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51051 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019629/2007-11-28/

von Hasenburg

Burgund. Hochfreiengeschlecht des 12. bis 15. Jh., franz. d'Asuel. Die alte These einer Abkunft von den Gf. von Fenis ist überholt. Dagegen ist von der Abstammung von den Frh. de Montfaucon aufgrund einer Erbteilung im 12. Jh. auszugehen. Die Herrschaft umfasste Besitz und Rechte im nördl. Jura, mit Schwerpunkt in der Region zwischen Delsberg und Pruntrut, sowie um Willisau. Die genealog. Zusammenhänge sind über zwölf Generationen, für die fast 50 Einzelpersonen bezeugt sind, relativ klar. Erstmals belegt ist die Fam. 1136 mit Burchardus (I.) und Henricus de Asuel, benannt nach der Burg Asuel. Mitglieder der Fam. waren über Generationen Kastvögte des Klosters Saint-Ursanne und Truchsessen der Bf. von Basel, hatten Ministerialen (u.a. de Boncourt) und verfügten über die Patronatsrechte der Kirchen von Charmoille, Willisau und Menznau. Im 14. Jh. lassen sich Heiratsbeziehungen zu den Frh. von Aarburg und den Gf. von Thierstein, im 15. Jh. zu den Frh. de Rougemont nachweisen.

Während die Fam. im 12. Jh. eine einflussreiche Rolle gespielt hatte (Hugo), war Burkard (IV.) so verarmt, dass er 1241 den Restbesitz an den Bf. von Basel abtreten musste, um ihn als bischöfl. Lehen wieder zu empfangen. Zu Beginn des 13. Jh. müssen die von H. auf unbekanntem Weg Rechte in der Region Willisau erworben haben, die sie bis zur Hausteilung 1285 wohl nur als Pertinenz der burgund. Herrschaft H. innehatten. Bei der Güterteilung erhielt Diebold nach burgund. Jüngstenerbrecht die jurass. Stammherrschaft (Asuel wird 1324 als Vorburg, 1377 als Stadt bezeichnet), während sein Bruder Heimo (II.) den Zweig in Willisau begründete. Dieser trat ― wie mit Ulrich Diebold später auch der jurass. Zweig ― um 1302 in österr. Dienste: Er gab Habsburg-Österreich die Mitte des 13. Jh. erbaute Burg H., das Frevelgericht und das Marktrecht als Lehen auf, um die Stadt Willisau gründen zu können, die er danach zeitweise als habsburg. Pfandschaft innehatte. Mit Markwart starb dieser Zweig, dem wahrscheinlich der 1327-34 regierende Einsiedler Abt Johannes von H. entstammte, um 1341 im Mannesstamm aus. Willisau gelangte über die Erbtochter Ursula an das Haus Aarberg-Valangin. Nach 1400 verlagerte sich der Interessenschwerpunkt des jurass. Zweigs infolge der Erbschaft eines Teils der Herrschaft Rougemont in den burgund. Raum, wo Mitglieder der Fam. im Gefolge Hzg. Karls des Kühnen standen. Das Geschlecht erlosch mit Hans Lütold (✝︎ 1479).

Version vom: 28.11.2007
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Hasenburg (Asuel), Burkard (I57783)
 
51052 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019629/2007-11-28/

von Hasenburg

Burgund. Hochfreiengeschlecht des 12. bis 15. Jh., franz. d'Asuel. Die alte These einer Abkunft von den Gf. von Fenis ist überholt. Dagegen ist von der Abstammung von den Frh. de Montfaucon aufgrund einer Erbteilung im 12. Jh. auszugehen. Die Herrschaft umfasste Besitz und Rechte im nördl. Jura, mit Schwerpunkt in der Region zwischen Delsberg und Pruntrut, sowie um Willisau. Die genealog. Zusammenhänge sind über zwölf Generationen, für die fast 50 Einzelpersonen bezeugt sind, relativ klar. Erstmals belegt ist die Fam. 1136 mit Burchardus (I.) und Henricus de Asuel, benannt nach der Burg Asuel. Mitglieder der Fam. waren über Generationen Kastvögte des Klosters Saint-Ursanne und Truchsessen der Bf. von Basel, hatten Ministerialen (u.a. de Boncourt) und verfügten über die Patronatsrechte der Kirchen von Charmoille, Willisau und Menznau. Im 14. Jh. lassen sich Heiratsbeziehungen zu den Frh. von Aarburg und den Gf. von Thierstein, im 15. Jh. zu den Frh. de Rougemont nachweisen.

Während die Fam. im 12. Jh. eine einflussreiche Rolle gespielt hatte (Hugo), war Burkard (IV.) so verarmt, dass er 1241 den Restbesitz an den Bf. von Basel abtreten musste, um ihn als bischöfl. Lehen wieder zu empfangen. Zu Beginn des 13. Jh. müssen die von H. auf unbekanntem Weg Rechte in der Region Willisau erworben haben, die sie bis zur Hausteilung 1285 wohl nur als Pertinenz der burgund. Herrschaft H. innehatten. Bei der Güterteilung erhielt Diebold nach burgund. Jüngstenerbrecht die jurass. Stammherrschaft (Asuel wird 1324 als Vorburg, 1377 als Stadt bezeichnet), während sein Bruder Heimo (II.) den Zweig in Willisau begründete. Dieser trat ― wie mit Ulrich Diebold später auch der jurass. Zweig ― um 1302 in österr. Dienste: Er gab Habsburg-Österreich die Mitte des 13. Jh. erbaute Burg H., das Frevelgericht und das Marktrecht als Lehen auf, um die Stadt Willisau gründen zu können, die er danach zeitweise als habsburg. Pfandschaft innehatte. Mit Markwart starb dieser Zweig, dem wahrscheinlich der 1327-34 regierende Einsiedler Abt Johannes von H. entstammte, um 1341 im Mannesstamm aus. Willisau gelangte über die Erbtochter Ursula an das Haus Aarberg-Valangin. Nach 1400 verlagerte sich der Interessenschwerpunkt des jurass. Zweigs infolge der Erbschaft eines Teils der Herrschaft Rougemont in den burgund. Raum, wo Mitglieder der Fam. im Gefolge Hzg. Karls des Kühnen standen. Das Geschlecht erlosch mit Hans Lütold (✝︎ 1479).

Version vom: 28.11.2007
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Hasenburg (Asuel), Walter (I57781)
 
51053 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019671/2005-11-07/

Hans Ludwig Effinger von Wildegg

* 31.7.1573 Wildegg (heute Gem. Möriken-Wildegg), ✝︎ 3.1.1637 Wildegg, ref., von Bern und Brugg. Sohn des Christoph, Herrn zu Wildegg. ​⚭ 1) Maria Magdalena Höcklin von Steinegg, Tochter des Hans Ulrich, Landvogts zu Héricourt (Franche-Comté), 2) Felicitas von Karpfen, aus schwäb. Adel. Bildungsreisen im Ausland. Ab 1613 Besitzer von Schloss und Herrschaft Wildegg. 1616 reiste E. in diplomat. Mission für Bern an den württemberg. Hof. 1625 Konflikt mit Bern um herrschaftl. Rechte.

Version vom: 07.11.2005
Autorin/Autor: Felix Müller 
Effinger von Wildegg, Hans Ludwig (I61394)
 
51054 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019672/2004-07-26/

Hans Thüring Effinger von Wildegg

* 16.9.1619 Wildegg (Gem. Möriken-Wildegg), ✝︎ 1.12.1667 Wildegg, ref., von Bern und Brugg. Sohn des Hans Ludwig. ⚭ ​1) Johanna Margareta von Mülinen, Tochter des Bilgrim, Herrn zu Wildenstein, und der Ursula Effinger, von Brugg, 2) Salome von May. Erziehung bei einem Zürcher Geistlichen, Sprachaufenthalt in Genf. 1638 begleitete E. Hans Ludwig von Erlach auf diplomat. Mission nach Paris. Ab 1640 besass er Schloss und Herrschaft Wildegg. Er war aktiv in der Gesellschaft zum Distelzwang in Bern.

Version vom: 26.07.2004
Autorin/Autor: Felix Müller

 
Effinger von Wildegg, Hans Thüring (I61391)
 
51055 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019673/2005-10-17/

Salome Effinger von Wildegg

♒︎ 12.2.1626, ✝︎ 28.11.1677 Wildegg (Gem. Möriken-Wildegg), ref., von Bern und Brugg. Tochter des Bernhard von May, Grossrats und Herrn zu Hünigen. ​Hans Thüring Effinger. Nach dem Tod ihres Ehemanns (1667) leitete E., die teilweise auch den Zusatz von Hünigen trug, den Haushalt und die Domäne Wildegg weitgehend selbstständig (mit Ausnahme der Gerichtsbarkeit) und sorgte für eine standesgemässe Ausbildung ihrer Kinder. Sie führte ein Hausbuch über die Geschäfte.

Version vom: 17.10.2005
Autorin/Autor: Felix Müller

 
von May, Salome (I61393)
 
51056 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019674/2005-10-17/

Bernhard Effinger von Wildegg

* 13.9.1658 Wildegg (Gem. Möriken-Wildegg), ✝︎ 4.5.1725 Wildegg, ref., von Bern. Sohn des Hans Thüring und der Salome von May. Bruder des Franz Christoph. Schwager des Niklaus Dachselhofer (1634-1707). ​⚭ Barbara von Salis-Soglio, Tochter des Friedrich, Podestà im Bergell. Ausbildung durch Hauslehrer, Sprachaufenthalt. 1683 bei der Belagerung Wiens durch die Türken verwundet. 1687 Mitglied der ref. Gesandtschaft zu Ludwig XIV. 1691 Grossrat von Bern, 1699-1705 Landvogt von Schenkenberg. Ab 1678 besass E. Schloss und Herrschaft Wildegg, wo er eine rege Bautätigkeit entwickelte.

Version vom: 17.10.2005
Autorin/Autor: Felix Müller

 
Effinger von Wildegg, Bernhard (I61400)
 
51057 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019676/2015-11-24/

Franz Christoph Effinger von Wildegg

* 4.7.1657 Wildegg (Gem. Möriken-Wildegg), ✝︎ 4.9.1712 Veltheim (AG), ref., von Bern und Brugg. Sohn des Hans Thüring und der Salome von May. Bruder des Bernhard. Schwager des Niklaus Dachselhofer (1634-1707). ⚭ ​Juliana Rosina von Erlach, Tochter des Hans Rudolf, Grossrats und Schultheissen von Thun. Ausbildung durch Hauslehrer, Sprachaufenthalte. 1673-74 Mitglied der eidg. Truppen, die nach Strassburg geschickt worden waren, um die Stadt gegen Frankreich zu verteidigen. Ab 1678 besass E. Schloss und Herrschaft Wildenstein (AG), gelangte 1680 als erstes Familienmitglied in den Gr. Rat von Bern und war 1690-96 Schultheiss von Büren an der Aare.

