Landammann Dr. jur. Franz Martin Schmid von Uri

Landammann Dr. jur. Franz Martin Schmid von Uri

männlich 1841 - 1923  (82 Jahre)


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  • Name Franz Martin Schmid von Uri
    • genannt Franz
    Titel Landammann
    Präfix Dr. jur.
    Geburt 1 Okt 1841  Altdorf, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geschlecht männlich
    Beruf / Beschäftigung Bundesgerichts-Präsident 
    Beruf / Beschäftigung Nationalrat 
    Beruf / Beschäftigung 1904-1905  Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Der 150. Landammann von Uri (Amtsperiode 235) 
    Besitz 1878 
    Kauf des "Isenmann" Haus, das heutige Korporationsgebäude 
    • Korporationsgebäude (Haus Schmid)
      Altdorf
      Öffentliche Gebäude / Rathaus

      An der rückseitigen Eingangstür steht als Baudatum die Zahl «1593». Der Bauteil weist in seiner aufwändigen Ausführung darauf hin, dass der damalige Besitzer der begüterten Oberschicht zugehörte. Den Dorfbrand von 1693 überstand das Haus unbeschadet.

      1785 stand das Haus an der Strasse dreigeschossig mit Krüppelwalm, die traufständige Strassenseite mit fünf Fensterachsen und Hauseingang in der Mitte, weitgehend dem heutigen Zustand entsprechend. Der Ziergarten vor der südlichen Giebelseite war in schmale Rechteckbeete unterteilt. Das Anwesen verfügte über einen eigenen Brunnen und ein Waschhaus.
      Beim Dorfbrand von 1799 wurde das Haus schwer beschädigt. Wiederaufbau.
      Das stattliche Haus hat auf beinahe quadratischem Grundriss (ca. 16,5 x 15,5 m) drei Vollgeschosse und zwei Giebelgeschosse unter Krüppelwalm. Seine vordere Traufseite steht an der Strasse, mit fünf Öffnungsachsen, Eingangstür in der Mitte, die auf den Garten ausgerichtete südiche Giebelseite mit deren sechs. Zwei Sandsteinportale (gekrönte Allianzwappen Isenmann und Püntener, Datum 1753.
      An der Gartenmauer strassenseits eingelassen Tatzenkreuz in Flachrelief (Kopie, Original HMU) als Grenzzeichen des engeren Dorfbereichs.

      1631: Eigentümer eventuell Johann Jakob von Beroldingen-Kuon (* 1595);
      1643: erster gesicherter Besitzer ist Landvogt Johann Jakob Wolleb (1600-1685);
      Nach 1685: das Wohnhaus mit Stall, Garten und Baumgärtchen übernimmt der gleichfalls einer Ursner Familie entstammende Schwiegersohn, Johann Christoph Isenmann (1654-1734), verheiratet spätestens ab 1681 mit der jüngsten Tochter, Maria Agatha Wolleb (* 1656).
      1693: das Haus bleibt vom Dorfbrand verschont.
      Nach 1734: das Anwesen besitzt der Sohn, Joseph Maria Isenmann (1691-1770, Wohltäter des Schattdorfer Pfarrkirchenneubaus), verheiratet mit Maria Apolonia Püntener von Brunberg (Tochter von Landammann Karl Anton II Püntener, 1700-1764).
      1736 nachbarrechtliche Vereinbarungen mit dem Nachbarn (Nr. 9); Kauf und Verkauf der Nachbarliegenschaft (Nr. 1) mit rigorosen Baubeschränkungen und unbehinderten Baurechten für sein eigenes Haus, das er nach Gutdünken neu aufbauen oder einen neuen Dachstuhl machen kann, so hoch wie es ihm beliebt.
      1753: Neugestaltung des Hauses (Baudatum);
      Nach 1770: das Haus geht an den Sohn, Leutnant Carl Christoph Isenmann-Schmid v. Ury + 1819).
      1799: Im Dorfbrand wird das Haus beschädigt.
      Um 1801; Isenmann verkauft die brandgeschädigte Liegenschaft an das Speditionsgeschäft Jakob Rabaglietti, das es wiederherstellt.
      Sommer 1803: die Reparaturen sind abgeschlossen.
      1813: Giacomo Rabaglietti und die Gebrüder Franzosini verkaufen «das sog. Isenmannische Neu- und altes Haus» samt Ställen und Waschhaus um 5’800 Gulden an Hauptmann Kaspar Käsli (1760-1839):
      1826: Erwerb von Gartenareal ab dem Nachbargrundstück; Errichtung einer Terrasse an der untern Giebelseite des Hauses; nachfolgend übernimmt der Sohn, der Lithograf Franz Käsli, das Anwesen.
      Um 1840: als Mieter wohnt hier Anton Schmid v. Ury-Curti (Landammann, später General in päpstlichen Diensten, 1791-1880).
      1872: Verkauf der Liegenschaft an Louis Favre.
      1874: Um unterhalb des Hauses eine Hofeinfahrt zu den Hintergebäuden herstellen zu können, erfolgt ein erneuter Landabtausch mit Nr. 1, dabei werden die Servitute aufgehoben.
      1878: Verkauf der Liegenschaft an Dr. Franz Schmid-Schillig, den späteren Bundesrichter.
      1950: Abtrennung des südlichen Gartenteils, Bau des Hauses Gotthardstrasse 5 (HB 995).
      1957 Abbruch des Ökonomiegebäudes mit Bibliothekszimmer; eine Kassettendecke und eine Türumrahmung datiert 1621 werden vom Kanton erworben.
      Bis 1980: Das Haus verbleibt im Besitz der Nachkommen Schmid. Erwerb durch die Korporation Uri als neues Domizil.
      1981/82: Umbau durch Architekt Paul Schilter nach den Richtlinien des Urschweizer Denkmalpflegers Alois Hediger
      1999/2000: Einbau von Kassettendecke und Portal aus dem Hinterhaus in den neuen Annex des Historischen Museums Uri.

