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51201 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020470/2002-12-20/

d'Avenches

Von der Mitte des 12. Jahrhunderts an belegte Familie des niederen Waadtländer Adels, aus Ministerialen des Bischofs von Lausanne hervorgehend, welche das Meieramt Avenches innehatten. Dem Geschlecht entstammten einige Domherren von Lausanne und Basel, zahlreiche Priester von Avenches und anderen Pfarreien der Diözese Lausanne sowie bischöfliche Kastlane. Vom Ende des 14. Jahrhunderts an trugen einige Mitglieder der Familie den Titel von Mitherren von Combremont-le-Grand. 1536 versuchte Bernard (​✝︎ vor 1539) vergeblich, Combremont unter freiburgische statt bernische Herrschaft zu stellen; im folgenden Jahr verkaufte er die Herrschaft. Er besass auch die Herrschaft Donatyre, die sein Sohn Claude (​✝︎ vor 1569) 1546 an die Praroman veräusserte. Herrschaftliche Rechte hatten die d'Avenches auch zum Beispiel in Villarepos, Cugy (FR), Russy, Prévondavaux und Cronay inne, womit sie eine nicht unbedeutende Stellung innerhalb des Waadtländer Adels einnahmen: 1456, anlässlich der feierlichen Zusammenkunft der Waadtländer Ständeversammlung bei der Übergabe des Landes an den Prinzen von Piemont (Amadeus IX. von Savoyen), war das Geschlecht mit vier Personen unter den 34 Herren vertreten. Im 16. Jahrhundert erlosch die Familie. Mit Pierre, dem 1360 eingebürgerten Sohn des Junkers Jean, hatte sich ein Zweig in Freiburg niedergelassen und spielte hier mit Guillaume im 15. Jahrhundert eine bedeutende Rolle. Dessen Blutsverwandter Antoine war ab 1468 Statthalter Jakobs von Savoyen, des Grafen von Romont, in der Waadt. Mit seinem gleichnamigen Sohn Antoine starb der Freiburger Zweig aus. Nicht zur Adelsfamilie d'Avenches gehörten die ab der Mitte des 13. Jahrhunderts als Bürger von Freiburg belegten d'Avenches (z.B. Conrad), deren Name eine schlichte Herkunftsbezeichnung darstellt.

Version vom: 20.12.2002
Autorin/Autor: Jean-Daniel Morerod Übersetzung: Alfred Zangger 
von Avenches, Jaquème (oder Salome ?) (I57550)
 
51202 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020470/2002-12-20/

d'Avenches

Von der Mitte des 12. Jahrhunderts an belegte Familie des niederen Waadtländer Adels, aus Ministerialen des Bischofs von Lausanne hervorgehend, welche das Meieramt Avenches innehatten. Dem Geschlecht entstammten einige Domherren von Lausanne und Basel, zahlreiche Priester von Avenches und anderen Pfarreien der Diözese Lausanne sowie bischöfliche Kastlane. Vom Ende des 14. Jahrhunderts an trugen einige Mitglieder der Familie den Titel von Mitherren von Combremont-le-Grand. 1536 versuchte Bernard (​✝︎ vor 1539) vergeblich, Combremont unter freiburgische statt bernische Herrschaft zu stellen; im folgenden Jahr verkaufte er die Herrschaft. Er besass auch die Herrschaft Donatyre, die sein Sohn Claude (​✝︎ vor 1569) 1546 an die Praroman veräusserte. Herrschaftliche Rechte hatten die d'Avenches auch zum Beispiel in Villarepos, Cugy (FR), Russy, Prévondavaux und Cronay inne, womit sie eine nicht unbedeutende Stellung innerhalb des Waadtländer Adels einnahmen: 1456, anlässlich der feierlichen Zusammenkunft der Waadtländer Ständeversammlung bei der Übergabe des Landes an den Prinzen von Piemont (Amadeus IX. von Savoyen), war das Geschlecht mit vier Personen unter den 34 Herren vertreten. Im 16. Jahrhundert erlosch die Familie. Mit Pierre, dem 1360 eingebürgerten Sohn des Junkers Jean, hatte sich ein Zweig in Freiburg niedergelassen und spielte hier mit Guillaume im 15. Jahrhundert eine bedeutende Rolle. Dessen Blutsverwandter Antoine war ab 1468 Statthalter Jakobs von Savoyen, des Grafen von Romont, in der Waadt. Mit seinem gleichnamigen Sohn Antoine starb der Freiburger Zweig aus. Nicht zur Adelsfamilie d'Avenches gehörten die ab der Mitte des 13. Jahrhunderts als Bürger von Freiburg belegten d'Avenches (z.B. Conrad), deren Name eine schlichte Herkunftsbezeichnung darstellt.

Version vom: 20.12.2002
Autorin/Autor: Jean-Daniel Morerod Übersetzung: Alfred Zangger 
von Avenches, Edelknecht Johann (I57891)
 
51203 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020470/2002-12-20/

d'Avenches

Von der Mitte des 12. Jahrhunderts an belegte Familie des niederen Waadtländer Adels, aus Ministerialen des Bischofs von Lausanne hervorgehend, welche das Meieramt Avenches innehatten. Dem Geschlecht entstammten einige Domherren von Lausanne und Basel, zahlreiche Priester von Avenches und anderen Pfarreien der Diözese Lausanne sowie bischöfliche Kastlane. Vom Ende des 14. Jahrhunderts an trugen einige Mitglieder der Familie den Titel von Mitherren von Combremont-le-Grand. 1536 versuchte Bernard (​✝︎ vor 1539) vergeblich, Combremont unter freiburgische statt bernische Herrschaft zu stellen; im folgenden Jahr verkaufte er die Herrschaft. Er besass auch die Herrschaft Donatyre, die sein Sohn Claude (​✝︎ vor 1569) 1546 an die Praroman veräusserte. Herrschaftliche Rechte hatten die d'Avenches auch zum Beispiel in Villarepos, Cugy (FR), Russy, Prévondavaux und Cronay inne, womit sie eine nicht unbedeutende Stellung innerhalb des Waadtländer Adels einnahmen: 1456, anlässlich der feierlichen Zusammenkunft der Waadtländer Ständeversammlung bei der Übergabe des Landes an den Prinzen von Piemont (Amadeus IX. von Savoyen), war das Geschlecht mit vier Personen unter den 34 Herren vertreten. Im 16. Jahrhundert erlosch die Familie. Mit Pierre, dem 1360 eingebürgerten Sohn des Junkers Jean, hatte sich ein Zweig in Freiburg niedergelassen und spielte hier mit Guillaume im 15. Jahrhundert eine bedeutende Rolle. Dessen Blutsverwandter Antoine war ab 1468 Statthalter Jakobs von Savoyen, des Grafen von Romont, in der Waadt. Mit seinem gleichnamigen Sohn Antoine starb der Freiburger Zweig aus. Nicht zur Adelsfamilie d'Avenches gehörten die ab der Mitte des 13. Jahrhunderts als Bürger von Freiburg belegten d'Avenches (z.B. Conrad), deren Name eine schlichte Herkunftsbezeichnung darstellt.

Version vom: 20.12.2002
Autorin/Autor: Jean-Daniel Morerod Übersetzung: Alfred Zangger 
von Avenches, Johann der Ältere (I57893)
 
51204 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020470/2002-12-20/

d'Avenches

Von der Mitte des 12. Jahrhunderts an belegte Familie des niederen Waadtländer Adels, aus Ministerialen des Bischofs von Lausanne hervorgehend, welche das Meieramt Avenches innehatten. Dem Geschlecht entstammten einige Domherren von Lausanne und Basel, zahlreiche Priester von Avenches und anderen Pfarreien der Diözese Lausanne sowie bischöfliche Kastlane. Vom Ende des 14. Jahrhunderts an trugen einige Mitglieder der Familie den Titel von Mitherren von Combremont-le-Grand. 1536 versuchte Bernard (​✝︎ vor 1539) vergeblich, Combremont unter freiburgische statt bernische Herrschaft zu stellen; im folgenden Jahr verkaufte er die Herrschaft. Er besass auch die Herrschaft Donatyre, die sein Sohn Claude (​✝︎ vor 1569) 1546 an die Praroman veräusserte. Herrschaftliche Rechte hatten die d'Avenches auch zum Beispiel in Villarepos, Cugy (FR), Russy, Prévondavaux und Cronay inne, womit sie eine nicht unbedeutende Stellung innerhalb des Waadtländer Adels einnahmen: 1456, anlässlich der feierlichen Zusammenkunft der Waadtländer Ständeversammlung bei der Übergabe des Landes an den Prinzen von Piemont (Amadeus IX. von Savoyen), war das Geschlecht mit vier Personen unter den 34 Herren vertreten. Im 16. Jahrhundert erlosch die Familie. Mit Pierre, dem 1360 eingebürgerten Sohn des Junkers Jean, hatte sich ein Zweig in Freiburg niedergelassen und spielte hier mit Guillaume im 15. Jahrhundert eine bedeutende Rolle. Dessen Blutsverwandter Antoine war ab 1468 Statthalter Jakobs von Savoyen, des Grafen von Romont, in der Waadt. Mit seinem gleichnamigen Sohn Antoine starb der Freiburger Zweig aus. Nicht zur Adelsfamilie d'Avenches gehörten die ab der Mitte des 13. Jahrhunderts als Bürger von Freiburg belegten d'Avenches (z.B. Conrad), deren Name eine schlichte Herkunftsbezeichnung darstellt.

Version vom: 20.12.2002
Autorin/Autor: Jean-Daniel Morerod Übersetzung: Alfred Zangger 
von Avenches, Junker Johann (I57895)
 
51205 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020470/2002-12-20/

d'Avenches

Von der Mitte des 12. Jahrhunderts an belegte Familie des niederen Waadtländer Adels, aus Ministerialen des Bischofs von Lausanne hervorgehend, welche das Meieramt Avenches innehatten. Dem Geschlecht entstammten einige Domherren von Lausanne und Basel, zahlreiche Priester von Avenches und anderen Pfarreien der Diözese Lausanne sowie bischöfliche Kastlane. Vom Ende des 14. Jahrhunderts an trugen einige Mitglieder der Familie den Titel von Mitherren von Combremont-le-Grand. 1536 versuchte Bernard (​✝︎ vor 1539) vergeblich, Combremont unter freiburgische statt bernische Herrschaft zu stellen; im folgenden Jahr verkaufte er die Herrschaft. Er besass auch die Herrschaft Donatyre, die sein Sohn Claude (​✝︎ vor 1569) 1546 an die Praroman veräusserte. Herrschaftliche Rechte hatten die d'Avenches auch zum Beispiel in Villarepos, Cugy (FR), Russy, Prévondavaux und Cronay inne, womit sie eine nicht unbedeutende Stellung innerhalb des Waadtländer Adels einnahmen: 1456, anlässlich der feierlichen Zusammenkunft der Waadtländer Ständeversammlung bei der Übergabe des Landes an den Prinzen von Piemont (Amadeus IX. von Savoyen), war das Geschlecht mit vier Personen unter den 34 Herren vertreten. Im 16. Jahrhundert erlosch die Familie. Mit Pierre, dem 1360 eingebürgerten Sohn des Junkers Jean, hatte sich ein Zweig in Freiburg niedergelassen und spielte hier mit Guillaume im 15. Jahrhundert eine bedeutende Rolle. Dessen Blutsverwandter Antoine war ab 1468 Statthalter Jakobs von Savoyen, des Grafen von Romont, in der Waadt. Mit seinem gleichnamigen Sohn Antoine starb der Freiburger Zweig aus. Nicht zur Adelsfamilie d'Avenches gehörten die ab der Mitte des 13. Jahrhunderts als Bürger von Freiburg belegten d'Avenches (z.B. Conrad), deren Name eine schlichte Herkunftsbezeichnung darstellt.

Version vom: 20.12.2002
Autorin/Autor: Jean-Daniel Morerod Übersetzung: Alfred Zangger 
von Avenches, Edelknecht Johann (I57897)
 
51206 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020470/2002-12-20/

d'Avenches

Von der Mitte des 12. Jahrhunderts an belegte Familie des niederen Waadtländer Adels, aus Ministerialen des Bischofs von Lausanne hervorgehend, welche das Meieramt Avenches innehatten. Dem Geschlecht entstammten einige Domherren von Lausanne und Basel, zahlreiche Priester von Avenches und anderen Pfarreien der Diözese Lausanne sowie bischöfliche Kastlane. Vom Ende des 14. Jahrhunderts an trugen einige Mitglieder der Familie den Titel von Mitherren von Combremont-le-Grand. 1536 versuchte Bernard (​✝︎ vor 1539) vergeblich, Combremont unter freiburgische statt bernische Herrschaft zu stellen; im folgenden Jahr verkaufte er die Herrschaft. Er besass auch die Herrschaft Donatyre, die sein Sohn Claude (​✝︎ vor 1569) 1546 an die Praroman veräusserte. Herrschaftliche Rechte hatten die d'Avenches auch zum Beispiel in Villarepos, Cugy (FR), Russy, Prévondavaux und Cronay inne, womit sie eine nicht unbedeutende Stellung innerhalb des Waadtländer Adels einnahmen: 1456, anlässlich der feierlichen Zusammenkunft der Waadtländer Ständeversammlung bei der Übergabe des Landes an den Prinzen von Piemont (Amadeus IX. von Savoyen), war das Geschlecht mit vier Personen unter den 34 Herren vertreten. Im 16. Jahrhundert erlosch die Familie. Mit Pierre, dem 1360 eingebürgerten Sohn des Junkers Jean, hatte sich ein Zweig in Freiburg niedergelassen und spielte hier mit Guillaume im 15. Jahrhundert eine bedeutende Rolle. Dessen Blutsverwandter Antoine war ab 1468 Statthalter Jakobs von Savoyen, des Grafen von Romont, in der Waadt. Mit seinem gleichnamigen Sohn Antoine starb der Freiburger Zweig aus. Nicht zur Adelsfamilie d'Avenches gehörten die ab der Mitte des 13. Jahrhunderts als Bürger von Freiburg belegten d'Avenches (z.B. Conrad), deren Name eine schlichte Herkunftsbezeichnung darstellt.

