Landvogt Magnus Bessler von Wattingen

Landvogt Magnus Bessler von Wattingen

männlich 1529 - 1586  (~ 57 Jahre)

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  • Name Magnus Bessler von Wattingen 
    • Gutsbesitzer in Altdorf an der Schmiedgasse;1536-15?? Landschreiber der eidgenössischen Landvogtei Lugano, 1550-1553 Landvogt zu Livinen, 1559 Gesandter an Papst Paul IV. nach Rom, unterbreitete Seiner päpstlichen Heiligkeit anlässlich dieser Gesandtschaft den Wunsch von Landammann und Rat von Uri, im verlassenen, herrenlosen Lataritterhaus in Seedorf ein Beneddiktinerinnenkloster zu errichten unter Aufnahme einiger Nonnen aus dem Kloster Claro in der ennetbirgischen Landvogtei Riviera, wozu der Papst am 20. Jun 1959 einwilligteund der neuen klösterlichen Gemeinschaft die einstigen Klostergüter der Lazariter zu Seedorf nebst den hergebrachten Privilegien zusicherte, 1559 päpstlicher Ritter vom goldenen Sporn, später bischöflich konstanzischer Obervogt zu Kaiserstuhl und Röteln (=Rotwasserstelz); erhielt von Kaiser Ferdinand I. einen Wappenbrief und ein Ritterdiplom, nannte sich seither mit seinem Halbbruder Jakob (Nr. 5398) nach dem Familiengut Wattingen bei Wassen, Bessler von Wattingen; Stammvater dieser 1915 in Uri ausgestorbenen Linie des Geschlechts. [1]
    Titel Landvogt 
    Geboren cir 1529 
    Geschlecht männlich 
    Beruf / Beschäftigung 1559  St. Lazarius, Seedorf, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  [2
    War 1559 Gesandter nach Rom und hat von Paul IV. eine Bestätigungsbulle zur Errichtung des gegenwärtigen Frauenkloster in Seedorf erwirkt.
    http://www.kloster-seedorf.ch/index.php/klosterleben/geschichte/42-die-heutige-klosteranalage 
    Besitz Schmiedgasse, Altdorf, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Gutsbesitzer 
    Gestorben 1586  Kaiserstuhl Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I2150  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire | Zwyer Katharina - Vorfahren
    Zuletzt bearbeitet am 2 Jul 2019 

    Vater Kaspar Bessler von Wattingen,   geb. Wattingen, Wassen, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. Datum unbekannt 
    Mutter Katharina Brandenberg 
    Verheiratet Datum unbekannt 
    Familien-Kennung F2761  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 1 Margaretha von Büren,   geb. Nidwalden, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Verheiratet Datum unbekannt  [1, 2
    Zuletzt bearbeitet am 1 Jul 2019 
    Familien-Kennung F479  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 2 Lucretia (Lukrezia) Zumbrunnen,   geb. Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Verheiratet Datum unbekannt  [1, 2, 3
    Zuletzt bearbeitet am 2 Apr 2020 
    Familien-Kennung F2149  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 3 Regula Murer 
    Verheiratet Datum unbekannt  [1, 4
    Notizen 
    • Das Ehepaar hatte 1 Sohn
    Kinder 
    +1. Landammann & Ritter Emanuel Bessler von Wattingen,   geb. 1569,   gest. 1626  (Alter 57 Jahre)
    Zuletzt bearbeitet am 1 Jul 2019 
    Familien-Kennung F1096  Familienblatt  |  Familientafel

  • Ereignis-Karte
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    Link zu Google MapsBesitz - Gutsbesitzer - - Schmiedgasse, Altdorf, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsGestorben - 1586 - Kaiserstuhl Link zu Google Earth
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Fotos Mittelalter
    Frauenkloster in Seedorf
    Frauenkloster in Seedorf

    Wappen & Siegel
    Bessler von Wattingen - Familienwappen
    Bessler von Wattingen - Familienwappen
    Huber Emil (1867-1934), Altdorf, Urner Wappenbuch, S. 6 / © Staatsarchiv Uri, Altdorf - Anzahl verschiedener Wappen dieses Geschlechts: 6 (In diesem Stammbaum verwendet: 1)

    Bessler von Wattingen: von Gold mit schwarzem Querbalken, belegt mit 3 goldenen Kugeln; im Schildhaupt 2 schwarze Brackenköpfe mit roter Zunge und goldenem Halsband; im Schildfuss 2 vierästige Brände.
    Kleinod: 3 goldene und 2 schwarze Pfauenfedern, belegt mit schwarzem Band, besteckt mit 3 goldenen Kugeln.
    Helmzier: schwarze und goldene Straussenfedern, belegt mit den 3 goldenen Kugeln auf schwarzem Querbalken.

    Natürlich hatte nicht jede Familie ein Wappen. Zur besseren Übesicht in den Grafiken habe ich jedoch allen Mitglieder der Urner Geschlechter das jeweilige Familienwappen zugewiesen.

