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51451 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/023860/2014-02-26/

Zoller

Zürcher Junkerfamilie. Stammvater ist Ulrich Zoller von Laufenburg, der urkundlich als Ulrich Bok, genannt Zoller, erwähnt wird. Er kam als Einsiedler Amtmann nach Zürich und wurde 1366 dort Bürger. Das angesehene Zürcher Geschlecht beteiligte sich mit Cunrad, der von 1384 bis zu seinem Tod 1410 Ratsherr der Konstaffel war, erstmals an der Zürcher Politik. Die Zoller waren mit Ausnahme einiger Geistlicher vor allem im Militär- und Staatsdienst tätig: Das nicht sehr zahlreiche Geschlecht mit 28 bekannten männlichen Angehörigen stellte neben Amtleuten, Schreibern und Richtern 15 Obervögte und sechs Landvögte. Stadtschreiber Hans Wilpert (1673-1757) wirkte als Historiker. Die Zoller gehörten ab spätestens 1545 bis zum Erlöschen des Zürcher Zweigs 1792 zur Gesellschaft der Schildner zum Schneggen.

Version vom: 26.02.2014
Autorin/Autor: Katja Hürlimann 
Zoller, Jost (I56187)
 
51452 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/023860/2014-02-26/

Zoller

Zürcher Junkerfamilie. Stammvater ist Ulrich Zoller von Laufenburg, der urkundlich als Ulrich Bok, genannt Zoller, erwähnt wird. Er kam als Einsiedler Amtmann nach Zürich und wurde 1366 dort Bürger. Das angesehene Zürcher Geschlecht beteiligte sich mit Cunrad, der von 1384 bis zu seinem Tod 1410 Ratsherr der Konstaffel war, erstmals an der Zürcher Politik. Die Zoller waren mit Ausnahme einiger Geistlicher vor allem im Militär- und Staatsdienst tätig: Das nicht sehr zahlreiche Geschlecht mit 28 bekannten männlichen Angehörigen stellte neben Amtleuten, Schreibern und Richtern 15 Obervögte und sechs Landvögte. Stadtschreiber Hans Wilpert (1673-1757) wirkte als Historiker. Die Zoller gehörten ab spätestens 1545 bis zum Erlöschen des Zürcher Zweigs 1792 zur Gesellschaft der Schildner zum Schneggen.

Version vom: 26.02.2014
Autorin/Autor: Katja Hürlimann 
Zoller, Hans Wilpert (I59984)
 
51453 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/023860/2014-02-26/

Zoller

Zürcher Junkerfamilie. Stammvater ist Ulrich Zoller von Laufenburg, der urkundlich als Ulrich Bok, genannt Zoller, erwähnt wird. Er kam als Einsiedler Amtmann nach Zürich und wurde 1366 dort Bürger. Das angesehene Zürcher Geschlecht beteiligte sich mit Cunrad, der von 1384 bis zu seinem Tod 1410 Ratsherr der Konstaffel war, erstmals an der Zürcher Politik. Die Zoller waren mit Ausnahme einiger Geistlicher vor allem im Militär- und Staatsdienst tätig: Das nicht sehr zahlreiche Geschlecht mit 28 bekannten männlichen Angehörigen stellte neben Amtleuten, Schreibern und Richtern 15 Obervögte und sechs Landvögte. Stadtschreiber Hans Wilpert (1673-1757) wirkte als Historiker. Die Zoller gehörten ab spätestens 1545 bis zum Erlöschen des Zürcher Zweigs 1792 zur Gesellschaft der Schildner zum Schneggen.

Version vom: 26.02.2014
Autorin/Autor: Katja Hürlimann 
Zoller, Hans Wilpert (I59987)
 
51454 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/023860/2014-02-26/

Zoller

Zürcher Junkerfamilie. Stammvater ist Ulrich Zoller von Laufenburg, der urkundlich als Ulrich Bok, genannt Zoller, erwähnt wird. Er kam als Einsiedler Amtmann nach Zürich und wurde 1366 dort Bürger. Das angesehene Zürcher Geschlecht beteiligte sich mit Cunrad, der von 1384 bis zu seinem Tod 1410 Ratsherr der Konstaffel war, erstmals an der Zürcher Politik. Die Zoller waren mit Ausnahme einiger Geistlicher vor allem im Militär- und Staatsdienst tätig: Das nicht sehr zahlreiche Geschlecht mit 28 bekannten männlichen Angehörigen stellte neben Amtleuten, Schreibern und Richtern 15 Obervögte und sechs Landvögte. Stadtschreiber Hans Wilpert (1673-1757) wirkte als Historiker. Die Zoller gehörten ab spätestens 1545 bis zum Erlöschen des Zürcher Zweigs 1792 zur Gesellschaft der Schildner zum Schneggen.

Version vom: 26.02.2014
Autorin/Autor: Katja Hürlimann 
Zoller, Wigand (I59989)
 
51455 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/023860/2014-02-26/

Zoller

Zürcher Junkerfamilie. Stammvater ist Ulrich Zoller von Laufenburg, der urkundlich als Ulrich Bok, genannt Zoller, erwähnt wird. Er kam als Einsiedler Amtmann nach Zürich und wurde 1366 dort Bürger. Das angesehene Zürcher Geschlecht beteiligte sich mit Cunrad, der von 1384 bis zu seinem Tod 1410 Ratsherr der Konstaffel war, erstmals an der Zürcher Politik. Die Zoller waren mit Ausnahme einiger Geistlicher vor allem im Militär- und Staatsdienst tätig: Das nicht sehr zahlreiche Geschlecht mit 28 bekannten männlichen Angehörigen stellte neben Amtleuten, Schreibern und Richtern 15 Obervögte und sechs Landvögte. Stadtschreiber Hans Wilpert (1673-1757) wirkte als Historiker. Die Zoller gehörten ab spätestens 1545 bis zum Erlöschen des Zürcher Zweigs 1792 zur Gesellschaft der Schildner zum Schneggen.

Version vom: 26.02.2014
Autorin/Autor: Katja Hürlimann 
Zoller, Johannes (Hans) (I11276)
 
51456 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/023860/2014-02-26/

Zoller

Zürcher Junkerfamilie. Stammvater ist Ulrich Zoller von Laufenburg, der urkundlich als Ulrich Bok, genannt Zoller, erwähnt wird. Er kam als Einsiedler Amtmann nach Zürich und wurde 1366 dort Bürger. Das angesehene Zürcher Geschlecht beteiligte sich mit Cunrad, der von 1384 bis zu seinem Tod 1410 Ratsherr der Konstaffel war, erstmals an der Zürcher Politik. Die Zoller waren mit Ausnahme einiger Geistlicher vor allem im Militär- und Staatsdienst tätig: Das nicht sehr zahlreiche Geschlecht mit 28 bekannten männlichen Angehörigen stellte neben Amtleuten, Schreibern und Richtern 15 Obervögte und sechs Landvögte. Stadtschreiber Hans Wilpert (1673-1757) wirkte als Historiker. Die Zoller gehörten ab spätestens 1545 bis zum Erlöschen des Zürcher Zweigs 1792 zur Gesellschaft der Schildner zum Schneggen.

Version vom: 26.02.2014
Autorin/Autor: Katja Hürlimann 
Zoller, Konrad (I59991)
 
51457 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/024035/2009-10-29/

Gabriel von May

♒︎ 26.2.1661 Bern, ✝︎ 14.2.1747 Bern, ref., von Bern. Sohn des Bernhard, Kleinrats, und der Katharina Willading. Enkel des Hans Rudolf Willading. 1710 Juliana Margaretha Effinger, Tochter des Franz Christoph Effinger. Herr von Hünigen. M. begann eine Militärkarriere in franz. Diensten, wechselte 1693 auf die holländ. Seite und trat in das neu geschaffene Regiment von Mülinen. Als Oberst und Eigentümer dieses Regiments ab 1697 avancierte er nach mehreren Feldzügen im Span. Erbfolgekrieg 1709 zum Brigadier. In der verlustreichen Schlacht von Malplaquet 1709 stiess sein Regiment mit demjenigen unter franz. Fahne kämpfenden von Hans Rudolf zusammen. Er quittierte 1717 den Dienst, versah 1718-24 als langjähriger Berner Grossrat (ab 1701) die Landvogtei Moudon und gelangte 1735 in den Berner Kl. Rat.

Version vom: 29.10.2009
Autorin/Autor: Hans Braun

 
von May, Gabriel (I61377)
 
51458 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/024082/2009-07-02/

Franz Ludwig vonMuralt

♒︎ 16.12.1638 Bern, ✝︎ 1684 Bern, reformiert, von Bern. Sohn des Jost, Grossrats und Landvogts, und der Marie Schweizereisen. Bruder des Johann Bernhard. ⚭ 1662 Salome Stürler, Tochter des Beat Ludwig, bernischen Kleinrats. 1658-1659 Offizier in Venedig, 1665-1668 Hauptmann einer bernischen Freikompanie in französischen Diensten, ab 1671 im Regiment von Erlach. 1673 Grossrat in Bern, 1674 als solcher wegen Teilnahme am französischen Feldzug gegen die Niederlande abgesetzt, 1677 wieder in den Grossen Rat aufgenommen. 1677-1678 Brigadegeneral für Frankreich im Krieg gegen Spanien. 1676 Kauf des sogenannten Schlössli Rüfenacht (Gemeinde Worb).

Version vom: 02.07.2009
Autorin/Autor: Christian Müller (2) 
von Muralt, Franz Ludwig (I61361)
 
51459 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/025083/2005-01-20/

Curti (UR)

Kaufmannsfam. des 18. und 19. Jh., von Gressoney südl. des Monte Rosa stammend. Ab ca. 1700 waren sie wohl zuerst in Bürglen, dann in Altdorf, wo sie mehrere Häuser besassen, heimatberechtigt. Franz Valentin (1727-80) erlangte 1750 das Urner Landrecht. Angehörige der Fam. waren Offiziere in Frankreich und Turin, vereinzelt Priester und Kunstmaler. Hauptsächlich aber betätigten sie sich mit grossem Erfolg im Handel über den Gotthard. Josef Anton (1760-1836) galt als einer der reichsten Urner. V.a. im 19. Jh. bestanden Verschwägerungen mit den politisch führenden Kreisen Uris und Urserns (Müller, Arnold, Schmid, Nager) wie mit den aufstrebenden Fam. aus Handel und Verkehr (Muheim, Zgraggen). In der Revolutionszeit waren die C. helvetisch eingestellt. Die Fam. starb in der 2. Hälfte des 19. Jh. aus.

Version vom: 20.01.2005
Autorin/Autor: Hans Stadler 
Curti, Josef Anton (I18729)
 
51460 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/025307/2013-10-09/

KasparWolf

* 1.3.1532 Zürich, ✝︎ 1601 Zürich, reformiert, von Zürich. Sohn des Heinrich, Zwölfers zu Schiffleuten und Schaffners von Embrach, und der Margaretha Leu. Bruder des Johannes. ⚭ 1559 Anna Reust, Tochter des Jakob, Ratsherrn. Ab 1552 Medizinstudium in Basel, ab 1553 in Paris, ab 1555 in Montpellier, 1557 Dr. med. in Orléans. 1558 in Padua. 1566 als Nachfolger Konrad Gessners Stadtarzt von Zürich sowie Professor der Naturlehre am Carolinum. 1577 Professor der griechischen Sprache und Chorherr. 1571 und 1592 Schulherr (Oberaufseher der Schulen) in Zürich. Kaspar Wolf gab Werke bedeutender Ärzte heraus, darunter die von seinem Mentor Gessner zusammengestellte Anthologie "Gynaeciorum sive de mulierum affectibus commentarii [...]" (1566, 2. erweiterte Auflage 1586, 3. Auflage 1597), die Ansätze der modernen Gynäkologie und Geburtskunde enthält. Er betätigte sich auch als Vermittler antiken medizinischen Wissens und als Kalendermacher.

Version vom: 09.10.2013
Autorin/Autor: Karin Marti-Weissenbach 
Wolf, Hans Kaspar (I58482)
 
51461 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/025990/2006-01-27/

Matthias Hirschgartner

* 28.11.1574 Maschwanden, ✝︎ 9.2.1653 Zürich, ref., ab 1602 von Zürich. Sohn des Hans Jakob, Pfarrers. ⚭ ​1) 1600 Regula Keller, Tochter des Oswald, Amtmanns in Rüti (ZH), 2) 1612 Elisabeth Schärer, Witwe des Georg Rubli. Unterricht bei versch. Zürcher Theologen, 1594-98 Studien in Deutschland, mit kurzen Aufenthalten in England und Dänemark, 1599 Ordination. 1600 Lehrer an der Lateinschule. Ab 1601 Pfarrer in Volketswil, ab 1603 auf dem Hirzel, ab 1612 in Zollikon, 1637 Rücktritt aus gesundheitl. Gründen. Schon als Pfarrer interessierte sich H. für Medizin und Astronomie und wurde u.a. wegen Kalendermacherei von den Chorherren getadelt. Er war ein entschiedener Kopernikaner und publizierte 1643 sein bekanntestes Werk, die "Detectio dioptrica", eine Beschreibung der Planeten, die recht zuverlässige eigene Beobachtungen enthält.

Version vom: 27.01.2006
Autorin/Autor: Karin Marti-Weissenbach 
Hirschgartner, Matthias (I60440)
 
51462 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026512/2007-01-11/

Felix Klauser

Erstmals erw. 6.2.1503, ✝︎ 23.3.1530 Rapperswil (SG), von Zürich. Sohn des Anton Scherer, aus alter Eglisauer Bader- und Apothekerfam. stammend. Bruder von Conrad und Anton. Ab 1503 letzter amtierender Abt des Klosters Rüti (ZH). 1517 erhielt er von Papst Leo X. die bischöfl. Insignien. Der Zürcher Rat zwang K., Gegner der Reformation, am 25.2.1525 zur Abdankung. Er versuchte am 23.4.1525 mit Teilen des Klosterschatzes und -archivs nach Rapperswil zu fliehen, wurde aber von Bauern des Amtes Grüningen abgefangen. Schliesslich erhielt er eine Abfindung mit einer Leibrente und dem lebenslängl. Wohnrecht im Rütihaus in Rapperswil. Beim Bau der Kirche in Dürnten 1517-21 wurde ein Schlussstein mit dem Wappen K.s eingefügt.