Version vom: 20.12.2002
Autorin/Autor: Jean-Daniel Morerod Übersetzung: Alfred Zangger 
von Avenches, Rudolf (I57898)
 
51207 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020470/2002-12-20/

d'Avenches

Von der Mitte des 12. Jahrhunderts an belegte Familie des niederen Waadtländer Adels, aus Ministerialen des Bischofs von Lausanne hervorgehend, welche das Meieramt Avenches innehatten. Dem Geschlecht entstammten einige Domherren von Lausanne und Basel, zahlreiche Priester von Avenches und anderen Pfarreien der Diözese Lausanne sowie bischöfliche Kastlane. Vom Ende des 14. Jahrhunderts an trugen einige Mitglieder der Familie den Titel von Mitherren von Combremont-le-Grand. 1536 versuchte Bernard (​✝︎ vor 1539) vergeblich, Combremont unter freiburgische statt bernische Herrschaft zu stellen; im folgenden Jahr verkaufte er die Herrschaft. Er besass auch die Herrschaft Donatyre, die sein Sohn Claude (​✝︎ vor 1569) 1546 an die Praroman veräusserte. Herrschaftliche Rechte hatten die d'Avenches auch zum Beispiel in Villarepos, Cugy (FR), Russy, Prévondavaux und Cronay inne, womit sie eine nicht unbedeutende Stellung innerhalb des Waadtländer Adels einnahmen: 1456, anlässlich der feierlichen Zusammenkunft der Waadtländer Ständeversammlung bei der Übergabe des Landes an den Prinzen von Piemont (Amadeus IX. von Savoyen), war das Geschlecht mit vier Personen unter den 34 Herren vertreten. Im 16. Jahrhundert erlosch die Familie. Mit Pierre, dem 1360 eingebürgerten Sohn des Junkers Jean, hatte sich ein Zweig in Freiburg niedergelassen und spielte hier mit Guillaume im 15. Jahrhundert eine bedeutende Rolle. Dessen Blutsverwandter Antoine war ab 1468 Statthalter Jakobs von Savoyen, des Grafen von Romont, in der Waadt. Mit seinem gleichnamigen Sohn Antoine starb der Freiburger Zweig aus. Nicht zur Adelsfamilie d'Avenches gehörten die ab der Mitte des 13. Jahrhunderts als Bürger von Freiburg belegten d'Avenches (z.B. Conrad), deren Name eine schlichte Herkunftsbezeichnung darstellt.

Version vom: 20.12.2002
Autorin/Autor: Jean-Daniel Morerod Übersetzung: Alfred Zangger 
von Avenches, Kuno (Conon) (I57900)
 
51208 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020632/2010-09-29/

de Praroman

Praroman (deutsch Perroman), freiburgische Patrizierfamilie, aus dem gleichnamigen Ort stammend. Dem Geschlecht gehörten mehrere Junker und Ritter an. Einzelpersonen werden bereits im 12. Jahrhundert erwähnt, die Familie ab Mitte des 13. Jahrhunderts. Die zwei Freiburger Äste sind auf Pierre (​vor 1365) und Jacques (​vor 1356), vermutlich Brüder, zurückzuführen. Der erste Ast starb 1862 mit Philipp, einem reichen und wohltätigen Gutsbesitzer, im Mannesstamm aus. Der zweite teilte sich 1408 mit Nicolas' Niederlassung in Lausanne in zwei Zweige. Der in Freiburg verbliebene Zweig verschwand in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Der später reformierte Lausanner Zweig erlosch mit Rodolphe Samuel bzw. mit Louis Samuel (1750), Oberstleutnant in holländischen Diensten. Ab dem 14. Jahrhundert im Handel sehr erfolgreich (Perroman-Gesellschaft), spielten die Praroman vom 15. bis ins 18. Jahrhundert eine bedeutende Rolle in der Freiburger Politik. Die Familie stellte 1448-1607 sieben Schultheissen und in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts einen. Aus dem Geschlecht gingen auch 14 Kleinräte, 19 Sechziger, vier Venner, vier Säckelmeister und sieben Bürgermeister hervor. Nur selten hatte ein Familienmitglied ein kirchliches Amt inne. Wahrscheinlich wurde das ganze Geschlecht 1436 von Kaiser Sigismund geadelt, einige Vertreter wie Johann und Henri traten als Lehensleute in den Dienst von Fürsten, besonders der Savoyer.

Im 16. Jahrhundert gaben die Praroman den Handel auf und traten wie die beiden Familienmitglieder mit Namen Niklaus in den Kriegsdienst, besonders für Frankreich. Sie stellten jedoch nie höchste Ränge. Hubert (✝︎ 1547), Schultheiss 1528-1530, gehörte zum Humanistenkreis um Peter Falck, den er 1516 nach Jerusalem begleitete, wo er zum Ritter geschlagen wurde. Auch Petermann stand in der Humanistentradition. 1649 errichtete der Geistliche Beat-Ludwig eine Substitution (Fideikommiss) zugunsten des jeweils ältesten Praroman, der seinen Vornamen trug, weshalb dieser Vorname in der Familie fortan sehr häufig vorkam. Eine weitere Substitution errichtete Hans Anton 1708 mit seinen Gütern Balterswil (Gemeinde St. Ursen) und Frieseneit (Gemeinde Bösingen) für die männlichen Nachkommen seiner Brüder. Aufgrund der gesetzlichen Auflösung der Substitutionen trat der letzte Nutzniesser 1850 das Gut Frieseneit dem Almosenamt ab und behielt dafür Balterswil als Eigentum. Zwei Onkel des letzten Praroman, der Staatsrat Philippe (1745-1815) und der Grossrat Joseph (1754-1822), widersetzten sich 1814 der Restauration des Patriziats. Joseph intervenierte bei den Gesandten der Alliierten, wurde aber mit seinen Anhängern trotz Geleitbrief von der Berner Polizei verhaftet, in Freiburg eingekerkert und schliesslich als Hochverräter zu sechs Monaten Hausarrest und 20 Jahren polizeilicher Überwachung verurteilt. Ausserdem verlor er seine politischen Rechte und den Grossratssitz.

Version vom: 29.09.2010
Autorin/Autor: Peter F. Kopp 
von Praroman, Jakob (I56838)
 
51209 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020632/2010-09-29/

de Praroman

Praroman (deutsch Perroman), freiburgische Patrizierfamilie, aus dem gleichnamigen Ort stammend. Dem Geschlecht gehörten mehrere Junker und Ritter an. Einzelpersonen werden bereits im 12. Jahrhundert erwähnt, die Familie ab Mitte des 13. Jahrhunderts. Die zwei Freiburger Äste sind auf Pierre (​vor 1365) und Jacques (​vor 1356), vermutlich Brüder, zurückzuführen. Der erste Ast starb 1862 mit Philipp, einem reichen und wohltätigen Gutsbesitzer, im Mannesstamm aus. Der zweite teilte sich 1408 mit Nicolas' Niederlassung in Lausanne in zwei Zweige. Der in Freiburg verbliebene Zweig verschwand in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Der später reformierte Lausanner Zweig erlosch mit Rodolphe Samuel bzw. mit Louis Samuel (1750), Oberstleutnant in holländischen Diensten. Ab dem 14. Jahrhundert im Handel sehr erfolgreich (Perroman-Gesellschaft), spielten die Praroman vom 15. bis ins 18. Jahrhundert eine bedeutende Rolle in der Freiburger Politik. Die Familie stellte 1448-1607 sieben Schultheissen und in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts einen. Aus dem Geschlecht gingen auch 14 Kleinräte, 19 Sechziger, vier Venner, vier Säckelmeister und sieben Bürgermeister hervor. Nur selten hatte ein Familienmitglied ein kirchliches Amt inne. Wahrscheinlich wurde das ganze Geschlecht 1436 von Kaiser Sigismund geadelt, einige Vertreter wie Johann und Henri traten als Lehensleute in den Dienst von Fürsten, besonders der Savoyer.

Im 16. Jahrhundert gaben die Praroman den Handel auf und traten wie die beiden Familienmitglieder mit Namen Niklaus in den Kriegsdienst, besonders für Frankreich. Sie stellten jedoch nie höchste Ränge. Hubert (✝︎ 1547), Schultheiss 1528-1530, gehörte zum Humanistenkreis um Peter Falck, den er 1516 nach Jerusalem begleitete, wo er zum Ritter geschlagen wurde. Auch Petermann stand in der Humanistentradition. 1649 errichtete der Geistliche Beat-Ludwig eine Substitution (Fideikommiss) zugunsten des jeweils ältesten Praroman, der seinen Vornamen trug, weshalb dieser Vorname in der Familie fortan sehr häufig vorkam. Eine weitere Substitution errichtete Hans Anton 1708 mit seinen Gütern Balterswil (Gemeinde St. Ursen) und Frieseneit (Gemeinde Bösingen) für die männlichen Nachkommen seiner Brüder. Aufgrund der gesetzlichen Auflösung der Substitutionen trat der letzte Nutzniesser 1850 das Gut Frieseneit dem Almosenamt ab und behielt dafür Balterswil als Eigentum. Zwei Onkel des letzten Praroman, der Staatsrat Philippe (1745-1815) und der Grossrat Joseph (1754-1822), widersetzten sich 1814 der Restauration des Patriziats. Joseph intervenierte bei den Gesandten der Alliierten, wurde aber mit seinen Anhängern trotz Geleitbrief von der Berner Polizei verhaftet, in Freiburg eingekerkert und schliesslich als Hochverräter zu sechs Monaten Hausarrest und 20 Jahren polizeilicher Überwachung verurteilt. Ausserdem verlor er seine politischen Rechte und den Grossratssitz.

Version vom: 29.09.2010
Autorin/Autor: Peter F. Kopp 
von Praroman, Jecli (I57913)
 
51210 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020632/2010-09-29/

de Praroman

Praroman (deutsch Perroman), freiburgische Patrizierfamilie, aus dem gleichnamigen Ort stammend. Dem Geschlecht gehörten mehrere Junker und Ritter an. Einzelpersonen werden bereits im 12. Jahrhundert erwähnt, die Familie ab Mitte des 13. Jahrhunderts. Die zwei Freiburger Äste sind auf Pierre (​vor 1365) und Jacques (​vor 1356), vermutlich Brüder, zurückzuführen. Der erste Ast starb 1862 mit Philipp, einem reichen und wohltätigen Gutsbesitzer, im Mannesstamm aus. Der zweite teilte sich 1408 mit Nicolas' Niederlassung in Lausanne in zwei Zweige. Der in Freiburg verbliebene Zweig verschwand in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Der später reformierte Lausanner Zweig erlosch mit Rodolphe Samuel bzw. mit Louis Samuel (1750), Oberstleutnant in holländischen Diensten. Ab dem 14. Jahrhundert im Handel sehr erfolgreich (Perroman-Gesellschaft), spielten die Praroman vom 15. bis ins 18. Jahrhundert eine bedeutende Rolle in der Freiburger Politik. Die Familie stellte 1448-1607 sieben Schultheissen und in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts einen. Aus dem Geschlecht gingen auch 14 Kleinräte, 19 Sechziger, vier Venner, vier Säckelmeister und sieben Bürgermeister hervor. Nur selten hatte ein Familienmitglied ein kirchliches Amt inne. Wahrscheinlich wurde das ganze Geschlecht 1436 von Kaiser Sigismund geadelt, einige Vertreter wie Johann und Henri traten als Lehensleute in den Dienst von Fürsten, besonders der Savoyer.

Im 16. Jahrhundert gaben die Praroman den Handel auf und traten wie die beiden Familienmitglieder mit Namen Niklaus in den Kriegsdienst, besonders für Frankreich. Sie stellten jedoch nie höchste Ränge. Hubert (✝︎ 1547), Schultheiss 1528-1530, gehörte zum Humanistenkreis um Peter Falck, den er 1516 nach Jerusalem begleitete, wo er zum Ritter geschlagen wurde. Auch Petermann stand in der Humanistentradition. 1649 errichtete der Geistliche Beat-Ludwig eine Substitution (Fideikommiss) zugunsten des jeweils ältesten Praroman, der seinen Vornamen trug, weshalb dieser Vorname in der Familie fortan sehr häufig vorkam. Eine weitere Substitution errichtete Hans Anton 1708 mit seinen Gütern Balterswil (Gemeinde St. Ursen) und Frieseneit (Gemeinde Bösingen) für die männlichen Nachkommen seiner Brüder. Aufgrund der gesetzlichen Auflösung der Substitutionen trat der letzte Nutzniesser 1850 das Gut Frieseneit dem Almosenamt ab und behielt dafür Balterswil als Eigentum. Zwei Onkel des letzten Praroman, der Staatsrat Philippe (1745-1815) und der Grossrat Joseph (1754-1822), widersetzten sich 1814 der Restauration des Patriziats. Joseph intervenierte bei den Gesandten der Alliierten, wurde aber mit seinen Anhängern trotz Geleitbrief von der Berner Polizei verhaftet, in Freiburg eingekerkert und schliesslich als Hochverräter zu sechs Monaten Hausarrest und 20 Jahren polizeilicher Überwachung verurteilt. Ausserdem verlor er seine politischen Rechte und den Grossratssitz.

