Treffer 51,101 bis 51,150 von 52,053
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| 51101 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020031/2015-01-05/ von Vorburg Bürgerfamilie von Delsberg, ursprünglich Ullin genannt. Die Ullin waren einfache Weber, die im 14. Jahrhundert im Weiler am Fuss der Vorburg bei Delsberg wohnten. Sie liessen sich in Delsberg nieder und besetzten bald wichtige Ämter in der Stadtverwaltung sowie im 15. und 16. Jahrhundert im Dienst des Bischofs von Basel. Die Familie nannte sich nun Vorburger, wurde im 16. Jahrhundert geadelt und stand im 17. Jahrhundert in fürstbischöflichen Diensten. Jehan Ullin, genannt der Weber, Bürger von Delsberg, wird 1416-1464 als erster Familienvertreter erwähnt. Sein Sohn Vernier Ullin und sein Enkel Jean Henri Ullin, genannt Vorburger, sowie seine Urenkel Georges und Siffried waren Bürgermeister von Delsberg. Marx Vorburg liess um 1560 in Delsberg das Schloss Domont bauen. Sein Sohn Jean Conrad, ab 1596 Hofrat des Fürstbischof von Basel, wurde 1605 Ratsherr des Kurfürsten und Erzbischofs von Mainz, ebenso Jean Conrads Sohn Johann Philipp und sein Enkel François Jean Wolfgang. Mit dem Sohn des Letzteren, Jean François, erlosch die Familie 1712. Version vom: 05.01.2015 Autorin/Autor: François Kohler Übersetzung: Barbara Erni | Weber (von Vorburg), Üli (I57512)
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| 51102 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020031/2015-01-05/ von Vorburg Bürgerfamilie von Delsberg, ursprünglich Ullin genannt. Die Ullin waren einfache Weber, die im 14. Jahrhundert im Weiler am Fuss der Vorburg bei Delsberg wohnten. Sie liessen sich in Delsberg nieder und besetzten bald wichtige Ämter in der Stadtverwaltung sowie im 15. und 16. Jahrhundert im Dienst des Bischofs von Basel. Die Familie nannte sich nun Vorburger, wurde im 16. Jahrhundert geadelt und stand im 17. Jahrhundert in fürstbischöflichen Diensten. Jehan Ullin, genannt der Weber, Bürger von Delsberg, wird 1416-1464 als erster Familienvertreter erwähnt. Sein Sohn Vernier Ullin und sein Enkel Jean Henri Ullin, genannt Vorburger, sowie seine Urenkel Georges und Siffried waren Bürgermeister von Delsberg. Marx Vorburg liess um 1560 in Delsberg das Schloss Domont bauen. Sein Sohn Jean Conrad, ab 1596 Hofrat des Fürstbischof von Basel, wurde 1605 Ratsherr des Kurfürsten und Erzbischofs von Mainz, ebenso Jean Conrads Sohn Johann Philipp und sein Enkel François Jean Wolfgang. Mit dem Sohn des Letzteren, Jean François, erlosch die Familie 1712. Version vom: 05.01.2015 Autorin/Autor: François Kohler Übersetzung: Barbara Erni | Ülin (Weber), Werner (I57511)
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| 51103 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020031/2015-01-05/ von Vorburg Bürgerfamilie von Delsberg, ursprünglich Ullin genannt. Die Ullin waren einfache Weber, die im 14. Jahrhundert im Weiler am Fuss der Vorburg bei Delsberg wohnten. Sie liessen sich in Delsberg nieder und besetzten bald wichtige Ämter in der Stadtverwaltung sowie im 15. und 16. Jahrhundert im Dienst des Bischofs von Basel. Die Familie nannte sich nun Vorburger, wurde im 16. Jahrhundert geadelt und stand im 17. Jahrhundert in fürstbischöflichen Diensten. Jehan Ullin, genannt der Weber, Bürger von Delsberg, wird 1416-1464 als erster Familienvertreter erwähnt. Sein Sohn Vernier Ullin und sein Enkel Jean Henri Ullin, genannt Vorburger, sowie seine Urenkel Georges und Siffried waren Bürgermeister von Delsberg. Marx Vorburg liess um 1560 in Delsberg das Schloss Domont bauen. Sein Sohn Jean Conrad, ab 1596 Hofrat des Fürstbischof von Basel, wurde 1605 Ratsherr des Kurfürsten und Erzbischofs von Mainz, ebenso Jean Conrads Sohn Johann Philipp und sein Enkel François Jean Wolfgang. Mit dem Sohn des Letzteren, Jean François, erlosch die Familie 1712. Version vom: 05.01.2015 Autorin/Autor: François Kohler Übersetzung: Barbara Erni | Ülin, Hans Heinrich (I57507)
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| 51104 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020031/2015-01-05/ von Vorburg Bürgerfamilie von Delsberg, ursprünglich Ullin genannt. Die Ullin waren einfache Weber, die im 14. Jahrhundert im Weiler am Fuss der Vorburg bei Delsberg wohnten. Sie liessen sich in Delsberg nieder und besetzten bald wichtige Ämter in der Stadtverwaltung sowie im 15. und 16. Jahrhundert im Dienst des Bischofs von Basel. Die Familie nannte sich nun Vorburger, wurde im 16. Jahrhundert geadelt und stand im 17. Jahrhundert in fürstbischöflichen Diensten. Jehan Ullin, genannt der Weber, Bürger von Delsberg, wird 1416-1464 als erster Familienvertreter erwähnt. Sein Sohn Vernier Ullin und sein Enkel Jean Henri Ullin, genannt Vorburger, sowie seine Urenkel Georges und Siffried waren Bürgermeister von Delsberg. Marx Vorburg liess um 1560 in Delsberg das Schloss Domont bauen. Sein Sohn Jean Conrad, ab 1596 Hofrat des Fürstbischof von Basel, wurde 1605 Ratsherr des Kurfürsten und Erzbischofs von Mainz, ebenso Jean Conrads Sohn Johann Philipp und sein Enkel François Jean Wolfgang. Mit dem Sohn des Letzteren, Jean François, erlosch die Familie 1712. Version vom: 05.01.2015 Autorin/Autor: François Kohler Übersetzung: Barbara Erni | Vorburger, Anna (I57492)
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| 51105 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020034/2014-02-12/ Zer Sunnen Ab Mitte des 13. Jahrhunderts belegtes Basler Achtburgergeschlecht. Durch Handel und Bankgeschäfte zu Wohlstand gelangt, erwarben die Zer Sunnen Lehenbesitz in der Umgebung von Basel, so 1301 die Herrschaft Wartenberg als Unterlehen (bis 1371). Vier Familienmitglieder amtierten als Oberstzunftmeister, so Konrad, der zudem Bürgermeister von Basel war, und sein Sohn Hug. Der Heiratskreis umfasste neben anderen Achtburgergeschlechtern auch adlige Familien der Stadt und der weiteren Umgebung. Im zweiten Viertel des 15. Jahrhunderts erlebte die Familie einen raschen Niedergang. Die beiden letzten Vertreter, Georg, 1461 wegen Raubmords enthauptet, und sein Bruder Konrad, zuletzt erwähnt 1470, bestritten ihren Lebensunterhalt als Söldner. Version vom: 12.02.2014 Autorin/Autor: Stefan Hess | zer Sunnen, Verena (I58442)
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| 51106 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020034/2014-02-12/ Zer Sunnen Ab Mitte des 13. Jahrhunderts belegtes Basler Achtburgergeschlecht. Durch Handel und Bankgeschäfte zu Wohlstand gelangt, erwarben die Zer Sunnen Lehenbesitz in der Umgebung von Basel, so 1301 die Herrschaft Wartenberg als Unterlehen (bis 1371). Vier Familienmitglieder amtierten als Oberstzunftmeister, so Konrad, der zudem Bürgermeister von Basel war, und sein Sohn Hug. Der Heiratskreis umfasste neben anderen Achtburgergeschlechtern auch adlige Familien der Stadt und der weiteren Umgebung. Im zweiten Viertel des 15. Jahrhunderts erlebte die Familie einen raschen Niedergang. Die beiden letzten Vertreter, Georg, 1461 wegen Raubmords enthauptet, und sein Bruder Konrad, zuletzt erwähnt 1470, bestritten ihren Lebensunterhalt als Söldner. Version vom: 12.02.2014 Autorin/Autor: Stefan Hess | zer Sunnen, Kuno (I58443)
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| 51107 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020034/2014-02-12/ Zer Sunnen Ab Mitte des 13. Jahrhunderts belegtes Basler Achtburgergeschlecht. Durch Handel und Bankgeschäfte zu Wohlstand gelangt, erwarben die Zer Sunnen Lehenbesitz in der Umgebung von Basel, so 1301 die Herrschaft Wartenberg als Unterlehen (bis 1371). Vier Familienmitglieder amtierten als Oberstzunftmeister, so Konrad, der zudem Bürgermeister von Basel war, und sein Sohn Hug. Der Heiratskreis umfasste neben anderen Achtburgergeschlechtern auch adlige Familien der Stadt und der weiteren Umgebung. Im zweiten Viertel des 15. Jahrhunderts erlebte die Familie einen raschen Niedergang. Die beiden letzten Vertreter, Georg, 1461 wegen Raubmords enthauptet, und sein Bruder Konrad, zuletzt erwähnt 1470, bestritten ihren Lebensunterhalt als Söldner. Version vom: 12.02.2014 Autorin/Autor: Stefan Hess | zer Sunnen, Hugo (I58448)
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| 51108 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020041/2006-04-07/ von Erlach Burger- und ehemalige Patrizierfamilie der Stadt Bern mit Wurzeln im Ministerialadel. Die von Erlach sind erstmals als Kastlane von Erlach am Bielersee im Dienst der Grafen von Nidau bezeugt. Um 1300 wurden sie Burger von Bern. Als Stubengenossen zum Distelzwang und später auch zu Schmieden stiegen sie zu einem der führenden Geschlechter Berns auf und zählten im 17. und 18. Jahrhundert zu den sechs der «wohledelfesten» Geschlechter, welche die höchste Klasse der Berner Burgerfamilien bildeten. Ursprünglich besassen sie Güter und Herrschaftsrechte in Jegenstorf und Reichenbach (bei Zollikofen). Um 1400 kamen Hindelbank, Wyl (heute Gemeinde Schlosswil), Riggisberg und Bümpliz hinzu. 1516 erwarb Ludwig (1470-1522) Schloss und Herrschaft Spiez sowie die Bubenberghäuser an der Junkerngasse in Bern. Als sich die Familie mit den Söhnen Rudolfs in zwei Hauptlinien teilte, erbte Diebold (1485-1561), der Erste der jüngeren, zu Beginn des 18. Jahrhundert ausgestorbenen Linie, Bümpliz. Seine Nachkommen erweiterten den Besitz um 1600 um die Herrschaften Oberhofen am Thunersee, Kiesen und Kasteln. Die übrigen Herrschaften gingen an den älteren Sohn Johann, dessen Nachkommen zwei Äste bildeten. Spiez und die ehemaligen Bubenberghäuser in Bern wurden vorerst unter den Nachkommen Hans Rudolfs (1504-1553), des älteren Sohnes von Johann, weiter vererbt. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts gelangten sie an den jüngeren Ast. Albrecht (1713-1784) liess neben dem bestehenden Schloss in Spiez das neue Schloss bauen. Sein Vetter Hieronymus errichtete prächtige Landsitze in Thunstetten und Hindelbank. Ausserdem entstand um 1750 in Bern an der Stelle der einstigen Bubenberghäuser der heutige Erlacherhof. Hieronymus' Sohn Albrecht Friedrich baute einen neuen Landsitz in Jegenstorf. Im 14. Jahrhundert verschwägerten sich die von Erlach mit Ministerialen- und Freiherrengeschlechtern aus dem bernischen Mittelland. Sie waren ab dem 15. Jahrhundert zunehmend an der bernischen Regierung beteiligt und gingen gleichzeitig Heiratsverbindungen mit anderen Berner Burgerfamilien sowohl adliger (v.a. von Mülinen) wie nicht adliger Herkunft (v.a. von Diesbach und von Wattenwyl) ein. Bis 1798 stellten sie insgesamt sieben Schultheissen: Nach Ulrich (✝︎ 1465) folgten – teilweise über das Venneramt zu Schmieden – der obgenannte Rudolf, dessen Sohn Johann, Franz Ludwig, Sigmund, die obgenannten Hieronymus und Albrecht Friedrich, die alle aus der älteren Linie stammten. Verschiedene Familienmitglieder wirkten als Gross- und Kleinräte und versahen Landvogteistellen. Die von Erlach taten sich ausserdem als Heer- und Söldnerführer in fremden Diensten hervor. Johann Jakob wurde erster Kommandant des 1671 gegründeten Berner Regiments in französischen Diensten (oft als Regiment von Erlach bezeichnet). Seine Nachkommen – sie waren nach der Konversion Johann Jakobs katholisch und Bürger Freiburgs – dienten in der französischen Schweizergarde und verschwägerten sich entweder mit Angehörigen von Offiziersfamilien der Schweizergarde oder mit französischen Adelsfamilien. Die Nachfahren Burkhards hingegen etablierten sich zunächst im Dienste Sachsen-Anhalts, dann in jenem Preussens, und heirateten in dortige Adelsfamilien hinein. Die beiden Zweige erloschen Ende des 18. bzw. nach der Mitte des 19. Jahrhunderts. Auch im 19. und 20. Jahrhundert schlugen mehrere Mitglieder der Familie eine militärische Karriere ein, die im Fall Rudolfs bis zum Divisionär führte. Ausserdem stellten die von Erlach mit Franz Rudolf einen Berner Regierungsrat. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind die Mitglieder der Familien unter anderem im Banken- und Versicherungswesen sowie in der Industrie tätig. Version vom: 07.04.2006 Autorin/Autor: Hans Braun | von Erlach, Diebold (I57546)
