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- Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019634/2017-07-21/
vonHinwil
Bei den Hinwil handelt es sich einerseits um Nobiles, andererseits um eine Ritteradelsfamilie aus dem Zürcher Oberland. Entgegen der historiografischen Tradition sind die beiden Geschlechter wahrscheinlich nicht miteinander verwandt.
Die Zürcher Oberländer Nobiles sind zwischen 1044 und 1286 bezeugt. Die Genealogie dieses Geschlechts bleibt vor allem in seiner Frühzeit unklar. Einzelne Namensträger gehören möglicherweise anderen Familien an, die in einem Streit um die gleichen Güter standen. Dass das Geschlecht auf der Burg Hinwil sass, ist urkundlich nicht belegt. Ein einziges Mal, nämlich 1277, urkundete es auf dem Kirchhof in Hinwil. Einen grösseren Besitzanteil besass die Familie in der Umgebung von Brüttisellen. Gesichert sind zudem Güter in Ludetswil bei Russikon, welche die Hinwil 1286 als Regensberger Afterlehen an das Kloster Rüti (ZH) vergabten. Enge Beziehungen knüpften sie mit den Familien von Toggenburg und Rapperswil und über Letztere wohl auch mit den Luzerner von Hunwil.
Der Zürcher Oberländer Ritteradel stand vom 14. bis 16. Jahrhundert im Dienst der Habsburger. Vielleicht übernahm er den Namen der gleichlautenden Nobiles nach dem Erwerb von Gütern aus deren ehemaligen Besitz. Ebenso wenig besteht wohl eine Verbindung zur gleichnamigen Familie in Winterthur. Dagegen verweist das Eigengut der Hinwil in Oberdürnten (Burgbühl) auf eine Verbindung zu den Meiern von Dürnten sowie späterer Besitz und häufiges gemeinsames Auftreten auf eine solche zum Haus Landenberg. Grabstätte war bis um 1500 Rüti (ZH), danach die Pfarrkirche von Elgg. Schon vor 1321 besass Hermann (1309-1355), verheiratet mit Brida von Blumenegg und erster namentlich bekannter Vertreter der Familie, pfandweise die Burg Greifenberg bei Bäretswil mit Zugehörde von seinem Dienstherrn Johann von Habsburg-Laufenburg. Sein Sohn Friedrich (1336-1390) wirkte 1356 und 1359 als Burgmann von Herzog Albrecht von Österreich. 1379 erfolgte eine Güterausscheidung mit dessen Sohn Herdegen (1388 bei Näfels). Im Toggenburger Erbschaftskrieg zerstörten die Eidgenossen die im Besitz der Hinwil stehenden Burgen Greifenberg und Werdegg. 1453 verkaufte die Familie ihre Stammgüter in Hinwil an Bubikon. Der Besitz Gebhards wurde nach dessen Tod 1507 versteigert, darunter auch Greifenberg. Zur Drehscheibe der Familie wurde fortan die 1443 als österreichishes Pfand erworbene Herrschaft Elgg mit der dazugehörenden Burg. Hans (->) verfasste ein Familienbuch. Seine Söhne Christoph und Hans Ulrich (1588), der letzte Vertreter des Geschlechts, veräusserten 1576 Elgg.
Version vom: 21.07.2017
Autorin/Autor: Martin Leonhard
- Zitat aus: http://www.swisscastles.ch/Zurich/schloss/elggd.html
Elgg ist ein edles Gebiet, dessen Ursprünge sich in der Nacht der feudalen Anfänge verlieren. Die Verfassung dieses Gebietes zu einer herrschaftlichen Rechtsprechung ist andererseits das Ergebnis eines langsamen Distriktvorgangs, der erst nach Ablauf des 15. Jahrhunderts zu Ende ging. Im 12. Jahrhundert erschienen die Minister von Sankt Gallen zum ersten mal an den Seiten von Walter von Elgg. Im Rahmen des dahinscheidenden Feudalismus, welcher durch unermüdlichen politischen Streitigkeiten und Eigentumswechseln geprägt ist, gelangte die Herrschaft von Elgg gegen Mitte des 14. Jahrhunderts an die Ladenberger. Daraufhin wurde das Gebiet toggenburgerisch und habsburgerisch. Im Jahre 1442 wechselte es wiederum den Besitz und gelangte in die Hände der Familie Hinwil, die bis 1494 wartete, um definitiv alle herrschaftlichen Rechte zu sichern. Um einige Rechtsstreitigkeiten zu beenden, wurde das herrschaftliche Recht von Elgg 1535 kodifiziert. 1576 verkauften die Erben der Familie Hinwil die Herrschaft an den reichen Händler aus Zürich Hans Heinrich Lochmann. Dies könnte man das feudale Zeitalter von Elgg nennen.
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- Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Elgg
Schloss Elgg ist ein Schloss in der Gemeinde Elgg im Schweizer Kanton Zürich.
Geschichte
Das Schloss wurde ursprünglich als Burg erbaut und liegt auf einer Erhebung im Süden der Siedlung. Erstmals erwähnt wurde es 1166 und war bis 1289 Sitz der Meier Elggs unter der Abtei St. Gallen. Bis 1425 hielten hier die Habsburger Gericht, bevor die Gerichtsbarkeit an die Zürcher überging, die das Gebäude bis 1798 zu diesem Zweck nutzten.
1576 wurde die Burg vom Zürcher Bannerherr Hans Heinrich Lochmann erworben, der sie 1580 umbaute und zum Schloss erweiterte. Er verstarb 1590 kinderlos in Padua. Die Augsburger Patrizier Hans Heinrich und Hans Ludwig Heinzel von Tägernstein erwarben das Schloss, mussten es jedoch durch eine Schwiegermutter der beiden, Frau Magdalena Neidhart 1599 veräussern. In diesem Jahr erwarb der kaiserliche Rat Bonaventura Bodeck das Schloss mitsamt der Gerichtsbarkeit. Er verstarb 1629 und wurde in Elgg beigesetzt. Durch seinen Sohn Melchior Bodeck wurde das Schloss 1637 an den Statthalter Peter Sulzer von Winterthur verkauft. Söhne des Peter Sulzer gerieten durch Spekulationen und Bürgschaften in arge finanzielle Bedrängnis, so dass das Schloss 1665 in einem bedenklichen Zustand war.
Mit Hilfe eines fingierten Schuldscheines gelang es dem Abt von St. Gallen, in den Besitz des Schlosses zu kommen. Darüber entbrannte mit der Stadt Zürich ein langjähriger Streit, der erst 1670 beim Erwerb des Schlosses durch Herkules von Salis-Marschlins, der in das Zürcher Bürgerrecht aufgenommen wurde, beendet wurde.
1712 kam die Burg an den holländischen Generalmajor Felix Werdmüller. Dieser verfügte in seinem Testament 1712, dass das Schloss und die Herrschaft als unveräusserliche Fideikommiss im Besitze der Familie Werdmüller bleibt. Sie ist bis heute im Besitz des Schlosses.
In der ehemaligen Zehntenscheune des Schlosses ist heute ein Gasthaus untergebracht, die Schlossschenke.
Weblinks
Commons: Schloss Elgg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Burgenwelt: Burg Elgg
Einzelnachweise
Neue Zürcher Zeitung
Festschrift über Schloss Elgg, Elgg im Juli 1918 mit zahlreichen Quellenverweisungen, u. a. K. Hauser: "Geschichte der Stadt, Herrschaft u. Gemeinde Elgg" (Elgg, 1895)
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