Version vom: 29.09.2010
Autorin/Autor: Peter F. Kopp 
de Praroman, Jacquette (I58951)
 
51211 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020632/2010-09-29/

de Praroman

Praroman (deutsch Perroman), freiburgische Patrizierfamilie, aus dem gleichnamigen Ort stammend. Dem Geschlecht gehörten mehrere Junker und Ritter an. Einzelpersonen werden bereits im 12. Jahrhundert erwähnt, die Familie ab Mitte des 13. Jahrhunderts. Die zwei Freiburger Äste sind auf Pierre (​vor 1365) und Jacques (​vor 1356), vermutlich Brüder, zurückzuführen. Der erste Ast starb 1862 mit Philipp, einem reichen und wohltätigen Gutsbesitzer, im Mannesstamm aus. Der zweite teilte sich 1408 mit Nicolas' Niederlassung in Lausanne in zwei Zweige. Der in Freiburg verbliebene Zweig verschwand in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Der später reformierte Lausanner Zweig erlosch mit Rodolphe Samuel bzw. mit Louis Samuel (1750), Oberstleutnant in holländischen Diensten. Ab dem 14. Jahrhundert im Handel sehr erfolgreich (Perroman-Gesellschaft), spielten die Praroman vom 15. bis ins 18. Jahrhundert eine bedeutende Rolle in der Freiburger Politik. Die Familie stellte 1448-1607 sieben Schultheissen und in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts einen. Aus dem Geschlecht gingen auch 14 Kleinräte, 19 Sechziger, vier Venner, vier Säckelmeister und sieben Bürgermeister hervor. Nur selten hatte ein Familienmitglied ein kirchliches Amt inne. Wahrscheinlich wurde das ganze Geschlecht 1436 von Kaiser Sigismund geadelt, einige Vertreter wie Johann und Henri traten als Lehensleute in den Dienst von Fürsten, besonders der Savoyer.

Im 16. Jahrhundert gaben die Praroman den Handel auf und traten wie die beiden Familienmitglieder mit Namen Niklaus in den Kriegsdienst, besonders für Frankreich. Sie stellten jedoch nie höchste Ränge. Hubert (✝︎ 1547), Schultheiss 1528-1530, gehörte zum Humanistenkreis um Peter Falck, den er 1516 nach Jerusalem begleitete, wo er zum Ritter geschlagen wurde. Auch Petermann stand in der Humanistentradition. 1649 errichtete der Geistliche Beat-Ludwig eine Substitution (Fideikommiss) zugunsten des jeweils ältesten Praroman, der seinen Vornamen trug, weshalb dieser Vorname in der Familie fortan sehr häufig vorkam. Eine weitere Substitution errichtete Hans Anton 1708 mit seinen Gütern Balterswil (Gemeinde St. Ursen) und Frieseneit (Gemeinde Bösingen) für die männlichen Nachkommen seiner Brüder. Aufgrund der gesetzlichen Auflösung der Substitutionen trat der letzte Nutzniesser 1850 das Gut Frieseneit dem Almosenamt ab und behielt dafür Balterswil als Eigentum. Zwei Onkel des letzten Praroman, der Staatsrat Philippe (1745-1815) und der Grossrat Joseph (1754-1822), widersetzten sich 1814 der Restauration des Patriziats. Joseph intervenierte bei den Gesandten der Alliierten, wurde aber mit seinen Anhängern trotz Geleitbrief von der Berner Polizei verhaftet, in Freiburg eingekerkert und schliesslich als Hochverräter zu sechs Monaten Hausarrest und 20 Jahren polizeilicher Überwachung verurteilt. Ausserdem verlor er seine politischen Rechte und den Grossratssitz.

Version vom: 29.09.2010
Autorin/Autor: Peter F. Kopp 
de Praroman, Anneline (I58954)
 
51212 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020649/2013-02-22/

de Vaumarcus

Die im 13. Jahrhundert erstmals erwähnten de Vaumarcus werden von einigen Historikern zum verwandtschaftlichen Umfeld der von Stäffis und von Grandson gezählt. Sie besassen die kleine Herrschaft Vaumarcus und Lehen in entfernteren Gebieten, so in Chevroux, Eclépens und Essertines-sur-Yverdon, beim Zoll von Jougne sowie in der Umgebung von Boudry. Dieser Zweig ging auf Renaud zurück (erwähnt 1242-1256). Ende des 13. Jahrhunderts kämpften die Herren von Vaumarcus mit ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten und veräusserten nach und nach ihre entfernteren Besitztümer. Der letzte Vertreter dieses Zweigs, Peter III., verpfändete 1306 seine Herrschaft an die von Neuenburg und verkaufte sie ihnen 1309. Ein jüngerer Zweig der Familie blieb im Besitz zahlreicher Güter, vor allem um Le Landeron. Otto (​✝︎ kurz nach 1359), ein Neffe Peters III., wurde 1337 Maire von Neuenburg. Die männliche Linie erlosch mit dem zwischen 1477 und 1504 erwähnten Rudolf, genannt Roland.

Version vom: 22.02.2013
Autorin/Autor: Germain Hausmann | Übersetzung: Christoph Badertscher 
von Vaumarcus, Elisabeth (I59494)
 
51213 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020649/2013-02-22/

de Vaumarcus

Die im 13. Jahrhundert erstmals erwähnten de Vaumarcus werden von einigen Historikern zum verwandtschaftlichen Umfeld der von Stäffis und von Grandson gezählt. Sie besassen die kleine Herrschaft Vaumarcus und Lehen in entfernteren Gebieten, so in Chevroux, Eclépens und Essertines-sur-Yverdon, beim Zoll von Jougne sowie in der Umgebung von Boudry. Dieser Zweig ging auf Renaud zurück (erwähnt 1242-1256). Ende des 13. Jahrhunderts kämpften die Herren von Vaumarcus mit ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten und veräusserten nach und nach ihre entfernteren Besitztümer. Der letzte Vertreter dieses Zweigs, Peter III., verpfändete 1306 seine Herrschaft an die von Neuenburg und verkaufte sie ihnen 1309. Ein jüngerer Zweig der Familie blieb im Besitz zahlreicher Güter, vor allem um Le Landeron. Otto (​✝︎ kurz nach 1359), ein Neffe Peters III., wurde 1337 Maire von Neuenburg. Die männliche Linie erlosch mit dem zwischen 1477 und 1504 erwähnten Rudolf, genannt Roland.

Version vom: 22.02.2013
Autorin/Autor: Germain Hausmann | Übersetzung: Christoph Badertscher 
von Vaumarcus, Ritter Jakob (I59503)
 
51214 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020869/2015-12-22/

Engel BE

Berner Handwerkergeschlecht, ursprünglich aus dem thurgauischen Nergeten (Warth-Weiningen) stammend, heute noch in Ligerz und Twann ansässig. Der Stadtberner Zweig ist im 19. Jahrhundert ausgestorben. 1616 bürgerte sich Hieronymus, Kupferschmied, in Bern ein. Bereits in der zweiten Generation schafften die Engel mit Johann Leonhard den Aufstieg in den sich schliessenden Kreis der regierenden Familien (1651 Grosser Rat, 1669 Kleiner Rat). Das zahlenmässig kleine Geschlecht, das Notare, Gerichtsschreiber, Bibliothekare und Verwaltungsleute (Landvögte, Kirchmeier) hervorbrachte, behielt seine Ratsposition bis zum Ende des Ancien Régime auch dank Heiratsverbindungen zum Patriziat. Als sein bedeutendster Exponent gilt Samuel. Der letzte Vertreter in der Stadt Bern war Grossrat und Kirchmeier Franz Karl (1791-1870).

Version vom: 22.12.2015
Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher 
Engel, Hieronymus (I61235)
 
51215 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020869/2015-12-22/

Engel BE

Berner Handwerkergeschlecht, ursprünglich aus dem thurgauischen Nergeten (Warth-Weiningen) stammend, heute noch in Ligerz und Twann ansässig. Der Stadtberner Zweig ist im 19. Jahrhundert ausgestorben. 1616 bürgerte sich Hieronymus, Kupferschmied, in Bern ein. Bereits in der zweiten Generation schafften die Engel mit Johann Leonhard den Aufstieg in den sich schliessenden Kreis der regierenden Familien (1651 Grosser Rat, 1669 Kleiner Rat). Das zahlenmässig kleine Geschlecht, das Notare, Gerichtsschreiber, Bibliothekare und Verwaltungsleute (Landvögte, Kirchmeier) hervorbrachte, behielt seine Ratsposition bis zum Ende des Ancien Régime auch dank Heiratsverbindungen zum Patriziat. Als sein bedeutendster Exponent gilt Samuel. Der letzte Vertreter in der Stadt Bern war Grossrat und Kirchmeier Franz Karl (1791-1870).

Version vom: 22.12.2015
Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher 
Engel, Leonhard (I61237)
 
51216 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020893/2008-05-05/

Lombach

1855 erloschene regimentsfähige Fam. der Stadt Bern, die ab 1429 im Gr. Rat nachgewiesen ist. Junker Heinrich (✝︎ 1462) vererbte Gut (das renommierte Gasthaus Zur roten Glocke) und Namen an seinen Schwiegersohn, den aus Freiburg stammenden Berner Kleinrat Hans Jakob Courtevril oder Guetenfry (✝︎ 1501), der zu Mittellöwen zunftgenössig und einer der reichsten Berner war. Bis 1798 stellte die numerisch kleine Fam., die sich erst mit Niklaus (1641-1700) und Anton (1644-1707) in zwei Linien spaltete, mehrere Landvögte und vier Kleinräte. Im 18. Jh. traten einige Angehörige in fremde Dienste, von denen Anton (1672-1727) und Abraham Samuel (1731-78) in piemontes. bzw. holländ. Diensten bis zum Obersten aufstiegen; andere wandten sich dem Pfarrerberuf zu. Dank der Übernahme des sozialen Rangs der älteren L. zählte die Fam., die in der 2. Hälfte des 17. und zu Beginn des 18. Jh. die Herrschaft Hindelbank besessen hatte, zu den "edelvesten" Geschlechtern.

Version vom: 05.05.2008
Autorin/Autor: Hans Braun 
Lombach, Junker Heinrich (I59223)
 
51217 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020893/2008-05-05/

Lombach

1855 erloschene regimentsfähige Fam. der Stadt Bern, die ab 1429 im Gr. Rat nachgewiesen ist. Junker Heinrich (✝︎ 1462) vererbte Gut (das renommierte Gasthaus Zur roten Glocke) und Namen an seinen Schwiegersohn, den aus Freiburg stammenden Berner Kleinrat Hans Jakob Courtevril oder Guetenfry (✝︎ 1501), der zu Mittellöwen zunftgenössig und einer der reichsten Berner war. Bis 1798 stellte die numerisch kleine Fam., die sich erst mit Niklaus (1641-1700) und Anton (1644-1707) in zwei Linien spaltete, mehrere Landvögte und vier Kleinräte. Im 18. Jh. traten einige Angehörige in fremde Dienste, von denen Anton (1672-1727) und Abraham Samuel (1731-78) in piemontes. bzw. holländ. Diensten bis zum Obersten aufstiegen; andere wandten sich dem Pfarrerberuf zu. Dank der Übernahme des sozialen Rangs der älteren L. zählte die Fam., die in der 2. Hälfte des 17. und zu Beginn des 18. Jh. die Herrschaft Hindelbank besessen hatte, zu den "edelvesten" Geschlechtern.

Version vom: 05.05.2008
Autorin/Autor: Hans Braun 
von Gurtenfry (Courtevril), Hans Jakob (I59220)
 
51218 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020897/2009-06-22/

Mutach

Berner Ratsgeschlecht. Ab 1533 hatte die Fam. das Bürgerrecht in Zofingen und stellte dort Vertreter im Gross- und im Kleinrat. 1770 starb diese Linie aus. Daniel (1599-1645) kam als Notar nach Bern, erhielt 1624 das Bürgerrecht und trat 1635 in den Gr. Rat ein. Seine wenig zahlreichen Nachkommen waren im 17. und 18. Jh. Offiziere, Vögte und Amtssekretäre. Samuel und sein Neffe Gabriel (1702-72) gehörten dem Kleinrat an. Samuels Sohn Samuel (1690-1761) sowie dessen Söhne Samuel (1720-72) und Johann Rudolf (1729-93) waren Staatsschreiber, Johann Rudolf und sein Neffe Abraham Friedrich Mitglieder des Kl. Rats. 1816 nahm der Letztgenannte für seine Fam. das Adelsprädikat an. Die M. heirateten bis Ende des 19. Jh. fast ausschliesslich in andere Berner Ratsgeschlechter ein. Im 19. und 20. Jh. stellten sie Offiziere, Ärzte und Vertreter der techn. Berufe. Karl Alfred (1831-1914) war Maler und Fotograf. Ab 1783 bis zu ihrem Aussterben 1990 besass die Fam. das Schloss Holligen in Bern.

Version vom: 22.06.2009
Autorin/Autor: Christian Müller (2) 
Mutach, Katharina (I59429)
 
51219 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020897/2009-06-22/

Mutach

Berner Ratsgeschlecht. Ab 1533 hatte die Fam. das Bürgerrecht in Zofingen und stellte dort Vertreter im Gross- und im Kleinrat. 1770 starb diese Linie aus. Daniel (1599-1645) kam als Notar nach Bern, erhielt 1624 das Bürgerrecht und trat 1635 in den Gr. Rat ein. Seine wenig zahlreichen Nachkommen waren im 17. und 18. Jh. Offiziere, Vögte und Amtssekretäre. Samuel und sein Neffe Gabriel (1702-72) gehörten dem Kleinrat an. Samuels Sohn Samuel (1690-1761) sowie dessen Söhne Samuel (1720-72) und Johann Rudolf (1729-93) waren Staatsschreiber, Johann Rudolf und sein Neffe Abraham Friedrich Mitglieder des Kl. Rats. 1816 nahm der Letztgenannte für seine Fam. das Adelsprädikat an. Die M. heirateten bis Ende des 19. Jh. fast ausschliesslich in andere Berner Ratsgeschlechter ein. Im 19. und 20. Jh. stellten sie Offiziere, Ärzte und Vertreter der techn. Berufe. Karl Alfred (1831-1914) war Maler und Fotograf. Ab 1783 bis zu ihrem Aussterben 1990 besass die Fam. das Schloss Holligen in Bern.

