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51151 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020257/2007-10-29/

von Hospental

Ritteradliges Geschlecht aus dem Urserntal mit Zweigen in Luzern und ab dem 13. Jahrhundert auch in Arth. Der Name Hospental lässt sich möglicherweise von ospedale herleiten, der Herberge des Klosters Disentis, und der danach benannten Burg Hospental, welche die Hospental als Amtleute des Klosters bewohnten. Eine durchgehende Genealogie kann nicht erstellt werden. Beim 1203 genannten Walterus de Ursaria könnte es sich um das erste bekannte Mitglied der Familie handeln. Die Hospental sind 1285 erstmals mit Hans namentlich bezeugt. Sie hatten Güterbesitz in Ursern und in der oberen Leventina, ca. von 1300 bis zu Beginn des 16. Jahrhunderts auch in Uri. Anfang des 14. Jahrhunderts waren sie Inhaber von Erblehen des Zürcher Fraumünsters im Meieramt Silenen und in Altdorf (UR). In Luzern ist ab 1289 bis um 1350 ein Zweig der Familie nachweisbar. Heinrich wurde als habsburgischer Parteigänger 1317 von König Ludwig dem Bayern seiner Ämter in Ursern entsetzt, womit die Familie dort für längere Zeit ihre politische Bedeutung einbüsste. Nach Klaus, um 1396-1400 Ammann von Ursern, sank die Familie im Tal in eine unbedeutende politische und soziale Stellung ab. Der Zweig in Arth spielte im 14. Jahrhundert eine wichtige Rolle: Drei Vertreter walteten als schwyzerische und österreichische Ammänner in Zug, so 1374-1387 Johann, 1387/1388 Hartmann und 1399-1404 Rudolf. Im Verlauf des 15. Jahrhunderts ging dieser Zweig in der bäuerlichen Oberschicht auf, wenn auch Vertreter der Familie noch vereinzelt öffentliche Ämter innehatten. So waren Mitte des 15. Jahrhunderts Hans Ludwig und Jost Landvögte im Gaster, gegen Ende des 16. Jahrhunderts wirkte Sebastian als Ratsherr im Land Schwyz und Landvogt im Maggiatal und Franz Anton war 1773-1775 Landvogt in Sargans sowie Landesseckelmeister. Im 17. Jahrhundert gehörten Vertreter des Arther Zweigs zu den führenden Mitgliedern der sogenannten Nikodemiten, einer Gruppe heimlicher Protestanten, die nach Verfolgung und Vermögenskonfiskation nach Zürich übersiedelten.

Version vom: 29.10.2007
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Hospental, Maria (I58609)
 
51152 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020257/2007-10-29/

von Hospental

Ritteradliges Geschlecht aus dem Urserntal mit Zweigen in Luzern und ab dem 13. Jahrhundert auch in Arth. Der Name Hospental lässt sich möglicherweise von ospedale herleiten, der Herberge des Klosters Disentis, und der danach benannten Burg Hospental, welche die Hospental als Amtleute des Klosters bewohnten. Eine durchgehende Genealogie kann nicht erstellt werden. Beim 1203 genannten Walterus de Ursaria könnte es sich um das erste bekannte Mitglied der Familie handeln. Die Hospental sind 1285 erstmals mit Hans namentlich bezeugt. Sie hatten Güterbesitz in Ursern und in der oberen Leventina, ca. von 1300 bis zu Beginn des 16. Jahrhunderts auch in Uri. Anfang des 14. Jahrhunderts waren sie Inhaber von Erblehen des Zürcher Fraumünsters im Meieramt Silenen und in Altdorf (UR). In Luzern ist ab 1289 bis um 1350 ein Zweig der Familie nachweisbar. Heinrich wurde als habsburgischer Parteigänger 1317 von König Ludwig dem Bayern seiner Ämter in Ursern entsetzt, womit die Familie dort für längere Zeit ihre politische Bedeutung einbüsste. Nach Klaus, um 1396-1400 Ammann von Ursern, sank die Familie im Tal in eine unbedeutende politische und soziale Stellung ab. Der Zweig in Arth spielte im 14. Jahrhundert eine wichtige Rolle: Drei Vertreter walteten als schwyzerische und österreichische Ammänner in Zug, so 1374-1387 Johann, 1387/1388 Hartmann und 1399-1404 Rudolf. Im Verlauf des 15. Jahrhunderts ging dieser Zweig in der bäuerlichen Oberschicht auf, wenn auch Vertreter der Familie noch vereinzelt öffentliche Ämter innehatten. So waren Mitte des 15. Jahrhunderts Hans Ludwig und Jost Landvögte im Gaster, gegen Ende des 16. Jahrhunderts wirkte Sebastian als Ratsherr im Land Schwyz und Landvogt im Maggiatal und Franz Anton war 1773-1775 Landvogt in Sargans sowie Landesseckelmeister. Im 17. Jahrhundert gehörten Vertreter des Arther Zweigs zu den führenden Mitgliedern der sogenannten Nikodemiten, einer Gruppe heimlicher Protestanten, die nach Verfolgung und Vermögenskonfiskation nach Zürich übersiedelten.

Version vom: 29.10.2007
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Hospental, Martin (I58616)
 
51153 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020257/2007-10-29/

von Hospental

Ritteradliges Geschlecht aus dem Urserntal mit Zweigen in Luzern und ab dem 13. Jahrhundert auch in Arth. Der Name Hospental lässt sich möglicherweise von ospedale herleiten, der Herberge des Klosters Disentis, und der danach benannten Burg Hospental, welche die Hospental als Amtleute des Klosters bewohnten. Eine durchgehende Genealogie kann nicht erstellt werden. Beim 1203 genannten Walterus de Ursaria könnte es sich um das erste bekannte Mitglied der Familie handeln. Die Hospental sind 1285 erstmals mit Hans namentlich bezeugt. Sie hatten Güterbesitz in Ursern und in der oberen Leventina, ca. von 1300 bis zu Beginn des 16. Jahrhunderts auch in Uri. Anfang des 14. Jahrhunderts waren sie Inhaber von Erblehen des Zürcher Fraumünsters im Meieramt Silenen und in Altdorf (UR). In Luzern ist ab 1289 bis um 1350 ein Zweig der Familie nachweisbar. Heinrich wurde als habsburgischer Parteigänger 1317 von König Ludwig dem Bayern seiner Ämter in Ursern entsetzt, womit die Familie dort für längere Zeit ihre politische Bedeutung einbüsste. Nach Klaus, um 1396-1400 Ammann von Ursern, sank die Familie im Tal in eine unbedeutende politische und soziale Stellung ab. Der Zweig in Arth spielte im 14. Jahrhundert eine wichtige Rolle: Drei Vertreter walteten als schwyzerische und österreichische Ammänner in Zug, so 1374-1387 Johann, 1387/1388 Hartmann und 1399-1404 Rudolf. Im Verlauf des 15. Jahrhunderts ging dieser Zweig in der bäuerlichen Oberschicht auf, wenn auch Vertreter der Familie noch vereinzelt öffentliche Ämter innehatten. So waren Mitte des 15. Jahrhunderts Hans Ludwig und Jost Landvögte im Gaster, gegen Ende des 16. Jahrhunderts wirkte Sebastian als Ratsherr im Land Schwyz und Landvogt im Maggiatal und Franz Anton war 1773-1775 Landvogt in Sargans sowie Landesseckelmeister. Im 17. Jahrhundert gehörten Vertreter des Arther Zweigs zu den führenden Mitgliedern der sogenannten Nikodemiten, einer Gruppe heimlicher Protestanten, die nach Verfolgung und Vermögenskonfiskation nach Zürich übersiedelten.

Version vom: 29.10.2007
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Hospental, Sebastian (I58619)
 
51154 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020258/2013-08-21/

von Wangen

Ritterfamilie im luzernischen Seetal (12.-13. Jh.) von Kleinwangen, unter anderem auch in Alikon (Gemeinde Sins AG), Kulm, Hohenrain, Ballwil und Schongau begütert. Gefolgsleute der Grafen von Habsburg. Rudolf soll in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts die Johanniterkommende Hohenrain gestiftet haben, was nicht urkundlich, sondern erst in der Abschrift eines Jahrzeitbuchs aus dem 16. Jahrhundert überliefert ist. Dieser Rudolf wird mit einem 1185 im Umfeld der Freiherren von Eschenbach-Schnabelburg bezeugten Rudolf von Onren (Hohenrain) identifiziert. Erwähnt wird Ulrich 1236 und 1240, Rudolf 1266 und Heinrich 1259-1280, Letzterer vor allem als Verkäufer von Gütern. Heinrichs Sohn Ulrich (erwähnt 1269-1306) war Chorherr am Grossmünster in Zürich. Dessen Bruder Heinrich (erwähnt 1269-1298) gilt als letzter männlicher Vertreter des Geschlechts. Zu einer später in Luzern eingebürgerten gleichnamigen Familie lassen sich keine genealogischen Bezüge nachweisen.

Version vom: 21.08.2013
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen

 
von Wangen, Werentrud (I59916)
 
51155 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020259/2008-01-16/

von Hünenberg

Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen

Ritterl. Ministerialengeschlecht des 13. bis 15. Jh., 1173 erstmals bezeugt mit Walter I. Die Genealogie ist ab 1240 mit Walter II. über sieben bis acht Generationen relativ gesichert. Bekannt als Wohnsitze und Verwaltungsmittelpunkte sind die Burgen Hünenberg (Lehen der Frh. von Rüssegg), Wildenburg sowie St. Andreas (Lehen der Frh. von Wolhusen) und die Twingherrschaft Waldsberg mit der Kirche Luthern. Der Besitz an Eigen und Lehen sowie an Rechten im Raum zwischen Limmat und Vierwaldstättersee mit Zentrum um den Zugersee war heterogen und unterschiedl. Herkunft. Kirchensatz und Hof zu Arth waren Lehen der Gf. von Kyburg, später der Habsburger. Weitere Güter besassen die H. von den Frh. von Ramstein und von Thierstein. Die Kirchenvogtei in Wädenswil und Richterswil wurde Ende des 13. Jh. von den Frh. von Wädenswil, die Herrschaft Merenschwanden 1293 von den Gf. von Rapperswil erworben. Heiratsbeziehungen bestanden zu den Frh. von Wädenswil, Affoltern, Rüssegg sowie u.a. zu den Ritteradligen von Heidegg, von Reinach, von Hertenstein, von Büttikon, von Hallwyl, von Glarus und Mülner. Insgesamt sind sechs Linien bekannt.

Mitte des 13. Jh. begründete eine Herrschaftsteilung die beiden Hauptlinien zu Arth und auf St. Andreas. 1309 erfolgte die weitgehende Herrschaftsteilung zwischen den Brüdern Peter II., Gottfried III. und Hartmann II. Die Hauptlinie auf St. Andreas lässt sich kurz nach 1400 nicht mehr nachweisen. Die Linie auf der Wildenburg verzweigte sich in Nebenlinien in Baar und in Schaffhausen (mit Götz, ->) und verliert sich im 15. Jh. Der lehensherrl. Dienst für die Gf. von Kyburg und Habsburg spielte für die Stellung der H. nur eine nebensächl. Rolle. Gottfried II. (erw. 1271-1309) war noch ein eindeutiger Parteigänger Habsburg-Österreichs, obschon er bereits Beziehungen zur Stadt Zürich pflegte. Ab Mitte des 14. Jh. lavierte die Fam. aufgrund der geogr. Lage ihres Besitzes zwischen Habsburg und den Eidgenossen, ohne dass sich ein Zweig eindeutig einer Partei zuschreiben lässt. Zwölf der in jenem Zeitraum bekannten männl. H. verburgrechteten sich in den 1360er und 70er Jahren in Zürich. Polit. Kapital liess sich aus dieser numer. Vormachtsstellung innerhalb des Zürcher Ritteradels trotzdem nicht schlagen. Peter III. war 1352, Gottfried IV. 1355 Ratsmitglied, sein Sohn Hartmann V. bekleidete 1383-95 das Schultheissenamt. Nach einem steilen wirtschaftl. und sozialen Aufstieg im 13. Jh. waren die H. noch um 1300-30 das bedeutendste Ritteradelsgeschlecht der Region. Ab 1350 nahm ihre Verschuldung zu. 1370 wurde die Herrschaft St. Andreas an Österreich verkauft. Bis zum Ende des 15. Jh. war der Besitz fast vollständig aufgelöst. 
von Hünenberg, Gottfried (I58218)
 
51156 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020259/2008-01-16/

von Hünenberg

Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen

Ritterl. Ministerialengeschlecht des 13. bis 15. Jh., 1173 erstmals bezeugt mit Walter I. Die Genealogie ist ab 1240 mit Walter II. über sieben bis acht Generationen relativ gesichert. Bekannt als Wohnsitze und Verwaltungsmittelpunkte sind die Burgen Hünenberg (Lehen der Frh. von Rüssegg), Wildenburg sowie St. Andreas (Lehen der Frh. von Wolhusen) und die Twingherrschaft Waldsberg mit der Kirche Luthern. Der Besitz an Eigen und Lehen sowie an Rechten im Raum zwischen Limmat und Vierwaldstättersee mit Zentrum um den Zugersee war heterogen und unterschiedl. Herkunft. Kirchensatz und Hof zu Arth waren Lehen der Gf. von Kyburg, später der Habsburger. Weitere Güter besassen die H. von den Frh. von Ramstein und von Thierstein. Die Kirchenvogtei in Wädenswil und Richterswil wurde Ende des 13. Jh. von den Frh. von Wädenswil, die Herrschaft Merenschwanden 1293 von den Gf. von Rapperswil erworben. Heiratsbeziehungen bestanden zu den Frh. von Wädenswil, Affoltern, Rüssegg sowie u.a. zu den Ritteradligen von Heidegg, von Reinach, von Hertenstein, von Büttikon, von Hallwyl, von Glarus und Mülner. Insgesamt sind sechs Linien bekannt.

Mitte des 13. Jh. begründete eine Herrschaftsteilung die beiden Hauptlinien zu Arth und auf St. Andreas. 1309 erfolgte die weitgehende Herrschaftsteilung zwischen den Brüdern Peter II., Gottfried III. und Hartmann II. Die Hauptlinie auf St. Andreas lässt sich kurz nach 1400 nicht mehr nachweisen. Die Linie auf der Wildenburg verzweigte sich in Nebenlinien in Baar und in Schaffhausen (mit Götz, ->) und verliert sich im 15. Jh. Der lehensherrl. Dienst für die Gf. von Kyburg und Habsburg spielte für die Stellung der H. nur eine nebensächl. Rolle. Gottfried II. (erw. 1271-1309) war noch ein eindeutiger Parteigänger Habsburg-Österreichs, obschon er bereits Beziehungen zur Stadt Zürich pflegte. Ab Mitte des 14. Jh. lavierte die Fam. aufgrund der geogr. Lage ihres Besitzes zwischen Habsburg und den Eidgenossen, ohne dass sich ein Zweig eindeutig einer Partei zuschreiben lässt. Zwölf der in jenem Zeitraum bekannten männl. H. verburgrechteten sich in den 1360er und 70er Jahren in Zürich. Polit. Kapital liess sich aus dieser numer. Vormachtsstellung innerhalb des Zürcher Ritteradels trotzdem nicht schlagen. Peter III. war 1352, Gottfried IV. 1355 Ratsmitglied, sein Sohn Hartmann V. bekleidete 1383-95 das Schultheissenamt. Nach einem steilen wirtschaftl. und sozialen Aufstieg im 13. Jh. waren die H. noch um 1300-30 das bedeutendste Ritteradelsgeschlecht der Region. Ab 1350 nahm ihre Verschuldung zu. 1370 wurde die Herrschaft St. Andreas an Österreich verkauft. Bis zum Ende des 15. Jh. war der Besitz fast vollständig aufgelöst. 
von Hünenberg, Hartmann (I58220)
 
51157 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020259/2008-01-16/

von Hünenberg

Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen

Ritterl. Ministerialengeschlecht des 13. bis 15. Jh., 1173 erstmals bezeugt mit Walter I. Die Genealogie ist ab 1240 mit Walter II. über sieben bis acht Generationen relativ gesichert. Bekannt als Wohnsitze und Verwaltungsmittelpunkte sind die Burgen Hünenberg (Lehen der Frh. von Rüssegg), Wildenburg sowie St. Andreas (Lehen der Frh. von Wolhusen) und die Twingherrschaft Waldsberg mit der Kirche Luthern. Der Besitz an Eigen und Lehen sowie an Rechten im Raum zwischen Limmat und Vierwaldstättersee mit Zentrum um den Zugersee war heterogen und unterschiedl. Herkunft. Kirchensatz und Hof zu Arth waren Lehen der Gf. von Kyburg, später der Habsburger. Weitere Güter besassen die H. von den Frh. von Ramstein und von Thierstein. Die Kirchenvogtei in Wädenswil und Richterswil wurde Ende des 13. Jh. von den Frh. von Wädenswil, die Herrschaft Merenschwanden 1293 von den Gf. von Rapperswil erworben. Heiratsbeziehungen bestanden zu den Frh. von Wädenswil, Affoltern, Rüssegg sowie u.a. zu den Ritteradligen von Heidegg, von Reinach, von Hertenstein, von Büttikon, von Hallwyl, von Glarus und Mülner. Insgesamt sind sechs Linien bekannt.

