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| 50701 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlatt_(Adelsgeschlecht) Schlatt (auch Slâte oder Slat) ist der Name eines mittelalterlichen Adelsgeschlechts, das sich nach der Burg im Dorf Schlatt bei Winterthur benannte. Die Herren von Schlatt gehörten ursprünglich dem Freiherrnstand an, bevor sie zu Ministerialen der Grafen von Kyburg herabstiegen, deren Bannerherrn sie waren. Eine Schenkungsurkunde an die Abtei St. Gallen nennt bereits 754 den Ort Slâte (alemannisch für Schilf, Bodensenkung oder sumpfiger Wald). 1094 urkundete Freiherr Hesso von Slâte. Albrecht von Schlatt erscheint 1180 namentlich. Die Herreren von Schlatt verwalteten dieses Dorf in klösterlichem Besitz und bewohnten die Burg über der Kirche bis 1361. Die Kirche wird 1241 als Eigentum des Ritters Konrad von Schlatt erwähnt. Vielleicht war Konrads Sohn oder Enkel der Ritter Konrad von Schlatt, der 1289 einen von Österreich lehenbaren Hof zu Dickbuch zu Gunsten des Klosters Töss aufsandte. Jener Konrad trat im Jahr 1300 gemeinsam mit Ritter Heinrich von Schlatt als Zeuge eines Briefs auf, den der Landrichter im Aargau ausstellte. Heinrich von Schlatt schenkte der Abtei Wettingen 1301 einen Hof und dazugehörende Güter, auf die sein Sohn Werner verzichtete. In der „Mordnacht von Zürich“ in den Jahren 1336 bis 1355 genannten Fehde büsste Johannes von Schlatt seine Parteinahme für die Zürcher Patrizier mit dem Tod durch das Rad, und 1407 war Burkhard von Schlatt Bürger von Zürich. Möglicherweise ist die Zürcher bürgerliche Familie Schlatter seine Nachkommenschaft. Auf die Freiherren von Schlatt geht auch das heutige Gemeindewappen von Schlatt zurück: in Silber ein blauer Doppeladler mit roten Fängen. | von Schlatt zu Moosburg, Dietrich (I6693)
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| 50702 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Bellikon Das Schloss Bellikon ist ein Schloss in der Schweizer Gemeinde Bellikon im Kanton Aargau. Es befindet sich westlich des Dorfzentrums in einer ausgedehnten Parkanlage, hoch über dem Reusstal auf einer Terrasse des Heitersbergs. Geschichte Erbaut wurde das Schloss im dritten oder vierten Jahrzehnt des 14. Jahrhunderts durch die Familie Krieg. Die Kriegs stammten aus Zürich und gehörten seit dem 12. Jahrhundert zu den angesehensten Familien der Stadt. 1314 erwarb Peter Krieg von den Habsburgern einen Teil der Güter und Rechte in Bellikon. Die Kriegs gaben sich 1343 den Beinamen von Bellikon und erwarben im Laufe der Zeit weitere Güter in den Nachbardörfern. Vogtei und Schloss wurden 1605 vom Pfarrer in Seengen erworben, 1640 von der Familie Schmid aus Uri. Später wechselte das Schloss in regelmässigen Abständen den Besitzer, zu Beginn des 20. Jahrhunderts diente es vorübergehend als Kuranstalt. Der Grundriss des viergeschossigen Schlosses ist ein dem Quadrat angenähertes Rechteck. Der spätgotisch geprägte Hauptbau verfügt über 1,3 Meter dicke Mauern. An der Südseite, westwärts aus der Mittelachse verschoben, ist ein kreisrunder Treppenturm (Schneggen) angebaut. Modernere Anbauten sind ein weiterer Treppenturm an der Nordostecke, eine Veranda im Westen und im Osten eine Rundbogen-Loggia als Verbindung zur benachbarten Schlosskapelle. Im Innern des bewohnten Gebäudes finden sich französisch geprägte Salons. Die Zürcher Stube im ersten Obergeschoss ist mit farbigen Wappen verziert. Östlich des Schlosses, in die Parkmauer einbezogen, steht die 1676 errichtete Kapelle. Es handelt sich um einen einfachen Rechteckbau mit eingezogenem, dreiseitig schliessendem Chor. | Krieg von Bellikon, Felix (I56398)
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| 50703 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Bellikon Das Schloss Bellikon ist ein Schloss in der Schweizer Gemeinde Bellikon im Kanton Aargau. Es befindet sich westlich des Dorfzentrums in einer ausgedehnten Parkanlage, hoch über dem Reusstal auf einer Terrasse des Heitersbergs. Geschichte Erbaut wurde das Schloss im dritten oder vierten Jahrzehnt des 14. Jahrhunderts durch die Familie Krieg. Die Kriegs stammten aus Zürich und gehörten seit dem 12. Jahrhundert zu den angesehensten Familien der Stadt. 1314 erwarb Peter Krieg von den Habsburgern einen Teil der Güter und Rechte in Bellikon. Die Kriegs gaben sich 1343 den Beinamen von Bellikon und erwarben im Laufe der Zeit weitere Güter in den Nachbardörfern. Vogtei und Schloss wurden 1605 vom Pfarrer in Seengen erworben, 1640 von der Familie Schmid aus Uri. Später wechselte das Schloss in regelmässigen Abständen den Besitzer, zu Beginn des 20. Jahrhunderts diente es vorübergehend als Kuranstalt. Der Grundriss des viergeschossigen Schlosses ist ein dem Quadrat angenähertes Rechteck. Der spätgotisch geprägte Hauptbau verfügt über 1,3 Meter dicke Mauern. An der Südseite, westwärts aus der Mittelachse verschoben, ist ein kreisrunder Treppenturm (Schneggen) angebaut. Modernere Anbauten sind ein weiterer Treppenturm an der Nordostecke, eine Veranda im Westen und im Osten eine Rundbogen-Loggia als Verbindung zur benachbarten Schlosskapelle. Im Innern des bewohnten Gebäudes finden sich französisch geprägte Salons. Die Zürcher Stube im ersten Obergeschoss ist mit farbigen Wappen verziert. Östlich des Schlosses, in die Parkmauer einbezogen, steht die 1676 errichtete Kapelle. Es handelt sich um einen einfachen Rechteckbau mit eingezogenem, dreiseitig schliessendem Chor. | Krieg von Bellikon, Junker Jakob (I56557)
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| 50704 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Bellikon Das Schloss Bellikon ist ein Schloss in der Schweizer Gemeinde Bellikon im Kanton Aargau. Es befindet sich westlich des Dorfzentrums in einer ausgedehnten Parkanlage, hoch über dem Reusstal auf einer Terrasse des Heitersbergs. Geschichte Erbaut wurde das Schloss im dritten oder vierten Jahrzehnt des 14. Jahrhunderts durch die Familie Krieg. Die Kriegs stammten aus Zürich und gehörten seit dem 12. Jahrhundert zu den angesehensten Familien der Stadt. 1314 erwarb Peter Krieg von den Habsburgern einen Teil der Güter und Rechte in Bellikon. Die Kriegs gaben sich 1343 den Beinamen von Bellikon und erwarben im Laufe der Zeit weitere Güter in den Nachbardörfern. Vogtei und Schloss wurden 1605 vom Pfarrer in Seengen erworben, 1640 von der Familie Schmid aus Uri. Später wechselte das Schloss in regelmässigen Abständen den Besitzer, zu Beginn des 20. Jahrhunderts diente es vorübergehend als Kuranstalt. Der Grundriss des viergeschossigen Schlosses ist ein dem Quadrat angenähertes Rechteck. Der spätgotisch geprägte Hauptbau verfügt über 1,3 Meter dicke Mauern. An der Südseite, westwärts aus der Mittelachse verschoben, ist ein kreisrunder Treppenturm (Schneggen) angebaut. Modernere Anbauten sind ein weiterer Treppenturm an der Nordostecke, eine Veranda im Westen und im Osten eine Rundbogen-Loggia als Verbindung zur benachbarten Schlosskapelle. Im Innern des bewohnten Gebäudes finden sich französisch geprägte Salons. Die Zürcher Stube im ersten Obergeschoss ist mit farbigen Wappen verziert. Östlich des Schlosses, in die Parkmauer einbezogen, steht die 1676 errichtete Kapelle. Es handelt sich um einen einfachen Rechteckbau mit eingezogenem, dreiseitig schliessendem Chor. | Krieg von Bellikon, Hans (I56559)
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| 50705 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Bellikon Das Schloss Bellikon ist ein Schloss in der Schweizer Gemeinde Bellikon im Kanton Aargau. Es befindet sich westlich des Dorfzentrums in einer ausgedehnten Parkanlage, hoch über dem Reusstal auf einer Terrasse des Heitersbergs. Geschichte Erbaut wurde das Schloss im dritten oder vierten Jahrzehnt des 14. Jahrhunderts durch die Familie Krieg. Die Kriegs stammten aus Zürich und gehörten seit dem 12. Jahrhundert zu den angesehensten Familien der Stadt. 1314 erwarb Peter Krieg von den Habsburgern einen Teil der Güter und Rechte in Bellikon. Die Kriegs gaben sich 1343 den Beinamen von Bellikon und erwarben im Laufe der Zeit weitere Güter in den Nachbardörfern. Vogtei und Schloss wurden 1605 vom Pfarrer in Seengen erworben, 1640 von der Familie Schmid aus Uri. Später wechselte das Schloss in regelmässigen Abständen den Besitzer, zu Beginn des 20. Jahrhunderts diente es vorübergehend als Kuranstalt. Der Grundriss des viergeschossigen Schlosses ist ein dem Quadrat angenähertes Rechteck. Der spätgotisch geprägte Hauptbau verfügt über 1,3 Meter dicke Mauern. An der Südseite, westwärts aus der Mittelachse verschoben, ist ein kreisrunder Treppenturm (Schneggen) angebaut. Modernere Anbauten sind ein weiterer Treppenturm an der Nordostecke, eine Veranda im Westen und im Osten eine Rundbogen-Loggia als Verbindung zur benachbarten Schlosskapelle. Im Innern des bewohnten Gebäudes finden sich französisch geprägte Salons. Die Zürcher Stube im ersten Obergeschoss ist mit farbigen Wappen verziert. Östlich des Schlosses, in die Parkmauer einbezogen, steht die 1676 errichtete Kapelle. Es handelt sich um einen einfachen Rechteckbau mit eingezogenem, dreiseitig schliessendem Chor. | Krieg von Bellikon, Hans (I56565)
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| 50706 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Bellikon Das Schloss Bellikon ist ein Schloss in der Schweizer Gemeinde Bellikon im Kanton Aargau. Es befindet sich westlich des Dorfzentrums in einer ausgedehnten Parkanlage, hoch über dem Reusstal auf einer Terrasse des Heitersbergs. Geschichte Erbaut wurde das Schloss im dritten oder vierten Jahrzehnt des 14. Jahrhunderts durch die Familie Krieg. Die Kriegs stammten aus Zürich und gehörten seit dem 12. Jahrhundert zu den angesehensten Familien der Stadt. 1314 erwarb Peter Krieg von den Habsburgern einen Teil der Güter und Rechte in Bellikon. Die Kriegs gaben sich 1343 den Beinamen von Bellikon und erwarben im Laufe der Zeit weitere Güter in den Nachbardörfern. Vogtei und Schloss wurden 1605 vom Pfarrer in Seengen erworben, 1640 von der Familie Schmid aus Uri. Später wechselte das Schloss in regelmässigen Abständen den Besitzer, zu Beginn des 20. Jahrhunderts diente es vorübergehend als Kuranstalt. Der Grundriss des viergeschossigen Schlosses ist ein dem Quadrat angenähertes Rechteck. Der spätgotisch geprägte Hauptbau verfügt über 1,3 Meter dicke Mauern. An der Südseite, westwärts aus der Mittelachse verschoben, ist ein kreisrunder Treppenturm (Schneggen) angebaut. Modernere Anbauten sind ein weiterer Treppenturm an der Nordostecke, eine Veranda im Westen und im Osten eine Rundbogen-Loggia als Verbindung zur benachbarten Schlosskapelle. Im Innern des bewohnten Gebäudes finden sich französisch geprägte Salons. Die Zürcher Stube im ersten Obergeschoss ist mit farbigen Wappen verziert. Östlich des Schlosses, in die Parkmauer einbezogen, steht die 1676 errichtete Kapelle. Es handelt sich um einen einfachen Rechteckbau mit eingezogenem, dreiseitig schliessendem Chor. | Krieg von Bellikon, Hans (I56562)
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| 50707 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Bellikon Das Schloss Bellikon ist ein Schloss in der Schweizer Gemeinde Bellikon im Kanton Aargau. Es befindet sich westlich des Dorfzentrums in einer ausgedehnten Parkanlage, hoch über dem Reusstal auf einer Terrasse des Heitersbergs. Geschichte Erbaut wurde das Schloss im dritten oder vierten Jahrzehnt des 14. Jahrhunderts durch die Familie Krieg. Die Kriegs stammten aus Zürich und gehörten seit dem 12. Jahrhundert zu den angesehensten Familien der Stadt. 1314 erwarb Peter Krieg von den Habsburgern einen Teil der Güter und Rechte in Bellikon. Die Kriegs gaben sich 1343 den Beinamen von Bellikon und erwarben im Laufe der Zeit weitere Güter in den Nachbardörfern. Vogtei und Schloss wurden 1605 vom Pfarrer in Seengen erworben, 1640 von der Familie Schmid aus Uri. Später wechselte das Schloss in regelmässigen Abständen den Besitzer, zu Beginn des 20. Jahrhunderts diente es vorübergehend als Kuranstalt. Der Grundriss des viergeschossigen Schlosses ist ein dem Quadrat angenähertes Rechteck. Der spätgotisch geprägte Hauptbau verfügt über 1,3 Meter dicke Mauern. An der Südseite, westwärts aus der Mittelachse verschoben, ist ein kreisrunder Treppenturm (Schneggen) angebaut. Modernere Anbauten sind ein weiterer Treppenturm an der Nordostecke, eine Veranda im Westen und im Osten eine Rundbogen-Loggia als Verbindung zur benachbarten Schlosskapelle. Im Innern des bewohnten Gebäudes finden sich französisch geprägte Salons. Die Zürcher Stube im ersten Obergeschoss ist mit farbigen Wappen verziert. Östlich des Schlosses, in die Parkmauer einbezogen, steht die 1676 errichtete Kapelle. Es handelt sich um einen einfachen Rechteckbau mit eingezogenem, dreiseitig schliessendem Chor. | Krieg von Bellikon (I56567)
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| 50708 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Bellikon Das Schloss Bellikon ist ein Schloss in der Schweizer Gemeinde Bellikon im Kanton Aargau. Es befindet sich westlich des Dorfzentrums in einer ausgedehnten Parkanlage, hoch über dem Reusstal auf einer Terrasse des Heitersbergs. Geschichte Erbaut wurde das Schloss im dritten oder vierten Jahrzehnt des 14. Jahrhunderts durch die Familie Krieg. Die Kriegs stammten aus Zürich und gehörten seit dem 12. Jahrhundert zu den angesehensten Familien der Stadt. 1314 erwarb Peter Krieg von den Habsburgern einen Teil der Güter und Rechte in Bellikon. Die Kriegs gaben sich 1343 den Beinamen von Bellikon und erwarben im Laufe der Zeit weitere Güter in den Nachbardörfern. Vogtei und Schloss wurden 1605 vom Pfarrer in Seengen erworben, 1640 von der Familie Schmid aus Uri. Später wechselte das Schloss in regelmässigen Abständen den Besitzer, zu Beginn des 20. Jahrhunderts diente es vorübergehend als Kuranstalt. Der Grundriss des viergeschossigen Schlosses ist ein dem Quadrat angenähertes Rechteck. Der spätgotisch geprägte Hauptbau verfügt über 1,3 Meter dicke Mauern. An der Südseite, westwärts aus der Mittelachse verschoben, ist ein kreisrunder Treppenturm (Schneggen) angebaut. Modernere Anbauten sind ein weiterer Treppenturm an der Nordostecke, eine Veranda im Westen und im Osten eine Rundbogen-Loggia als Verbindung zur benachbarten Schlosskapelle. Im Innern des bewohnten Gebäudes finden sich französisch geprägte Salons. Die Zürcher Stube im ersten Obergeschoss ist mit farbigen Wappen verziert. Östlich des Schlosses, in die Parkmauer einbezogen, steht die 1676 errichtete Kapelle. Es handelt sich um einen einfachen Rechteckbau mit eingezogenem, dreiseitig schliessendem Chor. | Krieg zum Adler, Peter (I56568)
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| 50709 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Bernau_(Aargau) Schloss Bernau (Aargau) Die Bernau sind die Ruinenreste einer Höhenburg im gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Leibstadt im Schweizer Kanton Aargau. Nach einem verheerenden Brand im Juli 1844 sind heute nur noch wenige Mauerreste vorhanden. Vermutlich entstand die zuvor an gleicher Stelle stehende Burg Bernau im 11. Jahrhundert als Sitz der Freien von Bernau; die erste urkundliche Erwähnung von „Bernowa“ erfolgte 1157. Die Edlen Ulrich und Berchthold von Bernau sind 1299 urkundlich belegt.[1] Durch Erbschaft gelangte die Burg Bernau Anfang des 14. Jahrhunderts an die Herren von Gutenburg und 1379 an die Herren von Rinach. Die kleine Herrschaft Bernau umfasste die hohe und die niedere Gerichtsbarkeit über Unterleibstadt, Gansingen und Schwaderloch. Nachdem die Eidgenossen im Jahr 1415 den Aargau erobert hatten, verlief die Grenze zwischen der Grafschaft Baden und Vorderösterreich mitten durch den Burgturm, weshalb die Besitzer der Bernau zwei Herren dienten. 1499 wurde die Burg im Schwabenkrieg zerstört. Die Herren von Reinach verkauften die Herrschaft Bernau im 16. Jahrhundert an die Familie von Rotberg. Die Rotberger verkauften sie 1632 an die Familie von Roll aus dem Kanton Uri, was Franz Ludwig von Roll später die Aufnahme in den breisgauischen Ritterstand ermöglichte.[2] Franz Ludwig von Roll[3] errichtete auf dem Burgfelsen von Bernau ein neues viergeschossiges einflügeliges Schlossgebäude mit Treppenturm. Franz Ludwig von Roll heiratete 1642 Maria Agnes von Schönau, die Tochter des Statthalters der vorderösterreichischen Waldstädte.[4] Im Januar 1646 bewirtete Maria Agnes von Roll den durchreisenden Florentiner Geographen Giovanni Battista Nicolosi auf Schloss Bernau: „Etwas weniger als eine Stunde später mussten wir im Kastell eines Neffen des besagten Kommandeurs bleiben, der eine Schwester meines Duzbruders geheiratet hat: die geistreichste Dame, die ich bis jetzt in Deutschland sah. Und, um keine unverzeihliche Schande zu begehen, war es nötig, auf deutsche Art zu frühstücken: drei Stunden lang.“ 1764 verlegte sich der Freiherr Joseph Leopold von Roll von Bernau auf die Produktion von Barchent, konnte sich aber gegen seine Konkurrenten – Kilian aus Waldshut und die Brüder Montfort aus dem Wiesental – nicht behaupten und geriet in die Zahlungsunfähigkeit. Die Klagen der Gläubiger vor dem Waldvogt in Waldshut sollen zunächst dadurch verschleppt worden sein, dass der Waldvogt sich nicht zuständig sah. Er erklärte, das Wohnzimmer des Barons im Schloss Bernau liege auf Schweizer Territorium. Die Gläubiger sollten sich daher an den Landvogt in Baden AG wenden. 1814 wurde Schloss Bernau während der grossen Typhusepidemie als Militärlazarett genutzt. Danach wechselte das Schloss mehrmals in kurzen Abständen den Eigentümer und sollte zuletzt in Wohnungen aufgeteilt werden. Am 15. Juli 1844 brannte das Schloss, dessen Versicherungswert 6000 Franken betrug, vollständig nieder. Erhalten sind lediglich Mauerreste des Hauptturms und des Schlossgebäudes. Die 1672 errichtete Doppelkapelle des Schlosses mit der Familiengruft der von Roll und einem abgetrennten Teil für die Ortsbewohner wird heute als Friedhofskapelle von Leibstadt genutzt. | von Gutenburg, Walter (I59929)
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| 50710 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Bernau_(Aargau) Schloss Bernau (Aargau) Die Bernau sind die Ruinenreste einer Höhenburg im gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Leibstadt im Schweizer Kanton Aargau. Nach einem verheerenden Brand im Juli 1844 sind heute nur noch wenige Mauerreste vorhanden. Vermutlich entstand die zuvor an gleicher Stelle stehende Burg Bernau im 11. Jahrhundert als Sitz der Freien von Bernau; die erste urkundliche Erwähnung von „Bernowa“ erfolgte 1157. Die Edlen Ulrich und Berchthold von Bernau sind 1299 urkundlich belegt.[1] Durch Erbschaft gelangte die Burg Bernau Anfang des 14. Jahrhunderts an die Herren von Gutenburg und 1379 an die Herren von Rinach. Die kleine Herrschaft Bernau umfasste die hohe und die niedere Gerichtsbarkeit über Unterleibstadt, Gansingen und Schwaderloch. Nachdem die Eidgenossen im Jahr 1415 den Aargau erobert hatten, verlief die Grenze zwischen der Grafschaft Baden und Vorderösterreich mitten durch den Burgturm, weshalb die Besitzer der Bernau zwei Herren dienten. 1499 wurde die Burg im Schwabenkrieg zerstört. Die Herren von Reinach verkauften die Herrschaft Bernau im 16. Jahrhundert an die Familie von Rotberg. Die Rotberger verkauften sie 1632 an die Familie von Roll aus dem Kanton Uri, was Franz Ludwig von Roll später die Aufnahme in den breisgauischen Ritterstand ermöglichte.[2] Franz Ludwig von Roll[3] errichtete auf dem Burgfelsen von Bernau ein neues viergeschossiges einflügeliges Schlossgebäude mit Treppenturm. Franz Ludwig von Roll heiratete 1642 Maria Agnes von Schönau, die Tochter des Statthalters der vorderösterreichischen Waldstädte.[4] Im Januar 1646 bewirtete Maria Agnes von Roll den durchreisenden Florentiner Geographen Giovanni Battista Nicolosi auf Schloss Bernau: „Etwas weniger als eine Stunde später mussten wir im Kastell eines Neffen des besagten Kommandeurs bleiben, der eine Schwester meines Duzbruders geheiratet hat: die geistreichste Dame, die ich bis jetzt in Deutschland sah. Und, um keine unverzeihliche Schande zu begehen, war es nötig, auf deutsche Art zu frühstücken: drei Stunden lang.“ 1764 verlegte sich der Freiherr Joseph Leopold von Roll von Bernau auf die Produktion von Barchent, konnte sich aber gegen seine Konkurrenten – Kilian aus Waldshut und die Brüder Montfort aus dem Wiesental – nicht behaupten und geriet in die Zahlungsunfähigkeit. Die Klagen der Gläubiger vor dem Waldvogt in Waldshut sollen zunächst dadurch verschleppt worden sein, dass der Waldvogt sich nicht zuständig sah. Er erklärte, das Wohnzimmer des Barons im Schloss Bernau liege auf Schweizer Territorium. Die Gläubiger sollten sich daher an den Landvogt in Baden AG wenden. 1814 wurde Schloss Bernau während der grossen Typhusepidemie als Militärlazarett genutzt. Danach wechselte das Schloss mehrmals in kurzen Abständen den Eigentümer und sollte zuletzt in Wohnungen aufgeteilt werden. Am 15. Juli 1844 brannte das Schloss, dessen Versicherungswert 6000 Franken betrug, vollständig nieder. Erhalten sind lediglich Mauerreste des Hauptturms und des Schlossgebäudes. Die 1672 errichtete Doppelkapelle des Schlosses mit der Familiengruft der von Roll und einem abgetrennten Teil für die Ortsbewohner wird heute als Friedhofskapelle von Leibstadt genutzt. | von Gutenburg, Ritter Hugo (I12312)
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| 50711 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Bernau_(Aargau) Schloss Bernau (Aargau) Die Bernau sind die Ruinenreste einer Höhenburg im gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Leibstadt im Schweizer Kanton Aargau. Nach einem verheerenden Brand im Juli 1844 sind heute nur noch wenige Mauerreste vorhanden. Vermutlich entstand die zuvor an gleicher Stelle stehende Burg Bernau im 11. Jahrhundert als Sitz der Freien von Bernau; die erste urkundliche Erwähnung von „Bernowa“ erfolgte 1157. Die Edlen Ulrich und Berchthold von Bernau sind 1299 urkundlich belegt.[1] Durch Erbschaft gelangte die Burg Bernau Anfang des 14. Jahrhunderts an die Herren von Gutenburg und 1379 an die Herren von Rinach. Die kleine Herrschaft Bernau umfasste die hohe und die niedere Gerichtsbarkeit über Unterleibstadt, Gansingen und Schwaderloch. Nachdem die Eidgenossen im Jahr 1415 den Aargau erobert hatten, verlief die Grenze zwischen der Grafschaft Baden und Vorderösterreich mitten durch den Burgturm, weshalb die Besitzer der Bernau zwei Herren dienten. 1499 wurde die Burg im Schwabenkrieg zerstört. Die Herren von Reinach verkauften die Herrschaft Bernau im 16. Jahrhundert an die Familie von Rotberg. Die Rotberger verkauften sie 1632 an die Familie von Roll aus dem Kanton Uri, was Franz Ludwig von Roll später die Aufnahme in den breisgauischen Ritterstand ermöglichte.[2] Franz Ludwig von Roll[3] errichtete auf dem Burgfelsen von Bernau ein neues viergeschossiges einflügeliges Schlossgebäude mit Treppenturm. Franz Ludwig von Roll heiratete 1642 Maria Agnes von Schönau, die Tochter des Statthalters der vorderösterreichischen Waldstädte.[4] Im Januar 1646 bewirtete Maria Agnes von Roll den durchreisenden Florentiner Geographen Giovanni Battista Nicolosi auf Schloss Bernau: „Etwas weniger als eine Stunde später mussten wir im Kastell eines Neffen des besagten Kommandeurs bleiben, der eine Schwester meines Duzbruders geheiratet hat: die geistreichste Dame, die ich bis jetzt in Deutschland sah. Und, um keine unverzeihliche Schande zu begehen, war es nötig, auf deutsche Art zu frühstücken: drei Stunden lang.“ 1764 verlegte sich der Freiherr Joseph Leopold von Roll von Bernau auf die Produktion von Barchent, konnte sich aber gegen seine Konkurrenten – Kilian aus Waldshut und die Brüder Montfort aus dem Wiesental – nicht behaupten und geriet in die Zahlungsunfähigkeit. Die Klagen der Gläubiger vor dem Waldvogt in Waldshut sollen zunächst dadurch verschleppt worden sein, dass der Waldvogt sich nicht zuständig sah. Er erklärte, das Wohnzimmer des Barons im Schloss Bernau liege auf Schweizer Territorium. Die Gläubiger sollten sich daher an den Landvogt in Baden AG wenden. 1814 wurde Schloss Bernau während der grossen Typhusepidemie als Militärlazarett genutzt. Danach wechselte das Schloss mehrmals in kurzen Abständen den Eigentümer und sollte zuletzt in Wohnungen aufgeteilt werden. Am 15. Juli 1844 brannte das Schloss, dessen Versicherungswert 6000 Franken betrug, vollständig nieder. Erhalten sind lediglich Mauerreste des Hauptturms und des Schlossgebäudes. Die 1672 errichtete Doppelkapelle des Schlosses mit der Familiengruft der von Roll und einem abgetrennten Teil für die Ortsbewohner wird heute als Friedhofskapelle von Leibstadt genutzt. | von Gutenburg, Ritter Ulrich (I59930)
