- Die Burg Alt-Bechburg ist wohl unzweifelhaft der Stammsitz der Freiherren von Bechburg und muss in ihren Anfängen ins XII. Jahrh. hinaufreichen. Bei ihrem urkundlichen Auftreten ist die Veste aber in fremden Händen; sie ist eine Ganerbenburg; die sogen. hintere Burg ist freies lediges Eigen der Froburger, die vordere Burg mit dem Thurm ist als landgräfliches Lehen in Händen der Grafen von Falkenstein. Am 10. Mai 1325 verkauft Graf Rudolf von Falkenstein dem Ritter Heinrich von Ifenthal: "die alte Bechburg, den Thurm und das Haus, das darum ist", wie sie mein Vater sel. und meine Vordern hergebracht haben, sammt Aeckern, Matten etc. um 500 alter Pfennige. Die Grafen Rud. von Neuenburg und Joh. von Froburg, als Landgrafen, belehnen den von Ifenthal damit. Elf Jahre später kaufte Heinrich von Ifenthal um 130 Mk. Silber Basler Gewicht von Graf Johann von Froburg auch dessen Antheil der alten Bechburg, mit Namen den hintersten Theil, sammt Gütern, Leuten etc. als rechtes freies lediges Eigen. 1336, 20. Febr.. Heinrichs Söhne, Heinrich II. und Hemmann von Ifenthal folgten ihrem Vater ums Jahr 1353 im gemeinsamen Besitze Alt-Bechburgs, Schon am 23. Jan.1366 verkaufte aber Hemmann seinem Bruder seinen Antheil an der « hintern Bechburg die wider Balstall liegt und am 22. April 1368 seinen Theil der "vordern Burg zu Bechburg", die Lehen ist von (Graf Rud. v. Neuenburg, und Güter, Rechte etc. um 80 Mk. Silbers. Ritter Heinrich II. hatte keine Söhne und liess darum am 29. Okt. 1368 die vordere Burg mit dem Thurm durch Rud. von Neuenburg-Nidau, den Landgrafen, in ein Kunkellehen verwandeln. Nach seinem Tode beerbten ihn seine Töchter Regula, vermählt mit Herdegen von Hinwil und Margaretha, vermählt mit Peter von Eptingen. In dem höchst merkwürdigen Vertrage vom 23. Dez. 1376 gewährt Herdegen von Hinwil, dem die hintere Burg zugefallen, seinem Schwager Eptingen, dem Besitzer der vordern Burg, einen steten getreuen Burgfrieden und ein Vorkaufsrecht auf seinen Antheil und erhält dagegen Weg und Steg durch die vordere Burg zugesichert. Als Margaretha von Ifenthal ca. 1391 Wittwe geworden war, heirathete sie in zweiter Ehe den Ritter Hermann von Landenberg, genannt Tschudi und brachte am Montag vor der alten Fastnacht 1404 von ihrer Schwester Regula, der Wittwe Herd. v. Hinwil, die hintere alte Bechburg um 6o Gld. baar und verschiedene Tauschgüter an sich. Die 1405 zum zweiten Mal verwittwete Margaretha empfing vom Grafen Otto von Thierstein Freitag vor Palmsonntag 1411 das vordere Haus mit dem Thurm auf der alten Bechburg und verschiedene Güter zu Lehen. Margaretha hatte auch ihrem zweiten Gemahl keine Söhne, sondern nur zwei Töchter geschenkt, Verena, Gemahlin Thürings von Eptingcn, und Suse, später Gattin Hermanns von Hohenlandenberg.
Zitat aus: http://home.datacomm.ch/altbechburg/GeschichteAB5.html
http://home.datacomm.ch/altbechburg/Frameset_Burg.html
Eingereicht von Doris Rieder
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