Mitte des 13. Jh. begründete eine Herrschaftsteilung die beiden Hauptlinien zu Arth und auf St. Andreas. 1309 erfolgte die weitgehende Herrschaftsteilung zwischen den Brüdern Peter II., Gottfried III. und Hartmann II. Die Hauptlinie auf St. Andreas lässt sich kurz nach 1400 nicht mehr nachweisen. Die Linie auf der Wildenburg verzweigte sich in Nebenlinien in Baar und in Schaffhausen (mit Götz, ->) und verliert sich im 15. Jh. Der lehensherrl. Dienst für die Gf. von Kyburg und Habsburg spielte für die Stellung der H. nur eine nebensächl. Rolle. Gottfried II. (erw. 1271-1309) war noch ein eindeutiger Parteigänger Habsburg-Österreichs, obschon er bereits Beziehungen zur Stadt Zürich pflegte. Ab Mitte des 14. Jh. lavierte die Fam. aufgrund der geogr. Lage ihres Besitzes zwischen Habsburg und den Eidgenossen, ohne dass sich ein Zweig eindeutig einer Partei zuschreiben lässt. Zwölf der in jenem Zeitraum bekannten männl. H. verburgrechteten sich in den 1360er und 70er Jahren in Zürich. Polit. Kapital liess sich aus dieser numer. Vormachtsstellung innerhalb des Zürcher Ritteradels trotzdem nicht schlagen. Peter III. war 1352, Gottfried IV. 1355 Ratsmitglied, sein Sohn Hartmann V. bekleidete 1383-95 das Schultheissenamt. Nach einem steilen wirtschaftl. und sozialen Aufstieg im 13. Jh. waren die H. noch um 1300-30 das bedeutendste Ritteradelsgeschlecht der Region. Ab 1350 nahm ihre Verschuldung zu. 1370 wurde die Herrschaft St. Andreas an Österreich verkauft. Bis zum Ende des 15. Jh. war der Besitz fast vollständig aufgelöst. 
von Hünenberg, Elisabeth (I58217)
 
51158 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020259/2021-03-23/

von Hünenberg

Ritterliches Ministerialengeschlecht des 13. bis 15. Jahrhunderts, 1173 erstmals bezeugt mit Walter I. Die Genealogie ist ab 1240 mit Walter II. über sieben bis acht Generationen relativ gesichert. Bekannt als Wohnsitze und Verwaltungsmittelpunkte sind die Burgen Hünenberg (Lehen der Freiherren von Rüssegg), Wildenburg sowie St. Andreas in Cham (Lehen der Freiherren von Wolhusen) und die Twingherrschaft Waldsberg mit der Kirche Luthern. Der Besitz an Eigen und Lehen sowie an Rechten im Raum zwischen Limmat und Vierwaldstättersee mit Zentrum um den Zugersee war heterogen und unterschiedlicher Herkunft. Kirchensatz und Hof zu Arth waren Lehen der Grafen von Kyburg, später der Habsburger. Weitere Güter besassen die Hünenberger von den Freiherren von Ramstein und den Grafen von Thierstein. Die Kirchenvogtei in Wädenswil und Richterswil wurde Ende des 13. Jahrhunderts von den Freiherren von Wädenswil, die Herrschaft Merenschwand 1293 von den Grafen von Rapperswil erworben. Heiratsbeziehungen bestanden zu den Freiherren von Wädenswil, von Affoltern, von Rüssegg sowie unter anderem zu den Ritteradligen von Heidegg, von Reinach, von Hertenstein, von Büttikon, von Hallwyl, von Glarus und Mülner. Insgesamt sind sechs Linien bekannt.

Mitte des 13. Jahrhunderts begründete eine Herrschaftsteilung die beiden Hauptlinien zu Arth und auf St. Andreas. 1309 erfolgte die weitgehende Herrschaftsteilung zwischen den Brüdern Peter II., Gottfried III. und Hartmann II. Die Hauptlinie auf St. Andreas lässt sich kurz nach 1400 nicht mehr nachweisen. Die Linie auf der Wildenburg verzweigte sich in Nebenlinien in Baar und in Schaffhausen (mit Götz von Hünenberg) und verliert sich im 15. Jahrhundert. Der lehensherrliche Dienst für die Grafen von Kyburg und Habsburg spielte für die Stellung der Hünenberger nur eine nebensächliche Rolle. Gottfried II. (erwähnt 1271-1309) war noch ein eindeutiger Parteigänger Habsburg-Österreichs, obschon er bereits Beziehungen zur Stadt Zürich pflegte. Ab Mitte des 14. Jahrhunderts lavierte die Familie aufgrund der geografischen Lage ihres Besitzes zwischen Habsburg und den Eidgenossen, ohne dass sich ein Zweig eindeutig einer Partei zuschreiben lässt. Zwölf der in jenem Zeitraum bekannten männlichen Hünenberger verburgrechteten sich in den 1360er und 1370er Jahren in Zürich. Politisches Kapital liess sich aus dieser numerischen Vormachtstellung innerhalb des Zürcher Ritteradels trotzdem nicht schlagen. Peter III. war 1352, Gottfried IV. 1355 Ratsmitglied, sein Sohn Hartmann V. bekleidete 1383-1395 das Schultheissenamt. Nach einem steilen wirtschaftlichen und sozialen Aufstieg im 13. Jahrhundert waren die Hünenberger noch um 1300-1330 das bedeutendste Ritteradelsgeschlecht der Region. Ab 1350 nahm ihre Verschuldung zu. 1370 wurde die Herrschaft St. Andreas an Österreich verkauft. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts war der Besitz fast vollständig aufgelöst.

Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Hünenberg, Elisabeth (I11447)
 
51159 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020259/2021-03-23/

von Hünenberg

Ritterliches Ministerialengeschlecht des 13. bis 15. Jahrhunderts, 1173 erstmals bezeugt mit Walter I. Die Genealogie ist ab 1240 mit Walter II. über sieben bis acht Generationen relativ gesichert. Bekannt als Wohnsitze und Verwaltungsmittelpunkte sind die Burgen Hünenberg (Lehen der Freiherren von Rüssegg), Wildenburg sowie St. Andreas in Cham (Lehen der Freiherren von Wolhusen) und die Twingherrschaft Waldsberg mit der Kirche Luthern. Der Besitz an Eigen und Lehen sowie an Rechten im Raum zwischen Limmat und Vierwaldstättersee mit Zentrum um den Zugersee war heterogen und unterschiedlicher Herkunft. Kirchensatz und Hof zu Arth waren Lehen der Grafen von Kyburg, später der Habsburger. Weitere Güter besassen die Hünenberger von den Freiherren von Ramstein und den Grafen von Thierstein. Die Kirchenvogtei in Wädenswil und Richterswil wurde Ende des 13. Jahrhunderts von den Freiherren von Wädenswil, die Herrschaft Merenschwand 1293 von den Grafen von Rapperswil erworben. Heiratsbeziehungen bestanden zu den Freiherren von Wädenswil, von Affoltern, von Rüssegg sowie unter anderem zu den Ritteradligen von Heidegg, von Reinach, von Hertenstein, von Büttikon, von Hallwyl, von Glarus und Mülner. Insgesamt sind sechs Linien bekannt.

Mitte des 13. Jahrhunderts begründete eine Herrschaftsteilung die beiden Hauptlinien zu Arth und auf St. Andreas. 1309 erfolgte die weitgehende Herrschaftsteilung zwischen den Brüdern Peter II., Gottfried III. und Hartmann II. Die Hauptlinie auf St. Andreas lässt sich kurz nach 1400 nicht mehr nachweisen. Die Linie auf der Wildenburg verzweigte sich in Nebenlinien in Baar und in Schaffhausen (mit Götz von Hünenberg) und verliert sich im 15. Jahrhundert. Der lehensherrliche Dienst für die Grafen von Kyburg und Habsburg spielte für die Stellung der Hünenberger nur eine nebensächliche Rolle. Gottfried II. (erwähnt 1271-1309) war noch ein eindeutiger Parteigänger Habsburg-Österreichs, obschon er bereits Beziehungen zur Stadt Zürich pflegte. Ab Mitte des 14. Jahrhunderts lavierte die Familie aufgrund der geografischen Lage ihres Besitzes zwischen Habsburg und den Eidgenossen, ohne dass sich ein Zweig eindeutig einer Partei zuschreiben lässt. Zwölf der in jenem Zeitraum bekannten männlichen Hünenberger verburgrechteten sich in den 1360er und 1370er Jahren in Zürich. Politisches Kapital liess sich aus dieser numerischen Vormachtstellung innerhalb des Zürcher Ritteradels trotzdem nicht schlagen. Peter III. war 1352, Gottfried IV. 1355 Ratsmitglied, sein Sohn Hartmann V. bekleidete 1383-1395 das Schultheissenamt. Nach einem steilen wirtschaftlichen und sozialen Aufstieg im 13. Jahrhundert waren die Hünenberger noch um 1300-1330 das bedeutendste Ritteradelsgeschlecht der Region. Ab 1350 nahm ihre Verschuldung zu. 1370 wurde die Herrschaft St. Andreas an Österreich verkauft. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts war der Besitz fast vollständig aufgelöst.

Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Hünenberg, Katharina (I1849)
 
51160 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020259/2021-03-23/

von Hünenberg

Ritterliches Ministerialengeschlecht des 13. bis 15. Jahrhunderts, 1173 erstmals bezeugt mit Walter I. Die Genealogie ist ab 1240 mit Walter II. über sieben bis acht Generationen relativ gesichert. Bekannt als Wohnsitze und Verwaltungsmittelpunkte sind die Burgen Hünenberg (Lehen der Freiherren von Rüssegg), Wildenburg sowie St. Andreas in Cham (Lehen der Freiherren von Wolhusen) und die Twingherrschaft Waldsberg mit der Kirche Luthern. Der Besitz an Eigen und Lehen sowie an Rechten im Raum zwischen Limmat und Vierwaldstättersee mit Zentrum um den Zugersee war heterogen und unterschiedlicher Herkunft. Kirchensatz und Hof zu Arth waren Lehen der Grafen von Kyburg, später der Habsburger. Weitere Güter besassen die Hünenberger von den Freiherren von Ramstein und den Grafen von Thierstein. Die Kirchenvogtei in Wädenswil und Richterswil wurde Ende des 13. Jahrhunderts von den Freiherren von Wädenswil, die Herrschaft Merenschwand 1293 von den Grafen von Rapperswil erworben. Heiratsbeziehungen bestanden zu den Freiherren von Wädenswil, von Affoltern, von Rüssegg sowie unter anderem zu den Ritteradligen von Heidegg, von Reinach, von Hertenstein, von Büttikon, von Hallwyl, von Glarus und Mülner. Insgesamt sind sechs Linien bekannt.

Mitte des 13. Jahrhunderts begründete eine Herrschaftsteilung die beiden Hauptlinien zu Arth und auf St. Andreas. 1309 erfolgte die weitgehende Herrschaftsteilung zwischen den Brüdern Peter II., Gottfried III. und Hartmann II. Die Hauptlinie auf St. Andreas lässt sich kurz nach 1400 nicht mehr nachweisen. Die Linie auf der Wildenburg verzweigte sich in Nebenlinien in Baar und in Schaffhausen (mit Götz von Hünenberg) und verliert sich im 15. Jahrhundert. Der lehensherrliche Dienst für die Grafen von Kyburg und Habsburg spielte für die Stellung der Hünenberger nur eine nebensächliche Rolle. Gottfried II. (erwähnt 1271-1309) war noch ein eindeutiger Parteigänger Habsburg-Österreichs, obschon er bereits Beziehungen zur Stadt Zürich pflegte. Ab Mitte des 14. Jahrhunderts lavierte die Familie aufgrund der geografischen Lage ihres Besitzes zwischen Habsburg und den Eidgenossen, ohne dass sich ein Zweig eindeutig einer Partei zuschreiben lässt. Zwölf der in jenem Zeitraum bekannten männlichen Hünenberger verburgrechteten sich in den 1360er und 1370er Jahren in Zürich. Politisches Kapital liess sich aus dieser numerischen Vormachtstellung innerhalb des Zürcher Ritteradels trotzdem nicht schlagen. Peter III. war 1352, Gottfried IV. 1355 Ratsmitglied, sein Sohn Hartmann V. bekleidete 1383-1395 das Schultheissenamt. Nach einem steilen wirtschaftlichen und sozialen Aufstieg im 13. Jahrhundert waren die Hünenberger noch um 1300-1330 das bedeutendste Ritteradelsgeschlecht der Region. Ab 1350 nahm ihre Verschuldung zu. 1370 wurde die Herrschaft St. Andreas an Österreich verkauft. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts war der Besitz fast vollständig aufgelöst.

Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen

 
von Hünenberg, Peter (I4530)
 
51161 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020259/2021-03-23/

von Hünenberg

Ritterliches Ministerialengeschlecht des 13. bis 15. Jahrhunderts, 1173 erstmals bezeugt mit Walter I. Die Genealogie ist ab 1240 mit Walter II. über sieben bis acht Generationen relativ gesichert. Bekannt als Wohnsitze und Verwaltungsmittelpunkte sind die Burgen Hünenberg (Lehen der Freiherren von Rüssegg), Wildenburg sowie St. Andreas in Cham (Lehen der Freiherren von Wolhusen) und die Twingherrschaft Waldsberg mit der Kirche Luthern. Der Besitz an Eigen und Lehen sowie an Rechten im Raum zwischen Limmat und Vierwaldstättersee mit Zentrum um den Zugersee war heterogen und unterschiedlicher Herkunft. Kirchensatz und Hof zu Arth waren Lehen der Grafen von Kyburg, später der Habsburger. Weitere Güter besassen die Hünenberger von den Freiherren von Ramstein und den Grafen von Thierstein. Die Kirchenvogtei in Wädenswil und Richterswil wurde Ende des 13. Jahrhunderts von den Freiherren von Wädenswil, die Herrschaft Merenschwand 1293 von den Grafen von Rapperswil erworben. Heiratsbeziehungen bestanden zu den Freiherren von Wädenswil, von Affoltern, von Rüssegg sowie unter anderem zu den Ritteradligen von Heidegg, von Reinach, von Hertenstein, von Büttikon, von Hallwyl, von Glarus und Mülner. Insgesamt sind sechs Linien bekannt.