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| 50712 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Bernau_(Aargau) Schloss Bernau (Aargau) Die Bernau sind die Ruinenreste einer Höhenburg im gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Leibstadt im Schweizer Kanton Aargau. Nach einem verheerenden Brand im Juli 1844 sind heute nur noch wenige Mauerreste vorhanden. Vermutlich entstand die zuvor an gleicher Stelle stehende Burg Bernau im 11. Jahrhundert als Sitz der Freien von Bernau; die erste urkundliche Erwähnung von „Bernowa“ erfolgte 1157. Die Edlen Ulrich und Berchthold von Bernau sind 1299 urkundlich belegt.[1] Durch Erbschaft gelangte die Burg Bernau Anfang des 14. Jahrhunderts an die Herren von Gutenburg und 1379 an die Herren von Rinach. Die kleine Herrschaft Bernau umfasste die hohe und die niedere Gerichtsbarkeit über Unterleibstadt, Gansingen und Schwaderloch. Nachdem die Eidgenossen im Jahr 1415 den Aargau erobert hatten, verlief die Grenze zwischen der Grafschaft Baden und Vorderösterreich mitten durch den Burgturm, weshalb die Besitzer der Bernau zwei Herren dienten. 1499 wurde die Burg im Schwabenkrieg zerstört. Die Herren von Reinach verkauften die Herrschaft Bernau im 16. Jahrhundert an die Familie von Rotberg. Die Rotberger verkauften sie 1632 an die Familie von Roll aus dem Kanton Uri, was Franz Ludwig von Roll später die Aufnahme in den breisgauischen Ritterstand ermöglichte.[2] Franz Ludwig von Roll[3] errichtete auf dem Burgfelsen von Bernau ein neues viergeschossiges einflügeliges Schlossgebäude mit Treppenturm. Franz Ludwig von Roll heiratete 1642 Maria Agnes von Schönau, die Tochter des Statthalters der vorderösterreichischen Waldstädte.[4] Im Januar 1646 bewirtete Maria Agnes von Roll den durchreisenden Florentiner Geographen Giovanni Battista Nicolosi auf Schloss Bernau: „Etwas weniger als eine Stunde später mussten wir im Kastell eines Neffen des besagten Kommandeurs bleiben, der eine Schwester meines Duzbruders geheiratet hat: die geistreichste Dame, die ich bis jetzt in Deutschland sah. Und, um keine unverzeihliche Schande zu begehen, war es nötig, auf deutsche Art zu frühstücken: drei Stunden lang.“ 1764 verlegte sich der Freiherr Joseph Leopold von Roll von Bernau auf die Produktion von Barchent, konnte sich aber gegen seine Konkurrenten – Kilian aus Waldshut und die Brüder Montfort aus dem Wiesental – nicht behaupten und geriet in die Zahlungsunfähigkeit. Die Klagen der Gläubiger vor dem Waldvogt in Waldshut sollen zunächst dadurch verschleppt worden sein, dass der Waldvogt sich nicht zuständig sah. Er erklärte, das Wohnzimmer des Barons im Schloss Bernau liege auf Schweizer Territorium. Die Gläubiger sollten sich daher an den Landvogt in Baden AG wenden. 1814 wurde Schloss Bernau während der grossen Typhusepidemie als Militärlazarett genutzt. Danach wechselte das Schloss mehrmals in kurzen Abständen den Eigentümer und sollte zuletzt in Wohnungen aufgeteilt werden. Am 15. Juli 1844 brannte das Schloss, dessen Versicherungswert 6000 Franken betrug, vollständig nieder. Erhalten sind lediglich Mauerreste des Hauptturms und des Schlossgebäudes. Die 1672 errichtete Doppelkapelle des Schlosses mit der Familiengruft der von Roll und einem abgetrennten Teil für die Ortsbewohner wird heute als Friedhofskapelle von Leibstadt genutzt. | von Bernau (I59935)
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| 50713 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Laufen Das Schloss Laufen ist ein auf das Mittelalter zurückgehender, später mehrfach erneuerter Gebäudekomplex, der im Norden des Schweizer Kantons Zürich in der Gemeinde Laufen-Uhwiesen liegt. Das Schloss liegt am linken Ufer des Rheins in seinem Streckenabschnitt zwischen Bodensee und Basel auf einem steilen Felsen über dem Rheinfall und bietet einen Ausblick über den Rhein und den Wasserfall. Vom Schloss aus führt ein Fussweg zum Känzeli, wo der Besucher den Rheinfall aus nächster Nähe betrachten kann. Direkt unter dem Schloss befindet sich eine Haltestelle der SBB, wo die S12 und die S33 von Winterthur nach Schaffhausen halten. Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung des Schlosses Laufen datiert aus dem Jahre 858 n. Chr. Die damalige Burg war der Stammsitz der Freiherren von Laufen. Dem Burgherrn oder dessen Vogt oblag die Vogtei über die benachbarten Gemeinden, während die Grundherrschaft dem Bischof von Konstanz gehörte. Im Jahre 1544 erwarb die Stadt Zürich das Schloss. Unter der Zürcher Herrschaft wurden in den Jahren 1544 bis 1547 grosse bauliche Veränderungen vorgenommen. Während der Helvetik nahm mit dem Einmarsch der Franzosen 1798 die Feudalherrschaft ein jähes Ende. Von 1799 bis 1804 etablierte Johann Heinrich Bleuler der Ältere hier ein Maler-Atelier. Sein Sohn Louis Bleuler eröffnete 1830 zunächst als Pächter und 1845 als Besitzer die Bleuler Malschule. Im Jahre 1941 wurde das Schloss Laufen Besitz des Kantons Zürich. Heute befinden sich im Schloss ein Museum und ein Restaurant; bis Oktober 2019 war es auch eine Jugendherberge. | von Fulach, Hans (I59831)
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| 50714 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Ofteringen Die Ofteringer sind ein altes Adelsgeschlecht, bereits 1240 erscheint mit der ersten Nennung des Ortes auch ein Ritter Gerung von Ofteringen.[1] 1251 wird ein Herr Huc von Ofteringen genannt im Verlauf des Küssenberger Erbes. 1384 war Katharina von Ofteringen Priorin des Frauenklosters Riedern am Wald. 1349 wird der St. Georgsritter Friedrich von Ofteringen in Zusammenhang mit der Burg Untermettingen erwähnt. Im minderen Laufenburg hatten die Ritter von Ofteringen die Burg Ofteringen zu Lehen. 1428 kauft Junker Heinrich von Erzingen von Hans von Tüfen diese Burg samt Leuten die dazugehören.[2] 1523 verkaufen die Vormünder des Ludwig Truchsess die Herrschaft Ofteringen dem edelfesten Junker Hans Ulrich von Ofteringen, genannt Gutjahr, Schultheiß zu Waldshut.[3] Am 6. Dezember 1678 übergibt die Witwe Margarethe Agathe von Ofteringen – nach erfolgtem Testament ihres Gemahls Junker Karl von Ofteringen, der letzte seines Geschlechts – den gesamten Besitz Ofteringen an das Kloster Rheinau. Abt Gerold Zurlauben lässt dann die noch heute bestehende große Scheune (Klosterschüer) neu errichten, unter Abt Benedikt Ledergerber entsteht die Schlosskapelle neu (1741). Für die Bauleitung ist der Architekt Johann Michael Beer von Bildstein verantwortlich. Die beiden Kapellen-Glöcklein trugen die Inschrift: Hauptmann Walther von Roll hat mich giessen lassen im 1643sten Jahr. Die Glocken wurden für Kriegszwecke eingeschmolzen. Heute befinden sich dort neue. Das Kloster stellte einen Statthalter ein, der vom Schloss aus die Güter zu überwachen hatte. Zeitweise aber auch von Rheinau aus (1683 bis 1862). Es war ein Ruhesitz für die Rheinauer Mönche. Es folgten Besitzansprüche durch die Grafen von Fürstenberg, doch 1810 ist Rheinau wieder vollumfänglich im Besitz von Ofteringen. Auf einer Besichtigungstour „verliebte“ sich Schwester Josepha (Sabina) Schneider in das Schloss, unter vielen Schwierigkeiten erreichte sie endlich den Kauf des Schlossguts am 27. November 1860 und gründete mit Mitschwestern das Kloster Marienburg, welches sich auch heute noch darin befindet. Wesentliche erforderliche Neubauten, die sich ausgezeichnet integrieren, wurden erst durch das neue Kloster ermöglicht. In Ofteringen, jedoch auf der gegenüberliegenden Seite der Wutach, steht die Reuentaler Mühle heute ein Gasthof, Landwirtschaft und Sägewerk, im Besitz des Geschlechts Ofteringer, die sich von den Rittern von Ofteringen herleiten. | von Ofteringen, Susanna (I58299)
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| 50715 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Schwandegg Schloss Schwandegg Schloss Schwandegg liegt auf einem 30 Meter hohen Hügel nordwestlich des Dorfes Waltalingen im Kanton Zürich. Das Geschlecht derer von Schwandegg baute die Burg. Die Burg kam nach deren Aussterben an Hans von Münchwil, 1470 an die Familie von Schönau, 1502 an Gregorius von Roggwil, Obervogt zu Konstanz, 1537 an den Bauern Anton Hermann, unter dem die Anlage mehr und mehr verfiel. 1553 kaufte sie der Konstanzer Bürgermeister Thomas Blarer. Danach wechselte die Burg mehrfach ihren Besitzer. 1677 gehörte sie Hans Caspar Escher, 1770 dem Zürcher Rittmeister Hans Konrad Bürkli. Wiederum folgten einige Besitzerwechsel. 1933 brannte der Nordwestflügel nieder. 1974 kaufte der Kanton Zürich Schwandegg und restaurierte das Schloss. Heute befindet sich darin ein Restaurant. Geschlecht von Schwandegg Das Geschlecht derer von Schwandegg wird 1288 erstmals erwähnt. Ritter Heinrich von Schwandegg wird als Gefolgsmann des Hauses Habsburg bezeugt. 1413 starb die Familie im Mannesstamm aus. Namensträger Adelheid IV. von Schwandegg war 1402–1420 Äbtissin des adligen Damenstifts Schänis und damit Fürstin des Heiligen Römischen Reiches Mehr unter dem Link oben.. | von Schwandegg, Bertha (I13408)
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| 50716 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schmid_(Patrizierfamilie) Schmid (Patrizierfamilie) Burkhart Schmid aus Klingnau wurde 1406 Bürger von Zürich. Er dürfte mit dem 1385 als Ausburger aufgenommenen und 1397 wieder aus dem Bürgerrecht ausgetretenen Bürkli Schmid identisch sein. Oswald Schmid sass spätestens ab 1441 als erster der Familie im Grossen Rat und ab 1444 im Kleinen Rat. Seit Andreas Schmid (1504–1565) 1525 auf dem Pavierzug zum Ritter geschlagen wurde, trug das Geschlecht den Junkertitel. Um 1530 wechselten die Schmid von der Zunft zur Meisen zur adeligen Gesellschaft zur Constaffel. Mitglieder der Familie besassen 1737 bis 1765 das Schloss Goldenberg (in Dorf ZH), 1629 bis 1798 einen Anteil an der Herrschaft Kempten bei Wetzikon sowie einen Landsitz in Wollishofen. Das Geschlecht ist in Zürich 1864 im Mannesstamm ausgestorben. Heute blüht nur noch der 1895 in den niederländischen Adel aufgenommene Zweig der Familie. Personen Burkhart Schmid († 1436), Bürger von Zürich, Wirt zum Rössli Hans Schmid († 1479), Vogt zu Grüningen Felix Schmid (I.) (1438–1502), genannt Fabri, Dominikaner zu Basel, Ulm, Generalprediger Felix Schmid (II.) (1454–1524), Kaufmann, Vogt zu Kyburg, Bürgermeister, Anführer im Schwabenkrieg Andreas Schmid (1504–1565), Söldner in französischen Diensten, Ritter, Vogt zu Baden, Vogt zu Horgen, Vogt zu Kyburg, Reichsvogt, Mitglied des Kleinen Rats Hans Heinrich (1542–1590), Mitglied des Kleinen Rats, Vogt zu Männedorf, Vogt zu Lugano | Schmid von der Kugel, Hans Heinrich (I56259)
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| 50717 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schmid_(Patrizierfamilie) Schmid (Patrizierfamilie) Burkhart Schmid aus Klingnau wurde 1406 Bürger von Zürich. Er dürfte mit dem 1385 als Ausburger aufgenommenen und 1397 wieder aus dem Bürgerrecht ausgetretenen Bürkli Schmid identisch sein. Oswald Schmid sass spätestens ab 1441 als erster der Familie im Grossen Rat und ab 1444 im Kleinen Rat. Seit Andreas Schmid (1504–1565) 1525 auf dem Pavierzug zum Ritter geschlagen wurde, trug das Geschlecht den Junkertitel. Um 1530 wechselten die Schmid von der Zunft zur Meisen zur adeligen Gesellschaft zur Constaffel. Mitglieder der Familie besassen 1737 bis 1765 das Schloss Goldenberg (in Dorf ZH), 1629 bis 1798 einen Anteil an der Herrschaft Kempten bei Wetzikon sowie einen Landsitz in Wollishofen. Das Geschlecht ist in Zürich 1864 im Mannesstamm ausgestorben. Heute blüht nur noch der 1895 in den niederländischen Adel aufgenommene Zweig der Familie. Personen Burkhart Schmid († 1436), Bürger von Zürich, Wirt zum Rössli Hans Schmid († 1479), Vogt zu Grüningen Felix Schmid (I.) (1438–1502), genannt Fabri, Dominikaner zu Basel, Ulm, Generalprediger Felix Schmid (II.) (1454–1524), Kaufmann, Vogt zu Kyburg, Bürgermeister, Anführer im Schwabenkrieg Andreas Schmid (1504–1565), Söldner in französischen Diensten, Ritter, Vogt zu Baden, Vogt zu Horgen, Vogt zu Kyburg, Reichsvogt, Mitglied des Kleinen Rats Hans Heinrich (1542–1590), Mitglied des Kleinen Rats, Vogt zu Männedorf, Vogt zu Lugano | Schmid von der Kugel, Junker Hans Felix (I58380)
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| 50718 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schmid_(Patrizierfamilie) Schmid (Patrizierfamilie) Burkhart Schmid aus Klingnau wurde 1406 Bürger von Zürich. Er dürfte mit dem 1385 als Ausburger aufgenommenen und 1397 wieder aus dem Bürgerrecht ausgetretenen Bürkli Schmid identisch sein. Oswald Schmid sass spätestens ab 1441 als erster der Familie im Grossen Rat und ab 1444 im Kleinen Rat. Seit Andreas Schmid (1504–1565) 1525 auf dem Pavierzug zum Ritter geschlagen wurde, trug das Geschlecht den Junkertitel. Um 1530 wechselten die Schmid von der Zunft zur Meisen zur adeligen Gesellschaft zur Constaffel. Mitglieder der Familie besassen 1737 bis 1765 das Schloss Goldenberg (in Dorf ZH), 1629 bis 1798 einen Anteil an der Herrschaft Kempten bei Wetzikon sowie einen Landsitz in Wollishofen. Das Geschlecht ist in Zürich 1864 im Mannesstamm ausgestorben. Heute blüht nur noch der 1895 in den niederländischen Adel aufgenommene Zweig der Familie. Personen Burkhart Schmid († 1436), Bürger von Zürich, Wirt zum Rössli Hans Schmid († 1479), Vogt zu Grüningen Felix Schmid (I.) (1438–1502), genannt Fabri, Dominikaner zu Basel, Ulm, Generalprediger Felix Schmid (II.) (1454–1524), Kaufmann, Vogt zu Kyburg, Bürgermeister, Anführer im Schwabenkrieg Andreas Schmid (1504–1565), Söldner in französischen Diensten, Ritter, Vogt zu Baden, Vogt zu Horgen, Vogt zu Kyburg, Reichsvogt, Mitglied des Kleinen Rats Hans Heinrich (1542–1590), Mitglied des Kleinen Rats, Vogt zu Männedorf, Vogt zu Lugano | Schmid von der Kugel, Pannerherr Kaspar (I58381)
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| 50719 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schmid_(Patrizierfamilie) Schmid (Patrizierfamilie) Burkhart Schmid aus Klingnau wurde 1406 Bürger von Zürich. Er dürfte mit dem 1385 als Ausburger aufgenommenen und 1397 wieder aus dem Bürgerrecht ausgetretenen Bürkli Schmid identisch sein. Oswald Schmid sass spätestens ab 1441 als erster der Familie im Grossen Rat und ab 1444 im Kleinen Rat. Seit Andreas Schmid (1504–1565) 1525 auf dem Pavierzug zum Ritter geschlagen wurde, trug das Geschlecht den Junkertitel. Um 1530 wechselten die Schmid von der Zunft zur Meisen zur adeligen Gesellschaft zur Constaffel. Mitglieder der Familie besassen 1737 bis 1765 das Schloss Goldenberg (in Dorf ZH), 1629 bis 1798 einen Anteil an der Herrschaft Kempten bei Wetzikon sowie einen Landsitz in Wollishofen. Das Geschlecht ist in Zürich 1864 im Mannesstamm ausgestorben. Heute blüht nur noch der 1895 in den niederländischen Adel aufgenommene Zweig der Familie. Personen Burkhart Schmid († 1436), Bürger von Zürich, Wirt zum Rössli Hans Schmid († 1479), Vogt zu Grüningen Felix Schmid (I.) (1438–1502), genannt Fabri, Dominikaner zu Basel, Ulm, Generalprediger Felix Schmid (II.) (1454–1524), Kaufmann, Vogt zu Kyburg, Bürgermeister, Anführer im Schwabenkrieg Andreas Schmid (1504–1565), Söldner in französischen Diensten, Ritter, Vogt zu Baden, Vogt zu Horgen, Vogt zu Kyburg, Reichsvogt, Mitglied des Kleinen Rats Hans Heinrich (1542–1590), Mitglied des Kleinen Rats, Vogt zu Männedorf, Vogt zu Lugano | Schmid von der Kugel, Pannerherr Andreas (I58385)
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| 50720 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schmid_(Patrizierfamilie) Schmid (Patrizierfamilie) Burkhart Schmid aus Klingnau wurde 1406 Bürger von Zürich. Er dürfte mit dem 1385 als Ausburger aufgenommenen und 1397 wieder aus dem Bürgerrecht ausgetretenen Bürkli Schmid identisch sein. Oswald Schmid sass spätestens ab 1441 als erster der Familie im Grossen Rat und ab 1444 im Kleinen Rat. Seit Andreas Schmid (1504–1565) 1525 auf dem Pavierzug zum Ritter geschlagen wurde, trug das Geschlecht den Junkertitel. Um 1530 wechselten die Schmid von der Zunft zur Meisen zur adeligen Gesellschaft zur Constaffel. Mitglieder der Familie besassen 1737 bis 1765 das Schloss Goldenberg (in Dorf ZH), 1629 bis 1798 einen Anteil an der Herrschaft Kempten bei Wetzikon sowie einen Landsitz in Wollishofen. Das Geschlecht ist in Zürich 1864 im Mannesstamm ausgestorben. Heute blüht nur noch der 1895 in den niederländischen Adel aufgenommene Zweig der Familie. Personen Burkhart Schmid († 1436), Bürger von Zürich, Wirt zum Rössli Hans Schmid († 1479), Vogt zu Grüningen Felix Schmid (I.) (1438–1502), genannt Fabri, Dominikaner zu Basel, Ulm, Generalprediger Felix Schmid (II.) (1454–1524), Kaufmann, Vogt zu Kyburg, Bürgermeister, Anführer im Schwabenkrieg Andreas Schmid (1504–1565), Söldner in französischen Diensten, Ritter, Vogt zu Baden, Vogt zu Horgen, Vogt zu Kyburg, Reichsvogt, Mitglied des Kleinen Rats Hans Heinrich (1542–1590), Mitglied des Kleinen Rats, Vogt zu Männedorf, Vogt zu Lugano | Schmid von der Kugel, Felix (I58390)
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| 50721 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schmid_(Patrizierfamilie) Schmid (Patrizierfamilie) Burkhart Schmid aus Klingnau wurde 1406 Bürger von Zürich. Er dürfte mit dem 1385 als Ausburger aufgenommenen und 1397 wieder aus dem Bürgerrecht ausgetretenen Bürkli Schmid identisch sein. Oswald Schmid sass spätestens ab 1441 als erster der Familie im Grossen Rat und ab 1444 im Kleinen Rat. Seit Andreas Schmid (1504–1565) 1525 auf dem Pavierzug zum Ritter geschlagen wurde, trug das Geschlecht den Junkertitel. Um 1530 wechselten die Schmid von der Zunft zur Meisen zur adeligen Gesellschaft zur Constaffel. Mitglieder der Familie besassen 1737 bis 1765 das Schloss Goldenberg (in Dorf ZH), 1629 bis 1798 einen Anteil an der Herrschaft Kempten bei Wetzikon sowie einen Landsitz in Wollishofen. Das Geschlecht ist in Zürich 1864 im Mannesstamm ausgestorben. Heute blüht nur noch der 1895 in den niederländischen Adel aufgenommene Zweig der Familie. Personen Burkhart Schmid († 1436), Bürger von Zürich, Wirt zum Rössli Hans Schmid († 1479), Vogt zu Grüningen Felix Schmid (I.) (1438–1502), genannt Fabri, Dominikaner zu Basel, Ulm, Generalprediger Felix Schmid (II.) (1454–1524), Kaufmann, Vogt zu Kyburg, Bürgermeister, Anführer im Schwabenkrieg Andreas Schmid (1504–1565), Söldner in französischen Diensten, Ritter, Vogt zu Baden, Vogt zu Horgen, Vogt zu Kyburg, Reichsvogt, Mitglied des Kleinen Rats Hans Heinrich (1542–1590), Mitglied des Kleinen Rats, Vogt zu Männedorf, Vogt zu Lugano | Schmid, Jakob (I58392)
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| 50722 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schmid_(Patrizierfamilie) Schmid (Patrizierfamilie) Burkhart Schmid aus Klingnau wurde 1406 Bürger von Zürich. Er dürfte mit dem 1385 als Ausburger aufgenommenen und 1397 wieder aus dem Bürgerrecht ausgetretenen Bürkli Schmid identisch sein. Oswald Schmid sass spätestens ab 1441 als erster der Familie im Grossen Rat und ab 1444 im Kleinen Rat. Seit Andreas Schmid (1504–1565) 1525 auf dem Pavierzug zum Ritter geschlagen wurde, trug das Geschlecht den Junkertitel. Um 1530 wechselten die Schmid von der Zunft zur Meisen zur adeligen Gesellschaft zur Constaffel. Mitglieder der Familie besassen 1737 bis 1765 das Schloss Goldenberg (in Dorf ZH), 1629 bis 1798 einen Anteil an der Herrschaft Kempten bei Wetzikon sowie einen Landsitz in Wollishofen. Das Geschlecht ist in Zürich 1864 im Mannesstamm ausgestorben. Heute blüht nur noch der 1895 in den niederländischen Adel aufgenommene Zweig der Familie. Personen Burkhart Schmid († 1436), Bürger von Zürich, Wirt zum Rössli Hans Schmid († 1479), Vogt zu Grüningen Felix Schmid (I.) (1438–1502), genannt Fabri, Dominikaner zu Basel, Ulm, Generalprediger Felix Schmid (II.) (1454–1524), Kaufmann, Vogt zu Kyburg, Bürgermeister, Anführer im Schwabenkrieg Andreas Schmid (1504–1565), Söldner in französischen Diensten, Ritter, Vogt zu Baden, Vogt zu Horgen, Vogt zu Kyburg, Reichsvogt, Mitglied des Kleinen Rats Hans Heinrich (1542–1590), Mitglied des Kleinen Rats, Vogt zu Männedorf, Vogt zu Lugano | Schmid, Oswald (I58394)
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| 50723 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schmid_(Patrizierfamilie) Schmid (Patrizierfamilie) Burkhart Schmid aus Klingnau wurde 1406 Bürger von Zürich. Er dürfte mit dem 1385 als Ausburger aufgenommenen und 1397 wieder aus dem Bürgerrecht ausgetretenen Bürkli Schmid identisch sein. Oswald Schmid sass spätestens ab 1441 als erster der Familie im Grossen Rat und ab 1444 im Kleinen Rat. Seit Andreas Schmid (1504–1565) 1525 auf dem Pavierzug zum Ritter geschlagen wurde, trug das Geschlecht den Junkertitel. Um 1530 wechselten die Schmid von der Zunft zur Meisen zur adeligen Gesellschaft zur Constaffel. Mitglieder der Familie besassen 1737 bis 1765 das Schloss Goldenberg (in Dorf ZH), 1629 bis 1798 einen Anteil an der Herrschaft Kempten bei Wetzikon sowie einen Landsitz in Wollishofen. Das Geschlecht ist in Zürich 1864 im Mannesstamm ausgestorben. Heute blüht nur noch der 1895 in den niederländischen Adel aufgenommene Zweig der Familie. Personen Burkhart Schmid († 1436), Bürger von Zürich, Wirt zum Rössli Hans Schmid († 1479), Vogt zu Grüningen Felix Schmid (I.) (1438–1502), genannt Fabri, Dominikaner zu Basel, Ulm, Generalprediger Felix Schmid (II.) (1454–1524), Kaufmann, Vogt zu Kyburg, Bürgermeister, Anführer im Schwabenkrieg Andreas Schmid (1504–1565), Söldner in französischen Diensten, Ritter, Vogt zu Baden, Vogt zu Horgen, Vogt zu Kyburg, Reichsvogt, Mitglied des Kleinen Rats Hans Heinrich (1542–1590), Mitglied des Kleinen Rats, Vogt zu Männedorf, Vogt zu Lugano | Schmid von der Kugel, Burkhard (Bürkli) (I58396)
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| 50724 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schmid_(Patrizierfamilie) Schmid (Patrizierfamilie) Burkhart Schmid aus Klingnau wurde 1406 Bürger von Zürich. Er dürfte mit dem 1385 als Ausburger aufgenommenen und 1397 wieder aus dem Bürgerrecht ausgetretenen Bürkli Schmid identisch sein. Oswald Schmid sass spätestens ab 1441 als erster der Familie im Grossen Rat und ab 1444 im Kleinen Rat. Seit Andreas Schmid (1504–1565) 1525 auf dem Pavierzug zum Ritter geschlagen wurde, trug das Geschlecht den Junkertitel. Um 1530 wechselten die Schmid von der Zunft zur Meisen zur adeligen Gesellschaft zur Constaffel. Mitglieder der Familie besassen 1737 bis 1765 das Schloss Goldenberg (in Dorf ZH), 1629 bis 1798 einen Anteil an der Herrschaft Kempten bei Wetzikon sowie einen Landsitz in Wollishofen. Das Geschlecht ist in Zürich 1864 im Mannesstamm ausgestorben. Heute blüht nur noch der 1895 in den niederländischen Adel aufgenommene Zweig der Familie. Personen Burkhart Schmid († 1436), Bürger von Zürich, Wirt zum Rössli Hans Schmid († 1479), Vogt zu Grüningen Felix Schmid (I.) (1438–1502), genannt Fabri, Dominikaner zu Basel, Ulm, Generalprediger Felix Schmid (II.) (1454–1524), Kaufmann, Vogt zu Kyburg, Bürgermeister, Anführer im Schwabenkrieg Andreas Schmid (1504–1565), Söldner in französischen Diensten, Ritter, Vogt zu Baden, Vogt zu Horgen, Vogt zu Kyburg, Reichsvogt, Mitglied des Kleinen Rats Hans Heinrich (1542–1590), Mitglied des Kleinen Rats, Vogt zu Männedorf, Vogt zu Lugano | Schmid von der Kugel, Elisabeth (I58572)
