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- http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D20113.php
von Trostberg
Nach der Trostburg in Teufenthal benanntes aarg. Niederadelsgeschlecht. Die T. waren vermutlich mit den Herren von Liebegg stammesverwandt. Als erster Vertreter wird 1241 Burkhart genannt Barhant erwähnt, als letzter Johann (gestorben 1427). Aufgrund lehenfreien Eigentums waren die T. ursprünglich vermutlich frei und erscheinen später als kyburg. bzw. habsburg. Ministeriale. Daneben erhielten sie Lehen von versch. Herren wie den von Klingen, von Rapperswil, von Freienstein und von Ramstein. Sie heirateten meist innerhalb des aarg.-zürcher. Niederadels. Drei T. waren Chorherren in Zofingen, Beromünster, Schönenwerd und Chur. Der Stammsitz gelangte um 1340 an die Herren von Reinach.
Literatur
– J.J. Siegrist, «Über die Herren von T. und von Liebegg und die Anfänge der Herrschaft T.», in Jahresschr. der Hist. Vereinigung Wynental, 1961-62, 1-10
– GHS 3, 252-264
Autorin/Autor: Felix Müller (Brugg)
- Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Trostberg_(Adelsgeschlecht)
Trostberg (Adelsgeschlecht)
Die Herren von Trostberg waren ein niederadliges Geschlecht im Aargau. Ihre Stammburg war die Trostburg bei Teufenthal.
Geschichte
Vermutlich waren die Trostberg mit der Familie von Liebegg stammesverwandt. Erstmals wird 1241 ein Burkhard genannt «Barhant» urkundlich erwähnt. Sie waren aufgrund lehenfreien Eigentums vermutlich frei und traten später als Ministeriale in kyburgische und habsburgische Dienste. Von verschiedenen Herren wie den von Klingen, von Rapperswil, von Freienstein und von Ramstein erhielten sie Lehen. Heiratsverbindungen gingen sie meist mit dem aargauisch-zürcherischen Niederadel ein. Die Herrschaft Trostburg umfasste grundherrliche Rechte und die Niedergerichte über die Dörfer Teufenthal, Leutwil, Dürrenäsch, Zetzwil, Boniswil und Niederhallwil.
Stammburg und Herrschaft gelangten um 1340 an die Herren von Reinach. Drei Trostberger waren Chorherren in Zofingen, Beromünster, Schönenwerd und Chur. Zu ihnen gehörte Rudolf von Trostberg, der von 1387 bis 1420 Domdekan war. Als Letzter des Geschlechts wird 1427 Johann von Trostberg erwähnt.
- Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Trostburg_(Teufenthal)
Trostburg
Die Trostburg ist ein kleines Schloss in Teufenthal im Schweizer Kanton Aargau. Die mittelalterliche Höhenburganlage befindet sich auf einem 40 Meter hohen Felsvorsprung oberhalb des Dorfes in einem Seitental der Wyna.
Geschichte
Die Burg der erstmals im Jahr 1241 erwähnten Herren von Trostburg entstand während des 12. Jahrhunderts. Wenig später spaltete sich ein Zweig der Familie ab und liess knapp einen halben Kilometer nördlich die Burg Liebegg errichten. Die Trostburger waren ein Ministerialengeschlecht der Grafen von Kyburg und stellten sich ab 1264 in den Dienst der Habsburger.
Nachdem das Geschlecht der Trostburger erloschen war, gelangte die Trostburg 1346 in den Besitz der Herren von Reinach, deren Stammsitz ein paar Kilometer weiter südlich in der heutigen Gemeinde Burg lag. Die Rinacher bauten einen kleinen Herrschaftsbereich auf, in dem sie die niedere Gerichtsbarkeit ausübten. Dazu gehörten die heutigen Gemeinden Teufenthal, Boniswil, Dürrenäsch, Hallwil, Leutwil und Zetzwil. Nach der Eroberung des westlichen Aargaus durch die Stadt Bern im Jahr 1415 verloren die Herren von Reinach zunehmend an Macht.
Im Jahr 1486 erwarb Hans von Hallwyl die Trostburg. Die Herren von Hallwyl verkauften sie dann 1616 an die Stadt Brugg. Bern duldete jedoch den Machtzuwachs seiner Untertanenstadt nicht, zog die Herrschaftsrechte an sich und verkaufte die Trostburg an Privatleute. Um 1750 wurde die Burg zu einem Wohnschloss erweitert, das sich noch heute im Privatbesitz befindet. Bis heute ist die Trostburg in Privatbesitz, wobei es zahlreiche Besitzerwechsel gab.
Gebäude
Die mittelalterliche Burg ist nur teilweise erhalten geblieben. Dazu gehören einzelne Mauern am Rand des Burghügels sowie auf einem Molassefelsen die Ruine des Bergfrieds, die rund sieben Meter in die Höhe ragt und dessen Inneres mit Schutt gefüllt ist. Ein künstlich angelegter Burggraben trennt den Bergfried von der restlichen Anlage. An der südwestlichen Ecke des Burghofs, an der Vorderflanke des terrassenförmigen Hügels, steht das 1494 anstelle der Vorburg im spätgotischen Stil errichtete Hallwylhaus. Es wurde ab 2000 von seinem heutigen Besitzer aufwändig renoviert.
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