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| 51109 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020047/2009-01-15/ von Muleren Stadtberner Ratsgeschlecht des 14. und 15. Jh., vielleicht aus Nieder- oder Obermuhlern. Bei den Steuererhebungen 1448 und 1458 gehörten die M. zu den reichsten Bürgern der Stadt. Um 1470 wurde die Fam. dem Adel zugerechnet. Rudolf war 1334 und 1339 in der Schlacht bei Laupen Venner, ab 1352 auch Kleinrat. Sein Enkel Johann (✝︎1420), um 1396 Kleinrat, 1407-14 Seckelmeister, kaufte 1404 die halbe Herrschaft Ligerz. Dessen Söhne Johann (✝︎1451) und Lienhard (✝︎1456) waren ab 1444 bzw. 1445 Kleinräte. Der letztgenannte Johann, auch Gesandter und 1447 Seckelmeister, erwarb durch Heirat mit Anna Balmer die Hälfte der Herrschaft Burgistein. Mit dem Sohn aus dieser Ehe, Urban starb die Fam. 1493 aus. Urbans Erbtochter Magdalena (✝︎1513) brachte ihrem Mann, Schultheiss Jakob von Wattenwyl, u.a. die Herrschaften Burgistein, Kaufdorf, Gerzensee und Seftigen ein. Version vom: 15.01.2009 Autorin/Autor: Christian Müller (2) | von Muleren, Urban (I56802)
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| 51110 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020047/2009-01-15/ von Muleren Stadtberner Ratsgeschlecht des 14. und 15. Jh., vielleicht aus Nieder- oder Obermuhlern. Bei den Steuererhebungen 1448 und 1458 gehörten die M. zu den reichsten Bürgern der Stadt. Um 1470 wurde die Fam. dem Adel zugerechnet. Rudolf war 1334 und 1339 in der Schlacht bei Laupen Venner, ab 1352 auch Kleinrat. Sein Enkel Johann (✝︎1420), um 1396 Kleinrat, 1407-14 Seckelmeister, kaufte 1404 die halbe Herrschaft Ligerz. Dessen Söhne Johann (✝︎1451) und Lienhard (✝︎1456) waren ab 1444 bzw. 1445 Kleinräte. Der letztgenannte Johann, auch Gesandter und 1447 Seckelmeister, erwarb durch Heirat mit Anna Balmer die Hälfte der Herrschaft Burgistein. Mit dem Sohn aus dieser Ehe, Urban starb die Fam. 1493 aus. Urbans Erbtochter Magdalena (✝︎1513) brachte ihrem Mann, Schultheiss Jakob von Wattenwyl, u.a. die Herrschaften Burgistein, Kaufdorf, Gerzensee und Seftigen ein. Version vom: 15.01.2009 Autorin/Autor: Christian Müller (2) | von Muleren, Magdalena (I56799)
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| 51111 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020055/2017-03-16/ vom Stein Ritterliches Geschlecht des 13.-16. Jahrhunderts, dessen Stammsitz wahrscheinlich in Steinhof in der Herrschaft Aeschi (SO) lag. Als Erster der Familie wird Heinrich de Lapide (vom Stein) 1201 als Lehensempfänger von Herzog Berchtold V. von Zähringen erwähnt. In der Folge waren die vom Stein Vasallen der Grafen von Kyburg. Im 14. Jahrhundert bürgerten sich Angehörige der Familie in den Städten Solothurn, Thun, Burgdorf und Bern ein. Die vom Stein verfügten über ausgedehnten Gerichts- und Grundbesitz im Oberaargau sowie im Raum Bern und Thun, zum Beispiel ab 1386 die Twingherrschaft Utzigen, ab 1439 die Herrschaft Blumenstein und ab 1464 die Herrschaft Strättligen. Dazu kam im 15. Jahrhundert auch beachtlicher Besitz in der Stadt Bern. Dieser bildete die Basis des Aufstiegs der vom Stein zu einer der führenden, am Stadtregiment beteiligten Familien. Die Nachkommen Hartmanns (✝︎ 1399), dem Begründer des Berner Zweigs, führten den Junkertitel und gehörten der Adelsgesellschaft zum Narren und Distelzwang an. Ihre Herrschaftsausübung setzten die vom Stein ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts in kommunalen Ämtern sowie in der städtischen und eidgenössischen Territorialverwaltung fort, zum Beispiel als Schultheissen von Bern und Thun, als Landvögte von Nidau und Lenzburg sowie ab dem Ende des 15. Jahrhunderts als Gubernatoren von Aigle und als Landvögte von Echallens und Grandson. Sebastian war 1514 der erste eidgenössische Landvogt in Locarno. Die vom Stein vertraten die Interessen Berns gegenüber Savoyen, Frankreich und Mailand sowie an den eidgenössischen Tagsatzungen. Kaspar (✝︎ ca. 1507), Albrecht und Sebastian (1551) traten mehrfach als Gesandte in Erscheinung. In den kriegerischen Auseinandersetzungen Berns und seiner Verbündeten waren Angehörige des Berner Zweigs Hauptleute und Söldnerführer, zum Beispiel Georg (✝︎ 1493) und Brandolf (✝︎ 1500) im Burgunderkrieg, Letzterer erneut 1499 im Schwabenkrieg. Mit dem Tod von Sebastian 1585 erlosch die Familie. Version vom: 16.03.2017 Autorin/Autor: Tina Maurer | vom Stein, Anna (I57473)
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| 51112 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020060/2000-09-22/ von Aarwangen Kyburgisches Ministerialengeschlecht des 13.-14. Jahrhunderts, mit Sitz auf der gleichnamigen Burg. Die Familie ist erstmals zwischen 1194 und 1212 urkundlich erwähnt mit Burkhart und seiner Tochter Ita. 1251 wird Berchtold im Zusammenhang mit Streitigkeiten um Besitzungen des Klosters St. Urban genannt. 1266 erscheint Walter von Aarwangen im Gefolge des zukünftigen König Rudolfs I. von Habsburg. Die von Aarwangen waren bis 1274 (Verkäufe an das Kloster Trub) im Emmental begütert. Ab 1313 arrondierten sie ihren Besitz im unmittelbaren Umkreis der Burg und im Amt Bipp links der Aare. Im gleichen Jahr erhielten sie die Brücke von Aarwangen durch Rudolf III. von Neuenburg-Nidau zu Lehen. Die von Aarwangen nahmen in der oberaargauischen Ritterschaft eine herausragende Stellung ein. Mit Walters Sohn Johann starb das Geschlecht um 1350 aus. Version vom: 22.09.2000 Autorin/Autor: Annelies Hüssy | von Aarwangen, Elisabeth (I61025)
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| 51113 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020060/2000-09-22/ von Aarwangen Kyburgisches Ministerialengeschlecht des 13.-14. Jahrhunderts, mit Sitz auf der gleichnamigen Burg. Die Familie ist erstmals zwischen 1194 und 1212 urkundlich erwähnt mit Burkhart und seiner Tochter Ita. 1251 wird Berchtold im Zusammenhang mit Streitigkeiten um Besitzungen des Klosters St. Urban genannt. 1266 erscheint Walter von Aarwangen im Gefolge des zukünftigen König Rudolfs I. von Habsburg. Die von Aarwangen waren bis 1274 (Verkäufe an das Kloster Trub) im Emmental begütert. Ab 1313 arrondierten sie ihren Besitz im unmittelbaren Umkreis der Burg und im Amt Bipp links der Aare. Im gleichen Jahr erhielten sie die Brücke von Aarwangen durch Rudolf III. von Neuenburg-Nidau zu Lehen. Die von Aarwangen nahmen in der oberaargauischen Ritterschaft eine herausragende Stellung ein. Mit Walters Sohn Johann starb das Geschlecht um 1350 aus. Version vom: 22.09.2000 Autorin/Autor: Annelies Hüssy | von Aarwangen, Berchtold / Burkhart (I61040)
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| 51114 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020063/2004-05-11/ von Bennenwil Ministerialengeschlecht, das sich nach dem freiburg. Weiler Beniwil oder Bennewil (Gem. Alterswil) nannte. Die B. besassen zahlreiche Güter im Sensegebiet und waren vielleicht verwandt mit den Herren von Autigny. Peter, 1227 als Zeuge nachgewiesen, ist wahrscheinlich der Stammvater der Fam. Seine Nachkommenschaft im Freiburgerland starb im 14. Jh. aus. Nebenlinien sind in Moudon, Avenches und Bern nachweisbar. Burkhard (1318-vor 1348), Sohn des Hans, war von 1331 an Bürger von Bern. Er war in Kirchdorf (BE) und Gurzelen reich begütert. 1340 erwarb er die Vogtei über Rüeggisberg. Dieser Berner Zweig, der mit den Münzer verschwägert war, verschwindet gegen Ende des 16. Jh. Version vom: 11.05.2004 Autorin/Autor: Germain Hausmann Übersetzung: Ansgar Wildermann | von Bennenwyl, Junker Lorenz (I57881)
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| 51115 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020069/2006-12-19/ von Gisenstein Geschlecht der Herren von G. (auch Geissenstein oder Gyssenstein), benannt nach ihrem Herkunftsort Gysenstein (heute Gem. Konolfingen), vermutlich Mittelpunkt einer Kleinherrschaft, zu welcher der Twing Trimstein gehörte. Wahrscheinlich war die Fam. ab der Stadtgründung mit Bern verburgert. Es bestanden versch. Linien. Vertreter sassen im Berner Kl. Rat. Bezeugt sind Walter, 1226 im Rat der Zweihundert, sowie die Brüder Peter (* 1299) und Ulrich (1305-46), beide im Rat, mit denen das wichtige Stadtschreiberamt auf längere Zeit in der Fam. erblich wurde, Niklaus, 1377 und 1390 im Rat der Zweihundert, 1383 Venner, 1385-90 Schultheiss von Thun, Ulrich, 1382 im Rat der Zweihundert, 1395 und 1409 Venner, Mitherr zu Gerzensee, ein weiterer Ulrich, 1392 im Rat der Zweihundert, 1425 Venner, Niklaus, 1396 im Rat der Zweihundert, 1407-13 Kastlan von Frutigen, 1413-15 Schultheiss von Thun, 1419 Gesandter nach Zürich, 1425 einer der Hauptleute vor Domodossola sowie Anton, 1447 und 1453 im Rat der Zweihundert. Das Geschlecht starb im 15. Jh. aus. Version vom: 19.12.2006 Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher | von Gisenstein, Verena (I56849)
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| 51116 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020069/2006-12-19/ von Gisenstein Geschlecht der Herren von G. (auch Geissenstein oder Gyssenstein), benannt nach ihrem Herkunftsort Gysenstein (heute Gem. Konolfingen), vermutlich Mittelpunkt einer Kleinherrschaft, zu welcher der Twing Trimstein gehörte. Wahrscheinlich war die Fam. ab der Stadtgründung mit Bern verburgert. Es bestanden versch. Linien. Vertreter sassen im Berner Kl. Rat. Bezeugt sind Walter, 1226 im Rat der Zweihundert, sowie die Brüder Peter (1299) und Ulrich (1305-46), beide im Rat, mit denen das wichtige Stadtschreiberamt auf längere Zeit in der Fam. erblich wurde, Niklaus, 1377 und 1390 im Rat der Zweihundert, 1383 Venner, 1385-90 Schultheiss von Thun, Ulrich, 1382 im Rat der Zweihundert, 1395 und 1409 Venner, Mitherr zu Gerzensee, ein weiterer Ulrich, 1392 im Rat der Zweihundert, 1425 Venner, Niklaus, 1396 im Rat der Zweihundert, 1407-13 Kastlan von Frutigen, 1413-15 Schultheiss von Thun, 1419 Gesandter nach Zürich, 1425 einer der Hauptleute vor Domodossola sowie Anton, 1447 und 1453 im Rat der Zweihundert. Das Geschlecht starb im 15. Jh. aus. Version vom: 19.12.2006 Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher | von Gisenstein, Barbara (I61137)
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| 51117 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020069/2006-12-19/ von Gisenstein Geschlecht der Herren von G. (auch Geissenstein oder Gyssenstein), benannt nach ihrem Herkunftsort Gysenstein (heute Gem. Konolfingen), vermutlich Mittelpunkt einer Kleinherrschaft, zu welcher der Twing Trimstein gehörte. Wahrscheinlich war die Fam. ab der Stadtgründung mit Bern verburgert. Es bestanden versch. Linien. Vertreter sassen im Berner Kl. Rat. Bezeugt sind Walter, 1226 im Rat der Zweihundert, sowie die Brüder Peter (1299) und Ulrich (1305-46), beide im Rat, mit denen das wichtige Stadtschreiberamt auf längere Zeit in der Fam. erblich wurde, Niklaus, 1377 und 1390 im Rat der Zweihundert, 1383 Venner, 1385-90 Schultheiss von Thun, Ulrich, 1382 im Rat der Zweihundert, 1395 und 1409 Venner, Mitherr zu Gerzensee, ein weiterer Ulrich, 1392 im Rat der Zweihundert, 1425 Venner, Niklaus, 1396 im Rat der Zweihundert, 1407-13 Kastlan von Frutigen, 1413-15 Schultheiss von Thun, 1419 Gesandter nach Zürich, 1425 einer der Hauptleute vor Domodossola sowie Anton, 1447 und 1453 im Rat der Zweihundert. Das Geschlecht starb im 15. Jh. aus. Version vom: 19.12.2006 Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher | von Gisenstein, Hans (I61139)
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| 51118 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020069/2006-12-19/ von Gisenstein Geschlecht der Herren von G. (auch Geissenstein oder Gyssenstein), benannt nach ihrem Herkunftsort Gysenstein (heute Gem. Konolfingen), vermutlich Mittelpunkt einer Kleinherrschaft, zu welcher der Twing Trimstein gehörte. Wahrscheinlich war die Fam. ab der Stadtgründung mit Bern verburgert. Es bestanden versch. Linien. Vertreter sassen im Berner Kl. Rat. Bezeugt sind Walter, 1226 im Rat der Zweihundert, sowie die Brüder Peter (1299) und Ulrich (1305-46), beide im Rat, mit denen das wichtige Stadtschreiberamt auf längere Zeit in der Fam. erblich wurde, Niklaus, 1377 und 1390 im Rat der Zweihundert, 1383 Venner, 1385-90 Schultheiss von Thun, Ulrich, 1382 im Rat der Zweihundert, 1395 und 1409 Venner, Mitherr zu Gerzensee, ein weiterer Ulrich, 1392 im Rat der Zweihundert, 1425 Venner, Niklaus, 1396 im Rat der Zweihundert, 1407-13 Kastlan von Frutigen, 1413-15 Schultheiss von Thun, 1419 Gesandter nach Zürich, 1425 einer der Hauptleute vor Domodossola sowie Anton, 1447 und 1453 im Rat der Zweihundert. Das Geschlecht starb im 15. Jh. aus. Version vom: 19.12.2006 Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher | von Gisenstein, Ulrich der Junge (I61140)