Mitte des 13. Jahrhunderts begründete eine Herrschaftsteilung die beiden Hauptlinien zu Arth und auf St. Andreas. 1309 erfolgte die weitgehende Herrschaftsteilung zwischen den Brüdern Peter II., Gottfried III. und Hartmann II. Die Hauptlinie auf St. Andreas lässt sich kurz nach 1400 nicht mehr nachweisen. Die Linie auf der Wildenburg verzweigte sich in Nebenlinien in Baar und in Schaffhausen (mit Götz von Hünenberg) und verliert sich im 15. Jahrhundert. Der lehensherrliche Dienst für die Grafen von Kyburg und Habsburg spielte für die Stellung der Hünenberger nur eine nebensächliche Rolle. Gottfried II. (erwähnt 1271-1309) war noch ein eindeutiger Parteigänger Habsburg-Österreichs, obschon er bereits Beziehungen zur Stadt Zürich pflegte. Ab Mitte des 14. Jahrhunderts lavierte die Familie aufgrund der geografischen Lage ihres Besitzes zwischen Habsburg und den Eidgenossen, ohne dass sich ein Zweig eindeutig einer Partei zuschreiben lässt. Zwölf der in jenem Zeitraum bekannten männlichen Hünenberger verburgrechteten sich in den 1360er und 1370er Jahren in Zürich. Politisches Kapital liess sich aus dieser numerischen Vormachtstellung innerhalb des Zürcher Ritteradels trotzdem nicht schlagen. Peter III. war 1352, Gottfried IV. 1355 Ratsmitglied, sein Sohn Hartmann V. bekleidete 1383-1395 das Schultheissenamt. Nach einem steilen wirtschaftlichen und sozialen Aufstieg im 13. Jahrhundert waren die Hünenberger noch um 1300-1330 das bedeutendste Ritteradelsgeschlecht der Region. Ab 1350 nahm ihre Verschuldung zu. 1370 wurde die Herrschaft St. Andreas an Österreich verkauft. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts war der Besitz fast vollständig aufgelöst.

Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Hünenberg (I59969)
 
51162 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020259/2021-03-23/

von Hünenberg

Ritterliches Ministerialengeschlecht des 13. bis 15. Jahrhunderts, 1173 erstmals bezeugt mit Walter I. Die Genealogie ist ab 1240 mit Walter II. über sieben bis acht Generationen relativ gesichert. Bekannt als Wohnsitze und Verwaltungsmittelpunkte sind die Burgen Hünenberg (Lehen der Freiherren von Rüssegg), Wildenburg sowie St. Andreas in Cham (Lehen der Freiherren von Wolhusen) und die Twingherrschaft Waldsberg mit der Kirche Luthern. Der Besitz an Eigen und Lehen sowie an Rechten im Raum zwischen Limmat und Vierwaldstättersee mit Zentrum um den Zugersee war heterogen und unterschiedlicher Herkunft. Kirchensatz und Hof zu Arth waren Lehen der Grafen von Kyburg, später der Habsburger. Weitere Güter besassen die Hünenberger von den Freiherren von Ramstein und den Grafen von Thierstein. Die Kirchenvogtei in Wädenswil und Richterswil wurde Ende des 13. Jahrhunderts von den Freiherren von Wädenswil, die Herrschaft Merenschwand 1293 von den Grafen von Rapperswil erworben. Heiratsbeziehungen bestanden zu den Freiherren von Wädenswil, von Affoltern, von Rüssegg sowie unter anderem zu den Ritteradligen von Heidegg, von Reinach, von Hertenstein, von Büttikon, von Hallwyl, von Glarus und Mülner. Insgesamt sind sechs Linien bekannt.

Mitte des 13. Jahrhunderts begründete eine Herrschaftsteilung die beiden Hauptlinien zu Arth und auf St. Andreas. 1309 erfolgte die weitgehende Herrschaftsteilung zwischen den Brüdern Peter II., Gottfried III. und Hartmann II. Die Hauptlinie auf St. Andreas lässt sich kurz nach 1400 nicht mehr nachweisen. Die Linie auf der Wildenburg verzweigte sich in Nebenlinien in Baar und in Schaffhausen (mit Götz von Hünenberg) und verliert sich im 15. Jahrhundert. Der lehensherrliche Dienst für die Grafen von Kyburg und Habsburg spielte für die Stellung der Hünenberger nur eine nebensächliche Rolle. Gottfried II. (erwähnt 1271-1309) war noch ein eindeutiger Parteigänger Habsburg-Österreichs, obschon er bereits Beziehungen zur Stadt Zürich pflegte. Ab Mitte des 14. Jahrhunderts lavierte die Familie aufgrund der geografischen Lage ihres Besitzes zwischen Habsburg und den Eidgenossen, ohne dass sich ein Zweig eindeutig einer Partei zuschreiben lässt. Zwölf der in jenem Zeitraum bekannten männlichen Hünenberger verburgrechteten sich in den 1360er und 1370er Jahren in Zürich. Politisches Kapital liess sich aus dieser numerischen Vormachtstellung innerhalb des Zürcher Ritteradels trotzdem nicht schlagen. Peter III. war 1352, Gottfried IV. 1355 Ratsmitglied, sein Sohn Hartmann V. bekleidete 1383-1395 das Schultheissenamt. Nach einem steilen wirtschaftlichen und sozialen Aufstieg im 13. Jahrhundert waren die Hünenberger noch um 1300-1330 das bedeutendste Ritteradelsgeschlecht der Region. Ab 1350 nahm ihre Verschuldung zu. 1370 wurde die Herrschaft St. Andreas an Österreich verkauft. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts war der Besitz fast vollständig aufgelöst.

Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Hünenberg, Hartmann (I480)
 
51163 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020261/2012-10-16/

von Hunwil

Vom 13. bis 15. Jahrhundert in Luzern, Obwalden und Aarau verbreitetes Ministerialengeschlecht, als dessen Stammsitz der Hof Hunwil bei Römerswil im Amt Hochdorf angesehen wird. 1236 verzichteten die Brüder Heinrich und Ulrich auf den Hof, den ihnen die Freiherren von Eschenbach bis dahin verpfändet hatten. Ihre verwandtschaftlichen Beziehungen zur Luzerner Ammännerfamilie Hunwil, die in der Frühgeschichte der Stadt Luzern eine bedeutende Rolle spielte, sind unsicher. Möglicherweise von Konrad an, der 1231 und 1234 belegt ist, waren die Hunwil erbliche Inhaber des herrschaftlichen Ammannamtes in der Stadt Luzern und standen damit bis um 1300 an der Spitze der Bürgerschaft. Der zum Ritter geschlagene Johann (erwähnt 1257-1261) und seine Nachkommen sind wohl murbachische Ministerialen. 1323 verkaufte Ritter Walter (erwähnt 1300-1328) das Ammannamt an Herzog Leopold von Österreich.

Die Obwaldner und die Aarauer Hunwil sind Abkömmlinge des Luzerner Geschlechts. In Obwalden sind die Hunwil erstmals 1304 belegt: Ritter Heinrich, ein Bruder von Ammann Walter, erscheint an der Spitze der Obwaldner Führungsgruppe. Er gilt als Erbauer der Burg Hunwil in Giswil. Heinrichs Söhne Peter und Heinrich, Peters Sohn Georg und sein Enkel Walter sowie Walters Schwiegervater Rudolf von Halten scheinen das Landammannamt über 50 Jahre lang innegehabt zu haben. Ihre verwandtschaftlichen Beziehungen reichten von Luzern über Nidwalden und Uri bis ins Berner Oberland. Unter Georg erreichten die Hunwil in Obwalden den Höhepunkt ihrer Macht. 1381 endeten der Ringgenberger Handel sowie Alpstreitigkeiten mit dem Entlebuch mit zwei Schiedsgerichtsurteilen. Daraufhin erklärte am 13. Februar 1382 eine gemeinsame Landsgemeinde von Ob- und Nidwalden die Familie Hunwil und ihre Verwandten Walter von Tottikon und Johann von Waltersberg für immer aller Landesämter unfähig. Die viehbäuerliche Fraktion der Führungsgruppe verdrängte damit ihre ministerialadligen Konkurrenten von der politischen Macht. Die Hunwil verliessen Obwalden und verbürgerten sich in Luzern, wo Walter erneut politische Ämter innehatte. Die Töchter Walters, Paula und Gertrud, heirateten in die Führungsschicht der Städte Bern und Zürich ein. 1474 starb das Geschlecht mit Walters Sohn, Schultheiss Heinrich aus.

Ein weiterer Zweig der Familie Hunwil lebte im 14. Jahrhundert in Aarau. Um 1324 zog Johann, noch 1337 und 1340 mit Güterbesitz bzw. 1341 als Zeuge in Luzern belegt, nach Aarau, wo er 1340 und 1343 (Edelknecht) als Zeuge auftrat und bis mindestens 1367 lebte. Seine Söhne Johann, Walter und Heinrich sind ab 1367 als Bürger zu Aarau belegt. Nach 1414 scheint mit Edelknecht Walter die männliche Linie dieses Zweiges zu enden.

Version vom: 16.10.2012
Autorin/Autor: Roland Sigrist 
von Hunwil, Heinrich (I12344)
 
51164 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020261/2012-10-16/

von Hunwil

Vom 13. bis 15. Jahrhundert in Luzern, Obwalden und Aarau verbreitetes Ministerialengeschlecht, als dessen Stammsitz der Hof Hunwil bei Römerswil im Amt Hochdorf angesehen wird. 1236 verzichteten die Brüder Heinrich und Ulrich auf den Hof, den ihnen die Freiherren von Eschenbach bis dahin verpfändet hatten. Ihre verwandtschaftlichen Beziehungen zur Luzerner Ammännerfamilie Hunwil, die in der Frühgeschichte der Stadt Luzern eine bedeutende Rolle spielte, sind unsicher. Möglicherweise von Konrad an, der 1231 und 1234 belegt ist, waren die Hunwil erbliche Inhaber des herrschaftlichen Ammannamtes in der Stadt Luzern und standen damit bis um 1300 an der Spitze der Bürgerschaft. Der zum Ritter geschlagene Johann (erwähnt 1257-1261) und seine Nachkommen sind wohl murbachische Ministerialen. 1323 verkaufte Ritter Walter (erwähnt 1300-1328) das Ammannamt an Herzog Leopold von Österreich.

Die Obwaldner und die Aarauer Hunwil sind Abkömmlinge des Luzerner Geschlechts. In Obwalden sind die Hunwil erstmals 1304 belegt: Ritter Heinrich, ein Bruder von Ammann Walter, erscheint an der Spitze der Obwaldner Führungsgruppe. Er gilt als Erbauer der Burg Hunwil in Giswil. Heinrichs Söhne Peter und Heinrich, Peters Sohn Georg und sein Enkel Walter sowie Walters Schwiegervater Rudolf von Halten scheinen das Landammannamt über 50 Jahre lang innegehabt zu haben. Ihre verwandtschaftlichen Beziehungen reichten von Luzern über Nidwalden und Uri bis ins Berner Oberland. Unter Georg erreichten die Hunwil in Obwalden den Höhepunkt ihrer Macht. 1381 endeten der Ringgenberger Handel sowie Alpstreitigkeiten mit dem Entlebuch mit zwei Schiedsgerichtsurteilen. Daraufhin erklärte am 13. Februar 1382 eine gemeinsame Landsgemeinde von Ob- und Nidwalden die Familie Hunwil und ihre Verwandten Walter von Tottikon und Johann von Waltersberg für immer aller Landesämter unfähig. Die viehbäuerliche Fraktion der Führungsgruppe verdrängte damit ihre ministerialadligen Konkurrenten von der politischen Macht. Die Hunwil verliessen Obwalden und verbürgerten sich in Luzern, wo Walter erneut politische Ämter innehatte. Die Töchter Walters, Paula und Gertrud, heirateten in die Führungsschicht der Städte Bern und Zürich ein. 1474 starb das Geschlecht mit Walters Sohn, Schultheiss Heinrich aus.

Ein weiterer Zweig der Familie Hunwil lebte im 14. Jahrhundert in Aarau. Um 1324 zog Johann, noch 1337 und 1340 mit Güterbesitz bzw. 1341 als Zeuge in Luzern belegt, nach Aarau, wo er 1340 und 1343 (Edelknecht) als Zeuge auftrat und bis mindestens 1367 lebte. Seine Söhne Johann, Walter und Heinrich sind ab 1367 als Bürger zu Aarau belegt. Nach 1414 scheint mit Edelknecht Walter die männliche Linie dieses Zweiges zu enden.

Version vom: 16.10.2012
Autorin/Autor: Roland Sigrist 
von Hunwil, Georg (I56807)
 
51165 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020261/2012-10-16/

vonHunwil

Vom 13. bis 15. Jahrhundert in Luzern, Obwalden und Aarau verbreitetes Ministerialengeschlecht, als dessen Stammsitz der Hof Hunwil bei Römerswil im Amt Hochdorf angesehen wird. 1236 verzichteten die Brüder Heinrich und Ulrich auf den Hof, den ihnen die Freiherren von Eschenbach bis dahin verpfändet hatten. Ihre verwandtschaftlichen Beziehungen zur Luzerner Ammännerfamilie Hunwil, die in der Frühgeschichte der Stadt Luzern eine bedeutende Rolle spielte, sind unsicher. Möglicherweise von Konrad an, der 1231 und 1234 belegt ist, waren die Hunwil erbliche Inhaber des herrschaftlichen Ammannamtes in der Stadt Luzern und standen damit bis um 1300 an der Spitze der Bürgerschaft. Der zum Ritter geschlagene Johann (erwähnt 1257-1261) und seine Nachkommen sind wohl murbachische Ministerialen. 1323 verkaufte Ritter Walter (erwähnt 1300-1328) das Ammannamt an Herzog Leopold von Österreich.

Die Obwaldner und die Aarauer Hunwil sind Abkömmlinge des Luzerner Geschlechts. In Obwalden sind die Hunwil erstmals 1304 belegt: Ritter Heinrich, ein Bruder von Ammann Walter, erscheint an der Spitze der Obwaldner Führungsgruppe. Er gilt als Erbauer der Burg Hunwil in Giswil. Heinrichs Söhne Peter (->) und Heinrich (->), Peters Sohn Georg (->) und sein Enkel Walter (->) sowie Walters Schwiegervater Rudolf von Halten scheinen das Landammannamt über 50 Jahre lang innegehabt zu haben. Ihre verwandtschaftlichen Beziehungen reichten von Luzern über Nidwalden und Uri bis ins Berner Oberland. Unter Georg erreichten die Hunwil in Obwalden den Höhepunkt ihrer Macht. 1381 endeten der Ringgenberger Handel sowie Alpstreitigkeiten mit dem Entlebuch mit zwei Schiedsgerichtsurteilen. Daraufhin erklärte am 13. Februar 1382 eine gemeinsame Landsgemeinde von Ob- und Nidwalden die Familie Hunwil und ihre Verwandten Walter von Tottikon und Johann von Waltersberg für immer aller Landesämter unfähig. Die viehbäuerliche Fraktion der Führungsgruppe verdrängte damit ihre ministerialadligen Konkurrenten von der politischen Macht. Die Hunwil verliessen Obwalden und verbürgerten sich in Luzern, wo Walter erneut politische Ämter innehatte. Die Töchter Walters, Paula und Gertrud, heirateten in die Führungsschicht der Städte Bern und Zürich ein. 1474 starb das Geschlecht mit Walters Sohn, Schultheiss Heinrich (->), aus.

Ein weiterer Zweig der Familie Hunwil lebte im 14. Jahrhundert in Aarau. Um 1324 zog Johann, noch 1337 und 1340 mit Güterbesitz bzw. 1341 als Zeuge in Luzern belegt, nach Aarau, wo er 1340 und 1343 (Edelknecht) als Zeuge auftrat und bis mindestens 1367 lebte. Seine Söhne Johann, Walter und Heinrich sind ab 1367 als Bürger zu Aarau belegt. Nach 1414 scheint mit Edelknecht Walter die männliche Linie dieses Zweiges zu enden.

