenzer Haus trat aber im steirischen Zweig 1574 auch das Erbe der Montfort-Tettnanger an, und erlosch erst 1787, und mit ihm das Gesamthaus Montfort.

Mehr unter obenstehendem Link..

Stammliste

(nach Bilgeri 1971,[11] 1974[12])
Hugo (II. von Tübingen, † 1182),
Rudolf (I. von Tübingen, † 1219)
Hugo I. (III. von Tübingen, † 1228); Gründungsvater der Grafen von Montfort
Rudolf I. (von Montfort bzw. Werdenberg, II. von Tübingen, † 1243) → Werdenberger
Heinrich (III. von Tübingen, I. von Montfort, † 1272); Bischof von Chur, Dominikaner
Friedrich (o.Z.)
Hugo II. († 1257)
Rudolf II. (I. von Feldkirch, † 1302); Graf von Montfort-Feldkirch → Feldkircher Linie
Hugo IV. († 1310); Graf von Montfort-Feldkirch
Rudolf III. († 1334)[13]
Ulrich II. († 1350)[13]
Ulrich I. († 1287); Graf von Montfort-Bregenz → Bregenzer Linie
Hugo (o.Z., † 1338)
Hugo III. (I. von Tettnang, † 1309); Graf von Montfort-Tettnang → Tettnanger Linie
Friedrich I. († 1290); Bischof von Chur
Wilhelm I. († 1301); Fürstabt von St. Gallen 
von Montfort, Graf Hugo II. (I11580)
 
50590 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Mülinen

Die Familie von Mülinen sind ein Aargauer Rittergeschlecht aus Mülligen AG, später habsburgische Ministerialen in der Schweiz. Seit dem 15. Jahrhundert zählen die Mülinen zum bernischen Patriziat. Einige Familienmitglieder führten den Titel eines Reichsgrafen von Mülinen. Das Geschlecht ist 2008 im Mannsstamm ausgestorben.

Geschicht
Der früheste bekannte Namensträger ist Peter von Mülinen († 1287), Schultheiss von Brugg. Sein Sohn Berchtold († 1344) erwarb 1301 oder 1311 die Herrschaften Kasteln und Ruchenstein. Henmann († 1421) wurde 1407 Burger von Bern und ab 1414 Herr zu Schinznach. Hans Friedrich († 1491) erwarb durch seine Heirat mit Barbara von Scharnachthal die Herrschaft Brandis und begründete damit den Berner Zweig.

Laut dem Familienchronisten Berchtold von Mülinen sei jene "Ida aus dem Aargau", mit der König Rudolf von Habsburg den unehelichen Sohn Albrecht von Löwenstein († 1304)[1] zeugte, Ida von Mülinen gewesen.[2]

Bekannte Familienangehörige
Kaspar von Mülinen (1481–1538), Schweizer Adliger und Politiker
Beat Ludwig von Mülinen (1521–1597), Schultheiss von Bern
Friedrich von Mülinen (1706–1769), Schweizer Politiker
Albrecht von Mülinen (1732–1807), Schultheiss von Bern
Niklaus Friedrich von Mülinen (1760–1833), Schultheiss von Bern
Wolfgang Friedrich von Mülinen (1863–1917), Historiker
Helene von Mülinen (1850–1924), Frauenrechtlerin
Egbert Friedrich von Mülinen (1817–1887), Schweizer Historiker und Privatgelehrter
Alice von Mülinen (1868–1952), Lyrikerin
Beatrix von Steiger (geb. von Mülinen; 1889–1974), Kulturschaffende
Frédéric de Mulinen, Volksrechtler, ultimus.
Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Schloss Auenstein
Belletruche
Schloss Wildenstein
Schloss Kasteln
Schloss Muri
Schloss Schöftland
Liste der gefallenen Adeligen auf Habsburger Seite in der Schlacht bei Sempach/M 
von Mülinen, Ritter Konrad (I13411)
 
50591 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Mülinen_(Adelsgeschlecht)

Die Familie von Mülinen ist ein Aargauer Rittergeschlecht aus Mülligen AG, später habsburgische Ministerialen in der Schweiz. Seit dem 15. Jahrhundert zählen die Mülinen zum bernischen Patriziat. Einige Familienmitglieder führten den Titel eines Reichsgrafen von Mülinen. Das Geschlecht ist 2008 im Mannsstamm ausgestorben.