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| 51119 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020070/2006-06-16/ Haller Noch heute blühendes bern. Patriziergeschlecht, das auf den Kupferschmied Hans, Bürger von Wil (SG), zurückgeht. Dessen Sohn Johanneswirkte in Bern und Zürich als Pfarrer und Vorkämpfer der Reformation. Erst dessen Sohn Johannes erwarb 1548 das Berner Burgerrecht zu Obergerbern, während sein Bruder Wolfgang, Propst am Zürcher Grossmünster, die im 17. Jh. erloschene Zürcher Linie begründete. Aus den Söhnen des letztgenannten Johannes gingen zwei Hauptlinien hervor, von denen die jüngere des Kleinrats Sulpitius (1552-92) im Gr. sowie vereinzelt im Kl. Rat vertreten war, mehrere Landvögte stellte und zu Beginn des 19. Jh. ausstarb. Von den drei Ästen der auf den Pfarrer Johann (1546-95) zurückgehenden älteren Linie bildeten der ältere Ast des Johann (✝︎ 1639) und der bis heute blühende mittlere des Berchtold (✝︎ 1659) eigentl. Pfarrerdynastien. Aus dem mittleren Ast gingen aber auch Architekten wie Albrecht Carl hervor. Der jüngere Ast des Emanuel (1613-61) teilte sich in zwei noch heute existierende Zweige. Der ältere Zweig, der auf dem Buchdrucker Niklaus Emanuel (1704-79) gründet, brachte eine Dynastie von Buchdruckern und im 19. Jh. auch von Medizinern hervor, unter ihnen Bernhard Friedrich. Viele Angehörige dieses Zweiges, dem auch der Berner Nationalrat Armin entstammte, waren im 19. und 20. Jh. entweder mittlere Angestellte und Beamte sowie Handwerker und Gewerbetreibende, oder sie wanderten in die USA und nach Brasilien aus. Die Nachkommen des jüngeren Zweiges hingegen, die seit der Erhebung ihres berühmten Stammvaters, des Gelehrten Albrecht, in den erbl. Adelsstand durch Ks. Franz I. im Jahr 1749 das Prädikat "von" bzw. "de" führen, sassen im 18. Jh. sowie während der Mediation und Restauration im Gr. Rat oder traten wie Rudolf Emanuel in Solddienste. Andere Mitglieder hingegen verliessen Bern. Karl Ludwig wurde Kantonsrat in Solothurn, während sich Franz Albrechts (✝︎ 1851) Nachkommenschaft in Lausanne und Genf etablierte und wesentlich häufiger als der ältere Zweig in akadem. Berufen anzutreffen war. Sie stellte neben dem Diplomaten Edouard Pfarrer, Ärzte, Juristen und v.a. Ingenieure. Version vom: 16.06.2006 Autorin/Autor: Hans Braun | Haller, Johannes (I61183)
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| 51120 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020070/2006-06-16/ Haller Noch heute blühendes bern. Patriziergeschlecht, das auf den Kupferschmied Hans, Bürger von Wil (SG), zurückgeht. Dessen Sohn Johanneswirkte in Bern und Zürich als Pfarrer und Vorkämpfer der Reformation. Erst dessen Sohn Johannes erwarb 1548 das Berner Burgerrecht zu Obergerbern, während sein Bruder Wolfgang, Propst am Zürcher Grossmünster, die im 17. Jh. erloschene Zürcher Linie begründete. Aus den Söhnen des letztgenannten Johannes gingen zwei Hauptlinien hervor, von denen die jüngere des Kleinrats Sulpitius (1552-92) im Gr. sowie vereinzelt im Kl. Rat vertreten war, mehrere Landvögte stellte und zu Beginn des 19. Jh. ausstarb. Von den drei Ästen der auf den Pfarrer Johann (1546-95) zurückgehenden älteren Linie bildeten der ältere Ast des Johann (✝︎ 1639) und der bis heute blühende mittlere des Berchtold (✝︎ 1659) eigentl. Pfarrerdynastien. Aus dem mittleren Ast gingen aber auch Architekten wie Albrecht Carl hervor. Der jüngere Ast des Emanuel (1613-61) teilte sich in zwei noch heute existierende Zweige. Der ältere Zweig, der auf dem Buchdrucker Niklaus Emanuel (1704-79) gründet, brachte eine Dynastie von Buchdruckern und im 19. Jh. auch von Medizinern hervor, unter ihnen Bernhard Friedrich. Viele Angehörige dieses Zweiges, dem auch der Berner Nationalrat Armin entstammte, waren im 19. und 20. Jh. entweder mittlere Angestellte und Beamte sowie Handwerker und Gewerbetreibende, oder sie wanderten in die USA und nach Brasilien aus. Die Nachkommen des jüngeren Zweiges hingegen, die seit der Erhebung ihres berühmten Stammvaters, des Gelehrten Albrecht, in den erbl. Adelsstand durch Ks. Franz I. im Jahr 1749 das Prädikat "von" bzw. "de" führen, sassen im 18. Jh. sowie während der Mediation und Restauration im Gr. Rat oder traten wie Rudolf Emanuel in Solddienste. Andere Mitglieder hingegen verliessen Bern. Karl Ludwig wurde Kantonsrat in Solothurn, während sich Franz Albrechts (✝︎ 1851) Nachkommenschaft in Lausanne und Genf etablierte und wesentlich häufiger als der ältere Zweig in akadem. Berufen anzutreffen war. Sie stellte neben dem Diplomaten Edouard Pfarrer, Ärzte, Juristen und v.a. Ingenieure. Version vom: 16.06.2006 Autorin/Autor: Hans Braun | Haller, Johannes (I61243)
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| 51121 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020070/2006-06-16/ Haller Noch heute blühendes bern. Patriziergeschlecht, das auf den Kupferschmied Hans, Bürger von Wil (SG), zurückgeht. Dessen Sohn Johanneswirkte in Bern und Zürich als Pfarrer und Vorkämpfer der Reformation. Erst dessen Sohn Johannes erwarb 1548 das Berner Burgerrecht zu Obergerbern, während sein Bruder Wolfgang, Propst am Zürcher Grossmünster, die im 17. Jh. erloschene Zürcher Linie begründete. Aus den Söhnen des letztgenannten Johannes gingen zwei Hauptlinien hervor, von denen die jüngere des Kleinrats Sulpitius (1552-92) im Gr. sowie vereinzelt im Kl. Rat vertreten war, mehrere Landvögte stellte und zu Beginn des 19. Jh. ausstarb. Von den drei Ästen der auf den Pfarrer Johann (1546-95) zurückgehenden älteren Linie bildeten der ältere Ast des Johann (✝︎ 1639) und der bis heute blühende mittlere des Berchtold (✝︎ 1659) eigentl. Pfarrerdynastien. Aus dem mittleren Ast gingen aber auch Architekten wie Albrecht Carl hervor. Der jüngere Ast des Emanuel (1613-61) teilte sich in zwei noch heute existierende Zweige. Der ältere Zweig, der auf dem Buchdrucker Niklaus Emanuel (1704-79) gründet, brachte eine Dynastie von Buchdruckern und im 19. Jh. auch von Medizinern hervor, unter ihnen Bernhard Friedrich. Viele Angehörige dieses Zweiges, dem auch der Berner Nationalrat Armin entstammte, waren im 19. und 20. Jh. entweder mittlere Angestellte und Beamte sowie Handwerker und Gewerbetreibende, oder sie wanderten in die USA und nach Brasilien aus. Die Nachkommen des jüngeren Zweiges hingegen, die seit der Erhebung ihres berühmten Stammvaters, des Gelehrten Albrecht, in den erbl. Adelsstand durch Ks. Franz I. im Jahr 1749 das Prädikat "von" bzw. "de" führen, sassen im 18. Jh. sowie während der Mediation und Restauration im Gr. Rat oder traten wie Rudolf Emanuel in Solddienste. Andere Mitglieder hingegen verliessen Bern. Karl Ludwig wurde Kantonsrat in Solothurn, während sich Franz Albrechts (✝︎ 1851) Nachkommenschaft in Lausanne und Genf etablierte und wesentlich häufiger als der ältere Zweig in akadem. Berufen anzutreffen war. Sie stellte neben dem Diplomaten Edouard Pfarrer, Ärzte, Juristen und v.a. Ingenieure. Version vom: 16.06.2006 Autorin/Autor: Hans Braun | Haller, Sulpitius (I61162)
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| 51122 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020070/2006-06-16/ Haller Noch heute blühendes bern. Patriziergeschlecht, das auf den Kupferschmied Hans, Bürger von Wil (SG), zurückgeht. Dessen Sohn Johanneswirkte in Bern und Zürich als Pfarrer und Vorkämpfer der Reformation. Erst dessen Sohn Johannes erwarb 1548 das Berner Burgerrecht zu Obergerbern, während sein Bruder Wolfgang, Propst am Zürcher Grossmünster, die im 17. Jh. erloschene Zürcher Linie begründete. Aus den Söhnen des letztgenannten Johannes gingen zwei Hauptlinien hervor, von denen die jüngere des Kleinrats Sulpitius (1552-92) im Gr. sowie vereinzelt im Kl. Rat vertreten war, mehrere Landvögte stellte und zu Beginn des 19. Jh. ausstarb. Von den drei Ästen der auf den Pfarrer Johann (1546-95) zurückgehenden älteren Linie bildeten der ältere Ast des Johann (✝︎ 1639) und der bis heute blühende mittlere des Berchtold (✝︎ 1659) eigentl. Pfarrerdynastien. Aus dem mittleren Ast gingen aber auch Architekten wie Albrecht Carl hervor. Der jüngere Ast des Emanuel (1613-61) teilte sich in zwei noch heute existierende Zweige. Der ältere Zweig, der auf dem Buchdrucker Niklaus Emanuel (1704-79) gründet, brachte eine Dynastie von Buchdruckern und im 19. Jh. auch von Medizinern hervor, unter ihnen Bernhard Friedrich. Viele Angehörige dieses Zweiges, dem auch der Berner Nationalrat Armin entstammte, waren im 19. und 20. Jh. entweder mittlere Angestellte und Beamte sowie Handwerker und Gewerbetreibende, oder sie wanderten in die USA und nach Brasilien aus. Die Nachkommen des jüngeren Zweiges hingegen, die seit der Erhebung ihres berühmten Stammvaters, des Gelehrten Albrecht, in den erbl. Adelsstand durch Ks. Franz I. im Jahr 1749 das Prädikat "von" bzw. "de" führen, sassen im 18. Jh. sowie während der Mediation und Restauration im Gr. Rat oder traten wie Rudolf Emanuel in Solddienste. Andere Mitglieder hingegen verliessen Bern. Karl Ludwig wurde Kantonsrat in Solothurn, während sich Franz Albrechts (✝︎ 1851) Nachkommenschaft in Lausanne und Genf etablierte und wesentlich häufiger als der ältere Zweig in akadem. Berufen anzutreffen war. Sie stellte neben dem Diplomaten Edouard Pfarrer, Ärzte, Juristen und v.a. Ingenieure. Version vom: 16.06.2006 Autorin/Autor: Hans Braun | Haller, Sulpitius (I61111)
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| 51123 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020070/2006-06-16/ Haller Noch heute blühendes bern. Patriziergeschlecht, das auf den Kupferschmied Hans, Bürger von Wil (SG), zurückgeht. Dessen Sohn Johanneswirkte in Bern und Zürich als Pfarrer und Vorkämpfer der Reformation. Erst dessen Sohn Johannes erwarb 1548 das Berner Burgerrecht zu Obergerbern, während sein Bruder Wolfgang, Propst am Zürcher Grossmünster, die im 17. Jh. erloschene Zürcher Linie begründete. Aus den Söhnen des letztgenannten Johannes gingen zwei Hauptlinien hervor, von denen die jüngere des Kleinrats Sulpitius (1552-92) im Gr. sowie vereinzelt im Kl. Rat vertreten war, mehrere Landvögte stellte und zu Beginn des 19. Jh. ausstarb. Von den drei Ästen der auf den Pfarrer Johann (1546-95) zurückgehenden älteren Linie bildeten der ältere Ast des Johann (✝︎ 1639) und der bis heute blühende mittlere des Berchtold (✝︎ 1659) eigentl. Pfarrerdynastien. Aus dem mittleren Ast gingen aber auch Architekten wie Albrecht Carl hervor. Der jüngere Ast des Emanuel (1613-61) teilte sich in zwei noch heute existierende Zweige. Der ältere Zweig, der auf dem Buchdrucker Niklaus Emanuel (1704-79) gründet, brachte eine Dynastie von Buchdruckern und im 19. Jh. auch von Medizinern hervor, unter ihnen Bernhard Friedrich. Viele Angehörige dieses Zweiges, dem auch der Berner Nationalrat Armin entstammte, waren im 19. und 20. Jh. entweder mittlere Angestellte und Beamte sowie Handwerker und Gewerbetreibende, oder sie wanderten in die USA und nach Brasilien aus. Die Nachkommen des jüngeren Zweiges hingegen, die seit der Erhebung ihres berühmten Stammvaters, des Gelehrten Albrecht, in den erbl. Adelsstand durch Ks. Franz I. im Jahr 1749 das Prädikat "von" bzw. "de" führen, sassen im 18. Jh. sowie während der Mediation und Restauration im Gr. Rat oder traten wie Rudolf Emanuel in Solddienste. Andere Mitglieder hingegen verliessen Bern. Karl Ludwig wurde Kantonsrat in Solothurn, während sich Franz Albrechts (✝︎ 1851) Nachkommenschaft in Lausanne und Genf etablierte und wesentlich häufiger als der ältere Zweig in akadem. Berufen anzutreffen war. Sie stellte neben dem Diplomaten Edouard Pfarrer, Ärzte, Juristen und v.a. Ingenieure. Version vom: 16.06.2006 Autorin/Autor: Hans Braun | Haller, Elisabeth (I61112)