    Staatsarchive
    Bessler Kaspar (04) - Familienblatt
    Bessler Kaspar (04) - Familienblatt
    Auszug aus den Urner Stammbücher, Staatsarchiv Uri

    Orte, Wohnen
    Altdorf
    Altdorf
    Portrait der Gemeinde Altdorf, Uri, Schweiz
    Seedorf
    Seedorf
    Portrait der Gemeinde Seedorf, Uri, Schweiz

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Abtei_St._Lazarus

      Abtei St. Lazarus

      Die Abtei St. Lazarus ist ein Kloster der Benediktinerinnen in Seedorf UR, Kanton Uri in der Schweiz. Das Kloster gehört zur Schweizer Benediktinerkongregation.

      Das Kloster in Seedorf ist das älteste Urner Kloster und zudem das einzige, dessen Ursprünge ins Mittelalter zurückgehen.

      Im Jahre 1197, wurde im Oberdorf von Seedorf das Lazariterhaus erbaut. Lazaritergründungen waren im Abendland recht selten, einzig in Frankreich etwas häufiger. In der Schweiz gab es nur deren zwei, neben Seedorf noch das etwas jüngere Gfenn bei Dübendorf. Die Lazariter, ursprünglich ein Spitalorden zur Pflege der Aussätzigen in Siechenhäusern, wurden bald auch ein Ritterorden zur Verteidigung des Heiligen Landes. Die Lazariterhäuser bildeten in der Regel Doppelklöster, mit einem Brüder- und einem Schwesternhaus.
Ihre Einkünfte bezogen sie - auch in Uri - aus Bruderschaftsgeldern (aus jährlichen Beiträgen gesunder Laien) und aus ihrem verbrieften Recht, zu gewissen Zeiten Almosen sammeln zu dürfen.

      Als Stifter nennt das Jahrzeitbuch Ritter Arnoldus von Brienz. Er entstammte dem bernischen Hochadel. Wie verschiedene andere zähringische Adelige verfügte er in Uri über Grundbesitz. Als Adliger gehörte er dem Lazariter-Orden an. Die Gründung des Lazariterhauses durch Arnold von Brienz dürfte wohl zusammenhängen mit einer Jerusalemfahrt des Stifters. Die Wahl des Ortes hingegen mit seinem Landbesitz am alten Gotthardweg in Seedorf. An dieser immer wichtiger werdenden europäischen Verbindung stehend, übernahm das Kloster, im Sinne des Ordens, die Pflege von Pilgern.

      Mit dem Ende der Kreuzzugszeit und vielleicht auch mit der Aussätzigenbetreuung durch andere Orden und einem Zurückgehen dieser Krankheit, verloren die Lazariter an Bedeutung. Im Jahre 1413 wurde das Männerkloster aufgehoben und es befanden sich in Seedorf nur noch Nonnen. Als erste Äbtissin wird Mechthild von Hohenklingen genannt. Die Hauptaufgabe des Klosters bestand nun in der Führung eines gewöhnlichen Spitals.

      Wie viele andere Klöster im deutschsprachigen Raum durchlief das Lazariterhaus im beginnenden 16. Jh. eine Krise. Die schon klein gewordene Schar der Klosterfrauen erlag 1518 der Pest. Zurück blieb einzig die letzte Äbtissin Apollonia Scheitler. Nach deren Tod, um 1526, erlosch das Lazariterhaus.
      
Die Gebäude und der bescheidene Grundbesitz fielen nach damaligem Recht an das Land Uri. Die Gebäulichkeiten blieben weitgehend ungenutzt und begannen zu verfallen. 
Die wenigen zugehörigen landwirtschaftlichen Güter verwaltete ein Vogt des Landes.

      Im Zeichen der Gegenreformation erwirkte 1559 Magnus Bessler von Papst Paul IV. die Entsendung von Benediktinerinnen (Urnerinnen) aus dem Kloster Claro (TI) ins ehemalige Lazariterhaus in Seedorf. 
In geistlichen Dingen wurde das „neue“ Kloster zuerst vom Konstanzer Bischof, dann von den Stiften Einsiedeln und Muri, ab 1642 bis heute vom Stift Einsiedeln betreut. 

Da die bescheidenen Gebäude der Lazariter, die vorab aus einem Kirchlein mit Glockenturm, einem Spital (Schwesternhaus) und einem Brüderhaus bestanden, während der unbenutzten Zeit stark gelitten hatten, wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts der Bau der heutigen Klosteranlage begonnen. 1700 wurde die Abteikirche eingeweiht, 1727 der gesamte Bau fertiggestellt.

  • Quellen 
    1. [S17] Benziger-Müller - Ahnen und Nachkommen, J.P. Zwicky von Gauen, (Ralph Benziger-Müller ✞).
      Seite 206, Nr. 6032

    2. [S9] Uri - Staatsarchiv, Stammbuch Nr. 5.
      Seite 378 - Bessler von Wattingen, Fam. Nr. 4a

    3. [S9] Uri - Staatsarchiv, Stammbuch Nr. 33.
      Seite 181 - Zumbrunnen, Fam. Nr. 11B-c

    4. [S9] Uri - Staatsarchiv, Stammbuch Nr. 5.
      Seite 379 - Bessler von Wattingen, Fam. Nr. 7