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| 50725 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schönau_(Adelsgeschlecht) Das Geschlecht derer von Schönau stammt ursprünglich aus Schœnau nahe Schlettstadt im Elsass und gehört zum unterelsässischen Uradel. Dort befand sich die Motte Schœnau, der älteste und namensgebende Stammsitz der Herren von Schönau. Durch Heirat über die Herren von Stein (bei Häg-Ehrsberg) gelangten die Schönauer an das habsburgische Lehen der Herrschaft Wehr. Nach Kneschke wird ein Heynes von Schoenau (auch Hyrus) bereits im Jahr 1165 genannt und Babus und Evradus Schönau sollen 1209 Räte bei Herzog Heinrich von Meranien gewesen sein. Erstmals urkundlich erwähnt wird das Geschlecht im Jahre 1214 mit Heinricus de Sconowe als Ritter und Bürger zu Kolmar. Mit ihm beginnt auch die Stammreihe der Familie. Bei der Übertragung der Burg und Stadt Liebeneck bei Würm an die Herren von Weissenstein durch Markgraf Rudolf I. von Baden im Jahr 1263 wird unter den Zeugen die Brüder „Cunrado & Sibottone de Schonowe“ erwähnt. In einer Verkaufsurkunde des Minnesänger Walther von Klingen aus dem Jahre 1269 wird erneut Cunraten von Schönowe genannt. Otto Hupp setzt Heinrich von Schönowe, der zwischen 1320 und 1368 in Urkunden genannt wird, an den Beginn der ununterbrochenen Stammreihe. | von Schönau, Heinrich Hürus (I21636)
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| 50726 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schönau_(Adelsgeschlecht) Das Geschlecht derer von Schönau stammt ursprünglich aus Schœnau nahe Schlettstadt im Elsass und gehört zum unterelsässischen Uradel. Dort befand sich die Motte Schœnau, der älteste und namensgebende Stammsitz der Herren von Schönau. Durch Heirat über die Herren von Stein (bei Häg-Ehrsberg) gelangten die Schönauer an das habsburgische Lehen der Herrschaft Wehr. Nach Kneschke wird ein Heynes von Schoenau (auch Hyrus) bereits im Jahr 1165 genannt und Babus und Evradus Schönau sollen 1209 Räte bei Herzog Heinrich von Meranien gewesen sein. Erstmals urkundlich erwähnt wird das Geschlecht im Jahre 1214 mit Heinricus de Sconowe als Ritter und Bürger zu Kolmar. Mit ihm beginnt auch die Stammreihe der Familie. Bei der Übertragung der Burg und Stadt Liebeneck bei Würm an die Herren von Weissenstein durch Markgraf Rudolf I. von Baden im Jahr 1263 wird unter den Zeugen die Brüder „Cunrado & Sibottone de Schonowe“ erwähnt. In einer Verkaufsurkunde des Minnesänger Walther von Klingen aus dem Jahre 1269 wird erneut Cunraten von Schönowe genannt. Otto Hupp setzt Heinrich von Schönowe, der zwischen 1320 und 1368 in Urkunden genannt wird, an den Beginn der ununterbrochenen Stammreihe. | von Schönau, Marx Jakob (I21629)
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| 50727 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schönau_(Adelsgeschlecht) Das Geschlecht derer von Schönau stammt ursprünglich aus Schœnau nahe Schlettstadt im Elsass und gehört zum unterelsässischen Uradel. Dort befand sich die Motte Schœnau, der älteste und namensgebende Stammsitz der Herren von Schönau. Durch Heirat über die Herren von Stein (bei Häg-Ehrsberg) gelangten die Schönauer an das habsburgische Lehen der Herrschaft Wehr. Nach Kneschke wird ein Heynes von Schoenau (auch Hyrus) bereits im Jahr 1165 genannt und Babus und Evradus Schönau sollen 1209 Räte bei Herzog Heinrich von Meranien gewesen sein. Erstmals urkundlich erwähnt wird das Geschlecht im Jahre 1214 mit Heinricus de Sconowe als Ritter und Bürger zu Kolmar. Mit ihm beginnt auch die Stammreihe der Familie. Bei der Übertragung der Burg und Stadt Liebeneck bei Würm an die Herren von Weissenstein durch Markgraf Rudolf I. von Baden im Jahr 1263 wird unter den Zeugen die Brüder „Cunrado & Sibottone de Schonowe“ erwähnt. In einer Verkaufsurkunde des Minnesänger Walther von Klingen aus dem Jahre 1269 wird erneut Cunraten von Schönowe genannt. Otto Hupp setzt Heinrich von Schönowe, der zwischen 1320 und 1368 in Urkunden genannt wird, an den Beginn der ununterbrochenen Stammreihe. | von Schönau, Viktor (I58907)
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| 50728 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schönau_(Adelsgeschlecht) Das Geschlecht derer von Schönau stammt ursprünglich aus Schœnau nahe Schlettstadt im Elsass und gehört zum unterelsässischen Uradel. Dort befand sich die Motte Schœnau, der älteste und namensgebende Stammsitz der Herren von Schönau. Durch Heirat über die Herren von Stein (bei Häg-Ehrsberg) gelangten die Schönauer an das habsburgische Lehen der Herrschaft Wehr. Nach Kneschke wird ein Heynes von Schoenau (auch Hyrus) bereits im Jahr 1165 genannt und Babus und Evradus Schönau sollen 1209 Räte bei Herzog Heinrich von Meranien gewesen sein. Erstmals urkundlich erwähnt wird das Geschlecht im Jahre 1214 mit Heinricus de Sconowe als Ritter und Bürger zu Kolmar. Mit ihm beginnt auch die Stammreihe der Familie. Bei der Übertragung der Burg und Stadt Liebeneck bei Würm an die Herren von Weissenstein durch Markgraf Rudolf I. von Baden im Jahr 1263 wird unter den Zeugen die Brüder „Cunrado & Sibottone de Schonowe“ erwähnt. In einer Verkaufsurkunde des Minnesänger Walther von Klingen aus dem Jahre 1269 wird erneut Cunraten von Schönowe genannt. Otto Hupp setzt Heinrich von Schönowe, der zwischen 1320 und 1368 in Urkunden genannt wird, an den Beginn der ununterbrochenen Stammreihe. | von Schönau, Walher (I21827)
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| 50729 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schönau_(Adelsgeschlecht) Das Geschlecht derer von Schönau stammt ursprünglich aus Schœnau nahe Schlettstadt im Elsass und gehört zum unterelsässischen Uradel. Dort befand sich die Motte Schœnau, der älteste und namensgebende Stammsitz der Herren von Schönau. Durch Heirat über die Herren von Stein (bei Häg-Ehrsberg) gelangten die Schönauer an das habsburgische Lehen der Herrschaft Wehr. Nach Kneschke wird ein Heynes von Schoenau (auch Hyrus) bereits im Jahr 1165 genannt und Babus und Evradus Schönau sollen 1209 Räte bei Herzog Heinrich von Meranien gewesen sein. Erstmals urkundlich erwähnt wird das Geschlecht im Jahre 1214 mit Heinricus de Sconowe als Ritter und Bürger zu Kolmar. Mit ihm beginnt auch die Stammreihe der Familie. Bei der Übertragung der Burg und Stadt Liebeneck bei Würm an die Herren von Weissenstein durch Markgraf Rudolf I. von Baden im Jahr 1263 wird unter den Zeugen die Brüder „Cunrado & Sibottone de Schonowe“ erwähnt. In einer Verkaufsurkunde des Minnesänger Walther von Klingen aus dem Jahre 1269 wird erneut Cunraten von Schönowe genannt. Otto Hupp setzt Heinrich von Schönowe, der zwischen 1320 und 1368 in Urkunden genannt wird, an den Beginn der ununterbrochenen Stammreihe. | von Schönau, Katharina (I58912)
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| 50730 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schönau_(Adelsgeschlecht) Schönau (Adelsgeschlecht) Schönau, auch Schoenau, ist der Name eines alten elsässischen Adelsgeschlechts mit gleichnamigem Stammhaus am Rhein, östlich von Schlettstadt, das sich im 14. Jahrhundert im Südschwarzwald niederließ und dort die Linien Schönau-Wehr, Schönau-Zell, Schönau-Schwörstadt und Schönau-Oeschgen begründete. Die Linie Schönau-Wehr existiert bis heute. Die Familie darf nicht mit weiteren gleichnamigen Adelsgeschlechtern verwechselt werden, die aus anderen Gegenden kamen und andere Wappen führten. Herkunft Das Geschlecht derer von Schönau stammt ursprünglich aus Schœnau nahe Schlettstadt im Elsass und gehört zum unterelsässischen Uradel. Dort befand sich die Motte Schœnau, der älteste und namensgebende Stammsitz der Herren von Schönau. Durch Heirat über die Herren von Stein (bei Häg-Ehrsberg) gelangten die Schönauer an das habsburgische Lehen der Herrschaft Wehr. Nach Kneschke wird ein Heynes von Schoenau (auch Hyrus) bereits im Jahr 1165 genannt und Babus und Evradus Schönau sollen 1209 Räte bei Herzog Heinrich von Meranien gewesen sein. Erstmals urkundlich erwähnt wird das Geschlecht im Jahre 1214 mit Heinricus de Sconowe als Ritter und Bürger zu Kolmar. Mit ihm beginnt auch die Stammreihe der Familie. Bei der Übertragung der Burg und Stadt Liebeneck bei Würm an die Herren von Weissenstein durch Markgraf Rudolf I. von Baden im Jahr 1263 wird unter den Zeugen die Brüder „Cunrado & Sibottone de Schonowe“ erwähnt. In einer Verkaufsurkunde des Minnesänger Walther von Klingen aus dem Jahre 1269 wird erneut Cunraten von Schönowe genannt. Otto Hupp setzt Heinrich von Schönowe, der zwischen 1320 und 1368 in Urkunden genannt wird, an den Beginn der ununterbrochenen Stammreihe. Die Schönau im Elsass Die Herren von Schönau waren ursprünglich Ministeriale des Bischofs von Straßburg. Schon früh gingen sie aber auch verwandtschaftliche Beziehungen mit führenden Patrizierfamilien in der alten Reichsstadt Straßburg ein. Als Truchsesse des Straßburger Bischofs bekleideten sie ein einflussreiches Hofamt, was die Stellung ihrer Namen in Zeugenreihen bestätigt. Noch vor Ende des 13. Jahrhunderts schlossen sich Angehörige der Familie anderen aufstrebenden elsässischen Herrschaften und Geschlechtern an. Wichtig wurde die Belehnung aus dem Besitz der Herren zu Rappoltstein. Der Grundbesitz konnte stetig erweitert werden und lag während des 13. Jahrhunderts hauptsächlich zwischen Straßburg und Rufach. Er bestand vor allem aus bischöflich Straßburger Lehen aber auch aus Allodialgütern. Auch im Markgräflerland, in Schliengen stellten die Herren von Schönau, damals noch zum Ritterstand gehörend, Besitzansprüche wie dies aus einem Rechtsstreit zwischen ihnen und den Herren von Neuenfels aus dem Jahr 1331 hervorgeht. Dabei beanspruchte der Ritter Günter von Schönau die Hälfte des Dorfes und der Gerichtsbarkeit. Endgültig verloren gingen die elsässischen Besitzungen mit der Französischen Revolution. In der Folge gingen auch die Güter im Fricktal verloren, das 1803 an den Kanton Aargau fiel und damit zur Eingliederung in die Schweizerische Eidgenossenschaft. Die schönauische Herrschaft verlor ihre Grundlagen. Erst nach schwierigen Verhandlungen kam es schrittweise zum Loskauf von Zehnten, Bodenzinsen und anderen Rechten. Machtentwicklung im Südschwarzwald Rudolf I. von Schönau, genannt Hürus, war verheiratet mit Margareta vom Stein, Erbtochter des Heinrich vom Stein, der mit seinen Stammesgenossen von Wieladingen, als ministerialis ecclesie Seconiensis, das stiftische Meieramt Säckingens im Fricktal und in der Herrschaft Wehr zu lehen trug. Die Burg Stein, nach welchem sich dieses Geschlecht benannte, lag etwa 10 Kilometer oberhalb von Zell im Nebental des Angenbachs. Somit ging Mitte des 14. Jahrhunderts das Erbe der Herren vom Stein an die Herren von Schönau über. Begünstigt durch die Habsburger und das Damenstift Säckingen entfalteten sich die Herren von Schönau zu einer der führenden und vermögendsten Mächte im Südschwarzwald. Eine Urkunde vom August 1353 nennt Rudolf von Schönau, genannt Hürus, der im Auftrag des Thüring Brandis und dessen Bruders Wölfelin einem Johann der Malterer in Fribourg für ein Darlehen von 300 Mark Silber, welches er den Herren von Brandis gewährte, eine Zahlung von 100 Mark Silber zuzüglich 10 Mark Silber überbrachte. 1363 versuchte sein gleichnamiger Sohn Rudolf II. von Schönau seine Vorherrschaft im Schwarzwald weiter auszubauen, indem er einen Teil einer Pfandschaft über den einträglichen Zoll zu Hauenstein und die Herrschaft Wehr einlöste. Dieser Plan schlug jedoch fehl, denn Herzog Rudolf IV. übergab zunächst den Pfandbrief an die Markgrafen von Sausenberg-Rötteln und schlug ihm dafür „42 pfunt gelts“ auf den Satz auf den Zoll zu Hauenstein und die Herrschaft Wehr. Noch im selben Jahr gelang es Rudolf von Schönau dennoch, seine Macht im Südschwarzwald weiter auszubauen. Walther Fasolt setzte sich bei Otto von Hachberg für „Hürus“ von Schönau ein und erreichte, dass seine Lehen in Niederdossenbach an Rudolf von Schönau weiterverliehen wurden. Sein Plan, die Herrschaft Wehr zu übernehmen, gelang ihm im Jahre 1365. Herzog Rudolf von Habsburg erlaubte ihm nun, die Herrschaft Wehr für 1800 Gulden von den Markgrafen von Rötteln auszulösen. Darüber hinaus konnte er für 220 Florentiner Goldgulden diverse Rechte in Hasel von Otto von Hachberg erwerben sowie die Rechte von dessen Neffen in Schweigmatt und dem Dorf Gerspach von Peterman von Roggenbach (verm. Rickenbach) auszulösen. In Herzog Leopold III. von Habsburg (Österreich) scheint Rudolf von Schönau einen Freund in seinen Herrschaftserweiterungsplänen im Südschwarzwald gefunden zu haben. Am 3. Februar 1379 gelang es Rudolf von Schönau, die strategisch wichtige Herrschaft Hauenstein für 3520 Gulden unter seine Vorherrschaft zu bringen, indem er die Pfandschaft über diese Herrschaft auslösen konnte. Auch fand Herzog Leopold gefallen an einem Streitross, welches er von Rudolf von Schönau für 200 Gulden abkaufte und die Kaufsumme auf die Pfandschaftssumme der Herrschaft Hauenstein schlagen ließ. Auf diese Weise folgten noch weitere Kredite der Herren von Schönau an das Haus Habsburg in den Jahren 1379 (400 Gulden) und 1382 (1000 Gulden). Ein schlagartiges Aus für die Herrschaftserweiterungen des Rudolf von Schönau kam mit der Schlacht bei Sempach, in deren Verlauf sowohl Rudolf von Schönau, sein Sohn Hans als auch sein Bruder Walther von Schönau fielen. Noch im Dezember 1386 trat Edelknecht Walther von Schönau, wohl der Sohn des vorgenannten, der ebenfalls den Übernamen Hürus trug, unter anderen als Bürge für einen Kredit der Gräfin Elisabeth von Neuchâtel, Graf Konrad von Freiburg (Landgraf im Breisgau) und Markgraf Rudolf III. von Hachberg-Sausenberg auf. Ein weiterer Indiz dafür, dass das Haus Schönau im 14. Jahrhundert sehr wohlhabend war. Danach traten jedoch finanzielle Schwierigkeiten auf. Anna von Klingenberg, die Witwe des Rudolf von Schönau, musste 1397 aus Geldnot die Pfandrechte über die Herrschaft Hauenstein an den Basler Bürger Jakob Zibol verkaufen. Damit konnte der Finanzbedarf jedoch nur kurzfristig gedeckt werden und so musste sie im Jahre 1400 eine Reihe weiterer Güter, darunter die Feste Nüw Stein (Neuenstein) mit den Dörfern Gerispach (Gerspach), Slechbach (Schlechtbach), Sweyggmatt (Schweigmatt), Kürem (Kürnberg), Reippach (Raitbach), die Mühle in Hasel, den Hof genannt Sattellege, die Höfe Blumberg, Eychenbrunnen (abgegangener Ort bei Glashütten, Schopfheim), Steinegg (Steinighof) und die Steingrube zu Kürnberg für 2000 Goldgulden dem Rudolf III. von Hachberg-Sausenberg verkaufen. In einer Schuldurkunde des Königs Ferdinand, Erzherzog von Österreich, vom 1. November 1539 über 4000 fl. (rh.) über ein Darlehen, welches ihm Hans Othmar von Schönau gewahr, wird dieser als „Hauptmann der vier Waldstädte am Rhein und Vogt zu Laufenburg“ bezeichnet. Die Summe diente zur Ablösung des Pfandschillings, „so Hans Wolff von Habsberg uff derselben haubtmannschaft und vogtey gehabt.“ Johann Caspar von Schönau erhielt am 6. April 1544 zu Speyer von Kaiser Karl V. das Privileg, mit rotem Wachs zu siegeln (Rotwachsfreiheit). 1558 gerieten das Damenstift Säckingen und Melchior von Schönau in Streit wegen des Burgzinses der beiden Burgen zu Laufenburg. Danach wird berichtet, dass Kaiser Ferdinand von Habsburg-Österreich bei seinem Besuch in Rheinfelden am 9. Januar 1563 sein Nachtquartier beim Junker Ludwig von Schönau aufschlug. 1608 gelang es den Herren von Schönau durch einen Vertrag mit Erzherzog Maximilian die Herrschaft Wehr, die ihnen bis dahin lediglich pfandweise gehörte, sowie ihre eigene Herrschaft Schwörstadt in ein österreichisches Mannslehen umzuwandeln. Eine Urkunde vom 31. Mai 1683 nennt als Waldvogt den „Frantz Josephs, Freyherren von und zue Schönauw“. Als weitere Urteilssprecher werden genannt: „Baschlin Eckherth vonn Buoch, der fürsprech; Urban Trönlin von Panholz, Hans Martin Gamp von Wihlen, Hans Martin Teuber von Dogeren, Andres Scheffer von Birckhingen, Hans Geörg Dörfflinger von Espach.“ Zeitweise besaßen die Herren von Schönau auch die Pfandschaft über das Örtchen Stetten bei Lörrach. Das Damenstift Säckingen löste die Pfandschaft jedoch im Jahre 1712 zurück. Das heutige Ortswappen von Stetten erinnert noch an die zeitweise Schönau’sche Herrschaft. Das Amt des Waldvogtes über die Grafschaft Hauenstein ging häufig an die Herren von Schönau. So finden sich über die Jahrhunderte folgende Personen im Amt des Waldvogts aus dem Haus Schönau: 1383–1386 Rudolf von Schönau 1632–1641 Marx Jakob von Schönau 1641–1666 Johann Dietrich von Schönau 1668–1683 Franz Joseph von Schönau 1729–1755 Franz Anton von Schönau Standeserhebungen Johann Dietrich von und zu Schönau auf Zell im Wiesental, Verwalter der Waldvogtei Hauenstein, wurde zusammen mit seinen Vettern, den Brüdern Johann Ludwig, Domherr in Basel, und Johann Friedrich von und zu Schönau auf Wehr, sowie deren Vetter Franz Reinhard von und zu Schönau auf Schwörstadt am 2. Mai 1668 zu Laxenburg in den Reichsfreiherrenstand mit der Anrede Wohlgeboren erhoben. Eine französische Anerkennung des Freiherrenstandes (Baronats) für das Gesamtgeschlecht erfolgte am 6. August 1773 zu Compiègne. | von Schönau genannt Hürus, Jakob Rudolf (I21819)
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| 50731 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schönborn_(Adelsgeschlecht) Schönborn (Adelsgeschlecht) Ab 1661 hatte das Geschlecht die Herrschaft Heusenstamm in Südhessen inne und ab 1671 die würzburgische Lehnsherrschaft Reichelsberg. Ab 1701 regierten die Schönborn die reichsunmittelbare Herrschaft Wiesentheid in Unterfranken, wodurch sie in den Hochadel aufstiegen. Zugleich mit Wiesentheid waren durch Erbschaft Herrschaften in der Steiermark und in Kärnten sowie bald darauf durch Kauf in Niederösterreich, ab 1726 auch in Ungarn und gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Böhmen in den Familienbesitz gelangt. Als Schönbornzeit wird seit dem 18. Jahrhundert und in der Kunstgeschichte das Kunstschaffen im Hochstift Würzburg zwischen dem Regierungsantritt des Fürstbischofs Johann Philipp Franz von Schönborn (1719) und dem Tod des Fürstbischofs Friedrich Karl von Schönborn (1746) bezeichnet. In diese Epoche fällt insbesondere der Bau der Würzburger Residenz. Ursprung Ihren Ursprung führt die Familie auf ein Ministerialengeschlecht zurück, das bereits vor 1180 zur rheinischen Ritterschaft gehörte. Das Stammland der Familie befand sich im Rheingau (westlicher Hintertaunus) und im östlichen Hintertaunus. Der Name der Familie leitet sich von dem Ort Schönborn nahe Limburg an der Lahn ab. Erster bekannter Träger dieses Namens soll ein Ritter namens Eucharius von Schönborn gewesen sein, der in der Mitte des 12. Jahrhunderts gelebt haben soll. Allerdings ist dieser Eucharius lediglich in einer Sekundärquelle aus der Zeit um 1670 erwähnt. Urkundlich erscheint das Geschlecht bei einer Belehnung erstmals 1275 mit H. von Sconenburne. Möglicherweise waren die frühen Vorfahren der Familie als Vasallen an die Herren der Schaumburg gebunden, ihr Wappen lässt allerdings auch auf eine Verbindung zu den Grafen von Diez schließen. Frühe Besitzungen Zum Ende des 14. Jahrhunderts hatten sich die Schönborn in drei Linien gespalten, von denen die „Stroß“ bald wieder erloschen war. Die ältere Linie behielt den Stammsitz Schönborn (bei Katzenelnbogen) sowie als wichtigste Lehen Burgschwalbach mit dem katzenelnbogischen Amtsschloss Burg Schwalbach und das nassauische Hahnstätten. Ihre Angehörigen erscheinen mehrfach als Inhaber von Ämtern für die Grafschaft Katzenelnbogen und Kurmainz. Zudem zeigt sich bereits eine Häufung kirchlicher Würden: mehrere Äbte, ein Großbailli des Johanniterordens und ab dem 16. Jahrhundert Domherren in Trier und Mainz. Die dritte Linie bildete einen Besitzschwerpunkt im Westerwald. Die Westerwälder Schönborn standen in den Diensten der Herrschaft Westerburg, von Kurtrier, Kurmainz, Nassau-Weilburg und der Grafschaft Wied. Zwei Unterlinien der Westerwälder bildeten sich in Laubuseschbach und Freienfels. Zahlreiche Urkunden beweisen die fortgesetzt engen Verbindungen zwischen den beiden fortbestehenden Linien, die sich bis zum Erlöschen der älteren, Hahnstätter Linie mit dem Mainzer Domherren Friedrich Georg 1640 fortsetzte. Ausbreitung Die Familie Schönborn lebte noch bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts in ihrem Stammgebiet. Zu dieser Zeit breitete sich die Reformation im Hintertaunus aus, während viele Familienmitglieder weiterhin römisch-katholisch blieben, da die Schönborn als Stiftsadel traditionell jüngere Söhne in Domstiften unterbrachten. Ihren Aufstieg nahm die Familie mit Johann Philipp von Schönborn, der zu Anfang des Dreißigjährigen Krieges mit einer kleinen Domherrenpfründe in Würzburg begann, dann als Offizier diente und aufgrund seines diplomatischen Geschickes 1642 zum Fürstbischof von Würzburg gewählt wurde. Als solcher wirkte er maßgeblich an den Verhandlungen auf den Friedenskongressen von Münster und Osnabrück mit und wurde daher 1647 zum Erzbischof und Kurfürst von Mainz gewählt. Auch sein Bruder Philipp Erwein von Schönborn verließ seine Heimat und wurde als kurmainzischer Oberamtmann in Steinheim eingesetzt. Durch Erbschaft, Kauf und Belehnung erwarb er Ländereien und Güter beiderseits des Rheins, am Main und im Taunus, darunter 1650 Gaibach. Die Herrschaft Heusenstamm mit dazugehörenden Gütern in der Wetterau kaufte er 1661. Bereits 1663 wurden er und alle seine Nachkommen durch Kaiser Leopold I. zum edlen Panierherren und Reichsfreien ernannt. Gleichzeitig wurde ihm das große Palatinat und ausgedehnte Vorrechte verliehen. Sein Bruder ernannte ihn überdies zum Erbschenken des Erzstifts Mainz und zum Erbtruchsessen des Hochstifts Würzburg. Des Weiteren führte er die Titel Reichshofrat und kurmainzischer Geheimer Rat. 1671 erhielt die Familie wegen der Herrschaft Reichelsberg die Aufnahme in den Fränkischen Ritterkreis. 1635 heiratete Philipp Erwein die Freiin Maria Ursula von Greiffenclau-Vollraths (eine nahe Verwandte des seinerzeitigen Mainzer Kurfürst-Erzbischofs Georg Friedrich von Greiffenclau zu Vollrads), mit der er 12 Kinder hatte, darunter Lothar Franz, der 1695 Kurfürst und Erzbischof von Mainz wurde, und Melchior Friedrich Graf von Schönborn-Buchheim. Melchior Friedrich übernahm das Erbe der Herrschaft Heusenstamm. Er war kaiserlicher und kurmainzischer geheimer Rat und Vizedomus zu Aschaffenburg, verheiratet mit Sophie Freiin von Boineburg, und bewohnte den Schönborner Hof in Aschaffenburg. Lothar Franz nahm als Mainzer Kurfürst und Reichserzkanzler eine bedeutende Rolle in der Reichspolitik ein. Er zählte zu den zuverlässigen Stützen Kaiser Karls VI., den er 1711 mitgewählt und auch gekrönt hatte. Als der Kaiser im selben Jahr im Königreich Ungarn den Aufstand des Magyarenfürsten Franz II. Rákóczi niederschlug, beschlagnahmte er dessen Ländereien rund um die Burg Palanok mit den Städten Mukatschewo und Tschynadijowo sowie 200 Dörfern mit einer Gesamtfläche von 2.400 Quadratkilometern und schenkte sie Lothar Franz von Schönborn. Dieser hatte sein Regiment Schönborn aus Mainz und das Regiment Wolfskehl aus Würzburg an die ungarische Front beordert, die entscheidend zum Sieg beigetragen hatten. Lothar Franz wollte das vom Krieg zerstörte Land wieder kultivieren und warb mit verlockenden Angeboten um Siedler aus dem Frankenland. Es handelte sich um einen der größten Besitze in Osteuropa, der bis ins 20. Jahrhundert im Besitz der Familie blieb. Melchior Friedrich hatte eine Reihe von Söhnen, Rudolf Franz Erwein (1677–1754) erbte Gaibach und das Palais in Aschaffenburg. Durch seine Heirat mit der verwitweten Gräfin Eleonore von Dernbach, geborene Gräfin von Hatzfeld, kamen 1701 der Besitz der Grafschaft Wiesentheid in Unterfranken (bis heute) sowie die Herrschaft Arnfels in der Steiermark (bis 1912) und die Herrschaft Waldenstein in Kärnten (bis 1803) an die Schönborn. Die Gräfin hatte diese Besitzungen von ihrem ersten Mann geerbt. Rudolfs jüngerer Bruder Anselm Franz (1681–1726) erbte die Herrschaft Heusenstamm, das Anfang des 19. Jahrhunderts von seinen Nachfahren an den Wiesentheider Zweig fiel. Die anderen vier Söhne Melchior Friedrichs wurden Fürstbischöfe mit großen Einnahmequellen: Johann Philipp in Würzburg, Friedrich Karl in Würzburg und Bamberg, Franz Georg in Trier und Worms und Damian Hugo in Speyer und Konstanz. Friedrich Karl verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in Wien, wo ihn sein Onkel Lothar Franz als Reichsvizekanzler eingesetzt hatte und er erheblichen Einfluss am Hof ausübte, auch noch nachdem er zum Fürstbischof von Bamberg und Würzburg gewählt war. Er betätigte sich in Wien auch als Bauherr und erwarb mehrere Palais und Landgüter, darunter 1710 von den (bald darauf erloschenen) Grafen von Puchheim (oder Buchheim) die Herrschaften Göllersdorf, Mühlberg und Aspersdorf (mit denen zunächst nominell sein Vater belehnt wurde) sowie 1714 die Herrschaft Weyerburg. Die Familie wurde daraufhin auch in den österreichischen Adel aufgenommen. 