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50951 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/015048/2015-06-18/

WilhelmVelga

1504, ab 1462 Bürger von Freiburg. Jüngerer Sohn des Wilhelm und der Jaquette de Praroman. Bruder des Jakob. Ritter. ⚭ ​1) 1462 Nicolète de Saliceto, Tochter des Antoine Saliceto, 2) 1490 Girarde de Vuippens, Witwe des Rodolphe de Vuippens. 1462-1487 im Rat der Sechzig von Freiburg, ab 1487 im Kleinen Rat, 1486-1489 Bürgermeister, 1489-1492, 1495-1498 und 1501-1502 Schultheiss, 1476 Gesandter beim französischen König.

Version vom: 18.06.2015
Autorin/Autor: Willy Schulze 
Velga, Wilhelm (I58956)
 
50952 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/015050/2015-06-18/

JakobVelga

1480 an der Pest, ab 1462 Bürger von Freiburg. Sohn des Wilhelm und der Jaquette de Praroman. Bruder des Wilhelm. ​⚭ 1) Anneline de Praroman, Tochter des Johann von Praroman, 2) Catherine Marschalk. Mitherr von Liebistorf. Ab 1467 Mitglied des Rats von Freiburg, 1468-1471 Bürgermeister, 1477-1478, 1479-1480 Schultheiss. Jakob Velga führte das Freiburger Kontingent in den Burgunderkriegen 1475 vor Blamont und bei der Eroberung der Gebiete des Grafen von Romont. 1475-1479 war er erster Vogt und Schultheiss zu Murten. 1477 nahm er an den Verhandlungen zur Freilassung Freiburgs aus savoyischer Herrschaft und an den Tagsatzungen in Luzern teil.

Version vom: 18.06.2015
Autorin/Autor: Willy Schulze 
Velga, Jakob (I58953)
 
50953 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/015053/2012-12-20/

Rodolphe de Vuippens

Erstmals 1430 erwähnt, ✝︎ vor dem 2.6.1488. Sohn des Pierre und der Jaquette von Düdingen. ⚭ ​1) Loyse Ferwer, 2) Girarde geborene de Vuippens. 1443 Ritter, Mitherr von Vuippens, Kastlan auf der Grasburg. Ab 1440/1441 Bürger von Freiburg, 1441 und 1447 Mitglied des Rats. Nach der Absetzung des Rats durch Herzog Albrecht VI. von Habsburg wurde Rodolphe de Vuippens 1449 gefangen gehalten und bis 1450 verbannt. 1450-1462 und 1466-1486 wirkte er als Kleinrat sowie 1456-1459 und 1471-1474 als Schultheiss von Freiburg. Er nahm an den Schlachten bei Murten 1476 und bei Nancy 1477 teil. 1486 setzte er sein Testament auf.

Version vom: 20.12.2012
Autorin/Autor: Marianne Rolle Übersetzung: Anja Lindner 
de Vuippens, Rodolphe (I58966)
 
50954 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/016645/2001-11-26/

Michael Augsburger

* um 1500, ✝︎ 13.7.1557, von Bern. Sohn des Hans, Ratsherrn. ​​⚭ 1) Verena Baumgartner, 2) Elisabeth Uldrisold, Tochter des Moritz, Bürgermeisters von Murten. 1524 Grossrat, 1524 und 1526 Landvogt in Aarwangen, 1530 Kleinrat und Bauherr. Mitglied der Zunft zu Webern. 1536 Kriegsrat bei der Eroberung der Waadt, 1536-1548 erster Welschseckelmeister. 1536 Verhandlungen mit Genf über die Marchen zu Gex (F) und Gaillard (F), 1537 mit dem Wallis über Zoll und Zinsen zu Vouvry, 1539 mit Freiburg über die March bei Chavornay und Aillerens. Wiederholte Unterstützung des Reformators Guillaume Farel. 1539 Mitglied einer bernischen Gesellschaft zum Betrieb eines Eisenbergwerks und Hochofens in Genolier. 1541 Verhandlungen mit Genf über das Priorat Saint-Victor, 1545 über die Verteidigung der Stadt.

Version vom: 26.11.2001
Autorin/Autor: Ulrich Moser 
Ougspurger (Augsburger), Michael (I59406)
 
50955 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/016646/2001-11-29/

Michael Augsburger

* 20.2.1544 Bern, ✝︎ 1611 Bern, reformiert, Burger von Bern. Sohn des Michael. ​⚭ 1) 1565 Susanna von Graffenried, Tochter des Hans Rudolf von Graffenried, 2) 1566 Anna von Büren, Tochter des Ludwig, Landvogts. Ab 1567 im Berner Grossen Rat, 1571-1577 Landvogt von Moudon, ab 1579-1581 Kleinrat, 1581-87 Landvogt von Lausanne, ab 1589 wieder Kleinrat und Kriegsrat im Feldzug gegen Savoyen, 1592 Zeugherr (sogleich Rücktritt), 1597-1608 (Rücktritt) Deutschseckelmeister, 1608-1611 Kleinrat, viele Gesandtschaften.

Version vom: 29.11.2001
Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher 
Ougspurger (Augsburger), Michael (I61232)
 
50956 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/016663/2005-03-15/

Niklaus Dachselhofer

* 15.6.1634 Yverdon, ✝︎ 19.4.1707 Utzigen, ref., von Bern. Sohn des Niklaus und der Barbara Stölli. ​⚭ 1) 1653 Barbara von Büren (geschieden, ✝︎ 1698), 2) 1679 Anna Salome Effinger. 1657 Mitglied des Berner Gr. Rats, 1661 Grossweibel, 1662-68 Hofmeister zu Königsfelden, 1681-1707 Kleinrat, 1682 Deutschseckelmeister, 1687-91 Venner. D. erwarb 1682 Schloss und Herrschaft Utzigen von Samuel Jenner im Tausch gegen das Talgut zu Ittigen. Er weigerte sich angeblich 1674 als Hauptmann in franz. Diensten (Regiment Erlach), gegen die prot. Generalstaaten von Holland ins Feld zu ziehen. In den 1680er Jahren führender Kopf der antifranz. Partei im Gr. Rat und Gegenspieler Sigmund von Erlachs. Mit dem Zürcher Bürgermeister Heinrich Escher war D. 1687 Gesandter der eidg. Tagsatzung am franz. Hof: Zwar gelang es ihnen nicht, Kg. Ludwig XIV. von der Unterstützung des Bf. von Genf (in Annecy) gegenüber der Stadt Genf abzubringen. Sie widerstanden jedoch franz. Druckversuchen und leiteten eine Wende in den polit. Beziehungen zu Frankreich ein.

Version vom: 15.03.2005
Autorin/Autor: Annelies Hüssy

 
Dachselhofer, Niklaus (I61403)
 
50957 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/016672/2004-10-25/

Johann Leonhard Engel

* 22.2.1621 Bern, ✝︎ 2.8.1682 vermutlich in Bern, ref., von Bern. Sohn des Hieronymus, Kupferschmieds. ​⚭ 1) 1641 Francisca Wächinger, Tochter des Konrad, Landvogts , 2) 1661 Euphrosine Fischer, Tochter des Burkard Fischer. 1651 Berner Grossrat, 1652 Gerichtsschreiber, 1653 Teilnehmer an den Bauernverhandlungen und -verhören, 1656 Feld-, Kriegs- und Ratschreiber im 1. Villmergerkrieg, 1656-62 Hofmeister (Landvogt) in Königsfelden, 1663-66 und 1669 Sechzehner zu Schmieden, 1669 Heimlicher von Burgern und Kleinrat, 1676 Venner zu Schmieden, 1679-10.4.1682 Deutschseckelmeister. E. ordnete die Gewölberegistratur und das Archiv der Standesdokumente. Als gesuchter Kenner der bern. Rechtsdokumente nahm er 1658-64 an den Schiedsverhandlungen zwischen Solothurn und Bern um die Rechte am Bucheggberg teil.