Version vom: 11.01.2007
Autorin/Autor: Urs Amacher 
Klauser / Clauser (Scherer), Felix (I60772)
 
51463 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026690/2003-10-02/

Hans Edlibach

1404 erstmals erw., ✝︎ 11.11.1434 Neuheim, von Neuheim, erwarb 1404 und 1414 das Zürcher Bürgerrecht. Sohn des Heinrich. ⚭ ​Barbara von Utingen. Schuochzer (Schuhmacher) genannt, vermutlich Salzhändler. 1415 Bürge beim Einkauf von Amt und Stadt Zug in die Herrschaft Baden, 1417-22 und 1426-32 Ammann des Gotteshausgerichts Einsiedeln, 1423-25 Landvogt in Baden, 1428 Ratsherr, 1428-29 und 1433 Zuger Standesgesandter, 1430 Vertreter von Zug im Streit mit Zürich um das Steinhauser Hochgericht, 1431 Vertreter der Neuheimer Gotteshausleute in einem Streit mit St. Blasien und Siegler des revidierten, vormals hünenbergischen Hofrechts in Hinterburg.

Version vom: 02.10.2003
Autorin/Autor: Renato Morosoli 
Edibach, Hans (I56411)
 
51464 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026691/2015-11-24/

Ulrich Edlibach

✝︎ 11.5.1462 Zürich, von Neuheim, erneuerte 1459 das Zürcher Bürgerrecht. Sohn des Hans. ⚭ ​1) (Vorname unbekannt) Brandenberg, von Zug, 2) (Vorname unbekannt) Kienast, von Zollikon, 3) Anna Landolt, von Marbach (ZH), die nach 1462 Hans Waldmann heiratete. 1440 Zuger Standesgesandter, 1446-47 Landvogt der gemeinen Herrschaft Grüningen, 1451-53 Landvogt in Baden, 1436-41 und 1450-51 Ammann des Gotteshausgerichts Einsiedeln. Vermutlich anfangs der 1450er Jahre Umzug nach Zürich, 1458 Amtmann des Klosters Einsiedeln im Aargau und Thurgau.

Version vom: 24.11.2015
Autorin/Autor: Renato Morosoli 
Edlibach, Ulrich (I56405)
 
51465 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/027189/2010-07-22/

Johann Joachim Püntener

* 1584 Altdorf (UR), ✝︎ 1651 Altdorf, katholisch, Landmann von Uri. Sohn des Heinrich, Gardehauptmanns in Turin, und der Katharina Rümplin (Rüpplin), von Frauenfeld. Bruder des Jost. Heiratet ​um 1606 Magdalena Wolleb, Tochter des Beat, Hauptmanns. Um 1614 oberster Hauptmann der Garde in Turin, Oberst in französischen Diensten, 1618-1619 Dorfvogt von Altdorf, Mitglied des Landrats, 1621-1644 Tagsatzungsgesandter. 1621 Gesandter zum König von Spanien, 1624-1637 wiederholt Gesandter nach Mailand, unter anderem betreffend Getreideimporte und Gründung eines Jesuitenkollegiums. Johann Joachim Püntener pflegte Beziehungen zum spanischen Ambassador Marc-Claude de Rye, Markgraf von Dogliani, dem er auch als Dolmetscher behilflich war.

Version vom: 22.07.2010
Autorin/Autor: August Püntener 
Püntener, Oberstlieutenant Heinrich (I88)
 
51466 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/027787/2015-01-11/

Johann Jakob Wick

* 1522 Zürich, ✝︎ 14.8.1588 Zürich, reformiert, von Zürich. ⚭​1) 1542 Anna Escher, 2) 1547 Küngolt Ammann, 3) 1566 Cathrin Scheuchzer. Ab 1534 Schüler im ehemaligen Kloster Kappel, ab 1538 am Zürcher Fraumünster, 1540 Studium der Theologie in Tübingen, Marburg und Leipzig, Rückkehr nach Zürich auf Geheiss des Zürcher Studentenamts. 1542 Pfarrer in Witikon, gleichzeitig Provisor an der Fraumünsterschule, 1545 Pfarrer in Egg, 1552 Pfarrer an der Predigerkirche in Zürich, 1557 zweiter Archidiakon und Chorherr am Zürcher Grossmünster. Johann Jakob Wick hinterliess eine der bedeutendsten Nachrichtensammlungen der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Von 1560 bis zu seinem Tod stellte er 24 Foliobände zusammen, die sogenannte Wickiana, die neben handschriftlichen Aufzeichnungen rund 500 Flugschriften und über 400 Einblattdrucke zu Naturereignissen, Unglück und Verbrechen sowie geschichtlichen Vorkommnissen enthalten. Wick bezeichnete seine Sammlung als Wunderbücher. Ihre Genese steht im Zusammenhang mit dem Aufkommen der Prodigiensammlungen und einer verstärkten Aufmerksamkeit für die Zeichen und Wunder Gottes um die Mitte des 16. Jahrhunderts. Am Zustandekommen der Sammlung waren auch Mitglieder des Zürcher Chorherrenstifts und der Schola Tigurina beteiligt. Druckschriften und handschriftliche Mitteilungen aus Gelehrten-Briefwechseln erhielt Wick unter anderem von Konrad Gessner, Rudolf Gwalther, Ludwig Lavater und Josias Simler. Vor allem profitierte er vom umfangreichen Briefwechsel Heinrich Bullingers.

Version vom: 11.01.2015
Autorin/Autor: Franz Mauelshagen 
Wick, Johann Jakob (I60417)
 
51467 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/027803/2012-12-04/

Vonwiller

Familie der Stadt St. Gallen, deren Name sich möglicherweise vom Hof Vonwil westlich von St. Gallen herleitet. Zur Familie Vonwiller werden in der Regel auch die bis ins 16. Jahrhundert vorkommenden von Buel und Vonbueler gezählt. 1376 wurde Konrad Bürger von St. Gallen. Bis ins 19. Jahrhundert übten die meisten Vonwiller handwerkliche Berufe aus und waren vor allem als Weber und Bäcker tätig. Sie übernahmen bis 1798 oft Ämter in der Weber- und Pfisterzunft. Kaspar von Vonbühl und Johannes (1691-1754) wurden Bürgermeister. Im 18. und 19. Jahrhundert brachte die Familie erfolgreiche Fabrikanten und Kaufleute wie Ulrich, David und Johann Niklaus (1783-1854) hervor. Letzterer gründete ein Handels- und Bankhaus in Mailand und eine Leinenfabrik in Haslach an der Mühl (Oberösterreich). Seltener ergriffen die Vonwiller akademische Berufe, so Alfred Edmund (1857-1925), Direktor und Chefarzt am Kantonsspital St. Gallen, und dessen Sohn Paul. Robert (1863-1928) leitete die Sammlung für Völkerkunde im Historischen und Völkerkundemuseum St. Gallen.

Version vom: 04.12.2012
Autorin/Autor: Marcel Mayer 
Vonwiller, Heinrich (I58821)
 
51468 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/027803/2012-12-04/

Vonwiller

Familie der Stadt St. Gallen, deren Name sich möglicherweise vom Hof Vonwil westlich von St. Gallen herleitet. Zur Familie Vonwiller werden in der Regel auch die bis ins 16. Jahrhundert vorkommenden von Buel und Vonbueler gezählt. 1376 wurde Konrad Bürger von St. Gallen. Bis ins 19. Jahrhundert übten die meisten Vonwiller handwerkliche Berufe aus und waren vor allem als Weber und Bäcker tätig. Sie übernahmen bis 1798 oft Ämter in der Weber- und Pfisterzunft. Kaspar von Vonbühl und Johannes (1691-1754) wurden Bürgermeister. Im 18. und 19. Jahrhundert brachte die Familie erfolgreiche Fabrikanten und Kaufleute wie Ulrich, David und Johann Niklaus (1783-1854) hervor. Letzterer gründete ein Handels- und Bankhaus in Mailand und eine Leinenfabrik in Haslach an der Mühl (Oberösterreich). Seltener ergriffen die Vonwiller akademische Berufe, so Alfred Edmund (1857-1925), Direktor und Chefarzt am Kantonsspital St. Gallen, und dessen Sohn Paul. Robert (1863-1928) leitete die Sammlung für Völkerkunde im Historischen und Völkerkundemuseum St. Gallen.

Version vom: 04.12.2012
Autorin/Autor: Marcel Mayer 
Vonwiller, Kaspar (I58820)
 
51469 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/027803/2012-12-04/

Vonwiller

Familie der Stadt St. Gallen, deren Name sich möglicherweise vom Hof Vonwil westlich von St. Gallen herleitet. Zur Familie Vonwiller werden in der Regel auch die bis ins 16. Jahrhundert vorkommenden von Buel und Vonbueler gezählt. 1376 wurde Konrad Bürger von St. Gallen. Bis ins 19. Jahrhundert übten die meisten Vonwiller handwerkliche Berufe aus und waren vor allem als Weber und Bäcker tätig. Sie übernahmen bis 1798 oft Ämter in der Weber- und Pfisterzunft. Kaspar von Vonbühl und Johannes (1691-1754) wurden Bürgermeister. Im 18. und 19. Jahrhundert brachte die Familie erfolgreiche Fabrikanten und Kaufleute wie Ulrich, David und Johann Niklaus (1783-1854) hervor. Letzterer gründete ein Handels- und Bankhaus in Mailand und eine Leinenfabrik in Haslach an der Mühl (Oberösterreich). Seltener ergriffen die Vonwiller akademische Berufe, so Alfred Edmund (1857-1925), Direktor und Chefarzt am Kantonsspital St. Gallen, und dessen Sohn Paul. Robert (1863-1928) leitete die Sammlung für Völkerkunde im Historischen und Völkerkundemuseum St. Gallen.

Version vom: 04.12.2012
Autorin/Autor: Marcel Mayer 
Vonwiller, Anna (I58803)
 
51470 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/028275/2011-08-22/

Hans Schürpf

* um 1430 Willisau, ✝︎ 24.8.1499 Luzern, ab 1462 von Luzern. Vermutlich Sohn des Hans, Willisauer Ratsherrn. ​⚭ Barbara von Lütishofen, Tochter des Lienhart, Tuchhändlers mit grossem Vermögen. Ab 1462 als Tuchhändler im Luzerner Bürgerrecht. Ab 1464 Luzerner Grossrat, 1476-99 Kleinrat. Verschiedenenorts Vogt. Bannerherr und Tagsatzungsgesandter. Als Richter 1471-98 war S. in den Amstaldenhandel 1478 involviert. Er bewährte sich 1468 im Waldshuterkrieg, 1476 als Verteidiger des besetzten Yverdon, zuletzt als Hauptmann im Schwabenkrieg. 1497-98 unternahm S. eine Pilgerreise nach Jerusalem und kehrte als Ritter vom Hl. Grab zurück. Den gefahrvollen Reiseverlauf schildert ein Bericht, den der Leutpriester Peter Wächter nach S.s. Aufzeichnungen verfasste (Manuskript in der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern).

Version vom: 22.08.2011
Autorin/Autor: Marcel Müller 
Schürpf, Hans (I60776)
 
51471 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/028596/2013-05-10/

Hug von Watt

* um 1385 St. Gallen, ✝︎ 1460/1461 St. Gallen. Sohn des Konrad, Bürgermeisters. ⚭ ​Elisabeth Nostler. Bedeutender Kaufmann, Mitglied der Gesellschaft zum Notenstein und einer der reichsten St. Galler Bürger im 15. Jahrhundert. Zusammen mit Peter von Watt und dem Berner Niklaus von Diesbach gründete Hug von Watt die Diesbach-Watt-Gesellschaft. Er erwarb 1418 die Burg Rebstein und 1432 die Burg Steinach. 1421 nahmen er und Peter von Watt vom Kloster St. Gallen das Leinwandmass und damit die Abgaben für gehandelte Leinwand zu Pfand, welche sie 1429 mit Einverständnis des Abts an Bürgermeister und Rat von St. Gallen verkauften. 1436-1457 war er Ratsherr und bekleidete unter anderem das Amt des Spitalpflegers und Aussermeisters und jenes des Weinschätzers. Mehrfach trat er als Vermittler auf, so 1439 in einem Streit zwischen Abt Eglolf Blarer und Eberhard von Ramschwag.

Version vom: 10.05.2013
Autorin/Autor: Rezia Krauer 
von Watt, Hug (I60875)
 
51472 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/029240/2011-02-24/

Rudolf I. von Nidau
Rudolf I. von Neuenburg-Nidau

Erstmals erwähnt 1201, ✝︎ um 1258, ​Gottstatt. Sohn Gf. Ulrichs III. von Neuenburg. Bruder oder Halbbruder Heinrichs von Neuenburg. Neffe Rudolfs II. von Neuenburg. ⚭ ​1) Bertha von Grenchen, 2) Richenza von (Nachname unbekannt, ✝︎​nach 1267). N. erhielt bei der Erbteilung mit seinen Brüdern Berthold von Strassberg und Ulrich von Aarberg um 1226 die Burgen N. und Erlach sowie den Titel eines Gf. von Neuenburg. Er besass zusammen mit dem Fürstbf. von Basel Herrschaftsrechte auf dem Tessenberg und in Biel. Fassbar wird er 1255 als Stifter des Prämonstratenserklosters Gottstatt sowie als Förderer der Abteien Erlach, Frienisberg und Hauterive, wo er 1201 erstmals bei einer Güterübertragung seines Vaters erwähnt wurde.

Version vom: 24.02.2011
Autorin/Autor: Peter Niederhäuser

 
von Neuenburg-Nidau, Graf Rudolf I. (I10965)
 
51473 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/029242/2009-08-03/

Rudolf II. von Nidau

Erstmals erw. 1255, ✝︎ 1308/09 . Sohn Gf. Rudolfs I. und der Richenza von (Nachname unbekannt). ⚭ ​Gertrud von Strassberg, Tochter des Berchtold, eines Vetters von N. Bis zu seiner Volljährigkeit um 1268 verwaltete seine Mutter die Herrschaft. Im Kampf zwischen Habsburg und Savoyen um das kyburg. Erbe gelangte die Herrschaft Erlach 1265 unter savoy. Lehenshoheit. Oft im Umfeld Habsburgs und des Fürstbf. von Basel anzutreffen, trat N. 1294 in das Burgrecht von Freiburg ein. Im Krieg mit Bern wurde 1298 Bremgarten bei Bern, sein Pfand, zerstört. N.s Streit mit den Vettern zu Neuenburg um Nugerol führte 1277 zu einem Grenzvertrag. 1307 begann N. mit dem Kauf der Frohburg in den Buchsgau auszugreifen. Gleichzeitig förderte er die Abtei Erlach sowie Gottstatt als Familiengrablege.

