Landammann Jost Anton Müller (Ursern)

Landammann Jost Anton Müller (Ursern)

männlich 1748 - 1803  (54 Jahre)

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  • Name Jost Anton Müller (Ursern) 
    Titel Landammann 
    Spitzname Herr zu Magliaso 
    Beruf / Beschäftigung 1774, 76, 83, 88 & 95  Tessin, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Ehrengesandter zum Syndikat der ennetbirgischen Vogteien. 
    Geboren 16 Sep 1748  Altdorf, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geschlecht männlich 
    Beruf / Beschäftigung 1765  Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Landesfürsprech 
    Beruf / Beschäftigung 1784  Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Landessäckelmeister 
    Besitz cir 1785  Magliaso, Tessin, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Erwarb um 1785 das Lehen zu Magliaso, wo er zeitweilig im dortigen Palast wohnte und von daher den Beinamen „Herr zu Magliaso" führte. 
    Beruf / Beschäftigung 1796  Vogtei Rheintal, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Landvogt im Rheintal 
    • Appenzell konnte das Rheintal zwar 1464 gegen die Ansprüche der Fürstabtei St. Gallen behaupten, als Folge des Krieges um den Rorschacher Klosterbruch mussten sie es jedoch an die vier Schirmorte der Abtei, Zürich, Glarus, Schwyz und Luzern, abtreten. Damit wurde die Vogtei Rheintal zu einer Gemeinen Herrschaft innerhalb der Alten Eidgenossenschaft. 1491 nahmen die vier Orte Uri, Unterwalden und Zug in die Mitherrschaft der Vogei Rheintal auf, 1500 Appenzell und 1712 Bern. Im Hof Kriessern regierte auch der Fürstabt von St. Gallen mit.
      1528 beschlossen die Rheintaler die Annahme der Reformation, allerdings verblieben katholische Minderheiten. Nur Altstätten, Widnau, Kriessern und Rüthi waren mehrheitlich katholisch. Durch den Frieden von 1712 wurde den langwierigen Glaubensstreitigkeiten ein Ende gesetzt und die Vogtei zur „paritätischen“ Zone der Eidgenossenschaft gerechnet. Das heisst, dass beide Religionen gleichberechtigt nebeneinander existieren durften.
      Auszug aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Vogtei_Rheintal
    Beruf / Beschäftigung 1798  Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Landesstatthalter 
    Beruf / Beschäftigung 1801 & 1802 
    Senator der helvetischen Republik. 
    Beruf / Beschäftigung 1776-1803 
    Tagsatzungsgesandter für Uri 
    Gestorben 1 Aug 1803  Freiburg, FR, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • Starb im Amte des Landammann infolge eines Schlaganfalles auf der Tagsatzung zu Freiburg.
    Beruf / Beschäftigung 1794-1796 & 1803-1804  Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Der 122. Landammann von Uri (Amtsperiode 197 & 204) 
    Wohnort Haus Huon, Altdorf, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I18536  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 27 Mai 2020 

    Vater Jakob Franz Anton Müller (Ursern),   geb. 7 Mrz 1697, Hospental, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 1749, Altdorf, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 51 Jahre) 
    Mutter Maria Viktoria Constantia von Roll,   geb. 22 Okt 1718,   gest. 1806  (Alter 87 Jahre) 
    Verheiratet 21 Okt 1736 
    Familien-Kennung F9286  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Anna Waldburga Gerig,   geb. 2 Feb 1755, Altdorf, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Verheiratet cir 1780  [1
    • Wenn die Angabe über das Geburtsjahr ihres Sohnes Jakob Anton stimmt, müsste die Hochzeit früher gewesen sein?
    Notizen 
    • Das Ehepaar hatte 14 Kinder, 9 Töchter und 5 Söhne
    Kinder 
     1. Maria Viktoria Müller (Ursern),   geb. Altdorf, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    +2. Landammann Jakob Anton Müller (Ursern),   geb. 1777, Altdorf, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 21 Sep 1848  (Alter 71 Jahre)
    +3. Theresia Müller (Ursern),   geb. Altdorf, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    Zuletzt bearbeitet am 20 Dez 2019 
    Familien-Kennung F9307  Familienblatt  |  Familientafel

