Landamman Johannes von Attinghausen

Landamman Johannes von Attinghausen

männlich 1330 -

Angaben zur Person    |    Medien    |    Notizen    |    Quellen    |    Ereignis-Karte    |    Alles

  • Name Johannes von Attinghausen 
    • Erwähnt / Mentioned / Mentionné (1330-1358) [1]
    • Attinghausen ist ein hochfreiengeschlecht in Uri und im Bernbiet. Die Urner sind wahrscheinlich ein jüngerer Zweig der Freiherren von Signau (Emmental, Kanton Bern). Sie wohnten auf der Trutzburg zu Attinghausen. Mit dem Tod von Jakob (verschollen ca.1359) dem letzten männlichen Namensträger in Uri ging das reichhaltige Erbe an die Meier von Simpelen VS und später an die von Rudenz (Meiringen BE, dann Giswil OW). [2]
    Titel Landamman 
    Geboren 1330 
    Geschlecht männlich 
    Krieg / Gefechte 1339  Schlachtfeld, Laupen, Bern, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Anführer der Urner in der Schlacht bei Laupen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Laupenkrieg 
    Beruf / Beschäftigung 1331-1357  Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Der 5. Landammann von Uri 
    Personen-Kennung I10437  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 17 Okt 2019 

    Vater Werner II (IV) von Attinghausen (von Schweinsberg),   geb. vor 1255,   begr. 13 Aug zw 1322 und 1329  (Alter ~ 73 Jahre) 
    Mutter Lebend 
    Familien-Kennung F5132  Familienblatt  |  Familientafel

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsKrieg / Gefechte - Anführer der Urner in der Schlacht bei Laupen. https://de.wikipedia.org/wiki/Laupenkrieg - 1339 - Schlachtfeld, Laupen, Bern, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeruf / Beschäftigung - Der 5. Landammann von Uri - 1331-1357 - Uri, Schweiz Link zu Google Earth
     = Link zu Google Earth 
    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Wappen & Siegel
    Attinghausen - Familienwappen
    Attinghausen - Familienwappen
    Huber Emil (1867-1934), Altdorf, Urner Wappenbuch, S. 3 / © Staatsarchiv Uri, Altdorf - Anzahl verschiedener Wappen dieses Geschlechts: 1

    Quergeteilt, in Silber oben wachsender schwarzer Adler, unten zwei schwarze Querbalken.

    Natürlich hatte nicht jede Familie ein Wappen. Zur besseren Übesicht in den Grafiken habe ich jedoch allen Mitglieder der Urner Geschlechter das jeweilige Familienwappen zugewiesen.
    Johannes von Attinghausen - Siegel (31)
    Johannes von Attinghausen - Siegel (31)
    Am 9. Mai 1338 wirkte Johannes von Attinghausen mit bei einem Schiedssprüche betreffend Zinse vom Widemgut der Kirche Altdorf (Stadt. Archiv Zürich). S: 36 mm. Umschrift: * S' IOAISIS DE- ATTINGHVSEN. Im Wappen ist die Kopfstel ung des Adlers nach rechts und unten eine dreimalige Teilung (S.-Abb. No. 31).
    Johannes von Attinghausen - Siegel (32)
    Johannes von Attinghausen - Siegel (32)
    Die Urkunde No. 48 des Staatsarchives Uri, d. d. 23. Juni 1346, über den Verzicht des Konrad Gebzo auf alle Ansprüche an W. von Stege's Haus und Hofstatt zu Altdorf, hat ein Siegel von 34 mm Durchmesser, mit der Umschrift: * S' JOHANNIS x DE x ATTINGHVSEN. Der Adler wendet den Kopf nach links; in der untern Wappenschildhälfte sind vier Querbalken (Siegel-Abb. No. 32).
    Johannes von Attinghausen, Siegel (33)
    Johannes von Attinghausen, Siegel (33)
    Vermutlich die letzte Besiegelung des Landammann Johannes von Attinghausen hängt der Urkunde vom 20. November 1357 (St. A. Zürich) betr. die Urfehde des Peter Vero an. S: 36 mm. Umschrift 4 mm hoch: F S' IOHIS DE ATTINGHVSEN.MILIT. Das Wappen zeigt den Adlerkopf nach links und vier Querbalken (Siegel-Abb. No. 33).