Version vom: 03.08.2009
Autorin/Autor: Peter Niederhäuser 
von Neuenburg-Nidau, Graf Rudolf II. (I10980)
 
51474 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/029243/2010-09-09/

Rudolf III. von Nidau

Erstmals erw. ✝︎ 1276, 21.6.1339 . Sohn Gf. Rudolfs II.. ​⚭ 1) Jonata von Neuenburg, Tochter des Amadeus, 2) 1329 Varenne von Neufchâtel-Blamont, Tochter des Theobald (mit Dispens). N. führte mit seinem Bruder Hartmann, Propst in Solothurn und Basel, das Geschlecht zu hohem Ansehen: 1312 begleitete er Kg. Heinrich VII. nach Rom und erhielt als Pfand Rheinfelden, 1330 scheint ihm Papst Johannes XXII. eine Goldene Rose geschenkt zu haben, 1333 beteiligte er sich am bern.-habsburg. Landfrieden, 1337 nannte ihn Kg. Edward III. von England einen Blutsverwandten. Gleichzeitig erwarb N. u.a. Güter des verwandten Gf. Imer von Strassberg (1317 bzw. 1327 Büren) und 1314 Alt-Falkenstein. Trotz seiner Nähe zu Bern schloss sich N. der gegner. Koalition an und fand in der Schlacht von Laupen den Tod.

Version vom: 09.09.2010
Autorin/Autor: Peter Niederhäuser 
von Neuenburg-Nidau, Herr Rudolf III. (I9974)
 
51475 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/032377/2013-12-19/

Hans Conrad Locher

* Januar 1566 Zürich, ✝︎ 20.6.1635 Zürich, reformiert, von Zürich. Sohn des Ulrich, Metzgers von Ragaz, und der Barbara Heidegger. ​⚭ 1) 1588 Beatrice Holzhalb, Tochter des Heinrich Holzhalb, 2) 1612 Esther Göldi, Tochter des Beat Rudolf, 3) 1634 Katharina Frei, Witwe des Adrian Ziegler, Landvogts. 1591 beteiligte sich Hans Conrad Locher an der Buratfabrikation seines Schwiegervaters Holzhalb. Nachdem er einen Teil der Konkursmasse seines Schwagers Caspar Wüst übernommen hatte, wirkte er ab 1598/1599 als selbstständiger Barchentfabrikant. Er war der grösste Produzent Zürichs und ein Pionier der Mischgewebeherstellung. 1619 sass Locher für die Saffranzunft im Grossen Rat von Zürich.

Version vom: 19.12.2013
Autorin/Autor: Martin Lassner 
Locher, Hans Konrad (I60603)
 
51476 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/032382/2011-06-01/

PaulusUsteri

* 23.6.1644 Zürich, ✝︎ 1718 Zürich, reformiert, von Zürich. Sohn des Marx, Grossrats der Zunft zur Saffran, und der Maria Stoler. ⚭ ​Elisabeth Ziegler, Tochter des Adrian. Mitglied der Zunft zur Waag. Auftraggeber für den Bau des Neuenhofs am Talacker. Paulus Usteri begann mit Spezereienhandel und stieg später in die Textilproduktion ein. Mit Hilfe der hugenottischen Gelder, an die er durch Salomon Negret gelangte, begann er 1680 mit seiner erfolgreichen Crepons-, Burat- und Baumwolltuchfabrikation.

Version vom: 01.06.2011
Autorin/Autor: Martin Lassner

 
Usteri, Paulus (I59564)
 
51477 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/042503/2007-01-23/

Emil Georg Leo von Greyerz

20.4.1811 Günzburg (Bayern), 11.3.1869 Bern, ref., von Bern. Sohn des Gottlieb . Bruder des Adolf und des Walo. ​Caroline Fueter, Tochter des Christian Fueter. 1820 Übersiedlung der Fam. nach Augsburg, wo G. als Mitschüler des späteren Napoleons III. ein Privatgymnasium besuchte (Abitur 1829). 1829-31 Försterausbildung bei Karl Albrecht Kasthofer in Unterseen. 1831-32 naturwissenschaftl. Studien an der Univ. Bern. 1832 Forstadjunkt der Stadt Bern. 1833 ernannte ihn die liberale Regierung zum Kreisoberförster. 1846 von der radikalen Regierung nicht mehr gewählt, 1850 von der konservativen Regierung wieder eingesetzt. 1857 Stadtforstmeister von Bern. 1865-66 Präs. der Ökonom. Gesellschaft Bern. Kommandant einer Scharfschützenkompanie im Sonderbundskrieg. G. wurde häufig als Experte für forstl. Verwaltungsaufgaben herangezogen, so von Zofingen, Solothurn und vom Kt. Basel-Landschaft.

Version vom: 23.01.2007
Autorin/Autor: Christoph Zürcher 
von Greyerz, Georg Leo Emil (I51193)
 
51478 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/045972/2007-10-10/

Johannes Haller

* 1487 Wil (SG), ✝︎ 11.10.1531 Kappel am Albis, von Wil. Sohn des Hans, Kupferschmieds, und der Appolonia Rösch. ⚭ 1521 Verena Zerer, Tochter des Josua, Tuchmanns, von Zürich. Während des Stud. in Erfurt lernte H. Martin Luther kennen. 1509 kehrte er in die Schweiz zurück und wurde zum Priester geweiht. 1510 Helfer in Schwyz, anschliessend Lesemeister im Kloster Interlaken, Helfer in Zweisimmen, Pfarrer in Scherzligen und 1520 in Amsoldingen. Wegen seiner Neigung zur Reformation wurde er vertrieben, worauf er 1527 Helfer in Zollikon und 1528 Pfarrer in Bülach war. Als engagierter Vertreter der zwinglian. Reformation verhandelte H. erfolgreich mit den Täufern in Bülach, nahm an den Disputationen mit Balthasar Hubmaier in Zürich und 1528 an der Berner Disputation teil. H. fiel in der Schlacht von Kappel.

Version vom: 10.10.2007
Autorin/Autor: Hans Ulrich Bächtold 
Haller, Johannes (I61244)
 
51479 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/046394/2012-10-25/

Martin Wehrli von Greifenberg

um 1500 Frauenfeld, ✝︎ um 1564 Frauenfeld, katholisch, von Frauenfeld. Sohn des Hans, thurgauischen Landweibels und Landammanns. ​⚭ 1) 1531 Margaretha Huntpiss von Waltrams, 2) Veronika von Hohenlandenberg. Vermutlich 1522-1528 Landweibel sowie 1525-1543 und 1562-1564 Landammann in Frauenfeld, 1533-1541 Schaffner des Klosters Münsterlingen, 1543-1559 jedes zweite Jahr Schultheiss von Frauenfeld. 1548 Mitglied einer Bruderschaft. Während der Reformation galt Martin Wehrli als Haupt der katholischen Partei von Frauenfeld und war Ende Dezember 1528 am Totschlag des reformierten Helfers Johannes ab Burg beteiligt. Wehrli trat oft als Abgeordneter Frauenfelds beziehungsweise der zehn eidgenössischen Orte auf, zum Beispiel in Verhandlungen mit dem Kloster St. Gallen. 1557 wurde er von Kaiser Karl V. als Wehrli von Greifenberg geadelt.

Version vom: 25.10.2012
Autorin/Autor: Erich Trösch 
Wehrli (Werli) von Gryffenberg, Martin (I58375)
 
51480 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/049232/2012-07-20/

Vinzenz Stürler

♒︎ 16.4.1592 Oron, ✝︎ 2.8.1670 vermutlich Bern, ref., von Bern. Sohn des Abraham. ​⚭ Anna Willading, Tochter des Johannes, Landvogts von Avenches. Schwager des Hans Rudolf Willading. S. war ab 1619 Grossrat in Bern, 1628-34 Landvogt von Moudon, 1636-70 Kleinrat, 1645-49 Kirchmeier vom Rat sowie 1646-51, 1655-59 und - nachdem sein Nachfolger nach wenigen Monaten im Amt gestorben war - wiederum 1659-67 Venner zu Gerbern. S. erbte von seinem Vater die umfangreichen Rebgüter in Chardonne, während seine Gattin solche in Cotterd einbrachte.

Version vom: 20.07.2012
Autorin/Autor: Hans Braun

 
Stürler, Vinzenz (I61384)
 
51481 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/049584/2012-01-06/

von Sal

Adels- und Ratsfamilie des 13.-16. Jahrhunderts in Winterthur, die auch Sala oder Saler genannt wurde. Möglicherweise geht das Geschlecht auf die Burgstelle Untersal bei Oberembrach zurück. Allfällige Verbindungen zur gleichnamigen Zürcher Familie sind nicht geklärt. Heiratsbeziehungen bestanden zum ostschweizerisch-süddeutschen Landadel. Die ersten Namensträger werden ab 1279 als Zeugen, ab 1287 als Ratsherren in Winterthur erwähnt. Regelmässig stellten die Sal Kleinräte und Schultheissen (letztmals 1506 mit Hans). Mehrere weibliche Mitglieder der Familie traten als Priorinnen des nahen Dominikanerinnenklosters Töss hervor. Elisabetha war 1409-1425 Äbtissin im Kloster Frauenthal. Ab dem 14. Jahrhundert zählten die Sal zu den bedeutendsten Familien Winterthurs, ihre Geschichte ist eng mit der habsburgischen Stadt verknüpft.

Als habsburgische Gefolgsleute besetzten Konrad (✝︎ 1396) und sein Sohn Laurenz 1364-1405 ohne Unterbrechung das Schultheissenamt in Winterthur: Um 1390 war Konrad Mitglied des herzoglichen Rats und einer der einflussreichen Politiker der Ostschweiz. Laurenz, ab 1388 im Kleinen Rat und ab 1396 Schultheiss von Winterthur, starb in den Appenzeller Kriegen am Stoss 1405 als Anführer der Winterthurer. Seine Schwester Anna war 1400 Priorin im Kloster Töss. Sein Bruder Hans amtierte ab 1407 als Ratsherr und 1409-1434 als Schultheiss in Winterthur. Er wahrte die habsburgischen Interessen in der Stadt, stiftete 1428 eine grosse Jahrzeit für seine Familie und erwarb 1429 die Burg Freienstein im unteren Tösstal. Der Enkel von Hans, Laurenz (✝︎ 1468/1469), war zwischen 1459 und 1468 mehrmals Schultheiss und leitete 1460 die erfolgreiche Verteidigung Winterthurs gegen ein eidgenössisches Heer. Sein Bruder Rudolf war Mönch in St. Blasien und von 1485 bis ca. 1500 vermutlich Abt des Klosters Beinwil-Mariastein. Ein zweiter Bruder, Konrad, war in habsburgischen Diensten im Tirol. Küngold, die Tochter von Laurenz, stand ab 1489 als Priorin dem Kloster Töss vor. Ihr Bruder Hans (✝︎ 1529) wuchs am Innsbrucker Hof auf. Er war ab 1483 der letzte politisch aktive Vertreter der Familie in der Stadt Winterthur, die 1467 an Zürich verpfändet worden war, indes weiterhin enge Beziehungen zum Haus Habsburg pflegte. Spätestens um 1500 verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage der Sal, trotz des Besitzes von Schloss Girsberg (ZH, 1514-1525). Als Hans 1524 als Dank für seine Verdienste in Winterthur eine Spitalpfrund erhielt, hatten seine Söhne die Stadt längst verlassen. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts starb der letzte männliche Nachkomme im Schwarzwald.

Version vom: 06.01.2012
Autorin/Autor: Peter Niederhäuser 
von Sal, Katharina (I12783)
 
51482 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/049584/2012-01-06/

von Sal

Adels- und Ratsfamilie des 13.-16. Jahrhunderts in Winterthur, die auch Sala oder Saler genannt wurde. Möglicherweise geht das Geschlecht auf die Burgstelle Untersal bei Oberembrach zurück. Allfällige Verbindungen zur gleichnamigen Zürcher Familie sind nicht geklärt. Heiratsbeziehungen bestanden zum ostschweizerisch-süddeutschen Landadel. Die ersten Namensträger werden ab 1279 als Zeugen, ab 1287 als Ratsherren in Winterthur erwähnt. Regelmässig stellten die Sal Kleinräte und Schultheissen (letztmals 1506 mit Hans). Mehrere weibliche Mitglieder der Familie traten als Priorinnen des nahen Dominikanerinnenklosters Töss hervor. Elisabetha war 1409-1425 Äbtissin im Kloster Frauenthal. Ab dem 14. Jahrhundert zählten die Sal zu den bedeutendsten Familien Winterthurs, ihre Geschichte ist eng mit der habsburgischen Stadt verknüpft.