Version vom: 24.11.2015
Autorin/Autor: Felix Müller

 
Effinger von Wildegg, Franz Christoph (I61389)
 
51058 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019736/2007-08-10/

von Kien

Berner Nobilesgeschlecht (1175-Ende 14. Jh.). Um 1200 lässt sich Streubesitz im Berner Oberland, v.a. im Frutigtal nachweisen, u.a. die Herrschaft Mülenen mit den Burgen Aris ob K. und Mülenen (beide Gem. Reichenbach im Kandertal), was die Vermutung nahelegt, dass die K. erst dannzumal ins Oberland einwanderten, evtl. aus dem Tal der Langeten, wo der grösste Teil ihrer Besitzungen lag. Die Genealogie ist über fünf bis sechs Generationen relativ gesichert. Heiratsverbindungen bestanden mit den Frh. von Eschenbach, von Grünenberg und vermutlich von Wädenswil sowie u.a. mit den Ritteradligen Mülner aus Zürich. Ab 1232 waren die K. Lehensleute der Bf. von Sitten, nach 1250 Bürger von Bern und nach 1260 im Gefolge der Hzg. von Savoyen (ein Zweig der K. erbte in der 2. Hälfte des 13. Jh. die Herrschaft Worb). In dieser Zeit lässt sich eine zunehmende Verschuldung beobachten. Werner II. wurde 1271 Schultheiss von Bern. Ein Zweig der Fam. hatte im 14. Jh. in Thun wichtige Positionen inne. Die letzten männl. Mitglieder des Geschlechts führten zusätzlich den Titel Junker.

Version vom: 10.08.2007
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Kien, Margareta (I61022)
 
51059 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019738/2008-12-04/

von Kramburg

Nobilesgeschlecht aus dem Bernbiet (13.-14. Jh.), benannt nach der Stammburg K. am Belpberg (Gem. Gelterfingen). Die Herrschaft K. umfasste die Dörfer K., Eggenhorn,Gelterfingen und Mühledorf, Burg und Dorf Gerzensee sowie die Burg Uttigen. Zu Beginn des 14. Jh. erwarb die Fam. K. von den Frh. von Wädenswil die Burg Uttigen als neuen Sitz, die Herrschaften Uttigen, Schönegg und Gsteig sowie die Mitherrschaft zu Gerzensee. Erstmals erwähnt wird das Geschlecht 1224 mit Heinricus de Chraunburc. Die Fam. schwankte in der Parteinahme zwischen den Gf. von Kyburg und der aufkommenden Stadt Bern. So war Kuno Mitte des 13. Jh. im kyburg.-habsburg. Gefolge, sein Sohn Peter hingegen 1272-79 Schultheiss in Bern und später im Dienst der Gf. von Neu-Kyburg. Johann (✝︎ 1355), Peters Enkel, wirkte als Letzter des Geschlechts zwischen 1328 und 1333 verschiedentlich als Schultheiss von Bern.

Version vom: 04.12.2008
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Kramburg, Elisabeth (I12340)
 
51060 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019757/2009-12-10/

von Rosenegg

Freiherrenfamilie des 13. bis 15. Jh. Ihr Besitz lag v.a. im Hegau mit der Burg R. (heute Gem. Rielasingen-Worblingen, Baden, D), einem Reichenauer Lehen, daneben entlang des Rheins in den heutigen Kt. Schaffhausen, Thurgau, Zürich und ab dem 14. Jh. auch im Aargau. Die R. und die Frh. von Klingen erscheinen in den Quellen oft im gleichen Zusammenhang und auch die von Klingen verfügten u.a. über Streubesitz entlang des Rheins, was auf eine frühe Verbindung der beiden Fam. hinweist. Heinrich (1248-62), der erste erw. R., war 1252 an der Gründung des Klosters Feldbach beteiligt. Nachdem die Brüder Werner (1312-vor 1344) und Heinrich (1312-vor 1335) den Besitz geteilt hatten, gelangte Heinrichs Anteil über dessen Tochter an die Herren von Lupfen, die 1480 auch den übrigen Besitz erbten. Den Zenit erreichte die Fam. in der 2. Hälfte des 14. Jh. mit Johann (1346-89 erw.), der 1362 österr. Landrichter in Konstanz und 1372-76 im Thurgau war und dessen Ehe mit einer von Tengen die Herrschaft Wartenfels bei Olten in den Familienbesitz brachte. Zwei seiner mutmassl. Söhne wirkten als Äbte, Werner 1385-1402 von Reichenau und Hugo (1398-1418 erw.) 1402-18 von Einsiedeln. Heinrich (1392-1443), Hauptmann der Gesellschaft St. Jörgenschild, und Hans (1409-19 erw.) liessen sich wohl als Folge der polit. Entwicklung, wie etwa der Appenzeller Kriege 1401-29, auf Wartenfels nieder. Wirtschaftl. Druck zwang die Fam. im 15. Jh. zur Liquidation immer grösserer Teile des Besitzes. So verkaufte sie 1458 Wartenfels an die verschwägerten von Bubenberg. Mit Hans' gleichnamigem Sohn, der sich nach Stein am Rhein zurückzog, starb die Fam. 1480 aus.

Version vom: 10.12.2009
Autorin/Autor: Martin Leonhard 
von Rosenegg, Ritter Werner (I12311)
 
51061 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019757/2009-12-10/

von Rosenegg

Freiherrenfamilie des 13. bis 15. Jh. Ihr Besitz lag v.a. im Hegau mit der Burg R. (heute Gem. Rielasingen-Worblingen, Baden, D), einem Reichenauer Lehen, daneben entlang des Rheins in den heutigen Kt. Schaffhausen, Thurgau, Zürich und ab dem 14. Jh. auch im Aargau. Die R. und die Frh. von Klingen erscheinen in den Quellen oft im gleichen Zusammenhang und auch die von Klingen verfügten u.a. über Streubesitz entlang des Rheins, was auf eine frühe Verbindung der beiden Fam. hinweist. Heinrich (1248-62), der erste erw. R., war 1252 an der Gründung des Klosters Feldbach beteiligt. Nachdem die Brüder Werner (1312-vor 1344) und Heinrich (1312-vor 1335) den Besitz geteilt hatten, gelangte Heinrichs Anteil über dessen Tochter an die Herren von Lupfen, die 1480 auch den übrigen Besitz erbten. Den Zenit erreichte die Fam. in der 2. Hälfte des 14. Jh. mit Johann (1346-89 erw.), der 1362 österr. Landrichter in Konstanz und 1372-76 im Thurgau war und dessen Ehe mit einer von Tengen die Herrschaft Wartenfels bei Olten in den Familienbesitz brachte. Zwei seiner mutmassl. Söhne wirkten als Äbte, Werner 1385-1402 von Reichenau und Hugo (1398-1418 erw.) 1402-18 von Einsiedeln. Heinrich (1392-1443), Hauptmann der Gesellschaft St. Jörgenschild, und Hans (1409-19 erw.) liessen sich wohl als Folge der polit. Entwicklung, wie etwa der Appenzeller Kriege 1401-29, auf Wartenfels nieder. Wirtschaftl. Druck zwang die Fam. im 15. Jh. zur Liquidation immer grösserer Teile des Besitzes. So verkaufte sie 1458 Wartenfels an die verschwägerten von Bubenberg. Mit Hans' gleichnamigem Sohn, der sich nach Stein am Rhein zurückzog, starb die Fam. 1480 aus.

Version vom: 10.12.2009
Autorin/Autor: Martin Leonhard 
von Rosenegg, Ritter Hans (I12299)
 
51062 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019757/2009-12-10/

von Rosenegg

Freiherrenfamilie des 13. bis 15. Jh. Ihr Besitz lag v.a. im Hegau mit der Burg R. (heute Gem. Rielasingen-Worblingen, Baden, D), einem Reichenauer Lehen, daneben entlang des Rheins in den heutigen Kt. Schaffhausen, Thurgau, Zürich und ab dem 14. Jh. auch im Aargau. Die R. und die Frh. von Klingen erscheinen in den Quellen oft im gleichen Zusammenhang und auch die von Klingen verfügten u.a. über Streubesitz entlang des Rheins, was auf eine frühe Verbindung der beiden Fam. hinweist. Heinrich (1248-62), der erste erw. R., war 1252 an der Gründung des Klosters Feldbach beteiligt. Nachdem die Brüder Werner (1312-vor 1344) und Heinrich (1312-vor 1335) den Besitz geteilt hatten, gelangte Heinrichs Anteil über dessen Tochter an die Herren von Lupfen, die 1480 auch den übrigen Besitz erbten. Den Zenit erreichte die Fam. in der 2. Hälfte des 14. Jh. mit Johann (1346-89 erw.), der 1362 österr. Landrichter in Konstanz und 1372-76 im Thurgau war und dessen Ehe mit einer von Tengen die Herrschaft Wartenfels bei Olten in den Familienbesitz brachte. Zwei seiner mutmassl. Söhne wirkten als Äbte, Werner 1385-1402 von Reichenau und Hugo (1398-1418 erw.) 1402-18 von Einsiedeln. Heinrich (1392-1443), Hauptmann der Gesellschaft St. Jörgenschild, und Hans (1409-19 erw.) liessen sich wohl als Folge der polit. Entwicklung, wie etwa der Appenzeller Kriege 1401-29, auf Wartenfels nieder. Wirtschaftl. Druck zwang die Fam. im 15. Jh. zur Liquidation immer grösserer Teile des Besitzes. So verkaufte sie 1458 Wartenfels an die verschwägerten von Bubenberg. Mit Hans' gleichnamigem Sohn, der sich nach Stein am Rhein zurückzog, starb die Fam. 1480 aus.