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| 51124 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020070/2006-06-16/ Haller Noch heute blühendes bern. Patriziergeschlecht, das auf den Kupferschmied Hans, Bürger von Wil (SG), zurückgeht. Dessen Sohn Johanneswirkte in Bern und Zürich als Pfarrer und Vorkämpfer der Reformation. Erst dessen Sohn Johannes erwarb 1548 das Berner Burgerrecht zu Obergerbern, während sein Bruder Wolfgang, Propst am Zürcher Grossmünster, die im 17. Jh. erloschene Zürcher Linie begründete. Aus den Söhnen des letztgenannten Johannes gingen zwei Hauptlinien hervor, von denen die jüngere des Kleinrats Sulpitius (1552-92) im Gr. sowie vereinzelt im Kl. Rat vertreten war, mehrere Landvögte stellte und zu Beginn des 19. Jh. ausstarb. Von den drei Ästen der auf den Pfarrer Johann (1546-95) zurückgehenden älteren Linie bildeten der ältere Ast des Johann (✝︎ 1639) und der bis heute blühende mittlere des Berchtold (✝︎ 1659) eigentl. Pfarrerdynastien. Aus dem mittleren Ast gingen aber auch Architekten wie Albrecht Carl hervor. Der jüngere Ast des Emanuel (1613-61) teilte sich in zwei noch heute existierende Zweige. Der ältere Zweig, der auf dem Buchdrucker Niklaus Emanuel (1704-79) gründet, brachte eine Dynastie von Buchdruckern und im 19. Jh. auch von Medizinern hervor, unter ihnen Bernhard Friedrich. Viele Angehörige dieses Zweiges, dem auch der Berner Nationalrat Armin entstammte, waren im 19. und 20. Jh. entweder mittlere Angestellte und Beamte sowie Handwerker und Gewerbetreibende, oder sie wanderten in die USA und nach Brasilien aus. Die Nachkommen des jüngeren Zweiges hingegen, die seit der Erhebung ihres berühmten Stammvaters, des Gelehrten Albrecht, in den erbl. Adelsstand durch Ks. Franz I. im Jahr 1749 das Prädikat "von" bzw. "de" führen, sassen im 18. Jh. sowie während der Mediation und Restauration im Gr. Rat oder traten wie Rudolf Emanuel in Solddienste. Andere Mitglieder hingegen verliessen Bern. Karl Ludwig wurde Kantonsrat in Solothurn, während sich Franz Albrechts (✝︎ 1851) Nachkommenschaft in Lausanne und Genf etablierte und wesentlich häufiger als der ältere Zweig in akadem. Berufen anzutreffen war. Sie stellte neben dem Diplomaten Edouard Pfarrer, Ärzte, Juristen und v.a. Ingenieure. Version vom: 16.06.2006 Autorin/Autor: Hans Braun | Haller, Anna (I61180)
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| 51125 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020070/2006-06-16/ Haller Noch heute blühendes bern. Patriziergeschlecht, das auf den Kupferschmied Hans, Bürger von Wil (SG), zurückgeht. Dessen Sohn Johanneswirkte in Bern und Zürich als Pfarrer und Vorkämpfer der Reformation. Erst dessen Sohn Johannes erwarb 1548 das Berner Burgerrecht zu Obergerbern, während sein Bruder Wolfgang, Propst am Zürcher Grossmünster, die im 17. Jh. erloschene Zürcher Linie begründete. Aus den Söhnen des letztgenannten Johannes gingen zwei Hauptlinien hervor, von denen die jüngere des Kleinrats Sulpitius (1552-92) im Gr. sowie vereinzelt im Kl. Rat vertreten war, mehrere Landvögte stellte und zu Beginn des 19. Jh. ausstarb. Von den drei Ästen der auf den Pfarrer Johann (1546-95) zurückgehenden älteren Linie bildeten der ältere Ast des Johann (✝︎ 1639) und der bis heute blühende mittlere des Berchtold (✝︎ 1659) eigentl. Pfarrerdynastien. Aus dem mittleren Ast gingen aber auch Architekten wie Albrecht Carl hervor. Der jüngere Ast des Emanuel (1613-61) teilte sich in zwei noch heute existierende Zweige. Der ältere Zweig, der auf dem Buchdrucker Niklaus Emanuel (1704-79) gründet, brachte eine Dynastie von Buchdruckern und im 19. Jh. auch von Medizinern hervor, unter ihnen Bernhard Friedrich. Viele Angehörige dieses Zweiges, dem auch der Berner Nationalrat Armin entstammte, waren im 19. und 20. Jh. entweder mittlere Angestellte und Beamte sowie Handwerker und Gewerbetreibende, oder sie wanderten in die USA und nach Brasilien aus. Die Nachkommen des jüngeren Zweiges hingegen, die seit der Erhebung ihres berühmten Stammvaters, des Gelehrten Albrecht, in den erbl. Adelsstand durch Ks. Franz I. im Jahr 1749 das Prädikat "von" bzw. "de" führen, sassen im 18. Jh. sowie während der Mediation und Restauration im Gr. Rat oder traten wie Rudolf Emanuel in Solddienste. Andere Mitglieder hingegen verliessen Bern. Karl Ludwig wurde Kantonsrat in Solothurn, während sich Franz Albrechts (✝︎ 1851) Nachkommenschaft in Lausanne und Genf etablierte und wesentlich häufiger als der ältere Zweig in akadem. Berufen anzutreffen war. Sie stellte neben dem Diplomaten Edouard Pfarrer, Ärzte, Juristen und v.a. Ingenieure. Version vom: 16.06.2006 Autorin/Autor: Hans Braun | Haller, Elisabeth (I61196)
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| 51126 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020070/2006-06-16/ Haller Noch heute blühendes bern. Patriziergeschlecht, das auf den Kupferschmied Hans, Bürger von Wil (SG), zurückgeht. Dessen Sohn Johanneswirkte in Bern und Zürich als Pfarrer und Vorkämpfer der Reformation. Erst dessen Sohn Johannes erwarb 1548 das Berner Burgerrecht zu Obergerbern, während sein Bruder Wolfgang, Propst am Zürcher Grossmünster, die im 17. Jh. erloschene Zürcher Linie begründete. Aus den Söhnen des letztgenannten Johannes gingen zwei Hauptlinien hervor, von denen die jüngere des Kleinrats Sulpitius (1552-92) im Gr. sowie vereinzelt im Kl. Rat vertreten war, mehrere Landvögte stellte und zu Beginn des 19. Jh. ausstarb. Von den drei Ästen der auf den Pfarrer Johann (1546-95) zurückgehenden älteren Linie bildeten der ältere Ast des Johann (✝︎ 1639) und der bis heute blühende mittlere des Berchtold (✝︎ 1659) eigentl. Pfarrerdynastien. Aus dem mittleren Ast gingen aber auch Architekten wie Albrecht Carl hervor. Der jüngere Ast des Emanuel (1613-61) teilte sich in zwei noch heute existierende Zweige. Der ältere Zweig, der auf dem Buchdrucker Niklaus Emanuel (1704-79) gründet, brachte eine Dynastie von Buchdruckern und im 19. Jh. auch von Medizinern hervor, unter ihnen Bernhard Friedrich. Viele Angehörige dieses Zweiges, dem auch der Berner Nationalrat Armin entstammte, waren im 19. und 20. Jh. entweder mittlere Angestellte und Beamte sowie Handwerker und Gewerbetreibende, oder sie wanderten in die USA und nach Brasilien aus. Die Nachkommen des jüngeren Zweiges hingegen, die seit der Erhebung ihres berühmten Stammvaters, des Gelehrten Albrecht, in den erbl. Adelsstand durch Ks. Franz I. im Jahr 1749 das Prädikat "von" bzw. "de" führen, sassen im 18. Jh. sowie während der Mediation und Restauration im Gr. Rat oder traten wie Rudolf Emanuel in Solddienste. Andere Mitglieder hingegen verliessen Bern. Karl Ludwig wurde Kantonsrat in Solothurn, während sich Franz Albrechts (✝︎ 1851) Nachkommenschaft in Lausanne und Genf etablierte und wesentlich häufiger als der ältere Zweig in akadem. Berufen anzutreffen war. Sie stellte neben dem Diplomaten Edouard Pfarrer, Ärzte, Juristen und v.a. Ingenieure. Version vom: 16.06.2006 Autorin/Autor: Hans Braun | Haller, Wolfgang (I60617)
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| 51127 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020070/2006-06-16/ Haller Noch heute blühendes bern. Patriziergeschlecht, das auf den Kupferschmied Hans, Bürger von Wil (SG), zurückgeht. Dessen Sohn Johanneswirkte in Bern und Zürich als Pfarrer und Vorkämpfer der Reformation. Erst dessen Sohn Johannes erwarb 1548 das Berner Burgerrecht zu Obergerbern, während sein Bruder Wolfgang, Propst am Zürcher Grossmünster, die im 17. Jh. erloschene Zürcher Linie begründete. Aus den Söhnen des letztgenannten Johannes gingen zwei Hauptlinien hervor, von denen die jüngere des Kleinrats Sulpitius (1552-92) im Gr. sowie vereinzelt im Kl. Rat vertreten war, mehrere Landvögte stellte und zu Beginn des 19. Jh. ausstarb. Von den drei Ästen der auf den Pfarrer Johann (1546-95) zurückgehenden älteren Linie bildeten der ältere Ast des Johann (✝︎ 1639) und der bis heute blühende mittlere des Berchtold (✝︎ 1659) eigentl. Pfarrerdynastien. Aus dem mittleren Ast gingen aber auch Architekten wie Albrecht Carl hervor. Der jüngere Ast des Emanuel (1613-61) teilte sich in zwei noch heute existierende Zweige. Der ältere Zweig, der auf dem Buchdrucker Niklaus Emanuel (1704-79) gründet, brachte eine Dynastie von Buchdruckern und im 19. Jh. auch von Medizinern hervor, unter ihnen Bernhard Friedrich. Viele Angehörige dieses Zweiges, dem auch der Berner Nationalrat Armin entstammte, waren im 19. und 20. Jh. entweder mittlere Angestellte und Beamte sowie Handwerker und Gewerbetreibende, oder sie wanderten in die USA und nach Brasilien aus. Die Nachkommen des jüngeren Zweiges hingegen, die seit der Erhebung ihres berühmten Stammvaters, des Gelehrten Albrecht, in den erbl. Adelsstand durch Ks. Franz I. im Jahr 1749 das Prädikat "von" bzw. "de" führen, sassen im 18. Jh. sowie während der Mediation und Restauration im Gr. Rat oder traten wie Rudolf Emanuel in Solddienste. Andere Mitglieder hingegen verliessen Bern. Karl Ludwig wurde Kantonsrat in Solothurn, während sich Franz Albrechts (✝︎ 1851) Nachkommenschaft in Lausanne und Genf etablierte und wesentlich häufiger als der ältere Zweig in akadem. Berufen anzutreffen war. Sie stellte neben dem Diplomaten Edouard Pfarrer, Ärzte, Juristen und v.a. Ingenieure. Version vom: 16.06.2006 Autorin/Autor: Hans Braun | Haller, Kleophea (I60615)
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| 51128 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020070/2006-06-16/ Haller Noch heute blühendes bern. Patriziergeschlecht, das auf den Kupferschmied Hans, Bürger von Wil (SG), zurückgeht. Dessen Sohn Johanneswirkte in Bern und Zürich als Pfarrer und Vorkämpfer der Reformation. Erst dessen Sohn Johannes erwarb 1548 das Berner Burgerrecht zu Obergerbern, während sein Bruder Wolfgang, Propst am Zürcher Grossmünster, die im 17. Jh. erloschene Zürcher Linie begründete. Aus den Söhnen des letztgenannten Johannes gingen zwei Hauptlinien hervor, von denen die jüngere des Kleinrats Sulpitius (1552-92) im Gr. sowie vereinzelt im Kl. Rat vertreten war, mehrere Landvögte stellte und zu Beginn des 19. Jh. ausstarb. Von den drei Ästen der auf den Pfarrer Johann (1546-95) zurückgehenden älteren Linie bildeten der ältere Ast des Johann (✝︎ 1639) und der bis heute blühende mittlere des Berchtold (✝︎ 1659) eigentl. Pfarrerdynastien. Aus dem mittleren Ast gingen aber auch Architekten wie Albrecht Carl hervor. Der jüngere Ast des Emanuel (1613-61) teilte sich in zwei noch heute existierende Zweige. Der ältere Zweig, der auf dem Buchdrucker Niklaus Emanuel (1704-79) gründet, brachte eine Dynastie von Buchdruckern und im 19. Jh. auch von Medizinern hervor, unter ihnen Bernhard Friedrich. Viele Angehörige dieses Zweiges, dem auch der Berner Nationalrat Armin entstammte, waren im 19. und 20. Jh. entweder mittlere Angestellte und Beamte sowie Handwerker und Gewerbetreibende, oder sie wanderten in die USA und nach Brasilien aus. Die Nachkommen des jüngeren Zweiges hingegen, die seit der Erhebung ihres berühmten Stammvaters, des Gelehrten Albrecht, in den erbl. Adelsstand durch Ks. Franz I. im Jahr 1749 das Prädikat "von" bzw. "de" führen, sassen im 18. Jh. sowie während der Mediation und Restauration im Gr. Rat oder traten wie Rudolf Emanuel in Solddienste. Andere Mitglieder hingegen verliessen Bern. Karl Ludwig wurde Kantonsrat in Solothurn, während sich Franz Albrechts (✝︎ 1851) Nachkommenschaft in Lausanne und Genf etablierte und wesentlich häufiger als der ältere Zweig in akadem. Berufen anzutreffen war. Sie stellte neben dem Diplomaten Edouard Pfarrer, Ärzte, Juristen und v.a. Ingenieure. Version vom: 16.06.2006 Autorin/Autor: Hans Braun | Haller, Johannes (I61247)
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| 51129 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020070/2006-06-16/ Haller Noch heute blühendes bern. Patriziergeschlecht, das auf den Kupferschmied Hans, Bürger von Wil (SG), zurückgeht. Dessen Sohn Johanneswirkte in Bern und Zürich als Pfarrer und Vorkämpfer der Reformation. Erst dessen Sohn Johannes erwarb 1548 das Berner Burgerrecht zu Obergerbern, während sein Bruder Wolfgang, Propst am Zürcher Grossmünster, die im 17. Jh. erloschene Zürcher Linie begründete. Aus den Söhnen des letztgenannten Johannes gingen zwei Hauptlinien hervor, von denen die jüngere des Kleinrats Sulpitius (1552-92) im Gr. sowie vereinzelt im Kl. Rat vertreten war, mehrere Landvögte stellte und zu Beginn des 19. Jh. ausstarb. Von den drei Ästen der auf den Pfarrer Johann (1546-95) zurückgehenden älteren Linie bildeten der ältere Ast des Johann (✝︎ 1639) und der bis heute blühende mittlere des Berchtold (✝︎ 1659) eigentl. Pfarrerdynastien. Aus dem mittleren Ast gingen aber auch Architekten wie Albrecht Carl hervor. Der jüngere Ast des Emanuel (1613-61) teilte sich in zwei noch heute existierende Zweige. Der ältere Zweig, der auf dem Buchdrucker Niklaus Emanuel (1704-79) gründet, brachte eine Dynastie von Buchdruckern und im 19. Jh. auch von Medizinern hervor, unter ihnen Bernhard Friedrich. Viele Angehörige dieses Zweiges, dem auch der Berner Nationalrat Armin entstammte, waren im 19. und 20. Jh. entweder mittlere Angestellte und Beamte sowie Handwerker und Gewerbetreibende, oder sie wanderten in die USA und nach Brasilien aus. Die Nachkommen des jüngeren Zweiges hingegen, die seit der Erhebung ihres berühmten Stammvaters, des Gelehrten Albrecht, in den erbl. Adelsstand durch Ks. Franz I. im Jahr 1749 das Prädikat "von" bzw. "de" führen, sassen im 18. Jh. sowie während der Mediation und Restauration im Gr. Rat oder traten wie Rudolf Emanuel in Solddienste. Andere Mitglieder hingegen verliessen Bern. Karl Ludwig wurde Kantonsrat in Solothurn, während sich Franz Albrechts (✝︎ 1851) Nachkommenschaft in Lausanne und Genf etablierte und wesentlich häufiger als der ältere Zweig in akadem. Berufen anzutreffen war. Sie stellte neben dem Diplomaten Edouard Pfarrer, Ärzte, Juristen und v.a. Ingenieure. Version vom: 16.06.2006 Autorin/Autor: Hans Braun | Haller, Johannes (I61252)