Als habsburgische Gefolgsleute besetzten Konrad (✝︎ 1396) und sein Sohn Laurenz 1364-1405 ohne Unterbrechung das Schultheissenamt in Winterthur: Um 1390 war Konrad Mitglied des herzoglichen Rats und einer der einflussreichen Politiker der Ostschweiz. Laurenz, ab 1388 im Kleinen Rat und ab 1396 Schultheiss von Winterthur, starb in den Appenzeller Kriegen am Stoss 1405 als Anführer der Winterthurer. Seine Schwester Anna war 1400 Priorin im Kloster Töss. Sein Bruder Hans amtierte ab 1407 als Ratsherr und 1409-1434 als Schultheiss in Winterthur. Er wahrte die habsburgischen Interessen in der Stadt, stiftete 1428 eine grosse Jahrzeit für seine Familie und erwarb 1429 die Burg Freienstein im unteren Tösstal. Der Enkel von Hans, Laurenz (✝︎ 1468/1469), war zwischen 1459 und 1468 mehrmals Schultheiss und leitete 1460 die erfolgreiche Verteidigung Winterthurs gegen ein eidgenössisches Heer. Sein Bruder Rudolf war Mönch in St. Blasien und von 1485 bis ca. 1500 vermutlich Abt des Klosters Beinwil-Mariastein. Ein zweiter Bruder, Konrad, war in habsburgischen Diensten im Tirol. Küngold, die Tochter von Laurenz, stand ab 1489 als Priorin dem Kloster Töss vor. Ihr Bruder Hans (✝︎ 1529) wuchs am Innsbrucker Hof auf. Er war ab 1483 der letzte politisch aktive Vertreter der Familie in der Stadt Winterthur, die 1467 an Zürich verpfändet worden war, indes weiterhin enge Beziehungen zum Haus Habsburg pflegte. Spätestens um 1500 verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage der Sal, trotz des Besitzes von Schloss Girsberg (ZH, 1514-1525). Als Hans 1524 als Dank für seine Verdienste in Winterthur eine Spitalpfrund erhielt, hatten seine Söhne die Stadt längst verlassen. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts starb der letzte männliche Nachkomme im Schwarzwald.

Version vom: 06.01.2012
Autorin/Autor: Peter Niederhäuser 
von Sal, Johann (I11512)
 
51483 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/049584/2012-01-06/

von Sal

Adels- und Ratsfamilie des 13.-16. Jahrhunderts in Winterthur, die auch Sala oder Saler genannt wurde. Möglicherweise geht das Geschlecht auf die Burgstelle Untersal bei Oberembrach zurück. Allfällige Verbindungen zur gleichnamigen Zürcher Familie sind nicht geklärt. Heiratsbeziehungen bestanden zum ostschweizerisch-süddeutschen Landadel. Die ersten Namensträger werden ab 1279 als Zeugen, ab 1287 als Ratsherren in Winterthur erwähnt. Regelmässig stellten die Sal Kleinräte und Schultheissen (letztmals 1506 mit Hans). Mehrere weibliche Mitglieder der Familie traten als Priorinnen des nahen Dominikanerinnenklosters Töss hervor. Elisabetha war 1409-1425 Äbtissin im Kloster Frauenthal. Ab dem 14. Jahrhundert zählten die Sal zu den bedeutendsten Familien Winterthurs, ihre Geschichte ist eng mit der habsburgischen Stadt verknüpft.

Als habsburgische Gefolgsleute besetzten Konrad (✝︎ 1396) und sein Sohn Laurenz 1364-1405 ohne Unterbrechung das Schultheissenamt in Winterthur: Um 1390 war Konrad Mitglied des herzoglichen Rats und einer der einflussreichen Politiker der Ostschweiz. Laurenz, ab 1388 im Kleinen Rat und ab 1396 Schultheiss von Winterthur, starb in den Appenzeller Kriegen am Stoss 1405 als Anführer der Winterthurer. Seine Schwester Anna war 1400 Priorin im Kloster Töss. Sein Bruder Hans amtierte ab 1407 als Ratsherr und 1409-1434 als Schultheiss in Winterthur. Er wahrte die habsburgischen Interessen in der Stadt, stiftete 1428 eine grosse Jahrzeit für seine Familie und erwarb 1429 die Burg Freienstein im unteren Tösstal. Der Enkel von Hans, Laurenz (✝︎ 1468/1469), war zwischen 1459 und 1468 mehrmals Schultheiss und leitete 1460 die erfolgreiche Verteidigung Winterthurs gegen ein eidgenössisches Heer. Sein Bruder Rudolf war Mönch in St. Blasien und von 1485 bis ca. 1500 vermutlich Abt des Klosters Beinwil-Mariastein. Ein zweiter Bruder, Konrad, war in habsburgischen Diensten im Tirol. Küngold, die Tochter von Laurenz, stand ab 1489 als Priorin dem Kloster Töss vor. Ihr Bruder Hans (✝︎ 1529) wuchs am Innsbrucker Hof auf. Er war ab 1483 der letzte politisch aktive Vertreter der Familie in der Stadt Winterthur, die 1467 an Zürich verpfändet worden war, indes weiterhin enge Beziehungen zum Haus Habsburg pflegte. Spätestens um 1500 verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage der Sal, trotz des Besitzes von Schloss Girsberg (ZH, 1514-1525). Als Hans 1524 als Dank für seine Verdienste in Winterthur eine Spitalpfrund erhielt, hatten seine Söhne die Stadt längst verlassen. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts starb der letzte männliche Nachkomme im Schwarzwald.

Version vom: 06.01.2012
Autorin/Autor: Peter Niederhäuser 
von Sal, Johann (I11514)
 
51484 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/049584/2012-01-06/

von Sal

Adels- und Ratsfamilie des 13.-16. Jahrhunderts in Winterthur, die auch Sala oder Saler genannt wurde. Möglicherweise geht das Geschlecht auf die Burgstelle Untersal bei Oberembrach zurück. Allfällige Verbindungen zur gleichnamigen Zürcher Familie sind nicht geklärt. Heiratsbeziehungen bestanden zum ostschweizerisch-süddeutschen Landadel. Die ersten Namensträger werden ab 1279 als Zeugen, ab 1287 als Ratsherren in Winterthur erwähnt. Regelmässig stellten die Sal Kleinräte und Schultheissen (letztmals 1506 mit Hans). Mehrere weibliche Mitglieder der Familie traten als Priorinnen des nahen Dominikanerinnenklosters Töss hervor. Elisabetha war 1409-1425 Äbtissin im Kloster Frauenthal. Ab dem 14. Jahrhundert zählten die Sal zu den bedeutendsten Familien Winterthurs, ihre Geschichte ist eng mit der habsburgischen Stadt verknüpft.

Als habsburgische Gefolgsleute besetzten Konrad (✝︎ 1396) und sein Sohn Laurenz 1364-1405 ohne Unterbrechung das Schultheissenamt in Winterthur: Um 1390 war Konrad Mitglied des herzoglichen Rats und einer der einflussreichen Politiker der Ostschweiz. Laurenz, ab 1388 im Kleinen Rat und ab 1396 Schultheiss von Winterthur, starb in den Appenzeller Kriegen am Stoss 1405 als Anführer der Winterthurer. Seine Schwester Anna war 1400 Priorin im Kloster Töss. Sein Bruder Hans amtierte ab 1407 als Ratsherr und 1409-1434 als Schultheiss in Winterthur. Er wahrte die habsburgischen Interessen in der Stadt, stiftete 1428 eine grosse Jahrzeit für seine Familie und erwarb 1429 die Burg Freienstein im unteren Tösstal. Der Enkel von Hans, Laurenz (✝︎ 1468/1469), war zwischen 1459 und 1468 mehrmals Schultheiss und leitete 1460 die erfolgreiche Verteidigung Winterthurs gegen ein eidgenössisches Heer. Sein Bruder Rudolf war Mönch in St. Blasien und von 1485 bis ca. 1500 vermutlich Abt des Klosters Beinwil-Mariastein. Ein zweiter Bruder, Konrad, war in habsburgischen Diensten im Tirol. Küngold, die Tochter von Laurenz, stand ab 1489 als Priorin dem Kloster Töss vor. Ihr Bruder Hans (✝︎ 1529) wuchs am Innsbrucker Hof auf. Er war ab 1483 der letzte politisch aktive Vertreter der Familie in der Stadt Winterthur, die 1467 an Zürich verpfändet worden war, indes weiterhin enge Beziehungen zum Haus Habsburg pflegte. Spätestens um 1500 verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage der Sal, trotz des Besitzes von Schloss Girsberg (ZH, 1514-1525). Als Hans 1524 als Dank für seine Verdienste in Winterthur eine Spitalpfrund erhielt, hatten seine Söhne die Stadt längst verlassen. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts starb der letzte männliche Nachkomme im Schwarzwald.

Version vom: 06.01.2012
Autorin/Autor: Peter Niederhäuser 
von Sal, Anna (I11516)
 
51485 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/049584/2012-01-06/

von Sal

Adels- und Ratsfamilie des 13.-16. Jahrhunderts in Winterthur, die auch Sala oder Saler genannt wurde. Möglicherweise geht das Geschlecht auf die Burgstelle Untersal bei Oberembrach zurück. Allfällige Verbindungen zur gleichnamigen Zürcher Familie sind nicht geklärt. Heiratsbeziehungen bestanden zum ostschweizerisch-süddeutschen Landadel. Die ersten Namensträger werden ab 1279 als Zeugen, ab 1287 als Ratsherren in Winterthur erwähnt. Regelmässig stellten die Sal Kleinräte und Schultheissen (letztmals 1506 mit Hans). Mehrere weibliche Mitglieder der Familie traten als Priorinnen des nahen Dominikanerinnenklosters Töss hervor. Elisabetha war 1409-1425 Äbtissin im Kloster Frauenthal. Ab dem 14. Jahrhundert zählten die Sal zu den bedeutendsten Familien Winterthurs, ihre Geschichte ist eng mit der habsburgischen Stadt verknüpft.

Als habsburgische Gefolgsleute besetzten Konrad (✝︎ 1396) und sein Sohn Laurenz 1364-1405 ohne Unterbrechung das Schultheissenamt in Winterthur: Um 1390 war Konrad Mitglied des herzoglichen Rats und einer der einflussreichen Politiker der Ostschweiz. Laurenz, ab 1388 im Kleinen Rat und ab 1396 Schultheiss von Winterthur, starb in den Appenzeller Kriegen am Stoss 1405 als Anführer der Winterthurer. Seine Schwester Anna war 1400 Priorin im Kloster Töss. Sein Bruder Hans amtierte ab 1407 als Ratsherr und 1409-1434 als Schultheiss in Winterthur. Er wahrte die habsburgischen Interessen in der Stadt, stiftete 1428 eine grosse Jahrzeit für seine Familie und erwarb 1429 die Burg Freienstein im unteren Tösstal. Der Enkel von Hans, Laurenz (✝︎ 1468/1469), war zwischen 1459 und 1468 mehrmals Schultheiss und leitete 1460 die erfolgreiche Verteidigung Winterthurs gegen ein eidgenössisches Heer. Sein Bruder Rudolf war Mönch in St. Blasien und von 1485 bis ca. 1500 vermutlich Abt des Klosters Beinwil-Mariastein. Ein zweiter Bruder, Konrad, war in habsburgischen Diensten im Tirol. Küngold, die Tochter von Laurenz, stand ab 1489 als Priorin dem Kloster Töss vor. Ihr Bruder Hans (✝︎ 1529) wuchs am Innsbrucker Hof auf. Er war ab 1483 der letzte politisch aktive Vertreter der Familie in der Stadt Winterthur, die 1467 an Zürich verpfändet worden war, indes weiterhin enge Beziehungen zum Haus Habsburg pflegte. Spätestens um 1500 verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage der Sal, trotz des Besitzes von Schloss Girsberg (ZH, 1514-1525). Als Hans 1524 als Dank für seine Verdienste in Winterthur eine Spitalpfrund erhielt, hatten seine Söhne die Stadt längst verlassen. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts starb der letzte männliche Nachkomme im Schwarzwald.

Version vom: 06.01.2012
Autorin/Autor: Peter Niederhäuser 
von Sal, Hans (I11517)
 
51486 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/049584/2012-01-06/

von Sal

Adels- und Ratsfamilie des 13.-16. Jahrhunderts in Winterthur, die auch Sala oder Saler genannt wurde. Möglicherweise geht das Geschlecht auf die Burgstelle Untersal bei Oberembrach zurück. Allfällige Verbindungen zur gleichnamigen Zürcher Familie sind nicht geklärt. Heiratsbeziehungen bestanden zum ostschweizerisch-süddeutschen Landadel. Die ersten Namensträger werden ab 1279 als Zeugen, ab 1287 als Ratsherren in Winterthur erwähnt. Regelmässig stellten die Sal Kleinräte und Schultheissen (letztmals 1506 mit Hans). Mehrere weibliche Mitglieder der Familie traten als Priorinnen des nahen Dominikanerinnenklosters Töss hervor. Elisabetha war 1409-1425 Äbtissin im Kloster Frauenthal. Ab dem 14. Jahrhundert zählten die Sal zu den bedeutendsten Familien Winterthurs, ihre Geschichte ist eng mit der habsburgischen Stadt verknüpft.

Als habsburgische Gefolgsleute besetzten Konrad (✝︎ 1396) und sein Sohn Laurenz 1364-1405 ohne Unterbrechung das Schultheissenamt in Winterthur: Um 1390 war Konrad Mitglied des herzoglichen Rats und einer der einflussreichen Politiker der Ostschweiz. Laurenz, ab 1388 im Kleinen Rat und ab 1396 Schultheiss von Winterthur, starb in den Appenzeller Kriegen am Stoss 1405 als Anführer der Winterthurer. Seine Schwester Anna war 1400 Priorin im Kloster Töss. Sein Bruder Hans amtierte ab 1407 als Ratsherr und 1409-1434 als Schultheiss in Winterthur. Er wahrte die habsburgischen Interessen in der Stadt, stiftete 1428 eine grosse Jahrzeit für seine Familie und erwarb 1429 die Burg Freienstein im unteren Tösstal. Der Enkel von Hans, Laurenz (✝︎ 1468/1469), war zwischen 1459 und 1468 mehrmals Schultheiss und leitete 1460 die erfolgreiche Verteidigung Winterthurs gegen ein eidgenössisches Heer. Sein Bruder Rudolf war Mönch in St. Blasien und von 1485 bis ca. 1500 vermutlich Abt des Klosters Beinwil-Mariastein. Ein zweiter Bruder, Konrad, war in habsburgischen Diensten im Tirol. Küngold, die Tochter von Laurenz, stand ab 1489 als Priorin dem Kloster Töss vor. Ihr Bruder Hans (✝︎ 1529) wuchs am Innsbrucker Hof auf. Er war ab 1483 der letzte politisch aktive Vertreter der Familie in der Stadt Winterthur, die 1467 an Zürich verpfändet worden war, indes weiterhin enge Beziehungen zum Haus Habsburg pflegte. Spätestens um 1500 verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage der Sal, trotz des Besitzes von Schloss Girsberg (ZH, 1514-1525). Als Hans 1524 als Dank für seine Verdienste in Winterthur eine Spitalpfrund erhielt, hatten seine Söhne die Stadt längst verlassen. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts starb der letzte männliche Nachkomme im Schwarzwald.