Version vom: 10.12.2009
Autorin/Autor: Martin Leonhard 
von Rosenegg, Hans (I12293)
 
51063 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019757/2009-12-10/

von Rosenegg

Freiherrenfamilie des 13. bis 15. Jh. Ihr Besitz lag v.a. im Hegau mit der Burg R. (heute Gem. Rielasingen-Worblingen, Baden, D), einem Reichenauer Lehen, daneben entlang des Rheins in den heutigen Kt. Schaffhausen, Thurgau, Zürich und ab dem 14. Jh. auch im Aargau. Die R. und die Frh. von Klingen erscheinen in den Quellen oft im gleichen Zusammenhang und auch die von Klingen verfügten u.a. über Streubesitz entlang des Rheins, was auf eine frühe Verbindung der beiden Fam. hinweist. Heinrich (1248-62), der erste erw. R., war 1252 an der Gründung des Klosters Feldbach beteiligt. Nachdem die Brüder Werner (1312-vor 1344) und Heinrich (1312-vor 1335) den Besitz geteilt hatten, gelangte Heinrichs Anteil über dessen Tochter an die Herren von Lupfen, die 1480 auch den übrigen Besitz erbten. Den Zenit erreichte die Fam. in der 2. Hälfte des 14. Jh. mit Johann (1346-89 erw.), der 1362 österr. Landrichter in Konstanz und 1372-76 im Thurgau war und dessen Ehe mit einer von Tengen die Herrschaft Wartenfels bei Olten in den Familienbesitz brachte. Zwei seiner mutmassl. Söhne wirkten als Äbte, Werner 1385-1402 von Reichenau und Hugo (1398-1418 erw.) 1402-18 von Einsiedeln. Heinrich (1392-1443), Hauptmann der Gesellschaft St. Jörgenschild, und Hans (1409-19 erw.) liessen sich wohl als Folge der polit. Entwicklung, wie etwa der Appenzeller Kriege 1401-29, auf Wartenfels nieder. Wirtschaftl. Druck zwang die Fam. im 15. Jh. zur Liquidation immer grösserer Teile des Besitzes. So verkaufte sie 1458 Wartenfels an die verschwägerten von Bubenberg. Mit Hans' gleichnamigem Sohn, der sich nach Stein am Rhein zurückzog, starb die Fam. 1480 aus.

Version vom: 10.12.2009
Autorin/Autor: Martin Leonhard 
von Rosenegg, Werner (I59952)
 
51064 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019759/2012-01-05/

von Rümligen

Im HochMA freiherrl., im 13. und 14. Jh. als ritteradlig qualifiziertes Geschlecht im Bernbiet. Bis gegen 1250 sind nur vereinzelte Vertreter erwähnt, erstmals um 1075 die Brüder Lütold und Reginfred "de castello quod dicitur Rumelingen" als Stifter des Cluniazenserpriorats Rüeggisberg. Plausibler als die Konstruktion einer agnat. Familienfolge ist die Annahme versch. Herrschaftsansprecher, die sich nach der Burg R. am Längenberg über dem Gürbetal nannten. Die in der älteren Historiografie postulierte sog. Entfreiung im 13. Jh. ist unter diesem Blickwinkel ebenso überholt wie die ältere genealog. Stammtafelkonstruktion, die für das ausgehende 13. Jh. fehlerhaft ist. Die R. besassen Allodialgüter und Reichslehen im Gebiet zwischen Gürbe und Sense sowie einzelne Güter östlich der Aare und Reben bei Le Landeron. Heiratsverbindungen sind nur mit den Ritteradligen Swaro von Wartenstein und den Frh. von Kramburg sicher nachgewiesen. Beginnend mit Gerhard (erw. 1240-1257) war das Geschlecht mit Bern verburgrechtet. Einzelne R. waren im städt. Rat vertreten, z.B. Berchtold (erw. ab 1294), der 1320/21 als Berner Schultheiss bezeugt ist. Als Inhaber der Kastvogtei über das Kloster Rüeggisberg ist die Fam. erstmals 1276 nachweisbar, dürfte aber bereits früher über dieses Amt verfügt haben, welches Rudolf 1326 an einen Berner Bürger verkaufte. Während die Hauptlinie nach der Mitte des 14. Jh. vermutlich ausstarb, wird um diese Zeit eine Linie im Simmental - ohne genealog. Zusammenhang - fassbar. In der älteren Literatur wird über eine Heirat einer Alisa mit Peter von Sommerau eine kognat. Fortführung des Geschlechts mit Übernahme des Namens von R. durch Gilian angenommen, dessen Nachkommen die Herrschaft 1515 an Berner Bürger veräusserten und in der 2. Hälfte des 16. Jh. verarmt ausstarben.

Version vom: 05.01.2012
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Rümlingen (Rümligen), Berta (I60980)
 
51065 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019759/2012-01-05/

von Rümligen

Im HochMA freiherrl., im 13. und 14. Jh. als ritteradlig qualifiziertes Geschlecht im Bernbiet. Bis gegen 1250 sind nur vereinzelte Vertreter erwähnt, erstmals um 1075 die Brüder Lütold und Reginfred "de castello quod dicitur Rumelingen" als Stifter des Cluniazenserpriorats Rüeggisberg. Plausibler als die Konstruktion einer agnat. Familienfolge ist die Annahme versch. Herrschaftsansprecher, die sich nach der Burg R. am Längenberg über dem Gürbetal nannten. Die in der älteren Historiografie postulierte sog. Entfreiung im 13. Jh. ist unter diesem Blickwinkel ebenso überholt wie die ältere genealog. Stammtafelkonstruktion, die für das ausgehende 13. Jh. fehlerhaft ist. Die R. besassen Allodialgüter und Reichslehen im Gebiet zwischen Gürbe und Sense sowie einzelne Güter östlich der Aare und Reben bei Le Landeron. Heiratsverbindungen sind nur mit den Ritteradligen Swaro von Wartenstein und den Frh. von Kramburg sicher nachgewiesen. Beginnend mit Gerhard (erw. 1240-1257) war das Geschlecht mit Bern verburgrechtet. Einzelne R. waren im städt. Rat vertreten, z.B. Berchtold (erw. ab 1294), der 1320/21 als Berner Schultheiss bezeugt ist. Als Inhaber der Kastvogtei über das Kloster Rüeggisberg ist die Fam. erstmals 1276 nachweisbar, dürfte aber bereits früher über dieses Amt verfügt haben, welches Rudolf 1326 an einen Berner Bürger verkaufte. Während die Hauptlinie nach der Mitte des 14. Jh. vermutlich ausstarb, wird um diese Zeit eine Linie im Simmental - ohne genealog. Zusammenhang - fassbar. In der älteren Literatur wird über eine Heirat einer Alisa mit Peter von Sommerau eine kognat. Fortführung des Geschlechts mit Übernahme des Namens von R. durch Gilian angenommen, dessen Nachkommen die Herrschaft 1515 an Berner Bürger veräusserten und in der 2. Hälfte des 16. Jh. verarmt ausstarben.

Version vom: 05.01.2012
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Rümlingen (Rümligen), Ritter Gerhard (I60982)
 
51066 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019759/2012-01-05/

von Rümligen

Im HochMA freiherrl., im 13. und 14. Jh. als ritteradlig qualifiziertes Geschlecht im Bernbiet. Bis gegen 1250 sind nur vereinzelte Vertreter erwähnt, erstmals um 1075 die Brüder Lütold und Reginfred "de castello quod dicitur Rumelingen" als Stifter des Cluniazenserpriorats Rüeggisberg. Plausibler als die Konstruktion einer agnat. Familienfolge ist die Annahme versch. Herrschaftsansprecher, die sich nach der Burg R. am Längenberg über dem Gürbetal nannten. Die in der älteren Historiografie postulierte sog. Entfreiung im 13. Jh. ist unter diesem Blickwinkel ebenso überholt wie die ältere genealog. Stammtafelkonstruktion, die für das ausgehende 13. Jh. fehlerhaft ist. Die R. besassen Allodialgüter und Reichslehen im Gebiet zwischen Gürbe und Sense sowie einzelne Güter östlich der Aare und Reben bei Le Landeron. Heiratsverbindungen sind nur mit den Ritteradligen Swaro von Wartenstein und den Frh. von Kramburg sicher nachgewiesen. Beginnend mit Gerhard (erw. 1240-1257) war das Geschlecht mit Bern verburgrechtet. Einzelne R. waren im städt. Rat vertreten, z.B. Berchtold (erw. ab 1294), der 1320/21 als Berner Schultheiss bezeugt ist. Als Inhaber der Kastvogtei über das Kloster Rüeggisberg ist die Fam. erstmals 1276 nachweisbar, dürfte aber bereits früher über dieses Amt verfügt haben, welches Rudolf 1326 an einen Berner Bürger verkaufte. Während die Hauptlinie nach der Mitte des 14. Jh. vermutlich ausstarb, wird um diese Zeit eine Linie im Simmental - ohne genealog. Zusammenhang - fassbar. In der älteren Literatur wird über eine Heirat einer Alisa mit Peter von Sommerau eine kognat. Fortführung des Geschlechts mit Übernahme des Namens von R. durch Gilian angenommen, dessen Nachkommen die Herrschaft 1515 an Berner Bürger veräusserten und in der 2. Hälfte des 16. Jh. verarmt ausstarben.

Version vom: 05.01.2012
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Rümlingen, Giel (I61303)
 
51067 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019761/2010-11-24/

von Rüssegg

Nobiles, nach der Burg R. beim Weiler R. (Gem. Sins AG) benannt. Die Herrschaft R. umfasste den Twing Sins mit Aettenschwil sowie Auw und muss bis ins frühe 13. Jh. Allodialbesitz der Gf. von Thierstein gewesen sein. Verwandtschaftl. Beziehungen bestanden zu den Frh. von Bonstetten, von Freienstein und von Signau, später u.a. zu den Ritteradligen von Reinach, was in der älteren Forschung als Grund für eine sog. Entfreiung der R. angenommen wurde. Die genealog. Abfolge ist relativ gesichert. Auf Ulrich (erw. 1233-63) folgt sein gleichnamiger Sohn. Letzterer (erw. 1270-98) war Landrichter im Aargau und Zürichgau sowie Reichsvogt in Zürich. Unter ihm wurde das ökonomisch eher schwache Geschlecht zu einem regionalen Machtfaktor. 1429 veräusserte Henmann (erw. 1402-55), Bürger von Luzern und 1435-55 Inhaber der Herrschaft Büron, die Herrschaft R. infolge Verschuldung. Sein Sohn Jakob starb 1483 als Letzter der männl. Linie.