Geschichte
Das Geschlecht erscheint 1140 erstmals urkundlich mit Adalbertus laicus des Mulinis[1] und beginnt 1221 seine Stammreihe mit Conrad, genannt der Rothe. Ein weiterer Namensträger ist Peter von Mülinen († 1287), Schultheiss von Brugg. Sein Sohn Berchtold († 1344) erwarb 1301 oder 1311 die Herrschaften Kasteln und Ruchenstein. Henmann († 1421) wurde 1407 Burger von Bern und ab 1414 Herr zu Schinznach. Hans Friedrich († 1491) erwarb 1464 das Bernische Bürgerrecht und durch seine Heirat mit Barbara von Scharnachthal die Herrschaft Brandis. Er begründete den Berner Zweig und die Familie saß seit 1500 im Großen Rat, im kleinen Rat seit 1517.

Laut dem Familienchronisten Berchtold von Mülinen sei jene «Ida aus dem Aargau», mit der König Rudolf von Habsburg den unehelichen Sohn Albrecht von Löwenstein († 1304)[3] zeugte, Ida von Schenkenberg gewesen. Die mütterlichen Vorfahren des Albrecht von Schenkenberg-Löwenstein waren die Freiherren und Schenken von Schenkenberg.

„Herr Albrecht von Mülinen, des Herzogs Rath, sein Sohn Hermann, ferner Niclas, auch des Herzogs Rath, und noch drei Mülinen. Sie sassen zu Casteln und Wildenstein im Aargau. Schon in König Rudolfs Schlachten hatte Peter Mülinen, der Schultheiss von Brugg, Habsburgs Banner vorangetragen und war damit rühmlich gefallen. Albrechts Grossvater Berchtold stritt für König Albrechts Söhne und soll von Fridrich dem Schönen die Reichsfarben in's Wappen bekommen haben statt des frühern Weiss und Roth; in den Kriegen jener Zeit ward die Burg Mülinen bei Habsburg ein Raub der Flammen. Herr Albrecht war des Herzogs Freund, und Leopold hatte ihm zur Hochzeit mit Cäcilie von Reinach einen prächtigen Becher mit Oesterreichs und der Mülinen Wappenschildern geschenkt, welchen die Nachkommen, sowie auch einen Theil des damaligen Grundbesitzes, die Lehen von Oberflach, noch heut bewahren. Er ruht in Königsfelden. Cäcilie, welcher die Mordschlacht von Sempach so viele ihrer Lieben geraubt, nahm den Schleier, sie ist es, welche die Andenken in der Kapelle der Königin Agnes zu Königsfelden errichtete. Auch im folgenden Jahrhunderte, als fast der ganze übrige Adel von Friedel mit der leeren Tasche abgefallen war, und jederzeit glänzten die Mülinen durch ritterliche Treue. Sie blühen jetzt zu Bern im österreichischen Grafenstande.“
– Pusikan: Schlacht von Sempach, 1886 
von Mülinen, Hans Albrecht (I57503)
 
50592 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Müller_(Patrizierfamilie,_mit_den_Säulen)

Müller (Patrizierfamilie, mit den Säulen)

Die Familie von Müller, mit den Säulen im Wappen, war eine Berner Patrizierfamilie, die ab 1494 das Burgerrecht der Stadt Bern besass, der Gesellschaft zu Mittellöwen angehörte und 1871 im Mannsstamm erlosch.