Version vom: 06.01.2012
Autorin/Autor: Peter Niederhäuser 
von Sal, Elisabeth (I59879)
 
51487 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/049726/2011-11-11/

Schweizer / Schwyzer

Bürgerfam. der Stadt Zürich mit zahlreichen Nachkommen. Als Erster der Fam. gelangte der Schindelmacher Rudolf Switzer (✝︎ 1499), Zunftmeister der Zimmerleuten, 1478 in den Kl. Rat. Ausgehend von seinen Söhnen Jakob (​✝︎ ca. 1521), Obervogt von Hedingen, dem Gerber Konrad (✝︎ 1525) und dem Bannerherrn Hans Schwyzer verzweigte sich die Fam. in drei Linien. Die Genealogie einer vierten, verwandten Linie ist nicht gesichert. Diese starb vermutlich mit dem Weinsinner (städt. Weinkontrolleur) Ulrich 1731 aus. Heiratsverbindungen bestanden vom 15. bis 18. Jh. u.a. mit Fam. des höheren Patriziats wie den Escher, Hirzel, Lochmann, Pestalozzi, Waser und Wirz. Bis 1660 stellten die v.a. im ehaften Handwerk verankerten S. elf Zunftmeister, sechs Ratsherren sowie mehrere Ober- und Landvögte, danach sank ihr polit. Einfluss. Johann Heinrich war der Erste einer langen Reihe von Pfarrern und Theologen. Kaufherren waren die Brüder Hans Caspar (1707-68) und Hans Heinrich (1716-85), aus deren Erbe Johann Caspar 1786 das Handelshaus Schweizer & Jeanneret gründete. Im 19. und 20. Jh. traten unter den Ärzten, Ingenieuren, Chemikern, Fabrikanten und Geisteswissenschaftlern die Professoren Kaspar Gottfried, Heinrich und Paul hervor. Die 1648 gegr. und noch bestehende Familienstiftung förderte die Ausbildung der männl. und seit der Wende um 1900 auch der weibl. Nachkommen.

1892 wechselten 32 Familienangehörige offiziell den Namen von S. zu Schwyzer. Eduard Schwyzer und sein Neffe Robert Schwyzer machten sich als Professoren für vergleichende Sprachwissenschaft bzw. Molekularbiologie einen Namen. Eduards Schwester Marie (1877-1952) eröffnete 1916 in Zürich eine Praxis als Frauenärztin. Der Urenkel des Zürcher Postdirektors und ersten eidg. Kreispostdirektors Hans Jacob (1781-1853), Georg (1905-98), letzter Direktor der Esrolko in Dübendorf (ab 1948 Givaudan), errichtete die G+B Schwyzer-Stiftung, die gemeinnützige Projekte im Kt. Zürich unterstützt.

Version vom: 11.11.2011
Autorin/Autor: Margrit Irniger 
Schweizer, Magdalena (I47647)
 
51488 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/049726/2011-11-11/

Schweizer / Schwyzer

Bürgerfam. der Stadt Zürich mit zahlreichen Nachkommen. Als Erster der Fam. gelangte der Schindelmacher Rudolf Switzer (✝︎ 1499), Zunftmeister der Zimmerleuten, 1478 in den Kl. Rat. Ausgehend von seinen Söhnen Jakob (​✝︎ ca. 1521), Obervogt von Hedingen, dem Gerber Konrad (✝︎ 1525) und dem Bannerherrn Hans Schwyzer verzweigte sich die Fam. in drei Linien. Die Genealogie einer vierten, verwandten Linie ist nicht gesichert. Diese starb vermutlich mit dem Weinsinner (städt. Weinkontrolleur) Ulrich 1731 aus. Heiratsverbindungen bestanden vom 15. bis 18. Jh. u.a. mit Fam. des höheren Patriziats wie den Escher, Hirzel, Lochmann, Pestalozzi, Waser und Wirz. Bis 1660 stellten die v.a. im ehaften Handwerk verankerten S. elf Zunftmeister, sechs Ratsherren sowie mehrere Ober- und Landvögte, danach sank ihr polit. Einfluss. Johann Heinrich war der Erste einer langen Reihe von Pfarrern und Theologen. Kaufherren waren die Brüder Hans Caspar (1707-68) und Hans Heinrich (1716-85), aus deren Erbe Johann Caspar 1786 das Handelshaus Schweizer & Jeanneret gründete. Im 19. und 20. Jh. traten unter den Ärzten, Ingenieuren, Chemikern, Fabrikanten und Geisteswissenschaftlern die Professoren Kaspar Gottfried, Heinrich und Paul hervor. Die 1648 gegr. und noch bestehende Familienstiftung förderte die Ausbildung der männl. und seit der Wende um 1900 auch der weibl. Nachkommen.

1892 wechselten 32 Familienangehörige offiziell den Namen von S. zu Schwyzer. Eduard Schwyzer und sein Neffe Robert Schwyzer machten sich als Professoren für vergleichende Sprachwissenschaft bzw. Molekularbiologie einen Namen. Eduards Schwester Marie (1877-1952) eröffnete 1916 in Zürich eine Praxis als Frauenärztin. Der Urenkel des Zürcher Postdirektors und ersten eidg. Kreispostdirektors Hans Jacob (1781-1853), Georg (1905-98), letzter Direktor der Esrolko in Dübendorf (ab 1948 Givaudan), errichtete die G+B Schwyzer-Stiftung, die gemeinnützige Projekte im Kt. Zürich unterstützt.

Version vom: 11.11.2011
Autorin/Autor: Margrit Irniger 
Schweizer, Konrad (I58543)
 
51489 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/049726/2011-11-11/

Schweizer / Schwyzer

Bürgerfam. der Stadt Zürich mit zahlreichen Nachkommen. Als Erster der Fam. gelangte der Schindelmacher Rudolf Switzer (✝︎ 1499), Zunftmeister der Zimmerleuten, 1478 in den Kl. Rat. Ausgehend von seinen Söhnen Jakob (​✝︎ ca. 1521), Obervogt von Hedingen, dem Gerber Konrad (✝︎ 1525) und dem Bannerherrn Hans Schwyzer verzweigte sich die Fam. in drei Linien. Die Genealogie einer vierten, verwandten Linie ist nicht gesichert. Diese starb vermutlich mit dem Weinsinner (städt. Weinkontrolleur) Ulrich 1731 aus. Heiratsverbindungen bestanden vom 15. bis 18. Jh. u.a. mit Fam. des höheren Patriziats wie den Escher, Hirzel, Lochmann, Pestalozzi, Waser und Wirz. Bis 1660 stellten die v.a. im ehaften Handwerk verankerten S. elf Zunftmeister, sechs Ratsherren sowie mehrere Ober- und Landvögte, danach sank ihr polit. Einfluss. Johann Heinrich war der Erste einer langen Reihe von Pfarrern und Theologen. Kaufherren waren die Brüder Hans Caspar (1707-68) und Hans Heinrich (1716-85), aus deren Erbe Johann Caspar 1786 das Handelshaus Schweizer & Jeanneret gründete. Im 19. und 20. Jh. traten unter den Ärzten, Ingenieuren, Chemikern, Fabrikanten und Geisteswissenschaftlern die Professoren Kaspar Gottfried, Heinrich und Paul hervor. Die 1648 gegr. und noch bestehende Familienstiftung förderte die Ausbildung der männl. und seit der Wende um 1900 auch der weibl. Nachkommen.

1892 wechselten 32 Familienangehörige offiziell den Namen von S. zu Schwyzer. Eduard Schwyzer und sein Neffe Robert Schwyzer machten sich als Professoren für vergleichende Sprachwissenschaft bzw. Molekularbiologie einen Namen. Eduards Schwester Marie (1877-1952) eröffnete 1916 in Zürich eine Praxis als Frauenärztin. Der Urenkel des Zürcher Postdirektors und ersten eidg. Kreispostdirektors Hans Jacob (1781-1853), Georg (1905-98), letzter Direktor der Esrolko in Dübendorf (ab 1948 Givaudan), errichtete die G+B Schwyzer-Stiftung, die gemeinnützige Projekte im Kt. Zürich unterstützt.

Version vom: 11.11.2011
Autorin/Autor: Margrit Irniger 
Schweizer, Hans (I58545)
 
51490 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/049726/2011-11-11/

Schweizer / Schwyzer

Bürgerfam. der Stadt Zürich mit zahlreichen Nachkommen. Als Erster der Fam. gelangte der Schindelmacher Rudolf Switzer (✝︎ 1499), Zunftmeister der Zimmerleuten, 1478 in den Kl. Rat. Ausgehend von seinen Söhnen Jakob (​✝︎ ca. 1521), Obervogt von Hedingen, dem Gerber Konrad (✝︎ 1525) und dem Bannerherrn Hans Schwyzer verzweigte sich die Fam. in drei Linien. Die Genealogie einer vierten, verwandten Linie ist nicht gesichert. Diese starb vermutlich mit dem Weinsinner (städt. Weinkontrolleur) Ulrich 1731 aus. Heiratsverbindungen bestanden vom 15. bis 18. Jh. u.a. mit Fam. des höheren Patriziats wie den Escher, Hirzel, Lochmann, Pestalozzi, Waser und Wirz. Bis 1660 stellten die v.a. im ehaften Handwerk verankerten S. elf Zunftmeister, sechs Ratsherren sowie mehrere Ober- und Landvögte, danach sank ihr polit. Einfluss. Johann Heinrich war der Erste einer langen Reihe von Pfarrern und Theologen. Kaufherren waren die Brüder Hans Caspar (1707-68) und Hans Heinrich (1716-85), aus deren Erbe Johann Caspar 1786 das Handelshaus Schweizer & Jeanneret gründete. Im 19. und 20. Jh. traten unter den Ärzten, Ingenieuren, Chemikern, Fabrikanten und Geisteswissenschaftlern die Professoren Kaspar Gottfried, Heinrich und Paul hervor. Die 1648 gegr. und noch bestehende Familienstiftung förderte die Ausbildung der männl. und seit der Wende um 1900 auch der weibl. Nachkommen.

1892 wechselten 32 Familienangehörige offiziell den Namen von S. zu Schwyzer. Eduard Schwyzer und sein Neffe Robert Schwyzer machten sich als Professoren für vergleichende Sprachwissenschaft bzw. Molekularbiologie einen Namen. Eduards Schwester Marie (1877-1952) eröffnete 1916 in Zürich eine Praxis als Frauenärztin. Der Urenkel des Zürcher Postdirektors und ersten eidg. Kreispostdirektors Hans Jacob (1781-1853), Georg (1905-98), letzter Direktor der Esrolko in Dübendorf (ab 1948 Givaudan), errichtete die G+B Schwyzer-Stiftung, die gemeinnützige Projekte im Kt. Zürich unterstützt.

Version vom: 11.11.2011
Autorin/Autor: Margrit Irniger 
Schweizer, Hans (I58547)
 
51491 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/049726/2011-11-11/

Schweizer / Schwyzer

Bürgerfam. der Stadt Zürich mit zahlreichen Nachkommen. Als Erster der Fam. gelangte der Schindelmacher Rudolf Switzer (✝︎ 1499), Zunftmeister der Zimmerleuten, 1478 in den Kl. Rat. Ausgehend von seinen Söhnen Jakob (​✝︎ ca. 1521), Obervogt von Hedingen, dem Gerber Konrad (✝︎ 1525) und dem Bannerherrn Hans Schwyzer verzweigte sich die Fam. in drei Linien. Die Genealogie einer vierten, verwandten Linie ist nicht gesichert. Diese starb vermutlich mit dem Weinsinner (städt. Weinkontrolleur) Ulrich 1731 aus. Heiratsverbindungen bestanden vom 15. bis 18. Jh. u.a. mit Fam. des höheren Patriziats wie den Escher, Hirzel, Lochmann, Pestalozzi, Waser und Wirz. Bis 1660 stellten die v.a. im ehaften Handwerk verankerten S. elf Zunftmeister, sechs Ratsherren sowie mehrere Ober- und Landvögte, danach sank ihr polit. Einfluss. Johann Heinrich war der Erste einer langen Reihe von Pfarrern und Theologen. Kaufherren waren die Brüder Hans Caspar (1707-68) und Hans Heinrich (1716-85), aus deren Erbe Johann Caspar 1786 das Handelshaus Schweizer & Jeanneret gründete. Im 19. und 20. Jh. traten unter den Ärzten, Ingenieuren, Chemikern, Fabrikanten und Geisteswissenschaftlern die Professoren Kaspar Gottfried, Heinrich und Paul hervor. Die 1648 gegr. und noch bestehende Familienstiftung förderte die Ausbildung der männl. und seit der Wende um 1900 auch der weibl. Nachkommen.

1892 wechselten 32 Familienangehörige offiziell den Namen von S. zu Schwyzer. Eduard Schwyzer und sein Neffe Robert Schwyzer machten sich als Professoren für vergleichende Sprachwissenschaft bzw. Molekularbiologie einen Namen. Eduards Schwester Marie (1877-1952) eröffnete 1916 in Zürich eine Praxis als Frauenärztin. Der Urenkel des Zürcher Postdirektors und ersten eidg. Kreispostdirektors Hans Jacob (1781-1853), Georg (1905-98), letzter Direktor der Esrolko in Dübendorf (ab 1948 Givaudan), errichtete die G+B Schwyzer-Stiftung, die gemeinnützige Projekte im Kt. Zürich unterstützt.