Version vom: 25.10.2004
Autorin/Autor: Ulrich Moser 
Engel, Johann (Hans) Lienhard (I61191)
 
50958 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/016685/2009-01-15/

Kaspar von Mülinen

* 4.1.1481 Bern, ✝︎ 15.3.1538 Bern, von Bern. Sohn des Hans Friedrich und der Barbara von Scharnachtal, Erbin der Herrschaft Brandis. ⚭ 1500 Verena von Diesbach, Tochter des Ludwig von Diesbach. Ab 1500 Grossrat und 1500-06 Schultheiss von Burgdorf, 1509 Landvogt von Grandson, 1510-15 Landvogt von Orbe-Echallens, ab 1517 Kleinrat (1527 entsetzt). M. wurde als begabter Unterhändler mit Gesandtschaften nach Savoyen, Ferrara (Emilia-Romagna) und Montferrat (Piemont) betraut. 1506 unternahm er eine Jerusalemfahrt, wurde dort zum Ritter geschlagen und trat 1516, obschon der Rat von Bern es ihm verboten hatte, in den Dienst von Hzg. Ulrich von Württemberg ein. M. vertrat bis zur Niederlage bei Pavia 1525 die franz. Interessen. Obwohl er ein Gegner der Reformation war, nahm er 1526 als Berner Vertreter am Glaubensgespräch in Baden teil. 1527 wurde er wegen seiner unnachgiebigen Haltung in Glaubensfragen aus dem Rat verstossen. Niklaus Manuel stellte M. in seinem Totentanz dar.

Version vom: 15.01.2009
Autorin/Autor: Annelies Hüssy 
von Mülinen, Kaspar (I57517)
 
50959 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/016686/2010-09-02/

Hans Franz Nägeli

* um 1497 Aigle, ✝︎ 9.1.1579 Bern, kath., ab 1526 ref., von Bern. Herr von Münsingen und ab 1545 von Bremgarten. Sohn des Hans Rudolf. Bruder des Sebastian. ​⚭ ​1) 1524 Ursula Stokar, von Schaffhausen, 2) 1545 Rosina Wyttenbach. M. stand 1521 mit 300 Bernern in päpstl. Diensten. Ab 1522 gehörte er dem Berner Gr. Rat an, amtierte 1525-29 als Schultheiss von Burgdorf und war ab 1529 bis in hohe Alter (1578) Berner Kleinrat. 1533-40 wirkte er als Säckelmeister, 1540-68 war er Berner Schultheiss, meist alle zwei Jahre alternierend. Als bern. Hauptmann zog er 1531 im 2. Müsserkrieg aus, um den Condottiere Gian Giacomo Medici aus dem Veltlin zu vertreiben. Im gleichen Jahr sicherte er während des 2. Kappelerkrieges mit 2'000 Mann die bern. Grenze in Aigle gegen das Wallis. 1536 wurde er zum bern. Feldhauptmann bestimmt, als der Hzg. Karl III. von Savoyen Genf eingeschlossen hatte. Am 22.1.1536 begann der Auszug mit 6'000 Mann in die savoy. Waadt. Bis zum 26. Februar gelang die fast kampflose Besetzung von Moudon, Nyon und Gex, die Entsetzung von Genf sowie die Einnahme von Morges, Orbe und Yverdon. Im Feldzug vom 20. März bis 21. April nahm er Chillon und Lausanne ein. Im Mai setzte N. im Auftrag der Räte in den eroberten Gebieten die ersten bern. Vögte ein, darunter seine Brüder Sebastian in Lausanne und Hans-Rudolf in Thonon. Ebenso erfüllt war seine diplomat. Laufbahn: N. vermittelte zwischen Genf und Savoyen und vertrat die Interessen Berns bei der eidg. Tagsatzung sowie den kath. Orten., mehrmals in Genf und 1537 bei Franz I. in Paris. 1563-64 nahm er an den Friedensverhandlungen von Lausanne teil, in denen Bern auf Grund der Angst vor einer span. Intervention und auf Drängen der eidg. Orte Gex und Thonon an Savoyen zurückgab. Ab 1529 förderte er die Reformation, u.a. in Murten, Neuenburg, Payerne und Avenches, ging aber streng gegen die Wiedertäufer vor. Er besass Häuser an der Gerechtigkeits- und heutigen Nägeligasse in Bern sowie Güter in der Waadt.

Version vom: 02.09.2010
Autorin/Autor: Christian Müller (2) 
Nägeli, Hans Franz (I57929)
 
50960 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/016687/2011-02-08/

Hans Rudolf Sager

* 20.11.1547 Bern, ✝︎ 22.2.1623 Bern, ref., von Bern. Sohn des Hans und der Maria Wysshahn. ⚭ ​1) 1568 Margarete Fellenberg, Tochter des Konrad, Grossrats und Vogts, 2) 1594 Apollonia Augsburger, Tochter des Michael Augsburger (✝︎ 1557). Schwager des Michael Augsburger. 1570 Berner Grossrat, 1573-79 Schultheiss (Vogt) von Unterseen, ab 1580 Kleinrat, im selben Jahr Venner zu Schmieden. 1586 Bauherr, 1594-97 Deutschseckelmeister. 1597-1621 Schultheiss von Bern. S. reiste 1584 als Gesandter nach Genf zur Beschwörung des Bundes mit Bern, 1585 an die eidg. Tagsatzung in Aarau zur Beratung von Massnahmen gegen die Täufer und 1586 an die Tagsatzung in Baden, wo er vergeblich vorschlug, die Waadt als bern. Besitz von der Eidgenossenschaft schützen zu lassen, z.B. gegen Savoyen. 1589 wurde er als Legat nach Zürich geschickt. Er war beim Zug der Berner gegen Hzg. Karl Emmanuel von Savoyen Kriegsrat im Waadtland und beteiligte sich 1590 an den erfolglosen Friedensverhandlungen. 1602 führte er die schweiz. Gesandtschaft zur Beschwörung des eidg. Bunds mit Heinrich IV. von Frankreich nach Paris. 1606 versuchte S. vergeblich, im Bieler Tauschhandel die Interessen Berns durchzusetzen. 1608 begab er sich erneut nach Biel, um zwischen der Bürgerschaft und dem Fürstbf. von Basel zu vermitteln. In Baden protestierte S. 1611 an der Tagsatzung gegen die Drohungen des Hzg. von Savoyen und verteidigte sich 1618 gegen den Vorwurf, das ab 1617 mit Savoyen gegen Spanien verbündete Bern habe auf seinem Gebiet savoy. Söldner stationiert. S. war ein vorsichtiger Politiker, der sich dem routinierten Tagesgeschäft widmete und kein Interesse an spektakulären Aktionen hatte. Darin stimmte er mit seinem Amtskollegen Albrecht Manuel überein. S. war der letzte männl. Vertreter seines Geschlechts.