Geschichte
Der erste in Bern fassbare Angehörige des Geschlechts, Martin der Goldschmied, erwarb 1494 um 8 Pfund das Berner Burgerrecht und war an der Kirchgasse (heute Münstergasse) wohnhaft. Er wurde auch Martin Frank oder Martin Müller genannt. Im Jetzerprozess war er Zeuge.[3] Martins drei Söhne gelangten wie er alle in den Grossen Rat der Stadt Bern.

Angehörige der Familie von Müller besassen zeitweise die Herrschaften Marnand, Saint-Martin-du-Chêne und Rovray. 
Müller mit den Säulen, Kaspar (I61086)
 
50593 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Müller_(Patrizierfamilie,_mit_den_Säulen)

Müller (Patrizierfamilie, mit den Säulen)

Die Familie von Müller, mit den Säulen im Wappen, war eine Berner Patrizierfamilie, die ab 1494 das Burgerrecht der Stadt Bern besass, der Gesellschaft zu Mittellöwen angehörte und 1871 im Mannsstamm erlosch.

Geschichte
Der erste in Bern fassbare Angehörige des Geschlechts, Martin der Goldschmied, erwarb 1494 um 8 Pfund das Berner Burgerrecht und war an der Kirchgasse (heute Münstergasse) wohnhaft. Er wurde auch Martin Frank oder Martin Müller genannt. Im Jetzerprozess war er Zeuge.[3] Martins drei Söhne gelangten wie er alle in den Grossen Rat der Stadt Bern.

Angehörige der Familie von Müller besassen zeitweise die Herrschaften Marnand, Saint-Martin-du-Chêne und Rovray. 
Müller mit den Säulen, Hans (I61079)
 
50594 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Müller_(Patrizierfamilie,_mit_den_Säulen)

Müller (Patrizierfamilie, mit den Säulen)

Die Familie von Müller, mit den Säulen im Wappen, war eine Berner Patrizierfamilie, die ab 1494 das Burgerrecht der Stadt Bern besass, der Gesellschaft zu Mittellöwen angehörte und 1871 im Mannsstamm erlosch.

Geschichte
Der erste in Bern fassbare Angehörige des Geschlechts, Martin der Goldschmied, erwarb 1494 um 8 Pfund das Berner Burgerrecht und war an der Kirchgasse (heute Münstergasse) wohnhaft. Er wurde auch Martin Frank oder Martin Müller genannt. Im Jetzerprozess war er Zeuge.[3] Martins drei Söhne gelangten wie er alle in den Grossen Rat der Stadt Bern.

Angehörige der Familie von Müller besassen zeitweise die Herrschaften Marnand, Saint-Martin-du-Chêne und Rovray. 
Müller mit den Säulen, Samuel (I61080)
 
50595 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Müller_(Patrizierfamilie,_mit_den_Säulen)

Müller (Patrizierfamilie, mit den Säulen)

Die Familie von Müller, mit den Säulen im Wappen, war eine Berner Patrizierfamilie, die ab 1494 das Burgerrecht der Stadt Bern besass, der Gesellschaft zu Mittellöwen angehörte und 1871 im Mannsstamm erlosch.

Geschichte
Der erste in Bern fassbare Angehörige des Geschlechts, Martin der Goldschmied, erwarb 1494 um 8 Pfund das Berner Burgerrecht und war an der Kirchgasse (heute Münstergasse) wohnhaft. Er wurde auch Martin Frank oder Martin Müller genannt. Im Jetzerprozess war er Zeuge.[3] Martins drei Söhne gelangten wie er alle in den Grossen Rat der Stadt Bern.

Angehörige der Familie von Müller besassen zeitweise die Herrschaften Marnand, Saint-Martin-du-Chêne und Rovray. 
Müller mit den Säulen, Martin (Frank) (I61088)
 
50596 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Müller_(Patrizierfamilie,_mit_den_Säulen)

Müller (Patrizierfamilie, mit den Säulen)

Die Familie von Müller, mit den Säulen im Wappen, war eine Berner Patrizierfamilie, die ab 1494 das Burgerrecht der Stadt Bern besass, der Gesellschaft zu Mittellöwen angehörte und 1871 im Mannsstamm erlosch.