1727 erbte er von seinem Onkel Lothar Franz das Schloss Pommersfelden sowie die ungarischen Besitzungen. Allerdings gelang es ihm nicht, als dessen Nachfolger zum Mainzer Kurfürst-Erzbischof gewählt zu werden. Ende des 18. Jahrhunderts begründeten drei Brüder, Urenkel Rudolf Franz Erweins und Söhne des Hugo Damian Erwein von Schönborn-Wiesentheid, die drei bis heute bestehenden Linien der Familie: Franz Philipp (1768–1841) die Linie Schönborn-Buchheim in Österreich, Franz Erwein (1776–1840) die fränkische Linie Schönborn-Wiesentheid und Friedrich (1781–1849) die böhmische Linie Schönborn in Prag. Graf Hugo Damian auf Wiesentheid usw. erwarb 1794 zudem einen Fideikommiss in Böhmen: Unter-Lukawitz (Dolní Lukavice) mit 18 Dörfern, Přeštice und Žehrovice mit 3 Dörfern und Příchovice mit 6 Dörfern. Da er kinderlos war, setzte sein in Gaibach lebender Bruder Klemens (1810–1877) die Wiesentheider Linie fort. Die böhmische Linie mit Sitz im Palais Schönborn (Prag) (1794 bis 1918), erwarb 1796 zudem die Burg Skalka, die bis 1945 in ihrem Besitz blieb; ihr entstammt der Wiener Kardinal Christoph Schönborn. Hohen Einfluss erlangte die Familie über etliche Generationen in der katholischen Kirche. Im Jahre 1743 waren Söhne der Familie gleichzeitig Fürstbischöfe von Bamberg, Würzburg, Konstanz, Speyer und Worms, ein weiterer saß auf dem Trierer Erzstuhl – und auf dem (zuvor bereits von zwei Schönborns besetzten) Erzstuhl von Mainz saß mit Johann Friedrich Karl von Ostein ein enger Verwandter der Familie. Auch im 19. und 20./21. Jahrhundert stellte das Haus Schönborn je einen Kardinal-Erzbischof von Prag und Wien. Aufstieg der Schönborn und Leistungen als Bauherren Der Begründer der Schönborn’schen Hausmacht war Johann Philipp (1605–1673), der als Bischof von Würzburg und Worms sowie als Erzbischof von Mainz, damit auch als Kurfürst und Erzkanzler des Reiches, als erster hochbedeutende geistliche Würden erlangte. Vor allem wegen seiner hervorragenden Rolle auf den Friedenskongressen von Münster und Osnabrück wurde er, seit 1642 bereits würzburgischer Bischof, am 19. November 1647 vom Mainzer Domkapitel zum Erzbischof gewählt. Zu dieser Zeit drohten die Schönborns in der männlichen Linie auszusterben, er und sein Bruder Philipp Erwein waren die letzten männlichen Namensträger. Sich dessen bewusst, beschlossen die beiden Brüder folgendes Vorgehen: Der ältere, klug und mit diplomatischem Geschick, strebte hohe geistliche Würden an, die nicht nur für politischen Einfluss sorgten, sondern auch durch Einkommen und Pfründen den Lebensunterhalt der Familie sicherten. Philipp Erwein seinerseits heiratete standesgemäß und setzte zwölf Kinder in die Welt – sieben Töchter und fünf Söhne. Durch weltliche Ämter, Weinanbau und Vergrößerung des Grundbesitzes untermauerte er den Aufbau des Familienvermögens. Die Söhne Philipp Erweins wurden in einem klar formulierten Leistungs- und Moralethos erzogen, damit sie durch Protektion des Onkels wiederum in geistliche Ämter eintreten konnten. Die Töchter verheiratete man in angesehene Adelsgeschlechter. Der gewagte politische und gesellschaftliche Aufbau des Verwandtschaftsnetzwerkes funktionierte so erfolgreich, dass die Neffen der zweiten und dritten Schönborn-Generation, trotz der beträchtlichen Konkurrenz aus dem hohen katholischen Adel, viele wichtige geistliche Ämter des Reiches erlangten. Zwar mussten sie sich durch Leistung und Erfolg beweisen, hatten aber bei ihrem Aufstieg weniger Verpflichtungen und Abhängigkeiten als viele Rivalen aus dem eingesessenen rheinisch-fränkischen Stiftsadel. Diesen politischen und gesellschaftlichen Einfluss und den daraus resultierenden Machtanspruch suchten die Schönborns in einer Zeit des beginnenden Wandels vom Absolutismus zur Aufklärung zu manifestieren: in Kultur, Bildung und Architektur. Als Kinder des katholischen Barock blickten sie politisch zum Habsburger Kaiserhaus, in der Repräsentation aber vor allem nach Versailles. Hatte Kurfürst Johann Philipp nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges noch vor allem Sicherheitsfragen im Blick und baute zwischen 1655 und 1675 die Festung Mainz mit 16 Bastionen, die einen sternförmigen Gürtel um Mainz bildeten, und der Zitadelle Mainz als Kommandantur sowie in Erfurt die Zitadelle Petersberg, so konnte sich sein Neffe, Kurfürst Lothar Franz, mehr auf Repräsentationsbauten verlegen, obwohl auch er während des Spanischen Erbfolgekrieges den Festungsbaumeister Johann Maximilian von Welsch einen zweiten Festungsring mit fünf weit vorgeschobenen Forts um die Stadt Mainz errichten ließ (1710–1730). Doch Welsch wurde auch mit dem Bau des Lustschlosses Favorite bei Mainz beauftragt (1700–1722) und erweiterte die Kurmainzische Statthalterei in Erfurt zu einer Vierflügelanlage (1713–1720), Johann Baptist Ferolski errichtete 1721–1729 das Mainzer Rochusspital. Vor allem aber wurden die Brüder Dientzenhofer zu Lothar Franz’ Hofarchitekten: Leonhard Dientzenhofer entwarf 1697–1703 die Neue Residenz Bamberg sowie mehrere Klöster, Johann Dientzenhofer 1711–1718 Schloss Weißenstein in Pommersfelden, letzteres als privaten Landsitz, der bis heute den Grafen Schönborn aus Wiesentheid gehört (Dort kann auch Lothar Franz’ Bibliothek besichtigt werden sowie die größte private Barockgemäldesammlung Deutschlands mit über 600 Exponaten, darunter Gemälde von van Dyck, Rubens, Brueghel, Giordano, Tizian, Artemisia Gentileschi und Dürer). Zu den bedeutendsten, an der Gestaltung Würzburger Gebäude mitwirkenden Plastikern der Schönbornzeit gehören der Stuckateur Antonio Giuseppe Bossi und der Bildhauer Johann Wolfgang van der Auwera. 1719 wurde Lothar Franz’ Neffe Johann Philipp Franz zum Fürstbischof von Würzburg gewählt, womit die dortige Schönbornzeit begann. Er ernannte den Ingenieur und Architekten Balthasar Neumann zum Baudirektor und bedachte ihn 1720 mit dem Bau der Würzburger Residenz, die zu seinem großen Lebenswerk wurde. Ihm assistierten Johann Dientzenhofer sowie der Festungs- und Schlossbaumeister von Mainz und Bamberg, Maximilian von Welsch, ferner Johann Lucas von Hildebrandt, der Baumeister von Johann Phillip Franz’ Bruder Friedrich Karl, dem seinerzeitigen Reichsvizekanzler in Wien. Friedrich Karl hatte bereits in seiner Wiener Zeit Lucas von Hildebrandt damit beauftragt, das Gartenpalais Schönborn, den Umbau des Palais Schönborn-Batthyány und die Geheime Hof- und Staatskanzlei (das heutige Bundeskanzleramt) zu errichten, von 1723–1730 auch den Reichshofkanzlei-Trakt der Wiener Hofburg, ferner den Blauen Hof in Laxenburg sowie Schloss und Kirche zu Göllersdorf. Er war außerdem Bauherr oder Renovierer von rund 100 Kirchenbauten, darunter der Abtei Münsterschwarzach. Der jüngste Bruder aus der dritten Generation, Franz Georg, erbaute ab 1734 die Kirche St. Paulin in Trier, die er aus eigenen Mitteln finanzierte, durch Christian Kretzschmar, mit Innenausstattung von Balthasar Neumann. Von diesem ließ er auch die St. Laurentiuskirche auf seinem Sommersitz in Dirmstein errichten, ferner erweiterte er nach Neumanns Plänen das Schloss Philippsburg in Koblenz um den Dikasterialbau sowie die Abtei Prüm um neue Abteigebäude, barockisierte das Schloss ob Ellwangen und baute in Kesselheim das Jagdschloss Schönbornslust. Neue kritische Forschungsergebnisse zum ansonsten als nahezu beispiellos und ungebremst stilisierten Aufstieg der Familie von Schönborn stellte allerdings 2013 der fränkische Historiker Andreas Flurschütz da Cruz in einem Aufsatz dar, der eine Auseinandersetzung innerhalb des fränkischen und österreichischen Adels von 1716, in die auch das Kaiserhaus involviert wurde, zur Grundlage dafür macht, dass der Familie von Schönborn die Bitte um die Aufnahme in den Reichsfürstenstand 1717 vom Reichsoberhaupt abgeschlagen wurde – ein Detail in der Familiengeschichte, das die äußerst umfangreiche Schönbornforschung bisher vernachlässigt zu haben scheint. Mehr unter dem Link oben.. | von Schönborn, Bernhardina (I58091)
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| 50732 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schönborn_(Adelsgeschlecht) Schönborn (Adelsgeschlecht) Ab 1661 hatte das Geschlecht die Herrschaft Heusenstamm in Südhessen inne und ab 1671 die würzburgische Lehnsherrschaft Reichelsberg. Ab 1701 regierten die Schönborn die reichsunmittelbare Herrschaft Wiesentheid in Unterfranken, wodurch sie in den Hochadel aufstiegen. Zugleich mit Wiesentheid waren durch Erbschaft Herrschaften in der Steiermark und in Kärnten sowie bald darauf durch Kauf in Niederösterreich, ab 1726 auch in Ungarn und gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Böhmen in den Familienbesitz gelangt. Als Schönbornzeit wird seit dem 18. Jahrhundert und in der Kunstgeschichte das Kunstschaffen im Hochstift Würzburg zwischen dem Regierungsantritt des Fürstbischofs Johann Philipp Franz von Schönborn (1719) und dem Tod des Fürstbischofs Friedrich Karl von Schönborn (1746) bezeichnet. In diese Epoche fällt insbesondere der Bau der Würzburger Residenz. Ursprung Ihren Ursprung führt die Familie auf ein Ministerialengeschlecht zurück, das bereits vor 1180 zur rheinischen Ritterschaft gehörte. Das Stammland der Familie befand sich im Rheingau (westlicher Hintertaunus) und im östlichen Hintertaunus. Der Name der Familie leitet sich von dem Ort Schönborn nahe Limburg an der Lahn ab. Erster bekannter Träger dieses Namens soll ein Ritter namens Eucharius von Schönborn gewesen sein, der in der Mitte des 12. Jahrhunderts gelebt haben soll. Allerdings ist dieser Eucharius lediglich in einer Sekundärquelle aus der Zeit um 1670 erwähnt. Urkundlich erscheint das Geschlecht bei einer Belehnung erstmals 1275 mit H. von Sconenburne. Möglicherweise waren die frühen Vorfahren der Familie als Vasallen an die Herren der Schaumburg gebunden, ihr Wappen lässt allerdings auch auf eine Verbindung zu den Grafen von Diez schließen. Frühe Besitzungen Zum Ende des 14. Jahrhunderts hatten sich die Schönborn in drei Linien gespalten, von denen die „Stroß“ bald wieder erloschen war. Die ältere Linie behielt den Stammsitz Schönborn (bei Katzenelnbogen) sowie als wichtigste Lehen Burgschwalbach mit dem katzenelnbogischen Amtsschloss Burg Schwalbach und das nassauische Hahnstätten. Ihre Angehörigen erscheinen mehrfach als Inhaber von Ämtern für die Grafschaft Katzenelnbogen und Kurmainz. Zudem zeigt sich bereits eine Häufung kirchlicher Würden: mehrere Äbte, ein Großbailli des Johanniterordens und ab dem 16. Jahrhundert Domherren in Trier und Mainz. Die dritte Linie bildete einen Besitzschwerpunkt im Westerwald. Die Westerwälder Schönborn standen in den Diensten der Herrschaft Westerburg, von Kurtrier, Kurmainz, Nassau-Weilburg und der Grafschaft Wied. Zwei Unterlinien der Westerwälder bildeten sich in Laubuseschbach und Freienfels. Zahlreiche Urkunden beweisen die fortgesetzt engen Verbindungen zwischen den beiden fortbestehenden Linien, die sich bis zum Erlöschen der älteren, Hahnstätter Linie mit dem Mainzer Domherren Friedrich Georg 1640 fortsetzte. Ausbreitung Die Familie Schönborn lebte noch bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts in ihrem Stammgebiet. Zu dieser Zeit breitete sich die Reformation im Hintertaunus aus, während viele Familienmitglieder weiterhin römisch-katholisch blieben, da die Schönborn als Stiftsadel traditionell jüngere Söhne in Domstiften unterbrachten. Ihren Aufstieg nahm die Familie mit Johann Philipp von Schönborn, der zu Anfang des Dreißigjährigen Krieges mit einer kleinen Domherrenpfründe in Würzburg begann, dann als Offizier diente und aufgrund seines diplomatischen Geschickes 1642 zum Fürstbischof von Würzburg gewählt wurde. Als solcher wirkte er maßgeblich an den Verhandlungen auf den Friedenskongressen von Münster und Osnabrück mit und wurde daher 1647 zum Erzbischof und Kurfürst von Mainz gewählt. Auch sein Bruder Philipp Erwein von Schönborn verließ seine Heimat und wurde als kurmainzischer Oberamtmann in Steinheim eingesetzt. Durch Erbschaft, Kauf und Belehnung erwarb er Ländereien und Güter beiderseits des Rheins, am Main und im Taunus, darunter 1650 Gaibach. Die Herrschaft Heusenstamm mit dazugehörenden Gütern in der Wetterau kaufte er 1661. Bereits 1663 wurden er und alle seine Nachkommen durch Kaiser Leopold I. zum edlen Panierherren und Reichsfreien ernannt. Gleichzeitig wurde ihm das große Palatinat und ausgedehnte Vorrechte verliehen. Sein Bruder ernannte ihn überdies zum Erbschenken des Erzstifts Mainz und zum Erbtruchsessen des Hochstifts Würzburg. Des Weiteren führte er die Titel Reichshofrat und kurmainzischer Geheimer Rat. 1671 erhielt die Familie wegen der Herrschaft Reichelsberg die Aufnahme in den Fränkischen Ritterkreis. 1635 heiratete Philipp Erwein die Freiin Maria Ursula von Greiffenclau-Vollraths (eine nahe Verwandte des seinerzeitigen Mainzer Kurfürst-Erzbischofs Georg Friedrich von Greiffenclau zu Vollrads), mit der er 12 Kinder hatte, darunter Lothar Franz, der 1695 Kurfürst und Erzbischof von Mainz wurde, und Melchior Friedrich Graf von Schönborn-Buchheim. Melchior Friedrich übernahm das Erbe der Herrschaft Heusenstamm. Er war kaiserlicher und kurmainzischer geheimer Rat und Vizedomus zu Aschaffenburg, verheiratet mit Sophie Freiin von Boineburg, und bewohnte den Schönborner Hof in Aschaffenburg. Lothar Franz nahm als Mainzer Kurfürst und Reichserzkanzler eine bedeutende Rolle in der Reichspolitik ein. Er zählte zu den zuverlässigen Stützen Kaiser Karls VI., den er 1711 mitgewählt und auch gekrönt hatte. Als der Kaiser im selben Jahr im Königreich Ungarn den Aufstand des Magyarenfürsten Franz II. Rákóczi niederschlug, beschlagnahmte er dessen Ländereien rund um die Burg Palanok mit den Städten Mukatschewo und Tschynadijowo sowie 200 Dörfern mit einer Gesamtfläche von 2.400 Quadratkilometern und schenkte sie Lothar Franz von Schönborn. Dieser hatte sein Regiment Schönborn aus Mainz und das Regiment Wolfskehl aus Würzburg an die ungarische Front beordert, die entscheidend zum Sieg beigetragen hatten. Lothar Franz wollte das vom Krieg zerstörte Land wieder kultivieren und warb mit verlockenden Angeboten um Siedler aus dem Frankenland. Es handelte sich um einen der größten Besitze in Osteuropa, der bis ins 20. Jahrhundert im Besitz der Familie blieb. Melchior Friedrich hatte eine Reihe von Söhnen, Rudolf Franz Erwein (1677–1754) erbte Gaibach und das Palais in Aschaffenburg. Durch seine Heirat mit der verwitweten Gräfin Eleonore von Dernbach, geborene Gräfin von Hatzfeld, kamen 1701 der Besitz der Grafschaft Wiesentheid in Unterfranken (bis heute) sowie die Herrschaft Arnfels in der Steiermark (bis 1912) und die Herrschaft Waldenstein in Kärnten (bis 1803) an die Schönborn. Die Gräfin hatte diese Besitzungen von ihrem ersten Mann geerbt. Rudolfs jüngerer Bruder Anselm Franz (1681–1726) erbte die Herrschaft Heusenstamm, das Anfang des 19. Jahrhunderts von seinen Nachfahren an den Wiesentheider Zweig fiel. Die anderen vier Söhne Melchior Friedrichs wurden Fürstbischöfe mit großen Einnahmequellen: Johann Philipp in Würzburg, Friedrich Karl in Würzburg und Bamberg, Franz Georg in Trier und Worms und Damian Hugo in Speyer und Konstanz. Friedrich Karl verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in Wien, wo ihn sein Onkel Lothar Franz als Reichsvizekanzler eingesetzt hatte und er erheblichen Einfluss am Hof ausübte, auch noch nachdem er zum Fürstbischof von Bamberg und Würzburg gewählt war. Er betätigte sich in Wien auch als Bauherr und erwarb mehrere Palais und Landgüter, darunter 1710 von den (bald darauf erloschenen) Grafen von Puchheim (oder Buchheim) die Herrschaften Göllersdorf, Mühlberg und Aspersdorf (mit denen zunächst nominell sein Vater belehnt wurde) sowie 1714 die Herrschaft Weyerburg. Die Familie wurde daraufhin auch in den österreichischen Adel aufgenommen. 1727 erbte er von seinem Onkel Lothar Franz das Schloss Pommersfelden sowie die ungarischen Besitzungen. Allerdings gelang es ihm nicht, als dessen Nachfolger zum Mainzer Kurfürst-Erzbischof gewählt zu werden. Ende des 18. Jahrhunderts begründeten drei Brüder, Urenkel Rudolf Franz Erweins und Söhne des Hugo Damian Erwein von Schönborn-Wiesentheid, die drei bis heute bestehenden Linien der Familie: Franz Philipp (1768–1841) die Linie Schönborn-Buchheim in Österreich, Franz Erwein (1776–1840) die fränkische Linie Schönborn-Wiesentheid und Friedrich (1781–1849) die böhmische Linie Schönborn in Prag. Graf Hugo Damian auf Wiesentheid usw. erwarb 1794 zudem einen Fideikommiss in Böhmen: Unter-Lukawitz (Dolní Lukavice) mit 18 Dörfern, Přeštice und Žehrovice mit 3 Dörfern und Příchovice mit 6 Dörfern. Da er kinderlos war, setzte sein in Gaibach lebender Bruder Klemens (1810–1877) die Wiesentheider Linie fort. Die böhmische Linie mit Sitz im Palais Schönborn (Prag) (1794 bis 1918), erwarb 1796 zudem die Burg Skalka, die bis 1945 in ihrem Besitz blieb; ihr entstammt der Wiener Kardinal Christoph Schönborn. Hohen Einfluss erlangte die Familie über etliche Generationen in der katholischen Kirche. Im Jahre 1743 waren Söhne der Familie gleichzeitig Fürstbischöfe von Bamberg, Würzburg, Konstanz, Speyer und Worms, ein weiterer saß auf dem Trierer Erzstuhl – und auf dem (zuvor bereits von zwei Schönborns besetzten) Erzstuhl von Mainz saß mit Johann Friedrich Karl von Ostein ein enger Verwandter der Familie. Auch im 19. und 20./21. Jahrhundert stellte das Haus Schönborn je einen Kardinal-Erzbischof von Prag und Wien. Aufstieg der Schönborn und Leistungen als Bauherren Der Begründer der Schönborn’schen Hausmacht war Johann Philipp (1605–1673), der als Bischof von Würzburg und Worms sowie als Erzbischof von Mainz, damit auch als Kurfürst und Erzkanzler des Reiches, als erster hochbedeutende geistliche Würden erlangte. Vor allem wegen seiner hervorragenden Rolle auf den Friedenskongressen von Münster und Osnabrück wurde er, seit 1642 bereits würzburgischer Bischof, am 19. November 1647 vom Mainzer Domkapitel zum Erzbischof gewählt. Zu dieser Zeit drohten die Schönborns in der männlichen Linie auszusterben, er und sein Bruder Philipp Erwein waren die letzten männlichen Namensträger. Sich dessen bewusst, beschlossen die beiden Brüder folgendes Vorgehen: Der ältere, klug und mit diplomatischem Geschick, strebte hohe geistliche Würden an, die nicht nur für politischen Einfluss sorgten, sondern auch durch Einkommen und Pfründen den Lebensunterhalt der Familie sicherten. Philipp Erwein seinerseits heiratete standesgemäß und setzte zwölf Kinder in die Welt – sieben Töchter und fünf Söhne. Durch weltliche Ämter, Weinanbau und Vergrößerung des Grundbesitzes untermauerte er den Aufbau des Familienvermögens. Die Söhne Philipp Erweins wurden in einem klar formulierten Leistungs- und Moralethos erzogen, damit sie durch Protektion des Onkels wiederum in geistliche Ämter eintreten konnten. Die Töchter verheiratete man in angesehene Adelsgeschlechter. Der gewagte politische und gesellschaftliche Aufbau des Verwandtschaftsnetzwerkes funktionierte so erfolgreich, dass die Neffen der zweiten und dritten Schönborn-Generation, trotz der beträchtlichen Konkurrenz aus dem hohen katholischen Adel, viele wichtige geistliche Ämter des Reiches erlangten. Zwar mussten sie sich durch Leistung und Erfolg beweisen, hatten aber bei ihrem Aufstieg weniger Verpflichtungen und Abhängigkeiten als viele Rivalen aus dem eingesessenen rheinisch-fränkischen Stiftsadel. Diesen politischen und gesellschaftlichen Einfluss und den daraus resultierenden Machtanspruch suchten die Schönborns in einer Zeit des beginnenden Wandels vom Absolutismus zur Aufklärung zu manifestieren: in Kultur, Bildung und Architektur. Als Kinder des katholischen Barock blickten sie politisch zum Habsburger Kaiserhaus, in der Repräsentation aber vor allem nach Versailles. Hatte Kurfürst Johann Philipp nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges noch vor allem Sicherheitsfragen im Blick und baute zwischen 1655 und 1675 die Festung Mainz mit 16 Bastionen, die einen sternförmigen Gürtel um Mainz bildeten, und der Zitadelle Mainz als Kommandantur sowie in Erfurt die Zitadelle Petersberg, so konnte sich sein Neffe, Kurfürst Lothar Franz, mehr auf Repräsentationsbauten verlegen, obwohl auch er während des Spanischen Erbfolgekrieges den Festungsbaumeister Johann Maximilian von Welsch einen zweiten Festungsring mit fünf weit vorgeschobenen Forts um die Stadt Mainz errichten ließ (1710–1730). Doch Welsch wurde auch mit dem Bau des Lustschlosses Favorite bei Mainz beauftragt (1700–1722) und erweiterte die Kurmainzische Statthalterei in Erfurt zu einer Vierflügelanlage (1713–1720), Johann Baptist Ferolski errichtete 1721–1729 das Mainzer Rochusspital. Vor allem aber wurden die Brüder Dientzenhofer zu Lothar Franz’ Hofarchitekten: Leonhard Dientzenhofer entwarf 1697–1703 die Neue Residenz Bamberg sowie mehrere Klöster, Johann Dientzenhofer 1711–1718 Schloss Weißenstein in Pommersfelden, letzteres als privaten Landsitz, der bis heute den Grafen Schönborn aus Wiesentheid gehört (Dort kann auch Lothar Franz’ Bibliothek besichtigt werden sowie die größte private Barockgemäldesammlung Deutschlands mit über 600 Exponaten, darunter Gemälde von van Dyck, Rubens, Brueghel, Giordano, Tizian, Artemisia Gentileschi und Dürer). Zu den bedeutendsten, an der Gestaltung Würzburger Gebäude mitwirkenden Plastikern der Schönbornzeit gehören der Stuckateur Antonio Giuseppe Bossi und der Bildhauer Johann Wolfgang van der Auwera. 1719 wurde Lothar Franz’ Neffe Johann Philipp Franz zum Fürstbischof von Würzburg gewählt, womit die dortige Schönbornzeit begann. Er ernannte den Ingenieur und Architekten Balthasar Neumann zum Baudirektor und bedachte ihn 1720 mit dem Bau der Würzburger Residenz, die zu seinem großen Lebenswerk wurde. Ihm assistierten Johann Dientzenhofer sowie der Festungs- und Schlossbaumeister von Mainz und Bamberg, Maximilian von Welsch, ferner Johann Lucas von Hildebrandt, der Baumeister von Johann Phillip Franz’ Bruder Friedrich Karl, dem seinerzeitigen Reichsvizekanzler in Wien. Friedrich Karl hatte bereits in seiner Wiener Zeit Lucas von Hildebrandt damit beauftragt, das Gartenpalais Schönborn, den Umbau des Palais Schönborn-Batthyány und die Geheime Hof- und Staatskanzlei (das heutige Bundeskanzleramt) zu errichten, von 1723–1730 auch den Reichshofkanzlei-Trakt der Wiener Hofburg, ferner den Blauen Hof in Laxenburg sowie Schloss und Kirche zu Göllersdorf. Er war außerdem Bauherr oder Renovierer von rund 100 Kirchenbauten, darunter der Abtei Münsterschwarzach. Der jüngste Bruder aus der dritten Generation, Franz Georg, erbaute ab 1734 die Kirche St. Paulin in Trier, die er aus eigenen Mitteln finanzierte, durch Christian Kretzschmar, mit Innenausstattung von Balthasar Neumann. Von diesem ließ er auch die St. Laurentiuskirche auf seinem Sommersitz in Dirmstein errichten, ferner erweiterte er nach Neumanns Plänen das Schloss Philippsburg in Koblenz um den Dikasterialbau sowie die Abtei Prüm um neue Abteigebäude, barockisierte das Schloss ob Ellwangen und baute in Kesselheim das Jagdschloss Schönbornslust. Neue kritische Forschungsergebnisse zum ansonsten als nahezu beispiellos und ungebremst stilisierten Aufstieg der Familie von Schönborn stellte allerdings 2013 der fränkische Historiker Andreas Flurschütz da Cruz in einem Aufsatz dar, der eine Auseinandersetzung innerhalb des fränkischen und österreichischen Adels von 1716, in die auch das Kaiserhaus involviert wurde, zur Grundlage dafür macht, dass der Familie von Schönborn die Bitte um die Aufnahme in den Reichsfürstenstand 1717 vom Reichsoberhaupt abgeschlagen wurde – ein Detail in der Familiengeschichte, das die äußerst umfangreiche Schönbornforschung bisher vernachlässigt zu haben scheint. Mehr unter dem Link oben.. | von Schönborn, Joseph Franz Bonaventura Kilian (I58096)