Version vom: 16.10.2012
Autorin/Autor: Roland Sigrist 
von Hunwil, Margaretha (I12308)
 
51166 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020261/2012-10-16/

vonHunwil

Vom 13. bis 15. Jahrhundert in Luzern, Obwalden und Aarau verbreitetes Ministerialengeschlecht, als dessen Stammsitz der Hof Hunwil bei Römerswil im Amt Hochdorf angesehen wird. 1236 verzichteten die Brüder Heinrich und Ulrich auf den Hof, den ihnen die Freiherren von Eschenbach bis dahin verpfändet hatten. Ihre verwandtschaftlichen Beziehungen zur Luzerner Ammännerfamilie Hunwil, die in der Frühgeschichte der Stadt Luzern eine bedeutende Rolle spielte, sind unsicher. Möglicherweise von Konrad an, der 1231 und 1234 belegt ist, waren die Hunwil erbliche Inhaber des herrschaftlichen Ammannamtes in der Stadt Luzern und standen damit bis um 1300 an der Spitze der Bürgerschaft. Der zum Ritter geschlagene Johann (erwähnt 1257-1261) und seine Nachkommen sind wohl murbachische Ministerialen. 1323 verkaufte Ritter Walter (erwähnt 1300-1328) das Ammannamt an Herzog Leopold von Österreich.

Die Obwaldner und die Aarauer Hunwil sind Abkömmlinge des Luzerner Geschlechts. In Obwalden sind die Hunwil erstmals 1304 belegt: Ritter Heinrich, ein Bruder von Ammann Walter, erscheint an der Spitze der Obwaldner Führungsgruppe. Er gilt als Erbauer der Burg Hunwil in Giswil. Heinrichs Söhne Peter (->) und Heinrich (->), Peters Sohn Georg (->) und sein Enkel Walter (->) sowie Walters Schwiegervater Rudolf von Halten scheinen das Landammannamt über 50 Jahre lang innegehabt zu haben. Ihre verwandtschaftlichen Beziehungen reichten von Luzern über Nidwalden und Uri bis ins Berner Oberland. Unter Georg erreichten die Hunwil in Obwalden den Höhepunkt ihrer Macht. 1381 endeten der Ringgenberger Handel sowie Alpstreitigkeiten mit dem Entlebuch mit zwei Schiedsgerichtsurteilen. Daraufhin erklärte am 13. Februar 1382 eine gemeinsame Landsgemeinde von Ob- und Nidwalden die Familie Hunwil und ihre Verwandten Walter von Tottikon und Johann von Waltersberg für immer aller Landesämter unfähig. Die viehbäuerliche Fraktion der Führungsgruppe verdrängte damit ihre ministerialadligen Konkurrenten von der politischen Macht. Die Hunwil verliessen Obwalden und verbürgerten sich in Luzern, wo Walter erneut politische Ämter innehatte. Die Töchter Walters, Paula und Gertrud, heirateten in die Führungsschicht der Städte Bern und Zürich ein. 1474 starb das Geschlecht mit Walters Sohn, Schultheiss Heinrich (->), aus.

Ein weiterer Zweig der Familie Hunwil lebte im 14. Jahrhundert in Aarau. Um 1324 zog Johann, noch 1337 und 1340 mit Güterbesitz bzw. 1341 als Zeuge in Luzern belegt, nach Aarau, wo er 1340 und 1343 (Edelknecht) als Zeuge auftrat und bis mindestens 1367 lebte. Seine Söhne Johann, Walter und Heinrich sind ab 1367 als Bürger zu Aarau belegt. Nach 1414 scheint mit Edelknecht Walter die männliche Linie dieses Zweiges zu enden.

Version vom: 16.10.2012
Autorin/Autor: Roland Sigrist 
von Hunwil, Ritter Heinrich (I12343)
 
51167 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020261/2012-10-16/

vonHunwil

Vom 13. bis 15. Jahrhundert in Luzern, Obwalden und Aarau verbreitetes Ministerialengeschlecht, als dessen Stammsitz der Hof Hunwil bei Römerswil im Amt Hochdorf angesehen wird. 1236 verzichteten die Brüder Heinrich und Ulrich auf den Hof, den ihnen die Freiherren von Eschenbach bis dahin verpfändet hatten. Ihre verwandtschaftlichen Beziehungen zur Luzerner Ammännerfamilie Hunwil, die in der Frühgeschichte der Stadt Luzern eine bedeutende Rolle spielte, sind unsicher. Möglicherweise von Konrad an, der 1231 und 1234 belegt ist, waren die Hunwil erbliche Inhaber des herrschaftlichen Ammannamtes in der Stadt Luzern und standen damit bis um 1300 an der Spitze der Bürgerschaft. Der zum Ritter geschlagene Johann (erwähnt 1257-1261) und seine Nachkommen sind wohl murbachische Ministerialen. 1323 verkaufte Ritter Walter (erwähnt 1300-1328) das Ammannamt an Herzog Leopold von Österreich.

Die Obwaldner und die Aarauer Hunwil sind Abkömmlinge des Luzerner Geschlechts. In Obwalden sind die Hunwil erstmals 1304 belegt: Ritter Heinrich, ein Bruder von Ammann Walter, erscheint an der Spitze der Obwaldner Führungsgruppe. Er gilt als Erbauer der Burg Hunwil in Giswil. Heinrichs Söhne Peter (->) und Heinrich (->), Peters Sohn Georg (->) und sein Enkel Walter (->) sowie Walters Schwiegervater Rudolf von Halten scheinen das Landammannamt über 50 Jahre lang innegehabt zu haben. Ihre verwandtschaftlichen Beziehungen reichten von Luzern über Nidwalden und Uri bis ins Berner Oberland. Unter Georg erreichten die Hunwil in Obwalden den Höhepunkt ihrer Macht. 1381 endeten der Ringgenberger Handel sowie Alpstreitigkeiten mit dem Entlebuch mit zwei Schiedsgerichtsurteilen. Daraufhin erklärte am 13. Februar 1382 eine gemeinsame Landsgemeinde von Ob- und Nidwalden die Familie Hunwil und ihre Verwandten Walter von Tottikon und Johann von Waltersberg für immer aller Landesämter unfähig. Die viehbäuerliche Fraktion der Führungsgruppe verdrängte damit ihre ministerialadligen Konkurrenten von der politischen Macht. Die Hunwil verliessen Obwalden und verbürgerten sich in Luzern, wo Walter erneut politische Ämter innehatte. Die Töchter Walters, Paula und Gertrud, heirateten in die Führungsschicht der Städte Bern und Zürich ein. 1474 starb das Geschlecht mit Walters Sohn, Schultheiss Heinrich (->), aus.

Ein weiterer Zweig der Familie Hunwil lebte im 14. Jahrhundert in Aarau. Um 1324 zog Johann, noch 1337 und 1340 mit Güterbesitz bzw. 1341 als Zeuge in Luzern belegt, nach Aarau, wo er 1340 und 1343 (Edelknecht) als Zeuge auftrat und bis mindestens 1367 lebte. Seine Söhne Johann, Walter und Heinrich sind ab 1367 als Bürger zu Aarau belegt. Nach 1414 scheint mit Edelknecht Walter die männliche Linie dieses Zweiges zu enden.

Version vom: 16.10.2012
Autorin/Autor: Roland Sigrist 
von Hunwil, Ritter Johannes (I56805)
 
51168 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020261/2012-10-16/

vonHunwil

Vom 13. bis 15. Jahrhundert in Luzern, Obwalden und Aarau verbreitetes Ministerialengeschlecht, als dessen Stammsitz der Hof Hunwil bei Römerswil im Amt Hochdorf angesehen wird. 1236 verzichteten die Brüder Heinrich und Ulrich auf den Hof, den ihnen die Freiherren von Eschenbach bis dahin verpfändet hatten. Ihre verwandtschaftlichen Beziehungen zur Luzerner Ammännerfamilie Hunwil, die in der Frühgeschichte der Stadt Luzern eine bedeutende Rolle spielte, sind unsicher. Möglicherweise von Konrad an, der 1231 und 1234 belegt ist, waren die Hunwil erbliche Inhaber des herrschaftlichen Ammannamtes in der Stadt Luzern und standen damit bis um 1300 an der Spitze der Bürgerschaft. Der zum Ritter geschlagene Johann (erwähnt 1257-1261) und seine Nachkommen sind wohl murbachische Ministerialen. 1323 verkaufte Ritter Walter (erwähnt 1300-1328) das Ammannamt an Herzog Leopold von Österreich.

Die Obwaldner und die Aarauer Hunwil sind Abkömmlinge des Luzerner Geschlechts. In Obwalden sind die Hunwil erstmals 1304 belegt: Ritter Heinrich, ein Bruder von Ammann Walter, erscheint an der Spitze der Obwaldner Führungsgruppe. Er gilt als Erbauer der Burg Hunwil in Giswil. Heinrichs Söhne Peter (->) und Heinrich (->), Peters Sohn Georg (->) und sein Enkel Walter (->) sowie Walters Schwiegervater Rudolf von Halten scheinen das Landammannamt über 50 Jahre lang innegehabt zu haben. Ihre verwandtschaftlichen Beziehungen reichten von Luzern über Nidwalden und Uri bis ins Berner Oberland. Unter Georg erreichten die Hunwil in Obwalden den Höhepunkt ihrer Macht. 1381 endeten der Ringgenberger Handel sowie Alpstreitigkeiten mit dem Entlebuch mit zwei Schiedsgerichtsurteilen. Daraufhin erklärte am 13. Februar 1382 eine gemeinsame Landsgemeinde von Ob- und Nidwalden die Familie Hunwil und ihre Verwandten Walter von Tottikon und Johann von Waltersberg für immer aller Landesämter unfähig. Die viehbäuerliche Fraktion der Führungsgruppe verdrängte damit ihre ministerialadligen Konkurrenten von der politischen Macht. Die Hunwil verliessen Obwalden und verbürgerten sich in Luzern, wo Walter erneut politische Ämter innehatte. Die Töchter Walters, Paula und Gertrud, heirateten in die Führungsschicht der Städte Bern und Zürich ein. 1474 starb das Geschlecht mit Walters Sohn, Schultheiss Heinrich (->), aus.

Ein weiterer Zweig der Familie Hunwil lebte im 14. Jahrhundert in Aarau. Um 1324 zog Johann, noch 1337 und 1340 mit Güterbesitz bzw. 1341 als Zeuge in Luzern belegt, nach Aarau, wo er 1340 und 1343 (Edelknecht) als Zeuge auftrat und bis mindestens 1367 lebte. Seine Söhne Johann, Walter und Heinrich sind ab 1367 als Bürger zu Aarau belegt. Nach 1414 scheint mit Edelknecht Walter die männliche Linie dieses Zweiges zu enden.

Version vom: 16.10.2012
Autorin/Autor: Roland Sigrist 
von Hunwil, Walter (I56806)
 
51169 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020266/2009-11-03/

von Meggen

Ausgestorbenes regimentsfähiges Geschlecht der Stadt Luzern. Es erscheint erstmals 1275 mit Petrus im Gefolge der Frh. von Rothenburg. 1298 waren die von M. Kaufleute in Luzern. Zwei Hauptstämme sind in den Quellen fassbar, auf deren gemeinsame Abstammung nur der Namenszusatz "von M." hinweist.

Der erste, niederadlige Stamm sass ursprünglich in Rothenburg und war im 14. und 15. Jh. mit den Rittern von Littau, dem Zürcher Ratsgeschlecht Thyo, den Edelknechten von Hunwil und von Heidegg verschwägert. Die Angehörigen dieses Stammes zogen nach dem Sempacher Krieg von 1386 endgültig nach Luzern. Johannes (✝︎ 1390/91) heiratete in die aussterbende Fam. von Littau ein und erlangte deren Herrschaft Littau. Der letzte männl. Spross, Burkard, wurde vor 1466 Dominikaner und überliess die Herrschaftsrechte seinem Schwager, dem Basler Ratsherrn Ritter Bernhard Sürli, der sie 1481 der Stadt Luzern verkaufte. Mit Kleinrat Konrad (✝︎ 1503) starb auch die Nebenlinie aus.

Der zweite Stamm, bürgerl. Herkunft, geht auf Schultheiss Werner zurück und stieg vom Gerberhandwerk über den Fernhandel (Mailand, Venedig), den Kl. Rat und durch Heirat nach 1500 in den Adel auf. Er teilt sich in zwei Linien: Die erste begründete der ältere Sohn Heinrich (✝︎ 1461); von ihm stammten Kleinrat Hans (✝︎ 1460) und Schultheiss Petermann ab, auf den im Kl. Rat nacheinander die drei Söhne Johans (✝︎ 1497), Peter (✝︎ 1517) und schliesslich Schultheiss und Ritter Werner folgten. Werners Kinder waren der unehel. Leodegar (✝︎​vor 1581), Kleinrat, Gardehauptmann und Ritter Jost sowie als Letzte die Tochter Kunigunde (✝︎ 1564, Ehefrau von Ritter Albrecht Segesser von Brunegg). Leodegar pflanzte das Geschlecht fort. Die Linie erfuhr einen sozialen Abstieg und starb mit Maria Verena Pfyffer-von M. (1675-1716) aus. Der jüngere Sohn des Stammvaters Werner, der Kaufmann Klaus (✝︎ 1475), begründete die zweite bürgerl. Linie. Er verheiratete seine Söhne, die Fernkaufleute Eglolf (✝︎ 1466) und Schultheiss Werner mit Frauen aus Patrizier- und Kaufmannsfam. der Städte Konstanz und Schaffhausen. Des Letztgenannten Sohn, Schultheiss Niklaus (✝︎ 1564), der 1521 von Karl V. geadelt wurde, war der letzte Vertreter dieser Linie.

Version vom: 03.11.2009
Autorin/Autor: Fritz Glauser 
von Meggen, Cunegunde (I13384)
 
51170 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020266/2009-11-03/

von Meggen

Ausgestorbenes regimentsfähiges Geschlecht der Stadt Luzern. Es erscheint erstmals 1275 mit Petrus im Gefolge der Frh. von Rothenburg. 1298 waren die von M. Kaufleute in Luzern. Zwei Hauptstämme sind in den Quellen fassbar, auf deren gemeinsame Abstammung nur der Namenszusatz "von M." hinweist.

Der erste, niederadlige Stamm sass ursprünglich in Rothenburg und war im 14. und 15. Jh. mit den Rittern von Littau, dem Zürcher Ratsgeschlecht Thyo, den Edelknechten von Hunwil und von Heidegg verschwägert. Die Angehörigen dieses Stammes zogen nach dem Sempacher Krieg von 1386 endgültig nach Luzern. Johannes (✝︎ 1390/91) heiratete in die aussterbende Fam. von Littau ein und erlangte deren Herrschaft Littau. Der letzte männl. Spross, Burkard, wurde vor 1466 Dominikaner und überliess die Herrschaftsrechte seinem Schwager, dem Basler Ratsherrn Ritter Bernhard Sürli, der sie 1481 der Stadt Luzern verkaufte. Mit Kleinrat Konrad (✝︎ 1503) starb auch die Nebenlinie aus.

Der zweite Stamm, bürgerl. Herkunft, geht auf Schultheiss Werner zurück und stieg vom Gerberhandwerk über den Fernhandel (Mailand, Venedig), den Kl. Rat und durch Heirat nach 1500 in den Adel auf. Er teilt sich in zwei Linien: Die erste begründete der ältere Sohn Heinrich (✝︎ 1461); von ihm stammten Kleinrat Hans (✝︎ 1460) und Schultheiss Petermann ab, auf den im Kl. Rat nacheinander die drei Söhne Johans (✝︎ 1497), Peter (✝︎ 1517) und schliesslich Schultheiss und Ritter Werner folgten. Werners Kinder waren der unehel. Leodegar (✝︎​vor 1581), Kleinrat, Gardehauptmann und Ritter Jost sowie als Letzte die Tochter Kunigunde (✝︎ 1564, Ehefrau von Ritter Albrecht Segesser von Brunegg). Leodegar pflanzte das Geschlecht fort. Die Linie erfuhr einen sozialen Abstieg und starb mit Maria Verena Pfyffer-von M. (1675-1716) aus. Der jüngere Sohn des Stammvaters Werner, der Kaufmann Klaus (✝︎ 1475), begründete die zweite bürgerl. Linie. Er verheiratete seine Söhne, die Fernkaufleute Eglolf (✝︎ 1466) und Schultheiss Werner mit Frauen aus Patrizier- und Kaufmannsfam. der Städte Konstanz und Schaffhausen. Des Letztgenannten Sohn, Schultheiss Niklaus (✝︎ 1564), der 1521 von Karl V. geadelt wurde, war der letzte Vertreter dieser Linie.