Geschichte
Der erste in Bern fassbare Angehörige des Geschlechts, Martin der Goldschmied, erwarb 1494 um 8 Pfund das Berner Burgerrecht und war an der Kirchgasse (heute Münstergasse) wohnhaft. Er wurde auch Martin Frank oder Martin Müller genannt. Im Jetzerprozess war er Zeuge.[3] Martins drei Söhne gelangten wie er alle in den Grossen Rat der Stadt Bern.

Angehörige der Familie von Müller besassen zeitweise die Herrschaften Marnand, Saint-Martin-du-Chêne und Rovray. 
Müller mit den Säulen, Martin (I61102)
 
50597 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Münch_(schweizerisches_Adelsgeschlecht)

Münch (schweizerisches Adelsgeschlecht)

Der Name Münch tauchte zum ersten Mal im Jahr 1185 auf. Danach wurde Hugo Monachus I. zwischen 1185 und 1202 mehrmals in angefertigten Urkundlich erwähnt, beziehungsweise als "Hugo cognomento", "Hugo cognomine Monachus" oder "Hugo Monachus" genannt. Hugo Monachus I. war der Stammvater der grossen Münch-Sippe. Von seinem ersten Sohn Hugo II. stammten den Münch von Münchenstein, die von Münchsberg, sowie jene von Büren/Sterenfels ab. Von seinem zweiten Sohn Konrad II. stammten die Münchs von Landskron sowie derer von Stettenberg/Elsass ab.

Unter diesen verschiedenen Zweigen erreichten die Münchensteiner die grösste Prosperität, sie waren in Basel und Umgebung von Bedeutung. Die Münchs stiegen zu Dienstmannen des Bischofs von Basel auf, welche auserlesene Diener und Berater waren und dadurch viele Vorrechte genossen. Als der Bischof ab dem Jahr 1227 den Dienstmannen das Privileg zugestand Lehen zu empfangen, wurde ihnen die Möglichkeit gegeben, in den Ritterstand aufzusteigen. Neben den Münch waren dies auch die Reich und Schaler, welche innert kurzer Zeit zu den bedeutendsten Ritterfamilien von Basel zählten. Der erste Ritter Münch wurde 1232 erwähnt und lebte auf Burg, dem vornehmsten Teil der alten Stadt, neben dem Basler Münster und dem Bischofssitz.

Konrad Münch II. war der erste bekannte Münch und hielt von 1221 bis 1239 das Amt des Schultheissen (bischöflicher Gerichtsvorsteher) inne. Die Münch wurden mit der Zeit immer reicher und mächtiger und im Jahr 1258 war Ritter Konrad Münch III. von Münchsberg Mitglied des Rates.

Mitte des 13. Jahrhunderts erhielten oder bauten die Münch ihren gemeinsamen Besitz am Petersberg, nannten ihn fortan Münchhof und ging unter diesem Namen in die Geschichte der Stadt Basel ein. Der Münchshof war unter anderem 1265 der Geburtsort des späteren umstrittenen Bischofs von Basel, des Hartung Münch und um 1300 wurde das Palais das Zentrum der Freunde der Habsburger.

Um 1267 wurde Heinrich I. Münch, der Vater von Hartung Münch, als Basler Bürgermeister erwähnt.

Da es die Münch wie alle anderen Ritter nach einem freien Ritterleben gelüstete, erwarben die Münch um 1260 das zum Domkapitel Basel gehörende Dorf Geckingen im Birstal und über dem Dorf entstand unter Hugo III. Münch die Burg Münchenstein und die Burg und das Dorf wurde von einer Mauer umfasst. Fortan nannten sich Ritter Münch von Münchenstein.