Version vom: 24.11.2010
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Rüssegg, Ulrich I. (I11156)
 
51068 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019762/2012-09-11/

von Rüti

Berner Adelsgeschlecht, 1342 ausgestorben. Das Amt Rüti bestand aus dem halben Gericht Trachselwald, Teilhaber der Burg Trachselwald wurde die Fam. vermutlich durch Erbschaft. Die R. besassen Güter und Rechte um Steffisburg sowie Lehensgüter des Klosters St. Gallen in Rohrbach, wo sie auch als Vögte und Meier amtierten. Sie waren Gefolgsleute der Gf. von Kyburg, später von Neu-Kyburg. Heiratsbeziehungen bestanden mit den Frh. von Signau und von Balm sowie den Ritteradligen von Thorberg. Erstmals bezeugt ist das Geschlecht 1226 mit Cono, nach dessen Tod die Herrschaft durch Erbteilung unter seinen Söhnen Dietrich I. (erw. 1250-ca. 1279), Werner (erw. 1248-74) und Berthold aufgeteilt wurde. Zum endgültigen Niedergang kam es nach 1313, als Dietrich II. als Schwager des Königsmörders Rudolf von Balm auf Betreiben der habsburg.-österr. Landesherrschaft Vogtei, Meieramt und weitere Lehen in Rohrbach verlor.

Version vom: 11.09.2012
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Rüti, Kuno (I59950)
 
51069 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019765/2011-08-19/

von Schnabelburg

Hochadlige Fam. des 12. bis 15. Jh., benannt nach der gleichnamigen Burg auf dem Albis, mit Allodialbesitz zwischen Albis und Luzern sowie Reichslehen in Uri. Die S. wurden von der älteren Forschung als Zweig der Frh. von Eschenbach eingereiht, wobei die genealog. Zusammenhänge der Clans, die sich S., von Rapperswil, von Wädenswil und von Bonstetten nannten, noch ungenügend erforscht sind, und die Annahme kognat. Verwandtschaftsverhältnisse zur Erklärung von Rechts- und Besitzzusammenhängen problematisch ist. Die Adelsfamilie der S. ging Heiratsverbindungen mit den Frh. von Klingen und von Signau, den Gf. von Thierstein und von Habsburg-Laufenburg sowie mit süddt. Nobilesgeschlechtern ein. Nach dem Aussterben der Gf. von Lenzburg 1173 standen sie an der Seite der Hzg. von Zähringen, in deren Gefolge sie als Vögte über die Besitzungen der Zürcher Fraumünsterabtei, z.T. auch des Grossmünsters, politisch aufstiegen. Als 1218 auch die Zähringer ausstarben, hielten sie sich aufgrund ihres Allodialbesitzes wohl noch in einer prestigeträchtigen Position. Ende des 13. Jh. besassen sie Lehen der Gf. von Habsburg. Als Erster nahm Berchtold I. von Eschenbach 1185 bei der Stiftung des Klosters Kappel den Zunamen S. an. Seine Söhne Ulrich I. (1223-53 erw.) und Walter I. (1223-45 erw.), der als Vogt von Schwarzenberg wirkte, blieben in enger Verbindung mit den Frh. von Eschenbach. Nach der Erbteilung im Hause Eschenbach-S. in der 2. Hälfte des 13. Jh. übernahm der Schnabelburger Zweig den Breisgauer Besitz, ein Erbe der Frh. von Schwarzenberg mit den Burgen Kastelberg und Schwarzenberg bei Waldkirch, und verlagerte damit seinen Schwerpunkt in den süddt. Raum, hielt aber die Verbindungen zu den schweiz. Besitzungen aufrecht. Der andere Zweig der Frh. von Eschenbach erhielt die S., nach der sich weiterhin einzelne Vertreter benannten.

Version vom: 19.08.2011
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen

 
von Schnabelburg (von Eschenbach), Berchtold II (I27520)
 
51070 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019765/2011-08-19/

von Schnabelburg

Hochadlige Fam. des 12. bis 15. Jh., benannt nach der gleichnamigen Burg auf dem Albis, mit Allodialbesitz zwischen Albis und Luzern sowie Reichslehen in Uri. Die S. wurden von der älteren Forschung als Zweig der Frh. von Eschenbach eingereiht, wobei die genealog. Zusammenhänge der Clans, die sich S., von Rapperswil, von Wädenswil und von Bonstetten nannten, noch ungenügend erforscht sind, und die Annahme kognat. Verwandtschaftsverhältnisse zur Erklärung von Rechts- und Besitzzusammenhängen problematisch ist. Die Adelsfamilie der S. ging Heiratsverbindungen mit den Frh. von Klingen und von Signau, den Gf. von Thierstein und von Habsburg-Laufenburg sowie mit süddt. Nobilesgeschlechtern ein. Nach dem Aussterben der Gf. von Lenzburg 1173 standen sie an der Seite der Hzg. von Zähringen, in deren Gefolge sie als Vögte über die Besitzungen der Zürcher Fraumünsterabtei, z.T. auch des Grossmünsters, politisch aufstiegen. Als 1218 auch die Zähringer ausstarben, hielten sie sich aufgrund ihres Allodialbesitzes wohl noch in einer prestigeträchtigen Position. Ende des 13. Jh. besassen sie Lehen der Gf. von Habsburg. Als Erster nahm Berchtold I. von Eschenbach 1185 bei der Stiftung des Klosters Kappel den Zunamen S. an. Seine Söhne Ulrich I. (1223-53 erw.) und Walter I. (1223-45 erw.), der als Vogt von Schwarzenberg wirkte, blieben in enger Verbindung mit den Frh. von Eschenbach. Nach der Erbteilung im Hause Eschenbach-S. in der 2. Hälfte des 13. Jh. übernahm der Schnabelburger Zweig den Breisgauer Besitz, ein Erbe der Frh. von Schwarzenberg mit den Burgen Kastelberg und Schwarzenberg bei Waldkirch, und verlagerte damit seinen Schwerpunkt in den süddt. Raum, hielt aber die Verbindungen zu den schweiz. Besitzungen aufrecht. Der andere Zweig der Frh. von Eschenbach erhielt die S., nach der sich weiterhin einzelne Vertreter benannten.

Version vom: 19.08.2011
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen

 
von Schnabelburg (von Eschenbach), Berchtold IV. (I27523)
 
51071 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019765/2011-08-19/

von Schnabelburg

Hochadlige Fam. des 12. bis 15. Jh., benannt nach der gleichnamigen Burg auf dem Albis, mit Allodialbesitz zwischen Albis und Luzern sowie Reichslehen in Uri. Die S. wurden von der älteren Forschung als Zweig der Frh. von Eschenbach eingereiht, wobei die genealog. Zusammenhänge der Clans, die sich S., von Rapperswil, von Wädenswil und von Bonstetten nannten, noch ungenügend erforscht sind, und die Annahme kognat. Verwandtschaftsverhältnisse zur Erklärung von Rechts- und Besitzzusammenhängen problematisch ist. Die Adelsfamilie der S. ging Heiratsverbindungen mit den Frh. von Klingen und von Signau, den Gf. von Thierstein und von Habsburg-Laufenburg sowie mit süddt. Nobilesgeschlechtern ein. Nach dem Aussterben der Gf. von Lenzburg 1173 standen sie an der Seite der Hzg. von Zähringen, in deren Gefolge sie als Vögte über die Besitzungen der Zürcher Fraumünsterabtei, z.T. auch des Grossmünsters, politisch aufstiegen. Als 1218 auch die Zähringer ausstarben, hielten sie sich aufgrund ihres Allodialbesitzes wohl noch in einer prestigeträchtigen Position. Ende des 13. Jh. besassen sie Lehen der Gf. von Habsburg. Als Erster nahm Berchtold I. von Eschenbach 1185 bei der Stiftung des Klosters Kappel den Zunamen S. an. Seine Söhne Ulrich I. (1223-53 erw.) und Walter I. (1223-45 erw.), der als Vogt von Schwarzenberg wirkte, blieben in enger Verbindung mit den Frh. von Eschenbach. Nach der Erbteilung im Hause Eschenbach-S. in der 2. Hälfte des 13. Jh. übernahm der Schnabelburger Zweig den Breisgauer Besitz, ein Erbe der Frh. von Schwarzenberg mit den Burgen Kastelberg und Schwarzenberg bei Waldkirch, und verlagerte damit seinen Schwerpunkt in den süddt. Raum, hielt aber die Verbindungen zu den schweiz. Besitzungen aufrecht. Der andere Zweig der Frh. von Eschenbach erhielt die S., nach der sich weiterhin einzelne Vertreter benannten.

Version vom: 19.08.2011
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen

 
von Schnabelburg (von Eschenbach), Mangold (I27524)
 
51072 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019765/2011-08-19/

von Schnabelburg

Hochadlige Fam. des 12. bis 15. Jh., benannt nach der gleichnamigen Burg auf dem Albis, mit Allodialbesitz zwischen Albis und Luzern sowie Reichslehen in Uri. Die S. wurden von der älteren Forschung als Zweig der Frh. von Eschenbach eingereiht, wobei die genealog. Zusammenhänge der Clans, die sich S., von Rapperswil, von Wädenswil und von Bonstetten nannten, noch ungenügend erforscht sind, und die Annahme kognat. Verwandtschaftsverhältnisse zur Erklärung von Rechts- und Besitzzusammenhängen problematisch ist. Die Adelsfamilie der S. ging Heiratsverbindungen mit den Frh. von Klingen und von Signau, den Gf. von Thierstein und von Habsburg-Laufenburg sowie mit süddt. Nobilesgeschlechtern ein. Nach dem Aussterben der Gf. von Lenzburg 1173 standen sie an der Seite der Hzg. von Zähringen, in deren Gefolge sie als Vögte über die Besitzungen der Zürcher Fraumünsterabtei, z.T. auch des Grossmünsters, politisch aufstiegen. Als 1218 auch die Zähringer ausstarben, hielten sie sich aufgrund ihres Allodialbesitzes wohl noch in einer prestigeträchtigen Position. Ende des 13. Jh. besassen sie Lehen der Gf. von Habsburg. Als Erster nahm Berchtold I. von Eschenbach 1185 bei der Stiftung des Klosters Kappel den Zunamen S. an. Seine Söhne Ulrich I. (1223-53 erw.) und Walter I. (1223-45 erw.), der als Vogt von Schwarzenberg wirkte, blieben in enger Verbindung mit den Frh. von Eschenbach. Nach der Erbteilung im Hause Eschenbach-S. in der 2. Hälfte des 13. Jh. übernahm der Schnabelburger Zweig den Breisgauer Besitz, ein Erbe der Frh. von Schwarzenberg mit den Burgen Kastelberg und Schwarzenberg bei Waldkirch, und verlagerte damit seinen Schwerpunkt in den süddt. Raum, hielt aber die Verbindungen zu den schweiz. Besitzungen aufrecht. Der andere Zweig der Frh. von Eschenbach erhielt die S., nach der sich weiterhin einzelne Vertreter benannten.