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsBeruf / Beschäftigung - Ehrengesandter zum Syndikat der ennetbirgischen Vogteien. - 1774, 76, 83, 88 & 95 - Tessin, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsGeboren - 16 Sep 1748 - Altdorf, Uri, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeruf / Beschäftigung - Landesfürsprech - 1765 - Uri, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeruf / Beschäftigung - Landessäckelmeister - 1784 - Uri, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBesitz - Erwarb um 1785 das Lehen zu Magliaso, wo er zeitweilig im dortigen Palast wohnte und von daher den Beinamen „Herr zu Magliaso" führte. - cir 1785 - Magliaso, Tessin, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeruf / Beschäftigung - Landvogt im Rheintal - 1796 - Vogtei Rheintal, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeruf / Beschäftigung - Landesstatthalter - 1798 - Uri, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsGestorben - 1 Aug 1803 - Freiburg, FR, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeruf / Beschäftigung - Der 122. Landammann von Uri (Amtsperiode 197 & 204) - 1794-1796 & 1803-1804 - Uri, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsWohnort - - Haus Huon, Altdorf, Uri, Schweiz Link zu Google Earth
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Wappen & Siegel
    Müller von Ursern - Wappen 1
    Müller von Ursern - Wappen 1
    Huber Emil (1867-1934), Altdorf, Urner Wappenbuch, S. 23 / © Staatsarchiv Uri, Altdorf - Anzahl verschiedener Wappen des Geschlechts Müller: 6 (In diesem Stammbaum verwendet: 5)

    Wappen:
    1. Das älteste Wappen zeigt eine schwarze Hausmarke (Siegel des Talammann Johann Müller von 1644)

    Natürlich hatte nicht jede Familie ein Wappen. Zur besseren Übesicht in den Grafiken habe ich jedoch allen Mitglieder der Urner Geschlechter das jeweilige Familienwappen zugewiesen.
    Müller von Ursern - Wappen 2
    Müller von Ursern - Wappen 2
    Huber Emil (1867-1934), Altdorf, Urner Wappenbuch, S. 23 / © Staatsarchiv Uri, Altdorf - Anzahl verschiedener Wappen des Geschlechts Müller: 6 (In diesem Stammbaum verwendet: 5)

    Wappen:
    2. In Rot ein goldenes Mühlrad.

    Natürlich hatte nicht jede Familie ein Wappen. Zur besseren Übesicht in den Grafiken habe ich jedoch allen Mitglieder der Urner Geschlechter das jeweilige Familienwappen zugewiesen.
    Müller von Ursern - Wappen 3
    Müller von Ursern - Wappen 3
    Huber Emil (1867-1934), Altdorf, Urner Wappenbuch, S. 23 / © Staatsarchiv Uri, Altdorf - Anzahl verschiedener Wappen des Geschlechts Müller: 6 (In diesem Stammbaum verwendet: 5)

    Wappen:
    3. Das heutige Wappen, auch im Wappenbuch der Straussengesellschaft schon 1772 enthalten, ist geteilt, oben gespalten von Blau und Grün mit je einer goldenen Lilie, im Schildfuss in Silber ein halbes, rotes Mühlenrad. Kleinod: Federbusch, belegt mit dem halben Mühlrad.

    Natürlich hatte nicht jede Familie ein Wappen. Zur besseren Übesicht in den Grafiken habe ich jedoch allen Mitglieder der Urner Geschlechter das jeweilige Familienwappen zugewiesen.
    Jost Anton Müller von Ursern - Siegel (107)
    Jost Anton Müller von Ursern - Siegel (107)
    Am 18. Oktober 1795 siegelte er eine Gült ab „Grossach" in Attinghausen mit dem kleinen Rundsiegel von 27 X 25 mm. Das Wappen Müller im Oval ist von zwei Windhunden gehalten. Ein Schlapphut mit Rosen krönt den Schild (Abb.Nr. 107).
    Jost Anton Müller von Ursern - Siegel (108)
    Jost Anton Müller von Ursern - Siegel (108)
    Aus dem Jahre 1794 stammt das Ovalsiegel von 17X15 mm. Dem ziselierten Ovalschild mit zwei Windhunden als Schildhalter ist eine Grafenkrone aufgesetzt (Abb. Nr. 108).

    Orte, Wohnen
    Altdorf
    Altdorf
    Portrait der Gemeinde Altdorf, Uri, Schweiz
    Uri
    Uri
    Portrait des Landes Uri - Heute Kanton Uri, Schweiz
    Das Huon Haus in Altdorf
    Das Huon Haus in Altdorf
    Zeichnung von Karl Franz Lusser
    Huon Haus in Altdorf
    Huon Haus in Altdorf
    Gut, Landsitz, Landhaus ,,Huon" zu Altdorf.