Die Münch behielten aber das Dorf und die Burg nicht lange als Eigengut, denn schon um 1270 kam es in die Hände der Grafen von Pfirt, welcher es aber als Lehen den Münch zurückgab.

Ab dem Jahr 1279 erschien das ehemalige Dorf Geckingen unter dem Namen Münchenstein in Urkunden und besitzt daher den schreitenden Mönch der Ritter Münch von Münchenstein in ihrem Wappen.

Durch die Heirat der Katharina von Löwenburg, der Erbtochter der Familie, mit Konrad Münch von Münchenstein ging um 1360 der gesamte Löwenburger Besitz an dieses mächtige, weitverzweigte Basler Rittergeschlecht über.

Bischöfe
Das Geschlecht der Münch war auch in kirchlichen Angelegenheiten gut vertreten. So gab es verschiedene Kirchenleute wie Propst, Priester, und einige schafften gar den Sprung auf den Bischofssitz der Bistümer Basel und Lausanne:

Hartung Münch (* um 1265; † 25. Oktober 1332), Bischof von Basel 1325–1328
Johann Münch von Landskron, Bischof von Lausanne 1389/90–1410
Hartmann III. Münch von Münchenstein, Bischof von Basel 1418–1423
Konrad Münch von Landskron († 1402), von 1393 bis 1395 Bischof von Basel
Untergang
Im 15. Jahrhundert, mit dem Verlust des Einflusses des Bischofs in der Stadt und nach verschiedenen Fehlentscheidungen der Münchs in der Parteinahme bei kriegerischen Auseinandersetzungen, begann ihr Stern zu sinken. Sie verarmten rasch und ihr Geschlecht versank zugunsten der neuen bürgerlichen Oberschicht in Basel in Bedeutungslosigkeit.

Burkhard VII. Münch, ein Nachkommen der Münch zu Landskron, erlangte traurigen Ruhm an der Schlacht bei St. Jakob an der Birs am 26. August 1444. Der Tod von Burkhard VII. bedeutete das eigentliche Ende der Linie der Münch zu Landskron, die mit dem Ableben seines Bruders Johann IX. Münch 1461 im Elsass erlosch. Der letzte Zweig der Linie Münchenstein-Löwenberg starb dann im Jahr 1759 ebenfalls aus.
 
Münch von Landskron, Ritter Burkhard (I59907)
 
50598 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Niklaus_Dachselhofer_(General)

Niklaus Dachselhofer (* 15. Juni 1634 in Yverdon; † 19. April 1707 in Uttigen) war eine Schweizer Magistratsperson.

1657 war er Mitglied des Grossen Rats der Stadt Bern, 1661 Grossweibel, von 1662 bis 1968 Hofmeister zu Königsfelden, 1681 bis 1707 Kleinrat, 1682 Deutschseckelmeister, 1687 bis 1691 Venner, Hauptmann in französischen Diensten und General der bernischen Truppen.

Niklaus Dachselhofer war der Sohn von Niklaus Dachselhofer und Barbara Stölli. Er erwarb 1682 Schloss und Herrschaft Utzigen von Samuel Jenner im Tausch gegen das Thalgut in Ittigen. 
Dachselhofer, Niklaus (I61403)
 
50599 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Niklaus_Manuel

Gesicherte Daten über das Leben von Niklaus Manuel liegen erst ab 1509 vor, auch das Geburtsjahr wird erst in späteren glaubhaften Urkunden erwähnt. Vermutlich ist er der Sohn des in Bern ansässigen Apothekers Emanuel de Alemanis (auch Allemanis) und der Margaretha Fricker (auch Frikart), einer ausserehelichen Tochter des aus Brugg stammenden Thüring Fricker, Stadtschreiber in Bern. Er gilt als Stammvater der Patrizierfamilie Manuel.