Version vom: 08.02.2011
Autorin/Autor: Christian Müller (2) 
Sager, Hans Rudolf (I59390)
 
50961 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/016689/2014-10-16/

ChristophSteiger

* 23.11.1651 Bern, ✝︎ 15.8.1731 Bern, reformiert, von Bern. Sohn des Emanuel, Welschseckelmeisters, und der Catharina Dachselhofer. Bruder des Emanuel. ⚭ 1678 Catharina Berseth, Tochter des Johann, Schultheissen von Büren. Nach der Promotion an der Hohen Schule in Bern studierte Christoph Steiger ab 1668 Theologie in Lausanne und ab 1671 die Rechte in Orléans. Dann unternahm er eine Kavalierstour mit zahlreichen Zwischenstationen in Frankreich, England und der Niederlande, wo er sich vor allem Sprachstudien widmete. Seine Gattin brachte den bedeutenden Grundbesitz der Familie Berseth mit Rebbergen und dem Landgut in Tschugg in die Ehe ein. Ab 1680 im bernischen Grossen Rat, wurde Steiger 1683 zum Grossweibel ernannt und 1687 als Landvogt nach Lenzburg entsandt. Ab 1708 war er Salzdirektor, wurde 1709 zweiter und 1711 erster Heimlicher von Burgern, 1712 Kleinrat und Welschseckelmeister. 1718 krönte er seine politische Karriere als Erster der schwarzen Linie mit dem Schultheissenamt, das er bis 1731 alternierend innehatte. Während der Genfer Verfassungskämpfe übernahm Steiger 1707, gestützt auf den Burgrechtsvertrag zwischen Bern und Genf, die Vermittlerrolle in der Rhonestadt. Im Neuenburger Erbfolgestreit vertrat er die Interessen der preussischen Krone und bemühte sich um den Ausschluss der französischen Nachfolge. Dafür wurde er 1714 von König Friedrich Wilhelm I. in den erblichen Adelsstand erhoben. In den Auseinandersetzungen des Fürstbischofs von Basel mit Bern um das Münstertal (1706-1711) nahm Steiger 1706 in Nidau und 1711 in Aarberg an den Verhandlungen teil. Im "Regenten Spiegel" werden sein glänzendes Rednertalent, seine umfassende Bildung und die massgebliche Beraterfunktion angeführt, namentlich in den Friedensverhandlungen im Zweiten Villmergerkrieg.

Version vom: 16.10.2014
Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher 
Steiger (mit dem schwarzen Bock), Christoph (I61365)
 
50962 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/016696/2005-01-27/

Burkard Fischer

* 11.1.1588 Bern, ✝︎ 24.1.1656 Villmergen, ref., von Bern. Sohn des Burkard, Landvogts. Bruder des Beat. ⚭ 1611 Elisabeth Frisching, Tochter des Johann Frisching. F. studierte in Heidelberg (1608). Zurück in Bern war er 1612 Unterschreiber, ab 1614 Grossrat, 1615 Grossweibel, 1618 Landvogt von Lugano, 1621 Landvogt von Avenches, 1629-30 und 1637 bis zu seinem Tod Kleinrat, 1630 Landvogt von Lausanne, 1639 Kirchmeier, 1642-44 und 1651-55 Venner zu Gerbern. 1644 wurde er zum Welschseckelmeister ernannt, 1650 legte er dieses Amt nieder. F. fiel im 1. Villmergerkrieg.

Version vom: 27.01.2005
Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher 
Fischer, Burkhard (I61220)
 
50963 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/016704/2002-10-25/

Johann Frisching

* 31.10.1569 Bern, ✝︎ 11.9.1620 Tirano (Veltlin), ref., von Bern. Sohn des Johann, Landvogts. ⚭ 1590 Maria Sager, Tochter des Hans Rudolf Sager. F. begann seine Karriere im bern. Staatsdienst 1593 mit dem Eintritt in den Gr. Rat. 1603 wurde er Landvogt von Nidau, ab 1612 war er Kleinrat und ab 1613 Venner zu Metzgern. 1616 wurde er als Gesandter an die Burgrechtsbeschwörung nach Neuenburg, 1618 nach Zürich zur Besiegelung des Vertrags mit der Herrschaft Venedig abgeordnet. Auf dem Feldzug ins Veltlin wurde F., der als Musterherr Söldner rekrutierte, erschlagen.

Version vom: 25.10.2002
Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher 
Frisching, Johann (I61222)
 
50964 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/016722/2005-12-01/

Hans Rudolf von Graffenried

* 1505, ✝︎ 12.3.1559, reformiert, von Bern. Sohn des Niklaus. ⚭ 1525 Elisabeth von Greyerz, Tochter des Petermann. Ab 1525 Berner Grossrat, 1530-1533 Hofmeister in Königsfelden, ab 1534 Kleinrat und 1535-1555 dreimal Venner zu Pfistern. 1555-1557 erster Landvogt von Saanen, 1536 Kriegsrat bei der Eroberung der Waadt und Beteiligung an der Einrichtung der dortigen Landvogteien. Mit seinem Bruder Peter war Hans Rudolf von Graffenried Herr von Chevron (Gemeinde Aigle). Er baute die von seinem Vater erschlossenen Salzquellen in Panex (Gemeinde Ollon) aus.

Version vom: 01.12.2005
Autorin/Autor: Hans Braun 
von Graffenried, Johann (Hans) Rudolf (I59232)
 
50965 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/016734/2005-07-29/

Lienhard Hübschi

* um 1470 Bern, ✝︎ 1536 Bern, Burger von Bern. Sohn des Lienhard, Grossrats und Stadtwerkmeisters. ⚭ ​1) um 1491 (Vorname unbekannt) Ueltschi, Tochter des Cläuwi, 2) 1536 Magdalena Huber. Werkmeister. 1487 Grossrat, 1501 Kleinrat, 1512-27 Seckelmeister, 1528-33 erneut Kleinrat, 1530 Spitalmeister. Vermittlung im Aufstand der Gotteshausleute von Interlaken, die ihren Amtmann (H.s gleichnamigen Sohn) nach Thun vertrieben hatten. Erster bern. Amtmann von Interlaken nach der Aufhebung des Klosters. 1528 bzw. 1529 Gesandter nach Sarnen und Stans sowie zur Tagsatzung nach Baden. 1529 Gesandter nach Basel (Vermittler in der Basler Glaubensspaltung).

Version vom: 29.07.2005
Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher, Ulrich Moser 
Hübschi, Lienhard (I59439)
 
50966 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/016843/2023-08-21/

Hans Guler

* 1500, ✝︎ 1.3.1563, reformiert, von Davos. Sohn des Peter. ​⚭ 1) Barbara Thöny (✝︎ 1560), 2) 1562 Anna Buol (* 1544), Tochter des Paul, Davoser Landammanns. Schwager des Davoser Landammanns Martin Beeli von Belfort. Verlebte seine Jugend meistens im Ausland, vorab im Tirol. Besitzer mehrerer Güter in Davos. Im Ersten Müsserkrieg (1525) Oberst des Zehngerichtenbundes. 1531 Podestà in Traona, 1537 in Tirano. 1535, 1540, 1544, 1557, 1561-1563 als Davoser Landammann und Bundslandammann des Zehngerichtenbundes belegt. Mehrfach Gesandter der Drei Bünde. Förderer der Reformation in Davos. 1550 von einem Strafgericht unter anderem wegen der Annahme französischer Pensionen verurteilt; 1551 rehabilitiert.

Version vom 21.08.2023
Autorin/Autor: Silvio Färber 
Guler, Hans (I59725)
 
50967 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/017114/2008-02-06/

Beat Ludwig von Mülinen

* 1.9.1521, ✝︎ 7.8.1597 Bern, reformiert, von Bern, Sohn des Kaspar. Enkel des Ludwig von Diesbach. ​⚭ 1) 1542 Margaretha Nägeli, Tochter des Hans Franz Nägeli, 2) 1578 Anna von Wyngarten. 1542 Grossrat, 1543-1550 Schultheiss von Burgdorf, 1552 Kleinrat, 1552-1560 Landvogt von Gex, 1568-1597 Schultheiss von Bern (bis 1585 zwei-, dann einjährig alternierend). Oft bernischer Gesandter unter anderem bei der Tagsatzung, in Frankreich und Savoyen. Beat Ludwig von Mülinen vermittelte 1579 den Vertrag zwischen Frankreich, Bern und Solothurn zum Schutze Genfs sowie 1589 den Verzicht Berns auf Gex und Chablais zugunsten von Savoyen. 1570 Erwerb des Landsitzes Wittigkofen.