Version vom: 22.06.2009
Autorin/Autor: Christian Müller (2) 
Mutach, Gabriel (I59428)
 
51220 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020897/2009-06-22/

Mutach

Berner Ratsgeschlecht. Ab 1533 hatte die Fam. das Bürgerrecht in Zofingen und stellte dort Vertreter im Gross- und im Kleinrat. 1770 starb diese Linie aus. Daniel (1599-1645) kam als Notar nach Bern, erhielt 1624 das Bürgerrecht und trat 1635 in den Gr. Rat ein. Seine wenig zahlreichen Nachkommen waren im 17. und 18. Jh. Offiziere, Vögte und Amtssekretäre. Samuel und sein Neffe Gabriel (1702-72) gehörten dem Kleinrat an. Samuels Sohn Samuel (1690-1761) sowie dessen Söhne Samuel (1720-72) und Johann Rudolf (1729-93) waren Staatsschreiber, Johann Rudolf und sein Neffe Abraham Friedrich Mitglieder des Kl. Rats. 1816 nahm der Letztgenannte für seine Fam. das Adelsprädikat an. Die M. heirateten bis Ende des 19. Jh. fast ausschliesslich in andere Berner Ratsgeschlechter ein. Im 19. und 20. Jh. stellten sie Offiziere, Ärzte und Vertreter der techn. Berufe. Karl Alfred (1831-1914) war Maler und Fotograf. Ab 1783 bis zu ihrem Aussterben 1990 besass die Fam. das Schloss Holligen in Bern.

Version vom: 22.06.2009
Autorin/Autor: Christian Müller (2) 
Mutach, Hans (I59431)
 
51221 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020897/2009-06-22/

Mutach

Berner Ratsgeschlecht. Ab 1533 hatte die Fam. das Bürgerrecht in Zofingen und stellte dort Vertreter im Gross- und im Kleinrat. 1770 starb diese Linie aus. Daniel (1599-1645) kam als Notar nach Bern, erhielt 1624 das Bürgerrecht und trat 1635 in den Gr. Rat ein. Seine wenig zahlreichen Nachkommen waren im 17. und 18. Jh. Offiziere, Vögte und Amtssekretäre. Samuel und sein Neffe Gabriel (1702-72) gehörten dem Kleinrat an. Samuels Sohn Samuel (1690-1761) sowie dessen Söhne Samuel (1720-72) und Johann Rudolf (1729-93) waren Staatsschreiber, Johann Rudolf und sein Neffe Abraham Friedrich Mitglieder des Kl. Rats. 1816 nahm der Letztgenannte für seine Fam. das Adelsprädikat an. Die M. heirateten bis Ende des 19. Jh. fast ausschliesslich in andere Berner Ratsgeschlechter ein. Im 19. und 20. Jh. stellten sie Offiziere, Ärzte und Vertreter der techn. Berufe. Karl Alfred (1831-1914) war Maler und Fotograf. Ab 1783 bis zu ihrem Aussterben 1990 besass die Fam. das Schloss Holligen in Bern.

Version vom: 22.06.2009
Autorin/Autor: Christian Müller (2) 
Mutach, Sebastian (I59434)
 
51222 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020905/2012-11-07/

Steiger BE, weisse

Familie der Stadt Bern mit Stubenrecht zu Obergerbern. Sie führt den weissen Steinbock im Wappen und seit 1838 teilweise das Prädikat "von". Stammvater ist Jost (✝︎ 1497), der 1452 als Berner Grossrat erscheint. Sein Sohn Bartlome (✝︎ 1513) gelangte in den Kleinen Rat, sein Urenkel Hans wurde 1562 Berner Schultheiss. Dieser erwarb in der Waadt mehrere Herrschaften, von denen die Freiherrschaft Rolle samt Mont-le-Grand und Mont-le-Vieux sowie die Herrschaften Bière und Begnins über rund 200 Jahre in der Familie weitervererbt wurden, genauso wie die Herrschaft Münsingen samt Niederwichtrach. Sein älterer Sohn Hans (1573-1621) begründete die Linie von Rolle, sein jüngerer Sohn Georg (1575-1611) diejenige von Münsingen. Infolge der starken Verzweigung der Linie von Rolle gehörten die Steiger bald zu den zahlenmässig grössten und im Grossen Rat stark vertretenen Familien. Sie sassen auch kontinuierlich im Kleinen Rat, wo Isaak zum Schultheissen, Franz Ludwig (1704-1755) zum Deutschseckelmeister und Albrecht Bernhard zum Venner zu Gerbern aufstiegen. Ausserdem brachte die zur zweiten Klasse der sogenannten edelvesten Geschlechter gezählte Familie mit Isaak und Beat Ludwig (->) zwei Solddienstgeneräle in österreichischen bzw. holländischen Diensten hervor sowie mit Johann Rudolf einen eidgenössischen Generaladjutanten. Nach dem Untergang des Ancien Régime wandten sich die Steiger vor allem als Juristen, Ingenieure und Kaufleute bürgerlichen Berufen zu und weiteten ihren traditionell auf das Patriziat begrenzten Heiratskreis auf das moderne Bürgertum aus. Dies trug dazu bei, dass Edmund, Adolfund Eduard in höchste politische Stellungen aufstiegen. Etliche Mitglieder wanderten unter anderem in die USA und nach Australien aus. Dort vermehrte sich die Familie nochmals so stark, dass sie zu Beginn des 21. Jahrhunderts zu den grössten Berner Patriziergeschlechtern zählte.

Version vom: 07.11.2012
Autorin/Autor: Hans Braun 
Steiger (mit dem weissen Bock), Salome (I57921)
 
51223 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020912/2012-10-12/

Tillier

Bernisches Patriziergeschlecht, das vermutlich ursprünglich aus Gerlafingen, allenfalls aus Frankreich stammt. Es wurde 1415 in Bern eingeburgert und war ab 1445 im Grossen Rat vertreten. Die Tillier stellten vom 15. bis 19. Jahrhundert zahlreiche Gross- und Kleinräte, Landvögte sowie höhere Offiziere, hauptsächlich in französischen und österreichischen Diensten. Johann Anton wurde Berner Schultheiss. Mit dem Historiker Johann Anton starb das Geschlecht 1854 aus. Angehörige eines Zweigs, dem Johann Anton und Johann Franz angehörten, wurden als Träger von höchsten Staatsämtern in Diensten Karls VI. und Maria Theresias in den Adelsstand erhoben und traten zum Katholizismus über. In Opposition zu den Familientraditionen stand Anton Ludwig als helvetischer Statthalter. Über mehrere Generationen befanden sich das Schloss Bümpliz und die Landsitze Rörswil (Gemeinde Ostermundigen) und Neuhaus bei Münsingen im Besitz der Familie.

Version vom: 12.10.2012
Autorin/Autor: Thomas von Graffenried 
Tillier (Tilger), Ludwig (I61294)
 
51224 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020912/2012-10-12/

Tillier

Bernisches Patriziergeschlecht, das vermutlich ursprünglich aus Gerlafingen, allenfalls aus Frankreich stammt. Es wurde 1415 in Bern eingeburgert und war ab 1445 im Grossen Rat vertreten. Die Tillier stellten vom 15. bis 19. Jahrhundert zahlreiche Gross- und Kleinräte, Landvögte sowie höhere Offiziere, hauptsächlich in französischen und österreichischen Diensten. Johann Anton wurde Berner Schultheiss. Mit dem Historiker Johann Anton starb das Geschlecht 1854 aus. Angehörige eines Zweigs, dem Johann Anton und Johann Franz angehörten, wurden als Träger von höchsten Staatsämtern in Diensten Karls VI. und Maria Theresias in den Adelsstand erhoben und traten zum Katholizismus über. In Opposition zu den Familientraditionen stand Anton Ludwig als helvetischer Statthalter. Über mehrere Generationen befanden sich das Schloss Bümpliz und die Landsitze Rörswil (Gemeinde Ostermundigen) und Neuhaus bei Münsingen im Besitz der Familie.

Version vom: 12.10.2012
Autorin/Autor: Thomas von GraffenriedBern fassbar ist.[1] Von ihm gingen zwei Hauptlinien aus. Die Familie gehörte seit 1455 der Gesellschaft zu Mittellöwen an und mit ihm starb 1854 der Mannesstamm aus. Andere Zweige waren zünftig zum Mohren (1524 bis 1583), zu Pfistern (1555 bis 1788) und zu Schiffleuten (1737 bis 1835). Im 16. Jahrhundert erhielt das Geschlecht den erblichen Adelsstand (den Junkertitel führten die Mitglieder des Geschlechts ohne das Prädikat „von“),[2] 1715 den Reichsritterstand,[3] späterhin im 18. Jahrhundert auch den österreichischen Freiherrenstand,[4] mit dem Johann Anton Tillier (Generalquartiermeister) und Joseph Maximilian von Tillier, beide Feldmarschallleutnant[5] und Ritter des Militär-Maria-Theresien-Ordens.[6]

Von 1731 bis 1940 gehörte das Château de Champvent im Waadtland den Tillier.

 
Tillier, Hans Anton (I61325)
 
51225 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020912/2012-10-12/

Tillier

Bernisches Patriziergeschlecht, das vermutlich ursprünglich aus Gerlafingen, allenfalls aus Frankreich stammt. Es wurde 1415 in Bern eingeburgert und war ab 1445 im Grossen Rat vertreten. Die Tillier stellten vom 15. bis 19. Jahrhundert zahlreiche Gross- und Kleinräte, Landvögte sowie höhere Offiziere, hauptsächlich in französischen und österreichischen Diensten. Johann Anton wurde Berner Schultheiss. Mit dem Historiker Johann Anton starb das Geschlecht 1854 aus. Angehörige eines Zweigs, dem Johann Anton und Johann Franz angehörten, wurden als Träger von höchsten Staatsämtern in Diensten Karls VI. und Maria Theresias in den Adelsstand erhoben und traten zum Katholizismus über. In Opposition zu den Familientraditionen stand Anton Ludwig als helvetischer Statthalter. Über mehrere Generationen befanden sich das Schloss Bümpliz und die Landsitze Rörswil (Gemeinde Ostermundigen) und Neuhaus bei Münsingen im Besitz der Familie.

Version vom: 12.10.2012
Autorin/Autor: Thomas von GraffenriedBern fassbar ist.[1] Von ihm gingen zwei Hauptlinien aus. Die Familie gehörte seit 1455 der Gesellschaft zu Mittellöwen an und mit ihm starb 1854 der Mannesstamm aus. Andere Zweige waren zünftig zum Mohren (1524 bis 1583), zu Pfistern (1555 bis 1788) und zu Schiffleuten (1737 bis 1835). Im 16. Jahrhundert erhielt das Geschlecht den erblichen Adelsstand (den Junkertitel führten die Mitglieder des Geschlechts ohne das Prädikat „von“),[2] 1715 den Reichsritterstand,[3] späterhin im 18. Jahrhundert auch den österreichischen Freiherrenstand,[4] mit dem Johann Anton Tillier (Generalquartiermeister) und Joseph Maximilian von Tillier, beide Feldmarschallleutnant[5] und Ritter des Militär-Maria-Theresien-Ordens.[6]

Von 1731 bis 1940 gehörte das Château de Champvent im Waadtland den Tillier.

Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Tillier_(Patrizierfamilie)

Tillier (Patrizierfamilie)

Der älteste gemeinsame Ahne war Ludwig Tillier, der von 1414 bis 1420 in Bern fassbar ist. Von ihm gingen zwei Hauptlinien aus. Die Familie gehörte seit 1455 der Gesellschaft zu Mittellöwen an und mit ihm starb 1854 der Mannesstamm aus. Andere Zweige waren zünftig zum Mohren (1524 bis 1583), zu Pfistern (1555 bis 1788) und zu Schiffleuten (1737 bis 1835). Im 16. Jahrhundert erhielt das Geschlecht den erblichen Adelsstand (den Junkertitel führten die Mitglieder des Geschlechts ohne das Prädikat „von“), 1715 den Reichsritterstand, späterhin im 18. Jahrhundert auch den österreichischen Freiherrenstand, mit dem Johann Anton Tillier (Generalquartiermeister) und Joseph Maximilian von Tillier, beide Feldmarschallleutnant und Ritter des Militär-Maria-Theresien-Ordens.