Version vom: 03.11.2009
Autorin/Autor: Fritz Glauser 
von Meggen, Klara (I56404)
 
51171 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020266/2009-11-03/

von Meggen

Ausgestorbenes regimentsfähiges Geschlecht der Stadt Luzern. Es erscheint erstmals 1275 mit Petrus im Gefolge der Frh. von Rothenburg. 1298 waren die von M. Kaufleute in Luzern. Zwei Hauptstämme sind in den Quellen fassbar, auf deren gemeinsame Abstammung nur der Namenszusatz "von M." hinweist.

Der erste, niederadlige Stamm sass ursprünglich in Rothenburg und war im 14. und 15. Jh. mit den Rittern von Littau, dem Zürcher Ratsgeschlecht Thyo, den Edelknechten von Hunwil und von Heidegg verschwägert. Die Angehörigen dieses Stammes zogen nach dem Sempacher Krieg von 1386 endgültig nach Luzern. Johannes (✝︎ 1390/91) heiratete in die aussterbende Fam. von Littau ein und erlangte deren Herrschaft Littau. Der letzte männl. Spross, Burkard, wurde vor 1466 Dominikaner und überliess die Herrschaftsrechte seinem Schwager, dem Basler Ratsherrn Ritter Bernhard Sürli, der sie 1481 der Stadt Luzern verkaufte. Mit Kleinrat Konrad (✝︎ 1503) starb auch die Nebenlinie aus.

Der zweite Stamm, bürgerl. Herkunft, geht auf Schultheiss Werner zurück und stieg vom Gerberhandwerk über den Fernhandel (Mailand, Venedig), den Kl. Rat und durch Heirat nach 1500 in den Adel auf. Er teilt sich in zwei Linien: Die erste begründete der ältere Sohn Heinrich (✝︎ 1461); von ihm stammten Kleinrat Hans (✝︎ 1460) und Schultheiss Petermann ab, auf den im Kl. Rat nacheinander die drei Söhne Johans (✝︎ 1497), Peter (✝︎ 1517) und schliesslich Schultheiss und Ritter Werner folgten. Werners Kinder waren der unehel. Leodegar (✝︎​vor 1581), Kleinrat, Gardehauptmann und Ritter Jost sowie als Letzte die Tochter Kunigunde (✝︎ 1564, Ehefrau von Ritter Albrecht Segesser von Brunegg). Leodegar pflanzte das Geschlecht fort. Die Linie erfuhr einen sozialen Abstieg und starb mit Maria Verena Pfyffer-von M. (1675-1716) aus. Der jüngere Sohn des Stammvaters Werner, der Kaufmann Klaus (✝︎ 1475), begründete die zweite bürgerl. Linie. Er verheiratete seine Söhne, die Fernkaufleute Eglolf (✝︎ 1466) und Schultheiss Werner mit Frauen aus Patrizier- und Kaufmannsfam. der Städte Konstanz und Schaffhausen. Des Letztgenannten Sohn, Schultheiss Niklaus (✝︎ 1564), der 1521 von Karl V. geadelt wurde, war der letzte Vertreter dieser Linie.

Version vom: 03.11.2009
Autorin/Autor: Fritz Glauser 
von Meggen, Martha (I13330)
 
51172 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020266/2009-11-03/

von Meggen

Ausgestorbenes regimentsfähiges Geschlecht der Stadt Luzern. Es erscheint erstmals 1275 mit Petrus im Gefolge der Frh. von Rothenburg. 1298 waren die von M. Kaufleute in Luzern. Zwei Hauptstämme sind in den Quellen fassbar, auf deren gemeinsame Abstammung nur der Namenszusatz "von M." hinweist.

Der erste, niederadlige Stamm sass ursprünglich in Rothenburg und war im 14. und 15. Jh. mit den Rittern von Littau, dem Zürcher Ratsgeschlecht Thyo, den Edelknechten von Hunwil und von Heidegg verschwägert. Die Angehörigen dieses Stammes zogen nach dem Sempacher Krieg von 1386 endgültig nach Luzern. Johannes (✝︎ 1390/91) heiratete in die aussterbende Fam. von Littau ein und erlangte deren Herrschaft Littau. Der letzte männl. Spross, Burkard, wurde vor 1466 Dominikaner und überliess die Herrschaftsrechte seinem Schwager, dem Basler Ratsherrn Ritter Bernhard Sürli, der sie 1481 der Stadt Luzern verkaufte. Mit Kleinrat Konrad (✝︎ 1503) starb auch die Nebenlinie aus.

Der zweite Stamm, bürgerl. Herkunft, geht auf Schultheiss Werner zurück und stieg vom Gerberhandwerk über den Fernhandel (Mailand, Venedig), den Kl. Rat und durch Heirat nach 1500 in den Adel auf. Er teilt sich in zwei Linien: Die erste begründete der ältere Sohn Heinrich (✝︎ 1461); von ihm stammten Kleinrat Hans (✝︎ 1460) und Schultheiss Petermann ab, auf den im Kl. Rat nacheinander die drei Söhne Johans (✝︎ 1497), Peter (✝︎ 1517) und schliesslich Schultheiss und Ritter Werner folgten. Werners Kinder waren der unehel. Leodegar (✝︎​vor 1581), Kleinrat, Gardehauptmann und Ritter Jost sowie als Letzte die Tochter Kunigunde (✝︎ 1564, Ehefrau von Ritter Albrecht Segesser von Brunegg). Leodegar pflanzte das Geschlecht fort. Die Linie erfuhr einen sozialen Abstieg und starb mit Maria Verena Pfyffer-von M. (1675-1716) aus. Der jüngere Sohn des Stammvaters Werner, der Kaufmann Klaus (✝︎ 1475), begründete die zweite bürgerl. Linie. Er verheiratete seine Söhne, die Fernkaufleute Eglolf (✝︎ 1466) und Schultheiss Werner mit Frauen aus Patrizier- und Kaufmannsfam. der Städte Konstanz und Schaffhausen. Des Letztgenannten Sohn, Schultheiss Niklaus (✝︎ 1564), der 1521 von Karl V. geadelt wurde, war der letzte Vertreter dieser Linie.

Version vom: 03.11.2009
Autorin/Autor: Fritz Glauser 
von Meggen, Michael (I60116)
 
51173 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020266/2009-11-03/

von Meggen

Ausgestorbenes regimentsfähiges Geschlecht der Stadt Luzern. Es erscheint erstmals 1275 mit Petrus im Gefolge der Frh. von Rothenburg. 1298 waren die von M. Kaufleute in Luzern. Zwei Hauptstämme sind in den Quellen fassbar, auf deren gemeinsame Abstammung nur der Namenszusatz "von M." hinweist.

Der erste, niederadlige Stamm sass ursprünglich in Rothenburg und war im 14. und 15. Jh. mit den Rittern von Littau, dem Zürcher Ratsgeschlecht Thyo, den Edelknechten von Hunwil und von Heidegg verschwägert. Die Angehörigen dieses Stammes zogen nach dem Sempacher Krieg von 1386 endgültig nach Luzern. Johannes (✝︎ 1390/91) heiratete in die aussterbende Fam. von Littau ein und erlangte deren Herrschaft Littau. Der letzte männl. Spross, Burkard, wurde vor 1466 Dominikaner und überliess die Herrschaftsrechte seinem Schwager, dem Basler Ratsherrn Ritter Bernhard Sürli, der sie 1481 der Stadt Luzern verkaufte. Mit Kleinrat Konrad (✝︎ 1503) starb auch die Nebenlinie aus.

Der zweite Stamm, bürgerl. Herkunft, geht auf Schultheiss Werner zurück und stieg vom Gerberhandwerk über den Fernhandel (Mailand, Venedig), den Kl. Rat und durch Heirat nach 1500 in den Adel auf. Er teilt sich in zwei Linien: Die erste begründete der ältere Sohn Heinrich (✝︎ 1461); von ihm stammten Kleinrat Hans (✝︎ 1460) und Schultheiss Petermann ab, auf den im Kl. Rat nacheinander die drei Söhne Johans (✝︎ 1497), Peter (✝︎ 1517) und schliesslich Schultheiss und Ritter Werner folgten. Werners Kinder waren der unehel. Leodegar (✝︎​vor 1581), Kleinrat, Gardehauptmann und Ritter Jost sowie als Letzte die Tochter Kunigunde (✝︎ 1564, Ehefrau von Ritter Albrecht Segesser von Brunegg). Leodegar pflanzte das Geschlecht fort. Die Linie erfuhr einen sozialen Abstieg und starb mit Maria Verena Pfyffer-von M. (1675-1716) aus. Der jüngere Sohn des Stammvaters Werner, der Kaufmann Klaus (✝︎ 1475), begründete die zweite bürgerl. Linie. Er verheiratete seine Söhne, die Fernkaufleute Eglolf (✝︎ 1466) und Schultheiss Werner mit Frauen aus Patrizier- und Kaufmannsfam. der Städte Konstanz und Schaffhausen. Des Letztgenannten Sohn, Schultheiss Niklaus (✝︎ 1564), der 1521 von Karl V. geadelt wurde, war der letzte Vertreter dieser Linie.

Version vom: 03.11.2009
Autorin/Autor: Fritz Glauser 
von Meggen, Benedikta (I60783)
 
51174 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020287/2007-10-25/

Meyer von Knonau

Dienstadligen- und Zürcher Patriziergeschlecht, das 1240 mit Werner erstmals bezeugt ist. Im 13. Jh. waren die M. Meier der Abtei Schänis in Knonau, wo die Fam. auch über die Zehntrechte als Lehen des Klosters Luzern verfügte. In den frühen Heiratsverbindungen u.a. mit den Ritteradligen von Hohen Landenberg sowie jenen von Heidegg und Schwend manifestiert sich die Angleichung an den niederen Adel, wenn das Geschlecht auch formal nicht über das Ritterprädikat verfügte. In Zürich, wo sich die M. 1363 eingebürgert hatten, gehörten Vertreter der Fam. als Mitglieder der Konstaffel bis gegen Ende des 15. Jh. häufig dem Rat an und sassen im Stadtgericht. In denselben Gremien waren die M. wieder vom Beginn des 17. Jh. bis kurz vor das Ende des Ancien Régime vertreten, wenn auch weniger zahlreich als zuvor. Einige Mitglieder der Fam. erreichten wichtige polit. Positionen, so Johannes, Gerold (1454-1518), der wiederholt Reichsvogt von Zürich war, und Hans Heinrich (1552-1616), der 1597 Stadtschultheiss wurde. Ab dem Ende des 14. Jh. erwarben die M. als Private zahlreiche Vogteien auf der Zürcher Landschaft oder wurden als Land- und Obervögte der Stadt eingesetzt, wodurch sie sich als eines der wichtigsten junkerl. Gerichtsherrengeschlechter etablierten. Von 1432 bzw. 1435 bis zur Franz. Revolution hatten Mitglieder der Fam. die Limmattaler Gerichtsherrschaften Oetwil und Weiningen sowie die Vogtei über das Kloster Fahr inne. Nach 1800 bekleideten Vertreter der M. zahlreiche städt. und kant. Ämter. Als Letzter des Geschlechts starb 1931 Gerold.

Version vom: 25.10.2007
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen

 
Meyer von Knonau, Junker Johannes (I11293)
 
51175 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020287/2007-10-25/

Meyer von Knonau

Dienstadligen- und Zürcher Patriziergeschlecht, das 1240 mit Werner erstmals bezeugt ist. Im 13. Jh. waren die M. Meier der Abtei Schänis in Knonau, wo die Fam. auch über die Zehntrechte als Lehen des Klosters Luzern verfügte. In den frühen Heiratsverbindungen u.a. mit den Ritteradligen von Hohen Landenberg sowie jenen von Heidegg und Schwend manifestiert sich die Angleichung an den niederen Adel, wenn das Geschlecht auch formal nicht über das Ritterprädikat verfügte. In Zürich, wo sich die M. 1363 eingebürgert hatten, gehörten Vertreter der Fam. als Mitglieder der Konstaffel bis gegen Ende des 15. Jh. häufig dem Rat an und sassen im Stadtgericht. In denselben Gremien waren die M. wieder vom Beginn des 17. Jh. bis kurz vor das Ende des Ancien Régime vertreten, wenn auch weniger zahlreich als zuvor. Einige Mitglieder der Fam. erreichten wichtige polit. Positionen, so Johannes, Gerold (1454-1518), der wiederholt Reichsvogt von Zürich war, und Hans Heinrich (1552-1616), der 1597 Stadtschultheiss wurde. Ab dem Ende des 14. Jh. erwarben die M. als Private zahlreiche Vogteien auf der Zürcher Landschaft oder wurden als Land- und Obervögte der Stadt eingesetzt, wodurch sie sich als eines der wichtigsten junkerl. Gerichtsherrengeschlechter etablierten. Von 1432 bzw. 1435 bis zur Franz. Revolution hatten Mitglieder der Fam. die Limmattaler Gerichtsherrschaften Oetwil und Weiningen sowie die Vogtei über das Kloster Fahr inne. Nach 1800 bekleideten Vertreter der M. zahlreiche städt. und kant. Ämter. Als Letzter des Geschlechts starb 1931 Gerold.

Version vom: 25.10.2007
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
Meyer von Knonau, Anna (I59614)
 
51176 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020287/2007-10-25/

Meyer von Knonau

Dienstadligen- und Zürcher Patriziergeschlecht, das 1240 mit Werner erstmals bezeugt ist. Im 13. Jh. waren die M. Meier der Abtei Schänis in Knonau, wo die Fam. auch über die Zehntrechte als Lehen des Klosters Luzern verfügte. In den frühen Heiratsverbindungen u.a. mit den Ritteradligen von Hohen Landenberg sowie jenen von Heidegg und Schwend manifestiert sich die Angleichung an den niederen Adel, wenn das Geschlecht auch formal nicht über das Ritterprädikat verfügte. In Zürich, wo sich die M. 1363 eingebürgert hatten, gehörten Vertreter der Fam. als Mitglieder der Konstaffel bis gegen Ende des 15. Jh. häufig dem Rat an und sassen im Stadtgericht. In denselben Gremien waren die M. wieder vom Beginn des 17. Jh. bis kurz vor das Ende des Ancien Régime vertreten, wenn auch weniger zahlreich als zuvor. Einige Mitglieder der Fam. erreichten wichtige polit. Positionen, so Johannes, Gerold (1454-1518), der wiederholt Reichsvogt von Zürich war, und Hans Heinrich (1552-1616), der 1597 Stadtschultheiss wurde. Ab dem Ende des 14. Jh. erwarben die M. als Private zahlreiche Vogteien auf der Zürcher Landschaft oder wurden als Land- und Obervögte der Stadt eingesetzt, wodurch sie sich als eines der wichtigsten junkerl. Gerichtsherrengeschlechter etablierten. Von 1432 bzw. 1435 bis zur Franz. Revolution hatten Mitglieder der Fam. die Limmattaler Gerichtsherrschaften Oetwil und Weiningen sowie die Vogtei über das Kloster Fahr inne. Nach 1800 bekleideten Vertreter der M. zahlreiche städt. und kant. Ämter. Als Letzter des Geschlechts starb 1931 Gerold.