    Bild: Wikipedia; Kaelingisler2

    Beruf, Arbeit
    Die Landammänner von Uri - 3
    Die Landammänner von Uri - 3
    - Kurzbeschreibung
    - Liste der Landammänner in den Jahren 1681 bis 1798
    Die Landammänner von Uri - 4
    Die Landammänner von Uri - 4
    - Kurzbeschreibung
    - Liste der Landammänner in den Jahren 1804 bis 1942

    Doppelte Vorfahren
    Gerig / Jauch - Doppelte Urgrosseltern
    Gerig / Jauch - Doppelte Urgrosseltern
    Das Ehepaar
    Jost Anton Müller und Anna Waldburga Gerig
    hatten mit
    Johann Heinrich Gerig und Anna Katharina Jauch
    dieselben Urgrosseltern

  • Notizen 

    • Der 122. Landammann von Uri (Amtsperiode 197 & 204) - Jost Anton Müller von Ursern

      Jost Anton Müller, in Altdorf, Landammann 1794—1796 und 1803 bis 1804; geb. 1748 als Sohn des Hauptmann Jakob Franz Anton und der Maria Viktoria Konstantina von Roll, starb am 1. August 1803 infolge eines Schlaganfalles auf der Tagsatzung zu Freiburg.

      Gattin: Anna Waldburga Gerig, Tochter des Oberstleutnant Franz Heinrich und der Anna Schmid von Bellikon und Böttstein.

      Den Wohnsitz hatte die Familie im Landhaus „Huon". Ein Sohn, Jakob Anton, folgte dem Vater 1817—1819 im Landammannamte.

      Schon 1765 wurde Müller Landesfürsprech, sodann 1774 des Rats, Ehrengesandter zum Syndikat der ennetbirgischen Vogteien 1774, 1776, 1783, 1788 und 1795 in Lugano und Locarno; Tagsatzungsgesandter 1776—1803, Landessäckelmeister 1784, Landvogt im Rheintal 1796, Landesstatthalter 1798, Senator der helvetischen Republik 1801 und 1802. Bei der neuen Konstitution 1803 ernannte ihn die Landsgemeinde zum Landammann. Immer tätig für das Wohl seines Vaterlandes, hat Müller grosses Verdienst am Wiederaufbau des Kantons und machte sich auch verdient um die Rückgabe der alten Panner des Standes Uri, die im Jahre 1798 weggeführt wurden. Landammann Müller war wegen seiner Redlichkeit und Einsicht, mit Klugheit gepaart, weitherum hochgeachtet.

      Von den Beroldingen erwarb Jost Anton Müller um 1785 das Lehen zu Magliaso, wo er zeitweilig im dortigen Palast wohnte und von daher den Beinamen „Herr zu Magliaso" führte.

      Im Wappenbuch der Straussenbruderschaft ist sein Wappen zum Jahr 1765 eingezeichnet.

      Landammann Müller benutzte vielfach das unter Nr. 112 beschriebene Rundsiegel seines Bruders, Landammann Josef Anton Müller.

      Am 18. Oktober 1795 siegelte er eine Gült ab „Grossach" in Attinghausen mit dem kleinen Rundsiegel von 27 X 25 mm. Das Wappen Müller im Oval ist von zwei Windhunden gehalten. Ein Schlapphut mit Rosen krönt den Schild (Abb.Nr. 107).

      Aus dem Jahre 1794 stammt das Ovalsiegel von 17X15 mm. Dem ziselierten Ovalschild mit zwei Windhunden als Schildhalter ist eine Grafenkrone aufgesetzt (Abb. Nr. 108).

      Im Staatsarchiv Tessin ist auch ein Allianzsiegel aus dem Jahre 1789 mit den zwei Wappen Müller und Gerig, letzteres geviertet: 1 und 4: Ger mit Fisch, 2 und 3: Seepferd, in den Ovalschildern, unter siebenzackiger Krone.

      Quelle: [2]

  • Quellen 
    1. [S9] Uri - Staatsarchiv, Stammbuch Nr. 23.
      Seite 303 - Müller von Ursern, Fam. Nr. 74

    2. [S71] Wappen und Siegel der Landammänner von Uri, Friedrich Gisler, (Archives héraldiques suisses = Schweizerisches Archiv für Heraldik = Archivio araldico Svizzero), Band 54, Jahr 1940, Heft 3, Seite 77, 78.