Landammann Sebastian Muheim

Landammann Sebastian Muheim

männlich 1611 - 1664  (53 Jahre)

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  • Name Sebastian Muheim 
    Präfix Landammann 
    Geboren 1611  Erstfeld, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geschlecht männlich 
    Beruf / Beschäftigung Erstfeld, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Kirchenvogt 
    Beruf / Beschäftigung 1654-1656  Vogtei Rheintal, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Landvogt im Rheintal 
    • Appenzell konnte das Rheintal zwar 1464 gegen die Ansprüche der Fürstabtei St. Gallen behaupten, als Folge des Krieges um den Rorschacher Klosterbruch mussten sie es jedoch an die vier Schirmorte der Abtei, Zürich, Glarus, Schwyz und Luzern, abtreten. Damit wurde die Vogtei Rheintal zu einer Gemeinen Herrschaft innerhalb der Alten Eidgenossenschaft. 1491 nahmen die vier Orte Uri, Unterwalden und Zug in die Mitherrschaft der Vogei Rheintal auf, 1500 Appenzell und 1712 Bern. Im Hof Kriessern regierte auch der Fürstabt von St. Gallen mit.
      1528 beschlossen die Rheintaler die Annahme der Reformation, allerdings verblieben katholische Minderheiten. Nur Altstätten, Widnau, Kriessern und Rüthi waren mehrheitlich katholisch. Durch den Frieden von 1712 wurde den langwierigen Glaubensstreitigkeiten ein Ende gesetzt und die Vogtei zur „paritätischen“ Zone der Eidgenossenschaft gerechnet. Das heisst, dass beide Religionen gleichberechtigt nebeneinander existieren durften.
      Auszug aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Vogtei_Rheintal
    Gestorben 1664 
    Beruf / Beschäftigung 1673-1679  Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Landesstatthalter 
    Beruf / Beschäftigung 1679-1681  Uri Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Der 80. Landammann von Uri (Amtsperiode 140) 
    Beruf / Beschäftigung 1658-1693 
    Tagsatzungsgesandter
    https://de.wikipedia.org/wiki/Tagsatzung 
    • zB "Er wurde 1677 und 1684 an die Stadt Rapperswil, 1680 nach Turin und 1684 nach Luzern zur Erneuerung des Bündnisses mit dem Herzog von Savoyen, und 1681 nach Sitten zur Erneuerung des Bundes mit Wallis entsandt."
    Wohnort Taubach, Erstfeld, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Sein Wohnhaus im Taubach zu Erstfeld, vom Vater vermutlich auf den Trümmern des alten Meierturmes erbaut, war mit seinen meterdicken Grundmauern das Muster eines alten, stolzen Urner Bauernhauses. 
    Personen-Kennung I16145  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 11 Aug 2020 

    Vater Hauptmann Jakob Muheim, des Raths,   gest. 1629 
    Mutter Katharina Giudice 
    Verheiratet Datum unbekannt 
    Familien-Kennung F7939  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Maria Barbara Muther,   geb. Erstfeld, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Verheiratet cir 1639  [1
    Notizen 
    • Das Ehepaar hatte 8 Kinder, 7 Töchter und 1 Sohn
    Kinder 
     1. Maria Magdalena Muheim,   geb. 30 Aug 1640, Erstfeld, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    +2. Maria Apollonia Muheim,   geb. 25 Okt 1648, Erstfeld, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    +3. Maria Barbara Muheim,   geb. Erstfeld, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    +4. Anna Regina Muheim,   geb. 15 Jul 1651, Erstfeld, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    +5. Maria Juliana Barbara Muheim,   geb. 7 Okt 1653, Erstfeld, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 7 Mai 1725, Erstfeld, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 71 Jahre)
    Zuletzt bearbeitet am 11 Aug 2020 
    Familien-Kennung F7938  Familienblatt  |  Familientafel