Version vom: 19.08.2011
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen

 
von Schnabelburg, Berchtold (I57626)
 
51073 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019765/2011-08-19/

von Schnabelburg

Hochadlige Familie des 12. bis 15. Jahrhunderts, benannt nach der gleichnamigen Burg auf dem Albis, mit Allodialbesitz zwischen Albis und Luzern sowie Reichslehen in Uri. Die Schnabelburg wurden von der älteren Forschung als Zweig der Freiherren von Eschenbach eingereiht, wobei die genealogischen Zusammenhänge der Clans, die sich Schnabelburg, von Rapperswil, von Wädenswil und von Bonstetten nannten, noch ungenügend erforscht sind, und die Annahme kognatischer Verwandtschaftsverhältnisse zur Erklärung von Rechts- und Besitzzusammenhängen problematisch ist. Die Adelsfamilie der Schnabelburg ging Heiratsverbindungen mit den Freiherren von Klingen und von Signau, den Grafen von Thierstein und von Habsburg-Laufenburg sowie mit süddeutschen Nobilesgeschlechtern ein. Nach dem Aussterben der Grafen von Lenzburg 1173 standen sie an der Seite der Herzöge von Zähringen, in deren Gefolge sie als Vögte über die Besitzungen der Zürcher Fraumünsterabtei, zum Teil auch des Grossmünsters, politisch aufstiegen. Als 1218 auch die Zähringer ausstarben, hielten sie sich aufgrund ihres Allodialbesitzes wohl noch in einer prestigeträchtigen Position. Ende des 13. Jahrhunderts besassen sie Lehen der Grafen von Habsburg. Als Erster nahm Berchtold I. von Eschenbach 1185 bei der Stiftung des Klosters Kappel den Zunamen Schnabelburg an. Seine Söhne Ulrich I. (1223-1253 erwähnt) und Walter I. (1223-1245 erwähnt), der als Vogt von Schwarzenberg wirkte, blieben in enger Verbindung mit den Freiherren von Eschenbach. Nach der Erbteilung im Hause Eschenbach-Schnabelburg in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts übernahm der Schnabelburger Zweig den Breisgauer Besitz, ein Erbe der Freiherren von Schwarzenberg mit den Burgen Kastelberg und Schwarzenberg bei Waldkirch, und verlagerte damit seinen Schwerpunkt in den süddeutschen Raum, hielt aber die Verbindungen zu den schweizerischen Besitzungen aufrecht. Der andere Zweig der Freiherren von Eschenbach erhielt die Schnabelburg, nach der sich weiterhin einzelne Vertreter benannten.

Version vom: 19.08.2011
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Schnabelburg (von Eschenbach), Ulrich I. (I27543)
 
51074 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019773/2018-01-31/

von Signau

Nobilesgeschlecht, benannt nach zwei das Herrschaftszentrum bildenden Burgen (heute Gemeinde Bowil). Die Familie wird 1130 bzw. 1146 mit Werner erstmals erwähnt. Die genealogische Abfolge ist bis in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts unsicher und lückenhaft. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts waren die von Signau Gefolgsleute der Grafen von Kyburg, ab Anfang des 14. Jahrhunderts standen sie in habsburgischen Diensten. In den Auseinandersetzungen zwischen der Stadt Bern und der sich konsolidierenden habsburgisch-österreichischen Landesherrschaft lavierten Vertreter der Familie zwischen den beiden Kontrahenten, obwohl sich Heinrich 1277 mit Bern verburgrechtet hatte. Zur Freiherrschaft in den Grenzen des Kirchspiels Signau (Dorf Signau, Eggiwil) gehörte Streubesitz im Raum Signau bis Zäziwil sowie in Rüti bei Büren, ferner ein nicht lokalisierbares Lehen des Bischofs von Lausanne. 1314 wurden die von Signau von der Abtei St. Gallen mit dem Meieramt und der Vogtei Rohrbach belehnt. Die Brüder Ulrich (erwähnt 1313-1362) und Heinrich (erwähnt 1314-1361), wahrscheinlich Enkel des oben genannten Heinrich, hatten die Herrschaft gemeinsam inne. 1325 erwarb Ulrich, dessen Tochter Anastasia als Erbin der Freiherrschaft Signau mit Eberhard von Neu-Kyburg verheiratet war, Schloss und Stadt Burgdorf, Herrschaftszentrum der Grafen von Neu-Kyburg. Die erbschaftlich nicht berücksichtigten Söhne Ulrichs wurden auf geistliche Laufbahnen verwiesen oder verlegten ihren Interessenschwerpunkt, so Matthias, letzter männlicher Vertreter der Familie (✝︎ 1392), der ab 1364 Bürger in Strassburg und ab 1390/1391 Landvogt im Elsass war. Das Konnubium bestand ausser zu den von Neu-Kyburg zu den Freiherren von Grünenberg und den Grafen von Buchegg; in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts heirateten die Töchter in Familien aus dem süddeutschen Raum. Ein wirtschaftlicher Abstieg lässt sich zwar quellenmässig nicht belegen, der Niedergang der Grafen von Neu-Kyburg dürfte sich aber auch auf das Haus Signau ausgewirkt haben.

Version vom: 31.01.2018
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen

 
von Signau, Ulrich III (I57638)
 
51075 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019773/2018-01-31/

von Signau

Nobilesgeschlecht, benannt nach zwei das Herrschaftszentrum bildenden Burgen (heute Gemeinde Bowil). Die Familie wird 1130 bzw. 1146 mit Werner erstmals erwähnt. Die genealogische Abfolge ist bis in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts unsicher und lückenhaft. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts waren die von Signau Gefolgsleute der Grafen von Kyburg, ab Anfang des 14. Jahrhunderts standen sie in habsburgischen Diensten. In den Auseinandersetzungen zwischen der Stadt Bern und der sich konsolidierenden habsburgisch-österreichischen Landesherrschaft lavierten Vertreter der Familie zwischen den beiden Kontrahenten, obwohl sich Heinrich 1277 mit Bern verburgrechtet hatte. Zur Freiherrschaft in den Grenzen des Kirchspiels Signau (Dorf Signau, Eggiwil) gehörte Streubesitz im Raum Signau bis Zäziwil sowie in Rüti bei Büren, ferner ein nicht lokalisierbares Lehen des Bischofs von Lausanne. 1314 wurden die von Signau von der Abtei St. Gallen mit dem Meieramt und der Vogtei Rohrbach belehnt. Die Brüder Ulrich (erwähnt 1313-1362) und Heinrich (erwähnt 1314-1361), wahrscheinlich Enkel des oben genannten Heinrich, hatten die Herrschaft gemeinsam inne. 1325 erwarb Ulrich, dessen Tochter Anastasia als Erbin der Freiherrschaft Signau mit Eberhard von Neu-Kyburg verheiratet war, Schloss und Stadt Burgdorf, Herrschaftszentrum der Grafen von Neu-Kyburg. Die erbschaftlich nicht berücksichtigten Söhne Ulrichs wurden auf geistliche Laufbahnen verwiesen oder verlegten ihren Interessenschwerpunkt, so Matthias, letzter männlicher Vertreter der Familie (✝︎ 1392), der ab 1364 Bürger in Strassburg und ab 1390/1391 Landvogt im Elsass war. Das Konnubium bestand ausser zu den von Neu-Kyburg zu den Freiherren von Grünenberg und den Grafen von Buchegg; in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts heirateten die Töchter in Familien aus dem süddeutschen Raum. Ein wirtschaftlicher Abstieg lässt sich zwar quellenmässig nicht belegen, der Niedergang der Grafen von Neu-Kyburg dürfte sich aber auch auf das Haus Signau ausgewirkt haben.

Version vom: 31.01.2018
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen

 
von Signau, Werner III (I57643)
 
51076 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019784/2012-12-04/

vom Turn

Bedeutendes Walliser Hochfreiengeschlecht des 12. bis Anfang des 15. Jahrhunderts. Möglicherweise stammt die Familie von den Freiherren de la Tour du Pin aus der Dauphiné ab. Wilhelm, vielleicht der Sohn eines 1143 genannten Raymund de Tore, ist 1157 erstmals bezeugt. Er war Meier von Sitten, Herr von Niedergesteln und Lötschen sowie Viztum von Ollon und Vouvry. Sein Bruder Amadeus wirkte 1162-1168 als Bischof von Sitten. Aymo (✝︎ 1226), ein Sohn Wilhelms, erwarb durch seine Heiraten die Mitherrschaft von Bex und Ayent-Hérens sowie vermutlich das bischöfliche Viztum von Bagnes. Chalbert, ein Sohn Aymos und der Margarete von Morestel, gründete den Zweig vom Turn-Morestel, der das Vizedominat von Bagnes und die Mitherrschaft von Granges innehatte. Antoinette, die Witwe Peters III., des letzten Sprosses dieser Linie, verkaufte das Vizedominat von Bagnes 1366 dem Abt von Saint-Maurice.