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| 51130 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020070/2006-06-16/ Haller Noch heute blühendes bern. Patriziergeschlecht, das auf den Kupferschmied Hans, Bürger von Wil (SG), zurückgeht. Dessen Sohn Johanneswirkte in Bern und Zürich als Pfarrer und Vorkämpfer der Reformation. Erst dessen Sohn Johannes erwarb 1548 das Berner Burgerrecht zu Obergerbern, während sein Bruder Wolfgang, Propst am Zürcher Grossmünster, die im 17. Jh. erloschene Zürcher Linie begründete. Aus den Söhnen des letztgenannten Johannes gingen zwei Hauptlinien hervor, von denen die jüngere des Kleinrats Sulpitius (1552-92) im Gr. sowie vereinzelt im Kl. Rat vertreten war, mehrere Landvögte stellte und zu Beginn des 19. Jh. ausstarb. Von den drei Ästen der auf den Pfarrer Johann (1546-95) zurückgehenden älteren Linie bildeten der ältere Ast des Johann (✝︎ 1639) und der bis heute blühende mittlere des Berchtold (✝︎ 1659) eigentl. Pfarrerdynastien. Aus dem mittleren Ast gingen aber auch Architekten wie Albrecht Carl hervor. Der jüngere Ast des Emanuel (1613-61) teilte sich in zwei noch heute existierende Zweige. Der ältere Zweig, der auf dem Buchdrucker Niklaus Emanuel (1704-79) gründet, brachte eine Dynastie von Buchdruckern und im 19. Jh. auch von Medizinern hervor, unter ihnen Bernhard Friedrich. Viele Angehörige dieses Zweiges, dem auch der Berner Nationalrat Armin entstammte, waren im 19. und 20. Jh. entweder mittlere Angestellte und Beamte sowie Handwerker und Gewerbetreibende, oder sie wanderten in die USA und nach Brasilien aus. Die Nachkommen des jüngeren Zweiges hingegen, die seit der Erhebung ihres berühmten Stammvaters, des Gelehrten Albrecht, in den erbl. Adelsstand durch Ks. Franz I. im Jahr 1749 das Prädikat "von" bzw. "de" führen, sassen im 18. Jh. sowie während der Mediation und Restauration im Gr. Rat oder traten wie Rudolf Emanuel in Solddienste. Andere Mitglieder hingegen verliessen Bern. Karl Ludwig wurde Kantonsrat in Solothurn, während sich Franz Albrechts (✝︎ 1851) Nachkommenschaft in Lausanne und Genf etablierte und wesentlich häufiger als der ältere Zweig in akadem. Berufen anzutreffen war. Sie stellte neben dem Diplomaten Edouard Pfarrer, Ärzte, Juristen und v.a. Ingenieure. Version vom: 16.06.2006 Autorin/Autor: Hans Braun | Haller, Emanuel (I61254)
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| 51131 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020070/2006-06-16/ Haller Noch heute blühendes bern. Patriziergeschlecht, das auf den Kupferschmied Hans, Bürger von Wil (SG), zurückgeht. Dessen Sohn Johanneswirkte in Bern und Zürich als Pfarrer und Vorkämpfer der Reformation. Erst dessen Sohn Johannes erwarb 1548 das Berner Burgerrecht zu Obergerbern, während sein Bruder Wolfgang, Propst am Zürcher Grossmünster, die im 17. Jh. erloschene Zürcher Linie begründete. Aus den Söhnen des letztgenannten Johannes gingen zwei Hauptlinien hervor, von denen die jüngere des Kleinrats Sulpitius (1552-92) im Gr. sowie vereinzelt im Kl. Rat vertreten war, mehrere Landvögte stellte und zu Beginn des 19. Jh. ausstarb. Von den drei Ästen der auf den Pfarrer Johann (1546-95) zurückgehenden älteren Linie bildeten der ältere Ast des Johann (✝︎ 1639) und der bis heute blühende mittlere des Berchtold (✝︎ 1659) eigentl. Pfarrerdynastien. Aus dem mittleren Ast gingen aber auch Architekten wie Albrecht Carl hervor. Der jüngere Ast des Emanuel (1613-61) teilte sich in zwei noch heute existierende Zweige. Der ältere Zweig, der auf dem Buchdrucker Niklaus Emanuel (1704-79) gründet, brachte eine Dynastie von Buchdruckern und im 19. Jh. auch von Medizinern hervor, unter ihnen Bernhard Friedrich. Viele Angehörige dieses Zweiges, dem auch der Berner Nationalrat Armin entstammte, waren im 19. und 20. Jh. entweder mittlere Angestellte und Beamte sowie Handwerker und Gewerbetreibende, oder sie wanderten in die USA und nach Brasilien aus. Die Nachkommen des jüngeren Zweiges hingegen, die seit der Erhebung ihres berühmten Stammvaters, des Gelehrten Albrecht, in den erbl. Adelsstand durch Ks. Franz I. im Jahr 1749 das Prädikat "von" bzw. "de" führen, sassen im 18. Jh. sowie während der Mediation und Restauration im Gr. Rat oder traten wie Rudolf Emanuel in Solddienste. Andere Mitglieder hingegen verliessen Bern. Karl Ludwig wurde Kantonsrat in Solothurn, während sich Franz Albrechts (✝︎ 1851) Nachkommenschaft in Lausanne und Genf etablierte und wesentlich häufiger als der ältere Zweig in akadem. Berufen anzutreffen war. Sie stellte neben dem Diplomaten Edouard Pfarrer, Ärzte, Juristen und v.a. Ingenieure. Version vom: 16.06.2006 Autorin/Autor: Hans Braun | Haller, Johann (I61255)
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| 51132 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020070/2006-06-16/ Haller Noch heute blühendes bern. Patriziergeschlecht, das auf den Kupferschmied Hans, Bürger von Wil (SG), zurückgeht. Dessen Sohn Johanneswirkte in Bern und Zürich als Pfarrer und Vorkämpfer der Reformation. Erst dessen Sohn Johannes erwarb 1548 das Berner Burgerrecht zu Obergerbern, während sein Bruder Wolfgang, Propst am Zürcher Grossmünster, die im 17. Jh. erloschene Zürcher Linie begründete. Aus den Söhnen des letztgenannten Johannes gingen zwei Hauptlinien hervor, von denen die jüngere des Kleinrats Sulpitius (1552-92) im Gr. sowie vereinzelt im Kl. Rat vertreten war, mehrere Landvögte stellte und zu Beginn des 19. Jh. ausstarb. Von den drei Ästen der auf den Pfarrer Johann (1546-95) zurückgehenden älteren Linie bildeten der ältere Ast des Johann (✝︎ 1639) und der bis heute blühende mittlere des Berchtold (✝︎ 1659) eigentl. Pfarrerdynastien. Aus dem mittleren Ast gingen aber auch Architekten wie Albrecht Carl hervor. Der jüngere Ast des Emanuel (1613-61) teilte sich in zwei noch heute existierende Zweige. Der ältere Zweig, der auf dem Buchdrucker Niklaus Emanuel (1704-79) gründet, brachte eine Dynastie von Buchdruckern und im 19. Jh. auch von Medizinern hervor, unter ihnen Bernhard Friedrich. Viele Angehörige dieses Zweiges, dem auch der Berner Nationalrat Armin entstammte, waren im 19. und 20. Jh. entweder mittlere Angestellte und Beamte sowie Handwerker und Gewerbetreibende, oder sie wanderten in die USA und nach Brasilien aus. Die Nachkommen des jüngeren Zweiges hingegen, die seit der Erhebung ihres berühmten Stammvaters, des Gelehrten Albrecht, in den erbl. Adelsstand durch Ks. Franz I. im Jahr 1749 das Prädikat "von" bzw. "de" führen, sassen im 18. Jh. sowie während der Mediation und Restauration im Gr. Rat oder traten wie Rudolf Emanuel in Solddienste. Andere Mitglieder hingegen verliessen Bern. Karl Ludwig wurde Kantonsrat in Solothurn, während sich Franz Albrechts (✝︎ 1851) Nachkommenschaft in Lausanne und Genf etablierte und wesentlich häufiger als der ältere Zweig in akadem. Berufen anzutreffen war. Sie stellte neben dem Diplomaten Edouard Pfarrer, Ärzte, Juristen und v.a. Ingenieure. Version vom: 16.06.2006 Autorin/Autor: Hans Braun | Haller, Berchtold (I61256)
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| 51133 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020076/2008-11-25/ von Krauchthal Als erstes Mitglied der Fam. wird Heinrich, der 1181/82 und 1182/83 als Ministeriale Hz. Berchtolds IV. von Zähringen auftaucht, erwähnt. Weitere Träger des Namens K., der wohl auf das Dorf Krauchthal zurückgeht, sind Kuno, 1208-49 als Solothurner Chorherr bezeugt, und Rudolf, der 1223 und 1224 als erster namentlich bekannter Berner Schultheiss (causidicus) amtierte. Das Berner Ratsherrengeschlecht erscheint mit Peter ab 1240 in den Urkunden, doch lässt sich sein Stammbaum nur bis zum 1273 erstmals belegten Gerhard (✝︎ 1304) zurückverfolgen. Dieser erscheint in zahlreichen Urkunden als Zeuge, 1297 mit seinem Sohn Peter (✝︎ 1335). Letzterer wird z.T. Peter der Ältere genannt, um ihn von Peter (✝︎ 1342), dem Sohn des 1299/1300 verstorbenen Heinrich, zu unterscheiden, wobei dies nicht immer möglich ist. Peter der Ältere erwarb zahlreiche Güter in der Umgebung von Bern, darunter 1310 die Vogtei und den Kirchensatz von Jegenstorf. 1318 und 1325 wirkte er als Sachwalter der Berner Minoriten, 1331 als Schiedsmann des Stiftes Amsoldingen. Sein Sohn Peter erhielt 1349 das Patronatsrecht von Kriegstetten als Lehen, wo er 1359 seinen Neffen Gerhard einsetzen liess. Zudem erbte er den Kirchensatz von Jegenstorf und wurde 1353 Vogt des Kluniazenserpriorats Rüeggisberg. 1355-56, 1359-60 sowie 1363-64 amtierte er als Schultheiss von Bern. Seine beiden Söhne waren Gerhard, der 1380-82 als Vogt in Aarberg amtierte, und Peter(mann). Möglicherweise handelt es sich bei diesem um den 1375 zurückgetretenen Jegenstorfer Kirchherrn Peter. Petermann wurde 1378/79 Kastvogt von Rüeggisberg; 1394-96 war er Schultheiss von Thun, 1398 Schirmherr der Kartause Thorberg und Vogt zu Kirchberg. Er verfügte über ausgedehnten, bis ins Oberland reichenden Grundbesitz und war 1407-18 durchgehend Schultheiss von Bern. 1425 starb er kinderlos; seine Witwe Anna (✝︎ 1464/65) machte zahlreiche testamentar. Vergabungen, u.a. zugunsten des Seilerspitals. Version vom: 25.11.2008 Autorin/Autor: Georg Modestin | Familie: Gerhard von Krauchthal / Odilia (F28405)
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| 51134 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020084/2002-11-27/ von Baldegg Ritteradelsgeschlecht mit Stammsitz in B., belegt (kurz vor) 1199-1513, das sich bis ins 13. Jh. de Lacu/vom See (Baldeggersee), 1236 erstmals de Baldecke nannte. Um 1199 war ein H. de Lacu habsburg. Ministeriale. Die B. bewegten sich im 13. bis 15. Jh. im Gefolge der Habsburger, leisteten reichspolit. Dienste, gewannen Lehen und Pfandherrschaften. Einige liessen sich am Oberrhein in die vorderösterr. Herrschaft einbinden (vor 1303 Burgmannschaft Ensisheim, Pfänder, Konnubien). Vom Ende des 13. Jh. an wurden auch Konnubien mit hochadligen Geschlechtern eingegangen. Die B. beerbten die aussterbenden von Elgg (ab ca. 1289 Zweig der B. von Elgg) und die Frh. von Aarburg (um 1451 Herrschaft Schenkenberg, Amt Bözberg als Pfand), wobei sie das Erbe den Habsburgern zuführten. Vom Ende des 13. Jh. bis 1482 besassen sie die Dorfherrschaft Schafisheim, durch Heirat ca. 1400-11 die halbe Herrschaft Ringgenberg. Nach dem Sempacherkrieg veräusserten sie die nach 1300 geteilte, geschädigte Herrschaft B. Bis Mitte des 15. Jh. waren sie erfolgreich als Geldgeber und Pfandnehmer in habsburg. Diensten (1412-83 Feste Wieladingen, 1455 Rheinfelden, um 1463 Eglisau). 1460 wurden sie von Bern von der Herrschaft Schenkenberg verdrängt. Es kam zur langwierigen Fehde mit Bern und den Eidgenossen, zu Verkäufen und zum Niedergang der Fam. Mehrere B. waren Chorherren in Beromünster. Hartmann II. (belegt 1256-92) gehörte zum Gefolge Kg. Rudolfs I., leistete reichspolit. Vermittlerdienste, war 1275-89/91 Reichsvogt zu Basel, Burggf. von Rheinfelden und Pfleger der österr. Vorlande sowie 1282 Landvogt in Burgund. Sein Sohn Hartmann III. (belegt 1264-1330/31) war 1324 habsburg. Gesandter zum Papst. Markwart VII. (belegt 1440-74) gewann als Financier Hzg. Sigismunds von Habsburg bedeutende Pfänder: um 1444-49 die Vogtei Thann (Elsass), 1455/57 Amt, Schloss und Stadt Rheinfelden sowie die Farnsburg. Sein Sohn Johann III., Letzter des Geschlechts, Mitglied der Ges. "Vom Fisch und Falken" sowie St. Jörgenschild, übernahm mit dem Gesamterbe die Schenkenberg-Fehde und kämpfte daher u.a. im Schwabenkrieg gegen die Eidgenossen. Version vom: 27.11.2002 Autorin/Autor: Waltraud Hörsch | von Baldegg, Rudolf (I12325)