Version vom: 06.02.2008
Autorin/Autor: Christian Müller (2)

 
von Mülinen, Beat Ludwig (I57932)
 
50968 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/017120/2009-01-23/

Johann Bernhard vonMuralt

♒︎ 14.8.1634 Bern, ✝︎ 14.10.1710 Bern, ref., von Bern. Sohn des Jost, Grossrats und Landvogts, und der Marie Schweizereisen. Bruder des Franz Ludwig. ⚭ 1661 Johanna Katharina Steiger (weiss), Tochter des Georg, bern. Kleinrats. 1664 Grossrat in Bern, 1671 Grossweibel, 1674-80 Hofmeister in Königsfelden, 1684 Kleinrat in Bern, 1693-99 Deutschsäckelmeister, 1709 Venner zu Gerbern. M. kaufte 1694 von Daniel Stürler die Freiherrschaft und das Schloss Belp. Er war oft bern. Gesandter: 1686 nach Savoyen der ref. Waldenser wegen, 1690-1709 mehrmals an die Tagsatzung in Luzern und Zürich, 1703-04 nach Savoyen und Frankreich, 1705 ins Münstertal wegen Übergriffen des Bf. von Basel. 1698 sprach er sich gegen die harte Behandlung der bern. Pietisten aus.

Version vom: 23.01.2009
Autorin/Autor: Christian Müller (2) 
von Muralt, Johann Bernhard (I61356)
 
50969 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/017128/2011-02-07/

Hans Sager

✝︎ 7.12.1569 Bern, ref., von Bern. Sohn des Michael, des ersten Kleinrats der Fam., und der Maria (Nachname unbekannt). ​​⚭ 1) 1545 Agnes Herrenschwand, 2) 1546 Maria Wysshahn, 3) 1569 Elisabeth Wurstemberger, Tochter des Simon, Kleinrats, Witwe des Jakob Augsburger, Grossrats. 1548 Mitglied des Berner Gr. Rats, 1553 Vogt von Aarberg, ab 1562 Kleinrat, 1563 Venner zu Schmieden. S. erweiterte die Kompetenzen des Bauherrenamts, das er 1564 effizient führte. Durch seine dritte Ehe sowie das Erbe seines Bruders Michael (✝︎ 1565), Vogts von Gottstatt, gelangte S., der als geschäftstüchtig galt, zu Wohlstand.

Version vom: 07.02.2011
Autorin/Autor: Christian Müller (2) 
Sager, Hans (I61225)
 
50970 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/017142/2012-02-20/

EmanuelSteiger

* 9.6.1642 Bern, ✝︎ Januar 1709 Bern, reformiert, von Bern. Sohn des Emanuel, Welschseckelmeisters, und der Catharina Dachselhofer. Bruder des Christoph. ⚭ 1665 Magdalena von Ligerz, Tochter des Johann Jakob. Promotion 1658 an der Hohen Schule in Bern. Pagendienst am Hof des Kurfürsten Johann Georg von Sachsen, von da in geheimer Mission Gesandter an den kaiserlichen Hof. Ab 1673 Grossrat, 1675 Geleitsherr, 1678-1684 Landvogt zu Yverdon, 1691-1693 Heimlicher von Burgern, ab 1693 Kleinrat, 1693 Zeugherr, 1695-1701 Welschseckelmeister, 1705-1709 Venner von Gerbern. 1663 Mitglied der eidgenössischen Delegation zu Ludwig XIV. Gutsbesitzer in Ostermundigen.

Version vom: 20.02.2012
Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher 
Steiger (mit dem schwarzen Bock), Emanuel (I61372)
 
50971 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/017254/2012-07-20/

Abraham Stürler

Erstmals erwähnt 1584, ✝︎ vor dem 19.12.1624 vermutlich Bern, reformiert, von Bern. Sohn des Ägidius, Kleinrats, und der Anna von Mülinen. ⚭ 1584 Agatha Wurstemberger, Tochter des Simon, Kleinrats. Ab 1585 Grossrat, 1588-1594 Landvogt von Oron, ab 1595 Kleinrat, 1595-1597 Ungelter vom Rat, 1597-1603 Gubernator von Aigle, 1603-1607 Venner zu Gerbern, 1610-1624 Welschsäckelmeister. 1612 Gesandter zum Bündnisabschluss Berns mit dem Markgrafen von Baden-Durlach, 1616 erster Gesandter zur Beschwörung des erneuerten Burgrechts mit Neuenburg und 1617 zum Bündnisabschluss mit Savoyen.

Version vom: 20.07.2012
Autorin/Autor: Hans Braun

 
Stürler, Abraham (I61385)
 
50972 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/017265/2012-04-04/

Johann AntonTillier

* 1494/1500, ✝︎ 30.1.1562 Bern, von Bern. Sohn des Johann Rudolf, bernischen Kleinrats, Vogts von Erlach und Schultheissen von Thun, und der Antonia Techtermann. ​⚭ 1) (Vorname unbekannt) Schaller, 2) 1536 Barbara Hübschi, Tochter des Lienhard Hübschi, 3) 1542 Catharina von Diesbach, Tochter des Rudolf, bernischen Kleinrats und Vogts von Grandson, Witwe des Jakob Stölli, Vogts. 1525 bernischer Grossrat, 1529 Schultheiss von Burgdorf, 1533 Gubernator von Aigle, 1536 Kleinrat, 1536 Landvogt von Avenches, 1540 Venner zum Roten Löwen (heute Mittellöwen), 1541 Landvogt von Lausanne, 1548 Venner, 1552 Deutschsäckelmeister, 1560 Bauherr. Johann Anton Tillier stiftete ein Stipendium für angehende Theologen der Berner Akademie. Wegen seiner Dienste für Österreich und die spanische Krone wurde er von Kaiser Karl V. geadelt.

Version vom: 04.04.2012
Autorin/Autor: Thomas von Graffenried

 
Tillier, (Johann) Anton (I61304)
 
50973 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/017266/2012-10-12/

Johann AntonTillier

* 1528 Bern, ✝︎ 1598 Bern, reformiert, von Bern. Sohn des Johann Anton und der Barbara Hübschi. ​⚭ 1555 Ursula Nägeli, Tochter des Hans Franz Nägeli. 1555 bernischer Grossrat, 1556 Sechzehner und Schultheiss von Burgdorf, 1560 Bauherr, 1564, 1570, 1575, 1577, 1578 und 1579 Zeugherr, 1562-1567 Vogt des Pays de Gex, 1568-1589 Kleinrat, 1590 Ausschluss wegen Ehebruchs, 1592 wieder aufgenommen. 1568 und 1592 Heimlicher, 1576 Böspfenniger, 1579-1589 Welschsäckelmeister. Johann Anton Tillier kaufte 1580 das Landgut Treytorrens (Payerne) aus dem Nachlass seines Schwiegervaters.

Version vom: 12.10.2012
Autorin/Autor: Thomas von Graffenried

 
Tillier, Johann Anton (I61323)
 
50974 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/017267/2012-10-12/

Johann AntonTillier

♒︎ 2.3.1705 Bern, ✝︎ 8.2.1771 Bern, reformiert, von Bern. Sohn des Johann Anton. ⚭ 1728 Julia Katharina May, Tochter des Gabriel von May. Offizier in holländischen Diensten, 1735 Hauptmann und 1746 Oberstleutnant. 1734 Grossrat, 1749 Kleinrat und Deutschsäckelmeister, 1754-1771 Berner Schultheiss. Johann Anton Tillier war ein angesehener Staatsrechtler und Diplomat, der mit Voltaire in Briefkontakt stand. Er besass unter anderem Güter in Deisswil (Gemeinde Stettlen) und Villette (Lavaux) sowie das Haus an der Junkerngasse 41 in Bern.