Von 1731 bis 1940 gehörte das Château de Champvent im Waadtland den Tillier. 
Tillier, Helene (I58261)
 
51226 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021100/2014-02-19/

Techtermann

Freiburger Patrizierfamilie. Die Nachfahren von Jacques und Jean de Berverschiet (Barberêche), die 1357 ins Freiburger Bürgerrecht aufgenommen wurden, nannten sich erst Tochtermann und dann Techtermann. Die Familie trug diesen Namen von 1399 bis ins 21. Jahrhundert ohne Unterbrechung. Das Prädikat "von" nahm sie 1782 an. Kaiser Maximilian I. verlieh 1507 Hans und 1510 Jacob einen Wappenbrief. Ursprünglich waren die Techtermann Gerber, später stellten sie zahlreiche Amtsträger: einen Schultheiss, François-Antoine, 39 Vögte, 19 Venner, 36 Mitglieder des Rats der Sechzig, 43 des Rats der Zweihundert, 15 der Geheimen Kammer und 21 des Kleinen Rats. Anna, Marie-Benoîte (1667-1682) und Marie-Bernardine standen dem Kloster La Maigrauge vor, Jean Louis war Propst des Stifts St. Niklaus. Willi, sein Bruder Ulman und sein Neffe Hans nahmen an den Burgunderkriegen teil. Zahlreiche Techtermann zeichneten sich als Offiziere aus, erst in fremden Diensten, vor allem in Frankreich, zum Beispiel Jean Joseph Gaspard Nicolas, später in der Schweizer Armee, zum Beispiel Maurice und Arthur. Wilhelm erwarb 1574 durch Heirat die Herrschaft Bionnens, die bis zur Auslösung der herrschaftlichen Güter 1838 im Besitz der Familie blieb. Von einem Berner erstand Wilhelm den Stab des Niklaus von Flüe, der bis 1531 im Kloster Muri aufbewahrt wurde und noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts der Familie gehörte. Wilhelms Enkel Jean-François (1719) ist der Vorfahre der heutigen Techtermann, die in jüngerer Vergangenheit bürgerliche Berufe ausübten oder im öffentlichen Dienst standen, wie Max (1845-1925), der Archäologe und Konservator des Museums für Kunst und Geschichte in Freiburg war. Dort besassen die Techtermann ein herrschaftliches Stadthaus (heute Auberge de Zähringen), in Ueberstorf ein Landhaus.

Version vom: 19.02.2014
Autorin/Autor: Denis de Techtermann Übersetzung: Christoph Badertscher 
Techtermann, Antonia (I61285)
 
51227 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021100/2014-02-19/

Techtermann

Freiburger Patrizierfamilie. Die Nachfahren von Jacques und Jean de Berverschiet (Barberêche), die 1357 ins Freiburger Bürgerrecht aufgenommen wurden, nannten sich erst Tochtermann und dann Techtermann. Die Familie trug diesen Namen von 1399 bis ins 21. Jahrhundert ohne Unterbrechung. Das Prädikat "von" nahm sie 1782 an. Kaiser Maximilian I. verlieh 1507 Hans und 1510 Jacob einen Wappenbrief. Ursprünglich waren die Techtermann Gerber, später stellten sie zahlreiche Amtsträger: einen Schultheiss, François-Antoine, 39 Vögte, 19 Venner, 36 Mitglieder des Rats der Sechzig, 43 des Rats der Zweihundert, 15 der Geheimen Kammer und 21 des Kleinen Rats. Anna, Marie-Benoîte (1667-1682) und Marie-Bernardine standen dem Kloster La Maigrauge vor, Jean Louis war Propst des Stifts St. Niklaus. Willi, sein Bruder Ulman und sein Neffe Hans nahmen an den Burgunderkriegen teil. Zahlreiche Techtermann zeichneten sich als Offiziere aus, erst in fremden Diensten, vor allem in Frankreich, zum Beispiel Jean Joseph Gaspard Nicolas, später in der Schweizer Armee, zum Beispiel Maurice und Arthur. Wilhelm erwarb 1574 durch Heirat die Herrschaft Bionnens, die bis zur Auslösung der herrschaftlichen Güter 1838 im Besitz der Familie blieb. Von einem Berner erstand Wilhelm den Stab des Niklaus von Flüe, der bis 1531 im Kloster Muri aufbewahrt wurde und noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts der Familie gehörte. Wilhelms Enkel Jean-François (1719) ist der Vorfahre der heutigen Techtermann, die in jüngerer Vergangenheit bürgerliche Berufe ausübten oder im öffentlichen Dienst standen, wie Max (1845-1925), der Archäologe und Konservator des Museums für Kunst und Geschichte in Freiburg war. Dort besassen die Techtermann ein herrschaftliches Stadthaus (heute Auberge de Zähringen), in Ueberstorf ein Landhaus.

Version vom: 19.02.2014
Autorin/Autor: Denis de Techtermann Übersetzung: Christoph Badertscher 
Techtermann, Hans der Alte (I61314)
 
51228 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021100/2014-02-19/

Techtermann

Freiburger Patrizierfamilie. Die Nachfahren von Jacques und Jean de Berverschiet (Barberêche), die 1357 ins Freiburger Bürgerrecht aufgenommen wurden, nannten sich erst Tochtermann und dann Techtermann. Die Familie trug diesen Namen von 1399 bis ins 21. Jahrhundert ohne Unterbrechung. Das Prädikat "von" nahm sie 1782 an. Kaiser Maximilian I. verlieh 1507 Hans und 1510 Jacob einen Wappenbrief. Ursprünglich waren die Techtermann Gerber, später stellten sie zahlreiche Amtsträger: einen Schultheiss, François-Antoine, 39 Vögte, 19 Venner, 36 Mitglieder des Rats der Sechzig, 43 des Rats der Zweihundert, 15 der Geheimen Kammer und 21 des Kleinen Rats. Anna, Marie-Benoîte (1667-1682) und Marie-Bernardine standen dem Kloster La Maigrauge vor, Jean Louis war Propst des Stifts St. Niklaus. Willi, sein Bruder Ulman und sein Neffe Hans nahmen an den Burgunderkriegen teil. Zahlreiche Techtermann zeichneten sich als Offiziere aus, erst in fremden Diensten, vor allem in Frankreich, zum Beispiel Jean Joseph Gaspard Nicolas, später in der Schweizer Armee, zum Beispiel Maurice und Arthur. Wilhelm erwarb 1574 durch Heirat die Herrschaft Bionnens, die bis zur Auslösung der herrschaftlichen Güter 1838 im Besitz der Familie blieb. Von einem Berner erstand Wilhelm den Stab des Niklaus von Flüe, der bis 1531 im Kloster Muri aufbewahrt wurde und noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts der Familie gehörte. Wilhelms Enkel Jean-François (1719) ist der Vorfahre der heutigen Techtermann, die in jüngerer Vergangenheit bürgerliche Berufe ausübten oder im öffentlichen Dienst standen, wie Max (1845-1925), der Archäologe und Konservator des Museums für Kunst und Geschichte in Freiburg war. Dort besassen die Techtermann ein herrschaftliches Stadthaus (heute Auberge de Zähringen), in Ueberstorf ein Landhaus.

Version vom: 19.02.2014
Autorin/Autor: Denis de Techtermann Übersetzung: Christoph Badertscher 
Techtermann, Ulmann (I61317)
 
51229 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021100/2014-02-19/

Techtermann

Freiburger Patrizierfamilie. Die Nachfahren von Jacques und Jean de Berverschiet (Barberêche), die 1357 ins Freiburger Bürgerrecht aufgenommen wurden, nannten sich erst Tochtermann und dann Techtermann. Die Familie trug diesen Namen von 1399 bis ins 21. Jahrhundert ohne Unterbrechung. Das Prädikat "von" nahm sie 1782 an. Kaiser Maximilian I. verlieh 1507 Hans und 1510 Jacob einen Wappenbrief. Ursprünglich waren die Techtermann Gerber, später stellten sie zahlreiche Amtsträger: einen Schultheiss, François-Antoine, 39 Vögte, 19 Venner, 36 Mitglieder des Rats der Sechzig, 43 des Rats der Zweihundert, 15 der Geheimen Kammer und 21 des Kleinen Rats. Anna, Marie-Benoîte (1667-1682) und Marie-Bernardine standen dem Kloster La Maigrauge vor, Jean Louis war Propst des Stifts St. Niklaus. Willi, sein Bruder Ulman und sein Neffe Hans nahmen an den Burgunderkriegen teil. Zahlreiche Techtermann zeichneten sich als Offiziere aus, erst in fremden Diensten, vor allem in Frankreich, zum Beispiel Jean Joseph Gaspard Nicolas, später in der Schweizer Armee, zum Beispiel Maurice und Arthur. Wilhelm erwarb 1574 durch Heirat die Herrschaft Bionnens, die bis zur Auslösung der herrschaftlichen Güter 1838 im Besitz der Familie blieb. Von einem Berner erstand Wilhelm den Stab des Niklaus von Flüe, der bis 1531 im Kloster Muri aufbewahrt wurde und noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts der Familie gehörte. Wilhelms Enkel Jean-François (1719) ist der Vorfahre der heutigen Techtermann, die in jüngerer Vergangenheit bürgerliche Berufe ausübten oder im öffentlichen Dienst standen, wie Max (1845-1925), der Archäologe und Konservator des Museums für Kunst und Geschichte in Freiburg war. Dort besassen die Techtermann ein herrschaftliches Stadthaus (heute Auberge de Zähringen), in Ueberstorf ein Landhaus.

Version vom: 19.02.2014
Autorin/Autor: Denis de Techtermann Übersetzung: Christoph Badertscher 
Techtermann, Willinus (I61319)
 
51230 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021100/2014-02-19/

Techtermann

Freiburger Patrizierfamilie. Die Nachfahren von Jacques und Jean de Berverschiet (Barberêche), die 1357 ins Freiburger Bürgerrecht aufgenommen wurden, nannten sich erst Tochtermann und dann Techtermann. Die Familie trug diesen Namen von 1399 bis ins 21. Jahrhundert ohne Unterbrechung. Das Prädikat "von" nahm sie 1782 an. Kaiser Maximilian I. verlieh 1507 Hans und 1510 Jacob einen Wappenbrief. Ursprünglich waren die Techtermann Gerber, später stellten sie zahlreiche Amtsträger: einen Schultheiss, François-Antoine, 39 Vögte, 19 Venner, 36 Mitglieder des Rats der Sechzig, 43 des Rats der Zweihundert, 15 der Geheimen Kammer und 21 des Kleinen Rats. Anna, Marie-Benoîte (1667-1682) und Marie-Bernardine standen dem Kloster La Maigrauge vor, Jean Louis war Propst des Stifts St. Niklaus. Willi, sein Bruder Ulman und sein Neffe Hans nahmen an den Burgunderkriegen teil. Zahlreiche Techtermann zeichneten sich als Offiziere aus, erst in fremden Diensten, vor allem in Frankreich, zum Beispiel Jean Joseph Gaspard Nicolas, später in der Schweizer Armee, zum Beispiel Maurice und Arthur. Wilhelm erwarb 1574 durch Heirat die Herrschaft Bionnens, die bis zur Auslösung der herrschaftlichen Güter 1838 im Besitz der Familie blieb. Von einem Berner erstand Wilhelm den Stab des Niklaus von Flüe, der bis 1531 im Kloster Muri aufbewahrt wurde und noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts der Familie gehörte. Wilhelms Enkel Jean-François (1719) ist der Vorfahre der heutigen Techtermann, die in jüngerer Vergangenheit bürgerliche Berufe ausübten oder im öffentlichen Dienst standen, wie Max (1845-1925), der Archäologe und Konservator des Museums für Kunst und Geschichte in Freiburg war. Dort besassen die Techtermann ein herrschaftliches Stadthaus (heute Auberge de Zähringen), in Ueberstorf ein Landhaus.

Version vom: 19.02.2014
Autorin/Autor: Denis de Techtermann Übersetzung: Christoph Badertscher 
Berverscher, Johannes (I61321)
 
51231 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021102/2014-01-28/

Velga

Adelsfamilie von Freiburg. Über die ältere Familie Velga, die mit Jean um 1306 ausstarb, ist wenig bekannt. Jeans Erbtochter Aline heiratete Peter von Düdingen aus dem jüngeren Zweig der Herren von Düdingen und brachte den umfangreichen Familienbesitz zwischen Saane und Sense in die Ehe ein. Ihre Nachkommen übernahmen dann Namen und Wappen der Velga. Angefangen mit Wilhelm dem Älteren, 1353-1363 und 1378-1379 Schultheiss, bekleideten zahlreiche Mitglieder der Familie bis zu ihrem Aussterben führende Ämter in Freiburg. Häufig traten sie bei diplomatischen Missionen und als Truppenführer auf, so Hensli, Wilhelm, Jakob und Wilhelm. Ferner hatten sie die Klostervogtei über das Augustinerkloster in Freiburg inne, wo sich auch ihre Grabkapelle befand. Sie verfügten über umfangreichen Besitz im Sensebezirk und ehemalige Lehen der ausgestorbenen Familien von Maggenberg. Heiratsverbindungen bestanden zu den wichtigsten Freiburger Familien, vor allem den Praroman, ebenso zu Solothurner Familien und zum Waadtländer Kleinadel. Ins Berner Oberland bestanden Verbindungen mit der dortigen Linie der Raron, aber erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts mit Stadtberner Familien. Das Geschlecht starb 1511 mit Wilhelm, 1509-1511 Freiburger Bürgermeister, dem Neffen Wilhelms, in männlicher Linie aus. Seine Tochter Dorothee brachte ihren grossen Besitz in die Ehe mit Hans Rudolf von Erlach ein, so dass das Ehepaar zu den reichsten Bürgern Berns seiner Zeit zählte. Zahlreiche Velga-Urkunden befinden sich deshalb im Staatsarchiv Bern

Version vom: 28.01.2014
Autorin/Autor: Willy Schulze 
Velga, Nikolaus (I58949)
 