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| 51135 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020131/2005-02-01/ von Castelmur Bündner Ministerialen- und Aristokratengeschlecht aus dem Bergell. Die Anfänge dürften in der Familie de Vicosoprano zu suchen sein, die 1096-1304 bezeugt ist. 1190 ist Albertus de Castello Muro erstmals als Lehensinhaber der churbischöflichen Feste Castelmur fassbar. Der um dieselbe Zeit genannte Gaudenz de Castromuro gilt als Ahnherr des Geschlechts. Als bischöfliche Ministerialen traten die von Castelmur immer wieder als Vermittler und Siegler auf; sie verfügten im Bergell über zahlreiche Lehen und hatten vom 13. Jahrhundert an eine Grablege in der Churer Kathedrale. Gleichzeitig waren sie auch Ministerialen der Benediktinerabtei Pfäfers. Schon im 13. Jahrhundert ist die Aufteilung in die Hauptlinien der Scolaren und der Manus erkennbar; die Zuteilung einzelner Glieder ist jedoch nicht immer klar. 1319 beginnt mit Jacobus, Sohn des Tobias, die lange Reihe der Bergeller Notare aus dem Geschlecht von Castelmur. Diese Tätigkeit half, die Autonomiebestrebungen des Tals in hohen Positionen zu überstehen und häufig das Podestatenamt zu übernehmen. Sie ermöglichte auch die Entwicklung von einer bischöflichen Vasallenfamilie zu einem führenden Aristokratengeschlecht im Gotteshausbund, wozu auch gezielte Eheschliessungen beitrugen. Durch die Heirat Alberts mit Elisabeth Baff von Fürstenau wurde die Domleschger Linie begründet. Alberts Sohn Rudolf war 1413-1428 bischöflicher Vogt auf Fürstenau; ihm folgten Schwiggli 1429, Rudolf 1470-1471, Joachim 1473-1491, Jacob 1524-1526 sowie Gaudenz 1528-1537 und 1540-1542. Joachim war während des Schwabenkriegs 1499 einer der drei Regenten des Churer Hochstifts. Sein Sohn Gaudenz besass 1525-1533 das zürcherische Schloss Girsberg und war Siegler im Ersten Kappeler Landfrieden. Joachim wie Gaudenz waren mit Frauen aus der Ravensburger Handelsfamilie Humpis vermählt. Gaudenz' Schwester war 1510-1534 Äbtissin des Klosters Müstair. Der oben genannte Schwiggli sass 1437-1448 als Vogt auf Strassberg, Jacob war Pfandinhaber der Burg Rietberg. Die von Castelmur stellten mehrere Domherren, darunter Bartholomäus. Im 15. Jahrhundert trat eine Linie Stecker-Corn-Menusi auf, die einige Bündner Gesandte, Richter und Veltliner Amtsträger stellte. Als einzige wandte sich diese Linie der Reformation zu. Im späteren 16. Jahrhundert liess der Einfluss der von Castelmur im Gotteshausbund rasch nach. Nach einem Streit mit den Salis in den 1560er Jahren schwand auch ihre politische Stellung im Bergell. Einige Zweige starben aus, andere wanderten weg. So begründete Jacob Corn von Castelmur zu Beginn des 17. Jahrhunderts die Wiener Linie; eine weitere kam mit Giovanni in Marseille zu Vermögen. In der Schweiz leben die Zweige von Stampa und Tumegl/Tomils (Anton) weiter. Version vom: 01.02.2005 Autorin/Autor: Paul Eugen Grimm | von Castelmur, Magdalena (I59755)
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| 51136 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020131/2005-02-01/ von Castelmur Bündner Ministerialen- und Aristokratengeschlecht aus dem Bergell. Die Anfänge dürften in der Familie de Vicosoprano zu suchen sein, die 1096-1304 bezeugt ist. 1190 ist Albertus de Castello Muro erstmals als Lehensinhaber der churbischöflichen Feste Castelmur fassbar. Der um dieselbe Zeit genannte Gaudenz de Castromuro gilt als Ahnherr des Geschlechts. Als bischöfliche Ministerialen traten die von Castelmur immer wieder als Vermittler und Siegler auf; sie verfügten im Bergell über zahlreiche Lehen und hatten vom 13. Jahrhundert an eine Grablege in der Churer Kathedrale. Gleichzeitig waren sie auch Ministerialen der Benediktinerabtei Pfäfers. Schon im 13. Jahrhundert ist die Aufteilung in die Hauptlinien der Scolaren und der Manus erkennbar; die Zuteilung einzelner Glieder ist jedoch nicht immer klar. 1319 beginnt mit Jacobus, Sohn des Tobias, die lange Reihe der Bergeller Notare aus dem Geschlecht von Castelmur. Diese Tätigkeit half, die Autonomiebestrebungen des Tals in hohen Positionen zu überstehen und häufig das Podestatenamt zu übernehmen. Sie ermöglichte auch die Entwicklung von einer bischöflichen Vasallenfamilie zu einem führenden Aristokratengeschlecht im Gotteshausbund, wozu auch gezielte Eheschliessungen beitrugen. Durch die Heirat Alberts mit Elisabeth Baff von Fürstenau wurde die Domleschger Linie begründet. Alberts Sohn Rudolf war 1413-1428 bischöflicher Vogt auf Fürstenau; ihm folgten Schwiggli 1429, Rudolf 1470-1471, Joachim 1473-1491, Jacob 1524-1526 sowie Gaudenz 1528-1537 und 1540-1542. Joachim war während des Schwabenkriegs 1499 einer der drei Regenten des Churer Hochstifts. Sein Sohn Gaudenz besass 1525-1533 das zürcherische Schloss Girsberg und war Siegler im Ersten Kappeler Landfrieden. Joachim wie Gaudenz waren mit Frauen aus der Ravensburger Handelsfamilie Humpis vermählt. Gaudenz' Schwester war 1510-1534 Äbtissin des Klosters Müstair. Der oben genannte Schwiggli sass 1437-1448 als Vogt auf Strassberg, Jacob war Pfandinhaber der Burg Rietberg. Die von Castelmur stellten mehrere Domherren, darunter Bartholomäus. Im 15. Jahrhundert trat eine Linie Stecker-Corn-Menusi auf, die einige Bündner Gesandte, Richter und Veltliner Amtsträger stellte. Als einzige wandte sich diese Linie der Reformation zu. Im späteren 16. Jahrhundert liess der Einfluss der von Castelmur im Gotteshausbund rasch nach. Nach einem Streit mit den Salis in den 1560er Jahren schwand auch ihre politische Stellung im Bergell. Einige Zweige starben aus, andere wanderten weg. So begründete Jacob Corn von Castelmur zu Beginn des 17. Jahrhunderts die Wiener Linie; eine weitere kam mit Giovanni in Marseille zu Vermögen. In der Schweiz leben die Zweige von Stampa und Tumegl/Tomils (Anton) weiter. Version vom: 01.02.2005 Autorin/Autor: Paul Eugen Grimm | von Castelmur, Ritter Rudolf (I59758)
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| 51137 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020216/2015-12-22/ Fink Schlecht dokumentiertes Zürcher Rittergeschlecht unbekannter Herkunft mit verwandtschaftl. Beziehungen zu den Truchsess von Rapperswil und den von Beggenhofen. Eine genealog. Verbindung zu dem aus Fluntern stammenden bäuerl. Geschlecht gleichen Namens, dessen Mitglieder im 14. Jh. in Zürich einen steilen sozialen Aufstieg schafften, ist nicht nachgewiesen. Bekannt sind als erste Vertreter Rudolf, 1225 Ratsmitglied, und Konrad, 1254/55 Leutpriester am Fraumünster. Der Ritter und Ratsherr Heinrich und dessen nicht als Ritter bezeichneter Bruder Konrad, der 1284 als Vogt für Muri in Thalwil bezeugt ist, haben mindestens zwei ihrer Söhne in Klerikerstellen versorgt, was auf eine schwierige wirtschaftl. Lage der Fam. in der 1. Hälfte des 14. Jh. hindeutet. Um die Jahrhundertmitte ist die Fam. ausgestorben. Version vom: 22.12.2015 Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen | Familie: Junker Johannes Fink / Margareta Störi (F27731)
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| 51138 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020219/2017-05-05/ von Gachnang Die G. gehörten im 13.-16. Jh. zum Thurgauer Ritteradel und standen im Dienste des Klosters Reichenau und der Gf. von Kyburg. Ihre Herkunft ist ungeklärt. So ist es auch unsicher, ob der 1163 für den Abt von Reichenau zeugende Gerung von G. zur Familie gezählt werden kann. Richtig fassbar wird diese erst in den 1240er Jahren mit B. (Berchtold?, 1241) und Walter (1248-73), die für die Kyburger zeugten. Nach dem Abgang des Hauses Kyburg trat die Familie zu einem unbekannten Zeitpunkt in österr. Dienste, erreichte dort aber nie die Stellung der benachbarten von Frauenfeld. Spätestens 1303, vermutlich aber schon in den 1290er Jahren im Zusammenhang mit der Stadtgründung, nahmen sie ihren Wohnsitz in Frauenfeld im neu erbauten sog. Gachnanger-Stock. Ihr Besitz konzentrierte sich auf das Gebiet rund um die Stadt, um G. und entlang der Thur nach Westen bis Flaach. 1330 erwarb Walter (belegt 1324-50) von den Herren von Meiersberg deren gleichnamige Burg (in der heutigen Gemeinde Wiesendangen), zu der u.a. auch der Reichenauer Meierhof in G. gehörte. Ihren wirtschaftl. und polit. Höhepunkt erreichte die Familie um 1350. Angehörige versch. Zweige sassen nun auch auf den Burgen Kefikon (1346), in der Vorburg der von Mörsberg bei Winterthur (1369-83) und 1360 sowie nach 1399 auch auf Goldenberg (Gem. Dorf). Mit Rudolf stellten die G. 1346 zu Rothenburg auch einen österr. Vogt. Ab 1370 mehrten sich jedoch die Verkäufe. Zu einem Wiederaufbau des Gachnanger-Stocks war die Familie nach dessen Zerstörung 1407 durch die Appenzeller nicht mehr in der Lage. 1417 überschrieb Hans die Burg Meiersberg mit dem zugehörigen Besitz zu G. nicht seinen Brüdern, sondern der verschwägerten Konstanzer Familie von Schienen. Während versch. Vertreter sich schon ab Mitte des 14. Jh. in den Städten niederliessen, u.a. in Diessenhofen, Winterthur, Zürich und Schaffhausen, konnte sich der Goldenberger Zweig bis Mitte des 16. Jh. halten. Version vom: 05.05.2017 Autorin/Autor: Martin Leonhard | von Gachnang, Hans (I58415)
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| 51139 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020219/2017-05-05/ von Gachnang Die G. gehörten im 13.-16. Jh. zum Thurgauer Ritteradel und standen im Dienste des Klosters Reichenau und der Gf. von Kyburg. Ihre Herkunft ist ungeklärt. So ist es auch unsicher, ob der 1163 für den Abt von Reichenau zeugende Gerung von G. zur Familie gezählt werden kann. Richtig fassbar wird diese erst in den 1240er Jahren mit B. (Berchtold?, 1241) und Walter (1248-73), die für die Kyburger zeugten. Nach dem Abgang des Hauses Kyburg trat die Familie zu einem unbekannten Zeitpunkt in österr. Dienste, erreichte dort aber nie die Stellung der benachbarten von Frauenfeld. Spätestens 1303, vermutlich aber schon in den 1290er Jahren im Zusammenhang mit der Stadtgründung, nahmen sie ihren Wohnsitz in Frauenfeld im neu erbauten sog. Gachnanger-Stock. Ihr Besitz konzentrierte sich auf das Gebiet rund um die Stadt, um G. und entlang der Thur nach Westen bis Flaach. 1330 erwarb Walter (belegt 1324-50) von den Herren von Meiersberg deren gleichnamige Burg (in der heutigen Gemeinde Wiesendangen), zu der u.a. auch der Reichenauer Meierhof in G. gehörte. Ihren wirtschaftl. und polit. Höhepunkt erreichte die Familie um 1350. Angehörige versch. Zweige sassen nun auch auf den Burgen Kefikon (1346), in der Vorburg der von Mörsberg bei Winterthur (1369-83) und 1360 sowie nach 1399 auch auf Goldenberg (Gem. Dorf). Mit Rudolf stellten die G. 1346 zu Rothenburg auch einen österr. Vogt. Ab 1370 mehrten sich jedoch die Verkäufe. Zu einem Wiederaufbau des Gachnanger-Stocks war die Familie nach dessen Zerstörung 1407 durch die Appenzeller nicht mehr in der Lage. 1417 überschrieb Hans die Burg Meiersberg mit dem zugehörigen Besitz zu G. nicht seinen Brüdern, sondern der verschwägerten Konstanzer Familie von Schienen. Während versch. Vertreter sich schon ab Mitte des 14. Jh. in den Städten niederliessen, u.a. in Diessenhofen, Winterthur, Zürich und Schaffhausen, konnte sich der Goldenberger Zweig bis Mitte des 16. Jh. halten. Version vom: 05.05.2017 Autorin/Autor: Martin Leonhard | von Gachnang, Hans (I12858)
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| 51140 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020219/2017-05-05/ von Gachnang Die G. gehörten im 13.-16. Jh. zum Thurgauer Ritteradel und standen im Dienste des Klosters Reichenau und der Gf. von Kyburg. Ihre Herkunft ist ungeklärt. So ist es auch unsicher, ob der 1163 für den Abt von Reichenau zeugende Gerung von G. zur Familie gezählt werden kann. Richtig fassbar wird diese erst in den 1240er Jahren mit B. (Berchtold?, 1241) und Walter (1248-73), die für die Kyburger zeugten. Nach dem Abgang des Hauses Kyburg trat die Familie zu einem unbekannten Zeitpunkt in österr. Dienste, erreichte dort aber nie die Stellung der benachbarten von Frauenfeld. Spätestens 1303, vermutlich aber schon in den 1290er Jahren im Zusammenhang mit der Stadtgründung, nahmen sie ihren Wohnsitz in Frauenfeld im neu erbauten sog. Gachnanger-Stock. Ihr Besitz konzentrierte sich auf das Gebiet rund um die Stadt, um G. und entlang der Thur nach Westen bis Flaach. 1330 erwarb Walter (belegt 1324-50) von den Herren von Meiersberg deren gleichnamige Burg (in der heutigen Gemeinde Wiesendangen), zu der u.a. auch der Reichenauer Meierhof in G. gehörte. Ihren wirtschaftl. und polit. Höhepunkt erreichte die Familie um 1350. Angehörige versch. Zweige sassen nun auch auf den Burgen Kefikon (1346), in der Vorburg der von Mörsberg bei Winterthur (1369-83) und 1360 sowie nach 1399 auch auf Goldenberg (Gem. Dorf). Mit Rudolf stellten die G. 1346 zu Rothenburg auch einen österr. Vogt. Ab 1370 mehrten sich jedoch die Verkäufe. Zu einem Wiederaufbau des Gachnanger-Stocks war die Familie nach dessen Zerstörung 1407 durch die Appenzeller nicht mehr in der Lage. 1417 überschrieb Hans die Burg Meiersberg mit dem zugehörigen Besitz zu G. nicht seinen Brüdern, sondern der verschwägerten Konstanzer Familie von Schienen. Während versch. Vertreter sich schon ab Mitte des 14. Jh. in den Städten niederliessen, u.a. in Diessenhofen, Winterthur, Zürich und Schaffhausen, konnte sich der Goldenberger Zweig bis Mitte des 16. Jh. halten. Version vom: 05.05.2017 Autorin/Autor: Martin Leonhard | von Gachnang, Walter (I12862)