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| 50733 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schönborn_(Adelsgeschlecht) Schönborn (Adelsgeschlecht) Ab 1661 hatte das Geschlecht die Herrschaft Heusenstamm in Südhessen inne und ab 1671 die würzburgische Lehnsherrschaft Reichelsberg. Ab 1701 regierten die Schönborn die reichsunmittelbare Herrschaft Wiesentheid in Unterfranken, wodurch sie in den Hochadel aufstiegen. Zugleich mit Wiesentheid waren durch Erbschaft Herrschaften in der Steiermark und in Kärnten sowie bald darauf durch Kauf in Niederösterreich, ab 1726 auch in Ungarn und gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Böhmen in den Familienbesitz gelangt. Als Schönbornzeit wird seit dem 18. Jahrhundert und in der Kunstgeschichte das Kunstschaffen im Hochstift Würzburg zwischen dem Regierungsantritt des Fürstbischofs Johann Philipp Franz von Schönborn (1719) und dem Tod des Fürstbischofs Friedrich Karl von Schönborn (1746) bezeichnet. In diese Epoche fällt insbesondere der Bau der Würzburger Residenz. Ursprung Ihren Ursprung führt die Familie auf ein Ministerialengeschlecht zurück, das bereits vor 1180 zur rheinischen Ritterschaft gehörte. Das Stammland der Familie befand sich im Rheingau (westlicher Hintertaunus) und im östlichen Hintertaunus. Der Name der Familie leitet sich von dem Ort Schönborn nahe Limburg an der Lahn ab. Erster bekannter Träger dieses Namens soll ein Ritter namens Eucharius von Schönborn gewesen sein, der in der Mitte des 12. Jahrhunderts gelebt haben soll. Allerdings ist dieser Eucharius lediglich in einer Sekundärquelle aus der Zeit um 1670 erwähnt. Urkundlich erscheint das Geschlecht bei einer Belehnung erstmals 1275 mit H. von Sconenburne. Möglicherweise waren die frühen Vorfahren der Familie als Vasallen an die Herren der Schaumburg gebunden, ihr Wappen lässt allerdings auch auf eine Verbindung zu den Grafen von Diez schließen. Frühe Besitzungen Zum Ende des 14. Jahrhunderts hatten sich die Schönborn in drei Linien gespalten, von denen die „Stroß“ bald wieder erloschen war. Die ältere Linie behielt den Stammsitz Schönborn (bei Katzenelnbogen) sowie als wichtigste Lehen Burgschwalbach mit dem katzenelnbogischen Amtsschloss Burg Schwalbach und das nassauische Hahnstätten. Ihre Angehörigen erscheinen mehrfach als Inhaber von Ämtern für die Grafschaft Katzenelnbogen und Kurmainz. Zudem zeigt sich bereits eine Häufung kirchlicher Würden: mehrere Äbte, ein Großbailli des Johanniterordens und ab dem 16. Jahrhundert Domherren in Trier und Mainz. Die dritte Linie bildete einen Besitzschwerpunkt im Westerwald. Die Westerwälder Schönborn standen in den Diensten der Herrschaft Westerburg, von Kurtrier, Kurmainz, Nassau-Weilburg und der Grafschaft Wied. Zwei Unterlinien der Westerwälder bildeten sich in Laubuseschbach und Freienfels. Zahlreiche Urkunden beweisen die fortgesetzt engen Verbindungen zwischen den beiden fortbestehenden Linien, die sich bis zum Erlöschen der älteren, Hahnstätter Linie mit dem Mainzer Domherren Friedrich Georg 1640 fortsetzte. Ausbreitung Die Familie Schönborn lebte noch bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts in ihrem Stammgebiet. Zu dieser Zeit breitete sich die Reformation im Hintertaunus aus, während viele Familienmitglieder weiterhin römisch-katholisch blieben, da die Schönborn als Stiftsadel traditionell jüngere Söhne in Domstiften unterbrachten. Ihren Aufstieg nahm die Familie mit Johann Philipp von Schönborn, der zu Anfang des Dreißigjährigen Krieges mit einer kleinen Domherrenpfründe in Würzburg begann, dann als Offizier diente und aufgrund seines diplomatischen Geschickes 1642 zum Fürstbischof von Würzburg gewählt wurde. Als solcher wirkte er maßgeblich an den Verhandlungen auf den Friedenskongressen von Münster und Osnabrück mit und wurde daher 1647 zum Erzbischof und Kurfürst von Mainz gewählt. Auch sein Bruder Philipp Erwein von Schönborn verließ seine Heimat und wurde als kurmainzischer Oberamtmann in Steinheim eingesetzt. Durch Erbschaft, Kauf und Belehnung erwarb er Ländereien und Güter beiderseits des Rheins, am Main und im Taunus, darunter 1650 Gaibach. Die Herrschaft Heusenstamm mit dazugehörenden Gütern in der Wetterau kaufte er 1661. Bereits 1663 wurden er und alle seine Nachkommen durch Kaiser Leopold I. zum edlen Panierherren und Reichsfreien ernannt. Gleichzeitig wurde ihm das große Palatinat und ausgedehnte Vorrechte verliehen. Sein Bruder ernannte ihn überdies zum Erbschenken des Erzstifts Mainz und zum Erbtruchsessen des Hochstifts Würzburg. Des Weiteren führte er die Titel Reichshofrat und kurmainzischer Geheimer Rat. 1671 erhielt die Familie wegen der Herrschaft Reichelsberg die Aufnahme in den Fränkischen Ritterkreis. 1635 heiratete Philipp Erwein die Freiin Maria Ursula von Greiffenclau-Vollraths (eine nahe Verwandte des seinerzeitigen Mainzer Kurfürst-Erzbischofs Georg Friedrich von Greiffenclau zu Vollrads), mit der er 12 Kinder hatte, darunter Lothar Franz, der 1695 Kurfürst und Erzbischof von Mainz wurde, und Melchior Friedrich Graf von Schönborn-Buchheim. Melchior Friedrich übernahm das Erbe der Herrschaft Heusenstamm. Er war kaiserlicher und kurmainzischer geheimer Rat und Vizedomus zu Aschaffenburg, verheiratet mit Sophie Freiin von Boineburg, und bewohnte den Schönborner Hof in Aschaffenburg. Lothar Franz nahm als Mainzer Kurfürst und Reichserzkanzler eine bedeutende Rolle in der Reichspolitik ein. Er zählte zu den zuverlässigen Stützen Kaiser Karls VI., den er 1711 mitgewählt und auch gekrönt hatte. Als der Kaiser im selben Jahr im Königreich Ungarn den Aufstand des Magyarenfürsten Franz II. Rákóczi niederschlug, beschlagnahmte er dessen Ländereien rund um die Burg Palanok mit den Städten Mukatschewo und Tschynadijowo sowie 200 Dörfern mit einer Gesamtfläche von 2.400 Quadratkilometern und schenkte sie Lothar Franz von Schönborn. Dieser hatte sein Regiment Schönborn aus Mainz und das Regiment Wolfskehl aus Würzburg an die ungarische Front beordert, die entscheidend zum Sieg beigetragen hatten. Lothar Franz wollte das vom Krieg zerstörte Land wieder kultivieren und warb mit verlockenden Angeboten um Siedler aus dem Frankenland. Es handelte sich um einen der größten Besitze in Osteuropa, der bis ins 20. Jahrhundert im Besitz der Familie blieb. Melchior Friedrich hatte eine Reihe von Söhnen, Rudolf Franz Erwein (1677–1754) erbte Gaibach und das Palais in Aschaffenburg. Durch seine Heirat mit der verwitweten Gräfin Eleonore von Dernbach, geborene Gräfin von Hatzfeld, kamen 1701 der Besitz der Grafschaft Wiesentheid in Unterfranken (bis heute) sowie die Herrschaft Arnfels in der Steiermark (bis 1912) und die Herrschaft Waldenstein in Kärnten (bis 1803) an die Schönborn. Die Gräfin hatte diese Besitzungen von ihrem ersten Mann geerbt. Rudolfs jüngerer Bruder Anselm Franz (1681–1726) erbte die Herrschaft Heusenstamm, das Anfang des 19. Jahrhunderts von seinen Nachfahren an den Wiesentheider Zweig fiel. Die anderen vier Söhne Melchior Friedrichs wurden Fürstbischöfe mit großen Einnahmequellen: Johann Philipp in Würzburg, Friedrich Karl in Würzburg und Bamberg, Franz Georg in Trier und Worms und Damian Hugo in Speyer und Konstanz. Friedrich Karl verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in Wien, wo ihn sein Onkel Lothar Franz als Reichsvizekanzler eingesetzt hatte und er erheblichen Einfluss am Hof ausübte, auch noch nachdem er zum Fürstbischof von Bamberg und Würzburg gewählt war. Er betätigte sich in Wien auch als Bauherr und erwarb mehrere Palais und Landgüter, darunter 1710 von den (bald darauf erloschenen) Grafen von Puchheim (oder Buchheim) die Herrschaften Göllersdorf, Mühlberg und Aspersdorf (mit denen zunächst nominell sein Vater belehnt wurde) sowie 1714 die Herrschaft Weyerburg. Die Familie wurde daraufhin auch in den österreichischen Adel aufgenommen. 1727 erbte er von seinem Onkel Lothar Franz das Schloss Pommersfelden sowie die ungarischen Besitzungen. Allerdings gelang es ihm nicht, als dessen Nachfolger zum Mainzer Kurfürst-Erzbischof gewählt zu werden. Ende des 18. Jahrhunderts begründeten drei Brüder, Urenkel Rudolf Franz Erweins und Söhne des Hugo Damian Erwein von Schönborn-Wiesentheid, die drei bis heute bestehenden Linien der Familie: Franz Philipp (1768–1841) die Linie Schönborn-Buchheim in Österreich, Franz Erwein (1776–1840) die fränkische Linie Schönborn-Wiesentheid und Friedrich (1781–1849) die böhmische Linie Schönborn in Prag. Graf Hugo Damian auf Wiesentheid usw. erwarb 1794 zudem einen Fideikommiss in Böhmen: Unter-Lukawitz (Dolní Lukavice) mit 18 Dörfern, Přeštice und Žehrovice mit 3 Dörfern und Příchovice mit 6 Dörfern. Da er kinderlos war, setzte sein in Gaibach lebender Bruder Klemens (1810–1877) die Wiesentheider Linie fort. Die böhmische Linie mit Sitz im Palais Schönborn (Prag) (1794 bis 1918), erwarb 1796 zudem die Burg Skalka, die bis 1945 in ihrem Besitz blieb; ihr entstammt der Wiener Kardinal Christoph Schönborn. Hohen Einfluss erlangte die Familie über etliche Generationen in der katholischen Kirche. Im Jahre 1743 waren Söhne der Familie gleichzeitig Fürstbischöfe von Bamberg, Würzburg, Konstanz, Speyer und Worms, ein weiterer saß auf dem Trierer Erzstuhl – und auf dem (zuvor bereits von zwei Schönborns besetzten) Erzstuhl von Mainz saß mit Johann Friedrich Karl von Ostein ein enger Verwandter der Familie. Auch im 19. und 20./21. Jahrhundert stellte das Haus Schönborn je einen Kardinal-Erzbischof von Prag und Wien. Aufstieg der Schönborn und Leistungen als Bauherren Der Begründer der Schönborn’schen Hausmacht war Johann Philipp (1605–1673), der als Bischof von Würzburg und Worms sowie als Erzbischof von Mainz, damit auch als Kurfürst und Erzkanzler des Reiches, als erster hochbedeutende geistliche Würden erlangte. Vor allem wegen seiner hervorragenden Rolle auf den Friedenskongressen von Münster und Osnabrück wurde er, seit 1642 bereits würzburgischer Bischof, am 19. November 1647 vom Mainzer Domkapitel zum Erzbischof gewählt. Zu dieser Zeit drohten die Schönborns in der männlichen Linie auszusterben, er und sein Bruder Philipp Erwein waren die letzten männlichen Namensträger. Sich dessen bewusst, beschlossen die beiden Brüder folgendes Vorgehen: Der ältere, klug und mit diplomatischem Geschick, strebte hohe geistliche Würden an, die nicht nur für politischen Einfluss sorgten, sondern auch durch Einkommen und Pfründen den Lebensunterhalt der Familie sicherten. Philipp Erwein seinerseits heiratete standesgemäß und setzte zwölf Kinder in die Welt – sieben Töchter und fünf Söhne. Durch weltliche Ämter, Weinanbau und Vergrößerung des Grundbesitzes untermauerte er den Aufbau des Familienvermögens. Die Söhne Philipp Erweins wurden in einem klar formulierten Leistungs- und Moralethos erzogen, damit sie durch Protektion des Onkels wiederum in geistliche Ämter eintreten konnten. Die Töchter verheiratete man in angesehene Adelsgeschlechter. Der gewagte politische und gesellschaftliche Aufbau des Verwandtschaftsnetzwerkes funktionierte so erfolgreich, dass die Neffen der zweiten und dritten Schönborn-Generation, trotz der beträchtlichen Konkurrenz aus dem hohen katholischen Adel, viele wichtige geistliche Ämter des Reiches erlangten. Zwar mussten sie sich durch Leistung und Erfolg beweisen, hatten aber bei ihrem Aufstieg weniger Verpflichtungen und Abhängigkeiten als viele Rivalen aus dem eingesessenen rheinisch-fränkischen Stiftsadel. Diesen politischen und gesellschaftlichen Einfluss und den daraus resultierenden Machtanspruch suchten die Schönborns in einer Zeit des beginnenden Wandels vom Absolutismus zur Aufklärung zu manifestieren: in Kultur, Bildung und Architektur. Als Kinder des katholischen Barock blickten sie politisch zum Habsburger Kaiserhaus, in der Repräsentation aber vor allem nach Versailles. Hatte Kurfürst Johann Philipp nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges noch vor allem Sicherheitsfragen im Blick und baute zwischen 1655 und 1675 die Festung Mainz mit 16 Bastionen, die einen sternförmigen Gürtel um Mainz bildeten, und der Zitadelle Mainz als Kommandantur sowie in Erfurt die Zitadelle Petersberg, so konnte sich sein Neffe, Kurfürst Lothar Franz, mehr auf Repräsentationsbauten verlegen, obwohl auch er während des Spanischen Erbfolgekrieges den Festungsbaumeister Johann Maximilian von Welsch einen zweiten Festungsring mit fünf weit vorgeschobenen Forts um die Stadt Mainz errichten ließ (1710–1730). Doch Welsch wurde auch mit dem Bau des Lustschlosses Favorite bei Mainz beauftragt (1700–1722) und erweiterte die Kurmainzische Statthalterei in Erfurt zu einer Vierflügelanlage (1713–1720), Johann Baptist Ferolski errichtete 1721–1729 das Mainzer Rochusspital. Vor allem aber wurden die Brüder Dientzenhofer zu Lothar Franz’ Hofarchitekten: Leonhard Dientzenhofer entwarf 1697–1703 die Neue Residenz Bamberg sowie mehrere Klöster, Johann Dientzenhofer 1711–1718 Schloss Weißenstein in Pommersfelden, letzteres als privaten Landsitz, der bis heute den Grafen Schönborn aus Wiesentheid gehört (Dort kann auch Lothar Franz’ Bibliothek besichtigt werden sowie die größte private Barockgemäldesammlung Deutschlands mit über 600 Exponaten, darunter Gemälde von van Dyck, Rubens, Brueghel, Giordano, Tizian, Artemisia Gentileschi und Dürer). Zu den bedeutendsten, an der Gestaltung Würzburger Gebäude mitwirkenden Plastikern der Schönbornzeit gehören der Stuckateur Antonio Giuseppe Bossi und der Bildhauer Johann Wolfgang van der Auwera. 1719 wurde Lothar Franz’ Neffe Johann Philipp Franz zum Fürstbischof von Würzburg gewählt, womit die dortige Schönbornzeit begann. Er ernannte den Ingenieur und Architekten Balthasar Neumann zum Baudirektor und bedachte ihn 1720 mit dem Bau der Würzburger Residenz, die zu seinem großen Lebenswerk wurde. Ihm assistierten Johann Dientzenhofer sowie der Festungs- und Schlossbaumeister von Mainz und Bamberg, Maximilian von Welsch, ferner Johann Lucas von Hildebrandt, der Baumeister von Johann Phillip Franz’ Bruder Friedrich Karl, dem seinerzeitigen Reichsvizekanzler in Wien. Friedrich Karl hatte bereits in seiner Wiener Zeit Lucas von Hildebrandt damit beauftragt, das Gartenpalais Schönborn, den Umbau des Palais Schönborn-Batthyány und die Geheime Hof- und Staatskanzlei (das heutige Bundeskanzleramt) zu errichten, von 1723–1730 auch den Reichshofkanzlei-Trakt der Wiener Hofburg, ferner den Blauen Hof in Laxenburg sowie Schloss und Kirche zu Göllersdorf. Er war außerdem Bauherr oder Renovierer von rund 100 Kirchenbauten, darunter der Abtei Münsterschwarzach. Der jüngste Bruder aus der dritten Generation, Franz Georg, erbaute ab 1734 die Kirche St. Paulin in Trier, die er aus eigenen Mitteln finanzierte, durch Christian Kretzschmar, mit Innenausstattung von Balthasar Neumann. Von diesem ließ er auch die St. Laurentiuskirche auf seinem Sommersitz in Dirmstein errichten, ferner erweiterte er nach Neumanns Plänen das Schloss Philippsburg in Koblenz um den Dikasterialbau sowie die Abtei Prüm um neue Abteigebäude, barockisierte das Schloss ob Ellwangen und baute in Kesselheim das Jagdschloss Schönbornslust. Neue kritische Forschungsergebnisse zum ansonsten als nahezu beispiellos und ungebremst stilisierten Aufstieg der Familie von Schönborn stellte allerdings 2013 der fränkische Historiker Andreas Flurschütz da Cruz in einem Aufsatz dar, der eine Auseinandersetzung innerhalb des fränkischen und österreichischen Adels von 1716, in die auch das Kaiserhaus involviert wurde, zur Grundlage dafür macht, dass der Familie von Schönborn die Bitte um die Aufnahme in den Reichsfürstenstand 1717 vom Reichsoberhaupt abgeschlagen wurde – ein Detail in der Familiengeschichte, das die äußerst umfangreiche Schönbornforschung bisher vernachlässigt zu haben scheint. Mehr unter dem Link oben.. | von Schönborn, Anna Karolina (I58103)
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| 50734 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schönborn_(Adelsgeschlecht) Schönborn (Adelsgeschlecht) Ab 1661 hatte das Geschlecht die Herrschaft Heusenstamm in Südhessen inne und ab 1671 die würzburgische Lehnsherrschaft Reichelsberg. Ab 1701 regierten die Schönborn die reichsunmittelbare Herrschaft Wiesentheid in Unterfranken, wodurch sie in den Hochadel aufstiegen. Zugleich mit Wiesentheid waren durch Erbschaft Herrschaften in der Steiermark und in Kärnten sowie bald darauf durch Kauf in Niederösterreich, ab 1726 auch in Ungarn und gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Böhmen in den Familienbesitz gelangt. Als Schönbornzeit wird seit dem 18. Jahrhundert und in der Kunstgeschichte das Kunstschaffen im Hochstift Würzburg zwischen dem Regierungsantritt des Fürstbischofs Johann Philipp Franz von Schönborn (1719) und dem Tod des Fürstbischofs Friedrich Karl von Schönborn (1746) bezeichnet. In diese Epoche fällt insbesondere der Bau der Würzburger Residenz. Ursprung Ihren Ursprung führt die Familie auf ein Ministerialengeschlecht zurück, das bereits vor 1180 zur rheinischen Ritterschaft gehörte. Das Stammland der Familie befand sich im Rheingau (westlicher Hintertaunus) und im östlichen Hintertaunus. Der Name der Familie leitet sich von dem Ort Schönborn nahe Limburg an der Lahn ab. Erster bekannter Träger dieses Namens soll ein Ritter namens Eucharius von Schönborn gewesen sein, der in der Mitte des 12. Jahrhunderts gelebt haben soll. Allerdings ist dieser Eucharius lediglich in einer Sekundärquelle aus der Zeit um 1670 erwähnt. Urkundlich erscheint das Geschlecht bei einer Belehnung erstmals 1275 mit H. von Sconenburne. Möglicherweise waren die frühen Vorfahren der Familie als Vasallen an die Herren der Schaumburg gebunden, ihr Wappen lässt allerdings auch auf eine Verbindung zu den Grafen von Diez schließen. Frühe Besitzungen Zum Ende des 14. Jahrhunderts hatten sich die Schönborn in drei Linien gespalten, von denen die „Stroß“ bald wieder erloschen war. Die ältere Linie behielt den Stammsitz Schönborn (bei Katzenelnbogen) sowie als wichtigste Lehen Burgschwalbach mit dem katzenelnbogischen Amtsschloss Burg Schwalbach und das nassauische Hahnstätten. Ihre Angehörigen erscheinen mehrfach als Inhaber von Ämtern für die Grafschaft Katzenelnbogen und Kurmainz. Zudem zeigt sich bereits eine Häufung kirchlicher Würden: mehrere Äbte, ein Großbailli des Johanniterordens und ab dem 16. Jahrhundert Domherren in Trier und Mainz. Die dritte Linie bildete einen Besitzschwerpunkt im Westerwald. Die Westerwälder Schönborn standen in den Diensten der Herrschaft Westerburg, von Kurtrier, Kurmainz, Nassau-Weilburg und der Grafschaft Wied. Zwei Unterlinien der Westerwälder bildeten sich in Laubuseschbach und Freienfels. Zahlreiche Urkunden beweisen die fortgesetzt engen Verbindungen zwischen den beiden fortbestehenden Linien, die sich bis zum Erlöschen der älteren, Hahnstätter Linie mit dem Mainzer Domherren Friedrich Georg 1640 fortsetzte. Ausbreitung Die Familie Schönborn lebte noch bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts in ihrem Stammgebiet. Zu dieser Zeit breitete sich die Reformation im Hintertaunus aus, während viele Familienmitglieder weiterhin römisch-katholisch blieben, da die Schönborn als Stiftsadel traditionell jüngere Söhne in Domstiften unterbrachten. Ihren Aufstieg nahm die Familie mit Johann Philipp von Schönborn, der zu Anfang des Dreißigjährigen Krieges mit einer kleinen Domherrenpfründe in Würzburg begann, dann als Offizier diente und aufgrund seines diplomatischen Geschickes 1642 zum Fürstbischof von Würzburg gewählt wurde. Als solcher wirkte er maßgeblich an den Verhandlungen auf den Friedenskongressen von Münster und Osnabrück mit und wurde daher 1647 zum Erzbischof und Kurfürst von Mainz gewählt. Auch sein Bruder Philipp Erwein von Schönborn verließ seine Heimat und wurde als kurmainzischer Oberamtmann in Steinheim eingesetzt. Durch Erbschaft, Kauf und Belehnung erwarb er Ländereien und Güter beiderseits des Rheins, am Main und im Taunus, darunter 1650 Gaibach. Die Herrschaft Heusenstamm mit dazugehörenden Gütern in der Wetterau kaufte er 1661. Bereits 1663 wurden er und alle seine Nachkommen durch Kaiser Leopold I. zum edlen Panierherren und Reichsfreien ernannt. Gleichzeitig wurde ihm das große Palatinat und ausgedehnte Vorrechte verliehen. Sein Bruder ernannte ihn überdies zum Erbschenken des Erzstifts Mainz und zum Erbtruchsessen des Hochstifts Würzburg. Des Weiteren führte er die Titel Reichshofrat und kurmainzischer Geheimer Rat. 1671 erhielt die Familie wegen der Herrschaft Reichelsberg die Aufnahme in den Fränkischen Ritterkreis. 1635 heiratete Philipp Erwein die Freiin Maria Ursula von Greiffenclau-Vollraths (eine nahe Verwandte des seinerzeitigen Mainzer Kurfürst-Erzbischofs Georg Friedrich von Greiffenclau zu Vollrads), mit der er 12 Kinder hatte, darunter Lothar Franz, der 1695 Kurfürst und Erzbischof von Mainz wurde, und Melchior Friedrich Graf von Schönborn-Buchheim. Melchior Friedrich übernahm das Erbe der Herrschaft Heusenstamm. Er war kaiserlicher und kurmainzischer geheimer Rat und Vizedomus zu Aschaffenburg, verheiratet mit Sophie Freiin von Boineburg, und bewohnte den Schönborner Hof in Aschaffenburg. Lothar Franz nahm als Mainzer Kurfürst und Reichserzkanzler eine bedeutende Rolle in der Reichspolitik ein. Er zählte zu den zuverlässigen Stützen Kaiser Karls VI., den er 1711 mitgewählt und auch gekrönt hatte. Als der Kaiser im selben Jahr im Königreich Ungarn den Aufstand des Magyarenfürsten Franz II. Rákóczi niederschlug, beschlagnahmte er dessen Ländereien rund um die Burg Palanok mit den Städten Mukatschewo und Tschynadijowo sowie 200 Dörfern mit einer Gesamtfläche von 2.400 Quadratkilometern und schenkte sie Lothar Franz von Schönborn. Dieser hatte sein Regiment Schönborn aus Mainz und das Regiment Wolfskehl aus Würzburg an die ungarische Front beordert, die entscheidend zum Sieg beigetragen hatten. Lothar Franz wollte das vom Krieg zerstörte Land wieder kultivieren und warb mit verlockenden Angeboten um Siedler aus dem Frankenland. Es handelte sich um einen der größten Besitze in Osteuropa, der bis ins 20. Jahrhundert im Besitz der Familie blieb. Melchior Friedrich hatte eine Reihe von Söhnen, Rudolf Franz Erwein (1677–1754) erbte Gaibach und das Palais in Aschaffenburg. Durch seine Heirat mit der verwitweten Gräfin Eleonore von Dernbach, geborene Gräfin von Hatzfeld, kamen 1701 der Besitz der Grafschaft Wiesentheid in Unterfranken (bis heute) sowie die Herrschaft Arnfels in der Steiermark (bis 1912) und die Herrschaft Waldenstein in Kärnten (bis 1803) an die Schönborn. Die Gräfin hatte diese Besitzungen von ihrem ersten Mann geerbt. Rudolfs jüngerer Bruder Anselm Franz (1681–1726) erbte die Herrschaft Heusenstamm, das Anfang des 19. Jahrhunderts von seinen Nachfahren an den Wiesentheider Zweig fiel. Die anderen vier Söhne Melchior Friedrichs wurden Fürstbischöfe mit großen Einnahmequellen: Johann Philipp in Würzburg, Friedrich Karl in Würzburg und Bamberg, Franz Georg in Trier und Worms und Damian Hugo in Speyer und Konstanz. Friedrich Karl verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in Wien, wo ihn sein Onkel Lothar Franz als Reichsvizekanzler eingesetzt hatte und er erheblichen Einfluss am Hof ausübte, auch noch nachdem er zum Fürstbischof von Bamberg und Würzburg gewählt war. Er betätigte sich in Wien auch als Bauherr und erwarb mehrere Palais und Landgüter, darunter 1710 von den (bald darauf erloschenen) Grafen von Puchheim (oder Buchheim) die Herrschaften Göllersdorf, Mühlberg und Aspersdorf (mit denen zunächst nominell sein Vater belehnt wurde) sowie 1714 die Herrschaft Weyerburg. Die Familie wurde daraufhin auch in den österreichischen Adel aufgenommen. 