51232 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021102/2014-01-28/

Velga

Adelsfamilie von Freiburg. Über die ältere Familie Velga, die mit Jean um 1306 ausstarb, ist wenig bekannt. Jeans Erbtochter Aline heiratete Peter von Düdingen aus dem jüngeren Zweig der Herren von Düdingen und brachte den umfangreichen Familienbesitz zwischen Saane und Sense in die Ehe ein. Ihre Nachkommen übernahmen dann Namen und Wappen der Velga. Angefangen mit Wilhelm dem Älteren, 1353-1363 und 1378-1379 Schultheiss, bekleideten zahlreiche Mitglieder der Familie bis zu ihrem Aussterben führende Ämter in Freiburg. Häufig traten sie bei diplomatischen Missionen und als Truppenführer auf, so Hensli, Wilhelm, Jakob und Wilhelm. Ferner hatten sie die Klostervogtei über das Augustinerkloster in Freiburg inne, wo sich auch ihre Grabkapelle befand. Sie verfügten über umfangreichen Besitz im Sensebezirk und ehemalige Lehen der ausgestorbenen Familien von Maggenberg. Heiratsverbindungen bestanden zu den wichtigsten Freiburger Familien, vor allem den Praroman, ebenso zu Solothurner Familien und zum Waadtländer Kleinadel. Ins Berner Oberland bestanden Verbindungen mit der dortigen Linie der Raron, aber erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts mit Stadtberner Familien. Das Geschlecht starb 1511 mit Wilhelm, 1509-1511 Freiburger Bürgermeister, dem Neffen Wilhelms, in männlicher Linie aus. Seine Tochter Dorothee brachte ihren grossen Besitz in die Ehe mit Hans Rudolf von Erlach ein, so dass das Ehepaar zu den reichsten Bürgern Berns seiner Zeit zählte. Zahlreiche Velga-Urkunden befinden sich deshalb im Staatsarchiv Bern

Version vom: 28.01.2014
Autorin/Autor: Willy Schulze 
Velga, Wilhelm (I58948)
 
51233 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021102/2014-01-28/

Velga

Adelsfamilie von Freiburg. Über die ältere Familie Velga, die mit Jean um 1306 ausstarb, ist wenig bekannt. Jeans Erbtochter Aline heiratete Peter von Düdingen aus dem jüngeren Zweig der Herren von Düdingen und brachte den umfangreichen Familienbesitz zwischen Saane und Sense in die Ehe ein. Ihre Nachkommen übernahmen dann Namen und Wappen der Velga. Angefangen mit Wilhelm dem Älteren, 1353-1363 und 1378-1379 Schultheiss, bekleideten zahlreiche Mitglieder der Familie bis zu ihrem Aussterben führende Ämter in Freiburg. Häufig traten sie bei diplomatischen Missionen und als Truppenführer auf, so Hensli, Wilhelm, Jakob und Wilhelm. Ferner hatten sie die Klostervogtei über das Augustinerkloster in Freiburg inne, wo sich auch ihre Grabkapelle befand. Sie verfügten über umfangreichen Besitz im Sensebezirk und ehemalige Lehen der ausgestorbenen Familien von Maggenberg. Heiratsverbindungen bestanden zu den wichtigsten Freiburger Familien, vor allem den Praroman, ebenso zu Solothurner Familien und zum Waadtländer Kleinadel. Ins Berner Oberland bestanden Verbindungen mit der dortigen Linie der Raron, aber erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts mit Stadtberner Familien. Das Geschlecht starb 1511 mit Wilhelm, 1509-1511 Freiburger Bürgermeister, dem Neffen Wilhelms, in männlicher Linie aus. Seine Tochter Dorothee brachte ihren grossen Besitz in die Ehe mit Hans Rudolf von Erlach ein, so dass das Ehepaar zu den reichsten Bürgern Berns seiner Zeit zählte. Zahlreiche Velga-Urkunden befinden sich deshalb im Staatsarchiv Bern

Version vom: 28.01.2014
Autorin/Autor: Willy Schulze

 
Velga, Ritter Wilhelm (I56817)
 
51234 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021102/2014-01-28/

Velga

Adelsfamilie von Freiburg. Über die ältere Familie Velga, die mit Jean um 1306 ausstarb, ist wenig bekannt. Jeans Erbtochter Aline heiratete Peter von Düdingen aus dem jüngeren Zweig der Herren von Düdingen und brachte den umfangreichen Familienbesitz zwischen Saane und Sense in die Ehe ein. Ihre Nachkommen übernahmen dann Namen und Wappen der Velga. Angefangen mit Wilhelm dem Älteren, 1353-1363 und 1378-1379 Schultheiss, bekleideten zahlreiche Mitglieder der Familie bis zu ihrem Aussterben führende Ämter in Freiburg. Häufig traten sie bei diplomatischen Missionen und als Truppenführer auf, so Hensli, Wilhelm, Jakob und Wilhelm. Ferner hatten sie die Klostervogtei über das Augustinerkloster in Freiburg inne, wo sich auch ihre Grabkapelle befand. Sie verfügten über umfangreichen Besitz im Sensebezirk und ehemalige Lehen der ausgestorbenen Familien von Maggenberg. Heiratsverbindungen bestanden zu den wichtigsten Freiburger Familien, vor allem den Praroman, ebenso zu Solothurner Familien und zum Waadtländer Kleinadel. Ins Berner Oberland bestanden Verbindungen mit der dortigen Linie der Raron, aber erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts mit Stadtberner Familien. Das Geschlecht starb 1511 mit Wilhelm, 1509-1511 Freiburger Bürgermeister, dem Neffen Wilhelms, in männlicher Linie aus. Seine Tochter Dorothee brachte ihren grossen Besitz in die Ehe mit Hans Rudolf von Erlach ein, so dass das Ehepaar zu den reichsten Bürgern Berns seiner Zeit zählte. Zahlreiche Velga-Urkunden befinden sich deshalb im Staatsarchiv Bern

Version vom: 28.01.2014
Autorin/Autor: Willy Schulze 
Velga, Werner (I56812)
 
51235 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021102/2014-01-28/

Velga

Adelsfamilie von Freiburg. Über die ältere Familie Velga, die mit Jean um 1306 ausstarb, ist wenig bekannt. Jeans Erbtochter Aline heiratete Peter von Düdingen aus dem jüngeren Zweig der Herren von Düdingen und brachte den umfangreichen Familienbesitz zwischen Saane und Sense in die Ehe ein. Ihre Nachkommen übernahmen dann Namen und Wappen der Velga. Angefangen mit Wilhelm dem Älteren, 1353-1363 und 1378-1379 Schultheiss, bekleideten zahlreiche Mitglieder der Familie bis zu ihrem Aussterben führende Ämter in Freiburg. Häufig traten sie bei diplomatischen Missionen und als Truppenführer auf, so Hensli, Wilhelm, Jakob und Wilhelm. Ferner hatten sie die Klostervogtei über das Augustinerkloster in Freiburg inne, wo sich auch ihre Grabkapelle befand. Sie verfügten über umfangreichen Besitz im Sensebezirk und ehemalige Lehen der ausgestorbenen Familien von Maggenberg. Heiratsverbindungen bestanden zu den wichtigsten Freiburger Familien, vor allem den Praroman, ebenso zu Solothurner Familien und zum Waadtländer Kleinadel. Ins Berner Oberland bestanden Verbindungen mit der dortigen Linie der Raron, aber erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts mit Stadtberner Familien. Das Geschlecht starb 1511 mit Wilhelm, 1509-1511 Freiburger Bürgermeister, dem Neffen Wilhelms, in männlicher Linie aus. Seine Tochter Dorothee brachte ihren grossen Besitz in die Ehe mit Hans Rudolf von Erlach ein, so dass das Ehepaar zu den reichsten Bürgern Berns seiner Zeit zählte. Zahlreiche Velga-Urkunden befinden sich deshalb im Staatsarchiv Bern

Version vom: 28.01.2014
Autorin/Autor: Willy Schulze 
Velg, Wilhelm (I56810)
 
51236 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021102/2014-01-28/

Velga

Adelsfamilie von Freiburg. Über die ältere Familie Velga, die mit Jean um 1306 ausstarb, ist wenig bekannt. Jeans Erbtochter Aline heiratete Peter von Düdingen aus dem jüngeren Zweig der Herren von Düdingen und brachte den umfangreichen Familienbesitz zwischen Saane und Sense in die Ehe ein. Ihre Nachkommen übernahmen dann Namen und Wappen der Velga. Angefangen mit Wilhelm dem Älteren, 1353-1363 und 1378-1379 Schultheiss, bekleideten zahlreiche Mitglieder der Familie bis zu ihrem Aussterben führende Ämter in Freiburg. Häufig traten sie bei diplomatischen Missionen und als Truppenführer auf, so Hensli, Wilhelm, Jakob und Wilhelm. Ferner hatten sie die Klostervogtei über das Augustinerkloster in Freiburg inne, wo sich auch ihre Grabkapelle befand. Sie verfügten über umfangreichen Besitz im Sensebezirk und ehemalige Lehen der ausgestorbenen Familien von Maggenberg. Heiratsverbindungen bestanden zu den wichtigsten Freiburger Familien, vor allem den Praroman, ebenso zu Solothurner Familien und zum Waadtländer Kleinadel. Ins Berner Oberland bestanden Verbindungen mit der dortigen Linie der Raron, aber erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts mit Stadtberner Familien. Das Geschlecht starb 1511 mit Wilhelm, 1509-1511 Freiburger Bürgermeister, dem Neffen Wilhelms, in männlicher Linie aus. Seine Tochter Dorothee brachte ihren grossen Besitz in die Ehe mit Hans Rudolf von Erlach ein, so dass das Ehepaar zu den reichsten Bürgern Berns seiner Zeit zählte. Zahlreiche Velga-Urkunden befinden sich deshalb im Staatsarchiv Bern

Version vom: 28.01.2014
Autorin/Autor: Willy Schulze 
Velga, Aline (I58963)
 
51237 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021176/2008-01-16/

Walter vonHunwil

1436 vermutlich Luzern. Sohn des Georg. ⚭ ​1) (Vorname unbekannt) von Halten, Tochter des Rudolf von Halten, 2) Parisa Bletscher, aus Zürich. Bei seinem ersten urkundlichen Auftreten 1375 als Edelknecht bezeichnet. 1374-1380 Landammann von Obwalden. 1382 entzog die Landsgemeinde Walter von Hunwil und seiner Familie die Amtsfähigkeit in Unterwalden. Walter liquidierte seine Rechte und Güter in Obwalden und erwarb 1401 in Luzern das Bürgerrecht. 1414 und 1429 Vogt zu Root und Kriens, 1417 Mitglied des Kleinen Rats, 1419 Vogt zu Littau.

Version vom: 16.01.2008
Autorin/Autor: Roland Sigrist 
von Hunwil, Walter (I57587)
 
51238 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021573/2010-03-17/

Ludwig von Diesbach

1452 Godesberg (Nordrhein-Westfalen), 10.2.1527 Bern, von Bern. Sohn des Ludwig, Ritters von Jerusalem und Kleinrats, und der Elisabeth von Runs. Bruder des Wilhelm. ​⚭ 1) Antonia von Ringoltingen, 2) Agatha von Bonstetten. Nach seiner Ausbildung in Bern im Hause seines Cousins Niklaus weilte er in Savoyen und am franz. Hof (1468-76 im Umfeld Kg. Ludwigs XI.), 1480 war er Grossrat in Bern, 1481 Sechzehner. Er versah die Vogteien Thun, Baden, Neuenburg sowie Aigle und übernahm, obschon er kaum zum engsten bern. Führungskreis gehörte, mehrere Gesandtschaften an den franz. und kaiserl. Hof. Auf Ks. Maximilians Italienzug wurde er 1496 zum Ritter geschlagen. Neben dem ererbten Diessbach erwarb er die Herrschaften Landshut und Spiez, die er wegen wirtschaftl. Schwierigkeiten wieder veräussern musste (1514, 1516). D. hat autobiogr. Aufzeichnungen hinterlassen - geschrieben nach 1488 und nach 1518 - die von grösstem kulturgeschichtl. Interesse sind und zu den bemerkenswertesten deutschsprachigen Selbstzeugnissen des SpätMA zählen.

Version vom: 17.03.2010
Autorin/Autor: Urs Martin Zahnd

 
von Diesbach, Ritter Ludwig (I57519)
 
51239 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021913/2006-12-04/

Guler von Wyneck

Davoser Ämter- und Adelsgeschlecht, später auch in Malans und Chur ansässig. Wann und woher das Geschlecht nach Davos kam, ist unbekannt. Nach der Rhetischen Cronica von Fortunat Sprecher von Bernegg war ein Lucas Guler 1322 Hauptmann der Davoser und soll als solcher in einer Fehde auf der Seite der Vazer gegen den Churer Bischof gekämpft haben. In einer Aufzeichnung der Davoser Geschlechternamen aus der Mitte des 15. Jahrhunderts fehlt der Name Guler jedoch. Die lückenlose Genealogie der Familie beginnt mit Peter Guler, der gemäss Hans Ardüser 1499 in der Schlacht an der Calven einer der Anführer der Truppen des Zehngerichtenbundes war. Sein Sohn Hans Guler wurde 1536 als Erster seines Geschlechts Landammann von Davos und damit gleichzeitig Bundslandammann des Zehngerichtenbundes. Bis 1621 hatten die Guler dieses Amt noch zumindest während weiteren 28 Jahren inne (Peter Guler, Johann Peter Guler von Wyneck). Danach verschwinden sie aus den Bundslandammannslisten. Auch unter den namentlich bekannten Davoser Landammännern ist nach dem Waser'schen Spruch (Johann Heinrich Waser) von 1644, der die genannte Ämterkumulation aufhob, kein Guler mehr zu finden.

Erster Inhaber eines Landesamtes im Veltlin war 1531 der oben erwähnte Hans Guler. Im weiteren Verlauf des 16. Jahrhunderts bekleideten die Guler noch viermal Landesämter; letztmals 1569. 1550 erhielt die Familie vom österreichischen Hof den Adelstitel. Mehrere Guler bekleideten im 16. und 17. Jahrhundert Offiziersstellen, vornehmlich in venezianischen und französischen Diensten (Fremde Dienste). Ihren politischen wie auch sozioökonomischen Höhepunkt erlebte die Familie mit dem Staatsmann, Offizier und Chronisten Johannes Guler von Wyneck, der sich nach dem durch Heirat erworbenen Schlösschen Wynegg (Wyneck, Weineck) oberhalb von Malans nannte. Wynegg blieb bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts Wohnsitz der Familie. Mehrfache Heiratsverbindungen bestanden vom 16. bis 17. Jahrhundert zu den Buol, Gugelberg von Moos, Salis und Sprecher, einfache Verbindungen unter anderem zu den von Castelmur, Hartmannis, Menhardt, dem Churer Ratsgeschlecht Meyer, den von Ott, von Planta, Schmid von Grüneck sowie den Zürcher Rahn.