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| 51141 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020219/2017-05-05/ von Gachnang Die G. gehörten im 13.-16. Jh. zum Thurgauer Ritteradel und standen im Dienste des Klosters Reichenau und der Gf. von Kyburg. Ihre Herkunft ist ungeklärt. So ist es auch unsicher, ob der 1163 für den Abt von Reichenau zeugende Gerung von G. zur Familie gezählt werden kann. Richtig fassbar wird diese erst in den 1240er Jahren mit B. (Berchtold?, 1241) und Walter (1248-73), die für die Kyburger zeugten. Nach dem Abgang des Hauses Kyburg trat die Familie zu einem unbekannten Zeitpunkt in österr. Dienste, erreichte dort aber nie die Stellung der benachbarten von Frauenfeld. Spätestens 1303, vermutlich aber schon in den 1290er Jahren im Zusammenhang mit der Stadtgründung, nahmen sie ihren Wohnsitz in Frauenfeld im neu erbauten sog. Gachnanger-Stock. Ihr Besitz konzentrierte sich auf das Gebiet rund um die Stadt, um G. und entlang der Thur nach Westen bis Flaach. 1330 erwarb Walter (belegt 1324-50) von den Herren von Meiersberg deren gleichnamige Burg (in der heutigen Gemeinde Wiesendangen), zu der u.a. auch der Reichenauer Meierhof in G. gehörte. Ihren wirtschaftl. und polit. Höhepunkt erreichte die Familie um 1350. Angehörige versch. Zweige sassen nun auch auf den Burgen Kefikon (1346), in der Vorburg der von Mörsberg bei Winterthur (1369-83) und 1360 sowie nach 1399 auch auf Goldenberg (Gem. Dorf). Mit Rudolf stellten die G. 1346 zu Rothenburg auch einen österr. Vogt. Ab 1370 mehrten sich jedoch die Verkäufe. Zu einem Wiederaufbau des Gachnanger-Stocks war die Familie nach dessen Zerstörung 1407 durch die Appenzeller nicht mehr in der Lage. 1417 überschrieb Hans die Burg Meiersberg mit dem zugehörigen Besitz zu G. nicht seinen Brüdern, sondern der verschwägerten Konstanzer Familie von Schienen. Während versch. Vertreter sich schon ab Mitte des 14. Jh. in den Städten niederliessen, u.a. in Diessenhofen, Winterthur, Zürich und Schaffhausen, konnte sich der Goldenberger Zweig bis Mitte des 16. Jh. halten. Version vom: 05.05.2017 Autorin/Autor: Martin Leonhard | von Gachnang, Ritter Walter (I12859)
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| 51142 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020219/2017-05-05/ von Gachnang Die G. gehörten im 13.-16. Jh. zum Thurgauer Ritteradel und standen im Dienste des Klosters Reichenau und der Gf. von Kyburg. Ihre Herkunft ist ungeklärt. So ist es auch unsicher, ob der 1163 für den Abt von Reichenau zeugende Gerung von G. zur Familie gezählt werden kann. Richtig fassbar wird diese erst in den 1240er Jahren mit B. (Berchtold?, 1241) und Walter (1248-73), die für die Kyburger zeugten. Nach dem Abgang des Hauses Kyburg trat die Familie zu einem unbekannten Zeitpunkt in österr. Dienste, erreichte dort aber nie die Stellung der benachbarten von Frauenfeld. Spätestens 1303, vermutlich aber schon in den 1290er Jahren im Zusammenhang mit der Stadtgründung, nahmen sie ihren Wohnsitz in Frauenfeld im neu erbauten sog. Gachnanger-Stock. Ihr Besitz konzentrierte sich auf das Gebiet rund um die Stadt, um G. und entlang der Thur nach Westen bis Flaach. 1330 erwarb Walter (belegt 1324-50) von den Herren von Meiersberg deren gleichnamige Burg (in der heutigen Gemeinde Wiesendangen), zu der u.a. auch der Reichenauer Meierhof in G. gehörte. Ihren wirtschaftl. und polit. Höhepunkt erreichte die Familie um 1350. Angehörige versch. Zweige sassen nun auch auf den Burgen Kefikon (1346), in der Vorburg der von Mörsberg bei Winterthur (1369-83) und 1360 sowie nach 1399 auch auf Goldenberg (Gem. Dorf). Mit Rudolf stellten die G. 1346 zu Rothenburg auch einen österr. Vogt. Ab 1370 mehrten sich jedoch die Verkäufe. Zu einem Wiederaufbau des Gachnanger-Stocks war die Familie nach dessen Zerstörung 1407 durch die Appenzeller nicht mehr in der Lage. 1417 überschrieb Hans die Burg Meiersberg mit dem zugehörigen Besitz zu G. nicht seinen Brüdern, sondern der verschwägerten Konstanzer Familie von Schienen. Während versch. Vertreter sich schon ab Mitte des 14. Jh. in den Städten niederliessen, u.a. in Diessenhofen, Winterthur, Zürich und Schaffhausen, konnte sich der Goldenberger Zweig bis Mitte des 16. Jh. halten. Version vom: 05.05.2017 Autorin/Autor: Martin Leonhard | von Gachnang, Ritter Walter (I12863)
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| 51143 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020219/2017-05-05/ von Gachnang Die G. gehörten im 13.-16. Jh. zum Thurgauer Ritteradel und standen im Dienste des Klosters Reichenau und der Gf. von Kyburg. Ihre Herkunft ist ungeklärt. So ist es auch unsicher, ob der 1163 für den Abt von Reichenau zeugende Gerung von G. zur Familie gezählt werden kann. Richtig fassbar wird diese erst in den 1240er Jahren mit B. (Berchtold?, 1241) und Walter (1248-73), die für die Kyburger zeugten. Nach dem Abgang des Hauses Kyburg trat die Familie zu einem unbekannten Zeitpunkt in österr. Dienste, erreichte dort aber nie die Stellung der benachbarten von Frauenfeld. Spätestens 1303, vermutlich aber schon in den 1290er Jahren im Zusammenhang mit der Stadtgründung, nahmen sie ihren Wohnsitz in Frauenfeld im neu erbauten sog. Gachnanger-Stock. Ihr Besitz konzentrierte sich auf das Gebiet rund um die Stadt, um G. und entlang der Thur nach Westen bis Flaach. 1330 erwarb Walter (belegt 1324-50) von den Herren von Meiersberg deren gleichnamige Burg (in der heutigen Gemeinde Wiesendangen), zu der u.a. auch der Reichenauer Meierhof in G. gehörte. Ihren wirtschaftl. und polit. Höhepunkt erreichte die Familie um 1350. Angehörige versch. Zweige sassen nun auch auf den Burgen Kefikon (1346), in der Vorburg der von Mörsberg bei Winterthur (1369-83) und 1360 sowie nach 1399 auch auf Goldenberg (Gem. Dorf). Mit Rudolf stellten die G. 1346 zu Rothenburg auch einen österr. Vogt. Ab 1370 mehrten sich jedoch die Verkäufe. Zu einem Wiederaufbau des Gachnanger-Stocks war die Familie nach dessen Zerstörung 1407 durch die Appenzeller nicht mehr in der Lage. 1417 überschrieb Hans die Burg Meiersberg mit dem zugehörigen Besitz zu G. nicht seinen Brüdern, sondern der verschwägerten Konstanzer Familie von Schienen. Während versch. Vertreter sich schon ab Mitte des 14. Jh. in den Städten niederliessen, u.a. in Diessenhofen, Winterthur, Zürich und Schaffhausen, konnte sich der Goldenberger Zweig bis Mitte des 16. Jh. halten. Version vom: 05.05.2017 Autorin/Autor: Martin Leonhard | von Gachnang, Ritter B(ertold) (I12866)
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| 51144 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020219/2017-05-05/ von Gachnang Die G. gehörten im 13.-16. Jh. zum Thurgauer Ritteradel und standen im Dienste des Klosters Reichenau und der Gf. von Kyburg. Ihre Herkunft ist ungeklärt. So ist es auch unsicher, ob der 1163 für den Abt von Reichenau zeugende Gerung von G. zur Familie gezählt werden kann. Richtig fassbar wird diese erst in den 1240er Jahren mit B. (Berchtold?, 1241) und Walter (1248-73), die für die Kyburger zeugten. Nach dem Abgang des Hauses Kyburg trat die Familie zu einem unbekannten Zeitpunkt in österr. Dienste, erreichte dort aber nie die Stellung der benachbarten von Frauenfeld. Spätestens 1303, vermutlich aber schon in den 1290er Jahren im Zusammenhang mit der Stadtgründung, nahmen sie ihren Wohnsitz in Frauenfeld im neu erbauten sog. Gachnanger-Stock. Ihr Besitz konzentrierte sich auf das Gebiet rund um die Stadt, um G. und entlang der Thur nach Westen bis Flaach. 1330 erwarb Walter (belegt 1324-50) von den Herren von Meiersberg deren gleichnamige Burg (in der heutigen Gemeinde Wiesendangen), zu der u.a. auch der Reichenauer Meierhof in G. gehörte. Ihren wirtschaftl. und polit. Höhepunkt erreichte die Familie um 1350. Angehörige versch. Zweige sassen nun auch auf den Burgen Kefikon (1346), in der Vorburg der von Mörsberg bei Winterthur (1369-83) und 1360 sowie nach 1399 auch auf Goldenberg (Gem. Dorf). Mit Rudolf stellten die G. 1346 zu Rothenburg auch einen österr. Vogt. Ab 1370 mehrten sich jedoch die Verkäufe. Zu einem Wiederaufbau des Gachnanger-Stocks war die Familie nach dessen Zerstörung 1407 durch die Appenzeller nicht mehr in der Lage. 1417 überschrieb Hans die Burg Meiersberg mit dem zugehörigen Besitz zu G. nicht seinen Brüdern, sondern der verschwägerten Konstanzer Familie von Schienen. Während versch. Vertreter sich schon ab Mitte des 14. Jh. in den Städten niederliessen, u.a. in Diessenhofen, Winterthur, Zürich und Schaffhausen, konnte sich der Goldenberger Zweig bis Mitte des 16. Jh. halten. Version vom: 05.05.2017 Autorin/Autor: Martin Leonhard | von Gachnang, Ritter Walter (I12865)
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| 51145 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020219/2017-05-05/ von Gachnang Die G. gehörten im 13.-16. Jh. zum Thurgauer Ritteradel und standen im Dienste des Klosters Reichenau und der Gf. von Kyburg. Ihre Herkunft ist ungeklärt. So ist es auch unsicher, ob der 1163 für den Abt von Reichenau zeugende Gerung von G. zur Familie gezählt werden kann. Richtig fassbar wird diese erst in den 1240er Jahren mit B. (Berchtold?, 1241) und Walter (1248-73), die für die Kyburger zeugten. Nach dem Abgang des Hauses Kyburg trat die Familie zu einem unbekannten Zeitpunkt in österr. Dienste, erreichte dort aber nie die Stellung der benachbarten von Frauenfeld. Spätestens 1303, vermutlich aber schon in den 1290er Jahren im Zusammenhang mit der Stadtgründung, nahmen sie ihren Wohnsitz in Frauenfeld im neu erbauten sog. Gachnanger-Stock. Ihr Besitz konzentrierte sich auf das Gebiet rund um die Stadt, um G. und entlang der Thur nach Westen bis Flaach. 1330 erwarb Walter (belegt 1324-50) von den Herren von Meiersberg deren gleichnamige Burg (in der heutigen Gemeinde Wiesendangen), zu der u.a. auch der Reichenauer Meierhof in G. gehörte. Ihren wirtschaftl. und polit. Höhepunkt erreichte die Familie um 1350. Angehörige versch. Zweige sassen nun auch auf den Burgen Kefikon (1346), in der Vorburg der von Mörsberg bei Winterthur (1369-83) und 1360 sowie nach 1399 auch auf Goldenberg (Gem. Dorf). Mit Rudolf stellten die G. 1346 zu Rothenburg auch einen österr. Vogt. Ab 1370 mehrten sich jedoch die Verkäufe. Zu einem Wiederaufbau des Gachnanger-Stocks war die Familie nach dessen Zerstörung 1407 durch die Appenzeller nicht mehr in der Lage. 1417 überschrieb Hans die Burg Meiersberg mit dem zugehörigen Besitz zu G. nicht seinen Brüdern, sondern der verschwägerten Konstanzer Familie von Schienen. Während versch. Vertreter sich schon ab Mitte des 14. Jh. in den Städten niederliessen, u.a. in Diessenhofen, Winterthur, Zürich und Schaffhausen, konnte sich der Goldenberger Zweig bis Mitte des 16. Jh. halten. Version vom: 05.05.2017 Autorin/Autor: Martin Leonhard | von Gachnang, Walter (I12861)
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| 51146 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020219/2017-05-05/ von Gachnang Die G. gehörten im 13.-16. Jh. zum Thurgauer Ritteradel und standen im Dienste des Klosters Reichenau und der Gf. von Kyburg. Ihre Herkunft ist ungeklärt. So ist es auch unsicher, ob der 1163 für den Abt von Reichenau zeugende Gerung von G. zur Familie gezählt werden kann. Richtig fassbar wird diese erst in den 1240er Jahren mit B. (Berchtold?, 1241) und Walter (1248-73), die für die Kyburger zeugten. Nach dem Abgang des Hauses Kyburg trat die Familie zu einem unbekannten Zeitpunkt in österr. Dienste, erreichte dort aber nie die Stellung der benachbarten von Frauenfeld. Spätestens 1303, vermutlich aber schon in den 1290er Jahren im Zusammenhang mit der Stadtgründung, nahmen sie ihren Wohnsitz in Frauenfeld im neu erbauten sog. Gachnanger-Stock. Ihr Besitz konzentrierte sich auf das Gebiet rund um die Stadt, um G. und entlang der Thur nach Westen bis Flaach. 1330 erwarb Walter (belegt 1324-50) von den Herren von Meiersberg deren gleichnamige Burg (in der heutigen Gemeinde Wiesendangen), zu der u.a. auch der Reichenauer Meierhof in G. gehörte. Ihren wirtschaftl. und polit. Höhepunkt erreichte die Familie um 1350. Angehörige versch. Zweige sassen nun auch auf den Burgen Kefikon (1346), in der Vorburg der von Mörsberg bei Winterthur (1369-83) und 1360 sowie nach 1399 auch auf Goldenberg (Gem. Dorf). Mit Rudolf stellten die G. 1346 zu Rothenburg auch einen österr. Vogt. Ab 1370 mehrten sich jedoch die Verkäufe. Zu einem Wiederaufbau des Gachnanger-Stocks war die Familie nach dessen Zerstörung 1407 durch die Appenzeller nicht mehr in der Lage. 1417 überschrieb Hans die Burg Meiersberg mit dem zugehörigen Besitz zu G. nicht seinen Brüdern, sondern der verschwägerten Konstanzer Familie von Schienen. Während versch. Vertreter sich schon ab Mitte des 14. Jh. in den Städten niederliessen, u.a. in Diessenhofen, Winterthur, Zürich und Schaffhausen, konnte sich der Goldenberger Zweig bis Mitte des 16. Jh. halten. Version vom: 05.05.2017 Autorin/Autor: Martin Leonhard | von Gachnang, Hans der Ältere (I58417)