Peter II., der Sohn Aymos und der Clémence von Bex, wurde zum Stammvater der Linie von Turn-Gestelnburg. Seine Enkelin Beatrix heiratete Junker Aymo von Greysier und brachte ihm nach dem Tod ihres Vaters Gerold die Rechte der vom Turn in Sitten, Ollon und Bex. Ihr Bruder Aymo (✝︎ 1276) erbte das Vizedominat von Conthey. Aymos Schwester Nantelma führte der Familie nach dem Tod ihres Gatten Rudolf von Raron dessen Besitzungen in St. Niklaus und Zermatt zu. Sein Sohn Peter IV., der sich als Erster Freiherr von Niedergesteln nannte, war 1291 als Landvogt der Waadt in savoyischen Diensten. Er verleitete den Adel zu einem Aufstand gegen den Sittener Bischof Boniface de Challant, söhnte sich aber nach der Niederlage auf den Sustmatten (auch Seufzermatten genannt) bei Leuk (1296) mit ihm aus (1299). Peters Sohn Johann (✝︎ 1323) brachte durch Heirat mit Elisabeth von Wädenswil die Herrschaften Frutigen und Mülenen im Berner Oberland an sich. Er war 1311 kaiserlicher Vikar von Como, 1315-1317 Landvogt, das heisst Stellvertreter in weltlichen Angelegenheiten, des Bischofs von Sitten und 1322 kaiserlicher Statthalter von Mailand. Johanns Bruder Aymo war 1323-1338 Bischof von Sitten. Peter V., Johanns Sohn, verkaufte den vom Vater geerbten Pfandbesitz Laupen 1324 der Stadt Bern, seine Rechte auf Mülenen 1341 den Herren von Weissenburg und seine Eigenleute im Lauterbrunnental, genannt die Lötscher, 1346 dem Kloster Interlaken. Vermutlich weil ihm Bischof Witschard Tavel das Meiertum von Leuk verweigerte, kam es zwischen den beiden Familien 1349 zu einer ersten Fehde. Mit Peters Sohn Anton starb das Geschlecht 1405 aus.

Version vom: 04.12.2012
Autorin/Autor: Arthur Fibicher 
vom Turn, Freiherr Wilhelm I. (I57836)
 
51077 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019787/2012-11-01/

von Trachselwald

Berner Freiherrengeschlecht des 12. und 13. Jahrhunderts, das sich nach der erst 1313 erwähnten Burg Trachselwald im Emmental nannte. Die Familie ist schwach belegt. Um die Mitte des 13. Jahrhunderts umfasste die Herrschaft Trachselwald ausser dem gleichnamigen Ort auch Güter im Kirchspiel Seedorf (BE). Verwandtschaftliche Beziehungen bestanden zu den Freiherren von Rüti und von Aarburg. Nur drei männliche Vertreter der Familie sind erwähnt. Offo ist im Gefolge Graf Udelhards von Saugern bezeugt, der dem Kloster Lützel um 1131 Besitz zur Gründung des Klosters Frienisberg übertrug. Thüring (erwähnt 1241-1257) veräusserte Eigengüter in Seedorf. Thüring, wahrscheinlich sein Sohn, verkaufte 1278 seine geerbte Vogtei über Güter in Trachselwald; er erscheint 1284 zum letzten Mal.

Version vom: 01.11.2012
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Trachselwald, Thüring (I57796)
 
51078 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019987/2005-08-16/

de Courtelary

Adlige Fam. aus C., deren beiden Zweige sich durch ihre Beinamen unterscheiden: Die Compagnet lebten von 1317 bis 1453, der bedeutendere Zweig der Aler (Haller, Allard) ab 1297. Bezeugt ist die Fam. ab 1173. Wegen ihrer Heiratsverbindungen liessen sich ihre Mitglieder nach und nach in Biel und Umgebung, in La Neuveville, im Berner Seeland und in der Grafschaft Neuenburg nieder. Sie waren Schultheissen von Biel (Henry 1345, Ulrich 1356, Jean 1381, Richard 1429), Vogt von Erlach (Jean 1422), Kastellane von Schlossberg (Ulrich 1372, Ulrich 1438, Jacques und von Le Landeron (Ulrich 1414, Jean 1439-65). Mehrere Familienmitglieder traten in die Klöster Fraubrunnen, Frienisberg und Bellelay ein, andere wurden Kanoniker in Saint-Imier, Saint-Ursanne und Neuenburg. Mit Bourcard, Hauptmann in franz. Diensten, starb die Fam. 1559 aus. Johann Heinrich Thellung, Vogt des Erguel, nahm 1653 bei seiner Erhebung in den Adelsstand durch Ks. Ferdinand III. den Namen de C. an.

Version vom: 16.08.2005
Autorin/Autor: Anne Beuchat-Bessire, Catherine Krüttli Übersetzung: Gertraud Gamper 
Haller von Courtelary (Gurtlarin), Ulrich (I57915)
 
51079 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019989/2004-08-23/

von Efringen

Vermutlich im 14. Jh. in den Ritterstand aufgestiegenes Basler Stadtbürgergeschlecht, aus dem südbad. E. stammend. 1429 gehörten die E. zu den vermögendsten Fam. Basels. Heiratsbeziehungen gingen sie u.a. mit den von Andlau, Bärenfels und Ramstein ein. Konrad (erw. 1337-79), Tuchhändler, 1359 Oberstzunftmeister und 1371 Junker, war 1367 und 1375 Ratsherr der Zunft zur Kaufleuten. Sein Sohn Henmann (✝︎ 1396) erhielt 1394 vom österr. Hzg. Leopold IV. von Habsburg die Burg Dorneck als Pfand. Henmanns Enkel Bernhard (erw. 1438-88), 1451 Ritter, 1438-62 mehrfach Ratsmitglied und Vorsitzender des Siebnerkollegiums (Ausschuss für Finanzen des Kl. Rates), verkaufte Dorneck 1485 der Stadt Solothurn. Anna (✝︎ 1541), ab 1523 Oberin des Klosters Hermetschwil, gelang 1532 die Rekatholisierung des Dorfs Hermetschwil. Das Geschlecht erlosch in männl. Linie mit Bernhards Sohn Andreas (erw. 1487-1529), Kaplan am Hochstift Basel.

Version vom: 23.08.2004
Autorin/Autor: Marcel Clémence 
von Efringen, Anna (I59658)
 
51080 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019989/2004-08-23/

von Efringen

Vermutlich im 14. Jh. in den Ritterstand aufgestiegenes Basler Stadtbürgergeschlecht, aus dem südbad. E. stammend. 1429 gehörten die E. zu den vermögendsten Fam. Basels. Heiratsbeziehungen gingen sie u.a. mit den von Andlau, Bärenfels und Ramstein ein. Konrad (erw. 1337-79), Tuchhändler, 1359 Oberstzunftmeister und 1371 Junker, war 1367 und 1375 Ratsherr der Zunft zur Kaufleuten. Sein Sohn Henmann (✝︎ 1396) erhielt 1394 vom österr. Hzg. Leopold IV. von Habsburg die Burg Dorneck als Pfand. Henmanns Enkel Bernhard (erw. 1438-88), 1451 Ritter, 1438-62 mehrfach Ratsmitglied und Vorsitzender des Siebnerkollegiums (Ausschuss für Finanzen des Kl. Rates), verkaufte Dorneck 1485 der Stadt Solothurn. Anna (✝︎ 1541), ab 1523 Oberin des Klosters Hermetschwil, gelang 1532 die Rekatholisierung des Dorfs Hermetschwil. Das Geschlecht erlosch in männl. Linie mit Bernhards Sohn Andreas (erw. 1487-1529), Kaplan am Hochstift Basel.

Version vom: 23.08.2004
Autorin/Autor: Marcel Clémence 
von Efringen, Gredenneli (I17897)
 
51081 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019989/2004-08-23/

von Efringen

Vermutlich im 14. Jh. in den Ritterstand aufgestiegenes Basler Stadtbürgergeschlecht, aus dem südbad. E. stammend. 1429 gehörten die E. zu den vermögendsten Fam. Basels. Heiratsbeziehungen gingen sie u.a. mit den von Andlau, Bärenfels und Ramstein ein. Konrad (erw. 1337-79), Tuchhändler, 1359 Oberstzunftmeister und 1371 Junker, war 1367 und 1375 Ratsherr der Zunft zur Kaufleuten. Sein Sohn Henmann (✝︎ 1396) erhielt 1394 vom österr. Hzg. Leopold IV. von Habsburg die Burg Dorneck als Pfand. Henmanns Enkel Bernhard (erw. 1438-88), 1451 Ritter, 1438-62 mehrfach Ratsmitglied und Vorsitzender des Siebnerkollegiums (Ausschuss für Finanzen des Kl. Rates), verkaufte Dorneck 1485 der Stadt Solothurn. Anna (✝︎ 1541), ab 1523 Oberin des Klosters Hermetschwil, gelang 1532 die Rekatholisierung des Dorfs Hermetschwil. Das Geschlecht erlosch in männl. Linie mit Bernhards Sohn Andreas (erw. 1487-1529), Kaplan am Hochstift Basel.

Version vom: 23.08.2004
Autorin/Autor: Marcel Clémence 
von Efringen, Henman (I21945)
 
51082 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019989/2004-08-23/

von Efringen

Vermutlich im 14. Jh. in den Ritterstand aufgestiegenes Basler Stadtbürgergeschlecht, aus dem südbad. E. stammend. 1429 gehörten die E. zu den vermögendsten Fam. Basels. Heiratsbeziehungen gingen sie u.a. mit den von Andlau, Bärenfels und Ramstein ein. Konrad (erw. 1337-79), Tuchhändler, 1359 Oberstzunftmeister und 1371 Junker, war 1367 und 1375 Ratsherr der Zunft zur Kaufleuten. Sein Sohn Henmann (✝︎ 1396) erhielt 1394 vom österr. Hzg. Leopold IV. von Habsburg die Burg Dorneck als Pfand. Henmanns Enkel Bernhard (erw. 1438-88), 1451 Ritter, 1438-62 mehrfach Ratsmitglied und Vorsitzender des Siebnerkollegiums (Ausschuss für Finanzen des Kl. Rates), verkaufte Dorneck 1485 der Stadt Solothurn. Anna (✝︎ 1541), ab 1523 Oberin des Klosters Hermetschwil, gelang 1532 die Rekatholisierung des Dorfs Hermetschwil. Das Geschlecht erlosch in männl. Linie mit Bernhards Sohn Andreas (erw. 1487-1529), Kaplan am Hochstift Basel.