1727 erbte er von seinem Onkel Lothar Franz das Schloss Pommersfelden sowie die ungarischen Besitzungen. Allerdings gelang es ihm nicht, als dessen Nachfolger zum Mainzer Kurfürst-Erzbischof gewählt zu werden. Ende des 18. Jahrhunderts begründeten drei Brüder, Urenkel Rudolf Franz Erweins und Söhne des Hugo Damian Erwein von Schönborn-Wiesentheid, die drei bis heute bestehenden Linien der Familie: Franz Philipp (1768–1841) die Linie Schönborn-Buchheim in Österreich, Franz Erwein (1776–1840) die fränkische Linie Schönborn-Wiesentheid und Friedrich (1781–1849) die böhmische Linie Schönborn in Prag. Graf Hugo Damian auf Wiesentheid usw. erwarb 1794 zudem einen Fideikommiss in Böhmen: Unter-Lukawitz (Dolní Lukavice) mit 18 Dörfern, Přeštice und Žehrovice mit 3 Dörfern und Příchovice mit 6 Dörfern. Da er kinderlos war, setzte sein in Gaibach lebender Bruder Klemens (1810–1877) die Wiesentheider Linie fort. Die böhmische Linie mit Sitz im Palais Schönborn (Prag) (1794 bis 1918), erwarb 1796 zudem die Burg Skalka, die bis 1945 in ihrem Besitz blieb; ihr entstammt der Wiener Kardinal Christoph Schönborn. Hohen Einfluss erlangte die Familie über etliche Generationen in der katholischen Kirche. Im Jahre 1743 waren Söhne der Familie gleichzeitig Fürstbischöfe von Bamberg, Würzburg, Konstanz, Speyer und Worms, ein weiterer saß auf dem Trierer Erzstuhl – und auf dem (zuvor bereits von zwei Schönborns besetzten) Erzstuhl von Mainz saß mit Johann Friedrich Karl von Ostein ein enger Verwandter der Familie. Auch im 19. und 20./21. Jahrhundert stellte das Haus Schönborn je einen Kardinal-Erzbischof von Prag und Wien. Aufstieg der Schönborn und Leistungen als Bauherren Der Begründer der Schönborn’schen Hausmacht war Johann Philipp (1605–1673), der als Bischof von Würzburg und Worms sowie als Erzbischof von Mainz, damit auch als Kurfürst und Erzkanzler des Reiches, als erster hochbedeutende geistliche Würden erlangte. Vor allem wegen seiner hervorragenden Rolle auf den Friedenskongressen von Münster und Osnabrück wurde er, seit 1642 bereits würzburgischer Bischof, am 19. November 1647 vom Mainzer Domkapitel zum Erzbischof gewählt. Zu dieser Zeit drohten die Schönborns in der männlichen Linie auszusterben, er und sein Bruder Philipp Erwein waren die letzten männlichen Namensträger. Sich dessen bewusst, beschlossen die beiden Brüder folgendes Vorgehen: Der ältere, klug und mit diplomatischem Geschick, strebte hohe geistliche Würden an, die nicht nur für politischen Einfluss sorgten, sondern auch durch Einkommen und Pfründen den Lebensunterhalt der Familie sicherten. Philipp Erwein seinerseits heiratete standesgemäß und setzte zwölf Kinder in die Welt – sieben Töchter und fünf Söhne. Durch weltliche Ämter, Weinanbau und Vergrößerung des Grundbesitzes untermauerte er den Aufbau des Familienvermögens. Die Söhne Philipp Erweins wurden in einem klar formulierten Leistungs- und Moralethos erzogen, damit sie durch Protektion des Onkels wiederum in geistliche Ämter eintreten konnten. Die Töchter verheiratete man in angesehene Adelsgeschlechter. Der gewagte politische und gesellschaftliche Aufbau des Verwandtschaftsnetzwerkes funktionierte so erfolgreich, dass die Neffen der zweiten und dritten Schönborn-Generation, trotz der beträchtlichen Konkurrenz aus dem hohen katholischen Adel, viele wichtige geistliche Ämter des Reiches erlangten. Zwar mussten sie sich durch Leistung und Erfolg beweisen, hatten aber bei ihrem Aufstieg weniger Verpflichtungen und Abhängigkeiten als viele Rivalen aus dem eingesessenen rheinisch-fränkischen Stiftsadel. Diesen politischen und gesellschaftlichen Einfluss und den daraus resultierenden Machtanspruch suchten die Schönborns in einer Zeit des beginnenden Wandels vom Absolutismus zur Aufklärung zu manifestieren: in Kultur, Bildung und Architektur. Als Kinder des katholischen Barock blickten sie politisch zum Habsburger Kaiserhaus, in der Repräsentation aber vor allem nach Versailles. Hatte Kurfürst Johann Philipp nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges noch vor allem Sicherheitsfragen im Blick und baute zwischen 1655 und 1675 die Festung Mainz mit 16 Bastionen, die einen sternförmigen Gürtel um Mainz bildeten, und der Zitadelle Mainz als Kommandantur sowie in Erfurt die Zitadelle Petersberg, so konnte sich sein Neffe, Kurfürst Lothar Franz, mehr auf Repräsentationsbauten verlegen, obwohl auch er während des Spanischen Erbfolgekrieges den Festungsbaumeister Johann Maximilian von Welsch einen zweiten Festungsring mit fünf weit vorgeschobenen Forts um die Stadt Mainz errichten ließ (1710–1730). Doch Welsch wurde auch mit dem Bau des Lustschlosses Favorite bei Mainz beauftragt (1700–1722) und erweiterte die Kurmainzische Statthalterei in Erfurt zu einer Vierflügelanlage (1713–1720), Johann Baptist Ferolski errichtete 1721–1729 das Mainzer Rochusspital. Vor allem aber wurden die Brüder Dientzenhofer zu Lothar Franz’ Hofarchitekten: Leonhard Dientzenhofer entwarf 1697–1703 die Neue Residenz Bamberg sowie mehrere Klöster, Johann Dientzenhofer 1711–1718 Schloss Weißenstein in Pommersfelden, letzteres als privaten Landsitz, der bis heute den Grafen Schönborn aus Wiesentheid gehört (Dort kann auch Lothar Franz’ Bibliothek besichtigt werden sowie die größte private Barockgemäldesammlung Deutschlands mit über 600 Exponaten, darunter Gemälde von van Dyck, Rubens, Brueghel, Giordano, Tizian, Artemisia Gentileschi und Dürer). Zu den bedeutendsten, an der Gestaltung Würzburger Gebäude mitwirkenden Plastikern der Schönbornzeit gehören der Stuckateur Antonio Giuseppe Bossi und der Bildhauer Johann Wolfgang van der Auwera. 1719 wurde Lothar Franz’ Neffe Johann Philipp Franz zum Fürstbischof von Würzburg gewählt, womit die dortige Schönbornzeit begann. Er ernannte den Ingenieur und Architekten Balthasar Neumann zum Baudirektor und bedachte ihn 1720 mit dem Bau der Würzburger Residenz, die zu seinem großen Lebenswerk wurde. Ihm assistierten Johann Dientzenhofer sowie der Festungs- und Schlossbaumeister von Mainz und Bamberg, Maximilian von Welsch, ferner Johann Lucas von Hildebrandt, der Baumeister von Johann Phillip Franz’ Bruder Friedrich Karl, dem seinerzeitigen Reichsvizekanzler in Wien. Friedrich Karl hatte bereits in seiner Wiener Zeit Lucas von Hildebrandt damit beauftragt, das Gartenpalais Schönborn, den Umbau des Palais Schönborn-Batthyány und die Geheime Hof- und Staatskanzlei (das heutige Bundeskanzleramt) zu errichten, von 1723–1730 auch den Reichshofkanzlei-Trakt der Wiener Hofburg, ferner den Blauen Hof in Laxenburg sowie Schloss und Kirche zu Göllersdorf. Er war außerdem Bauherr oder Renovierer von rund 100 Kirchenbauten, darunter der Abtei Münsterschwarzach. Der jüngste Bruder aus der dritten Generation, Franz Georg, erbaute ab 1734 die Kirche St. Paulin in Trier, die er aus eigenen Mitteln finanzierte, durch Christian Kretzschmar, mit Innenausstattung von Balthasar Neumann. Von diesem ließ er auch die St. Laurentiuskirche auf seinem Sommersitz in Dirmstein errichten, ferner erweiterte er nach Neumanns Plänen das Schloss Philippsburg in Koblenz um den Dikasterialbau sowie die Abtei Prüm um neue Abteigebäude, barockisierte das Schloss ob Ellwangen und baute in Kesselheim das Jagdschloss Schönbornslust. Neue kritische Forschungsergebnisse zum ansonsten als nahezu beispiellos und ungebremst stilisierten Aufstieg der Familie von Schönborn stellte allerdings 2013 der fränkische Historiker Andreas Flurschütz da Cruz in einem Aufsatz dar, der eine Auseinandersetzung innerhalb des fränkischen und österreichischen Adels von 1716, in die auch das Kaiserhaus involviert wurde, zur Grundlage dafür macht, dass der Familie von Schönborn die Bitte um die Aufnahme in den Reichsfürstenstand 1717 vom Reichsoberhaupt abgeschlagen wurde – ein Detail in der Familiengeschichte, das die äußerst umfangreiche Schönbornforschung bisher vernachlässigt zu haben scheint. Mehr unter dem Link oben.. | von Schönborn, Philipp Erwein (I58106)
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| 50735 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schönborn_(Adelsgeschlecht) Schönborn (Adelsgeschlecht) Ab 1661 hatte das Geschlecht die Herrschaft Heusenstamm in Südhessen inne und ab 1671 die würzburgische Lehnsherrschaft Reichelsberg. Ab 1701 regierten die Schönborn die reichsunmittelbare Herrschaft Wiesentheid in Unterfranken, wodurch sie in den Hochadel aufstiegen. Zugleich mit Wiesentheid waren durch Erbschaft Herrschaften in der Steiermark und in Kärnten sowie bald darauf durch Kauf in Niederösterreich, ab 1726 auch in Ungarn und gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Böhmen in den Familienbesitz gelangt. Als Schönbornzeit wird seit dem 18. Jahrhundert und in der Kunstgeschichte das Kunstschaffen im Hochstift Würzburg zwischen dem Regierungsantritt des Fürstbischofs Johann Philipp Franz von Schönborn (1719) und dem Tod des Fürstbischofs Friedrich Karl von Schönborn (1746) bezeichnet. In diese Epoche fällt insbesondere der Bau der Würzburger Residenz. Ursprung Ihren Ursprung führt die Familie auf ein Ministerialengeschlecht zurück, das bereits vor 1180 zur rheinischen Ritterschaft gehörte. Das Stammland der Familie befand sich im Rheingau (westlicher Hintertaunus) und im östlichen Hintertaunus. Der Name der Familie leitet sich von dem Ort Schönborn nahe Limburg an der Lahn ab. Erster bekannter Träger dieses Namens soll ein Ritter namens Eucharius von Schönborn gewesen sein, der in der Mitte des 12. Jahrhunderts gelebt haben soll. Allerdings ist dieser Eucharius lediglich in einer Sekundärquelle aus der Zeit um 1670 erwähnt. Urkundlich erscheint das Geschlecht bei einer Belehnung erstmals 1275 mit H. von Sconenburne. Möglicherweise waren die frühen Vorfahren der Familie als Vasallen an die Herren der Schaumburg gebunden, ihr Wappen lässt allerdings auch auf eine Verbindung zu den Grafen von Diez schließen. Frühe Besitzungen Zum Ende des 14. Jahrhunderts hatten sich die Schönborn in drei Linien gespalten, von denen die „Stroß“ bald wieder erloschen war. Die ältere Linie behielt den Stammsitz Schönborn (bei Katzenelnbogen) sowie als wichtigste Lehen Burgschwalbach mit dem katzenelnbogischen Amtsschloss Burg Schwalbach und das nassauische Hahnstätten. Ihre Angehörigen erscheinen mehrfach als Inhaber von Ämtern für die Grafschaft Katzenelnbogen und Kurmainz. Zudem zeigt sich bereits eine Häufung kirchlicher Würden: mehrere Äbte, ein Großbailli des Johanniterordens und ab dem 16. Jahrhundert Domherren in Trier und Mainz. Die dritte Linie bildete einen Besitzschwerpunkt im Westerwald. Die Westerwälder Schönborn standen in den Diensten der Herrschaft Westerburg, von Kurtrier, Kurmainz, Nassau-Weilburg und der Grafschaft Wied. Zwei Unterlinien der Westerwälder bildeten sich in Laubuseschbach und Freienfels. Zahlreiche Urkunden beweisen die fortgesetzt engen Verbindungen zwischen den beiden fortbestehenden Linien, die sich bis zum Erlöschen der älteren, Hahnstätter Linie mit dem Mainzer Domherren Friedrich Georg 1640 fortsetzte. Ausbreitung Die Familie Schönborn lebte noch bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts in ihrem Stammgebiet. Zu dieser Zeit breitete sich die Reformation im Hintertaunus aus, während viele Familienmitglieder weiterhin römisch-katholisch blieben, da die Schönborn als Stiftsadel traditionell jüngere Söhne in Domstiften unterbrachten. Ihren Aufstieg nahm die Familie mit Johann Philipp von Schönborn, der zu Anfang des Dreißigjährigen Krieges mit einer kleinen Domherrenpfründe in Würzburg begann, dann als Offizier diente und aufgrund seines diplomatischen Geschickes 1642 zum Fürstbischof von Würzburg gewählt wurde. Als solcher wirkte er maßgeblich an den Verhandlungen auf den Friedenskongressen von Münster und Osnabrück mit und wurde daher 1647 zum Erzbischof und Kurfürst von Mainz gewählt. Auch sein Bruder Philipp Erwein von Schönborn verließ seine Heimat und wurde als kurmainzischer Oberamtmann in Steinheim eingesetzt. Durch Erbschaft, Kauf und Belehnung erwarb er Ländereien und Güter beiderseits des Rheins, am Main und im Taunus, darunter 1650 Gaibach. Die Herrschaft Heusenstamm mit dazugehörenden Gütern in der Wetterau kaufte er 1661. Bereits 1663 wurden er und alle seine Nachkommen durch Kaiser Leopold I. zum edlen Panierherren und Reichsfreien ernannt. Gleichzeitig wurde ihm das große Palatinat und ausgedehnte Vorrechte verliehen. Sein Bruder ernannte ihn überdies zum Erbschenken des Erzstifts Mainz und zum Erbtruchsessen des Hochstifts Würzburg. Des Weiteren führte er die Titel Reichshofrat und kurmainzischer Geheimer Rat. 1671 erhielt die Familie wegen der Herrschaft Reichelsberg die Aufnahme in den Fränkischen Ritterkreis. 1635 heiratete Philipp Erwein die Freiin Maria Ursula von Greiffenclau-Vollraths (eine nahe Verwandte des seinerzeitigen Mainzer Kurfürst-Erzbischofs Georg Friedrich von Greiffenclau zu Vollrads), mit der er 12 Kinder hatte, darunter Lothar Franz, der 1695 Kurfürst und Erzbischof von Mainz wurde, und Melchior Friedrich Graf von Schönborn-Buchheim. Melchior Friedrich übernahm das Erbe der Herrschaft Heusenstamm. Er war kaiserlicher und kurmainzischer geheimer Rat und Vizedomus zu Aschaffenburg, verheiratet mit Sophie Freiin von Boineburg, und bewohnte den Schönborner Hof in Aschaffenburg. Lothar Franz nahm als Mainzer Kurfürst und Reichserzkanzler eine bedeutende Rolle in der Reichspolitik ein. Er zählte zu den zuverlässigen Stützen Kaiser Karls VI., den er 1711 mitgewählt und auch gekrönt hatte. Als der Kaiser im selben Jahr im Königreich Ungarn den Aufstand des Magyarenfürsten Franz II. Rákóczi niederschlug, beschlagnahmte er dessen Ländereien rund um die Burg Palanok mit den Städten Mukatschewo und Tschynadijowo sowie 200 Dörfern mit einer Gesamtfläche von 2.400 Quadratkilometern und schenkte sie Lothar Franz von Schönborn. Dieser hatte sein Regiment Schönborn aus Mainz und das Regiment Wolfskehl aus Würzburg an die ungarische Front beordert, die entscheidend zum Sieg beigetragen hatten. Lothar Franz wollte das vom Krieg zerstörte Land wieder kultivieren und warb mit verlockenden Angeboten um Siedler aus dem Frankenland. Es handelte sich um einen der größten Besitze in Osteuropa, der bis ins 20. Jahrhundert im Besitz der Familie blieb. Melchior Friedrich hatte eine Reihe von Söhnen, Rudolf Franz Erwein (1677–1754) erbte Gaibach und das Palais in Aschaffenburg. Durch seine Heirat mit der verwitweten Gräfin Eleonore von Dernbach, geborene Gräfin von Hatzfeld, kamen 1701 der Besitz der Grafschaft Wiesentheid in Unterfranken (bis heute) sowie die Herrschaft Arnfels in der Steiermark (bis 1912) und die Herrschaft Waldenstein in Kärnten (bis 1803) an die Schönborn. Die Gräfin hatte diese Besitzungen von ihrem ersten Mann geerbt. Rudolfs jüngerer Bruder Anselm Franz (1681–1726) erbte die Herrschaft Heusenstamm, das Anfang des 19. Jahrhunderts von seinen Nachfahren an den Wiesentheider Zweig fiel. Die anderen vier Söhne Melchior Friedrichs wurden Fürstbischöfe mit großen Einnahmequellen: Johann Philipp in Würzburg, Friedrich Karl in Würzburg und Bamberg, Franz Georg in Trier und Worms und Damian Hugo in Speyer und Konstanz. Friedrich Karl verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in Wien, wo ihn sein Onkel Lothar Franz als Reichsvizekanzler eingesetzt hatte und er erheblichen Einfluss am Hof ausübte, auch noch nachdem er zum Fürstbischof von Bamberg und Würzburg gewählt war. Er betätigte sich in Wien auch als Bauherr und erwarb mehrere Palais und Landgüter, darunter 1710 von den (bald darauf erloschenen) Grafen von Puchheim (oder Buchheim) die Herrschaften Göllersdorf, Mühlberg und Aspersdorf (mit denen zunächst nominell sein Vater belehnt wurde) sowie 1714 die Herrschaft Weyerburg. Die Familie wurde daraufhin auch in den österreichischen Adel aufgenommen. 1727 erbte er von seinem Onkel Lothar Franz das Schloss Pommersfelden sowie die ungarischen Besitzungen. Allerdings gelang es ihm nicht, als dessen Nachfolger zum Mainzer Kurfürst-Erzbischof gewählt zu werden. Ende des 18. Jahrhunderts begründeten drei Brüder, Urenkel Rudolf Franz Erweins und Söhne des Hugo Damian Erwein von Schönborn-Wiesentheid, die drei bis heute bestehenden Linien der Familie: Franz Philipp (1768–1841) die Linie Schönborn-Buchheim in Österreich, Franz Erwein (1776–1840) die fränkische Linie Schönborn-Wiesentheid und Friedrich (1781–1849) die böhmische Linie Schönborn in Prag. Graf Hugo Damian auf Wiesentheid usw. erwarb 1794 zudem einen Fideikommiss in Böhmen: Unter-Lukawitz (Dolní Lukavice) mit 18 Dörfern, Přeštice und Žehrovice mit 3 Dörfern und Příchovice mit 6 Dörfern. Da er kinderlos war, setzte sein in Gaibach lebender Bruder Klemens (1810–1877) die Wiesentheider Linie fort. Die böhmische Linie mit Sitz im Palais Schönborn (Prag) (1794 bis 1918), erwarb 1796 zudem die Burg Skalka, die bis 1945 in ihrem Besitz blieb; ihr entstammt der Wiener Kardinal Christoph Schönborn. Hohen Einfluss erlangte die Familie über etliche Generationen in der katholischen Kirche. Im Jahre 1743 waren Söhne der Familie gleichzeitig Fürstbischöfe von Bamberg, Würzburg, Konstanz, Speyer und Worms, ein weiterer saß auf dem Trierer Erzstuhl – und auf dem (zuvor bereits von zwei Schönborns besetzten) Erzstuhl von Mainz saß mit Johann Friedrich Karl von Ostein ein enger Verwandter der Familie. Auch im 19. und 20./21. Jahrhundert stellte das Haus Schönborn je einen Kardinal-Erzbischof von Prag und Wien. Aufstieg der Schönborn und Leistungen als Bauherren Der Begründer der Schönborn’schen Hausmacht war Johann Philipp (1605–1673), der als Bischof von Würzburg und Worms sowie als Erzbischof von Mainz, damit auch als Kurfürst und Erzkanzler des Reiches, als erster hochbedeutende geistliche Würden erlangte. Vor allem wegen seiner hervorragenden Rolle auf den Friedenskongressen von Münster und Osnabrück wurde er, seit 1642 bereits würzburgischer Bischof, am 19. November 1647 vom Mainzer Domkapitel zum Erzbischof gewählt. Zu dieser Zeit drohten die Schönborns in der männlichen Linie auszusterben, er und sein Bruder Philipp Erwein waren die letzten männlichen Namensträger. Sich dessen bewusst, beschlossen die beiden Brüder folgendes Vorgehen: Der ältere, klug und mit diplomatischem Geschick, strebte hohe geistliche Würden an, die nicht nur für politischen Einfluss sorgten, sondern auch durch Einkommen und Pfründen den Lebensunterhalt der Familie sicherten. Philipp Erwein seinerseits heiratete standesgemäß und setzte zwölf Kinder in die Welt – sieben Töchter und fünf Söhne. Durch weltliche Ämter, Weinanbau und Vergrößerung des Grundbesitzes untermauerte er den Aufbau des Familienvermögens. Die Söhne Philipp Erweins wurden in einem klar formulierten Leistungs- und Moralethos erzogen, damit sie durch Protektion des Onkels wiederum in geistliche Ämter eintreten konnten. Die Töchter verheiratete man in angesehene Adelsgeschlechter. Der gewagte politische und gesellschaftliche Aufbau des Verwandtschaftsnetzwerkes funktionierte so erfolgreich, dass die Neffen der zweiten und dritten Schönborn-Generation, trotz der beträchtlichen Konkurrenz aus dem hohen katholischen Adel, viele wichtige geistliche Ämter des Reiches erlangten. Zwar mussten sie sich durch Leistung und Erfolg beweisen, hatten aber bei ihrem Aufstieg weniger Verpflichtungen und Abhängigkeiten als viele Rivalen aus dem eingesessenen rheinisch-fränkischen Stiftsadel. Diesen politischen und gesellschaftlichen Einfluss und den daraus resultierenden Machtanspruch suchten die Schönborns in einer Zeit des beginnenden Wandels vom Absolutismus zur Aufklärung zu manifestieren: in Kultur, Bildung und Architektur. Als Kinder des katholischen Barock blickten sie politisch zum Habsburger Kaiserhaus, in der Repräsentation aber vor allem nach Versailles. Hatte Kurfürst Johann Philipp nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges noch vor allem Sicherheitsfragen im Blick und baute zwischen 1655 und 1675 die Festung Mainz mit 16 Bastionen, die einen sternförmigen Gürtel um Mainz bildeten, und der Zitadelle Mainz als Kommandantur sowie in Erfurt die Zitadelle Petersberg, so konnte sich sein Neffe, Kurfürst Lothar Franz, mehr auf Repräsentationsbauten verlegen, obwohl auch er während des Spanischen Erbfolgekrieges den Festungsbaumeister Johann Maximilian von Welsch einen zweiten Festungsring mit fünf weit vorgeschobenen Forts um die Stadt Mainz errichten ließ (1710–1730). Doch Welsch wurde auch mit dem Bau des Lustschlosses Favorite bei Mainz beauftragt (1700–1722) und erweiterte die Kurmainzische Statthalterei in Erfurt zu einer Vierflügelanlage (1713–1720), Johann Baptist Ferolski errichtete 1721–1729 das Mainzer Rochusspital. Vor allem aber wurden die Brüder Dientzenhofer zu Lothar Franz’ Hofarchitekten: Leonhard Dientzenhofer entwarf 1697–1703 die Neue Residenz Bamberg sowie mehrere Klöster, Johann Dientzenhofer 1711–1718 Schloss Weißenstein in Pommersfelden, letzteres als privaten Landsitz, der bis heute den Grafen Schönborn aus Wiesentheid gehört (Dort kann auch Lothar Franz’ Bibliothek besichtigt werden sowie die größte private Barockgemäldesammlung Deutschlands mit über 600 Exponaten, darunter Gemälde von van Dyck, Rubens, Brueghel, Giordano, Tizian, Artemisia Gentileschi und Dürer). Zu den bedeutendsten, an der Gestaltung Würzburger Gebäude mitwirkenden Plastikern der Schönbornzeit gehören der Stuckateur Antonio Giuseppe Bossi und der Bildhauer Johann Wolfgang van der Auwera. 1719 wurde Lothar Franz’ Neffe Johann Philipp Franz zum Fürstbischof von Würzburg gewählt, womit die dortige Schönbornzeit begann. Er ernannte den Ingenieur und Architekten Balthasar Neumann zum Baudirektor und bedachte ihn 1720 mit dem Bau der Würzburger Residenz, die zu seinem großen Lebenswerk wurde. Ihm assistierten Johann Dientzenhofer sowie der Festungs- und Schlossbaumeister von Mainz und Bamberg, Maximilian von Welsch, ferner Johann Lucas von Hildebrandt, der Baumeister von Johann Phillip Franz’ Bruder Friedrich Karl, dem seinerzeitigen Reichsvizekanzler in Wien. Friedrich Karl hatte bereits in seiner Wiener Zeit Lucas von Hildebrandt damit beauftragt, das Gartenpalais Schönborn, den Umbau des Palais Schönborn-Batthyány und die Geheime Hof- und Staatskanzlei (das heutige Bundeskanzleramt) zu errichten, von 1723–1730 auch den Reichshofkanzlei-Trakt der Wiener Hofburg, ferner den Blauen Hof in Laxenburg sowie Schloss und Kirche zu Göllersdorf. Er war außerdem Bauherr oder Renovierer von rund 100 Kirchenbauten, darunter der Abtei Münsterschwarzach. Der jüngste Bruder aus der dritten Generation, Franz Georg, erbaute ab 1734 die Kirche St. Paulin in Trier, die er aus eigenen Mitteln finanzierte, durch Christian Kretzschmar, mit Innenausstattung von Balthasar Neumann. Von diesem ließ er auch die St. Laurentiuskirche auf seinem Sommersitz in Dirmstein errichten, ferner erweiterte er nach Neumanns Plänen das Schloss Philippsburg in Koblenz um den Dikasterialbau sowie die Abtei Prüm um neue Abteigebäude, barockisierte das Schloss ob Ellwangen und baute in Kesselheim das Jagdschloss Schönbornslust. Neue kritische Forschungsergebnisse zum ansonsten als nahezu beispiellos und ungebremst stilisierten Aufstieg der Familie von Schönborn stellte allerdings 2013 der fränkische Historiker Andreas Flurschütz da Cruz in einem Aufsatz dar, der eine Auseinandersetzung innerhalb des fränkischen und österreichischen Adels von 1716, in die auch das Kaiserhaus involviert wurde, zur Grundlage dafür macht, dass der Familie von Schönborn die Bitte um die Aufnahme in den Reichsfürstenstand 1717 vom Reichsoberhaupt abgeschlagen wurde – ein Detail in der Familiengeschichte, das die äußerst umfangreiche Schönbornforschung bisher vernachlässigt zu haben scheint. Mehr unter dem Link oben.. | von Schönborn, Georg (I58108)
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| 50736 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzburg_(Adelsgeschlecht) Mehr unter oben stehendem Link der Wikipedia.. Mit Günther VII. († 1274) begann erstmals die historisch bedeutende Linie Schwarzburg-Blankenburg. Nachdem sein Bruder Heinrich III. von Schwarzburg 1259 erbenlos gestorben war, fiel die Linie Schwarzburg-Blankenburg wieder mit der Linie Schwarzburg zusammen. Heinrich V. († 1285), der Sohn von Günther VII., begründete dann erneut die Linie Schwarzburg-Blankenburg. Günther IX. († 1289), der Bruder Heinrichs V., stiftete im Jahr 1274 die Linie Schwarzburg-Schwarzburg, die bis 1397 bestand. Die von der Linie Schwarzburg-Schwarzburg abgespaltenen Nebenlinien Schwarzburg-Wachsenburg (1327) und Schwarzburg-Leutenberg (1362) existierten weiter. Günther X. (XVIII.) († 1354) war Begründer der Linie Schwarzburg-Wachsenburg und residierrte auf der Veste Wachsenburg bei Arnstadt. Er erhielt zusammen mit seinem Bruder Heinrich IX. um 1310 die Leuchtenburg als Pfand und 1333 als Eigentum. Die Grafen hatten neben Wachsenburg diverse Wohnsitze, darunter auch Kranichfeld. Die Familie war aus finanziellen Gründen gezwungen, die Wachsenburg 1369 an die Thüringer Landgrafen zu verkaufen. Die Seitenlinie Wachsenburg wurde 1450 nicht mehr fortgeführt. Heinrich XI. (XV.) († 1402) stiftete die Linie Schwarzburg-Leutenberg. Das Schloss und die Stadt Leutenberg wurden durch Kauf erworben, und Leutenberg wurde dauerhaft Residenz. Im Jahr 1564 erlosch die Linie Leutenberg und der Besitz ging an die daraufhin bestehende Linie Schwarzburg-Rudolstadt. Mehr unter oben stehendem Link der Wikipedia.. | von Schwarzburg, Graf Günter IV. (VII.) (I9450)