Version vom: 04.12.2006
Autorin/Autor: Silvio Färber 
Guler von Wyneck, Margareta (I56295)
 
51240 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021913/2006-12-04/

Guler von Wyneck

Davoser Ämter- und Adelsgeschlecht, später auch in Malans und Chur ansässig. Wann und woher das Geschlecht nach Davos kam, ist unbekannt. Nach der Rhetischen Cronica von Fortunat Sprecher von Bernegg war ein Lucas Guler 1322 Hauptmann der Davoser und soll als solcher in einer Fehde auf der Seite der Vazer gegen den Churer Bischof gekämpft haben. In einer Aufzeichnung der Davoser Geschlechternamen aus der Mitte des 15. Jahrhunderts fehlt der Name Guler jedoch. Die lückenlose Genealogie der Familie beginnt mit Peter Guler, der gemäss Hans Ardüser 1499 in der Schlacht an der Calven einer der Anführer der Truppen des Zehngerichtenbundes war. Sein Sohn Hans Guler wurde 1536 als Erster seines Geschlechts Landammann von Davos und damit gleichzeitig Bundslandammann des Zehngerichtenbundes. Bis 1621 hatten die Guler dieses Amt noch zumindest während weiteren 28 Jahren inne (Peter Guler, Johann Peter Guler von Wyneck). Danach verschwinden sie aus den Bundslandammannslisten. Auch unter den namentlich bekannten Davoser Landammännern ist nach dem Waser'schen Spruch (Johann Heinrich Waser) von 1644, der die genannte Ämterkumulation aufhob, kein Guler mehr zu finden.

Erster Inhaber eines Landesamtes im Veltlin war 1531 der oben erwähnte Hans Guler. Im weiteren Verlauf des 16. Jahrhunderts bekleideten die Guler noch viermal Landesämter; letztmals 1569. 1550 erhielt die Familie vom österreichischen Hof den Adelstitel. Mehrere Guler bekleideten im 16. und 17. Jahrhundert Offiziersstellen, vornehmlich in venezianischen und französischen Diensten (Fremde Dienste). Ihren politischen wie auch sozioökonomischen Höhepunkt erlebte die Familie mit dem Staatsmann, Offizier und Chronisten Johannes Guler von Wyneck, der sich nach dem durch Heirat erworbenen Schlösschen Wynegg (Wyneck, Weineck) oberhalb von Malans nannte. Wynegg blieb bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts Wohnsitz der Familie. Mehrfache Heiratsverbindungen bestanden vom 16. bis 17. Jahrhundert zu den Buol, Gugelberg von Moos, Salis und Sprecher, einfache Verbindungen unter anderem zu den von Castelmur, Hartmannis, Menhardt, dem Churer Ratsgeschlecht Meyer, den von Ott, von Planta, Schmid von Grüneck sowie den Zürcher Rahn.

Version vom: 04.12.2006
Autorin/Autor: Silvio Färber 
Guler, Peter (I59731)
 
51241 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021931/2013-12-17/

Prevost GR

Bündner Aristokratenfamilie aus Vicosoprano, deren Name sich von lat. praepositus (Ammann, Meier) ableitet und heute als Prevosti erscheint. Schon im 12. Jh. war die Ministerialenfamilie des Bf. von Chur in Vicosoprano ansässig; als Erster wird 1190 Johannes à Praepositis urkundlich erwähnt. Die Fam. P. stellte dem oberen Bergell zahlreiche, meist mit kaiserl. Autorität ausgestattete Notare, die hohes Ansehen genossen und oft als Podestaten amtierten, auch als im 15. Jh. der Einfluss des Bistums im Bergell stark zurückging. 1367 war bei der Gründung des Gotteshausbundes Podestà Ulrich Propst (dt. für P.) anwesend. Die Fam. hatte zahlreiche bischöfl. Lehen im Bergell sowie einzelne in Bivio und Ftan. Im SpätMA und in der frühen Neuzeit zählte sie neben den Fam. Castelmur und von Stampa zu den Aristokratengeschlechtern des oberen Bergells. Rudolf erwarb in Bologna einen Doktortitel im Rechtswesen, war dort Rektor der Universität und bekleidete 1517-25 und 1531-37 das Amt des vicari im Veltlin. Im 16. und 17. Jh. betrieb die Fam. auch Seidenhandel mit Zürich und Basel und hatte im Bergell, im Oberengadin und im Schams einige polit., richterl. und militär. Ämter inne. Zweige der Fam. liessen sich im Domleschg, in Chur und im Val Müstair nieder. Aus letzterem Zweig stammte der Disentiser Abt Benedikt. Hauptmann Scher wurde 1552 von Ks. Karl V. in den Ritterstand erhoben; von da an leitete sich die Fam. von den antiken Fabiern her. 1618 wurde in Thusis Johann Baptista aus der Linie Zambra hingerichtet.

Version vom: 17.12.2013
Autorin/Autor: Paul Eugen Grimm 
von Prevost, Felizitas (I59753)
 
51242 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021931/2013-12-17/

Prevost GR

Bündner Aristokratenfamilie aus Vicosoprano, deren Name sich von lat. praepositus (Ammann, Meier) ableitet und heute als Prevosti erscheint. Schon im 12. Jh. war die Ministerialenfamilie des Bf. von Chur in Vicosoprano ansässig; als Erster wird 1190 Johannes à Praepositis urkundlich erwähnt. Die Fam. P. stellte dem oberen Bergell zahlreiche, meist mit kaiserl. Autorität ausgestattete Notare, die hohes Ansehen genossen und oft als Podestaten amtierten, auch als im 15. Jh. der Einfluss des Bistums im Bergell stark zurückging. 1367 war bei der Gründung des Gotteshausbundes Podestà Ulrich Propst (dt. für P.) anwesend. Die Fam. hatte zahlreiche bischöfl. Lehen im Bergell sowie einzelne in Bivio und Ftan. Im SpätMA und in der frühen Neuzeit zählte sie neben den Fam. Castelmur und von Stampa zu den Aristokratengeschlechtern des oberen Bergells. Rudolf erwarb in Bologna einen Doktortitel im Rechtswesen, war dort Rektor der Universität und bekleidete 1517-25 und 1531-37 das Amt des vicari im Veltlin. Im 16. und 17. Jh. betrieb die Fam. auch Seidenhandel mit Zürich und Basel und hatte im Bergell, im Oberengadin und im Schams einige polit., richterl. und militär. Ämter inne. Zweige der Fam. liessen sich im Domleschg, in Chur und im Val Müstair nieder. Aus letzterem Zweig stammte der Disentiser Abt Benedikt. Hauptmann Scher wurde 1552 von Ks. Karl V. in den Ritterstand erhoben; von da an leitete sich die Fam. von den antiken Fabiern her. 1618 wurde in Thusis Johann Baptista aus der Linie Zambra hingerichtet.

Version vom: 17.12.2013
Autorin/Autor: Paul Eugen Grimm 
von Prevost, Ego (I59756)
 
51243 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021931/2013-12-17/

Prevost GR

Bündner Aristokratenfamilie aus Vicosoprano, deren Name sich von lat. praepositus (Ammann, Meier) ableitet und heute als Prevosti erscheint. Schon im 12. Jh. war die Ministerialenfamilie des Bf. von Chur in Vicosoprano ansässig; als Erster wird 1190 Johannes à Praepositis urkundlich erwähnt. Die Fam. P. stellte dem oberen Bergell zahlreiche, meist mit kaiserl. Autorität ausgestattete Notare, die hohes Ansehen genossen und oft als Podestaten amtierten, auch als im 15. Jh. der Einfluss des Bistums im Bergell stark zurückging. 1367 war bei der Gründung des Gotteshausbundes Podestà Ulrich Propst (dt. für P.) anwesend. Die Fam. hatte zahlreiche bischöfl. Lehen im Bergell sowie einzelne in Bivio und Ftan. Im SpätMA und in der frühen Neuzeit zählte sie neben den Fam. Castelmur und von Stampa zu den Aristokratengeschlechtern des oberen Bergells. Rudolf erwarb in Bologna einen Doktortitel im Rechtswesen, war dort Rektor der Universität und bekleidete 1517-25 und 1531-37 das Amt des vicari im Veltlin. Im 16. und 17. Jh. betrieb die Fam. auch Seidenhandel mit Zürich und Basel und hatte im Bergell, im Oberengadin und im Schams einige polit., richterl. und militär. Ämter inne. Zweige der Fam. liessen sich im Domleschg, in Chur und im Val Müstair nieder. Aus letzterem Zweig stammte der Disentiser Abt Benedikt. Hauptmann Scher wurde 1552 von Ks. Karl V. in den Ritterstand erhoben; von da an leitete sich die Fam. von den antiken Fabiern her. 1618 wurde in Thusis Johann Baptista aus der Linie Zambra hingerichtet.

Version vom: 17.12.2013
Autorin/Autor: Paul Eugen Grimm 
von Prevost, Rainald (I59757)
 
51244 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/022220/2005-11-25/

Göldlin / Göldlin von Tiefenau

Luzerner Patrizierfam., die zu Beginn des 15. Jh. von Pforzheim (Baden, D) nach Zürich übersiedelte. 1507 wurde Ritter Renward in Luzern eingebürgert, wo er 1533-55 im Gr. Rat sass. Diese erste Luzerner Linie erlosch jedoch 1600, jene in Zürich 1677. Zwei kath. Zweige der Fam., die sich G. von Tiefenau nannten, kamen von Sursee und Rapperswil (SG) erneut nach Luzern. Die Witwe des Thüring aus der Rapperswiler Linie heiratete 1601 den Luzerner Schultheissen Jost Pfyffer. Ihr Sohn Hans Renward bekam 1604 auf Bitten seines Stiefvaters das Luzerner Bürgerrecht geschenkt. Dessen Sohn Hans Thüring wurde 1644 Grossrat und 1655 Kleinrat. Im 18. Jh. waren die G. meist mehrfach im Kl. Rat vertreten und 1752-62 stellten sie mit Johann Thüring auch einen Schultheissen. 1814-31 stellten sie zwei weitere Regierungsräte. Zahlreiche Familienmitglieder dienten als Offiziere in fremden Diensten, darunter Joseph Ulrich, Johann Baptist Ludwig, Jost und Robert Ulrich Johann Baptist. Unter den Klerikern trat besonders Nikolaus, Abt des Klosters Wettingen, sowie Franz Bernhard, Propst zu Beromünster und Generalvikar des Bistums Konstanz, hervor. Das 1711 von Heinrich Ludwig errichtete, heute noch bestehende Fideikommiss umfasst ein Haus mit Bibliothek am Hirschenplatz in Luzern.

Version vom: 25.11.2005
Autorin/Autor: Markus Lischer 
Göldli, Heinrich (I56662)
 
51245 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/022771/2008-04-24/

Blarer

Die Blarer waren ursprünglich Bürger von St. Gallen. 1228-1330 befand sich der gesamte Stamm in St. Gallen, wo sich ein Zweig um das von Ulrich 1228 mitgestiftete Heiliggeistspital scharte, während der andere seinen Dienst am Hof des Abts versah. Von 1330 an verlagerte sich das Tätigkeitsgebiet der Familie nach Konstanz, wo sie mit Leinwandhandel zu Reichtum gelangte. Politisch unterstrichen Ratsherren und Bürgermeister aus der Familie diese wirtschaftliche Bedeutung. Einige Mitglieder des Konstanzer Zweigs nannten sich nach ihren Stammsitzen Liebburg (heute Gemeinde Oberhofen bei Kreuzlingen), Güttingen und Girsberg (heute Gemeinde Kreuzlingen). Die Reformation spaltete die Familie in Konstanz in einen katholischen Zweig, der bald ausstarb, und einen protestantischen, dessen bekanntester Vertreter der Reformator Ambrosius war. Dieser Zweig erlosch mit dem Major Philipp am 20. Januar 1865.

Die Blarer von Wartensee spalteten sich zwischen 1330 und 1363 vom Hauptstamm ab. Walter und Diethelm heirateten Töchter des Burgherrn von Wartensee (SG), und Walters Söhne Wilhelm und Erhart führten den Zweig weiter. Im 15. Jahrhundert teilte sich dieser in die ältere Linie der Blarer von Wartensee und die jüngere Linie der Blarer von Wartensee-Kempten-Goldberg. Aus Letzterer wurde Ferdinand Michael 1636 von Kaiser Ferdinand II. in den Reichs-, Banner- und Freiherrenstand erhoben. Auch die Blarer von Wartensee spalteten sich während der Reformation in einen protestantischen und einen katholischen Ast Diethelm. Der protestantische Zweig starb 1868 mit Hans in Zürich aus. Eine Verlagerung des Zweigs von Wartensee ins Fürstbistum Basel fand mit der Wahl von Jakob Christoph zum Basler Fürstbischof statt. Er holte seinen Bruder Wolfgang Dietrich nach Pfeffingen, wo dieser 1583 Obervogt wurde. Dieses Amt, dem 1775 auch die Obervogtei Zwingen zugeordnet wurde, blieb bis zum Untergang des Fürstbistums in der Hand der Familie 1607 errichtete Wilhelm, Domkustos von Basel und Propst von Saint-Ursanne, ein Fideikommiss, welches das Schloss in Aesch (BL) mit dazugehörigen Besitzungen umfasste und zum Stammsitz der Familie machte. Die Blarer von Wartensee verbanden sich vor allem mit den Adelsfamilien Rinck von Baldenstein, von Schauenburg, von Roggenbach, von Roll zu Bernau und von Rotberg. Schwere Schäden an Gebäuden und an der Bibliothek erlitt das Geschlecht im Dreissigjährigen Krieg. In der Revolutionszeit konnte aufgrund des St. Galler Bürgerrechts der Besitz der Familie gerettet werden.