Version vom: 11.11.2011
Autorin/Autor: Margrit Irniger 
Schweizer, Hans (I58549)
 
51492 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/049726/2011-11-11/

Schweizer / Schwyzer

Bürgerfam. der Stadt Zürich mit zahlreichen Nachkommen. Als Erster der Fam. gelangte der Schindelmacher Rudolf Switzer (✝︎ 1499), Zunftmeister der Zimmerleuten, 1478 in den Kl. Rat. Ausgehend von seinen Söhnen Jakob (​✝︎ ca. 1521), Obervogt von Hedingen, dem Gerber Konrad (✝︎ 1525) und dem Bannerherrn Hans Schwyzer verzweigte sich die Fam. in drei Linien. Die Genealogie einer vierten, verwandten Linie ist nicht gesichert. Diese starb vermutlich mit dem Weinsinner (städt. Weinkontrolleur) Ulrich 1731 aus. Heiratsverbindungen bestanden vom 15. bis 18. Jh. u.a. mit Fam. des höheren Patriziats wie den Escher, Hirzel, Lochmann, Pestalozzi, Waser und Wirz. Bis 1660 stellten die v.a. im ehaften Handwerk verankerten S. elf Zunftmeister, sechs Ratsherren sowie mehrere Ober- und Landvögte, danach sank ihr polit. Einfluss. Johann Heinrich war der Erste einer langen Reihe von Pfarrern und Theologen. Kaufherren waren die Brüder Hans Caspar (1707-68) und Hans Heinrich (1716-85), aus deren Erbe Johann Caspar 1786 das Handelshaus Schweizer & Jeanneret gründete. Im 19. und 20. Jh. traten unter den Ärzten, Ingenieuren, Chemikern, Fabrikanten und Geisteswissenschaftlern die Professoren Kaspar Gottfried, Heinrich und Paul hervor. Die 1648 gegr. und noch bestehende Familienstiftung förderte die Ausbildung der männl. und seit der Wende um 1900 auch der weibl. Nachkommen.

1892 wechselten 32 Familienangehörige offiziell den Namen von S. zu Schwyzer. Eduard Schwyzer und sein Neffe Robert Schwyzer machten sich als Professoren für vergleichende Sprachwissenschaft bzw. Molekularbiologie einen Namen. Eduards Schwester Marie (1877-1952) eröffnete 1916 in Zürich eine Praxis als Frauenärztin. Der Urenkel des Zürcher Postdirektors und ersten eidg. Kreispostdirektors Hans Jacob (1781-1853), Georg (1905-98), letzter Direktor der Esrolko in Dübendorf (ab 1948 Givaudan), errichtete die G+B Schwyzer-Stiftung, die gemeinnützige Projekte im Kt. Zürich unterstützt.

Version vom: 11.11.2011
Autorin/Autor: Margrit Irniger 
Schweizer, Rudolf (I58553)
 
51493 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/049726/2011-11-11/

Schweizer / Schwyzer

Bürgerfam. der Stadt Zürich mit zahlreichen Nachkommen. Als Erster der Fam. gelangte der Schindelmacher Rudolf Switzer (✝︎ 1499), Zunftmeister der Zimmerleuten, 1478 in den Kl. Rat. Ausgehend von seinen Söhnen Jakob (​✝︎ ca. 1521), Obervogt von Hedingen, dem Gerber Konrad (✝︎ 1525) und dem Bannerherrn Hans Schwyzer verzweigte sich die Fam. in drei Linien. Die Genealogie einer vierten, verwandten Linie ist nicht gesichert. Diese starb vermutlich mit dem Weinsinner (städt. Weinkontrolleur) Ulrich 1731 aus. Heiratsverbindungen bestanden vom 15. bis 18. Jh. u.a. mit Fam. des höheren Patriziats wie den Escher, Hirzel, Lochmann, Pestalozzi, Waser und Wirz. Bis 1660 stellten die v.a. im ehaften Handwerk verankerten S. elf Zunftmeister, sechs Ratsherren sowie mehrere Ober- und Landvögte, danach sank ihr polit. Einfluss. Johann Heinrich war der Erste einer langen Reihe von Pfarrern und Theologen. Kaufherren waren die Brüder Hans Caspar (1707-68) und Hans Heinrich (1716-85), aus deren Erbe Johann Caspar 1786 das Handelshaus Schweizer & Jeanneret gründete. Im 19. und 20. Jh. traten unter den Ärzten, Ingenieuren, Chemikern, Fabrikanten und Geisteswissenschaftlern die Professoren Kaspar Gottfried, Heinrich und Paul hervor. Die 1648 gegr. und noch bestehende Familienstiftung förderte die Ausbildung der männl. und seit der Wende um 1900 auch der weibl. Nachkommen.

1892 wechselten 32 Familienangehörige offiziell den Namen von S. zu Schwyzer. Eduard Schwyzer und sein Neffe Robert Schwyzer machten sich als Professoren für vergleichende Sprachwissenschaft bzw. Molekularbiologie einen Namen. Eduards Schwester Marie (1877-1952) eröffnete 1916 in Zürich eine Praxis als Frauenärztin. Der Urenkel des Zürcher Postdirektors und ersten eidg. Kreispostdirektors Hans Jacob (1781-1853), Georg (1905-98), letzter Direktor der Esrolko in Dübendorf (ab 1948 Givaudan), errichtete die G+B Schwyzer-Stiftung, die gemeinnützige Projekte im Kt. Zürich unterstützt.

Version vom: 11.11.2011
Autorin/Autor: Margrit Irniger 
Schweizer, Hans Heinrich (I58561)
 
51494 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/049726/2011-11-11/

Schweizer / Schwyzer

Bürgerfam. der Stadt Zürich mit zahlreichen Nachkommen. Als Erster der Fam. gelangte der Schindelmacher Rudolf Switzer (✝︎ 1499), Zunftmeister der Zimmerleuten, 1478 in den Kl. Rat. Ausgehend von seinen Söhnen Jakob (​✝︎ ca. 1521), Obervogt von Hedingen, dem Gerber Konrad (✝︎ 1525) und dem Bannerherrn Hans Schwyzer verzweigte sich die Fam. in drei Linien. Die Genealogie einer vierten, verwandten Linie ist nicht gesichert. Diese starb vermutlich mit dem Weinsinner (städt. Weinkontrolleur) Ulrich 1731 aus. Heiratsverbindungen bestanden vom 15. bis 18. Jh. u.a. mit Fam. des höheren Patriziats wie den Escher, Hirzel, Lochmann, Pestalozzi, Waser und Wirz. Bis 1660 stellten die v.a. im ehaften Handwerk verankerten S. elf Zunftmeister, sechs Ratsherren sowie mehrere Ober- und Landvögte, danach sank ihr polit. Einfluss. Johann Heinrich war der Erste einer langen Reihe von Pfarrern und Theologen. Kaufherren waren die Brüder Hans Caspar (1707-68) und Hans Heinrich (1716-85), aus deren Erbe Johann Caspar 1786 das Handelshaus Schweizer & Jeanneret gründete. Im 19. und 20. Jh. traten unter den Ärzten, Ingenieuren, Chemikern, Fabrikanten und Geisteswissenschaftlern die Professoren Kaspar Gottfried, Heinrich und Paul hervor. Die 1648 gegr. und noch bestehende Familienstiftung förderte die Ausbildung der männl. und seit der Wende um 1900 auch der weibl. Nachkommen.

1892 wechselten 32 Familienangehörige offiziell den Namen von S. zu Schwyzer. Eduard Schwyzer und sein Neffe Robert Schwyzer machten sich als Professoren für vergleichende Sprachwissenschaft bzw. Molekularbiologie einen Namen. Eduards Schwester Marie (1877-1952) eröffnete 1916 in Zürich eine Praxis als Frauenärztin. Der Urenkel des Zürcher Postdirektors und ersten eidg. Kreispostdirektors Hans Jacob (1781-1853), Georg (1905-98), letzter Direktor der Esrolko in Dübendorf (ab 1948 Givaudan), errichtete die G+B Schwyzer-Stiftung, die gemeinnützige Projekte im Kt. Zürich unterstützt.

Version vom: 11.11.2011
Autorin/Autor: Margrit Irniger 
Schweizer, Hans Heinrich (I56292)
 
51495 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/049726/2011-11-11/

Schweizer / Schwyzer

Bürgerfam. der Stadt Zürich mit zahlreichen Nachkommen. Als Erster der Fam. gelangte der Schindelmacher Rudolf Switzer (✝︎ 1499), Zunftmeister der Zimmerleuten, 1478 in den Kl. Rat. Ausgehend von seinen Söhnen Jakob (​✝︎ ca. 1521), Obervogt von Hedingen, dem Gerber Konrad (✝︎ 1525) und dem Bannerherrn Hans Schwyzer verzweigte sich die Fam. in drei Linien. Die Genealogie einer vierten, verwandten Linie ist nicht gesichert. Diese starb vermutlich mit dem Weinsinner (städt. Weinkontrolleur) Ulrich 1731 aus. Heiratsverbindungen bestanden vom 15. bis 18. Jh. u.a. mit Fam. des höheren Patriziats wie den Escher, Hirzel, Lochmann, Pestalozzi, Waser und Wirz. Bis 1660 stellten die v.a. im ehaften Handwerk verankerten S. elf Zunftmeister, sechs Ratsherren sowie mehrere Ober- und Landvögte, danach sank ihr polit. Einfluss. Johann Heinrich war der Erste einer langen Reihe von Pfarrern und Theologen. Kaufherren waren die Brüder Hans Caspar (1707-68) und Hans Heinrich (1716-85), aus deren Erbe Johann Caspar 1786 das Handelshaus Schweizer & Jeanneret gründete. Im 19. und 20. Jh. traten unter den Ärzten, Ingenieuren, Chemikern, Fabrikanten und Geisteswissenschaftlern die Professoren Kaspar Gottfried, Heinrich und Paul hervor. Die 1648 gegr. und noch bestehende Familienstiftung förderte die Ausbildung der männl. und seit der Wende um 1900 auch der weibl. Nachkommen.

1892 wechselten 32 Familienangehörige offiziell den Namen von S. zu Schwyzer. Eduard Schwyzer und sein Neffe Robert Schwyzer machten sich als Professoren für vergleichende Sprachwissenschaft bzw. Molekularbiologie einen Namen. Eduards Schwester Marie (1877-1952) eröffnete 1916 in Zürich eine Praxis als Frauenärztin. Der Urenkel des Zürcher Postdirektors und ersten eidg. Kreispostdirektors Hans Jacob (1781-1853), Georg (1905-98), letzter Direktor der Esrolko in Dübendorf (ab 1948 Givaudan), errichtete die G+B Schwyzer-Stiftung, die gemeinnützige Projekte im Kt. Zürich unterstützt.

Version vom: 11.11.2011
Autorin/Autor: Margrit Irniger 
Schweizer (Schwyzer), Katharina (I60489)
 
51496 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/049726/2011-11-11/

Schweizer / Schwyzer

Bürgerfam. der Stadt Zürich mit zahlreichen Nachkommen. Als Erster der Fam. gelangte der Schindelmacher Rudolf Switzer (✝︎ 1499), Zunftmeister der Zimmerleuten, 1478 in den Kl. Rat. Ausgehend von seinen Söhnen Jakob (​✝︎ ca. 1521), Obervogt von Hedingen, dem Gerber Konrad (✝︎ 1525) und dem Bannerherrn Hans Schwyzer verzweigte sich die Fam. in drei Linien. Die Genealogie einer vierten, verwandten Linie ist nicht gesichert. Diese starb vermutlich mit dem Weinsinner (städt. Weinkontrolleur) Ulrich 1731 aus. Heiratsverbindungen bestanden vom 15. bis 18. Jh. u.a. mit Fam. des höheren Patriziats wie den Escher, Hirzel, Lochmann, Pestalozzi, Waser und Wirz. Bis 1660 stellten die v.a. im ehaften Handwerk verankerten S. elf Zunftmeister, sechs Ratsherren sowie mehrere Ober- und Landvögte, danach sank ihr polit. Einfluss. Johann Heinrich war der Erste einer langen Reihe von Pfarrern und Theologen. Kaufherren waren die Brüder Hans Caspar (1707-68) und Hans Heinrich (1716-85), aus deren Erbe Johann Caspar 1786 das Handelshaus Schweizer & Jeanneret gründete. Im 19. und 20. Jh. traten unter den Ärzten, Ingenieuren, Chemikern, Fabrikanten und Geisteswissenschaftlern die Professoren Kaspar Gottfried, Heinrich und Paul hervor. Die 1648 gegr. und noch bestehende Familienstiftung förderte die Ausbildung der männl. und seit der Wende um 1900 auch der weibl. Nachkommen.

1892 wechselten 32 Familienangehörige offiziell den Namen von S. zu Schwyzer. Eduard Schwyzer und sein Neffe Robert Schwyzer machten sich als Professoren für vergleichende Sprachwissenschaft bzw. Molekularbiologie einen Namen. Eduards Schwester Marie (1877-1952) eröffnete 1916 in Zürich eine Praxis als Frauenärztin. Der Urenkel des Zürcher Postdirektors und ersten eidg. Kreispostdirektors Hans Jacob (1781-1853), Georg (1905-98), letzter Direktor der Esrolko in Dübendorf (ab 1948 Givaudan), errichtete die G+B Schwyzer-Stiftung, die gemeinnützige Projekte im Kt. Zürich unterstützt.