Version vom: 12.10.2012
Autorin/Autor: Thomas von Graffenried

 
Tillier, Johann Anton (I61375)
 
50975 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/017269/2012-04-04/

Johann AntonTillier

* 28.2.1604 Bern, ✝︎ vor dem 29.3.1682, reformiert, von Bern. Sohn des Johann Anton, Vogts von Lausanne, und der Catharina von Wattenwyl. Enkel des Johann Anton. ⚭ ​1) 1624 Magdalena Zehender, Tochter des Marquard Zehender, 2) 1667 Barbara Reiff Tribolet. 1627 bernischer Grossrat, 1631 Grossweibel, 1634 Schultheiss von Burgdorf, 1640 Kleinrat, 1648 Vogt von Lausanne, 1650 Welschsäckelmeister, 1668 Salzdirektor, 1674 Venner. Johann Anton Tillier führte im Bauernkrieg von 1653 Verhandlungen mit Niklaus Leuenberger und den Emmentaler Bauern.

Version vom: 04.04.2012
Autorin/Autor: Thomas von Graffenried

 
Tillier, Johann Anton (I61337)
 
50976 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/017270/2012-10-12/

Johann RudolfTillier

♒︎ 30.4.1629 Bern, ✝︎ 6.5.1695 Bern, reformiert, von Bern. Sohn des Johann Anton und der Magdalena Zehender. ​⚭ 1646 Elisabeth Thellung, Tochter des Abraham, fürstbischöflichen Schaffners und Meiers in Biel. Schwager von Friedrich von Luternau und Johann Heinrich Thellung de Courtelary. 1651 bernischer Grossrat, 1655 Ohmgeltner, 1657 Vogt von Interlaken, 1674 Schultheiss von Thun. 1681 übernahm Johann Rudolf Tillier den Sitz im Kleinen Rat, den sein Vater aufgegeben hatte. 1687 wurde er Deutschsäckelmeister. Tillier vermehrte das Tillierstipendium mit einem Legat und besass ein Haus an der unteren Junkerngasse in Bern.

Version vom: 12.10.2012
Autorin/Autor: Thomas von Graffenried

 
Tillier, Johann Rudolf (I61344)
 
50977 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/017308/2013-10-30/

Hans Rudolf Willading

♒︎ 12.9.1595 Bern, 1679, reformiert, von Bern. Sohn des Johann, Landvogts, und der Margarethe von Mülinen. Enkel des Beat Ludwig von Mülinen. Schwager des Vinzenz Stürler. ⚭ 1617 Katharina von Mülinen, Tochter des Niklaus von Mülinen. Ab 1621 Berner Grossrat, 1626-1630 Landvogt von Aarwangen, ab 1630 Kleinrat, 1634-1638 Zeugherr, 1651-1658 Salzdirektor, 1630-1634, 1638-1642 und 1646-1653 Venner zu Metzgern, 1653-1659 Deutschseckelmeister. Häufig Tagsatzungsgesandter.

Version vom: 30.10.2013
Autorin/Autor: Hans Braun 
Willading, Hans Rudolf (I61381)
 
50978 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/017323/2013-04-10/

MarquardZehender

* 1542, ✝︎ 1610/1611 vermutlich Bern, reformiert, von Bern. Sohn des Hans Ulrich, Landvogts, und der Christina Zum Bach. ⚭ 1564 Magdalena Herbort, Tochter des Beat, Tuchhändlers und Landvogts. Ab 1564 Chorgerichtsschreiber anstelle seines verstorbenen Bruders Samuel, ab 1565 Berner Grossrat, 1572-1578 Landvogt von Nyon, ab 1580 Kleinrat, 1582 Zeugherr des Rats, 1583-1585 Landvogt von Aigle, 1588 Böspfenniger des Rats, 1588-1594 Landvogt von Lausanne. Mehrmals Gesandter an die eidgenössische Tagsatzung sowie nach Frankreich und Savoyen.

Version vom: 10.04.2013
Autorin/Autor: Hans Braun 
Zehender, Marquart (I58258)
 
50979 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/017324/2012-08-06/

Marquard Zehender

♒︎ 22.3.1581 Bern, ✝︎ vor dem 19.2.1638, reformiert, von Bern. Sohn des Marquard. ⚭ ​1) 1601 Elisabeth Wurstemberger, Tochter des Hans Rudolf, Landvogts und Freiherren von Vesancy (Pays de Gex), 2) 1622 Anna von Diesbach, Tochter des Niklaus, Kleinrats und Herrn von Diessbach. Studienaufenthalte in Heidelberg, Bremen und Oxford. Ab 1604 Berner Grossrat, 1610-1616 Landvogt von Landshut, ab 1620 Kleinrat, 1624-1630 Landvogt von Lausanne, 1634-1637 Salzdirektor, ab 1635 Welschseckelmeister und Oberkommandant der Waadt. Mehrmals Gesandter an die eidgenössische Tagsatzung.

Version vom: 06.08.2012
Autorin/Autor: Hans Braun 
Zehender, Marquart (I58259)
 
50980 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/017759/2013-12-18/

Johann HeinrichThellung de Courtelary

♒︎ 8.11.1615 Biel, ✝︎ vor dem 10.12.1690, reformiert, von Biel und Courtelary, ab 1656 auch von Neuenburg. Sohn des Abraham, Meiers und Schaffners von Biel, und der Catherine Brun. Schwager von Johann Rudolf Tillier und Friedrich von Luternau. ​⚭ ​1) 1647 Louise Merveilleux, Tochter des Guillaume, 2) 1654 Susanna von Wattenwyl, Tochter des Sigmund, Landvogts von Morges. 1634 Collège in Genf. Johann Heinrich Thellung beteiligte sich in französischen Diensten an Feldzügen während des Dreissigjährigen Kriegs. 1646 wurde er Stadthauptmann von Biel, 1648 Bieler Grossrat, 1652 Kleinrat, 1656 Landvogt im Erguel und 1660 Meier. 1653 von Kaiser Ferdinand III. in den Adelsstand erhoben, führte er fortan den Namenszusatz de Courtelary.

Version vom: 18.12.2013
Autorin/Autor: Thomas von Graffenried 
Thellung de Courtelary, Johann Heinrich (I61347)
 
50981 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018051/1999-03-12/

Heinrich Bräm

* um 1540 Zürich, ✝︎ 4.8.1610 Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Rudolf, Zünfters zur Meisen. ​⚭ 1) 1568 Apollonia Christen, 2) 1575 Barbara Wegmann, 3) 1586 Elisabeth Rahn, Tochter des Grossrats Heinrich, 4) 1588 Elisabeth Stucki, Witwe des Hans von Erlach. Wohlhabender Metzger und Viehhändler. Ab 1581 Vertreter der Widderzunft im Gr. Rat, ab 1588 Zunftmeister, 1596 Statthalter, 1601-07 Zürcher Bürgermeister (Rücktritt wegen Krankheit). 1581 Amtmann von Töss, 1588-1601 Obervogt von Rümlang. Mitglied der Schildner zum Schneggen. B., als Bürgermeister ohne besondere Bedeutung, stieg vom Handwerker zum Rentier auf.