Über seine Jugend und Ausbildung ist nichts bekannt. 1509 heiratete er Katharina Frisching, die Tochter des Hans Frisching (I.), eines ehemaligen Landvogts von Erlach, Aarburg, Echallens und Nidau sowie Mitglied des Kleinen Rates. Anlässlich der Hochzeit legte er den bis dahin getragenen Namen Aleman (auch Alleman) ab und nannte sich nur noch Niklaus Manuel. Signatur und Siegel Manuels tragen seit diesem Zeitpunkt die Initialen N M D, die anfangs getrennt und später ligiert und durch einen Dolch verbunden geschrieben wurden. Es wird allgemein angenommen, dass der Buchstabe «D» für die eingedeutschte Fassung des Namens Aleman steht.

Vor 1511 wurde Niklaus Manuel Mitglied des Grossen Rats in Bern. 1512 wurde er in die Gesellschaft zu Ober-Gerwern aufgenommen. Im Jahr 1513 wurde er in den Rechnungen der Stadt Bern erstmals offiziell als Maler geführt und erhielt nachweislich mehrere Aufträge. Im Folgejahr erwarb er das Haus Gerechtigkeitsgasse 72, welches bis ins 17. Jahrhundert in Familienbesitz verblieb.

1516 verdingte er sich als Reisläufer und nahm als Sekretär des Söldnerführers Albrecht vom Stein in französischem Dienst am Mailänderfeldzug teil. Zwischen 1516/17 begann er seinen berühmten Totentanz an die Mauer des Dominikanerklosters in Bern zu malen. Mit seiner Werkstatt bemalte er vor 1517 das Chorgewölbe des Berner Münsters mit den 86 Schlusssteinen.[1] Es folgten zahlreiche weitere Werke. 1518 entstand die Holzschnittfolge Die kluge und die törichte Jungfrau. Gegen 1520 entstanden die letzten signierten Malereien.

In den Folgejahren widmete er sich verstärkt seinen literarischen Arbeiten. 1520 wurde er Venner zu Gerwern und bekleidete damit ein weiteres wichtiges Amt in seiner Heimatstadt.

Erfolgreich trat er für die Durchsetzung der Reformation in Bern ein. Seine drastischen antikatholischen Fasnachtsspiele fanden in der Bevölkerung starken Widerhall und sollen für die Sache der Reformation in Bern mehr getan haben als die Predigten von Berchtold Haller. Ähnlich wirkte sein Totentanz, der den Klerus nicht gerade schmeichelhaft darstellte. Niklaus Manuel gehörte zu den führenden Leuten der Reformation in Bern und bereiste in dieser Mission zahlreiche Schweizer Städte.

1522 verdingte sich Niklaus Manuel ein weiteres Mal als Feldschreiber bei Albrecht vom Stein und nahm an einem weiteren Kriegszug in die Lombardei teil. Bei Novara wurde er dabei an der Hand verwundet. Später nahm er auch noch an der Schlacht bei Bicocca teil. 1523 wurde er Landvogt von Erlach, Echallens und Nidau. 1526 war er als Deputierter kurzzeitig an der eidgenössischen Tagsatzung in Baden. Ab April 1528 wird er erstmals als Mitglied des Kleinen Rates von Bern geführt. Dieses Amt bekleidete er bis zu seinem Tode.

Künstlerisches Wirken
In seiner Dramatik vereinigte Manuel das christliche geistliche Spiel mit Elementen des Fastnachtsspiels zu lebensnahen politisch aktuellen Stücken von künstlerischem Rang. Manche seiner Werke illustrierte er selbst. Eine Gesamtausgabe seiner Dramen besorgte J. Bächtold 1878.