Version vom: 11.11.2011
Autorin/Autor: Margrit Irniger 
Schweizer, Kaspar (I60498)
 
51497 Zitat aus: https://worldhistory.de/wnf/navbar/wnf.php?oid=16868&sid=

Von dem Broele genannt Plater (Herren und Grafen)

In Russland (1744), Österreich und Preussen (1816) anerkannter und bestätigter Grafenstand. Altes, weitverzweigtes und reich begütertes, ursprünglich westfälisches Adelsgeschlecht, dessen älteste Stammsitze das Schloß Broel und nachher das Schloß Westhemmerde (beide im Kirchspiel Hemmerde im Amte Unna) in der Grafschaft Mark waren. Urkundliche Ersterwähnung eines Humpertus Plater 1210. In Deutschland erlosch das Geschlecht 1659, blühte aber in Kurland und anderen Ostseeprovinzen weiter fort (deutsch-baltisches Adelsgeschlecht). Isabella Helena von Syberg-Wischlingen (1785-1849), Erbin und Tochter des Johann Thaddaeus von Syberg-Wischlingen (1739-1806) und der Luise Freiin von Kleist, heiratete am 10.07.1803 Michael Graf von dem Broel gen. Plater (1777-1862), Erbherr auf Nederitz, der sämtliche Besitzungen seiner Ehefrau erbte und gleichzeitig laut Ehevertrag die Genehmigung erhielt, Namen und Wappen derer von Syberg zu Wischlingen für sich und seine Nachkommen führen zu dürfen. Gleichzeitig erfolgte in Preußen und Österreich für die Familie von dem Broel(e)-Plater, genannt Syberg zu Wischling, die Anerkennung des Grafenstandes als Grafen von Syberg zu Wischling. 
von dem Broel genannt Plater, Barbara (I58120)
 
51498 Zitat aus: https://www.bavarikon.de/object/bav:HKO-NDB-0000000SFZ126684

von Löwenstein

Nach der Burg Löwenstein (bei Heilbronn) nannten sich nacheinander drei gräfl. Geschlechter: a) Die Grafen von Löwenstein als Seitenlinie der Grafen von Calw, die 1123 mit Adalbert erstmals bezeugt sind. Gottfried v. Löwenstein verkaufte 1277 die Grafschaft an Bischof Berthold von Würzburg, der sie 1281 an Kg. Rudolf weiterverkaufte. Die Familie starb um 1300 mit den Töchtern Gottfrieds aus. b) Der Stammvater der Grafen von Löwenstein aus dem Hause Habsburg war Albrecht von Schenkenberg ( † 1304, s. ADB 19), der illegitime Sohn Kg. Rudolfs, der die Grafschaft 1287 als Ausstattungsgut erhielt und Titel und Wappen eines Grafen von Löwenstein annahm. Die beiden letzten Grafen von Löwenstein aus dieser Familie, die 1464 mit dem Bamberger Domherrn Georg ausstarb (s. L.), verkauften die Grafschaft 1441 an die Kurpfalz. c) Begründer der Familie der Grafen zu Löwenstein aus dem Wittelsbacher Stamm war Ludwig von Bayern (1463–1524), Sohn des pfälz. Kf. Friedrich I. ( † 1476) und der Klara Dett, dem 1488 die Gfsch. Löwenstein verliehen wurde. Kaiser Maximilian I. übertrug ihm 1494 Rang und Wappen eines Grafen zu Löwenstein Durch den Landshuter Erbfolgekrieg 1504 kam die Grafschaft unter württ. Lehenshoheit. Von den Enkeln des Gf. Ludwig I. zu Löwenstein sind zu nennen: Wolfgang (1527–71), in kaiserl., dann Salzburg. Kriegsdienst, Begründer der Linie Löwenstein-Scharfeneck, die 1633 im Mannesstamm ausstarb, ferner der Reichskammerrichter Friedrich (1528–69) und Ludwig III. (1530–1611), der trotz seines ev. Bekenntnisses Reichshofratspräsident und Statthalter des Erzhzg. Karl in Steiermark, Kärnten und Krain wurde. Seine Gemahlin Anna, Tochter des Grafen Ludwig zu Stolberg, erbte die Gfsch. Wertheim und die halbe Herrschaft Breuberg sowie die niederländ. Graf- und Herrschaften Rochefort, Montaigu, Herbimont und Chassepierre. Seit 1579/80 nannte sich Ludwig „Graf zu Löwenstein und Wertheim, Herr zu Scharfeneck und Breuberg“. Die Wertheimer Erbschaft, die durch das Aussterben der Wertheimer Grafen mit Michael III., einem Schwager der Gfn. Anna, zustande gekommen war, blieb nicht unangefochten. Die Auseinandersetzungen mit Bischof Julius Echter von Würzburg endeten mit dem Verlust der Würzburger Lehen. Das Erbe Ludwigs III. teilten sich dessen Söhne Christoph Ludwig (1568–1618), Wolf Ernst (1578–1636) und Johann Dietrich (1585–1644), wobei die Gfsch. Wertheim im gemeinschaftlichen Besitz blieb. Johann Dietrich, der im kaiserl. Heer diente, trat nach seiner Heirat mit der Gfn. Josina von der Mark 1610 zum kath. Glauben über. Er wurde dadurch zum Begründer der jüngeren, kath. Linie seines Hauses, Christoph Ludwig der Stammvater der älteren, ev. Linie, während die beiden anderen Brüder ohne Nachkommen starben. Ihr Vetter Johann Kasimir (1588–1622) stand im Kriegsdienst der Republik Venedig, der aufrührerischen böhm. Stände, des Kf. Friedrich von der Pfalz und des Hzg. Christian von Braunschweig. Durch den Westfäl. Frieden 1648 wurden die Grafen beider Linien wieder in ihre Besitzungen eingesetzt und die gemeinschaftliche Regierung der Gfsch. Wertheim angeordnet. 1) Ältere, ev. Linie Löwenstein-Wertheim-Virneburg, seit 1813 Löwenstein-Wertheim-Freudenberg. Die ältere Linie besaß eine Hälfte der ungeteilten Gfsch. Wertheim und den größten Teil der Gfsch. Löwenstein. Elisabeth von Manderscheid (1569–1621), die Gattin Christoph Ludwigs, erbte 1615 die Gfsch. Virneburg. Kleinere Erwerbungen gelangen später durch Heiraten mit limpurg. Erbtöchtern. Die ältere Linie behielt das Prinzip der Gemeinschaftsregierung bei, wodurch die ohnehin nicht sehr große Existenzgrundlage weiter geschmälert wurde, da es in Wertheim neben der jüngeren Linie zeitweise bis zu fünf regierende Grafen der älteren Linie gab. Eucharius Kasimir (1668–98) gelang es, die von der jüngeren Linie angestrebte Realteilung der Grafschaft zu verhindern. Durch Hausverträge 1741-90 wurde in der älteren Linie die Primogenitur eingeführt. Für den Verlust der Gfsch. Virneburg wurde die ältere Linie 1802/03 mit geistlichem Besitz entschädigt. Durch die Rheinbundakte 1806 mediatisiert, wurden die Grafen 1812/13 durch die Großherzoge von Baden und Frankfurt und die Könige von Bayern und Württemberg in den Fürstenrang erhoben. 1813 wurde der Name Löwenstein-Wertheim-Freudenberg angenommen. Die Fürsten Georg (1775–1855) und Adolph (1805–61) pflegten im Vormärz einen fast bürgerlich zu nennenden Lebensstil und betätigten sich als Förderer kultureller und wirtschaftlicher Belange. Fürst Wilhelm (1817–87), der längere Zeit im preuß. diplomatischen Dienst stand, u. a. als Gesandter in München (1856–61), verkörpert den Typus des liberalen Standesherrn (s. Bad. Biogr. IV, 1891, S. 253 f.). Dessen Sohn Ernst (1854–1931) war Präsident des Vereins deutscher Standesherren, 1914-18 Etappenkommandeur in Kolmar. Leopold (1827–93, kath.), der Bruder Wilhelms, heiratete – nach dem Hausgesetz unebenbürtig – Amalie Wollrabe (1837–1909), seit 1875 Gfn. v. Löwenstein-Scharfeneck. Hubertus, Enkel Leopolds (s. 4). 2) Jüngere, kath. Linie Löwenstein-Wertheim-Rochefort, seit 1813 Löwenstein-Wertheim-Rosenberg. Die jüngere Linie des Hauses Löwenstein-Wertheim besaß eine Hälfte der Gfsch. Wertheim, die halbe Herrschaft Breuberg, aus dem Erbe der Löwenstein-Scharfeneck die Herrschaften Wildeck (Teil der Gfsch. Löwenstein), Scharfeneck und Habitzheim sowie die niederländ. Besitzungen. Ferdinand Karl (1616–72), der Sohn Johann Dietrichs, konnte nach 1648 zusammen mit den ev. Vettern wieder die Regierung der Gfsch. Wertheim antreten. Sein Sohn Johann Ernst ( † 1731) wurde Fürstabt zu Stablo-Malmédy und Bischof von Tournai. Sonst sind die Mitglieder der jüngeren Linie vielfach im kaiserl. Dienst zu finden, wie Maximilian Karl (s. 1), der 1711 in den Reichsfürstenstand erhoben wurde. 1712 wurde der fürstliche Rang auf alle Mitglieder der jüngeren Linie ausgedehnt. Maximilian Karl, der in Böhmen 1712 größere Erwerbungen machte, legte in seinem Testament die Primogenitur fest. Sein Nachfolger Dominikus Marquard (1690–1735) erwarb 1720 in Böhmen weitere Besitzungen, ferner 1721 das erbach. Kleinheubach am Main und 1730 die hatzfeld. Herrschaft Rosenberg. Er bemühte sich vergeblich um die Anerkennung des Nachfolgerechts seines Hauses in Würden und Besitz des Hauses Wittelsbach. Seine Söhne Karl Thomas (1714–81), kaiserl. Kämmerer und Generalfeldmarschalleutnant, Leopold Konstantin (1716–34), Hauptmann, und Christian Philipp (1719–81, s. ADB 19), General, standen in kaiserl. Diensten. Dominikus Konstantin (1762–1814, s. Priesdorff III, Nr. 797, P), seit 1789 regierender Fürst, war preuß. Generalmajor und bayer. Generalleutnant. Von seinen Söhnen waren Konstantin (1786–1844) und Wilhelm (1795–1838) bayer. Generäle, August (1808–74) und Maximilian (1810–84) k. u. k. Rittmeister. Die jüngere Linie erhielt durch den Reichsdeputationshauptschluß Entschädigungen aus geistlichem Besitz und wurde 1806 mediatisiert. 1813 nahm sie den Namen Löwenstein-Wertheim-Rosenberg an. Erbprinz Konstantin (1802–38) pflegte wissenschaftliche und religiöse Interessen, sein Sohn Karl (s. 2), sein Enkel Alois (s. 3) und sein Urenkel Karl ( * 1904) haben sich um den politischen Zusammenschluß und die religiöse Erneuerungdes deutschen Katholizismus verdient gemacht.

Autor: Ehmer, Hermann

© CC BY-NC-ND 4.0 - https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de
 
von Löwenstein, Gottfried III. (I11759)
 