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| 50737 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzenberg_(Adelsgeschlechter,_Schwarzwald) Freiherren von Schwarzenberg nannten sich zwischen 1120 und 1465 zwei verschiedene Geschlechter, denen nacheinander die Schwarzenburg bei Waldkirch gehörte und die die Vogtei über das Kloster St. Margarethen in Waldkirch ausübten. Die von Schwarzenberg gründeten die Städte Waldkirch und Elzach, bauten außer der Schwarzenburg die Kastelburg, betrieben Blei- und Silber-Bergbau bei Bleibach bzw. im Suggental (Silberbergwerk Suggental mit dem Urgraben) und herrschten über große Teile des Elz- sowie des Glottertals. Geschichte König Otto III. gab 994 dem Frauenkloster St. Margarethen in Waldkirch das Recht, sich frei einen Schirmvogt auszuwählen und einen solchen allenfalls auch wieder abzusetzen.[2] Dieses Recht wurde 1123 von Heinrich V. bestätigt. Papst Alexander III. bestätigte in einer Bulle von 1178 auch kirchlicherseits den Besitz des Klosters. Das ältere Haus Schwarzenberg (1100–1216) Um 1100 erscheinen im Zusammenhang mit der Beurkundung von Schenkungen an die Klöster St. Peter und St. Georgen die Waldkircher Schirmvögte als advocati de Waldhilcha, später – nach dem Bau der Schwarzenburg auf dem Schwarzenberg, einem Ausläufer des Kandels – advocati de Swarzinbere. Um 1120 wird bei einem Gütertausch von einem Schirmvogt Konrad gesprochen. Die Waldkircher bzw. Schwarzenberger bewegten sich im Umfeld der Zähringer, Üsenberger und Röttler, woraus eine gewisse Bedeutung des Geschlechts abzulesen ist. Die Schwarzenberg waren einerseits Vögte des Klosters St. Margarethen in Waldkirch, sie verfügten aber auch über ausgedehnte Eigengüter im Raum Waldkirch, wobei die Auseinandersetzungen zwischen Vögten und Kloster im 15. Jahrhundert den Schluss nahelegen, dass die Schwarzenberger schon damals ihre Rechte auf Kosten des Klosters sukzessive ausgedehnt hatten. Dem um 1100 auftretenden Konrad folgten weitere drei Personen mit diesem Leitnamen. Ein Konrad von Schwarzenberg war Teilnehmer am 3. und 4. Kreuzzug. Bei letzterem gehörte er zu einer Gruppe Adliger aus dem Elsass und dem Breisgau, die Abt Martin vom elsässischen Kloster Pairis folgten. Er kam über Akkon 1204 nach Konstantinopel, als dieses vom Hauptheer der Kreuzfahrer belagert und dann geplündert wurde. Konrad (der Kreuzfahrer) war der letzte männliche Nachkomme seines Geschlechts und besaß Güter in Runstal inklusive Burg Runstal, Mundingen und Vörstetten. Nach der Urkundenlage muss er 1212 oder 1213 in Akkon verstorben sein, wo er sich 1207/1208 ein stattliches Haus gekauft hatte. Adelheid von Schwarzenberg, eine Tochter oder Schwester des Konrad, war mit Walter I. von Eschenbach verheiratet. Das jüngere Haus Schwarzenberg (1243–1465) Die Söhne von Walter I. von Eschenbach, Walter II. und Berchtold, teilten das Erbe und bildeten die Linien Eschenbach zu Oberhofen und Eschenbach-Schnabelburg. Die neu erworbenen schwarzenbergischen Gebiete wurden zunächst gemeinsam verwaltet. Um 1270 teilten Walter von Eschenbach und Johann von Eschenbach-Schnabelburg die Besitztümer der Familie in der Weise, dass die Güter im Breisgau an die Eschenbach-Schnabelburg gingen, während die Besitzungen in der Schweiz weitgehend an die Eschenbach kamen. Ein Walter von Eschenbach nannte sich 1223 bis 1245 Vogt zu Schwarzenberg. Später nannte sich das Geschlecht auch Schnabelburg-Schwarzenberg. Vor 1283 gründeten die Herren von Schwarzenberg die Stadt Waldkirch, die sie dann um 1300 mit dem Freiburger Stadtrecht ausstatteten. 1284 kauften die Schwarzenberger die Heidburg.[6] Um das Jahr 1290 erhielt Elzach durch Wilhelm oder dessen Sohn Heinrich von Schwarzenberg die Stadtrechte. 1316 versicherte Heinrich von Schwarzenberg der Stadt Freiburg, dass er keinen befahrbaren Weg durch den Simonswald anlegen werde. Unter den Söhnen von Ulrich I. von Schnabelburg (Berchtold III. und Johann I.) kam es um 1290 zu einer weiteren Aufteilung des Besitzes. Bereits um 1330 erlangten die Habsburger die Lehenshoheit über die Herrschaft Schwarzenberg. Schwarzenberg-Schwarzenberg (ca. 1290–1347) Berchtold III. ist der Begründer der Linie Schwarzenberg-Schwarzenberg, die mit seinem Ur-Enkel Ulrich II. bereits 1347 ausstarb. An die Herrschaft Schwarzenberg gingen 1290 neben der Schwarzenburg die Orte Siensbach, Siegelau, Oberglottertal, Unterglottertal, Heuweiler, Katzenmoos und Unteryach sowie die Freivogtei über das Kloster St. Margarethen. Bei einer weiteren Teilung von bisher gemeinsamem Besitz im Jahr 1316 erhielt die Herrschaft Schwarzenberg die Hälfte von Suggental und die Stadt Elzach. Burg und Herrschaft fielen an die Linie Schwarzenberg-Kastelburg, da Ulrichs Erbtochter Anna mit Johann III. von Schwarzenberg-Kastelburg verheiratet war.[9] Schwarzenberg-Kastelburg (ca. 1290–1465) Johann I. von Schwarzenberg ist der Begründer der Linie Schwarzenberg-Kastelburg, die mit seinem Ur-Ur-Enkel Hans Werner 1465 ausstarb. Johann I. tritt in den Urkunden über viele Jahre gemeinsam mit seinem Neffen Wilhelm von der Linie Schwarzenberg-Schwarzenberg auf. An die Herrschaft Kastelberg gingen 1290 neben der Kastelburg die Orte Oberwinden, Simonswald, Bleibach, Gutach, Riedern, Kohlenbach und Kollnau. Bei der weiteren Teilung von bisher gemeinsamem Besitz im Jahr 1316 erhielt die Herrschaft Kastelberg die andere Hälfte von Suggental und die Stadt Waldkirch. Die finanzielle Lage der Kastelburger war schlecht. Daher verkaufte Johann III. bereits 1347 und 1352 seine Rechte. Am 31. Dezember 1354 verpfändete Johann (auch Henselin von Kastelburg genannt) den Kern seiner Besitzungen (Kastelburg, Waldkirch, Oberwinden, halb Simonstal, halb Suggental u. a.) an Martin Malterer, Hesse Schnewlin und Dieter von Falkenstein. (In der Literatur ist auch vom Verkauf der Herrschaft Kastelberg an Martin Malterer 1354 die Rede.) Johannes III. von Schwarzenberg-Kastelburg war mit Anna, der Erbtochter von Ulrich II. von Schwarzenberg-Schwarzenberg, verheiratet und beerbte so die Linie Schwarzenberg-Schwarzenberg. Er bestätigt 1347 nochmals die von seinen Vorfahren erteilten Rechte für die Stadt Elzach. Am 14. Mai 1377 gehörte er zu den Rittern von Graf Ulrich von Württemberg, die bei der Burg Achalm plündernde Söldner der Reichsstadt Reutlingen angriffen und verlustreich zurückgeschlagen wurden, und kam in diesem Kampf ums Leben. 1406 versuchte die Äbtissin Anastasia, Pfalzgräfin von Tübingen, zu beweisen, dass von alters her das gesamte Elztal dem Stift gehöre und somit die Schwarzenberger beweisen müssten, dass ihr Besitz rechtmäßig sei. Die letzte Äbtissin, Agatha von Üsenberg, versuchte wiederum, Hans Werner von Schwarzenberg als Vogt zu ersetzen und die Rückgabe von inzwischen schwarzenbergischen Gütern an das Stift zu erzwingen. 1428 kam es jedoch zu einem Vergleich, der lediglich den Rechtsweg festlegte, den das Stift zu gehen habe. Johann (Hans) Werner von Schwarzenberg hatte einen Sohn, Simon, der jedoch schon zu Lebzeiten (seit 1459) seines Vaters als verschollen galt, so dass 1465 beim Tod von Johann Werner die verbliebenen Besitzungen an seinen Schwiegersohn Heinrich von Rechberg kamen. Die weiteren Geschicke der schwarzenbergischen Erbschaft Die Herrschaft Schwarzenberg ging 1465 an die Familie von Rechberg, später an die von Ehingen (1546) und von Reischach (1560) über, wobei die neuen Herren ihren Wohnsitz meist im Stadtschloss Elzach nahmen. Die Herrschaft Kastelberg wurde im Jahr 1565 von Österreich zurückerworben. 1567 kaufte Erzherzog Ferdinand von Österreich die verschuldete Herrschaft Schwarzenberg für 28.000 Gulden[13] und vereinigte sie mit der Herrschaft Kastelberg zur vorderösterreichischen Kameralherrschaft Kastelberg-Schwarzenberg, welche 1805 zum Großherzogtum Baden kam. | von Schwarzenberg, Ritter Hans (I57624)
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| 50738 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzenberg_(Adelsgeschlechter,_Schwarzwald) Freiherren von Schwarzenberg nannten sich zwischen 1120 und 1465 zwei verschiedene Geschlechter, denen nacheinander die Schwarzenburg bei Waldkirch gehörte und die die Vogtei über das Kloster St. Margarethen in Waldkirch ausübten. Die von Schwarzenberg gründeten die Städte Waldkirch und Elzach, bauten außer der Schwarzenburg die Kastelburg, betrieben Blei- und Silber-Bergbau bei Bleibach bzw. im Suggental (Silberbergwerk Suggental mit dem Urgraben) und herrschten über große Teile des Elz- sowie des Glottertals. Geschichte König Otto III. gab 994 dem Frauenkloster St. Margarethen in Waldkirch das Recht, sich frei einen Schirmvogt auszuwählen und einen solchen allenfalls auch wieder abzusetzen.[2] Dieses Recht wurde 1123 von Heinrich V. bestätigt. Papst Alexander III. bestätigte in einer Bulle von 1178 auch kirchlicherseits den Besitz des Klosters. Das ältere Haus Schwarzenberg (1100–1216) Um 1100 erscheinen im Zusammenhang mit der Beurkundung von Schenkungen an die Klöster St. Peter und St. Georgen die Waldkircher Schirmvögte als advocati de Waldhilcha, später – nach dem Bau der Schwarzenburg auf dem Schwarzenberg, einem Ausläufer des Kandels – advocati de Swarzinbere. Um 1120 wird bei einem Gütertausch von einem Schirmvogt Konrad gesprochen. Die Waldkircher bzw. Schwarzenberger bewegten sich im Umfeld der Zähringer, Üsenberger und Röttler, woraus eine gewisse Bedeutung des Geschlechts abzulesen ist. Die Schwarzenberg waren einerseits Vögte des Klosters St. Margarethen in Waldkirch, sie verfügten aber auch über ausgedehnte Eigengüter im Raum Waldkirch, wobei die Auseinandersetzungen zwischen Vögten und Kloster im 15. Jahrhundert den Schluss nahelegen, dass die Schwarzenberger schon damals ihre Rechte auf Kosten des Klosters sukzessive ausgedehnt hatten. Dem um 1100 auftretenden Konrad folgten weitere drei Personen mit diesem Leitnamen. Ein Konrad von Schwarzenberg war Teilnehmer am 3. und 4. Kreuzzug. Bei letzterem gehörte er zu einer Gruppe Adliger aus dem Elsass und dem Breisgau, die Abt Martin vom elsässischen Kloster Pairis folgten. Er kam über Akkon 1204 nach Konstantinopel, als dieses vom Hauptheer der Kreuzfahrer belagert und dann geplündert wurde. Konrad (der Kreuzfahrer) war der letzte männliche Nachkomme seines Geschlechts und besaß Güter in Runstal inklusive Burg Runstal, Mundingen und Vörstetten. Nach der Urkundenlage muss er 1212 oder 1213 in Akkon verstorben sein, wo er sich 1207/1208 ein stattliches Haus gekauft hatte. Adelheid von Schwarzenberg, eine Tochter oder Schwester des Konrad, war mit Walter I. von Eschenbach verheiratet. Das jüngere Haus Schwarzenberg (1243–1465) Die Söhne von Walter I. von Eschenbach, Walter II. und Berchtold, teilten das Erbe und bildeten die Linien Eschenbach zu Oberhofen und Eschenbach-Schnabelburg. Die neu erworbenen schwarzenbergischen Gebiete wurden zunächst gemeinsam verwaltet. Um 1270 teilten Walter von Eschenbach und Johann von Eschenbach-Schnabelburg die Besitztümer der Familie in der Weise, dass die Güter im Breisgau an die Eschenbach-Schnabelburg gingen, während die Besitzungen in der Schweiz weitgehend an die Eschenbach kamen. Ein Walter von Eschenbach nannte sich 1223 bis 1245 Vogt zu Schwarzenberg. Später nannte sich das Geschlecht auch Schnabelburg-Schwarzenberg. Vor 1283 gründeten die Herren von Schwarzenberg die Stadt Waldkirch, die sie dann um 1300 mit dem Freiburger Stadtrecht ausstatteten. 1284 kauften die Schwarzenberger die Heidburg.[6] Um das Jahr 1290 erhielt Elzach durch Wilhelm oder dessen Sohn Heinrich von Schwarzenberg die Stadtrechte. 1316 versicherte Heinrich von Schwarzenberg der Stadt Freiburg, dass er keinen befahrbaren Weg durch den Simonswald anlegen werde. Unter den Söhnen von Ulrich I. von Schnabelburg (Berchtold III. und Johann I.) kam es um 1290 zu einer weiteren Aufteilung des Besitzes. Bereits um 1330 erlangten die Habsburger die Lehenshoheit über die Herrschaft Schwarzenberg. Schwarzenberg-Schwarzenberg (ca. 1290–1347) Berchtold III. ist der Begründer der Linie Schwarzenberg-Schwarzenberg, die mit seinem Ur-Enkel Ulrich II. bereits 1347 ausstarb. An die Herrschaft Schwarzenberg gingen 1290 neben der Schwarzenburg die Orte Siensbach, Siegelau, Oberglottertal, Unterglottertal, Heuweiler, Katzenmoos und Unteryach sowie die Freivogtei über das Kloster St. Margarethen. Bei einer weiteren Teilung von bisher gemeinsamem Besitz im Jahr 1316 erhielt die Herrschaft Schwarzenberg die Hälfte von Suggental und die Stadt Elzach. Burg und Herrschaft fielen an die Linie Schwarzenberg-Kastelburg, da Ulrichs Erbtochter Anna mit Johann III. von Schwarzenberg-Kastelburg verheiratet war.[9] Schwarzenberg-Kastelburg (ca. 1290–1465) Johann I. von Schwarzenberg ist der Begründer der Linie Schwarzenberg-Kastelburg, die mit seinem Ur-Ur-Enkel Hans Werner 1465 ausstarb. Johann I. tritt in den Urkunden über viele Jahre gemeinsam mit seinem Neffen Wilhelm von der Linie Schwarzenberg-Schwarzenberg auf. An die Herrschaft Kastelberg gingen 1290 neben der Kastelburg die Orte Oberwinden, Simonswald, Bleibach, Gutach, Riedern, Kohlenbach und Kollnau. Bei der weiteren Teilung von bisher gemeinsamem Besitz im Jahr 1316 erhielt die Herrschaft Kastelberg die andere Hälfte von Suggental und die Stadt Waldkirch. Die finanzielle Lage der Kastelburger war schlecht. Daher verkaufte Johann III. bereits 1347 und 1352 seine Rechte. Am 31. Dezember 1354 verpfändete Johann (auch Henselin von Kastelburg genannt) den Kern seiner Besitzungen (Kastelburg, Waldkirch, Oberwinden, halb Simonstal, halb Suggental u. a.) an Martin Malterer, Hesse Schnewlin und Dieter von Falkenstein. (In der Literatur ist auch vom Verkauf der Herrschaft Kastelberg an Martin Malterer 1354 die Rede.) Johannes III. von Schwarzenberg-Kastelburg war mit Anna, der Erbtochter von Ulrich II. von Schwarzenberg-Schwarzenberg, verheiratet und beerbte so die Linie Schwarzenberg-Schwarzenberg. Er bestätigt 1347 nochmals die von seinen Vorfahren erteilten Rechte für die Stadt Elzach. Am 14. Mai 1377 gehörte er zu den Rittern von Graf Ulrich von Württemberg, die bei der Burg Achalm plündernde Söldner der Reichsstadt Reutlingen angriffen und verlustreich zurückgeschlagen wurden, und kam in diesem Kampf ums Leben. 1406 versuchte die Äbtissin Anastasia, Pfalzgräfin von Tübingen, zu beweisen, dass von alters her das gesamte Elztal dem Stift gehöre und somit die Schwarzenberger beweisen müssten, dass ihr Besitz rechtmäßig sei. Die letzte Äbtissin, Agatha von Üsenberg, versuchte wiederum, Hans Werner von Schwarzenberg als Vogt zu ersetzen und die Rückgabe von inzwischen schwarzenbergischen Gütern an das Stift zu erzwingen. 1428 kam es jedoch zu einem Vergleich, der lediglich den Rechtsweg festlegte, den das Stift zu gehen habe. Johann (Hans) Werner von Schwarzenberg hatte einen Sohn, Simon, der jedoch schon zu Lebzeiten (seit 1459) seines Vaters als verschollen galt, so dass 1465 beim Tod von Johann Werner die verbliebenen Besitzungen an seinen Schwiegersohn Heinrich von Rechberg kamen. Die weiteren Geschicke der schwarzenbergischen Erbschaft Die Herrschaft Schwarzenberg ging 1465 an die Familie von Rechberg, später an die von Ehingen (1546) und von Reischach (1560) über, wobei die neuen Herren ihren Wohnsitz meist im Stadtschloss Elzach nahmen. Die Herrschaft Kastelberg wurde im Jahr 1565 von Österreich zurückerworben. 1567 kaufte Erzherzog Ferdinand von Österreich die verschuldete Herrschaft Schwarzenberg für 28.000 Gulden[13] und vereinigte sie mit der Herrschaft Kastelberg zur vorderösterreichischen Kameralherrschaft Kastelberg-Schwarzenberg, welche 1805 zum Großherzogtum Baden kam. | von Schwarzenberg, Ulrich (I11985)
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| 50739 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Sebastian_von_Diesbach Sebastian von Diesbach war der Sohn des Ludwig von Diesbach und der Antonia von Ringoltingen. Er heiratete 1509 Dorothea von Hallwyl († 1517) und um 1518 Louise Mestral. Nach einem Studienaufenthalt in Paris leistete er Kriegsdienst und gelangte nach seiner Rückkehr nach Bern 1504 in den Grossen Rat. Als Leutnant der bernischen Truppen nahm er 1513 an der Schlacht von Novara teil. Als französischer Oberst diente er später in der Picardie und 1522 nahm er in mailändischen Diensten an der Schlacht bei Bicocca teil. Diesbach wurde 1514 in den Kleinen Rat gewählt, 1515 wurde er Schultheiss von Burgdorf, 1518 wurde er Heimlicher von Burgern, und ab 1519 war er wiederum im Kleinen Rat. Im selben Jahr reiste er als Vermittler nach Freiburg und zum Herzog von Savoyen, 1521 als Gesandter zur Bundesbeschwörung mit König Franz I. nach Paris. 1525 wurde er Heimlicher vom Rat. 1529 wurde er zum Schultheiss von Bern gewählt. In den beiden Kappelerkriegen führte er die bernischen Truppen gegen die fünf katholischen Orte, war jedoch der Reformation gegenüber kritisch eingestellt. 1533 wurde er bei der Schultheissenwahl übergangen und 1534 wegen eines ungeklärten Bestechungshandels seiner Ämter enthoben. Er gab daraufhin das bernische Burgerrecht auf und zog zu seinem Bruder Rochus von Diesbach nach Freiburg im Üechtland. Sebastian von Diesbach besass zeitweise das Landgut Löwenberg bei Murten. | von Diesbach, Sebastian (I57940)
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| 50740 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Senn_von_Münsingen_(Adelsgeschlecht) Senn von Münsingen (Adelsgeschlecht) Die Senn von Münsingen waren eine ritteradelige Familie, die im 13. und 14. Jahrhundert im Berner Aaretal und im vorderen Emmental begütert war. 1347 beerbte die Familie die Grafen von Buchegg auf dem solothurnischen Bucheggberg und im Limpachtal und 1360 erfolgte der Ständeaufstieg zum Freiherrentitel. Geschichte 1241 taucht Johannes Senno de Munsingen als erster Vertreter der Familie in einer Urkunde als Zeuge auf. Er war ein Dienstmann der Grafen von Kyburg, von denen er bedeutenden Grundbesitz zu Lehen hatte. Zu den Gütern in Münsingen gehörte möglicherweise auch die Burg und Herrschaft Diessenberg. Von seinen vier Söhnen Konrad, Johann, Peter und Burkhart erbte Konrad die Güter in Münsingen, welche er 1258 erweitern konnte. Wie sein Vater war er Rat am kyburgischen Hof. 1276 führt er dann Reichsgeschäfte für König Rudolf von Habsburg in Köniz durch und wird 1277 mit seinem Bruder Johann beim Kauf der Stadt Freiburg durch Habsburg als Zeuge genannt. Dieser Wechsel des Dienstherren ist mit dem Aussterben des Hauses Kyburg 1264 zu erklären. Konrad begleitete Rudolf von Habsburg auf seinem Kriegszug gegen Ottokar von Böhmen und erhielt dafür 1278 weitere Güter in Münsingen und den Zehnten zu Wichtrach. Als Konrad 1282 starb, erbte sein Sohn Burkhart I. Senn von Münsingen alle Güter und Rechte der Familie. Er heiratete Johanna von Buchegg, die Erbtochter des Grafen Heinrich von Buchegg, Landgraf von Burgund. Durch sie gelangte Burkhart in Besitz der Burgen Buchegg und Balmegg mit dazugehörenden Gütern. Wie sein Vater Konrad war Burkhart Gefolgsmann der Habsburger, für die er 1310 bürgte. Durch diese habsburgfreundliche Politik machte er sich die Städte Bern und Solothurn zum Feind, die 1311 seine Burgen Münsingen und Balmegg zerstörten. 1314 versöhnte er sich mit den Städten Bern und Solothurn und verzichtete auf Rache für den erlittenen Schaden. Im Gegenzug erhielt er alle seine Güter und Rechte zurück und durfte die zerstörten Burgen wieder aufbauen. Ausserdem wurde er für fünf Jahre in den Schirm der Stadt Bern genommen. 1316 trat Burkhard I. Senn von Münsingen gar ins Burgerrecht der Stadt Bern ein. Ein Zweig der Familie liess sich in Oberdiessbach nieder. 1331 soll jungher hans senno, wahrscheinlich ist mit Hans Johann gemeint, den Kirchherr von Oberdiessbach erschlagen haben. Die Freunde des erschlagenen Kirchherren sollen sich daraufhin in der Burg Diessenberg festgesetzt haben, welche die Senn zu Lehen hatten. Die Familie Senn wandte sich an die Stadt Bern, bei welcher sie verburgrechtet war. Daraufhin zog diese mit einer Streitmacht nach Oberdiessbach, belagerte und bestürmte die Burg Diessenberg bis sich die Besatzung ergab. Von Burkhart I. Söhnen, erhielt Burkhart II. Senn von Münsingen von Kaiser Karl IV. den Freiherrentitel und Johann II. Senn von Münsingen wurde 1335, dank dem hohen geistlichen Einfluss seiner Onkel Hugo II. von Buchegg, Matthias von Buchegg und Berthold von Buchegg, zum Bischof von Basel. Doch weder das Erbe der Grafschaft Buchegg 1347, noch der Ständeaufstieg zum Freiherrentitel vermochte die Existenz der Familie zu retten. Weil Johann II., Diebold, Franz und Konrad II. im geistlichen Stand waren und Burkhart II. kinderlos starb, erlosch das Geschlecht der Senn von Münsingen. Ihre Schwester Elisabeth Senn von Münsingen heiratete Henmann von Bechburg, mit welchem sie 1377 die Besitztümer ihrer Familie in Münsingen für 1500 Gulden an die drei Bernburger Johann und Ulrich von Buch und Peter Niesso verkaufte. | Senn von Münsingen, Verena (I61036)
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| 50741 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Senn_von_Münsingen_(Adelsgeschlecht) Senn von Münsingen (Adelsgeschlecht) Die Senn von Münsingen waren eine ritteradelige Familie, die im 13. und 14. Jahrhundert im Berner Aaretal und im vorderen Emmental begütert war. 1347 beerbte die Familie die Grafen von Buchegg auf dem solothurnischen Bucheggberg und im Limpachtal und 1360 erfolgte der Ständeaufstieg zum Freiherrentitel. Geschichte 1241 taucht Johannes Senno de Munsingen als erster Vertreter der Familie in einer Urkunde als Zeuge auf. Er war ein Dienstmann der Grafen von Kyburg, von denen er bedeutenden Grundbesitz zu Lehen hatte. Zu den Gütern in Münsingen gehörte möglicherweise auch die Burg und Herrschaft Diessenberg. Von seinen vier Söhnen Konrad, Johann, Peter und Burkhart erbte Konrad die Güter in Münsingen, welche er 1258 erweitern konnte. Wie sein Vater war er Rat am kyburgischen Hof. 1276 führt er dann Reichsgeschäfte für König Rudolf von Habsburg in Köniz durch und wird 1277 mit seinem Bruder Johann beim Kauf der Stadt Freiburg durch Habsburg als Zeuge genannt. Dieser Wechsel des Dienstherren ist mit dem Aussterben des Hauses Kyburg 1264 zu erklären. Konrad begleitete Rudolf von Habsburg auf seinem Kriegszug gegen Ottokar von Böhmen und erhielt dafür 1278 weitere Güter in Münsingen und den Zehnten zu Wichtrach. Als Konrad 1282 starb, erbte sein Sohn Burkhart I. Senn von Münsingen alle Güter und Rechte der Familie. Er heiratete Johanna von Buchegg, die Erbtochter des Grafen Heinrich von Buchegg, Landgraf von Burgund. Durch sie gelangte Burkhart in Besitz der Burgen Buchegg und Balmegg mit dazugehörenden Gütern. Wie sein Vater Konrad war Burkhart Gefolgsmann der Habsburger, für die er 1310 bürgte. Durch diese habsburgfreundliche Politik machte er sich die Städte Bern und Solothurn zum Feind, die 1311 seine Burgen Münsingen und Balmegg zerstörten. 1314 versöhnte er sich mit den Städten Bern und Solothurn und verzichtete auf Rache für den erlittenen Schaden. Im Gegenzug erhielt er alle seine Güter und Rechte zurück und durfte die zerstörten Burgen wieder aufbauen. Ausserdem wurde er für fünf Jahre in den Schirm der Stadt Bern genommen. 1316 trat Burkhard I. Senn von Münsingen gar ins Burgerrecht der Stadt Bern ein. Ein Zweig der Familie liess sich in Oberdiessbach nieder. 1331 soll jungher hans senno, wahrscheinlich ist mit Hans Johann gemeint, den Kirchherr von Oberdiessbach erschlagen haben. Die Freunde des erschlagenen Kirchherren sollen sich daraufhin in der Burg Diessenberg festgesetzt haben, welche die Senn zu Lehen hatten. Die Familie Senn wandte sich an die Stadt Bern, bei welcher sie verburgrechtet war. Daraufhin zog diese mit einer Streitmacht nach Oberdiessbach, belagerte und bestürmte die Burg Diessenberg bis sich die Besatzung ergab. Von Burkhart I. Söhnen, erhielt Burkhart II. Senn von Münsingen von Kaiser Karl IV. den Freiherrentitel und Johann II. Senn von Münsingen wurde 1335, dank dem hohen geistlichen Einfluss seiner Onkel Hugo II. von Buchegg, Matthias von Buchegg und Berthold von Buchegg, zum Bischof von Basel. Doch weder das Erbe der Grafschaft Buchegg 1347, noch der Ständeaufstieg zum Freiherrentitel vermochte die Existenz der Familie zu retten. Weil Johann II., Diebold, Franz und Konrad II. im geistlichen Stand waren und Burkhart II. kinderlos starb, erlosch das Geschlecht der Senn von Münsingen. Ihre Schwester Elisabeth Senn von Münsingen heiratete Henmann von Bechburg, mit welchem sie 1377 die Besitztümer ihrer Familie in Münsingen für 1500 Gulden an die drei Bernburger Johann und Ulrich von Buch und Peter Niesso verkaufte. | Senn von Münsingen, Ritter Peter (I61051)