  • Ereignis-Karte
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    Link zu Google MapsBeruf / Beschäftigung - Kirchenvogt - - Erstfeld, Uri, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeruf / Beschäftigung - Landvogt im Rheintal - 1654-1656 - Vogtei Rheintal, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeruf / Beschäftigung - Landesstatthalter - 1673-1679 - Uri, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeruf / Beschäftigung - Der 80. Landammann von Uri (Amtsperiode 140) - 1679-1681 - Uri Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsWohnort - Sein Wohnhaus im Taubach zu Erstfeld, vom Vater vermutlich auf den Trümmern des alten Meierturmes erbaut, war mit seinen meterdicken Grundmauern das Muster eines alten, stolzen Urner Bauernhauses. - - Taubach, Erstfeld, Uri, Schweiz Link zu Google Earth
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Muheim - Familienwappen (Ursprüngliches)
    Muheim - Familienwappen (Ursprüngliches)
    Huber Emil (1867-1934), Altdorf, Urner Wappenbuch, S. 33 / © Staatsarchiv Uri, Altdorf - Anzahl verschiedener Wappen dieses Geschlechts: 3 (In diesem Stammbuch verwendet: 2)

    Wappen:
    I) Ursprüngliches: in Gold eine schwarze Hausmarke, von 2 Sternen beseitet (1494), wiedergegeben auf der Thurgauer Landvögte-Wappentafel von 1797;
    2) Neueres: in Gold ein geschweifter Sparren, begleitet von 3 schwarzen Grillen (mundartlich: Muheimen). Letzteres führte erstmals Ritter, Landessäckelmeister Beat Ludwig 1549, wahrscheinlich infolge eines Wappenbriefes.

    Natürlich hatte nicht jede Familie ein Wappen. Zur besseren Übesicht in den Grafiken habe ich jedoch allen Mitglieder der Urner Geschlechter das jeweilige Familienwappen zugewiesen.
    Muheim - Familienwappen (Neueres)
    Muheim - Familienwappen (Neueres)
    Huber Emil (1867-1934), Altdorf, Urner Wappenbuch, S. 33 / © Staatsarchiv Uri, Altdorf - Anzahl verschiedener Wappen dieses Geschlechts: 3 (In diesem Stammbuch verwendet: 2)

    Wappen:
    I) Ursprüngliches: in Gold eine schwarze Hausmarke, von 2 Sternen beseitet (1494), wiedergegeben auf der Thurgauer Landvögte-Wappentafel von 1797;
    2) Neueres: in Gold ein geschweifter Sparren, begleitet von 3 schwarzen Grillen (mundartlich: Muheimen). Letzteres führte erstmals Ritter, Landessäckelmeister Beat Ludwig 1549, wahrscheinlich infolge eines Wappenbriefes.

    Natürlich hatte nicht jede Familie ein Wappen. Zur besseren Übesicht in den Grafiken habe ich jedoch allen Mitglieder der Urner Geschlechter das jeweilige Familienwappen zugewiesen.
    Sebastian Muheim - Siegel (119)
    Sebastian Muheim - Siegel (119)
    Der Rezess vom 9. Juni 1656 zwischen dem Reichshof Kriesern und Oberriedt, und Hans Rechsteiner in Altstätten (C. T. Nr. 19) trägt ein Rundsiegel von 3 cm Durchmesser in Holzkapsel mit der Umschrift von 2 mm Höhe: SEBASTIAN MUHEIM. Im Schild von 11 X 10 mm sind als Wappenfiguren 3 Heimchen, und als Helmzier (Kleinod) das steigende Einhorn (Abbildung Nr. 119).
    Sebastian Muheim - Siegel (120)
    Sebastian Muheim - Siegel (120)
    Einem Handschreiben vom 10. Januar 1656 ist das Oktogon-Siegel von 14 X 12 mm aufgedrückt, mit dem hievor beschriebenen Wappen. Das Einhorn als Kleinod ist beseitet von den Initialen iS. Tl. (Abbildung Nr. 120).