51499 Zitat aus: https://www.bavarikon.de/object/bav:HKO-NDB-0000000SFZ126684

von Löwenstein

Nach der Burg Löwenstein (bei Heilbronn) nannten sich nacheinander drei gräfl. Geschlechter: a) Die Grafen von Löwenstein als Seitenlinie der Grafen von Calw, die 1123 mit Adalbert erstmals bezeugt sind. Gottfried v. Löwenstein verkaufte 1277 die Grafschaft an Bischof Berthold von Würzburg, der sie 1281 an Kg. Rudolf weiterverkaufte. Die Familie starb um 1300 mit den Töchtern Gottfrieds aus. b) Der Stammvater der Grafen von Löwenstein aus dem Hause Habsburg war Albrecht von Schenkenberg ( † 1304, s. ADB 19), der illegitime Sohn Kg. Rudolfs, der die Grafschaft 1287 als Ausstattungsgut erhielt und Titel und Wappen eines Grafen von Löwenstein annahm. Die beiden letzten Grafen von Löwenstein aus dieser Familie, die 1464 mit dem Bamberger Domherrn Georg ausstarb (s. L.), verkauften die Grafschaft 1441 an die Kurpfalz. c) Begründer der Familie der Grafen zu Löwenstein aus dem Wittelsbacher Stamm war Ludwig von Bayern (1463–1524), Sohn des pfälz. Kf. Friedrich I. ( † 1476) und der Klara Dett, dem 1488 die Gfsch. Löwenstein verliehen wurde. Kaiser Maximilian I. übertrug ihm 1494 Rang und Wappen eines Grafen zu Löwenstein Durch den Landshuter Erbfolgekrieg 1504 kam die Grafschaft unter württ. Lehenshoheit. Von den Enkeln des Gf. Ludwig I. zu Löwenstein sind zu nennen: Wolfgang (1527–71), in kaiserl., dann Salzburg. Kriegsdienst, Begründer der Linie Löwenstein-Scharfeneck, die 1633 im Mannesstamm ausstarb, ferner der Reichskammerrichter Friedrich (1528–69) und Ludwig III. (1530–1611), der trotz seines ev. Bekenntnisses Reichshofratspräsident und Statthalter des Erzhzg. Karl in Steiermark, Kärnten und Krain wurde. Seine Gemahlin Anna, Tochter des Grafen Ludwig zu Stolberg, erbte die Gfsch. Wertheim und die halbe Herrschaft Breuberg sowie die niederländ. Graf- und Herrschaften Rochefort, Montaigu, Herbimont und Chassepierre. Seit 1579/80 nannte sich Ludwig „Graf zu Löwenstein und Wertheim, Herr zu Scharfeneck und Breuberg“. Die Wertheimer Erbschaft, die durch das Aussterben der Wertheimer Grafen mit Michael III., einem Schwager der Gfn. Anna, zustande gekommen war, blieb nicht unangefochten. Die Auseinandersetzungen mit Bischof Julius Echter von Würzburg endeten mit dem Verlust der Würzburger Lehen. Das Erbe Ludwigs III. teilten sich dessen Söhne Christoph Ludwig (1568–1618), Wolf Ernst (1578–1636) und Johann Dietrich (1585–1644), wobei die Gfsch. Wertheim im gemeinschaftlichen Besitz blieb. Johann Dietrich, der im kaiserl. Heer diente, trat nach seiner Heirat mit der Gfn. Josina von der Mark 1610 zum kath. Glauben über. Er wurde dadurch zum Begründer der jüngeren, kath. Linie seines Hauses, Christoph Ludwig der Stammvater der älteren, ev. Linie, während die beiden anderen Brüder ohne Nachkommen starben. Ihr Vetter Johann Kasimir (1588–1622) stand im Kriegsdienst der Republik Venedig, der aufrührerischen böhm. Stände, des Kf. Friedrich von der Pfalz und des Hzg. Christian von Braunschweig. Durch den Westfäl. Frieden 1648 wurden die Grafen beider Linien wieder in ihre Besitzungen eingesetzt und die gemeinschaftliche Regierung der Gfsch. Wertheim angeordnet. 1) Ältere, ev. Linie Löwenstein-Wertheim-Virneburg, seit 1813 Löwenstein-Wertheim-Freudenberg. Die ältere Linie besaß eine Hälfte der ungeteilten Gfsch. Wertheim und den größten Teil der Gfsch. Löwenstein. Elisabeth von Manderscheid (1569–1621), die Gattin Christoph Ludwigs, erbte 1615 die Gfsch. Virneburg. Kleinere Erwerbungen gelangen später durch Heiraten mit limpurg. Erbtöchtern. Die ältere Linie behielt das Prinzip der Gemeinschaftsregierung bei, wodurch die ohnehin nicht sehr große Existenzgrundlage weiter geschmälert wurde, da es in Wertheim neben der jüngeren Linie zeitweise bis zu fünf regierende Grafen der älteren Linie gab. Eucharius Kasimir (1668–98) gelang es, die von der jüngeren Linie angestrebte Realteilung der Grafschaft zu verhindern. Durch Hausverträge 1741-90 wurde in der älteren Linie die Primogenitur eingeführt. Für den Verlust der Gfsch. Virneburg wurde die ältere Linie 1802/03 mit geistlichem Besitz entschädigt. Durch die Rheinbundakte 1806 mediatisiert, wurden die Grafen 1812/13 durch die Großherzoge von Baden und Frankfurt und die Könige von Bayern und Württemberg in den Fürstenrang erhoben. 1813 wurde der Name Löwenstein-Wertheim-Freudenberg angenommen. Die Fürsten Georg (1775–1855) und Adolph (1805–61) pflegten im Vormärz einen fast bürgerlich zu nennenden Lebensstil und betätigten sich als Förderer kultureller und wirtschaftlicher Belange. Fürst Wilhelm (1817–87), der längere Zeit im preuß. diplomatischen Dienst stand, u. a. als Gesandter in München (1856–61), verkörpert den Typus des liberalen Standesherrn (s. Bad. Biogr. IV, 1891, S. 253 f.). Dessen Sohn Ernst (1854–1931) war Präsident des Vereins deutscher Standesherren, 1914-18 Etappenkommandeur in Kolmar. Leopold (1827–93, kath.), der Bruder Wilhelms, heiratete – nach dem Hausgesetz unebenbürtig – Amalie Wollrabe (1837–1909), seit 1875 Gfn. v. Löwenstein-Scharfeneck. Hubertus, Enkel Leopolds (s. 4). 2) Jüngere, kath. Linie Löwenstein-Wertheim-Rochefort, seit 1813 Löwenstein-Wertheim-Rosenberg. Die jüngere Linie des Hauses Löwenstein-Wertheim besaß eine Hälfte der Gfsch. Wertheim, die halbe Herrschaft Breuberg, aus dem Erbe der Löwenstein-Scharfeneck die Herrschaften Wildeck (Teil der Gfsch. Löwenstein), Scharfeneck und Habitzheim sowie die niederländ. Besitzungen. Ferdinand Karl (1616–72), der Sohn Johann Dietrichs, konnte nach 1648 zusammen mit den ev. Vettern wieder die Regierung der Gfsch. Wertheim antreten. Sein Sohn Johann Ernst ( † 1731) wurde Fürstabt zu Stablo-Malmédy und Bischof von Tournai. Sonst sind die Mitglieder der jüngeren Linie vielfach im kaiserl. Dienst zu finden, wie Maximilian Karl (s. 1), der 1711 in den Reichsfürstenstand erhoben wurde. 1712 wurde der fürstliche Rang auf alle Mitglieder der jüngeren Linie ausgedehnt. Maximilian Karl, der in Böhmen 1712 größere Erwerbungen machte, legte in seinem Testament die Primogenitur fest. Sein Nachfolger Dominikus Marquard (1690–1735) erwarb 1720 in Böhmen weitere Besitzungen, ferner 1721 das erbach. Kleinheubach am Main und 1730 die hatzfeld. Herrschaft Rosenberg. Er bemühte sich vergeblich um die Anerkennung des Nachfolgerechts seines Hauses in Würden und Besitz des Hauses Wittelsbach. Seine Söhne Karl Thomas (1714–81), kaiserl. Kämmerer und Generalfeldmarschalleutnant, Leopold Konstantin (1716–34), Hauptmann, und Christian Philipp (1719–81, s. ADB 19), General, standen in kaiserl. Diensten. Dominikus Konstantin (1762–1814, s. Priesdorff III, Nr. 797, P), seit 1789 regierender Fürst, war preuß. Generalmajor und bayer. Generalleutnant. Von seinen Söhnen waren Konstantin (1786–1844) und Wilhelm (1795–1838) bayer. Generäle, August (1808–74) und Maximilian (1810–84) k. u. k. Rittmeister. Die jüngere Linie erhielt durch den Reichsdeputationshauptschluß Entschädigungen aus geistlichem Besitz und wurde 1806 mediatisiert. 1813 nahm sie den Namen Löwenstein-Wertheim-Rosenberg an. Erbprinz Konstantin (1802–38) pflegte wissenschaftliche und religiöse Interessen, sein Sohn Karl (s. 2), sein Enkel Alois (s. 3) und sein Urenkel Karl ( * 1904) haben sich um den politischen Zusammenschluß und die religiöse Erneuerungdes deutschen Katholizismus verdient gemacht.

Autor: Ehmer, Hermann

© CC BY-NC-ND 4.0 - https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de 
von Calw (von Löwenstein), Adalbert IV. (I11663)
 
51500 Zitat aus: https://www.bavarikon.de/object/bav:HKO-NDB-0000000SFZ126684

von Löwenstein

Nach der Burg Löwenstein (bei Heilbronn) nannten sich nacheinander drei gräfl. Geschlechter: a) Die Grafen von Löwenstein als Seitenlinie der Grafen von Calw, die 1123 mit Adalbert erstmals bezeugt sind. Gottfried v. Löwenstein verkaufte 1277 die Grafschaft an Bischof Berthold von Würzburg, der sie 1281 an Kg. Rudolf weiterverkaufte. Die Familie starb um 1300 mit den Töchtern Gottfrieds aus. b) Der Stammvater der Grafen von Löwenstein aus dem Hause Habsburg war Albrecht von Schenkenberg ( † 1304, s. ADB 19), der illegitime Sohn Kg. Rudolfs, der die Grafschaft 1287 als Ausstattungsgut erhielt und Titel und Wappen eines Grafen von Löwenstein annahm. Die beiden letzten Grafen von Löwenstein aus dieser Familie, die 1464 mit dem Bamberger Domherrn Georg ausstarb (s. L.), verkauften die Grafschaft 1441 an die Kurpfalz. c) Begründer der Familie der Grafen zu Löwenstein aus dem Wittelsbacher Stamm war Ludwig von Bayern (1463–1524), Sohn des pfälz. Kf. Friedrich I. ( † 1476) und der Klara Dett, dem 1488 die Gfsch. Löwenstein verliehen wurde. Kaiser Maximilian I. übertrug ihm 1494 Rang und Wappen eines Grafen zu Löwenstein Durch den Landshuter Erbfolgekrieg 1504 kam die Grafschaft unter württ. Lehenshoheit. Von den Enkeln des Gf. Ludwig I. zu Löwenstein sind zu nennen: Wolfgang (1527–71), in kaiserl., dann Salzburg. Kriegsdienst, Begründer der Linie Löwenstein-Scharfeneck, die 1633 im Mannesstamm ausstarb, ferner der Reichskammerrichter Friedrich (1528–69) und Ludwig III. (1530–1611), der trotz seines ev. Bekenntnisses Reichshofratspräsident und Statthalter des Erzhzg. Karl in Steiermark, Kärnten und Krain wurde. Seine Gemahlin Anna, Tochter des Grafen Ludwig zu Stolberg, erbte die Gfsch. Wertheim und die halbe Herrschaft Breuberg sowie die niederländ. Graf- und Herrschaften Rochefort, Montaigu, Herbimont und Chassepierre. Seit 1579/80 nannte sich Ludwig „Graf zu Löwenstein und Wertheim, Herr zu Scharfeneck und Breuberg“. Die Wertheimer Erbschaft, die durch das Aussterben der Wertheimer Grafen mit Michael III., einem Schwager der Gfn. Anna, zustande gekommen war, blieb nicht unangefochten. Die Auseinandersetzungen mit Bischof Julius Echter von Würzburg endeten mit dem Verlust der Würzburger Lehen. Das Erbe Ludwigs III. teilten sich dessen Söhne Christoph Ludwig (1568–1618), Wolf Ernst (1578–1636) und Johann Dietrich (1585–1644), wobei die Gfsch. Wertheim im gemeinschaftlichen Besitz blieb. Johann Dietrich, der im kaiserl. Heer diente, trat nach seiner Heirat mit der Gfn. Josina von der Mark 1610 zum kath. Glauben über. Er wurde dadurch zum Begründer der jüngeren, kath. Linie seines Hauses, Christoph Ludwig der Stammvater der älteren, ev. Linie, während die beiden anderen Brüder ohne Nachkommen starben. Ihr Vetter Johann Kasimir (1588–1622) stand im Kriegsdienst der Republik Venedig, der aufrührerischen böhm. Stände, des Kf. Friedrich von der Pfalz und des Hzg. Christian von Braunschweig. Durch den Westfäl. Frieden 1648 wurden die Grafen beider Linien wieder in ihre Besitzungen eingesetzt und die gemeinschaftliche Regierung der Gfsch. Wertheim angeordnet. 1) Ältere, ev. Linie Löwenstein-Wertheim-Virneburg, seit 1813 Löwenstein-Wertheim-Freudenberg. Die ältere Linie besaß eine Hälfte der ungeteilten Gfsch. Wertheim und den größten Teil der Gfsch. Löwenstein. Elisabeth von Manderscheid (1569–1621), die Gattin Christoph Ludwigs, erbte 1615 die Gfsch. Virneburg. Kleinere Erwerbungen gelangen später durch Heiraten mit limpurg. Erbtöchtern. Die ältere Linie behielt das Prinzip der Gemeinschaftsregierung bei, wodurch die ohnehin nicht sehr große Existenzgrundlage weiter geschmälert wurde, da es in Wertheim neben der jüngeren Linie zeitweise bis zu fünf regierende Grafen der älteren Linie gab. Eucharius Kasimir (1668–98) gelang es, die von der jüngeren Linie angestrebte Realteilung der Grafschaft zu verhindern. Durch Hausverträge 1741-90 wurde in der älteren Linie die Primogenitur eingeführt. Für den Verlust der Gfsch. Virneburg wurde die ältere Linie 1802/03 mit geistlichem Besitz entschädigt. Durch die Rheinbundakte 1806 mediatisiert, wurden die Grafen 1812/13 durch die Großherzoge von Baden und Frankfurt und die Könige von Bayern und Württemberg in den Fürstenrang erhoben. 1813 wurde der Name Löwenstein-Wertheim-Freudenberg angenommen. Die Fürsten Georg (1775–1855) und Adolph (1805–61) pflegten im Vormärz einen fast bürgerlich zu nennenden Lebensstil und betätigten sich als Förderer kultureller und wirtschaftlicher Belange. Fürst Wilhelm (1817–87), der längere Zeit im preuß. diplomatischen Dienst stand, u. a. als Gesandter in München (1856–61), verkörpert den Typus des liberalen Standesherrn (s. Bad. Biogr. IV, 1891, S. 253 f.). Dessen Sohn Ernst (1854–1931) war Präsident des Vereins deutscher Standesherren, 1914-18 Etappenkommandeur in Kolmar. Leopold (1827–93, kath.), der Bruder Wilhelms, heiratete – nach dem Hausgesetz unebenbürtig – Amalie Wollrabe (1837–1909), seit 1875 Gfn. v. Löwenstein-Scharfeneck. Hubertus, Enkel Leopolds (s. 4). 2) Jüngere, kath. Linie Löwenstein-Wertheim-Rochefort, seit 1813 Löwenstein-Wertheim-Rosenberg. Die jüngere Linie des Hauses Löwenstein-Wertheim besaß eine Hälfte der Gfsch. Wertheim, die halbe Herrschaft Breuberg, aus dem Erbe der Löwenstein-Scharfeneck die Herrschaften Wildeck (Teil der Gfsch. Löwenstein), Scharfeneck und Habitzheim sowie die niederländ. Besitzungen. Ferdinand Karl (1616–72), der Sohn Johann Dietrichs, konnte nach 1648 zusammen mit den ev. Vettern wieder die Regierung der Gfsch. Wertheim antreten. Sein Sohn Johann Ernst ( † 1731) wurde Fürstabt zu Stablo-Malmédy und Bischof von Tournai. Sonst sind die Mitglieder der jüngeren Linie vielfach im kaiserl. Dienst zu finden, wie Maximilian Karl (s. 1), der 1711 in den Reichsfürstenstand erhoben wurde. 1712 wurde der fürstliche Rang auf alle Mitglieder der jüngeren Linie ausgedehnt. Maximilian Karl, der in Böhmen 1712 größere Erwerbungen machte, legte in seinem Testament die Primogenitur fest. Sein Nachfolger Dominikus Marquard (1690–1735) erwarb 1720 in Böhmen weitere Besitzungen, ferner 1721 das erbach. Kleinheubach am Main und 1730 die hatzfeld. Herrschaft Rosenberg. Er bemühte sich vergeblich um die Anerkennung des Nachfolgerechts seines Hauses in Würden und Besitz des Hauses Wittelsbach. Seine Söhne Karl Thomas (1714–81), kaiserl. Kämmerer und Generalfeldmarschalleutnant, Leopold Konstantin (1716–34), Hauptmann, und Christian Philipp (1719–81, s. ADB 19), General, standen in kaiserl. Diensten. Dominikus Konstantin (1762–1814, s. Priesdorff III, Nr. 797, P), seit 1789 regierender Fürst, war preuß. Generalmajor und bayer. Generalleutnant. Von seinen Söhnen waren Konstantin (1786–1844) und Wilhelm (1795–1838) bayer. Generäle, August (1808–74) und Maximilian (1810–84) k. u. k. Rittmeister. Die jüngere Linie erhielt durch den Reichsdeputationshauptschluß Entschädigungen aus geistlichem Besitz und wurde 1806 mediatisiert. 1813 nahm sie den Namen Löwenstein-Wertheim-Rosenberg an. Erbprinz Konstantin (1802–38) pflegte wissenschaftliche und religiöse Interessen, sein Sohn Karl (s. 2), sein Enkel Alois (s. 3) und sein Urenkel Karl ( * 1904) haben sich um den politischen Zusammenschluß und die religiöse Erneuerungdes deutschen Katholizismus verdient gemacht.

Autor: Ehmer, Hermann

© CC BY-NC-ND 4.0 - https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de 
von Löwenstein, Richenza (I11738)
 

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