Version vom: 12.03.1999
Autorin/Autor: Martin Lassner 
Bräm, Hans, Heinrich (I60561)
 
50982 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018060/2006-11-23/

Hans Heinrich Holzhalb

* 13.8.1564 Zürich, ✝︎ 21.4.1637 Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Heinrich und der Anna Meyer. ​1) 1587 Elisabeth Rubli, Tochter des Georg, Junkers, 2) 1603 Anna Stoll, 3) 1611 Catharina von Schönau, Tochter des Jakob, Obersten, 4) Veronika Göldli von Tiefenau, Tochter des Beat Rudolf. Obschon H. 1591 als Gemeinder seines Onkels Leonhard bei der Buratfabrikation auftritt, kann er nicht als Textilunternehmer bezeichnet werden. Sobald es ihm altersmässig möglich war, wandte er sich mit grossem Ehrgeiz der polit. Karriere und dem Staatsdienst zu. 1592 trat er im Gr. Rat erstmals in Erscheinung als Mitglied der Kämbelzunft, der er 1595-1617 als Zunftmeister vorstand. Sukzessive erlangte er weitere politisch wichtige und lukrative Ämter: 1595 wurde er Vogt von Küsnacht, 1602 Statthalter und Pannerherr, 1604 Obristmeister, Kammerherr und Vogt im Freiamt sowie 1608 Obmann gemeiner Klöster. 1617 brach H. in Graubünden eine seiner vielen diplomat. Missionen unvermittelt ab, als er erfuhr, dass sein Onkel Leonhard, der Bürgermeister, im Sterben lag. Mit Erfolg betrieb er noch im selben Jahr seine eigene Ernennung zum Nachfolger. H. führte die Politik seines Onkels weiter und tat alles, um das gute Verhältnis zu den kath. Orten und deren Verbündeten zu erhalten. Grossen Rückhalt gaben ihm die in fremden Diensten stehenden Offiziere und die Grosskaufleute. Die zahlreiche Gegnerschaft scharte sich um den Antistes Johann Jakob Breitinger, der mit Hilfe des schwed. Königs Gustav Adolf die Stellung der ref. Orte auf Kosten der katholischen verbessern wollte. H. gehörte auch jenem Teil der Zürcher Aristokratie an, die ihren Reichtum zur Schau stellte. So liess er 1615 das Haus zum Wilden Mann mit dem damals prunkvollsten Innenausbau erstellen.

Version vom: 23.11.2006
Autorin/Autor: Martin Lassner 
Holzhalb, Hans Heinrich (I58563)
 
50983 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018081/2008-01-08/

Leonhard Holzhalb

* 1553 Zürich, ✝︎ 4.3.1617 Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Heinrich, Ratsherrn, und der Anna Thönig. Halbbruder des Heinrich. ​⚭ 1) Regula Grebel, Tochter des Adrian, Junkers, 2) Judith Peyer, Tochter des Heinrich, Ratsherrn von Schaffhausen, 3) 1587 Dorothea Meyer von Knonau, Tochter des Gerold, Junkers, 4) Cleophea Röist, Tochter des Jakob, Ratsherrn. Kaufmann, Textilunternehmer zum Strohhof in Zürich. 1593-95 Zunftmeister zum Kämbel, 1604-09 Ratsherr, ab 1609 Bürgermeister. 1595-1601 Vogt von Kyburg. Über 30-mal Tagsatzungsgesandter. In Opposition zu Johann Jakob Breitinger betrieb H. eine erfolgreiche, neutralitätsbestimmte Bündnispolitik. Sein Ziel war es, Zürich aus dem Krieg herauszuhalten.

Version vom: 08.01.2008
Autorin/Autor: Martin Lassner 
Holzhalb, Leonhard (I56583)
 
50984 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018083/2015-12-02/

Hans Keller

* 1537 Zürich, ✝︎ 19.8.1601 Zürich, reformiert, von Zürich. Sohn des Balthasar, Ratsherrn, und der Agathe Meyer von Knonau. ⚭ ​1) Margaretha Waser, Tochter des Felix, Messerschmieds, 2) Veronika Stutz. 1564 Rechenschreiber. Ab 1560 Vertreter der Schneiderzunft im Grossen Rat, 1573-1594 Ratsherr, ab 1595 Bürgermeister. Schildner zum Schneggen. Häufig Tagsatzungsabgeordneter und Gesandter, unter anderem 1588 beim Bundesschwur in Strassburg, 1597 Obmann bei der Teilung Appenzells. Hans Keller prägte mit seinem massvollen, auf Frieden ausgerichteten Vorgehen die Zürcher Aussenpolitik.

Version vom: 02.12.2015
Autorin/Autor: Martin Lassner 
Keller vom Steinbock, Pannerherr Johannes (Hans) (I56198)
 
50985 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018088/2008-11-20/

Hans RudolfLavater

* um 1496/97 Zürich, ✝︎ 10.1.1557 Zürich, von Zürich. Sohn des Hans, Gerbers, und der Ursula Kambli, Tochter des Heinrich, Zunftmeisters zur Gerwe. ⚭​1) Anna Reuchli, 2) 1545 Ursula Stapfer, Witwe des Ratsherrn Heinrich Burkhard. Als wohlhabender Glasmaler war L. v.a. in Kriegsdiensten sowie als Politiker und Verwaltungsmann tätig. 1512-13 nahm er an den oberital. Kriegen teil. 1516 wurde er Zwölfer der Zunft zur Gerwe. 1521 weilte er in päpstl. Kriegsdiensten in Oberitalien. 1523-24 wandelte sich L. zum betont reformator. Politiker. Wegen ausstehender Soldzahlungen verhandelte er 1524 in Rom. 1525-36 verwaltete er die Landvogtei Kyburg. 1529 befehligte er Zürcher Truppen in der Ostschweiz. Die Niederlage der durch ihn geführten Truppen im 2. Kappelerkrieg 1531 beeinträchtigte seine Laufbahn nicht. 1536-57 gehörte L. dem Kl. Rat an, 1540-43 wirkte er als Bauherr, 1543-44 als Säckelmeister, 1544-57 als Bürgermeister von Zürich. L. verdankte seine Karriere der rechtzeitigen Befürwortung der Reformation, seiner auch nach 1531 kirchenfreundl. Haltung und seiner redl. Verwaltungsarbeit.

Version vom: 20.11.2008
Autorin/Autor: Heinzpeter Stucki 
Lavater, Hans Rudolf (I60312)
 
50986 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018094/2009-11-10/

Johannes Meyer von Knonau

Erstmals erwähnt 1363 in Zürich, ✝︎ 10.11.1409 Zürich, von Zürich. Sohn des Johannes, Ratsherrn, und der Catarina von Heidegg. ⚭ ​Anna Stäheli, Tochter des Hermann, Zunftmeisters. 1388-1393 und 1409 Mitglied des Kleinen Rats, 1393 Ernennung zum Zürcher Bürgermeister als Vertreter der eidgenössischen Partei, 1393 Pannerherr. 1404 kaufte Johannes Meyer von Knonau zusammen mit seinem Bruder Rudolf die Herrschaft Knonau. Bei der Beilegung der Appenzeller Kriege amtierte Meyer von Knonau 1404 als Schiedsrichter. Unter seiner Ägide konsolidierte Zürich seine Position und dehnte seinen Machtbereich mittels Pfandnahmen von Vogteien aus.

Version vom: 10.11.2009
Autorin/Autor: Martin Lassner

 
Meyer von Knonau, Johannes der Jüngere (I11252)
 
50987 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018108/2012-12-05/

KasparThomann

* 24.4.1519 Zürich, ✝︎ 27.8.1594 Zürich, reformiert, von Zürich. Sohn des Heinrich, Bauherrn, und der Ursula Lyner. Halbbruder des Heinrich. ​1) Agathe Tribscher, 2) Regula Schönenberg, Witwe, Schwiegertochter des Huldrych Zwingli, 3) Barbara Schweizer, Tochter des Marx, Gerbers und Zunftmeisters. Schwager des Johann Heinrich Schweizer. Eisenhändler und reichster Zürcher seiner Zeit. Ab 1552 Vertreter der Weggenzunft im Grossen Rat, 1572-1577 als Zunftmeister im Kleinen Rat, 1572 Statthalter, ab 1573 Bauherr, 1578-1584 Vogt von Kyburg, 1584-1590 Bürgermeister von Zürich. Kaspar Thomann führte 1576 die Hirsebreifahrt nach Strassburg an. Mit dem bei der Ankunft noch warmen Brei bewiesen die Zürcher ihre Verlässlichkeit als Bündnispartner.