Version vom: 25.10.2007
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
Meyer von Knonau, Junker Gerold (I11295)
 
51177 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020287/2007-10-25/

Meyer von Knonau

Dienstadligen- und Zürcher Patriziergeschlecht, das 1240 mit Werner erstmals bezeugt ist. Im 13. Jh. waren die M. Meier der Abtei Schänis in Knonau, wo die Fam. auch über die Zehntrechte als Lehen des Klosters Luzern verfügte. In den frühen Heiratsverbindungen u.a. mit den Ritteradligen von Hohen Landenberg sowie jenen von Heidegg und Schwend manifestiert sich die Angleichung an den niederen Adel, wenn das Geschlecht auch formal nicht über das Ritterprädikat verfügte. In Zürich, wo sich die M. 1363 eingebürgert hatten, gehörten Vertreter der Fam. als Mitglieder der Konstaffel bis gegen Ende des 15. Jh. häufig dem Rat an und sassen im Stadtgericht. In denselben Gremien waren die M. wieder vom Beginn des 17. Jh. bis kurz vor das Ende des Ancien Régime vertreten, wenn auch weniger zahlreich als zuvor. Einige Mitglieder der Fam. erreichten wichtige polit. Positionen, so Johannes, Gerold (1454-1518), der wiederholt Reichsvogt von Zürich war, und Hans Heinrich (1552-1616), der 1597 Stadtschultheiss wurde. Ab dem Ende des 14. Jh. erwarben die M. als Private zahlreiche Vogteien auf der Zürcher Landschaft oder wurden als Land- und Obervögte der Stadt eingesetzt, wodurch sie sich als eines der wichtigsten junkerl. Gerichtsherrengeschlechter etablierten. Von 1432 bzw. 1435 bis zur Franz. Revolution hatten Mitglieder der Fam. die Limmattaler Gerichtsherrschaften Oetwil und Weiningen sowie die Vogtei über das Kloster Fahr inne. Nach 1800 bekleideten Vertreter der M. zahlreiche städt. und kant. Ämter. Als Letzter des Geschlechts starb 1931 Gerold.

Version vom: 25.10.2007
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
Meyer von Knonau, Junker Hans (I11298)
 
51178 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020287/2007-10-25/

Meyer von Knonau

Dienstadligen- und Zürcher Patriziergeschlecht, das 1240 mit Werner erstmals bezeugt ist. Im 13. Jh. waren die M. Meier der Abtei Schänis in Knonau, wo die Fam. auch über die Zehntrechte als Lehen des Klosters Luzern verfügte. In den frühen Heiratsverbindungen u.a. mit den Ritteradligen von Hohen Landenberg sowie jenen von Heidegg und Schwend manifestiert sich die Angleichung an den niederen Adel, wenn das Geschlecht auch formal nicht über das Ritterprädikat verfügte. In Zürich, wo sich die M. 1363 eingebürgert hatten, gehörten Vertreter der Fam. als Mitglieder der Konstaffel bis gegen Ende des 15. Jh. häufig dem Rat an und sassen im Stadtgericht. In denselben Gremien waren die M. wieder vom Beginn des 17. Jh. bis kurz vor das Ende des Ancien Régime vertreten, wenn auch weniger zahlreich als zuvor. Einige Mitglieder der Fam. erreichten wichtige polit. Positionen, so Johannes, Gerold (1454-1518), der wiederholt Reichsvogt von Zürich war, und Hans Heinrich (1552-1616), der 1597 Stadtschultheiss wurde. Ab dem Ende des 14. Jh. erwarben die M. als Private zahlreiche Vogteien auf der Zürcher Landschaft oder wurden als Land- und Obervögte der Stadt eingesetzt, wodurch sie sich als eines der wichtigsten junkerl. Gerichtsherrengeschlechter etablierten. Von 1432 bzw. 1435 bis zur Franz. Revolution hatten Mitglieder der Fam. die Limmattaler Gerichtsherrschaften Oetwil und Weiningen sowie die Vogtei über das Kloster Fahr inne. Nach 1800 bekleideten Vertreter der M. zahlreiche städt. und kant. Ämter. Als Letzter des Geschlechts starb 1931 Gerold.

Version vom: 25.10.2007
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
Meyer von Knonau, Margareta (I12743)
 
51179 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020287/2007-10-25/

Meyer von Knonau

Dienstadligen- und Zürcher Patriziergeschlecht, das 1240 mit Werner erstmals bezeugt ist. Im 13. Jh. waren die M. Meier der Abtei Schänis in Knonau, wo die Fam. auch über die Zehntrechte als Lehen des Klosters Luzern verfügte. In den frühen Heiratsverbindungen u.a. mit den Ritteradligen von Hohen Landenberg sowie jenen von Heidegg und Schwend manifestiert sich die Angleichung an den niederen Adel, wenn das Geschlecht auch formal nicht über das Ritterprädikat verfügte. In Zürich, wo sich die M. 1363 eingebürgert hatten, gehörten Vertreter der Fam. als Mitglieder der Konstaffel bis gegen Ende des 15. Jh. häufig dem Rat an und sassen im Stadtgericht. In denselben Gremien waren die M. wieder vom Beginn des 17. Jh. bis kurz vor das Ende des Ancien Régime vertreten, wenn auch weniger zahlreich als zuvor. Einige Mitglieder der Fam. erreichten wichtige polit. Positionen, so Johannes, Gerold (1454-1518), der wiederholt Reichsvogt von Zürich war, und Hans Heinrich (1552-1616), der 1597 Stadtschultheiss wurde. Ab dem Ende des 14. Jh. erwarben die M. als Private zahlreiche Vogteien auf der Zürcher Landschaft oder wurden als Land- und Obervögte der Stadt eingesetzt, wodurch sie sich als eines der wichtigsten junkerl. Gerichtsherrengeschlechter etablierten. Von 1432 bzw. 1435 bis zur Franz. Revolution hatten Mitglieder der Fam. die Limmattaler Gerichtsherrschaften Oetwil und Weiningen sowie die Vogtei über das Kloster Fahr inne. Nach 1800 bekleideten Vertreter der M. zahlreiche städt. und kant. Ämter. Als Letzter des Geschlechts starb 1931 Gerold.

Version vom: 25.10.2007
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
Meyer von Knonau, Agathe (I56030)
 
51180 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020287/2007-10-25/

Meyer von Knonau

Dienstadligen- und Zürcher Patriziergeschlecht, das 1240 mit Werner erstmals bezeugt ist. Im 13. Jh. waren die M. Meier der Abtei Schänis in Knonau, wo die Fam. auch über die Zehntrechte als Lehen des Klosters Luzern verfügte. In den frühen Heiratsverbindungen u.a. mit den Ritteradligen von Hohen Landenberg sowie jenen von Heidegg und Schwend manifestiert sich die Angleichung an den niederen Adel, wenn das Geschlecht auch formal nicht über das Ritterprädikat verfügte. In Zürich, wo sich die M. 1363 eingebürgert hatten, gehörten Vertreter der Fam. als Mitglieder der Konstaffel bis gegen Ende des 15. Jh. häufig dem Rat an und sassen im Stadtgericht. In denselben Gremien waren die M. wieder vom Beginn des 17. Jh. bis kurz vor das Ende des Ancien Régime vertreten, wenn auch weniger zahlreich als zuvor. Einige Mitglieder der Fam. erreichten wichtige polit. Positionen, so Johannes, Gerold (1454-1518), der wiederholt Reichsvogt von Zürich war, und Hans Heinrich (1552-1616), der 1597 Stadtschultheiss wurde. Ab dem Ende des 14. Jh. erwarben die M. als Private zahlreiche Vogteien auf der Zürcher Landschaft oder wurden als Land- und Obervögte der Stadt eingesetzt, wodurch sie sich als eines der wichtigsten junkerl. Gerichtsherrengeschlechter etablierten. Von 1432 bzw. 1435 bis zur Franz. Revolution hatten Mitglieder der Fam. die Limmattaler Gerichtsherrschaften Oetwil und Weiningen sowie die Vogtei über das Kloster Fahr inne. Nach 1800 bekleideten Vertreter der M. zahlreiche städt. und kant. Ämter. Als Letzter des Geschlechts starb 1931 Gerold.

Version vom: 25.10.2007
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
Meyer von Knonau, Gerold (I56031)
 
51181 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020287/2007-10-25/

Meyer von Knonau

Dienstadligen- und Zürcher Patriziergeschlecht, das 1240 mit Werner erstmals bezeugt ist. Im 13. Jh. waren die M. Meier der Abtei Schänis in Knonau, wo die Fam. auch über die Zehntrechte als Lehen des Klosters Luzern verfügte. In den frühen Heiratsverbindungen u.a. mit den Ritteradligen von Hohen Landenberg sowie jenen von Heidegg und Schwend manifestiert sich die Angleichung an den niederen Adel, wenn das Geschlecht auch formal nicht über das Ritterprädikat verfügte. In Zürich, wo sich die M. 1363 eingebürgert hatten, gehörten Vertreter der Fam. als Mitglieder der Konstaffel bis gegen Ende des 15. Jh. häufig dem Rat an und sassen im Stadtgericht. In denselben Gremien waren die M. wieder vom Beginn des 17. Jh. bis kurz vor das Ende des Ancien Régime vertreten, wenn auch weniger zahlreich als zuvor. Einige Mitglieder der Fam. erreichten wichtige polit. Positionen, so Johannes, Gerold (1454-1518), der wiederholt Reichsvogt von Zürich war, und Hans Heinrich (1552-1616), der 1597 Stadtschultheiss wurde. Ab dem Ende des 14. Jh. erwarben die M. als Private zahlreiche Vogteien auf der Zürcher Landschaft oder wurden als Land- und Obervögte der Stadt eingesetzt, wodurch sie sich als eines der wichtigsten junkerl. Gerichtsherrengeschlechter etablierten. Von 1432 bzw. 1435 bis zur Franz. Revolution hatten Mitglieder der Fam. die Limmattaler Gerichtsherrschaften Oetwil und Weiningen sowie die Vogtei über das Kloster Fahr inne. Nach 1800 bekleideten Vertreter der M. zahlreiche städt. und kant. Ämter. Als Letzter des Geschlechts starb 1931 Gerold.

Version vom: 25.10.2007
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
Meyer von Knonau, Dorothea (I57480)
 
51182 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020308/2010-11-11/

von Rorschach / von Rosenberg

Ritteradlige Fam. des 12.-15. Jh. im Dienst des Fürstabts von St. Gallen. Sie besass Burgen bei R. (St. Annaschloss, Rorschacherberg), Herisau (Rosenberg, Rosenburg und Urstein), Berneck und Zuckenriet. Vermutlich stellte die Fam. ursprünglich die sankt-gall. Meier von Herisau. Es gelang ihr, v.a. im Gebiet um Herisau und R. eine lokale Herrschaft aufzubauen. Erste bekannte Vertreter sind Egilolf und Rudolf, die 1176 mit anderen Ministerialen für den Bf. von Konstanz zeugten. Unklar ist, ob die 1222 erw. Herren von Rosenberg einen eigenständigen Zweig des Geschlechts bildeten oder ob einzelne Mitglieder den Namen ihres Herisauer Sitzes annahmen. Zur Fam. gehörten auch die Herren von Urstein, deren Burg 1266 zerstört wurde. Bis zu ihrem Aussterben tauften die R. ihre Söhne fast ausnahmslos auf die Vornamen Egilolf und Rudolf, was eine verlässl. Genealogie im 12. Jh. verunmöglicht und für die Zeit danach erheblich erschwert.

Um 1300 erfolgte die Abtrennung der Linie Rosenberg, deren Vertreter Egilolf der Ältere 1305 die Burg Berneck als fürstäbt. Lehen übernahm. Der Zweig Rosenberg-Berneck bestand bis 1427 und wurde von den Muntprat von Spiegelberg beerbt. In den 1350er Jahren spaltete sich von diesem der Zweig Rosenberg-Zuckenriet ab, der 1445 ausstarb. Die Hauptlinie in R. übernahm nach Mitte des 14. Jh. von ihren Verwandten in Herisau das Meieramt (veräussert 1396), das Patronatsrecht und die beiden Burgen, die sie jedoch wie Zuckenriet in den Appenzeller Kriegen (1401-29) verlor. Dadurch beschleunigte sich der Niedergang der im 13. Jh. zur lokalen Elite zählenden Fam., die sich dem sozialen Abstieg im 14. Jh. durch Anlehnung an die Gf. von Werdenberg vergeblich entgegengestellt hatte. Wachsende wirtschaftl. Schwierigkeiten zwangen die R. 1449 zum Verkauf des St. Annaschlosses an die Fürstabtei St. Gallen. Ab ca. 1400 erwarben mehrere R. das Bürgerrecht der Stadt St. Gallen, wo der letzte Vertreter wahrscheinlich 1475 starb.

Version vom: 11.11.2010
Autorin/Autor: Martin Leonhard 
von Rosenberg, Ursula (oder Els) (I58877)
 
51183 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020308/2010-11-11/

von Rorschach / von Rosenberg

Ritteradlige Fam. des 12.-15. Jh. im Dienst des Fürstabts von St. Gallen. Sie besass Burgen bei R. (St. Annaschloss, Rorschacherberg), Herisau (Rosenberg, Rosenburg und Urstein), Berneck und Zuckenriet. Vermutlich stellte die Fam. ursprünglich die sankt-gall. Meier von Herisau. Es gelang ihr, v.a. im Gebiet um Herisau und R. eine lokale Herrschaft aufzubauen. Erste bekannte Vertreter sind Egilolf und Rudolf, die 1176 mit anderen Ministerialen für den Bf. von Konstanz zeugten. Unklar ist, ob die 1222 erw. Herren von Rosenberg einen eigenständigen Zweig des Geschlechts bildeten oder ob einzelne Mitglieder den Namen ihres Herisauer Sitzes annahmen. Zur Fam. gehörten auch die Herren von Urstein, deren Burg 1266 zerstört wurde. Bis zu ihrem Aussterben tauften die R. ihre Söhne fast ausnahmslos auf die Vornamen Egilolf und Rudolf, was eine verlässl. Genealogie im 12. Jh. verunmöglicht und für die Zeit danach erheblich erschwert.

Um 1300 erfolgte die Abtrennung der Linie Rosenberg, deren Vertreter Egilolf der Ältere 1305 die Burg Berneck als fürstäbt. Lehen übernahm. Der Zweig Rosenberg-Berneck bestand bis 1427 und wurde von den Muntprat von Spiegelberg beerbt. In den 1350er Jahren spaltete sich von diesem der Zweig Rosenberg-Zuckenriet ab, der 1445 ausstarb. Die Hauptlinie in R. übernahm nach Mitte des 14. Jh. von ihren Verwandten in Herisau das Meieramt (veräussert 1396), das Patronatsrecht und die beiden Burgen, die sie jedoch wie Zuckenriet in den Appenzeller Kriegen (1401-29) verlor. Dadurch beschleunigte sich der Niedergang der im 13. Jh. zur lokalen Elite zählenden Fam., die sich dem sozialen Abstieg im 14. Jh. durch Anlehnung an die Gf. von Werdenberg vergeblich entgegengestellt hatte. Wachsende wirtschaftl. Schwierigkeiten zwangen die R. 1449 zum Verkauf des St. Annaschlosses an die Fürstabtei St. Gallen. Ab ca. 1400 erwarben mehrere R. das Bürgerrecht der Stadt St. Gallen, wo der letzte Vertreter wahrscheinlich 1475 starb.

