| Notizen |
- Die Herren von Schweinsberg, in deren Familie Bertha von Hatzfeldt, eine Schwester Krafts I., im zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts eingeheiratet hatte, waren zwar nicht von edelfreier Herkunft, zählten aber zu den »wichtigsten ludowingischen Ministerialen in Hessen«30 und bekleideten seit etwa 1240 das Schenckenamt. Als Ahnherr der Schencken zu Schweinsberg vermutet Karl Au- gust ECKHARDT Ludwig von Marburg, der 1138/39 als Zeuge gemeinsam mit den zwei Mitgliedern des Hauses Hatzfeldt der Bestätigung einer Güterübertragung an die Abtei Siegburg beiwohnte.31 Umfangreicher Lehensbesitz sowie die Akkumulation einflußreicher Gerichts- und Amtsfunktionen in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts32 bedingten den raschen Aufstieg der Familie.
Guntram I. begegnet 1233 als miles de Marburg33. Im darauffolgenden Jahr, 1234, wird er als Guntramus de Swinsberg bezeichnet.34 Als Inhaber des Schenkenamtes ist er erstmals 1241 nachweisbar.35 Guntram war mit einer Schwester des Eberhard von Merlau verheiratet, die vermutlich Schweinsberg als merlauisches Eigengut in die Ehe gebracht hat.36 Bei dem nach 1252 verstorbenen Ehe- mann Berthas von Hatzfeldt handelt es sich um Kraft, der 1236 als miles dicto de Sweinsberch, filius Guntrami miles
de Marburg urkundete.37 Er war Ministeriale der Abtei Fulda und 1249 mainzischer Burgmann zu Amöneburg. Aus seiner Ehe mit Bertha von Hatzfeldt gingen Kraft II. von Schweinsberg und Agathe hervor. Kraft II. läßt sich urkundlich von 1258 bis 1279 nachweisen und war mit Lukardis von Nordeck vermählt. Seine Schwester Agathe, die erstmals 1264 erwähnt wird und 1280 starb, ehelichte Reinhard von Altenburg.
Verheiratet:
- im zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts
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