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| 51147 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020256/2006-09-07/ von Hertenstein Luzerner Ritter- und Patrizierfamilie, benannt nach der gleichnamigen Burg bei Weggis, die sie als habsburgische Ministerialen innehatte. Ihre Genealogie ist ab Wernherus de Hertinstein, 1213 in einer Urkunde des luzernischen Klosters Murbach erwähnt, fast durchgängig bekannt, wenn sie auch seit dem Ende des 19. Jahrhunderts nie mehr mit neueren Ansätzen erforscht worden ist. Durch Heirat mit Adelheid, der Erbtochter der Herren von Buonas, gelangte Ritter Ulrich kurz vor 1260 in den Besitz von Herrschaft und Burg Buonas (Gemeinde Risch), die später auch unter dem Namen Neu-Hertenstein bekannt wurde. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts arrondierte die Familie Hertenstein die Herrschaft Buonas durch systematische Erwerbung von Gütern und Rechten zwischen Reuss und Zugersee, was wiederholt zu Konflikten mit Zug, dem Kloster Muri und Eigenleuten führte. Während die Hertenstein im 14. Jahrhundert vor allem Heiratsverbindungen mit Rittergeschlechtern wie den von Moos, Mülnern, von Hünenberg und von Kienberg eingegangen waren, verband sich die Familie im 15. und 16. Jahrhundert mit regimentsfähigen Bürgergeschlechtern aus Luzern, Bern, Basel und dem süddeutschen Raum. Mit zunehmendem Zerfall der habsburgisch-österreichischen Herrschaft suchte die Familie Anschluss an die Städte. Sie verburgrechtete sich mit Luzern und Zürich und nahm in Luzern rasch eine führende politische Rolle ein. Diese Entwicklung begann mit Ulrich, der nach der Wahrnehmung verschiedener städtischer Ämter 1428 Luzerner Schultheiss wurde. Bis 1522 amtierten Vertreter der Familie in drei aufeinanderfolgenden Generationen als Schultheissen. Sie stellten vor allem im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts oft gleichzeitig mehrere Mitglieder des Kleinen Rats und besetzten verschiedene Vogteien auf der Luzerner Landschaft. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts lassen sich starke ökonomische Schwierigkeiten feststellen, die durch die Heirat von Erasmus, 1573 Kleinrat, mit der Luzerner Schultheissentochter Martha Tammann für einige Zeit aufgefangen werden konnten. Vertreter der Familie finden sich bis 1798 fast ohne Unterbruch in politisch relevanten Positionen der Stadt Luzern, jedoch ab 1522 nie mehr in der Funktion eines Schultheissen. Die Hertenstein waren schon ab dem 13. Jahrhundert in jeder Generation sehr kinderreich. Sie verfolgten eine ausgeprägte Familienpolitik, indem die Herrschaft an jeweils höchstens zwei sich verheiratende Erben weitergegeben wurde, während die übrigen Mitglieder meist klerikale Laufbahnen bescheidenen bis mittleren Zuschnitts einschlugen. Mit Adolf starb die Familie im 19. Jahrhundert aus. Version vom: 07.09.2006 Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen | von Hertenstein, Loysa (I60784)
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| 51148 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020256/2006-09-07/ von Hertenstein Luzerner Ritter- und Patrizierfamilie, benannt nach der gleichnamigen Burg bei Weggis, die sie als habsburgische Ministerialen innehatte. Ihre Genealogie ist ab Wernherus de Hertinstein, 1213 in einer Urkunde des luzernischen Klosters Murbach erwähnt, fast durchgängig bekannt, wenn sie auch seit dem Ende des 19. Jahrhunderts nie mehr mit neueren Ansätzen erforscht worden ist. Durch Heirat mit Adelheid, der Erbtochter der Herren von Buonas, gelangte Ritter Ulrich kurz vor 1260 in den Besitz von Herrschaft und Burg Buonas (Gemeinde Risch), die später auch unter dem Namen Neu-Hertenstein bekannt wurde. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts arrondierte die Familie Hertenstein die Herrschaft Buonas durch systematische Erwerbung von Gütern und Rechten zwischen Reuss und Zugersee, was wiederholt zu Konflikten mit Zug, dem Kloster Muri und Eigenleuten führte. Während die Hertenstein im 14. Jahrhundert vor allem Heiratsverbindungen mit Rittergeschlechtern wie den von Moos, Mülnern, von Hünenberg und von Kienberg eingegangen waren, verband sich die Familie im 15. und 16. Jahrhundert mit regimentsfähigen Bürgergeschlechtern aus Luzern, Bern, Basel und dem süddeutschen Raum. Mit zunehmendem Zerfall der habsburgisch-österreichischen Herrschaft suchte die Familie Anschluss an die Städte. Sie verburgrechtete sich mit Luzern und Zürich und nahm in Luzern rasch eine führende politische Rolle ein. Diese Entwicklung begann mit Ulrich, der nach der Wahrnehmung verschiedener städtischer Ämter 1428 Luzerner Schultheiss wurde. Bis 1522 amtierten Vertreter der Familie in drei aufeinanderfolgenden Generationen als Schultheissen. Sie stellten vor allem im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts oft gleichzeitig mehrere Mitglieder des Kleinen Rats und besetzten verschiedene Vogteien auf der Luzerner Landschaft. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts lassen sich starke ökonomische Schwierigkeiten feststellen, die durch die Heirat von Erasmus, 1573 Kleinrat, mit der Luzerner Schultheissentochter Martha Tammann für einige Zeit aufgefangen werden konnten. Vertreter der Familie finden sich bis 1798 fast ohne Unterbruch in politisch relevanten Positionen der Stadt Luzern, jedoch ab 1522 nie mehr in der Funktion eines Schultheissen. Die Hertenstein waren schon ab dem 13. Jahrhundert in jeder Generation sehr kinderreich. Sie verfolgten eine ausgeprägte Familienpolitik, indem die Herrschaft an jeweils höchstens zwei sich verheiratende Erben weitergegeben wurde, während die übrigen Mitglieder meist klerikale Laufbahnen bescheidenen bis mittleren Zuschnitts einschlugen. Mit Adolf starb die Familie im 19. Jahrhundert aus. Version vom: 07.09.2006 Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen | von Hertenstein, Leodegar (I11386)
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| 51149 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020256/2006-09-07/ von Hertenstein Luzerner Ritter- und Patrizierfamilie, benannt nach der gleichnamigen Burg bei Weggis, die sie als habsburgische Ministerialen innehatte. Ihre Genealogie ist ab Wernherus de Hertinstein, 1213 in einer Urkunde des luzernischen Klosters Murbach erwähnt, fast durchgängig bekannt, wenn sie auch seit dem Ende des 19. Jahrhunderts nie mehr mit neueren Ansätzen erforscht worden ist. Durch Heirat mit Adelheid, der Erbtochter der Herren von Buonas, gelangte Ritter Ulrich kurz vor 1260 in den Besitz von Herrschaft und Burg Buonas (Gemeinde Risch), die später auch unter dem Namen Neu-Hertenstein bekannt wurde. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts arrondierte die Familie Hertenstein die Herrschaft Buonas durch systematische Erwerbung von Gütern und Rechten zwischen Reuss und Zugersee, was wiederholt zu Konflikten mit Zug, dem Kloster Muri und Eigenleuten führte. Während die Hertenstein im 14. Jahrhundert vor allem Heiratsverbindungen mit Rittergeschlechtern wie den von Moos, Mülnern, von Hünenberg und von Kienberg eingegangen waren, verband sich die Familie im 15. und 16. Jahrhundert mit regimentsfähigen Bürgergeschlechtern aus Luzern, Bern, Basel und dem süddeutschen Raum. Mit zunehmendem Zerfall der habsburgisch-österreichischen Herrschaft suchte die Familie Anschluss an die Städte. Sie verburgrechtete sich mit Luzern und Zürich und nahm in Luzern rasch eine führende politische Rolle ein. Diese Entwicklung begann mit Ulrich, der nach der Wahrnehmung verschiedener städtischer Ämter 1428 Luzerner Schultheiss wurde. Bis 1522 amtierten Vertreter der Familie in drei aufeinanderfolgenden Generationen als Schultheissen. Sie stellten vor allem im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts oft gleichzeitig mehrere Mitglieder des Kleinen Rats und besetzten verschiedene Vogteien auf der Luzerner Landschaft. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts lassen sich starke ökonomische Schwierigkeiten feststellen, die durch die Heirat von Erasmus, 1573 Kleinrat, mit der Luzerner Schultheissentochter Martha Tammann für einige Zeit aufgefangen werden konnten. Vertreter der Familie finden sich bis 1798 fast ohne Unterbruch in politisch relevanten Positionen der Stadt Luzern, jedoch ab 1522 nie mehr in der Funktion eines Schultheissen. Die Hertenstein waren schon ab dem 13. Jahrhundert in jeder Generation sehr kinderreich. Sie verfolgten eine ausgeprägte Familienpolitik, indem die Herrschaft an jeweils höchstens zwei sich verheiratende Erben weitergegeben wurde, während die übrigen Mitglieder meist klerikale Laufbahnen bescheidenen bis mittleren Zuschnitts einschlugen. Mit Adolf starb die Familie im 19. Jahrhundert aus. Version vom: 07.09.2006 Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen | von Hertenstein, Balthasar (I13293)
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| 51150 | Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020256/2006-09-07/ von Hertenstein Luzerner Ritter- und Patrizierfamilie, benannt nach der gleichnamigen Burg bei Weggis, die sie als habsburgische Ministerialen innehatte. Ihre Genealogie ist ab Wernherus de Hertinstein, 1213 in einer Urkunde des luzernischen Klosters Murbach erwähnt, fast durchgängig bekannt, wenn sie auch seit dem Ende des 19. Jahrhunderts nie mehr mit neueren Ansätzen erforscht worden ist. Durch Heirat mit Adelheid, der Erbtochter der Herren von Buonas, gelangte Ritter Ulrich kurz vor 1260 in den Besitz von Herrschaft und Burg Buonas (Gemeinde Risch), die später auch unter dem Namen Neu-Hertenstein bekannt wurde. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts arrondierte die Familie Hertenstein die Herrschaft Buonas durch systematische Erwerbung von Gütern und Rechten zwischen Reuss und Zugersee, was wiederholt zu Konflikten mit Zug, dem Kloster Muri und Eigenleuten führte. Während die Hertenstein im 14. Jahrhundert vor allem Heiratsverbindungen mit Rittergeschlechtern wie den von Moos, Mülnern, von Hünenberg und von Kienberg eingegangen waren, verband sich die Familie im 15. und 16. Jahrhundert mit regimentsfähigen Bürgergeschlechtern aus Luzern, Bern, Basel und dem süddeutschen Raum. Mit zunehmendem Zerfall der habsburgisch-österreichischen Herrschaft suchte die Familie Anschluss an die Städte. Sie verburgrechtete sich mit Luzern und Zürich und nahm in Luzern rasch eine führende politische Rolle ein. Diese Entwicklung begann mit Ulrich, der nach der Wahrnehmung verschiedener städtischer Ämter 1428 Luzerner Schultheiss wurde. Bis 1522 amtierten Vertreter der Familie in drei aufeinanderfolgenden Generationen als Schultheissen. Sie stellten vor allem im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts oft gleichzeitig mehrere Mitglieder des Kleinen Rats und besetzten verschiedene Vogteien auf der Luzerner Landschaft. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts lassen sich starke ökonomische Schwierigkeiten feststellen, die durch die Heirat von Erasmus, 1573 Kleinrat, mit der Luzerner Schultheissentochter Martha Tammann für einige Zeit aufgefangen werden konnten. Vertreter der Familie finden sich bis 1798 fast ohne Unterbruch in politisch relevanten Positionen der Stadt Luzern, jedoch ab 1522 nie mehr in der Funktion eines Schultheissen. Die Hertenstein waren schon ab dem 13. Jahrhundert in jeder Generation sehr kinderreich. Sie verfolgten eine ausgeprägte Familienpolitik, indem die Herrschaft an jeweils höchstens zwei sich verheiratende Erben weitergegeben wurde, während die übrigen Mitglieder meist klerikale Laufbahnen bescheidenen bis mittleren Zuschnitts einschlugen. Mit Adolf starb die Familie im 19. Jahrhundert aus. Version vom: 07.09.2006 Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen | von Hertenstein, Barbara (I13346)
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