Version vom: 05.12.2012
Autorin/Autor: Martin Lassner 
Thomann, Kaspar (I60220)
 
50988 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018115/2012-09-17/

Matthias Wyss

* um 1460, ✝︎ 13.7.1528 Zürich, von Zürich. Sohn des Niklaus, Zunftmeisters. ⚭ ​1) Anna Müller, 2) Regula Stapfer, Tochter des Ritters Jakob, Landvogts im Thurgau. Weber, später Rentner. 1489-1498 Zürcher Ratsherr der Zunft zur Waag, dann Wechsel zur Meisenzunft, 1501 freier Ratsherr, 1502-1510 Bürgermeister, 1511-1528 Ratsherr. 1492, 1513-1517 und 1524-1527 Seckelmeister, 1519-1528 Schlüssler (Mitinhaber des Schlüssels zu Siegel, Panner und Kasten der Stadt), 1523-1527 Reichsvogt. Der wohlhabende Matthias Wyss war dank seiner Ämterkumulation sehr einflussreich und befürwortete als Gegner der Pensionen die Reformation.

Version vom: 17.09.2012
Autorin/Autor: Martin Lassner 
Wyss, Matthias (I58573)
 
50989 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018161/2006-05-15/

Heinrich Holzhalb

* nach 1538 Zürich, ✝︎ 1.4.1595 Zürich, reformiert, von Zürich. Sohn des Heinrich, Ratsherrn, und der Elisabeth Werdmüller. Halbbruder des Leonhard. ​⚭ 1) 1563 Anna Meyer, Tochter des Jakob, 2) Joviniana Grebel, Tochter des Adrian, Junkers. Glasmaler. Mit Leonhard Buratfabrikant in Zürich. Ab 1565 Vertreter der Kämbelzunft im Grossen Rat, 1587-1589 Zunftmeister, ab 1588 zusätzlich Bauherr und Statthalter. 1579-1585 Vogt von Grüningen und 1590-1595 von Kyburg. Schildner zum Schneggen. Heinrich Holzhalb war einer der ersten Zürcher Textilfabrikanten.

Version vom: 15.05.2006
Autorin/Autor: Martin Lassner 
Holzhalb, Heinrich (I60785)
 
50990 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018161/2006-05-15/

Heinrich Holzhalb

* nach 1538 Zürich, ✝︎ 1.4.1595 Zürich, reformiert, von Zürich. Sohn des Heinrich, Ratsherrn, und der Elisabeth Werdmüller. Halbbruder des Leonhard. ⚭ ​1) 1563 Anna Meyer, Tochter des Jakob, 2) Joviniana Grebel, Tochter des Adrian, Junkers. Glasmaler. Mit Leonhard Buratfabrikant in Zürich. Ab 1565 Vertreter der Kämbelzunft im Grossen Rat, 1587-1589 Zunftmeister, ab 1588 zusätzlich Bauherr und Statthalter. 1579-1585 Vogt von Grüningen und 1590-1595 von Kyburg. Schildner zum Schneggen. Heinrich Holzhalb war einer der ersten Zürcher Textilfabrikanten.

Version vom: 15.05.2006
Autorin/Autor: Martin Lassner 
Holzhalb, Hans Heinrich (I58565)
 
50991 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018192/2011-11-17/

Hans Schwyzer

* um 1464 Zürich, ✝︎ 11.10.1531 Kappel am Albis, von Zürich. Sohn des Rudolf, Ratsherrn. ⚭ ​Elisabeth Schmid. Hufschmied. Ab 1492 als Zwölfer der Zunft zur Schmiden im Gr. Rat, 1501-19 Zunftmeister, 1517-19 Obristzunftmeister, 1519 Statthalter, 1527-31 Ratsherr. 1501 Vogt von Wollishofen, 1503, 1507, 1527-29 von Küsnacht (ZH), Zollikon und Stadelhofen, 1505 von Albisrieden und Dietikon, 1509 und 1516 von Birmensdorf und Urdorf, 1521-26 von Eglisau. 1499 Bannervorträger im Schwabenkrieg und 1513 am Kriegszug nach Dijon sowie 1515 an der Schlacht von Marignano beteiligt, 1529 und 1531 Bannerherr in beiden Kappelerkriegen. 1527-31 Zürcher Abgeordneter. Der angesehene Politiker stellte sich spätestens ab 1527 in den Dienst Huldrych Zwinglis.

Version vom: 17.11.2011
Autorin/Autor: Martin Lassner 
Schweizer, Hans (I58551)
 
50992 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018196/2012-02-17/

Heinrich Stapfer

1454 in Zürich erstmals erwähnt, ✝︎ vor 1500 Zürich, von Zürich. Sohn des Hans, Einsiedleramtmanns, und der Margaretha (Nachname unbekannt). ​1) Verena Wyss, 2) Adelheid Georg. 1460-1489 ununterbrochen Mitglied des Zürcher Kleinen Rats, 1460-1465 und 1480-1489 als Zunftmeister der Meisen, 1466-1479 als freier Ratsherr. 1461-1470 Vogt von Kyburg. Der vermögende und politisch einflussreiche Heinrich Stampfer wurde 1489 als Freund Hans Waldmanns abgesetzt und 1493 mit der Wahl in den Grossen Rat rehabilitiert.

Version vom: 17.02.2012
Autorin/Autor: Martin Lassner 
Stapfer, Heinrich (I57489)
 
50993 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018210/2021-08-02/

Hans Ulrich Wolf

* 29.7.1559, ✝︎ 30.4.1624 Zürich, reformiert, von Zürich. Sohn des Johannes. Bruder des Johannes. ​⚭ 1) 1582 Susanna Peyer, 2) 1599 Elisabeth Stucki, Tochter des Hans Wilhelm, Theologieprofessors, 3) 1622 Küngolt Meyer von Knonau, Tochter des Bernhard, Amtmanns von Winterthur. Medizinstudium, Apotheker, in fremden Diensten, kaufte 1593 das Bergwerk Gonzen. 1595-1600 und 1609-1624 Zunftmeister zu Safran, 1601-1607 Vogt von Kyburg, ab 1612 Zürcher Statthalter und ab 1618 Seckelmeister. 1610-1611 Gesandter bei Herzog Karl Emmanuel von Savoyen, 1615 bei Erzherzog Leopold V. von Österreich und 1621 beim spanischen Gouverneur in Mailand.

Version vom 02.08.2021
Autorin/Autor: Martin Lassner 
Wolf, Hans Ulrich (I56210)
 
50994 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018416/2001-06-05/

Walter von Aarwangen

1266 erstmals erwähnt im Gefolge des zukünftigen König Rudolfs I. von Habsburg in Thun, ✝︎ um 1320. Aus dem Ministerialengeschlecht von Aarwangen. 1274 als Ritter bezeichnet. ⚭ ​1) 1274 Adelheid von Oenz (✝︎ 1278), Tochter des Ritters Heinrich von Oenz, 2) 1280 Elisabeth von Büttikon. Walter von Aarwangen folgte König Rudolf I. von Habsburg auf dessen Zügen gegen König Ottokar von Böhmen 1276 und gegen die böhmischen Grossen 1280. Dafür verpfändete ihm König Rudolf I. 1277 und erneut 1280 den Reichszoll zu Solothurn, den ihm König Albrecht I. 1299 auf einem Reichstag in Nürnberg bestätigte. 1290 siegelte Walter als Schultheiss von Solothurn, 1294 und 1320 als Schultheiss von Burgdorf. Er war sehr begütert, vor allem im Emmental, und ein gesuchter Schiedsrichter und Zeuge.