Version vom: 11.11.2010
Autorin/Autor: Martin Leonhard 
von Rosenberg, Eglolf (I58883)
 
51184 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020308/2010-11-11/

von Rorschach / von Rosenberg

Ritteradlige Fam. des 12.-15. Jh. im Dienst des Fürstabts von St. Gallen. Sie besass Burgen bei R. (St. Annaschloss, Rorschacherberg), Herisau (Rosenberg, Rosenburg und Urstein), Berneck und Zuckenriet. Vermutlich stellte die Fam. ursprünglich die sankt-gall. Meier von Herisau. Es gelang ihr, v.a. im Gebiet um Herisau und R. eine lokale Herrschaft aufzubauen. Erste bekannte Vertreter sind Egilolf und Rudolf, die 1176 mit anderen Ministerialen für den Bf. von Konstanz zeugten. Unklar ist, ob die 1222 erw. Herren von Rosenberg einen eigenständigen Zweig des Geschlechts bildeten oder ob einzelne Mitglieder den Namen ihres Herisauer Sitzes annahmen. Zur Fam. gehörten auch die Herren von Urstein, deren Burg 1266 zerstört wurde. Bis zu ihrem Aussterben tauften die R. ihre Söhne fast ausnahmslos auf die Vornamen Egilolf und Rudolf, was eine verlässl. Genealogie im 12. Jh. verunmöglicht und für die Zeit danach erheblich erschwert.

Um 1300 erfolgte die Abtrennung der Linie Rosenberg, deren Vertreter Egilolf der Ältere 1305 die Burg Berneck als fürstäbt. Lehen übernahm. Der Zweig Rosenberg-Berneck bestand bis 1427 und wurde von den Muntprat von Spiegelberg beerbt. In den 1350er Jahren spaltete sich von diesem der Zweig Rosenberg-Zuckenriet ab, der 1445 ausstarb. Die Hauptlinie in R. übernahm nach Mitte des 14. Jh. von ihren Verwandten in Herisau das Meieramt (veräussert 1396), das Patronatsrecht und die beiden Burgen, die sie jedoch wie Zuckenriet in den Appenzeller Kriegen (1401-29) verlor. Dadurch beschleunigte sich der Niedergang der im 13. Jh. zur lokalen Elite zählenden Fam., die sich dem sozialen Abstieg im 14. Jh. durch Anlehnung an die Gf. von Werdenberg vergeblich entgegengestellt hatte. Wachsende wirtschaftl. Schwierigkeiten zwangen die R. 1449 zum Verkauf des St. Annaschlosses an die Fürstabtei St. Gallen. Ab ca. 1400 erwarben mehrere R. das Bürgerrecht der Stadt St. Gallen, wo der letzte Vertreter wahrscheinlich 1475 starb.

Version vom: 11.11.2010
Autorin/Autor: Martin Leonhard 
Familie: Eglolf von Rosenberg / (F29038)
 
51185 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020314/2011-07-08/

von Schännis

Im SpätMA ritteradlige Gefolgsleute der Gf. von Kyburg und bürgerl. Ratsgeschlecht der Stadt Zürich. Die Herkunft ist unklar und eine genealog. Abfolge wenig gesichert. Nicht belegt ist zudem ein direkter Zusammenhang zwischen den ritteradligen, wohl kyburg. Ministerialen Hugo (erw. 1240-52) und Heinrich (erw. 1248) und dem ab dem letzten Viertel des 13. Jh. in Zürich ansässigen Ratsgeschlecht, als dessen Stammvater Ulrich (​✝︎ um 1327) gilt. Vorhanden sind mehrere Linien, die z.T. im 16. und 17. Jh. erloschen, deren gegenseitiges Verhältnis aber nicht klar ist. Im 13. und 14. Jh. waren die S. Lehenträger der Gf. von Kyburg und von Habsburg sowie der Frh. von Regensberg, von Tengen und der Ritteradligen von Hertenstein. In der 2. Hälfte des 14. Jh. verschwanden die S. für längere Zeit aus Zürich. Ab der Mitte des 13. Jh. lassen sich Bruchstücke eines einflussreichen Zweigs in Mellingen verorten, wo Hugo um 1300 das Schultheissenamt innehatte. In Winterthur war im 15. Jh. eine Fam. dieses Namens beheimatet. Im 16. Jh. wechselte die Fam. beginnend mit Hans (erw. 1529, ✝︎ 1586) von Fehraltorf nach Zürich und bürgerte sich in der Stadt ein. Hier erreichten Vertreter der Fam., die sich auffällig oft kunsthandwerkl. Berufen zuwandte, bald wichtige soziale und polit. Positionen als Zunftmeister, Mitglieder des Regiments und Vögte auf der Zürcher Landschaft. Im 17. Jh. setzte ein langsamer Niedergang ein, der sich im 18. Jh. verstärkte; 1918 war die Fam. ausgestorben.

Version vom: 08.07.2011
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Schännis, Dorothea (I60631)
 
51186 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020314/2011-07-08/

von Schännis

Im SpätMA ritteradlige Gefolgsleute der Gf. von Kyburg und bürgerl. Ratsgeschlecht der Stadt Zürich. Die Herkunft ist unklar und eine genealog. Abfolge wenig gesichert. Nicht belegt ist zudem ein direkter Zusammenhang zwischen den ritteradligen, wohl kyburg. Ministerialen Hugo (erw. 1240-52) und Heinrich (erw. 1248) und dem ab dem letzten Viertel des 13. Jh. in Zürich ansässigen Ratsgeschlecht, als dessen Stammvater Ulrich (​✝︎ um 1327) gilt. Vorhanden sind mehrere Linien, die z.T. im 16. und 17. Jh. erloschen, deren gegenseitiges Verhältnis aber nicht klar ist. Im 13. und 14. Jh. waren die S. Lehenträger der Gf. von Kyburg und von Habsburg sowie der Frh. von Regensberg, von Tengen und der Ritteradligen von Hertenstein. In der 2. Hälfte des 14. Jh. verschwanden die S. für längere Zeit aus Zürich. Ab der Mitte des 13. Jh. lassen sich Bruchstücke eines einflussreichen Zweigs in Mellingen verorten, wo Hugo um 1300 das Schultheissenamt innehatte. In Winterthur war im 15. Jh. eine Fam. dieses Namens beheimatet. Im 16. Jh. wechselte die Fam. beginnend mit Hans (erw. 1529, ✝︎ 1586) von Fehraltorf nach Zürich und bürgerte sich in der Stadt ein. Hier erreichten Vertreter der Fam., die sich auffällig oft kunsthandwerkl. Berufen zuwandte, bald wichtige soziale und polit. Positionen als Zunftmeister, Mitglieder des Regiments und Vögte auf der Zürcher Landschaft. Im 17. Jh. setzte ein langsamer Niedergang ein, der sich im 18. Jh. verstärkte; 1918 war die Fam. ausgestorben.

Version vom: 08.07.2011
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Schännis, Junker Hans Heinrich (I60634)
 
51187 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020314/2011-07-08/

von Schännis

Im SpätMA ritteradlige Gefolgsleute der Gf. von Kyburg und bürgerl. Ratsgeschlecht der Stadt Zürich. Die Herkunft ist unklar und eine genealog. Abfolge wenig gesichert. Nicht belegt ist zudem ein direkter Zusammenhang zwischen den ritteradligen, wohl kyburg. Ministerialen Hugo (erw. 1240-52) und Heinrich (erw. 1248) und dem ab dem letzten Viertel des 13. Jh. in Zürich ansässigen Ratsgeschlecht, als dessen Stammvater Ulrich (​✝︎ um 1327) gilt. Vorhanden sind mehrere Linien, die z.T. im 16. und 17. Jh. erloschen, deren gegenseitiges Verhältnis aber nicht klar ist. Im 13. und 14. Jh. waren die S. Lehenträger der Gf. von Kyburg und von Habsburg sowie der Frh. von Regensberg, von Tengen und der Ritteradligen von Hertenstein. In der 2. Hälfte des 14. Jh. verschwanden die S. für längere Zeit aus Zürich. Ab der Mitte des 13. Jh. lassen sich Bruchstücke eines einflussreichen Zweigs in Mellingen verorten, wo Hugo um 1300 das Schultheissenamt innehatte. In Winterthur war im 15. Jh. eine Fam. dieses Namens beheimatet. Im 16. Jh. wechselte die Fam. beginnend mit Hans (erw. 1529, ✝︎ 1586) von Fehraltorf nach Zürich und bürgerte sich in der Stadt ein. Hier erreichten Vertreter der Fam., die sich auffällig oft kunsthandwerkl. Berufen zuwandte, bald wichtige soziale und polit. Positionen als Zunftmeister, Mitglieder des Regiments und Vögte auf der Zürcher Landschaft. Im 17. Jh. setzte ein langsamer Niedergang ein, der sich im 18. Jh. verstärkte; 1918 war die Fam. ausgestorben.

Version vom: 08.07.2011
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Schännis, Gertrud (I11425)
 
51188 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020314/2011-07-08/

von Schännis

Im SpätMA ritteradlige Gefolgsleute der Gf. von Kyburg und bürgerl. Ratsgeschlecht der Stadt Zürich. Die Herkunft ist unklar und eine genealog. Abfolge wenig gesichert. Nicht belegt ist zudem ein direkter Zusammenhang zwischen den ritteradligen, wohl kyburg. Ministerialen Hugo (erw. 1240-52) und Heinrich (erw. 1248) und dem ab dem letzten Viertel des 13. Jh. in Zürich ansässigen Ratsgeschlecht, als dessen Stammvater Ulrich (​✝︎ um 1327) gilt. Vorhanden sind mehrere Linien, die z.T. im 16. und 17. Jh. erloschen, deren gegenseitiges Verhältnis aber nicht klar ist. Im 13. und 14. Jh. waren die S. Lehenträger der Gf. von Kyburg und von Habsburg sowie der Frh. von Regensberg, von Tengen und der Ritteradligen von Hertenstein. In der 2. Hälfte des 14. Jh. verschwanden die S. für längere Zeit aus Zürich. Ab der Mitte des 13. Jh. lassen sich Bruchstücke eines einflussreichen Zweigs in Mellingen verorten, wo Hugo um 1300 das Schultheissenamt innehatte. In Winterthur war im 15. Jh. eine Fam. dieses Namens beheimatet. Im 16. Jh. wechselte die Fam. beginnend mit Hans (erw. 1529, ✝︎ 1586) von Fehraltorf nach Zürich und bürgerte sich in der Stadt ein. Hier erreichten Vertreter der Fam., die sich auffällig oft kunsthandwerkl. Berufen zuwandte, bald wichtige soziale und polit. Positionen als Zunftmeister, Mitglieder des Regiments und Vögte auf der Zürcher Landschaft. Im 17. Jh. setzte ein langsamer Niedergang ein, der sich im 18. Jh. verstärkte; 1918 war die Fam. ausgestorben.

Version vom: 08.07.2011
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
von Schännis, Hugo (I11427)
 
51189 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020329/2012-10-24/

von Wellenberg

Ostschweizerische ritteradlige Familie des 13.-17. Jahrhunderts, im Besitz der Burg Wellenberg mit Gütern und Rechten um Frauenfeld sowie am Untersee. Ihren Ursprung hatte die Familie mit den ihnen eng verbundenen von Salenstein und von Riedern in einer Reichenauer Ministerialengruppe, die sich im 13. Jahrhundert entlang des Untersees und bis ins Tösstal ausbreitete. Erster Namensträger ist Walther, der 1204 seinen Besitz in Neufrach (Baden, D) dem Kloster Salem übertrug. 1248 wird ein Wellenberg, wohl Walther, Meier von Wellenberg genannt. Die 1259 von Zürcher Truppen zerstörte Burg liess Heinrich (bis 1311 erwähnt) wieder aufbauen. Sie gelangte 1338 über seine Tochter an die Herren von Spiegelberg. Sein 1259 erwähnter Bruder Rudolf (​✝︎ vor 1306) liess sich vor 1300 in Frauenfeld nieder. Unter dessen Sohn Konrad, der 1331 im Rat sass, gelang der Familie eine bescheidene Karriere im Dienst der habsburgisch-österreichischen Landesherrschaft, wofür sie verschiedene Pfänder erhielt. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts musste sie aber unter wirtschaftlichem Druck Teile ihres Besitzes aufgeben, so auch die geerbte Burg Salenstein und die um 1350 als Fürstenberger Lehen übernommene Herrschaft Pfungen. Nachdem Rudolf (erwähnt 1360) in der Schlacht bei Näfels 1388 gefallen war, gingen weitere Teile an die Zum Thor in Frauenfeld, während Reichenauer Lehen ans Kloster zurückfielen. Im 15. Jahrhundert liessen sich Zweige der Familie unter anderem in Winterthur, Zürich und Konstanz nieder. 1454-1524 besass der erfolgreiche Zweig in Konstanz, der 1533-1536 mit Hans auch den Bürgermeister und Reichsvogt stellte, erneut die Gerichtsherrschaft Pfungen. Als letzte Vertreter der Familie lebten Hans Heinrich (1617-1695) und seine Nichte Anna Elisabeth Hofmeister-Wellenberg (1677-1752) in Zürich.

Version vom: 24.10.2012
Autorin/Autor: Martin Leonhard 
von Wellenberg, Hans Peter (I56638)
 
51190 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020329/2012-10-24/

von Wellenberg

Ostschweizerische ritteradlige Familie des 13.-17. Jahrhunderts, im Besitz der Burg Wellenberg mit Gütern und Rechten um Frauenfeld sowie am Untersee. Ihren Ursprung hatte die Familie mit den ihnen eng verbundenen von Salenstein und von Riedern in einer Reichenauer Ministerialengruppe, die sich im 13. Jahrhundert entlang des Untersees und bis ins Tösstal ausbreitete. Erster Namensträger ist Walther, der 1204 seinen Besitz in Neufrach (Baden, D) dem Kloster Salem übertrug. 1248 wird ein Wellenberg, wohl Walther, Meier von Wellenberg genannt. Die 1259 von Zürcher Truppen zerstörte Burg liess Heinrich (bis 1311 erwähnt) wieder aufbauen. Sie gelangte 1338 über seine Tochter an die Herren von Spiegelberg. Sein 1259 erwähnter Bruder Rudolf (​✝︎ vor 1306) liess sich vor 1300 in Frauenfeld nieder. Unter dessen Sohn Konrad, der 1331 im Rat sass, gelang der Familie eine bescheidene Karriere im Dienst der habsburgisch-österreichischen Landesherrschaft, wofür sie verschiedene Pfänder erhielt. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts musste sie aber unter wirtschaftlichem Druck Teile ihres Besitzes aufgeben, so auch die geerbte Burg Salenstein und die um 1350 als Fürstenberger Lehen übernommene Herrschaft Pfungen. Nachdem Rudolf (erwähnt 1360) in der Schlacht bei Näfels 1388 gefallen war, gingen weitere Teile an die Zum Thor in Frauenfeld, während Reichenauer Lehen ans Kloster zurückfielen. Im 15. Jahrhundert liessen sich Zweige der Familie unter anderem in Winterthur, Zürich und Konstanz nieder. 1454-1524 besass der erfolgreiche Zweig in Konstanz, der 1533-1536 mit Hans auch den Bürgermeister und Reichsvogt stellte, erneut die Gerichtsherrschaft Pfungen. Als letzte Vertreter der Familie lebten Hans Heinrich (1617-1695) und seine Nichte Anna Elisabeth Hofmeister-Wellenberg (1677-1752) in Zürich.