Vom späten 15. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts erlebte die Familie ihre Hochblüte und dehnte ihren Machtbereich in nordwestliche Richtung aus (Ellwangen, Fürstbistum Basel). Elf geistliche Würdenträger lassen sich in dieser Zeit zählen. Danach erfuhr die Familie bis zum Ende des 18. Jahrhunderts einen Niedergang. Ihr Wirkungskreis verlagerte sich vollends ins Basler Fürstbistum und in den südwestdeutschen Raum. Im 19. Jahrhundert spielten die Brüder Jakob und Anton eine bedeutende Rolle bei den Trennungswirren und der Gründung des Kantons Basel-Landschaft.

Version vom: 24.04.2008
Autorin/Autor: Catherine Bosshart-Pfluger

 
Blarer-Girsberg, Junker Thomas (I60177)
 
51246 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/022771/2008-04-24/

Blarer

Die Blarer waren ursprünglich Bürger von St. Gallen. 1228-1330 befand sich der gesamte Stamm in St. Gallen, wo sich ein Zweig um das von Ulrich 1228 mitgestiftete Heiliggeistspital scharte, während der andere seinen Dienst am Hof des Abts versah. Von 1330 an verlagerte sich das Tätigkeitsgebiet der Familie nach Konstanz, wo sie mit Leinwandhandel zu Reichtum gelangte. Politisch unterstrichen Ratsherren und Bürgermeister aus der Familie diese wirtschaftliche Bedeutung. Einige Mitglieder des Konstanzer Zweigs nannten sich nach ihren Stammsitzen Liebburg (heute Gemeinde Oberhofen bei Kreuzlingen), Güttingen und Girsberg (heute Gemeinde Kreuzlingen). Die Reformation spaltete die Familie in Konstanz in einen katholischen Zweig, der bald ausstarb, und einen protestantischen, dessen bekanntester Vertreter der Reformator Ambrosius war. Dieser Zweig erlosch mit dem Major Philipp am 20. Januar 1865.

Die Blarer von Wartensee spalteten sich zwischen 1330 und 1363 vom Hauptstamm ab. Walter und Diethelm heirateten Töchter des Burgherrn von Wartensee (SG), und Walters Söhne Wilhelm und Erhart führten den Zweig weiter. Im 15. Jahrhundert teilte sich dieser in die ältere Linie der Blarer von Wartensee und die jüngere Linie der Blarer von Wartensee-Kempten-Goldberg. Aus Letzterer wurde Ferdinand Michael 1636 von Kaiser Ferdinand II. in den Reichs-, Banner- und Freiherrenstand erhoben. Auch die Blarer von Wartensee spalteten sich während der Reformation in einen protestantischen und einen katholischen Ast Diethelm. Der protestantische Zweig starb 1868 mit Hans in Zürich aus. Eine Verlagerung des Zweigs von Wartensee ins Fürstbistum Basel fand mit der Wahl von Jakob Christoph zum Basler Fürstbischof statt. Er holte seinen Bruder Wolfgang Dietrich nach Pfeffingen, wo dieser 1583 Obervogt wurde. Dieses Amt, dem 1775 auch die Obervogtei Zwingen zugeordnet wurde, blieb bis zum Untergang des Fürstbistums in der Hand der Familie 1607 errichtete Wilhelm, Domkustos von Basel und Propst von Saint-Ursanne, ein Fideikommiss, welches das Schloss in Aesch (BL) mit dazugehörigen Besitzungen umfasste und zum Stammsitz der Familie machte. Die Blarer von Wartensee verbanden sich vor allem mit den Adelsfamilien Rinck von Baldenstein, von Schauenburg, von Roggenbach, von Roll zu Bernau und von Rotberg. Schwere Schäden an Gebäuden und an der Bibliothek erlitt das Geschlecht im Dreissigjährigen Krieg. In der Revolutionszeit konnte aufgrund des St. Galler Bürgerrechts der Besitz der Familie gerettet werden.

Vom späten 15. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts erlebte die Familie ihre Hochblüte und dehnte ihren Machtbereich in nordwestliche Richtung aus (Ellwangen, Fürstbistum Basel). Elf geistliche Würdenträger lassen sich in dieser Zeit zählen. Danach erfuhr die Familie bis zum Ende des 18. Jahrhunderts einen Niedergang. Ihr Wirkungskreis verlagerte sich vollends ins Basler Fürstbistum und in den südwestdeutschen Raum. Im 19. Jahrhundert spielten die Brüder Jakob und Anton eine bedeutende Rolle bei den Trennungswirren und der Gründung des Kantons Basel-Landschaft.

Version vom: 24.04.2008
Autorin/Autor: Catherine Bosshart-Pfluger 
Blarer, Augustin (I60181)
 
51247 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/022819/2011-08-11/

Schlumpf

Aus Herisau stammende Fam. der Stadt St. Gallen, wo sie 1386 das Bürgerrecht erwarb. Ursprünglich Korbflechter, arbeitete sich die Fam. im Leinwandhandel empor. Ihre Mitglieder gehörten der Weber- oder Schneiderzunft an; Vertreter eines Familienzweigs schlossen sich zeitweise der Gesellschaft zum Notenstein an. Die S. besassen Handelsniederlassungen in Nürnberg (1473-1638) und Lyon (vermutlich ab dem 17. Jh.). In der frühen Neuzeit bekleideten die vermögenden S. oft polit. Ämter, u.a. stellten sie fünf Bürgermeister (Ambrosius, Ambrosius, Caspar, Caspar, sowie Heinrich, und acht Stadtammänner sowie zahlreiche Gerichtsstatthalter und Ratsherren. 1598 erhielt Rupprecht als Vertreter eines im 16. Jh. nach Nürnberg ausgewanderten Familienzweigs von Ks. Rudolf II. eine Wappenbestätigung. In Frankreich, wo einzelne Mitglieder als Bankiers in Paris wirkten, nannte sich die Fam. Sellonf.

Version vom: 11.08.2011
Autorin/Autor: Patric Schnitzer 
Schlumpf, Daniel (I59783)
 
51248 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/022819/2011-08-11/

Schlumpf

Aus Herisau stammende Fam. der Stadt St. Gallen, wo sie 1386 das Bürgerrecht erwarb. Ursprünglich Korbflechter, arbeitete sich die Fam. im Leinwandhandel empor. Ihre Mitglieder gehörten der Weber- oder Schneiderzunft an; Vertreter eines Familienzweigs schlossen sich zeitweise der Gesellschaft zum Notenstein an. Die S. besassen Handelsniederlassungen in Nürnberg (1473-1638) und Lyon (vermutlich ab dem 17. Jh.). In der frühen Neuzeit bekleideten die vermögenden S. oft polit. Ämter, u.a. stellten sie fünf Bürgermeister (Ambrosius, Ambrosius, Caspar, Caspar, sowie Heinrich, und acht Stadtammänner sowie zahlreiche Gerichtsstatthalter und Ratsherren. 1598 erhielt Rupprecht als Vertreter eines im 16. Jh. nach Nürnberg ausgewanderten Familienzweigs von Ks. Rudolf II. eine Wappenbestätigung. In Frankreich, wo einzelne Mitglieder als Bankiers in Paris wirkten, nannte sich die Fam. Sellonf.

Version vom: 11.08.2011
Autorin/Autor: Patric Schnitzer 
Schlumpf, Daniel (I59781)
 
51249 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/022826/2014-11-04/

von Watt

Bedeutendes St. Galler Geschlecht, das vermutlich aus Watt (Gemeinde Mörschwil) stammt und deren Mitglieder im 14. Jahrhundert das Bürgerrecht von St. Gallen erwarben. Ihren Aufstieg verdankte die Familie dem Fernhandel mit St. Galler Leinwand. Im 15. und 16. Jahrhundert bekleideten die Watt wiederholt hohe politische Ämter und verbanden sich mit anderen angesehenen und vermögenden St. Galler Familien, etwa den Zili und den Zollikofer. Konrad, der 1402 das Bürgermeisteramt innehatte, fiel 1403 in der Schlacht bei Vögelinsegg. Dessen Sohn Hug gründete mit Peter und dem Berner Niklaus von Diesbach in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts die Diesbach-Watt-Gesellschaft. Zudem erwarb er Güter, die über lange Zeit im Familienbesitz blieben und erhielt 1430 mit seinen zwei Brüdern Hans (✝︎ 1458/1459) und Konrad (✝︎ 1469/1470) sowie Peter von König Sigismund einen Wappenbrief. Peter, der nach Nürnberg umsiedelte und dort 1428 das Bürgerrecht erwarb, wurde zum Stammvater des Nürnberger Zweigs, von dem bis in die 1560er Jahre Nachkommen bezeugt sind. Hektor, Sohn des Hug, war von 1460-1474 im Dreijahresturnus St. Galler Bürgermeister. Dessen gleichnamiger Enkel war als Kaufmann im Osten tätig und wurde 1510 Bürger von Krakau. Auf ihn geht der dortige Zweig der Familie zurück, der bis 1594 nachweisbar ist. Herausragendes Mitglied des Geschlechts in St. Gallen war Joachim, genannt Vadian. Konrad, ein Bruder Vadians, verliess St. Gallen, wurde 1517 Bürger von Posen (heute Poznań, Polen) und begründete den Posener Zweig der Familie. In St. Gallen starb das Geschlecht in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts aus.

Version vom: 04.11.2014
Autorin/Autor: Rezia Krauer 
von Watt, Margareta (I60873)
 
51250 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/022904/2014-12-11/

Reding (Version vom: 11.12.2014)

Altes Landleutegeschlecht von Schwyz, Arther Viertel, heute Bürger von Schwyz und Arth, später unter anderem von Luzern (1556) und von Näfels (1692). Nach der Familienüberlieferung stammen die Reding von Biberegg bei Rothenthurm, wo Ital der Jüngere noch 1447 das geerbte Grossgut zum Steinhaus besass. Nur Rudolf der Alte (13. Jh.) wird jedoch von dort erwähnt. Die bei späteren Adelsverleihungen dem Namen beigestellte Herkunftsbezeichnung wird von den Familienmitgliedern zum Teil bis heute verwendet; erst nach 1848 wurde das Prädikat «von» zum Namensbestandteil der dazu Berechtigten. In Biberegg stiftete Wolfgang Dietrich (->) die 1679 angeblich auf den Mauern eines ehemaligen Redingschlosses erbaute Familienkapelle mit.

Einer der frühesten Reding ist Werner, 1309-1311 Anführer der Schwyzer im Marchenstreit mit dem Kloster Einsiedeln. Rudolf erscheint 1378-1395 als Schiedsrichter und Zeuge und 1400 mit weiteren Reding als Bittsteller für einen Ablassbrief zugunsten der Kirche Sattel. Hektor, Vater des Ital des Älteren (->), war um 1408-1411 Landammann zu Schwyz. Bis gegen Ende des 15. Jahrhunderts ist Sattel als Wohnsitz der Reding gesichert, wobei der Zeitpunkt der Übersiedlung anderer Reding nach Arth und Oberarth unklar bleibt. Heinrich (->) ist der Stammvater der heute noch lebenden Reding. Dessen Sohn Johannes (um 1500-1562) begründete den Arther, der andere Sohn Georg (->) den Schwyzer Zweig. Im 15. Jahrhundert erlangte das Geschlecht, vor allem mit Ital dem Älteren, in schwyzerischen und eidgenössischen Angelegenheiten eine starke Machtstellung und blieb bis Anfang des 20. Jahrhunderts in Schwyz politisch von Gewicht. Es stellte unter anderem über 20 Landammänner. Im 16. und 17. Jahrhundert wirkten Reding als Landvögte und Landesobersten im Toggenburg, von 1630 bis 1798 bekleideten sie das Amt eines eidgenössischen Landschreibers im Thurgau. Wichtig für den weiteren sozialen und wirtschaftlichen Aufstieg wurden die fremden Dienste, wobei Rudolf (->) eine Schlüsselstellung zukam. Mehrere hundert Reding standen als Offiziere bis zu den Rängen eines Generalleutnants und Generalkapitäns im Feld, die meisten in französischen und spanischen, aber auch in savoyischen, neapolitanischen und anderen Diensten. Neben dem umfangreichen Grundbesitz erlaubten die Einnahmen aus dem Solddienst den Bau von stattlichen Häusern vor allem in Schwyz, unter anderem das Grosshaus im Brüel, erbaut 1604 von Heinrich (->), das Ital-Reding-Haus, erbaut 1609 von Ital (->), und das Redinghaus an der Schmiedgasse, begonnen 1610 von Rudolf (->), beendet 1617. Die fremden Dienste rückten andererseits die Familie oft in turbulente innenpolitische Spannungsfelder (z.B. den Harten- und Lindenhandel) oder führten, wie im Fall von Josef Karl (->), zuweilen zum Ruin einzelner Familien. Dem geistlichen Stand gehörten fast 100 Reding an, davon 17 als Pfarrherren im Kanton Schwyz. Augustin (->) war Abt des Klosters Einsiedeln, Heinrich Franz (1650-1702) Propst des Chorherrenstifts Zurzach. Die Familie hat sich stets der Interessen der katholischen Kirche angenommen, vor allem in den Religionskriegen und zur Zeit der Gegenreformation. Heiratsverbindungen bestanden mit allen angesehenen Geschlechtern in Schwyz, aber auch mit zahlreichen auswärtigen Adels- und Patrizierfamilien.

Autorin/Autor: Franz Auf der Maur, Josef Wiget 
Reding von Biberegg, Ital der Ältere (I5704)
 

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