Als Maler und Holzschnittkünstler war er von der italienischen Renaissance und Albrecht Dürer beeinflusst. Neben Holbein war er der bedeutendste Vertreter der Renaissancemalerei auf Schweizer Boden. Er schuf Entwürfe für Goldschmiedearbeiten, Altarbilder, Porträts und andere Gemälde. Seine farbenstarken und linear bewegten Bilder stellten meist mythologische oder biblische Szenen dar, als Glasmaler stand er unter dem Einfluss von Hans Baldung. Das berühmteste seiner Werke war der 1516/17 bis 1519/20 entstandene Berner Totentanz auf der südlichen, mehr als hundert Meter langen Kirchhofmauer des Berner Dominikanerklosters, das 1660 beim Abbruch der Mauer zerstört wurde.[2]

Nachdem der Münsterbaumeister Peter Pfister 1515/17 das neue Netzgewölbe im Chor des Berner Münsters eingezogen hatte, wurden von Manuel und seinen Gesellen die Spickel mit Ornamenten ausgemalt. Die Maureskenmalerei der Gewölbekappen wurde ohne Vorzeichnung oder Schablonen freihändig aufgetragen. Bei der jüngsten Restaurierung 2015 bis 2017 wurden der Untergrund und die originalen Farben gereinigt und gesichert.[3]

Ein Attika-Standbild Niklaus Manuels steht an der Fassade des Hauptgebäudes der Berner Kantonalbank, an seinem Wohnhaus Gerechtigkeitsgasse 72 wurde eine Gedenktafel angebracht.

(Unter obigem Link sind viele seiner Werke samt Austellungsort gelistet!) 
Manuel Deutsch, Niklaus (I51037)
 
50600 Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Odo_Poilechien (Sep 2023)

Odo Poilechien kam bereits 1277 im Gefolge des Bailli Roger von San Severino nach Akkon und übernahm dort als Seneschall das Kommando über das französische Regiment, welches den Anspruch Karls von Anjou auf die Krone Jerusalems unterstützte.[2] Damit stand die Anjou-Herrschaft allerdings isoliert gegenüber den zwei verbliebenen Baronien Jerusalems, Tyrus und Beirut, die den König von Zypern als rechtmäßigen König Jerusalems anerkannten. Die Anjou-Herrschaft wurde lediglich von den Templern und den Venezianern unterstützt. Ende 1277 heiratete er Luica von Chenechy, die Witwe des Barons Balian von Ibelin-Arsuf[1].

Nach Ausbruch der sizilianischen Vesper wurde Roger von San Severino Ende 1282 nach Sizilien zurückbefohlen und Odo übernahm das Amt des regierenden Bailli in Akkon. Er erhielt 1283 von Sultan Qalawun ein Angebot zur Verlängerung des Waffenstillstandes von 1273 auf weitere zehn Jahre. Er nahm dieses zwar an, ließ aber die Kommune von Akkon und die Templer den Vertrag unterzeichnen. Der Vertrag bestätigte den Christen den Besitz des Landes von der tyrischen Leiter bis zum Berg Karmel, einschließlich der Templer-Festungen Burg Pèlerin und Sidon, sowie freien Zugang für christliche Pilger in Nazareth. Ausgenommen vom Vertrag waren Tyrus und Beirut, deren Herren aber separate Abkommen mit dem Sultan abschlossen.

Im Folgejahr unternahm König Hugo III. von Zypern den Versuch, Akkon zurückzugewinnen, wurde aber von seinen zypriotischen Vasallen unzureichend unterstützt und starb im März 1284 in Tyrus. Im Jahr 1285 starb Karl von Anjou und dessen Sohn Karl II. folgte ihm als König von Sizilien-Neapel und Jerusalem nach. Der Zusammenbruch der angevinischen Macht in Italien erreichte jedoch auch Akkon. Am 4. Juni 1286 landete König Heinrich II. von Zypern ungehindert vor der Stadt an, und nachdem auch der Templerorden von den Anjou abgefallen war, verschanzte sich Odo mit dem französischen Regiment im Stadtkastell. Bevor es zum Kampf kam, konnte Odo von den Großmeistern der drei Ritterorden zur Aufgabe und zum Abzug nach Italien bewegt werden. Damit endete die Herrschaft der Anjou im heiligen Land. 
Poilechien, Odo (Eudes) (I42893)
 

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