Version vom: 05.06.2001
Autorin/Autor: Hellmut Gutzwiller 
von Aarwangen, Ritter Walter (I61037)
 
50995 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018565/2012-11-21/

Rudolf Thumysen

Erstmals erwähnt 1460/1470, ✝︎ 1531 in der Schlacht bei Kappel, von Zürich. Sohn des Hans, Hufschmieds aus Augsburg. Hufschmied und Glockengiesser. 1490 Zürcher Grossrat der Zunft zur Schmiden, 1519-1531 als Zunftmeister Kleinrat, 1525 Obristzunftmeister, 1530 Statthalter. 1519-1521 Vogt von Wipkingen und 1523-1529 von Alt-Regensberg, 1523 Pfleger des Klosters Oetenbach. Als Freund Huldrych Zwinglis setzte Rudolf Thumysen sich nach der Einführung der Reformation für die Aufhebung der Klöster ein, so auch beim Übergang der Fraumünsterabtei 1524 an die Stadt.

Version vom: 21.11.2012
Autorin/Autor: Markus Hoch 
Thumysen, Rudolf (I60825)
 
50996 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018767/2024-07-01/

Bernhard Sprüngli

Erstmals erwähnt 1531, ✝︎ 30.11.1568, reformiert, von Zürich. Sohn des Thoman, Pflegers des Klosterguts St. Martin auf dem Zürichberg. Auch Bernhard Sprüngli der Jüngere genannt. ⚭ ​1) 1531 Ursula Müller, Stieftochter des Wilhelm Thönig, Rothauswirts, 2) 1533 Elisabeth Müller, Tochter des Niklaus, Goldschmieds. 1548-1568 Kleinrat der Zunft zur Meisen, unter anderem 1559-1568 Säckelmeister sowie 1556 Obervogt von Horgen und 1563 von Stammheim. Bei Sprünglis Aufzeichnungen über die Kappelerkriege 1529-1531 handelt es sich wohl um eine Kopie der Darstellung von Bernhard Sprüngli dem Älteren, die Heinrich Bullinger für seine Reformationsgeschichte verwendet hatte. Überdies verfasste Sprüngli eine Chronik zu eidgenössischen und Zürcher Ereignissen zwischen 1531 und 1567 sowie eine Beschreibung der in Zürich 1555-1561 geprägten Münzen.

Version vom 01.07.2024
Autorin/Autor: Martin Illi 
Sprüngli, Bernhard (I60636)
 
50997 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018853/2013-01-24/

SamuelZehender

* 28.10.1529, ✝︎ 12.1564 Bern (Pest), reformiert, von Bern. Sohn des Hans Ulrich, Landvogts, und der Christina Zum Bach. Bruder des Marquard. 1557 Anna Löwensprung, Tochter des Lux, Kleinrats. 1550-1553 Dienst in der päpstlichen Schweizergarde, 1554-1555 in französischem Solddienst. Ab 1557 Chorgerichtsschreiber, ab 1558 Berner Grossrat. Samuel Zehender hinterliess ein «Memorial» mit Aufzeichnungen über seine Reisen und die Verhandlungen im Grossen Rat.

Version vom: 24.01.2013
Autorin/Autor: Hans Braun 
Zehender, Samuel (I61340)
 
50998 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019007/2010-08-05/

Ital Reding der Ältere (Version vom: 05.08.2010)

* 1370 Sattel (?), ✝︎ 6.2.1447 Arth (?), Landmann von Schwyz. Sohn des Hektor, Landammanns. ​1) Katharina Spilmatter, von Stans, Tochter des Anton, Nidwaldner Landammanns, 2) Katharina ab Yberg. Ratsherr zu Schwyz, um 1411-28 und 1432-45 Schwyzer Landammann, 1411-46 wiederholt Tagsatzungsgesandter. R. trat 1413 in den Zwistigkeiten der Rhäzüns, Toggenburg und Matsch mit dem Bf. von Chur, dem Abt von Disentis und den Herren von Sax-Misox als Schiedsrichter auf und vermittelte auch in den bern.-solothurn. Händeln. 1414 war er eidg. Gesandter an das Konzil von Konstanz, erlangte 1415 von Kg. Sigismund für Schwyz die Verleihung der Blutgerichtsbarkeit in Schwyz, Einsiedeln, der March und Küssnacht (SZ). 1424 erhielt R. von Kg. Sigismund die Bestätigung der ihm 1417 übergebenen kaiserl. Lehen in der March und war ab dem gleichen Jahr Kollator der Pfarrkirche Galgenen. 1424 erwarb er für Schwyz die Schirm- und Kastvogtei über das Stift Einsiedeln. 1436 nahm er nach Versprechungen des letzten Gf. von Toggenburg die Obermarch in Besitz und schloss gemeinsam mit Glarus Landrechte mit den Grafschaften Toggenburg, Uznach und Sargans sowie der Landschaft Gaster ab; 1438 erreichte er die Verpfändung von Uznach und Gaster an Schwyz und Glarus. Als Hauptmann und polit. Führer im Alten Zürichkrieg 1440-44 soll er 1444 an der Bluttat von Greifensee beteiligt gewesen sein. 1446 besiegelte er beim Schiedsgericht in Kaiserstuhl die Klage der Eidgenossen gegen Österreich. R. leitete von 1412-44 praktisch ununterbrochen und sehr selbstständig die Schwyzer Politik und erreichte in der eidg. Politik bleibende Vorteile für das Land Schwyz.

Autorin/Autor: Franz Auf der Maur

 
Reding von Biberegg, Ital der Ältere (I5704)
 
50999 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019140/2011-04-20/

Conrad Meyer

* 3.10.1618 Zürich, ✝︎ 15.1.1689 Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Dietrich des Älteren, Malers und Kupferstechers. Bruder des Rudolf. ⚭ 1649 Susanna Murer, Enkelin des Jos Murer. Lehre bei seinem Vater. 1638-42 auf Wanderschaft in Bern und Solothurn, anschliessend in Deutschland, u.a. in Frankfurt bei Matthaeus Merian. Nach seiner Rückkehr nach Zürich wirkte M. dort als Maler, Zeichner und Radierer. Er schuf u.a. Porträts, bibl. Szenen, Schlachten, Ansichten der Zürcher Landschaft und der Alten Eidgenossenschaft, Szenen aus dem Schweizer Hochgebirge, Jahreszeitenillustrationen sowie mytholog. und allegor. Darstellungen. Mit Johann Wilhelm Simmler begründete er 1645 die "Neujahrsblätter" der Zürcher Bibliothek. M. war zu seiner Zeit in Zürich eine führende Künstlerpersönlichkeit.

Version vom: 20.04.2011
Autorin/Autor: Tapan Bhattacharya 
Meyer, Conrad (I60884)
 
51000 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019142/2008-11-11/

Rudolf Meyer

* 12.6.1605 Zürich, ✝︎ 15.8.1638 Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Dietrich des Älteren, Malers und Kupferstechers. Bruder des Conrad. ⚭ 1635 Magdalena Erni, Tochter eines Theologen. Lehre beim Vater. 1627-28 schuf M. erste graf. Werke und kaufte sich 1628 in die Zürcher Meisenzunft ein. 1629-30 hielt er sich in Frankfurt am Main bei Matthaeus Merian auf. Hier radierte er die Embleme zu Daniel Cramers "Octaginta Emblemata moralia nova". Ab 1631 lebte er in Nürnberg und kehrte 1633 nach Zürich zurück. Er arbeitete in der väterl. Werkstatt, u.a. als Lehrmeister seines Bruders Conrad. 1634 begann M. sein Hauptwerk, den "Totentanz" (postum vom Bruder fertiggestellt, 1650 als "Sterbespiegel" publiziert). Er schuf zudem Porträtradierungen und Andachtsbilder. 1636 radierte er die Platten zu Heinrich Murers Vitensammlung "Helvetia Sancta". Stilistisch stand M., der lokal ein einflussreicher Künstler war, zwischen Spätmanierismus und Barock

Version vom: 11.11.2008
Autorin/Autor: Tapan Bhattacharya 
Meyer, Rudolf (I60885)
 

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