Graf Adolf IV. von Schauenburg (von Holstein)

Graf Adolf IV. von Schauenburg (von Holstein)

männlich 1205 - 1261  (56 Jahre)

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  • Name Adolf IV. von Schauenburg (von Holstein) 
    Titel Graf 
    Geboren 1205 
    Geschlecht männlich 
    Titel auf Deutsch Edler Herr von Schauenburg (1225–1238) sowie Graf von Holstein und Stormarn (1227–1238) 
    Gestorben 8 Jul 1261  Kiel Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Begraben Marienkloster, Kiel Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I10110  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 26 Apr 2018 

    Vater Adolf III. von Schauenburg (von Holstein),   geb. 1160,   gest. 3 Jan 1225  (Alter 65 Jahre) 
    Mutter Adelheid von Querfurt,   gest. cir 1210 
    Verheiratet 1189 
    Familien-Kennung F5041  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Heilwig von der Lippe,   geb. cir 1200,   gest. zw 1248 und 1250  (Alter ~ 50 Jahre) 
    Kinder 
     1. Mechthild von Holstein,   geb. 1220 oder 1225,   gest. 1288, Kiel Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 63 Jahre)
     2. Graf Gerhard I. von Holstein (von Itzehoe),   geb. 1232,   gest. 21 Dez 1290  (Alter 58 Jahre)
    Zuletzt bearbeitet am 26 Okt 2017 
    Familien-Kennung F5019  Familienblatt  |  Familientafel

  • Fotos Mittelalter
    Adolf-IV-Schauenburg
    Adolf-IV-Schauenburg
    Adolf IV.
    Adolf-IV-Schauenburg-Sarkophag
    Adolf-IV-Schauenburg-Sarkophag
    Adolf IV. aufgebahrt in einem Sarkophag, Idealbildnis Adolfs, um 1450, ursprünglich der untere Teil eines Doppelbildnisses im Hamburger Maria-Magdalenen-Kloster, mit 2,77 m Breite wird Adolf überlebensgroß dargestellt. 1614 wurde das Bildnis von David Kindt restauriert
    Adolf-IV-Schauenburg-Statue
    Adolf-IV-Schauenburg-Statue
    Statue vor dem Kieler Kloster, gewidmet dem Gründer von Kiel und des Klosters, Graf Adolf IV. von Schauenburg

  • Notizen 
    • https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_IV._(Schauenburg_und_Holstein)

      Adolf IV. (* vor 1205; † 8. Juli 1261 in Kiel) war Edler Herr von Schauenburg (1225–1238) sowie Graf von Holstein und Stormarn (1227–1238).

      Leben
      Adolf IV. war der älteste Sohn von Adolf III. (Schauenburg und Holstein) und dessen zweiter Ehefrau Adelheid von Querfurt. Er gehört dem Geschlecht der Grafen von Schauenburg und Holstein an.
      Adolf IV. errang mehrere Siege gegen den dänischen König Waldemar II. und dessen Lehnsmänner: 1225 gewann er die Schlacht bei Mölln und verjagte Graf Albrecht von Weimar-Orlamünde, den Neffen und Lehnsmann von König Waldemar II. von Dänemark. Adolf IV. siegte mit seinen Koalitionstruppen am 22. Juli 1227 in der Schlacht bei Bornhöved gegen ein dänisches Heer unter König Waldemar II. und eroberte so die Grafschaft Holstein zurück, die sein Vater 1203 an Waldemar verloren hatte. Fortan residierte Adolf IV. wieder auf der zentral gelegenen Siegesburg und vermochte seine Grafschaft von hier aus weiter zu festigen. 1235 gründete er Kiel und Oldenburg in Holstein und auch die Verleihung der Stadtrechte Segebergs wird auf ihn zurückgeführt.[1] Er beteiligte sich 1238 an einem Kreuzzug nach Livland und gründete Itzehoe. In Schauenburg betrieb er ebenfalls einen planmäßigen Landesausbau und gründete Stadthagen und Rinteln.
      Infolge eines in der Bedrängnis der Schlacht bei Bornhöved (1227) gegebenen Gelübdes zog sich Adolf nach dem Livlandfeldzug 1239 in das von ihm gestiftete Maria-Magdalenen-Kloster der Franziskaner am Hamburger Alsterufer zurück. 1244 wurde er in Rom zum Priester geweiht. Ab 1246 lebte er in dem von ihm in Kiel gegründeten Marienkloster, wo er 1261 starb und beigesetzt wurde. Vormund seiner beiden minderjährigen Söhne wurde sein Schwiegersohn Herzog Abel von Schleswig, ein Sohn des Waldemar II. Ebenfalls 1244 gründete er Neustadt in Holstein.[2] Nach Adolfs Tod wurde Holstein zwischen seinen Söhnen Johann (Holstein-Kiel) und Gerhard (Holstein-Itzehoe) aufgeteilt, nachdem es bereits um 1241 zur Nutzungsteilung gekommen war. Seine Ehefrau Heilwig wurde Nonne in dem von ihr gestifteten Zisterzienserinnenkloster in Harvestehude.

      Ehe und Nachkommen
      Adolf IV. war mit Heilwig zur Lippe (1200–1248), Tochter des Edlen Herren Hermann II. (Lippe) zur Lippe und Herrn von Rheda verheiratet. Der Ehe entstammten folgende Kinder:
      • Mechthild (* 1225; † 1288)
      • I ∞ 1237 Abel, Herzog von Südjütland in Schleswig, später König von Dänemark (Haus Estridsson). Dies schuf die engen Kontakte der Schauenburger zum Herzogtum Schleswig.
      • II ∞ 1261 Birger Jarl, Reichsverweser von Schweden
      • Johann I. (* um 1229; † 1263)
      • Gerhard I. (* um 1232; † 1290)
      • Ludolf, Mönch


      Literatur
      • Karl Jansen: Adolf IV. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 1, Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S. 108–110.
      • Heinz Maybaum: Adolf IV., Graf von Holstein. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 1, Duncker & Humblot, Berlin 1953, ISBN 3-428-00182-6, S. 78 f. (Digitalisat).
      • Andreas Thiele: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte. Bd. 1: Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser. Teilband 2. R. G. Fischer, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-89406-691-1, S. 347 f.: Schauenburger.
      • Adolf Usinger: Deutsch-Dänische Geschichte. 1189–1227. Mittler, Berlin 1863, S. 73–82: Kapitel V, Graf Adolf von Holstein (online).
      • Helge bei der Wieden: Schaumburgische Genealogie. Stammtafeln der Grafen von Holstein und Schaumburg – auch Herzöge von Schleswig – bis zu ihrem Aussterben 1640 (= Schaumburger Studien. Heft 14). 2., überarbeitete Auflage. Knoth, Melle 1999,SBN 3-88368-305-1, S. 18 f.: Adolf IV.
      Weblinks
       Commons: Adolf IV. (Schauenburg und Holstein) – Sammlung von Bildern
      • Adolf IV., Graf von Holstein-Wagrien auf genealogie-mittelalter.de
      Einzelnachweise
      1 Henning Unverhau: Die Entstehung und frühe Entwicklung der Stadt Bad Segeberg, in: Heimatkundliche Jahrbücher des Kreises Segeberg 31 (1985), S. 25–39
      2 Volker Honemann: Franziskanische Geschichtsschreibung. In: Volker Honemann (Hrsg.): Von den Anfängen bis zur Reformation. Paderborn 2015, S. 730−844, hier S. 767.