Version vom: 23.08.2004
Autorin/Autor: Marcel Clémence 
von Efringen, Konrad (I59660)
 
51083 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019989/2004-08-23/

von Efringen

Vermutlich im 14. Jh. in den Ritterstand aufgestiegenes Basler Stadtbürgergeschlecht, aus dem südbad. E. stammend. 1429 gehörten die E. zu den vermögendsten Fam. Basels. Heiratsbeziehungen gingen sie u.a. mit den von Andlau, Bärenfels und Ramstein ein. Konrad (erw. 1337-79), Tuchhändler, 1359 Oberstzunftmeister und 1371 Junker, war 1367 und 1375 Ratsherr der Zunft zur Kaufleuten. Sein Sohn Henmann (✝︎ 1396) erhielt 1394 vom österr. Hzg. Leopold IV. von Habsburg die Burg Dorneck als Pfand. Henmanns Enkel Bernhard (erw. 1438-88), 1451 Ritter, 1438-62 mehrfach Ratsmitglied und Vorsitzender des Siebnerkollegiums (Ausschuss für Finanzen des Kl. Rates), verkaufte Dorneck 1485 der Stadt Solothurn. Anna (✝︎ 1541), ab 1523 Oberin des Klosters Hermetschwil, gelang 1532 die Rekatholisierung des Dorfs Hermetschwil. Das Geschlecht erlosch in männl. Linie mit Bernhards Sohn Andreas (erw. 1487-1529), Kaplan am Hochstift Basel.

Version vom: 23.08.2004
Autorin/Autor: Marcel Clémence 
von Efringen, Dorothea (I5956)
 
51084 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019994/2024-12-17/

von Heidegg

Ritteradliges Geschlecht in den Kantonen Luzern und Aargau, von dem bis ins 17. Jahrhundert über hundert Mitglieder aus verschiedenen Zweigen bekannt sind. Die von Heidegg waren kyburgische und habsburgische Ministerialen, ab 1245 Reichsministerialen. Als Stammsitz gilt die Burg Heidegg, ein Lehensbesitz zwischen dem Lindenberg und Baldeggersee. Erstmals belegt ist das Geschlecht 1185 mit Heinrich I. Über die Heiratsverbindungen Hartmanns I. gelangten um 1300 die habsburgischen Herrschaften Wagenburg (von Wagenberg) und Kienberg (von Kienberg) in den Besitz der Familie. 1351 kauften die von Heidegg die Burg Aristau; der luzernische Besitz ging nach 1400 durch Erbgang verloren. Verwandtschaftliche Beziehungen bestanden mit den Freiherren von Rüssegg und von Bechburg sowie den Ritteradligen von Hünenberg und von Landenberg-Greifensee. Ab dem 15. Jahrhundert standen Mitglieder der von Heidegg im Dienst Österreichs und verburgrechteten sich mit mehreren Schweizer Städten (u.a. Solothurn).

Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen
Version vom 17.12.2024 
von Heidegg, Hartmann (I11260)
 
51085 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019994/2024-12-17/

von Heidegg

Ritteradliges Geschlecht in den Kantonen Luzern und Aargau, von dem bis ins 17. Jahrhundert über hundert Mitglieder aus verschiedenen Zweigen bekannt sind. Die von Heidegg waren kyburgische und habsburgische Ministerialen, ab 1245 Reichsministerialen. Als Stammsitz gilt die Burg Heidegg, ein Lehensbesitz zwischen dem Lindenberg und Baldeggersee. Erstmals belegt ist das Geschlecht 1185 mit Heinrich I. Über die Heiratsverbindungen Hartmanns I. gelangten um 1300 die habsburgischen Herrschaften Wagenburg (von Wagenberg) und Kienberg (von Kienberg) in den Besitz der Familie. 1351 kauften die von Heidegg die Burg Aristau; der luzernische Besitz ging nach 1400 durch Erbgang verloren. Verwandtschaftliche Beziehungen bestanden mit den Freiherren von Rüssegg und von Bechburg sowie den Ritteradligen von Hünenberg und von Landenberg-Greifensee. Ab dem 15. Jahrhundert standen Mitglieder der von Heidegg im Dienst Österreichs und verburgrechteten sich mit mehreren Schweizer Städten (u.a. Solothurn).

Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen
Version vom 17.12.2024 
von Heidegg, Verena (I58304)
 
51086 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019994/2024-12-17/

von Heidegg

Ritteradliges Geschlecht in den Kantonen Luzern und Aargau, von dem bis ins 17. Jahrhundert über hundert Mitglieder aus verschiedenen Zweigen bekannt sind. Die von Heidegg waren kyburgische und habsburgische Ministerialen, ab 1245 Reichsministerialen. Als Stammsitz gilt die Burg Heidegg, ein Lehensbesitz zwischen dem Lindenberg und Baldeggersee. Erstmals belegt ist das Geschlecht 1185 mit Heinrich I. Über die Heiratsverbindungen Hartmanns I. gelangten um 1300 die habsburgischen Herrschaften Wagenburg (von Wagenberg) und Kienberg (von Kienberg) in den Besitz der Familie. 1351 kauften die von Heidegg die Burg Aristau; der luzernische Besitz ging nach 1400 durch Erbgang verloren. Verwandtschaftliche Beziehungen bestanden mit den Freiherren von Rüssegg und von Bechburg sowie den Ritteradligen von Hünenberg und von Landenberg-Greifensee. Ab dem 15. Jahrhundert standen Mitglieder der von Heidegg im Dienst Österreichs und verburgrechteten sich mit mehreren Schweizer Städten (u.a. Solothurn).

Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen
Version vom 17.12.2024 
von Heidegg, Katharina (I11255)
 
51087 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019994/2024-12-17/

von Heidegg

Ritteradliges Geschlecht in den Kantonen Luzern und Aargau, von dem bis ins 17. Jahrhundert über hundert Mitglieder aus verschiedenen Zweigen bekannt sind. Die von Heidegg waren kyburgische und habsburgische Ministerialen, ab 1245 Reichsministerialen. Als Stammsitz gilt die Burg Heidegg, ein Lehensbesitz zwischen dem Lindenberg und Baldeggersee. Erstmals belegt ist das Geschlecht 1185 mit Heinrich I. Über die Heiratsverbindungen Hartmanns I. gelangten um 1300 die habsburgischen Herrschaften Wagenburg (von Wagenberg) und Kienberg (von Kienberg) in den Besitz der Familie. 1351 kauften die von Heidegg die Burg Aristau; der luzernische Besitz ging nach 1400 durch Erbgang verloren. Verwandtschaftliche Beziehungen bestanden mit den Freiherren von Rüssegg und von Bechburg sowie den Ritteradligen von Hünenberg und von Landenberg-Greifensee. Ab dem 15. Jahrhundert standen Mitglieder der von Heidegg im Dienst Österreichs und verburgrechteten sich mit mehreren Schweizer Städten (u.a. Solothurn).

Version vom 17.12.2024
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Heidegg, Ritter Johannes (I11446)
 
51088 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019994/2024-12-17/

von Heidegg

Ritteradliges Geschlecht in den Kantonen Luzern und Aargau, von dem bis ins 17. Jahrhundert über hundert Mitglieder aus verschiedenen Zweigen bekannt sind. Die von Heidegg waren kyburgische und habsburgische Ministerialen, ab 1245 Reichsministerialen. Als Stammsitz gilt die Burg Heidegg, ein Lehensbesitz zwischen dem Lindenberg und Baldeggersee. Erstmals belegt ist das Geschlecht 1185 mit Heinrich I. Über die Heiratsverbindungen Hartmanns I. gelangten um 1300 die habsburgischen Herrschaften Wagenburg (von Wagenberg) und Kienberg (von Kienberg) in den Besitz der Familie. 1351 kauften die von Heidegg die Burg Aristau; der luzernische Besitz ging nach 1400 durch Erbgang verloren. Verwandtschaftliche Beziehungen bestanden mit den Freiherren von Rüssegg und von Bechburg sowie den Ritteradligen von Hünenberg und von Landenberg-Greifensee. Ab dem 15. Jahrhundert standen Mitglieder der von Heidegg im Dienst Österreichs und verburgrechteten sich mit mehreren Schweizer Städten (u.a. Solothurn).

Version vom 17.12.2024
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Heidegg, Edelknecht Gottfried (I11444)
 
51089 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019994/2024-12-17/

von Heidegg

Ritteradliges Geschlecht in den Kantonen Luzern und Aargau, von dem bis ins 17. Jahrhundert über hundert Mitglieder aus verschiedenen Zweigen bekannt sind. Die von Heidegg waren kyburgische und habsburgische Ministerialen, ab 1245 Reichsministerialen. Als Stammsitz gilt die Burg Heidegg, ein Lehensbesitz zwischen dem Lindenberg und Baldeggersee. Erstmals belegt ist das Geschlecht 1185 mit Heinrich I. Über die Heiratsverbindungen Hartmanns I. gelangten um 1300 die habsburgischen Herrschaften Wagenburg (von Wagenberg) und Kienberg (von Kienberg) in den Besitz der Familie. 1351 kauften die von Heidegg die Burg Aristau; der luzernische Besitz ging nach 1400 durch Erbgang verloren. Verwandtschaftliche Beziehungen bestanden mit den Freiherren von Rüssegg und von Bechburg sowie den Ritteradligen von Hünenberg und von Landenberg-Greifensee. Ab dem 15. Jahrhundert standen Mitglieder der von Heidegg im Dienst Österreichs und verburgrechteten sich mit mehreren Schweizer Städten (u.a. Solothurn).

Version vom 17.12.2024
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Heidegg, Ulrich (I11442)
 
51090 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019994/2024-12-17/

von Heidegg

Ritteradliges Geschlecht in den Kantonen Luzern und Aargau, von dem bis ins 17. Jahrhundert über hundert Mitglieder aus verschiedenen Zweigen bekannt sind. Die von Heidegg waren kyburgische und habsburgische Ministerialen, ab 1245 Reichsministerialen. Als Stammsitz gilt die Burg Heidegg, ein Lehensbesitz zwischen dem Lindenberg und Baldeggersee. Erstmals belegt ist das Geschlecht 1185 mit Heinrich I. Über die Heiratsverbindungen Hartmanns I. gelangten um 1300 die habsburgischen Herrschaften Wagenburg (von Wagenberg) und Kienberg (von Kienberg) in den Besitz der Familie. 1351 kauften die von Heidegg die Burg Aristau; der luzernische Besitz ging nach 1400 durch Erbgang verloren. Verwandtschaftliche Beziehungen bestanden mit den Freiherren von Rüssegg und von Bechburg sowie den Ritteradligen von Hünenberg und von Landenberg-Greifensee. Ab dem 15. Jahrhundert standen Mitglieder der von Heidegg im Dienst Österreichs und verburgrechteten sich mit mehreren Schweizer Städten (u.a. Solothurn).