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| 50742 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Senn_von_Münsingen_(Adelsgeschlecht) Senn von Münsingen (Adelsgeschlecht) Die Senn von Münsingen waren eine ritteradelige Familie, die im 13. und 14. Jahrhundert im Berner Aaretal und im vorderen Emmental begütert war. 1347 beerbte die Familie die Grafen von Buchegg auf dem solothurnischen Bucheggberg und im Limpachtal und 1360 erfolgte der Ständeaufstieg zum Freiherrentitel. Geschichte 1241 taucht Johannes Senno de Munsingen als erster Vertreter der Familie in einer Urkunde als Zeuge auf. Er war ein Dienstmann der Grafen von Kyburg, von denen er bedeutenden Grundbesitz zu Lehen hatte. Zu den Gütern in Münsingen gehörte möglicherweise auch die Burg und Herrschaft Diessenberg. Von seinen vier Söhnen Konrad, Johann, Peter und Burkhart erbte Konrad die Güter in Münsingen, welche er 1258 erweitern konnte. Wie sein Vater war er Rat am kyburgischen Hof. 1276 führt er dann Reichsgeschäfte für König Rudolf von Habsburg in Köniz durch und wird 1277 mit seinem Bruder Johann beim Kauf der Stadt Freiburg durch Habsburg als Zeuge genannt. Dieser Wechsel des Dienstherren ist mit dem Aussterben des Hauses Kyburg 1264 zu erklären. Konrad begleitete Rudolf von Habsburg auf seinem Kriegszug gegen Ottokar von Böhmen und erhielt dafür 1278 weitere Güter in Münsingen und den Zehnten zu Wichtrach. Als Konrad 1282 starb, erbte sein Sohn Burkhart I. Senn von Münsingen alle Güter und Rechte der Familie. Er heiratete Johanna von Buchegg, die Erbtochter des Grafen Heinrich von Buchegg, Landgraf von Burgund. Durch sie gelangte Burkhart in Besitz der Burgen Buchegg und Balmegg mit dazugehörenden Gütern. Wie sein Vater Konrad war Burkhart Gefolgsmann der Habsburger, für die er 1310 bürgte. Durch diese habsburgfreundliche Politik machte er sich die Städte Bern und Solothurn zum Feind, die 1311 seine Burgen Münsingen und Balmegg zerstörten. 1314 versöhnte er sich mit den Städten Bern und Solothurn und verzichtete auf Rache für den erlittenen Schaden. Im Gegenzug erhielt er alle seine Güter und Rechte zurück und durfte die zerstörten Burgen wieder aufbauen. Ausserdem wurde er für fünf Jahre in den Schirm der Stadt Bern genommen. 1316 trat Burkhard I. Senn von Münsingen gar ins Burgerrecht der Stadt Bern ein. Ein Zweig der Familie liess sich in Oberdiessbach nieder. 1331 soll jungher hans senno, wahrscheinlich ist mit Hans Johann gemeint, den Kirchherr von Oberdiessbach erschlagen haben. Die Freunde des erschlagenen Kirchherren sollen sich daraufhin in der Burg Diessenberg festgesetzt haben, welche die Senn zu Lehen hatten. Die Familie Senn wandte sich an die Stadt Bern, bei welcher sie verburgrechtet war. Daraufhin zog diese mit einer Streitmacht nach Oberdiessbach, belagerte und bestürmte die Burg Diessenberg bis sich die Besatzung ergab. Von Burkhart I. Söhnen, erhielt Burkhart II. Senn von Münsingen von Kaiser Karl IV. den Freiherrentitel und Johann II. Senn von Münsingen wurde 1335, dank dem hohen geistlichen Einfluss seiner Onkel Hugo II. von Buchegg, Matthias von Buchegg und Berthold von Buchegg, zum Bischof von Basel. Doch weder das Erbe der Grafschaft Buchegg 1347, noch der Ständeaufstieg zum Freiherrentitel vermochte die Existenz der Familie zu retten. Weil Johann II., Diebold, Franz und Konrad II. im geistlichen Stand waren und Burkhart II. kinderlos starb, erlosch das Geschlecht der Senn von Münsingen. Ihre Schwester Elisabeth Senn von Münsingen heiratete Henmann von Bechburg, mit welchem sie 1377 die Besitztümer ihrer Familie in Münsingen für 1500 Gulden an die drei Bernburger Johann und Ulrich von Buch und Peter Niesso verkaufte. | von Münsingen genannt Senn, Ritter Johann (I61052)
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| 50743 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylla_Fugger (Sep 2023) Anders als manchmal zu lesen ist, war sie keine Patrizierin.[3] Sie war die Nichte des Zunftmeisters Ulrich Artzt, des späteren Bürgermeisters und Hauptmanns des Schwäbischen Bundes. 1498 wurde die 18-jährige Sibylla die Ehefrau des 39-jährigen Jakob Fugger. Die Mitgift der Braut betrug die hohe Summe von 5000 fl. Von der Eheschließung existiert ein Hochzeitsbildnis mit der Majuskel-Inschrift: „AM NEINTEN TAG IANVARI IM 1498 IAR IN DER GESTALT KAME WIR ZV SAME VIRWAR“. Das Hochzeitsbild ist das einzige authentische Bildnis der Sibylla Artzt. Es wird entweder Thoman Burgkmair oder seinem Sohn Hans Burgkmair dem Älteren zugeschrieben.[4][5] Das Gemälde befindet sich in Privatbesitz in England.[6] Das von Jakob Fugger 1511 seiner Schwiegermutter abgekaufte Wohnhaus am Weinmarkt wurde das Zentrum des Fuggerischen Handelsimperiums: die Fuggerhäuser an der heutigen Maximilianstraße in Augsburg. Über die 27 Jahre währende Ehe ist archivalisch nur wenig belegt. Jakob Fugger ließ sich und seine Frau 1510 in die Bruderschaft der Mönche von St. Ulrich aufnehmen und er kaufte Seelenämter. Er erwarb für seine Frau eine Grablege im Dominikanerkloster St. Magdalena. Da die Ehe kinderlos geblieben war, teilte Jakob Fugger in seinen beiden Testamenten sein Erbe zwischen seinen Neffen auf und soll seine Frau weniger reichlich als im ersten Testament bedacht haben.[7] Dass Sibylla Fugger vier Teile aus dem berühmten Burgunderschatz erhalten haben soll, ist widerlegbar. Jakob Fugger hatte 1504 vier Stücke des Schatzes angekauft, er verkaufte aber 1515 ein Stück davon, das sogenannte „Federlein“, an Kaiser Maximilian I. Sein Erbe Anton Fugger verkaufte 1542 ein anderes Teil, die „Drei Brüder“, an König Heinrich VIII. von England. Die beiden Teile „Rose“ und „Gürtelein“ blieben im Besitz der Fugger und wurden nicht Sibylla vermacht. Jakob Fugger verstarb am 30. Dezember 1525 und wurde in der Fuggerkapelle in der Kirche St. Anna begraben. | Artzt (Arzt), Sibylla (I42824)
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| 50744 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylle_(Jerusalem) (Okt 2017) Ihr Vater hatte 1171 den Grafen Stephan I. von Sancerre ins Heilige Land eingeladen, um ihn mit Sibylle zu verheiraten, aus unklaren Gründen scheiterte das Eheprojekt jedoch und Stephan kehrte unverheiratet nach Frankreich zurück. Raimund III., Graf von Tripolis, der Regent für Balduin IV. während dessen Minderjährigkeit, arrangierte 1177 für Sibylle die Heirat mit Wilhelm von Montferrat. Wilhelm starb kurze Zeit später, als Sibylle mit dem späteren Balduin V. schwanger war. Nach Wilhelms Tod schlugen Vertreter Flanderns vor, sie solle einen niederen Adligen aus dem Land heiraten, und 1179 trug ihr Balduin von Ramla, das Oberhaupt der mächtigen Ibelin, die Ehe an. Balduin IV. veranlasste jedoch, dass sie 1180 Guido von Lusignan heiratete, der erst vor kurzem ins Land gekommen war. In der Folge verlor Balduin so viel von der Unterstützung der alten Familien, dass er versuchte, die Ehe wieder aufzulösen. Guido widersetzte sich, da er bereits auf dem Weg war, mit Sibylles Hilfe die Kontrolle über das Reich zu erlangen. Im Versuch, Guidos Einfluss zurückzudrängen, übernahm Raimund III. 1183 nach dem Rücktritt des durch seine Lepraerkrankung behinderten Balduin IV. die Regentschaft für den minderjährigen Balduin V. Balduin V. starb 1186, keine zehn Jahre alt. Sibylle, Guido und Rainald von Chatillon gelang es, das Zepter an sich zu reißen, bevor Raimund die Nachfolgefrage durch eine Beratung klären lassen konnte. Viele Adlige widersetzten sich diesem Angriff, und verlangten bei der Krönung Sibylles die Scheidung von Guido. Sie stimmte zu, unter der Bedingung, dass sie sich einen neuen Ehemann aussuchen dürfe. Daraufhin heiratete sie Guido zum zweiten Mal, zum Missfallen des Adels, der diese Möglichkeit nicht in Erwägung gezogen hatte. Sibylle blieb Königin, Guido regierte aus ihrem Recht als König. Während der Schlacht bei Hattin am 4. Juli 1187 wurde das Heer des Königreiches vernichtet und Guido geriet in Gefangenschaft, so dass Sibylle die Verteidigung Jerusalems bei Saladins Belagerung im September selbst leiten musste. Die Stadt kapitulierte am 2. Oktober, Sibylle erhielt freies Geleit nach Tripolis. Im Heerlager ihres Mannes, bei der Belagerung von Akkon, starben sie und ihre Tochter am 25. Juli 1190 bei einer Epidemie. Da Guido nur ihr Prinzgemahl war, ging die Krone nominell an ihre Schwester Isabella und 1192 auch an deren zweiten Ehemann Konrad von Montferrat über. Auf Vermittlung König Richards von England überließ Guido den beiden am 16. April 1192 die Krone. | von Anjou-Château-Landon (Jerusalem), Sibylle (I9187)
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| 50745 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylle_von_Acerra (Sep 2023) Nach Tankreds Thronbesteigung wurde sie Königin von Sizilien. 1193 starb ihr Sohn Roger und im Februar des folgenden Jahres Tankred. Daraufhin wurde sie Vormund ihres Sohnes Wilhelm. Ihre Anhänger waren Richard von Aiello und dessen Bruder Nikolaus von Salerno. Im August 1194 marschierte Kaiser Heinrich VI. in Neapel ein und im November 1194 setzte er nach Sizilien über. Sibylle brachte Wilhelm in der Zitadelle von Caltabellotta in Sicherheit. Eine Verteidigung Palermos war ihr nicht möglich, da dessen Bürger Heinrich die Übergabe der Stadt anboten. In Kapitulationsverhandlungen erhielt sie von Heinrich VI. die Grafschaft Lecce und für Wilhelm das Fürstentum Tarent als Lehen[1]. Sybille wohnte mit Wilhelm der Krönung Heinrichs zum König von Sizilien am 25. Dezember 1194 in der Kathedrale von Palermo bei.[2] Am 29. Dezember 1194 wurde sie jedoch der Beteiligung an einer Verschwörung normannischer Adeliger bezichtigt und mit ihren Kindern gefangen genommen. Wilhelm wurde degradiert, Konrad von Lützelhardt übergeben[3] und auf die staufische Burg Alt-Ems (heute Hohenems in Vorarlberg) gebracht.[4] Dort soll er misshandelt (geblendet) worden sein. Sein Todesdatum ist nicht überliefert, aus einigen Briefen des Papstes Coelestins III. lässt sich jedoch folgern, dass er wahrscheinlich 1198 starb.[3] Sibylle und ihre Töchter wurden im elsässischen Kloster Hohenburg inhaftiert, wo sie vier Jahre trotz Fürsprache von Papst Innozenz III. lebte. Erst um 1200 flüchteten sie und ihre Töchter nach Frankreich. | von Acerra (Medania-Aquino), Sibylle (I42939)
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| 50746 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylle_von_Anjou (Okt 2017) Sibylle von Anjou (* um 1112; † 1165 in Bethanien) war eine französische Adlige und durch Ehe Gräfin von Flandern. Sie war eine Tochter des Grafen Fulko V. von Anjou aus seiner ersten Ehe mit Ermengard von Maine. 1123 heiratete sie Wilhelm Clito, Sohn des Robert Kurzhose, Herzog der Normandie. Sibylle brachte die Grafschaft Maine in die Ehe, die 1124 aus Gründen der Blutsverwandtschaft annulliert wurde. Die Annullierung wurde von Papst Honorius II. auf Geheiß von König Heinrich I., Wilhelms Onkel, durchgeführt. Fulko stellte sich dagegen und stimmte nicht zu bis Honorius ihn exkommunizierte und ein Interdikt über Anjou legte. Sibylle begleitete daraufhin ihren verwitweten Vater ins Heilige Land, wo er Melisende, die Erbin des Königreiches Jerusalem, heiratete und 1131 selbst dort König wurde. 1139 heiratete sie Dietrich von Elsass, den neuen Grafen von Flandern, der auf seiner ersten Wallfahrt ins Heilige Land war.[1] Sie kehrte mit ihrem Ehemann nach Flandern zurück. Während 1147 bis 1150 Dietrich auf dem Zweiten Kreuzzug war, regierte die schwangere Sibylle das Land. Balduin IV., Graf von Hennegau nahm die Gelegenheit wahr und griff Flandern an, aber Sibylle schlug zurück und fiel plündernd ins Hennegau ein. Im Gegenzug verwüstete Balduin Artois. 1151 schloss Balduin schließlich Frieden mit Dietrich, als dieser zurückgekehrt war. 1157 reiste Sibylle mit Dietrich auf seiner dritten Wallfahrt, wollte aber nach der Ankunft in Jerusalem nicht mit ihrem Mann zurückkehren. Sie wurde eine Nonne im Konvent von St. Lazarus in Bethanien, wo ihre Stieftante, Ioveta von Bethanien, ÄÄbtissin war. Ioveta und Sibylle unterstützten ihre Stiefmutter, Königin Melisende, und beeinflussten die Kirche. Insbesondere nach Melisendes Tod erlangte sie als Halbschwester der Könige Balduin III. und Amalrich I. eine einflussreiche Position in der Jerusalemer Königsfamilie.[2] Sibylle starb 1165 in Bethanien. | von Anjou-Château-Landon, Sibylle (I7425)
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| 50747 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Sigibot Sigibot Sigibot war um 1078 Graf von Tübingen in Ruck und Mitstifter des Klosters Blaubeuren. Er war ein Bruder des Grafen Anselm von Nagoldgau und des Grafen Hugo I. von Tübingen. Sigibot, der auf der Burg Ruck seinen Sitz hatte, hatte bei der Gründung des Klosters Blaubeuren einen großen Anteil. Es war damals zeitgemäß, dass ein edles, mächtiges Geschlecht in der Nähe seines Burgsitzes ein Familienkloster hatte, dessen feierliche Glockentöne von den frommen Übungen der Mönche Zeugnis gaben, und in dem man einst in geweihter Erde seine Ruhestätte haben wollte. Graf Sigibot ermöglichte die Verlegung des Klosters von Egelsee nach Blaubeuren, indem er nicht nur den anfangs dafür nötigen, sondern auch den umliegenden Grund und Boden spendete, nebst der wohl seit langer Zeit dort stehenden, an Reliquien sehr reichen Johanneskirche. Außerdem schenkte er mit seiner Gemahlin Adelheid, die aus einem elsässischen Grafengeschlecht, vermutlich aus Egisheim, stammte, das Dorf Süßen (Seißen bei Blaubeuren). Sigibot ist höchstwahrscheinlich bald darauf gestorben, denn sein Name verschwindet bald aus der Stiftungsgeschichte. Dagegen nahm sich seine Gemahlin auch nach seinem Tode des begonnenen Werkes eifrig an. Sie schenkte dem Kloster eine Mühle und einen Bauernhof in Süßen, einen anderen bei Kölblingsbuch sowie einen nahegelegenen Wald.[1] Sigibot und Adelheid hinterließen drei Söhne: Siegfried, Werner und Walther. Anmerkungen Ludwig Schmid: Geschichte des Pfalzgrafen von Tübingen. Tübingen 1853, Seite 33–35 (Digitalisat). | von Tübingen-Reck, Graf Sigibot (I11689)
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| 50748 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Sigibot Sigibot Sigibot war um 1078 Graf von Tübingen in Ruck und Mitstifter des Klosters Blaubeuren. Er war ein Bruder des Grafen Anselm von Nagoldgau und des Grafen Hugo I. von Tübingen. Sigibot, der auf der Burg Ruck seinen Sitz hatte, hatte bei der Gründung des Klosters Blaubeuren einen großen Anteil. Es war damals zeitgemäß, dass ein edles, mächtiges Geschlecht in der Nähe seines Burgsitzes ein Familienkloster hatte, dessen feierliche Glockentöne von den frommen Übungen der Mönche Zeugnis gaben, und in dem man einst in geweihter Erde seine Ruhestätte haben wollte. Graf Sigibot ermöglichte die Verlegung des Klosters von Egelsee nach Blaubeuren, indem er nicht nur den anfangs dafür nötigen, sondern auch den umliegenden Grund und Boden spendete, nebst der wohl seit langer Zeit dort stehenden, an Reliquien sehr reichen Johanneskirche. Außerdem schenkte er mit seiner Gemahlin Adelheid, die aus einem elsässischen Grafengeschlecht, vermutlich aus Egisheim, stammte, das Dorf Süßen (Seißen bei Blaubeuren). Sigibot ist höchstwahrscheinlich bald darauf gestorben, denn sein Name verschwindet bald aus der Stiftungsgeschichte. Dagegen nahm sich seine Gemahlin auch nach seinem Tode des begonnenen Werkes eifrig an. Sie schenkte dem Kloster eine Mühle und einen Bauernhof in Süßen, einen anderen bei Kölblingsbuch sowie einen nahegelegenen Wald.[1] Sigibot und Adelheid hinterließen drei Söhne: Siegfried, Werner und Walther. Anmerkungen Ludwig Schmid: Geschichte des Pfalzgrafen von Tübingen. Tübingen 1853, Seite 33–35 (Digitalisat). | von Tübingen, Graf Hugo III. (I11688)
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| 50749 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Sigismund_I._(Polen) (Sep 2023) Sein ältester Bruder Vladislav war seit 1471 König von Böhmen und wurde zudem 1490 zum König von Ungarn gekrönt. Er übertrug ihm 1499–1506 das Herzogtum Glogau und 1501–1511 das Herzogtum Troppau, die beide ein Lehen der Krone Böhmen waren. Von 1504 bis 1506 war er zudem Landvogt der Oberlausitz und der Niederlausitz, woran das einzige erhaltene Monumentalrelief seines Prinzenwappens am Bautzener Matthiasturm erinnert, und von 1504 bis 1507 auch Oberlandeshauptmann in Schlesien.[2] Königtum ab 1507 Sigismund folgte am 24. Januar 1507 seinen Brüdern Johann Albrecht († 1501) und Alexander († 1506) auf den polnischen Thron. Während seiner Herrschaft erreichte Polen seine größte Machtfülle. Zwischen 1490 und 1526 kontrollierten die Jagiellonen den von Ostsee und Böhmerwald (böhmische Krone bis 1526) bis zum Schwarzen Meer reichenden ostmitteleuropäischen Staatengürtel. 1526/1529 fügte er Masowien mit dem Zentrum Warschau dem Königreich an. Allerdings waren die innenpolitischen Machtbefugnisse des Königs stark eingeschränkt, seit auf dem Sejm von Radom 1505 die Rechte der Szlachta gestärkt worden waren („Nihil Novi“). Seit 1518 unterstanden die Bauern nur der adligen Gerichtsbarkeit. Um die Bedrohung der östlichen Grenzen durch das Großfürstentum Moskau und der südlichen Grenzen durch das Osmanische Reich und dessen Vasallen, das Khanat der Krim, abzuwehren, schloss Sigismund zusammen mit seinem Bruder Wladislaw II. auf dem Wiener Fürstentag 1515 ein Freundschaftsbündnis mit dem römisch-deutschen Kaiser Maximilian I. 1518 heiratete er Bona Sforza aus Mailand, die Nichte der 1510 verstorbenen Kaiserin Bianca Maria Sforza. Nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen mit dem Deutschen Orden erkannte der Hochmeister, Sigismunds Neffe Albrecht von Brandenburg-Ansbach, 1525 die Lehnshoheit der polnischen Krone an. Albrecht wurde der erste Herzog von Preußen.[3] Ein großer Helfer in Sigismunds Kampf gegen die Tataren war der Schlesier Bernhard von Prittwitz, auch genannt „Terror Tartarorum“, später Starost von Bar. Weil Prittwitz für seinen überaus erfolgreichen Einsatz das Amt des Starosts und große Ländereien erhielt, sagten missgünstige adlige Oppositionelle Sigismunds Ehefrau Bona ein Liebesverhältnis mit Prittwitz' Vater nach. Sein Sohn Sigismund August wurde 1529 Vivente Rege, noch zu Lebzeiten des Vaters, vom Sejm zum Großfürsten von Litauen und König von Polen gewählt, daher rührt der Beiname „Der Alte“ für Sigismund I. Dies geschah unter nur unter Widerstand des Adels.[4] Renaissance und Humanismus Durch seine zweite Frau Bona aus Mailand verbreiteten sich in Polen die Ideen der Renaissance. Wissenschaft und Kultur blühten auf. Als Gäste kamen nach Polen Bartolomeo Berecci, Francesco Fiorentino, Santi und Mateo Gucci, Bernardo Morando, Giovanni Battista di Quadro und Hans Dürer. Die meisten Dekorateure kamen aus Italien und Deutschland und schulten eine Generation polnischer Künstler und Architekten. In der Wawelburg wurde das Innere im Renaissancestil durch Fiorentino und mit Hilfe des Benedikt von Sandomir umgewandelt. Dort entstand 1519 bis 1533 auch das Grabmonument in Kapellenform nach Plänen von Bartolomeo Berrecci und durch Santi Gucci. Das Jagdschloss der Jagiellonen in Niepołomice wurde ebenso umgestaltet. Zum nationalen Symbol ist die tonnenschwere König-Sigismund-Glocke im Wawelkathedralturm geworden, die außer an Festtagen an den entscheidenden historischen Tagen der polnischen Geschichte geläutet worden ist. Auch humanistische Gelehrte zog es an den Hof und die Jagiellonen-Universität, vor Sigismund kamen bereits der Pole Gregor von Sanok und der Italiener Felippe Buonacorsi, vor allem aber Conrad Celtis 1489–1491, der die erste literarische Gesellschaft des Landes gründete, die Sodalitas litterarum Vistulana. Die Deutschen Rudolf Agricola, Caspar Ursinus Velius, Valentin Eck[5] kamen nach Krakau. Der Buchdrucker Jost Ludwig Dietz (Decius) stieg zum Sekretär des Königs auf und schrieb 1521 De Sigismundi regis temporibus, worin er das „Goldene Zeitalter der polnischen Kultur“ beschrieb. Der Unternehmer und Bergbautechniker Johann Thurzo führte in frühkapitalistischer Art den Kupferhandel aus Ungarn ein und ließ bei Krakau erste Hüttenwerke bauen. Königin Bona ist bis heute in Polen unvergessen geblieben, allerdings auch, weil sie den Lehren Machiavellis folgend eine breite Günstlingswirtschaft durch Ämtervergabe einführte und die Macht der Szlachta brechen wollte, die sich im Hühnerkrieg 1537 mit Hinweis auf die Incompatibilitas wehrte.[6] Auch war sie eine erbitterte Gegnerin der Reformation, die sich über die Deutschen in den Städten und beim oppositionellen Kleinadel ausbreiten konnte. In Danzig erzwang Sigismund 1526 die Rückkehr zu alten Lehre. Dennoch gab es in Posen (1530), Königsberg (Kleiner Katechismus 1530 in Polnisch gedruckt) und ab 1542 in Krakau (Francesco Lismanini) lutherische Kreise. Der polnische Primas, Jan Łaski, wirkte mäßigend ein. Daraus entstand die Forderung nach Religionsfreiheit, die der Sejm von Petrikau 1555 unter dem toleranteren Nachfolger festlegte, der mit Melanchthon und Calvin korrespondierte. | von Polen (Jagiellonen), König Sigismund I. (I42810)
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| 50750 | Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Signau_(Adelsgeschlecht) Das Geschlecht der Freiherren von Signau war ein mittelalterliches Adelsgeschlecht aus dem schweizerischen Emmental. Neben ihrer regionalen Bedeutung interessieren die Freiherren von Signau als mögliche Ahnen derer von Attinghausen-Schweinsberg, einer in der Gründungszeit der Eidgenossenschaft bedeutenden Familie. Die Freiherren von Signau hatten als Stammsitz die Burg Alt-Signau, ab Mitte des 14. Jahrhunderts die Burg Neu-Signau. Güter und Rechte sind aus dem Emmental und dem Oberaargau bekannt. Aus der Familie sind 26 Personen bekannt. Erstmals erwähnt wird das Geschlecht 1130 mit Werner I. von Signau in einer Urkunde des Klosters Trub. Anastasia, die Tochter Ulrichs III. von Signau, heiratete 1325 den Grafen Eberhard II. von Kyburg. Weitere Verwandtschaften bestanden unter anderen zu den Herzögen von Teck, den Grafen von Buchegg, von Freiburg und von Fürstenberg, den Freiherren von Grünenberg sowie zu den Herren von Wartenstein und von Rüssegg. Der Tod des Henman von Signau in der Schlacht bei Sempach, der auf österreichisch-habsburgischer Seite kämpfte, beendete die Geschichte der Familie in weltlich-männlicher Linie 1386. Die Herrschaft gelangte über die Kyburger schließlich 1399 an Bern, das die Herrschaft sogleich an Johannes von Büren, Burger der Stadt Bern, weiterverkaufte. Über einen Verkauf kamen 1450 Burg und Herrschaft an die Familie von Diesbach. Erst nach der Reformation gelangte Signau 1529 endgültig an Bern. Erster bernischer Landvogt in Signau war Niklaus von Hertenstein. Die immer wieder angeführte genealogische Beziehung zwischen den Signau und den Attinghausen über die Familie von Schweinsberg ist nicht gesichert; verwandtschaftliche Beziehungen der Schweinsberg mit den Attinghausen haben wahrscheinlich bestanden. | von Signau, Heinrich II (I57641)
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