Version vom: 24.10.2012
Autorin/Autor: Martin Leonhard 
von Wellenberg, Anna (I56432)
 
51191 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020329/2012-10-24/

von Wellenberg

Ostschweizerische ritteradlige Familie des 13.-17. Jahrhunderts, im Besitz der Burg Wellenberg mit Gütern und Rechten um Frauenfeld sowie am Untersee. Ihren Ursprung hatte die Familie mit den ihnen eng verbundenen von Salenstein und von Riedern in einer Reichenauer Ministerialengruppe, die sich im 13. Jahrhundert entlang des Untersees und bis ins Tösstal ausbreitete. Erster Namensträger ist Walther, der 1204 seinen Besitz in Neufrach (Baden, D) dem Kloster Salem übertrug. 1248 wird ein Wellenberg, wohl Walther, Meier von Wellenberg genannt. Die 1259 von Zürcher Truppen zerstörte Burg liess Heinrich (bis 1311 erwähnt) wieder aufbauen. Sie gelangte 1338 über seine Tochter an die Herren von Spiegelberg. Sein 1259 erwähnter Bruder Rudolf (​✝︎ vor 1306) liess sich vor 1300 in Frauenfeld nieder. Unter dessen Sohn Konrad, der 1331 im Rat sass, gelang der Familie eine bescheidene Karriere im Dienst der habsburgisch-österreichischen Landesherrschaft, wofür sie verschiedene Pfänder erhielt. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts musste sie aber unter wirtschaftlichem Druck Teile ihres Besitzes aufgeben, so auch die geerbte Burg Salenstein und die um 1350 als Fürstenberger Lehen übernommene Herrschaft Pfungen. Nachdem Rudolf (erwähnt 1360) in der Schlacht bei Näfels 1388 gefallen war, gingen weitere Teile an die Zum Thor in Frauenfeld, während Reichenauer Lehen ans Kloster zurückfielen. Im 15. Jahrhundert liessen sich Zweige der Familie unter anderem in Winterthur, Zürich und Konstanz nieder. 1454-1524 besass der erfolgreiche Zweig in Konstanz, der 1533-1536 mit Hans auch den Bürgermeister und Reichsvogt stellte, erneut die Gerichtsherrschaft Pfungen. Als letzte Vertreter der Familie lebten Hans Heinrich (1617-1695) und seine Nichte Anna Elisabeth Hofmeister-Wellenberg (1677-1752) in Zürich.

Version vom: 24.10.2012
Autorin/Autor: Martin Leonhard 
von Wellenberg, Hans Rudolf (I56635)
 
51192 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020329/2012-10-24/

von Wellenberg

Ostschweizerische ritteradlige Familie des 13.-17. Jahrhunderts, im Besitz der Burg Wellenberg mit Gütern und Rechten um Frauenfeld sowie am Untersee. Ihren Ursprung hatte die Familie mit den ihnen eng verbundenen von Salenstein und von Riedern in einer Reichenauer Ministerialengruppe, die sich im 13. Jahrhundert entlang des Untersees und bis ins Tösstal ausbreitete. Erster Namensträger ist Walther, der 1204 seinen Besitz in Neufrach (Baden, D) dem Kloster Salem übertrug. 1248 wird ein Wellenberg, wohl Walther, Meier von Wellenberg genannt. Die 1259 von Zürcher Truppen zerstörte Burg liess Heinrich (bis 1311 erwähnt) wieder aufbauen. Sie gelangte 1338 über seine Tochter an die Herren von Spiegelberg. Sein 1259 erwähnter Bruder Rudolf (​✝︎ vor 1306) liess sich vor 1300 in Frauenfeld nieder. Unter dessen Sohn Konrad, der 1331 im Rat sass, gelang der Familie eine bescheidene Karriere im Dienst der habsburgisch-österreichischen Landesherrschaft, wofür sie verschiedene Pfänder erhielt. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts musste sie aber unter wirtschaftlichem Druck Teile ihres Besitzes aufgeben, so auch die geerbte Burg Salenstein und die um 1350 als Fürstenberger Lehen übernommene Herrschaft Pfungen. Nachdem Rudolf (erwähnt 1360) in der Schlacht bei Näfels 1388 gefallen war, gingen weitere Teile an die Zum Thor in Frauenfeld, während Reichenauer Lehen ans Kloster zurückfielen. Im 15. Jahrhundert liessen sich Zweige der Familie unter anderem in Winterthur, Zürich und Konstanz nieder. 1454-1524 besass der erfolgreiche Zweig in Konstanz, der 1533-1536 mit Hans auch den Bürgermeister und Reichsvogt stellte, erneut die Gerichtsherrschaft Pfungen. Als letzte Vertreter der Familie lebten Hans Heinrich (1617-1695) und seine Nichte Anna Elisabeth Hofmeister-Wellenberg (1677-1752) in Zürich.

Version vom: 24.10.2012
Autorin/Autor: Martin Leonhard 
von Wellenberg, Thomann (I59807)
 
51193 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020329/2012-10-24/

von Wellenberg

Ostschweizerische ritteradlige Familie des 13.-17. Jahrhunderts, im Besitz der Burg Wellenberg mit Gütern und Rechten um Frauenfeld sowie am Untersee. Ihren Ursprung hatte die Familie mit den ihnen eng verbundenen von Salenstein und von Riedern in einer Reichenauer Ministerialengruppe, die sich im 13. Jahrhundert entlang des Untersees und bis ins Tösstal ausbreitete. Erster Namensträger ist Walther, der 1204 seinen Besitz in Neufrach (Baden, D) dem Kloster Salem übertrug. 1248 wird ein Wellenberg, wohl Walther, Meier von Wellenberg genannt. Die 1259 von Zürcher Truppen zerstörte Burg liess Heinrich (bis 1311 erwähnt) wieder aufbauen. Sie gelangte 1338 über seine Tochter an die Herren von Spiegelberg. Sein 1259 erwähnter Bruder Rudolf (​✝︎ vor 1306) liess sich vor 1300 in Frauenfeld nieder. Unter dessen Sohn Konrad, der 1331 im Rat sass, gelang der Familie eine bescheidene Karriere im Dienst der habsburgisch-österreichischen Landesherrschaft, wofür sie verschiedene Pfänder erhielt. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts musste sie aber unter wirtschaftlichem Druck Teile ihres Besitzes aufgeben, so auch die geerbte Burg Salenstein und die um 1350 als Fürstenberger Lehen übernommene Herrschaft Pfungen. Nachdem Rudolf (erwähnt 1360) in der Schlacht bei Näfels 1388 gefallen war, gingen weitere Teile an die Zum Thor in Frauenfeld, während Reichenauer Lehen ans Kloster zurückfielen. Im 15. Jahrhundert liessen sich Zweige der Familie unter anderem in Winterthur, Zürich und Konstanz nieder. 1454-1524 besass der erfolgreiche Zweig in Konstanz, der 1533-1536 mit Hans auch den Bürgermeister und Reichsvogt stellte, erneut die Gerichtsherrschaft Pfungen. Als letzte Vertreter der Familie lebten Hans Heinrich (1617-1695) und seine Nichte Anna Elisabeth Hofmeister-Wellenberg (1677-1752) in Zürich.

Version vom: 24.10.2012
Autorin/Autor: Martin Leonhard 
von Wellenberg, Ursula (I59810)
 
51194 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020329/2012-10-24/

von Wellenberg

Ostschweizerische ritteradlige Familie des 13.-17. Jahrhunderts, im Besitz der Burg Wellenberg mit Gütern und Rechten um Frauenfeld sowie am Untersee. Ihren Ursprung hatte die Familie mit den ihnen eng verbundenen von Salenstein und von Riedern in einer Reichenauer Ministerialengruppe, die sich im 13. Jahrhundert entlang des Untersees und bis ins Tösstal ausbreitete. Erster Namensträger ist Walther, der 1204 seinen Besitz in Neufrach (Baden, D) dem Kloster Salem übertrug. 1248 wird ein Wellenberg, wohl Walther, Meier von Wellenberg genannt. Die 1259 von Zürcher Truppen zerstörte Burg liess Heinrich (bis 1311 erwähnt) wieder aufbauen. Sie gelangte 1338 über seine Tochter an die Herren von Spiegelberg. Sein 1259 erwähnter Bruder Rudolf (​✝︎ vor 1306) liess sich vor 1300 in Frauenfeld nieder. Unter dessen Sohn Konrad, der 1331 im Rat sass, gelang der Familie eine bescheidene Karriere im Dienst der habsburgisch-österreichischen Landesherrschaft, wofür sie verschiedene Pfänder erhielt. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts musste sie aber unter wirtschaftlichem Druck Teile ihres Besitzes aufgeben, so auch die geerbte Burg Salenstein und die um 1350 als Fürstenberger Lehen übernommene Herrschaft Pfungen. Nachdem Rudolf (erwähnt 1360) in der Schlacht bei Näfels 1388 gefallen war, gingen weitere Teile an die Zum Thor in Frauenfeld, während Reichenauer Lehen ans Kloster zurückfielen. Im 15. Jahrhundert liessen sich Zweige der Familie unter anderem in Winterthur, Zürich und Konstanz nieder. 1454-1524 besass der erfolgreiche Zweig in Konstanz, der 1533-1536 mit Hans auch den Bürgermeister und Reichsvogt stellte, erneut die Gerichtsherrschaft Pfungen. Als letzte Vertreter der Familie lebten Hans Heinrich (1617-1695) und seine Nichte Anna Elisabeth Hofmeister-Wellenberg (1677-1752) in Zürich.

Version vom: 24.10.2012
Autorin/Autor: Martin Leonhard 
von Wellenberg, Peter (I59820)
 
51195 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020421/2013-04-02/

von Wilberg

Ostschweizer Ritteradel des 13.-15. Jahrhunderts im Dienst des Klosters St. Gallen und später auch der habsburgisch-österreichischen Landesherrschaft, ab 1228 im Toggenburg belegt. Der Besitz der Wilberg konzentrierte sich um Gündisau mit der Burg, den Vogteirechten und der Kollatur von Wildberg sowie auf weitere österreichische Lehen in der Umgebung. Ab ca. 1320 sass ein Zweig auf der Burg Tössegg. Von dort übersiedelte Johannes um 1360 nach Rapperswil (SG). Nach 1400 zog Heinrich (ab 1405 erwähnt, ​✝︎ vor 1439) nach Aarau und liquidierte den alten Besitz. Seine Tochter Beatrix starb vor 1495 in Winterthur als letzte Angehörige der Familie. Ob die ab ca. 1250 im Zürcher Oberland gesicherten Wilberg mit dieser Familie verwandt waren, ist nicht geklärt.

Version vom: 02.04.2013
Autorin/Autor: Martin Leonhard 
Wilberg, Verena (I11275)
 
51196 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020459/2012-11-19/

Trüllerey

Ritteradliges Geschlecht in Schaffhausen und Aarau. Ulrich, erstmals 1299 in Schaffhausen bezeugt, gilt als Stammvater. Mit Schultheiss Johann sind die Trüllerey ab 1309 auch für Aarau belegt. In beiden Städten besetzten sie Spitzenfunktionen innerhalb der Bürgerschaft, ohne sich in zwei Linien zu teilen. In Schaffhausen stellten sie mehrere Bürgermeister und wirkten in anderen städtischen Ämtern. Nach der Mitte des 14. Jahrhunderts erwarben die Trüllerey die Burg Widen bei Ossingen. Bürgermeister Ulric führte 1476 die Schaffhauser Truppen in der Schlacht bei Grandson. In Aarau stellten die Trüllerey mehrere Schultheissen; 1397 erwarb Hans den Turm Rore als habsburgisches Lehen. Der Turm blieb mit umfangreichem Besitz in der Familie, bis Ulrichs Sohn Gangwolf ihn 1515 verkaufte. Mit Gangwolf starb das Geschlecht 1547 im Mannesstamm aus.

Version vom: 19.11.2012
Autorin/Autor: Dominik Sauerländer 
Trüllerey, Hans (I10713)
 
51197 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020459/2012-11-19/

Trüllerey

Ritteradliges Geschlecht in Schaffhausen und Aarau. Ulrich, erstmals 1299 in Schaffhausen bezeugt, gilt als Stammvater. Mit Schultheiss Johann sind die Trüllerey ab 1309 auch für Aarau belegt. In beiden Städten besetzten sie Spitzenfunktionen innerhalb der Bürgerschaft, ohne sich in zwei Linien zu teilen. In Schaffhausen stellten sie mehrere Bürgermeister und wirkten in anderen städtischen Ämtern. Nach der Mitte des 14. Jahrhunderts erwarben die Trüllerey die Burg Widen bei Ossingen. Bürgermeister Ulric führte 1476 die Schaffhauser Truppen in der Schlacht bei Grandson. In Aarau stellten die Trüllerey mehrere Schultheissen; 1397 erwarb Hans den Turm Rore als habsburgisches Lehen. Der Turm blieb mit umfangreichem Besitz in der Familie, bis Ulrichs Sohn Gangwolf ihn 1515 verkaufte. Mit Gangwolf starb das Geschlecht 1547 im Mannesstamm aus.

Version vom: 19.11.2012
Autorin/Autor: Dominik Sauerländer 
Trüllerey, Ulrich (Ulmann) (I10716)
 
51198 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020459/2012-11-19/

Trüllerey

Ritteradliges Geschlecht in Schaffhausen und Aarau. Ulrich, erstmals 1299 in Schaffhausen bezeugt, gilt als Stammvater. Mit Schultheiss Johann sind die Trüllerey ab 1309 auch für Aarau belegt. In beiden Städten besetzten sie Spitzenfunktionen innerhalb der Bürgerschaft, ohne sich in zwei Linien zu teilen. In Schaffhausen stellten sie mehrere Bürgermeister und wirkten in anderen städtischen Ämtern. Nach der Mitte des 14. Jahrhunderts erwarben die Trüllerey die Burg Widen bei Ossingen. Bürgermeister Ulric führte 1476 die Schaffhauser Truppen in der Schlacht bei Grandson. In Aarau stellten die Trüllerey mehrere Schultheissen; 1397 erwarb Hans den Turm Rore als habsburgisches Lehen. Der Turm blieb mit umfangreichem Besitz in der Familie, bis Ulrichs Sohn Gangwolf ihn 1515 verkaufte. Mit Gangwolf starb das Geschlecht 1547 im Mannesstamm aus.

Version vom: 19.11.2012
Autorin/Autor: Dominik Sauerländer 
Trüllerey, Ulrich (I10749)
 
51199 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020459/2012-11-19/

Trüllerey

Ritteradliges Geschlecht in Schaffhausen und Aarau. Ulrich, erstmals 1299 in Schaffhausen bezeugt, gilt als Stammvater. Mit Schultheiss Johann sind die Trüllerey ab 1309 auch für Aarau belegt. In beiden Städten besetzten sie Spitzenfunktionen innerhalb der Bürgerschaft, ohne sich in zwei Linien zu teilen. In Schaffhausen stellten sie mehrere Bürgermeister und wirkten in anderen städtischen Ämtern. Nach der Mitte des 14. Jahrhunderts erwarben die Trüllerey die Burg Widen bei Ossingen. Bürgermeister Ulric führte 1476 die Schaffhauser Truppen in der Schlacht bei Grandson. In Aarau stellten die Trüllerey mehrere Schultheissen; 1397 erwarb Hans den Turm Rore als habsburgisches Lehen. Der Turm blieb mit umfangreichem Besitz in der Familie, bis Ulrichs Sohn Gangwolf ihn 1515 verkaufte. Mit Gangwolf starb das Geschlecht 1547 im Mannesstamm aus.

Version vom: 19.11.2012
Autorin/Autor: Dominik Sauerländer 
Trüllerey, Johann (I58214)
 
51200 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020459/2012-11-19/

Trüllerey

Ritteradliges Geschlecht in Schaffhausen und Aarau. Ulrich, erstmals 1299 in Schaffhausen bezeugt, gilt als Stammvater. Mit Schultheiss Johann sind die Trüllerey ab 1309 auch für Aarau belegt. In beiden Städten besetzten sie Spitzenfunktionen innerhalb der Bürgerschaft, ohne sich in zwei Linien zu teilen. In Schaffhausen stellten sie mehrere Bürgermeister und wirkten in anderen städtischen Ämtern. Nach der Mitte des 14. Jahrhunderts erwarben die Trüllerey die Burg Widen bei Ossingen. Bürgermeister Ulrich führte 1476 die Schaffhauser Truppen in der Schlacht bei Grandson. In Aarau stellten die Trüllerey mehrere Schultheissen; 1397 erwarb Hans den Turm Rore als habsburgisches Lehen. Der Turm blieb mit umfangreichem Besitz in der Familie, bis Ulrichs Sohn Gangwolf ihn 1515 verkaufte. Mit Gangwolf starb das Geschlecht 1547 im Mannesstamm aus.

Version vom: 19.11.2012
Autorin/Autor: Dominik Sauerländer 
Trüllerey, Johannes (I58065)
 

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