Version vom 17.12.2024
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Heidegg, Johanna (I11292)
 
51091 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019994/2024-12-17/

von Heidegg

Ritteradliges Geschlecht in den Kantonen Luzern und Aargau, von dem bis ins 17. Jahrhundert über hundert Mitglieder aus verschiedenen Zweigen bekannt sind. Die von Heidegg waren kyburgische und habsburgische Ministerialen, ab 1245 Reichsministerialen. Als Stammsitz gilt die Burg Heidegg, ein Lehensbesitz zwischen dem Lindenberg und Baldeggersee. Erstmals belegt ist das Geschlecht 1185 mit Heinrich I. Über die Heiratsverbindungen Hartmanns I. gelangten um 1300 die habsburgischen Herrschaften Wagenburg (von Wagenberg) und Kienberg (von Kienberg) in den Besitz der Familie. 1351 kauften die von Heidegg die Burg Aristau; der luzernische Besitz ging nach 1400 durch Erbgang verloren. Verwandtschaftliche Beziehungen bestanden mit den Freiherren von Rüssegg und von Bechburg sowie den Ritteradligen von Hünenberg und von Landenberg-Greifensee. Ab dem 15. Jahrhundert standen Mitglieder der von Heidegg im Dienst Österreichs und verburgrechteten sich mit mehreren Schweizer Städten (u.a. Solothurn).

Version vom 17.12.2024
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Heidegg, Agnes (I22394)
 
51092 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I11454)
 
51093 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019995/2006-08-30/

von Hertenberg

Niederadlige Fam. mit bürgerl.-kaufmänn. Ursprung, die in der Stadt Basel ab 1237 erwähnt ist. Die Fam. besass 1295 ein stattl. Stadthaus am Nadelberg (zum Schönen Huse). Konrad Ludwig, 1273 Nachfolger seines Vaters im Basler Rat, erscheint 1295 als Inhaber der Vogtei Riehen und 1302 als bischöfl. Brotmeister von Basel. Um 1300 nahm die Fam. den Namen von H. an, möglicherweise hatte sie die Burg H. (Landkreis Lörrach) als bischöfl. Lehen erhalten. Nach der Zerstörung der Burg durch das Erdbeben von 1356 liess sich die Fam. in Rheinfelden nieder. Um 1400 starb das Geschlecht in der männl. Linie aus. Die Töchter Konrad Ludwigs heirateten Männer aus den Basler Ritterfam. Münch und Bärenfels.

Version vom: 30.08.2006
Autorin/Autor: Martin Illi 
von Hertenberg, Margareta (I60956)
 
51094 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019995/2006-08-30/

von Hertenberg

Niederadlige Fam. mit bürgerl.-kaufmänn. Ursprung, die in der Stadt Basel ab 1237 erwähnt ist. Die Fam. besass 1295 ein stattl. Stadthaus am Nadelberg (zum Schönen Huse). Konrad Ludwig, 1273 Nachfolger seines Vaters im Basler Rat, erscheint 1295 als Inhaber der Vogtei Riehen und 1302 als bischöfl. Brotmeister von Basel. Um 1300 nahm die Fam. den Namen von H. an, möglicherweise hatte sie die Burg H. (Landkreis Lörrach) als bischöfl. Lehen erhalten. Nach der Zerstörung der Burg durch das Erdbeben von 1356 liess sich die Fam. in Rheinfelden nieder. Um 1400 starb das Geschlecht in der männl. Linie aus. Die Töchter Konrad Ludwigs heirateten Männer aus den Basler Ritterfam. Münch und Bärenfels.

Version vom: 30.08.2006
Autorin/Autor: Martin Illi 
von Hertenberg, Konrad (I60963)
 
51095 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019997/2008-02-12/

von Ifenthal

Adelsfam. der Nordwestschweiz, im Dienste versch. Dynastengeschlechter, so der Gf. von Frohburg, von Habsburg und von Neuenburg-Nidau. Die Fam. I. stammte vermutlich aus der bäuerl. Oberschicht in I. und stieg im 12. Jh. im Dienste der Frohburger in den niederen Adel auf. Stammsitz war die um 1200 auf Eigengut errichtete und vor 1379 verkaufte Alt-Wartburg (Wartburg), die Grablege befand sich in St. Urban. Der Schwerpunkt des Familienbesitzes lag ursprünglich im Raume Wartburg-Safenwil, im 14. Jh. am Oberen Hauenstein. Erstmals erwähnt wird um 1200 Werner, Lehensmann von Frohburg. Heinrich, Dienstmann von Neuenburg-Nidau und Schultheiss von Büren (SO), erwarb nach 1325 Alt-Bechburg. Die letzte der Fam. I., Margaretha, verkaufte die Burg 1416 an Solothurn.

Version vom: 12.02.2008
Autorin/Autor: Peter Schenker

 
von Ifental, Werner (I11405)
 
51096 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019997/2008-02-12/

von Ifenthal

Adelsfam. der Nordwestschweiz, im Dienste versch. Dynastengeschlechter, so der Gf. von Frohburg, von Habsburg und von Neuenburg-Nidau. Die Fam. I. stammte vermutlich aus der bäuerl. Oberschicht in I. und stieg im 12. Jh. im Dienste der Frohburger in den niederen Adel auf. Stammsitz war die um 1200 auf Eigengut errichtete und vor 1379 verkaufte Alt-Wartburg (Wartburg), die Grablege befand sich in St. Urban. Der Schwerpunkt des Familienbesitzes lag ursprünglich im Raume Wartburg-Safenwil, im 14. Jh. am Oberen Hauenstein. Erstmals erwähnt wird um 1200 Werner, Lehensmann von Frohburg. Heinrich, Dienstmann von Neuenburg-Nidau und Schultheiss von Büren (SO), erwarb nach 1325 Alt-Bechburg. Die letzte der Fam. I., Margaretha, verkaufte die Burg 1416 an Solothurn.

Version vom: 12.02.2008
Autorin/Autor: Peter Schenker 
von Ifental, Ritter Heinrich (I11404)
 
51097 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019997/2008-02-12/

von Ifenthal

Adelsfam. der Nordwestschweiz, im Dienste versch. Dynastengeschlechter, so der Gf. von Frohburg, von Habsburg und von Neuenburg-Nidau. Die Fam. I. stammte vermutlich aus der bäuerl. Oberschicht in I. und stieg im 12. Jh. im Dienste der Frohburger in den niederen Adel auf. Stammsitz war die um 1200 auf Eigengut errichtete und vor 1379 verkaufte Alt-Wartburg (Wartburg), die Grablege befand sich in St. Urban. Der Schwerpunkt des Familienbesitzes lag ursprünglich im Raume Wartburg-Safenwil, im 14. Jh. am Oberen Hauenstein. Erstmals erwähnt wird um 1200 Werner, Lehensmann von Frohburg. Heinrich, Dienstmann von Neuenburg-Nidau und Schultheiss von Büren (SO), erwarb nach 1325 Alt-Bechburg. Die letzte der Fam. I., Margaretha, verkaufte die Burg 1416 an Solothurn.

Version vom: 12.02.2008
Autorin/Autor: Peter Schenker 
von Ifental, Werner (I11406)
 
51098 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019997/2008-02-12/

von Ifenthal

Adelsfam. der Nordwestschweiz, im Dienste versch. Dynastengeschlechter, so der Gf. von Frohburg, von Habsburg und von Neuenburg-Nidau. Die Fam. I. stammte vermutlich aus der bäuerl. Oberschicht in I. und stieg im 12. Jh. im Dienste der Frohburger in den niederen Adel auf. Stammsitz war die um 1200 auf Eigengut errichtete und vor 1379 verkaufte Alt-Wartburg (Wartburg), die Grablege befand sich in St. Urban. Der Schwerpunkt des Familienbesitzes lag ursprünglich im Raume Wartburg-Safenwil, im 14. Jh. am Oberen Hauenstein. Erstmals erwähnt wird um 1200 Werner, Lehensmann von Frohburg. Heinrich, Dienstmann von Neuenburg-Nidau und Schultheiss von Büren (SO), erwarb nach 1325 Alt-Bechburg. Die letzte der Fam. I., Margaretha, verkaufte die Burg 1416 an Solothurn.

Version vom: 12.02.2008
Autorin/Autor: Peter Schenker 
von Ifental, Ritter Johannes (I11402)
 
51099 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019997/2008-02-12/

von Ifenthal

Adelsfam. der Nordwestschweiz, im Dienste versch. Dynastengeschlechter, so der Gf. von Frohburg, von Habsburg und von Neuenburg-Nidau. Die Fam. I. stammte vermutlich aus der bäuerl. Oberschicht in I. und stieg im 12. Jh. im Dienste der Frohburger in den niederen Adel auf. Stammsitz war die um 1200 auf Eigengut errichtete und vor 1379 verkaufte Alt-Wartburg (Wartburg), die Grablege befand sich in St. Urban. Der Schwerpunkt des Familienbesitzes lag ursprünglich im Raume Wartburg-Safenwil, im 14. Jh. am Oberen Hauenstein. Erstmals erwähnt wird um 1200 Werner, Lehensmann von Frohburg. Heinrich, Dienstmann von Neuenburg-Nidau und Schultheiss von Büren (SO), erwarb nach 1325 Alt-Bechburg. Die letzte der Fam. I., Margaretha, verkaufte die Burg 1416 an Solothurn.

Version vom: 12.02.2008
Autorin/Autor: Peter Schenker 
von Ifental, Ritter Werner (I59891)
 
51100 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019997/2008-02-12/

von Ifenthal

Adelsfam. der Nordwestschweiz, im Dienste versch. Dynastengeschlechter, so der Gf. von Frohburg, von Habsburg und von Neuenburg-Nidau. Die Fam. I. stammte vermutlich aus der bäuerl. Oberschicht in I. und stieg im 12. Jh. im Dienste der Frohburger in den niederen Adel auf. Stammsitz war die um 1200 auf Eigengut errichtete und vor 1379 verkaufte Alt-Wartburg (Wartburg), die Grablege befand sich in St. Urban. Der Schwerpunkt des Familienbesitzes lag ursprünglich im Raume Wartburg-Safenwil, im 14. Jh. am Oberen Hauenstein. Erstmals erwähnt wird um 1200 Werner, Lehensmann von Frohburg. Heinrich, Dienstmann von Neuenburg-Nidau und Schultheiss von Büren (SO), erwarb nach 1325 Alt-Bechburg. Die letzte der Fam. I., Margaretha, verkaufte die Burg 1416 an Solothurn.

Version vom: 12.02.2008
Autorin/Autor: Peter Schenker 
von Ifental, Regula (I11381)
 

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