      Literatur: Gasser Helmi, Die Kunstdenkmäler des Kantons Uri, Band I.II, S.246-250; Bildnachweis: Carl Aloys Triner, Umrissradierung (1785), in: HNBl UR 1899, Beilage; Foto: Rolf Gisler-Jauch.

      Zitat aus: https://www.urikon.ch/UR_Geschichte/GES_AltesUri_GEB.aspx
    Wohnort Altdorf, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Stammbuch Uri Schmid von Uri 81c, 85 - Schillig 99b 
    Tod 30 Nov 1923 
    • Gestorben im Amt als Bundesgerichts-Präsident
    Personen-Kennung I18851  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 9 Sep 2024

    Vater Landammann Anton Maria Schmid von Uri,   geb. 9 Nov 1792   gest. 28 Jan 1880 (Alter 87 Jahre)
    Mutter Karolina Curti,   geb. 8 Okt 1812, Altdorf, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 12 Okt 1875 (Alter 63 Jahre)
    Eheschließung 6 Mai 1837 
    Familien-Kennung F9405  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Maria Katharina Josefa Schillig,   geb. 23 Aug 1848, Altdorf, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 7 Jan 1930 (Alter 81 Jahre)
    Eheschließung 10 Nov 1873  [1, 2, 3
    Notizen 
    • Das Ehepaar hatte 8 Kinder, 3 Söhne und 5 Töchter
    Familien-Kennung F9486  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 9 Sep 2024

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsGeburt - 1 Okt 1841 - Altdorf, Uri, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeruf / Beschäftigung - Der 150. Landammann von Uri (Amtsperiode 235) - 1904-1905 - Uri, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsWohnort - - Altdorf, Uri, Schweiz Link zu Google Earth
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Schmid von Uri - Familienwappen (2)
    Schmid von Uri - Familienwappen (2)
    Huber Emil (1867-1934), Altdorf, Urner Wappenbuch, S. 45 / © Staatsarchiv Uri, Altdorf - Anzahl verschiedener Wappen der Geschlechter Schmid: 5 (In diesem Stammbaum verwendet: 2)

    Wappen: geviertet, 1 und 4 Lilie, 2 und 3 Bär

    Natürlich hatte nicht jede Familie ein Wappen. Zur besseren Übesicht in den Grafiken habe ich jedoch allen Mitglieder der Urner Geschlechter das jeweilige Familienwappen zugewiesen.

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    Uri
    Uri
    - Portrait des Landes Uri - Heute Kanton Uri, Schweiz
    - Portrait of the country of Uri - Today Canton of Uri, Switzerland
    - Portrait du pays d'Uri - Aujourd'hui Canton d'Uri, Suisse
    Isenmann Haus in Altdorf
    Isenmann Haus in Altdorf
    Das Haus wurde 1753 von Josef Maria Isenmann neu auf- und ausgebaut. Später im Besitz von Dr. Franz Schmid und heute Eigentum der Korporation Uri.

    Beruf, Arbeit
    Die Landammänner von Uri - 4
    Die Landammänner von Uri - 4
    - Kurzbeschreibung
    - Liste der Landammänner in den Jahren 1804 bis 1942

  • Notizen 
    • Der 150. Landammann von Uri (Amtsperiode 235) - Franz Martin Schmid von Uri

      Franz Schmid, Dr. jur., von Altdorf, Landamman 1904—1905, geb. 1. Oktober 1841, Sohn des General Anton und der Karolina Curti; ✝︎ 30. November 1923 als Bundesgerichtspräsident.

      Quelle: [4]

  • Quellen 
    1. [S9] Kanton Uri, Schweiz - Staatsarchiv, Stammbuch 28 - Seiten 114, 115 - Schillig 99b.

    2. [S9] Kanton Uri, Schweiz - Staatsarchiv, Stammbuch 28 - Seite 49 - Schmid von Uri 81c.

    3. [S9] Kanton Uri, Schweiz - Staatsarchiv, Stammbuch 28 - Seite 51 - Schmid von Uri 85.

    4. [S71] Friedrich Gisler, Wappen und Siegel der Landammänner von Uri, (Archives héraldiques suisses = Schweizerisches Archiv für Heraldik = Archivio araldico Svizzero), Band 55, Jahrgang 1941, Heft 1, Seite 26.