    Orte
    Erstfeld
    Erstfeld
    Portrait der Gemeinde Erstfeld, Uri, Schweiz
    Uri
    Uri
    Portrait des Landes Uri - Heute Kanton Uri, Schweiz

    Beruf, Arbeit
    Die Landammänner von Uri - 2
    Die Landammänner von Uri - 2
    - Kurzbeschieb
    - Liste der Lanammänner in den Jahren 1598 bis 1681

  • Notizen 

    • Der 80. Landammann von Uri (Amtsperiode 140) - Sebastian Muheim

      Sebastian Muheim, in Erstfeld, Landammann 1679—1681.

      Geboren 1611, † 1694 als letzter männlicher Sprosse der Erstfelder Linie, die sich nach Flüelen und Altdorf verzog. Sein Wohnhaus im Taubach zu Erstfeld, vom Vater vermutlich auf den Trümmern des alten Meierturmes erbaut, war mit seinen meterdicken Grundmauern das Muster eines alten, stolzen Urner Bauernhauses.

      Eltern: Hauptmann, Landvogt Jakob und Katharina Giudice.
      Gattin: Maria Barbara Muther, Tochter des Johann Jakob und der Anna Maria Zgraggen.

      Wappen: I) Ursprüngliches: in Gold eine schwarze Hausmarke, von 2 Sternen beseitet (1494), wiedergegeben auf der Thurgauer Landvögte-Wappentafel von 1797; 2) Neueres: in Gold ein geschweifter Sparren, begleitet von 3 schwarzen Grillen (mundartlich: Muheimen). Letzteres führte erstmals Ritter, Landessäckelmeister Beat Ludwig 1549, wahrscheinlich infolge eines Wappenbriefes.

      Sebastian Muheim war Kirchenvogt zu Erstfeld, des Rates, Landvogt im Rheintal 1654—1656, Landesstatthalter 1673—1679, Tagsatzungsgesandter von 1658 bis 1693, wurde 1677 und 1684 an die Stadt Rapperswil, 1680 nach Turin und 1684 nach Luzern zur Erneuerung des Bündnisses mit dem Herzog von Savoyen, und 1681 nach Sitten zur Erneuerung des Bundes mit Wallis entsandt.
      Anlässlich der Renovation der Jagdmatt-Kapelle in Erstfeld 1676 stiftete Muheim den Dreikönigenaltar mit dem Altargemälde, welches das Allianzwappen Muheim-Muther trägt.

      Unter den im Stiftsarchiv St. Gallen befindlichen Urkunden konnte ich 2 verschiedene Siegelungen feststellen.

      1) Der Rezess vom 9. Juni 1656 zwischen dem Reichshof Kriesern und Oberriedt, und Hans Rechsteiner in Altstätten (C. T. Nr. 19) trägt ein Rundsiegel von 3 cm Durchmesser in Holzkapsel mit der Umschrift von 2 mm Höhe: SEBASTIAN MUHEIM. Im Schild von 11 X 10 mm sind als Wappenfiguren 3 Heimchen, und als Helmzier (Kleinod) das steigende Einhorn (Abbildung Nr. 119).

      2) Einem Handschreiben vom 10. Januar 1656 ist das Oktogon-Siegel von 14 X 12 mm aufgedrückt, mit dem hievor beschriebenen Wappen. Das Einhorn als Kleinod ist beseitet von den Initialen iS. Tl. (Abbildung Nr. 120).

      Sebastian Muheim ist der Stammvater der vier im 19. Jahrhundert amtierenden Landammänner dieses Geschlechtes in Altdorf.

      Quelle: [2]

  • Quellen 
    1. [S9] Uri - Staatsarchiv, Stammbuch Nr. 24.
      Seite 110 - Muheim, Fam. Nr. 5

    2. [S71] Wappen und Siegel der Landammänner von Uri, Friedrich Gisler, (Archives héraldiques suisses = Schweizerisches Archiv für Heraldik = Archivio araldico Svizzero), Band 52, Jahr 1938, Heft 4, Seiten 114, 115.