    Geschichte
    Attinghausen-Schweinsberg - Stammtafel 1
    Attinghausen-Schweinsberg - Stammtafel 1
    Aus: Geschichte der Freiherren von Attinghusen und von Schweinsberg
    Ein Beitrag zur Geschichte der Urkantone
    Von: Theodor von Liebenau
    Druck und Verlag: H. R. Sauerländer, Aarau, 1865 - Seite: 199 (212)
    Attinghausen-Zumbrunnen
    Attinghausen-Zumbrunnen - Johannes à la page 21 & 22 / auf Seite 21 & 22
    Français - Citation de: Nobilaire Militaire Suisse, de Jean-François Girard

    (PDF de 16 pages - défiler vers le bas)

    Orte, Wohnen
    Uri
    Uri
    Portrait des Landes Uri - Heute Kanton Uri, Schweiz

    Beruf, Arbeit
    Die Landammänner von Uri - 1
    Die Landammänner von Uri - 1
    - Kurzbeschreibung
    - Liste der Landammänner in den Jahren 1231 bis 1598

  • Notizen 
    • 5. Landammann von Uri, Johannes von Attinghausen

      Johannes von Attinghausen, Sohn des Landammann Werner II., trat auch das politische Erbe seines Vaters an. Als Landammann ist er für die Jahre 1331 bis und mit Ende 1357 urkundlich nachweisbar.
      Freiherr Johannes war Anführer der Urner in der Schlacht bei Laupen 1339 und eifriger Förderer der Bündnisse der acht alten Orte. Er wurde von Ludwig dem Bayern, in dessen Diensten er die .Waffen führte, zum „rector Vallesiae" ernannt, und versuchte seine Macht auf das Oberwallis auszudehnen. Vermutlich ist Johannes einem Aufstande zum Opfer gefallen, wobei auch die Burg Attinghausen
      in Trümmer sank. Mit Johannes erlosch die Familie der Attinghausen in Uri.
      Aus der langen Regierungszeit des Landammann Johannes von Attinghausen sind mir drei verschiedene Siegeltypen zu Gesicht gekommen, welche das Wappen der Attinghausen in spitzem Schilde und die Umschrift in gothischen Majuskeln
      gemein haben.
      Das Kloster Seedorf hütet in seinem Archive noch eine durch Johannes
      besiegelte Urkunde vom 18. Dezember 1337 über die Aufgabe der Gadenstatt Schwarzwald in Isenthal durch Rudolf Suter.

      Quelle: [3]

    • Attinghausen, Johannes von

      1330 in Zürich erstmals erw., gestorben 7.7.1358/59. Sohn von Werner II. ( -> 3). Vetter von Thüring ( -> 2), Ritter, verschwägert mit den Fam. von Simpeln, Rudenz und Friberg. A. bewohnte die Stammburg in A., verfügte über beachtl. Grundbesitz, mehrere Wettinger und Fraumünsterlehen sowie zahlreiche Leibeigene; zudem betätigte er sich im Viehhandel und Solddienst. Ab 1337 besass er den Reichszoll in Flüelen gegen die Verpflichtung zur Heerfolge. Spätestens 1331-58/59 war A. Landammann von Uri: Er schlichtete 1331 den Krieg zwischen Ursern und der Leventina, schloss 1338 einen Zollvertrag mit Mailand zur Förderung des Gotthardtransits und war 1350 an der Grenzregulierung zwischen Uri und Schwyz beteiligt. Mit Rudolf Brun von Zürich setzte er sich besonders für die Bildung der achtörtigen Eidgenossenschaft ein. 1351 wurde auf sein Betreiben der zentrale Alpenraum zwischen Disentis, dem Goms und dem Monte Piottino (Leventina) in den Hilfskreis des Zürcher Bundesbriefs aufgenommen. 1354 wird A. als Rektor des Oberwallis erw. Ob er noch aktiv auf die 1359 erfolgte Ablösung der umfangreichen Rechte und Einkünfte der Zisterzienserklöster Wettingen, Rathausen, Kappel und Frauenthal in Uri hinwirkte, ist unsicher. Das Verhältnis zwischen A. und dem Urner Volk war zwar gespannt; die These vom gewaltsamen Sturz und der Zerstörung der Burg A. wird von der neueren Forschung aber abgelehnt. A. gehört zu den hervorragenden polit. Persönlichkeiten der sich bildenden achtörtigen Eidgenossenschaft und zu den frühen Förderern des Gotthardpasses.

      Literatur
      – GHS 4, 11-49
      – R. Sablonier, «Innerschweizer Gesellschaft im 14. Jh.», in Innerschweiz und frühe Eidgenossenschaft 2, 1990, 22 f.

      Autorin/Autor: Hans Stadler

      Zitat aus:: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15486.php


  • Quellen 
    1. [S56] Attinghausen und Schweinsberg - Freiherren, Theodor von Liebenau, (H. R. Sauerländer, Aarau, 1865), Seite 212.

    2. [S79] Urner Geschlechter, (Alois Püntener), https://www.urnergeschlechter.ch/humo-gen/cms_pages/12/.

    3. [S71] Wappen und Siegel der Landammänner von Uri, Friedrich Gisler, (Archives héraldiques suisses = Schweizerisches Archiv für Heraldik = Archivio araldico Svizzero), Band 50, Jahr 1936, Heft 1, Seiten 17, 18.